/ G Zg» ; RRRRR'ZKAWW Ursprung und Anfang Diftr Urudcrscüaffk. MJst Brud-rschafft ist / s» vill man Nachricht haben kan/ vor 200. Jahren zu Cölln am Rhein bcy denen k. k. Lsrrku- Kanir zum Ersten aussgericht worden / unter dem Titu! deß Stissts der H. ist hernach auch bald zuStraßbmg/ Nürnberg/ und andernOrthen mehr angenommen worden/ und hat also zugenommen/ daß inner¬ halb wenig Jahren über die 20000. Mitglider in dersclbigen gezählt worden: unter wei hen A r Käp- 4 M Kayser/König/FürsttnundHer- rerr / auch vi!! andere Hohen StandLs - Personen / so wohl Geist- als Weltliche beydcs Ge¬ schlechts gewesen seynd. Her¬ nach ist cs _auch fortgcpsianyet worden in Sachsen / chedcrErh- Ketzer Luther sine falsche Lehr cwffgebracht/ das Königreich Pohlen aber hat dieselbe nut sol¬ chem Eyffer und Fleiß fortge- xflanstct/ daß dessen König und Königinnen die Unterthanm an- gefnscht m ihre Fuß - Stapffcn einzutretten / auch derer etliche sich nach Cölln begeben/ die kcli- r;e i/ it k- k. !- t «6« G 5Ä» , 7 M Einverleibte mit villfaltigen ^nciuizentzcn begnadet / damit sie unter den Schutz ihrer Patro¬ nin ein fteliges Leben und End erlangen mögen. Ml und End/wie auch Verrichtungen der Bruder- schafft. MH.OTT dem Allmächtigen in der H. und ih¬ rer Gesellschafft mit einer gewis¬ sen Andacht (welche ihm ein jeder nach seinen Belieben erwählen karr) verehren und solches zwar ohne Vcrbindnus einiger Dünd/ jedoch mit der Meinung/ daß man für sich und andere die Gna¬ de erlange / Fromm und Frid- famb zu leben/ auch feelig zu sterben. A 4 MK 8 O - dluffrtchtung / und In- öulAentzen drser Bruder schasst» Päbstliche Heiligkeit Innocenriur derDreyzehende/ haben den 22. May 172z. dise Bruderfchafft/ ein ftcliges Leben/ und End / durch den Schutz und FürbitL der Heiligen ri k. 8ui. L zu erlangen / für die Kirchen ^rr Allerheiligsten Drcyfaltigkeitbey denen Geistlichen Jungfrauen 8.Uk8Ui^zu Laybach mit ei¬ ner Bulla approbirt / und con- firmirt; auch die nachfolgende Indulgentzcnvcrlyhen. M)Llen Christglaubigen Man- Weibs-Personen/ wel¬ che sich in bist Bruderfchafft / mit vor- / 'e / ) 8 k ) r c p D §M- - vergehender wahrer Neu und Lcyd ihrer Sünden / und Em- pfahungdeßHochwürdigen Sa- crament begeben / und einfthrei- ben lassen/ am selben Tag ihres Eingangs / und Auffnehmung vollkommenen Ablaß/und Nach¬ lassung aller Sünden. il. MMeichfalks ist allen Brüder» und Schwestem/welcheden 28. Oct. als am Fest St. Simo¬ nis und Iudee/ Jährlich beichten und comuniciren/nnd dieKirchen der Allerheiligsten Dreyfaltigkeit von der ersten Vesper/ biß zu Un¬ tergang der Sonnen/ desselben Lags andächtig besuchen / und allda umbErhöhung derHciligen Catholischen Kirchen / Außrot- tung der Ketzereyen/ Einigkeit A 5 der 'ra Etz U bÄ» der Christlichen Fürsten und Po¬ tentaten/ ihr eyffriges Gebett verrichten werden / vollkomencr Ablaß verlyhen worden. m. EErners/ ist allen diserBru- ^ZderschaffLSinverleibtcn/wan sie in ihren Stcrbstund warhaffte Reu und Beicht über ihre Sünd verricht / auch das Vochwürdige Sacrament deß Altars empfan- gm/oder da sie nicht beichten noch commurricirm könten / wenigst wahre Reu über ihre Sünd ha¬ ben/ uno den Namen JESUS mit Mund ( wofern sie werden können) sonsten im Gemüth und Hcrtzen andächtig außsprechen/ und anruffcn/ vollkommner Ab¬ laß verlyhen worden. IV' »s ' t r il e ) e s ) k e > r MtzZ G n IV. ZMEben Ihro Pabstl. Heilig- EZ keit allen Mitglidern disre BruderschaffL/so warhaffteReu über ihre Sünd haben / dieselbe beichten / und das Hochwürdige Sacrarnent deß Altars empfan¬ gen/ so dann an denen nachfol¬ genden Festen/alsH.uir. 8UI,L, Liechtlneß/Petri/ und Pauli und St. Matthice/ die Kirchen be¬ suchen/ und allda/ wie oben ge- meldt/ GOtt andächtig anruffen werden / siben Jahr und so vil! Quadragen Ablaß. v. MZS erlangen auch alleBrüder und Schwestern scchzigTag Ablaß/ so offt sie in der Kirchen der Allerheiligsten Dreyfaltigkeit der H. Meß/und anderen Gött- A 6 lichen «V2 O §c» lichen Diensten beywohnen/ odev Las Hochheilige SaeramenL / wann maus zu denen Kranckcn oder auch sonsten tragt/ beglei- ten/und sie solches nicht thun kon¬ ten/ nieder knyen/und ein Vat¬ ter unser und Ave Maria betten / denen von dem Ordinario appro¬ bieren Proccfsionen beywohnen / einen Verstorbenen zu Grab be¬ gleiten/ arme Leuth beherbergen/ die Feind versöhnen/einen irren¬ den Sünder zu dein guten Leben bckehrcn/die Unwissende in denen Schotten Gottes unterweisen/ für die AbgestorbeneBrüder und Schwestern 5. Vatter unser und Ave Maria betten / oder sonsten ein anders gutes Werck der Barmheryigkeit und Liebe üben werden. V!- D r z ' VI. VHHro Päbftliche Heiligkeit EE Lnnocenriuz X!I!. hüt den 22. May l72Z.Iahrs/drscrLöb!jhkn Bruderschafft einen privilegirtm Altar verlyhen/also daß / wann man an aller Seelen Tag / und jeden Lag der folgenden Octav/ wie auch alleSa-nbstag dasgantze Jahr hindurch/ auff den Bruder- schafft Altar ein H. Meß liset/ für eine See! eines verstorbenen Bruders oder Schwester / diesel¬ be auß dem Fegfeuer erledigen könne. Wie die Wuffnchmung und Emschmbung ge¬ schehen soll. MWTr sich will auffnchmen und einschreiben lassen/solle nach A 7 ver- »4 E G verrichter Beicht/ und Empfa- hungdeß Hochwürdigen Sacra- ments/ sich entwedexs in der Sa- cristey/oder imCloster/ nachsei« nem Belieben und Gelegenheit/ ohne Bestimmung gewisser Zeit anmelden / und obwollen alter Ordnung und KirchenGcbrauch nach / jedwedere Person/ so in ei¬ ne Bruderschafft eingeschrieben wird / etwas m die Lad der Bru¬ derschafft legen solte/ so stehet bey eines jeden gutherzigen Willen/ ob er Zu Erhaltung der Gotts- Diensten / Liechter und Kirchen- Ornat/ zu der Ehr Gottes und der H. Uk8l.HL etwas vereh¬ ren will. Wann ein Bruder oder Schwester mit Todt abgangen/ soll man solches in dem Cioster Zu wissen machen / damit man MS W 5^ lf dessen oder deren Seel GOtt in den Gebetten und Gotts-Sim- sten befehlen möge» EtllchcAndachte» zu bke Heiligm und ih¬ rer Gesellschaft^/ welcher sich ein jeder nach Belieben gebrauchen kan. Fx ?. S" ?. §oc./L5U S" -t/r/r. .^Ie erste und schon vor 40s. ^r> Jahren gebrauchte Übung der Andacht ist / daß man disen Heiligen novo Jungfrauen zu Ehren Ln gleicher Zahl gewisse Gebett spreche / und gleichsamb einen Rosen-Krantz von usos. Gebetten mache. Bey welcher zu mercken / daß es nicht unrecht / oder abergläu¬ bisch i6 -EZ -O §d» bisch seye/ wann man in Gebetten und andern guten Werckcn/ ein gewiße Zah! haltet :choch mußin Obacht genommen werden/ was §Anclie2 Opei-ls V.orslisl. 2.6.40 n. 42. mcrckct/ daß man nicht also vill auff die Zahl halte / als wann sonsten die W^rck oder GedttL nicht ersprießlich und GOLT angenemb waren / wann nicht eben drse Zahl so genau gehalten wird/ daß man nichts darzu oder darvon thue. WeiLerist zuwis- stn / daß die Weise gemcldten Achsen-Krantz zu betten unter¬ schiedlich geübet wird. Etliche betten täglich n. Vatter unser und Ave Maria / und erfüllen also die Zahl der nooo. inner¬ halb 2. Jahr und 9. Monath. Andere betten em gantzes Jahr tag- n n n s Il r L L r r r e c r e r G §6» ' täglich zo. Vatter unser und Ave Mana / und am Fest der H. UK8UI.L 50. und erfüllen also in einer Jahrs-Frist die Zahl deß Ursulinischen Rosen-Krantz. Und ist dise Weise nicht irrig / Wie auch warm man sich anderer Rosen-Krantz oder Psalter be¬ dienen will; Dann 22o. Rosen- Krantz von zv. Gesätzen. 18z. Rosen-Krantz von 6. Gcsätzen / sambt 2o. Vatter unser und Ave Maria. 7g. Psalter und 15. Gesätzen sambt 50. Vatter unser und Ave Maria / machen novo. Vatter unser und Ave Maria. Andere betten täglich z. Vat¬ ter unser und Ave Maria/ und tönen also Zu der Zahl der 11000- innerhalb ro. Jahren und 14. oder 15. Tagen kommen. Die r8 «SZ G §S» Die Clostcr-FrauenCistertien- ser Ordens Zu Bisantz betten am Fest der H. Uk8Ul^L und die ro. Nachfolgende Tag iooo. Ave Maria; welche Andacht im selbigen Clostcr also alt/ daß man nicht weiß/ wann sie angefangen. Es ist auch ein Gottseelige Her¬ zogin auß Savoja gewesen / die jährlich am Fest der H. H8Ul.L HO20. Vatter unser und Ave Maria gebettet. -D^Ie andereWeise 5. 8 ri l. ä mit ihrer Gesellschasst Zu verehren / geschrcht durch gewis¬ ses Fasten/ und Leibs-Casteyun- gcn/ die theils an dem Vorabend dcß Fests 8. theils auch sonsten fürgenommen wird/ wie gepflcget hat der Heilige Nor- § d 5 «. c s f i ! l i tl¬ im )ie o. M lil N. r- >ie L -e z i- d s' -/ le e- «s? O ;s Norbertus/Yermannus und an¬ dere desselben Ordens. Aller- Verwunderung übertrifft/ was gelesen/wird/von einer dem Al¬ ter und Leibe nach zarten Jung¬ frauen dise/ damit sie ihrem al¬ lerliebsten Gespsns ILSU/ die Reinigkeit durch Hülff difts Jungfräulichen 5)eers unver¬ sehrt erhielte/ hat dieOctav der H. W8Ui^ also gehalten/ daß sie ihr täglich i svo. Streich mit einer scharffen Geissel gegeben. MJe dritte ist / die HeMgthü- mer der uk.8ui^L und ihrer Gescllschafft/ hochachtcn/ besuchen/ und verehren/ mit Blu¬ men und andern Geschmück Meh¬ ren/ in welchem sonderbar zu rühmen die Cöllnische Burger- schafft/ 22 E O LS» z schafft / welche innerhalb der" s Stadt Eilff Kirchen gejMet/ ( und gebauet / wie ingleichen 22. . Clöster / Eilss auff einer Seiten / § wo ihre Reliquien ruhen / und Eilffcmffder andern/ und diß al- § les zu Ehren discr H. Zahl und " Eilff tausend Jungfrauen / ihrer c Stadt vonGOtt gegebenen Pa- f tromn. z Noch vil andere Andachten/ welche auch anderen Heiligen ge- ( mein seynd / werden in obangezo, ! gcncn Büchern gefunden: Als/ Z Zu disen H. H. Jungfrauen und Märtyrinnen sein Zuflucht neh¬ men / in den Nöthen Leibes und der Seelen / gegen ihnen sich etli¬ cher gewisser Schuß Geb ttlcin gebrauchen / als da sein kan difes Mein «HZ G 2 7 MEin süssester J LSU/ durch die Verdiensten der H. H. EilsstausentJungfrauen erbarm dich meiner / heut und in der Stund meines Absterbens. Oder-. WDu Glorwürdige Jungfrau u?v8l.u^. und dem ganne Jungfräuliche Gesellschaft / ste- het mir bryiestt und sonderlich in der Stund meines TodtS. Dergleichen können etivann Eilssnat zu Morgens und A- d» nds / oder auch unter der Heil- Meß widerholct werden. Oder rr W 5S» Oder man kan ihnen zu Ehren ' Eilss H. Meß lesen lassen/ oder das Heil. Sacrament in gleicher Zahl empfangen / zur Dancksa- gung/ daß sie GOtt hie und dort also geehrt hat. Ihre Heil. Bildnuß bey sich haben und verehren. Andere sie gleichfalls zu verehren anführcn/ «nd darzu bereden. Ihren Tugenden Nachfolgen / lieben/ Ehren/ und gern heissen den jenigen/ die ihnen mit An¬ dacht zugethanftyn. Sie so wohl mit Reden / als Schreiben loben/ auch von ihren Verdiensten und Leben Gespräch halten. Ihren Namen ehren / und sich befleissen / solchem in dem Heili¬ gen Tauss andern zn ertheilm/ abson- !N er er cs et h iL / / z n l) s / - D §W 2; absonderlich den Namen der H. u 8.8 ul. L. Ueöekt/ Ander H. 111^8 UI. sich derselben am Tag dcß Eingangs in die Bruderschaft zu ver¬ loben. ^MLorwürdigste Fürstin/die du so vill Jungfrauen so tapsser bcherrzt/ und angefrischt hast/ den Todt in allerhöchsten Liebe außZustehen/ ich erwähle dich für meine Patronin und Fürspreche¬ rin / anjeyo und in der Stund meines Absterbens/und bitte/du wollest mir die gantze Zeit meines Lebens / absonderlich aber in je¬ nem letzten Augenblick ( an wel¬ chem mein Ewigkeit hangt) ver- mösentlich beystchen/ auffdaß ich durch -4 'M? G, durch deine Fürbitt in dem wah- renCatholischenGlauben/Ubung der Tugenden/ Anzündung der Liebe gegen meinen Erlöser/ Hoff¬ nung d-rSeeligkcit/ und endli¬ ch n in ErMarryung der ewig-m Glory / welche du im Himmel besäest/ sterben möge/ Amen» Mcbett/ Und andächtige Ubimg / zu Eklanguug eines stetigen Todts/ alte Tag zuverrrchten. Glorwürdigiste Jungfrau und Märtyrin / mrr aber trostreichitie Fürsprecherin Uk, welche du dein L den in eyffrigister Liebe gegen GOTT glücksteligist geendet bast / lasse mich samdt allen dir verlobten Brü? z r ( r ! r e i I 5 e r i ! i E O . rf Brüdern und Schwestern in eben rg gleicher Lieb durch deine Fürbitt/ -r welche ich inbrünstig ersuche / le- f- den und sterben. Vatter unser i- Ave Maria. n Lindere andächtige Mitglider diser el Bruberschafft betten an statt dessen EilssmahlLlorirpacri, Lcc. odersovlll Vatter unserund AvsMaria.- Falle- te aber dises emen zu schwer/ so ver¬ richte er das nachfolgende Gebett. " Mebctk. Ms Mmächtiger ewiger GOtt! wir bitten dich demüthig- n iich/du wollest uns die Gnad ver- e leyhen / daß wir die Palm und .. Vlctori deiller H. Jungfrauen n und Märtyrin u8 n.L sambt ihrer Gesellschaft mitstäter An- e dacht ehren mögen: und weilen k wir dieselbe nicht würdig genug « B loben/ 2§ «v? D loben/und erhöhen / wenigstens , zu ihnen durch unser demüthig < und stätes Gebett unsere Ge t dancken und Zuflucht wenden l können / Amen. ElWiündigeS Gebett. Damit auch die Andacht noch mch rer erwecket werde/ ist ein eilssstündigÄ < Gebett mit Außstjtzung deß Hochmut digsten Guts auffden Tag St. Coo dulcr/ als den änderten nachdem Fest der Heiligen UK.8 U1.^, umb Auff^ nehmung deß Glaubens / Ausrottung' der Ketzere» / Einigkeit der Christli¬ chen Fürsten / glückselige Regierung unsers allergnädigsten Kaysers Noch- y dursten deß Lands / und alle so wohl- -eist« als weltliche Wohlfahrt ange- y stellet worden / zu dem Ende dann di^ Brüder und Schwestern in derKirchen 8. UK8UI..L erscheinen / und eine Stund alldorten betten werden / da sie abwesend / oder daran verhindert , wären/ , M? S 27 i»" wären / stehet ihnen frey/ solches durch ist einen andern verrichten zu lassen/ oder Ze- biß auff einen andern Tag auffzu- schieben! dise Stund kau mit dem nachfolgenden Osticio, Litaney und Gebett andächtig zugebracht werden. Dag-Reiten/ § DerHtiltzenZungftaucnund so Märtyrin UK8UI.L, undihrer- ieß GesellschafftderLilfftausend Jung« iss stauen und Märtyrin. ns ü- Zu der Metten. GOtt eröffne meinen Mund/ «. Daß ich dich lob zu ieder Stund/ HErr eyl mir zu Helffen b'händ/ se. Zu dir streck ich aus meine Hand. on» Ehr sey dem Vatter unddemSohn. P. Dem Heiligen Geist im Höchsten A Thron/ stt Gelobt sey die H. Dreyfaltigkeit/ " rr. Von nun an biß in Ewigkeit. B L F/- 28 E G §6» Blumen schön gezieret/ ' . Christi Rosen zart und sein: . Von kunstreicher Hand polllret/ Außenvöhlte Edelstein: O Jungfrauen außerkshren / " l Zu dem Edlen Marker^Fahn/ , < Neigt mir eure gnädig Obren/ j Nehmt mich euren Diener an. ^Mijdlaori. ! ^>Je novo. Jungfrauen nahmen j Oel in ihre Gefäß / sambt den z Ampeln. Zu Mitternacht war cin Ge»' , schrey: S>he der Bräutigam kommt/ gehet auß / entgegen Christo dem HLrrn. ' Da stunden die Jungfrauen alle auff. S. Und risteten ihre Simplen. . i Mebett. ! ewiger GOtt/ ÄWderdudkEhr-undLobwüv - Yige W ZW 29 - dige Jungfrau'und Märtyrin .. mit ihrer Gcftllschafft/ nut unaußfprechlichcn Freyhei- teu begabt auffErden / und mit unermaßlichen Freuden im Hirn- ' me! erfüllet hast. Verleyheuns /, gnädiglich durch ihr / und ihrer Eiefellschafft Verdienst den Uber- fluß deiner Verfehnung / auff daß / die wir auß andächtiger Lieb / auff Erden ihre Gedächt- "f nuß halten / durch ihre Fürbitt den ewigen Lohn im Himmel em- m pfangen/ durch unfern HLrrrr JEfum Christum/ Amen. Iu der prim. . HErr eyle mir zu heissen b'händ/ zu dir steeck ich auß meine Fand. Ehr sey dem Vatter und dem ti Sohn/ ip Dem F. Eeisti'mhöchstcnLhron/ gti B; zo «SZ G §s» Gelobt st» Die -L. Dreyfaltigkeit/ * Von nun an biß in Ewigkeit. M Ihr unbefleckte Tciublein / Ohn Betrug und ohne Gall/ Christus liebt euch/ weiße Lämmlein/ 7 Crönet euch im Himmels'Saal. D'rumb freuet euch ihr Himels-Lichter/ In demGOtt feinWohnung Hat- Bitt daß uns der milde Richter/ Nachlaß alle Miffethat. ^ntipkon. brCbenedeyt seyst du König der > Glor» / der du gegeben hast den zerbrechlichen Jungfrauen den Palm- Zweig deß Siegs / und hast gemacht/ daß deß böstn Feindes Macht über¬ wunden hat das Geschlecht ohne Kräfften/ gibe / daß wir durch dero Fürbitt erlangen das wahre Heyl an keib und Seel. Gedencke unser O HErr / kn dem Wohlgefallen deines Volcks. Und besuche unö in deinem L>e»l. Ge- «s? O Zo» ZI '' Kcbett. Gütigister GOTT! der drr hast auch dem schwachen weiblichen Geschlecht / den Sieg ,/ » der Marter mitgetheilt/ damit l- du das gantze menschliche Ge- schlecht zur Bekandtnuß deines ' Namens anreitzest ; verleyhe gnädiglich / daß dein Kirchen durch das Exempel der nooo. Jungfrauen auffgemundert / we- der dem Schmeichlen der Welt - unterliege/ noch deinetwegen zu / lcyden sich förchte/ sondern nach - dem Himmlischen Lohn trachte/ e und die ewige Glory erlange/ > durch Christum unfern HLrrn / ' Amen. IurTcrtz. > !». SErr eyl-mir jn h-lsten behänd/ izt. Zu dir streck ich auß meine Hcmd. Wie oben. B 4 Zr E D W8 Wie sicher in den Freuden / Lebt ihr nun in Ewigkeit/ Niemand euch von GOtt kan scheiden/ Kein Tyrann kein Grausamkeit; , Den ihr liebet den ihr sehet/ Der euch saßt in seine Arm / Weil sein Gnad euch offen stehet/ Vitt/ daß er fich mein erbarm. ^ntij)kon. KL SU du BlumenauffdemFeld/ und Lilgen in den Gründen/ du Bräutigam und Liebhaber der Jung- . stauen/ wie lieblich ists/ allzeit bey die zu seyn? Dir folgen allzeit die Jung¬ fräulichen Schaaren/ und singen mit schöner Melodey unter ihnen führt den Reyh / stätS widerho- lend/JESUS Christus immerund ewig gelobet fey. k Es werden dem König nach ihr Jungfrauen zugeführet werden. H-Jhre Nechsten wird man zu dir dringen. Gebett/ l E G zz Mebttt/ GOtL der du weist/ daß wir unter so grossen Gefahren nicht können sicher stehen / verley- - he uns durch die Verdienst der novo. Jungfrauen und Märty¬ rin das Hey! der Seelen und deß Leibs/ damit wir alles was un¬ sere Sünden verschulden / durch dein Hülff überwinden können: der du lebst und regierst in alle Ewigkeit/Amen. Jur Serk. HErr erste mir zu heissen/rc. MMern werthen Todt zu lohnen/ > Weil ihr außLieb Christi sterbt / ! CrönkeuchGott mitgludnenCronen/ Ihr such selbst die Purpur färbt/ Drumbfrolockt/ ihr Purpurfchaaren/ GOtt geliebte Königin/ B 5 Reicht ?4 E D ZS» Reicht mirHülffin mein Gefahren/ O hülffreiche Märtyrin. Liebste Brauth Christi UK8Hä, micveinerJungftäulichenSchaar tritt hinzu zu dem Thron der Glor» / und bitte für die / so dir dienen- damit wir in derSkundt unfers Absterbens bcftryet werden vorder bösen Feinde Anlau ff. Wnnderbarlich ist GOkt in sei¬ nen Heiligen. (geben. H. Er wird Krafft und Srärcke Neben. WATrrIEsu Chnste/ lasse uns NS zu Hülff kommen die Ver¬ dienst deiner Heiligen Jungfraue und Märtyrinnen / welche dir zu Ehren/ ihr Blut vergossen haben/ damit wir durch dein Güte und derselben Verdienst bewahret/ den Fallstricken dest Feindes en- trin- «s§ G Zs trinnen mögen/ der du lebst und regierst mit OOtt dem Vatter/ in Einigkeit deß H. Geists von Ewigkeit zu Ewigkeit/ Amen. Jur Ntzir -HLrr eyle mir zu Helffen/ rc. W Ihr süsse Nachtigallen/ In eylsf Schaaren außgekhsilt/ Last eure reine Stimm erschauen/ GOtt zu loben euch nicht weilt; Singt/ die weite Himmels^Gcrssen / Mit vermischtem Klang erfüllt; Wann GOtt will sein Pfeil «blassen/ ' Singt / und den Zorn Gottes stillt. Ihr mit Keuschheit gezierte/ mit ^Bemuth gecrönte/ mit allerhand Blumen der Lugenden untersetzte/ mit Mässigkeit außpollirte köstliche Edelgestein; O ihr außerlesne Jung* trauen/ kommet uns in unserer letzten Stund zu hilff. B 6 F-.Freu- Z6 E D Freust euch im Hertzen/ und fto-- locker ihr Gerechten. Ht. Rühmer euch alle / dis ihr eines austrichrigen -Lertzens seyd. Meöett/ KNLlmächkiger erviger GOLL/ derdudas/wasinderWelL schwach ist/erwöhlest/ damit du alles das Starcke Zu Schandeu machest/ verleyhe uns gnädiglich/ daß die wir der A. Jungfrauen und Märtyrin Gcdächtnuß be¬ gehen / von allen anstossenden Übeln durch ihr Fürbitt erlediget werden / durch IEsum Christum unfern HLrrn/ Amen. Jur Vesper. HTu cyle mir zu helffen/rc. MHAnn ihr- OJungfrauen erhebt/ rE Euer süsse Stimm empor/ Freu- E G ZW ;7 Freudenvoll der Himmel schwebet / Weichl der Engeln erster Chor: Alle hören mit Begehren Euer neneS Lob-Gesang; Ja GOtt selber will anhören/ Euern zarten Stimmen Klang. ^.ntipkon. ^Hr Heilige und verständige Jung» fraue bittet für uns Christum euern Bräutigam/ daß er unser schläßeriges Hertz zu seiner Lieb erwecke: damit er unsmchtaisrhörichien/ (welcheöeuer Furbitt verhüte) die Thur eurer Aust- nehmung verschliesse Bitt für uns H. mitdei» ner Jungfräulichen Gesellschaft. ^.Damit wir würdig werden derVer- hcissung Chr-sti. Ncbett. GOtt' der du überflüssige Stärck drsen dir verlobten Jungfrauen in ihrem Streikt B 7 mit- zL «HZ A mitgethcilt hast/ damit sie durch den Marter-Palm zu der Himli- scheu Glory kommen köntcir/ ver- leyhe / daß uns durch die FürbitL discr Heil. Jungfrauen geholffen werde/ welche nachVerlauffdises sterblichen Lebens jetzt in dem Himel triumphiren/durch Chri¬ stum unfern HSrm/ Amen. Jur Komplet. Bekehr uns/ O GOtt/unser Heyl/ Und wende ab deinen Zorn von uns. -HErr^ple mir zu Helffen/ rc. KHAHr GOtt-kiebe Jungfrauen/ j)Ihr Blumen Tausendschön/ So auff grünen Marter-Auen/ GOtt ihm selber außersehn / Euch hat unversehrt gefunden/ In dem Thal der Sterbligkeit / In ein Blumen. Crantz gebunden / Die schönste Dreyfaltigkeit. Hu- «o? D 50» Z9 l- Heilige/ GOtt« geliebte Jung» s ftaueni durch die Cron der Glory und Palm/ deß Kriegs / den ihr erhal» . ten / bitter für uns den gütigen > ' ^bErrn / daß er uns Gnad verleyhe/ ' alles Übel zu mevden / und in seinem l Dienst beständig zu verharren. ' O wohl iceligeSchaarcnderJung-- ftauett / H- Erlangt uns Verzrvhung unserer Schulden. t ben Last uns in Christo zu Ruhe bege» V- Damit wir mir den Heiligen Jung» frauen aufferstehen mögen. Mebett. KMLlmachtigcr ewiger GQtt/ AW der du dise Heilige nooo. Jungfrauen / da die Morgen« Nöthe derNachtein End mach¬ te / in den Thron ihres geliebten Brautigambs deines Sohns in Be- 42 G Begleitung der Heiligen Enge! » eingeführt/ und mitdcmKlcyd der Unsterblichkeit und uncmß- sprechlicher Freud umgeben hast/ verlcyhe durch dcrftlben Ver¬ dienst und FürbiLt/ daß zu End ' unscrs Lebens unsere Seelen durch diftH IungftaEchaar in daß Himmelreich geführt wer¬ den / allws wir deiner ewiglich geniessen / und dich ewig leben können/ durch eben disen deinen . Sohn JES UM Christum/ unfern HTrm/ Amen. UchMng. Ml Braurh Christi hocherhoben / Die Lob-Wörter manglen mir/ Daß ich euch könt würdig loben: Niemand lob euch nach Gebühr; Kein Zung euer Höh erreichet/ Doch vcrjchmäht nicht mein Ge- jchenck/ Kein G §S» 4, ' Kein Lob euer Tugend gleichet/ Seyd bey GOtt mein eingedenck/ Wann der Todt mit mir wird ringen/ Und dec Teuffel mit Betrug: Lhut/OHeldin! mir beyspringen/ Helfft mir fechten ohn Verzug. Wann die wilde Wasser Wellen/ Mich «mfailev mir tollem Braß/ Mich zu sencken in die Höllen/ Ach reist mich dem Schiffbruch auß. Keine auß euch soll abgehen / Die mich alsdann nicht beschütz; JESU Mutter vor soll stehen/ Die geordnete Heer-Spitz- Was unreines in mir bleibet/ Macht durch eureFürbitt rein; Alle Lust deß Feinds vertreibet/ Jaget ihn zur Höllen-Peyn / O ihr Schöne/die GOlt liebet / Crönt mitgrünen Marter»Crantz: Was ich Übels /e grübet/ Decket zu mit eurem Glantz; Nehmt euch treu an meiner Sachen/ baß mir GOcr vergeb die Schuld/ Schützt mich vordem Höllembrachen/ Und erwerbt mir GOltes Huld. 42 «SZ G Darnach kan man nach Gelegenheit ' der Zeit/ zn Ehren der H. UK.8U- L.L und ihrer Gesellschaft der Eilst tausend Jungfrauen / und Marty» rinnen/ umb Erhaltung eines steli- / gen Todts / eilffmahl das Vatter unser / und Gegrüsset seyst du Ma» ria / hinzu setzen- oder wofern dises nicht geschehen mag kan man eilst- mal mit dem Mund oder Hertzen sagen: H.UK.8UI^, mit deiner Gesellschafft/ bitt für uns (Sünder/ jetzt / und in der Stund unserS Todts/ Amen. Welches alles mit folgender Schluß» Befehlung kan geendet werden. W Brauch Christi/ O Jungfrauen/ Uk.8llt.^ mit deinem Heer/ i BeymThron-Gottes mit Vertrauen/ Uns Barmhertzigkcit begehr; Vitt für uns dein arme Kinder/ Jetzt/ und in deß Tovtes Streit/ Und laß uns elende Sünder / Spühren deine Hülst bereit. Lita* «n O 4Z Mltancp/ Der H. und der EWausend Jungfrauen. ' KHErr erbarm dich unser / 8 Christ erbarm dich unser / «HErr erbarm dich unser/ Christs höre uns / ! Christs erhöre uns/ GOtt Vatter vom -Himmel / Erbarm dich unser/ GOtt L)ohn/ Erlöserder Welt/ Erbarm dich unjer/ " GOtt Heiliger Geist/ Erbarm dich unser. «Heilige Dreyfalkigksit / em einiger GOtt / erbarm dich unser. Heilige Maria ein Jungfrau aller ' Jungfrauen/ bitt für uns. ! Heilige Gotres-Gebahrerin/ bitt für uns. Heiliger Michael ein Führer der Heil. UK8Ul.L zum Himmel/ bitt für uns. H- H. Engel Führer und Beschützer cher 44 «SZ G §0» der Heiligen Jungfrauen / bittet für uns. H. Johannes ein Bewahrer der H. H. UK.8Ul^L und Lckerii, bitt ! für uns. H.H.Apostel/Patronen derH.Jung- stauen/bittetfür uns. H.-Dck-ri , bitt für uns. Heil. Uk8Ub.ä/ 5kayserin der-, Eilfftausend Jungfrauen / FruchtbareWurtzcl derMarkyrer/ Erwählte auß Zausenden/ H. Pinnosa/ H Cordula/ H. Eleutheria/ H. Florsntia/ H. Venedicta/ H. Benigna/ H. Oliva/ H Ida/ H Ima/ H. Caecilia/ H. Helena/ H- Odilia/ H-Cle- Bitt für uns. H. Element!« / H Christina/ . H. Catharina/ H. Theodora/ H. Cumra/ H Margaretha/ H. Balkma / H. Irm trudiš/ s s 45 1 Lilie Heilige Eilfftauftnd Jungfrau» en/ bittet für uns. DeßEwigen Vatters Töchter/ Camer-Jungftauen des Königs/ Lebendige Opster/ Zierde der Jungfrauen / Emfälltige Tauben/ Srarcke im Krieg/ Erstlingen GOttes und deß Lanrs/ M Im Geist eystrige / In der Lieb brinnende / In der Marter Standhasttige / In derBkkanrnuß Warhastte/ In der Jungfraufchastt Fürtreff: liehe / Chör derFrolockenden/ Kriegs- Heer der Freudigen / Feldjäger der Lkiumphirrndkn /) Al- 46 Dtztz D M» Alle Heilige Jungfrauen und Mak* tyrinnen/ Bittet für uns. Alle Heilige Wittiben und Verhey» rathete / Bittet für uns. Alle Heilige GOttes aus St. UR- GULW Geselljchasst/Bittet für uns/ HErr sey uns gnädig / verschone un- serOHErr/ HErr seyuns gnädig / erhöre uns O HErr/ Bon aller Sünd / V on den gähenund unversehenen 2 Todt/ -A Von Geist der Unreinigkeit/ s Vom ewigen Todt/ Durch deine außerwöhlte Jung« ftauen/ Durch die Quaal ihres Leydens / Durch ihre Verdienst und Fürbitt// P Wir Sünder bitten dich/ Erhöre uns. Daß wir die Welt Fleisch/ und Trüb¬ sal/ männlich überwinden/ Wir bit¬ ten dich/ erhöre uns. Daß wir auß Lieb der Himmlischen Sachen . 47 «N, Sachen al!s Irdische verachtens Daß all unser Handel und Wan¬ del im Himmel seye/ Daß wir die Reinigkcit der See¬ len und deß Leibs in uns bewah¬ ren und erhalten/ Daß die Lieb GOltes und deß Nechsten in uns vermehrt werde/ Daß wir die eitle Forcht der Men - j scheu/ und der Welt überwin j den mögen / Daß wir in der Stund unftrs To- des der Vorbitt der Heil. U R' SULA und ihrer Gesell schafft geniessen mögen / Daß wir nach disem Lebem durch die Fürbitt derselbigen von der Pein dcßFegfeurserrettetwerde. Du Sohn GOttes/ ein Bräutigam der Jungfrauen / wir bitten dich/ er¬ höre uns. O du Lamb GOttes/ welches du hin¬ weg nimmst die Sünde der Welt/ verschone unser O HErr. O du Lamb GOttes/ welches du hin¬ weg 48 A 86» Mg nimmst die Sund der Welt/ Erdöre u- s O HErr. Odu Lamb BOttes/ welches du hin¬ weg nimmst die Sund der Welt/ Erbarm dich unser O HErr. Bitt für uns Heil. M8Ul^ mit deiner Jungfräulichen Gesellschafft. Äuff daß wir der Verheissungea Lhusti würdig werden. Gebctt. M^ Err IEsu Christe wir bitten «W dich/ daß uns die glorwür- digeVerdienst der Heiligen un.- 8UI./L und ihrer Gesellschafft zu Hilff kommen; auff daß Wik unter ihremSchutz/in der Stund unsersTodes/durch deineBarm- hertzigkeit/ die Strick des Feinds entfliehen mögen/derdu auß der allerkeuschcftm Jungfrauen ge- bohren / lebest und herrschest ein GOtt in alle Ewigkeit/ Amen. ä.nci- A Z Un S Er Di 8 ge sa Jett/ h irr- Zele¬ ni it 'M rgerr ten ür- rfft vir md m- ds )er ze¬ ti» r. lu- «SZ D §6» 49 ^Ml'pkon. Au der H. mW Eilsstauscnd Jungfrauen. ^^Ußerlesene Jungfrau-Schaar- >EWann wirleyn inTodts-Gefahr- Ms zu Helffen dann behand- Strecket auß euer milde Hand. In meinem letzten betrübten Stand Gebt mir Sünder eure Handi Errettet mich auß Teuffels List/ Das bitt ich euch zu jener Frist. F-. Braut deß HErrnH8Hä, rein- Dich bilten wir all ingemein / H'Mic deinerGejelljchafft du bey Gott- Bitt für uns in letzter Noch. Webett. GOtt! der du mit der Für- sLÄ sichtigkeit deiner überstüU- gen Gütigkeit die H.uirn^vi, sambt Eilfftausend Jungfrauen/ Mit dem Triumph drß Marter- L Crantz za ^5 G §S» Crantz gecrenet hast / verleyhe uns gnadigiich / auff daß wir durch ihr Gebctt und Verdienst sancht ihnen / die ewige Selig¬ keit verdienen mögen / durch JES UM Christum unstrn HEnn/ Amen. K-sondnkchcS 8'cßctt zu perHeil. Iungfralrcn und Märtyrin AUEy gegrüsset / O Heilige M' URSULA/dugclicbte Braut Christi/ du eyfrige Lieb¬ haberin GOttes; erbitte mir ein brennende Begierd / mein Hertz von allen Ergötziigkeiten der Welt abzuwcnden / und allet indischen Wollust zu berauben; auffdaß ich also der Himmlischen Guter fähig werde. d d v r ( « r c r r r r l M? D 56» sl he Erhalte mir OHeilige Iung- u'r frau / und Märtyrin/ durch dein ?st heilige Fürbitt/ und Verdienst/ g- daßichvonTagzuTaginUbung ch der Tugenden / deren du mir ein ,n EMmpel geben hast/ gcstärcket werde: daß ich nicht in meinen Kläffen / sondern allein in GOtt * mein Vertrauen setze. Laß mich in keiner anderen Creatur / als in dem Namen e GOttcs/ und Licbligkcit seines e Dienstes erfreuen; damit ich also - mit seinen Gnaden und Gaaben/ r ohne welche ich gantz arm und be- ; dürfftig bin / erfüllet und reich : werde: auch mit Vertrauen je- i nen Tag erwarthe / an deme in l mir die Glory GOttcs wird offenbaret werden. Kom mir zu hilff durch deine C 2 Kür- Fmbitt/ O gütige Fürspreche¬ rin/ daß ich irr meinem Leben wi¬ der meine Feind / die du mit dei¬ ner Stärck überwunden/tapffer kämpffcn möge / und durch deine Verdienst glorwürdig obsiege. O barmhertzige Jungfrau / er¬ bitte mir bey deinem Gesponß/ daß er zu Ersüllung/mciner Hertz- lichen Begierd/ ihm in disem Le¬ ben meine Dienst lasse angenehm seyn/ und in jenem Leben mich seiner Glory theilhafftig mache. Erlange mir auch / daß ich al¬ lein wünsche/ und begehre/ alle meine Werck zu grösserer Ehr GQttes/ zur Dancksagung für alle empfangene WoMhaten/wie auch zur Gnugthuung für alle meine Sünd/ zur Vermehrung der Tugenden / zu Hilff der ar¬ men e- i- i- :r ic / - r ) » D M» 5Z men Sünder/ und aller Christ- gläubigen Abgestorbenen / auff Zu opssern. O glorwürdigste Märtyrin / die du mit männlichen Streikt deine Mit - Märtyrinnen alle Peynigung und Marter der Un¬ gläubigen zu verachten unter¬ teilen/ und zu überwinden auss- gemundert hast/ damit sie die ein¬ mal gethanmeVersprechung dem Himmlischen Bräutigam vcstig- lich hielten: erbitte mir von dei¬ nem Gesponß Gnad also männ¬ lich und treu zu streikten / daß ich verdiene mit dir im Himmel ge¬ krönt Zu werden / Amen. Ein anders Gebett. Zu der H. un. 8 uund ihrer Jungfräulichen Mejellschaffk. Königliche Jungfrau und 54 MD k unbefleckte Gesponß Christi/ H. u 8.8 ui.^, ich erfreue mich von / Grund meines Hertzens mit dir/ s und deiner Sieg-reichen Gesell« . schafft/ daß ihr auß Lieb zu Chris sto unseren HErrn/ und zur Eng- § tischen Reinigkeit / einen so har- len Kampff/ mit unüberwündli- cherGedult außgestanden/und mitVerleyhungscinerGöttlichen ! Gnad/so ritterlich obgesieget/und euerBlut vergösse habt/seelig und . überseelig ist euer Todt/ denihr Christo auffgeopffert/ der zuvor sein Leben für euch dargegcben; O ihr dapffere Heldinnen / O ihr hertzhasstc Martyrinnen/erwcrbt mir von denselben cuern Himmli- schenBrautigam/den ihr so hertz- lich liebt/ eineintziges Fünckieiu eurer Lieb / Eyffers / Beständig¬ keit/ -G? O 55 knt / Gedult und Willigkeit/ da- mit auch ich zu dein Creutz Chri« sti ein Lieb gewinne / oder aufs das wenigiste meine kleine Creuy- ch, lein/ und schlechtes Leyden/ so mir täglich zu Händen stehet / mit Freuden und ohne Widermurren H auff mich nehme; O ihr meine außerwöhlte Patronin/ behütet mein Leib und Seel vor aller Ge- rh fahrllgkeit/ bittet für mich ohne Unterlaß/ regieret mich im Leben/ stehet mir bey im Sterben/ und kommt mir zuyülffin meinem ,. letzten Kampff/ wann ich mit deut Todt ringen muß / und verschaff fet/ damit der erschreckliche Au- genblick/ daran die seelige Ewig- kcit hanget / glücklich abgehe auff daß ich nach discn sterblichen Le¬ hen / in euer Gesellschafft / an- / C 4 und 56 «g? O §0» und auffgenommen werde/ und h also dem jenigen GQtt/ an d en h ich glaube/ auss den Hoffe/und F den ich forthin nach euern heili- § gen Exempel inniglich zu lieben h begehre / mit euch / und allen Außcrwöhlten / ewiglich loben ü und preyscn möge/Amen. L Ein anders schönes Gebett zu der H. Jungfrauen und Marty- x rin u k. 8 Uund ihrer Grfellschaßt/ welche in allen ;6ooO. Märtyrer Mann und Frauen waren. KGEye gegrüßt / du zierliche/ ; schöne/auß demGrund her- fürgehende Morgenröth Heilige ? freue dich/ die du i durch den Glantz deß geistlichen Liechts/ mit so wunderbarlichen Streikt / und Neben,Uberwün- dung rd en rd li- cn en en ll / e r k r -E A 57 d::7g 'n Äuirg^räulichLr Kraffr/ die höllische Gewalt und dcß Feindes List/ so starckmüthigvb- gesicget hast. O Heilige Hilst mir durch deiner Heiligen Ecftllsihafft Vorbitt / treulich überwinden alle Sünden. Q Heilige Uk8rn^, du edler und kostdarücher Geruch /außgehend auß der lustbarlichst- und wohl¬ riechendesten Apotheckcn der Hinlmlischen Gnaden / wer kan gnugsam loben demübertressüche Lieblichkeit / wer kan erdrücken die Menge-deiner Tugenden in¬ dem dich die Göttliche Müdig¬ keit von deiner Erschöpssung an/ so reichlich durchstossen/ daß dich die Göttliche Forcdt/ sotugend- !ich geregierct / daß du ehe den Todt woltcst leydcn/ ehe du dich C 5 durch 58 «V? G : durch die mindesten Listen Welt- / lichcn Betrugs oder fleischlichen < Begierden / wollest schcydcn / i von deinem allersüffcstcn Gemahl » JESU. Gegrüßt seyest du/ . O du Heilige u k 8 u , du zier- - liehe Königin von Saba/ die du mit deinen geschwinden Laust/ so schnelliglich geeylet/ zu scheu den allweisesten SalomonemIE- sum Christum/ welchen du/ Ö du Arch voll der Gütigkeit/ deß Geistes durch die Vorsichtigkeit und Kunst der Göttlicher; Wciß- heit/ so kostbar liehe Schatz und Königliche Gaben verehret hast/ das kostbarlichc Gow der nooo. Iurrgsrauen / und das allcred, leste Ranchwerck / der so vill tausend Seelen / auß mancher- ky Stand und Geschlechten. Owrih ÖZ' O rd 59 lt- O weit-begierljcher seynd die en Göttlichen Augen erlustiget wor- i/ den Zu sehen disc koftbarliche hl Gaabemid Kayscruche Prcesent. !/ O wie lieblich wie süssiglich haft r- du das Göttliche Hertz berüh- >u rct und verwundet / durch dci- f/ ne Lieb-brinncnde Schoeß der in reinen Jungfrauen / O wie einen k- lieblichen Geruch haft du vor ri den: Angesicht der Göttlichen ß Majestät und dem gantzen Him- it lischen Hoff gemacht. Ich bitte dich/ O Heilige tik8ur^, d du schöne und außcrwöhlte in i/ deinem unschuldigen Blut ge- >. färbte Rosen/ ich bitte dich Q du Himlische Ordnung und hei- sl lige Gesellschafft 8. 's in welcher schöne und weisse Li- k. lienderNeinrgkeit/ wohbriechen- - C 6 he 62 E O ZU de Veigelein in rechter wahrer , Demut!) / hochgeZierte Blumen i mannigfaltiger Personen / ich i ruffe euch heut an / als meine vor dem Göttlichen Angesicht ge¬ treue Fürsprecher/ daß ich armer Sünder durch eure Verdienst der Lieb und Göttlicher Bcgierd und euer Rosen, farbes Blut- Vergieffen/ bey euern liebsten Bräutigam JEsu Christo/ Ver- zeyhung aller meiner Sünden er¬ lange/ und einsmahls mit euch der ewigen Freuden geniessen möge/ Amen. Ein anders kmyrs Ge bett zu der H. Uk 8 U, und ihrer Gcseüschajst. KH Wunderbarlicher Streikt/ und grosse Uberwündung ver- E §S» 6i r vermög Göttlicher Gnaden / dcß r teufsiischen Neyd undLifts/welt- ) lichcn Betrug/ leiblichen Begier- k den/ Wollüsten und Obsiegun- - gen/ die ihr vil ehender den zeitli- e chen Todt leiden/ dann Christum k euer» Himmlischen Gemahl ver- ' laßen wollen; ihr seyd die schö- - neü Rosen / O ihr weisse und k blaue Lilien / ihr seyd mit der - himmlischen Gnaden - Färb rei- - ner Keuschheit gezieret / und > durch euere Starckmüthigkcit mit der Mattyr - Cron gccronct/ erwerbt mir bey GO TT durch euere Fürbitt solche Gnad / da¬ durch all mein Leben gebessert/ und an meinem Todt- Bcth von euch bcygestandcn / und in die e- wige Tabcrnacul ausgenommen werden möge/ Amen. C 7 Ein 62 «V G 50» Ein Geöctt zu ber Hess, und Mauytm Cordula aus oer ^-llschasjt der H, URLUAZ. AR Eilige Laröulz, Jungfrau -iMH und Märtyrin/ die du zwar zu Nachts verborgen gelegen / von deinen Mit-Gesellinnen er¬ ber von denr Himmel und ihrer Glory auffgemundert/ dich gleich Len andern Tag freywiilig in den Todt geben und hinrichten lassn. Dein Heil. Leib wäre zer¬ streuet/ durch Himmlischen Ge¬ ruch und Liecht aber entdecket/ und glücklich erfunden; die du nachmals andern vilfältig er- schmen/ unrichtige Hirn-lose Leuth zu recht gebracht / Besesse¬ ne crlödiget/ Blinde sehend/ Kran- «M G 5N» 6z Krancke gesund / Sterbmde starck und frisch gemacht / einem auch sein vsrrgc schöne Leibs- Gcstalt widcrbracht: Entzün¬ de mich mit den Feuer - Flam¬ men der Göttlichen Ehr und Lieb / dise treib von mir hinweg alle eytle Forcht und Lauigkeit/ und nehme allein mein gantzes Hertz ein/ Amen. M (OGDNNGOGDDG)^ ^;S wird jährlich den pveyten Frey» tag deß Monarhs November für die verstorbene Brüder und Schwe¬ stern der Bruder lchastt derH.Uli.8U- einen Seelen» Ambt ( auff dsr Bruderschaft?rivileKirten Altar) ge¬ halten. SoaberdisenTagein Feyrtag sötte einsallen / wird solches nechstfol» genden/ als den dritten Freytag Leß Monmhs Novembriö überlegt werden. Fol- 64 «Kg N 52s- Folgende kleine Tag Z> il.'ir / 5>'ia:'y und andere Gebettel' für die Ver-> siorbsne können auch füglich darun¬ ter gesprochen werden. G V Metne Dag-Ta km/ Denen Abgestorbenen/ Noth- leydendcn Seelen im Feg¬ feuer t>ey;usprinZLN. zu d. Es ist ein heiliger und nützlicher Gedanckrn/ für die Abgestorbene bilten, Aur Metten. - :^Er Gläubigen Abgestorbenen Seelen ruhen durch die Barm- Herzigkeit GOttrs in Friden. Au den armm Seelen. hr arme Seelen / die ihr zwar/ d De-N Höllen-fchlund entgangen/ Doch bist -ste Schuld bezahlet gar/ Im Feuer sitzet Mangen / Gern h T E d d Gern wolt ich euch in euer Noch / Dis Hand zu heißen reichen/ Wann ich nur könt den grossen GOtt/ Mit mein Gebett erweichen. AU erleuchten die da sitzen in Finster- A nuß und Schatten deßTodts/und zu leichen ihre Füß auff den Weeg veß Fridens. Ach HErr wann du der Sünden gedencken wilst/ ye. HErr wer wird bestehen. Webetk. KD GOtt Erschaffer und Erlö¬ st ftr aller Gläubigen! verley- he den Seelen deiner Diener und Dienerinnen Verzeyhung aller Sünden/ auff daß sie den Ablaß/ den sie allzeit gewünscht haben/ durch andächtige Fürbitt erlan¬ gen? der du lebest und regierest GOtt in Ewigkeit/ Amen. HLrr §5 «o? D »o» HCrr gib ihnen die ewige Ruhe/ H. Und daü ewige Licht leuchte ihnen. Und laß sie ruhen in Friden/ Pe. Amen. Iuder Prim. du GOTT dem Vatter. Mi Vatter der Barmhertzigkeit/ Srhe andre arme Seelen/ Dein Zorn und Ungnad leg beyseit/j Laß sie nicht länger quälen. Drs Straff zwar haben sie verschuldt/ Sevnd getreu verbilden/ O Vatter zeig ihn deine Huld/ Daß sie dich ewig lieben. AU erleuchten die da sitzen in derFim A sternuß und Schatten deß Tsdts/ und zu leithen ihre Fuß aaff den Weeg deß Fridens. Ach HErrwanndu derSüudeil gedencken Wilst/ HErr wer wird bestehen. Gebest, E r r § HM GOtt Erschaffer und Erlö- ser aller Gläubigen: verley- heden Seelen deiner Diener und Dienerinnen/ Verzeyhung aller Sünden/ auffdaß he den Ablaß/ den sie allzeit gewünscht haben / durch andächtige Fürbitt erlan¬ gen; der du lebst und regierest GOtt in Ewigkeit/ Amen. HErr gib ihnen die ewige Ruhe. yt.Und das ewige Licht leuchte ihnen. Und laß sie ruhen im Frieden- S. Amen. Gläubigen Abgestorbenen/re. Wie oben. Iu GOtt dem Sohn. o^AEsumild! du höchstes'Gut/ Dich ihrer thu erbarmen / Sie kosten m dein Fleifth und Blut/ Nimm sie in deine Armen. Eie 68 D Sie bitten ab mir bitter» Schmertzi ö- Was sie zuvor verbrochen / Zeug ihn doch dein versöhntes Hertz / Du hast ihn schon gerochen. ^ntiplion. Er Gläubigen Abgestorbenen/rc^ Wie oben. « JuGOttdcmH.GcP. GOttes Lieb / O H- Geist/ )§!! O Tröster der Betrübten/ Am besten du zu helsten weist/ Den Seelen der Verliebten/ In dijer Hitz/ in diser Quaal / Sie gnädig ihn erquicken/ Daß sie fein balddcß Himmel-Saal/ er- Mit Frid IN Ruh erblicken. rer ab 2^ erleuchten/ die da sitzen in derFin- sternuß und Schatten deß Todts/ ' und zu leichen ihre Fuß austden Weeg deß Fridens. llt Ach HErr wann du der Sünden ie- grdencken wilff/ HErr wer wird bestehen. ?rr Eebett. 7Er Glaul'igen Abgestorbenen/rc. u? Wie vben. Iu der Murter GOttes. ^>Aria Meer dec Gütigkeit / ». Schau wie die Seelen büffett/ Versöhn doch die Gerechtigkeit/ *r Fall deinen Sohn zu Füßen: ke Er» Mktz G 71 Erkühl die Flamin und still die Peyn/ , Der Trangsal mach ein End. Die Finsternuß in Sonnensthein / Das Leyo in Freud verwend. ld ^.ntipkon. tt erleuchten die da sitzen in Finster- ß/ ? nuß und Schatten Vesi T odks/ und ; / i" leikhen ihre Fuß aust den Weeg veß FridenZ. Ach ^Err wann du der Sünden '* gedenchen wilst / HErr/ wer wird bestehen. 'L Gkbetk. <^GOtt Erschaffer und Crlö- l^ftr aller Gläubigen: ver- leyhe den Seelen deiner Diener rc- und Dienerinnen Verzeyhung aller Sünden/ auss daß sieden Gblaß / den sie allzeit gewünscht ' haben/ durch andächtige Fürbitk erlangen; der du lebest und regie¬ rest GOtt/ in Ewigkeit/ Amen. k» . HErr yr Mtzs G §W. . HTrr gib ihnen die ewige Ruhe/ ? y..- Und Vas ewige Liecht leuchte ihnen. - Und laß sie ruhen in Friden / ! Ve. Amen. Jur Vesper. § Elaubiaen Abgestorbenen/rt 8 Wie oben. « Iu denen H Y. Schutz- Engeln. AHr Engel GOttes schaut! ach u schaut.' h Wie die Seelen schwitzen/ Die euch von EOtt warn anvertrauts Daß ihr sie sollt beschützen. > r« Nh geht! juchtHülff/ disNoth istgroß/ Klopfft an bey frommen Hertzen / Macht sie der schwären Bürden lvß/ Und lödig ihrer Schmertzen. ÄiNtlpllON. 2U erleuchten die da sitzen in Finster- nuß und Schatte!' des Todts/ und y g leichen ihre Füß ausfden Weeg deß F-Ach «W G 7Z / Ach HErr wann du der Sünden k. ž gedeucken wilst/ HErr/ wer wird bestehen. Mebttk. > jW GOtt Erschaffer und Erlö- re KM ftx aller Gläubigen: ver- leyhe den Seelen deiner Diener und DienerinnenVerZeyhung al¬ ler Sünden/ auff daß sie den Ab- laß/den sie allzeit gewünschet ha¬ ben/ durch andächtige Fürbitt erlangen; der du lebest undregie- ! restGOtt/m Ewigkeit/Amen. st/ , / >6Err gib ihnen die ewige Ruhe/ h.Und das ewige Liecht leuchte ihnen. ' ' Und laß sie ruhen in Friden/ hr. Amen. r- Zur Komplet. >d F>Er Gläubigen Abgestorbenen / rc. Wie oben. H Alt 74 «K? G Irr alken Lieben Heiligen ' GOttes. > ^Jr Himmels - Ritter allzugleich / ! Schaut eure Mit-Soldaten: j Ihr triumphirt in GOttes Reich / < Sie aber wüsten braten / Mit euch haben sie diePilgcrschafft/ Durchwandert hie «ust Erdm/ Helffc daß euer Ritterjchastt/ Auch zugefellet werden. M erleuchten die da sitzen kn derFim ? sternuß und Schatten deß Todts/ und zu leithen ihre Füß auch den Weeg deß Fridens. Ach HEkr wann du der Sünden gedencken Wilst/ HErr wer wird bestehen. Meßttk. L^GOtL Erschaffer und Erlö- § ser aller Gläubigen: verleg Heden Seelen deiner Diener und Die- MV E D 75 Dienerinnen/ Vcrzeyhung aller Sünden/ auffdaß ste den Ablaß/ dcn ste allzeit gewünscht haben/ durch andächtige Fürbitt erlan-- , gen; der du lebst und regierest , GOtt in Ewigkeit/ Amen. HCrr gib ihnen die ewige Ruhe. K'. Und das ewige Liecht leuchte ihnen. Und laß sie ruhen im Frieden. Amen. '/ Auffopffernng. g L>MOtt du Brunn der Gütigkeit/ N Nimm an die heisse Thrcinen/ Von deiner lieben Christenheit/ Und laß dich doch versöhnen. Barmhertziqkeit / Barmhcrhigkeit Den Seelen chu beweisen / - Daß sie mit uns in Ewigkeit / § Dein grosse Güte preisen/ - D r Lita- 7§ G §0» Wtancp / 7 ' Dor dic KhitstglaubigeSttlen. KDErr erbarme dich unser/ Christe erbarme dich unser/ HErr erbarme dich unser/ Christe höre uns/ Christe erhöre uns. EAtt Vatter vom Himmel/Erbarme dich der Christglaubigen Seelen. EOttSohn/ Ellöftc der Welt / Cr> barme dich der'Christglaubigen GOtk Heiliger Geist/ Erbarme dich der Christglaubigen Seelen. Heilige Drryfaltigkeit / ein einiger GOtt/ Erbarme dich der Christ- gläubigen Seelen. Heilige Maria/ Vitt vor die Christ- glaubigs Seelen. Heilige GOttes - Gebährerin / Vitt vor die Christglaublge Seelen. Heilige Jungfrau aller Jungfrauen/ Bitt vor die ChristglaubigeSeelm. Varm- r « r r r 5 5 r r r O 5^ 77 Barmhertzige Scelen-Königin / Bitt vor die Lhristglaubige Seelen. H Michael/ Bill vor die Chrisiglau- bige Seelen. H. Gabriel / Bitt vor rc. H Raphael/ Bitt vor/rc. Alle H.H. Engel und Ertz-Engel/ bittet vor die Christglaubige Seelen Sille H. H. Chör der seeligen Gei^ fter/ j Alle H H. Patriarchen und Pro¬ pheten/ Alle H.H. Apostel / Evangelisten und Jünger deß HErrn/ Alle H.H.unschuldige Kindlein/ Alle H. H.Märtyrer/ Alle H.H Bischoff und Lehrer/ Alle H. H. Beichtiger/ Mönich^ und Einsiedel/ Alle H. H.Priester und Leviten / All H. H. Jungfrauen / Witwen/ und Frauen/ Alle Heilige und Heiligin/ Alle H.H. Freund GOttes im Himmel/ E r Sey Bi'ttetvsr die Christglaubige Seelen. 78 G §0» Sey ihnen gnädig / verschone ihrerO HErr/ Sey ihnen gnädig / erlöse sie O HErr / Von deiner strengen Gerechtigkit/ erlöse sie O HLrr/ Von ihrer hertzlichen Betrübnuß/ Von ihren langwürrigen Verlan¬ gen/ Von dem brest enden hitzigenFeuer/ Von der scharffen und grausamen Kälte/ unv Geburt / VonderFinsternußJammeruvd § Elend/ S Von aller Peyn und Straff der ungebüstenSünd/ Durch dein H. Menschwerdung^ unv Geburt/ Durch deine Beschneidung / Lurch deinen Allerheiligsten Na- men / Durch deinen Aengstigsten Todt- Kampff und blutigen Schweiß/ Durch dein Creutz und bitteres Leiden / Durch deine allerheiligste Wun¬ den/ Durch) E G ZW 79 Durch dein allerköstlichstes Blut/ Er» löse sie Q HErr- s Durch deinen allerfchmähligsten Todt/ f Erlöje sie O HErr. Durch deine fröhliche Ausserstedung und Himmelfahrt / Erlöse sie O HErr Wir Sünder / bittendich/erhöreunS. Daß du ihnen verzechen wollest / Daß du ihr Verlangen erfüllen und vollbringen wollest / -) Daß du ihre Seusitzer/ und unse- -! re Fürbirt gnädiglich austneh» men wollest/ ? Daß du ihnen deine Barmhertzig- ? keit mittyeilen wollest/ Daß du ihnen dein Angesicht zei- gen/ und sie seelig machen wol» - ust/ Daß du sie deinen Heiligen/ und Anßerwöhlle zu gesellen wollest/ Du Sohn GOttes/ O du Lamb SOttes/welches duhin- nimbst dir Sünd der Welt / ver¬ schone ihrer O HErr D 4 Odn 8o «0Z G Za» O du Lamb GOktes/ welches du hin« liimbst die Sünv der Welt / Ei> barm dich über sie O du Lamb GOttes/ welches du hin- nimbst die Sund der Welt vey leyhe ihnen deinen Friden. Christe höre uns/ Christe erhöre uns. Kyrie eleyson/ Christe eleyson/ Kyrie eleyson. Vktter unser/K. Und führ uns nicht in Versuchung/ Sondern erlöse uns von dem Übel/ Amen. d-. LiErr gib ihnen dir ewige Ruhe/ S. Und das ewige Licht leuchte ihnen- Gebe«. Allerbarmhertzister JEsu! ich bitte dich durch dein kostbarliches Blut / welches du außlauterLieb für alle vergossen hast/und durch dieFürditt aller der- . te erlösest / und durch die fröylige , Ansehung/ wormit dich deine Er¬ löste anfthen/ als ihren Erschaf¬ fer/ der dawar kommen sie Zu er¬ lösen/ daß du um ihrer Liebe wil¬ len E G ZL» 8f len / deiner selbst Güte und gros¬ sen Barmherzigkeit / durch die Freud deiner Aufferstehung die Seelen unserer Bruderfchafft an¬ sehest mit denen Augen deiner Barmhcrtzigkeit / und ihnen ge¬ best dein liebliches Angesicht S- wiglich anzuschauen / Amen. Sieben Fuß« Fäll/ und kräfftige Bitten zu Khristo ILsu / durch sein bitters Ley¬ den und Sterben für die Abgestorbene. DH ILsu! unser Anffcrstchung eVS und Leben / der du bey dei¬ nem Hinscheiden außdiserWelt/ dein Fleisch und Blut uns Men¬ schen zur Seelen-Speißhasthin- dcr lassen; ich bitte demütiglich / durchdisedeine unerhörte Lieb/ sey gnädig / und erbarnre dich der D 7 Christ- 86 G Christglaubigen Seelen / die ich dir jetzt hertzlich ««befehle: Lasse sie bald deß grossen Abendmahls in deinem Reich geniessen / und von dir / O lebendiges Brod der Außerwöhlten / erquickt und er- , sättiget werden / Amen. Vatter unser/rc. ii. ILSU/ unser Schutz und ^2 Schirm/der du unsertwe¬ gen so grosse Angst im Garten hast außgcstanden / daß auch der blutige Dchwcrß hauffrg ist her- für gebrochen / ich bitte dcmü- thiglich / durch dise deine nnauß- sprechliche Angst/sey gnädig/und erbarm dich der Seelen / die ich dir jetzt hertzlich anbefehle/ er¬ rette sie auß ihren Nöthen / und führe sic in den Lustgarten deß Himm- «65 D 87 Himmlischen Paradciß / da dei¬ ne Gegenwart sie ewig tröste und erfreue / Amen. Vatter un¬ ser/ rc. nr. JEsu! unser Erlöser und ^2 Seeligmacher / der du in un¬ fern Sünden gefangen bist / ich bitte demüthiglich / durch dife deine unvergleichliche Treu/ ge¬ gen uns Menschen / seygnädig/ und erbarm dich der Seelen die ich dir jeyt hertzlich anbefehle/ löse aussdie Band ihrer Sün¬ den / in welche sie sich bey ihren Leb - Zeiten haben cingewicklet; mach/ daß sie bald frölich sagen mögen: du hast meine Band zer¬ rissen/ dir will ich Lob-Opffcr auffopffem/ und deinen Namen preisen in Ewigkeit/ Amen. Vat¬ ter unser/rc. iv. O 88 O ZH» IV. MdIEsu! unftr Ruhe und Frö- jichkeit der dudern gedcne- deyLes Angcsicht/welches die En¬ ge! immer begehren anzuschauen/ hast bedecken / bcspeycn / und Zer¬ schlagen lassen / ich bitte demü- thiglich durch dise deine unbe- greiffliche Demuth/ seygnädig/ und erbarm dich der Seelen/ die ich dir jetzt hertzlich anbcfthle / laß sie bald kommen zu dem ewi¬ gen Liecht / und klärlichcn An¬ schauung deines schönen Ange¬ sichts/ darinn alle Lrgötzlichkeit und Lust begriffen seynd/ Amen. Vatter unser/rc. v. WHITsu! unser Cron undZier- de / der du so schmertz - und schimpfflich unsertwegen gegerß- let/ «os O 8S» 89 lete und gecrönt brst worden / ich bitte dcmüthig durch die un¬ menschliche Grausamkeit; so du an dir / uns desto grössere Gnad zu erwerben/ hast verüben lasten / sey gnädig / und erbarme dich der Seelen/die ich dir jetzt hertzlich anbcfehle; Laß sie bald ihrer Schmertzen enthebt/ und der Cron der ewigen Herrligkeit thcilhafftig werden/Amcn, Vat¬ ter unser/rc. Vl. Wb IEsu! unser Fürsprecher ^eif-und gnadigerRichter/der du hast auffgehaben das Urtheil un¬ serer Vcrdamnuß / indeme du das ungerechte Urtheil / des To¬ des über dich hast lassen ergehen; ich bitte demüthiglich durch dise deine unendliche Guthertzigkeit / sey 90 D 54» fty gnädig/ und erbarme dich der Sceein/ die ich dir jetzt hertzlich befehle/ sprich sie loßvon dem Ur- theil der Straff/ so sie außZuste- hen/ durch ihre Sünd verdient haben / und lasse sie theilhafftig werden der freudenreichen Frey- heit deinerAußcrwöhlten/Amcn. Batter unser / re. VII. ^ITsu / unser höchstes und ^2 alles Gut / der du mit dei¬ nes Creuyes Last unsere Misse- thaten auff dich genohmen hast / und zumVeriohn-Opsser für das gantze menschliche Geschlecht/bey deinen himmlischen Vatter/ wor¬ den bist/ ich bitte dcmüthiglich / durch dise deine unermesscne Wohlthat/ so du uns undanckba- ren Creaturen erwiesen hast / fty gnä- «OZ O §6» 9! gnädig/ und erbarme dich der Seelen / die ich dir letzt hertzlich anbefehle / nimme ab die Straff von ihnen/ so sie durch Übertret¬ ung deiner Gebott verdient ha¬ ben/ und laß sie bald / in Krafft des Sieg-Zeichens deines Heil. Creutzes zu deinem Reich und e- tviger Ruhe triumphirlich ein- gehen/Amen. Vatter unser/ rc. Gin Mcbcttzudcr aller- secligsten Zungftaucn und Mutter GOttes Maria / und denen Heiligen GOttes für die Christglaubr'ge Seelen. Ms Ubergebenedeyte Mutter deß Allmächtigen / wende dein Mütterliches Angesicht auff deine Nothleidende Kinder ; si¬ tze/und lasse dir zu Hcrtzen gehen ihre 92 «SZ G Za» ihre Schmertzen. O Zuflucht der Sünder ! O Trösterin der Betrübten! O Hilffder Christ- sten : hie kaust du erzeigen deine Mütterliche Barmhertzigkeit. Sie begehren Zu sehen IEsum die gcbenedeyte Frucht deines Lei¬ bes. Hiss OnnidL Jungfrau! O gnädige Mutter! und zeige ihnen zu vorderist (denen die ich dir jetzt hertzlich befehle /) den Schönsten unter allen Mmschcn- Kmdern/ so du gebohren hast: dec dich über alle Creaturcn liebet/ und dir nichts versagen kan. ^Ihr dienstbare Geister! Hei- liger Michael / Heiliger Ga¬ briel/ Heiliger Raphael/ und sämtliche Chör der Heiligen En¬ geln / die ihr uns jederzeit treue HW und Bcystand leistet:komt zu )t er k- iS se i «SZ G §s» sr zu Hülff denen Seelen für die ich absonderlich jetzt bitte / und wel¬ che bißhero von euer Gemein¬ schafft seyn - oder werden abge¬ halten ; bringt bcy unfern GOtL und HErn zu wegen/ daß sie bald in seinem Reich ihn / mit euch lo¬ ben und preyscn/Amen. ^Heiliger Joannes der Tauf- eLÄ ftr / bitt für sie / zeige ihnen ' jetzt im Himmel-Reich das Lam- ' GOttes/ und das ewige Liecht/ , welches du hie auff Erden den ? Menschen erstlich hast angedeu- tet/ Amen. : MEiligerPetre/Heiliger Pau- , M le/ H. Joannes Evangelst/ . H. Joseph / H. Joachim und > Anna/H.URSULA mit deiner gantzen heiligen Gesellschasst/ 94 MZ G sS» H. H. N. N. bitter für die arme t Seelen; damit sie bald mit euch ' den HErrn ewig mögen loben/ ' Amen. Ihr liebe / außerwöblte ' ^2 Freunde GOttcssamment- * lich ! die ihr zu euern gewünsch- ' ten Ziel / und End glücklich körn- ! men seyd/ und mit Christo IEsu/ 1 in höchster Freud/ und Glory ' immer und ewiglich herrschet: i kommet zu hilssdenen Seelen der > Abgestorbenen/ sonderlich für die § ich jetzt so herylich bitte und euch > freundligist ersuche: bringt zu- wegen bey demftlbigcn/deme ihr ' gar lieb und werth seyd: damit sie zu euerer Gesellschafft in das Reich der Himmeln balt möge-r s Lugelassen werden/ Amen. Wie ! «0§ G §4» 95 Tic man die arme Sce- len grüffcn soll/und über sie eins Christlichen Seegensprechen. Ihr liebe Christ Gläubige Seelen / die im rechten Christlichen Glauben auß disem Jammerthal gcschydcn/ scyt alle sammcntlich gegrüst/ im Namen GOtt deß Vatters/ dcß Sohns/ und deß Heil. Geists/ benedeye euch die allerheiligiste Dreyfaltig- kcit / daß ihr von aller SchuldL und Peyn erledigt werdet / und das fröliche Angesicht GOttes/ mit allen seinen Heiligen ewig¬ lich anschauen / lieben und loben möget- Christus euer Erlöser/ und das wahre Liecht/so da leuch¬ tet denen/ die da sitzen in der Fin¬ sternuß und Schatten deß Tods/ heM §6 «04 G helffe euch auß aller Noth / und gebe euch das immcrwchrende i Liecht; dcrftlbige gütige HErr s und Hirt / deß wahren Glau¬ bens/ den ihr auff Erden bekennt ! habt / führe euch / als seine auß- ' erwöblte Schasiein/ auffdie Wei¬ de deß schönen/ ftölichen/und ewi¬ gen Paradeyß; der höchste Rich¬ ter und Herrscher über alle Le¬ bendig- und Todtc/ wende seine gnädige Augen zu euch/ und setze . euch zu seiner Gerechten/ daß ihr mehret die Zahl der Gebenedey- ten deß Vatters/und besitzet das Reich / welches den Außerwöhl- . ten von Anfang bereitet ist: der Gnaden-reiche Frid und Seegen deß gecreutzigten Heylands / so die Aufferstehung und das Leben ist/ sey und bleib ob euch / daß ihr samt E? O 97 sambt allen Seeligen / GOtt ge¬ fallet im Land der Außerwöhl- ten/ und für die ewig-empfange- m Glory ewiglich Danck saget/ ja auch für uns / so wir allhier auff Erden sircitten für all eure Brü¬ der und Schwestern treulich bit- tet/ A men. _ _. Kurtzer Außzug ZWKbcnS und Mr- ter-Kampffs der H. Kömgl. Jungfrauen II k 8 II I. , Und ihrer Gefellschasst. Genommen auß einem Buch / so ein Priester berSoe.ILSU/ zu Valentz Anno ,6;6. «uff Franftösisch beschriben und in Druck gegeben ; hernach aber Anno zu Prag in Böheimb/ auch »on einem Pn'ester der Soc. J L S N in di» Leutsch« Sprach übersetzt und in Druck gefertigt H. u K. 8 u ist in Jrrland/ «»Ä ungefähr unwdaSZahr Christi E soo. -8 E G ZS» 2OO. da ^cpliinlnus, oder wie etliche -> meinen / Lslixlus, die Kirch Christi/ ' bleliogabslus aber dasRömische Reich, regierten. Ihr Vatter hiesse vec>nc>- tus oder Oionsrus ^lsurus, ein Kö^ mg eines Theils selbiger Insel / die Mutter 1)3 rirt^srceüa, beydeChristeN " und Liebhaber der Tugenden. Es hatte kaum ihre manbare Jahr erreicht/ da wurde sie von einen jungen Fürsten/zuvor blolo» fervur, hernach aber Liberias genant/ . so ^Arippini und OemclriT Königs in Groß - Britannien oder Engeland Sohn war/zur Ehe begehrt. Wes- senrwegen dann auch zu ihren Eltern rin herrliche Bothschastt in Jrrland geschickt worden solches Begehren an» rubringeu/ aber aust ein gezwungene j Weiß/die mehr einem Gebieten als > Bitten gleich war. Der gantze Bost ä» vsonnri bestürtzte sich über dijes uner» warte Anbringen bevor aber die Königliche Jungfrau Uk 8 Uch, welche schon bereich dem unsterblichen GOtt «SS G §0» 99 EOtt das jenig« verlobt hatte/lvas ein sterblicher Mensch von ihr verlangte Begibt sich derentwegen in ihr Bert- Kämmerlein / und nach unzahlbaren Protestationktt und Bezeugnussen / daß sie lieber tausendmal sterben wol- K/ als Christo ihren Bräutigam Eyd-Brüchig werden / hat sie alle Himmels Burger inbrünstig u m Hülff angerusten und gebetten/ daß es bor¬ ni öchte GOtt gefällig seyn/ siemdisem Fall zu beschützen / und in seiner Gnad zubehalten. Ein so eyffriges Gebrtt/ hat GOTT erhöret/ und seinen H. Engel geschickt/ unddiserbetrüb¬ ten Princesim die Srufftzer und Zä¬ her gestillet/ die Forcht benommen/ sie in ihrem Vorhaben gestärcket/uns Visen Befehl geben/ sie svlte Lcerio dasJa»2Lorth geben- nnd künffrigen Heyrath innerhalb Jahren verspre¬ chen/ doch mit disem Beding: Wann er/ Aerius, erstlich innerhalb dijer ^-Aahren irchim Christlichen Glau» MnuMweisen/ und tausien lassen E r wolle. roo OF O ZV wolle. Zum andern/ wann er sich be¬ mühen wolle / ein Gesellfchafft von zehen oder eilst tausend Jungfrauen innerhalb diser ?. Jahren zu versam- len/ welche entwederS schon Christin¬ nen/ oder doch die Christliche Lehr / neben dem H. Taust anzunehmen be¬ reich waren. Es hat aber der Engel GOlteS der H. UK8llI^L beynebens auch offenbaret/ wie daß dises Jungfräu¬ liche Kriegs-Heer so hoch folte von GOtt gewürdiget werden/ daß sie alle sambt ihr das Blut umb Christi willen/ nicht weit von Cölln würden vergiessen. Lrkeriur, weil er gar inbrünstig liebte / verwiltiget in alle Bedingnussen. Und weilen GOtt dem HErrn nichts schwär / noch un¬ möglich/ also seynd auß dessen weise¬ ster Anordnung uns Antrieb / die Hertzen und Willen nicht allein der zarten Jungfrauen und Frauen / son¬ dern auch der Männer / ja Kömgen/ Für- ED O 50» IVI Fürsten und Herren / Priestern und Bischoffen bewögt worden / ficbkheilr selbst in die von U K.8U l^ begehrte Gesellschafft einzulaffen - theils zu Auffrichtung derselben verhilfflich zu seyn: So seyn auch vil durch die krMtige Anmahnung / der lieben -H. Engeln / und Offenbarungen / daß sie sammentlich als Blut-Zeugen Christi mit der herrlichen Marter-Cron sol¬ len gecrönr werden / bernffen worden, Der meiste Theil aber ist aus; Groß- Britannien / und denen nahe herum gelegenen Jnsulen versammlet wor¬ den. Damit aber dise Jungfräuliche Schaaren/ die zu Schiffgehen sollen/ die Zeit ehrlich und nüiffich zubrachtcn/ seynd sie / etwann die Well / oder auch den bösen Geist zu betrügen / in Form und Weiß einer Schiff-Co¬ rner abgeordnet worden ; sie sechsten vertratten alle Aempter / sie regier¬ ten die Schiff/ sie spannecen und lies¬ sen ab die Seegel/ und hielten in allen andern gute Ordnung. Es wird 102 «vtz O Zs» aber hoffentlich keinem ftembd und un« glaublich vor kommen / daß sich so vili Weibsbilder in ein Kriegs-Heer sollen versammlet haben / welches in lHro, Oroiio, 8ÄXons Orgmsrico, und an* dern gelesen/ daß eben umb selbige Zeit die Heydnische Weiber sich in ' Waffen geübet/ Krieg geführet/ und gantzen Armeen vorgestanden. Ja es meldet chuciws, daß Vojacis, Aö* nigitt in Engeland/mit ihren Weiber* Heer die Römer bchertzt/ und uner¬ schrocken angefallen- No6) vill weni¬ ger ist es sich zu verwundern i daß so* , vill Christinnen gefunden worden/ welke sich anff alle Weiß beflissen/ ihre JungfräuiicheReinlgkeit/Christo auffznopffern uns zu erhalten / sinte- mahlen wie kv^ßnius und Laromus dezeugen/ebenumb die Zeit der H. UL- LU ein so grosseAnzahl der GOtt* verlobten Jungfrauen gewesen/ daß nur in einer Egyptischen Stadt/ Oxi* ryntkn roocro dergleichen sich auffgc» hallen// ja der H. ^mbrotiur in z. «SZ O 5S» roz * Buch / so er von dem löblichen Jung¬ frau band geschriben / sagt/ daß M selben Zeit ein solche Begierd zue Jungfräulichen Reinigkeit gewesen/ daß man in Afrikanischen undQrien- tauschen Kirchen mehr Jungfrauen GÖtt geweyhet habe/ als anderstws auf der Welt gebohren worden. Nun aber wurde nicht alle Zeit von diser Jungfräulichen Gesellschaft ge- meldtcn Übungen und Kriegs-Ver¬ richtungen zugeeignet; sondern die mehrere Zeit wurde zugebracht in der Andacht und Unterwerfung der ,eni- gen Jungfrauen/ die den Christlichen Glauben noch nicht angenommen hat¬ ten. Es feyrete auch bey solcher Ge¬ legenheit der böfe Feind nicht/ der sie und ihre Reinigkeit / mittels etlicher Adelichen Jünglingen/die diser Jung, fraucn Gunst begierig nachjagten/ häßtig und nicht umsonst bestritten; dann sie etlicher Hertz gewinnen/ und vor andern ^rberij deß Fürstens SchwHer/welche die H. GkMschafft E 4 vrr. 104- M? G verlassen und ehelich worden. Und hat <" GOtt disewAall zugelassen / der an¬ dern in ihren guten Vornehmen be¬ ständige Verharrligkeit desto rühmli¬ cher dadurch zn machen. Danun alles zur Reise bereitet/ auch die lang erwünschte und von GOtt angesetzte Stund und Zeit der allgs« meinenAbfahrt von denen H. H. En¬ geln der H. u 8.8 uu und durch fie allen andern verkündet/ist dise H. Ge- selischafftzuSchistgangen/undmirst) guten Wind (welcher / wie zu glauben/ mehr von Himmel herab gewehrt/ als . auß dem Lustt oder Erd geblasen ) auß Engeland abgeseglet/ daß dijergantze Schiffzug in gar kurtzer Zeit / gegen Thiel in Holland kommen. Von dan¬ nen haben sie auffwerths deß Rheins geschistet / und zu Cölln glücklich an- kommen/allwosiesichetlicheTägauff- gehalten. Nachdeme aber der Engel deß HErrn ihnen angezeigt / wie daß es der Willen GOttes/ sie von dannen naHer Rom sollen reisen / seynd sie difem MHZ A §c» lof difem Befehl unverzüglich nachkomen/ haben sich nach empfangener H. Com- munion wieder zu Schiff begeben/ und auss dem Wasser glücklich biß gen Ba¬ sel gelanget. Von darauß haben sitz Ihr Reise zu Fuß über das Alpen-Ge- bürg gegen Rom zu/ fortgesetzt. In solcher Reise hielte sich UK8U- nicht anderst / und gieng vor allen her/als ein Generalin und Haupt der gantzen Armee: Andere in gewisse Schaaren außgetheilte Jungfrauen folgten in guter Ordnung / in höchster . Zucht und vollkommenen Gehorsam gegen ihren Obristinen. Göttliche Vorsichtigkeit wäre ihnen an stattdeß gewissen Proviants. Sechs heilige Engel waren abgeordner als Quar¬ tiermeister/ die einer jeden ihr gewisse Ruhestatt/ und was sonsten zu Unter- ' Haltung deß Lebens nothwenoig war/ gewiß and unfehlbar anwisen und ver- schastten. Sie lebten alle sehr spar¬ sam und mässig / dahero GOtt der HErr ihrer sonderliche Sorg getra« gen/ «HS G gen/ undauffübernatürlicheWeißdeß - Lebens-Nothdurfftversihastete. Gan- tze Schaaren der H. Engeln und an¬ dere Heiligen GOttes waren bißwei- lenvon Himmel brrabsteigend gesehen/ die sie umbgeben/ und beschützt haben. Aber über alle Englische Lrmrüi, war die Gegenwart der Königin aller En¬ geln selbstrn sehr trefflich-welche zu ge- wister Zeit / sicbtbarlich sich erzeigte/ sonderlich da sie das AlpemGebürg in Hin- und Herreisen überziehen muffen. Bists alles hat sich zugmagen umb « das Jahr Christi 2; 7. da älsxsnclcr beveru, telameL Sohn / Röniijchek Kayjer war / welcher/ wie etliche mei¬ nen/ ein Christ/ oder doch den Chri¬ sten wohl geneigt gewesen: welche Neigung ihme sein Mutter/ d»e ein Christin gewesen/ fein solle eingegossen haben/auch daß er die Bildnuß Chri¬ sti in seinem innersten Gemach ehrer¬ bietig austgehalten hat. So hielte auch dlser ^lexaustcr zur selben Zeit scharf» «o? D 84» »07 scharffes Kriegs-Regiment. Dahero alle Strassen sicher und ruhig waren. Der H. (lyriacu? aber wäre daru- mahlen Römischer Pabst undGijchoss/ (oder wie etliche meinen ' nur drß L. ?onli3ni, so man um des Christli« chen Glaubens willen in das Elend ge¬ schickt hatte/ Skavrhülter) diftr hat das ankommende Heilige Kriegs-Heek mit den Neltisten und Vorn hmsten Priestern und gantzen Clerisey / Herr- Ilch empfangen / und mit ftcygcbiger Steur und Zuthun der Röniischen Christenheit/ reichlich versehen. Allda j» Rom scynd alle die jenige/ die den heiligen Tauff noch nicht em-- pfangen hatten/ von dem Heiligen O/- risco, getaufft worden. Andere aber seynd unterdessen beschäfftiget gewe¬ sen/die Kirchen und Freykhöff zu be- 4 suchen / und dw Cörper der Heiligen Aposteln und Märtyrern;» verehren. Indem sie sich aber zu Rom «n sol¬ cher Andacht auffhielten / haben sich vill und sehr vornehme Personen zu ihnen ;o8 MK? G 5K» ihnen gesellt / unter welchen auch sollt gewesen seyn/ der H Lyrscus selbst. u> Nachdem nun U!l.8UL.^,zuRom ihrer?lndacht em Genügen grkhan / sp hat ste sich / lambt ihrer gantzen Gesell- schafft / welche nicht allein an der Zahl/ sondern allermeist an hochansehnlichen Personen fast gewachsen/ wieder zu- ruck auff die Reiß begeben / und ist im August-Monachnacher Basel komm/ daselbst sie wieder zu Schiff gangen/ y, und äuff dem Rhein gen Straßburg gefahren. -Lrberiu5,8.U8.8Uf.^Bräutl'gam/ welcher unterdessen in Engelandge- bliben/ist auß Schickung GOtles umb h, selbe Zeit von dannen außgefahren/ und durch Beystand deß H. Joanm's deß Evangelisten und viller Engeln/ X welche die böse Geister/ die solche Reiß verhindern wolten / abgettiben/gen Maintz geführt worden/und allda mit grossen Gebräng und gewöhnlichen Kirchen* Ceremonien / in Gegenwart b «mer grossen Anzahl verlieben Engels y und E G Z5-» ioy und anderer Heiligen Gottes getauffr/ und u K.8 lll. L seinerGespons/ doch mit beyderscyts verlobter und ver¬ sprochener ewiger Keuschheit vermah¬ let worden. Eben umb solche Zeit haben ^sxl- MU5 und ^sricgnus, bkyde crnennteRör mische Burger-Meister / neben vilen andern Burgern / welche der Abgötte¬ rei) anhängig / und die ihren Göttern von 8. l.li<8Hä angethanenSchmach zu rechnen begierig/ kl aximino ihrem Bluts-Freundzugeschriben/ und zur würcklichen Rach eystrig ermahnet, klaximinus aber war schon dazumahl dem Römischen Rath abtrinnig und für einen Kayser auffgeworffcn / ver¬ folgte hästtig die gantze Christenheit, ^lexgncier 8everu8 der Kayser selbst mit seiner Mutter ward umgebracht/ ' und unzahlbar vill in gantzen Teutsch- land gemartert. Er hat auch aust seine Seiten gezogen die wilde und bar¬ barische Hunnen und Gothen / welche von Natur der ungezähmten Freys F heit HO EL O heit gewöhnet / dcß Raubens und tl! Mordens begierig / der scharffen kl Kriegs-Zucht ^Iexsn6n sich entschla« di gen/ und Xlciximino desto geneigter sö waren/weil er ihnen allen Muthwil- ts !en gestattet / und ein guteBeuthzu 2 machen / die dem Römischen Rath 8 noch getreue Stadl Cölln zu belageren d< übergeben. 8 Ob schon das Geschre» von disek E Belagerung zu 8. Uki.8UI^-r Ohren L bald kommen/ bat sie dannoch dessent- g wegen ihre Reiß nicht Unterlasten b fortzusetzen/ sondern nachdem sie und- V ihregantze Gesellschafft/ auß sonder- lichcr Eingebung GOtkes/ dre» Tag vor ihren Marter - Kampfs das Hoch» b würdige Sacrament deß Altars zn Maintz empfangen/ auff dem Rhein f nacher Cölln/ als zu ihrer von GOtt d vorgesetzten Kampff- und Mahlstatt/' § abaefahren. r Nach deme nun dise GOtt-Ge- r heiligte Schaaren auff dem Rhein daher fuhren/ und denen Hunnen > und kH önd Goth» Ländern IN das Gesicht kommen / haben sie alsobald nicht an¬ derst als grimmige Wolff/ bise un¬ schuldige Schcifflein angefallen / und theils mit Schmeichlen und grossen Verheissungen / theils mit scharffen Betrohungen sich dahin bemühet/ daß sie neben der Christlichen keli- xion, ihnen auch den edlen Schatz der Jungfrauschafft benehmen möchten. DiweilsieMr sahen / daß dife Heili¬ ge Schaaren in ihrem guten Vorha¬ ben beständig gegen ihnen als veste Mauren stunden/ haben sie UK.8U- U unlEtKerium ihren neuen Ehe« Herrn in Verhasst genommen/ aber bald hernach Zckcrium (UKLUl^ä. Hertz dadurch zustürtzen und ihr Be¬ ständigkeit abwendig zu machen) durch das Schwerdt vor 8. UK.5HL Au¬ gen gerödlet/ und im Lf. Jahr sei¬ nes Alters zu einem Märtyrer ge¬ macht., Nach vollbrachter Mordthat und Hinrichtung eines so jungen König- F 2 lichen lichen Herrns / seynd die barbarische Völcker/gleich dem Elkphanten/nach gesehenen Blut / desselben desto begie- riger / in die völlig- Jungfräuliche Armee hinein gefallen/ und ohne Un¬ terschied / beyde Manns- und Weibs- Personen/ jung und alt / groß und klein/ mitPfeilen/Schwerdtern/ und andern Waffen zwar um das zeitliche Leben gebracht/ doch durch solche Mar* ter dem ewigen und bessern / ein Aw fang gemacht. u k. 8 u l^ä kl haben sie/ als GOtt ein sonderbares und wohlgefälliges, Schlacht'Opffer/auff die letzt gehal¬ ten/ und weilen sie derofelben Bestän¬ digkeit/weder mit Verheissungen/noch mitliebkosenden Worten / vill weniger mit Antrohung schwärer Peyn / auch deß Todts selbst/schwächenkunten/ ha¬ ben sie erstlich zwar ihren Arm nur " schlecht und obenhin mir einem Pfeil verwundet/hernach aber alssiegantz unbewöglich und beständig verbliebe/ haben sie mit einem andern Pferl ihr Jung- E O rr? e Jungfräuliches Hertz - durchschossen / h welches / weil es schon lang zu vor die , keusche und reine lieb JESU ver- e wundrt/ und ihr eigen gemacht hat/ - einmal den erwünschten Außgang ge» , wunnen/ durch welchen ihr unschuldige > Seel ihrem Allerliebsten zu eylen kunre. > Nachdeme bist blutige Metzgerey » vollendet / haben die Blut-durstige > Hunnen noch mit blutigen Händen die ! Heil. Leiber abermal anfallen und be¬ rauben wollen. Aber GOTT schickte ihnen den H. Ertz Engel Michael mit . dem H. Joanne dem Evangelisten / und sambt andern Himmels-Schau¬ ren/ welche ihnen entgegen gestanden/ sie inchie Flucht geschlagen / und zu gleich auch also die Belagerung der Stadt Cölln austzuhebe« gezwungen. Mordurch dann die Jnnwohner sich - erholet / und die H. Leiber begraben haben. Man hätte vermeinen sollen / eS wäre von einer solchen greulichen Schlacht einer so unschuldigen Heerd L; nicht !. -v - - rr4 EKS U Zv» nicht einiges Schäfflern überbllben. Sihe/ da tritt deß andern Tags Cor- dula/eine neueHeldin/aufden Kampff- Platz/ und welche auß Anschauung eines so greulichen Bim-Bad/ erbli¬ chen / und sich ;u underst eines Schiffs verborgen/kommt jetzt unerschrocken hervor/ tritt ihren Feinden behcrtzt unter die Augen / und weilen sie mit gleicher Starck und Beständigkeit ge¬ stritten/ hat sie auch mir gleicher Ehe obgesiget/ indeme sie umb Christi und derZungfräulichen Reinigkeit willen tödrltch verwunde darnider gefallen/ und also denMackl/welcherdenGchein ihrer Marter in etwas hätte verdun- ckeln können/ nicht allein gantz und gae ausigelöscht/ sondern auch noch desto fcheinlichcr gemacht/ indeme sie allei¬ nig ohne alle Zusprechung uns Trö¬ stung gestritten harte. Der seelige Hermanus vonStein- seid/ ?r?rn'onllrsrenser-Ordens/ hat ein besonders Buch von gemeldter Hi- G 50» rif l. Histori dec EiMusend Jungfrauen - geschriben / welches er zwar allen - Jungfrauen in gemein/ doch insonder- I heit denen Geistlichen deß pr-emon- - ttrarcnser« Ordens / aus Befehl der r alkrreinesten Jungfrauen und Mut- l ter GOttcs/ stc-clicirr und eigen ge- macht / nicht allein / werl er aus be- meldten Orden war: sondern damit er erweise/ daß alle Geistliche diseS Ordens / nach dem Exempel ihres Heiligen Patriarchen und StißterS fordern, allzeit eine sonderliche Nei¬ gung und Andacht / zu diser Glorwür- digen Jungfrau und Märtyrer - Schaar getragen Haden/ deren heili¬ gen Reliquien sie empsig und sorgfäl¬ tig zusammen gelesen/und allenthal¬ ben/ nach ihrer Mögligkeit/ verehret haben. * Diser fertige ktermsnug in epl- liolz ö-'stlcscoria schreibt also: n8^ Nachdem ich mir auSEingebung GOttcs und Mitwürckung der Köni¬ gin der gantzen Well vorgcuomen/ die Histo» k 1'6 G ^K» Histori von denen LilsstausendJUNg» . ! frauen schriftlich zu verfassen/ bitt ich gleichfalls auch aus Göttlicher An, Mahnung dahin bedacht gewesen/ daß ich solches Werck Euer Lieb und -Hei» ligkeit solle zueignen und üeäiciren. Und wiederum im anderen Buch wie- l derholer er die eigne Wort der aller- heiligsten Jungfrauen und spricht: Hab derohalben aus Eingebung/ An¬ mahnung und Antrib der allerseeli- gisten Himmels - Königin / welche ein getreue Führerin und Herrscherin be¬ sagter Jungfrauen gewesen ist / ihr Bekehrung und Geburts-Linien be¬ schreiben wollen/rc. Und eben in derselben Histori meldet er/ daßihme die Heilige En¬ gel erliche Sachen in Mund und Fe¬ der geben : Andere Sachen aber habe er von der Glorwürdjgen Mutter . GOttes iebstcn mündlich gelernet. Mann dem nun also / wie es auch nicht anderst ist/ kan auch etwas herr¬ liches und vorrrestlichers / dife Ma¬ teri M»; G eg» !I7 ' teri betreffent gesagt oder geschrie- ' ben werden ? Di« Himmels«Königin Maria / hat die Heilige und ihre Mirgeftllin also gewürdi- get/ und ihren Marte-c - Kampff also verehren wollen / daß sie derselben Beschreibung auff sich genommen/ und Heiligen Leuten selbsten in die Feder cMiren wollen: und obwolen der seelige Hermannus/ welchen die Allerheiligiste Mutter SOttcs also geliebet/ daß sie ihn vor ihren Bräu¬ tigam auffgenommen und solepkum genenner/ hat sich dannoch nicht un¬ terstehen / noch sich diser Histon äu- tliorem oder Urheber / sondern nur ei¬ nen Schreiber dec Mutter GOtteS nennen wollen/ als welcher aus dem Mund klariL das Leben und Leyden St. URSULA gelernet hatte. Doch ' bekäme er beynebens / däß etli: che Heilige Jungfrauen aus diser Gesellschasttzuihm von Himmel kom¬ men/ihm vil zu diser Histon gehörige Sachen emgeben/ und waszu verste¬ hen US «Zs G §s» hen schwer oder zweiffelhafftig war/ 1 erkläret und erördert haben. End¬ lich setzet er nach dises hinzu / daß ei» < ncs frommen Geistlichen/ ?rsemoi> ttrarenser« Ordens / und deß Amber¬ ger-Closters in Teurschlandkl-ofessen (den er Kiekarstum Magium nennet) rechte Hand/ mit welcher er das Le¬ den 5. ungefehr umb das 1190. Jahr/wo der Druck noch nicht erfunden war/ zwantzig gantzsr Jahr nach seinem Todt / gleichsam zu einer öffentlichen Belohnung / ohne einiges Zeichen der Fäule/ gantz unvrrwesen . verbliben seye. GOtt der Allmächtige würcket immerfort vil und grosse Wunder durch die Verdiensten und H. Reli¬ quien / zu Lob und Ehr der H. UR» SULW und der Eilfftausend Jung, stauen/ will Kürtze halben nur was weniges beybringen. In der Stad Amalphi in Nea« politanischen Gebiet gelegen / alda wird ehewürdig auffbehalten ein glä« ser- M? G §0» fernes Fläschlein / mir dem Blut der H. Jungfrauen und Märtyrin UR- SULZL/ welches Blut durch dasgan- tzeJahr trucken und hart / zusammen gerunen geschen wird: So bald a- berder 2«. TagOLlobri?,dasist/so halt der Tag der Gedächtnusi ihres Heiligen Leidens anbucht/sihec man augenscheinlich/ wie es allgemach er¬ weichet/ und also zu lochen/ und zu wallen anfange / als wann es ein sie¬ dend Wasser wäre. Wann aber der Tag zutteigen und der Abend herbey kommen will / sängt es allgemach wie¬ der still zu werden zusammen rinnen/ und in sein vorige Härtigkeit sich zu verkehren. Dcß Wunders noch nicht genug/ höret ein neues. Als Ihrs Päbstliche Heiligkeit Qreßorms Xlll. änno 1 /8 z. den Calender in etwas Verbestern und ändern lassen / und in solcher Aenderung dem Jahr zehen Tag benommen/ ist nichts desto we¬ niger das bemeldte Wunderwerck den rin und jwgtttzigsten Oäobris, auch rro D §6» av d nach geschehener diserOorre^ion,' j das ist >o. Tag zuvor/ als es chnsteu z gesechhen pflegtej in Wallendes Blnts l gesehen worden. Und zweiffels ohne < hat GOtt der HErr dardurch anzei- ' gen wollen / daß dreLorreclion oder > , Aenderung ein Werck GOttes ftye / und von Himmel als gut und nützlich ' erkläret Lol. Uik. is. c. > liZn. ü6. ! Oromk^cb Uib 8 c. zo. 8c lib. 20. c.l4. Ein anders Wunderwerck / wMeS auch noch heutiges Tags gesehen wird/ > geschieht in-und an der Erden / in wel- ' chen die Heiligen Leiber / diser Jung- » fraulichen Märtyrinnen ruhen zu » Cölln/ und ist dises/daß nemlich besag- teS Erdreich kei-nen emtzigen todten Cörpsr/auch so gar die jungen Kinder/ welch? entweder in ihrer Unschuld ge- storb?/ oder erst den H.Tauß empfan» > geir/duldten oder leiden will. Und so fern sich jemand unterskehet/ und an bemeld- tes Ort jemand begraben last / wirßt die Erden den selben Cörper aus/ und wird äusser VisenH-Ort anderstwo gefun- E -M 5^ rsr gefunden. In a lic n I.e- ^en6-L odcr Histori /derrr k. Crom» bach Meldung tbut/ wird gelesen / daß ein König in Engcland aüß stnderli» chec Lieb und 2lndacht zu distn eiligen Jungfrauen/ als Heiligen Lands-Leu- then/eines aus seinen kleinen Kindern/ so noch in seiner ersten Unschuld / mit Todtabgangen/indiserHeiligrJung» stauen Kirchen babe begraben lassen - Aber ssche/ deß andern Tags ist bas Leibisin drses Kilids/ jaml t der Truhen ausserdem Grab/ andcrstrvs: und drß zwar etlichmal nach einander gefun¬ den worden. Es ist auch mit Verwunderung zu vernehmen/ daß die Erd/ aliwo die H. sambi ihrer Gesellschaft be¬ graben ligt/ keine vcrgiffte Thier als Schlangen / Krotten und dergleichen leydet/ massen dann solches Unzster entweders vertilgt/ oder in Stein ver¬ kehrt wird/ welches bcy Erhöhung dch Cörpers der H. Lonluloe gnuglam xrobixk worden / indeme sibkn Mül tz) von rrr D von der Stadl Cölln ein andächtige WeibsPerfon vernomen / daß etliche arme Gefangene in ein em finstern Tkurn von jolchen trotten und schlam gen sehr gequalel waren / über welche sie ficj) erbarmet, aust Cölln aeceist/und aüvotten etliche Handvoll von der Er- ' den / allwv Dre H. Cordula begraben ligt genommen/ die-echem deu Tdurn gemorsten/ und darum alle VerMtt L'hier geködtek/ rn'dgcintzlill» vrttilgkt/ W Exempel wird erzehlt von -enwm Geistlichea St. Ioaimiö Orden /und istgeschriben in der Kirchen 8,Coröu!se ;u Cölln mit altvättcrischeu Latemfi fchen Versen. Ebenfalls wird von Pe« rro von Wyden /Carthäuler-Ordeus berichtet/daß die Schlagen bey der Be^ grabnußdiser H. Cörperin Stein ver* kehrkworden/und daß biß aust jetzige Stund ein solcher Stein bey denen ' Carthäusern ju Cölln gesehen wird. Wie krasstig da sey die BorbiLt -er H.Urlulse und der noeo.Iungsrrmen., kunte mit Villen uno muer' M? M §A» ir; schidlichenExempeln erwisen werden/ der lirben Kürtze kalben aber will ich nur sinsteiley Gattungen der gewissen Gaben und Gnadenswelchr dise Glors würdige Heilige Jungfrauen ihren andächtigen Dienern/ uns allen denen/ die sie in ihren Nöthen anxusten / gleich andern Heiligen / die uns Menschen in etlichen absonderlichen Nörhe" zuHülst kommen/gemeiniglich zu ertheilen pfle¬ gen ) anziehen. Erstlichen / kommen sie zu Hülst/ und stehen hey in schwären undgefahrlichenKri-gs-Lausten. Zum andern/ in Mangel deß Himmlischen Liecht / zur Zeit der Erwöhlung deß Standsseines künsttigenLekens Drit¬ tens / in Erhaltung der Keuschheit. Vierdtens/ eben umb Erhaltung eines glückseeligenTodts. Fünffrens/ ist ihre Vorbikt sehr ersprießlich den armen Seelen im Fegfeuer / und förderlich zu ihrer Erlösung. Alle dise fünff Gat¬ tungen will ich mit einigen gewissen Historien bezeigen. Was den ersten Punct/die Kriegs- G 2 Mss 124 «VZ G Läuft anlanget / werde ich nur eln- tziges/ und zwar auß Villen das vor¬ nehmste Exempel eines sonderlichen Siegs / beybringen. In Eroberung der Stadl Lisabona / welches Alphon- sus dises Namens der Erste Venen Saracenern/ durch Hälft und Vor- ditk Vifer Eilfttauftnd Heiligen Jung¬ frauen am 2k. Wein-Monats/1547. eben an ihren H Fest «Tage / auß den -Händen geriffen / hat er in wehrenden Sturm und Eroberung / bey zweymal hunderttausend Mann erlegt. Bey diser Schlacht ist gewesen/ und Her Victor, theilhafttig worden Grast vs.nl Arfcholt mit einer großen See« Macht der Nider» und Engrländer, Bey welcher Oocsston auch r. Stum¬ me wieder redend worden. Die Stadt Lüneburg / ist Anno iZ7i. wunderbar- licher Weiß von ihren Feinden erlödi- get worden/ indem ihr am Fest der Cilfttausend Heiligen Jungfrauen in der Nacht ein Himmlischer b>uccurS zukominen. Zur Ewigen Gsdächt- nuß vifes Wunders Welcks/ ist alle N i2) - Jahrdiser Tag zwfeyerr / und sonder¬ lich mit Lateinischen und Tcutjchen/ 8. HäUl^, zu Ehren gemachten Gs» sängern noch Anno i/6;. von denen Uncathelischen gesungen worden/ . Ll-omk.-rck. lib. 9. L. 67. I^ncncus 6e Lgmpsm's aus NkU* wägen gebürtig / ein frommer und der Andacht gegen 8.H8H4 und ihrer Gesellschafft fast zugethaner Mann/ wäre noch nicht entschlossen/ in wel¬ chem Stand er sein Leben wolte zu» bringen/ begibt sich derowegen eines Tags in die Kirchen / fallt vor dem Hohen Altar nider aufs seine Anis/ und bettete inniglich zu GOtt. Und sihe in wehrenden Gebet! entschläfst er/ und sihet im Schlaff ein lange Ord¬ nung viler Himmlischen Jungfrauen / die alle gecrönt waren / mit rochen sri- ? schen Rofen: E>ne derselben Jungfra¬ uen neigte sich gar lieblich zu ihm / und legte in fein Schooß ein Blätlein der¬ selben Hkosen mit welchen sie geziert war. Daraufs erwacht HenricuS/ findt zG z diseö 126 «s? G 0Ä» dises Rosen-Blat/ welches einen ss s>c lieblichen / und gewaltigen Geruch von l sich geben/ dardurch der gantze selbes l Ort erfüllet worden / über das wurde i er gantzhchtig zum Geistlichen Stand < bewegt / welchen er auch bald hernach eingangen/ undem L'artäuser worden/ zu welchen Staudt ihme dises Blatlein Lhne Zwkistei gezogen hat- Bemeldtcs 8'stätlein ist hernach in einen silbern BüchsiK'in / unter andern Reliquien . derselben Kirchen ausibehalten wor¬ den- p-t-romback. p^rcr stekruz 6s ccmiluenri» ein Teukicher / ist in 5. Oominici Heiligen ; Orden eingangen un>b das raufend vierhunderrste Jahr/hat in demselben zwar wenig Jahr / doch in höchster Heiligkeit / und des Lebens Unschuld zudrachc/ welche GOtt auch mik vi¬ le n Wunder^Wercken bestätigen wol- len. Aus und vor allen l-eben Hei- ligett GOttes liebt-und verehrte er dw Jungfrau aller Jungfrauen / wel¬ cher/ wie er wol wüste / die Keuschheit am A LS» 127 am liebsten ist : dahrro er die seinige den Eilfftausend Jungfrauen befoh¬ len und anvemauet. Drß kome der unflätige Geist nicht leyden fällt ihn aust unterlchirdliche Weiß heffrig an/ und bekrieget ehn Unterlaß sein rei¬ nes Gcmluh. Eines Lags da er ihm mit einem gefährlichen Sturm iMttzrs / rmrstl sich Petrus vor einem Crucifix aust seu, Angesicht/ rüstet und jchreyck dis allerglorwürdigests Jungfrau gantz inbrunstiglich umb Hülst und ihren Veystand an/ bittet auch flehenvlich die sie wolle ihm doch in diesem Kampst nit verlassen und ihr Hulst verjagen. Et- URSULA bat ihr Hulst nicht ver¬ schoben/ erscheinet ihme/ mit zweyen ihrer Heiligen Töchtern / umgeben jir höchster Klarheit und Himmlischen Lchcht gerieret / wischet ihren treum Diener die Zähern von denen Augen/ frischt ihn an / und starrtet ihn nicht allein vor disimal/ in vifem gegen¬ wärtigen Streik/ sondern auch ins kur.jch 128 «M G M» kunstlig: verspricht ihme auch beyns- bens gewissen Sieg so wohl in disem als allen andern Kämpßen / so der böse Geist hinsuro mit ihme wagen werde. Wie heilig und keusch nun dijcrGeist- licher gelebt hak / also ist er auch / wie es geschehen pflegt / heilig und ftelig gestorben: ist auch sein letztes End jo voll der Himmlischen Freuden gewest/ daß er sich deß Lachens nicht enthalten können. Solches könte sein Beicht - Varker nicht fassen / dann es kam ihm sehr wunderlich vor / daß ein Mensch im letzten Mdrucklachen solle / in wel¬ chem andere vor Forcht pflegen zu zit¬ tern und zu beben. Als dißDrr Ster¬ bende vermerckc/redet er ihm also an: Solle ich nicht gnugjame Ur jachen mich zu erfreuen und zu lachen haben / indeme ich 8 Ukäu, sambr ihrer gantzen Grjelijchasir zuqegen sehe/ wartend aust den Außgang meiner Seel/die sie empfangen und in Him¬ mel za tragen bereit ist. Nachdem- er «HZ U I2Z er solches geredet/ ist er im HErrn lieb¬ lich entjchlaffen. ^cobus 6s VorgAine schreibt V0N einem alten Geistlichen/ welcher die Heiligen ? Eilfftausend Jungfrauen fleissig pflegte zu verehren / und ihnen täglich etliche gewisse Gebettlein auff- juopffern. GOtt/ und disen Heili¬ gen / hak dises Alten Andacht wol- gesalleil; Erscheint derowegen eine aus derselben Gejeilschaffc disen frommen Geistlichen / und versichert ihmr/ daß/ wofern er in seiner An¬ dacht werde fortsahren/ und jede mit einem Varker unser mit angeheng- ten Englischen Gruß verehren / sie/ in seiner letzten Stund / zu ihm kom¬ men / und ihm in jeinem End treulich beystehen wollen / wie dann auch ge¬ schehen: Dann als er / mehr Alters/ als Kranckheit halber darnidec lag/ und nun mit allen Heiligen Sacra» menten zu diser Reise versehen / fangt er an zu ruffen: Macht Platz/ macht Platz denen Heiligen Jungfrauen. Uder i;c> E G §6» Uber solches Russen verwundert sich der Abbt/ fragt ihm / was er mit sol¬ chen wolle zu verliehen geben? Ant¬ wortet ihm der Alte .- die Eilsslau- send Heilige Jungfrauen haben mir versprochen / sie wollen in meinens - letzten End zu mir kommen / und mir beystehen / so ich in meiner Andacht verharren/ und sie mit gewissen Ge* dettkein verehren würde. Ich hass ihren Begehren ein Genügen gerhan / nun halten sie auch / was sie mir ver¬ sprochen: Jetzt seynv sie da/ mir zn Helffen. Und als er vifes geredet/ iss er seelig enkschlaffen. 'Ikomar LanripraranuL crzehlt von einer Spital» Schwester/ die er selbst zu Brüssel gekaut / und ein sehr ru» gendsame und der Andacht ergebene Person wäre/ schreibt er / daß/ nach¬ dem sic zu einem zimlichen Alter kom- ' men/ und nach eurer langwierigen Kranckheit endlich/ aller Meinung «rach / verschydeu / und vor rodt / von Morgens an/ bißauff den Abend ge¬ halten -Ms G 56» i;r - chatten worden ; C ihe. da wird sie wie¬ derum zum Leben erweckt / und erzehlt Dor allen Mit * Schwestern / und in Beywyu viller anderer Menschen/ daß sie / von denen Heiligen Eilfftausend Jungfrauen/ welchen sie die Zeil stres Lebens gedient und fleißig verehrt ha¬ be/ von dem Fegfeuer befreyel/ und so lang zum vorigen Leben wieder ge¬ bracht/ biß sie diß alles erzehlt / dlser Heiligen Gutthätigkcit und große Ge¬ walt/welchen sie bsy GOtt hatten/ offenbaret/ und alle zur gleichen2ln- da ht / und so nützlichen Dienst ihnen zu erzeigen angemahner hätte. Dises zu bezeugen / sagte sie/ stirb ichwide, rumb; wie auch / nachdem sie solches geredet/ geschehen, (^nripr. I.ib>. r. äpum. c. ;s. Auß difen wenigen / von so Villen andern Exewpeln die hie bey kunten gebracht werden / ist zu schließen/ daß die Vorbilt / und kräßtige Bevstand der Heiligen UR.8UL.L und ihrer Eilfftausend Jungfrauen/ gleichsam Aü- r?r «Hst D §6» Allmächtig sey vor GOtt - und dass sile die Mige/ die in ihren Nöthen zu ik-. si ehen/und mit grosser Zuversicht sich ihrer Vorhut qehraumen / nier mahlS m ihrer Hostrnmg stpn betrs» worden. Last uns sie dann flcis^ fizist verehren / und in ihr Heilige' Wruderjchastt einverleiben/ so werden wir im Leden und Todt sicherlich ihre Hüss und krchtigen Beistand erfahren. ENDE. Druck-Fahler. kol.46.Iiu.2;.ansiatkmanulichmann- kr-I 79.lm.24. dir/die. (lich. kol s.liu. I o.ersireckende/erstreckenden., koi. 7. Im. 9. dem/ den. kol.4s. !m 2s. frenüigen/ freudigen- ... » -