Bezugspreise Für Vsterreich-Ungar» ganzjährig K 4 — halbjährig K 2- ijiir Amerika: ganzjährig D. 1'50 jiir das übrige Ausland ganzjährig K 5'20 Briefe ohne Unterschrift werden nichtberncksichtigt, Manuskripte nicht zurückgesendet. Gvttscheer Jute Erscheint mit einer illustrierten Beilage „Wandermappe" am 4. und 19. eines jeden Monates. Bestellungen übernimmt die Verwaltung des Gotische« Woten in Gottschee, Hauplplatz Nr. 87. Berichte sind zu senden an die Schriftkeitung des Gottschecr Woten in Gottschee. Anzeigen (I,gerate; meiden nach Tarif be> rechnet und von der Ver-waltung des Blattes übernommen. Die „Wandermappe" ist nur als Beilage des Gott» scheel' Boten erhältlich. Postsparkassen-Konto Str. 842.285. Verschleißstelle: Schul» gaffe Nr. 75. Wr. 30. Oottschee, aut 19. Dezemöer 1907. Jahrgang IV. Aur vier Kronen Beträgt im Inkande die jährliche KezugsgeBüßr für den „$ott-fcheer Boten", der mit der heutigen Kummer seinen vierten Jahrgang itßltij lieht. Mit der nächsten Kummer tritt er mit reichhaltiger „Wandermappe" sein fünftes Wanderjahr an. Kr Bleißt auch für die Zukunft streng katholisch, stramm deutsch und gut österreichisch. Sein Wahlspruch ist: „Aür Hott, Kaiser und Katerland." Wie Bisher, wird er auch in Zukunft seine Leser üßer die wichtigsten Aagesfragen anfklaren, aöer auch den Kachrichtendienst aus Keimat und Aremde nicht vernachlässigen. Wir Bitten daher unsere Bisherigen ABnehmer und Areunde, uns auch weiterhin treu zn BleiBen und womöglich neue ABnehmer anzuweröen, um so zur Kerßreitnng und Kräftigung unseres heimatlichen, auf durch und durch katholischer Grundlage stehenden Mattes nach Kräften Beantragen. Ins-Besondere die Mitglieder des „Gottscheer KauernBundes" mögen es sich angelegen sein lassen, den „Koten" in ihren Kreisen eifrigst zn »erBreiten. Damit keine Störung in der Zusendung eintrete, Bitten wir, die Kesteüüng schon jetzt zu erneuern. Angenehme, fröhliche Weihnachtsfeiertage und ein glückliches neues Jahr allen unseren verehrten Lesern und Leserinnen! (Eilte progeammrede des Äckerbauministers. In der Rede, die kürzlich der Ackerbauminister Dr. Eben-hoch über das Thema Landwirtschaft und Industrie gehalten hat, führte er it. a. auS: Landwirtschaft und Industrie, Gewerbe-und Bauernstand bilden jene starken Grundlagen des Vaterlandes, welche wir stärken wollen. Nicht gegen, sondern durch und mit den anderen Ständen will die Landwirtschaft arbeiten. Sie will mit Hand anlegen an dem schönen Werke einer glücklichen Zukunft unseres Vaterlandes, sie will aufrichtig und ehrlich Mitarbeiten an dem Aufblühen des Gewerbes und der Industrie, was an dem Gedeihen unseres Vaterlandes nottut. Wir geben unseren verschiedenen Ständen ein Motto mit auf den Weg für alle Zukunft: Es soll nicht so lauten, jeder für sich oder gegeneinander, es kann nur lauten wie der Wahlspruch unseres Kaisers: Mit vereinten Kräften wollen wir die Grundlage unseres Vaterlandes stärken, mit vereinten Kräften wollen wir die Wurzeln der Landwirtschaft stärken, damit sie zum mächtigen Baum werde, von dem die glückliche Zukunft unserer Kinder die Früchte nehmen könne. Und wenn ich in diesem Sinne als Ackerbauminister zu wirken imstande bin und wenn ich dieser Idee zum Durchbruche verhelfen und jeder einseitigen Wirtschaftspolitik, sei es auf landwirtschaftlicher oder industrieller Seite, eine goldene Mittellinie geben kann, auf der sich alle Interessen finden müssen, um gut zu gedeihen, so wird meine Aufgabe gelöst und das die glücklichste Erinnerung meines Lebens sein. Dazu brauchen wir nicht nur eine gesunde, kräftige Landwirtschaft, sondern ich appelliere auch an die Bürgerschaft, daß sie den Schlagworten keinen Glauben schenke; sie glaube ja nicht, daß die Landwirtschaft sie bewuchert. Wilder aus Alt-Laivach. 4. Der Kfeiferturm des LaiBacher Kergfchtoffes. Valvasor berichtet im XI. Buche seines Werkes „Ehre des Herzogtums Ära in" bei der Beschreibung des Laibacher Berg-schlosfes unter anderem folgendes: „Auf diesem Schloß steht auch ein hoher Thurn, so mitten in der Stadt kann gesehen werden, welcher der Pfeifer-Thurn benamset wird, und ist in selbigem ein schönes Horn verhandelt, so seiner Kunst halben gar berühmt; Abends, wann Tag und Nacht von einander Abscheid nehmen, und zuweilen auch zn Morgends, lässt man dieses Horn eine viertel Stunde hören, und erschallet solches eine ziemliche Ferrne von der Stadt. Jmgleichen wird solches Horn auch angestimmt, wann, bey denen Herren in Laybach einige Solennität forgehet, und ein neu-erwehlter Bürgermeister, Stadt-Richter, Stadt-Kämmerer und Spitalmeister nach Hause oder zur Kirche begleitet wird. Dieser Thurn ist auf der Höhe mit einem Gange versehen, auf welchem um eilff Uhr zu Mittage, fast alle Tage im Sommer, auch sonst öffters im Winter, die Stadt-Thürner in ihrer grünen Stadt-Lieberey, mit drojett Posaunen und einer Zincken oder Körnet sich hören lassen, auch von der Stadt als gute Instrumental-Musikanten besoldet werden." Diesem Berichte zufolge befand sich also im Pfeiferturm des Bergschlosses vor allem ein „Horn", d. i. nach unseren Begriffen eine kunstvoll konstruierte, weithin vernehmbare mechanische Riefen-Spieluhr. Dieses Horn war ein Geschenk des Fürstbischofes Chrön, der im Jahre 1606 wegen Ausbesserung der Domkirche und des Dvmturmes an den Stadtrat von Laibach ein Schreiben leiten ließ „mit Erbietung, das Er, Herr Bischof, hergegen eine Viertel-Uhr (eine auch die Viertelstunden schlagende Uhr) im beutelten (genannten) Thurn (des Domes) und im Stadtthurn beim Geschloß (Bergschloß) ein Horn machen wollte lassen und einem ehrsamen Magistrat verehren." Der Stadtrat nahm dieses Anerbieten mit Freuden an, weil das Horn an und für sich schon ein Meisterwerk war, „so seiner Kunst halben gar berühmt", und weil die Laibncher dabei die angenehmste Unterhaltung hatten, wenn das Horn in den Morgenstunden oder bei anbrechender Abenddämmerung, sowie bei feierlichen Anlässen seine hellen und wohlklingenden Töne weithin vernehmen ließ. Deshalb scheuten die Stadtväter auch keine Kosten für die mit der Zeit notwendig gewordenen Reparaturen desselben. Das geschah z. B. im Jahre 1618, als das Horn seinen Dienst Wir wollen los werden von jenen Wucherern, die uns zuerst auseinandersprengen und dann miteinander in die Tasche stecken wollen. Darum bitte ich Sie, helfen Sie mit, an dem Bestände der Landwirtschaft zu arbeiten, und Sie werden damit nicht nur das Glück der Landwirtschaft, sondern auch das Glück der eigenen Familie begründet haben. (Lebhafter Beifall und Hochrufe.) Zur Geschichte der Gottscheer Landschulen. Die Schule in Mosel'. (Schluß.) Wenn man auf der Straße, welche von der Stadt Gottschee nach Mösel führt, in letztere Ortschaft kommt, fällt einem gleich beim Eingang ins Dorf ein schönes einstöckiges, rechts an der L-traße stehendes Haus auf. Fragt man, was für ein Haus das fei, so erhält man die Antwort: „Das ist die neue Schule." Wo eine neue Schule ist, dort muß auch eine alte Schule sein, wenigstens gewesen sein. Wir kennen bereits diese alte Schule. Sie steht auf der ändern Seite der Pfarrkirche und trägt auf dem Querbalken des Türstockes eingemeißelt die Zahl 1844, die uns das Baujahr des Gebäudes anzeigt. Der Erbauer dieses Schul-Hauses war, wie wir bereits wissen, Pfarrer Michael Wolf, der den Bau im genannten Jahre in Angriff genommen und im Herbst 1845 vollendet und seiner Bestinunung übergeben hat. Ein halbes Jahrhundert hat das Gebäude dem edlen Zwecke des Kindernnter-richtes gedient; eine ganze Generation ist über die Schwelle dieser Bildungsstätte ein- und ausgegangen; mancher Mösler, der jetzt vielleicht in Amt und Würden steht, hat in diesem Hause den Grund zu seiner Bildung und zu seinem Glücke gelegt: und nun — nach Verlauf von fünfzig Jahren wurde diese ehrwürdige Stätte ihrer Bestimmung entzogen, ihrer Würde entkleidet, sie hat aufqehört, eine Schule zu sein. Wie kam das? Infolge Ausgestaltung der einklassigen Schule in eine zweiachsige wäre früher oder später ein Zubau an die alte Schule notwendig gewesen, da die Unterbringung der zweiten Klasse in einem Privathause (bei Krelersch Nr. 20) auf die Dauer doch nicht statthaft war. Um aber den Anforderungen der Neuschule vollkommen zu entsprechen und bei etwaiger Erweiterung der zweiklassigen in eine dreiklassige Schule genügend Raum zu haben, wie auch um für die Lehrer bessere Wohnungen zu gewinnen, faßte inan den Beschluß zur Auflassung der alten und zur Errichtung einer neuen, der Schulhygiene vollkommen entsprechenden und geräumigen Schule. So versagte und der Magistrat einen gewissen Paul Fab er, einen „Orgelmacher aus der Grafschaft Cilli", nach Laibach berief und ihm für den vereinbarten Lohn von 12 Fl (nach heutigem Geldwerte ungefähr 200 Kronen) die Wiederherstellung des verdorbenen Horns übertrug. Faber hatte sich jedoch verrechnet, er fand sein Auskommen nicht und sah sich gezwungen, wenigstens um die Vergütung seiner Auslagen für Kost und Quartier während seines dreiwöchentlichen Aufenthaltes in Laibach zu bitten. „Dafür verpflichtet er sich, jedesmal, wenn er nach Laibach kommt, und seine Geschäfte bringen ihn oft nach Laibach, zum Horn hinaufzusehen und Mängel zu wenden, damit es nicht in die Länge verwahrlost würde." Der Magistrat fand diese Bitte gerechtfertigt und zahlte dem Bittsteller außer den bedungenen 12 Fl. „rheinisch" noch 18 Fl. aus. So wurde das schadhaft gewordene Horn wieder hergestellt, und die Laibacher ergötzten sich wieder an den Tönen des ihnen so lieb gewordenen Musikinstrumentes. Der Turm, breiter und höher als sein jetziger Stellvertreter, war in der Höhe auswärts mit einem hölzernen Gange versehen, von dem herab sich täglich um 11 Uhr vormittags von der Stadt besoldete Musiker, Stadt-Türmer genannt, in grünen Anzug gekleidet, mit Posaunen und Zinken vernehmen ließen; daher der Name Pfeiferturm. Es bekamen also die Laibacher zu jener Zeit täglich entstand das neue Schulhaus, mit dem die Schulbehörde zufrieden, ■ auf die die Mösler Schulgemeinde aber stolz sein kann. Denn die neue Schule hat, insbesondere was Licht- und Luftzutritt anbelangt, eine viel günstigere Lage als die alte, ist zweckmäßiger eingerichtet und mit Lehr- und Lernmitteln reichlicher ausgestattet. Im Jahre 1895 mit einem Kvstenaufwande von 12000 Gulden (24000 Kronen) erbaut, wurde sie am 3. Oktober 1896 feierlich eröffnet. Pfarrer von Mösel war damals der jetzt im Ruhestande in Mitterdorf lebende hochwürdige Herr Franz Andrejak, Oberlehrer aber der noch gegenwärtig dort wirkende Herr Matthias. Krauland. Nachdem man mit dem Bau der neuen Schule fertig geworden ivar, verkaufte der Gemeindeausschuß das alte Schulgebäude an -ein Konsortium von sechs heimischen Männern um 600 Gulden = 1200 Kronen. Damals schwirrten beunruhigende Gerüchte durch die Lüfte. Man munkelte von wohlorganisierten kroatischen Diebsbanden, welche es bei ihren Streifzügen auf das Gottscheer Gebiet abgesehen zu haben schienen; man erzählte sich fast unglaubliche Dinge von der Frechheit und Gewalttätigkeit dieser Banden, die mit seltener Unverfrorenheit durch anonyme Briefe ihre Ankunft in bestimmten Ortschaften ankündigen ließen, um die Bevölkerung in Aufregung und Verwirrung zu bringen und desto leichter und' ungestörter ihr böses Handwerk anderswo auszuüben. So wurde die Ankunft dieser Unholde auch der Stadtbevölkerung signalisiert; aber während man in der Stadt fast die ganze Nacht hindurch wachte, Häuser und Straßen und Gassen beleuchtete, fand der freche Einbruch in der nächsten Nähe außerhalb der Stadt in Hutterhäuser beim Brauereibesitzer Peter Jaklitsch statt. Die Gemeinde Mösel war wegen ihrer Lage gegen die kroatische Grenze hin und wegen ihrer Entfernung vom nächsten Gendarmerieposten (in der Stadt) von diesen Einbrechern ganz besonders gefährdet. Was Wunder also, wenn die Mösler ihre seit Jahren wiederholte Bitte um Errichtung eines Gendarmeriepostens im Pfarrorte jetzt mit besonderem Nachdrucke erneuerten? Diesmal fanden sie Gehör. Im Herbst 1903 , wurde in Obermösel ein provisorischer Gendarmerieposten errichtet 1 und in einem Privathause untergebracht. Bevor derselbe in einen definitiven umgewandelt werden konnte, mußte für eine zweckentsprechende Unterkunft desselben gesorgt werden, und da es in der ganzen Ortschaft kein geeigneteres Gebäude als die alte Schule gab, so wurde diese für diesen Zweck erworben und eingerichtet. Am 1. Mai 1904 bezogen die „Hüter der öffentlichen Sicherheit" ihr neues Heim, das sie noch heute bewohnen. So ist aus dem Schulhause eine Kaserne geworden. Die neue Schule besitzt auch eine Fahne, welche mit freiwilligen Beiträgen edler Schulfreunde angeschafft und am 27. Mai 1903 dreimal vom Schloßberge herab Musik zu hören, morgens und abends die Hornmusik, um die Mittagsstunde die Türmermusik. Doch es sollte nicht immer so lustig zugehe». Es kamen ernste Zeiten, in denen Verbote „alles Saiten- und Freudenspiels bei Tag und bei Nacht, auch des gewöhnlichen Musizierens der Stadtthurner" von der landesfürstlichen Behörde herausgegeben wurden; so z. B. im Jahre 1596 wegen Feindesgefahr, 1600 wegen Auftretens der „Pestilentz", 1617 wegen Ablebens der Erzherzogin Maria Anna, 1640 anläßlich des Todes der Kaiserin Levpoldine, und bei ver- v schiedenen anderen traurigen Anlässen. Wann diese städtische Einrichtung des Musizierens auf dem Pfeiferturme aufgelassen wurde ist nicht bekannt; gegen Ende des 18. Jahrhundertes geschieht der musizierenden Stadttürmer keine Erwähnung mehr. Im Pfeiferturme befanden sich zu Balvasors Zeiten auch zwei Glocken. Die große Glocke (aus dem Jahre 1440) wurde das ganze Jahr hindurch täglich um 7 Uhr morgens zur Erinnerung an den in dieser Stunde erfolgten Rückzug der Türken geläutet. Derselben Glocke bediente man sich auch zum Ein- und Auslüuten der zwei großen vierzehntägigen Jahrmärkte am 1. Mai und 19. No vember. Dieses Ein- und Ausläuten dauerte jedesmal eine Stunde, von 12 Uhr bis 1 Uhr mittags. Die kleinere Glocke (aus dem Jahre 1553) war die eigentliche Wächterglocke. Denn auf dieser feie Sä Sä erst ber Fir St< hat Le in Ka scht Hei zirk dies den mei der Jal übe fori Alt! sige der Koi wer Ms Oti lan ro»i der Jal vor Gl> Wo Tal Fer Fei wo Na kan wel brei und erw baä Eck das zvst der turi der erst feierlich eingeweiht worden ist. Mit freudigem Stolz schreitet die Schuljugend bei festlichen Aufzügen hinter derselben einher. Der Schulbesuch in der neuen Schule ist ein fleißiger, der Unterricht ein ersprießlicher, die Leitung eine vortreffliche, kurz, die Schule in Mösel berechtigt zu den schönsten Hoffnungen. Aus Stabt und Land. Hottschee. (Ernennung.) Das Präsidium der krainischen Finanzdirektion hat den Steuerassistenten Herrn Franz Starin zum Steueroffizial in der zehnten Rangsklasse ernannt. — (Beförderung.) Der Minister für Kultus und Unterricht hat den Professor am Staatsgymnasium in Gottschee Herrn Joh. Leis in die siebente Rangsklasse befördert. — (Aus dem Volksschuldienste.) Der k. k. Bezirksschulrat in Gottschee hat die geprüfte Lehramtskandidatin Fräulein Erika Kastreuz zur provisorischen Lehrerin an der dreiklassigen Volksschule in Altlag ernannt. — (Straßenausschuß.) Der Landesansschuß entsendete Herrn Johann Lackner in Mösel als seinen Vertreter in den Be-zirksstraßenausschuß von Gottschee. Die Gemeinde Mösel hat auf diese Weise zwei Vertreter im Straßenausschusse, während die bedeutend größere Gemeinde Seele, die größte Gottscheer Landgemeinde, keinen einzigen Vertreter hat. Ist das gerecht und billig? — (Handels- und Gewerbekammer.) Der Voranschlag der Handels- und Gewerbekammer für Krain stellt sich für das Jahr 1908 im Gesamterfordernisse auf 52.485 K und ist gegenüber dem Vorjahre um 926 K geringer. Zwecks Deckung des Erfordernisses ist die Einhebung einer vierprozentigen (im bisherigen Ausmaße) Kammerumlage beschlossen worden. — (Bahnhofrestauration.) Wie wir hören, wird die hiesige Bahnhofrestauration mit 1. Jänner der Frau Josefine Verderber, Restaurateursgattin, verliehen und ist das diesbezügliche Konzessionsgesuch vom Gemeindeausschusse befürwortend an die Gewerbebehörde geleitet worden. — (Städtische Sparkasse.) In den Ausschuß der Sparkasse der Stadt Gottschee wurde kürzlich der k. k. Bezirksrichter Herr Ottokar Cernstein gewählt. — (Präsentation.) Für die vier zur Ausschreibung gelangten Johann Stampflschen Studentenstiftungsplätze zu 100 K wurden von der Stadtgemeindevertretung Rudolf Högler, Zögling der Lehrerbildungsanstalt in Bozen, Heliodor Kreuzmayer, Heinrich Jaklitsch und Josef Perz, sämtliche Gymnasialschüler in Gottschee, vorgeschlagen. Glocke mußte der Feuerwächter im Pfeiferturme zum Beweise seiner Wachsamkeit die aus der großen Glocke geschlagenen Stunden bei Tag und Nacht wiederholend nachschlagen und im Falle einer Feuersbrunst durch anhaltendes Anschlägen auf diese Glocke das Feuersignal abgeben; außerdem mußte er gegen jene Seite der Stadt, wo das Feuer ausgebrvchen war, bei Tag eine rote Fahne, bei Nacht eine brennende Laterne aushängen. Zu diesen zwei Glocken kam zu Anfang des 18. Jahrhundertes noch eine dritte, die kleinste, welche während der Überführung der zum Tode verurteilten Verbrecher aus dem Kerker zum Richtplatz geläutet zu werden pflegte und deshalb „Armensünderglöcklein" genannt wurde. Wo stand der Pfeiferturm? Aus einer in Valvasvrs eingangs erwähntem Werke enthaltenen Abbildung der Landeshauptstadt Laibach ist ersichtlich, daß der Pfeiferturm auf der äußersten westlichen Ecke des Schlosses vorn im Angesichte der Stadt sich erhob. Um das Jahr 1544 wurde er errichtet, im Jahre 1813 von den Fran-zvsen zerstört, zwei Jahre darnach 1815 aus freiwilligen Beiträgen der Bürger an dessen Stelle ein hölzerner Uhr- und Feuersignalturm mit einer Wächterstube aufgeführt, welcher im Jahre 1848 von der Stadtgemeinde durch den heute noch stehenden gemauerten Turm ersetzt wurde. — (An der Staatsschule in Pola) wurde der dortige Supplent Herr Richard Braune zum provisorischen Unterlehrer ernannt. — (Bei der jüngsten Schwurgerichtsverhandlung) in Rudolfswert wurde u. a. der 24 Jahre alte Franz König ans Altlag wegen eines Sittlichkeitsverbrechens zu fünf Jahren schweren, mit Fasten und hartem Lager verschärften Kerkers verurteilt. — (Unterricht im Slowenischen am Staatsgymna-sinm.) Der Minister für Kultus und Unterricht hat genehmigt, daß im Schuljahre 1907/1908 am hiesigen Staatsgymnasium der nichtobligate Unterricht im Slowenischen in der fünften Klasse in einem eigenen Kurse erteilt werde. Weiters hat der Minister gestattet, daß der nichtobligate Unterricht im Slowenischen in den Unterklassen auch weiterhin in drei Kursen zu je zwei Stunden wöchentlich, somit zusammen in sechs Stunden wöchentlich, erteilt werde. Der Unterricht im Slowenischen wird demnach in vier obligaten und vier nichtobligaten Kursen zu je zwei Stunden, zusammen also in 16 Stunden erteilt. — (Die Leichenbestattnng) in Gottschee wurde bisher bekanntlich von der Schuster- und Schneiderzunft besorgt. Nun sind drei Bewerber um die Konzession zur Leichenbestattnng eingekommen und es wurde von der Gemeindevertretung das Gesuch des Herrn Tischlermeisters Adolf Fornbacher befürwortet, der die Konzession auch bereits erhalten hat. — (Die „Gottscheer Nachrichten" über den neuen Ackerbauminister.) Die „Gottscheer Nachrichten" (der Rokitans-kysche „Bauernbündler") haben den neuen Ackerbauminister Doktor Ebenhoch vor dessen Berufung in den Rat der Krone mit Hohn und Spott überschüttet. Hinterdrein ruft jetzt Freiherr von Rokitansky den früher so verlästerten Ackerbauminister Dr. Ebenhoch in einem Artikel in der „Neuen Freien Presse" um Agrarreformen in den Alpenländern an und gibt der Hoffnung Ausdruck, daß Doktor Ebenhoch die Steirer nicht enttäuschen werde! Und so ein Organ ist das Leibblatt unserer liberalen Gottscheer! — (Ein Frechling), der sich in den „Gottscheer Nachrichten" als „Ein Mitterdorfer" (?) Unterzeichnete, erdreistete sich, die christlichsoziale Partei in Gottschee als ein „Klaubach" aus „Betbrüdern, Strebern, Pfründnern, Slowenen" zu beschimpfen. So etwas erkühnen sich Leute zu tun, die durch ihre Roheiten und Krawalle Gottschee zu einer traurigen Berühmtheit in ganz Österreich gebracht und den Ruf unseres Ländchens aufs schwerste geschädigt haben. Aus ganz zuverlässiger Quelle wissen wir, daß der Haupt-rüdelsführer der früheren Radaubande sich einmal berühmte, in seiner Partei gebe es Leute, die zu allem fähig seien, „ja selbst vor einer zehnjährigen Kerkerstrafe nicht zurückschrecken". Zum Totschlag kam es nun zwar allerdings nicht, aber mit Steinwürfen und Zaunpfählen wurden Christlichsoziale bedroht. Eine solche seine „Auslese" besitzen wir Christlichsoziale allerdings nicht, noch viel weniger möchte es uns einfallen, in der engeren Verbindung mit Zuchthauskandidaten eine besondere Ehre zu sehen. Wer vor seiner eigenen Türe so viel zu kehren hat, tut nicht gut daran, andere mit Kot zu bewerfen. Schließlich noch die Frage an Herrn k. k. Notar Dr. Moritz Karnitschnig: Ist Ihnen jene Person genau bekannt, die sich berühmte, mit Leuten Gemeinschaft zu haben, denen selbst an, einer zehnjährigen Kerkerstrafe nichts liegt? — (Aus Nordamerika) wurde von einem Landsmanne kürzlich geschrieben: Bei dem jüngsten großen Krache (Geldkrise) stellten in der ersten Woche 223, in der zweiten Woche bis 7. November 225 Banken die Zahlung ein; außerdem wurden 120 industrielle Unternehmungen entweder ganz geschlossen oder haben wenigstens einstweilen die Arbeit eingestellt. Bis zur ersten Novemberwoche sind um 102.677 Personen mehr aus Amerika zurückgewandert als im Vorjahre. Es ist dringendst zu raten, daß bis auf weiteres ja niemand nach Amerika wandern solle. Die Krise wird voraussichtlich noch gegen zwei Monate dauern. Erst nach Verlauf dieser Zeit wird es sich entscheiden, ob sich die Geld- läge und die ^ndustrieverhältnisse wieder andauernd bessern werden Auch mit den Schecks wird gegenwärtig viel Schwindel getrieben und sind viele Schecksfälschungen im Umlaufe. Niemand still sein erspartes Geld in amerikanischen Banken anlegen, die keine Sicher-@nropflCtei,/ *°n‘3eni ^er 'n ®PnrMfen der alten Heimat, in ~~ (Unterhaltsbeitrag für die Reservistenfamilien.) Am b. Dezember gab der Sektionschef Reuter des LandeSvertei-digungsmiiiisteriums im Wehrausschusse des Abgeordnetenhauses die Erklärung ab, daß im Landesverteidigungsministerium ein Gesetz-enhmtrf fertig ausgearbeitet vorliege, wonach den Angehörigen von zur Waffennbung eingerückten Reservisten nichtaktiven Standes ein Unterhaltsbeitrag ausbezahlt werde. - (Die .Gottscheer Nachrichten") schreiben, gegenüber den nengegrundelen Raiffeisenkassen sei „Vorsicht am Platze" Wir geben den Hintermännern der „Nachrichten" den dringenden Rat unsere Raisfeisenkassen, deren segensvolle, volksfreundliche Wirksamkeit un,ere Landsleute bald kennen lernen werden, nur hübsch in Ruhe zu lassen. Wir könnten sonst diesen Herren recht unangenehm werden, da wir uns mancher Rücksicht entbunden fühlen könnten die wir bisher walten ließen. — Ach wai, MoritzlebenI hier aibts nix zu verdienen!! J — (Eingebracht) wurde die im November aus Gottschee entwichene schwachsinnige Maria Stiene. Sie wnrde in ihre S)ei-inatsgemeinde abgeführt. Politik der Lebensmittelverteuerung.) Die extreme Auersperg,che Gruppe der Deutschen Agrarpartei tritt bekanntlich [ur eine Zwischenzollinie gegen Ungarn ein, was selbstverständlich die Erhöhung der Getreidepreise (Mehl- und Brotpreise) zur unvermeidlichen rzolge hätte. Das Land Gottschee produziert bekanntlich sehr wenig Getreide, so daß vielleicht 90 Prozent des Bedarfes "u Mehl von außen eingeführt werden müssen. Um so unverständlicher ist unter solchen Umständen die politische Haltung des Abgeordneten von Gottschee, der seinen meist ohnehin mit Armut ampfenden Wählern das Mehl, das ohnehin im Preise schon gestiegen ist, noch mehr verteuern möchte. Mit dem Ausgleiche ist bekanntermaßen auch die Herabsetzung der Zuckersteuer um 8 h per ograuim durch ein Junktim unzertrennbar verbunden. Wenn also Fürst Auersperg im Gegensätze zu der weitüberwiegenden Mehrheit sämtlicher deutscher Abgeordneten sowohl christlichsozialer als auch liberaler Richtung gegen den österreichisch-ungarischen Ausgleich stimmte, so nah ui er hiedurch auch (Stellung gegen die Herabsetzung der Zuckersteuer. Was sagen denn seine Wähler hiezu? Wir g anben, daß selbst seme früher begeistertsten Anhänger mit dieser Politik der Verteuerung unentbehrlicher Nahrungs- und Gennß-'Ultlel kaum einverstanden sein werden. Wenn aber auf das ungarische Vieh h,ngewiesen werden sollte, so wäre dem gegenüber zu bemerken, daß Ungarn nur Mastvieh importiert, mit dem wir mit unserem Weidevieh nicht konkurrieren können. s sk- _t c^"^^"rung.) Der Kreisgerichtspräsident von Rn-dolf^wert Herr Dr ^akob Kavcic hat kürzlich beim hiesigen k. k. Bezirksgerichte durch mehrere Tage eine Inspizierung vorgenommen. ty. (Sä6£iUrn^der der Fachschule für Tischlerei.) R » ^bstge Fachschule feiert diefertage das Fest ihres 25jährigen Bestandes. Wie wir hören, wird die Feier einen internen Charakter tragen. ’ r . c ^'^dienz der Christlichsozialen) ans Gottschee ! r11 illll.( n ®r- Ebenhoch und Dr. Geßmann scheint geivissen liberalen Kreisen eine recht üble Laune bereitet zu habe«, und wenn inan schlecht gelaunt ist, bann schimpft man oder verlegt sich aufs ^rdrehen und Entstellen. So machen's auch die letzten „Gottscheer Nachrichten Sie spötteln über die Abordnung der Christlichsozialen über Professor Obergsöll usw. und behaupten, die Interessen Gott-ohnehin den „besten Händen" anvertraut, die einer christlichsozialen Intervention nicht bedürften. Ja, glauben denn die Herren Liberalen, daß sie in Gottschee allein ans der Welt sind? Die Christlichsözialen im Ländchen nehmen sich die Freiheit, mit demselben Rechte wie ihre liberalen Gegner zu existieren und sich m Jf ^lt betätigen. Und es ist erst die große Frage, welche Politik die bessere ist, die der christlichsozialen Partei oder die der Hohenblitmianer. Wir brauchen da nur auf die Rebe des Ministerpräsidenten in der Ausgleichsdebatte hinzuweiseu, in der er mit Seltener Schärfe das Widersinnige der Haltung der agrarischen ^ntranstgentengruppe, deren Führer der Abgeordnete von Gottschee auf die Unstichhaltigkeit der Argumentation der unbedingten Anhänger Hohenblnms hinwies. — In einer Zuschrift aus Kletfch meint ein besonders Grundgescheiter, die Gottscheer Abordnung hätte den Ackerbauminister Dr. Ebenhoch bitten sollen, er solle verhindern, daß fremdes Vieh „eingeliefert" werden darf. Ja, lieber Freund 11111 1° etwas braucht man den Ackerbanminister nicht erst zu bitten* er betrachtet es ja ohnehin als seine selbstverständliche Pflicht, die Grenzen gegen Rußland, Rumänien, Serbien nfw. gesperrt zu halten und die christlichsoziale Partei ist damit vollkommen einverstanden. "or,9eIt der Weise aus Kletfch an dem Ausdrucke „Erwerb-losigkeit ‘ herum, den Herr Prof. Obergsöll gebrauchte. Es scheint dem in politischen Dingen Unerfahrenen nicht bekannt zu fein, daß die Regierung schon im alten Hausierpatente des Jahres 1852 den Gotttcheei-n wegen ihrer „Erwerbslosigkeit" (das ist der amtliche Ausdruck), o. h weil sie zu Hause zu wenig erwerben und verdienen können die allbekannten Hausierprivilegien zugestanden hat. Und als die,e Hauflervorrechte der Gottscheer bei der Beratung des neuen Hausiergesetzes im Reichsrate parlanientarisch verhandelt wurden, war es gerade Herr Pros. Obergsöll, der sich, um die Sache unserer Hausierer wann annahm und aus dessen Anregung eine. Reihe von Vorteilen für die Gottscheer im neuen Hausiergesetze anrucEgufu^ren tft. wurde ihm hiefür auch seitens der versammelten Gottscheer Gemeindevorsteher der Dank ausgesprochen Also mein wertester Politikaster ans Kletsch, da hast du mit deinen Be-| lne Jlpen i1 er den Pros. Obergsöll und sein Verhalten zu den j heimischen Hausierern ein argen Scheibenfehler gemacht und tapfer ms Blaue geichosien Ebenso gehässig als blöd ist die Behauptung, datz die Gottscheer Priester nichts lieber hätten, als daß die Hausierer daheim bleiben, fleißig Steine klopfen und recht dumm bleiben sollten, damit sie mit ihnen umspringen könnten, wie es ihnen in den Kram passe. Das gerade Gegenteil ist wahr. Niemand hat ein inneres Herz für die Hebung der bedrängten Lage unserer Bauern und Hausierer als unsere Geistlichen. Das beweisen sie nicht durch Redensarten, mit denen der bmternfmmdliche Liberalismus otaher die Landbevölkerung abspeiste, sondern durch die Tat. Sind doch ans ihre Anregung hin die neuen Raiffeisenkassen gegründet O'C. r' r tur unfere Bauern ein großer Segen sein iverden. Die Liberalen haben im Juli dieses Jahres unfern Bauern auch die Gumdung von Raiffeiseukassen versprochen, aber sie haben ihr Wort nicht gehalten, erst die so verlästerten „Schwarzen" haben das ins Werk gesetzt, was die „Roten" zu leisten nicht imstande waren. Und wenn das Hauftergesetz im Reichsrat neuerdings zur Verhandlung kommt, werden wir Christlichsoziale auf dein Datum sein und für unsere Hausierer mit allem Nachdruck eintreten. Nun wären wir sertig miteinander, meine lieben „Mehrere Kletscher", wenn Jfir imrflich ans Kletsch seid. Wir haben nämlich Grund zu vermuÄ daß x$hr gar nicht in Kletsch zu Hanse seid, sondern diese Ortschaft nur eitel genannt wurde. (Unzufriedenheit im liberalen Lager.) Vor ein paar Wochen fand in der Stadt Gottschee eine Versammlung der Gemeindevorsteher des Wahlkreises Gottschee statt, bei welcher über die /Tätigkeit des Fürsten Auersperg hinsichtlich des Ausbaues der Unterkramer Bahnen Bericht erstattet wnrde. Der Fürst hatte nach Gottschee geschrieben, daß es ganz ausgeschlossen sei, die Ver-lanmUl£Ve8 ^"scheer Bahnflügels in der Richtung auf die Karlstadt-Fruinaner Bahii durchsetzen zu können, da Ungarn sich SÄTl n Ausgangspunkt für die Dalmatiner Bahn ausdrücklich bedungen habe. Auch die Führung der Trasse durch das ^schermoschnitztal sei nicht zu erlangen gewesen, da diese Trasse in ihrem letzten Stück eine zn große Steigung zu Überwinden hatte. Die Wünsche der Gottscheer, von Gottschee aus wenigstens einen Anschluß an die Rudolfswerter Strecke zu bekommen, werde er unterstützen. Vielleicht werde dies in späteren Jahren zu erreichen möglich sein. Für diesmal müsse man sich mit der Verstaatlichung der Landesstraße Laibach-Gottschee-Tschernembl-Landesgrenze begnügen. — Mit dem Inhalte dieses Schreibens waren, wie wir hören, insbesondere die Vertreter des Unterlandes unzufrieden und es sollen liberalerseitS gegen den Fürsten ziemlich scharfe Äußerungen gefallen sein. So geht es eben. Zur Zeit des Wahlkampfes hatte man den Leuten vorgeredet, der Fürst sei sozusagen ein allmächtiger Herr; er brauche dem Kaiser nur ein Wort zu sagen, dann geschehe alles, was er wünsche. Da es sich nun zeigt, daß dem nicht so ist und so etwas überhaupt gar nicht möglich ist, werden viele Leute im liberalen Lager unzufrieden und unwillig. Auch politische Lügen haben eben kurze Beine und rächen sich schließlich an denen, die' sie unter die Leute gebracht haben. Witterdorf. (Von der Schule.) Bei der am 8. d. M. abgehaltenen Ortsschulratssitznng wurde die heurige Jahresrechnung geprüft und geschlossen und der Voranschlag fürs kommende Jahr Zusammengestellt. Zwei Klassenzimmer erhalten neue Bänke. Die Dekretierung des in der „Laibacher Schulzeitung" schon vor Monaten genannten Ortsschnlinspektors für unsere Schule ist bis heute nicht erfolgt; sie scheint den Behörden ein gleich schwieriges Ding zu sein als die Neuernennung des Professors Peerz zum Inspektor. — (Nochmals vom Katholikentage.) Selbst aus die Gefahr hin, neuerdings um das bißchen Lob zu kommen, welches in letzter Zeit die „Gottscheer Nachrichten" meiner Wenigkeit zu spenden die Güte hatten, sei nachstehendes festgestellt: Die Gottscheer Katho--likentagteilnehmer freute das Zusammentreffen mit Landsleuten in Wien; nur nach einem Wiedersehen mit den sich dort aufhaltenden Gottscheer Hochschülern fehlte jedes Verlangen. Ganz begreiflich. Diese Herren trugen ja ihre Feindseligkeit gegen alles Christlichsoziale, zumal heuer, bei jeder Gelegenheit offen zur Schau und setzen auch jetzt noch ihren Stolz darein,, unsere Gegner zu sein. Es würde ihnen wohl kaum im Traume einsallen, sich uns in Wien zu nähern, dachten wir. Und was geschah nun? Alle Katholikentagteilnehmer aus Gottschee erfuhren eine recht oftmalige, auffällige, ungebetene Musterung durch die beiden Studenten. Vor dem Knr-salnn, vor dem Hause, in dem der Familienabend der Gottscheer stattfand, vor und im Rathause, selbst vor dem Restaurant, in dem wir das Mittagsmahl entnahmen, mußte man sich eine Besichtigung bald des einen, bald des andereil gefaßten lassen. Daß sich nun beide nicht aus Freundschaft so gerne in unserer Nähe zu schaffen machten, leuchtete jedem ein. Uns nur in einer gewissen Entfernung in Augenschein zu nehmen, genügte offenbar den Herren nicht. Sie wollten ganz zu uns, um dann mehr über uns erforschen und schreiben zu können. Die gehässigen Katholikentagsnotizen in den „Gottscheer Nachrichten" sind der beste Beweis hiefür. Trotzdem es beiden gewiß bekannt war, daß sie in unserem Kreise auch nicht einen einzigen Gesinnungsgenossen hatten und trotzdem sie es begreifen mußten, daß ihre Gegenwart als Aufdringlichkeit empfunden würde, trotz alledem wurde die Frage an mich gestellt, ob sie zu unserer geschlossenen Gesellschaft, die' zu gemütlichem Plansch sich emgefunden hatte, sich setzen dürften. Schicklicherweise konnte ich stir meine Person das Ersuchen wohl kaum abschlägig bescheiden. Du ganze Gesellschaft — Wiener und Gottscheer — fühlte sich durch die so aufdringlich erwirkte Gegenwart der Studenten unbehaglich und erhob sich bald, um fortzugehen. Das war der einzige Zwischenfall, den ich als Störung der Gesellschaft bedauerte; das war die „Taktlosigkeit" und das nicht ganz musterhafte Benehmen der Gottscheer, wie sich die „Nachrichten" auszudrücken belieben. Jedermann sieht ein, daß der Vorwurf der Taktlosigkeit At uns, sondern die Studenten trifft. Sie hätten sich die Beschämung, die darinnen lag, daß ihretwegen die ganze Gesellschaft zum Gehen sich anschickte, sehr leicht ersparen können. Wie sehr übrigens die ablehnende Haltung unserer Landsleute den genannten Studenten gegenüber gerechtfertigt war, davon überzeugt jeden die unedle Art, in welcher über die Gottscheer Katholikentagteilnehmer in die „Nachrichten" von Wien aus geschrieben wurde. Wer vor solchem Benehmen nicht zurückscheut, darf sich nicht beklagen, wenn ihm die Tür gewiesen wird. Der Herausgeber. — (Wanderversammliing des Bauernbundes.) Montag den 30. Dezember findet um 1 Uhr nachmittags im Gasthause des Herrn Georg Petsche in Mitterdorf eine Versammlung des Gottscheer Bauernbundes statt, bei welcher auch Anmeldungen zum Beitritt zum neugegründeten hiesigen Spar- intd Darleheuskassen-vereine (Raiffeisenkasse) entgegengenommen werden. — (Unglaublich) ist es, was sich mancher zu leisten imstande ist. Kommt da an das hiesige Pfarramt eine offene Postkarte folgenden Inhaltes: „Herrn Pfarrer Eppich, Mitterdorf. Wie ich erfahren habe, wollten Sie gestern mich nicht als Taufpaten des Kindes von M. annehmeri. Ich ersuche Sie, mir das Gesetz, in welchem eine Nichtannahme eines andersgläubigen Taufpaten steht, zu zeigen und sich zu rechtfertigen. Ächtend Fr. Göderer. Gottschee 16./12. 07." — Der Fragesteller scheint nicht zu wissen, daß nach katholischer Vorschrift der Taufpate die Verpflichtung übernimmt, das Patenkind zu gntkaiholischem Leben anzuhalten, was von einem Andersgläubigen nicht erwartet werden kann. Unverfroren ist es, daß ein von der katholischen Kirche zum Protestantismus Übergetretener es sich herausnimmt, von einem katholischen Pfarrer eine Rechtfertigung über dessen pflichtmäßige Amtstätigkeit zu verlangen!! Weffettak. („Rote" Politikasterei.) Geradezu köstlich ist es, manchmal zuzuhören, wenn manche unserer „Roten", die die politische Weisheit mit dem großen Löffel gegessen zu haben glauben, sich aus das hohe politische Roß setzen, um ihr Licht leuchten zu lassen. Sonst heißt's: Schuster bleib bei deinem Leiste»! Aber bei uns schustern die ehrsamen Schuhmacher lieber in die hohe Politik hinein. Mit der Wahrheit fährt man dabei freilich nur zu oft um die Ecke. So wurde in unserm hiesigen Schusterparlamente die Ente in die Welt gesetzt, daß nur Dr. Geßmann, Stöckler uud der Bauernbund schuld seien, daß der Vieh- und Schweinepreis gesunken und der Preis des Mehles gestiegen sei. Und so einen aufgelegten Unsinn glauben dann die einfältigen Leute und reden sich törichterweise in eine förmliche Wut gegen die Christlichsozialen hinein. Diese Übergescheiten scheinen nicht einmal zu wissen, daß die Mehrzahl der Mitglieder der christlichsozialen Reichspartei aus Bauern besteht und daß die Partei schon aus diesem Grunde die Interessen des Bauernstandes mit allem Nachdrucke vertritt und insbesondere eine Öffnung der Grenzen für ausländisches Vieh nicht zulassen wird. Noch komischer sind die Ansichten unserer lieben Dorfpolitiker über die Verteuerung des Mehles, Der Fürst ist gegen den Ausgleich, sagen sie, da wird dann alles billiger werden! O, Ihr Einfaltspinsel! Wenn der Fürst mit seiner Äusgleichsgegnerschaft wirklich durchgedrungen märe, würdet Ihr das Mehl noch viel teurer zahlen müssen; denn dann würde für das ungarische Mehl bei uns in Österreich ein Zwischenzvll eingehoben werden. Wir glauben es gerne, daß den Großgrundbesitzern, die ausgedehnte Getreidefelder besitzen, die gänzliche wirtschaftliche Trennung von Ungarn sehr erwünscht wäre, denn sie könnten ihr Getreide um so teurer an Mann bringen. Wir im Gottscheer Ländchen aber, die wir so wenig Getreide fechsen und das Mehl kaufen müssen, würden dann auch für die Kosten dieser Trennung mit aiiskommen müssen, indem das Mehl um so viel höher im Preise steigen würde. Also, meine lieben politischen Schuster, Euer Licht ist nur ein Irrlicht, steckt es lieber in den Sack, damit Ihr Euch nicht vor aller Welt blamiert! — (Wie du mir, so ich dir.) Die heurigen Bubenstücklein, die unser Ländchen fast um jedes Ansehen gebracht, und die jedem Anstande hohnsprechende Art und Weise, wie man hochangesehenen fremden Persönlichkeiten begegnete, zeitigen schon ihre bösen Früchte. Sehr vielen unserer Landsleute, die ihr Brot in der weiten Welt suchen, ist der Boden unter den Füßen heiß geworden, und einer nach dem ändern kehrt gesenkten Hauptes und ganz verzagt zum häuslichen Herde zurück. Gar bittere Vorwürfe mußten sie ruhig einstecken und wurden selbst von ihren besten Freunden und Kunden abgefertigt mit den Worten: „Geh heim und verzehre die Eier, mit denen man in Büchel den Stöckler bombardieren wollte." Nun bedankt Euch bei der Pfeiferlbubeusippe und dem Herrn Dr. Kar-nitschnig, der nicht engherzig sein wird, diesen armen, von ihm irregeleiteten Schäslein gegenüber sein großmütiges, allbekanntes „Bauernherz" zu zeigen. — (Hymen.) Am 2. Dezember haben Postmeister Herr Ernst Wüchse und Frl. Antonia Stalzer von Büchel den Lebensbund geschlossen. Glück auf! Suchen. (BesitzWechsel.) Das Haus Nr. 1 dahier, das der Herr Gastwirt Kump aus Nesseltal von Andreas Grill um 2050 K erworben, hat nun Joses Dentschmann aus Suchen Nr. 3 um 2250 K gekauft. Wpl'itz. (Zur Bahnfrage.) Die Frage des Ausbaues der Unterkraiuer Bahn nach Weißkram uud Kroatien hat auch hier begreiflicherweise eine gewisse Bewegung hervorgerufen. Ist doch unser aufblühender Kurort aufs lebhafteste daran interessiert und kommt ja dabei mich die Ermöglichung seiner Entwicklung zu einem Badeort hervorragenderen Ranges in Betracht. Es sind von hier Petitionen an das Abgeordneten- uud Herrenhaus gerichtet worden, in denen in erster Linie um die Führung der Trasse von Strascha über Töplitz durchs Tschermoschnitztal gebeten wird. Sollte das nicht erreichbar sein und die Bahn unbedingt von Rudolfswert über Kandia ihren Ausgang nehmen müssen, so wurde in zweiter Linie angesucht, daß die Bahnlinie von Rudolfswert am jenseitigen Ufer der Gurk über Töplitz-Tschermofchnitz gebaut werden möge. Sollte auch dies nicht bewilligt werden können, so wurde in letzter Linie um die Weiterführung des Bahnflügels Rudolfswert-Strascha bis Töplitz petitioniert, wie dies schon im Jahre 1894 in Aussicht genommen worden war und bei energischerem Eintreten damals auch durchzusetzen gewesen wäre, zumal vom Baukapitale für die Unter-krainer Bahnen ohnehin ein Betrag von ungefähr einer Million Gnlden nicht in Anspruch genommen wurde und das einzige kostspieligere Objekt, die Brücke über die Gurk bei Strascha, kaum viel mehr als etwa 150.000 Gulden kostet. Wenn jetzt die Bahn nach der Trasse der Regierungsvorlage gebaut wird, bleibt Töplitz leider wieder seitwärts liegen und unser Kurort wird auch weiterhin in seinem rascheren Einporblühen wesentlich gehemmt sein. Die Gebiete der Gemeinden Töplitz und Tschermoschnitz würden von der Bahnstrecke ja nur an der äußersten, ganz abgelegenen Umrandung in Urschnaselo und Laase berührt werden. Wir vertreten daher nach wie vor den Standpunkt, daß die Bahn über Töplitz, Pöllandl und Tschermoschnitz gebaut werde» solle, damit die Bahn nicht bloß schwach bevölkerte Landstriche durchziehe, sondern den immer mehr aufstrebenden Kurort Töplitz, dann das bevölkerte Tschermoschnitztal mit feiner bedeutenden Wasserkraft, feinen Mühlen und Sägen, seinem großen Holzreichtum, dem großen Sägewerk Hornwald usw. usw. in den Verkehr einbeziehen könne. Laiöach. (Verschiedenes.) Es ist eine lobenswerte Einrichtung des Stadtmagistrates, daß er in jüngster Zeit die Anbringung von Laternen an der Straße ans den Schloßberg verfügte und dieselben bis tief in die Nacht brennen läßt; dadurch soll das lichtscheue Gesindel verscheucht und den ehrsamen Spaziergängern sowie den Schloßparteien die Möglichkeit geboten werden, auch bei Dunkelheit diese Wege ohne Gefahr zu passieren. — Vom 26. bis einschließlich 31. Dezember wird der hochw. P. Augustin Rößler, Redemptoristenordenspriester, im großen Saale des Hotels „Union" sechs Vorträge in deutscher Sprache über die Frauenfrage halten, zu denen alle Damen Laibachs ohne Unterschied der Nationalität und religiösen Gesinnung freundlichst eingeladen sind. — Am 9. d. starb hier Maria Kresse, eine gebürtige Klindorferin, im Alter von 65 Jahren, nachdem sie durch eine lange Reihe von Jahren bei einer einzigen Herrschaft ehrlich und treu gedient hatte. Wien. (Todesfall.) Am 4. d. M. ist hier der Kaufmann und Großhändler Herr Georg Seemann im Alter von 67 Jahren gestorben. Der Verstorbene war nicht nur in Geschäftskreisen, sondern auch unter feinen Landsleuten eine bestbekannte, angesehene Persönlichkeit. Durch feine unermüdliche mehr als fünfzigjährige Tätigkeit uud strenge Reellität in seinem Geschäfte hat es der Dahingeschiedene auch zum Wohlstände gebracht, ohne dadurch stolz zu werden; im Gegenteil, er war, wie wohl jeder weiß, der ihn kannte, ein ruhiger, bescheidener, edler Charakter. Außer der Witwe und einem Sohne, der das Geschäft nach den guten Traditionen feines Varers fortführen wird, betrauert den Dahingeschiedenen auch der Verein der Deutschen aus Gottschee in Wien, dessen Mitglied der Verstorbene war. Der Verein hat denn auch an der Bahre des Verstorbenen einen Kranz niedergelegt und sich zahlreich am Leichenbegängnisse beteiligt. Der Heimgegangene ruhe in Frieden! Die Hinterbliebenen haben dem Vereine der Deutschen aus Gottschee in. Wien den Betrag von 100 K gespendet, wofür hiemit der beste Dank ausgedrückt wird. Genossenschaftswesen. chottschee. (Raiffeiseukaffen.) Die sieben neugegründeten Raiffeisenkassen in Altlag, Ebental, Gottschee, Mitterdorf,. Nesseltal, Ri eg und Unterlag werden spätestens zu Anfang, Jänner ihre Tätigkeit beginnen. Der Zinsfuß für Perftmnldnrlehen ist mit 5Vs0/0, der für intabulierte Darlehen (Grundpfand- oder Hypothekardarlehen) mit 5°/o festgesetzt. Darlehen können nur Genossenschaftsmitglieder erhalten. Spareinlagen kann jedermann machen (auch Nichtmitglieder) und werden dieselben mit 41A°/o verzinst. Wesseltal. (Der hier gegründete Spar- und Darlehensverein), süßend aus dem System „Raiffeisen", wird mit Beginn des Neujahrs seine Tätigkeit beginnen. Der Vorstand besteht aus den Herren: Andreas Meditz aus Büchel, Obmann, Alois Agnitsch aus Nesseltal, Pfarrer August Schauer, Kaplan Alois Perz, Georg Weiß ans Alt-friefach und Josef Rom ans Büchel. Die Wahl des Anfsichtsrates wird demnächst erfolgen. Landsleute, tretet dem neuen, Wohlfahrt verheißenden Verein bei! Seine große Verbreitung in allen Staaten ist die beste Empfehlung. Zusammenhalten und vertrauen! Dieser Verein ist der Schlüssel zur wirtschaftlichen Verbesserung. Wien. (Raiffeisenkassen.) Es hat mich sehr erfreut zu erfahren, daß nun auch in Gottschee die Raiffeisenkassen Eingang finden werden. Ich bin in der Lage, einige Daten über die Entwicklung dieser Kassen in Niederösterreich mitzuteilen. Heuer sind es 20 Jahre, seit die erste Raiffeisenkasse in Mühldorf bei Spitz in Niederösterreich ins Leben gerufen wurde. Gegenwärtig bestehen in Niederösterreich 583 Raiffeifenkassen, — ein deutlicher Beweis ihrer Nützlichkeit und ihres Segens! Diese Spar- und Darlehenskassen sind nicht auf einmal ins Leben getreten, sondern je nach dem Kreditbedürfnis entstanden. In den Jahren 1888 bis 1891 betrug die Zahl der Gründungen jährlich nicht über 25, in den Jahren 1892 bis 1897 bewegt sich die Zahl der Gründungen zwischen 41 und 73, in den Jahren 1898 und 1903 zwischen 12 und 33 und in den Jahren 1904 bis 1907 zwischen 2 und 5. Was den Mitgliederstaud anbelangt, betrug die Zahl der Mitglieder aller Kaffen Ende 1905 gerade 25.432; es entfallen durchschnittlich aus einen Verein bei 100 Mitglieder. Rechnet man die Zahl der Spareinleger dazu, welche nicht Mitglieder sind, so beträgt die Zahl der an der Geschäftstätigkeit beteiligten Personen rnud 170.000. Der Stand der Spareinlagen betrug im Jahre 1905 nicht weniger als 51,631.896 K, der Stand der Darlehen aber 27,062.778 K. Gewiß imponierende Ziffern der Selbsthilfe. Nachrichten aus Amerika. Gtevel'and. (Der Dentsch-österr. Unterstützungsverein), der bekanntlich aus lauter Gottscheern besteht, hielt am 13. Oktober seine halbjährige Generalversammlung ab, welche sehr stark besucht : fl! wurde. Dabei wickelten sich nachstehende Geschäfte ab. Das Protokoll der vorhergehenden Versammlung wurde vorgeleseu und angenommen. Als neues Mitglied wurde Franz Maußer, aus Komutzen gebürtig, in den Verein ausgenommen. Es wurden zehn weitere Kandidaten dem Vereine vorgeschlagen. An Krankengeldern wurde für die während des vergangenen Monates kranken Mitglieder die Summe von 25 Dollar ausbezahlt. Das Bücher-Revisionskomitee konstatierte, daß es sämtliche Bücher des Vereines in bester Ordnung gefunden habe und daß die Verwaltung des Vereines eine vorzügliche sei. Der Finanzbericht ist folgender: Einnahmen im Monate April bis September Dollar 564"26; Ausgaben im Monate April bis September Dollar 252'05. Somit blieb im letzten halben Vereinsjahre ein Überschuß von Dollar 312'21. Der Kasfastand bei der vorherigen Revision vor sechs Monaten betrug Dollar 1616'99, der jetzige Überschuß dazu Dollar 312°21, daher der heutige Kassa- stand Dollar 1929'20. Bei dieser Versammlung blieben wieder 75 Dollar übrig, so daß der Verein heute ein Vermögen von über 2000 Dollars besitzt. Dieser Bericht wurde seitens der Mitglieder mit solchem Beifall ausgenommen, daß sie es sich nicht nehmen ließen, nach der Versammlung ein Faß des edlen Gerstensaftes gemeinschaftlich ans das Wohl des Vereines und seiner Beamten und Mitglieder auszuleeren, wobei es natürlich an Lobsprüchen über die Führung des Vereines nicht fehlte. Hiezu ist noch zu bemerken, daß, trotzdem der Verein seine Kranken anständig unterstützt und die Sterbegelder ausbezahlt, auch zur neuen heil. Dreifaltigkeits-Kirche bereits 275 Dollar bewilligt wurden. Bei einmaliger Einschaltung kostet die viergespaltene Aleindruckzeile oder deren Raum j0 Heller, bei mehrmaliger Einschaltung 8 Heller. Bei Einschaltungen durch ein halbes Jahr wird eine zehnprozentige, bei solchen durch das ganze Jahr eine zwanzigprozentige Ermäßigung gewährt. Anzeigen. Die Anzeigengebühr ist bei einmaliger Einschaltung gleich bei Bestellung, bei mehrmaliger vor der zweiten Einschaltung zu erlegen. — Es wird höflichst ersucht, bei Bestellungen von den in unserem Blatte angezeigten Firmen sich stets auf den „Gottscheer Boten" zu beziehen. üercin der Deutschen a. (iottscbcc Abonnieret und leset den u in Wien. Sitz: X Mords Restauration „Zum roten 3get I., Ml'N'chtspkich Mr. 2. Sufamnu’itlhmft: Jeden ersten Sonntag im Monate. ücichhaltiges Lager der besten und billigsten Jahrräder und Mähmaschinen für Kamitie und Keweröe Schreibmaschinen. Langjährige Sarantie. 3obann lax § Sohn * Laibach mienerstrasse Hr. 17. Gottscheer Boten“ 1 Gegründet im Jahre 1832. 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