45292 portiere, iJhiirftcbcr unb £f>ortsmd!)ter auf 6 er P. f. fübltcf)en ©taat§=@ifen&a&n» 3 u ft r u c t i o it für ®I)ür|id)t’r unb €\)Ovm\d)Uv auf ber l t. fuMtducn (Staatd:@tf bent SSerfe^re ber 3iige »erfcfieben, unb jte mirb jebem Snbiotbuum burd) beit tedfnifdjen Beamten befannt gemacht. 3 ) er üDienft tft ftetö in ber öorgefdjriebenen Stenftfiet^ buitg 31t »errieten. §. 4 . 2) ie Sortiere faben tägfidf frufj ben ©ttgang in bte ©tationögebäube 31t öffnen unb 9 (benbö forgfättig 31t fdflie* feit 5 baö (Eröffnen tn ber griffe muf mentgftenö eine ©tunbe »or ber jur Sibfafrt beö erften fßerfottenäugeö be* ftimmten 3 e >t unb baö ®erfci)Itefen am Stbenbe barf erft nad) bem ©ntreffen beö ieften 3«3 e ö, unb nacfbent alle Sietfenbeit ben Safnfof oeriaffen faben, gefctjefjen. 2>aö ©öffnen ber3ugänge in bie SÖartefäle muß ebeiu fallö menigftenö eine ©tunbe »or ber Slbfafrt beö erften 3ugeö gefcfefett, unb biefe bürfett erft nad) ber 9 ibfaf>rtbeö leften 3 ugeö mtcber gefd)loffen merben. Siuf folcfen @ta= tionen jebod), mit meldfen fßofioerbtnbungen beftefett, ftnb bte SSSartefdle mit Siiidjidit auf bte Slnfunft ber ^Softpaffa- giere aud) nod) früfer 31t öffnen. §. 5 . 3 ) te fordere unb Sfurftefer fjaben ftd) mit ben £>ert* lief feiten unb fBerfjältniffen beö Sfufnaf mögebäubeö, nttt ber £ 5 rbnmig bet ber gafrfarten^Stuögabe unb ©efädöauf» napme, fo Wie mit bem feftgefepten QSetfe^re ber 3«8e gehörig befamtt ju machen, um Sebermann über gepeilte fragen grünbltcpe Sluöfunft geben ju fönnen, ober bortptit aitju weifen, wo über ©egenftänbe, bie innert nicpt befannt ftnb, $luöfunft eingepolt werben fann. Sie paben bar* über ju wadpen, bap bei einem Slitbrange »on fffeifenben bei ben Waffen unb in ben ©erfammlungSräumen feine Unorbnung entftepe, unb paben Snbioibuen, welche pieju offenbaren Slnlap geben, mit möglicher Sdfonung 3 ur £>rbnung ju »erwetfen. Sie paben burcp ftete Slufnterf* famfeit ju «erpinbetn, bap fßerfonen ftdp einftnbeit, bie nicpt bie Slbftcpt paben, bie ©apn flu benüpen, fouberit »ielmepr unb inöbefonbere bei gropem ?inbrange, eine ©elcgenpeit fudpen, unreblidpe -fpanbluitgen ju üerübeit. §. 6 . 3>ie fßortiere unb Spfirfteper paben bariiber ju wa* ct>en, bap auper bem fperfonale ber ©apnanftalt 9fie* manb auf ben ©apnpof gelaffen werbe, ber nitipt mit einem richtigen gaprbillet ober mit einer (Sintrittöfarte »erfe* pen ift. Sie pabeit ftdp täglicp früp bei ber ßröffnuitg ber Äaffe an ben (Srpebit3=©eamten ju Wenbett, welbper ip* nen baS für biefen Sag auf bie gaprfarten ju brücfenbe Äontrofljeicpen befannt geben wirb. Sie paben ftdp fonacp oon ben, ben (Stntriti in bie SBartefäfe ober ben Slugtritt auf ben ©apnpof oerfan* genbett ^erfonen bie gaprfarten ober Csintrittöfarten »orjei* gen ju laffen, um bei erfteren ju unterfucpen, ob baö Äontrolljeicpen, fo wie Sag unb Stunbe ber gaprt in 6 £)tbnung feien, unb wenn bief ber galt ift, ben (Cou¬ pon abpreifen unb ben Antritt in bte SBartelofalitäten ober ben SluStritt auf ben 93a^n£>of p gefiatten. Sie ©ntrittöfarten ftnc, wenn fte nidf)t für län* gere3 e ü gültig ftnb, abpnefmten, einpretfen, unb an ' baöT £aupterpebtt abjufiifjren* Sie |aben ftcf mit jenen öeftimmungen genau be* fannt p madfen, welche oorfdfreiben, waö für Saiten Pon ben Cßaffagieren unter eigener Sfufftdjt mit in ben Sßagen genommen werben bürfen, fo wie mit jenen, Welche bte SDiitnafme oon Äinbern unb .fpuiiben geftatten ober »erbieten, unb fte faben, wenn fte bemerfen, bafj in btefen 33ejie|ungen gegen bte beflefenbe Sorfcfrift ge* lanbelt würbe, bie Parteien aufpforbern, ftcft nadj ben SSorfdjriften p benehmen. jfjerfonen otjne, ober mit bereits oerfattenen, ober mit falfdjen Sintrittöfarten, ftnb auftanbig prüdpwetfen, beim S3orfommen falfcfer gafrfartett aber ift fogletd) ber Snfaber p bem (Srpebitöbeamten p führen, weicher bas Sßeitere »erfügen wirb. §. 7 . Sie portiere unbSfjürftefjer E;abett barüber p wadfen, baf baö Sabatraudjen an £>rten, wo eS nicft geftattet ift, unterlaffen werbe, unb fte laben betrunfene, ober ftd) fonft unanftänbig betragenbe fßerfonen, wo möglidj unb offne Siuffefjen p befettigen; eben fo fabett fte barüber p wadjen, baf an bem (Sigentfpme ber 23afn=2lnftalt SltdjtS befdjäbiget werbe» können fte berlei IBorfommenfjetten nidjt oerl;inbern, fo faben fte hierüber bem tedjtnfdjen 7 Beamten ungefäumt bie Sinnige ju matten, welker fonacf bag SBettere »erfugett wirb* §. 8 . Seim erften ©focfenactd^cn, ba, wo bereit mehrere gegeben werben,— ober auf bag 3et(hen ber Slnfunft eineg 3ugeö auf 3totfchenftationen, ftnb bie Sluggänge auf ben Bahnhof ju öffnen, unb beim Slugtritte ben iReifenben bte Safjrfarten naef) Borfcfjrift ju rembiren unb ju marfireit, tcenn bieg nic^t fdfon »or bem Eintritte in bieSßartelofali* täten gefdfelfen träte. Um biefe 3«t barf ohne Bewilligung ber technifdjen Beamten Sliemanb auf ben Bahnffof gelaffen werben. §. 9. 2)ie portiere unb S^ürfte^er haben bte Reinhaltung ber SBartefäle unb ihrer ©nrtc^tung, ber Borräume, (Stie¬ gen, ©änge, bann ber Slborte ju überwachen unb bafür ju forgen, baf bie Säle, Stiegen, ©änge, Borräume unb Äaffelofalitäten jur gehörigen 3eü beleuchtet unb bie Säle unb .Raffe jimmet in ber SBinteröjeit gehörig befjeifjt werben. Sie haben in ber 3wif(henjeit, wo feine 3üge abgehen, bie Säte ju lüften, unb barauf ju fehen, baf bie Beleuchtunggaftlparate in £)rbnung ftnb. Sluch obliegt ihnen, bafür ju forgen, baf alle ben Bahnbetrieb betreffenben äbunbrnaefungen gehörigen £)rtg angeheftet unb baoon 9Ud)M befdhäbiget werbe ober ab* hanben fomme, unb baf in unoermeiblichen gälfen be* fchäbigte ober abhanben gefommene Äunbmachungett er* fefct werben. 8 §. 10 . Stile ©egetifiünbe, Welche oott ben Stetfenben bet bett Waffen ober in ben SBartefäten ober tBorräumen »ergeffett werben, muffen fogteich nad) Statt gehabtem Sluffittben unter Stngabe beö £>rteö, Wo fte gefnnben Würben, bcm betreffenben (Sr^ebit0=S3eamten jur SSerwa^rung übergeben Werben. §. ll. S3ei Stnfunft ber 3«ge haben bie portiere uttb %f)üv* fiefjer batauf jn fetten, baf bie Sieifenben nicht ohne 9?oth aufbem S3al)nf>ofe oerweiten, fonbern benfelben fogteich ober fobatb ihnen ihr ®epäcf auögefolgt ift, auf bem oor* gefchriebenen Sßege oertaffen. §. 12 . Sßerben ben portieren @d)ti'iffel ju ben Sofatitaten beö ©ebäubeö jur Stufbewahrung übergeben, fo haben fte biefe wot)t ju oerwahren unb biefctben nur benjentgen tßer* fotten, oon benen fte ihnen übergeben würben, ober ben* jenigen, welche biefetben JU SDienftedjWecfen nothig haben, auöjufotgen. SBerben ihnen ^often aufgegeben, fo haben fte fetbe fjünfttich ju gehöriger 3eii unb gehörigen £>rtö auösuricb* ten; fte bt’irfen jeboct) ohne SSorWiffen beö technifchen S3e* amten feine fotchen annehnten, beren Seforgung eine Un* terbrechung ber ihnen äugewtefenen 3lufftd)t nöthtg macht, 3Bät)renb ber 9fad)t muffen fte, wenn Sintajj gefor¬ dert Wirb, jebeßmat baö ^auöthor öffnen. 2>er (ginlaf? barf jedoch nur bcnfenigen geftattet 9 werben, Welche am Vahnßofe wogten, ober welche zu irgenb einer Verridjtung im 2)ienfte jn außergewöhnlicher 3eit erfdjeinen müffen. Unbefannten Ifierfonen ift ber Eintritt nur bann ju geftatten, wenn fte ben 3*wcf ober bie 93eranlaffmtg ßieju angeben, unb btefe (Srflärung bem portier alö genügen» erfcheint; in biefem galle hat ber portier bie fremben fßerfoncit bis bahin ju begleiten, wo fte weiteren (Sinlaß fudjen unb ftrtben; im entgegengefeßten galle wäre ber llnbefannte wieber aus bem «fpaufe zu keifen. 2)er portier hat ftd) »or ber 3h or fP em täglich jn überzeugen, baß bie Nachtwächter auf ihren Voften ftnb. §. 13 . 2)ie 2h 0ri *)äd)ter haben wäßrenb ber ganzen 3«it, in welcher in ben SNagajmen manbpulirt wirb, unb 3üge abgehen ober anfommeit, auf Ißren fßoften ju fein unb muffen, felbft wenn eS nicht nöthig ift, bie 3u- ober Slbfahrtöthore offen ju erhalten, ßetö fogteich bei ber ^mnb fein, um biefelben erforberlichen gatld zu öffnen. 3n Sejug auf ben Gsinlaß oon *ßerfotien wirb ju be* obadften fein, baß burcß biefe £fw re nur foidfe ^erfonen paffiren, bie gußrwerfe ober überhaupt aufjugebenbe ober abjuholenbe Sachen begleiten , ober fonft ein ©efdjäft in ben Nfagajinen ju »errichten hoben; bie 2h orW öd;ter haben ftch baßer zu überzeugen, ob biejentgen, bie unter Berufung auf eine Verrichtung in ben Nfagazinen ober fonftigen Slmtdlofalitäten ben ßetnlaß forbertt, ftd) auch Wirflicß bahin »crfiigen, wohin fte ju gehen angaben, Wibrigenö biefelben juriicfjuweifeu wären. 10 9lad) SIMauf bet 3eit, Wäfjrenb tt>elcf;ec bie £f)ore offen gehalten werben muffen, ift bet ftdjerc Sßerfdjiufj berfelben burd) bad Sd;(ojj ju bewirten. SBtrb ben Sfjortnäc^tern aud) bie Sroffitung bet 23jore jur 9?ac^tjeit jur fßflidft gemad)t, fo fyaben fte ftd; Riebet ttad) bet im §. 12. gegebenen SSorfdjrift ju benehmen. §. 14. Sowofjl bie portiere aid bie 2d)orwäd)ter Ijaben bie 93erbflid)tung, ju oerljinbcrn, bafj 23erfc()Iebpuitgen bed ßigentfyumed bet SSafjnanfialt ober fremben (Sjgentfmmed Statt ftnbenj fte ftttb baf)er gehalten, bie 33af)nl;ofdarbei- ter, weldfe ftcf> oon benSJtanrputationdräumenunb aud bern 33af)nf)ofe entfernen unb etwad bei jtd) tragen, ju untere fucf^en, unb Wenn fte bei biefen ©egenftänbe ftnben, weldfe fte für entwenbet ijaiten, jum ted)nifd)ett Beamten ju f üfy ren, toefctjer fonadj bie weitere Unterfudfung tiornimmt. 2)fefe QSorft(f)t ift aud) anjuwenbett, wenn frembe €|3erfonett einen gegrünbeten 23erbad)t erregen) bei beten Sfnljaitung ift jebod) mitbergröftenSefonnenfieitunb unter 23eobad)tuitg bed größten Sfnftanbed unb mit QSermeibung jebed 9(uffef)eitd twrjugefjen. Sßienam 3 0. ÜRooember 184 5. 51 n b a it fl. I. 9 fame ©etmrtöort ©dmrtöjaljr 2Bol)nort II. ©ebienffung DI. £tenftfletbung IV. Sö^nung