Nummer 6. Pettau, de# 10. Fehr»«r 1893. . > VI. IahrgitAK. PettauerZeitung erscheint jeden Ionmag. Pret« für Pettau »it Zustellung in» (ml: Bi«rtfT]4*rlfl p. 1.—, hatdtihrh P. 8.—, ganzjShng fi 4—; mit »»fi»erw,dm>g in I»w»de: st- üb. haldjiihii, p. 8. SO, ganzjährig fi. 4.60. — «inj«l»e Suwwmi 10 kr Schrlfttritcr: Ct»fef filier, 5. — Ptmaihug nk Vertag: «. BUmft, V»chh«»dl,», H«m»t»«»tz Kr. 6. Handschriften Berber nicht juriMgesMU, Ankündigung,» billigst berechnet. — Beitrtge stnd erwünscht und wollen (Ängsten« 6i« Areitag jeder Woche eingesandt «erde«. Vertretung der .Pettauer Zeitung' für «rag und Umgebung bei: £»>»!« in Sch»,h,fee I* «mj, ?»» i»ffe ftr. 5. Cilli. Die deutschen Landtag» - Abgeordneten der Steiermark haben gesprochen. Nicht lärmend und drohend auch nicht winselnd und jammernd. — wie so oft vor ihnen in der Eillier Gymnasial-frage gesprochen worden ist. Die achtunddreißig deutschen Landtagtabgeordneten der Steiermart sprachen ruhig, sachlich aber auch so bestimmt und entschieden, dass man jede» einzelne Wort an der Stelle, an ivelche die Rede gerichtet ist. klar und deutlich verstehen wird. Die im steirische» Land« tage eingebrachte Resolution der deutsche» Land-tagSabgeordneten betont ersten»: das» die Errichtung eine» Untergymnafium» mit deutsch-slovenischer Unterrichtssprache in oder außer Eilli nicht au« kinem kulturellen Bedürfnisse hervor-gegangen ist. und zweiten», das« die Errichtung eine« solchen doppelsprachigen Gymnasiums al» ein offenbarer Bruch de» der gegen-wältige« politischen Situativ« zur Grundlage dienenden Eoalition«sisteme» erscheint. Eine solche Sprache wird man auch in Wien hören und verstehen und das» der Antrag von nahezu sämmtlichen Mitgliedern der deutschen Landtag»majorität aller Schätzungen unter-zeichnet ist. dürfte wesentlich dazu beitragen, das» diese Resolution auch richtig verstanden wird. Man wird in Wien endlich zu der klaren Einsicht gelangen, das» die Beunruhigung der Deutschen in Steiermark und namentlich in der Untersteiermari keine aus künstlichem Wege er» zeugte ist. das» da keine künstliche Agitation im Spiele war. welche e» blo» daraus abgesehen hat. der Eoalition» Regierung Verlegenheiten zu be-reiten, um sie zur Nachgiebigkeit zu zwinge». Wenn da«Mmsterium Windischgrätz wegen der Eillier GHmnaftarsrage und deren Lösung jetzt in Ber-legenheit sein sollte, so hoben die Teutschen der Mannesstolz. >«« I. jjriinn. C&cntH*"« in,» 641-1«) Am nächsten Morgen fand hinter dem Wald-Hause ein Säbtlduell statt; die Bedingungen lau-teten: .bi» zur Kampfunfähigkeit eine» der Gegner". Riegler hatte al» der Geforderte den SäbU al» Waste gewählt zum Nachtheile seine» Gegner«, der ostenbar Pistolen oder Degen vorgezogen hätte. Er gebrauchte den Säbel auch mehr al» Stich-denn al» Hiebwaffe und obgleich der gewesene Regimentsadjutant ein ausgezeichneter Fechter war. so machten ihm die Stöße de» Attach^ bald viel zu schaffen. Allein ein Säbel ist doch kein Degen und so ermüdete Baron Ringeisen trotz der Wuth, die ihn da» Äußerste wagen ließ. Eben hatte er einen prächtigen Stoß geführt, der. wie er fühlte, auch saß und wollte au» der weit au»-gelegten Stellung zurückschnellen, al« er zuerst einen Blitz vor den Augen sah und dann einen schlag gegen den rechten Oberarm sühlle. der ihn den Säbel fallen lassen ließ. Eine tiefe Terz seine« Steiermark gar nicht« dazu gethan. die Regierung in ein Dilemma zu bringen, sonder» die Re> gierung hat. indem sie sich von einer kleinen Anzahl der Mitglieder de» Hvhenwart-ClnbS und wie e» hente ganz klar erscheint. — in völliger Unkenntni» der wirklichen Thatsachen und der Stimmung de» deutsche» Bolke» der Steiirmark. dazu dränge» ließ, die Frage: .Eillier Gymnasium mit deutsch-slovenischer Unterrichtssprache" aus-»»werfen und diese Frage im Sinne der sloveni-Ichen Mitglieder de» Hohenwart.Elnbs lösen zu wollen. — sich dieses Dilemma selbst bereitet. Die Deutsche» der Steiermark habe» gar keinen Grund, ihr auch nur durch die allergeringste Nachgiebigkeit eine goldene Brücke zum Rückzüge z» bauen, denn sie spräche». — ja baten und beschworen die Regierung lang« und eindringlich genug, Eilli in nationaler Hinsicht unaiigktastet zu lasse», ehe noch die betreffende Budgetpost eingestellt und verhandelt worden war. Man achtete nicht daraus M«n »ahm n»< e* scheint in Wien den .glnzen Lärm' wegen eine« doppelsprachigen Untergymnasinm» in Eilli für eine .Fansaronade der Deutsch'Rationalen in Steiermark", auf die man eben au« Gott weiß welchen Gründen nicht gut zu spreche» ist. ob-gleich sie wahrlich in der energische» Betonung de« NationalilätS-Gedanken» nicht mehr, vielleicht nicht einmal jo ungeberdig lärmend thun, al» alle anderen in der Eoalitto» verttetenen Nationen und viel, viel weniger al» die a»ßer der Eoaliiio» stehende». Allein eS scheu«, das« man ti nur den Deutschen Österreich« al« Sünde anrechnet, »va« man bei ollen andereti Nationen nicht nur begreiflich findet, sondern sie darin sogar seit Jahren mit alle» Mitteln fördert, in der euer-aischen Förderung de» nationalen Prinzipe»! Graf Taaffe hat die Deutschen Tierreichs vierzehn Jahre lang an die Wand gedrückt, um allen an-deren Nuiivne» die .Gleichberechtigung- zuschaffen, Gegner» hatte ihm die Mu«kulat»r de» Ober-arme» bi» auf den Knochen durchtrennt. Auf-stöhnend taumelte er zurück und wurde sosort weggeführt. * * Seit dem Rencontre de» kleinen AttachS mit dem PostamtSleiter sind zwei Wochen verflossen und die unermüdliche Klatschsucht hatte sich be-reit» anderer interessanter Stoffe bemächtigt. Nur hie und da frug einer oder der andere der Saison-löwen den Arzt »ach dem Befinden Baron Ring-eisen». Der Arzt meinte, er sei aus dem Wege der Besserung. Die guten Freunde de» kleinen Ringeisen lachten und meinten, der Schmis» würde sei» sabelhaste« Glück bei der schönen Traundorf sicher nicht mindern, eher da« Gegentheil. Diese« Gegentheil schien ein plötzlich aus-getauchte» Gerücht zu bestätigen. Man sagte Baron Ringeisen habe sich aus seinem Kranken-bette mit der schönen Jsa verlobt. Wer da» Gerücht ausgestreut hatte, war der eleganten Ge-sellschast ganz egal. — man glaubte e» halb und halb, bi» plötzlich ein neuer Scandal in Sicht die sie ohnehin nie verloren hatten und die ihnen durch eine Bevorzug»!^ der Deutschen etwa, gar niemal« geschmälert worden ist. Man hat den Deutschen Stück für Glück ihrer uralten Rechte, ihre« uralten Besitzstände« genommen, um die anderen Völker damit zu .versöhnen' und nun sich die Deutschen gegen eine solche Versöhnung«-Politik zu wehren beginnen, erklärt man dt» fite Krakehl, Illoyalität und schlechten Patrioti»m«» und thut iiistement da», was sie, wolle» sie sich und ihre Zukunft nicht ganz aufgeben, nicht dulden könne» und dürfen. Unter dem Titel .Bölkerversöhnung" drängt» man die Deutschen b>» an die Sann zurück, unter dem Titel .uationale Gleichberechtigung" will man sie über die Drau zurückdrängen und wenn e« so weiter geht, wird man sie mit der Zeit auch über die Mur zurückdränge» und auch um den Titel eine« Rechte« dazu nicht verlegt» sein, denn nördlich der Mur gibt es ja noch ei» .»«fifctfHMatorf" in* norWtch der Roab sogar auch noch ei» .Windisch HartmannSdors" ! Der Amtstaselstreit im Küstenlande wurde voiii Zaune gebrochen, — ihm folgte al» Eon-sequenz die Auslösung de» Landtage» von Jstrien, weil .die Autorität der Regierung unter alle» Umständen gewahrt werden muss." — Die eben-fall» ganz unnöthig aufgrworfene . Eillier Gymnasiaisrage" aber, welche Eonseqnenzen dürste die noch haben? Die Auslösung de» steirische» Landtagt» schwerlich, weit eher da» Zerfallen der Eoalition, welche selbst alle» thut, um eine der drei Säulen, auf welcher sie ausgebaut ist. zu untergraben. Wir sind skevtifch geworden. Wir fürchte» sehr, das» die Regierung auch in der .Eillier Frage" ibre Autorität wird wahren wollen. Das» sie da« zuwege bringt, ist natürlich keine Frage. Allein, damit wäre die Sache keineswegs abgithan. ebensowenig, als die ähnliche Sache kam. Irgend jemand hotte ganz bestimmt erzählt, das» Jsa von Traundorff vor Jahren die Äe-liebte de» Postamt»leiter» gewesen sei, der damals Offizier war und au» irgend einem Grunde quittiren musste. aller Wahrscheinlichkeit diese» Liebschaft wegen, denn die schöne Traundorff soll die Ausgehaltene eines sehre reichen, hochstehenden Herr» gewesen sei». Daher stamme auch ihr Bermi^en. Hier seien sie und ihr ehemaliger Liebhaber plötzlich wieder zusammengetroffen, wa» ihr erklärlich sehr unangenehm gewesen sei, denn sie habe für ihre Stellung in der hiesigen Ge-sellschast gefürchtet. Da» Rencontre zwischen dem Baron und dem Postbeamte» sei von ihr pro-vozirt worden. Sie hoffte, dass Ringeisen, der ein vortrefflicher Pistolenschütze ist. den ihr un-bequemen Riegler auf die einfachste Art unschäd-lich machen würde. Da» sei ihr, wenn auch nicht auf die gewünschte Art gelUngen, denn der Post-beamte sei bereit» wegen tjr« Duelle» in Untersuchung gezogen und einstweilen versetzt worden. Er würde in wenigen Tage»'! abreisen. Das» da« letztere richtig war, davon konnte sich jeder leicht überzeugen, denn seit acht Tagen tonte i« Jstrien abgethan ist Wie man dort die Anhänger der bestehenden Ordnung, die gemäßigten Elemente und zwar nicht nur die Italiener Jstrien« allein in da« radikal-nationale Fahrwasser und damit zur schärfsten Opposition um iebcn Preis treibt, ebenso würden die Deutschen Steiermark« zu einem Kampfe auf Leben und Tod gedrängt werden, den die Eoalition schwerlich überleben dürfte. Übrigens kommt, während der Artikel in die Presse geht, bereit« die Nachricht, dass in Folge der Resolution der 88 deutschen Abze-ordneten, die 7 Slovenen in die Abstinenz ge- 0:11 sind; als erster Knalleffekt in der steirischen stube. Vereins-Nachrichten. (Zahrra-iiotiptvrrsammloitg des „Vereines irr Lehrer und Scholftrundk iu prktau") Der obige Verein hielt an, 2. d. M im Eonserenz- Jimmer der MädchenvolkSschule seine JahreShaupt-Zersainmlung mit folgender Tagesordnung ab: Eröffnung. 1. Ernennung de« Obmannes.Herrn Oberlehrer Vinzenz Kotzniuth zum Ehrenmitgliede nach 8 9 der Satzungen, 2 Verlesung der Verhandlungsschrift der letzten Hauptversammlung, 3. Einlaufe. 4. Rechnnnglegung pro 1894, 6. Allfällige Anträge, Der Herr Vorsitzende er« klärt, da die Versammlung zur festgesetzten Stunde nicht bcschlußsähig war, die zweite Versammlung eine Viertelstunde später für beschlußfähig und nun hält die Referentin, Lehrerin Fräulein Victoria Zurhaleg, eine» Vortrag über daSTKma.Mädchen-Erziehung" über den weiter unten gesprochen werden soll. Zum Punkt > nimmt Herr Lehrer I. Metzinger das Wort. Er wünscht vorher den Pnnkt 4 erledigt, damit die neugewählten Funktionäre des Vereines bereit« ihre Thätigkeit mit der ge» planten Ernennung eine« Ehrenmitgliedes beginnen, dem es wertvoll sein wird, wenn neben der alten VereinSleitung auch die neue für die Ehrung stimmt. Der Antrag wird angenommen. Die vorge»ommene Wahl ergibt folgendes Resultat: Zum Verei »«Vorstände Herr Oberlehrer F. Löschung, zum Stellvertreter Herr Lehrer Jos. Metzinger. zum Schriftführer Herr Lehrer Ioh Lackner. zum Cassier Herr Lehrer Geb. Krainz, zur Bibliothekarin d,e Lehrerin Frl. M. v. Strohdach. AI« Ausschußmitglied die Lehrerin Frl. Zurhaleg. Herr Oberlehrer Löschnigg, welcher ersuchte, von seiner Wiederwahl abzusehen, nimmt auf den ein-hellig ausgesprochenen Wunsch der Versammelten schließlich die Wahl an und dankt für diese« in ihn gesetzte Vertrauen mit warmen Worte». Äuch die übrigen Gewählten nehmen die Wahl an. Der Schriftführer Hr. Lehrer Lackner verliest die Ver-handluttgSschrift über die letzte .Hauptversammlung. Die Fassung wird genehmigt. Sinlänfe: a. Zuschrift des I. steierm Privat-PensionSinslitute« für Witwen und Waise» von VolkSschullehrern. fnngirte bereit» ei» neuer Beamter, während Riegler nirgend« zu sehen war. Wenn nuu der Schluss dieses Gerüchte« auf Wahrheit beruhte, weshalb nicht auch der Anfang und das Ganze? — Und wen» das Ganze richtig ivar. wie konnte Ringeisen so albern sein, sich mit so einer Person zu verloben? Vielleicht kannte er die Vergangen-heit dieser Traundorff gar nicht; wahrscheinlich sogar, dass er sie nicht kannte. Da war eS doch Pflicht ihn aufzuklären? Natürlich musste man da« thun und man that e« in der denkbar nn-genirtesten Art. Norbert Riegler stand in seinem Zimmer zwischen gepackten Koffern und rauchte so ruhig eiue Zigarette, al« sei überhaupt nicht« vor-gefallen, worüber er sich zu echauffiren auch nur die geringste Ursache hätte. Und doch war er vom Dienste suSpendirt und hatte bereit« eine Vorladung zum UntersuchuugSrichter de« nächsten, etwa zwei Stunden vom Eurorte entfernten Be-«rk« Gerichtes. Er wollte für die Dauer der Procedur nach dem Städtchen Übersiedeln, wo der Fall verhandelt werden musste. Er konnte dort billiger leben und da er keine ehrenrührige Handlung betreffend die Gewährung einer Unterstützung. — Über Antrag des Herr» Lehrer« Kraiuz wird be-schlössen, diesem Institute 10 Kronen zuzuwenden, b. Jahresbericht de« .Vereine« zur Unterstützung entlassener Sträflinge". Auch diesem Vereine wird eine Unterstützung von 6 Kronen votirt o. Herr Lehrer Krainz berichtet üver ein ähnliche« An-suche» des Privat-Iiistitutß für dienstuntaugliche Lehrerinnen und Bonnen. Über Autrag de« Herr» Lehrer» Metzinger wird beschlossen, auch diesem Institute den Betrag voit tO Kronen zuzuwenden. Der Herr Vorsitzende fragt die Versammlung be-züglich der vom Vereine abonnirten Zeitschristen: «Pädagogische Zeitschrift", „Schule und Han«" und .Heimgarteu." Da Herr Metzinger erklärt, den von ihm abonnirten .Heimgarten" den Ver« einSmitgliedern zur Verfügung zu stellen, werden nur die beiden ersteren Zeitschriften weiter behalten, zu welchem Punkte die ncugewuhlte Bibliothekarin Frl. v. Strobach erklärt, dass auch diese beiden Zeitschristen sowohl wie der von, Herrn Metzinger zur Verfügung gestellte .Heimgarteu" in ihre Obhut gegeben werden müsse», weil sie al« Bibliothekarin die Verantwortung dafür trage. Da« zu ernennende Ehrenmitglied Herr Vinzenz Kotzmuth entschuldigte sein Fernbleiben von der heutigen Versammlung damit, dass zur Zeit auch eine Sitzung des .Knahenhorte« in Marburg", dessen Direktor Herr Kotzmyth ist, abgehalten wird, hält cS für überaus lobenswert, dass auck .Eolleginnen" das Gedeihen de« Vereines durch Fachvorträge fördern und bedauert lebhaft, dem heutigen Vortrag dts Frl. Zurhaleg nicht lauschen zu können. Herr Lackuer und Frl. v. Strobach beantragen noch dir Anschaffung von pädagogische» Hilf»-bücher» und wird det Autrag Strobach angenommen. Der Herr Vorsitzende ersucht um nach-trägliche Genehmigung deS Anschaffungspreises für .Ezerny'« Hilfsbuch für Elementarklassni." Wird genehmigt. — Herr Lehrer Krainz beantragt die Gewährung von je 1 fl. an Gratifikation für den Briefträger und Schuldiener. Angenommen. — Rechnn»,tSleguug? Der Vereinskassier Herr Lehrer Krainz trägt den CafsagebahrungSbericht vor. welcher pro 1894 an Empfängen 67 fl 54 kr., an Ausgaben 33 fl 30 kr., somit einen Cassarest per 34 fl. 24 kr. ergibt. Das Gesammtvermögen beträgt im ganzen l'/9 fl. 45 kr. Der Vorsitzende ersucht drei Rechnungsprüfer zu wähle». Herr Lackuer stellt den Antrag, da der vorgetragene Bericht vollständig klar und genau spezifizirt war, von der Wahl der Prüfer abzusehen »nd dem Herr» Eassier da« Vertraue» in seine Gebahrung auSzuspn'chen und da« Abfolutorium zu ertheilen. Der Eassicr besteht auf der Prüfung, schon zu seiner eigenen Beruhigung. Da sich aber Herr Direktor Ferk dem Antrage Lackuer anschließt und dieser Antrag bei Abstimmung angenommen wird, so wird der ThätigkeitSbericht zur befriedigende» Kennt»«» genommen irtib dem Herrn Eassier da« Vertrauen votirt und da« Absolutorium ertheilt. begangen hatte, brauchte er sich der Strafprozedur auch nicht zu schämen, wenn man in kleinbürgerlichen Orten auch anderer Ansicht über den Zweikampf ist. als in der vornehme» Welt. Deshalb war Riegler innerlich auch vollständig ruhig und er bedauerte es nicht, dass er Ursache hatte, den Eurort zu verlassen. Tie Liaison mit der Gräfin sa»d auf diese Art den einfachsten und für beide Theile anständigsten Abschluss und dass er Jsa von Traundorff nicht mehr zu begegnen brauchte, war ihm kbenfallS angenehm. Niemand erinnert sich gerne an eine begangene Du»»nl>eit und er hatte diese« Weibe« wegen eine ganz kolossale begangen. — So stand er da in feiner Wohnung, in welcher e« durchaus nicht aussah, als erwarte er Besuch Er wartete vielmehr sehr ungeduldig auf die Träger, welche seine Siebensachen nach dem „Hotel Trieft" schaffen sollten, von wo er den Omnibus nach der nächsten Eisenbahnstation zu benütze» gedachte, al« plötzlich an der Thüre geklopft wurde. Ohne sich umzusehen, rief er .Herein" und sagte kurz: .Tragen Sie beide Koffer zum Omnibus des .Hotel Trieft" und warten Sie dort auf mich." — Allein die Ant- Herr Lackner beantragt die Anschaffung einer .VereinS-Stampiglie" und Herr Direktor Ferk die Anschaffung eines .Ehronik-BucheS". — Beide Anträge werden angenommen und die Anschaffungen genehmigt. Run stellt der Vorsitzende den Antrag auf die Ernennung de« langjährigen Obmannes, de« Herr» Oberlehrer« Vinzenz Kotzmuth zum Ehrenmitglied«. In einer au«dem Herzen quellenden, von Gemüthstiefe und warmer Anerkennung der zahlreiche» Tugend,» des zn Ehrenden, deffen ganzes Leben und Wirke» als Mensch und al« Lehrer eine ununterbrochene Kette von Beweisen ist. wie sehr der Fundameiitalsatz aller Erziehung», kunst: .Liebe zu den Kindern!" sein ganze» Thun beeinflußte und überall au» seinem Wirken leuchtete, kommt der Redner auf die Verdienste des Gefeierten um den .Verein" selbst zu spreche», den er ge-gründet, durch lange Jahre geleitet hat. den er allzeit zu heben bemüht war und der. wie Redner überzeugt ist. die Anregung: Herrn Vinzenz Kotz-muth zum Ehrenmitgliede zu ernennen, srendig aufnimmt, um seine Dankesschuld abzutragen. (Laute Bravo'S lohnen den Redner für seine Ausführungen). Der Antrag auf Ernennung deS Herrn Oberlehrer« Vinzenz Kotzmuth zum „Ehreumitgliede de« Vereine«" wird einstimmig angenommen. Ebenso der Antrag Herrn Lehrers Metzinger auf Überreichung einer schön ausgestatteten Adresse, welche ein Eomit6 dem Gefeierten überreichen soll. Im Comite werden die .Herren Direktor Ferk, Oberlehrer Löschnigg, Herr Lehrer Lackuer und eine der Lehrerinnen vertreten sein. Damit schließt der Vorsitzende die Versammlung. Es erübrigt nur »och. einiges über den Vortrag der Lehrerin Frl. Victoria Zurhaleg zu sagen, den wörtlich aufzunehmen unS leider der Raum mangelt. Au« dem Vortrage der Lebrerin Frl. V. Zurhaleg, den die Dame in musterhaft klarer und knapper Form gehalten hatte heben wir al« ganz besonder« beherzigenswert die Grundsätze hervor, welche Rednerin bei der .Mädcbenerziehung" angewendet wissen will. Indem sie.«Mf aiWetst,. das» hif,. Gegenwart ganz andere Anforderungen an das weibliche Geschlecht stellt, als die einfacheren Ver» Hältnisse früherer Zeiten, will sie. dass das Mädchen nicht nur edel, anmutig und liebenSwürdia, sondern auch fähig sein soll, im Nothsalle den Kampf um daS Dasein aufzunehmen! Um diesem Kampfe aber gewachsen zu sein, muss es zur Selbst-ständigkeit erzogen werden. Selbstveredlung und Ausbildung aller seiner Fähigkeiten ist die Haupt-aufgabt der Mädchenerziehung und eS darf dabei keine Rücksicht darauf genommen werden, ob da« Mädchen das Erlernte blos zu seinem Ver-gnügen oder aber zu seinem Unterhalte verwerten wird l Dem jungen Mädchen muss gelehrt werden, dass es der Pflicht die eigenen Wünsche unterzuordnen hat. dass e« wahr gegen sich selbst und andere sei. dass es sich selbst etwa« ange-nehme» versage, aus Liebe zu den Ihrigen oder um anderen dadurch wohlzuthun. In dem jungen wort auf seinen Befehl war da« Rausche» eine« Dameukleide« und al« er erschrocken herumfuhr, stand er vor Jsa von Traundorff. — Einen Augenblick war er doch verblüfft, seine gewesene Braut hier zu sehen und der leidende Ausdruck in ihrem schönen Gesichte mochte dazu beitragen, ihr einen andern Empfang zu bereiten, al» er eigentlich Willen» war. — .Sie entschuldigen die Unordnung hier, meine Gnädige;" sagte er lächelnd. — .ich war auf Damenbesnche nie eingerichtet und bin eben in der Abreise begriffen. Womit kann ich dienen?" — die letzte Frage klang kühl, er war bereit» wieder Herr über sich selbst. — Jsa hob da« Gesicht und richtete todtmüde Blicke aus ihn. — .Sie reisen ab?" — frug sie unter seinem kalten GesichtSauSdrucke zusammen-schaudernd — .Ja. ich bin wegen der Duell-assaire in gerichtliche Untersuchung gezogen und hier vom Dienste suspendirt worden. Und da man mich nach überstandener Strafe wahrscheinlich in irgend einen abgelegenen Weltwinkel versetzen wird, wo ich keine Gelegenheit habe, caoalier-mäßige Allotria zu treiben, so ziehe ich es vor, dem Strafrichter näher zu wohnen." Er lachte. Mädchen soll der ernstliche Wille herausgebildet werden, stet« reckt zu bandeln, denn recht handeln bringt Zufriedenheit, diese erweckt den Frohsinn und Frohsinn sei de« Lebens Weisheit! Da« junge Mädchen soll an Arbeitsamkeit gewöhnt und zur Genügsamkeit erzogen werden; es soll lernen sein eigenes LoS nickt mit dem Lose jener zu vergleichen, denen eS bester geht als ihr selbst, sondern mit dem Lose derer, denen eS weniger gut gcht l ES soll zur Bescheidenheit erzogen »verden, indem man seinem natürlichen Empfindtn das Urtheil über unbescheidene Menschen entlockt. Dem junaen Mädchen muss die Liebe zur Menschheit eingeimpft werden, aber es muss ihr auch die Grenze der Liebe und Opferwilligkeit gezeigt werden, die da beginnt, wo sie ibr Verderben und Noth bringen kann, DaS Mädchen muss endlich über den Wert deS Geldes belehrt, eS muss ihr daS Verständnis für die Verwaltung von Capital beigebracht werden, damit e«, nnmal alleinstehend, nicht da« Opfer seiner eigenen Güte oder gewissen-loser Nachgebe? werde. — Verstand, Talente und Fähigkeiten, — sagt die Rednerin, lassen sich nur in dem Maße ausbilden, wie die Natur sie gab, — aber den Eharakter kann und soll man veredeln. Frl. Zurhaleg schließt ihren Bortrag mit dem prächtigen Satze: „Sich selbst besitzen, ist die erste Forderung — die« bietet im Leben eine nie versiegende Quelle der Zufriedenheit!" — Der, wie schon gesaat, mit musterhafter Klarheit und doch in knappster Form gehaltene Vortrag brachte der Rednerin reichen Beifall. i)chtn am 8. Jebmar.) Wenn wir das „Kränzchen" unsere« „Veteranen-Vereine« Erzherzog Albrecht" kurz charakterisiren wollten, brauchte» wir nur zu sagen: „Da» Hau« war zu enge." Unsere braven alten Soldaten können mit dem Besuche, den da? von ihnen arraagirte Tanzkränzchen auswies, vollauf zufrieden sein. ES war eine prächtige Illustration dieses Tanzfest alter Soldaten, zu ihre» Allerhöchsten Kriegsherrn Wahlspruch „Viribus unitis." — Wie der Verein al« solcher selbst schon die schönste Vereinigung von »Civil und Militär", von „Bürger und Soldat" repräseutirt. so war da« ganze Bild diese« prächtig gelungtnen Kränzchen« der Au«-druck jene« guten Einvernehmen« zwischen Garnison und Bewohner der Stadt Pettau, wie e« nicht leicht wieder vorkommt. Die Bürgerschaft wor durch den Herrn Bürgermeister, eine Anzahl Grmeinderäthe und eine Menge Bürger vertreten, die Garnison durch den Commandanten deSsklben und eine Anzahl Officiere und Cadet-Osficiers« Stellvertreter und dieStaatS- und anderen Beamten, dann manche Eorporationen und Vereine durch ihre speziellen Vertreter offiziell repräsentirt. So kam e«, das« die Veteranen sich sagen können, das« alle Kreise der Bevölkerung der Stadt auf ihrem Tanzkränzchen und zwar zahlreich vertreten waren. Da« ist ein Beweis hoher Achtung und allseitiger Beliebtheit bei Vereine«. Und außerdem verstummte aber, al« er zwei schwere Thräne» über ihre Wangen rollen sah. — ..Da komme ich leider zu spät." — sagte sie dumpf. — „Ich darf nicht hoffen, das» Sie sich um meiner Ehre willen derangiren werden." — Er zog die Brauen finster zusammen. — „Wo« könnte ich für die Ehre Jsa von Traundorff'« thun. ich. der am Sprunge in'« Gefängni« stehende einfache Post-beamte? Ich begreife nicht meine Gnädige." Anstatt einer Antwort zog sie einen Brief hervor und reichte ihm denselben mit nieder-geschlagenen Augen. Er nahm da« Schreiben kopfschüttelnd und las. Je weiter er kam. desto finsterer wurde fein GesichtSauSdruck. Der Brief war von Damenhand geschrieben, ober unter-schrieben und zwar recht ungelenk war er von Baron Ringeisen. Er enthielt in trockenen Worten da« über Jsa von Traundorff im Eurorte ver' breitete Gerücht und das Bedauern, jeden Ver« kehr mit ihr abbrechen zu müssen. Einen Moment lang sah er sie durchbohrend an, dann rief er im Tone tiefster Verachtung: „Dieser Schuft! Ich werde ihn nochmal» fordern und tödten!" — er trom-melte mit der Fußspitze am Boden. Plötzlich die junge Männerwelt tn Uniform und Eivilrock war so bunt und zahlreich noch bei keiner gemein« samen Unterhaltung beisammen, wie am Veteranen« kränzchen. Vor allem aber kam ein Moment zur schönsten Geltung: Die treue Kameradschaft zwischen unseren wackere» Beteranen und unserer ebenso wackere» Feuerwehr! Eine solch enge treue Kamerad-schuft ist hk»te ei» seltener Fall und das« e» gerade in Pettau so ist. das verspricht für den Fall großer elementarer Unglücksfälle eine wohl-organisirte und vorzüglich diijiplinirte Schaar von Heiserii. Sie ist zudem ein schöner Beweis dafür, dass gerade diele beiden Vereine dem kern-gesunden Grundsatze huldigen: „Der Einzelne mag al« Privatmann nach seiner eigenen Fa;on selig werden, al« BereinSmitglied aber ordnet er sich jederzeit der Zusammengehörigkeit unter in strenger Di«ziplin." Die MobiUfirungSordre der Veteranen hatte eine stattliche Zahl von Tänzern aus die Beine gebracht und — eine noch stattlichere Zahl von Tänzerinnen. Eine so dicht geschlossene die ganze Länge des Saales einnehmend« Linie, wie die beiden Treffen in den Quadrillen, dürfte der Eaf..'ofaal nicht oft gesehen haben und ein so dichte« Pel-mele wie bei den Rundtänzen schon gar nicht. Und dabei darf eine« nicht vergtfsen werden. — da» Vergnüge» de« Ta»ze» hatte alle» ersasst, was ein Paar gesunde Beine hatte. Mädchen und Frauen. Jünglinge und Männer — auch solche mit dem untniotichste» Zeiche» deS „gewissen gesetzten Alters." Geietzien Alter«? Ja hat sich wa« auf einem Veteranen-Kränzchen! DaS sind schon gar die richtigen, die gewissen „alten Herren", gerade diese suchten sich die blühendsten unter den jungen und jüngsten Tänzerinnen heraus und walzten und poltten, das» e» eine Art hatte. Und die Frauen revanchirten sich weidlich und flogen, den Mädchen zum Trotze, am Arme jugendlicher Tänzer über die glatte Fläche de« Tonzsaale« nach Herzenslust. In den Speise- und Rauchzimmer» waren alle Tische voll besetzt und Küche und Keller boten sehr gutes und mit einer anerkei»ienSw«rten Raschheit. Die Ausstattung deS Tanzsaales, fjyfach und geschmackvoll, wie e« alte Soldaten gern« tat*», zeigte neben schönen Sinnsprüche». abwechselnd mit Tanz-ordnungen, — auf welcher wir eine „Veteranen-polka", von unserem vortrefflichen Flügelhornisten Emerschitz coinponirt, verzeichnet so »den, — die Bild«r de« Kaiser« und de« Sieger« von Eustozzo unter frischem Grün; Spiegeln und Draperie» und eine helle Beleuchtung vervollständigten den angenehmen Eindruck. Nicht vergessen darf die nette und wohlbestellte Eoiiditorei im Parterre werden und selbst die „Casja" war hübsch au«-gestattet, dagegen die Garderobe viel zu enge sür die große Anzahl der Besucher. Die Musik that ihr möglichste« und trotzdem wurde sie durch Klatsche» stet« wieder animirt, auch noch ein bischen „über die Möglichkeit' zu thun. Die Fuuktionäre des Veteranen Verein«, an der Spitze der Herr richtete er sich hoch auf und trat an sie heran. Sein Blick bohrte sich förmlich in ihre Augen: — „Pardon, ehe ich etwa» thue, dieses Reptil zu treffen, — welche Rechte hat Baron Ringeisen an Sie? Ich bitte um die volle Wahrheit, denn — Sie werden e« begreiflich finden, dass ich mich ei» zweite« Ma! besser vorsehe al« da« erste Mal. ehe ich meine Zukunft nochmal sür Sie aus'« Spiel setze!" — Eisig kalt klang diese Aus-sorderuug und sie traf vernichtend. Mit einem leisen Weherus sank sie vor ihm in die Knie und stöhnte: „Norbert! — kein Mann auf der Welt hat ein Recht auf mich, al« — Sie. Seien Sie barmherzig!" — Er wandte sich finster ab. — „(£« genügt, bitte stehen Sie auf und — treten Sie da in da« Eabinet; blos so lange bis ich mich überzogen habe." — Er fasste sie am Arm und führte sie in fein Schlascabinet. Dann öffnete er rasch den größeren Koffer und kleidete sich um. Nach kaum zehn Minuten trat er an die Thüre, öffnete dieselbe und sagte kühl: „Ich bitte." — Al« sie ihn erblickte stieß sie einen gellenden Schrei au«. Er trug die Offizier«-uniform seines alten Regiment«. — „Sie muffen Obmann F. v. Klump, machten in der lieben«« würdigsten Art und ganz unermüdlich die Honneur« und Beteranen sorgten überall für die Ordnung aus« beste. Wenn wir keine Namen nannten, so hat das seinen Grund in dem beschränkteil Raume, der unS zur Verfügung steht und der es un-möglich macht, auch nur die Namen der hervor« ragendsten Vertreter aller Stände, die das Tanz-fest oer braven alten Soldaten. — da« „alten" i»ir figürlich gesprochen. — mit ihrer Anwesenheit auSzrichueten. zu nennen. Wir wollen nur »och feststellen, das« da« Kränzchen, gerade weil eben alle Stände dabei vertreten waren, in jeder Richtung vollständig gelungen und hochinteressant genannt werden mus«; — wen» aber trotzdem, dass alle Stände und zwar sehr zahlreich ver-treten waren, da» Fest ein eigenthümlich und wir sagen eS ganz offen, sehr angenehm anheimelnder Ton durchzog. — ei» Ton der ebensosehr von ceremoniöser Steifheit, wie allzu familiärer Ge-müthlichkeit sich ferne hielt. — so ist das vielleicht der allerbeste Beweis dafür, dass man sich auf dem Tanzkränzchen des „Beteranen-Bereine« von Pettau" ganz ausgezeichnet amüsirte. Mehr können die Festgeber selbst nicht verlangen. Das Fest ergab bei einer Einnahme von 188 fl 74 kr. und Auslagen per 86 fl. 62 kr einen Reinertrag von 102 fl. 22 kr. für den wackeren Verein. lSrnolseoschast der Laugrwrrbe.) Die hiesige Genossenschaft der Baugewerbe hielt am S. d. M. ihre diesjährige Hauptversammlung im „Hotel WoiSk" ab. Da die 1. Versammlung um 2 Uhr — der festgesetzt?» Stunde — nicht beschlußfähig war. wurde um halb 3 Uhr die 2. Versammlung statutengemäß für beschlußfähig erklärt und vom Herrn Äadtdaumeister I. Wreßaig, in Abwesenheit des Herrn Vorsteher» G. Murschetz, eröffnet. Der Vorsitzende verliest den Rechenschaftsbericht pro 1894. Aus demselben ergibt sich, dass im Jahre 1894 1 Vollversammlung und 3 Aus-schußsitzungen abgehalten wurden. 2 Mitglieder sind gestorben. 6 sind neu eingetreten. Mitglieder-zahl beträgt 52, Lehrlinge wurden freigesprochen 2, aufgedingt 10 und 13 wurden ausgedingt und freigesprochen. Der Cassabericht ergibt 667 fl. 92 kr. an Empfängen und die gleiche summe an Au«-gaben. Der Vermögensstand beträgt 379 fl. 57 kr., wovon 377 fl. 92 kr. in der Sparkasse angelegt sind. Zu Rechnungsreoisoren wurden die Herren Klauer und Celotti gewählt. Sodann wurden statutengemäß die Neuwahlen der Genossenschaft«-Vorstehung vorgenommen und die Herren I. Matzun und Rakuscha zur Vornahme der Stimmenzählung gewählt. Abgegeben wurden 12 Stimmzettel und erschienen nach Vornahme des Scrutinium« ge-wählt die Herren: G. Murschetz zum Genossen-schastS-Vorsteher, I. Wreßnigg zu seinem Stellvertreter, zu Geno>>enschaft»-Au«schüsstn die Herren: §. Celotti, F. Vogel, I. Matzun. I. Maister, . Klauer, I. Wreßnig, F. Petrovitsch und Brunöiö. Zu Ersatzmännern die Herren: A. Kormann und eS über sich gewinne», mit mir im Cursalo» zu speisen. Daö ist die erste Antwort aus diesen infamen Brief. Die zweite werde ich allein geben. Kommen Sie, eS ist jetzt die offizielle Dinrrstuud« und wir werden die ganze Verläumderbande beisammen finden!" — Er bot ihr den Arm. Todt-bloss und ohne zu sehen wohin sie gieng, hing sie an seinem Arm. während er hochgetragene» Kopfe» und blitzende» Auge» die belebteste» Wege des Parkes wählte und im Cursalo» mitten durch die bereits dichtbesetzte» Taselreihen bi« an'« andere Ende schritt. — Das Aussehe» war ei» ungeheure«. Die Herren grüßten verlegen artig, die Damen reckte» die Hälse »»v schienen gar feinen Hunger zu haben. Norbert Riegler bediente seine Be-gleiterin mit der Galanterie de« vollendeten Sa« voller« beim Speisen und sprach lächelnd die gleichgiltigsten Dinge. Fast eine Stund« blieb er sitzen, dann führte er Jsa von Traundorff zum z,veiten Male durch die völlig verblüffte, gaffend« Menge nach dem Parke, rief «inen Wagen her-bei und sagte laut: „Willst Du nach Hause fahren Jsa?" — Sie gab eine Antwort, die er nicht verstand, aber er hob sie in den Wagen und rief, — 4 — ft. Rakuscha. Sodann verliest der Herr Vorsitzende Zuschriften der .Handels- und Gewerbekammer betreffend die Sonntagsruhe bei den Ziegeleien und beim Glasergewerbe und eine Zuschrift des Stadtamtes Pettau als Gewerbebehörde wegen Anschaffung von Brochüren, welche die Vorschläge des Wiener Jng. und Architekten-Vereines be-treffend die einheitliche Benennung von Eisen und Stahl behandeln. Die Genossenschaftsvorstehung er» achtete den Gegenstand für wichtig und hat 10 Exem plare dieser Broschüren bestellt, für welche der An "affungSpreis. nachträglich genehmigt wird. Zu ,nst der Handel»- und Gewerbekammer wegen >ezug des Werke» „Statistik der Genossenschaften und ihrer Mitglieder in der Monarchie.' Herr Matzun weist auf die Brauchbarfeit diese« Werke» bei eventuellen Bestellungen oder zur Anknüpfung von Geschäftsverbindungen hin. Die Versammlung beschließt. 3 Exemplare dieses Werke» für die Genossenschaft anzukaufen. Der „steierm. Gewerbe-Verein" hat 5 Stück stenografische Sitzung»-protocolle gesendet, deren Anschaffung genehmigt wird. Ferner wird die Beibehaltung des bisherigen Abonnements auf die „Gewerbe-Zeitung" und Ine „Pettauer Zeitung"—je2Exemplare — beschlossen. Hkrr I. Matzun bringt sodann den Antrag ein, e« sei ein Betrag von jährlichen 50 fl. zur Ent-lohnung einer Schreibkraft zu bewilligen. Er be» gründet diesen Antrag mit Hinweis auf die stet» sich steigernde EorreSpondenz mit den Behörden. Die Arbeitszeit zur Erledigung dieser EorreS-pondenz betrage jährlich über 100 Arbeitsstunden. Es kann unmöglich verlangt werden, das« ein Mitglied der Vorstehung diese Arbeit unentgeltlich thue. Der Betrag sei nicht zu hoch gegriffen und da« Genossenschafts-Einkommen läfSt diese Aus-läge zu. Nach einiger Debatte über den Betrag und über die Personenfrage wird der Antrag Matzun zum Beschlusse erhoben und die 50 fl. m den Voranschlag pro 1895 eingestellt. Herr Klauer wünscht Aufklärungen über die Zinsen der Antheile beim „ Pettauer Bauvereine." Hr. I. Matzun gibt die gewünschten Aufklärungen, wobei er be-sonders hervorhebt, das« der „Pettauer Bauverein" Kine Genossenschaft von Bauunternehmern sei, sondern ein Geldinstitut mit beschränkter Haftung and es werden die Antheilszinsen in Äquivalenten von Badekarten ausgegeben. Die Badekarten für alle Arten von Bädern werden dann an Mit» glieder gratis vertheilt und so kommen die Zinsen allen »ugute. Er empfehle sogar, um der Nachfrage nach Badekarten seitens der Mitglieder zu genügen, noq zwei Antheile ä l(X) fl. zu nehmen. Dagegen will Herr Klauer das Geld in der Sparkassa selbst einsteigend .Villa Amalia". — Alle Um-stehenden hatten gehört wie er sie duzte. Eine St,int* später wusste e» alle Welt im Eurorte »nd nun ergieng man sich in den abenteuerlichste» Vermuthungen, denn bisher hatte niemand eine Ahnung, dass der Postbeamte »och Offizier sei, wenn auch nicht aktiver. angelegt wissen. Nachdem sich mehrere Mitglieder an der entstandenen Debatte beteiligen und zur Abstimmung geschritten wurde, erscheint der An» trag Matzun angenommen. Nachdem sich weiter niemand zum Worte meldet, wird die Vrrsamm» lung geschlossen. (vrrsamwloug der Wkinbaotreibrnden in ptllaa.s Der .landwirtschaftliche Verein" in Petto» hat sür de» 4, d. M. 2 Uhr Nachmittag eine Versammlung vonWeinbautreibende» in Petto» «»»geschrieben, welche in .ReicherS Gasthof' ab-gehalten wurde. Man kann nicht sagen, dass die Versammlung sehr zahlreich besucht war. allein wa< an Quantität fehlte, da» ersetzte die Qualität der onweskndei! Beiucher reichlich. Die große» WeingutSbcsitzer. Gut»li«rreii, GlitSverwatter und der Theil der Bürger Pettau». welche ausgebreitete» Weinbau treiben, war in den besten Name» ver-treten, in Männern, die wohl kompetent sind, in der auf der TageS-Ordnnng stehende Frage: „Stellungnahme zur Herabsetzung de» Eingang», zolle» auf französische Weine" eine gewichtige» Wort mitzusprechen. Unter den Anwesende» be fand sich vor allem der Delegirte der k. f. steierm. Landwirt schafts-Gesellschaft in Graz, Direktor Kaiman der Weinbauschule in Ma urg, r Gutsbesitzer Klammer von Eben» >. W Hinke, Besitzer deS ..Eark'linenho».»^. BezirkS'Vertretung» Obmann 'rssor Zele die Herren R. Wibmer, E. Ecu Jurza s> ... I Fürst, die Gemeinderäthe oo„ Rann, Herr Sinisl und Straschill, Herr I. Le»kojchegg und der Besitzer de» „Annahofes" und andere, der Herr Gemeindevorsteher von St. Veit. Vertreter au» St. Morxen und anderen Gemeinden de» großen südfteirischen Weinbaubezirke». Den Vorsitz führte Herr W Pi»k, Obmann de» Pettauer Landwir»schast»>VereineS. Derselbe eröffnete nm halb 3 Uhr die Versammlung und stellte zunächst den Delegirte» Direktor Kalman vor, begrüßte die Anwesende» und deutet- in längerer Rede den Zweck der heutige» Versamml»»g an. Dieser Zweck sei die entschiedene Stellungnahme gegen eine etwaige Herabsetzung de» Eingongszolles auf französische Seine.* Der österreichische früher so blühende Weinbau, die Quelle de» Einkommen», selbst eines bescheidenen Wohlstandes Tausender, sei fast völlig vernichtet; Schädlinge »nd Miß-ernten haben ihn vollständig hergebracht, Unter allen Ländern, wo die Reblaus hiinderttaufeiidc von Hektare» Weinpflanzungen vernichtete, wie z. B. in Frankreich »nd Ungarn, habe die Re-gierung gegen diese» Unglück in Osterreich nicht nur am wenigsten gethan, sondern sie habe auch Jsa von Traundorff'» Ehre ivar rehabilitirt. Um ivelche» Preis? In ihrem Schlafzimmer sielte sich eine erschütternde Scene ab, Norbert Riegler rief die Zofe: „Bringen Sir meine Braut zu BB, bisher Dekanat« Administrator von Pettau, die Haupt-pfarrer und Dechante von Rohltsch und Gonobitz I. Tombach und B. Voh, der Dechant von Sauritsch I Kral und Fra. Albin Schwinger der Dechantei Groß-Sonntaa, dann al« Vertreter der Sekauer Diözese Herr Pfarrer Jgnaz Jocherl von Feldkirchen — ein Pettauer — anwesend. Beim Hochamte kam eine vom hiesigen Organisten. Herrn Treven. cornponirte und dem neuen Probste decidirte Messe zur Aufführung. (Die Festtafel) Räch der h Handlung war im Probsteigebäude eine Festtafel von 47 Ge-decken, an welcher die Vertreter aller hiesigen k. L Behörde», der k. u. k. Garnison, der auto-nomen Körperschaften, der Unterricht»anstalten etc. theilnahmen. Der hochw. Festgeber sprach den ersten Toast aus Se. Majestät den Kaiser und Se. Heiligkeit den Papste, den zweiten auf Pettau und seine Bürger; dann sprach Herr k. k. Bezirks-hauptmai»! Dr. AlsonS Ritter v. Scherer. Herr Bürgermeister I. Ornig widmete seinen Trink-spruch dem neuen Probste und dem hiesigen Haupt- und Stadtpsarr-Eleru». Se. Hochw. der neue Probst dankte uud toasttrte im Laufe der Festtafel a»f Die meisten der anwesenden Herren, unter denen außer den beiden Genannten wie gesagt die Repräsentanten der k. u. k. Gar-nison, Herr Hauptmann idalaillonS Commandant I. Fitzner und dessen Adjutant, Herr Ober-lieutenant A. Delago. be» k. k. Bezirksgerichte«, Hauptpost- und Telegrafen-, de« Hauptsteueramtes, der Bezirksvertretung, der Unterrichtsanstalten, der Bahnstation Pettau etc. in ihren ChefS oder anderen höhereu Funktionären vertreten waren. Die autonome Stadtgemeinde war durch die Herren Bürgermeister I Ornig und Bicebürger-meister Franz Kaiser repräsentirt. Die Festtafel, zu welcher außer den oben genannten geistlichen und weltlichen Würdenträgern olle bei der Feier anwesenden h. w. Herren de» Eleru» geladen waren, verlief nicht nur in einer dem Anlasse und Gastgeber würdigen An, sondern, wie be-sonder» hervorgehoben wird, in der animirtesten und von kaltem, ceremoniSfe» Zwange völlig freien Weise, infolge des herzlichen Tone«, den der hoch-würdigste Herr Probst gleich vom Anfange an-schlug und durch die ganze Dauer der Tafel fest-zuhatten verstanden hatte. (Cassabericht irr Sr)irkskraaktukassa pr» Zänaer 1895.) Einnahmen: An Eassarest vom Dezember 1894 fl. 446.53, an Mitglieder-beitrügen 142,12, an Arbeitgeberbeiträgen 96,65, an Strafgeldern 5 fl. Zusammen 690,20. Ausgaben: Für Krankengelder fl. 92,58, für Ärzte und Krankenkontrolle 39,10. für Medicamente fl 15.23, für Spitalkosten fl. 10,70 für Ber-waltungSkosten fl. 46,— , Eassarest 86,59. Zu-sammen fl. 68020. Mitgliederstand: 549. (Eine ganze Familie in Erkickuu-sgefahr.) Der Schuhmachermeister F. Krest, Kanischavorstadt Nr. 37. hatte am Montage bi« spät Abend» ge> arbeitet und müde wie er war. sprach er den Wunich au» schlafen zu gehen. Seine Gattin legte noch Steinkohlen in den Ofen »ach und die Familie, bestehend au» Mann, Frau und »wei kleinen Kindern, von ein und drei Jahren, legte sich zur Ruhe, während^ der Lehrjunge sein in der Küche stehende» Nachtlager aussuchte. Da« größere Kind wurde gegen Mitternacht so unruhig, das» Frau Krest aufstand. Allein sie konnt- die Thür nicht finden, sondern taümelte vollständig betäubt gegen den Ofen und brach zusammen. Auf ihr Stöhnen erwachte auch der Mann und da e» im Zimmer mondhell war, sah er seine Frau ohn' mächtig am Boden liegen. Er wollte helfen, fiel aber vom Schwindel erfasst gegen die Thürklinke, zog sich zwei Verletzungen zu und brach ebenfalls bewusstlos zusammen. Der Lärm im Zimmer trieb auch den Lehrling auS seinem Bette, welcher sich ebenfalls fchwinWsMW, Mr zur Nachbarin, der Wäscherin Frau Jefsenig, um Hilfe rief. Die brave Frau eilte sogleich herbei und. den dichten Kohlendunst wahrnehmend, ahnte sie bei-läufig daS Geschehene, ris» di- Thüre auf und suchte zuerst Herrn Krest. der fast bewus»tlo» war. zu helfen. Nachdem es Hr gelungen, den Mann zu sich zu bringen, eilte fi* der Frau beizuspringen und e» wurde nun auch diese, welche da» Be» wusStsein bereit» verloren hatte, wieder zu sich gebrocht. Die beiden Kllider schienen weniger an-gegriffen, da sie ihr Köpfchen unter die Decke hielten, und daher von dem Kohlenoxydgase, wel-cheS da« Zimmer füllte, weniger eingeathmet haben mochten. Der Lehrling sowohl wie Herr Krest erbrachen sich heftig, während Fra». Krest Durchfall bekam. Die thatkräftige Hilfe der wackeren Frau Jeffenig gerade im letzten Augenblicke noch, hat eine ganze Familie vor dem Er-sticken gerettet. Denn da der Ventilator am Ofen» abzugSrohr fast gesperrt war. füllte sich der ohne-hin kleine Wohnraum rasch mit den sich entwickelnden giftigen Kohlengasen. — Der Fall zeigt wieder einmal klar, welch' schwere Gefahr der ganz allgemein verbreitete Brauch im Gefolge hat, bei noch glühenden Kohlen die Ventilation de« Osenabzugrohre« zu schließen um „die Hitze abz»sperre»". Frau Krest hat den Ventilator zwar nicht geschloffen, allein derselbe ist so locker, das« er durch einen schärferen Luftzug von selbst gesperrt wird. Ärzte und ikhrer predigen un-aushörlich die Regel, dass Schlafränine vor dem Schlafengehen nicht geheizt werden sollen, weil zu warme Schlafräume weder der Nachtruhe selbst noch der Gesundheit zuträglich seien. Was daS Predigen nützt, zeigt der vorliegende Fall, der eine ganze Familie in Lebensgefahr brachte. (tvitrrsrhlichkeit grgru die Sicherheit»-wache.) Der auf 10 Jahre aus dem Polizei-rayon von Pettau abgeschaffte Martin Horvath ans Karöovina wurde am 4. d. M. vom städt. SichcrheitSwachmann Franz Marinz im Stadt- gebiete betroffen und wegen verbotener Rückkehr arretirt. Bei der Verhaftung aber widersetzte sich Horvath derart, das» er den Wachmann bei der Brust faßte und nicht lo» lieh» — trotzdem er selbst in diesem für den Wachmann kritischen Momente von demselben auf die schweren Folgen seine» Thun» aufmerksam gemacht wurde. — bi» ihn endlich Marinz zu Boden gebracht hatte. Allein die Sondschellen konnten dem Rabiaten erst mit Hilfe herbeigeeilter Passanten angelegt werden. Horvath wurde dem Gerichte eingeliefert. (Ein sorgsamer Ehegatte) Ein solcher kann der Josef H ... 6 au» Haibin wohl nicht genannt werden. Derselbe kam am 4. d. M. nach Pettau, um für sein todtkrankt« Weib eine Medizin zu holen. In der Apotheke bedeutete man ihm, das» er auf die Bereitung de» Medikamente» etwa» warten müsse und da ihm diese» Warten allzu langweilig däuchte, gieng er einstweilen in einen Branntweinladen, um zu frühstücken. Al« er darauf nach der Apocheke sah. war die Medizin noch nicht fertig und so gieng H .. . 6 zum zweiten Male in den SchnapSladen, wo er au« Schmerz über den Umstand, das« seine arme kranke Frau so lange aus da« Heilmittel warten müsse, sich einen totale» Rausch anzechte, auf der Straße exzedirte und deshalb über Nacht ein« gesperrt wurde. Als er am anderen Tage nüchtern au« dem Kotter entlassen wurde, meinte er mit einigem Bedauern, dass die Medizin vielleicht gar nicht mehr zur Verwendung gelange. weil sei» Weib möglicher Weise ohnehin schon todt sei. (FrriwIRigk Feierwehr petto,».) Wochen-bereitschast vom 10. Februar bi« 17. Februar I. Zug III. Rotte. Zug«führer: Machalfa. Rottführer : Prantner. (Mooatsviehwarllt.) Der Mo»at»viehwarkt am 6. d. M. war trotz der recht empfindlichen Kälte und dem nebenbei herrschenden Schneefalle außer-ordentlich gut beschickt. Der Auftrieb war: 22 Pferde. 190 Stück heimische Ochsen und Stiere. 241 Kühe und 122 Stück Jungvieh. Außerdem waren 116 Stück Rinder kroattscher Provenienz aufgetrieben. Unter dem ausgetriebenen Lieh waren eine stattliche Anzahl schöner Ochsen, theil» Zug» theil» auch Mastthiere; gleiche» konnte auch, ob-gleich in geringeren» Maße, bei den Kühen und Kalbinnen beobachtet werde». Der Handel war demgemäß auch recht lebhaft, da auch auswärtige Käufer erschienen waren. Der nächste Viehmarkt findet am 6. März statt. (Lorftrnvikhmarkt iu Kann.) Marktbericht über den allwöchentlichen jeden Donnerstag in Rann bei Pettau stattfindende» Borstenviehmarkt, den 7. Februar 1895. Ausgegeben wurden: 460 Stück Zuchtschweine. 277 Stück Frischlinge, 168 Stück Mastschweine. Im ganzen 905 Stück, wovon 764 Stück ausgekauft wurden. Lebend- KRichtpreise wurden für Frischlinge 30 kr., Zucht-weine 29 kr.. Mastschweine 33 —36 kr. pro Kilo erreicht. Verkehr lebhaft. Anonymem Briefschreiber, Pettau. Es wäre mir sehr erwünscht, wenn Sie den Mantel der Anonymität abstreiften nnd mir über den kurzen Inhalt Ihres Schrei beus eingehendere Mittheilung machen würden. Dis-cretion verbürgt. V. Schulflnk. ? ? ? War ? » » sich auf leichte, ehrliche Weis, einen grt$ra Rete»-»erdieaft verschaffen will, schreib« unter ,,ckiti«R von Heixrich Schales, wie». — 7 — Pettauer Verelnsanzel Casino-Verein, Pettau. Vergnü|un$a-Hnzei£er pro 1895. 11. Februar: Fanllir»Abrnd. — 26 Februar: CoatUn-toll. - 10. Mftra: Paarilitnabend mit Tamkola. -19. März: Theater and Vortragsabend. — Hl. Mftrz: Fanllienabend alt Taabola. — 7. April: Theater »ad Vortragsabend. — Beginn jedesmal 8 Uhr abends. Die gefertigte Directlo» gibt bekannt, da«« der für de» 13. Fehraar aeberaimte Fantilienabeod a» stattfindet. 11. Februar Die Olraollo. IM ratUatr CaalwvirKaa«. Vermlethungabeatlmmungen. D«r Caaiaoraraln obarllaat illt VtreinaloaaUtitaii »n du fraton Abenden in n»chfol|*nlatse für Erwachsene k 10 't.. für Jugend k 5 kr. tu lösen. Die Benülzbarkeit der Eisbahn wird durch das Hissen einer Fahne bei der Saisonkarten-Verkaufsstelle angezeigt. Dar Ausschuu. Gedenket bei wetten, Apielen und Testamenten des pettauer Verschönerung«- und Fremdenverkehrs Vereines. AiciliSr'Sri Kr^fol^ bringen die hewthrten und hochgeschttzten Kaisers Pfeffermünz-C a r a m e 11 e n bei Appetitlosigkeit, Magenweh und schlechtem verdorbenen Magen. In Pak. ä 20 kr. zu haben in der alleinigen Niederlage bei H. Molltor, Apotheker, Pettau. In allen Ländern gesetzlich geschsltzt; für Österreich-Ungarn Schutzmarken-Register-Nr. 461 Tinct: Stomach: comp. ST.-, Ein seit vielen Jahren erprobtes Hausmittel, die Verdauung befördernd u. den Appel.it vermehrend etc. Flasche 60 kr. und 1 fl. 20 kr. Als ein Hausmittel ersten Ranges hat sich Or. 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Hntunft in fettn» na» fragerlaf. Schnellzug 8 Uhr 60 Min. früh; Pers-Zug 10 Uhr 18 Min vorm.; Arm. Zug 4 Uhr 28 Min. nachm., Pers.-Zug 8 Uhr 48 Min. abmb«. Sa» a«afaJhnr». Perf -Zug b Uhr 48 Min. nachm. Gem. Zug 1 Uhr 20 Min nachm. { Schnellzug 2 Uht 6 Min nachts; Perl -Zug 7 Uhr 27 Min. ftüh ■imrrtuiia: Die Buffntl>olt»)fit bn «nlsiiarnken Wtrlj' 10 IRInutrn. — O«l b»u (tnlWfn Aügen ftnd (Ar bt( III. EI. « m^i-gte Vrrift. Abfahrt »a» Pragerhof »ach Br«z. Schnellzug 2 Uhr 41 Min. nachm.; Poftzug 6 Uhr 67 Min abW ; Postzug 4 Uhr 46 Min. früh; Schnellzug 2 Uhr 42 Min. nachts; Prrlonmzug 8 Uhr 19 Min. früh; g«m. Zug 11 Uhr 12 Min. vorm. «nfanft in Araz Versteht sich in obiger Reihenfolge. Um 4 Uhr 22 Min. nachm ; 9 Uhr 87 Min addS.; 7 Uhr 81 Min früh; 4 Uhr 25 Min. |rüh; 11 Uhr 7 Min. dorrn,; 8 Uhr 40 Mm. nachm. Unsanft »»» Graz i» Pragerhof. Vem Zug 8 Uhr 6 Mm nachm ; Schnellzug 2 Uhr 10 Min nachm : Perf -Zug 7 Uhr 44 addS.; Postzug 82 Uhr 4 Min. nacht»; Schnellzug 8 Uhr 12 Min. morgen«; Posizug 8 Uhr 27 Min adds. Ein guter Gelegenheitskauf bietet sich in "Winter-Schuh waaren, indem sämmtliche Sorten zum Selbstkostenpreise abgegeben werden. Brüder Slawitsch. Pettau. Echte Petersburger Galoschen (Gummi-Schuhe) für Damen, Herren, Mädchen und Kinder, empfehlen ir bester Qualität und garantirter Dauerhaftigkeit Brüder Slawitsch, Pettau. Gulden * * « « « * * * * * « i « * « « « * ♦ « * « et ♦ « ♦ Erzählungen und Roman« von G. Werner: „Aata Morgana". Marie Sernllard: „Wuen Wetiro". W. Heimburg: „Kaus Weetzen". Anton von Perfall: „Loni". St. Keyser: „Kturm im Wassergtase«. «»«»»-»ufikbillagi! Garten lande-Walzer. l?on Zohaun Ätraoß. »donnem.nlV ruf dt» „•arttrlauht" ta *»*»"-Wnmmtrn mi» fttta Bon l fl. ao kt. 6. M mtt iHrri«HÄljrltrtT, n\t «.utl? tn Itncwiaf 1* BiRsn k 80 Kr. o»«r ü« yälod-ll!» » 1A *t. 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