Nr. 161 Mittwoch, 17. Juli 1918 ___________137. Jahrgang Mbacher Zeitung priinumeratlonoppel»: Mi! Postuelsenbnna,: ncmzjül,nn :^« li, l,albjül,riäl,i!n >4 X. ssiir br>z»'ilr 7 l>, jür dir dirimal ndpallrüs Rrllamrzrilc 18 n, jiir «»snahmen >m redattio- „clle» T'ile !!« t> siir dcn Raum einet VllUimeterzeil». Til ,,Laibachei Zeitung" erichcinl täglich mit Ausülllime der 3onu- und Feievtaae. Die A>«inift»«tt«N besiobn sich Wilioiii'stlofie )1lr, lk. rbenerdia: die Hledal»««» MiNosiöstrahe Nr. l«. I Stvll, Lprrckstundrn der Medallion vm, «dis K'Uhi vormitlnss«, Uinranlirrle Vrie!e weiden nicht llnalnommen, Manuskripte »icht zinückgeNellt, Telephon-Ur. der Nedaktion 52. AlnMchev Teil. ^l lnc l. und k. Apostolische Majestät geruhten aller-anädigst das nachstehende Allerhöchst« Handschreiben zu erlaff««: - bieder Feldmarfchall Freiherr von Eonrad! Schwer nur kann Ich Mich entschließen, Ihrer er» uenten Bille »m Eillhebung Folge zu geben. Klingt doch seit Iahrzehlllen in Meiner Wehrmacht rnh.nvoll Ihr M,ne. Sie haben als Erster bahnbrechend der talti»' scheu Ausbildnng moderne Wege gewieseil. Sie haben in« friede» als Chef des Generalstabes unier schwieri»! geu Verhältliissen »veitblickend die zeitgemäße Ansge» staltung der ''Armee angebahnt. Die Schasfnng dieser Grundlagen ermöglicht nns, den Kampf gegen eine, Welt von Feinden ehrendoll zu bestehen. Ihre Tätigkeit während des kriea.es ans veranlloortnngsvollem Vo» stcn — speziell als Chef des Generalstabes — sict>'rt Ihnei, sür alle Zeiten einen Ehreuplan in der Ge» > schichte. Ihrer Taten voller Wert wird später erst Ge» lueingut aller werden. » Für Ihre dnrch ein Meuschenalter erfolgreich und' ausopfernngsvollsi geleistete Arbeit gebührt Ihnen sür^ iinmer Mein, Meiner Wehrmacht nnd des Vaterlandes Dank. Ich ernenne Sie zum Obersten aller Leibgarden nnd erhebe Sie in den erblichen Grafenstand. Eckart sau, 15. Juli l»l«. ztarl m. p. Volitilchr lleberftcht. ^ a i b a 6), lt>. Juli. ^ Wie ans Wien gemeldet wird, lautet die letzte der dln beiden Ministerpräsidenten vom Minister des Äu» s>r,> fortlaufend Angehenden Mitteilungen über seine. Auffassung der auswnrti.qcn ^iaqe n. a. folgendermaßen:! Die l',entralmäch»l> suchen „ichls als de» Friedeusunllell' des Feindes zu erläinpfen. Durch drei Gruppen von Bestrebungen wird von g^uerischrr Seite versucht, das ^orlsetzen des Blutvergießens zu rechtfertigen, durch die Schassung emes Weltbundes, durch territoriale Per- Änderungen auf dosten dn ^eulralmächle, lnsbcsoildere dllrch innere ^rstückelunaeu ^slerre>ch>Ungarns, durch ^erilichlung nnjerer Wehrhasligleil. sachlich und we> fentlich brennend stehell im Westen zwischen den trieg» führenden Parteien eigentlich nur die oa^ neben den , <>)ülern der Menfch" hcit" milverslanden »oird. Wenn unsere (Gegner die ^riedensschlnfse im 5slen als ein abschreckend^ Bei» spiel dafür hinstellen, wie w,r besiegte Feinde behan-deln, so erkennen wir dem hierin liegenden Aorwurs wohl gar leine sachliche Berechtigung ,;u, nüssen aber daran erinnern, daß leiner oer lämpfenden Tlaalen je in den Fall von Nnßland oder Rumänien ,zn som-men braucht, da wir doch immer bereit sind, mit allen in Waffen gegen uns stehenden Feinden in Friedens-Verhandlungen einzutreten. Unüberwindbar fcheini noch der Trol',, mit dem die territorialen Forderungen nach (5Ifas;.Lolhringen, Trient und Triest, dcn deutschen Kolonien usw. gestellt werden. Hier ist die Grenze unserer Friedensbcreitschast, die alles diskutieren lassen lann, mir nicht am unbcrührbaren eigenen Nesihstand. Bei ihrem Bestreben, das innere Gesüge Österreich. Ungarns anzugreifen, und die Monarchie tunlichst in ihre Bestandteile auszulösen, gehen nnsere Gegner von, ^ einer völlig schablonenhaften Verlennung des Wesens ' der östelreichisäi'iiügarischen Monarchie ans. Sie über» ^ sehen, daß Staaten mil mehreren 'Nationalitäten in der Riegel sein ^ufallsgebilde, sondern Produlle histori» ^ scher uud volsergeographischer ^l'olloeildigleiten filid, die ibr Enlstehnngs' und Erhaltungsprinzip in sich tragen. ! Sie besten daher auch ^ und d bündnisse, allen voran linser alter Bund mit Deutsch» land. Tie Beziehungen zwischen Dsterreich.Ungarn und Deutschland euger und inniger zu gestalten, ist das Ve» streben der verbündeten Herrscher nnd ihrer :Iiegiernn-gen, in welchen sie sich im Einklänge wissen mit den Wünschen der überwiegenden Masse ihrer Völker. Das Bündnis soll auch künftig wie bisher feinen ausschließ» lich, defensiven Charakter bewahren. Der neue Blind' nisvcrtrag soll aber anch den Anlaß geben, dir viel« fachen künftigen noch enger zu gestaltenden wirtschaft« lichen, militärischen und sonstigen Beziehungen den ge-änderten Verhältnissen und gewonnene» Ansichten an-,'npassen sowie die mit der Wiedergeburl Polens zu» sammenhäugendeu Fragen unter Hiiicksichinahme aus die Wünfche der Bevölkerung zu lösen. Das Bündnis soll auch künslighiu gegeii niemanden eine Bedrohung oder Unfreundlichkeit bedeuten. Was wir am l^'. Dezember ,916 ausgesprocheu habeu, ist für unsere Gesinnung heule noch maßgebeud. Die Fortdauer des krieqes be» ruht ausschließlich auf dem eiufeiligeu Veruichtungs» niüen der feindlichen Swaislenler. Sie hallen ihre Völker im Banne von Schlagworlen, die aufrichtig ge» meint fein mögen, aber au die falfche Adresse gerichtet nnd mit Anpreisung der allerzwectwidrigsk'n Turch» führungsmittel propagiert werden. Eine Note des französischen Marineamieo erklärt, die gesteigerten Anstrengnuqe» der Flotten Frankreichs, Englands nnd Italiens zielen hauptsächlich dahiu ab, die Teckrnfte Österreich » Ungarns möglichst lahmzu-llgeu. Seimkehr. Eiznhlmiss vo» Otto Höcker. <37, ,^'.'tj^».,c,.) ^,..i...r»,f .,,,,'„.,.„ . „Klaus, ich will dir Autwort sageu, ja, ich will deiu Weib seiu, loeun es so dein Wille ist." ^i? sa^- es bebeud, aber ein stilles, tapferes lächeln blieb dabei >lm ihre l^ippeu. Dem Heimgetchrleil war ^s, als ob er aufschreien Müßte. Das war ja nicht wahr, wci-3 das liebe Mädchen da sagte, er wußte es ja, daß sie einen anderen lieb hatll','rin 5ps^ war Ds, das sie tapfer brmgen wollte. Und twch, nne sie ,lun in süßem Neize vor ihm stand, d" faßte ihn ei,, unwiderstehliches, übermächtiges Ver» langen, sie in die Arme zu schlieüeu uud einen Augen, blick hiudurch dos Glüct zu losten, dat sich ihm immer versagt hatte. Aix'r als er in heißem Dränge die zarte Gestall in seine Arme schloß, da spurte er deren bängliches Erbeben, uud da zwang cs ihn auch, sich zu ihr nieder» ziibeugen. „Sei ohne Sorge, Erika/ sagte er so leise, daß es ebeu nur noch ihr 5hr erreichte, „ich will dein ^pser nicht, nur um der Eltern willcn sei starl, ich sag' dir uachher frohe Botschaft!" , Wie sie begrisssverloren zngend zu, ihm .ulsschmitc, da hielt er sich mit gewalliger Anstrengung zurück und berührte nur mit zagendem, laum fühlbarem Hm>ände und küß" ihn und konnte nimmer von ihm lasfen. ! Wieder brannte Klaus das en,scheidende Wort aus deu l'ippeu. es mußte ja doch gesprochen werden, schon um sei „er fell.fl willen, denn diefer Augenblick, wo er das Mädchen feiner l^'be in den Armei: halle halten ' dürfen mil dem Bewnßtsein, es auf immer wieder i lassen 'zu müssen, l^"c ihm die härteste lind tiefste j Herzenswunde feines ^'bens geschlagen. Aber ein Blict aus die Elteru ließ ihn verstummen: als em Verore» ! chen »väre es ihm erschienen, deren lauten, freudig be» ^ wegteu >ubel zu^ stiren. Morgeu, lvenn sie ruhiger gc wordeu,V'ar es noch '"uuer ,^eit, sie mit dem Unver» ! "leidliche bekannt zu nuichen. Ach, ihm war so schwer ',mnutt, er konnte ja wcht lällger bleiben,' sollte er "ich, voii Sinnen kommen, nnd wie würden die teuren Alten es ertraqen köilN'», schn'd er auf '.>l'immerttiieder. ' kehr von ihuen! ' Wieder war es der ttapitän, der sich zuerst wieder in den Altlagslon zurückfand. „Na, Inngr, was bast , du da für ne uiäch<'^' -"'^' '"'tgebracht, ist das all - Madeira für Mutter? Da wird fie fchon eiue Weile mit reichen, denke ich " Wie viel hätte der He,mgekehrtc darum gegebeil, hätte er iu diese neckisch-lM'mluse Heiterkeit mit ein» » slimme» können, jeder ^laut blieb ihm iu der Kehle stecleu. So beugte er sich doppell geschäftig über die Kiste uud begann den Inhalt auszupacken. Tie Eltern kamen gar nicht ans dem Staunen her» ans', besonders die Mniter schlng in emem sort die Hände zusammen. „Da ist die Büttel mit Madeira, echteren kriegst keilten, Mutter — nnd besseren wohl auch nicht." Er kramte weiter, ^oc, den guteil Flaschen, die uoch die Kiste barg, die Stiohkappen ab und wickelte anch andere Gegellstände aus Hülsen nnd Papieren. Bald darmn l<>,K,> >'>' ^'-> 'N',,!!<'i l'ii'l-ii 5ös!licben ,^als' Pelz um. „Ein Pokni>,ms, >ci) i)^!> n/n ,li^,> l^,u,>,,i,^l>, >st all drei Jahre her," sagte er. „Der wird dir gul tun." 0'r ließ sie gar nicht z» einer Danksagung kommen, sondern sehte dem Vater eine klein.' Zigarrenkiste vor. „Das ist die Sorte, die unser Knifer raucht, Vatal>ei, w,e sie gemacht word<'u sind, siehst, da hab' ich au dich denken muffen. Weiß doch, dll rauchst was Gutes gern. Sie hal>en lang nicht ge» wollt, aber schließlich haben sie mir diese fünfzig Stück doch ablassen muffen." Geschäftig, immerfort in dem Bestreben, sich lomen unmittelbaren Einflnß auf die auswärtige Po» litil', die Neichsverteidigung uud die Ne'chshandels' Pell^il üben follten. Ein größerer Umschwung wäre kaum denkbar. Denn bisher hat England zwar den großen Kolonien Selbstregiernng ^»gestanden, aber sie waren durchaus auf ihre eigenen An', legenheilen be» schränkt, während das Mutterland selbstherrlich über alle Fragen der änßeren Politik nnd der Neichövertei» diguug entschied. Nun sollten Canada, Ai stralien, Nen» seclaud und Südafrika gleichberechtigt mit dem Mutler» land die Weltpolitik des Neiches leiten, :nd wer hätte gezweifelt, daß sie ein so großherziges Anerbieten mit Frende begrüßen uud fich beeilen wnrden, davon Ge> brauch zu machen? Aber in Wahrheit ist das Gegenteil der Fall ge» wesen. Seit dem sorigen Jahre ist es ganz still von den großen Neichsverfasfnm^Mnen. Das Ncichslriegs-kabinett ist nicht, wie geplant war, eine permanente Einrichtung. Nur General Smuts gehört ständig dem brilischeu Kriegskabiuctl an, aber er ist dort, obwohl Südafrikaner, nicht offiziell der Vertreter Südafrikas; General Votha jedoch, der Leiter der südafrikanischen Politik, hat sich der Berufung nach London zur fländi» geu Teilnahme an einem Neichstriegslabinelt entzogen, nnd ebcnfo hat auch Hughes, der leitende Minister Australiens, eine Abfage nach London geschickt. Au3 einer ständigen Neichsregierung ist nichts anderes geworden als eine jährliche Tagung eines engeren Komitees, wie sie jetzt eben wieder in London stattfindet. Dort tagt ja seit anderthalb Jahrzehnten, wie jetzt, alljährlich die ..Neichst'onferenz", und das Neichskriegslabinett ist nicht mehr als ein Ausschuß dieser Konferenz. Ebensowenig wie sie wird es bindende Beschlüsse fassen. Es dient lediglich dem Austausch von Wünschen und Forderun» gen; die fchließliche Entscheidung bleibt beim britischen Kriegskabinett — aber allerdings in einem Punkte auch bei den einzelnen Kolunialregierunacn. Und das ist dcr springende Punkt: die Geldfrage. Wenn nämlich den Kolonien mit Selbstverwaltung die Mltentschcidung über äußere Politik und Neichsvertei» diguna angeboten wurde, so war das keineswegs ein uneigennütziges Anerbieten. Sondern die Kolonien sollten von nun an auch mitbezahlen. Vor dem Krieg hat England die Flotten» und Hcereslasten allein ge» tragen: nur Indien, also die große britische Kolonie, die leine Selbstverwaltung hat, mußte sich seine Armee selbst bezahlen. Im Kriege hat sich der Unterschied zwi» schen Indien und den Kolonien mit Selbstverwaltung noch schärfer ausgeprägt. Indien ist unbeschränkt zu Englands Kriegskosten herangezogen worden. Natur» lich wurde von freiwilligen Leistungen gesprochen, aber was es mit der Freiwilligkeit auf sich hatte, hat man unmittelbar nach Kriegsausbruch schen können, da England den gesamten Goldschatz Indiens — ebenso lvie den Ägyptens — in Veschlag nahm und kurzweg der Vank von England als Deckung ^on Ncgierungs» anleihen überwies. Nun haben allerdings auch die Ko> lonien 'mit Selbstverwaltung Geldopfer gebracht, die wirtlich freiwillig genannt werden können. Aber diese il pser sind recht bescheiden gewesen und haben nicht ent» fernt ausgereicht, um auch nur die Kosten derjenigen Truppen zu bestreiten, die die Kolouien nach Eurupa sandten. Man kann nicht leugnen, daß die Kolonien mit Celbstverwaltnng im Krieg viel geleistet haben — nicht so sehr aus Liebe zum Mutterland wie aus Eigennutz; denn die Südafrikaner wollen Deutfchfüdwestafrila und Australien will die deutschen Besitzungen im Stillen 5zean für sich behalten, aber die ganze Schwere der Kosten soll Großbritannien tragen. Es hat seinen Ko-lonicn während des Krieges Milliarden an Zuschüssen leisten müssen, und die Kolonien sind durchaus nicht gesonnen, nach dem Krieg die Lasten einer dauernden mächtigen Neichsverteidigung, wozu künftighin zweifel-los auch ein großes stehendes Heer g"hören wird, mit auf sich zu nehmen. So hat man in den Kolonien oaZ Neichslricgs» labinett eigentlich als eine Falle betrachtet und hat sich dieser Falle zu entziehen gewußt. Man hat ganz richtig erkannt, daß eigentlich den Parlamenten der Kolonien ihr Geldbewtlligungsrccht zum Teil entzogen werden sollte, aber die Kolonialparlamente denken nicht daran, irgend einer Körperschaft in London, sei es das briti» sche Parlament oder ein Neichskriegslabinett, da5 Necht einzuräumen, über die Geldmittel dcr Kolonien für Neichsverleidignngszwecke zu verfügen. Sie fühlen ganz richtig, daß sie dadurch in eine ähnliche Stellung wie Indien geraten würden. Indien ist ja auch im Ncichs-kriegskabinett vertreten; das heiß!, daß ein Mitglied der von England eingesetzten indischen Negierung im Londoner Kabinett mitstimmt nnd Indien mitzahlt. Dieser „indische" Vertreter hat aber noch eine wichli-gere Funktion, als es die wäre, den Schein ciner frei» willigen Mitwirkung Indiens zu erwecken und dadurch denjenigen, welche die indischen Verhältnisse nicht len» nen, Sand in die Augen zu streuen. Der „Vertreter Indiens", dcr doch voll der englischen Ncgieruna, er» nannt ist, bildet nämlich mit den fünf englischen Mini» stern die Mehrheit in dem zehnköpfigen Neichslriegs» kabinelt. England mit Indien, also in Wirllichkeil Eng. land allein, wird im Neichskriegsknbinett in jeder Frage auch gegenüber der Einmütigkeit aller Kolonien seine Forderungen zum Beschluß erhebeu können. Es läge also ganz allein alt England, den Kolonien so große Kosten, als es für nötig hält, aufzuerlegen wenn die .Kolonien nicht auf die Ehren wie auf die Lasten der Mitregierung des Neiches verzichten würden. Das haben sie aber so deutlich wie nur möglich getan. Seit dem vorigen Jahre hat Anstralien zum zweitenmal nnd endgültig die allgemeine Wehrpflicht abgelehnt, und ill Südafrika hm Aotha die Wehrpflichtvorlage überhaupt nicht eingebracht. Die allgemeine Wehrpflicht im gan-zeit Neiche ist aber die Forderung des Neichskriegskabi' nettes im Jahre 1917 gewesen. Nun ist es wieder versammelt, und wir werden sicherlich in wenigen Tagen von großen Beschlüssen hören, die es gefaßt haben wird. Weiter als zu Beschlüssen wird es auch diesmal nicht kommen. Denn der britische Neichsgedanke hat die Ei» genlümlichleit, daß er im Mutterland bei der Geld» frage beginnt lind in den Kolonien bei der Geldfrage anfhört. Und daran scheitert immer seine ^erwlrlli. chung. Lokal- Mld ProvmM-Nachrichtcn. — Mne Verwundetenmedaille.) Seine Majestät der Kaiser hat für die im Kriege verwundeten uud an ihrer Gesundheit geschädigten Angehörigen der be» wafsneten Macht eine Medaille gestiftet. Sie führt die Bezeichnung „Verwundetenmedaille", ist aus grauem Metall mit matter Oberfläche geprägt, kreisrund ,mö mißt 3,8 Zentimeter im Durchmesser. Die Vorderseite zeigt das Bild des Kaisers, von einem Lorbc<,'rlranz und der Unterschrift „Carulus" umrahmt, die Nückseite die Worte „Laeso Militi" und die Jahreszahl 1918. Die Medaille i^t an einem seldgrünen, mit einem sünf Millimeter breiten, blutroten Nandslreisen versehenen Bande auf der linken Ärustseite nach dem Karl-Trup. penlreuze zu tragen. Den Verwundungen sind alle Schädigungen der Gesundheit gleichzuhallen, die bei der Armee im F<'!de hervorgerufen oder verschlimmert wurden und die Invalidität zur Folge hatten. Die Zahl der Verwundungen ist auf dem Bande der Medaille durch blutrote Mittelstreifen kenntlich zu machen. — sOrtigarN'Feicr im Tchühcngrnben.l Wir er» halten folgende Zuschrift: Das dritte Bataillon dcr Her Kaiferschützen hat in diefem langen Kriege gar malichen harten Strauß ruhmvoll bestauden. Fast jeden Tag jährt sich ein Gefecht, eine Schlacht, bei de5 das Bataillon feinen Mann gestellt hat. Ein Gefechtstag ist jedoch von ganz besonderer Bedeutung nnd verdient auch besonders' feierlich begangen z" werden, der 2bste Juni 1917, der Tag der Erstürmung des Monte Orti» gara. Als Schulbeifpicl eines wohlvorberetteten und glänzend durchgeführten Angriffes kann diefe schwie-rigc Unternehmung gelten. Mit dlefem Siege sperrte das dritte Bataillon der Iler Kmserfchützen im Ver-eiite mit dem ersten Bataillon der Icr Kaiserschützen dem in Tirol Einlaß fordernden Welschen dcn Weg für immer. „Solange ihr Mpini' auf Ornqara steht, wird lein Angriff mehr versucht werden," sagte cin ge« fangencr italienischer 57ffizter. Am Vorabend des 25sten Juni wurdc, obwohl der Welfchc rcgc seine Eisenarnße in die Stellungen schickte, die Feier durch die Nberrei» chung des anläßlich dieses Tages gestifteten Bataillons» Abzeichens an die Anspruchsberechticnen eingeleitet. Am 25>. Inni früh vereinigte dann alle Offiziere und die Mannschaft eine erhebende Feldmefse, bei welcher der Fcldkurat, der auch am Ortigara tapferen Anteil ge» nommen, in schlichter Weise der gefallenen Kameraden gedachte und dcr Bataillonskommandant den Schwur abnahm, immer den alten Kaifcrschützengcist zu dcwah. rcn: „In Not und Gefahr, in Freude uud Leid, im Dienste der großen Sache der heiligen Pflicht, Eine? sür alle, alle'für einen!" — I" diesem Geiste müssen loir siegen! ^lva^r Mung Nr. UN_______ ___11^3__________________________________^7. Juli ^»8 cl'cn.) Gestern nachmittags nn, 1 Uhr M Min. !our!x' liicr, l'iu schNkichc? Erdbeben lvahrgcuououc». Der Krieg. tclearamme des l. l. Telegraphen»Korrefpondenz» Vureaus. Öfterreich - Ungarn. Von den Äriesssschauplätzen. Wien, 16. ^uli. Amtlich wird verlaulbarl: 16. Juli: ^.m Naumc des Ttilfscr Joches, dann nördlich des Tonale»Passes, in den ^udiknricn und ans der Hoch» fläche von Asia.qo steigerte sich der Artillerietampf zu desonbercr Heftiqteit. ^m Naume des Monte Pertica und des Monte Solarolo «nternnhm der Italiener nach mächtiqer, iil,erfallsartnl.er Artillerievorbereitung vier gewaltige Tturmanssrissc: sie wurde» von den braven Truppen der 55. Division leils durch Feuer, ieils im Nahtamps al'sseschlaqen. Dir Vlntopser des Feindes sind alcherorbentlich groß. Dsr Chef des Gr.icralstabes. Neränderunssen in höheren Hommandostcllen. Wien, l6. Juli. Ernannt worden: Generaloberst Erzherzog Josef zum v>eeresgrnppensommandanlen, General der Kavallerie Fürst'Alois Schön bürg» s^ a r l e n s< e i n zum Ko»,mandanten einer Armee Das Abgeordnetenhaus. Wien, 16. Inli. ^iach mehrmonatiger Pause nahm das Abgeordnetenhaus seine Tätigkeit wieder aus. Saal und Galerie», siud dicht gefüllt. In der Hcrrenhauslogc befindet sich u. a. der gewesene Minister des äußern Graf Czernin. Präsident Tr. Groß begrüßt die Ad» geordneten mit einer Ansprache, worin er unter 5>in» weis auf die bedauerliche Uuterbrechuug der Tätigkeit des Hauses der Hoffnung Ausdruck gibt, daß die bevor» stehende Tagnng des Hauses dazu dienen werde, der» fassuugslüäßige ^usläude zu sichern »nd zu festigen, Der Präsiden entbietet sodann unter lebhaftem Beifall des Hauses die herzlichste», Grüße und Wünsche unseren Heldeu an der Front, für die wir alle von unbegrenzter Newnndernng und Danlbarlei! erfüllt sind. 3as .Haus beschließt ulil ^»oeidritlelmajorität, so-fort die erste Lesung des Vudgelprovisorinms zu begin, nen in Verbinduug mit der Verhandlung der Anfrage über verschiedene Vorkommnisse ^er ll'j'kn ^jeit in der inneren und äußeren Politik sowie über innere Negie» ruugsaugelegeuheiten. Ministerpräsident I?r. '1,'itter voll Seidler stellt dann die nen ernannlen Mitglieder des Kabinettes, den Leiter des Amtes für Volksernährung Minister Doktor Paul und den Minister des Innern Nilter von Gayer, dem Hause vor und erklärt, er »volle in Kürze die Si» tuation kennzeichnen, die der Neichsrat bei seinem Zu. sammeniritt vorfindet. Was die außenpolitische ^age anbelangt, so ver-weist der Minister auf die öffentlichen Darstellungen de^ Ministers des Äußern, die der Öffentlichkeit bereits bekannt seien. Der Ministerpräsident möchte nur sol-gendes betonen: . . Auch vom Standpunkt der k. l. Neglerung ,s< dieser Krieg vou allem Ansänge an ein Verteidigungskrieg gewesen l'^ustimmnng links) und diesen (Umralter hat ec niemals geändert. M ist klar, daß wir diesen Ver» tcidignnqskrieg so wie bisher auch künftighin mit dem äußersten Nachdruck führen muffen, um die Gegner da» von zu überzeugen, daß es kein Mitlel aM, über d,e vitalen Interessen nnd unsere lHhre hinweg zu einem Frieden zu kommen. lLebhaster Beifall links.) Unsere Gegner führen diesen Kamps gegen uns in dreifacher Weise: mit den Waffen, mit den Mitteln der Vloäade nnd mit den Mitteln der inneren Propaganda. Die Er» folge der verbündeten Armeen sind eine 'Gewähr dafür, daß die Frindc mit den Waffen ihr Ziel nicht durch-scheu werden und sich mil der Achtung unseres» Stand» punltes werden abfinden müssen. AuÜi die Mittel der Blockade sind wohl geeignet, unserer Bevölkerung die schwersten i7pftr aufzuerlegen und hren Standpunkt auf die härteste Probe zu stellen. Ein Mittel, unseren Willen zu beugen, wird darin nicht gelegen sein. Wir werden dnrch zlveclmäßige Verwertung der sich nns er» schließenden Hilfsquellen und dnrch eine fortschreitende Ausbildung der Organisation nichi nur die Situation zu halten, sondern sie auch sür die Bevölkerung zu ver» bessern wissen. Was endlich die innere Propaganda an» belangt, für die ja nnr in einem feindlichen Staate ! ein eigenes i7rgan eingerichlel ist, so ist dies eine I ^iampsweise, die das Gebiet unserer inneren Politik ! betrifft. Die Mittel, mit denen unfere Gegner hiemit arbeiten, sind so absnrd, daß sie von einer tiefen Vcr-sennnng »»serer Verhältnisse zeugen. An der >m^ ichütlerlichen AnhänglichIVil gegenüber der Dynastie und an der staatstreucn Gesinnnng der Bürger, an der ststen Kohärenz uufercs Slaalswsjens im Nahmen der Monarchie werden auch diese Pfeile abprallen. sLeb» hafter Beifall und Händeklatfchen links.) Die Feinde werden sich überzengen muffen, das; sie mit diesen Mit» teln ebenso wenig einen Erfolg erzielen können wie mit den bereits erwähnten beiden .v.lderen. Unbeschadet der unbeugsamen Energie, mit der vir au der erfolg» reichen Fortführung d('5 Krieges festhalten, »verden wir aber nicht verabsäumen, so wie bisher inch künftig-hin alle sich bietenden Möglichleiten zur Anbahnung des Friedens eifrig zu verfolgen. jLebhafle Zustim» mung.) Wir werden jede seriöse A,,reg»ng von feind» licher oder von dritter Seite auf das gewissenhafteste Prüfen und alles, was an nns liegt, aufbieten, nm ans diesen, Wege dem heiß ersehnten Menschheitsideale nähe zn kommen. Unentwegt halten wir an jenen Gedanken fest, die in dem gemeinsamen Friedensangebot der ver-bündeten Mächte vom ^2. Dezember 1916, in der Allerhöchsten Thronrede uud iu der Aulwort Seiner Majestät aus die Friedensnote des Heiligen Vaters niedergelegt sind. Es ist unsere feste Absicht, so bald unsere Vitaleu Juteresseu und unsere Ehre es erlau» ben, die Menschheit aus den Greueln dieses .Krieges herauszuführen und einen Frieden zn schaffen, der der Welt ans Generationen hinaus die Wiederholuug sol» cher Prüfungen erspart. Getrost dürfen wir in die Zu» lunst blicken. Vereint mit unseren getreuen Bundes» genossen sBeifall nnd Heil»Nnfe links), werden wir da? Ende des Weltkrieges zu erzwingen vermögen. Die innige Gemeinschaft mit ihnen, die >^ir für >,'c Zukunft zu festigen und auszubauen hoffen, insbesondere das altbewährte Bündnis mit dem Deutschen Neiche s?el> hafte Heil.Nufe links), an dessen Vertiefung für die Zukunft eben jetzt gearbeitet wird, ist für nns wie für unfere Verbündeten eine feste Gew'ihr dafür, daß wir für alle feiten unseren Platz nnter den Staaten der Velt behaupten, unseren Völkern eine freie, segensreiche Entwicklung sichern können. Aber sie ist auch weit enl» ftrut davon, eine Bedrohung für die anderen Staaten zn bilden. Sie soll vielmehr als ein nützliches, werk» tätiges Glied für die Gestaltung der künftigen Frie» densbedingungen einer versöhnten Welt sich erweisen. Der Ministerpräsident erklärt sodann, daß über die militärische Lage der Landesverteidignngsminister die erforderlichen Anskünfte erteilen werde. Anf die Ernälirungsvcrhältnissc übergehend, erklärt der Ministerpräsident der ungünstige Nußfall der Ernte, verbunden mit einer fast vollständigen Fuitcr-Mißerntc, habe die Versorssimy des alssclaufencn Wirtschaftsjahres änßcrst schwierig aeswltet. Wedcr die Znschübc ans Nns,»ange. Die ungarische Negiernnss wird soweit als möglich die Ergebnisse des Früh» druschcs der Ärmcc sowic Österreich zur Verfügung stellen. Tic uns hicwirch zukommenden Mengen wcrdcn ausreiä^n. inn die ^^crsorgui^ss bis E:,oc des Mmiates in dem bis-lu'rigcn, allerdings nicht qonügcndi'n Äuslnaßc zn ermöglichen. Dic vollcn Ergcbnissc dcr ncuen Ernte werden iedoch vor End.' ^nli, rcspl.ltivc 1'lnfang Äugnst den großen Tchich-ten dcr Bcvüllcrnng nichl zngefnhrt werden können. Wir werwn dlirun, bis zu dicscr Zcit noch inanäic Tchwierig-lcitcn zu überwinden haben. Bis Ende Juli wird die Ne-gierin^ trachten, durch Bereitstellung aller nur immcr erreichbaren Ersatzmittel ül'cr die unzureichende Versorgung mii Mahlprodultcn hinloegzuhelfen. Vis dahin wird wohl >i»r die verkürzte Brotration ausgegeben wrrdcn lönncu. ssür die Zcii ab zweite Woche des August wird cs del-Regierung jcdoch möglich sein, die Brotration in der nor. micrlcn ,^>öhc auszugel>en. 3ie uns von Ungarn für die zwcite Hälfte des Monates Inli zugesagtcn bcdcntcndcn Zuschiil'c'cin Gemüse und die »oeidenm Znschübc an ^rüh-larioffeln werden insbesondere in dcn Ttädicn zur Eni-. sz>cding»ngsloscn Hingabc an dic Zwecke t>cr staatlichen Gemeinschaft. Indes wird dic Bcdluinng t>cr nnscrcm lrie^swirtschafllichcn Tystein natur-gemäß aus nichi diejcnigcn in Schutz, dic es nicht glaub«, wollcn, daß anch sic den Krieg zu ertragen !>i!>r>, nnd dic mi>t dcm ^cldbcutcl in dcr Hand es durchaus,,!.,ri, wissen, daß sie im Kriege nicht vicl schlechter leben als im Frieden, »nährend Hunderilaiiscndc dem Hunger nnd Elend preisgegeben sind. iLcbwftc Zustimmung.) Hicr wndelt cs sich um ein Verbrcchcn, das von, moralischen Ttand» punlic vicl schärfer bchandcll lverdcn muß, als es Inshce dcr Fall war. sLebhafte Zustimmung.) Was den Schlcich« Handel l^trifft, so bedingt cr allerdings in seiner Nüä-lvirlung cinr schwcr< Gcfährdnng dcr öffcnilichcn glcich« mäßigen Versorgung. Was jcdocii im Tchlcichhandcl ab» gchl, rcpräscnticrl im ganzcn leine so großen Quantitäten, als daß damit der Ttaal die allgemeine Verforgung voll, lomliien zli sciniercn im Tiandc wäre. Die cigcntlictx? Wiirzcl dcs jibrls licg< cbcn darin, !>aß Dstcrrcich zu wc»lia, Lcbcnsmiticl crzcugl, als das, ans dicscn Vorrätcn sä'm Bürger crnäbrt wcrtx'n könnten. Es gchärt zum wirii lichcn ^VM^, daß zwar nichl Österreich, wohl aber Ostcrrcict^ Ungarn sich sclvst ernähre», kann. Ter Ministerpräsident sci noch als Seltionsclsef dcs ?lckcrl>auminiftcriums Ende 1l»1 l cntschicdcnst dcim lasten Willen nns nicht mchr licfcrn, als cincn llcincn Bruchteil dessen, lons uns in normalcn Zeiten von dori geliefert wurbc. Hieraus crgibi sich für die Znlnnft, dai', von cincm völligen W^chfcl dcs inländischen Aufliringungssystems radikale Ab» hilfc laum zu crloartcn wäre. Wir müsscn vm- allcin traäi tcn. unsere Vcrsorgnngsbcrhältnisse zu Ungarn möglichst anszngcstaltcn. Durch die mit dcr ungarischen Ncgicrung gcführten Verhandlungen ist nunnichr auch in der jcn. sciligcn Neichshälftc ein strafferes Ersasscn der heurigcn Ernte sichcrgestcllt. Wir dürfen fcrncr nnfcrc cigcnc Prc>< duklim, nicht drangsalieren. Wir müsscn fic viclmchr mit allcn Kräftcn fördcrn. Wir müssen Fchlcr unscrcs Auf. l'lingungs' und Vcrtcilungssystcms forrigicrcn nnd wir dlirfcn Loclcrnngcn dcssclbcn nur dort cintrctcn lasscn. wo wir des Erfolges sichcr sind. Icdcnfalls muß der lcyitimc Handel in das System ausgiebiger eingcsäxiltei wcrdcn. als es knshcr dcr Fall war. Die Lcbcnsmittclzcntralen wcrdcn schon demnächst in die staatliche Verwaltung über. gclcitct werden. Auch im Frieden locrden wir cinc systcma» tisclfe staatliche Ernährungspolitik auf dcr (Nrundlagc cincr locitblickcnden, durchgreifenden ProdliktionKfürderung nicht cnllichrcn lönncn. Gcrade in dcr Ernährungsfragc ist die Mitardcit dcs Parlamentes von höchster Vedeutunst. Das Haus mögc sich scdoch nicht hintcr dic Kritii sctzcn. sondern durch praktische Verbcsscrnngsvorschlägc die positiven Bc. mühungcn ergänzen. Es wird alles geschehen, um mit H,Ife dcr vom Hause zngchrndcn Anregungen einc Besserung der Ernährungsfrag>c herbeizuführen. Laidacher Zeitung Nr. 161_____________________________1114 ___________________________ 17. Juli 1918 ^u !xr Politik l>c.- bisher beolxichteten politischen Reserve hervorzutreten sich veranlaßt sah. Dah dies geschehen mußte, ist für mich ebenso evident heute alii dor sechs Vochcn, Seit dem ersten Tasse meiner Amtsführnn^ I>U dic ^^i;ii,'rung an dem ^>ed<-r,lfcn festgehalten, daft mitwn tin Weltkriege und bei völliger Unsicherheit der mchercn LaA' die innere Politik lediglich darauf abzielen könne, die Situation wirtsck^fllich und politisch zu halten, um hiedurch d<^o Ihrin^ zur Erleichterung dcr Kriegführung bcizutiagcn. <^s lvar cin Programm des politischen Waffenstillstandes. Je länger die völlige 5Uärung der auslvärtisscn Situation sich hinausschol', desto schwieriger gestaltete sich dao i>vstl>ilten au dieser Methode. In der Hoffnung auf gröbere na'tiomile Vorteile, die aus den Friedensbedinguu-gen siäi ergeben könnten, versagten einzelne Parteien konsequent ihre Mitwirkung an dem Werke der inneren politischen Verständigung. Ter Ministerpräsident erinnert an die Gattung des „('esf^ svaz" gegenüber deiil Plane der Erörterung der Verfassungsfragen, obwohl insbesondcrs die deutschen Parteion an dem äußersten Entgegenkommen es- »licht l>aben fehlen lassen, indem sie sich bereit erklärten, ohne jede »ix'itere Voraussetzungen in die Verhandlungen einzutreten, so das; <^lso jeder Plan zur Tarlogung uud Erörterung l>ätte lommen köuneu, allerdings nur ein solcher, der die Integrität und Festigkeit des österreichischen Staatswesens im Nahmen der habsburgischcn Monarchic nicht in ,^-rage gestellt hätte. Wem, die Negievnng nicht deut gerechten Änwnrf dcr politischen Passivität sich aussehen wollte, dürfte sie nicht länger zügern, dasjenige zu tun, uxiö sie tun konnte, nämlich ihr Programm, das Pro-gnnniu der nationalen, Autonomie, zur Durchführung zu dringen. Holveit sie dies innerhalb ihrer vcrfassungs'-mäsilgeu Befugnisse ,;u bewerkstelligeu in der Lage war, so entstand die Verordnung über die .Nreiseinteilung in Böhmen. Wenu in dem Umstände, datz die Regierung von dem so lange uud so geduldig angestrebten Einvernehmen dev ^»ationcn endlich absah, die Andeutung eines deutschen Kurses erblickt wird, so liegt es mir ferne, dem entgegen-trete»»! zu wolieu. ^eiul, wenn es einen politischen l»nns in Österreich gibt. fo tanll es eben nur ein solcher sein, der den berechtigten Interessen des deutschen Volkes vollen Schuh ge-lvähr>t. »Lebhafter anhaltender Veifall und Händeklatschen Ilnts. Heilrufe.) Es ist ein alter und ivahrer Sah, daß sich in Österreich nicht gegen die Deutschell und ebcnsolvenig obi,e die Deutschen regieren läßt. Dies gilt nicht blos; für iedc Regierung, lind .Mn- um so mehr. als es cin laum verständlicher Irrtum ist. wenn vielfach angenommen wird. der Zusammenschluß nichtdeutscher Parteien könne an sich zu einer Majoritätsbilduny führen. Das Rückgrat dieses vielgestaltigen Staates ist nun einmal das deutsche Volk nnd wird es immer bleiben. Die Regierung ist entschlossen, in der weiteren Verfolgung des eingeschlagenen Äurses sich nicht beirren zu lassen. Er spreche zugleich in diesem Geiste, wcnn er er-kläre, daß für jene Parteien, die heute abseits stehen, die Tür der Verständigung weiter geöffnet bleibe. Jeder von ihnen ist das volle Recht geluährt, dasjenige in Anspruch zu nehmen, was sie braucht, um national, kulturell und materiell gedeihen zu können. Über der Tür aber, die zur Verständigung führt, steht in großen Buchstaben geschrieben: Willkommen alle, die treu zur Dynastie und treu zum Staate halten. (Anhaltender stürmischer Beifall und Händeklatschen links, Zurufe des Abg. Kaiina, (z^gcnrufe der Abg. Malik und Teufel.) In dieser Stellungnahme liegt selbstverständlich nicht die geringste Gehässigkeit gegen andere Volksstämme. /frivol und töricht wäre die Regierung.'die einer,solchen Gehässigkeit sich schuldig machen würde. Um so törichter, als eine derartige Gesinnung ganz und gar'undeutsch wäre. Zu den politisäien Märchen gehört auch die Annahme, datz die Deutschen Österreichs die anderen Nationalitäten unterdrücken wollen. Was die Dentschcn in Österreich verlangen, und mit vollem Recht verlangen können, das ist lediglich die Anerkennung des Grundsatzes, txch im Reiche gleichberechtigter Nationalitäten dem deutschen Volke die ihm nach seiner Geschichte und scmer Kultur gebührende Stellung gewährt wird. Die Deutschen Österreichs fordern für sich nicht mehr, als sie fordern müssen, damit dieser seit Hetzer von nationalen Kämpfen heimgesuchte Staat in seinen Grundfesten nicht erschüttert lverde. (Langanhaltcnder Beifall links. Zwischenrufe des Abg. Kaiina.) Im übrigen verlangen die Deutschen meines Wissens nichts anderes, als in Ruhe zu leben uud in Ruhe sich cntlmckeln zu können, s Lebhafter Beifall links.) Bezüglich dcr Verhältnisse in Galizicn tritt dcr Mi» nisler entschiedenst der Behauptung entgegen, daß die gegenwärtige Negierung den Lebensbedingungen des polnischen Volkes ohne Interesse gegenüberstehe und durch die Negiernng die meisten dem Polenklub seiner» zeit gemachten Zusagen nicht erfülli worden seien. Ge-radc in bezug auf die qalizischon Verhältnisse hat es die Regierung an dem besten Willen .uchl fehlen lassen. Ter Ministerpräsident habe sich selbst mit seiner ganzen Persönlichkeit für eine Nemedur der unerträglichen Zustände eingesetzt, die in bczug auf die Auszahlung der nach Nechl nnd (besetz gebührenden Kriegsleislungs-bcilräge zum Teile heute noch herrschen. Die 'Uegie-rung werde sich stets nachdrücklichst lxslreben, anch in Galizie» den nationaleil Bedürfnissen dcr dort wohnen» den Vollsslämme volle Gerechtigkeit m.gedeihen zu las. sen. Hinsichtlich der Haltung der Regierung gegenüber den Fragen der Sozialpolitik ertlärt der Ministerprä» sidcnt, daß er gerade diese fragen als besonders wich» ligc betrachte. Die breiten Schichten ^»er Bevölkerung haben namentlich iiu kriege so Hervorragendes gelei-siel, daß sie schon deshalb allein. Anspruch aus weitest» gehende Berücksichtigung zu erheben lercchligt sind. Ge-radc in der letzten Zeit habe es sich den:!ich gezeigt, daß die Arbeitgeber uud Arbeitnehmer >!ch recht wohl fried» lich verstehen können, da doch das gemeinsame Interesse s>e miteinander verknüpft. Zn den 'sichtigsten sozialen Pflichten dcr Legierung und des Parlaments gehört übrigens selbstverständlich auch die Hrhaltung und Un» tersliitzung des gerade durch den Krieg so außcrordent» lich schwer gefährdete» Mittelstandes, (Zustimmung.) Er muß durch entsprechende Vorkehrungen vor dein Zu» jammenbruch bewahrt werden. Besonders die Lage der Fcstbefoldeten liegt der Regierung warm am Herz. Sie wird es nicht unterlassen, dieser geradezu bedauerns-werten Bevölleruugsllasse, sei es durch Geldaushilse, sei es durch die so wichtige Organisation von Natural» zuweudungen im Rahmen des Möglichen zu helfen. Ter Ministerpräsident bittet schließlich um >ie An» nähme des Budgetprovisoriums und um die Erteilung der Ermächtignng zur Kriegsanleihe, wobei er bemerkt. Eine Partei, die dem Staate heute die Mittel zur Fort-führnng senes Hanshalies oerweigerl, spricht sich gegen den Staat selbst aus und verhindert jene bedeutenden staatlichen Leistungen, deren, Entziehung gerade in der Kriegszeit Millionen von Staatsbürgern dem Elend preisgeben muß. Dahin wird es nicht kommen. Das hohe Haus wird beweisen, daß unser Parlament noch immer der feste Boden ist für die Trene zum! Staate und znr Verfassung. Schließlich betont der Ministerpräsident gegenüber den Anschuldigungen seiner (Gegner, daß er lein Feind des Parlaments sei und geradezu aus ein H !l'Regime hinsteuere. Roch lein Ministerpräsident habe so viel Mühe und Geduld aufgewendet, um den § 14 zn ver» meiden und den parlamentarischen Betrieb ausrecht zu erhalten. (Lebhafte Zustimmung links.) Ich rufe Sie alle, erklärt der Ministerpräsident, zu Zeugen dafür an, daß ich besonders eifrig bemüht war, speziell die Frage der Verfassungsrevision parlamentarisch zur Verhand» iung zu bringen. Die Vertagung des Neichsrotes am 5. Mai mußte erfolgen, weil ganz bestimmte Anhalts» punkte für eine feindliche Störung dcr Verhandlungen gegeben waren und der Ministerpräsident unter allen Umständen einen Niederbruch des Parlamentes ver« meiden wollte. (Lebhafte Zustimmung linls.j Die Ne» gierung war damals der Verlockung aufgesetzt, die Ver» antworluug für die Wiedcreinführuug des H 14-Negi» mes dem Parlamente zuzuschieben. Ich habe es, erklärt der Ministerpräsident, vorgezogen, das Odium für die Vcrlängeruug der Parlamcntspause aus mich zn neh» men. Ich glaubte hiermit dem Vcrfassungsgedanken zn dienen, nicht ihm zu schaden. Ich wünschte, schließt der Ministerpräsident, von Herzen, nur das eine nnd nichts anderes, daß das Haus,, alleu Zweiflern zum Trotz, den vollen "Beweis seiner Ärbeilsfreudigteit erbringen und sich selbst erhalten möge. (Lebhafter Veifall und .Hände-klatschen. Der Ministerpräsident wird vielfach beglück» U'ünfcht.) Nachdem die Abgeordneten T n 5 a r, Waldner, Dr. Verstovtet, Dr. Ierzabek und Dr. El-1 endogen gesprochen, wird die Sitzung geschlossen. Nächste Sitzuug morgen um 10 Uhr vormittags. Deutsches Meick Von den Kriegsschauplätzen. Berlin, 16. Juli. (Amtlich.) Großes Hauptquartier, 16. Juli: Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Kronprinzen Nupprecht von Vayern In einzelnen Abschnitten lebte die Artillerietätia.» keit aus. Östlich von Ayette wurde ein nächtlicher Vor» stoß, östlich von Hebuterne ein stärkerer Angriff des Feindes abgewiesen. Hier haben sich N'ährend der Nacht neue örtliche Kämpfe entwickelt. Heeresgruppe des Deutschen Kronprinzen: Zwischen Aisne und Marne, nnd östlich von Cha» tean»ThierrY lebhafter Artillerielamps. In kleineren Ulltcrnchmunqen und im Vorstoß über die ".Harne süd» westlich von Iaulqonne brachen wir in die feindliche Linie cin und brachten Gejallqene zurück. Tildöstlich und östlich von Reims sind wir gestern srüh in Teile der französischen Stellungen ciil^edrun» gen. An den Vorbereitungen für die artilleristische Kampsfiihrnng hatten Verlnessungsiruppen besonderen ' Anteil. Artillerie, Minenwerfer uud Gaswerfer öffne» ten durch ihre vernichtende Wirkung im Verein mit Panzerwagen uud Flammenwerfern dcr Infanterie den Weg in den ^cind. Die Armee des Geueralobcrsien von B oehn hat zwischen Ianlgoüiie uud östlich vou Dor» mans die Marne überschritten. Pioniere setzte« bei Morgcugrnucn die Sturmtrnppou über den ^lus; und schüfe» damit dic Grundlage zu dem Erfolge des Tages, ^ufailteric crstürmtc die steilen Hänge auf dem Süd' ufer der Marne. Unter ihrem Schutz '.»ollzug ,ich der Brückeuschlag. I« steten Kämpfen durchstieße» wir oao zäh verteidigte Waldgeläude, die erste feindliche Ttel» lung, nnd warfen den Feind aus jeinc rückwärtige Linie bei (5onde>La M)apelle<5oml,lizy»Mareuil zurück. Auch nördlich der Marne entrissen wir Frnnzoscn und Italiener» ihre ersten Stellungen zwischen Ardr«- und Marne. Wir standen an« Abend im Kampf östlich dcr Liuie s5hatillon'l5uchery»(5haumuzli. Die Armeen der Generale dun M udro nud von E i «4 m griffen den Feind in der (5hampngnc vou Prunny löstlich von Neims! bis Tahnrc a» «ud nahmen im Kampfe mit dem sich unserem Angriffe entziehenden Feiude die erste frauzösische Ttellu,!^. Südlich von Nau» roy'Moronvillcrs stieße» wir über die v»öhe»keltc (sor- durch das Trichter» fcld der vorjährigen Frühjahrschlacht vis an die Nömer» straße nordwestlich von Prusnes uud in das Wald» gelälide südlich des Fichte!lierges vor. ästlich dcr Snippe entrissen wir dem Feinde das Kampjfeld der (shampng»e> Schlacht zwischen A«berive und südöstlich von Tahurc. Auf unserer Angrisssfront östlich vou Nennö hält der Feind seine zweite Stellung uördlich von Prosnes-Touain.Perthes. Trotz tiefer Wolken und böigeiz lindes waren die Luftstrcitträfte tätig. In niedriger Höhe griffen Flieger mit Bomben uud Maschinengewehre» i» den Kampf auf der Erde ein. Sie schofsen gestern über dem Schlacht» felde AI feindliche Flugzeuge und l Fesselballone ab. Die Leutnante Locweuhardt und Weulhosf errangen ihren :'<>., Leutnant Volle seine» 21. Luftsieg. Die Znhl der dwher eiugelirachteu Gesnno.enen beträgt inchr als Nt.lw«. Heeresgruppe dci Herzogs Albrecht v«n Württemberg: In kleineren Unternehmungen in Lothringen, in den Vogescu und im Tundgan machte» wir Gefangene. Der Erste Generalquartlermeister: von L u d c n d o r f f. Her Seekrieg« «e»e U.NoVters,lze. Perlin, 16. Juli. (Amtlich.) Im Sperrgebiet des Mittelmeeres sind durch die Tätigkeit unserer U»Noote vier Dampfer und neun Segler von insgesamt 17.00N Vruttoregistertonnen versenkt worden. Nerlin, 16. Juli. sWolfs.Vureau.) Vor einigen Wo» chen schoß ein U-Noot im Mittelmeer von drei belade» nen Dampfern eines Geleitzugcs zwei heraus. Der Kapitän des einen wnrde gefangen genommen. ^5r war erst 27 Jahre alt. Er hatte mit seinem versenkten Dampfer eine volle Ladung Flugzeuge vou Malta nach Ml'Ios an Nord. Der andere Dampfer, war mit 40W Tonnen Kohle und 2W Tonnen Vorräten sur denselben Platz bestimmt. Wie der Kapitän berichtete, fielen Sonntag vorher vor Malta drei beladene Dampfer den Torpedos unserer U-Voote zum Opfer. Wenn man sich den Wert eines einzigen modernen Flugzeuges klar macht, wird man ermessen können, welch kostbare wert» volle Ladung mit dem versenkten Flugzeugdampfer un. seren Feinden entzogen worden ist. ' ,' Frankreich Neuerliche Ferubcschicßung von Paris. Paris, 15. Juli. (Hcwas.j Die Beschießung durch das weittragende Geschiitz wurde Montag wieder auf. genommen. Approvisionierungs angelcgcnhcitcn. — lFleischabgabe auf die grünen Legitimationen » Nr. l—140U.) Parteien mit den grillten Legitimation«» L Nr. 1—1400 erhalten heute nachmittags in dcr I»> sefilirche Fleisch zu ermäßigten Preisen in folgende? Laibachcr Zeitung Nr. 161________ _________________N15______________________________________17 ^nli 1918 c rdml^: von halb 2 bis 2 Nhr Nr. 1—^00, von 2 bis halb ^ I ir Nr. 2lN—400, oon halb 3 bis 3 Nhr Nr. 401 bis N0l., von 3 bis Halb 4 Uhr Nr. ßtti —800, von halb 4 bis 4 Uhr Nr. W1-1000 von 4 bis halb b Uhr Nr. 1001-1200, von halb 5 bis 5 Uhr Nr. 1201—1400. - Erdäpfel sür die Vea>ilic,l.q,uppcn.j Parteien mil ocn Ä'qilimatiom'n aller vicr Vmmlcnqrnppcn er-halten morqen bei Mnhlcisl'N Erdäpfel in folgender i7rdmma/ erste Gruppe vormittaqs von 8 bis 9 Uhr Nr. 1—160, von 9 bis 10 Nhr Nr. 161—320, von 10 bis 11 Uhr Nr. 32! bis zum 6nde; zweite Gruppe naclnuiKaqs von 2 bis 3 Nhr: dritie Gruppe von 3 bis 4 Nhr: vierte Gruppe von 4 bis 5 Uhr. Auf jede Person cntsallen drei . b. — Par» leie» mil den qclben ^eqilimaiionen 1> erhalten heute nachmittags bei Mühleifen Erdäpfel in solgendcr ^rd» »lnu-,! von 2 bis 3 Uhr Nr. 1—200, von 3 bis 4 Uhr Nr. 2'»!—400, von 4 bis ^ Nhr Nr. 401 bis zum Ende. Auf jede Perfon entfallen drei Kilogramm, das ^iloqramm zn 50 li. ^lltAlll« zu lien MI- und Pmillzilllnchrichteil. j.^yMl'n.j Am Is>. d. M. fand in der Pfarrlirche gü ^.>lliriä Persündiqunq die Trauung des Auskultanten Tv. Robert Pucslo mit Fräulein Maria Ünlcin ' slait. «Informationen l>ri der Handels- und Gewerbe-lli!nn«er.! Inleresscuten lönncu l>ci der Handels» und Gcwcrl'efammcr in Lailxich Informationen erhalten: über die neuen Richtpreise für die Vrzeugnng von Herrcnhiiten; ülx>r Richtpreise für PortlandMmcnt-, über die ai' I.Inli 1918 sscl!ent>^n Richtpreise für Eisen- nbcr An3f»hrl'cwil° liqilNssen für die Ausfuhr von Därmen; über die Veför. derung von Briefen und Paketen ins Ausland durch Kuriere: >wcr ,Hamlmr^r Geschäftsael'väuche für den Ex« porrhanwl; über französische .kxrndelSdcstrcbunaen in der Tchlvliv, üder dir ^ültM'itstxnicr der Dnrchfnhrl'ewil' liss>iN!N'n' für die Durchfuhr von Waren aus Ostcrreich-Nnssarn durch Deutschland ,mch dcn Nordslaaten und dcn Niederlanden (sechs Monate mir Rückwirkung vom 1. Jänner 1918). - Die Inforinatioiibn können nur bei kürzeren Berichten anch schriftlich gegeben werden. iWichiin flir Vezichcr von Waren nus Deutschland.) Vezicher von Waren aus dcin Deutschen Reiche n>erden auf die in neuer Auslane crfchiencne „Anweisung" des k. u. f. Kriesisministeriums zur Einreichun^ von Ansuchen lim ErWirkung der deutschen Ausfuhrbcwillissuna. für ,<5eeres.- nnd Marinebedarfsartikel aufluerksam go inacht-, deren genaueste Beachtnnn spart Acit und Arbeit. Sie ist bei der Handels» und Gewcrbekammcr in Laibach 'hältlich. - <(fi» frecher Raukanfail.» A in !. d, M. verübten ^>l>ei Individuen bei der 70 Jahre alten, verwitllX'ten Mühlenbeschcrin Maria Vilfan in Foistrih, Gemeinde 'ilaier. deren Mühle abseits der Vczirksstraße im Walde steht, einen frechen Raub. Die Vilfan bewohnt die Mühle aanz r früh lam zu ihr ein bei W Jahre alter, mit einem «ut erhaltenen schlvarzcn An^ zuge bekleideter, ziemlich großer und schlanker Mann von sckNrnrzen Haarcir und erzählte ihr, er sei soeben von der 3-ront gekomnien und werde über Auftrag ihres im Felde stehenden Tohnes Viktor ein Enthebungs- oder Urlaubs« >n'such machen. Die Vilfan erwiderte, dah ein. Enthcbungs-gcsuch lx.'reits ihr Schlvager versaht halx'. gab ihm aber auf sein Verlangen trotzdem Papier und Bleistift, nachdem sie ihn vorher mil Kaffee und Vro! bewirtet hatte. Während des Tchreibcns fragte der Fremde nach dem Abortc und begab sich aus dein Zimmer. AIs er nach kurzer Zeit zunisllam, überfiel er die Vilfan und begann sie, ohne ein Worl zu sagen, gewallig auf den Kopf zu schlagen, so daß sie taumelte. Trotz ihrer Bitte lieh er nicP nach. Die Greisin licmcrkle in der Mühle noch einen Fremden, doch vermochte sie ihn in der Dunkelheit nicht genau zu unterscheiden. Der Angreifer schleppte die Vilfan in den neben der Küche gelegenen Keller und sperrte sie dort ein. Beide Täter drangen daim ins Zimmer des ersten Stockwerkes cin, n.'arfen alles durcheinander und suchten nach Geld, das sie jedoch nicht finden konnten. Bald darauf tam der Strolch mil einem Küchcnmcsscr in den Keller zurück, und bedrohte die Vilfan mit dem Ersteäicn. fer, als der Strolch scinc Drohungen energisch wiederholte, sagtc sie, dah sich das Geld im oberen Zimmer im Bette in eiiwm Koffer bcfinderl. Es waren 4l» bis 60 X.. Hierauf entfernte sich der Strolch aus dem Kelln und sperrie die Tür hinter sich ab. Dcn, Räuber schien die Beute offenliar zu gering, denn er kam mit dem Küchenmesser Ixild wieder in den Keller lind wiederholte seine früheren Drohungen- In der größten Furcht gestand die Vilfan, das; sich das Geld in der Klcidcrtruhe in einem Kuvert befinde. E3 U>aren Wl) X. Hieraus entfernte sich der Strolch aus dem Keller und schloß wieder die Tür hinter sich ab. Da aber die Räuber das Geld. das zwischen der Wäsche versteckt n.xn, nicht finden konnten, kam der cine Strolch zum drittenmal mit dem Küchenmesser in dcn Keller nnd wicderholtc al>ermalß energisch seine Drohungen. Vilfan bat ihn, sie doch am Qcbcn zu lassen; sie werde ihn, das Geld selbst geben. Der Strolch fichrte dann die alte Frau in den ersten Stock und drückte ihr vor dem Eintrirte ins Zimmer mit' den Händen beide Auge» zu; im Zimmer aber drückte er ihren Kopf ins Bett nnd bedeckte sie mit Fetzen so. daß sie nichts sehen konnte. In dieser Lage mußte die Vilfan genau das Versteck des Geldes angeben. Während der eine Räuber nach dein Gelde suchte, hielt der andere die Vilfau fest. Nachdem der ciue Räuber das Geld gefunden und zu sich gesteckt hatte, bob der zweite die Vilfan vom Bette, drückte ihr wieder mit dcn Händen die Augen zu und führte sie zurück iu den Keller. Dort liand er ihr mit einer Schnur beide Hände am Rücken fest und band darübcr noch ihre Schürze, ^achdem er ihr überdies die Füße zusammengebunden und oeu Mund mit einem Tnchc verstopft hatte, entfernte er sich ans dem Keller und spcrrtc die Tür ab. In dieser Lage mußte die arme Frau längere Zeit verbleiben, bis es ihr mit großer Anstrengung gelang, sich ihrer Fesseln teilweise zn entledigen. Nach etwa einer Stunde lam zufällig ein Besitzcrsohn zur Mühle, der die Vilfan befreite. — Die beiden Räuber, die spurlos verschwunden sind, nahmen außer dem Gelde einiges Schweinefett und Mehl mit sich. l^in Pferdedieb, dcr dc„ Wen verfehlt.» In cincr der letzten Nächte cnlwcndclc der 12 Jahre alte Taglohner ! Franz Selan aus St. Veit bei Sittich dem Grundbesitzer Thomas Potokar in Podiipoglav aus dem unversverrten Stalle zwei gut genährte Stuten im Weric von 10.000 X. Er wollte sie nach Lailxnh treiben, schlug aber infolge Fin» sternis und da ihm die Gegend nicht bekannt wcrr. einen falschen Weg ein. so daß er mit den Pferden bei der Kirche St. Lesnhard auf die nach Podlipoglav führende Straße und gegen 5 Uhr früh wieder nach Podlipoglav lam. Dort wurde der Pferdedieb von einem Besitzer angehalten. Dazu lam auch zufällig die Schwägerin des Bestohlenen. die die Pferde erkannte. Sie verständigte sofort ihren Schwa» ger, der mit HUfe des ersteren Besitzers den Pferdedieb festnahm und ihn einer dort cingctrofsenen Genda-rmerie. Patrouille übergab. Selan behauptet, die Pferde in der Nähe von Laibach um 1000 Gulden gekauft zu haben; er habe sie nach St. Veit bei Tittich treiben und einer dortigen Besitzerin übergeben wollen. Der Dieb wurde verhaftet und dem Landcsgerichte eingeliefert. Lotte Neumann und Binno Larsen im ttino „Ventral" im Landcsthcatrr. Lotte Neumann, deren Stern gegen» wärtig am hellsten strahlt, spielt heute und morgen im Filmspiel „Die Jugend". Schönheit und Talent vereinigt, das ist die Parole, mit der Lotte Neumann die Herzen des Publikums bezwingt. Im lnstigen drcialligeu Detektiv» spiel „Der graue Herr" spielt Viggo Larsen zwei Rollen. Verantwortlicher Redakteur: Anton F u.i t e l. Z. 22 027, Ansznss -"" über den Stand dcr im Landc Krai« nach dcn am 13. Inli 1918 lwllicqcndcn Berichten der politischen Bezirkslichurden herrschenden Epizootic». Uäude der Pferde: Im Arzirlr AbelSberg: m ürn . Ebcittal ll Or»), Mosel (I Oil); im Vrzirlc Gurlfcld: m d.n l, Älirtye!,!-« l4 O,,te), Tnnkt Marqarlthen (l Or,); im Vezirlc zirainbura.: iu dru Ge° iilkiiidcn Altlack «^ Orte), Ki,ct,of!ack l,1 Oit!, Flöumg (4 Orte) Hrastje ll Ort). Michrlstetten (1 Ort). Prrdasscl il Ort,. Sankt Grorgen s3 Orte). StraM'c (I Ort), Trata ll Ort). Harz (2 Orte). Zirklach (2Ortr>; im Bezirke Laibach Umgebung: n, dm Oemeindm Billichgraz (1 Ort), Do^lin,« ,3 O,te>. Frau^orf (1 Ott). St. Geusen (2 Olle). Igglack (I Ort). Iczica (l Ort), Mnriafeld (1 Ort). Mostr (1 Ort). Obcc. Icndach <2 Orte), Oticriisla (1 Ort', Sch'cmitz (I Ort). Tankt Veit (1 Ort). Arblenje (2 Orte). Zwischenwässcru (1 Ort); im Bezirke Littai: in d^n Gemeinden Aizisce ,1 Ort). Ees« njicc (1 Ort), Draga (1 O,t), Glvhssllder (2 Oite). ss^loul-ut (1 Ort), Kreuztwrf (1 Ort,. Moravie (2 Orte). Muljava (1 Ort). Praprrce(1 Ort), Trebrljevo (2 Oitr); im Vezirke Loitsch: iu dcn wemsiuden Altenmaikt (I Ort). Genuth (I Ott), Laos (1 Ort), Oklak si Ori), Planinn , Michacl-Tto-pitlch si Ort). Prccnl, (l Ort). Sri'enbel., (1 O> t); im Ve-zirlc Stein: ili der Gemeinde Lusltal ll O>t): im Vezirle Tschernenlbl: i» dl'i (»liiillndr Altemnarlt 1 Ort); in der Stndt Laibach: in 8 («chöflen, Wutlrantheit: im Äezirte Tschernrmbl: i:i dcr Gemeinde Wcmch (l Ort), Vchweineseuche: im Bezirke Nudolfswert: in d r Mmeiiloe St, Michürl-Ttopitsch (1 Oll), Rotlauf der Schweine: im Vczirlr ^ittai. in dcr Ge> uicindr Bukovicll <^l Ort); i» Bezirke:liut»»lfswert: iu der Geiininbe bl!»i^stciii (l Ort»; im Bczirlc Tfchernembl: m den Oemrmdril Altmuiarkt (I Oit), «olwch ll Oil., Mött» ling ll Ort), PltcrSdurf <1 Ort), A. k. ^cl«deoregier-ung für Arain. Laib ach, am 13. Juli 1918. Salonorchßstßr Musik in guter Auswahl in lg. v. Klelnmayr $ Fed. Bambergs . Buch- und Musikalienhandlung, Laibach | Das Zeichnen i in der Volksschule 5 Anleitung fUr dio I]a„d dos Lebrora, ; angHobut an dio n(MI(M1 öHtcrroiahi- . hcIikii /eicborilehl^»läiiü. : I. Band nee 41 ! 1. bis 5. Schuljahr ( > init 217 in do» Text aufgenommi-msn | Zeichnungen und 10 Tafolu. j Voü Fr. Buher, k. k. Professor. : PreiN gebunden K 7-20. ; ! ' Vorrätig iu dor \ l Bnoh-und Mujilkallenhandlunff ; | Ia. v. K\einmayr & Fed. Bamberg. j Kundmachung. Abgabe v?n ärarischen Pferden als Reverspferde an ausübende Land(Forst)wirte. j Dio Artillerie-Ausrüstungsstation des Armeeoberkommandos in Lai-1 bach (Artilleriekaserue) gibt am 19. d.M. eine Anzahl von Ravenpf erden an ausübende Land- und Forstwirte im weitere« Bereiche von Laibach | auf unbestimmte Zeit ab. 13«wcrber haben bis spätestens 18. d. M. omo Bestätigung von der k. k. Be/irkshauptmannschaft und der Gemeiudevor-MtehniiK dem k. und k. Kommando der Artillerie -Ausrüstungsstation in Laibiich (ArtilUriekaserne) vorzulegen, aus welcher Bestätigung ersichtlich ist, daß dm- Bew«rber ausübender Land(Forst)wirt ist und die Mittel besitzt, um aus dem Kr trage seiner Wirtschaft die von ihm erbetene Zahl Reverspferde erhalten und ernähren zu können. 2209 2-2 Zinshous mit großen Cafe - Restaurait 9W* zu verkaufen. *~W$ Erträgnis 5600 K jährlich Zinseimiahme. Preis 90.000 Kronen. Große Lokale, auch geeignet für Gemischtwarenhandlung im Industrievorort von Klagenfurt. Anträge zu richten an den Besitzer selbst Sekerka, St. Ruprecht bei Klagenfurt. 2176 3-3 ] I Htibsoh 221 fe 2—1 möbl. Zimmer I womöglich »it elektrischem Li«ht, win) r.um | 1. August oder früher zu mieten &e*uclit. ! AdresHe in 4er Adnuu. d. Ztg. Wanzßn Tinktur. Radikales Mittel zur vollständigen Aub-rottung der Wanzen, boKonders in Strafanstalten, Spitälern, Baracken, Hotels und Kasernen. Versand per Nachnahme in geflochtenen Flaschen zu 5 kg. Kino Flasche K 25 — franko. M. Junker, Ungeziefer-VurtilgftligBaustalt, Zagreb ; A gram) Nr. 28, Petrinjska nl. 3/111. Telephon 23—27. 1235 21-20 Lauten - Musik in guter Auswahl in Iq. v. Klelnmayr h Fed. Bambergs Buch- und Musikalienhandlung, Laibach. Laibacher Zeitung Nr. 161______________1116_________ __________________________17. Juli !U18 Aintsblcrtt. Zur Z. 21.059. 2195 2—2 Konkursausschleibung. Lcnit Erlasses des k. l. Ministeriums für öffentliche Arbeiten "in Wicn vom 24. Juni 1918. I. 41.1W-XXI«. gelangt mit Beginn des Schuljahres 1918/19 die Stelle des Direktors der k. k. Zentrallehranstalt für Frauengewerbc in Wicn zur Neubesetzung. An dieser Anstalt bestehen folgende Schulabteilungen: 1.) Bildungsanftalt f. Frauengelverbc-schullehrcrinnen; 2.) Frauengeioerbeschulen für Weih« »ähen und Kleidermachcn; 3.) Kunstfticke?eischule; 4.) Gobelin-, Wed- und Restaurier» fchule. Um diesc Stelle können sich Personen beiderlei Geschlechtes bewerben, ! zirlsgerichte Nadmannsdorf, Zimmers Nr. 26, anberaumt. ! Hiezu werden die Kontursgläubiger einberufen. Radmaniltdorf, am I^j. Juli 1Vi8. Der Kuukurstomnlissäl. 2189 P 62/18/1 Oznanilo preklica. S sklepom c. kr. okrajnega sodišèa na Vrhniki ?. dne 17. junija 1918, opr. št. L 3/18/$, je bil Jane/, Verbiè, po! domaÈe Milak, posestnik iz Voliko Li-gojae 8t 31, radizaprarljivosti ome-jeno preklican. Za pomoÈnika se niu postavlja Ma-rija Verbiö, potestnikova žena v V«liki Ligojni št. 31. C. kr. okrajno sodišÈe na Vrhniki, odd. I., dne 6. julija 1918. 2188 P 56/18/1 Razglas o preklicu. 8 tusodnim sklepom z dne 13. raaja 1918, L 3/18/8, se je Jožef Sešiua, koèar in zidanski mojater v Podulcah St. 32, radi blaznosti popolnonia pre-klical. \ Skrbnikom se rau je poitavil Frant IZorko, posestnik v Porršju. C. kr. okrajno sodišÈe v Krškera, odd. I., dne 10. julija 1918. i - ¦ __________________ 2193 Firm. 56/18, Rg A 140/1 Razglas. Vpisalo se je v register oddelek A: t Sedež firme: Trebelno St. •. Besedilo firme: Fran Piškur. Obratni predmet: trgovina z me-šanim blagom. I Imetnik: Fran Piškur, posestnik in trgovec t Trebelnem St. 9. Datum vpisa: 10. julija 1918. C. kr. okrožno kot trgovinsko so-dišÈe v Rudolfovem, oddelek L, dne I 10. julija 1018. Die Firma Ant. Krisper, Mestni trg, gibt dem geehrten P. T. Publikum bekannt, daß sie in der Zeit vom 21. Juli bis 19. August ihre Geschäftslokalitäten geschlossen halten wird. 21902-2! i MEIER .' ! I militärfrei, verbeiratet, bis zu zwei Kinder, slowenisch und etwas J [ deutsch, tüchtig in Obst- und Weinbau, Frau Schweinezucht, wird ¦ j für Mitte August auf einen Besitz in Südsteiermark | 1 B" aesucht. *^Pi , , Deputat oder volle Verpflegung, Bezahlung nach Übereinkommen. » Posten dauernd. Anträge unter „Meier 403a" an Kienreichs ( i Annoncen-Expedition", Graz. 2200 3-3 r . s~~» iT~-i iif*fa r~~~¦ n—1 i-— 1 - 1------¦ ir=^*fcif==?r*^l^=!**M^^^g von 9 Uhr Tonnittags bis 5 Uhr nacbmitlagB. Anfrage bei der Ad-ministratiou dieser Zeitung. 2218 3-1 Zitronen- und Himbeersaft ]a Qualität, kfmstlich, mit Saccharin itark vemfiAt, konzentriert, ergiebig u. haltbar, feinet Aroma und (Jeschtnack, vtrHtndnt per Naohnabrn» von 5 kg aufwartn, je Je Meng« k K \0— per Kilogramm. Adolf Toaak, Pr&p-Kgl. Weinberg© Hr. 1174/16. "KÖRKE! imp» Kaufe -TPI neu« Flaaohenkörke . . . K 80-— alt« „ . . . „ 35-- per Kilogramm, welche angebohrt sein köunen. Kunstkorke, Korkplättcbon powie Jiruclikorke werden nicht gekauft. Übernahme nur nach vorheriger Homiintcrung gegen Nnchnuhme. Korkfabrik A. Weiermann, "Wien, XIX., Hardtgasse 12. Ein kleineres nettes HAUS womöglich mit Garten wird in Laibach iu kaufen gesucht Adresse bei der Ail"1'11'1^1'«1^'»!! dieser i Zeitung. 2161 4- 4 Ich hause und bezahle: Für neue Flaschenkorke ..-••• per Kilogramm K 86'— „ alte „ (bruchfrei). . . n „ .. 45" „ Champagner-Naturkorke, lange, nicht gebrochen (kein« Kunstkorke) . . „ Stück „ i* und übernehme selbe per Nachnahme ohne vorherige Anfrage ===== Für Säcke bezahle ich bis K 12 das Stück. — Anfragen werden sofort beantwortet, eventuell telegraphisch. Leopold Markus, Graz, ÄT" Joseffigasse 1» "ffiü .^:. Modesalon l7"7i Felix Potoènik Gradišèe Nr. 7 Empfiehlt sich zur Anfertigung von Herren-Kleidern, Frühjahrs-Damenkostümen, Seiden- und Mantelkleidgrn und Blusen nach neuester Mode. Neue, vornehme Modebilder der Münchner Modeakademie stets zu haben. Dieselben werden auf Wunsch ins Haus geschickt. Separate Werkstätte für Modernisieren und Wenden von Überziehern und Damenkostümen. — Genaue Schneiderarbeit. Für gebrachte Ware wird Garantie geleistet. Fasson für Anzüge und Kostüme von K 6o*— an. Gefärbte Stoffe werden auch angenommen. - Druck und Verlag oun I^. 0. ttlr'nmour H ssed, ^amticrq.