Geschichte d e r Kärntner. und Merkwürdigkeiten ihrer heutigen Provinzen. Von Karl Mayr k. k. Li>xeII. OS. » Lilly und Wolfsberg, verlegt, und zu finden in der F. I. Jenkoischen Buchhandlung. l 7 8 5. . * Lx veteribus Scriptoribus baurire Satius est, quam ex novis quibusstam stbaploäis, qui multa obtrustunt nobis, q,M nun-A quam taüa, aut Scripta r -7/.2KL Ä D e m Hochgebohrnen Reichs-Fürsten und Bischof zu Lavant, Herrn Herrn Vinzenz Joseph, aus dem Ncichsgräfllchen Hause v. Schrattmbach, Des Erzstifteö Salzburg Domkapitularherrn , Probsten zu Maria Sal, zu St. Maurizen, und Magdalena bei Friesach, Hochsürstl. Salzburgischen geheimen Rath , General - Vikar in Kärnthen, und Vizedom zu Friesach rc. rc. Hochgebohrner Reichs-Fürst! wage es gegenwärtiges Werk Euer Hochfürstl. Gnaden in üe-sester Ehrfurcht zu zueignen. Sie Hochgebohmer Reichs-Fürst! sind MäzemL der karntneri-schen Altertümer — Schätzer der Wissenschaften"- erhabener Menschen- schmfreund - mem Gönner -mein Wohlthäter — mithin alles was mich zu diesem Schritte verleitet. Der Verfasser dieser Geschichte, welcher vor etliche Jahren den Versuch der steyermarkischen Alterthümcr mit allgemeinen Beyfall zum Drucke übergeben, übernahm es durch die Zeit seiner Anwesenheit in Kärnten die ächte Geschichte dieses Herzogtum aus dem ältesten, und verläßlichsten Urkunden sammt einem Verzeichniß über Städte, Märke und wichtigere Gegenstände darzustellen, und solche mit vielen mühesam ge-sammleten altrömischen Aufschriften zu belegen. Wird also dieses Werkgcn so glücklich sein von Ihnen einsichts- vol- voller Kmner dem Beyfall abzulo-ckcri, so bin ich gesichert, daß es jedem Liebhaber der vaterländischen Geschichte — jedem Freund der Al-terthümer eine angenehme Erscheinung ist. Dieß wünschet der Verleger F. L- Jenko. Vorermnerung. 4 ^nter allen Gegenständen der Ge-schichtskunde ist unwidersprechlich jener der wichtigste, welcher uns mit dem Ursprung, Gebräuchen, und Gesetzen der Völker, mit ihrer Lage, Religion, und inneren Beschaffenheit bekannt machet. Oft aber herrschet fühlbares Dünkel in der Geschichte, welches uns die sehr eingeschränkte Kennt-niß der Welt in den alten Jahrhunderten verursachte. Eben so verhält es sich bet den alten Kärnern. Da ha-A den den einige uns öfters auswärtige Geschichten aufgedrungen, an welchen dieses Volk keinen Antheil hatte. Der Kronikenschreiber Megiser war leicht-^ gläubig: er schrieb Folianten mitVcr-muthungen, ohne gründlicher Unterstützung, athmete Parthcylichkeit, und hauchte Lügen ins Publikum. Ihn folgten andere, erzehlten Wunderwerke, und Ammcngeschichten, berührten das Bekannteste lezterer Zeiten, und sagten von den Erstcren gar nichts. Der Verfasser des gegenwärtigen Werkgens wagte dahero einen Versuch darüber, und hat nur jenes Ln Kürze niedergeschrieben, was er mit ächten Urkunden der ältesten, und verläßlichsten Geschichtschreibern unterstützen konnte. Da . Da der Umfang einer Geschichte oft durch die Dunkelheit der Zeitrechnung sehr verringert wird, so hat man nunmehr» eine von allen neueren Geschichtschreibern festgesezte Zahl angenommen, nach welcher die Zeit von Erschaffung der Welt bis zur Geburt unsres Herrn 4wO. und jene von Roms Erbauung bis eben dahin nach den kronologischcn Tabellen über den Florus, und nach jenen über den Livius 750. Jahre betragt. Dieser Versuch zerfallt in zween Theile: Der erste enthalt in Kürze eine Geschichte der Karner; der zwey-te ist ein Abriß ihrer heutigen Provinze, und der darinnen auffallenden Merkwürdigkeiten. A 2 Um 4 W-—M, Ungeachtet dieser Gegenstand schon von mehreren Vorgängern bearbeitet worden ist, so kann doch für den denkenden Leser noch immer etwas neues in diesen wenigen Blättern übrig geblieben seyn. Der Verfasser, Erster Theil. Abstammung der Kärner. Derselben erste Lage vor ihrer Auswanderung. enn man jene Geschichtschreiber, so sich über den Ursprung der Kärner i) schon so gewaltig gezanket hatten, gegeneinader vergleichet, so wird man bei einigen eine sehr verworrene Geschichtskunde cntdeEcn. Einige lassen die Kärner von einem erdichte.-ten Fürsten, den sie bald Karnus, bald KranuS nennen, abstammen: andere leiten sie von einer Göttin Karna her: und noch andere wollen ih-A Z ren i) Der Verfasser entschuldiget stch, Laß er sie nicht nach heutiger Art Kärntner nennet, indem selber dem ursprUiiglichcn lateinischen Wart Larni folget- 6 W—E mi Ursprung gar von einer alten Gattung Wägen, so man Karnuö genennet, entlehnen. Nur sehrwenige haken uns hiervon die richtigste Ab-stammungsgründe bcigebracht. Wir wollen es versuchen, so viel möglich, ihren Ursprung und erste Lage zu ergründen. Die Kärncr stammen ursprünglich von den Kärnuten einem Gallischen Volke. 2) Es ist dahero nbthig, dem Leser die erste Lage derGal-lier ihre Auswanderung, und Ankunft in unsern heutigen Provinzen in Kürze zu schildern. Die Gallier ein Schrdckcn der Nbmer,die Geisel fremder Nazionen hatten ehevor zwischen dem groffen Ozean, dem Rhein, und einemThcil der Alpen, dem mittellättdischen Meer, und den Pyrenäen gewöhnet. Sie wurden in drey Haupt-theile getheilet, und hießen Belgier, Aguitanier, und Zelter. Jeder der drey grollen Haupttheile Gal» 2) Lr»rnutes noinei, , L originem äsäeinint Lsrnir. 22^. I'om. /. F. F. Larnntss ->utem in linn /«Iriatlcl teäem Nxvre , ä? quibus mn-tut» numins L-rrni. Äor,r/u5 r»eK unus , ^ui lummuir» inter eas bubet uuSoritutem. Une mortuo, N »uni 'rein-^ors in kinibus Larnutum . - — - ü yui» uut privutus, sut koxulu» sorum Oecreto non üstit, 8sbrillciis interäicunt - - - suibus it» sK iatsräiÄum, li oumsro »e 10 W^-W Die Häupter der Druiden trugen lange weisse Röcke, mit einem ledernen vergoldeten Gürtel fest gegürtet, einen Uibcrrock,und eine rveisse ganz einfache Mütze. Ihr Oberpricster war durch einen wollenen Quasten unterschieden mit zween herabhangenden Streifen von Stof, wie an den bischbfiichen Mützen, und Thiaren der römischen Päbste hängen. Außer den Druiden hatten die Gallier noch mehrere Gattungen der Mönchen, die sich in der Kleidertracht unterschieden , unter welchen die bekannteste die Bär» !tv tcelirrrttaruin lnebsntur ' nb irr o inner äe-csäunr, »Uitum eoruin, sermnneinc>ue äekn-zlnnt - - - . /u/. 0°«/. Le/. Z-a/. I./L. 6. 7) Dic gallische Priester wüsten sich durch diesen schrecklichen Machtsprnch ein Anschn zu geben , und ihre oberste Gewalt dadurch bcy dein Volke fest zu halten- Diese Kirchenstaatsmarimc ward endlich auch bcy nnsern römisch - katholischen Hofe angenommen. Roms oberster Priester Viktor der erste, in der Reihe unserer Pübste «bcc der fUnfzehendc, war der erste, so die asiatische Kirche mit dem Bann beleget, weil sic das Dstersest nicht mit ihmc zu gleicher Zeit geschert habcir- ' Bürden gewesen. Sie waren braun gekleidet, hatten einen Mantel mit einem hblzcrenHeft, und eine Kapuze, wie die Franziskaner tragen. Uibrigens glaubten die Gallier die Seelen» Wanderung. 8) Sie waren dem Jupiter, Apoll, Mars, und Mincrom,vor allen aber dem Dienst des Merkurs am meisten ergeben. Sie sahen den Merkur als den Erfinder aller Künste an, und glaubten, daß er den Reisenden günstig wäre, daß er die Handlung befördere, und die Dortheile des Neichthums verschaffe, daß Apoll die Krankheiten vertreibe, daß Minerva den Künsten, und Handwerken Entstehung, und Fortgang gebe, daß Jupiter derNegierung des Himmels , und Mars dem Kriege vorstunde. 9) Ta- ro Kon interire nnimnr . rück ad nlliz poN Llor-teru trsnüre sck Mios. <7a/0r -L-ckein. y) llenin maxime Mercnrinm calunt, xoN inrnc arxoUinem, Lc Martem, L /ovem, L Ni-nsrvnm - - - Ilunc omnium Inventorem rrtium rerunt, Iiunc Visrum, L Itinsruin vneem , Iinne »ck -zu«Ntiin Neenni--, insrc»-tnr.rrque biwers vim w^ximitin srbitr-tntnr -- Lpol- Tapferkeit der Gallier im Kriege. Beschaffenheit ihrer Körper. ^)ie Gallier waren ein wildes, kühnes, kriegerisches Volk. Ihr Namen allein war allen Nazionen so fbrchterlich, daß auch die Könige/ so von ihnen nicht angegriffen worden, von al» len Seiten den Frieden mit groffen Summen Gelds von selben erkauften, io) Die Könige von Orient getrauten sich niemals mit Jemand in einen Krieg einzulaffen, wenn ste nicht ehevor ein gallisches Heer in ihren Sold genommen / und von ihren Hilfstrou» pen unterstützet worden. Traf einige Regenten das elende Schicksal aus ihren Reichen vertrieben /Vpolliusm morbos äepellors, Älinervum operum , utc^ue urtiücorum iuitm trsnsilsrs, go-vem Imperium LceleNium teuere, Llurksm LeNu xs> ere. e?ir/ar 6«n- ulperu. uuäur. delUcot, - - - tsutu« Terror LuUici uominis erut, ut etism Nsxer nau luceNiti ultro Nucsm inxsutl pecunir« ursrcmeutur. ü 24. t?-?. 4. W—W rg ben zu werden, so flohen sie zu den Galliern. Ihr schrecklicher Namen,rhre unüberwindlichen Waffen waren der allgemeine Schutz der Mo» narchen. Nur durch diegallischeTapferkeitkonn» len sse wieder in ihr voriges Reich eingesetzet, und ihre erschütterte Thronen befestiget wer» den. n) Die Nbmer waren von den Grie» chen an der Beredsamkeit, von den Galliern aber an der Tapferkeit im Streite übertroffen. 12) Florus in seinem ersten Buch hat fie also geschildert: Die Gallier schon von Natur ein wildes, ungesittetes Volk waren sowohl wegen der fdrchterlichen Risengrbsse ihrer Kdrper, alS wegen ihren gleichmäßig grossen Waffen in jeder Gattung des Streits so schrecklich, daß sie nur zur Ausrottung des menschlichenGeschlechts, und zur Vertilgung der Städte gebohren zu seyn scheinen. 13) Eine H) Oeai^iis Nezs« orisoti» kc- b Lom^. L-b. 25- e'u?- 2- t2) ksennäiL 6rDcor , xloriLHeNi 6LlIo« snts No-maao; iuMe. .5z, i?) xens riLtur» 5eroX, morlbu» incooäi. lk»» »a bac ips-, «Loreorum m-rle peiinäs, »c 14 M—W Eine fast gleiche Bemerkung machet eben dieser Geschichtschreiber auch. in seinem zwey-ten Buch: Die gallische Jnbrer, und jene, so die Alpen bewohnten, glichen an Wuth und Grausamkeit den wilden Thieren, die Erd fise ihrer Körper aber übertraf alle Menschen» kinder. 14) Als die Gallier Klusium in Welschland bela» gerten,waren die Kluftncr,da sie selbe gesehen, ganz von Schrecken hingerissen, weil die Menge dieser Dblker, die ungewöhnliche Grösse ihrer Körper, und die gleichmäßig förchterlich groffe Waffen bei Jedermann Schauder erregten, 15) Al-. ac urmis inxentibus uckso omni Zsnere terribilis Mit, nt ;Nune natu uä Nominum interitum , urbium ürugsm viäeretur. F/or«r I. IZ. 74) 6»Nis Insubribus, 8c bis »ccolis uipium uni-m! kernrum , corporu xius ijuum Immunu erunt. F/ur>ir L-i. 2. 4. 7A) LiuNni novo bello exterriti, t:um multituäi-nsm, cum kormus bominum inuNtutss cernerent, 8c (.ienus urinorum. bur'-ur 5- Allein so tapfer, so fürchterlich diese Linker anfänglich gewesen, so schrecklich ihr Namen bei allen Nazionen war, so hatten sie doch in spättere Jahrhunderten ihren Ruhm um vieles verdunklet. Eben diese Mische Gallier, weil sie hernach nahe bei den Nbmern wohnten, fien-gen an weichlicher zu werden, und verlohren zum Th eil die alte gallische Kühnheit und Entschlossenheit. Regicrungöform der alten Gallier. §)ie Gallier waren anfänglichem frcyesVolk, bei welchem alle Glieder der Gesellschaft cinan-der gleich waren. Ihre zu allen Beschwärdcn abgehärtete Gemüther licssen sich weder schrecken, noch zwingen,und sie übergaben das angcbohr-ne Vorrecht derFreyhcit keinem Tyrannen. Sie bestanden aus verschiedenen Völkerschaften. Jene, so sich an Tapferkeit, Klugheit, und übrigen gallischen Sitten bei ihnen ausgezeichnet hatten , wurden ihnen als Lbrigkciten, und Häupter vorgcsetzct. Diesen ist ein Vorrecht vor den übrigen zugethcilt worden. Sie glichen unser«' heuti- heutigen Adel. Sie hatten Hauptversammlun» gen, die ihre gemeinschaftliche Angelegenheiten bctraffen. Auf diesen Grundsatz waren an» fönglich alle gallische Herrschaften gegründet. Ader die Heftigkeit der Leidenschaften führ» te sie endlich zu Missethatett. Die Eifersucht, die Rachkegierde zerrissen die Bande der Gesell» schaft, und musten mit Zwangsmitteln ge» zäumet werden. Da entstunden Könige, denen man eine schnelle Ausführung der Macht an-vertrauete, weitste schnellen Ilibeln, und den Ausbrüchen wüthcnder Leidenschaften Einhalt ^ thuen mustcn. Dahero hatten die gallische Biturger nach Roms Erbauung rZc» vor der Geburt des Welterldsers aber 602 Jahre, zur Zeit des fünften römischen Königs PriskuS Targuin den Zelten einen König mit Namen Ambigat gesctzet. 16) Aus. 16) Miico 1'arquiriio kom-e rsxoaate - - - Lsitarum ^ czurs pars Lalliss tsrti» elt, peosr 8t-turizss lumma lmpsrii kuit. li Nexsin Lsi-tico Uabuot : rr tuit- L.it'iur W—W -7 Auswanderung der alten Gallier. ^ntcr Ambigats Negierung hatte sich das Geschlecht der Mische Gallier um ein merkliches vermehret. Die Anschwellende Menge derselben wegen Enge des Raums, und vom Mangel angctrieben spürte endlich nach einen gemässigtem Himmelsstrich, und suchte für ihre Spä» temEnckel einen trächtigem Grund, und Boden. Zu dieser Unternehmung bestimmte Ambigat zwey tapfere Jünglinge, Die Sbhne seiner Schwester, dm Belloves, und Sigoves. Jeder derselben sollte sich eine zur Gcgenwähr hinlängliche Anzahl aus seinen Galliern aus« wählen, und mit selben in entfernte Provinzen hinziehen. Die Länder, wo sich die zwey Brüder mit ihren Galliern niederzulassen hätten, wurden durch einen Orakelspruch, welchen die Druiden machten, benennet. Belloves führte seine Ddlker in den ober» Theil Italiens, uNd Sigoves wagte sich mit den seinigen über den Nhcin in die Hcrzynische Wälder, wo sie sich in dem heutigen Deutsch» O land i8 -W—OZ- land bis an die Danau, und Weser Südost-wärts verbreitet haben. Belloves hatte bey dieser Auswanderung von den Galliern folgende Völker mit sich hin. weggeführet, als: die Biturger, Avcrmer, Senoner, Heducr, Ambarer, Karnutcn, die nachmals Karni genennr wurden, und die Aulerker. 17) Die Zahl der damals ausgewandcrtcnGal» lier setzet Trogus Pompejus, und Justinus auf ZOOOOO, wobey er eben bemerket, daß der zu starke Anwuchs ihrer Geschlechter fie ge, nbthigct in andere Provinzen überzutreten. 18) Mit >7) Itic Nellovctum . ac 8igo vetum tororis Klios , impigros stuvones miiturum ts eite, in «zuas Oii äeUiltsnt rluguris teuä procul 1'l-cino ümniuc - - - conäiäöro urdem. Aleäio- I»nui7i. ^),^elluru.at. tHr'nr I.rl>. 5» ungangkarebcschneite Alpen, vertrieben die Pan-nonier, so damals im heutigen Hungarn, und einem Theil Steyermarks wohncten, und lies» scn sich dortselbstnieder, wo sie durch viele Jahre mit den benachbarten Völkern verschiedene Krie« ge führten. 22) Die gallische Senoner lieffen sich am Ge» siade des adriatischen Meers nieder. Sie be» sezten die ganze Gegend über den flanatischen Meerbusen, und errichteten alldort eine Stadt, Senia genannt. 23) An» 22) I'urtlo Illyricos tinus per üraxer barbarorum penetravit - - - Alpium. inviSa suga, Nüxa" re intraÄabili» loca trantcenäit, ibi Uomitls kannoniis per multos annas eum Nnitimis bella xelberunt. 2>oZ-, t'omF>t2. Lih. 24. Lu/,. 6. 2Z) Wo Ijt die Städte Fiunir, Buchri und Zeng. 24) Senia eine Stadt am Flattatischcn Meerbusen; die Jtaliäner schreiben Ssxnia, die Deutsche Zcng. Die Senoner crbauctcn nachmals noch eine Stadl mit gleichem Äsmcn in Japidicn , oder heutigen Krain , so izt Scnosez, der Senoner Sitz genennt wird, Laru. aut. T'a»!. I. z. F. 7. Ssnonss, . 8snc>nss vero aä iterum Nitus LäriLtiei m-iriz, lau t^lLULtici Nniis proxi eM Us Nie nemias 8s-niM colläicisriiat. Sui-taL Otir-r. airt. U'om. l. lro?- I 'F. 8- dert,und von den RbmernKarni genannt wor» Len. 25) Hier fangt nun die merkwürdige Epoche der heutigen Körner an. Nach ihrer damaligen Aus» breitung am Adriatischen waren die Gränze des alten Karmens von Aufgang bei dem Fluß For> mio, der sich bei Kapo d'Jstria mit dem adria» tischen Meer vereiniget, und ein Theil Japidiens, von da die ganze Lage gegen Niedergang über Aguileja bis zum Fluß Tilavempto im Friaulü, schen,von Mittag das adriatische Meer, von Mitternacht Nordgau, wo das Alpengebirg un» ^er der steyerischen Mark, und gegen Lyrol an» fängt. -6) Die 25) cavnutss conseäilss prnpe Vr-;u>Ie>m infra tines -Vlxium , ubi aäkuc Iioäie innnent Lsrni. ane/x. I'om. <7a§>.l. F. 8, ü t7/u»>e>'. Larnutes nomen, L originem Ueäe-runt Larnis. Äänn/eK 2V>»r. I. F. U"///. Lar-vutes »utsm >11 tinu Lärirttici leäem stxers, «je quibus mutato nnmine Larni. OI'/F. 6ent. L?L. I. t7-r/>. 4. 5»rmann alt unneu Pest- 4. B-1-L. 8. 20) ortu Lolis kormio amnis Lrc. <7a>'>r. Die gallische Karnuten, wie selbe nach ihrer ersten Namens Abänderung Kami genannt worden , veränderten noch bfters ihren Namen. Ln einem zu Nom gefundenen steinernen Denk» mal , auf welchem die von den Ndmern besiegte Völker aufgtzcichnet waren, fand man die Wor» te: Oallels Orneis. Im siebenten Jahr- hundert unserer Zeitrechnung wurde Karnuntum auch Karantanum genannt; dahero nachmals die ganze Provinze die Karantanische Mark genen-net worden. 27) Endlich im Jahr 762. wurde ein Theil des alten Karniens zuerst Karniolia genannt. 28) B 4 Der» I. F. Z. oirrrnia vetus ali^UÄN-äc> a ^Navempto Lc. 77on!. I. <7. Z. F. 6. 27) kuzit aä Sclavornm gentcm in Carnnntnm, <^noä corrnxts vocitant Larantannm. j-au/.O/ac. 27onAoiarc/. I./7. 5. zg) kriinu» LarnioÜain nominavit Naulns Oiaconu^ Hyuile). Lonzobaräu- anno 1760. C-rrn-'ok. as-t/zl. 7v,?r. l. I, Carni gnocins, guos inoäo Carintdios , Carniolorqus nominant, K/v-rr^, I7trac>ne enim Nrovincia nomen Inum a primir ill'ir alpinis Carnis cleüim- Berge, Städte, und Flüsse, so bet den alten Karnern berühmt waren. vorigen Abschnitt hatte der Verfasser die Gränze des alten Kärniens bestimmet, nun fol > gen die vorzüglichere Ortschaften desselben. Die Alpen, mit welchen die Karner an die Nordgauer, und Pannonicr gränzten, wur-den ^.Ipe8 Larmcss, oder lVlons Ourvuncu ge» nannt, 29) unter welchen heute die Berge Krain-berg, Kopi, Manchart, Wurzen, Seleniza, und Loibl mitgezehlet werden. Plinius zeiget uns diese Alpen, da er von dem Saufluß meldet, daß er in den kärnischen Alpen entspringe, welcher Ort nicht weit von Krainau im heutigen Kram ist. zo) Die Lage dieser Alpen warbisJ-strien.zi) Eine xüt. c7arn, ant. ^om. I. F. 8- Alt und neu Dcst. 4"c>m. 4. L-ö. I. <>/>. 8-2y) Skoricum germinatur - - - so monts , ^ui.Lar-vancas appeNutur Lrö. 2. 14. ?an- uoni-» iuperior terminatur ab occutu monts Le-tio, L pro xurrs Lurvunss. /4-ni I.. 2. 15. Zv) 8avu5 sx ulpious L^rnicis pluciciior- tV/nn/r ib-5. z. 2Z. W-—KG 2Z Eine andere Kette kleinerer Berge,so zwi-, schen Triest, und den Zirknizcrsce vereinet sind, wurden insgemein der Berg Okra gcnennet.zr) Noch andere Berge, so unter Nordgau in Kärnicn wieder besondere Benennungen hatten, waren der Pornis, und Karusadius, welchen lezteren einige für den Karst an der Tricstiner> straffe halten, zz) Dann die Berge Lullus, und Phlygadia. 34) Eine der vorzüglichsten Städten bei den ersten Körnern war Aguileja, izt Aglarn zwi» schcn zi) t>tom. 2. Oj,. 12. ü (7--^. 14. wo ec die Gränze von Nordgau bestimmet: Le yuoü inäs elt tupruINrium so inonts, ^ui Lurvuncus ux-psllstuv. Z2) "tergelle vico Lurnico trunNtus per Ocruin eN uä Luzs-un xnluäem. §trabo 7. zz) NrDtereu Naenis , Lr Ocr», L Lurntuäio montibus , ^ui tub Uorico tunt. ?to/em. I.ri. 2. cu/,. 12. 7,ien! ui-L-, N«nis , Ltgue Oer» , uc Larvunc» man-tibus, <;ui tunt tub blorico. Z4) Lt luüus , L NblzrFuäiu üiloric'is imminentes, ex qnibus Oruvus L 8uvus. §trabo I.,b. c/t. im Schönleb. T'om. i. c'-^. 4. §-6. schen den Flüssen Alsa, und Natiso am Adria» tischen. 35) Dann kommr zu bemerken die Stadt Ter» geste,oder Triest. Strabo nennet selbe anfänglich nur ein kärnisches Dorf. z6) Plinius meldet uns selbe als eine Kolonie, Z7) und Dio» nistus Afer als eine befestigte Stadt, deren In» wohncr er Tergcstrener nennet. 38) Db sie von den Karnern erbauet worden, darüber sind die Geschichtschreiber nicht einig. Eine andere Stadt, so sie in dieser Gegend befassen, hiesi Segeste. Die Lage, wo sie ge» standen, has bishero nicht erforschet werden können, zz) , N-ttilo , cum lurro prMuentss »r<;uils-jüm Loloni-tm XU. iVl. a mari Ntam. Lur-noruin !>-->: Usxlo. /./L. z. c?a^>. IF. Z6) /e aecr^ellc vico Larnico tranütus per OcrM. Ä-ai-o A. ü 7-Z7) rsrssNiii. Nnu-.Coloai!- 'rerssKs XXIII. I^l. I». ab Lyuile^-i. /'/in. L.-L. z. lg-Z8) O-on//'. - - - ubi crabitur ^.Uriaticuin lo- lum inrre Nmtiinum ^^uNs^cnss, ubi conciit» ell urds 'pergetli zeorum intiiniü in ünibus m-rrls. uen, indemeunsPliniusbcrichtet,daß sie schon zu seiner Zeit zu Grunde gegangen gewesen. 39) Okra eine den alten Karnern eigenthumli» che Stadt, von welcher uns nichts als der Na» wen übrig ist. Sic muste das nämliche Schick» sal,wie Scgcstc erdulden. 40) Schdnlcbenvcr» muthet, daß selbe dort, wo iztdcr Ort Heyden» schaft, gestanden, und dem Berg Okra den Na» men gegeben habe. Noch siebet man daselbst die Rudern, das Zcugniß einer angelegten Stadt. Die erste Kärner waren im Bctrefdes Wein» gewächses in ihrer Lage weit glücklicher als die heutige. Sie befassen das feste Schloß Puzinum am Adriatischen, so heute Prosseck gcnenntwird, zwischen Aquileja und Triest, nicht weit vom Fluß Timavus. 41) Hier wuchs derfürtrcflich., ste Wein, den die Griechen Pyktanon gcnennt haben. Zg) In Iioo lirn interiere Lnrair 8sxs!is, L Ocra. IV-,-/u; I.I-. z. (7-!^. lg. 40) Ibiäem. 41) ,rmnl8 l'iivnvur, LitileNuni nsbils vino ?ucl-niini, TerxoNino Lnus , Loloni» l^erxells - - - Liö. Z, Ca/i. 1^, haben. Der Saft der Reben war schwarz wft Dinte, und heilbar den Kranken. 42) Die bekannteste Flüsse in ihrer Provinze waren, wie schon oben bemerket worden, die zween Gränzflüsse Tilavempto, und Formio. Dann die Flüsse Alsa, und Natiso, heute Na-tisone, zwischen welchen beiden Aquileja stehet. Die Flüsse Turrus und Sonzius, welcher leztc-. rer bei Gdrz und Gradiska vorüber gehet, und heute Lisonzo gcnennet wird. 43) Timavus ein in der Geschichte sehr auffak lender Fluß im Mittelpunkt zwischen Aquileja und Triest. Erscheinet anfänglich einen wcitbe-. rechtlicheren und längeren Rinnsal gehabt zu ha-. 42) Lignitur in Nnu aclriatici maris non procul a limavi konts laxeo coNe - — ncc aliuä aptius meäicamsntis putatur. Hoc elve crsäiäe-rim , yuoä Luseci miris celebrantes lauäibus N/-Äanon appellaverunt ex tVäriatieo linu - - Nucina vitis omnium nixsrrima. N//». a..I7.L-4- 5 6. 4Z) tllla, Xalilo , cum lurro prssNuentss 4quile' ^am Loloniam XU. LI. N. a mari ütam , Larnorum bsec Nezio. Lc. N/inius I-tö. Z. La^. 18. Intimo riätiatici 6nus,L locis uä w^uile^am Xo-rieor» Yuirlam incolunt L Larni. ÄraKo 4 haben, als heute. Hier stand der herrlich ^ und berühmte Tempel des Diomedes. Die Schilderung hievon ist in Strabons fünften Buch zu finden/und folget in der unten geseztcn Anmcr» kung. 44) Die erstem Vblker/so diese Gegend vor den Kärnern bewohnten, nannten sich Azaler; auf diese folgten dieFugancev/welche nachmals von dem griechischen Fürsten Antenorvcrtrieben worden , als selber durch den illyrischen Meerbusen durch das Land der Liburner, und endlich mit seinen Trojanern undHenetern über den Timavus gesetztt. 45) Drc 44) I" wlo intimo Nnus Xärimici reeeilu loirmvum eN Oiomsäis tsmpiuin insmorsbile - - - No-Näonius nit , Nuinen Limsvum s montibus Ue-iittuin Voruxine terrre abiorberi: iub es^us incolebant , xnlNs Henetos, 'vro^anos^ue eas te-nniü'e terras /ta/. L.-L- 12- ltancl levior xensris lama , facro^ua "Nlinavo xloria , L linsaneis älleÄnm nonrsn in oris. ^-uennnr r.iö.7. ^.ntenore! ältper^ltur unäa limavi. Nuxanei lupns cxelpit ora 1'iinavi. 46 ) ^/-n-nr 2ti/k- v-'ö. z. (7a^. 2V. gnxta Larnos ^uonclanr lauritci appellaci, nnne bloriei. 7-te,n Le^>. 24. L terzo Larnornin , Lga^iänm - - -Nk»:tis ^nnxuntnr sorici. §tr.iio 1.-0, 4. /tä »b<;aile^an> Xoricornin ^niäem incoluat L Laroi. Selbst unter dm Körnern hatten einige Völ> ker nach ihrer neuen Lage wieder verschiedene Benennungen. Lene, so an den beiden Usern des Sonzius wohnten, wurden Ambisonzii, und nach ihrer weiterer Vorrückung, die am Draufluß Ambidravi, jene am Saufiuß aber Savazcö gtt. nannt. Dce Bewohner der Stadt Okra, und des Berges mit gleichem Namen nannten sich Okrani,dahero nachmals mit Hinwcglaffnng des Buchstabens O, die Krani, oder Kraincr cntt standen. 47) Die Karner werden von den Römern unterjochet. Der Rdmcrkrieg mit den Lstriern. ^ie Rbmer hatten durch viele Jahre keinen Frieden gekannt, und die Gefahr und Mühese-ligkeiten waren ihnen zur Natur geworden: ihre bestan» 47) Ocrrlmonrs Ocrunos, MdlLtL prim^ li- tera Lr^iios ane/z. T'om./. 0 2 F.g. Don dem Plinius werden sie Subocrini, von den Wenden Podkraiam genannt. L-L. z. o. 20 /, F. 5. beständigen Siege hatten ihnen auch den Muth erhöhet; sie sahen sich öfters für unüberwindlich an, weil sie öfters überwunden hatten. Da sie schon alles um den Pofluß eroberet, schuncn ihnen die Karner gefährliche Nachbarn zu scyn,weil selbe mitdenPojern, Nordgauern und anderen Alpenbcwohncrn in Freundschaft lebten. Sic beschlossen dahcro, die Kärner und den noch übrigen Thcil Jllyriens anzugrcifcn. Die Römer hatten damals einen wohler-fahrnen und kühnen Feldherrn mit Namen Le» vinus. Sein Ehrgeiz und seine Liebe zum Kriege waren zwar Fehler, die aber selbst zum Sie» ge führten. Eben dieser Levinus kam ungefähr im fünf» hundert sechzigsten Jahre nach Noms Erbauung mir einer wohlgerüsteren Flotte über das Jonische Meer. Durch, wüttcnde Anfälle eroberte er alle am adriatischen Gestatt liegende Städte und Festungen, und hatte einen merklichen Theil der kärnischen Provinze unterjochet, 48) wornach _______________________________________________ sich^ 48) IN^iicliin , L »1-3 maritima iMxi-elti Minus : Ne-vimis ConMI /VUi-iiiticum, ^oilicum inaie pi-i- sich die übrige KLrner weiters ins Nordgau geflüchtet, und nachmals mit selben vereinbart lebten. Bald darauf legten die Römer in ihrem nun eroberten Antheil des alten Kärniens den Grund zu einer neuen Stadt, die sie Aguileja nannten. 49) Ohngeachtet dieKürner nach des» sen Erbauung die ersten Bewohner derselben waren, so hatten die Römer doch in fünfhun» dert neun und sechzigsten Jahre nach Noms Er» bauung,oder i8i-Jahr vor der Geburt unsers Herrn auch ihre Kolonien nach Aguileja, und Gratiska geführct. 50) Rom primus inxreüus maritimas obtinnit civitiltsz, - 49) n Nomnnis coaäitn sil munitionis loco cantru Mpru incolentes bnrburos, Ltraio Lr'5. Z. c/t. -n AO) 6n«o sutsm Alunlio Voltone. ÄI. Mulvio nobiliore Los, Uononiu äeäuÄu Ooionis, Lr poil chorte besetzet, 51) welche Markus Arbutius, Obersterder zwotenLegion ,mitzwo Manipuln vcw Za) Eine Kochorie bestand ans 62a Fußgängern, verstärket hatte. 52) Titus und Kajus Aelius ruktcn mir der dritten Legion/so zur Bedeckung des Futters und Holzmagazins bestimmt war, an die Strasse, so nach Aguileja führte. Die Istrier, sobald fie diese Nachricht erhalten hatten, zohen ihre Troupen heimlich zw-sam. Einige Berge waren ihre Vormauern; da» hero sie »»entdeckt blieben. Sie umgiengen die Bortroupen der Rbmcr auf ihnen schon bekann-ten Seitenwegen, und konnten zugleich alle demselben Bewegungen auf dem Wasser, und am Lande beobachten. Sie bemerkten, daß die Rb--mer meistens unbewafnet zwischen dem Lager, und dem Meer herumschwärmten; dahero be» schlossen sic selbe zu überraschen,und hielten sich durch die Nacht ganz ruhig. Am folgenden Mor» gen, als bei Aufgang der Sonne ein dichter Nebel sich über das ganze Erdreich verbreitete, rukten die Jstrier unter selben vor, überfielen mit gesamten Kräften die plazentinische Kochorte, und den Manipel der zwoten Legion, so die Vor» L 2 po» 52) Ein Manipul zahlte 200 Mann; eme Kochoetr hielt also decy Manixul m sich. Posten des römischen Lagers waren. Der Rebel verhinderte, daß die Römer die Zahl ihrer Feinde nicht übersehen konnten; und weil sie selbe weit stärker vermuthctcn, so flohen sie in das Lager zurück, und seztcn das ganze Heer in Schröckcn. Da schon alles in Unordnung war, rüste einer der römischen Soldaten ohngefähr mir gräßlicher Stimme die Worte: ^ä mars! üä limre! Sie wurden als die Worte ihres Be» fehlhabers angenommen, und augenblicklich erklang durch das ganze römische Lager: -ill nmre! Einige der Römer machten den Anfang, meh» rere folgten, und endlichen flohen alle bis zum Gestatt des Meers, und überließen das Lager Len Jstriern. Nur Markus Lizinius Strato war noch mit dreycn Adlern, als mit dem Zeichen der dritten Legion, dessen Oberster er war, zurück geblieben. Er öfnete sich den Weg, und drang in die Istrier. Eine geringe Anzahl der kühnsten folgte ihn. Allein die geringe Zahl der Kühnen des Heldens war zu schwach; sie wurden umringt/sind ein Opfer der Wuth ihrer Feinde. Die Jstrier durchsuchten nun neugierig das römische Lager. Sie fanden einen Vorrath rei» zcnder - A 7 zender Speisen, niedliche Vetter, Pracht, und Iliberfluß, samt einen ganzen Magazin der besten griechisch - und römischen Weinen. Sie beschäftigten sich nunmehro mit Bemächtigung dieser ihnen unbekannten Veute. Selbst ihr König legte sich auf eines der niedlichsten Betten. Sie fiengcn an mit ungewohnten Speisen, und tref-lich guten Weinen ihre Körper zu überladen. Begeistert von diesem süssen Gfft lagen sie alle entwaffnet, zerstreuet, und vergaffen ihre so na» he Feinde. Die Römer hatten dieses durch Kundschafter erfahren. Luzius Azius erster Oberster der zwcytcn Legion sammelte in Eil das römische Heer, versprach selben einen leichten Sieg , wenn sie zurückkehrten, wenn sie die berauschte, und entwafnete Lstricr überstellen. Auluö Baekulonius ein römischer Adlerträ» ger erhob seineAdlerfahnc zum Zeichen des Auf» bruchs; die Fußgänger versammelten sich, und eilten mit schnellen Schritten zurück. Sie dran» gen mit ganzer Macht unvermuthet durch die er» sie Pforte des Lagers ein. Titus, und Kajus Aelius mit ihren Reitern, deren jeder noch einen L 3 jungen Z8 W-EM jungen Fußgängerzu sich auf das Pferd genommen,brachen mit verhängten Zügel von verändern Seite des Lagers in die zerstreute Jstrier. Da alles in Unordnung war, so fanden sie wenig Widerstand. Selbst die kranke vorher im Lager zurück-gelassene römische Soldaten , nun ihrer Gefangenschaft entlediget, ergriffen die Waffen, und trugen vieles zu der allgemeinen Nicderlag bei. Unter diesen hatte sich der am Fuß verwundte Reiter Kajus Popillius Sabellus am stärkesten ausgezeichnet, und sehr viele mit eigener Hand getödtet. Gegen 8202 Jstrier wurden ermordet; dann die Rache der Römer nahm keinen gefangen. Nur ihr König, den sie betrunken von dem Gastmahl weggeführet, und auf sein Pferd gesetzer, hatte sein Leben mit der Flacht gerettet. Auf solche Art hatten die Römer einen allgemeinen Siege wider die Jstrier erschlichen, und ihre Legionen wieder nach Agui-leja in das Winterquartier verschicket, von welchen sie nicht mehr als oz? Mann vermisset hatten. 53) Feind- Feindliches Unttenehmen des Konsuls Kaßius. ^)m Jahr 579 nach Roms Erbauung, so das hundert ein und sicbenzigste Jahr vor der Geburt unsers Herrn war, schickten die Bürger von A-guileja ihre Gesandte zu den Senat nach Nom ab, von welchem sie verlangten ihre neue, und annoch schwache Kolonien zubefesten,und zu verstärken, weil sic sich für einen Anfall von den Jstriern und Illyriern nicht sicher zu sepn glaubten. 54) Der Senat befragte sic, ob sie wollten, daß man dieses Geschäft dem Kajus Kassius anvertrauen sollte, da er ohnehin Befehlshaber über die in dortiger Provinz eingelegte Legionen wäre. Hier entdeckten die Gesandte, daß Kaßius mit dem ganzen Heer durch Illy rici! nach Mazedonien gegangen, und für selbes L 4 auf 54) Damals waren Illycicns Kränzen bis Tergeste oder Triest bestimmt; bald darnach hatten dicRömec selbe erweitert; dann unter ihrer Beherrschung zählte Jllyricn 17 Provinzen- Hl/rlci- uli-ue -NerALltui» ^ - trerxellum iminlo in ÜIIU LUrise litum Luit Ulzsiücnin. 4. Ca/-. 4. 4o ZH—M auf za Tage Proviant samt den Führern, so ihm den Weg aus Italien dahin weisen sollten, mitgenommen habe. Der römische Senat ward über das kühne Unternehmen des Konsuls aufgebracht, da er ohne ihren Wissen und Befehlen seine Provinzen verlassen, in eine andere über-gangen, das Heer durch einen neuen und gefährlichen Wege durch so viele Dblker durchführe, und fremden Nazionen die Strasse nach Wälsch--land bahne. Die Römer vermuthetcn, daß Kassius vielleicht der noch übrige Provinzen der Kärrner und Lstrier bekriegen möchte. Diese heimliche Enweichung des Konsuls verursachte, daß Aguilejens Befestigung noch auf eine längere Zeit verschoben wurde. 55) Bald darnach kamen die gallische Gesandte des nordgauisch en Königs Zinzibal, desselben Bruder erösnete selbst seine Klage bei dem römischen Se'- ^Z) Liter Lonlnl Lsjns LsMns per Ilizrricuin ün- esrs Hxionss in iVleceäoniam vsno incepto eil constus L pro ts ^nisc^us creäsrs Lsrnis toriitsn , nnt Illris belinm illstum - - - iVlstus cle Lonüils , sinne sxereitn äiiluüt eo tempore mur.icnäL L-;nüezL cursm. lH'llr 4Z. M>—W 4r Senat, daß nämlich Kaßius die Felder und Gebäude der Nordgäuer, und ihrer Nachbarn vcr-wüstet, und viele tausend der Ihrigen in die Dienstbarkeit mitgcschleppet habe, Zu gleicher Zeit schickten die Kärner,Jstrier und Japidier ihre Gesandte, und klagten, Kas» sius habe von ihnen fälschlich Führer verlanget, dte seinem Heere den Weg nach Macedonien weisen sollten, er seye als Freund von ihnen hin-, weggezogen, und von der Mitte seiner Reise als Feind zurückgekehret, habe ihre Provinzen gevlün» dcrt, und ihre Häuser in die Asche gelegen Der Senat entschuldigte sich gegen alle Gesandte auf gleiche Art, daß er von allen diesen feindlichen Unternehmungen keine Wissenschaft gehabt, versprach endlich einevollkommeneGenug-tuung, und die Sache des Kaßius gerichtlich zu untersuchen. Die Nbmer, nachdem sie alle gal-tische Gesandte reichlich beschenket hatten, schick' ten selbst zwcen Abgesandte den Kajus Laelius, und Markus Aemilius Lepidus zu den Nordgäuer- Kd» Z6) Nociem tempore cls LmHo quereits uä 8enu- tom äeiutR tunt, L Legutr LaNorum Lin-cibiii venerunt r - Lre. arir-Mr L/t. 42 W-E-M König Zinzibal mit seinem Bruder zurück, durch welche dem Zinzibal,und seinem Bruder jedem ein goldenes Halsband, so zusammen 5 Pfund, und silberne Geschirre, so 25 im Gewichte bc--tragetcn, dann jedem ein Pferd mit römischen Nitterschmuck, und einen Knechte, dann die dazu gehörige Waffen, und ein Kriegskleid übersendet wurde, nebst diesen wurde ihnen der freue Pferd> kauf in ganz Wälschland gestattet. Zu den Karnern, Jstriern, und Japidicrn wurde Kajus Sizinius, Publius Kornelius Bla-fio,und Titus Memmius eben so als Gesandte abgeordnet. 57) Auf solche Art wußten die listige Römer die aufgebrachte Gallier sich ferners als Freunde zu erhalten, und das Verbrechen ihres Konsuls durch prächtige Geschenke,und theure Versprechungen in Vergessenheit zu stellen. Feindliche Anfälle mußten die Kärncr auch von ihren Nachbarn dm Japidicrn, oder Japs-' dem erdulden. Sic bewohnten die albischeDc» ge, MdM 4Z ge, und ftne Gegend, so an Panonien, Istrien, Kärnien, und an das Adriatische gränzte. 58) Sie lebten vermischet mit den Zelten und Illyriern, und wie sichere Geschichtschreiber be» merken, soll ihre Lage im heutigen Krain von Laas über Cottschee, und Metling bis an den fanatischen Meerbusen damals gewesen seyn. Diese Japidier nun halten zweymal die Römer von sich abgetrieben, und sich ihres Joches ent-schüttet. Sie find bis gegen Aquileja vorgerückt , und haben die den Römern gehörige Stadt Torgin verwüstet, von welchen sie aber wieder über ihre vorige Gränze izurückgetrieben wor-den. 59) Die Zinibrer fallen ein. tit»nt lspoäss in^Ibio inoots, <;ui Unis ek -rixium nüinoäuin alto , ntc;ue illinc nä Nanno-nios , L sUruin , Uinc scl lisUriAin porriguntur. Skraio M. 7. L Z. 59) 1.iö, I. der unter Wasser gesetzet wurden; dahero die Zimbrer und Tiguriner sich ein neues Erdreich zu suchen gezwungen worden. Die Zimbrer, so damals das heutige Her-zogthum Hollstein an den Ozean, dann Schleß» wig und Jütland befassen, drangen anfänglich mit gelammter Macht, nachdem sie schon alles zwischen der Rhone, und den Pyrencischen Gebirgen verheeret hatten, in Spanien ein; nach-dem sie viele Orte geplündert, wurden sie von den Zeltiberen zurückgetrieben. Nach ihrer Rück- L-) 8cxcsnkslimnm, Lc qusärsxölimum nnrium urbs noüim »Fsbät, cum primum Limbrorum uu-Ulta Mnt arm» . rrsscilio Metello , L kspirio cor. Ue mor. wum Limbri, L wsutoni trunstcenäere wlisnum multis mox nollris , suitgus claöibus nobiles. Vct. t-aterc. 2 §. Rückkehr in Gallien vereinigten sie sich mit den Teutonen. 6i) Sie schickten ihre Gesandte in das rbmll, sche Lager des Silanus, und von da weiters an den Senat mit dem Begehren ihnen Wohn-plätze auszuzcichnen, wo sie sich mit ihren vcrun» glückten Familien niederlaffcn könnten; da die Rbmcr aber nicht gesinnet waren neuen Dbll-keri; Platz zu geben, so hatten sich dieZimbrer entschlossen, was sie durch Bitten nicht erhallten konnten, durch Waffen zu suchen. Das groffe Heer der Zimbrer, und ihrer Bundsgenossen drang sich nach Roms Erbauung 641. durch einen Theil Galliens bis an das All, pengebirge vor. Nichts war vermögend diese fürchterliche Menge zurück zu halten. Sie brachen zuerst in die Legionen des Silanus ein-Die Römer sahen ihren Untergang, und den Tod Llinbri VLÜittis oinnlbus Inter klioännuin, 6r p^reneuin, lunt per NNtuin InRIspLniain truns-xreNI, Ibiqus inulru locu äepopulut! -> Leltl-dsris fuz^tl Mnt: revsriique In KaNIain belli-xoLs ts Teutonis conjunxerunt: t/L. 67- 46 ZG—M Tod von allen Seiten auf sie dringen. Sie flohen, und lieffen ihr Lager den Feinden. Bald darnach mußte Manlius ein gleiches Schicksal erdulten; auch seine Truppen stellen zu Tausemden unter den Schwerstem der Zimbrer dahin. Endlich wagte es Zoepius mit ihnen aufzuyeh-men. Noch vor der Schlacht hatten die Zimbrer einen Gesandten in das römische Lager abgeord-net, mit der Frage: ob fie was an ihre Weiber zu befehlen hätten? Sie wollten nach der Nö-merTodt dieVothschaft an selbe Überbringern 62) Die Zimbrer kannten schon die Schwäche der Römer gegen ihre Waffen, und wirklich folgte auch die gänzliche Niederlage des Zocpius. Nach so viel erhaltenen Siegen Heilten diese Völker sich in drey Heere, und beschlossen nach Roms Erbauung im Jahr 648. auf drey Orten zugleich über die Alpen zu ziehen, und gerade nach Nom vorzurücken; aber Marius einer der kühnsten römischen Feldherrn im vier» ten Jahr seines Bürgermeisteramts zoh mit seinen 62) 8i Huiä ?.ä uxorss turs MAnöarent. Z- Z- rmi Legionen den kürzeren Weg, und erwartete am Fuß der Alpen das erste feindliche Heer. Die Völker desselben waren die Teutoner. Marius wählte ein enges Thal zwischen waldigtm Hügeln, durch welches der Weg die Feinde führte. Es war dieser Ort wegen den warmen Bü-dem berühmt, und wurde LextwZ genannt. 6z) Schon drangen die sorglose Teutoner in das Thal des Todes, als sie gählingö von den Römern überfallen worden. Durch zwey Tage wurde geschlagen, und Delejus PateM» lus bemerket, daß mehr, als 150000 der Feinde ermordet, und das ganze GeschlechtderTeuto-ner ausgetilget worden seye. 64) Selbst ihr König Teutvboch, ein Mann von ungcmeiner Größe, der in dieser Schlacht schon das sechste Pferd bestiegen, wurde gefangen, welcher den Sieg der Römer noch vollkommner Machte. Im folgenden Jahr hatte schon das zweite Heer, dessen Dölker sich Zimbrer nannten, über das beschneite Alpengebirge bei Trient in Italien SH Wo hcnte die Sradt Aix i» der Provence. S4) t^'/, LiL. 2. 12. lien eingebrochen. Sie setzten über den Fluß Athesis, heute die Etsch genannt, bis in die Provinze der damaligen Veneter. Der Genuß eines ungewohnten Brods, des gekochten Flei> sches, und der süssen Weine war der Stoff ihrer Verweilung. Indessen eilte Marius mit seinen Legionen in diese Provinze, erwartete einen neblichten Tag, und kam von jener Seite, wo er den Wind am Rücken hatte. Die beeden Heere trafen einander in einer Ebene, welche Nclejus Paterkulus das Feld dcrRaudier, Flo^ rus aber das Klaudische Feld nennet. 65) Die Feinde geriethen in Unordnung, und Marius siegte zum zweitenmal. Florus setzet die Zahl der getbdtcten Zimbrer auf 40000. Pa> terkulus aber berichtet die Lodte und Gefangene feyen mehr als hundert tausend gewesen. Ihr König Beleus blieb auf dem Schlachtfelde. Die Weiber der Deutschen stritten eben so tapfer als ihre Männer. Ihre Kinder schlugen sie theils an Felsen todt, theils wurden erstochen, andere schnitten ihre Haare ab, flochten Schnüre daraus, 6z) Die Gegend,, wo heute Roveredo an der Etsch lieget- W-^W 49 daraus, und erhängten fich, und ihre Kinder auf dcnWagenstangcn, und Bäumen, um nicht in die Sklaverey der Römer zu kommen. Die Römer halten damals von den Zimbrern einen Stier aus Erz gegossen erobert, bey welchen die Deutsche ihre Eydschwüre abzulegen pflegten; er wurde nachmals in dem Haus des Katulus verwahret. 66) Einige Tausende derZimbrer oder Sachsen, so noch dem Schwcrdt der Römer entflohen, drangen von da in das alte Karnien ein, setz» tcn über Sen Fluß Natiso, und schlugen den Gnejus Karbo bei der untern Stadt Noreja. 67) 68) Sie 66) L/uearc/rur c-r.-^Oar/r. ZYZ2- 67) Lxtr» Veneti» quiäem linss ,VcjuiIe)u eü, Numins vsrs i»b ulxibus äilcenclsnte öiNsr-minutur, per <;unä furNim nuvizntur 8tL.6Z. 68) Der Verfasser bemerker, daß in seinem vorhin hecansgeoebenen Versuch über stcyermarkische Al^ D ter--- Sie ruckten weiters durch Karinen in die heutige Mark der Steyrer, wo sie sich nieder-lieffen, endlich aber durch die Römer in einer Schlacht gänzlich vertilgt worden, dahero der Ort noch Sachscnseld genennt wird. Das dritte Kriegsherr der Deutschen, des» sen Völker sich Liguriner nannten, kam durch das Schwcitzcrgebirge, und besiegte den Konsul L. Kassius an dm Gränzen der Mobroger, von da ruckten sie weiter vor, und licssen sich in den nordgauischen Alpen nieder. Da sie aber zerstreuet lebten, und ihre Nchrung mei» stcns durch Rauben suchten, wurden selbe von den Römern mit leichter Mühe aus dieser Provinze getrieben. 69) Die terthnmcr paz. 175. he» Ncumark and Nore^'a jwcy Zeilen im Setzen iiberschcn worden, und ist also zu lescn: weiche der Sitz der nordgau-ischeii Könige war. Eine andere Stadt mit gleichem Namen war an den Granjen des alten Karnicns, allwo im Jahr:c. Die Geschichte dieses zimbrischen Kriegs hak der Verfasser aus den ?ten Buch, und ztcn Kapitel des Florus, aus de» tuten Kapitel Die Karner werden von Julius Zäsar zum Schweitzerkrieg angeworben. Än den Kriegen des Zäsars mit den Galliern hatten die Kärner weiters keinen Antheil, je» doch in seinem bekannten Buch äs llel. 6al. wird seine Reise durch das alte Kärnien bemer» ket, die er im Jahr 692 nach Noms Erbauung, und 58 Jahr vor der Geburt unscrs Herrn, als Luzius Piso, und Aulus Gabinius Bürgermeister waren, unternommen. Damals hatte Zä» sar im alten Kärnien zwei neue Regimenter an» geworben, selbe mit den drei ändern, so um Aguileja im Wintcrguatier lagen, eilends mit sich gegen die Schweitzer geführet. 70) D 2 Zä» dcs zweiten Buchs des vei. Natsrc., und aus den 6Ztcn, „„d 65«» Buch Lpieoms Ulori über den Uivius übersetzet. 70) Ipte in Ituiium muxnis Itineribus con- tenäit, äussqus ibi I.eziones conscribit, 6c kres, qnse circum ^^uils^um iuemubunt, ex bibcrnis eäucit. b-t/. c/e Le/. 62/. L//>. I. Zäsar soll cm Gallischen Kriege, wce uns die Geschichtschreiber der letzten Jahrhunderten be-richten/ eine beschwerliche Neise über einen Tbcil der Alpen des heutigen Kärntens gemacht haben, davon noch die Berge /rlpe5 snlis, die Mische Alpen gcnennt werden- Darüber sind die Geschichtschreiber noch immer unreinig. Der Verfasser fände bei den Geschichtschreibern vier unterschiedene Orte, so sie uns für die Mische Alpen aufdringen wollen. Schbnleb nennet uns jene Reihe der Berge , die durch Krain von Oberlaibach in Friaul liegen. Andere haben uns wieder eine neue Lage derselben im Geythal in Obcrkärnten über den Kreizbcrg, und von da, bis an den Ort Tischlwang genannt, angegeben, und jeder dieser Geschichtschreiber will, daß an ihren doch verschiedenen Orten folgende Aufschrift gefunden worden: Oju8 sulina Oselsr viam inviam A. lolert. A impsnäio rotabilem lscit. Es iss noch nicht glaublich, daß diese Aufschrift jemals im heutigen Kärnten gefunden worden. Vielleicht Erzählungen ihrer Voreltern auf schwachen Grunde gefußet, welches die Worte des des Hansitz vermuthen lassen, da er pag. 23. selbst einbekennct, daß nichts mehr davon übrig sepe: Lc'i'pNira nuas Mimbis, L nive xcne ciiruta, patrum kamen memoria le^i pnlerat. In dem Weiglischcn Antickatlaö findet man die Julische Alpen gar über den Flanatischen Meerbusen bezeichnet, und in Sandrats Karte, rvo die Lage der Lenetcr zur Zeit der Rdmcr geschildert ist, sind selbe an der Gränze des Listhums Brixen zu finden. Einige wollen, den Weg über die kärni-sche Alpen soll Zäsar damals gemacht haben, als er seine Legionen wider die Piruster, welche sie die Pustcrthaller zu seyn angeben, ange-führet. Allein man findet eben nicht, daß er damals eine so gefährliche Reise unternommen habe. Die Worte darüber in seinem fünften Buch c/e />e//. Fa//, sind folgende: Ipls Oon-venkibnw OnIIiL citsriorm peraälis in Illvri-cum prollicilcikur, c>uoll a Liiullis sinitimam partem provincias incurlianibus vallari auäie-dat. 71) D Z Die 7l) c7^r/4r lle bet/. Fa/l. 5- ?rc>/. Z. -» eüill/ü T-rburn. d Da/mar. ä'c/soir/eb «te 4019. Die gefährliche Alpenreise/ so ZLsar un» ternommen, wäre von dieser Provinze um ein merkliches entfernet. Dann als der den Nb', mern so fürchterliche Gallier Kdnig Verzinse» torix 72) im heutigen Frankreich alles zur Aus» ruhr erregte, war Züsarzu Ravenna im Welsch» land, da brach er von der Musterung auf, gieng den nächsten Weg nach Frankreich, und in die» ser Ncise geschähe es, daß er zum erstenmal ein ungangbares Gebirge mit seinen Legionen bestiegen hat. 7Z) Es bleibt also noch immer zu entscheiden übrig, welche eigentlich die Julische Alpen seyen. Die 72) lNs corpore, irrmis, Ipiritn-ius terribilis , 00-inins etisrn, -i9>-risii, LUntläonss, st^ns ^»nriter. ^^/a-rur. Die Japidier, so einen Thcil des heutigen Krams bewohnten, plünderten Tergeste eine rdmische Kolonie in dem von den Nbmern schon eroberten Antheil des alten Karnicns, und belagerten Aguileja. 76) Die auserlesenste Maift schaft der Nbmer rüstete sich zu diesen Feldzug. Augustus tyeilte seine Macht mit Vorsicht in drey Heere. Wider dre Panonier, so nebst den heutigen Hungarnnoch einen Theil des dermaligenSteyer-marks bis an das zeltische Gebirge bewohnten, schickte er den Vibius, der sie in einer Schlacht gänzlich besiegte. Die Gefangene wurden als Knappen in die Bergwerke verschicket. 77) Dem Krieg wider die Dalmater und II» lyrier beschloß Augustus selbst beizuwohncn. Der Feldzug war lebhaft. Er vernichtete alle Dvrtheile der Feinde. Bei zwey gefährlichen Belagerungen folgte er ins Dickste der Gefcch> te. 76) ^7>ian. in ///),. ü 77) Äeä pcräoiulruäos Vibio MLnäLt, <;ui oü>rum gsaus focisrs territS cosZit, »u-rum^uv venis revurxsre. Liö. 4. L-in, 12. te. In der ersten wurde er mit einem Stein am Knie verwundet, in der zweiten entriß er einem seiner Soldaten, der etwas verweilte die Brücke zu besteigen, den Schild aus seinen Händen, und erstieg der erste den gefährlich, stcn Ort. Die Menge der Illyrier verursachte, daß die Brücke in Stücke gieng. Im Gcdrän» ge wurde August am Schenkel, und beiden Armbcn verwundet. Endlich erfolgte ein voll» kommener Sieg. Die Illyrier, und Dalmater wurden gänzlich bezwungen. 78) Liberius, der das dritte Heer wieder die Nhätzier, und Dindclizier führte, war nicht min» D 5 der 78) I" dos expsäinoncin ipso iumpllt, lleriyus pontem impersvit. Nsic Ns 6c L^uisf 6c boNe turbsnribus cuuÄsnti sä Lkcerilum militi icu-tuin äe insiiu rspuit, Lc io vis primus tuue sxmius 5scuto, tum Iltzcricus muitituäine pontem succiäiiset ssucius munibus, sc cruribus ipsciotiors Isnguius, 6c ixio pericuio »Vuxu-llus tergsboNium cssciäit. L.!-. 4.<7up.!2. Vuioers excepit, uns scis äextrum 6euul.s-piöe iÄus, slters autem, 8c crus, 6c utrum-c>uo krscbium ruina poutis conssuciLtus. Lue--u Ockav/c. der glücklich; er bezwang beide Provinzen, und endlich eroberte sein Bruder Klaudius Drusus ungefähr 8 Jahr vor der Geburt unsers Herrn das ganze Nordgau, wo zugleich die in selbes schon vorhin aus dem alten Karnicn vorgerückte Kärner endlich auch gänzlich unter die Gewalt der Rbmer gekommen sind. 72) Die Völker dieser Provinze stützten sich au?die wegen häm sigcn Schnee ungangbare Alpen, und die Weiber dieser Barbaren, da sie ihre Pfeile gänzlich abgcschossen hatten, schleuderten sogar ihre ermordete Kinder dem römischen Heere entgegen. 82) Am 79) Nocdgan enthielte das heutige Salzburg, Kärnten , Tycol, und die stcyrische Mark bis au den Berg Zctium in sich- U'iberius wbstico, Ltgus VinäeUco gentes klpiaas iubezrt. Lueton r'n v,'r. 2Äer KIiXtuim sutsln L Vinäelicos, L dioricos, ?Liinoniuiir-o, L O-» W—59 Anfang des KristenthumS. ^Engcfehr im Jahr 45. nach der Geburt unsere. Herrn fieng Markus dasKristenthum kn Agui-leja an zu verbreiten. 8i) Ihn folgte Hermagoras als erster Patriarch, er wurde aber km Jahr 69. auf Befehl des Land-Pflegers Scbastus gefänglich ckngczogen. In sek-, nem Verhör bedeutete er dem Prätor, daß er nur einen einigen, und wahren Gott bekenne, daß die Geschichte ihrer Götter erfundene Märchen, und daß er schon 20 Jahr das Kristen-thum lehre; worauf ihn der Landpfleger mir folgenden zum Todt verurrheilet: er solle jenes durch langsame Marter büffcn, was er durch viele Jahre gesündiget habe: I^snto cmclatu exlolvat, huoä annorum ttongltucüns peccavit. Hermagoras wurde anfänglich gestäupct, dann an einen Pfcrdcschwanz gebunden ausge-schleppet, und an beeden Seiten mit Fackeln gebrannt. Er erduldete diese Marter mit der Großmut!) eines Heldcns. Die Inwohner Agui- Aguilcjcns, so meistens schon Kristen wann, wurden dadurch ausrührisch. Ponziunus der Hauptmann seiner Wache, Eregorius, und Alexandrina eine adeliche Römerin durch dessen Großmuth gerührt, bekannten sich alsoglcich als Kristen. Hermagoras wurde zurück in Kerker geführet, und in folgender Nacht sammt dem Priester Fortunat enthauptet. 82) Im Jahr 96. nach der Geburt unsers Herrn wurde daselbst unter dem Landpflcgcr Beronius der Patriarch Hilarius hingerichtet. Zu gleicher Zeit musiten auch Dionisius, Largus, und Felix ein ähnliches Schicksal erdulden. 83) Unter Negierung des Kaisers Antonius des frcnm men wurden ebenfalls die Priester Lazarus und Apolinaris ersterer durch Pompejus im Jahr 151, letzterer ein Jahr darnach durch Luzinius zu Tergeste oder Triest enthauptet. 84) Agui» 82) llckon/eö. pa§. IZI. IZ2. IZZ. I6l. 8Z) /llem pa§. I69I. 84) //le-'-k. Ü llckLntek- I"Z. Aquileja wird belagert. m Jahr 2z6 hatte sich Julius Maximinus oberster Befehlshaber der römischen Legionen, nachdem er den Kaiser Alexander Severus ermordet , mir Einwilligung des Kriegsvolkes zum Kaiser' aufgeworfen. Dieser Wütterich führte seine Legionen über den Rhein; da hat» re er alles bis an den Harz, und an Franken durch Schwert verheeret. Indessen hatte der (Mat in Nom den Gordian, Pupicn, und Balbin erwählet, und beschlossen den Maxi» min aus dem Wege zu raumen. Bald kam die Nachricht davon bis zu den Heer des Maxi» mins. Er eilte gegen Italien, drang wüttcnd in das alte Karinen; Tod und Verwüstung waren seine Begleiter, als er bis Aquileja kam; Da er aber die Stadt verschlossen, und zur Gegenwehr bereitet fand , müsse selbe eine harte Belagerung erdulden. Indessen hatten die Lebensmittel in Maximino Lager bereits abgcnommcn, wodurch bei seinem Heer ein Aufstand erreget wurde. Maximin erstach sei» nm Obersten. worüber er samt seinem Sohn im Jahr 2g8 im Lager durch seine Soldaten erschlagen worden. 8?) Im Jahr 284 als Diokletzian ein Schreib bcrssohn aus Dalmazien zum Kaiscrlhum ge» langte, nahm die zehend, und grausamste Vcr> folgung der Kristen ihren Anfang. Zu dieser Zeit war zu Tergeste die Kristin Justina im 14. Jahr ihres Alters enthauptet, und einige Iah-, re darnach hatte Kantius, und seine Gefahr-, ten, dann Krpsogonus ein römischer Ratsherr, emgleichcn die drey Schwestern Agape, ÄH>-. sonia, und Irene für den christlichen Glauben daselbst den Martcrtod erlitten. 86) Ankunft der Gothen, Hunnen, Alau-ner, Markomaner, Wenden und Pojcr,!c. >«/chauderUch waren dce Empörungen herrschender Nationen in den folgenden Jahr hun» der-. 8Z) gulius lviuximinus MUrax e militaribus imperavit annos tres - - - apuä tV^uile^am lecii-tions militum Uilberptus elt uuacum tiiia - -§e»t. ^ur. 41. Bornmcistcr Schnuplntz d. Raiftr64. c-nrn. !N /0/. 18Z. 80) <7urn. /yi. MZ b 207. W—W 6z dertcn. In Mitte des fünften Jahrhunderts hatte Attila der Hunnen König mit den Mar', komoncrn, Gepidcrn, Ostgothcn, Ouaden, und Herulern samt mehr ändern Völkern einen Bund gemacht alles zu verheeren, wo sie hinkommcn, und durchdringcn konnten Die Geschichte der Könige von Hunzarn berichtet, daß Attila einen kurzen Leib, breite Brust, groffen Kopf, tiefe Augen, dmnen Bart, und gebogene Nase gehabt; die Farb seiner Haut scpe schwärzlichst, sein Gang stolz, sein Kopf immer beweglich gewesen. Die Am. zahl bei seinen ersten Ausbruch samt seinen Lundsgcnossen soll iccowo Menschen in sich enthalten haben. Zum zweitenmal als er mit ZOOOoo Mann Deutschland, und Gallien durch: zohen, wurden auch in dem heutigen Kärnten viele Städte, uud Dörfer geplündert, und in die Asche gcleget. In seiner letzten Ncise führte er seine Völker in Welschland verheerte Aguileja und Friaul; dann wurden die Städte Padua, Di» zenz, Verona, Mantua, Krcmona, Ferrara, Ravenna, Mailand, und andere mehr geplündert, 64 W W dert. Endlich gieng er nach Nom sechsten, welche Stadt er sich nur zinnsbahr machte, übrigens aber verschonte. Von da zoh er endlich zurück, und entließ seine Vblker mit folgenden Wor» ten: Nom ist unser, und zahlet Tribut. Ihr habt den Sieg nach euren Willen erlanget; Ihr trüget herrliche Beute mit euch; besuchet damit eure Weiber, und Kinder, und was euch sonst lieb ist. Wir wollen das Glück nicht zu viel versuchen, damit wir nicht, wenn wir zuviel begehren, das wieder verlieren, was wir itzt besitzen. Ln seinen kriegerischen Reisen traf er an einen Waldmann, oder Einstedler, der ihn Lce Geisel Gottes nannte. Attila hatte nach» mals diesen Namen seinem Titul beigesetzet, welcher also lautete: Attila, Filius ösnäesuc!, lVexos ma§ni lViinbroä, iiuliiäus in Lngaääi, Del Lratlu Ilex Ilunorum, lVlsäorum, Oo-tücirnm, Dacorum: Nstrw ordis, k'Iaxellum D-i. Attila, ein Sohn des Bendeduk, und Enkel des grossen Nimbrods, auferzohcn in Engaddi, aus Gottes Gnaden Kdnig der Hum W—GA 65 Hunnen, Meden, Gothen, und Dazer. Ein Schrecken der Welt, und Geisel Gottes. Im Jahr 465 nach der Geburt unsers Herrn hielt er das Beylager mit Jdicko, des backtrianischen Königs Tochter. Da er sich zuviel mit Wein überladen, folgte ein Erbre» chen, so mit einem Blutsturz begleitet wurde, daran er auch in der Vrautnacht verstorben. 87) Im sechsten Jahr hundert kamen die Lon» gobarden, die von ihren langen Bürten so genannt wurden. Sre besetzten den oberen Theil Welschlands, verdrängen die Römer, und nahmen das heutige Friaul, und die Gegend am Adriatischen als einen Theil des alten Karmens in Besitz, dahero die Kärner wieder ge» zwungcn worden weiters in Nordgau über den Draufluß vorzurücken. Gegen die Mitte des 6ten Jahrhunderts müflm die Römer der Ge» walt der Pojer, oder Bayern weichen, und selben die Provinzen Raetien, und Nordgau, überlassen. 88) An» 87) Leben der Römgc in Knngarn. iz. Le. 88) m-tlcovius bestimmt MS- 12' das Jahr E Ankunft der Wenden. Wenden hatten meistens rothlichte Haa» re. Sie beteten den Gott des Donners an, nächst ihn aber die Flüsse, und andere niedre» ge Gottheiten. Sic hatten ihre eigene Opfer und Wahrsager. Stunden keinen Fürsten oder Könige unter. Lebten in einer natürlichen Gleichheit kn einzelnen geringen Hütten, die sie veränderten, nachdem cs die Umstände erforderten. Im Kriege Fußgänger in geringer Rüstung, oft halb nackend im Bergen, und Gebüschen ohne Reinlichkeit. Sie waren Ty» ranen gegen Uibcrwundene, die sie zum theil gespiest, zum theil Riemen aus selben geschnitten. 89) Diese Wenden nun drangen mit vereinter Macht in Jllyrien, und Pannonien, und end» lich in Nordgau, wo sie sich mit den Nordgau» ern, und Kärnern vcreinbahrten. Tassilo, oder Tessel, der erste dieses Na» mens und vierte Kdnig der Pojererföchte einen herrlichen Sieg wieder die Wenden im Jahr 595- Die W-EW 67 Die Wenden noch immer ingedenk der unvergeßlichen Schlappe, die sie damals erlitten, kamen mit den Hunnen, und derselben Feld« fürst Kackan vercinbahrt im Jahr 600 die Po« jer wurden geschlagen. 90) Don da wanden sich die Wenden in daS heutige Friaul an die Longobarden, und belagerten daselbst die Stadt, ^orum sulü ge« nannt, dessen Herzog vorher im Treffen geblie« bcn war. '> '- Romilda die hintcrlasscne Wittwe des ge« tddtctcn Herzogs Eisulfus erblickte von der Mauer den Fürsten, oder König der Hunnen, den jungen Kackan, einen wohlgebildcten star« ken Mann. Gleich loderte ein heimliches Feuer im herzoglichen Busen. Sie ließ ihme durch einen Gesandten bedeitcn, daß sein jugcndli« che Mannheit bei ihr em gewisses etwas erreget habe, brennten gleiche Flammen in Kackans Brust, so wurde sie ihme die Stadt übergeben. E 2 Ka« yo) .riin» Hculi kexcsntsiliino - - - isä LcLSÜerunt WI»rl- ttullni, prRlensijue in exsrcitn Lnca-NU2 xsntis Nex notlrorunr virrntsm nnmsro obruit. Loicnm rn 68 W— Kaekan kam, übernahm die Sradt, Leschlicf die Herzogin, um aber ihrer Gailhcit ein voll» kommcnes Vergnügen zu leisten, hatte er selbe am zweiten Tage io starken Hunnen zum Preis gegeben, und letztlich an einen Pfahl spießen gelassen. 91) Die Karner unter Wendischer Beherrschung. Ihr erster Fürst Sammo, oder Samois. Im Jahr 696. !^ie Wenden, unter dessen Beherrschung die Kärner nun stunden, wählten sich einen Für» sten, und Vorsteher, der sich Samo, oder Sa» niois nannte, und ein Fränkischer Kaufmann war. Unter dessen Regierung schickte Dago» bertus der Zweite ein Kbnig der Franken den Servaziuö, und Paternus mit Geschenken zum Kaiser Heraklius nach Konstantinopcl, mit welchen fränkische Kauflcute dahin abgiengen. Da sie nun die kärnische Alpen durchreisten, wur» Len sie von dm Wenden, als einer ohnehin zum yi) Leben dcv Afnige vsn Hungarn. zZ. zum rauben geneigten Nazion auf der Straffe geplündert. Dieser beträchtliche Schaden nun verursachte, daß König Dagobert einen Gesand» rcn mit Namen Sichar zu den Wenden König Samo abschicktc und von selben den Ersatz for» derte. Sichar hatte seinem Auftrag einige Schmäh, und Drohworte beigesetzct, dahero Samo wiedersetztc, -aß ihm daß erhitzte Be', tragen des Gesandten sehr befremte, indem Da» gobert mit ihnen Freundschaft gemacht habe. Es ist nicht glaubbar, widersctzte Sichar, daß Kri' stcn als wahre Diener Gottes mit Hunden Freundschaft pflegen sollten. 92) Samo setzte entgegen: Wenn wir Hunde, und ihr wahre Diener Gottes seyn wollet, so ist euer Bctra» gen gegen cuern Gott in Wahrheit sehr grausam: man hat uns beigebracht, daß ihr euren Gott öfters mit den Zähnen zerreißet. 9z) Worauf E 3 - die 42) Damals wäre es noch gewöhnlich, alle jene, so sich nicht zum kristlichcn Glauben bekannten , mit diesem Namen zn beehren- 8i vos ellis loei.lervi Le nos kumus vos sNIUus eontru iplum L^iels, nss permlltllni ceximus, vor morlilms I-r»ceiu'S. ^ra/co»-. SZz- IA. die Wache den Gesandten ergriffen, und selben von dem Angesicht des Sanwis entfernet hat. Weiters berichtet lVl-alcov, daß Dagobert mit den vereinigten Hilfstruppen der Longobarden den Saznos darnach zwar bekrieget, und die Wenden bestegt habe, allein in wie weit selber sürgeschrittcn, ist unbekannt. Samo starb im Jahr 7Z2, nachdem er z6 Jahr regieret hatte. 94) Ihm folgte der zweite wendische Fürst. Baruch, oder Bsruth im Jahr 732. Wenden, die unter dessen Negierung öfters durch feindliche Besuche der Avaren sehr geänstiget wurden, und sich zu schwach befum-den, ruften die Pojer um Hilf an, die sie auch nur in jenem Fall erhielten, wenn selbe zur köstlichen Religion übcrtretten wollten, web ches 94) ölLleovius bemerket, daß Frchegar de,, Anfang der Regierung des Samo schon im Zahc 62z. an-sctzet, andere wollen 696. und wieder andere nennen das Zahr72O. der Verfasser hat ihn also mit den mehreren Geschichtschreibern oor Baruch ge-setzct> ches Boruth auch bewilliget, und zum Zeichen seiner Zusage seinen eigenen Sohn Karast, und seinen Vetter Kethumar, den Sohn seines Lru> ders den Pojcrn indessen als Geiseln überge» den hat. Karast und Kcthumar wurden durch Lupus einen Priester von Khicmsce im kristli-chcn Glauben unterrichtet. Nach Boruths Tod folgte sein Sohn Karaft tm Jahr 7ZO. ^^on diesem haken uns die Geschichtschreiber eben nichts merkwürdiges hinterlassen. Einige wollen, seine Regierung seye von kurzer Dauer gewesen, indem er nach dreijähriger Regierung durch einen frühen Tod überraschet worden. Mehrere und glaubenswürdige Schriftsteller bestimmen seine Regierung auf ly Jahre. Oesters lassen sich die Jahre und Mondentäge der kär-nischen Fürsten, und Herzogen ersterer Zeiten sehr schwer benennen, indem die Geschichtschreiber auch oft bei 60 Jahre voneinander entfernet sind. Nach Karasts Tod kam sein Detter E 4 Ktt KeLhumar Im Jahr 769. zur Regierung. (§r unternahm es die erste Grundlage zumKri» stenthum anzulegcn, und die Abgbttcrey der Wenden, und Kärner zu vertilgen. Zur Aus» führung dieses mühesamen Werkes verlangte er Virgil den Bischof von Salzburg, welcher aber an seiner statt die Priester Majoran, Wato, Ne» gimbert, Gozar, Latin, und den Diakon Eckart sammt noch mehr ändern dahin abschickte, ein Disthum errichtete, und den Priester Modestus als ersten Bischof einsetzte. Sein Sitz war unweit der heutigen Stadt Klagcnfurt, wo noch die alte berühmte Kirche zu sehen, so nachmals Marien Soll genannt worden. Kaum hatten die Kärner, und Wenden angefangen sich die Binde von ihren Augen nehmen zu lassen, so ihnen von ihren heidnischen Pfaffen angeleget worden, und kaum hatten sich einige Hunderte derselben zum kristlichcn Glauben bekennet, als bald darauf Bischof Modest, und nach selben der Wenden Fürst Kethumar verstorben. Mo» HO—-W 7Z Modestens Körper wurde zu Marien Soll beigesetzet, wo noch dessen Grab gczciget wird. 95) Nach Kerhumar folgte dessen Sohn Walthun, oder Valdung im Jahr 772. E^eine Regierung wäre von kurzer Dauer, und daher haben die Geschichtschreiber von selben nichts merkwürdiges unterlassen. Nach dessen Tod, da er keine Erben rückgelassen, hat» ten einige der kärnerischen Ritter, so den Kri» sten noch nicht geneigt waren, anfänglich in Eil einige tausend Mann gesammelt. Die zwei von Salzburg erst dahin abgeschickte Priester Ma» dalach, und Wahrmann mußten sawmr den übrigen flüchtig gehen. Die neu angehende Kri» sten wurden zum Theil ermordet, zumTheilver-rrieben. Die Zahl der Aufrührer wuchs täglich, dahero ihr Heer anfieng auch für benachbarte Provinzen fürchterlich zu werden. Thassilo der zweite, der Pojer Herzog, der schon lange auf» merksam über das grausame Betragen der Kär» E 5 ncr, 95) Dückers Rromck von Salzcurg- ^ ^->§/7. 74 M-E-M Ner,und Wenden gewesen, kam mit einem gut geordneten Heer inKärnten, bezwang nach und nach die feindliche Horden. Einige tausende wurden niedergemachr, ihre Anführer, und Urheber gefangen , und bestrafet. 96) Thaffilo bemühete sich dasKristenthum zu unterstützen. DttKir-che fand auch an ihm einen Beschützer, das Verdienst einen Belohnet, die Unschuld einen Ver-thkldigcr, daß Verbrechen und die Empörung einen strengen Rächer. Thaffilo setzte seinen Sohn Theodor als Herzogen in Kärnten ein, kam also Kärnten unter die Beherrschung der Pojer, und hat mit selben der herzogliche TitU seinen Anfang genommen. Theodor im Jahr 77z. thaffilo Theodors Vater seines geleisteten Endes uneingedenk hatte Karl dem groffcn bisher noch immer Treu, und Glauben verweigeret; Lahcro Thaffilo gezwungen worden im Lahr 78l. sich aus dem Reichstage zu Worms einzu- stel» HS) Rt cionu äk: LilkLntlMin triuinxlliivit. Lorc. in vit» leMoni-s II. W--M 7Z stellen, und Karln durch einen neuen Eyd die Treue zu geloben. Nachdem er in Bayern zw-rückgekommen, konnte er seinen Verdruß über diese seine Demüthigung nicht verbergen. Er drückte sich darüber mit einer Unbchutsamkeit aus, die ihm am Ende seinen Fall bewirkte. Es gab Leute an seinem Hofe, welche die Rinden , so er in der Hitze ausstieß, Karln hintcr-brachtcn. Das verdächtige Betragen des Herzogs war nun Ursach genug, daß Karl mit dreien Heeren an verschiedenen Seiten zugleich in Bayern cinruckre. Auf die Annäherung dieser Heere bat Thaffilo um Erlaubnis; vor Karln zu erscheinen, erkannte sich strafbar, und flehte um Vergebung. Sie wurd ihm bewilligt. Aber er mußte nun seinen Sohn Theodor nebst zwblf vornehmen Bayern als Griffeln übergeben Thaffilo mußte im Jahr 788- ins Kloster. Eben dieses Schicksal widerfuhr seiner Gemahlin, seinen Söhnen, und Töchtern. Karl der Grosse, der schon im Jahr 775. das Reich der Longobarden erobert hatte, wo sich ihr Kbnig Dcsiderius der Gnade des Uiber> winders überlassen mußte, hatte sich nun auch Bayern, 76 W—GK Bayern, und Kärnten zugeeignct. Er ließ je', de dieser Provinzen, wie das übrige Franken durch Grasen regieren. 97) Ebenfals im Jahr 788. sielen die Hunnen sowohl in Friaul, als in Bayern ein. Sie wurden aber an beiden Orten geschlagen. Die Wenden wurden bis an den Draufluß, die Hunnen bis an die Naab zurückgcrrieben. 98) Da nun Kärnten auch unter die fränkische Regierung gekommen, so hatte Karl einen fränkischen Grafen mit Namen Inguon, oder Ingo rm Jahr 789. über Kärnten zum Regenten bestimmet. ,b>var setzen emige Geschichtschreiber das Jahr 778 an, doch scheinet die Zeitrechnung nach Karls Geschichte richtig zu scyn. Inguon war ein Vertheidizer der katholischen Religion, ungeachtet der meiste kärntnerische Adel noch immer der Abgbtterey anhienge, worüber er selben sein 97) Versuch einer Geschichte Vaiscr Varls des Grossen- 57. 91. 92. 9z. 9S) 9Z. W>—W 77 sein Mißvergnügen genugsam zu erkennen gege» ben, als er neben sich bei einer offenen Taffel Laß schon kristliche Baucrnvolk auf gold » und silbernen Gefäßen, den noch heidnischen Adel und Rinerstand aber in erdenen Geschirren die Speisen vorsetzen ließe. Zum ewigen Gcdächtniß, daß das kärnische Bauernvvlk lange vor ihren adelichen den krist» lichen Glauben angenomm en, bestimmte Jnguon, daß in Zukunft die Landesfürsten dieser Provinze durch einen Dauer sollten eingefttzet wer» den. Wenn nun in vorigen Zeiten ein neuer Landesfürst das Land übernommen, so kam ein Bauer aus Plassendorf, bei welchen diese Gerechtigkeit erblich ist, setzte sich auf einen runden steinernen Tisch, auf dessen Oberfläche des Landes Wappen, welcher noch bei Kärn» bürg ungefähr eine Meile von Klagenfurt, zu sehen. Um ihn stand das Landvolk außer den Schranken versammlet. Dann kam der neue Landesfürst in bäurischer Landeskleidung mit einem Hirrenstab. Neben selben ward an einer Seite ein schwarzes Rind, an der «ndern ein mageres Pferd geführet, hernach kam kam die Ritterschaft zu Pferd mit dem karni» schm Landespanier, und der ganze Adel. Dan folgte zwischen zwey kleinen Panieren ein Graf von Gbrz, und ein Graf aus Kärnten. So» bald der fitzende Bauer den Fürsten ersähe, so rief er ihm in wendischer Sprache (so nachmals in deutscher geschah) zu: v?er ist der, der so hochtrabend einhcrgehet V das umstehende Landesvolk antwortete: der Fürst des Landes kömmt. Dann fragte der Bauer: ist er auch ein gerechter Richter ? wird er das >^?yl un» seres Landes besorgen? und selben die frepe Eigenschaft lassen? wird er eine Stütze der Rristen sezm? wird er die Wittwen, und wepsen schützen? Sie antworten: Ja! End» lich muste der neue Landessürst dem Bauer> eidlich versprechen, daß er aus Liebe zur Ge» rcchtigkeit so erarmen wollte, daß er sich mit diesem Rind, und Pferd ernähren sollte. Dann fragte der Bauer den Fürsten: wie wirst du mich von diesem Stuhl bewegen? Der Gras von Gbrz antwortete hieraus: man wird dich mit 60 Pfennige von dannen kaufen; dieser V che, und das Pferd werden dein seyn: du W—W 79 du wirst des Fürsten Kleid nehmen, und dein Zaus wird frey, und nicht zinnebar seyn. Dann gab der Bauer dem Herzog einen gelinden Backenstreich, ermahnte ihn, daß er ein ge» rechter Richter seye, stieg von dem Stein, und führte das Vieh hinweg. Diesen Stein betratt nun der neue Landesfürst, entblößte sein Schwert, und schwung selbes hoch in die Luft, wobey er sprach: Ich yelob euch Gut, und gleich Gericht. Dann zoh der Fürst mit dem ganzen Gefolge zum Gottesdienst in die Kirche, itzt Marien Sol, oder Sall genannt, verwechselte dann die bäurischen Kleider mit dem fürstlichen, und ritt, nachdem er allda, das Mahl eingenommen, mit dem ganzen Adel zu den Lehenstuhl, welcher noch heute im Sol» feld an der Straffe zu sehen ist. Von welchem Stuhl die benachbarte Kirche anfänglich den Na» men in latein lVlarla aä Lolium , Maria zum Kbnigstuhl, oder Lehenstuhl, welches die eigentliche Bedeutung des Worts LoIIum ist, im deutschen aber Marien Sol, daS Feld aber das Solfeld genannt worden. Auf diesen steinernen Stuhl nun setzte sich der neue Landes» fürst 82 W—W sürst gegen Osten , und schwur nur entblößten Haupt, und aufgehobenen Fingern den Eid, so-ihm fürgehalten worden, huldigte, und vcr» liehe die Lehen. Der anwesende Graf von Görz setzte stch an der ändern Seite des Stuhls als Erbgraf in Kärnten, und verlieh auch die Lehen nach seiner Art. Indessen sollen die Grall» mäher, oder Eradeneker die Gewalt zur freycn Aiesmatt, und gleichfalö die Portendorfer, so lang der Fürst im Stuhl gesessen, die Freyheit im Land zu brennen gehabt haben, so aber nicht geschehen, indem sich die Bauern von dieser Bürde mit etwas Geld loökaufen musten. Ernest aus dem Hause Oesterreich war der Letzte, so im Jahr 1414 auf diesem Stuhl gesessen, welches aber sein Sohn Friderik als römischer Kaiser nicht mehr befolgte, dahero gäbe er den Landrittern in Kärnten eine schadlose Verschreibung unterzeichnet St Veit. 1440, daß es ihren Erben an ihren Freyheiten nicht schaden sollte. Eine gleiche Verschreibung echiel> ten sie vom Kaiser Maximilian , gegeben zu Linz 1526, und eben ein solche von Kaiser W—W 8i Ferdinand, gegeben zu Augsburg iZZi. Des» sen Sohn Erzherzog Karl hat zwar den Eid auf dem Solfeld im Jahr 1564, geleistet, doch gegen schadcnlose Verschreibung, daß er von den übrigen Gebräuchen entübriget wurde, und so haben auch nachfolgende Kaiser durch Gesandte solche Huldigung ohne obgemeldte Gebräuche genommen, yy) Noch haben die Bauern zu Plassendorf das Erbrecht, daß stäts einer derselben den Titel des Herzogs in Kärnten beibehaltet. Der heutige Bauer, so diesen Namen führet, nennet sich Johann Edlinger. Sein Freyheitsbrief wurde Ln Wien den vierten Dezember 1731 ausgefertiget, vermbg welchen er eine Hube zu Plassendorf besitzet, von aller Steuer, Dienst, Zinns, und Herrn Forderung frei gelassen wird, und ist selben von drei bis vier Fässer wälschen Weins mauthfreye Einfuhr gestattet. Nach 4.-5. g. c?o^mc>Fr. 401. Türkisch: und ^ungarische Ironick, 8ol 114. uz. 116 117- F Nach Jnguons Tod finden wir eine groffe Lücke in der Geschichte der Kärntner. Einige nennen uns die fränkische Grafen Erick, Kodo-laus, Daldrich, Gotteram, und Albrich, an» dcre: Privislaus, Lenizius, Jstdgmar, und Et-gar. Einige setzen wieder bald nach diesen: Wernher, Bernhard/ Gottfried/'und wieder andere: Engildiko, Luitpold, und Arnolph. Gewis ist es, daß ein fränkischer Graf mit Namen Helmbin im Jahr 828. Die Negierung Kärntens übernommen, nach dessen Tod folgte Graf Miger. . . . Von welchen beiden wir bei den Geschichtschreibern , eben so, wie von dem folgenden nichts als den Namen, und nicht einmal das Lahr aufgereichnet finden. Nach Albigers Tod folgt ^)abl), » »» Endlich nach diesen hat der Sohn Ludwigs, Kbnigs in Deutschland, und Enkel des Kaisers Ludwigs des Frommen Karl» Karlmann im Jahr 861. Die Regierung Kärntens selbst übernom» men, und die herzogliche Würde in seiner Per» son wieder hcreingekracht. Nach Karlmann folgte sein Sohn Arnulf im Jahr 87z. Welcher nachmals zum Kaiserthum gelan» get, und Kärnten indessen durch einen Grafen mit Namen Engildiko verwalten ließ. Dieser wurde seiner Würde entsetzet, dahero die Ne» gierung an Luipold im Jahr 89Z. Uibergeben worden. Nach dessen Tod folgte sein Sohn Arnolf rm Jahr 927. Er starb im Jahr 937. Kaiser Otto der Er» ste ließ Arnolfens Sdhne nicht zu dieser Würde gelangen, und übergab das Herzogthum Kärn» ten an dessen Bruder F 2 Ber-- Betthold im Jahr 938. Er besaf das Herzoglhum durch roJahr, nach dessen Tod setzte Otto seinen Bruder Heinrich den Ersten im Jahr 948. Als Herzogen eitt, der die Tochter Herzogs Arnolf zur Frau hatte. Einige sehen Ber» tholds Tod, und Heinrichs Anfang um 8 Jahr früher. Ihm folgte sein Sohn Heinrich der Zwerre. In der Regierung. Er hatte wieder Kaiser Otto den Zweiten die Waffen ergriffen; dahcro er von. selben seines Hcrzogthums entsetzet worden. Ihm folgte der von Otto eingesetzte Heinrich der Dritte im Jahr 976. Ein SöhnBcrtholds eines bayrischen Gra-fens. Ohngeachtct ihn einigen den ersten Heinrich nennen, so mag er doch immer der Dritte bleiben, da er schon oben 2 Vorgeher mit gleichem Namen hatte. Da er mit seinem Vorführer Heinrich den Zwepten bei einer neuen Em- , pd- M -dM 85 pörung mit einverstanden war, so wurde er ebenfalls nach einer zweijährigen Regierung des Hcrro'gthums entsetzet. Nach ihm kam Otto I. im Jahr 978- Zur Regierung. Ein Sohn der Schwester KaiscrsOtto des Zweyten. AlsHeinrich dcrDrit^ te oon Kaiser Otto aber wieder begnadet worden, tratt ihm Herzog Otto die Würde im Jahr 985. freiwillig ab. Heinrich, oder Hezel starb im Jahr 997- und Otto übernahm wieder das Herzogthum. Stach dessen Tod übernahm die herzogliche Würde sein Sohn Conrad I. im Jahr 100z. Er starb, und hintcrlicß einen unmündi-, gen Sohn gleiches Namens. Da hatte sich indessen Atdabero im Jahr 1012 Ein Graf v. Eppenstein in dessen Negierung eingedrungen. Dieser war zu herrschsüchtig. Stets geneigt zu Empbrungen, suchte er benachbarte Fürsten gegen den Kaiser aufzuwick» F z len; 86 M—-E len; dahero er von seinem Herzogthum ver» trieben worden. Ln seine Würde folgte nun Conrad II. im Jahr rozZ. Ein Sohn des Ersten Lonrads. Einige wollen/ daß er schon im Jahr lozy die mehrere/ und verläßlichere Geschichtschreiber aber im Lahr W47 verstorben scy. Nach deffenTod kam Welpho im Jahr 1047 Zur Negierung. Unter diesen drey letz» teren Regenten war der Zeitpunkt / wo Kärnten am mächtigsten war. Es begriff in seinem weiten Umfang das Herzogthum Meran gegen Etsch, so nachmals zu Tyrol kam, die Markgrafschaft Krainburg gegen den Ssustuß, die damahlige Grafschaften Krain, und Zilli, die Pfalzgrasschaft Gbrz, die Pfalzgrafschaft Krai» bürg gegen den Inn in Bayern, dann Puster-thall, und die Markgrafschaft Kärnten an der Mur. Aber eben da Kärnten am stärksten war. ist es auch seiner Zertrümmerung am M—GA 87 Aba der Kdnig von Hungarn fiel schon im, Jahr IO4Z in Kärnten, und weiters in Oesterreich, und Bayern ein, er verheerte,' und plünderte Städte, und Ddrfer. Mit so vieler Beute beladen führte er noch eine so groffe Anzahl der Gefangenen mit sich, daß er für dießmal gezwungen war den Rückmarsch zu nehmen. Aber der dritte Ottokar, erster Markgraf in Steycr hatte die ganze Gegend über den Murstrom, so damals zu Kärnten gehbrig war, wieder eroberet. Er verfolgte die Hungarn bis Petau. Aba wurde dort ge» schlagen, verlohr seine ganze Beute, samt den Gefangenen, und kümmerlich kamen einigem ihr Reich zurück, i) Kaiser Heinrich der Dritte beschenkte den Ottokar zur Belohnung seiner Tapferkeit mit dem über den Murstrom eroberten Antheil Kärntens. 2) Da hatte also Kärnten schon einen merklichen Theil seiner Provinze von sich gelassen. F 4 End> l) Leben der Rsnige von 4»ngarn 77». 78' r) prevcnhubcr alt Skicrmark24 u. 25. Lt-eve. /ot. 12, Oon^tu» L c-e. Endlich starb Herzog Welpho mit Ende des Brrthold im Iahr^ioz6) In dessen Würde eingesetzet. Er stammte aus dem gräflichen Haus von Zäringen. Seine Regierung war von kurzer Dauer. Nach dessen Tod (andere wollen, daß er entsetzet worden) folgte Leopold im Jahr 1060, Es ist nicht gewis, ob er von dem Haus v. Zärmgen, und Bertholds Sohn wäre. Er empörte sich wider den Kaiser, und wurde vertrieben. Aventinus berichtet, daß er gar in die Acht erkläret worden, z) Kaiser Heinrich der vierte, der schon lange die Verdienste Marguards des Grafen von Ave--lanz, Eppenstein, und Märzthal zu belohnen gedachte, da er zugleich ein Sohn des schon oben bemerkten Aldalbers Grafens v. Eppen» stein war, ließ es nun geschehen, daß sich Mar- tmars Hsro tuc> orieatLlI L-truorum xrovin-ciss psrts Lc. Z) Prcvmhubcr alt Sricrmark27- Marquard im Jahr ro/z Des Herzogthums Kärntens bemächtigte. Ledsch muste Marquard an Ottokarn ( der ohnehin schon seinen den Hungarn abgenonn» menen Antheil Kärntens besaß, wie oben bemerket worden) noch den ganzen östlichenThm dieser Provinze, den nämlich Stcycrmark bis sn das heutige Kärnten besitzet, übergeben, folgende Theile aber hatte Ottokar von dem kärntnerischen Herzog Heinrich, so der Letzte aus dem Stammen der Märzthalcr war, bald darnach durch Kauf an sich gekracht, als: Longenau, St. Stephan, Bruck, Semerich, Gestnik, das halbe Khavolei, Portenau, und Nairren, dann, Käbcin, und Spergenberg, und Dogtey zu St. Lambert. 4) F 5 Ma» 4) Prcvcnhubers alt Gticrmark 27. Uus coines »b Lxpenüein , 6c ^vs- lünr, ^Nelbsronls Oiicis ^uonäLin ll-»noruin ex^nto^ti tiliirs I.eoxc>Mc> prutcrixto ab Hen-rlco IV, Iinxsr. In Ouc^tci L»rlntbi» con-ürncatur, teä b»L Is^s, ut LlLkLbisin Ornorum Uemxtam a OucLtu Ottocrro Orionir 8ti- 90 W—W Marguard starb im fünften Jahr seiner Regierung. Ihm folgte sein Sohn Luitold, oder Leopold im Jahr 1077. Er starb ohne hinterlassenen Erben, dahero sein jüngerer Bruder Heinrich IV. im Jahr 1090. Die herzogliche Würde überkommen, als aber mit selben im Jahr 1127. das Geschlecht Grafen von Märzthal abgestorben war, so ka» men die Grafen von Spannheim, und Orten-' bürg zur Regierung. Graf Siegfried von Spannheim hatte sich mit Richards dem letzten Sprossen der Grafen von Lavant vermählet. Ihm hat das Gotteshaus St. Paul, und seinem Sohn Engelbert das im Jahr 109a. errichtete Kloster seinen Ur> sprung zu verdanken. Dieser Engelbert zeigte zweien Sbhne, den Heinrich, und Engelbert. DaS Herzogthum übernahm nun dieser Hein» 8lir!» coinitis in ISorico Mlio in psrpstnum eonesäerst, Le. /EGA yZ die Salzburger die Sache mit ihrem Erzbischof Philipp wieder ausgeglichen, und sich mit selben vereinbarer. Z) Nachdem nun die Streit» sache zwischen den Bischdffen also kei-elegtwor» den, starb Ulrich der DritteHerzog in Kärnten; dahero Philipp im Jahr 1269. Ulrichs Bruder, und Erzbischof zu Salz, bürg Ansprüche auf das Herzogthum machte, und selbes wirklich in Besitz nahm. Ottokar, der wie oben bemerket, von Ulrich zum Etben dieses Herzogtums eingesetzct worden, schickte nun den Ulrich Lichtenstciner wider Philipp mit einem Heer nach Kärnten, und kam endlich selb» sten. Doch hatten die Stände den Krieg zu vermeiden die Sache durch einen gütlichen Der» gleich dahin gebracht, daß Philipp dem Ottokar . Las Herzogthum überlassen, und seine übrige Lebenstage zu Krems in Oesterreich vollenden mußte. Nun hatte Ot» S) Dückers Rronick von Sal;bur§. -c Äi/l. vue. Le>r,/«,/. yo k Zp- Ottokar im Jahr 1271 Die Regierung Kärntens übernommen. Als über Rudolph, Graf von Habsburg zur kaiserlichen Würde gelanget, forderte selber von Ottokar Oesterreich, Steyer, Kärnten, und Kram wieder zurück, worüber beide die Waffen ergriffen. Der Kaiser rückte selbst mit einer zahlreichen Armee in Oesterreich, nahm eine Stadt nach der ändern ein, und endlich Wien selbstcn. Da lagen beide Heere sechs Wochen im Marchfeld gegen einander durch die Donau alleinig abgeschnitten. Als es aber znm Tref» fen kommen wollte, erklärte sich Ottokar dem Kaiser die österreichische Provinze abzutrttcn, und den Eid der Treue zu schwören, jedoch mit diesem Bedingniß, daß es nicht öffentlich, sondern unter einen geschloffenen Zette gesche» hcn sollte. Der Kaiser ließ dahero auf der Donau gelegenen Insul Kamberg an einem er» hobencn Ort das Zelt, und darinnen einen Thron errichten, dahin sowohl das deutsche, als böheimische Heer sehen könnte. Als Ot» tokar nun unter selben vor dem Kaiser auf den Knien W—W 97 Knien lag, und den Eidschwur ablegte, wur» den die 4 Wände des Zeltes, die mit Schnüren dazu gerichtet waren, augenblicklich nieder« gelassen, daß ihn also beide Heere in dieser dcmüthigen Verbeugung sehen musten. Ottokar verbarg aber für dießmal seine heimliche Rache, kam darüber im Jahr 1273 mit einem zahlreichen Heer, und bemächtigte sich in Oester» reich verschiedener Städte. Aber Rudolph setz» te ihme eine ansehnliche Armee entgegen, die aus den wohlversuchtesten Soldaten bestand. Beide Heere fanden einander bald, nachdem sie einander suchten. Sie kamen nun zum zwei» tenmal im Marchfeld zwischen Laa, und Ku-stendorf zu stehen, und lagerten sich gegeneinander. Die Schlacht geschah den 2z August am St. Bartolomäus Abend. Der Kaiser hatte bei seiner Armee zween stcyerische Brüder, die Mährenberger genannt, deren Schwester Ottokar entjungfert, und dessen Bruder, der solches geahndet, hatte henken lassen. Diese zwey nun suchten so lange unter dem Hauffen, bis sie Ottokarn fanden Sie stürzten ihn vom Pferde, und rächten G Bru 93 W-E-GA Bruder, und Schwester, nachdem sie selben mit i8 Wunden alldort liegen gelassen. Otto» kars Kbrper wurde mit grösser Mühe auf der Wahlstadt ganz nackend gefunden, denn die Hungarn des Kaisers Bundsgenossene hatten ihn geplündert. Man bemerkte noch einige Lebenszeichen an ihme, dahero wurde er in in das Städtlein Laa gebracht, wo er dann gestorben. Ottokars Heer kam darüber in Unordnung, und 14200 Mann blieben von selben auf dem Schlachtfeld. 6) Nachdem Rudolph der Kaiser das Herzog» thum Kärnten an sich gebracht, ließ er selbes durch Meinhard einem Tyrolischcn Grafen verwalten. Nun wurde Albert mit Oesterreich, Stcyer,Krain, Wendischmärk, undPortenau,und Mainhardt im Jahr 1282. Mit Kärnten, und Lervis vom Kaiser im Fronhof zu Augsburg belehnet. 7) Im Jahr 1288. hatte Erzbischof Rudolph zu Salzburg die 6) Alt und neu Mestcrreich. De itoo. 7) 8»hrmann a. n. n. Dtst. '/dm. w.t7-r/>. 1. GA 99 die Verordnung ergehen lassen, daß ein Geiste lieber kein weltliches Amt tragen solle, und zwar aus Ursach, weil Erzherzog Albert in Steyer den Bischof zu Seckau, und den Abbren von Admont in Graz zu Stadthaltcrn gesetzet hatte. Der durch diese Verordnung aufgebrachte Albert hatte darüber einige in seinen Landen gelegene dem Erzstift zugehörige Güter an sich gezohen. Der Erzbischof ergrief darüber die Waffen, und hatte einige Orte abgebrannt, und viele Schlösser geschlcifet. Herzog Albert entgegen ordnete den Mährenberger ab, daß er seine Truppen mit dem Judenburgcr verstärken, und das Salzburgische Schloß Fonsdorf belagern sollte. Albert selbst führte ein kleines Heer über den Taurn in Kärnten, überraschte Friesach , und hatte die Stadt alsogleich eingenommen, und abgebrannt. Von da kehrte Albert zurück nach Fonstorf, vereinigte sich mit dem Mährenberger, der eben das Schloß belagerte. Fonstorf wurde erobert, und geschlcifet. Noch stehet man die Rudern davon auf einem Felde ohnweit Judenburg. Albert gieng wieder nach G' 2 Wien Wien zurück. Endlich ist zwischen deeden The-' len zu Wels der Friede hcrgestellt worden. 8) Der Erzbischof starb 1239. ihm folgte Kon» rad von Praitensurt, ein wüttender Kopf, wie sein Dorgeher. Dann im Jahr 1297. als die Oesterreicher sich wieder ihren Landrsfürsim Albert empörten, und Otto der Bayern Fürsten, sammt Erzbischof Konrad zu Hilf begehrten, schickte der Kärntnerische Herzog Meinhard dem Erzherzog eine Anzahl Soldaten unter Anfuhr rung des Hugo des Laufferö als Hilfstruppen, worauf die Salzburger im Lahr 1292. in das Innthal eingefallen. Herzog Meinhard hatte 4 Söhne. Otto, Albert, Ludwig, und Heinrich. Veit, so da-mals die Hauptstadt in Kärnten, und der eigentliche Wohnsitz der herzoglichen Prinzen Al-berts, und Ludwigs war, wurde in der Nacht durch Salzburgische und Bayrische Truppen unter Anführung des Friedrich von Hermberg überfallen. Die Seide Prinzen liefen sammt allen übrigen an die Mauern sich zu vertheidigen; aber 8) VnEers Salzbnrgisch. Rromch.j'ax. 168- ü Ä'-ch Nt.',-. /0/. er?. aber die Feinde hatten selbe schon an einigen Orten überstiegen. Die Gegenwehr war zu schwach, der Anfall unvermuthet. Ludwig wurde gefangen, und Albert starb an einer tödlichen Wunde. Herzog Mainhard schickte seinen Sohn Otto den Aufrührern mit gut gerüsteter Mannschaft entgegen. Das Glück gönnte ihm, daß er rl» mge Urheber dieser Empörung erhaschte. Sie wurden durch Pferde zerrissen, und Albeets Tod gerochen. Otto wurde aber von seiner Schwester Elisabeth, Alberts Gemahlin von mehreren feindlichen Unternehmungen für dies» mal zurückgehalten,damit cs nicht der gesange» ne Bruder Ludwig entgelten müsse. Im fvl» genden Jahr 129z traten die feindliche Par» thcyen zu Linz zusammen, und wurde wieder ein allgemeiner Friede errichtet, wobei die Ge» sangene wechselwcis in Freiheit gestellet worden. 9) Endlich starb Herzog Meinhard. Ihm folg» ten seine drei Söhne G 3 Ot» y) Vüikcrv Salzburg. Aronict'. 17z. N«-> grins Bcschreib. Tirols. ?<-§. 117. Otto, Ludwig, und Heiinlch VII. rm Lahr iryZ. Sie theilten anfänglich die Negierung über Kärnten, und Tyrol unter sich. Otto, und Ludwig aber wurden durch einen frühen Tod dahingerissen. Heinrich hatte sich Mit Anna ei» ner Schwester Wenzels, Königs in Böheim verglichet, welcher im Jahr 1326 ermordet worden. Heinrich wurde nun von den Böhmischen Ständen als König erwählt, er mußte aber die Krone an Rudolphen in Oesterreich überlassen. Rudolph starb vermutlich durch Gift im Jahr rzoy. Die Stände erwählten wieder Heinrichen, das Volk aber verlangte Herzog Fridrichen des Kaisers Sohn. Indes» sen wurde Kaiser Albert im Jahr izo8. er» mordet. Dieser Gelegenheit hatte sich Heinrich bedienet. Er gieng nach Prag, und übernahm das Königreich. Zu streng in seiner Negierung schickte er alle Gelder, so er aus dem kuttenber-gischen Silber hatte schlagen gelassen, nach Kärn» ten, darüber mochte er sich viele Feinde ge» macht haben. Die Böhmische Stände aufge» bracht GI-— W IQZ kracht schickten einen Gesandten an Kaiser Hein» rich mit dem Anträge, daß Sie das Königreich seinem Sohn Johann übergeben wollten. Johann kam mit einem starken Heer bis Prag, und nbthigte den Heinrich Böheim zu verlassen, und wieder in sein Herzogthum Kärnten zurückzukehren , welches stch im Jahr rzio. ereignet hatte. Heinrich verehligte seine ältereTochterMar» gareth, die wegen ihren grossen Mund die Maul» tasch genennt worden, mit Johann Heinrich, einem Markgrafen in Mähren, und Sohn Johanns des Königs in Böheim. Herzog Heinrich starb im Jahr iZZZ. Nach dessen Tod wollte sich Margareth das Herzogthum in Kärnten zueignen; Aber Kaiser Ludwig übergab selbes an die zwecn österreichische Erzherzogen Albert, und Otto IH. im Jahr 1336. Dahero sich Johann König von Böheim entgegen den Kaiser bei den Neichsständen be» schwärte, daß er die Gemahlin seines Sohns G 4 ih- ao) Düker» Salzburg- Rromk122- bc. 104 WE--M rhres Erbtheils beraubet hätte. Der Kaiser bedeutete ihme aber, er habe die Macht alle Land, und Herrschaften, so ohne Mannöstam» men dem Reich rückfällig wurden, zu ihren Nutzen zu verleihen, wem er wolle, n) Margareth beschloß also, was sie in der Güte nicht erhalten konnte, durch die Waffen zu suchen. Sic hatte sich dahero durch die folgende zwey Jahre mit allen Kriegsgcräth-schaften vorbereitet, und ist un Jahr 1337, die meiste setzen 1334, mit einem gut geordnet ten Heer in Kärnten eingerucket, welches fie selbst pcrMlich begleitete. Nachdem sie schon verschiedene Ort, und -Schlösser geplündert, und verheeret hatte. 12) Drang fie bis zur Festung Osterwiz vor, weil fie vernommen, daß sich der meiste Adel dort» hin geflüchtet habe. DerFestungskommendant Reinhard Schenk hatte die stürmende allzeit mit großen vcrlurst zurückgemeben, dahero sich H) De ^00. /0/. Y6- 12) Die Eroberung der Festung Dietrichstem, Haf-nerberg, und Auffcnsteins Schlacht bei Feldkirch sind im zweykcn Theil bemerket. d—-W IOZ ^ sich die Maultasch entschlossen/ die Ilibergab durch Hunger zu erzwingen. Unvermuchet aber erschölle die Post, daß mit gedoppelten Schritten ein starker Entsatz zwischen den Bergen herzueile, und schon sehr nahe scye. Uiber welches die Gräfin Marga» mh mit ihrer Mannschaft flüchtig gierige, und ihr Pager zurück lassen muste. Die flüchtige wurden eingeholt, theils geschlagen, und ge> fangen, theils zerstreuet. In dem feindlichen Lager befanden sich im Zelte der Maultasch viele Stücke von ihrer Rüstung, unter welchen ihr schwarz samctncr Sattel mit Gold gesticket, ihre Pickelhaube mit einer darüber abhangcn» den Mütze aus einer Tiegerhaut, ein Schild, Schwert, und Hacke begriffen waren, welche Stücke noch zu Osterwitz in der Rüstkammer zu sehen. Indessen hatten Albert, und Otto in Kärnten noch immer gemeinschaftlich regieret, als im Jahr izzy Otto zu seinen Lätern ver» sammlet war. G 5 Er Er hinterließ zwey Zeugen seines DrsepnS, den Friederich, und Leopold, welche bald ih» rem Vater folgten. Albert ließ sich im Jahr 1Z42 aus dem Zohlfeld nach Landsgebrauch huldigen, Er starb. Don seinen 4 Sdhnen, Rudolph, Friederich, Albert, und Leopold übernahm Rudolph im Jahr 1358. Als der crstgcborne die Negierung Kärntens. Er starb, nachdem er diese Würde bis in das siebende Jahr begleitet hatte. Eben diesem Schicksale muste schon vorhero scinBru» dcr Friederich unterliegen; dahcro folgten in der Regierung die zwey noch übrige Brüder Albert, und Leopold. Dem erstercn ward Oesterreich zugethcilt. Steycr, Kärnten, Ty» rol, und einen Antheil Schwabens übernahm Leopold im Jahr iz6Z. Unterdessen Negierung erregten die Schwei» Her einen Aufstand. Leopold zoh ihnen entge» gen. Bei Sembach erfolgte das unglückliche Treffen, wo er samt den meisten adelichen Nit» tern im Jahr den roten Junms erstochen wor» worden. Er hatte 4 unmündige Sdhne den Wilhelm, Leopold, Ernst, und Friederich zurück gelassen. Uiber gemachtes Ersuchen derselben hatte indessen Leopolds Bruder Albert III. Erzherzog von Oesterreich bis an sein Ende im Jahr igz-z, und nach dessenTod sein Sohn Albert iv. Kärnten verwaltet. Unterdessen hatten die Sdhne Leopolds ihre Großjährigkeit erreichet; dahero Wilhelm im Jahr 1424, Als der Erstgeborne das Herzogthum übernommen. Gleich bei Anfang seiner Negierung hatten einige des kämtnerischcn Adels sich wider den Herzog empöret, und zu diesem Ende wirklich ihre Unterthanen versammlet, und mit Waffen unterstützet. Kreigcr der dw-mahlige Landshauptmann gicng darüber eilends nach Wien, und kam mit wohlgeübten Truppen zurück. Die Aufrührer hatten sich eben mit den ihrigen in dem Feld zwischen Veit, und Friehsach gelagert. Kreiger übersiel diese unordentliche Schwärmer, schlug, und zer» streute die Empörer. Wilhelm stürzte zu Wien io8 W—GG mit seinem Pferd, und war von selben erdrückt im A4- Jahr seines Atters. Seinez Brüder Leopold, Ernst, und Friede rech thcilten nun die Länder unter sich. Leo--pold übernahm Burgau, Breisgau, Elsas, Ergau, und Schwaben, und , Ernst im Jahr 1406, Stepcr, Kärnten, und Kram, Fricderich der jüngstgeborne nahm die Grafschaft Tyrol im Besitz. 13) Im Jahr 1411 starb Leopold, und im Jahr 1414 wurde dem Herrzog Ernst im Zohtt feld gehuldiget. Er zeigte fünfSdhne, und z Tdchter. Sein erstgeborner Fricderich hatte noch nrcht das zehende Jahr erreichet, als Ernstens Tod im Jahr 1424 erfolgte. Nun trat Fricderich Hl. im Jahr 1424 Zwar nur unter der Vormundschaft seines Vaters Bruders des Friederich Grafens von Tyrol die Negierung Kärntens an, bis er sett be im Jahr 1435 endlich selbst übernommen. Nach Nach Hintritt des römischen Kaisers Albertö wurde auf Fricderich im Jahr 1440 von den Reichsständen die römische Königswürde übertragen, da er dann im Jahr 1442 nach Aachen zur Krönung abgereiset. Albert, der das Glück seines Bruders Fricderichs mit neidischen Augen ansahe, sammelte in seiner Abwesenheit eine hinlängliche Anzahl Truppen, und vereft nigte sich mit Graf Ulrich von Zilli. Ulrich siel mit seinem Wenden in Kärm, tcn ein, verwüstete das ganze Lavantthal, und einen grossen Thcil Kärntens, wobei auch das Stift Paul sehr übel mitgenommen worden. 14) Endlich belagerte er selbst die Stadt Lay: kach. Allein sowohl die tapfere Gegenwehr der Belagerten, als die aus Oesterreich herbcy geeilte Hilfsrruppen zwangen die Aufrührer von der Belagerung abzulaffen. Sie wurden geschlagen, und die übrige mit Lerlurst des ganzen Lagers zerstreuet, rz) Albert ward dar>> auf gezwungen sich auf 6 Jahr nach Schwaben zu begeben, und der Fried wurde zwischen bei- 14^ 1ZZ. 15) 7M . /0/. 79. no beiden wieder Hergestellt. Da Friedlich als römischer König sich den Landesgcbräuchen im Zohlfeld nicht unterziehen wollte, so ist die Huldigung in St. Veit der damahligen Hauptstadt vorgenommen worden gegen gege» bcner Versicherung, daß die vorige Rechte un> berührt blcibvn, Friederich verehelichte sich nachmals mit Eleonora Eduards des Königs von Portugal Tochter, und begleitete selbe nach Rom, allwo er den r6. Märzen 1451 mit selber durch Pabsi Nicklas V. vermählet, und als Kaiser gekrönt worden. Im Jahr 1455 drang ein türkisches Geschwader in Krain, Kärnten ein, wurde aber, da es nur eine Näuberrotte war, mit grossen Derlurst der ihrigen wieder zurück getrieben. 16) Im Jahr 1462 wurde Friederich zu Wien von dm ausrührischen Bürgern in seiner Burg belagert, worüber der Landshauptmann in Steyer der tapfere Baumkircher alsogleich ein hinlängliches Heer gesammlct, so aus Steyi-rern, Kärnern, und Kramern bestünde, sich bei 16) /vi. ZF- bei Wien mitPodiebrads des Böheimer Königs Hilfstruppen vereinigte, und den Kaiser be-freyct hatte. Unter den Kärnrnerischen Trup> pcn verdienen bei dem Entsatz der Stadt Wieu Krisroph Kollnitzer, Rudolph Kevenhüller, Kon» rad Kreigcr, und Pongraz Dietrichstcin wegen ihrer Tapferkeit besonders bemerket zu werden. Im Jahr 1468. hatte Kaiser Friderich, um dem öfteren Einkall der Türken Einhalt zu thun, in Kärnten die Ritterschaft des H. Georgs er» richtet. 17) Im Jahr 1475. drangen die Türken in Krain ein. Der Befehlshaber der Kärner, Georg Schenk schlug zwar einen kleinen feind» lichen Dortrab, aber als es bei Rau zum Haupt» treffen kam, wurden die Kaiserlichen von der Menge zu weichen gezwungen. Die Kärner verlohren dabei die Ritter Hornebcrger, Pla» zer, und Hayd. Auf gleicheArt kam solche Räuberrotte durch Krain in Oberkärnten, so z Jahr darnach ge» schah, die ebenfalls groffen Schaden gethan. Im l?) Dar mehrere hievon ist im zweiten Theil bei Muhlftabt j,u finden. Im Lahr i4?o. hatte Georg Schaumberg ein gleiches Geschwader Türkischer Räuber, so über die Kapel gekommen, von St. Andräe abgetrieben. 18) In eben diesem Jahre wurde Bernard der Erzbischof von Salzburg wegen Veranstaltung des zukünftigen Türken krieg« zum Kaiser nach Gräz beruffen. Bernard äusserte sich aber, daß er gesinnt scye die Erzbischbfliche Würde einem ändern zu überlassen, und seine übrige Tage in Ruhe durchzuleben. Als es nun zur Sache kam, daß sein Amt sollte einem ändern verliehen werden, läugncte Bernhard seine dem Kaiser gegebene Acufferung,dahero grief Fride» rich des Erzstifts Gütter in Oesterreich, Steyer und Kärnten an, und zcrstbhrte die Schlösser Laggenbrunn, und Fonstorf. Der Erzbischof rief darnach den Kbnig von Hunzarn Mathias Korvin um Hilf an, und verpfändete selben die von den Kaiserlichen noch nicht besetzte Stadt Friesach. Die Hungarn kamen unter Attfüh« rung des Maubitz mit einem zahlreichen Heer im 18) IZI, rrZ im Lahr 1481. rahmen die Stadt in Besitz, und rhaten mit Nauden und Brennen grossen Schaden in Kärnten. Im Jahr 1483. kam das zweite Heer der Hungarn unter Anführung des Marapetrus; sie eroberten nach einer 6 monatlichen Bela» gerung das Schloß Dietrichstem, ungeachtet des tapfern Wiederstands des Pongraz Dietrich» sieins, und das Schloß wurde gänzlich zer» sibhrct. 19) Endlich wurden die Hungarn im Jahr 1496. gänzlich von den Kärnern, und Salzbur» gern aus Kärnten abgetrieben. 20) Bald darnach bereuete der Erzbischof seine Aufwicklung der Hungarn wieder den Kaiser. Er reiste dahero nach Wien, und verglich sich mit Friderich ohne Wissen seines Bundsgenos» sen. 21) Schon 19) s-i-M-ri?. /0/. 57. das Mehrere ist im zwey-tcn Theil bei Friesach. W) /r/em /0/. 6O. vnckcr« Rrsnrck. V. Gal; hure- 2l6 H ii4 Schon im Jahr 1462. erzeigte Friderich einen Sohn mit Namen Maximilian, welcher im Jahr 1492. die eingefallene Türken unter Anführung Rudolphs Kevcnhüllers nicht allein bei Villach geschlagen, sondern selbe gänzlich aus Kärnten vertrieben. Endlich starb Fride» rich. Ihm folgte sein Sohn Maximilian im Jahr 1495- Er schenkte den OrtKlagenfurtdenStän» den unter gewissen Bedingnisscn. Mit Maria einer Tochter Karls des Herzogs in Vurgund vermählt zeugte er einen Sohn Philipp, der im Jahr 1496. Kbnig in Spanien geworden. Philipp starb 1506. und hintcrließ zwei Sbhne, Karl und Ferdinand. Im Jahr 1517. erregten die Wenden einen Aufstand, und hatten bei der Stadt Rain ein kleines Heer versammelt. Der Stoff hiezu war die Bedrückung von ihren Herrschaften. Maxi-, milian versprach ihnen Genugthuung zu verschaffen , wenn sie sich nicht weiters feindlich bezeigten. Da aber dieses nicht erfolgte, schickte uz er den damaligen Landeshauptmann Sigmund Dietrichstein mit einem wohlgeordneten Heer. Die Wenden erlitten eine grosse Niederlag, wurden zerstreuet, und die Gefangene ändern zum Beispiel an die Bäume gehangen. 22) Bald darauf erfolgte der Tod Maximilians zu Wels. Nun kam Philipps Sohn Karl im Jahr 1519. zur Regierung. Die Besitznehmung Kärntens geschah durch Abgeordnete. Da seine Länder zu weitläuftig waren, so übergab er einen Theil derselben sammt Kärnten an seinen Bruder- Ferdinand I. im Jahr 1521. Er ließ seinen Sohn Karl im Solfeld die Lehnen austheilen, und starb in eben diesem Jahr. Dahero Karl II. im Jahr 1564. Die Negierung Kärntens übernommen'. Im Jahr 1571. wurde er in Wien mit Maria H 2 Al- 22) n-/?. Nuc. /st. 105- Ulberts des Bayern Herzogs Tochter vermäh» ltt, mit welcher er im Jahr 1576. in Klagen» furt dem Landtag beiwohnte. Unter dessen Re» gierung hatte Kärnten Luthers Lehre angenom» men. Als er im Jahr 1590. eilends von Wien nach Gräz gereiset um der Religionsaufruhr alldort Einhalt zu thun, starb er am dritten Tag nach seiner Ankunft. Ihm folgte in der Regierung sein ältester aber noch unmündiger Sohn Ferdinand II. im Jahr 1Z90. Ihm wurde Erzherzog Ernst ein Bruder Rudolphs des rbhmischen Kaisers zum Bormund gesetzet. Als Ferdinand im Jahr 1596. die Volljährigkeit erreichet hatte, übernahm er die Regierung selbst, und kam in eben diesem Jahr nach Klagenfurt, wo er den 2gten Jäner auf dem Solfeld den Kärntnern den gewöhnlichen Epd, und selbe ihm den Eyd der Treue entgegen geschworen. Jedoch bliebe der Auftritt mit dem bäurischen Herzoge für diesmal so, wie bei allen folgenden Herzogen hindann. Die von lhme in Kärnten errichtete Schn» len übergab er den Jesuiten sammt dem Stift Ebendorf, so er den regulirten Chorherren ab» genommen hatte. Den Schulen in Gräz aber hatte er Müllstadt geschenket. Endlich starb Ferdinand in Wien. Ihm folgte sein Sohn Ferdinand III. im Jahr 1657. Nachdem er Kärnten durch 20 Jahr be» herrschet hatte, ward er zu seinen Vätern ver» sammelt, und überließ die Regierung seinemSohn Leopold IV. im Jahr i6z7-Den acht und zwanzigsten des Monats Au» gusts im Jahr 1662 kam er selbst nach Klagen» furt. Die Huldigung geschah den Zweiten deS Monats Septembers in der Stadt, von da er nachmals seine Reise über Laybach fortseyte. UnterLcopolds Regierung verspührte man in Kärnten ein gewaltiges Erdbdben, bei welchem im Jahr 1692. die Stadt Villach groffen Schaden erlitten. Nach Leopolds Tod übernahm die Regie« rung sein erstgcbohrner Sohn H 3 Die Joseph I. im Jahr 1705. Nach einer fünfjährigen Regierung ist er von -en Kindspocken hingerissen worden. Ihm folgte sein Bruder Karl IV. im Jahr 1711. Unter dessen Regierung mußte Kärnten viel von dertödtenden Seuche erdulden. Wirklich sind im Jahr 1716. durch die Pest 5870 der Inwohner dahin gerissen worden. Die Handlung flüssiger zu machen, ließ Karl eine Strasse von Mahrburg aufKlagenfurt, und von da über den Loibl nach Laybach anlegen. Im Jahr 1724. ließ Karl öffentlich bekannt machen, daß die Erbfolge im Mangel des männ» lichcn Stammens auch den Töchtern sollte zu» gethcilt werden, welches vorhero schon sowohl von dem erbländischen, als Reichsständen gut geheißen worden. Karl starb, ihm folgte ver-mög dieser Gesetze . Maria Theresia im Jahr 1740. Schon im Jahr 1736. wurde selbe mit Franzen Großherzogen von Toskana, und Her» gogcn von Lothringen vermählet. Franz wurde von Theresen als Mitregcnt erkläret. Aus ih» nen sproß Joseph im Jahr 1741. Die Negierung Theresens war eine der Auffallendsten. Bald war sie mit schweren Kriegen verwickelt, bald mit Staatseinrichtungcn beschäftiget. Im Jahr 1747. wurde in Klagenfurt ein Appellationsgericht errichtet, allein die Folgen zeigten, daß es aus gewissen Ursachen nicht thunlich war; die Stelle gicng dahero 1749. wieder nach Gräz zurück. Um den Klagen bedrückter Unterthancn Einhalt zu rhun, hatte die gütigste Monarchin im Jahr 1759. die Bambergische Herrschaften durch einen Vertrag an sich geldset. Im Jahr 1765 giengon die höchsten Herrschaften durch Kärnten nach Jnnspruck zu dem Dermählungsfest ihres Sohns Erzherzogens H 4 Leo» Leopolds, und der Prinzessin aus Spanien, allwo den ibten Augustmonats der plötzliche Hintritt ih^es höchsten Gemahls erfolgte, nach Lessen Tod Sie ihren Sohn Joseph zum Mirregenten ernannt. Das in Kärnten gut geordnete Wcysen» Haus, und die Normalschulen haben ihr Da-seyn der gütigsten Monarchin zu verdanken. Endlich am neun und zwanzigsten des Wintermonats 1780 ward auch die grosse Therese zu ihren Dätern versammlet, und hatte Joseph II. im Jahr 1780. Die Regierung übernommen, unter dessen glücklichen Regierung nun Kärnten eine der merkwürdigsten Epochen erlebet. Seine Lebensart ist gänzlich dazu eingerichtet, sich dem erhobenen Amte seiner Krone zu widmen. Bereits hat er den schon lange erwünschten Anfang gemacht den Aberglauben auszurotten, und den Leichtgläubigen die Binde von den Augen zu nehmen. Zum Nutzen seiner Unterthancn macht er die todrn Gelder der Mdnche flüssig, und bildet aus Müffiggängern thättige Mitglieder des Staats, - Er ist frey in seinem Wesen, streng gegen sich selbst, gerecht/ gnädig, und eben darum gefürchtet, geliebt, geehrt. Er verstattet allen «inen frcyen Zutritt, und ist bemühet gerech» len Klagen abzuhelfen. Mit wohllhättiger Hand durchzog er seine Weitläufige Staaten/ trdstete Unglückliche, und rächte Bosheit. Bei der Verehrung thätiger, und rechtschaffener Religion des Herzens ist er auch sehr geneigt diejenige zu dulden, die in der ihrigen einen ändern Namen führen, als er. Mit seinen weisen Gesetzen folgte die Ab» stcllung gewisser Prozessionen, lächerlicher Ge» betssormeln, und nächtlicher Andachten, wobei mehr der Aphrodite, als sonst einem Hei» ligen geopfert ward. Reinigung der Bücherzensur nach den be» sten Grundsätzen. Die Bibliotheken der Privat müssen undurchsucht verbleiben. Alle H 5 Mnchs. Mönchsorden wurden von ihrem Generalen in Nom emanzipirt, und ganz den vaterländi» schenDischdffen unterworfen. Erster Geldausfluß in ein fremdes Land verstopft. Dispensazionen in Ehesachen werden an die Bischdffe gewiesen. Vcrboth dieselben aus Rom zu haben. Zweiter Geldausfluß in eine gewisse Kammer verstopft. Aufhebung der päbst» lichen Venefizicn Vergebungen, re. Dritter Geldausfluß in ein fremdes Land abgegraben. Die anstbssige Bullen aus allen Ritualen heraus gerissen. Toleranz durch die ganze Monarchie. Aufhebung des heiligen Müffiggangs zahl» reicher Mönche, und Nonnen. Juden in die Rechte der Menschheit eingesetzt. Aufhebung der Leibeigenschaft durch die ganze Monarchie. Mbnche werden zur Seelsorge angcstcllt, und treten dadurch wieder in die Pflichten des ' Menschen ein. Ver» Vertilgung des empörenden Eides der Di» schbffe für den römischen Pabst. Ein anderer Eid auf immer untersagt. Einführung protestantischer Betthäuser, und Pfarren, als ernstliche Beweise der Toleranz. Die romantisch kindischen Eheverlobniffe werden für ungültig erklärt. Kirchen werden von all dem gewöhnlichen fanatischen, theatralischen, Aberglaube näh» rendcn, unsinnigen, Ländelhaften Putze gerei» rüget. Vermehrung, und Verbesserung der Stadt, und Landschulen. Anwendung des Kirchenreichthums zu Un» terstützung Armer, und Kranker. Einführung des deutschen Kirchengesangs. Reinigung und Verbesserung des Justiz» wesens. Wer nennt uns außer Joseph einen an» dcrn Monarchen? Wer findet einen würdigem unter seinen Vorgchern verflossener Jahr hun» dcrtcn? der weisere Gesetze zum Wohl seiner Mterthanen verfasset. Ihn 124 Ihn lobet, u»d fürchtet jeder Stand, selbst der Geistliche. Er ist größer als seine Vorführer, und schwerlich wird einer der Nachfolger ihm gleich perden. Einst werden ihm die SMerenkel ferner Nachwelten bei der Urne seiner geheiligten Asche noch rufen: Ssmxsr I-IoiioL, Nomen^us tuum, ^siuäsZ^us münsdunt. Ende des ersten Theils. Zwei- Zweiter Theil. Merkwürdigkeiten ihrer heutigen Provinze. Nec te (!oAno5cunr lerrT verrentibus 3NNI8. Allgemeine Einlheilung, und Beschaffenheit des Landes. heutige Herzogthum Kärnten gränzct gegen Morgen an Untersteyer, gegen Abend an Tyrol, Salzburg, gegen Mittag an Krain, und einen Theilder Republik Venedig, und gegen Mitternacht wieder an Salzburg und Obersteycr. Kärnten wird sonst in das Obere, Mittere und Untere nach der Karte eingctheilet, nach dcrmaliger Lage aber bestehet solches nur aus pveyen Kreisten, deren jeder sein eigenes Kreis-, amt zu Klagcnfurt und Diellach hat. Im Jahr 1782. den ersten Julius wurde in Klagcnfurt ein neues Appcllationsgericht über Inner , und Oberbsterreich errichtet, ingleichen die Land-, rechtsstelle den ersten November 178z. von da hinweg nach Laybach mit dem Krainerischen vereinbaret. Zum Behelf in kleinen Streitsachen chm aber eme adelicheNechrsverwaltunginKla. genfurt errichtet. Man zählet nach dem Populationsstand die Zahl der Einwohner auf 235442. Kbpfe. Sie leben vermischt mit den Wenden. Die Herr» schende Religion ist die Katholische, nur die Bewohner Oberkärntens hangen meistens der Lutherischen Lehre an, wo ihnen auch ihre eigene Pastores geduldet werden. Das Land ist gegen Tyrol, Salzburg und Krain sehr gebirgig. Die bekannteste Berge sind folgende: an der steyrischen Gränze der Ursula» Berg, die Lavamünter Alpe, die Prernitzer, und Hartneitsteiner Alpe, der Gbselkerg, der Berg Bernosen, der Päckberg, die Kuck, und Grabenalpe, die Freyalpe, der Eisenhut, und der Stang, dann der Berg Petzn. An der Salzburgischen Gränzc: der Kuech» kerg, und Schwarzhorn, der Katschberg, der Kornnaßfeldcr, und Rauriser Taurn, der Go» serad, und Hochenohrn. An der Gränze gegen dem Venetiankschen: der Nomunda, und Kreuzberg, die Pleckenalpe, der Kdmenberg, der Oberpret. An An der Gränze gegen Kram: der Berg Wurzen, die Berge Kopi, Selniza, und Loibl. Gegen Tprol der Gailberg, und Flasch» Verg. Ausser diesen kommen noch folgende zu bemerken: der Ulrichs- Veits » Lorenz» und He» lenenberg, der Berg Amboling unweit St. An» dreas, die obere, und untere Saualpe, der Berg Klipitseck, die Gdrlitzer Alpe, dann die Berge Letach, Speick, Kosl, Lolkart, Bdllen, und der Zerna. Unter den Flüssen ist der fischreiche Drau» fluß der bekannteste. Er durchstrbmt das gan» ze Kärnten, und war vorhin der Gränzscheider zwischen den Pojern, und Wenden, welches ^07. /0/. 27Z. also bemerket: vravus ex loricis violentior, 8avus ex Alpibus Oarnlcis placläior - - und /0/. IA9 üoc vero conlkt, Irluram, spuü veteies äissermlnalks Lo^or, 8: VeneMs. Außer diesen zählt man noch folgende: die Lavant, die Glan, die Gurk,Felia, Liser, GaiU,Mdll, und Älagenfurt. Hier kommen weiters zu bemerken der Werteriee bei Klagenfurr, der Ossiacher, Müll» I stad» stadter, Md Weiffenste, dann die kleinere, als der Weiß, und Schwarzsee, der Molitzer, und Kcffclsee, der Oder, und Unterste, der Murnitzer, Nadler, und Fornste, der Facker, Gogcr, und Tuschgersee, der Enger, Geisni» ker, und Rablersee. Kärnten hat auch seine Gesundheits Bä» der. Sie sind nach Bemerkung des Herrn v. Kranz folgende: das Loonader, und Magda-lencnbad unweit Feldkirchen. Das Villacher» kad. Das Frgganterbad ark der Salzburgischen Gränze. Das Barkarabad bei Friesach. Das Katharinenbad unweit Müllstadt. Das Wan» gernitzerbad an der Gränze gegen Tyrol. Eben so merkwürdig sind Kärntens Sauer-krünne, als: Der Weisbacher, Brekler,Pau» litscher, und Naberniggersauerbrunn, dann dev Liwzmüller im Lavantthalle. Der Jrrlachev unweit Windisch Kappel, der Neuschutzer un» weit Gmünd, der Klieninggrabner, und Gmündnersauerbrunn. Kärnten hat auch vorzügliche Bergwercke, als; Die trächtige Eistnbergwerke zu Hütten» berg, Moßnitz, und Lblling, dann jenes zu Wal» Waldenstein. Die Eisengruben zu St. Gertraud, und St. Leonhard. Das Goldbergwerk zu Großkircheim. Die Silberberg zu Sternfeld, und Meisclding. Die Kupferbergwerke zu Fra» gant, und am Lambertsberge im Lavantthale. Die Vlepberge ob Villach, im Schwarzenbach, und am Näbl. Man zählt in Kärnten n Städte, Z2 Märke, 168 Schlbffer, 2 Bischthümer, 9 Stifter, n Mbnchen, und z Nonncnklbster. Davon besttzet die Geistlichkeit z Städte, 9 Märke, und 16 Schlösser. Bereits aber hat man nun auch in Kärnten schon den Anfang gemacht einige Güter derselben einzuzichen. Weiters zählt man zwei Ritterkommenden, als eine zu Pulst den Maltesern gehörig, und eine zu Friesach, die ein Eigcnthum des deutschen Ordens ist. Da das Land am meisten Orten gebirgig ist, und sehr steinigten Grund hat, so hat es am Getreide fast gar keinen Uiberfluß, jedoch hat es von Natur jährlich soviel, als es selbst verzehren mag. Nebst den Feldsrüchten hat cs I 2 an an einigen Orten auch überflüssig schmackhafte Baumfrüchtc. Die meiste Erzeigniß, womit sich -er Sandmann abgiebt, bestehet in Flachs, Breyn, und Heide. An Pferden, und Hornvieh hat es einen guten, und schönen Wuchs. Nur in Unterkärnten stehet man einige sehr wenige Hügel gegen die Gränze mit Reben bepflanzet, derer Saft aber sehr geistlos ist. Uibrigens sind in Kärnten keine Weinberge zu sehen, sie sollten sich aber darüber mit Hallern trösten: Denn hier bekränzt der Herbst die Hügel nicht mit Reben, Man prest kein jährend naßgeguetschten Beeren ab, Die Erde hat zum Durst nur Brunnen herge» geben, Und kein bekünstelt Sauer bescheinigt euer Grab. Beglückte klaget nichtihr wuchert im Derlie» ren, Kein Gut, kein nöthig Trank, ein Gift verlieret ihr; Die E IZZ Die gütige Natur vcrbiethct ihn den Lhicren. Der Mensch allein trinkt Wein, und wird dadurch ein Thier. Versuch über kärntnerische Alterthümer, und andere merkwürdige Gegenstände. Verfasser hat sich zum Grunsatze gcse» Her, im folgenden Versuch, der nach buchstäblicher Ordnung verfasset ist, wo es mdglich war, den Ursprung, und die Merkwürdigkeiten aufzuzeichnen. Kärnten strotzet von Alter-rhümern, so wie die benachbarten Herzogthü» mer Steyer, und Krain. Entdeckungen in der Geschichte der Alten in der Münz , und Baukunst, und in mehre» ren Fachen wurden uns ihreu Ursprung zu ver» danken haben, wenn fleissige Nachforscher der Alterthümer auf Unterstützung hoffen durften. So bemerket man in Kärnten noch die Rudern grösser da gestandener Ortschaften unter St. Paul im Lavantthal ob dem Wasser Lavant, unter Sonnegg, so den Ungnaden gehörig war, im Jaunthal, izt St. Hemma am I z Jaun» Jaunstein. Zwischen Blcyburg, und dem Nar» renbichl bei den obern Weyer nahe am Gebirg, vor Zeiten Leobach. Im Lurnfcld zwischen Saxenburg, und Spital in Oberkarntcn , und endlich im Zohlfeld bei Marien Sol ausserKla» genfurt. St. Andreas. Eine Stadt im Lavantthal dein Erzbisthum Salzburg gehdrig am Fluß mit gleichem Namen' Es war dieser Ort sammt seinem Bezirke erst' lich eine Grafschaft, welche der kärntnerische Herzog Heinrich im Jahr 99L. seiner Tochter Prinzessin Nicharda in ihr Eigcnthum übergab, alö sich selbe mit Graf Siegfried von Spang-heim verehlichr hatte. Lazius vermeint, daß hier das alte Flavium gestanden. Hier ist der eigentliche Sitz des Bi» schofö von Lavant. Dieses Bisthum ist im Jahr 1223. (andere setzen um 3. andere um 5 Jahr " spätrer) durch Eberhard II. Erzbischof zu Salz» bürg errichtet worden. Der erste Vorsteher nannte sich Ulrich. Dückers Salzburg. Rro» nick. F-rF. 144. Dev Der 26te seiner Nachfolger mit Namen Mbert hatte zu seinem Gedächtniß vor der Stadt eine Kirche errichtet/ zu Maria Loreto genannt / bei welcher sich einige von Märenbcrg dorthin berufene Nonnen im Jahr i66z. nieder» gelassen. Im Jahr 1482. drang ein türkisches Ge» schwader bis hicher/ welche aber durch die kluge Anstalt des Georg Schaumberg wieder abgetrie» ben worden und die von ändern Orten mit sich geschlepte Benthe zurückgelaffen. Altenhofens. Eine Salzdurgische Mark ist wegen ihren Alterthum bekannt. Noch sichet man dort viele Rudern. Unter den daselbst gefundenen rbmi» schm Gedüchmißsteinen sind folgende bekannt: LlMN NLKNVI.V8. V. L. MI. LN. lVl^XM-L. SLLVMck. VXOKI. UibersetzttNF: Diesen Stein hat Aelius Ter» tullus sich, und seiner zweiten Gattin Maxima noch lebend ge» setzet. I 4 ^l- -36 W---W N. VUVVII,!. N. L UXIII, ».MLDL8. V. Ist zu lesen: Marcu; Oallicinus Vinäill IVlu-nlclpl tuo. UXIII. I^Drsäss vivi fecerunt. Übersetzung. Markus Gallizin , und dessen Erben haben dem Nindil seinem Freygelaffcnen diesen Slein zum Gedächtnis; gesetzet im Jahr 6z. Arnoldsstein War anfänglich ein prächtkges Schloß auf einem Fels ungefähr 4 Meilen von Klagen» furt, von einem Unbekannten mit Namen Ar« nold erbauet, dahero es also genennt worden. Otto der Bamberger Bischof aus dem Geschlecht der Grafenv.Andcch,u. Dieffen, so nachmals unter die Zahl der heiligen übersetzet worden, hatte nach Reichhards Berechnung im Jahr H2j, nach Buzelin aber 1126 hier ein Benediktiner Stift errichtet, und selben einen Abten mit Namen Ingram fürgeseyet. Der neunte seiner Nachfolger Abt Florimund lebte in einer der fürchterlichsten Epochen; dan im W"W -37 im Jahr izZv stürzten daselbst einige der hdch» stcn Berge vermuthlich durch unterirdische Er» schürterung zusammen, unter dessen Schutt viele Schlösser und Dörfer ihr augenblickliches Ende erreichet. Bei der Thür dev Kirche ist das Bildniß einer Manns, und Weibsperson eingemaucrt zu sehen, so der allgemeinen Sage nach die eigentliche Schilderung des Erbauers Arnolds, und seiner Gattin scyn solle. DietrichSstem. Eine vorhin merkwürdige Festung, und das Stammhaus der Dietrich stein er- Eine zweimahlige Belagerung macht diesen Ort in der Geschichte merkwürdig. Im Jahr rgZ4 setzte die Gräfin Margareth, wegen ihren schie» fen Mund die Maultasch genannt, mit voller Macht an diese Festung. Zwcp von ihr in Sold genommene verruchte Bbsewichtcr musten sich in die Festung einschleichen, und hatten den Auftrag derselben Vertheidiger den Heinrich Dietrichstein, und Dietrich Welz zu ermorden: Beide aber wurden noch vor vollbrach» rer Thar entdecket/ und hingerichtet. I 5 End* rz8 W-E-M Endlich da Margarcth der Festung von allen Seiten tapfer zusctzte, und die Zahl der Belagerten zu gering war sich länger darin zu verteidigen, so hatten die Ritter Dietrichstein, und Welz bei nächtlichen Dunkel selbe verlassen, und sind durch einen heimlichen Weg mit ihren Knechten abgezohen, worüber danntie Maul» tasch diesen Ort gänzlich in Besitz genommen. Im Jahr 148? kamen die Hungarn mit ihrem Anführer Marapelrus bis hieher. Der damalig kommandircnde Pongraz Dietrichstcin verrheidigte sich aus allen Kräften, schleiderte die stürmende Hungarn öfters zurück, wagte einige vorteilhafte Ausfälle auf selbe, und endlich ein besonders Treffen, in welchem der schon verwundete Dietrichstcin dem Marapelrus eine schwere Wunde am Arm, und eine an der Stirne beigebracht hatte; Da aber die Hungarn sowohl eine weit bequemere Lage, als auch ungleich stärkere Mannschaft hatten, so muste Die» trichstcm endlich nach einer 6 monatlichen Bcla» gerung der Uibermacht seiner Feinde weichen, und die Festung in derselben Gewalt übergeben, von welchen selbe gänzlich geschleifet wurde. Ebern- W-"W iZ9 Eberndsrf. Allda hat Ulrich Patriarch von Aquileja im Jahr no6. aus dem rückgelassenen Bermb» gen des Graf Achaz v. Bogen ein Stift regu» lirrer Lhorherrn Augustinerordens errichtet. Feldkirch. Eine Mark nicht weit von dem Ossiacher See. Mcgiser ^uua/. H i. 9. vermeint hier seye das alte Santikum gewesen, Kluverius ent» gegen will, daß es Sonnegg in Kärnten seye. Daß dieser Ort schon zur Zeit der Römer bewohnt gewesen, läßt sich aus den vor langer Zeit hier gefundenen römischen GedächtnWci» ncn schließen. Der älteste derselben lautete also: SVII^. V. 10. 8. LD. MK70- IVI. OOXI. car. -^.Vr. Vkl80. ZsslU. S. XXXII. wird gelesen: Aurelius Zum vlvus s^cit lidi, de ^ureliss 'srlconi conjungi carilliML , L ^.urelio llrl'o 6!ia mortuo ^.nno XXXII. Ui- i4o W—W UiberfttzuttF: Aurel Sura hat dieses Denk» maal sich, und Aurel Trikon sei» ner liebsten Gattin, und dem Aurel Ursus seinem verstürbe» nen Sohn im Jahr Z2 gesetzet. So, wie uns einige Geschichtschreiber auf» gezeichnet unterlassen haben, ist zu bemerken, daß hier die Kärncr unter Anführung des Ge» neral Aufensteins im Jahr izz4, verläßlicher aber rzzü von der Margareth Maultasch eine grosse Niederlag erlitten. Aufenstein hatte nebst der Tyrolischen, und Bdheimischen Mannschaft noch mehrere Gehil» fen, als den Graf Ottenburg, Dietrichstcin, Liechtenstein, Stubenberg, Ungnad, Kollnitz, Liebenberg, und Glanegger, deren jeder seine eigene Knechte hatte, welchen sich noch der Dischoff v. Seggau, und jener v. Laybach mit den ihrigen beigesellet hatten. Das Treffen war von beiden Seiten in der Ebene bei Feld» kirch sehr scharf angefangen, nachdem gegen :-Ow der Kärner erschlagen worden, zog Au» fenstcin mir seinem noch übrigen Heer nach Feldkirch zurück. Man W>—-W- i4i Die Obsiegende Maultasch stolz auf ihren Siege, wollte ihrer Wuth noch keine Gränze bestimmen, drang weiter vor, und bestürmte das Schloß Hafnerberg, und viele andere, wel» che alle ein grausames Opfer ihrer weiblichen Raserey wurden. Ferlach. Ein bekannter Ort wegen der dortselbstigen Gcwehrfabrick. Man will allda 276. Meister» schäften zählen, die aus Rohrschmicdcn, Rohr» verschraufern, Zeugmachern, Schloßpolierern, Büchsenmachern, Schiftern, und Schldsserma» chern bestehen. Friesach. Eine alte berühmte Stadt, ungefeyr6Mci» len von Klagenfurt an der Gränze gegen die steyrische Mark, so auch Freysach, und Frisach genennet wird. An einer Seite spielet das Wasser Metnitz, an der ändern ist em hoher Berg mit mehreren kleinen Hügeln, und Felsen zu sehen, welche den Dorüberrcisenden wegen den Rudern vieler dagestandenen Gebäuden merk» merkwürdig werden. Dor mehr als 6rn Iah» ren war hier eine trächtliche Goldgrube. Nach Meinung des Lazius soll das von Ptolomäus, und Plinius in Nordgau bemerkte Dirunum vorhin da gestanden seyn, welches nach Antonius Reisebuch niooo. Doppel» schritte von Aguilesa, und nach PeutingersTa-bellen 72000 von Zileja, oder Zilli entfernet war. Allein es ist noch nicht bestimmt, wo Di» runum gestanden; dann Pyrkheimer, Molczius, und Ruszeller setzen es in Obersteyer, wo itzt Iudcnburg ist, Simler will, es scye Brauneck inTprol, und Kluverius schreibt, cs sey gestan» Len, wo itzt V'olkermark ist. Man hat vorhin hier in dem alten Gemäuer sehr viele Grabsteine, und andere Denkmäler gesehen, welche aber theils zu Gebäuden ver» wendet, theils so verschleppet worden. Die älteste derselben hatte folgende Aufschrift: v. lVl. 3. VVMIV3. /eVIDVS. 81. V. 8. LD. I-'IUL. N^XML. G. XVH. Wird Wird gelesen: viis iVlanibus sacrum. vurrius ^vitu.?, 8: setronla IVIaximila vivi stecerunt 6bi, 8c stÜT iVlaximce, niortu-e anno XVII, intellcistlmi karentes. Uibersetzung: Den Seelen der Verstorbenen gewidmet-Die Unglückseligste Eltern Dur-rius Avit, und Petronia Ma> ximilla haben sich und ihrerToch-rer Maxima, welche im Jahr 17 verstorben, dieses Denkmal noch lebend gesetzet. ?/rIILX1'I6V8 8VI8. VLI1H0X. öVI^OX. 8. L. LI'. ^DXttVI/eVI, L. 8. VXOklI. LVII'O. L. Ist zu lesen: Carentibus suis, Veitroni öut-toni suo Wo, 8c Letrise, tum uxori, stlloe ^stnomati Lutto secit. Uibersequng: Diesen Stein hat Butto seinen Eltern, seinen Sohn dem Dei» tro 144 W>—W tro Butto, un- seiner Gattin Tetria, einer Tochter des Ad» nomat gesetzet. Friesach mit dem ganzem Bezirke war vor» hin ein Eigenthum der Grafen von Zeltschach. Wilhelm der letzte dieses Stammes wurde mit seinen zween Sdhnen Wilhelm, und Hartwig von seinen aufrührischen Knappen ermordet. Hemma dessen ruckgelaffene Wittwe, so nachmals unter die Zahl der Heiligen versetzet wurde, soll, wie Megiser bemerket, diese Stadt nachmals dem Erzbistthum Salzburg im Jahr !O8O übergeben haben; Lazius aber, und Merlan wollen, daß Kaiser Heinrich der Zweite selbe an Salzburg geschencket. Thiemo der damalige Erzbischof zu Salzburg hatte einen gewaltigen Nebenbuhler um Las Bisthum. Bcrthold drr selbe schon un» ter dem vorigen Bischof Gebhard an sich zu bringen gedachte, warf sich zu einen Afterbi» schosse auf. Er fand viele Anhänger, sammel» te dahero einige Tausend Knechte. Thiemo brachte sein Heer auch in Ord» nung, welches noch seine Anverwandte die Gra» W"W 14Z Grafen v. Medingen mit ihren Hilfstruppen verstärkten. Beide Bischöfe trafen mit ihren Heeren zusamen, und die priesterliche Schlacht nahm ihren Anfang. Der Erfolg war unglück» lich für Thiemo ausgefallen. Er gicng flüchtig über den Taurn nach Kärnten, und wollte in seiner ihme gehörigen Stadt Friesach fich nie» derlassen. Aber Graf Ulrich, so ein Freund desVertholdswar, und auch mit seinem feind» lichen Heer bereit war, nahm ihn auf dem Weg gefangen, und belagerte Friesach. Aber er fand bei diesen Bürgern einen tapferen Wi» derstand, dahero Ulrich durch Naserey ange» trieben den gefangenen Salzkurgischen Bischof Lhiemo an einen der Stadt gegen überstehenden Wall anbindcn ließ, welchen Ort die be» lägerte Friesacher mit Steiner beschleidcrten; die Bürger der Stadt aber hatten ihren gefan» genen Bischof erkannt, und dahero ihre Schlei» dem an ein andere Seite gewendet. Ulrich durch den tapfern Widerstand der Friesacher aller Hoffnung beraubt selbe unterjochen zu können, zog mit seinem Kriegsherr zurück. K Eben 146 W M Eben dieser Thicmo, nachdem selber aus Ulrichs Gefangenschaft frcygelassen worden, besuchte nachmals mit Giselbert dem zweiten Abt zu Admont Palestina, und ist aus seiner Reise zu Korazaim im Jahr mo mit mehre» ren Kristen von den Barbaren ermordet, und dann in die Zahl dcrHeiligen eingesetzet worden. Im Jahr 1275 käme das Heer Ottokars des Bbheimcrkbnigs vor Friesachs Mauren unter Anführung des General Milots. Das Uibergewicht der feindlichen Stärke zwang diese thätige Bürger sich selben zu ergeben. Ein gleiches Schicksal hatte diese Stadt im Jahr 1289 als sie Albert von Oesterreich errobert hatte. Im Jahr 1481 als Mathias der Hungarn König Kärnten bekriegte, drang sein Heer unter Anführung des Maubitz bis hieher. Er fand aber im Friesachcr Feld den Beit Welz mit seinen Truppen zu einen unvermuthetcn Empfang bereit. Man schlug sich von beiden Seiten mit gleichem Erfolg, bis Maubitz einige durch Geld erkaufte Kärntner dahin verleitete durch eine Lüge Welzerstod bei ihnen zu verbreiten. Muth, Mutt), und Kräften verließen nach dieser erdichteten Nachricht das Kärnerische Heer. Die erfolgte Unordnung verursachte, daß man von allen Seiten flüchtig gienge, und dm Sieg samt der Stadt den Feindeu überließe. Die Hungarn behielten diese Stadt in ih» rem ruhigen Lefitz. Kralobitz ihr Vorgesetzter General hielt selbe in guter Ordnung, und scharfer Zucht. Dessen wachsames Aug gestat» tete selben niemals aus die Mauern zu gehen, damit dieses damals zum Naub geneigte Volk mit seinen Streifercpen bei den Kärner keine Unruhe verursachte. Nach Kralobitzcns Tod aber wurden die Hungarn ordentliche Parthey» gänger, und raubten zerschiedene Gegenden aus. Da entstand Unruhe von allen Seiten. Die Kärner vereinten sich mit den Salzburgern, und zwangen endlich im Jahr 1496 die Hungarn Kärnten gänzlich zu verlassen. Bei dieser Stadt kommt endlich noch besonders zu bemerken, daß in dem von Herl. Hyazint alldort im Jahr 1222 errichteten Do» minikanerkloster der berübmte Lehrer Thomas von Aguin seinen Schülern im theologischeil K - Fa» 148 W—M Fache als dffcntlicher Lehrer fürgestanden. Her» mann berichtet uns in seinen Reisen durch Kärn» ten von Jahr 1780, daß die dortige Dominikaner-mdnche die fröhlichsten, und fettesten im gan> M Lande seyen. Hermanns io Brief, 1 Land. Georgen am Längste. Im Jahr lOoi hatte Ottian ein Graf v. Gbrz, und Wühburg, und dessen Gemahlin hier ein Benediktinernonnenstift errichtet. Griffen Ein Mark ungefähr 5 Meile von Klagen, furt. Im Jahr i2gZ hatte der Vambergische Bischof Echenbert hier ein Prämonstratenser» stift erbauet. Der erste Vorsteher war Kon» rad, ihn folgten 25,nach welchem Johann der vierte im Jahr 1490 der erste mit der Jnful beehret worden. Gurk Eine berühmte Mark, 6 Meile von Kla» genfurt, von welcher der neben fließende klei» ne Fluß seinen Namen hat. Hemma, eine ruckgelassene Wittwe des Wilhelms Grafens von W-—W 149 von Friesach, und Zettschach, die nachmals in die Zahl der Heilige» übersetzet worden, hatte hier ein Marien Kirche, und ein Kloster für Benediktiner Nonnen errichtet, in welchem sie selbst das Ordcnsklcid von dem Salzburgs', schen Erzbischof Balduin, welcher im Jahr 1060 verstorben, empfangen, und nachmals hier ihre Grabstätte gewähret. Als aber die Stelle des zu Marien Sol verstorbenen vierten, und letzten Bischofs Oswalds nach den Jahr 870 nicht mehr ersetzet worden, indem mit dem Salzburgischen Erzbischof Adalbin ein Streit entstanden, so hat Gebhard v. Salzburg im Jahr 1072 diese Nonnen v. Gurk weg übersetzet, und aus ihren Kloster ein neues Bistthum er-, richtet. Der erste Bischof war Günter v. Grapffeld. Dückers Salzburg. Rrsnikz-aF.ZZ, Ü' 88, UNd 6ranei7i N Dückers Bericht von Errichtung dieses Bistthums ist folgender: Gebhard Erzbischof zu Salzburg, ein Sohn des Lhadolds Grafens v. Helfenstein und K 3 _________________________________________ der *) Die Grafen v. Helfenstein entstanden im Jahr 820-Johann der letzte dieses Geschlechts starb in Welschland im Jahr 1627. der Azala einer gebornen Gräfin v. Kazenelen» bogen, ließ fich am meisten angelegen seyn, wie er den damals bei den weltlichen Priestern m ganz Deutschland, und bei seinem Erzbist, tyum gewöhnlichen Ehestand / und Beischlaf Einralt rhuen könnte. Zu diesem Ende ist er im zwcyten Jahr seiner Negierung io6zzuden Lateranischen Konzilium gezogen, wo sodann fest gesetzet worden, daß verehelichte, oder beischlafende Priester in Zukunft weder eine Meß zu lesen, weder von der Kirche Einkünfte zu beheben berechtiget sevn sollen, und ihre Messen ungültig erkläret worden. Da hat nun Erzbischof Gebhard die Bewilligung erhalten, zu mehrerer Obsscht, und Verbesserung der Sitten seiner Priester, indem er seinen zu grosscn Bezirk nicht übersehen tonte , aus dem von der Hemma errichteten Frau-enkloster zu Gurk ein neues Bistthum zu errichten; indem jenes zu Maria Sol schon im Jahr 870 erloschen,und nur 4 Bischöfe gezählet hatte. Den 6. May 1072 ist Günther von Ärapffeld v. GebhardLrzbischofzuSalzburg in Gegenwart folgender Bischöfe, als des Altwein v. Brixen, des des Elenhart von Frcysing, des Kandian von Histria, des Otto von Regcnspurg, und des Attmann von Passau als erster Bischof zu Gurk geweihet, und eingesetzel worden. Die Güter, so Hemma ihrem Kloster, und dem Balduin Gebhards Vorführern ge-schenket, hatte Gebhard dem neuen Bistthum und dem Stift Admont zugeeignct. Im Jahr lZAZ hatte Kaiser Ferdinand I. mit Erzbischof Matthäus wegen Ersetzung dic» ses Distthums es also fest gesctzet, daß in Zu» kunft Oesterreich als Herzog in Kärnten zween Salzburg aber den dritten jedoch dem Herzog anständigen benennen solle. Klagenfurt Die Hauptstadt in Kärnten soll nach Me» gisers Meynung ihren Namen von dem nicht weit davon vorüber gehenden Wasser Glansort entlehnet haben. Den Ursprung dieser Stadt betreffend sind zwar einige, aber sehr irrige Meynungcn. Bolland meldet, daß einige vermuthen, hier seye Adundrina gestanden; anderen scheinet cs, K 4 daß iz- W—-M Laß vorhin hier eine Stadt gestanden die Olau-äsnstortum, nach den lateinischen Komm eiau- LHlW,8svLrss uxorl lloc viv»5 secit. Im Jahr >Z95 erregte der Magistrat zu Klagenfurt wider den damahligen Landeshaupt» mann Krcigex eine Aufruhr; dahero muste Nft kolaus Lichtenfleiner mit einer in Eil zusam> gezogenen Mannschaft die Stadt von aussen de» fetzen. Die Vorstädte wurden abgebrannt, und die Bürger, so einige Ausfälle wagten, allzeit mit groffen Verlurst zurückgetriebcn, bis endlich emige von Adel, und besonders Niko» laus laus Dietrichsteiner durch ihr Bitten den Lam dcöhauptmann Kreug dahin bewegten die Belagerung aufzuheben, wo sodann die Urheber dieser Aufruhr nach den Gesetzen abgestraft wor* den sind. Im Jahr 147Z kommen 6220 Türken über Len Draufluß bis hieher, welche die herumlie» gcnde Felder verwüstet, und unter den Landvolk eine groffe Niederlag errichtet hatten. Im Jahr 1636 und im Jahr 172z ist diese Stadt durch eine schnell um sich greifende Flam-. me in die Asche gelegt worden, bei welch zwest, maliger Brunst aber jeneKirch zum heil. Geist, da sie von übrigen Gebäuden entfernet stand, allzeit unberührt geblieben. Es scheinet, daß die Stadt unter der gläm. zenden Epoche der itzigcn Bewohner, welche selbe mit neuen Gebäuden vermehret, um viel in ihrer Verschönerung zugenommen habe. Zwar sind die meiste Häuser nur ein Stockwerk hoch. In vielen Seitgäsgen gegen die Bastio» ncn hin find sie gar nicht erhöhet, sondern nur Hüttenfdrmig in der Ebene hin angebracht. Die Bedachung, ao, bis 12 Gebäude ausge^ nom- nommen, ist durchaus mit Schindel, die Spün> neuartig, und lang sind. Die Stadt selbst har breite, und wohlverlegte Güssen. Man zählt darin vier Thbre, als das Ddlkermarker - Villacher - Leiter - und Vichtringer Thor. Auf dem Vdlkermarkerthor liest man folgende Aufschrift - lssistslltati', ^ lVleritlr OriiUsiiL strocerum erga fsrenistimam ^relristuoum ^.ustriD ?amI1Iam Orlrem lrairc :>l) iuvitilstimo Imperators lVIaximiliauo l. äouatam liäsm Nimbus, ?osta, Vallo iuls stimptlbus IVlunisruut. ^mio NOXLI. An dem Villacherthor: statria: live ?rasstä!um, 8ac> Hom. Imp. äubstälum ^rcsiiäucatua OarintlÜL krooeres ü. st'. lVIVl.XXXVIII. An dem Veiterthor: NVI.XXXIII. Oal. Oct. t^uoä bonum, faustum, lbelix, kortuuatuimgue stt. v. 0. lA. 2s- . HG—W- iZ7 Lerenissimo v. v. (lÄrolo ^rcliiäuci, ^ullriD, Lt Larintiffse ?. V. 8tutu5 ?rocerö8^us ffusu8 ?mvinciD ^.ä constecranäam Nominis Memorium. An dem Vicktringerthor: luenäis Oivi'bns ^rcenäis j-Inüibus ^.rcsticlucatua OrmtkiL krocere? kortam Iianc, H Moenia I^unäituL iuis ex Läikcaniut Lumxtibus. Gassen, und Plätze. Man zählet Heer fünf Plätze, als den Neuen, welcher der Mste, und schönste ist, dann vier kleinere, als den Alten «Vieh - heil. Geist » und Franziskanerplatz. Aus den Gästen sind folgende zu deiner» ken: Die Postgaffe, die Hofkirchgasse, die Her» ren»und Judcngasse, die Getraid»Krammer» und Frdlichgasse, die Spital» und Kanditsch» gaffe, die Wiener, oder Schmeergasse, die Stochaner» Renn » und Dicktringergasse, die neue Welt, das Badgäßgen, samt anderen kleineren. Kir- Kirchen, und Klöster. Die Pfarrkirche war vorhin ein sehr altes Gebäude, so aber gänzlich niedergerissen, und nachmals eine andere nach neueren Ge» schmack angelcget worden. Die Kirche hat ei» nen prächtig freystchcnden Thurm, welcher der Hbchste, und eine Zierde der Stadt ist. Das letzte Stockwerk unter der Kuppel ist mit einem Gang, so aus steinernen Blatten zusam gesctzct, und'eisernen Gitter umgeben, von welchen der dortwohnende Wächter zur Nachts» zeit bei Ende jeder Stunde mit einer Trompe» te, bei jeder Diertlstunde aber mit einem Glbck» gen der Stadt seine Wachsamkeit herunter er» inneret, und bei entstehender Feuersbrunst das Signal zur schleunigen Rettung giebt. Die Hofkirche, so den heil. Aposteln Peter, und Paul gewidmet ist, war vorhin ein Eigenthum der Jesuiten. Daß daran gebaute Kollegium dieser Gesellschaft ist von Kai» ser Ferdinand II. im Jahr 1604 gestiftet, nun» mehro aber in eine Kasserme umschaffen wo» den. Der Stoff zur Einsetzung der Jesuiten W>—M in diese Stadt war, daß selbe sich der damals schon aufkcimendcn Lehre des Luthers entgegen sehen sollten, dahero bei selben auch die dffcnt» liehe Schulen errichtet worden. Schon im Lahr 16OQ kam Martin Bischof zu Seggau mit 402 Mann nach Klagenfurt, und opferte die des Luthers Anhängern abgenommene Bücher öffentlich den Flammen. Die Kirche zum heil. Geist ist schon vor dem Jahr 1636 erbauet, und nachmals den Ursulinernonnen übergeben worden. Im Anfang des Jahrs 172z, nachdem? die Stadt durch eine Feucrsbrunst bis auf dieses Kloster, und Kirche eingeäschert worden, wurde diese Kirche samt dem Kloster einige Monat darnach durch einen Donnerstrcich in Flammen gesetzt, und abgebrannt. Die Kirche der Franziskaner ist im Jahr i6iz erbauet, und durch Ladron Erzbi-. schof zu Salzburg eingeweihet. Verläßlichere Geschichtschreiber wollen beides erst im Jahr 1620 bemerken. Die Kirche der Kapuziner hat ihren Ursprung von den Kärntnerischen Ständen im Jahr 1646 genommen. Aust Ausser diesen bemerket man noch die Kir che zum Spitel genannt, dann die 2 kleinere, als eine in der Burg, und jene Sesscntlrche Denkmäler. Auf dem alten Platze sichet man eine präch» tig gearbeitete Säule, auf deren Spitze das Bildniß des heil. Johann von NepomuÄ. Der Saulenstuhl ruhet auf einer marmornen Grundlage, um welche 6 andere Statuen aus weis-sen Marmor stehen. Das ganze Gebäude ist mit einem eisernen Gitter umgeben, ausser welchen ganz niedere Kettensaulen in guter Ordnung angebracht sind. Vor diesen sind zween Lewen, aus deren beiden Rachen das Wasser in einen grossen steinernen Brunnenbeckcn sich ergießet. Bei Anfang des neuen Platzes ist die Säule der heil. Gottes Gebährerin. In Mitte des Platzes ist ein kleiner Weyer angebracht, welcher erhoben in einem steinernen Bezirke eingeschränkt ist. In Mitte des-selben ruhet der abendtheuerliche Lindwurm auf einem steinernen Säulenfuß, der aus seinem M-E-M 161 nem aufgcsperrten Nachen mit einer drachischcn Mine Wasser sprudelt. Vor selben steht ein Herkules/ der ihn mit einem Streitkolben zu ermorden drohet. In einer Entfernung gegen Ende des Pla» tzcs ist die grosse Therese zu sehen. Sie stehet in Lebensgröße auf 8 marmornen Säulen. Uiber selbe fliegt die kama. Unter allen Denkmälern ist vorzüglich die Pyramide, oder viereckichte Spitzsäule auf dem Platz bei dem Deiterthor zu bemerken. Sie ist aus schwarzen Marmor mit weiffer Fassung. Die Inwohner dieser Stadt hatten selbe nach der im Jahr 1777 erlittenen Fcuersbrunst dem heil. Florian gewidmet. An der untern Stirn» wand liest man folgende Aufschrift: krsspotsnti contra lssurorsm IZnis I)efsnlori Liviws XVII ^rigos. NOOdXXVII. in lVIeäuIIa conklagranr Lolis DeKis conlumptis ä plsno Intsritu liksrata vovit, äicavit, äL eriZi lecit N006I.XXXI. L Auf 162 W.—-GA Auf dem h. Geistplatz stehet man dieDrey» einigkcirssaule, welche die Klagenfurter aus Eelübd wegen der im Jahr 1632 verheerenden Pest errichtet hatten. Auf dein Säulenfuß an der ersten Seite leset man folgende Aufschrift: InMVlL trlavl ?atrl non Fsnlto, rstblo VnIZsnIto, spIrltVI ab bis proOvsntl. An der zweiten: vd Vrbls irVIVs bares -°e Veneno pestls iVlllerlOorvIter ierVatos. An der Dritten: In ^enVa IrViVllblter prostrati k-roVInblL proOeres, 8: OlVes ^OOeptl benerILII An der Vierten Seite: « «oO vratltVÜInIs slgnVrn «rlgl VobVerVnt. In Entfernung einiger Schritte von dieser Säule stehet ein steinerner Fischer, ruckwerts an einem Stein ist folgendes zu lesen: 1606. 80 laug V'ÜI icti 68 bleiben llabn, pis mier meine b'ülcb, nnä krebs abgabn. Unter den vorzüglicheren Gebäuden in der Stadt verdienen besonders bemerket zu werden die Burg, das Landhaus, das Graf Kristal» niggische, dann das neu hergestellte des Herrn Fürsten v. Portia. Gleich bei dem Eingang desselben ist zur linken Seite ein Stein zu se» hen mit Anticker Bildniß Karls des Fünften, auf welchen folgendes zu lesen: IZ66. ksrolus (MiNus Zratia vei Imperator, loanes Laptilla llipa 6s bußAio, Opus luum. Die Stadt hat übrigens 4 sehr kleine und unbeträchtliche Vorstädte, als: die Dblkermar-ker, in welcher die Erzherzog. Residenz, dann die Kirche, und das Kloster der Elisabethine» einen, welche im Jahr »716 errichtet worden, zu bemerken kommen. L s Die 164 Die Leiter Dorstadt, welche durch dieun» weit davon stehende Gebäude der Tuch § und Dleyweiß»Fübricke, des sehr gut geordneten Waysenhauses, und der an der Brücke errich-teten Schutzengelkirche berühmt ist. Daun die Lillacher, und Dicktringcr Dor-städte. In einer kleinen Strecke von der Stadt ist der Werthersee, so sich auf zwo deutsche Meile in der Länge verbreitet, und seinen Na-men von der am See stehenden Kirche, Werth genannt, angenommen hat, wo Abrachar Graf v. Gbrz Bischof zu Freistngen im Jahr iooo ein Kanonikat errichtet hat, welches nachmals von da an einen ändern Ort übersetzet worden. Bei Anfang des See ist die kleine lauretanische Kirche samt einem Lustschloß aus einem Felsen zu sehen, welches Johann Andreas Graf v. Rosenberg im Jahr 1652 erbauet hat. Längste. Um das Jahr iooo hatte Otwin ein Graf von Gbrz, und seine Gattin Wichburg hier auf einem Berge ein Kloster für Benediktiner» nonnen errichtet, unter welchem ein See, wovon GH—M 16z von dos Kloster den Namen hat, sich in einer an genehmen Gegend verbreitet. Hier kommt zu bemerken, daß Otwins Töchter Hildegard, Hilburg, und Berthingund diesem Stift wech» sclweis als Abtissinen vorgestanden. Unter andere Altcrthümer hat man dort den Stock des seligen Otwins aufbehalten, in welchem 17 Merkmaale eingeschnittcn sind, welche seine in der Wüste zugcbrachte Lebensjahre bedeuten sollen. e7a,'mr/i. 54. Muh! stadt. Eine grosse Mark 8 Meile von Klagcnfurt mit dem dabei liegenden See gleiches Namens. Ein ungenannter Geschichtschreiber in der Lebensbeschreibung des secl. Domitianus will uns aufdringen, daß Mühlstadt von dem Lateini» schen: lVlills Nature entsprungen seye, und sol» lc zur Zeit der Römer hier ein Tempel mitioo« Götzenbilder gestanden seyn. Dieses erzwungene Wortspiel aber läßt sich aus der Geschick)» te der alten nicht hieher leiten, indem Antonin in seinem Reisebuch den Ort aä Nills ?mtuaa wirklich zwischen Vregitio,und Arrabona,oder L 3 Ar» i66 W>—W Arrabo, cht Nab bestimmet; folglich dieser Orr in Unterpanonien, und sehr weit von hier entlegen war. Domitian, welchen Megiser einen Herzog in Kärnten nennet, hat hier die erste Kirch er-, kauet. Auf einem dort erfundenen Grabstein ist folgende Inschrift, jedoch ohne Jahrzahl zu lesen: In Nom. ?at. L ?II. L Lpirit. LitnKi. Hic requiescit 8. Domitianus Dux. krimus I^unästor duj. Lccies. Oui convertit itium populum /ui Oristianitatem ad Inkäsiitats. Megiser setzet in seiner Aufschrift noch weiters hinzu: r) Dux Noricorum, K charsntanorum cum Dxo-rs Nlaria Nleranienst. Ungefähr im Jahr HO! hat Graf Erbo, oderArbe, ein Sohn GrafHartwigs aus Baiern bei dieser Kirch ein Benediktinerstift errichtet, wer» 1) 6rrt„eUi ^oxo§rÄxII, 6ermirn. Luü. xax. 40, L te quellt, > welches aber gänzlich abgcbrannt; als nachmals Abt Otto hier die Grundlage zu einem neuen, und grbsscren legre, fand selber von ungefähr die Gebeine des sel. Domitians, seiner Gattin, und eines Kinds, über welche ein groffes Im. ftgel geheftet war. An dessen ersteren Seite sah man den auf dem Thron fitzenden Herzog mit einem Schwert in der rechten, wobei die Aufschrift: ösatus vomltlmius Dux kllwMor Iiusus ILccleliw. Auf der zweiten Seite: I-lL limt lleliciuiw lVlariss llxoris efus. Im Jahr 1468 hat man für nbthig kefun» den diese Mdnche in andere Kldster ihres Or'. dcns einzutheilcn, weil Kaiser Friderich der vierte dieses Gebäude den Georgenrittern, samt ihrem Generalen, oder Großherrn eingerau» met hat, damit selbe den öfteren Einfällen der Ottomanner Einhalt thuen sollen. Oaa/e/ TT. all O/M 2Z ^/u-///.? unterließ uns folgenden Bericht hievon. L 4 Yuan- Ouan6am vom um ml 6 rarem In iVlonasssrio lVlillssa6t 8ali5lrurgen6s Di-ucssss loco a6 6oc «ccommoäo cum 6iccle6a, LIaussro, Dormitorio, ^ulis, Osmeris, 8 aliis necessariis oisscinis, 6s suis propriis facultatibus tun6a-re, ac Lilikcare pro uso, 8: Iiabitatione perpetuis quorum6am lratrum ipssus militaris or-6Iuis, Daicorum lVlilitum, ac etiam 8acer6o-tum, 6ve Olericorum, quorum unus per pra> satum fri6ericum Imperatorem Iiac prima vice -16 !roc eligsnäus, 8 6eputan6us lVIagi-tter generalis exissat, 8: äeinäe eo sublato 6s me6io per lVlilitss (60 Oonsssnsu tamen iplius fr!6erici, aut antiquioris eius6emDomüs^u-ürüe Ducis:) successor eligatur kresbiter vero - - 6t pr-eposstus, prre6iKo, lVlagissro Oens-rall lubesse ceussautur. -Vc prima Lamera lVlagissro , sscun6a krxepossto, tertia antiquiori lVliliti, quarta seniori sacer6oti, 8 s,c 6sin-cexs assignari 6el>eant, ita, ut inter 6uosM-lites unus saceräos, 8 inter 6uos 8acer6otss unus lVliles 6t. In ciioro vero iVlagisssr primum babeat, ac 6smum in illo 8acer6otss lVlilites omnino pr^cessant. Lt tam iVlagitler, 8 W-—W 169 L iVlilires, czuam NrrvpolituZ, ac 5acCräotes calÜMtis, 8c odsäisutiN vota ij>onM smitt-ant. pauxsrtati8 vero votnm emittknäinn nul-Icitenus aälkrinzzantur inviti. Friderich hat die Einkünfte dieser Ritter-schaft noch um ein merkliches vermehret, da er ihnen zu Mühlstadt zwo beträchtliche Herrschaften Sternberg,und Landskron geschenket. Diese Ritter waren durch ihre Gesätze verbunden entweder durch einen Jahrslauf wider die Türken auf eigene Kbsten einen Fcldzug zu machen, oder das nbthige Allmoscn dazu zu erlegen. Die Ritter, und Priester dieses Ordens musten jeden Sonnabend, und an jedem Marien-festtage mit einem weisen Kleid, darauf gehef-ten rothen Kreuz erscheinen; den Sodalcn, oder neu angeworbenen Soldaten aber wurde bei ihrer Aufnahme ein goldenes Kreuz mit einer gleichen Krone von des Ordensgroßmeister an dem rechten Arm befestiget. Ein Jahrhundert verfloß, als die meiste dieser freywilligcn Neligionshelden im Krieg eines rühmlichen Todes verstorben. Daher», als diese Ritterschaft ihr gänzliches Ende er« L 5 rei- i7o W—OG reichet, derselben Güter aber wieder an Oester reich ruckgefallen, die Mark Mühlstadt im Jahr 1598 von Kaiser Ferdinand an die Jesuiten zu Gräz geschenket worden. Ober Vellach Einelandesfürstl. Mark z Stund von Sach» senburg entfernet. Dan schon vor vielen Jahr» Hunderten hier einige Gebäude gestanden, be» zeigen die hier gefundene alten Steine, und Aufschriften derselben, unter welche folgende die älteste zu seyn scheinet: IE6IV8. 8LOVDV8. 60!.. 6LlX^. »Ost'1'08. OVIVl. Lvlk'ieio. »VIO. 8L?VI/I'VKL j V^O'1'0. VIVV8. OO^VID. VD. LX. IlLDI'I'V. LOItVVk. K08^. LD. L8D-T ?/VritOXl(). 8V0. LD. YV^VOYVL MI stONLKMDVK. itzt Ossiach. Dieser Orth hat seinen Namen von dem Stifter, und ward nachmals von einigen ganz irrig Ossiach geschrieben. Graf Graf Ozzius ein heidnischer Wend der Er» genthümer von Liffen, und der ganzen Gegend -wischen Villach, und Feldkirch, zeugte mit seiner Gattin Jrnburgiö einen Sohn mit Na» men Popo, welchen er, um sich ein Känntnist der Sprachen, und Sitten auswärtiger Völker keizubringen in die entlegneste Länder abschichte. Popo besuchte unter ändern auch Rom; traf dort auf geschickte Männer, die ihm das Nichtscyn seiner Götzen, den seichten Aberglau» den, und das Gauckelspiel seiner Pfaffen entdeckten. Sic nahmen ihm die Binde von dem Auge, und Popo ward ein Krist. Er kehrte zurück in sein Vaterland. Ozzius, und Irn» burgis von ihrem Sohn unterrichtetgiengen auch zum Kristenthum über, und errichteten allda eine Kirche, sammt einem Venediktinerkloster, welches in einem dort gefundenen Denkmal al» so bemerket wird. ^ Elnillo erlluxit bis tercentslimus nimm, OxxiuL, IrnburZIs . Is Later, Imc xenetrix, amboruw lffiiius ille Lonverst tmiäsm lirnxere palatia Löriüo, Kt LenecliKo tuis, liante ?opons plo. Ncichard und andere berichten, daß sich dieses erst im Jahr 687. ereignet habe. Die Aufschrift des Grabmals des Stifters ist folgende: <^ui Met stoc Dumulo Lomes, lumc lunäa-vsrat KÜem Oxrins. erzo polum 0 oc/us Ox2l caps! Auf dem Grabstein seiner Gattin: Lonäiäl Irnburgis claullrum sioe Lomes, ossa rsconält Mmc cr/xt-a liLc, conäant 3 animam ullm msam! Hier ist ferners zu bemerken der Ozziacher See, welchem gegen Aufgang der Werter»ge. gen Niedergang aber der Mühlstadtcr See lieget. Osterwitz. Sonst Hochostcrwitz genannt, eine berühmte Festung z Stund von Klagenfurt, war einstens der Schenkischen Familie gehörig, und stehet frey in einer angenehmen Lage Daß Daß schon in den ältesten Zeiten auf diesem Fels ein Gebäude gestanden, ist durch ei» nige vorhin hier gefundene Steine zu erkennen, von welchen der Verfasser nur einen gefunden. Er umfasset ein Ecke im obersten Schloßhof, mit folgender Aufschrift: LM8V8. OtMONIMIA. V. MI. IM. ss. eo- ivivoi. ML^'riLLiN^. L-r 8V18. Uibersetzuny: Diesen Stein hat Bassus ein Sohn des Kongeist, sich, und seiner frbm-sten Gattin Kamulia, einer Tochter des Ouartus, und den seinigen zum Andenken gesetzet. Man gelanget über diesen Felsen durch zwcen Wege. Lener für die Fußgeher ist an manchen Orten sehr steil. Wenn mau schon eine beträchtliche Höhe erreichet hat, gelangt man erst über eine Felsen gehauene Treppen bis zum Schloß sechsten. Die Farthstraffe erbfnet sich mit einem grossen Thor bald bei Anfang des Berges, bei welchen zween nach alten Geschmack gekleidete Knech- Knechte mit ihren Fahnen stehen; an der rech-, ten Seite ist die Maultasch im steinernen Bild. Man gelanget durch sehr viele Thor, und Auf, zügbrückcn bis zum Schloß sechsten. Der Weg dahin ist von beiden Seiten mit Mauren, und kleinen Thürmen beschränket. An der Strasse der Fußgeher ist erstlich zur linken Seite im Schloß eine alte Kirche zu se» hen, von da geht man wieder zur Rechten durch die erste Gasse im Felsen gehauen zur ersten klei» nen Rüstkammer, in welcher unterschiedene Gat» tungen der alten Doppelhäcken, türkische Flin» ten, und anderes Feuergewehr in bester Ord» nung verwahret sind. Von da zur rechten Seite zeigen sich 2 flenne , und 26 groffe metallene Stücke. Dann ist die 2te Rüstkammer, wo alle Gattungen der Partisanen und Lanzen in ihren bestimmten Fächern eingelegt sind. Von da führt die Gaffe zur dritten Rüst» kammcr, in welcher noch filzichte Thurmhüttc, und alte Uniforme verwahret werden. In einer Entfernung davon ist eine besondere Gat» tung einer Mahlmühle, so zur Beguemlichkeit W>—M 175 der vorigen Bewohner dieses Schlosses errichtet worden. Weiters hinauf ist eine Zisterne. Ln dem Schloßhof selbst stehet man einen Ziehbrunnen durch lebenden Felsen gehauen, und eine sehr alte Kapelle. Und endlich im Ecke ist ein aus Metall gegossenes Bild eines Grafen v. Khevenhüllers in der Mauer zu sehen. Nicht weit davon gelangt man über grosse steinerne Treppen hinauf zur letzten sehenswürdigen Nüst» kam wer. unter so vielen Gattungen der hellpollirten stählernen Armaturen ist der Harnisch, und die Picklhaube eines Riesen merkwürdig. Die alten Handstabe der Feldfürsten, Türkische und Hzinnische Schilder, Bögen, Pfeile, Köcher, und Schwerdter, dann die geharnischte Män» ner mit stählerner Rüstung stnd würdig von je» dem Fremdlinge besehen zu werden. In Mitte dieser eisernen Dcnkmähler steht ein hölzerner Kasten, in welchem die sogenann» te Maultasch von der Hand eines Bildhauers geschnitzet ganz nackend in Lebensgrdsse stehet. Auf ihrem Haupt ruhet ein eiserne Pickelhaube, über welche ein sehr hohe Kappe aus einer Ty» ge» 176 W.E-E gerhaut kefesttt ist. Iliber ihre Schultern rück» werts hrngetcin kleines drattenes Panzerhemde. Vor selber ist ihr Schwcrdt, ihre Hacke, und stahlener Spitzschild, und in der Hbhe hanget ihr schwarz sammetmr Sattel mit Gold gesticket. Neben diesen ist eine schon gearbeitete Ochsen-Haut zu sehen, von welcher einige erdichtet ha-ben, daß der Festungs-Kommendant Reinhard Schenk, als die Maultasch Osterwitz belagerte, und auszuhungcrn dachte, in selber 2 Diertl Waizen habe über den Berg herunter werfen lassen, um selbe des Dorraths seiner Lebcnsmit-tel zu übcrzeigen. UFoFr. <7an. 68.69. Gewisser aber scheinet es, daß diese Haut nur bestimmet war um Nieme zum Gewehr, und Rüstung daraus zu schneiden. *) Die Zimmer dieses Schlosses sind meistens wüst, und unbewohnet; nur in den letzteren an emer Seite nistet dermalen ein Schlosser mit seiner Familie, der bestimmt ist die stählern-und eiserne Rüstungen in guten Stand zu erhalten. In -) Du Belagerung dieser Festung ist schon im ersten Theil bemerket- W 177 In dem alten Saal sind einige Familien Portraite, unter welchen jenes der Maultasch besonders merkwürdig ist. Im Hof gelangt man über breite steinerne Treppen abwärts in die alten Keller, die sehr hoch gewdlbt, in lebenden Felsen gehauen, und an allen Seiten sehr liecht find. In dem letzten derselben gehen von dem darüber stehenden sogenannten Nundelen Zimmer zwey grosse Bäu» me abwärts; zu Ende derselben ist eine künstliche Wende angebracht, mit welcher man den im obigen Zimmer stehenden Tisch sammt dem Fußboden in Keller herunter winden kann. Das obige Zimmer ist ganz mit Holz verkleidet, auf dessen Säulen noch kleine hölzerne Schildl zu sehen, mit angehefteten Wappen, und Ge-schlcchtsnamcn. In einem nebenstehenden Gewölbe find die Rudern eines alten GemähldeS mit vielen geistlichen Denksprüchen zu sehen, und sollen diese zwey Zimmer der Wohnort einiger Klosternonnen gewesen sepri- M Paternion. Eine kleine Mark. Selbst der Namen scheinet aus der römischen Sprache hergelciret zu seyn. Daß diese Gegend schon vor vielen Jahrhunderten bevölkert gewesen, zeiget der dort gefundene alle Gedächtnißstein mir folgender Aufschrift: - L/VI'VlMlVVL, WVbkI. V. ib. 8181. LD. U^VlO. VK8V8/L. (iOVI. 0^.8188. /VdbLDO. b. VIIII. N^.8LVU0 VIII. Ulberfttzung: Saturnin Severin hat diesen Stein sich, und seiner liebsten Gattin Namo Ursula, dann seinem Sohn Akzept im Jahr 9. und seinem Sohn Ma-flul im Jahr 8. zum Denkmal gescyet. S- Paul. Eine Mark im Lavantcr Thal 6 Meile von Klagenfurt, wird von der Kirche also genannt, welche Graf Siegfried v. Spannheim damaliger Graf von Lavant, und seine Gattin Richar» da daselbst erbauet, und dem H. -Paul gewidmet met haben. Siegfrieds Sohn GrafEngelwert cr> richtete bei dieser Kirche im Jahr 1091. ein Be» nedikrincrstift, und ließ sich endlich selbst in diesen Orden cinklcidcn- In den dort gefundenen Antiken-Steinen sind die Geschlechtsnamen des Latobius, Sabi» man, der Julia Babilla, und der Vindona, dann des Zäserin zu lesen Im Jahr 1290. ist die Kirche sammt dein Stift abgebrannt, letzteresaberdurch Abbt Kon» rad den Zweiten, und erstere durch Abbt Ulrich den Vierten wieder erbauet worden. Im Jahr 1442. wurde dieses Stift durch die Grafen von Zilli beinahe gänzlich verwüstet, wobeiauchdasLavantthal,und ein grösser Lhcil von Kärnten sehr übel mitgenommen worden. Der im Jahr 1455. erwählte AbbtJohann II. kommt hier besonders zu bemerken. Die» ser thäkige Mann hatte vereinbaret mit seinen Unterthanen ein bis hicher gedrungenes türki» sches Geschwader ganz standhaft zuruckgctrieben. Hieronymus Marchstall, welcher im Jahr 1616. als Abbt erwählet worden, hat die so> wohl von den ZilUern, als nachmals von den M 2 ' Tür. i8o W W Türken beschädigte Gebäude wieder ganz vom Grunde an neu hergestellet. Hier ruhet der Stifter mit seiner Familie. Dessen bei dem Eingangzu seiner Kruft gefundene Inschrift lautet also: sssic ibuuäatores Lomes Inclitus Lugelbertus, blaävi^is conjux bic Lomitissa sacent. llic lVlagäebui'g.eulis ssicsr g^iobiepilcopus Unrä^ig, Larintbiacum pms generolii Oucum. blic Zponbeimenlis Zigkriäus, Lc rilm-i kticbarll«i, Lavantius Lomes, lx Lomitiliu cubant. <7?! til>i kiinlläruntOux optime, maxime templum , Issanc L ssmKe tibi Paule äsäere vomum Spital. Ein kleines Städtgen am Draufluß, 8 Meile oberKlagenfurt, wo dieLisar in dieDrau fällt, ist von Engelbert einem Grafen von Ottenburg erbauet worden. Hermann v. Orten-, bürg hatte hier im Jahr n8z. eine Stiftung auf eine gewisse Anzahl Priester errichtet. Nun ist es den Fürsten v. Portia gehörig, dessen präch» ti- W>—M iZi tiges Schloß von den Fremdlingen besonders gesehen zu werden verdienet. Ohnweit Spital an der Strasse gegen Sa-xenburg ist der OrtLurnfeld genannt, wo noch die Rudern einer großen allhier gestandenen Stadt zu sehen find, welche Muverius, und Lcllarius nach dem Ptol. Teurnia zu seyn ver» meinen. Hierzu hat die Anleitung eines dort gefundenen Steins den Grutar MZ. 47z. bc» merket gegeben mit folgender Inschrift: l.. 'NLttlMDIO. VLstO li. vilM. 'rLVsliv. ?Il. IVll. OK). Aus welchen zu ersehen, daß dieser Stein demLuziusTerenzius Derus, einem der Zwey» männer, und Richter zu Teurnia gesetzet worden. Die Geschichtschreiber find hier in ihren Meinungen um ein merkliches entfernet. La» zius suchet Liburniam zu Radstatt im Salzburgischen. Andere vermeinen, es sepe nun Dil» lach, andere wollen es in St. Veit finden, und wieder andere vermuthcn, daß fie im heutigen Svlfeld gestanden. Entgegen versichert uns La» zius, zcus, daß in Lurnfcld das alte Larize gewesen, welches in Antonius Neiscbuch in der Reise von AguilM bis Lorch bemerket wird, und endlich schreibet Hanfitz, daß Liburnia von dem Wort Liburnia entspringe. Noch bleibt Lurnfcld immer in der Geschieh» te einer der merkwürdigsten Orte/ wegen dort häufig gefundenen untcrirrdischen Gebäuden, Säulen, Pyramiden, Statuen und Münzen. Im Jahr 1572. hat man ober Spital unweit St. Peter im Holz einen Mann, und Weib aus Sm'n gearbeitet gefunden, die Aufschrift war folgende: Lasus. Lolllns. Iroxlilnus, L Lollirr. prod-ata vivl. M. Idcerunt, Lc ^lorentin«. Lntti. pi-entistimre. olaüt. ann. XXVIII. Eben so ist der im Lurnfeldthal gefundene Stein von den Alten zum Gedächtniß ihrer gan» zen Familie gesetzt worden, und lautet also: LahinL. LsvbrlnX. Livire, ^.nn. XL. L. 8Mn. ?1ocamu5. Lonsuxi. pisu-tlst. sc LruinD. <8: ^Xxril. sc Kullo. kilür. V. Es EÄ —-RA ^ 8z Es würde zu viel Naunr fordern mehrere im Lurnfeld, und bei Spital gefundene Denk» müler mit ihren Inschriften hier anzusetzen. Stein. Ein Schloß am Draufluß. Ein kärntnc» rischer Graf Paul Hildegard ließ seine Gattin Agatha wegen fälschlich beschuldeten Ehebruch in dem alten Schloß, Prosnitz genannt, über den Felsen stürzen. Agatha hatte diese Reise ganz unbeschädigt unternommen, indem selbe durch eine gähc Wendung mit ihren Kleidern vermuthlich den Wind gefangen, und senkrecht auf einen moosigtcnGrund gefallen. Als nach nochmaliger Untersuchung ihre Unschuld entdecket worden, unternahm Graf Paul eine Reise nach Rom, und Palcstina. Seine Gattin Aga» tha aber hatte zu Stein eine Kirche dem H. Lau» renzius wo ihre Gebeine ruhen, und die zweite am Fuß des Bergs der H. Maraareth errichtet. Der Todtfall der Stifteri» soll sich, wie Lolland bemerket, im Jahr 1024. nach Verzeichniß des Aeichards aber ro Jahre später ereignet haben. Man hat dieser Geschichte noch viel M 4 Zu» -84 W—M Zusätze beigefüget, welche sich aber aus kemc Wahrheit gründen; indem die alte Handschrif-ten sammt der Kirche nachmals durch eineFeu-ersbrunst mitgenommen worden. Straßburg. Eine sehr alte Stadt in einer angenehmen Lage am Gurkerfluß nicht weit unter der Mart Gurk. Das auf einem Hügel dabcy stehende Schloß hat Johann Jakob Graf v. Lambcrg Bischof zu Gurk errichtet, nachdem das alte durch eine Brunst vorher» zu Grunde gegangen. Ebendieses alte Schloß hat im Jahr 1183 -Erzbischof Konrad v. Salzburg belagert, weil nach Romans Tod ein Herman v. Ortenburg das Gurker Bisthum erhalten, daher» sich Kon rad feindlich widersetzte. Herman aber machte Fried, und überließ seine Würde dem Dietrich Kolnitz. Da es sich die Herrn Erzbischöfe von Salzburg, wie ihre eigene Geschichte klar ausweiset, sehr oft gelüsten liessen wegen kleinen Beleidigungen, und Rangstreit die benachbarte Provinzen feindlich anzugehen, und viel Vür-grrblut zu verspritzen, um die Welt zu überzeu-- gen, W—E i8Z daß sie auch die Rolle eines Monarchen spielen könnten, und einige 1200. Mann in ihrer Ge» walt hätten; So hatte Kaiser Ferdinand I. eö mit Salzburg dahin verglichen, daß künftighin allzeit 2 nacheinander folgende Bischöfe zu Gurk durch den Kaiser, der dritte aber durch den Erzbischof zu Salzburg kestättiget werden sollte. SL. Veit. Eine kleine Stadt beynahe 2. Meile von Klagcnfurt. Ein Geschichtschreiber vermeinet, daß hier das alte Liburnia gestanden, er war aber auch nur der einige, der die alten Städte ohne Grund nach Belieben übersetzte. Nikolaus Klaudianus berichtet uns von dcmUrsprung dieser Stadt folgendes: LmJahr yo2. als die Hünen schon bis hicher gedrungen, habe ein gewisser Eberhard (der damals Befehls» Haber der Kärnischen Truppen wäre, und welcher von dem Geschichtsschreiber ganz irrig ein Herzog genennct wird) sich durch ein Gelübd verbunden, wenn er seine Feinde besiegen sollte-an diesem Platze, wo er sich eben damals be» M 5 fand, 186 E fand, dem H. Bett eine Kirche rn bauen, wett ches er auch nach erhaltenen Sieg richtig be, folget, und diese Kirche unter den Fichten, und Erlenbäumern, so damals hier gestanden, cr> richtet hat. Dahero wurde die Kirch ansäng» lich St. Beit in Erla genannt. Die angenehme Lagereitzte einige hier mehrere Gebäude anzulc» gen. Die Anzahl derselben wurdS^ endlich be', trachtlicher, erwuchs zu einerStadt, und wurde mit Mauern umgeben. Man hat alldort viele alte Gedächtnißsteine, so zum NM bei Ausgrabung der Grundfeste, zum Theil in den Gegenden bei Zohlseld gesuw' den, in dem Gemäuer angebracht. Als am Stadtthor: 'Lui. kio Inleguent. vslsr. st. Sc stilvauius. ^chutor. Her. 6ic. cur. An der Mauer im Kirchhof: O. IVl. stsuecio. stucio. lVlouia stecunäiua. IVIarito optimo viva Gc. Sc lidi. Eben daselbst: v. !Vl. Valerius striiciauus. Nil. II. ita p. f. VI. fec. stbi. Sc Valeri. stuMIs:. (Ion. pisn. ?Ius Aufdem Platz in dieser Stadt kommt zu bemerken das grossc steinerne Lrunnbccken, wel» ches sammtbem FußgesteUe am TältschacherBerg aus der Erde gegraben, und als ein Antikerstcin in.dieser Stadt zum ewigen Andenken aufbe» wahret wird. Noch sind einige Gedächtnißsteine, so im Zohlfeld , und dieser Gegend gefunden, und hie-> her versetzet worden, zu bemerken. Als vor der Stadt bei St. Deit folgende: 'stl. lulius. OanänII.ss.Istsnatius.iVlil. Onlr. mont. pr!. ssip.XXX.ll. 8. stl.'sti. Origalio, 6k lulius. Luccio. II. st. Ist zu lesen : 'stitus lulius stwulol! lfilius. Ol-zmtius lVliles stoliortis montanas primi« ssixencliariD XXX. stlTreäss stibi, 8c ststito strigalio, lulius Luccio luec stecerunt. Dei St. Klara unweit St. Veit: 'sti lulius 'stutoris. st. Oalventius. 8 lulia. Ist st. lVovella. uxor. stecsr. stbi. ök 'st. lul. ingenuo, ststl. !stl!I. (loli. Xll. urst. Zu St. Johann ausser St. Veit: Vexonius -st.vitus. viv. stsc. tibi. est viaco-xire. lVIeitlmK. stonj. Lariss. et. Vep. <^uar- tL, -88 W—W t«. N!1.1e§. Ital. kr. 6. rrnn. XXXV. stix. IUI. Lei. vuc. Oou.VsliäLriT lIir.^.... Diese Stadt war der Lieblingsort des kärnt» nerischcn Herzogs Meinhards. Im Jahr 1292. ernannte er selbe zur Hauptstadt in Kirnten. Im Jahr izz6. ist selbe fast gänzlich abge» brannt. Im Jahr iZ27. wurde selbe durch Konrad Erzbischof zu Salzburg erobert. Im Jahr 1359. hat selbe Rudolph Erzherzog von Oesterreich mit Gewalt emgenommcn, und gänzlich verwüstet, weil sich die Bürger dieser Stadt den Oesterreichern im Solfeld zur Gegen» wehr gesetzet. Die darnach neu hergestellte Stadt ward im Jahr 1409. durch eine ungefähr entstandene Brunst meistens wieder in die Asche geleget. So viele aufeinander folgende Unglücksfäl» le, die den Glanz dieser Stadt ganz vermindert hatten, waren endlich der Stoff, daß Klagen» furt zur Hauptstadt ernennet worden. W--EW 189 Vicktring. Ern Zisterzienserstist nahe bei Klagenfutt, welches im Jahr 1117. von Meinhard von Ma» lenstem errichtet worden. Reichard setzet das Jahr ii42. Dieser Meinhard, so ein kärntneri» scher Graf war, und sich auf seinen Reisen auch durch einige Zeit in Paris aufenhalten hatte, wurde von einem des dortigen Adels eines ver» suchten Kdnigmords beschuldiget, worüber Meinhard denselben nach damaligen Ritters» brauch zum Schlagen ausforderte, mit vorhcro gemachten Gclübd, nach erhaltenen Sieg eine Kirche zu bauen. Er siegte, und hatte nach sei» ner zurückreise die Kirche, und das Stift aus den Rudern seines alten Schlosses Natterberg errichtet; dahLrv von seinem Siege der Ort noch in Latein ViKoiia, aä Vitlorlacum, deutsch aber Vicktring genennt wird. Die Kirche selbst ist eine sehr anticke Bauart, in welcher merk» würdige Grabsteine mit ihren Aufschriften zu sehen. Man bemerket übrigens im Kloster ein Steinernes Denkmal, welches von einem rd? mischen Soldaten Satullus Ursinus Meldung machet. Dil» Villach. . EineLandesfürstlichc alte Stadt am Drau-, fluß, vorhin dem Bisthum Bamberg gehörig. Klüver, und Bolland nebst noch mehr Geschicht, schreibern vermuthen daß hier Tcurnia gestan» den, andere mmich eöTiburnia, andere Liburnia , wovon schon oben bei Lurnfeld bemerket worden. (.'ae/r. an f. lom. /. /V /. ^///. Pyrkheimer, Bertius, und Ruszellus wollen hier das alte Julium karnikum gefunden haben. Allein Rluver. /m/. au/, /./ü. e. 19. ^ 20. und /u/nocluf?. m ne/. ^raF. 146. Simler, und LambeL, auch pallcrdus, weiters ?/o/our. lub. 2. 6'a^i. 14. 7ab.Z. au//'§uw L? ///u. i 279. setzM das heutige Zuglio für Julium karnikum, welches auch am meisten mit dem Neisebuch Kai-, sers Antonius übercins stimmet: da er seiue Neise also bestimmet: aä Drlcsstmum - XI. ?. XXX. lulio Oaruico - - XI. ?. XXX. Aiglio. l.onc/0------------XI. ?. XVI. Lienz. ^unto XI. ?. XVII. Jnichen. Das Das heutige Fuglio, so also vorhin Julium karnikum gcnennet worden, scy noch in den Rudern am Litavempt in alt Karnien zu ke-merken. Im Jahr 1348. gieng diese Stadt durch ein Erdbeben gänzlich zu Grunde. Sie war vorhin eine Handelsstadt, und erstreckte sich bis an Geilfluß. Im Jahr 1690. durch ein starkes Erdbeben wieder beschädiget, in den Jahren 1523. und 1777. durch Feuersbrunst verunglücket. Zwcy in dieser Stadt bemerkte antike Steine haben folgende Aufschrift: I. 0. v. I. VIIÜU8. leortunkms. cum. suis. urb. I. I.. I. Kl. Der zweite: Lnico Ikelpati I?il. 6c öaimana Venina f. uxor. V. V. f. ^m-biärabo f. Lczuiti Auxiliario 7l.ii. XX. ll. esi. Einige wollen den Ursprung dieser Stadt Villach von einem Berg Vela herlciten. Selbst der 192 M W der Namen Villach entstand im Jahr iook. als Kaiser Heinrich das Bisthum Lamberg errich» tet, und diese Stadt sammt mehreren herum liegenden Märken, und Herrschaften als ein Eigenthum des neuerrichtetcn Bisthums de-stimmet hat. Die Diellacher selbst hatten sich einen Krieg zugezogen, indem selbe sich zu der Parthey der Maultasch gehalten, und dem Erz> Herzog Rudolph ihreThore verschlossen hielten; worauf sie derselbe durch Friderich Kollnitz belagerte, und eroberte. Im Jahr 1492. ward sie von den Türken bestürmet, aber nicht er' obert. Völker mar k. In Latein Gentiforum genannt, eine alte - Landesfürstliche Stadt am Draufluß. Einige wenige Geschichtschreiber vcrmuthcn, daß hier das alte Virunum gestanden, doch ohne Grund, wie schon oben bei Friesach bemerket worden. Don alten Merkwürdigkeiten ist hier nichts mehr vorfindig. Selbst ihre Handschriften sind durch öftere Feuersbrünstcn dahin gerift sen. Das Schicksal dieser Stadt hat der Dw faft sasser an dem .Chor der dortigen Pfarr aufge» zeichnet gefunden wodurch der Leser erinneret wird, daß die Stadt in den Jahren 1541. den loten May. 1602. am Lukastag. 1637. den Ziten Märzen. 1665. den i6tcn April. 1678, und dann 1696. den iZten August durch Feuers» brünste gewaltig mitgenommen worden. Im Jahr 1542. im Augustmonat ist die» se Gegend gänzlich durch die Heuschrecken verunglücket, in den Jahren »564- 1574. ^527. 1601. fast der meiste Theil Menschen, und Dich durch die Pest dahin gerissen worden. Wolfsberg. Eine Stadt im Lavantthale mit einem Schloß, vorhin nach Bamberg gehörig. Im Jahr 12ZZ. ward hier ein blutiges Treffen geliefert, in dem wegen strittigen Gränzcn der Bamberger Bischof Echenbert mit den Franken, Jstriancrn, Kramern, und Aguilejenjern vereinet den kärntnerischen Her» zog Bernhard, und die Stände feindlich angc» N fal» fallen. Nun kam es bei Wolfsberg zum Treffen. Schon hatte Bernhard die Flucht er» griffen, als aber die Bambergcr wegen Menge der todten Kbrper auf dem Felde den Herzog zu verfolgen gehindert wurden, hatte sich Bernhard wieder mit den seinen gühlings gegen die Feinde gewendet, die Schlacht er» neuert, und gesieget. Echenbert der Bischof wurde von einem Dietrichstein gefangen, aber bald darauf wieder entlassen, und selben die von Vernard in dieser Aufruhr abgmommene Mark Tarvis wieder übergeben. Im Jahr iz6i. hatte zur Zeit, als der dortige Vizedom zum Landtag abgereiset, ein gewisser Othomar unter den Bürgern einen Aufruhr erreget, in welchem der dortige Kanzler ermordet worden. Der Vizedom sammelte in Eil einige Truppen, bezwang die Bürger, ließ den Othomar in vier Stücke hauen, und die übrige Aufwickler enthaupten. r Zoll- < Zollfeld. Beinahe eine Stunde ausser Klagcnsurt ist ein weites Feld, welches von der Poststras, sc gegen St. Veit getheilct wird, und bfters moosigter Grund ist. Man findet dort viele Hügel mit kleinen akgetheilten Wäldgc» besc-zct, welche aus der Schurr einer vor vielen Jahrhunderten hier gestandenen Stadt erwach-, sen. Man hat uns in den karelischen Jahrbü-chern viele weit hcrgesuchte meistens aber sich entgegen stehende Berichte, niemals aber et-was gewisses hievon aufgcdrungen. Megiscr nennet die hier gestandene Stadt Lolvi'u, Ooloni-I solvenl',3, solium, und end-lich Lalla, oder Sala. Andere wollen, daß sie lucuna, und wieder andere, daß sie Issbumm geheiffen. Brunner in seiner Beschreibung der alten hier vermemtlichen Stadt S.iIIa meldet MF. 7- daß sie auch (Mäulollum genennet worden. Welch eine Vermischung, und welche gewaltige Irrungen bei den Geschichtschreibern. N - Ui- Uiber die Meinung des Megisers drücket sich der gelehrte Schdnlcben also aus: Nex,!-terus contentus vocis ssmllituäinke tcridlt latam esse locum prope Xlaxenturtuin, c;ui ^ollsselä nuncupatur. ?om. / /. 7. Wodurch er anzciget, daß Megiser nur nach dem Wortspiel ohne Grund gcurtheilet habe, und Brunner folgte eben so irrig nach. Die Stadt Sala lag nach richtigen Zeig-niß des berühmten Ptolomäus in Oberpan-nonicn in einer weiten Strecke von der Donau entfernet, das heutige Zollfeld aber ist unstreitig in dem alten Norgau, oder entschiedener: in lVorlco meälterraneo. Lazius bei Hansitz 7,25. 41. setzet Flaviunt ins Lavantthal, und war der erste, der sich durch die Aehnlichkeit des Worts Lol dahin verleirrcn ließ, Solvente, oder Solva in das Solseld zu übersetzen. Ihn folgte Megiser, Ortet, und Lambekzius. Megiser irrte zweifach, indem er Solvente mit Sala vermischte, deren das erstcre im Nordgau, daß letztere aber l» Pannonien lag. Bald darauf scheine es ih» me wieder glaublich, daß Liburnia im Sollseld gestanden scye. ckur/r. '/"om. /. /. 7. <7^.5. Endlich laßt sich aus s? viel irrigen Der-muthungcn um so weniger etwas gewisses bestimmen , als vTnear 8I1vIu8 der Dorgchcr ab' lcr dieser Geschichtschreiber in seiner Beschrci» bung der von Inguon cingeführtcn Hcrzogs-wahl in Kärnten schon damals den Namen dieser verunglückten Stadt ganz unbekannt zu seyn vermeinet. Seine Worte sind folgende: Aon longs ad oppiäo Lanäli Viti in Valls Hatioiä vetullke civitatis keliquioe vistuntnr^ cusus nomen temporis odlevit antiquitas. Vielleicht könnten die Worte des Plinius hier zu einer Entdeckung dienen, da er Llü. Z. 79. schreibet: doc in litu interiere Oarnis Legecke, bc Ocra, Naurulcis Norsja. Der Ursprung des heutigen Worts Sol» feld, und Marien Sol gründet sich auf den N z im 198 W-E-M im Solfeld noch bei der Strasse stehenden so' genannten steinernen Kdnigsstuhl, auf welchen der neu antrettcnde Herzog den Eyd schwur, und die Lehen verliehe. Dieser Sessel wird nun in Latein 8o1Ium genannt, und bedeutet einen Thron, oder Kdnigsstuhl. Eben so wird durch die Worte 8oIIa, lolia, oder 8o1a ein Sitzen, der nur eine Person fasset, verstanden. Die Kirche auf dem nebenstehenden Hügel wurde wegen diesen steinernen Denkmal schon bei ihren Ursprung Maria aä Solium, Maria zum Kdnigsstuhl, nachmals aber Manu in 80II0 genannt, welches Brunner in seiner Beschreibung des Solfelds Dar. selbst einbe-kennet. * ^ Der oben bemerkte Stuhl im Solseld ist von beiden Seiten zum sitzen bereitet An der Seite gegen Khürnburg hat die Aufschrift: M^8VLDIVM LKI. W—M 19s Auf der zweiten Seite liest man: KVV0U-NV8 vvx. Eine gute Strecke Wegs bei Khärnburg . ist der steinerne Tisch zu sehen mit dem kämt» tierischen Wappen, und dem Buchstabe k. be» zeichnet, von welchem, wie im ersten Theil gemeldet worden, der neue Herzog den Bauern mit 6v Pfenninge loskaufen mußte, da» hero von- diesen! entrichteten Zoll das Feld auch Zollfeld gcncnnet wird. Das ganze Sollfcld strotzet mit Alter» thümcrn, die immerhin von den Ackcrsleutcn ausgegrabcne unzählbare Münzen, Statuen, Saulenbrüche, Stückwerke unterirdischer Ge» bäuden, dann die bfters gefundene Körper sammt ihren steinernen Särgen verdienen alle Aufmerksamkeit. Eben so findet man in den ausgegrabcncn steinernen Denkmalen die merkwürdigsten Aufschriften. Selbst in den Gegenden herum zu Tanzenberg, bei dem Prantlhof, zu St. Do» N 4 nat, ml, zu Marien Sol sind die schönsten Stei-, ne, der viele Hieroglyphcsch sind- Im Jahr iZO2. wurde eine ganz kupferne Statue die y Schuh lang war gefunden. Sie ist von Solfeld nach Salzburg gebracht worden. Es war eine nakcnde Mannsperson, der mit seiner linken eine Hacke hielt. Auf seinem rechten Schenkel stunden folgende Worte: B. stodlicius. v. st. Bnlstocst. 'Ist. starlstus. tz. k. st. Istbsr. Ist zu lesen: Bulus koblicius, vroli stibertus, /VüüocIiU8 'Isttus Larbius tzuXlkores postuörs stucio Istberro. Auf einem ncbenliegenden Schilde war zu lesen: Narcrm (stalliclnus, VinälllLo stibertU8. öardius stucst stidsrtus, kstiloterus po-pust stomaist, 6raxantU5 starcius postiere ststs. In Marien Sol kommen die Steine zu bemerken, so in der Kirchcnmauer versetzet sind , als: ein groffcr, welcher nach Brunners Mei> nung den Hcktor, wie 'er an Achils Wagen um Troja geschleift wird, vorstellen sollte; von der anderen Seite ist ein gleichmäßiger Stein auf welchen ein mit zwei Pferden bespannter Wagen sammt den fahrenden zu sehen. Zwischen diesen beiden ist an Mitte der Kirchen-mauer ein anderer durchaus mit kleinen Buch-staben, wovon nur der Anfang zu lesen, das übrige aber ganz unkennbar, die Aufschrift fängt also an: blerculi. et. Uxorixe. pro. 8alute. Imp. Osss. Naur. -Vntonim pH. felicis. InvlKi. --------- Der dritte Stein zeiget einen Wolf, der eine Daumfrucht belecket. Ein anderer hat vier römische Kopfstücke. Ober dem Kirchthor stehet man zweiWöl» fe vor einem Gefäße mit einem Wcinstock, auf welchem Vögel nicken, darneben hanget eine steinerne Kugel zum Andenken, daß Mathias der Hunnen König im Jahr 1482. diesen Orth durch Maubitsch belagern ließ. Neben dem Kirchenthor ist ein nackender Genius, und in einem anderen Stein Nomulus, und N Z Ne- 202 W-^-e-W Nemus, wie sie an der Wölfin saugen. Die Kirche ist mit einem Graben umgeben, und scheinet da ein Schloß gestanden zu seyn. Ln der Grabcnmauer um selbe find viele kleine Steine mit Figuren, Kdpfen und Bruststücken zu sehen. Ln der Kirche selbst zeigt man das Grab des H. Modestus. Auf dem Kirchhof ist eine freystehende anticke Säule, sammt der alten Schloßkapelle, wo die Familie der Mau-Lerndorfcr begraben lieget. Zu Arndorf seitwärts von dev Poststrasse einige hundert Schritte entfernet ist eine Kreuzkapelle, in deren Wände viele in dieser Gegend gefundene steinerne Denkmäler einge» setzer, und mit vielen Inschriften bezeichnet, unter welchen auch ein römischer Meilenstein. Die jüngste unter diesen find die zwei folgende: als eine steinerne Kugel mit der Aufschrift: Glodus !uc alllxus sxplolua List ad Istuuiwmm stsAis IVlatiilL Ducs dlo- mi- LOA mins XIaubitlcss frustra 80ÜUIU oppugnanto anno XI. LOOO. UXXXII. Und ein neueres Bild mit Kopfstücke, woran der Verfasser in der Meinung, daß hm 8ala gestanden, folgendes beigerücket: fllc locus est, ud> 8ala stetit, penetrare Viktor! Selbst in den Häusern der 'Bauern hat der Verfasser sehr viele anticke Steine ange> troffen, als zu Arndorf bei einem Bauern auf der Thortreppe: Vemplum fecerunt in Honorem kalcanii -^.^uilinua " - - An den zweiten: 'V. lasaon. lVlaximi. 8er. I'ertixe. Oons. pientissiiND. In einem dritten Haus gegen den Hof: Lestia reäita uxor viva lec. listi, 8: ssäio ViKori. Vetsr. I,sx. II. - -Nar. optlmo. Ifaäike ViKor. k'H. rVn. X. In dem vierten: sucunäv. Oaucavi. sid. L 8v»6rvm Vitalis I?. Ln dem fünften neben dein Gasthaus an der Strasse: Bit. jsulio. 10'. /irccssso, L tertise Oochnzi, L inventoBratr!------------ Uiber d-e Straffe zur linken aufwärts gegen St. Veit war der jüngst von einem Bau» cm gefundene Sarg aus weiffen Marmor im Hof mit folgender Aufschrift zu sehen: 0. Osler. sucamxsffe, ^ Osler!» lVIsss primiZen!» Nilo V. 10 an. VIII. In einer Entfernung davon hatten die Bauern im letzteren Jahre eben einen Sarg, der aus groffcn zusammgestellten steinernen Platten.bestanden, gefunden, in welchem das Skelet eines ganzen Menschenkbrpers sammt einem Glas, welches im Herausgraben zeo-trümert worden, gewesen. Die Materie, mit welcher das Glas gefüllet war, floß dick in die Erde, und hatte einen durchdringenden, unbekannten Geruch. Auf M—M 205 Auf dem Platz vor der Kirche bei Marien Sol über einem Hausthor ist ein kleiner Stein mit der Aufschrift: lVlalcuIo Laturnim ?il!o an. XVI. An eben diesem Haus Rückwärts gegen dem Platz suüo It'.iIIia riata (lintul Marita viv^I?. L !ibi eNoll. 161Z. . » Zu St. Donat an der Kirchenmauer zur rechten ist ein aus weiffen Stein gehauene sitzende Riesin zu sehen, welcher die Nase abgängig. Darneben auf einem anderen Stein ein Hengst von einem nervigten Mann gehalten. Neben diesen sind zwei andere Steine, erste» rer mit folgender Aufschrift: 0. M. ValeriNs. Vrilciamis. Mil. ftsA. II. Ita. ?. VI. lecit sd. s. Valerius. Lurill (Ion. ?in. Auf dem zweiten: v. N. ^ur. ?rlmuln. lul. Son. Kur. benemsrsntl. V. s Min wurde einen ganzen Folianten an» füllen muffen, wenn man alle im Solfeld, und dieser Gegend befindliche anticke Steine mit ihren Aufschriften hier anseHen sollte. Stcyer, Kärnten, und Krain würden uns unzählige Alterthümer liefern. Allein zu solchen Unternehmungen ist auch Unterstützung nöthrg. Wir haben ein anlcitendes Beyspiel, daß hierdurch neue Entdeckungen in der Geschichte der alten, in der Münz, und Bau» kunst aus ihren Moder herüber gebracht wer» den, wenn wir in unserem Jahrhundert die thätige Arme Neapels bemerken, die schon Lurch einige Jahre die schönsten Alterthümer aus dem Schutt eines versunkenen Herkula» nums tief aus der Erde Hervorbringen, und selbe mit prächtigen Kupferstichen der Welt in merkwürdigen Büchern darstellen. Durch W-EM 227 Durch solch eine Unternehmung wurde Las Ansehen dieser Provinzen erhöhet, der Fleiß der Unterthanen im gelehrten Fache der Geschichte angeeiferet, und der Stoff zu un zählbaren Entdeckungen beförderet werden. Ende. Gräz, gedruckt bei Andreas Leykam. Register, Die beigcsetzte Zahlen führen auf die Seite des Blats zurück. A». ^ »7. Adalbero Graf v. Eppenstcin 85- Admont 94, 99, ezr. Admonat 143. Adundrina izr. Aelius Tertulus izz. Aelius Titus, und Kajus 35, 37. Agape 62. Achaz v. Bogen IZ9. Albert Bischof zu Lavant 135. Albert v. Oesterreich 103. Albert rbm. Kaiser 102. Albert Graf v. Tyrol 100, ivi. Albiger der Frank 82. Albrich 82. Alauner 62. Alexandrina 60. Albische Berge 42. Altmann Bischofs zu Passau IZI. Altwein Bischofs zu Brixen 150. Altenhofen iZ5. Allobroger Zo. Alexander Severus 61. Ambigat 16, 17. Ambarer 18. Ambisonzier 3l. O Am» Ambidravier Zi. Anna v. Vdheim ^02. Andreas Stadt H2, IZ4- Amboling 129. Antonitt 6c>. Ankona 34. Antenor 29. Andcch rZ6. Apoll n. Apolknaris 60. Appellationsgericht n9, 127. Aquitanier 6, 7. Aguileja 21, 22, 2Z, 27,28/ 33, Z4, 35, 38, 39, 42, 43, 5», 56,59, 60, 6l, 6z. Arnoldsstein 136. Arnolph 82. Arnulf 83. Arnolf 83. Arrabo 166. Arrabona 165. Athesis 48. Attila 6z. Augsburg 98. Avelanz 88. Avaren 72. Augustus 56. Aulerker 48. Averner 18. Aulus Gabinius Zl- Aufenstein 440. Augustiner 439. Aurelius Sura 439« Aurelius Ursus 439- Aurelia Tcikon 4Z9- Autrikum 7- Azala y. Kazenellenbogen »52. Azater »9- Register. ö. Balduin Erzkischoff zu Salzburg 149. Baldrich 82. Balbin 6i. Bann der Druiden 9. Bann der rbyi. Kirche io. Baekulonius Aulus Z7. Bürden n. Baruch, oder Boruth der Wend 70. Baumkircher Landöhauptmann in Steyer no. Bayern 65,75,76. Barbarabad 130. Belgier 6, 7. Belloves 17, -8, 19- Beleus 48- BeraniuS 60. Bendeduck 64. Bernhard 82. Bernhard Graf von Spannheim, 92. Bernhard Bischofs v. Salzburg 112. Benediktinernonnen 148, -49, 164. Benediktinermdnche -66, 171. Bernosenberg 123. Verrhold der erste 84. Derrhold der zweyte aus Züringen 88. Biturger iS, 13. Vleyberge izo. Bleyburg iZ4. Bbllenberg 129. Braueck -42. Brebler Sauerbrunn -30. Brixeu 53- Bruck 89. Brmus 34- Bulso 34 Bucharr 20. Os O. e. Lilli Grafschaft 86. Lilli Stadt 142. Lhadold Graf v. Helfenstein 149. Lonrad der erste 84. Lonrad der zweyte 86. Lonrad v. Praitenfurt Erzvischoff zu Salzburg IOO. v. Dagobertus 63, 69, 70. Dalmater 55, -z6. Desiderius 75. Dietmayr v. Ossenberg 94. Dietrichstein Pongraz m, uz, ^3. Die richstein Schloß uz, 1^7. Dietrichstern Sigmund Landöhauptmann "in Kärnten uz. Dietrichsteiner 194. Dicrrichstcrner Ni-'las izz. Dietrichstein Heinrich 137, 142. Dressen 126. Diomedes 29. Dionifius 6o^ Diokletian 62. Dominikaner 148' Domizran 166, 167. Donau Draufluß , 31,65,76 Durius AvttuS 18. 129. 143- L. Eberhart Erzbischofs zu Salzburg 134 Eberndorf 129 Echenbert Graf v. Lamberg 14^ Eduard König v. Portugal! HO. Eckart Eckart Edlinger Elenhart Bischofs zu Freystngm Elisabcthincrinnm Engadi Ergildiko Engelbert der Spannljeimer Engersee Eisenhut Eleonora v. Pottugall Ernst Herzog in Kärnten Erhard v. Wildau, itzt Wildon Ernest Errick Eppenflein Etaar Etsch Euganeer I-'. Fackersee Feldkirch eine Mark Fella Felix Ferdinand Ferdinand I. Herzog in Kärnten Ferdinand II. Herzog in Kärnren Ferdinand III. Herzog in Kärnten Ferlach Fiume Flanatischer Meerbusen - Flaschberg Flavium Florimund Mbt zu Arnoldstein Fornsee Loriliio D Z 72- 81. rZt. r6z. 64. 82, 83. 91/ '79- IZO. 128. HO. IO8. 94. 80. 82. 85. 82. 48 / 86. 29- IZO. >Z9- I2Y. 6O. 81. HZ- H6. 117. 14t. 2O. SO, 43-129. 134-136. IZO. 22, 28. Fd Fortunat 60. Forum IM 67. Fonsdorf 99, ns. Franz rbm. Kaiser 119. Franken 61. Feeyalpe i2g. Fraganrerbad izo. Fraganrer Bergwerke izi. Franziskaner 159. Friaul 21, 52, 6z, 65, 67, 76. Fridrich I. rbm. Kaiser 91. F idrich Herzog in Steyer 93. Fridrich v. Heimberg icxo. Fridrich 80. Friesach 99, 107, nr, 131, *41. Furrus Kajus Z4. 6. Gaill 129. Gaillberg . 128. Gallien 45, 6z. Gallier erste Lage S, 7. ihre Religion 8. Tapferkeit im Kriegt 12. Beschaffenheit ihrer Körper 12. - - - Regiemngsform iA. Gebhart Erzbischoff zu Salzburg 144, »50. Gepthall <2. Gistlbert Abbt zu Admont 146. Gksulfus 67. Gestnig k;y. Gennabum 7. Georgen am Langsee 148. Georgen Ritter 167, m. Geisnikersce izo. Gertrauder Eiscngruben izi. Ge> Gepider 6z. Glanfurt »29, 151. Glannegger r40- Glann ^9. Gogerfte ^ZO- Gdrlizeralpe 129. Gbrz 21,28,86. Goilschee 4Z- Gothen 62. Gordian 61. Gozer 72- Gotteram 82. Gottfried 82. Gdselberg ^28- Goserad *28. Gmündner Sauerbrunn izo. Grstz 99, ^2, n6, 117, H9. Grabenalpe 128- Gradibka 28. Gradeneckcr 80. Grallmäher 8v. Großkircheim »Zl« Gcegorius Gncjus Karbo 49- Gciffen ^48- Eundacher v. Offenberg 94- Günter v. Kraffeld »49, 150- Gurk 148- ». Hafnerberg ^i- HartneGsteineralpe 123. Hayd Haymburg 2l. Haydenschaft '27- Harj . .ol. O 4 -part' Hartwig v. Pettau 24- Hartwig v- Ort 94- Heduer 18. Hcnetcr 29. Heinrich I. 84- II- 84- III. 84. IV. Graf v. Märzthall 90. V. ein Spannheimer 91. - - - - VI. ein Spannheimer 91. v. Nothcnmann 94. Lhurn 94- rbm. Kaiser roz. Graf v. Lyrol 102, 102. Helenenberg 129. Hemma izz, 144, 148. Helmbin der Frank 82. Hermann v. Spannheim 91- Hermagoras 59, 60. Heruler 6g. Heraklius 68. Herzynische Wälder 17. Hilarius 60. Hochenohre 128. Hollstein 44. Horneberger m. Hunnen 62, 76. Hungarn 22, 87, H2, HZ, 56, rz8. Hüttenberg 132. Hyazinth 147. I. Japidien 22,^2. Japid-er 4l,-42,4Z,55,Z6. Iaunthal izZ. Jaunstein iZZ. Je- Jesuiten "7, iL8, 172. Jdlko / 65. Jllyrien 19, Z2, 66. Illyrier Z9, 43, 55, 56. Ingram Abbt zu Arnoldstem iz6. Jnquon 75. Ingo der Frank 76. Jnsubrcr 14. Innthal " ioo. Johan Heinrich aus Mähren ivz. Johan König in Bdheim 7OZ. Joseph I. Herzog m Kärnten ri8. Joseph II. i2O. Irene 62. Jrrlachersauerbrunn izo. Jstdgmar ^2. Istrien 22,24,94/43. Jstricr 31,34,39,41,42- Julia Babilla 179. Julius Zäsar -zi. Julische Alpen Z2. Julius Maximinus 6r. Judenburg 142. Judenburger 99. Jupiter n. Justins 62. Jütland 44. Kandian Bischoff zu Histria iZr. Kabeln 89. Khavolcy 89. Kapel 112. Kapuziner Kanzluö 62 Man 67. O 5 Karast der Wend 71. Karl der groffe 74/ 75- Karl Ferdinands Sohn 8i- Ka.l I. Herzog in Kärnten nZ. Karl II. Herzog in Kärnten 115. Karl v. Burgund 114. Karlmann 83. Kärner derselben Abstammung 5/ 6, rc. Auswanderung 18. Ankunft 2l. erstcre Grunze 22. zum tyeit von den Römern umerio> chet gl, 41. dienen im Schweizer Krieg 51. kommen gänzlkch unter die Römer 56. vereinbahren sich mit den Wenden 66. unter der Pojcr Beherrschung 74. unter den Franken 76. unter Tyrol 98. an Oesterreich ioz. Karna 5. Karnus 5- Karrus 6,7. Krainburg 86. Krainberg 24. Krain 22,24,43,52,86,98. Krainer zr. Krainau 24. Karn Uten 18, -i. Äarnunts 7, 21, 2z. Kärnten Markgrafschaft 86. Karnodunum 21. Äarantanum 23. Karncolia 23. Karvanka 24. Karusadius 25. Kätsch" Kätschkerg 123. Karst 2Z. Kärnburg 77. Kassius Zy. Kethumar der Wend 71, 72. Katharmenbad izo. Khikmsce 71. Kevenhüller Rudolph m, 114. Kevenhüller 175. Kesselsee izo. Klagenfurt 72,114,116,117,118,119,151. Klaudius Drusus 58- Kllcmnggraben izo. Klusium 14. Kliprtschek 129. Kochotte Z4. Kovl 24, 123. Kbntenberg 123. Korntaurn 128- Koslberg 129 Kollnizer Krlstoph m, 140. Krerger Landshauptmaim M Kärnten 107. Kreiaer Konrad m. Kreißämrcr 127. Kremona 6z. Krcmbs 95. Kreizbcrg. 52, 128. Kristenthums Anfang 59. Krysogonus - 62. Krysoma 62. Korozeim 146. Kralowsz 147. Kuckberg 12g. Kuheberg 128. Kunstcndorf 97. I.. Laa Laas Lamberg Joh. Jakob Lambert Lambertsbcrg Landskorn Longobarden Längste Langenau Land recht Lavant Lavanthal Lavantfluß Lavamünteralpe Laiback Latvbius Lateinisches Konsilium Largus Latin Lazarus Lälius Kajus Lcoback Leopold 7. Leopold Ist von Märzthal Leopold Herzog in Kärnten Leopold IV-Leonarderbüd Leonharderberg Lcnizius Lepidus Aemilius Markus Lcpinus Let^ckerberg Liebcnberg Liechtenstein Liechtensteiner Niklas 6Z, 67, M9, 117, m. 97, 98. 43-184-89-izr. 169. 72, 75-164. 89- 107. 134- 109. 129. 128. n8. 179. iZo. 60. 72. 60. 41. IZ4-88-90. 106. 117. 130. igl. 82. 41. Z2. 129-I40. 142. 154-Li» Liburner -y. Linz 191. Linzmüllcrsauerbrunn 1ZO. Liier 29. Lisonzo 28. Lizinius Strato 36. Loibl 24, n8, I2Y. Lodron 159. Lölling rzo. Lorcnzerbcrg 129. Luther nö. Ludwig 82. Ludwig Graf v. Tyrol Ludwig rbm. Kaiser 100, lOI, 102. evI. Luitpold 82, 8Z- Lupus 7k- Lurnfeld ^34, kse Luzius Kornelius 34- Luzius Aziuö 37- Luzius Kalstus 52. Luzius Piso 5r- Luzinius , 60. Mainhard v. Tyrol 98. Manhart 24. Manlius 46. Mars n. Markus Manlius 34. Markus Arbuzius 34- Markus Evangelist 59. Markus Gallizin 136. Marius 46, 47, 48. Markomaner 62. Marguard Graf v. Märzthal 88, 89. Marchfeld 96, 97- Mah> Mahrenbergcr 97, 99- Maria v. Burgund. 114. Maria v. Bayern nZ- Mahrburg it 8- Maria Theresia 119. Mährenbergcr Nonnen tZ5- Margareth mit dem Leynamen Maultasch von Tyrol 103, 104, iz7, 140, 174, t75- Madelach 73- Mailand 6Z. Mantua 63. Majoran 72. Märzthal 88, 90. Mathias Kbnig in Hungarn 146. Mathäus v. Salzburg tZi. Mathias Korvin H2. Magdalenenbad. IZO. Malteser 131. Maubiz 146, H2. Maskul t?8. Maxima tZ5, 142. Maximilian Lo. Maximinus 6l. Maximilian aus Käruten 114. Mediolanum 19. Metling 4Z- Meran 86. Metniz I4l. Medingen ^45- Meiselding I3t. Minerva ti. Mbll -39- Molizersee IZO. Mosniz izo. Modestus 72. Murstrom . 87-Müll» Müllstadt 117. Müllstädtei see 132. Murm'zersee izo. Nairren 89 Narrenbichl iz4 Natilo 26, 28/ 49 NaM'one 28 Natterberg 189 Nasfelder Taurn 123 Neuschiz - IM Nikolaus V. Pabst no Nimbrod 64 Noreja 49 Nordgau 22, 25, 30, 33 , 55, 58/ 65,65 Nordgauer zo, 32, 41 0. Okerlaibach 52. Oberpret 128. Okersee iZO. Lbervellach 170. Okra Berg 25,27,31. Okra Stadt 27, 31. Lkrani zi. Okravius Augustus 55. Ortenburg Graf 142, 90. Ottenburg Hermann 180. Ortenburg Engelbert 180. Oesterreich 80, 98. Lstgothen 63. Osterwrz 104, 172. Ossiach 170. Ossiachersee 129, 172. Othomar 194. Oswald v. Marimsol 149. Ot- Otto Kaiser 8Z, 84. Otto I. in Kärnten 85- Otto v. Liechtenstein 94- Otto v. Tyrol roo, ioi. io2. Otto v. Oesterreich 1OZ. Otto v Lamberg 136. Ottokar v. Bbheim 146, 92. Ottokar 87. Otto v. Rcgensburg lZl- Otwin v. Gorz 164. Ozziak I/O, Ozriak Pops Ozzmkin Jrnburgs 17l. I?l. Ozzius Graf ?. Packberg I2Z. Pavia t9- Padua 6z. Pannonien 43, 66. Pannonicr 20, 55, 56. Paul 178, 109, IZZ. Paternion 178. Paternus 68- Pabo der Frank «2. Palestina 146. Paulitsch IZO. Pctronel 21. Petronia Maximilla 143. Petau 87, 94. Pezn 128- Piemont 19. Piber 94- Pyktanon 27. Py een een 44. Piruster 5Z> Pla- Plazer Plassendorf Plazentinische Kochorte PleEmalpe Po Pocnis Podkrajaner Pojer Popillius Kajus Ponzianus Pompejus Porzia Portendorfer Pottenau Podiprad v. Bdheim Philip v. Spannheim Prag Prstmonstratcnser Prernizeralpe Priviolaus Priskus Tarquin Proffek Prosmz Pylpgadia Pupien Pusterthaller Pusterrhal Puzü'um m. 77, 8i-34, 35, 128-iy, 32--Z. 3l. Z2, 62, 65, 70. 38' 60. 60. 180. 8o. 89, 98, m. Y2, 95-IO2, 1OZ. 148. 128 , 82. 16. 27. r8Z. -5' 61. 53- «6- 27. Quaden Raab Radstadt Naplersee Mblersee k. P 63. 76. 94/ rZO. Ra> Nabernigg lZS. Ramo Ursula 173. Rain 114- Ravenna 54, 6z. Raudier 48. Raurisertaurn 124. Reginwert 72. Rhein 6i. Rhäzien 65. Rhäzier 57- Reinhard SchenE 104- Nbmcr zi, 4z. Romclda 67. Rom 64, no, r22, 171. Romunda 128. Noscnberg Joh. Andreas 164. Rohne 44. Roveredo 48- Rudern izz. Rudolph v. Kärnten 106. Rudolph v. Oesterreich 102. Rudolph v. Salzburg 98- 8. Santikum izy. Saxenburg . 134. Sachsenfeld 50. Saufluß 24, zi. Savazes Zi. Sachsen 49. Sabinian 179. Samo der Wend 6z. Salzburg 72, 7z. Salzburger roo. Saualpe ober und unter 129. Saturnin Severin 178. Senosez 20. Sk', Senoner Senia Segnia Seleniza Segeste Sebastus Servazius Semerich Seagau Sembach Selniza Spannheim ' Spanien Spcickberg Spergenberg Sigoveö Sickar Schaumberg Georg Schenk Georg Schleswig Schweizer Schweizerkrieg Sol/ oder Mariensol Solfeld Sonzius Sonnegg Slang Straßburg Stein Steinfeld Steyermark Stubenberg Sternbcrg Stephan Spiral Schwaben 18. 20. 20. 24. 26. 59- 68. 8yl 99, 140-106. I2Y. 90, iZ4, 178, l8o. 44. 129. 89- 17. 69. Il2, IAA. m. 44. 126. 51. 72, 79 , 134-79, HO, Il6, 152. 28, ZI. I3Z, 139-128. 184- 183- 131- 22, 22 , 56, 89, 98-142. 169. 89. 134, 180-106, 129. ep 2 Schwarz» Schwarzsee Schwarzhorn '5. Targuin Priskus Taurinische Wälder Taurinum Tarentum Tasstio Taggenbrunn Tcsin Teulschattenburg Teutschland Teutoner Teuroboch Tergeste Teurnia Theodor Tervis Tetria Thiemo v. Salzburg Tims Julius Tirus Memmius Tizin Tilavempto Tyrol Timavus Tigurincr Tischlwang Tiberius Thomas v. Aguin Torgin 7^' Trojaner 29.' Trient 47' Triest 2z, 26, 27, 28, 60' Tullus 2-z Turin - 19^ Türken no, rc. 135, iZZ.' IAO. 128- 16. 19. tty. . Z4- 66, 7Z. 112. 19. 21. 63. . 45, 47- 47. 26, 56, 60, 62. I8i. 74. 98. 143 144- 154. 42. 19. 22 , 28. 22. 27, -8, 29, Z4. 44, 50. 52. 5^- 147. Register. Tuschgersee IZO. V. Veit Stadt i8st, 100, 107, HO. Deitsberg 129. Veitro Puto 143- Verona 6Z. Vercingetorix 54- Villach H4, II7- Dillacheebad IZO. DiÜtring 189. Lindil IZ6. Vindona 179- Vindelizier 57- Vibius 86. Virgil 72. Virunum 142. Lolkart 129. Dblckermarck 142, 192. Undine 21. Ungnad IZZ, 140. Unterste IZO. Ulrich l. v. Spannheim 91. 17. v. Spannhcim 92. III. v. Spannhcim . 92. v. Seggau 9Z- - - - v. Liechtenstein 94, 9L- v. Lilli 109. v. LavaNt 134. Ulrich öb erg 129- Ursulaberg 128- Ursulinernonnen IL9- 7V. Waldenstein 131. Walthun der Wend 73- Wahrnrann 73- Wato 72. .c P27 Wan» Mangerm'z Igo. Weistensce izo. Weesbach Izo. WelS lOO, uz. Welschland 54. Welz Dietrich 147. Welz Leit 146. Wendischmark 9«. Weser 18. Wenden 62, 66, 76, 109, 114. Wernher 82. Welxho 86. Wenzel v. Döheim 92. Werfen 94. Werrersee 129. Wilhelm v. Kärnten 107. Welheim v. Friesach 149. Wichburg v. Gdrz 164. Wien 96, 122, 127, no.ui, 112,116,117. Wolssbcrg 1^. Wolkenstein 9. Worms 74 Wurzen 24,129. A. Zäringcn 88. Zäsarin 179. Zelrcr 6,7,16,43- Zcltkberer 44. Zeltisches Gebirg --6. Zeltschach Wilhelm 144, 149. Zeltschach Hartwig 144. Zerna 129. Zengg 20. Zmzibal 40, 42. Zimdrer 4z. Zirknizersee 25. Zvhlfrld 79, no, n6, iZ4, 195. Druckfehler, Seite- Am Titlblat Mayr ist zu lesen Mayer. 14- Jnbrer - - - - - - Jnsnbccr. 20. Buchri - - - - Buchari- 20. »ach den Wort Meerbusen folgt die Zahl 2Z. und nach den Wort genannt: die Zahl 24, 21- Li-rnuto - - - - - - Karnunto. 25. Pornis - - - - - - Poenis. 26. Tcrgcstrencr - - - - - Tergestraer. 26- mare ünitimuin - - - - murs in Kn'lti- 27. I'erxsllino - . 2 sinum. - - l'srgslllnllr. 29. Fuganecr - - - - - - Euganccr. 42. wurde - - - - - - wurden. 44. Lor. - - - -- » - - Los. 52- unreinig - - - - - - uneinig. 52. inviitiN Z. - - - - - inviuin 3. 56. Vurthcile - offerum -- - -g. kbLtico, Viaäslica - - L-b-etieos, Vin- 60, Antonius ^ - sstslico«. - - Aotonins. 67. 8cturis - -- - - - - LclitVii. 89. tVäelberonis ------ -räalberoin;. §9. sxuntorsti ----- exumorati. H5. Seile. HZ. Lehne» ------ Lehen. ii8- Karl lv, ----- Karl in. 128- Koriiosfelder - - - - Korn, Nasfclder. 129; Klagcnfurt ----- Glanfiict. 1Z2. LoonarLcr ----- Leonarder. IZ2 nasgcquetichten - - - - Nassgequetschten, izz. Attenhofens ----- Alkenhofen. 142. Antonius ----- Antonins. 144. frlbe ------- selbes 152- Antonius ----- AntoninS. 154. Magistrat zu Klagenfurt - Magist. z» Veit-15A. Scitgäsgcn ------ Seikcngasgen. IM- und icne - - - - - und icnc des gcwe- (stcnPriesterhauses 160. Lewen ------ Löwen. i6z. Kristalnigzifthe - - - Kristallniggische, (v. Pirkcnan. Iü8- ula ------- ultt. 182. Antonius ----- Antonins. 189. aufenhaltcn - - - - aufcnthaltcn. 190. Palladus ----- Palladius. Iy8- Sizcn ------ Siz. iyO. Antonius ----- Antonins- 196. dimilttuäinee - - - - Limilituäioe. 196. Norgan ------ Nordgau. 2OO. Oroli ------ Druti. 20z. woran der Verfasser - - woran icmand- -LO02L' ^ ' '/> ' ' x " .X x ^ ^ ^ ' - ^ XV ^ö ^ix ^ -/v,xX V n ^-V.X! X'I>M - > V . .» '' —, i . X . '" > -- ^ ' . ^ '. ^ ^ "X.i > ' ^ > . - ' - ' ^ " X , 'X , ^ —' ' ^ ^ ^ X . > , - ' ^ ^ - X' . ' xx> ^ >X ,/ . x - , " , - /"/ / !- X'X ^ '. . V ^ ^ ^ ' . - ' ' ' ' ^ ^ x'^x . V ' X - ^ X ..' .'/- *»- ' X ?. X ^ X. X X. - - ^ >.x x/ x^,'/x. ^ ,-X X ' > ^ >>. - - x ^ ^ , ' 'XX'X. x.,, , . , 'X > -x ^ ^ ,xx ^ ^ . X , - X , ^ ^x- , / ' ' - /' 'VXX-' x > / V ^ ^ ' ' ^ . " V ' — ' . . , . X ' ' "X X , - - . X.. . > ^ ^ ^ X ' ^ - X ^ ^ X . , , X X' X , .' ' ' ' X .X X X'i ^1, - x ^ > , X ' '' ' ^ ' ' x ' - , , x- ^ X X ^ , -.. , X ' ^ X, , >,' X.., ^ ^ 'X . ' / ^ X .. i 'X' 'X . ' ' , , ' ' X ^ ! X * ' ^ , . ' ' ' ' " ^ ^ X - ' > ^ , ^X'-.Lx xX'' , > ^-X ' ' 'X ^ / - , X-- .. '. -' , ^ ..V X',^' ,, / ^ V, .. ^ ' X " , .' ^ 'X ^ ^ 'Vx , ^ ^ X-, 11864 '' - ' ' ' V . , , ' ^ L.