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Bukvize Branja s a t S h o 1 a r j e n a D e s h e 1 i v’ efterajhfkimu zefarltvu. ■-—- Pervi del, Kerfhanfki navuk* Velajo nesv^sane . * . 14 K. ,S. D. Svesane v ledernat rob 19 K. ,S. D. S’ pregnadlivim perpufhenjain kralovfke - zefarlke apoltolfke .Svetlofti. BfaDunaji. V’ salogi zef. kralj, bukvarnize sa fhollke bukve per. fv. Ani v’ Janesovih ulizah. allgemeinsten und wesentlichsten Lehren der christkatholischen Religion. Das erste Stück des ersten T h e ils des Lesebuches für Trivialschulen. Zum Gebrauche der deutschen Schulen in den k. k. Staaten. Naj fplohnejfhi ino imenitnejfhi N a v u k i kerfhanfko katolfhke vere. Pervi rasdelik perviga dela Bukviz Branja s a fhole na desheli, / Savshitek v’ nemfhko - flovenfhkih fholah efterajhfkiga zefarftva. / I. Worin die Religion überhaupt bestehe. Endzweck und Nutzen der geoffenbartev. II. Woher man von der geoffenbarten Reli¬ gion insgemein Kenntnisse erhalte. Kur¬ zer Inhalt der Religion, 1. Glaubenslehren. «. Gottes Daseyn, Eigenschaften rc., d. Hauptlehren von den drey göttlichen Personen. e. Die von Christo verordneten Mittel zu unserem Heile. ä. Vom Zustande der Menschen. 2. Sittenlehren. ». Bon den Pflichten. d. Hauptregel der christlichen Sittenlehre. e. Was Tugend, 6. WaS Frömmigkeit sey? HI. Wie die Religion auszuüben sey? 1. Wer die Religion zu haben in der That zeige. 2. Wie man innerlich, 3. Wie man äußerlich die Religion ausübe. Anmerkungen. s. Wegen der Diener der Religion und Seelsorger, b. Wegen der wahren Andacht. Sapopadik. I. V’ zhemu vera (ploh obfloji. Konez ino hafek rasodete vere. II. Odkod zklovek vezhidel snanje rasodete vere sadobi. Kratek sapopadik vere. 1. Verni navuki. a. Boshjo bitje ino njegove laftnofti. b. Poglaviten navuk od treh boshjih perfhon. c. Od Jvriftufa isrozhene pomožni sa nafho sve- lizhanje. d. Od itana zhlovekov. 2. Djanjfki navuki. a. Od dolshnofti. b. Poglavitna poflava kerflianfkiga djanjfkiga navuka. c. Kaj zhednoit je. d. Kaj brumnolt je. III. Kako fe vera v' djanji f kashe ? 1. Kdo v’ djanji fkashe, de ima vero. 2. Kako fe vera snotraj v’ djanji fkashe. 3. Kako fe vera svunaj v’ djanji fkashe. 4. Opomin. a. Savolc flushebnikov nafho v6re ino dufhnih paltirjov. b. Savolo refnizhne poboshnofti. Worin die Religion überhaupt bestehe. Endzweck und Nüßen der geoffenbarten. Die Religion besteht in der Erkenntniß, wie auch in der Art, Gott zu verehren und anzubethen. Der Endzweck der geoffenbarten Religion ist die Eh¬ re Gottes. Der Nutzen, den Menschen von der Religion haben, ist ihre ewige und zeitliche Glückse¬ ligkeit. Niemand zweifelt, daß die Rechtgläubigen durch die geoffenbarte Religion die ewige Glückselig¬ keit erlangen, und daß diese dazu vornehmlich die¬ ne ; aber nicht jeder sieht ein, wie die Religion auch unsere zeitliche Glückseligkeit befördere. Dieses ist also hier zu zeigen. Die trostvolle Lehre von der Vor¬ sehung Gottes, der die Welt und alle Begebenhei¬ ten in derselben regieret, machet uns mit unserem Zu¬ stande, wie er auch immer beschaffen seyn mag, zu¬ frieden. Die Gebothe Gottes befördern die zeitliche Glückseligkeit der verschiedenen menschlichen Gesell¬ schaften überhaupt, durch den Gehorsam, welchen das vierte Geboth nicht nur den Kindern gegen ihre Altern -anbefiehlt, sondern auch den Untergebenen gegen ihre Obrigkeiten gebiethet, als welche verordnet sind, die Glückseligkeit der menschlichen Gesellschaft zu verschaffen und zu erhalten. Gottes Gebothe beför¬ dern auch die Glückseligkeit eines jeden Menschen insbesondere, indem sie uns alles dasjenige in Si¬ cherheit setzen, was zur zeitlichen Glückseligkeit theilS gehört, theils gerechnet wird. So versichert uns das fünfte Geboth das Leben. Das sechste versichert einem Ehegatten die Treue deS andern, allen und je- 9 I. V' zhemu vera (ploh oh (toji, Konez ino ha- fek raso de te vere. Vera obltoji v’ snanju, kakor tudi v’ vishi Boga zhaftiti ino moliti. Konez rasodete vere je zhaft boshja, Hafek, katerima ludje od vere imajo, je njin vezhna ino zhafna frezha. Nikdo ne dvoji, de pravoverni fkos rasodeto vero vezbno svelizhanje dofeshejo, ino de ona pofebno k’ temu flushi; pa vfak ne previdi, kako vera tudi nafho zhafno frezho povsdigne. To tedaj fe more tu svishati. Savupanja poln navuk od previdnofti, s’ kateroj Bog fvet, ino vfe sgodbe na fv6ti visha, nal s’ nafhim fta- nam, naj je, kaklhen je, sadovolne flori. Boshje sapovedi povifnajo zhafno frezho mnogoterih zhlovefhkih fofefhin (tovarfhtev) fploh fkos pokorfhino, katero zheterta sa- 1 . 1 otrokam proti fvojim jim oblaltnikam, kateri fo poltavleni sa fre¬ zho zhlovefhkih tovarfhtev fkerbeti ino jo var- vati. Boshje sapovedi povifhajo tudi frezho vfa- kiga zhloveka pofebej, kir nam vfe tifto v’ var- nofti ohranijo, kar k’ zhafni frezhi ali flifhi, ali fe k’ njej fhteje. Tako nam obvarje peta sapoved shivlenje. Shefta obvarje oshe- njeniga pred nesveltoboj , obdershi vfakiga podloshnim proti fvo dem die Fortdauer der Gesundheit, wie auch die Kräf¬ te deS Leibes und der Seele, welche durch unkeu¬ sche Handlungen verdorben werden. Das siebente versichert unser Eigenthum, das achte unsere Ehre, das neunte unv zehnte Geboth aber erhält unsere Be¬ gierden, die Quellen so vielen Unheils, in Ordnung. U Woher man von der geoffenbarten Religion insgemein Kenntniß erhalte. Kurzer In¬ halt der wahren Religion. Die Kenntniß der göttlichen Offenbarungen, wel¬ che jedem Christen zu wissen nothwendig sind, erhält man insgemein unv zuerst aus dem Katechismus. Dieses Buch unterrichtet: 1. Von dem, was ein katholischer Christ glauben, 2. Was er thun muß, um selig zu werden. Das erste nennet man Glaubenslehren. Es sind Lehren, die man für wahr halten muß, wenn man will selig werden. Das zweyte nennet man Sittenlehren, oder Vor¬ schriften für unsere Handlungen, die man nicht nur wis¬ sen, sondern auch befolgen muß. I. Die Glaubenslehren. Die vornehmsten Artikel der Glaubenslehren stehen in dem apostolischen Glaubensbekenntnisse bey- sammcn; man findet aber auch in den übrigen Haupt¬ stücken des Katechismus noch mehrere Glaubensleh¬ ren, besonders in dem Hauptstücke von den heiligen Sacramenten. Man kann die vornehmsten Glaubens¬ lehren unter nachstehende Titel zusammenbringen: li per sdravju, kakor tudi telo ino dufho per mo- zhi, katero nezhilte djanja oflabijo. Sedma nam obvarje nafho premoshenje, ofma nafho zhalt, deveta ino defeta pa vllavla nafhe she~ lje, katere fo sazhetek mnogih nefrezh. H. Odkod zhlovek vezhidel snanje rasodete vere sadobi. Kratek sapopadik prave vere. Snanje boshjiga rasodenja, katero je vfaki- inu kriftjanu vediti potrebno, zhlovek sadobi vezhidel ino najprej is katehisma. Te bukve vuzhijo: J. To, kar katolfhki kriftjan verovati, 2. To, kar Itoriti more, de bo svelizhan. Pervo imenujemo verne navuke. Verni navuki fo tilti, katere moremo sa refnizo der~ shati, zhe hozhemo svelizhani hiti. Drugo imenujemo djanjfke navuke ali po- ftave sa nafhe djanja, katerih ne le vediti, am¬ pak nje tudi ftoriti moremo. 1. Verni navuki. Naj imenitnejfhi verni navuki fo vkup v’ apoftolfki veri; najdemo pa tudi v’ drugih po- Itavah katehisma fhe vezli vernih navukov, pofebno y’ poltavi od fvetih Sakramentov. Naj imenitnejfhi verni navuki snajo pod pri- hodnimi rasdelki sapopadeni biti: 12 s. Gottes Daseyn, dessen Eigenschaften. Hauptpflichten der Menschen, dazu sie die Erkenntniß der göttlichen Eigen¬ schaften verbindet. Es istein Gott, erist von sich selbst das allervollkom¬ menste , und deßhalb unserer Liebe und Hochachtung würdigste Wesen; er ist der Schöpfer, Erhalter und Regierer aller Dinge, gegen uns höchst gütig, und ge¬ gen reumüthige Sünder barmherzig. Der Mensch must ihn nicht nur erkennen, über Alles lieben, und seinen Willen gehorsamen; er muß ihn auch fürchten, weil er als allwissend Alles weiß, als höchst heilig das Böse verabscheuet, und es als höchst gerecht bestrafet. si. Hauptlehre der Offenbarung von den drey göttlichen Personen. Die göttliche Offenbarung lehret uns, daß drey göttliche Personen Einer Natur und Wesenheit sind, der Vater, der Sohn, und der heilige Geist; sie leh¬ ret uns, daß Gott der Vater Alles erschaffen hat: daß die zweyte göttliche Person Mensch geworden ist, um für unsere Sünden genug zu thun, uns durch sein Lei¬ den und Sterben mit dem himmlischen Vater auszu¬ söhnen, von der ewigen Vcrdammniß zu erlösen, Tu¬ gend zu lehren, und Beyspiele zur Nachfolge zu ge¬ ben; daß Gott der heilige Geist uns in der heiligen Taufe, und durch den würdigen Genuß anderer hei¬ ligen Saeramente heilige, oder die Heiligung in uns vermehre. o Die von Christo verordneten Mittel zu unserem Heile. Der Mensch gewordene Sohn Gottes, Christus JesuS, hat die Beobachtung der Gebothe Gottes, la a. Boshjo bitje, nj egov e, laftnofli Poglavitne dolshnofti vfakiga zhloveka, k ’ katerim, nje fposnanje boshjih laftrio fti vtiske. En Bog je, on je fam od febe naj popol- nomejlho, ino sa tega volo nafhe lubesni ino ahafti naj vrednejfho bitje; on je ftvarnik, obdershavz ino vishar vfeh rezhi, proti nam zhres vfe dober, ino proti sgrivanim grefhni- kam vfmilen. Ni sadofti, de ga zhlovek le fpo- sna, zhres vfelubi, ino njegovi voli pokoren je; on fe ga more tudi bati, kir vfegavedejožli vfe ve, ino naj fvetejfhi hudo fovrashi, ino ti- Ito kakor naj pravizhnejfhi fhtrajfa. b. Poglaviten navukrasodenjaodtreh bosh¬ jih pcrfhon. Boshjo rasodenje naf vuzhi, de fo tri hosti¬ je perfhone ene nature ino eniga bitja, Bog Ozne, ISin ino fveti Duh; ono naf vuzhi, de je Bog Ozhe vfe ftvaril: de je druga boshja per- fhona zhlovek poftala, de bi sa nafhe grehe sa- dofti ftorila, naf fkos fvojo terplenje ino fmert s’ nebefhkim O/.hetam Ipravila, zhednofti vu- zbila, ino sglede sa pofledovanje dala; de naf Bog fveti Duh v’ fvetimu kerltu, ino ficos vre¬ den vshitek drugih fvetih Sakramentov po- fveti, ali pofvezhenje v’ naf pomnoshi. c. Od Krifluf$i isrozhene pomozhi sa naf ho svelizhanje. ' ■ ’! Vzhlovezhen Sin boshji, Kriftuf Jesuf, je dershanje boshjih sapovedi, molitvo, ino fve- 14 Das Gebeth und die heiligen Sacramente als Mittel zu unserem Heile verordnet, er hat uns selbst bethen Md auch die christliche Gerechtigkeit dadurch gelehret, indem er uns vom Bösen abgemahnet, und zum Gu¬ ten oder zur Tugend ermuntert hat. Er hat auch ei¬ ne Kirche, eine sichtbare Versammlung seiner Gläu¬ bigen gestiftet, deren Glieder alle diejenigen seyn müs¬ sen, die selig werden wollen; er hat den heiligen Geist gesendet, der alle Wahrheit lehret: er hat verspro¬ chen, bey den Seinigen zu bleiben, bis an das Ende Der Welt. Die Kirche ist die Säule und Grundfeste Der Wahrheit; ihr kommt es zu, die Streitigkeiten in Glaubens - und Sittenlehren zu entscheiden, sie hat Zesum Christum zum unsichtbaren, und den römischen Papst zum sichtbaren Oberhaupte. ä. Von dem Zustande der Menschen. Die ersten Menschen sind zwar von Gott gerecht, Md nach seinem Ebenbilde erschaffen worden: allein Durch frepwillige Übertretung eines göttlichen Gebo- thes haben sie sich verschlimmert. Sie sind vom Gü¬ len ab, und zum Bösen geneigt worden; ihre Sünde Hat unS den Verlust der heiligmachenden Gnade, und Die Neigung zum Bösen verursacht. Wir werden Leßhalb als Kinder des Zorns zur Welt geboren; wir werden erst zu Kindern und Freunden Gottes, wie auch zu Gliedern der Kirche Christi durch das Sacrament der heiligen Taufe gemacht. Durch die Taufe werden wir von der Erbsünde abgewaschen und gereiniget, so wie wir durch das Sacrament der Bu¬ tze von der Schuld jener Sünden befreyet werden, welche nach der Taufe sind begangen worden. Doch blei¬ ben wir zeitliche Strafen für unsere Sünden zu lei- te Sakramente sa pomolili k’ nafhimu sveli- ■zhanjii isrozhil, on fam je naf moliti ino tudi kerfhanfko pravizo fkos to vuzhil, de je naf od hudima odvrazhal, ino k’ dobrimu ali k’ zhednolti budil. On je tudi zirkvo, vidno sbi- ralifhe fvojih vernih vltanovil, kateriga vudi vli biti morejo, ako svelizhanje dofezhi ho- zhejo; on ie poflal fvetiga Duha, kateri vfo relnizo vuzhi: on je oblubil per fvojih oltati, noter do konza fveta. Zirkva je Jtteber ino terdnoft. refnize; v’ prepirih zhres verne ino djanjfke navuke ima ona foditi, ona ima Jefu- fa Rriftufa sa nevidni ga, ino rimfkiga Papesha sa vidniga poglavarja. d. Od flana zhlocekov. Perva zhloveka Ita lizer od Boga pravizh- na ino po njegovi podobi ftvarjena bila: ali fkos radovolno prelomlenje hoshie sapovedi Ita fe pohujfhala. Onidva rta od dobriga k’ hu- dirnu nagnjena poltala; njun greh nam je pri- nefel sgubo svedizhanfke gnade ino nagnjenje k’ hudimu. Mi fmo sa to kakor otrozi jese na fvet rojeni; otrozi ino perjatli boshji, mo vu¬ di Kriitufove zirkve fhe le poltanemo fkos Sa- krament fvetiga kerlta. S k os kerft bomo od poerbaniga greha vrniti ino ozhifheni, kakor tudi fkos Sakrament pokore od dolga tiftih grehov refheni bomo, katere fmo po ker- i tu Itorili. Vunder fmo dolshni zhafne 16 den schuldig. Die Strafen der Erbsünde sind aller- lep Mühseligkeiten und Schwachheiten des Leibes so¬ wohl als der Seele, besonders aber der Tod. Er be¬ stehet in der Trennung der Seele vom Leibe. Die Seele deS Menschen ist ein purer Geist, das Wesen, welches in uns denkt und will. Sie ist unsterblich, wird immer und ewig sepn. Sie wird, nachdem der Mensch Gutes oder Böses gethan hat, nach dem Tode dafür belohnet oder bestrafet werden. Die Leiber der ver¬ storbenen Menschen werden am Ende der Welt aufer¬ stehen, jeder wird mit seiner Seele wieder vereiniget. Die Menschen werden alsdann insgesammt von Jesu Christo gerichtet, und hernach auch deren Leiber entwe¬ der ewigwährender Belohnung im Himmel, oder ewi¬ ger Strafe in der Hölle theilhaftig werden. 2. Sittenlehren. Die christliche Sittenlehre unterrichtet uns, die Handlungen so einzurichten, daß sie Gott gefällig sind, n. Von den Pflichten. Pflichten sind Handlungen, dazu wir verbunden sind. Der allgemeine Unterricht von unfern Pflichten ist in den zehn Gebothen Gottes enthalten. Manche besondere Pflichten kommen auch in den Hauptstücken von der christlichen Hoffnung, von den heiligen Sa- cramenten, und besonders in dem Hauptstücke von der christlichen Gerechtigkeit vor, und werden in die¬ sen Theilen deS Katechismus erkläret. Man kann aber die Pflichten auch folgender Maßen auseinander setzen. Man bemerke, daß es mancherley Pflichten gibt, und zwar gegen Gott, gegen sich selbst, gegen den Nächsten. Diese sind für Jedermann, Niemand soll darin unwissend sepn. 17 fhtrajfinga sa nalhe grehe terpeti. Shtrajlinge poerbamga greha fo mnogotere nadloge ino flabofti teleta ino dufhe, pofebno pa fmert. Smeri je lozhenje dufhe od trupla. Dufha zliloveka je zhifti duh, tifto bitje, katero v’ naf mifli ino hozhe. Ona je nevmerjozha, bo smiram ino vezhno shivela. Ona bo po tem, kar je zhlovek dobriga ali hudiga ftoril, po fmert poplazhana, ali pofhtrajlana. Telefa mertvih ludi bodo na konzu zhalov vftale, vfako bo s’ lvojoj dufhoj fklenjeno. Ludje bo¬ do po tem od Jesufa Kriltula fojeni, ino tudi njih trupla vezhniga raja v’ nebelih, ali vezhni- ga terplenja v’ peklu deleshne. 2. Djanjfki naruki- Kerfhanfki djanjfki navuki naf vuzhijo djanja tako ravnati, de fo Bogu dopadlive. a. Od dolshnofti- Dolshnofti fo djanja, k’ katerim fmo sader- .shani. .Splofhni navuk od nafhih dolshnoft je sapopadan v’ delet sapovedih boshjih. Ne¬ katere pofebne dolshnofti fe najdejo tudi v’ po- ftavah od kerfhanfkiga vupanja, od fvetih Sa- kramentov, ino slafti v’ poftavi od kerfhanfke pravize, ino bodo v’ teh poftavah Katehisma rasloshene. Snamo pa dolshnofti tudi na to vi- sho raspoftaviti. c Se pomine, de fo mnogotere dolshnofti, namrezh proti Bogu, proti lam febi, proti blishnimu. Te fo sa vlakiga zliloveka,- nikdo nelme v’ njih neveden biti. Jtlein. Sefei bfittfctHrtnbtfd). 35 18 t». Hauptregel der christlichen Sittenlehre. Die Hauptregel der christlichen Sittenlehre ist: Thu aus Liebe gegen Gott Alles, was seinen Voll¬ kommenheiten und den darin gegründeten Pflichten, und was seinem geoffenbarten Willen gemäß ist; thu, was die Lehre Jesu Christi fordert, was dein eigenes, aber wahres Bestes, und die Wohlfahrt deiner Neben¬ menschen befördert. Unterlaß das Gegentheil. Liebe den Nächsten wie dich selbst; sey tugendhaft. e. Was Tugend sey. Die christliche Tugend, von der allein bey dem Un¬ terrichte in der Religion die Rede ist, beschreibt un¬ ser Katechismus also: Die christliche Tugend über¬ haupt ist eine Gabe, welche Gott der Seele mit der heiligmachenden Gnade eingießt, um den Willen des Menschen zu solchen Handlungen fähig und geschickt zu machen, welche dem Gesetze Jesu Christi gemäß, und deS ewigen Lebens würdig find. Es ist eigentlich und überhaupt zu reden nur Eine Tugend. Sie besteht in einem kräftigen Willen, ohne Ausnahme den Gebothen Gottes, dem Gesetze Jesu Christi und seiner Kirche, wie auch dem Gewissen ge¬ mäß zu handeln. Aus dieser Haupttugend fließen alle einzelnen Tugenden, welche von ihren verschiedenen BewegungSgründen entweder göttliche oder sittliche heißen, und auch von ihren verschiedenen Gegenstän¬ den verschiedene Nahmen haben. ä. Was Frömmigkeit oder Gottseligkeit sey. Man nennet Menschen, die wegen Gott tugend¬ haft find, fromm oder gottselig. Die Frömmigkeit oder Gottseligkeit besteht nicht in einer eigensinnigen, sonderbaren und ungesitteten Lebensart, sondern in 19 h.Poglavitna poflava kerfkanfkiga djanjfkiga navuka. Poglavitna poftava kerfhanfkiga djanj fkiga navuka je: c Stori is lubesni proti Bogu vle, kar je njegovim popolnoftim, ino v’ teh vftanovle- nim dolshnoftim, ino kar je njegovi rasodeti 'volji permerjeno; flori, kar navuk JesulaKri- ftula imeti hozhe, kar tvojo laftno, pa pravo dobro, ino frezho tvojih blfshnih povifha. Opufti, kar je temu naproti. Lubi blishniga kakor fam lebe; bodi zhednoften. c. Kaj zhednoft je. Kerfhanfko zbednoft, od katere v’ navu- ku nafhe vere farno govorimo, nafh Katehisem tako popifhe: Kerlhanfka zhednoft fploh je dar, kateriga Bog s’ pofvezhujozhoj gnadoj v’ dufho vlije, de je volja zhlovefhka takih djanj samoslina ino obudna, katere fo pofta- vam Jesufa Kristufa permerjene, ino vezhniga shivlenja vredne. Prav ino fploh govoriti, je le ena zhednoft. Ona obftoji v’ terdni volji, bres isvsetja po sa- jjovedih boshjih, po poltavah Jesufa* liriftufa ino njegove zirkve, kakor tudi po fvoji vefti djati. Is te poglavitne zhednofti svirajo vse polebne (pofamne) zhednofti, katere fe po tvojih mnogih konzih ali boshje, ali djanjfke imenujejo, ino po fvojih mnogih prebfebali mnogotere imena imajo. d. Kaj brumnoft ali pohoshnoft je. Ludje, kateri fo savolo Boga zhednoftni, fe imenujejo brumni ali poboshni. Brumnoft ali poboshnoft ne obftoji v’ fvojovolni. pofebni ino 53 2 W dem beständigen Bestreben zn thun, was Gott gefälliK ist. Sie besteht also auch in der Ausübung solcher Tu¬ genden wegen Gott, welche das Beste der menschlichen Gesellschaft befördern. Der Gebrauch der Dinge dieser Welt streitet mit der Gottseligkeit nicht. Sie verbiethct nur den Mißbrauch derselben. II». Wie die Religion auszuüben sey. Schon oben tz. 2. ist gesagt worden, daß die Re¬ ligion überhaupt in der Erkenntniß, wie auch in der Art, Gott zu verehren' und anzubethen, bestehe. 1. Wer Religion zu haben in derThat zeige. Jener Mensch zeiget in der That, daß er Re¬ ligion habe, der Ehrerbietigkeit für Gott und göttliche Dinge hat, der in all seinem Thun und Lassen Gott vor Augen hat, der sich nach Gottes Willen immer zu richten bereit und beflissen ist, der Gott so anbethet und verehret, wie Gott angebethet und verehret seyn will. Man sieht hieraus, daß die Religion innerlich und äußerlich auSzuüben sey. 2. Wie man innerlich die Religion ausübe. Innerlich übet man sie aus, wenn man der gött¬ lichen Offenbarung ungezweifelten Beyfall gibt, den Entscheidungen der Kirche sich gehorsam unterwirft, auf Gott hoffet und vertrauet, ihn liebet; wenn man sein Gemüth zu Gott erhebet, und um seine Gnade bittet, auch mit derselben treulich wirket; wenn man bereit ist, ihm zu dienen; wenn man fest entschlossen ist, seinen allcrheiligsten Willen sich gefallen zu lassen und getreulich auszuüben. 3., Wie mau äußerlich die Religion ausübe. Äußerlich übet man die Religion aus, durch wirk¬ liche Erfüllung der göttlichen Befehle und der Kir- 21 . fpazheni vislii sliiveti, ampak v’ ftanovitnim S ersadevanji ftoriti, kar je Bogu dopadlivo »na obftoji tudi v’ doperuefenji takih znednoft savolo Boga, katere dobro zhlovefhkih fo- fefhin povifhajo. Vshitek pofvetnih rezhi po- boshnofti ni naproti. Ona farno njih rasvado prepove. III. Kako fe vera v ’ djanji fkashe. She sgori §. 2. je bilo rezheno, de vera fploh obftoji v’ fposnanju ino v’ vishi Boga zhaftiti ino moliti. 1. Kdo v" djanji fkashe, de trna vero, Tifti zhlovek v’ djanji fkashe, de ima vero, kateri pofhtuvanje proti Bogu ino boshjim rezhim ima, kateri v’ fvojimu djanju ino opu- fheniu Boga pred ozhmi ima, kateri je perprav- len mo priden, vfe po boshji voli ravnati, kateri Boga tako moli ino zhafti, kakor Bog hozhe moljen ino zhefhen biti. Is tega le saftopi, de femore verasvunaj inosnotraj v’ djanji fkasati, 2. Kako fe vera snotraj v ’ djanji fkashe. Snotraj zhlovek vero fkashe, kadar boshjimu rasodenju nepomudeno dopadenje da, fklepam zirkve le pokorno podvershe, na Boga vupa ino fe sanefe, njega lubi; kadar zhlovek fvojo ferze k’ Bogu vsdigne, sa njegovo gnano profi, ino s’ tiftoj svefto dela; kadar je per- pravlen njemu flushiti, kadar je terdno fkle- nil njegovi naj fvetejfhi voli fe podvrezhi, ino njo svefto ftoriti. 3. Kako fe vera svunaj v‘ > djanji fkashe. Svunaj fe fkashe vera fkos refnizhno fpolne- nje boshjih sapovedi, ino zirkvenih sapovedi, 22 chengebothe, durch das öffentliche Gebeth, und durch Abwartung des Gottesdienstes, dessen wesentlichster Theil bey den Rechtgläubigen in dem heiligen Me߬ opfer und in dem rechten Gebrauche der heiligen Sa- cramente, besonders des Altars, besteht. Man muß auch durch Anhörung des Wortes GotteS und durch Lesung gottseliger Bücher seine Kenntnisse von der Religion erweitern, sich zum Guten ermuntern, und der Vergessenheit des Erlernten vorbauen. 4. Anmerkung. u. Wegen der Diener der Religion unk Seelsorger. Die Diener der Religion und besonders dieSeel- sorger muß ein Christ als Ausspender der heiligen Sacramente, als Vorbitter bey Gott, als Lehrer der erhabensten und nützlichsten Wahrheiten hochschätzen.. Die Gebräuche der Kirche, die von ihr gut geheiße¬ nen Andachten muß er in Ehren halten, und nicht verachten. Die Andachten aber soll er nicht in will- kührlichen, noch weniger aber in solchen Dingen su¬ chen, welche wider die Liebe des Nächsten sind, oder die von der Erfüllung unserer Pflichten abhaltem b. Wegen der wahren Andacht. Die wahre Andacht, mit welcher die Werke der Religion müssen ausgeübet, und besonders unsere Gebethe müssen verrichtet werden, besteht vornehmlich in der Versammlung des GemütheS vor Gott, ohne freywillige Zerstreuung, wie auch in der Vereinigung unserö Herzens und unserer Begierden mit ihm. 23 fkos ozhitno molitvo, ino opravlanje flushbe boshje, katere poglaviten del per pravovernih v’ ofru fvete meme ino v’ vrednimu vshitku fvetih Sakramentov, slafti Sakramenta fvetiga refhniga Telefa, obftoji. Tudi moremo fkos poflufhanje bosbje befede, ino fkos branje brumnih bukvi/, navuk v’ veri rasfhirati, le k’ dobrimu podbuditi, ino navuzheno posabit fe var vati. 4. Opomin. a. Savolo flushebnikov vere ino dufhnih paflirjov. t Slushebnike vere ino pofebno dufhne pa- Itirje more kriltjan kakor delivze fvetih Sa¬ kramentov, kakor profhnike per Bogu, kakor vuzhenike naj imenitnejfhih ino naj potrebnej- fhih refniz vifoko zhaftiti. s Shege v’ zirkvi, katere je ona poterdila, ali perpufhene opra¬ vila more on v’ zhafti imeti, ino ne sanizho- vati. Boshjiga zhelhenja pak on naj nikar ne ifhe v’ rezheh, katere li je fam svolil, ali ka¬ tere od fpolnenja nafhib dolshnolti sadershu- j e j°- b. Savolo refnizhne poboshnofti. Prava poboshnoft, s’ katero] dčla nafhe ve¬ re morejo dopernefene, ino slafti nafhe mo¬ litve opravlene biti, obltoji pofebno v’ fprav- lenji ferza pred Bogam, bres proftiga rastre- fenia, kakor tudi v’ sedinenji nafhiga lerza ino nalhiga poshelenja s’ njim. Der Auszug des großen Kat e ch i s m u s ohne Fragen mit den beweisenden Stellen. -- Das zweyte Stück des ersten Theils des Lesebuches für Trivialschulen. .Spifek i s velikiga K atehisma b r c s p r a f h a n j s’ svishajozhimi verftami. Drugi rasdelik perviga dela B ukv iz s a branje s a fhole na desheli. Inhalt des Auszuges des Katechismus. Einleitung. I. Hauptstück. Von dem Glauben. I. Abtheilung. Was der katholische Glaube sey. H. Abtheilung. Von den 12 Glaubensartikeln. II Hauptstück. Von der Hoffnung. I. Abtheilung. Was die christliche Hoffnung sey. II. Abtheilung. Von dem Gebethe. III Hauptstück. Von der Liebe. I. Abtheilung. Was die christliche Liebe sey. H Abtheilung. Von den zehn Gebothen Got¬ tes überhaupt. HI. Abtheilung. Von den zehn Gebothen Got¬ tes insbesondere. IV. Abtheilung. Von den Kirchengebothen überhaupt. V. Abtheilung. Von den Kirchengebothen ins¬ besondere. IV. Hauptstück. Von den heiligen Sacramenten. I. Abtheilung. Von den heiligen Sacramenten überhaupt. It Abtheilung. Von den heiligen Sacramenten insbesondere. V. Hauptstück. Von der christlichen Gerechtigkeit. Erster Theil der christlichen Gerechtigkeit: Meide das Böse. Zweyter Theil der christlichen Gerechtigkeit: Thue das Gute. Anhang. Von den vier letzten Dingen. 8 a p o p a d i k fpifka. is Katehisma. Uvod. I. Poftava. Od vere. I. Rasdelik. Kaj katolfhka vera je. II. Ras delile. Od 12 rasdelkov vere. II. Poftava. Od vupanja. I. Rasdelik. Kaj kerfhanfko vupanje je. II. Ras delile. Od molitve, III. Poftava. Od Lubesni. I. Rasdelik. Kaj kerfhanfka lubesen je. II. Rasdelik. Od 10 boshjih sapovedi fploh. III. Rasdelik. Od 10 boshjih sapovedi pofebej. IV. Rasdelik. Od zirkvenih sapovedi fploh- V. Rasdelik. Od zirkvenih sapovedi pofebej. IV. Poftava. Od fvetih Sakramentov. /. Rasdelik. Od fvetih Sakramentov fploh. II. Rasdelik. Od fvetih Sakramentov pofebej. V. Poftava. Od kerfhanfke pravize. Pervi del kerfhanfke pravize: Vari fe hudiga. Drugi del kerfhanfke pravize: t Stori dobro. Perftavik. Od fhtirihpoflednih rezhi. Einleitung »Katechismus heißt der Unterricht in der christkatho¬ lischen Lehre; so heißt auch insgemein das Buch, in dem dieser Unterricht enthalten ist. Die christkatholische Lehre wird in diesem Kate¬ chismus in fünf Hauptstücken und einem Anhänge vorgetragen. Die fünf Hauptstücke sind: 1. Der Glaube. 2. Die Hoffnung. 3. Die Liebe. 4. Die heiligen Sacramente. 5. Die christliche Gerechtigkeit. Der Anhang ist von den vier letzten Dingen. U v o d. Katehisem fe pravi podvuzhenje v r kerfhan- fko-katolfhkimu navuki; tako fe tudi imenu¬ jejo fploh bukve, v’ katerih je ta navuk sapo- paden. Kerihanlko - katolfliki navuk bo v’ temu Katehismu v’ petih poftavah ipo v’ enimu per¬ ila vku uaprejnefhen. Te pet poliave fo: 1. Vera. 2. Vupanje. 3. Lubesen. 4. t Sveti Sakramenti. 5. Kerfhanfka praviza. Perflavik govori od zhveterih pofleduiii rezhi. 30 Das i- Haupt stück'. Von dem Glauben- L. A b t h e i l u n g. Was der katholische Glaube seh. Ehnstkatholrsch glauben heißt, Alles für wahr hal¬ ten, was Gott geoffenbaret hat, und was die Kirche zu glauben vorstellet, es sey geschrieben oder nicht. Es ist zur Seligkeit nicht genug, daß der katho¬ lische Christ nur im Herzen glaubet, was Gott geoffen¬ baret hat, er muß auch: 1. seinen Glauben durch die Werke zeigen;») 2. was er im Herzen glaubet, wenn cs nöthig ist, mit dem Munde öffentlich bekennen, b) s) Was nutzet es, meine Brüder, wenn jemand saget: er habe den Glauben, hat aber die Werke nicht? Wird ihn der Glaube selig machen können? Jak. I! 14. Gleichwie der Leib ohne den Geist todt ist, so ist auch der Glaube ohne gute Werke todt. Jak. 11 26. d) Da man mit dem Herzen glaubet, gelanget man zur Gerechtigkeit; da man aber den Glauben mit dem Munde bekennet, gereichet es einem zur Seligkeit. Röm. X. 10. I. P o f t a v a. Od vere. I. R a s d e 1 i k. Kaj katolfhha vera je. K erfhanfko - katolfhko vervati fe pravi, vfe sa refnizo dershati, kar je Bog rasodel, ino kar zirkva vervati naprejpoftavi, ali je sapifano ali ne. K’ svelizhanju ni sadolti, de katolfhki kri- ftian le v’ ferzi verje, kar je Bog rasodel, on more tudi: 1. fvojo vero v’ djanji kasati, a) 'J. kar v’ ferzi verje, kadar je potrebno, s’ vuftami ozhitno fposnati. b) a) Kaj vam bo pomagalo, brati rezhe, de vero ima, zhe pa oei nima s »t mar samogla vera njega svelizhati ? Jak. II. 14. Kakor je telo bres dufhe mertvo, tako je tu- \ irori) limfi dnltiMk dAl__ t TT on moji, zhe kdo del nima ? Bo r 1 «'"' 1 J'' uunie mertvo, tano je ru¬ di vera bres dobrih del mertva. Jak. II. 26. /rj Sakaj s’ ferzam fe verje k’ pravizhnofti; s’ vu- Mami pa fe vera fkashe k’ svelizhanju. **■ * JL. 10. X • Birni. 4 32 Man muß glauben, was Gott geoffenbaret hat, weil Gott die ewige <:) Wahrheit und unendliche Weisheit ist, welche weder bekriegen noch betrogen werden kann. Der Glaube ist einem jeden Menschen, der selig werden will, nothwendig; denn ohne Glaube ist es unmöglich, Gott zu gefallen, st) Jeder Mensch muß, wenn er zum Gebrauche der Vernunft kommt, um selig zu werden, nothwendig wissen und glauben: 1. Daß ein Gott ist. 2. Daß Gott ein gerechter Richter ist, welcher das Gute belohnet und das Böse bestrafet. «) 3. Daß drep göttliche Personen einer Wesen¬ heit und Natur sind: der Vater, der Sohn, und der heilige Geist. 0 Daß die zweyte göttliche Person ist Mensch geworden, um uns durch den Tod am Kreuze zu er¬ lösen, und ewig selig zu machen. Die Wahrheit ist der Grund deiner Rede. Psalm DXVIil 10V. <0 Hebr. XI. 6. «) Wer zu Gott kommen will, der muß glauben, daß er sey, und daß er denen, die ihn suchen, ein Vergelter sey. Hebr. XI. 6. k) Dreh sind, welche Zeugniß geben am Himmel, der Vater, daS Wort, und der heilige Geist, und diese dre^ sind EinS t. Johann. V. 7. S) Darum ist er ein Mittler deü neuen Testamentes, auf daß die, welche berufen sind, vermittelst des Todes den er zur Erlösung der Übertretung erlitten hat/die ewige Erbschaft erlangen. Hebr. I^i. 16. Mi moremo verovati, kar je Bog; rasodel, ker je Bog vezlina refniza c) ino nefkonzhna modrolt, katera ne more ne golufati, ne go- lufana biti. Vera je vlaki mu zhloveku, kateri hozhe svelizhan biti, potrebna; sakaj bres vere je nemogozhe, Bogu fe dopafti. d) Vlaki zhlovek, kadar k’ pameti pride, mo¬ re, de bo svelizhan, potrebno vdditi ino vero¬ vati : 1. De je en Bog. 2. De je Bog pravizhen fodnik, kateri dobro plazila, ino hudo fhtrajfa. e ) 3. De ib tri boshje perfhone eniga bitja ino nature, Ozha, Sin, ino fveti Duh. /') 4. De je druga boshja perfhona zhlovek poitala, de bi nal' 1'kos fmert na krishi odre- thila, ino vezimo svelizhala. g) e) Sazhetik tvojih befed je refniza. Pfalm. CXVIII. 160 . d) Hebr. XI. 6. e) Kdor hozhe k’ Bogu priti, more varovati, de je, ino de je tem, katdri njega ifhejo plazhovavez. Hebr. XI. 6. f) Tri j 6 fo, kateri v’ nebi prizhujejo; Ozha, Be- feda, ino fveti Duh, ino ti trije fo eno. 1, Joan. V. 7. g) Sato je on frednik noviga tellamenta, de tifli, kateri fo poklizani, fkos njegovo fsiert, k’ odre- fhenju od pregreh, vezhen delesh sadobijo. Hebr. IX. 15. JiTdn. Sefeb. htfch- »inb. @ 34 Jeder "katholische Christ hat nebst den obigen Grundlehren des christkatholischen Glaubens noch zu wissen und zu glauben: 1. Daß die Seele des Menschen unsterblich ist. I») 2. Daß vie Gnade Gottes zur Seligkeit noch- wendig ist, i) und daß der Mensch ohne die Gnade nichts Verdienstliches zum ewigen Leben wirken kann. le) Jedem katholischen Christen ist gebothen zu wissen: 1. Das apostolische Glaubensbekenntniß.. 2. Das Gebeth des Herrn. 3. Die zehn Gebothe Gottes, und die fünf Ge- bothe der Kirche. 4. Die sieben heiligen Sacramente. 5. Die christliche Gerechtigkeit. Was ein katholischer Christ glauben muß, ist vornehmlich in dem apostolischen Glaubensbekennt¬ nisse enthalten, welches also lautet: Ich glaube an Gott den Vater, allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. Und an Jesum k) Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib tödten, die Seele aber nicht tödten können; sondern fürchtet vielmehr den, welcher die Seele und den Leib in die Hölle stürzen kann. Matth. X. 28. Der Staub kommt wieder zu seiner Erde, davon er genommen worden, und der Geist kehret zurück zu Gott, der ihn gege¬ ben hat. Pred. Xll. 7. i) Ohne mich könnet ihr nichts thun. Joh. XV. 7. .« . ie) Nicht, daß wir etwas von uns, als von uns selbst zu denken vermögen, sondern unser Vermögen ist aus Gott. 2. Kor. US. 5. 35 Vlak katolfhki kriltjan ima sraven sgornih poglavitnih navukov kerfhanfko-katolfhke vere tudi vediti ino verovati: 1. De je zhlovefhka dufha nevmerjozha. h) 2. De je gnada hoshja k’ sveli/.hanju po- , trebita, i) ino de zhlovek bres gnade nizdi saflushenja vredniga sa vezhno shiv- lenje ftoriti ne more. k) Vlaki mu katolfhkimu kriftjanu je napovedano vediti: 1. Apoltolfko vero. 2. Gofpodovo molitvo. 3. Delet napovedi boshjih, ino pet zirkve- nih sapovedi. 4. Sedem fvetih Sakramentov. 5. Kerfhanfko pravizo. Kaj katolfhfci kriltjan verovati more, je fo- febno V apoltolfki veri sapopadeno, katera fe tako moli: Jes verujem na BogaOzheta,vfigamogozhniga f. v arnika nebefino sernle. Ino na JesulaKriftu- h) Ne bojte fe tiftih, kateri telo vmorijo, dufbe pa ne morejo vmoriti; te m ir/, h bojte fe tiftiga, kateri sainore dtifho ino telo pogubiti v’ pekel. Mat. X. 28. Prah fe fpet v’ fvojo parft verne, is katere je podal, ino duh fe poverne k’ Bogu, kateri je njega dal. Predig. XII. 7- i) Bres mene nizh ne morete ftoriti. Jo. XV 5. k) Ne, kakor de bi mi premogli is febe kaj mini¬ li, ampak nafha premoshnoft je is Boga. 2. Ko- rinzh, III. 5. a 2 J6 Christum seinen eingeborneu Sohn, unfern Herrn. Der empfangen ist von dem heiligen Geiste, geboren aus Maria der Jungfrau. Gelitten unter Pontio Pila- to, gekreuziget, gestorben und begraben. Abgestie¬ gen zu der Hölle, am dritten Tage wieder auferstan¬ den von den Todten. Aufgefahren in den Himmel, sitzet zu der rechten Hand Gottes, des allmächtigen Va¬ ters. Von dannen er kommen wird, zu richten die Le¬ bendigen und die Todten. Ich glaube an den heiligen Geist. Eine heilige, allgemeine, christliche Kirche, Ge¬ meinschaft der Heiligen. Ablaß der Sünden. Auferste¬ hung des Fleisches. Und ein ewiges Leben. Amen. LL. Abtheilung. Von den 12 Glaubensartikeln. 1. Von dem ersten Glaubensartikel. Ich glaube an Gott den Va?er, allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. a. Von Gott. Es ist nur Ein Gott, a) welcher von sich selbst das allervollkommenste Wesen ist. b) s) Höre Israel, der Herr unser Gott ist ein einiger Herr. Deut. VI. 4. Ich bin der Herr, und sonst ist keiner mehr, außer mir ist kein Gott. Isa. XDV. 5. Wir baben nur Einen Gott, den Bater, von welchem alle Dinge sind, — und Einen Herrn Jcsum Christum, durch welche» alle Dinge sind, und wir durch ihn. t. Kor. VNI. 6. b) Aus ihm, durch ihn, und in ihm sind alle Dinge; ihm siy Ehre in Ewigkeit. Amen. Röm. XI. 36. Herr l 37 ifa lina njegoviga ediniga, Gofpoda nafhiga. Kateri je fpozhet od fvetiga Duha, rojen is Marije divize. Je terpel pod Ponziam Pilatu- sham, krishan bil, vmerl, ino v’ grob poloshen. Dol je fhel pred pekel, na tretji dan od fmerti vftal. Gor je fhel v’ nebefa, fedi na defnizi Boga, Ozheta viigamogozhniga. Od ondot bo S irifhel fodit shive ino mertve. Jes verujem na vetiga Duha. Sveto katolfhko zirkvo, gmajno fvetnikov. Odpufhanje grehov. Vltajenje mefa. Ino vezhno shivlenje. Amen. II. R a s d e 1 i k. Od dvanajft razdelkov vere. §. 1. Od pcrviga razdelka vere , Jes verujem na Boga Ozheta, viigamogozhni¬ ga livarni k a nebef ino semle. a. Od Boga . En lam Bog je, a) kateri je fam od febe naj popolnomejfho bitje, b) a) Poflufhaj Israel, Gofpod nafh Bog je en fam Gofpod. Dev. VI. 4. Jes lina Gofpod , ino ni drugi ga, svunaj meoe ni Boga. Isa. XLV. 3. Mi pa imamo eniga famiga Boga, Ozheta, od kateriga je vfe, — ino eniga Gofpoda Jesufa Kriftufa, fkos kateriga je Vfe, ino ini fkos njega. 1. KorinzI). VHI. 6. b) Is njega, ino fkos njega, ino v’njemu je vfe; njemu bodi zhaft na vekoma. Amen. Rimi. XI. 36. A8 Es sind drey göttliche Personen o). Die erste göttliche Person heißt der Vater, die zweyte der Sohn, die dritte der heilige Geist. Die drey göttlichen Personen zusammen nennet man die aller-eiligste Dreifaltigkeit. Der katholische Christ bekennet die allerheiligste Drepfaltigkeit durch das Zeichen deS heiligen Kreuzes, da er bey dem Kreuzmachen jede dieser drey göttlichen Personen nennet. Über das bekennet der katholische dir ist Niemand gleich, du bist groß, und dein Näh¬ me ist groß und allmächtig. Jer. X. 5. « ) Das ist, drey, die von einander unterschieden sind, so¬ wohl durch eigene Nahmen, als auch durch besondere Handlungen und Wirkungen. Die eigenen Nahmen der drey göttlichen Personen kommen vor: Matth. XXVltl. 10. Taufet sie im Nahmen deS Vaters, deS Sohnes, und deü heilige» Geistes. I. Joh. V. 7. Drey sind, welche ZiUgniß geben: der Vater, das Wort, und der heilige Geist. Besondere Handlungen oder Wirkungen der drey göttlichen Personen kommen vor: Matth. IH. 16. 1 7. Da aber Jesuö getauft war, stieg er alsbald herauf, und sieh, der Himmel wurde ihm aufgethan; er sah den Geist GvtteS, wie eine Taube, herabfahren, und auf ihn kommen, und eS ließ sich eine Stimme vom Himmel hören: Dieß ist mein ge¬ liebter Sohn, an dem ich ein Wohlgefallen habe. 1. Petr. k. 2. Welche nach der Vorsehung Gottes des VaterS zur Heiligung des heiligen Geistes, zum Ge¬ horsame und zur Besprengung deö Blutes Jesu Chri¬ sti erwählet sind. 2. Kor. X lll. 13. Die Gnade un- scrö Herrn Jesu Christi, und die Liebe Gottes, und die Gemeinschaft des heiligen Geistes sey mit euch allen. 39 Boshje perfhone fo tri. <0 Perva boshja perfhona fe imenuje Ozha, dru^a Sin, tretja fveti Duh. Tri boshje perfhone vkup fr imenujejo prelveta Trojiza. Katolfhki kriftjan fposna prefveto Trojizo fkos snamenje fvetiga krisha, ker on p er pre- krishenji vfako teh treh boshjih perfhon ime¬ nuje. Sraven tega fposna katolfhki kriftjan tudi Gofpod! tebi ni enakiga. velik fi ti, ino tvoje ime je veliko ino mogozhno. Jer. X. 5. c) To je, trije fo, kateri fo med feboj raslozheni, tako dobro fkos lattne imena, kakor fkos po- febnedjanjainomozhi. Laftne imena treh boshjih perfhon fo najti: Mat. XX\ III. 19. Kerllite nje v’ imeni Ozheta, t Sina, in fvetiga Duha. 1. Joan. V. 7. Trijd fo, kateri v’ nebi prizhujejo: Ozha, Beleda, ino fveti Duh. Pofebne djanja ali mozhi treh boshjih perfho i fo najti: Mat. III. 16. 17. Ino kadar je Jesuf kerfnen bil, je on sdajzi is vode ftopil, ino poglej, nebdfa fo fe njemu odperle; ino on vidil Duha boshjiga, kakor goloba prihajozhiga, ino na njega pride- jozbiga. Ino poglej! en glaf is nebef rekozh: Ta je moj lubleni t Sin, na katerim imam dopa- denje. 1. Petr. I. 2. Po previdnofli Boga Ozheta, fkos pofvezhenje Duha k’ pokorfhini, ino pofhkroplenju kervi Jesufa Kriftufa. 2. Kor. XIII* 13. Miloft Gofpoda nafhiga Jesula Kriftu- fa, ino lubesen boshja, ino deleshnoft fvetiga Duha bodi s’ vami vfemi. 40 Christ auch durch das Zeichen des heiligen Kreuzes, daß Jesus Christus, da er am Kreuze gestorben ist, uns durch seinen Tod erlöset hat. DaS Kreuz machet man mit der rechten Hand, indem man damit die Stirn, den Mund und die Brust bezeichnet, und saget: Im Nahmen Gott ff des Vaters, und ff des Sohnes, und ff deS heiligen Geistes. Amen. Ii. Von der Erschaffung. Gott hat Himmel und Erde, und Alles, was ist, erschaffen, a) Das Wort erschaffen heißt, aus Nichts etwas hervorbringen. Die merkwürdigsten Geschöpfe Gottes sind die Engel und die Menschen. Die Engel sind pure Geister, b) welche Ver¬ stand und Willen, aber keine Leiber haben. Gott hat die Engel erschaffen, daß sie ihn eh¬ ren, lieben und anbethen, ihm dienen, e) und die Men- n) Im Anfänge schuf Gott den Himmel und die Erde. Gen. I. 1. Durch das Wort deS Herrn, und durch den Äthern seines Mundes sind die Himmel und alle ihre Kraft befestiget worden. Ps. XXX». 6. b) Der du die Engel machtest, daß sie Geister sind. Ps. Olli. 4. Der seine Engel zu Geistern, und seine Diener zu Feuerflammen macht. Heb. 1. 7. Lobet de» Herrn ihr alle seine Engel, die ihr voll Kraft und Macht seyd, seinen Befehl auöznrichten, und seiner Stimme und seinem Gebvthe zu gehorsa¬ men. Ps. Oll. 20. 41 (kos snamenje fvetiga krisha, de naf je Jesuf Kriftus, kadar je na krishi vmerl, fkos Tvojo fmert odrefhil. ' Krish Te flori s’ delnoj rokoj, ker fe s’ njoj zhelo, vufta ino perfl sasnaraivajo, ino fe rezhe: V’ imeni Boga f Ozheta, ino f Sina, ino f fvetiga Duha. Amen. h. Od Stvarjenja . Bog je nebo ino semlo, ino vfe, kar je, flvaril. a) Befeda ftvariti fe pravi,is nizhefa kaj ftoriti. Naj imenitnejfhe ftvari boshje To angeli ino •zhlovek. Angeli fo zhifti duhi, h) kateri imajo sa- ftopnofl ino voljo, telefa pa nimajo. Bog je angele flvaril, de bi njega zhaftili, lubiliino molili, njemu flushili, c) ino ludivaro- a) V’ sazhetki je Bog flvaril nebo ino semlo. Gen. I. 1. S’ befedoj Gofpoda fo nebefa vterdjene, ino s’ fapoj njegovih vuft vfa njihova lepota. Pfalm. XXXII. 6. b) Ti florifh angele, kakor duhe. Pfalm. CIII. 4. Kateri angele flori sa duhe ino fvojo flushehnike sa plamen ognja. Hebr. I. 7. .c) Hvalite Gofpoda vi vli njegovi angeli: vi, ka¬ teri fte tako mozhni, kateri njegovo sapoveit ifpolnite, kakor hitro glaf njegove befede flifhi- te. Pf. Cii. 20. 42 schen schützen sollen. 6) Er hat sie in seiner Gnade «nd mit vielen Vollkommenheiten erschaffen. Viele Engel haben die Gnade Gottes durch die Sünde der Hoffart verloren, v) Die hoffärtigen En¬ gel, die man Teufel nennet, hat Gott auf ewig ver¬ worfen, und in die Hölle verstoßen, f) Die Menschen sind nach den Engeln die merk¬ würdigsten Geschöpfe Gottes. Sie bestehen aus einem Leibe und aus einer unsterblichen Seele, Z) welche nach dem Ebenbilde Gottes li) erschaffen ist. »0 Er hat seinen Engeln deinetwegen anbesohlen, daß sic dich aus allen deinen Wegen bewahren. Ps. X6.1 1. Der Engel des Herrn wird sich rings um diejenigen lagern, die ihn fürchten, und wird sie erretten. Ps. XXXIIl. 8. v) Sieh, auch die ihm dienten, sind nicht standhaft ge¬ wesen; denn in seinen Engeln hat er ja Bosheit ge¬ funden. Joh. IV. 18. k) Gott hat auch der Engel, die gesündiget haben, nicht verschonet, sondern sic mit höllischen Stricken zur Höl¬ le hinabgezogen, und zu peinigen überlassen, damit sie zum Gerichte aufbehalten würden. 2. Petr. II. 4. Daher gestaltete Gott der Herr den Menschen aus dem Lehm der Erde, und blies ihm den Athem des Lebens in sein Angesicht: also ist der Mensch leben¬ dig und beseelt worden. Gen. II. 7. Den Beweis der Unsterblichkeit der Seele sieh oben S. 34 Note k). lr) Also schuf Gott den Menschen nach seinem Ebenbil¬ de, nach Gottes Ebcnbilde schuf er ihn. Gen. I. 27. 43 -vali. d} On je nje V Tvoji gnadi ino s’ veliki¬ mi popolnoftimi JftvariL Veliko angelov je gnado boshjo Ikos greh prevsetnofti sgubilo.e) Prevsetne angele, ka¬ teri Te hudi'/.hi imenujejo, je Bog na vekoma savergel, ino v’ pekel pahnil. /') Zihlovek je sa angeli naj imenitnejfha ftvar hoshja. Zhlovek je is telefa ino is nevmer- jozhe dufhe, y) katera je po podobi boshji //) Itvarjena. d) On je savolo tebe fvojim angclam sapovčdal, de tebe na vfeh (vojih potih varjejo. Pfalm XG. tl. Angel Gofpoda fe ho okoli bogabojezhih vftavil, ino nje bo refhil. Pfahn XXXIII. 8. e) Glej, tudi kateri njemu flushijo, nifo ftauovitni, ino v’ fvojih angelih je hudobijo najfliel. Job. IV. 18. f) Bog tudi angelam, kateri fo grefhili, ni sanefil temuzh je nje s’ peklenfkimiketnami v’pekel po¬ tegnil, ino v’ terplenje isdal, de bodo k’l'o;ibi prihranjeni. 2. Petra II. 4. g) Gofpod Bog je tedaj zhloveka is jfla semle sde— lal, ino je dehnil v’ njegov obras fapo shivlenja, ino zhlovek je shiva dufha poftal. Genes. II. 7. Svishanje od nevmerjozhoHi zhlovefke dufhe glej sgoraj ftran 35 opomin h). h) Ino Bog je ftvaril zhloveka po fvoji podobi, po boshji podobi ga je ltvaril. Genes. 1. 27. Gott hat die Menschen erschaffen, damit sie ihn erkennen, i) ehren, k) lieben, I) anbethen, ihm die¬ nen, gehorsamen, und selig werden sollen, m) Schon der erste Mensch Adam war mit seinem Weibe Eva Gott ungehorsam. Der erste Mensch hat im Paradiese die Frucht ei¬ nes Baumes gegessen, die ihm Gott verbothen hatte, und dadurch gesündiget. n) Diese Sünde hat nicht nur allein dem ersten Menschen, sondern auch uns, die wir von ihm abstammen, geschadet; sie hat uns den zeitlichen o) und ewigen Tod, wie auch viele andere Übel am Leibe und an der Seele verursachet. Die Menschen sind nicht auf ewig, wie die hoffär¬ tigen Engel von Gott verstoßen worden. Gott ver¬ sprach zur Rettung der wegen der Sünde verworfe- i) Dieß ist aber das ewige Leben, daß sie dich den al¬ lein wahren Gott, und Jefum Christum, den du ge¬ sandt hast, erkennen. Joh. XVII. 3. Ic) Ich bin eö, der ich einen jeden, welcher meinen Nahmen anrust, zu meiner Ehre erschaffen habe Isa XIAII. 7. l) Du sollst den Herrn, deinen Gott, aus deinem ganzen Herzen, aus deiner ganzen Seele, und aus deinem gan¬ zen Gemüthe lieben. Matth. XXII. 37. m) Gott will, daß alle Menschen selig werden, und zur Erkenntniß der Wahrheit kommen. I. Tim. II. 4. n) Gen. Hl. 6. o) Gleichwie die Sünde durch einen Menschen in diese Welt, und durch die Sünde der Tod gekommen ist: also ist der Tod in alle Menschen durch denjenigen, in wel¬ chem alle gesündiget haben, übergegangen. Röm. V. 12. 45 Bog- je zhloveka ftvaril, (je bi njega fpo- snal,«) /ha(til, k) labil, /) molil, njemu flushil, pokoren ino svelizhan bil. m) She pervi 'zhlovek Adam je bil s’ tv oj o j shenoj Evoj Bogu nepokoren. Pervi zhlovek je v’ paradisbi iad eniga dre- vefa jedel, kateriga je Bog njemu prepovedal, ino fkos to grefhil. ») Ta greh ni farno per- vimu zhloveku fhkodil, ampak tudi nam, ka¬ teri fmo od njega rojeni ; on nam je zhafno o) ino vezimo fmert, ino lhe vezli drugih nad¬ log na teleti ino na dufhi prinefel. Zhlovek ni bil, kakor prevsetni angeli, od Bega na vekoma savershen. Bog je k’ odre- fhenju savolo greha saversheniga zhloveka i) To pa je vezhno sliivlenje , de fposnajo tebe, famiga praviga Boga, ino Jesufa Kriftufa, kate¬ riga li poflai. Joan. XVII. 3. i) Vfakiga, kateri na moje ime klizhe, fim sa mo¬ jo zhaft Itvaril. Isai. XLHI. 7. l) Labi Gofpoda, tvojiga Boga, is zeliga tvojiga ferza, ino is žele tvoje dufhe, ino is žele tvoje pameti. Mat. XXII. 37. m) Bog hozhe, de bi vli ladje svelizhani bili, ino k’ fposnanju refnize prifhli. 1. Tim. II. 4. n} Genes III. 6. o) Kakor je fkos zhloveka greli na fvet prifnel, ino fkos greh fmert, tako je tudi fmert na vfe zhlo- veke prifbla, v’ katčrimu fo vfi grefhili. Himi. . V. 12. 46 neu Menschen einen Erlöser zu senden, p) welcher auch Messias genannt wird. 2. Von dem zweyten Glaubensartikel. Und an Jesum Christum seinen eingebornen Sohn, unfern Herrn. Jesus Christus ist 1. Der eingeborne Sohn Gottes des Vaters. ) Also hat Gott die Welt geliebet, daß er seinen einge- bornen Sohn gegebeühat. Joh. III 16. r) Uns ist ein kleines Kind geboren, und soll genannt werden: Wunderbar, Rathgeber, Gott. Jss^tX. 6. Es ist Ein Gott, und Ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nähmlich der Mensch, Christus Jesus. 1. Tim. 11. 5. Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Er¬ den. Matth. XXVIII. 18. Ihr nennet mich Meister- und Herr, und saget recht; denn ich bin eS auch. Joh. XlU 13. r) Der Geist des Herrn ist über mir, darum hat er mich gesalbet, und mich gesandt, den Armen Gutes von Gott zu verkündigen. Luk. IV. 18. Isa. XlbI 1. Dl> Gnade GotteS, unsers Heiligmachers, ist allen Menschen erschienen, und hat uns gelehret, daß wir der Gottlo¬ sigkeit und den weltlichen Gelüsten entsagen, und nüch- oblubil Odrellienika poli ati, p) kateri fe tudi Meti at imenuje. §. 2. Od drugiga razdelka vere. luo na Jesufa Kriftuja Siil^ njegoviga edi- niga, Gofpoda nafhiga. V \ Jesul JKriltuf je v N 1. Edmorojen Sin 15oga ()/.lieta. y) 2. Bog ino zlilo vek vkup.'r') 3. NalK Gofpod, v) sajta&dnfk ino vu- ahenik. /) \ p) .les bom fovrashtvo poftavil med teboj ino med shenoj, med tvojim ino njenim sarodam; ona bo tebi glavo fterla, ino ti bofh njeno peto sa- lasovala. Genes. III. 1 &. <{) Tako je Kog fvet lubil, de je dal fvojiga edi- norojeniga Sina. Joan. III. 16. r) Nam bo dete rojeno, ino njemu bo ime: Pre- zhuden, fvetovavz, Bog. Isai. IX. 6. En fam Bog je, ino en fam frednik med Bogam ino med zhloveki, namrezb , zhlovek Kriftuf Jesuf. 1. Tim. II. 5, s) Meni je dana vfa oblaft v’ nebefah ino na semli. Mat. XXVIII. 13. Vi mene kli/.hete Mojfter ino Gofpod, ino prav govorite, sakaj jes sim. Joan. XUI. 13. t) ltuh Gofpoda je nad menoj, sato je on mene pomasal, ino je mene poflal vbogim Evangeli bosbji osnanovat. L.«k. IV. 18. Jsai XLI. 1. Per- kasala fe je gnada Boga Svelizharja nafhiga vfem iud m, katera naf vuzhi, de se naj odpovemo hudobii, ino pofvetnim shelam , ino de naj 48 / Jesus heißt so viel als Heiland. Er wird der Heiland genannt, weil uns durch ihn Heil widerfah¬ ren ist, da er uns von der Schuld und der Straft der Sünde, dem ewigen Tode, befrepet hat. n) Er wird auch Christus, das ist so viel als der Gesalbte, genannt, rv) Jesus Christus wird der cingeborne Sohn Got¬ tes genannt, weil er der einzige ist, welcher von sei¬ nem himmlischen Vater von Ewigkeit her gezeuget ist. Er ist Gott und Mensch zugleich, weil er Gott von Ewigkeit ist, und weil er Mensch in der Zeit ge¬ worden ist. x) Er heißt unser Herr, weil er Gott und unser Erlöser ist. Der Sohn Gottes ist Mensch geworden, um uns durch seinen Tod am Kreuze zu erlösen, y) und selig zu machen. tern, gerecht und gottselig in dieser Welt leben, und auf die selige Hoffnung, und auf die Zukunft der Herr¬ lichkeit des großen Gottes und unserS Heilandes Jesu Christi warten sollen. Tit. II 11 — 13. u) Sie wird einen Sohn gebären, den sollst du Jesum nennen: denn er wird sein Volk von ihren Sünden befreyen. Matth. !. 21. v) Wie Gott Jesum von Nazareth mit dem heiligen Gei¬ ste und mit Kraft gesalbet hat Apostelgesch. X. 38. x) Da hat Gott seinen Sohn gesandt, der von einem Weibe geboren und dem Gesetze unterworfen war, auf daß er diejenigen, welche unter dem Gesetze waren, erlösete. Gal. lV. -15. Weil die Kinder Fleisch und Blut haben, so hat er sich desselben auch theilhaftig gemacht, auf daß er 49 Jesus fe pravi teliko kakor Svelizhar. On bo Svelizhar imenovan, ker nam je fkos njega Svelizhanje dofhlo, ker naf je on od dolga ino fhtrajfinge grčha, od vezhne fmerti, odrefhil. u) (3n bo tudi imenovan Kriftuf, kar fe teli¬ ko pravi, kakor masan. v) Jesul' Kriftuf bo edinorojen fin boshji ime¬ novan, ker je on fam od fvojiga nebefhkiga Ozheta od vekoma rojen. On je Bog ino zhlo- vek vkup, ker je on Bog od vekoma ino ker je on zhlovek v 1 zhali poltal. x ) On bo nalh Go- fpod imenovan, ker je on Bog ino nafh odre- 1’henik. Sin boshji je zhlovek poltal, debi naf fkos fvojo fmert na krishi odrefhil ino svelizbal. tresno, pravizhno ino poboshno shivimo na tem fvetu ino zhakamo na svelizhanfko vupanje ino zhaftifliv prihod vclikiga Boga ino Svelizharja nafhiga Jcsufa Kriftufa. Tit. II. H, — 13. n) Ona bo lina rodila, ino tega ime imenuj Jesuf, sakaj on bo fvoje ludftvo odrefhil od njih gre¬ hov. Mat. I. 21. v) Kakor je Bog pomasal s’ fvetim Duham ino s’ mozhjo Jesufa Nazarenfkiga. Bjanje Apolb X. 38- x~) Takrat je Bog poflal fvojiga lina, rojeniga is slične ino podversheniga poltavi, de bi te, kate¬ ri fo bili poti poftavoj, odrefhil. Galazli. IV. 4. 5, y) Ker fo tedaj otrozi mefo ino kri s’ njim imeli, je tudi on ravno tako s’ njimi ddleshen poflal, de flfeitt. Sejeb. beittfcbdtunbifcb- ZO §. 3. Von den, dritten Glaubensartikel. Der empfangen ist von dem heiligen Geiste, ge¬ boren aus Maria, der Jungfrau. Jesus hat als Gott den himmlischen Vater, r) als Mensch hat er keinen Vater, a) Joseph war bloß der Nährvater Jesu Christi, b) Jesus hat als Gott keine Mutter, als Mensch hat er Mariam die seligste Jungfrau, zu seiner Mutter, e) Maria wird die Mutter Gottes genannt, weil sie Jesum Christum, welcher Gott und Mensch zugleich ist, geboren hat. Sie hat ihn von dem heiligen Gei- durch dcn Tod denjenigen, der des TodeS Gewalt hat¬ te, daS ist, den Teufel zerstörte, und diejenigen er¬ löste, welche ans Furcht des Todes ihr Leben lang der Knechtschaft unterworfen waren. Hebr. II. 14. 15. rJ Der Herr hat zu mir gesagt: Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeuget. Pf. II. 7. s) Eine Jungfrau wird empfangen und einen Sohn ge¬ bären, welcher Emmanuel wird genannt werden. Isa. VII. 14. 5) Jesus fing an ungefähr dreyßig Jahre alt zuseyn, als er anfing zu predigen, und wurde für den Sohn Jo¬ sephs gehalten. Luk. IH. 33. Maria sprach zu dem En¬ gel: Auf waS für eine Weise soll daS geschehen, da ich keinen Mann erkenne? Der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der heilige Geist wird über dich kom¬ men, und die Kraft des Allerhöchsten wird dich über¬ schatten. Darum wird auch daS Heilige, welches aus dir soll geboren werden, GotteS Sohn genannt wer¬ den. Luk. I. 34. 35. c) Woher kommt mir das, baß die Mutter meines Herrn zu mir kommt? Luk. I. 43. §. 3. Od tretjuja rasdelka vere, Kateri je fpozhčt od fvetiga Duha, rojen is Marije divize. Jesuf ima kakor Bog nebefhkiga Ozheta, z) kakor zhlovek nima Ozheta. a) Joshef je bil le rednik Jesula Kriftufa. b) Jesuf kakor Bog nima matere, kakor zhlovek ima Marijo, prefveto divizo, sa fvo- jo mater, c) Marija bo mati boshja imenovana, kčr je ona Jesufa Kriftufa, kateri je Bog ino zhlovek vkup, rodila. Ona je njega od fvetiga Duha bi fkos fmert poferl tega, kateri je oblaft zhres fmcrt imel, to je, hudizha, de bi te odrefhil, ka¬ teri fo fmertnimu ftrahu vfe fvoje dni kakor fushni podversheni bili. Hebr. II. 14. 15, z) Gofpod je mehi rekel: Ti li moj fin, tlnef fim tebe rodil. Pfalm. II. 7, a) Diviza bo fpozhela ino fina rodila, ino bo njemu imd Emanuel dano. lsai. VII. 14. b) Jesuf, kadar je sazhe! predigati, je bil okoli tri- defet let fiar, ino je bil dershan sa fina Joshef«. Luk. lil, 23. Maria je rekla k’ angelu: Kako fe bo to sgodilo, ker mosha ne fposnam? Ino an¬ gel je odgovoril ino rekel k’nji: ( Sveti Duh bo nad tebe prifhel, ino rnozh naj Vifhiga te bo ob- fertzhila. Ino sa tega volo bo to fveto katero bo is tebe rojeno, fin boshji imenovano. Luk. I. 34. 35. c) Odkod fe to meni sgodi, de mati moj iga Gofpo- da k’ meni pride? Luk. I. 43. ©2 52 sie empfangen, 6) und zu Bethlehem in einem Stalle geboren, e) 4. Von dem vierten Glaubensartikel. Gelitten unter Pontio Pilato, gekreuziget, ge¬ storben und begraben. Jesus konnte als Mensch, nicht aber als Gott leiben. Er hat wirklich, und zwar an der Seele und am dem Leibe gelitten. An seiner Seele hat er große Angst und Traurig¬ keit, t) und an seinem Leibe viele Mühseligkeiten und Drangsale, viele Schläge und Wunden gelitten; er ist gegeißelt und mit Dornen gekrönet worden, x) Er hat viele Verachtung, Verspottung, Lästerun¬ gen, Verläumdun gen, und andere Unbilden gelitten, ti) JesuS ist auf dem Kalvarienberge, nahe bey der Stadt Jerusalem, gekreuziget worden, und am Kreuze gestorben, i) §. 5. Von dtzm fünften Glaubensartikel. Abgestiegen zu der Hölle, am dritten Tage wie¬ der auferstanden von den Tobten. Nur die Seele Jesu Christi ist in die Hölle abgestiegen, k) ä) LöaS in ihr gezeuget ist, das kommt vom heiligen Geiste her. Matth. I. 20. e) Luk. H. 4- 7. k) Meine Seele ist betrübt bis in den Tod. Matth. XXVI. 38. ss) li) Sieh die Leidensgeschichte Jesu. i) Sieh die Leidensgeschichte Jesu. Matth. XXVI. k) Von der Seele Christi zeuget der XV. Ps. 10. Du fpozhela, d ) ino v’ Betleliemi v’ eni fhtali ro¬ dila. e ) §. 4. Od zhderfitja rasdelka vere. Je terpel pod Ponziam Pilatusham, krishan bil, vmerl, ino v’ grob poloshen. Jesuf je kakor zhlovek, ne pa kakor Bog terpeti samogel. On je refnizhno, ino lizer na dufhi ino na tdleii terpel. Na fvoji dufhi je v.eliko bridko!! ino sha- lolt,/') ino na fvojini teleli veliko rev ino nad¬ log, veliko shlakov in ran terpel; on je gaj- shlan ino s’ ternjam kronan bil. g ) On je terpel veliko sanizhovanja, saframo- vanja, preklinjanja, kriviga obdolshenja, ino vezh drugih kriviz. Ii) Jesuf je bil krishan na gori Kalvarji, bliso mefta Jerusalema, ino je na krishi vmerl. i ) §. 5. Od peliga rasdelka vere. Dol je fhel pred pekel, na tretji den od fmerti vftal. Le dufha Jesufa Kriftula je pred pekel fhla. k) d) Kar je v’ njej rojeno, je od fveti^a Duha. Mal. I. 20. e) Luk. II. 4. 7. f) Moja dufha je shaloftna noter do fmerti. Mat. XXVI. 38. s0 h) Poglej Jesufovo terplenje. i) Glej terplenje Jesufovo. Mat. XXVI. k) Od dufhe Kriftufove prizhuje XV, Pf. 10, Ti ne Man versteht unter dem Worte Holle jene verborgenen Arter, wo die Seelen der Abgestorbe¬ nen aufbehalten werden, welche die himmlische Se¬ ligkeit nicht erlanget haben. Es gibt mehrere Gattungen solcher verborge¬ nen Arter, die man Hölle nennet; so nennet man: 1. Und zwar eigentlich den Ort, wo die Ver¬ dammten ewig gepeiniget werden. I) 2. Den Art, wo die Seelen zeitliche Strafen für ihre im Leben nicht abgebüßten Sünden leiden; m) dieser Ort heißt das Fegefeuer. 3. Endlich den Ort, in welchem die Seelen der verstorbenen Frommen aufbehalten wurden, wo sie in der seligen Hoffnung ihrer Erlösung ruhig und ohne Schmerzen warteten, bis Jesus zu ihnen hin¬ abgestiegen ist; dieser Ort heißt die Vorhölle, n) Jesus ist am dritten Tage, und zwar aus eige¬ ner Macht, o) unsterblich und glorreich, als ein Über¬ wirst meine Seele in der Hölle nicht kaffen. Apostel¬ geschichte II. 31. So hat er eS vorgesehen, und von der Auferstehung Christi geredet, daß er weder in der Hölle sey gelassen worden, noch sein Fleisch die Ver¬ wesung gesehen habe. I) Eö starb auch der Reiche, und ward in die Hölle be- . graben. Luk. XVI. 22. in) Die Kirche in der Messe für die Abgestorbenen sagt: Herr Jesu Christe, König der Glorie, befreye die Seelen aller deiner abgestorbenen Gläubigen von den Strafen der Hölle. n) So hat er eü vorgesehen, und von der Auferstehung Christi geredet, daß er weder in der Hölle sey gelas¬ sen worden, noch sein Fleisch die Verwesung gesehen habe. Apvstelg. II. 31. o) Darum liebet mich der Vater, weil ich meine Seele dargebe, doch daß ich sie wieder zn mir nehme, denn 55 Pod befedoj pekel fe saftopijo tifti fkriv- ni kraji, v’ katerih fo duihe mertvih hranje¬ ne, katere nifo nebelhkig-a svelizhanja dofegle. Takih fkrivnih kraj o v, kateri fe pekel ime¬ nujejo, je vezh; tako ie imenuje: 1. Ino s’tem pravim imenam kraj, kde pre¬ kleti vezhno terpijo. I) 2. Kraj, kde dufhe zhafnefhtrajlingesa Tvo¬ je v’ shivienji ne fpokorjene g-rehe terpijo; m) ta kraj fe imenuje vize. 3. Sadnizh kraj, v’ kateri mu fo bile dufhe brumnih mertvih hranjene, kde fo v’ sveli- zhanfkim vupanji fvojiga odrefhdnja mirno ino bres terplenja zhakaie, dokler je Jesul k’ njim dol prilhel; ta kraj fe imenuje predpekel. n) Jesuf je na tretji dan, ino iizer is svoje laftne mozhi, oj nevmerjozh ino zhaftitliv, kakor pre¬ bodi moje dufhe v’ pekli puftil. Djauje apoft. 11. 31. Je previdil ino od Krifhifoviga vftajenja go¬ voril, de ni v’ pekli pufhen bil, tudi njegovo mefo ni trohnenja vidilo. 1) Vmerl je pa tudi bogat, ino je bil pokopan v’ pekli. j jU k. XVI. 22. in) Zirkva v’ mefhi sa mertve moli * Gofpod Jesuf Kriftus, kral vle zhafti, odrefhi dufhe vleh tvo¬ jih mertvih varnih od terplenja v’ pekli. n) Je previdil, ino od Kriftufoviga vftajenja govo¬ ril, deni v’ pekli pufhen bil, tudi njegovo me¬ fo ni trohnenja vidilo. Djanje apoft. II. 31. o) Sa tega volo mene O/.ha lubi, ker jes mojeshivle- nje dam, dc tilto sopet vsem cm, sukaj rtikdo meni 56 winder des Todes und des Teufels von den Todten auf¬ erstanden. p) Er ist von den Todten auferstanden: 1. Um die Schrift g) und seine eigenen Weis¬ sagungen zu erfüllen, i) 2. Um der Welt einen unwiverleglichen Beweis von der Wahrheit seiner Lehre und der Göttlichkeit seiner Sendung zu geben, s) 3. Um unsere Hoffnung zu stärken, und uns die künftige Auferstehung zu versichern, t) Niemand nimmt sie von mir, sondern ich gebe sic von mir selbst dar, und ich habe Macht, sie darzugeben, und habe auch Macht, sic wieder zu mir zu nehmen. Dieses Gcboth habe ich von meinem Vater erhalten. Joh. X. 17. 18. p) Aus daß er durch den Tod denjenigen, der des Tode« Gewalt hatte, da« ist: den Teufel zerstörte. Hebr. H. 14. Endlich will ich sie aus der Hand des Tode« er¬ lösen, ja von dem Tode will ich sie erretten. O Tod! ich will dein Tod seyn Hölle! ich will deine Zerstörung seyn. Osee Xlll. 14. Er ist auscrstanden, wie er gesagt hat. Matth. XXVUl. 6. st) Du wirst meine Seele nicht in der Hölle lassen, noch zugeben, daß die Verwesung über deinen Heiligen kom¬ me. Ps. XV. r) Jesu« sagte zu ihnen : Brechet diesen Tempel ab, und ich will ihn in drey Tagen wieder aufrichten: er aber redete von dem Tempel seines LeibeS.Joh.il. 19. 21. s) Ist aber Christus nicht auferstanden, so folgt, daß unsere Predigt vergeblich, und euer Glaube auch ver¬ geblich sey. 1. Kor. XV. 14. t) Nun aber ist Christus von den Todten auferstanden, der Erstling von den Schlafenden; indem durch ei¬ nen Menschen der Tod, und auch durch einen Menschen die Auferstehung herkommt. 1. Kor. XV 20. 31. tittiga ne vseme, ampak jes tifto fam od febc dam, ino imam oblati tifto dati, ino imam ob- lalt tifto sopet vseti. To sapoved tim od mojiga Ozheta prejel. Joan, X. 17. 18. p) De bi fkos fmert poterl tega, kateri je oblati zhres fmert imel, to je: hudizha. Ilebr. II. 14. Od fmertne oblatil nje bom odtel, od fmerti nje bom refhil. ,Smerttvoja bodem, o fmert; grise- nje tvojo bodem, o pekel! Osea XIII. 14. On je vttal, kakor je rekel. Mat. XXVIII. 6. q) Ti ne bolh moje dufhe v’ pekli puftil, tudi ne bofh perpuftil, de bi tvoj fvetnik ftrohlivoft vi¬ dik Pfalm. XV. 10. r) Jesnf je njim rekel: Rasderite ta tempel, ino v’ treh dneh ga bom sopet poltavil; on pak je govoril od tempelna fvojiga telefa. Joan. II. 19.21. s) Ako pak Kriftuf ni vftal, je tedaj prašno nafhe pridigovanje, prašna je tudi vafha vera. 1. Kor. XV. 14. t) Sdaj pak je Krifluf od mertvih uftal, pervina fpi- jozhih: sakaj fkos zhloveka je fmert, ino fkos zhloveka vftajenje mertvih. 1. Kor. XV. 20. 21. 57 magavez fmerti ino hudizha od mertvih vftal. p) O« je od mertvih vftal: 1. De bi pifmo (f) ino fvoje laftno prero¬ kovanje ifpolml. r) 2. De bi fvetu nepremaglivo svishanje od refnize fvojiga navuka ino od fvojiga boshji- ga poflanja dal. s) , 3. De bi nafhe vupanje poterdil, ino nam prihodno vftajenje sarefnil. C) 58 §. 6. Von dem sechsten Glaubensartikel. Aufgefahren in dem Himmel, sitzet zu der rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters. JesuS ist am vierzigsten Tage nach seiner Aufer¬ stehung in den Himmel gefahren. ») Er sitzet zu der rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters. Jesus sitzet zu der rechten Hand Gottes , heißt so viel als: Jesus ist im beständigen Besitze der höch¬ sten Gewalt und Herrlichkeit über Alles im Himmel und auf Erden, v) §. 7. Von dem siebenten Glaubensartikel. Von dannen er kommen wird, zu richten die Lebendigen und die Todten. Jesus wird am jüngsten Tage von dem Himmel wieder kommen, um alle Menschen, die Lebendigen und die Todten zu richten, x) Er wird die Menschen nachdem sie Gutes oder Böses gethan haben, richten; er wird die Gerech- u) Luk. XXIV. 50. 51. v) Römischer Katechismus, in dem sechsten Artikel des apostolischen Glaubensbekenntnisses, im 3. §. Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden Matth. XXVIlk. 18. x) Er hat uns befohlen, dem Volke zu predige», und zu bezeugen, daher (Christus) derjenige scp, der von Gott zum Richter der Lebendigen und Todten verordnet ist. Apostelgcsch. X. 42. )) Wir müssen alle vor dem Richtcrstuhle Christi offen¬ bar werden, auf daß ein jeglicher empfange, nachdem er in seinem eigenen Leibe Gutes oder Böses gewirket hat. 2. Kor. V. 10. 59 §. 6. Od fheftiga rasdelka vere. Gorje fhel v’ nebefa fedi na defnizi Bo¬ ga, Ozheta vligamogozhnlga. Jesuf je na fhtirdeleti dan po fvojim vfta- jenju v’ nebela fhel. 11 ) On fedi na delnizi Boga, Ozheta vfigamogozliniga. Jesuf fedi na defnizi boshji, feteliko pravi, kakor : Jesuf je v’ flanovitnim pofeltvi naj vik- fhi oblafti ino zhafti zhres vfe na nebi ino na semli, v ) §. 7. Od fedmiga rasdelka vere. Od ondot bo prifhel, fodit shive ino mertve. Jesuf bo na fodni dan is nebef fp6t pri¬ fhel, vle ludi, shive ino inortve, foditi. x ) On bo ludi po tem, kar fo dobriga ali hudi - gaftorili, fodil;y) on bo pravizhne s’ vezhnim u) Luk. XXIV. 50. 51. v) liimfki Katehism v’ fheftimu rasdelku apoltol- fke vere v’ 3. § Meni je dana vfa oblaft v’ ne¬ belih ino na semli. Mal. XXVIII. 18. x) On je vkasal ludftvu pridigovafi, ino prizhovati, deje on la, kateri je od Boga poftavlen sa fod- nika shivih ino mertvih. Djanj. apofl. X. 42. y) Vfi fe moremo pred Kriftufovim fodnim ftolam pokasafi, de vfak prejme, kakor je delal v'Tvo¬ jim (eleli ali dobro ali hudo, 2. Korinzh. V. 10. 60 ten mit dem ewigen Leben im Himmel belohnen, und die Sünder ewig in der Hölle strafen, r) 8. Von dem achten Glaubensartikel. Ich glaube an den heiligen Geist. Der heilige Geist ist die dritte göttliche Person:») er ist wahrer Gott, b) Er heiliget uns 1. In der heiligen Taufe, o) 2. In dem Sacramente der Buße. 3. So oft wir die übrigen heiligen Sacra¬ mente würdig empfangen. Er heiliget uns, indem er uns durch die Ein¬ gießung der heiligmachenden Gnade zu Kindern Gottes machet, oder die heiligmachende Gnade in uns vermehret. Er erleuchtet unfern Verstand ; er lehret cl) und beweget uns, nach dem Willen Gottes zu handeln: «) er verleihet uns seine Gaben, l) Alsdann werden die Bösen in die ewige Pein, die Gerechten in daS ewige Leben eingehen. Matth. XXV. 46. a) 1. Joh. V. 7. b) Sieh oben Seite 38. v) Er hat uns nicht um der Werke der Gerechtigkeit wil¬ len, sondern wegen seiner Barmherzigkeit durch die Taufe der Wiedergeburt, und durch die Erneuerung deS Geistes errettet. Tim. Hl. 5. «0 Der Tröster aber, der heilige Geist, den der Vater in meinem Nahmen senden wird, derselbe wird euch alles lehren. Joh. XIV. 26. Gott ist eS, der in euch beydeS, das Wollen und Voll¬ ziehen, nach seinem Wohlgefallen wirket. Philipp. II. 13. 0 Es sind auch mancherley Gaben, aber eö ist nur Ein Geist; so sind auch mancherley Wirkungen, cs ist z) Ino hudobni pojdejo v’ vezhno tcrplenje, pra- vizhni pak v’ vezhno shivlenje. Mat. XXV. 46. a) 1. Joan. V. 7. b) Glej sgori Hran. 38, c) On naf je, ne is del pravize, katere fmorai Gorili, ampak po Tvojim vfmilenju svelizhal fkos kopel prerojenja ino ponovlcnja fvetiga Duha. Tit. 111. 5. d) TroThtar pak fveti Duh, kateriga bo Ozha v’ mojim imeni poTlal, tihi vnf bo vTe vuzhil. Joan. XIV. 26. e) Bog j c ’ kateri v ’ va f dela, de hozhete ino dopol¬ niti, po njegovi dobri volji. Filip. II. 13. TJ Dar: To mnogoteri, Duh pak je eden; — ino opravila To mnogotere, Gofpod pa je le eden} 61 shivlenjam v’ nebefah plazita!, ino grefhnike v’ pekli vezhno fhtrajfal. z) §. 8. Od opmiga rasddlka vdre. Jes verjem na fvetiga Duha. t Sveli Duh je tretja boshja perfhona: a) on je pravi Bog. b ) On naf pofvezhuje 1. V’ fveti mu kerftu. c) 2. V’ Sakramentu fvete pokore. 3. Kelikorkrat mi druge fvete Sakramen- te vredno prejmemo. On nal pofvezhuje, ker fkos notervlivanje pofvezhujozhe gnade naf k 5 otrokam boshjim Kori, ali pofvezhujozho gnado v’ naf pomnoshi. On rasfveti nafho saftopnoft; on vuzhi dj ino naf nagne, po volji boshji ravnati : e) on nam dodali fvoje dare. f ) 62 Die Gaben deS heiligen Geistes find folgende: 1. Die Gabe der Weisheit. 2. Des Verstandes 3. Des RatheS. 4. Der Stärke. 5. Der Wis¬ senschaft. 6. Der Gottseligkeit. 7. Der Furcht des Herrn, ss) §. 9. Von dem neunten Glaubensartikel. Eine heilige allgemeine christliche Kirche, Ge¬ meinschaft der Heiligen. n. Von der Kirche. Die heilige allgemeine christliche Kirche ist eine sichtbare Versammlung aller rechtgläubigen Christen unter einem sichtbaren Oberhaupte dem römischen Papste, welche einerley Lehren bekennen, und einer- ley Sacramente gebrauchen. Es gibt auch ein unsichtbares Oberhaupt der Kirche, und dieses ist Jesus Christus, k) Es ist nur eine wahre Kirche, außer wel¬ cher keine Seligkeit zu hoffen ist. Die wahre Kirche erkennet man aus vier Merkmahlen. Die¬ se sind: 1. daß sie einig, i) 2. heilig, le) 3. aber nur Ein Herr, der Alles in Allem wirket; — dieß AlleS aber wirket derselbe Eine Geist, der einem Jeglichen auStheilet, wie er will. I.Kor. XII. 4. 6. 11. ßO Iss. 2- 5. Ii) Der Mann ist des WeibcS Haupt, wie Christus daö Haupt der Kirche ist. Eph. V. 22. i) Es ist Ein Herr, Ein Glaube, Eine Taufe. Eph. IV. 5. k) Damit er sich selbst eine herrliche Kirche darstelle, die keine Makel, noch Runzeln, oder etwas dergleichen 63 Dari Cvetiga Duha fo nafledni: 1. Dar modrolti. 2. Saftopnofti. 3. Svetovanja. 4. Moz.hi. 5. Vednofti. 6. Poboshnofti. 7. Stra¬ ha boshjiga. g~) §. 9. Od develiga rasdelka vere. .»Sveto katolfhko zirkvo, gmajno Cvetni¬ kov. a. Od zirkve. .Sveta katolfhka zirkva je vidno sbirali- Che vCeh pravovernih kriftjanov pod vidnim poglavarjain Rimfkim papesham, kateri ena¬ ke navuke iposuajo, ino enake Sakramente vshivajo. Tudi je en neviden poglavar zirkve, Je- suf Kriftuf. h) Prava zirkva je le ena, svun katere ni svelizhanja vupati. Prava zirkva fe Cpo- sna is fhtirih snamenj. Te sname- nja fo: 1. de je edina, i) 2. Cveta, k) 3. kateri vfe v’ vfeh rezilih dela. — Vfe to pak dela eden, ino ravno tifti Duh, kateri flčdnimu deli, kakor hozhe. 1. Kor. XII, 4. G. 11. g) Isai, XI. 2. 5. h) Mosh je glava shene, kakor je Krilluf glava zirkve. Efesh. V. 23. i) En Gofpod, ena vtira, en kerft. Efesh. IV. 5, k) De bi lam febi napravil zhaftitlivo zirkvo, katera nima madesha ali gerbe, ali kar drugiga 64 allgemein ober katholisch, l) und 4. apostolisch ist. m) Man nennet die wahre Kirche auch die Römi¬ sche, weil die Kirche von Rom das Haupt aller übri¬ gen Kirchen und der Mittelpunkt der Einigkeit ist .n) t). Don der Gemeinschaft der Heiligen. Rechtgläubige Christen haben unter einander Ge¬ meinschaft, wie die Glieder eines Leibes. Die Gemeinschaft der Heiligen besteht in dem, daß alle Glieder der Kirche an den geistlichen Gütern Theil nehmen. ») Glieder der Kirche, die unter ein¬ ander Gemeinschaft haben, sind: habe, sondern damit sie selig und unbefleckt sey. Eph. V. 27. 0 Gehet hin l'n alle Welt, und prediget das Evangelium allen Creaturen. Mark.. XVI 45. m) Ihr seyd erbauet auf dem Grund der Apostel und Propheten. Eph. II. 29. n) Lasset unö in der Liebe thun, waS recht ist, und in allen Dingen in ihm, nähmlich in Christo, der das Haupt ist, wachsen, durch welchen der ganze Leib zusam¬ mengefügt, und mit einander durch alle Gelenke ver¬ bunden ist; dadurch dienet ein Glied dem andern, nach der Wirkung eines jeden Gliedes nach seinem Maße, und machet, daß der Leib zur Erbauung seiner selbst in der Liebe aufwächst. Eph. IV. 15. 16. Gleichwie wir in einem einzigen Leibe viele Glieder, alle Glie¬ der aber nicht einerley Verrichtung haben: eben so sind wir viele ein Leib in Christo, ein jeder aber ist des andern Glied. Röm. XII. 4. 5. o) Ich bin theilhaftig Aller, die dich fürchten, und deine Gebothe halten. Pf. OXVIII. 63. gmajn ali katolfhka, f) ino 4. apoftolfka m). Prava zirkva fe tudi imenuje rimfka; sato ker zirkva v’ Rimi je glava vfeh drugih zirkev, ino fredifhe zirkvene edinofti. h. Od gmajne fvetni/eOV. Verni kriftjani imajo gmajno med feboj, kakor vudi telela. Gmajna fvetnikov obitoji v’ temu, de vli vudi zirkve delesh imajo na duhovnih fhazih. o) Vudi zirkve, kateri med feboj gmajno imajo, fo: takiga, ampak de je fveta ino neomadeshana. Efesh. V. 27. H Pojdite po vfem fveti, ino osnanujte Evangeli vli ftvari. Mark. XVI. 15. m) Vi Ite poftavleni na fundament apoftolov ino prerokov. Efesh. IL. 20. n) Delajmo pak refnizo v’ lubcsni, ino rafimo per vfeh rezhih v’ temu, kateri je nafha glava, to je v’ Kriftulu: is kaferiga zelo telo slosheiio, ino fklenjeno po vfeh fklepih ftreshbe, ino po opra¬ vili ino po meri vfakiga telefniga vuda raft dobi, de popolnoma poftane v’ lubesni. Efesh. IV. 15. 16. Kakor imamo v’ enim teleli veliko vudov, vfak vud pak nima ravno tiftiga opravila; tako naf je tudi veliko eno lelo v’ Kriftufu, vfakpofe- bej pak fmo eden drugiga vudi. Rimi. NIL 4. 5. oj Jcs fe vfdh dershim, kateri fe tebe boj6 in tvoje sapovedi dershe. Pfalm. CXVHI. 63. Mettt. Sefet*. beutfdp=wnnbtfdj. ® 66 1. Die Gläubigen auf der Erde. 2. Die Hei¬ ligen in dem Himmel, und 3. die Seelen der Ver¬ storbenen, welche in dem Fegfeuer find. Die Gläubigen auf der Erde haben Gemein¬ schaft unter einander, indem ihr Gebeth s>) und das Verdienst ihrer guten Werke einander zu Gute kommen. tz. >0. Von dem zehnten Glaubensartikel. Ablaß der Sünden. Dieser Glaubensartikel lehret uns, daß Christus seiner Kirche die Gewalt gegeben hat, die Sünden nach¬ zulassen. ls) In der wahren Kirche haben die Bischö¬ fe und Priester die Gewalt, Sünden nachzulassen. Die Sünden werden im Sacramente der Taufe r) und im Sacramente der Buße nachgelassen. «). p) Bittet für einander, daß ihr selig werdet; denn das Gebeth eines Gerechten vermag sehr viel. Jak. V. 16. Nehmet hin den heiligen Geist, welchen ihr die Sün¬ den vergeben werdet, denen sind sie vergeben, und welchen ihr sie behalten werdet, denen sind sie behal¬ ten. Joh. XX. 22. 23. r) Wie Christus sich selbst für sie dargegeben hat, auf daß er sie heiligte, nachdem er sie mit der Wasserlaufe durch das Wort des Lebens gereiniget hat. Eph. V. 25. 26. Dir will ich die Schlüssel des Himmelreiches geben. Was du binden wirst auf Erden, das soll auch im Him¬ mel gebunden seyn, und was du lösen wirst auf Er¬ den, das soll auch im Himmel gelöset seyn. Matth. XVl. 19. Wahrlich sage ich euch, alles was ihr auf Erden binden werdet, das wird auch im Himmel gebunden seyn: und alles, was ihr auf Erden lösen werdet, das wird auch im Himmel gelöset seyn. Matth, xvm. i8. 67 1. Verni na semiš. 2. {“»vetniki v’ nebelah, ino 3. dufhe mertvih, katere fo v’ vizah. Verni na semli imajo gmajno med feboj, de njih molitva p) ino saflushenje njihovih do¬ brih del eden drugimu pomagajo. §. 10. Od defHipa rasdelka vere. Odpulhanje grehov. Ta rasdelik vere naf vuzhi, de je Kriftnf fvoji zirkvi oblaft dal, grehe odpufhati g). V' pravi zirkvi imajo fhkofi ino mefhniki oblaft, grehe odpufhati. Grehi bodo v’ Sakramentu kerfta r) ino v’ Sakramentu pokore odpufhe- ni sj. p) Molite eden sa drugiga, dc bote ohranjeni: sa- kaj veliko velja danovitna molitva pravizhniga Jak. V. 16. q) Prejmite fvetiga Duha, katerim bole grehe od¬ pilili, t6m so odpufheni, ino katerim nje bote sadershali, tton fo sadershani. Joan. XX. 22. 23. rj Kakor je Kriltuf febe sa njo (zirkvoj dal, debi njo pofvetil, ker je njo s’ befedoj shivlenja v’ ko¬ peli vodi ozhiftil. Efesh. V. 25. 26. s) Tebi bom dal kluzhe nebefhkiga kraljeftva, ino kar koli bofh ti svesal na semli, to bo svesano tudi v’ nebefah, ino kar koli bofh rasvesal na sem¬ li, fo bo rasvesano tudi v’ nebefah. Matth. XVI. 19, Refniahno vam povem , kar koli bote save- sali na semli, bo tudi v' nebdfah savesano, ino kar koli bote rasv4sali na semli, bo tudi v’ ne¬ befah rasvesano. Mat. XVIII. 18. © 2 «8 §.11. Von dem eilften Glaubensartikel. Auferstehung des Fleisches. Unter der Auferstehung des Fleisches verstehe man, daß Gott am jüngsten Tage die Verstorbenen erwecken werve, 1) und daß die Menschen mit ihrem Fleische, das ist, mit eben den Leibern, die fie im Le¬ ben gehabt haben, auferstehen werden u). §. 12. Von dem zwölften Glaubensartikel. Und ein ewiges Leben. Amen. Wir glauben und bekennen mit den Worten des zwölften Glaubensartikels eine ewige immerwährende Seligkeit, welche das Verlangen der Heiligen und Auserwählten vollkommen erfüllen wird. v). Wir bestätigen durch das Wort Amen, baß wir an dem Inhalte des apostolischen Glaubensbekennt¬ nisses nicht zweifeln, sondern alles für wahr halten, was darin enthalten ist. 1.) Derselbige, der Jesum Christum von den Todten erwec¬ ket hat, wird eure sterblichen Leiber durch seinen Geist, der in euch wohnet, lebendig machen. Röm. VUl. 11. >0 3ch werde wieder mit meiner Haut umgeben wer¬ den, und werde in meinem Fleische meinen Gott se¬ hen. Joh. XIX. 26. Mit unaussprechlicher und herzlicher Freude werdet ihr euch erfreuen, und das Ende eures Glaubens er¬ langen, nähmlich die Seligkeit der Seele. 1. Petr. I. 8. 9. Kein Äuge hat es gesehen, und kein Ohr ge¬ höret; noch ist eS in eines Menschen Herz gekom¬ men, waö Gott denjenigen bereitet hat, die ihn lie¬ ben. 1. Korinth. II. 9. 69 ) §. 11. Od ednajftiga rasdelka vere. VJtajenje mefa. Pod vltajenjam mefa fe saftopi, de bo Bog 1 Jia foden dan mertve obudil, tj ino de, bodo lud- je s’ fvojim mefam, to je, s’ ravno tiftimi telefi, katere fo vksliivlenji imeli, od mertvih vftali uj+ §. 12. Od dvanajfliga rasdelka vere. Ino vezhno shivlenie. Amen. S 1 befedami dvanajftiga rasdelka vere mi verjetno ino fposnamo vezimo , neprerninozho svelizbanje, katero bo shelje Ivetnikov ino isvolenih popolnama ispolnilo vj. S’ befedoj: Amen, mi poterdimo, de nad sapopadkam apoftolfke vere ne dvojimo, am¬ pak vle fa refnizo dershimo, kar je v’ njej sapopadeno. 1) Tifli, kateri je Jesufa Kriftufa od mertvih obu¬ dil, bo tudi vafhe vmerjozhe telefa oshivil, savo- 1° njegoviga Duha, kateri v’ vaf prebiva. Rimi. VIII. 11. u) Itro bom sopet s’ mojoj koshoj obdan, ino v’ mo¬ jim meh bom mojiga Boga vidik Job. XIX. 26. v) ,Se bote vefelili s’ neisrezhenim ino zhaftitlivim vefeljam, ino bote sa koncz vafhe vere sveli- zhanje dufh sadobili 1. Petr. 1.8. 9. Oko ni vidilo, vuho ni flifhalo, tudi v’ ferze zhlovefhko ni pri- fhlo, kar je Bog perpravil tem, kateri njega lu~ bijo. 1. Korinzh. II. 9. 70 Das II- Hauptstück. Von der Hoffnung. I. A b t h e i l u n g. Was die christliche Hoffnung sey. Christlich hoffen heißt, von Gott zuversichtlich er¬ warten, was er uns versprochen hat. Wir hoffen von Gott das ewige Leben, das ist, die ewige Seligkeit, und die Mittel, solche zu er¬ langen. Wir hoffen, weil Gott allmächtig, in Er¬ füllung seiner Verheißungen getreu, unendlich gütig und barmherzig ist, folglich erfüllen kann und will, was er versprochen hat u). Die christliche Hoffnung wird hauptsächlich durch das Gebeth geübet. H. Abt Heilung. Von dem Gebethe. » tz. 1. Von dem Gebethe überhaupt. ' Das Gebeth besteht in der Erhebung des Gei¬ stes zu Gott. Wir bethen, um Gott, den höchsten Herrn, schul¬ digst zu ehren, und ihm sowohl für das empfangene Gute zu danken, als auch ihn um das, was uns Lasset uns in dem Bekenntnisse unserer Hoffnung un¬ beweglich verharren; denn der die Verheißung gemacht hat, ist getreu. Hebr. X. 23. V. R a s d e 1 i k* Kaj kerflianpto vupanje je. Kerfhanfko vupati le pravi, oči Boga savupli- vo peržhakati, kar je on nam oblubil. Mi vupamo od Boga vezhno shivlenje, to je, vezhno svelizhanje, ino pomozhi, tiito do- fezhi. Mi vupamo, ker je Bog vligamogozhen, v’ ispolnenju Tvojih oblub sveft, nefkonzhno dobrotliv ino miloftiv, on tedaj samore ino hozhe ispolniti, kar je oblubil a) Kerfhanfko vupanje Te fofebno fkos mo¬ litve budi. II* R a s d e 1 i k. Od molitve. §. 1. Od molitve /ploh. Molitva obltoji v’ povsdigovauji duha k’ Bogu. Mi molimo, de Boga, kakor naj viklhiga (xofpoda, po dolshnofti zhaflimo, in« njega sa prijete dobrote sahvaiimo, ino tudi sa a) Dershimo Te ispolnenja nalhiga vupanja terdno; sakaj svtft je, kateri je oblubil. Hebr. X. 23, 72 künftig nöthig ist, zu bitten. Wir bethen noch mehr um die Vergebung der Sünden, um in allgemei¬ nen und besonderen, in eigenen und in des Näch¬ sten Nöthen von Gott Hülfe zu erbitten. Man ist schuldig zu bethen; denn das Bethen ist eine der vornehmsten Pflichten unserer Religion, b) Alles, um was wir bethen sollen, ist im Vater un¬ ser, das ist,in dem Gebethe des Herrn enthalten.«) tz. 2. Von dem Gebethe des Herrn insbe¬ sondere. Christus, unser Herr, hat uns bethen gelehret. Er lehrte uns durch das Vater unser bethen, wel¬ ches auch das Gebeth des Herrn heißt. Das Vater unser lautet also: Vater unser, der du bist in dem Himmel. Geheiliget werde dein Näh¬ me. Zukomme uns dein Reich. Dein Wille ge¬ schehe wie im Himmel, also auch auf Erden. Gib uns heute unser tägliches Brot. Und vergib uns un¬ sere Schulden, als auch wir vergeben unsern Schul¬ diger». Und führe uns nicht in Versuchung. Son¬ dern erlöse uns von dem Übel. Amen. Das Gebeth des Herrn besteht aus einer Vor¬ rede und sieben Bitten. « ». Von der Vorrede. Die Vorrede lautet also: Vater unser, der du bist in dem Himmel. b) Bethct ohne Unterlaß. 1. Thess. V. 17.; l. Tim. II. 1. e) Matth. V. 6—31. 73 to profitno, kar nam je sa naprej potreba. Mi fhe tudi molimo sa odpufhanje grehov, de bi v’ gmajn ino v’ pofebnih, v 1 laftnih ino v’ blish- niga potrebah od Boga pomozh IprofiU. Mi lino dolshni moliti, sakaj molitva je ena naj imenitnejfhih dolshnofti nafhe vere b). Vfe, sa kar mi moliti imamo, je v’ Ozhe na¬ lili, to je, v’ Gofpodovi molitvi sapopadeno c). §. 2. Od Go [podom molitve pofebej . Kriftuf, nafh Gofpod, naf je vuzhil moliti. On naf je vuzhil moliti fkos Ozha nafh, ka¬ teri fe tudi gofpodova molitva imenuje. Ozha nalil fe tako moli: Ozha nafh, kateri fi v’ nebefah. Polvezheno bodi tvoje im6. Pri¬ di k’ nam tvoje kralelho. Isidi fe tvoja vola, kakor v’ nebelah, tako na semli. L>aj nam dnef nafh vfakdanji kruh. Ino odpufti nam na¬ fhe dolge, kakor tudi mi odpuftimo nafhim dolshnikam. Ino naf ne vpelaj v’ fkulhnjavo. Temuzh odrefhi nafh od slega, Amen. Gofpodova molitva obftoji is eniga predgo¬ vora ino fedem profhenj. a. Od predgovora. Predgovor je: Ozha nafh, kateri fi v’ ne¬ befah. h) Molitebrespreneha. J. Tefal, V. 17.; 1.Tim. II. 1, c) Mat, V. 6—31. Mit diesen Worten der Vorrede rufen wir zu Gott, der unser Vater ist. ä) Wir nennen Gott einen Vater, weil er die Men¬ schen nach seinem Ebenbilde erschaffen hat, und väterlich fürste sorget, s) Wir nennen Gott unfern Va¬ ter, weil er uns alle durch den heiligen Geist in der hei¬ ligen Taufe zu seinen Kindern zu seinen Erben, zu Miterben Jesu Christi, Ii) und unter einander zu Brüdern gemacht hat. Wir sagen: Der du bist in dem Himmel; weil Gott, ob er gleich überall gegen¬ wärtig ist, dennoch vornehmlich in dem Himmel woh¬ net, i) wo er sich seinen Auserwählten von Angesicht zu Angesicht zeiget, und zu genießen gibt. <0 Haben wir denn nicht Alle Einen Vater, hat nnS nicht Ein Gott erschaffen? Malach. II. 10. Ist er nicht dein Vater, der dich gemacht und er¬ schaffen hat? Deut. XXXII. 6. 0 Ähr sollet nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen, und was werden wir trinken, oder womit Wer¬ den wir uns bekleiden? Denn nach diesem Allen trach¬ ten die Heiden. Euer Vater aber weiß, daß ihr die¬ ses Alles bedürfet. Matth. VI. 31. 32. All' eure Sorge leget anfihn; denn er sorget für euch. 1. Petr. V. 7. K-) Ihr habet empfangen den Geist derer, die zu Kin¬ dern ausgenommen sind, durch welchen wir rufen: Abba, lieber Vater. Nöm. VIII. 5. k) Sind wir aber Kinder, so sind wir auch Erben, und zwar Erben Gottes, Miterben aber Jesu Christi. Röm. VIII. 17. l) Wer an diesem Orte bcthen will, den erhöre von dei¬ ner Wohnung, daS ist, vom Himmel, und sey ihm gnädig. 2. Paral. VI. 21. 75 - S’ temi befedami predgovora klizhemo mi k’ Bogu, kateri je nafli O/-h a d). Mi imenujemo Boga Ozheta, ker je on zhlo- veka po Tvoji podobi ftvaril e), ino sa njega ka¬ kor Ozha fkerbi/^. Mi imenujemo Boga nafhi- g'a O/,beta, ker je on naf vTe fkos Tvetiga Du¬ ha v’ fvetimu kerftu k’ Tvojim otrokam g'), k’ Tvojim erbizbam ino ravenerbizham JesuTa Kriftula, h) ino k’ bratam med Teboj flori!. Mi pravimo: kateri fiv’nebefah; sato, ker Bog, ako ravno je on povTod prizhujozh, vunder ToTeb- no v’ nebelih prebiva, i) kde Te on Tvojim is- volenim od oblizhja do oblizhja kashe, ino vshivati daja. d} Ali nimamo mi vfi eniga Ozhcta, ali ni naf en fam Bog ftvaril ? Malah. II. 10. e~) Ali ni on tvoj Ozha, kateri je tebe ftoril ino ftva¬ ril ? Devt. XXXII. 6. f) Ne fkerbite tedaj rekozh: Kaj bomo jedili, ali kaj bomo pili, ali s’ zliem fe bomo obleki ‘i Sakaj po vfem tem neverniki o pr a fh ujej o ( Saj vafh O zli a nebefhki ve, de vi vfega t6ga potrebujete. Mat. VI. 31. 32. Vfo vafho tkerb njemu p uiti te, sakaj. on sa vaf fkeibi. 1. Petr. V. 7. g) Vi fte prejeli duba sa fine vsdtih otrok, fkos ka- teriga klizhemo: Abba, lobi Oaha. Rimi. VIII. 5. h) Ako fmo j ak otrozi, fmo tudi erbizbi, ino lizer erbizki bosliji, ravenerbizhi pa Kriftufovi. Rimi. VIU. 17. i) Kdo koli bo na tem mefti molil, vflifhi njega is tvojiga prebivalifha, to je, is nebef, ino bodi njemu miloftiv. 2. Paralip. VI. 21. ^76 Von den drey ersten Bitten des Gebethes des Herrn. Die erste Bitte lautet also: Geheiliget werde dein Nähme. Wir bitten zuerst, daß Gottes Nähme gehetli- get werde; weil wir allezeit und vor allen Dingen um jenes bitten sollen, was Gottes Ehre angehet, je) und hernach erst um das, waS uns oder dem Nächsten nöthig ist. Inder ersten Bitte des Vaters unsers begehren wir: 1. Daß Gott, von allen Menschen auf Erden erkannt, und daß sein heiligster Nähme bekannt, und allenthalben gelobet werde. 2. Daß die Sünder zu Gott bekehret, und zur Buße mögen beweget werden. 3. Daß sein heiligster Nähme niemahls, weder durch Ketzerey und Irrglauben, noch durch Gotteslä¬ sterung und unchristliches Leben entheiliget werde. Die zweyte Bitte lautet also: Zukomme uns dein Reich. In der zweyten Bitte begehren wir: 1. Daß Gott seine Kirche und das Reich sei¬ ner Gnade ausbreite und befestige; das Reich des Teufels aber und der Sünde zerstöre. 2. Daß er den Glauben, die Hoffnung und die Lie¬ be uns eingieße, und diese Tugenden in unS vermehre. k) Suchet zuerst das Reich GotteS und seine Gerechtig¬ keit, so wird euch dieses Alles auch gegeben werden. Matth. VI. 33. 77 b. Odpervih treh profhenj yofpodore molitve. •• Perva profhnja je: Pofvezheno bodi tvoje ime. . Mi prolimo naj poprej , de bi boshje ime pofvezheno bilo; ker mi vfelej ino pred vlem sa to profiti moremo, kar boshjo zhalt satle- ne, /:) ino potler fhe le sa to, kar je nam ali blishnimu potreba. V’ pervi prolhnji Ozha nafha mi prolimo: 1. De bi Bog od vfeh ludi nasemli Ipo- snan bil, ino de bi njegovo prefveto ime po- vfod fposnano in hvaljeno bili. 2. De bi grefhniki k’ Bogo preobernjeni, in k’ pokori obudjeni bili. 3 Debi njegovo prelveto ime nikdar, nefkos kezerio ino krivo vero, ne fkos preklinjanje Boga ino nekerfhanlko shivlenje nepofvezhe- no ne bilo. Druga profhnja je: Pridi k’ nam tvoje kraljeltvo. Mi prolimo v’ drugi profhnji: 1. De bi Bog tvojo zirkvo ino kraljeltvo fvoje gnade ras-fhiril ino vterdil; kraljeltvo hudizha in greha pa rasdjal. 2. De bi on vdro, vupanje ino lubesen v’ naf vlil, ino te zhednolli v’ naf pomnoshil. k) Ifhite tedaj naj poprej boshje kraljeftvo ino nje- (ja pravizo, ino vfe to vam bo perversheno. Mat V. 33. 78 3. Endlich, daß er uns nach diesem Leben den Himmel verleihen wolle. Die dritte Bitte lautet also: Dein Wille ge--> schehe wie im Himmel, also auch auf Erden. Wir begehren in der dritten Bitte: 1. Daß uns Gott die Gnade verleihen wolle, seinen göttlichen Willen in allen Zufällen auf Er¬ den so genau und gern zu vollziehen, wie ihn die Engel und Heiligen im Himmel vollziehen. 2. Daß Gott Alles abwenden wolle, was die Erfüllung seines göttlichen Willens verhindert. Von den vier letzten Bitten des Gede¬ ihes des Herrn. Die vierte Bitte lautet also: Gib uns heute unser tägliches Brot. In der vierten Bitte begehren wir: 1. Daß uns Gott Alles geben wolle, was uns zur Unterhaltung unseres leiblichen und geistlichen Lebens nöthig ist. 2. Daß Gott Theurung und Hunger, wie auch Die Sünde, welche oft solche Strafen nach sich zieht, von uns gütigst abwcnden wolle. Die fünfte Bitte lautet also: Vergib uns un¬ sere Schulden, als auch wir vergeben unfern Schul¬ diger». . , Wir begehren in der fünften Bitte, daß uns Gott unsere Sünden vergebe, gleichwie wir den'en von Herzen verzeihen, welche uns beleidiget haben. Die sechste Bitte lautet also: Und führe uns Nicht in Versuchung. 79 3. Sadnizh, de bi on nam po tem shivljenji nčbefa dodeliti hotel. Tretja profhnja je: Isidi fe tvoja vola, ka¬ kor v’ nebefah, tako na semli. Mi prolimi v’ tretji profhnji: 1. De bi nam Bog gnado dodelil, njegovo boshjo voio v’ vfakim pergodenju na semli ta¬ ko svelto ino radovolno fpolniti, kakor njo angeli ino fvetniki v’ nebelih ifpolnijo. 2. De bi Bog vfe odvernil, kar ifpolne- nje njegove boshje vole sadershi. c. Odf/ilirih sadnih profhenj go t fpodove molitve. Zheterta profhnja je: Daj nam dnef nafh vfakdanji kruh. V’ zheterti profhnji mi profimo ; 1. De bi nam Bog vfe dal, kar nam je sa ohranjenje nafhiga telefniga ino duhovnica shivlenja potrebno. 2. De bi Bog' dragoto ino lakoto, ino tu¬ di greh, sa kateriga volo doftikrat take fhtraj- linge pridejo , od naf dobrotlivo odverniti hotel. . Peta profhnja je: Odpufti nam nafhe dol¬ ge, kakor tudi mi odpultirao nafhim dolsh- nikam. V’ peti profhnji prolimo, de bi nam Bog nafhe grehe odpuftil, kakor mi liftim is fer/.a odpnftimo, kateri fo naf rasshalili. ^hella prolhnja je: Ino naf ne vpelaj v’ fkufhnjavo. Wir begehren durch die sechste Bitte, daß uns Gott zur Zeit der Versuchung seine Hülfe nicht entziehe, noch gestatte, daß wir der Versuchung unterliegen. Wir werden hauptsächlich versuchet, von der Welt, von unserm Fleische, das ist, von unsern bösen Lüsten und Begierden, und von dem Teufel Ist. Auch die Frommen und Gerechten werden von Gott versu¬ chet, wenn Gott ihre Tugend prüfet: L. durch Krankheit, 2. durch Armuth und andere Trübsale. Die siebente Bitte lautet also: Sondern erlöse uns von dem Übel. Wir begehren in der siebenten Bitte: 1. Daß uns Gott vorzüglich von dem Übel der Seele, welches die Sünde ist, erlöse, und uns von der zeitlichen und ewigen Strafe der Sünde bewahre. 2. Daß uns Gott auch von den leiblichen Übeln befreye, wenn sie nicht zu unserem Heile sind in). I) Alles, was in der Welt ist, das ist entweder Begier¬ lichkeit des Fleisches, oder Begierlichkeit der Angen, oder Hoffart des Lebens, welches nicht aus dem Va¬ ter, sondern aus der Welt ist. 1. Joh.« II. 16. Ein jeder wird versuchet, wenn er von seiner eigenen Lust gereizet und gelocket wird. Jak. I. 14. Seyd nüch¬ tern, und wachet; denn euer Widersacher der Teufel, ge¬ het herum, wie ein brüllender Löwe, und suchet, wel¬ chen er verschlinge. 1. Petr. V. 8. Ziehet an den Har¬ nisch Gottes, auf daß ihr bestehen könnet, gegen die listigen Nachstellungen des Teufels. Cph. VI. 11. mst Selig ist der Mann, der die Versuchung überträgt- denn nachdem er bewährt ist, wird er die Krone des Mi proiimi v’ fhelti profhnji, de bi nam Bog ob zhafi fkufhnjave fvoje pomoshi ne odtegnil ino ne perpuftil, de bi mi fkufhnjavi podlegli. Mi bomo folebno fkufhani, od fveta, od nafhiga mefa, to je, od nafhih hudih slafti ino shelji, ino od hudizha. I) Tudi brumni inopra- vizhni bodo od Boga fkufhani, kader Bog njih zhednoft fkufha: 1. fkos bolesni, 2. tkos firomafhtvo ino druge nadloge. .Sedma profhnja je: Temuzh odrefhi naf od slega. V’ fedmi profhnji mi proftmo: 1. l)e bi naf Bog od slega dufhe, to je, od greha odrefhil, ino pred ahafnoj ino vezimo j fhtrajlingpi greha obvarvai. 2. I)e bi naf Bog’ tudi od telefniga slega odrefhil, zhe tifto ni k’ nafhimu svelizhanju. m) Q Vle kar je na fveti, je poshelenje mefa ino po¬ shelenje ozhi, ino napuh shivlcnja, ino to ni is Ozheta: ampak je is fveta. 1. Joan, II. 16. Vfak je fkuflian, kader je od fvojiga poshelenja vle- zhen ino vablen. Jak. I. 14. Bodite (resni ino zhujte; sakaj hudizli vafh sopernik hodi okoli kakor rujo vezli lev, ino ifhe ko »a bi posherl. 1. Petr. V. 8. Obležite fe s’ boshjim oroshjam, de bote samogli obflati pred salesovanjam hudi- zhovim. Efesli. VI. 11. ^Srezhen je zhlovek, kateri fkufhnjavo preterpi sakaj kadar bo iskufhen, bo prejel krono shiv- flein. Cefeb. beutfdj=wtnbifd). 5 82 3. Daß uns Gott die Gnade verleihe, alle Trübsale, die er uns zuschicket, mit Geduld und Standhaftigkeit zu leiden, n) Amen, ein hebräisches Wort, heißt so viel als: es geschehe, oder es wird geschehen. 3. Von dem englischen Gruße. Katholische Christen verbinden gemeiniglich mit dem Vater unser den englischen Gruß. Der englische Gruß ist ein Gebeth, mit welchem wir die heilige Jungfrau Maria, die Mutter Gottes, vorzüglich vor allen Engeln und Heiligen verehren und anrufen. Er lautet also : Gegrüßet seyst du Maria, voll der Gnaden, der Herr ist mit Dir. Du bist gebenedepet unter den Weibern, und gebenedepet ist die Frucht deines Leibes, Jesus. Heilige Maria, Mutter Got¬ tes, bitt für uns arme Sünder, jetzt und in der Stunde unsers Absterbens. Amen. Wir sagen: Heilige Maria, Mutter Gottes, weil die heilige Jungfrau Maria Jesum Christum geboren hat, der wahrhaftig Gott ist. Die katholische Kirche verehret die Mutter Got¬ tes mit dem englischen Gruße besonders, da man Lebens erhalten, welche Gott denjenigen verheißen hat, die ihn lieben. Jak. I. 12. Und weil du Gott ange¬ nehm warst, so war cö nöthig, daß dich die Versu¬ chung bewährte. Tob. XII. 13. n) Im Ofen werden die Geschirre des Hafners bewäh¬ ret; und gerechte Menschen in der Anfechtung. Sir^ . XXVII. 6. lenja, katero je Bog oblubil tem, kateri njega lubijo. Jak. I. 12. Ino kir Ti Bogu prijeten bil, je bilo treba, de je tebe fkufhnjava fkufila. Tab. XII. 13. n) Pezh Ioniharfko pofodo fkufha, ino pravizhne, ludi fkuflinjava bridkofti. Sirah. XXVII. 6. 83 3. De bi nam Bog' gnado dodelil vfe nad¬ loge, katere nam pofble, s’ poterpeshlivoftjo ino Itanovitnoltjo terpeti. n) Amen, judovfka befeda, fe teliko pravi kakor: sgodi fe, ali, bo fe sgodilo. §. 3. Od ang el [kit/a zhefhenja. Katolfhki kriftjani molijo vezhidel s’ ozhanafham angeliko zhefhenje. Angeliko zhefhenje je molit.va, s’ kateroj mi fveto di- vizo Marijo, mater boshjo, pred vfemi angeli ino fvetniki zhaltimo, ino ria pomozh klizne- mo. Angeliko zhefhenje fe tako moli: Zhe- Ihena li Marija, gnade polna, Gofpod je s’ te¬ boj. Ti fi shegnana med shenami, ino shegnan je fad tvojiga telefa, Jesiif. ( Sveta Marija; ma¬ ti boshja, proti sa nal greflinike, sdaj, ino na nafho imertno vuro. Amen. Mi rezhemo: .Sveta Marija, mati boshja, ker jefvetaDiviza Marija JesufaKriltufa rodila, kateri je relnizhno Bog. Katolfhka zirkva zhafti mater* boshjo s’ angelfkim zhefhenjam pofebrio, kadar fe sju- Morgens, Mittags und Abends zum Gebethe läutet. Man soll sich bey diesem Läuten vorzüglich der Mensch¬ werdung des Sohnes Gottes dankbarlich erinnern. Das in.Hauptstück Von der Liebe. I. A b t h e i l u n g. Was die christliche Liebe sey. Christlich lieben heißt, Gott als das höchste Gut wegen seiner selbst, und den Nächsten wegen Gott lieben, s) wegen Gott Alles gern thun, was er uns befohlen hat. Wir müssen Gott auch deßwegen lieben, weil er gegen uns höchst gütig ist. d) Wir müssen ihn lieben über Alles, aus unserm ganzen Herzen, aus unserer ganzen Seele, aus un¬ serm ganzen Gemüthe, und aus allen unser« Kräften. s) Du sollst Gott den Herr», deinen Gott, lieben aus deinem ganzen Herzen, aus deiner ganzen Seele, und auö deinem ganzen Gemüthe. Dieß ist das größte und vornehmste Geboth. Daö andere aber ist diesem gleich: Du sollst deinen Nächsten lieben, wie dich selbst. Matth. XXlk, 37. 38. 39. d) Lasset uns Gott lieben, weil er unö zuerst gcliebet hat. I. Joh. «V. IS. 85 traj, od poldne, ino v’ vezher k’ molitvi svoni. Pri tčmusvonenju fe imamo pofebno hvaleshno fpomniti, deje boshji s Sin sa naf zhlovek poftal. III. P o f t a v a. Od lubesni. h Rasdelik. Kaj kerfhanfka lubesen je. Kerfhanfko lubiti fe pravi, Boga kakor naj vikfhi dobroto savolo njega famiga, ino blishni- f a savolo Boga lubiti, a) savolo Boga vfe ra- ovolno ftoriti, kar je nam sapovedal. Mi moremo Boga tudi sato lubiti, ker je proti nam neisrezhno dobrotliv. b~) Mi moremo njega lubiti zhres vfe, is zeli- ga nafhiga lerza, is žele nafhe dufhe, is žele nafhe pameti, ino vfeli nafhih mozhi. a) Lubi Gofpoda tvojiga Boga is zeliga tvojiga ferza ino is žele tvoje dufhe, ino is zelo tvoje pameti. Ta je nej viKfha ino perva sapoved. Ta druga pa je tej enaka: Lubi tvojiga blishni- ga kakor fam febe. Bat. XXII. 37- 38. 39. b) Lubimo tedaj Boga, ker je Bog naf pred lubil. 1. Joan. IV. ID. L6 Gott über Alles lieben heißt, Gott allen Ge¬ schöpfen vorziehen, und höher schätzen, als Alles, was uns angenehm und wohlgefällig seyn kann. Unter dem Worte Nächster wird jeder Mensch, Freund und Feind verstanden, c) Den Nächsten lie¬ ben heißt, dem Nächsten wohlwollen, ihm das thun, was ihm angenehm und nützlich ist, alles unterlassen, was ihm unangenehm und nachtheilig ist. 6) Die christliche Liebe ist so nothwendig, daß der Mensch, welcher den Gebrauch seiner Vernunft hat, ohne die Liebe das ewige Leben nicht erlangen kann. Man beweiset die Liebe gegen Gott und den Nächsten durch Haltung der zehn Gebothe. 5) «) Siehe die Erzählung Jesu von dem barmherzigen Sa¬ maritan. Luk. X. 29 — 37. 6) Die Liebe ist geduldig, sie ist gütig. Die Liebe eifert nicht, sie handelt nicht boshaft, sie bläs't sich nicht auf. Sie ist nicht ehrgeizig, sie suchet nicht daö ihrige, sie erbittert sich nicht, sie gedenket nichts Arges. Sie erfreuet sich nicht der Ungerechtigkeit, sondern sie er- freuet sich der Wahrheit. Sie Lrägt Alles, sie glaubt Alles, sie hoffet Alles, sie duldet Alles. 1. Korinth. XU. 4. 5. 6. 7. Wer nicht liebet, der bleibet in dem Tode. Derjenige ist ein Tvdtschläger, der seinen Bruder hasset. Nun wisset ihr, daß kein Tvdtschläger das ewige Leben in sich habe. t. Joh. Hl. 14. 15. 0 Wer meine Gebothe hat, und sie hält, der ist es, der mich liebet. Joh. XlV. 31. Boga zhres vfe lubiti fe pravi, Boga vfem ftvarem naprejpoftaviti, ino bolj ihtimati, kakor vfe, kar nam samore prijetno ino do- padlivo biti. Pod befedoj blishen je vfak zhlovek, pri- jatel ino neprijatel, saftoplen. c) Blishniga lu¬ biti fe pravi, blishnimu dobro hoteti, njemu ftoriti, kar je njemu prijetno ino haflivo, vfe, opuftiti, kar je njemu neprijetno ino fhkodli- vo. d ) Kerfhanfka lubesen je tako potrebna, de zhlovek, kateri je per Tvoji pameti, bres lu- besni vezhniga shivlenja dofezhi ne more. e) Lubesen proti Bogu ino blishnimu fe fka- sbe 1'kos dershanje defet sapovedi./) c) Glej perpovedovanje Jesufovo od miloftliviga .Samaritana. Luk. X. 29. 37. d) Lubesen je poterpeshliva, je dobrotliva, Lube¬ sen ni nevofhliva, ne ravna napazhna (hudobno), fe ne napihajo. Ni zhafti lakomna* ne ifhe, kar je njeno, fe ne da rasdrashiti, ne mifli hudo. .Se ne vefeli nad krivizoj, ampak fe veleli nad ref- nizoj. Vfe preterpi, vfe verje, vfe vupa, vfe prenefe. 1. Korinzh. XII. 4. 5. 6. 7. e) Kdor ne lubi, oflane v’ fmerti. Sleden, kateri fvojiga brata fovrashi, je vbijavez. Ino vede, de noben vbijavez nima vezhniga shivlenja v’ febi obftojezhiga. 1. J oa n. III. 14. 15. f) Kdor moje sapovedi ima, ino nje dershi, tifti je, kateri mene lubi. Joan. XIV. 31. «8 H. Abth eilun g. Von den zehn Gebothen Gottes überhaupt. Nach dem wesentlichen Inhalte sind die zehn Gebothe Gottes folgende: 1. Du sollst allein an einen Gott glauben. 2. D» sollst den Nahmen deines Gottes nicht eitel nennen. 3. Du sollst den Feyertag heiligen. 4. Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf daß du lange lebest, und es dir wohl- gehe auf Erden. 5. Du sollst nicht tödten. 6. Du sollst nicht Unkeuschheit treiben. 7. Du sollst nicht stehlen. 8. Du sollst kein falsches Zeugniß geben wider deinen Nächsten. 9. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Hausfrau. 10. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Gut. Gott gab die zehn Gebote dem Mopses auf dem Berge Sinai für das israelitische Volk, als es nach dem Auszuge aus Ägypten in der Wüste war. Z-) Man kann die zehn Gebothe Gottes halten, weil Gott einem jeden hierzu die Gnade gibt, li ) Sieh die Gesetze der göttlichen Gesetzgebung. Exod. XIX. und XX. k) Meinen Geist will ich in euch pflanzen, und machen, daß ihr in meinen Gebothen wandelt, und meine Sat- 89 II. Rasdelik. Od defet boshjih sapovedi fploh. Po njih laftnim sapopadku fo defet sapo¬ vedi te: 1. Veruj na eniga famiga Boga. 2. Ne imenuj imena Goipoda tvojiga Boga po nevrednem. 3. Pofvezhuj prašnik. 4. Pofhtuj tvojiga ozheta ino tvojo mater, de bofh dolgo shivel, ino de tebi dobro pojde na semli. 5. Ne vbijaj. 6. Ne flori nezhiftofti. 7. Ne kradi. 8. Ne govori krive prizhe soper tvojiga blishniga. 9. Ne poshelji tvojiga blishniga shene. 10. Ne poshelji tvojiga blishniga blaga. . Bog je dal defdt sapovedi Mojsefu na gori ^»inai sa lsraellko Iudflvo, kader je po is-hodu is Egiptovfke deshele v’ pufhavi bilo. /f) Vfak zhlovek samore delet boshjih sapo¬ vedi dershati, kdr njemu Bog k’ temu fvojo gnado da. Ii) g) Glej sapovedi boshje poftave. Ekfod. XIX. ino XX h) Mojiga duha bom med vaf pof al, ino ftoril, de bote po mojih sapovedih shiveli, ino moje po- so Die ersten drey Gebothe enthalten die Pflichten gegen Gott, die sieben andern die Pflichten gegen den Nächsten. Den Inhalt der zehn Gebothe findet man kurz in den zwep Gebothen der Liebe beysammen. Das erste Geboth der Liebe ist: Du sollst Gott deinen Herrn lieben aus deinem ganzen Herzen, aus deiner ganzen Seele, aus deinem ganzen Gemiithe und aus allen deinen Kräften, i) Das zweyte Geboth der Liebe ist: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst, le) Christus erklärte das Geboth der Liebe des Näch¬ sten mit folgenden Worten: Thut den Menschen Alles, was ihr wollet, daß fie euch thun sollen; denn das ist, was das Gesetz und die Propheten lehren. !) Es ist zu merken, daß in jedem Gebothe etwas befohlen, und verbothen wird. zungen bewahret, und mitderThat vollbringet. Ezech. XXXVk 27. Gott ist cs, der in euch beydcs, das Wollen und Vollziehen, nach seinem Wohlgefallen wir¬ ket. Philipp. IV- 13. i) Matth. XXIl. 37. 38. le) Matth. XXII. 39. I) Matth. VH. 12. 91 / Perve tri sapovedi sapopadejo dolshnofti proti Bogu, drugih fedem pa dolshnofti proti hlishnimu. Sapopadik defet boshjih sapovedi fe \ y kratkim vkup najde v’ dvema sapovedama lubesni. Perva sapoved lubesni je: Lubi Gofpoda tvojiga Boga is zeliga tvojiga lerza, is žele tvoje dufhe, in žele tvoje pameti, ino is vfeh tvojih mozhi. *) Druga sapoved lubesni je: Lubi tvojiga blishniga kakor lam febe. /e) Kriftuf je sapoved lubesni blishniga s 1 tej- mi befedami rasloshil: t Storite ludem vfe, kar vi hozhete, de bi vam ftorili; sakaj to je, kar poftava ino preroki vuzhijo. t) Od vlake boshje sapovedi je sapomniti, de je v’ vfaki sapovedi nekaj sapovedano, ino tudi nekaj prepovedano. ftave ohranili ino ftorili. Ezeh. XXXVI. 27. Bog: je, kateri v’ vaf dela, de hozhete ino dopolnite, po njegovim dopadenju. Filip. II. 13. Vfe samo- rem v’ tiftimu, kateri me m ozimica flori. Filip. IV. 13. 8 0 Mat. XXII. 37. 38. k) Mat. XXII. 39. O. Mat VII. 12. 92 rn. Abth eilun g. Von den zehn Gebothen Gottes ins¬ besondere. 1. Von den dreh ersten Gebothen, welche die Pflichten gegen Gott enthalten. Durch das erste Geboth wird befohlen, daß wir an einen Gott glauben, m) ihn anbethen, ») auf ihn hoffen, o) ihn lieben sollen, p) Durch das erste Geboth wird verbothen: Unglau¬ be, . beutfc^ttnnbtfcfi. © 98 Der Gebrauch der Bilder in der katholischen Kirche ist nicht wider das erste Geboth Gottes, denn dieses verbietet nur Bilder zu machen, um sic anzubethen. b) Katholische Christen verehren die Bil¬ der, weil sie etwas Verehrungswürdiges, als etwa eine göttliche Person oder die Mutter Gottes, oder einen Engel, oder einen Heiligen vorstellen. Die Vereh¬ rung ist nicht auf das Bild, sondern auf das, was dadurch vorgestellet wird, gerichtet. In dem zweyten Gebothe wird verbothen, Got¬ tes Nahmen zu entheiligen. Man entheiliget Gottes Nahmen: 1. Durch alle Sünden, est 2. Hauptsächlich durch die Gotteslästerung; 6) da man von Gott, von der wahren Religion und sei¬ nen Heiligen verächtlich redet. 3. Da man ohne Noth oder gar falsch schwöret, e) Mann, der viel bittet für das Volk und die ganze heilige Stadt. 2. Mach. X V. 14. 6onc. 'I'riü. 8e«». 45. wie oben. b) Ihr sollet euch kein geschnitztes Bild machen, es an¬ zubethen. Lev. XXVl 1. est Der du dich des Gesetzes rühmest, und Gott durch Übertretung des Gesetzes verunehrest. Röm. II. 23. 6) Wer den Nahmen des Herrn lästert, der soll des To¬ des sterben ; die ganze Gemeinde soll ihn steinige», er sey ein einheimischer Bürger oder ein Fremdling. Wer den Nahmen des Herrn lästert, der soll des To¬ des sterben. Lev. XXIV. 16. e) Ihr sollet gar nicht schworen; weder bey dem Him¬ mel, denn er ist Gottes Thron; noch bey der Erde, denn sie ist seiner Füße Schemmel; noch bey Jerusalem, denn sie ist die Stadt des großen Königs. Matth. V. 34. 35. 99 Vshitek podob ali pildov v’ katolfhki zirkvi ni soper pervosapoved boshjo, sakaj ta le pre¬ pove podobe delali,'de bi nje molili, b ) Ka- tollhki kriltjani zhaltijo pilde, sato, ker tifti kar zhaltivredniga, kakor eno boshjo perfho- no, ali mater boshjo, ali angela ali fvetnika pred ozhi poftavijo. Zhaft le ne daja podobi, temuzh temu, kar je v’ podobi pred ozdu po- ftavleno. V’ drugi sapovedi bo prepovedano, boshji- mu imenu nezhalt delati, Boshjimu imenu fe nezhalt dela: 1. ( Skos vfe grehe, c) 2. Pofebno Ikos preklinjanje Boga; d) ka¬ dar kdo od Boga, od prave vere ino od njego¬ vih fvetnikov s’ sanizhovanjam govori. 3. Kdar kdo bres potrebe, ali zelo po kri¬ vem perfeshe. e) sa ludftvo, ino fa zelo fveto metlo veliko moli. 2. Mak. XV. 14. Sbiralifhe Trid. fed. 45. kakor sgoraj. b) Ne delajte li malikov ali sresanih podob, de bi nje molili. Lev. XXVI. 1. c) Ti fe s’ poltavo hvalifh, ino s’ prelomlenjam po¬ jta ve Bogu nezhalt delafh. Rirnl. II. 23. d) Kdor bo inič Gofpoda preklinjal, ima fmerti vmreti; vfa nmoshiza ga ima s’kamenjam pofuti, naj bo she on rojak, ali ptuj z. Kdor koli bo ime Gofpoda preklinjal, ima fmerti Vmreti. Lev. XXIV. 16. e) Zelo ne perfegajte: ne per nebi, sakaj ono je fe- desh hostiji; ne per scmli, sakaj ona je podnosbje njegovih nog; ne per Jerusalemi, sakaj on je mefto velikiga krala. Mat. V. 34. 35. © 2 100 4. Da man die Gott gemachten Gelübde bricht. 0 5. Da man den Nahmen Gottes ohne Noth und ohne Ehrerbietigkeit nennet. Z-) 6. Da man das Wort Gottes entweder verfälscht oder mißbraucht, li) Indem zwepten Gebothe wird befohlen, daß man Gottes Nahmen heiligen und ehrerbiethig gebrauchen solle. Man ehret und heiliget den Nahmen Gottes : 1. Wenn man Gott freymüthiq vor der ganzen Welt bekennet, i) Du sollst nicht falsch schwören bey meinem Nahmen, noch den Nahmen deines Gottes entehren. Ich bin der Herr. Lev. XIX. 12. Vor allen Dingen, meine Brüder! schwöret nicht, weder bey dem Himmel, noch bey der Erde, noch bey einem andern Eide. Euer Wort aber soll seyn: Ja, ja: nein, nein; auf daß ihr nicht in das Gericht fal¬ let. Jak. V. 12. 5) Wenn du dem Herrn, deinen Gott, ein Gelübde gethan hast, so sollst du nicht säumen, dasselbe abzustatten: denn der Herr, dein Gott wird eS fordern, und wenn du eS aufschiebest, so wird dir selbes zur Sünde ge¬ rechnet werden. Willst du nicht geloben, so bist du ohne Sünde. Was aber einmahl gelobet worden ist, daS sollst du halten und thun, wie du dem Herrn, dei¬ nem Gott, verheißen, und freywillig mit dem Munde geredet hast. Deut. XXIII. 21. 22. 23. x) Du sollst den Nahmen des Herrn, deines GottcS, nicht vergeblich mit deinem Munde nennen; denn der Herr wird den nicht für unschuldig halten, der den Nahmen des Herrn seines Gottes, vergeblich ausspricht. Erod. XX. 7. k) Wir sind nicht diejenigen, wie ihrer viele sind, die das Wort Gottes verfälschen. 2. Kor. II. 17. >) Ich will dich hoch rühmen, mein Gott und mein Kö¬ nig, und deinen Nahmen immer und ewig preisen. Ich will dich alle Tage loben, und deinen Nahmen immer 101 4. Kadar kdo Bogu ftorjene oblube prelo- mi. f) 5. Kadar kdo ime boshjo bres potrebe ino pofhtovanja imenuje. y') C. Kadar kdo boshjo beledo ali pogubuje, ali na slo obrazha. h ) V’ drugi sapovedi bo sapovedano, de ima¬ mo boshjo ime pofvezhovati, ino s’ zhaltjo imenovati. Boshjo ime fe zhalti ino pofvezhuje: 1. Kadar Boga radovolno pred želim fve- tam fposnamo. i) Me pcrfeshi krivo per mojim imeni, tudi inte- na tvojiga Boga k’nezhalti ne flori. Jes lim Go- fpod. Lev. XIX. 12. Pred vf<5m pak, kralje moji! nikar ne pcrtegaj- (e, ne per nebi, ne per semli, tudi ne s’ kakoj drugoj pcrtegoj. Vaflie govorjenje pa naj bo: Je, je: ne, ne; de ne kote obfojeni. Jak. V. 11. f) Kadar Gofpodu Ivojimu Bogu oblubo florifh, ne odnafhaj tifto ispolniti: sakaj Gofpod ivoj Bog bo tiflo terjal, ino zbe bolh file delaj odna- fhal, ko tebi sa greh perpifano. Zhe nczhefh oblubiti, bolh bres greha. Kar je pak enkrat is tvojih vuft prifhlo, dershi, ino flori, kakor fi Gofpodu tvojimu Bogu oblubil, ino radovolno ino s’ tvojimi vuflami govoril. Devt. XXIII. 21. 22. 23 g) Ne imenuj po nevrddnim imena Gofpoda, tvojiga Boga, sakaj Gofpod ne bo tega sa nedolshniga imel, kateri bo inte Gofpoda, fvojiga Boga, po nevrednim imenoval. Ekfod. XX. 7. h) Nifmo, kakor je njih veliko, taki, de bi gubili befedo boshjo. K or . n. 17. i) Jes hozhem tebe, moj Bog ino kral, povikfho- vati, ino tvoje inte vfelej ino vezimo hvaliti. Vfak dau hozhem tebe hvaliti, ino tvoje inte vfe- 102 2. Wenn man Gott in geistlichen und leiblichen Nöthen um Hülfe und Bepstand bittet. Ir) 3. Wenn man durch einen rechtmäßigen Eid Gott zum Zeugen anruft, um etwas glaubwürdig zu machen. 1) 4. Wenn man die Gelübde, die man Gott ge¬ macht hat, getreulich erfüllt, m) 5. Wenn man das Wort Gottes fleißig und an¬ dächtig höret, n) 6. Wenn man Alles zum Lobe und zur Ehre des göttlichen Rahmens unternimmt, oder Gott auf¬ opfert. o) und ewig rühmen. Ps. 6XIJV. 1. 2. Wer mich be¬ kennen wird vor den Menschen, den werde ich auch bekennen vor meinem Vater. Matth. X. 32. k) Rufe mich an in den Tagen der Trübsal, so will ich dich retten, und du sollst mich preisen. Ps. XL4X. 15. Dieses ist das Vertrauen, das wir zu ihm haben, daß er uns erhöret, in Allem, was wir bitten werden nach seinen Willen. 1. Joh. V. 14. l) Du sollst den Herrn, deinen Gott sürchten, und ihm allein dienen, und bey seinem Nahmen schwören. Deut. VI. 13. m) Gelobet, und haltet eS dem Herrn, eurem Gott, der schrecklich ist, Alle, die ihr um ihn her Gaben bringet. Ps. I-XXV. 12. n) Lasset das Wort GotteS reichlich unter euch wohnen, lehret und ermahnet euch selbst in aller Weisheit mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern, und singet Gott mit Danksagung in euren Herzen. Kol- III. 16. Selig sind, die das Wort GotteS hören, und bewahren. Luk. XI. 18. o) Saget Gott und dem Vater allezeit Dank sür Alles im Nahmen unserS Herrn Jesu Christi. Eph. V. 20. Ihr möget essen oder trinken, oder etwas Andere« thun, so thut Alles zur Ehre Gottes. I. Kor. X. 31. 103 2. Kadar Boga V duhovnih ino telefnih potrebah na pomozh klizhemo. /c) 3. Kadar fkos pravizhno perfego Boga na prizho poklizhemo, kakfhno rezh verjetno ftoriti. I) 4. Kadar Bogu Itorjene oblube svefto ispol- nimo, m ) 5. Kadar befedo boshjo fkerbno ino po- boshno poflufhamo. n) 6. Kadar vfe na zhaft ino hvalo boshjiga imena ftorimo, ali Bogu perporozhimo. o) lej ino vezhno zhaftili. Pf. CXLIV. 1. 2. Kdor bo mene fposnal pred hidmi, tega bom tudi jes fposnal pred mojim Ozhetam. Mat. X. 32. It) Klizhi na me ob zhafi nadloge, jes hozhem te¬ be odrefhiti, ino ti bofh mene zhaftil, Pfalm. XLIX. 15. To je savnpanje, katero na njega imamo, de naf vflifhi, kar koli prolimo po njegovi voli. 1. Joan. V. 14. ]) Boj Te Gofpoda, tvojiga Boga, ino njemu fa- mimu flushi, ino fkos njegovo ime perfeshi. Devt. VI. 13. m) ,Storite oblube ino odrajtajte nje Gofpodu, vafhimu Bogu; vli, katdri tte okoli njega, dare prinefte ftralhnimu. Pf. LXXV. 12. n) Befeda Krillufova naj prebiva obilno med va¬ mi, s’ vfo modroftjo vuzbite ino opominjajte fe med feboj s’ pfalmi, s’ hvalnimi ino duhovnimi pefmi, pojte Bogu vefčli v’ vafhih ferzah. Kolof. III. 16. Svelizhani fo, kateri boshjo befe'do poflufhajo, ino ohranijo. Luk. XI. 18. o) Dajte hvalo vfc-lej Bogu ino Ozlietu sa vfe v* imeni Gofpoda nafhiga Jesufa Kriftufa. Efesh. V. 20. Ali jefte, ali pijete, ali kaj drugiga delate, vfe »a zhaft boshjo ftorite. 1. Kor. X. 31. L04 In dem dritten Gebothe wird befohlen: am Sonn¬ tage, welcher schon seit den Zeiten der Apostel zum Andenken der Auferstehung Christi zu unserem Feper- tage bestimmt worden ist, von der Arbeit zu ruhen, und gottselige Werke zu thun. p) In dem dritten Gebothe wird verbothen: 1. Alle knechtische Arbeit ohne Noch und recht¬ mäßige Erlaubniß. es) 2. Alle anderen Verrichtungen, welche diesen Tag entweder entheiligen, oder dessen Heiligung verhindern. §. 2. Von den sieben letzten Gebothen, welche die Pflichten gegen den Nächsten enthalten. In dem vierten Gebothe wird vorzüglich befoh¬ len, daß Kinder ihre Ältern lieben, ehren, r) ihnen dienen, 8) in Allem, was nicht wider Gottes Ge- p) Gedenke, daß du den Sabbath heiligest. Ervd. XX. 8. g) Sechs Tage sollst du arbeiten, und alle deine Werke thun. Allein am siebenten Tage ist der Sabbath dkS Herrn, deines Gotteö; an demselben sollst du kein Werk thun, noch du, noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch dein Knecht, noch deine Magd, noch dein Vieh, noch der Fremdling, der innerhalb der Tho¬ re deiner Stadt ist. Erod. XX. 9. 16. r) Ehre deinen Vater und deine Mutter; dieß ist das erste Geboth, dem eine Verheißung bcygefügt wurde. Ephes. VI. 2. Ehre deine Ältern von deinem ganzen Herzen, und vergiß nicht deS Seufzens deiner Mut¬ ter. Sir. VII. 29. 8) Wer den Herrn fürchtet, der ehret seine Ältern, und dienet denjenigen, von welchen er geboren ist, wie sei¬ nen Herren. Ehre deinen Vater mit der That, mit Worten und mit aller Geduld. Sir. III. 8. 9. 105 V’ tretji sapovedi bo sapovedano, v’ ne¬ delo, katera je she od zhafov apoftolov fem k’ fpominu Krillnfoviga vftajenja sa nafh 'prašnik poftavlena bila, od dela pozhivati, ino poboshne dela dopernalhati. p ) V’ tretji sapovedi bo prepovedano: 1. Vfe hlapzhne dela bres potrebe ino pra- vizhniga perpufhenja. 2. Vfe druge opravila, katere temu dnevu ali nezhaft delajo, ali njegovo pofvezhovanje sadershijo. §. 2. Od f edem sadnih sapovedi, katere dolsh- noifti proti blishnimu sapopadejo. V’ zheterti sapovedi bo fofebno sapove- dano, de imajo otrozi Tvoje ItariThe Iubiti, polhtovati, r) njim ftrezhi, s) v’ vfem, kar p) ( Spomni fe, de dan fobote fvetifh. Ekfod XX. 8. q) 'sheft dni imafh ddlali, ino vfe tvoje dela opraviti. Ali na fedmi dan je fobota Gofpoda, tvojiga Boga; na tifti dan nimafh nobeniga ddla delati, ne ti, ne tvoj lin, ne tvoja lizhi, ne tvoj hlapez, ne tvoja dekla, ne tvoja shivina, ne ptuji, kateri je snotraj tvojih vrat. Ekfod* XX. 9 . 10 . r) Pofhtuj tvojiga ozheta ino tvojo mater, ta je perva sapoved, katera ima oblubo. Efesh. VI. 2. Pofhtuj tvoje ftarifhe is zeliga tvojiga ferz#, ino ne posabi na bolezhine tvoje matere. Sirah. VI 1.29. s) Kdor fo Gofpoda boji, pofhtuje ftarifhe, ino fvo- jim porodnikam kakor gofpodam flushi, Po¬ fhtuj tvojiga ozheta s’ djanjam, s’ befedoj ino s’ vfo poterpeshlivoftjo. Sir. III. 8. 9. 106 bothe ist, gehorsamen, t) in geistlichen und leiblichen Nöthen bepstehen, u) und für sie bethen sollen. ,7) In dem vierten Gebothe wird verbothen, den Al¬ tern ungehorsam zu seyn, x) sie zu Haffen, v) zu ver¬ achten, L) zu spotten, s) zu schmähen, oder zu verflu- r) Ihr Kinder, seyd den Altern in Allem gehorsam: denn das ist dem Herrn „wohlgefällig. Kol. III. 20. Ihr Kinder, seyd euren Altern gehorsam im Herrn; denn das ist billig. Eph. Vl. 1. Man muß Gott mehr als den Menschen gehorchen. Apostelg. V. 29. u) Wenn aber eine Witwe Kinder hat, oder Kindes Kin¬ der; so lerne sie zuvor ihr eigenes Haus regieren, und den Altern Gleiches mit Gleichem vergelten: denn daö ist Gott angenehm. I. Tim.V. 4. Mein Sohn, greife deinem Vater in seinem Alter unter die Arme, und be¬ trübe ihn nicht in seinem Leben. Wenn er auch am Verstände abnimmt, so habe Geduld mit ihm, und verachte ihn nicht in deiner Stärke: denn die Barm¬ herzigkeit, welche du deinem Vater erzeigest, wird nicht vergessen werden. Sir. HI. 14. 15. v) So bitte ich nun, daß vor allen Dingen geschehe bittliches Flehen, Gebeth, Fürbitte und Danksagung für alle Menschen. 1. Tim. H. 1. x) Eö werde» auch Menschen seyn, die sich selbst lieb haben; geizig, den Altern ungehorsam, mit Lastern behaftet, und diese sollst meiden. 2. Tim. Hl. 2. 5. vss Sieh die Geschichte Absolons. 2. B. der Könige Cap. ^xv xvm. L) Höre deinen Vater, der dich gezeuget hat, und ver¬ achte deine Mutter nicht, wenn sie alt geworden ist. Spr. XXIII 22. ») Ein Auge, das seinen Vater verspottet, und das die Geburt seiner Mutter verachtet, das sollen die Raben von den Bächen auSgraben, und die jungen Adler sol¬ len eö fressen. Spr. XXX. 17. 107 ni soper boshje sapovedi, pokorni biti, f) v’ duhovnih ino telefnih potrebah njim pomaga¬ ti, w) ino sa nje moliti, v) V’ zheterti sapovedi bo prepovedano, fta- rilham nepokorn biti, x ) nje fovrashiti, V ) samzhovati, z) saframovati, d) safhmagati ali t) Otrozi, pokorni bodite ftariTbam v’ vTeh rezlieb, sakaj, (o je dopadlivo pred Gofpodam, Kolo!'. III. 20. Otrozi,, bodite pokorni vafhim ftarifhain v’ Gofpodu, sakaj to je pravizhno. Efesh. VI. 1. Bogu je tr6ba boi pokoren biti, kakor zhlove- karo. Djanje apoit. V. 29. u) Ako pak katera vdova otroke ali vnuke ima, naj Te pred vuzhi v’ Tvoji hifhi prav goTftodinili, de bode ftarifliain dobro sa dobro povernila, sakaj to je perjetno pred Bogam. 1. Tim. V. 4. Moj fin, podpiraj tvojiga ozheta v’ njegovi ftarofli, ino ne shali njega, dokler shivi. Persanefi mu, ako njemu na pameti smenkuje, ino ne sanizhuj ga per tvoji, mozhi; sakaj vlmilenje, katero ti ozhetu Tkashefh, ne bo posableno. Sir. III. 14. 15. v) Profim tedaj naj pred, de Te Hord profhnje, molitve, perporozhenja , sahvalenja, sa vfe ludi. 1, Tim. II. 1. x) Bodo taki ludje kateri bodo Tebe lubili; lakom¬ ni, ftarifham nepokorni, hudobni, ino takih fe varuj. 2. Tim. III. 2. 5, yj Poglej perpovedovanje Abfolona. 2. bukve kralov poft. XV — XVIII. z) Poflufhaj tvojiga ozheta, kateri te je rodil, ino ne sanizhuj tvoje matere, kadar bo ftara. Pripovčll* XXIII, 22. a) Oko tdga, kateri ozheta saframuje, ino porod Tvoje matere sanizhuje, naj od potokov krokarji isklujejo, ino mlade poftojne Tncdd. Prip. XXX. 17, 108 chen, lr) sie in Nöthen zu verlassen, oder ihnen zu schaden, e) Kindern, welche dieses Geboth erfüllen, ist lan¬ ges Leben und Wohlergehen verheißen, ä) Kinder, welche dieses Geboth nicht erfüllen, haben die schwer¬ sten zeitlichen und ewigen Strafen zu befürchten, e) Das vierte Geboth geht nicht allein Kinder und Altern, sondern auch alle Untergebenen und alle ihre geistlichen und weltlichen Obrigkeiten, ingleichen alle Lehrmeister, ja auch gewisser Maßen jene Personen an, welche ihres Alters und Ansehens wegen ehrwürdig sind. Die Untergebenen sind schuldig, gegen ihre Vor¬ gesetzten und Obrigkeiten, sie mögen gut oder böse seyn, sich so, wie die Kinder gegen ihre Ältern zu,bezeigen. Das Meiste, was Kindern in Ansehung ihrer Ältern ge- b) Wer seinem Vater oder seiner Mutter fluchet, der soll deö TodeS sterben ; er hat seinem Vater und seiner Mut¬ ter gefluchet, sein Blut sey auf ihm. Lev. XX. 9. e) Wer seinem Vater oder seine Mutter schlägt, der soll deS Tvdeö sterben. Erod. XXI. 15. Wer seinem Vater oder seiner Muter etwas nimmt, und spricht, daß es keine Sünde sey, der ist eines TodtschlägerS Geselle. Spr. XXVIII. 24. 6) Ehre deinen Vater und deine Mutter, wie dir der Herr, dein Gott besohlen hat, daß du lange lebest, und es dir wohlgehe in dem Lande, das dir der Herr, dein Gott, geben wird. Deut. V. 16. e) Verflucht sey, der seinen Vater und seine Mutter nicht ehret, und alles Volk soll sagen: Amen. Deut. XXVII. 16. 109 kleti, b ) nje v’ potrebah sapuftiti, ali njim fhkodovati. c) Otrokam, kateri to sapoved ispolnijo, je dolgo shivlenje ino vfe dobro obiubleno. d ) Otrozi, kateri te sapovedi ne dopolnijo, fe imajo naj ojftrejfhih zhafnih ino vezhnih fhtrajfing bati. e) Žheterta sapoved ne sadene farno otrok ino ftarifhov, ampak tudi vfe podloshene, ino vfe njih duhovne ino pofvetne golpofke; ravno tako vfe vuzhenike, tudi enokoliko tifte per- fhone, katere fo savolo fvoje ftarofti ino fvo- jiga Hana zhafti vredne. Podloshni fo dolshni proti fvojim naprej- poftavlenim ino gofpofkam, naj fo dobri ali hudobni, fe tako sadershati, kakor otrozi pro¬ ti fvojim ftarifham. t Skoro vfe, kar je otro¬ kam proti fvojim ftarifham sapovedano ali pre¬ b) Kdor fvojiga ozheta ali fvojo mater kolne, ima fmerti vmrdli; on je ozheta ino mater klel, nje¬ gova kri pridi zlires njega. Lev. XX. 9. c j Kdor bo fvojisra ozheta ali mater vdaril, naj fmerti vmcrje. Ekfod. XXf. 15. Kdor kaj fvojimu ozbetu ino materi odrseme, ino pravi, de to ni greh, je vbijavzov tovarfh. Prip. XXV1IL 24. d) Pofhtoj tvojiga ozheta ino tvojo mater, kakor je tebi Gofpod tvoj Bog sapovedal, de bofh dolgo slovel, ino de tebi dobro pojde v’desheli, kate¬ ro bo Gofpod tvoj Bog tebi dal. Devi. V. 16. e j Preklet bodi, kateri ne pofhtuje fvojiga ozheta ino fvoje matere, ino vfe ludftvo naj porezhe : Amen. Devt. XXVII, 16. Iw bothenund verboten ist, ist auch Untergebenen in Ab¬ sicht auf ihre Vorgesetzten gebothen und verbothen. t) Durch das fünfte Geboth wird verbothen, we¬ der jemand andern, noch sich selbst zu tödten, oder zu beschädigen 0 Scyd gehorsam euern Vorstehern, und ihnen unter- thämg; denn sie wachen als Leute, die Rechenschaft geben werden sirr eure Seelen, damit sie solches mit Freu¬ den thun, und nicht mit Seufzern; denn das ist nicht euer Nutzen. Hebr. XIII. 17. Die Priester, welche wohl vorstehen, soll man zweyfacher Ehre würdig hal¬ ten ; insonderheit diejenigen, die im Worte und in der Leh¬ re arbeiten. 1. Tim. V. 17. Ein jeder Mensch sey nn- terthan der obrigkeitlichen Gewalt. Denn eS ist keine Gewalt, als von Gott: waS aber Gewalt hat, das ist von Gott verordnet. Röm. XIII. 1. Deßwegen ftyd allen menschlichen Creaturcn unterthan, um GotteS wil¬ len : es sey gleich dem Könige, als dem vortrefflich, sten»: oder den Fürsten, als die von ihm gesandt sind, zur Rache der Üb.lthätcr und zum Lobe der From¬ men. 1. Petr. II. 13. 14. Die Knechte ermahne, daß sie ihre» Herren unterthänig seyn sollen, und in allen Dingen wohlgefällig ; daß sie nicht widersprechen, noch etwas veruntreuen; sondern in allem Guten Glau¬ ben beweisen, damit sie die Lehre GotteS, unscrS Hei¬ landes, in allen Dingen zieren. Tit. II. 9. 10. Ihr Knechte, seyd dem Herrn in aller Furcht unterthan, nicht allein den guten und bescheidenen, sondern auch den rauhen. 1. Petr. H. 18. . Ich will euer Blut an allen Thicren rächen, die eS werden vergossen haben. Ich will das Leben d.S Men¬ schen von der Hand des Mannes, und seines Bruders, der ihn wird getödtet haben, fordern. Gen. IX. 5. Wer Mcnschenblut vergießt, dessen Blut soll auch ver¬ gossen werden; denn der Mensch ist nach dem Eben- hilde GotteS erschaffen worden. Gen. IX. 6. lil povedano, je tudi podloshnim proti fvojim na¬ prej poftavlenim sapovedano ali prepovedano. f) £ Skos peto sapoved bo sapovedano, ne koga drugiga, ne Tebe famiga vbiti, ali ofhko- dovati. g) f) Pokorni bodite fvojim vikfhim, ino bodite njim podloshni; sakaj oni zhuvajo kakor taki, kate¬ ri bodo sa vafhe dufhe odgovor dali, de to s’ vefoljam /torijo ino ne s’ sdihovanjam, sakaj to sa vaf ni dobro. Ilebr, XIII. 17. Mefhniki, ka- tdri dobro vodijo, fo dvojne zhafti vredni der- shani biti; pofebno ti, kateri delajo v’befedi, ino v’ podvuzhenji. i.Tim. V, 17. Vfak zhlovek bodi vikfhi oblaiti podloshen: sakaj ni oblafli od dra¬ gih, kakor od Boga; katera pak je, je od Boga pollavlena. Rimi. XII!. 1. Bodite tedaj vfaki zhlovefhki ftvari podloshni savolo Boga; ali kra¬ ki, kakcr naj vikfhimu; ali vajvodam, kakor od njega poflanim na mofhtovanje nad hudo- delniki, na pohvalenje pa dobrih. 1. Petr. II. 13. 14. Hlapzam rez, de naj fo fvojim Gofpodam podloshni, v’ vfeh rezheh dopadlivi, de nikar soper ne govorijo, ne golufajo, ampak de naj povfod pravo sveitobo fkashejo, de navuku Bo¬ ga, Svelizharja nafhiga, per vfemu zhalt delajo. Tit. II. 9. 10. Hlapzi, bodite Gofpodam s’ vfem ttraham podloshni, ne farno dobrim ino krotkim, tcmuzh tudi zhemernim. 1. Petr. II. 18. g) Sakaj kri vafhiga shivota bom jes terjal od vfeh sverin, katere fo tiflta prelile. Ino zhlovefhko shivlenje bom jcs terjal od roke tega zhloveka, od roke tega mosha, ino njegoviga brata, kateri ga bo vbil. Genes. IX. 5. Kdor koli bo zhlovefhko kri prelil, tega kri bo prelita, sakaj zhlovek je po boshji podobi ftvarjeu. Genes. IX, 6. 112 Durch das fünfte Gebotst werden auch Zorn, ti) Haß, i) Argerm'ß, Ir) und alle Beleidigungen des Nächsten l) verbotsten. Durch das fünfte Gebotst wird befohlen: 1. Friede und Einigkeit mit Jedermann, auch sogar mit denen, die uns beleidiget staben, zu halten, rn) 2. Jedermann gute Beispiele zu geben, n) 3. Dem Nächsten geistliche und leibliche Wohl¬ taten zu erweisen. t>) Ich aber sage euch, daß ein jeder, der mit seinem Bruder zürnet, des Gerichtes schuldig seyn soll; wer aber zu seinem Bruder sagen wird: Raka! der soll des NathcS schuldig seyn. Wer aber sagen wird: Du Narr! der soll des höllischen Feuers schuldig sevu. Matth. V. 22. * i) Wer seinen Bruder hasset, der ist ein Todtschläger, und ihr wisset, daß kein Todtschläger das ewige Leben in sich habe. 1. Joh. HI. 15. k) Wer einen von diesen Kleinen, die an mich glauben, ärgert, dem wäre es besser, daß ein Mühlstein an seinen Hals gehängt, und er in die Tiefe des Meeres versen¬ ket würde. Wehe der Welt der Ärgernisse halber! Es müssen zwar Ärgernisse kommen; aber wehe dem Men¬ schen, durch welchen Ärgernisse kommen. Matth. XVIII. 6. 7. l) Wie ihr wollet, daß euch die Leute thun, deßgleiche» thut auch ihr ihnen. VI. 3 l. m) Wenn es möglich ist, so haltet, so viel an euch ist, mit alle» Menschen Frieden. Röm. XII. 18. Jn- gl-ichen die folgenden 3 Verse. n) Lasset euer Licht leuchten vor den Menschen, damit sie eure guten Werke sehen, und euer» Vater, der im Himmel ist, preisen. Matth. V. 16. o) Ihr aber, liebe Brüder, höret nicht auf, Gutes zu thun. 2. Thcss. III. 13. 113 {*>kos peto sapoved bo tudi jesa, h) fovrash- tvo, i) pohujfhanje, k) ino vfe rasshalenje blish- niga prepovedano. I). Skos peto sapoved bo sapovčdano : 1. Mir ino edinoft s’ vfakoterim, tudi zelo s’ tčmi dershati, kateri fo naf rasshalili, m) 2. Vfakimu dobre sglede da vati n). 3. Blishnimu duhovne ino telovne dobrote fkasovati o). h) Jes pa vam povem, de vfak, kateri fe na fvoji- ga brata ferdl, bode fodbi podvershen; kateri pa bo fvojimu bratu rekel: Raka! bo sbiralifhu podvershen, Kateri pak bo rekel: Norez! bo podvershen peklenfkirmf ognju. Mat. V. 22. i) ,Sleden, kateri fvojiga brata fovrashi, je vbijavez, ino velte, de noben vbijavez nima vezhniga shiv- lenja v’ tebi obltojezhiga. 1. Joan. III. 15. k} Kateri bo pak pohujfhal eniga od teh majhenih, kateri na mene verujejo, tdmu je bolfhi, de fe obeli na njegov vratmlinfki kamen, ino fe vtopi v’ globozhino morja. Gorje temu fvetu savolo pohujfhanja! Pohujfhanja fizer morejo priti, ali vunder gorje temu zhloveku, fkos kateriga pohuj¬ fhanja pridejo. Mat. XVIII. 6. 7. l) Kakor vi hozhete, de vam ludje ftorijo, ravno ta¬ ko tudi vi njim ftorite. Luk. VI. 31. m) Ako je mogozhe, imejte mir s’ vfemi ludmi, koli¬ kor je per vaf. Rimi. XIII. 18. v’ enaki vishi nafledne 3 verite, n) Tako naj fveti vafha luzh pred ludmi, de vafhe dobro dela vidijo, ino zhaltijo vafhiga Ozhela, kateri je v’ nebefah. Mat. V, 16. o) Vi pa brati, ne vtrudite fe dobro delati. 2. Tefal. III. 15, Smetit. Cefeb. beutfdpttnnbtfdj. •£> 114 Durch das sechste Geboth werden verbothen alle Arten der unkeuschen Werke, Geberden, Worte, p) das frepwillige Wohlgefallen und Einwilligen bey unreinen Gedanken und Begierden, • J*»veta mefha je nekervavi ofer noviga teftamenta, vlikdarlhen fpomin kervaviga oira, kateriga je Jesuf Kriftuf na kri- 3 2 132 ze vollbracht hat. Y Er hat das heilige Meßopfer im letzten Abendmahle eingesetzt. 1, Er nahm das Brot und den Kelch mit Weine. 2. Er segnete bey- des, und sprach über das Brot: Das ist mein Leib; und über den Kelch: Das ist der Kelch meines Blutes. 3. Er befahl: Das thut zu meinem Gedächtnisse, x) In der heiligen Messe opfert unsichtbarer Weise Jesus Christus sich selbst seinem himmlischen Vater für uns auf; sichtbarer Weise aber verrichtet dieses Opfer der Priester, ll) Der Priester verrichtet das heilige Meßopfer: 1. Um Gottes oberste Herrschaft und die höchste Gewalt, die er über alle Menschen hat, zu bekennen. 2. Um Gott für alle seine Wohlthaten zu danken. 3. Um von Gott die Vergebung der Sünden zu erlangen. f) 6one. Drie- noro. Wenn Jemand saget: die Sacramente des neuen Bundes sind nicht alle von Jesu Christo, unserm Herrn, eingefetzet; oder es sind mehr oder weniger als sieben, nähmlich: die Taufe, die Firmung, das Sacra¬ ment des Altars, die Buße, die letzte Öhlung, die Priesterweihe und die Ehe; oder auch eines von den sieben ist nicht wirklich und eigentlich ein Sacrament, der ist von unserer Gemeinschaft ausgeschlossen. IV. P o f t a v a. Od poetih Zakramentov. 141 I. R a s d e 1 i k. Od (vetih Zakramentov (ploh. Zakrament je vidno snamenje nevidne gna- de, katero je od Kriftufa, namiga Gofpoda, k’ nalhimu pofvezhenju poftavleno. Mi bomo fkos fvete Sakramente pofvezheni, ker nam eni pofvezhujozho gnado ino opravizhenje de¬ lijo, drugi pa to gnado v’ nai' pomnoshijo. Po- fvezhujozha gnada in opravizhenje nam bo navadno Ikos Sakramente kerfta ino pokore podeljena. Sakramenti imajo 1’vojo mozb k’ djanju od fvojiga sazhetnika Jesufa Kriftufa. Sakramentov je fedem ; a) oni fe imenujejo; a) Tvid. Sess. VII. can. 1. de Sacramentis in genere. Ako kdo rezhe: Sakramenti nove aavčse nifo vli od Jesufa Kriftufa, nafhiga Gofpoda, noterpo- ftavleni; ali de njih je vezh ali menje, kako fedem namrezli; Kerft, firma, fv. refhno telo, poko¬ ra, pofledno olje, mefhnikovo shegnovanje ino sakon; ali de eden is teh fedem ni refnizhno ino v’ pravi saftopnofti Sakrament, ta je is na¬ lile gmajne ifklenjen. 142 1. Die Taufe. 2. Die Firmung. 3. Das Sacrament des Altarö. 4. Die Buße. „ 5. Die letzte §)hlung. 6. Die Priesterweihe. 7. Die Ehe. Ll. A b t h e i l u n g. Von den heil. Sacramenten insbesondere. 1. Von dem Sacramente der Taufe. Die Taufe ist das erste und nothwendigste Sa¬ crament, in welchem der Mensch durch das Wasser und Wort Gottes von der Erbsünde und von allen andern wirklichen Sünden, wenn er dergleichen vor der Taufe begangen hat, gereiniget, und ist Christo als eine neue Creatur zum ewigen Leben stncderge- boren und geheiliget wird. Die Taufe heißt da¬ erste Sacrament, weil man zuerst getauft seyn muß, ehe man ein anderes Sacrament empfangen kann. Die Taufe heißt das nothwendigste Sacrament, weil ohne die Taufe Niemand, b) ja sogar kein Kind, selig werden kann. DaS Sacrament der Taufe wirket: b) Jesuö sprach' Wahrlich, wahrlich sage ich dir: Wer nicht aus dem Wasser und aus dem heiligen Geiste wieder geboren wird, kann in das Reich Gottes nicht eingehen. Joh. HI- 5, 143 '• 1. Sv. Kerft, 2. $v. Firma. 3. Sv. lielhno telo. 4. S\. Pokora. 5. !*»v, Polledno olje. 6. Sv. Mefhnikovo shegnovanje. 7. Sv. Sakon. II. R a s d e 1 i k* Od poetih Zakramentov pofebej. §. 1. Od Zakramenta pretipa Keipta. Sveti kerft je pervi ino naj potrebnifhi Sakrament, v’ katerim zhlovek 1'kos vodo ino beledo boshjo od poerbaniga greha, ino od vleh drugih pred kerftam ftorjenih gr.ehov ozhifhen, ino v’ Kriftufi kakor nova ftvar k’ vezhnimu shivlenju prerojen ino pofvezhen bode. $veti kerft le imenuje pervi Sakrament sato, ker more zhlovek pred kerfhen biti, preden samore en drugi Sakrament prijeti. Sveti ketft le imenuje naj potrebnifh\ Sakra¬ ment, k&r bres kerfta nikdo, b) zelo noben otrok, svelizhan biti ne more. Sakrament fvetiga kerfta nam dopernefe: b) Jesuf je odgovoril; Refnizhno,refni»hno tebi po- viim : Ako kdo nebo prerojen is vode ino fvetigaDu- ha, ne more v’ boshjo kraleftvo iti. Joan. III. 5, 144 1. Die Nachlassung der Erbsünde, und aller andern vor der Taufe begangenen Sünden, e) auch aller ewigen und zeitlichen Strafen. 2. Unsere Seele wird in derselben die göttliche Gnade ertheilet, durch welche wir gerechtfertiget, ä) Kinder Gottes und Erben des ewigen Heils werden «). 3. Diejenigen, welche die Taufe empfangen, ge¬ hen in die Kirche ein, und werden derselben Glieder. 1) 4. Der Seele wird ein unauslöschliches Merk¬ mahl eingedrücket; deßwegen kann man auch die Taufe nicht öfter als Ein Mahl gültig, und ohne Todsünde empfangen. A) In Nothfallen kann Jedermann taufen, außer diesen aber haben nur die Bischöfe und Pfarrer das o) Gott hat unö nicht um der Werke der Gerechtigkeit willen, die wir gethan haben, sondern wegen seiner Barmherzigkeit durch die Taufe der Wiedergeburt und durch die Erneuerung deö heiligen Geistes errettet. Tit. III. 5. Wer da glaubet und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubet, der wird ver¬ dammet werden. Mark. XVI. 16. ä) Ihr seyd abgcwaschen, ihr seyd geheiliget und ge¬ rechtfertiget, durch den Nahmen unsers Herrn Jesu Christi, und durch den Geist unsers Gotteö. 1. Kor. VI. 11. v) Gott hat uns - durch die Taufe der Wiederge¬ burt - errettet - auf das wir, durch seine Gnade gerechtfertiget, Erben nach der Hoffnung deö ewigen Lebens seyn. Tit. III. 7. f) Wir sind alle, Juden oder Heiden, Knechte oder Freye, durch einen Geist zu einem Leibe getauft worden. 1. Kor. XII. 13. Trident. Kirchenversammlung. 8eas. VII. c.sui. 9 ll« Sucrsmenli» in gonsro. 145 1. Odpufhanje poerbaniga greha, inovfeh drugih pred kerftam Itorjenih grehov, c) tudi vfeh vezhnih ino zhafnifi fhtrajfing. 2. Nafhi dufhi bo v’ tiftirn boshja gnada dodeljena, fkos katero mi opravizheni, d) otro- zi boshji ino erbizhi vezhniga svelizhanja po- Jftanemo. e) 3. Ti, kateri kerlt prejmejo, pridejo v’ /irkvo, ino poftanejo nje Midi./ J 4. Dufhi bo neisbriflivo snamenje vtifnje- no, sa tega volo tudi kerfta nikdo ne more vezh kakor enkrat s' velanjam ino bres frnert- niga greha prejeti, g J V’ lili fine vlak zhlovek kerftiti; svunaj te pak imajo lamo fhkofi ino farmefhtri pravi/,o <;) Bog' naf je odtel, ne is delpravize, katere fmo mi ttorili, ampak po tvojim vfmilenji fkos kopel prerojenja ino ponovlenja fvetiga Duha. Tit, lit, 5. Kdor bo veroval ino je kerfhen, bo svelizhan, kdor pa ne ho veroval, bo pogublen. Mark. XVI. 16. d ) Oprani Ite, polvezheni fte, opravizheni fte v’ ime¬ ni Gofpoda nafhiga Jesufa Kriftufa ino v’ Duhu nafhiga Boga. 1. Kor. VI. 11. e) Bog naf je fkos kopel prerojenja svelizhal — de, fkos njegovo gnado opravizheni, erbi po/ta- nemo po vupanji vezhniga shivlenja. Tit. lil. 7. f) V’ enim duhu fmo vfi v’ eno telo kerfheni, ali Judi ali neverniki, ali fushni ali profti. S Kor. XII. 13 g) Trident. shiralifhe fed. Vil. fklep. ‘d. od Sakram. fploh. JTIeirt. Cefefc. heutfcf^tthnbtfdj. & 146 Recht zu taufen; mit deren Erlaubniß aber können auch andere Priester und Diakonen taufen. Der taufet, muß: 1. Die Meinung haben, nach der Einsetzung Je¬ su Christi zu taufen. 2. Er muß die Person, wel¬ che getauft wird, mit natürlichem Wasser begießen. 3. Er muß bep dem Begießen zugleich diese Worte sprechen: Ick taufe dich im Nahmen des Vaters, und des Sohnes, und des heiligen Geistes. Die Taufpathen sind verbunden, diejenigen, wel¬ che sie aus der Taufe gehoben „haben, im Abgänge oder bey der Nachlässigkeit der Altern in der christ¬ lichen Religion wohl zu unterweisen. tz. 2. Von dem Sacramente der Firmung. Die Firmung ist ein Sacrament, in welchem der getaufte Mensch durch das heilige Chrisam und daS göttliche Wort vom heiligen Geiste in Gnaden gestärket wird, damit er seinen Glauben standhaft be¬ kenne, und nach solchem lebe. Sie wirket die Ver¬ mehrung der heiligmachenden Gnade, Ii) und erthei- let die besondere, daß der getaufte Mensch den Glau¬ ben standhaft bekenne, und nach solchem lebe. Sie b) Gott ist eS, der uns mit euch in Christo befestiget und gesalbet hat; der uns auch versiegelt, und in unsere Herzen das Pfand des Geistes gegeben hat. 2. Kor. I. 2?. 22- 14T kerftiti; s’ njih- perpufhenjam pa fmejo tu¬ di drugi 'mefhniki ino diakoni kerftiti.' Kateri kerfhuje, more: 1. Mifel ali namejn imeti, po poftavi Jesu- fa Kriftufa kerftiti. 2. On more perfhono, katero kerfhuje s’ naturalfkoj vodoj politi. 3. On more med poiivanjam te befede isrezhti: Jes tebe kerftim v’ imeni Boga Ozheta, ino ^i- na, ino fvetiga Duha. Botri fo dolfhni, tifte, katerim fo per kerfti botri, z h e ftarfhov ni, ali /dve ftarfhi to sainu- dijo, v’ kerfhanfki veri dobro podvu/diiti. §. 2. Od Sakramenta fvete firme. Sveta firma je Sakrament, v’ katerim ker- ftien zhlovek fkos fveto krishmo ino befedo boshjo od fvetiga Duha v’ gnadi poterdjen bo¬ de, de on Ivo jo vero ftanovitno fposna, ino po tifti shivi. Sveta firma pomnoshi pofvezhujo- zho gnado, h) ino dodeli to pofebno gnado, de kerfhen /dilovek vero ftanovitno fposna, ino po h) Kateri pak naf s’vami poterdi v’ Kriftufa, in« naf je pomasal, je Bog, kateri naf je tudi sape— zhatil, ino je dal saftavo Duha v’ nafhih ferzah„ 2. Kor. 1 . 21 . 22. SČ 2 148 drücket auch der Seele ein unauslöschliches Merk¬ mahl ein; deßwegen kann man auch nicht öfter als Ein Mahl gefirmet werden. Um die Firmung würdig zu empfangen, müs¬ sen besonders Erwachsene im Glauben, und in dem, was dieses Sacrament betrifft, wohl unterrichtet, und im Stande der Gnade seyn; sie sollen sich auch durch das Gedeih und andere gute Werke dazu berei¬ ten. Auch zu der Firmung werden Pathen ge- wählet. § 3. Von dem allerheiligsten Sacramente des Altars. DaS Sacrament deö Altars ist das allerheilig- sie Sacrament; eS ist der wahre Leib und das wahre Blut unsers Herrn Jesu Christi unter den Gestalten des Brotes und Weines, i) 1. Unter den Gestalten des Brotes ist der leben¬ dige Leib Jesu Christi; folglich auch sein Blut und seine Seele gegenwärtig. 2. Unter den Gestalten des Weines ist nicht nur das Blut, sondern auch der i) Da sie aber zu Nacht aßen, nahm Jesus das Brot, und segnete es, und brach eS, und gab es seinen Jüngern, und sprach: Nehmet hin, und esset, daö ist mein Leib. Und er nahm den Kelch, dankte, gab ihnen denselben, und sprach: Trinket alle daraus; den» das ist mein Blut des neuen Testamentes, das für Biele wird vcraosscn werden zur Vergebung der Sün¬ den. Matth. XXVI. 26. 27. 28. 149 liilti shivi. Ona tudi dulhi vtilne neisbrif- iivo snamenje; sa tega voio ne more nikdo vezli, kakor enkrat lirman biti. De fveto firmo vredno prejmejo, morejo fo- febno odrafheni ludje v’ veri ino v’ temu, kar ta Sakrament sadene, dobro podvuzheni, ino v’ ftani gnade biti; oni fe morejo tudi s’molit¬ vijo ino s’ drugimi dobrimi delarni k’ temu per- pravitr Tudi k’ fveti firmi bodo botri isvoljeni. §. 3. Od prefvetiga Zakramenta refhniga Te¬ le f a. Sakrament prefvetiga refhniga telefa je naj fvetejfhi Sakrament, je pravo telo ino pra¬ va kri nafhiga Oofpoda Jesufa Kriftufa pod podobami kruha ino vina. i) 1. Pod podobami kruha je shivo telo Jesufa Kriftufa, tedaj tudi njegova kri ino dufha pmhu- jozho. 2. Pod podobami vina ni le kri, am¬ pak tudi telo Jesula Kriftufa; on je pod i) Kadar fo pa oni vezherjali, je Jcsuf kruli vsel, ga je pofvelil, slomil ino fvojim jograrn dal, ino je rekel: Vsemite ino jejte, to je moje telo. Ino kadar je on vsel kelh, je sahvalil, ino njim dal, rekozh: Pijte is njega vli, sakaj ta je moja kri novi°a tePainenla, katera bo sa njih veliko pre¬ lila 1P odpufhanju grehov. Mal. XXV i) * * * * * 7 1. 26, 27. 28- 150 Leib Jesu Christi; er ist unter einer jeden Gestalt, mnd unter einem jeden, auch dem kleinsten Theile der¬ selben ganz als Gott und Mensch gegenwärtig. Hier¬ aus folget: 1. Daß JesuS Christus in dem aller- heiligsten Sakramente des Altars anzubethen ist. 2. Daß derjenige, welcher das Sacrament deS AltarS auch nur unter einer Gestalt, oder auch nur in ei¬ nem Theile der Hostie genießt, Jesum Christum ganz, das ist, sowohl seinen Leib als auch sein Blut em¬ pfängt. 3. Daß JesuS Christus, so lange die Gestalten nicht verzehrt sind, darunter allezeit gegen¬ wärtig bleibe. Jesus Christus hat das Sacrament deS AltarS eingesetzt, da er mit seinen Jüngern das Osterlamm aß: 1. Zum Andenken seines Leidens und Ster¬ bens. le) 2. Um die Seelen der Gläubigen zum ewigen Leben zu nähren. I) Man ist schuldig das Sacrament deS Altars zu empfangen, weil es Jesus Christus ausdrücklich be¬ fohlen, und eingesetzet hat, um uns zum ewigen Le- IO Das thut zu meinem Gedächtnisse. Luk. XXII. 16. So ost ihr dieses Brot essen, und diesen Kelch trinken werdet, werdet ihr den Tod deS Herrn verkündigen, bis er kommt. I. Kor. XI. 26. I) Jesus sagte: Wahrlich, wahrlich, sage ich euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschen Sohnes nicht esset, und sein Blut nicht trinket, so werdet ihr daS Leben nicht in euch haben. Wer aber mein Fleisch ißt, und mein Blut trinket, der hat daS ewige Leben, und ich will ihn wieder am jüngsten Tage aufcrwecken. Joh. VI. 54. 55. 151 vfakoj podoboj, ino pod vfakim tudi nai menj- fhim delam tiftih zel, kakor Jlog ino zhlovek, S rizhujozh. Is tega fe svisha: De JesufaKri- ufa v’ prefvetim Sakramenti refhniga telefa moliti moremo. 2. De tifli, kateri Sakrament fvetiga refhniga telefa tudi le pod enoj podo¬ boj, ali tudi le v’ enim deli hoftje savshije, Jesufa Kriftufa zeliga, to je tako dobro nje¬ govo telo kakor njegovo kri prejme. 3. Da Jesuf Kriftuf tako dolgo, dokler podobe nifo pozerane, pod liftimi vfelej prizhujozh ollane. Jes uf Kriftuf j e S akr am ent fveti ga r ef hni ga telefa noterpoftavil, kadar je s’fvojimi jogri ve- likonozhno jagne jedel: 1. K’ fpominu fvojiga terplenja ino fmer- ti, k) 2. De bi dufhe vernih k’ vezhnimu shiv- lenju fhpishal. T) Mi fmo dolshni Sakrament fvetiga refhni- ga telefa prejeti, ker je to Jesuf Kriltus ozhit- no sapovedal, ino noterpoftavil, de bi naf k’ k) To ftorite k’ mojimu fpominu. Luk. XXII. (6- Kolikorkrat bote ta kruh jedli, ino ta kelh pili, hote fmert Gofpodovo osnanovali, dokler on ne pride. I. Kor. X!. Ž6. l) Jesuf je rekel; Refnizhno, refnizhno vam povem: Ako ne hote jedli mefa Sina zhloveka, ino pili njegove kervi, ne bote imeli shivlenja v’ febi. Kdor je mojo mefo, ino pije mojo kri, ima vezhno sh'vlenje, ino jes ga bom obudil na foden dan. Joan. V/. 54. 55. 152 ben zu nähren. Nach Verordnung der Kirche ist man unter einer schweren Sünde schuldig, das Sacrament des Altars wenigstens Ein Mahl im Jahre, und zwar zur österlichen Zeit, zu empfangen. Man soll dieses heilige Sacrament auch empfangen in der Gefahr des Todes, weil es eine Wegzehrung zur ewigen Selig¬ keit ist; es ist auch der Wunsch der Kirche, daß es ihre Gläubigen öfter im Jahre empfangen, weil eS die geistliche Speise und Nahrung der Seele ist. a) Von der Vorbereitung zum würdigen Ge¬ nüsse dieses Sacramentes. Wenn man das heilige Sacrament des AltarS würdig empfangen will, muß man sich dazu recht und wohl vorberciten. m) Die Vorbereitung, welche zum würdigen Ge¬ nüsse des heiligen Sacramentes des Altars nothwen- dig ist, ist zweyfach: die eine betrifft die Seele, die an¬ dere den Leib. Die Vorbereitung, welche die Seele betrifft, be¬ steht in der Reinigkeit des Gewissens, und in der Andacht des Herzens Ein reines Gewissen haben heißt, wenigstens von allen schweren Sünden frey seyn, das ist, sich im Stande der heiligmachenden Gnade befinden. Die Andacht des Herzens besteht: 1. In der Übung des Glaubens, der Hoffnung und Liebe. m) Der Mensch prüfe sich selbst, und alsdann esse er von diesem Brote und trinke aus diesem Kelche. 1. Kor. Xl. 28. 153 vezhnimu shivlenju fhpisha!. Po sap o vedi zirkve fmo dolshni pod fmertnim greham, Sakrament lv. relhniga telefa naj menje enkrat v’ leti, ino fiz er ob velikonoznnim zbali, prejeti. Sa- krament fvetiga refhniga telefa moremo tudi prejeti v' fmertni nevarnofti, ker je popol¬ nima k’ vezhnimu svelizhanju. Zirkva tudi she- li, de bi ga včrni vezhkrat v’ leti prejeli, ker je duhovna fhpisha ino shivesh dulhe. a. Od perpravlenja k ’ vrednimu vshitku teija Zakramenta. Ako hozhemo fveto refhno telo vredno prejeti, le moremo poprej prav ino dobro k’ temu perpraviti. m) Perpravlenje katero je k’ vrednimu vshi- vanju fvetiga refhniga telefa potrebno, je dvojno; eno sadene dufho, drugo telo. Perpravlenje, katero dufho sadene, ob- ltoji v’ zhiliofti velli, ino v’ poboshnolti ferza. Zhilto veft imeti fe pravi od fmertnih gre¬ hov proft biti, to je, v’ liani pofvezhujozhe gnade fe snajti. Poboshnoft ferza obftoji: 1. V’ obudenju vere, vupanja in lubesni. •m) Naj pofkufi zhlovek farsi febe, ino potem naj j6 od tega kruha, ino naj pije od tega kclha. 1. Kor. XI. 28. 154 2. In der Anbethung de- allerheiligsten Sa¬ kramentes des Altars. 3. In der dankbarlichen Erinnerung des Tode- Jesu Christi, zu dessen Gedächtniß dieses Sacrament eingesetzet und zu genießen befohlen ist. 4. In der Demuth und Übung anderer christ¬ lichen Tugenden, besonders aber in der Liebe des Näch¬ sten. Um das heilige Sacrament des AltarS würdig zu empfangen, soll man, außer einer gefährlichen Krankheit: 1. Von zwölf Uhr der vorhergehenden Nacht an nüchtern seyn. 2. Soll man in ehrbarer Kleidung erscheinen, und mit der größten Ehrerbiethigkeit zum Tische des Herrn hinzutreten. I)) Von demjenigen, was bet) dem Genüsse des heiligen Altarssacramentes zu thun ist. Wenn vor der Communion das Confiteor gebe- thet wird, soll man nochmahls Reue und Leid über feine Sünden erwecken. Wenn der Priester dem Vol¬ ke die heilige Hostie zeiget, so soll man dieselbe demü- thig anbethen, an die Brust schlagen, und sagen: Herr, ich bin nicht würdig, daß du eingehest unter mein Dach, sondern sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund. Bey dem Empfange der heiligen Hostie öffnet man sittsam den Mund, leget die Zunge auf die un¬ tere Lippe, nimmt das weiße Tuch, wenn eines vorhan¬ den ist, vor sich, genießt die heilige Hostie, ohne sie zu käuen, oder lange im Munde zu behalten. 155 2. V’ molenji prefvetiga Sakramenta refh- niga telefa. 3. V’ hvaleshnimu fpominu na fmertJesu- fa Kriftula, na katero fpomniti je ta Sakra- ment noterpoftavleu ino vshivati sapovedan. 4. V’ponishnofti ino obudenji drugih ker- fhanlkih zhednofti, fofebno pak v' lubesni blishniga. De Sakrament fvetiga refhniga telefa vred¬ no prejmemo, moremo svunaj nevarne bolesnir 1. Od polnozhi tefh biti. 2. V’ pofhtenim oblazhilu priti, ino s’ naj vezhim pofhtovanjam k’ boshji miši perftopitk b. Od tega , kar je per vshivanji fregati refhniga telefa fforiti. Kadar fe pred obhajilam Confiteor (ozhit- na fpoved) moli, moremo fhe enkrat grivingo- zhres grehe obuditi. Kadar mefhnik ludem lveto hoftjo pokashejo, jo moremo ponishne moliti, na perli terkati, ino rezhi: Golpod, jes nilim vreden, de ti grefli pod mojo ftreho , ampak rezi le beledo, ino osdra- vlena bo moja dulha. Per prejemanji fvete hoflje fe vuftazhedno odprejo, le poloshi jesik na ipodno vuftnizo, fe vseme bel pert, zhe je kateri pred rokami, pred fe, fe savshije fveta hoftja bres shve- zhenja ali dolgiga dershanja v’ vilah. l56 Von dem, was nach der heiligen Kommu¬ nion zu thun ist. Nach der heiligen Kommunion soll man: 1. Jesu Christo für die unendliche Gnade dan¬ ken, welche er uns dadurch erwiesen, daß er sich ge- würdiget hat, zu uns zu kommen, 2. ihn in Demuth anbethcn, 3. sich ihm aufopfern, 4. ihn bitten, daß er mit seiner Gnade in uns Beständig verbleiben wolle. 5. Glauben, Hoffnung und Liebe erwecken, und Me gemachten gute Vorsätze erneuern. 6. Ihm alle unsere Nöthen und alle Bedürfnisse der Seele und des Leibes vortragen. §. 4. Von dem Sacramente der Buße. Von dem, was vorläufig von diesem Sacra¬ mente zu wissen nöthig ist. Das heilige Sacrament der Buße ist ein Sa¬ krament, in welchem der dazu verordnete Priester an Gottes Statt dem Sünder die nach der Taufe began¬ genen Sünden nachläßt, wenn er sie reumüthig und vollständig beichtet, auch den ernstlichen Willen hat, sich zu bessern, und wahre Buße zu wirken, n) n) Der Herr Jesus blies seine Jünger an, und sprach zu ihnen: Nehmet hin den heiligen Geist: welche» ihr die Sünden erlasset, denen sind sie erlassen, und welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten. Joh. XX. 2L. 28. 15T c. Od tega kar po/belim obhajili/to rili moremo. Po fvetim obhajili moremo: 1. Jesula Kriftufa sahvaliti la nefkon/.hno gnado, katero je on nam fkos to fkasal, d fe je vred ni g a ftoril, k’ nam priti. 2. Njega v’ ponishnofti moliti. 3. Se njemu perporoahiti. 4. Njega profiti, de bi on s’ fvojoj gnadoj v’ naf ftanovitno oftati hotel. 5. Vero vupanje ino lubesen obuditi, ino vfe Itorjene dobre naprejvsetja ponoviti. 6. Njemu vfe nafhe nadloge ino duflie ino telefa naprejnefti. §. 4. Od Zakramenta pokore. Od tega, kar je najpred od tega Zakramenta potreba, snafi (rediti). Sakrament fvete pokore je Sakramenl, v’ katerim k’ temu poftavlen mefhnik na me- fio Boga grefbniku po kerfli Itorjene grehe odpufti, ako fe njih sgrivano ino /.liifto (pove, tudi refnizhuo volo ima, fe poboljfhati, ino pravo pokoro delali, n) n) Gofpod Jesof je dehtu'1 v’ fvoje jogre, iito njim rekel: Prejmete fveiiga Duha: katerim hote grehe odpuftili. tem fo odpnfheni, ino katerim nje hote sadershsli, tem fo saderehani. Joari. XX. 22. 23. 158 Dieses Sacrament ist Allen nothwendig, welche «ach der Taufe schwer gesünbiget haben, o) Wir er¬ langen durch dasselbe: 1. Verzeihung der Sünden, 2 Nachlassung der ewigen Strafe, 3. die Gnade Gottes, 4. die Ruhe des Gewissens. Wahre Buße wirken heißt, zu Gott wiederzu¬ rückkehren, von dem man sich durch die Sünde ab- gcwendet hat, p) seine Sünden verabscheuen, wahr¬ haft bereuen, sie beichten, und dafür genugthun. Zum Sacramente der Buße werden 5 Stücke erfordert. Diese sind: 1. Die Erforschung des Gewissens. 2. Reue und Leiv. 3. Der ernstliche Vorsatz. 4. Die Beicht. 5. Die Genugthuung. a) Von der Erforschung des Gewissens. Das Gewissen erforschen heißt, nachdenken, was man von der letzten Beicht, oder von der Zeit an, da man die Sünde zu erkennen angefangen, gesündiget hat. Bey Erforschung des Gewissens soll man vor allem andern den heiligen Geist anrufen, damit er a) Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er getreu und gerecht, unsere. Sünden zu vergeben, und uns von aller Ungerechtigkeit zu reinigen. t.Joh. 1.9. Welchen ihr die Sünden vergeben werdet, denen sind sie vergeben, und welchen ihr sie behalten «erdet, de¬ nen sind sie behalten. Joh. XX. 23. ») Wendet euch wieder zu mir, ihr abtrünnigen Kinder, und ich will euch von eurem Abfalle heilen. Sieh, wir kommen zu dir; denn du bist unser Herr und Gott. Jer. lll. 22. Erkenne deine Missethat, da du wider den Herrn, deinen Gott, gesündiget hast. Jer. »I. 13. m Sakrament fvete pokore je vfetn potreben, kateri fo po kerftu Imerlno grefhili. o) Mi sadobimo lkos njega: 1. Odpufhenje grehov. 2. Odpufhenje vezhnih fhtrajfing. 3. Gnado boslijo. 4. Mir vefti. Pravo pokoro delati fe pravi, k’ Bogu fe verniti, od kateriga fe je kdo fkos greh oaver- nil, pj fvoje grehe zhertiti, refnizhno sgrivati, tihih fe fpovedati ino sa nje sadofti ftoriti. K.’ Sakramentu pokore je pet delov potrebnih. Oni fo: 1. Premifhlavanje vefti. 2. Grivinga. 3. Terdno naprejvsetje. 4. Spoved. 5. Naloshena pokora. a. Od premi/hluvarija vefti. Veit premifhlavati fe pravi, premifiiti, kaj je kdo od fvoje sadne fpovedi, ali od zhafa, kadar je sazhel greh fposnati, pregrefhil. Per premifhlavanji vefti moremo naj poprej fveti- ga Duha na pomozh klizati, de naf rasfve- o) Zhe nafhe grehe povemo, je sveft ino pravizhen. de nam nafhe grehe odpufti, ino naf od vfe hu¬ dobe ozhifti. 1. Joan. I. 9. Katerim hote grehe odpuftili, tem fo odpufheni, ino katerim nje ho¬ te sadershali, t£m fo sadershani. Joan. XX, 28- p) Preobernite fe otrozi, ino vernite fe, ino vaf bom od vaflie nepokorfliine osdravil. Glej, mi pri¬ demo k’ tebi, sakaj ti fi Gofpod nafh Bog. Jerem. Ul. 22. Vender fposnaj tvojo krivizo, ker li so- perGofpoda tvojiga Boga grefhila. Jerem. lil. 18. 160 uns erleuchte, und ',u erkennen" gebe, was, und wo¬ durch wir gesündiget haben; g) alsdann soll man sich bedenken: Überhaupt: Ob man mit Gedanken, mit Begierden, mit Worten, oder gar im Werke selbst gesündiget habe. Man muß sich dabep besinnen über die Gattung und Zahl der schweren Sünden, wie auch über die Umstande, welche die Sünde merklich vergrößern, oder verändern. Insbesondere: 1. Ob man wider die zehn Gebothe Gottes, oder wider die fünf Gebothe der Kirche gehandelt habe. 2. Ob man einer oder mehr, eigener oder auch fremder Sünden schuldig sey. 3. Ob man die Werke der Barmherzigkeit au dem Nächsten zu üben, oder anderes Gute, was man zu thun schuldig war, unterlassen habe. 4. Ob man die Pflichten seines Standes erfül¬ let, oder nicht erfüllet habe. Bey Erforschung der bösen Gedanken muß man beobachten, ob man ein freywilliges Wohlgefallen ge¬ habt, und bey Begierden, ob inan eingewilliget habe, wenn gleich das Werk nickt erfolget ist. Man kann « ) Du, o Herr, du bist meiner Leuchte Licht! Mein Gott, erleuchte meine Finsterniß! Ps. XVil. S9. Gehet hin zu ihm, ihr werdet erleuchtet, und eure Angesichter werden nicht beschämet werden. Ps. XXXlil. 6. 161 ti, in fposnati da, kaj ino s* zhem fmo mi pregrefnili; y) potem moremo premifliti ; Sploh: Ali fmo s’ mifhlenjam, s’ poshelenjam, s’ befedami, ali zelo v’ djanji grefhili. Sraven tega fe moremo tudi (pomniti na forto ino fhtevilo fmertnih grehov, kakor tudi na okol- fhine, katere greh sa fposnanje povezhajo ali fpremenijo. Pofebej: 1. Ali fmo soper defet boshjih sapovedi, ali pet zirkvenih sapovedi grefhili. 2. Ali fmo eniga ali vezh, lahnih ali tu¬ di ptujih grehov krivi. 3. Ali fmo dela milofti proti blishnimu fka- sati, ali kaj drugiga dobriga, kar fmo ftoriti dolslini bili, opultih. 4. Ali Imo dolshnofti fvojiga Itana fpolnili, ali ne. Per premifhlavanji hudih mifli fe more gledati, zne je zhlovek radovolno dopadenje imel, ino per sheljah, ali je on pervolil, ako ravno djanje fe ni sgodilo. Per premifhlavanji p) Ti, o Gofpod, fi luzli mojiga fvetila! moj Bog, rafvetli mojo temo! Pfalni XVII. 29. Blishajte fe k' njemu, ino vi bote rafvetleni, ino valili obrasi ne bodo k’ framoti. Pfalm, XXXIII, 6. Jflein. Cefeh- beutfch^vvtnbtfch- 2 162 sich bey Erforschung des Gewissens der Zahl der schwe¬ ren Sünden erinnern, wenn man nachdenkct, ob die Sünde alle Tage, Wochen oder Monathe geschehen sey, und wie ost in einem Tage, in der Woche, im Monathe. 6) Von der Reue und Leid. Die Reue und Leid ist ein Abscheu vor der Sünde über alles Übel, und ein innerlicher Schmerz über die Beleidigung Gottes, mit dem ernstlichen Vorsatze, Gott nicht mehr zu beleidigen. Die Reue und Leid muß 1. innerlich, 2. übernatürlich, 3. über Alles, und 4. allgemein seyn. Die Reue ist innerlich, wenn sie nicht nur im Munde, sondern auch im Herzen ist, das heißt, wenn der Sünder sich nicht nur bloß mit Worten reumü- thig ausdrücket, sondern innerlich im Herzen gerührt ist.!') Die Reue ist übernatürlich, wenn der Sün¬ der durch die Gnade des heiligen Geistes, und aus übernatürlichen Gründen zur Reue beweget wird.«) Sie ist bloß natürlich, wenn der Sünder aus bloß natürlichen Beweggründen die Sünde bereut uud verabscheut; zum Beyspiele, weil er zeitlicher Weise unglücklich geworden, und in Schande oder Scha¬ den gekommen ist. Die bloß natürliche Reue ist nicht hinlänglich, bep Gott Verzeihung zu erhalten. Die r) Ein zerknirschter Geist ist ein Opfer vor Gott; ein zerknirschtes und demüthigcs Herz wirst du, o Gott! nicht verachten. Ps. 1^. 19. Die Traurigkeit, die nach Gott ist, wirket Buße zur beständigen Seligkeit. 2. Kor. VII. 10. b) Od grivinge. Grivinga je zhertenje greha zhres vfe hu do,ino snotrajna shalolt zhres rasshalenje Bo ga, s’ terdnim naprejvsetjam, Boga ne vezi rasshaliti. Grivinga more biti: 1. snotrajna 2. zhres naturo, 3. zhres vfe drugo, ino 4 zhres vfe grehe. Grivinga je snotrajna, kadar ni farno v’vu ttah, ampak tudi v’ ferzi, to fe pravi; kadai grefhnik ne isrezhe farno s’ befedami fvoj< shalofti, temuzh kadar tudi snotraj v’ serzi shalolt obzhuti. s) Grivinga je zhres naturo kadar je grefhnik 1'kos gnado fvetiga Duh ino 1’kos znresnaturne vsroke k’ grivingi ga¬ njen. rj Ona je samo naturna, kadar grefhnik farno sa pofvetnih vsrokov volo greh obshaluj ino zherti; poltaviiu, ker je zlialno nelrezhen poftal, ino v’framoto ali fhkodo prifhil. Sa¬ mo naturna grivinga ni sadofti, per Bogu od- r) Bogu dopadejozh ofer je shalofti pola duh: sgrivaniga ino pouishaniga ferza, o Bog! ne bofh sanizhaval. Pfalm L. 19. s) Shaloft, katera je po Bogu, pernefe s’ 1'eboj pokoro k’ ftaiiovitiiimti svelizba ju. 2 Kor. Vil, 10 . 8 2 vefti fe sna zlovek na fhtevilo fmertnih gre¬ hov (pomniti, kadar on pomifli, zhe fe j greh vfak dan, vlak teden, vlak mefez s«' dil, ino kolikorkrat na dan, na teden ali melez 164 Reue ist über Alles, weun es den Sünder mehr reuet, daß er Gott beleidiget hat, als wenn er Alles in der Welt verloren hätte. Die Reue ist allgemein, wenn sie sich auf alle Sünden, keine ausgenommen, erstrecket. Die übernatürliche Reueistzwepfach, die vollkom¬ mene und die unvollkommene. Die vollkommene Reue ist ein übernatürlicher Schmerz und Abscheu vor der Sünde, weil man Gott, das allerhöchste Gut, welches man über Alles liebet, beleidiget hat; dabey muß ein ernstlicher Vor¬ satz sepn, Gott nicht mehr zu beleidigen. Man kann die vollkommene Reue auf folgende Weise erwecken: Mein Gott, alle meine begangenen Sünden sind mir von Herzen leid, werk ich dadurch dich, meinen liebenswürdigsten Gott, das allerhöchste unendliche Gut, welches ich von Herzen liebe, beleidiget habe. Ich nehme mir ernstlich vor, mit deiner Gnade mein Leben zu besten, und lieber Alles, auch den Tod selbst zu leiden, als dich, meinen Gott, das allerhöch¬ ste Gut, mit einer Sünde mehr zu beleidigen. Gib mir die Gnade zur Erfüllung dieses meines Vorsat¬ zes ; darum bitte ich dich durch die unendlichen Ver¬ dienste deines göttlichen Sohnes unsers Herrn und Erlösers Jesu Christi. Um eine vollkommene Reue zu erwecken, muß man 1. Gott um seine Gnade bitten. 2. Sich wohl zu Gcmüthe führen, wer derjenige scy, den man be¬ leidiget hat. 3. Man muß sich in Erweckung der Reue öfter üben. Der Mensch ist schuldig, eine voll¬ kommene Reue zu erwecken: 1. Da er ein heiliges Sacrament empfangen soll, sich aber in dem Stande der Ungnade befindet, und nicht Gelegenheit hat, zu beichten. 2, So oft er in einer Todesgefahr ist. 165 pufhenje sadobiti. Grivinga je zhres vfe dru¬ go, kadar je grefhniku bolj shal, deje Boga rasshalil, kakor de bi vfe na Iveti bil sgubil, Grivinga je zhres -vfe grehe, kadar vfe gre¬ he, nobeniga vunvsetiga, obfeshe. Zhresnaturna grivinga je dvojna, popol- nania ino nepopolnama. Popolnama grivinga je zhesnaturna sba- loft ino zhertenje greha, ker fmo Boga, naj vikfhi dobroto, katero zhres vfe lubimo, ras- shalili; sraven tega more terdno naprejvsetje biti, Boga ne vezli rasshaliti. Popolnama gri¬ vinga fe tako obudi: Moj Bog, vii moji grehi me is ferza gri- vajo, ker fim jes skos nje tebe, mojiga lu- besniviga Boga, naj vikfhi nefkonzhno do¬ broto, katero is ferza lubim, rasshalil. Jes fi terdno naprejvsemen, s’ tvojoj gnadoj mojo shivlenje pobolfhati ino rajfhi vfe, tudi fmert terpeti, kakor tebe, mojiga Boga, naj vik¬ fhi dobroto, s’ enim grelnim vezli rasshalit’. Daj meni gnado, mojo naprejvsetje dershati; sato te prolim fkos nefkonznane saflushenje tvojiga $Jina boslrjiga nafhiga Gospoda ino Svelizharja Jesufa Kriftufa. Kdor hozhe popolnama grivingo obuditi, more: 1. Boga se njegovo gnado profiti. 2.čSi dobro k’ lerzu vseti, kdo tifti je, kateriga je on rasshalil. 3. Vezhkrat grivingo obuditi. Zhlovek je dolshen, popolnama grivingo obu¬ diti: 1. Kadar bi imel en fvet Sakrament prejeti, pa ni v’ liani gnade, ino perloshno- lli nima, fe ipovedati. 2. Kolikorkrat fe v’ 166 Sehr nützlich ist es, die vollkommene Reue alle Tage zu erwecken, besonders ehe man schlafen geht. Sie wirket die Vergebung aller Sünden bey denen, wel¬ che nicht Gelegenheit, aber doch den ernstlichen Wil¬ len haben, sobald es möglich ist, zu beichten. Die unvollkommene Reue ist ein übernatürlicher Schmerz und Abscheu vor der Sünde, entweder, weil die Sünde an sich'selbst abscheulich ist, oder weil auf sic der Verlust des Himmels, und die ewige Strafe der Hölle folget; dabcp muß ein ernstlicher Vorsatz seyn, Gott nicht mehr zu beleidigen. Der Sünder, welcher eine unvollkommene Reue erwecket, muß durch die Verdienste Jesu Christi Verzeihung seiner Sün¬ den hoffen, und Gott als den Urheber aller Gerech¬ tigkeit und seiner eigenen Rechtfertigung zu lieben an¬ fangen. Man kann dieselbe auf folgende Weise er¬ wecken: Mein Gott! es ist mir von ganzem Herzen leid, daß ich dich beleidiget habe. Ich verabscheue auf¬ richtig, und hasse von Herzen meine Sünden, theils wegen ihrer Abscheulichkeit, theils auch, weil ich durch sie den Himmel verloren, und die Hölle ver¬ dienet habe; und so sehr ich die Sünde Haffe und verabscheue, eben so sehr liebe ich von nun an die Gerechtigkeit, und dich, o mein Gott! welcher du die Quelle und der Urheber aller Gerechtigkeit bist. Ich hoffe von deiner unendlichen Barmherzigkeit durch die Verdienste Jesu Christi, meines Erlösers, Verzeihung meiner begangenen Sünden, und nehme mir ernstlich vor, mit deiner Gnade künftig nicht mehr zu sündigen. 167 fmertni nevarnoiii snajde. Prav haflivo je, po- polnama grivingo vfak dan obuditi, pofebno ' 1 r ' i. Skos popolnama grivin- kateri nimajo perloshnoftl, pa vunder pravo volo fe fpovedati, kak hitro je mogozhe, Nepopolnama grivingaje zhresnaturna sha- loii ino zhertenje greha, ali sato, ker je greh lam na Tebi gerd, ali sato, kčr grefhnik ne. bela sgubi, ino vezimo fhtrajfingo v’ pekli sa- lliishi; sraven tega more terdno naprejvsetje biti, Boga ne vezh rasshaliti. Grefhnik, ka- • teri nepopolnama grivingo obudi, more fkos sallushenje Jesufa Kri (tu la odpushanje fvojih grehov vupati, ino Boga kakor sazhetnika vfe pravize ino fvoje pravizhnofti lubiti sazhe- ti. Nepolnama grivinga fe tako obudi; Moj Bog! menjeshal is zeliga ferza, de fim tebe rasshalil. Jes zhertim relnizhno, ino fovrashiin is ferza moje grehe, sato ker fona fe- bi gerdi, kakor tudi sato, keriim fkos nje nebela sgubil ino pekel saflushil; ino kakor jes gre¬ he fovrashim ino zhertim, tako jes pravizo, ino tebe, o moj Bog! odsdaj lubim, kateri ii sazhetik vfe pravize. Jes savupam od tvoje nefkonzhne milofti fkos safiushenje Jesufa Kri (tufa mojiga svelizharja odpuflienje mojih grehov, ino fi terdno naprejvsemem, s’ tvojoj odpufhanje vfeh grehov, / 168 o) Von dem ernstlichen Vorsätze. Ein ernstlicher Vorsatz ist ein aufrichtiger Wil¬ len, sein Leben zu bessern, und nicht mehr zu sün¬ digem t) Wer einen aufrichtigen Willen sich zu bessern hat, muß entschlossen seyn: 1. Alle Sünden, wie auch die nächsten Gele¬ genheiten und die Gefahren zur Sünde zu vermeiden. 2. ' Aller Neigung zur Sünde zu widerstehen, und alle zur Bewahrung der Gnade nöthigen Mit¬ tel zu ergreifen. 3. Das fremde Gut zurückgeben, das Ägcr- niß, welches die Sünde verursachet hat, und den Schaden, welcher dem Nächsten an feiner Ehre, an seinen Gütern, oder auf eine andere Weise ist zuge- füget worden, wieder gut zu machen. 4. Allen Feinden und Beleidigern von Herzen zu verzeihen. 5. Alle Pflichten seines Standes genau zu er¬ füllen. eutfd>*ttnnbtfd>. Stt 178 ncr Ablaß ist derjenige, wodurch nicht alle zeitlichen Strafen, sondern nur ein Theil derselben erlassen wird. Dergleichen sind Ablässe von vierzig Tagen, von einem oder mehreren Jahren. §. 5. Von dem Sacramente der letzten Echlung. Die letzte Echlung ist ein Sacrament, in wel¬ chem der Kranke durch Vie Salbung mit dem heili¬ gen Öhle und durch das vorgeschriebene Gebeth des Priesters die Gnade Gottes zur Wohlfahrt der Seele, und öfters auch des Leibes empfängt, vv) Dieses Sacrament wird die letzte E)hlung ge¬ nannt, weil sie unter allen heiligen Salbungen, die der Herr, unserHeiland, seiner Kirche anbefohlen hat, auf die Letzte zu reichen ist. Die letzte Hhlung wirket: 1. Die Vermehrung der heiligmachenden Gnade- 2. Nachlassung der läßlichen und auch jener schwe¬ ren Sünden, welche der Kranke aus unsträflicher Ver¬ gessenheit oder Unvermögenheit nicht gebeichtet hat. Ist jemand krank unter euch, der berufe die Priester der Kirche zu..sich; und sie sollen über ihn bethen, und ihn mit Ohle salben im Nahmen des Herrn. Und das Gebeth des Glaubens wird dem Kranken Helsen, und der Herr wird ihn erleichtern, und wenn er in Sünden ist, werden sie ihm vergeben werden. Jak. V. 14. IS. 179 flushil. Nepopolnoma odpuftki pa fo tilii, fkos katere ne bodo vfe zhafne fhtrajlinge, ampak le en del tiftih odpufhen. Takfhni fo odpuftki od fhtiridefet dni, od eniga ali vezli let. §. 5. Oil Zakramenta pofUdmga olja. Sveto pofledno olje je Sakrament, v’ ka¬ terim bolnik fkos masanje s’ fvetim oljarn ino fkos naprej pifano molitvo mefhnika gnado boshjo k’ osdravlenju dufhe ino vezli krat tudi telela sadobi. w) Ta Sakrament le pofledno olje imenuje, ker fe med vfemi fvetimi masanjami, katere je Gofpod, nafh svelizhar, fvoji zirkvi sapove- dal, naj na sadne deli. {■»veto pofledno olje ftori: 1. Pomnoshenje pofvezhujozhe gnade. 2. Odpufhanje malih ino tiftih velikih gre¬ hov, katerih fe bolnik is neobdolshlive posa- blivolti ali is nepremoshnolti ni fpovedal. \v) Ako je kdo bolen med vami, naj podile po zirkve- ne melhnike, ti naj molijo nad njim ino naj nje¬ ga pomashejo s’ oljarn v’ imenu Gofpodovini. Ino verna molitva bo bolnika osdravila, ino Gofpod bo dal, de bo njemu bolfhi, ino ako je v’ grehih, bodo njemu odpufheni, Jak. V. 14 . 16 . m 2 180 3. Die Befrepung,, von den bösen Folgen der Sünde und von deren Überbleibseln. 4. Stärke, um den Anfällen und Versuchungen des Teufels zu widerstehen. 5. Hülfe wiver die allzu große Angst deS heran- nahenden Todesund deS bevorstehenden Gerichtes. 6. Auch öfter die leibliche Gesundheit, wenn ste rum Seelenheile gedeihlich ist. Der Kranke soll sich zur letzten Ohlung vor¬ bereiten mit lebendigem Glauben und festem Ver¬ trauen auf Gott, mit gänzlicher Ergebung m den göttlichen Willen; vor Allem aber soll er sich durch die heilige Beicht in den Stand der Gnade setzen, oder, wenn er nicht beichten kann, wahre Neue und Leiv'über seine Sünden erwecken. Die letzte Ohlung ist zur Seligkeit mcht unum¬ gänglich nöthig; jedoch soll der Kranke nicht versäu¬ men, sie zu empfangen, und zwar wegen der vielen Gnaden, die er dadurch erlanget. tz. 6. Von dem SacramenLe der Priesterweihe. Das Sacrament der Weihe überhaupt ist ein Sacrament, wodurch denen, welche sich dem Dien¬ ste der Kirche widmen, eine geistliche Gewalt und besondere Gnade verliehen wird, gewisse Kirchenäm¬ ter zur Ehre Gottes und zum Heile der Seelen recht und heilig zu verrichten.x) Ich ermahne dich, daß du die Gnade Gottes wie¬ der erweckest, welche durch die Auflegung meiner Hände in dir ist- E- Tmi. I. 6. 181 3. Odrefhenjeod hudih naftopkov grehov ino od njih oftankov. 4. M oz h nadleso vanju ino fkufhnjavam hudizha fe soperliaviti. 5. Pomozh proti preveliki bridkofti blish- ne fmerti ino prihodne fodbe. 6. Tudi vezhkrat telefno sdravje, kadar je k’ dufhnimu sveli/,banju. Bolnik fe ima k’ poflednimu olju perpra- viti s’shivoj veroj, ino s’terdnlm savupanjam na Boga; s’ popolnim isrozhenjam v’ boshjo volo; pred vfem pa fe ima fkos fveto fpoved v’ lian gnade poftaviti, ali, zhe fe fpovedati ne more, pravo grivingo zhres fvoje grehe obuditi. Pofledno olje k’ svelizhanju ni zelo po¬ trebno, vunder bolnik naj ne samudi, tifto prejeti, ino ftzer savolo veliko gnad, katere lkos tifto sadobi. §, 6 . OdSakramenta mefhnikov shegnovanja. Sakrament shegnovanja fploh je Sakra- ment, fkos kateriga tiftim, kateri fe k’ flushbi zirkve podajo, duhovna oblaft ino pofebna gnada dodeljena bode, nekatere zirkvene opra¬ vila k’ zhafti boshji ino k’svelizhanju dufhprav ino fveto opraviti. x) x) Sa tdga volo tebe opominjam, de boshjo gna- do obudifh, katera je v’ tebi fkos poloshenje mojih rok, 2. Tim, I, 6. 182 Das Sacrament der Priesterweihe insbesondere ist ein Sacrament, durch welches denen, die zu Prie¬ stern geweihet werden, die Gewalt sowohl in den wahren Leib Jesu Christi, als auch in den geistlichen, welchen die Gläubigen ausmachen, gegeben wird. Diese Gewalt der Priesterweihe besteht darin: 1. Daß die Priester Brot und Wein in den wah¬ ren Leib und das wahre Blut unsers Herrn Jesu Christi verwandeln, und denselben dem himmlischen Vater aufopfern können. 2. Daß sie den Gläubigen die Sünden Nach¬ lassen oder Vorbehalten können. tz. 7. Von dem Sacramente der Ehe. Das Sacrament der Ehe ist eine unauflösli¬ che Verbindung, durch welche zwey ledige, christ¬ liche Personen, Mann und Weib sich ordentlicher Weise zusammen verheirathen, wozu ihnen Gott durch die¬ ses Sacrament die Gnade gibt, daß sie in ihrem ehelichen Stande Lis in den Tod gottselig verharren, und ihre Kinder christlich auferziehen. Der Apo¬ stel Paulus nennt dieses Sacrament ein großes Sa¬ crament in Christo und in der Kirche; r) weil eS v) Daher sind nicht mehr zwey, sondern nur Ein Fleisch. WaS nun Gott zusammengefügct hat, das soll der Mensch nicht scheiden. Matth. XIX. 6. 2) Dieß ist ein großes Sacrament, ich sage aber in Christo und in der Kirche. Ephes. V. 32. 183 Sakrament mefhnikoviga shegnovanja po- febej je Sakrament, fkos kateriga tem, kateri sa mefhnike shegnani bodo, oblaft, tako dobro v’ pravo telo Jesufa Kriftufa, kakor tudi v’ du¬ hovno telo, katero fo verni, dodeljena bode. Oblaft mefhnikoviga shegnovanja obftoji v’ temu: 1. De mefhniki kruh ino vino v 1 pravo te¬ lo ino pravo kri nafhiga Gofpoda Jesufa Kri¬ ftufa fpremeniti, ino tifto nebefhkimu Ozhetu ofrati samorejo. 2. De vernim grehe odpuftiti, ali sa- dershati samorejo. §. 7. Od Zakramenta fvetiga sakona, Sakrament sakona je nelozhliva savesa,#} fkos katero fe dve nesakonfki kerfhanfki perfhoni, mosh ino shena, po navadni fhegi sarozhita, k’ zhemu njima Bog fkos ta Sa¬ krament gnado da, de v’ tvojim sakon- fkim ftani noter do fmerti bogabojezha ofta- neta, ino fvoje otroke po kerfhanfkim sre- dita. Apoftol Pavl imenuje ta Sakrament velik Sakrament v’ Kriftufi ino v’ zirkvi; z) y) Satorej nifta vezli dva, ampak le eno meto. Kar je tedaj Bog vkup fklenil, nima zhlovek lozhiti. Mat. XIX. 6. z) To je velik Sakrament, jes pakrezhem v’ Kri¬ ftufi ino v’ zirkvi. Eiesh. V. 32. 184 die geistliche Vereinigung Christi mit seiner Kirche vorstellet. Der Ehestand ist eingesetzt: 1. Zur Fortpflanzung des menschlichen Ge¬ schlechtes. 2. Zur gemeinschaftlichen und wechselweise« Hül¬ fe der Verehelichten, 3. Zum Mittel wider die unordentliche Begier¬ lichkeit deS Fleisches, e) Der Ehestand ist überhaupt zur Fortpflanzung des menschlichen Geschlechtes nothwcndig, nicht aber für jeden Menschen insbesondere, denn der ledige Stand ist für einzelne Personen vollkommener. ) 4. An¬ dere zur Sünde reizen, e) 5- Andere Sünde lo¬ ben. ) Lasset uns wachen und nüchtern sepn. 1. Tess. V. 6. Sieh das Erempel der 3 Knaben, die die königlichen Speisen verachteten, und mit Gemüse zufrieden wa¬ ren. Dan. 22. x) Die Frucht des Geistes ist Geduld und Sanftmuth. Gal. X. 22. 23. Sieh daS Erempel Davids gegen den Semei. 2. König. X.XI. g) Sepd inbrünstig im Geiste. Röm. XU. r) Suchet zum ersten daS Reich Gottes und seine Ge¬ rechtigkeit. Matth. VI. 33. «) Christus fordert von denen, die seine Jünger sepn wollen (Matth. X Vl. und Lucas IX. 2. 3. >: Wenn Jemand mir nachfolgen will, der verläug 'e sich selbst, i) und nehme sein Kreuz auf sich. 209 Ponishnolt je napuha protipoftavlena. k} Dareshlivolt lakomnoiti. IJ Zhiftoit nezhiftofti. m) Lubesen nevolhlivofti. n) Mernoft poshreih- nofti. o) Poterpeshlivoft jesi./t) Gorezhoft k’ dobrimu lenobi, (f) K’ kerfhanfki pravizi flifhijo fhe dolsh- nofti, katera je Jesul' Krifluf polebno sapove- dal. Dolshnolti, katere je JesufKriftus po- febno sapovšdal, fo te: 1. INajpoprej boshjo kraleltvo ino njego¬ vo gnado ilkati. r) 2. Nam Tebe satajiti. s) 3. $voj krish nofiti. t) 4, Sa Kriftulam hodi- k) Bog je prevsetnim naproti, ponishnim pak da gnado. 1. Petr, V. 5. l) Dajte, ino vam bo dano. Luk. VI. 38. m) Ti lo, kateri niii bili s’ shenami ognufeni, ftasod. Joan. XIV. 4, n) Sad duha je lubdsen, mir, perjasnoft, dobrota. Galazh. V. 22. Glej sgled Jonatana proti Davi¬ du. 1. Kral. XVIII. 23. o) Zhuvajmo ino bodimo tresni. I. Tefal, V, 6. Po¬ glej sgled treh mladenzhov, kateri fo kralove je¬ di sanizhovali, ino s’ fozhivoj sa dobro vseli, Da¬ niel, I. 12. p) Sad duha je poterpeshlivolt ino krotkofl. Galazh. V. 22.23. Glej sgledDavida proti Simei. 2. Kral. XVI, q) Bodite gorezhi v’ Duhu. Rimi. XII. 11. rj Ifhte najprej boshjo kraleltvo ino njegovo pra- vizo. Mat. VI. 33. s) Kdor hozhe sa meno priti, ta sataji fam febe. (To hozhe imeli Kriltul' od fvojih jogrov. Mat. XVI. 24. ino Luk. IX, 23.) t) Ino vsemi fvoj krish, $letn. 2efeMeutf