Deutsche Macht Kerausgeöer: cheröard Mamöerg. tk Deutsch« Vacht erkfKint jeden €oiuitoa nnd Xonnerltflst morgen* an* kostet s«»g: viertelMrlich f.. l.OO, „albjilhrig st. Z.»v-. gav,i«hrig ».«.4«.-. Einzelne «nmwer 7 tr. »»,«i a e» »erde» noA Zarif bttejwt. ®ri wttr Wirdervoinngen «n» ««»lande» nehmen «»»eigen entgegen. I» Cilli wollen solch« bet« Verwalter »ei rentichen ?»acht tonn 29. C?N< werde« a,ch in der Vachdruckere» Johann tttfttf* fcweÜwtlM ertDeill.i. Schriftleitnny Hanvtplay 8, I. Stock, «prechstnnden de» Hera«»geder» (nnd ühefredaeten,»): ll—1« Uhr ?o: mittags (mit Ausnahme der Tonn» »nd Feiertage.) — Reclamauonen sind vartofrei. — Berichte, deren Verfasser dem Heran^gever ««bekannt ftnd. tdnnen mcht dertickstcht,gt werden. Nr. 79 Cilli, Sonntag den Z. October 1892. XVII. Jahrgang Hinc rare KescAchast. oder Stovcnen unter ttch! ». Der Brand, den der slovenische Katholiken-Zag emsachte. entwickelt sich inimer weiter. In ganz Krai» brennt es lichterloh, und die Funken «nd F«uergarben fliegen schon üb?r die Grenzen der Musterversöhnungsprovinz. in die Nebenlande hinein, wo clericale und radikale Slovenen noch Tchulter an Schulter unter geineinsamer Flaggt W5 vereint mit dem verlogenen Feldrus kämpfen : Zie Deutschen gefährden Glaube» und Religion! So war es auch einst in Krain, als es vor« noch deutsche Beute gegeben. Allen Leuten, oic im Stande und willens sind, zu sehen, bietet sich ein merkwürdig Bild. Der Zustand, der in lkrain herrscht, ist die Folge jener Bestrebungen der Clericalen und Radicalcn. die dahin gienge» : sich gegenseitig als Werkzeug für die selbst« sichtigen eigenen Zwecke zu mißbrauchen. Min hat gegenseitig Verstecken gespielt. Jetzt. da die Clericalen wähnten, start genug zu sein; jetzt, da sie den Lohn für ihre den Stobitolen gewährten Unterstützungen fordern. ift'S auf einmal aus mit dem Beien, Fasten »nd Almosengeben im radicalen Lager. Die Radicalen sind unter den schirmenden Händen der katholischen Priesterschaft groß und hark oeworden und nehmen hohnlachend die MaSken ab. Der flovenische Katholikentag hätte die alles niederwerfende Kraft der Clericalen er-iveisen sollen; es scheint jedoch, daß er eher das ScMtdeil beweisen wird. Die Erbitterung, die m beiden Lagern herrscht, ist sast unbeschreiblich; *«i waS das Merkwürdigste dabei ist: eine Menge katholischer Priester steht auf radicaler Leite! Am neunten October findet in der alten Hütchen. Ein Märchen von Adolf Wilbrandt. IR«hdr»S mtoten.) (ö. Fortsetzung.) Indessen hier stockte er, weil mitten in siiner Rede ihn verwunderte, daß der verach-u-ugswerthe Krüppel plötzlich dem Hütchen glich; und als er diese Veränderung fester ins Ange faßte, sah er sich überhaupt i» einer andern Welt. Er befand sich an keiner WirthS-tafel. sondern aus einer von drei gewaltigen, nackten Felskuppen, die fast senkrecht abstürzten; unten brandete das Meer, das sich endlos dehnte, von heftigen Böen gepeitscht. Vor ihm, hart am Rand, kauerte Hütchen «nd lächelte ihn an. Richard, in dem die Wuth noch kochte, wollte «was sagen; es schüttelte ihn aber, und un-villkürlich sucht« er nach seinem Ueberrock, um hm anzuziehen: so kalt schnitt die Luft. Der Utberrock aber war mit allen Uebrigen sort. Richard stieß einen Fluch auS. Herr! sagte er dann mit überlauter Stimme, was fällt Ihnen em? Wie können Sie sich erdreisten, mich mitten im Satz aus dem warmen Zimmer in diese Eiswüste zu vexieren? Nimm's nicht übel. Bruder, sagte Hütchen sanft. Nur zu deinem Besten. Und nach unserm Vertrag. Eine „Eiswüste" — wenn du gefälligst naher hinschauen willst — eine Eiswüst« ist das i □C Unsere bentiae Nummer Schießstätte in Laibach: dort, wo der Katholiken-Tag tagte, eine Gegendemonstration statt, und der Aufruf dazu ist von nicht weniger als drei katholischen Geistlichen unterzeichnet! Das ist die Macht der nationalen Idee, die das so gescheit« Grazer Volksblatt frohlockend schwinden sieht! An dem Kampfe, der in Kram tobt, be-theiligen sich fast alle slovenischen Blätter, und dabei steht der bischöfliche Slovenec beinahe allein. Einzig und allein die Rudolfswerther N o v i c« leiste» an Hilfe, was sie zu thun vermögen, und Slovenski goSpodar verhält sich neutral. Sonst aber fällt Kroß und Klein über das ultramontane Tagblatt her. Am ärgsten natürlich: Slovenski Narod, die Triester Edinost, die Görzer So5a, der Klagenfurter Mir, die Laibacher Novice, nebst einigen anderen journalistischen Kindertrompeten, die. »m sich'» mit der Geistlichkeit nicht zu ver-derben, nur einzelne Verhandlungen uuS dem Katholikentag herausgreifen und daran ihre Wuth über das ganze Werk auslassen. So ist es namentlich eine clericale Bemerkung über den slovenischen Schulverein, die den hochwill--kommenen Anlaß gibt, im allgemeinen Geschimpfe mitzuthun. Daß man in slovenischen Blättern nicht fein fein kann, liegt in der allgemein herrschenden gesellschaftlichen Bildung; aber nicht nöthig wäre es gerade, da« Slovenec z. B. schreibt: Jene, die aus purer Verständigkeit zu der stolzen Ueberzeugung und zum süßen Schluss« ge-langt sind, daß sie nur Nachkommen der Assen sind und sich vom Esel nicht wesentlich unier-scheiden, und die ob ihrer glatten Frisur und venhierten Intelligenz nicht mehr eine Faust vor der Nase sehen. . . Darauf wirft Sl. Narod dem Slovenec journalistisches Banditenthum vor. nicht; nur gerade anständig kalt. Zur Abküh-lung. dacht' ich. Uebrigens, wohin du willst! Wo sind wir hier? fragte Richard, etwas ruhiger. Auf der Insel Magerü. wenn'S gefällig ist; am Nordcap. Die Gegend, dachte ich, ist ja interessant. Die Temperatur ganz freundlich; jetzt, um Frühlingsanfang, kaum unter Null. Freilich ein scharfer Wind; al er der kühlt den Kopf. Auch haben wir hier noch lange Tage, und das hat auch seinen Reiz! — Du warst hier noch nie? Richard, in dem der Zorn wie «ine letzte kurze Bö noch einmal aufrauschte, wollte dem Klein«n ein kräftigrs Schmähwort an den Kops werfen ; bei einem Blick auf das herzlich grinsende, alte Knabengesicht hielt er aber inne. Vielleicht hat er wieder Recht! dachte er bei sich. Und mir ist, als hätte er Recht! — Bin ich einmal am Nordcap, so will ich mir's auch anschauen ... Kurz, er schaute sich's an. Als die Nacht kam, fand er sich in Dront-heim, tn einem warmen Bett; Hütchen war ver-schwunden; es grame aber bald der Tag, und von jugendlicher Neugier hinausgetrieben gieng Richard auf die Straße. In seiner Tasche, wußte er. war Geld für geraume Zeit; er hatte sich's immer gewünscht, Schweden und Norwegen zu sehn; so wanderte er denn in frischem, jungem Muth darauf los. Es ergötzte Von den Gemeinheiten, die man sich ge-genseitig sagt, könnte man übrigens ein Buch vollschreiben. Wenn es Halbswegs wahr wäre, was man da zu hören bekomm«, dann gibt eS in beiden slovenischen Parteien Krains überhaupt nur Verleumder. Gauner, Strolche. Spiegelfechter, Lump«, Lügner und Betrüger, Gottesleugner und Pfaffxnknecht«. Eine rare Gesellschaft! Wie wenig die slovenisch gesinnte Geistlichkeit in Kram .Ordre pariert' eryellt daraus, daß das Organ des Bischof» M i f f i a an di« Adresse dreier Geistlichen, der Herren Thomas Zupan, Anton Alogar (Schlagers) und A. Koblar nachstehende ciceroanische Anrede richtet : .Wie lange werdet ihr. Leiter des Aloisia. niSmus. Thomas Zupan und Schriftführer Anton 2log« den Mißbrauch noch ruhig dulden und mitmachen, der mit den, Cyrill und Methud-verein gegen den slovenischen Katholikentag, gegen unseren von Gott vorgesetzten Bischof, gegen die Autorität unserer höheren kirchlichen Gewalt getrieben wird? Wie lange werdet ihr noch zusehen, daß auch aus euere Rechnung Lügen und unermeßliche Verhetzung ins Volt getragen werden? Das Gewissen gebietet uns, die Stimme zu erheben; denn wir können e« nicht dulden, daß die slovenischen Liberalen mit den Namen Geistlicher unser Volk blenden und in ihre gottlosen Netze locken. Seid ihr euch enerer Verantwortlichkeit vor Gott bewußt, da sich die Liberalen bei ihren Wühlereien gegen unsern Bischof in erster Linie auf euch berufen, auf euch, um zu sagen: Sehet, auch die Geistlichkeit denkt so? Wollt auch ihr soweit kommen wie (Pfarrer) Koblar, dem die Resolutionen des Katholikentages ein so wert-loser Standpunkt sind, daß er sogar im Aus-schuß jener Leute sitzt, die am 9. October ein feierliches Bankett abhalten werden, als Demon» ihn. diese ernsten, stillen, blondgelockten Menschen des Nordens mit seinen Unterthanen im Korallen-Meer zu vergleichen; und diesen WanderSmann, der wie ein singender Handwerksbursch dahinzog, mit dem „großen Häuptling". So vergieng lange Zeit. Er sah und hörte viel, seines Lebens froh. Endlich kam der Sommer, und mit ihm eine große Botschaft: Der Krieg wuchs heran, in dem sich daS geeinigte Deutschland und das eifersüchtige Frankreich messen sollten. Die „starke Politik", für die sich Richards vater-ländisches Gemüth so zornig ereifert hatte, zog nun wirklich ins Feld. Sie rief auch ihn zu den Fahnen. Sie hätte nicht zu rufen brauchen, er reiSte Tag und Nacht, bis er bei den Seinen war und mit ihnen marschierte. Für unsere Ehre! FürS Reich! Für Freiheit und Vater-land! dachte er in feierlicher Freude und des SiegS gewiß, eh noch die Kanonen beim Schicksal angefragt hatten. Es kam auch der Sieg; aber^ nicht allein. Hinter ihm her, auf Schritt und' Tritt, gieng der Tod. Um auch den „großen Häuptling" zu fangen, warf er dem einen Granat-splitter in die linke Schulter. Richard siel ins Gras, zwar nicht so getroffen, wie es der Andre gewünscht hatte, aber doch kräftig gepackt. Er vergaß für eine Weile Alles, was er von sich wußte, und lag so still wie die Kameraden da, die nicht mehr erwachten. (Fortsetzung folgt.) umfaßt einscbließlicb der Unterkaltunasbeilaae 18 Seiten. 2 stration gegen die Resolutionen des Katholiken-tage» . . . Gebe es Sott, daß wir nicht tauben Ohren gesprochen haben!' Diese Aufforderung ist, wie e« scheint, ein« fach nicht beachtet worden. Nirgend» findet sich die Spur einer Wirkung; dabei ist Slovenski Narod. der vor ungefähr einem Jahre von den Laibacher Kirchenkanzeln herab in Acht und Bann gelegt wurde, von der Geistlichkeit, d. h. aus geistlichen Kreisen sehr gut bedient. Ihm wurde der Resolutionsentwurf für den Katho-likentag verrathen, und er behauptet unauS-gesetzt, über die Vorkommnisse im Bischofshofe unterrichtet zu sein. Letzthin hat er sich mit solch einer Nachricht allerdings stark blamiert, linier der Spitzmarke: Und alle« ist Dressur erzählte doS russophile Blatt nämlich, daß Bischof Missia zwei Umlauffchrtibrn erließ; in dem einen fei die niedere Geistlichkeit aus-gefordert worden, dem Bischof ihre Gympatien auSzusprechen, iin anderen wird verlangt, daß allwäriS dem Slovenski Narod und einem deutschen EtandeSblatt (Kärntner Volksblatt?) das Mißtrauen und die Indignation votiert werde. Slovenec nennt den Sloo. Nar. mit Rück-ficht auf diese Mittheilung einen Erfinder von Lügen und — Verleumder des Bischofs. Jetzt find beide Parteien daran, Zustim-mungSkundgebungen zu verzeichnen; die Eyrill und Methud-Ortsgruppen arbeiten mit Leiden-schafl für die radicale Partei; für den Bischof werden aber auch schon «wenn auch viel weniger) Zustimmungen laut. Die Cillier Slovenen haben dem Slovenski Narod ihre Sym-patien in einer Drahtnachricht zuerkannt, und überdies hat einer von ihnen auch noch eine ellenlange Geschichte im Narod erzählt, die dem Frieden gewidmet gewesen zu sein schein», übrigen« von Unkenntnis der Verhältnisse zeugt und kaum irgend jemand klüger gemacht hat. Bemerkenswert daraus ist höchstens, daß e< mit der Marburger Südsteirifchen Post abwärts geht, und die „Cillier Slovenen' mit ihr nicht mehr ganz einverstanden sind. Ein schreckliches lln-glück! Hlmfchau. Der Reichsrath wird, wie die Deutsche Wacht, erfährt, spätestens für den 28. October einberufen werden. Derselbe soll zunächst das Budget erledigen und nöthigenfalls über Weihnachten hinaus tagen. Im Jänner wird die Nachscssion der Landtage abgehalten. Nach Schluß derselben — wahrscheinlich im März — dürste der Reichsrath neuerlich einberufen werden. — Die Delegationen find gestern in Budapest zufammengetreten. Sie,ermark ist in der Reichsraths-Delegation durch die Abgeord-neten Gras S t ü r g k h und Dr. Hosmann v. W e l l e n h o f vertreten ; Ersatzmann ist Dr. v. KrauS. Die Fernsprechverbindung «wischen Wien und Trieft ist gestern, am I. October, dem Betriebe übergeben worden. Es wird wohl nicht lange dauern, bis auch die Bewohner von Cilli mit ihren Freunden in Graz, Wien und Tieft li,ich Belieben werden sprechen können. Bei Rudolsswerth wurde ltzten Donnerstag durch den Bezirkshauptman» der erste Spatenstich für die RudolfSmerther Linie der llnterkrainerbahn gemacht. Zur Festlichkeit hatte sich eine große Menge Volkes eingesunden, die von der Bahn eine Besserung ihrer sehr traurigen Verhältnisse erwartet. Im SchmuggelproceH der vor dem Wiener Schwurgerichte geführt wurde, ist endlich daS Urtheil gefällt. In der Nacht vom Freitag auf Samstag, um halb 12 Uhr wurde der Wahrfpruch der Geschwornen verkündet. Das Verdick lautet bezüglich des Hosrathes Trzie-niecki von 9 Schuldfragen 5 mit schuldig. 4 mit nichtschuldig ; bezüglich Spendling'S alle I Schuldfragen mit schuldig; bezüglich Kobierski'S von 2 Schuldfragen eine mit schuldig, eine mit nichtschuldig: bezüglich der anderen 17 Angeklagten von 19 Schuldfrage» l2 mit schuldig. 7 mit nichtschuldig. — Um l Uhr nachts erfolgte das Urtheil. Verurtheilt „Deutsche wurden: Hofroth Trzieniecki wegen Miß-brauch« der Amtsgewalt und AmiSverumreuong zu 4jährigem, KobierSki zu Zjährigem, Ependling zu Hährigem. Csala. Blumenfeld. Rosenheck. Jurgrau zu anderthalb«. Albrecht zu Ijährigem Kerker, Banko zu 8, Janowicz zu 10, Wolofynowicz zu 12, Hochberg zu 4, Wodnarik zu 6 und Golostcin zu 8 Monaten. Freigesprochen wurden nach dem Wahrspruch der GeschwornenNoga, Trabe«, MalkowSki, Langer, HolynSki, Teron und Gruder. Von der Kronprinzenreife. Der Sohn des unmittelbaren Thronfolgers de« Herrn Erzherzogs Carl Ludwig Herr Erzherzog Franz Ferdinand d'Este soll bekanntlich eine Weltreise unternehmen. Ueber die Absicht der Marineleitung, den gegenwärtig sertiggestellten Torpedo-Rammkreuzer KaiserinElisabeth dei dieser Gelegenheit nach Ostasien zu ent-senden, schreibt die Politische Korrespondenz: Neben speciellen maritimen und wissenschaftlichen Aufgaben soll diese Reise die wirksamere Ver» tretung und Wahrung unsrer HandelSinteresfen zum Zweckt haben. Es ist wiederholt und auch in der Presse auf das Bedürfnis hingewiesen worden, daß in jene Länder zur Forderung unsres Ansehen» und der sich hebenden Handels« beziehung'n ein größeres Kriegsschiff entsendet werde, daS in den wichtigsten Häfen OstasienS unsre Flaqge zu zeigen hätte. Das genannte Kriegsschiff eignet sich zu diesem Zwecke voll» kommen, da es den Vergleich mit jenen modernen SchiffStype», die von fremden Seemächten zu Missionsreisen verwendet werden, nicht zu scheuen hat und sein Erscheinen namentlich in den indischen und ostasiatische» Empörten gewiß dazu dienen wird, daS Prestige Oesterreich-UngaruS und seiner Flagge zu heben. Eine besondere Aus-gäbe dieser MiffioiiSreise wird auch der Aus-tausch der mit Korea abgeschlossenen Handels-veriräge bilden, da es wünschenswert ist, diesen Act mit der in jenen Ländern übliche», ja für unabwendbar gehaltenen Feierlichkeit vorzu-nehmen. Herr Erzherzog Franz Ferdinand, der, wie bekannt, im December d. I. eine Studien-reise um die Welt anzutreten beabsichtigt, wird für den ersten Theil seiner Reise die „Kaiserin Elisabeth' benutzen, da es angezeigt erscheint, daß Se. k. und k. Hoheit, namentlich bei seinem Ein-treffen in Indien und Japan, mit dem seiner hohen Stellung entsprechenden Glänze auftreten könne. Z>ie Suhöach - Deutscher HeSirgs kratze. Schon wiederholt wurde in der TageSpost aus die Wichtigkeit und Nothwendigkeit einer praktikablen Straße zwischen den zwei entlegensten HochgebirgSdörsern in Unlerfteiermark, da« ist den in den herrlichen Sulzbacher Alpen ge» legenen Orten Sulzbach und Leutsch, hinge-wiesen. Der von Jahr zu Jahr steigende Fremdenbesuch beweist zur Genüge, daß die herrlichen Reize dieser so wenig bekannten Ge-birgSwelt endlich doch in immer weiiere Kreise dringen und so allmählich Sulzbach zu dem wird, was eS längst sein sollte und sein könnte: zu einem nicht nur von Steirern, sondern auch von Fremden gerne und oft besuchten Hochge-birgswinkel. Daß dem bis jetzt nicht so ist. daran ist nur der Mangel einer nuten und sicheren Straße schuld. Allerdings führt ein Sieig durch die „Nadel' in da« Sulzbacher Gebiet, aber dieser mag gerade nicht jedem Touristen und jeder Touristin sicher und bequem genug sein. Sieht man aber auch vom Fremdenverkehr, der doch eine ganz bedeutende Einnahme für die Bevölkerung von Leutsch und Sulzbach zu bilden imstande ist. ganz ab, so gibt es noch andere, wichtige Gründe, die eindringlich den planmäßigen Ausbau einer guten Fahrstraße zwischen den beiden genannten Orten erheischen. Die letzte Thierausste llung und die damit verbundene Thierprämiirung in Sulzbach hat gezeigt, daß das Sulzbacher Gebiet eine au«-gezeichnete Rinderraffe auf seinen Hochalpen und Weiden gedeihe» läßt. Das Vieh ist von schönem, 189? kräftigem Schlage, und die ausgezeichneten Er-gebniffe der heurigen Thierprämiirung haben eS erhärt«, daß die Bevölkerung von Sulzbach und Hl. Geist allen Fleiß auf dieses Produciion«-gebiet vereinigt. Es gib« Besitzer, die 20. 30 Stück, ja solche, die weit darüber hinan« an Rindvieh besitzen und dabei Schafherden von bi« 50 Stück haben. Spielt demnach schon die Schafzucht wegen der Fleischproduction und der Schofwollerzeugung in sulzbach eine große Rolle, so komnit eine noch weit wichtigere Rolle der Rindviehzucht zu. Bei Hochg?birg«thälern. wie Sulzbach, ist eine geregelte, systematische Rind-Viehzucht, wie sie auch thatsächlich von der donigen Bevölkerung betrieben wird, von der ollerhöchsten Wichtigkeit. Hat eine solche Gegend ihre AuSsuhrwege. so ist in der Rindviehzucht sür die Bevölkerung eine Quelle deS Wohlstande« gelegen, die nicht versiegtn kann und aus die lahrein. jahrau« mit Sicherheit gerechnet werden kann. Der Bauer ist demnach auch in Mißjahren sicher, aus diesem Productionszweig einen ver-läßlichen Gewinn ziehen zu kounen, der imstande ist. die Bilanz seines Hauses günstig zu g-ftalten. Aber die« ist nur dann möglich, wenn er den Austrieb seine« Viehc« auf die benachbarten und auch weiter gelegenen Märkte mit Sicher-heil vollziehen kann. Wie ist e« aber mit diesem Auftrieb in Sulzbach beschaffen < Traurig, sogar sehr traurig, trotzdem da« aus fremde Märkte in günstigen Fällen aufgetriebene Sulzbacher Vieh reißend be-gehrt und gekauft wird. Die Ursache dieser Miß-stände liegt einzig und all.in in dem Mangel einer ordentlichen Straße, die von Sulzbach nach Leutsch führen würde. Seinerzeit, al« Graf Christallnigg von Kärnten aus große Holzabstockungsoerträge mit Sulzbacher Bauern geschlossen hatte, wurde allerdings eine Straße gebaut. die den Kohlen-verkehr mit K ä r n t e n vermitteln sollte. Da sie aber einen sehr hohen Gebirgszug hinauf- und auf der anderen Seite nach Kärnten hinabgieng, wurden, wegen der erwiesenen Unrentabilität, die Holzungen »nd Kohlungen eingestellt. Diese nun nahezu gänzlich verfallene, mühselige Straße ist einer der wenigen Viehtriebwege in da« benachbarte Kärnten, während dem Lande Stein-mark selbst die Früchte der Sulzbacher Rind-Viehzucht dadurch verlöre» gehe». Allerdings ist diese ViehauSfuhrrichtung sür den Sulzbacher nur ein Rothnagel, wenn er anders aus Sulz-bach mit seinem Rindvieh nicht in« eigene Krön» land gelangen kann. Der Viehtrieb durch die .Nadel' ist vollkommen unmöglich, »nd so bleibt nichiS übrig, als einen höchst primitiven Thal» weg zu benützen. Dieser geht in dem schmalen engen Thalben. in dem sich der Wassersaden der Sann stellenweise mit Mühe durchzwängt und zweidutzendmal muß man ohne Brücke und Steg das Waffer überschreiten, ehe man von Sulzbach nach Leutsch gelangt. Daß unier solchen Umständen oft die AuS« bringung des Viehes aus Sulzbach nach den benachbarten Märkten in Laufen. Praßberg. Oberburg u. f. w. ganz unmöglich wird, ist natürlich, denn jede« Hochgewitter bedingt »in Hochwasser, da« die Passage im Thal für einen, ja oft mehrere Tage sperren kann: oft thut die« auch ein anhaltender starker Regen. So versäumt der Bauer den einen Markt, und so kann er nach einem Viertel- oder halben Jahre auch um den Auftrieb auf den nächsten Markt gebracht wer-den. so daß ihm der Verkauf seines Viehe« für daS ganze Jahr geradezu unmöglich wird. Außerdem ist die Holztrift in diesem Thale von hoher Wichtigkeit. DaS Holz muß und kann auS Sulzbach nur durch die Trift gebracht wer-den. Was wird da nicht beschädigt, entwertet oder geht ganz zu Grunde! Schnittware oder Bauholz herauszubringen, ist unter solchen Um-ständen unmöglich, und fo mag eS als «in Unicum verzeichnet sein, daß z. B. ein hiesiger Bauunternehmer da» für einen Wasserbau nöthige Lärchenholz mit Wagen von Obersttier bezog, weil dit Fracht mit der Bahn für das Bauholz zu hoch gewesen wäre, während noch Riesen-lärchen in manchen Bauentwäldern Sulzbach« stehen, die aber unter den vorliegenden Weg« Verhältnissen al« Langholz aus Sulzbach nicht 1892 bringbor sind. Für die früher berührten Vieh« aufiriebsverhältniffe ist aber die durch Wochen währende Trift auch von hoher Bedeutung, da während dieser wegen der darin schwimmenden Hölzer die Sann sür Menschen und Thiere un» durchwatbar ist. So kann auch die Trist oft den Marktauftritt» vollständig verhindern. Man sieht au« diesen wenigen Daten, wie jämmerlich die VerkehrSoerdältuisse bestellt sind, die zwischen Sulzbach und der Außenwelt. txjß«w. dem Samtthale herrschen. Die Bauern sind dort vhnedie« gezwungen, mühselig ihr Leben zu fristen; der Mangel einer regelrechten Straße zwischen Sulzbach und Leutsch bedingt et aber, daß diese Leute selbst dort, wo sie sich aushelfen könnten, die« nicht dürfen, weil der Mangel eine« Wege« ein unüberwindlich«« Hin-denn« ist. So ist diese« reiche Sulzbacher Thal fast arm. weil e« seine Schätze nicht genügend verwenden und verwerten kann, sondern für sich behalten muß und nicht in genügender, ent-iorechender An tu den Weltverkehr bringen kann. Hier helfend, unten'tützend einzugreifen, wäre Ausgabe de« Lande«. Daß der Au«bau einer ordentlichen Straße zwischen Sulzbach und Leutsch einem Riefenaufschwung für jene Gegend gleichkäme, wird nach den gegebenen Ausführungen kaum Jemand bestreuen. Zur Vollständigkeit des Bilde« über den Verkehr zwischen Sulzbach und dem Sanntbal B hören aber noch einige wesentliche Daten. Im inter ist infolge hoher Schneelage da« Thal für jeden Verkehr oft bis zu zwei Wochen m»d darüber hinaus ungangbar. Durch die Nadel wird dann der Weg infolge von Schnee und Ei« unmöglich, und jener in der grimmig kalten Thalsohlt ebenso. Bei günstigeren Verhältnissen ist er immer «in lebensgefährliches Wagni«, weil Staublawinen und im Frühjahr Grund-lawinen in das Thal hinabsausen. Man sieht daher, daß zur Winterszeit der Verkehr ost wochenlang gänzlich ruhen muß. An dieser Stelle würde eine Wegherstellung, wie sie z. B. vor Jahren beim „Todten Weib" in der Frein au«-geführt wurde, jede Gefahr beseitigt«. Möge dieser SchmerzenSschrei nicht unge-härt verhallen; gilt e« doch, dem Lande Tteiermark neue Quellen des Wohlstände« mit dem Straßenbaue Sulzbach-Leutfch zu er-öffnen ! Abstellung sanitärer Mißbrauche in Hastöäusern. Das Ministerium des Innern hat folgende Kundmachung erlassen: Der Verein reisender Kaufleute Oesterreich-Ungarn« in Wien wendete sich mit «iner Eingab« m, daS Ministerium des Innern, in welcher er sich über die häufig anzutreffende Unreinlichkeit, so wie schlechte Construction der Abone in den Hotel« beschwert und bezüglich der fast ausnahmslos in allen Hotels und Gasthäusern üblichen Art. die Tisch- und Bettwäsche zu reinigen, Klage führt. Nach den Ausführungen des genannten BereineS besteht die Reinigung gebrauchter Eervietten, Tischtücher und gebrauchter Bett-wäsche darin, daß diese Wäschestücke mit kaltem Waffer bespritzt und in einer Presse so lange eingelegt belassen werden, bis sie einen Schein von Nettigkeit gewinne», worauf dieftlben, ohne früher einen gründlichen ReinigungS-Prozeß durchgemacht zu haben, für andere Gäste in Verwendung gezogen werden. Da durch »in solches unsauberes und ekel-erregendes Gebahren, welches dadurch noch straf» barer wird, daß die Bespritzung sehr häufig d»rch von einem Hotelbediensttten männlichen ober weiblichen Geschlechtes in den Mund ge-nommencs und aus demselben ausgespucktes Wusser erfolgt — auch abgesehen von der Cholera — JnseclionSkrankheiten übenragen und Gesundheit und Leben der Hotel- und Gasthaus-Wucher gefährdet werden können, wird die k. k. Ilaithalterei (Landesregierung) angesichts drr eminenten Choleragefahr und unter Hinweis auf die hierortigen Erlässe vom 8. Juli d. I. und vom l5. Juli d. I. beauftragt, die sanitären Wicht" Verhältniffe der Hotels, Gast» und Einkehr» Häuser mit besonderer Rücksicht aus die Befchaf» fenheit der Abort«, hinsichtlich welcher die Ein-richtung von Cloftts zur Spülung mit DtSin-fectionSmitteln thunlichst allgtmein einzuführen ist. dann in Bezug auf die Gebahrung mit Wäsche und auf Beititigung der Abfälle einer genauen Untersuchung unterziehen und die Abstellung sanitätswidriger Zustände mit aller Energie bewirken zu lassen. Hieb« ist auch ein besonderes Auginmerk aus den sanitären Unfug zu lenken, daß Trink- f>läser aller Art dadurch gereinigt werden, daß ie in eintm d«n ganzen Tag über mit dem-selb«n Wasser angefüllte Gesäße ausgeschwenkt und ohnehin mit einem mehr weniger schmutzigen Tuch« ausgewischt und in diesem Zustande so-fort wieder angefüllt und den Gästen präsentiert werden. Ans Stadt und Land. Ruf zum Turnen. Die Winterzeit, die den Menschen in engere Grenzen weist, ihn vitl-lticht mehr dazu anhält, an da« eigene Ich zu denken, dasselbe zu pflegen und zu erhalten, im Gegensatze zur FrüdlingS» und Sommer«zeit, wo der Erhebung des Gemüthes Rechnung getragen wird, rück« heran. Arbeit und Vergnügen suchen unter einem schirmenden Dache Schutz und so kommt es, daß manche Gewerbe wie eingeschlasen erscheinen, weil man sie nur in günstiger Jahreszeit ausgeübt sieht, sowie daß die Wan-derer in andern Art der Erholung und dem Vergnügen nachgehen. Darin liegt auch ein Hauptgrund, warum sich im Herbste die Turn-hallen füllen. Allein Manchen drängt wohl auch die Hoffnung auf den Turnplatz, daß das Turnen da« Mittel sein könnte, einiger Kilo Fett los zu werden. Man erinnen sich so gelegentlich, daß das Turnen doch zu etwas sei. daß es Nutzen bringen könne. Die von den Vortheilen de« Turnen« Ueberzeugte», die, ob der Sommer heiß oder kalt war, nicht lau wurden und von den Uebungen nicht abließen, freuen sich trotzdem über da« lebhaftere Gedränge zur Herbstzeit auf dem Turnplatze; si« sind ja nicht Uebeldenker und er-warten, daß e« endlich auch bei manchen Ein-tagsturnern helle werde in der Ueberzeugung: das Turnen ist für Niemanden ent-behrlich! — So ergeht an Alt und Jung der Ruf, sich dem deutschen Turnen zuzuwenden. Aus einen Hieb fällt kein Baum ; mit einer Turnstunde, die ohne genügende Belehrung ost sehr übel sich bemerkbar macht, ist man noch nicht Turner geworden. Es heißt im Anfange über-winden, ja auch in der Folge bleibt nie etwas Anderes übrig; die Hauptsache bildet jedoch die Regelmäßigkeit. Der kräftige Jüngling soll wenigstens dreimal, der kräftige Mann zweimal, der geübte alte Herr einmal in der Woche turnen. Wer irgend einen Nachtheil beheben oder größere Fertigkeit erreichen will, wird wenigstens zweimal in der Woche bis zur Ermüdung (nicht Erschöpfung) sich üben muffen. DaS Wieviel! lehren Lehrer, und eS lehrt dies am besten die eigene Erfahrung. — DaS Turnen hat sich von kleinen Anfängen ge-waltig gehoben: was bedeuten aber eine halbe Million deutscher Turngenofsen, wenn es leicht zehn Millionen sein könnten. Es findet sich also noch immer ein großer Spielraum zur Steigerung — und es wird sich steigern, ist ja doch unsere Jugend erst an der Reihe, ihr da» Turnen zur selbstvtrständlichen Lebensgewohnheit zu machen. Von unten aus hat sich die Turn-sacht bisher Bahn gebrochen, von unten auf muß sie weiter nach oben wachsen, dann werden sich dort — wie beim Baume — oben die Früchte zeigen. Der Baum ist bei uns noch zu jung, die Gärtner bedürfen noch vieler Mit-arbeiten Deshalb ergeht an alle ehrenfesten Genossen des deutschen Volkes die Einladung, sich einem deutschen Turnvereine anzuschließen, den einen Vorsatz jedoch nicht außer Acht zu laffen, der da heißt: Ausharren! Versetzung Herr Commissär Tax in Cilli ist aus sein Ansuchen in gleicher Eigen« schast zur Statihalterei nach Graz versetzt worden» 3 Retruten sind am Freitag in großer Menge in Cilli angekommen: zu Fuß, mit der Eisenbahn und aus Leiterwagen, mit schwarz» gelben Fähnlein geschmückt. — Gestern, am I. October. waren im Ganzen 1300 Recruten hier nämlich: 800 Mann Ersatzreservisten, die in der sogenannten Chemailkaserne untergebracht werden, um eine allwöchentliche Uebung mitzu-machen, und etwa 500 Recruten, die zur drei-jährigen Dienstleistung in die verschiedenen Truppengattungen eingereiht werden. Daß e« am Bahnhof und in verschiedenen Wirthshäusern lebhaft zugieng, läßt sich denken. Auch manche herzzerreißende Abschied«scene wurde beobachtet. Galt es doch nicht selten eine dreijährige Tren» nung von der Liebsten! 6. Bejir?»feuer«ehrtag. Am 16. October d. I. 3 Uhr nachmittag« wird im Gasthos zum Elesanten in Cilli der Bezirksfeuerwehrtag de« Feuerwehrbezirke« Cilli mit folgender Tage«» Ordnung abgehalten. I. Verlesung de« Sitzung«» Protokoll« vom letzten BezirkSfeuerwehnag. 2. Wahl des Schriftführer«. 3. Bericht des Ob» manne« über den Bezirk. 4. Besprechung der stattgefundenen Uebungen. 5. Wahl deS Ob» manneS und dessen Stellvertreters. 6. Wahl der Vertreter für den nächsten Lande«-Feuerwehrtag. 7. Wahl des Ortes des nächsten BezirkS-Feuer» wehnaaeS. 8. Allsällige Anträge. Beleuchtung Herr G. S ch m i d l hat in seinem Geschäft« die Beleuchtung mit GaS-glühlichtern eingeführt, die außerordentliche Helligkeit verbreiten. Wenn andere Geschäftsleute diesem Beispiel folgen, wird der Hauptplay am Abend ein großstädtische« Gepräge erhalten. Gonodiy. Der Bau der schmalspurigen Localbabn Pöltfchach-Gonobitz schreitet zwar rüstig vorwäts; dennoch scheint es zweifelhaft, ob sie, wit tS ursprünglich geplant worden ist. schon Ende Oktober dem Verkehr wird über-geben werden können. Mit Recht knüpfen sich große Hoffnungen an die Eröffnung der Bahn, die den an Naturschätzen verschiedener Art so reichen Südabhang deS Bacherngebirges der großen Verkehrslinie der Südbahn um ein gute« Stück näher rücken wird. Die unerschöpflichen Holz» reichthümer deS Bachtrngtbirge«; di« nunmehr im großen Maßstabe »röffntten Granitbrüche oberhalb Oplotnitz, in denen sehr fleißig ge» arbeitet wird; die Fabrik gebogener Möbel in Oplotnitz; die Wollinsabriken ebendort und bei Tepina; und endlich der große Reichthum an landwirtschaftlichen Produkten, namentlich an Obst und Wein, werden der neuen Bahn große Frachten zuführen. Marburg. «Eigenbericht der Deutschen Wacht.) Am 28. September um I Uhr? Min. früh, brach bei der hiesigen Landwehrkaserne in Melling, in der dazu gehörigen Wagmremise Feuer aus und äscherte dieselbe binnen zwei Stunden gänzlich ein. Da nur die voll gepropsien Stroh» säcke, die sich auf dem Dachboden der Remise befanden, ein Raub der Flammen wurden, und Pferde, sowie die Wägen gerettet werden konnten, ist der Schaden nicht so bedeutend. Die Ent-stehungSursache des FeuerS ist bis zur Stunde noch nicht bekannt. W—r. Robfit. Josef Werhovfchek, und Valentin Jursche, beide Steinklopfer in dem ärarischen Steinbruche in Polulle, ^Gemeinde-Umgebung Cilli) geriethen am 29. September vormittags während der Arbeit, in einen Streit, weil Jursche den Werhovfchek beschuldigte dieser habe ihm anderthalb Cubikmeter geschlägelten Schotters entwendet. Als Jursche, um sich hiesür zu entschädigen, dem Werhovfchek einen Rückenkorb mit einigen Effecten wegnehmen wollte, fiel dieser mit seinem Schotterschlägl über Jursche her schlug ihn mit einigen, gegen den Kopf geführten Schlägen zu Boden und hieb dann noch weiter auf ihn in der roheften Weis« loS, bis Jursche auf der an dem Steinbruche vorbei» führenden Bezirksstraße bewußtlos liegen blieb. Mehrere im Steinbruche beschäftigte Arbeiter sahen der rohen Mißhandlung ruhig zu. Ein Herr, der zufällig gegen Cilli fahrend vorbei kam. sah den Schwerverletzten mit Blut über-strömt auf der Straße liegen, fuhr daher eiligst zur Gendarmerie und machte die Anzeige. Eine Gendarmerie - Patrouille erschien denn auch 4 alsbald an Ort und Stelle, ließ den noch immer aus der Straße liegenden Verletzten in seine Wohnung bringen und lieferte den brutalen in üblem Rufe stehenden Thäter aber dem Kreis-gerichte ein. XI. Diebstahl. In der Nacht vom 24. aus den 25. September wurden dem Besitzer AloiS Fließ in Werbno (Gemeinde St. Georgen a. d. Sdb.,) durch unbekannte Thäter zwei Pferde-geschirre im Werte von 40 Gulden aus der Stallung entwendet. Steinbrück. Die Generalversammlung deS Deutschen Lese, und Kegelclubs, dessen deutscher Charakter bis jetzt allgemein bekannt war. hat nun das Kunststückchen gezeitigt, daß nebst den aufliegenden deutschen Zeitschristen auch slovenische eingeführt werden. Es ist zum staunen. Doch erschreck« nicht! Die Mehrheit läßt sich beherrschen von drei oder vier Mann. O. deutscher Michel, du schläfst noch? Es sei zur Schande gesagt: Deutsche stimmten für den seltsamen Antrag, sogar mil Vollmacht für Deutsche, die hoffentlich niemals ihre Stimme dafür hergegeben hätten. Nachdem nun die winoische Wellsprache hier in deutschen Clubs zu Ehren komm«, ist die Einsiihrung der böhmischen wohl auch noch zu erwarten, vitam vaz — srecno! Verein Südmark. Graz. Frauen-g a s s e 4 im ersten Slock. Der Verein hat sich mit Gesuchen um Unterstützung an den fteier-märkischen Landtag, an die steiermärlische Spar-casse und an die Bezirkssparcaffe Umgebung Graz gewandt und gib» sich der zuversichtlichen Erwartung hin, daß der Landtag sowohl als die beiden Sparkassen dieser Bitte willfahren und den Verein unterstützen werden, der doch für die wirtschaftliche Wohlfahrt unserer Volksgenossen so nothwendig ist. — Gestern fand in Feldkirchen die heurige Jahresversammlung der Ortsgruppe P u n t i g a m statt, bei welcher deren Umwandlung in eine Ortsgruppe Feld-k i r ch e n und U m g e b u n g beschlossen wurde. — Der Herr RechtSanwalt Dr. Franz Hiebler hat dem Vereine eine Spende von zehn Gulden zugewandt. — Verheerende Brände haben den Bewohnern der Ortschaften St. Leonhardt (im Laoantthale) und Thörl-Maglern in Kärnten ihre Wohnstätlen und all ihr Hab und Gut vernichtet. Obdachlos und nicht wissend, wo sie die LebenSmittel auch nur für einen Tag her-nehme» könnten, stehen sie da und empfinden ihr Unglück umso tiefer, als ihnen mit der Ver-nichtung ihrer bereits eingeheimsten heurigen Futter- und Getreidefechfung jede Aussicht benommen ist. wenigstens die allerdrück,ndste Noth zu bekämpfen. Bon dem Bestreben geleitet, den bediäng«e» Stammesgeuofien wo immer Hilfe zu leisten und zur Verbesserung der Lage wenigstens der Aermften von den so schwer Be-trofsenen etwas beizutragen, richtet die Leitung des Vereines Südmark an die StammeSgenoffen die dringende Bitte, Beiträge sür diese Verun» glückien an die Vereinskanzlei in Graz. Frauen-gasse 4 im ersten Stock einzusenden. Die ein-gehenden Betrüge werden in den Zeitungen ver-öffenilicht. Bäder und Sommerfrischen. Die letzte Fremdenliste der Landes - Euranstalt Rohitsch-Sauerbrunn verzeichne« mehr als hundert Geistliche: im Ganzen (während der heurigen Curzeit) 2685 Personen. u»d zwar 854 auS U n g a r n, 608 aus Steiermark und 428 aus Croaiien. Aus dem Auslande sind nur wenige verzeichnet. Verhältnismäßig am meisten kamen aus S e r b i e n (51 Personen.) Vermischtes. Gegen da« Verbot der Einfuhr von.Hauten und Fellen Das angesichts der Choleraerscheinungen erlassene Verbot der Einsuhr von Häuten und Fellen hat — wie auS Wien gemeldet wird — die Veranlassung dazu gegeben, daß eine mit 20 Unterichristen gefenigte Eingab« dem österreichischen Ministe-rium d«S Innern überreicht wurde, die darin gipfelt, die Einfuhr der genannten Produkte aus dem Auslande wieder zu gestalten, jedoch eine AÜ«MC*«iaaMta V . -t C ... . . . t „D-utfch- Wacht- Kosten deS Empfängers anzuordnen. Diesem Ministerium wurde unter Einem ein Gutachten der Versuchsanstalt für Lederindustrie überreicht, worin die Anschauung vertreien wird, daß Häuie und Felle als Träger von Chol.ra-stoffen nicht ange>eh«n w«rd«n können. Im weiieren weisen die Petenien darauf hin, daß Häuie von Indien, wo die Cholera heimisch ist, jederzeit unbehindert nach allen Länder expor-tiert werden konnten. Der StefanSdom wird demnächst elektrisch beleuchtet werden. Die Firma Siemens und Halske stellt Strom und Ein-richtung unentgeltlich zum Versuche bei, zu dessen erster Anwendung Cardinal G r u f ch a erscheinen wird. Zvas soll ste thun ! * Von einer Freundin unseres BlaiteS in Amerika erhalten wir eine Zuschrift, die wir in erster Linie ihres interessanten Inhaltes wegen veröffentlichen. Die Einsenderin theilte unS übrigens nachträglich mit, daß sie bereit sei, die Kosten zu bestreiten, wenn sich jemand fände, der ihr mit seinem Rate persönlich bei-stehen könnte, und wir haben unS deshalb — dem Inhalte ihres zweiten Schreibens ent-sprechend — entschlossen, die einlaufenden Aeußerungen unserer Leser nach dieser Richtung hin einer Prüfung zu unterziehen Wer auS dieser Eoncurreiiz als Sieger hervorgeht und Lust hat. »ach Amerika zu reise», dem bietet sich auf diese Weise die gewiß seltene Gelesen-heit. einen Ausflug zu machen, der ihn nichts kostet, und noch dazu einen Ausflug zur Welt-ausste llung in Chicago. Die Summe, die für Bestreitung der Hin- und Rücksahn (in der ersten Kajüte eines Schnelldampfers der Ham-bürg-Amerikanischen Paketfahri-Gesellschafi). der Eifenbahnreise in Amerika und ter Aufenthalts-tosten sür einige Wochen daselbst nöthig ist. bat Miß Alice Barnot bei uns depo-»i e r t. Einsendungen in dieser Angelegenheit erbitten wir unter der Aufschrist Chicago. Dieselben müssen spätestens am 1. März 1893 mit dem Abonnemenis-Ausiveis auf Unsere Zeit, Salon« Ausgabe von Schorers Familienblait in unseren Händen sein. Die Entscheidung erfolgt bis längstens zum I.Mai 1893; zugleich geht dem Sieger unter den Einsendern die Fahrkarte für den Schnelldampfer und der Betrag der sonstigen Reisekosten von der Expedition unseres Blattes zu. B e r l i n, 8. W. 46. den 20. August 1892. D>« Redaction von Unsere Zeit. Salon-AuSgabe von Schorcrs Familienblatt. Und nun der Brief der Miß Barnoi — derselbe hat folgenden Wonlaut: Barnotshome, Breadstown. Illinois, 22. Juli 1892. Sehr geehrte Redaction! Ich schreibe Ihnen in der Hoffnung, daß Ihre gütige Vermittlung meine deutschen Lands-leule veranlaßt, die Entscheidung ihres Gefühls in einer Sache sprechen zu lassen, in der ich keinen Rath zu finden weiß. Der folgende Ausschnitt auS der Illinois-Abendpost vom 10. Juli möge Ihnen zur ersten Orientierung dienen. Breadstown County Cass. — Wir theilten neulich mit. daß der Reger Oliver, in Diensten der verwitweten MrS. Barnot. von Mister Losberne wegen Verdachts der Brand-stlftung verhaftet wurde. Es waren am Mittag des 2. Juli am Abhänge des westlichen Fluß-uferS, gegenüber von Barnotshome. zwei Meilen Busch abgebrannt, meist der Croked-Creek-Com-pany gehörig, dazu der große Holzschuppen des Colonel LuggS mit allen Vorräthen. An diesem Schuppen, der an der Grenze der Barnot'schen Besitzungen steht, war das Feuer ausgekommen. An dem ganzen Tage war niemand über den Fluß gegangen als der Neger Oliver. Der alte Bursche, er zählt 58 Jahre, behauptet, er sei unschuldig, habe nicht einmal Feuerzeug bei sich 2 Abdruck au« Unser» Zeit. Ealon-AuSaabe chorerS Fannlienblatt, VIII. Jahrgang, Hest l. 1392 gehabt, sondern sei ruhig im Schatten neben dem Schuppen eingeschlafen, al« er plötzlich durch einen lauten Knall erweckt worden sei. Gleich» zeitig habe die Bretterwand neben ihm in Flammen gestanden. DieS wurde umsomehr für Schwindel gehalten, als Colonel LuggS den-selben Burschen zufällig acht Tage vorher mit einigen Hieben von seinem Eigenthum weggejagt datte: man nahm also einen Racheakt an. — Jetzt kommt auf einmal eine ganz merkwürdige Aufklärung, die aber das Fact nur noch dunkler zu machen geeignet ist. Miß Alice Barnot nämlich hat gerichtlich erklärt, daß° »e von ihrem Haufe auS durch eine Unvorsichtigkeit den Brand verursacht habe, und zwar mittels eines von ihrem verstorbenen Vater erfundenen Instrumentes. Diejenigen unserer Leser, welche wissen, duß das jenseitige Ufer des Illinois River von Barnotshome gut 500 HardS entfernt ist, werden über die Anqabe der Miß Barnot den Kopf schütteln. Man wird vermuthen, daß die junge Dame nur ihren alten Diener, der ihrem Vater einmal das Leben ge-rettet haben soll. auS der Patsche ziehen will. Denn als Mister LoSberue, Mister Babble und Colonel LugoS verlangten, daß Miß Barnot ihnen die Einriitung dieses merkwürdigen Instrumentes erklären, oder den Versuch vor ihren Augen wiederholen solle, weigerte sie sich unbe» dingt, ihr Geheimnis mitzutheilen, weil sie durch ein Versprechen gebunden sei. Ihr Vater Charles Barnot soll die Erfindung gemacht haben, aus beliebigeEntfernuitg hin jede gewünschte chemische Wirkung auszuüben. Die Mutter der Miß Barnot kann man leider nicht mehr fragen. Die gute Dame war nämlich an jenem Tage nach Bread-stown geritten und hatte das Unglück, als sie auf die Nachricht von dem Brande in großer Eile heimritt, mit dem Pferde zu stürzen. An den Folgen deS Sturzes ist sie verschieden, und dieser traurige Zwiichenfall ist nach Angabe von Miß Barnot der Grund, warum sie nicht eher über die Ursache des Brandes sich geäußert hat. Wir sind gespannt, wie die Sache verläuft. Wäre es wahr, daß Mister Barnot die Er-findung der T e l e ch e m i e, der chemischen Fernwirkung. gemacht hat. so ständen wir vor einer Thatsache von unübersehbarer Tragweite, und es wäre unseres ErachtenS die Pflicht der Tochter, daS Geheimnis ihres Vater» keine Stunde länger der Gell vorzuenthalten. Eine Gesellschaft, welche Miß Barnot das Geheimnis für eine Million Dollar abkaufen will, ist in der Bildung begriffen; Zeichnungen bei C F. Hix & Comp. — Zur Erläuterung habe ich folgendes hinzu-zufügen: ES ist wirklich wahr, meinem Vater Charles Barno« ist es gelungen, eine physika-lische Thatsache zu entdecken, die er als Tel e-l y s e bezeichnete, und dieselbe zur Construction eines Apparates zu verwerten, wodurch eine chemische Wirkung in die Ferne er-möglich! wird. Bekanntlich vermag der elektrische Strom nicht nur Schall- und Lichtwirkungen, sondern auch chemische Processe in beliebige» Entfernungen zu erzeugen. ES ist ferner bekannt, daß nian mit Hilfe der Eigenschaft deS SelenS, unter dem Einflüsse de« Lichtes seine elektrisch« LeitungSsähigkeit zu ändern, den Lichtstrahl selbst zur Uebertragung elektrischer Wirkungen benutzen kann. Seitdem durch Faraday, Maxwell und neuerding» durch Hertz festgestellt worden, daß das Licht nur eine besondere Form der elekiri-scheu Wellenbewegung sei, lag der Gedanke nahe, den Lichtstrahl so zu modificieren, daß man durch denselben an Stelle eines LeitungSdrahteS Wirkungen m die Ferne auszuüben imstande ist. Nach vielen Versuchen ist eS meinem Vater ge« glückt, eine Substanz zu entdecken — er nennt sie T e l«I y « —. die je nach den chemischen Stoffen, die mit ihr in Verbindung gesetzt werden, die Aetherwellen deS Lichtes so abändert. daß dieselben die chemische Energie deS Versuchskörpers auf jede Entfernung übermitteln, von der her man überhaupt Lichtstrahlen aufzu-nehmen vermag. Befindet sich nun an der Stelle, von der das auf den Telelyten fallend« n» r. m r . • am » l . m t . j. m | 1892 förper chemisch wirken kann, so tritt diese Wirkung ! sofort an dem entfernten Körper ein. Der > Apparat selbst besteht aus einem guten söge- > nannten astronomischen Fernrohr, mit lichtstarkem Objectiv, und aus der chemischen Kammer. Die ankommenden Strahlen gehen zunächst durch den . Telelyten und dann direct in daS Auge de» ' Beobachter». Die chemische Kammer befindet sich : seitlich vom Fernrohr, und zwar in beliebiger ' inisernung, und ist mit dem Telelyten aus elek-| irischem Wege in einer Weise verbuuden, die ich nicht näher erläutern darf. DaS eigentliche Ge-j heimniS liegt jedoch in der Zusammensetzung «nd Herstellung des Telelyten. Bringt man z. B. in die chemische Kamnier erhitztes chlorsaures Kali oder einen anderen leicht Sauerstoff abgebenden und genügend er-wärmten Körper, und richtet man da» Fern-, röhr aus ein entfernte» Stück Holz oder Kohle, i so wird dasselbe sofort zu brennen ansangen. Mein Vater stellte in der Entfernung von acht Meilen (englische) eine eiserne Platte aus und brachte in die telelytische Kammer Salzsäure; in einer Viertelstunde war die Platte vollständig durchfressen. Durch dieselbe Säure zersetzte er I eilten Kalkselsen in fünfzehn Meilen Entfernung; ebenso löste er Quarz und Sandstein durch j ftluorwasserstoff auf diese Entfernung hin voll-bändig auf. Es ist klar, daß diesem Apparat kein Panzerschiff und keine Befestigung auf die Tauer widerstehen könnte, da er in jeder Ent-fentung wirkt, auf die hin man überhaupt sehen i kann. Aber »och mehr! Verbindet man den > Telelyicn mit einem explodierenden Körper, wozu • natürlich die Kammer eine besondere Einrichtung verlangt, so wird auch diese Explosion aus den beobachteten Gegenstand übertragen. Dasselbe : gilt von drr Zersetzung organischer Körper durch [ mineralische Gifte. Man kann an einem animu-lischen Körper durch eine starke Säure eine Verwundung oder Verbrennung und gleichzeitig damit durch Phosphor (mit organischen Ver-bindungen ist der Versuch bisher nicht gelungen) ' eine Blutzersetzung hervorrufen, die den sofortigen Tod zur Folge hat. Ein Hund wurde auf diese Weise in fünf Meilen Entfernung binnen > wenigen Secunden getödiet. So gefährlich diese Anwendungen deS Tele-. lyien sind hoffe ich doch, daß er auch zu wohlthätigen Wirkungen wird verwendet werden können. Leider war meinem Vater nicht mehr die Zeit vergönnt, sein« Erfindung auch nach dieser Seite hin zu vervollkommnen. Er hinter-ließ mir sein Geheimnis, aber unter Umständen --Man sollte wohl meinen, daß ich im vesitze einer Entdeckung von so ungeheurer Trag-i weile wie die Telelyse, im Besitze eine» Apparats, der mir ungezählte Millionen einbringen würde, wenn ich sein Geheimnis verlausen wollte, zu den glücklichsten Sterblichen gehören müßte. In-besten bin ich der Unglücklichsten eine! — Mein Vater, Franzose von Geburt, stammte au» Mühlhausen im Elsaß und war Chemiker oen Fach. Als seine Heimat in deutschen Besitz »bergieng, kehrte er derselben den Rücken, di» — wie er sagte — da» Elsaß wieder französisch sein werde. Er hielt sich in verschiedenen Städten der Bereinigten Staaten auf und erwarb durch eine Reche erfolgreicher Patente ein bedeutende» Ver-mögen. Schließlich kaufte er sich am Jllinoi« an und widmete feine Zeit ausschließlich der Erfindung deS Telelyten. Von glühendem Haß gegen Deutschland erfüllt, hegte er den Wunsch, Rache an diesem Lande zu nehmen und durch sane Erfindung Frankreich in de» Stand zu setzen, jeden Feind niederzuwerfen. Und meine Mutter war eine Deutsche! Nie hat sie ihre l Lieb« zu ihrem Vaterlande vergeffen, die sie | freilich aus Liebe zu meinem Vater im tiefsten Herzen verbarg. Mich aber hat sie in ihrem Keifte erzogen, und wett» ich auch meinem Vater bei seinen Studien nach Kräften beistand, so ihai ich es doch in der stillen Hoffnung, damit einst meinen Landsleuten dienen zu können. Ich fühle mich als Deutsche und will eS bleiben! Im Frühjahr wurde mein Vater plötzlich j ien einer schweren Krankheit ergriffen, von welcher er nicht mehr genesen sollte. Ich allein war I »ollständig in das Geheimni» der Herstellung I HaA --------_4. - ._<1_• - „Deutsche Wmcht- eröffnete er mir zu meiner tiefsten Betrübnis, daß er das Geheimnis des Telelyten der fran-zöfischen Regierung angeboten habe und der Abschluß nahe bevorstehe. Die Ankunft de» fran-zöfischen Agenten war jeden Tag zu erwarten. Längst hatte mein Vater für unvorhergesehene Fälle eine genaue Darstellung seiner Erfindung niedergeschrieben, die er versiegelt unter seinen Papieren verborgen hielt. Vergebens beschwor ich ihn. von dem in Aussicht genommenen Ver« trage zurückzutreten; vielmehr verlangte er. daß ich denselben nach feinem Tode erfüllen sollte. Den todtkranken Vater konnte ich nicht durch eine vollständige Weigerung aufregen, und doch brachte ich eS nicht über mich, die Au»« lieferung der Papiere meinerseits zu versprechen. Ich suchte ihn auf seine baldige Genesung zu vertrösten, die ihn wieder in den Stand setzen würde, selbst zu handeln. Doch schon in der folgenden Nacht trat eine plötzliche Verschlim» merung de» Uebel» ein. Mit seinen letzten Kräften — kaum noch vermochte er zu sprechen — flehte mein Vater mich an. niemand in der Welt außer Frankreich da»Ge-heimnis mitzutheilen. Die» gelobte ich in der Aufregung jener Stunde. Noch in der Nacht verschied mein Vater. Meine Mutter war die Erbin der Papiere. Zwischen ihr und meinem Vater war nach einem stillschweigenden Uebereinkommen über die Ange-legenheit des Telelyten feit Jahren kein Wort mehr gewechselt worden. Sie war jetzt in dem-selben schweren Zwiespalt, wie ich. zwischen den Wünschen de» Entschlafenen und ihrem eigenen Gefühl. Endlich fanden wir diesen Ausweg: Ich hatte versprochen, das Geheimni» niemand mit-zutheilen außer der französischen Regierung; aber ich hatte nicht versprochen, es dieser auszuliefern. Wenn wir die Uebergabe der Papiere verweigerten, so verletzten wir zwar einen Wunsch deS Vaters, aber wir brachen kein Ver-sprechen. Wir dürfen nur das Geheimnis über» Haupt dann niemals kundmachen — die Entdeckung bleibt für jedermann und immer ver-loren. Die Papiere wurden von meiner Mutter verbrannt. Der französische Agent kam und reiste »«verrichteter Sache wieder ab. Ich begann mich zu beruhigen. Vielleicht war es ein Glück für die Menschheit, wenn sie nie etwas von der Existenz des Telelyten erfuhr. Da kam der unglückliche Tag. an dem der Brand am Westufer ausbrach. E» ist wahr, ich bin die unschuldige Urheberin desselben. Unser alter treuer Diener Oliver war über den Fluß gerudert, um in dem dort gelegenen Theil unseres Grundstücks nach dem Rechten zu sehen. D'eser Besitz besteht meist au« Wald, war uns aber deshalb wertvoll, weil er meinem Vater in einem entfernten Hügel ein vorzügliche» Object zur Prüfung de» Telelyten bot. Meine Mutter war an diesem Tage durch Geschäft»-Angelegenheit nach der Stadt zu reiten genöthigt, die Leute waren auf dem Felde, und ich befand mich allein im Hause. Da Oliver ungewöhnlich lange ausblieb und ich seiner im Hause bedürfte, beschloß ich, mich nach ihm umzusehen. Ich stieg in daS Laboratorium, welche» mein Vater auf einem thurmartigen Aufbau unsere» HauseS errichtet hatte, »nd spähte durch ein Fernrohr nach dem gegenüberliegenden User. Ich glaubte im Schatten deS Schuppen», welcher dem Colonel Lugg» gehört und an unser Grundstück stößt, eine liegende Gestalt zu bemerken, daS Glas erwie» sich jedoch als zu schwach, um den Gegenstand genauer zu er-kennen. Daher trat ich an da« vorzügliche Fernrohr des Telelyten und richtete dasselbe auf die fragliche Figur. Sofort erkannte ich Oliver, der offenbar ein Mittagfchläschen hielt, in dem-selben Augenblicke aber sah ich auch eine Flamme neben seinem Kopfe emporzüngeln und ihn selbst ausspringen. Nun bemerkte ich erst zu meinem namenlosen Schrecken, daß die Verbindung der chemischen Kammer mit dem Telelyten des Fern-rohrS nicht gelöst war — der Apparat stand noch so, wie ihn mein Bater verlassen hatte, als er während der Arbeit an demselben plötz-lich erkrankt war. Ich mußte durch eineUnvor- 5 mit der Kammer herstellt, und der Apparat, der zum Unglück noch dm Rest einer zündenden Substanz enthielt, trat in Wirkung. — Der Zeitungsbericht sagt Ihnen daS Nötfcige. Meine unglückliche Mutter starb dieselbe Nacht in meinen Armen, nachden sie noch mit schweren Anklagen gegen sich selbst gerungen hatte, daß sie den Wunsch des BaterS nicht erfüllte. Noch einmal mußte ich ihr jetzt geloben, das Geheimnis de» Telelyten für immer zu bewahren. Ich nahm den Apparat auseinander und vernichtete dm noch vorhandenen Vorrath an telelytifcher Substanz. Da erfolgte die Anklage gegen Oliver und seine Verhaftung. Colonel Luggsist (au» Gründen, deren Mittheilung Sie mir erlassen werden) gegen unsere Familie und speciell $ege» mich feindlich gestirnt und hatt« seinen bösen Willen öfter an Oliver ausgelassen. Ich dagegen bin diesem treuen Diener zur größten Dankbarkeit verpflichte«, da er mir (nicht meinem Bater, wie die Zeitung sagt) vor acht Jahren mit eigener Lebensgefahr das Leben rettete, als ich mit dem Boot auf dem Jllinoi» umschlug. Mein Gewissen ließ mir keine Ruhe. Ich gab mich an — ich konnte Oliver nicht für mich leiden lassen, außerdem war mein Versehen ein geringfügiges und die Geschädigten konnte ich mit Geld abfinden. Aber der Richter will mir nicht ohne Beweis glauben. Mein Anwalt bestürmt mich, diesen Beweis durch Darlegung der Erfindung zu führen. Ohne dies würde jede Jury meine Angaben für Erdichtungen erklären. So stehe ich nun vor der Frage: Soll ein Un-schuldiger durch mein Schweigen leiden? Oder soll ich das meinen sterbenden Eliern gegebene Versprechen nicht halten? Und wenn ich mich zu letzterem entschließen könnte, müßte ich nicht das Geheimnis unter Bedingungen mittheilen, die meiner deutschen Heimat die größte Gefahr bringen könnten? Schweige ich aber, entziehe ich nicht dann auch der Wissenschaft einen Fort-schritt, der ihr im Interesse der Cultur nicht vorenthalten werden dürste? Kurzum — ich fühle mich in ein Netz von Fragen verstrickt, au» welchem ich mich nicht zu befreien weiß. Ich stehe allein in der Welt. Hier kann mir niemand rathen, denn niemand versteht, was in meiner Seele vorgeht. Niemand versteht, daß die Millionen, die ich verdienen könnte, mir gleichgiltig sind, weil ich mehr besitze, als ich brauche. Niemand versteht, daß daS Schicksal eines alten Nigger» für mich »ine heilige Frage des Gewissens ist. niemand weiß-- Doch genug! Für mich von höchstem Wert wäre e» zu wissen, wie Deutsche, die mit mir zu fühlen verstehen, in diesem Falle handeln würden, wie sie meine Entscheidung beurtheile» würde». Darum wende ich mich an Sie, geehrte Redaction? Ihr Blatt ist mir seit Jahren ein lieber Bote auS dem Mutterlande. und ich habe sonst keine Bekanntschaften, zu denen ich größere» Vertrauen haben könnte. Unterstützen Sie also mit Ihrem Rathe Ihre ergebene Alice Barnot. So schließt da» Schreiben der Dame. Die interessantesten der eingehenden Antworten werden wir in unserer Zeitschrift veröffentlichen, und der Verfasser der zutreffendsten hat. wie gesagt, Gelegenheit, aus fremde Kosten die Welt-auSstellung in Chicago besuchen zu können. Die Redaction von Unsere Zeit. Wom Schwllrgerichte. Cilli. am 28. September. Vtauferei Vorsitzender Herr Präsident Dr. Gertscher, öffentlicher Ankläger StAS. S ch w e n t n e r, Vertheidiger, die Herren Dr. H r a § o v e c und Dr. W r e t s ch k o ; al» Vertreter deS Privat» betheiligten Ärajnc fungierte Herr Dr. Kchurbi. Nach Wahrspruch der Geschwornen wurde Johann M u r k o wegen Verbrechen» der schweren Körverbeschädigung zu vier Monate Kerker, Lorenz Junger wegen de» gleichen Verbrechens und wegen Ueberrretmtg gegen d« Am Bache Vorsitzender Herr Präsident Dr. G e r t s ch»r. öffemlicher Ankläger Herr StAT. S ch w e n t n e r, Vertheidiger Herr Dr. Schurbi. Andrea» Bas recte Ömat, 24 Jahre alt, Grundbesitzerssohn in GomilSko war am 2l. Juli IVVL damit beschäftig», au» dem VolSkabache in GomilSko die angeschwemmten Holzstitcke herauszuschaffen. Bei dieser Arbeit traf ihn Michael Tu r k, der in derselben Absicht zum Bache gekommen war, und da er bemerkte, daß BaS mehr Holz aufzufangen vermochte, als er, wurde er zornig und verwehr« dem Baö die weitere Arbeit. Räch kurzem Woriwechsel packte Michael Zurk seinen Gegner am Halse, wurde aber »on diesem zu Boden gestoßen. AIS Turt sich wieder erhoben und mit einem Holzprügel geaen Andreas Bai einen Schlag geführt. ergriff Andreas Bai den dem Zurk entfallenden Holzprügel und versetzte dem« selben einen Schlag auf dem Kopf, daß er zu Boden stürzte. Michael Turk starb am folgenden Tage (22. Juli) abends, weshalb gegen Andreas Bai, die Anklage wegen Verbrechen» des Todt-schlage« erhoben wurde. Der Angeklagte verant» wortete sich aber mit Nothwehr, und eS ver» hängte auch der Gerichtshof nach dem Wahr-spruche der Geschworenen nur die Strafe dtS zehnmonatlichen strengen Arrestes. Cilli. a« 2V. September. Vorsitzender Herr LGR. Lulek. offen«» licher Ankläger H. rr StA. Dr. G a l l i. Wegen grober unsittlicher Handlungen wurden der 45, Jahre alte Grundbesitzer Franz L i p i a aus Muratzen zum schweren, mit einmal Fasten monatlich verschärften Kerker in der Dauer von sechs Jahr.n, dann der 22 Jahre alte WirtS-söhn AloiS Efferl au« Willkomm zum schweren, mit einmal Fasten monatlich ver-schärften Kerker in der Dauer von zwei Jahren verurtheilt. Cilli, am 30. September, Vorsitzender Herr LGR. R a t < e k, öffent» licher Ankläger Herr SlAS. Dr. R e m a n i e. Auch heute wurden wegen unsittlicher Attentate: der 30 Jahre alte, verehelichte Winzer Martin S i j a n e c aus Grabonofchenberg zu fünf Jahren schweren, mit Fasten verschärften Kerkers, der 15 Jahre alte Winzerssohn Simon S k e r b i $ aus St. Anna zu einem Jahr, mit Fasten verschärften schweren Kerkers und der 17 Jahre alte Knecht Anton I e s e n i ö n i k auS St. Leonhard zu einem Jahr einfachen Kerkers verurtheilt. Kunst, Schriftthum, Bühne. Cillier Schrei b-K a l e n d e r, Ausgabe de» Grazer Schreibkalenders für Unterfteiermark, (Verlag von Fritz Rasch ia Cilli.) Diese» Familien-Handbuch bringt einen Plan de» Cillier Stadt-theater« und als Titelbild einen Farbendruck zur Erzählung Beim Wetterkreuz von Hermine Proschlo, Ferner bietet der Kalender Beiträge von P. St. Rosegger, Aloi« Taucher, Carl Reiterer, Anna Werchota, Joses Killer, Maria Anto'nette von Markodic« und Ferdinand Krauß. Die meisten Ge-schichten sind durch hübsche Abbildungen geziert, ebenso die landwirtschaftlichen Beiträge von A. Stiebler. Die Jahretrundschau bringt die Bildnisse hervorragender Persönlichkeiten, die im letzten Jahre verstorben sind, sowie da« Brautpaar Erzherzogin Margarethe Sophie — Herzog Albrecht von Württem-berg und daS Ehepaar Luecheii Palli (Gräfin Watdeck). Der Vorstand de» Cillier Stadtamt««, Herr Fürstbauer beschreibt in anziehender Weise einen Ausflug von Cilli in da« Gebiet der Sann-thaler- und Sulzbacher Alpen; Grazer Neubauten, da« Radetzkydenkmal in Wien und die Villa unserer Kaiserin auf Corsu werden in Wort und Bild vor-geführt. Sehr wertvoll, für jeden, der mit Be-Hürden zu verkehren hat, ist der nach dem ABC geordnete Stempelanzeige r. Post,- Telegraphen-und Postsparcassen-Vorschriften für die Bewohner von Cilli und Umgebung hat (mit Benutzung amt- »De«tfche licher Quellen) der t. f. Postassistent Herr Ladi«lau« Skibin«ki gewissenhaft zusammengestellt. Die stei« rischen Großgrundbesitzer, die Mitglieder de« Land-tage«, die stetrischen Mitglieder de« Reich«rath«, Advocaten und Rotare. die Handel«- »nd Gewerbe-Kammern, die behördlich autorisierten Civil-J»genieure und Geometer, die Funktionäre der k. k. Landwirt-schas««-Gesellschaf» in Steiermark «erden sämmtlich aufgezählt. Wir übergehen den der Lande«hauplstadl besonder« gewidmeten Theil und erwähnen n»ch den Führer von Cilli, der fünf Seiten umfaßt. Sämmtliche Märkte ia Steiermark, Kärnten und Krain sind gleichfall« verzeichnet. Auch finden sich die üblichen kalendarischen und genealogischen An-gaben. Die Ausstattung de« Jahrbuch« ist hütsch, der Prei« mäßig. Moralische Gebrechen derJugend. (Ursachen und deren Heilung.) Diese« von Ober-lehrer Joh. Drescher bearbeitete Werkchen bildet einen Theil der in 1(> »wanglosen Heften erscheinenden Kleinen Lehrerbiblisthek. E« enthält auf 33 Druckseiten eine gedrängte aber treffende, der Erfahrung entnommene Darstellung der bei der Schuljugend am häufigsten vorkommenden morali-scheu Fehler und ertheilt auch Winke, wie denselben entgegenzuarbeiten oder deren Aufkeimen zu ver« hindern ist. Aber nicht allein für den Fachmann bietet diese Schrift viel de« Interessanten, sondern sie ist auch in«bes»ndere fürsorglichen Eltern, die ihre Kinder wahrhaft lieben al« sehr zweckmäßig zu empfehlen, da diese über die Ursache» so mancher Wandlungen und Brränderungen de« Seelenzustande« ihrer kleinen Lieblinge aufgeklärt werden, und sie dtrin eine Anleitung zur ver-hütung und Heilung meralifcherGe-brechen erhalten. Ueber den Zweck de« Werkchen« spricht sich der Verfasser in den letzten Zeilen seine« Vorworte« au«, indem er sagt: Und so wünsche ich, daß dies« vierte Auflage nicht blo« in die Hände der werten College» und Kolleginnen, sondern auch in die recbt vieler Elter» gelang«. Den» erst dann wrrd«n die Klagen über die Jugend mehr und mehr verstummen, wenn wir die Elter« zu einem innigem Zusammenwirken mit der Schule gebracht, von vielen gehässigen Uebertreibungen überzeugt und über die wahren Ursachen mancher Uebel-stände aufgeklärt haben. — Der billige Prei« der einzelnen Hefte (20 Kreuzer) und deren gediegener Inhalt verdienen die allgemeinste Verbreitung ein-zelner Nummern, wie auch der ganzen Bibliothek und e« ist die besprochen« Schrift besonder« zu empfehlen, da sir durch ihre einfache, leichtfaßliche Schreibweise jedermann verständlich ist. (Die Schrift ist durch die Buchhandlung Ci«lar in Graz zu beziehe»). I)—g. Der Schriftsteller Rudolf V a l d e k in Wien, der einst in einer Zofendarstellerin de« Carltheater« Charlotte Wolter entdeckt hat. feierte jüngst feinen 70. Geburtstag Spielplan der vereinigten Bühnen in Marburg und Cilli. Samstag I. October Eröffnungsvorstellung: Fräulein Frau. Sonntag, den 2 October: Zigeuner-Baron. Montag 3. October in C i l l i: zur Vorfeier de« Namen«festeS Sr. Majestät, des Kaiser« Prolog. Lebende« Bild, E i n deutscher Krieger. Dienstag. 4. October in Marburg: dieselbe Vorstellung. Mittwoch. 5 October: Fräulein Frau. Donnerstag, ü. October: Erste Operetlen-Novität: Deutschmeister. Freitag, 7. October in Cilli: Zigeunerbaron. Die flovenifch« .Eröffnung de« neuen La»de«theater« in Laibach bat den slovenischen theatralischen Versuchen einen nach jeder Richtung hin vollkommenen Mißerfolg ein-gebracht. Man gab: Veronika »on De senil sch, eine Dichtung de« slovenischen Dichter« Jurc'ic. sür die Bühne hergerichtet von Herrn Borstnik, Regisseur deS slovenischen Schauspiel«. Nicht nur Augen-und Ohrenzeugen erzählen e«. sondern selbst Slo-vinSki Narod gesteht mißmuthig zu. daß Stück und Austübrung gleich schlecht waren. Da« thatsächlich furchtbar gelangweilte Publikum stob enttäuscht au«-einander, und — ging schlafen. Au« Gör, wird geschrieben: Der slovenisch« Profesior v. Kl., der sich vor Jahren in einem von ihm über die slovenisch« Lit«ralur herau«gegebenen Broschürlein zu nicht geringer Verwunderung in seinem eigenen Lager selbst unter die hervorragenderen slovenischen Schriftsteller einreihte und der dann später in Kärnten eine agitatorische Rolle zu spielen suchte, gab jüngst eine kleine slovenisch« Erzählung, 1892 : Lit«rat tt». daß eine Art Theaterstück herau«. Nun klagt dieser Littrat ia dem i» Trieft erscheinenden Slovenenblatte, daß er von dieser seiner literarischen Leistung, trotzdem da« Schriftche» von sämmtlichen slovenischen Zeitungen de« Küstenlandes, Krain«, Kirnten« und der Unter» steiermark der Nation warm empfohlen worden war, feit Wochen erst Ein Exemplar abgesetzt hab«, u»d selbst da da« Postporto au« eigener Tasche bezahlen mußte. 2ivio I Tode«fall. Der ehemalige Hofburgschauipieler Konrad H a l l e » st e i n ist kürzlich gestorben. Er ist nur 59 Jahre alt gworden. Seit Jahren war er unfähig, feinen Beruf au«zuüben. Hallenstein war nicht nur al« tüchtiger Darsteller, sondern auch al« Gründer de« über ganz Oesterreich und Deutsch-land verbreiteten vereine« Schlaraffia, dem zahlreiche Künstler und Kunstfreunde angehören, geliebt und geschätzt. eämmttifr her «,,<,»»»»» «ü»n sin» i* in der »k . fconUunj F r 11 ■ Kinb ll Kilt. Nrielkallen. Herrn Dr. 3B. in Wien. Da« letzte Hectcgramm der C»rre«p«»denz des Deutschen Schulvereine« ist leider unleserlich. An alle Mitarbeiter Wir bitten, alle Eigenname» und Fremdwörter (wenn solche nicht »ermieden »erden können) doppelt d. h. mit deutsch«» und lateinischen Buchstaben zu schreiben. Die Lieferunggfrist für Berichte ist Dienstag und Freitag abend«. Eingesendet. Gegen die Cholera. Seit Menschen-gedenken ist die Heidelbeere und deren Produkte ein radicale« volk«mittel gegen alle Darm- und Magen» krankheite». besonder» gegen Cholera, Ruhr u. f. w. und wird auch von den ersten medicinischen Autori-täten angelegentlichst empfohlen. 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'W VM, L WOllZeHß 10. »M" Vorlelale ««»rite! -W, S|>arfasse-KüB(lmafl Die Spareaase der Stadtgemeinde CILLI übernimmt in Verwahrung resp, in » Depöt: ' Cässensclieine und Einlagsbiicher von Sparcassen und anderen Creditinstituten, Staats- und Banknoten, Gold - und Silbermünzen gegen eine mässige Depot-Gebühr. Die näheren Bedingungen sind im Amtsiocale der Sparensso der Stadtgemoinde CILLI zu erfuhren. MPhe MHrection. AI» fc'etoejimellen der sialerr.-uiiff. Blink abernimmt die Sparcnsse der Stadtgemeinde Cilli atieh alle bankfähigen Hrrlurl iur t'ebermittlung an die Bankfiliale Gra z. Giro-Conto bei der österr.-ungar. Bank Nr. 4, Lit E. HARLA8DJER ZWIRHE werden an I* Qualität von keinem anderen Fabricate erreicht. Nähen Sie daher nur mit £ Rio KAM. AMMR ZWIRNE H "f - ^ nett nOHiartis Zimmer ist zu verplan. Theaterkasse Nr. ?. 731—ti Zur Jagd- nnd nassen Herbstzeit Weiches nnd trockenes Schuhwerk erreicht man mit J. Bendik'* in 8t. 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