Nr. 213. Dienstag, 17. September 1912. 131. Jahrgang. Mb acher Zeitung pränlnnrrationsprri«: Mit Pustucrseiibung: aanzjnhlig 30k, lmlbjälnin ibll, I„i Nvulor: «lliizjähril, 22 ü, halbjährig 11 l<. ssür dir Zustellung ine Haus gauMiiiss 8 ü, — Inllrlivnvgrbiillr: ssiir lleine Inserate bis zu 4 Zeilen 50 k. größere per Zeile 12 l,; bci iifteren Wiederliolungen per Zei,e 8 l,. Die «Laibacker Zc!!„„l!» erschriiis «ägüc!,, mil Ä>it„alMe der Sulüi- m,d sseierwsse, Die AdniinMralion befinde! sick Millröi^strafte N>, ü<>: die Nrdalllion Millvöi>'s!rasie Nr,'^0, Lpi^clisNiüdeü dev Ncdal!i^'» ftim « bis lU Uhr Ulirmittasss, Unsranlierte Ärie!e werden nicht anssrnommen, Mannslrivle nicht,^>rlicta.rslellt. 3el«ph«n»Nr. >«r Redaltio« 52. Amtlicher Heil. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben die nachstehenden Allerhöchsten Handschreiben zu erlassen geruht: Lieber Graf Verchtold! Ich habe die vom ungarischen Reichstag ans Grnnd des XII. Gesetzartikels vonl Jahre 1867 zur Behandlung der qenieinsainen Angelegenheiten für das Jahr 1912 zn entsendende Delegation mit Meinem in Abschrift beiliegenden Handschreiben auf den 23. Septtm» ber lausenden Jahres nach Wien einzuberufen befunden und beauftrage Sie, wegen Einbringuug der belref° senden Vorlagen das Erforderliche zu veranlassen. Wien, am 14. September 1912. Franz Joseph m. p. Verchtold m. p. Lieber Dr. von Lukücs! Ich finde Mich bestimmt, die, vom ungarischen Reichstage auf Gruud des XII. Gesetzarlikels vom Jahre 1867 zur Behandlung der gemeinsamen Angelegenheiten für das Iohr 1912 zu entsendende Dele» Mion auf den 23. September lanfcnden Jahres nach Nien zur Anfnahme der ihrem Wirkungskreise gesetzlich vorbehalleuen Tätigkeit einzuberufen. Indem Ich gleichzeitig Meine Ministerien für gemeinsame Angelegenheiten zur Einbringung der vcr. fassungsmäßigen Vorlagen anweise, beauftrage Ich Sie, Wegen Enlsendnng der Delegation des ungarischen Reichstagen lind wegen Einberufung der Delegations-Mitglieder das Erforderliche zu veranlassen. Wien, am 14. September 1912. Franz Joseph m. v. Lukäcs in. p. Seine l. und k. Apostolische Majestät haben nachstehendes Allerhöchstes Handschreiben allergnädigst zn erlassen geruht: Lieber Freiherr von H ein old! Während der Krankheit Meines Ministerpräsidenten halnn Sie denselben in Meinem Auftrage troh vielfacher Inanspruchnahme durch die Aufgaben Ihres son- stigen Wirkungskreises während längerer Zeit mit un-ermüdlichem Eifer nnd in erfolgreicher Weife vertreten. Gerne nehme ich den Zeitpunkt, in dem diese Geschäftsführung zum Abschlüsse gelangt, lvahr, um Ihnen für die wertvollen Dienste, die Sie hiebet Mir und dem Staate linier schwierigen Verhältnissen geleistet haben, Meinen Dank und Meine vollste Allerkennung auszu-sprechcn. Wien, am l4. September >912. Franz Joseph ,». i>. Stürglh ni. >,. Seine s. und k. Apostolische Majestät habeu niil Allerhöchster Entschließung vom 13. September d. I. deul Pllblizislen kaiserlichen Rate Emanuel Singer in Wieil den Adelstand mit Nachsicht der Taxe allcrgnä» digsl zu verleihen geruht. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 22. Angnst d. I. dem provisorischen Lehrer der Volksschule iu Waitsch Paul Kunaver anläßlich der von ihm nntcr Gefährdung des eigenen Lebens bewirkten Nettnng von siebeil Menschen ans der Todesgefahr das Silbcrue Verdieuslkreuz mit der Kroilc allergnädigst zn verleihen gernht. Den 14. September 1913 wurde i„ der hl)f° und Staats» dcuclerei dus I^XXVI, Stiick des Neichsgeschlilattes iu deutscher Ausgabe ausges>ebe» uud verieudet. Den 14. September 1^12 wurde iu der Hof- und Staats-drnckerci das XI.IX. Stück der italienischen,' das I.IV. Stück der ruthenijchen. das 1.IX. Stück der polnischen, das I.XI. Stnck der polnischen nnd nithenifchen, das I.XV. Stück der kroatischen und ruthenischcn und das I^XVI. Stück der ruthenischen Ausgabe des NeichsgesclMattes des Jahrganges 1912 ausf,es>eben und versendet. Nach dem Amtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 14. September 15112 (Nr. 211) wnrde die Weiteruerbreitnna. folgender Preß >rzeua.nissc verboten: Nr. 17 «'I'älwrlzl^ Icraj» vom li. September 1912. Beilage der Nr. 206 «XX. v,'>lc. vom 8, September l<,112. Nr. 106 «Anssig-Mrbitzer Volszeitung» vom !1. September 1912, Nr. 101 «Ulli» lillu» vom 7. September 1912. Nr. 18 «Loeilln» vom !b. September 1912. Nichtamtlicher Geil. Die Lage iu Albanien. Eines der wichtigsten Mitglieder des türkischen Kabinetts hat sich zum Konstantinopler Berichterstatter der „Pol. Korr." in folgender Weise geäußert: llber die Lage iu Albanieu bestehen in der öffentlichen Meinnng Enropas falsche Ansichten, die zu ungün» sligeil Urleilell über den gesamten inneren Znstand der Türkei führen. Es ist sehr beklagenswert, daß »milche Preßorgane der Partei „Einheit nnd fortschritt" ledig» lich aus Feindseligkeit gegen das jehige Kabinett zur Verbreitung solcher Meinungen erheblich beitragen, indem sie die Vorgänge in Albanien in den schwärze» sten Farben malen, als ob dort geradezu anarchische Ver° wirruug herrschte. Ich erkläre mit aller Bestimmtheit, daß diese Darstellungen der Wahrheit widersprechen. Die (Gewalttaten, die jetzt in Albanien vorkommen, sind nichts anderes als räuberische Umtriebe, wie sie in diesen legenden leider nichts Ungewöhnliches sind. Zu den phalllastischeslen der ausgesprengten Vehauptungeu gehört das Gerücht, daß Isa Boljetinae in Mitrovica gleichsam einen eigenen kleinen Staat geschaffen habe. Eine Legende, durch die bedauerlicherweise auch ernste .Kreise irregeführt wnrdeu, ist die Ankündigung, daß die Albanier cnlschlossen seien, neuerlich,die Fahne des Ans-rnhrs anfznpflanzen, falls nach dem Ablauf des Bai ram nicht sämtliche versprochenen Reformen durchgeführt sein sollten. Es wird damit den Albaniern die sinnlose Forderung zugemutet, daß öffentliche Einrichtungen, deren Verwirklichung eine gewisse, hie nnd da sogar eine längere Znt beansprucht und die zum Teil der staatlichen Budgetgebaruug größere Lasten anfbürden und der parlamentarischen Genehmigung bedürfen, innerhalb weniger Tage ins Werk geseht werden sollen. Für alle diese von selbst einleuchtenden Voraussehungen haben die Albaner, in erster Neihe ihre Führer, genü« gendes Verstäuduis. Die Regierung wird nicht versau» men, alle zugesagten neuen Einrichtnugen und Verbesse» rungen, die keine dcrarlige Vorbereitung erheischen, mit Neschlenuignng dnrchzusühren. Der Minister wie» Verholte Znm Schlüsse die Erklärung, daß die Regierung keinen Grund hat) die Wiederkehr eiuer gefährlichen Gärnng in Albanien zu besorgen. Feutlleton. Der neue Chef. Skizze von Zoyctnnc^. Owald. (Schluß.) Zweimal hatte er nach ihrer baldigen Abreise Briefe au sie gerichtet — beide indes in versiegeltem Kuvert Zerrissen zurückerhalteu. Nach einigcu Wochen lvar dann eine Ansichtskarte, an ihn gelangt mit den Worten: „Bitte, nicht mehr schreiben! Ihre A." Trohig hatte er weitere Lebenszeichen unterlassen nnd anch seine Schrift-stellertränme eingesargt. Nnn wnrde die Erinnerung wieder lebendig in ihm, nnd das gar, als er am 30. September seinem neueu Wirlungsziele entgegendampfte. Wie würde er sie wiederfinden? An seine Stelluug dachte er wenig, nnd erst die Anfahrt des Znges iu Nenenbnrg rief ihn iu die Wirk-uchkeil znrück. Eine eigene Schen indes hielt ihn ab, Nch abends im Hotel nach ihr zu erkundigen. Wenn der Tüchtige seiner Sache gewiß ist, emvsin- ^t er keine Beuuruhigung. To er sich erst gegen 1l Uhr "Us dem Bureau melden sollte, bummelte 'u!" Damit überreichte er dem allen Buchhalter seiue Karte. Der lächelte sein nnd bat einstweilen, im Nebenzimmer Platz zn nehmen. Tann verschwand er. Zehn Minnlen Wartezeit gaben ihm reichlich Gelegenheit, die solide Einrichlling des Privatkontors seines neuen Chefs Zu musteru. Alles gediegeu: hoffentlich würde die Stellung ähnlich sein. Dann erschien der alle Expedient wieder mit einem Mädchen. „Sie möchten, bitte, in die Wohnung kommen!" Über den Hof mit einem reizenden kleinen Garten ging's. Da — unwillkürlich legte er die Hand über die Augen. Tänschte er sich oder war's Wirklichkeit? Am Treppengeländer im Wohnhauso stand „sie", an die er während der ganzeil Fahrt gedacht. Licht nnd schön, ill anmutiger Lieblichkeit, nur elwas voller dünkte ihu die Gestalt in dem eleganten Hauskleid geworden. „Auua? Du — Sie hier?" stieß er, ohne Rücksicht auf das hinter der Tür verschwindeude Mädchen, herans. „Ich bin's, Herr Römer, Sie irreil sich nicht!" Ohne Verlegenheit streckte sie ihm die Hand hin nud schelmisch fügte sie liinzn: „Noch immer Junggeselle, meiu berühmter Herr Schriftsteller?" Ganz belänbt hörte er zu, dann quittierte er ihre Frage mit den Worten: ' „Ich habe es nur bis zn,n Neuenbnrger Redakteur bringen können," nnd als sie lächelnd mit dein Finger drohte: „Nur?", klang's wie ein leises Geständnis wei« ter: „Mir nahm der Sommc-r jenes Jahres den Slaub von den Flügeln. Heule bin ich hier. mich vorzustellen." „Tann gnt Glück! Soll ein strenger Ehes sein. Sehen Sie sich "or!" Noch einmal drückte sie ihm die Hand, weich und herzlich, daß es ihu warm durchrieselte. Dann trat sie iu eiile links abführende Tür. Einige Augenblicke holte er tief Atem, dann öffnete sich ihm auf seiu Klingelzeichen der rechtsliegende Salon des Ehefs. Hier mnßte er sich gewaltsam znsammennehmen. Jeden Augenblick konnte der ncue Gebieter erscheinen. Doch hatte dieser ec> gar nicht so eilig, wie es schien. Unmutig uud voll innerer Ungeduld wollte er sich nach zehn Minuten erheben, als abermals ein Mädchen erschien nnd ihm bedenlele, seinen Kontrakt im Privat-tonlur iu Empsaug zu nehmen. „Sollderbares Haus!" dachte er, „>vv mau vou Pontius zu Pilatns geschickt wird." Er verfügte sich ab^, wohin man ihu haben wollte. Wenige Minuten spmer hielt er dort ein Kanzlei, kuvert in Händen. Neugierig entfaltete cr deu darin befindlichen'Bogen, auf dem — iu ihm nur zn wohl° bekannten Zügen! — geschriebeil stand: „Engagiert ans Lebenszeit!" „Einverstanden?" klang es da schelmisch von der Portiere znr Hoftür her, hinter der M eine liebe Gestalt mit in Rosengllit getauchtem Gesichtchen hervortrat. „Gefällt Ihnen der nene Ehes?" Ob er ihm gefiel! , Zwei Monate später hatten Vnchdrnckerei und Ver» lag des „Nenenbnrger Anzeigers", die der chemalige Besitzer seiner jungen Witwe hinterlassen halte, einen nenen, überans glücklichen und tatkräftigen Ehef. Lawacher Zeiwng Nr. 213. 2036 17. September 1912. Politische Uebersicht. Laibach, 16. September. Ministerpräsident Graf Stürgkh, der nun wiederhergestellt ist, hat auf Grund A. h. Ermächliguug am 14. d. M. seine Amtsgeschäfte in vollem Umfange wieder aufgenommen. Da mit A. h. Handschreiben die Delegation des ungarischen Reichstages für den 23. d. M. einberufen ist, wird auch die Delegation des Neichsrates ihre Ver> handlungeil anfnehmen. Wie das k. k. Tel.-Korr.»Bureau erfährt, beabsichtigt Präsident Dobcrnig eine Plcnar-sitzung der reichsrätlichen Delegation bchnfs Vornahme der ersordcilich gelvordenen Aiisschuß».>ahleli einznberu-sen, iuorauf die Ausschußtätigkeit beginnen wird. Dr. Benedetto Cirmeni entwickelt in einer an die „Nene Freie Presse" gerichteten Zuschrift aus Fiuggi, wo fich derzeit der italienische Miuislerpräsident Gio-liiti nud Marchese di San Giuliano befinden, seine Ausichleu über die Frageu, die lxim Besuche des Grafeu Nerchtold in San Nossore zur Besprechung kommen ioerden. Graf Bcrchtold werde sicherlich erschöpfende Ausllärungen über seine Initiative geben. Wenn der Friede geschlossen wird, ehe Graf Berchtuld in Italien eintrifft, so wird die Begegnung eine außerordent-liche diplomatische Wichtigkeit erhalten, da dann Italien in die Prüsuug der internationalen Probleme eingehen kann, die mit der Erneuerung des Dreibundes zusammenhängen. Die Konzentrierung der französischen Flotte im Mittclmeere errege in Italien keine Überraschung. Als Marchese di San Giuliano 1910 in der Kammer er» klärte, Italien müsse ein Interesse daran haben, daß Österreich-Ungarn stark znr See sei, wie Österreich-Ungarn daran interessiert wäre, daß auch Italien eine starke Flotte besitze, habe er ein prophetisches Wort gc> sprochen. Diese Erklärung schließe ein Marineprogramm in sich, das sich Italien lind Österreich-Ungarn zu eigen machen müssen nnd das darin besteht, daß diese beiden Staaten, anstatt für den Fall eines Konflikts gegeneinander in Rüstungen zu wttteifern, sich auch in ihrem maritimen Programm vereinen, um einander gegen einen eventuellen Angriff im Miltclmeer nnd gegen den evenlnelle» Versuch der Erlangung eines Mittelnuermonupols wirksam zu verteidigen. l'lber den Selbstmord es Generals Nogi nnd seiner Gemahlin wird berichtet: General Nogi hatte sich mit einem knrzen Schwerte die Kehle durchschnitten und seine Gemahliu erdolchte sich in dem Augenblicke, als die ersten Kanonenschüsse den Aufbruch des Traucrzuges aus dem Palais ankündigten. Vorher hatten sie aus der Tafse, die ihnen der verstorbene Kaifer, deffen umflortes Bild an der Wand hing, zum Geschenke gemacht hatte, den Abschiedstrunk genommen. Als ein Bekannter Nogis das Zimmer betrat, fand er ihn noch atmend Vor. Im Zimmer wurde ein, wie cs heißt, an den Kaiser gerichteter Brief vorgefnnden. — Der Selbstmord des Generals Nogi wird von hervorragender Seite als eine herrliche Handhabung der Ergebenheit angesehen, aber, da die Nation in tiefer Trauer ist und der Kaiser sich in völliger Abgeschlossenheit hält, ist es unmöglich, dein Toten die gebräuchlichen festlicheu Ehren zu erweisen. Infolgedessen wird amtlich vom Tode des Generals Nogi leine Kenntnis genommen. Wie es heißt, hat Nogi ein Schreiben hinterlassen, in welchem er die Beweggründe seiner Tat auseinandersetzte. TllllcsitemjMclt. — sDie telegraphische Korrespondenz der Könige.) Eine holländische Zeitung will erfahren haben, daß unter allen regierenden Fürsten der Zar derjenige ist, welcher am meisten telegraphiert. Er hat jedes Jahr an 100.000 Kronen Telegrammgebühren zn zahlen; alle feine Tele-gramme, die öffentliche», uud die privatcu, sind in G^ l)eimschrift gschrieben, und der Kodex, der diejer Geheim» schrift zugruude liegt, ist außerordentlich kompliziert. Kaiser Wilhelm gibt für seine Telegramme jährlich 70.000 Kronen aus; seine Geheimschrift stellt er sich selbst znsammen und sie bleibt sich durchaus uicht im-mer gleich, sondern wechselt, je nachdem der Kaiser mit dem Reichskanzler, mit den Ministern oder mit seinen Fliigeladjntanlen korrespondiert. Tx'r König von Italien, nnser Kaiser uud der König von Griecheulaud telegraphieren verhältnismäßig wenig. Dagegen benutzten der verstorbene König Eduard von England nud die Koni» gin Alexandra den Telegraphen fast ständig. Ihre Privat, telegramme wareil Albert Eduard oder Alexandra unter, zeichnet nnd immer in englischer oder in deulscher Sprache abgefaßt. Im letzten Jahre seines Lebens hatte der König für Telegramme 54.000 .Kronen ausgcgeben. — lDie Wirtung der Ttrafarbcit.j Der kleine Fritz vermag absulul nicht' zu begreifen, daß es iu der Welt, uicht nnr Onkel lind Tanten gibt nnd daß man nicht zu allen großeil Lenten „Du" sagen darf. Auch als er in die Schule kommt, sagt er uneutwegt zu dem Lehrer „Du". Der hört sich das eine Weile lächelnd mit an, dann sucht er ihm immer energischer klar zu macheu, daß mau zum Lchrer „Sie" sagen müsse. Aber Fritz wird immer aufs ueue rückfällig. Schließlich —das erste Schuljahr ist fast zu Eude — reißt dem Lehrer die Geduld, lind er verurteilt Fritz, eine ganze Seite lang zu schreiben i „Ich darf dein Lehrer nicht ,Dn' sagen!" Fritz unterzieht sich mit Seufzen dieser Aufgabe uud malt eine ganze Seite voll mit der schönen Lehn'. Wie er grad fertig ist, kommt Vater nach Hause und steht die Arbeit. „Was," fagt cr ganz entsetzt „du sagst immer uoch zum Lehrer Du? Da schreib gleich uoch eine Seite mit dem Satz, damit du dir's endlich merkst!" Was bleibt Fritz übrig, er muß die zweite Seite auch noch schreiben. Am anderen Tage bringt er die»beiden Seiten dem Lehrer. Der steht ganz verdutzt vor Fritzcheus Rieseuleistnng. „Was, zwei Sel» ten?!" — „Iawoll", sagt Fritze stolz, „da wuuderst de dir!" — lHclen Keller kann wieder sprechen!) Mitte August tagte iu Boston der internationale Kongreß sür Ohreukranlheilen. Eine der interessantesten Denwnstro lionen fand am Ni. Angufl statt, nämlich die Vorführung von Heien Keller, die bekanntlich in früher Iugeud m° folge eiuer schweren Krankheit das Gehör, Augenlicht nnd die Sprache verloren hatte. Die erstaunliche geistige Eutwiälung der Taubsiummblinden hat überall großes Aufsehen erregt nnd ihre schriftstellerischen Arbeiten ha° ben besondere Beachtung gefunden. Wie sich nun z?igt, gewinnt sic ,die Sprache wieder. Zum allgemeinen Stan-ncn der Gelehrten der Kongreßversainmlnng fang sie deutlich die Tonleiter uud hielt eiue Ansprache in deut° scher, englischer und französischer Sprache. — lDas jüngste Opfer des Unglücksdiamanten.j Die lange Reihe der Opfer des berüchtigten blauen Dimanten ist wieder nm eiues vermehrt: Frail MeLean, die Mutter des gegenwärligeu Besitzers, ist, wk' aus Newyork berichtet wird, soeben gestorben. Die Schnld an dem Tode der Multimilliouäriu schreibt man in Newyork, wie aus den ausführlichen Berichten hervorgeht, dem blauen Diamanten zu, der erst vor kurzer Zeit für 720.000 Kronen in den Besitz der Familie übergegangen ist. Alle Mit-glieder dcr Familie MeLean erklärten, sie wollten dem Schicksal trotzen, nnd tatsächlich hat die Frau MeLean den Edelstein auch gelrageu. Jetzt hat sich nuu das Schicksal erfüllt. Frau MeLeau erkrankte ganz plötzlich an Lungenentzünduug. Sie befaud sich in Bar Harbour in Maine. Die Arzte, die sie an das Krankenbett berief, standen der Krankheit machtlos gegenüber, alxr der größte Lnngenspezialist Amerikas, so dachte man, würde helfen können. Diese Annalime war durchaus berechligt, denn, abgesehen von seiner ärztlichen Kuust, uxir Doktor Barker von der John Hopkius-Universität ein Freund ixr Familie MeLean und halte als solcher den größten Einflnß auf das seelische Empfinden der Frau McLean. Sosurt telegraphierte man an Dr. Barter. Er nxir nicht in Baltimore, wie man erivartet hatte, sondern mitten in den Bergen vou Nordkarolina. Nun telegraphierte man nach Ashville in Nordlarolina, wo er znletzt geselln wurden war, und sogleich machten sich dort Voten nach allen Richtungen auf. Am Saiustag, deu 7., um 3 Uhr morgens erreichte ihu eiuer dieser Boten 60 Kilometer von der nächsteil Eisenbahnhallestelle. Dr. Barker war sofort bereit, nach Bar Harbonr zn fahren, und nnn be° gauu eine Reise auf Leben und Tod. Es gelang ihm, ein Automobil aufzulreiben, und um 11 Uhr war er iu Ashville. Hier stand schon der telegraphisch bestellte Son-derzug bereit. Um 1 Uhr 30 Minuten Dunntag mor° geils) kam Dr. Baker in Washington an. Der Zug hatte die fahrplanmäßige Zeit für die Strecke um 20 Stnndcn unterboten. Die Reiß ging sofort Weiler. Um 1 Uhr 36 Miunten bestieg Dr. Barker eiuen ueneu wartenden Sonderzng nach Newyorl, dann snhr er mit einem Automobil vom Pennsylvaniabahnhos zum Zentralbahnhof; 6 Uhr 45 Minuten, 16 Minuten nach seiner Aukunft in Newyork, fuhr er wieder Weiler nach Mount Desert, wo er um 8 Uhr 3 Mi unten ^Sonntag abeuds) aukam. Hier lag.ein schnelles Motorboot bereit, das ihu 12 Mi° unten schmller als die Fähre es vermocht hätte, nach Bar Harbour brachte. Wieder stand ein Automobil bereit, und um 8 Uhr 30 Minuten lvar Dr. Barker bei seiner Kranken. Es schien, als habe er den Wettlauf mit dem Tode gewonnen. Fran MeLean war noch am Leben. Allein cs lvar doch zu spät. Dr. Barker tonnte nichts mehr retten, nnd Fran MeLean starb« unter seinen Händen. — (Der 5Uub der Häßlichen.) In Chicago existiert ein Verein häßlicher Fronen, der im Gegensatze zn dem dort seit Jahr nnd Tag bestehenden Echönheitsklilb go gründet wurde. Die Ziele des Vereines sind denen des Echöulieitsklubs genau entgegengesetzt. Die Statuten gehen von der Erfahrung aus, daß sich unter tausend Frauen wenigstens 750 nichts weniger als schöne be« fänden, bei denen die Häßlichleil jedem Korrektiv durch Leben heißt kämpfen. Roman von A. OourthV-Mcchlov. (56. Fortsetzung.) (Nachdruck vrrboten,) Charlotte funkelte sie zoruig an mit ihreu dunkeln Augen. „Unsinn. Warnm siehst dn mich so ueugierig an, mit deinm großen, kalten Angen? Als wolltest dn meiu ganzes Innere ansspioniercn. Ich habe nicht nötig, dir Rechenschaft abzulegen, ob ich früher oder später nach Hause komme." Eva setzte sich wieder iu ihreu Sessel. „Ich fragte unr, weil ich dich von einem Unwohl» seil, befallen glaubte und dir helfen wollte." „Wie rührend," höhnte Eharlotte und fuhr fort: „Heuchle doch nicht kindliche Gefühle für mich. Bis jetzt hast du mir ja nie welche gezeigt." Eva zog die Stirn zusammen, ihr Gesicht wurde blaß. „Du hast ja nie versucht, solche Gefühle in mir zu wecken. Heuchclei liegt mir fern." „Nuu also, dann tue auch nicht, als ob dich mein vermeintliches Unwohlsein interessiere." „Wenn ein Mensch leidet, möchte man ihm helfen, gleichviel, ob er einem nahcstcht oder nicht. Soll ich dir ein Glas Limonade bereiten? Oder bedarfst du sonst meiner Hilfe?" „Nein, ich danke — ich gehe zu Bett. Gnte Nacht," sagte Charlotte kurz und ging ins Schlafzimmer. Eva fulgte ihr bald. Sie lag fchon mit geschlossenen Angcn im Bett. Ihr Atem ging kurz und unruhig, und die Lider zuckten nervös. Eva merkte sehr wohl, daß sie nicht schlief. Sie sah im flatternden Kerzenlicht hinüber zu ihr. Charlotte hattc die Schminke abgeluaschen und sah nun in dem Zuckenden Licht furchtbar'elend aus. Der Mund lvar wie im Schmerz fest zusammengepreßt. Bei diesem Anblick stieg plötzlich warmes Mitleid in Eva auf. Sie sah, die Mutter litt heimlich irgend welche Schmerzcn und vermochie es nicht über sich, das unbeachtet zu lassen. Sie trat ans Bett heran, und strich mit ihren schönen, schlanken Händen leise über Eharluttcns Stirn. „Mutter, ich sehe doch, daß du leidest. Kann ich denn gar nichts für dich tnn? Ich möchte dir fo gern helfen," bat sie weich und herzlich. In dem Gesichte ihrer Mntter zucktt es. Dann schlug sie die Augen auf und sah zn Eva empor. Der ungewohnte Ton klopfte doch Wohl an ihr Herz. Plötz» lich rannen zwei schwere Tränen über die eingefallenen Wangen. Eva bengte sich herab und wischte sie fort. '„Mutter, »oas fehlt dir?" Da richtete sich Eharlotte empor. Mit alle» An° zeichen der Angst umklammerte sie Evas Arm. „Du mußt fort — gleich morgen, hörst du, gleich morgen früh. Hier ist deines Bleibens nicht. Kehre Zu Wenden« bürg zurück, laß dir raten. Dn ahnst ja nicht, wie schwer das Leben ist. Meines ist verpfuscht — gauz verpfuscht. Es ist immer weiter abwärts mit mir gegangen, so sehr ich mich gesträubt habe. Und nun kommt das Ende." Eva strich ihr die wirren Haarsträhne aus dcm Gesicht. Die Angst, die aus den Augen ihrer Mutter leuchtete, ließ sie erschaueru. „Beruhige dich doch, Mutler, du bist so ausgeregt. Was fürchtest du? Du bist ja geborgen, Onkel Hurst forgt für dich. Und wenn du Willst, bleib ich bei dir, wir fangen ein neucs Leben an." „Nein, dn mußt fort. Versprich es mir, morgen reisest du ab." „Weuu du wieder wohler bist, ja, ich verspreche es dir. Nur jetzt sei ruhig und wehre den trüben Gedanken, die dich peinigen. Sieh, daß du schlafen kannst, und denke, daß Onkel Horst gütig für dich sorgen wird." Eharlotte bedeckte die Angen mit der Hand. „Zu spät — zn spät," murmclte sie. Eva verstand sie nicht. „Was willst du, Mutter?" Charlotte drehte sich nach der Wand. „Nichts, nichts. Leg' dich nur schlafen. Höre gar nicht auf mich — morgen sprechen wir weiter nnd dann gehst du fort. Jetzt laß mich schlafen." Eva legte sich halb entkleidet auf ihr Lager. Das sonderbare Wesen ihrer Mutter erschieu ihr wie Fieberwahn. Vielleicht wurde sie ernstlich krank. Dann durfte sie nicht von ihr geheil. Sie nx:r so hilflos und allein. Besorgt lauschte sic in, Dunkeln nach der Mutter hinüber. Die atmete lang und schwer. Zuweilen eutflohen tiefe Seufzer ihren Lippeu. Das juuge, Mädcheu saud keineu Schlaf. Als der Morgen graute, merkte sie, daß ihre Mutler eingeschlafen war. Leise erhob sie sich, nahm fröstelnd ein loarmes Tuch um die Schultern uud fetzte sich im Nebenzimmer ans Fenster. Mit venvachten, brennenden Augen starrte sie auf die Straße hinab. Wie schwer uud trübe war das Leben für sie in der letzten Zeit geworden; ob ihr wohl je die Sonne wieder schien? Das Leben der Großstadt begann zu pulsiereu, immer lauter und stärker drang es zu der Einsamen hinauf. Um acht Uhr brachte Frau Krusemann, »vie jeden Morgen den Kaffee und die Zeitung. „Morjen, Fräuleinchen. Jut jeschlafcn?" flüsterte sie, um Charlotte nicht zu wecken. „Nein, ich bin lvach geblieben. Tante lvar nicht wohl." „Iotte doch, sie wird doch nicht krank werden! Hab mir doch gleich gedacht, daß ihr lvas schief gegangen, das sie gestern abends so zeitig heimtrieb. Das ist doch son» steu ihre Art nicht. Na hoffentlich verschläft sie allens. Det kann ooch die Insulcuga siud." (Fortsetzung folgt.) ^aibacher Zettuna Nr. 213. 2037 17. September 19ix. Verschönerliügsliirsle nuderstehe. Um dieser beträchtlichen Ullgercclitigleit der Natur »velligslenZ in einem Punkte die Spitze abzlibrechen nnd die Nachteile zn mildern, die öer großen Mehrheit der minder Schönen aus ihrem Mangel an körperlichen Reizen erwachsen, gebe es nnr ben einen Weg zliui Siege, daft sie sich offen nnd rück-haltslos zn ihrer Häßlichkeit bekennen. Nein Mitglied des Vcreiiles soll es versuchen, dnrch Verschönerlingsmittel l'cin wahres Äußere zn libertüiuhen lind ,',n maskieren, sondern in ehrlicher Offenheit so scheinen, wie es sei, was ihnen nach der Ansicht der Verfasserinnen der Vereinsstatuten dun vornherein das Übergewicht der moralischen Überlegenheit im Kampfe oecken soll ein Vereinsmitglied, das an der Universität Boston als Professorin taug ist, Vortrage über die Moralpsychologie hallen nnd Sym-palhielnrse veranstalte», in denen die vom Schicksal Zn-rückgesetzten i» der Knnsl zn »ntenveisen seien, >vie man gerade dnrch nnschöne Gesichlsbildnug nnd körperliche Mängel Gegenliebe erriilge» könne. ^- »ird denn im Oktober die eigenartige Vorstellung stattfinden. — gordischer Humor.j „Ach, mein armer Alfred!" iriifzte Fra» Peilersson, als die Gestall ihres Mannes l'ln die Straßenecke verschloand, „er ist entsetzlich kahl-köpfig g.loorden." — „I'<. Die neue Verordnung tritt sofort in Kraft. Früher für zulässig er. klärte Apparalsysleme könne,, weiter verwendet, die Ve-güusligungen der uenen Verordnung jedoch, soweit sie nicht schon iu der Zulassnngserklärnng ausdriicklich zu» gestanden worden waren, nur nach neuerlicher fachmän» in Icher Erprobung durch eine neue Zulässigkeitserklärung-erwirkt werdeu. — lVom Volssschlildieustc.j Der k. k. Laudesschulrat für Krai,, Hal die Kombiuieruug des Knaben- n»d Mäd. cheu^Wiederholnngsuuterrichtes an den Volksschnleil in Nenl und Möttuig im Schnljahre 1912/13 geilehmigt. — Der k. k. Nezirlsschulral in Gnrkfeld hat die bisherige Supple»»',, i„ Nassensnß Rosa Gosak zur Pruvisori. schen Lehrerin an der Vollsschlil^ in St. Nnprecht er-nannt. — Der k. k. Bezirksschulrat iu Nudolsswert hak de» geivesenen Provisor. Lehrer ,„ Echlveiilberg Albin Lajovic z»m provisorischen Lehrer nnd Leiter der zweillasslgen Volksschule >u Ainbrus, die absolvierte Lehramlslandidatin Melitta ßivic zur provisorischen Lehrerin uud Leiterin der einklassigcn Volksschule in Selo bei Schönberg und die gelvesene'Lehrerill in Vrus. „iee Paula Z u r e zur Provisorischen Lehrerin a„ der auf drei Klassen erweiterten Volksschule in Stopiöe er-nannt. — DeT- k. k. Landesschnlral siir Krain l)at die geprüfte Lehrsnpplenlin Franziska Nihter^i.- zur nueulgelllicheu Schnlprar.is an der Volksschule iu Mit-terdorf ill der Wochein zügelasseu. Laibacher Zeitung Nr. 213. 2088 17. September 1iN8. — Mnlierufuna. der Ärzte zu militärisch«.-,, Dienst-üuuuqeu.) Das Ministerinm für Landesverleidigung hat folgenden Erlaß hiiiansg. geben: Um in Hinkunft den Dienst beeinträchtigende Enthebungen zu vermeiden, ist > den für die Ableislnng einer Dienstübung in Betracht kommenden Ärzte,, der Zeitpunkt der zn gewärtigenden ^ Einberufung iin Laufe der Monate Jänner nnd Febrnar, < cvenllielle Änderungen jedoch nlindestens zlvei Mo»,ale vorher bekanntzugeben, nm diesen Ärzten Beledenheit zn bieten, ihre Printen Verhältnisse >Vertrel»ngen) regeln zu tonnen. Gleichzeitig nnl der Verständigung sind anch ^ die Amlsorle der einberufenen Ärzle der betreffenden positischen Landesbehörde milznteilen, damit anch diese wegen einer eventuell notweiidigen Vertretung das Er» forderlich»' veranlassen könne. — sFür stcllun.q6Pflichti.ql' Reichsdeutsche.) Vom lai° serlich deutschen Konsulate in Trieft erhallen wir fol-geude Zuschrift: Am 26. d. M. um 8 Uhr morgens findet an Bord S. M. Schiff „Geier" dnrch den Schisfsarzt cine militärärziliche Unlersnchnng von reichsdentschen Militärpflichtige», slatl. Diejenigen Militärpflichtigen, die sich der Untersuchung unterziehen wollen, haben fich unter Einsendung ihrer Ausweis Papiere und des Ge» bnrlsscheines vor dem erwählten Termine bei dem l'ai» serlich Deutschen Konsulat in Trieft zu melden. — sTodesfall.) In Görz ist gestern Herr Schulrat Stephan K ri 5 ni ^, pens. Direktor der dortigen Lehre- ' rinnenbilduügsausialt, gestorben. — neu aufgeführten Hansbancs wnrde als gegenstandslos abgewiesen. — Gegen das Gesuch des Konrad Fink um die Gastwirlshauskonzession für sein neues Haus in der Kantervorstadt sowie gegen das Ge» such des Fuhrmannes Bartholomews Jenko um Ver« leihung der Fiakerkonzession uuirde kein Widerspruch er° hoben.' — Ein Petent lonrde in den Gemeindeverband aufgenommen, die Gesuche zweier Petenten hingegen abschlägig beschieden. — Die Regelung der Beleuchtung aus dem Wege vom Gasthause „Na Nekseljnu" bis zur Ab. zweigung der Vezirksstraße gegen Kokriea von der Reichsstraße Kraiuburg-Eisenkappel gourde den Ge-meindeällesten abgetreten. — Der Vertrag, abgeschlossen zwischen der k. k. Staatsbahndirektion in Trieft, dem Wasserleilungsnnternehmen und der Stadtgemeindc 5trainbnrg, wnrde endgültig gefertigt. — Das Gefuch des Wasserleitungsmonteurs Josef Frena nm definitive An. stellnng in seiner Eigenschaft, um Erhöhung des Ge» Haltes nnd Veischaffnng eines Geschäflssahrradcs wnrde abgewiesen, da in dieser Angelegenheit nicht die Stadt» gemeinde, sondern der eben vor kurzem kreierte Wasser-lcltungsansschnß. bestehend aus Vertreter des Landes« ausschusses, der Stadlgemeindc Krainburg und der Land-gemeinden St. Georgen im Felde, Hülben und Predassel, kompetent ,ft. — Gegen das Gesnch der Landgemeinde Pölland ob Vischoflack nm Bewilligung eines Jahrmarktes am Tage des hl. Valentin wurde kein Widerspruch erhoben. — Einem Stadiarmen wurde der monatliche Zuschuß aus dem Arnienfonds von 2 X anf 4 X erhöht. In dem städtischen ArmenlMise werden einige dringend gewordene Manrer- und Tischlerreparaturen ausgeführt werden. Die Manrerarbeilen wnrden an den Baumeister Johann Vidovec, die Tischlerarbeiten an den Tischlermeister Matthias A/man vergeben. — Angenommen wurde ein Dringlichteitsanirag des Ge» meinderales nnd Landtagsabgeorduelen Eiirül Pire, wonach das Gemeindeamt beauftragt wird, beim k. nnd k. ttriegsminislerini» dahin zn intervenieren, daß die Stadt Krainbnrg eine Vesatznng erhalte; sür diesen F, eine Steh» galerielarte nnr 20 b losten usw. Die Preise sind derart herabgesetzt, daß der Erlös eben noch die Ausführnngs-losten zu decken imstande ist; niedriger können die Preise bei den obwaltenden Verhältnissen nicht angesetzt werden. Ausgeführt werden Opern, Operellen, Singspiele und Dramen, und zwar in ebenfo gewisfenhasler Wiedergabe wie bei den preisteureren Abendvorstellungen, Werke, die zloar dem Volksgeschmacke entsprechen, jedennoch echter künstlerischer Werte nicht entbehren. Die Intendanz will dem Volle nichts Seichtes bieten, sondern zeigen, daß es in der Theaterlitcralnr genügend gute Werke gibt, die anch der Vollsgeschmact billigt. Die abendlichen Volks, anssührungen sollen jeden zweiten Mittwoch von 8 Uhr an, die nachmittägigen an Sonn- nnd Feiertagen ftalt° finden, an denen nicht Kindervorslellnngen zur Anssüh-rung kommen. Die Intendanz ist gewillt, das Theater zu demokratisieren; bei den Führern der Volks, und Ar. beilerorganisatiunen steht es nunmehr, ihr die Durcl). sührung dieses Programmes zu ermöglichen. Es ist I" selbstverständlich, daß die Intendanz die Volksausführun» gen einstellen müßte, sobald es sich herausstellte, daß sie dem Theater Verluste verursachen. — sStudentenvorstelluuqcn im Lailiacher slovcni-schen Theaters.) Im Bewußtsein der kulturellen Ansgabe, die das Theater in Rücksicht auf die allgemeine Bildung und die Ansgestaltnng des ästhetische»/ Empfindens zu erfüllen hat, beschloß die Intendanz des slovenischen Theaters, in der kommenden Saison Stndentenvorstel-lnngen zn veranstalten, bei denen klassische dramatische nnd musikalische Werke zur Darbietung gelangen sollen. Wie bei den Volksaufsührungen sollen auch bei den Stu» dentenvorstellungen die Preife auf eiu Minimum reduziert werden. Die Studentenvorstcllungen werden regelmäßig alle vierzehn Tage an einem Wochennachmiltage stattfinde!!, den der k. k.' Landesschnlrat als Ferialnach-mittag bezeichnen wird. Die Intendanz macht die Schulleitungen auf dieses ihr Vorhaben ausmerlsam nnd bittet sie um Unlerstütznng bei der Durchführung dieses ihres Programmpnnltes. — jKiudervorstellllngcn.) Wie bisher wird das slo» venische Theater anch in Hinkunft an ^unn- und Feier» tagsuachmillageu Kindervorstellungen veranstalten. Die Intendanz hält für diese Aufsühruugen eine Reihe von effektvollen, erlesenen Werken bereit. — sEiuIadunq zum Theateralionncment.j Die In» tendanz des slovenischen Theaters richtet an alle bisherigen sowie an die künftigen Abonnenten die, Bitte, sich rücksichllich des Abonnements ehestens beim Theaterkassier, Herrn Magistratsadjunlleu Tanilo 5aplja, oder bei der Tageskassieri», Frau Amalia ^'e5arek, Trafikantin in der SchellenburMisse, zu melden. Der letzthin veröffentlichte Spielplan, das gewonnene Dar» stellerpersonal, über dessen Zusammensetzung demnächst berichtet werden soll, sowie die Intendanz leisten Gewähr dafür, das; die kommende Saison ein allseitig befriedi-gendes, reichhaltiges Repertoire in künstlerisch hochstehender Form bieten wird. Ob es der Iuteudauz gelingen wird, ihr wohlerwogenes Programm durchzusühreu, ist nunmehr lediglich vom Znsprnch des Theaterpnbliknms abhängig. — Our Äaugeschichte der Lailiacher Domtirche.) Die letzlerschienene Nnmmer der slovenischen wissenschaftlichen Revue ,X!as" bringt nnler dem Titel „Die" Baurechuuug der Laibacher Domkirche und die Aus» gaben für die Ausmalung der .Kirche" einen Bericht über ein bisher nnr wenig beachtetes, für die Bau» geschichte des Laibacher Domes jedoch außerordentlich wichtiges Dokument aus dem hiesigen Kapitelarchive. Es ist dies das ganz erhaltene Rechnnngsbuch der Bau» führnng. Das Manuskript stammt vom tatkräftigen und fleißigen Bauherrn Iichann Anton Thalnitscher von Thalberg, Dvmdechanten und Generalvikar, und umfaßt das Verzeichnis der Empfänge und Ausgaben aus den Jahren 1701 bis 1713. Die Baurechnung ist in erster Linie wichtig für die Naugeschichte des Domes, dann aber anch für die .Knltnrgeschichte nnserer Stadt nnd des Laibacher Kirchensprengels überhanpl. — Eines der interessantesten Kapitel der Vanrechnnng ist ohne Zweifel der Abschnitt über die Ansgaben für die Ausmalung der Dumlirche durch deu italienischen Maler Giulio Quaglio in den Jahren 1703 bis l706. Bezüglich des Näheren über den Maler Ouaglio sei auf die von Viktor Steska geschriebene Biographie des Künstlers in der Zeitschrift „Dom in Svet" vom Jahre 1903 hingewiesen. Nach dein Rechnungsbuche betrugen für die Ausmalung der Kirche in den obgenannten Jahren die Auslagen in der damaligen dentschen Währnng die Snmme von 1685 fl. 26 kr^ Beispielshalber seien nnr einige Posten hervorgehoben. Für die Ansinalnug des Presbylerinins, des Querschisfes und der früheren Flacht'uppel betrugen im Jahre 1703 die Küsten 1291 fl. 36 tr. Für das '2l-dild am St. Dismasaltar erhielt Ouaglio im Jahre t704 186 fl. 40 kr. Für die Ausmalung des Gewölbes im LanglMise lautete der Vertrag auf 2000 fl und 50 Dukaten (212 fl. 30 kr.), welcher Betrag dem Maler >n fünf Raten in den Jahren 1705 und 1706 ausbezahlt wurde. Der Helfer und Schüler Onaglios, Earlo Car» luni, erhielt noch besonders für seine kleineren Arbeiten und als Geschenk 30 fl. 16 kr. — Zur Geschichte der Ansmalnng der Domkirche sei noch folgendes bemerkt: Nach fünfzehn Jahren s1721) treffen wir Quaglio wie» der in Laibach. Im Auftrage des Domkapitels — Thal» nitscher war bereits am >9. April 1714 gestorben — schmückte er in diesem Jahre die Bibliothek im jetzigen Priesterseminar mit schönen Fresken nnd malte auf Kosten der Familie Eodelli die Seitenlapelle der hei» ligen Dreifaltigkeit im Tome aus. Hierauf schloß das Domkapitel mit Qnaglio den Vertrag für die Ausmalung der übrigen fünf Ceitenkapelle» um deu Preis von 2000 fl. bei freier Kost und Wohnnng ab. Qnaglio be» wältigte die Arbeit in den Jahren 1722 und 1723. Bei den Arbeilen in dieser Periode war ihm sein Sohn Raphael behilflich. Die Ausmalnng fiel zur vollen Zu> friedenheit ans. Deshalb erhielt der Maler vom Don,, kapitel als Ehrengeschenk einen stark vergoldeten Silber» polal mit Tasse im Werte von 150 fl. l,Vgl. deu sloveni» chen Teil der „Mitteilungen des Mnsealvereins für Krain", Jahrgang 1904, Seile 143 und 144.) — l"(5erlveni Glasbenik".) Inhalt der 9. Nummer: 1.) Fr. Ferjan6i5.- Einige liturgische Fragen. 2.) P. H. Gerbiö: „Nowciika iic>v«I«^ pauluayer besuchte heute mittags Kardiual-2eqc>l Van ^lossum mit Ve^leitimg das Nathans. Ferncr w«n>ii erschienen: Cardinal Nac^l, Nnntins Searpinelli und andere kirchliche Würdenlräqer, der Minister do-) "Ußern Graf Verchwld. Unterrichlsminisler Hussarel, ferner der Polizeipräsident in Vertrctnng des >lungreß° kvmitees. Nach einem tnrzen Cercle fand' im Sladtrats-sitzunlpsaal ein Dejeuner statt, in desfen Verlaufe der Bürgermeister auf den Papst, den Kaiser und den Kar« dinal-Legaten wastiertc. Dieser erwiderte mit herzlichen Worten des Dankes. Es wasliertcn dann noch Kardinal Nagl und die Vizebnrgerineister Porzer und Hier» Hammer. Eine Erklärung des ungarischen Ministerpräsidenten. Budapest, 16. September. In dcr heute abends abgehaltenen Konferenz der nationalen Arbeitspartei er-klnrle Ministerpräsident Lukacs, die Negierung habe die erfreuliche Wahrnehmung gemacht, daß es der Agitation der Opposition uicht gelungen ist, die Aufregung iu weile Volkskreise zu trageu. Die öffentliche Meinung billige zum überwiegenden Teile das Vorgehen der Negiernng und sehe ein, daß die Majorität infolge der Geivaltlätig-keit dcr Oppositionellen in ciner Zloangslage gewesen sei. Die oppositionellen Mhrer seien durch diese offenkundige Stimmung der Bevölkerung uicht eines besseren belehrt »norden uud verharren in ihrer Unversöhnlich» krit, während die oppositionelle Wählerschaft vkl gemä-ßigler und friedfertiger sei. Der Ministerpräsident fügte hmzn, er erkläre nochmals, daß er berek sei, ein Gesetz Zu schassen, welches die Immunität der Abgcordnetcn mit Ucilcn Garantien umgibt und das Vcrhällnis des Präsi-bitten zu den Abgeordneten regelt. Bezüglich der Wahl-lrsurm erklärte der Ministerpräsident, durch diese solle Uomenllich dic industrielle Arbeiterschaft eine Vertretung ?n der Gesctzgebnng erhalten, die ihrer Intelligenz und Hrer Teilnahme an den Lasten entspricht. „Wir reichen", ^tc der Ministerpräsident, „in der lchten Stunde der Apposition die Nechte znm Frieden. Wenn sie aber zum "'Miss schreitet, wird sich die N^gierungspartei vcrteidi» 3?n. Sie ist aber genötigt, die Veranlwortnng für die Fulgen des Kampfes abzulehnen." Die Nede wurde mit großem Vcifall aufgcnommen. Ziehung. Wie,,. 16. September. Vei der heuligen Ziehung der serbischen Staats>Tabaklose geloann den Haupttreffer von 75.000 Franken Serie 2092 Nr. 30; 2000 Franken gelvann Serie 3438 Nr. 66. Das Unwetter in Ungarn. Marmaros-Sziget, 16. September. Mit wenigen Unterbrechungen regnet es seil 16 Tagen im ganzen Ko° ruitat. Die Futlerartilel sind verfault. Die Pflaumen» ernte wurde vernichtet, rbeuso die Apfelfechsung. Die Flüsse siud ohue Ausnahme ansgetrcten. Viele Orlschaf-ten sind von der l'loerschwemmung bedroht. — Aus llugus wird gemeldet, daß das Welter Plötzlich kühl geworden ist und im umliegenden Gebirge Schnee fällt. Unfälle auf dem Wasser. München, 16. September. Die „Münchener Nene° sten Nachrichten" meldct, daß iu der Nacht vom Sonntag beim Abbruch einer bei Alt-Qlting über den Inn ge° ' schlagcnen Schiffsbrücke 2 Pontons unlcrgcgangcn sind. Von' 14 Pionieren, die in das Wasser fielen, seien zwei ertrunken. London, 16. September. Nach einer Lloydmciduug aus Port Said ist dcr im Suczlanal gcstrandcte englische Kreuzer „Talbot" wieder flott gemacht worden uud iu Cuez eingetroffen. Vhicaqo, 16. September. Ein Schulkutter mit 24 Seelcutcu ist auf den: Michigausee untergegangen. Sechs Mann sind ertrunken, weitere fünf werden vermißt. Zur Konzcutricrunss dcr französischen Flotte im Mittclmccr. Paris, 16. September. Zur Konzentrieruug der Iranzüsischen Sceftreitlräftc wird in einer offiziösen ^ute erklärt, daß dieseMaßnahme dnrchaus uicht bezwecke, England vollkommen den Schutz der französischen Nord-Und Ostküste zu überlassen oder Frankreich die ausschließ» ucl)e Nulle der Macht im Mittelmeere zuzuweisen. Die türkischen Kammcrwahlen. . Konstantinopel, 16. September. Wie vcrlantet, be-Moß die Negierung, den Truppen die Teilnahme an ^n Wahlen zu untersagen. Dieses Verbot wird von den ^lingtürken stark bekämpft. Die Erdbeben in der Türkei. . Konstnntinopel, 16. September. Privatnachrichten sMtigen, daß alle Ortschaften, die bereits vom lchtcn ^bellen heimgesucht waren, durch ueucrliche Erdstöße Ä1? l^ äl'rstörl worden sind. Nach den bisher vorliegenden ^düngen sind dabei drei Personen getötet und" zwölf verletzt worden. — Bei Ehanos brachen plötzlich große Wassermengeu hervor, die bald wieder verschwanden. Vei Avdinion ist das Meer mit einer Schlammschichto bedeckt. In der Nähe von Mariomito hat sich dcr Vodcn um eiuen halben Meter gesenkt. Verantwortlicher Redakteur: Antun F u n t e l. Gutachten des Herrn Dr. I. Hcitzmann, Wien. Herrn I. Serravallo T r i e st e. Indem ich Ihnen für die gütige Zusendung von Scrravallos China-Wein mit Eisen bcsteus danke, taun ich Sie versichern, daß ich dieses Präparat schon seit Jahren sehr wohl kenue uud häufig verordue, da ich mich in mciucr Praxis reichlich von dcr vorzüglichen Wirksamkeit desselben überzeugt habe. Wieu, 1. November 1910. (5109)___________ Dr. I. Hcitzmaun. und Auslandes empfehlen beiVrechdurchfall, Diarrhöe, und ^ ' Erwachsene Darmlatarrh ?c. M7»)4-4 Kinematograph „Ideal". Programm für Dienstag, Mittwoch und Donnerstag: Manöver in AIt°I Wirte, Forstwirte und Kulturtcchmker, 1. Teil: Osterreichi-fches Milrecht, 1< 4,40; Krause H., Praktische Gco-uietrie für niedere landwirtschaftliche und forstwirtschaftliche Echuleu, geb. X 2,80; Frcud Prof. Dr. Siegmund, Der Wahn u. die Träume in W. Jensens „Gradioa", Schriften zur angewandten Seelenkundc, 1. Heft, K 3,—; Georgy Ernst uou, Gottes Mühlen, Nomau, 1< 1,80; Holländer Felix, Dcr Baumeister, K IM; Schlicht Freiherr uon, Aus dcr Schule geplaudert, militärische Humoresken, I< IM, Graf Udo Bodo, t< l,«0, Humoresken uud Erinnerungen, X, 1,80, Ein Kampf, humoristisch-militärische Erzählung aus einer kleinen Garnison, I< 1,80, Im Kreuz, feuer, militärisch-hmuoristischer Roman, K 2,40, Leutnant Flirt. X 1.80, Leutnant >lrafft, X 1.80, Lcutnantsleuen, X 1.80. Der Manüdergast. X 1.80, Die Regiments-Wal-tiircn. X 1.80. Seine Hoheit, X 1,80; Stcnglin Felix von. Die Erbprinzessiu, X 1,80; Wilde Oskar, Das Bildnis des Dorian Gray, X 1.80. Vorrätig in der Vuch°. Kunst« und Musikalienhand« lung Jg. v< Meinmayr K Fed. Vambern in llaibach, Kou-greßplatz 2. ________________________________ Angekommene Fremde. Hotel Elefant. Am 1 3. T eptembe r. Dr. Hocrliar, Gutsbesitzer. Guik» feld. — Mulley, Priv,, Oberlaibach, — Scham, Klose Pli-vate, Wraz. — Höhl. Priv., Ai'stall (3teiermark). - Christof, Pfd.. Wels. — Nr, Fchler, k. l. Lehrer, s. Oemahlm, Lailiach, — Adolf. Lehrer, Stcimuand. — Dr. Hör«!, t, u. t. Regiments-arzt, s. Gemahlin, Görz. — Dr. Fioglia, Vah>,selretcir; Zoln, Kfm., s, Gemahlin ». Tochter, Trieft. — Maraspin, ttfm., snmt G.'mahlm, Pola. — Wei^cxweber. Ks,n,, Li„z. — Lembach. Architekt, f, Gemahlin; Dr. Ncser. Professor; Magerl, Moittcur; Thurcl. Wegmast, Klemt, Urbach, Ratzersdorfer, Gregorawitsch. Rsde,, Wien. Am 14, September. Warga, Professor; Stabler. Werkmeister; Hilfreich. Kiwblach. Kflte,; Wunderlich. Hollamey, Rsde,, Wien. — Wer,,. Rsd,, Hannover. — Niegl, Zasc. Nea° litätcnb^si^er, Goltschee. — Renier. Stadtpfarrer. Guitfeld. — Draxlcr. Ooerlehrer. Mosel. — Mlisina. Private, s. Tochter, Trieft. — Hurina,, iifoiidultcursgattin, Taruis. — Iasbeh, Priv., Domschalc. — Altenburger, Priu., Mureck. Grand Hotel „Union". Am Ib. September. Sc. Excellenz von Schleyer; Dr, Slolar; Kulmonn, Kroner, Private; Nissan, Goldbcrsser. Kmus. Flanlslilter, I, Frankfurter. Piznnezl», Sä»les;insser,, Reichelj, .«csller. Sieal, Rsde., Wien, - Dentschmann, Hanpt-mann; Veuc. Privat; Neumann, Vayer. Rsde,. Graz. Obor-z,I, l^helsiach. Private; Michstatter, Kehrn. Nsde,, Trieft. -Bacit. Plivatc. Iajmouac. — Dr. Leoicnil, Professor, Spalato. — Sutci. Private, Rcisnih. — u. Pisacii. Nfm.. Zlatar. — Ciuidini. Pnvate. Brod. — Thierfelder. Professor. Tübingen, — Rut'tanstu. Privat. Vadcn. — Plesch, Pnuat, Fiume. — Kramlllsu-, Pfatrer, St. Johann. — Verger, Privat, München, - Afric, Gend.. Wachtmeister, Görz. — Oldcnof, Rechts« anwalt, Reval (Rnhland). ^ Majzcl, Vcsiyrrin. Nohitsch» Sauerbrnnn. — Mcniga, Äanlbeamtcr, Krapina. Vandot, Tierarzt, Kronau. — Suput, Jurist, Agram. — Schlesingcr, Rsd., Troppau. — Beda, Nsd., Budapest. — Kullmann. Rsd., Nixdorf. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Scehöhe 306-2 m. Mittl. Luftdruck 736-0 mm. ^ m VZ^ ^ Wind besVme,. z«° 1« 2 U. N. 734 i! 15-2 SO. schwach wlw. heiter ^" 9U. Ab. 37 3j 8 7 NW. schwach ! heiter 17.> 7 UZ. . 40 bj 4 1> windstill ! Nebel ! 0 0 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur betragt 10 3°, Normale 14-8«. Wien, 16. September. Wettervoraussage für den 17. September für Steicrmarl. tarnten, üfrain i>nd das Küstenland: Wechselnd wollig, vorübergehend Strichregen, etwas lühler, nordwestliche Winde mit zunehmender Starte. — Für Ungarn: Veränderliches, kühles Wettcr voraussichtlich, vereinzelt nur im Osten mit Re^eu. Tagesbericht dcr Laibacher Erdbebenwarte und Funkenwarte. (Gegründet vo» der ülrmmjche» Oparlaj)!' <»»?,> (Ort: Gebäude der k. l. Ttaats.Oberrealschule.) ^age: Nöidl. Breite 46« 03'; ilstl. Länge von Greenwich 14' 31'. Boden unruhe: Mäßig start. Antennen stürungen : Am 16. September um 18 Uhr""" IlI4***. Am 17. September um 7 Uhr 45 Minuten 112. Fuulenstärle: Am 16. September um 18 Uhr ä-f. " Dle Zeitangabe» beziehen sich auf mitteleurupäische Zeit und werdne von Mitternacht bis Mitternacht vu» <> Uhr bi« 24 Uhr gezählt. """ Hallftgleii d« Hl0n!,>!,en^ l «>el,l ^»rn» >roe lb, Vi« 30, Viuml:; li «selten» jede 4. bis 10. Minute; lll »hänsig» jede Mmute ü bi« 2 Hlöruugenn lV »lehr häufig» jede l>. bi^ IU. Zeluude Entladungen: V «''urtdauerud» faft >cdc Selundt! Vl «ununterbrochen» zusaniiuenliäugeube Geräusche >»il stuulen-liilduug zwischen Antenne uub Hrde ober Säule« im Hiirtelephuu. klärte dcr Htiiiunge»! l »sehr schw.ch», li »lchwach», ^ »mänig starl», i »start», 5 , s «!e!>s »Mlm», g—¦¦¦¦¦¦-....¦¦¦¦....¦¦............................. \ <2) Soeben erschienen und Überati zu Haben f2> \ ¦..................,,,,, .....IJiJiliinin........I..............IIIIIIMIUIIII....................¦'-' ¦ Otfustrierter ^örfsßofener Originaf» \ \ 0(neipp = 0Qisender \ [ Segr. von IKsgr. cseö. OCncipjj t: fortycf. von 'Prfor'Bon. ffie/se ] ! ön elegantem Farbendruck- Qlmscfisag geßeftet n v*..............................................??........................-.................*yi' | ;.£Jos. fKosesscfieiiudifidfg., fKempten u. VKündiefr i Grosses, schön möbliertes Monatzimmer in südlicher Richtung, sopar. Einfj;uif», ist Dalmatinova ulica Nr. 15, II. Stook, mit 1. Oktober zu vergeben. 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A.4 87- 8T20 2 4'2l>/0ö.W.Not.Feb.Ang.p.K.4>2 90 10 9030 ¦3 *'8°/o ii >> t» »" P-A-*'ä* POJO Ö050 .2 4'2°/„ ,, SUb.Apr.-Okt. .K.4'2 JlO/0 90-30 ** *#20/o „ .» .. .. c-A-i'a 9o;o so-ao Lobo v.J.18fiOzu600fl.ö W.4 /6Ä6 /e;e Lose V.J.IHfiOz.i IOOfl.Ö.W.4 442—. 464 — Lose v.J.18tS4/.u 100 fl.o.W. . e/rf-_. 626-— Lo8eT.J.18l>4 7,U 60fl.Ö.W... 8iS._^ 824 — St.-Domän.-Pf. 120fl.S0oF.ft _•_ _•_ Oesterr. Staatsschuld, Oesl.Staatanchatzsch.itfr. K.4 97 06 97 80 Oest.Goldr.stfr.Gold Kasse . .4 iti-86 11206 ,, ,, ,i ,, p.Arrgt. 4 11186 11206 Oeet.Rentei.K.-W.Btfr.p.K. .4 st- 8720 ,, ,, .. ,, ,, „U..4 87-10 S7-30 Oe8t. Ren te i. K.-W. steuerfr (1812) p. K............ ST- 87-20 üest. Rei.tc i. K.-W. steuerfr (1912) p. U............ 87- 8720 Oest.lnvo t.-Rent.Btfr.p.K.BYi 76-30 76-60 Franz Jo-efsb. i.Silb.(d.S.) ft1/« 106-60 W7-6( Galiz. KarlLudwigsb.id. St.)4 8730 /18-30 Nordwb.,ö\u.8üdnd.Vb.(d.S.)4 87-65 SS 66 Rndolfsb.i. K.-W. stfr. (d.S.)4 87-40 88-40 Vom Staate t. Zahlung übern. Kiienbahn-PriorltfttsOMi^. Böhm. Nordbahn Em. 1882 i lirm 112-60 Böhm.Wostbahn Em. 1S85 ..4 88- 89-— Böhni.Westb.Em. 18H5i. K. 4 SS60 8960 Ferd.-Nordb. E. 18H6(d.S.). .4 B6Z6 97-20 dtü. E. lH04(d.St.)K. . . .4 .94-7« 96-76 Franz Josefsb. E.1884(d.S )S 4 89-eo 9060 Galiz.Karl Lad wigb. (d.St.)S4 S7S6 8886 Laib.-SteinLkb.200u.<0OOfl.4 92-76 9376 SchlnflknrB Gel«) | Ware Pr 82--- 83 — dto. E. 1885 200u.1000fl. S. 4 8S1O 8910 RudolfßbahnE. 1884 (d.S.)S. 4 88-60 89-60 Staateeisenb.-G. 500 F. p. St. 3 370- 374-— ilto. Er"/.-Netr&OOF.p.St. 3 361-60 36b-60 SudnorddoutscheVbdgb.fi. S. 4 #7-70 88-70 Ung.-gal.K.K. 1887200Silber 4 SU-SO 87-80 Ung. Staatsschuld. Ung.Staat8kasBenBch.p.K.4p/, 98-46 98-66 Lng. Rente in Gold . . . p. K. 4 10T- 107-20 Uug. Rente i.K. stfr.v.J.1910 4 86-60 S6-70 Ung. Rente i. K stfr. p. K. 4 86-60 86-80 llng. Prämien-AnlohenalOOfl. 423- 436--U.TheisB-R.u.Szcg. Prm.-O. 4 298-60 81060 C.^rundentla8tg.-0blg. ii.W. 4 86 60 87 60 Andere öfTontl. Anlehen. Rs.-herü. Eis.-L.-A.K.11102 4'/a 96-60 96-60 Wr.Verkehrsani.-A. verl. K. 4 87-36 S8-36 dto. Km. 1900 verl. K .... 4 87-36 8836 (ializi8cbe8 v. J.l89Hverl.K. 4 S6-S0 S6-80 Krain.L.-A. v.J. 1888«. W. .) 93-60 94-60 Mährisches v. J. 18i)0v.ö.W. 4 9126 92 26 A.d.St.Bndap.v.J. 1905 v.K. 4 S6¦-¦ 87-- Wien lElek.) v. J. 1900 v. K. 4 8736 88-36 W ien (Invest."1 v.J. 1902 v.K. 4 89-66 90-66 Wien v.J. lW)8v. K.......4 88— 89-- KiiKB.St. A.1906f.100Kp.ü. b 106-20 106-70 Hul.m.-Goldanl.1!H)7 lOOK 4'/2 92-76 93-76 Pfandbriefe nnd Kommunalobligationen. Kodenkr.-A. öst., .r>0 J. ö. W . 4 90-90 91-90 Bodenkr.-A.f. Dalmat. v.K. 4 97-96 9896 Böhm.Hypothekenbank K . . 5 100 26 101- dto. Hypothbk., L67J.V.K.4 9160 92-60 Suhlnßknrs Geld |Ware Pro«. Böhm.Lb.K.-SchnldBch.,50J.4 9076 91-76 dto. dto. 78 J. K.4 90- 91-— dto. E.-SchnldBCh. 78 J. 4 SO- 9v— Oaliz. Akt.-Hyp.-Bk.......f> tw~ _¦_ dto. inh.SOj. verl.K. 4', 96-60 97-60 Oaliz.LandeBb.5lV,J.v.K. 4'/2 »7-26 98-26 (ito. K.-übl.lII.Em.42J. 4V2 96— 96-_ hit. Iiodonkr.-A. 36 J.ö. W. 5 99-90 100-60 lBtr.K.-Kr.-A.i.B2>/iJ.v.K. 4>/2 too-- ioo-76 Mähr. HypotJi.-B.ö.W.u.K. 4 SO-60 91-60 Nied.-ost.Land.-Hyp.-A.6siJ.'* 90-60 91-tO (test. Hyp.-Bank i.50 J.verl. 4 90-26 91-26 Oest.-unp. Bank60J.v. ii.W. 4 93-80 94-80 dto. 50 J. V. K..........4 93-90 94-90 Contr. Hyp.-B. ung. Spark. 4'/^ 96 7fi .17-76 Comrzbk.,Pest. Ung. 41 J. 4Vj 9T26 98-26 dto. Com.O.i. 5O'/,J-K4'/-i 96-26 .07-2« Herrn. B.-K.-A.i. 60 J. v.K 41/, 9C-26 9705 S'ark.linierst.Bud.i.6Oj.K4i/4 96-76 97-75 dto. inh.50j.v.K.....4'.» 91-— 52-_ Spark.V.P.Vat.C.O.K . . 4'/a 96-76 96 76 Ung. Hyp.-B. in Pest K . . . 4\., 96-60 97-60 dto. Kom.-Sch. i.50J.V.K4«/, 68-60 99-60 Eisenbahn -Prior.-Oblig. Kasch.-Oderb.E.1889(d.S.)S^ 86-80 87-80 dto. Em. 1908 K (d.S.).. .4 86-60 S7»o Lemb.-C7.er.-J.E.1884800S.3(> SO-90 si-90 dto. 800 S............4 86-80 S7-S0 Staatseisenb.-Gesell. E. 18!Jfr d.St.)M. 100 M........3 **•- 89-- Südb. Jan.-J. 500 F. p. A. 2-« 269-46 26046 UnteikrainerB.(d.S.)ö.W. .4 96-— fl6-_ Diverse Lose. nodonkr.öst.E.1880äl00fl.3X 282'- 294-— (letto F.. 1889 ä 100 fl. . . . 3X 26226 264-26 Hypoth.-B.ungPräm.-Schv. •i 100 fl................* Z43-— 266-— Serb. Prämien-Anl. a 100 Fr. 2 lib-— 126-— liud.-Basilica(Domb.)5M.ö.W. 31 26 36-26 SchluÜkurs Geld | Ware Cred.-Anst.s.H.u.G.lOOQ.ö.W. 490-— 492— Laibach. Prüm.-Anl.200.ö.W 6S-60 74-60 RoteriKrenz.öst.G.v.lOfl.ö W 63-60 69-60 detto ung. G.v. . . öfl.ö.W. 33-- 39-— Türk. E.-A.,Pr. O.400Fr.p.K. 238-40 241-40 Wiener Kommunal-Lose vom Jahre 1874 .... lOOD.ö.W. 479'— 491-— '^'winstsch, dor 3°/() Pr.-Seh. «ler Bod.-Crad.-Anst.E. 1880 63-60 69-60 (iewin8tsch. der 3°/, Pr.-Scli. der Bod.-Cred.-Anst. E. 18811 71-60 8160 (•uwintiUch. der 4«/„ Pr.-Sch. ier ung. Hypotheken-Bank 86-60 41-60 Transport-Aktien. Donau-Dampf.-G. 600 fl. L. M. 1H66-- 1376--Ferd.-Nordbahn 1000 fl. C. M. 4870-— 489Q-— I.loyd, österr........400 K 83/— 693-60 Staais-Eisb.-G. p. U. 200 fl. S. 700" 60 70760 Stidbahn-O.p.U. ...600Fr«. 116-50 116-60 Bank-Aktien. Anglo-öaterr. Bank 120fl. 18K 332-10 333 10 Bankver.,Wr.p.U. 20()sl.30 ,, 836-— 857-- Hod.-C.-A.allg.ÖBt. 300 K 64 ,, 1280-— 1290-- Crndit-Anfit. p. U. 82ÜK32 ,, 642-76 643-76 Ciedit-B.nng.allg. 200fl.42 ,. S60— 861-- Eskompteb. steier. 200fl.32 ,, 683-60 684-60 Eskompte-G., n. ö. 4O0K88 ,, 7?f— 774-— Liinderb.,ÖBt.p.U. 200fl. 28 ,, 62890 629-90 Laibacher Kre«iitb. 400 K 28 ,, 457-— 440-- üeet.-ungar.B. 14OOK9030 ,. 2124-— 2131-— Unionbankp. U. . . 200fl.32 ,. 610-60 611-60 yerkehr8bank,ollg.l4Ofl.2O ,. 373-— 374-60 /ivnoaten.banka lOOfl. 14,, 278-— 279-— Industrie-Aktien. Berg- u. Hüttw.-(i.. öst. 400 K 1383-— 1393-— Hirtenborg P., Z.n.M.F. 400 K 1248-- 1264-— Königsh.Zement-Fabrik 400 K 410-— 413-60 LengenlolderP.-C.A.-G. 260K 200— 210-80 Schlußkurs Geld ) Ware Montanges.,ö8terr.-alp. lOOfl. iO73-**> 1074-*» Perlmooser h. K. n. P. lOOfi. 612-— 621-60 Prager Eieouind.-Gesell. 500 K 3490- - 36W— Rimamur.-Salgö-Tarj. 100 fl. 777-90 77*90 Salgö-Tarj. Stk.-B.....lOOfl. 790-— 793 — Skodawerko A.-G. Pils. 200 K 796-— 797'— Waff«n-F.-G..österr. . 10011 1126-— //30-w WeiDontelsStahlw.A.-G. 30i K 870-— 876 — Wostb. Bergbau-A.-G loofl. 668-— 672 — Devisen. Knne Sichten and Sohecks. Deutsche Bankplätze....... /17-90 iis-10 Italienische Bankplätze..... 94-46 94-60 London................ 24"-~* J