Mnmtner 44. pettau, den 31. Wrtobrr 1898. Pettauer Montag- Deutschnationales Organ für Untersteiermark. r .n"^ tmi,„ Prci» für Pellau mit Zustellung in« Hau«: Vierteljöhrig st. 1.2V, halbjährig sl. 2M, ganzithrig fl. 4.80, mit Postverjendung im Inland«: Bierteljährig fl. 1.40, halbjährig fl 2.80, go. ,jährig fl. 6.60. — (einzelne Nummern 10 fr. $crM#getrr und Schriftleiter: Rawuald I«c,b Bayer, Herrengaffe Rr. 30, ebe«erdig. Sprechstunde van 1 »i« 2 Uhr Annahme van Inserate» i» der Buchhandlung W. Blanke, Hauptplad Sir. 6. Hondschristen werden nicht zurückgestellt, Ankündigungen billigst berechnet. — Beiträge sind erwünscht und wollen längsten» bis Freitag jeder Woche eingesandt werden. : i. . ist daher gegeben. we»halb obige« Erkenntnis zu fällen war. A. k. Arrie- al» Preßgericht Marburg, am 12. October 1898. Dr. /ohn. Pränumerations-Einladung. Vas Abonnement kann mit jedem Monate begonnen werden uud wird anch gegen monatliche Stählung k 45 Kr. in pettau, h 50 Kr. auswärts mit postver-senduug angenommen. Gleichzeitig er tauben wir ans, alle p. S Leser unseres An eine Todte. Da» ist der ichmerzgeweihte Tag der Seele», Ein dichter Nebel liegt auf Wald und Feld, Als sollte nicht der Trauer Schleier fehlen An diesem Tag der weiten, weite» Welt. Der Todten Stätte» sieht man prangen In einem Blumenflor voll Farbenpracht, Als hätte liebend sie der Lenz nmfangen, Für einen Tag zu neuem Sein erwacht. Al« Schmerzensthau sich' fließen meine Zähren, Uild jede Zähre glänzt wie Demaiitstei», Dir, Theure, kündend: „Ewig werde ivähren De« Herzen» treuliches gedenken Dein!" Gabriel ttosa. Slatteo um gefällige Einsendung des entfallenden Abonnementbetrages höflichst ;u ersuchen. Die Verwaltung. Der Jesuit mit dem Portee-pee! In Pari« sind die politischen Verhältnisse zu einer Katastrophe gediehen. Da« Cabinet Brisfon. das der Wahrheit zu ihrem Rechte verhelfen wollte, ist den Machina-tionen der Gegner der Wahrheit und der Gerechtigkeit zum Opfer gefallen, durch die Nicht«-Würdigkeit jener, deren Großtheil geschworene Feinde der Republik sind und durch die Feigheit und .Halbheit der wahren Republikaner. Man weiß, dass Faure, welcher gewisse Ent-hüllungen zu fürchten hat. oder doch sich gewisser Familienverhältnisse schämen zu müssen glaubt, von den schlimmste» Feinde» der Republik, den Monarchisten und Clericale». durch die beständi-gen Drohungen, einen schonungslose» Feldzug gegen ihn zu eröffnen, sobald er sich für die Re-vision de« Processe« Dreyfuß erklären würde, ver-anlaßt, bisher al« ein hartnäckiger Gegner de«. fekben zeigte, und e« nicht einmal nach den Ent-hüllungen des Obersten Henry, dessen weitere Aussagen durch ein Rasiermesser kurz abgeschnitten wurden, wobei wir eS dahin gestellt sein lassen, ob er das selbst gethan oder andere, die e« aber im ersteren Fall ihm mindesten« suggeriert haben durften, und dem die höheren Officiere drS Ge-neralstabeS so compromittierenden Bekenntnisse de« schurkischen Fälscher« Esterhazy wagte, dafür ei »zutreten, das« nicht länger da« Recht in so unerhörter Weise prostituiert und Frankreich vor der ganzen civilifierten Welt geschändet werde, durch ein Prozeßverfahren, wie e« kaum in Rußland oder in der Türkei möglich wäre. Bi«her ließen sich alle Ministerien von der Wiederaufnahme de« Processes durch die Fiction abhalten, dass hiedurch da« Ansehen der Armee geschädigt und Frankreich unberechenbaren Ge-fahre» entgegengehen würde, trotzdem die Erklärun-gen aller maßgebenden Persönlichkeiten der Nach- R«chdn>< wrfcottit Allerseelen. Novelle von Sabriel «,sa. l. „Der Geistliche kommt schon!" rief ein kleiner, barfüßiger Bursche, der eilig in den großen, weiten Hofraum rannte. Eben erschien an einem Fenster im oberen Stockwerke de» linksseitigen, einstöckigen Hoftracle« das bleicht Gesicht eine« hochgewachsenen, schlanken Mädchens von citca siebzehn Jahren, mit dunklen Haaren ui.d Augen, welche« offenbar nach dem erwarteten Priester ausblickte, als plötzlich da» Glöcklein erklang, dessen Ton verkündet, das» der Leib des Herrn als letzte Tröstung zu einem Schwerkranken gebracht werde, und in der Thor-einfahrt auch schon der Priester mit deni Hoch-würdigste» erschien. Nun wendete sich da« junge Mädchen nach dem Hintergründe, wo an der dem Fenster gegen» über befindliche» Wand die Schwerkranke — ihre barstaaten. die wiederholt officiö« und officiell erfolgten, sie längst gründlich von diesem bewußten oder unbewußten Irrthum hätte heilen können. Aber auch der Ministerpräsident Brisfon gewann erst dann den Muth, der Stimme des öffentlichen Gewissens, das in Zola einen ebenso mannhafte» al« hartnäckigen Anwalt gefunden. Gehör zu sche»ken, al« da« Geständnis Henrys und die Bekenntnisse Esterhazys bereits den Chef des Generalstabe« BoiSdeffre zum Rücktritte zwangen. Nun erst blieb Brisjon hartnäckig darauf bestehen, dass dieser Proceß erneuert und vollste« Licht in die Geheimnisse desselben dringen sollte, jo das« selbst der Rücktritt zweier Kriegsminister nicht vermochte, ihn von der beschaffenen Revi-fion wieder abzubringen. Man erinnert sich wohl noch, dass vor dem Rücktritte de« gegenwärtigen Commandanten von Pari«. General Zurlinden, dieser vor der Nieder-legung de« KriegSportefeuilles einen Berhaftbefeht gegcn ixn muthvollen Obersten Piquart vorbereitet hatte, den der bisherige General Chanoine an-geblich unterzeichnet haben soll, ohne ihn gelesen zu haben und ohne daher zu wissen, wen er be» träfe, worauf General Zurlmdeu diesen kriegs-ministeriellen Beseht ausführte. Schon das war ein Jefuitenstreich, den diese beiden Jesuiten in Uniform in unzwtifel-haften, Elnverständnisie mit einander ausführte». Denn es wäre eine Ungeheuerlichkeit sondergleichen, wenn e« in der That einen Kriegsminister gäbe, der einen BerhaftSbefehl unterzeichnet, ohne nur zu fragen oder nachzusehen, wer der zu Berhaf-tende sei. und was er sich zuschulden habe kommen lassen, oder welcher That er verdächtig sei, dass solch eine schwere und diffamierende Maßregel gegen ihn ergriffen werde. Nun, derselbe Kriegsminister, der diesen hinterlistigen Streich verübte, machte sich in der Kammer eines z,veiten eben so schlimmen und in-famen Jcsuitcnstreiche« gegen seine ministeriellen College», schuldig, indem er, der allen bisherigen Berathungen derselbe» beiwohnte und sich nicht genöthigt sah, in Folge der vom Ministerrathe beschlossenen Revision des Dreyfuß-Processes sein Portefeuille niederzulegen, gecave als die Re- Mutter — lag. zu deren Häupten ein blasse«, zarte«, etwa dreizehnjähriges Mädchen schluchzend saß, während ein fünfzehnjähriger Bursche mit dunklem Kraushaar und intelligentem Gesichte an , einem großen, in der Mitte befindlichen Tische mit Zeichnen beschäftigt war. Erst zaghaft, aber dann doch mit festem Entfchluss fagte nun da« ältere Mädchen, wenn auch mit bebender Stimme und flehender Ge-berde: „Ich bitte Dich, liebste Mutter, ich habe den Geistlichen holen lassen, er' kommt soeben, weise ihn nicht zurück." „Ich will keinen Geistlichen!" fuhr die Kranke schwer röchelnd, aber zornig auf. . „Wa« soll mir ei» Geistlicher? Kanu er mir Trost und Gottvertrauen, die ich längst verloren, wieder-geben? Ich habe gehofft und gebetet und gefleht zu meinein Gott um Erbarmen — hat er mein Gebet erhört, ode? ha! er mich verzweifeln lassen und mich uud meinen armen Man», Eueren Vater, elend zu Grunde gehen lassen? Wa« soll mir der Geistliche? gierung auf da» heftigste von Deroulede angegriffen wurde, auf die Tribüne eilte und erklärte: „er theile die Meinung seiner Vorgänger »nd gebe hiermit seine Demmission." Roch kein Civilminister irgend eine« Staates hat solch einen Verrath an feinen Collegen ver-übt, wie dieser Jesuit in der GencralSunisorm, der durch diese Handlungsweise sein Porteepee schändete. Die Folge dieses Coups war der Sturz de» Ministerium» Brisfon durch die vereinigten Par« teien der sogenannten Ralliirten, Chauvinisten und Antisemiten. Ein Ministerium ehrlicher und aufrichtiger Republikaner ist gestürzt durch die Feigheit und Unzuverlässigkeit jene» Häufleins, das bei der letzten Abstimmung den Ministerpräsidenten im Stich« ließen. ES darf aber nicht vergessen werden, dass unmittelbar vor dieser entscheidenden und ver-hängniSvollen Kammerfitzung der russische Mi-nister des Äußer» Murawieff in Paris war. ES dürfte daher kaum ei» Fehlschluß sein, wen» wir vermuthe», dass dieser dem bedrängte» Faure zu Hilfe kam. dem eS anfieng. um feine» Präsiden-tenstuhl bange zu werden und der in Petersburg eine pvrson« gratissima ist. Vielleicht entwarf Graf Murawieff den Plan zum Sturze de« Faure so unbequemen Ministeriums und der Je-suit mit dem Porteepee, General Chanoine, fand sich sofort bereit diesen Coup auszuführen. Die politisierenden Generale weisen darauf hin. das« sich Frankreich bereit« auf dieselbe schiefe Ebene begiebt, auf der sich Spanien befindet und das« eS auch vielleicht hier bald Prvnunciamento« für den einen oder den anderen Prätendenten geben wird. Aber die gleichen Vorkommnisse in Frankreich wie in Spanien, die in diesem für de» Weltfrieden harmlos sind, bedeuten in Frank-reich eine eminente Gefahr für denselben. Rundschau. Die Bedrohung de» Weltfrieden« steigert sich sowohl durch die inneren Vorgänge in Frank-reich und die sich immer mehr steigernd« Spannung zwischen Frankreich und England, wobei die Siellungnahme Rußland« freilich ausschlaggebend sein dürfte, und zwar in viel höherem Maße al« die Erwägungen im Schoße de« englischen oder französischen Cabinet«. »Sie zu Gott zurückführen. Sie der Verzweiflung entreißen u»d da» Vertrauen und die Hoffnung in Ihrem Herzen wiedererwecken zu dem Vater im Himmel, der auch Ihren Kindern «in Vater sein wird; ihr einziger Schirm und Retter, wen» Sie diese Erde verlasse» und die-selben al« Waisen schutzlos zurückbleiben." Der sonore Klang dieser männlichen, ent-fchiedenen Stimme tönte wohllautend an aller Ohr. Ein Wink de» Geistlichen, der ungehön ein-getreten war. ließ die dre« Geschwister sich in da» anstoßende Cabinet zurückziehen, und er war nun mit der Kranken allem, an deren Bett er sich jetzt setzte. Er war eine hohe, Erfurcht gebietende Er-fcheinung. Auf seinem Gesichte lag eine wunder-bare Mischung von wohlwollender Güte und strengem Ernste. Sein Blick schweifte durch da» ärmliche, fast leere Gemach und blieb dann mitleidig auf der Leidenden hasten, deren Brust und Kehle sich ein ununterbrochene» Röcheln entrang. Trotz der tief eingefallenen Wangc» und Schläfen und der dunklen Hohlringe um die Augen, trotz der durch da» Unglück und die er-littenen Bitternisse de» Leben« hart gewordenen und durch den Kamps mit dem Todesengel, dessen Sik bereit» ihr Haupt umschwebten, entstellten war noch ein Schimmer ihrer Schönheit nehmbar: aber aus dem Auge war der sanfte Glanz der Milde längst entwichen, und noch im verlöschenden Blicke loderten Haß und Trotz em- — 2 — Ist Rußland, trotz seiner Frirden»manifesta-tion, der Krieg mit England willkommen, um diesen einzigen oefährlicheu Rivalen in Ostasien für immer zu beseitigen und zu vernichten, so wird eS Frankreich aufmuntern in der Fafchoda-frage nicht nachzugeben und so entweder England in der äußeren Politik eine empfindliche Demü-thigung bereiten uud ihm eine weitgehende Con-cession für Frankreich in Afrika erpressen, oder — wenn sich England zum Kriege entschließt — mit Frankreich alliiren, denn der Gefahr darf sich Rußland nicht aussetzen, dass in einem Zwei-kämpfe beider Staaten Frankreich unterliege, wa» nur durch die gänzlich oder theilweifr Vernichtung feiner Seemacht herbeigeführt werden könnte; denn dann erst wäre England allmächtig auf dem Meer, und würde nicht zögern, das vereinsamte Rußland anzugreifen, um auch dessen Flotten von den Meeren hinwegzufegen. In beiden Fällen hienge aber auch viel von dem Verhalten Deutsch-landS ab. Dennoch erscheint nnS die Faschoda-frage nicht so gefährlich al» die immer drohendere Möglichkeit einer Militärdiktatur oder gar die Wiederaufrichtung eine»Kaiser- oder Königsthrone» in Frankreich, denn in jedem der drei Fälle wäre die Losung; der Revanchekrieg mit Deutschland, wenn auch wahrscheinlich mit dem Aufschub bis nach der Weltausstellung von l9 gorig, 'Schneider nnd Consorte», diesen Feinden der Wissenschaften, »oird ja hoffentlich keinerlei Concessionen gemocht, den» sonst hätte sich Dr. Miller, dichw Held »der Humanität, nutzlos zum die Hände wie segnend auf die Häupter der beiden vor dem Bette knieenden Mädchen Der Priester erka»»te. das» die Katastrophe nahe sei und beeilte sich, die heilige Handlung vorzunehmen. Al« er sie beendet hatte, gewahrten die An-wesenden erst, das» die Leidende während derselben ihre Seele ausgehaucht hatte. Toni warf sich mit einem furchtbare» Auf-schrei auf den Körper der Entseelten, während Mila erbleichend aus de» Stuhl sank, de» vorhin der Priester eingenommen, mit Gewalt ihren Schmerz bezähmend, aber doch nicht Herrin ihrer Thränen, wie auch Gustav sich weinend und schluchzend seinem Schmerze hingab. Der Priester wendete sich zu Mila und sagte mit vor Rührung bebende. Stimme: „Weinen Sie. weinen Sie! In den Thränen löst sich die Qual des Schmerzes von der Seele. Weinen Sie, denn die Verstorbene war Ihnen gewiß die beste Mutter. Vergesien Sie aber auch nicht, dass Ihnen die Mutter ihr Kostbarste« hinterließ. Ihre beide» jüngeren Geschwister, denen Sie jetzt nicht nur die liebende Schwester, sondern auch die treueste Freundin und die für-sorglichste Mutter zu sein haben. Sie werden eines schweres Amte» von dem Herrn gewürdigt. erfüllen Sie diese heilige Aufgabe voll und ganz, dann ist Ihnen der reichste Segen des Herrn ge-wiß. der Ihre jugendliche Kraft stähle» wird, die schwere Bürde zu tragen, die er Ihnen in seinem unerforfchlichen Rathschlusse auferlegte." Langsamen Schrittes verließ er dann die Waisen, die trostlos, fassungSlo«, Verzweiflung«-voll vor sich hinbrütend oder in lautem Jammer ihren Herzen Luft machend, wie Toni, zurück-blieben. Der Abend senkte sich dämmernd nieder; die Leiche ward in einem einfachen Sarge aufgebahrt. Vier Wachskerze» brannten mit rbthlicher Flamme. Ihr flackerndes Licht ließ Mila, welche mit ihrem Bruder die Todtenwache hielt, wieder. Opfer gebracht. Alle Gebildeten sollen sich nur zusammenthun, endlich der christlich-socialen Ver-pestung in Wien ein Ende zu machen, den» diese geistige und moralische Pest ist der schlimmste und gefährlichste Feind vo» Sien. Bedauerns-wert ist nur das«, ein Mann, der sich zur Garde der Wissenschaft zählen will, zuerst im Abge» ordnetenhause den Ruf erheben koniite, die bakte-riologischen Versuche sollten in Indien gemacht werden, da« war Dr. Pornrner, das muss fest-genagelt werden. Pettauer Wochenbericht. (lheaternachricht.) Dienstag de» 1. November kommt der Weihe deS TageS entfprechend, da« stimmungsvolle Lebensbild „Vater unser" zur Aufführung und Mittwoch am Lllerseelentage wird Raupach'S VolkSschauspiel „D e r M ü 11 e r und fein Kind" nach mehrjähriger Pause wieder gegeben. Der Beginn der dienstägigen Vor-stellung ist auf */,8 Uhr Abend festgesetzt. — Donnerstag den 3. November werden wir Ge-legenheit habe», wiederum einen Bekannten auf unserer Bühne begrüßen zu könne», indei» der vom Vorjahre her beste»« beka»nte und sehr beliebte Liebhaber Herr Franz K a m m a u s zum erstenmale austreten wird. — SamStag den 5. November findet eine sehr interessante Bor-stellung statt, indem Halm'S dramatische« Gedicht: «Der S o h n d e r Wildni«" mit Herrn Alexander in der Titelrolle, zur Aufführung gelangt. Wir können e« nur gut hnßen. wenn unser wackerer Direktor, der sich du.ch den misS-lichen Geschäftsgang nicht beirren läßt und »och immer in seiner idealen Anschauung die materi-el!en Interessen in den Hintergrund trete» läßt, eS auch mit einem ClaMer versucht. Wir wolle» doch hoffen, das« sich nebst unserer studierenden Jugend auch unser Theaterpublicum vollzählig einfinden wird, damit auch einmal da« eifrige Streben der Direktion genügende Anerkennung holt erschreckt emporsahren, den» bald dünkte ihr, der Athem der Verstorbene» hibe den Schleier, welcher über dere» Antlitz gebreitet lag. bewegt, bald glaubte sie wieder ein leise« Zittern der Augenlider zu gewahren. Aber wenn sie zur Leiche eilte, war e« immer das gleiche, »n beweg-liche, eisigkalte Gesicht. Von diesen Lippen kam kein zürnende« Wort, aber auch kein gute«. Ach! diese Lippen sprachen ja auch i» den letzte» Jahren so selten gute Worte, denn sie überflössen von der Bitterkeit, die da» Herz der Todten erfüllten, feit jenem UiialückStoge, da ihr Gatte durch Bosheit und Niedertracht Amt und Verdienst verloren hatte. In Folge dessen erlag ihr Vater bald nach der Übersiedlung der Eltern noch Wie» einem GemüthSleiden, und die Mutter stand nun. ohne jede Unterstützung, ohne Hilfe, allein im Kampf um ihr Dasei» und dasjenige ihrer Kinder. Damals schon, al« zwölfjährige« Mädchen, mußte Mila gemeinsam mit der Mutter nicht nur tagsüber, sondern auch nächtlich angestrengt arbeiten, um ihr nnd ihrer Geschwister Leben durchzusristen. So hatte sie schon frühzeitig den furchtbaren Wechsel des Schicksals kennen gelernt und die schwere Bürde der Armut auf ihren schwachen Schultern getragen. Und doch sollte es noch schwerer kommen. Vor einem Jahre war e», al« ihre Mutter in Folge der Entbehrungen und horten Arbeit an der Tuberculose erkrankte. Eine Schonung war unmöglich. Die Krank-heit machte reißende Fortschritte und hatte sie vor zwei Monaten auf das Krankenlager ge-worfen. Jetzt hatte Mila auch noch die Wartung und Pflege als neue Bürde auf sich genommen, unter deren Last sie bereits in dem Augenblicke zusammen zu brechen drohte, al« der Tod der Mutter eintrat. finde. Sonntag den 0. November wird „Der verwunschene Prinz" mit Dir. Gärtner in der Titelrolle, gegeben. (Äuü dem allen portoaio.) Da die Grabungen in Unterhaidin, welche im Lause weniger Tage so überraschende Ergebnisse geliefert haben und weitere Entdeckungen erwarte» lassen, im nächsten Frühlinge sortgesetzt werden solle», wur-den die Reste des aufgedeckte» MithraStempelS sowie die übrige» Diauerrestc mit Holz verschalt, uni vor Beschädigung gewahrt zu sein. Überdies wird hiemit an den historischen Sinn des Pub-licnmS appelliert. daS die wissenschaftliche und örtliche Bedeutung der historischen Denkmale sicherlich zu würdigen weiß, und eS gebeten, selbst die Reste der alten Cultstätte oor jeg-licher Beschädigung und Zerstörung zu schützen und muthwilligen Frevel a» dem kostbare» Gute, das nun die Eide mindestens 17 Jahrh»»dertc lang treu aufbewahrt hat, »ach Möglichkeit zu verhindern. Der MithraStempel mag ruhig über-wintern, zumal da er jetzt durchaus nichts ent-hält, was die Neugierde reizen könnte; denn die gefundenen Altäre und Senlptureu sind ins moderne Pettau geschafft und im Hausflure des Ferk-Museums, links vom Thore, untergebracht worden, wo sie allgemein besichtigt werden können. (Draurrgulicruuas Commission.j Im Ver. laus der verflossenen Woche fanden sich die Mit* glieder die Drauregnlieruugscommisio» zur In« spiciernng ein, die nach gepflogenen Erhebungen nach Frieda» weiteneiste». (flau öcs Gaswerks.) Die Arbeite» an den beiden Gasometer», im Inneren der Baulichkeiten und die Aufstellung der Apparate geht im be-schleunigte» Tempo vorwärts. (Kohrlegungen.) In dieser Woche standen wir im Zenith der RohrlegungSarbeiten, die jetzt gerade im Centrum der Stadt, »n freqnen' testen Theil vorgenommen wurden, aber uugemei.i rasch vorwärts giengen; denn kaum, dass die Lauf- das heißt Rohrgräben eröffnet wäre», wurde» sie schon von einem Heer von Taglöhn?rinnen zugeschüttet, so das« man kaum Zeit hatt,', hinein zu fallen. (Hausinstallalioaen.) Auch die Hausinstal-lationen sind bereits in vollstem Gange uud die größere Hälfte derselbe» ist mit dem Schlüsse dieser Woche fertiggestellt worden, so dass Pettau bald von „einem Meer von Licht" gegenüber d>'r bisherigen Petrolenmnacht erfüllt sei» wird und da-mit wird auch daS Verdienst des Bürgermeisters, um die endliche Beleuchtung der Stadt mit Gas, im hellsten Lichte erstrahle». (Fenerbereitschast der freiwilligen -fnirr-wehr.) Für die lausende Woche hall der II. Zug und die II. Rotte Feuerbereitschaft. — Zug«-führer Bella», Rottführer M a i tz e n und 8 Mann. Feuermeldunge» sind ans der Central-station in der SicherheitSwachstube im Rathhause Vermischte Nachrichten. (Handels- und Gewerbekammer) Der Sekretär der Kammer, Herr Dr. Rudolf Käme« nitzky. von dem wir seinerzeit berichteten, dass er an Typhu« schwer erkrankte, ist »un wieder soweit hergestellt, dass er sich gelter» behufs vollständiger Wiederherstellung seiner Gesundheit zu einem längeren Aufenthalte noch Italien begeben konnte. (^iir Hohrnstadt.) Unsere regelmäßigen Be-richte werden an 150 Zeitungen in Deutschosterreich und Deutschland versendet. Die Zahl der Volks-genossen, die auf diese Alt von unserer nationalen Noth unterrichtet wird, ist so groß, dass uns der kühne Gedanke nicht verlassen mag : „Möchte doch jeder Leser und jede Leserin, die Deutsch denken und fühlen, die sich im Wirbel unserer Zeit noch Begeisterung für ihres Volkes Größe genug bewahrt, um den Gedanken auch ein kleines Opfer zu briugeu, 1 Krone oder 1 Mark der Rettung unserer Sprachinsel widmen, unser na-tionales Bollwerk wäre gegen jeden Feindes-stürm für alle Zeiten gefestigt und gesichert. Ihr seid praktische nationale Schwärmer, meint Ihr. Mag sein; aber Noth macht erfinderisch und wir wissen, dass uns nur allgemeine Hilfe das Rüst-zeug geben kann, dem allgemeinen Sturme unserer Gegner Stand zn halten. (Verzeichnis der bedeutenderen Handlung«-Häuser in Japan.) Die Handels- nnd Gewerbe-kammer gibt bekannt, dass ein solches Verzeichnis, herausgegeben vom k. k. öslerr. und ungar. Eon-sulate in Aokohama, nach dem Stande vom 1. Juni d. I. im Bureau derselben. Graz. Neu-thorgasse Nr. 57, während der Aintöstunden, an Wochentage» von 8 Uhr Früh bis 2 Uhr Nachmittag. zur Einsicht der Interessenten aufliegt. (vcutschrr Schulverein.) In d« Ausschuss-sitzung am 18. Oktober wurde der Ortsgruppe Landskron für den Ertrag eines Volksfestes nnd dem Herrn A. F. Tandlcr in Pretoria für eine namhafte Spende der geziemende Dank ausge-sprochen. ES wurde» bewilligt: Subventionen für die «indergärten in Gaya, NeStomitz und Nieder-LenienSdorf. Beiträge zur Schulgeldzahlung an arme deutsche Kinder in Chmeleschen nnd Braun-dusch und die Grundsteuer für daö dem Vereine gehörige Schnlgebäude in Leimgrnbrn. Nach Be-rathung von Angelegenheiten der Schuleil in Neu-RohoSua und Weitenstein, des VereinskindergartenS in LeiferS und der Ver-einSichuleu in Jablonitz am Jjer, Lichtenivald, Pilsen. Sauerbrunn, St. Egidi und Trschemoschna, wnrde die Herausgabe neuer Ansichtskarten nach einem von Maler Gottlieb von itempf vorliegenden Entwürfe beschlösse!!. 100 Stück dieser Ansichtskarte» werden nach ihrem Erscheinen um 3 fl. an die Ortsgruppen und an die Wiederverkäufe? abgegeben werden. Zu dem gleichen Preise könne» auch die bisherigen vom Schulvereine herausgegebene» Ansichtskarten in Farben- u. Lichtdruck bezogen werden. An Spenden sind dem Vereine zugekommen: Ortsgruppe Niedergrund fl. 38.—, Sammelschütze in Groß-Selswitz fl. 16 —, Verkauf an GroßSelowitzer Ansichtskarten fl. 4.—, Herr Florian Wichard. Wien fl. 6.—. Ortsgruppe St. Polten fl. 50.—, Ortsgruppe Mastig fl. 2.50 und Sit Pack leinwand ausgefüttert werden. ±t%> Unser Witzbiatt. Liaber Freund! Haha! Der wird Augen machen, wann er mi sieht, hab l mir denkt, wia i iviadev an Ber-such g'macht hab', obst D» »öl wenigstens dös mal z'haus z'treffen fein wirst. Aber Du Hallo, dri warft schon wieder furt. Alser hab' i mir denkt, fahrst allanie zum Schluss der Ausstellung obi. Wa»» i schon da bin, muß i a dabei sein. Aber hab' i mi schon g'ärgert, wia i g'seh'n hab', was do Plützerlibahnbaneommission für an Hauptplutzer bei der Station Josesstadt g'macht hat, wo dir Bahn die Totalansicht der schönen neuchen Breitenfeldcr Kirchen ruiniert, weil si'S in d?r Mitt' ausei»a»der>chneidt, so bi» i spri«g-gisti word'n, wia i g'seh'n hab', wia bei der Nußdorferlinie mit der Kirchen ums Kreuz g'sahr n wird. Statt dass s" de» Franz Jofefbahn-Hof übersetzt hätten lind die Bahn hinter der Nordwestbahn direct in die Donanuferbahn ein-mündet, haßtS: „Jetzt fahr'» ma g'schwind nach Rußdorf '»auS" und ma muß z'erst bi« Heilige»' stadt fahr'u um »acher dö ganze Strecken wieder z'rnckz'radeln! — Dafür brancht ma a halbe Stund länger und darf um 6 kr. mehr zahl'» al« nothwendi wär. Da« i« g'rad so dumm, wia, dajs dö Bahn dort wo's bergab am Girtel geht, unter der Erd' fahrt und wo 'S bergauf geht. Über die g'mauerten Bögen a paar Stock hoch in der Höh' fahrt. A g'wbhnlicher Mensch, der nix von der Jnschöniörkunst versteht, der mant halt, dass dort ivo a B-.rg iS, dö Bahn unter der Erd' weiter gehen, und wo'S Terrän berg-ab geht, in der Höh' g'führt werd'n müßt, weil a Eisenbahn ja nöt z'viel Steigungen haben soll. Aber na. dö Plutzerlbahn geht g'rad ver-kehrt, gegen illen g'sunden Menschenverstand und gegen allen Brauch, wie ma'« sonst baut. Freist an Guts hat dö Bahn, für saubere Mädl'n und Frauen, dö sich seh'n lassen können und nöt ca-priciert darauf san, dass ma sie nöt im Neg-kische siecht, oder wann sie g'rad mit die intimsten Toalrttgeheimnisse beschäftigt san. I hab einige junge und alle Herr'u 'troffen, dö nur darum von der Iosesstadt nach Währing oder umgekehrt fahr'», damits i» die Damengemächer hinein blinzeln können und da irgend einen glücklichen Moment erwischen, wo sie mehr zu sed'n kriag'n, als für gewöhnlich erlaubt iS? Was soll i Dir von der Ausstellung sagen. Dö Beleuchtung war wunderschön, leider warS Dir so hell, dass ma nur um so mehr g'seh'n hat. wie wenig Leut da sau. Fast nirgends iS waS lo« g'wesen. Nur in a paar billige Restanrationen is a wirkst voll g'wesen, sonst san überall die sauber» Wuzcrln, die da al« Eassieriniien, Kellnerinnen. Verkäufer-innen ic. herum gesessen, gestanden oder gangen san, in allen mögliche» und unmöglichen Eo-stümen, fast inutterseelen allan g'wesen. Nur von Zeit zu Zeit hat sich a Würzen zu aiier verirrt, und unsichtbar zwar aber leicht erkennbar hat überall das bekannte AuSstell ungsgespen st. daS De-sicit. heraus g'schant aus die leeren Hütten und Pavillons. w>e aus die melancholischen Gesichter der Aussteller. Das Uraniatheater, das war schon ..Eisen" mit seiner Theatervorstellung ..Eisen." Aber dass dort a den Krieg auf Kuba aufg'führt habe», da« paßt mir nöt. Dös kann ma auf jeder Spektakelbühn. seh,'», daö g'hört aber nöt i» a wissenschaftlich'S Theater. Trostlos hot'ö a im BüldungSpavillo» aus-g'schaut. Da hat nia g'seh'n, dass der Sinn für Büldung bei dö Herrn Christlich-Socialen nöt sehr groß is. Na ja. so»st thäten« ja a nöt aller-weil nnd überall in dö Wirtshäuser, in dö Ber-samnilungen, im Stadtrathe nnd Äemeinderathe raffen und schimpft». Und dann wannS 'S a no so viel Lent da g'wesen wären, was hätte» sie sich denn viel bilden tönna? Fast überall picken nur Zetteln mit Nummern, und wer wissen will, wa« dö Sachen san oder vorstellen, müßt sie an Katalog kaufen. Dass is wie im Uraniatheater und wie a fönst bei sehr viele Sachen. Überall hat'« g'haßen: „Greif' in Sack und zahl' wieder." DaS können dö Leut' aber nöt und darum bleibenS z' Haus. Was hab'n« denn vo» dö uiivcrkaufteii Katalog? HättenS liaber a paar g'lehrte Herr'n hinein g'stellt, dö den Leuten alles explicieU hätten. Sehr g'fall'n hat mir der Pavillon der Stadt Wie». Namentlich das Reliefbild, in der Höh', wo der Lneger fo protzig dortsteht. Dö« is wahrscheinlich aus der Zeit, wo er no prahlt hat, das« er die Engländer am 81. December 1899 hinauStreiben. und dass er der Tramway fchon no an Herr'n zag'» wird. Dafür hat er auf dem Bild drinnen a G'sicht, wia a Maturant, der g'rad dlirchg'fall'n is, so verleg'« schaut er drei». Wahrscheiuli is dös g'mal'n worden, wia er schon a Ahnung g'habt hat. dass dö Gasbeleuchtung der allergrößte Wafferplutzer i«. und das« nöt er die Tramway, sondern dö neue Tram-waytiesellschaft ihm gehörig niederbögeln und er der Hauptblamierte sein wird, nnd seine Christ-lich-^ocialen die Ang'schmierten. Der Herr Strohkopf — ah. Pardon Strobach hat sich auch als Platzhalter porträtieren lassen. Er hat den Überzieher malerisch, ja. schon ganz theateralisch um die Schultern geworfen. Na ja, seine Stellung war ja eine theatralische. Er hat als Statist in der Bürgermeister-Eomödie mitg'jpielt. Da« sieht ma ihm glei an der Visage an. Kan Spur von einer Würde, einen Geist oder ein Witz. Der reine Aushackknecht im Frack; der kann höchsten« statieren. Und selbst al« Statist i« er eigentlich nöt z'branchen; denn er spielt a alö Vorsitzender allerweil a jämmerliche Roll'! Zwa solche Biu> germeistcr nachanaud? — „Pfui Teufel!" hab' i mir denkt, armes Weau und bin z' Hans gange». Den andern Tag is dann dö Pest auS'brochen, ua da hab' i mi druckt, obwohl die christlich-so-eiale Pest g'wiß no schlimme, i«. ServuS! D?in B?tter ti«u«)er. zu (..Mirath»«") Da» ..Marathon." da» sich bekanntlich beim Tintritte der nasskalten Witterung für Raucher als eine wahre Wohlthat envei«t, wird gerade in dieser Zeit auf die verschiede>^»rtigste Weise nachgeabmt und der Markt mit diesen Erzeugnissen überschwemmt. Um sich vor diesen minderwertigen «rzeugnissen zu schützen, erscheint e» angezeigt, beim Kaufe auSvrücklich da« echte „Mörathon" verlangen. WirRaucher erklären hiemit öffentlich und geben allen, so ein gute« Pscifche. rauchen wollen, zu wissen kund, das« solches nur mit „Mirath«»" möglich ist. «a, ist ..Mirath»»" ? ,.MIr«th»»" ist eine aromatische ikräutermischung, die, txm Tabak beigemengt. dem Rauch einen herrlichen Geruch verleiht, die schädlichen Wirkungen deS Ricotin» behebt, daher sehr gesund ist. Raucher! Beisucht .Mörathon", verlangt überall ..Mörath»»", denn nxr „M»rath»n" je versucht, der tonn ohne >,Möeatho«" nicht mehr rauchen. Zu haben in Paketen tt HO kr. und S. 10 kr. beim Erzeuger: Id. Mörath, Droguerle, Graz, Iak»»inigasse 1. Nur echt, wenn „Mintthiu" am Packele steht. 12 kleine oder 4 große Pakete per Nachnahme scanco I fl. 3K kr. Zahllose Anerkennungsschreiben liegen vor. In Pettau bei J»s. Kasimir. Zu beziehen duroh jede Buchandlung ist die preisgekrönte in HO. Auslage erschienene Schrift des Med.-Rath Dr. Müller über das rjetfetf* unB«ea-Tueh-StieseletteB mit Lackbesatz . . DaaeB-Taek-Hckallrrsekahe . . . . fl. 3.— Oasen Tach-SehnQrrsrhake mit Pelzfutter . . DaaMa-Tack-Katfpflscbahe mit Lackbesatz . . DaMeaSekaarT-Schahe. hoch I. mit Lack- besatz, in braun und schwarz....... Daiafn-SaloB-Lack-Sckahe (Tanz-Schuhe) . . . Herrea-Stlelelettca........fl. 4 — Herrea-Taeb-Stlefelettea mit Lackbesatz . . . Herrea-Bergdteiger...........fl. Herrea-Stiefel la bis b» aus einem Stück gc&rb. Commode-Schuhe. fl. Paar Pilc-Sebake für Kinder, für Damen, für Herren (30—80 kr, 8.1 fTTätr „ Taeh-C«uo4e-KckBke mit Lederbesatz fl. 1.60 bis fl. L — , i o««»de «ekabe gestickt............. 1.60 faniaale-Schnhe, braun Leder und gepolstert, speciell für leidende Füsse 2.- 3000 «. und mehr kann jeder Herr und jede Dame durch Übernahme unserer Agentur (ohne Fachkenntnisse, keine Lose) jährlich verdienen. Offerte unter „M. F. 27" poste restante Wien, Hauptpost. Echte Tiroler Wettermäntel (Havelok), bester Schutz gegen Nässe und Verkühlung, garantirt wasserdicht, aus feinstem Kameelhaarloden, in allen (iritasen, 1. OualiMt, stets lagernd & 10, 13 und 15 fl. Zur Erleichterung des Kaufes gewahren wir sehr günstige Theilzahlungen. Brüder Slawitsch, Pettau. tyjfercatitil- (gjouoerts «it Jirm alroik von fl. 2.— p«r wille an, kesert die öiillidrucktrei W. SlanKr, pettau. » Brüder Slawitsch, Nähmaschinen-Niederlage, Pettan. Singer-Nkhmatohine, hocharinig.....fl. 30.— Slnger-Nihmasohlae, Luxus-Ausstattung . , 40.— Singer Medlum-NXhaiatcblne für Familie und Gewerbe........... 46 — Singer Tltania-NihmaacMne für Schneider „ 60.— Mawe C, Nähmaschine für Schneider . . „ 42.— Möwe C. Nähmaschine für Schuster . . , 42.— Rlngschiffcken-NIhnaichln« für Familie und Gewerbe........ . „ 65.— RlngichlfTcben-NKhinaichlne lür Schneider , HO.— Cylinder-Elastik für Herren- und Damen- __Schuhmacher .......... 80.— Allein-Ver kauf von der grössten Bielefelder Nihiaaioklien-Fabrlk Dürrkopp 4 Ce. Man verlange illustrirten Nätimasi hinen-Catalog Wirksamste Ankündigung bietet nur ein Wochenblatt. In erhöhtem Masse aber ein Montagsblatt. Denn in der Fluth der alltäglich erscheinenden Zeitschriften haben die Leser nur kurze Zeit, zum flüchtigen Durchblättern. Aber am Montag, wo kein anderes Blatt erscheint, hat der Zeitungsleser genügende Müsse und nimmt sich die Zeit zur genaueren Durchsicht. Und da die Fettauer Montags-Zeitung auf allen Gebieten: Politik, Kunst, Wissenschaft, Literatur, Landwirtschaft und Gesellscbaftsleben, Neues und Interessantes und Originalarbeiten — keine Nachdrucke — bringt, auch in ganz Österreich, Deutschland, der Schweiz, vorzüglich aber in Steiermark in den ersteren Kaffee- und Gasthäusern und Hotels aufliegt, so finden die Ankündigungen die allergrösste Verbreitung bei allerbilligsten Preisen und liegen eine ganze Woche auf. Die Verwaliun foVoVoVoVoVoVoVoVoVoVoVo1) Grosses Lager aller gangbaren Borten von Geschäftsbüchern In starken Einbinden in der Buch- und Papierhandlung W. Blanke, Pettau. 000000000000 ZS-ginn «in«» «mm |t6o«tttm«nf»: )■( rat(k|'r«> V»» •M«n*ra Wirbt •V o n atsh e ff t Soeben erschien im XIII. Jahrgang ISM/K99 Erstes feeff: A® Septemdtthest II« I 81. M pf. MsnMtttch «lh Örfl -titlerarisch «— bu tcfi W» ^lOrutHUf Wr üllijtbtitfT. Große Romane 21 • r 1111 n, Gedicht« und et«tr ander« 8«ltr4f« d«« MieHnWt» IfeNflt imd evilcra b«? <^c§ma>urt. /«■gCrrif« rri4 IMrtnt A ton- Hl jukffllriMf. Sunstbetlajeu «Och (fewAllin «Ml SliMtn jtc|«r m«4*«v in nifttlcrdkftr sie. C|t^neMri;efr*f%»^«nS «töss->rn bi« geoßen Kamonft ..Philister über dir!" von Georg /rlir. von Ampleda ..perlen" von Friedrich Jarobfen (Hl dft Probeheft die V«chdand!»iiH: Wilhelm Blanke, Pettau-Marbnrg. — 9 — Brockhaus ConYersations-Leiikon, vierzehnte, letzte Auslage, vollständig in 17 Bänden, billig zu verkaufen. Anfrage bei Herrn W. Blanke. Z35 prö<- Kundmachung. Die Bewerber um die JubiläumS-Medaille für «ivilstaat«bedienstete. welche nicht mehr im activen Verhältnisse stehen und dem Ressort de« Ministerium» für Cultu« und Unterricht angehörten, haben sich beim Stadt-amte Pettau bi« blängsten» 3. November l. I. unter Beibringung des PensiontdecreteS anzumelden. Ätiitomt pkttan. am 25. Oktober 1898. Der Bürgermeister: A. Gr«ig m. p. Z »4präsid 5tundmachung. Seine k. n. k. Apostol. Majestät haben an» Anlaß de« Allerhöchsten sünszigjährigen Reg!erung«.Jubiläum« Allerhöchst sich bestimmt gesunden, eine Medaille zu stiften, welche de» Namen »Ehren-Medaille für vierzig. vaten Dienste verliehen werden soll. Der Anspruch aus Zuerkennun^ der Medaille erwachst demnach mit dem Tage der Vollendung der vierzigjährigen Dienstzeit, ohne Rücksicht darauf, ob dieS vor oder »ach dem 2. December 18S8 der Fall ist. Die Ableistung de« gesetzlichen Militärdienste« ist nicht al« eine Unterbrechung de» öffentlichen oder privaten Dienste« anzusehen, für die vierzigjährige Dienstzeit selbst jedoch, ausgenommen den Fall de« Staat«. v!n|tr " ..... Wenfte«, nicht anzurechnen. Die Quie«ze»ttnztit unterbricht nicht den öffentlichen Dienst, wäre aber der vierzigjährige» Dienstzeit in keinem Falle anzurechnen. Eine im Auslande zugebrachte vierzigjährige Privatdieustzeit eine« österreichische» Staatsangehörigen begründet gleichfalls den Anspruch auf die Medaille. Auch den ehemaligen Staat«eisenbahnbediensteten, welche anläßlich de« in den sündiger Jahren bewirkten Belaufe« vo» StaalSbahnlinien in den Dienst einer Privatbahn übernommen worden, ferner solchen Pri-vatbahnbediensteten. die anläßlich der Verstaatlichung ihrer Gtammbahn in den StaatSeisenbahndienst übernommen worden sind, wird dcr Anspruch auf die Medaille zuerkannt. Die Anmeldung der AnspruchSberechtigniig und die Zuerkennung der Medaille erfolgt bei den dem Ress»rt de« Ministerium« de« Innern unterstehende» Dienern, dann bei den Privatbediensteten und allen ehe-oaligen Staat«bediensteten durch da« Stadtamt. bei welchem unter Bei. dringung dcr zum Nachmeise der vierzigjährigen Dienstzeit geeignete, Do-cumente der Anspruch bi« längsten« 8. November t. für erst nach dem 2. December 1898 vollendete vierzigjährige Dienstzeit von Fall zu Fall anzumelden sein wird. Ataötamt prtttR, am 24. October 1898. Der Bürgermeister: I. Ornig m. p. \ferlang r .. du rmltberuhi en Sie du tvetlberuhmlen spanischen undportugiesischen Weine der Continental oS& Sherry Portwein • Malaga , Madeira Tarragondett Erhältlich in sämmtlichen besseren DelicaUssenhcuidlunfen wie auch glasweise in den besten Hotels. Cafes und Restaurant». Eigene Filiale Budapest. —ur IVEckhaus Kossuth JLq/as ■ und *WT JVrus Weft-Oasse (otsärn.i Orntn/ Caalnc). In Pettan bei Brüder Manretter. Zu verpachten kommt Tom 1. Jänner ab die gegenwärtig Reicher'sche Fleischhauerei mit Geschäftseinrichtung, Maschinen, Werkzeugen etc., sammt Wohnung, Eis-Keller, Stallung, Wagenremise und Nebenräumen. Die Räumlichkeiten werden auchfttr einen anderen Geschäftsbetrieb vermiethet. Anzufragen bei W. BLANKE in Pettau. S>. ® Mit Gegenwärtigem beehre ich mich, Ihnen höf-lichst anzuzeigen, das ich das seit langen Jahren von meinem Manne auf dem hiesigen Platze geführte 9KalejP~ u. cHtistreichelP- Geschäft in ganz gleicher Weise wie vor, sammt den damit verbundenen Rechten weiterführe. Indem ich mir erlaube, mich ihrem geneigten Wohlwollen bestens zu empfehlen, bitte ich ergebenst, das meinem verstorbenen Manne bisher geschenkte Vertrauen auch auf mich zu übertragen und drücke Ihnen bei dem Scheiden desselben aus dem Geschäfte den herzlichsten und aufrichtigsten Dank für die so vielen, ihm während der Zeit seiner geschäftlichen Thätigkeit zutheil gewordenen Beweise Ihres Zutrauens und Wohlwollens, ganz ergebenst aus. Mit vorzüglicher Hochachtung und Ergebenheit Marie Petrowitsch, Maler- link «»ftreicher Seschtft. Pettau, den 14. Ottober 1898. Eohte Cocos- Läufer nnd Vorleger in schöner Ausführung empfehlen billigst Brüder SLAWITSCH, Pettau. Wohnung zu vermiethen, Kanischavorstadt Nr. 39, vis-ä-vis der Sparcassa, mit 3 Zimmern sammt Zugehör, außerdem sind noch 2 Zimmer sofort zu vermiethen. CARL REISINGER, Tischlermeister, Pettflll, Herrengasse Nr. 33 empfehlt solid gearbeitete, fertige Möbel, all compllete Schlafzimmer-Garnitur, amerikanisch Niitt matt, einzelne Kinderbetten, Zithertische. Nähtische, Küchen-Credenz, Betten und Tische. Solide Ausführung und billige Preise. — 10 — fflode~$ericht Für die Herbat- und IVinter-Saison sind sowohl Herren• und Knaben-Kleider, reuende Kinder-Costüme, als auch für Bestellungen nach Mass englische, französische und Briinner Stoffe, ausschliesslich letzte Neuheiten, anerkannt beste Qualitäten, zu üierraschetul billigen Preisen in enormer Auswahl lagernd. Die Besichtigung meines Lagers steht Jedermann ohne Kaufzwang frei und dürfte umsomehr Interesse finden, da auch meine fertigen Kleider in minderen Preislagen nach neuestem Schnitte, tadelloser Ausstattung nnd guter Näharbeit ausgeführt sind, demnach mit Recht dieselben concurrenzlos nennen darf. Qrancl-J'JtabUssement Wiener Herren- u. Knaben-Kleider Max Metxl „Zum Touristen" Hauptplatz 8 GltAZ Hauptplatz 8. .Uflirr fi\r Mun*btMtÜHiujti\ -WW Möbel lilligrr mit »krall! Zimmereinrichtung »an SO fl. ansteht*. P, T. Kunden wollen sich vo» der Billigkeit selbst Überzeugen Kasten, polil 8 fl., Doppel-4 fl., Bett, massiv, b fl. 60 !r„ Zinimertisch 3 fl.. Seffel 1 fl. Küchen-Kredenz 7 sl, Wasch, kästen »! fl. Kinderbett b fl., Divon 21 fl., Sofa 8 fl und auswärts. Eisler, Wie». FSnfh««», Sperr,äffe Nr. 1. patrulirt nud gesetzlich gcjchiilzl in allen Staaten. "WW „Longlise", selbstthätiger Apparat zur ..Zimmerluftreinigung". BC I» allerhöchste» Mit i» LürgerSkreise» in Ber««»»»»». -M> BC V»» den beeShmteste» Arzte» tc« I»> unk Auslandes benützt u»k empfähle» "W Jeder schlechte Geruch verschwindet und die Lvlt bleibt stets rein und angenehm athembar in Schlaf-, Kranken- und Kinderzimmern, Bureaux, Speise. und Rauchzimmern, ClosetS K. bind) den allgemein bekannten Iimmer!uftreinigungs Apparat Longlife. Preis eine» conipl. Apparates mit weiber oder dunkler Röhre..............fl H.50 Apparate in Flaschen-Form für Fabriken . . „ 6 — . . «loset« . . . „ 1.40 BC Zu beziehen in Petta« in der Apotheke zum g»ld. Hirsche» de« Herrn Jgnaz Behrbal». WM" Specialität! „Zmoll" mit dem Becher zur Be nügung beim täglichen Waschen, ist nach AnSsprlichen berühmter Ärzte ein Toilette-Mittel ersten Ranges -MW Preis 1 fl. 50 fr. Wer braucht WASSER? Hilligo, »elbsltliätige WRsierfürdrnin^s-aolagm von entfernt und tief gelegetten Th&lemfür Landwirtschaft u. Industrien. Springbrunnen, Bruunenpuinp«*n, Windmotor» haut Anton Kuri. Fabrik Mährisch-Weitsskirchen. Urossto Special-fabrik für Wasaerleltungen u. Pumpen der Monarchie, Oeneigte Anträge, aprox. Kostenvoranschlftge gratis u. franco. Billigste Preise. i W s tm (fl i Cajetan Murko PETTAU, Hauptplatz Nr. 4. Grosse Neuheiten in Schlelcrn, schwarz, farbig und weiss, sowie auch Damen-Sport" Handschuhen in allen Farben. Grosse Auswahl in Kinder" Hfiubohen, Kappen, Sohuhen und Fäustlingen, in Wolle gestrickt, in lichten und auch hellen Farben. Reiclisortirtes Lager in Jftger-Wfische für Herren, Damen und Kinder. Grosses Lager in Herren-Hemden, weiss und färbig, sowie Krägen, Manschetten, Taschentüchern, Unterhosen, Cravatten, Hosenträgern und Herren-Casohnez. Grosses Lager in Zugehör f. Schneider u. Schneiderinnen. Cajetan Murko, Hauptpl. 4. (fl Billigste Preise. USNSNNNWWSV Zahl *t98 Kundmachung. Am 14. October 1898 ist in einem Gehöfte der Ortschaft St. orgen, Gemeinde Donatiberg bei Rohitsch der Schweinerothlauf ämtlid constatiert worden. Dies wird zufolge Erlasse« der k. k. ÄezirkShallptmaniischost PetU vom 18. October 1898. Zahl 26926, zur allgemeinen Kenntnis gebrach! Staötamt pettan, am 20. October 1898. Der Bürgermeister A. Gr»ig m. p GIGlGlGiGIGMGlGWI SIS MESSMER * ä fl _,33.50 ^ pr. '/, Kilo r*lnal. Mark«. — (Frankfurt >m K.in). 10 D«k«-Puk(tr «O und 75 kr. Zu haben in Pettau bei Viotor Schulflnk, Spezerci- und Delicatesaenhandlung. Herausgeber »nd verantwortlicher Schriftleiter: Romuald Jacob Bayer. Druck: W. Blanke, Pettau Wellige zur Verlag vvu W Blanke ta Pettau. ,riir 1 ****:- *"; " - -'-'».." -' r »Minghetti^ rief von drilben eitir Stlmmr. Guiseppe enteilte, die gewünschte Cigarre zu verabreiche», ich leerte mein Glas und ging, mit dem Gedanken an meine Abreise beschäftigt, die meine Pläne für Venedigs Knnstschäve arg durch' kreuzte. Wäre ich nicht durch mein Wort gebunden gewesen, so hätte mir dcr Arzt nicht die Thüre weisen sollen. Aergerlich be» trat ich da» Hotel und mein Zimmer, nicht wenig erstaunt, aus dem Tische ein duftendes Billet zu finden, mit meiner vollen Adresse. Mich in eine» Sessel werfend, öffnete ich eS und — glaubte mei» nen Augen nicht tränen zu dürfen, als nnter den wenigen Zeilen der Name Angelika von Broistendorf, geb. von Buttler, zu lesen stand. Wollte sie mich vielleicht ebenfalls auf kürzestem Wege aus Venedig herauskoniplimentieren? Meine Uebcrraichnng stieg, als ich die Zeile» überflog, die mit seiner Land rasch hingeworfen waren. Sie enthielten nichts Ge-ringeres, als die dringende Einladung zu einem Besuche. Jetzt hätte ich mir deu Doktor als mein Gegenüber gewünscht. Ich zog die Uhr. Leider! ES war viel zn spät für hente, zwölf Uhr gerade. Also morgen denn! Da sollte daS rätselhafte Dunkel stch lich-ten. Aber was mochte diese völlig unerwartete Wendung herbei-geführt haben? Geheimnisvoll und rätselhast war hier alle«, vo» der Begegttung in Sa» Lazaro a», bis zn diesem dnstigen Brieschen in meiner Hand. » * Am folgenden Bormittage machte ich meinen Bestich bei Fra» von Broistendorf. Ich fand sie aus einer Chaiseloiigne mit fieber-haften Wangen, die alle Augenblicke ihre Farbe wechselten nnd den inneren Sturm verrieten. „Sie kommen zu einer Schwerkranke»," sagte Frau von Broisten-dors mit schwachem Lächeln, als ich ihr gegenüber Platz genommen nnd die Gesellschafterin durch einen Wink hinansgewiesen worden war. Ich bedauerte ihren Zustand, hier im fremden Lande, sprach von der unerträglichen Hitze, von einem deutschen Arzte, dem man mehr Vertrauen schenken könn», nnd brannte im stillen darauf, endlich das Geheimnis zu entdecken. Sie schüttelte zu einem deutschen Arzte heftig den Kopf. Ihr immer noch reizende», fast kindliches G.'stcht trng die Spuren eines grofien Schmerzes, der durch die Reife, welche er ihren Zügen gab, den Zauber ihres Wesens vermehrte, aber auch meine Spannung steigerte. „Sie sollen, Sie müffen mein Arzt sein!" rief ste. leiden-schastlich. Redete die Aermste irre? .Ich verstehe nicht, gnädige Frau —" .Sie haben es immer gnt mit mir gemeint," brachte sie» in» dem Thränen ihre Wangen netzten, hervor. .Rechnen Sie ganz ans mich,- sagte ich, befremdet, wo das hinaus sollte. .O, ich bin unsäglich unglücklich!" rief die Aermste, wie außer sich. .Sie werden mich verabscheuen, verachten —" .Um Gotteö willen, welche Worte, gnädige Frau!" .Luft! Luft! Ich muh mir Luft machen durch ein Geständnis. Wollen Sie es anhöre»? Haben Sie Erbarmen mit einer Unglücklichen." .Bitte, gnädige Frau," sagte ich, im höchsten Grade gespannt, „fassen Sie sich, seien Sie ruhig, diese Erregung schadet Ihnen, ich bitte Sie dringend —" .Ich quäle Sie, mein Freund, oh! Machen Sie mir Borwürfe, alle, olle stud reichlich verdient, verurteilen Sie mich, es geschieht mir tausendmal recht!" Entdeckt. ven«tla»cr Novelle von I. Vonnet. tgortsttzung.) ber, Doktor," sagte ich, .das ist ja alles der reine Spuk." Er zuckte die Schultern. .Sobald Sie fort sind, melde ich es ihr, mit der Versicherung, daß Sie Ihnen nicht wieder begegne» wird, und im übrigen habe ich dann meine ärztliche Kunst z»r Hand." Ich schwieg unentschieden. .Sie gehen?" drang er in mich. .Wohl denn, in der Hoffnnng, daß der Erfolg meinen kleinen Dienst lohnt. Hätte mir freilich nie träume» lassen," fügte ich ironisch hinzu, .daß ich dieser fröhlichen, libelleuartige» Frau ein Prinzip des TobeS werden könnte." »Wann vdrf ich ihr die Botschaft überbringen?" fragte'Doktor Bellini, sich erhebend. .Bis morgen mittag werde ich alles erledigt haben. Der Nach-mittagSzng ist der meine." Der Arzt verbeugte sich dankend und verlieb mich, der wie in einem sonderbaren Traume zuriickblieb. »Er ist ein vollkommener Narr. der die Mücken husten hört," murmelte ich, endlich ebenfalls aufstehend und mich dem Markus-platz« zuwendend, den ich überschritt, um bei Dreher ein letztes Stündchen zuzubringen. Die Kellner hatten mich wegen dem Trinkgeld im besten An-denken und machten mir ein Plätzchen frei. Giuseppe kam mit dem vergnügtesten Gesicht der Welt heran und reichte mir unaus-gefordert den Cigarrenkasten zur Auswahl, indem er erzählte, daß er schon gefürchtet habe, mich heute nicht zu sehen. Ich drückte ihm außer dem Preise für die entnommenen Ci-garren eine kleine Gabe in die Hand, die ein Feuer der Freude auf seine braunen Wangen zauberte. .Tausend Dank. Sicnore!" stammelte er. »Jetzt hab' ich durch Sie Ersatz für daS, was mir vorher genommen worden." .0! wer hätte da« gewagt?" .Es giebt schlechte Menschen, Signore. Ein Fremder saß dort mit einer Theaterprinzesstn. Sie waren voll Tollheit; als ich einen Augenblick meinen Kasten bei ihnen stehen lassen mußte, fehlten mir nachher Cigarren, uud sie wollten sich totlachen, als sie mein Erschrecken sahen." »RichtSwürdig! Konntest Du nichts gegen sie thun?" Seine Augen sprühten vor Zorn und Entrüstung. .Konnte ich es ihnen haarscharf beweisen? Aber," setzte er gutmütig hinzu, »der Fremde war eine Ausnahme. Sonst sind sie ander«." .Für wen verkaufst Du Deine Cigarren," fragte ich. »Sie gehören oem Kellner da," sagte Gniseppe. .Aber das Geld muß ich meinen Eltern bringen, und wenn es wenig ist —" Er stockte und schluchzte an heimlichen Thränen. »Dann strafen sie Dich?" Er nickte ansäglich traurig mit dem Kopfe. »Armer Kerl." sagte ich, »möchten Dir viele Fremde günstig und gewogen sein, übrigens Mut! Bald verrinnen die Jahre, dann bist Du frank und frei." »Frei!" rief er. »Ja, Signore, da« ist mein Trost!" Seine Augen blitzten stolz bei biesem Gedanken. Er mnßte es recht schwer haben, der arme Bursch. »Sie kommen alle Tage zu uns auf ein Gla« Bier?" fragte er. »Heut' zum letztenmal?, denn morgen mnß geschieden sein." »O, Sie reisen schon?" rief er traurig. .Wie gern hätte ich Sie bedient!" 174 „«eie» cle gewiß, gitüdige Frau, da» Sie mich nicht umsonst Ilircn Freund neiiiien," sagte ich. um sie zu beruhigen. „Was ich mir iitr Sir thu» rann, da» wird mit Freude» geschehen." ..Mein Areuud, ja. mein treuer Eckard sind Sie gewesen, ick, weijj es längst i» vollem Maße. Darum eben, darum floh ich vor Mucn, als ich 3ic hier wiedersand. floh und erschrak vor Ihnen, wie vor meinem bösen Gewisse», meiner namriilosen Schuld. Aber die Flucht wurde mir unerträglich. Was körnten mir alle Aerzte dcr Welt helfe»?" Sie reichte mir plövlich beide Hände hinüber. „Darf ich beichte»?" rief sie im Tone mächtige» Jammers. .Niemand als meinem Gott habe ich es bekannt, feiner Mensche», freie. Es wagte sich nicht iiber meine Lippen, so oft ich auch an-letzte. Die andern würde» mich auch nur halb verstanden haben, »nd um eine Beichte abzunehmen, um das Herz des Gequälten zn erleichtern, muß ma» ganz eingeweiht fein." Ermattet sank sie zurück. Mein Uopf sing mir a» zu brennen. Die Gedanken gingen mir frans und wirr durcheinander. Eine Frau vo» solch rühren« der Kindlichkeit und lliibefangenheit. wie Fra» von Broistendorf, welche schwere Schuld konnte sie aus ihr Gewissen geladen haben? Aber wunderbar, dcr Tiefblick des Doktor Bellini hatte das Rechte getroffen. Die Krankheit war ein tiefes Seclenleiden, das bei dcr körperlichen Ermattung dcr armen Frau, infolge der glühenden Hitze, ohne Gegenwirkung zum Aus-bruch kam. „Wollen Sie mich geduldig anhö-reu?" fragte die Kranke, sich mühsam aufrichtend. Ich nickte sinmm. „Ihnen will ich cd sagen," fuhr sie fort, „was mich alle die Jahre ruhelos «mgetricbcn hat, gleich einem Mühlrad, über das sich »nanshiirlich Flut aus Flut rauschend ergießt, was mir dic Freude am Leben, das Selbst-vertrauen, dic Selbstachtung entrisic» und alle Bedingungen zerstört hat, dic ein Menschenleben erträglich ma-cheit. Jahr auf Jahr zog furchtbar langsam an mir vorüber. Die Wunde schien sich manchmal zu schließe», aber sie brach wieder ans. In der letzten Zeit erging es mir leidlicher, ich sprach mir beschwichtigend zu, sagte mir, wie ein Mind im Dunkel sich Lieder singt, um das Graue» zu bannen, Gott habe es so gewollt, alles gerade so geführt, obwohl die Gründ: wring stichhaltig waren, ivie dic Stimme hier drinnen stüstertc. Aber eine seine Haut be-ganii doch am Ende die gräßliche Wunde zu bedecken. Da traten Sie mir in San Lazaro entgegen, wie aus dem Wasser gewachsen. Sie habe» sich ver-ändert, der volle Bart — dennoch, ein Etwas in mir flüsterte, schrie: „Er iit es, er, »nd kein anderer!" Ihr Blick gab'mir Ge-wißheir. Fast wäre ich umgesunken. Ich ertrug es nicht. Die Wunde brach cnisevlich auf. „Er wird dich »ach deinem Sohne tragen!" schrie es iu mir. „Er zieht dich zur Verantwortung. Jetzt ist keine Ausflucht mehr möglich." Ich stichle zn entrinnen, wollte fort von hier, so schleimig wie möglich, mich vor Ihnen retten, vor Ihnen »nd vor mir selbst. Da ward ich krank und elend an Leib uud Seele. So finde» Sie mich, eine Gebrochene." Abermals überkam sie die Schwäche. Ihr Ha»pt sank mit er-bleichende» Wange» hintenüber. Ich sürchtete eine Lhumacht und sprang herzu. Doch raffte sie sich ans und lehnte meine Bemühungen daiikeiid ab. „Es geht schon vorüber." sagte sie. „Harren Sie ans Mitleid »och eilt wenig ans." „Welche elenden Menschen sind wir," fuhr sie fort, „dqn es uns so schwer wird, »ufere Schuld dem zu bekenne», dcr ein Recht hat, sie kennen zu lernen! Aber wenn Sie auch mit Abscheu vor mir erfüllt werde», ich will nnd werde Ihnen alles bekennen." „lind wen» Sie das Schliinmste begangen hätte»," stammelte ,ch-- »Das Schlimmste!" wiederholte sie mit erschütterndem Schmerz. .Kann es etwas Schlimmeres geben, als das. was das Teuerste und Köstlichste, das Uleinod unseres Lebens, ein von Gott anver-trautes Pfand ist, zu verspiele», sich durch Leichtsinn, durch Pflicht. Vergessenheit, durch Vergnügungssucht darum zu bringen? „Mein jiiiid! Mein Stint*!" schrie sie ausjammernd, beide Hände vor das Gesicht schlagend, indem ihr ei» Thranenstroi» den Leib Kaiserin Gedanken mit Ihnen, bis es mich wie mit einem Schauer ausaßte bei de» schwere» Pflichten und Ausgabe», die da vor mir aufgingen und anmutete, wie eine ganz fremde, unbekannte Welt. Sie nähme» es z» enisthast und wichtig, redete ich mir dann zu, wer könne denn, und besonders welche Mutter, welche Witwe, sei den» beim besten Willen im stände, das alles so solgerecht durchzusühren? Wuchsen nicht tau-se»d und tausend Knaben unvermerkt zu tüchtige» Mensche» heran, ohne daß all die endlose sorgfältige Gärtnerarbeit gethan wurde? Bildet sich »icht, sagte ich mir, ein Charakter im Strom der Welt, und vielleicht um so freier und gründlicher, je mehr ma» ihm Zeit uud Raum gelassen, ans sich heraus zu werde», was An-läge und Außenwelt mit vereinter »rast wirken? Ich eutschlug mich also Ihre» unbequeme», mir allzu ernsthaft dünkenden Winke», obwohl mir Stiinden kamen, stille Einkehrstnnde», wo ich ahnte: Er ist im Recht gegen dich, die schönste Arbeit des Weibes ist die an ihrem jtinde, dem sie Herz und Zeit, Sorge und Mühe wid-met! Und dennoch fehlte mir, unbegreiflich! das volle Bcwußtsciu von alledem. ..Sie erinnern sich JoiephinenS. nicht wahr? Fluchen könnte ich ihr mit allen Flüchen und Cualeu, dic es giebt, wenn ich mir nicht den Fluch in der eigenen Brust mit eigener Hand gewoben hätte. Nun, Josephiue merkte schnell, daß auf unserm windstille» Fahrwasser eine Brise sich erhob i» Ihrer Gestalt. Manche un-serer Unterredungen belauschte sie wahrscheinlich, oder besaß die Gabe, ans wenigen Andeutungen von mir die Impulse genau zu berechne», die mir von Ihrer Seite kamen. Denen ans alle Weise icr Lconhardiritt in ^iidibnufcn am 3d)litrfcr. Saif» >cra >'>,müldc bau L vu is ttraan. tiSit Jfjt.) 176 rutiKgriMUtoirfrn, war ihr einziges Bemühen, noch während Sie bei »n» in Lptschina waren. .Es ist Ihnen nicht verborgen gebliebe», welch ansgedehnte« freie«? Handeln ich Iosephinkn aus Beaurmlichkeit einräumte. Sie verstand c» wie eine Teufelin, mich bei meiner schwachen Seite zu nehmen und ans der Bahn atemloser Zerstreuungen vorwärts zn treibe». Dabei blieb Karl zum großen Teil in ihrer Gewalt, die ttasit vertraute ich ihr au für die gewöhnlichen An»gaben, und im Tb»» und Lassen war sie so ziemlich unbeschränkt Ich glaubte, ihre Ergebenheit gegen mich und meines Kindes Wohl sei wahr und echt, ohne zu bedenken, daß vielleicht die großen Borteile, die sie bei mir genoß, ihr eine bloße Rolle zu spielen gaben. Ich lieb il>r ja das Geld mit vollen Händen. ..Gleich nach Ihrer Abreist von Lptschina trat sie freier und selbstbewußter auf al« bisher. Ich fand manches an ihr zu tadeln, wobei sie sich ebenso gekränkt wie zerknirscht stellte nnd andeutete, daß sie wohl wisse, wem sie da« Mißtranen ihrer Herrin zu danken habe, nämlich Ihnen, der gegen sie Mißtranen in mich gesät. ..Offenbar bot ste vor den Augen alles am, meinen Wünschen zuvorzukommen und mich wieder unbedingt fiir sich einzunehmen. Da ich bei dem Zutraue» zu ihr desto freiere Bewegung fiir mich hatte und in nicht« ge-bnnden war, eroberte sie e« um so leichter zurück. Ach. ich gab mich dem Hange nach Zerstreuung nnd Unterhaltung völlig hin uud dachtr mein Kind in den besten Hän-den. Höchstens des Nachts, wenn ich ein-mal nicht schlafen konnte, fühlte ich einige Unruhe, Ihre mancherlei Andeutungen hatten ein Fragen und Nachdenken in mir er-regt, das Befriedigung suchte und Kritik verlangte. Ich empfand e« wie einen leisen Schmerz, eine bängliche Ahnung, daß meine grenzenlos? Liebe zu Karl sich für sein höhe-res Wohl zu wenig bethätigte. .Eines Morgens erh"b ich mich mit dem Entichlusie, daß alles ander« werden solle. Aber seltsam! Gerade dieser Tag war wie ansersehen, mich alle» vergessen zu lassen. Bekannte bestürmten mich wegen geselliger Angelegenheiten, e« traf eine unangenehme Nachricht au« Wien ein »nd wa« sich weiter zutrug. Der Entschluß hätte zn den Toten gehört, wenn mir nicht am Abend ein gewaltiger Appell geworden wäre. <» wieder ein frische» vier hergehl, mit dem sich die Festt«ilnehin«r gilt»» thun *5 ««»hall, sUlchttl ji(t der gäger »fit« auf den »au«, e» sind ja gar keine vlIMiWo«!»« da I — B9WI1Ü Kaiserin lklisabeth Mit Oesterreich +. Am 10. September b. I. fiel bie U.nserin Elisabeth, «elche zur Kräftigung ihrer Sesunbheit in Senf »eilte, dt-rn Mordstahl« eine» wahnwitzigen Mensche» zum Opfer. Mit Entrüstung un» zugleich mit tiefem Mitgefühl ist überall die Schr«cken»kunde aufgenom. mr» worden, indem diese Fra« kn politischen Leben keine Rolle spielte. Die ».iiierin »iisabeth war am 34. Dezember 1837 al» die zweite Tochter de« Herzog» Maximilian und der Herzogin Ludovica von B>hern im Schlosse Poss«n> Iiosen am Starnberger See geboren worden, und dort hatte sie auch Ihre Mädcheujahre In einem glücklichen Familienkreise zugebracht. Ihre Verlobung mit Jlatier Franz Josef fand am Ifl. August 18R3 In gschl statt, wo damalt Herzogin Ludovira mit Ihre» beiden Altesten Töchtern weilte und die Wahl de» jugendlichen »aiser» aus Prinzessin Elisabeth fiel. Am 24. April 1864 saud in der Aug»sti«erkiich« zu Wien die Tra«ung»f«terllchkeit statt. Der Leonhirtziritt. St. Leonhard, d«r Schutzpatron der Herden, iu»be> iondere der Pferd«, steht beim oberbayrtschen Landvolk In hohen Ehr««, und seine Zage — e» giebt deren mehrere: Im Frühling. Sommer und Herbst — werde» aus» feierlichste begangen, Gegenwärtig hat Tölz da» prächtigste Leon-hardisest: früher aber war da» zu Fischhausen am Schliers«« besonder» berühmt, den» e» entwickelt sich dort bei dieser S.Iegenheit immer ein Stück alte« Bauernleben, wie e» unser Künstler in seinem schöne« Bilde »Leonhardlrilt in Fiichhausen" verewig» hat. Fischhausen ist ein Neine» Dors am Südende de« lieblichen Schllersee» und liegt da» ganze Jahr über In idyllischer Ruh« aus seinem grünen Plan. Am Inge de» heiligen Leonhard jedoch wird e» plötzlich lebendig, und von allen Seiten strömen seine Verehrer herbei zu F»fc und zu Pferd. Wa« aber «in guter Bauer ist, hat seine cigene .Leonhard». truhe", »in«» zierlichen Leilerwage», bunt bemalt mi« Namen und Jahre«, zahle». Seinen beste» Rossen flicht er rote Binder in Schweif uub Mähn«, Buch«sträuß« an« Äeschirr, sich, sein «eib und die Ehrengäste verpackt er in den »tasten und rasselt nun schnellsten Trab» stolz hin zur heiligen Stätte. Aul noch grSßern Wagen, mit Laubbögen «nd Fahnen kostbar geputzt, sitzen in Reihen lauter Mädchen, in ändern Buben, vier Pierde wiehern al» »«spann vor d«n Wag««, «nd einzelne Burschen tummeln all vorreit,r aulgesuchl Zeitgemißt MSbel. Bankier : .Also, Herr Meister, machen Sie die Möbel hier in meinen Geschästllokalitäten nur äußerst einfach, j«. doch aber massiv und dauerhaft!" — Meisirr «vertraulich).- .HerrKommerzi«nrat, Sie dürfe« ver-sichert sei«, ich werde sie so gut mach««, da& sie mehr all eine» Krach «»»halten." Kiniz Karl Johann von Schweden besuch,» einst den berühmten Architekten Sergell, um des!,, Arbeiten «nd Schöpfung«» zu besehen. Der Krimi ler wollte dem Prinzen noch der Lanbe«sl«le die Hand küssen, aber dieser umarmte Ihn zutraulich und brückte ihm einen Kuß aus die Stirn mit du Worte»! .Achtung vor den Männern, die sich un die Wissenlchast «ad Kunst verdient gemacht haben ' verzeihlicher 'rrturn. Radfahrerin tii Pumphosen): .Herr Kommerzienrat! Erlauben Zu daß ich. wen» anch ««bekannt, den langgehegtt, Wunsch ««»spreche, Si« recht balb meinen Schwi-gervater nenne« z« dürfen." — Kominerzteurai .Danke! Sehr schmeichelhaft! Nur bitte ich, sich vor alle« zu erklären, ob SI» meinen Sohn odt, «eine lochtrr heirate« wollen?" Gut geantwortet, «rete: .Siehst Du. Pa».i lagt. Ihr Junge«» bereitet ihm zu viel Aerger. N» bist Du auch i« der Klasse sitzen geblieben!" -Paul! .So? Na, wenn Ihr Mädchen sitzen b!»IM Ist da» «och viel schlimmer!" Einzig. Fräulein: »Alle Wörter such! mai zu v«rd»«tsch»n; daß man für den .Leutnant" n°e kei« «ntsprecheude» wort gefunden hat! — CJeti-teaant: .Sehr einfach, meine Gnädige, weil Lle» lenan« einzig in feiner Art ist!* Zum Wiaterschutz der Stofen. Hochstammrose», die flch nicht z«r Erde biegen lasse«, b«ziehung»wc> c an Stelle« stehen, wo ein Niederbiegen «icht zulässig ist, bindet man, je nach dem e» eine mehr oder weniger empfindliche Sorte Ist, stark mit Stroh, Schili oder loitnenzaeigen ei« und beseitigt sie g«t an einem entsvrechenden Pfahl, damit ste vom Winde nicht !o»gerlssen und abgtbrochen werden kännen. Obstmoftfässer können ohne jeglichen Anstand für Weinumfüllung vei> wendet werde«, wenn d«r darin gelagert gewesene Obstmost nicht stichig war Diese Fässer werden mit heißem Wasser aulgebrüht und mit Schwes«leinschl.li versehen. Der Obstgeschmock verliert sich dann gänzlich, ohn« dem Wein i» geringsten zu schad«». lttegen nächtliches Herzklopfen wirkt Zuckerwasser mit Eitronensast sehr beruhigend «nd wird in de« meiste» Fällen l— 2 (Blas dieser Limonade bett gewünschten Erfolg haben. vi«lfach wendet man auch grüne Melissen a«, dir zerstoßen aus die Herzgegend gelegt werden. Hat man keine grünen, so ver wendet man getrocknete Melisse», die man mit etwa» Rosenwasser angeseuch»! hat. E» wird hier auch bald milder Schweiß eintreten, dir nervöse tlimihf wird dadurch aufgelöst und e» tritt Schlaf ein. Log»gri»h, M» H durchzieht» da» sa!»'g« Meer, Hu H lieben» die Kinder sehr, «er e! mit »in»» H soll thun. SRutz eifrig fein, nicht miißig ruh«. Juli«, galt. (sharad». Tie Erste brennt. Tie Zweite renn», Ta»«anze aber midi Wa» von der «rfteu nicht mehr is». Bilderrätsel. «ufldjung folgt in nächster «ummer. Auflösungen a»S voriger Nummer: de» t!og«gripl>»! »rost, 1 rrft; der llharadk! Mai. Land. Mailand. «I» »Iraile »»rdedalie«. Beranlwortlich» «rdatlion vo» »aea«d«» vo» «reiner ft Pfeiffer in -luitaart.