Nro. ii. ^UWM/ll MWHM ^)UWN^ Dienstag den 8. Horn 1791. Inländische Nachrichten. Laidach den 7 Horn. Se. Maj. haben folgende Hrn. Präsidenten der Länder Stellen in Innerösterreich, und zwar dcn Grafen V. Stürgk in Steyermark, den Gr. v. Vels-berg in Kärnten, und den Gr. v. Gaisruk in Krain / zu ernennen geruhet. — Die Andachtsübungen wegen dem Dränge der Kirche sind zu Rom mit vieler rührender Festlichkeit begangen worden. Herr Schu-ban macht darüber folgende so wichtig? als wahre Bemerkungen: Man muß freilich das Intreffe der katholischen Kirche von der Religion selbst trennen; allein die Klage des Pabstes ist doch sehr gegründet, daß der Verfall der christlichen Religion in allen Europäischen Landen merklich zunehme; wie man aus dem Kaltsmne gegen den öffentlichen Gottesdienst , Abnahme der hauslichen Andacht, Gleichgültigkeit gegen die Bibel, freche Angriffe auf die Religion, Verfall der Kirchenlicht und über- handnehmende Sittenlosigkeit unter den Prolestanten , wie unter den Katholiken wahrnehmen kann. N)ien den 2. Horn. Sonntags A-bends war ben Hofe Ball, wobey II. MM. und KK. HH. und der ge amntte Adel erschienen. — Der Herr Graf Johann von Chotek soll zum wirklichen Hof-kammer und Vanko - Präsidenten ; dann der bisherige Herr Vizekanzler bei der vereinigten Hofstllle Graf von llgarte nun Obristhofmeister bey den jüngeren Er;-her;oginen und zugleich ;um obersten Di-rektcur über die Musick ernannt worden seyn. Der Herr Regierungs - Präsident zu Linz Graf v. Rottenhan soll die Qbrist-Vurggraren Charge erhalten. Der bisherige Herr Obrisi Burggraf zu Prag Gr. Cavriani soll als dritter Präsident nir Obristen Iustitz einstweilen übersät werden , bis daß der Herr Gr. v. Klarn nach der Beförderung des Herrn Grafen v. Seiler zum Konseren^ninister, zu seiner Zeit in die erste Präsidenten Charge, und^be-sagter Herr Graf v. Cavriani in die zweyte Präsidenten Charge wird nachrücken können. Ferners soll der Herr Graf von Sauer die hierlandischen Präsidenten Stelle , und der Herr Amts - Verweser Graf v. Auersberg die Regierungsprasidcntencharge in Linz erhalten. Der Herr Gouverneur in Inner - Oesterreich Graf v. Khevenhül« l r soll als Landmarschall allhier befördert, und der hiesige Herr Stadthauptmann Gr. V. Sauer zum Vizepräsidenten ernannt worden senn. — Se. Maj. der Kaiser haben dem aus der Türkischen Gefangenschaft zu-nl.fgelangteu Qberli?utenant Berg von Wnrmser Husaren ein Equipirungs - Dou-ceur von 550 st. zu verwilligen geruhet, auch muß derselbe bey dem Regiment in diejenigen Chargen nemlich eines zweiten Rittmeisters gebracht werden, welche derselbe erhalten haben würde, wenn cr nicht in die Gefangenschaft gerathen Ware. — Der iu der Cafin auf dem Graben die Markeur- Dienste verrichtende Kammerdiener Karl ist aller k. k. Erblanden verwiesen worden, wm bcy ihm falsche Karten fich vorgefunden haben, mittelst welchen mehrere Cavaliers und besonders ein englischer Lord sehr namhafte Summen ver-lohren haben. Dic Äasm ist aber gänzlich aufgehoben. — In Anschung der auf Urlaub oder in Geschäften ihrer Regimenter zu Wien befindlichen Q.fi;iere, ist die Verfügung getro fen worden , daß sie sowohl in Verrichtungen , als in ö-i'entllchen und Privatversammlung?n sich jedcr^'t in der Uniform geigen sollen. In der Wallachn,, in S^ißtow und allenthalben bey den Türken halt man den Frieden zwischen Oesterreich undj der Pforte für ausgemacht, und bey nnftrer Armee an der mttern Eran-ze führt man gliche Sprache. Inzwischen ist doch an die Offiziere neuerdings die Ordcr ergangen, ihre Pferde noch uicht zu verkaufen, für welche sie folglich auch die Portionen noch erhalten. — Unter den Wahrheiten, welche die türkischen Gesandten auf dem Kongresse zu Süßtow bereist geäußert haben, ist insonderheit auch diese merkwürdig , die ein Esscndi sagte; daß cr ncmllch zu glauben anfange, daß Preus» sen die Türken / A,ußland aber die Türke»! und Preussen zum Resten habe.— Van erzahlt auch, daß durch Vrünn ein Eilbothe aus Kolistautinopel vor einigen Tagen dem nach Berlin bestimmten Gesandten dcr hohen Pforte eiligst nachgereiset sey , mit dem' Auftrage bcv Dafürhaftung seines Kopfes d?n ^dachten Gesandten noch vor seiner Ankunft am preussischen Hofe ein uholen, und ihm an,;udeu« ten / daß die Gesandschaft cin Ende habe, lind er ohne Berlin zu besuchen sogleich nach Konsiantinopel zurückkehre. Brüssel, den 26. Iäner. Hier tritt nun alles nach und nach wieder in sein gchöriqüs Geleis. Dcr von dem ehemaligen foqknalnitcll souveraincu Kongresse auf-geworftne Bürgermeister ist abgefegt, und der alte wieder in seine Stelle qetrettcn. Eben so hat sich der Bruder des berüchtigten Van der Noot, wclcher von ihm ,mm Schöffen ernannt worden war, in aller Stille zurückgezogen, und er wird seinem Brudcr in die Fremde solqen. In dem svliverainell Rathe sind cbmfalss 2 von gesagtem Kongresse ernannte Rathe abgewiesen worden. Diesem Rathe muß man es zum ungeheuchekten Lobe nachsagen, daß er von dem crstm Augenblik der Re-voluzion an immer seinem rechtmäßigen Souveraine und seinem Eid miwankclbar getreu verblieben ist , und nie, weder durch die Drohungen, noch durch die Schmeiche^ leycn des Van der Ncot und seines Anhangs dazu gebracht werden konnte, das nundeste zu unterschreiben, was wider sein Gewissen lief. Preßburg, den i. Horn. Wegen den angelangten königl Resolutionen werden nun täglich Cirkularsitzungen gehalten. — Heute haben sjch Se. tönigl. Hohctt der Palatin wilder auf einige Tage von hier nach Wien begeben. — Herr Joseph von Way / Consiliar der königl. ungar. Statthaltern) ist zum Referendar bey der köu. miqar. Hofkan^ley , und Herr Vi,e ^ Gespann des Krassower 5^omitals , Johann v. Piasek zum Sekretär bei cben dieser Hof-kanzlcy anstatt des verstorbenen Sekretär Samuel v. Kubnißky ernannt worden. Ein aus Bukarest erhaltenes Schreiben meldet, daß die Russ-n Vania besetzt, und dem Eroßvezier mit dem Korps, das er um sich halle, in Agioloi Vasardschik eingeschlossen. ' Von der Donau haben sich alle tür» kischen Truppen über Hals und Kopfweg-ge^ogs«, um ihm Luft zu machen. Neusicdc! am See, den 29. Ianer. In der Wieselburqsr Gefpannschaft war den 25. eitie schröckbare Frcuersbrunst, durch welche unbeachtet der schcuniqst angewandten Rettut'gsmittel 7, Häuser ein Raub der Flammen wurden, zum Glü» cke ist Niemand dabey ums Leben gekommen , und das Vieh alles gerettet wor-dttl, doch ist wegen der Schnelligkeit, mit welcher es um sch gn'f, von den Geräth-schaften das ineisie zu Grnnde gegangen. Es war (wie man glaubt) ein von einem Böftwicht gelegtes Feuer, welcher aber bisher noch unbekannt ist, und sicher nach Vollbrachter That gleich emfiohen seyn wird. Nag^pama , hen «9, MtM'<. Vorgestern ist hier eine schr fühlbare Erderschütterung gewesen. Um 11. Uhr Mits tags wurden die heftigstm Stösse bemerkt, nach welchen einstarkes unterirrdisches Sausen gehört wurde. Das Wetter war heu-ter und die Luft ruhig , hat sich aber nachher bald verändert, m,d hausigen Schnee hervorgebracht. Man vernimmt eben, daß diese Erberschütterung «im die nämlc« che Zeit wie hier, ans) in Tspuik, unb Fölstbanua , aber viel starker gewesen war, wo in den Gemächern sich alles bewegte , und die Plüschen in selben hin und her taumelten, doch ist alles ohne erheblichen Schaden abgeloffei?. Das; in diesen Orten und vorzüglich in Kapnik die Erschütterung starker gefühlt worden, rührt daher, wcil die Häuser meistens auf un-terminicrtcn Grund stehen. ———— - ^. Ausländische Nachrichten. ,' Spanien. Madrir, den i2.Iäner. Der^ae«. qnis von Valdecasana ist nach Wi>n ahF gegangen, um den Kaiser zur Kröl l nz Glück zu wünschen. Wcl'rend den n cn geglaubt hatte, daß ein Marokkanische Ge« fandter Hieher kommen würde, un Frie-denkunterhandsungen anzusangm, haben wir 3'achricht erhalten , daß diese Varlaren aufs neue vor die Festung Leuta gerückt se n , um dieselbe zu bestürmen. Es gieng dabep sehr heiß zu, lind sollen au« bevde» Seiten über icooo V onn getödtet wor-^ den seyn. — ^>n Oran bebet die Erde' noch immer. Htclien. Rom, den 13 ^aner. Es hat sei- ne Richtigkeit, daß Ur lllalMte Vasso von 'Wltan den M^l^MzustmemUgen^ ten dahier ernannt, und der Pabst denselben auch angenommen hat. Der Brief des Bassa an den Kardinal Staatssekretär ist sehr verbindlich, und so auch die Antwort. Sonst machte man hier Anstand einen Ahnten au.h nur eines protestantischen Fürsten anzuerkennen , und nun nehmen wir einen von einem Türken an. Pas. quinius wird sich wohl über diese Sache lustig machen. — Dcr Vergi'tungsproeß des Fürstm Chigi, der sich nach Frankreich geflüchtet hat, soll seiner Entscheidung nahe seyn; er soll auf ewig des Lands verwiesen, ehrlos erklärt, und sein Sohn, der samtlichen Güterantritt, lOOQo Skuti jahrlich an die Fabrike di. st. Pie-tro zu zahlen verurtheilt werden. — Mit den Verhandlungen des Nunzius Kaprara zu Frankfurt, welche die pabst. Kammer 4OOQ^> Skuti kosteten, ist man hier gar nicht zufrieden / zumal da er die ihm zu« geschickte Protesta',ion wider alles, was mm Nachtheil des heil. Stuhls bey dem Wchl« fonvent geschloffen worden ist, nicht einmal überreicht hat, unter dem Vorw.inde, daß es zu sp5t seci, und ke'mer der Wahl-qesandten sich mehr damit beladen wollte. Der König von Sardinien macht allerley Forderungen i» ß^c!53w8tici5. Es wird immer wahrscheinlicher, da5 Portugal!, Spanien , und Bayern noch die ein i^e katholische Stüye des Stuhls Pttri sind. Deutschland. Vevlm, den 26. Ianer. ^ll dem Empfang des türkischen Gesandten ist in Berlin ein Haus auf dem Gens d'Armee-Markt eingerichtet, und mit allem nöthigen verschen worden. — Seit einigen Ta° gen wm m«w wlever von Vorkehrungen ^ sprechen, die der Beybehaltung des Friedens gar nicht günstig waren. Es heißt, die Regimenter Herzog von Braunschweig in Halbersiadt, Thadden in Halle, ein , Theil von Lignowsky in Berlin , und noch ein Kavallerieregiment sollen Befehl erhalten haben, sich marschfertig zuhalten, sollen ihre Beurlaubte eingehen , und schon den 16. dieses auf den Feld-Etat gesetzt werden. Ihr Marsch soll nach der Weich? sel hin bestimmt seyn. In kur:em muß sich geigen , wie weit dieses gegründet sen. Sicher ist es, daß nach Schlesien zu, gar keine Anstalten gemacht werden Der bevollmächtigte des Fürstbischofs von Lüttich, Hr. v. Wassaige, hat unter dem l). Ianer eine Amnestie bekannt gemacht, welche in den Vaterlichsien Ausdrücken dem Lütticher Volke von Seite des Fürstbischofs eine allgemeine Verzeihung anbiethen, und dasselbe ermahnet, seinen erhabenen Rettern , welche es nunmehr von den bisherigen Ungemache befreyen, den . schuldigen Dank zu wissen, dem guten ! Fürsten, der wie ein Vater, die Häi,de nach seinem Volke ausstrecke, entgegen zu , eilen, dem Gesetze die öffentliche Wider» ! Herstellung ruhig zu überlassen, und sich aller Thätlichkeiten zu enthalten :c. Von , dieser Amnestie ist niemand namentlich ausgeschlossen. Wird alle Dienst-und ffrev^s nachmitt^s um 4» Uhr auf dem Platze Nra. ,i83. in dcr von KK^maycrschetl Buchhandlung ausgegeben. A n h a n g zur Laibachcr - Zeitung I^ro.ii. Todtenverzeichniß. Den 4. Horn. Ursula Kotzin Kutschen, a. 3 I. cmfdcm Pla; N. 189. — 4. Theresia Kopatschin Tagwcrtecsw. a. 36I°aufi)er St.PctcrS Vorstaot Nro. zl. — 4. Helena Zerrcrm lcdig a. 2^ I. in derGradischa Nro. 32. — s. Hedwiga NiwcsclVerwalttrsl. a. 6I. imDcutA'.HaußN. 3'o — s. Nepomu^na v. Bl)naza a. 1 I. m der Herrn Gasse Nro. 3^^. — 3. Fr. Maria Kolionltschln Wittwe a. 7 l I.iti 0er Spital Gasse Nro 266. — 5. Maria Berlutin Wittwe a. 65 I. bc; den Barmherz. N. 24« — 7. Anna Konoaa ledig a. 71 I» in der Gradischa Nro. 4^. -- 7« Felizia Sawerschniktn Wittwe a- 81.I. m der Gradischa. ^ Ioftpl) Meizer Marktpreis des Getraidcs allhicr in Laibach den 1. Horn. 1791. ^- < .s c^>- . scheuerst.) (Mitter.) (Mindester Eln halb Wlenermetzen. ^^^.^^^-^-^—- Waitzen ^ Wiener Metzen -? pr. ^2 2 1 59 "1:56 Schorsitzen detto ^ ^ pr. 1 25 1 24 1 2z Rocken detto ^ -- pr. 1 10 1 8 1 5 Hirsch detto - - pr. 1 8 1 5' 1 2 Gersten detto ^ - pr. ,---------— ^__! ___ ^. Weißgemischet detto - - pr.--------------------! -- — Schwarzgem. detto ^ - pr. z----------___!___ _^_ Haiden detto -^ ^ pr. — 50! —- 48 -^ 45 Haber detto - - pr. j".5ol—!47i--44 Avertissement. ^ Vom k. k. Becgobemmte zu Idria wird zu IcdeManns Wiss sens6)aft h:emit bekannt gemacht, oaß das hiesige Bergwerk vomge-ringsten Stteckcisen bis zum dicksten Zapfen Eisen an verschicdel:en Gattungen jährlich ungefähr 300 Zcnten nöthig habe. Wer demnach Willens wäre wegen dießfälllger Lieferung mit demselben in cine Unterhandlung zu netten, und in den wohlfeilestcn Preisen das Eisen bis Laibach Franko zu stellen, der hat sich bmnm 3 Wochcn daselbst entweder schriftlich oder persönlich zu melden, rro sodami das Weitere mit Ihm wird abgehandelt werden. Idria, den 27. Iäner 1791. Nachricht. Auf ausdrückliche hohe I. Oe. Guberm'al Verordnung von i3< Erhalt 19. lauffendcn Monats, und Jahrs wird hiemit bekannt gemacht, daß Jedermann, welchem eimge Wissenschaft von der Familie deren Freyh. v. Wobnßer oder deren Verwandten Llufenthalt bewohnet, es hier in diesem k. k. Krcisamte umständlich anzeigen wolle. Laibach den 22. Iäner 179,1. Beschreibung. Es sind mit der Halste des Monats Dezember ,790 aus einer Schreidtafel in Vankozetleln 2202 fi. entfremdet worden. Die Bankozettel sind bezeichnet mit Nr». lQQ7. p. IOOO ss. Nro. 3698. p: i^OQ fi. Sollten obige angezeigte Numern bei einem oder anderen Zal lame oder bei wem immer in Vorschein zur Auswechslung kommen; lo wird hiemit gegen ein Nekompens von loc> Dukaten ersucht, daß diese Bankozettel ohne auszuzahlen zurückbehalten, und der Uiber-bringer bis weitere Untersuchung nach Umstanden der Orlsobngkrit angezeigt werden möqe. Der Thäter nebst den entfremdeten Bankozetteln allen Fleißes ausfindig zu machen, bey Betretten anzuhalten und die Anzeige an die hochl. k. k, n. ö° Landesregierung zu erstatten. Wien dsn 29. Dezember 1730. Bekanntmachung. Bon dem Ortsgericht der Pfangult St. Barthlme in Feld des Neustadtler Kreises wird allgemein bekannt gemacht- EshabeFran-ziska Hrovatin als Glaublgerin an der Franz Hrovatijchen Konkursmasse um die c-enchtliche Fcildlethung des zu düser chemäü'li-chenG^ntmasse gehör gen Hauses sub Haus Nro. 5 im Dorf St' Bartblme in Feio, dann des hiezu gchörigen u, einem Joch 292 lll Klafter bestehenden Akers Pod Zcsto genannt, gebetten. Da m n, nun zur Berichtigung dieser ganzen Konkurmaffe zu schrei.en beschlossen und m dleses gestcllte Ersuchen gewllliget habe, als wiry zur gerichtlichen Berst.igerungeweijen Feildiethung oblger Realitäten dcr 26. Hornung 29, März und 29. April d. I. in der hiesigen Amtskanzley jedesmahl Frühe um 10 Uhr mit dem Anhange b/filmt, daß, wenn diese Realitäten bey der ersten und zwoten Fcllblethung nicht wenigstens um die Schätzung an Mann gebracht wcrdcn könn, ten, bey der dritten auch unter derselben dem Meistbietenden jedesmahl gegen also gleich baren Erlag des Kaufschillings, und Abnahme aller auf diesem Ha ise ruhenden Landebfürstlichen und Grund-herrlichen Gaben verkaufen werde. Zur allgemeinen Wissenschaft dient man, daß das Haus Nro. 3 in einem yröffern, und 2 kleinen Zimern / Kcllcrn und 2 Stallungen nebst Wagenschupfen bestehe, und sowohl hievon als den dazu gehörigen Acker zu dieser Grundobrigkeit jährlich 1 fi. 25 kr. 1 dn. an Urbarsgaben 40 kr. zu entrichten kommen, und alle diese Realitäten gerichtlich um 56a fl. als das bestimmte pr^tium üsci geschätzt worden seyn. Ortsgericht der Pfarrgült St. Barthlme in Felo den 31. Ianer 1791. Kundmachung. Von dem Kaiserl. Königs, vereinigten Kärnt-und Kramerischen Landrechte wird auf Anlangen des Franz Langer als gewe-sten Vezirksteuer Einnehmer zu Stein, wegen dessen in Verlust gerathenen untern 12. Zitier 1790, und unter 2iten des nämlichen auf das Gut Oberperau vorgemerkten Kautions Instrument pr- 2050 fl. die Zewöhnliche Frist von einem Jahr / sechs Wochen, und drie Tagen hiemit anberaumet, und Iedermänmgltch kund gema cht, daß derjenige, welcher obangeführtes Kauzwns Instrument ln Handen hat, oder darauf einen Anspruch zu haben vermeinet sich m-nerhalb dieser Frist so gewiß zu meloen, uNd hleruber auszuwelsen wissen möge, als in widrigen nach Verlauf obbestnnmtcr Fnst Nle-mand medr anachöret, sondern mekrqedachtes Kauuons Instrument für nichtiq, kcaft - und wirklos erkläret, und die EMdullrunZ von dem Gut Ode'perau veranlasset werden wurde« Laibach den 29. Ianer 1791-