Nr 136 Montag, 1^. Juni 1918 ___________137. Iahrgan«,
Mllllcher
Zeitung
Veleptz»»-Mr, dee Pedaktion 52.
Amtlicher Geil. !
N.,ch dlm NüitSblattc zu, «Wi-ner ljeiü'Ni^ ^om 14. Juni ,U1>< (Nr. 134) wurde die WcllcN'crbrntmig »olamder ^ire«. eizeugnssl v^rdl'lcn: , ,
«ummer «8 «D.ntscke Volleicitung für den Neutltschnne, Meis» !iou, ».Juni 19!8, .
«nmmer « .I
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D« 14, Ium !'.N8 wuid- >n 5" Hl'.-'md Staat^nlcknei da« <'N und ('III Stück >es Neichsqc,c^latte^ ,n deutscher «usq^ " ^.q b«. nnd v^nde^D.s (^11 Stück enthält ,mte Nr 2 0 di, Vermdnuua dcs ssnmnznmnstenums ,n> E,.-v rn lnnen '"it den beteiliaten ?.lii,.stenen vom ,. I'M''"«. Hctieilend ^»».-ndnnaru au 3tcn,>t^'l'dunftete aus 'Inlaß der durch en tt"e' .e^mffenen aujjer°.>Mnl.chm V. rhältn.sse. und ,nt.'! '«I.2l1 die Verordnunss dr« Flnaili'.ninlstssiums vum 12 ^unl l!>!8, t'etrsfftnd Zuwendinigcn au Ztaatsbedimstete dee Rntzestan^^ a„ Witwen und Waisen naH Staatebc0ltl,stetcn sowie an P^rsnneu, dir Gnadrugabrn beziehen, au? Anlnh der durch d«-n Kriea geschaffenen auftergtwöbnlichen Verhältnisse. Das t?M. stück cnfhält unter Nr. 2l2 dic Verordnung de« slmtc^ für N»llsernäh'.un^ im Ei»vtlnr!)Nleu nnt dcn drteiligten Vtinisicrn uom 11. In«i 1918, l'rtefstnd die Regelung d,3 Bezngcs von uerstcxcrtem Zucke» z»>u ^wrcke drr Verdrsssrung des ^sepwdullcs ltohlen» vers»ra.una>',ilpsltor5 sü, die Ml-vierbeissau'.t^ezirlt Nomotau, Vrlix un^ Teplih.
Deü 1 ! Juni 1918 wnrde iu der Hof» und Vtaattdilicksiei d«« ^I^lixlX. Slüct drr u^ llinijchcn ^««ssabe des Reich«-arschhlattrr de.' Iahrn^n«,» 1»l? sowie >a« IX,, IlXste. I1XI. XlXlV., I.''!.. Ll^ll., I.X^V »üd I.XXVKI. stuck der ulr'ui.i'jchc» »usgadc >r« »lsichs? ^r« Inl,ic,n„g!s ,9l» nusgeasvcn »nd veisendet.
Votttische Uebersicht.
L a ibli ch, 16. Juni.
N„s Berlin, wird oom I^i. o. M. gcmcldei: Zur, 30. Wiederkehr des Tagcs dcs Negierunqsanirittes j Baiser Wilhelms schrcidt dcr Äorlincr „Luwllinz^iger": ! Wclchc Hiillc von fcsisscfilgtcr, llul, c„l,
^ der Papst wolle einen ungerechten Frieden, ! ?.
^ den zum Vorteile der einen Gruppe der Krie' ,.
>, Äinn entstellte die Worte dcs Papstes, man l.^. ?
' scine Gedanken und seine Absichten. Selbst sein ^
! gen angesichts des einen oder > 3
' werde verleumderisch gedeutet, >,.
gen Unsicherheit über SiaatssilchlN und inmitten eines
! so großen Sturmes der Leidenschaften es leicht oder
! überhaupt möglich wäre, einzelne Verurteilungen bezüa-
' lich einer einzelnen Tatsache auszusprechen. Turch die
' Verurteilung, die der Heilige Vater aus Grund eines
allgemeinen, alle Akte von Schnld umfassenden Grund»
> inhes ausgesprochen, habe er diese Alte bereits in einem
! sicherlich gerechten Urteil mißbilligt. — Der Papst be-
! saßt sich schließlich in seinem Schreiben mit der haß.
^ erfüllten Kampagne, die in Italien aegen gewiss? huch.
! verdiente Priester und gegen h<>,
^ führt weide und bemerlt, dies , ,e
Heimkehr.
Lrzuyumn. oo» Os^o Höcker. !
Klaus schüttelte ernst mit dem Kopfe.
.Wie follt' ich, Vater. Ich lmm nicht vergessen."
„Hahaha," lachte der Vater und rieb die Hände gegeneinander. „Hast das Mädel fchon betrachtet, die Erika, he?" Er gab ihm ciucn Rippenstoß. „Ist sie nicht der Sticne wie aus dem Gesicht geschnitten?"
..Man möchte denlcn, die Sln'w> "!!"< zu sehen," räumte der Sohn ein, „aber —" !
»Kein Aber, Jung' Weißt wa5, oa legst dich vor » «nfer. Hurrjch, das wär' ein G?ml sür uns Alle." (5r zwmkerte seiner F^„ z„, die nur leise m,t dem Kopfe schüttelte und von der plötzlichen Gesprächswendung nicht erbaut schien. Die Ctiene hat dich nicht grollt," fuhr b",^tte fort, > nimmst du ihre Schwester. Ach. dürft' '. ^Ä """'<> lrtz.en Tage .och erleben, dkl' bei " .^ k' '/'/'^ """ ^ung, ,.nd vielleicht noch ."/?< '. n^'".' ^',!. ^ ""' «roflvater saaen." Er lächelte mde.'tl.ch ve^lart und lehn.c sich r,i. cincm tiefen Atcmznge zurncl. ,,.... x>
Klaus Niar bleich geworden. Ihm war es, als ent-wochte der Vater m semer derb und ''üclsiäMos .«. greifenden Art fein eigenes hoffmmgsfrchcs Fühlen das flüchtig am verflossenen Vormittag wie freundliches Sonnenlicht vor ihm aufgestiegen war.
„Ich bitt' dich, Vater, wie magst du nur so reden," sagte er traurig. — „Das Mädel lennl mich ja aM nicht und ich lönute bald ihr Vater fein. Ich meine, sie würde Augen zu einem solchen Vorschlag machen. Da»
von wollen wir nicht weiter reden, ich dense, znm Hei» ! raten gehören immer zwei. Und sieht sie ihr auch viel ähnlich, so ist sie doch nur der tuten Stienc Schwester." ^
„Schnickschnack!" redete sich der Alte in Eifer. „Ein ! gutes Mädel ist sie; wollte Gott, die Stiene hätte ihr ^ geglichen, dann wäre viel Unglück nicht über uns ge- ! lommen. Und sie hält was aus dich. )'.>' schein aus ihreu Augen. Aber an eine Heirat nun gleich > zu denlcn! Ich bitte dich, Vater, das sagt man so in -der ersten Freude."
„Hast recht, mein Jung," mischte sich nun die Mut» ^ !er wieder eiu, die bisher einsilbig auf ihrem Platze mit in den Schoß gefalteten Händen gefcssen hatte. Vater spinnt gern 'n Garn, das weißt dn doch."
.Machc mich nicht wild!" begehrte der Alte in hellem
Eifer aus. „Wäre es nicht ein schönes Paar, Mutter,
! was? Eic müßlc fich doch alle Finger lecken, die Kleine,
so 'n Prachtlrrl zum Manne zu kriegen!" Tabci nickte
er dem Sol,ne välerlich-stolz zu.
„Das muß hall der liebe Gott sügen," lenkte seine ! Frau eiu und lk'pslc ihm begütigend auf die Schulter. ! „Sei doch nicht glc'ch so '" H'..., täglich ' ' , aber so alt ich anch ^ bin, scharf sehen tu' ich, m, > dcn beiden l/.l sich
! etwas angebändelt, das ist sicher.' Sie wendete sich ! wieder zum Sohne. „Du wirst den Lehrer ja s----! lernen; ein guter, rechtschaffener Mensch, er wmn 5 auf unseren Günther selig heraus, i,nd j Erila findet gerade an seiner stillen, sinnig,, - fallen. Ist ja selbst nur so 'n zartes Dingelchen." ' G^Mmgcn lachte KlauZ n '
! im Lacl^n brach er ab, ihm w> drüclt und schwer zumute, er bea/iss de:' '^iund illbsi ' nicht.
lFortsetzung folgt.)
La ba c- Z?^<-)tt. 136_____________^ 940 17. Juni ^ ..
ihu nicht. Im Gegenteil sei er noch niel tiefer von seiner Pflicht durchdrungen, die Heiligkeit der Kirche zu vcr< tcidigen und ihre Ehre zu wahren. Der Heilige Vater protestiert daher gegen diese Verleuindungen und bringt sic nicht nur dem Gewissen aller Katholiken, jondern c.nch dem aller ehrenhaften Leute in der ganzen Welt zur Kenntnis.
„Homme libre" schreibt, das; die Arbeitcrdertrcter von Clcmencean empfangen wurden, der ihnen die Ver» sichernng g^d, er werde nielnals ein Hindernis sür eine Friedensanosprache mit dcm Feinde sein. Er sei stets für du' Polilil der nalimmlen Ehre, aber auch für die der politischen Möglichkeit. Nach Lyoner Berichten äu» ßerle sich Elemeneeau lurz über die Lage an der Front und über die Notwendigkeit Frankreichs, dem Vorbilde des Feindes zu folgen und in diesem Jahre unter allen Umständen cine Entscheidung der Nassen zn fuchen. — „Homme libre" fordert in einem zweiten Arilkel zur Friedenöfrage Deutschland aus, den "Alliierten seine Friedensbedingungen bekanntzugeben. Frankreich sei be» reil, Deulfchlands Friedcnsvorschläge zu hören, die den Krieg zu Ende bringen können. Tic sozialistische „Hu-inanity" drückt ihre Meinung dahin aus, daß dieser Friedensartilel von Clcmenceau selbst geschrieben wurde. — „Journal des D5bats" fchreibt, daß die deut» sckei! Friedcnsänßerungen, wenn sie erfolgen sollten, auf seden Fall zu beantworten wären. Weder Frankreich « noch irgend ein Alliierter habe ein Interesse daran, einen Friedcnsgedanken zurückzuweisen, wo ein solcher! auch ssime. Wenn die Mittelmächte jckt das, was man Friedensoffensive nennt, vorbringen, sollen wir nicht > ,^-gl'rn, diese Unterhaltung anzunehmen. >
^iach c-i,ier Meldung aus Paris wurde (Huillau't at.! der "'e! .'.emralenropäischen Blocks von unwiderstehlicher ,>, und einem delilschen Frieden sprach, wie wir ihn ^ dnrcy ^Ilußland und Rumänien gezeitigt sehen. Es sei! sicher, daß dieses Ziel unerreichbar sei. Wir sind heute! am höchsten Punkt der Macht Deutschlands angelangt und müssen deshalb kämpfen, wie wir nie zuvor in un» serer beschichte gekämpft haben und wie nnserc großen französischen Verbündelen heute kämpfen. Wir müssen unsere Kraft aufwenden, bis die große Reserve, über ^ die die Sache der Freiheit noch verfügt, vollständig mo-! bilisiert ist.
Aus Moskau wird unterm 14. d. gemeldet: Der! Nat der Volkskommissare hat eine teilweise Mobilisic», rnng in Rußland angeordnet. In lA Gouvernements -und in den Kusatengebicten Sibiriens und Orenburgs ^ werden alle Männer der Jahrgänge 1893 bis 1890, die ^ Ardeiter oder Nauern sind, und nicht in einem Betriebe ' oder als Taglöhner oder sonstwie beschäftigt sind, zn den Waffen gerufen. — In einer weiteren Verordnung wird die Auflöfung der Abteilung „Nußland" des ezccho» slovakifcheu Nationalrates angeordnet, die im wefcntli» chen folgendermaßen begründet wird: Tic Abteilung „Rußland" dcs ezecho»slovalischen Äationalratcs ist unter dem miheren Regime der Einrichtung nationaler czecho°slovakischer Regimenter derart angewachsen, daß sie unter Kerenslij die Grüße eines ganzen Korps er» reichte,. Nährend ihres Wirkens hat die Abteilung uu» unterbrochen Widerstand gegen die Sovjets an den Tag gelegt, besonders nach ihrer Verlegung von Petersburg nach Kifev, wo sie die Zentralrada im Kampfe gegen die " ' 's und die sozialistische Republik in ihrem 5rgan mg der Czecho-Sloraken" untcrstiüue. Im leht» ^ vera^^lgcnen Jahre hat ihr Kommissär, Profefso-r, ! Maksa, die czecho.slovakischen Regimenter in Kijev da» mit betraut, die proletarische Erhebung zu unterdrücken. ^ Bei der Abziehung aus der Mraina haben die Führer, des Korps, besonders aber Profejfor Maksa, mit allen! Mitteln ein Einvernehmen mit der Regierung der ' ukrainischen Sovjets, welche die militärische Unterftüt» j zung suchten, verhindert. Professor Maksa weigerte sich, in Verhandlungen einzutreten, bevor er die Erlaubnis j erhalten hätte, die Gesamtheit der czecho-slovatischen > Etreitkräftc an einem ^rte zu vereinigen, anderseits i hatte sich unter den Führern des, czecho. slovalischen Korps eine Partei gebildet, welche die Ansicht vertrat, daß die czecho-slovakischen Ctreitträfte eine Einheit für! den organisierten Kamps in Rnßland bilden und glaubte.! '!" ^derspruch zu den gegenwärtigen Ereignissen, daß > Ne jich alles gestatten könne. Die .zechoslovalischen ! Soldaten, ohne Kenntnis der wirklichen Lage, nnd das! ^Pielzeu^.n de,i Händen von Intriganten nnd Aben- l teurern ^,ese Soldaten von diesem Einfluß zu befreien und aus ihnen bewußte Vürger zu machen, ist nur mög. ' lich nach Vefeitigung der Organisation, die stch dem! Widersetzt und sogar noch heute unter den czecho-slovali»'
scheu Kriegsgefangenen eine Ag'.ialion zur Anwerbuug ! sür die nationalen Ziegimenter betreibt. Der kcnie Auf» l stand in Verbindnng »lit der gegenrevolutionären Ver» ! schü'örnng macht sich schwer fühlbar bei der Organisa» ! lion der Verpflegung des Landes und beweist den ', neuerlichen Nidcrfiand der (5zech0'Slovalen gegen die ! Regierung der Sovjets, was die Auslösung der Abtei» lung „Rußland" des ezecho.slovatischen Natiunalrates voll rechtfertigt.
Nach einer ans Moskau verspätet unter dcm 2. d.
! eingelaufenen Meldung wurde vor dem Hauptvollzuqs-
! ausfchufse ein Äericht über die Ergebnisse der Unter»
^ suchung erstattet, die aus die Enthüllung des gegeurevo«
j lutionärel: Komplotts hin eingeleitet worden war. Das
i Hauptziel der Verschwörung, deren Stab allein !2l>
! Milglkder, vonnicgend gewesene Offiziere der alten!
! Armee, zählt, war der Sturz der Suvjelregierung, die
j Wiederherstellung der absolntistischen Gewalt, die Re»
^ organisierung einer wohldiZzipünierten Armee und die
! Fortf'.hung des Kampfes gegen Deutfchland im Vereine
! mit den Verbündeten. Ter lüngfte Vrand in Moslau,
, die E),plosionstatastrophe in Kaluga, die Revolte der !
i Czecho»Slovaken und die Meuterei des Generals Kras-
^ nov hängen >nit der Tätigkeit des Moskauer reaktionä» l
l reu ^^entrimlö innig zusainmen. Das Haupt der ganzen l
' Organisation isl eine wohlbekannte Polnische Persönlich»
i keit, deren Name vorläufig geheim gehalten wird. Diese
! Verschwörer verfolgten energisch das ,''>iel, in alle bolide- ^
! vilischen Organisationen einzudringen und hatten ihre >
! Agenten unter den Offizieren der Roten Garde. ^ Eine >
'weitere Meldung aus Moskau vom 5. d. besagt: Die j
Untersuchung hat in alle Einzelheilen der Organisation l
^ Licht gebracht. Unter dem Namen „Liga zur Verteiln» ^
gung des Vaterlandes und der Freiheit" sammelte die
Organisation alle reaktionären Elemente, von den Mi»
nimalisten angefangen bis zu den Monarchisten. Die
Monarchisten traten sür ein Übereinkommen mit
Deutschland ein, das die Monarchie wieder herstellen >
würde. Der linke Flügel sel,',te sich für eine Rückkehr zu
dem Aündnis mit den Wcstmächten nnd die Wiederauf»
nähme des Krieges aegen Deutschland »,'in. Elemente von
seltcner Mei.nmgsverschiedenheil einigien »'ich auf pseu»
donaerf!twnsstabcs, und Tavinov, der den Plan einer
nationalen Regierung entworsen hatte. Der strategische
! Plan der Organisation ging dahin, die Ural ^Gebiete
vom russischen Zentrum abzuschneiden, um die Soviets
mangels Verpflegung zur Kapitulation zu nötigen. Ko>
sakentvuppen uud reaktionäre Offiziere standen der Or-
aanisalimt im Osten zur Verfügung.
Nie ans dem türkischen Haoptquartier gemeldet wird, haben die türkischen Truppen angesichts des Vor» dringens der Engländer in Persien zum Flankcnschuh östlich vom ttrmia»See "Fuß gefaßt und Täbr>6 beseht, l Ans Washington wird gemeldet. In Beantwortung ! einer D«.pesche Poincares zum Jahrestag der Landuug ! dcr ersten amerikanischen Truppen in Europa weist ^ Präsident Wilson nochmals darauf hin, daß es die Ab-sicht der Vereinigten Staaten sei, solange Mannschaft uud Material nach Frankreich zu fchicken, bi3 die nur ^ zeitweilige Ungleichheit der Ttreitkräfte völlig überwun» den sei. Nur durch einen Sieg können die Weltangele» genheiten auf der Grundlage dauernder Gerechtigkeit und danernden Rechtes geregelt werden.
Der Gtend des Handels und des Gewerbes in Krain i« Jahre 1917.
(Fortsetzung.)
^!^ vorjährige Ernte lann bis auf die Wein» und die Obsternte nicht günstig bezeichnet werden. Der Grnnd hievon ist außer in den Witterundsverh^^üss n im Mangel an ^ngvieh, an Dungmitteln, in verschiede» nen Krankheiten, in Feldschäden, in erheblichem Maße aber auch in dem durch den Mangel an Arbeitern und leitenden Kräften hervorgerufenen schlechteren Anbau zu suchen. Die Getreide» und die anderen Brotfrüchte blieben hinter der vorjährigen F-.'chlung erheblich zurü'l, so der Weizen um ein Viertel, der Roggen nm ein gutes Drittel, die. Gerste fast um die H^s'c, der Hafer um mehr als die Hälfte, der Mais fast um ein Viertel, die Hirfe um ein Viertel. Nur der H.ntcn, der ichon ,m Jahre 1915 ein besseres Erträgnis gelic'ert haue, gab im Jahre 191? einen Mehcert'rag im Ausmaße emcs Fünftels der vorjährigen Erme. Der ertrag an Fl-solen und anderen Hülsensrü.^n war bedeutend germ-, c/r; fchlecht qcri.kn ferner die Erdäp.el und das Sauer» kr..nt, stellenweise auch Ue R:'.^, und die R >'qe der ?üire m,t
dt?!i Klee, dcm , cu und dem Stroh. Die Obierme siel besser als im Vorjahre >!>!'v ^'.'r ^'ein geriet so'vohl quantitativ als anch qualitativ außerordentlich gut. Sein Erträgnis wird auf rund 200.0M1 Hektoliter, von andr-rer Seite sogar aus 248 ii00 Hektoliter geschäht. Auch dir Bienenzucht warf einen gnten Erlraq ab.
Die Eteinkuhlenprodultion loies im größten Ne» triebe des Kammersprengels einen Ausfall auf; sie bc-Offerte sich mit 1N9.000 Tonnrn sum 2700 Tonnen tveniger als im Jahre l9lN). Die Steinkohle wurde fast ausschließlich für Staatsbahnen, Militäranstalten, fü, die Regierung sowie für die Kriegsindnslrien gelieferi. Die Eiseilindustric wurde infolge der wachsenden An» forderungen der Militärverwaltung sehr stars in An-spruch genommen und häüe daher ihre Velriebe bis zur ! äußersten Leistungsfähigkeit beschästigeu lönnen. Dies tolirde einerseits durch den Albeitermangel nnd ander» seits durch die unzureichende Versorgung »nil Rohstoffen, vor allem aber durch die unzulängliche Steinkohlenlie» . scrung unmöglich gemacht. Der Steinkohlenmangel hatt« ^ nicht nur beim größten Betriebe das ganze Jahr hin» durch Störungen zur Folge, sondern zmaug sogar diefen ! Betrieb in der Mitte des Monates Dezember auf drei Monate zur gänzlichen Einstellung seiner Tätigkeit. Neu gegründet wurde eine Elektrodenfabr-k, dle aber wegen Steinkuhlennmngels im vorigen Jahre ihren Betrieb noch nicht ausnehmei! konnte. Auch die Maschinenind,»» strie und die Gießereien wurden größtenteils für Mill-tärzwecke in Anspruch genommen; sie> konnten infolge» desfen sowie wegen Arbeite-» lind Stossmangels andere Aufträge mir iu fehr beschränktem Maße ausführen, so daß in einem Betriebe einige Bestellungen aus dem Jahre 191« erst im Laufe des Jahres 19.7 zu ganz ab« normalen Lieferungstcrminen ausgeführt werden sonn« ten, während in einem anderen Netriebe alle Privat» auftrage abgelehnt werden mußten. Verschiedene Hinder» nijse, besonders aber der Mangel an Heizmaterial, zwangen zu Beginn des Monates Dezember einen Äe« trieb zur Einführung der siebenstiindig'/n Ärbeitszeil, einen anderen zu einer dreiwöchigen Einstellung und einen dritten zu einer neunwochiaen Unicrbrechnng. Der steigende Melallmangel halte zur Folge, das; weicheres Metall durch Stahllegierung anpllcu,ien Hnao ücsfowitz dcs schwFAR. 3 und Leopold Thür n'c r, ül. im JR. 99. zu«, dcm ^ncralstal'e, für das toma,!. preußische Eiserne .^reuz 2. KI., dein Stabsuiachtincistcr des DR. ^ Jakob Kamc für dic lünigl. picnßisclM .Uriegcrverdienslmedaille die Bewilligung zur Annahme und zum Tragen der ihnen von Seiner Majestät dem Teutschen Kaiser verliehenen Auszeichnung erteilt.
Mucktritt dcr Leiter der Futtcrmittelzentrale.) Dcr Präsident der Futtcrmittclzcu,tralc und der Vizeprä, sident dcrsclbcn richteten an Seine Es.Menz den Ernüh. rungsminisber Paill ein Schreiben, worin sie erNaren, dah, nachdem in der Ernährungsfrage und in de, dami.
Lcnbllchcr Zeimn« Nr. 1:56 l>N 5 7. Juni
inliig zusainlnenhängenden Fulterversorgung in der lehten ^eit polilisä)c Erwägungen und Berl!u,l^,lignng oc'r Interessen einzelner Klassen l^ei den Entschließungen und Verfügungen der Regierung immer mehr in den Vordergrund treten, sic' die übernommene schlvere Verantlvortung nicht mehr länger tragen können und sich gezlunngen sehen, ihre Stellen niederzulegen.
- l»0 bis 18N4. für die bekanntlich die Enthebungen allgeinein, außer Kraft geseht worden, müssen auch für eine Enthebung als Berufsmaschinist oder Heizer außer Betracht bleil'en. Ebenso können auch Personen, die in gewissen militärischen, ganz besonders wichtigen Forma-tioncn eingestellt sind. ans höhe-reu mililärisck>en Gründen sür den abdachten Zweck nicht entlioben loerden. Die Enthebung wird bis zum 31. Dezember 1918 erfolgn. Eine Verlängerung dieses Termines steht nicht in Aussicht.
lssntlielmn» der bei Dampf- und Motorpfllla.cn Vcbiettftctc,!.» Das t. k. Ackenwuministerinin hat genehmigt, daß die bom Militärdienste enthobenen, bei Dampfund Molorpflügen Bediensteten bis zum 81. Juli an ihren Stellen verbleiben dürfen. Gesuche um Verlängerung der Enthebung über diesen Termin hinaus sind bis zum ^1. d. M. bei den politischen Behörden einzusingen.
- lProvisorische Auflassung der Ttcucrreferate der l. l. Aezirt^liaupiniauuschasleu Tschernembl und kittai.j Uder Ermächlignng des t. l. FinanMinislerinms Hai das Präsidium der l. l. Iinanzdiretliun sür kram mit l. Juli 1918 bis auf weiteres den Amtssitz und die Kanzlei des Stcnerreseraics der l. k. Vczirishaupt-wannschasl in Tschernemdl provisorisch nach Nndolfs« »oert und jene des Cieuerreserales der k. k. Vezirls» haliptmannschasl Littai nach Laidach verlegt. Von diesem ^eilplmlte an werden die (Ncschäsle des Qlcncrreserates Tschernembl v^nl Elenerreserale der l. f. Aezirlshanpl. Mannschaft Nndolsswerj nnd die des Tleuerreserates Üittai vom Elenerreserale der l. s. Bezirtöhauptmann» schaft Lail l,ch bcforgt werden. — .hierauf wird die Vc> wllernng ,nl dem Beifügen anfmerlsam gemacht, daß lwlu 1. Juli I9lft angefangen alle sür das 3teuerresera< Tschernembl, be.^w. Litlai bestinunten Schriftstücke, Postsendungen ?c. »nmillelbar an das ^teuerrcserai der t. l. Bezirkshauptwannschaft in 5l'ndulsswert, bezw. Laidach zu senden sein werden, liderdies wurd^ als Ein. laufstelle für Postsendlmaeu, nnmiliell'are Einqabcn nnd 5„r ^nsnahme von Prololollen für das Stenerreferal Tschernembl, ln'.^w. Liltai, so>0(^it lich die Parteien nichi ilnmittelbar nach Nndolsswerl, be,zw. Üaibach wenden sollten, das Sleueramt Tschernembl, bezw. Litlai l>e> stimmt.
l', fur Schüler, welche der AnswN ln'veits nnaehoren,
.^ .l',n^ 7 . "" ." in ^ril'tt ^>,acl Ritter von Vncetich-Biclih in Trieft, die Postfonlrollorc Anton Dich in Görz, Franz Tchnnch und Ferdinand Scarpa in Trieft. Josef Hold und Josef P etri.' in Laiwch. Aloic, (''rcgoriä in Pola, Einil Anlcrst in Abl'azia, Silviuö Schc, sehe? in Trieft. Anton Wolf >>nd Josef Vertovcc in ^ailxvch, Julius Erschen in Trieft. Iol>inn «3 i r n i l in Laibach, Doininif Brencich, Viltor Weber nnd Marius ^abro in Trich und Iol)ann Vrlepic- in Abwzia. die Post-^l'eroffiziale zweiter Masse Alois V c r n i l, Eduard V u . lia.n uud Johann Podsiorn it in Laibach. Johann N'ermolja und Isidor Tytti in Görz. Leopold Ham perl, Franz Kemrov. Jalob >l 0 b e »nd Kail La c'bach er in Laibach.
(Einschrünlunß in der Ve>lenleitung nnniölllich macht, allen Anforderungen gerecht zu werden. Wegen der Überlastung der Telegraplx'nleitunacn müssen gegenwärtig viele Privat-telenrannnc mit der Post befördert werden. Die Tclegra« pheüverwaltnng kann daher bis auf weiteres leinc Gewähr sür die rechtzeitige Trahtbcförderung der Telegramme übernehmen, sie mühte vielmehr bei einer weiteren Vcr» schärfung dieser Verhältnisse die teilweise Einstellung ocs Privatielcsjrainmvcrlehres in Erwägung ziehen. Es liegt daher im Interesse des Publikums, die Aufgabe aller nicht unbedinsit notwendigen Telegramme zu unterlassen, z. B. die Ausgabe dcr Glückwunsch- und Beileidstelegramme mit Nachrichten, deren Übermittlung in, P»sj>rvge noch rechtzeitig erfolgen tann.
(Explosion einctz Ninnitions,;u.) Am !1. d. M. abends geriet in der Station Schlögelmühl bei GlozWnih ein» Waygon eines Munitionötransportcs in Vrand, der auf drei lvciterc' Waggons übergriff nnd die Explosion des Inlialks zur Folge hatte. Dew sofortigen tatkräftigen Eingreifen des Transporllommandanlcn ist es zu verdanken, daß cin weiteres Ausbreiten des Unfalles verhütet wurde und demselben weder ein ^ien scheu leben znm Opfer fiel noch irgend jemand verletzt wurde. ^ Die dnrch die Explosion hervorgerufene Verkehrsstörung ist lnreits vollständig behoben.
lPliilhnrmouische Gesellschaft. Schulcrtonzeri.)
Dcr doppelte Zwcck solcher Schülcraufführungcn, die Iu° gend möglichst früh an ein furchtloses öffentliches Auftreten zu gewöbnen und zu zeigcu, nias die Tchule uud ihre Lchrträftc aus tleinen Ansängen zu entwickeln ver, mag, wurde in dem Konzert am 2amstay glänzend erreicht. Schon die Kleinsten der .'»Ueineil lSchule Frl. Tchmidingcr) verblüfften in dem Allegro und Nondo voi, Ätazas durch kräftige Bogenführuill!, strammen 5)>ht)lhmu6 und gefällige Siäierheit der Stimmführung. Dosselbe gilt von Schmidts 3e lies; das Klavier stärker hervortreten. Klang und Seele des Instrumentes zeigte uus in höchst erfreulicher Tarbietiing Mendelssohns Phantasie lSchulc Frl. Pribo-schih>- lyrische Feinheit Hahdns Sonatensah (Klabier Schule Schmidingcr!; Sicl^crhcit in der ^liandlung technischer Schwierigkeiten, aber ohne Aufdringlichteil Mozarts . Pliantasie in D-Moll und Vcethuvens vierter Sah aus oer Sonate Op. 20 lSchule Paulus). Eiue angenehme Abwechslung bildete der erste Sah des E-Dur-Trios von ,<>il)du «Schule Gerstner. Priboschih und Paulus», in dem nicht nur der heikle Klavier^ und Violinpart leicht und sicher behandelt wurde, sondern auch das ^.usammenspiel nnd die gegenseitige Abtönung höchst gefällig zum Ausdruck kamen. Das nur spärlich verwendete Cello brachte die oft weit auseinander liegenden Einsatz liar und sanglvir. Po> dcrcwslis Menuett für Klavier lSchnlc Pribuschih» wurde kräftig angepackt und massig hingestellt. Die lchten Stücke fielen fast schon anK dem gestellten lahmen heraus, indem ste bereits an das Gebiel individueller Auffassung nnd künstlerischer Darstellung streiften. Gricgs erster Sah ans ber ,Sonate in E-Moll für Klavier «Schule Frl. "oll) ^igle sehr sichere und saubere Ausführung, Ge-wlini)ll>eil iw Ausdruck und feines Stilgefühl. Der erste Sah ans McllMn'üö Violinkonzert sOp. dt-n^ Wil. helnws). klares Hcm! der me>> ^
ans allem Veitocrt, ly- üg in den
len und vor allem gute Abtönung dcr Wirkungen ze, diese hervorragende Leistung nus. Die Philharln^n^.^i, (^eseUfchafl tann mit Freude und Genugtuung auf diesen Alx'nd bücken, der nicht mir verdienten Beifall in Menge brachte, sondern auch die l^eruhigenide Gewiß!)eit, datz sie ,! il ivr Ocranbildung d'
bena Malica" in - , ----------,, -..-'-»
im großen Saale des Hotels ..Union" eine recht zahlreiche Zuhörerschaft, die nicht ermüdete, den '.'s ' ^'u für ihre zumeist recht gm gelungencn T<-, durch
lauten Beifall aufmunternde Anerkennung zu zollen. Der nähere bricht über die Leistungen folgt aelegentl!^ l'«''' zusammenfassenden Besprechung nach drr dritten . tion. Indes sei schon hente fl! ' ' ' il
truh mehrfacher Anreguny zur ü,«
gen der ^uhölersck>ail iminer uo,>-fähigteit beschränken, ist nicht erfindlich. Daß ig-
Mächtigkeit der Geinch, gesteigert würde, wird wohl nie, mand l'chauplen wollen, ^'icht jede Musilprodultion ist ein Konzert nnd selbst Konzerte lassen nur in Ausnahmsfällen den Wunsch nach Hinallsschiebung ihres Abschlusses anf, kommen.
lFür die Besitzer nuf dem V.'oornrunde.» Mil der
Rückzahlung des den Brjihern von Grundstücken auf dem Lailiacher Moore zu Entwässerungszwecken getuährtcn Dor-lehens muß heiter begonnen werden. ^ ,l,
turhauptausschusse verfaßten Vcrtc! .'„
durch acht Tayc a-uf dem " iilick^n'
Einsicht auf. Allfälligc B> , , ^,^c des
Stadtmagistrales binnen 1^ Tagen nach Ablauf des achttägigen Termines an den LaudcsauHschutz zu richten.
sDie Lnibachcr Nliren.) In Kreisen, denen an der Zeitrichligkeii viel gelegen ist, wird schon lange üb.'i die Unstimmigkeiten in dcr Zeitangabe der Lailiacher öffen^« licks«, Uhren Ullage geführt. Mit welcher Berechtigung, tat sich in der krassesten Weise heute früh d ' m
seilen astronomischen ^citpunkbe ans den , ::'.'
lirchc ein Viertel, der F tirchc ein halb und
ans der Uhr vor dem Gcl___.. >>>,^' genau ^<' ''->-^l
sieben war. Datz durch derlei Rebusse in 3ln '»»
der ^,eitl»estunmnng p-' ' " ' ' >i»
dl'ri wird, liegt allf di, -'N
oc'un doch schon liinn^l l>l»ol<»,'!! ,.^, ^lü^ilp^^er Fran^ Höbling tritt noch heute um halb U. 7 und 9 Uhr abends im Kino „Lrntral" im L, , .. , , ,l, großem U^cifall im Kino „Central" im Landest healer nuf. gclwmmcn wurdc, wird nur noch heute um ' ,<>,
mittags n.'icdorholt. Es ist ein Genutz allch fin ,,<>.
Kino Ideal. H^u!^ ist die lehte l<>>elegenl)eit, den Film „Tas ^iäiscl von Vangalnr" anzuschauen. Durch drei Erd-teile lmrd der Zuschni^r in .sich immer st^iaelid^r Stxin-nung geführt. Indischl P<,' „
Lanosck>aften. Die Geheimn ^,^s,
ftln den Blick und steigern s,ä> zu den, gewaltigen Brande des Voshiwara am Schluckt des großen Sck>c,!!films. Morden Dienstag den 18. Juni. „Der NsdeUlnvaliel", ausgezeichneter Ln spie Ischlager in drei Alten. , >>
mit l>er Viarle", Film^S^hauspiel in ^ Akt >. , «I
Approvisionlcrillll;sa:!ss^cssclliicltcn
— Ms der Sitzung des städtischen Approdisionie-
r,ü !!ec< vom 1^. Iuni.j ^n der vcrslossenrn
V, l in llllcn Ve'.irlen nnd an alle Parteien
5loä)melil libgegeden. In der nächsten Hoche l.'erd.n auf die Brotkarten Fisolen erster Qnolitiit, nnd ^war '/, .^ill.igramm für iM Person, ,'.nm Preise von ^ X 40 l, pro Kilogramm abgegeben weiden. — Der Vorrat an ^,ickmeh! reicht für rund 1^0 Tage ans, Bitzhin sind nrne ^nschiide M erwarten, so das; hun'ichNich des Vrolmehles sein, ^ ' '>,^fch^ ^_ L,
si^liiernng l)a< », n von 5>i a.........,.
aiigelanst, die wieder in drr lürzeslen ^eit verteilt wer»
den wird. — Der Anlauf ^Mercr ""
schcn wird organisier! nnd der '<
^rlwisioniernng in eigener Regie dcwrgl werden. —
^.'!n Tanrrlraul stehen noch grüner? ','.'..... ^nr
^ersngnng. Tie städtische Äpproviiionisrm, ^
Canerlrant seden M! ' '
ans dem Mnrtte ber' 1,
Laidachcr Zeitung Nr. 135___________________________942_______________________________________17. Juni 1918
Parteien, die das Sauerkraut zum eigenen Gebrauche ^ benötigen und ein größeres Quantum zujammen lausen j wallen, könllen sich im städtischen Approvisionierungs» l amte an der Poljanastraße 13 melden, lvo ihnen nach Tnnlichleit Anweisungen auf Sanevlrani ausgestellt werden. - Die Landesstellc sür Schlachlviehbeschaffung konnte der städtischen Vppruoiswnierung das Nind» > Vieh wieder nicht rechtzeitig liefern, weslvegen der! Fleischverlauf nicht wie gewöhnlich am Samstag, sun» ! d ! Hürden.) Tie Anstalten, Ämter und Vchörden, die das Petroleum bisher auf dem Stadlm igistrat auf !^ > z u g. scheine erhalten haben, werden eingeladen, sich sofort im städtischen Aeratungssaale einzufindcu, weil sunst! die weitere Anweisung dcs Petrol^mi^ s ?, zum Ilsten! August eingestellt werden lvird.
— sDie Mehlverkäufer) werden eingeladen, sich zu- ' verläßlich morgen nm 9 Uhr vormittags im städtischen l Veratungssaale wegen der Warenanweisung einzufinden.
Ter Krieg. !
Hele^ramme >e4 l. l. telegrapb«:n»ttorre»vonden^»
Östcrretch-Untt^l. !
Von den Kriesssschauplätzen Wien, 15. Juni. Amtlich wird verlautuarl:
15. Juni: j
Heute früh steigerte sich das Geschützfeucr in dielen: Abschnitten der Südwestfront zu großer Starte.
An der albanischen Front sind gestern neuerliche, nuler Einsah von Reserven durchgeführte Angriffe der! Franzosen nordwestlich von Sinapremte gescheitert. l
B« «hef ^«« «uie«llft«b««. !
Wien, '<", ">,!"' Aunlich wird Verlautbart:
t6. Juni: -
Gestern jrüh griffen an der Plave und beiderseits ' der Vrenta unjcre Armeen nach mehrstündigem Ar« lilleriemaffenjeuer die Italiener und ihre Verbündeten > au. i
Die Heeresgruppe des Generalfeldmarichalls von > Boroevi 6 erzwang sich an zahlreichen Stellen den ilbcrgang über die hoäigehende P^ave. Die Korps des Generalobersten von Wurm nahmen nach Niederritt» gen erbitterter Gegenwehr bei Sau Dona di Piave und bliderjcits der Bahn Oderzo-Treuis«) in br.'l^r /jront dic feindlichen Stellungen. Die Truppen des Generalobcr», sten Erzherzog Josef bemächtigten sich überraschend i der Verteidigungsanlage am Ostraude des Mantello und! drangen in dieses Höhengelände ein. General der Ka» vallcrie Fürst Tchönbnrg wurde während des Über« ^ ganges seines Korps durch eine Granate verwundet. Die Zahl der an der Piave eingebrachten Gefangenen be» ^ trägt 10.00». An erbeuteten Geschützen sind bisher etwa, 50 gemeldet. i
Auch der erste Ansturm beiderseits der Vreina hatte Erfolg. Starten feindlichen WidUstand brechend und alle > Hiüderiiisic des zertlilftetcu waldreiche.! Gebirges' über» windend stießen unsere Truppen vielfach bis i.i die dritte ! feindlülie Stellung vor, wobei WW Italiener, Franzosen und Engländer als Gefangne in unserer Hand blicben. Die dort gewonnenen Vorteile vermochten wir aber nur teilweise zu behaupten, östlich der Vr^nia v.iußte der ^ Ncrg Naniero vor überlegenen, dnrch slanki-rendes Ge»' sch»t;seucr unterstützten Gegenangriffen des Feindes ^ wieoc freiqi leben werben, indes der Italiener am ^ 'siordhange dcs Monte Grappa vergebens s,egen unsere! dort an seine ersten Linien festgeklammerten Bataillone! vorstürmte. j
I« den ^oaldzonen der Sieben Gemeinden trafen ^ unsere Regimenter auf eine von den Alliierten schon ^ in den Vortagen vorbereitete Angriffsqrnpp.?, vor deren: Gegenstoß ein Teil des eroberten Geländes wieder ge> ^ räumt wurde. .
Nei Riva, im Abschnitte des Ma.ors Erzh.?iz0ss ' Maximilian, entrissen wir den Italiener» den Tosso Alto.
Im Adamello»Gebiete erstürmten bewährte Hoch» ^ ssel'irqslompanicn den (5orno di »^avcn»,,, wobei 1<»0 Ge>! fangene und drei feindliche Geschütze eingebracht wurden. ^
Iy Albanien wurde am 14. 1. "lf ein neucr'.ichc.- ! Angriff der Franzosen im Devoli»3ale abgeZchlagcn. ,
Der Chef des Generalstab««. !
Wien, 16. Juni. Aus dcm >nicasprcss^quariicr wird gcmeldct: Gcftern früh hat nach mchrtäniacr mnchtvollci Arlillcrievorbercitunn der von der italienischen Presse mit erkennbarer Nervosität immer wieder anaclündi^tc und
von der italienischen Heeresleitung newisi mit eben solcher Spannung erwartete österrcichisch-unnarische Offcnsiustoß an der aanzen Südweftfront einnesel't. Von der Piave-Wülldunn l'itz zum ^rtler, im Lanuncii-Gcl>iete und in dem tiutt Wcinrcl'cn durch,;oncurn (Gelände der (^licnc ebenso wie im wildzcrlliifictcn Gebirn^landc und in den Nc-gionen dcs ewiyen Vifes sind unsere Truppen an vielen Stellen in die Ttcllunn.cn dcs Grnncrs eiunedrunaen und haben il,m l^ralicu um Gral'ru in crliittcrtcm Ninncn entrissen. Trotz der infolnc der lcl,tcn iNcncnperiodc lioch-ttchcndcn, mel»r als tilomclerurcitctt Piavc linden die Truppen der (yencraloberslcn Freil,err von Wurm und Przher,,oa Josef an mehreren TtcNcn den Nbernann unter dem Schullc der ausnczcichnct mirlenden Artillerie er .zwullncn. Truppe» des l^cucralobcrsten ^icilicrrn von Wurm hnlic» in breiter Front am Ostufer der Piave Huf? ncfaszt. Truppen des l^cneraloucrstcn Erzherzond Josef haben sich in überraschendem Stos; in den Vesii, cincs nroßcn Teiles dcr tnl»lcn, donlinicrcndcn .^öl,en dcs laua.aestrccktc» Mnntcllo-Nuckens nefctzt. Dae> prnchtiac Arl,citr„ der technischen Truppen hat unter dem machtvollen Feuer der vereinzelten «atterien unserer Infanterie zum übcraana und im Vereine mit dem ülierraschunnsmoment trol» schwieria.cn Plclnndct» zum vollstcu (^rfolnc uerholfs». Auch nn dcr Tiroler HochMnrM'ront l,at der Kenner unfcrem crstcn wuchtinc» Anprall nicht ftandnchaltcn. Tcll.,st das Heran-ziehen stärkerer Reserven und das schnelle ftinnreifc» schon bcrcitacslelltcr Annriffslrnppcu tonnten den (frfola. des Tancs nicht ausgleiche». Trotz erbitterter (^eacnnnnriffc von Italienern, Irnuzuscn und (snnlnndcrn vcrn,ochte der Feind nicht, unserem Ttostc standzuhalten, so daß im OsttcilcderHochflächcderSiebenWemein-den über zwei Kilometer Naum nach vorne in schwieriges G el> i r g sg e l ä n d c gewonnen wurden. Tic writer folnrndcn (^cnrnannriffc dcr verbündete» Feinde schciicrtc» nn dcr unerschütterlichen Abwehr des Verteidigers. Anch im Abschnitte bei Nivn die Vcsitznahmc des Dosso Alto und im Adamrllo-^cbictc dic (frsiiirmuna. dcs Corno di l5nvcnto zeuncu von dcm prächtigen Offensiuncist unserer Trnppcn. Dic Zahl von l5,.000 Gcfnnnencn nnd zahlreichen erbeutete,, (>jcschiltzcn zeigt den (suderfolg des ersten ztampslages.
.^aul ^ilwr gestern nachmittags in ^aibach aüs ver»
läßlicher nichtamtlicher Quelle eingelangten,Depesche
habcn unsere Truppen anch schon den .ichligcn ^isen»
Ixchnlnotonpunlt Treviso, 18 Äilomeler «^eliweges
! uordlich von Mestre., genommen.
Heutscheft V^ezüÄ.
"sn den Kriegsschauplätzen.
^cnlu, ^5). Juni. tAmtlich.) Grohes Hauptquartier, l5. Juni:
»«ftlich«r 2riegejch«u>l«tz:
veeressiruppe de« 5tr»npri»zen Nupprecht »»» V«zy»rn fliege Vrkunduugstätigleit. Südwestlich von Merris machten wir Gefangene. Starke Vorstöße des Feindes an der Aucre wurden abgewiesen. Artillerie» und Mi» nenwerferkampf lebte am Abend beiberleits dcr Somme auf.
Heere»zvuppe de« Deutsche» Hro«prinze»:
Südwestlich von Noyon blieb die Infanterietätigleil auf örtliche Kampfhandlungen beschränkt. Das Artille-ricfeuer lieft an Stärke nach.
Südlich der Aisne blieb der Artillerietampf gestei» gert. Mehrfache Teilangrifft, die der Feind gegen unsere Linien im Walde von Viln'rö'i5otll'rcls führte, wurde» abgewiesen.
Die Gesangenenzahl aus den letzten kämpfen südlich der Aione hat sich auf l« Offiziere und mehr als 2N0U Mann erhöht.
Leutnant Met errang seinen M, Leutnant Kirstein seinen 25. und 2«. Luftsieg.
Osten. Heeresgruppe Eichhorn:
l3twa 1N.0<»0 Mann starte russische Banden, die, von Icjsjk kommend, in der Minft.Vucht an der Nardküste des Azovfchen Meeres landeten und zum Angriffe auf Taganrog vorgingen, wurden vernichtet. Teile des Fe'n-des, die auf 3'oolen und Flöszen zu cnlgchen versuchten, wurden im Wasser zusammengeschossen. > Der Erste Generolqnortiermeis^:
' von 3 nde n d e» rff.
' Perlin, 16. Juni. «Amtlich.) Grches.Hauptquartier, ! l6. Juni:
^ Heeresgruppe des Kronprinzen Ruprecht von Vaycrn:
^ Südwestlich von Merris und nördlich von Ne.hu.,e
wurden englische Teilangriffe, bei denen der ^emd West»
lich von Locon in unsere vorderen ^inicn eindrang, in« ^inhtampf abgewiesen.
An der übrigen Hroni blieb die Infanterietätigkcit anf lkrlunduugsgefechte beschränkt. Dl'r Ariillerielamps lebte am Abend nördlich der Lys, nördlich der Scarpe und beiderseits dcr Soinmc anf.
Heeresgruppe dcs Deutschen Kronprinzen: 5lleincre Infanteriegefechte auf oem Uampfselde süd» westlich von 'sloyon.
Südlich dcr Äisne dauerte erhöhte Gcfechtstätigkeit an. Starke Angriffe der Franzosen gegen Dommicra wurden durch eiuen Gegenstosz auf die Höhen westlich l,on Dommiers znm Scheitern gebracht, l/benso brach ein qegen unsere Linien im Walde von Villers-(5o. Juni, abends:
3>l)n den 5ts!Mpsfrl.,nten nichts Nenl's,
Baiser Wilhelms Dank für die Schlach teiliglen Führern nnd Truppen spreche ich meinen und des Vaterlandes Tan? aus. Der Angriffsgeist meiner mwergleichlin>n Truppen verbürgt den endgültigen Sieg. Gott wird weiter helfen. Wilhelm 7. II.
Feindliche HrieaSbericht
Nom, 16. Inni. Tie AgenM ^lcsan, meldet: Nach Mitteilungen des Ministerpräsidenten Orlando in der italienischen Kammer und im Tenat ergibi sich nach den vom Hiichstsommandierenden bis 8 Uhr abends ein» gelroffenen Nachrichten folgendes Bild: Die Schlacht danevt heftig furl. Ter Trnct des Feindes ist anf allen Pnnsteu der Angriffsfront, d. h. von der Asiago-Ebene bis ans Meer, immer ssleich ftarl. Der Widerstand un» serer sehr tüchtigen Truppen erlaubt dem Feinde nicht, die Linie des größten Widerstandes zu überschreiten. Die Tchlachl geht avs der ersten ^iinie mil wechselndem Erfolge weiter, indem unsere Truppen mehrere Gegen» angriffe anssührien, von denen es einigen gelang, die ursprünglichen Elellungen wieder herzustellen.
London, IN. Juni. Neuter meldet: Englischer Ae» richt vom italienischen Kriegsschauplätze: vxnte früh Uuirde das österreichische Vomb>, daß die ganze Front in den Nampf verwickelt fei. Um l^ Uhr morgens habe das sohr heftige Vombardement begonnen, dem"m 7 Uhr der Angriff der Infanterie anf der gan» zen Linie gefolgt fei. Die letzten Nachrichten reichen biS 1 Uhr mittags nnd besagen, daß die italienischen Trllp» ven prächtigen Widerstand geleistet haben. Meraus leb» basier, allgemeiner und andanernder Beifall, an dem sich auch die Tribüne beteiligte. Die Ve'iammlnng er» l.ebt sich und nist: Es lebe Italien! (55 lebe die Armee!; Ter Ministerpräsident fuhr fort, der ^rnst der mächii» gcn Schlacht erlaube seine Prahlereien, die dem maß» vollen und würdigen Charakter dcr italienischen Nation nicht gemäß seien. Die Kammes ,sch!oß der Minister» pr'isi'oent, wird die Nachrichlen mit dem wirklichen Ernst ewcr Versammlung ausnehmen, die die Ehre bat. ein
Laibacher Zeitung Nr. 136_____________________________943________________ 17 ^m ^g^
so >,n f.cs Voll zu vertreten, mit i"N"N ^rttsl. der sich ',-!,'? dc^ Pert^aucn in unser Komni»'.ndo ^l't!.n>:un^ und unsere Soldaten sticht. Ich kann sagen, daß ich nie an dem Mul NN7 der Treue unsevcr ^''!dal<',' ^eMei-f.ll la?v steuerliche begeisterte Kundgebungen der 5la:-, :(!> cssizilrl aus den besehen 's^oiiuze.,, das' sie l'n '" eine^ frieden einwilligen weroen der inchl s>unch lnt-bm er ^lle>, italienischen Soldat.'" seine:, ^r»ü „nd seine heißen Segenswünsche.
"3)57- 3"»^- 'N"!V d<"s ö'lNtrikH.
Neue U-Voutcrfolne.
«erlin, Ux Juni. l Amtlich.) Eines unserer ll-Voole, Nommondant Kapitänleuluaut Nemy sWalter) l)at neuer, diugs in« Atlantischen Ozean drei Dampfer mit ^>sa,imien ,U'sl 28.000 VrutloreMertonnen vernichtet, darunter den! mii vier 15 2^-Geschühen l^ivaffncten amerikanischen Truppentransporter „President Lincoln« ll8.1«1 Brutto, registerlounen). Die militärische Besamung des „Present Lincoln" bestand aus 40 Offizieren und zirka «^U Mann d,-i Vlarine. Außerdem befanden sich noch 20 Offiziere, so^'ie Mannschaften der Armoe a.n Bow, die nach Amerika ^ zurückbeordert »oerdcn sollten. Vermutlich ist der grölte ^ Teil der Besatzung l>ci der Versenkung des Sch,,fe3 um-^ gesominen. Der Chef des Admiralslabes dor Manne.! »erlin. 10. Juni. (Amtlich.) futsch.'und österr.ichnch-' ungarische U-Boote haben i,n Mtlelmoere 5 Dampfer und, z> Sealer von .zusammen rund 22.000 Bruitoreaistertonnen ^ verseull. Unlcr dc>n versenkten Ampfern befand ,uh der! e,na!'sch< Truppentransporter „Leasow Castle (9?.^^ Prutwregistertonnen). !
Der Chef des Admiralstaues der Marine, j
Ein Fliegerangriff aus Paris. Z
Paris, 16. Juni. lHcwas.) Mehrere Gruppen fcind-! licher F'Ingzenge iibersl^gen gestern abends d,e ^ront- ! linien und richlelen ihren Flug gegen Paris. Um > l 1 Uhr 40 Min. nachts wurde das Alarmzeichen geqe« . ben, die Verleidignngsmitlel lraien in Täligteil. Nn.sere! Blilierien beschissen yeflig die Flugzeuge. Wie gemeldet j »rird, wurden einige Vmnben abgewursen, die mehrere ^ 7 ^'!-r an Menschenleben forderten. !
strantreich
Der Liiaui^che Nationnlrat gcsscn die Versailler ÄeschlUsse.
Vcrn, f(i. Juni. Der litauische Nakonalra-t, der in Versailles scincn Sitz hat, sandte an die Ministerpräsidenten Hranlrcichs, l^n^landS und Italiens fol^'üdcs Telc-f,r öffnete am 8. d. Vi. seinen Entschluß zn? Schestunmnny6^chl der Völker widcr-spri6)i nnd jeder völlisä>en (>>erechtisskcit ins Gesicht schlägt, entgegenzutreten. Außerdem unternahm der litauische Na-lionalrat tie! den (^'sandlsanfte» der alliierten Negiernn^ gen in Vcrn eine Demarche und crhod sjegen dicn> Un-gerechtinkil energisch Einspruch.
Die Presse übet die ilrirndlane. j
i«lltterda»l, 15. Juni. Der „Nieuwe »iottcrdamsche Coinanl" meldet aus London: Die Presse ist l>efriedigt über die Beendigung der lehteu deutschen Offensive, gibt, aber zu. daß noch andere Schloß zu erwarten sind und daß die Gefahr nicht vorüber ist.
Unruhen in Irland. !
London, 15. Juni. Pionier.) Anläßlich der Verhaf-. lung von zwei Handelsangcstellten in BallyMr «Irische! Grafschaft Galloay). lam es zu einem Zusainmenstoß zwi-, schen der Polizei und der Mvöllernng. Vor der Polizei»! kaserne famnielle sich eine Mcnfchemnenge an, die eine! sehr drohende Haltung annahm, da der Befehl zu einen,! Angriff mit Knütteln erteilt wurde. Die Menge bowarf! daraufhin die Schuhleute mit Steinen und Eiern. Die nach Süden führende Straße wurde mit Baumstämmen und Drahthindernissen verl'arriladielt, wodurch es den Rich» ^ tern unmöglich gemacht wurde, den Gcrichtssaal, in dem l sich die wegen ungesetzlicher militärischer übnngen beschul-» digten Angellagteu lu'fandeu, ^u erreichen. AIs die An-! gellagteu später nach dem (^'fäugnis gebracht wnrden, lain cs zu ueuerlichen Znsaininenstößen zlviscl^cn der Polizei und der Bevölkerung. Nach vergeblichen Angriffen mit Vluülteln wurde, ein Bajonettangriff angeordnet, bei dem sechs Personen verwnndet wurden.
Nnßland
^ Dic ttnmpfe mit den (5zechu ^luvnicn. !
! London, 15. Juni. Das Renier-Burcau erfährt auö^ «Peking vom 10. Juni: Die Ankunft größerer Abteilungen i Czecho-SIovaken in Sibirien brachte ein neues Element ! in die Lage. Nach dem frieden von Brcst-Litowsf wurde ' Vereinbari, daß zwei Divisionen dieser Truppen alMhcn ! sollen, denn die russischen Maximalisten wollten diese los l ll»erden. Die Alliierten wollten sie in Europa verlanden. «Diese Divisionen gerieten jehl auf d^u» 31>ege nach Vladi-< vostol mit dcn Volj^evili in der Frage der Enllrmffnung z in cinen Konflikt und scheinen einen Teil der von Irkutsk l nnit d, ing des Kricgszu.
standcs über Moskau sind al.. .^..^r der bürgerlichen Presse üln'r Anordnung des Vollsiommissärs für Kricz eingestellt worden.
Porriickrn der Zeit der Uhren um zwei Viunden.
Moöiau, ^4. Juni. (Petersburger Tel.-^ Eine Verordnung der Regierung ordnet das der ^,eit der Uhren um zwei Stunden in Moskau U7db in Gros,rus)Iand an.
Die tttrain«.
Die Friedcnsuerhnlldlunncn mit Rußland
z«ijev, 15. Juni. Das nlrainisch-russisclic B standsnblommcn ist veröffentlicht worden. In dc> Gesamtsihunss der Hriedensunterhändler ist die Erörterung der Grenzfragen begonnen worden. Die Vertretung der Sovictregierunfs verlangt eine allgemeine eie Vollsat». stilllinung auf ethnographischer Grundlage. Die ukrainischen Unterhändler wollen die Abstimmung nur in stritti» gen Ausnahmsfällen zulassen, soloeit dadurch die Inter, essen des gesamten und StaatsorssaTiismus nicht ,«>',,',>^-s nxrden. Eine EiiNssiing ist nicht erzielt »oorden,
Vulgarieu
Demission des Kabinettes.
Sofia, l6. Juni. ________________________________«
Zwei tüchtige
ttirarbir
werden aufgenommen.
Auskunft ort»ilt die Adum'ittrfttjoa divider Ztituti^. 19QA •—1
py* Eifakrene ^ß$
Kinderpflegerin oder ; Kinderfrau
zu Säugling gesucht
Gute V<-rptkfnnf, «rutei }ioa«rar.
Anträfe unter ,,Bablu a* di« Admioi-i «ration dia^r Zeitung. •, 18W 2 2
I Anmeldungen j auf die
VllTfoterreichische Kriegsanleihe
¦ =* Übernimmt zu den Originalbedingungen und erteilt bereitwilligst einschlägige Aufklärungen =
I im 16 die Filiale der k. k. priv. Oesterreichischen Credit-Anstalt für Handel und Gewerbe in Laibach.
Vaibacher Zeitung Nr. 136___________________________944___________________________________17. Juni 1918
Hermann Stegemann's
Geschichte des Krieges
Mit fünf farbigen Krieg-skarten. P|T* 2 Bände in Leinen gebunden a K 24-75. "*W
Inhalt des ersten Bandes:
Aas der Vorgeschichte des Krieges.
Die militärische Lage Europas.
Der Feldzag im Westen bis zum 15. September 1914. Dio Vorkämpfe. — Der deutsche Vormarsch dnreh Belgien. Dir Schlachten im Sundgau und in Lothringen. — Die Schlachtenfolge in Belgien und Frankreich. — Die Schlachten um die Oise- und Maas-iinie. — Von der Aisne über die Marne. — Die Schlacht an der Marne. — Betrachtungen aur Schlacht an der Märn«. — Die Auswirkung der Schlacht an der Marne.
Der Feldzug in Ostpreußen bis zum 15. September 1914. Aufmarsch un Der Feldzug im Osten vom 17. Dezember 1914 bis 21. Februar 1915. Die Flügolunternehmungen der Russen. — Dm Flttgel-
; Unternehmungen der Deutschen und Österreicher.
i Schlußwort.
Aas den Betrachtungen sur Kriegslage. Anizugc aus dem Bernor «Bund* vom 6. November bis 18. December 1914. — Qnellen-
I Teneichni».
! K a r» t en.
! Der Stellungskrieg im Westen mit Einzoichnung dor Fronten. — Die Schlachten in Flandern mit Einzeichnung der Stellungen
; am 30. Oktober 1914. — Die Schlachten in Polen und Galizien mit Emzeichnung der He«resbowogungen vom 25. September big
17. December 1914. .
! Nebenkarten.
Der Durchbruch von Rnexlnj mit Emzeichnung der Bewegungen vom 21. bis 21. November 1914. — Di© Schlacht bei IJma-mrwa-L&panow mit Einzeichnung dor Stellungen am 8. und 9. Dezember 1914. — Die Winterschlacht.
\ orrätig in der
s Buicli-, Kunst- -uu IVIiJLSilxjaliex^l^^'^^dl^jLMLjar
; lg. v. Kleinmayr & Fed. Bamberg
j ' Laibäch, Kongreßplatz Nr. 2. r
IMacher Zeitung N^ 135___________________________34b_______________________________ 17. Juni 1H18
¦nntsMatl
At. «.an. Razglas. 1W3 3 '
Ä te« ¦• daj» na sjiUiio xnanj©, da se ko Iot krajeniA ohciHO Kompoije v Ittrtek do« ST. jiuiija 1918 v obèin>» «n« s»«til» !«», to jl' oc! «luo 1. j»-
^p«^l« pri e. Ils. clil»j»»:m ^!nv»r«tv,i v ,we. 10. junijn, 191«.
Z il»u^< Kundmachung.
E« wir^ biemit zur all^mrinen lkeuntnis «edra^t, d«h ^ie Oems!ndl>jliqb itompolje T»omur«t«,g den 27. Juni 1918 in l^'r «AemcinAcllluzlei «n Groftloschl!) mit l>nn Ve-ginnc um 3 Uhr nachmMa>j» zur Veivnchtunc; Nelanqt. und z»^, uuf dic Dailei von fünf Jahr,:;, da? ist vom I.Iuli 1918 di< 30. Juni 198ii.
Die Pacht» uild Lizitationsbedinliulllzen tülliien li.i dcr l. t, Urzill^h,n!ptmlumschclft in Gotisch« währillü der ^t!oül)nlicht!l Äiütsstll'.l» dc.- !>ssichligt nn'rde!», K. t Vezirtshaupt«a»«schaft Gvttschee,
UIG Firm. 501, Rg. CI 9/89.
Razglas.
Tpieialo se je v trgoTiaski register, oddtlek C, pri firmi:
Peter Kozina & Comp.,
dmžba s omejeno «avezo,
aedež: Ljubljana s podružnico v Bittrioi pri Tržie«.
Izbris i-oslovodjo Josipa Lonèarièa.
S «klepom obènog«. zbora z due 23. aprila 1918 se je družba razpustila in je »topila v likfid&cijo.
Likvidator: Poslovodja Peter Ko-zinu.
Likfidacijska firma: Peter Koziua & Comp., družba z omejeno aarezo v likvidaciji.
Fynia ao podpišo tnko, da likyi-dator likvid&cijfki fin»- d» svoj p«dpis.
C kr. dežolno kot trgovsku sodiŠÈe v Ljabljani, odd. III., due ft. juuija 1916.
18S7 Firm. 505, Einz. II 78/10
Razglas.
V registru ho je vpiaala dn« 5. ju-uija 1JM8 pri firmi:
benedilo:
Jos. Kunstel,
MHlflž: Vrhnika, h. it. 134, sedaj
HO,
obr.itni prwlmet: trgovina z leBom,
«aßlodiijji premomba:
aednj trgofiiiH, a lesora in vinom.
C kr (leželnokottrgovskosodiSÈftv Ljabljiiui, odd. III., due §. juoija 1918.
1902 "~ ..... C 17/13-1
Oklia
Tožbo je vložil Jciip Bn>6, poM»t-mk i7. Jas^na It. 28, po notarskem •ubntituu Antotni Krai-'liorin v Ilirski Bistric, zopor Marj,i»o in Joieta Bafift
d,,lo«T°»a Za "^0 ra'Pr"<> « J« 2 2. ju»ija 19]8
obb9šUndoPoldnevpritem'8odiSènv
BiTstliŠèe toženih je Mzn*no Po «tavlja se jima Ivan PnvSiè iz Ilirsk« Bistnce «krbnikom. Ta ju bo zastopal na njuno nevarnoat in stroSko, dokler »e sama ne ügla«iU ali u« imanajeta poobUšcenca.
C. kr. okrajna »odnija v Uir«ki Bistrici, odd. I, dn* 13. juuija 1918.
Has Ziel ist nahe.
r ye*
on bem dtCjnetifcfjfrett voitbtv ^ '
L Jür bit Uiittn llnfivtn^ungcti 3«c^ttrt 1
Din vision Dank- und Anerkennungsschreiben
beweistii, daß
-ad
>^,% ' feindn
Mitglicderu
i »Uor BtrufKitlude
t^' niiD»]. »dT w«ikl. ttfticbl. ^ iB» TodeFfsll« mm bei Erwtrbp-^^^^ ufij^jijkeu «ucli während der Kriegszeit ^^ ^^ wi» hiaiier ..bne Rücklicht auf di* TodeK-^^ ¦riiir.lt« eiut'ü üui«rBtüuiiiiK»b»itra^ in itr lohe
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«aibacher Zeitung Nr. 186___________________________946____________________________________17. Juni 131«
Razglas
o uravntvri porabe petroleja za 6as do 3L avgmsta 1918 v ljubljanskem mestnem okrožju. j
IxTriujoC uku c. kr. deželnega predsednika za Kranjsko m duo IS. »pnJa 1W1S, dei. xak. št. IS, odreja in«itui magi.strut v emislu § 13. cit. slodete:
A. I. Petrolej za raiavotlj&To pri meseèni potrobièini pod 20 litror, je zahteT»ti pri mettucn ra»gistratuein petrolajskem oddelkn v rnestui posTeteyaluiei magistrate t Itjubljtni.
Uprafiienci do petroleja «o izkljuèno le ¡ § 1. «itnayedeni z&Todi ter osoke, in «ieer:
1.) iudiist;ijsk» in obrtna poiijetja, ki delajo za potrebo vcjakor;
2.) induatrijska in obrtna podjetja, ki r. obratno tehuicnih vzroke* no morejo dela »rekini«: in ki io Tsled t«*tf:t uauwna na poBoèuo delo;
3.) rudarska in topiluiika pedjetja;
4.) javni uradi in xatodi;
h) kmetijski obrati, in sicer le la neobhodno poirebao raJtsvetljaranje hletor, shram b aa mleko in sir i. dr.;
6.) rokodelci in delarci, ki delajci ua domu, in ki potrebujeju petrolejiko razsTet lj»TO T evojih obrtovališèih, da si zaslužijo stoj žirež;
7.) «clarci in uslužbenci rudankik, tepilniških in muaicijskih obratev ter jatnemu prometu služeeih železBie, ki dokazano pouoei nastopajo ali dokonèujejo službe;
8.) bolnišnics, hiralni«e, tabori za ujetnike in internirance, »arake za delarc*.
Za drugo uperabe se petrolej nikakor ne bede nakazoval, oaobito ne sa raasvttljaT© aUntranj in atopnjic, izTzcmii ¡ ixranrednih iluèajib si!a, n. pr. r eluèaju bolezni itd.
II. Profile« za petrolej mera t to srrbo izpolniti posebno rprašalno polo, katero j« dobiti breaplacno v aiestni posTt'toralniti na magistratn, ter v kateri je najteènejše odgovoriti na via ondi itarljena rpraianja.
HI. Pravilnost naredb v Tprašalni poli mora potraiti, in sic«r:
1.) za indugtrijska in obrtna podjctja, ki dclajo aa potrebo vojske, o. In kr. nprava vojik«;
2.) za iiidustrijska in obrtna podjetja, ki z obratno tehniènib rsrokor no »orejo «•la prpkiiiti im ki to rslad tega narezana na ponoèno delo, O. kr. Obrtno nadsor-alitvo T LJublJani; \
3.) za jarne urade in zarode, predstojnlk nrada ali B&Toda; I
4.) za kmetijike obrate, mestnl gospodarski «rad v Ljnbljanl; !
I.) za rokodelce in ««laTC«, ki delajo »a domu in ki potrebujejcrpetrolejuko raz-•retljavo v srojih obrtoTalr^ih, da si zaaluzijo ivoj živož, zadrQg^a prosllea ali tlBtoga delodajaloa, sa kat«r«ga d«la proailao;
¦1.) za v?« drugr pioaiJce, tlsto mesto, ki so böd« sporoöllo profllloa natmeno t m«stnl posT«tovaluiol pri oddaji vpraäalne pole;
7.) razTcatega je r T»ak«ni sln^aju dopriuesti tudi potrdilo rucstne plinarne in •lektrarne, da •• t proitorib, ¡ katerih se rabi pttrolej ne nahaja no plinoT/, in nc elektrièna Ini.
IV. 0 iitinitosti na^edb t vpr&šalni poli rršile se bodo prtd nakaiilom petroleja posabn« uradn« poizredb«, od kojih ispeha bod« odrigno nakazilo.
B. 1. Prolnje za petrol«j r druse svrb« kakor za razsretljar», ali ia. razsretljaTO pri meseèni potrtfbfcèini nad 20 litrov, morajo biti Beitavljcne natanèno po doioèilih § 2 cit. nkaaa ter jih je vlagati pri pttrolejski c«ntrali na Dunaju, Wippliugerstrasie ?9. Te prolnje se norajo preje predložiti v potrditev magiatratnemu pttrolojikcmu oddolku t mestni poavetovaluiti. Potrdila ie ndajajo le proti predbodnim poiarodbam glede potreb-¦èin« in intinitosti uavedb.
Tudi t\ pro«ilci morajo iip«lniti gori omtnjtno ypraialno polo aa petrolej ter jo vložiti v m«8tm pottetovaluici zajndno ¦/. zgoraj omeuj«no vlogo ua potrolejik* ceutralo.
C. 1.) Ta »dredba «topi takoj t veljavo.
2.) Napaeno nayoredbo ¡ ¡prasalnib polab in prošnjah ter nploh prestopki spoèetka «itiranegu ukaza se bodo najttrožje kmenako sailedoral«.
IVIestni magistrat ljutoljanaJkl,
dn« 1. jiinija 1918. Z. 1617 ¦ -• • —
Knndmachnng
betreffend die Regelung des Verbraucht* von Petroleum in der Zeit bis 31. August 1918 im GebUte der Landeshauptstadt Laibaoh.
In Durchführung der Verordnung den k. k. LandeHprasiileiiteu für Krain Tom 12. April 1918, I<- G. Bl. Nr. 13, tiudet der .Stadtmagiotrat fomäü § 13 cit. tolftnd« aninordn«>n:
A. 1. Dor Ansprtich auf P«troleam für BeleuchtunfBtwtcke bei einem lionatskedarf ¡on «nter 20 1 int bei der rnagituratischen Petroleiimstellc im Stadtmagistrate in Laibark (Magi»tratBberatungRa.il) anzumelden.
Berechtigt hiezu >md ausschließlich nur die nachstehenden, im § 1. «it. kezeickneteu Anstalten und Personen und zwar:
1.) Industrielle nnd gewerbliche Betriebe, dio für d«n llfcre«bedarf arbeiten;
2 ) IsduBtrielle und gewerbliche Betriebe, die aus ketriebtteclinischen Grfiuden de* ArbeitsprozcsB nicht untorbrecken können, und darum auf Naehtarbeit angewi«iea sind;
3.) Bergbau- und flittenhetriebe;
4.) öffentliche Ämter und Anstalteu;
5.) Landwirtschaftliche Betriebe, nnd awar nar awr uaentbchrlieken Bele««blung von Stallungen, ron Milch- und Käsekaramern «nd dgl.;
6.) Handworker und Heimarbeiter, die der Petroleumbeleuchtung in ihrer Betriebs-stitttf zur Krwerbung ibres Lebensunterhaltes »iekt entraten können;
7.) Arbeiter und Angentullte der Berg- und Hüttenwerke, der Munitionsbetricke und der deis Offentliehen Tcrkehre dienenden Eisenbahnen, welche ihren Dient nachweislich aur Nachtzeit antreten oder beeuden;
8.) KrankcnhauHer, Siechenhäuser,Gefangenen- u. Interniertenlager, Arbeiterkaracken;
Pie Abgab« von Petrelnum aa andere Kategorie« ist g&i>zlicb avsgeschlossen, i¦Bb^Re¦(lere wird sur Wohmiagi- «ml Stiefenbeleuehting kein Petreloom nbgegvliea, ausgenommen iu außerordentliche» Netfällon, i. B. Krankheitsfällen u. dgl.
II. Die Bi3werl»cr um Petroleum haben eisen Tom StadtmBgistrat» aafgi'l^gte» und bei der Pctroleurnstolle im stldtiechea Bsratungssaale kostenlos erkältJichea «Fragebogen zum Bezug tob Petroleum» auszufüllen und alle daria gestellten Fragea genauest«ns am beautwertea.
III. Dio Riehtigkoit der Tragebeantwortung muß kestätigen, und zwar :
1.) für indoBtrielle und gewerbliche Betriebe, die far den Heereskedarf arbeiten, die k. m. k. HeeresTerwaltnng;
2.) für iadustrielle uad gewerbliche Betriebe, die aas betriebstechnische« firttaden den ArbeitipreacB a<«ht untttrbrachea könne« , und darum a«f Nachtarbeit angewieecB sind, dai k. k. Ottwerbelnspektorat In Laibaoh;
8.) für öffentliche Ämter und Anstalten d«r Vorstand des Amtes oder der Anstalt;
4.) für lamlwirtschitftliehe Betriebe das städtisohe ökonomat in Laibaoh;
6.) fär Handwerker und Kleinarbeitfr, «ie der Petrolooinkelearktutig »n ikrtr BetriobüBtattu zur Erwerbu»^ ihres LobeiiMiDtrrhalteH nicht citrate« köanen , die Qe-nossensohaft Aes Bewerbers od«r desjenigen Arbeitgehers, fir welohen i der Betreffende arbeitet;
6.) für alic amUrc.n Bewerber dlejemlge Stelle, welohe dem Bewerber tob I der nagistratigehen Potrolcnmstolle im städtlsohen Beratungssaale bei Übergabe ! des Fragebofens mündlloh bekanntgegeben werden wird.
7.) Außerdem ist in allen Fällen «ocr die Bestätigung der städtisohe» Gasanstalt und des städtisehen Elektricitätswerken beixmbrlngen, dal sieh iu dos Lekalitäten, für «elcli« J'tttroleuiu aufsprechen werden wird, weder ein» tia»-Boch eine elektrincke Boluuchtang beflndot.
IT. Bezlglich der Richtigkeit der Angaben in den Fragebög«» werde» *»r der Anweisung Ten Petroleum eingehende amtliche Erbebungen gepfloge« werden, tob dere» Erfolge dio Anweisung abhängig sein wird.
B. 1.) Der Anspruck auf Petroleum fnr andere als BeleHchta«gHzwocke s«wie flir BeleuehtiiBgazwecke hei ei«em Monatsbedarf von nber 20 liter is4 mittelst schriftlicher, genau nach d'n Bestinmti»gen des § 2 cit. verfaßter Eiagabo bei dor PetroleumaectraU in Wien, I., Wipt-liugcrstraße 2(,i, aaaumeldo«.
Diene p]ingabo ist Torher der iuugistratinchen PotroleumBtelle rm studtinchen Be-ratungssaal z«r Bestätigung zu DberwoiH*>i, welche BeMätiguug jedeck nur na«k V©r-»ahme entsprechender Erkebuugen keeftglich der Richtigkeit der Angaben erteilt werde» wird. Auch diese Bewerber haken de* obaitierteu Fragebogen aoBaufülleu und gleick-zfitip mit der an die PetroleumzeBtrale gerichtete» eberwühnte» Kingabe dor städtmehen Fetreleumntello rorzBlßgen.
C. 1.) Bie Torstehenden Bestimmungen traten »©f«rt ia Kraft.
2.) Falscko Angaken in den Fragebb'gea and Eingaken sowie überhaupt Ükertre-tu»|«n der eingang» zitierten Terordnu»g anterliegeB dor streagsten BtrafrerfolgiBg.
Stadtmagistrat I^Liil3Ltol-i,
am 1. Juni 1918.
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