«l. 7. Montag, 11. Jänner 1892. 111. IllhlMg. Zeitung. _______ _________ ^ " '^ ^ ^'' "' ''"«» W'ebrlhuluiillrn psr ^sttc !! li, V x. l,i« » M«!!»Ilrip!e inch! j»iiick>ifjleUt, Amtlicher Weil. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchst unterzeichnetem Diplome dem Rittmeister erster Classe des Uhlanen - Regiments Graf Nostitz-«ieneck Nr. 13 Gottfried Sucha n den Adelstand aller-gnäoigst zu verleihen geruht. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom A l. December v. I. dem Religions-Professor an der Staats-Nealschule in Laibach Johann Gnjezda das goldene Verdicnstkreuz mit der Krone allergnäoigst zu verleihen geruht. Der Iustizminister hat den Bezirksgerichts-Adjuncten Dr. Heinrich Mihurko von Kirchb'ach nach Leibnitz versetzt und den Auscultautcn Josef Sp angler zum Bezirksgerichts-Adjuucten in Kirchbach ernannt. Nichtamtlicher Mil. Verhandlungen des RcichSrathcs. «- Wien, 8. Jänner. Das Abgeordnetenhaus trat heute wieder zusammen, um zuuächst einige Gegenstände von untergeordneter Bedeutung zu erledige« und sodann am Montag die Berathung der Handelsverträge zu beginnen. Die allgemeine Aufmerksamkeit wendete sich heute nicht der Tagesordnung, sondern den Personen zu. Die ehrwürdige Gestalt des Herrn Dr. Smolka, welchem von gewissen Seiten mit Beharrlichkeit, aber ohne jede Berechtigung Nücktrittsgedauken zugeiuuthet Wurden, wird sich uach wie vor auf dem Präsidentenstuhl niederlassen, und auf der Ministerbank erschien heute ein neues Mitglied des Kronrathcs, der aus den Reihen der Linken entnommene Minister Graf Kuenburg. Die yi-ozK llUrllctivn der heutigen Sitzung des Abgcordueteuhauses bildete das Erscheinen des Grafen Kucilburg auf der Ministerbank. Die Aufmerksamkeit des vollen Hauses und der dichtbesctzten Gallerten galt denn auch fast ausschließlich diesem Ereignisse. Kurz vor 11 Uhr erschien das Ministerium unter Führung des Grafen Taaffe im Hause; der ueue Minister betrat als letzter den Saal. Auf die Ministerbank zuschreitend, occupierte er den vorletzten Fauteuil auf der Liuten, während Marquis Baccmehem seinen Sitz auf Jeuilleton. Neue Ausgabe der heiligen Schrift. In zahllosen Auflagen ist seit 400 Jahren die ^wel, das «Buch der Bücher', in deutscher Sprache erschienen. Das erste künstlerisch reich ausgestattete Werk aus der Presse des berühmten Nürnberger Druckers Koberger war die herrliche deutsche Bibel vom Jahre i486 welche Michael Wolgemut mit mehr als hundert Holzschnitten versehen hatte, k, « dariu gesetzt, deu göttlich geoffen-b"U' schalt der hl. Schrift iu würdiger Ausstattung "ich Uebersetzuug den. Volke zugäug- wwl..^/^'"''' """älich haltlose nnd durch uichts brack ' >"^'" aber bis auf deu heutige./ Tag viel. teller '^'"^s "5 ?")anptung "ichtkatholischer Schrift- Mudl,^ .? d'chn Bestrebungen der Buchdrucker und Ka^ " ^"^''^ ^''""'che "'tgegengewirkt worden sei. fund n Ä ^^. "°^ keine freie gewesen. Es sei insbesondere das Vorgehen der Staatsbeamten in Cilli zu bebauern, denn nur durch diese habe Abgeordneter Foreggcr die Majorität erhalten können. Eine zweite Thatsache betreffe die Freimaurerei des Abgeordneten Foregger. Diese sei im ganzen Bezirke offenkundig abgewesen. Die k. k. Beamten haben also für einen Freimaurer Partei ergriffen. ... Präsident: Ich bitte! Ich glaube, dass die Freimaurerei kein gesetzliches Hiudernis ist. (Lebhafte Heiterkeit.) Berühren Sie nur die Puukte wegen der Ungiltigkeit der Wahl. Dr. Gregore c: Ich will begründen, aus welchen Gründen ich . . . Pichler: Die Beamten denuncieren muss. Dr. Gregorec führte schließlich aus, dass der jetzige Papst die ganze katholische Christenheit auf die Freimaurer aufmerksam gemacht und vor ihnen gewarnt habe. Er könne deswegen nicht für die Wahl stimmen. Hunderts erneuert waren. Gerade die Heiligkeit des In« Halts der hl. Schrift und die Wichtigkeit dieser als Quelle des Glaubens musste die Kirche antreiben, den Druck derselben in der Richtung zu überwachen, dass uur der reine und lautere, historisch und kritisch beglaubigte, Text den Gläubige» geboten, jegliche willkürliche Aenderung, wie sie im 16. Iahrhuudert öfter versucht war. hingegen mit Erfolg vereitelt nierde. Als allbekannte und von der kirchlichen Obrigkeit oftmal als geuau und correct bezeichnete Ueber-, setzung ist die Ausgabe des verstorbenen Dompropstes z von Allioli in deutschen Landen weit verbreitet. Ins-besondere hat Papst Pins VIII., welcher die Alliolische Uebcrsctzung durch einige deutsche Bischöfe prüfen ließ, die Veröffentlichmig derselben gutgeheißen. Der Verleger der neu vorliegenden Ausgabe der hl. Schrift, in der Absicht, den deutschen Katholiken einen zuverlässigen Text zu bieten, hat das Recht erworben, diese Alliolische Uebersetzung nachzudrucken. Entsprechend den kirchlichen Vorschriften befinden sich neben dem Texte auch die Aumcrkungcn uud ciulcitenden Bemerkungen, welche die Volksausgabe der Alliolischeu Uebersehung enthalten. Die Bedeutung der neuen Bibel beruht in der z prächtigen Ausstattuug und der umfangreichen Ver-1 Wertung des bildnerischen Schmuckes. Letzteier soll die Aufgabe erfüllen, nicht vorwiegend der Erbauung, sonderu iu erster Linie der Belehrung zu dienen. Die Illnstration soll dem Text der hl. Bücher erklären, ein besseres Verständnis auf dein Wege der Anschauung vermitteln. In aroker öanl sind Abbildunacu iener Laibacher Zeitung Nr. 7. 58 11. Jänner 189». — Die Wahl Dr. Foreggers wurde vom Hause agnosciert. Auch die Wahlen der Abgeordneten Seichert, Baum-gartner, Graf Falkenhayn, Haydn und Borowski wurden ohne Debatte genehmigt. Die Abgeordneten Eim und Genossen interpellierten das Gesammtministerium wegen Einbringung einer Novelle zum Kranken- und Unfallversicherungs-Gesetze, welche die Defraudation von Cassenbeiträgen strafgesehlich verfolgt. Die Abgeordneten Tilöer und Genossen interpellierten das Gesammtministerium wegen der Confiscation der -Mrodni Listy', welche Zu-stimmungsknndgebungen zur letzten Rede des Abg. Dr. Gre'gr veröffentlicht hatten, und wegen des bezüglichen Erkenntnisses des Prager Landesgerichtes, welches die bezeichnete Rede als gegen das Strafgesetz verstoßend erklärt und so das Immnnitätsrecht verletzte. Abg. Prombcr stellte einen Dringlichkeitsantrag wegen Gewährung eines Nothstandscredites für einzelne Theile Mährcus. Von den Abgeordneten Reicher und Heils berg wurde ein Antrag wegen Gewährung von Theucrungsbeiträgen für die Staatsbeamten eingebracht. Die nächste Sitzung findet Dienstag statt. Auf der Tagesordnung stehen die Handelsverträge. Der Khedive von Egypten. Mehemed Tewftk, Khedive von Egypten, Souverän von Nubien, des Sudan, Kordofans und Dar Fors, ist im Alter von 89 Jahren an Influenza verschieden. Ein aufgeklärter, dem europäischen Einflüsse nicht bloß in der Politik, sondern auch in cultureller und civilisatorischer Hinsicht zugänglicher Fürst, war er seinem Lande ein milder und gewissenhafter Regent, der es unter den denkbar schwierigsten Verhältnissen nach einer Periode tiefster Zerrüttung, zu erheben und neu zu entfalten begann, so weit es eben die in mehrfacher Richtung bedingte Selbständigkeit seines Reiches gestattete. Die Fortdauer des unmittelbaren britischen Einflusses im Lande hat das Egypten Tewfiks zu einen« Object der Eifersucht, zum Mittelpunkte gegnerischer diplomatischer Strömungen gemacht, welche die Lage des Herrschers im Lande keineswegs beneidenswert erscheinen lassen, Tewftk wusste sich inmitten dieser diplomatischen Strebungen und Strömungen mit unverkennbarem Takte zu behaupten und die inneren Verhältnisse des Landes durch weises Nützen gesunder europäischer Einflüsse zu con-solidieren. Nur eiu Walten in diesem Sinne ermöglichte ihm eine so lange Herrschaft, gewann ihm so zahlreiche Sympathien, wie er sie in der Wahrheit besaß. Die Thronfolge in Egypten ist durch den von Ismael errungenen kaiserlichen Ferman vom 8. Juni 1873 geregelt, wonach der Khedive die directe Erbfolge nach dem Principe der Erstgeburt und der Linearsuccession und das erbliche Kaimakamat von Suakim und Dependenzen zugesprochen wurden. Im Falle der Minderjährigkeit des Erbprinzen kann der Khedive einen Vormund bestellen, den die türtische Negierung anzuerkennen hat. Ist keine testamentarische Bestimmung vorhanden, so wählt ein aus sämmtlichen Ministern und dem Armeecommandanteu gebildeter Vormundschaftsrath den Vormund. Mit dem 18. Lebensjahre beginnt die Grohjährigkcit des Khedive. Prinz Abbas Pascha, der, wie schon erwähnt, gegenwärtig im achtzehnten Lebensjahre steht, war zuletzt Hörer des zweiten juridischen Jahrganges an der Theresiamschcn Akademie. Er und sein jüngerer Bruder, Prinz Mehemcd Ali Bey, hatten an diesem vornehmen Institute ihre ge-sammte Ausbildung genossen. Prinz Abbas genoss zuletzt außer dem juridischen auch militärischen Unterricht; dieser archäologischen Fnnde gegeben, wodurch der Inhalt der hl. Schrift in so überraschender Weise seine eclatantestc Bestätigung gefunden hat. Aber auch culturhistorischc Bilder aus der Vergangenheit und Gegenwart Palästinas haben reichliche Verwenduug gefunden; solcher charakteristischer Abbildungen bringt die«Heilige Schrift > mehr als tausend, darunter 35 Vollbilder. Eine ganz besondere Zierde des Werkes sind die jedem Hefte beigegebenen Nachbildungen der berühmtesten Gemälde, welche biblische Scenen darstellen, im ganzen über 40 Bilder nach den Meisterwerken der christlichen Kunst. Bei so reichhaltigem Inhalte mnss der Preis der neueu Ausgabe ein ungemein niedriger genannt werden. Sie ist in Heften zu 30 Kreuzer durch die Buchhaud-lung Kleiumayr k Bamberg in Laibach oder anch direct durch die Verlagsbuchhaudlung Friedrich Pfeil-stücker in Berlin ^V,, Bayreutherstraße 1, sowohl vollständig als auch iu einzelnen Heften, nach nnd nach zu beziehen. Das Alte Testament wird 32, das Neue Testament 10 Hefte umfassen. 30 Hefte sind bereits erschienen. Das Neue Testament ist auch für sich allein zum Preise von 5' Mark, aber nur vollständig zu haben; cs ist ebcnso wie die ganze Bibel mit Familienchronik zum Eintragen der Familienmitglieder versehen. Das qanze Werk wird zum Frühjahr 1892 fertig, auch gebunden, zu beziehen sein; es steht aber jedem frei, sich dasselbe anch ferner in einzelnen Heften in beliebigen gwischenränmen anzuschaffen. wurde dem Prinzen von den Professoren der technischen Militär-Akademie ertheilt. Mit dem Ablauf des gegenwärtigen Schuljahres wären die Studien des Prinzen Abbas vollendet gewesen. Prinz Abbas ist ein junger Mann, von etwas gedrungener, kräftiger Statur, ziemlich dunklem Teint und schwarzem Haar, Momente, in denen sich der charakteristische Typus des Orientalen ausdrückt. Der jüngere Vruder, Prinz Mchemcd, ist etwas größer als Prinz Abbas. Die Prinzen verbrachten stets die Ferien in Egypten, am Hofe ihres Vaters, und weilten zuletzt im vergangenen Sonnner in Kairo. Prinz Abbas ist der zweite König, der ans der Thcresianischen Akademie auf einen Thron berufen wird. Bekanntermaßen war auch König Alfons Xll. Theresia»ist, als der Nuf an ihn ergieng, den Thron voll Spanien zu besteigen. Politische Reberjicht. (Aerztekammern.) Wie verlautet, .dürfte die Durchführungsvorschrift zu dcm sauctioniertcn Gesetze über die Aerztekammern baldigst veröffentlicht werden. Das Zustandekommen des bezüglichen Gesetzes hat nicht bloß in ärztlichen, sondern anch in weiteren Kreisen der Bevölkerung lebhafte Befriedigung hervorgerufen. (Der kroatifche Landtag), welcher heute zusammentritt, soll bloß drei Sitzungen abhalten. Außer der Neuwahl der Delegation für den ungarifchen Reichstag wird der Gesetzentwurf über die Theilung der Hutweiden zur Verhandlung gelangen, welcher diefertage überreicht wurde. In die Delegation für den ungarifchen Reichstag werden die bisherigen 41 Mit« glieder wieder gewählt. (Die geheimen Refactien.) Die «Nene freie Presse» meldet aus Budapest: Die ungarische Negieruug beschloss, vom Anfange au den deutschen Handelsvertrag auf das loyalste durchzuführen und alle damit nicht übereinstimmenden Verfügungen an jenem Tage anßer Kraft zn setzen, an welchem der deutsche Vertrag in Gcltnng tritt. Alle bisher bestehenden geheimen Tarifbegünstigungen werden am I.Februar d. I. publiciert werden. (Die Vereinigte deutsche Linke.) In der Donnerstag abgehalteuen Clnbsitznng der Vereinigten dcutscheu Linken wurde von verschiedenen Rednern allseitig anerkannt, mit welcher Pflichttreue und Gewissenhaftigkeit die Parteileitung die Verhandlungen führte, und insbesondere war die Haltnng des Obmannes Dr. v. Plener Gegenstand der lebhaftesten nnd wärmsten Anerkennung. Iu diesem Sinne sprachen sich zahlreiche Clubmitglieder aus. In allen Reden wurde der Gedanke zum Ausdruck gebracht, dass angesichts der gegenwärtigen politischen Lage die Partei gar nicht anders handeln tonnte, als das Anerbieten der Negierung acceptieren. (Ein Ultimat u m A merika s.) Die Regierung der Vereinigten Staaten hat den diplomatischen Vertreter Oesterreich-Ungarns davon verständigt, dass sie, im Falle nicht bis zum 15. März d. I. eiu Reciproci-täts-Vertrag zwischen den beiden Reichen zustande komme, die freie Einfuhr von Zucker, Kaffee, Thee und Hänten inhibieren würde. Die Erstellung dieser Prä-clusivfrist wird wohl beschleunigend auf den Gang der in Aussicht genommenen Verhandlungen wirken, hat jedoch im übrigeu keine andere als eine formale Bedeutung, da die wichtigste Forderuug der Verewigten Staaten, die Zulassung von Vieh und Fleisch znr Ein- Das Oehsirnnis öer Hlosenpasfage. Noman aus dem Leben von Drmano» Eandor. (4. Fortsetzung.) «Hast recht gethan, dem Wilhelm heimzuleuchten!» lachte Adam Lied. «Der anfgcblascne Narr! Solch ein Bursche! Hab' ihn gekannt, als er ein drei Käs hoher Kerl war, und er kennt auch den Adam Lied und weiß, dass er der beste und reellste Schlafbas am ganzen Hafen ist und die Leute gut bei ihm aufgehoben sind. Wäre cs nicht seine Pflicht und Schuldigkeit, dem alten Nachbar die paar Groschen Schlafgeld zu gönnen? Statt dessen quartiert er sich wie ciu vornehmer Herr in ein Gasthaus an der Reeperbahn ein. Aber der Hochmnthstenfel steckt ihm im Gemüth, wcil sein Großvater ein abgedankter Eapitän war. Hast gnt gemacht! Solltest dich ihm versprechen nnd Matrosenfran werden. So'n bildsaubercs Mädel wie du hat Carriere vor sich. Hust doch meine Therese gekannt, die schwarze, weißt du, die zum Frühjahr bei mir znr Aushilfe iu der Wütschaft war. Herrjeses, hat die Glück gehabt! Jetzt wohnt sie am Ncncnwall, hat rothe Sammtmöbcl und Sftitzmgardincn in den Stnben und geht im Stadttheater in die Logen.» «Ist sie so nobel verheiratet?» fragte das Mädchen stockend. < Verheiratet? Na, das geht so schnell nicht Aber einen vornehmen Schatz hat sie, der alles für sie bezahlt. In den Alsterarcaden oder am Iungfernstieg fuhr nach Oesterreich, bereits erfüllt ist und auch s^ schon mit Rücksicht auf die Zuckerindustrie, die els kürzlich in Eingaben an die Regierung auf die Wichts keit des amcrikanifchen Marktes hingewiesen hat, Schlvie rigkeitcn kaum geinacht werden dürften. , (Der deiltfche Reichstag) wird sich dieM zuerst mit einem Colonial-Etat zu beschäftigen haA der feiner wirklichen Bcschlnssfassnng nnterbreitct win während dies früher nur bei den vom Reiche für b> Colonien zu leistenden Zuschüssen dcr Fall war, >' übrigen aber die Vorlage nnr zur KenntnisnalB erfolgte. Die Frage dcs Berliner Dombaucs wird au« in dieser Session den preußischen Landtag beschäftig Im nächsten Etat soll eine größere Forderung ? diesen Zwccl als erste Rate eingestellt sein. Die aM Bansnmme wird auf 10 Millioiien Mark vcranscM (Nussland.) Wie man aus Petersburg inelds hat das Ministerialcomite', welchcs mit der AÜfstcllll"! des Voranschlages für die im Jahre 1 «92 auszuführende» öffentlichen Bauten betraut ist, die Kosten dcrscO mit 58 Millionen Rubel beziffert, von welchen viel uudzwanzig Millionen auf asiatische Eiscnbahnballtfl entfallen sollen. Ein verhältnismäßig namhafter MM! wird für die Ausgestaltung des Straßennetzes in ^ westlichen Gouvernements verwendet werden. (Anlässlich des Herrscherwechsels " Egypten) betonen »Times», «Morning Post'"" andere Blätter die Nothwendigkeit der Fortsetzung.^ Occupation. «Daily News- meint, es werde sich O die beste Gelegenheit bieten zur Erneuerung der lintes Handlungen zwischen Salisbury und Ribot über ^ Räumung Egyptens. (Der französische Kriegsminister bereitet eine gesetzliche Neuregelung der Armeccadls nnd der Avancementsordnnng vor, ferner Maßnah^ behnfs Einführung militärischer Uebungen in sä"^ lichen Lyceen und Collegien uud die Organisation ^ militärischen Unterrichtes für die Jugend. (Aus Madrid) wird von berufener Stelle l meldet, dass die Nachrichten über eine Erkrankung ^ Königs Alfonso XIII.. welche zn Besorgnissen An/as geben würde, völlig unbegründet sind. Der kleine KiM befinde sich ganz vortrefflich. TlMsueuiglciten. Se. Majestät der Kaiser haben, wie das «PrA Abendblatt, meldet, der Gemeinde Seifen zum Sch"!, baue 200 fl., den Feuerwehren in Bobcr nnd Mzd>! je 60 fl. und den Feuerwehren in Prominent "^ Pcrlsberg zur Anschaffung von Löschrequisiten ^ 4" <' zu spenden geruht. — (Warnung vor Auswanderung^ Agenten.) Auf dem Südbahuhufc m Graz wM kürzlich ein Grundbesitzer und dessen Schwester, beide a>> Ungarn, als answcislos augehalten; beide erklärten, ^ einem Agenten in Antwerpen gegen das Versprechen b' freien Ueberfahrt zur Neise nach Brasilien, die sie ^ angetreten, verleitet worden zu sein, wohin ihnen w< nur ihre Eltern, sondern noch viele andere Bewohner ^ ihrem Heimatsurte, denen von den Vermittlern des ^ wähnten Antwerpener Agenten ebenfalls freie Ueberfo?, und unentgeltliche Ueberlassung voll mindestens 40 I^ Ackcrgrund zugesichert worden, folgen würden. Da ^ anzunehmen ist, dass die bezügliche Antwerpencr Äg^ ihre sträflichen Umtriebe auch alls die im Neichsr^ vertretenen Königreiche und Länder ausgedehnt h^'^ wurden die k, l. Vezirköhauplmaimschaften aufgcfo^ lernte sie ihn eines Abends kennen. Schau, dass auch noch einmal so dein Glück machst!» .^ Francisca znckte zusammen, aber sie sagte "i^ Ohne den vortrefflichen Greis noch eines Blickes s würdigen, wickelte sie ihr Strickzcng auf und gicng das Hans. ' ' ,. Eine enge, gerade Holztreppe führte in die ' ersten Stockwerk belegcne Wohnnng ihrer Eltern. ^ sam, wie im Traume, trat sie in die niedrige, sch'^ und verhältnismäßig lange Stube, welche, obgleich ^ mehr Raume vorhanden, der Familie gleichzeitig ^ Küche, Wohn- nnd Schlafgcmach diente.'Das scl)W"A unvollkommene Licht, Welches von dcr Passage' H durch die kleinen, grünlichen Scheiben siel, hüllte ^ Zimmer in ein melancholisches Halbdnnkel uud licß^ noch düsterer nnd unfreundlicher, als es in der ^ sein mochte, erscheinen. Vier nackte, graue Wände ", schlössen dcn Raum, an der Fcnstcrwand ein eich^ Klapptisch, fünf altersschwache Stühle, cin Bett, . Sitzherd und eine Art Schatulle bildeten die g" Ausstattung. ^ Francisca fetzte sich am Fenster nieder, st"h!,^ Ellbogen auf den Tisch nnd den Kopf in die V^ Dcr Kopfschmerz, wclchcr sie heute aus dcr FH gehalten, hattc sich draußcn nicht gcbcsscrt; sü'.'"^ ein brennendes Stechen in dcn Schläfen nnd l'lN ^ ängstigendes Pochen im Hinterkopf. Rasch zog A^ ^ Nadcln anö dem Knuten am Wirbcl und in wuchtH ! Sttälincn stürzten die rothen Haarmassen ihr übel Lalbacher Zeitung Nr. ?. 59 11. Jänner 1832. das Erforderliche zu veranlassen, damit jeder wie immer gearteten Auswanderungs-Propaganda dieser Agentur mit allen gesetzlichen Mitteln gesteuert werde. Namentlich die ländliche Bevölkerung, unter welcher derartige Agenten mit falschen, gleißenden' Versprechungen am häufigsten ihre Opfer suchen, die sie erbarmungslos ausbeuten und dann dem größte,/Elende verfallen lassen, sei hiemit auf diese Seelenverkäufer aufmerksam gemacht und vor deren Umtrieben gewarnt. — (Die Influenza) hat in den oberitalienischen Städten noch immer einen sehr bedrohlichen Charakter. In Mailand, Turin und Genua hat es nur während der Cholerazeit eine so hohe Sterblichkeitsziffer gegeben wie jetzt. In, bischöflichen Palais in Mailand sind von 70 Personell l>2 erkrankt. Die Influenza grassiert auch fast in allen Garnisonen Oberitaliens. — Wie aus Salouichi gemeldet wird, ist im dortigen Hasen fast die gesammte Bemannung eines englischen Kriegsschiffes an der Influenza erkrankt. — Auch aus Spanien, namentlich aus Madrid, Valencia und Barcelona, wird ein bedrohliches Umsichgreifen der Epidemie gemeldet. — (Das brasilianische Kaiserhaus.) Die Tochter des verstorbeneu Kaisers Dom Pedro von Brasilien, Prinzessin Isabella, und ihr Gemahl, der Graf von Eu, werden wahrscheinlich als Bürger der Republik uach Brasilien zurückkehren. Ohne Zweifel folgen sie hiemit einem Wunsche des Verstorbenen, der bekanntlich Fonseca persönlich dessen Handlungsweise nicht verzeihen konnte, aber gegen das Heimatland, welches ihn verstoßen, keinen Groll im Herzen trug. — (Wachsthum Londons.) Das Wachsthum Londons geht fast mit gesetzlicher Regelmäßigkeit vor sich. Durchschnittlich werden in London jeden Monat 900 neue Häuser gebaut. Die Wasser-Gesellschaften versorgten im November 1891 779.308 Häuser. Die Londoner Post erhielt in der letzten Woche des verflossenen Jahres 32 Millionen Briefe, Bricfkarten und Pakete zur Beförderung, um 2 Millionen mehr als in der letzten Jahres-Woche von 1890. — (Diamanten im Meteoreisen.) Das Novemberhcft des «American Journal of Science» enthält eine Notiz von A. E. Foote über ein Metcoreiscn, welches im Cannon Diablo in Arizona gefunden wurde und fowohl schwarze als weiße Diamanten einschließt. Man wurde auf die Diamanten dadurch aufmerksam, dass beim Polieren des Eisens ans einem Schmirgelrade letzteres ruiniert wurde. — (Iofef Perwolf), Professor der slavischen Geschichte und Literatur an der Warschauer Universität, ist am 2. d. M. in Warschau gestorben. Er war zu Cimeüc in Böhmen im Jahre 1841 geboren, war einige Zeit Archivar des Museums des Königreiches Böhmen und schrieb zahlreiche Werke über slavische Geschichte und Culturgeschichte. — (Eine entsetzliche Katastrophe.) In Osage im Indianer-Territorium fand in einer Grube der Coaland-Mining-Company eine schreckliche Explosion statt, durch welche gegen 200 Bergarbeiter verschüttet wurden. Man befürchtet, dass alle Arbeiter das Leben eingebüßt haben. — (Ein furchtbarer Schneesturm) wüthete inderNacht zum 8. b. M. in Hamburg und zer- Nacken bis zur korper umhüllend. Von unten herauf tönten die Kläuge eines «Or-chestrwns», mit welch stolzem Namen Adam Lied eme von einem Italiener in Pfand übernommene und m semer Schenkstube aufgestellte Drehorgel bezeichnete und nu zweiteu Stock lärmte eiue Kiuderschar. Frau-cisca seufzte ein wenig uud schloss die Augeu. Der Antrag des einstigen Gespielcu stimmte sie doch uach-denllich. Sie hatte den Wilhelm wirklich lieb gehabt; ,'s m^ ""äigc Freund ihrer ersteu zehu Kiuder-layre. Merlei Eriuneruugeu an verqanacue witcu glttten aufleuchteud durch ihr Hirn. Eremuisse ihres vergaugeuen Lebens tauchteu blitzschnell iu ihrem Gedächtnis auf uud verschwanden ebenso, n.^ 3^ A"^tMl wurzelte iu dem Sumpfbodeu des nacktestm Eleuds. Ihr Vater, Ludwig oder wie er a N ^"'>"" ""rde: Lude Schlauch, war Hafeu-Schw /"s d'm Tnmke ergebeu; ihre Mutter^ Leue ^ E a nHlk 6^Ms Fischfrau' besaß ebeufalls alle hr n N^K^'"' Augewohuheiteu uud Attribute, welche P legen S ^2 "-" "^""inen "M zu sem die dunws. n? F^nnsca deukeu kouute, athmete sie Arm^H welche bitterste Lud ^ ^'^' ^ersuukeuheit um sich verbreiten. Passaaeukmd 5 ^,)"" "n echtes, rechtes Noseu-m «^ ^teru uud Großelteru hatteu schou ^' " ^ aufgewachsm uud eiue ") N stann ^'"^' .""d Al'schauuugcn passten zu "''d g icheu 3 ^ wahlverwaudteu Gange ^ude SZl' ,^?^ ""^"' ^ hatte vor der Zeit, da auf ei3V.W ZU Wem ehelichen Gemahl erkor, auch oH i! . ^v"l" uud setzte diese AesclMiquug erst beaauu . ."' ^" ^"" ihrer Ehe fort. Später heute V ^ stl)wuughafteu Fischhaudel,deu sie uoch ormed. Auch Lene hatte nie Häuslichkeit und! riss die meisten telephonischen und telegraphischen Verbindungen nach auswärts. Der Schaden ist bedeutend. Auch aus Berlin werden unter demselben Datum vielfache durch Sturmwind verursachte Schäden gemeldet. — (Trichinose.) Aus Lodz in Russisch-Polen wird gemeldet, dass über 50 in den angrenzenden Dörfern wohnende Personen infolge der Trichinosis erkrankt sind. Visher sind 17 gestorben, darunter eine ganze aus 11 Personen bestehende Familie. Local- und Provinzial-Nachrichten. — (K, k. Staatsbahnen.) Der Wechsel im Präsidium der Staatsbahnen wird nun officiell publiciert, Se. Majestät der Kaiser hat mit Allerhöchster Entschließung vom 7. Jänner d. I. den, Präsidenten der Ge-neraldirection der österreichischen Staatsbahnen uud Sec-tionschcf «it,»» «t»tum des Handelsministeriums, Geheimen Rathe Alois Freiherrn von Czedik von Bründls-berg anläfslich der erbetenen Uebernahme in den bleibenden Ruhestand in Anerkennung seiner ausgezeichneten Dienste das Großkreuz des Franz-Ioseph-Ordens verliehen und den ordentlichen Professor an der Universität in Lemberg Dr. Leon Ritter v. Bilinski zum Sectionschef ßiti-k 8wwm im Handelsministerium und zum Präsidenten der Generaldircction der österreichischen Staatsbahnen ernannt hat. Bei dem vorgestrigen Amtsantntte hielt Sectionschef Bilinski eine Ansprache, in welcher er, betreffend den Beruf der Staatsbahnen, in erster Linie die strategische Aufgabe stellte, sodann die volkswirtschaftliche und staats-finanzielle. Dr. von Bilinsti kündigte eine enge Fühlung mit der Kriegsverwaltung und die Stellung der Staats' bahnen in den Dienst der heimischen Production an, aber ohne Schädigung der staatsfinanziellen Seite; ferner eine Vereinfachung der Tarife, die nie unter die Selbst' kosten sinken dürfen. Die Aenderungen in der Organisa' tion der Staatsbahnen bezeichnete Dr. von Bilinsti als abgeschlossen. Er verkündete den persönlichen Verzicht auf eine weitere politische Stelle, da er ausschließlich als Verwaltungsmann sachlich nnd fachlich wirken wolle. — (Die slovenischen Reichsrathsab-georbneten und der Club der Conservative,!.) In der jüngsten Versammlung des «katholisch politischen Vereines» besprach, wie bereits gemeldet, der Reichsrathsabgeordnete Herr Domcapitular Klun in interessanten Ausführuugeu die gegenwärtige politische Lage. Im Eingänge seiner Rede gedachte er des Mangels einer festen Majorität im Abgeordnetcnhause und führte denselben hauptsächlich auf zwei Momente zurück: einerseits auf die Annäherung der Linken an die Regierung und anderseits auf die Wahlsiege, welche die Iungczechen über die Altczechen errungen hatten, als deren Folge sich eben die Unmöglichkeit einer Majoritätsbildung ergeben habe, d« an eine Verbindung mit den Iungczechen angesichts des Auftretens derselben im früheren Reichsrathe, insbesondere aber im Hinblicke auf das Gehaben derfelben während der Wahlcampagne nicht gedacht werden konnte. Redner wandte sich hierauf den Betrachtungen über den Club der Conservative!! zu uud zählte die Gründe auf, welche die slovenischen Abgeordneten znm Eintrittein denselben veranlasst haben.«Slovenski Nar. > nnd «Edinost» hätten ihnen zugeredet, sich den Iungczechen Familienleben kennen gelernt; sie war bei kalter Küche großgezogen und faud diese Lebensweise zu bequem, um sie später zu äuderu. Auf ihrem Herde brodelte uud kochte infolge dessen nie etwas anderes als das Wasser des Theekessels zum Kaffee oder Grog, und die Familie lebte grüßtentheils von Vrot und Triukeu. Mit den Jahren versaut die von Haus aus verpfuschte uud verdorbene Lene immer wfer uud tiefer; endlich wurde die ,grüne Karins, die Schuapsflasche und Geliebte ihres Gatten, auch ihre mtunste Freuudm, uud wenu Lude Schlauch abeuds bctruuken hmutaumelte, hatte ihm seine würdige Gattiu nichts vorzuwerfen. Es ist aber eme göttliche, urewige Wahrheit, dass m jedem Menschenherzeu, uud sei es noch so verroht, uoch so verhärtet, immer noch ein weicher Punkt, eine milde Saite, ein Mollaccord liegt, der die Disso-nauzeu mildert, manchmal sogar löst. Auch in den Herzen des Schlauch'scheu Ehepaares schlief solch ein süßer Tou: dic gememsame Liebe zu ihrer eiuzigeu Tochter Fraucisca. Armut, die Trunksucht und der gar oft iu schlageude Wetter ausartende Unfriedeu der Elteru hatteu Fraucisca's Kindheit verdüstert; ganz ohue Liebe war sie trotzdem uicht geblieben. Wieder seufzte Fraucisca auf uud presste die Häude fester gegen die Schläfeu. Wilhelm Andersen war der helle Steru ihrer Kiuderjahre. Sie war oft allem und ganz auf sich angewiesen. Lude Schlauch pflegte schon früh morgens auf Arbeit zu gehen; weuige Stunden danach begab sich auch Leue auf ihren permanenten Staudplatz am Hovfemnartt. Dauu war das Kind allem uud vertrieb sich dic Zeit damit, treppauf, treppab zu laufen uud Vesuche vei den Hausgenosse»! zu machen. Es kannte alle Vewohucr des duukleu Hauses vom Erdgeschoß bis iu das letzte Stockwerk. anzuschließen. Allein dies sei schon des vorher Erwähnten wegen unmöglich gewesen. Noch mehr aber trat diese Unmöglichkeit im Laufe der Session zutage. Die Iungczechen selbst haben erkannt, dass alle ihre Anstrengungen vergebliche seien; deshalb hat der Abgeordnete Doctor Masaryk selbst in einer Versammlung die Nothwendigkeit des Uebertrittes in die passive Opposition mit allen ihren Folgen, d. h. die Nothwendigkeit nicht nur des Austrittes aus dem Reichsrathe, sondern auch der Verweigerung der Steuern und der Necruten, betont. Die traurige Erfahrung der vergangenen Jahre aber lehrt, wie verderblich die passive Opposition ist, da so manches Gesetz, welches nuumehr die Bevölkerung drückt, nicht beschlossen worden wäre, wenn die Czechen in den Reichsrath gekommen wären. Was aber die Steuer- und Recrutenverweigerung betrifft, so wäre vielleicht das mächtige und reiche Böhmen eine Zeitlang in der Lage, die Folgen eines derartigen Schrittes zu ertragen, unser Land und das kleine slowenische Volk aber würde ein solches Vorgehen bald zugrunde richten. Noch weniger möglich aber ist die Verbindung mit den Iungczechen seit der letzten Rede Grögrs, welche gegen die Dynastie, gegen den Staat nnd gegen alle jene Tendenzen gerichtet war, die uns mit Oesterreich verbinden. Man hat allerdings versucht, diese Rede als nicht gegen die Dynastie gerichtet darzustellen; aber wenn Dr. Gregr sagte, die Czechen hätten im Jahre 152l>, wenn sie geahnt hätten, wie es ihren Nachkommen einst ergehen werde, einen anderen sich zum Könige gewählt, als den Habsburger Ferdinand, so kann wohl niemand behaupten, dass dies lein Angriff auf die Dynastie ge< Wesen sei. Und in Bezug auf Oesterreich sagte der gefeierte czechische Geschichtsschreiver Palacky, dass dasselbe, wenn es nicht schon bestände, für die Slaven geschaffen werben müsste, denn die Czechen im Norden wären den Deutschen, das kleine slovenische Volk aber überdies auch den Italienern preisgegeben. Wer daher sein Volk liebt und ein großes und mächtiges Oesterreich will, der kann doch den Hochverrätherischen Tendenzen, welche Gregr pro-clamierte, nicht zustimmen und sich mit den Iungczechen verbinden. Unsere Abgeordneten hätten in dieser Verbindung allerdings das Recht, scharf zu reden, aber mit anzüglichen Reden wäre unserem Volke nicht geholfen. Wieder andere empfehlen unseren Abgeordneten die Bildung eines südslavischen Clubs. Allein die Leute, welche ihnen das zumuthen, kennen unsere Verhältnisse wenig. Ein sübslavischer Club würbe höchstens 25 Mitglieder zählen, wenn er alle slovenische» und kroatischen Abgeordneten verbände. Allein so viele Mitglieder hätte er nur der Zahl nach, aber nicht in der Wirklichkeit; von den dalmatinischen Abgeordneten ist gewöhnlich nur einer in Wien, von allen unseren Abgeordneten kann man aber auch nicht sagen, dass sie stets ihrer Pflicht sich bewusst wären; ein Isüdslavischer Club würbe in der That nur etwa 10 oder 12 Abgeordnete zählen, welche allein nicht in der Lage wären, Interpellationen ober Anträge zu stellen. Unseren Abgeordneten erübrigte demnach nichts anderes, als sich jener großen Partei anzuschließen, mit welcher sie eins sind nach ihren Grundsätzen und nach dem alten Wahlspruche: »Alles für den Glauben, das Ganz oben hausten die «Wollmäuse», zwei Fabriksmädchen, die auf den Wollböden einer großen Sftinuerci arbeiteteu, junge Dinger, welche mit ihren achtzehn, refpective zwanzig Jahren aussahen wie zwei schon im Verwesungsprocesse befindliche Leichen. Nur an Sonntagen waren Haune und Lisbeth schon weiß und roth iln Gesicht, da trugen sie Federhüte und Schuhe mit spitzeu Absätzen . . . Die Mädchen waren gutmüthig und kinderlieb; oft brachten sie dem bildschönen Töchtercheu des Hafenarbeiters Boubons und Bilder mit, und Francisco betrachtete sie als ihre Freundinnen. Aber die Wollmäuse musstcu au den Wochentagen arbeiten und waren nur Sonntags frei. ! Das folgende Stockwerk bewohnte Dortjen Bulsch, eine 60jährige Jungfrau, die taasüber in fremden Häusern wusch und Plättete und sich nach Feierabend einen flotten Nebeuverdienst dadurch verschaffte, dass sie den scharenweise zu ihr kommenden Mädchen uud Matrosen aus dem Theekraut uud den Karten die Geschicke der Zukunft vorhersagte. Eigentlich hieß" sie gar uicht «Dortjeu Butsch», sondern wie an ihrer Woh-nuugsthür mit Kreide geschrieben staud: Dorothea Bultnieier, uud diese profane Abkürzuug ihres schönen, glänzenden, imposanten Namens war der tiefste Schmerz ihres Lebens. «Ihr könntet lieber mein Herz in Oel verbrennen, als,Dortjen Butsch sagen,» war ihre stehende Nede. Dortjeu befaß eine schöne, gelb und weiß getigerte Katze, einen graueu Papagei, zweihundert Mark Couraut auf der Altouaer Sftarcasse und ein hoch-aufgeinachtes Bett. Dieses hochanfgemachte Nett war ihr ganzer Stolz. Sie hatte es sogar ausdrücklich erwähnt, als sie vor einigen Jahren urplötzlich von Eros beflügelt, eiu Heiratsgchich erließ. (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 7. 60 lt. Jänner 1892. Vaterland und den Kaiser!», wo sie neben den conservative!! Teutschen und den Vu-kovinaern auch ihre slavischen Brüder, die Czechen und die Kroaten fanden, und sich mit ihnen vereinigten nach dem Grundsatze: Alle für einen, einer für alle. Nachdem der Redner noch die Vorgänge in: Adressausschusse, die Debatte über die slovenischen Volksschulen, die Subventionierung des österreichischen Lloyd und die Ernennung des Abgeordneten Grafen Kuenburg zum Minister besprochen hatte, schloss er seinen mehr als einstündigen Vurtrag mit der Versicherung, dass die slovc-nischcn Abgeordneten nach wie vor bemüht sein werden, für das Wohl des slovenischen Volkes zu wirken. Die Versammlung hatte die Rede des Abgeordneten Klun mit lebhaftem Interesse verfolgt und gab an deren Schlüsse durch st ü r m i s ch e n B e i f a l l i h r e U e b e r e i n st i m m u n g mit den Ausführungen desselben zu erkennen. *(T>er Laibacher deutsche Turnvereins hielt vorgestern abends seine diesjährige ordentliche Hauptversammlung in Anwesenheit von 102 Mitgliedern ab. Der Verein ist ein Glied der «deutschen Turnerschaft», welche mit Schluss des Jahres 1891 aus 4252 Vereinen mit 421.726 Angehörigen, darunter 211.539 Turnern bestand. Aus dem erstattetet! Rechenschaftsberichte für das Jahr 1891 entnehmen wir, dass der Verein im abgelaufenen Jahre fünf größere öffentliche Unterhaltungen sowie zwei zwanglose Unterhaltungsabende veranstaltete und einen gemeinsamen Ausflug unternahm Das Turnen, welches vom Turnwarte Herrn Franz Mei setz und dessen Stellvertreter Herrn Josef Reitz sowie der Vorturnerschaft geleitet worden ist, wurde in 7 Riegen, nämlich von einer Vorturner-, 2 Herren-, 2 Turner- und 2 Zöglings-Riegen geübt, welche hiefür 534 Stunden verwendeten und deren Besucherzahl sich mit 4129 ergab, wonach die durchschnittliche Gesammt-zahl der Ausübenden 73 beträgt. Außer den schon oben erwähnten Veranstaltungen wurden in turnerischer Beziehung im verflossenen Jahre das Wetturnen der Ausübenden in der Turnhalle am 7. Mai, die erste Bezirks-Vorturnerstnndc am 7. Juni, das öffentliche Schauturnen im Casino-Garten am 5. Juli, das Nezirksturnen in Trieft am 1. November und die zweite Bezirks-Vortnrner-stunde in Trieft am 2. November abgehalten, wobei die Leistungen der Turnenden stets sehr gut bewertet worden sind und die »Musterriege» bei der Wertung anlässlich des Bezirtsturnens als erste im Bezirke bezeichnet wurde. Die Sängerrunde dcs Vereines, welche gegenwärtig 42 Mitglieder zählt, ist im abgelaufenen Jahre 16mal öffentlich anfgetreten und brachte insgesammt 76 Chöre, davon 16 neue, zum Vortrage. Der Rechnungs-Abschluss zeigt in den Einnahmen die Ocsammt-suminc von 2296 fl. 19 kr., hingegen in den Ausgaben den Betrag von 1998 fl. 95 kr., wornach sich ein reiner Ueberschuss von 297 fl. 24 kr. ergibt, der dein bereits vorhandenen Vermögen zugeschlagen worden ist, wodurch sich der Vermögensstand des Vereines, mit Berücksichtigung der Fahrnisse und der erhaltenen Spenden von 3636 fl. 64 kr. auf den Betrag von 4207 fl. 1 kr. erhöht. Die Mitgliederzahl hat im abgelaufenen Jahre abermals eine Steigerung erfahren, und zählt der Verein gegenwärtig 349 Vercinsangehörige. Der Rechenschaftsbericht wurde mit Beifall genehmigt und den Herren Victor Ranth, Franz Meiseh und Alois Dzimsti der Dank der Versammlung ausgesprochen. Nach einer kurzen Unterbrechung, welche der Wahlbesprechung gewidmet war, wurde zum zweiten Punkte der Tagesordnung: Neuwahl des Turnrathes, übergegangen und hiebci 94 Stimmzettel abgegeben, nach welchen die Herren Arthur Mahr zum Sftrcchwart, Dr. I. I. V inder zu dessen Stellvertreter, Dr. Friedrich Suppan und Hans Roger zu Schriftwarten, Alois Dzimsli und Johann Somnitz zu Säckelwarten, Franz Meisetz und Philipp U h l zu Turuwarten, Victor Ranth und Anton Patz zu Kneipwarten und Theodor Korn zum Zeugwarte für das laufende Jahr gewählt erscheinen. Znm letzten Punkte der Tagesordnung, allfällige Anträge, ergriff Herr Dr else das Wort, um das zehnjährige Wirken des Herrn Dr. Binder innerhalb des Vereines zu besprechen und sodann den Antrag zu stellen, denselben für feine Verdienste zum Ehrenmitgliede des Vereines zu ernennen, welcher Antrag unter lebhaften Zurufen einstimmig angenommen wurde. Endlich wurde noch beschlossen, einen Coucertslügel für die Sängerrunde aus dem Vereinsvermögen anzuschaffen. Schließlich dankte der Vorsitzende Herr Arthur Mahr den Erschienenen für ihre ersprießliche Mitwirkung, und schloss sodann nach Erledigung der Tagesordnung die Versammlung mit einein herzlichen findet heute abends 8 Uhr eill Vortrags-Abend der Section statt. Auf dem Programme stehen: 1.) Mittheilungen des Vorsitzenden, 2.» Vortrag des Herrn Prof. Dr, Gartenauer: «Ueber Erdbeben, Falb'sche Theorie, Neuere Ansichten über das Erdinnere.» — Gäste sind willkommen. — (Turnverein «Sokol».) Unser Bericht über die Generalversammlung dcs Turnvereines «Sotol» ist bezüglich dcs Ncchlmiigsabschlusscö dahin richtigzustellen, dass sich im abgelaufenen Jahre dic Einnahmen auf 2621 fl. 13 kr., die Ausgabe» auf 2570 fl. 89 kr. be-liefen. Der Uebcrschuss beträgt somit 50 fl. 24 kr. — (Neue Notar e.) Se. Excellenz dcr Herr Justiz« minister hat die Notariats-Candidate« Herrn Franz Strafella in Pcttau und Herrn Vincenz Kolöek in St. Marein bei Erlachstein zu Notaren, ersteren mit dem Amtssitze in Neumarttl, letzteren mit dem Amtssitze in Kronau ernannt. — (Haupttreffer.) Der am 2. Jänner d. I. s? zogene Haupttreffer der Wiener Communallofe von 200.W Guiden wurde mit dem von dcr Wechselstuben-Actie«' gesellschaft «Mercur» in Wien verkauften Lofe Seril 2309 Nr. 36 gewonnen. — (Besihwechsel.) Wie wir einem Circular« entnehmen, ist die unter der Firma P. Majdic in Krainburg geführte Mnhlrealität mit allcn Activen und Passiven in das Eigenthum des Sohnes des bisherige!! Besitzers, Herrn Vinto Majdic, übergegangen. -- (In Cilli) ist die Sternkreuz-Ordensdan« Frau Cajetana Gräfin Hoyos, geb. Rcichsfreiin vol> Dienersperg, nach kurzem Krankenlager im 76, Lebens» jähre gestorben. Neueste Post. ^s>,'.l!>«!-Tl lr^llilN!'!! ürr ..^„Idüll,!!- 3,'üllüll^ Wien, 10. Jänner. Der Kaiser ernannte den Prl> zen Friedrich August vun Sachscn, Major des dritte» Dragoner-Regimentes, zum Oberstlieutenant, den Feld' niarschall-Lieutenant Weigl zum Inspector der Festung^ artillcrie. Graz, 10. Jänner. Die Nachricht einiger Wütcr, wonach an die Statthalterei ein Erlass des' k. k. Acker' baumimsteriums gelangt wäre, die in Aussicht stehendes» Entlassungen der streikenden Arbeiter hintanzuhaltcu, beziehungsweise eine diesfälligc Action der politische Behörde zu sisticren, entbehrt jeder Begründung. Trieft, 9. Jänner. Der hiesige türkische General' consul fuhr dem Prinzen Abbas Pascha bis Nabrcsina, entgegen, um diesem im Auftrage des Sultans die ÄN' erkennuug als Khedive mitzutheilen. Der neue Khedive, nach feiner Ankunft hier vom Statthalter emftfangeil' begab sich in desfcn Begleitung znm türkischen General' consulat. Nach einem gegenseitigen Besuche mit de»l Statthalter ist der Khedive mittags von Trieft abgereist» Madrid, 9. Jänner. Anarchisten cuiö der Umgebung von Xeres drangen hellte nachts, mit Gewehren bewaffnet, zu Plünderungszwcckeu in die Stadt ein und wurdet von der Gendarmerie zurückgeworfen. Es wurden dreißig Verhaftungen vorgenommen. Die Ruhe ist wieder he? gestellt. London, 10. Jänner. Wie die «Times» erfahre«, wird ein Theil dcr englischen Mittelmeerslotte sich sofols nach Alcxandricn begeben, um den Khedive Abbas be> seiner Landung in Egyptcn zu begrüsien. Innere Mh? störungeu oder äußere Eiiliuischlmgen werden nicht b? fürchtet. Sofia, lO. Jänner. In der letzten Zeit ist in'ter den in Serbien befindlichen lmlgarischm Emigranten eiuc große Rührigkeit zu bemerken. Augenscheinlich ^N' delt es sich darum, gegen die Ruhe in Bulgarien irgend einen Anschlag vorzubereiten. Valparaiso, 10. Iänncr. Dcr Präsident verfugte die Freilassnug sämmtlichcr Officierc Aalinaceda's. Kairo, 9. Jänner. Das Leichenbegängnis des Khedive fand in einfacher, aber sehr würdiger Weist statt. In den Straßen bildete eine auf 200.000 Köpft geschätzte Menschenmenge Spalier.__________________. Allgelommene Fremde. Am 8. Jänner. Hottl Stadt Wien Pra^ak, Ingenieur; Wieder, Grünhut, P"' laick, Lcdner, Steiner, Ohme, Tlcmbecl. Wmlierg, ttslte, M»' - Indoff, Neis., Dresden. — Tlazil, Vau> Unternehmer, Oral' Hotel (s-lcsnlll. Rack. Ingenieur; Josef Otto Schnell, Wien. ^ Suzausly, Czaslav. -- Dolinnr, Pfarrer, St. Katharina. ^ Rl'is, »icis., Fiirth. — Bardach, Lcmberg ^ Domiml san«^ Tochter, Kronau. — Sieber, Handelsmann, Selzach. — Kllt" Kfm,, Budapest. Verstorbene. Den 7. Jänner. Anna Obreza, Maat», 68 I., Knhtb" Nr. l i, Lnngcntuliercnlose, Den 8. Iä n n c r. Min'ia Aodnil, Heizerstochter, 7'/.. Mo"" Wicm'rstrasle lArbeiterhä'liser), Masern. Hen !). Jänner. Maria irordil, Private, 71 I, Vl"st' stallgasse 4, Lungenödem. — Angnst Porenta, Schneider^Zop' 8 Mon.. Noscngasse !l. Wasserkopf. - Georg CMa, Kellnel' 77 I., Theaterkasse li, Lnflr^hrencnlznndung. Den 10. Jänner. Karl Wgel, Spenglers-Sohn, II M"" Nudolfsbahnstrahe lö, Masern. Im Spitale. Den 7. Jänner. Maria Zalar, Inwohnerin, 54 I.. ^ gcnentznndnng. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. ^ Ä W ls Wind >«V'.«H 7 N.Mg.! 72'l'! dem Normale. ^ Verantwortlicher Nedacteur: I.Naglik. Laibilcher Zeitung Nr. 7. 61 1l. Jänner 1892. Course an der Wiener Börse vom 9. Jänner 1892. "°ch^ ^c,^ 2°^°«« Geld Wars Slaa!«'tlnlehen. s'"/n einheitlich.' N?nte in Note» 93 35 9» 55 Nilberrcnte....... »2' U»20 l8i>4er 4"/„ Nwalslule. «50 fl, 1N5 50 136 ^ 1860« 5°/„ » gaüze 500 fl, 18» 50 139 5» >8S0er » » zünftel 100 fl., 14!» — I5U-— 1864er stalltslose . . 10U fl, 18>— 182 — » , . . 50 st. 181 — 182 — z"/„ Dom.-Pfbbr. ll 1LN fl. . , 14? 50 14850 4°/„ Oest. Golwente. steuerfrei 110 90 ill I« vesterr. Notenrenle, > . l03«0 1UL8« Garantiert (? Tchulduerschicilttlnsstn. lklisabrllchahn i» G. steuerfrei . l l» 25 114 — Franz I°srft!,.Val»i !» Silber , , IN 5.0 117^,N Vorarlber„er Vah» in Silber , 105 — —- — lz!isabell,l>nl,n 2»«> st, CM. , . »43 — 84?-— dto, Lin, Äudweis 2<><> fl, ü. W, 2i!» — 227,- dto. Nalzb, Tirol 20» fl, 0. W, 31» — Liü — Glisabelhbahn siir 200 Marl . 1095,0 110 50 dto, für 200 Marl 4°/„ . . . 115 70 HL-40 Franz'Ioleph-Ä>,h» Em. 1884 . W 80 «? 20 «jorarlberger Ä<,l,n Vniiss, 1884 S5-— —>^ Ung, Vol renle 4"/« , , , , 107 — 10? L0 bto. Paplereiüc 5"/„. . . , iW 15 ,02-35 dt°. E«ei,b,'»,'l»l,1U0st,0,W,S. ,18- 1,875 de«o cumul, Stücle 9» — 10a — dto. Oslbahn P.'ioritäte» . —..i !_._ bto. Staats ^liM. v. 1,1876 ii:i,5u! N4-50 dto, WrI»zrhen!.«bl,-Ob.1N0fl. 97 :wi 9«,^ dto. Präm.l'lnl, l^wafl.e.W. 128«0 Ill',80 ^. 5 ü 50fl.e.W, 137 50 138 °0 Veld Ware Grundentl.'Vbliglllionen (far 100 fl. LM,), 5"/<. galizlsche...... 104 40 105 — 5"/,. michrlsche...... — — — — 5"/, Kraln und Küstenland . . —-— —-— b"/„ nicderüsterrclchischc . . . 109 — 110 — 5°/n steirische...... — — —-— 5"/„ kroatische »nd slavonische . 105'— 106 — 5°/„ siebenbilralsche .... —'— — — b"/„ Temeser Äanat .... —-— — — ü«/„ ungarische...... Sl 75 u» 75 Andere üssentl. Hnlehen Dunau Reg^Luse 5"/„ 1N0 fl, . 12I-85 122 25 dto. «„leihe 1878 . . iN5> — 106 — «lnlehen der Stadt Görz . . in-— —'— Anlehen b. Stabtgeineinde Wien 104 90 105 90 Präm.Mul. d, Stadla,em, Wien 150 50 1515,0 UVneilbllliMnIehei! verlos. 5«/„ 98 - 99 — Vsandbrlefe (für 100 fl,), «obencr. allg. 0st, 4",, G. . . 115 __ ,,5 5 bto. dto. 4'/,°/». . K'0 — 100 60 dto. bto. 4"/„ , . . 9e,5 g«-h5 dto. Präm.Echulduerschr. 3"/« 109'Lü 109 7l« Oest. Hypothekenbank w/. b0°/„ 98'9<> 99 50 Oest.°mlg. Vaul verl. 4. t»8, ZlX, fl. 3. 4'/,°/« . 99-80 100 15 Veld War, Oesterr. »iorbwcstbahn . . . 10L-4N lU7-,u Staatsbahil.......192 - — — Sübbllhl! il 3"/o.....l45 50 ,4!e l« st..... »0— L1 — Salm Lose 4<» fl...... 635" 64-50 Lt. Genol« Lose 40 fl, . . . 6« 75 s.z ?ü Waldstein Lose 20 fl..... «'75 3« 75 Nindisch VriltzLose 20 fl, . . — — ö« — «ew.-Sch. d. »"/„ Pram,^5chillb' verschr. der Vodencredltllnstlll» «'" »l»'^ Kllnk'Actien (per Etiul), «ügl« est,Vanl»0Ust.«l><>/„E. . »b« 85 158-75 Vanlverein, Wiener. 1W fi. . ill» 5<>!l11'5<' Vbcr.'Anst, bst.. 200 fl, I, 4<>°/„ »83 — »8<- C>,bt,.«i,N, f, Hand. u,G. 180 fl. »93 75 294 75. Credltbanl, Nll„, un„,, 200 st, . 33»'— »5» 5n Depositenbank, «llg,. 200 fl. , 20» 50 204'— Eilunipte Ve!,, Noröst,, 5NN fl. «»«'— Ü3U — Viro uCassenv,. Wiener 200 fl. «10— »14 — Veld Ware Hyvothelenb., 0st. 200ft. 25»/<,E 70- 72 — Lünbrrvanl, »st. 200 si. G, . . 2OL'5>0 2u7 — 0esterr,'U»g. «anl e fi. . . »»28 >c>32 Unlonbanl 200 fi......23« 50 L3»'!'>« Veitehisbanl, Nllg.. 14« . . 159 75 il»0 75 Aclien von Transport» Unlernehniungen (per Stüil). Albrecht-Nah» 200 fi. Silber . 9" «z !>0 7°. «lsold'Fiuman. Gähn 200 fi, V. 2«, 25 »04 — V«hm. ^iordblll,!! 150 fl. . . 189Li. 1U0Ü5 » westbahn 200 fi. . . 547- 35« — Vuschtiehlllber Ei,. 5lX» fi, 1>95 dto, <>it. U.1 200 fi. . 477— 47V - Donau »Dampsschisssahrt» Ges., oesterr, 500 fl. «Äi, . . . 3'8 - »«2-Dra»0 D»l-Vodrnb,Vil, V. i!00ss,V, —— —'— ffert>illllnb«Nurob, l000fl,l', 200 fl, «M. 21025 »ll »5 Lemb.' Izernow. - Iassl»»Elsln. babn.«litsclllch, 200 fl 3, . . »4450 »45-50 Llol,b.«st..un8..IriestÄ00fi,«M 418- 41? -Oesterr. Norbweslb, 2l«»fl. Sllb. 21250 21350 bto, (lit, N.» 200 ft, 3, , , L«')'»5 231 2b Prag-Dulei (tüenb. 150 st. 3llb. »4'50 l«l»'50 Staatseisenbüh!! 200 st. Silber L!»«"?5 »91'50 Sübbahn 200 st, Silber. . 9350, 94' Süb>Norbb.«erb,'B.L0Ofi,llVl, I»L—^ I8850 Tramways!.,Wr,.170fi, », W. 8»e —^ »37 — » i.eue Wr., Priorität«. j «ciien 100 fi......9» 75^ 9375 Un«.-«aliz. Eisenb, 200 fi. Gilb«! »>»0 — l «01 — «^elb, H>a« Uül,. Norbvstbahn 20U fl. Silter 198.50 198 75 Unl,.Westb,(Rnl>b-Graz)20l>fl.'H. ,s9'7i. 2'w 85 Induslrie'Acllen (per Stiicl). Banges., Mg, Oest,. 1W fi, - HL 50 «18 50 Egybier ltisen- und Vlahl-Inb. in Wien 100 fi...... 7« — 76 — Visenbahnw -Lriha,, erste. 8» fl. 10» 25 102 25 .«tlbrmüh!. Papiers, n. V.-ll». 46 -^, 47 — Lleslnarr Ä^anerei 100 fi, . . ^5«, »7 liU Montan Gelell,. österr, - alpine «2 ?>> c^< »0 Prancr liisen I,io,'Ves, 200 fl, Wo — N«2' — Ealao larj. Sleinlohlen 80 fl, 638'— 64<» — «Scnlögelmühl», Papiers. 2c>0st. i!»« — ix» — «Ttlyrermichl.,Papiers,u,V,A. l!<7 — 139 — Trisailer «lchll-»w,'7 9U^ 58 »5 London........ ll?'9O I»8 4" Parl»......... ^l. 80 46 85 Dalulen. Ducaten........ z 5» 5 61 20-Flllnc«-3rÜllt . . . . : 9 35. 9 3«» Deutsche »ielchlbllnlllottn . . 57 97> 58O5 PapierMubel , . , ^ . . llö^, ,16 .»<»lie«i!che «llntnoten (iou L.) « ?!» 4b 20 Transito-Magazin in Unter-Schischka geräumig und trocken, sofort zu vergeben. Auskunft bei P. Lassnik in Laibach. (16O) 6—1 KarrTill Laibach, Spitalgasse Nr. 10. Briefpapiere nnd €ou-verts, Kanzlei- und Con-eeptpapiere, Oesehäfts-biielier, Copierbiicher, Bureau-Artikel, Siegellack, Schreib- u. Uopier-tinte, (Stahlfedern und Federhalter, Bleistifte, Farbstifte, Kreide, Sie-gelmarkeii, Visitkarten, I)atumzeiger, Bloe-Ka-lender, schreib - K alen-der, Wand-Kalender. (6190) 2(5 (1M> Kinidniachuiig'. z' Vom Ausschüsse der krainiachen Advocatenkammer wird hit'-mit bekanntgegeben, dass Horr M>Ä*. AHlin Snyeri am 9. Jänner 1892 in die Lisle der Advocaten des Sprengels der krai- ] nischen Advocatenkammer mit dem Wohnsitze in Laibach eingetragen worden ist. Laibach am 10. Jänner 1892. $ Advocat | I Dr. Albin Suver I § zeigt an, dass er seine $& --Ä-ca.Troca.t-a.rs-KIa.r^zlel j| jjg in Laibaoh, Herrengasse Nr. 1 # #4»a*«flTne>4 ha«. (162) 3—1 w ####### mmmmm %###### #### Dampfschiffahrt des Oesterr.-Ungar. Lloyd in Triest. Auszug aus dem Fahrplane, giltig für den Monat Jänner 1892. Fahrten ab Trieft: Ostindien und China (via Suez-Canal): Nach Bombay über Brindisi, Port-Said, Suez und Aden am 8. zu Mittag. Nach Shanghai über Fiume, Pert-SaYd, Suez, Aden, Bombay, Colombo (AnschluRS nach Madras und Calcutta), Penang,' Singapore (Anschluss nach Sourabaja und K^ .Batav>a) und Hongkong am 12. um 4 Uhr nachmittags. Ägypten: Freitag zu Mittag nach Alexandrien über Brindisi (Verbindung mit Port-Said, Abfahrten von Triest am 1., lö. und 29 ) mit Port-Said und Syrien, Absarten von Triest am 8. und 22 ). Levante: Dienstag um 4 Uhr nachmittags (am 5 und 19. über Albanien, am 12. und 26. Mist™ LIume) r\ach Thessalien bis Constantinopel; nn Ai^ • UNIn 4 Uhr "achn.ittags (am 6 und 20. über Fiume, am 13. und 27. über Khios- ' nttCh Smyrnft| mit Berührung der Jonischen Inseln, Kandien, Samos und Samstag um 11 Uhr vormittags nach Constantinopel, mit Berührung von Brindisi ü n PalraR- py»äus (Anschluss nach Salonich, Absarten von Trist am 9. und 16.) und Dardanellen; Anschluss nach Varna, Trapezunt und Batum. Dalmatien und Albanien: Sonntag 7 Uhr Früh bis Metkovich, Montag 7 Uhr Früh, his Prevesa, Mittwoch. 4 Ulir nachmittags, bis Cattaro (Eillinie), Donnerstag, 7 Uhr Früh, bis Metkovich, Freitag, 7 Uhr Früh bis Cattaro. Istrien: Dienstag 7 Uhr Früh, über Pola bis Maliuska. Venedig: Jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag um Mitternacht. Ohne Haftung für die Regelmässigkeit des Dienstes bei Contumaz-Massregelu. Nähere Auskunft ertheilt die commercielle Direction in Triest und die General-Agentur in Wien, Löweistrasse Nr. 16. (166) 12-1 (Nachdruck wird nicht honoriert.) Neassumierunss Welter efecutwer Fcilbictunss. . ^s^ 3^Ä? ^s Josef Domladisch von Illyrisch-Feistritz wird die nut dem Bescheide vom 24. Juli 1889, Z. 4884 auf den 15. November 1891 angeordnet gewesene nnd sohin mit dem Gcsnche 6k prnk« 15. Novcnlber 1889, Zahl 7907, Mere zweite executive Feilbietnnq der ^"/'taten des Josef Tomazincic .ul) ^"a' si°l)l 26 der Catastralgemeinde Vacie nebst funck,« in«Uu^u8 im Re-assmmerungswcge auf den 29. Jänner 1892, ^"'"^'on9bis 12 Uhr. mit dem Nuyern Anhange angeordnet ^taranjalsHoi.l ¦4r>17' mäl ano tazppavo doloöa dan na J l9- januvarjn 1892 I *>poldne ob 9.uri pri tem sodišèi. v «anil dne 5. dccpmbra 1891. (5474) 3—3 St. 4143. Oklic. C kr. okrajno soriišèe v Trebnjem naznanja, da se v eksekutivni zadevi Nacela (lerdena \/. Marlinje Vasi prol.i Jožefu Vavlarju i/ Muhabrana na dan 24. noveinbra 1891 doloèena ekseku-tivna prodaja na 1420 oenjenega j>o-sestva pod vložno St.. 57 kutasLralne obèine Mali Videm na dan 3 0. januvnrja 189 2. 1. ob 11. uri dopoldne s poprejSnjim pristavkom preloži. C. kr. okrajno sodisèe v Trebnjein dne 24. novembra 1891. (5733) 3-3 Nr. 10.725. Cnratorsbestellung. Vom k. l. Landesgerichte Laibach wird bekannt gemacht: Es sei der unbekannt wo befindlichen Nothburga Gräfin von Rasp von Kreut-berg, respective deren unbekannten Erben und Rechtsnachfolgern, zur Einftfangnahme des Tabularbeschcides ddto. 13. October 1891, Zahl 8587, Herr Dr. Niter von Schöppl, Advocat in Laibach, znm Curator «6 nclum bestellt worden. K. k. Landesgericht Laibach, am 22sten December 1891. (5497) 3-3 St. 5709. Oklic. C. kr. okrajno sodiSèe v V6iikih Laüi^ah naznanja, da se je urnrši Marjeti Brodnik iz Velikega Osolnika in njenim nepoznatim pravnim na-slednikom imenoral skrbnikom na 6in gospod Matija Hoèevar iz Velikih LaSisi St. 28 ter se mu vrocil odlok z dne 2ii. oktobra 1891, štev. 4986, s kalerim se je v izvršilni zadevi Antona Zgonca iz V61ikega Osolnika St. 8 proti Josipu Klanèaiju od tarn Stev. 14 zaradi 57 gold. 57 kr. g pr. doloèena prva eksekutivria dražba ne-premiènin, vpisanih r vlogah Stev. 13 in 14 ad Osolnik kot drzttna sma-trala, in se bo vrSila druga na dan 22. januvarja 1892. 1. doloèena eksekulivna dražba. C. kr. okrajno sodi&èe v Velikih LaSièah dne 12. decembra 1891. (45) 3—2 Nr. 4845. Curatels- Verhiingunss. Vom k. k. Bezirksgerichte in Idria wird hiemit bekannt gemacht, dass über Maria Ambrozü-, Bergknappen-Gattin in Idria, über Beschluss des k. k. Landes-qerichtes Laibach vom 12. December 1891, Zahl 10.333, die Curatel verhängt und für dieselbe deren Ehegatte Anton Am-brozic von Idria als Curator bestellt worden ist. K k. Bezirksgericht Idria, am 28sten December 1891.____________________ (62) 3—2 Nr. 10.713. Executive Realitatcll-VcrsteistMlllst. Vom k. k. Bezirksgerichte Goltschee wird bekannt gemacht: Es sei über Ansuchen der k. k. Finanz-procnratnr (nom der Pfarrkirche in Sa va) die executive Versteigerung der der M,aria Iuretic von Vus Nr. 12 gehörigen^ gerichtlich auf 1777 fl. geschätzten Re lität Einlage Z. 90 aci Pirtsche sammt l„n-ciu« ln»t!-uc!U8 im Werte von 2 fl. bewilligt nnb hiezu zwei Feilbictungs-Tag-satzungen, und zwar die erste auf den 27. Jänner und die zweite auf den 2. März 1892, jedesmal vormittags von 9 bis 12 Uhr, in Amtssitze mit dein Anhange angeordnet worden, dass die Pfandrealität sammt Zugehör bei der ersten Feilbietnng nnr um oder über dem Schätzungswerte, bei der zweiten aber auch unter demselben hintangegcbcn werden wird. Die Licitations-Bedingnisse, wornach insbefondcre jeder Licitant vor gemachtem Anbote ein lOvroc. Vadium zu Handen der Licitationscommission zn erlegen hat, sowie das Schätznngsprototoll und der Grundbnchsextract können in der dies-gerichtlichen Registratur eingesehen werden. K. k. Bezirksgericht Gottschec, anl 7ten December 1691.