Nr. 1646. V. 1899. Kirchliches Derordnunas-Klatt für die Lavantor J)töcclc. Snlinlt. :tr>. Hirtcnschn'ibn, über die Zeitbeihältnisse. — Pastirski list o časnih razmerah. 25. Hirten schreiben liber die Zeilnerhältni jse. (?)j m @XS) IM tt 1 > durch Gottes Gimbc und Borinhcrzigkcit Fmstbischos doit Mm\t, entbietet dem yochwürdigen Klerus und allen Klau lugen der Aiöcese Gruß. Seyen und nlle» Gnte von Gott dem Unter und Gott dem Sohne in Gemeinschaft des Heiligen Geistes! Im Herrn geliebte Diöcesnnrn! t «lässlich der im vorigen Monate zu Wien stattgefundenen bischöflichen Conferenz ward angesichts der betrübenden Zeitlage die Ausgabe eines kurzen Hirtenschreibens zum allfälligen Gebrauche beschlossen. Ich ordne nun an, dass dieses Send- und Lehrschreiben in allen Pfarrkirchen der Diöcese den 16. April d. I., das ist am 2. Sonntage nach Ostern, an dem das ergreifende Evangelium vom guten Hirten zur Lesung gelangt, und im Verhinderungsfälle am 3. Sonntage als am Schntzfeste des hl. Joseph, des Patrones unserer hl. Kirche, euch, den geliebten Diöcesanen, vorgelesen werde. Überdies treffe ich die Verfügung, dass an demselben Sonntage vor dem ausgesetzten hvchwürdigsten Gute eine Betstunde abgehalten werde zur Erstehung des göttlichen Schutzes für unsere heilige Kirche und für unser geliebtes österreichisches Vaterland, wie auch zur innigen Danksagung für die glückliche Genesung Seiner Heiligkeit, unseres segensreich regierenden Heiligen Vaters Papstes Leo XIII., dessen glorreiches Namenssest wir gerade in der abgelaufenen Woche, den 11. April, freudigst begierigen. Auch soll hiefnr am Schürfst der Betstunde das Te deum laudamus angestimmt werden. Im Herrn geliebte Gliinbige! lnser göttlicher Heiland, Jesus Christus, vergleicht ' sich im Evangelium,1 welches die Kirche in diesen Tagen verkünden lässt, mit dem guten Hirten, der sein Leben hingibt, um die Herde vor dein Feinde zu schützen, der sie zu verderben droht. Ihr alle, im Herrn Geliebte, seid die uns von Gott an-vertraute Herde; cs drängt uns darum in den Tagen, wo vielen aus euch ernste Gefahr für das Heil Joh. 10. euerer Seelen droht, unser Hirtenwort an euch zu richten. Es ist dies k e i n W o r t der Wehklage über den Kampf, der gegen unseren heiligen Glauben erhoben wird, denn dieser Kampf hat immer bestanden. Er mag sich in dieser oder jener Zeit, in diesem oder jenem Lande schwächer oder heftiger zeigen, er hat aber niemals aufgehört und wird nie aufhören. Unser Herr und Heiland hat uns dies vorausgesagt, indem er zu seinen Aposteln und Jüngern sprach: „In der Welt werdet ihr Bedrängnis haben." 1 Es ist kein Wort der Furcht, denn derselbe göttliche Erlöser fügt alsbald den obigen Worten den Trost hinzu: „aber vertrauet, ich habe die Welt überwunden." Unsere Kirche kann nie untergehen, denn Christus hat zu Petrus gesprochen: „Du bist ein Fels it » b ans diesen Felsen will ich m e i u e Kirche bauen und die Pforten (d. H. die stärksten Anstrengungen) der Hölle werden sie nicht überwältigen."^ Es ist auch kein Wort der bangen Sorge für viele aus euch, die ihr es in der Kirche versammelt hören, oder zu Hause lesen werdet. Ihr habt den heiligen katholischen Glauben als heiligstes Erbtheil von Vater und Mutter ererbt und wollt ihn auch eueren Kindern hinterlassen. Allein, wer könnte daran zweifeln, wir leben in einer Zeit der Scheidung der Geister. Wie jeder Landmann die Spreu vom Weizen sondert, so sagt auch der Prophet vom Heiland : „Er hat die Wut ft s ch a nfel t it seiner H a it d it ltb reinigt seine Teil ite."3 Der Weizen verliert nichts, wenn die Spreu ans ihm entfernt wird; ebenso ist es nicht die Kirche Christi, welche verliert, wenn unwürdige und dem Glauben nach ja längst tobte Glieder sich von ihr trennen. Wir wollen vielmehr ein Wort der Ermu-thigung für die Verzagten und ein Wort der Lehre für die Schwankenden zu euch sprechen. Man ruft euch seit einigen Wochen zu: „Los von Rom!" das heißt: Trennt euch von der Kirche, die in Rom ihr Oberhaupt besitzt! Betrachtet nun. im Herrn Geliebte, w a r u m jetzt an so vielen Orten dieser Ruf ertönt. Wegen Vorgängen tut politischen Leben, mit denen weder der katholische Glaube, noch der römische Papst auch nur in die geringste Verbindung gebracht werden können. Der katholische Glaube ist doch heute kein anderer, als er früher war. Politische Vorgänge können eine Religion weder wahr noch falsch machen. War die römische katholische Kirche vordem die wahre, nun so muss sie es heute auch noch sein. Man erhebt den Vorwurf: „Die röntische Kirche ist nicht national." Das ist wahr und das ist falsch, je nachdem man es versteht. Die römische Kirche ist it i ch t national, denn sie ist die eine von Jesus Christus für alle Völker und alle Nationen gestiftete Kirche, wie wir das alle im apostolischen Glaubensbekenntnisse bekennen: „Ich glaube an die eine, heilige, allgemeine, apostolische Kirche." Man kann aber im anderen Sinne mit vollem Rechte sagen: Die römisch-katholische Kirche ist national, weil sie jede Nati o it mit Liebe umfasst und alle Nationen der Welt aus der Nacht des Heidenthums und der Barbarei zur Civilisation emporgehoben hat, wie dies die Weltgeschichte beweist. Denn die Civilisation aller modernen Nationen ist von der römischen Kirche begonnen und durch anderthalb Jahrtausend gepflegt und fortgeführt worden, ehe die gegenwärtigen, von der Kirche getrennten Confessionen in der Welt erschienen sind. Alle Künste und Wissenschaften, alle Cultur und Civilisation der christlichen Welt geht auf die katholische Kirche, als ihre Lehrerin und Mutter, zurück. Ein anderer Vorwurf, mit dem man euch verführen will, lautet: „Die katholische Kirche bringt den Rückschritt, weil die katholischen Nationen in der letzten Zeit durch vielfache Missgeschicke heimgesucht worden sind." Wollt ihr aber ernstlich Nachdenken, so werdet ihr leicht erkennen, dass die katholischen Völker erst seit jener Zeit znrückgegangen sind, seitdem sie sich von den Lehren und Geboten der katholischeil Kirche int öffentlichen Lcktt getrennt — ja vielfach feindlich gegen dieselben erhoben haben. Kein Reich, in luclchcm die Staatsgewalt sich feindlich gegen die Religion erweist, vermag zu gedeihen. Wenn dies in katholischen Ländern zum Schaden der Völker geschehen ist, so trifft nicht die Kirche die Schuld daran. Sv lange der Geist des katholischen Glaubens das öffentliche Leben beherrschte, standen alle katholischen Nationen in hoher Blüte. Dieser wohlthätige Einfluss der katholischen Kirche auf die Menschheit ist die selbstverständliche Folge aus ihrem Ursprung und aus ihren L ehre it. Woher, tut Herrn Geliebte, woher leitet denn die katholische Kirche ihren Ursprung? Sie hat keinen anderen als Jesus Christus, den Sohn Gottes; sie zählt ihr Alter seit Christi Geburt, sie ist jene Kirche, die Er „seine Kirche" nennt;1 von ihr sagt Er: „Wer die Kirche nicht hört, der sei dir wie ein Heide und öffentlicher Sünder" 2 ; sie ist es, von der Er sagt: „Die Pforten der Hölle werden sie nicht ttber-wäl ti gen".3 Die Kirche aber, die Christus der Sohn Gottes gestiftet hat, muss ihren Kindern nothwendig zum Heile sein. Und was lehrt die katholische Kirche? Alles das, tut Herrn Geliebte, was Christus gelehrt hat; denn diesen Auftrag hat ihr Christus ertheilt: „Gehet hin in alle Welt und lehret alle Völker... und lehret sie alles halten, was ich euch geboten habe."4 Was aber Christus gelehrt hat, kann der Menschheit mir zum Heile dienen. Aber können das nicht etwa auch die anderen, später entstandenen und deshalb nicht von unserem Heiland Jesus Christus her-rührenden Religionen sagen? Nein, denn keine andere Religion hat die Sendung J e s u C h r i st i : „Gehet hin in alle Welt und lehret alle Völker", von keiner anderen Religion hat Er gesagt: „Wer euch höret, höret mich" ; von keiner anderen „Wer nicht glaubt, wird ver- dämmt werden"; von keiner anderen „Siehe, ich luti bei euch alle Tage bis a n d a s E n d e der Welt". Im Gegentheil sagt der Hl. Apostel Paulus1 : „Wenn selb st ich, oder ein Engel v o nt H i in nt et euch ei tt e and e r e L e h r e V e r-kündete, als ihr empfangen habet, derse i im Banne"; und der Hl. Johannes schreibt: „Wenn Jemand zu Euch kommt und diese Lehre nicht mitbringt, nehmet ihn nicht auf in euer Haus und saget ihm nicht einmal einen Gruß".2 Wie auch unser Heiland uns warnt: „Hütet euch vor den falsch eit Propheten, welche in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber reißende Wölfe sind."3 Man hat auch hingewiesen auf jene Unglücklichen, die als Priester, ihrem erhabenen Rufe untren, Ärgernis und böses Beispiel gegeben haben, und hat euch um dieser willen zum Abfall von der Kirche aufgefordert. In unserer Lavaitter Diöcese gibt es, Gott Lob, der Kirche und dem Vaterlande untreue Priester nicht; es gibt vielmehr seeleneisrige, aufopferungsvolle, für Gottesehre und Menschenheil begeisterte, unermüdlich thätige Arbeiter im Weinberge des Herrn. Aber mag es auch solche Priester gegeben haben, ist es nicht wahr, dass die Kirche jedes Ärgernis, von einem jeden ihrer Glieder, besonders aber von einem Priester gegeben, tief beklagt und strenge ver-urtheilt, während den von der Kirche abgefallenen Seelen keiner jener Unglücklichen zu schlecht ist, um ihn nicht mit Jubel aufzunehmen? Ermesst hieraus selbst, ob es gerecht und ob es vernünftig ist, die Kirche darum zu verlassen, weil es Priester geben kann, welche nicht nach den Lehren leben, welche sie verkünden. Vor allem bezieht sich indessen der frevelhafte Ruf : „L o s v o n R o m" auf den r ö m i s ch e n Papst. Wer ist denn der römische Papst? Er ist, im Herrn Geliebte, die auffallendste und größte Erscheinung der Welt, von der Niemand, der da nachdenkt, absehen kann, weil sie zu tief eingreift in die Geschichte des christlichen Zeitalters. Wie lange existiert denn der Papst auf Erden? Sv 1 Gal. 1, 8. - 2II. Joh. 10. — 3 Matth. 7, Id. lauge das Christenthum existiert. Wie lange wird er fort bestehen? Trotz allen Feinden, trotz allen Angriffen, trotz allem wüsten Lärm, den man gegen ihn erhoben hat und erhebt, wird er fortbestchen bis an das Ende der Welt. Und warum? Weil Christus gesagt hat: „Du bist ein Fels und ans diesen Felsen will ich mein e K i r ch e b a n e n it ii b die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen?" Wie viele mächtige Feinde haben sich seit nahezu 1900 Jahren gegen das Papstthum erhoben! Und alle, alle sind sie zu Grunde gegangen, und trotzdem so viele Päpste den Martertod gestorben sind, lebt das Papstthum unüberwindlich fort. Es muss fort-leben mit der Kirche, denn ohne den Papst kann es keine wahre Kirche geben. Er ist ja das Fundani e n t, auf dem sie aufgebaut ist, e r i st d e r L e h r e r, der die Verheißung hat, niemals tut Glauben zu wanken; denn Christus hat zu Petrus und allen seinen Nachfolgern gesprochen, da Er sagte: „Ich habe für dich gebeten, dass dein Glaube nicht wanke" und „du hinwieder bestärke deine Brüder";2 er ist der Gesetzgeber der Kirche, denn Christus sprach zu ihm: „Dir will ich die Schlüssel des Himmelreiches gebe it. Was immer du binden wirst auf Erdeit, das soll a n ch i nt H i ut m el gebunden sein; it tt d w as immer du lösen w i r st a n s E r d e it, das soll anch im Himmel gelöset feilt;"3 er ist der oberste Hirt aller Gläubigen, denn dazu hat ihn Christus erhoben, indem er sprach: „Weide meine Lämmer, weide meine Schafe?" Weil aber Christus der Herr den Papst zum Fundament seiner Kirche gemacht hat, darum verlässt ihn Christus zum L e h r e r der Kirche gemacht hat, so verlässt jeder die wahre Lehre, der den Papst verlässt; weil ihm von Christus die Schlüssel des Himmelreiches übergeben sind, so bleibt jedem das Himmelreich verschlossen, der vom Papste sich trennt; weil ihn endlich Christus zum Hirten gemacht hat, so trennt sich von der Herde Christi, wer sich vom Papste trennt. * ?;/ lì as ist es, im Herrn Geliebte, was wir euch I zu m T r o st e und zur Lehre vor Augen führen 2($i wollten, indem wir ans dein Grunde des ■%) Herzens euch das Mahnwort des Apostels zn-rufen: „Brüder, stehet fest im Glauben"', welcher da ist die Grundfeste der Rechtfertigung; haltet treu am Glauben, den ihr von altersher ererbt habt, in dem eure Lieben im Frieden hinübergegangen sind; haltet fest an der Kirche, die mit segnender Hand euch geleitet hat in den Kämpfen und Leiden des Lebens! Haltet fest an unserem heiligen Vater in Rom! Umtobt von so vielen Feinden, im höchsten Greisen-alter lenkt er voll Weisheit und Milde die Kirche Gottes, wie ein treuer Steuermann auf stürmischer See sein Schiff lenkt. Verwundet nicht sein ohnehin so schwergeprüftes Vaterherz, sondern erfreut es vielmehr durch treue Kindesliebe. Mit uns vereint danket Gott dem Herrn, der ihn in der letzten Zeit so wunderbar aus schwerer Krankheit errettet hat, und betet, dass Gott seine Tage verlängere und ihn schauen lasse den Frieden 1 der Kirche! Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi sei mit euch allen! Anten. die wahre Kirche jeder, der den Papst verlässt; weil ' Matth. 16, 18. — * Luc. 22, 32. — y Matth. 16, 19. - 1 Joh. 12, 15. ff. I. Cor 16, 16. Gegeben am Hl. Osterfeste, den 2. April im Jahre des Heiles 1899. t Michael, Fürstbischof. 26. Pastirski list o časnih razmerah. MIHAEL, po božji milosti in po božjem usmiljenju knez in škof Lavantinski, mnogočastiti duhovščini in vsem ljubim vernikom svoje škofije pozdrav, blagoslov in vso dobro od Boga Očeta in Boga Sina v edinosti sv. Dulia! V Gospodu ljubljeni škofljani! ii? L priliki škofovskega posvetovanja, katero ]j> se je vršilo pretekli mesec na Dunaju, A se je s pogledom na žalostne razmere časa sklenilo, izdali kratek pastirski list v slučajno porabo. Naročam torej, da se ta pastirski in pod učni list vam, ljubljenim škofljanom, bere po vseh župnijskih cerkvah dne 16. aprila t. I., to je, drugo nedeljo po Veliki noči, ko slišimo brati ganljivi evangelij o dobrem pastirju; ako pa bi to ne bilo mogoče, naj se bere tretjo nedeljo po Veliki noči, na god varstva sv. Jožefa, va ri ha naše svete cerkve. Vrliu tega velevam, da se listo nedeljo pred izpostavljenim presvetim rešnjim Telesom opravi molitvena ura v dosego božjega varstva za našo sveto cerkev in za našo ljubljeno avstrijsko domovino, kakor tudi v zahvalo za srečno ozdravljenje Njih svetosti, našega blagonosno vladajočega svetega očeta papeža Leona XIII., katerega slavni god smo ravno pretekli teden, dne 11. aprila, preveselo obhajali. Tudi se naj v ta namen ob koncu molitvene ure zapoje zahvalnica: Te Deum laudamus ! Tehe, Bog, vsi hvalimo ! V Gospodu ljubljeni verniki! aš božji Vzveličar Jezus Kristus se v evangeliju,1 katerega oznanja sv. cerkev le dni, prispodablja dobremu pastirju, ki daruje svoje življenje, da brani čredo pred sovražnikom, kateri jo žuga vkončati. Vi vsi, v Gospodu ljubljeni, ste čreda, izročena nam od Boga; žene nas torej srce, da se te dni, ko mnogim izmed vas preti resna nevarnost za vzveličanje vaših duš, obrnemo do vas s svojo pastirsko besedo. Ta beseda pa ni beseda t o ž e v a n j a o boju, ki se vzdiga zoper našo sveto vero, kajti ta boj je že od nekdaj. Ta boj se v tem ali onem času, v lej ali oni deželi pojavlja huje ali slahje, utihnil pa ni in ne bode nikdar. Naš Gospod in Vzveličar nam je to napovedal, ko je rekel svojim apostolom in učencem : »Na svetu bodete imeli brit kost«.2 Ta beseda ni beseda bojazni ali strahu, ker je tisti božji Odrešenik svojim besedam hitro pristavil tolažbo : »pa zaupajte? jaz sem premagal svet.« 1 Jau. 10. - 2 Jan. 16, 33. Naša cerkev ne more nikdar propasti, ker je Kristus govoril Petru: »Ti si skala in na to skalo bom zidal svojo cerkev, in vrata peklenska«, to je najsilnejša prizadevanja, »je ne bodo zmagala.«1 Ta beseda tudi ni beseda bojazljive skrbi za mnoge izmed vas, ki jo bodete slišali zbrani v cerkvi, ali jo bodete brali doma. Vsi ste sveto katoliško vero podedovali kot najsvetejšo delščino od očeta in matere, in jo hočete sporočiti tudi svojim otrokom. Ali, kdo bi dvomil v tem: mi živimo v času ločitve duhov Kakor vsak kmetovalec toči pleve od pšenice, tako govori tudi prerok o Vzveličarju: »Njegova vevnicaje v njegovi roki, in bo očedi svoje gumno.«2 Pšenica ne izgubi ničesar, a ko se odstranijo iz nje pleve; prav tako tudi ni cerkev Kristusova, katera ima izgubo, ako se nevredni in zastran svete vere že davno mrtvi udje točijo od nje. Toda izpregovoriti vam hočemo besedo i z p o d b u d e za malosrčne in besedo poduka za omahljive. Nekaj tednov sem vam kličejo: »Proč od Rima«, to je: Ločite se od cerkve, katera ima v Rimu svojega vrhovnega poglavarja! Pomislite torej, v Gospodu ljubljeni, zakaj se sedaj na tolikih krajih glasi ta klic. Zaradi dogodkov v p o I i t i š k e m življenju, s katerimi se ne moreta spraviti niti v najmanjšo zvezo ne katoliška vera, niti ne rimski papež. Katoliška vera vendar ni danes druga, kakor je bila preje. Poliliški dogodki ne morejo vere storili ne prave in ne krive. Ako je bila preje rimska katoliška cerkev prava, mora bili prava tudi še danes. Slišite tudi očitanje : »Rimska cerkev ni narodna.« To je res in tudi ni res, kakor pač stvar umejemo. Rimska cerkev ni narodna, ker ona je edina cerkev, vstanovljena od Jezusa Kristusa za vsa ljudstva in za vse narode, kakor to vsi spoznavamo v apostolski veri: »Verujem eno, sveto, katoliško ali občno, apostolsko cerkev.« V drugem pomenu pa moramo reči po vsej pravici : Rimsko-katoliška cerkev je narodna, ker z ljubeznijo objema vsak narod in je vse narode sveta iz teme paganstva in divjaštva povzdignila k omiki, kakor priča o tem svetovna zgodovina. Kajti omika vseh sedanjih razvitih narodov se je po rimski cerkvi začela in skozi poldrugo tisočletje gojila in nadaljevala, predno so se pojavila na svetu sedanja, od cerkve točena veroizpovedanja. Vsa umetnost in veda, vsa omika in olika krščanskega sveta se obrača h katoliški cerkvi, kot k svoji učiteljici in materi. Drugo očitanje, s katerim vas hočejo zapeljati, se glasi : »Katoliška cerkev prinaša nazadek, ker so katoliške narode zadnji čas zadevale raznovrstne nezgode.« Ako pa hočete resno premišljevati, bodete lahko spoznali, da so katoliški narodi nazadovali še le od tiste dobe, ko so se v javnem življenju točili od naukov in od zapovedij katoliške cerkve — da, ko so se zoper nje mnogokrat sovražno vzdignili. Nobena država ne more uspevati, ako se državna oblast kaže sovražno sveti veri. Ako se je to v katoliških deželah zgodilo na škodo narodom, lega nikakor ni kriva sv. cerkev. Dokler je duh katoliške vere vladal javno življenje, so stali na visoki stopnji razvoja. Ta blagodejni upliv katoliške cerkve na človeški rod sledi samoumevno iz njenega začetka in iz njenih naukov. Od kod, v Gospodu ljubljeni, od kod pa izvaja katoliška cerkev svoj začetek? Ona nima drugega začetka, kakor Jezusa Kristusa, Sinu božjega; ona šteje svoja leta od rojstva Kristusovega, ona je tista cerkev, katero imenuje »svoj o cerkev« ;1 o njej govori: »Kdor ne posluša cerkve, bodi ti kakor nevernik in očiten grešnik;«2 ona je, o kateri pravi: »Vrata peklenska je ne bodo zmagala.«3 Cerkev pa, katero je ustanovil Kristus Sin božji, mora biti na vsak način svojim otrokom v vzve-ličanje. In kaj uči katoliška cerkev? Vse to, ljubljeni v Gospodu, kar je učil Kristus, ker to naročilo ji je dal Kristus : »Pojdite in učile vse narode... in učite jih spolnjevati vse, karkoli sem vam zapovedal.«1 Kar pa je učil Kristus, to more biti človeštvu le v vzveličanje. Ali pa ne morejo trditi lega tudi druga veroizpovedanja, katera so nastala pozneje in ne izhajajo od našega Vzveličarja Jezusa Kristusa? Ne, ker nobena druga vera nima od Jezusa Kristusa poslanstva: »Pojdite in učite vse narode«, o nobeni drugi veri ni govoril Jezus: »Kdor vas posluša, mene posluša«; o nobeni drugi: »Kdor ne veruje, bo pogubljen«; o nobeni drugi : »Glej, jaz sem z vami vse dni do konca sveta«. Nasprotno pa uči sv. apostol Pavel :2 »Ko bi vam tudi jaz, ali angelj z nebes oznanjeval drug nauk, kakor ste ga prejeli, bodi zavržen«, in sv. Janez piše: »Ako pride kdo k vam in ne prinese tega nauk a, ga nikar ne sprejmite v hišo in ga nikar ne pozdravljajte.«3 Kakor svari tudi naš Vzveličar : »Varujte se laž n j iv ih prerokov, kateri prihajajo k vam v ovčjih oblačilih, znotraj pa so zgrabljivi volkov i.« 4 Kažejo potem tudi na one nesrečneže, ki so kol duhovniki, nezvesti svojemu vzvišenemu poklicu, dajali pohujšanje in slab vzgled, in zaradi teh vabijo nasprotniki vernike k odpadu od sv. cerkve. V naši lepi Lavantinski škofiji, hvala Bogu ni cerkvi in ne državi nezvestih duhovnikov ; temveč so goreči, požrtvovalni, za čast božjo in za vzveličanje vernikov vneti, neutrudni delavci v vinogradu Gospodovem. Basi pa so se nahajali tudi laki nezvesti služabniki, ali ni res, da sv. cerkev globoko obžaluje in ostro obsoja vsako pohujšanje, katero daje kdorkoli njenih udov, posebno pa duhovnik, med tem ko odpadnikom od sv. 1 Mat. 28, 19. 20. — 2 Gal. 1, 8. 9. — 2 II. Jan. 10. - 1 Mat. 7, 15. cerkve nobeden onih nesrečnežev ni preslab, da bi ga ne sprejeli z veseljem? Presodite iz tega sami, je-li pravično in je-li pametno, sv. cerkev zapustiti zalo, ker je mogoče, da se nahajajo duhovniki, ki ne živijo po naukih, katere oznanjujejo ? Pred vsem pa se zlobni klic : »Proč od Rima« nanaša na rimskega papeža. Kdo pa je rimski papež? On je, v Gospodu ljubljeni, on je najčudovitejši in najveličastnejši pojav sveta, katerega noben misleč človek ne more prezirati, ker pregloboko posega v zgodovino krščanske dobe. Kako dolgo je že papež na zemlji? Odkar je krščanstvo. Kako dolgo bo obstal? Vkljub vsem sovražnikom, vkljub vsem napadom, vkljub vsemu divjemu hrupu, ki se je vzdigal in se vzdiga zoper njega, bo trajal do konca sveta. In zakaj ? Zato, ker je rekel Kristus : »Ti si skala in na to skalo bom zidal svojo cerkev in vrata peklenska je ne bodo zmagala« 1 Koliko mogočnih sovražnikov se je v malo da ne 1900 letih vzdignilo zoper papeštvo! In vsi, vsi so zginili, in dasiravno je toliko papežev umrlo mučeniške smrti, vstraja papeštvo nepremagljivo. Ono mora vstraja ti s sv. cerkvijo, ker brez papeža ne more biti prave cerkve. On je namreč temelj, na katerega je pozidana, on je učenik, kateri ima obljubo, da ne bo omahoval v veri. ker Kristus je govoril Petru in vsem njegovim naslednikom, rekoč: »Prosil sem za tebe, da ne jenja tvoja vera«, in »ti potrdi svoje brate;«2 on je p osta v od aj alee sv. cerkve, ker Kristus je dejal Petru : »Tebi bom dal ključe nebeškega kraljestva. Karkoli boš zvezal na zemlji, bo zvezano v nebesih; in karkoli boš razvezal na zemlji, bo razvezano v nebesih;«3 on je vrhovni pastir vseh vernikov, ker v to službo ga je povzdignil Kristus, rekoč : »Pasi moja jagnjeta, pasi moje ovce«.4 Ker je Kristus Gospod postavil papeža za temelj svoji cerkvi, zato zapusti pravo cerkev 1 Mat. 16, Ì8. — 2 Luk. 22, 32. — 3 Mat. 16, 19. 4 Jan. 21, 15 in nsl. vsak, kdor zapusti papeža; ker ga je postavil Kristus za učenika sv. cerkvi, zato zapusti pravi nauk vsak, kdor zapusti papeža ; ker mu je Kristus izročil ključe nebeškega kraljestva, zato ostane nebeško kraljestvo zaprto vsakemu, kdor se loči od papeža; ker ga je slednjič Kristus postavil za pastirja, se loči od črede Kristusove vsak, kdor se loči od papeža. -i- r- -r- o je, v Gospodu ljubljeni, kar smo vam hoteli postaviti pred oči v tplažbo in v poduk, opominjajoč vas iz dna srca s sv. apostolom : » B r a tj e, st o j le l r d ni v veri«,1 ' I. Kor. 1-6, 13. katera je podlaga opravičenja ; držite se zvesto vere, katero ste podedovali od nekdaj, v kateri so se vaši ljubi ločili v miru ; držite se trdno cerkve, katera vas je z blagoslovljajočo roko vodila v bojih in brilkoslih življenja ! Držite se trdno našega svetega očeta v Rimu ! Obkrožen od toliko sovražnikov, vodi v najvišji starosti cerkev božjo z vso modrostjo in dobrotljivostjo, kakor vodi zvest krmar svojo ladij o na viharnem morju. Ne žalile njegovega že tako hudo skušanega očetovskega srca, temveč razveseljujte je z zvesto otroško ljubeznijo. Z nami združeni hvalite Gospoda Boga, ki ga je zadnji čas tako čudežno olel iz hude bolezni in molite, da mu Bog podaljša dneve življenja ter mu da gledati mir svete cerkve ! Milost Gospoda našega Jezusa Kristusa bodi z vami vsemi ! Amen. Na sveti Velikonočni praznik, dne 2. aprila v letu vz veli Čanja 1899. t Mihael, knez in škof. Lavanter Ordinariat zn Marburg, oni Iß. April 1899. Fürstbischof. Drilli der ét. CyrMuS-'àchdrulkerei in Sindultfl.