Programm der d e s Mannerehores -er philharmonischen Gesellschaft «nLer gekälliger Mittoirkung der Kapelle des löbl. k. k. Infanterie-Regiments „Hohenlohe" 14, zu Eh reu (der Spenderinnen der Sängerfahne und des Mildes) ab geh alten am 4. August 186», Abends 4 Uhr, i m Rcchlchos-Harten. Motto: Treu das Gemüth, Frei unser Lied. 1. Feftgruß, von Ludwig Meid. 2. Liedesfreiheit, von H. Marschner. Irei, wie des Adlers mächtiges Gefieder ErheVe stch zur Sonne der Gesang, Und ungehindert, wie des Sturmes Drang, Ergieße sich der Strom der Lieder. Denn in der Freiheit nur gedeiht das Schöne, Nur feffellos ergreift es das Gemüth; Wie uns das Reich des Lenzes frei umblüht, Umwog' uns auch das Reich der Töne. Dann ruht der Himmel auf der Lieder Schwingen, Das Höchste, was die freie Seele kennt, Die freudig sich vom Druck des Staubes trennt, Zuni Aetherzelt empor zu bringen. 3. Vineta, geb. von I- Seiler, comp. von Franz Abt. Hier wo das Meer, wie Spiegel so glatt, Hier war Vineta, die heilige Stadt, Hier klang zu hohem Orgelton Das Wallfahrts - Lied der Procesfion: 8aive kexina! Das Meer ist falsch, das Meer ist tief, Weh' dem, der in seinen Armen schlief! Die Stadt ist versunken! Vergebens klang Der Mönche flehender Chorgesang: 8alve kexina! Das Meer so tief, so spiegelglatt, Lebendig begrub es die heilige Stadt. Nachts, wenn das Heer der Sterne zieht, Enttäuscht den Wogen Vineta's Lied: 8aive keKiua! — Frühlings - Landschaft. Scherzhafter Chor von Jul. Otto. Es liegt ein langer Magister Im Wald' auf der Mittagsruh', Ihn decken Buch' und Rüster Mit schattigen Zweigen zu. Im Frühlingsparadiese Liegt lang er hingestreckt Und nimmt sich eine Prise So oft ihn ein Zephir neckt. Und neben ihm liegt im Grase Ein Buch, gebunden in Schwein, Tief steckt er die lange Nase Jn's dicke Buch hinein. Er ruft: „Du Klang der Sphären: I)nm taxat,