' ---> - - w 4, H rnsyr« / ÄA. — , / r- s»K Z^cbeii / und MM Deß Heiliges u.HIFi.'1'lEK Mohns deß Königs Auß * mm Der von Menge fromer Lhristcn in Ob® gram/ m S. Mart wi-pfcum auff Dem/ sogenannten Judocm- Berg/ mit Erfolg ohn« zahibahrer Gnaden/ andächtig verehret wird. Nebst Einem Anhang von dessen Tags Zeiten/ und verschiedenen @iebetter: Zu grösserer Ehr-GOttes/und Seines heiligen/ zusamd getragen; unv mit Gatheijsung Hoher Geistlicher Obrigkeit in Druck gegeben Anno 1739. Laydach/bey Adam Neichhardt, Tu TU*<4Hfc Ta Hfc 3*3* 3£3* Fhro WochM-ürsilichen Gnaden Dem Hoch würdigste Hochgebohrnen deß Heil. Röm. Sleichs Fürsten/ und Herrn/ Hmn SIGISM UNDO FE LI CI Fürsten / und Bischoffen ter Exempte« Cathedral-to* eben zu Laybach/Grassen vonSchrat-tenbach/ Freyherrn in Heggenberg und Ofterwitz/deß hohcnErtz-Slüfft SaltzburgDomm-Herrn Meinen gnädigsten Herrn/Herrn Ordinario, &c.&:ct ÖZoQlOW ochivürdigff»Bochge^ bol-rner Reichs Fürst Gnädig« ster Fürst/und Herr/ Herr ^Antz billich wird bife# i Wercklein Euer Hoch-Fürstlichen Gnaden/rc.rc. zuge-schriben/ dteweiüen es gleichsam deroselben Eigenthum/und Ihnen mit allenFug zugehörig/als welches denBerichtderAndacht Zu den Heil. Judoco enthaltet; die da unter glückseeliger Regierung / und höchst-ersorießlicher Obsicht Euer Hoch-Fürstlichen Gnaden / rc. rc. zu so großen Auffnahm und Wachsthum gelanget/und befördert worden m. A 2 CS Es ftynd zwar nicht wenig / noch geringe Wshlthatten von Euer Hoch-Fürstlichen Güttig-Mt der Pfarr - Gemeinde / und Kirch St. Mörten vor Lrain-burgzukowmen/ doch willdisen nichts nachgcben / sonderen gleichsam den Verzug behaub-ten der in gemelter Pfarr gelegene Heil. ]udoci-35er$ / als dessen Andacht sich Euer Hoch-Fürstliche Gnaden also villhabe angelegen scyn lassen/ daß Sie nach deroselbenVermehrung mit unablasiger Sorg getrachtet/ wie auch allerhand hierzu ver-hülfliche Drittel/und Weiß vorsichtig erfunden und angewendet haben. Dahero dann geschehen daß Sie ausser der Kirchen aufeinen gar füglich darzu auß- ges gesehen-und bestimbtenOrth ein schöne §apell haben auffbauen / und solche zum Trost/ und Andacht derWaifarlher außzierm lassen/damit allda bey grösseren Zulauff dem hauffigen Volck / welches die Kirch nicht fassen könte/ zur Anhörung der Heit. Meß bequeme Gelegenheit ver-schaffet wurde. Auß gleichen Vorhaben/ und Begierd den GOtts-Dienst/und die Verehrung deß Heil. judoci zu beförderen haben EuerHoch-Fürstli-che Gnaden/rc. rc. die neue grössere Kirch zu erbauen nicht nur beschlossen/und den Anfang gemacht/sondern auch solchenBau mit dero hülffreicher Freygebig-keit zum erwünschten Fortgang gebracht. Auffdaß aber die An-A 3 dacht dacht zu den Heil. Tudoco sowol ander Zahl seiner Verehrer/als auch an den Eyffer derenselben wachsin und zunehmen möchte/ haben Hochgedacht dieselbe/unter den Nammen und Schuß dt* ses wunderthatigen Heiligen ein BruderHafftauffgerrcht/ foU chervekschiedemAblaß vonJhro Pabstlichen Heiligkeit erhalten/ wie auch zum Trostder abgestor-bmenBrüder/ und Schwester den Altar-Ablaß zur Erlösung einer Seel auß dm Fegfeuerzu-wegen gebracht. Endlichen damit der fromenWallfahrter (Et)* fer und Andacht durch geistliche Gewinn angefri^het werde/ist auch vor dieselbe von Euer Hoch-Fürstlichen Gnaden vollkommener Ablaß auffalle Zeiten erlanget wordm. Außdisenund anderen vor dieKirch/ und Andacht deß Heil. Judoci auffsich genommm Sorgkund Beinüh-ungen / wie auch vilfältig-erwi-senen Hülff-und Guthatten m höllet genuegdie höchste Billich-keit / welche da erfordert/ daß gleich bey den Eingang dises Büchlein/welcheönemblichdm mit neuer Andacht blühenden St. Jndoci-33:rg vor stellet/ jenes mit offentlicherBekandtnus Euer Hoch-Fürstlichen Gnaden/rc.rc. zugeeygnet werde/ was von Deroftlben ruhm-wür-digsten Eyftr vor dieEhrGOt-tes und seinerHeiligcn mtfpmn-gen/durch Dero Ansehen unterstützet/ und durch Jhrewacht-samrsteObsorg glücklich vermeh-A 4 ret ret werden. GOttder Allerhöchste verlyhe auffdieVorbitt dcß Heiligen judoci daß Euer Hech-Fürstliche Gnaden nach Verdienst Derosclben Gottsee-ligstcn Eyfer/ und anderer herrlichsten Tugenden jene Dero Hoch - Adelichen Famili, und Stainmen gleichsam erblich zuständige Glückseeligkeit / daß itemblich in selbiger alles besonders groß / und ansehnlich stye/ auch durch ein langwiriges/und sowol mit zahlreichen Jahren / als vollständigen Vergnügen beglücktes Alter erreichen / gleichwie Sie allbereit dieselbe durch mange und grö-je preyß-würdigster Tbattcn schon erreichet/ und erworben haben. Also wünsche mit der gesammten andächtigen Psarr-Gerneinde Euer Hoch,Fürftlichen Gnaden meines gnädigsten Herrn / Herrn Ordinarij, &c, en / ob es thunlicher wäre die Reyß fehrner mit ihnen fortzuserzen / oder sie zu beurlauben ? Er befände sich nun überMeer in ftembden Landen jederman ohnbckandt/ und also von der Gefahr/ die er zu vermeyden ae-finnet/ genugsam entfernet; doch oeratschluge er sich mitGOtt/ dem er sichzuleutken ganylich überließe/ selber auch hingegen alle feirte Tritt/ und Weeg regierte: und sande am nützlichsten zu seyn/seine Reyß ferner zu verfolgen; aber gleich auch von der gemeinen Herr - Strassen abD-weichen/ und nach schon beschehener Beurlaubung seiner Gcfärden sich der Ab,Wcege/ so vÄm^lich zu bedienen: gelangte also aus Göttlichen Antrib/ an die Gräntzen von Potttim* ein ädes und mit Waldungen . gröffcstenTherls bewachsenes Land/ (o mehr vonwildenThieren/alsMen-schen bewohnet wäre, Diser nun so einsame Orth gedunckte Ihm d?r bequemste/seinem GOtt allein abzuwarten doch wäre Ihme nicht genug den Platz seiner Ruhe gesunde» zu haben; Er wolte Ihme selbe» «#ch versicheren: nähme sich also de» B 8lu# Fluß Aittjon gleichsam vor ein V»r-ftiiaut/ und zöge sein Lager jenseits desselben. Doch soll ich hmbey zu melden urcht unterlassen/ daß andere vorgeben/ Er seye vormahls nacherRom gezogen / habe allda die Schwöllen deren heiligen Apostel Petri und Pauli andächtig besuchet / und nach seiner Ruck - kehr nahe bey dem Dorff Po»-tic sich nidergelassen. Dritter Articul. JUDOCUS wird Priester. LMS glaubte zwar Judocm tri sei-Sgk nem sträusiigen Winckel zwischen Hocken und Busch/noch darzu etwa in einer finsteren Hölle seineLin-samkert auss einen ohnzerstorlichen Fuß gcstellet zu haben: aber GOtt hatte es vor disesmahl anderst veranstaltet : Es stiesse Ihm (man man die Sach mit menschlichen Augen an-sehen will) gantz ohngesähr an Hai-tum cm Höryog / der Herr dises Ge-hiethö/ und vermögte mit zusprechen so VN/ daß er den Diener GOttes beredete seine Eiusambe zu verlassen und mit ihme nachcr Hoff zu ziehen. Judocu? begäbe fiel) also mit dem JÖor-yog nachcr Oosfooch mehr außGött-1ich,a!s menschliche antrib und wurde allda Ln mitten der Leut undGeschäff-ten mit genauerBewahrung um und aufferlicher Sinnen ein schönes Bey-spi! der wahren Einsamkeit deß Ge-müths welche ein Meijker * Stuck großer Vollkommenheit / und vill vorrreffircher ist atöjene deß Leibs allem/ die nur in Absonderung und Entfehrnung von menschlicher Ge-nreinschafft bestehet. Sein meistes Thun wäre / denen WiHenschafften obzuligen; in welchen er sich siben Jahr ohnaußgesetzt übte / umb sich zum Priestcriichen Stand desto bequemer Zu machen / weichen er auch nach verstrichener solcher Zeit / mit Smpfah-mg deren heiligen Weyhen angenomben; untrriiesse aber indessen nicht die Besorgung deß Heyls Ä 3$ sej. seines Nächsten / inmassen Er den Sohn deß Höryogs Urjimm, so Ihn als einen himmlischen Menschen verehrte / mit dem Wasser deß heiligen Tausts abgewaschen/oder wie glaubwürdiger / aus disen Heyl-Brunn gehoben/ und auch wie billich Zu ver-muthen / eine nicht geringe Anzahl deß Volcks zu Christlich-und besseren Leben wird bekehret yaben. Nach verlauft siben Jahren begäbe sich Judocut mit Bewilligung Haimoms widerum in die Einjamb-keit; das Orth welches er bezogen hicffe Barkb, so von ringsumbstiessen-den Bach'ein ein sehr lustiges angenehmes Lager hatte. Ihme hatte sich wie man sie damahl nennete/ein Jünger zugesellet/ mit ^latatnVulmarm^ vermuthlich/ nebst dem Verlangen geistlichen Unterrichts / bey dem heiligen Priester den nöthigen Dienst bey Verrichtung deß täglichen Meß-Opffers abzuwarten. Indiserneu-bezogcnenEins-lvhftitw^edie erste @ov$Jtidöci, ein zwar schlechte/ doch zu Betrachtung Göttlicher Ding/ eben darumb desto füglichere Wch-» nungausszubamn/ nebst einer kleinen Cappcllen/ oder kleinen Kirchlein zu Ehren deß heiligen Bischosss Marti, nt/ Laß allerheiiigsteOpffer m selber z» verrichten ; zu betaurcn aber ist/ daß bedachter Vulmarw uns von dem mehrhimlisch/ als indischen §ebe,rs» Lauff seinesMeisters nicht einen auß-führlicheren Bericht hmterlaffen/aus welchen wir die fcharffe Puß- Werck und Bezüchtigung seines unschuldigen Leibs/ daß stpengeFasten fambl den schicr iminerwehrenden Wachem und Übernachtungen im Gebett/daß mit Leibs - Arbeit nur zu weillen untersetzte mnbrünstkge Psalmen-gen/ und betrachten/ wie auch die daß scrste Geflissenheit ©Oft allein zu gefallen etwas klärer hatte ersehen können: daß aber unser heiliger in disen und anderen Tugenden einen sehr hohen Grad bestigen/haben wir daß daß nicht allein ohMerwerfflich/ sondern auch anberkens-würdige Ge-zeügnus GOttes felbflcti / als welcher seinen verborgenen Diener bald mit scheinbaren Wunder - Zeichen weith und breith berühmt gemacht und zu erkennen gegeben / welchen Güpßel derGnadenEr sich bey irizicc Majestatt durch so verdienstliche Lebens-Weiß erworben. Nebst der strengen Einsamb-keit Jndocimxb etwas außdrucklrcher beschriben/ und besonders geprisen seine ohnerschöpff/rche Freigebigkeit gegen denen Ärmen ( zu welcher Er jedoch/ entweder aus Demnth / und weillen Er nicht woltedaßman Ihme die Wohlthat zu dancken hatte / oder in seiner Andacht nickt ge# störet zu werden/ sich nur der Vand seines Jüngers bediente. Ich bin ei« ne Zeit lang angcstandeu / ob ich dise unter die Zahl seiner Tugenden/ oder seiner Wunderthatten rechnen solte? dann dise Lugend wäre bey Ihm so hoch gestigen/ daß sie in sich selbst/ ein Wunder- Werck heAn könte. co wäre vor sich / und seinen Gesellen/ nachdeme Er alles was von Lebens- Mittlen vorhanden/ a'rßges spändet hatte/ ein emyiges Brod mehr übrig : da komme ein Armer/ oder villmehr unter einer solchen Gestalt verborgener Engel/ wie ich meines Gedunckens glaubwürdig erachte aus der keinen Menschen fon-r üb-H eben Ohngestümmr/ mir weicherer zu gleicher %ntJudoä Frepgebigkeit/ Gedulk/ Verträum K« mtff die Prob gesetzt. Diser verlangte ein Nahrung zu Mllung deß Hungers: Judocus befähle ohne anstehn / alrß den Brod vier Thei! zu machen und einen davon den Bedürfftigen zu reichen : der Jünger gehorsamet willig: der Arme nimbt es/ gehet bey seiths/ kehret aber/ ehe sich der gute Vwlmtu ruf versähe / widerum zuruck/ begeh, ret und verlanget den anderen / mtb dises (hatte er zum dreyten/ und vier-B 4 te« Kn nmfciy biß nach jederzeit überkom-menen Stücklem nichts mchr zu ey-genen Unterhalt übrig wäre: welches dann dem zwar guten/ doch in der Tugend / nicht soticss gegründeten Jünger nicht gefallen weite: beklagte stch demnach mit Ehrerbielig-feit gegen seinem Meister: von welchen! er liebreich getröstet/ und guteS Muths zu seyn geheissm wurde. Wie dann auch bald die Erfahrnuß bezeiget hat wie sicher Judocw bey gantzlicher Entblöffung von eygenev Nothdurfft auff GOtt seine Rech-Vung gemacht; indeme nicht lang hernach Er auff dem vorbey strcun-n^enden Fluß vier mit Lebens- Vorrath angefüllk kleine Schifflcin / ohne daß ein Mensch darauff sich befände/ hat angetroffen/ aus deren Überfluß dexAbgang reichlich ersetzet wurde. Wcillcn wir nun den Anfang rvunderbahper Bcgebnuffen/ welche Die Verdienst dises großen Heiligen lu wegen gebracht/ bereirhs gemacht ha- haben /lasset uns noch einige/ in tze-simders hierzu gewidmeter Crzeh-««ng beybrinqen. Vierdter Arkicul. Ein und anderesMiinder" Werck/so vomHeil.IUO«e0 in dessen £d> f Zeit bekandt worden. ZMIe vhnerschöpffke / und mlt Wunder - Zeichen von GOtk unterstützte Freygebigkeit JuAov zöge 4iit allen von allen Setten die bet Dürsstige Menschen /sondern sogar die Nogel deßLuffts/ und tumme Fisch zu ihme (mm nit vümehr ötseS ein übernatürliches Gezeugnus feiner Paradeyß- ffreittigm Unschuld wäre ) die Vögel kommen berzu/ setzten sich auffscineHand/ und nahmenvon selber ohne sich schröckcn zu lassen die Speiß/ erwidreten aber auch zu weil-len dise Gutthat/ wann der Heilige solcher selbst bedürfftia wäre/ wie Er dann in solchen Umbffändm öjsterS/ B 5 nach nach Zeugnus eines sicheren Ambon, von einer Wild-Tauben gefpeifict worden. Die Fisch waren mit Ihme ebenfahls soverträulich/als Er Gast-freygegen sie. Die Freygsbigkeit breitete aus denRussder Heriigkeik/ und diser verursachte einen so allgemeinen Zulauff; daß es Ihme in die Lange weite unerträglich werden / dann er könte sich in seiner Ruhe nicht alle au-genblick zerstörret sehen : mithin ob er schon acht Jahr lang zu gedachten Barch sonst mit großen Vergnügen zugebracht/ begäbe Er sich von dannen/ an ein Orth genandt Rimamt, allwoErnoch andere vierzehen Jahr unter beständigen Kämpffen wider Die vilfältige A nsähl der bösen Geister obsigend hinterlegte. Neben anderen belästigte den Mann GOttes ein Stein-Adler/ so Ihme mit seinen Raub - Klauen groffen Schaden in seinen yauß-Geflügel verursachte/ und schon elffHiener geraubet hatte. Einsmahls da er einen Haan schon in die öieHöhe geführet/ erblickte khn der Heilige/ machet blöylich das Zeichen deß heiligen Creuyes/ bekommet seinen Haan ohnverieyt zuruck/ und stürtzet den Adler zur Erven. Aber es beliebte GOtt aus seinen ohner-gründlichen Ursachen nicht / daß Lr auch diseEinöde langer bewohnen solle. Dises gab er Ihm auffeine gantz besondere/ und wunderbarltche Weiß zuverstehen. Der böse Feind/wie Up. pellous crzellet/verwandlete sich meinen ungeheüren und erschröcklichen Drackcn/ gäbe Ihme aus Zulassung GOttes einen Biß in dem Fuß/ weicher doch den GOttes'-Mann nicht zum Schaden/ sondern nur mit hier-zukommeuder Göttlicher Erleuchtung zur Ermahnung gewest sein Wohn-Orth anderstwo auszuftrchen. Er irrete demnach mtt seinem getreu-cn jpor^og Haimon m der Wüste herum!)/ welchen Er erwann auff einer Jagd angetroffen: da bcgabe cs sich/ daß an dem wüsten und trockenen Orch Dtth der gute Hörtzsg gantz ermüdet/aus Abgang deß Wassers in gross n Durst/und Zugleich aus tStaU tiAit in einen tieffenDchlaffverfielle. Judovus trüge Mrtleyden mit feinem reichlich und frommen Wohlthät« ter/ begibt sich unterdessen zum Ge-bett: Entlich voll deß Vertrauens zu GOtt stecket seinen Nepß-Stab in die Erde/ und erwscket dardurch eineüberflüßig strömende neue Quelle/ welche nicht allein den Hörpog mit seinem ganyen Gefolg sattsamb crela-bet/ sondern noch biß Heutigen Tag t sagt derGeschicht-Erzeller/so imIahr 1596. geschriben / reichlich zu sehen ist/und nachZeignus eines anderen/ ein vorallerley Kranckheiten hcylba« res Wasser führet. Nachdem Ju&w** den Hörtzeg vor disesmahl widerumb beurlaubet / wände Er sich seich - Werths gegen das Meer/ wo er bald in einem schat-tigten Thall ein kleines sehr angenehmes Flußlem angetroffen; Er er- fteu- freuetesich dessen höchlich gantz ent-schlojsen seine übrige Lebens- Zeit all« da zuzubringen. Er zimerte mit ey« gelten Händen/ jögut es seyn möM zweykleineBett-Oäuser/oder Cap-pelen : eines zu Ghren deß heilige» Apostel, Fürsten Petri, das änderte Pauli, deß Welt-ApostelS r vkllkicht/ weillen Gr feines PrieffeUichen Stands halber dem einem besondergewidmet war: mit dem anderen aber in disem eine besondere Gleichheit hatte/ weillen sowohl fein Verbleiben an einem Orth/ als auch das Wanderenzy einem anderen von son-derbahrer Eingebung GOktes allezeit regiret und geleutet worden/ wie es auch PmIw öffters von stch bezeuget. Nun dann armefügter Massen vermeynteEr seine Ruhe asssLebens-lang in Sicherheit gestölletzrr haben r aber es grlunge auch dißmayl nicht/ der Ruff ftiner Fettigkeit hatte sich schon pormahl Ozuweit außgebrcit- Xtt Lel/ daS selber mittler Weil auch den höchsten Ober-HaubtderRömischen Kirchen nicht hätte sollen zu Ohren kommen/ und das so herr!iche Bey-spill deß mit einen kleinen armenBett-Cammerlein verwechselten Körrig-Reichs hatte gar zu vill Glantzes/ daß isjudocum auch in dem verbot* genessen Winckel der Welt hatte ohn-bekandt lassen können. Der Römische Pabst (so vermuthlich Eugmw der Erste muß gewesen scyn) scwet« wegen benachrichtiget forderte Ihn Zu sich nacher Nom ohne zweiffel au§ fonderbahrer Hochachtung seiner gantz besonderen Lugend. Es müs-sete gchorsamet seyn/ derohalbenver-iasitt/^o-^abermahl seine süsse Ein, sambkcit/ reyset ab/ kombk am Pa bst-jichen Hoffglückiich an / würffel sich zu denen Füssen seiner Heiligkeit. Es ist nicht leicht zu sagen / ob riger erwartet/ oder gütiger empfangen worden. Der Pabst köntc fich SUcht ersattigen mit Unterredung von m* Göttlichen/und die wahre Vollkommenheit betreffenden Dingenzu nicht geringen Nutzender Kirchen/ und eygencr Mfferbauung. Nach einigen Auffenthalt zu Rom gäbe Judeeg der Geist GOLtes / so Ihn beständig auf ein sonderbareWeiß regierte aber-mal zu verstehn/ daß nmrmehro Zeit wäre nacher Hauß zu kehren/ und sich widerum an diePontinisich oderPon-tiniakische Gräntzen zu begeben : Er langet destwegen ganydemüthigbey Seiner Heiligkeit umb die Erlaubnuß an/ weiche Er auch endlich erhalten/ und begibet sich nebst einen grossen Schatz-Heiliger Reliquien mit welchen Ihn der Pabst reichlich begäbet Göttlichen Willen gemäß / welchen zu widerstehen der Pabst sich nicht unterfangen darffte / ganv? getrost von dannen. Dise sonderbah-re AnleytungdeßHeil. Geists rührte bey Judeco von deme her / daß Er sich seinen Einsprechungen in allen jederzeit gantzMig/ und gehorsamb zu ergeben pflegte/ ohne in geringste» zn beowachten/ ob cs seiner Ginn-richkett / die zwar in Ihme durch beständige Abtödrurig schon gäntzlich «rstorben/ angenehm wäre oder nicht. Der grosse Ruhm seiner Heiligkeit gleichwie Er ihm/ in den zu dreynrah-kn veränderten Ruhe-Platz seiner Einsamkeit jedesmahl mit Zuziehunggrossen Anlauffs gestörret/ ja so gar nacher Rom zu reysen bemüfli-aet/ also flöhe Er bey dessen Nuck-Reyß jederzeit voran: so/ daß zu Ihm so bald Er die vorbenanudte Gräntzen erreichet / überall/ als zu «inen Heiligen ein hauffiger Zulauff Ware. GOtt selbst hatte Ihm belieben lassen dieZuruckkunsst seines Steuer mit einen sonderbahr # groffen Wunder-WerÄ berühütt zu machen. Ein Mägdlein an einen Orth/ da Lr vorbey zöge/ welches nicht allein/ von Mutter-Leib gantz blmd gebohs tm wäre/ sondern sogar keine Slugs IW hatte/ wahre im Schlaff er- «atz» mahnet ihr Gesicht mit dem Wasser/ in deme Judocm feine Hand gewaschen,' bevorab den Augen-lostn Orth zu benetzen/ auffdatz es Judocm nicht etwa ( wie die Heilige offt in ihren Wnnderthatten pflegen) zu Verhütung eygener Ehr/ auff andere Heilige/ deren Reliquien er bey sich hatte/schieben möchte; indeme er gewiß/ so er ausserbitten sie geseegnet/ dises mit feinen Heiligthumbern wurde ge-than haben/ das Mägdlein nun voller Zuversichtaujfdie Verdienst deß Heiligen wird auffihranhalten von denen Eitern zu ihme geführet: cs wird ihro zu wegen gebracht/ was sie begehret/ sie waschet / forderist die Orth/ wo sonst die Augen ligen/ und erlanget augenblicklich / Zu grossen Frohlocken ihr/ und ihrer Eltern/und Lobpreysung GOttes vor dem ge-sgmbtenVolck das Gesicht. C Fünf. Fünffter Articul. GOtt offcnbahret dem gantzen f&old: Die ’jjcrbti’nit Judod: |em jeeli-ger Todt/ und was sich nach bifem wunderliches zugetragen. AMO bald der frome Hörtzog Lrr-EF mm der Ankunsst seines lleberr Judod benachrichtiget worden/ zöge er ihm/sambt einer ohnzahlichen rnän-ge Volcks / und der gantzen Clerisey gantz fröhlich entgegen / bevorderijt den von ihm mit gebrachten heiligen Schatz/ mit gewöhnlichen Kirchen-Gepräng/ und gebührender Ehr zu empfangen/ und selbe in der von Judo-co zu erjt gezimmerten St. Martini Kirchen/welche er unterdessen erweit-teren! und von Stein bauen lassen / mit möglicher Lhr- Bcgangnue bey-zusetzen. Welches nachdem tüjudocus mit eygenen fanden entrichtet/nähme er ern weisses Priesterliches Meß-Gewandt/ mit disem bekleydet tratte er zu dem Altar/ das allerheüigste Qpffer Opffer höchst feyerlich zu begehen.In würcklichen Antritt liejse sich eitle deutliche Stimm vom Himmel/ welche alles Volck kiarlich vernehmen könte/ hören folgendes Inhalts: all-diewcilen du in Verachtung zeitlicher Rcichtumber und deines Äatterli-chen Throns l mich mit Verladung Land/und Leuth erwöllet hast/ lieber veracht zu seyn in dem Hauß GOt-tes/ als zu wohnen in denen Härten deren ©uoberen ( welche Wort aus dem 8?« Pß’m. II, verf. genommen seynd)wirst Du ein ohnsterbliche Lron im Himmel finden/ und zu allen Zeiten/ auff der Welt verehret werden. Wer kan ihme genugsamb einbilden/ was für ein Jubel- Geschrei) deß vcr-samdleten Vo!cks,'was für eineHoch-achtung dises grossen Wunder-Manns/als welchen es bereits/ gleich einen Heiligen im Himmel verehren könte; befördert# aber/ was in dem Hertzen Judoä dtfe Stimm/ und gegebenes Unterpfand so grofferGlory C L m vox überschwängliche Freud werde erwöcket haben ? Judocus mcrckete nun aus diser Vorsag/ das sein Lebens - Lauffnit weit von End/ und er nahend seye das Zeitliche zu verlaßen: verdoppelte also seinen Fleiß und eyf-fnv die ihrne in dem Himmel bestölte Cron ganylich auszumachen/ er wari-dete an noch so viel Zeit auff das Ge-bekt/ und Wachen/ noch so vil Strenge in seinen Buß-Wercken/noch so vil guthertzige Freygebenheit gegen denen Armen: biß endlich seine Engelreine Seel den 5. September im Jahr 653. seines Alters beyläuffig in ei» und dreusiigsten von denen Engeln bedienet/ und von seinen Heyland selbsten bekleydet zur ewigen Belohnung aus diser Sterblichkeit abgeflo-hen. So sterben die Heilige: aber auch so bereiten sie sich auch darzu / und so sorgfältig seyn auch die/ welche ihrer Seeligkeit / und Glory von GOtt vergwisset seynd. Wer kan nurigenugsanch bewunderen/ oder begreif- Kreisten die Sicherheit/ und Sorglof-sigkeit der Sünder ? Die ohnsterbliche Glory der Seelen Judoci Zöge nach sich die ohn-velwessenheitdeßheiligenLeichnams^ welcher biß 6o.Jahr schyn/und frisch/ als ob er noch in Leben wäre/ verbli-den ist/also/ daß die/ welche discsyei-ligthum zu bewahren obläge/ wöchentlich Haar/und Nägel alleSam-stagihme abzunehmen gewöhnet waren; biß endlich DoBricusbnGottlo* se Nachfolger deß frommen Fürstens Haimon, weiß nicht aus was Toll-Sucht/mit gewaffneter Hand in die Grab - Statt Judode mge f dle r$ / fdbe erbrochen/ und entheiliget/ villcichL aus Gold - Geitzangetribcn ; weilen er ekwan grossc Schal;/ so die andächtige Verlobnujstn deren Gläubigen machten aehauffet / oder kostbahre'» Geschmuck/ mit welchen man den Helgen Lew beyseinerBeysetzung möchte gezieret haben/ zu erbeuten vermeyn« 1e. Aber er hatte seine Maß vor btfc C 3 mahl - mahl haubtsachlich übel genomben/ dann die Straff ist in eben den Augenblick. auffdie Sünd gefolget: auff den ersten Anblick deß Heiligen ward er zweiffels ohne aus Göttlichen Zwang benöthiget auffzuschrey-en: Ha! heiliger/«^ * und dise waren auff sein Leben - lang die letzte Mort: er verfielle deß augenbiicks/ in eine Rajerey/ und verblibe biß an sein End Stumm und Gehör loß. Noch auff eine erschröckiichere Weiß eysserte GOtt umb die Ehr seines Heiligen in einer anderen Gelegenheit/ da nur den Ansehen nach ein kleiner Frevel in einer zu dessen Verehrung gewidmeten Sach vorbey gegangen. Es pflegten vor denen heiligen t&tbciimjndoci in einer unter seiner Anruffung eingeweyhtenKirchen jederzeit nur Liechter vom reinesten Wachs zu brinen/ und wurden durch übernatürliche Anordnung keine andere gelitten : drey Mönchen deßClo-ster/ dessen Kirchen es etivann wäre/ wol- wo!tcn davon die Ehrfahrnus neh« men rscheuketen sich nit die Amplen an statt deß Wachs/ mit Inschlächt anzufüllen : abtr sehe l die plötzliche Rach / so GOtt ohnverweillet über disen Vorwry erzeuget; dann nebst dem / daß es ohnmöglich wäre btseii Simplen Feuer beyzudnnge/ oder sie drinnen Zu machen/ durch weiches Wunder ihnen noch einige Zeit ver-stattet wurde ihres Fehlers reu zu ge« winnen ( und von dem {> boßhaffttn Forwiy abzustehen/ weil aber solches nicht erfolget ist / stellen gleich zwey derselben Stein Tod zur Erden/ den dritten aberNahmenö Petrm, bnbe / solang er lebte/das Mau! so ihmeal-sobald an den Orth gewaltthattig / auff die Geithe gezogen häßlich ge-r krümmet. Übrigens bezeugen alle so etwas ausführlicher von Judoco ge-schriben/ daß es fastohnmöglich fallen wurde/alle Zcichen/und Wunder/ soGOttdisenHeiligen berüymt/uud glorreich zu machen gemürcket hat/ in C 4 ge- genaue Erzchlung zu bringen. Wkr wollen also nur zweyen Straffen/ mit welchen er dieEntehrung deß heiligen gerochen/ zwey Gnaden entgegen setzen/ mit welchen er die Verehrung / und Zuflucht zu selben belohnet. In einem von heiltgen/^oco be-nanten Closter wäre ein Mönch/ so zwey Tag lang/von dem Wasser,wie vormahls Jonast>on dem Wall-Fisch/ verschlungen gewesen / und dannoch durch die Wunder - Qarto Judoei in selben erhalten/ auch nachmahlen lebendig / und gesund daraus entkommen ist. Es wolte aber der vor die Ehr seines Dieners sorgende GOtt desien Groß - mögende Verdiensten / nicht allein in dem Wasser/ als einen Hellen Spiegel/ sondern auch in dem Glantz deßFeuers an dasTag-Liecht gcjbeu an einen anderen Tbeodatm ge-nßti v welcher in denselben noch als ein Kind in der Wiegen/ durch ein Biß zu unseren Zeiten unerhörtes Miracul erhalten worden/dessenVats rer ter/ als er nach der/ seinem löblichen Brauch,gemäß/ bey S. Judocm vor fich/und seine gantze Hauß-Genossen-schafft vollbrachter jährlichen Andacht/in seiner nacher Hauß kehr das Schloß in einer erschröcklichen Feuers Brunst bcro wüttende/ und umb sich frejsende Flammen/ alle mögliche Rettung überwunden / mit erbärmlicher Entsetzung angetroffen / hat derselbe in einem noch günstigen/und zweiffels ohne von heiligen Judoco er» bettenen Augenblick / auß äuserster Gefahr sein Söhnlein geholiet/ und meinen Winckel der Kirchen / oder Hauß- Cappelle / zu möglicher Hutt best - meynend beygesetzet und seinen heiligen Schutz - Patron mit herzlicher Zuversicht anbefohlen. Als aber nun dem Feuer nichts widerstehen fönte/ auch difer heilige Orth selbst zusammen in Köllen/ und Aschen verfallen wäre es abermahl dem be-trangtenVatter umb ftin liebes ohn-rnündiges Kind zu thun: nnd mU C 5 len Icn er/ gantz nicht zweifle» könte I er werde dessen auß der ieydigen Asche kein Mdlcin/oder Beinlein mehr zu scharen haben/ beklagte er sich mit einem zwar gar zu freyen / aber doch wegen große deßVätterlicheSchmer-tzen/ und weil villetcht/ selbem die Zuversicht noch die Waag-Schalle gehalten/ von dem Heiligen/ wie der Erfolg erwisen/ nicht ohngnadig aufgenommenen Odnmuch: und wolte kurtz umb sein Kind zurück gestellet haben mit tun - aber einfältiger Be-trohung/ widrigen fayls seinKirch-fahrten hinführo einzustöllen / alle Verehrung/ undgleichsamb Freund-schafft auffzuhöben. Aber es schiene / als schertzte der Heilige mit disen seinen so zugethanen Liebhaber / und wäre alles dises nur allein dahin eygentlich veranstaltet worden/ auff daß er seinem besonderen Verehrer einen ssnderbahren Be-weiß seinerNeygung bezeugen könte. Dann als man an den Orth gekommen/ inen/öa das Kind verlassen war/fan-de man selbes unter einen Haussen gliender Kollen/nicht allein ohne allen Schaden / sondern noch darzu selbe mit seinen zarten Handlein ohnvcr-letzt berühren / und mit ihnen anmü-thig spillen. Auffdaß aber dasWan-der noch scheinbahrer wurde/ und an ohnwiderredlicher Beschützung 5.>-doa niemand aüch nur im geringsten zweifflen könte / befände es sich/ das Wiegen und Windl in denen das Kind gebunden läge / ob sie schon/so lang sich das Kind darin befände / gantz/ ja so garohnberührt schienen / doch völlig zu Pulver verbrennet waren: indeme sie deß augenblicks/ als es derVatter herauß gehoben/ in Aschen zerfallen. Wie vill alsoGOtt die Ehr seines großen Diener deß hei* li^mjudoci sich angelegen seyn lasse/ ist aus disem ungemein groffen Wunder I wann auch keine andere waren / genugsam abzunehmen / durch welches er mmblich daß zu demselben ge- iw scköpffte Vertrauen so gütig und liebreich belohnet bat. Sechster Arrieul. Von der Kirche/ und Andacht Sjttdoci tu St.Martins-Pfarr. DN-N Ober-Crain dreyStundyon W) der Haubt-Stadt Laybach/ nahe bey derStadt Ceairrburain der sogenanten St. Martner- Pfarr stehet auff einen anderthalb ©tand hohen Ber g ein zwar Annes/ aber altes Kirchlein/ weiches fmnbt dem Berg/ von dem heiligen Judocm dcn Nahmen har. Die Andacht so a!!da gepflogen tvird/ist Zwar eines malten Herkommens/ und scheinet in vorigen Zeiten wegen alldort haussrg ertheüter Hirn# lischer Gnaden auss eine ausser-or-bentiiche Weiß gewöhnlich gewesen zu sepn / weillen nicht allein in denen schon erjahrten Verrichtungs-Verzeichnungen gedachter Pfarr Kirch weit mehrer Dienst GOt- feg mit Predigen / und heiligen Meß - Opffcren vor dtse / als rot andere Kirchen auffgesetzt zu finden/ sondern auch die gantze in diser Pfarr ligenve Gemeinde / von ohn-däncklichen Zeiten her/ alle Jahr einmal)! diseti Judocus--iQzxQ fambt der Kirchen zu besuchen pflegte/ und der einfaltige Bauers Mann ans althergebrachter V0^ VatkeriicheN Tradition, oder Unterweisungs * Bericht/ es vor eine sonöthige Drchfahrt haltet/ daß er glaubet/ der disein seinenLeb-Zeiten niehmals verrichtet/ muffe sie zu seiner Buß nach dem Todtabstat-len/ welcherMeynung/undBeschey» des man keinen Ursprung weiß. Es hatdiser/^oc^-Berg zwey Sachen/so einer sonderbaren Anmerkung wohl würdig scynd/ Erstens: daß er zu unftrenZeiten der einige von dtsen grossen Heiligen erküsete Orth zu seyn scheinet/selben ein rechteGold-Gruben himmlischer/ durch ihn auß-zusperr-cn habender/ Gnaden zu machen. chm. Andertens; durch welches eben das erstere bekräftiget wird / weillen in Dt fern Orth mit dem ersten Einsids lischen Äussenthalt Judoä eine nicht gemeine Gleichheit zu finden. GOrt hatte/ wie oben gemeldet/ Judoco versprochen/ daß er / nach seinem Tod! / wegen deß verlassenen Reiches / und erwölten armen nidri-gen Standes zu allen Zeiten auff der Welt feite gcedret werden; hat auch/ wiedieErzellung gibt/ hinzu gesetzt: er wolle an dem Orth ein Beschützer/ und Beschirmer deß Volcks/ und ein sonderbahrer Gnaden» würckender GOttseyn/ welches Judocmiiyim cr-wöllcn wurde; auch selten alle/ so selben Orth mit auffrichnger Andacht, und reiner Hertzens- Meynung besuchen wurden / nach seinem Belieben die grotz-würckende Hand GOttes zu erfahren haben. Welches/ weil es heunt zu Tag auff benannten Berg in beständiger Erfahrnuß zu sehen ist; man auch von keinen ändern Orth der- dergleichen Nachricht verninrmet/ ist rs fast ohnwidersprechüch / daß die Wall deß Heiligen in gegenwärtigen Welt-Lauff disen glückseeligen Berg betroffen. Und villeicht eben deßwegen / lveil obberührter Massen er mit dm £Mb / so Judocus mit seinem ersten Buß-Eyfer geheiligek ein und andere Aenligkeit zu haben scheinet: maffen/ gleich wiediser Berg/ und GOttes-Hauß unter geistlicher Verwaltung der Mutter Krrch S. Martin stehet/ also auch Er fern erstes Bett-Oauß Zu Ehren deß gedachten H. Bischoffs aussgebauet. Er hat allezeit eine son-derbahre Lust gehabt zwischen hellen Wasser» Bachlein/ und Bründlein zu wohnen: cs findet sich auch alda eines/so von seinemNaNre» geheiliget. Er hat sich wegen AnlauffdeßVolcks öffters von einer Erustdlerey in die andere begeben müssen: der Anlauff ist auchallhier so groß/ das nicht allein gewöhnliche Sonn - und gctyr* Tag fast die größeste Kirch-Weyhe anderer Orthen übertreffen / sondern auch an gemeinen Werck Tagen wegen Menge der Wallfahrter / auch von hohen Stands Personen zu 20. heilige Meß-Opfer in einem Vormittag müssen verrichtet werden: welches in einem so kleinen einsamen Kirchlein wohl ein grosse Zahl zu schätzen: Ja die Menge deß andächtig/ auch auß mtfchrneten Landen zulauf-fendenVolcks istZuweillen in solcher %ln%a\)U daß der halbe Berg hinab mit ihnen besetzt ist. Die Statt seines Gehirffcns Vulmari, dessen sich Judocus in Außspmdung seiner Frey-gcbigkeitgegen die Armen bedienet/ vertretten anjetzo die Tag und Nacht bey Ihme das gantze Jahr hindurch auf dem Berg wechse!>Wd(j beharrende Priester/ alle Stund bereith Die yüiff- suchende durch Entbün-dung ihrer Sünden seiner Hülffwür-dig zu machen: und an dem heiligen Mar ihre Anligen anzubringen. Endlich Endlich/ Wie man stch aus der Lebens-Geschtcht erinneren wird/ so ist das kleine/ und schlechte von de« Heii. zu erst erbaute St. Martins-Kirchlein/ nachmahlen mit Stein und GemäuerzurBedächtnus^ocr gezieret/und erweiteret worden: eben bises ist bereiths auch allda geschehen/ indemenemblich an fiatt der vorigen ein neue/ und größere Siech auf-gebauet worden. Lin besondere Zuflucht wäre auch jederzeit aufföifem Berg der t)ci* ItQcJzidocw Zeit eurer lang anhal- tenden Hitz / und Erd - tröckne/alss daß man in solcher Noth gleich dahin umb Erhaltung eines fruchtbahre» Regen andächtige Bitt- Gang anzu-steüen beständig in Brauch gehabt / und disem ohne gewünschten Nutzens undLrost mehmalen nachkommen tfi Nndere Gnaden aber so in vorigen Zeiten allhier von Heil. Judoco erwi-ftn worden/ kürtze haiber/zu geschmej« gm / ist Volamde nicht ru uaterlas-K fco/ fett I als die annoch itt frischer Ge-dachtnus/and auch durch neueZeug-»us unlängst widerumb bekräftiget worden ist. Frau Justina Resmanin Bürgerin zu Crainburg hat bey genauer Nachtrag / und von Geistlicher Qb-rigkeitvorgenommenerUntersuchung ihre schon vorhin össter gethane Aussag den 28. Februarij 1738. mit ab* gelegten Lyd bcstättiget: daß bey-läuffig vor zo.Jahren ihr damahl anderthalb Jahr altesSöhnlein Jacob in einer sehr schweren Kranckheit in welcher schon durch 9. Täg / und Nacht kein Trepffen Wassers von ih-me kommen gar häßlich / und zur Erbarmnus aller Ansehenden auffae-schwollen/ auch endlich also entkräftet worden sey/ daß er ohne aller Bewegung/ oder anderen Lebens. Zeichen em halbe Stund lang allda gelegen ; dahero ihme von den umbstehen-den die Äugen geschlossen/ Hand/und §üß zusamt) gcdruckr/und als rinLei- che che zur Tovten - Bahr/ und Bestattung bereitet wurde/ die beträbteLl-teren wendeten ihr Hertz und Vertrauen zu dem mächtigen NothheUer QtÜ'JftdocoMefftm ihn an mit eufri-ger AndachtundGelübd einerWahl-farth und Heil. Meß - Opffers/ dar» auf das Kind Athen zu schepffen und sich zu erhollen anfienge/nach verlauff etlicherLäg aber ist von demselben ein Stein kommen in der grösse einer Zi-ser-Erbsen; welcher ohne zweisiel genug gewesen dem armen Kind/ sonderbar bey so zarten Alter/und eus-(erster Schwachheit wegen abgestandenen häffrig-und langwürigen Schmertzen das Leben zu nehmen. Die Litern trugen es über ein Zeit/ aber noch schwach und destwegen zum reden und gehen untüchtig zu dem Heiligen «uff den Berg/ ihrem Ae-lubö nachzukommen/ allwo dasselbe unter der Heil. Meß nahe bey der Wandlung/ gahling laut und fröhlich auffgelacht/ und ein sehr groff.L L> 2 m verlangen zu den Altar getragen zu werden / mit Bewegung deß Leibs/ und anderen Geberden bezeigt hat / da man es also nach vollenden Heil. Meß - Opffer zu der Stamm deß heilen erhebt/ und was naher hinZuge, hakten / hat selbiges mit unglaublicher Freud und Frohlockung denHei-ligen umbfangend ihme lieb - zukosen nicht Nachlassen können / so daß es kaum ohne Zacher und Weinen ab» zusonderen gewest; als wann nemb-lich das unschuldrgeKind ihren wun-derkhattigeu Spelffev den Heil. cum vor allen Volck anzeigen/ und ih-me umb das erhaltene Lebe/so gut als es vcrmöchte/dancken wolte/hat auch über daß/ gantz gesund gleich/noch in der Kirchen/ zu gehen / und zu reden angefangen/ hinführo aber niehmahl Von besagten Zustand etwas mehr empfunden / oder gelitten. Dieweil aber dem günstigenLeser etwelche aus jenen Gnaden zu vernehmen I die zu «nseren Zeiten erhalten worden belie- higer bigexseyn wird/so wollen wir in nächst voigendm Atticku! ein «nt> andere ErZellung derselben aufügen. Es wird aber üllhrer (gemäß der Anordnung Padsts Urbani VIII.) proießixt! m*> erkläret/ daß man t>i< ft» Geschichten gar nicht gesinnet (bl* che Gewisheit beyzulegen/ die da zu« stehet den jenigen wunderbaren Begebenheiten/weiche ohnmittc!bar von dem Apostolischen Stuhl vor wahre Wunder # Werck erkläret worden. Nichts destoweniger sollen alle gut» herpige Leser versichert schrr: daß foI< che Gnaden von fronten/ undBotts-förchtigen Leuthen angedeutet/ und bestättrget worden / welche gewiß nicht mit ihrer Mühe und Unkosten auchöfftcrs weite/ und schwäre rey-scn auffsich genommen/ damit sie allda erdichte Mährlein vortragen/oder mit falschen Erzelümgen GQtt/ und die Menschen bekriegen foitml svn< derbar da sie mit reumüthiger Andacht ihr Gewissen gereinigek / und D 3 die int yeil. Sacramenken der Beicht/ tmb Communion empfangen/ zu welcher Zeit sie gemeiniglich dergleichen Gnaden anaezeigt haben. Man ist auchinAnhorungdiser Ausiag-und Erzellungen nicht leicht-gläubig ge-tvest/ sonderen dieselbige zu Untersuchen genaue Sorg/ und Behutsamkeit gebraucht/ wie dann solches aus volgender von dem Hochtvürdigm Bischöfflichen Geistlichen Rath zu Laybach ertheilter approbation zu ersehen. Praßntem Libellum Leben / und Gntthaten deß Heil. Judoci nmcupa-tum admirandat gratiai invocatione, & ope ejurdem SanBi continuate obttntas 2 ßde dignit txaminatat, revifas, ac pro-batif tefiimonijr firmatar compkütntem authoritate ordinariaapprobamus, #/a-cultatem, ut typis wandentur, impsrti-tnur. Ex Officio Epißopali Labaci 6. Junij 1739. (Z.5.) Joannes Jacobus Schilling SS. Theol. Do£t. Proth. Apoft. Canonic. & Vic. General. Lak, Sibender Arkicul. Etliche Gnade und Wslchatten/ auß renen I so vom Jahr 1730 biß 1739- durch Vorbitt deß H. /«-liscr allda seynv erhalten worden. ERau Anna Catharina Threbr-OiS rin Bürgerin zu Crainburg be-krafftigte den 22. Februarij 1738. mit aigner Hand-und Unterschrifft was sie vor etlich Jahren auch zur eydli-cherUrkundt bereith hatte außgesagt/ Laß ihr nem.'icherr im Jahr 1730. unter der rechten Achsel gegen der Brust rin blauer Beül in der grösie eines Ay aufgefahren / und selbe Brust-Gck tensehr aufgeschwollrn scye / darbe-Sie so heffttge Schmertzeu gelitten / daß sie lieber den Todt erwarten/ als die Hülff oder Hand deß Bader zu-lassen wolte: Bey so verwirtenGes dancken begäbe sie sich Ln die Kirchen vor so schwere Noth/ Rath und Bey-stand von GOtt zu begehren/ alkivo Hrbeyfielle/ daß sie sich umbMff vnd Vorbitt deß Q.Juioti bewerben solle / verlobte demnach nebst einer H. Mceß die Walfahrt auf dessen heiligen Berg/ wohin sie sich gleich den anderen Tag versieget/ dasselbst ihr schweres Anligen dem H. Judoco mit Lenrüthigen Eeüffyern geklaget und anbesohlen hat. Daraufdannnach empfangener H Ccmunion der Beül stimmt allen Schrnertzen/ und Ge-j wulst Augenblicklich verschwunden ist. Vor welche grosseGnad sie GOttuttddenH Judocum danckbar geprisen/ und mit Freyden nacher Hauß g kehret. Ein Wunderwürdige Wolthat hat der H Judocu* in Wocham einen Knaben von 9. Jahren den 18. Iulij 7732. ertutfcn/ welcher/ in ein tief« fesWaffer gefallen/ und in selbigen schon anderthalb Stund lang gelegen/ endlich von denenEIteren gefunken und darauß gezogen worden/ da sie ihn aber gantz lebloß ruseyn rvar- Hnwmben l haben dieselbe mikeyfrig« ster Andacht den H. Judocum umb Hülff angeruffcn / seynoauch mit fei# cher bald erfreuet worden / mbeme sie an den Knaben durch dejsin Athen und Bewegung den wider erhaltenen Lebens-Geist gleich verspührrt/ da-bey aber auch die wundetthattigt Vorbitt'Krasst beß Q.Judoci erkennet haben / und vor selbrge in der versprochener Wolfartd bald darnach schuldigen Danck abgestattet. Herr Johann BomventwaDe. Grandi Kays. Etrmenrbcr zu Crain-bürg bezeigt Mitaigner Handschriff:/ daß er sein Tochter/ die schon 6. Jahr alt/ und dannoch weder gehen / weder reden kön.tedern Judoto anbo fohlen und verlobt habe i da aber dieselbe nach vmchter Andacht auß der gnadenreichen Kirchen deß Heiligen herauß getragen wurde / hat sie gleich zu reden / und eben selbige Tag auch zu gehen angefangen. Dm Seit 7. September /7z r. kämme Frau Helena Dragarm Bürgerin zuCrainbvrg in ihren Angesicht mit einen Aussatz behafft / und als sie Lurch die angehörte Predig in dem schon vorhin geschöpfften Vertrauen ju dem H. Judoco gestärckt worden/ hat sie demselben sich und ihren mühseligen Auestand mit gantz Inbrünstigen Eyfer anbefohlen / darüber sie Augenblicklich in Gegenwart aller Anwesenden an ihren Angesicht geheilt/ und gererniget wor» Den/ welche auch stimmt ihr GOtt vnd den Sp. Judocum vor solche Wols that mit grösser Andacht geprisen Haben. Eserschinne alhier seinGelübd zu entrichten den -.September 1734« auß Steyer von Leitsch Johann Cles menzizh mit seinen Nachbaren und Lands«Leuthen / mit denen er bezeuget hat: daß er nach lang anhaltenden Schmeryen seiner Augen endlich deren Liecht gantzlichverlohren mb Ges Unglück er lang/ und zwar desto mehr betaurete/ weilen er nicht nur deß Gesicht sondern auch der Leben s-Mittl beraubt worde/ als die er ihme durchArbeitvorhero erhielte jetzt aber zudiser gany unrichtig seyn wurde: als er aber von einen vorüber Raisen-den von den großen Wunder, und Gnaden deß !Q..Judoci berichtet worden/ hateraufdessen Rath/und Zues sprechen mit grossen Vertrauen die Bildnutz deß heiligen an seine Augen gedrucket und dessen mächtige Vorbitt epftigistangeruffen/über welches rr noch in scibiger Stund das völlige Gesicht/ und gänyliche Gesundheit seiner Augen überkommen hat. Ein grosse Wolthat ist denm Augen das Liecht ertheilen / aber ein noch grössere daß Aug selbsten wide-rum geben/ und dtses hat Gertraudt Zerneskha mit ihrer Andacht und Vertrauen bey dem $.Judocox>ov ihr armes Söhnlein Jacob erhalten/ als deme ein Aug außgeflossen wäre/ und well sie deß anderen gleichen Verlmik beförchtetr/ fnbeme auch an denselben solches Unglücks gefährliche Zeichen schon gemercket wurden / trüge sie das armseelige Kind auf den Berg deß £). Judod, hielte cs ihme mit demütigster Vitt vor / Er wolle Doch daß noch übrige Aug erröthcn und bewahren/ damit nicht die Ar-mutbitt weLche ihr Sohn gebohrt»/ durch die Blindheit gleichsam verdoppelt werde / wann selbrgcr sei» Nahrung welche zu Hauß ermanglet/ auch bey anderen nur Hand-Arbeit zu suchen nach Verlorst btyder Augen die gantze Lebens-Zeit ohusahig seyn soUr, Da hierauf die Mutter in Hoffnung und Erwartung der verlangten Hülss / als welche sic von rinen so wohl mächtig-als güttigen Heiligen begehret hatte/ nach Trichter Andacht wider haim gckehret/ hat das Kind ein unschuldige Freud gegen der Mutter bezaigend gleichsam etwas neu-vnd seltzames andeuten fett wellen,- darauf als die Mutter selbiges angeschauet / hat sie mit höchster Freud wargenommen/ daß in dernAuglosen Orth widerumder außgerunneneAug-Apfelzu finden / und solcher sambk dem völligen Gesicht ihrem Sohn wunder barlich zue-kommen sey/ welche ungemein große WolLhaL sie GOtt und dem £).>• doeo zu schuldigsten Danckmit hertz-lichen Trost zu preyseu und zu verkünden memahls unterlaßen wird. Mathias Wodlai Burger der Skadt Ram irr Unter-Steyrr stelle Anr.o 17 Z 6. als von einen gewaltigen Schlagsinß getroffen urpläylich zur Erden / alda er ohne einigen Lebens-Zeichen anderthalb Stund lang gelegen / dahero er dann von den haus-fig versamletcn Nachbar, und Mit-Burgern vor Todt gehalten worden/ welche doch seiner trostloß und über so kläglichen Zussall bestürytm Ehe-Gattin zuegeredet daß sie mit ihnen -je mächtige £>ülf dejr H. Judod an- Xütf rueffen fotte. Welche-als fte mit Inbrünstiger Andacht verrichtet und auch ein Wollahrt zu seiner Gnaden-Kirch verlobet / sache dieselbe zu ihrer und der Anwesenden grösser Freud und Verwunderung ihrenMann Lebens Zeichen von sich geben/ darüber aber auch aufstehn und darzue mit guten Krafften und Gesundheit von der Erden sich erhöben. Dises so wohl gelungene Vertrauen der Mutter erweckte ein gleiches bey ihrer Tochter Catharina / -ife als sie in eben vorgemelken Jahr schwer erkrancket/ batte von der Mutter/ daß diseauchvor ihr Gesundheit ein Andacht und Gelübd zu den £). fodoco vornemben wölle/ die 9. Wochen lang anhaltende schwäre Kranckheit hatte endlich das fromme Mägdlein aller Krafften und Hoffnung deß Aufkommens beraubet t dahcro man dieselbe mir allen H. Sakramenten der Skrbenden versehen/ pabcy dam der Mutter dir Bitt der Lochtet beygefallen/mkt welcher die-ftlbe schon Anfang der Kranckhert umb die Verlobung einer Wolfahrt den H. Judoco angehalten hat/ de-rohalben sich billich befürchtend daß sie nicht durch Versagung dises von ihrer Tochter verlangten himlischen Artzten deroselben Todt schuldig wurde / rueffte den Heiligen mitgros-sm Vertrauen an/ daß er die Gesundheit ihrer Tochter wann dise zu ihrer Seelen-Hey! gereichet/ von GOtt erhalten möchte darvor schuldigen Danckaufsernen H. Berg ab--ustatkenversprechend; darüber das In Zügembegrissme Mägdlein die geweichte Kertzen einem auß den Umb-stehenden gcraichet mit Vermelden: Nun habe sie selbiger nicht vonöthm und werde in diser Kranckheit nicht sterben / welche Wort der Außgang sattsam bekräfftiget hat/ indeme sie den 5. Tag daraufstch auf die Reyß UNd Wallfahrt zu dem Y. Judoco bo geben/ ist auch dassM'stischundqe- sund angelangk / und hat ihren wuns derbarlrchen Guetthatt^x danckbar geehret und geprisen. Den 2z. MaijdeßIahr i/z6. kämme von Fiume S^m Paul Luschar Burger dajselbst und erzehlte/ daß sein Söhnkein Joseph 4. Jahr alt wegen grojftr Schwächere mehristen habe müjsen getragen werden / einsmal aber geschähe daß die Dienst, Magd Da sie ihn auf den Armen hielte über 15. Staffel einer Stiegen gefallen / dabei) sic also beschädigst worden / Daß sie 14, Tag lang sich zu Bcth Hab» ten und leyden har müssen/ das arme Kind aber ist mit dem Haubt gewaltig aufdie Mauer angefallen und geflossen worden / als aber die Mutter mit ändern hcrzugeloffen / und das Kind von der Erden aufgehoben/ sachen sie selbiges mit nidergesuckenen Haubt / Händ / und Füssen einem Todtengany gleich/ darvor siedarm esanchhrelren/ die Mutter also von ihren grösten Leyd zu gleichen Vertraue» krauen beweget/ befähle dasselbe mit Verlobung einer Wallfarth dem grossen Nothelffer H. Judoco gantz inbrünstig bittend/ daß er dessen Leben von GOtt erwerben wolle: darüber der Knab sich zu bewegen angefangen/und was dieGutthatzum schein-baristen macht und anzeiget: auch zum gebrauch der Füß und vollkommener Gesundheit gelangt/ und da er vorhero durch alle 4. Jahr seines Lebens kranck und müheseelig gewesen I ist von selberZeit an forthin bey besten Krafften beständig verbliben also wunderbar und vollkommen nemblich seynd die Werck und Gutthatten welche GOtt auss Vorbitt deß y. Judod zum Trost dessen andächtigen Verehrer übet. Frau Anna Maria Issopin von Völckenmarckr aus Carnthen ijt durch eiushwäre Kranckyeit auch in die Blindheit gcrathen so daß sie gar nichts $'4 forn vermochte/ nachdeme sie abermnandä-btig itVertraucn E «mH umb ihr voriges Gesicht den y. JM cum emgerisffm auch ein Opffcr zn seiner Gnaden - Kirch zu fänden verkoket / hat sie alsobald die verlangte Gnad und das Liecht beydcr Augen überkommen. Im Jahr i^6. best 20, Iulij ist aus Earnthen ankommen Andre Kobelkhar beZcigcnd daß feine zwey Söhn einer 6. der andere 4. Jahr alt beständig Stumm gewesen / als er aber dieselbe auff emrathen eines frommen Warwers» Mann/ der aus Crain Dahin kommen/ mit Andacht und Gelübd einer Wallfarth dem H. judoco anbefollen/ haben sie und zwar erstlich der Jüngere/ und gleich dar-auff auch der Aeltere zu reden angefangen/ deren Loch keiner vorhin einiges Wort außgefprochen. Also groß nemblich ist die Lorbitt Krafft deß Q.Judoci,M selbige auch vcnStum-rmd Red-losen mit herrlicher Zeug« nuö brünet und geprisen wird. Nach Nach groß- und langwierigen Schmeryen so Ursula Maukha aus der Ägger-- Psarr an einen Fueß aus-gestanden/ ist endlich selbiger dermas-sen verdorret / daß durch'menschliche Kunst und Mittel ihr keine Hülff mehr zu leisten gewesen/ daherofie umb dieselbe bey GOtk und zwar durchdie grosse Verdienst de§ Heil. Judoci' öltguhdtcjt sich entschlossen/ und als sie zu dessen gnadenreiche»: Kirch/ ein Wallfarth mit inbrünstiger Andacht verlobet/ ist dieselbe gleich anstat deß hiltzenen ihr zube-reitten/mit einen gleichsamb neueund gefunden Fueß wundrrbarlich erfreu« et worden. Nach verschidenen anderen Andacht-und Wallsarthen welche von den betrangten Eltern deß Joseph Schuertz vorgenomben worden/ blibe diser annoch in seinen Verstand ver« ruckt I und also ungestim wüttend f daß man ihn destwegen hat einsperen müssen/ sobald ihn aber seine Elterm L * Hey dem Qtiljudoco verlobet/ist derselbe gleich zu sich selbst/zur Ruhe/und Gesundheit kommen. Johannes Griltz aus der St. Leonard-Pfarr in Koderzach wurde durch 6. Jahr sffter von der Colick und Reißen im Leib hajfttg geplaget/ und als er einsmahl würck/ich an Visen schmerylichen Zustand litte / hat er sich von denselben mit einen Gelübd und zu den Qüljudoco versprochene Andacht nicht nur vor difmmhl son# deren auch inskünfftig erlödiget/ so daß er darvon nicht mehr angefoch-ten worden. Mit gleicher Andacht und Vertrauen ist sein Weib Margaretha ihrer Tochter Maria zuhilsf kommen/dann dise schon in das dritte Jahr die Füß in geringsten nicht brauchen tonte/ als aber die fromme Muttervorsie ein Kirchsahrtzuden Q.Judoco mt- doco empfangen zu haben mit lauter Stimm aufrueffen / und bekennen/ darnach aber/ weilen ihnen die Weite der Reyß länger zu rnxmiümi und zu warten nicht Zulaffet/ GOtt und dem Heiligen darvox Danck gesagt zu haben sich begm'egend / widerumb nacher Hauß kheren. Wer soll aber die Zahl jener Gnaden erraichen/welr che vom Heil. Judsxo denen Seelen der Menschen a!da bewiftn worden / weiche geistliche Guethatten denen Leiblichen so weit überlegen/ und höcher zu schätzen feynd/ wieweit/ und wie vil einen verweßlichmnd verächtlichen Erd -Klotz/ unseren Leib tumblich I die unsterbliche Seel ein Eben-Bild deß Ewigen/ und unsterblichen GOtkes so wohl an ihrer Wesenheit/ als Werth und Kostbarkeit übertrijst / und übersteiget. Unter solchen geistlichen Wohlthatten ist Lillich anzumercken und zu bewurr-derenjene gantzheylsam/ und besonders große, Gnad / welche GOtt ©4 zweif- zwciffels ohne auß den Verdiensten der unschuldigen Bueßfcrtigkeit unseres tydl.Judocz so viel auch grösten Sündern albtet crthcillct / daß sie ihrer vilfältigerfchwar/undvileicht auch durch mehrIahrverschwigener Sünden ein groß / häfftige Reu gewin-ncti/fdbige mit hcrylichen Leyd durch aufrichtige Beicht ablegeg/dardurch aber/ nach ihrer aignerBekandtnußf nicht nur ein volständige Ruhe deß Gewissens überkomen / sondern auch mit unanßsprcchlichen Trost in ihren Gemüth erfüllet werden. Ja es ist alda dise Gnad und Göttliche Krasst in Bmhrung der ycrtzen/ und Bewegung zu einen Bueßftttigen Lcyd also groß / und allgenrein/ daßjchier keiner alhicr sich eingefunden/ der nicht einen Antrib zur Bueß/ und ein Schmery^voÜeReu über dieselbe in sich verspüret hätte/ daherodamr kaum einer von hier abziehet / der seiner Andacht genug gethan zu haben glauben wurde/ so er nichtvochero ein reumüthige Beicht abgeleget. Es scheinetalso das Judocus durch leibliche Guethatten / welche Er an Gesundheit deß LeibS / und anderen zeitlichen Güttern erweiset die Men-> schen gleichsam zu sich locke/ damit Er ihnen nachmahlen weit grössere Wohlthatken an ihren Seelen / die Göttliche Gnad nemblich samdtder innerlichen Ruhe/ mittheille/ auf daß Er sie also nicht nur bey den zeitlichen Leben und Göttern erhalte/ sondern auch zu den Ewigen bringe. Dahe-ro drses Orth Wich ein heiliger Berg znbenambsen/ al,s an welchen sovül tausend Sünder'durch wahre Bueß mit GOttvLrsöhnet/ und durch des, scn Gnad an ihren Seelen geheiliget werden. Der letzte Artieul. Von der alhier auffgcrichten Bruderschafft deß fy.JUDOCL Ansehen der besonders groß-und vilfaltigen Gnaden/ wel-Gz che che GOtt durch sein wunderthatige Allmacht zur Außbreitunq deß Rveff/ und Nahmen seines gethreuen Diener deß Hei!. Judod alhier auß-thettkt. Haben Ihro Pabstl. Her-lrgkeit Clemens der zweiffte den Eyffer frommer Wallfahrter daxdurch auf-zumunteren/ und zu beförderen. Allen Christgkaubigen beydes Geschlechts vollkemmenen Abiaßverli-chen/ dcffensiä) e'rn jedwcderer einmahl im Jahr ktzeilhafftig machen kan an was immer vor einen Tag er die Kirchen gcmcwtes Heiligen auf seinen Gnaden- Sqerg andächtig be-suechen / und nach wahrer Beicht und Hei!. Communionvor Frid und Einigkeit Christiicher Fürsten/ vor Außreutung der Ketzereyen/und Er-höchung Christiicher Kirchen sein eys-ftiges Gebett verrichten wird. Es ist Zur Vermehrung der Andacht zu den H. Judoco auch ein Bruderschaft alda aufgericht worden / zu deroBckräfftigung und Auffnani obge- obgedachter Stadt- Halter Christi Clemetiy XII, auch sein FreygebigkciL mitVerieichung verschiedener grojsim Gblaß und getstrichrk Gnaden öczei-get hat. Erstlich also ist vollkomener Ablaß zugewinnen an den Tag/ Da einer sich nach verrichter Beicht/ und H. Communion gemdter Bruderschasst einverleibet/ wie aucham Eno sei? Lebens / wann ergleichfahlk dcjagre Hy. Sacramenten empfangen/ oder so drses nicht geschcchekönte/doch mit reumüthigcr AnDachk den heiligsten Nahmen JESUS mit den Mund / oder wenigst mit Hertzm anruessm wird. Es ist auch vtzllkomener Ablaß Zu erhalten von allen und jeden Mtt-Glidern diser Bruderschafft an den Haubt- Fest deroselben/ dasistdm 26. Tag deß Monath Iulij so sie beichten/und Communicmn/ wie auch von der ersten Vesper an biß zum Sonnen.UMrgang bemeldterr Festags Festags die Kirch/oder anderesBekt-Hauß solcher Bruderschafft besuechen und um Einigkeit der Christlichen Fürsten/ Außreutung derÄetzercy-cn/ und der Christlichen Kirchen Er-höchung GOtt andächtig bitten werden. Auss gleiche Weiß / und wann sie mit vor angezeigttr Andacht am OsterE'chtag Pfingst-Monlag/ an dem jährlichen Kirch- Weich-Fest / welches den 5. Sonntag nach Öfteren einfallet/ wie auch an Den Fistag deß Heil. Judod die Kirch besuchen/ eräugen siejedesmahlsiben IahrÄb-laß / lind so vill Quadragen, Sv efft sie aber dem Heil. Meß-Opsfer/ ober anderen GOtteS-Dienst dasselbst beywohnen / oder bey denen Zufam-menkmifften solcher BruderschassL sich cinfinden werden: wie auch so sie die Arme beherbergen/ zum Frid / und Vereinigung der Feinden verhelften/ die Unwissende in Glaubens-Sachen unterrichten / dashochwür- dige LigeGuett zu denen Krancken/ oder sonst in denen Proceffionen begleiten; wojfern sie aber verhindert/darvor einen Vütter unser / und Englischen Grueß sprechen werden/ eben auch so sie der abgestorbenen Leiber zur Grabstadt begleiten/ oder fünfmal;! Las Vatter unser mit dem Englische GrueZ vor die Verstorbene Brüder und Schwester betten/ nicht weniger auch da sie ein anderes Werck der Christliche» Lieb und Gsttsteligkeit üben werden / überkomensoosst/ und vor ein jedes der vsmemelOtm guet-ten Wcrcke» sechzig Tag Ablaß. Es hat aber in kurtzer Zeit dise Bruderschafft also zugenommen/daß von 1731. biß i7Zy. hundert und fünffzehen tausend/vier hundert und 80. andächtige Seelen aus Begicrd grösserer Verehrung deß fyiljudoct sich derselben zrregesellet haben. Aus welchen allen nun crhcklet/ wie groß Judoei Heiligkeit und Verdienst seyu müssen/ als welche GOtt selbst mit so wuu- wunder-voll und schier unzaMahren Gnaden/dte crauffsein Vorbitt auß-theillet / der Wett anzeigt / und kund machet. Neben dem aber auch durch die immerwchrende Andacht so viller tausend gemelter Bruderschaft einverletbten frommen Christen/ und anderen feiner getreuen Liebhaber genugsam bestättiget wird / welche alle nemblich disen großen Schutz * Heiligen täglich zu verehren / vor die empfangene Wohlthatten zu dancken/ wie auch umb neue denselben zu bitten/ und anzuruejftn gantz eyssrig fich befleiffen. Also nemblich wird jener von G Ott/ und den Menschen geeh-tdi welcher sich selbst sambt zeitlichen Ehren/ Würde/ und Reichthumben ous Lieb/ und Nachfolg Christi verachtet : da hingegen so viller mi Macht/undHerrlichkeit vor Zeiten berühmten Fürsten / und Monarchen kaum mehr gedacht wird; ja auch ihr Nammen selbst/ der allein etwann Nvch übrig ist/ PÜlM auö denselben im zum Spott mehr als zum Lob oder Ehr bey der Nach - Welt gereichet. Es Bleibt nemblich wahr und urige, zweisslet/der Auspruch Christi/das: wer sich erniedriget/ solle erhöhet werden; wieauch jenes/ durch die vom Himmel erschollene Stimm vor den Pontinischen Volck angedeutesVer-sprechen: baßjudocm wegen Verlas-sung deß Vatterltchen Thron/ und Königreich nebst drr unsterblichen Cron/ die ex in Himmel überkommen/ auch aussLrden jederzeit solle verehret werden. GQtt dem Allerhöchsten also fty ewiges Lob / daß Er bey gegenwärtigen Zeiten in unseren hierdurch besonders beglückten Cmin-Land in disem seinen großen Diener also geehretzu werden/ und ihn durch so villfältige Wunder - und Gutrha-ten glorreich zu machen sich gefallen lasset. Aber auch dem Heil, jfudoco sey höchster Danck vor seine liebreiche VorbiLt/undGütte/ welche er allen mit wahrer Andacht dey ihn hülff- . suchen- suchenden so willfährig erzeiget/ dero er auch mich / und dich andächtiger Leser sowohl im Leben/als in denTod theilhafftrg machen wolle/ Amen. Mag'. Weiten/ 93on bau ^eiligen jUDOCO Priestern und Beichtigern. Zur Metten. f. HErr thue auff meine Lsfftzeu. yi. Und mein Mund wirb verkündigen dein Lob. f. O GOtt merck auff mein Hülff / B-. HErr evle mir zu helffen-f. Ehr fen dem Vatter / und dem Sohr?/ und dem Heil. Geist. Hr. Als er war im Anfang/ jetzt und atlmeg/ und zu ewigen Zeiten/ Amen. Hymnust ^ Grösser Wunder-Mann judocus djst genannt Was Wunder Du gerhan Uns allen ist bekandt. Dich lobet mein Gemüth Dich Misset meine Zungen Dir dijes E»ren,Lied Zu Siv’ülren ley gesungen 3* Zu deinen Füssen fass- ich / und dich vor» Hertzengrüffe/ Du fibsr lorge Vätterkich/ daß mir dem Mffersprieffe. f. Ben Gerechten hat derHErrdurch die aufrechte Weeg geführet. rx. Und Yal ihme GOrres Reich gezeiger. Gebett. ^MLlmächtiger ewiger GOtt/ der Ä-BS du zum Trost/ und Spülff der Christenheit den H. Judocum durch reichliche Außspendung deiner Gnaden zu allen Zeiten groß zu machen bestimmet hast / verleiche uns / daß wir Ihn mit wahrer Andacht verehren/ und seiner Vorbitt in Leben/ imdTodt geniesten/ dermahl einS aber dich mtt Ihme in alle Ewigkeit loben / und preyfen mögen durch unseren HErrn ILsum Christum der mit dir/ und dem Herl. Geist herrschet/ und regieret Ewiglich/ Amen. Zur Prim. f. GOtt merck auff mein Hülff. HCrr eyle mir zu helffen. ^-.EHr sey demValttr/ rc. Als er war im Anfang/rc. H «hp Jijmnus* Du reicher Königs»Sohn / Verächter diser Erden Verwirffcst deß Vatters«Cron / Dch Himmels Erb zu werden/ Das S-lber Gold und Geld Hast gleich als Korr geachtet Dich selbst zum Opster GOtt/ Mil rauchee Buß geschlachtet. Zu deinen Füssen rc wie oben. f. Eilt für unsO H Judoce. qr. Auf oas wir theilhaMig werden derVer-juvgen Christi. Gebett. Allmächtiger ewiger GOtt/ dex du zum Trost/ und Hülff rc. Zur Ter?*. 4-, O GOtt merck auft mein Hülff. V. HErr eyle mir zu beljfen. ^.Chr sey dem Vatter/ rc. V. Als er war in Anfang/ rc. Hymnus, Die Liebe gegen GOtt/ Hat gantz dein Hertz besessen Dein Armuch in der Norh / Hat selbst auft sich vergessen DaS Fasten pflegt d,e Speiß/ Gejpärig auflzusetzen ES £d war allein dem Fleiß / Die Arme zu ergötzen. Zu deinen FWn/ rc. t- Der HErrdar ihn gezieret undgeliebtt. M>l Dem Kkyv der Giory bekleydet. Gebett. Mmächtiger ewiger GO!k / rc. Zur Sext. fr. 0 EOrt Merck auf) mein HüG re HLrr eyle mir zu hetjfen. Ehr ftydem Vatter- rc. -r Als er war in Anfang/ Hymnus-, Du ließt dich gantz und gar Von GOrreö Geijt regieren Flcheft Die Menschen - Schaar Thats in den Wüjkcn ihren Drum Kich und Feder-Thier Zu deinen Diensten leben/ Hast ihnen/ und sie dir. Venräulich Nahrung geben. Zu deinen Füjsen falle ich/ rc. f. Deß gerechten Mund wird die Weißheit betrachten. qr Und seine Zungen wird die Berechtig* feit predigen. Gebett. Allmächtiger ewiger EOtt/ rc. £* 8oi Zur Koh. f. 0 GOtt merck au ff mein Hülff. K- HErreylemirzuhelffen. f. Ehr sey dem Vatter/ rc. g. Als er war in Anfang/ je Hymnus» Dein Mopses Wunder-.Hand/ Und deines Betten« Krafft Gab in den trocknen Land Erwünschten Quellen-Safft. Wer wolt der Münder all Die du gewürckt gedencken / GOtt pflegt’ auft reden Fall Sein Allmacht Dir tu jchenckea. Zu deinen Füffen falle ich/ rc. -h.Das Gelatz deß HErrn wäre in seinen Hertzen. hr. Und seine Tritt werden nicht gefallet werden. Gebett. Allmächtiger ewiger GOtt/ tu Zur Vefper. f. O GOtt merck auft mein Hülff I Br. HErr eyle mir zu helffen. f. Ehr sey Dem Vatter/rc. Hr. Als er war im Anfang/ rc. Hymnus. Die Höll hat osttmahl dich Vergebens-ngeftllm Mit mt einen Schlange - Stich * Dick) suchte zu bezahlen Doch har sie ihren Wuch Veraebens angewendet Dann GOtt mir seiner Huet Dir als zu Nutz gelendet. Au deinen Füssen falle ich/ rc. t- Den Gerechten bat der HErr durch die aufrechte Weeg geführt. Und hat ihme GOrres Reich gezeigt. Gebett. Allmächtiger ewiger GOtt / rc. Zur Complet, t- D ECrr merck auf) mein Hülst. K. HErr eyle mir zu bdifcti. f. Ehr seydem Vatker/ rc. Hr. Als er war in Anfang/ rc. Hymnus. Mach daß ich Weit veracht Barnch-rtzlgkeit erzeige-Mich/ was GOtt mir mir macht Zu seinen Willen neige. Baß mir die Höll im Srrkrtt Nichts jemahl abgewinne Daß ich zu aller Zeit Aussmein Heyl immer sinne. Zu deinen Füjsen falle ich/ rc. H; /. Bltt f. Bitt für uns O Heil. Judoce. yr. Allst daß wir theilhafftjg werden der Verheiffung Christi. Gcbett. Allmächtiger ewiger GOtt/ dek du zum Trost/ und Hülffrc. Aussoxfferung. MitFreudL »er-sn ich dir Zudoce biß Hab ich Gesungen dirLob Dlßistdlekiebes^Prob Die Eroa die du empfan# geh Doch bitt ich mit vertan- Mit der ich ehre dich I gcn lBufs sie erwerbest mir. Nimb dißin Gnaoenan Dich gnädig Daqti neige Mir Deine Hülff erzeige »Mach daß mir GOkk verschon/ Amen. Litaney/ Von den y. Priester und Beichtiger j u D o c o. MLErr erbarme dich unser. SslA Ehriffe erbarme dich unser. HErr erbarme dich unser. Cbriste höre uns. Chrüie erhöre und. GOtt Valker von Himmel/ erbarme dich unser. GOtt GOtt Sohn Erlöser der Welt/ erbarme dich unser. GOtt Heil Geist/ erbarme dich unser. Heilige Dreyfaltiqkeit ern einiger GOtt/ erbarme dich unser. Heilige Maria. -Heilige GOkteö Gebährerin. Heilige Jungfrau der Jungfrauen. Heiliger jurioee. Du groff.r Königs-Sohn. Du großmüthiaer Verächter aller Eh» ren und Würdigkeit dlser eytlsn Welt. Du glorwürdiger Flüchtling deßVcit-terlichsn Thron. Du Sonn veß Englands. Du Glantz deines Lurchlciuchtigsten^H Hau>es. Du warhaffter Spiegel der Christlich-und aderlichen Jugend. Du von kindlichen Jahren rin starcker Überwinder deß Fleisch/ Welc und Teuffel. Du Königlicher Printz und freywilliger Beobachter geiiilicherOrdens'Zuchr Du.Jüngling in Leben/ und zugleich vollständiger Mann in schwäresten Tugenden. Au wunderwahres Beyspill und Mit» gejpann frommer Pilgrammen. j <04 Du S2 3 SDu Wotznflh deß H. Geists/ und fb«i derbahrer GöttlicherEmtprechunge. Lu besonderer Liebhaber der Einjam-feit. Tu lebendige Rege! und Richtschnur aüer Eivsiol. Du Munst-Meister deß geistlichen Hof» Lebens. Du Wunder-Werck deraesellichafftlir che uns abgejönderter L'ebLns»Weiß.» Du Muster Der wahren WöDtung. | Du rechtschaffenes -Vorbild der Frcyr gebig«und Barmhertzti>krtt. j A Du Zufiuwk deren Armen. Du wunderthakiger Speiser der Hun->, « geriken/nnd Träncker der Durstigen j § Du 21 uß der Blinden. ?» Du Stütze der Lammen. Du Sprach gebet der Stummen. Du Bejcyützer der in FeuersrBrunsi bey dirHülff-suchenden. Du mächtiger Vorsprecher/ und Helf» fer aller Nothieydenden. Der du noch in Leben von GOtt das Verspröchen erhalten/allzeit erhört zu werden. Der Du den höllischen Bracken zu Schanden gemacht. Deme Di? Vögl deß LujjtsjU Diensten gewesen. Dem & es Ö rr a6 Du denen Christlichen Ehe»Leu-; Z then i’iebe und EinUcit vrrleihenv Z wollest. Das du alle Wittwen und Weißlein trösten wollest. Das du uns von aller schwerer Sünd bewahren wollest Das du uns standhafft in gutten erhalten wollest. Das du uns ein glückliche Skerbstund, verleihen wollest. Das du denen Christglaubrgen Seelen! die ewige Ruhe ertheillen wollest. J O Du jO du karnb GOttes/welches du hinnimöst die Sund der Welt/ verschone uns O L>Err L> du Lamb GOttes/welches du hmmmhff die Sund der Welk/erhöre uns O pen. £> du Lamb GOttes/ welches du hinnimdst die Sünd der Welt/ erbarme dich unjer O HLrr. Christe höre uns- Christe erhöre uns. HErr erbarme dich un,ec. Christe erbarme dich unser. HErr erbarme dich unser. Vatter unser/ rc Ave Maria rc. ir. Bitkfür uns D Heiliger Zudoce/ 8?. Auffdaswir therlhaßtig werden / der Verheissung Christi. Gcbett. der Gürte/ GOtt der Barm» hertzigkeit / der du tn Verehrung deiner Heiligen geehret wirst / wir bitten dich inbrünstiglich/ das du alle/ die wir d r.cn ©Oft durch deine Vorbitt desto sicherer erhöret/ und betreiben würdig werden möge; so bttt ich dich vor allen/ erwerbe mir göttliches Liecht/ daß ich nichts/ was meiner Seelen Heylnittauglich/ jemahls begehre I Vertrauen und Standhaffrig» keit daß ich von gottgefdUig.cn Bitten nit abstehe t JTemutb und vollkommene Uber« gebunq in Göttlichen Willen / daß rchsie zur Richtschnur all meines Bittens fetze Hier holtet man ein wensq still und erwecket in* nerlich kärsüch die Act diser Tugenden: Vatter Des Armen ich komme )ä ju Die/ nit weil ich würdig/ jöndern werl icy bedürsttig bin: Du hast niehmal keinen da du auf dijec Welt lebtest ohne Hülff hinweg gejchickt: so lafie sie Dann auch mir zu meinen Nutzen gedeu-en / und so du ja nit vor mich gut zu seyn «könnest/ daß ich meiner Bitt geweret werde/ so tröste/ und starcke mich/ daß ich die von GOtt hier zeitlich von meiner ©ünt> wegen gerecht verhängte Beschwerde juc Aböüffung der mir gebärenden Straff und Besserung meines Lebens geduldig trage Z mich aber nachmahls mit dir in den Drey» einigen GOtt in Ewigkeit desto balörr und mehrekfreuen möge/Amen. Eia Ein anderes In jeder Noth/ und Anligen zugebrauchen. U Glorwürdiger Nothelffer Heil. Judocufj mit demüthigster Andacht grüße ich dich, undmithertzli-cher Freud wünsche ich dir Glück zu jener herrlichsten Glory und ewigen Gütter/ welche du mit Verachtung zeitlicher Cron/ und Reichtum »er* Dienet / und nunmehr in den himmlischen Reich ewig zu besitzen überkommen hast. Dich bitte ich gantz inbrün-stiglich/ das du auch mich unter die Zail deiner Pflege Kinder aufnemeft/ in selbiger beständig erhaltest / und wir in allen meinen Anligen / anjetzo aber auch in disen N: durch deitt machtigeVorbitt gnädiglich zuHülff kommest. Die mildreicheGütte deines gegen allen Betrangten jederzeit geneigt und Lieb vollen yertzen ruef-feichan mitvesten Vertrauen/ daß du auch mich obwollen gany unwürdigen (unwürdige) in diftr meiner Noch Noth N: trösten werdest; doch aber allem nach den Göttlichen Willen / als welchem ich nicht nur dise/ sondern auch alle andere Bitt/ ja mein gantzes Hertz/ Leben/ und Todr demüthigst unterwersse/ und vereinige. Vor allen aber erwerbe mir Q güettig-und liebreicher Vorsprechee Heil. Judocw, daß ich die Sünd / und Beleydigung GOttcs vor das gröste Übel jederzeit halte / dieselbe sorgfältigist meyde und fliehe/ das ich auch alle Christliche Pflicht / und Schuldigkeit meines Standts vollkommen erfülle / und nach dem Göt-Itchen Wohlgefallen in allen meinen Thun/ und Lassen trachte. Damit ich also unter deinem Schutz/ und durch dein Vorbitt geholffen allhier der Göttlichen Gnad beständig ge-nieffen/ dort aber der himmlischen Freud und ewigen Seeligkeit theilhafftigwerd? möge/ AMEN. ■ \ . , ' 4 ■ '-■■& ;r-;'v ■,?:/-^: ■■"•.V^'. - . " v- , ' : -T7 - y x,; • ■■ ' ' . ■ ■ W • -• '. v . "I.' -. • «u - •zumm . U. »