igen % »I«. Erscheint Konntag. . * # Ptt'« für Petiau mit^ stevui.g in«Ha«,! «ierteljShrig st 1.80, holbtsh,i<>' S.«^'gcko»j»hrig st 4.«v, mit PostVersendung im Inland«: Vierteljährig fl. 1.-40, balbiSdria j» _ , . j, fl. 8.80, gan^dfl fß »umiwni 1U !r. U H 19 9 • iig 8trtMlhiB| »»» Sertag: w. ^U»fe, H««pt»l»tz Wt. 6. Handschristen werd«» nicht zurückgestellt, Ankündigungen billigst berechnet. i *Jt;tr4ge find erwünscht und wollen längsten» bis Freitag jeder Woche eingesandt iverdcn. *.* "--------—-- Tie ganze Entwicklung de« arbeittlheiligen Ler sahren«, die ganze Entwicklung de« Berkehltwesen», die ,i-nje Entwicklung de« Geldwesen» beruht aus dem 6ten und lonsumente». Die Beschichte lehrt int«, winn eiu Privilegium sür die sociale und wirlschasUich« Entwicklung «in Hinderni« ist. wird ei hinweggesegl und tuifstchiolo« weggekommen, und >v«nn der Weg über Blut und Leiche» geh«« sollt«. Wie die Keudaliristokrolie i« dem Augenblicke, wo sie nicht inehr würdig war, ihre Privilegien verloren hat. wird auch die Fixanz-Aristokrali« ihre Privilegien i« dem Momente unnachstchtlich verlieren, wo ste sich nicht mehr geistig und recraliich gewachsen z«igt, würdig bic Rechte der anbeten zu achten und die Pflicht zu erfüll«», welch« der B«sttz ihr auferlegt. .. ■+,, y', _Dr. Otto Lecher. Von? Volke daK Silber, den Aktionären das Gold. .. /Ankommenden erste» August wird d„n wahrlich nicht aus Rose» gebetteten Mittelstand« Oesterreichs im Zeichen des Absolutismus eine Znckerverschlkißsteutr mit einem erwartete» Be-tr>M von sechs Millionen auf den müde» Nacken qei^t werde«. w»d«rch sich der Preis diese« wichtige» BoltSnahr»l^«mittel« nm ein »amhasle« erhöhen wird. Der berüchtigt? Paragraph wird der Constitutio» zum Höhne abermals als Daumen» schraub« benützt, um dem verwöhnten tschechischen Löwe» mit dem Doppelschwänze, insbesondere den nathteidendeu tschechischen Zuckersabrikaute». «in Äpprtilfijchlri» Hinwrrse» zu rönne». Eine Daumenschraube fürwahr I Den» während für die Erhöhung der Sleuerkrast und fiir die Stör-kiing deS öffentlichen Credites in Oesterreich eben-so unbedeutende als schwerfällige Anstrengungen gemacht werde», bürdet man dem schwer belasteten Handels- und Gewerbestaiid fort und fort Lasten auf. die er ertragen mag. so lange er e» kann. Wenn der Tiroler Bauer krank ist. Lon E. Wolf. Beobachtet man de» Bauer im Biirggrafeuainte, allwo er sich in Tille», Tracht und Dialect noch rein erhalten Hai, in feinem Thu» und Treiben, taun ma» viel Interessante« sehe». Sa zum Bei-spiel den Bauer in seiner Krankheit. Für alle leib-lichen Gebrechen hat er eine genaue Eiutheilung. £r untericheidet: Brüch (Beinbrüche). G'schwür, G'jchwulst'n, dir schleichet? Kro»ket (Auszehrung) und die hitzige Krouket. Bei allen Krankheiten spielt der Wei». an besten GenusS in Hülle und ftüfl« Tiroler Bauern ja gewohnt sind, eine große Rolle. Ei» Arzt, dem e« einfällt, dem bäuerliche» Patienten den Genus« deS Weine« zu untersagen, vnliert da« Vertrauen vo» vornherein. »Wo sollet den» a Mensch die Kraft hernemmeu wen» er kuan Wein derrvacht". meint unser Bauer. Mit'n Wein, ober schnn an kräftig'» muasSt »eminen, der dämpft viel Krankheit'»", so lauttt eine alte Bauernregel. J't der Bauer wirklich so krank, dass er de» Wein nimmrr hinunterbringen kann und ihm auch der „Hear" (Geistlicher) den gc- Die rücksichtslose Ausbeutung, welche öfter-reichische Gutmülhigkeit und Schwäche de» Un^ garn möglich macht. spürt heute jeder Landwirt »»d Mühlenbesjtzer. die heute durch die ungarische Mehleinfuhr bedrückt und bedroht werden. Oester-reich ist der Anibo«, auf den der jndäomagya-rische Hammer fällt. Unsere endlose Gutmüthigkeit erleichterte es den Ungarn wesentlich, ihren Handelshafen F i u m e diuch immerzu neue Lebensadern aus dem Mutterlände zu ernähren, durchBerkehrSerleichtunge» und Zollbegünstigungen dem Welthandel anziehend zu machen, was sich durch eine Berkehrsteigerung innerhalb der letzten zwanzig Jahr? um sage neuithundert Perzent ausdrückt, welcher BerkehrSsteigernng unser .Aasen Trieft im gleichen Zeitraum« nur eine solche um 83 Perzent gegenüber stellen kann. Heute br-reit« zieht e« eine bedeutende Jmportwelle vor, ob der ungarische» Fracht- und Transitobeaünsti. gnngen den We>i nach Oesterreich über Fiume einzuschlagen. Da« Fett schöpfen die ungarischen Aktionäre, der österreichisch? Landwirt »nd Ge-werbSmanu bezahlt beim Spasfe die Zeche. Wie die einst Mttrbeh«rrsch«nde Beuezia durch die Anschlemmnngen de« im Lause der Zeit die Bedeutung al« gebietender Hasen verloren hat. droht auch Tuest wtfet der Gleich» giltigkeit der österreichischeit Staat«lenker zu ver-saiidcn. die ruhig zusehen könne», dass Hamburg «»d Fiume sich siegesbewußt und gelassen an» schicken, sich in den Handel zu theilen, dem heute noch durch eine zweite Verbindung mit den deutschen Hinterländern frisches Blut und neue Lebenskraft znyeführt werden könnte. Eine Regierung, die neben der Schädigung der wichtigste» deutsche» BolkSiiitereffen und der Verhöhnung der staatlich gewährleisteten Volks» rechte soviel Tleichgiltigkeit gegen die wichtigsten volkswirtschaftlichen Reichen terefse» auf dem Ge-wissen hat, — wenn ein solche« überhaupt vor- Handen ist — stellt dem Kopf und den« Herzen ■ wohnten Genns« abrathet »nd er gesundet wieder, so erzählt er mit ganz besondcrem Nachdruck: .Woast Medicinen hon i kriagt, sie hob'», fölli derriss'n und a Hitz hon i kolit '« Hot getschischt, wenn i a Wvfser trnuk'ii hon. Wia i ober amol an Wei» derglont hon. Mensch, zelin ist die Krost wieder kemmen." Fühlt der Bauer, das« ihm „letz" wird, so versuch: er die Eur vorerst mit einer kleinen Handvoll Glaubersalz .Au«-pntz'n, nennt er e« mit einem technische» Ausdruck, denn nach seiner Anschaung kommen alle Krank» heiten vom Magen. Mit Glaubersalz will er .auf-leaß'u", wa« ihm „auf'n Mag'» liegt". Ist e« mit der MagenauSputzerei nicht genügend und wird ihm „olleweil minder", so weiß er auch ein Mittel-Der.Mög'» ist fchioochelet", lautet seine Diagnose und er versucht ihn mit „an Halbele an Gnät'n" zu stärken. Das Übel will immer »och nicht weichen und die Bäuerin murmelt schon von einea .angwünscht'n Kranket", da wird nach ein kräftiger Versuch mit einem Liter „Goferawosfer" (Kampfer-wasfer) gemacht und der Patient tritt in ein neue« Stadium der Eur, er hütet das Bett. Bi« dato hat er .lei olleweil sou umerg'serbt". bald vor dem HauS in der Sonne, oder auf dem Herd, die Hiihnersteige als Sopha b-'nützend, oder auf ihrer Lenker ei» überaus schlimmes Zeugnis au«. Man muß schon viel Guliuüthigkeit voraussetze» aus Seite derjenigen, die man trotz zahlreicher Unterlassung«- und BegehungSsüuden mit einer neuen, harte» Besteuerung drücke» will. vas« iuan eS wagt, eine parlamentlose. durch Gewaltalte ge-nügend ausgefüllte Zeit durch eine auf Grnnd de« jj l4 erlassene .Steuerkiiudmachuiig" mit einem neuerlichen Stigma der Gewaltherrschaft zu versehen. Schließlich wiederhole» sich die Fußtritte nur bei demjenigen, der sich de» ersten in gutmüthiger Duldung gefalle» ließ. Jeder kleinste Kreis sollte darum gegen die Vergewaltigung durch die uugAetzlichc Zuckersteuer Stellung nehmen und in ma»»hasten Kundgebungen deutlich und deutsch auSspreche», das« wir nicht gewillt sind, nur Bürde» zu tragen, solange man ui>» nicht gegen die Parasiten de« Volkswohlstände« schlitzt._ £m Protest der Deutschen VolWpartei. Die Abgeordneten deS deutsche» Volke« sind auf unbestimmte Zeit durch Vertagung de« Reichs-rathe« au der Vertretung der Rechte »nd Beschwerden deS Volke« gehindert! — Der freie MeiuungSauSdruck sowohl in Versammlungen al« auch in der Presse wird gesetzwidrig stet« dan» unmöglich gemacht, wenn gegen das derzeitige Regieru»g«system und dessen Träger Stellnng ge» nommen. das stündlich mehr und mehr rücksichtS-loser von den leitenden Kreisen verletz!« Volk«» recht zu wahren versucht wird. Wirklich erscheinen die Dentschen Österreich« auf allen Seiten ver-drängt »nd bedroht und die öfterr«ichijch« Re-girruiijz benützt immer wieder deiitschc« Volks-recht, »m durch dessen PreiSgebung andere Na» t>o»tii Österreichs sür ihr System >>u erkaufen. der Ofenbank. Eine Eigenthümlichkeit ist es, das« der Burggräfler. wenn er unwohl ist. daS „Halb-feiertaggioand", aber immer mit der weißen Schürze, a izieht. Und uun schwitzt der arme Teufel unter einer Masse vo» Federbetten, das« ihm „lei sau die Schwäch'» anfteig'»". Run scheint doch die „hitzige Krankheit" im Anzug zu sein. Da versucht eS die Bäuerin mit „ar Schmirb über» Bugl oi". Halb Dachs» und halb Hirschschmalz „a fezzele Wognschmirb, sell thuat soufl kialn". Die .Schlvächetn" werden aber immer größer und dazu hat sich «och der „Geawoadl" eingestellt, gegen welchen die Bäuerin mit ,an einbrennt'n W«iumua»" ankämpft. Der Großknecht. der schon, wa« Krankheiten anbelangt, „toiil mitgmocht" hat, schüttelt bedenklich den Kops und schick« um de» „Biechdortor", der kommt und imponiert d«n Um-stkhenden ungkheuer durch sei»« Diagnose. .Gelt". sagt er z»>» Kranken, „a lettig« Maul Host, gspürst »immer, ob du an Wein oder an Kaffee oi lost. Und an schwar'n Grind und der Bauch ist diar ingsunl'u. Und wenn du es an recht an wiach'n Bratl denkst, granSt di und wenn du mit'u Kopf schüttelst, thuat'S Hirn fchlonz'n. Kriagst halt a die hitzige Krouket. Mensch. Und die Hitz muast außerschwitz'». ThiatS toul Reb- I ä Verband der Deutscht» Bolkspartei im i^^^ordnetenhause hat wiederholt gegen alles ( J in und außerhalb de» Reichrathe« ent« xnst Stellung genommen «nd gegen die zahl-~kn Recht«- und Gesetzetverletzungen. gegen die ^chtseniÄe. beleidigende Zurücksetzung der _tschen und die Schädigung der wirtschaftlichen Interessen mit allen Mittel» anaekämpft und da. bei erfreulicherweise in der tatschen Bevölkerung fiel« entschiedene Unterstützung ^funden. Run wurde neuerlich der schon früher mehr-mal« ganz gegen den Wortlaut und Sinn de« Ge-setze« anaewendete g 14 unsere Verfassung wie-der auf da« gröblichste mißbraucht, unsere wirtschaftlich ohnehiu nicht günstige Lage wesentlich verschlechtert und wurden die wirtschaftlichen In-tereffen Osterreich« rücksichtslos Uugarn preisge geben. Politisch und wirtschaftlich wird Oester reich für viele Jahre Ungarn ausgeliefert, burdi Aufrechlhaliung ftüherer Ungerechtigkeiten und neuer Oesterreich geradezu verderblicher Bestim-mungen. Ohne Zustimmung der Volksvertretung wird von einer österreichischen Regierung ein Oester-reich schwer belastender und verpflichtender Ausgleich mit Ungarn geschloffen nnd durch denselben trvtz der derzeit schon so schwierige» Lage weiter Bevölke-rungtkrrise ei»e Reihe von Erhöhungen der in-direkten Steuern — zunächst vom 1. August an der Zuckerstener — um nahezu 60 Perzent ver-ordnet. Lasten, Steuern werden gegeben. Recht und Gesetz und die Mitwirkung der Bi^ktver-tretung bei der Gesetzgebung, die Controlle der-selben gegenüber der Regierung aber versagt, der Deutsche unterdrückt. Der Verband der Deutschen Bolkspartei fühlt sich stets, treu seinen dem Volke gegenüber übernommenen Verpflichtungen. bei dieser Lage veranlaßt, gegen ei» Derartige« unverantwortliches, den Staat und insbesondere unser Volk tief schädigendes Vorgehen öffentlich und ent schieden Verwahrung einzulegen und an die Wählerschaft, ja au alle Deutschen in Oesterreich die Bitte und Aufforderung zu richten, mit den Abgeordneten vereint, entschieden, kräftig und rast-los gegen das derzeitige Regierungssystem und argen jede Rechts- und Gesetzverletzuug mit allen Mittel» anzukämpfen und dadurch Ehre, Macht und Wohl unseres Volkes zu sichern. Dir Verband der Deutschen Bolkspartei ver-wahrt sich gegen die andauernde Bedrückung der Deutschen Oesterreich«, die derzeitige Rechts- und GesetzeSlosigkeit. die wirtschaftliche Bernachlässi-gung des Volkes durch das bestehend« Regierung«, ftstetn, durch die Auflieferung Oesterreichs an Ungarn; er wird unermüdet pflichtgemäß dagegen mit allen Mitteln ankämpfe», die Bevölkerung nnd soweit möglich, alle deutschen Parteien zu diesem gebotenen, gerechten Kampf zu einige» suchen! _Der Verband der Deutschen Volkspartei. schab in Ous'n schür'» und nemt's zwoa Polster-ziach'n, füllt sie mit Heuball» und legt « sie in Mensch as'n Bach an, so worm als er» der-währt." Und sängt dann der Patient unter dieser Roßcur an „onznrödni" (delirieren), baun wird vielleicht der Arzt au« der Stadt geholt. Gesundet er. sagt man: „Mei, der Biechdoctor Hot jo schun soufl sürgrichtet. ma Hot in Dotter gor nit braucht." Stirbt der Patient, lamentiert alle«: „Herrgott, war m miar bam vinhdocter blieb'm." Bei einem Beinbruch wird immer der Viechdocter gerufen. .An Stütz inricht'n ober an Orm prügle», sell versteat a Stadtlinger nit." W«nn ein Stadtarzt einem Kranken ein Kata-ploiiua (Breiumschlag) verordnet, hat der Apo-theker Mühe und Arbeit. Unser Bauerndoctor macht die Geschichte einfacher. Er begibt sich in den Stall und wartet einen geeigneten Moment ab, in welche« diese« in der Apotheke künstlich erzeugte Heilmittel ans dem natürlichsten Wege da« Licht der Welt erblickt und erzielt entschieden denselben Effect. Geschwüre werden nur mit Pech behandelt. Ein tüchtige« Quantum wird auf einen Lappen gestrichen und je mehr die Geschichte Die Forderungen de? „Ver-bandeK der alpenländtschen tzandelKangestellten." Wir gestehen offen, das« wir eine vorein-genommenheit auf dem Wege zu dieser versamm-lung am 9. d. M nicht verwinden konnten, die Ermattung nämlich, das« uns die Erfüllung der Berichterstatterpflicht zu Zeugen wüster erregter WirtShausscene» machen werde. Wen» derlei Sturmeswogkn in den vornehmen Berathung»-sälm der Residenz leider Gottes zur gewohnten Alltäglichkeit geworden sind, wa» konnte man von einer sonntäglichen Abendverfammlung schlichter Handelsangestellten anderes erwarten, als leiden« schoftliches, wirres Gezänke? Umsomehr freut es uns heute, vorerst be« tonen zn können, dass die Haltung der Bersam« melten eine niuflrrtjoft anständige war. der Ton der Verhandlungen und Ausführungen ein durchaus würdiger. Eine Anzahl Chefs, die der Einladung gefolgt waren, wurden bei ihrem SintrHte in den Saal mit Heilrufen freudig begrüßt, eiue Stimmungskundgebung. die von vornherein keinerlei feindselige Absichten gegen die Herren Dienstgeber, vielmehr eine friedliche Verständigung hoffen ließ. Als Regierungsvertreter hatte Herr k. k. Ober-Commiffär Fr. Bonvard E. v. Ehatelet Platz genommen. Der Gehilsenobmann, Herr Buchhalter Earl Steiner, eröffnete die Versammlung und be-grüßte die Herren Chef« und Angestellten, die eine stattliche Runde bildeten. Herr Aloi» S e r n e c führte nun in tadelloser zweistündiger Rede durchaus sachlich eine Darstellung der bestehenden Verhältnisse der Han-delSaugestellten an« »nd begründtte beren Bestrebungen um gerechte Entlastung, um Hebung be« Kaufmanustande« burch Forbernng be« Be-sähigungsnachweises unb eingehendere allgemeine und berufliche Ausbildung. Er theilte die Kaufleute in drei Gruppen. Zur ersten gehört der Kaufmann vom gute» alten Schlage auf solider beruflicher unb materieller Grundlage; zur zweiten der Kaufmann, bem zwar nicht bie fachliche voitilbung, wohl aber unet-schauerliche Capitalsgrundlage mangelt; die dritte endlich bildtt der Concursspeculant. der ohne be-rufliche oder materielle Sicherstellung, in unso-lider Weise nur rasch ein Geschäft macheu will, bis es eben kracht. Für den Schutz des soliden mittleren Kauf-mannes scheint nun höhern Ortes nicht Schutz uoch Interesse zu bestehen, indem man die Be-strebungen um den Befähigungsnachweis, der den «lernten Kaufmann vor der Schmutzconcurreuz schützen könnte, wenig Förderung zntheil werden läßt. Mehr Schutz genießt eher der Großkanfmann nnd Großcapitalist, die nicht immer den Besähi- juicht", desto größer ist das vertrauen.A lar« chener Schiefer', sagt der Bauer, .ist wia a Acher (Ähre), er schluist olleweil tiaser, fci mit an Pech derzuist'n außer." Mit der .schleichtt'n Kranket", gesteht selbst der Bauerndoctor, .ist's übl". .Dieselb", so erzählt mir einmal ein solcher, .kimmt in Morch (Mark) an. Wars in Rog'n oder sist af an Ort, kamst leicht zna, ober n die Buaner sonnst nit inni schlias'n. Und ba die Büg in Ruggrod schaugt'« Morch sürcher und wenn in Leutnen die Lungl zuachn kimbt, fault ?e un, nur ist'« ferti." Die .schleichete Kronket" ist bei unsern Bauer». Dank ihrer Abhärtung, elten zu finden. Sehr häufig ist der .Wurm" 'ein an de» Fingerspitzen vorkommende«, sehr chmerzhafte« Beinhautgeschwür). Räch der Mei-nung der Leute sitzt an der kranken Stelle ein kleiner Wurm der sich in da« Bein hineinsris«t. besten dieses Übel ist's .Ruab^lbl" das beste Rtttel, ut dessen Bereitung .sieben Soch'n" ge-ören. die »ur wenige Sterblich« wissen und auch al« tiefste« Ger Houtknecht. jeder, der au« dem Zuchthause g, kommen ist, sich al« .Kaufma«»' niederlassen, rrcnn er c« nur versteht, eine Zeitlang günstige LciwSgenSverhültnisse vorzuspiegeln. Redner er-irahnt einen derartigen Fall ou« Marburg, in dcm ein solch ungelernter, vom Himmel gesallener .Kausmana' in geradezu wahnsinnig«! Weise die soliden »anstellte nnterboi. einmal, um den ge-wogten Ritt de« Rüdercorlcurrieren« zu machen unb hauptsächlich, weil er einen reellen verkauf«-preis ja berechnen außerstande war. Nachdem sich die Regierung ansang« vollständig ablehnend verhalten, hat sie sich später zur Ausarbeitung eine« Gesetzentwürfe« bereit er-llärt, durch den der Beitrag de« Staate« zu den Kosten der Altkrtversorgung im Bergleiche zu den Intereflentenbeiträgen im Verhältnisse >/,:l>/, irsigks'tzt worden und Zwanganwendnng sestge» stellt worden wäre. Zu weiterem war die Re-gierung nicht zn bewegen. Lon einer Seite wurde un« in dieser Angelegenheit mitgetheilt, dos« eine Etiquette von ver-tretern der Saufleute, der Ha«del»kam«cr» und hi Regierung Stellung nehmen werde, das« die Einbeziehung der Lommi« in die gesetzlich«« Be-stimm llngen aber die Altersversorgung der Pn-vatanaestellte» a »«geschloffen sein soll. Redner erklärt dann inbezug auf Lufbrin-guitg der Mittel die zwei Formen: Da« DeckunaS-und da« Umlageverfahre« und hält letztere« für besser, da die EapitalSbewegung flüssiger und leichter zugänglich ist. Bei einer bedingten Dienst-leistnng von 3b Jahren zur Erlangung einer Altersversorgung erfordern da« Decku«gSverfahre» 70'/,. da« Umlageversahren 30'/, Deckung für de» beanspruchte« Gulden. Letztere« Hot sich in England schon bewährt. Zur sruchtbare» Ausführung im allgemeine« mich die Alter«versorg«ng obligatorisch werde» und weun sonst kin AuSweq, müßten die Han-deltangestellten zur Selbsthilfe schreiten. Der be-rnhigende Au«blick ans da« Alter wird eine ganz andere Stellung hrrbe>lühreu. der Handeltange-stellte wird darum eine leidlich erwünschte Hei-rattpartie fein und dadurch einer geordnete» Lebeii«ftlhrung gewonnen. Auch da« kündig nungSwesen hat seinen Haken, da die im allg. b. Gesetzbuch vor-gesehene scch«wöchentliche Kündigung«frist uud die Einstellung der Dienstleistung am Ende eine« Halbjahre«, wa« in beiderseitigem Interesse sich ost genug undurchführbar darstellt und. be-jonder» in den Großstädten. zu sehr elastischen ver t rag»niäßigeo Kündigungsfristen geführthat, die von 24 Stunden aufwäU» gehen, selbst auch keinerlei Frist zugeben. In der Provinz sind allerding« diese Verhältnisse nirgend« so krasie. Ein besonderer Streitpunkt sind die Waffen-Übungen, die oft zu Kündigungen Anlas» geben. E« ist ja richtig, dos« der Ehefden Mann zunächst für die Arbeit hat. Aber dieser geht auch nicht au« vergnügen zur WaffenÜbung, sondern um einer Staat«bürgerpsticht zu genügen. Die «eho»dl»»g dieser Fälle ist sehr verschieden. Dort Auszahle« de« ganzen, halben Gehalte«, dort Hi»ou«wersen. Ebenso bildet Krankheit dste.« 'inen kündigmigtgrund. entgegen dem §60 allg. b ®, der von un verschuldeten Unglückasällen spricht. Da« Grazer Gr,mium hat d«lxr für Fälle, wo keine besondere Vereinbarungen bestehen «) Kündigungen mit jedem Monat, h) für 6 Wochen mit Sehalt«anspruch eingeführt, worin allerding« die Waffeuübungen auch nicht eiube» zogen sind. Viel Widerstand begegnet die Regelung der Geschäftszeit, besonder« bei den älteren, conservativrn «ausherreu. die aus ihre eigene Karte Lern- und Servierzeit venveise». Dagegen fei wirder die damalige leichtere Möglichkeit in« Treffen geführt, sich selbständig zu macheu und für da« Alter sicher zu stellen. Allerding« find die Augestellten in mittleren Provinzstädte» besser daran, al« jene aus dem flachen Lande uud in der Groß-stobt, wo tägliche Arbeitszeiten bi« 18 Stunde» nicht selten sind. Wo bleibt da die Zeit zur Au«bildung, die mau immer umfassender verlangt. Gibt e« doch schon Ankündiguugen. die musika-lische Bildung beanspruchen. Aus dem flachen Lande läs«t sich die Sperrzeit an Sonntagen »m 3 Uhr unmöglich conlroliere». An manchen Orten findet der Angestellte kaum Zeit zum Esse». Die Bestrebungen richten sich darum nicht gegen die berechtigten Interessen der Chef«, sondern gegen die Ungleichmäßigkeiten und gegen die unbillige Au«beutung. Der Einwand, man müsse da« konsumierende Publikum berücksichtige», sei nicht stichhältig, denn diese« gewöhnt sich schon an die billige Rücksicht. Selbst Kaufleute haben sich schon mit dem Gedanken befreundet, ohne zn Schaden zu kommen. Doch wollen wir mit dem S-Stunden-tage der Socialdemokraten (Pfuirufe) in gerechter Würdigung der Verhältnisse unserer Dienstgeber nicht« zu schaffen haben, denn dadurch wird dem Kaufmann der Großstadt der lS-Stnndentag durch Abtheilung in 2 Gruppen erst recht erleichtert. Wo« thut aber der Kleinkauimann auf dem Lande? Wir werden dar«« von den Social-demvkraten angefeindet, weil wir nicht für den Achtstundentag sind, der die Elemente de« Groß-kapital« fördert. Un« liegen die Interessen unserer Dienstgeber näher. Wir wünschen darum eine gleichmäßige Arbeitszeit von 7—7 mit einstandiger Pause. Dem Lhrling«wefen, einer gründ« legenden Angelegenheit unsere« Standet, widmen wir unsere vollste Tlusinerksamkest, vor allem der AuSivahl und den Seltenheiten znr Fortbildung; da bestehen noch große Übelstände. vielen ansye-nommenen Lehrlingen fehlt die nothwendige Fortbildung. Wie soll eu« Knabe mit mangelhaften Schulkenntnissen ei» guter Kaufmann werden? Hat der Schlingel in der Schule, in kurzer Lehre beim Schlosser, Tischler, Schneider »ach-einander nirgend« gut gethan, heißt e« endlich: .Geben Sie ihn zur Handlung I" Aber auch körperlich schwach soll er nicht sein. Denn bei den lande«üblichen Hau»k«echt-diensten, die dem Lehrling ost genug zugemuthet werde», trägt er bei Körperschwäche leicht Schaden in« spätere Lebe» mit. Herr E e r ti e c lieSt die verlangte Schul-bildnng«onsprüche de« musterhaften Grazer Gremial-ftotnt« vor und vergleicht damit die bescheidenen Ansprüche die man an die Schulbildnng de« ein-tretenden Lehrling« an zahlreiche» Orten stellt. A» 171 Orte» de« Verbandbezirke« fehlt jede Veranstaltung zur Fortbildung. Ergänzung der Wisfen«lücken «nd zur Wiederholung de« Ge-lernte». Da« ist im Interesse de« Stande« sehr zu bedauern, den an allen diesen Orten würde sich doch ein Lehrer stnden, der mindesten« sür die Erhaltung de« dürstigen Wissensstände« Sorge tragen könnte. Da haben wir i» Marburg die Erfahrung gemacht, wie willig die vom ver-bände gebotenen Gelegenheiten zur Erlernung der Stenografie», der Tomtoickindebenüht werden. Und wie wertvoll sind für den heutigen Kaiifmanu diese Gelegenheiten? Im Zusammenbange steht damit wieder die A»:qelrqenheit der Lehrlingfabriken. In Wien gibt e« Geschäfte, wo bei 3 Tommi« nur SV Lehrlinge in Verwendung stehe«. (Anf eine» unpassenden Zwischenruf sagt Herr S t r n e c: „Ich bitte mich nicht zu unterbrechen.") Nothwendig erscheint dahereineFestsetzungderverhältni«mäßigen u»d zulässige» Minimolzahl an Lehrlinge». In Klagensurt z. B. sind al« höchste Anzahl fünf gestattet. Herr S e r u e c empsielt diese Forderungen im Interesse der Hebung de« ehrwürdige» Handel», stände« dem Nachdenke« und der Prüfung; niemennehr aber werde der verband Forderungen erheben, die unbillig sind und den Interessen der Brotgeber zuwiderlaufen. Stürmischer Beifall? c«chw» Pettaner Wochenbericht. (Die Jubelfeier in KMaiergrsingaerriirf) zu Ehren seine« vorstandst,llvertreterS Herrn Han« P e r k o gestaltete sich iu einem herzliche«, Familienfeste und zu einer vielseitigen DankeSkuud- Sbung gegen sein Mitglied, da« 25 Jahre in nnigen und trüben Tagen bewährt und treu ausgeharrt hat. Herr H. Großauer nahm e« in feiner Begrüßungsrede al« BereinSobmana mit Freude wahr, dass sich außer den gewohnten zahlreichen Verehrern der Bürgermeister mit dem Gemeinderath. zahlreiche Frauen »nd selbst lieb-werte Freunde au» der Ferne, — der ehemalige BereinSchormeister Herr Dr. W e i ß R. von Ost-born und au« Marburg Herr R u d l, lieben«-würdig eingesnnden hatten, um da« Iubelmitglied Herrn P e r k o nnd de» verein zu ehren. Der Sangergrnß .Grüß Gott" »nd der Berein«ioahl-spruch, sowie die Tonwellen unserer Musikkapelle entbieten der fröhliche« Runde ein festliche« Will-kommen. In schwungvolle» herzlichen Worten wirst Herr Oberlehrer A. S t e r i n g einen Rück-blick auf all die mannigfachen Ereignisse in unse-rem Männergesangvereine von den Tagen seiner Gründung und seiner Kinderkrankheiten bi« zu seiner Festigung, bi« zu seinen zahlreichen Er-folgen und Ehren. War Herr Perko in den Tagen, da dem jungen Unternehmen Gefahr drohte, der tbatkr.istige und treu au«harre«de Verfechter, dessen Begeisterung die Zögernden mitris«. so war auch er e« wieder, dessen präch-tige« Orqan den verein zum Sieg zu führen half. Bald gesellte sich zum erstarkten Vereine der Männer ein Damenchor, der heute allerding« wieder de« Ritter« harrt, der, wie einst da« Dorn-rö«chen, die verstummten Sängerinnen au« süßem Schlase küßt So war Herr Perko iu allen Logen de» Vereine« seiner Recke» wackerster einer, der mit »«ermüdeter Freudigkeit »nd mit Froh-sinn de« deutschen Liede« pflegte und «tauchen« verstummten Sänger den letzten Gruß entbot. So möge auch ihm «och lange Zeit das deutsche Lied, da« ou« dem Herzen dringt und die Verehrung und Liebe seiner Sange«brüder ein Loh« sein, der reichlich lohnet. Nachdem die unvergänglich schönen »länge de« EhoreS: .Da« treue deutsche Herz- verrauscht wäre«, überreichte der Vereint-obmonu dem Jnbilanten eine Busennadel al» Zeiche« der Anerkennung und der Sympathie. Herr Bürgermeister O r n i g begrüßt im Männer-gesangvereine, dem die Herzen aller Deutsche» ge-hören, nicht nur de» Krei«. der au« seiner Rähc Gram und Sorge scheucht durch de« Liede« Macht. Der dentsche Mäun.rgesangverein aus deutscher Borwacht ist ei« wertvolle« Bindemittel der deutschen Bürger, de« deutsche« Gemeinsinne«. Herr O r n i g beglückwünscht den Jubilar zur verdienten Ehrung, den Berein zu seinen Erfolgen »nd erhebt sein Sla« ans die deutsche Gemein-bürgschast. Drahtgrüße waren eingelangt vom BundeSobmann Herrn R v. Schmeidel. vo» Herrn Kasimir in Graj und nicht minder von der hochver dienstlichen Bierquellenverivaltung knau« und Koller. Herr Perko dankt ollen für die Ehrungen, allen Gästen für da« Erscheinen, allen Mitglieder» und dem Damen-chor. den erschienenen Beteranen de« vereine«, den Herren K l a u e r und Maschel. Er hab« nur seine Pflicht äl« schlichter Sänger gethan, denn mitzuthun sei eine« jeden Pflicht, dem Gott Gesang gegeben. S« wäre ihm lieber, das« er nicht der einzige wäre, der ausharrte. Wegen mancher Kleinigkeit haben sich Mitglieder loSge-bröckelt vom vereine, der für die unterste, rischen Verhältnisse eine Nothwendigkeit ist. Da« Fest soll nicht ihm geltet», sondern der Sache, zur Belebung der deutschen SangeSfrende »nd des Deutsch-thum«. Halb Pettau müßte von recht»wegen dem Vereine aU ausübendes Mitglied angehören. Machen wir »»S allezeit zum Leitsätze: „Wem «Sott die Lieb' in» Herz gesenkt und in die Brust d>e Lieder, der. wird er noch so arg gekränkt, der liebt und singt doch wieder!" Die Freunde und Förderer des Männergesangvereine«, sie mögen ewig jung und eivig deutsch bleiben l Unter zahlreiche» HeiterkeitSauSbrüchen schildert Herr Gymnasialbir. H. T s ch o » t t Herrn Perko als da« geselln, belebende Moment. Es gibt im Menschen-leben Augenblicke, wo man in der Gesellschaft verstummt. Da tritt Herr Perko auf den Plan und eS geht loS. Schon an dem „schief auf dem sinnenden Haupte" sitzenden Hute kennt ma» von Ferne die Stimmung des Trägers und rich-tig entwickelt sich im Gespräch eine muntere Kanonade. Er erhebt sein Gla» ans da» Wohl de« geschickten Plauderer», de» munteren Erzähler« Perko. Soll ich noch erwähnen, dass der Ge-fangverein seine Zuhörer durch die hinreißend schönen Liedervorträge entzückte, dass die nimmer-müde Musikkapelle gleichfalls ihr beste» darbot? Nein, da« ist selbstverständlich und überrascht un» nicht. Möge der schöne Abend zur Stärkung deutschen Geineinsinnes beitragen und Herrn H Perko nach wieder 26 Jahren bei unverminderter Sang«, und Lebenslust beschieöen sein! Dos gebe Gott! (Verlobung.) Unser geschätzter Mitbürger terr Adolf Schramke hat sich mit Fräulein ntonie H u b e r, einer Tochter de« Kaufmannes Herrn P. H u b e r in Tillingen. Bayern, verlobt. — „Solch endlich sich einstellende UnternehmungS-lust unserer Jungmannschaft ist nur zu lobe» und zur Nacheiferung zu empfehlen", schreibt eine schöne Leferi», die noch zu haben ist. (Vivnt «Mdeima, vivant prosfssorea!) Die Schüler de« Franz Josef-Gymnasium» ver-anstalteten am Freitag ihrem aus dem Amt scheidenden, beliebten Dir. Herrn H. T s ch a u e t «inen Fackelzug unter Begleitung der städtischen Musikkapelle. Der Quintaner Frau» K a p p e l hielt vor dem Schulgebäude im Fackelkranze ganz wacker die Dankrede, welche vom Direktor i» herzlichen Worten erwiedert wurde. Nach einigen Borträgen der Musikkapelle wurde unter Hoch-rufen der Rückzug angetreten. d a (1 Krone). März Franz (1 Kr.). Eahritsch Karl (1 Krone.) 5. Elafse: Anton chlachtitfch (1 Krone). Lubay Aloi» <1 Krone), Gorifchegg Joses (1 Krone). Tschrepinko Aloi« (t Krone), Gspaltl Josef (1 Krone.) (Der Schulschluß au den städtische» V-lk--fchulen) wurde wie sonst mit dem ^Dankamte und der ZengniSvertheilnng begangen, welcher in der Knabenschule Herr Bürgermeister Ornig und Herr B e h r b a l k, in der Mädchenschule Herr Dr. Sixtu« Ritter von F i ch t e n a u beiwohnten. Die Herren richteten väterlich« Worte an die Schuljugend. Ergreifend gestaltete sich der Abschied der Schiller der 5. Classe von ihrem lieben Lehrer Herrn S u h e r, der die Anstalt verlässt. (Ausstellung der Schülerinnenarbeiten.) Der Lehrkörper der Mädchenschule hat gestern eine solche voranstaltet, die Zeugnis von den erstaunlichen Erfolgen gibt, welche die Volksschule heute auch auf diesem Gebiete mit 8—14-jährigen Mädchen erzielt. Der Hausfrau Fleiß und Gefckncklichkeit ist des Hause» Sparbüchse. Bei all diesem appetittlichem Hau»rath musste dem verstockteste» Frauenhasser und Ehescheuer ein Sehnen »ach «mein sinnig geschmückten Heim anwandeln I Es fällt schwer, an» der Fülle der braven Arbeiten eine Au»wahl der besten zu nennen, wenn wir e« trotzdem thu», hoffen wir, den Nichtgenannten kein Unrecht zu thun. Auf diesem Geviete urtheilt zur Abwechslung einmal der Mann nach seinem Gefühle. In der 2. Classe: (Frl. H. Pischinger) sahen wir duftige Häckel-arbeiten von den Schülerinnen Dwvrschak und Kalb. 3. Classe: (Frl. Ä. Danko) Musterbänder. Strümpfe und Einsätze. Besonders schöne Ein-sätze lieferte Tentichbauer Anna, Strümpfe: Frank Stefanie. 4. Classe: (Kremmer) gestickte Muster-bänden» geschmackvollen Farbenzusammenslellungen, Handtücher mit schönen Randverzierungen. Schöne Leistungen: Stary Olga. Sychrowsky Maria, Sonnenschein Josefine. 5. Classe: (L. Meyer) Gestrickte Jäckchen. Tischläufer, TisOecken: Ru«iSka Grete, Kohant Karoline. Sonnenschein Regina. Ornig Ella. Guillaume Therese. 6. Classe: Frl. E. v. Strobach: Weißstickerei, Nähtücher. Deckche», Interessant die äußerst ge-nauen Stopfurbeiten, die kaum ein« Trennung der Stosstheile vermuthen lassen. Schöne Ar-beiten iu Weißstickerei: Kovatjchmch Marie, Le-poscha Irma, M>Sle»«ky Olaa, Klokocoonik Ga-briete, Kofler Anna, Tamm Aloisia. 7. Classe: Frl. V. Zurhaleg. Der Normalstrumpf nach Schnitten, erhöhte Ansprüche im Weibnähen, Wäschestücke mit Maschine, Sticken: Schlosser Helene. Rodoscheag Ida, Hasenbühel Irene, Klein-dienst Gabriele, yutter Friderike, Bouk Lili. Die Frl. Lehrerinnen uud die Schülerinnen können auf ihre Leistungen mit Befriedn,nng zurückblicken. (Schloßfeier drs städtischen Kioderzsrtens.) Die Leitung de» städtischen Kindergarten« gibt bekannt, das« die Schlußfeier des Kindergarten» am l8. Juli 1899 um 9 Uhr vormittag» im Turnsaale der städtischen Knabenschule stattfindet und ladet alle Freunde und Gönner der Anstalt höflichst zu derselben ein. t die Al,. Haltung dieser UnterrichtScurse (ein Abendcnr« für Erwachsene und ein RachmittagscurS jür Kinder und jüngere Schüler) ermöglicht wird. (£« ist somit gewiß wünschenswert, wenn die Tan;, und Lehrluftigen unserer Stadt ihre Wünsche bis zum definitiven Erscheine» Herr» Professor Friedr Eichler» aussparen, um in einer guten Schu-luug auch etwas Gute» zu erlerue». (Hie Ladraoftalt in tianoerrinr« ) Um dem Wunsche zahlreicher Herren nach einer von der Jugend ungestörten Badestnnde, nur für tcrren, wie immer entgegenzukommen, wird die orstehnng vo» heute ab die Stunde von 12—1 nachmittag» nnd von 6—7 Uhr nach, mittag» lediglich den Herren vorbehalten, weil), rend von 6 Uhr der unehrlichen tugendhafte» männlichen Jugend der Zutritt gestattet ist. (sine jidele Reisegesellschaft) muss im NachmittagSeilzuge den, 40 jährigen Stuben. Mädchen vom Marburger Hotel „Stadi Wien' und dessen mitfahrende» greisen Mutter die Zeit so verkürzt hab«n, da d«n beide» Frauen da« AuSsteigen erst einfiel, al« der Schnellzug schon wieder im Rollen war. Die alte Fiau stürzte und beschädigte sich glücklicherweise nur leicht: e» hätte können ein gräs»licheS Unglück entstehe». Die Reisenden de» rasch gestoppten Schnellzuge« waren über den unerwartrteu Zwischenfall be-greiflich ganz bestürzt. (ft*ffeh*»dr.) Bei der am 8. und 9. Juli d. I. stattgesundeneu internat. Jagdhu»de-An«> stellung in Graz wurde der langhaarigen deutschen Borsteyhündiu „Diana" des Bahnbeamien Herrn Karl Spitschka m Moschgauzen der 2. Preis in offener Classe und dem kurzhaarig-deutschen Borjtehhunde „Lord von LandSberg" des Spar-raffe Buchhalter» Herrn Johann Kasper der 3. Preis in offener Classe und der 3. Preis in der ReulingS-Classe zuerkannt. Beiden Hunden wurde außerdem die Eintragung in das öfterr. Hundestammbuch zuerkannt und verfügt. (Lehinderong im t>d«ltbe)»ze.) Wir wur-de» ersucht, die betrtffrnO« Notiz dah,n zu er-ganze», das« am 1. Jänner und 1. Juli wegen de» Rechnungsabschlusses die TadakauSgabe ein-gestellt ist, iva« jeder Trafikant aus der BeW>-rung in feinem FasjungSbllchel wissen sollte. Selbst d«r Haupttrafikaut ist mit seineu viel größeren Bezüge» an bestimmte Tage gebunden. (Hie Vorliebe str sritene »opftitcher) nimmt unter der schönen Hälfte unjerer Landttdevölkerung immer mehr zu, was an sich al« ein günstige» Zeichen für de» wachsenden Wohlstand und die günstige Marktlage gelten könnte, wenn es sich nicht um eine fchiöde Entwendung der hübschen Sächelchen handelte. Diesmal war der Kaufmann Herr Nemec fo glücklich, von der SOjährigcn Winzerin Herga mit eiuer Nachfrage nach Tücheln beehrt zu werden. Da die Genannte dabei Tücher im Werte von vierzehn Gnlden mitverfchwinden ließ, wurde die Herga in den Thurm gefetzt. (Fenerbtreitschast der freiwilligen Feuerwehr.) Für die lausende Woche hält der II. Zug uud die III. Rotte Feuerbereitschast. — ZugS-führer Bella«, Rottführer M a i st e r und 8 Maun. Feuermeldungeu sind auf der Ceutral-statiou in der SicherheitSwachstube im Rathhause zu machen. (Pferd,prnmiierung) für die Gerichtsbezirke Pelta», Frieoau und Marburg l. D. fand am 11. d. M. statt und wurde» Preise zuerkannt. A. Für Mutter st uten: 1. Staatspreis 100 Kronen und silb«rne Medaille dem Martin Stanic au« Hardegg, 2. Staat«prei« 80 Kronen und silderue Medaille dem Anton Korper au» OSlusofzen. 3. StaatSprei« 60 Krone» u»d silberne Medaille dem Thoma« P.avec au» Fran- kofzen, 4 Staat»prei» 50 Jhwit und silberne Medaille dem Johann Banvotic ans Hardegg. 5. LandetprciS 50 Kronen dem ffiilb. Schwab aus Pttta». 6- Landespreis 50 Krone» dem Mich. Snidaric a»S Saiuuscheu, 7. BezirtSpreiS 20 Kronen dem Math. Krainc aus Obrisch. 8. BezirkSprei» L0 Kroueu dem Franz Rizucr au» Gajofzeu, 9. BezirkSprris 20 Krone« dem Georg Trunl aus GoriSuitz, 10. BezirkSprei» 40 Krone» dem Mich. Banmoo» au» Baiolz. Junge Stuten: 1. StaatSpreiS 80 Kronen und silberne Medaille Wilhelm Schwab aus Pettan. 2. EtaaiSprn» 50 Krone» und silberne Medaille Wilhelm Schwab au» Pettau. 3. StaatSprei» 50 Kronen nnd silberne Medaille Jakob llainker aus Polstrau, 4 LandeSprei» 50 Kronen Michael Mohorko auS Kuhdorf. 5. BezirkSprei» 20 Kroneu Jakob Pro-potnik au« Puschendorf, 6. BezirkSprei« 20 Kronen Susan Sajotmk au» Podova. 7. löcz»k»pruS 20 Kronen Jakob Bilcnik ans Wurmberg. L. Z w e i j ä h r i g e S t u t f oh lru: 1. Staats-preis 60 Kronen und silberne Medaille Math. Krajuc au» Obrisch, 2. StaatSprei» 50 Kronen und silberne Medaille Martin Stanic au» Hardegg. 3. LandeSprei» 50 Krone» Franz Venta au« Formin. 4. BezirkSprei« 20 Kronen Othmar Diermayerau» giiedan. 5. BezirkSprei« 20 Kronen Franz Rizner aus Gajofzrn. 6. BezirkSpreiS 20 Kronen Stefan Lach au» Podova. C Für einjährigeStutfohlen: silberne Medaille al» E h r e n p r e i » mit Berzichlleistung ans 1. Geld StaatSprei», Deutsche RitierordcnS-Eom-mende Grob-Sonn tag. 1. StaatSpreiS 60 Kronen, Josef Schescherko, MeSgoweh. 2. StaatSprei» 50 Kronen nnd silberne Medaille. Josef Janze-kvvic. Podgvrze«. 3. LaudeSvroiS 50 Klonen Si«o» Plecko ans KranichSfeü». 4. Bezilfspreis 20 Kronen Fra»z Kvstaujovec «,» St Marxen, 5. vez>rkSprei« 20 Krone,, Anton Mlaker aus Brezula,' 6. BezirkSprei« 20 Kronen Florian Kul-jarir au» Echarding. Beimischte Nachrichten. (Eine große amerikanische Nord Wrst Lahu.) In Amerika wird gegenwärtig ein enormer Äahn-bau geplant, im vergleich zu welchem die sibi-tische Bahn Nein erscheine. G« ist eine Bahn, die von der amadischoi Pacifit Bahn ausgehend, über MeFieo. die eentral«m,enkan>scheu Staaten und Panama, Süd-Amerika erreicht, hier die Anden im nördlichen Theile von Ecuador um» geht und durch Peru nnd Bolioia bi» nach Buenos Ayre» geführt wird. Nord- und Süd-Amerika sollen also durch eine» sortlaufende» Echimenstrong verbunden werten, wahrlich eine bedeutsame Monroe-Doktri». Allerdings würde man sich der auf der Linie schon bestehenden Bahnen in der Länge von 7500 Km. bedienen können. Die Länge der ganzen Linie betrögt 16500 Km.. wovon 7500 schon gebant sind. Wie wir der diesbezüglichen Mittheilung des Patent An-«altes I. Fischer in Wien entnehmen, würden für die noch zu bauenden Strecken nur circa 500 Millionen Eulden aufzubringen sein. (Eine amerikanische Papierfabrik.) Gegen-wärtig wird in Mllioauken V. St. A. feiten» einer amerikanischen Papier-Fal>rik>iti«m«-Gesell-schast eine Papier Fabrik hergestellt, die eine Quantität Von 300 Tonnen Papier pro Tag «tyityn kann. Dies« Gesellschaft hat mit fc« besäumen Re» Aorker Zcitu»g .World" einen Bertrag abgeschlossen, nach weichem für dies« Zeitung pro Tag 50 Tonnen, demnach im Jahre 156000 Tonne» zu liefern sind, womit jedoch der Tefdmmlbedarf der Zeitung noch nicht gedeckt erscheint. Au diesem Etablissement soll eine Maschine aufgestellt werde», welche, wie wir der diesbezüglichen Mittheilung de» Patenl-An-walte» I. Flicher iu Wieu euluehmeu. 50 Touueu Papier mit ein»e Geschwindigkeit von 160—195 Mt pro Stunde liefert. (Herrin diftmork.) Spenden haben gesandt: Der steinm. Landtag 200 fl., Fl. Pojatzi u. Eo. (Ertrag au» dem Verkaufe der f Sildmatt-Zünder vom 1. Aprll W» zum 37. Mai) ( fl. 586 35, Ausschuß für die BiSmarckEhra«> in Leipzig fl. 5S.8S (— 100 Mark), Dr. mann Michl m Wien fl. 20.17, Uhrthurm-Sammle»^ in Kleinoicheg» Bauernstube zu Graz S fl.. Gleist dorfer Mäuncrgesangverein (Sonnwendfeier) 5 fl.< Iluthenauu» au» de« Kaffee Ztutt «u Üöflach 5 fl^. Skatgestllschast im Kaffee Ausschläger zn Är»z fl. 4 12, Tischgesellschaft bei Mannhardt in Ob«?-Bellach 4 fl., Franz Stampfl (Nachtrag zum Er» trage au» dem Berkause von Siidmark-Zahn-stochern) fl. 3.72, Sippuug deutscher Mittel-schüler bei der Stadt Reugraz in Graz 3 fl., Tischgesellschaft Sech»eck 3 fl.. U Müller in Graz 1 fl., die Ortsgruppen: Wieneruenstadt (beide Gruppen zu gleich;,i Theilen al« Ertrag eine» Volksfestes) 736 fl., FranenortSqr. Klage»?' furt (Sonitwendfeier) 300 fl.. Mureck fl. 73.65 (davou 20 fl. al» Spende der Gemeinde und 42 fl. an« den Sammelbüchsen), Klagenfurt 52 fl. (davon 28 au» den Sammelbüchsen). Kerlach (Sonnwendfeier) 50 fl., Gratwein fl. 28.50 (davon 27 fl. von der Sonnwendfeier und fl. 1.50 von dem Gratweiner Männergesangvereine). Ober-dranthal (Kränzchen) 24 fl., Mariapfarr (Spiel-ertlägiiisse) fl. 5.25, Pöllau (Sammelbüchsen) fl. 3.25. Beitsch (Sammelbüchsen) 2 fl. 100-300 Gulden monatlich können Personen jedfn Stande« In allen Ort-schafien, »icher und ehrlich ohne Capital und Risico verdienen, durch Verkauf gesetzlich erlaubter Staatspapiere und Lone. AnlrSgp an Ludwig Österreicher, VIII, DeuUchepuse Nr. 8. Budapest. ' ■___gg Danksagung. Allen ' ochyi rten Besuchern meines Festabende», insbesondere d '» unterstützenden Mitgliedern des strammen Miinnergesangvereines und meinen lieben ausübenden Sangesbrüdern, dem Herrn Bürgermeister Jos. Ornig, dem Ehrenobmann Herrn Franx Kaiser, dem Ehrenchormeister Herrn Dr. Julius Weis R. v. Ostbom, dem Obmanne des steierm. Sängerbundes Herrn J. Ritter v. Sehmeidel, den Festrednern Herrn Oberlehrer Anton Stering und Director Hans Tschauet, Herrn Obmann Heinrich Orossauer und dem gesummten Festausschüsse, den am der Ferne herbeigeeilten Glitten und Sangesbrüdern, den „alten Herren" des Männergesangvereine«. für die vielen, dem Unterzeichneten brieflich und mündlich zutheü gewordenen Glückuninsche, sage ich hiemit auf diesem Wege nochmals meinen innigsten, herzlichsten Dank. Pettau, im Juli 1899. Hans Perko. 00000000 Großer Nebenverdienst! Ca. 300— 400 Mark können Personen jeden Stande» ohne Kosten und Risiko monatlich ver- dienen, Offert vnter „F. D. 99," Keip?ig-Lindenau. _föaö Buch über die Ehe^. von Or. O. Retaa (3S Abbildungen) gegen j Einsendung M. 1,60 in Briefmarken franko. «. e > S e I. Berlin. ^ PotSdamerstraf 4 pkgelstan^e Znd Temptraturen. ¥* I' ■'* ■ cm. »UtrriMft |%m|rr. Waius S./7. 197 Heiter. 140 10/7. 128 ff 15-0 11./7. 124 tt 160 12.st. 124 19 16:5 18./7. 120 „ 165 14./7. 119 „ 166 15./7. 126 Leicht bewölkt. 166 Wochenmarkt-Preise in *I Graf A««ttztV-Stift»»g" gelangt ein Platz mit dem Kennst« von 1S2 fl. 5 fr. jährlich zur Besetzung. D,e bezügUchen Gesuche sind bi« I». Jagast 1S99 an da« f. f. Ergänzung« Bezirs«-Conimando Nr. 87 in Eilli zu richte», können aber innerhalb dieser Frist auch bei dem Htadtamte Pettau eingebracht werden. Anspruchberechtigt sind: 1. Au« der Etadt Cilli in Tteiermark oder au« deren Umgebung gebürtige, mit der goldenen oder silbern«», Medaille dekorierte Znvaliden oder Eoldateu, tvelche sich durch Bravour oder andere Verdienste hervor» gethan hoben. 2. In erster Reihe sind zum StistungSgenusse Invaliden au» den Feldzügen 1848—1849, sodann solche au« den spöteren Feldzüqen und iu deren Ermanglung erst active Srieger de« ManuschaftSstande«. welch« die im Punkte 1 festgesetzte Qualifikation besitzen, berufen. Die« wird hiemit zur Kenntni« gebracht. Stabtamt ptNaa. am 12. Juli 1899. __Der Bürgermeister: I. Oraiß m p. 0 ~~ Handelaqremlum PETTAU. Der Schloss der kanfm. Fortbildungsschule findet heute Sonntag den 16. d. M. Nachmittag 2 Uhr im Lehrzimmer V der itMthchss KnabenvoJkescJutJ« sutt. Die Herren Kaudeute werden zur Theilnahme eingeladen. Die Voratehung. PETTAU. 1 Stock hohes Haus in der Postgasae Nr. 6 ist allsogleich billig zu verkaufen, anzufragen im Gasthause „zur Sonne" Pettau oder beim EigenthOmcr Rebflrt WOLF, Fletsehfcauer, III. Bezirk, BetzfaaeeNr. 81 in Wlea. Meisch-Preise Wt die Zeit Dem 9. bi» Ind. 16. Juli 1899. Rom M Fleischer«! sin B,r,hau« «afixt K«sflr («tiapH stimten berger Johann Pe»m>ar Franz Peklril Maria Reicher ffwnjH VelbevIein Hugo 60 M RmI «VMJ Mifion 100 60 60 10060 66 looaoßo 100:70 70 M 66 60 80 70100 60100 60 60 100'öfl w &3, &*,-+« 52 100 f>0 50 Als Lehrling etrt ei« ftuatc ««» gattr Familie, kr deutsche« «ab (im-aifche« Sprache michtig, aasgeaamme« i« kr 2, Praterstrasse 49. MT" Vor Ankauf von Nachahmungen wird bestens gewarnt. «M> Wiederverkaufer und Vertreter gesucht! — Cataloye grattat Zu beziehen durch jede Baofca&dlmig ist die preisgekrönte in 30. Auflage erschienene Schrift des Med -Rath Dr. Müller Ober das uns/ Freie Zusendung fslr 60 Pfennig in Briefmarke«* Curt Röber, Braunschweig. Wasserleitnngs - ii m-r Anlagen Baupumpe« Jauchepumpen Pumpwerke für Haeä- l. Kraftbetritb •ferirt uter tiaraatie Pumpen- n. Maschinen-Fabrik A. F&ratscb, Troppau u. Wien. Soeben erschienen: ADRESSBUCH der Stadt Marburg mit einem Plane der Stadt. Preis fl. 1.50. Vorräthig bei W. 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Die Torte», die ErSmeS, das Isis, die Früchte verschwanden mit einer ^änielligkeit, die er bei Anastasia sicher abstoßend gesunden hätte, d»ch über die er sich bei seiner Wirtin kaum wunderte. In der eng-]iiri>cn Poesie steckt immer ein gut Teil Realismus. Das Roastbeef in das unerläßliche Element der englischen Schönheit. Frische und vnterkeit, wie auch de» englischen Mute«. Die Unterhaltung war zuerst etwas schleppend. Mit trium-»Kirrender Miene hatte Mistreß Nevil Joh» mitgeteilt, ihr Diener wäre nicht wieder erschieneil. Ihr Verdacht war also begründet ,,twesen. Dann hatte sie sich bei jedem Gange, der auf der Tafel rrichien, bitterlich Über die Pariser Lieferanten beklagt. Schlächter, !>>cstaurüteure, Konditoren, alle bildeten sie eine weitverzweigte Wände von privilegierten Dieben und Giftmischern. John hörte diese Schmähungen ganz geduldig an und wagte nur von Zeit zu ,>jcit ein schüchternes Wort zur Verteidigung der Pariser Lebens» »uitelverkäufer. Als man wieder in den Salon gegangen war, und Amv sich, «aäldem sie den Kaffee serviert, zurückgezogen hatte, brachte Esther ein mteressantereS Thema aufs Tapet. „3ch gedachte. Ihnen meine ganze Geschichte zu erzählen," sagte sie. .doch als ich mich darauf vorbereitete, fühlte ich. daß ich nie Den Mut dazu haben würde. Sie ist gräßlich, gräßlich! Ich würde mirt) krank machen, wenn ich diese schrecklichen Erinnerungen in all ihren Einzelheiten heraufbeschwören würde. Ich werde mich daher daraus beschränken, Ihnen da» mitzuteilen, was Sie wisie» müssen, um die Natur de» Dienstes zu verstehen, um den ich Sie »u bitten gedenke ... doch zunächst reichen Sie mir Ihre Hand, die Linke, so, offen und mit der Fläche nach oben .. Sie bückte sich mit zusammengezogener Stirn und weitanfge-rissenen Auge» und studierte dir Falten und Linien der Hand. »Entweder ist die Wisienschast eitel oder Sie sind zum Glücke bestimmt," sagte sie endlich. .Ich sehe nur ein schlimmes Zeichen a»i der Lebtnslinie, etwas vor der Mitte, das gekreuzten Schwer-lern ähnlich sieht. Sie werden wahrscheinlich in nicht allzu langer Heit ein Duell haben." .Ein Duell kann mir keine Furcht einflößen," versetzte John nachlässig, „und wäre es sür Sie, Madame, müßte ich ..." .Wir werden später sehen, wozu Sie sähig sind, um eine un-»lückliche, verfolgte Frau zu rette». Höre» Sie mich zuerst an. ^ch habe in meinem Leben drei Henker gehabt. Der erste war mein Pater. Er war Baronet in Aorkfhire, großer Fuchsjäger »nd passionierter SportSmann Er schlug seine Sunde und seine Pierde, doch noch grausamer schlug er seine Kinder, namentlich mich, die Jüngste. Nie hat er für mich eine Zärtlichkeit, ein liebe-vvlleS Wort übrig gehabt. Nüchtern war er boshaft, im Rausch wurde er wild, und er betrank sich mindestens dreimal in der Woche. Er hatte nur für meinen Bruder, der ihn» in den Neigungen und >»> Charakter ähnelte, ein wenig Sympathie. Daher hinterließ er it»n auch alle seine Güter. .Das wäre ihm in Frankreich nicht möglich gewesen," bemerkte .^ohn. welcher aufrichtig bedauerte, daß das englische Gesetz einen Fehler besaß. .Ja,' fuhr Esther fort, »das Gesetz gestattet dem Bater in England, seine Tochter zu enterben, und der Brauch erlaubt ihm. ihr eine Mitgift zu verweigern. Doch die mitgiftlosen Mädchen finde» dort trotzdem Männer." .Das ist nur recht und billig. Ja, England .. .* .Das war bei mir der Fall. Ich heiratete einen höheren Be-amten aus Ostindien, der ans Urlanb nach Aorkshire, feiner bei-mat, gekommen war. Er nahm mich nach Bombay mit, ivo ich mit ihm sechs Jahre perlebte. Das war mein zweiter Henker." .Wie?" rief John empört, .er mißhandelte Sie auch?" „Das gerade nicht! Er war ein pasfiver Senker, wen» ich mich so a»sdrücke» darf! Unter dem Anschein einer zärtlichen nnd er« geben«! Zuneigung verfolgte er mich bald mit einem unersättlichen, ober wohlweislich geheim gehaltenen Hasse. Er hatte eingesehen, daß mein Organismus gewisser Aufregungen bedürfte «nd mit teuf» lischem Raffinement steifte er sich darauf, sie mir zu verweigern. Nie verschaffte mir «in Widerspruch das Bergiiiigen. mich ärgern, den Genuß, mich ausschreien zu könne». Mein Leben verfloß bei ihm mit einer Gleichmäßigkeit, mit einer wahrhast verzweifelnden Ruhe, in der Monotonie der Behaglichkeit, de» Wohlleben», der Zerstreuungen, der Feste und Aufmerksamkeiten aller Art. Ruhig »nd mit lächelnden Lippen freute er sich innerlich meiner Onal; er weidete sich mit wilder Freude, wenn er sah, wie ich mich ans meinem Ruhebett ohne Dornen und ohne Falten wand. Ich fühlte, wie meine Nerven erschlafften, wie mein Blut erkaltete, wie mei» ganze» Wesen?fich sozusagen in dieser unerträgliche» Schlaffheit auslöste. Das dauerte sech» Jahre i» Bombati. dann vier Jahre in England, wohin mein Man», nachdem er seine Demission ge-gebe», mit mir zurückkehrte. Er hatte bemerkt, daß das Klima Indiens meiner Gesundheit schädlich zu werden begann und wollte mir ueue Bergiiügungen verschaffe», aus mir die Königin und das Idol der vornehmen Londoner Gesellschaft machen, was weiß ich — der Elende! Er wollte mich vollends aufreiben. Um da» Lebe», da» wir führte», fortz.ifetzen, brauchten wir viel Geld. Mister Nevil begann zu spekuliere», verlor einen Teil seines Vermögens, wurde krank vor Kummer und starb. Wollen Sie glauben, daß er die Gemeinheit besaß, zu erklären, die Ursache seine« Tode» wäre dir Furcht, mich de« Luxus beraubt zu sehen, mit dem er mich stets mit Freuden umgeben hätte? Der Heuchler! O, der abscheuliche Heuchler!" .Ich habe nie die Ehre gehabt. Herrn Nevil zu kennen," be-merkte John schüchtern; .aber wissen Sie auch genau, daß Sie sich in betreff seiner nicht täusche» ? Ich für meine» Teil ..." Esther stieß ein höhnifcheS Lache» au». .Mich täusche»! Hätten Sie da» Ungeheuer so wie ich zehn Jahre lang gesehen nnd studiert. Sie würde» nicht behaupten, daß ich mich tä»schen könnte. Sie beurteilen da» englische Herz nach Ihren Gefühle» n»d Leidenschaften. Ja, ihr Männer seid in allem klein und niedrig. Ihr wißt nicht, wie viel Haß und Groll in einem menschlichen Herzen Platz haben kann." Sie war ausgestanden. Am ganzen Leibe zitternd, ging ste zwei-bis dreimal im Salon auf und ab. Dann setzte sie sich wieder ans den Divan neben John, der immer bestürzter und unfähig, diese» lebende Rätsel zu lösen, einen gewisse» Schauder nicht zu unter« drücken vermochte. .Herr Nevil hatte mich zu meinem Borteil mit sechshundert Pfund Jahre»rente in eine Lebensversicherung eingekauft, was nach Ihrem Gelde etwa fünszehntansend Franks macht. Da« ist gerade so viel, um nicht vor Hunger zu sterben." .Arme Frau!" seufzte John, ohne daran zu denken, daß er seiner Witwe eine» Tage« wahrscheinlich nicht einmal den Jahres-betrag hinterlassen würde. .Doch nun," fuhr Mistreß Nevil fort, .begann eine neue, ganz -0-i- 114 -I- $to«t Tamen steh«« an der 9 den mich gegen diefenMenfchen. gegen diesen so gräßlichen Men-scheu verteidi-gen?" Eine Röte deS Stolzes stieg John ins Ge- sicht, und mit festem Tone erwiderte er: fiir eine unterdrückte Frau thun kann und werde ich für Sie thun ..." »Und wenn Sie, um mich vor dem Elenden zu rette», eine ernsthafte Gefahr bestehen müßten, würden Sie ihr trotzen?" .Ohne Bedenken!" Sie reichte ihm die Hand und schüttelte die seine so kräftig, daß er beinahe ausgeschrieen hätte. .Jetzt werde ich ein bischen ruhiger werden und diesen bestän-digen Erschütteritngen entgehen, die mein Nervensystem untergraben!" Wie sollte sich John in diesem Augenblick daran erinnern, was Sultan al» Nemest». Sie sich die Xanten doch freisten, Wenn'» gilt, den Nächsten j» deaeife! Und ISen der Verleumdung «aal. Indessen da» «erhängn!» nah». Ter Studio mit viel Pomade Ist mitte» drin lm Attentate, «ein Plan ist einfach aber finnig. Und fiiiltan fnuett tKrflfintnilinnlfl. J(»t »aht der kritische Moment: 8» winkt Von weitem der Student. Und mit dämonischem CÄebrule Stürmt Sultan fort mit Windeleile. .Was muß. ein Ehrenmann das, Madame, sie ihm einige Minuten vorher von ihrem Verlangen »ach heni . „ Aufregungen und dem gebieterischen Bedürfnis ihrer Nerven, li i> < und stark erschüttert zu werden, gesagt hatte? Gleichzeiii» Glorienschein und doch auch verlegen über seine Ritterrolle, er sich bereits auf dem Kampfplatze, den Degen oder die i sagen plöv! bei der kel und ließ ihn Farbe wechi, Mistreß Ne> die ihn abw. selnd blaß in rot werde» i\ fragte ihn, »i : ohne einegew? Verachtung, er Furcht hm und fügte hin Herbert Nn 1 wäre ein schn . licher Mensch. starkwieeinAtll let, untrrciiti bar als Boxer. Fechter wie u t Profoß, ein vv, züglicherSchi^ der ein Herznii aus einer Kari^ auf zwan^i Schritt heran feuert, daznvei schlagen un» listig wie ei».' Schlange un» gewaltthätig nnd gransmn Wie ein Maon John fühlte sich etwas be ruhigt. Wenn er getötet würd,, konnte er wenig stens nicht ei» lassen werde» Und dann, wo stand es denn ge fchrieben, daß a-zu einem Duell kommen würde Er wollte fü> Mistreß Nevil den Schutz bet franzSsifchenGe setze anrufen, und wenn der Schwager Ans flüchte machte, so würde man ihn einfach ver klagen. Mit größterEutfchie denheit erklärtt er. man könn sich auf ihn vn . . lassen, und sein zuversichtliche Miene lockte ein Lächeln auf die zusammengekniffen Lippen der Mistreß Nevil. .Ich wollte Sie aus die Probe stellen," sagte sie, „Herbert in ein Feigling, der nur einer Frau gegenüber mutig ist. Mit Ihn Hilfe wird eS mir nicht schwer fallen, ihn zur Vernunft zu bringen.' AlS er Abschied nehmen wollte, hielt sie ihn zurück und began mit einer Lebhaftigkeit, mit einer Beredsamkeit zu sprechen, die e nicht an ihr vermutet. Sie schilderte ihm das Schloßleben in (fiifl land, die Gastfreundlichkeit, die großen Jagden, das Geheul de entfesselten Meute, die Fanfaren der Jäger in den roten Fracke den verzweifelten Kampf und das Verenden der Tiere, die lange Indessen uns« beide «hmphen «an, unverdrossen weiter fchlmpfm. Ta» Zwiegefprlich der Attentäter Wird ilbrrkdnt den dem Sejeter Ta ftcj'n ste »un. die edle» Frauen. '* mit Staunen und mit (trauen. Und Ter Studio »der Weht pfeifend seine» »nd heiter e« weiter. ff ttf in dem riesigen Saale unter dem strengen Auge der Ahnen» er dann die Saison in London, den Adel nnd die .Gentty-, ans Vollblutpferden einhersprengten, die Saubauer, mit den ich Gesichtern und de« blendenden Toilette», den Tumult und '"lnftegnng der Wettrennen in Epson,. endlich die wahrhaft iliche Pracht der Feste der hohen Aristokratie, dann setzte sie llebetgang diesem Bilde de» vornehmen, eleganten »nd lnru-ii Gebens das Gemälde Londons in den unteren Volksschichten legen : sie zeigen das Bier« per Hunger-icr.denSchmutz die Lumpen Zkadrell, de» cskampf der Hunger steten Kinder, auf den Flie» einer Themse-itfe schlafen-r Vagabunden. das ganze gliche,schwarze ub, da« zu dem cn der oberen »taufend ei» , io schreienden icnsatz bildet. taun erzählte von ihrem Aus-llialt in Indien, !i den Tiger-»den, die sie ans ton kolossalen K'vhanten in ei-.in Stahlkäfig, ou ihr Gatte liute anfertige« lai'sen, mitgemacht. vo« der 'Viusik, den Tön-%en, den orienta-lischenAusfchwei-fungeii der heili-ge» Ztädte, von den Besuchen der hoben Beamten 11111 Siofe der mit Tiammiten über-ii>nu von • m Glänze der iiopenflora, von >rii seltenen Bau-lurrfeii der Pagoden, von der Flut des Golde» und der verzehrenden Glut des Sonnen» lande». sie drückte sich mit fo grober Schnelligkeit aus, dnk John Mühe hatte, ihr zu fol-rteti. Sein Eng» li'ch reichte nicht aus. Worte, ganze -ätze entgingen ihm. Trotzdem 'ühlte et sich ge-"fielt, gefangen. Jiese Erzählun- aen, die noch berauschender wirkten, als die Weine, die er ge-truufen hatte, verbrannten ihm förmlich das Hirn. Er fühlte, wie ihn ein ungeheurer Ekel vor Frankreich, vor l>ar!s, der bürgerlichen Gesellschaft nnd besonders vor dem eigenen, Unförmigen, beschränkten und öden Leben erfaßte, und als er gegen wei Uhr morgens nach Hause kam, zuckte er beim Anblick seiner u'mlicheu Ganiiwohnung verächtlich die Achseln. In seinem Bett, das nicht einmal eine» Baldachin hatte, ver->'l er in einen unruhigen Schlummer; er träumte, er wäre Vice-tönifl von Indien geworden und ließe Kalkutta in Brand stecke», R»fptk Hanb einen hohen Gegenstand: Banmast »der dergleichen erfaßt. Al« gut«« Mittel gegen Zahnschmerz soll sich Lorbeerbl unb lerpentinbl, zu gleichen Teile» z«. sammengemischt, bewährt haben! mit bl«sem teibi man bie leidende Stelle stark unb öfter ein. U« Hunbe» Arznei einzugeben, sei e» flüssige Arznei, sei e« »ine Pille, muß man ba» kranke Tier zwischen bie Beine nehmen, ben Rücken nach innen nachdem man ihm bie vorberbein» mit einem luche zusammengebunden ha«, dessen Knoten man nach hinten macht. Hat man diese vorsichl»niaßregel ge troffen, so bffnet man dem Ziere den Schlunb, indem ma» bie Oberlippe mit Daumen unb Zeigefinger einer Ha»b brückt, »nb mit ber anbere» ba» Mittel bi» über bie Zunge hinau» In be» Schlunb steckt. Dann ziehe man bie Hand leicht zurück und drücke dem Hunde den Schlunb wieber zn, indem ma» den Kopf aufrecht hält, bi» et bie Arznei hinuntergeschluckt hat. W» ist bie MSllerStochtee? Mißlungen»« M-nlver. «eizhal» «der gerne Ärztlichen Rat fchi.iben m&chtf): .«ch. H»rr Doktor, ich hab- feit ei»iger Z»it so »in Drück»» unb Ziechen in der T»it», wa» raten Sie mir denn da zu thun?" — Doktor: .Ich rate Ihnen, »inen Arzt in Anspruch zu nehmen.' Musik, it« ist merkwürdig, baß zwei ber größten unserer Denker, Kant «nb Lessi»g burchau» keine» Sin» für bi» Tonkunst hatt»». Kant «klärt >n f»in»r «nthropologi» bi» Musik für »in» .schr»i»nb« «uns»,* bi» sich ans-i'tstnge. — L»ssi»g nannt» all» Musik schl»chtw»g »In »efiebel. St. Mittel gegtu Uiizitsnebriihei». Fenelo», einer der elxlsten Männer ieine« Zeitalter», wurde von seinem vertrauten Freunde gefragt, ob er ihm nicht ba« «»heim»!» seiner steten Zufriedenheit mitteilen tdnne — .«»»iß," Unlete Feuelon« Antwort, „mein »elieimni» Ist balb gesagt i benn e» besteht in nicht« anderem al« bem Gebrauch meiner Angen." — D»r Frennb erbat sich ein» weitere Erklärung. — 31« wurde ihm gerne gewährt. ,J» welcher •Jag» ich mich auch befinben mag," sagte ber ehrwürdige Man». .vor allen Diitfl»« beb« ich !»»rsl meine Aiigen zum Himmel ans unb gedenke dabei an meint Hauptarbeit auf blcjtr «trdt, wie Ich ba tzintinkoinm«. Dann richt« Ich Anngr««». Hin Land t Deutschland» (freund«) 01», qanztich verdreht, #o» frommer Gemeinde Hin Tang »nd Sehet. J «inder-Tockeler. «it Logogriph. P lieg ich I» kfrnntrelch« Süd«», Allen betonn« al» einstige tl»nla»ftadt! Ein Zeichen mehr — und Ich »erbe zum Vo»«!. Der ein herrlich blau «efieder ha«. — Johanne» Hespe. Anflefung. o a • 8 N A T A L nn mit D O R A D I D A Auflösung. fhwbletn Rr. 100. ■im tk- Qetlin. Schwarz B I E R I K H A E N H A ! K A A B Kr 194. Tchachlisungeu: K f t—g i D f *—h « t «tc. «e. 185. L h »-b I K d t-t 4. D • , I t •!«. Auslosungtn au» vorigtr Nummer: de» Vllberrütlel»! «en» tedee thut, «a» et soll, so ist dl« Akt« de» Oege»» i»oll. de« Palindrom»! Veda-Adel. «gt Rechte »oe»eli«Ilen. «kraUDsilltdK «teDaftto» bon Ernst Plclffir, aebeuift und Ijetauldegrbea —m (nliii 4 E|«l||«t in «tan