Bezugspreise Hnr Dsterreich-Ungarn ganzjährig K 6 — halbjährig K 3 — ^nt Amerika: ganzjährig D. 2- — Hur das übrige Ausland ganzjährig K 6 '50 Briefe ohne Unlerschrif! werden nichtberücksichtigt, Manuskripte nicht zurück-gesendet. Erscheint mit etner illustrierten Beilage „Wandermappe" am 4. und 19. eines jeden Monates. Bestellungen übernimmt die Berrvaktung des Hotttcheer Woten iti Gottschee Nr. 121. Berichte sind zu senden an die Schriftkeitung des Kottscheer Bote» in Gottschee. Anzeige» (Inserate) werden nach Tarif berechnet und von der Ver-waltung des Blattes übernommen. Die „Wandermappe" ist nur als Beilage des Gott» scheer Boten erhältlich. Postsparkassen-Konto Nr. 842.285. Yr. 13. Oottschee, am 4. Juli 1918. Jahrgang XV. Kopf hoch! Wir Österreicher sind ein gar weiches Geschlecht. Schnell und rasch himmelhoch jauchzend, aber auch gleich wieder verzagt und verzweifelt. Den rechten starken Sinn, der auch in mißlichen Lagen den Gleichmut nicht verlier: und den Starkmut betätigt, bewahren wir selten. So auch jetzt wieder. Es regnete und regnete wieder, es goß manchmal in Strömen, dabei war es kalt, kalt wie im Spätherbste. Gleich tuschelte Kleinmut und Miesmacherei: Es gibt eine Mißernte! Wir werden verhungern! Der Kukuruz wird nicht reifen, die Erdäpfel werden faulen! Steht es wirklich so schlecht? Durchaus nicht. Wenn nicht alle Zeichen trügen, wird die Ernte sogar gut werden, sobald nur Juli und August die entsprechende Wärme bringen. Dann die Sorge wegen der Dinge an der italienischen Front. Unserer Offensive gegen Italien wurde durch höhere Gewalten ein vorzeitiges Ende bereitet. Nach einem vielversprechenden Anfang, nach der Glanzleistung der Eroberung des größten Teiles des Montellomasstvs verschwor sich das Wetter gegen uns. Durch tagelange Regengüsse wurde die Piave in einen reißenden Strom verwandelt, der alle Brücken zerstörte, so daß der Nachschub von Munition und Verpstegung für unsere Truppen immer schwieriger und unausführbarer wurde. Unsere Heereskörper jenseits der Piave kamen in die größte Gefahr, abgeschnitten zu werden. Infolgedessen wurden unsere Truppen des Nachts zurückgenommen. Es war das jedenfalls besser und klüger, als sie einer Katastrophe auszusetzen. Freilich wurden unsere Hoffnungen augenblicklich enttäuscht; aber deswegen brauchen wir nicht gleich wieder kleinmütig zu werden. Wir sind^ ja nicht geschlagen worden, sondern haben den Italienern viel größere Verluste beigebracht als sie uns. Die Lage ist jetzt eben wieder dieselbe wie vor der letzten Offensive. Unsere braven Truppen stehen nach wie vor tief in Venezien, unserer Heeresleitung wurde die volle Freiheit des Handelns in keiner Weise genommen oder gekürzt. Honvedminister Szurmay sagte im ungarischen Abgeordnetenhause, der Rückzug über die Piave sei planmäßig angeordnet und in zwei Nächten ungestört durchgeführt worden. „Das ist ein Faktum. Alles übrige ist Lüge. Was die Frage des Erfolges betrifft, ist zu berücksichtigen, daß wir 50.000 Mann an Gefangenen gemacht haben, während von uns 12.000 Mann gefangen wurden. Auf welcher Seite ist also der Erfolg?" . Die „Deutsche Tageszeitung" in Berlin bespricht den Rückzug an der Piave und sagt: Es ist ein geradezu hervorragendes Zeichen glänzenden Geistes und für die hervorragende Haltung der österreichisch-ungarischen Truppen, daß ihre Kampfkraft in dieser schweren Lage nicht nur ungebrochen blieb, sondern daß sie noch von Erfolg zu Erfolg schritten. Der Zweck des österreichisch-ungarischen Vorstoßes ist jedenfalls erreicht, nämlich die Bindung und Fesselung der italienischen Kräfte an ganz bestimmten Stellen ist eingetreten. Nebenbei ist sogar eine Schwächung des italienischen Heeres erfolgt, dessen Gesamtverluste einschließlich der Gefangenen man ruhig auf 80.000 bis 100.000 Mann (150.000 Mann. D. Schriftl.) schätzen kann. Nicht der Feind an der Front, sondern der Feind im Rücken, höhere Naturgewalten, gegen die es auch in der Kriegführung keine Abwehr gibt, haben die Maßnahmen der österreichischungarischen Heeresleitung notwendig gemacht. Deshalb warten wir mit festem Vertrauen auf weitere vom Schicksal mehr begünstigte Handlungen unseres Bundesgenossen., Die „Bossische Zeitung" bemerkt, auch die deutsche Heeresleitung sei wiederholt in einer derartigen Lage gewesen und habe den Rückzug antreten müssen, um nachher mit größerer Energie wieder die Offensive zu ergreifen. Dann weiters das Kriegsende und die Friedensfrage! Der Krieg wird überhaupt kein Ende mehr nehmen, seufzt mancher schwarzseherisch. Wir alle werden noch zugrunde gehen! Krieg, Hunger und Anarchie werden Europa ganz und gar dem Verderben und dem Untergange weihen! Als der Weltkrieg ausbrach, dachte freilich kein Mensch daran, daß er so lange dauern werde, obwohl Moltke im Jahre 1890 vorausgesagt hatte, daß die Dauer und das Ende des nächsten Krieges, in dem die größten Mächte Europas gegeneinander in Kampf treten würden, nicht abzusehen sei. Keine derselben könne in einem oder in zwei Feldzügen so vollständig niedergeworfen werden, daß sie sich überwunden erkläre. Es könne ein siebenjähriger, es könne ein dreißigjähriger Krieg werden. Dabei dachte Moltke nicht einmal an die Teilnahme auch der überseeischen Mächte, wie Japan und Amerika. Gott bewahre uns in Gnaden vor einem siebenjährigen oder gar vor einem dreißigjährigen Kriege! Wir haben schon an den vier Kriegsjahren mehr als genug und können trotz Moltke an einen noch jahrelang währenden Krieg nicht glauben. Vorderhand ist allerdings eine Friedensbereitschaft seitens unserer Gegner noch nicht erkennbar, die letzten Äußerungen der feindlichen Staatsmänner sind vielmehr noch immer blutrünstig. Immerhin dürfen wir hoffen, daß der nächste große Kampf in Frankreich, der jetzt erwartet wird, die Schlacht vor Paris, uns der endlichen Entscheidung näher bringen wird. Der deutsche Staatssekretär v. Kühlmann sagte in seiner am 24. Juni im deutschen Reichstag gehaltenen Rede: „Wenn einmal der Moment gekommen sein könnte, daß die Nationen, die heute kämpfen, in einen Gedankenaustausch eintreten, so wird vor allem als Vorbedingung nötig sein, daß man ein gewisses Maß Vertrauen in die gegenseitige Anständigkeit und Ritterlichkeit fasse. Solange jede Eröffnung vom ändern als .Friedensoffensive', als.Falle', als falsche Unternehmung aufgefaßt wird, um zwischen den Ver- ■ kündeten Zwietracht zu säen, solange jeder Annäherungsversuch von den Gegnern einer Annäherung in den verschiedenen Ländern sofort aufs heftigste denunziert wird, so lange ist nicht abzusehen, wie irgendwie ein Gedankenaustausch eingeleitet werden kann, der zum Frieden führen soll. Ohne einen solchen Gedankenaustausch aber wird bei der ungeheuren Größe dieses Koalitionskrieges, bei der Zahl der in ihm Jahrgang XV. Gottjcheer Bote — Nr. 13 Seile 98. begriffenen auch überseeischen Mächte durch rein militärische Entscheidungen allein, ohne alle diplomatische Verhandlungen, ein ab- solutes Ende kaum erwartet werden können. Unsere Stellung aus den Schlachtfeldern, die ungeheuren Reserven an militärischen Hilfsmitteln, die Lage und Entschlossenheit im Innern gestatten uns, eine solche Sprache zu führen. Wir hoffen, daß die Gegner einsehen, daß gegen die Mittel, die uns zur Verfügung stehen, der Gedanke an einen Sieg der Entente Traum und Illusion ist. Sie werden, wie Asquith von uns erwartet, seinerzeit den Weg finden, um mit Friedensangeboten an uns heranzutreten, welche der Lage entsprechen und welche den deutschen Lebensnotwendigkeiten genügen." Auch Staatssekretär v. Kühlmann kann also keine Antwort geben, ob der Krieg noch bis in den Winter und über das Jahr hinaus dauern werde oder nicht. Die Ententestaatsmänner raffeln immer gern mit dem Säbel, verhöhnen den Gegner und prahlen mit ihrer Stärke, v. Kühlmann hat keine Töne solcher Art hören lassen und das ist immerhin ein Gewinn für die Sache des Friedens. Zu Verhandlungen kann es allerdings erst dann kommen, wenn Frankreich endlich den Gedanken an eine Wiedergewinnung Elsaß-Lothringens anfgibt, Italien sich Triest und Südtirol aus dem Kopfe schlägt und England die nach Mesopotamien, Palästina und den deutschen Kolonien ausgestreckte Hand zurückzieht. Auch die Entente muß sich auf den Boden eines Friedens ohne Annexionen stellen, erst dann kann die Brücke geschlagen werden, die zum Arieden führt. Ob diese Selbsterkenntnis bei den Gegnern schon in den nächsten Monaten Platz greifen wird, weiß niemand. Die zu erwartende Schlacht vor Paris wird, wie wir glauben, dazu beitragen, die Gegner mürber zu machen und so den Krieg abzukürzen. Dieser Hoffnung dürfen wir uns immerhin hingeben und die Möglichkeit nicht für ausgeschlossen halten, daß es noch heuer zum Friedensschlüsse kommen kann. Jedenfalls haben wir es nicht not, die Sache für schwärzer anzusehen, als sie ist. • Sollte übrigens auch der Krieg noch länger fortdauern, so darf unser Abwehrwille trotzdem nicht erlahmen, unsere Siegeszuversicht nicht erschüttert werden. Schließlich noch die Zustände im Innern 1 Ministerkrise, Parlamentskrise, Staatskrise I Sieht es nicht so aus, klagt mancher, als ob wir zwar den Krieg gewinnen würden, dabei aber der inneren Zerreißung, dem inneren Zerfall entgegengehen, aus den unsere äußern und inneren Feinde lauern; als ob unser staatliches Haus, das wir so ruhmvoll und erfolgreich gegen eine Welt von Feinden verteidigt haben, nunmehr von innen heraus, von eigenen bösen Hausgenossen mit frevelhafter Hand in Brand gesteckt würde? Hat nicht Irrwahn und Verblendung selbst vielfach solche Kreise im slawischen Lager verhängnisvoll in Bann geschlagen, an deren gut österreichischen Gesinnung früher kein Mensch gezweifelt hätte? Ist es nicht wie ein verheerender Giftrausch über Hunderttausende gekommen, den Staatsgedanken ertötend? Ein Rausch, der Tausenden und Abertausenden von Gehirnen phantastische Gaukelbilder vorgaukelte und jede besonnene Überlegung benahm. Muß man da nicht an der Zukunft verzweifeln? Nein und abermals neinl Unser liebes gutes altes Österreich hat schon schwerere Krisen durchgemacht, als die heutige ist, und steht trotzdem noch immer aufrecht da. Es wird auch wegen des modernen Schlagwortes von dem Selbstbestimmungs-rcchte der Völker nicht zugrunde gehen. Österreich wird ewig stehen 1 Das ist keine leere Floskel, das ist volle Wahrheit. Österreich ist ein Staat nach dem Willen der Vorsehung, Österreich ist eine Notwendigkeit. Wenn Österreich nicht existierte, oder wenn es von den Gegnern — was wir übrigens nicht zu fürchten brauchen — heute vorübergehend zerstückelt würde, so müßte es morgen wieder auferstehen. Und wenn auch der inneren Feinde noch so viele sind, der starke, deutschösterreichische Arm wird den Staat halten und über die gefahrvolle Zeit heil hinübergeleiten. Und ewig und immer wird ja auch der Rausch und die Verblendung bei denen nicht dauern, die sich jetzt durch gleißende Schlagworte den Sinn betören lassen. Ganz richtig bemerkte der Präsident des Abgeordnetenhauses Dr. Groß vor wenigen Tagen auf dem deutschen Vvlkstag in Jglau: „Auch die Slawen werden zur Einsicht kommen müssen, daß alle Versprechungen der Entente Schwindel sind, daß auch sie Österreich zumindest ebenso notwendig brauchen, wie es die Deutschen brauchen. Was heute die Slawen in Österreich politisch, kulturell und wirtschaftlich sind, verdanken sie nur dem Staate Österreich. National können sie nur in Österreich bestehen, niemals aber ohne Österreich." Allerdings, das österreichische Problem ist so schwierig, daß es nicht in Tagen, Monaten und Jahren, sondern erst in Geschlechterfolgen wird vollkommen befriedigend gelöst werden können. Im Zeughause zu Berlin wird ein altes Feuergewehr aus dem Anfänge des 16. Jahrhunderts aufbewahrt, das den Waffenspruch trägt: In la difficulta la gloria siede. „In dem Schwer-überwindlichen liegt der Ruhm." Dieser Spruch gilt vor allem für die Lösung des österreichischen Problems, dem an Schwierigkeit kein anderes politisches Problem der Welt gleichkommt. Österreich wird dieses Problem lösen müssen und wird es lösen, weil dies seine geschichtliche Aufgabe ist. A. E. I. O. U. Aus 5tabt und £anb. chottschee. (Ernennung.) Der Forstinspektionskommissär erster Klasse Herr Anton Locker wurde zum Oberforstkommissär im Stande der Forsttechniker der politischen Verwaltung ernannt. — (Militärisches.) Der Kadettäspirant Herr August Wrinskele, IR 17, wurde zum Fähnrich i. d. Res. ernannt. — (Kriegsauszeichnung.) Dem Feldwebel Franz Lack-ner, IR 17, wurde für vorzügliche Dienstleistung während des Krieges das Eiserne Verdienstkreuz mit der Krone a. B. d. TM. verliehen. — (Kriegstrauung.)^ Am 24. Juni wurde in der hiesigen Stadtpfarrkirche Herr Michael Lernos, k. k. Leutnant beim Militärgerichte in Graz, mit Fräulein Stephanie Hönigmann, Tochter des verstorbenen Gastwirtes Herrn Matthias Hönigmann in Gottschee, getraut. Trauzeugen waren für den Bräutigam Herr Steueroffizial Johann Verderber, für die Braut deren Schwager Herr Steuerverwalter Franz Starin. Unseren herzlichsten Glückwunsch! — (Todesfall.) Am 19. Juni starb im Barmherzigen-Spital in Graz nach langem Leiden Herr Franz Spintre, k. k. Professor i. R. aus Marburg, im Alter von 61 Jahren. Der Verstorbene war vom Ende der 70er Jahre bis 1896 Oberlehrer und Leiter der Knabenvolksschule in Gottschee, eine Zeitlang auch Be-zirksschulinspektor. Auch bei der Filiale der k. k. Landwirtschaftsgesellschaft in Gottschee war er tätig. Im Jahre 1896 wurde er als Volksschulleiter nach Stein in Oberkrain versetzt und einige Jahre darauf zum Hauptlehrer (Professor) an der Lehrerbildungsanstalt in Capodistria ernannt; sodann kam er nach Görz und wirkte zuletzt als Professor an der Lehrerbildungsanstalt in Marburg. Vor etwa 3 Jahren trat er in den dauernden Ruhestand. Der stets strebsame Schulmann war vielseitig gebildet. Er hatte seinerzeit auch einen Kurs für Taubstummenlehrer in Linz mit bestem Erfolg durchgemacht und seine dort erworbenen Kenntnisse durch eine Studienreise nach der Schweiz und Deutschland erweitert und vertieft. . Andererseits eignete er sich auch auf dem Gebiete der Landwirtschaft als außerordentlicher Hörer an der Hochschule für Bodenkultur in Wien gediegene fachmännische'Kenntnisse an und erwarb sich die Lehrbefähigung für landwirtschaftliche Schulen. Noch in den letzten Jahren seines Lebens, die er wegen eines tückischen Krebsleidens in Graz verbrachte, war er literarisch tätig. Für unser Blatt lieferte er (1916) den gediegenen Aufsatz „Die ländliche Fortbildungsschule". Er ruhe in Frieden. — (Kriegsanleiheflug.) Am 24. Juni überflog um Vt lO Uhr vormittags ein Doppeldecker die Stadt Gottschee, machte mehrere Schleifen, ließ sich immer tiefer herab und warf Zettel ab: „Zeichnet die achte Kriegsanleihe!" Im Aeroplan befand sich der bekannte Feldpilot Herr Hans Ramor aus Goltschee, der seine I ’ Mitbürger und Landsleute mit einem schriftlichen strammen Heilgruß aus den Lüften begrüßte und auch an seine Mutter und Schwester schriftliche Grüße hinuntersendete. Auch über Mooswald und Kerndorf wurden Zettel für die Kriegsanleihe abgeworfen. Nach kurzem Aufenthalte flog das Flugzeug über Mitterdorf in der Richtung gegen Laibach und nach Kärnten zurück. Das Erscheinen des Luftzeuges rief anfangs bei manchen eine starke Aufregung hervor, weil sie glaubten, es sei ein feindlicher Aeroplan. Die ruhige Sicherheit des Fluges und die eleganten Bewegungen des Lnftzeuges wurden allgemein bewundert. Etwa eine Stunde darauf gewahrte man sehr hoch in den Lüften, in der Richtung über Annaberg herüberkommend, ein zweites Flugzeug. Dem Surren nach wurde es für ein österreichisches gehalten^ anderersets wollen mehrere an den Abzeichen bemerkt haben, daß es ein feindliches (italienisches?, englisches?) war. Es hielt einen Augenblick über dem Tale in großer Höhe an — so daß es scheinbar die Größe eines Geiers hatte — und nahm sodann die Richtung gegen den Fricdrichsteiner Höhenzug, wo es zwischen dem Mooswalder und dem Kerndorfer Nock verschwand. Vielleicht war dies einer von den drei feindlichen Fliegern, die, Zeitungsnachrichten zufolge, am 24. Juni vormittags über Laibach erschienen und die bekannten Trumbiczettel abwarfen. Eines von diesen drei Flugzeugen flog nämlich über Rudolfswert in der Richtung gegen Agram und dürste sodann über Gottschee den Rückweg nach Italien genommen haben. — (Zu st immun gen zur Entschließung des Deutschen Volks tag es.) Die Entschließung des Deutschen Volkstages in Wien erhält ihre volle Kraft und ihr volles Gewicht dadurch, daß dargetan wird, daß das ganze deutsche Volk in Österreich hinter ihr steht. Es wurde deshalb wie anderwärts so auch bei uns der Wortlaut dieser Entschließung an alle deutschen Gemeinden geschickt, damit die Gemeindeinsassen in die Lage kommen, durch Beifügung ihrer Unterschrift ihre Zustimmungserklärung abgeben zu können. Die mit vielen Hunderten von Unterschriften versehenen Bogen wurden sodann durch den Deutschen Volksrat an den Ministerpräsidenten gesendet. — (Falsches Gerücht.) Herr Johann Novak, Tischlermeister, ersucht uns mitzuteilen, daß er weder die südslawische Deklaration noch irgend eine andere ähnliche Erklärung unterschrieben oder gutgeheißen habe. Herr Novak hält in dieser Beziehung vollkommen zu der Bürgerschaft von Gottschee. — (Dankkundgebung.) In der Jahresversammlung des Deutschen Vereines in Laibach am 22. Juni verwies Herr Dr. Eger auf die Kundgebung, die von den deutschen Priestern des Gottscheer Gebietes am 23. Jänner l. I. gegen die südslawischen Bestrebungen beschlossen worden war, und beantragte, den deutschen Geistlichen der Gottscheer Sprachinsel dafür den herzlichsten Dank auszusprechen. Diesem Anträge stimmten die Versammelten mit lebhaftem Beifalle zu. — (Achte öfter r. Kriegsanleihe.) Herr Franz Tschin kel hat bei der Laibacher Kreditbank 5000 K gezeichnet, Herr Matthäus Schleimer bei deren Filiale in Sarajewo 1000 K. — (Linhart-Sammlung.) Die hiesige Gemeindevertretung hat der Familie des verstorbenen Schriftleiters K. Linhart in Pettau den Betrag von. 100 K zugewiesen. Auch wird eine Sammlung in der Stadt eingcleitet werden. In Steiermark sind bisher bereits gegen 7000 K für die Familie Linhart eingegangen. — (Vom Wetter.) Am 23. Juni entlud sich nachmittags über Gottschee ein Gewitter, wobei es viermal in die elektrische Freileitung einschlug, ohne jedoch einen besonderen Schaden anzurichten. Im übrigen war der Juni fast durchaus kühl und regnerisch. Das kalte Wetter herrschte aber nicht bloß in Europa, sondern selbst auch in dem sonst so warmen Argentinien. In Buenos Aires und an vielen anderen Orten Argentiniens, wo nie Schnee gefallen war, schneite es im Juni — ein dort ganz ungewöhnliches Schauspiel.' Bei uns war nach dem Gewitter am 23. Juni der oberste Teil des Bergkammes da und dort kurze Zeit weiß. Die anormale Kühle behindert insbesondere das Wachstum der Maispflanzen. Am 24. Juni heiterte sich das Wetter aus und es wurde sodann auch endlich etwas wärmer. Aber es herrscht noch immer Sommer-„frische". Am 1. Juli hatten wir einen Landregen bei fortdauernder Kühle. — (Aus Trie st.) Ein Freund unseres Blattes schreibt uns unterm 26. Juni: Ich hatte vor einigen Tagen Gelegenheit, an dem Sprechabend des Deutsch-politischen Vereines in Triest teilzunehmen. In der Ansprache des Vorsitzenden wurde in erster Linie auf die denkwürdige Audienz der Deutschen des Südens in Baden hingewiesen. Es erfüllte mich mit Stolz, wie dabei auch der strammen Abordnung aus Gottschee gedacht wurde. Diese deutsche Sprachinsel, hieß es, habe es verstanden, durch Jahrhunderte den hochgehenden Wogen fremden Volkstums gegenüber standzuhalten. Gottschee diene als Beispiel und Bürgschaft dafür, daß die Deutschen auch in der Minderzahl sich ihrer Haut erwehren und völkisch behaupten können. — (Erdäpfel preise.) Nach der amtlichen Verordnung werden die Erdäpfel heuer einen Anfangspreis von 100 K für den Meterzentner haben. Dieser Preis gilt aber nur bis zum 5. Juli. Nach Ablauf von je 12 Tagen von da an ermäßigt sich der Preis um je 16 K. Am 4. September haben die Erdäpfel nur mehr 20 K zu kosten, was als Höchstpreis für Kartoffeln gelten wird. Erfolgt die Ablieferung nicht freiwillig, so werden nur 15 K, bei zwangsweiser Betreibung nur 12 K für den Meterzentner gezahlt werden. — (DieSicherheitderKriegsanleihe.) Die Anleihen müssen nicht nur aufgebracht, sondern sie müssen auch verzinst und rückgezahlt werden. Vor dem Kriege betrug das gesamte österreichische Staats-Jahreserfordernis jährlich nur 3,5 Millionen Kronen. Wüchse die Kriegsschuld bis zum Friedensschluß auf 80 Milliarden Kronen an, so ergäbe sich ein Zinsenerfordernis von jährlich 4,44 Milliarden Kronen und einschließlich des Tilgungserfordernisses, wenn man hiefür IV2 Prozent jährlich in Aussicht nimmt, .ein jährliches Gesamterfordernis von 5,6 Milliarden Kronen. Ist der Staat dieser Belastung gewachsen? Das österreichische Volkseinkommen vor dem Kriege wurde auf etwas über 12,8 Milliarden Kronen berechnet. Müßte nun der Staat davon 3,5 Milliarden für sein Budget und 5,6 Milliarden für die Kriegsschuld (Kriegsanleihen), zusammen also 9,1 Milliarden Kronen, wegnehmen, so bliebe allerdings zu wenig für diejenigen übrig, die nicht Staatsangestellte und Kriegsanleihebesitzer sind. Nun kommt aber die während des Krieges eingetretene Geldentwertung dem Staate zu Hilfe. Jetzt kosten alle Waren fünf- bis zehnmal so viel als vor dem Kriege. Es ist mit Sicherheit zu erwarten, daß die Preise nach Friedensschluß rapid zurückgehen. Aber das frühere Friedensniveau werden sie wohl niemals wieder erreichen. Man wird zufrieden sein müssen, wenn einige Zeit nach dem Kriege die Warenpreise etwa zweimal bis zweieinhalbmal so hoch sein werden, wie vor dem Kriege, was natürlich nur dann zu ertragen sein wird, wenn auch die Löhne und die Einkommen zwei- bis zweieinhalbmal so hoch werden. In diesem Falle wird aber der Geldwert unserer Volksproduktion nicht mehr 12,8, sondern 26,6 oder 32 Milliarden Kronep betragen. Und bei einem Volkseinkommen von 25,6 bis 32 Milliarden Kronen ist die jährliche Abschöpfung von 6,6 Milliarden für den Dienst der Kriegsanleihe keine so schwierige und drückende Last mehr. Auf alle Fälle kann man gewiß sein, daß der österreichische Staat seinen Kredit heilig halten und nicht unter die Bankerotteure gehen wird. Die Höhe des Volkseinkommens wird es dem Staate gestatten, sich die Mittel zur Einhaltung seiner Verpflichtungen unschwer zu beschaffen. Bei künftigen Steuerreformen werden die Besitzer der Kriegsanleihe jedenfalls nicht schlechter, eher besser behandelt werden als die anderen Steuerträger. — (Der Rückzug in Venezien.) Ministerpräsident Dr. Wekerle stellte im ungarischen Reichstage fest, daß die Gesamtziffer unserer in italienischer Hand gebliebenen Gefangenen 12.000 betrage, während wir 50.000 italienische Gefangene gemacht haben. Viel trauriger ist der Verlust an Toten, Verwundeten und Kranken. Er beträgt gegen 100.000 Mann. Der größte Teil davon entfällt auf Kranke und Verwundete. „Was den Wert der Offensive betrifft, A ist es zweifellos, daß wir durch dieselbe verhütet haben, daß die Italiener einen bedeutenden Teil ihrer Truppen an die Westfront schickten. Das haben wir erreicht, und so traurig die Ereignisse auch sind, so können wir doch vom strategischen Gesichtspunkte aus die Sache nicht als eine Niederlage betrachten, weil wir dem Gegner größere Verluste beigebracht haben. Wir haben daher keinerlei Veranlassung, der weiteren Entwicklung mit Mißtrauen entgegenzusehen. Unsere Positionen sind stark und wir können mit vollem Vertrauen der Entwicklung entgegenblicEen." — (Zucker zur Bienenfütterung.) Die Abgabe des zur Bienenfütterung erforderlichen Zuckers wurde vom Amte für Volksernährung an die Bedingung geknüpft, daß Zucker nur an jene Imker zur Ausgabe gelangt, die ein Kilogramm Honig für den Mutterstock an die staatliche SammelsteÜe abliefern. — (M e h r S i n g v ö g e l.) Vielerorts wird bei uns beobachtet, daß sich die Anzahl der Singvögel gegenüber früheren Jahren merklich vermehrt hat. Der Krieg ist den gefieberten Sängern infoferne zugute gekommen, als die welschen Vogelfänger nunmehr nicht mehr so viel Zeit und Gelegenheit haben, ihrem vogelmörderischen Handwerk nachzugehen. — (Für eine neue deutsche Hymne.) Im preußischen Abgeordnetenhause wurde ein Antrag überreicht, wonach die jetzige deutsche Hymne, „Heil dir im Siegerkranz", deren Melodie mit der englischen gleichlautend ist, durch eine andere ersetzt werden soll. — (Südslawischer Staat.) Abg. Graf Julius Andrasfy sagte im ungarischen Abgeordnetenhause u. a.: Die Schaffung eines einheitlichen südslawischen Staates können wir unter keinen Umständen zugeben. Die nationalen Rechte Kroatiens inüffen wir in der weitestgehenden Weise berücksichtigen. Es ist auch zu erwägen, oh> nicht der Ausgleich mit Kroatien in gewissen Teilen erweitert werden soll, aber nur in dem Falle, wenn die Kroaten kroatische Politik machen, wenn sie treu zur St. Stefanskrone halten und wenn alle staatsrechtlichen Würden in verläßlichen Händen sind. — (Verlängerung der Kriegsanleihezeichnungen.) Auch diesmal hat sich das Bedürfnis nach einer Verlängerung des Zeichnungstermines ergeben. Der Finanzminister hat daher gestattet, daß Zeichnungen auf die 8. Kriegsanleihe noch bis 17. Juli, 12 Uhr mittags, angenommen werden. — (Hindernisreiche Rückkehr aus Rußland.) Nach den Mitteilungen der Auskunftstelle für Kriegsgefangene wurde das ganze Lager von Krasnaja-Rietfchka, etwa 1000 Offiziere und Mannschaften, am 14. April abtransportiert. Es traf am 24. April in Irkutsk ein, wo alle Stabsoffiziere und ein Teil der Mannschaft auf Betreiben der Roten Garde Zurückbleiben mußten. In Kansk, 900 Kilometer westlich von Irkutsk, ging Oberleutnant Rudolf Mayeritsch des LJR 27 aus Graz wegen starker Erkältung ins Spiral und hoffte, die Reife mit dem dort festgehaltenen reichs-dentschen Transport aus Chabarovsk sortsetzen zu können. Der Transport ging bei gutem Gesundheitszustand und guter Verpflegung bis Samara (europäisches Rußland) weiter, wo er am 9. Mai eintraf. Dort wurde er trotz aller Schritte des Transportkomman-danten Hauptmannes Lechner auf Befehl der Roten Garde mit der Bestimmung Omsk nach Sibirien zurückgewiesen. Daher verließen in Samara am 9. Mai d. I. viele den Zug, um aus eigene Faust weiterzufahreu. In Samara befanden sich am 9. Mai gesund u. a. Ref.^eutnant Joses Fink ans Gottschee und Hauptmann Honig-mann aus Gottfchee. — (Reichsgerichtliche Entscheidung.) Das Reichsgericht hat über die von Herrn Josef Novak, Bezirksschulinspektor in Gottfchee, eingebrachte Klage gegen das Ministerium für öffentliche Arbeiten auf Zahlung einer Funklionszulage zu Recht erkannt: „Die Regierung ist schuldig, dem Kläger als Direktor der Werks-volköschnle in Jdria ungeachtet seiner für die Dauer der Verwendung in der Schulaufsicht ausgesprochenen Beurlaubung vom Schuldienste die Funktionszulage jährlicher 400 K seit 1. Juli 1914 in gleichen, an jedem Monatsersten im voraus fälligen Raten zu bezahlen." —- (Kernstockfeier in Marburg.) Aus Anlaß der bevorstehenden Feier des 70. Geburtstages des deutschen Priesters und Dichters Ottokar Kernstock wurde in Marburg kürzlich eine Feier veranstaltet, bei welcher Herr Pros. Friedrich Knapp den Fest, vortrag hielt. Redner verstand es in meisterhafter Weise, die dichterische, schriftstellerische und wissenschaftliche Bedeutung Kernstocks zu entwickeln und die besondere Eigenart seiner echt deutschen Per-sönlichkeit herauszuarbeiten. — (Lederverteilungsstelle.) Nach dem Jahresberichte der krainischen Handels- und Gewerbekammer wurden im Jahre 1917 der Lederverteilungsstelle in Laibach 12.078'10 Kilo Sohlenleder, 5493 Kilo Lederabfälle und 4.323'95 Kilo Oberleder, außerdem für Sattler 265'10 Kilo Glanzleder angewiesen. Diese Mengen fmd natürlich gänzlich unzureichend. Die Handelskammer tat Schritte um Erwirkung größerer Ledermengen für die Zivilbevölkerung. Am Schlüsse des Jahres (1917) begannen zwar größere Sendungen einzutreffen, aber die Versorgung ist nach wie vor unzulänglich. — (Zwi r n v e rte iln n g s stelle.) Diese wurde am Schlüsse des Jahres 1917 in Laibach eingerichtet. Bei den kleinen zur Verteilung verfügbaren Zwirnmengen gestaltet sich die zeitraubende Arbeit der Verteilungsstelle wenig dankbar. Der Zwirn zum Privat, gebrauch wird auch von der Verteilungsstelle der Handelskammer versendet, während die Verteilung dieses Zwirns samt der Kontrolle der Landesbekleidungsstelle Überlassen ist. Die Verteilung des Zwirns sowohl für Gewerbsleute als auch für Privatpersonen erfolgt int Wege des Handels. _ — (Die Kriegsbauer.) Ungarische Sozialistenführer, die kürzlich in Haag weilten, berichten, daß man in Holland noch mit einer sehr langen Kriegsdauer rechne. — Jetzt hat die amerikanische Periode des Krieges begonnen. — (Deutscher Schulverein.) Spenden in Krain: in Laibach 30 K, in Materie (Sammlung der Schulkinder anläßlich des 13. Mai) K 15 10, zusammen K 45 10. — (Stilles Heldentum.) In einem schönen Gedichte verherrlicht Ottokar Kernstück die Arbeit der Landfrau im Kriege. Er schließt mit den Worten: Mit Ähren bekränzt die Bezwinger der Not, Bekränzt mit Cyanen den blauen, Die siegreichen Kämpfer ums tägliche Brot, Die Helden der Arbeit, die Frauen. — (Sendungen von Butterschmalz,) Käse und Magerkäse (Topfen, Quark) mittelst Eisenbahn oder Dampfschiffen dürfen — rote dies bereits bisher hinsichtlich der Versendung von Butter und Schweinefett vorgeschrieben ist — nur gegen Beibringung einer besonderen Transportbescheinigung und mittelst Post nur gegen Beibringung einer auf der Postbegleitadresse ersichtlich gemachten Transportbewilligung der Bezirkshauplmannschast befördert werden. — (Von drei feindlichen Fliegern) wurde in Laibach das österreichische Flugzeug angegriffen, das am 24. Juni kurz zuvor in Gottfchee die Werbezettel für die 8. Kriegsanleihe abgeworfen hatte. Unser Flugzeug ließ sich tief nieder und die feindlichen Flieger gaben sodann die Verfolgung auf. — (Ein wirksames Mittel gegen Pf er beraube.) Ein hiesiger Besitzer ist durch gelungene Versuche selbst aus ein ebenso billiges als wirksames Mittel gegen die Räude der Pferde gekommen. Dieses Mittel hat das Pferd selbst in sich, es ist nämlich der Urin des Pferdes. Wenn man sich es nicht verdrießen läßt, das kranke Pferd jeden Tag an den räudigen Stellen damit einzufchmieren, wird man das Tier Binnen zwei Wochen, wenn nicht schon vielleicht in acht Tagen, von der Räude befreien. — ,(Reichsitalienischer Grundbesitz und Holzhandel in Österreich.) Nicht weniger als 43.387 Hektar Boden in Salzburg, Tirol, Steiermark, Kärnten, Krain und im Küstenlande waren bei Kriegsausbruch im Besitze von Reichsitalienern,^ also nahezu 434 Geviertkiloineter I Auch fast der gesamte Holzhandel dieser Länder befand sich, auffallend genug, in den Händen von Reichsitalienern. Um rund 100 Millionen Kronen wurden nach I 5er amtlichen Handelsstatistik alljährlich Holz und Holzkohlen aus ben Alpen- und Karstländern nach Italien ausgeführt. Bier Fünftel dieses Handels lagen in den Händen von Reichsitalienern, während die österreichische Forstindustrie nur von einem Fünftel den Nutzen zog. Anfänglich arbeiteten, schreibt die „Reichspost", nur italienische Agenten auf diesem Handelsgebiet, bald aber kauften ihre Auftraggeber, das Einträgliche des Handels erkennend, Wald- und Grundbesitzungen aus, errichteten Sägen und schlossen, von diesen Besitzungen ausgehend, günstige Holzabstockungs- und Holzkaufoerträge, indem sie allenthalben bedeutende Vorschüsse gewährten. So hatten sie bald für ihre Zwecke eine völlige Monopolstellung erreicht, die sie, wenn anders die Verhältnisse ungeändert bleiben, im kommenden Frieden weidlich ausnützen werden. Durch die Beschäftigung mit dem Holzhandel und durch die starke Besiedlung unserer Grenzgebiete kamen die Reichsitaliener bis in die entlegensten Täler. Da war dem Verrate und der Ausspähung Tür uud Tor geöffnet. Die hereingelassenen reichsitalienischen Grundbesitzer bildeten bei den österreichischen Italienern die fortwährenden Schürer der Jrredenta. Es wurde nun mehrseits die Schaffung einer Art von Militärgrenze vorgeschlagen, die sich in Form einer Grenzschutzzone auf das Küstenland, Krain, Tirol und Vorarlberg zu erstrecken hätte. Die Besitzungen der Reichsitaliener müßten innerhalb dieser Zone durch Kauf (Enteignung) zurückerworben werden. Kein neuer Besitz dürfte in die Hände von Reichsitalienern kommen. Wir würden dabei die Kundschaft Italiens, das unser Holz unbedingt braucht, nicht verlieren, den Gewinn aber im Lande behalten und weder politische noch militärische Schwächung erfahren. — (Handel und Gewerbe im Jahre 1917.) Nach dem amtlichen Bericht über den Stand des Handels und Gewerbes im Jahre 1917 war die Holzindustrie auch im Jahre m 1917 durch den Mangel an Arbeitern, Fuhrwerken, Vieh stark behindert. Die Produktion war sehr eingeengt; viele Sägewerke standen stille, während viele auch vom Militär in Verwendung genommen wurden. Die gegenwärtigen Richtpreise entsprechen nicht den tatsächlichen Verhältnissen und hemmen die Erzeugung und den Verkauf. Für Krain sind diese Richtpreise besonders deshalb unhaltbar, weil das Land an Kroatien grenzt, wo bedeutend höhere Preise geboten werden, die aber dort auch größere Arbeitslöhne ermöglichen. Dies und die beträchtlich besseren Ernährungsverhältnisse haben einen starken Abgang der krainischen Holzarbeiter nach Kroatien zur Folge; sie zwingen unsere Industriellen zur Zahlung von wenigstens gleich hohen Arbeitslöhnen und zur Beschaffung der gleich guten Ernährung der Arbeiter, wie sie in Kroatien möglich ist; für die Interessenten werden dadurch die Erzeugungskosten bedeutend erhöht. Die Lage des Mittel- und Kleingewerbe« verschlechterte sich außerordentlich. Wie den Großbetrieben fehlte es auch den Mittelund Kleinbetrieben an Arbeitskräften, ja sogar an Lehrlingen; zuweilen trat überdies ein völliger Materialmangel ein. Weiters fehlte es an Brenn- und Beleuchtungsmaterial. Namentlich beklagen sich die Bau-, die Metall- und die Tischlergewerbe; es fehlt an Eisenwaren, vor allem an Drahtstiften, Zement, Ziegeln und Kalk. Arg betroffen waren die Bekleidungsgewerbe infolge des Mangels an Waren und vornehmlich an Zwirn. Gemeinden, in denen es keinen Schuhmacher oder Schneider gibt, mehren sich. Auch andere gewerblichen Zweige haben gegen außerordentliche Schwierigkeiten anzukämpfen und ist die Zahl der eingestellten Betriebe im Steigen begriffen. Für den Handel gestaltete sich die Sachlage einerseits infolge der Knappheit an Waren und an Verkaufsgegenständen, anderseits infolge der durch die neuen Verordnungen bedingten Einschränkung der Bezugsfreiheit außerordentlich schwierig. Viele Beschwerden wurden über Verkehrshindernisse und Transportunsicherheit geführt. Der Verkehr im Spezereisache zeigte einen um ein Drittel bis zur Hälfte schwächeren finanziellen Erfolg als im Vorjahre. Im Manufaktur- und Bekleidungssache erfuhr die in früheren Jahren noch günstige Lage plötzlich | eine Verschlechterung. Die Warenbestände verminderten sich und Ende Oktober erschien noch die Verordnung über die zwangsweise Ablieferung der Baumwollwaren; die Verkaufsläden stehen gegenwärtig fast leer. Günstiger war der Verkehr im Eisenwaren-, Galanteriewaren- und Luxuswarenhandel sowie im Papierhandel; aber auch hier steigt die Warenknappheit. Der Weinhandel litt unter den nicht zufriedenstellenden Richtpreisen, zu denen der Wein vom Erzeuger nicht erhältlich war. Das Gastgewerbe hatte mit den gleichen Mißständen zu kämpfen. — (Der Landesausschuß gegen Trumbie.) Der Landesausschuß hat folgende Entschließung angenommen: Der Landesausschuß des Herzogtums Krain als verfassungsmäßiger Vertreter des Landes weist mit größter Entrüstung den niederen Versuch desHochverrätersAntonTrumbicund seiner Genossen,. die Bevölkerung unseres Landes in den Hochverrat zu ziehen, zurück und lehnt besonders die schamlose Vermutung ab, daß das verräterische und kriegsverlängernde Beginnen der jugoslawischen Deserteure irgend eine Unterstützung in der ehrlichen, ihrem Kaiser treuen Bevölkerung des Kramer Landes hätte. Die krainische Bevölkerung wünscht, daß ehestens der Friede wiederkehre, und sucht seine glückliche Zukunft auch fürderhin einzig und allein unter dem Zepter der habsburg-lothringischen Dynastie. Mit jenen aber, die in Zeiten der höchsten Not aus der Heimat flüchteten, um mit den Feinden der Monarchie Ränke zu schmieden und den Krieg zu verlängern, will das Land Krain keine Gemeinschaft und verurteilt sie mit Entrüstung als größte Feinde des Volkes. — (NeueRichtpreisefürBienenhonig.) Die Zentralpreisprüfungskommission hat für Bienenhonig österreichischer Herkunft die nachstehenden Richtpreise bestimmt: Schleuderhonig beim Verkauf durch den Erzeuger ab Erzeugungsstätte 16 K, im Großhandel 17'70 K, beim Verkauf im Kleinhandel 20 K; für Stampf- und Preßhonig beim Verkauf durch den Erzeuger ab Erzeugungsstätte 8 K, im Großhandel 9 70 K und im Kleinhandel 12 K für das Kilogramm. Wenn der Erzeuger unmittelbar an den Verbraucher verkauft, ist er berechtigt, die Kleinhandelpreise zu verlangen. In dem Gesamthandelpreise ist die Gebühr für die Abnützung der Lieferungsgefäße inbegriffen. Die Kleinhandelpreise verstehen sich ohne Glas. — (DiemaßvollenFriedensbedingungender Mittelmächte.) Der Staatssekretär v. Kühlmann hat im deutschen Reichstage klipp und klar gesagt, was die Mittelmächte anstreben und wie ihre wesentlichen Friedensbedingungen lauten: Unversehrtheit des Grundgebietes des Deutschen Reiches und seiner Verbündeten, die Möglichkeit, innerhalb dieser Grenzen sicher, frei, stark und unabhängig leben zu können, freier Handel und Verkehr auf freiem Meer. nach allen Weltteilen und endlich für das Deutsche Reich jenes Maß von Kolonialbesitz, das seiner Größe, seinem Reichtum und seinen kolonialen Fähigkeiten entspricht. Das ist alles. Die Friedensbedingungen der Mittelmächte enthalten nichts, worauf die feindlichen Mächte nicht eingehen könnten, wenn sie sich von ihren eigenen Raubgelüsten und Weltherrschaftsplänen losreißen wollten. Es sind gerechte, billige, selbstverständliche und natürliche Bedingungen, die keines Fremden Rechte verletzen. Wollten die Feinde nichts Ungerechtes, zielten sie nicht auf Beute und Vergewaltigung, so brauchte der Krieg keinen Tag länger zu dauern. — (Englisches Echo auf Kühlmanns Rede.) Die vom Geiste friedensbereiten Entgegenkommens erfüllte Rede des Staatssekretärs Kühlmann findet in der Mehrheit der englischen Presse Erwiderungen voll Gift und Gehässigkeit. Auch nach dieser Rede, die für Deutschland nur das beanspruchte, was jede Großmacht für sich beanspruchen muß, kommen nur die alten Redensarten gegen den Militarismus Deutschlands. Ein Londoner Blatt macht dem deutschen Sprecher sogar den Vorwurf, daß er sich darauf beschränkt habe, zu erklären, daß Deutschlands Gebiet einschließlich jenes seiner Verbündeten ungeschmälert erhalten bleiben möge. Selbst daß Kühlmann bloß das Selbstverständliche fordert, erregt Anstoß. Das ist ein Blutrausch und es stünde schlimm um unsere Kultur und Zivilisation, wenn das englische Volk einmütig wäre in dieser verbohrten, haßerfüllten Stimmung, in dieser Taubheit gegen jeden redlichen Friedensversuch. Es scheint, daß vorläufig jedes Wort des Entgegenkommens an England verschwendet ist. — (Die Zusendung des „Slovenski Gospodar"), Organ des Abgeordneten Dr. Korošec, an die Front wurde von militärischer Stelle verboten. Mitterdorf. (Kriegsanleihe.) Bis Ende Juni sind hier 52.400 Kronen bei der Raiffeisenkasse auf die 8. Kriegsanleihe gezeichnet worden. Höttenitz. (Verschiedenes.) In der Nacht vom 23. auf 24. Juni zeigte der hiesige Schneeberg, daß er sogar zur Zeit der Sonnenwende diesen Namen verdienen kann, denn es war auf demselben wie auch auf den niedrigeren Berggipfeln eine weiße Decke zu sehen. — Am 24. Juni vormittags überflog die hiesige Gegend ein Luftzeug. Deutlich war das Rasseln des Motors zu hören. Ob dasselbe ein österreichisches oder ein feindliches gewesen ist, konnte nicht festgestellt werden. Mosel. (Einen Vortrag über Kriegsanleihezeichnung) hielt am Sonntag den 30. Juni nach dem Vormittagsgottesdienste auf dem Dorfplatze Herr Professor Wilhelm Heine ab. Er fand viele aufmerksame Zuhörer, welchen er nicht bloß in Worten, sondern auch in Rechnungen auf einer Schultafel den großen Vorteil der Kriegsanleihezeichnung schon für sich überzeugend darlegte, indem es zu Spareinlagen keine größere Sicherheit gibt und keine Spareinlage so gute Verzinsung trägt als gerade die Zeichnung auf Kriegsanleihe. Zugleich wurde dem Unsinn scharf entgegengetreten, als ob die Zeichnung den Krieg verlängere. Im Gegenteile, durch die Kriegsanleihe wird Staat und Heer stark gemacht, den Krieg früher und siegreich beenden zu können. Unsere Heldensoldaten durch Nichtzeichnung im Stiche lassen in den letzten entscheidenden Kämpfen, ist so schlecht wie Verrat und könnte Ursache sein, daß wir in härteste Sklaverei des Feindes gelangen. Es irren die gewaltig, welche vom Feinde eine gute Behandlung hoffen. Die Feinde würden im Falle ihres Sieges alle itzxe ungeheueren Kriegsunkosten aus uns herauspreffen und uns auf Jahrzehnte nicht soviel zum Leben lassen, als wir jetzt trotz der Requisitionen noch haben. Darum, wer sich und dem Vaterlande wohl will, der zeichne . viel Kriegsanleihe. Mnterdeutschau. (Wallfahrtssonntag.) Sonntag am 7. Juli ist bei unserer Wallfahrtskirche Maria Trost wiederum Kirchtag ober der zweite Wallfahrtssonntag. Gottesdienst ist um halb 7 Uhr in ber Früh mit slowenischer Prebigt unb um halb 11 Uhr mit deutscher Predigt. Auch jetzt werden die Wallfahrer Gelegenheit haben, die heil. Sakramente zu empfangen. Weffektak. (Sterbefälle im Mai und Juni.) Am 3. Mai Pauline Stalzer in Untersteinwand 10, 12 Jahre alt; am 23. Mai Josef Hiris in Unterbuchberg 9, 28 I.; am 1. Juni Alex Michüsch in Büchel 40, 9 I.; am 14. Juni Josef Lofchke in 'Mitterbuchberg 9, 24 I.; am 16. Juni Andreas Sterbenz in Nesseltal 25, 69 Jahre alt. Die Todesursachen waren durchwegs Lungentuberkulose und Magenkrebs. — (Spende.) Die Kaufmannswitwe Frau Therese Wüchse in St. Pölten hat der hiesigen Volksschule 50 K mit der Bestimmung gewidmet, daß dieselben am 21. Juni als am Namenstage ihres verstorbenen Gatten Alois Wüchse an bie ärmsten Schulkinder zu verteilen sind. Besten Dank und Vergelt's Gott! — (Kriegsanleihezeichnung.) Sonntag, den 23. Juni, hielt hier Herr Professor Wilhelm Heine aus Gottschee nach dem Vorniittagsgottesbienste einen kurzen, lehrreichen Bmlrag über die 8. Kriegsanleihe. Bisher haben die Pfarrinfafsen 102.000 K, bie Raiffeisenkasse auf eigene Rechnung 20.000 K gezeichnet. Leute, zeichnet Kriegsanleihe, denn sie ist so sicher wie Grund unb Boden, ja in mancher Hinsicht noch sicherer. Bekanntlich hat Deutschland seine 8. Kriegsanleihe mit einem Ergebnis von 14 Va Milliarden abgeschlossen. Die Deutschen wissen, was sie tun. Möchte man bei uns in Österreich nicht bloß die Deutschen loben, sondern endlich einmal anfangen, ihnen auch nachzuahmen! Untersteinwand. (Schneefall.) Heute, den 23. Juni, hat es in unserem 938 m hohen Gebirgsdörschen durch 2 Stunden ununterbrochen geschneit. Nebstbem herrschte eine grimmige Kälte. Um bie Sonnenwenbe Schnee unb Kälte — ist ein Ereignis, das seit Menschengedenken hierzulande noch nicht zu verzeichnen war. MitterBuiperg. (Krieger-Nachruf.) Zum erstenniale standen wir am 16. Juni l. I. am Grabe eines unserer Helben, ber seine letzte Ruhestätte in ber heimatlichen Erde gefunden hat. Mitten in den schönsten Jünglingsjahren, erst 24 Jahre alt, starb am 14. Juni der Infanterist des IR 17, Josef Lofchke, nachdem er zwei Wochen zuvor im Dorfkirchlein die hl. Sakramente empfangen hatte. Wenn unser Held auch nicht direkt auf dem Felde der Ehre fiel, sondern dem Würgengel der Lungentuberkulose in der Heimat erlog, so gab er dennoch sein junges Leben für Gott, Kaiser und Vaterland hin. Vom November 1914 bis Juli 1915 kämpfte Lofchke in Galizien, woselbst er beim Überschwimmen eines Flusses sich eine Verkühlung zuzog, bie ben Grunb zu feinem ßmigenletben legte. Er nahm dann an den Kämpfen in Südtirol und am Jsonzo teil, wurde im Juni 1917 durch einen Kopfschuß schwer verwundet — ein Granatsplitter schlug ihm überbies noch einen Zahn aus — kam bann in ein Militärspital nach Innsbruck und schließlich nach Lebring in eine Lungenheilanstatt. Von bort würbe er auf ein halbes Jahr superarbitriert unb in seine Heimat entlassen. In seinem Vaterhause erlag der junge Held nach mehrmonatigem Krankenlager dem heimtükischen Leiden. — So ruh’ denn aus, du braver Solbat, von allen Mühen bieses Lebens, ruhe sanft im stillen Grab auf heimatlicher Erbe, bis einst ber Tag erscheint, an dem bu auferstehen wirst zu neuem, ewigem Leben! Bei einmaliger Einschaltung kostet die viergespaltene Xleinbrutfzeile oder ften Raum *0 Heller, bei mehrmaliger Einschaltung 8 Heller. Bei Einschaltungen durch ein halbes )ahr wird eine zehnprozer tige, bei solchen durch das ganze Jahr eine zwanzigprozentige Ermäßigung gewährt. Anzeigen. Die Anzeigengebühr ist bei einmaliger Einschaltung gleich bei Bestellung, bei mehrmaliger vor der zweiten Einschaltung zu erlegen. — Es wird Höflichst ersucht, bei Beste!» lungen von den in unserem Blatte angezeigten Firmen sich stet» auf den „Gottscheer Boten" zu beziehen. Verein der Deutschen a. ßoitscbee tn tcn. Sitz: i., Himmelpfortgasse Ar. 3 wohin alle Zuschriften zu richten sind und Landsleute ihren Beitritt anntelben können. Zusammenkunft: Jeden Donnerstag im Pereinslokale „Zum roten Igel", I., Alörechtsplatz Mr. 2. Hausverkauf. Josef Meöer, Haus- und Grundbesitzer in Göttenitz Nr. 54, wünscht sein zweiles Haus aus Nr. 51, bestehend aus zwei Wohnzimmern mit neuen Türen und Fenstern, samt Scheuer zu verkaufen. Preis nach Vereinbarung. ZU verkaufen ist das halbaufgeführte Haus Nr. 280 in Gottschee (an der Nesseltaler Straße). Auskünfte erteilt Iierdrnand Slakzer in Kummerdorf. Zwei Schafe weif, das größere mit einem Glöckchen, haben sich verlaufen. Demjenigen, jer über den Aufenthalt der beiden Schafe Auskunft geben kann oder sie zustande bringt, wird eine angemessene Belohnung ausbezahlt. Josefa Uerz, Tiefenreuter Nr. 16. gemischt, jeder Art, Schweinshaare, Ochsen- und Pferde-Schweifhaare, Felle von Wild jeder Art, kaufen zu besten Preisen W. HhorineK und Ko. tu tzilli. Badern Sparkasse der Stadt (BottIchtt Ausweis f. b. Monat Mai 1918. Anlagen: Stand Ende April 1918 Eingelegt von 355 Parteien Behoben von 164 Parteien Stand Ende Zitat 1918 . . Allgem. Reservefond Stand Ende 1917 Kqpothekar-Zarlehen: zugezählt . . rückgezahlt . . Stand Ende Zitat 1918 Wechsel-Darlehen: Stand Ende Zitat 1918 K 9,729.938-37 „ 300.920-42 „ 162.573:09 „ 9,868.275-70 „ 638.666-86 7000"— „ 28.319-70 „ 3,570.037-95 „ 61.710-— .fällige Zinsenscheine der österr. Kriegsanleihen werden als Sarzahtung angenommen. Zinsfuß: für Anlagen 4 Vt0/g ohne Abzug der Rentensteuer, für Hypotheken im Bezirke Gottschee 5Vs °/o, für Hypotheken in anderen Bezirken 53/4%, für Wechsel 67» %. Hottschee, am 30. Zitat 1918. Die Direktion. Schöne Sanenziege ist zu verkaufen in Obrem (Brunnwirt) Nr. 31. Die Gastwirtschaft des Franz Schleimer in Gottschee Nr. 81 hat ihre Einkehrstallung welche vom Militär geräumt wurde, gründlich desinfisziert, die Pferdestände mit Holzboden versehen und durch andere Neueinrichtungen komfortabel ausgestattet, so daß dieselbe für die Einstallung von Pferden wieder allgemein benützt werden kann, worauf hiemit höflichst aufmerksam gemacht wird. t Port unsagbarem lPeh tief erschüttert geben wir allen Perwandten, Freunden und teilnehmenden Bekannten Nachricht, daß unser Sohn, bezw. unser teuerster unvergeßlicher Bruder Josef Jonke Eanflcrbürgmcbullebrcr, Einj.-Treiw.-Korporal einer K. R. Sediitren Negimernr. nach dreijähriger treuester Pflichterfüllung Montag den \7. Juni I. I. an der Südwestfront im Alter von 29 Jahren den cheldentod erlitten hat. Die heil. Seelenmesse wird Montag den 8. Juli um 7 Uhr früh in der Lsaupt- und Stadt-pfarrkirche in lfartberg gelesen. Kartöerg, am \. Juli 1918. Die tkeftrauernde Familie Jonke. Kartöerger Auföahrungs- und Westattnngsanstalt Ifranz Kieger. A + - Tief erschüttert geben wir allen Verwandten, Freunden und Bekannten die betrübende Nachricht, daß unser innigstgeliebter Gatte, Vater, Schwager und Onkel, Herr Johann pdijon K. K. Kanzket-Höeroffizial heute um 2 Uhr nachts nach kurzem, qualvollem Leiden, versehen mit den Tröstungen der hetl. Religion, im 53. Lebensjahre selig im Herrn entschlafen ist. Das Leichenbegängnis des teuren Verblichenen findet Mittwoch den 29. Juni um 4 Uhr nachmittags vom Sterbehause, Berggasse Nr. 61, aus auf den hiesigen Friedhof statt. Die heil. Seelenmesse wird am 27. Juni um halb 7 Uhr morgens in der Stadtpfarrkirche gelesen werden. Gottschee, am 25. Juni 1918. Katharina Wekizon, Gattin, tinttbo, Kino, Iosef, Hina, Kinder. Danksagung. Für die überaus zahlreichen Beweise warmer Anteilnahme an dem tieftraurigen Verluste, der uns betroffen, und für die zahlreiche Beteiligung am Leichenbegängnisse danken wir allen, insbesondere aber der geehrten Beamtenschaft, auf das herzlichste. Zsamilie Bettzon. Eichen- u. Kastanien- von 1 Meter Länge und 10 Zentimeter Stärke aufwärts wird jede Menge gekauft. 1000 K pro Waggon ab Waggon und beliebiger Bahnstation. Anton KajfeL, Sägewerksbesitzer in Gottschee. Reichhaltiges Lager der besten und billigsten Tabrrädcr und Nähmaschinen für Familie und Gewerbe. Schreibmaschinen. Langjährige Garantie. ISilP Mann lax $f Sohn « Laibach Wienmtrassc Hr. 15. Der k. k. Herr. Militär-Witwen- und Waijenfond Versicherungsabteilung Landesstelle Laiöach, Ivančevo naöreLje 1 nimmt auf Grund der Vereinbarungen mit der k. k. priv. Lebensversicherungs« gesellschaft österr. Phönix in Wien Merjlcherungen auf die 8. Kriegsanleihe unter den günstigsten Bedingungen entgegen. 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