Rmnmer 50. P f tt a u, Um 11. Vecember 1898. IX. Jahrgang. erscheint jcbcn Sonntag. Prei« für Pcllau mit Zustellung in» Hau»: Bierteljührig fl. >.20, haidiährig fl. 2.40, ganzjährig fl. 4.80, mit Post«rsendnng im 3m1oh6c ^ierieljährig fl. 1.40, halbjährig fl. '-'.80, ganzjährig fl. 5.60. — Einzelne Kümmern 10 kr. Schriftleiter: Panl RnU, Hauptplatz ?tr. 14. — Verwaltung uitb 9(rIo|: W. »Uns», H««»tpl,, Nr V. Handschriften werden nicht zurückgestellt, Ankündigungen billigst lereckine». — Veitrage sind erwiinscht und wollen längsten» di« Freitag jeder Aoc>»e eingesandt werden. Pränumerations-Einladung. Das Alwnuemeut Kann mit jedem Monate begonnen werden und wird auch gegen monatliche Bezahlung ü 45 Kr. in pettau, » 50 Kr. auswärts mit poliver-fendung, angenommen. Gleichzeitig er-' tauben wir uns, alte p. i £cscr unlt.es Stattes tim gefältige Einsendung des entfallenden ^bonnementbetrages hökichft ;n ersuchen. Die Verwaltung. Die nächsten Aufgaben der Socialpolitik. Während i» andren Länder» dir socialen Reformen im Vordergründe deS allgemeinen In-trreffc« stehen und die Kämpfe um die Verbesserung der materiellen Lage die einzelnen Par-lamentsgrnppe» in hervorragender Weise beschäf-tige», merlt man bei nns in Österreich von alle-dem Herzich wenig. Hier begnügt man sich mit dem Erlasse einer Sprcichenverordnung. nm das Parlament eine ganze Session hindurch zu be-schuftigen und wenn man dem Lande überdies noch einige slavische» Gerichtshöfe gibt, so meint man vielleicht, mir mivernünstige Schreier können eine produktivere ReqierungStlmtigkeit verlangen. Unser armes, vo» den Wehen seiner slavischen Zukunft durchschüttllteS Österreich mag freilief) ein schlechter Boden sei» für sociale Einrichtungen die mit dem Begriffe eineS mottet neu Staate« eng verknüpft sind und so kommt eS, dass die Unsicherheit deS Erwerbes und der Existenz immer weitere Kreise zieht in Österreich und eine sociale Zerklüftung hervorruit. die von den un-berechenbarsten Folgen sein kann, wenn sie nicht rechtzeitig behoben wird. Zur Naturgeschichte der Hagestolze. Bon Paul Kuie. Wer kennt sie nicht, jene Vertreterinnen be« schönen Geschlechtes, die man atS „sitzengebliebene Mädchen' zu bezeichnen pflegt, obgleich sie von Mädchenhastiykeit, diesem Inbegriffe aller knoSpen-haften Weiblichkeit, gar oft nur den Namen be-wahrt haben, die anmnthe», wie verspätete Rosen, die um die Herbstzeit dnftloS und seelenlos, ein-sam am Stengel hängen und im Sturme all-mahlig Blatt für Blatt verlieren; wer kennt sie nicht, jene „alten Jungfrauen-, die. verbittert und graziengtmieden, von einem leidenschaftlichen Männerhaße beseelt, dnrch's Leben schreiten und deren Anblick uns immer an einen wässerige» Regentag erinnert? Ach, sicher ist Jedem von nns ei» ganz besonders grimmiges Exemplar dieser JungsrauenspezieS bekannt, und mit Eut» setzen denkt er an die spitze Zunge und all' die kleinen Bosheiten, mit denen diese jungfräulichen Wese» das Glück der anderen Sterblichen zu verfolgen lieben. Eine der dringendsten Reformen, die den Weg znr friedlichen Entwickelung ebnen würde, dürste nun unserer Meinung nach die Bildung einer socialen Versicherung sein. Schon lange hört man, cS sei eine allge-meine Alters- und Jnvaliditätsoersicheruug ge-plant, die mit der AitcrS- und Invalidität»»»' fich-rnng der Privalbeamteu begonnen U0 Ml) und nach auf die ArbeiterschaftauSgedehntwerden solle. Doch ist die Sache über eiliige' schüchterne Anläuse bisher nicht gediehen. Und doch mnffen die Wohlthaten der öffentlichen Socialpolitik über alle gleichmäßig vertheilt werden, wenn man unter deu einzelnen (HefellschaftS- nnd Berufs-claffen das für die Rnhe des Staate« io nöthige Gleichgewicht herstellen und das öffentliche Leben nicht beständigen Erschütterungen aussetzen will. DaS Recht der Angestellten auf Alters und In-validitätsversichernng darf nicht blos im Staats-dienste Anerkennung finden, sondern es muß auf alle anSgedehnt werden, ans die der Begriff Ar» beiter im weitesten Sinne des Worte» Anwendung findet. Die staatliche Soeialversicherung, soweit sie bis jetzt in Österreich besteht, ist noch sehr weit von ihrem Abschlüsse, sie erstreckt sich nur auf Krankheit und Unfall. Gegen-«mezeitige Jnvalidi-tät ist der Arbeiter in Österreich ebensowenig wie gegen die Folgen deS Alters geschützt. Deutschland nennt nun schon die Alters- und JnvaliditätSversicherung sein Eigen, in Österreich steht man diesbezüglich noch immer vor dem Leeren. Die Altersversorgung der Privatange-stellte» und aller jener, welche ihre Arbeitskraft in fremden Diensten verwenden, würde deshalb eine socialpolitische Action allerersten Ranges darstellen. Tragen doch alle in Handel nnd Verkehr Angestellten wesentlich dazu bei, die Menge der Güter der bürgerlichen Gesellschaft zn erhöhen und eS wäre unbillig, sie beständig dem Drucke der wirtschaftlichen Unsicherheit .»>d dem AuS- Damit aber keine Lücke in der Naturge-schichte bleibe, ist dafür geiorgt, dass auch im Männergeschlechte jene ..Sitzengebliebenen" ver-treten sind, so da „Junggesellen" benamset werden, just mit demselben Rechte, mit dem wir „Schwager" zum Postillon sagen, den» eS sind mitunter recht bejahrte Gesellen, diese „Junggesellen" — zu-weilen sogar solche, die schon mit dem Kopfe wackeln. Und kühn darf ich eS behaupten: diese „sitzengebliebene» Männer" sind an altjungfer-lichen Schrullen den sitzengebliebenen Mädchen ganz bedeutend über, sie bilden eine internationale Brüdergemeinde, deren Mitglieder an tausend kleinen Zeichen in allen Rationen kenntlich sind und Niemand versuche zn rütteln an ihren all-geheiligten Traditionen — ein Wuthschrei würde sich erheben vom Belt bis zur Adria. Vergebens ist ihnen die Gesellschaft mit Entziehung von allerlei kleinen Vergünstigungen zu Leibe ge-gangen, vergebens sind die Regierungen mit einer Jnnggesellensleuer gegen sie zu Felde gezogen, selbst die schönsten Tiraden eine» modernen Abraham a Santa Clara würden sich ihnen gegenüber machtlos erweisen. Die echten Jung-gesellen lassen sich nicht in da» Joch der blicke auf einen kummervollen Lebensabend aus-zusetzen. Die Ausgabe, du da durchzuführen sein wird, ist wohl eine sehr schwierige und große, aber sie tan» bewältigt werden, wenn alle be-theiligteu Factoren mit vereinte» Kräften an das große Werk gehe». Die Hauptschwierigkcit liegt in der Uneinigkeit und Lässigkeit, mit der bei unS alles durchgeführt wird. Hat der Staat für feine Beamten nnd Diener sorgen und die Pensionsberechtigung der Lehrer ausstelle» können, so ivird er sich auch der Privatangestellte» annehmen und die Schaffung eines große» PensivnSfondes betreiben können, indtm er auch jene znr BeitraMeiftung heran-zieht, die al« Unternehmer in erster Reihe in-teressirt sind, und dann auch die Arbeitskräfte selbst, denen die Sicherung einer AlterSpeusion die schwerste Sorge und das nirderdrückendstc Gefühl ihres Lebens hinwegnimmt. Die Altersversorgung vo» StaatSivegen muß allmählich auf alle anSgedehnt iverden, die an den Gütern der Cultur mitarbeiten. Jetzt sorgt der Staat nur für seine unmittelbare» Diener und deren Hinterbliebene: aber auch der Gc-werbetreibende, der Kaufmann, der gefammte Mittelstand dienen in ihrer Weife den, Staate nnd haben Anspruch darauf, ans dem allgemeinen ArbeitSproducte, aus dem Gesammtertrage der VolkSarbeit im Alter vor Noth und Elend ge-schützt zu werden. Die Altersversorgung der StaatSangestellten ist nur ein Glück deS Resormwerkes, das zu vollbringen ist ein Zeichen der Humanität. Da» Werk kann bei den Beamten nicht stehen bleiben, eS muß auch ans die Hauptmasse der Bevölkerung ausgedehnt werden, denn auch ihr gegenüber hat die Gesellschaft dieselben sociale» Pflichte» und darf sie nicht hifloS der Noth preisgeben, wen» die Kraft zur Arbeit nicht mehr ausreicht Ehe schmieden, tief durchdrungen von dem Glauben an die alleinseligmachende Institution deS Jllnggeselleiithuines verschanze» sie sich in Junggejellenclub» und Clnbhäufern gegen die ein-stürmenden Feinde seininini generi». Verschieden wie ihr Lebensalter, ist die KampfeSweise der belagerten Junggesellen und verschieden sind auch die einzelnen Typen diese» Standes. Man hat Junggesellen aus Leidenschaft und Junggesellen aus Bequemlichkeit, man hat die ältlichen und geistreichen, die sogenannten „interessanten Junggesellen" und mau hat die Junggesellen aus Schüchternheit, Junggesellen au« Sparsamkeit und Jvnggcsellcn aus Ver-schwcndung — kurz, dieser Stand weist so ver-schiede»? Nuance» auf, wie die Rose iu ihren Farben. In seiner Erscheinung ist der zünftige, pro-fessionierte Junggeselle stet« sehr elegant, sehr rund nnd sehr wohl aussehend und wie um zn beweisen, das« man nicht verheiratet zu fein braucht, '.im sich stet« frischer Wäsche zu erfreuen, strahlen feine Öbcrhemdcn. Kragen und Man-scheiten gewöhnlich in blendendem, beinahe un» heimlichem Weiß. Seine Lieblingsbeschäftigung ist Der «taatsvoranschlag pro 1^99. Der StaatSvoranschlag pro 1899 weiSt ein GesammtresorderiiiS per 760,286.79H fl. und finr Gesamnitbedeckung prr 760,754 884 fl. auf, so dass ein Überschuß vo» 468.041 fl. oori)f?elK» wurde. Vergleicht man damit die für da» Jahr 1898 vorgesehenen Ausgabe» mit 722,872.831 fl., denen Einnahme» von 723,221.759 fl. gegenüberstehen, so ergiebt fiel» die bemerkenswerte lW> fache, dass da» Ergebnis für das kommende Jahr ei» umA7.4l3.96^ fl. höhere« >st als das diesjährige. Tie Hauptfumme dieser Erhöhung entfällt ans den Mehranswand von ca. >.! Millionen für die Regulierung der Bcamteiigrhalte »nd ans den Mehraufwand per 8.888 VO) fl füi die Staat»-bahnen (Zuwach« neuer Strecke». Anschaffung von Fahrbetriebsmilteln ».). Die Erhöhung der Ei»-nahmen im Etat de« Finanzministeriums beträgt im ga»,;en nahezu »l Millionen und ist ans Rech-mmg der Steuerreform zu fetze». Auch die Ver. zchruugssteiiern find mit bedeutend erhöhten Be-trägen eingesetzt ein Beweis. dass die Bei brauchsfähigkeit der Bevölkerung im Wachse» be-griffen ist. Aus die cinzelttku Posten deS StaaiSvo.au-schlages könne» wir des beschränkte» Raumes wegen nicht näher eingehe». Einige Titel sind jedvch interessant genug, um ei» Herausgreife» zu rechtfertige». So weist der Etat des Mini« steriums für Eiiltus nnd Unterricht ein Mehr-ersorderniS per 476 616 fl. ans. Darunter be-findet sich ein Betrag von 100.000 fl. als Pau-schalerforderms zur Errichtung einer t i ch e ch i s ch e n t e ch » i f ch e n Hochschule , i n B r >i i! Die Steigerung der oldentlicheu Ausgaben bei den G y m n a j i e » (110.600 fl.) erklärt sich insbesondere aus der Einstellung der JahreSer-sorderuisse für eine Reihe vo» im Budgetentwiirse pro 1898 nur mit Ta»ge«ten präliminierten Er-fordernissen für neue Lehrstellen und Anstalten! weiterS ans der Umwandlung der StaatSunter-gymnasien i» Ezasla u, A 1 t-B r tt n n uub Buczacz in Obergymnaficn »nd der Errichtung eines Slaatsghmiiasiums mit s e r b v-kroatischer Unterrichtssprache i» Mitterbnrg, eines solchen mit tschechischer Unterrichts-spräche in P r o ß n i tz «.!), sowie eine» Staats-untergvmnasinnis in Sereth mit Beginn des Schuljahres 1899/1900; auS der Subven-t i o » i e r u n g des vom Vereine „Matice MisteS-ka" in Mistek erhaltenen Privaigymnasiums mit tschechisch.? Unterrichtssprache (!), Errichtung ruthenischer Parallelclasse» am StaatSgymnasinm in Tarnopol urd Systemisierung von z»hn neuen Lehrstellen extra stnturn vom Schuljahre 1899/1900 oh. Tarockspieleu. Hundezüchien und dem Jungge-sellenthume Proselyteu werbe». Ja. letztere Be-schäftignng betreibt er mit wahrer Leidenschaft und kein fanatischer Muselman kau« dem Pro-selytenmache» begeisterter huldigen alS er. Es ist, als müffe er das jämmerliche Gefühl innerer Einsamkeit durch Fanatismus betäuben. Auch feinen Hühnerauge» widmet ein wackerer Junggeselle zärtliche, wahrhaft rührende Sorgsalt und es ist nicht selten vorgekommen, dass ein genialer Hühneraugendoctor — vulgo Barbier — von einsame», alten Junggesellen zum Universalerbe» eingesetzt wurde. In der Philosophie hat sich der Jungge-felle Hartmann und Schopenhauer in die Arme geworfen und besonders des Letzteren Abhandlung über da« zarte Geschlecht ist ihm geläufig wie dem Wanderprediqer da« Evangelium vom ver loreneu Sohne. Der höchste irdische Genuß bleibt einem »vackeren Junggesellen aber stet« Essen »nd Trinken, ja eS gibt unter ihnen höchst auSge-bildete Gourmand«, die — man denle — noch DaS ordentliche Erfordernis der Realschulen ist großer um 105, 952 fl. wegen Prälimmiernng deS Aufwand.« für eine mit Beginn d.s Schul» jähre« l 899/1900 neu zn eröffnende Realschule in Jnngbn-.zla» (tschechisch) und für eine Real-schule in Pla» (deutsch); wegen Snbventionierung der Commnnalrealschule in Dornbirn und Sub-ventionSerhöhnng für die LandeSrealschule in T e 1 t s ch; wegen der Erössnun g v o » ParallelclassenanderStaatSrcal-s ch u l e i n B r ü n >' (tschechisch). Pröliminierung deS Erfordernisses für zehn exlra Miat um-Stellen mit Beginn deS SchuljalireS 1899 bis 1900, so-wie des volle» Erfordernisse» für die im Vor-jähre unr mit Tangenten vcranfchlagten Lehrstellen. Interpellation Großauer. Die Anfrage, welche Abgeordneter Dr. W o 1 f f h a r d t und Genossen in der Reichs-rathssitznng vom 29. Ronrnibcr an den Landes-vertheidtgnnqSminister richtete, liegt u»S jetzt im stenographischen Peotocolle vor. Dieselbe hat nach-stehenden Wortlaut: In der Nacht vom 28. ans den 24. No-oeinber d. I. entstand im Osterberger'sche» Kaffee-Hause in Pettau Mische» de» Herren Heinrich Großauer, Privaten und Lie»tena»t in der Reserve und Arthur M fi (Irr Ritter v. Eiblei», k. nnd k. Hanptn'ann de« in Pettan gar.iisonieren-den PioiinierbataiUonS Nr. 4. anläßlich eine« Gespräche« über den Schleswig Holstein'schen Krieg ein Wortwechsel, bei welchem Großauer die beleidigende Äußerung Haiiptmaiin M ü l l e rS: ..Großauer sei nichts, verstehe nichts und stelle nichts vor" mit der Bemerkung „Frechheit" erwiderte. Über diele Bemerkung sprang Hauptmann Müller ans, zog seinen Säbel und versetzte Großauer, weicher ruhig sitzeii geblieben war, einen derart wuchtigen Hieb aus den Kopf, dass Großauer eine klaffende Wunde und eine Splitterung des SchädelkaochenS erlitt. Großau e r griff, um weitere Säbelhiebe abzuwehren, »ach dem Säbel des Hauptmann Müller, worauf der nebe» Grvßai: er sitzende Oberlieuteuaut Victor T v m p a ebenfalls auisprang, seinen Säbel zog und damit einen Hieb aus den linke» Arm Großauers führte, durch weichen Hieb mehrere Sehnen des Arme» dnrchhauen wurden. Müller und T o m p a hieben da»» noch weiter auf den schwerverletzte», wehrlosen Großauer ein, bis dieser zu Boden sank und entfernte» sich da»» aus dem Kaffeehaus, ohne sich um G r o ß a ii er weiter zu kümmern. Großauer wurde i» seine Wohnung gebracht, erhielt einen Nothverband und wurde am nächste» Tage aus die chirurgische Klinik de« allgemeinen Krankenhauses in Graz gebracht. Hervorgehoben mußwerdeu. dass Großauer nicht dreißig Jahre alt sind und die doch über eine Hummer-Majonaise in Ekstase gerathen können. Seine Studien de« Ewig-Weiblicheu absol-viert der Junggeselle an Zola'S Fraiiengestalten — er denkt nämlich im allgemeinen gar verächtlich von unserer bessere» Halste und hält nur die Herren der Schöpfung für vollendete menschliche Wesen. Aber es komme» die trüben Tage des Herbste«, e« kommt die Zeit, da auch der enra-giertest? Junggeselle de» Alleinsein« überdrüssig wird und sein Herz ihm so öde und verlasse» erscheint wie eine verschneite Chaussee im Winter, die Zeit, wo er sich nach einem 1'ebediirchdusttten Heim zu sehnen beginnt — da» ist die Zeit, da sich eine groß, Wandlung mit ihm vollzieht. E»t> weder er geht an fremden Herde wohnen und fucht die Annehmlichkeiten der Häuslichkeit zu erlangen, ohne sich mit ihre» Plage» »u be« lasten — er wird Hausfreund, wie die« «ardou so ergötzlich in feinem „Alten Junggesellen" ge- und Hauptmai,u M ü 11 e r einander seit langem kannten und das« Hauptiiiann M ü l l e r wußte, das» Großauer Leutenaut in der Reserve sei. ihm demnach Genugthuung mit der Waffe gebe» könne und werde. Dieser empörende Vorfall. welcher geeignet erscheint, daS so wünschenswerte gute Einvernehme» zwischen Bürgerschaft und Militär zn stören, wie a»di die Ehre »nd daS Ansehen de» OsficierSstaiideS zn schädigen, veranlaßt oie Unterzeichnete» zur A»frage: ..„Ist Seine Excellenz der Herr Landes-vertheidigungsmittister geneigt, darauf hin-ziiwiikeii. dass eine strenge Untersuchung diese« Vorfalle« eingeleitet werde nnd bei erwiesener Schuld der vorgeiiaiiuten Ossi« ciere eine strenge Bestrafung derselben er» folge? Will Seine Excellenz auch dafür Sorge tragen, dass derartige», in letzterer Zeit leider wiederholt vorgekommene» grobe» Ausschreitungen durch entsprechende ernste Maßnahmen thunlich'! vorgebeugt werde?"" Dr. W o 1 f f h a r d t. Dr. Hochenburger. Dr. Hofmann. Girstmayr. Dr. Budig. Mosdorfer. Erb. Seidel. Dr. PrefSler. Kaiser. Dr. Pommer. HerzmanSky. Dobernig. Hinterhnber. Polzhofer. Hueber. Dr. Lemisch Heeger. Drexel. Gho». Eiseie. Lorber. Rigler. Franz Hofiuan». Dr. Eteinwender. Kieiimaiin. Böheim. Sollte diefe Interpellation erfolglos bleiben, so wird Dr. W o 1 s s h a r d t, wie wir vo» gut informierter Seite erfahren, diesgeeigueten Schritten in dieser die Bewohner Pettauö so tief berührende» traurigen Affaire beim Kriegs-minister persönlich machen, um ausreichende Ge-uugthuung für das beleidigte RechtSgesühl der» selben zu erlangen._ Pettauer Wochenbericht. (Leglückw Mischung.) Am 6. d. M. beglück- wünschten dir Lehr«r und Lehrerinnen von Pettau den Herrn Bürgermeister und den .Herrn Propst zur allerhöchsten Auszeichnung. Bei dieser Ge-legeuheit bat Oberlehrer Stering den Herrn Bürgermeister als LondtagSabgeordneten. bei der GehaltSfrage der Lehrer eine möglichst wohl-wollende Stellung für die Lehrerschaft einzunehmen, da es nicht »nr humane, fouderi: auch patriotische Pflicht des Landtage« ist. de» Lehrern und Lehrerinnen jene Gehaltsbezüge anzuweisen, die sie vermöge ihrer wichtigen Stellung nnd Au«-bildung beanspruchku können. schildert hat. oder er färbt sich den Bart und geht aus die Suche nach einer Frau. Und diese Suche hat auch ihre Vortheile, denn al« HeiratScandidat wird er überall mit ausgesuchter Liebenswürdigkeit aufgenomme». die besten Bissen werden ihm vorgesetzt, die feinsten Weine sür ihn entkorkt — aber auch die» Terrain ist bereit» stark ausgenützt und meisten« verfällt der Junggeselle seinem Schicksal — der Haushälterin. Die Haushälterin ist da» u»e»trin»bare Schicksal de» alternden Junggesellen, sie ist die Tyrannin. di.' die Rache der beleidigen Weib-lichkeit an ihn vollzieht und unter ihrem Pan-toffel beschließt der Junggeselle sein Dasein, ein-sam und unbetrauert, feine Stiefel und feine Weine dem Diener. f?ine Möbel der Hanthälterin, fein Vermöge» entfernte» Verwandte» oder einer milden Stiftung zur Alter»verforgung invalider Rennpferde und rheumatischer Vorstehhunde hinter-lassend — ein bejammernswerter, „sitzengebliebener Mann". (Jubiläum rittrr Lehrerin.) Am 2. De- cember b. I. waren eS fünfundzwanzig Jahre, dass Fräulein B. Z » rha 1 eg als Lehrerin i» Pettau thätig ist. Während dieser lauge» Zeit genossen viele Hunderte von Mädchen unserer Stadt Unterricht und Erziel»»ng dnrch diese be» währte Lehrkraft. All? Schülerinnen werde» daher gewiss mit Dankbarkeit ihrer einstigen Lehrerin gedenke» und wünsäi«n, dass Fräulein Znrhaleg noch viele Jahre ebenso geistig und körperlich frisch als bisher der hiesigen Mädchenschule er-halte» bleibr. (Verladung.) Herr Konrad Sommer, k. f. SteiieramtSadjnuct. hak sich am vergangenen Sonntag mit Fräulein Betty S i in a verlobt. Wir gratulieren! (Ein deutscher Ehrenbürger.) Die in einer der letzten GeineinderathSsitziingen beschlossene Er-nennnng Baeq » «heinS zumEhrcilbiirger von Pettau Ijiit den Zorn eines anscheinend hier an-sässigen Artikelschreibers erregt, der seinem Zn-grimme in der letzten Nummer der „Deutschen Wacht" in äußerst gehässiger Weise Lust machte. Anstatt an diesem Beschlusse eine ernste, aber ob-jective Kritik zu übe», wie man sie vv» einem Parteigenossen erwarte» kann, gefällt sich der Artikelschreiber darin, auS diesem Anlasse gegen unsere Genitiiidcvertretling. besonders aber gegen «nsereu verdienten Bürgermeister die ungerechtesten und gehässigsten Verdächtigungen zu schleudern und wir bedauern aufrichtig. dass die „Deutsche Wacht" »> Cilli ihre Spalte» zu einem solche» Machwerk hergeben konnte. Diesem Um-staiide allein verdankt eS der Schreiber auch, dass wir uus mit seinen Ausführungen etwas eingehender beschäftigen Bor allem u.üsse» wir die in vem Artikel zu Tage tretende Bevormundung unserer Gemeindevertretung auss entschie-dcuste zurückweise». Wen» der Vertreter der „Deutschen Wicht* schreibt, dass bei dieser Ehreu-bürger-Eniennnug einseitige personliche, ja egoi« stische Erwägungen mitgesprochen haben, so ist da« eine perfide Verdächtigung, welcher man im nationalen Kampfe aber leider Öfter begegnet. Frappiere» könnte nur. dass diese Anwürfe aus dem eigenen Lager kommen. (Äeradezu lächerlich erscheint eS uii« aber, ivcun der Schreiber meint, der gesammle Gcmeinderath wäre diesen Erwä-gungen aufgesessen. Derselbe hält doch nicht etwa die Gemeiiiderathsmilglieder in ihrer Gesammtheit für politische Kinder und glaubt sich infolgedessen zu ihrem Vormund berufen? Zur Sache selbst haben wir solgendcS zu bemerken: Wir alle wissen, dass sich der scheidende Statthalter um unsere Stadt nicht unbedeutende Verdienste erworben hat. Eine Erkenntlichkeit demgegen-Über war um so mehr am Platze, als es in eingeweihten Kreisen schon seit Wochen kein Ge-heiinni» mehr >var. dass B a c q n c h e m in Un-gnade von seinem Posten scheiden würde. ES läßt sich nun zweifellos darüber diskutiere», ob der Dank der Stadtgemeinde durch die Ernennung Bacquehems zum Ehrenbürger vo« Pettau in an-gemessener Weise zum Ausdrucke gekommen ist — vielleicht hätte auch eine Dankadresse dieselben Dienste gethan, ober von einer PreiSgebuug der iligen nationalen Pflicht, von schwächlichem > auk für die Decorierung deS Bürgermeisters ic. zu reoen, wie der Eorrespondent der „Deutschen Wacht* es thut, ist einfach lächerlich. Der fchei-dtnde Statthalter war der Vertreter eines poli-tische» Systems, das wir nie aufgehört haben zu bekämpfen, seitdem eS besteht und das wir noch so lange bekämpfen werden, bis eS zu Fall gebracht ist — daS hat ihn aber nicht gehindert, sich um unsere Stadt sehr verdient zu machen und auch n»S darf es nicht hindern, demgegen-Über dee Dankbarkeit Ausdruck zu geben. Seine Verdienste uni die Deutschen in ihrer Allgemeinheit »lögen nichts weniger als hervorragende sein, bei dem herrschenden System wird das niemand anders erwartet haben, aber auch die „Deutsche Wacht" gibt in ihrem Leitartikel — der sich in derselben Nummer befindet, in welcher die Ehren-bürger-Ernennung einer so gehässigen Kritik unter- — 3 — zogen wird — zu, dass die Objectivität Bacque-hem«, soweit eS auf seine Person angekommen ist, eine unantastbare war, so dass sie für den Scheidenden zwar kein lebhafteres Gefühl, aber doch daS der Achtung empfinde. Und dann »och Ein». Glaubt der Schreiber des betreffenden Ar-t'kelS wirklich, dass durch die erwähnte Ehreu-bürger-Eriiennuug von Seiten der Stadtvertretmig ein devotes Eomplinient nach vben gemacht worden fei, dass da persönliche, egoistische Erwägungen mitgesprochen haben müsse», um dieselbe zu er-kläre»? Wir glaube» im Gegentheil, dass die Vertretung unserer Stadt in Baegneheui nicht de» hohen RegierungSsöldling geehrt l)iit, denn das war er im Augenblicke leiner Ernennung gar nicht mehr, sondern ihn gerade darum diese außerordentliche Ehrung zutheil werden ließ, iveil er >u Ungnade vo» seinem Posten scheide» und ins Privatleben zurücktreten sollte. Ei» Compli> ment nach dieser Stelle hin wäe für persönliche und egoistische Erwägungen, wie sie dir betreffende Schreiber im Auge hat. wenig empsehIenS-wert gewesen. DaS ist unsere Auffassung der Sachlage uud wir glauben, es wird auch diejenige der gesamuiten Einwohnerschast sein. (Nachträgliches ;»r Jubiläumsfeier.) Bon Seite» deS Militär Veteranen Vereines iverden wir ersucht, unseren Bericht über die Jubiläums-seier dahin richtig zn stellen, dass der ant Vorabend« deS Festtages in Pettau veranstaltete Fackelzug nicht eine von der Bevölkerung auSge-ga»gene Kundgebung gewesen, sonder» lediglich vom „ErzherzogAlbrecht"Militär-Veteranen Verein ausgegangen sei. Die freiwillige Feuerwehr, welche sich außer dem genannten Verein betheiligte, ist :>»r einer Einladung deS Militär-Veteraueu-Vereines gefolgt. Da »nS der Vorwarf gemacht wird, dass wir die Bevölkerung bei diesem A»-lasse nnberecht' ' rweise an die Spitze gestellt hätten, so kommen wir der obigen Aufforderung gerne naci nd constaticren, dass die Einwohner-schast der Stadt au dem Fackelzuye ganz und gar unbetheiligt war. Das Verdienst gebührt allein dem „Erzherzog Albrecht"-Militär'Veterailen> Verein. (Lalino »erein.) Am Sonntag den 11. December 1898 findet die diesjährige Gcueralver-sommluug, verbunden mit einem Familieuabend statt, worauf wir unsere Leser ausmerksam machen. (Weihnachtsfeier.) Der deutsche Turnverein veranstaltet wie alljährlich eine WeilrnachtSfeier, welche heuer am 18. d. M »im 8 Uhr abends in den Räumen de« deutschen Heims stattfinden wird. Die Einladungen zu diesem Feste werden demnächst versendet werden. Personen, die Einladungen wünsche» nnd an» Versehen keine er-halten, mögen ihre Adresse gefälligst Herrn Aspaltl mittheilen; ebenda mögen etwaige Spende» zur Tombola hinterlegt werden. (Eemeinderilthslihnng.) Am vergangenen Freitag fand hier eine G?meinderatl>Ssitznng statt, bei welcher als einziger Punkt der Tagesordnung die F e st f e tz » n g der Schlachthaus-o r d n u n g zur Ver!»vidlii»g stand. Die verschiedenen Paragrafen derselben wurden einzeln dnrch jeweiligen GemeinderathSbeschnsS festgelegt und auch der Schlacht!,auStarif und die Bestimmungen für das Kühlhaus von der Gemeinde-Vertretung angenommen. Wir komme» auf die Sitzung in der nächsten Nummer unsere« Blatte« zurück (Dur Gasbeleuchtung.) Mit Rücksicht auf die unmittelbar bevorstehende Inbetriebsetzung des GaSwerkeS sei allen Interessenten dringend empfohlen, sich beizeiten mit den erforderlichen Be-leuchtiingSkörpern zu versehe», die hier bei ver-fchiedenen Firmen z» haben sind. Son't könnte es leicht passiren. dass die Eröffnung des Betriebes manchen der Angeschlossenen ganz und gar u»vor-bereitet trifft. (Vom neuen Gaswerk.) Der Bau des neuen städtische» Gaswerkes ist jetzt soweit vorgeschritte». dass die Inbetriebsetzung desselben »och vor Weih-nachte» erfolgen wird und auch die öffentliche Straßenbeleuchtung dürfte bis zu diesem Termin unbedingt funktionieren. Die großen Gasbehälter schwimmen bereits seit einigen Tage» in den Bassins, welch,' durch das Entgegenkommen der hiesige» freiwilligen Feuerwehr mittels dreier Schlauchlinien n»d einer Spritzenmannjchaft von 40 Mann in überraschend kurzer Zeit gefüllt worden sind. Ebenso schreitet die innere Einrichtung des GaSiverkes rasch vorwärts. In wenige» Tagen dürste» sowohl die Generatoren und Regneratoren, wie die anderen Apparate zur Gaserzeugung fertig-gestellt sein u»d auch der sehr interessante Einbau des sogenannten Winderhitzers und die compiicierte Einrichtung der Reinigerkammer sind ihrer Vot» lendiing nahe. Dampfkessel >,ud Maschine sind bereit« seit Dienstag in Betrieb, wobei sich die Maschine durch ihre» ruhigen tadellosen Gang auszeichnet und die weißen Rauchwolke», welche d>m schlanke» Kamine entströme», zeugen von dem flott pnlsireiideu Lebe» am unteren Draniiser. Endlich also wird das in Goethe'S bekanntein AuSsprnch zum Ausdruck gekommene Verlangen nach „M e h r L i ch t" auch in unserer Stadt in Ersüllniig gehen. Mit Befriedigung coustaiiereu wir ferner das mit der Vollendung der Arbeiten zusammenfallende Verschwinde» der Fallgruben, die eine» Schrecken des am Abend den heimijchen Penateu zustrebende» Stadtbürgers bildeten. DaS städtische Schlachthaus und die mit demselben vereinigte Kühlanlage, die »ach den letzte» Beschlüssen auch für Eisbereitung ausgedehnt wurde, durste dagegen erst einige Woche» »ach Weihnächte» dem Verkehr übergeben werden. — Wir komme» auf die Anlage und die inneren Einrichtungen der obenerwähnte» Bauten noch ausführlicher zurück. (ihcalcruachricht.) Heute Sonntag 11. De-ccmber wird L'Arronge's vorzügliches Volks-stück ,.M ein Leopold" gegeben; es wäre zu wünselje», dass diese Sonntagvorstellung be-juchter wäre als die vorhergegangene», da sich wohl so»st die Direktion gezwungen sähe. Sonntag Überhaupt keine Vorstellungen zn geben. — Dienstag de» 13. December wird aus vielseitiges Verlangen „Die goldene Eva" aufgeführt; diese« Lustspiel, welches im Vorjahre den größten Erfolg von allen gegebenen Novitäten davon getragen hatte, dürfte auch heuer eine besondere Zugkraft ausüben, zumal die Träger der Hauptrolle», die Herren Dir. Gärtner und K a m i» a u f. sich bereits in der verflossenen Saison durch ihre inusterhasten Leistungen besonders hervorgethan haben. Neu besetzt ist Frau Eva mit Frl. Fischer und Gras Zeck mit Herrn Iah n. — Da stch bereits jetzt schon ein große« Interesse sür die,'« Vorstellung kundgibt, werden von heute an V 'rmerkiiiigen aus sitze im Hanpt-Tabak-Verlage des Herr» Kasimir entgegengenommen. Die Vorstellung findet bei gewöhnlichen Preisen statt. — Donnerstag den 15 Deeember hat Earl M o r r e das Wort, indem Direktor Gärtner einen M o r r e * A b e u d gibt, wie solche gegenwärtig an sehr vielen Theatern in Steier-mark veranstaltet werden. Ans diesem Anlasse komme» Morre'S neueste Einakter „B or ' m Suppenesse »", „A Rauscher!" zum ersten» mal« auf der hiesigen Bübne zur Darstellung; den Schluß dieser Vorstellung macht Morre'S ländliches Zeitbild „Für'S B n ck e! k r a x' n-trag'»". Das Publikum dürfte wohl die Ge-legeiiheit nicht vorübergehen lasten, die letzten Werke unseres leider nur allzufrüh verstorbenen LandSnianneS kennen zu lernen. — Samstag den 17. December wird die reizende Lustspiel-Novität „Die k l e i u e M a m a" gegeben ; dieses sehr unterl)altendc Lustspiel, in welchem Fräulein B e 11 a u die Titelrolle spielt, wird gegenwärtig an allen größeren Provinzbühue» ausgeführt. Hof» fentlich findet sich das Publieum diesmal recht zahlreich ein und unterstützt auf diese Weise unsere» sehr eifrigen Theater-Director in seinem löblichen Bestreben, stets Neues vorzuführen. (Verhaftung von Ercedenlen.) Am ver-gangenen Sonntag statteten eine Anzahl Banern-burjcheii aus der Umgegend unserem Städtchen einen Besuch ab. Wie gewöhnlich bei solchen An- lässt», entwickelte» dieselbe» bei dieser Gelegenheit einen nicht gcwol)i'lid)fii Durst und als die Geister des Alkohols i» den Köpfen der Bursche» z» rumoren begänne», ließ sich einer vo» ihnen, der jteuschlersohu 3gnaz A l t aus Kitzcrberg. zu einem schnöde» Mißbrauch der Gastfreundschaft hinreiße». Er machte, wie man zu sagen pflegt, einen MordSradau und schwur dabei der Stadt Pettau ewige Urfehde. Doch die Vergeltung schreitet schnell. Bald waren einige Wachleute zur Hand, die ihn in ihre Mitte nahmen. um ihm Gelegenheit zu gebe», die zur Ausnahme von nn-geberdigen Gäste» getroffene» kommunalen Einrichtungen kennen zu lernen. Das entsprach aber durchaus nicht dem Geschmacke seiner Genosse», i» dene» sich der Geist der Solidarität regte. Mit vereinten Kräften suchte ma» den Wachleuten ihren Arrestant«! zu entreißen, und als das nicht so schnell gelang, richtete der Keuschlersohn Alois Pnysic ans Patzing eine flammende Ansprache a» seine Kameraden, die in den Worte» zum Ausdrucke kam: „Burschen kommt, nehme» wir de» A l t rveg. er darf nicht eingesperrt werde»." — Die Wachleute hatten einen schwere» Stand. Mehr als 40 Bursche» umringte» sie. so dass ih»e» nichts anderes übrig blieb, als vom Leder zn ziehe» und mit der blanken Waffe einznhauen. Hierbei erlitte» zwei derselbe», der oben erwähnte P u y s i c und ber Kcuichlersoh» A r n u s ch aus Kitzerberg nicht unerhebliche Ber-letzungcn an de» Händen. Die Affaire endetc schließlich mit einer vollständigen Niederlage der Angreifer, von de»e» Alt. Pnysic, Arnusch und der zieuschlersohu Franz FuchS ans Kitzerberg mit Hilfe eines dritten Wachmannes arre» tirt nnd dem k. k. Bezirksgerichte eingeliefert wurden. (Diphlheritis in Eh«rnisch.) I» Folge epi-demischen Auftretens der Diphtheritis in Thurnisch wurde» die dort heimischen Schüler bis auf weiteres vom Schulbesuche enthoben. Diese höchst wichtige Maßnahme erstreckt sich ans 12 Knaben und 8 Mädchen. Leider treten aber auch in Rann, ja selbst >n Pettau selbst schon einzelne dieser entietzlichsten Krankheitsfälle ans und es ist daher vo» großer Wichtigkeit, dass die Eltern jedem Unwohlsein ihrer Kinder die sorgfältigste Aufmerksamkeit zuivendeu und bei bedenklichen Erkrankungen sofort ärztliche Hilfe suchen. l^currbrrritschaft der fteiwilligrit Jnitr-iurlir.) Für die laufende Woche hält der II. Zug und die II. Rotte Feuerbcreitschast. — Zugs-sichrer Bella», Nottsührer Maitzen und 8 Mai'N. Feuernieldunge» sind aus der Central-statio» in der Sicherheitsivachstube ini Rathhause zu mache». (Maischt Siliirrgutdr».» In den letzte» Tagen sind in Pettau eine kleine Anzahl falscher Guldenstücke in Umlauf gesetzt worden, ohne dass eS gelungen ist, den BerauSgeber der Falsifikate anzuhalten. Wir empfehle» deshalb der Geschäfts-welt größte Borsicht. Die Falsifikate sind von vorzüglicher österreichischer (nicht ungarischer) Prägung, «rage» die Jahreszahl 1892 und nnter-scheiden sich von echten Münzen nur durch ge-ringercs Gewicht, schlechten Klang und maugel-hafte Umräudelung, so dass die Umschrift schwer lesbar erscheint. Vermischte Nachrichten. (Telephonische Verbindung Mischt» Tram-way-wagcn nnd Crntralstalion.) Zn Amerika ist vor kurzem der Anfang mit einer Einrichtung gemacht worden, die besonder» in Ländern, wo starke Schneesälle oft den Verkehr beeinträchtigen, von großem Bortheil sein durfte. Es handelt sich, wie wir einer Mittheilung de» technischen Bureau I. Fischer in Wien entnehmen, um die telephonische Berbindung zwischen den, aus dem Wege befindlichen Wage» einer elektrischen Tram-way und der Centralstation. Die hiezu nöthige Einrichtung ist sehr einfach, nachdem sie nur die Spannung tineS besonderen Drahtes, von der Centralstation an der Linie entlang und weiter — 4 — zurückführend und die Anbringung einiger kleiner Vorrichtungen am Wagen und a» den Stangen, welche die Drähte trage», benölhigt. Der Bortheil dieser Einrichtung ist besonders bei intensivem Verkehre nnd schnell auf einander folgenden Fahr-zeuge» ein fehr bedeutender. — (Vorlicht beim Einkauf von Zündhölichcn.) 3» neuerer Zeit werden in Massen sogenannte „Deutsche SicherlieitSzündhölzer" zum Berkauf auSgeboten. Die Schachteln dieser Zündhölzer sind mit einem gelb-roth-schwarzen. mit Kornblumen und der Aufschrift „Durch Reinheit zur Ein-heit" verjel>eueu Aufklebeschild ausgestattet. Diese Züuder werden vo» viele» Dculschnatioiialen in dem gute» Glauben gekauft, das« aus deren Reinerträgiiissen irgendwelche dentschvölkischeZivecke gefördert werde». Wie das „Grazer Tagblatt" ».in ans sicherer Quelle erfährt, ist der Verkauf dieser Zündhölzer ei» Privat»»ternehmen, aus welchem keinerlei deutschvölkische Vereine oder Unternehmungen unterstützt werde». Wie weit eö mit der völkische» Herkunft dieser Zunder her ist, dafür spricht der Umstand, da's sie in Barz-dors in Schlesien erzeugt werden, die Ausklebe-schildchen stamme» von der tschechischen Firma Bitek i» Prag. Bo» dem Fabrikanten wurde» gleichzeitig mit vbe» beschriebenen Aufklcbeschildchen auch solche mit dem Bildnisse des Zizka, HuS ». j. iv. gesetzlich geschätzt. Deiitichiiatiouale Ge-sinnu.igSgenosscn werde» ansmerksam gemacht, dass lediglich aus de» Zünd?rn des »Bundes der Deutschen in Whmcn", der „Rordmark", »Süd« mark", des »DeutschenSchulvereineS" undanderer offiziell als zu Gunsten eines Vereines verschleißte» Zünder» dein betreffenden Vereine ei» Vortheil erwächst. (fiittr um weihiiachtsgabro.) Die Leitung deS Vereines Eüdmark in Graz richtet an alle gutherzige» Menschen die Bitte, ihr für die Be-theilung von Kindern armer BolkSgenossen an der Sprachgrenze mit Weihnachtsgeschenke», milde Gabe» zuzuwenden. Der Herr Abg. Prof. Lorber hat. wie alljährlich, auch heuer 20 Krone» zu diesem Zwecke gewidmet. W.itere Spenden (auch Kleider. Wäsche. Schuhe, Bücher) werden in der Bereinskanzlei (Frauengasse Nr. 4 im 1. Stock-werke) mit Dank entgegengenommen. (veutscher Achnlvcrri»> 3» der Ausschuß-fitziing am 29. November wurde ;\r FrauenortS-gruppe Znaim für den namhaften Ertrag einer Sammlung, der Ortsgruppe Hietzing für das Ergebnis einer Vorlesung, dein Ver-gnügungS-Coinitö der Wiener Ortsgruppen für den Ertrag eines „Geselligen Abend«" und endlich dem Provincialverband Hessen-Nassau des allge-meinen deutsche» SchnlvereineS für eine Widmung zum SchulhauSbau in Böhm. Trübau der geziemende Dank ausgesprochen. Nach Kenntnis-nähme von Danksagungen der Gemeinden Pro» hrub, Komarow. Billau» und Wranowa für Unterstützunge» der Schulen des Herrn Bürger-meisterS E. v. Pohnert in Brüx für den Ausdruck des Beileid» au» Anlas» de» Hinscheiden» feiner Frau, wurde» Angelegenheiten der Schulen in Frieda». Arnoldstein, Konosih »nd 3llemnik berathen und dem deutschen Gehilfenverein für Land»krvn und Umgebung für dessen BolkS-bücherei eine Bücherspende aus den vorhandenen Borräthen bewilligt. Feriicr ivnrden kleine Unter-stiltzungen bewilligt für die Schulen in Groß-gallein. Gesent, Hrobschitz, 3nnerfla»itz. Malesitz und Maiieti»; weiterS Lehrmittel für die gewerbl. Fortbildungsschule in Eisenstein, Beiträge für HandelSunterricht in Gsent und Luserna und endlich eine Widmung zur Errichtung von 25 Suppenanstalten an Schulen im Bezirke Rokitmitz. Schließlich wurden noch Berathungen von Bau-angelegenhtiten der BereinSschulen in Böhm.» Trübau, von baulichen Herstellungen an der Berei»»schule in Paislow. vo» Angelegenheiten der BereinSschulen in Böhm.-Trübau, Jablowetz, Nd.-Eisenberg. Sauer brunn, Tscherschemoschme und deS VereinSkindergartenS in Stecken die zur Erhaltung der sämmtlichen BereinSschulen und Kindergärten pro l899 nothwendigen Credite im Gesammtbetrage vo» fl. 70920.— bewilligt. «Eine Eisenbahn Calais-vooer.» Ein großartiges Projekt wird gegenwärtig vo» einem Engläiider lanciert, welches aber, wie seine Bor-gänger, ebenfalls im buchstäblichen Sinne in's Wasser fallen dürste. Bor einiger Zeit wurde eine Schieneiiverdiildnng zwischen Brigthon und Noltingdean in England so hergestellt, dass die Schienen läng« der Küste im Meere liefen. Die Fahrzeuge, welche auf diesen Schienen bewegt werden, sind prächtig eingerichtet Salon-Wagen, die auf hohen eisernen Gitterträgern ausruhen »nd sich demnach in solcher Höhe über den Schienen befinde», dass da» Waffer auch während der Fliith da« Niveau der Wagen nicht erreicht. Die Wagen werden durch electrische Motoren »I Bewegung gesetzt. — Wie wir nun der die», bezügliche» Mittheilung des technischen Bureau 3. Fischer in Wie» entnehmen, will ein englischer Ingenieur nach demselben Piojecte eine Eisenbahn-Verbindung zwischen Dover »nd Calais herstellen, auch er wil' die Schienen auf dem Meeresboden festlegen. Wage», die auf hohe» Gitterträgern ruhen, auf diese» Schienen bewegen und als Triebkraft Elektricität verwenden. Er rechnet dabei mit dem Umstände, das» die MeereStiefe zwischen Dover Calais und die Niveau-Differenzeu in diesem MeereStheile geringe sind. Die Ausführung des Planes soll 2hO Millionen Franc» nicht übersteigen. — Obwohl nun diese Frage der Verbindung CalaiS-Dover schon oft ventiliert wurde und England voni strategischen Stand-punkte gegen das geplante Project wohl nicht» einzuwenden hätte, so sind doch die zu über-windenden Schwierigkeiten so große, das an die Realisierung des ProjecteS kaum z» glauben ist. (Gegen den hiojirrhandci.) Der Lande«. Verband der Provinziat-Handel».Gremien und Gtnossenschafte» Niederösterreichs erläßt unterm 28. November nachstehende» Aufruf an die Kauf-Mannschaft und Gewerbetreibenden Niederster-reich«: Wie die Zeitungen vom 16. und 21. No-txmber d. I. gemeldet haben, wurde »i einer von mehreren Großhändlern und 3»önstrieUen ein-berufenen 3nteresse»trn-Vcrsamml»»g in Wien der Beschluß gefaßt. Protest gegen die nu.i endlich in Aussicht stehende Einschränkung de« unseren Handel und Gewerbe so sehr schädigenden Hausir-Handels zu erhebe». Also unserer langjährigen Forderung nach Aushebung de» Hausirhandel», wird offen der Krieg eiklärt. »Kaufleute und Gewerbetreibende!" Achtet auf d>e Namen der Veranstalter und Theilnehmer der Versammlung! welche» die 18.000 Haufirer noch zu wenig sind, Lassen wir diese Herren im Geschäftsverkehr mit den Hausir-'ln allein, und vereinigen wir unS gegen diese Hausirinteressenten. Sie haben sich als die offenen Gegner des seßhaften KausmaunS und Gewerbetreibende» gezeigt, antworten wir ihnen damit, dass wir unsere Geschäftsverbindung mit ihnen abbreche». 3eder, der mit einem der Bctheiligten im geschäftlichen Verkehre steht, soll denselben ei n-stellen u»d ihm zugleich anzeigen, dass eS vergebens wäre, einen Handelsreisende» zur Wiederanknüpfuug der geschäftlichen Beziehungen zn entsenden. Z igen wir uns einig gegenüber diese» Hansirinterefseiiten, welche mit ihre» Ausführungen die Öffentlichkeit, daS Parlament und die Regierung vom Gegen-theile unserer Bestrebungen überzeugen wolle», uni die alten, den Handel»- und Gewerbestand tief schädigende» Übelstande ausrecht zu erhalten. Thue jeder seine Pflicht, die er unserem Handel »nd sich selbst schuldet. — Nur so tönnc» wir unsere gerechten und so bescheidenen Forderungen durch-setze». — I» Bezug auf obige Notiz erfahren wir nii», dass jetzt von Wien au» der Versuch gemacht wird, die steirischen und wahrscheinlich auch »och andere HaudelSgremien uuter allerlei Borwänden für den Hausichandel zu mobilisiren. Solchen Aufforderungen gegenüber ist deshalb, auch wenn sie unter noch so harmloser MaSke erscheinen, die größte Borsicht am Platze. (Vcrci» Sitdmark.) Unterstützungen habe» erhalten: Ein Bauer in Südtirol 1000 fl. (lai'U'I(cn), riu Bauer in Siibtivol 600 fl. (Darlehen), rm Studierender au» Untersteier 150 fl.. ein Studierender aus Unlcrftner 50 fl., ritt Lehrer in Äärnten 80 fl.. ei» Bauer >» Ätroiu 50 fl.. ein ÄeschästSman» in Giidlirol iKK) fl., (Darlehen), eine Vvlksbücherei in Särnteu 100 fl.. 5 Schulen und Kindergärten in Steierniark und Hörnten WeihiwchtSiftben im Betraqe von 120 fl., ein Thierarzt in Untersteier 480 fl. (Darlehen), eine Schule in »ärntrii 20 fl. Spenden haben gesandt: Frau Antonia Neuhold 100 fl., Fl. Pojatzi u. Co. (Ertrag ans de» Südmarkznnder») «5980 fl.. Tischgesellschaft am Plimifchhose 3.10 fl., med. Ti'chgrsellschaft in Jackl'S Gafthaufe zur Universität 8 fl., Dr. Christof für Korubluiuen 50 fr., Dr. Fiala 8 st. ®. Franz in ArnfelS 1 fl., Abg. Lorber «Kalender Überzahlung) 3.80 fl.. Tischgesellschaft beim Hirschen i» Fehriug 5 fl., OrtSiirupve iUagi'nftuI (Sammelbüchsen) 40 fl.. Ortsgruppe Pörtschach (Sammelbüchse») 10.06 fl. Ortsgruppe Murau (Sammelbüchsen) 6 35 fl.. Ortsgruppe Deutsch-Landsberg (Sammelbüchse») 3.28 fl, Tischgesellschaft in Mösel 3.50 fl., Ernst Rotter in ?lmstetten (Sammelergebnii) 5 fl. A o n d e » Ortsgruppen, die gründende Verfamm-lungeit hatten: Leibuitz in Steiermark, S.Michael. TaniSweg (Vertrete» der BereinSleitnng: H. Dr. Rob. v. Fleischhacker) und Taxenbach in Salz-bnrg, Zell am See hat sie am 8. d. M.; ge-nehiiiigt ist die Ortsgruppe der Kärntner i» Wien; angemeldet ist die Fiauenortsgruppe Inns-brück Gründer: Die Stammtiichgcscllschaft bei Wagner in Göß. Theater. Am Samstag hatten wir Gelegenheit, einen neuen französischen Schwank kennen zu lernen. „Dur and und Durand". welcher für diesen Tag auf den Repertoire stand, ist eine französische Novität, die die beiden Schriftsteller A. Valabröque und M. Ordonueau zu Verfassern hat. Aber selbst das Fremde, Exotische hat be-reit» seinen Reiz aus unser Theaterpubliknm ver-fehl», der Znschauerraui» wies wieder zahlreiche Lücken auf nnd verzweifelt wird sich wohl Herr Gärtner gefragt haben, welche Zugmittel er weiterhin zur Anwendung bringe» muffe, um wieder einmal ein volles Haus zu erzielen. Was da« Stück selbst anbetrifft, so entbehrt die Hano-I»ng genau so jeder Wahrscheinlichkeit, wie dies bei deutschen Schwanken UfuS ist, dafür birgt dieselbe aber eine Fülle witziger Situationen und da« Facit des Abends war e», schöner Heiterkeit?-erfolg. Die Ausführung war eine gelungene und > ließ wenig zu wünsche» übrig, rbenjo waren sämmtliche Partien gut besitzt. Besonders zeich. ! nete sich unter den Darstellern wieder Herr I G ft r t ii c r (als Coquardier) au», der diesen halb übergeschnappte» Anbeter eines erfolgreichen Pariser Advokaten sehr effectvoll ausstattete. Aber auch Frl. B e l l a u (als Tochter CoquardierS) und Herr Iahn (als Schwiegersohn) trugen viel »» dein Erfolge de» Abends bei. Das« Fräulein Bella» hierbei wiederholt laute Anerkennung fand, fei »ur nebenbei bemerkt. Von den Übrigen fei besonders Herr K a m m a u f (als Ävvocat Durand) und Frl. W e f f e 1 y (als seine Braut) hervorgehoben. Die Abendvorstellung am Sonntag war so schlecht besucht, das» Herr Gärtner die angesetzte Vorstellung wegen des schlechten Besuches absage» niußte. Dienstag kam dann „D e f i c i t", ein Lustspiel vo» Rosner, zur Aufführung. daS unzweifelhaft zu den besten Arbeite» des bekannten Lust-spieldichters gehört. Da» Stück ist vo» einer ge> radezu klassischen Natürlichkeit und einer so herz-gewinnenden Heiterkeit, dass keiner der anweien-den Zuschauer den Besuch desselben bereut haben wird. Die Ans »ahme dieses Werkes in da» Repertoire war ei» glücklicher Gedanke der Directio» und wenn wir derselben je ein volle» Hau» ge-gönnt hätte», so war eS bei dieser Aufführung. Gespielt wurde wie immer recht gut. Die beste Rolle des AbendS hatte unzweifelhaft .Herr Kam in a u f (Otto Frank), der in derselben eine glanzvolle Leistung bot. Aber auch Fräulein B e 11 a u (Adda) und Frl. W e s f c 1 y (Emma) wußten sehr zu gefallen. Die Durstellung der Adda dnrch Frl. Bella» war die bessere, weil künstlerisch mehr abgerundete, während Fräulein W e f f e 11) wieder durch anmuthigeS Spiel zu fesseln wußte. Lobend hervorgehoben zu iverden verdienen ferner die Herren B o r n st ä d t (Groß-Händler Lutter), Iahn (Eommerzienrath Krause) nnd Wugganig (Sohn des Großhändler»), sowie die Damen W u g g a » i g (Fran Krause) und L o d t m a n » (Laura von Schirliitg), welche sämmtlich tüchtig am Platze waren. Besonders Har Bocnstädt ütrloipute den alte» in gelungener Weise._ Dem Erfinder des Mürftthon* ist rn nun gelungen, auch Marathon für CißareUen-Tabak zu präparieren. Dasselbe paralysiert nicht allein das Ni-cotin, sondern absorbirt auch die Wirkungen des Papiers. Es ist nur in Packet» K 10 kr. erliKltlich und erfreut ■ich ungemeineu Anklanges. Alles Zerbrochene aus Glas. Porzellan. Steingut, Marmor, Alabaster, Elfenbein, Horn, Meerschaum, Gips, Leder, Holz, sowie alle Metalle etc. etc. kittet dauerhaft Rufs unerreichter Universalkitt das beste Klebemittel der WelL In Glüsern ä 20 und 30 kr. bei W. Blank«, Pettau. Anfrage an Herrn Pater Abel. Seit einer Woche hält der weithin bekannte Pater Abel ausser seinen geistlichen Exercitien auch Abeiulvortriige nnd zwar iUr verschiedene Stünde. Er kleidet dabei seine Redewendungen in die trng^nde Form und apostrophirt das Pnblicuni, mitunter auch einzelne Herren mit verschiedenen Fragen, obwohl er doch wissen könnte, dass es den Zuhörern nicht möglich ist, ans diese Fragen in der Kirche zu antworten. Wir laden deshalb Sr. HochwUrden ein, an einem anderen Orte, vielleicht in Form eines Diskussionsabends, diese verschiedenen Fragen zn wiederholen und uns so Gelegenheit zn geben, auch unseren Standpunkt diesen mehr socialen als kirchlichen Anschauungen gegenüber klarzulegen. Mehrere Besucher seiner Vorträge. _v.». w. g._ & 608i. Kundmachung. Die Versteuerung der Hunde für das Jahr 1899 hat längstens bis 20. December 1898 zu erfolgen. Hunde, welche »ach Neujahr angetroffen werde», ohne dass dieselbe» versteuert worden sind, werden der Vertilgung zugeführt. Sladtam» ptllau^ an, 10. December 1898 der Silraermeister: 3. Grnig m. p. bnntal .V Hu«» St. Nllarkura'i J.o-li| In Wir«, I . llumlBlkutr* d»»,»i lt. »»scheine» ant stalten jeaen filtleitiina de» (Klütrirngrl itinA V« WtnivuKatfc «der ni,Helft Der Praktische ^andwirth Zlxlir. ISr •cartinBcc IHM. »Ilcheinl £icnfliß in «» -Jeimn-Bsnnnt. «oni,äbrt|i H 4. 8icf> teljttzri« st. >. » «-r Gekonom Aluftrir«« lan#w. Helf« . scltnas. OStftllnStl 1178. StldKinl »e» i. u. I«. lt>eu Slonat# in rma». 0ar(|dl|ti( fl t. tiisHitnrmrin iratiO und Iran««. Annoncen In ulltn Zailungen and Fnclii*IUehrtflen, Couribuchfr «lc. tMMrgt raaeh und ».uvarltaaig »a dw> vorUwilhafleiten B«. dingungen di« Annonocn Exptdltlan von Kadolf Mo«»e . dlotflbfl ii«f«rt Ko»t»n»n«chla(«, Knlwtirfo für zwttkmiU-ngr and ge-chmaL'kvoll» Anim-en, «owie [i ncrtion*.Tarife kotUnhvi. Mosse Wien I., Seilerstätte 2. Prag, Qraben 14. ■arlia, Braalau, OrMdtn, Frankfurt ». Naaibarg, Köln, Loipilg. Magdeburg. München, Nurnberj, Stuttgart, Zilrioil. Grösste Auswahl -*3BK& an passenden, schönen und billigen UleibnacMs - Geschenken in Uhren, Ketten, Ringen, Brochen, Ohrringen, Schrauben, Armreifen, Colliers, Kettenbracelets, Crayons, Cigarrettendosen, Zwickerketten, Manchetten- und Chemisettenknöppfen, Herzein, Kleeblättern, Cravattennadeln, Serviettenbändern, Eheringen. Granatten, Corallen und Trauerschmuck etc. etc. Zur gefalligen Besichtigung ladet ergebenst ein hochachtungsvoll C. ACKERMANN, Stadttheater=Gebäude. — l! — Nur anerkannte, beute äittrrelch-Itoh« uml diuttch« Fabrikats. I'rtlac • hno Concnrrrnz. Näh-maschinen-Bestand-5" theil# f? «Her Syitomo |4 cumpM, nru » «ofllrt ituimaschinen aul Raten. Singer-Nähmaschine, liocliarrmp.....II. HO.— Singer-Nähmaschine, LuxiiH-AuKslaUunR . 40.-Singer Medium-Nähmaschine für Familie und Gewerbe ............4ft. — Singer Titania-Nähmaschine filr Schneider „ 60.— Howe C, Nähmaschine für Schneider . . fl. iÄ Howe C Nähmaschine Tür Schusk-r . . II l'J. -Rlngschiffchen-Nähmaschlne für Familie und fiowerhe.........r ß5.— RlngschUTchen-Nähmaschlne lür Schneider „ N».- Cyllnder-Elastik für Herren- und Dainen- äclmhinacher.........II. 80.— Allein-Vt-rkauf von der grAs^ten Bielefelder Nähmaschinen-Fabrik Diirrkopp & Co. Man verlange illustrirlen Nähmaschinen - Catalop 3.48 Präs. Kundmachung. Auf mehrfach gestellte Anfrage» hinsichtlich der Berechnung der vierzigjährigen Dienstzeit bei Zuerkennnng der „Ehreiimedaille für vierzig« jährige treue Die»stc an StaatSbedienstete" hat der Herr Ministerpräsident al» Leiter des Ministeriums d,s Innern mir dem Erlasse voi» 28. November d. I. Z. 8419 eröffnet, dass die Dienstzeit bei den bestan-den«» Patrinio»>alä>nter» und bei dc» organisierte» Magistrate» l. f. Städte, dann die Zrit der Verwendung als Dinntist bei staatlichen Behörde» und Ämter» filr die Berechnung der vierzigjährigen Dieusizeit in bem Falle anzurechnen ist. wenn der Übertritt in de» Livilstaatedieiist uirniittelbar. d. h. ol»ie Unterbrechung erfolgte. Desgleichen gibt anch eine ununterbroctrene vierzigjährige Verwendung, welche vo» Dinrniste» tl]cil4 bei bestandenen Patrimoiiialämtern «nd bei den rliemaligen organisierten Magistraten l. f. Ztädte zugebracht rvurde. den Anspruch ans Zuerken-nniig der erivälinten Medaille. Schließlich wird nochmals wiederholt, dass dir Zuerkennung dieser Ehrrumedaillr auch für jeden 40-jährigen nnunterbrochrnrn, treuen privatdienli erfolgt. Stadlamt petlao. am N December 1898. Der Bürgermeister: Zoo. Ornig. Für Zigaretten- und pfeifenr.iucher ist daS beste und gesündeste Rauchen unbedingt das mit „Möratho n." Nur echt mit dem tiinderkopf als Schutzmarke. Ei» kleines Packet genügt, um 5 bi» 6 Packete Pfeifen- oder 2—3 Packete für Cigarctteiitabak lvohtichnreckend, angenehm duftend und der Gesundheit zuträglich zu machen. Alleiniger ttrzeuger ' 2v£ ö r a. t QRAZ, Proffurtir „zum Biber". Niederlage bei Herrn Z. Kasimir. pettau. 1 kleine» Packet 10 fr., ein großes 30 fr., 12 kleine oder \ grohe Packete fronco per Nachnahme fl. t.26. 0 Cajetari u. r Haupt platz Nr. 4. Praktische Weihnachts- und Neujahrs-Geschenke. Erlaube mir, dem P. T. Publikum mein reichhaltiges Lager für Weihnachten bestens anzuempfehlen: Sehr praktische Gegenstände für Herren: Herren-Hemden, Unterhosen, Socken, Taschentücher, Krägen, Manschetten, neueste Fagons in Herren-Cravatten, Hosenträger, Seiden-Halstücher und sämmtliche Jägerwäsche. Sehr praktische Gegenstände für Damen: Seiden-, Chenlllen- und Woll-Shwals, Damen-Hemden, -Hosen, -Corsets, schwarze Cloth-, Flanell- und Barchent-Röcke. Sehr grosse Auswahl in Damen-Schttrzen, schwarz und farbig, in verschiedenen Faxens. Mieder, Handschuhe in Glace, Rehleder und gestrickt, sowie auch grosse Auswahl in Damen-Pelz- kappen, Muffen und Krägen. Sehr praktische Geschenke in reicher Auswahl für Kinder. Gleichzeitig erlaube ich mir, das P. T. Publikum auf meine Weihnachts-Ausstellung -"MO aufmerksam zu machen und zur Besichtigung derselben ergebenst einzuladen. Caöetaon. lEPetto/u., ISanjLptpIatz XTr. Dreschmaschinen, und Obst-Pressen. Alle Maschinen für Landwirtschaft Preise abermals ennässigt! 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Und das muß ich von meinem eignen Kinde erleben! Susanue," rief *&y*> er zur Thüre hinan», .komme einmal her, soeben habe ich einen Brief erhalten, den Du lesen .mußt." Eine behäbige Franengestalt schob sich fünf Minuten später dnrch die Thür .Was hast Du, Wilhelm?" fragte sie gelassen. .Da lies!" Die Müllerin nahm den hingehaltenen Brief ans der Hand des Gatten. ließ sich gemächlich in eine Elke des kleinen Ledersophas nieder und las: Lieber Bater! Da Du mich absolut zum Müller machen willst, ich aber durch-aus keine Lust habe. Säcke zu tragen oder auch nur das ganze Jahr verschneit auszusehen, oder noch viel weniger Neigung verspüre, Nachbars Helene, die Du für mich als Frau ausgesucht hast, zu heirate», so ziehe ich eS vor, Dein Haus zu verlassen »nd meine eigenen Wege zu geheim Ich würde mich gefreut haben und Dir Zeit meines Lebens dankbar geblieben sei», wen« Du Deine Zustimmung zu meinen Plänen und Wünschen gegeben hättest, nun aber Du nur ei» starreö Nein entgegensetztest »nd mich obendrein noch vorzeitig in das Joch der Ehe schmieden willst, machst Du mir ein längeres Berweile» im Elternhans unmöglich. Ich gehe. Meine Zukunft liegt jetzt noch dnnkel vor mir, aber ich bin überzeugt, daß sie sich hell und licht gestalte» wird. Ich gehe oh»e Mittel. a»s mich »»d meine Kraft vertrauend. Ich bin »un einmal zum Maler geboren, ich muß den Zeichenstift und Pinsel führen, Säcke tragen kaun ich nicht. Du wußtest, daß mein Herz an dem Gedanken hing, Maler zn werden und ich hatte gedacht, Du würdest zn Deinem einzige» Kinde so viel Liebe habe», daß D» Deine Wünsche der Zufrieden-heit desselben unterordnetest. Unsere gestrige Unterredung hat mir gezeigt, daß ich mich geirrt habe. Die Ehc, Bater, ist für eine» Mensche» meines Schlages ei» Hemmschuh, mich jetzt verheirate», hieße der Kunst das Grab graben. Ich kann nur als freier Man», den keine Fessel drückt, sremde Länder bereisen und die klassischen Stätten der Kunst aufsuchen. Müßte ich an ein daheim meiner lmrrendes Weib, a» ein Kind denken, so könnte sich mein Geist nicht frei entfalten, meine Ge-danken wären geknebelt, meine Flügel gelähmt. Erst der erprobte, .irreifte Künstler, der Man», welcher es zu etwas gebracht, der Maler, dem lk»solge beichieden waren, darf daran denke», ei»e» eigenen Herd zn gründen. Ich will keinen Stillstand, der ja be-kanntlich Rückichritt ist, ich will vorwärts «nd weil das meine Parole ist, konnte ich nicht mehr bei Dir bleiben. Willst Du mir, Deinem Sohne, das Fortkommen erleichtern und mir Mittel zur Verfügung stelle», so richte Brief und Geld »ach <5., wo ich znerst Station machen werde. Ich hoffe nichts, denn ich weiß, daß Du grolle» wirst, aber vielleicht kann Mütter-chen, die gute Seele, Dick nmstimmeu. Der Mutter seude ich tau» send Grüße und auch Dir. Bater. ein herzliches Lebewohl Dein Sohn Herbert. .Du hättest Deinen harten Kopf nicht aufsetze» sollen, Wilhelm," meinte die Müllerin mit einem tiefen Seufzer. .Söhne, die fünfnndzwanzig Jahre alt geworden sind, lassen sich nicht mehr wie Kinder kommandieren." .Da meinst Du wohl, ich hätte nachgeben sollen, ich, der Bater?" .Ja, das meine ich. denn e» handelte sich bei der Frage um Herbert« Zukunft und Glück. Wozu ihn zu einem Baust zwinge». dem er keinen Geschmack abzugewinnen vermag? Da* fließe Voll, einen Meiischen für sei» ganzes Leben «»glücklich machen." „Ach waS, das verstehst Du nicht. Ihr Weiber laßt euch immer von Gefühlsduseleien leiten, wir Männer dagegen gebe» »ur dem Berstand Raum, praktische Gründe sind bei »ns ausschlaggebend." .Das sagt ihr stets und dennoch haut ihr so oft daneben, wich rend wir mit unser» soge»a»»ten Gefühlsduseleien nicht selten den Nagel ans den Kopf treffen." .Frau, willst Du mich auch noch ärgern." rief der Thalmüller barsch. .Ich sage Dir, daß ich gerade des Jungen Glück gewollt habe. Der Müllerstand ist ein altbewährter, ein durchaus ehrenwerter, der noch immer seinen Mann nährt. Die Thalinühle ist schuldenfrei und »och ei» »ettes Baarsüttimchen liegt bei der Bank, was will wohl so'n Bursche mehr? Unser Nachbar ist auch ein echter und rechter Mann und seine Helene bekommt gewiß ein-mal fünfundzwanzig- bis dreißigtaufend Mark mit. Dabei ist sie ein herziges, frisches Kind mit einem Paar Augen wie ein Reh und schlank wie eine Tanne. Andere würden »ach einem solchen Mädchen dir Finger lecke» »»d dieser Trotzkopf weist Mädel und Geld vo» sich ... „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich," fiel ihm die Müllerin ins Wort. ..Herbert wollte nun einmal nicht dereinstiger Thal-müller sei« und mit dem Heirate», Wilhelm, das weißt Du. da-mit war's wahrhaftig immer noch Zeit genug. Wenn man vor den» Altar k»iet, oa»» hängt freilich der Himmel voller Geigen, aber nachher zeigt sich, daß der Ehestand nicht mit Unrecht ein Wehestand genannt wird." .Hm, ja." brummte der Gatte, .das merke ich ja jetzt anch. Ich habe den Jungen auch »ur zur Heirat überrede» wolle«, da-init er feine duninie» Ideen aufgeben sollte. Die Ehe stimmt ernster und ich habe gehofft, er werde an eine gute solide Existenz denke» »»d Farbenklexerei einstelle», wen» er ei» hübsches, j»»ges Weib sei» nannte." „Dn hast eben die Rechnung ohne den Sohn gemacht, der just eine» so harte» Kopf hat wir Tu. Zellers Helene war Herbert übrigens durchaus nicht uushmpatisch, er wollte uur jetzt von einer Fessel nichts wissen." „Gut, er hat ja gewählt: wir werde» sehe», wie weit er es bringt." „Du wirst ihm doch Geld senden, Wilhelm? Ohne Mittel kann er nicht vorwärts kommen." „Geld senden," lachte der Thalmüller. .Bist Du von Sinnen, Susanne? Das hieße ja de» herausfordernden Trotz bestärken! Nicht eine» Pfennig bekommt er von mir nnd ich erwarte von Dir. daß D» zn mir stehst «nd Dich um de» Farbenklerer nicht mehr bekümmerst. Er soll erfahren, daß man mit Redensarten nicht dnrch die Welt kommt u«d es leicht ist, daheim zn trotzen, schwer hingegen, sich ehrlich durchzuschlagen. Die jungen Leutchen stellen sich das Leben immer herzlich einfach vor »nd meinen, die Erfahrung habe keine» Wert. Er soll sich die Hörner nur gründ lich ablaufe,!." .Wilhelm, lasse ilm nicht mittellos in die Freinde ziehen." bat Frau Susanne. „Er ist doch unser Einziger, für den wir »ns ge plagt habe» »user Leben laiig. Du willst doch gewiß nicht schuld daran sei», daß er z» Griuide geht." .ES bleibt bei dei», was ich gesagt habe, nicht einen Pfennig bekommt er. Ich bin der Bater. er ist der Sohn. Erst wen» er seinen Trotzkovs gebeugt und sein Unrecht eingesehen hat. kann da vo» die Rede sei», daß ich ihm mein Haus wieder öffne und etwas für ihn thue. Bis dahin aber habe ich kein Kind mehr." Mit diese» Worte» schritt der ThalmÜller zur Thür hinaus, seine Frau mit ihren Gedanken allein zurücklassend. Die Thalmühle, welche ihren Nameu der prächiigen Lage in einem kleinen, von dichtem göhrenwald umschloneuen Thale ver-dankte, war ein allerliebstes Besitztum. Es lag am Ausgange eines Marktfleckens. dort, wo sich die vo» den Bergen herabstürzenden Wasser in einem großen Teiche sammelten, und war von einem sorgfältig gepflegten warten, a>> welchen ein großes Baiimstück stieß, umgebe». Tas Wohnhaus trug ein vollständig modernes Gepräge, die Neuster wäre» u»gewvh»lich hoch und mit grünen Jalousien versehe». die Glasscheiben a«S einem Stück. Der Alu stand zwischen dem Parterre- und erste» Stock lieft uuschwer er-kentten, daß die Zimmer eine ausehullchc Höhe hatten. Was der Thalmiihle, die sich übrigens seit Generationen von, Bater ans den «oh» vererbt hatte nnd seit »lindestens dreihundert Iahren im Besitze der Familie Solten sich befand, ein besonderes anheimelndes Aussehe» verlieh, waren drei stattliche Linde», welche vor dem Gebäude standen und zur Sommerszeit der Sonne Gluten abhielte», zur Zeit der Blüte jedoch die Lüste mit eiuem köstlichen Wohlgeruch erfüll ten. DaS neue Wohnhaus hatte Soltens Bater mit großem Kostenaufwand errichte» lasten und mit Stolz seinem Sohne bei der Uebergabe des Geschäftes bedeutet, daß dreißig Meilen im Umkreis keine Mühle zu finden fei, die ihrem Eigentümer so angenehme Wolmrü»me biete »nd sich äußerlich so vvrteilhaft präsentierte wie die Thalmiihle. Der jetzige Eigentümer war den» anch nicht wenig stolz auf sein Besitztum und der Gedanke, daß dasselbe anscheinend in nicht zu ferner Zeit in fremde Hände übergehen werde, er-füllte ihn mit großer Bitter-keit. Zwar hatten die Nei-gniigen seines einzigen K in-des ihn schon seit Jahren ans jenes Ereignis vorbe-reitet, allein was der Mensch hofft, glaubt er leicht und so hatte denn anch Wilhelm Solte». der Thalmüller, sich in den Traum hiueingelebt, sein Herbert werde mit zu-nehmendem Alter doch noch anderen Sinnes werde» nnd das stattliche Anwesen zu eigenem Betriebe an» sei-»er Hand in Empfang neh-ilirn. Gestern hatte zwi-schen Bater »nd Sohn eine lange Auseinandersetzung stattgefunden, gelegentlich welcher letzterer de» Thal-mittler beschwöre» hatte, ihn nicht zu einem ihn, verhaßten Berufe z» zwingen. „E» giebt noch etwas Höhe-reS, als die Erhaltung der Mühle im Besitze der Familie." hatte Herbert über-zcngungsvoll gesagt, »das Glück und die Zufriedenheit eines Men-schen. Ich aber kau» als Mühlenbesitzer nicht glücklich sein. Mein Sinn strebt der Kunst zu und Du weißt, Bater, daß ich nicht olnie Talent bin." .Einbildung, »nein Junge," hatte Solte» se». eutgegnet. „Wein'S wohl ergeht, der ist zufriedeu nnd wir zufrieden ist, der ist gliick-lich. Ich bin fest überzeugt, daß Tn Dich noch einmal als wohl-bestallter Thalmüller außerordentlich »vohl befinden »nd mir Dank dafür wissen wirst, daß ich Deinen jetzigen Ideen nicht zugestimmt habe. Lasse ruhig Berge Berge sei» und bekümmere Dich »>» Still- »nd andere Leben nicht mehr, sondern höre auf mich. Mit der Malerei verdienst D» kann» das trockene Brot, »venii Tu kein Genie bist »nd ich möchte einmal Dein Glück und Deine Zufrieden-heit sehen, wenn der Magen knurrt »nd D» nichts hast, womit Du ihn befriedigen kannst. Was Dir fehlt, ist ei» sicherer Anhalt im Leben und den wird Dir die Begründung eines eigenen Herdes gewähren. Niinm Dir ein junges Weib, mein Jnnge. das Dich Im Winter. Nach dem ÄtinSlbe »>on MnllerLinake. icl> dann ans die Suche »ach einem Zimmer. Ein solches war bald gefuudeu und hofinnngs-freudig bezog er noch am Abend sein neues Quartier. Den Miet-preis siir den nächste» Monat erlegte der junge Man» soiort. Wohne», dachte er. mußt Tu vor alle» Dingen, darum zunächst ein Lbdach sich sicher». Bist T» erst für eine Thätigkeit eingerichtet, so mag sich auch schon Arbeit finden. Aber nnr zn bald sollte er einsehe», dasi die Durchführung seines Vorhabens weit schwieriger war, als er sich gedacht hatte Eine, zwei, drei Woche» verginge» und immer war es ihn« noch nicht gelungen, anch nnr die kleinste Arbeit in einer Uunsthand lung zn verkaufen oder irgend welche Aufträge zu erhalten. Seine Barmittel gingen rasch zur Neige, vbschvn er sich in seiner Lebens-Haltung die größte Beschränkung auferlegte. A» den Bater schrei-be», ih» um Unterstützung bitte» — nein, das wollte er nicht. DaS Kaiser Wilhelm Dtnknial in Stuttqart. «Mi» ti'rl.) jmigrr Freund! Seien Sie unverzagt und fleißig, so wird Ihnen der Erfolg sicher sei».' Eine» glücklichern Menschen als des Thalmüllers einzige» Sohn gab eS a» jenem Abende in der schönen Künstlerstadt au der Isar nicht. Er hätte die ganze Welt nniarnien, laut ausjubelu mögen vor Glück nnd Seligkeit, so hatten ih» die Worte des Professors erfreut. Kopfüber stürzte er sich in den Strndel der Berguüg-mige» und als er lange nach Mitternacht im Gasthans seine Ruhe statte aussuchte, gaukelte ihm der Tranmgott die schönsten Bilder vor. Er sah fich vor allen andern Schülern bevorzugt, sah seine Arbeiten ans der in Aussicht genommenen Kunstausstellung mit dem ersten Preis ausgezeichnet, seine Einnahmen wuchsen ständig und ermöglichten ihm eine lange Reise in das klassische Land der Kunst, zahlreiche Schüler sammelten sich um ihn, ein liebreizendes Mädchen reichte ihm, dem vielgenannte» und beneidete» Künstler, die Hand zum ehelichen Bunde, der Bater bot ihm versöhnt die Rechte und Mütterchen schloß ihn glückstrahlend in die Arme. Als er erwachte, stand die Sonne bereits hoch am Himmel, zerflossen war das schöne Bild und die nüchtert' Wirklichkeit trat Lieber untergehen! Zwar arbeitete Herbert unverdrossen weiter, tagsüber »»«er Leitung seiner Lehrer, abends zn Hans au kleine» Phantaüebildche», die ihm zu Einnahmen verhelfen sollten, allein die ständige» Mißerfolge läh»ite» feint* Kran, sei» Mut sank und die vor wenige» Woche» »och so hochgespannten Hoffnungen mach te» einer dumpfen Resignation Platz. — — Heute hatte Solte» die erste Arbeit in der Malerakademie be endet. Es war eine kleine landichastliche IdNlle an den Usern der Isar. Der Professor hatte das Bildchen eingehend betrachtet n»d ihm da»» ei» warmes Lob gespendet. Freudiger denn seit langer .seit hatte er ain Abettd sein be scheidenes Stübchen betreten »nd voller Hoffnung begab er sich diesmal zu einer der angesehensten Knitstliandlnugeii. „Was steht zu Diensten ?" fragte ihn geschäftig ein Handlnngs gehilse. „Manu ich den Ehe? des Hanfes sprechen?" eutgeguete Herbert. „Dort summt er eben. — Der Herr wünscht Sie zn sprechen," bemerkte der Kommis mit einer bezeichnenden Bewegimg nach dem jungen Maler. 200 .Ich möchte mir dir Frage erlaubt»," erklärte Soleen zaghast, alo der Inhaber des Geschäftes vor ihm stund, .ob Sie filr diese kleine Arbeit keine Verwendung haben?" Dabei entnahm er das Bildchen seiner Hülle. .Bedaure," verievte der Händler kühl, „ich habe noch eine solche Fülle vorrätig nnd bekomme tagtäglich so zahlreiche Angebote, das? ich wirklich ans lange Zeit nichts mel>r gebrauchen kann, nament« lich bin ich nicht in derLage, »och neue Verbindung?» anzuknüpfen," .Wolle» Sir nicht wenigstens das Bild rtttutnl anfchen?" .Das bat gar kri»e» Zweck." entgegnrte der andere, .ich kaufe doch nicht." .Eruluiitert wird man liier in München nicht gerade," stieß Herbert Sollen dniupf hervor nnd um seine Lippen legte sich ein Zug tiefer Niedergeschlagenheit, „($* ist doch gewiß fein Ovfer, eine Arbeit anznirhe», aber .. .Na. wenn ich Ilmeii da>»it eine» Gefalle» erweise» kann." lachte der Kniisthändler, .so ivill ich das Bild schon ansehen, Ihr Unmut, | junger Herr, ist übrigens ganz »»be-rechtint. Wen» Sie wüßten, wie unendlich viel mir angeboten wird nud wie oft ich viele Stunde« verliere mit Ansicht rein stümperhafter Arbeite», fo begriffe» Sie meine Stin>i»»»g -ie sind noch Nenling hier in Mün-che», das merkt man," Mit dieien Worten nahm er das kleine Bildchen an^ Sv.te»s Ha»d ent-gegen. Aber kaum hatte er es zu Gesicht bekommr», als er ein beifälliges, „vortrefflich" vor sich hinmnrmelte, Er betrachtete die Arbeit lange und eingehend, dann sagte er laut: .Junger Herr, die Arbeit stimmt mich für Sie; ich will ausnahmsweise meinem Ent-ichlnsse untren werden uud Ihnen das Bildchen abkaufe». Was verlangen Sie dafür?" Herbert drehte verlege» a» seinem kleine« Schiiurrbärtchen. .Ich brauche schon Geld," entgegnete er dauu lächelnd. .darum je »lehr desto lieber. ,^ch denke fünfzig Mark wären nicht zu viel." .I. wo denken Sie hin: fünfzig Mark, die würde ich nie daraus lösen. So hoch bezahlt man kanm die Ar» betten von iniigen Malern, deren Na-inen schon Lklang haben. Ich habe da« Bildchen vielleicht monatelang feil stehen. Zwanzig Mark will ich anlegen, aber auch das nur in der Erwartung, daß Sie mir noch andere, beffere Sachen liefern wollen." (ftOTtfrtunfl (ottft.i von Paul -luv l» Stultgail lifi vorgegangen ist. to» Pjerd. In schreilendei Bewegung. ist si,|0 Slteter, da» sinntc Standbild IMeter hoch ta« teuf, mal fliii'iilivi einen imposanten »iidliif. "Ä£S3$fceiTTm Auzüglich, ?>.: „fön» machst Tu jevt eigentlich den ganzen tajv — tichter: ..Ich teie meiner Braut meine tramrn vor!" — « (bedenklichi »Hast «n sie denn schon so sicher?!" Zu weit! Berlloz. der zuweilen etwa» langatmig wurde, erzählt seldli tilgende» (Srletini«: „Ich lintte einen neuen Trauermarsch komponiert unk war ledliast damit beichäitigt, Ihn dem Orchester einzustudieren, Bei einer Probe sehe Ich nun zu meinem Erstaunen und Mißfallen, duft ein alte« Mii. nlifb, .zweiter Weiner," vlüylich lein Instrument aus die Kniee legt und „nietn mehr mitthut ' — .Aber, mein Herr " rufe ich. »weshalb in all" Welt hören sie denn ans zu spielen? Werkt meine Korn. Position fein Filiikdien Interesse bei CtbneiiV" — .Ach Heber Heer Berlioz," loar die Ant-wort. .Ich bin ein alter Mann: Ihr West zum Kirchhofs Ist mir )■ Weit!" — Berlin tilgte hintu, das» er dem alten Zeiger bei tiäbe rer Ueberlegung nicht Unrecht geben konnte er flirzte seinen Trauermarsch erheblich ad Mrrtwiirdig, Bankier tder vo» einer Menge Verehrer seiner Tochter umkreist wirdn „Merkwürdig, früher waren all' die Tarnen In mich verliebt, jetzt sind'» die Herren!" Anziüglich. flrau: .Du, Mann, unsere Tante die nun schon drei Wochen al« Logier besuch bei un* wohnt, bat morgen c»eb»rt»tag, wa» schenke Ich da Passende«?" — Mann ,ta» Passendste wör« »Ine Reisetasche." iifjigrs t«« tfi ei»»» «ndrre». Aetdwebcl: „Sie verdammter «er! sind gestern wieder über Uelaud aeiiiieden! — ftBnrten Sie denn niitjl pUuttlidi summen':*" So [Dar (ztorl Bilrile in den Hände» > ..Wir ijfllttit zu £iauie geschlachtet und mein Vom schickt Ilmen blee zwei gr»i>r «iirste — " geldweveli „AI,, da» Ist etwa» andere« — daniil sonnten Sie freilich »ich! so schnell nach hier lausen!" om kmfinnütjiflf Porzellan und (Hlacfitt macht man au» WasserglaI (Knti» tlio.) und Kreide, beide» zu gleichen Tehen gemischt Wasirrfiafchen zu reinigen Ta» ein-sachste Mittet ist folgende«- Sine kleine, rohe Kartoffel wird in seine Stückchen geschnitten, diese mit nur wenig Wasser in die Flasche gethan und tüchtig umgeschüttelt Schon nach wenigen Augenoilckeu wird man den gute» Erkolg sehen und nach gehirigem Nachspüle» vollständig klare» Gla» tiaben, Neberwinterung des Oleanders, Wäb. re»d de» Winter» verlangt der Oleander t—6 Ärad R. Wärme, und er ist daher an einen frostfreien Ort zu bringen, der aber ja nicht zu iehr erwärmt sein darf ^ den» eine «arme Neberwinterung ist für die Schildläuse sehr günstig und sie erzeugen sich dann gewdhnllch in einer iolchen Menge, das» die davon ergriffenen Pflanzen meist zu Grunde gehen. Am besten ist tt, wenn man ihn i» ein Q»a»Hau» bringt, Wasser darf er In dieser Zelt nur wenig bekommen Nebrlgen» braucht man nicht Ängstlich zu sein, denn 4—ß Strad R. Kälte hält er znr Rot noch au». Will man sich ein hellere» keuchte« der Lampe »ersqasien, so füge dem Petroleum der Lampe gewdhnliche» Kochsalz, eine Messerspitze voll. man bei Noch besser ist, ein klein wenig Kampher hinzuzufügen. Im Winter. Ter Schnee ist in» Land gekommen und Feld nnd Wiese lind von ihm bedeckt. Baum und Strauch von ihm behängen. Nun beginnt skr die Tiere de» Felde? die Zeit, wo Schmaltian» Küchenmeister ist Immer nAIier rticken namentlich die Vögel, welche nicht wärmere Aegenden ausgesucht tiaben, den menschlichen Wohnstätten, um dort. Ilire sonstige Scheu überwindend, nach '.'IbsiUten aller Art zu suche». Auch der Ichlaue und vorsichtige :>!abe stellt sich ein, überall herumäugend, wo für ihn der Tisch gedeckt wäre 3u scheint er herau»ges»nden zn haben. daß ans dem Wege, den die Kinder denüpen, wenn sie zur Schule gelten, immer etwa» für Ihn zu finde» ist, Scharfen Auge» beobachtet er von seinem erhöhten Standpunkt au» regelmäßig die 'Mädchen voller Erwartung, daß sie itim von ihrem Vesperbrot etwa» zu. werfen würden „nd wlr denfen, daß sie Mitleid mit dem schwarzen «Meilen haben, denn er ist in gar bedrängter Lage ft, k Da» Kaiser Wilhelm Denkmal in Stuttgart. Ta» nach dem Entwürfe der Pioseisorer an der kbnigl Akademie der Künste z» München W. v 3lü< mann und Fr. P. TKierich au»grfülirtr Denkmal wurde am I Oftober d, I, eutlilillt E» erbebt sich ans kiner geräumigen oblongen, l,^, Meter hohen, von drei Selten durch Trepven zugänglichen, von einer steinernen Balustrade ein-fiesaftten Terrasle von Olranit. Zu beiden Selten der geschwungenen vordern i'au»>ttrevve mit starken Wangen flankieren zwei gewattige monolithe liegende LSwe» die Terrasse, an der hintern Seite zwei schlanke Obeil»fen, auf denen in goldenen Settern die Rainen und Taten der Siege und sonstige» beden-tn»g»voll«n Ereignisse von 1R70 und 1H71 eingegraben find Auf schlichtem granitenen Sockel, der ant der vorder» Sehe da» Relch»wapven zeigt, wäbrend d!<" drei andern Seiten »oiti ohne I»!christ sind, erlxdt sich da» eigentliche bronzene, vermeldete Reiierstandbitd de>> Kaiser», dessen flrtuft an« der ifriqiefjerei Weogr. Silden-ttrgiinz, Rittset. -««», -nw. -ter, •uow, «lie, -rig, •ch®. -m-n, AnLteNedtSLtr^« chc» iufl \% rinr der Bilderrätsel. WM 's uait)|utiKNden £»• den neielit weiden, so das» acht uen itnrti untm ge» teieit, je einenSlont »i IturoVfl errt. wue, hiS*. «i, 0». tKulelilei«. Antidlung folgt In nAdiftte Jtummee. Auflösung deö Silbenrätsels in voriger Nummer: rag, KrlnttDen, Borern», Komnw, l'lrntt, tlordiop, Klufiu, »lvir», Kifurt, l.ctjfer. I.a Plal», Offendnih. Centaur. Kreid». Kl(|ertbur«, „Verfuntene ütiortd" Gerhaet Haiivtmann. ^oa», «ue «eitiie »»r»ed«lien. «eianiiooiiiich, «edatiion von Einst Pjeifler, aedrultr und l>eraii»iie»