o Nicht die der Zoglinge miissen entsprechend geraumig, Quartiergeber sind als Stelivertreter der Eltern geistige und leibliehe Wohl ihrer Zoglinge zu und das sind bereehtigt, den Kost- und Wohnort der und zu iindern. Die Kost- verpflichtet, fiir sorgen. AT .r. e * * /S Die Wohnungen lieht und trocken sein. Im Winter miissen sie gehorig geheizt, taglich sorgfaltig geltiftet und immer rein gehalten werden. Das Quartier der Sffitiorondon soli eine moglichst freie und stille Lage haben und den sanitaren Anforderungen entspreehen. Strassenlarm und Getose von Gewerbebetrieben soli die hausliche Arbeit der Schiller nicht storen. Beim Oeffnen der Fenster soli nicht iibelriechender Dunst, Euss,. Staub u. dgl. eindringen. Zu enge, sehlecht geliiftete Eaunie eiguen sich nicht fiir Sehiilerwohnungen. Die Wohnungen miissen trockenes Mauerwerk haben, schimmelfrei, von Sehmutz und Ungeziefer rein sein. Die Wohnraume miissen taglieli ausgiebig, und zwar in der , 1 fiir Kost- und Quartiergebpr von jtj^ kjli!>igliiiilti n. f Sl. te. „>m< J? i‘ ?nwo (too k. /f. LtimdeoofiMmtken fiiv Ktwni voin i3Gi 1800) Z-rHlil 180S. § 2. Schiller sondern nur die Eltern oder deren verant- wortliche Stellvertreter Schiller zu bestimmen 2 rauhen Jahreszeit in Abwesenheit der Zoglinge geluftet werden. Die Wohnung ist als geluftet zu betraehten, wenn ein aus dem Freien Eintretender keinen ilblen Geruch verspiirt Nasse Kleider, Wasche, Eegenschirme, diirfen nicht in den Wohnraumen getroeknet werden. Der Fussboden und die Mobel sind moglichst rein zu halten. Der Studierraum soli mit einem Arbeitstisehe von entsprechender Grosse ausgestattet sein, so dass fur jeden Schiller ein ausreichender und gut beleucliteter Platz gesichert ist. Directer Einfall des Sonnen- oder kiinstlichen Lichtes auf das Auge des arbeitenden Sehiilers ist zu verhiiten, wobei auf den Lichteinfall von links auf den Arbeitstisch zu achten ist. Die Studierzimmer sollen im Winter eine Temperatur von 14—15° E. aufweisen. Zur Beobachtung der grbssten Eeinliehkeit sind die Schiller bestiindig anzuhalten und hat auch der Kostgeber seinerseits fur Eeinliehkeit zu sorgen. Spucken auf den Boden ist zu verbieten. Ein Spucknapf mit mindestens taglich zu erneuernder Wasserfiillung soli in keinem Zimmer fehlen. Die kiinstliche Beleuchtuug soli nicht mit Kerzen, sondern dort, wo nicht etwa Gas- oder elektrisches Licht eingefilhrt ist, mit gut construierten Lampen erfolgen, da das Flackern des Lichtes dem Auge schadlich ist. § 4- Mit Arbeitern und Handwerkern diirfen Schiller nicht zusaminen- vvohnen. Audi sollen Zoglinge verschiedener Altersclassen nach Thun- lichkeit getrennt werden. Kostzoglinge versehiedenen Geschlechtes zu halten, ist unstatthaft, es sei denn, dass sie alle einer Familie an- gehoren. § 5. Jeder Zogling muss eine eigene Schlafstelle haben. Die Beuiitzung eines gemeinschafiliehen Schlafraumes mit der Quartiergeberin oder einer auderen Person des anderen Geschlechtes ist nicht erlaubt. In Bitumen, wo mehrere Zoglinge zusammen schlafen, soli der Luftraum fiir jeden Ziigling mindestens 15 m 3 betragen. § 6. Jeder Zogling soli einen eigenen Schrank oder wenigstens eine besondere Lade und ein eigenes Fach zur Aufbevvahrnng seiner Wasehe, 3 seiner Kleider und der Schulrequisiten haben. Die Verwendung von Etagebetten ist nicht gestattet. § Es ist darauf zu achten, dass die Schiller taglich sorgfaltig ge- waschen, gereinigt und gekammt zur Schule gehen. Deshalb mtlssen sie einen passenden Waschplatz, reines Wasser, Seife, eine eigene Zahnbilrste, einen eigenen Kamm, eigenes Handtuch und eigenes Trinkglas zur Verfiigung haben und ist darauf zu sehen, dass diese Gegenstande ausschliesslich von ihren Inhabern beniitzt werden. Die Besehuhung und die Kleider diirfen nicht zerrissen sein und mtlssen taglich gereinigt werden. Es ist wiinschenswert, dass die Leibwasche wenigstens zvveimal in der Woche, die Bettwasche vvenigstens alle 14 Tage gewechselt werde. Die Leibvvasehe muss jedoch mindestens einmal jede Woche, die Bettwasche jedes Monat gewechselt werden. Desgleichen sind Strumpfe und Schuhe nach erfolgter Durchnassung sofort zu vvechseln. <4^ § 8 ' Die Skidmn zeit, der Ausgang und die Erholung, sowie die Schlafzeit sollen durch eine Hausordnung geregelt sein. Fiir einen massig begabten Schiller der untoron Clanaen ist eine hausliche Arbeitszeit von 2 bis 3 Stunden, fer einen - B olehen der oboron ('his i joii eine Arboitoseit von 8 bio 4 Stmidun taglich erforderlich. In der Diimmerung oder im Bette zu lesen oder zu schreiben ist nicht zu gestatten. Mit der Arbeit muss die Erholung vvechseln, damit Geist und Korper frisch und kraftig bleiben. Die Zoglinge mtlssen sicb taglich, sofern es nur das Wetter erlaubt, in der freien Luft ergehen. Zu Spaziergiingen empliehlt sich die Umgebung der Stadt besser, als deren Strassen und Gassen Nach Massgabe der Zeit ist der Zogling zu Fusswanderungen, zum Schwimmen, Eislaufen und bu don Jugondopiolon aufzumuntern. Zu Hause sollen die Zoglinge den giossten Theil der Musse einer guten Lectiire, v r oniit ni o die Sohulorbibliothok voroorgt , oder irgend einem freien Gegenstande, als Zeichnen, Musik u s. w., und nur den kleineren Theil einem erhei- ternden Spiele, nie jedoch einem Spiele um Geld widmen. Das Lesen der politischen Bliitter ist als zeitraubend und aufregend hintanzuhalten. 1* 4 Fur den Scblaf hat der Knabe 8 bis 9, der Jungling 7 bis 8 Stunden nbthig. Im Sominer empfiehlt es sich, die Zbglinge um 5, im Winter um 6 Uhr aufstehen zu lassen. § 9- DieK pst- u nd Quartiergeber so ljen sic h regelmassig bei den Herren^Pr^ssoren} oder dem Herrn^Direetor^nach der Auffilhrung und den Fortsehritten der Zbglinge erkundigen, um, falls in dieser Beziehung Klagen laut werden, naeh Kraften Abhilfe zu schaffen. Der Kost- und Quartiergeber ist aucb verpflichtet, beim Lehrei’ oder Director jedesmal vorzusprechen, wenn dies im Interesse des Sehfilers gefordert wird. Solite der Quartiergeber beim Zbglinge auf Unge- horsam stosseu, so muss er sofort die Hille der Eltern oder eventuell der Sehule in Anspruch nebmen. § 10- Den Ausgang der Zbglinge muss der Quartiergeber ilbenvachen kbnnen. Deshalb hat der Zbgling seine Entfernung aus der Wohnung, das Ziel des Ausganges, die Gesellschaft, mit der er verkebren will, und die voraussichtliche Zeit der Buekkehr anzumelden. Das abend- liche Ausbleiben ist durch die vom Lehrkbrper bestimmte Heimstunde (bora lognlio) begrenzt; deren genaue Einhaltung der Quartiergeber streng zu iibenvachen hat. Eine freie Beniitzung des Hausthorschlussels seitens der Zbglinge ist ganzlich unstatthaft. § H - Es ist durch die Hausordnung dafiir zu sorgen, dass die -Stu dr e r- zeit nicht durch Besuehe, Larm oder Unordnung irgend vvelcher Art gestbrt werde. § 12. Betreffend das Verbot des Tabakrauehens, des Gast- und Kaffee- hausbesuches, betreffend den Besueh des Theaters, die Theilnahme an Coneerten und Unterhaltungen, betreffend die Zusammenkunfte und das Verbot der Schiilerverbindungen und der Theilnahme an Studentenverbindungen u. s. w. enthalt die Disciplinarordnung der Sehule die nbthigen Bestimmungen, welehe daher jeder Quartiergeber kennen und filr deren Einhaltung er sorgen muss. 5 § 13. Der Quartiergeber ist verpflichtet, den Gesundheitszustand der Zoglinge unausgesetzt zu iiberwachen, jeden Fali von Krankheit oder Krankheitsverdacht eines Zoglings den Eltern und dem Classenvorstande zn melden, fiir die erforderlielie Pflege des Kranken und fiir eventuell nothwendige iirztliche Hilfe vorzusorgen. Der Tragheit jedoch, die sich krank stellt, sollen die Kost- und Quartiergeber keinen Vorschub leisten. Ein besonderes Augenmerk hat der Quartiergeber den an- steckenden Krankheiten zuzmvenden. Als solche gelten insbesondere: Blattern, Masern, Seharlach, Tvphus (Darm- und Flecktyphus), Diphthe- ritis, Euhr, Cholera, epidemische Genickstarre, Keuebhusten, Mumps, Eotheln, egvptische Augenentzundung. Die Quartiergeber haben daher auf das Auftreten von ansteckenden Krankheiten ganz besonders zu aehten und werden demnach bei epidemischem Auftreten von Masern auf den Husten und Eothung der Augen, bei Seharlach und Diphthe- ritis auf etwaige Halsschmerzen, bei Keuchhusten auf das charakte- ristische Symptom des Hustens, zur Zeit einer Euhrepidemie auf Leibsehmerzen und vermehrte Stuhlentleerung der ihnen anvertrauten Zoglinge ihr besonderes Augenmerk richten. Auffalliges Kratzen der Schiller an verschiedenen Korpertheilen erregt den Verdacht von Kriitze oder Ungeziefer. In allen, selbst den Verdachtsfallen ist sofort iirztliche Hilfe in Anspruch.zu nehmen. Ein an einer dieser Krankheiten erkrankt gewesener Schiller kanu erst auf Grund eines amtsarztlichen Zeugnisses, dass die vbllige Genesung eingetreten, beziehungsweise die Ansteckungsgefahr erlosčhen ist, und erst nach volliger Eeinigung bezw. Desinfection seines Kiirpers und seiner gesanimten Kleidung wieder zum Schulbesuche zugelassen werden. Auch diirfen gesunde Zoglinge, unter deren Wohnungs- genossen Erkrankungen an Blattern, Varicellen, Seharlach, Diphtherie, Cholera, Darni-Flecktyphus, Genickstarre auftraten, fiir die Dauer der Krankheit bezw. Ansteckungsgefahr die Schule nicht besuchen, falls nicht durch a m tsarztl i ches Zeugnis sichergestellt wird, dass in- folge vollkommener Isolierung des Zoglings von seinem Schulbesuche keine Gefahr drohe. Falls unter den Wohnungsgenossen Keuchhusten auftritt, darf der Zogling die Schule nicht besuchen, sobald sich bei ihm Zeichen 6 des Katarrhs der Luftvvege einstellen. In Fragen der Zulassung eines mit egyptiseher Augenentziindung behafteten Zoglings zum Schul- besuche, kann lediglich nur eine amtsarztliche Bescheinigung mass- gebend sein; das gleiche gilt hinsichtlich der Zulassung zum Schul- besuehe tur Zoglinge, welche mit einer Mašeru, Rotheln oder Mumps kranken Person gemeinsebaftlich wohnen und bleibt die Entseheidung hieriiber falhveise dem intervenierenden Amtsarzte iiberlassen. Mit Kratze behaftete Zoglinge diirfen die Schule nicht besuehen; ihre Wiederzulassung ist von einer arztlichen Bescheinigung abhangig. Unter ansteckende Krankheiten zahlt auch die Tuberculose (Lungenschwindsucht) und gilt hier in erster Linie der Auswurf der Kranken (das sputum) als Trager des Krankheitskeimes. Solehen Kranken ist demnach das Spucken in Taschentiicher, ganz besonders aber das Spucken auf den Boden zu verbieten; zu diesem Zwecke sollen lediglich nur die im § 3 angeforderten Spueknapfe mit Wasser- ftillung dienen. Dem Zogling ist strengstens zu verbieten, verseuchte Wohnungen zu betreten, infectios erkrankte Mitschiiler oder Bekannte zu besuehen, die Leichen von an Infectionskrankheiten verstorbenen Personen zu besichtigen oder an deren Begriibnis theilzunehmen. In Familien oder Wohnungen, in welchen eine Infectionskrankheit herrseht, diirfen Lehrer (Instructoren), falls sie nicht gleiehzeitig Wohnungsgenossen sind, keinen Unterricht ertheilen. Hinsichtlich der Verpflichtung zur Anzeigeerstattung bei Infeetions- erkrankungen oder auch nur solehen Verdachtsfallen wird auf die Kundmachung der k. k. Landesregierung fiir Krain vom 17. Janner 1894, Z. 991 (L. G. BI. Nr. 6) vervviesen. Naeh § 3 dieser Kund¬ machung ist jeder Wohnungsinhaber (somit jeder Quartiergeber) hin¬ sichtlich a 11 er Wohnungsgenossen bei sonstiger Strafe verpflichtet, jeden Fali einer Erkrankung an den vorerwahnten ansteckenden Krankheiten, desgleichen auch an den durch Uebertragung von Thieren an Menschen entstandenen Krankheiten, als Wuth, Rotz, Milzbrand, ungesiiumt dem Gemeindevorsteher jener Gemeinde, in deren Gebiete sich der Krankheitsfall ergeben hat (in Laibach dem Stadtmagistrate), miindlieh oder schriftlich unter Bezeichnung des Hauses, in welchem sich der Kranke befindet und unter Angabe des Namens und des Alters des Erkrankten zur Anzeige zu bringen. 7 Erseheint eine Isolierung eines infectionskranken Zoglings sei es wegen beschriinkter Riiumlichkeiten sei es auch aus anderen Griinden zu Hanse nicht moglich und kann derselbe auch von den Eltern nicht zur Heilung ilbernommen werden, so ist der Quartiergeber liber dies- falligen Auftrag des intervenierenden Amtsarztes verpflichtet, den Kranken in das Spital abzugeben. Der Quartiergeber hat demnach sclion bei der Aufnahme des Zoglings in Kost und Quartier die An- gehorigen desselben auf diese Eventualitiit ganz besonders aufmerksam zu maehen. Eine analoge Verpflichtung wird auch dem erkrankten Quartier- geber fiir sei n e Person dann erwaehsen, wenn liber amtsarztliehen Ausspruch die Weiterbelassung desselben in seiner Wohnung wegen Infectionsgefahr fiir die Zoglinge nicht moglich wiire. An Veitstanz oder Epilepsie leidende Schiller diirfen nicht mit anderen die Wohnung theilen. Fiir das zuweilen vorkommende Bett- nassen ist iirztlicher Rath einzuholen. § 14- Der Lehrkbrper ist berechtigt, sich jederzeit durch einen Besiich der Schlllerwohnungen durch einen Lehrer oder durch den Director selbst die Ueberzeugung zu verschaffen, ob diese Wohmingen in sani- tarer und sittlicher Beziehung entspreehen und ob die Schiller die Disciplinarvorschriften auch in ihren Wo h^m> gep einhalten. Zu diesem Zwecke wird ausserdem eine aus dem Director beziehungsweise seinem von ihm zu bestimmenden Stellvertreter, einem Lehrer und einem Amtsarzte bestehende Visitationscommission zusammengesetzt, welche zu Beginn jedes Semesters und wenn nothig auch in anderen Zeit- punkten alle Schiilerwohnungen in sittlicher, padagogiseher und sani- tarer Hinsicht zu besichtigen und bei vorkommenden Uebelstanden geeignete Abhilfe zu schaffen fiat. § 15- Lassen wohlgegrilndete Thatsachen die hauslichen Verhaltnisse, in welchen sich ein Pflegebefohlener belindet, als verderblich fiir dessen Sittlichkeit, Loyalitat, Studienfortgang oder korperliche Ent- wicklung erscheineu, so steht dem Lehrkorper das Recht zu, von 8 den Eltern oder bei verwaisten Zoglingen vom Vormunde eine Aen- derung des. Kost- und Wohnortes zu verlangen und, wenn diesem Verlangen nicht entsproehen werden solite, die Ausschliessung des Schiilers zu beantragen. Kost- und Wohnorte, die in der angefiihrten Weise fiir ungeeignet befunden wurden, diirfen in Hinkunft von Schiilern nicht mehr bezogen werden. Das Recht der Revision von Schulerwohnungen steht vveiters auch jederzeit jedem zur Wahrung der bffentlichen gesundheitlichen Interessen bestellten Amtsarzte (1. f. Sanitatsorgane, Gemeinde- oder Districtsarzte) zu; die Abstellung wahrgenommener sanitarer Misstande erfolgt in solehen Fiillen durch die Stadtgemeinde. Druck und Verlag von A. Klein & Comp. in Laibaoh. 8086600000 0 llllllllllllll HNi3iiza3niNn ni uKiooatiN Poučilo tistim, ki imajo difetke na hrani in na stanovanju. Potrjeno z odlokom c. kr. deželne ga -šolskega . s veta za Kranjsko, -g- dne ,26, -januarja -1899, k, št- 12111—de 1898. Kdor ima d-fiSe" na lirani in na stanovanju, je kot namestnik roditeljev dolžan, skrbeti za dušno in telesno blaginjo svojih gojencev. § 2. Samo roditelji ali njih odgovorni namestniki imajo pravico, jttk+e določiti ali premeniti hrano in stanovanje. Bjjttki sami nimajo te pravice. § 3. Stanovanje gojencev mora biti razmerno prostorno, svetlo in suho. Pozimi mora biti primerno kurjeno, vsak dan skrbno prezračeno^ in vedno snažno.^ Dijašk a stanovališče mora imeti, kolikor moči, prosto^*«-« in tiho lego, ter ugajati zdravstvenim zahtevam. Cestni hrup in ropot obrtnih naprav naj ne moti učencev pri domačem delu. Kadar se odpro okna, ne smejo smrdeča para, saje, prah in dr. take stvari prihajati v sobo. Pretesni, slabo prezrakovani prostori niso primerni za dijaška stanovanja. Stanovanje mora imeti suh zid ter biti prosto plesnobe, nesnage in mrčesa. Stanovališki prostori se morajo vsak dan izdatno prezračiti, in to v zimskem času takrat, kadar dijulž v ni doma. Stanovanje je smatrati za prezračeno, kadar tisti, ki vstopi vanje, ne čuti nobenega neprijetnega duha. Mokra obleka, perilo, 1 2 - dežniki se ne sinejo sušiti v prostorih, kjer stanujejo d i jak -i. Tla in pohištvo morajo biti kolikor moči snažna. Za učenje odločeni prostor o mora biti oskrbljen z mizo primerne velikosti, tako da ima vsak dijak zadosti in dobro razsvetljenega prostora. Ogibati se je, da umetna svetloba ali direktna solnčna svetloba ne pada na oko delujočega d4- Fkj 1 pri čemer je paziti na to, da svetloba pada na mizo od leve strani. Sobe, v katerih se Htjafei uče, morajo imeti pozimi od 14—15° R. topline. Od d ij akov je zahtevati, da vzdržujejo kar največjo snago, a tudi hranodajavee mora od svoje strani skrbeti za snago. Na tla pljuvati je prepovedano. V vsaki sobi mora biti pljuvalnik, napolnjen z vodo, ki se najmanj vsak dan premeni. Stanovanja, ni razsvetljevati s svečami, ampak ondod, kjer ni vpeljana plinova ali električna luč, z dobro narejenimi svetilnicami, ker je migljanje luči očesu škodljivo. § 4. Z delavci in rokodelci učenci ne smejo skupaj stanovati. Tudi je gojence različne starosti, kolikor je možno, ločiti. Imeti na stano¬ vanju gojence različnega spola, ni dopuščeno, razen če vsi spadajo k isti rodbini. § 5- Vsak gojenec mora imeti svojo posteljo. Ni dopuščeno, da bi dijak spal v tistem prostoru, kjer spi stanodajavka ali kakšna oseba drugega spola. V sobah, kjer spi več gojencev, mora zračna prostor¬ nina za vsakega znašati najmanj 15 m 3 . § 6. Vsak gojenec mora imeti svoj predalnik, ali vsaj svojo miznico ali svoj predal, da spravlja v njem svoje perilo, svojo obleko in svoje šolske potrebščine. Uporabljati etažne postelje, ni dopuščeno. § ?■ Paziti je na to, da gredo učenci vsak dan skrbno umiti, očiščeni in počesani v šolo. Zatorej morajo imeti primerno umivališče, čisto 3 vodo, milo, svojo krtačico za zobe, svoj glavnik, svojo otiračo in svoj kozarec na razpolaganje, in paziti je na to, da te predmete uporablja izključno tisti, čigaver so. Obutalo in obleka ne. smeta biti raztrgana in se morata vsak dan očistiti. Želeti je, da si gojenec vsak teden dvakrat perilo pre¬ obleče in da se posteljno perilo vsakih 14 dni premenja. Vendar se mora gojenec vsak teden, najmanj enkrat preobleči in posteljno perilo se mora vsak mesec premeniti. Ravno tako se morajo nogavice in črevlji, kadar so premočeni, takoj preobuti. čas za učenje, za izprehod in razvedrilo, kakor tudi za spanje mora biti urejen s hišnim redom. Srednje nadarjen učenec niž j ih raz* potrebuje domačega dela po 2 do 3 ure, t a kšon učonoc—vi šjih- ■ronredov pu 3 d n 4 ur i" na dan. Ni dopuščati, da bi kakšen gojenec ob mraku ali pa v postelji bral ali pisal. Z delom se mora menjavati razvedrilo, da ostaneta duh in telo čila in zdrava. Gojenci se morajo vsak dan izprehajati v čistem zraku, ako le vreme dopušča. Za izpre- hode bolje ugaja mestna okolica nego ceste in ulice. Kolikor dopušča čas, je gojence izpodbujati, da potujejo peš, da plavajo in se drsajo* ter-tidoložujojo čoh i kih igui. Doma naj gojenci večji del prostega časa posvečujejo dobremu berivu, - n Imterm^j i h prookrbujo^eleko knjižnica, ali kakemu prostemu predmetu, kakor risanju, glasbi i. t. d. in samo manjši del kaki razvedrilni igri; nikoli pa se ne sme igrati za denar. Branje političnih listov je ubraniti, ker jemlje preveč časa in preveč razburja. Za spanje potrebuje deček 8 do 9, mladenič 7 do 8 ur. Poleti naj gojenci vstajajo ob 5., pozimi ob 6. uri. rno-l Hranodajavci in stanodajavci naj redno pozvedujejo pri gospodih irrrfeeorjih in gospodu P;(vnatd^'kako se vedo in kako napredujejo gojenci, da morejo po svojih močeh odpomoči, ako se v tem oziru čuje kaj tožba. Hranodajavci in stanodajavci so tudi dolžni, vselej se zglasiti pri učitelju ali ravnatelju, če se to v interesu učenca zahteva. Ko bi bil gojenec stanodajavcu nepokoren, mora takoj zahtevati po¬ moči roditeljev ali eventualno šole. 1* 4 § io. Izhode gojencev mora stanodajavee nadzorovati. Zatorej mora gojenec, kadar odide od doma, povedati, kam gre, s kom hoče obče¬ vati in kdaj se previdoma povrne. Večerno izostajanje je omejeno z večerno zakonito uro -fhora-legal+s); ki jo ustanovi učiteljski zbor in na katero mora strogo paziti stanodajavee, da se izpolnjuje. Da bi gojenec prosto uporabljal ključ od hišnih vrat, to nikakor ni do¬ puščeno. § H- S hišnim redom je skrbeti za to, da se čas učenja ne moti s poseti, s hrupom ali s kakoršnim koli si bodi neredom. § 12. Kar se tiče prepovedi kajenja tobaka, zahajanja v krčme, v ka¬ varne in v gledališče, udeleževanja pri koncertih in zabavah, sestankov in prepovedi dijaških zvez in udeleževanja pri dijaških društvih i. t. d. predpisuje disciplinarni red potrebna določila, ki jih mora stanodajavee poznati in za njih izpolnjevanje skrbeti. § 13. Stanodajavee je dolžan neprestano skrbeti za zdravstveno stanje svojih gojencev, vsak slučaj bolezni ali sumnivosti, da je gojenec obolel, naznaniti roditeljem in razredniku, poskrbeti za potrebno strežbo bol¬ nikovo in eventualno za potrebno zdravniško pomoč. Lenuhom pa, ki se hlinijo, da so bolni, hranodajavci in stanodajavci m kakor ne smejo dajati potuhe. Posebno pažnjo mora stanodajavee obračati na nalezljive bolezni. Za take se štejejo zlasti: osepniee, dobrci ali ošpice, škarlatinka, mačuh ali tifus (črevesni in rdečelisni mačuh), golte ali difterija, griža, ko¬ lera, epidemična zatilčna odrevenelost, dušljivi ali oslovski kašelj, mumps, ruše pike ali ruske, egiptovsko vnetje oči. Stanodajavci mo¬ rajo zatorej na prihajajoče se nalezljive bolezni posebno paziti ter bodo zatorej kadar epidemično nastopijo dobrci, svojo posebno pažnjo obračali na kašelj in rdeče oči, pri škarlatinki in pri goltali na mo¬ rebitne bolečine v grlu, pri dušljivem kašlju na karakteristični simptom kašlja, ob času, ko je epidemično razširjena griža, na zavijanje v 5 trebuhu in na pomnožene otrebe njih varstvu izročenih gojencev. Kadar se učenci močno praskajo na različnih mestih svojega telesa, to zbuja sum, da imajo garje ali da so nalezli mrčes. V vseh, celo v tistih slučajih, ko se samo sumni, da je gojenec bolan, je takoj poklicati zdravnika na pomoč. Učenec, ki je bil bolan za eno teh bolezni, se sme pustiti v šolo šele na podstavi uradnozdravniškega izpričevala, da je popolnoma ozdravel, oziroma da je nevarnost, da bi se bolezen nalezla, popolnoma minila, in šele potem, ko je bil popolnoma očiščen, oziroma ko sta bila njegovo telo in vsa njegova obleka razkužena. Tudi ne smejo zdravi gojenci, ki stanujejo skupaj s takimi tovariši, ki so zboleli na osepnicah, na noricah, na škarla- tinki, na goltali, na koleri, na črevesnem in rdečelisnem mačuhu, na zatilčni odrevenelosti, dokler traja bolezen, oziroma nevarnost, da bi se bolezen nalezla, hoditi v šolo dotlej, dokler ni z uradnozdrav- niškem izpričevalom zagotovljeno, da je gojenec popolnoma osamljen. Tako da se ni bati nobene nevarnosti, ako hodijo sogojenci v šolo. Kadar med stanovanjskimi tovariši nastopi dušljivi kašelj, go¬ jenec ne sme hoditi v šolo, če se pri njem pokažejo znamenja, da ima katar v dihalih. Glede tega, je li na egiptovski očesni bolezni obolelemu gojencu pustiti, da hodi v šolo, more biti odločevalno samo uradnozdravniško potrdilo; isto velja tudi glede dopuščecja, da hodijo v šolo gojenci, ki stanujejo skupno z osebami, obolelimi za dobrci, za ruskami ali za mumpsom, in razsodba o tem je za vsak slučaj posebej pridržana uradnemu zdravniku. Gojenci, ki imajo garje, ne smejo hoditi v šolo, dokler zdravnik ne potrdi, da so ozdraveli. K nalezljivim boleznim se prišteva tudi tuberkuloza (pljučna sušica) in pri tej velja v prvi vrsti bolnikov izmetek (sputum) kot zarejevavec in prenašavec bolezenske klice. Takim bolnikom je tedaj prepovedati, da bi pljuvali v robce, posebno pa na tla; v ta namen naj služijo samo pljuvalniki, napolnjeni z vodo, ki jih zahteva § 3. Gojencem je kar najs.(rožje prepovedati hoditi v okužena stano¬ vanja, obiskavati za nalezljivimi boleznimi obolele součence, ogledovati mrliče, ki so umrli za nalezljivimi boleznimi ali se udeleževati njih pogreba. V rodbinah ali stanovanjih, kjer je kakšna nalezljiva bolezen, ne smejo učitelji (inštruktorji), ki niso ob enem stanovanjski tovariši, dajati pouka. 6 Glede dolžnosti, da je naznanjati obolenja za kužnimi boleznimi ali tildi samo takih bolezni sumne slučaje, se opozarja na razglas e. k. deželne vlade za Kranjsko z dne 17. januarja 1894, št. 991 (dež. zak. št. 6). Po §. 3. tega razglasa je vsak stanovanjski imetnik (tedaj vsak stanodajavec) dolžan, glede vseh stanovanjskih tovarišev — ker ga drugače zadene kazen — vsak slučaj obolenja na poprej omenjenih nalezljivih boleznih, ravno tako tudi vsako bolezen, ki se od živali prenese na ljudi, kakor steklino, vozger ali smrkelj, vranični prisad, brez odloga ustno ali pismeno naznaniti občinskemu predstoj¬ niku tiste občine, v katere ozemlji se je bolezen pripetila (v Ljubljani mestnemu magistratu) ter povedati tudi hišo, v kateri je bolnik, in navesti ime in starost obolele osebe. Kadar gojenca, ki je zbolel za nalezljivo boleznijo, ni mogoče doma osamiti, bodisi zaradi pretesnih prostorov, bodisi iz drugih vzrokov, in ako istega tudi roditelji ne morejo sprejeti v zdravljenje, tedaj je stanodajavec po naročilu dotičnega uradnega zdravnika dolžan, bolnika oddati v bolnico. Stanodajavec mora zatorej že takrat, kadar gojenca sprejme na hrano in stanovanje, njegove svojce prav posebno opozoriti na to eventualnost. Eavnotaka dolžnost nastane tudi obolelemu sta n o daj a veu za njegovo osebo takrat, kadar bi ga po izreku uradnega zdravnika ne bilo možno puščati v njegovem stanovanju, ker bi se bilo bati, da bi gojenci od njega nalezli kužno bolezen. Učenci, ki imajo vidovico (bolezen sv. Vida), ali ki jih meče božje (božjast), ne smejo biti z drugimi v istem stanovanju Kadar kakšen gojenec moči posteljo, kar se tudi časih pripeti, tedaj je zdravnika vprašati za svet. § 14. Učiteljski zbor je upravičen, vsak čas prepričati se s tem, da kakšen učitelj ali ravnateljj sum ogleda dijaška stanovanja, če ista ugajajo v zdravstvenem in nravnem oziru in če učenci tudi v svojih stanovanjih izpolnjujejo disciplinarne predpise. ^V^Knamen se vrhutega sestavi ogledovalna komisija, obstoječa iz ravnatejjajali njegovega namestnika, ki ga on določi, enega učitelja in iz uradnega zdravnika, ki mora ob začetku vsakega semestra in, če treba, tudi v drugih časih vsa dijašk a stanovanja v nravnem, 7 pedagogičnem in zdravstvenem oziru pregledati in nedostatke, če jih kaj najde, primerno odpraviti. § 15. Kadar dobro utemeljena dejstva kažejo na to, da so domače razmere, v katerih se nahaja gojenec, kvarne za njegovo nravnost, lojaliteto in njegov učni napredek ali za njegov telesni razvitek, tedaj ima učiteljski zbor pravico, zahtevati od roditeljev, pri osirotelih gojencih od varuha, da premeni svojo hrano in svoje stanovanje in, kadar se tej zahtevi ne ugodi, nasvetovati, da se učenec izključi. Po stanovanjih, o katerih se je našlo, da so na navedeni način neprimerna, se v bodoče učenci ne smejo nič več nastanjevati. Pravica, ogledovati dijaška stanovanja, pristoji nadalje vsak čas tudi za varovanje zdravstvenih interesov postavljenemu uradnemu zdravniku (cesarskim zdravstvenim organom, občinskim in okrožnim zdravnikom). V takih slučajih opažene zdravstvene nedostatke odpravi mestna občina. Natisnil in založil A. Klein & Comp. v Ljubljani.