113104 Allegorisches Festspiel. Des D » n Les TM e i h e, z « r hohen Namenöfcier Sr. Exzellenz unftrs hochverehrten Herrn Herrn k'KLIIWKIL^ V. 8OMH0«rnr«, Vrbschenken von Trier, Ar. k. k. apost. Majestät wirklichen geheimen Rathes, Gouverneurs im Königreiche Allin-ie>f, unv Präsiventen Nor Werren Atänve vcs Werzogthums Krain L. Gedichtet von Erster Vader Weinrich. Dargestellt den 19. März i83i, rm ständischen Theater zu Laibach. Gedruckt bei Joseph Blasnik. 113104 (Freie Gegend, in der Mitte ein Felsblock, rechts im Hintergründe eine Grotte.) Ein Landmann, (in die Scene rufend:) ^hr Freunde folgt, dieß ist der Ort; Die Bäume hier, die Grotte dort Bezeichnen ja die richt'ge Stelle. (Die Gegend füllt sich mit Landleuten.) Da kömmt durch's Thal zu uns fogar Der schmucken Mädchen munt're Schar, Uns lieb' und werthe Gäste Beim heut'gen Freudenfeste. — Der alte Martin führt sie an. (Martin kommt mit den Mädchen und stellt sie seitwärts.) Martin. Da treffen wir Bekannte. — Wohlan ihr lieben Leute, wißt Ihr wohl, warum ich euch hieher An diesen stillen Ort beschicken? Die Landleute. So sprecht, warum! Martin. Wißt, heute feiern wir ein hohes Fest, Ein Fest, den Namen Dessen tragend, Den uns're Herzen hoch verehren. — Ihr wißt wohl, Wen ich meine? Ein Landmann. Wer sollte Ihn nicht kennen, Den alle wir mit Ehrfurcht nennen, Den guten, weisen, hohen Herrn, Der oft für unser Wohl und gern Der Sorgen schwere Last getragen? Martin. Nun hab' ich euch hieher bestellt, Mit mir zu sinnen, wie wir wohl Dreß hohe Fest auf würd'ge Weise Begehen könnten. Doch wie ich auch Mag sinnen, nicht kann ich des Herzens Gefühl in Worte kleiden, nicht Durch Thaten künden, was die Brust Empfindet. Ein Mädchen. Wie sollen wir feiern Den herrlichen Tag? Laßt stammeln die Sprache Des Herzens uns nach. Es wird Ihn erfreuen Der kindliche Ton; Denn kindliche Liebe Ist himmlischer Lohn. (Esrmolm schreitet mit Schild und Stab aus der Grotte; alle treten erschreckt zurück.) darmolia. Erschreckt geliebte Kinder nicht; Ich bin die Schutzgöttin von Kram, Und weiß, worauf Ihr sinnt. Der Dankgefühle mächt'gen Drang Durch Worte an den Tag zu legen, Vermögt Ihr nicht, so will denn ich An Eurer statt die Sprech'rin seyn. (Sie tritt näher und spricht im feierlichen Tone:) Ich sah Euch hier in diesem Thal sich, sammeln, Zu feiern heut ein hohes Namensfest, Dem hohen Führer euren Dank zu stammeln, Den Ehrfurcht nur und Liebe ausgepreßt, Der oft für Euch hat von des Thrones Stufen Des Herrschers Huld und Gnade angerufen. Der Vater Franz, der gern in Kram verweilet, Es mächtig schirmt mit seiner Herrfcherhand, Der liebevoll die Sorgen mit Euch theilet, Wenn sie betreffen Euer Vaterland, Er hat Ihn Euch zum Lenker auserwählet, Den Mann für Tugend und für Recht beseelet. » ' Drum hat er einen Führer Euch gegeben, Der fest in jeder Lage bei Euch steht, Der auf der Bahn durch dieses Erdenleben Des Guten, Schönen, Edlen, Samen sä't. Der mitleidsvoll die schweren Wunden heilet, Auf's Wohl des Landes sorgsam niedersieht, Und fromm mit Euch die treue Liebe theilet, Die Euch für Vater Franz im Herzen glüht. So wandelt unter seinem Schutz und Schirme Die schöne Bahn der Tugend und der Pflicht; Ich weiß, es beugt der Leidenschaften Stürme Das feste Herz des treuen Kraincrs nicht. Und so sey seine Liebe Eure Weihe, Sie bleibt für Euch das schönste Unterpfand, Und leite Euch hinan den Weg der Treue Für Kaiser Franz und für das Vaterland. O möcht' es Gottes Rath gefallen, - Bei dem das Schicksal Aller steht, Zn welchem jede Lippe fleht, Noch lange, lange Dich uns allen Durch viele Ätchee zu erhalten Zu unsres Landes stillem Glück; Und was Du hast verdient durch irdisch Walten, Das geb' Dir Gott einst reichlich dort zurück. Was Alle heut mit süsser Lust erfüllet, Das sey auf meinen Wink Dir jetzt enthüllet: (Sie gibt mit dem Stabe ein Zeichen, der Fels zcrtheilet sich, ein Opferaltar wird sichtbar. Ein Genius zündet die Flamme an.) Es prange würdig auf dem Wcihaltar; So mag des Dankes Opferflamme lodern, Mehr wird von Euch der Gütige nicht fodern, Sie steige auf zum Himmel rein und klar!