Nr. 299 Donnerstag, 30, Dezember 1915. 134. Jahrgang. Mbacher Zeitunll «, «.. '"^^° ^„ g,Uen » ^7«r»herl „er Zeile »2 b; bei «ftern, M»b«holun«n, per Ieil« S l». D!c »Loibachcr Zeltnng» er1che»n< «glich >m< «ulnllb», der k,>nn uno Feie^ta« Die X>»»»»»»»«M» ^»«n^< ftch MMoiiöftrahe «l. 1«; dlt lNebaltion ViiNoilöstrah, ^. is, Gprechftuvben bei «-d°1t"'vm " l?« « Uk. voimittaz». Unfianlin^te »liefe werbninicht angenommen, «onuslrlpte nicht zurückgestellt. Veleptzon-Mr. der Medaktto» 52. Amtlicher Geil. ?,« 28 Dezember 1915 wurde in der Hof. und Staats-druckerei das ci.XXXIII. Ttücl de« Reichsgesehblattee in deut. scher Ausgabe ausgegeben und versendet. beute wird d°s XXXI. Stück des Lanbeszesehblattes für das Herzogtum Krain ausgegeben und »«sendet. Dasselbe enthält unter «s ^^ >.i, Vlmdmachung des k. t. Landesprasidenteu in lkrain v°m 1b Dez mber 1915, Z. 34.869. betreffend Reiseverkehr un? Nusweisleiftung der Hof-, Staats- und Eisenbahn, «r /^die^Kundmachung des t. l. Landesfträsidcnten für «rain "m 26 Dezember 1915, Z. 2i.53/rr„ über die vro^fo-rische Forteinhebunl, der «andesumlagen pro 1916. V,« >er Nedaltion des Landesgesetzblattes fü, Kr«in. Nichtamtlicher Heil. Die bulgarische Thronrede. Aus Sofia, 27. d. M. wird gemeldet- Um halb 12 Uhr kormitlags eröffnete König Ferdinand das Sobrnnje. mit der Verlesung folgender Thronrede: Meine, Herren Deputierten! Ich und meine Regierung haben während eines Zeitrnilmcs von mehr als eine,u Jahre nach Vcginn des europäischen Krieges unerhörte, Anstrengungen gemacht, um zu einem Einvernehmen mit dem uns benachbarten Serbien zu gelangen, damit uns auf friedlichem Wege dic ttiebicte zurückerstattet werden, die es uns verräterischer Weise, geraubt hat, Diese Vemühllngen scl>eitertcn an dcm unerschütterlichen Eigensinn Serbiens, das sich weigerte. unS Mazedonien zurückzuerstatten. Nach Erschöpfung aller friedlichen Mittel zur Erwirtung dieses Zieles und um den Leiden unserer geknechteten Brüder ein Ende zu setzen, war ich gezwungen.'unserer Armee den Auftrag zu ertci^ len, in Serbien einzudringen, um unseren Brüdern die Freiheit zu geben und die Einheit unserer Nation herzustellen. Ich konstatiere mit Stolz, daß unsere Truppen sich mit unvergleichlichem Elan und außerordentlicher Tapfer» lert a,uf den Feind warfen ind, indem sie Seite, an Seite mit den tapferen und ruhmbedeckten ^crbündctci'. Teutsch« land und Ostcrreich-Ungarn lämpftcn. haben sie in lveniger als zlvei Monaten den perftden Feind vollständig geschlagen un>d ihlt aus seinem Lande verjagt. Sie haben aber noch Ruhmvolleros vollbracht. Die Truppen, die zur Schande der Zivilisation und ihrer eigenen Vergangenheit von zwei Großmächten, England und Frankreich, entsendet worden wclren, die serbische Tyrannei über die gemarterte bulga^ rische! Nation zu unterstützen und zu festigen, sind aus Mazedonien vertrieben tvorden. Gegenwärtig steht lein feindlicher Soldat mehr auf dem uns sowie den Märtyrern der Vergangenheil und der ruhmreichen Gegenwart so teueren Boden. Ruhm und Ehre der siegreichen bulgarischen Armee, die durch ihre Tapferkeit und Standhaftigkcit und ihren Elan unserem Valerltmde lind unseren Waffen neuen Ruhm verschaffte und dic ewige Tantbarleit ihrer befreiten Brüder, erworben hat, mit denen sie so glücklich war. die Freude und den Enthusiasmus bei den unvergeßlichen rührenden Szenen zu teilen, die sich in den Törfcrn und Städten abspielten, wohin sie die Freiheit brachte und wo sie die Ketten der Sklaverei zerbrach! Ich beuge mich vor dem Andenken dcr auf den Schlachtfeldern gestorbenen Helden,, die mit ihrem Blute die nationale Einheit besiegelt haben. Meine Herren Deputierten! Meine Regierung wird Ihnen bloß ein Budgetprovisorium für die erste Hälfte des Jahres liNtt unterbreiten, sowie Kreoitforderungcn, die nokvendig sind für die Erfordernisse des Krieges, die Erhaltung der Familien der armen Soldaten, die Aufrechterhaltung der Ordnung und die Perlvaltung in den erlösten und von unserer Armee best'hicn Gebieten, sowie für die Organisation der an beiden Ufern der Marica gelegenen Territorien, die gemäß dem mit dem verbiindcten ottomanischon Reiche getroffenen übereinkommen an Bulgarien als Unterpfand der dauernden Freundschaft und der glücklichen Zusammenarbeit entsprechend den höheren gemeinsamen Interessen der zwei Staaten abgetreten worden sind. Meine Regierung wird Ihrer Genehmigung alle Vorlagen unterbreiten, die sie im Bewußtsein der Wia> tigkeit des gegenwärtigen Augenblickes ausgearbeitet hat angesichts der Notlvendigteiten, die die Bedürfnisse der Armee, der Verteidigung des Vaterlandes und der guten Fort« führnng des Krieges auferlegten. Meine Herren Deputierten! überzeugt davon, daß Sie. durchdrungen von der Größe des gegenwärtigen Augenblicks, den wir erleben uud von dem Vertrauen wahrer Patrioten, im Verlaufe Ihrer Tätigkeit die Einmütigkeit und Solidarität zeigen werden, deren das Vaterland nrehr als je bedarf, rufe ich den göttlichen Segen auf Ihre Arbeiten herab und erkläre die zweite allgemeine Session dev 17. Nationalversammlung für eröffnet. Es lebe die bulgarische Nation! Es lebe die tapfere bulgarische Armee! Lolal- und Provinzial-Mchnchten. Dic Blattern und die Schutzimpfung wider sie. Die schwarzen Blattern oder Pocken (Variola), die der gegenwärtige Weltkrieg auch gegen unseren Swat aufgeboten Hai und gegen deren Umsichgreifen wir nunmehr auch in Laibach anzuläniftfen haben, sind eine der gcfürchtctstcn akuten, Ansteckungsfrai^heiten. In China bodenständig, wurden sie um das Jahr 1400 v. Chr. nach Indien und im 6. nachchristl. Jahrh, nach Europa verschleppt. Von hier aus brachten sie, was als Beispiel verheerender Seuchenwirkung angeführt sei, die spanischen Konquistadoren 15l7 nach Zentralan« erila, wo eine so entsetzliche Epidemie entstand, daß die Einwohner Mexikos die Hälfte ihrer Zahl, etwa 3^ Millionen, durch Vlatterntod verloren. Obwohl die Pocken in Europa keinen günstigen Nährboden finden konnten und eben deshalb auch dic schlimmsten Epidemien nach t» rch-schnittlich etwa 25 Jahren ihr Ends nahmen, forderten sie dennoch auch in Europa auf ihren mannigfachen Sen-chenzügcn Tausende von Menschenleben jeden «''»eschl echtes. Niemand war vor ihnen gefeit, weder der Greis, n, ch das Kind im Muttcrieibe. Wodurch eine Nlattcrnl.rkr.in-knng verursacht wird, wußte troh des jahrhundertelangen Allgemcinbekanntseins der Krankheit niemand zn sagen, wie es denn auch heule noch nichtmit Sicherheit bekannt ist. Wir wissen mir, daß ein spezifisches, organisiertes Pockengift als Krankheitserreger tätig ist; seine eigentliche Natur jedoch kennen wir noch immer nicht. Und das ist der eine Grund, weshalb die Pocken so gefürchtet werden. Denn es gilt einen 'unsichtbaren, heimtückischen Feind zn bekämpfen. Der andere Grund zur Furcht vor den Blattern ist der Umstand, daß n«m sich nicht nur durch den unmittelbaren Kontakt mit einem Pockenkranken oder mit dessen Gebrauchsgcgenständen, anstecken kann, sondern daß sie auch durch den Atem des Kranke, durch dritte Personen oder durch nicht! unmittelbar vom Kranken berührte Gegenstände übertragen werden können. Weil angesichts solcher Sachlage auch l>cute mch trotz des Hochstandes der medizinischen Wissenschaften 20 bis 30 Prozent aller Errankteni an Blattern sterben, die Überlebenden aber für immer die Erinnerung an die Krankheit in Form von entstellenden Blatternarben liuf ihrem Körper tragen, ist die allgemeine Furcht oor dieser Anfteckungskrankhcit mehr als begreiflich. Der lxhan-delndo Arzt kann eben bnm besten Willen nichts loiter tun, als den natürlichen Ablauf des Krankheils.irozesses in der Haut und in den Schleimhäuten, soweit di^se ihm Am toten See. Roman von Robert Kohlraufch. ^83. Fortsetzung.) («achdrull »eih°lrn.> „Da6 ist ja eine wundervoll romantische Gl schichte/ sagte Nreitenbach. „Neugierig bin ich, wie sie weiter 8°ht." ^ Das wissen 'S bereits ohnedem, Herr von Breiten- dach," wie's weiter gegangen ist. Aber heut' soll's c.uch der Herr Staatsanwalt erfahren. Also: zu Anfang war's lauter Freud' und Seligkeit. Wir sind nach Milwaukee, wo's viele Deutsche ssibt, und ich hab' Stellung g'funden in clner großen Möbelfabrik. Geld g'nug hab' ich ler-dicnt, so bah wir gut haben leben können> und ich hab' nicht etwa weiter was gefordert von dem großen Herrn hier. Nicht etwa, dah ich cin Erpresser oder dergleichen g'wescn war', Herr Staatsanwalt, das ist nicht all dem. Aber so gut, wlc's aufwärts 'gangen ist die ersten Jahr', so rasch ist's abwärts 'gano.cn hinterher. Dte Fabrik, wo ich m Stellung war hat Konkurs g'macht und meine Frau ist krank worden und krank geblieben nach einer schweren Geburt, und so haben wir's Elend kennen giernt, Herr Staatsanwatt, was man so recht eigentlich 's Elend nennt. Und in der Holt so recht mitten aus der Not heraus, da hab' ich dem: einmal an den Hcrrn von Breitenbach s/schrieben und hab' ihn gebeten, ob er nur nicht helfen möcht/ um Gotteswillen. Ich hab' nicht etwa gedroht oder gepreßt, das hab' ich nicht getan. Gebeten hab' ich nur mit so beweglichen Worten, wie mir 's Elend eingeben tät. Aber geantwortet hat mir der Herr von Nreilenbach nicht, wo ich doch g'wußt hab' aus den Briefen von Augsburg, daß er noch lebt und daß er sich hier dies schöne Rittergut gekauft hat. Zweimal, dreimal hab' ich g'schricbcn und hab' die Briefe cing'schnc-den g'schickt, damit er sie auch ja, bekommt, und hab' auf eine Antwort g'wartct wie cin Kind auf'n heiligen Cnrist, aber kein Wörtl hat er mir g'schrieb'n, der große Herr. Gedacht wird er sich haben: ,De-l! ist gut aufg'hoben in Amerika, der kommt nimmer.' In Hunger und Kummer ist mir die Frau g'storben und mein einziges Kind, meine kleine Kreszenz, hinterdrein, und wie ich nun so ganz allein wieder dag'standen bin, da hab' ich zu mir g'sagt: ,Ieht schaugst, daß du wieder 'nüberkonnnst aus eigener Kraft und red'st einmal ein Wörtl persönlich mit dem Herrn von Vreilcnbach.' U»rd ich hab' g'sucht und gebettelt bis ich eine Stell' g'funden hab' aus 'ncm Schiff als Kohlenzicher, und so bin ich denn glücklich bis nach Hamburg gekommen." Ein furchtbarer Hustenanfall! unterbrach ihn für ein paar Minuten. Er zog cin schmutziges Taschentuch hervor, das er auf den Mund preßte, nnd als er es wieder fortnahm, war es rot von Blut. Er nickte vor sich hin und sagte leise: .Da haben wir's wieder, 's Blut. Ich tenn's jetzt bereits, — mit mir geht's bald oMn.. Aber cin anderer soll mit mir kommen, dieser da! Herr Staals-anwalt, so also ist's g'wescn: Mit dem letzten Geld, wo ich g'habt hab', bin ich daherg'f.chren und bad' mich ! ourch'n Park hereing'schlichen, weil ich mir g'sagt hab', so, wie ich ausschan, lassen mich die Diener dcch nicht 'nein zum gnädigen Hern,. Und ich hab' vom Park aus g'sehn, wie der Herr von Vreitenbach allein hier im Zimmer am Schreibtisch g'sessen ist, und die Glastür da ist offcng'standen. Da bin ick) 'nein zu ihm und hab' mich zu erkennen gegeben, und hab' noch einmal gebeten, daß er mir helfen soll. Er hat mir's' abgeschlagen, nind und hart, und da ist mir die Wut gekommen, und ich hab' ihm g'sagt, was ich von ihm weiß und> von ihm denk', und daß er sich hüten soll vor mir. Und ich bin heftig g'wor-den und hab's laut herausa'schricn, und auf einmal ist noch ein zweiter Herr im Zimmer g'standk», wo auch vom Park hereingekommen ist, und l»at g'fragt, was es gibt und wer ich bin. Da hat den H?nn von Breitenbach eine s,anz rasende Wut gepackt, und er hat die Hnnds-Peitsche vom Nagel a"risscn, wo da h«n«l, und hat y'schrien: ,Ein Bettler ist's, ein Unverschämter! 'm/us aus meinem Hause, 'naus aus meinem Zimmer!' Ich aber hab' ihm noch zugerufen: ,Besser ein Nettlcr alb wie ein Meineidiger' — und bin fort in den Part 'naus." „Und wer soll der Herr gewesen sein, den Sie hier gesehen haben wollm?" lVortsehung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 299_____________________________2194________________________________ 30. Dezember 19 lb zugänglich sind, nach Möglichkeit vor dem ^il^itreim sekundärer Entzündungen schuhen. Der Kranth.'itk?b-< Wicklung Einhalt zu tun, ist cr mßcrstande. ^in ßut.s aber hat diese Krankheit, das nämlich, daß sie den Menschen in der Regel nicht mehr befallt, der sie einmal glücklich überstanden hat. Denn es haben sich währ nd des Krankseins in seinem Leibesorganismus sogenannte Gegenkörperchen gebildet, von denen die allenfalls neu eindringenden Vlatternerreger rasch abgetötet werden, so daß es zu keiner Krcmkheiisentwicklung kommen kann. Auf dieser längst bekannten Tatsache baut sich denn auch ein Verfahren auf, das im Wesm darin besteht, daß im menschlichen Körper künstlich eino Blatternerkrankung ungefährlicher Art hervorgerufen wird, die in ihm jene geheimnisvollen Schutzkörfterchen "ildet und mobil m.^cht, die ihn fürderhin vor dem Eindringen feindlicher Blat-ternerreger schützen. Dieses vorbeugende Verfahren ist dic Impfung oder die Vakzination, über deren Wesen und Bedeutung tiefer unten einiges vorgebracht werden soll. Die Erkrankung an den Pocken erfolgt also stets durch Übertragung des Giftes von einer bereits kranken Person auf eine gesunde. Das Krankheitsgift haftet jedenfalls am meisten an den erkrankten Körperteilen, insbesondere am Eiter der Pockenpusteln und, wenn diese bereits eingetrocknet sind, an den Krusten und Schupft-chen der Haut. Doch ist die Krankheit auch schon in den früheren Stadien ansteckend, noch ehe es zur Ausbildung der Pusteln kommt. Jedenfalls ist das Pockengift sehr flüchtiger Natur und teilt sich leicht der Luft in der Umgebung des Kranken mit, so daß nicht nur die Berührung des letzteren, sondern zuweilen schon der bloße Aufenthalt in dessen Nähe eine Erkrankung an Pocken zur Folge hat.* Die Krankheit selbst beginnt plichlich mit meist sehr charakteristischen Anfangssymptomen: Schüttelfrost, Fieber, Kopfschmerzen und sehr heftigen Kreuzschmcrzen. Die Zunge wird trocken, den Patienten umfangen Benommenheit, Schlaflosigkeit und Delirien. Das Fieber dauert während der luchsten Tage in heftiger Weise fort; der Puls ist stark beschleunigt, und es stellt sich meist vollständige Appetitlosigkeit ein. Dieses AnfanMladium währt gewöhnlich drei Tage. Am Ende dec> dritten oder am vierten Krankheitstage beginnt unter ausgesprochenem Herabgehen des Fiebers die Entwicklung der eigentlichen Pockenbildung auf der Haut. Diese kann reichlich sein und eine schwere Erkrantungsform kennzeichnen, oder es bleibt bei einem spärlichen Aus-schlag und die Erkrankung nimmt einen ungefährlichen Verlauf. Der Pockenausbruch beginnt fast immer zuerst im Gesicht, zumal an der Stirn, und am behaarten Kipf; etwas später tritt er am Rumpfe und an den Armen, zuletzt an den Beinen «lf. Er beginnt in Form kleiner roter Fleckchen, die sich alsbald zu Knotchen entwickeln. Auf der Spitze dieser Änötchen bildet sich ein kleines Maschen, das an Ausdehnung immer mehr zunimmt und dessen Inhalt immer trüber und eitriger wird, bis schließlich am sechsten Tage nach dem Pock^nausbruch, also am neunten Krankheitstage, die Entwicklung der eigentlichen Pockenftusteln, vollendet ist. Diese »'crurs'ichen einen brennenden Schinerz. Das Gesicht wird äußerst entstellt, die Augen können oft infolge der Schwellungen gar nicht geöffnet werden. Besonders stark sind häufig auch die Hände, namentlich die Handrücken, befallen. Gleichzeitig mit dem Pockenausbruch auf der Haut oder sogar etwas früher entwickeln sich ganz entsprechende Allsschläge auch auf d«n Schleimhäuten, insbesondere in der Mund- und Rachenhöhle, in der Nasenhöhle l.nd im Kchllopfe und verursachen dort große örtliche Beschwerden. Das Fieber steigert sich wieder und es tritt eine neue Verschlimmerung des Allgemeinzustandes e n. Jetzt ist die Zeit der gefurchteren schweren Delirien, während welcher die Kranken streng überwacht werden müssen, wenn Unglücksfällc verhütet werdeil sollen. Auch gilt es jetzt, den Hinzutritt von Komplikationen abzuhalten, welche die an sich gefährliche Krankheit noch bedrohlicher machen können. Am 12. oder 13. Krankheitstage beginnt das Stadium der Eintrocknung des Ausschlages. Das Fieber läßt nach, die allgemeinen Beschwerden verringern sich, der Kranke tritt in die Rekonvaleszenz ein. Oft ist die Heilung de.6 Pockenftusteln mit äußerst heftigem Jucken verbunden, weshalb namentlich bei Kindern das Kratzen durch Verbände verhütet wird. Die Heilung der Pusteln kann immer nur durch Narbenbildung zustande kommen. So entstehen die bekannten, durch das ganze spätere Leben hindurch sichtbar bleibenden Pocken-narben. Sehr häufig tritt nach Ablauf der Krankheit ein fast völliger Verlust des Kopfhaares ein, der zwar oft, aber nicht immer durch einen Neuwuchs ersetzt wird. * Dr. Adolf Strümpell, Lehrbuch der speziellen Pathologie und Therapie der inneren Kranikhcitcn, dem auch die folgenden Angaben entnommen sind. (Schluß folgt.) - («rie«»au««etch«««e«.) Gel« «ajeftHt d« Kaiser hat dem Rechnungsunteroffizier erster Klasse Friedrich Ianeiiö des IR N das Silberne Ver-! dienstkreuz mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille, dem Reservezugsführer Hugo Pürcher des IR 27 und dem Kanonier Franz Mark ei des FKR 7 das Silberne Verdienstkreuz am Bande der Tapfcrkelts-medaille verliehen. Dem Zugsführer, Titularfeldwebel Vinzenz Ostanek des IR 17 sowie den Kadetten in der Reserve Johann Wufka und Martin Majcen, beiden des FKN 7, wurde die Silberne Tapfcrkcits-Medaille zweiter Klasse verliehen. — (Chriftbaumfeier in der Labeftation vom Noten Kreuze am Hauptbahnhofe.) Die besonders rührige zweite Damcngrupftc (die Frauen Vezirkshauptmann Kresse, Private Schleimer, Oberstleutnant Schwarz, Fliegerhauptmann von Valmagini und Frl. Pepi Klinar) veranstalteten am Christabend in den Räumlichkeiten der Labestation eine Feier, die wohl allen Teilnehmern in der schönsten Erinnerung verbleiben wird. Unter anderen hatten sich zum Feste eingefun-dn: die Präsidentin vom Roten Kreuze, Ihre Exzellenz Frau Baronin Schwarz, die Vizeprästdcntin vom Roten Kreuze, Frau Hofrat von Laschan. Herr Ab-schubleiter Oberstabsarzt Dr. Morgenstern, der Kommandant der mobilen Krankenhaltsstation, Herr Negi-mentsarzt Dr. Vanyay, die gesamte Ärzteschaft der Abschubleitung und der mobilen Krankenhaltstation. Um halb 6 Uhr abends versammelten sich alle Teilnehmer im Mannschaftsraume, wo ein reich geschmückter Ehristbaum erstrahlte. Auf ein gegebenes Zeichen trat die Mannschaft ein. Herr Oberstabsarzt Dr. Morgenstern begrüßte die Sanitätsmann schüft in deutscher Spxache; seine tiefeinpfundenen Worte übten allgemein starten Eindruck; so manches Soldatenauge wurde feucht. Schließlich gemahnte er alle, treu für Kaiser und Vaterland durchzuhaltcn, was mit einem begeisterten dreimaligen Hoch auf Seine Majestät den Kaiser bekräftigt wurde. Ähnliches sagte Herr Regimentsarzt Dr. Ban-yay in ungarischer Sprache der ungarischen Mannschaft. Sohin erfolgte die Bescherung. Jeder einzelne Mann wurde von den Damen mit praktischen Geschenken beteilt und reichlich bewirtet, womit die Feier ihren Abschluß fand. Hierauf luden die Damen alle Gaste zu einer kurzen Nachfeier im engeren Kreise ein. Der sonst praktisch-nüchterne Damenraum an der Labestation hatte festliches Gewand angelegt: überall sah man reichen Schmuck von vergoldeten Mistelzwcigen, auf festlich gedeckter Tafel glänzte in magischem Lichte ein schön gezierter Tannenbaum. Für jedermann stand ein sinniges Geschenk bereit; besonders gefiel das niedliche Präsent für die Frau Fliegerhauptmann, benannt „des Fliegers Schreck". Herr Oberstabsarzt Dr. Morgenstern sprach nun allen Damen, die zum Gelingen des Festes beigetragen und so manchem fern oon seiner Heimat einen schönen Abend bereitet hatten, den herzlichsten Dank aus; namentlich müsse er der Präsidentin und der Vizepräsidentin vom Noten Kreuze danken, die stets ihr Interesse und ihr Wohlwollen für die Labestation bekundeten. Der schönste Lohn hiefür sei sicher das süße Bewußtsein, uw seren tranken und verwundeten Kriegern die Leiden gelindert zu haben. Frau Fliegerhauptmann Olga von Valinagini dankte noch im Namen der Damcngruppe Ihrer Exzellenz Frau Baronin Schwarz und der Frau Hofrat von Laschn,, für ihr Erscheinen. Bald machte dein schönen Feste die Ankunft eines Krankonzugos ein Ende; man ging wieder an ernste Arbeit. — <(5in Maschincnaewchr-Tenlmal in Hikknitz.) Wir erhalten die Mitteilung, dah cmf dem Haufttplcchc in Zirk-nitz auf einem Vetonunterbau die Nachbildung eines Ma-schmcnaelvehres in übcrnaturgrötze crufssestolll und am l>. Tezcmber in feierlicher Wcisc enthüllt wurde. Das Maschinengewehr lvar über Initiative des Herrn Haupt-mannö von TipoI mit Zustimmung des Herrn Obersten lion Frey schlag zur Erinnerung I in die Obhut der Gemeinde übernahm. Sohin, wurde die Benage-lung in Angriff genommen, die die ansehnliche Summe von 1200 K. einbrachte. ^- Vom Herrn Obersten ginnen ErgebenheitKtolcnramme an Seine Majestät den Kaiser, cm Ihre l. und t. Hoheiten die Herren Erzherzoge iwrl Franz Josef. Feldmarschall Friedrich, Generalobersten Eugen und General der Kavallerie Franz Salvator, wcitcrs an Herrn General Tvetozar Voroevic und an Seine Exzellenz Feld-zeugmeister Wenzel Wurm ab; auf alle liefen alsbald Autworten ein. in denen nebst dem Tanke für die Loyali-tätslundgebung dem Herrn Obersten von Freyschlaa aner^ kennendes Lob ausgedrückt wird. — Die Benagclung des Maschinenaelvehrcs wurde am 20. d. M. mit solchem Erfolge, wiederholt, daß die Sammluug gegenwärtig schon rund 2000 K. ausmacht. — (Spende.) Frau Anna öufer, Cafü „Eaia", hat zwecks Enthebung von den Neujahrsgratulationen dem Roten Kreuze den Betrag von 10 K gespendet. — (Die städtische Kriegsverlaufsftelle) befindet sich von heute an wieder am Auersftergplatze und nicht mehr in der Pre^erengasse, wo sie einige Tage untergebracht war. Verkauft wird Gerste .md Brot. lc.?—. — (Vom Vllllsschuldicnste.) Trr l. l. Bezirksschulrat in Laivach Umgebung ha-t au Stelle der erkrankten Lehrerin Ida Papula die newcscne Supplcntm in Rubnit Ottilie Krisch zur Supplentin aö Programm ift für Jugendliche nicht gceistnet. — Vior«en Silvesterabend im Kino Central im Landestheater. Kino „Ideal." Heute tritt zum letztenmal die berühmte Künstlerin Maria Carmi in der dreiaktigen Komödie „Der Hermelinmantel" auf. Der Film ist photographisch und szenisch erstklassig durchgeführt und darf als eine sehr beachtenswerte Erscheinung dieser Art bezeichnet werden. Das andere Programm ift sehr gut. — Morgen Freitag: Großes Silvesterprogramm mit dem vieraktigen Schauspiel „Der springende Hirsch" mit Hugo Flint in der Hauptrolle. Theater, Kunst und Ateratur. -^ !i„In Zivil".) Schwank uon Gustav Kadelburg. — Der Einakter am Dienstag ist ein Seitenstuck zu „MMtärfrau", nur daß die dort auftretende preußisch gewordene Miß mit Ernst Lissauers Hahges.mg wider England nicht recht in Einklang zu bringen wäre. Wenn unsere reichsdeutschen Bundesgenossen hier auf der Bühne erscheinen sollen, kann einen ein leises Vangcn beschleichen, da in früheren Jahren die Genauigkeit der Adjustierung und der allgemeinen Haltung nicht immer dem Ideal entsprach. Herr Aurich als junger Lmt nant war denn auch in Zivil entschieden fefchcr als in preußischer Uniform, die Mütze hätte er u. e. in der Ga» derobe lassen müssen, jedenfalls sie anders zu fassen gehabt. Trotzdem wurde der reizende Scherz gut heraus-gebracht. Herr Viernat gab sich ehrliche Mühe, den bärbeißigen Oberst lebendig zu charakterisiere»:, obgleich er für diese Rolle wohl etwas zu jung ist. Einen ganz vorzüglichen Major brachte Herr Tema heraus, von den drei Offizieren der echteste. Auch der Leutnant war ein so lieber Kerl, daß er wohl ein Mädchenherz zu f,^ winnen fähig schien. Herr Iuhn spie te den sächsischen Burschen mit starker humoristischer Wirkung und Frl. Moser, die sonst allerlei Kammerkätzchen imd Köchinnen zu spielen hatte, gab die elegante Obcrstentochter nicht übel, vielleicht nur zu elegant gekleidet. — An zweiter Stelle folgte eine Wiederholung von .Vrübcr lein fein", das Herr Kapellmeister Seifert durch mancherlei Gefahren mutig hindurchsteuerte. Frl. T e^ lona ist hier so allerliebst, daß darstellerisch ihr Spiel einfach unübertrefflich scheint. Die Bühnenleiwnss hatte an diesem Abend ein bißchen wenig fürs Geld geboten, da beide Stücke zusammen an Mffühnmgsdauer nur eine gute Stunde ausfüllen und nur mit Zuhilfenahme einer Pause von fast drei Viertelstunden zwei knappe Stunden Theater zusammengebracht wurden. Der Besuch stand im Verhältnis zu der diesmal mager gereichten Diät. H. Laibacher Zeitung Nr. 299_____________________________2195____________________________________30. Dezember 1915 Der Krieg. Telegramme des k. k. Telegraphen-Korrespondenz-Aureaus. bsterreich'Uttaaru. l Vo» dcn KriegKschaupliitzcn. Wien, 29. Dczcnwcr. Amtlich wird oerlautbart: 2l>. Dezember. Russischer Kriegsschauplatz: An der bcs<-arabischen Grenze wiederholte der Feind gestern seine von starte«, Artillericscucr eingeleiteten An«r»fse in der tng^lwcr geübten Ätt. Seine Aifgriffolulonuen brachen überall, stellenweise lnapp vor unseren Hindcruissen uutcr unseren, .^llingewcln und ^eschütlfencr ^»sammen. Tic rnssischrn Verluste sind grosl. östlich von ^nrtanow nahmen wir einige Tichcrung^abteilungen vor starten russischen Kräfte,, nälier gegen unsere Hauptftellunq z» rücl. In Wl>ll»y«icn stellenweise <^efchühla,upf. - Italienischer Kriegsschauplatz- "lnch gesten, hielt die lcl,° haftcrc Tätigleit der Italiener an der Süd» und Eiidoft fro»rt Tirol«! an. Im Sugana Abschnitte wurde ciu fcind lichcr Mgriff anf den Monte (sarbonile oüttöftlich Vnrco» abgewiescu. Ebensli scheiteten nächtliche Unternehmungen dc>) Gegnero in, kol di Laua-Gct'iclc. An der tnftclllnndischcn ssront fanden nn ,ncl»rerc„ Stelle» Geschütz», Handgranaten- und Älinrnwcrfertinupfc statt. — Südöstlicher Kriegsschauplatz.' Die. Lage ist unverändert. Keine besonderen Ereignisse. Der Zlell»crlr?lcr des (5hefs des Geneialstabez: v. Höfer, FML. Der schwedische Oberst Allermann über seine Eindrillte an unserer italienischen Front. Stockholm, 28. Dezember. Oberst Ackermann berichtet »veiter übcr seine nn dcn Fronten in Tirol, Kumten und am Isonzo empfangenen Eindrücke. In der Bevölkerung Tirols und i>t'ärntcns herrscht ein Geist und ,i>lc Stimmung uud eine Zuversi6)t, die aller Beschreituug trotzt. Man tonnte doi-t die geschicktesten und e>:crgischc-stcn Vcrstärlungsarbcitcn, geschmeidig der Statur auge-pcht, schauen uud ciuc phnuomcn^lc Ausdauer bewundern uud dies uicht nnr bci dcn Tnippcn in dm Schützengräben, soudcrn auch bei denen hinter dcr Tfront, die die Zusnhr an Von'ütcu liesorgen. Die montenenriilischen ^ilucubcrichte. Wie», 29. Dezember, ^'!us dcm »ricgsprcsscquarlicr U'ird gcmcldcl! ','lllcs. >ua^ ,^cctl)<'i! au srcicm (u>l>cu,sächlichc Ereiguissc zu l,ochwichiigcu ^efcchtscrfolgcii alifzuvauschcu. Iu schr cr. folgarmcn Zcitcn l)<> '>iglir auch nmuchmal dic Cuii. ,a^c. Vorginge, dir überhaupt incht ftattsscfuu^i, l,lNwu. Nl,i»'l'wi!,di,^!! »ud dlintbarcu Lesern als drsnn^n' Triu»!pl,l' .;» pliiscuticrcu. Die Muuk'iuM'iucr l>U,c!! l'i»c>, ucucil Trick crsouiicu, ^r mit Vaucruschlaulx'il lmt> aus ^crlilüffuiin lx'r Ml'iigl' rcchucl. Ihr,.' n^ulärcn Trllppcu l'l'niu^l'u »iuo dollerrcchlöloidrM' uud fcinc List, um un-s^rc So>ldM'ur Tchurt^».'! vor dcu aufmcrlsaun'» uculral^n Swatcn verborgen und dic wohl sicher tommeudc richtige gcgmrischc Darstcllunn gleich i„ ciu solch<« Licht gcrü.ll wcrdcn, >ils erfolge eiuo liugcrcchlc Bcschuldiguun d> crlitlcncn Mincrfolgcs. Der T>. D^ ,^'ml^r gibt au, daß wir bci Lepcuae vcracl'licl, angcgris-fcu uud dic Mouicncgrincr uns bei Noiaj auf d^r ganzcu ssroni gcschlagc» hättcn. ^n Wirtlichtcit spicltcil sich dic ^cfchchuissc solgl'ndcrmaßcu ab.' 'Am 17. Dc^cml'cr giugcu luonteucyriuischo Sirciiträflc »cm Mojfovar a»ii gcg^u ciin' uächst Lepcnac stehende östcrrcichisch-uugarischl,' >lc>mpa!uc vm'. I» Ticht ^cll)!l!mcn, schwcuttcu sie lvcinc Tüchcr uud schtcu dic. Vordrnx'guug mii crhobrucu Häntx'u ol)uc ^>c »ochre fmt und wollten lucdurch dcu Eiudrnct frci>vill!^'l Ubcrnalx' cr!i^^<>„ ^„ dic Kompa-u'x' hcraugclommc», zogcu sic Plötzlich Haudgrauatcu aus dcu >Ul'idcru uud schlclidertcu sic i„ ^je Neihc» dcr Ilnsrigcu. Cö euls^>a»u sich alsbald r,u heftiges .H,li (^cfnngcnc. diucö unscrcr Maschiucugcwchrc, das uuvrauchl'ar gciuordcu war, ucrblieb im Hin- und Hcr-!ul>>n'u dcc' ^iahtampfcv in, Vcsihc dcs Fciudcs. Gcgcn txiö cüva ^'hn >l!llinn'lcr uordlich Brrauc aclcgcnc Bijc>ca wor ^l,m rüclioärtö gclc^cncn i ^inc ".'«achlichlciiadtcilung r>l.'rgcschillt wo» dc». dic nach pflichlgcmäftcr ^rjülluna Uncr i'Iufgavc so-!>n,n wk'dcr ^uriint^hrtc. Cin durch dic, Mon-lcucgriuer cv,;!v!!»al'iic>-' ''.urücigcycu cincncr ^ruppcu crfolglc uir-al,'ude. <'!uch östlich !>>o/,a> ist an !l,'iucr Tlcllc cm crzlr«un' i^-ucc. ^urückgchl,'» crsolgl. Dic in dicscm Ülaluuc öfter uil- ^uftläruna uorgcsaudlcn ^aanichlcuabtcilunncn uud Palrouiüci! rückN'ü iiuüicr crst u^ch Erfüllung ihrcr ^".üf-g.il'cn ^iu. Dic auf t»cr Turiatduli«.' oorgcscholiciuir Sicl,)^ viinin'n l>a1x'n jich. nlc' Nartc luontcue^rtuischc .^riiftc ini '.',!,riiclcn >n'»n'ldl't luilrdcu, ans dic iu, voraus gcu'l'ihltcn, ,i!!liclic!!lc>ll>',i,'zoncn. Äüf Tnrjal lonntl,' l-ci dcr ixiüialc' hcrrschcndl'i, V.ältc tci» Lastcrsl'n^v an<^'.',ün!>cl lucrdcn uud dcr ^crpflcatz-nachschnl' >^xn ans o^n v^schn^itcu Wcgcn 3!örnna!.'>' >ni^gi,'sol,U gcwcsl'n. <^,'iu Angriff linscrscils nnf dil- Tlirjat-höl>c>l l^t uic jta'llgcsnuiX'u. Dic ^»csalntucrluftc vci Roxaj st'il >. Dczcmbcr dctragcu unscrscits insgesamt 9 Toic und 1^! Vcrwuudctc. — ^'llis dcm cve» (^csagtcu gchl tlar hcrvor, datz die Molduugcu dcs Tagcsvcrichtcö vom 24. d. in O^äuzc crlogcn sind. Dazu tommt uock), das', dic Monlr-ncgriucr gar uicht ^clcgenhcit hattcu, auf dcm Lovccn ciu österrcichischcs Fcldgcschiitz zu zcrstören, da wir dort uicht stehen. Die Offcnllichtt'il wird gut darau lun, montcncgri^ uischcn Sensatiousbcrichlcu anch iu Huluufl mit ^licscrvc ,;u dcgcgncn. Unsere Kriegsgefangenen in Albanien. Wien-, 29. Dezembcr. Dcm AricgsfursorL^ouutee dcs Notcu Kreuzes wurde von verschiedene» oerläßlichen gricchischeu Slcllcn lclcgiaphisch gemeldet, dah f.ch die östcrrcichischcii uud dic unnarischcn Kriegsgesanci^neu, dic früher iu ^crbicu festgehalten wurdcn, uunmchr in Albauicu zwischen Turazzo uud Valona uuhc dcr ^tüste befinden. Wegen eventueller ltbcrftU)ruug dieser Kricgs-gcfaugcncn uach Gricchculaud schwcbeu Vcrh«iudlmlgm. Wie bcrcils bclauut, ist eiu Abgesandter der aiuerilani-scheu Rcgicruug schon vor längerer Zeit nach Albanien abgereist, um aus dcn von unserer Negimmg ihm zur Verfügung gestellten rcichcn Mitteln dlc ilricgsgcfangc' ucn uiit .^lcidimg, Nahrung usw. zu »ersehen. Aerlanffrrunil der Funltioncldaner von Handel?- >md ^lewerlietammerinitglirdern. Wien, 29, Dczombcr. Um einer Uulcrblcchung o>.i Veschlußfähigkeit dcr Handels- und Gcwcrbclammern vorzubeugen, wird durch eine morgen im Ncichsxeseu,-blaltc ilud iu dcr „Wiener Zeitung" zur Kundmachung gclangcnde Kaiserliche Verordnung die Funltiousdaucr jencr Milglicbcr der Handels un') (.^cwerbcl.nmnciu, dcrcu Muudatsdauei biö ^. D'^mlxr 1^l.'> t^stleckt loordcn war, um ciu wcitcrcs ^'^>>', dai! ist biH ,"./. Dc--zcmbcr llilli, verlängert. Teutsches Reich Vo« den Kriezsschauplitzen. Verlin, 29. Dezeinber. Das Wolss-Burcau meldet: Großes .Hauptquartier, 29. Dezember. Wcstlichcr Kriegsschauplatz! Westcndc w»l»dr wiederum durch einen feind» lichen Monitor beschossen. Diesmal ohne Wirrung. Dcr gestern gemcldctc feindliche Vorstoß an, Hirzstein brach gestern in nuserem Feuer zusammen. Am Abend griffen die Franzosen zweimal die von .»no zurückeroberten Stellungen auf dem Hartmann««nieilerll>ftf a». Tie drangen teilweise in unsere Gräben ein. Nach den« ersten Angriffe wurde dcr Feind überall sofort wieder vertrieben. Die Kämpfe um einzelne Grabenstücke »ach dem zweiten An-! griffe find noch im Hange. An » der Küste von Maggasem, nordöstlich von Tuckum, scheiterte der Vor. stoß einer ftärlerrn rnssischcn Abteilung. Züdlich von Pinsl wurde eine russische Feldwache übers,llrn und aufgehoben. Ballanfricgsschauplatz: Nichts Neues. Oberste Heeresleitung. Verichte der feindlichen Generalftäbe. Der italienische Verichl. Wien, ^!^. Dezember. Aus dem KrieHspreisequartier »vird gcmcldct: Vcricht di« italicuischeu (^ucralstabcs voni 2«. Dvzcmbcr.- Dic Tätigtet uuscrcr tleiucn ^lbteilungt'n zwingt dcu ssciud. sciuc Stellungen zu eutschleiern und l>clschafft dadurch unscrcr Artillerie güuftigc Ziele. T>ic fciudlichc Artillerie gab noch ciuigc Schüsse gogcn Qrtfchaf-lcn ab. l>csoudcrs längs tx's unlcrcn ^souzo. Än dci gauzcu ^ruul u>crdcn dic Bcfcstigunysarbeitcn fortgesetzt. Dcr ^riuo sllch! dicsc,lt>cu l)äufiss durch Feuer und öfter durch Schlcndcru vou Slickaasc,, od^'r t,änf,u'rregendcu Bomben zn störcn. Tr> lnontcnenrillische bericht. »l'l!!!!, 2U. Dczcmbcr. Dc General-torrrspondcnl lcilt folg^'ndt'il amtliche Tclcu.ramm autz (5c-tiujl' vom 2'>. Dczrmdcr mit.- i'luf dcr gmvzcn Sandschat. front für dcu Fcind crfcxlglosc >lämpfc. Dcn ganzen Tag audauerudc fciudlichc Äugriffc gcsscn unsc-rc Tlcllun^cu wurdcn abgewicsci,. Dcr Icind vcrniochtc uach lcbhaftcn, Kampf Naslova gora ^il l>csctz<'n, abcr uliscrc Truppcn uahnicu im Hcgeilnngriffc uuscrc Sleliungcu zurück. mc,ch-. tcu vcrsckiicdcuc (^efanacuc uud crbculcten vicl .^Vrie^«^ maicrml. Der Beelrieg. (letinjc, 28. Dezembcr. (illieldung der Agence Ha> vas.) Ein österreichisch-ungarisches Unterseeboot veil senkte am 23. d. bei San Giovanni di Medua ein montenegrinisches mit Lebensrnitteln beladencs Segelschiff, welches mit eiucr kleinen Kanone den! Kampf aufnahm. Das Geschütz wurde aber bald gebriuchsunfähig geinacht. London, 28. Dezember. Lloyds meldet: Der britische Dampfer „Van Stirum" wurde versenkt. Die Besatzung ist gerettet worden. London, 29. Dezember, Lloyds meldet die Versen-tung des britischen Dampfers „Morning" (444 Bruttotonnen). Der Kapitän nud der zweite Steuermann wl.r dc» gerettet. London, 28. Dezember. (Neuter.) Aus Mallcl wirb gcmcldct- An Bord des Dampfers „Ville dc la Hiodad" befanden sich °^5, Peisonen, darunter drei Engländer. Die Geretteten erzählen, daß das Schiff nach Marseille unterwegs war. Es fand ciuc heftige Explosion statt. In demselben Augenblicke erschien in einigen Aards Abstand ein N-Vool an der Oberfläche. In das Hinterschiff war ein ungewöhnlich großes Loch geschlagn,, nbcr es entstand tcinc Pauil. ssünf Boote und zwei Flöhe wnrben niedergelassen. Zuletzt sant das Schiff mit dm Leuteu, die sich an Nord befanden. Das U-Boot blieb in der Nähe, bis der Dampfer gesunkn war. Später lum der britische Dampfer „Heros" und widmete sich 80 Minuten lang dem Nertungswerke, obwohl da5 U-Boot noch in Sicht war. Die Überlebenden erklärten noch, daß die Be-fatzung des U-Bootes zwei Menschen, dic mit den Wellen rangen, aufnahm und uach dem Floß brachte. London, 28. Dezember. (Reuter.) Der schwedische Datnpfer „Nereus" wurdc am 26. d. urrlenN, Die Be satzung wurde gerettet. Auf eine Mi« gestoßen. Bmmdcn, 2«. Dczcmlicr. Dcr ^muiderier Dampfer« Trawlcr „Eriu «K" sties; gestern früh beim Fische» in dci Nordscc auf cine Mine. Drei Manu dcr Besatzung sind gctötct. drci schwor verwuutx', worden. Acht ttberlebendc wurdl'u mittags durch cincu audcrcn Tnmftfcr-Trawlcr hicr ^claudl'l. Brandstiftung auf einem brUisllM Dampfer. ^iewyorl, 28. Dezcinber (Neuter.) Em großer Teil dcr Zuckerladuny des britischen Dampfers „Inchmoor" siel oinnu Brande zum Opfer. Man (ilmibt, dah es slch um Brandstifwng handelt. Tic Verluste der norweaischcn Handelsmarine. Ko»e»>l.naen 29. Dezenwer. „National Tidenbe" u.eldft m^hristiania^ Eine Aufstellung der Verlujte der norw aischen Handelsmarine lns zum 2, Dezember ergibt ^Dampfer verloren. ^ für gute Pr.sc» erklärt. Diese ^D^pfc' ""< zusammen «^ ^,ua von vier Priscndamp ern, d,e von den Be^ Äi^rn vergM t werden, einen Ilertoverlust v.n 87.000 ^ e7 ?>" Nettoverlust an Segelschiffen ergibt 21.000 T nn ' s^ daß sich der Gcsamwerlust aus W8.600 Ton-nen?" s^erle von 47 Millionen Kronen oelanft. «aibacher Zeitung Nr. 299_________________________ 2196 ____ 30. Dezember 191 b Frankreich. Die Einberufung des Jahrganges 1917. Paris, 28. Dezember. Der Senat erörterte den Gesetzentwurf über die Einberufung des Iahrgangcö 1917, den die Kammer Inreits angenommen hat. Kriegsminister Gallieni griff in die Verhandlung ein und erklärte, die Einstellung des Jahrganges 181? ist nur cine Vorsichtsmaßregel. Dieser Jahrgang stellt nur einen Teil der Hilfsmittel dar, tn'e uns zur Verfügung stehen. Wir wol« len sie alle nutzbar machen, zu dicscm Zwecke mii den Irrtümern der Verwaltung orechcn und nnö lvcder tior Entschlüssen noch vor Verantwortlichkeiten fürchten. Der Minister erörterte sodann die Vorkehrungen für die Einstellung des Jahrganges 1917 und schloft mit den Woi> ten: Frankreich, welches vor 18 Monaten den Frieden wollte, will heute den Krieg mit aller Willenskraft und luendet alle seine Hilfsmittel daran. Wcr datz Wort ..Frieden" ausspricht, wird als ein schlechter Bürger betrachtet. Der Jahrgang 1917 wird hinausgehen und das Volt begleitet mit seinen Wünschen die jungen ^teute, die wir ä» dem gruben Kampfe 'orbereucn werden, der erst endigen wird, wenn Frantreich in Übereinstimmung mit seinen Alliierten sagen kann: Hier niache ich Halt; ich habe auch, was ich wollte, und nehme meine Friedcnarbeit wieder auf. l Allgemeiner Beifalls Der aus einein Artikel bestehende Gesetzentwurf wurde hierauf angenommen und der Beschluß gefaßt, die Rede des Ministers öffentlich an-zuschlagen. Flugschriften mit der Nede des deutschen Reichskanzlers über den Frieden. Ncrn, 28. Dezember. Das „Nerner Tagblatt" teilt mit, daß zur Zeit aus Hunderten von deutscheu Flugzeugen Flugschriften auf Städte, Dörfer und Schützengräben in Frankreich hemiedcrstaltern. Die Flugschriften enthalten die Wiedergabe der Rede des deutschen Reichskanzlers über den Frieden, die bekanntlich die „Agence Havas" gänzlich entstellt, ja ins Gegenteil verkehrt, den Franzosen übermittelte. Das Malt sagt Weilers: Weil man in Paris offenbar die Wirkung dieser AuftlärungV-arbcit bereits spürt, arbeitet das Preßburcau am Quai dOrsay mit Hochdruck, um diesen Eindruck schnellstens zu verwischen. Eo bringen diese Blätter zahllose Telegramme aus Bern, Basel, Zürich und Lausanne über Hungersnot und Meutereien in Deutschland. Dein französischen Publikum fehlt das rechte Vertrauen zu derartigen Meldungen. So müssen denn wir Schweizer herhalten. Das „Verner Tagblatt" kritisiert scharf diese ungeschickte Mache und schli-cht mit der Bemerkung: Am besten wäre, man ließe uns Schweizer überhaupt aus dem Spiele und datierte die Meldungen aus Paris, wo sie entstanden sind. Velgien. Kein Veitritt zum Londoner Vertrage. Vcr», 29. Dezember. Wie französische Blätter aus Le Havre erfahren, wird Belgien dein Londoner Ver> trage nicht lieitreten. Belgien trat in den Krieg ein, um seine Neutralität zu verteidigen und möchte nichls tun, was dagegen verstößt. Vnpland. Das Kabinett für die Einführung der Dienstpflicht. Rotterdam, 2«. Tczcmber. Der „Nottcrdamsche, Courant" meldet aus London: Der gestrige Kabincttsrat, in welchem über die Ereignisse der Werbetampagnc Lord Terbys beraten wurde, gelangle zu keinem Entschlüsse. Heute, wird das Kabinett die Beratungen fortsetzen. Der parlamentarische Mitarbeiter der „Times" schreibt, dak der Zustand gestern heitlich lvar uud heute vielleicht noch kritischer wird. Einige Minister dringen darauf, sofort die Dienstpflicht einzuführen, da diese allein dem Premier» minister die Möglichkeit gebe, sein Versprechen einzulösen. Andere wieder wollen den Unverheirateten noch einmal Gelegenheit geben, sich anwerben zu lassen. Einige von ihnen erklärten, dah ein Versprechen, bei dem sie nicht zu Nate gezogen wurden, für sie nicht bindend sein könne. Beide Gruppen setzten sich en, sondern auch mit anderen ernsten, die ueu° trnlen Staaten angehenden Fragen. London, 29. Dezember. Wie das Meuter-Äureau meldet, erklärte Asquith im gestrigen Knbineitsrat, das; die Dienstpflicht notwendig sei. Die „Times" bemerkt dazu, daß das .Kabinett beschlossen habe, bald einen Gesetzent- wurf, betreffend die Einführung der Dienstpflicht, dein Unterhause vorzulegen. London, 28. Dezember. Das Neuler-Burcau meldet: Der gestrige Kabincttsrat wird sich wahrscheinlich als einer der wichtigsten in der britischen Geschichte herausstellen. Es wurde bei dieser Beratung den großen Meinungsverschiedenheiten über den Militärdienst ein Ende gemacht. Tie Erklärung Ascniiths, dasz die Dienstpflicht notwendig sei. tam nicht unerwartet. Sie wurde im allgemeinen gut aufgenommen. Die Opposition gegen d>c Dienstpflicht im Kabinette ist sehr klein und im (>5egensatz zu den übertriebenen, Gerüchten glaubt man, das^ die Minister, welche ursprünglich dagegen Ivanen, jept im Amte bleiben lver-den. Die „Times" glaubt, )ai5 die rasche Entschließung dem kräftigen Auftreten Lloyd Georges zu verdanken sei, der durch einige Unionisten unterstützt wurde. Ans verschiedenen Gründen werden im Kabinette vielleicht einige Veränderungen vorgenommen werden, aber Talsache ist. das; der Vorschlag der Tienstpflichi '.rien6pflicht einzuführen, werde leine Spallnng innerhalb der Regierung oder cill^'meinc Wableu znr Folge haben, ^m Unterlaufe werde eine nur sehr tleine Minderheit dagegen Stellung nehmeu, die schließlich gezwungen sein werde, nachzugeben. Die Verlustliste. liundou, 2<). Dezember. Die Verlustliste vom 2'.'. Dezember enthält 40 Offiziere und .!7l Mann, jene vom 28, Dezember 107 Offiziere und W3 Mann. Der indische Natiunnllllnnlcs,, Aomball, 2«. Dezenux'r. < Neuter.» ^,u seiner am >ndi dische Nationoltongreß wurde heute früh eröffnet. London, 27. Dezember. sRentc,-.) In seiner am iudi^ schen Nanona-ltongrcssc gehaltenen Mcd? Mv Präsident Tir Snlyenda Sinha der Loyalität des Kongresses n die Tiensle, die i?pfer uud die ?rem' der ^udcr würdige. Bulgarien. Zeldnmrschnll Mnckcnsen in Sofia. 2usin, ^l). Dezember. «„Agence l6l. bulg.") ,^elo marschall Mactensen ist heute in Sofia eingetroffen, ^m Bahnhöfe litten sich Vertreter des Königs und der Regie rung zu seiner Bcgrüßmig eingefunoen. Eine Kompanie von Zöglingen der Militärschulc mit Musit leistete die Ehrenbezeigung, ^eldmarschall Mackensen staltete in der deutschen und österreichisch-uugarisctien Gesandtschaft Vc suche ab und lxaab sich hieraus in den königlichen Palast, wo er vom König in Audienz empfangen wurde. Nach der Audienz fand zu Ehren des Feldmarschallt' ^in große» Dsjeuner zu vierzig Gedecken statt. Da? Tei^unev lrug militärischen ElM'aller, indem a'llo Gäste höhere Offizierr waren. Abends wnd ^eldmirssliall Malkeusen in sein HanptcMirlier zurückreisen. Die Bebölterllna l'ereilel.' dem ^cldmarsclfall einen begeijterlen Empfai^g und jubelle dc,,> großen deulsclx'N Heerführer l^rzlich ,;u, so os> rr jicl, in den Straßen der Stadt ;rin!c. Me Türkei Verlcht des Hauptquartier«. >iunjlnnli„opei, 2«. Dezember. (Mclouna. dcr ^'lgeme M. Milli.) Das Hauptquartier teilt nüt: Dardancllen-Fronl: ftincc« uon drei feindlichen ^lusszcugen, welche über Ari Vunm fluffcn, wurde durch da^ Fener unserer Artillerie beschädigt und siel mo Meer. Zwei Schiffe schleppten die Tri'mnncr dc.^ Flugzeusted in der Nichwnn »»ach Inll>lo<<. Vci Sedilbahr dauerte der zlanlpf mit allen Alten von Feuerwaffen svwie «lit Vombcn und Lufttorpedos wie newühnlich an. Ein Panzerschiff vmn Typ „Agnmrmnon" bombardierte unter dem Snjntzc von zwei Kreuzern, zwei Munitorcn und acht Torpcdoboulcn dnrch lnrzc Zeil mit Untcrbrechunstcn unsere Itellunnen. Unsere Artillerie erwiderte und orzielte nuf de„l Panzer schiffe nnd auf rineni der Knu^t' je einen T,esf..>-. A,n Tieferschüttert gelim >uir nie Tlailerluilde von d^m fern»' von Üner Hriümt eisol.sti'!! ,vi»s(1>ride>l llüjsrcr liebsten, herzensgutm Tochtc,', resp. Schlucstcr uud Ära»t, des sfrü»leii. Dkzeinbfr nm !l'/< llh> v,'»> städt. ttranlenhause m Miinchei, aus am dortigen Frieohose zur lchtc» Ruhe l,cissrsetz< München-ilaibach, am W. Dezembcr !9lü, Josef Tchmalz, Wmnter i. N,, Vater. — Leo Tchmalz, Ingenienc der Automuliilwerle iu Wirn Flnrid^dolf, Prüder. ^ Semiramis Vckmalz, l. t. Lchr^riil der Marineschule m Pc>w, Tchiu^ler. Karl Kohl, Hmidelsmaini in Frailsfiirl a. M,, derzeit bei »ii»',!! deutschen A>tillslic Reginniit im Nelt»-. Vräntigan«. HitN stillc;.. Meil'eid ^vird »^l'^lcn. Danksagung. Für dic vielen Beweise inniger Anteilnatsine anläßlich des Ablebens unferes innigst-gelicbten Vaters, bezw. SchwiegcrvatevH, Großvaters, Vrnders nnd Onkels, des Hern, Jochllnn Aokalf Gisenfabriks-Verwalters i. W. als auch für die herrlichen Kranzspenden sagen wir allen Verwandten und Bekannten Miseren herzlichsten Dant. Die trauernden Hinterbliebenen Laibacher Zeitung Nr. 299____________________________2197_____________________ 30. Dezember 1915 27. Dezcmvcr feuerte ein Monitor hinter der ^nscl Vier kvb 80 OranatschUssc auf die anatolischc Teite der Meer. ewae «b. Unsere Batterien auf der anatolischen Tcitc der Meerenge nahmen zu verschiedenen Zeiten die Landungsstellen vun Tele Burnu und TedUbahr unter Feuer, behinderten und bcuuruhinten die Vefördcrung feindlicher Truppen, versenkten eine Tchaluppc in Tete Buruu «nd zerstörten dmch zwei Treffer einen großen Hangar. Eincö unserer Wasserflugzeuge warf mit Erfolg in der Nacht vle» Vombcn auf ein Zeltlager. Sonft nichts Neues. Griechenland. General Caftclnau in Athen. Mailand 29 Dezember. General Castelnau t.ilte dem Corriere della Sera" zufüge der "theuer „Patris" mit, daß seinc Unterhaltung mit Kon.g Konstantin freundschaftlicher Art qewesen sei und den Charakter emes Meiuunsssaustausclics zwischen M.l'tars über nulitarl-sche Fialen getragen habe Castclnau vechchcrte der Patris" daß der französische Enderfolg mathcma lsch c^wiß und Sawnichi, wo die Verbündeten zu bleiben entschlossen seien vcnnöge der Befestigungen uneinnchm-ar l Naä der Abreise Castelnaus fand in Athen ein Min «errat statt. Der König hat den bulgarischen und in je Halbstündigor Audienz nnpfangen. Montenegro. Kei»e Abreise der Königsfamilie nach Italien. «aris 26. Dezember. Die „Agence Havas" mel» oet aus Cetinje: Die Nachricht von der Abreise der Königsfamilie nach Italien wird ausdrücklich als unrichtig bezeichnet. _____ Die Vereinigten Staaten von Amerika D« Frage des Verbotes der Ausfuhr von Kriegs» nnmition. Verlin, 29. Dezember. Der Priuatkorresponocnt des Wolsf-Äurcaus in NewNork meldet durch Funkcnspruch folgende Depesche der „Associated Preß" aus Washington: Die Bewegung, die aus ein gesetzliches Verbot der Ausfuhr von Kriegsmunition abzielt, verstärkte sich so, daß der Vorsitzende des Ausschusses für auswärtige An-aeleqenhciten im Rcpräscntantciihm.sc, Flood, bcschlojscn hat,'gleich nach dem Zusammentritt des Koupes den Ausschuß einzuberufen, um einen Memungsaustausch über diese Frage zil veranlassen. China. U»tabhänaia.teitseltliil,ma einer chinesischen Provinz. Peting, 28. Dezember. Der Militargonvcrncur von Yunnan erlich eine Proklaination, worin die Unabhängig- tcil "lunnans crtlart wird. (bs hcisjt darin, das; ")uan-schitlai dic Eidc, wclchc er als Präsident adaclcal hatic. gebrochen lxibc lind dcn Ermahnungen, dic Rcpliblil luic-der herzustellen, nicht nachgelvmmcn sei. Zahlreiche Trnp-pl>nvl,'rstärkungcn lvcrdcn aus dcm Norden nach dcin Südcn transportiert. Peking, 2!1. Dezember. (Reuter.) Vcrichtcn aus Kwan-lung lind iüoangsi zufolge bleibcn die d^.iigen Behörden loyal. 3>ach Yunnan ist von der Neyicrnng in Petina ein Versühmmaslommissär geschickt worden. — (Eine wertvolle Erfindung.) Dor in Budapest lebende Wiener Ingenieur Karl v. Dreger soll eine Taschenlampe erfunden haben, die ohne Akkumulatoren oder Trockenelemente nahezu ohne zeilliche Beschränkung Licht spendet. Der notwendige elektrische Strom wird beim Gebrauch der Lampe mühelos durch Handbetrieb erzeugt. Die neue Taschenlampe, die an Größe den gebräuchlichen elektrischen Taschenlampen gleicht, verdankt ihre Entstehung einer Anregung des Herrn Erzherzogs Leopold Salvator. Der Herr Erzherzog hat sich einmal Herrn von Dreger gegenüber dahin geäußert, eine Taschenlampe wärs ideal, die ohne Ersatz durch Batterien immer gebrauchsfertig sein könnte. Die neue Lampe, die den verschiedensten Anwendungszwecken entsprochen wird, kann sowohl als Trag- wie als Taschenlampe hergestellt werden. Sie erhält den notwendigen elektrischen Strom aus der Umwandlung einer besonderen Kraflbeweguug dcr menschlichen Hand in elektrische Energie. Diese Kraftleistung wird beim Gebrauche der Lanwc »nährend ihres Tragens vorgenommen, ohne daß die Kraft-iuellc in der Anwendung der Lampe irgendwie gestört werden kann. Die Lampe ist genou so groß wie eine der gebräuchlichen elektrischen Taschenlampen. — (Unfälle.) In Hieve, Gemeinde Peö, wurden drm 55 Jahre alten Knecht Martin Urbanija beim Strohschnei-den von der Maschine die Finger dcr linken Hand abgerissen. Ein gk'iclies Mißgcschis traf den 26 Iah« nltcn Taglöhner Alois Beöan in Dravljc, der ebenfalls beim Strohschncidcn mit der Maschine die Finger der Imlen Hand einbüfttc. — In Zalog ncriet dcr Obcrtondutteur NndrcaS Poiar unter dic Räder cines rollenden Wagens, wobei ihm dic rechte Hand schwcr verletzt wurde. — Der 7t Jahre alte Holzarbeiter Franz Bodlaj wurde in einon Walde bci Praprotno von einem herabaelullcrten Hulz-lwhe, dem er nicht rechtzeitig auswcichcn lonnic, abtroffen und erlitt cincn Bruch dcs rechten Brings uutcr dcm Xlnie-gelenle. — In St. Kanzia-n bci Domialc erhielt der 5li Jahre alte Besitzer Martin Slapar beim Pfcrdeputzcu einen Hufschlag in die Vauchgegcnd und erlitt schwcrc inncrc Vcrlechunacn. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. Eine österreichische Gpezialiiät. Magenleidenden cmftfichlt sich der Gebrauch der echten «Molls Se,dl,h. Pulver» als eines altbewährten Hausmittel« von den Magen kräftigender und die Aerdauunssstätigleit nachhält«« sieiuernder Wirkung. Eine Schachtel !i 2 40 Täglicher Versand aeaen PoK Nachnahme durch Apotheker ?l. Moll, l, u. l. Hoflieferant Wien I.. Tuchlaubcn !^. In drn Apothrlrn der Provinz ver^ lange man ausdrücklich Molls Präparat mit dessen Schutz, marke und Unterschrift. 5212 ' ~ »fit ma/ L2 O den gleichen öriefaxf* «1 j? ~ bt Zeitvergeudung, s P J Opalograph '8 » «ervieinitigi Hand- Ng «1. Maschinenschrift P b ^ mittels Glasplatte ^« '• V lo» und unverbindlich «fmw H P.^ ^ RortiMi D4S ^^ Um GEGEN If Apothekers PlCCOLlsMBJJ^ Magen - Tinktur 1 Fläaohohen 20 HeUer. 489 63 MtMümW Wlfchosl, - 3llll,/,9 uhr «b»»d4 Hauptprobe im großen Saale des «afinovereiues Atntsblcltt. 448? Nrm. 800. ilß. (Äou. 11, 38/10 ^schuttg einer Firma. Gelöscht wurde im Register am 29. Dezember 1915 infolge' Ablebens des Gesellschafters Robert Pollak: Sih dcr Firma: Laibach, Wortlaut der Firma: Brüder Pollak. Vetnebsgegenstalld: Gctreidchandel. K k Landes- als Handelsgericht in Laibach', Abt. M-. am 29. Dezember 1915,. _______________ ^T^------- 2 121/15/7 Beschluß. - In der EMionssache der l. k. Finanzproluratur siir Kran' m Lmbach in gesehlichcr Vertretung des l^Staats. schatzes gegen Richard LewY. Agent m Wien VIII, Lundonaasse bb/l!, wegen N8 1^ 40 Ii wird l.) für die Verlassenschast des am 10. Mm 1915 verstorbenen Verp» teten Richard Lewy Herr Dr. Jose» Furlan, Advolat in Laibach zum Kurator fiir diese Exekutionssache' 2.) für die unbekannt wo und bezw. im feindlichen Auslande sich befindlichen Hypothelargläubiger Karl Suchomel in Wien, Karl und Maria Suchomel in Kunstadt und Alberto Morpurgo fu C in Genua Herr Dr. Vozidar Vodusel, Advokat in Laibach, zum Kurator bestellt, lchtercr solange, bis sich die genannten Gläubiger entweder selbst bci Gericht melden oder einen Bevollmächtigten namhaft machen. K,'l. Landesgericht Laibach, Abt. III., am 24. Dezember 191.'). 3479 Firm. 787, Gen. I, 34/51 Premembe pri že vpisani zadrugi. V zadružnem registru se je vpi-sala dne 25. decembra 1915 pri zadrugi: Vzajemno podporno druŠtvo v Ljubljani regißtrirana zadruga z omej. zavezo, naslednja prenieraba: Izbriše se clan naÈelstva Fran Boršnik. C. kr. deželuo kot trgovsko sodišèe y Ljubljani, odd. III., dne 25. decembra 1915. 3475 Cg. I a 181/15/1 Oklic. Zoper odsotnega Petra Piussi, po-seßtnika zage na Bohinjski Beli, se je podala pri c. kr. deželui sodniji v Ljubljani po Janezu, Mikelj iz Kopriv-nika 1)0 dr. Jaucu odvetniku v Radov-liici, tožba zaradi 1432 K 37 h. prvi narok se je doloöil na 13. januarja 1916 dopoldüe ob 9. uri tosodno, soba St. 123. V obrambo pravic toženega skrb-nikom postavljeni gospod dr. Ažman, odvetnik v Ljubljani, ga bo zastopal, dokler se ali no oglasi pri sodniji ali ne imenuje pooblašèenca. C. kr. deželna sodnija v Ljubljani, odd. I. a., dne 28. decembra 1915. 3478 Firm. 783, Gen. IV 25/32 Premembe pri že vpisani zadrugi. V zadružnem registru se je vpisa-la dne 25. decembra 1915 pri zadrugi: Hranilnica in posojilnica v Kamniku, registrirana zadruga z neomejeno zavezo, naslednja prememba: Izbriäe se Josip Klopèiè, clan iia-èel8tva. C. kr. deželno kot trgovsko sodišÈe v Ljubljaui, odd. III., dne 25. decembra 1915. 3476 Firm. 777, Rg. A II, 41/3 Izbris firme. Izbmala se je v registru dne 25. decembra 1915 vsled smrti imet-nika : Sedež firme: Tritö. Besedilo firme : Matevž Rozman. Obratni predmet: trgovina z me-5anim blagom. C. kr. deželno kot trgovsko sodišèe v Ljubljani, oddeldk III., due 25. decembra 1915. 3477 Firm. 778, Gen. IV 285/3-j Premembe pri k vpisani zadrugi. V zadružnora registru se je vpi-sala dne 25. decembra 1915 pri zadrugi: Konzumno društvo za Ljub-ljano in okolico, regißtnraua zadruga z oiueieno za-vezo, naslednja prememba• Izbriie se Stefan Brazil, vpiše pa Josip Zupaii, tovarniški m[w y Ljubljani, hranilniska hifia Stev. 3. C kr. deželno kot trgovsko sodišèo v Ljubljam, odd. Ill, due 25. decembra 1915. ^474 E. 3004/14/56 Versteigerullgs-Edikt. Am 20.Iänner 1916 vormittags l0 ttyr, findet beim unten« bezeichneten Gerichte Zimmer Nr. 16 die Zwangsvcrsteigei-ung der Realität G. E. 402 Kat G. Zadulirova, bestehend aus dem Hause Nr. 49 in Sneberje samt Hof und Garten uud dazu ge« höriger eiserner Brücke bei St. Jakob an der Save statt. Die Liegenschaft ist auf 56.610 X bewertet; das geringste Gebot, unter welchem der Verlauf nicht stattfindet beträgt 28.310 X. Die Versteigernngsbedingungen und die Liegenschaft betreffenden Urkunden können beim untenbezeichneten Gerichte Zimmer Nr. 18, eingesehen werden ' K. t. Bezirksgericht Laibach, Abt. V.. am 11. Dezember 1915. Laibacher Zeitung Nr. 299______________________________2^98___________________________________30. Dezember 1915 s X>io fiilirende XtiKsupke 1 I in der heimischen Scliulxixiclustr>ie bilden I unbestritten unsere ^velffber»ijLllLX2Vten 2227 g-ö TURUL-SCHUHE „TURUL"-*^^^^^^ Heinr. Seljak I SCHUHFABRIK ^F^KJSg^M&^Js ve»t»etei> I 130 eigene Filialen % ^Mm JS*^^~L Niederlage I Alfred Fränkel Com. 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