iPoitniBA plftfann t jotoTini- Deutsche Zeitung Organ für die deutsche Minderheit im Dravabanat —— «christleitung und Ber»alt«ng: Pre!«rnova ulica S. Telephon Rr. ^1 «interurban) t Bezugspreise für das Inland: vierteljährig 40 Din, halbjährig 80 Tin qnn». «»kundig»,.gen werden in der vtrwaltung zu billigsten «eduhren entgegengenommen f jährig 160 tin. Für da» Ausland entsprechend» Erhöhung Einzelnummer Din l 50 Erscheint wöchentlich zweimal: Donnerstag früh und Samstag früh mit dem Datum vom Sonntag Nummer 43 ^ Celje, Sonntag, den 28. Mai 193» J 58. Jahrgang Tagesschau Außenminister Jcvtic ist am Freitag aus Genf nach Beograd zurückgekehrt, wo er sich bis Sonn-tag aufhalten wird, um die moggebenden streik über die Entwicklung der Abrüstungskonferenz zu unterrichten, worauf er nach Prag zur Eröffnung der Kleinen Entente Konferenz abreist. Der Außen-minister erklärte Pressevertretern, Jugoslawien brauche sich über den Viermächte Plan in seiner neuen Fassung nicht aufzuregen. In Beograd findet heute, Sonntag. eine große Kundgebung gegen die Revision der Fnedensver-träge statt. Als Gegenmaßnahme gegen die Schweinesperre hat die jugoslawische Regierung ein teilweises Ein-fuhroerbot für österreichische Industrieartikel erlassen, das in der Nacht auf Samstag in straft getreten ist. Vor dem Beograder Gerichtshof begann ein Riesenkorruptionsprozefz. Der Staat erscheint um über 00 Millionen Dinar geschädigt. Die in der letzten Zeit festgestellten Anzeichen einer Annäherung zwischen Italien und Jugo-slawien, sowie den übrigen Staaten der stleinen Entente mehren sich. In Genf stattete der italienische Vertreter auf der Abrüstungskonferenz Baron Aloisi dem jugoslawischen Außenminister Jevtic einen Besuch ab und legte ihm die Gesichtspunkte dar, nach denen in Rom die weitere Entwicklung der italienisch-jugoslawischen Beziehungen auf Grund des zur Beralung stehenden Viermächte-Abkommens ins Auge gefaßt ist. Der italienische Vertreter betonte, dak das Viermächtc-Abkommen vor allem der Festigung des europäischen Friedens dienen soll. Dieser unmittelbaren Fühlungnahme zwischen Jugo-slawien und Italien wird in diplomatischen Kreisen große Bedeutung hinsichtlich einer Neuorientierung in den Beziehungen zwischen Italien und der stleinen Entente beigemessen. Die Verhandlungen über das Vierer-Abkommen sind noch im Gange. Namens der stleinen Entente hat der tschechoslowakische Außen-minister Dr. Benesch gegen den Plan Protest ein-gelegt. Polen droht mit dem Verlassen der Abrüstungs-konferenz, iwnn der Plan verwirklicht wird. Der französische Außenminister Paul-Boncour er-klärte den Außenministern der stleinen Entente, Frankreich werde den Tert des Viermächte-Abkommens vor der Unterfertigung der stleinen Entente bekannt- Seben und das Abkommen erst nach Erzielung eines lbkommens zwischen der stleinen Entente und Italien unterzeichnen. Frankreich hat wiederum eine neue Fassung des Planes unterbreitet, der die ftanzösische Uebermacht sichern soll. Der neue Entwurf wird von Deutschland abgelehnt. In Genf wird der Entscheidungskampf in der Abrüstungskonferenz geschlagen. Nachdem die Be-ratungen durch die Rede des Reichskanzlers Hitler und die ergänzenden Erklärungen des deutschen Vertreters N a d v l n y in Genf, die Botschaft R o o s e v e l t s, die genaue Darlegung der amen-konischen Abrüstungspolitik durch eine große Rede des amerikanischen Beobachters Norman Davis. und schließlich auch durch die wieder in Fluß ge-kommenen Verhandlungen über den Viermächte-Pakt neuen Auftrieb erhalten hatten, steht die Abrüstungs-konferenz nun. sosehr auch England und die Ver-einigten Staaten mit Rücksicht auf den Zusammen-tritt der Weltwirtschaftskonferenz am 12. Juni zum Abschluß drängen, vor neuen großen Schwierig-ketten, man darf sagen, vor einer neuen Krise. Frankreich hat wiederum die alte Sicherhettsfrage in den Vordergrund gestellt und davon seine ma-terielle Abrüstung abhängig gemacht, neuestens auch noch die Forderung nach qualitativer Abrüstung zur See erhoben, mit der Begründung, daß die Land-abrüstung einseitig sei — dieser Vorstoß ist offenbar Die nationalen Minderheiten in Deutschland In der jugoslawischen Presse wird seit dem Amtsantritt der Regierung Hitler immer wieder die Frage gestellt, wie sich das neue Deutschland zu seinen nationalen Minderheiten verhalte, also in der Hauptsache zu den Polen, Wenden und Dänen. Die Behandlung der Juden wurde nicht in diesem Zusammenhange beurteilt, da die Juden in Deutsch-land sich bisher anders als ihre Volksgenossen in Polen, Litauen, der Tschechoslowakei. Rumänien usw. nicht als nationale Minderheit bekannten, sondern als Angehörige des deutschen Mehrheits-volles, von dem sie bloß durch die Konfession verschieden wären. Namentlich einige kleinere Blätter, deren nationaler Eifer im umgekehrten Verhältnis zu ihrer Verbreitung steht, benutzten angebliche oder wirkliche Vorfälle in Deutschland, um die Regierung Hitler zu beschuldigen, daß sie die nationalen Minder-derheiten verfolge und unterdrücke. Dieser Vorwurf wurde ganz allgemein erhoben, obgleich von irgendwelchen Maßnahmen gegen die Polen und Dänen nichts zu hören war, der Vorwurf wurde erhoben, obwohl die Slowenen in Westfalen sich gemäß dem gewiß unverdächtigen Zeuanis des „Slovenski Narod" im Tone der Begeisterung für das Hitler-Regime ausgesprochen haben, bloß deshalb, weil in der Lausitz angeblich etliche führende Wenden ver-haftet und bei ihnen Hausdurchsuchungen vorgenommen wurden. Wir wissen nun bis heute noch nicht, ob und inwiefern diese Meldungen den Tatsachen entsprechen, aber selbst angenommen, daß sie auf Wahrheit beruhen, so sind die Maßnahmen in der Lausitz be-stimmt nicht getroffen worden, weil die betreffenden Personen nichtdeutscher Volkszugehörigkeit sind. Man wird vielleicht einwenden, woher wir denn wissen, daß die Wendenführer nicht wegen ihrer Volkszugehörigkeit Haft und Hausdurchsuchung über sich ergehen lassen mußten. Nun, wir schöpfen unsere Ueberzeugung aus zwei logischen Vernunft-gründen: erstens ist es nicht einzusehen, daß die Lausitzer Wenden, die ein völkisches Sonderleben inmitten des deutschen Sprachgebietes führen, dem Reiche „gefährlicher" sein sollen als etwa die Polen oder die Dänen, die an ihr Muttervolk angrenzen' und zweitens wäre es nicht zu verstehen, warum die deutschen Behörden, die das Wendenvolk in seiner alten Kultur und in seinem ganz einzigartigen alten Brauchtum in jeder Hinsicht konservieren wollen, durch eine aus nationalen Gründen er-folgende Behelligung seiner Führer das jähr-hundertlange freundschaftliche Zusammenleben zwischen Wenden und Deutschen zu stören die Absicht haben könnten. Dabei soll ganz davon abgesehen werden, daß man auch den deutschen Behörden genügend Weitblick zumuten darf, sie würden erkennen, daß Deutschland, wenn es die eigenen nationalen Minder-heiten unbillig behandelt, seinen moralischen An-spruch, als Anwalt für die deutschen Volsgenossen im Auslande aufzutreten, aufs ernsthafteste aufs Spiel setzen müßte. Wenn aber noch irgendein Rest des Zweifels übrig blieb, ob das neue Deutschland tatsächlich den Willen habe, das Volkstum seiner andersnationalen Staatsbürger unangetastet zu lassen so hat diesen letzten Zweifel Reichskanzler Hitler beseitigt, der in seiner letzten Reichstagsrede in feierlicher Weise folgende Erklärung abgegeben hat: „Das junge Deutschland ist beseelt vom tiefen Ver-ständnis für die begründeten Lebensansprüche der anderen Völker. Die Generation dieses jungen Deutschland, die in ihrem bisherigen Leben nur Not, Elend und Jammer des eigenen Volkes kennen lernte, hat zu sehr unter dem Wahnsinn gelitten, als daß sie beabsichtigen könnte, das gleich« den anderen zuzufügen. Indem wir in grenzenloser Liebe und Treue an unserem eigenen Volkstum hängen, respektieren wir die nationalen Rechte auch der anderen Völker aus dieser selben Gesinnung heraus und möchten aus tiefinnerstem Herzen mit ihnen in Frieden und Freundschaft leben. Wir kennen daher auch nicht den Begriff des Germanisierens. Die geistige Mentalität des vergangenen Jahrhunderts, aus der heraus man glaubte, vielleicht aus Polen und Franzosen Deutsche machen zu können, ist uns genau so fremd, wie wir uns leidenschaftlich gegen jeden umgekehrten Versuch wenden." Diese Erklärung Hitlers besagt also, daß das neue Deutschland jegliche Angleichung bezw., wie man so schön verblümt auch zu sagen pflegt, jegliche ..Assimilierung" sremdstämmiger Volksteile ablehnt. Der Präsident des Europäischen Nationalilätenkr'n. gresses, der Slowene Dr. Wilfan, hatte mit dem ihm eigenen Scharfsinn schon längst, noch ehe Reichs-kanzler Hitlei sich von der Reichstagstribüne aus über das Volkstumsproblem äußern konnte, aus der Grundeinstellung des deutschen Nationa-lisrnus die Folgerung abgeleitet, daß das Regime Hitler der europäischen Minderheitenbewegung im Sinne der Forderungen der Kongreßgemeinschaft einen mächtigen Auftrieb verleihen werde, und er hatte vor mehreren Wochen in einem in Wien ge-haltenen Vortrag diese Auffassung mit beredter Eindruckskraft vertreten, indem er' dem deutschen Nationalismus, der die deutsche Rasse in der gegen-wältigen Form von fremdblütiger Beimischung frei-halten wolle, den italienischen Faschismus gegen-überstellte, der, nicht auf dem Persönlichkeit»-, sondern auf dem Landschaftsgrundsatz beruhend, sich mit Hilfe der Staatsgewalt andersnationale Elemente einzuverleiben trachte und sonach bewußt und plan-mäßig auf eine Vermischung der eigenen Nation innerhalb der Staatsgrenzen hinarbeite. Aus dieser grundsätzlichen Einstellung des deutschen National-sozialismus ist auch die Hiltung gegenüber dem Judentum zu verstehen, die zwangsläufig dazu führen wird, daß die Juden in Deutschland als rassische Minderheit in der Behandlung den sprachlichen Minderheiten gleichgestellt werden.' Die Erklärung des deutschen Reichskanzler» über die Volkstumsfrage läßt es als wahrscheinlich erscheinen, daß die deutsche Regierung, sobald sie einmal den Umbau des Staates durchgeführt hat, sich auch einer „gleichgeschalteten" Regelung der Minderheitenfrage zuwenden wird. Wir zweifeln nicht, daß die Reichsregierung sich hiebei die Vor-schlüge des Europäischen Nationalitätenkongresses, der als beste Lösung die Schaffung eines euro-päischen Minderheitenstatutes bezeichnet hat, zunutze machen wird, sei es, daß sie im Völkerbund einen solchen Antrag einbringt oder sei es. daß sie, ob-wohl Deutschland an keinen Minderheitenschutzver-trag gebunden ist, für den eigenen Gebrauch eine Regelung einführt, die auch für die an den Min-derheitenschutzvertrag gebundenen Staaten als Vor-bild dienen könnte. gegen England und Italien gerichtet — und ver- im legt sich erneut auf die Politik des Ausweiche»?, ge Die Entscheidungsschlacht in Genf ist im Gange. Ihr Ausga«g ist noch ungewiß. Der französische Antrag, die deutsche Hilfs-pvlizei als militärisch« Formation zu erklären, wurde im Effektwausfchuß der Abrüstungskonferenz ab-gelehnt. Die Kommunistische Partei Oesterreich» ist von der Regierung aufgelöst worden. In Linz ist der langjährige Führer der Groß-deutschen August Wotawa verschieden. Seite 2 Deutsche Zettung Nummer 43 Die Pfingsttagung des VDA in Klagenfurt Auf der diesjährigen Pfingsttagung des VDA in der südlichen Grenzmark Kärnten werden in windig?,,, eindrucksvollen Kundgebungen sowie in zahlreichen Arbeitssitzungen die gesamtdeutsche Idee, die Sonderaufgabe der deutschen Ostmark Oesterreich, der Abwehrkamps der deutschen Südmarken, der deutsche Zusammenschlußgedanke sowie Fragen der inneren volksbiologischen Gestaltung der Idee ihren Ausdruck finden. Im Mittelpunkt der Tagung stehen im Rahmen der Hauptversammlung drei Vorträge „Natton im Weiden": 1. Dr. Steinachen „Gesamtdeutsche Umschau", 2. Univerfitätsprosesfor Geheimrat Doktor Penck-Berlin: „Vom Blühen und Welken deutschen Volkstum»", 3. Universitätsprofessor Dr. Schützler-Rostok: „Deutsche Einheit und gesamtdeutsche Ge-schichtsbetrachtung". Der festliche und weihevolle Höhe-punkt wird eine Morgenfeier sein, bei der der Fürstbischof von Gurk, Dr. Adam Hefter, und der Bischof der evangelischen Landeskirche in Rumänien, l). Dr. Viktor Glondys sprechen. Dem Lande Körnten und seiner Grenzlandaufgabe ist u. a. eine „Stunde für Kärnten" im Wappensaal des Landhauses gewidmet, bei der. umrahmt von musikalischen Dar-bietungen, Landeshauptmann Kernmaier und Doktor Steinacher das Wort ergreifen. An Sondertagungen sind zu nennen die Frauentagung, bei der Ministerialrat Doktor Mayer, Obmann des Deutschen Schulvereins Süd-mark über „Die Grundlinien der österreichischen Schutzarbeit" spricht. Außerdem werden Berichte aus den verschiedenen Arbeitsgebieten erstattet. Bei der Studententagung spricht Karl Fritz, Hermagor, über Kärntens Freiheitskampf, Dr. Ullmann, Berlin, über den Süd Oft-Deutschen, und der Führer der Deutschen Studentenschaft Krüger legt ein volks-deutsches Bekenntnis der Deutschen Studentenschaft ab. Auf der Bauern tagung, die sich mit den deutschen Siedlungsaufgaben und standespolitischen Fragen im Rahmen des Bolkslumkampfes befaßt sprechen u. a. Minister Dr. Schumy und Reichs-minister a. D. Freiherr v. Gayl. Auf der kauf-männischen Tagung spricht Kommerzialrat Leist über die Aufgaben des deutschen Kaufmannes im Grenzgebiet, sowie der Leiter der Auslands-abteilung des DHV, Hamburg. G. Schuster, über die Volksdeutsche Aufgabe des überseedeutschen Kauf-manns. Der Festzug wird durch das Herbeiströmen aller Kärntner Trachtengruppen besonders farbig und eindrucksvoll. — Fackelzug. Höhenfeuer, zahl-reiche Konzerte, künstlerische und musikalische Dar-bielungen, Festvorstellungen, Sonderfahrten ergänzen das außerordentlich reichhaltige Tagungsprogramm. AmPfingftdienstag findet in Völkermarkt eine Kundgebung aller reichsdeutjchen und österreichischen Abstimmungsgebiete statt. Es werden Vertreter aus Oberschlesien, Westpreußen. Ostpreußen, Nordschleswig, dem Saargebiet, Oldenburg und Kärnten sprechen. Die Tagung klingt aus in einem feierlichen Festgeläut der von den reichsdeutschen Ab- Dr. Friedrich Braöiö: Daphne Blagayana Eine Pflanzenjuwel unserer Heimat Botanisch« Plauderei Vier Stunden Gehweges westlich von Ljub-ljana (Laibach) liegt abseits von jedem regeren Ver-kehre am Fuße des Lorenziberges das Dorf und Schloß Polhovgrad (Billichgrätz). welch letzteres im Baloasor'jchen Werke „Ehre des Herzogtum- Krain" seine bildliche Darstellung gefunden hat. Im Jahre 1837 war Eigner dieses Schlosses Richard Ursini Graf von Blagay. welcher am 20. Mn dieses Jahres in der Nähe seines Stammschlc-sses eine fremde Pflanze fand, die er dem damaligen Kustos des krainischen Landesmuseums Heinrich Freyer ^ur Bestimmung überbrachte. Dessen Meinung, daß es sich um eine neue Art Seidelbast handle, wurde von den namhaftesten deutschen Botanikern bestätigt. Dem Entdecker zu Ehren erhielt die Pflanze den Beinamen Blaguyan«. Sie wild auch Königsrose (Kraljeva roza) genannt, nach einem erfolgreichen Botaniker aus fürsterlichem Geschlechte, nach dem Könige Friedrich August dem Zweiten von Sachsen. Dieser suchte in der Unrast, die ihm der sächsische slimmungsgebieten der Stadt Vvlkermarkt gestifteten Glocken. Der Trachtenzug am Pfingstmontag wird in großer Ausmachung von allen österreichischen und deutschen Sendern zur Gänze übertragen. Besonder» wirkungsvoll und neu wird aber sein, daß die Teil nehmer selbst an das Mikrophon gebracht werden, so daß sie ganz Deutschland und Oesterreich hören wird. Amerika wird die Teilnehmer und den ganzen Trachtenzug zu Pfingsten auf dem Umweg der Wachsplatten in der darauffolgenden Nacht hören können. Auch werden Tonfilmaufnahmen vom Festzug gemacht. _ Roseggerehrungen in Steiermark Zum 90. Geburtstag Peter Roseggers am 31. Juli bereitet die steirische Heimat des großen Dichters und Deuters alpendeutschen Bauerntums würdige Ehrung vor. In der Landeshauptstadt Graz soll ein überlebensgroßes Denkmal nach dem Entwürfe Wilhelm G ö s s e r s errichtet werden. Ein Block edlen Laajer Marmors steht in einer Grazer Steinmetzwertstätte bereit, die Kosten der Bearbei-tung und Aufstellung hofft man durch Spenden noch rechtzeittg aufbringen zu können. Ein eben er-schienen« Aufruf bittet alle Freunde des Dichters, dem so viele Deutsche in aller Welt neue freudige Besinnung aus die Quellen ihres Volkstums danken, zu diesem Werke beizutragen und Spenden an den Roseggerdenkmalausschuß. Graz, Oesterreich, Land-hausgasse 7, zu leiten. Die steiermärkische Landesbibliothek am Joan-neum in Graz zeigt vom 13. Mai bis Mitte Juni eine Rosegger - Gedächtnisausstellung, in der ein reizvolles Bild des seltsamen Lebenswegs vom steirijchen Dorfschneider zum Ehren doktor dreier Universitäten vermittelt wird. Durch das Entgegenkommen der Familie, die Hand-schriften und Erinnerungsgegenstände aus allen Altersstufen des Dichters (selbst die Tagebücher und „Zeitschriften" des Waldbauernbuben) gesammelt und zum Teil durch Rückkauf gesichert hat, ist eine fast lückenlose Darstellung dieser einzigartigen Ent-wicklung möglich. Auch der heimliche Maler Roseg-ger, der sich auch in reifen Jahren noch immer um bildlichen Ausdruck seines Kunstwillens bemühte, ist durch Zeichnungen und kleine Gemälde ver-treten. In Briefen an den gefeierten Dichter spiegelt sich das deutsche Schrifttum seiner Zeit von Gottfried Keller und Theodor Storm bis in die jüngste Gegenwart. Die „Verjudung" der evangelischen Kirche Deutschlands Anläßlich der Propaganda, welche in Wort und Schrift von der „Glaubensbewegung Deutscher Christen", einer Gruppe der evangelischen National-sozialisten, die das politische Programm ihrer Partei zum religiösen Glaubensbekenntnis erheben will, ge-macht wird, verbreiten sich die unsinnigsten Vorstellungen über die Verjudung der evangelischen Kirche. Die authentischen Zahlen der Uebertritte aus dem Judentum zur Evangelischen Kirche Deutsche Thron als Regenten und als König bereitete, Ruhe und Herzensbeftiedung auf ausgedehnten botanischen Reisen in Tirol, Krain, Böhmen, Istrien, Dalmatien, in den bayrischen Bergen, in England und Schott land und gab im Jahre 1837 als Ergebnis seiner Studien in Prag die „Flora Marienbadensis, gesammelt und beschrieben vom Prinzen Friedrich August, Regenten von Sachsen, und 2. W. von Goethe" heraus. Er erwies der neuen Pflanze schon ein Jahr nach ihrer Entdeckung die Ehre seines fürstlichen Besuches. Ueber den Ausgangspunkt dieser seiner Reise gibt es zwei verschiedene Darstellungen. Die eine gehl dahin, daß der König, angeregt durch das ungeheure Aufsehen, welches die Entdeckung der neuen Pflanze in den botanischen Kreisen hervor gerufen hatte, und beherrscht von der unbezähm-baren Sehnsucht, sie auf ihrer Heimatsjcholle beobachten zu können, eigens zu diesem Zwecke mit Gefolge und Dienerschaft auf zwei Wagen die weite Reise bis Ljubljana und dann zum Lorcnziberge unternommen habe. Die zweite jetzt diese Begeiste-rung stark herab und «zählt, daß der König, auf seiner zweiten botanischen Reise durch Krain begriffen, in Ljubljana erfuhr, daß der Fundort der neuen Art ziemlich nahe sei und sich erst hier entschloß, nach Billichgrätz zu fahren. Wie dem auch sei, dies Vehßoten ist dieser Zahn, wenn er nicht sofort gefüllt wird. Ein Speiserest hat sich zwischen den Zähnen zersetzt; es bildet »ich Milrh-siure. die den Zahnschmelz zerstört. Ein kleines Loch im Zahn ist die Folge. Tägliche Pflege mit der stark reinigenden Chlorodont-Zahn paste schützt die Zähne vor frühzeitigem Zerfall, erhält sie gesund u. macht sie blendend wett Tube Din. S.-, |fro«w Tube Din. 13.- lands lauten: für 1923: 226 ; 1929: 172; 1930: 212. Neuere Zahlen liegen nicht vor. Die Gesamt-zahl der Protestanten in Deutschland beträgt über 41 Millionen, das heißt es tritt auf 205.000 ari-sche evangelische Christen ein Jude im Jahre ein. Die Frage, wie sich die Kirche zu den getauften Juden verhalten soll, ist also zahlenmäßig gesehen, von untergeordneter Bedeutung. An ihrer gründ-sätzlichen Wichtigkeit ändert sich damit freilich nichts. Uebrigens ist die Zahl der Eintritt? aus dem Juden-tum in die römisch-katholische Kirche prozentuell viel höher. _ Vizekanzler von Papen erklärte in einer viel-bemerkten Rede, es dürfe nicht beim völkertrennen-den Nationalismus bleiben, sondern es müsse eine völkerverbindende Sicherheit aller Völker angestrebt werden. Deutschland habe die Pflicht, eine Wand-lung in dieser Richtung einzuletten. Man glaubt, daß diese Aeußerung auf die Schaffung eines europäischen Minderheitenrechtes abzielt. Der Völkerbundrat fällte die grundsätzliche Ent« scheidung, daß eine nationale Minderheit auch un-abhängig von den zuständigen und örtlichen Be-hörden selbständig Beschwerden an den Völkerbund einreichen kann. _ Der ungarische Ministerpräsident Gömbös erklärte einer Abordnung aus der schwäbischen Ge-meinde Murga, in der Julius Gömbös cls Sohn eines Dorftchullehrers geboren wurde, er werd« nie in seinem Leben das einfache Schwabendorf ver-gessen, in dem einst seine Wiege stand. Er versprach darnach zu trachten, daß den Nationalitäten in Un-gar» der Weg zum Gedeihen geebnet und ihre Zukunft gesichert werde. — Die Mutter des un-garischen Ministerpräsidenten war bekanntlich eine Deutsche, auch ist er mit einer Deutschen verheiratet. ist sicher, daß der König am 14. Mai 1838 mit eigener Hand am Lorenziberge eine Daphneblüte pflückte. Ein vor dem Schloße aufgestellter Obelisk aus krainischem Marmor gibt noch heute mit seiner lateinischen Inschrift Kunde von diesem Ereignis. Damals stand die Pflanze noch nicht unter gesetz-lichem Schutze. £fost ein Menschenalter hindurch galt diese Fundstelle als die einzige der Welt. Erst Ende der fünfziger Jahre des vorigen Jahrhundertes wurde diese Daphne auf den Bergen südlich von Beograd, später an zwei neuen Stellen in Krain. nachttäglich aber in größeren Mengen in Serbien, Bosnien. Albaniens Mazedonien, Montenegro und in der Herzegovina gefunden. Ja. bei neuen Forschungen stellte es sich heraus, daß sie schon gut 20 Jahre vor der Entdeckung auf dem Lorenziberge in Sieben-bürgen ausgegraben, aber nicht als neue Art erkannt worden war. Wegen dieser Neuauffindungen wird zwar die Pflanze nicht mehr als besondere Rarität angestaunt, sie zählt aber doch noch immer zu den Lieblingen der Anhänger der ars amabiiis. Die späte Aufdeckung bleibt aber doch für jeden, der die Flora unserer «legend näher kennt, ein Rätsel. Der am leichtesten erreichbare Fundort unserer Spezialität liegt im Gracnica Tale, durch das eine Straße von Stummer 43 Deutsche Zeitung Seite 3 Die Gemeindewahlen Die wichtigsten Bestimmungen des neuen Gemeindegesetzes Wir !«tze» imchstel»end die Benment-Uchung tot wichtigsten wfttmnuiutn deS neuen «emeindegrsel^ fort. Die Echnstteitung. Den Wahlplatz darf niemand mit Waffen oder mit Verölen, die zu einem Kampfe verwendet werden können, betreten, es sei denn, daß der Präsident des Wahlausschusses die bewaffnete Macht wegen Aufrechterhaltung der Ordnung auf den Wahlplatz beruft. Auch Staats- und autonome Angestellte, die ihrer Dienstpflicht nach Waffen tragen, können bei Ausübung ihres Wahlrechtes den Wahl-platz nicht mit Waffen betreten. Der Wahlaus-schuh darf es niemandem verweigern, abzustimmen, der in die Wählerliste eingetragen ist. Keine Behörde kann in irgend welchem Falle einen Wähler für die Stimme, die er bei der Wahl ab-gab, zur Verantwortung ziehen. Die Abstimmung dauert ununterbrochen von 7 Hs 18 Uhr Uhr. Nur im Falle von Unruhen und noch Zustimmung der Mehrheit des Wahlausschusses kann die Wahl für die Zeit, bis die Ordnung wieder hergestellt ist. unterboten werden. Die Ulsoche der Unordnung und die Zeit, für welche die Wahl unterbrochen werden mutzte, ist in da» Protokoll einzutragen. Um 18 Uhr wird der Hof oder das Gebäude, wenn ein Hof nicht vor-Handen ist, geschloffen und es wird niemand mehr eingelassen, doch wird die Entgegennahme der Stnnmen von jenen Wählern fortgesetzt, die im Hofe oder im Gebäude angetroffen werden, bis nicht alle abgestimmt haben und möge dies noch solange dauern. Wenn die Abstimmung wegen Unordnung länger als auf eine Stunde unterbrochen werden nra|tt, so wird die Zulassung der Wähler zum Wahlorte um ebensoviel über 18 Uhr hinaus ver-länger! Während der ganzen Abstimmungszeit ist ein Protokoll über alles zu führen, was vorfällt und was irgendein Mitglieder des Wahlaus schusses als notwendig findet, mutz aufgezeichnet werden. Das Protokoll unterfertigen alle Mitglieder des Ausschusses. Jedes Wahlausschutzmitglied kann seine Sondermeinung abgeben und Bemerkungen machen. Der Äusjchank oder die Verabreichung von alkoholischen Getränken, auf welche Art immer, ist am Wahltage verboten, am Tage vor der Wahl und am Tage nach der Wahl. Dieses Verbot hat die Gemeinde kundzumachen. Die Verteilung der Mandate Wenn mehrere Kandidatenlisten vorhanden waren, hat der Wahlausschutz bzw. der Haupt-wahlausschutz zu verkünden, datz zwei Drittel der Kandidaten jener Liste gewählt wurden, die diemeist« Stimmenzahl erhielt. Wenn zwei Kandidatenlisten eine gleiche Anzahl von Stimmen erhalten, so ist die Wahl am Sonntag zu wiederholen, was der Gemeindevorsteher kundzumachen hat, sobald ihn hievon der Wahlaus-schütz bzw. der Hauptwahlausschutz verständigt. Der Rest der Gemeindeausschutzstellen wird unter die Kan° didaten auf folgende Weise aufgeteilt: die Zahl der Stimmen, welche jede der übrigen Kandidatenlisten er- Nimske toplice «Römerbav) nach Jurkloster 22 von der Engländerin Dawson Scott gegründete PenClub i Abkünung für Internationale Vereinigung der Schriftsteller, als englisches Gesamtwort gelesen „Feder", also Klub der Leute von der Feder) un-terhäll heute in über 30 Ländern Zweigstellen, in Jugoslawien in Beograd, Zagreb und Ljubljana und veranstaltet alljährlich einen internationalen Kongretz. Bei der Eröffnung des XI. Kongretz, der über Pfingsten dauern wird, hielt der bekannte eng-lische Schriftsteller H. G. Wells eine grotze Rede über die Bedeutung der Weltvereinigung der Schriftsteller. Die Begründerin der Organisation, Frau Dawson Scott, nimmt an der Tagung teil. Todesfall. In Recica a. S. ist im 30. Le-bensjahre Herr Altarko B a n k o jung, nach langem schweren Leiden verschieden. Die Beisetzung fand Donnerstag nachmittag statt. Zur zweckmähigen Ernährung gehört der tägliche Genutz von Kathreiner-Kneipp Malz-kaffee mit Aecht :Franck: Zusatz. Celje Evangelische Gemeinde. Heute. Sonntag. den 28. Mai, findet der Gemeindegottesdienst um 10 Uhr, der Jugendgottesdienst im Anschlutz daran in der Christuskirche statt. Kinderaktion auf dem Bachern. Wie im vergangenen Jahre wird auch Heuer die Orts-gruppe Maribor des Schwäbisch-Deutschen Kulturbundes ein Ferienheim für Kinder auf dent Bachern unterhalten, in dem erholungsbedürftige Kinder Ausnahme finden. Der Ortsgruppe Eelje wurden wieder zweimal fünf Plätze einaeräumt. Es sollen wieder je fünf Knaben und Mädchen je vier Wochen in der herrlichen Bergluft Erholung und Krästi-gung finden. Der Preis beläuft sich für vier Wochen - auf etwa 430 Dinar einschlietzlich Reise. Anmeldung 1 in der Rechtsanwattskanzlei des Herrn Dr. Rieb!. Seite 4 Deutsche Zeitung Nummer 4? Die Vorbereitungen für den Feuer- wehrtag versprechen ein volles Gelingen dieser alljährlichen beliebten Veranstaltung unserer wackeren Feuerwehr und der Rettungsabteilung. Hoffentlich ist die Witterung am Psingstsonntag günstig. An-dernsalls wird die Veranstaltung aus den P fingst-montag verlegt. Das Kommando ersucht jene Damen und Herren, die sich durch Unterschrist verpflichteten, für die grotze Tombola Beste zu stiften, diese umgehend im Feuerwehrdepol bzw. im Geschäfte des Herrn Jellenz abzugeben. Blumenspenden und Ehwaren mögen am letzten Tag ebendort abgegeben werden. Blumentag. Die Kinder- und Jugendfür-sorge in Celje veranstaltet Samstag, den.30. Juni, einen Blumentag. Aus dem öffentlichen Verkauf von Blumen sollen Geldmittel für notleidende und bedürftige Kinder und Jugendliche aufgebracht werden. Die Regimentsfeier des 39. Infanterie-Regimentes in Celje findet heute, Sonntag, auf dem Glacis statt. Festfolge: um 10 Uhr Feldgottesdienst, Garnifonsparade und Imbih, von 15 bis 1« Uhr Unterhaltung für die Mannschaft, um 21 Uhr Gesellschaftsabend im Rarodni dom. Die Sitzungde« Umgebung»-Gemeinde-rates, die sür vergangenen Mittwoch einberufen war. wurde auf unbestimmte Zeit verschoben. Sonderkraftstellwagen nach Lasko. An-lählich der Firmung verkehren heute, Sonntag, den 28. Mai, nach Lasko folgende städtische Sonder-kraftstellwagen: Abfahrt von Celje um 7 30,8 und 8 30, Rückfahrt von Lasko um 11, 11'30 und 12 Uhr. Ueberdies verkehrt der regelmäßige Kraftstell-wagen: Abfahrt von Celje um 12*30, Rückfahrt von Lasko um 13°10. Pfingstausflug an die Adria. Das Fremdenverkehrsbüro „Putnik" veranstaltet vom x bis 6. Juni einen Pfingstausflug an die Adria (Kastei Stari bei Split, Omis, Makarska, Split). Abfahrt des Ausflügler Sonderzuge» von Zagreb am 3. Juni gegen 21 Uhr. Fahrpreis: von Celje mit Schnellzug und von Zagreb weiter mit dem Sonderzug hin und zurück II. Kl. 473, I II. Kl. 340 Dinar einschliehllch Verpflegung und Uebernachtung. Bei Benützung eines Personenzuges von Celje bis Zagreb stellt sich der Fahr-preis bei beiden Wagenklasien um 25 Din billiger. Genauere Auskünfte und Prospekte bei „Putnik", Celje, gegenüber dem Bahnhof. Anmeldungen b i s l ä n g st e n s 31. Mai. Der Verband der Metallarbeiter, Zweigstelle Celje, hält heute,Sonntag, den28. d.M., um 9 Uhr vorm. im Gasthofe „Zur grünen Wiese" eine öffentliche Versammlung mit einem Vortrag über Sozialversicherung ab. Kontrolle der Motorfahrzeuge. Die Besitzer von Motorfahrzeugen werden auf die Ver-lautbarung der Polizeidirektion in Ljubljana aus-merksam gemacht, daß die Kontrolle der Motor-fahrieuge aus der ganzen Draubanschaft am 31. d. M. um 11 Uhr vor dem Gebäude der Polizei-direktion in Ljubljana durchgeführt wird. Im Jahre 1933 nichtkontrollierte Fahrzeuge werden außer Verkehr gestellt. Neuer Brunnen auf dem Umgebung«-Friedhof. Um auf dem unteren Teil des Um-gebungS'Friedhofes einen neuen Brunnen anzulegen, damit das Wasser zum Besprengen der Blumen nicht weit herbei geholt werden muh, wird.in der Stadt eine Sammlung freiwilliger Spenden (mit Listen) veranstaltet. Hefefabrik in Celje. Das Finanzministe rium hat Herrn Josef Kirbisch in Celje die Er richtung einer Hefefabrik in Celje bewilligt, jedoch ohne Berechtigung, nebstbei auch Spiritus zu er zeugen. Gefunden wurde bei der Kapuzinerbrücke ein goldener Ohrring. Abzuholen bei der Polizei. Mihglückter Kofferraub. Der Sohn des Kaufmannes Johann W. trug Donnerstag nach-mittag von Gaberje einen Koffer seines Vater, der nach Zagreb fuhr, zum Bahnhof, wo er das Gepäck in der Garderobe hinterlegen sollte. Der Koffer war schwer und als der Junge unterwegs einem Fuhr werk begegnete, ersuchte er daher den Wagenlenker, er möge den Koffer auf den Wagen nehmen. Der Mann willigte ein, nahm den Koffer, trieb die Pferde an und fuhr mit dem Koffer davon, den verdutzten Jungen im Stiche lassend. Die Polizei wurde von dem Koffertaub sofort verständigt, leitete in ganz Celje und Umgebung Nachforschungen ein und stellte auf Grund der Personsbeschreibung des Missetäters fest, daß dieser, ein Besitzer aus Nova Cerkev, mit seinem Wagen nach Celje gekommen war, um «inen genesenen Patienten aus dem ..Deutsch sein, l)eiftt, in Dämmerungen gehen Und Sehnsucht tragen nach dem Wolkenblauen, Heißt, mit den Füßen auf der Erde stehen Und mit den Augen in den Himmel schauen." Ernst Soll Krankenhause heim zu bringen. Der Mann hatte den Patienten bereits abgeholt und war mit diesem und dem geraubten Koffer heimwärts gefahren. In Vojnik wurde er aber von einer Polizeistreifwache in betrunkenem Zustand« aufgegriffen und muhte den entführten Koffer herausgeben. Er wurde auf freiem Fuh belassen, doch wurde gegen ihn das Polizeioerfahren eingeleitet. Schweizeruhren 55"??' Gold- und Silber" waren, Optik, OrlK. Zci« - AugengliiNer, critklandKC Reparatur wer kstättc Anton Le&nik, Celje, Glavni trg 4. In den Brunnen gesprungen. In einem Anfall von Geistesverwirrung ist in Teharje bei Celje die Fabriksarbeitersfrau Ursula Z. in den auf ihrem kleinen Anwesen befindlichen Brunnen gesprungen. Zum Glück zog sie sich dabei nur unbe> deutende Verletzungen zu und konnte gerettet werden. Sine Kugel in den Kopf gejagt. In einer Schenke auf dem Nikolai-Berg hat sich der 20-jährige Handlungsgehilfe Anton G u z e j eine Revolverkugel in die rechte Schläfe gejagt. Das Geschoh trat auf der Gegenseite heraus. Der Lebens-überdrüssige war auf der Stelle tot. Der Beweg-gründ zu dem Verzweiflungsschritt des Burschen soll unglückliche Liebe sein. Zreiw. Feuerwehr u. Rettungsabtg. Celje, Tel. 1 In »«• SüMk vom 2S./V. bis 3./VI. ist kominandiett: ireuer&ienil: II. Zug Zug«?.: Pnstoschet Jos«s Fahr«: Werdouschtgg An»! -«nilälsditnst: IV Rotte Lrehovc Martm Tettichtk Arib l'üiiHH ötefan fahret: JtUiin jwn Ins,Aktion! CiMiiaiin IrOftt) Iobann. Maribor Operettenaufführung des Männer-gesangvereines „Die Schützenliesel" Aus Maribor wird uns berichtet: Vergangenen Samstag, den 20. d. M. hat sich der rührige hie-sige Männergesangverein, zahlreich geäuherten Wün-schen seiner Freunde Rechnung tragend und somit einer bereits seit mehreren Jahren traditionell ge-wordenen Gepflogenheit folgend, wieder einmal ganz in den Dienst der leicht geschürzten Muse gestellt und mit der Aufführung der dreiaktigen Ed. Eys-ler'jchen Operette „Die Schützenliesel", einer Operette, die trotz ihres patriarchalischen Alters infolge ihres Melodienreichtums und ihres wienerisch anspruchs-losen Hummors noch immer dankbare Höre» findet, die heurige, an kleineren und gröheren heimatlich-kulturellen Leistungen und Ereignissen reiche Saison beschlossen. Es war, wie gleich vorweggenommen werden soll, eine sowohl gesanglich wie darstellerisch brillante, amüsante und in allen Teilen wohl abge-rundete Aufführung. In erster L^nie müssen, neben den Vorbereitem und künstlerisch verantwortlichen Leitern des Abends, die ausgezeichnete, gewandte und unermüdliche Re-gisieunn Frau Berta Siege und der bewährte musikalische Leiter, der erste Chormeister des Ver-eines Herr Prof. Hermann Frisch, der diesmal, nur mit den Augen dirigierend, das Werkchen selbst am Flügel mit pianistischer Delikatesse und befeuern dem Elan begleitete, und die Darstellerin der Schützenliesel, da» entzückend singende, tanzende und spahmachende Fräulein Herta Spittau genannt werden. Die junge Dame, echtestes Theaterblut, Hot mit ihrer Schützenliesel eine ganz erstklassige, um nicht zu sagen verblüffende, dilettantisches Mah turmhoch überragende Leistung geboten und hat d«r freilich ebenso dankbaren als ausgiebigen und an-strengenden Haupt- und Titelrolle alle funkelnden Lichter eines fälligen und naturgewachjenen Soubrettentalentes aufzusetzen gewuht. Fast möchte man die ftöhliche Ahnung aussprechen: Gallmeier rediviva.---- Aber auch alle anderen erfüllten ihre für Amateur - Schauspieler oft recht schwierig« Aufgabe trefflich, mit spielfreudiger Begeisterung und Hin-gäbe, mit Humor und Talent, und liehen zum Teil »inen gerechten Wunsch offen. Ganz prächtig, voll kecker Laune und sprudelndem Temperament, jovial-lässig und bühnensicher, den musikalischen Part dies mal mit ganz besonderem Geschmack und abwägen-der Ruhe meisternd. Herr Dr. Karl Kieser als Blasius Nestl. Ausgezeichnet, schnurrig-behäbig, voll ungekünstelten Humors, dabei die stellenweise sünd-hast seichte und ideendünne Operetten partie durch die Reize einer schönen, warmen und gepflegten Opern stimme auffüllend und adelnd. Herr Fritz v. R a y hosen als Bierbrauer Zillinger. sehr drollig und gut charakterisiert, voll Zeichen einer weniger drastischen als wählerisch-seinen humoristischen Begabung, der polnische Gutsbesitzer des Herrn Dr. Eduard Bucar. Köstlich anheimelnd das weißhaarige, durch Girardis berühmt gewordenes Lied in den Wiener Olymp eingegangene Rekruten-mutterl des Fräulein Anny Ruhri. Das „Liebes-paar" Wilhdmhw und Konrad (übrigens, um im Wiener Operettenjargon zu reden: sogenannte „Barn", d. i. Bäume, undankbare mehr zur Staffage dienende Rollen) wurde von Frau Jrmgard Wenzlik, einer recht sympatischen Neuerscheinung aus den Brettern unserer Dilettantenbühne. und Herrn Werner Bernhard gespielt, im darstellerischen Teile wohl noch etwas unfrei und befangen, im gesanglichen aber trotz kleiner zu Gebote stehender Stimmittel lebhaft und eindrucksvoll und musikalisch fein. Spassig und sympatisch > hingebungsvoll, in Maske und Haltung ohne GeschmaÄosigkeit karikle-rend, der Treiber und Zieler Schlehrebä des Herrn Otto v. Gariboldi, desgleichen die „komische Alte" der Frau Käthe Bühl und der aemütliche, wacker singende Wirt und Bürgermeister des Herrn Fritz Schau ritsch. Der Vollständigkeit halber entnehmen wir dem langen Theaterzettel noch die Namen der Herrn Heinz Jäger, Ing. Karl Glaser, August Stvinjchcgg. der junge Damen Lea Haus-maninger, Alda Duma und Lilly Mühl-eisen, die alle, wenn auch nur als Träger kleinster Rollen und Röllchen, ihre Sache recht gut. ja im Sinne kulturell künstlerischer Disziplin doppelt gut und dankenswert machten und keineswegs unwejent-lich zum Gesamterfolge des heiteren Abends bei-trugen. Der Chor des Männergesangvereine« hielt sich, wie immer unter Frisch' Leitung, recht brav, seine bessere und schönere HÄfte, die Damen, stellen-weise sogar ausgezeichnet. Also nochmals: bravo! und auf Wiederhören im nächsten Spieljahre! U Minister a. D. Johann Roskar t. In Sv. Jurij (Slov. Gorice) ist der Grohgrundbesitzer und seinerzeitige Ackerbauminister Johann Roskar verschieden. Die Beisetzung fand Donnerstag statt. Ellen Preis} kommt nach Maribor! Die jugoflawischen Fechtmeisterschaften. die vom 2. bis 5. Juni in Maribor unter der Schirmherrschaft des Ministers für Körperkultur Dr. Hanzek statt-finden, werden ein Sportereignis von grohem inter-nationalen Ausmah werden. Die Los Angeleser Olympiameisterin Fr. Ellen Preih aus Wien hat ihre Teilnahme zugesagt, was der Veranstaltung eine ganz besondere Bedeutung verleiht. Räch den bisherigen Nennungen zu schliehen, darf man mit der Teilnahme von über 100 hervorragenden in-und ausländischen Fechtern rechnen. Die Obdachlosenfrage bereitet Kopf-zerbrechen. Aus Maribor wird uns geschrieben: Wie bereits kurz berichtet, soll die Waggonkolonie wieder auf ihren alten Platz, in die aufgelassene Schottergrube bei der Stratzengabelung Trza5ka und Ptujska cesta verlegt werden. Diese Grube liegt jedoch auherhalb des Stadtbereiches, in der Ge-meinde Tezno. An sich wäre die Schottergrube ja für diesen Zweck sehr geeignet, da sie vollkommen abgeschieden liegt und bereits eine Wasserleitungsanlage sowie elektrische Lichtleitung hat, aber die Gemeinde Tezno war schon im Frühjahr entschieden dagegen, in ihren Gemeindeverdand Obdachlose zu übernehmen. Daran scheiterte damals dieses Projett. Run h^t sich als Stadtgemeinde wieder an die Ge-meinde Tezno wegen Uebersiedlung der Waggon-kolonie gewendet. Sollte die Rachbargemeinde wieder ablehnen, so wird die Gemeinde Maribor höhere Instanzen anzurufen, um die Ausführung ihr» Nummer 43 Deutsche Zeitung Seite 5 Wunsche» durchzusetzen. E» war zwar noch ein wtiterer Plan erörtert worden, die Waggonkolonie auf den Bauplätzen in der Metelkova ulica unter« zubringen. Die Bewohner dieser Straße entsandten aber eine Abordnung nach der anderen, um diese Nachbarschaft zu verhindern. Schließlich willigte die Gemeinde ein. da begründete Aussicht besteht, daß die dortigen Bauplätze im Laufe des heurigen und nächsten Jahres verbau! werden sollen, was sonst nicht möglich wäre. Kreisausschuh der Gewerbevereini» gungen. Auf einer in Maribor abgehaltenen Ver-sammlung wurde im Sinne de» Gewerbegesetzes ein Kreisausschuß der Gewerbevereinigungen der nördlichen Bezirke der Draubanschaft gegründet, um die verschiedenen Slandesorganisationcn zu einer einheitlichen Front zusammenzuschließen. Es wurden mehrere Entschließungen angenommen, die sich auf die Versicherung der selbständigen Meister, die stufenweise und unabhängig von der Arbeiteroer-Sicherung durchzuführen ist, iowie auf die Autonomie der Gewerbeorganisationen nach Banschaften beziehen. Die weiteren Forderungen betreffen die Abschaffung der unberechtigten Gewerbeausübung, verschiedene, die Arbeiteroersicherung beireffende Fragen, die sachliche Ausbildung der Gewerbetreibenden und des Nachwuchses, die Meisterprüfungen. Steuer-erleichterungen, die Forderung, daß die Lehrlings-erziehung dem Meister zu überlassen ist, Gründung einer staatlichen Gewerbeschule in Maribor, Schutz-zoll für gewerbliche Erzeugnisse, Zollerleichterungen beim Bezug von Rohstoffen und schließlich die Berücksichtigung des Gewerbestandes bei der Vergebung von Gemeindearbeiten. Vor den Eichen sollst du weichen ... Bei Sv. Miklavz (Bezirk Maribor) trug sich kürz-lich bei einem Unwetter ein seltsames Unglück zu. Der Besitzer Johann Rehak. der mit seinem Kuh-gespann vom Gewitter im Wald« überrascht wurde, flüchtete unter eine Eiche, in die ein Blitz einschlug. ReHass Kleider fingen durch den Blitzschlag Feuer und verbrannten zum Teil an seinem LÄbe, während ihm der Blitz an einem Fuß die Schuhsohle herunterriß. Der bewußtlose Mann konnte durch rasche ärztliche Hilfe am Leben erhalten werden, die vom Blitz gefällte Kuh mußte geschlachtet wer-den. Ein altes Wahrwort besagt: „Vor den Fichten follst du flüchten, vor den Eichen sollst du weichen, doch die Buchen sollst du suchen". Dieses Wahrwort dürfte auf Erfahrung beruhen. Es soll sich in zahl-losen Fällen bewahrheitet haben. Die Erklärung dafür mag die sein, daß die Fichte infolge ihrer schlanken nadelförmigen Form selbst wie ein Blitzableiter wirkt. Die Buche dagegen scheint infolge ihres geschlossenen abgerundeten Laubdache» keine Spitzenwukung zu haben und gewahrt daher dem Darunterstehenden bei Blitzgefahr Schutz. Dagegen fehlt bei der Eiche das geschlossene Laubdach und die starke Verästelung der Zweige scheint sogar eine erhöhte Spitzensaugwirkung für Blitze zu bedeuten. Strenge Hundelontuinaz. Der Stadt-Magistrat von Maribor hat mit sofortiger Wirk-samkeit für den Stadtdereich die strenge Hunde-kontumaz verhängt, da an einen« vor Tagen von der Polizei gelöteten Wolfshunde vom amtlichen Tierarzt Tollwut festgestellt worden war. Im Sinne des Tierjeuchengesetzes müssen daher alle Hunde mit einem bißsicheren Maulkorb versehen sein und an einer Kette oder einer festen Leine geführt werden. Hunde die, wenn auch mit einem Beißkorb versehen, allein auf der Straße angetroffen werden, werden durch den Wasenmeister ausnahmslos ver-tilgt. Desgleichen dürfen Hunde in keinem Falle in Gast- und Kaffeehäuser oder andere Geschäftslokale und Vergnügungsstätten mitgenommen werden. Das gleiche Verbot gilt auch für den Marktplatz. Die Entfernung von Hunden aus dem Stadtbereiche darf nur mit Bewilligung de? Stadtmagistrats vor-genommen werden, die jedoch nur dannerteilt wird, wenn der Hund vom Amtsnerarzt untersucht und seuchenfrei befunden wurde. Hunde, für die die Steuer für das Jahr 1933 noch nicht entrichtet ist, werden ebenfalls be-seitigt werden. Die Bevölkerung wird aufmerksam gemacht, von nun an Hundebiße nicht leicht zu nehmen- jedermann, der von irgend einem Hund auch nur leicht verletzt wurde, möge sich unverzüg-lich beim städtischen Physikat melden. Hundebesitzer, deren Tier «inen Menschen gebissen hat. werden aufgefordert, bis zur Entscheidung des Magistrats den Hund in sicherem Gewahrsam zu halten. Dieselben Bestimmungen gelten auch für Hauskatzen. Zuwiderhandelnde ziehen sich die im Gesetze vor-gesehenen Strafen zu. » Das Haus an Eine düstere Geschichte aus vergang« „Recht hast, Martinek", bekräftigte der Richter und brachte das Gespräch auf andre Dinge.-- Aber Ehrenwald war doch verstimmt. Sein weiches Kinoergemüt hatte den düsteren Eindruck tiefer in sich aufgenommen, als ihm selbst bewußt war. Bald erhob er sich und ging seinem noch öden und unbewohnten Hause zu, in dessen ode-rem Stockwerk er sich ein Lager hatte herrichten lassen. Weithin halte es durch die leeren Räume, als Ehrenwald den schweren Schlüssel im Schloß der Hcustüre umdrehte. Beim matten Schein der Hand-laterne starrten ihm die kahlen frijchgeweisten Wände entgegen. Trotz der linden Nacht wollte es den einsamen Mann frösteln. Vor ihm her schwankte der Schein der Latern«, als er die eichene Trepp« hinonstieg. In einer Ecke der großen Stube des Oberstocks stand sein Bett und zu dessen Häupten hing ein schwerer Rosenkranz mit großen schwarzen Kugeln und einem schweren Messingkreuz daran. Da» einzige Stuck Hausrat, welches Ehrenwald von einem der früheren Besitzer im Hause sorge-funden hatte. Er besah sich die schwarze Perlen-schnür näher. Sollte auch an dieser das Unheil kleben? Unheimlich genug sah sie bei dem unge-wissen Lichtschein an der weißen Wand aus. Schin streckte er die Hand aus. um die Betschnur von der Wand zu nehmen. Doch hielt er inne und schüttelte den Kopf. „Verdammter Aberglauben!" murmelte er vor sich hin. Bald lag tt im tiefen Schlaf. Aber tolle Traumbilder verfolgten ihn. E»st konnt« er dem krausen Wirb«! wechselnder Gestaltungen nichts entnehmen. Dann aber war ihm, als säße er ausrecht auf seinem Lager und von der Tür her käme einer sachte auf ihn zu, der ein blankes Messer in der Faust hielt. Das zückte er auf seine Kehle. Ehrenwald wollte dem Gesellin in den Arm fallen, ihm den Stahl entwinden. Aber wie er sich auch aus allen Kräften mühte, er war wie gelähmt und vermochte kein Glied zu rühren. Da sah er hinter dem Ofen einen in graue Lumpen gehüllten Arm heroorlangen und eine schmutzige Hand, die sich seinen Augen näherte. Gleichzeitig hörte er neben sich schwere silberne Taler klimpern. Mit einem gellenden Schrei fuhr er auf. Er fand sich wachend auf d«m Lager sitzen, doch war er ganz allein und alles um ihn her war still. Nebenan im nachbarlichen Gehöft krähte der Hahn. Draußen graute der Tag. Ehrenwald schüttelte das Grausen ab. kleidete sich an und ging in den Hof hinunter. In der frischen kühlen Luft wurde er alsbald ruhig, und ehe der Morgenstern noch ganz verblaßt war. be-lachte er schon seinen Traum. Dennoch beschloß er. solchem Unfug künftighin zu steuern und in dem großen Hvuse nicht allein zu bleiben. Bei Sonnen-ausgang trat er aus dem Tor und ging daran, sich seine Heimstatt einzurichten. Wach abermals vierzehn Tagen hatt« der Kaufmann Friedrich Ehrenwald die geräumig« ehe-malige Wirtsstube im Untergeschoß in ein mit mannigfachen Waren angefülltes Gewölbe umge-wandelt und sein Geschäft eröffnet. An der Vorderfront des Hauses hing eine lange Tafel, welche seinen Namen mit großen weißen Buch-staben auf schwarzen Grund geschrieben zeigte. Außerdem waren Dienstboten gedungen wor-den, im Stalle standen ein Paar schöne glatte Pferde und nebenan im Kuhstall taten sich am vollen Heutrog einige behäbige Kühe gütlich. Seltsamerweise verreiste Ehrenwald zur selben Zeit hinaus ins Saveland. Und als er eines Abends auf leichtem Wä-gelchen wieder angefahren kam, da strahlte sein Gesicht in stiller Freude. Er fuhr an dem neuen Tor seines Gehöftes vorüber, streifte seine Haus-front mit einem verheißenden Blick, arüßte nach rechts und links die Nachbarn und stieg erst vor dem Pfarrhofe ab. Am selben Abend noch wußten es alle Alm-wacher, daß Friedrich Ehrenwald dort ein dreimaliges Aufgebot bestellt hatte und daß er in vier Wochen Hochzeit machen wollte. Bald kamen hochgeschichtete, mit allerlei Haus-rat beladene Wagen, von schönen Pferden in blin-k«nd«n Geschirren gezogen, die Heerstraße heraufge-fahren. Sie bogen im Ehrenwalds Hof und fein der Heerstraße ;n Tagen von Anna Wambrechtsamer Haus wurde mtt dem Heiratsgute der Braut an-gefüllt. Da waren nun mit einem Mal Oede und Einsamkeit au» allen Räumen verbannt. Da» Hau» widerhallte von Schritten und fröhlichen Zurufen und den Eifer der Arbeitsleute lenkte und lettet« nunmehr Ehrenwalds schwarzhaarige lebhafte und resolute Braut. Er selber wirtschaftete unterdessen in seinem Laden, der den ganzen Tag von ad- und zugehenden Käufern nicht leer würd«, und das stille heiter« Lächeln, das aussah wie ein Sonnenstrahl, wich nicht aus seinen Zügen. Von Zeit zu Z«it ging er zur Tür« und schaut« ins Vorhaus hinaus, auf dessen breiten St«inflies«n Kisten und Kasten ihrer Beförderung in das Ober-gejchoß entgegenharrten. Ein paar Tag« vor der Sonnenwende war in Ehrenwalds Hause alles richttg auf seinen Platz gestellt und am Samstag zum Feierabend glänzte selbst der letzte Winkel vor Sauberkeit. An-ders hatten e» die neugedungenen Mägde nicht getan. Aber in der Sonntagsfrühe ging wieder ein geschäftiges Schaffen an. Dem Festtage an-gemessen wurden zwar keine schweren Kasten mehr gerückt und gehoben. Dafür richteten die Hausleute in der Oberstube eine lange Tafel auf und die Mägde breiteten blendend weißes Linnen darüber. Dann stellten sie dustende Jasmin-strauße darauf und endlich setzten sie sich in einer Ecke zusammen und begannen aus Rosen, Nelken und Wiesenblumen Kränze zu flechten, welche sie mit bunten Bändern durch-zogen. Dazu sangen sie alle Volksweisen voll schwermütiger Sehnsucht, worin sich überströmende Lebenslust und leije Wehmut paaren. — Im Hofe standen viele Wagen aufgestellt und junge Burschen wuschen und schmückten die Gefährte und wieder andre bürsteten und putzten sonntägliches Pferdegeschirr. In der Küche wurde gebraten und gebacken und heitere festliche Erwartung lag im Gehaben der Leute. Es war ein merkwürdiger Sonntag für Ehrenwald und fein Haus. Mit dem nächsten Morgen brach er an. Das war der Hochzeitstag des blonden stattlichen Ehrenwald und seiner schlanken braunäugigen Braut. Der Taa war blau und sonnig, ein rechter Frühsommerfeiertag. Verheißend, mit blühenden Gärttn, umgeben von bläulichgrün wogenden Korn-selbem und blumenübersäten Wiesen lag das Dorf im Frieden des lebensvollen Junitages. Im stattlichen Zuge fuhren die Hochzeiter zur Kirche. Feierlich erklangen die Glocken und vor dem Altar des hl. Michael ward, unter den üblichen Zeremonien, die Trauung des Friedrich und der Maria Ehrenwald vollzogen. Alsbald rollte der Wagenzug, voran das Gefährt der Neuvermählten, wieder die Dorfstrage hinunter. Da scheuten plötzlich Ehrenwalds Pferde und fuhren derart wild in die Höhe und dann auseinander, daß die Wagenstange zerbrach. Das war ein übles Vorzeichen. Der ganze Zug geriet ins Stock«,,. Ehienwalds Kutscher mußte absteigen und die Pferde den Rest des Weges am Zaume führen. So wurde die kurze Strecke bis zum Hause statt im munteren Trab im langsamen Schritt zurückgelegt. Da war mit einem Mal aus so manchem Gesicht die sorgliche Heit«rk«it, wie sie Festgästen eigen zu sein pflegt, verschwunden. Denn das Land-voll ist immer abergläubisch und die Almwacher glaubten ebenso fest an Vorzeichen wie an das Evangelium, welches ihnen allsonntäglich der Koplan von der Kanzel vorlas. Indessen vergaßen die Hochzeiter bei wohlgefüllten Schüsseln und Bechern alsbald den Zwischenfall und gaben sich ungetrübter, stets lauter werdender Fröhlichkeit hin. Reden voll Zuversicht und guter Wünsche, Gläserklingen und frohes Lachen leiteten auch hier den Ehebund ein. Ehrenwald und sein junges Weib sprachen wenig mit den Gästen. Sie saßen still und zufrieden nebeneinander und jedes schien in die eigene Seele hineinzuhorchen, wo die wundersame Weise wirke licher Andacht und ehrlichen gegenseitigen Be-glückenwollcns nachklang, wie sie am Traualtar geworden war. Stils « Deutsche Zeitung Nummer 43 Wirtschaft ».Verkehr Tagung des Bantenausfchusses Am Donnerstag und Freitag fand in Beo-grad eine Tagung des beim Handels und Indu-strieministcrium bestehenden Bankenausschusses statt, auf welcher in der Frage der Sanierung des Geld-wesens und der Kreditbelebung die im Nahmen der durchgeführten Enquete ausgearbeiteten Aorschläge — über 45 an der Zahl - geprüft wurden. An der grohen Konferenz nahmen die Vertreter aller Banlenverbände des Landes, u. a. die der Banken der Draubanschaft, teil. Handelsvertragsrevision mit Oesterreich In Beograd werden dieser Tage die VerHand-lungert zwecks Revision des jugoslawisch öslerrcichi schen Handelsvertrages aufgenommen. Die öster-reichische Regierung stellt vier Forderungen: Erhö« hung der österreichischen Einfuhrzölle auf landwirt-schaftliche und Viehzuchterzeugnisse, Herabsetzung der jugoslawischen Kontingente für Vieh und Vieherzeug-nisfe, Kontingentierung der Einfuhr einzelner land- wirtschaftlicher Erzeugnisse und Herabsetzung der jugoslawischen Einfuhrzölle für Artikel, welche die österreichische Industrie interessieren. Die jugoslawi chen Wirtschaftskreise lehnen diese Forderungen mit der Begründung ab, dah dadurch blotz günstige Bedingungen für die Einfuhr Oester-reichs nach Jugoslawien geschaffen würden, während die jugoslawische Einfuhr nach Oesterreich gedrosselt -s Gewerbegesetzes. Beograd wird im Han- wäre. Novellierung des Nach einer Meldung au» dels- und Industrieministerium eine Novellitrung des neuen Gewerbegesetzes vorbereitet, bei welcher die Wünsche der Wirtschaftskreise berücksichtigt und die in der Durchführung zu Tage getretenen Män-gel des Gesetzes beseitigt werden sollen. Die Pflicht-korporationen wurden aufgefordert, ihre Wünsche hinsichtlich der Novellierung vorzubringen. Mühlenlongreh. Der l». Kongreß der jugoslawischen Mühlenoerbände wurde für den 8. Juni nach Beograd einberufen. Die Tagesord-nung umfaßt u. a. die Frage der Umsatzsteuer, der Ausfuhr und der Kredite für die Mühlenindustrie. Die Teilnehmer genietzcn halbe Bahnfahrt. Sport Da» Meisterschaftsspiel von S. K. Celje gegen Athletik S. ft. wird heute. Sonntag, aus dein Sportplay Felfenkeller in Celje auSgetragen. Spielt«g>mi um 16 llhr 3« Min., Schiedsrichter?!emec auS Maribor. Vorspiel um >5 Uhr Reserven Athletik ©ft : SS Olim?. Humoristisches Vorschlag zur Güte Gefängnisdirektor: „Also Hier müssen Sie arbeiten, entweder Tüten kleben oder Körbe flechten!" „Sagen Se mal. könnte ich nicht lieber mit der Ware reisen!" Bridge - Problem Wenn Nord primär „Ein Pick" meldet, Ojt doubliert und Süd paßt, was sollte West mit dem Blatt: Pik — 8, 7, 6, 5, 4. 2. Herz — 8. 2. Karo — 9. Treff — A, D, 8, 3 ansagen? Maschinenbau- und Giesserei-Fachmann gew. Fabriksdirektor, Akademiker, sucht Anstellung oder Beteiligung in techn. od. Industrieunternehmen. Antrfige an die Verwaltung d. Bl. Billigste Kredite für alle Zwecke, Stände und Berufe von Dinar 3000.— aufwärts. Rückzahlungen in bequemen kleinen Monatsraten. Vertreter allerorts gesucht. »Union", op^a kreditna zadruga, Zagreb. — Anfragen mit Doppelrückporto an die Verwaltung des Blattes unter »Kredit 37502*. Sofort zu vermieten ist ein grosses Hoflokal ferner eine Einfahrt, die als Garage oder Magaziu zu verwenden ist. Preiernova ulica 4. Deutscher Unterricht! Schüler bis zum 14. Lebensjahre erhalten Nachhilfe zur gründlichen Erlernung der deutschen Sprache in Wort und Schrift. Einzelunterricht ev. auch Familienanschluss! Strenge Aufsicht! Nähere Ausk. erteilt der deutsche Buchdrucker Franz Prelog Celje. Zd kresijo Nr. 5, zwischen 5—6 Uhr nachm. Fünf-Zimmer-Wohnung sofort zu vermieten. 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