Wezngspretse Jür Gsterreich-Ungarn ganzjährig K4-halbjährig K 2 — Zur Amerika: ganzjährig D. I 25 Zur das übrige Ausland ganzjährig K 5-20 Briefe ohne Unterschrift werden nichtberllcksichtigt, Manuskripte nicht zurück-gefenbet. (bttfdim lote Erscheint mit einer illustrierten Beilage „lüanbermappe" am 4. und 19. eines jeden Monates. Bestellungen übernimmt die Werwaltung des Hottscheer Waten in Gottschee sJir. 121. Berichte siiid zu senden an die Schriftleitung des Hattscheer Waten in Gottschee. Anzeigen (Inserate) werden nach Tarif berechnet und von der Verwaltung des Blattes übernommen. Die „Wandermappe" ist nur als Beilage des Gott-scheer Boten erhältlich. B o stsp ark a ssen-K oiit o 4!r. 842.285. Ar. 15. Kottschee, am 4. August 1915. Jahrgang XII. Unsere Mannschaften im Felde. Wie viel Soldaten (Heer, Landwehr, Landsturm, Marine) aus dem Gottscheer Gebiete im großen Völkerkriege 1914/15 ins Feld gerückt sind, läßt sich ziffermäßig nicht leicht feststellen, man ist auf eine mehr oder minder genaue Schätzung angewiesen. Die Zahl der im Gottscheer Gebiete nach der letzten Volkszählung anwesenden Einwohner beträgt rund 18.000. Nimmt man an, daß im allgemeinen von der Bevölkerung Österreich-Ungarns etwa 10 Prozent im Felde stehen (also durchschnittlich auf je zwei Familien ein Mann), so betrüge die Anzahl der Feldsoldaten aus Stadt und Land Gottschee etwa 1800. Da aber im Gottscheer Gebiete die Auswanderung bekanntlich sehr stark ist, kann mit ziemlicher Sicherheit angenommen werden, daß mindestens 200 bis 300 wehrpflichtige Männer — vielleicht noch mehr — aus unserer engeren Heimat in Amerika weilen. Diesen ist es wegen der bekannten Hindernisse nicht möglich geworden, nach Europa zu reisen, um ihrer Militärpflicht nach« zukommen. Vielleicht kommen wir der Wirklichkeit am nächsten, wenn wir für das Gottscheer Gebiet etwa 1500 Krieger annehmen, die im Felde stehen, bezw. gestanden sind. Hiebei sind die freiwilligen Schützen nicht in Betracht gezogen. Nach Einberufung der 18 jährigen und der 42- bis 50jährigen wird sich die Zahl der Soldaten aus unserer engeren Heimat noch um ein Beträchtliches erhöhen. In der vorigen Nummer unseres Blattes haben wir eine Übersicht über „unsere Offiziere im Felde" gebracht. Etwas Ähnliches möchten wir nun auch über unsere heimatlichen Mannschaften im Felde bieten. Allerdings sind da die Schwierigkeiten in der Beschaffung des Materials noch viel größer, als bei den Offizieren. Die Namen sämtlicher Gottscheer, die als Soldaten im Felde stehen, beizubringen, ist unmöglich, weil sie uns einfach nicht zu Gebote stehen. Wir müssen uns darauf beschränken, die Namen jener heimatlichen Krieger zu verzeichnen, die in den bisher in den Zeitungen veröffentlichten amtlichen Verlustlisten Vorkommen oder uns von privater Seite milgeteüt wurden. Es sind dies also die verwundeten, loten, kriegsgefangenen und vermißten Krieger aus Gottschee, etwa bis in die erste Hälfte des Monates Juni hinein. Bon den erkrankten Kriegern ans unserem Gebiete ist uns wohl nur ein Bruchteil zur Kenntnis gekommen. Jene Angehörigen des Mannschaftsstandes, die Kriegsauszeichnungen erhallen haben, zählen wir sodann in einer besonderen Liste aus. Wir verhehlen uns nicht, daß unsere Gesamtliste unvollständig und mit manchen Mängeln behaftet ist. Mangels Angabe des Herkunftsortes der Krieger in den von den Tagesblättern veröffentlichten Verlustlisten sind wir nämlich, soweit private Nachrichten nicht Genaueres bieten, hauptsächlich auf die Familiennamen angewiesen, die wir als Kennzeichen für die Herkunft aus dem Gebiete von Gottschee benützen. Der Familienname und die Zugehörigkeit zu jenen Truppenkörpern des dritten Korps, iw welche die Wehrpflichtigen aus Krain in der Regel eingereiht werden (IR 17, FJB 7, FKR 7, DR 5, LJR 27, LstJR 27 usw.) bieten uns einen zumeist ziemlich sicheren Anhaltspunkt. Allerdings kann es dabei Vorkommen, daß ausnahmsweise und in vereinzelten Fällen ein Nichtgottscheer als Gottscheer angesprochen wird. Die Zahl solcher Ausnahmssälle wird aber wahrscheinlich reichlich ausgeglichen durch Fälle, wo Gottscheer in den Verlustlisten in nichtdeutscher Schreibung verzeichnet sind (z. B. statt Widmer Vidmar u. vergl.). Auch sind die in anderen Truppenkörpern des dritten Korps oder in einem anderen Korps dienenden Gottscheer an ihren Familiennamen nicht leicht zu erkennen, weil in Kärnten, Steiermark usw. manche ganz gleiche Familiennamen Vorkommen. Solche sind nur dann in unsere Liste mit einbezogen, wenn ihre Herkunft aus Gottschee (Land) mit Sicherheit festgestellt ist. Was den Zeitraum anbelangft über den sich unsere Liste erstreckt, so sind in derselben alle jene Soldaten aus dem Gottscheer Gebiete verzeichnet, die in den Verlustlisten bis einschließlich Nr. 219 Vorkommen, also bis etwa in die erste Hälfte des Monates Juni 1915 hinein. Bemerkt muß noch werden, daß in den amtlichen Verlustlisten nicht selten Gottschee als Herkunftsort angegeben ist, wobei jedoch nicht die Stadt Gottschee oder das Gottscheer Gebiet gemeint ist, sondern der politische Bezirk Goltschee. Solche Fälle haben wir nur dann in unsere Liste ausgenommen, wenn auch der Familienname oder sonstige Umstände für Gottschee sprechen. Es ist auch möglich, daß hie und da, aber ganz ausnahmsweise, ein Name doppelt verzeichnet erscheint, nämlich nach der Verlustliste und nach privaten Mitteilungen. Wir waren, wo es uns nur immer möglich war, bestrebt, solche Doppelverzeichnungen zu vermeiden. Das folgende Verzeichnis enthält alle jene Krieger (Mannschaften), die mit Sicherheit oder großer Wahrscheinlichkeit aus dem Gottscheer Gebiete stammen und die im Kriege verwundet oder gefallen sind oder kriegsgefangen (vermißt) wurden; auch eine Anzahl erkrankter Krieger wird angeführt, letzteres jedoch ohne jeden Anspruch auf Vollständigkeit. Innerhalb der einzelnen Buchstaben des Alphabets wird die alphabetische Reihenfolge nicht eingehalten, sondern es werden die einzelnen Soldaten zumeist nach ihrem früheren oder späteren Vorkommen in den Verlustlisten angeführt. Verwundete, tote, kriegsgesangene, vermißte und erkrankte Krieger des Mannschaftsstandes aus dem Gottscheer Gebiete. A. Josef Anderkuhl aus Händlern, verw. (Truppenkörper?); Josef Adolf, Schulleiter in Steinwand, erkrankt (Truppenk. ?); Inf. Franz Agnitsch, LJR 27, 6. Komp., kriegsgef. B. Kan. Johann Bradatsch, FKR 9, Ers.-Batt., aus Kummerdorf, Quetschung des rechten Fußes; Korp. Johann Bezlai, IR 17, Trans.-Abt. aus Lienfeld, verw.; Inf. Josef Belai, IR 17, aus Lienfeld Nr. 47, kriegsgef. in Krasnojarsk, Sibirien; Unteroffizier I. Bogatai aus Kaltenbrunn bei Göltenitz (Truppenk.?), erkrankt; Res.-Komp.-Tamb. Alois Bentschina (Gottschee, Bez.), IR 17, kriegsgef. in Atkarsk, Rußland; Inf. Anton Bradatsch, IR 17, verw.; Zugsf. Josef Belai, IR 17, aus Gottschee (Bez.?), kriegsgef. in Krasnojarsk, Rußl.; Zugsf. Franz Belai, IR 17, verw.; Inf. Vinzenz Bentschina, IR 17, verw.; Korp. Konrad Brinskelle, FKR 9, verw.; Inf. Johann Bartol, IR 17, Gottschee (Bez?), kriegsgef. in Krasnojarsk, Rußl. C. Inf. Matthias Cetinski, IR 17, 1. Marschkomp., tot; Korp. Andreas Cetinski IR 17, verw. D. Zugsführer Eduard Ditz (Truppenk.?), in Basowiza bei Triest seinen Verletzungen erlegen; Inf. Karl Deutschmann, IR 17, Ers.-Komp. 2, aus Suchen bei Nesseltal, an Tuberkulose gestorben; Inf. Johann Debeljak, LIR 27 aus Gottschee (Bez. ?), kriegsgef. in Bogutschar, Rußl.; Johann Deutschmann (Truppenk. ?) aus Suchen bei Nesseltal, kriegsgef. in Gorotschuta, Rußland. E. Richard Eppich (Truppenk.?) aus Gottschee, verw.; Kriegs-freiw. Franz Erker (Truppenk. ?), verw.; Johann Eppich, IR 17, Besitzerssohn aus Kukendorf Nr. 9, an Bauchtyphus gestorben; Inf. Rudolf Eppich, LJR 27, in russischer Gefangenschaft; Johann Ersehen, (Truppenk. ?) aus Oberwetzenbach, kriegsgef. in Tomsk, Sibirien; Ins. Josef Eppich, LJR 27, 8. Komp., kriegsgef. ; Inf. I. Eppich, IR 17, verw.; Schulleiter Josef Erker, IR 17, aus Masern, vermißt. F. Ers.-Res. Franz Fink, IR 17, 5. Komp. verw.; Inf. Tit.-Gefr. Alois Fink, IR 17, verw.; Res.-Korp. Michael Fritz, IR 17, verw.; Inf. Julius Fornbacher aus Gottschee (Truppenk.?), tot; Inf. Matthias Fink, IR 17, 3. Komp., verw.; Zugsführer Matthias Fritz, IR 17, 4. Komp., tot; Zugsführer Adolf Fornbacher, FKR Nr. ? aus Gottschee, kriegsgef. in Samarkand, Rußl.; Rudolf Fritz aus Grafenfeld Nr. 7, LJR 19, vor dem Feinde gefallen, Galizien. G. Unter-Jäger Eduard Gliebe, FJB 7, 4. Komp., aus Neulag, tot; Ers.-Res. Matthias Gramer (Truppenk.?) aus Pöllandl, verw.; Inf. Georg Josef Gliebe, LstJR 27, verw.; Inf. Jakob Gramer, LJR 27, verw.; Korp. Franz Göstl, IR 17, verw.; Inf. Johann Grill, IR 17, verw.; Ers.-Res. Josef Gruber, IR 17, kriegsgef. in Serdobsk, Gouv.Saratow, Rußl.; Res.-Korp. Andreas Gregorilsch, IR 17, Gottschee (Gebiet?), war zuerst als verwundet ausgewiesen, ist kriegsgef. in Atkarsk, Gouv. Saratow, Rußl.; Korp. Johann Grill, IR 17, verw.; Inf. Matthias Gramer, LstJR 27, aus Pöllandl, krank (Hornhautentzündung); Matthias Gladitsch, LstJR 27, aus Niedertiefenbach Nr. 25, in russischer Gefangenschaft; Jäger Josef Grabner, FJB 7, verw.; Jäg. (?) Franz Grill, FJB 7, verw. . H- Inf. Georg Händler aus Morobitz Nr. 13, IR 17, verw.; Vormeister Johann Hutter, FKR 7, verw.; Adolf Hönigmann, Bäckermeister in Gottschee, LstJR 27, 6. Komp. (Hand gebrochen); Tit.-Feldwebel Josef Händler, Herrenkleidermacher in Gottschee, LJR 27, vor dem Feinde gefallen; Alois Händler aus Kosiern Nr. 8, Beamter der Firma Böhler in Kapfenberg, vor dem Feinde gefallen (Truppenk.?); Ers.-Res. Ernst Hiris aus Seele, IR 17, verw.; Inf. Alois Höferle, IR 17, 5. Komp., kriegsgef.; Johann Hoge, IR 27, 7. Komp., verw.; Res.-Jnf. I. Händler aus Morobitz Nr. 13 (Truppenk. ?), erkrankt; Johann Hiris aus Schäflein Nr. 1 (Truppenk. ?), vermißt; Lst.-Gefr. Josef Hönigmann aus Altlag (Truppenk.?), kriegsgef. inRußland ; Res.-Jnf. August Hönigmann, Tit.-Korp., IR 17, verw.; Kriegsfreiw. Franz Hönigmann, Friseurgehilfe in Gottschee, erkrankt; Ers.-Res. Franz Hren (Gottschee), IR 17, tot; Ers.-Res. Josef Hönigmann, IR 17, verw.; Gef r. Jakob Hirschel, IR 17, aus Kositzen bei Unterlag, Erfrierung der Füße; Res. Josef Hutter aus Obertiefenbach (Truppenk. ?), erkrankt; Alois Höferle, IR 17, 5. Komp., kriegsgef.; Zugsf. Ferdinand Hönigmann, IR 17, 5. Komp., kriegsgef.; Lst.-Jäger Johann Högler, FJB 7, EK, aus Gottschee, erkrankt (Rheumatismus); Korp. Josef Högler, IR 17, 6 Komp., verw.; Inf. Franz Hriber aus Gottschee, IR 17, kriegsgef. in Rußt.; Inf. Franz Hirsch, LJR 27, 7. Komp., kriegsgef.; Zugsf. Julius Hoiholzer aus Gottschee, FJB 7, erkrankt; Inf. Johann Hutter, LstJR 27, verw.; Josef Händler aus Kosiern (Truppenk.?), kriegsgef. in Przemysl; Jäger Johann Högler, FJB 7, verw.; Inf. I. Hutter, IR 17, verw.; Rudolf Högler, Lehrer in Rieg (Truppen!.?), erkrankt. I. Inf. Franz Jeschelnik aus Obertiefenbach Nr. 8 (Trpppenk. ?), verw.; Inf. Jo>ef Jescheluik aus Obertiefenbach Nr. 8 (Brüder), verw. (Truppenk.?); Andreas Jaklitsch aus Verderb (Truppen!.?), kriegsgef. in Noivo Nikolajervsk, Rußl.; Rudolf Jaklitsch, IR 17, aus Verderb, verw.; Tit.-Zugsf. Res.-Korp. Rudolf Jaklitsch, IR 17, 14. Komp., aus Verderb, kriegsgef. in Nama, Nikolajewsk, Rußl.; Ers.-Res. Alois Jelen, IR 17, verw.; Ers.-Res. Johann Jonke, IR 17, verw.; Ers.-Res. Josef Jonke, IR 17, verw.; Ers.-Res. Johann Jonke, IR 17, verw.; Res.-Zugsf. Joses Jaklitsch aus Zwischlern, verw.; Ins. Josef Jaklitsch aus Gottschee, IR 17, Erfrierung der Finger und Füße; Franz Jonke aus Reintal Nr. 24, kriegsgef. in Rußl.; Ers. Res. Johann Jonke, IR 17, verw.; Lst-Jäger Franz Jonke, FJB 7, EK, aus Hinterberg, erkrankt (Herzneurose); Zugsführer Andreas Jaklitsch, IR 97, 3. Komp., verw.; Ers.-Res. Johann Jaklitsch, LJR 4, 13. Komp., Gottschee (Land?), tot; Josef Jaklitsch aus Mitterdorf Nr. 40, kriegsgef. in Rußl.; Johann Jonke aus Kummerdorf, kriegsgef. in Przemysl (Rußl.); Inf. Johann Jaklitsch, IR 26, 2. Komp., tot; Josef Jonke aus Niederliefenbach Nr. 11, kriegsgef. in Serbien. K. Inf. Ferdinand Kapfch, IR 17, 9. Komp., aus Tschermoschnitz, verw.; Ers.-Res. Johann Kapfch, IR 17, 9. Komp., aus Obermösel, verw.; Inf. Alois Kusold, IR 17, 9. Komp., aus Nesseltal, verw.; Zugsf. Rudolf Kowatschitsch, LJR 27, aus Grafenfeld, verw.; Peter Köstner aus Obermösel, vermißt; Ers.-Res. Josef Krauland, IR 17, Oberlehrer in Weißenfels aus Obrern, an einer Kriegskrankheit gestorben; Johann Kraker aus Verderb, verw. und gestorben; Inf. Johann Krisch, LJR 27, aus Rieg Nr. 80, verw. und vermißt, Inf. Johann Krisch, LJR 27, aus Niedertiefenbach vermißt (kriegsgef.?); Korp. Rudolf Kump, LstJ 27, 3. Komp., verw.; Inf. Johann Kobe, IR 17, verw.; Ers.-Res. Johann Kraker, IR 17, verw.; Ers.-Res. Josef Kraker, IR 17, verw.; Ers.-Res. Peter Kump, IR 17, verw.; Korp. Franz Kresse, LJR 27, verw.; Gefr. Johann Kolmanu, IR 17, 13. Komp., verw.; Inf. Adolf Krisch, IR 17, 15. Komp., verw.; Korp. Karl Kurre, IR 17, 14. Komp., verw.; Johann Kösel aus Niederliefenbach Nr. 43, verw.; Peter Kump, IR 17, aus Warmberg bei Nesseltal, kriegsgef. in Rußl.; Zugsf. Alois Kromar, IR 17, aus Kölschen, in Galizien vor dem Feinde gefallen; Tit.-Korp. Rudolf Matthias Kolmann, IR 17, kriegsgef. in Elabuga, Gouv. Kasan, Rußl.; Ers.-Res. Ludwig Kikel, JR'27, 13. Komp., verw.; Korp. Fr. Kresse, IR 27, 8. Komp., verw.; Res.-Zugsf. Alois Kromer, FJB 7, aus Gottschee (Land?), tot; Ers.-Res. Paul König, IR 17, verw.; Georg Krisch aus Niedertiefenbach Nr. 21, vermißt; Inf. Andreas Kump, LstJR 27, 8. Komp., verw; Gefr. Jakob Knaus aus Gottschee (Land?), tot; Inf. Alois Kren, IR 17, verw.; Ers.-Res. Johann Kraker, IR 17, aus Gottschee (Land?), tot; Zugsf. Alois Kikel, IR 17, verw.; Johann Kuruzar, IR 27, aus Lienfeld, verw.; Inf. Kleiner, IR 17, 14. Komp., verw.; Gef. Tit.-Korp. Franz Kreiner, IR 27, 16. Komp., verw.; Inf. Franz Kösel, LstJR 27, verw.; Inf. Johann König, IR 17, kriegsgef. in Atkarsk, Gouv. Saratow, Rußl.; Inf. Peter Kapfch, LstJR 27, tot, Inf. Josef König, IR 17, verw.; Inf. Josef Kreiner, IR 17, verw.; Johann Kapsch aus Obermösel Nr. 74, vermißt; Inf. Vinzenz Kraker, IR 17, 6. Komp., verw.; Zugsf. Adolf Kraus, FKR Nr ?, aus Gottschee, kriegsgef. in Przemysl (Samarkand in Rußl.); Inf. Martin Kramer, IR 17, verw., Inf. Adolf Krisch, IR 17, 6. Komp., verw.; Anton Kresse, LJR 27, aus Ort Nr. 14, an Ruhr gestorben; Res.-Jns. Anton Kraker, IR 17, Gottschee, (Land?) kriegsgef. in Liccanka, Gouv. Tschita, Rußl.. war ursprünglich als tot gemeldet; Karl Kaucky aus der Gemeinde Mitterdvrf, kriegsgef. in Przemysl, Rußl.; Inf. Johann Kump, IR 17, aus Nesseltal Nr. 23, kriegsgef. in Rußl.; Komp.-Horn. Franz Kren, LJR 27, verw. und kriegsgef. in Prijepolje, Serbien; Inf. Anton König, LJR 27, 8. Komp., kriegsgef.; Inf. Franz König, LJR 27, 5. Komp. kriegsgef.; Inf. Johann Kump, LJR 27, 9. Komp., verw. und kriegsgef.; Inf. Matthias Kobe, IR 17, verw.; Jäger Johann Kresse, FJB 7, verw.; Paul Krisch aus Masereben, verw.; Michael Kufele aus Niedertiefenbach Nr. 32, kriegsgef. in Rußl.; Johann Kren aus Malgern, verw. L. Inf. Tit.-Gefr. Eduard Loser, IR 17, 10. Komp., verw.; Georg Loschin aus Kölschen (Truppen!.?), verw.; Johann Lobe aus Obermösel (Truppenk.?), kriegsgef. in Kurgan, Sibirien, verw.; Johann Levstek aus Göltenitz (Kaltenbrunn), kriegsgef. (Truppenk.?); Zugsf. Leopold Lackner, herzogl. Forsthüter in Hohenegg, zweimal verw.; Zugsf. Georg Lackner, IR 17, herzogl. Forsthüter in Moos-, wald, vermißt; Ernst Anton Lackner, Res.-Korp., IR 27, verw.; Matthias Lobe, LstJR 27, aus Zwischlern, erkrankt; Heinrich Lackner aus Obermösel, vermißt; Res.-Jnf. Jakob Lesser aus Göttenitz, erkrankt; Franz Leinert, Ecs.-Res. aus Krapflern, verw.; Res.-Gefr. Josef Loy, IR 17, aus Gotlschee, kriegsgef. (gefallen?); Ers.-Res. Alois Lackner, IR 17, 16. Komp., verm.; Josef Lobe, Besitzer in Zwischlern Nr. 9, verw.; Zugsf. Adolf Linhart, IR 37, ans Gottschee, kriegsgef. in Ntsch, Serbien; Inf. Ferdinand Lunder, IR 17, aus Kaltenbrunn bei Götlenitz, kriegsgef. in Alkarsk, Rußl.; Inf. Johann Lunder, LstJR 27, 3. Komp., verm.; Inf. Johann Lackner, IR 17, verm.; Inf. Viktor Loy. IR 17, aus Gottschee, verw.; Tit.-Unleljäger Johann Lobe, FJB 7, aus Gotlschee (Land), kriegsgef. in Lgow, Rußl.; Inf. Johann Levstik, IR 17, 3. Komp., Gotlschee (Bez.?), tot; Inf. Alois Loser, IR 17, 4, Komp., verw.; Karl Letoldis aus Mitterdorf, kriegsgef. in Rufst.; Zugsf. Johann Lackner, LJR27, 7. Komp., verw.; Albert Loretitsch aus Lichtenbach, kriegsgef. in Przemysl (Moskau, Rußl.); Kan. Alfons Loy, FKR 7, vor dem Feinde gefallen. (Schluß folgt.) Aus Stabt und Land. Hottschee. (Sekundizfeier.) Unser verehrter hochw. Herr Dechant Ferdinand Erker ist am 19. Juli 1890 zum Priester geweiht worden. Er feierte also am 19. v. M. sein 25 jähriges Jubiläum als Priester und Seelsorger. Der hochw. Herr Dechant wollte diesen Gedenktag in aller Stille begehen, aber die Liebe, Zuneigung und Verehrung, die ihm allerseits entgegengebracht wird, ließ es sich nicht nehmen, wenigstens in bescheidenem Rahmen eine würdige Feier zu veranstalten. Am Vorabende (18. v. M.) wurde ihm von einem Sänger- und Sängerinnenchore ein Ständchen dargebracht. Am 19. Juli zelebrierte der hochw. Herr Dechant seine silberne heil. Messe unter zahlreicher Assistenz. Der Hochaltar der Stadtpfarrkirche war festlich geschmückt. Zum Festgottesdienste hatten sich zahlreiche Andächtige eingefunden. Im Laufe des Vormittags erschienen im Pfarrhofe zahlreiche Gratulanten aus allen Kreisen der Bevölkerung. Abends fand im Hotel „Stadt Triest" eine festliche Zusammenkunft im engeren Kreise statt, an der Herr Bezirks-Hauptmann O. Merk, Herr kaiserl. Rat und Bürgermeister A. Loy und andere Honoratioren teilnahmen. Den Trinkspruch sprach Herr Landesgerichtsrat und Rechtsanwalt Dr. Viktor Achazhizh in warmen, herzlichen Worten. Welch große Liebe und Verehrung dem hochwürdigen Herrn Dechanten seitens der Geistlichkeit des Deka- nates entgegengebracht wird, kam bei der tagsdarauf stattgehabten Pastoralkonferenz zum Ausdruck, bei welcher Hochw. Herr Pfarrer und Geistl. Rat Josef Eppich dem Jubilanten namens der Konferenz die herzlichsten Glückwünsche zum Ausdruck brachte. Auch dem anwesenden hochw. Herrn Pfarrer Johann Bartelme, der gleichfalls seine Sekundiz feierte, wurde von den Versammelten aufs wärmste gratuliert. — Von den 25 Jahren der Wirksamkeit unseres hochw. Herrn Dechanten entfallen 14 auf seine Tätigkeit in Gottschee. Es war ihm beschicken, den Bau der neuen Lladtpfarrkirche zu Ende zu führen. Ec hat auch die Mittel zu beschaffen gewußt für die Anschaffung der würdigen, stilgerechten Hvchaltaranlage. Und als im Jahre 1911 die altehrwürdige Corpus Christi-Kirche ein Raub der Flammen wurde, gelang es der willensstarken Tatkraft des Herrn Dechanten, durch Sammlung milder Beiträge in Kürze die Mittel zusammenzubringen, daß der Wiederaufbau dieser Kirche bereits im Jahre 1912 bewerkstelligt werden konnte. Unser hochw. Herr Dechant hat sich so ein bleibendes Denkmal in Gottschee gesetzt. Sein eifriges Wirken als Seelsorger wird allgemein dankbar anerkannt. Er war eifrig bestrebt, durch Veranstaltung von Missionen das religiöse Leben in Gottschee zu erneuern und zu heben. Ihm ist es auch in erster Linie zu verdanken, daß sich der katholische Gedanke in Gottschee nunmehr auch in der Öffentlichkeit freier und mutvoller entfalten konnte. Unvergessen wird es unserem Herrn Dechanten bleiben, daß er in schwieriger Lage nachdrücklich und ohne Kleinmut für die Erhaltung des deutschen Charakters der Stadtpfarre Gottschee eingetreten ist. Möge es unserem verehrten, verdienstvollen Herrn Dechanten beschicken sein, in unserem Kreise auch sein goldenes und diamantenes Priesterjubiläum feiern zu können. — (Dank.) Für die zahlreichen anläßlich meines 25jährigen Priesterjubiläums mir ganz unerwartet zugekommenen freundlichen Glückwünsche spreche ich meinen tiefgefühlten, herzlichen Dank aus. Möge es dem allgütigen Gott gefallen, diese aufrichtigen Wünsche zu erfüllen und meine Pfarrkinder für ihr Wohlwollen zu segnen. Ferdinand Erker, Dechant. — (Allerhöchste belobende Anerkennung.) Nachträglich wird uns von der betreffenden Familie mitgeteilt, daß Herrn Dominik Högler, Oberleutnant im LschR 3 aus Gottschee schon im September 1914 die Allerhöchste belobende Anerkennung zuteil geworden ist. — (Auszeichnung.) Der Kaiser hat dem vor dem Feinde gefallenen Oberstleutnant Paul Ritter Rizzetti v. Monte Tr-buk des IR 46 das Ritterkreuz des Leopold-Ordens mit Kriegs-dekvration verliehen. — (Auf dem Felde der Ehre gefallen.) Herr Hermann To mit sch, Einj.-Freiw. in einem Landwehrinfanterieregim., ist am 16. Juli einem Halsschuß mit Verletzung des Rückenmarkes erlegen, den er am 12. Juli auf dem südwestlichen Kriegsschauplätze erhallen hatte. Der gefallene Held ist ein Sohn des aus der Stadt Gotlschee stammenden Oberlehrers an der Schulvereinsschule in Lichtenwald, Herrn Max Tvmitsch. Hermann Tomitsch wurde am 17. Juli im Friedhofe zu Oberdrauburg mit allen militärischen Ehren beigesetzt. Offiziere und Mannschaften waren zur Einsegnung erschienen und der Feldkurat hielt am offenen Grabe eine ergreifende Trauerrede, in der er die hohen Tugenden des jugendlichen Helden feierte, der sich aus den Armen seiner Eltern gerissen hatte, um freiwillig zu den Fahnen zu eilen. Ehre dem für das Vaterland gefallenen jungen Helden! — (Ausgezeichnete Unteroffiziere.) Dem Feldwebel Johann Schober, LJR 4, und dem Zugsführer, Titularfeldwebel Franz Grill, LJR 27, wurde die Silberne Tapferkeitsmedaille 2. Klaffe verliehen. ■— (Belobte Dienstleistung.) Herr Alois Händler, Feldwebel im LJR 5, aus Goltschee wurde mittelst Dekret für vorzügliche Dienstleistung belobt. — (Vom politischen Forstdienste.) Der Ackerbauminister hat den k. k. Bezirksförster Herrn Adolf Mel liro a in Laibach (früher in Gottschee) über sein Ansuchen in den dauernden Ruhe- stand versetzt. Dem Genannten wurde bei diesein Anlasse die volle Anerkennung des Landespräsidiums für seine eifrige und pflichttreue Tätigkeit und sein erfolgreiches Wirken ausgesprochen. — (Nach dem Heldentode ausgezeichnet.) Aus Leoben schreibt man: Der Kaufmannssohn, absolvierte Jurist und Kadett-Feuerwerker Herr Franz Perz, der am 7. Juni bei Kolonien den Heldentod fand, wurde nachträglich mit der großen Silbernen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet, die der Familie des Gefallenen dieser Tage mit folgendem Schreiben übermittelt wurde: „Habe ich kürzlich als Kommandant unserer Batterie die traurige Pflicht erfüllt, Näheres über den unbeilvollen Tag zu berichten, der uns den Verlust eines lieben, guten Kriegsgefährten gebracht hat, so können wir heute mit kameradschaftlichem Stolze eines der schönsten Ehrenzeichen, die Silberne Tapferkeitsmedaille 1. Klasse, überreichen, mit der unser gefallener Freund für seine treue, tapfere Pflichterfüllung ausgezeichnet wurde. Gern hätten wir seine Brust damit geschmückt. Wir sprechen den herzlichsten, aufrichtigen Wunsch aus, daß diese ehrenvolle Auszeichnung nicht zu einer schmerzlichen, sichtbaren Erinnerung an die herbe Schicksalsfügung werde, sondern den Angehörigen unseres unvergeßlichen Kameraden einen kleinen Trost spenden möge in dem stolzen Bewußtsein: er ist in ehrlicher Begeisterung in den schweren Kampf hinausgezogeu und hat als Held sein Bestes für die gerechte, heilige Sache geopfert. Wir Kameraden werden ihm das schönste, ehrendste Andenken bewahren. Hauptmaun Potz, Lt.: Kristusek, Marie, Gahlert, Lieb, Storcicka und Wagner." — Von anderer Seite wird uns geschrieben: Nachdem der Einj.-Freiw.-Fenerwerker Franz Perz während seiner sechsmonatigen Ausbildung in Wien immer wieder seine glühende Sehnsucht, an die Front zu kommen, geäußert, schrieb er in einem seiner letzten Feldpostbriefe an einen verwandten Priester: Ihre Karlen lese ich immer so gerne; sie flößen Zuversicht und frohe Hoffnung ein. Sie schreiben aus Ihrer Karte von Gottvertrauen und reinem Gewissen; ich kann Sie versichern, beides ist mir eigen. Das verdanke ich der religiösen Erziehung im Elternhause . . . Ehre dem Andenken dieses Helden I — (Verwundete und kriegsgesangene Offiziere.) Aus der Verlustliste 214: Fähnrich i. d. Res. Richard Kraul and, LdschR 1, verw.; Friedrich Linhart, Leutnant i. d. Res., FJB 6, verw.; Albin Tsch inkel, Fähnrich i. d. Res., LJR 4, kriegsges. in Omsk; Oberleutnant Friedrich Kren, IR 17, kriegsges. in Spaskoe oder Spaßkoje, früher Tara, Rußland. — (Unsere Offiziere im Felde.) Unter Bezugnahme auf unseren Aufsatz „Unsere Offiziere im gelbe" (19. Juli l. I.) bringen wir heute nachstehende Ergänzungen: Viktor Tscherne, Oberst d. R., Stellvertreter des Militärkommandanten in Kaschan; Karl Dragan, Einj.-Freiw.-Kadett (?), IR 47; Franz Hauff, Oberleutnant beim Bleibergwerk Bleiberg-Kreuth (Kärnten); Heliodor Kreuzmayer, Einj.-Freiw.-Kadett (?), IR 17; Hermann Tomitfch, Einj.-Freiw. in einem Landsturmregiment, vor dem Feinde gefallen; Franz Erker, Zugskommandant (Leutnant) bei der k. k. freiw. Schützenkompanie „Gottschee"; Luton Erker aus Mitterdorf, Einj.-Freiw.-Kadett, IR 17, zum Fähnrich i. d. Res. befördert; Alois Kraker (Notariatskandidat) aus Neulag, Einj.-Freiw.; Anton Kris che aus Altlag, Einj.-Freiw.-Korp., LJR 27; Dr. Joses Lukau, Oberarzt i. d. Evidenz der k. k. Landwehr, mob. Res.-Spit. 1/9; Albin Tschinkel, Fähnrich i. d. Res., LJR 4, kriegsges.; Gottfried Fink, Fähnrich, IR 17, aus Gottschee, kriegsges.; Josef Locker, Einj.-Freiw.-Kadettaspirant, LJR 26, aus Altlag; I. Hutter, Einj.-Freiw.-Kadettaspirant, IR 17, aus Niedermöfel; Johann Petsche, Einj.-Freiw., aus Grafenfeld; Tierarzt Hermann Kren aus Gottschee, Veter-Einj.-Freiw. (Kadett?), IR Nr. (?); Rudolf Kren aus Gottschee, Oberleutnant (Truppenkörper?); Franz Fink aus Kletsch, Oberleutnant, Landwehr-Bat. Nr. 6; Johann Putre aus Schwarzenbach, Einj.-Freiw., IR 27; LeoSterbenz, Einj.-Freiw.-Kadettaspirant, auf dem ostgalizifchen Kriegsschauplätze infolge eines Schrapnellschusses an Schulter und Lunge schwer verwundet; Ferdinand Ja klitsch aus Mitterdvrs, Eiuj.-Freiw., IR 17; Joses Kreiner, Lehrer in Mitterdorf, Einj.-Freiw., IR 17; Schulleiter Josef S a m i d e aus Langenton, Einj.-Freiw , IR 17. Richtigstellung: Johann Sterbenz aus Nesseltal, Einj.-Freiw.-Kadett, IR 17 (nicht Drag.-Reg. 5). Johann Sterbenz wurde am 24. Juni für seine hervorragenden Leistungen in Anerkennung tapferen Verhaltens vor dem Feinde mit der Silbernen Tapferkeitsmedaille erster Klasse ausgezeichnet. — Zusammen bisher 156 Offiziere (Kadetten, Einj.-Freiw.) aus dem Goltscheer Gebiete. Es dürfte noch eine erhebliche Anzahl fehlen. Wir ersuchen um weitere freundliche Mitteilungen. (Kriegsauszeichnungen.) Der Kaiser hat dem Oberarzt i. d. Eviv. der k. k. Landwehr Herrn Dr. Luk an, mob. Reserve-Spital 1/0, in Anerkennung vorzüglicher und aufopferungsvoller Dienstleistung vor dem Feinde das Goldene Verdienstkrenz mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille verliehen. — Leutnant i. d. Res. Herr Franz Perz des IR 87 aus Koflern erhielt das Militärverdienstkreuz 3. Klasse mit der Kriegsdekoration. Er unternahm mit seiner Kompanie allein einen Sturm auf eine Höhe, der von den schönsten Erfolgen begleitet war. — Herrn Dr. Karl H o f m a n n, Oberarzt d. Ref., LJR 4, wurde die Allerhöchste belobende Anerkennung ausgesprochen (Signum laudis). — Herrn Gabriel Truger, Leutnant, im IR 92, wurde die Silberne Tapferkeitsmedaille 1. Klasse verliehen. — Herrn Arnold B a st ar, Oberleutnant im k. u. k. GAR 12 beim k. ung. 40. LdwJnfTrpDionsKmdo, wurde in Anerkennung tapferen Verhaltens vor dem Feinde das Militärverdienstkreuz 3. Klasse mit der Kriegsdekoralion verliehen. — Dem Oberleutnant Herrn Gustav S t u ch e z, FHR 14, wurde das Militärverdienstkreuz 3. Klasse mit der Kriegsdekoration verliehen. — (Todesfall.) Am 1. August starb hier nach kurzem Krankenlager Herr Anton Jonke, k. k. Oberoffizial, im 69. Lebensjahre. Der Verblichene, der sich der Wertschätzung und Hochachtung aller erfreute, die ihn kannten, diente in Gotlfchee in den achtziger Jahren als Gerichtskanzlist, wurde sodann zum Grundbuchsführer in Möttling ernannt und kam in dieser Eigenschaft (Oberoffizial) in den neunziger Jahren wieder nach Gottschee. Vor mehreren Jahren trat er nach vieljährigem Wirken in den wohlverdienten Ruhestand. Der Verblichene war ein pflichttreuer, eifriger Beamter, dessen Amtswirksamkeit von den Vorgesetzten stets belobend anerkannt wurde. Er ruhe in Frieden. — (K r i e g s w a l l s a h r t.) Die für den 18. v. M. zum Ebner Bild bei Rieg bestimmte Kriegswallfahrt, für welche eine sehr zahlreiche Beteiligung sowohl aus der Stadt als auch aus dem Hinterlande in sicherer Aussicht stand, konnte wegen des überaus heftigen und anhaltenden Gewitterregens, welcher von frühem Morgen bis Mittag niederging, nicht statlfinden und wurde auf Sonntag den 22. August verlegt. Ob und wann die beiden anderen angesagten Kriegswallfahrten, die deshalb zurückgestellt werden mußten, abgehalten werden, wird rechtzeitig bekanntgegeben werden. Wir hoffen auf eine zahlreiche Beteiligung an der Wallfahrt am 22. August. — (Liebesgabe.) Von der diesjährigen Pastoralkonferenz am 21. v. M. in Gottschee wurden für die heldenmütig kämpfenden Krieger an der Jsonzosront 34 K gespendet. — (Unterhaltsbeiträge.) Ungefähr 80 v. H. der bisher eingelaufenen Gesuche um Unterhaltsbeiträge von etwa 3600 Parteien wurden günstig erledigt. Von den übrigen 20 v. H. Gesuchstellern sind die meisten nicht anspruchsberechtig't, weil der betreffende Eingerückte entweder präsenzdienstpflichtig ist oder seiner Familie früher nichts zugewendet hat. Die Zahl der wegen notorisch günstiger Vermögenslage abschlägig Beschiedenen ist gering. — (Aus den Verlustlisten.) Reserve-Vormeister Franz Sürge, FKR 7, Ers.-Batt., aus Gottschee (12. Dezember), kriegsges. Berichtigung zur Verlustliste Nr. 115: Wittine Josef statt Franz, Ers.-Res., IR 17, Gottschee, tot (13. November bis 2. Dezember 1914). Aus der Verlustliste Nr. 217: Verderber Othmar, Kadettaspirant, TJR 2, tot (11. bis 26. Mai); Weiß Johann, Dragoner, DR 5, tot (12. Mai); Wolf Heinrich, Dragoner, DR 5, tot (12. Mai). — (Höchstpreise für Schlachtvieh und Schlachtschweine.) Die Kundmachung der k. k. Landesregierung für Kram vom 26. Juli 1915, Z. 18.918, betreffend die beim Handel mit Schlachtvieh und Schlachtschweinen zu beobachtenden Preise, lautet: Die Landesregierung findet zur Hintanhaltung der Preistreibereien und zum Schutze der Bevölkerung vor den nachteiligen Folgen derselben mit der Geltung für das ganze Land Krain anzuordnen, daß beim Handel mit Schlachtvieh und Schlachtschweinen die nachstehenden Preise nicht überschritten werden dürfen, und zwar a) bei Ochsen 1 kg Lebendgewicht 2 K, b) bei Kühen und Stieren für 1 kg Lebendgewicht K l-80, c) bei Kälbern für 1 kg Lebendgewicht 2 K, d) bei Fleischschweinen für 1 kg K T80, e) bei Fettschweinen für 1 kg Lebendgewicht 2 K. Überschreitungen dieser Preise werden, insoweit nicht die strengeren Bestimmungen der §§ 7 bis 9 der kaiserlichen Verordnung vom 1. August 1914, R. G. Bl. Nr. 194, zur Anwendung zu kommen haben, nach der Ministerialverordnung vom 30. September 1857, R. G. Bl. Nr. 198, mit Geldstrafen von 2 bis 200 K oder mit Arrest von 6 Stunden bis zu 14 Tagen geahndet. Diese Verfügung tritt mit dem Tage der Kundmachung in Kraft. Laibach, am 26. Juli 1915. Der k. k. Landespräsident: Freiherr von Schwarz m. p. — Der Schutz der Bevölkerung wird erst dann wirksam gegeben sein, wenn nicht bloß die Viehsondern auch die Fleischpreise behördlich festgesetzt sein werden. Es geht nicht an, daß bei einem Viehpreise von K 1*80 bis 2 K das Fleisch mit K 3'60 oder noch höher verkauft wird. — (Zuckerhöchst preise.) Im Verordnungswege ist der maximale Grundpreis für Zucker mit K 88'50 per 100 kg gegenüber dem früheren Grundpreis von K 79 behördlich festgesetzt worden. Die Preiserhöhung des Verbrauchszuckers beträgt also X 9'50 per 100 kg. — (Die neuen Getreidepreise) sind durch eine jüngst herausgegebene Ministerialverordnung folgendermaßen festgesetzt: Weizenbackmehl, Weizengrieß, Weizenschrotmehl (Groham-Brotmehl) 68 K für den Meterzentner (68 h per Kilo), Weizenkochmehl 58 K, Weizenbrotmehl 42 K, Weizengleichmehl K 5213 und Roggen-gleichmehl 42 K, Kleie 17 K. Diese Preise verstehen sich ab Mühlenstation. Die Verschleißpreise für den Kleinverkehr werden unter Berücksichtigung der von der Abgabe des Mehles aus der Mühle bis zur Verschleißstelle, Bäckerei usw. noch auflaufenden Kosten und eines angemessenen Gewinnes für die Kleinverschleißer von den politischen Landesstellen festgesetzt werden. In Fiume wurden die Mehlhöchsttarife bereits in folgender Weise bestimmt: Weizenmehl Nr. 0 und Weizengrieß K 78'50, Nr. 2 K 60 50, Weizenbrot-Backmehl 43 K, Roggenmehl K 43 90. — Vor allein muß das Mehl erhältlich gemacht werden, dann erst haben die Preise einen praktischen Wert. — („Der Sieg ist unser, das ist so wie bares Gold!") So schreiben, wie wir aus einem Briefe aus Amerika entnehmen, nunmehr selbst schon die anglo-amerikanischen Zeitungen in Amerika, die die Deutschen und Österreicher bisher so stark befehdet und über sie die unsinnigsten Nachrichten gebracht haben. — Ehrlich währt am längsten, das gilt schließlich und endlich auch in der Politik. Die Dreiverbandlügen haben zwar keine ganz kurzen Beine gehabt, sie liefen monate- und monatelang als bare Münzen durch die ganze Welt. Nun aber sind diese Beine doch auch schon kürzer geworden. Zuletzt wird dem Schwindel der Vierverbandsblätter überhaupt kein denkender Mensch mehr Glauben schenken. — (Aus neuen behördlichen Verfügungen.) Jus Ausland Reisende (auch nach der Schweiz) haben sich mit einem ordnungsmäßigen, mit amtlich bestätigter Photographie versehenen Reisepaß auszuweisen. — Die Veranstaltung von Höhenfeuern sowie von Lagerfeuern der Mäher, Feldarbeiter (Hirten) ist strenge verboten. — Die Gemeindeämter haben die obstbautreibende Bevölkerung dringend aufzufordern, die Erzeugung von Branntwein und Öbstmost heuer so viel als möglich einzuschränken, dagegen das Obst entweder im frischen Zustande zuverwerten oder zu dörren, bezw. auf andere geeignete Weise (Einsieden) zu erhalten. — Zur Verhütung eines größeren Brandunglückes ist notwendig: 1. Zündhölzchen vor Kindern sorgfältig zu verwahren; 2. in jeder Ortschaft für eine entsprechende Beaufsichtigung der Kinder während der Abwesenheit der Eltern am Felde Sorge zu tragen; 3. in jeder Ortschaft nach Tunlichkeit Wasser und Löschgeräte bereit zu halten; 4. für die notwendigen Feuerwachen auch untertags während der Abwesenheit der Ortsbewohner zu sorgen. — Siegesfahnen in den österreichischen, ungarischen, deutschen und türkischen Farben können in zwei Größen 35X48 cm und 80X120 cm (die kleineren K 1 20, bezw. K 110, die türkischen K 1 60, bezw. K 1'40) von der technischen Zentralstelle des Kriegshilfsbüros in Wien, I., Hofer Markt 5, bestellt werden. Gewerbetreibende erhalten einen 20 % igen Rabatt; für Gemeinden und patriotische Vereine ermäßigte Preise (90 h und 80 h, türkische K 110 und 1 K); die größeren Fahnen 4 K (für Gemeinden 3 K). — (Im Felde knapp dem Tode entronnen.) Eine Gruppe der Armee Pflanzer-Baltin hatte am 18. Juni am Dnjestr bei Dolina einen harten Kampf zu bestehen, an dem auch unsere tapferen Siebzehner teilnahmen. Eine Granate schlug neben dem Zugsführer Herrn Josef Stonitsch aus Gottschee, IR 17, in die Erde. Durch den starken Luftdruck wurde Herr Stonitsch in die Luft geschleudert, es drang ihm überall Blut aus dem Körper und er blieb längere Zeit bewußtlos liegen. Er wurde als Kranker zunächst in das Militärspital in Trencsen in Ungarn gebracht, verweilte sodann vier Wochen im Reservespitale in Gmunden und befindet sich jetzt im hiesigen Rekonvaleszentenheim. Sein Zustand ist in erfreulicher Besserung begriffen. — (Granaten und Bombenund wiederGranaten!) Herr Franz Arko, gegenwärtig Assistent-Tierarzt im stabilen Pferdespital in Wolfsberg (Kärnten), früher au der Jsonzofront in Görz, schreibt (22. Juli) an eine Verwandte (Frau F.) in Gottschee in einem zensur. Briefe: In Görz hatte ich 2000 Pferde unter meiner Aufsicht. Am 27. Mai wurde ich zum ersten Male von einer feindlichen Granate eingegraben und kam mit dem Schrecken und einigen Hautabschürfungen sowie mit einem mit Erde und Sand bedeckten Gesichte davon. Am 30. Mai entkam ich nur durch Zufall und durch die Geschwindigkeit meines Reitpferdes der Gefangennahme. Am 4. Juni schlug eine Ekrasitgranate in ein Gebäude ein, von dessen Dach aus ich die Wirkung unserer 30'5-Mörser beobachtete. Das Dach fing Feuer. Tagsdarauf (5. Juni) schlugen nicht weniger als acht Granaten in den Kasernhof ein, wo ich gerade verwundete Pferde behandelte. Ich bekam einige losgesprengte Steinstücke ziemlich wuchtig an meinem Kopfe, bezw. am ganzen Körper zu spüren. Ein kleiner Blutverlust — sonst aber kam ich damals glücklich davon, nur trug ich einige Tage lang einen scheinbaren Wasserkopf. Der Feind schien es überhaupt auf meinen Kopf abgesehen zu haben, denn schon zwei Tage später (7. Juni) fiel einige zehn Schritte von mir entfernt eine feindliche Fliegerbombe nieder, die meinen damals ohnehin schon stark eingedorrten Bauch unsanft mit Sprengstücken bewarf. Selbstverständlich bekam auch der arme Kopf wieder seinen Teil ab ■—• einige Schottersteine, Eisensplitter usw. Ich lag bewußtlos am Boden, und als ich erwachte, war ich im Spitale. Als die Italiener auch die Stadt Görz mit Granaten und Bomben belegten, durften jene, die gehen konnten, das Spital verlassen. Das tat auch ich, kam zunächst nach Heidenschaft, dann nach einigen Tagen nach Adelsberg und von dort nach Wolfsberg. Näheres später einmal mündlich. Grüße I — (Vom italienischen Kriegsschauplätze.) Ein Offizier aus Gottschee, der sich unmittelbar hinter der Front befindet, schreibt uns (zensuriert): „Ich sehe und höre täglich die vergeblichen Anstrengungen der Italiener. Sie schießen bis zur Bewußtlosigkeit. Der Erfolg ist aber bis jetzt gleich Null. Unsere tapferen, kampferprobten Truppen spielen bei der Knallerei bei guter Menage höchstens Tarock und freuen sich des Lebens; sagen doch die hiesigen dalmatinischen Landesschützen, es sei für fte hier die reinste Sommerfrische. So vertreiben sie sich unter mörderischem feindlichen Artilleriefeuer die Zeit. Der Gegner geht, wenn er unsere Stellungen durch sein Geschützfeuer erschüttert glaubt, mit allem Elan vor, wird aber durch wohlgezieltes Schießen aufgehalten. Seit den acht Wochen der Kriegsdauer (der Brief ist vom 16. Juli) erreichte er außer dem unserseits freiwillig geräumten Gebiete nicht einen Schritt Boden; dabei hat er viele Zehntausende an Toten. Wie erhebend klingt da der Wahlspruch der Kärntner Schützen: Wir steh'n wie unf'rer Berge Wand Und wollen nicht wanken und weichen. Es führt nur ein Weg ins Kärntnerland, Der Weg über unsere Leichen. Dieser Spruch gilt auch für die Jsouzofront und für den Weg nach Krain. — Wohin man sieht, lauter kaisertreue, heldenmütige Truppen — in Tirol 15 jährige und weißhaarige, aber treffsichere Schützen, tapfere Frauen und Mädchen! Die begeisterte Wiederholung von 1806! — Gestern wurden hier zwei italienische Flugzeuge und ein feindlicher Fesselballon von uns heruntergeschossen." — (Zur Kriegslage in Rußland und in Italien.) Pariser, Londoner und Haager Stimmungsberichte lassen keinen Zweifel aufkommen über die große Bestürzung, welche die gefährdete Lage des russischen Heeres im Lager des Vierverbandes hervorgerufen hat. Man befürchtet eine Katastrophe der russischen Armee. Immer enger zieht sich der Ring der österreichisch-ungarischen und der deutschen Armeen um das Herz Westrußlands. Warschau wird voraussichtlich fallen. — Auch für Italien wird die Abrechnung kommen. Trotz der nach russischem Muster (Karpathenkämpfe!) gebrachten ungeheuren Menschenopfer haben die Italiener den Durchbruch der Jsonzosront nicht erzwingen können. 80.000 Mann haben die Italiener bei der ersten, 100.000 bei der zweiten Jsonzoschlacht verloren. Mehr als zwei Monate schon haben unsere tapferen Truppen mit beispiellosem Heldenmute und zähester Ausdauer die furchtbaren Angriffe eines fanatisierten, an Zahl weit überlegenen Feindes nufgehnlten. Ihre eiserne Entschlossenheit bürgt dafür, daß der Erbfeind unter keinen Umständen einen Triumph seiner Tücke und Treulosigkeit erleben wird. Generaloberst Erzherzog Eugen erklärte bezüglich der Lage an der Jsonzosront, daß fürchterlich schwere Kämpfe dort geführt werden, indem besonders die italienische Artillerie unsere Stellungen mit einem ganzen Hagel von Geschossen bewerfe, und wenn es zum Angriffe komme, wir einer mehrfachen Übermacht gegenüberstehen. Aber unsere Truppen halten mit bewunderungswürdiger Tapferkeit und Ausdauer stand. Darum ist die Erwartung berechtigt, daß es den Italienern trotz ihrer ungeheuren Übermacht nicht gelingen wird, die Jsonzosront zu durchbrechen. — (Großes Schadenfeuer in Reifnitz.) Am 23. Juli nachmittags um 5 Uhr brach in einer gegenüber der Eleklrizitäts-anlage Oražem in Reifnitz gelegenen Keusche ein Schadenfeuer aus, dem über 30 Wohnhäuser und ungefähr ebenfouiele Wirtschaftsgebäude in den Vororten Mala und Velika Mlaka ■— eine lange Häuserzeile — zum Opfer fielen. Überdies wurden die bereits ein-gebrachten Lebensmittel- und Futtervorräte vernichtet, während das Vieh gerettet werden konnte. Der Brand soll durch spielende Kinder verursacht worden sein. An der Löschaktion beteiligten sich neben der Feuerwehr von Reisnitz die Feuerwehren aus der Nachbarschaft (Jmjewitz, Soderschitz, Großpölland, Großlafchitz, Niederdorf) und die Feuerwehren von Gottschee und Mitterdorf. In Gottfchee wurde der Brand durch telegraphische Benachrichtigung um halb 6 Uhr abends bekannt und es fuhr die hiesige freiwillige Feuerwehr mit der Spritze mit dem Abendzuge nach Reifnitz. In Mitterdorf schloß sich ihr auch die dortige Feuerwehr an. Der Gottscheer Feuerwehr gelang es, in gefährlicher Lage die Maschinenanlage des Elektrizitätswerkes zu retten. Infolge der vereinten Bemühungen sämtlicher Feuerwehren wurde das Feuer zwischen 7 und 8 Uhr abends lokalisiert, wodurch der Markt Reisnitz vor einet Katastrophe bewahrt wurde. Ein Glück war es auch, daß kein heftiger Wind wehte. Der Schaden wird mit nahezu einer halben Million Kronen angenommen; die Abbrändler waren zum größten Teile versichert. — (Ein Brief vom nördlichen Kriegsschauplätze.) Ein Einj.-Freiw. Kadett schreibt an seine Eltern in Mitterdorf: Ich schlafe in der Feuerlinie in einer Erdhöhle. Unser Bett ist ein Hausen Heu, das überhaupt den ganzen Raum einnimmt. Neben mir haust noch ein Kollege hier. Am Fuße des Bettes liegen aus einer Bank Trinkgefäße, Milchbehältnisse, Schachteln mit Kakao, Zeitschriften („Woche" usw.) und Bücher. In einer Ecke rechts von der Bank befindet sich der Herb, wo wir unser Frühstück, nämlich Kakao, Tee, Kaffee, kochen. Statt während des Tages zu essen, trinken wir. Das ,,Mittag"mahl bekommen wir erst um 6 oder 7 Uhr abends. An den Wänden hängen unsere übrigen Sachen mit Ausnahme des Rucksackes, der kotig neben dem Ausgang der Höhle liegt. Trete ich zur Türe hinaus, bin ich im Schützengraben, der täglich fertig sein muß und an dem immer gearbeitet wird. Er ist jetzt zwei Meter tief und schon teilweise schrapnellsicher eingedeckt. Der Schützengraben unserer Kompanie liegt auf einem Bergrücken. Er ist vorne geschützt durch Hindernisse, damit die Russen umso schwerer den jähen Hang hinaufkommen können. Der Dienst ist sonst nicht beschwerlich. Man beaufsichtigt seinen Zug bei der Arbeit. Jede zweite Nacht muß ich mit noch einem Kollegen Wache halten. Größere Gefechte finden augenblicklich nicht statt. Die Russen liegen jenseits eines Baches, etwa 1200 Schritte entfernt. Sie schießen nur bei Nacht, um unsere Feldwachen zu beunruhigen. Im übrigen sind sie ziemlich harmlos, da ihre Kugeln — manche darunter sind Dum-Dumgeschosse — nicht treffen. Untertags sieht man keinen Russen. Sie liegen wohlversteckt in ihren Deckungen. Während die russische Infanterie schläft, ist ihre Artillerie, die übrigens sehr schwach ist, in einiger Tätigkeit. So alle drei Tage geben sie drei bis vier Schuß ab, da sie mit der Munition sparen müssen. Neulich einmal war bas Feuer beiderseits allerdings ungemein heftig. Es wurden einige Ortschaften in unserer unmittelbaren Nähe in Brand geschossen. Eine davon brennt noch Herne. Der Brand bietet insbesondere in der Nacht ein schaurig-imposantes Bild. Das Schlachtfeld ist auch sonst interessant. Hinter den russischen Stellungen zieht sich ein langer Tannenwald hin, dessen Rand stark besetzt sein durfte. Mindestens liegt dort die feindliche Artillerie versteckt. Air sonnenhellen Tagen steigt dort immer ein Ballon auf. Mit meinem vortrefflichen Glase sehe ich sogar die Gondel mit dem Beobachter. Bon Zeit zu Zeit wird der Ballon heruntergezogen. Von uns kann er nicht beschossen werden, denn er befindet sich außerhalb der Feuerwirkung. Ein zweiter Ballon, der über einem Bergrücken schwebte, wurde allerdings von unserer Artillerie beschossen. Ich sah mit dem Glase, wie rechts und links weiße Wölkchen wie ans dein ’Jttchts aufplatzten, indem der Ballon mit Schrapnells überschüttet wurde. Vor drei Tagen entspann sich in der Nacht plötzlich ein heftiges Feuergefecht. Ich eile zu meinem Zuge. Der Himmel war ganz rot beleuchtet. Ich schaute durch die Schießscharte. Die Russen hatten seitwärts ein Dorf in Brand gesteckt. In einemfort sausten über unseren Köpfen und um die Ohren die russischen Kugeln. Fliegt eine Kugel nahe an einem vorbei, bann hörst du ein seines, dünnes Pfeifen, zugleich auch einen Knall, wie wenn eine Sauerbrunnflasche entkorkt wird. Dies ist der Knall eines russischen Jnsanteriegewehres. Die Durn-Durngeschosfe zerplatzen aber beim Aufschlag, ober täusche ich mich; ich weiß nicht, aber ich höre täglich solche in die Höhlenwand einfchlagen und mein kriegserfahrener Freund meint, dies feien Dnm-Dumkugeln. In dieses Feuergefecht mischte sich das Maschinengewehr. Man kennt es sofort aus dem Feuerlärm heraus an der ungemein raschen Aufeinanderfolge der Schüsse und an dem Knall oder Geknatter. Übertönt wurde der Feuerlärm durch die Artillerie. Mau hört bloß einen dumpfen Donnerfchlag, denn die Artillerie schießt indirekt und ist mehrere Kilometer weit entfernt. Du hörst über dir weg etwas in der Luft vorüberfaufen, ein metallenes Jauchzen oder Singen, etwa so ähnlich, wie wenn sich bei uns zn Hanse beim „Zailenz" eine Wetterfahne sausend dreht. Anders ist das Sausen der Granaten. Du glaubst, ein Leiterwagen fahre knarrend durch die Luft. Die Wirkung und der Knall der auffchlagenden Granate ist einfach scheußlich, wie ich sehen konnte, als einige davon in die russischen Deckungen einschlugen. Beim Schrapnellfeuer hingegen hörst du zuerst einen dumpfen Donnerschlag, bann entstehen weiße Wölkchen in der Lust, die Schrapnellstücke zerstreuen sich auf den Erdboden. Gegen gut gezielte Granatfchüsse hilft keine Deckung, wohl aber gegen Schrapnells. An solche Dinge mutz man sich gewöhnen. Unsere Leute sind an derlei Dinge schon so gewöhnt, daß ein russisches Gewehrfeuer unsere „Janezi" nicht einmal veranlaßt, sich umzusehen. Wir haben bisher bei unserer Kompanie noch keinen Verwundeten. Herzliche Grüße! Mitterdorf. (Auszeichnungen im Kriege.) Dem Reserveleutnant Herrn Franz Perz aus Kostern 22 wurde in Anerkennung tapferen Verhaltens vor dem Feinde das Militärverdienstkreuz 3. Klasse mit der Kriegsdekoration verliehen. — Der Besitzer Herr Alois Jaklitsch aus Windischdorf 14 wurde zum Stabsfeldwebel ernannt^ und mit der Silbernen Tapferkeitsmedaille 2. Klasse ausgezeichnet. Nebstbei erhielt er eine Geldprämie von 20 K. Wir sind stolz darauf, nunmehr fünf ausgezeichnete Krieger in der Gemeinde zu haben. — (Beförderung.) Der Kadett Herr Anton Erker ist zum Fähnrich i. d. Res. des IR 17 befördert worden. — (Von einer Granate zerrissen.) Seit zwei Monaten wohnte in Koflern die Sicherheitswachmannsfrau Anna Perchavec mit zwei Kindern, von denen das jüngste hier geboren wurde und erst sieben Wochen alt ist. Die Frau mußte aus Görz flüchten. Nun hat die Bedauernswerte vor vierzehn Tagen von dort schriftliche Nachricht erhalten, daß ihr Mann während des Dienstes von einer Granate getroffen und förmlich zerrissen wurde. Einer christlichen Frau würdig ist ihre Äußerung, es biete ihr im herben Schmerze großen Trost, daß ihr verstorbener Mann noch unmittelbar vor ihrer Abreise aus Görz mit ihr gemeinsam bei der Beicht und Kommunion war. — (Trauung.) In der Allerheiligenkirche in Brooklyn wurde am 12. Juni Johann Perz aus Oberloschin 25 mit Maria Poje aus Jnlauf getraut. Grafenfeld. (Auf dem Felde der Ehre gefallen.) Rudolf Fritz aus Grafenfeld Nr. 7, LJR 19, ist am 23. Mai auf dem Schlachtfelde in Galizien vor dem Feinde gefallen. Er wurde für seine tapfere Haltung durch Verleihung der Silbernen Tapferkeitsmedaille 2. Klasse ausgezeichnet. Seine letzte Ruhestätte ist im Friedhof Huziejow bei Bolechow in Galizien. — Es sind nun bereits drei Grafenfelder mit Tapferkeitsmedaillen ausgezeichnet worden, zwei von ihnen mit der Goldenen Tapferkeitsmedaille. Zwischlern. (Heldentod.) Nach einer Privatmeldung ist Jäger Johann Tanke, FJB 7, 4. Komp., aus Zwischlern Nr. 15, infolge seiner Verwundung (Schuß in den Hals), die er am 22. Juni auf dem nördlichen Kriegsschauplätze erhalten hatte, am 24. Juni in einem Spitale in Ungarn gestorben. Ehre seinem Andenken. Mosel. (Einer bei der Molormörserbatterie.) Die Familie Maichin in Küchlern hat drei Söhne beim Kriegsdienste. Der älteste Julius war von allem Anfänge mit Richard Krauland aus Geschwend zu der schweren Mörserbatterie als Kanonier zugeteilt, war jetzt im Juli auf Urlaub zu Hause und beschreibt kurz seine bisherigen Fahrten in folgender Weise: „Am 1. August 1914 bin ich eingerückt nach Heidenschaft im Küstenlande zu der 30'5 cm Mörser-Batterie. Wir sind von der Garnison am 10. August weggefahren und fuhren vom 10. bis 15. August über Salzburg durch das ganze Deutschland bis Köln am Rhein, wo wir zwei Tage in Zivilhäusern einquartiert wurden. Am 18. August ging es weiter bis Belgien. Am 20. August kamen wir nach Lüttich (welches bereits gefallen war). Bon dort fuhren wir mit den großen Motorgeschützen nach Namur, welche Festung nach starker Beschießung am 24. August gefallen ist. Dann ging es zur französischen Festung Maubeuge. Dort haben wir stark geschossen und die Festung am 7. September erobert. Hierauf kam unsere Batterie in die Ruhestellung nach der Stadt Jemappes. Am 17. September ging es nach Einwaggonierung der Geschütze mit Bahn nach Brüssel, kamen am 18. an und blieben bis 26. September daselbst. Jetzt kam die Festung Antwerpen an die Reihe. Nach ihrer Eroberung am 9. Oktober rasteten wir bis 14. Oktober, hierauf ging es zurück nach Deutschland, kamen am 16. Oktober in Köln an und wurden hier wieder in Zivilhäusern einquartiert. Es ist uns hier sehr gut gegangen. Am 24. Oktober fuhren wir wieder nach Belgien zur Stadt Gent, verblieben da bis 3. November, kamen dann nach Stadenberg, wo wir wieder fest schossen. Von da fuhren wir am 17. Jänner nach Roulers und am 10. Februar mit der Bahn nach Deutschland über Berlin nach Ostpreußen zur Stadt Marienburg, kamen am 14. an und blieben dort bis 20. Februar. Jetzt fuhren wir nach Russischpolen, zertrümmerten da die Festung Offowiec. In Russischpolen habe ich gekämpft vom 23. Februar bis 20. März, dort war sehr große Kälte. Am 22. März fuhren wir in Ruhestellung in die Stadt Danzig (an der Ostsee) bis zur Fertigstellung unserer Riesengeschütze, die nach Pilsen in Böhmen zur Reparatur geschickt werden mußten. Bon Danzig fuhren wir am 27. April ab und zwar per Bahn über Bromberg, Wleschen, Kreuzburg, Oderberg nach Galizien. In die Stadt Krakau kamen wir am 1. Mai, fuhren denselben Tag weg nach Lobowa. Dort haben wir auswaggoniert und sind gleich in Stellung gegen den Feind gefahren. Bis Tarnow haben wir drei Stellungen gehabt und dann die Russen getrieben bis Przemysl. Dort haben sich die Russen wieder festgesetzt, aber sich nicht lange aufhalten können, da wir mit unseren 30 5-Mörsern auf die Festung geschossen haben. Die Russen mußten am 3. Juni die Festung übergeben. Am 4. Juni fuhren wir gegen die Stadt Jaroslau, von wo weiter wir starke Kämpfe bis Lemberg, der Hauptstadt von Galizien, gehabt haben. Die Russen mußten diese Stadt am 22. Juni verlassen. Wir rückten ein und blieben daselbst bis 27. Juni. In der Stadt Lemberg war ein großer Jubel bei unserer Einfahrt. Unsere Geschütze und Automobile waren mit Blumen geschmückt und die Straßen mit Blumen bestreut. Von Lemberg sind wir den 28. Juni nach Rawaruska gefahren zur Reparatur unserer Geschütze. Am 10. Juli bin ich nach Hause gereist auf vierzehntägigen Urlaub, am 25. Juli muß ich die Heimat wieder verlassen und rücke wieder ein in die Front zu meiner Batterie. Julius Maichin, k. u. k. österr.-ung. Fest.-Art., 30°5 cm Motormörserbatterie. — (Eheschließungen in Amerika.) In Brooklyn am 5. April Maria Lackner aus Verdreng Nr. 4 und Georg Montei aus Unterdeutschau; in Cleveland Ohio am 16. Mai Johann Hutter aus Küchlern Nr. 4 und Paulina Stalzer aus Nesseltal, am 28. Mai Aloisia Zima aus Reintal Nr. 9 und Andreas Schauer aus Unterwarmberg. — (Gestorben.) Am 4. Juli starb in Obermösel Nr. 8 Josef Jonke, Besitzer, Gastwirt und Kaufmann, an Herzlähmung in seinem 56. Lebensjahre. Da derselbe allgemein bekannt und beliebt war, beteiligten sich bei seinem feierlichen Leichenbegängnisse außer der heimischen Bevölkerung viele Auswärtige, darunter besonders mehrere Kaufleute aus Gottschee. Der Verstorbene war Vater von 15 Kindern, von denen noch fünf leben, zwei zu Hause und zwei in Amerika sich befinden; ein Sohn ist aber beim Militär. Die Witfrau Franziska Jonke wird das Geschäft und die Gastwirtschaft weiter führen. — Am 14. Juli starb in Obermösel Nr. 23 Joses Perz, 76 Jahre alt, an Altersschwäche. Er war ein sehr fleißiger Schneider und besaß bis in die letzte Zeit so gute Augen, daß er die feinste Nadel einfädeln konnte. — (Gefallen) ist im Kampfe gegen die Russen (angeblich am 1. Juli) Leonhard Maichin, Vater von zwei Kindern, aus Verdreng Nr. 20. Durch seinen Tod kehrt Armut und Elend in seine Familie, bestehend aus Weib, Kindern und einer alten Mutter, die er bisher ehrlich und rechtschaffen durch seiner Hände Arbeit ernährt hatte. Er war ein guter Taglöhner und Holzarbeiter. In letzterer Zeit befaßte er sich auch mit dem Sohlenbrennen. — (Gefangen) wurden in letzterer Zeit auf dem russischen Kriegsschauplätze: Josef Schober aus Reintal Nr. 42, Josef Sch emitsch aus Reintal Nr. 25 und Matthias Verderber aus Oberfliegendorf Nr. 4. Altlag. (Todesfall.) Am 31. Juli starb hier Josef König von Altlag Nr. 59, 51 Jahre alt. Wesseltal. (Eheschließung.) Am 6. Juni wurden in der Allerheiligenkirche in Brooklyn Matthias Maichen aus Untersteinwand Nr. 9 (Parthen) und Rosalia Samida aus Pöllandl; am 26. Juni Josef Kropf aus Schalkendorf Nr. 23 mit Rosa Stalzer aus Untersteinwand Nr. 12 (Krumarsch) in der St. Peterskirche in Cleveland getraut. — (Heldentod.) Unsere Kriegschronik hat wieder einen Helden verewigt. Der allseits beliebte, erst 25 Jahre alte Hans R a b u s e, Nesseltal Nr. 54 (Oadelfch), der seit der allgemeinen Mobilisierung als Zugsführer tapfer kämpfend ununterbrochen im Felde stand, ist am 18. Juli auf dem galizischen Kriegsschauplätze gefallen. Die Mutter des gefallenen Helden erhielt dieseriage vom Zugsführer Anton Lufcher eine am 18. Juli aufgegebene Karte folgenden Inhaltes: „Geehrte Frau! Eine traurige Pflicht erfülle ich, indem ich Ihnen mitteile, daß Ihr Sohn und mein lieber, guter Kamerad Hans Rabuse heute am 18. Juli durch einen Kopsschuß den Heldentod gefunden hat; sein Leiden war kurz. Begraben haben wir ihn auf dem Friedhofe zu —. Den Namen werde ich Ihnen später bekanntgeben. Meine innigste und aufrichtigste Teilnahme! Mit Hochachtung: Anton Luscher, Zugsführer." In der Stunde des herben Schmerzes möge es der allen Mutter zum Troste sein, daß das Andenken des gefallenen Helden in unseren Herzen unauslöschlich bleibt. Wir bedauern und bewundern gleichzeitig auch unsere Helden. Kinteröerg. (Patriotisch.) Komme ich eines Tages in der Früh, es war zur Zeit, als noch Kriegsanleihe gezeichnet wurde, nach Hinterberg. Auf der Straße begegnet mir ein steinaltes Weiblein, bleibt vor mir stehen und redet mich also an: „Herr Pfarrer, ich habe gehört, der Kaiser braucht Geld, achthundert Gulden habe ich in der Sparkasse, fünfhundert gebe ich dem Kaiser, für mich sind dreihundert genug. Wo kann ich dem Kaiser das Geld geben?" „Muhme", sagte ick, „traget euer Sparkassebuch nach Rieg zur Post, dort wird für den Kaiser das Geld eingezahlt." Und das alte Mütterchen humpelte und eilte nach Rieg zur Post, um dem Kaiser Geld zu geben. Ilnterwehenöach. (Heldentod.) Am 4. Mai ist bei Nad-worna in Galizien Josef Schweiger aus Unterwetzenbach den Heldentod für das Vaterland gestorben. Kohenöerg. (Todesfall.) Am 22. Juli wurde Maria Herbst, Gattin des Matthias Herbst von Hohenberg Nr. 8, begraben. Wien. (Todesfall.) Am 13. Juli starb hier nach kurzem schweren Leiden und Empfang der heiligen Sterbesakramente Herr Johann Stalzer, Bürger von Wien, Mitglied der Bürgervereinigung, im 80. Lebensjahre. Der Verstorbene war eine allseits geachtete Persönlichkeit, die sich der Wertschätzung aller, die ihn kannten, erfreute. Er ruhe in Frieden! Sei einmaliger Einschaltung foflcl die viergespaltene „ ^ Die Anzeigengebühr ist bei einmaliger Linschalwn, «leindruckzeile »der kren Baum 10 Heller, bei mehrmaliger gleich bei Bestellung, bei mehrmaliger vor der zweiten Lin. Linschaltung 8 Heller. Sei Einschaltungen durch ein halbes iHl fl /llUKil schaltung zu erlegen, — (Es wird höflichst ersucht, bei Bestei. Z->hr wird eine zehnproze, tige, bei solchen durch das ganze Zahr J H VII* Im,gen von den in unserem Blatte angezeigten Zirmen sich stet, eine zwanzigprozentige Ermäßigung gewährt. aus den „Gottscheer Boten" zu beziehen. Verein der Deutschen a. ßottsebee — in Wien. — Zitz: I., Hirnrnelpfortgasse Nr. 3 wohin alle Zuschriften zu richten sind und Landsleute ihren Beitritt anmelden können, Zusammenkunft: Jeden Ponnerstag im Vereinslokale „Zum roten Igel", L, Alörechtsplatz Wr. 2. Danksagung. Für die vielen Beweise liebevoller Anteilnahme anläßlich des herben Verlustes, den wir durch das Hinscheiden unseres innigst-geliebten Gatten, Vaters, Großvaters und Schwiegervaters, besternt Anton Jonke ft. K. Höerofstzials i. A. erlitten haT ,, sowie für die zahlreiche Beteiligung am Leichenbegängnisse sagen wir hiemit allen unseren tiefinnigsten, wärmstenDank. Hottschtt, im August 1915. Die Jamilie Jonke. Sparkasse der Stadt Gottschee. Ausweis f. b. Monat Juli 1915. K 6,235.214-86 „ 147.931-41 „ 474.020 24 „ 137.882-70 „ 6,089.922-92 1.100 — 13.105-70 „ 4,390.291-01 Einlagen: Stand Ende Juni 1915 . Eingelegt von 256 Parteien Behoben von 290 Parteien Aapital. Zins, im J.Sem. 1915 Stand Ende Juli 1915 . Kl>pothekar-§arleHen: zugezählt . . rückbezahlt . . Stand Ende Juli 1915 . Wechsel-Darlehen: Stand Lnde Juli 1915 . „ 115.147"— Jinsfnß: für Einlagen 472% ohne Abzug der Rentensteuer, für Hypotheken im Bezirke Gottschee 572%, für Hypotheken in anderen Bezirken 5 % %, für Wechsel 672%. Hottschee, am 31. Juli 1915. Die Direktion. Abonnieret und leset den Gottscheer Boten! Verantwortlicher Schriftleiter C. Erker. — Herausgeber und Verleger Josef Eppich. — Buchdruckerei Josef Pavlicek in Gottschee.