OSVOBODILNA FRONTA ZA SLOVENSKO KOROŠKO — POKRAJINSKI ODBOR BEFREIUNGSFRONT FUR SLOVENISCH KARNTEN — LANDESAUSSCHUSS Bi^Sečienst čer „OsuobočiIna fronta za slouensko Koroško", Klagenfurt, 5almstra§e 6 v V s _ • . - - 3.April 1947 Nr* 13 . C SLOVSC - KrAGEHFDHT, 3-4.1947* Der Landesausschuss der OF sandte anl&sslich der Rede des Marschall Tito vor dem Parlament in Beograd folgendes Telegramu: Demddinistarprasiaenten der FVRJ Ikre Korte haben nns neue Kraft gegeben. Im Bemisstsein, das Sie der FVR Jngoslavien Riehtnng geben, das b.aute in den vorder- sten Reih.en der vortschrittlicken Mensckheit im Kamp f e gegen die. dtistere ReaktioipL stehta blicken Trir mit Vertr&uen in die Zukunft. Unser tagliche Kampf mit dem neu heranwachsenden Faschismus be- statist die Richtigksit des KampfVeges der Karntner Slovenen in. ihren Bestrebnngen nach der Vereinigung mit der FVR Jugoslavien* wir danke n Ihnen Ilir ihre Strt 2 e und versichern Ihnen, dass wir unter der Flagge der Freiheit vereint unseren .Veg fortsetzen 'verden. Z::EI T EIAGRA MJb BES LA NEESAUo SCHUSSFS DER QF idLDmR VERTRETER DER FVR J UGO SIaTI S N IN MOSKAU EDU ARD KA R DELJ, An den Minister der FVR Jngoslavien Ednard Kardelj M o s k a u . 77ir bogriissen Sie als Vorkbmpfer fdr die Rechte des slovenischer Volkes. Unsere Forderungen, die Sie im Ramen der FVR Jugoslavien ver- treten, sind gerecht. Air sind entschlossen, fiir iiire Erreichung alles zn opfern, Ančk die Ge vra 111 at i gke i t der letzten Tage verden uns nieht brechen. Ilir halten nnsere Fahne hoch. Marscliall Josip Broz - Tito B e o gr a. d. Landesausschnss der OF filr Slovenisek KGrnten. Landesansschnss der Osvobodilna fronta za Slovensko Koroško '•'PRESSBDISHST 0F : ’ 8eite 2. An den Minister der FVR Jugoslavien Eduard K a r d e 1 j Mo s k a u . 2ur Zeit, da Sie unsere Forderung nach vollkommaner Freiheit vertreten, vergcvžssern vir Ihnen die Bereitschaft aller Karntner Slovenen, dass sie fiir dieses Ziel bereit sind alles zu opfern. Slovenischer Kulturverband* PROTEST DBS LAKDESAIIGGCHUSSES DER OF KEGEN DBR GE RIČI-ITSV ER FAKDL UNG IB VO IZBRMARK T. CELO"VFC - KIAGBNFURT, 28.3.1947. Der Landesaussehuss der OF rei elite anlasslich der Ge r i eh t s ve rhandlung gegen die Reprasentanten der OF in V81kermai?kt, die ve ge n 'Fuhrung von slovenischen Fahnen verurteilt vurden, folgenden Protest der Konferenz der Aussenminister in Moskau e in: An die Konferenz der Aussenminister in M o s k a n . Der Landesausschuss der ,: Osvobodilna fronta za Slovensko Ko-toško vendet sich im Namen der Karntner Slovenen an die Konferenz der Aussenminister in Moskau mit einem Protest ve ge n des Vorgehens der Organe der britisciien Okupationsbehorden, die am 27.3* 19^7 zehn Re~ prasentanten der Osvobodilna fronta v/egen Teilnahme an einer antifa- sohistischen Veranstaltung und Tragens der slovenischen Fshns ver- urteilt haben. ^ • Kleli allen Ueberfallen, die seitens versehiedener nazistischen Organisationen and faschistischer Elemente an Karntner Slovenen -und slovenischen Veranstaltungen, bedeutet die Verurteildhg der bevahrtei antifaschistis hen Kempfer ein grosses Unrecht, das die faschistisch. Elemente in Karaten zu neuen terroristischen Aktionen an Karntner Slovenen anstacheln vird. Mir betonen neuerlich, dass die vachsende Gevalttatigkeit der fa sohistischen Elemente an den Slovenen in Karaten eine ernste Mohnunr v? der gesamten demokratischen Peltoffentlichkeit ist, dass in Karaten nicht die Demokratisierung vor sich geht, sondern ein neuer Nazismus Seite 1 1 ^/Jlr . 13 ._ !! PREPAD I T_OF ” ins Lel: en gerufen wird. 7 ! 1 t Karatne r Llovanen kbnnen in sinem so.Lch.eii. Gsterreich kalne Freikeit und kein Bestehen erv&rten, sondern vir ver Lange n eine 2usicherung unserer nacionalen demokratischen Eecb.te durch die Vereinigung mit der FVR Jugoslavien. Klagenfurt, dne 28.3.194?. Primožič Prane /e,h../ Pur de n Sekretiir, Dr.Petek /e.h./ Vorsitzeuder. FB IBItllCKE B BSTATTU KG VO H I ABTIZAREK IN KOTlllAKKoDORF . KGTMABA VAS - KČmAKKSDGKF, 30.3.194?. Am Sonntag den 30.3.47 ?mrden 3 Partisanen im feierlichen Akt am Friednof in Kottmannsdorf beigeseizt. Die Eevolkerung versammelte sich in grosser Anzskl, um den gefallenen Eeroen des antifaseh.istisch.en Kampfos die letate iSkre sr erveisen. Eine grosse Anzahl von Kr Anže n, die mit Bluuen, Freiheitssternen und sloveniscken Trikolcren geschmtickt varen, bs- viesen die Dankbarkeit der slovenischen antifaschistiscken Bevol- kerrng den Ho Ide n, TJeber dem offenen Grabe flatterte die jugosla- vische Fahne im Vere in mit den Flaggen der Verdun de ten. Am Begrfiib- nis naiiman die Ve rt re ter der Jug o 3 lav i s cl.ien Armee, wie der Kar nt nor Partisenen und die Mitglieder des Lan&esaussckusses der OF Franc Primožič, Dr .Mirt Zvit ter und. Urh Clipic st det. Im Kamen der Kar p f ge no s s e n verabsekiedste si eh. von iknen der Crganisationssekretar des Landesausschusses der OF Franc Primožič. Er versprach den Gefallenen Kamp fgano s s e n aus dem Kampfo gegen den Faschismus, dass i.b.r Ksmgf solange fortgesetat vird, bis auch der neuaufsprie s sende Faschismus in Karaten aasgerottet sein vird, Darum schreckt uns auoh das nicht, dass unsere Kampfgoncssen heute verhaftet verden, vali sie dis slo veniš che Fahne fiihren, unter velcker vir gemeinsam gsgen den Faschismus gekaznpft haben. Im Kamen der Jugo s 1 av i s che n Anuse verabsekiedete sicli von den gefallenen Partisanen Major Milanič. Er fhiarte unter an&erem aus: Dem Kampfe der jugoslavischen Volker unter. der Leitung Marsckall Titos geseliten sich alle sloveniscken Linde r bei, unter iknen auok Slove ni sek Karaten, wo Ibr Euor Leben flir die Befreiung dieses Teiles des sloveniscken Bodens geopfert kabt. u PRESSSD 33AT3 T OP” Seite 4 Bana sprachon noeh der Sekretar des Bezirksaussehusses dgr OP Klagenfurt Pitsekek "and der Vertreter de?: os te rre i chiseben An- tifaschisten Ltg, Abgeordneter Kazianka, der das Geldbais abgab, alle prafare n osterreichischen Antifasehisten verden mit de n slo- vanischen Antifasehisten gemeinsam im Karnpf gegen den reuauf- Uretenden Paschismus in Karaten s teh. en, NACHKLA11G_ZUM_EE GEAipBHI SS _ II^KOTBOI^SBOKF- MZISTISCLB _UEBBBPABLIB * In der Nahe von Kbt tiaanns do rf var de n die heimkehr ende n Teil- nehmer des Begreibnisses aas dem Einterhalt mit Peldbloaken, die berg&b nnter sie auf die Strasse geschleudert and herabgelassen var de n, tlberfallen* In der folgenden Nacat wur'den von den Grab e ra der sntifaschi- stischen Kampfer - Partisanen die KrAnze vernichtst and die Gra- ber selbst gesohandet. GHDIiBSAETZLICEB ABIAHMJBG DER AMTSBBBCHEIEIGiJN^ DBS § 4 BBS OPFi EFUE30RGBOPSBTZES PUR KAERKTBS5 SLOVEE EK, . CELOVEC - EJAGBBPURT, 31.3 „ 1947 . Wir brachten bereits einige Falle, in denen die Karat ne r EanGesregierung Karntner Slovenen die Ausgabe der Amtsbescheinigung ablehnte,. obvohl die Antragsteller dazu berechtigt varen, sine za erverben. Mit Akt 21* 19 - 29469/47 vom 3*3*1947 leiinte das Amt der Karatne r Lan.de sre gi e rang das Ansuch.cn des Anton Knes in Langs&orf ab mit der Begriindung: "Nach den Durchge f dhrten Prhe Lange n konnte nicht festgestelit verden. dass die Verhaftung des Antragstellers auf po- litische Griinde zuriickzufuhr e n ist, Es ist vielmekr mit Sichsrhe it anzanehmen, das s die Massniime ve ge n arbeitsunvilligen Verkalten erfolgte.” - . In Wirklicbkeit vurde Anton Znss am 9.1.1943 von der Gestapo vegen seiner antifaschistisehen Haltang verhaftet and dann aas K1&- ganfurt ins KZ Dachau Uborstellt, wo er auch als politiochsr Haft- ling mit dem Hoten Zinko! bezeiehnet varde, vas seine Leidensge- nossen bestatigen konnen^ Dasselbe ka.nr mah ^er naz isti sohe Gendar- merie-Bevierinspe-rtoz Viktor Goritschnig bestdtigen, &^r seine Ver- haftang vornahm and hsute nocb ■ o c *■ e r komrp orPrat i n llt&Zi-Ut »PEESSEBIENoT GF :! Seite^^ Saebaeh bei Villach ist. Anton Knes kat gegen die Entsckei&ung des Amtes der Karntner Landesregierung beim Bundesministerium dar soziale Verv/altung in ^ien Einspruck erkoben. Laut unzahligen Aufrufen der VerbUndeten Y/dkrond der Kriegszeit aud Girtschaftssabotage , vare auck die damalige nazistische Be- zeicknung ;; arbeitsunwilliges Verhalten ; ’ eines Antidajschisten eine rein politiscke Bezeichnung, vas auck dem Amt.der Karntner Landes-* regierung nickt unbekanut geblieben sein kann. voa UND HIBTER PEK KULIS SEDI, BaS Sckulprtblem ist diir j e de s Volk das Fundament der na- tionalen Existenz> die grundlage der kulturellen,Entvicklung und die Vorbedingung der virtschadtlichen Entdaltung. Burek Jalirzeknte wird din Karaten zvischen den beiden Volksteilen ein erbitterter Kompd um eine gereekte Kegelung der Sckulfrage gedukrt. Bie Mekrheitsver- kkltnisse der gesetzgebenden Korperschadt Hessen, abor zu keiner 2eit eine den Slovenen gerecht verdende Ldsung zu. Ber von der Lehr- ersekait in 3 C k u p G getragene Goist der nationalen Unduldsamkeit trug seinen Teil dazu bei, dass die Sckule zur Germanisierungszen- trale diir die slovenisohe Jug&nd vurde. Biese Tatsacke wurde von den Slovenen sekon zur Zeit Andrej Einspielers vor 70 Jahren gegeisselt, von France Grafenauer und seinen Mitarbeitern in der Monarckie . 'jmrde der Kampd gegen diese Germanisierungszentrale fortgesetzt. Bach 1920 huben sick die Verhaltnisse nock v/esentlick verscklechtert, v/uk- rend auf' deutseker Seite jede Geinnanisierung, ja sogar jede Germani- sierungsabsdsckt in Abrede gestellt vvurde, vas neuerlich durck die Erlclarungen der bsterreickiscken Vertreter in London unter Beveis katte beviesen werden sollen. In der Karntner Presse lesen vir ja tHglick die Beteuerungen der Gleickberecktigung. In London katte einzig der Vertreter der Sovjetunion die fatsachliche Lage erkannt, denn fiir ikn varen ja die Volkszaklungser&ebnisse sekon scklagendste 0 Bevveise der durckgediibrten Germanisierung, Rit 4,8.1946 katte die Slovenska prosvetna zveza /elovenischer Kulturve rb and/ an das Unterricktsministerium in Vian eine Besckverde gegen die herrschenden Snhulv^kaltnisse uiF die Hicktdurckdukrung "PEEoSEDiaiTST 0F M Seite 6 dar Sehulverordnung vom 3 * 2 * 19 47 eingebracht. In diesem Zusammenhange kat te das Unterricktsministerium dan Landes sckulrat Pur Karaten in Klagenfurt zur Ste llungnabme aufga- for&ert und aueh einen eigjhenden Bericht arhalten, aus dem vir einige charakteristische Stellen entnehmen. In diesem Bsricht heisst es: An das TJnterriehtsministerium ■>f i e n I Minoritenplatz 5* Betrifft: Stellunga&hms sum Einspruch de s Sloveniš ciien Kultur- verbandes. Ein kleiner Teil der Bevolkerung des do pp eIsprachigen Gebietes der besonders aus ehemali^en Kationalsoziali st, e n besteht, versueht durch. versckiedenen Massn&hmen den zveisprachigen Unter- richt zu unterbinden, So wurde beispielsveise in der Gemeinde Gallizien ain Schulstreik inszeniert, der allerdings nach einer Woche zusammenbrach. Aus zaJb.1 reichen Gemeinden langen bei der Landesreigierung Eingaben, belegt mit Unterschriften ein, die sicb gegen die Einfuhrung des zvei- spraehigen TJnterrichtes venden. Es ko mite Pe st ge ste li t verden, das s daiiinter stets ehemali ge il azio nalsozič listen in ~ T irtschaftliob. ein- flussreicher Pos i tio n stohen, Die Karntner Landesregierung hat in allen dlesen F čil le n dem Verlangen nieht stattgegeben und besteht euf der strikten Durchftihrung der Verordnung. Die Gegner behaupten, die Durehfilhrung der Verordnung klimo einei Slovenišierang des zveisprachigen Gebietes gleick. Di e sor Geist ste nicht erst a us der Ife zizeit, sonder n ist al teren Dat u rns end vurde durefa. die Deu t scfan atio nale Beuegu ng nacb S".dk dx ntc-n ge tr a ,g en. Se it etwa 1S9B wurde in K ar aten S turm g eg en die u ntra^ istisc he Schule gelaufen. Der Vere in Slldm^rk, der Deutsche Bchulvere in , deutschna - tiona le T urn- u nd Gesangve rein e errtvickeltan ibre Tatigk &it in die - ser Ri c htung* we lobe in der Kazizeit das Gaugr. nzban dam t und der Karntner Ha imatb und u nter FUhr ung llaie r-Ka ibit sch im verst arkten Masse iiberndbme n, An dlesen "zveisprackigen” Schulen mrke n 230 Lehrpersonen. Davon haben die LehrkefahigungsprilPung fiir deutsche Ui&StUi »PRLSSSDISNSf 0F : ' SeiteJ£ %m& slovenische TJnterricktsspracka die Reifepru.fu.ng filr die deutsche und slovenische Unterrichtsspracke 73 , fUr deutsche ttat®rrich.tsprache mit Slovenischkenntnissen ohne Priifung 7±, ftir devvtflehe TJnt o r r i c lit s s pr ach e ohne S love ni s elite rmt nis s a 103* /^nm* der Redaktion. Wie es mit den Slovenischkenntnissen der ^geprtiftozf* Lehrer aussieht, beTreisen em besten die Falle in Lolbach und 1'ainuch, wo e invandf ro i festgestellt 7/ur de , d as die ^geprtiften 11 Lehrer veder von der Deklination nooh von der Eonjugation eine kimung hab e n./ Ein kleiner Teil der Lohrerschaft des z weispr achige n G-ebietes tiimmt ge ge n die EinftEirung des zweisprachigen TJnterrichtes eine ableknende Ealtung ein. Seit etra 1190 mird e im gemis c htsprachjge n Gob le te eine Politik der nat.i onalen Unvers ohn ileh ke it v erf p lgt t L el» der Hes s en sioh seh r hat ifig d ie Le k r er dazu missbraacfcen, An der Lehrer bild ungsa nstal t s ekon -roro.en si e d arch. die n at i ona le n Bur- sehe nsehaften zu.d i eser Ea ltu ng der Unduldsamk eit ge _ge ntiber den Slovenen erzo gen, Schiller aus dem dop p el sprac hig en G-ebiet standen derart ant er Pru čk, da ss sie sieh forclrtet en^ Slove ni seli al.s ihr e Muttersprache anzugeben* Darauf ist e s auch zuirtLckzufuhren, dass die Anmel&ung fur den sl oveni sohe n Kurs von Jahr za JL.hr zurtick- gingen. sodass er wahrend des ersten Le It lori e ge s aafgelassen warden masst e, Se it 1890 g ing die Zalil der ntraoaist isciien S chal en dur ch "PeatscUe rk lar a nr; 11 zarile k. In der nationalsozialistischen Zeit varde dieser Schaltyp vollkommen abgeschafft. Pas Ergebnis die ser Schul- POlitjk war, dass die Kinder de r Karntner Slovenen v/eder ihre Mat- tersur a che noch. die deu tsche S prac he vollkommen beherrschten, Die Schulaufsicktsbeamten, bosonders der provisorische Inšpektor ftir das zv/eispruchige Schalvesen, b e muhe n sicli nun, durch. Tortrege in den Lehrerarbeitsgemeinschaften eine ertragliche Atmosphare za schafffen, Leider L inden s ie in d i eser,Einsicht bei andere n o ffent- liohe n Pienststellen vran ja: Verstandnis, So las st bg b pielweis e die Staats po lizei den Inšpek t or fur zrteisprachige Schalen in s e iner v or~ tr agen den Tat igke it darch un b elehrbare l ehr e r an d Lehrerinnen too b- achten, u ulch-e dan n vollko m men en t stellte Berichte liafern. Dann heisst es weiter: Dass der z\7eisprachige ITnterricht nicht an allen Schulen zafried* stellend erteilt uird, ist richtig, Die G-riinde hiefiir sind folgende; H*&S*ižx Seite 3, H ur v/enige Lehr krgfte sind sprachli ch und m o t hodisch. so vorge- ggttiiagt, dass sie den z vre i spr achi gen Unterricht klaglos erteilen kbnnen, Die tlbrigen mttsson sich. darauf intensiv vorboreiten, vvofiir haufig die eatsprechenden mothodis cben und. auoh sprachMchen Be- helfe fohlen, P azu komat nooh. die schon e rvgh nte a blehne nde Ealtung eines_ T ell e s der Lchrerschaft gegontiber dom zv/eisprachigen Unter - richt e, :} Sov/eit der Boricht des Landesachulrates an das Unterrichtsrnini- sterium, Sir fUhren dagegen nur zvvei Bevreise an, vrie sich die Karnt- ner Behdr&en in der Tat um die slovenischen Lehrer bemiihten; l.Fall Oberlehrer Aichholzer Franz,geb.1834 zu Unteraichwald bei Latschaeh, ab 1904 im Khrnten Schuldienst, von 1920-1924 ohne An- stellung, 1925rl927 Lehrer in Bi se nt rat t en/v o 1 lkomme n deutsch.es Cle- biet/, vom 1.9.1927 bis 13.3.1938 Oberlehrer in.Fpllach bei Villach /vrieder an einer rein deutschon Schule/. Hit 13.3*1938 enthoben und pensieniert, am 1.9,1939 verhaftet und in das KZ Bucb.en.wal d eingelie- fert, im April 1940 zuriickgekehrt und bis zum Zusammonbruch posten- l° s * Nach 25 Ja hren kam der Slovone Oberleh rer Ai chholzer. an eine Schule im slovenischen Gebiet in Latsc hac h im H erbst 1943. ;i Bati o- heisst es ja im Berichte des Landesschulratos an dac Unterrichtsrni- nisterium/ setzten vom neucn ein Kesseltriebon gegen Mchholzer ein und das Bezeicknende an der Sache ist, dass die Behbrden diesen Na- zisten Glauben schehkten und Oberlehrer Aichholzer mit 27.3,1946 v/iederum vom Bienste auspendierten. Aichholzer hatto namlich nach Aasserung des ehemaligen Lfndasheuptmannes Piesch an slovenischen Versammlungen teilgenommen. Die s schcint ftlr. S love ne n also in der bsterrcichischen Bemokratie verboten zu sein. Am 7 Mai vmrde Obar- lehrer Aichholzer nach scharfsten Vorstellungen bei der Britischan llilitiirgegierung von der Karntner L ande s r e g i e rung wiederum in Bienst gestellt. Die s ist ein kennzeichnender Fali ftlr das Vorhalten der osterreichischen Schulbehorden an Karnten gegen die so sehr ;; ge- suchten 11 slov,Lehrer und noch dazu gegen eine n KZ-ler. Bin zve it er Fali dar Bemlihungen dar Khrntner Schulbehorden ist n5,c.’: vrenigar charakteristisch. 2 a in vartschaftlioh einflussreichon Po sitionen ; ‘7šo T7ir bringgn'den Akt in Abschrift. Seito 9* II./Br.l? Bezirksschulrat Vblkermarkt 2T7TI- 1 - Betr .Koren Johann, Oberlehr er. 6 . 5.1946 in St.Foter am 7/allersberg. Lande s ehhulr at f.Karnten Verhalten. An den Lande e schulrat in Klagenfurt. Bs vird gebotcn, den Oberlehrer von St.Peter am iTallersberg, Johann Koron, in einen deutschen Bezirk zn ver se tz en. Grund: Amtsvermerk der Be z irkshauptmannschaft VDlkermarkt, 'aus dem hervorgeht, dass Korene politisch.es Verhalten Piir die Ge~ meinde St.Peter am Jallersberg nicht tragbar ist. Dor Bezirksschulinspisktor *,mrde vor ungofahr 2 Kochen vom Bezirks- hanptmann ersneht, Korens Versotzung zn beantragen. . . P.d.K.d, Abschrift 31.5.1946 Just/e.h./ Dass die Versetzung ein-*s slovunischen Lehrers boi dem herrschen- den Mange 1 an soleken Lehrorn in einen deutschen Bezirk beantragt vird, ist sehr bazeicimend ftlr die Verhaltnisse im Lande. Jer sind nun die Bet ragu n de n: ehem. Biirge rme is ter Matt von der OVP, der ehem. Bezirkshauptmann von VSlke imarkt Prah e in DP ans Jngoslavien Bezirksschnlinspektcr Walter Maklin, dossen Brnder als Mitglied der osterr.Legion Ih '.Volfsberg sitzt. Im Zusamnenfeange mit dies.n kldglichen Schnlverhdltnissen im Lande hatte auch die KPO im Kiimtn.tr Landtag cine Interpelation eingebraeht, die dc.nn am 4.Marž 1947 eine Litzung des Schulausschusses des Kar n t ne r Landtages znr Polge hatte. In dioser Sitzung rmr de im Gegensatze znm Berichte des Landosschnlrates an das Unterrichtsministerium jeder Einveis darauf vernieden, vi o es zn den Vorhaltnissen gekommen ist. Glaichzoitig vurde der Versuch unternommen zu boveisen, dass sich die ?Behorden des Landes alle.Mlihe geben, die Schnlverhaltnisse im Lande in nene Bahnen zn lenken. Jas von diesem ''Bemtlken' 1 zn halten ist, beleuchtet folgender ;7i der- spruch : Im Berichte an das Gnto .^* hcisst es, dass ehemalige Nationalsozialistun, die sich anch heuto noch in Piihrenden 7/irtschaitlichen lositionon bofinden,/no bleibt die JDntnazif izierung, anf dio sich die Gsterreichischen Behbrden immer berufen? Prago der Bedation:die Sabotage gegen die Dnrchf uiimng der Schulverordnung le it o Der Vorsitzende:I.V • 'goz.Maklin. »RRESSEDIENST OF ; ’ Saite 10. In dor Sitzung am 1.3.47 husserte dagegen Iierr Landesschulin- spakfcor Hofrat Heinzel:"die Gsmeinde Gallizien mit einer 10Q7«ig slovenischen.Bev51b-.rung fcuitte 'gegen die slovenische Schula protestiert 1 ’. Da die Gemeindevertretung von der Landosregierung ernannt und nicht vom Volke gor ah It mirde sttttzt offonbar die K&rntner Landesregierung :, Razionalsozialisten in fiihrenden Po- sitionen”. In Falle Gallizicn ist ausserdem sshr bezeichnend, dass der flir d en Sohulstreik ver antror t li che Oberlehrer Korde s ch rohl fUr einige Monate suspendiert, im Herbst 1946 aber als Leiter der zrelsprachigen Schule in Kbttmannsdorf bestellt vurde. Der Bericht des Landesschulrates an das Unterriohtsmlnisterium ist fttr die Verh3.lt nisso im KLrntner Schulresen sehr charakteristis ch und besthtigt die schon viele jahrzehnte andauernden Beschrerden der Slovenen tiber die. gormanisierende Tatigkeit der Kdrntner Lehrerschaft und damit auch der Kdrntner Schulen. PR OTEST DER SLOVLMISCHEN ANTIFASCHISTEN, DIE VOM BRITISCHEN MILITA ERGZRICHT VEIlURThTLT ¥URDM . CELOVEC - KLAGENFURT, 28.3.1947. Die slovenischen Antifaschistan, die vom Britischen Militargericht regon Tr agens. von slovenischen Pahnen verurteilt rurden, habon gegen das Urteil mit folgender Begrdndung Einspruch erhoben: Das Tragen von ^enen Fahnon, untor denen die Karntner Slovenen an der Seite der Alliierten im ber&ffneten Kampf gegen den Faschis- mus gestanden sind, ist ein giundsatzlich.es Reoht des Slovenischen Volkes. in Karaten. Dieses Recht kann dom Volke nicht vorenthalten >7erden. Koch ueniger kann jemadrL regen Tragens dieser Fahnen bestraft verden. 4 « . < H^Nr. 13 .