N„ui»tr 5. Pettfln, de« 4. /fbrnir 1900. XI. Iahryaug. PettauerZeitung. Erscheint jedey Konntag. Prei» für Pettou mit Zustellung in» Hau»: Monatlich 80 h, oirrtrljA^rig K 2.40, halbjShtlg R 480. ganzjährig K ».—, mit Postsendung im Inland«: Monatlich »5 >,. vierteljthrig K 2 60, halbjährig K 6.—, ganzjähHs K 9.60. — Einzelne Nummern 2i) h. ScrtMflMg ««> «nU|: w. H,»»tpl»tz Nr. S. Haudlchristen werden nicht jnrückgefiellt. «ntllndigungen billigst berechnet. — Beitrüge sind erwünscht und wolle» längsten» bi» Freitag jeder Woche eingesandt werden. Vte Bedeutung einer Mädchen-Bürgerschule für Nettau. Wir wir kürzlich zu melde» in der Lage waren, hat der Etadlschulrath über Antrag de« Herrn Johann 6 l e u b t e den wichtige» Be» schluß gkfastt, der öffentlichen Mäbchenerziehung durch Erweiterung der siedenclasfigen Mädchen-schul» zu einer Bürgerschule eine« Rückhalt zu geben und damit die Bildung«gelegenheit für die zukünftigen deutschen Frauen Pettau» zu ver-breitern und zu vertiefen. Wir halten un« in dieser Angelegenheit der-pflichtet, dem Stadtschulraihe Dank und Aner-keonung für diesen hochherzigen Beschluss a.i«,u> sprechen und betrachten e« für angezeigt, der Sache einige Worte zur Würdigung und Förde-rung dieser .Blüte der Volksschule" zu widmen. I. Wirst «an einen Blick in die Geschichte des deutschen INrta, s» muß i« »stillen, wie gerade bei dk^Vnchche» nbtzeschlofseue Wohnslättea, welche noch w* zwei Jahrtausenden al« höchst bedrohlich für die persönliche Freiheit gehasst und geflohen warnt, einige Jahrhunderte später die Stätten geworden find, in denen, nach« dem da« Lehentwesen die urgermanische Gemeinde-freiheit aufgezehrt hatte, auf« ueue ein persönlich freier und über sein Besitztum frei verfügender Stand sich entwickelt hat: „Der deutsche Büraersta » d." Bereit« im l4. Jahrhunderte hatte da» Bürgerthum im deutschen Volke sein natürliche» Wachsthum vollendet und bildete von nun an einen festen Bereinigung«punkt de« gesummten staatlichen Wesen«. Der Kern der Ration hatte in ihm sich angesetzt und ihre Kraft ruhte in ihm. Hinter den hohe» Mauern der festen Städte mit ihren stark verriegelten Thoren fand der Bürger Schutz vor den feudalen Anfeindungen, denen der frisch aufstrebende Sproß aufstrebenden Geschichte eines Herzens. tMUfM Die Natur hat un« einen Sohn geschenkt; Adhsmar hatte eine Tochter gewünscht, wie sich da« so gehört; nichtsdestoweniger sprang er vor Freude und befaßte sich zärtlich mit dem Kind«; den» ich batte bald nicht mehr die Kraft dazu. Ich war lange Wochen hindurch an« Bett ge. fesselt und ohne das« Gefahr vorhanden, litt ich doch so sehr, das« meine R»convale«eenz nur langsam sottschritt. Die ersten Tage verließ mein Mann mein Bett nicht, dann gieng er manchmal, später immer öfter weg und ließ sich bald nur selten blicken. O. die Männer! sie wollen un« immer jung, immer schön, immer lächelnd; sie begreifen nicht, das« die Mutterschast un« brechen, das« der Schmerz unser Gesicht entstellen und da« Weinen unsere Augen röthen kann. Sie, diese Weiber, die nicht Mütter werden, die sich die Wangen schminken und Kohlenstriche unter die Augen ziehen, sie lache» immer; wenn sie freiheitlichen Bürgersinne« schon damals ausgeätzt war. Durch rege Betriebsamkit und rührigen Handel halte der Bürgerstaud eine»! fabelhasten Reichthum an Geld und beweglichem Gute er» worden und mit dem Besitze steigerte sich gleichmäßig seine Macht. So lautet ein Spruch, welcher da« Gedeihen der wichtiaste« damaligen Städte kennzeichnet: .Hätt' ich Venedigcr Macht. Aug«> burger Pracht. Nürnberger Wify, Straßbnrger Geschütz, Ulmer Geld, wär' ich Herr der ganzen Welt. Tausende von Zünstlttn waren in natür» lichem G»mei> sinne bereit, mit Gut und Blut ihr Gemeinwesen zu schütze». Unter den Städten selbst herrschte ob der gleichen und gemeinsamen Ziele, Eintracht und Einklang und frfte Bündnisse, wie die mächtige Hansa, erstarkten auch de« Bürger« politischeu Eiuftnß und führten ihn im Zeitalter der Reformation auf den Gipfel seiner Mach». Aber auch da« Bürgerthu« de« Mittel-alter« war nicht gefeit gegen ta# Lebeu«schick,al alle» Orga»i«mk»: Entstehen, wachsen, blühen und vergehen. I» b«L JrifMtett Achrhmnderte». in den Zeiten der vWmacht und Zerrüttung des deut-scheu Reiche«, erblicken wir den Bürgerstand im Zustande der Verarmung und Erniedrigung, der Zurücksetzung und Verkümmerung. Erst da» 19. Jahrhundert bringt da» Bürgetthum wieder zu Ehren, wettn auch in neuer Form, so doch aus Grundlage der gleichen Ideen de« sreiheit-lichen Fortschritte«, wie de« rechtlichen Schutze« ehrlich erworbener Güter und der persönlichen Freiheit. Nur ist da« Stadt bürgerthum ein atflfl t «bürgerthum geworden, dessen Segnnngen alle «heilhastig werden, weltbe zum StaatSver-bände gehören und seinen Bedingungen entsprechen. Die Arbeit mit der Hand gelangte erst durch das Bürgerthum nach ihrem wahren Werte zur Würdi-g u n g und Geltung. Galt früher die A r-b e i t um dc« Leben« Nahrung nach „ritterlichen" Begriffen für eine ehrloseBerrichtung. die man al« eine« freien Manne« unwürdig er» altern, wissen sie die Reste noch zur Geltung zu bringen. Warum hatte ich nicht die Kraft, meinen Schmerz nach innen zu drängen und, ebenso wie sie, mein Gesicht herzurichten und zu lächeln? O. wie stark sind sie, diese Weiber! ... Ich selbst war e«, die meinem Manne riet, sich etwa« zu zerstreuen, nicht so neben einem Kranken-bette zu verdumpfen. Er hat meinen Rath nur zu gut befolgt. Er kehrte zurück in feinen ehe» maligen Krei«. »n den Lebemännern, die in der Galanterie und dem Genuß aufgehen und er ließ sich von ihnen iortreißen. Und nun lebte die Leidenschaft, die ent-schlummert war. in ihm von Neuem wieder aus: er wurde ein Spieler. Er verbrachte seine Nächte am grünen Tisch. Sobald ich nur reisefähig war. übersiedelte ich nach Montpa». in der Hoffnung, das« die Entfernung von der Stadt meiuen Mann zerstreuen und mir ibu wiedergeben würde. Aber nein, er wurde schweigsam, düster, suchte Bor» wände, um nach Valence zurückzufahren, wo ihn achtete; war ferner der goldene Lprnch: „bete und arbeite!" in den Klöstern nach seiner Sleiten Hülste in Vergessenheit gerathen; floh bet itter die Arbeit al» Mittel be« Erwerbe«, indem er nur burch Krieg»- und Hosdienste zu Besitz und Lehen zu gelange» suchte, später frei-lich auch den Raub al« ein paffende« Mittel zum Lebensunterhalte betrachtete; war endlich der Bauer ol« Leibeigener oder Höriger ohne rechtliche» Eigen» thum und war feine Arbeit nicht viel mehr al« die eine« Sklaven, so finden wir beim Bürger die Arbeit al» eine persönliche, sittliche, freie That. Die Müh, zu einem sittlichen Zwecke ist die Arbeit, in der Bethätigung der leibliche» und geistigen Kräfte liegt ihr Segen, die Entwicklung der Kräfte durch Übung wird zur Bildung. Das» die Arbeit den segnet, der ihr dient, da» hat der mittelalterliche Bürgerstand in reichem Maße erfahren. Sie hat ihn mit Ehre umgeben, ihm Rechte erworben, ihn reich, mächtig, sreibeweglicher und persönlich frei gemacht. Sie schuf aber auch Wette und Güter, da« Capital, die stoffliche Grundlage der Freiheit. Da« Streben nach Besitz. Unabhängigkeit. Reich-thum ist sür edlere, gebildete Völker die Bedin» aung der Freiheit de« Einzelnen, ist ein stttliche». Trägheit und Unwirtschastlichkeit sind au« demselben Gesicht«punkte Bergehen gegen die sitt-liche Ordnung, da sie die Freiheit de» Jndivi» dunm» und damit die de« Ganzen untergraben. Mit der nothwendigen Theilung der Arbeit im staatlichen Leben vervielfachten sich die Be-ruf»stände zu eben so vielen verschiebeneu Bildungskreisen. Al» darum der deutsche Bürgerstand als ein neuer A r b e i t » st a n b sich entwickelte, gestaltete er ebenfalls um sich eine LebenSsphare mit eigenthümlichen Lebensformen unb mit einem ihm eigenen Geiste. E» ist nicht zu verkennen, das« dieser besondere Geist de« deutschen Bürger-stände«, weil er sich iin Kampfe mit dem Eleru« und dem Adel entwickelte, al« eine ziemlich schroffe Verneinung sowohl de« Mönchlhum« al« des RitterthumS erscheint. Dem Mönche schreibt die Ordensregel „un- unvorhergesehene Geschäfte immer länger aufhielteu. al« er erwartete. Mau hält un« für jähzornig, un« Süd-(ander und wir sind auch lebendig; aber wir sind doch meist heiter in unseren Empfindungen. Ich war keineswegs gegen AdhSmar aufgebracht, ich zankte nicht, wie die Feigen und Dummen, sondern als er eine« Tage« noch trauriger und niedergeschlagener al« gewöhlich zu mir kam, sagte ich nur: „Mein Lieber. Du machst mir viel Kummer I" „£« ist wahr", erwiederte er und warf sich mir zu Füßen, laut weinend und meine Hände küsiend. „Ich bin ein Unwürdiger. Alle« ist an», auf ewig au»; verzeihe mir nur!" Ob ich ihm auch verzieh? E» wiederstrebte mir, ein solche« Wort auch nur zu gebrauchen. E» schien mir. al» ob er niemal» schuldig gewesen wäre. Er, meiner Verzeihung bedürftig! Ich er-röthete und sank verwirrt iu seine Arme. Einige Zeit hindurch war er wieder mein bedingten" Gehorsam gegen seine Oberen vor; <« gibt für ihn kein felbftbeslimmcndeS Wolleo und Thu». Wa« aber ist natürlicher, als das« im Gefolge solch' geistiger Entsagung auch eine geistige Schlaffheit sich bemerkbar machen mußte, ähnlich war ti beim Ritter. Strenge, ganz uu« bedingte Befolgung der Gesetze seiner Stande»-ehre war auch de« Ritter« oberste Pflicht. Ohne alle und jede Kritik hatte er alle« und jede« mit dem Schiverle z» vertheidigen. wa« seiner nach Brauch und Herkomme» isolierten Lebenssphäre entsprechend war; mit dem Schwerte war er gezwungen alle« z» bekämpfen, wa« der ritterlichen Tradition u»d ihren Formen auch mir im entferntesten nahe trat. Da« sind einseitige Erzieh-ungSmaximeii. nicht besser darum, weil sie seit Jahrhunderte» bestehen, obwohl sie dem Ideal der vollkommen sreirn Menschenseele widersprechen und eine Knechtung der Individuen bedeuten. Der Leben«bernf dcS staatserhaltenden Biir-ger« aber verlangt umso mehr da« Denken und die S e l b st b e st i m in n n g, selbst- und zielbewußte Sicherheit im engen n»d be-kannten Kreise. Denn die rauhe Welt ist ein-mal so eingerichtet, das* jeder auf seinen eigenen Füßen stehen, mit seinen eigene» Armen arbeiten, mit seine» Auge» sehe» muß. Der freie Staat«-fcürgt-r lebt iu feinem Siechenhan«. in dem er au Zlit und Art der Mahlzeiten gebunden ist. »Da« ist« ja, wa« dru Mensche > zie>et und dazu ward ihm der Verstand, das« er in seinem Innern spüret, wa« er da schafft mit seiner Hand." Die Höhe de« Werte« einer Arbeit hängt zum große» Theile vo» deni Maße ab. in welchem sie Zeugui« von dem Geiste ihie« Urheber« gibt, die Produktion de« Handlverker« besteht in einer Verwandlung u»d Gestaltung der Naturstoffe zu allerlei Gegenständen, durch welche natürliche oder auch künstliche Lebensbedürfnisse Befriedigung finden. Die Naturstoffe setzen aber der mensch-lichei: Hand einen größeren oder geringeren Widerstand entgegen. Dieser Widerstand ist e« mm gerade, wa» de» Arbeiter zuin Nachdenken heran«-Iordert »cd seine Ausmerksamkrit in Anspruch nimmt. Der Mensch muß aus Mittel uud Wege sinne», die ihm die Beherrschung seine« Arbeit«-materiale« nicht nur ermöglichen, sonder» auch erleichtern und sein Geschick i» der Uingestalmng und Verwendung der Naturstoffe steigern. Der von diesen ausgehende Widerstand macht den Arbeiter umsichtig und fleißig. Und so entstand im Gewerbebetriebe selbst für den Handwerker eine „Lebe»«schnle", die seine» Geist in eine dauernde Richtung einführte und ihn li'hrtnde Beobachtungen und muthbringende Erfahrungen sammeln ließ. U»d diesem geistigen Werdegang, dieser Entwicklung de« Manne« soll da« Weib unserer Tage gleichgiltig und unthätig gcge»übcrsteheii? Dein deutscheu Weibe, da« hinter der schützenden Mauer ihre« Hause« dem Kampfe zusehen muß. ihm muß da« Verständui« innewohnen für die Adh6»iar; dann kehrte er eine« Tage« nach Valence zurück. Ich habe keinen Gatten mehr: Adh6mar hat mich verlassen. * , * Wo ist er? Wa« treibt er? Ich weiß e« „icht. Seit er sein Vermögen verloren hat. sein Schloß und seine Güter, ist er verschwunden. Ich bewohne ein kleine«, möblirte« Zimmer, wo ich in völliger Einsamkeit lebe; den» alle Die-jenigc», mit denen wir einst verkehrt hatten, crschienen mir verantwortlich für den Verlust meine« Manne«. Ich habe nicht« al« mein B6b6> aber wenn man wüßte, wie brav er ist, dieser kleine Manul Wir spielten wie zwei Kinder. Morgens, wenn ich ihn ankleide, spiklt er mir tausend Streiche; er hat die Augen AdhSmar'S, schon seine Manieren, seine Distinctio» und wenn ich in dieses zärtliche Spiegelbild schaue, dann denke ich an den Vater und weine . . . B6b6 ist mein Gesellschafter; wir mache» zusammen lange Spaziergänge in» Marsfeld, unter die Bäume von Ehüteau de» Fleur«; er spielt mit seinen Kameraden; und ich, wenn ich zu — 2 — großen Ziele, denen sich der Mann auf dem Kampfplätze de« öffentlichen Leben« weiht, tvenn er nicht den ivarmeu Ofen vorzieht, dem deut-schen Weibe muß jene deutsche Herzensbildung gegeben sein, die Trost und eine sauste yelsende Hand verleiht, wenn der Mann müde und herzen»-wund au« dem öffentlichen Kampfe zu»» hä»S-lichen Herde zurückkehrt. Die Geschichte der Erziehung de« deutschen Weibe« ist untrennbar verbunden mit der inneren und äußere» Geschichte de» deutschen Volke«. Schaffet und erziehet de» deutschen Männer» wohlerzogene deutsche Frauen, treue Kamerade» im Lebenskampf,, verständige Trösterinnen, be-geisterte Hüterinnen der deutschen Herdflammen und wir haben un« iu der geistigen Herauziehuug der Frauen, der Priesterinne» de« Familienleben» unermesitich wirksame Bundesgenossen herangezogen. Heil! :64u|i Pettaner Wochenbericht. (Ernennung.) Der Minister für Cultus und Unterricht hat den prov. Lehrer am Kaiser Franz Josef-LandesGymnasinm in Pettau, Josef Wester, zum wirklichen Lehrer am Staats gym-»asium i» Rudolsswert ernannt. (Silberne Hochzeit.) Im engerm Familie». u»d Freundeskreise begieng am 27. v. M. der Spirituolenfabrikant Herr Simon H u t t e r da« Familienfest der silberne» Hochzeit, nachdem wenige Monate zuvor seine Tochter Käthe mit dem Manne ihrer Wahl an den Altar getreten ist. Herrn H u t t e r ist e« i» verhältnismäßig kurzer Zeit gelungen, seinen Geschäftsbetrieb nach bescheidenem Anfange al« ein echter seif mnde man zu einem Unternehme» vo» ansehnlichem Umfange zu gestalten. Dabei verlor er »icht Herz und Fühle» für die schwere» Sorgen de« deutschen Volke«, wa» er al» Obmann der Ort«-gruppe de« .Deutschen Schulvereine«" in vor-uehmer Weise zi; bethätigen »iewal« unterließ. Möge darum dem bewährten dentschen Manne und seiner Frau Gemahlin auch die Wiederkehr de« fünfzigsten Gedenktage« ihrer Trauung be-schieden sei», ungebeugt von der Jahre Last. Heil! (Cinru Frithliugsgruß int tDIntrrflurmr) entbot bei Schneegestöber am Montag der Männer-gesangverein seinem neuvermählte» Ehormeister Herrn Dr. A. T o r g g I e r mit einem Ständchen, wofür der so sinnig Überraschte erfreut dankte. (Der Lehrerierri» pettau) hielt am 2. d. M. seine Haiiptversammlnng ab. Nachdem Herr Oberlehrer Fr. L ö s ch » i g g die Wiederwahl ablehnte, wurde au seiner Stelle Herr Oberlehrer Anton 6 t« ring gewählt; zum Stellvertreter: Herr Oberlehrer L ö s ch n i g g; Schristsührer: rr Franz Mühlbauer; Säckelwart: Herr b. Krainz; Bilcherwart: Frl. E. v. S tr o-bach; AiiSschüffe: Frl. Zurhaleg und Herr meine» Füßen die grauen, wilden Wogen der Rhone erblickt, angesichts der wilde» Hügel und Felsen von Saint-Peray, diese ganze Landschaft, die so brutal und traurig ist wie mein Leben. Ich denke, das» der Fluß ein Gleichnis meiner Liebe ist; ein kleines, klare« Bächlei», au« uu-bekannter Quelle e»tspr»»gen, floß e« durch den Blumengarten meiner Jugend nud verwandelte sich plötzlich in den wilden Strom, der durch rauhe Länder stürzt und flieht. vh»e das« ein Tropfe» seiner Flnth die trockenen Kräuter der Ebene netzt. Wo ist er? Wa» treibt er? Hatte er nur meiu Angesicht, meine Gestalt, meine Grazie ge-liebt? Mein Herz sagt mir. das« auchein höhere« Ge-fühl iu ihm lebte, etivas Edlere«; aber warum hat er mich den» verlasse»? Ich habe ihn vielleicht »icht ge»ug geliebt. Aber sollte ich den» nicht einzig für ihn leben, ganz in ihm aufgehe» l Nein, die Liebe, die sich vernichtet, ist mehr al« eine Niedrigkeit; ich wollte ihm alle« Glück der Familie geb«», seine Frau sein und nicht seine Maitresse. Habe ich darin unrecht gehabt? Vielleicht hat er mich | W. Frisch. Der neue Obmann Herr Ober-lehrer A. Steriug sprach hierauf dem ab-tretende» bisherigen Obmann, Hmi, Franz Löschnigg namen« der Vereiii«mit-glieder de» geziemende» Dank au» und beantragte Danke«k»>!dgeb»»gen an jene Körperschaften und Persönlichkeiten, welche sich für die «ettaner Lehrerschaft in Angelegenheit der Eiureihuug in die erste Gehaltsstufe so wirksam einsetzt haben. Mit Stimmeneiiihelligkeit wurde beschlösse». Herrn Bürgermeister Ornia ob seiner Verdienste um da» städtische Schulwesen uud ob feine» wieder-holt an den Tag gelegten persönliche» Wohl-wollen» für die städt. Lehrerschaft, die änße ff ich „ur in solcher Form danken kann, zum Ehreiim»/,jliede de» Lehrer vereine» Pettau zu ernennen. K napp darauf beehrte Herr Bürgermeister O r n i g die Versammlung im» seinem Besuche und richtete an die versammelte Lehrerschaft tresflich. Mahn-worte, indem er sie au die deutsche Schutzwacht erinnerte uud au die Pflicht, dieselbe im Kreise der Schulerziehung getreulich zn besorge». (Ein seltsame« Misiz,schick) erlebte der Geschäftsführer Herr B a n m a n n bei Fra» Petowar, in dessen Beinkleid, da» er am Leibe trug, bei hellichtem Tage eine Ratte Z». flucht gesucht hat. Über die E>»z»l»b,iten de» tragikomischen Vorganges ist Hrrr Bauman» mit V,rg»ügen bereit, Antknnft z» geben. (3jKii)eR fir )«• „wotsche ilnirntenheim" in petitl.) Au den großen «»«schuf« für Gründung des .Deutsche« Studentenheimes" in Pettau eilige-gangene Spenden. II. Auswei« bi« 28. Jänner 1900. Jacubetzky Dr. Karl. Ritter von, kgl. Senat«-Präsident, München K 29 67, Rothpletz August, Dr. pki!., kgl. a. o. Professor in München K 1183, Albkrt Theodor, Dr. raed., kgl. Generalarzt a. D., Germersheim a. R. K 3 55, Riemerschmied Dr. Karl von, Fabriksbesitzer, München K 11 83, PreiSecker Dr. Ernst, Wien K 10 —, Fray» v. FrayS Friedr., Freiherr von, kgl. Kommerherr. Major a. D., München K 11 83, Eastno-Gesellschast .Grüne Insel" in Laibach K 83 —, Herling Dr., Fabriksbesitzer Ganting, Bayer» X 11.60, Sadnik R. & ttomp , Kattflciiti: in Pettau 60—, Kokoschinegg Dr. Gustav, LandeSausschuss-Beisitzer x. K 100—, Reicher Heinrich Dr., Gutsbesitzer uud Land-tags-Abgeordneter. Sachendorf K 10—, Kokoschinegg Dr. G Familie K 100Ergebnis einer Sammlung unter städt. Beamten von Graz, ei»-geleitet vom städt. Rechuuug« Osficial Richard Jakopitsch K 70'12. Prtcrseu Friedrich, kgl. Oberla»de«gerichtSrath, München K 29 56, Buchmüller Dr. Franz. Bürgermeister in Leoben K 10'—, Wiedner Karl. Realitätenbesitzer und Gemeinderath. Graz li 10.—, Hertz Dr. Wilhelm. Ritter von. kgl. Professor. München K 11*81, Verein .Silbmari", Graz K 1000 —, SHmid A . E vo«, Director der Handel«-Akademie in Graz K 10.—, Schreiner Dr. 3Wory, Ritter vo». Herieuhau« Mitglied u.. Graz l! 100-—, Teutscher nicht verstanden und doch sind wir die unergründ-lichen Wesen nicht, welche die Dichter an« un» machen: bei den Einen muß man der Eigenliebe schmeicheln, bei den A»der<» de» Sinnen, bei Allen aber dem Herzen. Meine Eigenliebe gieng immer auf in der Liebe zu meinem Manne und meinem Kinde; ich habe mich nie zu jeuen Ohn-macht«a»sällen, Nervenkriseu und all den Niedrig-keiten müßiger Seelen hingegeben; ich lebte nur durch meiu Herz. Schrecklich, den Kuß nicht mehr zu habe», der ermuthigt und tröstet; allein zu sein um sein Kind zu lieben I Vielleicht ist auch er allein und verzweifelt. Nei», nein, ich darf »icht mehr weine», ich werde stark sein, ich habe ja B6bS.... Da« ist mein Roman; er ist einfach wie da« Leben, manchmal heiter, öfter« grausam; AdhSmar hat mich ruiniert, sein Kind vergesse». Nun, wo er auch sei, wa« er auch treibe, wen» er diese Zeilen lie«t, er komme, komme nur, ich liebe ihn noch immer. (Au« dem Französischen de« Jean Jullien) — 3 - Turnverein „BoitSberg- K 10—, Hoffmaun v. Wellenhof Paul, Dr., Professor und Landtag»-Abgeordneter i« Graz K 10*—, Lamderg Karl, Gras von, Gutsbesitzer, Pöllau i! 100'—. KellerSperg Kaspar, Baron, Gutsbesitzer a. Groß-Jöding. Altenburg und Franheim K 6 —. Florian Franz. (. f. Baurath im Ministerium d onnern, Wien X b—, Kottmvitz F. A. von. Rentner. Graz K 150—, Halm Franz, Schuldirector, Graz l< 2—, mit d«t» im 1. Ausweise au«ge-iviesene» K 3204*97, zusammen K 517267. Weitere Spenden übermmmt da» Stadtamt Pettau. (Herr» pr«f. ttiijnu R»tz«»t) wurde aber Antrag des Jnjpccior« für daß Zeichnen an Mittelschule» vonseile tx« Unterrichtsministeriums im Wege de» Lande«schulratha» die ehreude Au» erkennung ausgesprochen. Die Besucher der bi«-herigen Ausstellungen von Zeichnungen derGymna-siaischüler erinnern sich gerne an die überraschenden zeichnerische» Leistungen uud sreurn sich herzlich ob der ausgesprochenen behördlichen Auertxnimng, Im lausenden Schuljahre ertheilt Herr Prozessor K o h a u t den Schülern der oberen Elasiesi.frei-willig Unterricht in der darstellende»» Geometrie. Habe» so unsere Gymnasialschüler die beneide»«-nxite Geleaenheit uiit» Meister Äoljottt« Leituug tüchtige Zeichner zu werden, so eröffne^ sich den Besuchern der Lehrstunden über darstellend« Geometrie die Möglichkeit, sich am Ab-schlusse der Gymnasialsttidien iu letzter Stunde sür technische Studien entscheiden zu können. Herrn Professor Ingenieur So haut gebührt sür di« Erinbglichunq einer so selteuen Bildvng«-Gelegenheit au einem Gymnasium aller Dank. (Herr kehr»? W. Frisch) theilt über wiederholte bedauernde Anfrage vonseite der Eltern mit, das« die Ausschreibung einer Lelzrerstelle an der Knabe»-schule in Pettau nicht seine Lehrerstelle betrifft. Solang, er noch glücklicher Weise mehr Freunde als Feinde hat. gedenkt er, sich hier in die Sträng» zu legn» und im übrigen ruhig seiner Weg« j» gehen. i»»» JMUarr •■■»«!KML) Der Minister für Äultu« und Uotericht hat der sechsten Classe de« Kaiser Franz Joses^Nymnasiuni« in Pettau vom Schul>«hre 1899/1900 angefangen da« Recht der Oeffentlichkeit a»f di« Dauer der Erfüllung der gesetzliche» Bedingungen verliehen und da« ReciprvcttätSverhältniS im Sinne de« ü 1b de« Gesetze« vom 19. September 1898 (K.G.-Bl. Rr. 173) anerkannt. (9U tobuhtrajU) am Wagpsatze in Pettau »it dem jährlichen Bruttogewinne von etwa 228 fl. gelangt im Eoncurrenzwege zur Besetzung, vorgemerkte normalmäßige Bewerber fönufn ihre Anmeldungen bis längsten« 20. Februar d. I bei der Finanzbezirksdirection in Marburg einbringe». (Ei» klrilfT lUfil) widerfuhr am vorletzten «öamStag dem städt. Rosselenker Sven-? ch e k. dem die durchgehende» Pferde eine Weile »achsihleppte«. Das« er dann ein bischen brechen Müßte, daran ist doch nicht da« städt. Fuhrwerk in erster Linie schuld. Auf den Streckn, d«r Südbahn gehören heute solche Entgleisungen zum gute» Ton. tzt»ter»«chricht.) Dienstag den 6. Februar gelangt di« reizend« Zeller'sche Operette: .Der 0 b e r st e i ge r" mit Herr» Waoa al« Gast, zur Aufführung. Diese« überaus melodiöse Werk, da» seinen HiegeSzug über fast all« Bühnen der W«lt gehalten hat. wurde vo» der Directou mit neue» Lriginalcoslümeu ausgestattet und sorg-sättigst einstudiert. SamStag den 3. und Sonntag den 4. d. M. gastieren, wie bereit« berichtet, die berühmten Hamburger Phisiker und Pholotechmkcr mit ihre» einzig dastehenden ProjfcticuS-Schau-spielen. Die wirklich selten schönen Bilder, die hier vorgeführt wurdtn, haben selbst in Graz durch lange Zeit die größte Aufmerksamkeit her-vorgerufen. (Ein» galt) beloitdrre Lebe»»ftage uaserrr Wei»garte»bssitzer) kam am Mittwoch den 31. v. M. in einer »ah»u vierstündiger Sitzung zur eingehende» und fachgemäßen Erörterung. Wie sich der Himmel, ob grau, ob blan, in, kleinsten Wafsertropfe» spiegelt, so »varen bei dieser verhältnismäßig kleinen Bersammlnng die Autführungen von Leuten, die täglich die thatsäch-licheu Verhältnisse vor Augen haben, welch« die Folgen unserer geradezu trostlosen Weingarten^»-stände buchstäblich mit Angst und Bangen mehr und mehr empfinden, durchtränkt von Erbitterung über die Sorglosigkeit und Gleichgiltigkeit unserer regierenden Kreise geaenüber unserem arg gefährdeten Weinbau, der doch zumindesten« als Steuerquelle di« eingehendste Fürsorge. Ausmerk-samkeit, Einsicht und zielbewnsSte Förderung ver-diente. Durch Jahrhunderte hindurch waren die Weingärten und ihre Besitzer eine tüchtige Kuh. die man freudevoll zur Tragung der öffentlichen Abgaben heranzog^ rt war so selbstverständlich, das» da« ehemals so reiche Weingebiet sür die Allgemeinheit zi»»bar gemacht worden ist, das« «an sich an da« ewige Nehmen von dieser Seite allzusehr gewöhnt hat. E« ist leider heutzutage durch un« nicht übertrieben und eine allzntraurige ernste Thatsache, das« infolge der zahlreichen Schädlinge und Rebenkrankheiten unsere R'ben-anlagen endgiltig vernichtet sind, das« die er-drückende Menge der Weingartenbesitzer infolge der reißend abnehmenden Erträgnisse, aus welche jeder nothwendig angewiesen ist. an den Rand de« wirtschaftliche,' Abgrunde« gekommen ist. Aus der einen Seite stetig zunehmend« Einbußen, auf der andere» riesige Koste» der Reuanlaaen, die diel G«duld und fortwährend noch mehr Bargeld erfordert!, bi« eine Ertrag«leistung der kostbaren Anlagen eintritt. Da« kamt thun, wer vom ander-weit aufgespeicherten Fett« zehren und zusetzen kann und solche sind dünn genug gesät. Wer aber aus die Wein gartenernte angewiesen ist »nd nicht« zusetzen kaun, den mus« der Entgang der Ein-nahmen durch Jahre hindurch und die fortwährende Geldleistung, will er uicht muthlo« verzichten, zur erdrückenden Verschuldung, zur wirtichostlichen Auszehrung führen. Arme« Pettau l Allüberall erinnert Behäbigkeit au« vergangenen schönen Tageo an deinen einstigen Reichthum! Die Reb-lau« ist so unsichlbar klein, das» man nicht an ihr Borhandensei» glaubte, wa« sie noch am Leben ließ, verwüsten elende Kleinpilzc. Da« Alte stürzt. Angesicht« dieser ungeheuere» wirtschaftlichen Gefahr kann man dem Ackerbaumi»isterium nicht de» Borwurf machen, dass e« die Gefahr nicht erk«nnt und nicht di« pflichtgemäße Fürsorae zur Erhaltung der Steuerquelle durch GeldauShilfen bewiesen habe. Aber der Zar ist weit und Rustlond ist groß. Wenn vollend« diese gnkge-meinten Hilfen durch da» enge Thor einer Lande«« Commission zum Schutzbedürstigen treten müssen, an welche« unser angeblich „deutscher- steierm. Lande»au»schus» iu der Überzahl Slaven e» al« Wächter gestellt, dann träufeln die Hilsen für die bautscheu Weingarten besitz«? begreiflich »icht sehr ergiebig: Tropfen auf einen heißen Stein. (Schluß folgt.) (Die Äalircs-Sklchworeaenlilte fiir dt> Scrichlch-ssprrggel Marburg Jlr 1900) führt an au» Petta u-S tadt: Dasch Ernst, Wirt u. Büchsenmacher; Goriupp Josef, Ledemmeister; Hutter Simon, HanSb.. Epiritnoiensbtt.; Dr. JurtSla Franz, Advocat; Kasimir Josef. Handel», mau»; KosSr Maximilian, k. k. Rolar; Kosel Bla», Wirt; Kollenz Alexander, Handelsmann; Kaiser Franz, Groß-Weinhändler: Kravagna Josef, Handelsmann;Lippitsch Leopold. Spengler:Mastrn Anton, Hau«b. u. Schneider; Martschitsch Michael, Hau«b. u. Schuhmach.: Maitzen Johann, Leder-Händler; Matzü» Jakob, Ziege leibe sitzer; Ott Max. Handelimaiin; Perko Han«, Agent; Po-loünik Franz, Lederer; Putrich Franz. Wagner; Riegelbauer Hau«, Handelsmann; Ra'chl Franz. Riemer; Roßmaun Jgnaz. Eafütier; Slawisch Ludwig, Handelsmann:Slawitjch Leopold. Handel«-mann; Saria Aloi«. DistriktS-Eommissär; Sellin-schegg Adolf, Handelsmann; Schramke Adolf, Handelsmann; Schärner Leopold. Regenschirm-Erzeuger; Schwab Wilhelm, Handelsmann; Steudte Johann, FasSbuider; Schäffer Eduard. Hausbesitzer; Strohmaier Han«. Seiler; Etary Heinrich. Bäckermeister; Tognio Juli»«, Agent; Bogel Franz, Glaserer; Wreßnigg Josef. Maurermeister! Widmer Rudolf. Realitäteiibesitzer. — A»S dem Gebiete der BezirkSha n ptmannschaft Pettau: Mickl Franz. Kaufmann, Gajofzen; PugSiü Joses, Müller, Janschendorf; BaboSek Franz, Grundb. u. Gemd.-Borst. Karischowina bei Pettau; Stolzer Josef, Grundbesitzer, Kartschowina bei Pettau; Oswald Rudolf, Grundbesitzer uud Tifchler, Kar-tschowina bei Pettau; Cch Martin. Handelsmann und Wirt. St. Maxen; Sock Georg, Handelsmann und Wirt. Moschganzen; Tnrku» Johann, Grund-besitzer uud Lederer, MonSberg; Writzl Franz, Grundbesitzer und Äigeniüller. KoSniiuzen; Scho-steritsch Franz. Kaufmann, St. Veit; BrenLiö Michael. Ziegelbrenner »nd Wirt. Krottendorf Marüinko Franz. Wirt, RagoSnitz; Mathan« Josef. Gmidbefitzer, Tramberg; Gotjat Anton, Grundbesitzer. Zirkvivetz; Zabavnik Franz. Bauer, Adriaiize»; Dr. Delpin Gustav. Advocat. Friedau; Diermayer Olhmar. Kaufmann. Frieda»; Gomzi Franz, Gasthau«besitzer. Friedau; Grazer Ferd.. Hau«besitzer und Bäcker, Friedau; Huber Josef. Gnt«verwolter. Frieda»; Kautzhammer Johann, Kaufmann. Friedau; Kokolitsch Johann, Fleisch-Hauer, Friedau; Krebs Georg, Waguernikister, Friedau; Kuharitsch F,rdina»d. Glaserer, Frieda»; Martinz Aloi». Kaufmann. Friedau; Mikl Aloi». Kaufmann, Friedau; Dr. Omulec Johann Advocat, Friedau - MiniStorfer Mathia». Gasthausbesitzer u. Schlosser. Friedau; Petovar Jak.,Müller Frieda»; ucher Johann. Verwalter. Groß-Sonntag; ajeen Franz. Gasthausbesitzer, Mihvivetz; Skworz Georg, Kaufmauu. Mihowetz; Hantelie Franz, Großgnlndbefitzer. Panlofzeu; Staniö Fmnz, Sundbesitzer und Tischler, Hardeg; JvanuSa Mark.. Grundbesitzer. Kulmberg; Petovar Leopold Groß.-grunvbesitzer, Jvankofzen; Stampar Franz. Grund-belitzer, WieSmanSdorf; Erhartiü Joses, Grundbesitzer und Zinrmenneister, Sodinetz; Peitler Anton. Grundbesitzer, Wrebrovnik. (eebrnsmittelverfalschiiaz.) Schreiber diese« fiel noch einem Spaziergange Über Land aus dem Rückwege in eine sonst ganz »amh'^te Weinbude, wa« doch nicht« Unrechte« ist. Für den Wirt aber, der um gute« Geld in guter Weingegend ein fo giftige« Gesäufe hersetzte, ist die« eine Schande. W»r bitte» alle ehrernverten Weinkenner, vorkommende Wei»frevel uu« mittheilen zu wollen, damit wir eine Aste solcher Spas»mach«r seinerzeit bringen können. Solchen Wein, wie geschildert, mög«» die Kirgisen, die au den Fliegenschwamm» schnap» gewöhnt sind, sein finden. Für eine Weingegend ist solch ein Saft ein Frevel. Pfui Teufel! tSpreogpulier.» Über Berwenduung de« steierm.' Lande»au«schusse» beim Reichakrieg». ministerium um Abgab« vo» Schießpulver für Riaolzwecke in Weingärten zum ermäßigte» Preise wie behuf« Wetterschießen, hat derselbe die Mittheilung erhalten, das« man für die ge-dachten Zwecke demnächst eine besondere und wohlfeilere Pulversorte hinauSgeben wird. — Gestern haben Herr Bürgermeister O r n i a und Kaufmann Herr O t t über Einladung der Firma E. G r e i » i tz & Reffe» an einem Probefchießen in der Umgebung von Brück a. M. theilgenommen, um sich von der Leistungsfähigkeit de« neuen billigen Pulvermnster« für die gedachten Zwecke zn iiberttiigen. (Städtische ftmerkffaß.) Die im Verlause der vorletzte» Woche ausgestellte Eompoundmaschiiie im Maschinenraum de« städtischen Wafserga«-werke« f»nctionierte am Dienstag der abgelaufenen Woche zum ersteumal. Damit wird der bei der Wasser-ga«erzeugung benöthigte Dampf bei» Maschinenbe-trieb zur Holzbearbeitung in wirtfchastlicher Weise bi« zur L«istung«gre»je ausgenützt. In wenigen Tagen' wird e» möglich sein, die Wege» der Aufstellung»-arbeiten weggeräumten Holzbearbeitungsmaschinen wieder dem Gewerbebetrieb zugänglich zu mache». (Die iJichrlöorfrr v»rftadt) reicht nach allem Augenschein? vom Erle'schen Hause bi» an die Grajena. Ein einsamer Stiesel, den kürzlich ein Nachtwächter nur mit Zuhilfenahme von gefällige» Leute» an» dem Schlamme ziehe» konnte, ist ein Anzeichen dasür, das» einer ans dieser Strecke stecken geblieben sei» dürste. Bi» diese Strecke, welche Erinnerungen a» eine kroatische Dorfidylle eriveckt. von der hiezu verpflichteten Bezirk»-Vertretung hergestellt sein wird, empfiehlt e» sich Korkgürtel mitzunehme» vder den Juni abzuwarten. tpeilauer Marktbericht.) Der Schweineauf« trieb am 3l. Jänner d. I. betrug 3V2 Stück. Der Markt zeichnete sich durch gute Ware bei billigen Preisen au» »nd war von fremden Händler» gut besucht. Der Absatz gieng flott vor sich und wnrde der größte Theil tx» Auftriebe» verkauft. Auch der jeden Freitag stattfindende Fleisch» »nd Speckmarkt war sehr gut beschickt und fanden sich zahlreiche au»wärtige Käufer ein. Die Preise hielten sich folgend: Speck v. 46—48 kr , Prima-Speck von 50—52 kr.. Schinken von 42—43 kr.. Schulter vo» 38—40 kr., Netz-braten vo» 60—62 kr.. Schmeer von 47—&0 kr., Wurstfleisch vo» 37—48 kr. Grobe Menge» von Fleisch u»d Speck gie»gcn ab nach Wien. Graz, Billach. Klagenfurt. Straßgaug. Leoben. Mauteru, Boit«verg, Tirol und Mähren. Nächster Schweine-markt am 7. Februar, Großviehmarkt am 7. Feb., Fleisch- und Speckmarkt jede» Freitag. Geflügel-markt jeden Mittwoch und Freitag. (FenerbkreilschaN irr freiwillige» Feuerwehr.) Für die lausende Woche hält der II Zug und die II. Rotte Feuerbereitschast. — Zug»« führer Bella«. Rottsührer Maitzen und 8 Man». Feuermeldunge» sind auf der Central-statiou in der Sicherheitswuchstube im Rathhause ^zu melde» t lag diesmal etwa» wie Influenza auf seinem Spiele, was beim Järinerpotschwelter ebenso iveuig verwunderlich al» förderlich ist. Das soll kein Borwurf sein. Eine Figur, die Herr N a st o r („Waldmeister*) bringt, befindet sich gewohntcrmaßen in glücklicher Hand und iver auch über die Herren „Professoren" Holz er und Ranch nicht herzlich lochen konnte, muß die kristallisierte Essigsäure sein. Eine drollige Figur ivar nicht minder der Dorfschulze de» Herrn «rahl, dem wir öfter in solchen ur-wüchsigen Rollen begegnen möchten. Herzliche Heiterkeit erregte die heiratSwüthige ätherische Baronin Adelaide (Frau Knirsch), die au» de» Stürme» der LiebeSsehnsucht doch endlich im Hasen der Ehe landet. Es wurde viel und herz-lich gelacht und der Abend. war rasch zu Ende. Dem letzthin gerügte» Übelstaude ungebührlich langer Pausen ohne Ausfüllung durch M»> sikvorträge war diesmal erfreulicher Meise thun-lich abgeholfen worden, »icht zum Mifsbehage» der Theaterbesucher, die sich in erfreulicher Regel« Mäßigkeit einfiudeu. Dieser letztere Umstand ist wohl die beste Anerkeiinnng für die brave Gesellschaft. Wie wäre e», wenn sich unsere reichen HmschastSbesitzer in der Umgebung einmal entschließen könnten, mit ihren gut einge-haserten RösSlein eine Theaterfahrt zur Stadt zu wagen? Wir sind Heuer überzeugt, dass nach einem Versuche die Kutschenpserde bei dem nächsten Theaterabende wieder heranniiißten. Solch' eine abendliche Fahrt und ein a»ge»thmer Theaterabend sollte» doch eine angenehme Unter« brechung der ländlichen Abgeschiedenheit sein. Landwirtschaftliches. Eiuige Ursache» der Iwetschken-Fetzleruten. Sehr ost hört man heute über das häufige Mißiathen der Zivetjchke» klagen. Wehmutvoll erinnert sich so manch' älterer Obstzilchter der früheren Zeit, wo eS eine Freude bedeutete, in den Herbstmonaten unter den vollbeladenen, unter der Last der Früchte schier brechenden Bäume» zu wandeln. Fast jede» Jahr oder jede» zweite Jahr gab e» Zwetschken und nicht »ur jungkräf-tige Bäume, sondern auch ältere Veteranen waren aus den verschiedensten Plätzen sowohl kalter, wie wärmerer Lagen mit Früchten ganz blau über-säet! Und heute? — Die Zwetschkenbäume wollen vielfach nicht mehr! Nach vielen Flhljahren kommt endlich wieder einmal ein Zwetichkciiahr, wa» umso auffallender ist. nachdem fast alljähr« lich die Ausbildung der Fruchlknospen trotz der »oechselvollen WitterungSgänge der einzelnen Sommer meist eine befriedigende ist. , Die Ursache» de» Fehlschlage«» der Zwetsch. keneruteu sind «»» mehrere, doch die wichtigere« sind folgende: I» erster Linie kommen dieungünstig«« W i t t e r n n g » v e r h ä l t n i s s e der letzten Zeit in Betracht, indem namentlich naßkalte, nebelige Witterung und Fröste die frühe Blüte der Zweischken »achtheilig beeinflußen und sehr ost gänzlich vernichten, e» bedeutet somit die Un-gunst der Witterung die Hauptursache der F*hl« ernten und findr» diesbezüglich auch eine Analo-gie im aus die gleiche Ursache »lrückführenden mindere!! und unsicheren Erträgnisse der Übrigen Obstarten und der Weingärten. Hiezu kommt noch der häufige Hagel zu «chnen. welcher, ganz ab-gesehen von de« Vernichtung der Jahre«er»te, kine lang andauernde, mit magerem Ertrage der« bundene Schädigung der Anlagen, ja sehr häufig sogar ein vollständige» Absterben vielkr Bäume zur Folge hat. Letztere» trifft namentlich dann ein. wenn nicht nach einem solchen Unglücksjahre die Hand de» Obstzüchter» in der folgenden Ruheperiode helfend durch vorsichtige» Verjüngen mit folgen-der Düngung in späteren Jahre« eingreift. Durch diese abnormen Wit«er»ng«verhält-nisse begünstigt, treten ferner mehrere, den Zwetsch. kenpflanznngen gefährlich werdende Schädlinge und Parasiten aus. welche entweder die Jahre»-sechsung sehr verringern oder die künftige Ernte in Frage stelle». Bekannt ist ja da« maflenhaste Abfallen der jungen, gra»grünen Zwetschke», und PflaumeiifrÜchtchen im Frühsominer. welche Er-scheinung durch die schädliche Thätigkeit der Pslaumensägewefpe und de» P f l a n« menbohrer» hervorgerufen wird, an welche sich noch der P f l a u m e n w i ck l e r in späterer Zeit reiht und ebenso bekannt ist die T a s ch e n-oder N a r r e n b i l d u u q. welche Mißbildung dem Pilze: Exoascus pruni zuzuschreiben ist. Theilen sich nun vorgenannte Schädlinge in der Arbeit der Vernichtung der Früchte, so greifen wieder andere Pilze, wie derP f l a u « e n r o st und die R o st f l e ck e n k r a n k h e i t die Blätter au. wodurch die Ernähkui^ der Bäume und die Ausbildung der Fruchn die Krone hinein zu geben und nach einem starke» Hagelschlage muss obendrein i och ein Verjüngen (tiefet Zurückichutideu der Äste aus gesund« jung« Forts,tz»»geu) in d«r Ruhezeit crsolgen. nni die vielen Wunden zu beseitigen und aesnnde Neichilduogev hervorzurufen. Dieses Verjüng«,, ist, Mbnifxi bemerkt, auch bei altere» Bäumen ganzer Pflanzungen a»»zufi>hr«n Über» Haupt zweckmäßig. um die Dauer der Bäume, sowie die Erträge z„ steigern uud zu verlängirn. Zur Kräftigung uud rascheren Wiederherstellung müsse» jedoch verhagelte und derart behandelte Bäume in de» nächste» Jahren fleißig und au»-giebig gedüngt werden. Diese ankgtedigen mrd regelmäßig«»» Dün-gnngsarbeite» gelten auch sür die Behebung der Bodeipnide und sür ältere Zwetschlengärtkn, um sie wieder zu Kraft zu bringen. Die Düngung ist indessen gründlich und regelrichtig vom Herbste ab so ouSzufnhren. wie der Gefertigte die« ge-legentlich der Obstlurse allenthalben demonstriert hat. H , * Das» den Bäumen Stteter. oder rauh- oder liefstehender Anlagen die nöthige Rindenpflege weiden muss, ist wohl selbstredend; namentlich ist daS häufig zu schauende MooS z» entfernen. S^othwendigerweise mus» auch den Schäd-lingen Mehr al« bisher »> nachhaltiger Weise allgemein an de» Leib gerückt werden, um die bkdrohten Ernten zu retten. Die Pflaumensägewespe und der Pflaumenbohrer sind durch rechtzeitiges Ab-schütteln vor der Eiablage direkt,, soitzie durch Zusammen lesen txr Qbgefkstentn lbchetigk«. pmg> grünen .Zwetschken und Bersütlern derselben im Schweiltehosc iu ihrer Rachkomm-uschast zu ver» nlcht-n, welch' letztere« Btkänipfu»g«vkrsahren auch.für den Pflanmeuwlckler (die Ursache der ivutmigen Zivetschten) sür die Herbstmonate gilt: oder e» sind bei zusammenhängende»» Anlagen zu dem Zwecke die Schweine iu di» Gärte» 4« treibe«:. Während die Mai- und J»»ikäser in den Zhigjahren in der bekannten Weise durch Abschütteln ic. zu bekämpfen sind, ist de» Blatt-krankhkite» durch mehrmalige« gründliches ipe. spritzt» der Bäume mit einer Lösung von 1 Kilo Kupfervitriol und 3—4 Kilo Grubenkolk in 100 Liter Wasser vor und »ach der .Blüte uud. 3—4 Wochen später, sowie durch Ausrechen uud Entfernen alle« abgefallenen Lande« sammt den die Krankheit fortpflanzende» Pilzforme» im Spätherbste zu begegnen. Endlich sind die altersschwachen Zwetschke»-ftfMtt aus de» Bestände» zu ei»tf«r»en und durch sorgfältig ausgeführte Nelchflonzungen zu er-setzen. Hiezu soll indessn» nicht wieder ein be» liebiger Wurzelschößling benutzt werden, sonder» nur ein in der Baumschule au« Same» herauSge-zogener lebeuskräsliger und veredelter Baum darf Verwendung finde« I Dieser Grundsatz sollte im eigenste» Interesse streng eingehalten werden I Denn durch die Veredlung werde» die Bäume fruchtbarer ullid die Frßchle vollkommener »nd besser im Geschmacke! Obendrein vermögen wir eine schöne Zwetschke sicher nur durch die Veredlung voll» wertig splt zu erhalte». Die Vermehrung und Erneuerung der Zwetschke» und Anlage» durch Schößlinge (AuS-läufer) ist daher zu verwerfen I Wer daher nicht in der Lage ist, die nöthigen veredelten Bäume zu kauf,n, säe im Herbst« nach der Ernte Samen der kleinen Pflaume (s g. krieche) an, erziehe nach dem Verpflanzen aus die nöthige größere Entfernung durch mehrere Jahre in der be» kannten Weife Bäume, um selb« iudlich in die Krone entweder durch Okulation Mitte Juli oder durch Propsung im zeitigen Frühjahre mit der Zivctlchke zu v'redelt». Die hiezu nöthigen Edelreiser aber find nur von denjenigen bekannten Bäumen zu schnkiden, welche die größten und zuckerreichsten Zwetschken tragen. Hiednrch ver» «del» wir nicht blos den Baum, sondern auch die Frucht und immer zahlreichere »nd wohl-schmeckend«!« Zwetschken sind die Folge. Auf die Weise finden wir ade? auch im allgemeine« mit unierer überall verbreiteten .HauSzwetschke" da« Au«lange», welch« sowohl für de» Frisch-verkauf und Handel, sowie zum Einlege» und Verwerten im Haushalte, wie auch endlich zur Erzeugung de« viel begehrten .Slivovitz" »ach» gerade unentbehrlich geworden ist. Wochevm«rkt»Preise Gattaag Maß und Gewicht Miiteldurch« schnitt«prei« in S. W. Weizen ffoin....... «erste...... Hafer...... Kuturutz..... Hirse....... Salden...... rdäpfel..... Fisolen....... Linsen ....... Erbsen...... Hirsebrei...... Weizengriet..... Rei»........ Zucker....... Zwetschken...... Zwiebel....... Kümmel...... Wachhol derb« ren . . . 5renn....... Suppengrün«» . . . . Mundmehl..... Semnielmehl . . . . Polcntamkdl Rinbtschmalz . . . . Tchlveinschmalz . . . Tpeck. srisch..... Speck, geräuchert. . . Schmecr...... Salz........ Butter, frisch . . . . Kise, steirisch . . . . »er........ Rindfleisch..... Schwein^eisch jung . Tafelöl....... 9UIMR....... Aerzen. Ata«..... Seife ord....... vraotwein..... vier........ Weinessig ...... Milch, frische . . . . . abgerahmte . . Holz hart Artn lang . , weich . „ . Holzkohlen, hatt . . . . >o«tch . . Steinkohlen..... u........ troh, Lager . . . . . Streu . . . . 1(X1 Kitogr. Kilogramm m Liter Kilogramm 14 12 12 12 10 12 12 4 112-16 Kilogramm 27 Stück Silogramm Liter Meter Hektoliter 100 B?logr. 50 40 66 66 26 32 66 96 66 18 SO 66 30 28 30 86 18 80 28 98 20 10 24 12 20 12 90 96 88 30 76 40 32 14 12 60 80 60 80 40 80 ©rrttnng BerghauS Kossär Lultenberger P'sstrl Petovar Pohl & Mahler Weissenstein v i s f Q 4 ■&& is s a Z 13 10 4 18 3 18 5 13 2 15 3 —- 1 1 — 21 1 14 7 — b 3 — 2 10 8 4 Briefl. Untere. Gute Exist. Besserer (ichalt. Probebrief fr*t. Jedenn. t«t i Stande, a. d. Brief ru lern. Gegr. 1868. vjpl. 1870. Bnchftihrnng, Rechnen u. deutsche Handelscorr. Carl Strell, Inti. u. Direcior einer seit 30 Jahren besteh. Handelsschule in Wie», I. FleUohwarkl 7. Viele hundert Peraonen verdanken d. Unterricht dieier Schule eine gute Existenz. Pferde-Stall Ungerthorgalse vermiethen Anzusragen Hauptplatz Rattentod »a»ch »t« ,»n m III» prü»»met,rl Brrlra: > V?r praklilche fanftniirlii. 31»Hr. uu*. grltaia f#r 9rMrai. i«»run»tt IHM. »ilch-i», ,» ß. «, 8t«* inintij tu i. W »rr Gekonom Zi^Hrirle I»»»». «»il» > »«Itaa«. •rgnilil 1*7». tu I i l«. jiDca I« tu #!.•«<{, I 1. (retcaacMrrn aal traat«. Die neue österreichische ist zum Preise von 30 tr. und 10 kr. vorräthig bei W. Blanke, Pettau. Stampiglien aus Kautschuk oder Metall Heflert >v »oder Ausfuliriing billigst die Bnr.hdrnckorei W. Blanke in Pettan. — 0 — .Ur k+UmU MimU, JUj. *- «*•<* I) KürschnersJahrbuch 1900 lislMMte MIMfJ o, ffQ §ti ■ r»»w t'tfriirinwy wi» Ajiwrfw-, Merk~ mimI Aodut^ugctii«;». lUuaitr auf allen Ge+leten. jLjs~j n^roiiX) ,"r"ri* Vor räthig in der Buchhandlung W. BLANKE in Pettau, Annoncen h »Hsa t*Haa«n «Ml FuhuHa<*rM«a, C— rsMi*» «te. Maoit* m»cb msd »»i «> Amt» n im mtb*l Ihtiuma Bs-Umn 41a I»HWw IN pcllcr. Rtofrifig tsAteilMililfA 9ume M KItischcr« 1 aool'ioo 20010« verghou« ffafptt ÄoffJr dort Pttovar Froiz P'ksrrl Maria Luttrnbrrßrr I-tz-nn vrißrnftnn Hugo lOOilOO 100.100 li*) »12 11» 900040180 **>■ ■112118 112112 12011» 140 140 100100 120 120 1111» «00 «ton L MhnUttn 2. Pi*fc »> m dar i schmackvoUaten und j>rx>m[>twteQ Ausführung iu möglichst billigen Preisn. AaaAhmag bilKf and solid lwr|sal»lH — 7 — M Bücher, Musikalien, modcjournak und sonstige Zeitsehristen, wo auch immer empfohlen oder angezeigt, liefert rasch und regelmässig W. BLANKE, Buchhandlung, Pettau. FOp \ Landwirte! Für Vftlnbautrslbendal zur Vernichtung des Hederichs und des wilden Senfs, sowie zum Bespritzen der Weingärten als auch »ur Vertilgung , der Obstbaumschädlinge tu bin lich Ph.Mayfarth & Co.'i patentirte__ AI selbstthätige tragbare als auoh fahrbare „Syphonia" am basten bewlhrt. welche skse zs pumpen die Flüssigkeit «elbstthätlg aber die Pflanzed stäuben. 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W«r dahar aoatraM, aaln Wjrnaa. «dar daa Porträt aainar Frau, «aintr Kladar, dar», Oraefcwülar odar aartarrr UMnanr aalbat llagat vtratarkaaar Varwaadtaa •dar Fnaall mithan to laaaaa, bat bloa 4I.< batnffasda Pbatefnabla, al«Mralal I» «mMmt Mafia»», «Maj>njw aod arttUt I» U Tann «in Porirtt, woran ar jawiaa aal« htabab 0barraacht and entzückt aaln wird. Dia Kiata «am PorlrtU wird zam Salbatkoatanpraia btnehaal. Beatellaaiaa mit Dalacblaaa dar ItMtotrapMa, »«lob» mit dam fartlf.ii Portrll anbrachtest ratuarairt triid, wardan aar Ha aas WMarraf za »bt|«m Praiaa man Nacbaahma odar aarbarifar Klaaaodaaf daa Balrafaa «ntfafanfaroBirrxn tob dar Portrftt-Kun«t-Anstalt „KOSMOS" . Wien, MariahUfcrstraasc ,,S. Är*r rtrrflylirA/ff, wU Aufführn ng und nat*rg+- drhnHtAAeU der IltrirdU wird G+rmn4U g+lMMM. MW Bf MuientalU Au«rktnBUfl|v und Dukiafuifwchrtlb«B ll«f«n tur öffentlichen Ein «icht für Jedermann auf. 'WM Welh«acht»-Be»tellun|ea, welche nach u 20. 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(Schließ.» olt wendete sich Dalburg vo» seiner Frau. »Auch Ger-!-) trud ertrug Deine herzlose Mißachtung, ohne zu murre», »nd vergalt die ihr gezeigte Unfreundlichkeit mit warmer, herzerfrischender Liebe. Nun will sie Asta vor Ungliick l'nvahre», wie es ihr an Bennos Seite sicher wäre, uud vertraute mir allerdings mit großer Ueberwindung diesen Brief an, da sie, uchtiger urteilend al« ich, eine gütliche Einigung mit Dir wohl nicht erwartete. Ich werde jetzt au vorder schreibe», und Dn magst teinem Reffe» de» Gruiid erklären, weshalb wir mis fiir genötigt Imlte», »nf«r Wort zu breche».' 10. Wenige Tage darauf hielt zu ungewohnter Zeit vor der Warten* i'inrte der Dalbxrg'sche Wage». Anstatt des ttouinierzienrats stieg >er alte Fnedrich heraus und ging dann eilig ans die im Garten l'efindliche» jnngen Mädchen zu. .Was ist geschehen, Friedrich?- riei Gertrud ihm schon enl-»cge», da sie das verstörte Gesicht des alten Dieners sah. »Ach Gott, Fränlein Gertrud." erwiderte er. mühsam mit den Iliränen kämpsend, .Herr Eberhard —- „Was ist meinem Bruder?" fragte Asta. während Gertrud bleich wurde. „Er ist schwer krank." sagte der Alte, .und der Herr Ko»i> merzienrat schickt mich hierher, um die gnädige Frau zu holen." »Erzähle, Friedrich," baten die Mädchen, „wie istdas gekommen ?" »Ich weih selbst wenig genug davon. Heute morgen kam der i»»ge Herr nicht zum Kaffee, und als ich nach ihm zu sehen ging, war sein Zimmer leer und sein Bett uuberiihrt. Wir glaubten nun, er sei wohl mit anderen Herren zusammen geblieben nnd be-»uruhigte» uns nicht weiter darüber. Da habe» sie ihn »uö vor einer «runde in das Haus gebracht; er hat ei» Tuell gehabt u»d einen Schuh in die Schulter bekommen. Als ich ihn aus dem Äagen hob, dachte ich. er sei schon tot, so sah er aus." Der alte ">ann schluchzte. »Ach und der Herr Kommerzieurat! Er war zum Tode erschreckt! .Friedrich,' sagte er zu mir, .bringe ihn gleich >u mein Zimmer, in mein Bett.' Dann zogen wir Herrn Eberhard die Meider aus nnd sandten nach dem Arzt." Die Mädchen standen erst wie vom Blitz getroffen, dann sagte "l'ta: »Ein Duell, Friedrich? Mit wem? Weiht Du es nicht?" »Ich weih nicht, ob ich es sage» darf," antwortete der alte -Uann verlegen. »Der gnädige Herr sprach mit dem Begleiter "u,eres jungen Herrn und fragte ihn etwas. Bei der Antwort ^>ckte er zusammen und rief: ,A»ch das noch, Benno Hochheim!' vermute ich. daß es der Herr Graf gewesen ist." »Komm, Asta," sagte Gertrud, sich aufraffend, »Du m»ßt so« zu Deiner Mutter." »Aber Gertrud, Du weißt, daß Mama uns nicht zu sich läßt, teil wage nicht, in ihr Zimmer zn gehen." Gertrud sah sie ernst an. .Bedenke, wie lieb die Tante Eberhard hat. In solchem Falle M'rt jedes Verbot auf; komm', ehe es zu spät ist." Frau DalburgS Schrecken war grenzenlos. Sie zwang sich, ge-'"Bt zu erscheine», aber die Todesangst auf ihrem Gesichte zeigte, was sie litt. Sie ließ sich von Gertrud und Asta beim Zusammen-nichen der nötigsten Sachen helfen und fuhr, fo schnell die Pferde laufen konnten, »ach der Stadt, während die beide» Mädchen alles ordneten, um noch an demselben Tage die Billa zu verlasien. Still und bekümmert empfing der Kommerzienrat seine Gattin, «'n dem Anblick der zu Tode getroffenen Frau konnte er trotz der vorangegangene» Entzweiung das tiefste Mitleid nicht „»«erdrücke». Stand doch das Letzte aus dem Spiele, au da« sie sich noch klam inerte, war Eberhard doch ihr einziger Trost! Tranrig verginge» »uu die Woche». Die Aerzte hatte» die Kugel zwar aus der Schulter entfernt, allein die Verletzung der inneren Teile war lebensgefährlich nud dir aukopsemdste Pflege gehörte dazu, um den schwachen Lcbrusfadru nicht zerreiße» zu lassen. Aber die bleiche Fra», die hier mit alle» Kräfte» um ihr letztes Gut kämpfte, war unrrmndlich. Sie wich Tag »nd Nacht nicht von dem Aranke», immer bereit, auf sein leisestes Zeichen zu achten. Ost bat der Kommerzienrat, sie möchte sich schone«, sich bei der Pflege helfen lasie», sie schüttelte nur ihr Haupt. »Laß' mich." sagte sie wehmütig, „hier we»igsteus weiß ich. daß ich meine Pflicht richtig erfülle." Mitleidig betrachtete er sie. Was war aus der stolzen selbst-bewußte» Frau geworden! Wir zart »nd leise, wie rücksichtsvoll war jede ihrer Bewegungen, wie beredt ihr stummes Antlitz! Lag die Schuld ihrer Bereinsamnng wohl nur a» ihr allein? Hätte er durch mehr Nachsicht, durch Eingehe» au» ihre Gedanke» nicht auch manches harte Wort verhüte« können? Run war es zu spät; alle dir Jahre, die fv fremd »eben riuquder gelebt hatten, ließen sich nicht noch einmal schaffe»; aber dieses Nachdenken veranlaßte den «ommerzienrat, weit freundlicher, nein, herzlicher gegen feine Gattin zu fein. Als au dem Tage, der zum erstenmal eine entschiedene Besserung in dem Befinden des Kranken brachte, Frau Dalburg ihrem Manne über des Sohnes Bett die Hand reichte nnd ihn mit feuchten, glücklichen Augen anblickte, da sah der »kommerziell rat anch für sich noch friedliche, schöne Tage kommen, nnd er drückte eine» innige« Kuß auf diese Hand. Seine^ Hoffnung hatte ihn «icht gelauscht. Nachdem durch Benuos Schuld «och das Lebe» ihres geliebte« Sohnes in so große Gefahr gebracht worden, hatte Frau Dalburg aufgehört, in ihrer Familie das Borbild der Ehrenhaftigkeit zu erblicke». Sie sah ein. daß sie ihrem Manne durch das starre Festhalte» dieses Bor-urteils ein großes Unrecht gethan, nnd sie bemühte sich »»», wieder gut zn machen, wo st? gefehlt. So hatte sie denn auch eines Tages Asta geniseu, um ihr iu warme» herzlichen Worten ihre Einwilligung zn der Verlobung mit Harder zu gebe». Asta war glückselig: jetzt erst konnte sie sich ihrer Freude ganz überlasieu. Nur das blasie traurige Gesicht Gertruds beeinträchtigte ihr Gliick, »och mehr aber der immer nachdrücklicher zu Tage tretende Eut> schluß derselbe», das Haus der Berwandteu zu verlasse«. Ihre Person war. wen» auch ohne ihr verschulden, die Veranlassung zu dein Duell gewesen. Durch Astas Abweisung erbittert, hatte Hochheim sich au der Familie rächen wolle» und in einem größere» Gasthause beleidigende Aeilßeruuge» über dieselbe, namentlich über Gertrud gemacht. Daraus hatte er die Herausforderung Eber hards erhalten nnd »ach dem unglückliche» Allsgange des Duells Enropa verlasien. nm in Amerika sein Glück zu versuchen. ll. Der Herbst war vergangen. Ein heftiger Schneesall hatte in einer Nacht der Natur ein weißes Gewand angelegt. I» einem bequemen Lehiistuhl sitzt zum ersten Male wieder in dem Familien-zimmer Eberhard, »och sorglich mit warme« Decke» umhüllt, aus den Wange» den erste» Schimmer der wiederkehrenden Gesnndheit. Ans dem alte» Sopha daneben sitze» Bater «nd Mutter, verei«t sich über de« genesenden Sohn fre«e«d. Ta tritt Asta in das Zimmer, nnd Eberhards erwartungsvoll »ach der Thür gerichteter Blick ist »icht ii» stände, die Enttäuschung zu verberge«. „Wo ist Gertrud?" fragte er leise; „will nicht auch sie mir zeige», daß sie sich freut, mich wieder gesund zn sehen?" b'X&t Niemand antwortet. Niemand hat in all den loitiu'it Wochen flnustßt, der nie ruhenden treue» Pflegerin gegeniiber de» »»lieb-fniurii Nameu zu erwähne». Rnn wendet sich Eberhard zu Krau Dalbnrg sieh nid: „Mutter, Aiinioa: Wohnliau» drS KöniqS Mnlnnfn ans «M>> Ter«.> Dir dauke ich mein Lebe»: (ntinc Tage uud Nachte hast Tu treu für mich gesorgt. C Mutter, laß mich Dir auch für du» Gluck meines Lebe»» danken." Ein wehmütiges Lächeln liegt aus Frau Dalburg» Gesicht, doch sie erwidert nicht». Sie streicht »ur »örtlich mit ihrer schmalen, weinen Haud über des geliebten Sohne» (Besicht und geht hinaus, die Ihrige» i» erwart«ng»vollem Zweisel lassend. An dem Allster ihre» Zimmer» steht Gertrud, träumerisch auf die weine Schneefliiche braune» blickend. Hut Ihre großen blaueu Augen lagern dunkle Schatte», »»d der kleine M»»d ist so traurig geschlossen, al» liabe er da» Laclien verlernt. An der Wand bängen die großen Bilder der Eltern. Sie schauen so sreuudlich aus Gertrud herab, aber sie vermöge» nicht, da» schwere Leid von der Seele ihre» ei»sa»ie» Kinde» zu nehme». Da öffnet sich dir Thiir »nd erstaunt sieh» 0!erlr»d die >io»i merzieuratiu eintreten. .Eberhard sendet mich ,\\i Dir." sagte sie. ..willst Tu »icht kv», nie». Dich mit int» iil'er seine Geuesnug zn sreueu." Ist die Frau iu der Thiir dort mit dem bittenden Anodruck iii dem bleichen Gesichte wirklich dieselbe, die Gertrud nie ander» al« herrisch und hochmütig gesehe» hat? Trage» diese überwachte» Auge», die so verächtlich blicke» konnte», »icht deutlich de» Stenivel oft ver gosseuer Tliräue»? Die bleiche Frau tritt »äher. sie ftiiut sich a»s die Lehne de» nächste» Stuhle» u»d spricht sanft: «Zuerst in meine» Uindes Nuncit komme ich ,•,» Dir, Gertrud, um Dich zu frage», ob Tu nicht »nr heute, sonder» Dei» Lebenlang bei ihm sein willst, ihm angehöre» iu Freud nnd Leid. Dann koinme ich a»ch fiir »lich. Mannst D» »ur vergebe», wa» ich Tir «»gethan habe in meiner Herzeusverbleuduiig. kannst Til anch vergessen, wie ost ich Dich gekränkt habe, »nd willst Tu »tich »nn künslig al» Deine Mutter annehmen?- Ta liegt Gertrud zu ihren Füße». Sie küsit ihr die Jöiiude uuter heißen Thräne» »nd bittet: »L ver-gieb, vergieb anch 5»! Wie schwer habe ich Tich gekrankt. wie vii schon bereut, daß ich de» »»glück selige» Brief »icht länger verbarg!' jsia» Dalburg hob sie an». .Zei still, mein >tind, die Vergangenheit liegt hinter nn». wir wollen sie nicht wieder hervorrufe». Laß' un» der Znkunst »och da» gbriiige». >va» »» irre» Herze» »ot ilmt: lass »»» Liebe geben und Liebe rinpsaiigen. Nuu kvmm' zn Eberhard." In den »reis der andere» tritt Frau Talburg. Gertrud au der Hand führend. .Nn» bringe ich euch hier meine liebe Tochter," sagte sie bewegt. .Tir, mciu Eberhard, die Erwählte Deine» Herzen». Möge eure Liebe euer Lebe» itmner io klar erhellen, tvic 'it dieser Stunde: mög.'» nie Mi'g'et'stiiüdnisse >:») Gleich-gültigleit euer Glück breinträchtigen." Sie reichte ihrem Gatten die Hand. .Anch sür un», hoffe ich. ist e» »och »icht zn spät, un einen scliö»e» Lebe»»abeud zu schaffe» uud durch Rücksicht nu Liebe da» Vertrauen wieder herzustelle», da» durch jahrelan,« Entfremdung fast erstorbe» war. Durch Nacht zum Licht, , heißt ein schöner Spruch. Möget ihr, meine geliebte» ttiitdr. stet» im hellsten Sonnenschein der Liebe wandeln. Die Hache des Oktaven. » den sechziger Jahren, al» iu Amerika noch die Sklaver> herrschte, lebte an der Küste vo» Birgiuie» ei» Sklave: Händler Namen» Matthäus Hoblv», der infolge seiner dunkle» Hautfarbe kurz der .schwarze Matt" genannt wurde. Diese» Händler kaufte einst eine» Mulatte» mit dem Namen San», de: nicht allein lese» »nd schreibe» konnte, sondern mich sonst sein intelligent war. Sei» bisheriger Herr hatte ih» um eine» billige Breis verkauft, weil der Sklave einen höchst niederträchtigen (flja rakter besaß, trank, log nnd stahl. Der neue Herr Sam» sparte die Peitsche nicht, sondern lies; sie tüchtig aus deut Rücke» Sam» tanze». it»d fiir diese Mißhand lnng schwur iln» der Sklave Rache. Die Anwendung der Peitscht hatte jedoch zur Folge, daß Sam vou seinen schlimme» Gewöhn heite» abließ und ei» ganz gesittete» Benehme» zur Schau trug Die» »vieder bewog de» Händler, der gerade einen Trupp Sklaven fiir den Markt vou New-Orlcau» beisammen halte, ailch Sani mit eiuzuschiffen. um ihn sobald als möglich mit Profit iviedei loszuwerden. I» New Orleans angekommen, ließ der Händler den Sklaven in neue schöne Kleider stecken nnd schickte ihn an Land, damit er in der Stadt vo» irgend einem reichen Pflanzer gesellen und vielleicht nm hohe» Prei» als Kammerdiener gekauft würde. Auf seine»! Gange hörte der schlaue Sam, wie ei» dicker Baum wollpslanzer ei»?» Makler fragte, ob er nicht einen geschickten Bursche» für ihn wüßte Der Makler verneinte, und al» der Pflanze, weitergehen wollte, eilte Sam aas ihn z». verbeugte sich höflich und sagte: „Ich hörte soeben, daß Sie eine» geschickten Burschen, der sich zum Kammerdirner eignet, suchen, mein Herr. Ich hab, gerade, was Sie gebrauche».' .I" der That, da» freut mich," antwortete der Pslanzer, .ich inche schixi seit mehreren Tage» vergebens nach einem passende» Burschen. Wo« ist der Preis?" .Neunhundert Dollars." erwiderte Sam prompt, .nnd da» ist spottbillig, den» er bescht g»te Kenntnisse, tan» rasieren, frisiere», lei Tisch answartr», und ist überhaupt sehr gut erzogen nnd sei» anstellig. Ich könnte sü«szelmh»»dert Dollars für ihn bekommen, wen» er »icht einen Fehler hatte." .Aha! Und welcher Art ist dieser Fehler?" sragte der Pflanze, Zimva: Wichnh««» de» König» Wallst»« bei Apla. ilb»»n anszntreibe». Ich habe eine grobe Erfahr»»» dari», ie ttia» die farbige» Gentlemen zn behandeln .Run ja, ich bezweifle »icht, dah Sie iljin die verrückte Idee ans->eibe»kv»»e»,"antwortete Sam,.aberoufango wird esMii he kosten." .«ie scheinen ei» Wciitlenien zu fei«, Herr," erwiderte der ver-»neusfelige Pflanzer, »nd trotz des ffehlerS ill ich de» Bursche» !,»ifen. Wo ist er jetzt ?" „Tort ans jetieui rchiff, Sie kiiiinc» ihn !ien Augenblick in Einfang nehme»." „Zehr gnt," erwiderte er Pflanzer, „ich ntttf) stire A»friduigfeit und hrlichkeit ancrke»»r», und »in Zeit z» spare», renn ich habe mich in nier Angelegenheit irhou zu lange hier auf-IkhalttN, wolle» wir das "irichäft gleich abfchlie-«!e». Hier sind »euu-lnnidert Dollars, gebe» «am forderte de» ^__' a«f. die Urktinde |* 1 ILiili!"/'!! 5 mb Quittung anszu-i rtiflfii, unterzeichnete eide mit dem Name» «ainnel Hopkins, steckte ____ Weld ein und sagte f j !i! ü' * dem Pflanzer, er .1 / ■!: FJsUi: 5 »»r an Bord gehen und I flil® «nfllill den Kapitän »ach dem „schwarze» Matt" fra-den. Er wurde ihm liieich nachfolge», angen-biicklich habe er mir noch ein Geschäft mit einem >>err» abzufchliehe», der --- -------. __ .. „ Ä™""* BÜSKMBÄ iMmflH ii I Ter Pflanzer begab sich nun gerademvegS nun Schiff uud fragte ___ »ach dem «schwarze» Matt". Der Valuta» deutete auf deu viindler, der gemütlich t ■ "JipB SB^Sf • M'Ä I ■ ■ ieii e Cigarre Ml ■mf dem Achterdeck sah _____ ÄÄtt' I »Bist Du der schwarze "iatt, mein Bursche?" nagte der Pflaiizer den rftaunte» Händler. „Meine freunde psle-s» mich allerdings so u neiiiie», hier heihe ich «doch Matthäus Hob-»n, was wünschen Sie uu mir?" .Das will ich Dir leich sagen, Matt. Ich 'ünjche Dich. Dn scheinst a ei» ganz anstelliger '»vfche zn sei» »»d ich .lanbe. Tu wirst Dich >a«z g»t znni tiainmer-•ieiier eignen." .Hören Sie. mein 'err, Sie scheine» ja >ar nicht z» wisse», mit wem Sie reden!" brauste Hobst»! auf. „Natürlich weih ich das," antwortete der Pflanzer lachend, ./?» bist mein Eigentum; ich kaufte Dich vor kaum einer halbe» stnndc vo» Deine»» Herrn Samuel Hopkins »Sie sanften mich!" wiederholte Hobfo», sich z» feiner volle» Hier holte der wütende Händler zu einem Schlage aus, jedoch der Pflanzer packte ihn a» der Stehle »nd schrie nm Hilfe. Ein Polizist, der am »anstand, eilte herbei, packte de» vor Wut rasend nm sich schlagende» Sklaveuhäudler »nd sperrte ih» mit Hilfe des Pflanzers i» die Kajiftk. Hier liessen sie ih» so lange, bis er etwas 1 + 20 > i ubiiicr iiciuovbrn war, dann tuuüU' rr mit aus duo Okririlt, iuü es ihm endlich gelang, durch Zeugen und Papiere darzuthu». daß er ein weiver Man» »nd ein freier Bürger der Bereinigte» Staate» fei. Ter schlaue «am eutkam glücklich aus ein europäisches Schiff, welches an diesem Morgen gerade Segel nach Frankreich setzte, nnd ward nie mehr gesehen. So hatte der Halunke seine Rache, der Händ-ler verlor seine» Sklaven nnd der dicke Pflanzer sein Gelb. »• s>. v^ Minternacht. erschneit liegt ring» die gante Welt, Zch hab' »ich««, wa» mich freuet, V Verlasse» steh! der Baum im Feld, Hot längst sei« Laub verstreuet Der «lud »ur geht bei stiller «acht Und rüttelt an dein Baume. Ta iwlitt er seinen Wipfel sacht Und redet wie im Itaume. Sr trSumt von künft'ger Frbdling»zell. «an Mrün und Quellenrauschen, Wa er im neuen Blüleitkleid Z» Matte« Lob wird raulche». Sichendoils. 2umoa, Die Rachrich» von dem Anfall der Schiffer- ode, Samoa-Inseln an da» Deutsche Reich hat um so größere Freude erregt, al» Samoo lauge pullte hindurch da» Zchmerzen»kind der deutschen Kalonialpolilik gewesen ist, seit dee Deutsche Reichstag I «HO die Ausrichtung der deutsche» Schutzherrschasl abgelehnt hatte. Da» Deutsche Reich, dessen .frmibeUinteresie» aus der Hauvt-Iniel Upolu schon bamal» überwogen. schloß mit England und den Vereinigten Staaten von Rordameiika eine» vertrag über gemeinsame Verwaltung de» Hasen« von Apia samt Umgebung durch ihre Konsuln Mit Zustimmung der Schutzmächte wurde Malietoa zum .Kttnig" gewählt, er schlug seinen Regie-tungSsitz in Apia aus Unsre Abbildung geigt seine Residenz. die verhält»!«-miißig vornehm war Die ist ei» Landhau», wie e» die Eurapäer aus den Südsee-Inselu bewohnen. Da» über die breite Veranda vorspringende Dach dient dem Schutz gegen die heiße» Sonnenstrahlen. Malletaa« Mliick sollte aber nicht lange dauern. eine Partei der Eingeborenen stellte eine» .wegen-liinig", Tamasesc mit Warnen, und e» kam zu heftigen Unruhen ans Upolu Die Anhänger Malieloa« vergriffen sich an den Besitzungen der deutsche» paus, leute; aus die Verweigerung jeder Entschädigung hin wurde Malletaa von Soldaten eine» deutschen «ri»g«schiffe» gefangen genommen und nach den Marschall-Inseln gebtacht (1HH7). Schon im nächs.en Jahre brache» »eue Un-luheu au», da gegen den nunmehr von den Schutzmächten anerkannten Tama« iese wieder ein Megenkönig ansgektellt wurde, Rainen? Mataasa Der deutsche »onsiil hielt natürlich a» lamasese fest, eine kleine Abteilung Seelaldaten »er im Hasen liegenden deutsche» Kreuzerkorvette .Olga' wurde von den Zamaanern sakt vernichtet. An» |f>. März lHS'.t brachte ein furchtbarer Orkan die deutschen fte(eg»fchiffe „Adler" und „ödet" zum Scheitet», wobei fünf Lfftziere und neunzig Soldaten den Tod fanden. Die Berliner Sainaakonfe» renz van 188!) schlichtete die Unruhen, die beiden GegenkSnige lamasese und Mataafa wurde» abgelegt, dagegen der frühere »Snig Malietaa wieder einge-ietz). Al» Rataasa I8!»0 sich empörte, wu.be er vo» einem deutsche» Krieg», schiff al» Gefangener nach den MaischaUinseln gebracht Seitdem verschärften sich jedoch auch die Megensätze zwischen de» Angedbrige» und Parteigänger» der verschiedene» Schutzmächte. Der lad de» alte» Maliktoa z» Ende 18»« erneuerte die Wirren. Die Mehrzahl der samoanischen Häuptlinge wählte zu seinem Rachsolger den inzwischen von der deutsche» Regierung begnadigten und wieder »ach Zamaa zurückgeführte» Mataafa. Zu seiner Pot ularltät trug vhue Zweifel besonder« der Umstand bei, daß er oh»e jede» Anspruch aus Äußere» Glanz genau so lebt und wohnt wie die andern Samoaner. Seine Hütte, wie unsre Abbildung zeigt, gewährt den Unterthanen stet» »»beschränkte iiinsicht In sein lhun »nd Lassen Die Mruvve der Samoa Inseln besteht au» vier größeren und zehn kleine» Inseln, sie liege» zwischen dem IH. und 16. Mrad südlicher Breite uud dem IßO. und 17-1. Mrad westlicher Länge vo» Mreenwich Da» Klima wird al» paradiesisch geschildert «Dezember 20 bi» 27 Grad öelHu», Juli 24). Die größte Insel ist da» im Weite» gelegene Sawai: die Insel ist >0 Kilometer lang, 40 Kilometer breit und zählt aus 1707 Quadratkilometer etwa 1.1,000 Einwohner An Flächeninhalt kleiner 1881 Quadratkilometer!, aber nach fruchtbarer und etwa» stärker bevölkert «etwa in.OOO Einwohner), schließt sich im Osten Uval» an mit der bekannten Hauptstadt der Samoagruppe. Apia. Da« mit Manua ("18 Quadratkilometer) an Amerika überlassene lutuila. aus dem sich de, H.ue» Panga-Pango be-findet, ist l!?9 Quadratkilometer grast. Die an da« Deutsche Reich gefallenen Insel« Und zusammen mit 2.'»84 Quadratkilometer» etwa« größer al» da« Herzogtum Sachsen Meininge» (24A8 Quadratkilometer). Ans Sawai erbebe» sich die früher vulkanischen Mrdirge im Inner» bi« zu IßftO Metern, aus Upolu bi« zu 7S2 Meter». ÄummiwSscht in Kamerun. Einer der wichtigsten A»«suhrartikel unserer ffnlcnle Kamerun ist der Gummi Die handel»mäßige Herrichtung bleibt »a- turtich den deutsche» Uoiiiieiiteii überlasse» linset Bild führ! un» die Laug,,. Fakta»! de« Hamburger Hause» Randad 4 Stein Dar; wir sehen ftiu Regn unter Aussicht eine« Europäer» mit dem Waschen be» Mummi« beschäftigt Ti. Mummi wird im Kamerungebiet au» der Landalphia-Liane gewonnen. Meisten« weiden diese Liane» einfach von'den Negern abgehauen und der Säst dann in darunter gelegte, zusammengebogene Blätter aufgefangen Natürlich wird die Liane durch diese Raubwirtschaft für lauge Jahre ertragla» gemacht ober aticl« ganz zerstört, und die Folge ist, baß die Händler immer weiter znrück in» Innere müssen, um Gummi zu erlangen. Langji liegt im Batangageblet. Der Batanga gummi hat einen guten 9tuf; die Kaufleute habe« e» bi» jetzt verstanden, stet« »ur unverfälschte Ware anzunehmen und jede» versuch einer Fälschung zurück .zuweise». Der Gummi kommt teilweise wochenweit au» dem Innern und ist natürlich mehr oder weniger schmutzig , daher wirb derselbe dar der Verladung in graße Kübel gethan unb gründlich gewaschen. Bei dieser Gelegenheit werde» auch etwaige doch durchgeschmuggelte schlechtere oder oiiydierte Stücke au»lor-tiert. Der gewaschene Wummi wird in KStden in den Schuppen getragen, woselbst die Fässer gefüllt und zum Versand nach Europa fertig gemacht werden — Jemand kam bei lallevrand um eine Stelle ein. .E» ist ei« Unglück.' sagte er, „sie ist vaeant." — „Und wo wäre da» Unglück?" fragte der andere erstaunt. — .Wissen Sie nicht." erwiderte lallehrand, „baß eine vacante Stelle immer vergeben ist?" St. Ans der Brautschau. Heiraukandidat (zur Frau de» Hause»): „Mini bigste Frau, mein Kompliment! Sa gut habe ich schon lange nicht gegessen." — Der kleine Fritz: „Wir auch nicht!" Grabt Antwort. Ein Offizier meldete sich in der Schlacht bei Riani beim General Sir Eharle» Rapier und sagte: .Sir «darle». wir habe» eine Fahne erobert." Der General sah ihn an, gab aber kein« Antwart und setzte sein Gespräch mit einem ander» fort. Der Offizier glaubte nicht verstanden worden zu sein »nd wiederhalte sei»: .Sir lldarle». wir haben eine Fahne erobert!" —- „So schere» Sie sich zum leufel." donnerte Rapier ihn an. „und erobern Sie »och eine!" St. Wenn man int Winter bei strenger Kälte seine Biene» beobachtet und merkt, daß sie keine» Laut von sich gebe», wie tot in de» Stöcken sitzen »nd aus einmalige« Anklopfen kurz antworten, so ist alle» in bester Orbnnng. Ist aber oline jede äußere Störung ein laute» Brausen zu vernehmen, so leidet da» Volk entweder an Kälte oder an Wärme. Der Züchter muß dann so-sort Abhilfe schaffen. Schutz gegen Ffftschädeu der Zim«etPp«n,tu. Wen» in kalten Räch, te« zu besürchten ist. daß die de» Fenstern nahestehenden Wanzen vo» der Kälte beschädigt werben, so wird ein üder jede Pflanze gedeckter Bogen Pavier großen Einfluß haben, diese» zn verhindern. Papier ist et» schlechter Wärme leiter: die ant da»selde wirkende Kälte wird ebensowohl wie die Au»strah lang von Wärme au» be» damit bedeckten Körper» abgehalten. Die Blätter der Bänme und Sträucher wirken ebenso: auch sie halten den Frost von den Zweige» ab. Ei» andere» Mittel besteht darin. Schalen oder lasse» mit Wasser zwischen den Pflanzen zu verteilen, nenn man da« Eindringe» de« ffroste» in da» Zimmet fürchte» Da» Wasser muß l» den Gefäßen ans der Oberfläche erstarren, bevrn die Pflanzen frieren, da da« Wasser seine Wärme abgeben muß. ehe e« erstarr» dadurch wird die Temperatur ber die Pflanzen umgebenden Lust erwärm». L»,»,riph. Kam Schwär iwald Wring« mit K Ich herunter. Eil' ohne Rast, di» dabei stet» munter: loch mein jauchzende» «ander». mein fei«,- »ch«« «ein. «ludet gar bald im Allvater Rhein. — Am waldreiche» Harze, »»weit der Leine. Bin ich et» Otädichen. tchmuck un» gar feine: ken «amen «et»' ich zn wisse» sodann, ,>«gst du dem «»et« ein Zeichen noch an. Iahanne« Hetzpe. Arithmagriph. 12 7 7». Eine Iranzdsiiche Seesta»!. z .1 I : T. (ftu I>tlch. .1 « I I X Ein Baum. «37». Sine »enische .leftuna-i < i < j J. (tin illuft IN Rußland e « « «. Hin schweizer flte1rei»emnii 7 » » l ä. tfi» «e(rilltet »5417. tfi» (UeinUrz. I ] 1 4 3 • 7 n. Oine «lad» in Sache n Die Anlana«d»chsiade» tw» oben rnicti unten gelesen, ergeben i—h. %> >tieln. t l 5 cslnnn In Loldrlngen 7) ttln Md»ch»arden ») Urne eurvvüiiche «Uroßmnchi II ___ __________ ^ ___ V ! !? "»> Ein ffäiiee. iot'äin »niidtser.™"!!i Üne (»a II II i * »Itch« Provinz. III Sine statt ir israakreich 13* Eine kiadl In Hege». I«) Sine «ta»! in Belgien. 15) Ei» Vokal. Lind die Wdrter richtig aefnnde». so bezeich »et die se»trechte Mtttetrride einen lpa»i>ch"> Aitiittranfftand. Paul «lein Au|ti>Iu»g lotgt i» »achster Hummer. Auslisungtii ««»' voriger Rummcr De« Logo»»!»!,»: Drau. grau. — De» vomontzni»! «ach. le» Silbenrätsel«: Klf, Hetilau*. WellbeH, ObeKland, Reunnuge. M|>eiber. « buistl, llarvune. Türkei. KDuard. Anemonr. Rudi«. Bertba. Rinbuler. Indifie ren«, Testament. .Erwünschte Arbeit ist der Lei»en Arzt» De« «ttderrälse»»: „Viel trauen ^ Viel Trauer. • ftlie Rechle »rrbetiallen. » «eraniwoeitiche «edaktio» vo» Sensl Pseitler. aedrmti un» n>rau«im«de» vo» «reiiet * Pleisser In Sinn»»«.