- ',, Nro. 46/ LMachtt GM?» Wmg. _____^—-MUMW»"-"-------- Freytag den io. Brachm. i79l> InUndifche Nachrichten. wie« ben4.^achm.^Die Durchlauchtigsten Gouverneure der osterreMchen N^d^fende sind am 23. m vVÜwmn.cncu Wohlseyn, m Koblenz «ngetroften. -Se. k.k. a^si. Maj. haben den Doktor der Medizin- H^rn Johann »es, Ms Makedonien geburttg. »n An chung seiner Vndunste, sammt ncn Bruders Sohn , H"- Eustachms yll-coltdes,m den kais. und des hnl- R^o". Reichs Adelstand, mtt dem Prädikate: Von Pindo, allergnadlgst zu erheben geruhet. - Der bty dem Qoristhofmelsikr-amte bestellte Kansiist Morgtnbesser 'st Gu Sr. Maj. dem Kaiser zum oohnn-fthen Herold mit einer Zulage von zap-lichen 200 st. beV der nmftige" Krönung ernannt worden. - D" Herr HoMth v. B"sel ho.t de« HofkämwOO5 ß. dann die frcywilligen Beitrage der Hcrrn Bischöfe nebst den Beytragen der Caglugl'er Klöster sind ;ur Errichlung und Aufrecht« Haltung derselben bestimmt. Den Abgang wird d>'r allerhöchste Hof be^schieffen. — Die Er her ogin Mariana wird sich kränklichen Umstände wegen auf einiq? Zeit der warmen Bai,,?x in Baden bedienen. — Zwischen dem k. k. Hof und dem Bischof zu Passau werden Unterhandlungen gepsto' gen, und ?s h«c das Ansshcn, daß dtr hieftge Hof einen Theil bcr Diö;es nebst der Halbscheide, des ,?,ur Dotirung des Bisthums Linz abgelrettelun, Kapitals zu-rackg'eben werde. Graz den 5. Brachm. Se. k. k. Majestät haben unter den von den hiest-g?n löblichen Standen vorgeschlagenen l2 Individuen zur Besetzung der Landeshaupt« mannswnrde, den Herrn Karl Thomas des heil. Rom. Reichs Grafen v. Brcu-ner zu ernennen geruhet. «,inz den ,. Vrachm. D?r Hr. F. M. Bcnder hat bey dem hiesigen Hofriegs-rathe um einige Priester angehalten, welche ?ur Seelsorge ben den in den Nieder-landcn befindlichen Truppcn verwandet werden könnten, weil (wohlgemerkt) die dortigen Mönche den Soldaten, welche keine Lust befugen, an ihrem Fürstm meineidig zu werden, nicht selten die Ablolu ion versagn. Daß hier ja Niemand ausrufe: Das ist nicht möglich ' Was war den Mönchen (versteht sich, den Niederländischen ) bisher nicht möglich! — D, r Erzherzog Franz hat wirklich unterdessen 4. Priester auf seine eigene Unkosten hineingeschickt. Preßburg den 1. Vrachm. Se. K. H. der Herr Palatin sollen erst gegen dcn 2c>. Heum. in Ofen eintreffen , daher auch die Reichs -Deputationen, welche bereits mit ihren Sitzungen hättty anfangen sollen , erst dann zusammcnsitzen werden. — Aus Winkovza in Slavonien wird uns unter den 23. May geschrieben ; daß der Herr General Major Baron Quasdanovich bereits den Aufirag erhalten hat, nnt den löblichen Vroder und Gradiskaner Regimentern dcn Kordon Kompagniemäßig m be.ühcn , und mit selbem zu Podvin seinen Sij zu nch" mm, ist sicher. Bränn ben r. Rvachm. Seybert Joseph Maria, Pfarrer im Markt? Ir-ritz, gebürliz in Neutitschein, überschickte jüngst aus Liebe semer Vaterstadt, und zum Denkmaale des großen Helden Lou-don, einen schwarzen Marmorstein mit folgenden eingegrabenen goldenen Buchstaben : Hier starb Loudon den 14. August 1790. Dieses Monument sollte an der Ecke jenes Hauses angebracht werden, wo dieser Held verschied. ^.emberg den 28. M^v» Nach Briefe« aus Pohlen vom 20. dieses, hat der König mit Benstimmung der konföderirten Stande vis auf weitere Verfügungen beschlossen, und dcr Kriegskommißton beider Völkerschaften abgegeben, vom gegenwär^ tigen Frühjahre an , eine hinreichende Anzahl geschickter Offiziere, die^ sowohl bey der Na ionalkavallerie und den Vortruppen , als bey dem Fußvolke im wirklichen Diensie stehen , auszusuchen und aus usen-den , damit sie den fremden Nibungslägern bevwohnen mögen, mit dem Auftrage, daß jeder von ihnen, wenn er ins Land wieder urückkömmt, bey dem Generale seiner Abtheilung das Tagebuch von dem, Was er gelchrn, und von den Bemerkungen, ti? er darübcr gemacht hat, niederlege. Die Generale haben alsdenn der Kriegskömmißwn darüber Rechenschaft abzulegen , und die erwähnten Tagebücher in die Archive dieser Sttlle abmgeben. Da d«r Gehalt der Ossi-iere sehr mittelmäßig ist, so setzen Se. Majestät zu derselben Behuf eimn Fond von zoco Dukaten aus, welchen die Schatzkomnußionen diesem Gesetze zufolge , auf Verlangen der Kriegskommißion an jene Offiziere, die Ul dergleichen Versandungen gewählt werben , m be.ahlen haben. Von et»'n die-fc> Dukaten für Artilleristen und Ingenieurs bestimmt, . welche die Kricgkkomwißion zu diesem End-Nvecke. versenden wird; und unsere Minister an auswärtigen Höfen werden hiedurch Verpflichtet, diese Offi'iere auf ccke Art zu unterstützen , damit sie die Absicht ihrer Sendung und Vestimung erfüllen können. Brüssel den 21. Mü?. Da der Hr. Kardinal, Er-bischof von Mecheln, seil» Verlangen geäußert, den Titel eines wirklichen geheimen k. k. Gtaatsraths beizubehalten , so haben Se. Maj. von ihm ge-fodert, daß er in dieser Eigenschaft ein>» neuen Eid in die Hunde des k. k. Ministers Excellenz ablegen sollte, den er auch am 18- dieses geleistet hat. — Aus Lll« xemburg haben wir zu vernehmen , daß der k. k. Generalfeld>eugmeister , Graf v. Clairfait, von da nach Wien die Reise angetretten habe. Am 12. zogen 2 Divisionen Staabsdragoner durch ebengesagte Stadt nach Breisgau. Ein Korps Uhlanen hat dieselben auf der Grenze, ws sie kantonitten , abgelöset. Die Franzosen arbeiten mit vieler Thätigkeit an den Fe« stungswerkcn von Thionville , ein Plaz> der nicht weit von Luxemburg liegt. Auslandische Nächrichte«. Deutschland. Stuttgart den 27. Mav. In War« schau lauerte man nun sehr , was wohl die auswärtigen Höfe, sonderlich die benachbarten, zu diesem raschen Staatsum-' schwunge sagen werden. Vermuthlich wird der Russe stutzen, der'Ocsifrrsicber lachten, denn der wußt-, was qeichach, ek?s geschah, der Prellsse heimlich grollen/der Schwede die Sj'rne runzln, und die Graubarte im Divan ihre Häupter schüttln. In Wien gilbt man der mmn reichischen Pritnen ^um Gemahl , und hnlt sich an die Worte der alten Welffagung : M felix ^uftriH nubL ! Es könnte wohl scnn, da die Glücksgöttin jetzt in ihrer Laune über Rußland und Oesterreich, vorzüglich ihr Füllhorn auszugiessen scheint. Danl^ könnte gar wohl aus dem politi-fthen Snsieme, wie es zuvqr war, ein neues System entstehen,' unter der Rubrik : wie es noch ms war. — Die Nachricht von der Erhebung des Kursach-sifchen Hauses, zur ewigen pohlnischen Mnigswürde, hat den Sachsen nicht Anlaß zu, lärmenden Freudenfesten gegeben. Der Kurfürst und sein Volk freuten sich darüber in der Stille. Unter den beyden Augusten war die pohluische Königswürde sehr lästig, wi? die Geschichte befugt. Iezt aber ist es gewiß, daß diese Würde ' dem Kurhause einen daurenden Glanz ertheilen werde. — Welches Ansehen erwarb sich nicht Hannover durch Erhebung ihrer Kurfürsten auf den Englischen Thron? Kursachsen ist nun das GeitenMck zu Kur-Hannover. Stolze Freude nm'ß dcn Deutschen durchglühen über das Zutrauen der Völker zu den Fürsten un"sers Landes. Fast ganz Europa wird jetzt durch Fürsten beherrscht, die'aus dmtschem Blutte sbftoffen. Italien. Rom den 6. Mav. Gestern ist in d