"62L1 „Eins ist not!" von Dr:. Kegerncrrrn. Lukas 10, 41 u. 42. «Martha, Martha, du hast viel Sorge und Mühe; eins aber ist not, Maria hat das gute Teil erwählt, das soll nicht von ihr genommen werden.» Predigt, gehalten am 21. Jänner 1906 in der evangelischen Chnstnskirche zu Laibach Was wir suchen, ist das Glück! Wir suchen es durch unseren Beruf, wir suchen es in unserer Familie, wir suchen es in treuer Arbeit an unseren Mitmenschen, wir suchen es in Kunst und Wissenschaft, wir suchen es auch iu der Religion. Wir ziehen aus als Glücksucher, um das Glück auf Erden zu finden, freilich nur, um auf die mannigfachste Weise zu erfahren: »Hier ist sie nicht, Die Heimat der Seele ist droben im Licht.» Auf Erden ist das Glück als ungestörtes Genießen und heitere Ruhe für keinen Menschen zu finden, unselig jeder, der noch diesem unerreichbaren Traumbild uachjagt. Und dennoch läßt das Glück sich finden: als ein verborgener Schatz, den wir mit Furcht und Zittern in Händen halten, im irdenen Gefäß der oft so unvollkommenen Lebensformen unseres äußeren Daseins, ein Schatz, der uns immer wieder zu entschwinden droht, den wir aber dennoch im Glauben als sicheren Besitz innehaben. «Ich gebe den Meinen das 2 ewige Leben und sie werden nimmermehr umkommen und niemand wird sie aus meiner Hand reißen», sagt der Heiland. Nur dann aber werden wir diesen Schatz finden, wenn wir Christi Mahnung erfassen und befolgen: -Du machst dir viel Sorge und Mühe, eins aber ist not, das ist das gute Teil, das nicht genommen werden soll.» -Eins ist not», in diesem Worte liegt das ganze Geheimnis aller echten Lebenskunst. Eins ist not: das soll uns hinweghelfen über die schweren Hemmnisse unseres Lebens. Eins ist not, das soll uns hinleiten zu den Quellen des ewigen Lebens. Es möge erlaubt sein, zum Teile mit den Worten des edlen Russen Leo Tolstoj, der wie kaum ein zweiter von allen Mitlebenden ans den Höhen der Erfahrung, des Ruhmes, der Erkenntnis steht, Christi Ge¬ danken zu verdeutlichen. Wenn ungezählte, die diesen Gedanken verstehen könnten, es nicht wollen, andere die ihn verstehen wollen, es nicht können, so mag es uns eine starke Ermutigung sein, daß einer der besten aus den Millionen der heutigen Menschheit des Lebens Aufgabe so voll und tief erfaßte.* -t- Wir möchten alle so gerne glücklich sein! Aber wir können es nicht! Immer aufs neue werden wir durch Entbehrung, Fehlschläge, Ent¬ täuschungen, Unglücksfälle, Krankheit, Mißgeschick, Widerwärtigkeiten, seelische Kümmernis aus der Bahn geworfen, in unserem Gleichgewichte gestört. Gerade wenn wir das Glück zu Haschen wähnen, erkennen wir es so oft als täuschendes Irrlicht. Solange wir das Glück in Genuß und Vermeidung von Unlust setzen, ist und bleibt das Glück ewig unerreichbar. Und doch setzen fast alle Menschen das Glück gerade in diese beiden Dinge. Wohl gibt es ja überhaupt sehr wenige, die ein klares Bewußtsein davon hätten, was sie überhaupt an allgemeinen Gütern erstreben. Aber wenn man es ganz vorurteilslos prüfen und abschätzen würde, so würde man entdecken: der Lebensinhalt der meisten ist Streben nach Genuß und Furcht vor Unlust. Weil dies Streben sie ganz allein regiert, suchen sie mit ängstlicher Sorge und heißem Bemühen: Vermögen, Vorwärtskomuieu, Familienglück, Gesundheit, für sich und die ihrigen. Denn dies alles ist ja die notwendige Voraussetzung für ungestörten Lebensgenuß und Bewahrung vor Leiden. Und doch kann im Trachten nach diesen Dingen unmöglich der eigentliche, letzte Zweck des Lebens liegen. Unmöglich ist das Trachten, nur genießend leben und dem Leiden um jeden Preis entfliehen zu wollen. * Berat. Leo Tolstoj: -Der Sinn des Lebens.» München, Albert Laugen, 1901. Preis L 120. 8 Ein Leben, das nur in Genüssen besieht und von keinem Leiden gestört wird, ist nicht möglich. Die Welt ist nun einmal so eingerichtet, daß unzählige sich mühen müssen, um wenigen Genuß zu bereiten, ein Genuß, der dann viel verlockender der heißen Sehnsucht derer vorschwebt, die ihn entbehren, als er den Genießenden tatsächliche Freude bietet. Wenn aber auch das ganze Leben nur ans Genüssen bestände, das Ende des Lebens, der Tod, ist immer mit Leiden verbunden. Der Tod ist die dunkle Pforte, die wir alle durchschreiten müssen, der tragische Ansklang, mit dem jedes einzelne Leben abschließt. Wie verhüllen die Menschen vor diesem Ende ihres Trachtens ihr Angesicht! Sie wollen es nicht wissen: -Nach Trübsal, Angst und mancher Not Kommt endlich noch znletzt der Tod.» Als wenn der furchtbare Schnitter Tod damit aus der Welt geschafft wäre, daß man ihn zu vergessen sucht! Ganz zweifellos ist der Tod unser allerletztes irdisches Ziel. Kann darin der Zweck des Daseins liegen, kann er liegen in einem erträumten Genuß, den es aus Erden gar nie¬ mals gab noch geben kann? Kann es des Schissers Zweck sein, die Wellen, die sein Schiff hin und her schlendern, zu meiden? Doch nur dann, wenn er kein Schiffer mehr wäre! Kann es des Soldaten Zweck sein, den Kampf zu meiden? Doch nur dann, wenn er kein Soldat mehr wäre! Kann es des Menschen Zweck sein, die Leiden zu vermeiden, die Genüsse zu erlangen? Dann wäre er kein Mensch mehr! Genüsse und Leiden sind notwendig. Sie sind das Ein- und Ausatmen der Seele, Nahrungsaufnahme und -aus- scheidnng. Aber so wenig wir leiblich leben um zu essen, sondern essen um zu leben, so wenig können wir im Ausstichen der Genüsse und im Ausweichen vor den Leiden des Lebens letztes, höchstes Ziel erkennen. Das Ziel des Lebens muß ein allgemeines und geistiges sein. Darum sagt der Heiland: -Tut Buße», das heißt: Bedenkt den Wahnwitz eures irdischen Trachtens nach Lust und Ehre, begreift euch selbst, wer ihr seid, wozu ihr existiert. Das Wohl eurer selbst als einer Einzelperson oder eurer Familie oder des Standes oder Staates oder Volkes, das alles kann nicht der letzte Zweck eures Lebens sein. Ihr habt gar nicht das Recht, dies Ziel euch nach eigener Wahl zu setzen, da euch das Leben nicht gehört, sondern der Macht, die euch kunstvoll und wunderbar hervorgebracht hat. Diese Macht hat durch alle Wunder der Natur, der Weltgeschichte, der geistigen Schöpfungen, der Hcilsoffen- barung dargetan, daß sie Gedanken besitzt. Gedanken, soviel höher als unsre Gedanken, wie der Himmel höher ist als die Erde. Um dieser 4 wunderbaren Geisteskraft willen, die in allen Schöpfnngswerken ausgebreitet ist, kann diese ewige Macht Vertrauen von uns beanspruchen, Vertrauen, das wir in der Gestaltung der kleinen Wege unseres eigenen Lebens betätigen müssen. Aus Natur, Geschichte, Gottes Wort enthüllt sich uns aber der Lebenszweck als ein geistiger und gemeinschaftlicher, als ein Reich der Geister: «Du ahnest es hiemeden, Doch droben bricht es an.» Wenn wir dies Eine erfaßt haben, was not ist zu erfassen, dann wissen wir, auch in all unserem Handeln und Schaffen ist doch nur Eines not. In den Stunden seelischer Depression, des Kummers, der Furcht, des Zorns und Ärgers über die Menschen, sollten wir uns daran halten: Nicht daß wir verschiedene Werke schaffen, Kinder erziehen und glücklich machen, Geld erwerben, Ehrenstellen erlangen, für die Menschheit wirken, nicht alles das ist not. Not ist ja dvch nur das eine einzige, daß wir geistige Wesen werden, die in Gottes Reich hineinpasfeu. Daß unsere äußern Verhältnisse, daß unser Berns ungestört, unsere Familie gesund, unsere Ehre unbefleckt, unser Glück vollkommen sei, das ist nicht not. Aber das Eine ist not, daß unser Leben selbst ein ganzes, gutes, vernünftiges Werk sei. Und zwar nicht in den Augen der Menschen, nicht in unseren eigenen Augen, sondern in Gottes Augen. Und solange wir leben, haben wir die Möglichkeit, mit einem einzigen Ruck es dazu zu machen, wenn es auch noch so schlecht, unvernünftig, unvollkommen gewesen wäre. Durch diese eiue Erkenntnis aber erscheint uns mit einem Mal alles Sinnen, Trachten, Rennen, Jagen, Loben, Tadeln, alles Reden und Handeln auf dem Markt und in der Kammer als blinde Unvernunft. Es fällt auf alle Lebenserfahrungen ein ganz neues Licht, daß wir mit dem Apostel sprechen lernen: «Was mir Gewinn war, das habe ich um Christi willen für Schaden geachtet. Denn ich achte es alles für Schaden gegen der überschwenglichen Erkenntnis Christi Jesu meines Herrn.» Und umgekehrt: Was mir Schaden war, das habe ich um Christi willen für Gewinn geachtet! Hemmung ward mir Förderung! Was not ist, ist dein seelisches Leben zn heben. Dein seelisches Wesen aber kannst du nur dadurch heben, daß du in deinem tierischen Leben Reinheit, in deinem menschlichen Leben Demut, - in deinem göttlichen Leben Liebe erstrebst. Mit wahrhaft prophetischem Geiste hat Tolstoj damit des Lebens Zweck nach seiner Entfaltung in seinem dreifachen Verhältnis zu uns selbst, zu unfern Mitmenschen und zu Gott bestimmt. 5 Um deiner Reinheit willen sind dir Entbehrungen, Enttäuschungen, Schmerzen völlig unentbehrlich. Wenn Gott dir alles gäbe, was du so heiß verlangst, so innig wünschest; wenn du nicht hindurch müßtest durch qualvolle Entbehrung, wie weichlich, sinnentrunken, leidensscheu, mit einem Wort: wie unrein würde deine Seele. Nur das, wofür wir opferten, achten wir. Reinheit der Seele muß dem Leibe, dem Tierischen an uns, fast immer mühsam abgerungen werden. Das kann nur durch Opfer, durch Entbehrung geschehen. In all den Stunden, wo wir zu verschmachten scheinen im heißen Durst nach Freuden, da sollten wir bedenken: Eins ist not! All das andre mag wertvoll, köstlich sein, aber doch nicht not. Eins ist not. Darum soll sich in deinem göttlichen Leben Liebe gestalten. Sie ist ja das eigentlich Göttliche, Geistige im Menschen. Liebe im echten Sinne ist die Kraft der Seele, in unermüdetem Wohlwollen, in nie versagender Treue die geistigen Zwecke unserer Mitmenschen, unseres Volkes, des Reiches Gottes zu fördern. Das Tier kennt nur die Erhaltung seines Leibes nnd seiner Gattung. Ob der Mensch ein geistiges Wesen ist, muß sich darin offenbaren, ob sein Sinn sich erschließt für geistige Aufgaben, die niemals ein einzelner lösen kann, die vielmehr immer Sache einer Gemeinschaft sein müssen. Damit aber solche Liebesgesinnung erwachsen und sich bewähren könne, sind alle die Hindernisse, die uns so oft das Leben fast unerträglich machen, ganz unentbehrlich. Wenn wir nicht Haß, Stumpfheit, Bosheit, Verständnislosigkeit bei unfern besten Absichten kennen lernen würden, wenn wir nicht in böse Gerüchte hineinkämen, so würde sich unsere Liebe nie bewähren können. Auch hier macht nur Übung den Meister. -So ihr nur die lieb habt, die euch lieb haben, was tut ihr Sonderliches», sagt der Heiland. Er selbst hat die heftigste Feindschaft, den größten Undank erfahren, der sich jemals gegen einen Menschen richtete. Aber wäre das nicht gewesen, hätte dann die Welt die Feier der allergrößten Liebe je gesehen, die in Gethsemane und Golgatha sich abspielte? Und so auch bei uns. Wenn unsere Liebe erwidert wird, auf Dank nnd Anerkennung stößt, da ist sie im Grunde nicht von versteckter Selbstsucht zu unter¬ scheiden. Solange jeder Liebesbeweis reichen Lohn trägt, solange ist die Liebe nichts Starkes, nichts, was in sich eigenes Leben hätte. Anders wenn die Liebe zunächst etwas Aussichtsloses ist, mit Bosheit und Un¬ verstand zn kämpfen hat und sich doch nicht abschrecken läßt. Dadurch beweist die Liebe, daß es ihr wirklich um die Sache und Person zu tun ist und nicht um äußern Lohn. Darum achtet es zuletzt eitel Freude, wenn euch die Menschen so oft nicht verstehen, wenn ihr unerkannt, ver- 6 dächtigt, angefeindet über diese Erde geht. Denn das alles ist notwendige Voraussetzung und Bewährung eurer Liebe. Und durch beides, durch Entbehrung wie durch Feindschaft der Menschen, kann allein das echteste Kleinod eines bewährten Christen, die Demut, euch znfalleu. -Den Hoffärtigen widerstehet Gott, den Demütigen gibt er Gnade.» Die Demut ist die köstlichste Perle in der Strahlenkrone, die das Haupt jedes echten Christen schmückt. Demut aber erwächst nur durch Demütigung. Wir alle gedenken wohl mit brennender Scham, wie mit anfkochender Entrüstung, der vielen Demütigungen und Herabwür¬ digungen, die wir zu erdulden hatten. Gerade der, welcher viel Ehren und Würden empfängt, muß auf der anderen Seite durch empfindlichere Demütigungen hindurch, wie einer, der sich an hochfahrende, geringschätzige Behandlung gewöhnt hat. Wie es denn einer der größten Vorzüge eines niederen Standes ist, daß der Mensch durch ihn unempfindlicher wird gegen Kränkungen und Widerwärtigkeiten. Wie sehr aber steht eine solche Behandlung im Widerspruch mit allem, was wir nach unserem berechtigten Gefühl von Menschenwürde erwarten dürften. Des Reichen Stolz, des Mächtigen Mißhandlung, das wird von Shakespeare anfgeführt unter den schwersten Geißeln und Schmerzen des Lebens. Und doch ist uns nichts so not, wie solche Erfahrungen, die uns in der Demut üben. Wie leicht wird doch das arme Meuschenherz hoffärtig, überhebend, indem wir «Fleisch zu unserem Arni machen», wie die Schrift sagt. Wir sollten -auf nichts Vergängliches bauen, nicht Eitelkeit uns frenn» und doch, wie leicht bauen und pochen wir auf Ehre, Gut und eigene Kraft, statt allein auf ihn zu bauen, der allein dem Menschen Leben und Odem gibt. Darum tun uns Demütigungen not, damit wir unserer eigenen Erbärmlichkeit innewerden. Wir wissen ja alle so viel zu schelten über fremde Schlechtigkeit! Ach wenn wir doch nur von unseren eigenen Mängeln immer voll überzeugt wären, wir würden leichter durchs Leben finden. Solche Demut aber ist eine Kunst, die nur sehr schwer erlernt und nur allznleicht vergessen wird. -Eins ist not», eins, daß wir geistig uns läutern, rein und treu und demütig werden. Weil dies Eine not ist, darum ist auch so viel anderes not, was wir gar nicht für nötig halten, was aber Gott in seiner Weisheit dennoch so geordnet hat. Aber der Heiland spricht: -Mein Joch ist sanft nnd meine Last ist leicht, ich will euch erquicken. » Wenu er uns das Eine anbietet, was not ist, so meint er damit doch zuletzt etwas, was uns trösten und stärken, nicht aber uiederbeugen soll, eine köstliche Perle, die an Wert alle irdischen Güter übertrifft, so daß wir durch deren Besitz entschädigt werden für den Verlust aller übrigen Güter. Das meint das Lied, wenn es sagt: «Wie dies eine zu genießen sich Maria dort befliß, Als sie sich zu Jesu Füßen voller Andacht niedcrließ, Das Herz ihr entbrannte, nur einzig zu hören, Was Jesus, ihr Heiland, sie wollte belehren, Ihr alles war gänzlich in eines versenkt Und wurde ihr alles in einem geschenkt.» Dies Eine ist Jesu heiliges Wort! Je reicher die menschliche Er¬ fahrung wird, um so mehr wird sie irre werden an dem, was menschliche Weisheit über die letzten Ziele und Aufgaben des Daseins ersonnen, wie an dem, was die Kirche als heilige Lehre aufgestellt hat. Aber inmitten dieses Meeres von Irrtum gibt es doch ein heiliges Land der Wahrheit, ein «Hilligenlei», wie es ein Dichter unserer Tage sich ersehnt, das ist Jesu göttliche Wahrheitslehre. In ihr erfüllt sich, was der Apostel ansspricht: «Christus ist unser Friede. Er hat verkündigt im Evangelium den Frieden, euch, die ihr ferne wart, und denen, die nahe waren. - Mögen denn die Träger des kirchlichen Christentums in noch so vielen Punkten irren, im Mittelpunkte ihrer Überzeugungen, daß sie Christus (wenn auch einen unverstandenen Christus) als das Eine erkennen was not ist, haben sie dennoch Wahrheit. Und auf der anderen Seite, die Träger moderner Kultur: mit ihrem besten, reinsten Wahrheitsstreben können sie nichts Höheres, Wahreres finden als das Evangelium. «Das Evangelium ist eine durch religiöse Genialität ge¬ fundene Darlegung der Gesetze des geistigen Lebens, es ist also wesenlich Beschreibung, so sehr Beschreibung, wie die Chemie und Physik Be¬ schreibungen sind. Durch Beobachtung des Lebens ist das Evangelium bisher noch immer bestätigt worden: man kann daher ruhig jedem freistellen, das Evangelium stückweise aus der Geschichte und dem Leben zu sammeln, während er es einfacher (bei Jesus) so leidlich schon beieinander finden kann- (Lagarde). Je länger, je tiefer wir in diese reine Jesuslehre eindringeu, um so mehr werden wir inne, daß hier das Eine ist, was not tut allen Zeiten und allen Menschen: -eine reine, reiche Quelle, die nun dorther sich ergießet, unergründlich, ewig Helle, rings durch alle Welten fließet» (Goethe). Dies Eine, Notwendige kann uns helfen, daß wir das andere erlangen, was uns not ist: echte Geistesmenschen zu werden: «Eins ist not, ach Herr, dies Eine, lehre mich erkennen doch, Alles andre, wie's auch scheine, ist ja nnr ein schweres Joch, Darunter das Herze sich naget und Plaget nnd dennoch kein rechtes Vergnügen erjaget, Erlang' ich dies Eine, was alles ersetzt, So bin ich mit einem in allem ergötzt.» Amen. Im Verlage der Evangelischen Kirchengemeinde Laibach. — Druck von Kleinmayr L Bamberg in Laibach. cosiss ->