^». K« »84« ________________D»n8t»8 ÄQN 34. I^Qv^nar Nl n s V n s an die Wohlthätigkeit der Bewohner Krain's. <^>o zu Genuß u„d Lustbarkeit, So Herz wie Cassen stets bereit, Da muß man um so mehr es seyn, Gilt es, das Elend zu erfreu',,. D'rum, Faschmgskmder! lenkt den Sinn Auf das zerstörte Eisn ern hin: Hier Freude, — dort die höchste Noth! O spendet Hilfe, spendet Brot! Wem viel geworden, gebe viel, Wer wenig hat, sein Schärfiein gern, Vereinte Kraft nur führt an's Ziel: D'rum eint Euch hilfreich, nah' und fern! Der Geschiedenen.') ^ahi' wohl! fahr' wohl! Du hast es überstanden. Zurückgelegt ist deine Pilgerbahn, Und losgelungen von der Erde Banden Schwangst Du zu freiern Sphären Dich hinan! Du gingest fromm und schuldlos durch das Lebe», Das Dir so manche Prüfungen gebracht, Dock nebenbei auch Freud.n Dir gegeben. Die Dir das kurze Daseyn lieb gemacht. Du standest noch iin ommcr Deiner Taqe Und Dich umfloß der Hoffnung Morgenroth; Da naht« Dir drr langen Krankheit Plage Und es umfing, statt Hymen, Dich der Tod! — Die sieche Mutter, welche Du verlassen, Die liebevolle, treue Schwester weint, Und schmerzlich wird die Schmerzenspost erfassen - Die frommen Brüder, ach! und Deinen Freund, Mit dem Du froh geglaubt Dich zu verbinden, Noch vor das junge Jahr den Lauf vollbracht: O, wie erschütternd werden sie's empfinden. Wie schncll uns oft erreicht des Harmes Nacht! Und redlich theilen in der Deinen Trauer Die Freunde sich; und tief durchbedt ihr Herz Des Unbtstandes aller Dinge Schauer Und des Verlustes mannigfacher Schmerz. Dock Du, Du blickst >„ namenlosem Frieden Aus einer bessern W.lt auf uns herab. Und rufst uns zu: Der Wechsel herrscht hienicden. Und Heil und Wiedersehen Über'm Grab! Laibach, 18. Februar 1356. M ^ a. L. ') Ios»Phine Edle von Panz, gestorben den 17. Februar 1356. Unser Trost anf baldige bessere Zeit. ^Vegen den Spätherbst des vorigen Jahres war jede Familie, die von dem Verdienste aus der Hand in den Mund lebt, in gar banger Sorge vor noch viel höherer Steigerung der Lebensmittel, als sich nun wirklich zeigt. Wir sind in ein neues Jahr eingetreten, und Gott hat uns geholfen bis hierher. Er hilft allezeit und Jeden,, der nur ein rechtes Vertrauen zu ihm faßt, wie zener Gewerbsmann, der den rückständigen Hauszins nicht mehr abtragen konnte, und der Hausherr hat schon ein Paar Mal gescholten und mit „Bettelvolk« um sich geworfen, und er werde ihnen die Sach' auf die Gasse raus stellen lassen, wenn sie in ^Tagen nicht bezahlt hatten. Das hat freilich unsern braven Gewerbsmann so angegriffen, daß ihn Niemand mehr trösten konnte, denn sich aus dein Hause werfen lassen, glaubte er nicht überleben zu können, und er liest schon bedenklich, Reden hören, als wolle er lieber seinem elenden Leben ei« Ende machen. Zu allem Glück noch war die Frau ein rechts schaffenes Weib mit einem festen, mannhaften Sinn; denn sie hatte Religion. Sie suchte dem Manne in seiner Trüb-seligkeit zuzureden und ihn aufzumuntern; und wenn sie auch selber innerlich gedrückt war, so zeigte sie es auswendig l.icht, um den Mann nicht noch ganz in Kleinmüthigkeit versinke,!, zu lassen. Aber Alles umsonst. Einstmals saß aber auch die Frau selber ganz langweilig am Tische, und rührte kein Essen an und wollte nicht 62 reden. Der Mami hatte sie noch ine so gesehen, und es begehrte ihn, zu wisse», was mit ihr sey? — Die Frau wollte zuerst gar keine Antwort geben, da aber der Mann ihr keine Ruhe mit Fragen ließ, sprach sie endlich: »Ich habe eben vcrwichene Nacht einen gar traurigen Traum gehabt; es hat nur geträumt, unser lieber Herrgott sey gestorben, und alle Engel seyen mit der Leiche gegangen, und haben Flor getragen und gar bitterlich geweint; und auch mir hat es schier das Herz abgedrückt, dasi Gott hat sterben müssen, und es liegt mir jetzt noch schwer aus der Seele." „Dummheiten," sagte der Mann; »wie kannst du denn so Etwas denken; kann denn Gott sterben?" Da wurde das Antlitz der Frau fröhlich, und es war, wie wenn ein Sonnenblick aus ihren Augen silberig leuchtete. Sie nahm beide Hände des Mannes in ihre beiden Hände, sah ihm mir frommer Freundlichkeit in's Gesicht und sprach: „Also lebt er noch, der alte Gott?" Verwundert über die seltsame Rede seiner Frau, sagte der Mann: »Ja, freilich lebt Gort noch: wie kannst du nur so kindisch reden?" Da schaure die Frau noch fester und tiefer dem Manne in seine scheuen, verworrenen Augen und sagte: „Ei nun, wenn der alte Gott noch lebt, der nämliche Gott, der schon 40 und 50 Jahre lang bis auf diese Stunde uns erhalten hat, warum willst du denn verzagen und kein Vertrauen mehr zu ihm haben? — Wie Er nicht gestorben ist, so ist Er auch nicht anders geworden, und wie Er für uns gesorgt hat, als wir alle zwei noch unmündige Kinder waren, so sorgt Er auch heute für uns und für unsere unmündigen Kinder. Thue ihm doch nicht die Un-ehre und die Sünde an, daß du Mißtrauen gegen den lieben Gott habest." Und wie das Weib so dem Manne zuredete, so redete ihm Gott auch innerlich zu; und es zertheilte sich in seiner Seele das schwere finstere Gewölk und er fing nach langer Zeit zum ersten Male wieder an zu lächeln und sprach: »Ja, Frau, du hast Recht; du bist gescheidter und christlicher, als ich; ich will in Zukunft mehr auf Gott hoffen'." So that er dann auch; arbeitete mit verdoppeltem Eifer, zahlte den Hauszins, und sein Vertrauen auf Gott ist nicht zu Schanden geworden! Wer doch noch zwei gesunde Hände und ein Gewerbe hat, ist nie ganz verloren. Er verdoppele nur seine Anstrengung, gleich/als hätte er auf einmal vier Hände. Für immer ginge es freilich nicht an, aber bis der Sturm vorüber ist, für kurze Zeit, geht es doch, wie man Beispiele hat. Da gibt's freilich keine Mußestunden, keinen Wirthshausbesuch, aber auch noch lange keine Verzweiflung. Die Noth mag wohl zum Schlüsselloch hereinschauen, in's Haus kommen kann sie aber nicht. — Oesterreichs Macht. Die „Oesterreichisch - militärische Zeitschrift" enthält mehrere Aufsätze des k. k. Oberstlieutenants I. B. Schels, welche auf genaue, sorgfältige Untersuchungen der betreffenden Acten gestützt, einige Facta zur Kenntniß des militärischen Publikums bringen, welche wegen ihrer Wichtigkeit für die vaterländische Geschichte, und wegen des großen Interesse, das sie gewähren, allgemein bekannt zu werden verdienen. Wir wollen Einige davon herausheben, wobei wir die Mühe und Sorgfalt, so wie den Eifer für geschichtliche Aufklärung des rühmlichst bekannten Verfassers dankend anerkennen. Schon Johannes v. Müller nennt Oesterreichs Kräfte unerschöpflich. Die folgenden zuverlässigen Daten werden diesen Ausspruch des großen Historikers rechtfertigen. Bein, Ausbruch des Revolutionskrieges 1792 war der complette Stand der österreichischen Armee 3l8,978 Mann u. 49,810 Pferde, welche in 116 Grenadiercompagnien, 251 Bataillons und 260'/^ Escadrons zerfielen. Gegen Ende dieses Krieges, und zwar mit Ende October 1813, war der complette Kriegsstand, ungeachtet der so großen Verluste in den vorhergehenden Jahren, ungeachtet der durch den Krieg leidenden Popularität und öconomischen Verhältnisse, auf 521,341 Mann, 95,327 Pferde angewachsen, welcher mit Eude Juni 1814 die'Zahl von 603,284 Mann und 101,535 Pferde erreichte. Außer dieser Vermehrung des regelmäßigen Heeres hat die Armee in den 24 Jahren von 1792 bis 1815 noch eine große Zahl nnr für die Kriegszeit errichteter Truppen in sich aufgenommen. Dazu gehörten die 1792 bis 1797 errichteten Freicorps, FreibataiUons, Iagercorps, lcichre Bataillons, welche 1798 in 15 leichte Bataillons verwandelt wurdeu; nebstdem das österreichisch-steyrische, Wurmserische Freicorps, die sogenannten Rothmäntler, im I. 1801 reducirt. n) Die drei Iägercorps wurden 1815 im Tyroler Jäger-Regiment vereinigt. I)) Die Wiener Freiwilligen im I. 1796, 1200 Mann stark, c) Das Wiener Aufgebot von 1797, über 10,000 Mann stark, ll) Die ungarische Insur-rection 19,304 Mann,Reiterei, 20,000 Mann an Fußvolk. 6) Corps der Landmiliz in Tyrol, Vorder-Oesterreich und Schwaben im I. 1800 aus 28,884 ausrückenden u. 29,741 Mann Reserve bestehend, l) Das niederösterreichische Scharfschützencorps, im October 1800 errichtet, 2247 Mann stark, o-) Die böhmisch-mährisch-schlesische Legion Erzherzog Karl (I. 1800) mit 21,600 Mann. Ii) Die ungarisch-croatisch-slavonische Insurrecrion (I. 1801) mit 40,537 Mann und 10,801 Pferden, i) Die Landwehr von 1809 in 149 Bataillons, k) Die freiwilligen Bataillons 1809 aus 25 Bataillons und 2 Escadrons bestehend. !) Die ungarische In-surrection von 1809 mit Eroatien und Siebenbürgen aus 38,363 Mann Infanterie und 20,164 Mann Cavallerie. m) Im Jahre 1813: Ungarische Veliten zur Verstärkung der Husaren-Regimenter 10,053 berittene Mann, croaiisch-slavonische Insurrection 1299 Mann Ins. und 729 Mann Cavallerie. Die Landwehr der 30 Infanterie-Regimenter in 60 Bataillons, nebst 16 Reserve-Bataillons der 8 galizischen 63 Infanterie-Regimenter. Dlirch freie Werbung wurde» im I. 1813 errichtet: 12'/^ Batterie und 12 Escadrons, die i'n I. 1814-^1815 wieder aufgelöst wurden, n) Im Jahre 1814 errichtete italienische Truppen 19 Bataillons mit 8 Escadrons, nebst 8 Bataillons anderer ncuerrichteter Truppen. Wer die Wechselfälle dieses für Oesterreich so bedeutungsvollen Kampfes bedenkt, der wird erstaunen, welch einer Entfaltung streitender Kräfte dieses Land fähig ist, und aus den oben angegebenen Daten ersehen, auf welch sicherer Grundlage die Macht dieses Staates beruht, sobald irgend ein Ereignisi die Völker zum Kampfe für Thron und Vaterland ruft. Local-Fresken. ix. Vaterländische Flora. Als ein weiterer Beweis der beiläufig um zwei Monate gegen die gewöhnliche Norm vorgeschrittenen Vegetation, in Folge des heurigen, noch immer schneelosen, sehr milden Winrers im Monate Februar, folgen hier noch einige von jenen Gewächsen, die ich in der Umgebung Laibachs und im k. k. botanischen Garten seit 1. bis 23. Februar in der schönsten Blüthe vorgefunden und beobachtet habe, als: ^rocüs v«i-ml8, Frühlings-Saffran; l^iicciMU V6in»m, Frühlings-Knotenblume; 'I'u88Üll°0 ^ai-lai-a, gemeiner Huf-lattig; IlvIIttlioru» utl-ol-!i!)«il8, schwarzröthliche Nießwurz; II«!I«I)0i'll8 purpnl-»««'«!,«) röthliche Nießwurz; ^ni-mis Manuln, Kornelkirschbaum; ?6l»8ilu8 »Üi,i8, weiße Pestwurz; 6a!ix einftl-^n. aschgraue Weide; ^In')8N8Z)!6i>!U!ll »lloi'nit'aüüm, wechselblättriges Milzkraut und seil!» liitoli», zweiblättrige Meerzwiebel. Andr. Fleischmann. Feuilleton. (Gine deutsche Elementarschule) der 3 Classen für Knaben wird mit 1. April in Mailand eröffnet werden. Eine solche Schule ist dortorrs zum allgemeinen Bedürfnisse geworden, da es beinahe 10,000 deutsche Familien in Mailand gibt, von welchen die meisten wünschen, daß ihre Kinder sowohl in der Landessprache, als auch in ihrer Muttersprache unterrichtet werden, welches letztere bis jetzt in den dortigen Volksschulen nicht geschah. (Gine Sitte, die Nachahmung verdient.) Das neugeborne Kindchen wird in Venedig in einem niedlichen Glaokästchcn mit Krystallwänden ringsum und oben auf, auf reichen Polstern liegend, zur Taufhandlung in die Kirche getragen und auf solche Art vor Luftzug, Kälte und irgend cmer Unbill der Witterung geschützt. ' . „, (Eidesformel.) Folgende curiose Eidesformel war früher bei den Zigeunern gebräuchlich: »Wie Gott den König Pharao mitten im rothen Meere ersäufte, so soll er auch mich, wenn ich mch^ z,^. Wahrheit sage, in die Eingeweide der Erde versinken lassen, und ich will alsdann verflucht seyn. Nie soll mir ein Diebstahl oder ein Tauschhandel, oder irgend ein anderes Geschäft glücken. Gleich bei dein ersten Tauschhandel soll mein Roß zum Esel werden, und ich will dann am Galgen durch Henkershand sterben." (Nautisches.) Seit Menschengedenken erinnert man sich nicht so vieler großen Seestürme, als im verflossenen Monate December an den englischen Küsten Statt gefunden haben. Ueber neunzig Schiffe, worunter zwei große Dampfboote, sind mit vielen Menschen zu Grunde gegangen. (Abd-el-Kader in Paris.) Mitten unter den Masken, auf dem letzten Opernballe, bewegte sich ein Araber mit Polkasprüngen so ungezogen, daß er Alles nieder-polkte und die Polizei ihn zu fangen befahl. Da stand er still und sagte: „Mämier wie mich, fängt man nicht!" — „Nun, wer sind Sie denn?" fragre der Beamte. »Ich bin Abd-el-Kader," war die 'Antwort, und schnell und unaufhaltsam war er unter der Menge verschwunden. , (Die beliebte Modeblume, die Georgine) oder Dahlie, ist auf dem Plateau von Merico zu Hause, woselbst sie auf offenen sandigen Ebenen wächst. Im Jahre 1789 sandte Vincente Cervantes, Professor und Director des botanischen Gartens zu Merico, drei Sorten an den Abb6 Joseph Eavanilles, der damals dem botanischen Garten in Madrid vorstand. Hier blüthe die Georgine zum ersten Male im Jahre 1790. Durch die Marquise B u te kam die Pflanze im Jahre 1798 schon aus Spanien nach England. Im Jahre 1804 kam sie durch A. v. Humboldt nach Deutschland. Dahlie heißt die Blume dem schwedischen Botaniker Da hl zu Ehren, und Georgine nach Englands König benannt. (Der Haupttreffer) bei der am 31. Jänner gezogenen Zinner'schcn-Güter Lotterie in Wien, das Haus Nr. 501 in Lemberg oder eine Ablösung von 200,000 fi. C. M., wurde in Temeswar gewonnen. Er fiel auf die Nummer 51,905. — (Fortschritt der Franzosen in Algier.) Dein Abd-el-Kader wurde ein Pferd unter dem Leibe ge-tödtet; er setzte sich aber auf ein anderes und jagte davon, und der gute Marschall Bugeaud jagt ihm noch wie früher nach. In Afrika hat sich also bisher nichts verändert; es gibt nur — ein Pferd weniger. (Allmälige Erhebung Neufoundlands über das 3Meer.) Es ist eine bemcrkenswcrthe Thatsache, daß das ganze Land um die Gegend der Conceptionsbai, wahrscheinlich aber die ganze Insel, sich auf eine Weise über den Ocean erhebt, daß dadurch in nicht ferner Zeit viele der besten Häfen, die sich jetzt an der Küste befinden, wenn nicht gänzlich unbrauchbar, doch sehr beeinträchtigt werden müssen. Zu Port-au-Grave hat man eine Reihe von Beobachtungen angestellt, welche unwiderleglich die rasche Veränderung der Höhe der Meeresfläche in der Umgegend be-. weisen. Mehrere große flache Felsen, über welche man vor 30 bis 40 Jahren mir Schoonern ganz leicht hinüberfahren konnte, nähern sich der Oberfläche mchr und mehr, und das Wasser ist jetzt kaum für Kähne fahrbar. (Wichtige Erfindung.) Ein Schmid in Düsseldorf, K. Becher, har eine Vorrichtung erfunden, um Papier, Pulver :c. in, stärksten Feuer unversehrt zu erhalten. Das Pulver blieb z. B. selbst in einem glühenden Eisenkaste» unverletzt und Papier in demselben wurde nur gebräunt. (Freibilletaner.) In den fünf Theatern Wiens soll es zusammen nicht weniger als 3l00 Freibillets geben. -- Z Und doch fallen noch Stücke durch! 1