V&yfrt-iOftU HL$ 5 S~s/ > ... R»««er I. Petta», im 1. Jänner 1891. II. Jahrgang Pettmr Zeitung Drgatt fiir Fremdenverkehr, Geschäfts- und Marktwesen, Gewerbegenossenschaften, Land- und Forstwirtschaft und Weinbau. VcntafcuuciflK, Petta»er «»chrichte», Weit« »»> Wichtige« iit ?ftkfteicrnar(. Erscheint jeden 3mti|. frei« für fettau mit Austeilung in« Hau«: Vierteljährig fl -M, halbjährig fl 1 ßM. ganzjährig fl 3.30; mit Postverjendung im Anlande: «.ertel- jährig fl. — itt. halbjährig fl l.««. ganzjährig fl- 3.7N. Tchristleitung uk 8crMltM| diese« vlitte»: A»>«ft Heller, Bürgergiffe Nr. 14, Petia«. Nachrichten jeder Art werden von Nah und bereitwilligst ausgenommen Handschristen »ich« zurückgestellt Ankündigungen billigst berechne! Manuskripte erbittet die Schristleitung di« längsten« Mittwoch, Ankündigungen bi« Tonnerstag jeder Woche, damit oer Tnick rechizeilig erfolgen kann prttan. den l. Jänner lU9t. Mit der heutigen Nummer tritt die „Pettauer Zeitung" in das zweite Jahr ihres Bestandes ein. Unter dem bescheidenen Titel „Pettauer Localanzeiger" erschienen die ersten zehn Nummern des Blattes, welche« bald einen stattlichen Abonnentenkreis hatte. Die UnternuKung, ttvlche dem Unternehmen zutbeil wurde, machte eS der Schriftleitnng möglich, das Blatt, welches nun den Titel: „Pettauer Zeitung" erhielt, durch Beigabe einer illustrierten, belletristischen Beilage z«. erweitern. Es ist nicht Aufgabe der Schriftleitung, die Tendenzen des Blattes neuerdings in Erinnerung zu bringen, die? geschah ohnedies in einer unserer letzten Nummer». Für heute aber drängt es die Schristleitung, den verglichen Abonnenten der Pettauer Zeitung, sowie allen freundlichen Mitarbeitern den wärmsten Dank für die ihr gewidmete Unterstützung auszusprecheu, eine Unter-stützung, welche dem Blatte über die ersten schüchternen Anfänge hinweghalf. Bon Neujahr angefangen, wird das Blatt wöchentlich einmal und zwar als SonntagSblatt erscheinen Dadurch wird jedoch d.iS Blatt immer ausgiebigerer Unterstützung bedürftig und die Schriftleitung gibt sich der gewiss berechtigte» Hoffnung hin, dass ihr Streben, dem Bedürfnisse der Bevölkerung durch allmählige Erweiterimg der Pettcuier Zeitung entgegenzukommen, von allen Seiten die entsprechende, wohlverdiente Würdi-gung finden werde. Möge jeder sein Schärflein (und dies ist gewiss bescheiden berechnet) beitragen, um das gemeinnützige Unternehmen der Stadt zu erhalten. Auch die Gemeinde-Repräsentanz und andere maßgebende Faetoren werden sich^ endlich doch der An-schauung nicht verschließen können, dass die Pettauer Zeitung nur den Interessen der Stadt sich dienstbar ge-macht hat, dass ihr Bestehen auch nach außen hin für die Stadt nur von Bortheil sein kann und dass endlich auch hier der Wahlspruch: „Viribiw unitiu" seine volle Geltung habe. Indem wir ilochmals allen Förderern des Blattes den besten Dank aussprechen und an den Gemeinsinn unserer Mitbürger appellieren, treten wir frohen Muthes in den zweiten Jahrgang unseres Blattes ein. vom Wunsche beseelt, durch dasselbe auf das Gedeihen unserer Stadt fördernd einzuwirken und unseren Mitbürgen, nach jeder Richtung hin nützen zu können. Möge das nene Jahr uns bescheeren, was uns am meisten frommt, möge in demselben die Entwickelung unserer Stadt kräftig fortschreiten, uns in demselben die thunlichsten Erleich-terungen im schweren Kampfe nm Dasein und Existenz zustatten kommen; das sin» die Wünsche, mit denen die Schriftleitung das neue Jahr begrüßt und mit denen sie ihren Lesern, Gönnern und Mitbürgern zuruft: „Glückliches Neujahr". y HNnuemnit* Anmeldungen erbittet die echnstleitnng rechtzeitig, »m »ie «donuentraliste i« llviden-, zn halten, «nr zuruckqrsaudtr Aeitnngen »erde» als „nicht nhoniticrt" angejchrn , S i A An die geehrten Wähler der Gewerbesection der Handels- und Gewerbekammer in Graz. Mit Rücksicht auf die bevorstehende» ErgänznngSwahlen hat die ant ». Dezember stattgehabte Versammlung von Inter-essentc» dieser Sektion beschlossen, den Wähler» außer dem Wahlvorschlagt auch jene Grundsätze mitzutheilen, deren Vertretung in der Kammer von den vorgeschlagenen Candidaten erwartet werden muss, soll daS Interesse der Wahler allent-halben und auch in jenen Fragen, welche in dieser Wahlperiode zweifellos an die Sammer herantreten dursten, entsprechend gewahrt werden. In erster Linie muss auf den zu gewärti-genden hochwichtigen Handelsvertrag zwischen Deutschland und Österreich verwiesen werden, rücksichtlich dessen die Vertrags-Verhandlungen im Zuge sind, wodurch aus dem (Gebiete der .Handels- und Zollpolitik ein wesentlicher Schritt zur Besserung der Lage erwartet werden darf. lj« erscheint überhaupt al» wünschenswert, dass nicht blos »ut Deutschland sondern allmählig auch mit allen andere» mit Österreich in Handelsbeziehungen stehenden Staaten Handels« iiud beziehungsweise Zollverträge geschlossen werden, wobei je-doä> die Industriezölle nicht als tivmpensatio» für die Ermäs-sigung der lUetreidezölle gelte» sollen. Als ein AnSfluss der bisherigen Zollpolitik müsse» die > verschiedenen Kartelle angesehttt werde» »nd wenn anch die Forderung des Zchutzes der l>ei»iischen Industrie und des «Gewerbes als eine berechtigte angesehen wird, so mns» doch anderseits verlangt werden, dass — sei es im VerordnnngS-oder im OesetzgebnugSivege — dahin gewirkt werde, die dem «bewerbe und der Industrie schädlichen Kartelle zu beseitigen und beziehungsweise unmöglich zu machen. Desgleiciien erscheint die Regelung der Valuta als eine Bedingung wirtscha'tlichen «Gedeihens, weil die bisherigen Schwan klingen jede gesunde Entwicklung im Handel und Verkehre ilnte»binden. Der Ban der Laiidcs-Localbahnen bietet Aussicht ans .Hebung der Produktion des Handels, der Iudustrie und der Gewerbe; doch sollen nur solche Localbahnen gebaut werden, die an sich die Gewähr bieten, das in denselben investierte Kapital des Landes zn verzinsen und nicht zur Quelle einer Vermehrung der Landesumla^en zu werden; gleichzeitig wird aber darauf Rücksicht zu nehmen srin, dass der La»de»haupt-stadt ein Theil des wirthschaftliä^en ErsolgeS ans diesen Locak-bahnen zugute komme. Angesicht» der Vortheile, welclic die Verstaatlichung einer Reihe vo» Privatbahnen für die betreffenbe» von de» verstaat-lichte» Bahne» durchzogene» Länder bietet, ist es ei» Gebot dringeiidstw Nothivendigkeit für da» Land, auf deni Wege des StaatsbahnsystemS weiterzuschreiten und die Verstaatlichung sämmtlicher Privalbahneu durchzusührr». Die Frage der Er-langung billigerer Tarife, namentlich aber die billige Beschaffung vo» Betriebsmaterialien kaun im Interesse einer ganzen Weil* aus billige Kohle angtwiesener Industrie» und Gewerbe nur durch Verstaatlichung aller Privatbahnen einer gedeihliche» Lö-iung entgegengeinhrt werden. Aue meiner Cadettenzeit. Regina. hat einen Transport nach Verona zu sühren. Den ganzen Tag lxitie ich mit Vorlvreitnngen für mein Kommando zu thun Abends teilte ich Regina mit. welch' liarter schlag »uiere junge Liebe getroffen, schluchzend hing sie an meinem Halle »nd konnte sich gar nicht trösten, verueben» sagte ich ihr: .6» ist ja nur eine kurze Trennung, eine Probe niferrT Beständigkeit, dir wir glänzend bestehe» werd,», vergift den herbe» Schmer; der Trennung und male dir im Steifte das Bild de» seligen Wiedersehen» an»". Eine letzte Umarmung und ich schied Zur Hebung der Industrie- und des Gewerbe» ist die Herabsetzung dar indirekten Steuern, speciell der Verzehrung«, steuer. die Regelung der Erwerb- und Einkommensteuer, so wie der l^bäudesteuer. namentlich in Bezug auf gewerbliche Betriebsstätteu eine dringende Nothwendigkeit. In Bezug ans die gewerbliche Gesetzgebung muss erwartet werden. das» dieselbe dahin ausgebaut werde, dass sie nicht nur die theoretische und praktische Ausbildung möglichst fördere, sondern anch jenen Fordernngen entspreche, welche seit langem von den gewerbliche» Corporationen wiederholt in entschiedener Weise getollt wurden, damit Industrie »nd Gewerbe lebensfähig »nd der sogenannten Arbeiter- oder sociale» Frage gewachsen bleibe. _ Gewerbebund Cilli. Der Gewerbebilnd in Eilli hielt am 14 Dezember 1H90 eine VtreiiiSversammlnng unter zahlreicher Betheiligung der (Gewerbetreibenden nnter dem Vorsitze de» Herrn Altziebler und Anwesenheit des Herrn Lazarini.alS RegiernngSvertreter. ab. Das Protokoll der letzten Versammlung wird angenommen. Hierauf wurde über die Erledigungen der letzten Versammlung berichtet. . Da» «besuch um Beschränk»»-; des Hansirhaadel« in E'll, auf 21 Stunden, wurde dem Stadtamt übermittelt. Die Bihnfrage EilliWölla» entfällt wegen der bereits durch den hohcn Landtag ansgenommenen Unterhandlungen Wegen Mangel» neuerer Sitzungen konnte in der G'werbe-schnl-Angelegenheit nichts iveiter beantragt werden. Die »ene Bauordnung wnrde bisl>er noch nicht versaßt, »veil .Herr Walter, al» Referent derselben, von Eilli abwesend, verhindert war. Nachdem Herr Hausmann die Badeangelegen-heit behandelt, wird sein Bericht znr Kenntnis genommen. Im weiteren Verlaufe der Tagesordnung, die Kammer» wählen betreffend, wird auf da» bestehende Wihlcomitö ver-wiesen. Herr Hausmann erklärt, man müsse nur solche Männer i» die Kammer wählen, von deren sicheren Jnteressenvertre-tung man überzeugt ist. Er berichtet, dass dieieü Tomit«- Herrn Altziebler von CSifli als Candidaten dieses Verlr.uiugSkvrper» ausstellt. Aus Antrag de» Herrn Hieger»berger. eine Probeivahl vorzunehmen, werden die Herren Altziebler und Martini und mehrere Gewerbegenossen an« Graz gewählt. Herr Hausmann beantragt nnter Allsällige« eine gemeinsame «iilvesterseier zu veranstalten, welcher Antrag angenommen wurde. Zur Veran» s altung dieser Feier wird ein eigene» Eomit« gewählt. Herr Wratschko fordert den Oewerbebnnd auf. mög» lichste» Augenmerk aus das unbefugte Pfuscheemese« z» richte», wt'lche» den steuertragende» Gewerbetreibenden sehr schädiget. Herr Hiegersberger bespricht da» L.hrlingSwesen und de» Übelstand. das« in Werkstätten ohne tüchtige <^et»lsen die Lehr-liuge in der fachmännischen Ausbildung zurückbleiben. Redner verweist auf das (Yewerbegesetz. welche» dagegen spricht »nd ersucht die Leitung um diesbezügliche Aufmerksamkeit. Hierauf Schluss der Versammlung. _ Das mir übertragene Kommando war kein angenehmes. Ein Arrestant. Italiener, welcher zum dritten Male desertiert war. dem also die Kugel bevorstand, verlangte meine ganze Unisicht, drei oder vier andere Italiener Reengagirte, welche dir lasche voll <#eld litten und sich bemühten, dasselbe auf möglichst rasche Art los zu werden, machten mir das Leben anch sauer. Kaum i» der Maischstation augelangt, gieng daS Leben an. von einem Wiltl>«liaus in's andere, ich hatte Mül>e zu verhindern, dass sie mir meine Escortmannfchoft nicht betrunken machten, zum Gluck ha>te ich sehr verläßliche Leute. Einmal, ich glaube t* war in Marcaria. nahm*» sie sich Pferde und ritten wie toll in Marearia selbst und in den benachbarte» Ort» schaste» umher, alle« niederreitend, was ihnen in den Weg kam Die übrigen .zehu odnr fünfzehn Mann, die >>^t) zum Transport gehörte», waren auch sehr nveiselhaste Ehrenmänner und ich nnir vom Herze» froh, al» ich die ganze t^esellichast glücklich »ach Verona gebracht »nd übergeben haue. Landwirthschastliches. iBertilgung der dem Obstbau schädlichen In-secten im Herbste und Winter). Unser Obstbau kat arge Schädiger in der Thienvelt. die ärgsten Feinde a... recrutiren sich an» den Inserte». Ständen nicht unsere treuen Freunde, die Vögel, so uncrschütterlich t« un», wir hätten in unserem Paterlande frühtragende Odstbäume wohl nur al» Euriosa zu verzeichnen Trotz de« Eifer« unserer liebe» Vögel » der Vertilgung de« den Obstbällinen schädlichen Ungeziefer«, bleibt e« noch Aufgabe de« fleißig» und sorgsame« Land-Wirthe«, da« ganze Jahr hindurch die Sclmdiger au« der In-sectemvelt fortwährend zu beobachten und seine Obstbäume vor denselben zu schützen. Gegen gewisse Feinde au« der Insetten-»velt ist die geeignetste Zeit zur Vertilgung der Herbst und der Winter.' Wir möchten un« daher heute vvrzng«,veise mit jenen Schädigern befassen, denen wir jetzt ani besten zu Leibe rücken können. Schon bei nur oberflächlich« Betrachtung unserer j'tzt entlaubten Obstbänme fallen uns gewisse Gespiunfte auf. die Blätter enthalten, welche selbst nach kräftigen Schütteln nicht von den Bäumen fallen Bei näherer Betrachtung erkennen wir diese an« Blättern und zartein Gespinnste bestehenden Gebilde al« Raupenwohnstätten. E« sind die sogenannten kleinen Ranpennester de« Bannnveißling« In diese» Nestern überwintern die Räupchni. vor den Unbilden der Witterung sorglich geschützt, um im nächsten Frühjahre dieselben zu ver-lassen und da« Zerstöning«wcrk an den zarten Blättern zu beginnen, eigentlich sortzuietzen, da sie schon vor ihrer Ein-Winterung im Herbste von den Blättern zehrte», ohne übrigen« besonderen Schade» verübt zu haben. Dafür treten sie in, Frühjahre umso schädlicher auf. wenn sie. Anfang April, ihre Nester verlassen, nm sich neue anzufertigen uud von diesen au« ihre Raubzügc zu beginnen. Tiefe kleinen Raupennester werden mittelst der Ranpenscheere von den Zweige» abgeschnitten. gesammelt nnd verbrannt. La« einfache Zertreten der abgenommene« Nester gleich unter dem Baume wie e« vielfach grübt wird, ist iiiifidxr, da alle Raupe» nicht getodtet werden. In manchen Gegenden werden die Nester nicht mittelst der Raupenscheere abgeschnitten, sondern sie werde» nutteist einer an einer Stange angebrachten Fackel direct am Baume ver bräunt. E« ist selbstverständlich, daß zu dieser Arbeit nur sorgsame und gewissenhafte Arbeiter verwendet werden dürfen, die den Bann, nicht unnütz schädigen. Aehnliche Gebilde, die sogenannten großen Raupennester, finden wir ebenfalls häufig auf unseren Obstbäume». meist an den Zweigende» Diese beherbergen die Raupchen de« Wölb-after«. eine« der ärgsten Schädiger unsere« heimischen Obst-baue«. Die Nester bestehen aber auch au« Blättern, die durch ein Gespinnsi zur Dütensorm zusammengezogen sind, innerhalb Nach einem Rasttage kehrte ich in den vorgeschriebenen Etappen nach Eremona zurück. Meine Abwesenheit hatte etwa vierzehn Tage gedauert. Axderrn Tage«, al« der Milchmann in dieKaserne kam. war meine erste Frage: .Wie geht e« meiner Regina?" .Oh! gut sagte er. bei der ist jetzt Ladet Hörschelmann Hahn im Korbe" Da« ivar ein harter Schlag für mich, verrathen! Sei e«. das« ihr da« Eintreffe» meiner Papiere an« England zu lange gedauert hatte, sei e«, das« mein Nachfolger mit besseren Dokumenten versehen war. Wer weiß e«! Bald daraus verließ ich Italien, wohin ich erst nach einer Abwesenheit von sechs Iahreu zurückkehrte Nachdem wir den Piemontesen in de» Schlachten von Sornrna > nmpn^na. Cu»loz*a »nd an andere» Orten die Wege gewiesen hatten, ward ein Waffenstillstand geschlossen und da« Regiment, zu Welchem ich damals gehörte, kam nach Eremona in Garnison. Mir ivar da» sehr rnvUnscht. hatte ich hier doch noch viele Freunde an» meiner Ladetenzeit nnd knüpfte sich für mich so manche angenehme Erinnerung an Eremona. welcher große Mengen Räupchen de« süßen Winterschlafes pflegen, Diese Raupe» sind vo» grausclnvarzer «djrunoiarbe. iüth geädert, mit weiße» Seiten flecken, mit lichtbraune» Haaren besetzt. Sie sind sehr klein. Im Frühjahre wachse» sie bedeutend, sind sehr gefräßig, zerstören knospen und Blatter in großer Menge. Die Verwüstung, die sie anrichten, ist oft eine immene große. Die Vertilgung der großen Ranpennester geschieht wie bei denen de« Baumweißling« mittelst Raupenscheere oder Fackel Gelegentlich de« Ausschneiden« der Obstbäume, wo die einzelnen Aefte und Zweige genauer in Augenschein genommen werden, finden ivir an schwachen Zweigen ichtvarzgraue, fest-anliegende, graue Ringe, die wie überfiniißt aussehen. In diesen breiten Ringen finden sich Hunderte von Eiern de« Ringelspinne?« als gelbuchweiße Punkte. Au« diesen schlüpfen im Frühjahre die Anfang« schwarzgraueu, brauiihaarigen Raupen, die später einen weißliche» Rückeiistreisen. graublaue und graubraune seitliche Längsstreisen und blaue» Mops tjotwi Erwachsen, halten sich die Raupen Abend« und Morgen« nnd bei kühle,», schlechten Wetter gerne in den Astgabeln auf. weshalb sie auch gemeinhin Gabelange» genannt werde». Sie weiden ganze Aeste ab, um dann auf eine» andere» überzu» gehe»; so fressen sie ganze Bäume kahl, worauf sie wieder aus «neu anderen Baun, ansivandern. Die Vertilgung dieses Schädling« zur jetzige» Jahreszeit geschieht durch Entferne» der Eiernude von den Bäume» und Verbrennen derselben. Häufig s'nde» wir an den Stämmen der Obstbäume, in den Rindeujpalte» derselben, ferner an Planken. Mauern, kleine Gebilde, die Feuerichwämmeu ähnlich sind. E« sind dies die Eier des Schwammspinner« (auch Großkops genannt), ttK'td>c von, weiblichen Schmetterlinge in die braunen .s>aare seine« Hinterleibe« gebettet wurden. Au« diese» Eiern schlupfen irn Frühjahre die Anfang« schwarzgraue«. später aschgrauen, mit drei gelblichen Längsstreifen verfelienen. gelbköpfige» Raupen, die zwei Reihen mit laugen borstigen Haaren besetzte Warzen haben. Diese Raupe» richten großen Schaden an durch Per-«ilgn'.ig der Blätter, vvu welchen sie nicht einmal die Blatt-stiele übrig lassen. Behuf« Vertilgung diese« Schädling« werden die Eierschwänime gesammelt, die sich bei». Abkratze» der borkig abgestorbene» Rinde finden, uud an, best.» verbrannt. Ein ganz entschiedener Feind unserer Obstanlage» ist al« Raupe der kleine Frostfpanner. Auch gegen diesen miisiei, wir im Vorwinter, eigentlich schon Ansang« Oetober vorgehe» Die Raupe» entgehe» leichter unserer Aufmerksamkeit, al« die mancher anderer Schädlinge. Sie schlüpfe» im Frühjahre, oft schon Ende März oder Ansang« April aus. sind klein, von gelblichgrüner Farbe Am verderblichsten werben sie, wenn sie schon Ende März oder Anfang« April anSfchlüpfen und da« Frühjahr kalt ist. Die Raupen dringen in die knospen, ver-nichte,, diese nmsv sicherer und vollständiger, je langsamer die-selben au« Maugel au entsprechender Wärme sich entwickeln. Unter so manche» a»deren Bekannten suchte ich auch meinen Leporello Milchmann auf, er hatte eine große Freude mich wieder zu felK'it und wir ergiengei, uns i» Erinnerungen an vergangene Zeiten. .Was macht denn meine alte Flamme Regina" ? fragte ich ihn unter anderen. Soviel mir bekannt ist, geht e« ihr gut. sie ist noch ledig, ich sehe sie selten. Gehen Sie doch zu ihr und sage» Sie derselbe«, das« ich wieder hier bin und das« e« mich freue« würde, unsere Bekanntschaft zu erneuern. .Da« will ich besorgen," versetzte der Eattiere. AI« ich dein Brave» «ach einiger Zeit begegnete, frug ich ihn, wa« hat Regina gesagt? .Die Frau Regina' erwiederte er, »erinnert sich Ihrer mit vielem Vergnügen »nd lässt sie besten« grüßen, allein sie kann sich nicht entschließen, die Bekam,tschas« mit Ihne» zu erneuen,. Sie hat ganz auf die Freuden diefer Welt verzichtet, lebt mir ihren Audacht«iibunge» nnd fromme» Betrachtungen «nd Iwt stet« eine» >u»ge« «Ärif'tlicheii in ihrer Nähe, der ihr den Weg zum Paradiese ebnet." Die Knospen werde» oft so abgesresseu, daß sich weder Blätter »och f ien auS denselben entwickeln können. Ist das Früh->ahr »iilde, so entwickeln sich die Knospen schnell »nd es ent-»vächst doch ein Tl»eil beriefen den Angriffen ihrer Feinde. Bäume, auf denen die Raupe« de* FrostipannerS in Massen lxnisen, sehe» wie versengt ans. Das Absammeln der Raupen ist eine viel Zeit in Anspruch nehmende mißliche Sache. Daher muß vorgebeugt wert*«, bevor die Kalamität «„«gebrochen ist. Das bewährteste Vorbeugiiiigsmittel ist, das Schmetterlings iveibchen zn verhindern, daß es seine Eier ans dem Baume lege» kann. Im Cctober oder auch erst im November verläßt der Schmetterling sei» Pnppe»gel»än>e im Erdboden. Das Weibche», welche* nur kurze Flügelstnmmel hat, steigt den Stamm des Obstbäume» hinaus und macht sich alsbald an'S Eierlegen. Es legt die Aufaugs griiuliche». später röthlickie» Eier an oder nahe den Knospen ab. Dieses Anssteigen des Weibci»e»s am Stamme muß verhindert werd«'», und dies ge-ichielit durch Anlegen der Klebegürtel, der sogenannten Theer-ringe Zue Herstellung eines Klebegürtels nimmt man einen etwa >.'» Eentimeter breite» streiten starken Papieres, wickelt thu etwa i» Meterhöhe ihm» Erdboden um den 2tainm und uinbiiidei thu iiut einer Schnur oder Draht so. daß er dicht am Stamme anliegt. Hat der stamm starke Rindenrisse oder Spalten, so d.iß zwischen stamm nnd Papierstreise» ei» In-seet den stamm entlang hinaiiisteigen könnte, so sind diese hohle» Raume mit weichem Lehm auszufallen. Der Papier-streite» >o>rd iiuu mit Steiulohleiitheer bestrichen ES ist Vor-sich« nöthig, daß nicht Theer ans die Baiinirinde abfließe, toa» »ainentlich bei jüngere» Baume» vo» schade» ist Außer Theer wird auch der sogeuauute Ätnmataleim zum Bestteiche» der Papierstreise« verwendet Obwohl der Kosteupunkt ein hölierer ist, möchte» wir de» Briimataleim doch entschieden vor-ziel^ii Er läßt sich leichter anfftreichen als Theer, der den Bäume« schadet, ivenn etwas davon über den Streife« ans die Rinde stießt, was beim Bruniataleim nicht der F.ill ist; außerdem behält er seine Klebrigkeit länger. Bei Theer, wie bei Briimataleim verliert sich die Klebrigkeit, »»d ist es da-her »othweiibig, den Umstand zu beachten In diesem Falle muß ber Anstrich wiederholt werden. Dasselbe ist nothwendig, wenn die Klebringe mit gefangenen Thieren belegt sind, da über dieie hiniveg dann andere ungefährdet den Klebering oasiiren könnten Da die Schmetterlingsweibchen de-8 kleine» FrostspaniierS bisivnle» icho» Mitt.' Oetober die Obstbäume hinaufzusteigen beginnen, sind also die Klebringe schon vor dieser Zeit lierznstellen »nd bis zum ganzliclie» Einfrieren in stand z» Iwltt» Im Frühjahre, bevor »och der Bade» ans-thaut. sind die Weberinn« aiisznfrischen Das Abkratzen der abgestorbenen Riube ber Obstbäume ist mit ein wichtiges Mittel, woi»irch ivir eine M'iize Iin'eeten, bic sich in Eier-mit» Piippemorm verborgen Halten. ien. Wenngleich die Vertilgung der Im'eeten nicht der ei.. > erste tMrnnb für die Maßnahme be» Abkratzen» der Obstbäume ist. so n doch diesbezüglich viel genützt, wenn die Moose, Flechten m.o ablzestorbene» Rindentk'ile entfernt werde» »nd die Inseeten ihre Schlupfwinkel verliere». Räch dem Abkratze» empfiehlt eS »ich, eine» Kalkanstrich zn geben >Düngnng der Rasenplätze im Winter). Eine an den schl.sjsche» Eentralverei» für «Gärtner- und i^irtensrennde gerichtete Frage. n»un die günstigste Zeit A««> Dünge« der Riieiivlatze sei. ivurde d,,h>» beantwortet, daß ein lleberftrenen des Rasens im spatherbst »nd Winter mit düngerhalliger Erbe, Ofenrnß Holzkohlenasche oder im Frühjahre mit Ehili-salpeter von guter Wirkung sei. Der Ehilisalpeter ist «lit gesiebter Eompost- oder Lautiert* zu vermengen uub in einem Haufen, ber einige Male umzustechen ist, etwa acht bi« zehn Tage, bis ber salpeter aufgelöst ist, liegen z>> lassen. Nach dem Ausstreuen ist die Erde mit Besen ans den Rasen einzukehren: '«O Kilo llhilijalpeter mit 1 Kubikmeter Erbe vermischt, reillx» bei dünnen streuen für », Hektar Rasenfläche ans iHeuanfbewahrnngl. In dem ans dem Futterboden lagernden !ijeu iH-rmindert sich allmalig der behalt an Nähr- stoffen und ganz besonders an Protein, umsomehr, je seuchter der Aufbewahrungsort ist und je längere Zeit die Auf-bewahrung dauert. Diese Nährstoffverluste erklären sich einmal anS den im Futter fortdauernd stattfindenden Um-setznngSproeessen, bei denen die complieirten organischen Ver-biudunge» in einfachere Körper zerfalle» und andererseits aus der Thatjache, daß die zarteren Theile de» HeneS, Blätter jc. abbröckeln. DaS letztere ist besonder» bei alt »nd spröde ge-gewordenem He» der Fall. Dieser Abbröckeluugsproceß ver-nrsacht indessen nicht nur einen Nährstoffverlust, sondern er veranlaßt auch die Erzeugung eines starken Staube», sobald mit diesem Futter gearbeitet wird. Hierdurch werden die AthmungSwege der Thiere belästigt. Es ist daher entschiede» anzurathen. das alte Heu bei Seite zn schaffen und zunächst zu verfüttern. Da« neue Heu wird erst »ach der Venvendiing des alten in Angriff genommen. Dieses Vorgehe» muß umso mehr empfohlen werden, wen» auch im Sommer Heu gebraucht wird, weil es nicht empfehlenswert!» ist. da* frischgeenttete Heu zu verwenden, bevor dasselbe seinen .Schwitzprozeß" beendigt hat. Jagd und Forstwirtschaft. varze blinde Forellen.) Es war 1H89 im April, einige sehr warme Tage und lauer Wind schmolzen den am Unterberg massenhaft gelagerten Schnee. Wrnße Wasser« mafse« entquollen bem sogenannten Miraloch unb ergossen sich in den (Hriislntcl); mich verlockte das ichöne Wetter zu einem Spaziergange zu den sonst trockenen Wasserlöchern Da bemerkte ich in einem Wasfertümpel zwei ganz schwarze ziemlich große Forellen mit hellrothen Punkten. Ich ging ganz nahe heran, fuchtelte mit ber Haiib uub bem Hute hin und her. aber sie rührten sich gar nicht, mit einem Worte, sie schienen ganz blind zu sein Ich fing sie beide mit der Hand und trug sie nach .(»nie. Später erfuhr ich. dais e« öfter» vorkomme, dass auS den Bergen mit dem Waffer ausgestosseiie Fische einige Tage blind seien, später at.t sich an da» laglicht gewöhnen und eine lichtere Hautsarbe annehmen. Ich sah einen solche'» auSiieftoffenen kleineren Fisch, der vor sechs Tagen blind, da»» aber sehr furchtsam uub scheu tvar. Eine be» Weges kommende Frau wollte ihren Korb waschen und hielt ihn unter die Quelle, welche direkt an» bei» Felsen kommt Auf einmal zappelte ber Fisch darin, welchen sie lebend in daS nahe Hänschen brachte. Ich erlaube mir die Frage zu stelle»: Sind das wirkliche Forellen, oder gibt eS eine eigene Art vo» Höhle»- oder Bergforellen? Kommt da» anderswo anch vor? (Ein Anerhahn ans dem Neste.) In meine» Vaters eigenem Jagdreviere fand ich ein Anerwildnest mit sieben Eiern. Ich streute noch am selben Tage Sand im Kreise hemm auS, da ich dazumal der Meinung war, es sei so vom Fuchs und Marder gesichert. Nach vier Tage» führte mich mein Wang wieder vorüber unb sah ich zu meinem größten Erstaunen einen Anerl>ahn aus dem Gelege, der. nachdem er mich eine Weile augeaugt. weglief uud dann abstrich. Hch hatte denselben leicht schießen können aber wegen den Eier» eineStheil«, und anderseits. weil er ein so treuer ausnterkiamer (Hatte war, schenkte ich ihm das Leben, habe aber sonst »och nie gehört, bass ein Aiierhah» sich auch »m das Brutgefchäft kümmert. (Das Rel,hnhn im Wasser.) Ans ber Rebhühner-suche' schoß ich am 21. v M in der ziemlich rasch stießeuben Elsch ein junge» aber ganz ausgewachsene» Rebhuhn flügellahm hinein. Nachdem mein Vorstehhund es apportieren wollte unb al« er kuapp dabei war. tauchte da» Huhn wie eine Ente unter unb kam erst eirea 20() Schritte unterhalb wieder tobt an bie Oberfläche: eS war aber nur mehr wenig bavon zu sehen uub hätte mein Huub es nicht sofort be'ierkt. wäre da» Huhn verloren gewesen, ba e« bem Untersinken nahe war Als uockj nie bagetvesen erlaube ich mir auch bie Mittheilung zu macheu. bas« heuer in dem Jagdbezirk Terlan ein Staaten-peiar brütete uub noch heule in dem Brntbezirke vier Junge und die zwei Alten munter herumsegeht. Es ist nur schade. dass in Bozen jcbrr klein? Vogel (Triner ausgeuomme»» vom Rothschwänzchen an. ja jede titattung Meise» bis zum Staar nnd Amsel sowohl tobt als lebend aus dem Markt gebracht werden darf. (Ein Kamps zwischen Katze und Kreuzotter.) Au. 26. September sa»d aus der nach ltufstei» führende» Landstraße des DorseS KieserSselden ein Kampf zwischen einer Katze und einer Kreuzotter statt, welchen ein Augenzeuge der .Illustr. Jagdztg ' solge»dermaße:> schildert: Mitten aus der Straße sehe ich eine .Ha»«katze, bald schleichend, bald in Sprüngen sich »»ausgesetzt um ein stattliches Exemplar von Pelias lierus, unsere Krnitzotter, bewege». Die Schlange, von den warmen Sonnenstrahlen aus ihrem Schlupfwinkel gelockt, liegt zusammengerollt. den Kops in die Höhe gereckt, mit weit geöffnetem Rachen inmitten der Landstraße. Sorgfältig beobachtet sie jede Bewegung der Feindin. Csfeiilicr hat sie es nur ans die Vertheidigung abgesehen, denn die Katze ist es. die nicht weichen will »» vorsichtig um die Schlange schleichend, ihr ein Entrinnen unmixilict) macht. Sie versucht wiederholt, sie mit den Tatzen am Genick zu packen; fauchend, mit gekrümmten Rücke« springt sie von einer Seite zur antoren. die Cttrr zischt, windet sich, richtet sich öfters mit ihrer riesigen Muskelkraft bis zu dreiviertel ihrer LeibeSlänge in die Höl>e nnd wehrt mit blitzeSichnelle» Körperwendnnge» jeden Angriff ab. Al« »ach fast halbstündigem Manöver die Katze »och immer nicht an den Rückzug denkt, versucht die Schlange durch List sich a»S dem staube zu machen: sie deckt ihre» Rückzug durch eine« Scheinangriff ans die Katze, der diese zwingt, über den «Graben ans einen Baumstamm zu retiriereu, nnd ihr Gelegenheit zum Entschlüpfen gibt. Aber ihre geplante Flucht sollte ilir Verderben werden. Kanin jenseits des Grabens angelangt nnd sich anschickend, im (Gebüsche zu e»tt'>iichen. wird sie von t>«T behend herabspringenden Katze, welcher buchstäblich die Haare zu Bcrge stehen, am^nick gepackt n durchbissen Während noch einige Minuten lang der sast gänzlich vom Rumpse ge-»rennte Kopf der Schlange wie wüthend um sich beißt, schreitet die Katze, im stolzen siegesbewußtsei». langsamen Schrittes den lieiniischen Penaten zu Weinbau. Slrirrmark. — Marburg. Die Untersnchnngen der Moste der Landes Wei»ba»sch»le in Marburg (Lese vom 13. bis 25. Oktober) ergab folgende Resultate: Weißweinsorten: AiitfrmMnitr Mi Kr SÄHT» ni»fariwiit>UT||rr •WoflwtfjK l>» Will« t. Burgunder, weißer.....235 6 6 2. Gutedel, weißer nnd rother . 166 5 3. HarSlevelü, weiß ... .21 7 5 4. Honigler. tveißer..... 22 7 1 5. Kleinweiß........ 22 5 7 3 6 MoSler. gelb....... 22 7 8 7 MiiScateller, gelb.....2H 5 6 8. Ortlieber, gelber...... 22 7 » 9. Plavee. gelber......19 10 10. Riesling, weißer......19 5 8 11. Rothgipfler. weißer . . . .25 5 6 8 12. Ruländer. grau......24 8 18. Slankamenka. weiß .... 19 5 5 3 14 Steinschiller, roth.....18 6 7 15 Snlvaner. gniner.....21 5 6 16 Traininer, roth......23 5 17 Vellliner. grüner..... 23 7 5 18 Wälschriesling. weiß .... 21 8 6 19. Zierfahndler, rother .... 25 5 7 20 ttternischter Satz......195 103 R o t h w e i n s o r t e n: 1. Burgunder, blau.....21 0 6 2 2. Kadarka.........18<) 7 6 3 Müllerrebe........19 0 78 4 Portugieser. blau.....200 6 5 5. Wildbacher, blau..... 200 >3 5 6. Zirnrnttranbe.......21 5 6 7 7. Aork Madeira i Ebene) ... 19 8 8 . „ (höhere Lage) . 24 5 9 3 Gegen Peronospora wurde zweimal gespritzt. Quantität: Mittel. Marburg. Der „Tgepft." wird au« Marburg geschrieben: Wie in den vielseitigen Berichte» über das Ergebnis der Wein-lese bereits mitgetheilt wurde, siel die Qualität des heurigen Weines im allgemeinen sehr gnt ans. wen» auch die Quantität desselben in Folge der wiederholte» Hagelschläge nicht allseits befriedigte. Man zahlte hier pro Grad und Hektoliter ©ein,»oft vo» der Presse weg im Durchschnitt fl. 1, nur der neue Muskateller ans dem Poßriickgebirge hatte weit höhere» Preis Die hiesige Weinbauschule l>at heuer a»S ihrem AnstaltSwei» garte» 27 verf'chied/,procentige» Kupfervitriolkalk Mischung gespritzt wurde. Trotzdem zeigte» sich gegen Ende September am Zierfandler roth, am Resoseo blau, am feigen blättrigeu Iniperial »»d unter den amerikauische» Rebe» am Jaequez Spure» vo» Peronospora vitiooln. Die übrige» Rebsorten behielten bis zum Eiutritte des erste» Frostes, welcher sich am 22. Oktober mit -f- 3® Temperatur einstellte, ihre Blätter grün Unter dem Einflüsse einer für den Weinbau äußerst günstige» Herbstwitteruug reifte das Rebholz sehr schön an«. Dies gilt anch vo» den aus amerikanischen Rebnnter läge» gepfropften Edeltrieben, welche in de» meiste» Fälle« bei Grüuveredluiig «ach H. Goethe i» der verhältnißmäßig kurzen Zeit vo» circa fünf Monaten 4—5 Meter hoch wurde» Die nach dieser Methode Heuer an amerikanifchen Mutterstöcke» erzielte» 3500 Stück Veredlung mit ausgefprocheu guteu Sorte» auf verschiedene» Unterlagen sind für eine Neuanlage in dem verseuchte» Burgwald Weingarten bestimmt und würd«' der hiezu in Aussicht genommene Boden bereit» rigolt An-gefichts der Thatsache. das) im hiesige» Bezirke die Erfahrungen mit veredelten amerikanischen Reben in Folge Mangels an Rebmaterial und bezüglicher Belehrung noch immer gleich Null sind, kann hier der Wunsch nicht nnterdrückt werde», daß von diese» 35««» Stück veredelten Rebe» ettva 500 Stück an ver schiede»? Besitzer verseuchter Weingärten zur Erprobung, ivie sich dieselben nnter den verschiedenen Verhältniffen entwickeln würden, in entsprechender Weise unentgeltlich vertheilt, eventuell sogar uuter Anleitung verpflanzt werden sollen. Vermischte Nachrichten. (Surnrrabeud.) Wie alljährlich, so auch Heuer gestaltete sich der Tiiriierabeiid zu eine,» echt deutsche» Fest, welches eine zahlreiche Versammlung am trauliche» Weihnachtsbaiime ver einigte. Zur anberaumteu stunde schon waren die Räumlich-keilen vollständig gesüllt. Da» vollkommene Streichorchester des Pettauer Mnsikvereines erfreute das Ohr mit seine» bekannt prächtige» Leistungen. Ein Vvrtrag des Herrn Lackner: .Die Wirkung des Turnens auf dc» Geist" klang verlockend genug, um alle hhpov»drisch uud nervös Veranlagte» dem Vater Iahn in die offene» Anne zu führen Da« W'ihelied, welches hierauf von de» Turner« »nd der Feuerwehr, toelch' letztere mit ihrem Haiiptmaiine erschienen ivar. gesungen wurde, klang feierlich uud erhel»eud. Plötzlich verfinsterte sich der Saal »nd die Mannorgrlippe», welche der Verein »»»mehr schon einige Male zur Vorführung gebracht, rrfrente» das Auge. Die mit Ma-giiesiumlicht beleuchtete» Bilder, zumeist mtjchologiidx See»?» darstellend fanden überaus reichen und auch gerechtfertigten Beifall. Dem Veranstalter dieser schönen Darstellungen, Hrn Dr Michelitsch. einem der größte» Tiirnsreuude uud eifrigem T»r»er, muss das Verdienst an dem Gelingen dieser Gruppen-bilder dankbarst zugeschrielv» werden. Hieraus folgte» Weihge-schenke, welche theilweise recht witzige Überraschungen enthielten. Eine reichhaltige Tombola mit 90, mitunter sehr werthvolle» und schöne» (Hnvinnftcn beschloss den offizielle» Theil dies»'« Fesks. (Linschmeichelnde Ian;weisen luden die tanzlustige junge Welt zum Reigen ein. der erst in früher Morgenstunde seinen Abschluss fand. Alles in allem war e» ein schönes Fest. daS den Turnern gewiss nur neue Smnpathien erworben hat und jedermann in freundlicher Erinnerung bleiben wird. Wrihnachlssrft der sreini. /ruerwrhr.) Auch die freiw, Feuerwehr vo« P»ltan hat ihren unterstützenden und ausübenden Mitgliedern einen MihiiachtSabend bereitet, indem der Per-gnngnngsausichufs am 26 Te;rmber im hiesigen CasinoSaale ei.i Christbaumfest mit Musik, ^.'iedervorträgen durch den Lieder-Iran;. Tombola »nd Weiligeidienken. veranstaltete. Zahlreiche Mitglieder versammelten sich nm ;n höre», zu sehen und zu empfange«, u« im Kreise der wackeren Schaar der Feuerwehr den Festabend zu verbringen. Wer ergreift auch nicht gerne jede Gelegenheit, >»« diele «ebel- und fchneereichen langen Abende in gesellschastlidien Kreisen zu verbringen. WaS Wiinder. wen» sich daher alle Räume füllten, sieht man doch eiiu'm vergnügte« heitrren Abend entgegen »nd es hatte sich niemand in dieser PorauSietzung getäuscht. Hat auch die Musik durch ihr spateS Elutrrfsen wt lclk'S durch ihre Beschäftigung im Theater veruriacht war. das Publikum auf eine harte Probe gestellt, so war nichts-destoweniger dasselbe durch das rasch darauffolgende reichhaltige Programm vollkommen befriediget. Eine reichhaltige Tombola, sowie da» Vertheile» der WeiHgescheute folgten der musikalischen und geiauglichen Ausführung Ein reger und heiterer Austausch unter den Gewinnern und Äescheukte» wurde gleichsam als Pause benützt. während desselben wurden die Tische nnd Sessel durch geschäftige Hände an die Waude gerückt, um für die Tanzlustigen Platz mackien. Tas kleine Orcht'ster spislte fleißig So ver-slvjs diese Nacht nur ;« schnell für jung und alt und zur all gemeinen Vefriedignng. (Calinoorreiu.) Am 31. Dezember veranstaltet der Easino-Verein von Pettan eine Sylvesterfeier nnter Mitwirkung des Männergesangvereines. Derselbe hält seine III. diesjährig« Liedertafel ab. l^byadr von amerikanischen itrbrn. > Das k. k. Acker-l'aiiniinisterinm hat bezüglich der Abgabe von amerikanischen Reben anS den ärarischen Pflanzstätte» folgende« verfügt: AuS den ärarischen Pflanzstätten in Riederösterreich, Steiermark, Krai» und dem Kustenlande werden im Frühjahre 1891 an Weinbauer in phylloxerierten Gemeindegediete» Schnitt und Wurzel/eben amerikanischer Rebvarietäten nach MaWabe des vorhandenen Vorrätig'« abifegeben ^verden und zwar: Schnitt-reden der gewöhnlichen Riparia. der Solonis und Avrk-Ma-deira mit 3 fl per 1000 Stück: Schnittreben der ausgesuchten R'paria. der Riparia Portali». Pail^re» un^ Perrier mit tt fl. per KMM» Stück. Wnrzelreben ohne Unterschied der Varietät mit 10 fl. pr. IOCMI Stück Eine nnentgeltliche Abgabe von Schnittrebe» kann nur ansualnnsweiir und zwar insbesondere ,n >euen Fällen eintrete», wo es sich um die Aula 'e eines söge» nannten Mutter- oder GchnittweingartenS als tÄ, i»de- oder Vereinsmitteln handelt, wo noch kein solcher best, Ulochenmarktpreise in Pcnau im November Wei,en.............pr. 100 »o. fl 7.50 Korn.................7 — Mais.................060 Hafer •................« 50 «erste.............pr >00 Ko. fl 6 50 Hirse .................6.50 Buchweizen sHaiden)...........6.50 Eier . . ............IO«»Stiick „ 3 — Speck, irischer........• . „ 100 Mo. „ 46 — Schweinesd,malz.......... „ „ „64.— R«ndschmalz.............„100 — Laib Topsenkäse.........per 1 Stück „ —.10 Süße Milch........... 1 Liter „ —.10 Süßer Rahm........... „ „ —.20 Saxrcr Rahm........... „ „ „ —.20 Fisolen, bunte..........pr 100 Ko fl 7 — Fisolen weiße ............, „ „ runde „ . Wachtel........... Knoblauch...........„ „ Junge Hühner.........pr. 1 Paar fl. Rindfleisch........................1 Ko. Kalbfleisch.............„ Geselchtes Schweinefleisch.......„ Dampsmehl Rr 00.......„100 . ».......... i» 1. ........ „ „2.......... .8.......... - *.......... » 5......... „ « 6.......... 1 ... . 2 ZIMMER entweder einzeln oder zusammen, mnblirt oder unmobliri, xind im 1. Stocke im Haaee Nr. 6 am Minoritenplatze vom 1. Jänner an zu vermielhen. Anfrage daselbst ebener Erde rechts. Faschingskrapfen von Neujahr an jeden Sonn- und Feiertag frisch zu haben bei J. Tranconi, Pettau. Kiii schön müblirtes, grosses, gassenseitiges Zimmer, im Hause. Nr. 2, am Plorianiplatz, ist sogleich zu vermiet heil. Anzufragen daselbst. Wein-Geläger kansl /.n den liessen Preisen Franz Kaiser »ii^irSSSSSSSSii^iitti m I ■ ■ i s c Eine Wohnung am Maierhof in «> grosser Auswahl, Rex Premier, echte Halifax-Schrauber von fl. 1.— aufwärts empfiehlt .zum Tonristen" A. HUMMEL, Graz. Murplatx 2, eUenes Hans Gp8Z« Bestellungen noch Längenmass, s< hnellste Ausführung. 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