Hummer 27. Pettau. den 4. Juli 1807. Vill. 3nljrgamj. erscheint jeden Sonntag. Preis für pettau mit Zustellung in- Hau-: Bierteljährig sl. 1.«,. halbjährig st. 2.40, ganzjährig fl. 4.80, mit Postversendung im Inland,! «iertcljiihrig fl. J.40. halbjährig sl. 2.80, ganzjährig fl. 6.60. — Einzelne Nummern 10 fr. Schriftleiter: Ilses FelSuer. Allerheiligengaffe 14. — Serwaltung «»d Serlag: W. Blanke, Buchhandlung Hauptpla? Nr. 0. HandschMen^verden nicht zurückgestellt, Ankündigungen billigst berechnet. — Beiträge sind erwünscht und wollen längsten» bis Freitag jeder Woche eingesandt werden. Kein Föderalismus. I» einem Artikel der „Unverfälschten deut-schei Worte" vom 17. Juni d. I. bespricht der BeN'asser die Stellung der radikalen Deutschnatio-»ale» zum Föderalismus in Österreich in einer sachg mäßen Weise, die sehr viel zur Klärung der Mei lungeii beitragen kann, ivenn man diese Frage vom Standpunkte eines österreichischen Deutschen beur-Heilt, dabei aber die paiteipolitische Brille ab-legt. Der Tenor diese» Aussatzes klingt in dem Satze auS: „Die sörderaiistijche StaatSform in Cisleithaiiien bedeutet nicht blos die Beruichtung der österreichischen StaatSeinheit, sondern auch die Vernichtung jeglicher politischen Bedeutung in den .vereinigten Staaten" EiSleithanienS. — Und schon deshalb ist es nicht bloS eine patriotische sondern auch eine nationale Pflicht der Deutschen in Österreich, für die Einheit Österreich? exclusive GalizienS und Dalmatiens einzustehen". Dass da» Programm der Deutschnationalen radikaler Färbung die Sonderstellung GalizienS und Dalmatiens verlangt, dass die Deutjchnatio. »alen strengster Observanz das .Los von Gali-zien!" in ihr politisches Glaubensbekenntnis a»f. genommen habe,:, leuchtet heute selbst den Gemäßigteren ein, die ebenfalls nicht begreifen, dass die Deutschen Österreich« Jahr um Zahr Millionen an Steuern für ein Land opfern sollen, welches sich allein nicht erhalten kann und znm Lohne dafür nach den Klängen des polnischen Dudelsack tanzen sollen. Und weil dem so ist, weil selbst die Gemäßigteren der polnischen Borherrschast in Österreich dereitS übersatt sind, so findet die Idee eines föderalistisch gestalteten Österreich Anhänger unter Mag nicht! (Bortfctynif.) »DaS ist brav", nickte der Pfarrer freund-lich „und wenn ich Ihnen mit etwas dienen kann, liebes Kind, schreiben Sie mir. In St. Asra sind Sie angestellt? Na, ist ein etwas harter Posten für ein junges Mädchen. Biel Cultur ist in den Gräben bei den Waldbauern nicht zu finden. Die werden schon noch rechtschaffen knorrige Klötze fein, aber 's ist gesundes Holz, gclt ja?" „Ganz richtig Hochwürden", lachte die Unterlehrerin, „aber ich kann nicht klagen, sie scheinen zufrieden mit mir." „Wohl, wohl. Weiberl, man muß die Menschen halt nehme», wie sie sind und sich nicht die Schneid abkaufen lassen, sonst ist's bald g'iehlt! Na Sie schauen mir gerade darnach ans, slz ob Sie mit den Waldbauern umzugehen ver-stünden. Das ist gut für später, meine Tochter, wer in der Welt fortkommen will, muß die Elldogen brauchen können und das lernt man im Valddorse besser als in der Stadt. Aber jetzt gehen wir zur Jause, ich seh schon die Haubenbänder der Mamsell Nani flattern und das bedeutet schlecht Wetter. Also gehe» wir, habe einen Gast im Hause, dem ich auch ein diichen schön thun muß. Fräulein Eschenbach ist ihnen, wie die Anhänger der Steinwender'schen Richtung, welche mit der Sonderstellung GalizienS allein nicht zufrieden sind. Man muss nicht gerade ein Ultra sein, um sehr stark daran zu zweifeln, dass in der Zer-stückelung der diesseitige» Reichshälfte in eine Anzahl autonomer Länder das Heil für die Deutschen in Österreich gefunden werden könne. Denn selbst in dem Falle als diese Zerstückelung gesetzlich durchgeführt werde» sollte, ist nicht qh-zusehen, welchen Bortheil die Deutschen davon haben sollten. Glaube» denn diejenigen Deutschen, welche für die Autonomie derKdnigreiche und Länder schivarme», dass die Tschechen jemals damit einver-standen wären, dass, diejenigen Theile des geplanten Königreiches der böhmischen Krone, ivelche henlc von Deutsche» bewohnt werden, einfach ab-getrennt und zu anderen Ländern geschlagen würde»? Meinen sie, dass die Lechen ihr böhmisches Staatsrccht blos für die öechoslavischen Bezirke Böhmens und Mährens fordern? Nein, sie for-der» das böhmische StaatSrecht für den ganzen Ländercomplex, den heut«; die politischen Grenzen von Böhme». Mähren »n8 Schlesien umfassen »nd in dem Augenblicke, als dieses „Königreich Böhmen" vom übrige» CiSleithanien abgetrennt würde und seine Selbstverwaltung hätte, 'wären die zwei ein» halb bis trei Millionen innerhalb dieser Grenzen lebenden Dentschen geliefert. Gerade jene Deutschen, die. weil weniger vom ClericaliSmnS durchsetzt wie die Alpendcutscheu, im Kampfe um deutfcheS Recht u»d deutschen Boden in ihrer Mehrzahl verlaß-licher sind, wie die Anhänger der Partei des Dr. Ebenhoch »nd Genossen. ES muthet sonderbar an, wenn Dentsche für die nämliche StaatSforin schwärmen, welche seit Jahr-zehnten von allen Deutschfeinden mit einer Zähig- heute angefahren gekommen, um unsere aiitike» Funde zu sehen, aber ich meine, sie will sich auch sonst noch was anschauen," setzte er lachend hinzu und stieß Rohrbach verstohlen in die Seite. An den« gedeckte» Tische saßen bereits die Damen, als die Herren näher traten und zwar so. dass zwischen je zweien einer der Herren Platz nehmen konnte. „Ei ja. immer ein Männlein und ein Weib-lein, wie in der Arche Noäh!" rief der Pfarrer jovial. ..da werden wir zwei wohl leer ausgehen, Pater Karl?" „Mit Nichten, .Herr Pfarrer, Sie erhalten den Ehrenplatz neben Fräulein von Elchenbach, so ist'S ausgemacht und ich besorge die Tafelmusik!" Damit eilte der Kaplan i»S nahe Wohnhaus und bald hörte man die Klänge eiueS Harmoniums durch die offenen Fenster deS Eckzimmers. Am Tiiche klapperten die Kaffeetassen und begann fröhliches Gcplandcr. Rechts neben dem Pfarr-Herrn saß Dolly von Eschenbach, links Fräulein Meindl. Rohrbach schloß an diese an und zu seiner Linken saß die blonde Walküre Fräulein Lennert. dieser gegenüber der jugendliche Supplent Herr Bergmann und so fort. Rohrbach hielt den Blick hartnäckig auf seine Tasse geheftet und that, als horche er den Klängen des Harmoniums, auf dem Pater Karl irgend ein altes Lied spielte. keit angestrebt wird, die selbst vor den schlimmsten Mitteln nicht zurückschreckt, um ihr Ziel zu erreiche» und noch sonderbarer, wen« der Föderalismus von Männern gepredigt wird, die im-stände sind, die Folgen vorauszusehen. Und endlich, gebietet nicht eine weise Poli-tik den Deutsche» Österreichs, den Einheitsstaat $u wahren und für denselben einzustehen mit allen ihren Kräften? Ehrlich währt am längsten! Wie lange wird es den» noch dauern, bis man dort, wo mehr als einmal betont worden ist, dass der Bölkerfriede im Innern um jeden Preis hergestellt werden muss, zu der Einsicht gelangt, dass nicht die Deutsche» Österreichs eS sind, welche diesen für das Reich so nöthigen Frieden muthwillig stören, dass nicht die Teutschen Österreichs es sind, welch« die geietzliche Anerkennung eines RechttS verlangen, welches direkte dem ReichSrechte, der StaatSeinheit zuwider läuft? Wie lauge wird es denn noch dauern, dass man dort, wo die Idee der Reichseinheit niemals ver-blassen kann und darf, sollen die Dinge nicht auf den Kopf gestellt werden, einsieht, dass weder Polen noch Rechen auch dann, wenn sie sich noch so hyperloyal geberden, daS geringste Interesse daran haben, dass Österreich ein Einheitsstaat bleibt; — einzusehen beginnt, dai's die andere Reichshälfte nicht nur keinen Ausgleich mit einem föderalistischen Osterreich schließen, sonder» auch dir Personalunion mit einem aus lose zusammen-häugeuden Theilen bestehende» EiSleithanie» per-horreszire» wird, weil mit der StaatSeinheit Öfter« reichS auch die Großmachtstellung des Doppel-staates flöten gehen mnsS? Wen» sich die Ans-gleichSverhandlungeii schon zwischen iwci Compa-ziSzentcn von Periode zu Periode schwieriger ge- Er schien zu horchen, auch als das In-strumeut verstummte. Da, plötzlich gieug ei« Ruck durch die ganze Gesellschaft und alle Blicke richteten sich säst verwundert nach den offenen Fenstern des nahe» Pfarrhauses, aus dem anfangs etwas zagend, dann immer sicherer und lauter die Akkorde eines Präludiums klangen und jetzt, voll »nd feierlich getragen, mächtig wie auf einer Orgel gespielt, tönte das: „Das ist der Tag des Herrn!" — Eine, zwei Minute» war s stille au der Tafel, dann erhob sich plötzlich Rohrbach und hob die Hand und als hätte mau nur ans dieses Zeichen gewartet, setzten ein Dutzend Männer-stimmen ein nud wundervoll tönte der Gesang dcS MänncrchorcS durch die weichen Lüste des SommernachmittageS: „DaS ist der Tag deS Herrn!" — Lautlos, die Häude gefaltet, den Kopf ge-neigt, saß der greise Pfarrer ui'd horchte mit allen Fibern. Und als der letzte Ton verklungen war. erhob sich der alte Herr und sagte senchten BlickeS: „Kinder, das war mir altem Manne wieder einmal ein seltener Ohrenschmaus, seid gar herzlich bedankt dasürl Aber wer spielt das Harmonium? Pater Karl war es nicht. So, so schön, das kann er nicht." Da kam auch schon der junge Kaplan ganz aufgeregt aus dem Hause und rief: „Herr stalten, um wie viel schwieriger würden sie erst sein, wenn die Verhandlungen zwischen Ofen-Pest und Wien, auch noch von Vorverhandlungen Mischen Prag, Laibach, Trieft und Leinberg abhängig wären? Uubksorgt, — diese Erkenntnis wird und muss sich Bahn brechen ebenso wie die Erkenntnis, das» Österreich nicht einmal ohne die Deutschen, vielweniger gegen dieselben regiert werden kann, wenn eS auch den Anschein hat, als ob eS doch möglich wäre. Nicht ohne die Deutschen, welche dieses Reich geschafsen und zu seiner heutigen Bedeutuiig ge-bracht haben! Ohne diese Deutschen, denn die anderen, welche heute mit den Gegnern der frei-heitlich gesinnten Deutschen in Österreich an einem Strange ziehe», sind vaterlandSlose Gesellen, die bei jedem feierlichen Anlasse zuerst ihr Hoch! auf den Papst und dann erst auf den Kaiser von Österreich anSbringe». Dass eS diesen ganz gleich-giltig ist, ob Österreich ein Einheitsstaat bleibt oder in seine einzelnen Theile zerfällt, wenn sie nur ihre Rechnung dabei finden, ist begreiflich! Aber ganz unbegreiflich ist eS, dass sich Männer im eigenen Lager finden, die daS Heil der Deut-scheu Österreichs vom Föderalismus envarten, der Millionen Deutsche ihren bittersten Gegnern auf Gnade und Ungnade ausliefern würde. WaS liegt daran, wenn offiziöse und osfizi-elle Preßreptilien heute mit den hussitische» Par-teiblättern in ein Horn blasen und die nacken-steifen Deutschen Österreich» „Hochverräther" und „StaatSpreiSgeber" schimpfen? — Eine einzige Wendung der politischen Wetterfahne, die geringste Änderung des CurseS und ihr Geschimpfe ver-wandelt sich im Handumdrehen in eitel Lobhudelei der Deutschen, die durch ein ftarreS „Stein" der polnische» Wirtschaft in Österreich ein Ende ge» macht und durch ei» energisches „Hand weg!" — Österreich vor der Zerstückelung bewahrt haben. Vom Weinbautage in Mar-bürg. Zu den« am Sonntage in Marburg abge-haltenen Wcinbautage waren zahlreiche Weinbau-treibende nicht nur aus Steiermark sondern auch aus dem Nachbarlande Niederösterreich erschienen und Delegiert?, insbesondere von Fachschule» auch auS anderen Ländern. Die Stadt Marburg war theilweise beflaggt. Im großen Saale des Lasinos nahm Sonn-tags um halb 10 Uhr der erste steiermärkische Weinbautag unter sehr zahlreich« Betheiligung — eS waren an die 300 Weinbautreibenden a»S Pfarrer, sie spielt wie die heilige Cäcilia! DaS Harmonium tönt unter ihren Händen wie lauter Himmelstimmen!" „Wer spielt, Pater Karl?" frug Dolly von Eschenbach kühl. „Die Unterlehrerin von St. Afra! Ich weiß ihren Namen nicht!" Da rief Rohrbach förmlich begeistert: „Bravo Fräulein Lippmann!" und ein Sturm von Beifallklatschen und Bravorufen gieng los. Neidlos anerkannten die Collegen die prächtige Leistung. Ei» halbes Dutzend Lehrer eilten ins Haus und führten die junge Unterlehrerin zur Tafel. Der Pfarrer erhob sich, legte beide Hände auf ihre Wangen und rief fast gerührt: „Waldbauern-dirndlein, Waldbauerndirndlein! eine größere Freude hab ich lange nicht erlebt! Sei tausend-mal bedankt!" Die Unterlehrerin von St. Afra neigte den Kopf, nahm die weißen Hände deS ehrwürdigen Pfarrherr» in die ihren und preßte auf jede einen Kuß. Dann sagte sie lächelnd: „Sehen Sie Hochwürden, damit habe ich mich in Sl. Afra beliebt gemacht. Mein Stübel ist sonst kahl und armselig wie eine Klosterzelle, aber ein Harmonium steht doch darinnen und wenn ich den Biiben und Dirndlein die Kirchenlieder lehre, stehen auch viele Alte vor dem Fenster und singen mit. Ein bischen Musik macht auch hart? — 2 — Niederösterreich und Steiermark versammelt — seinen Anfang. Eröffnet wurde die Versammlung vom Obmanne des Vereines zum Schutze des öfter-reichischen Weinbaues. Herr» Prof. Richter, Reichs-rathSabgeordneten und Mitglied deS niederöster-reichische., Le ideSauSschusseS. Unter den Anwesen-den bemerkten wir u. a. die Mitglieder des steier-märkischen LandesauSschusseS. die Herren F. Graf AtteinS. Dr. Kokoschinegg, Dr. Schmiderer und Jnsp. Robitsch. den Präsidenten du' steiermärkische» LandwirtschaftSgesellschast Baron Washington, die niederösterreichischen Landtagsabgeordneten Gögl, Huber und Lechne., die ReichSrathSabgeordnete» Dr. Wolffhardt und Franz Girstmayr. die stei-rischen LandtagSabgeordneten Dr. Link, Ornig und Reiter, den Generalsekretär der Steiermärkische» LandwirtschaftSgesellschast, Herrn kais. Rath Müller, den GeschästSleiter des WeinbauvereineS, Herrn Reckendorfer. den Vertreter deS Ackerbau-Ministeriums Herrn Jnsp. Knrman, Herrn Bürgermeister Jng. Alex. Nagy, Herrn Bezirkshaupt -mann Kankowsky, Herrn Generalstabsarzt Dr. Tischler, Herrn Baron Pirquet d. I., den Direktor der Ackerbauschule in FeldSberg, Kozeschnik. — Zum Vorsitzenden .ourde H*rr Professor Richter, zu dessen Stellvertreter Herr Bürgermeister Nagy und zu Schriftführern die Herren Reckendorfer und Stiebler gewählt. Sodann ergriff Herr Graf AttemS das Wort, um die Versammelten im Namen deS steiermärkische» LandeSauSschusseS zu begrüßen und bekannt zu geben, dass der Landeshauptmann Herr Graf Wurmbrand am Montag in Marburg eintreffen und die Theilnehmer am Weinbautage in der Obst» und Weinbaufchule willkommen heißen werde. Stachdem der Redner für den freundlichen Cm-pfang in Marburg gedankt hatte, wies er auf die bisherigen Erfolge des Vereines zum Schutze des österreichischen Weinbaues hin und hob den Zweck des WeiiibautageS hervor, nämlich Mittel und Wege zu finden, den Weinbau und namentlich in der Steiermark zu fördern, damit er wieder wie seinerzeit blühen uhb gedeihen möge. Die Grundlage hiezu müsse durch die Veredlung der amerikanischen Rebe geschehen. Die Steiermärker könnten sich glücklich schätzen, weil die Straft ihres BodenS noch nicht vollkommen erschöpft sei. Wenn getrachtet würde, die Pflege des BodenS zu verbessern. so könne es dahin gebracht werden, dass Steiermark nicht nur ein schönes, sondern auch ein ergiebiges, reiche Früchte hervorbringendes Land fein werde. Die viel beklagte Lage unseres Bauernstandes müsse wohl ernst, keineswegs aber hoffnungslos genannt werden. Der Landtag fei ebenso wie der LandeSanSschusS bestrebt, auf die Hebung der wirtschaftlichen Lage des Bauernstan- Waldbauern weich. Ich aber müßte in der Einöd verzagen, ohne mein Harmonium." Der Pfarrer nickte gedankenvoll mit dem Kopfe: — „Wohl, wohl, hat der Mensch ein LicbeS um sich, das er so recht gern hat, ob eine lebende Creatur oder ein todtes Ding, von Menschenhand gemacht, da mag ihm vieles Un-recht geschehen und manche Härte begegnen, er vergißt'S, weil er die Liebe im Herzen tragt und die giebt den besten Trost. Vor fünf Jahren frug mein alter Studienkollege im Consistorium, ob ich Lust habe Stab und Jnful zu tragen und die Abtei zu Übernehmen i» Langenbruck, denn ich sei bei Seiner Eminenz gut angeschrieben. — Ja. und waS ist'S mit ineinen lieben Honigvögelein? frug ich den College« ? — Die paßten wohl nicht in die Stadt, meinte er, aber am Abteihofe könnte ich sie unterbringen, der liege oben im Gebirge und gehören schöne Almen dazu. Sehen Sie Kind, da liess ich Stab und Jnful fahren, denn kann ich meine Bienen nicht selber betreuen Tag für Tag. dann mag ei» anderer Abt von Langenbruck sei»; so blieb ich Pfarrer in Heidenstein, erhielt ein güldenes Krenzlein am rothe» Bande vom Kaiser und daS violette Collare von Sr. Emi-nenz und hat inich bis heute nicht gereut. Ist wohl eine närrische Liebe zu meinen Bienen, aber kein Mensch kann leben ohne ein Ding, woran deS hinzuarbeiten, denn dieser habe die ererbte Scholle Jahrhunderte hindurch treu bebaut. Würd« der rechte Augenblick, ihm zu helfen, versäumt, so fei eS vielleicht für alle Zeit zu spät. Wenn der bäuerliche Stand einmal zu Grunde gerichtet sei. so könne ihm — in Italien und England zeige sich dies deutlich — nicht mehr oder doch nur sehr schwer Hilfe gebracht weroen. Der bäu-erlich« Stand müsse bestrebt sein, die Fortschritte der Cultur sich dienstbar zu machen und den maiiigsachen Versuchungen der Gegenwart eine» entsprechenden Widerstand zu leisten. Geschehe dies, so sei es nicht zweifelhaft, das« eS gelingen werde, den bäuerlichen Stand derart zu kräftigen, dass er segensreich für da» Land wirken werde. Bisher sei freilich nicht wie in andere» Ländern so viel, aber doch einige» vom Staate und der LandeSre-gierung geschehen, um die Wiederht.stellung zu-gründe gegangener Weingärten aii'ubahne». Auch hätten einzelne We'.nbautreibcnde in musterhafter Weife durch Anlegung von Weingärten mit ver-edelten Reben den Anstoß zur Anpflanzung ame-rikanischer Reben gegeben. Die Hauptaufgabe ob-liege in dieser Richtung dem Lande, da die Re-gierung dem Lande die Anlagen übergab und die Bewirtschaftung der Anlagen der Landesregierung übertragen wurde. Sodann sprach der Redner dem Ackerbauminister den Dank für seine Unter-stützung nicht nur in moralischer, sondern auch in finanzieller Weise auS, und ersuchte zum Schlüsse, ein wohlwollendes Urtheil b«i der Besichtigung der Rebenanlagen über die bisherige Thätigkeit zu fällen, mit dem Tadel aber auch nicht zurückzuhalten, wo er am Platze fei, denn nur durch Offenheit könne im gegenseitigen Austausch der Meinungen die erwünschte Belehrung erzielt wer-den. (Lebhafter Beifall.) Herr Bürgermeister Jng. Alex. Nagy entbot der Versammlung im Namen der Stadt herzlichen Willkommgruß und dankte vor allen den Vertre-lern der Regierung. deS LandeS-AuSschusseS und der Steierm. LandwirtschaftSgesellschast für ihr Erscheine». Herr Professor Richter hielt hierauf eine längere Rede, deren Gedankengang ungefähr folgender war: Seit der Abhaltung der letzten Weinbautage sei auf dem Gebiete des Weinbaues bereits manche Wendung zum Besseren eingetreten. Unterstützunge» seien bewilligt und Gesetze erlaffen worden — diese zum Theile mit gün-stigem, zum Theile mit abänderungsbedürftigem Inhalte — die Beschaffung von Material sei reichlich gewesen und bald werde eS möglich sein, sich vom Auslande und insbesondere von Ungarn in dieser Beziehung frei zu machen. Was die Frage des Zolle» bei der Einfuhr sein Herz hängt. Freilich, fast könnte ich Si« be-dauern liebe« Fräulein, dass Sie Ihre Jugend in St. Afra hinleben, den» ein Harmonium könnte auch wo anders untergebracht werden. Und es taugt auch nicht recht für ein junges Mädchen, eine Schaar wilder Bauernbuben zu zähmen. War denn kein anderer Posten frei?" — Die junge Unterlehrerin warf einen flüchtigen Blick nach Fräulein von Eschenbach, die mit Pater Carl sehr eifrig über die gefundenen Alter-thümer sprach und den Wunsch äußerte, dieselben so bald als möglich zu sehen, da sie gegen Abend weiterzufahren gedenke, nach Schloß Stallegg hin-über, wo man sie sicher schon seit Mittag er-warte. — „Angesucht habe ich um einen Posten an der Mädchenschule in Altfee" — aiuworttte die junge Unterlehrerin von St. Afra aus des Pfar-rerS Frage, — „aber man hat eine Collegin vor-gezogen und mich zu den Waldbauern geschickt." — — „Ei, hätte ich davon gewußt!" — rief der alte Herr lebhaft, — „es hätte blos ein gmeS Wort an Herrn von Eschenbach gekostet und Sie hätte» die Stelle in Altsee erhalten. Ja gewiß, >aS hätten Sie. — Nicht so Fräulein Dolly?" — frug er, sich an diese wendend. folgt.) fremder Mine anlange, so sei daran vorläufig leider nicht« zu ändern, allein sowohl der Staat als da» Land müßten, sobald der Vertrag abge-lausen sei, mit aller Macht deS heimischen Wein, baue« gedenken. Besonders brennend, namentlich für Niederösterreich, sei die Frage der Wein» fälschung. In den letzten Iahren sei eS wegen der MisSernte». wegen des Mangels an Vorräthen und wegen der Einsuhr fremder Weine dahin ge-komme». dass die Auiistweinerzeugung in ungeheuerlichem Maße überHand genommen habe. Ehedem sei nur von Judenwein gesprochen worden, heute müsse jedoch festgestellt werben, das» die Weinfälschung auch im Lande und in Kreisen, die dadurch selbst den meisten Schaden erleiden, sich breit mache. Da» sei ein Krebs-schaden und eine große Gefahr, größer als die der Peronofpora. (Zustimmung.) Die Kuustwein-erzeugung sei ein Betrug. Endlich werde zur Lelbsthilf? Zuflucht genommen werden müssen. Alle Erscheinungen auf diesem Gebiete mögen zur Kenntnis des Landes gebracht werden. In der Presse werde dafür gesorgt werden, dass den Leute» endlich die Augen aufgehen. Die Kunst, weinerzeuger müßten au« den landwirtschaftlichen Vereinen ausgeschieden und die Postvermaltungen beauftragt werden, Sendungen mit Mitteln und Zusätze» zur Bereitung künstlicher Weine nicht auszufolgen. Die Regierung habe die Kunstwein» erzeugung ganz zu verbieten. Zum Schlüsse brachte der Redner ein begeistert aufgeuomnienes Hoch auf den Kaiser als den Beschützer der landwirtschaftlichen Interessen auS. Herr Fachlehrer Anton Stiegler berichtete über die bi« heute gesammelten Erfahrungen be» Mich des neuen Weinbaues und erwähnte unter anderem, dass in Steiermark früher 34'/, Tausend Hektar Rebenanlagen vorhanden waren. Seitdem die Reblau« in den Bezirken Rann. Pettan, Marburg Luttenb^ und Cilli ihre verwüstende Thätigkeit begann, wurde» 13*/» Tausend.Hektar vciseucht. Endlich stellte ^ der Berichterstatter folgende Anträge, die einstimmig angenommen wurden: 1. ES sollen alle Weinbautreibende sich nur für die bis heute bewährten amerikanischen Unter-lagtsorten. wie Riparia portalia, Vitia »olonia und Vitis rupestris monticola unter richtiger Anpassung für die einzelnen Bodenverhältnisse entschließen und zwar eignet sich portalis für jene Böden, welche nicht z» schwer u«d feucht, auch nicht zu steinig und kalkreich sind. Es soll im Boden der kohlensaure Kalk nicht über zehn Percent betragen. Vitia solonis kann für jeden Boden, auf dem portalis gedeiht, verwendet werden, kann aber auch noch für feuchten und schweren Boden, der aber dnrchlassend ist. Verwendung finden. Solonis verträgt auch noch einen kaikhältigen Boden, in welchem der kohlensaure Kalk bis über 3(1 Perzent vorhanden sein kann. Rupestris monticola kann in steinigem, trockene» Boden, der auch einen Gehalt bis 60 Percent kohlensauren Kalke« ent-hält, Verwendung finden. 2. Hur Rebholzveredlung sollen nur ein» oder zweijährige vollkomme., gesunde und gut bewurzelte von den vorhingenannten amerikanischen UnterlagSsorten, sowie die für die betreffende» Weingegenden geeigneten europäischen Sorte» ebenfalls im vollkommen gesundem Zustande al« Edelreiser verwendet..erden. I. Als Veredlung im grünen Zustande soll die Veredlung der Stupfer und Veredlung der Triebe der chinesische» Vcredlungs.iiethodc und endlich noch daS Veredeln der grüne» Triebe im Mutterstocke drei bis acht Jahre nach Kräftigkeit der Stöcke, ei» Trennen derselben im nächste» Frühjahre und Einlage derselbe» i» die Rebschule behufs Bewurzelung angewendet werden. 4. In den ne»rig«lte» Weingartenboden sollen nur gut verwachsene und schön bewurzelte Holz» und Grünveredlunge» gepflanzt werden. 5. Es soll der Anschnitt auf Ertrag bei den neue» Anlagen mit veredelte« Reben nicht, wie cs häufig geschieht, im zweiten Jahre nach der Auspflanzung, sondern erst nachdem sich die Stöcke kräftig bewurzelt haben, was im dritten oder vierten Jahre der Fall ist, geschehe». Nur dann kann man auf dauerhafte Stöcke rechnen. Montag trafen Ihre Excellenzen der Herr Statthalter und der Herr Landeshauptmann in Marburg ein und begaben sich in die LandeS-Obst-und Weinbauschule. dann in die chemische Versuch», station, wo die Herren Adjunkt Knauer in Ver-trelung des erkrankten Direktors Kalmann und AiistaltSdirektor Schmid die Honneurs machten. Der Vicepräsident deS Vereines, ReichSrathSabge-ordnet» Prof. Franz Richter, begrüßte die An-wesenden und dankte für die den Besuchern ge-botenen Anregungen und lehrreichen Demonstrationen. Er trank aus das Gedeihen deS steirifche» Weinbaues und auf die ersten Vertreter der Steier-mark, den Statthalter und Landeshauptmann. — Graf Wnrrnbrand hob in seiner Rede hervor, das» für die Regeneration der Weinreben mit amerika-nischer Unterlage seinerzeit daS Ackerbauministerium sehr ungünstig gestimmt war. Der betreffende Re» ferent war geradezu ein Feind dieser Regeneration. Steiermark hat sich aber emancipiert und die Regeneration der Rebe durchgeführt, indem e» auf den schlechtesten Lagen und Rieden Miistenveii,' gärten mit amerikanischen Reben angelegt und nach einigen Jahren die Erfahrung gemacht, das» die Triebe besser, stärker und größer waren, als sie die alten Reben ohne amerikanische Unterlage früher je gehabt haben. Jetzt stehen die Reben be» reit« in vollem Ertrage, sie sind wirklich wider» standsfähig und so groß die Aufregung über das Auftreten der Reblan» war, so wird doch ein solcher Umschwung eintreten, dass man werde sagen können, eS sei ein Glück für Steiermark, das» die Reblan« gekommen ist. denn sie war die Veranlassung, dass die amerikanische Rebe aus eine andere Grundlage gesetzt wurde. Der Statthalter Marquis Bacqiiehem verwies auf seine schon frühere Bekanntschaft mit dem Ab-geordneten Prof. Richter und darauf, dass er mit dem Landeshauptmanne Grafen Wurmbrand Reffort» college gewesen, mit dem er im CoalitionSmini-fterium Leid und Freud getheilt habe. Er hob dann die Verdienste des Vereines zum Schntze des österreichische» Weinbaues hervor, der bestrebt ist. Schädlinge der Weinreben aller Art zu ver-tilgen, und zwar sowohl die zweifüfsigen als auch die vierfüssigen Schädlinge. Wenn auch bei den Verhandlungen an, gestrigen Tage recht kritische Erörterungen über die Hasenfrage gefallen sind, so mögen die Weinbauer doch die Versicherung ent» gegennehmen, dass die Regierung bestrebt ist. diese Frage auf das glücklichste zu lösen. Man solle ihr keinen Borwurf machen, es gehe nicht so schnell, ein bezügliches Gesetz z» schaffe». Mit sehr launige» Bemerkungen über die Hasenftage wußte der Redner wiederholt große Heiterkeit zu errege». Er sprach auch seine Freude aus über die Au-Wesenheit so vieler Herren ans Nieder öfterreich, mit denen er früher i» persönlicher Beziehung stand, und bat sie, eine» kritischen Prüfstein ans daS zu legen, was sie in Steiermark sehen und dem Lande und seinen Bestrebungen ihre Sym» pathien entgegenzubringen. Der Statthalter erhob sein GlaS auf die Niederösterreicher. Herr Director Reckendorfer. Schriftführer des Vereines zum Schntze des österreichischen Wein» baue«, banste der Bevölkerung Marburgs für das liebenswürdige Entgegenkommen »nd für die über-all gefundene gastfrenndliche Bewirtung und schloss mit eine,»« ...Hoch !" auf den Vertreter Marburgs. Herrn Bürgermeister Nagy. Herr RcichSrathSabgeordneter Girstmayr leerte sein GlaS anf die niederösterreichische Bauernschaft, Herr Professor Richter auf den Mitbegründer und ersten Director der LandeS-Obst- nnd Wein-bauschule. Herrn Direktor Goethe, den jetzigen Vorsitzenden des Vereines zum Schutz des öfter-reichischcn Weinbaues, worauf Herr Fachlehrer Stiegler in Vertretung des erkrankten Direktors Kalmann nach längerer Rede bat. der Weinbau-schule ein gutes Andenken zu bewahren. Die Theilnehmer begaben sich sodann i» die Stadt zurück und fuhren nachmittags theils mit der Bahn, theil« zu Wage» bis Lembach, um von hier aus die Weiiianlagen deS Grafen von Meran in Feistritz am Bacher zu besuchen. Auch der Statthalter und LandeSauSschuss Dr. Reicher, der später eingetroffen war. befanden sich unter den Gästen. Trotz der herrschenden große» Hitze kam die zahlreiche Gesellschaft i« fröhlichster Laune am Ziele an. wo sie von, Herrn Grafen Meran auf daS liebenswürdigste und gastfreundlichste cm-pfangen wurden. Die mustergiltige Bearbeitung der Nebenan, lagen mit ihren weit über Steiermark hinaus be-kannten vorzüglichen Producten erregte allgemeine» Interesse. Nach der Besichtigung dieser Anlagen wurden die Gäste in auserlesener Weise bewirtet. Die Stimmung war eine sehr gehobene. Nach der Rückkehr vereinigten sich die Fest, theilnehmer theil» im GambrinuSgarte», theil» in. Brauhausgarten de» Herrn Anton Gotz. Pettaner Wochenbericht. i«rnrn»nngtn> Der Ministerpräsident als Leiter des Ministeriums des Innern hat folgende k. k. Bezirks-Commiffäre in Steiermark zu k. k. Ober-Commisfären ernannt: Heinrich Freit», von Esebeck, Friedrich Piljk, Wilhelm Ritter von Rzehaezek, Franz Bouvard Edler v. Ehatelet. Alois Brauneis. Julius Edler v. Bistarini, Dr. Otto Tyska, Ludwig MarqniS v Billavi-cenci". Rudolf Zoff und Anton (lapck. (Transferier»»?.) Das letzte Arineeverord-nungsblatt brachte auch die TranSserierung des Herrn Hauptmannes Odalrich Pfleger vom hiesigen zum 3. Pionnier-Bataillou nach Prag. (Slerlirfall.) Am 29. Juni d. I. 12 Uhr Mittag ist der in der Traugasse wohnhafte k. u. k. Rittmeister deS Ruhestandes, .Herr Joh. Stelik, im hohe» Alter von SO Jahren gestorben. Mit ihm dürfte einer der älteste» Veteranen der Armee a»S dein Lebe» geschieden fein. (eanies-Nntergiimnalium in prtlau.) Die Anmeldung der Schüler für die l. Elaste findet am 15. Juli von 10—12 Uhr iii der DirectioiiS-kanzlci statt. Die Schüler müssen in Begleitung der Eltern oder der Stellvertreter derselben er» scheinen, versehe» mit dem Tauf- oder GebiirtS-scheine und dem Volksschul-Entlassuiigszengnisse oder de» Schuluachrichte». Bei der Anmeldung sind 2 fl. 50 kr. zu entrichten, welcher Betrag im Falle deS MisSliugeus der Aufnahmeprüfung zurückgegeben wird. Die AnfnahmSprüfung beginnt am 15. Juli um 2 Uhr. Der nächste Aufnahm«, termin für die I. Classe ist dann an, 16. September. (Die priifnng ans (ieirischrr Gkfchichte und töröqrapljif) am hiesigen LandeS-Untergymnasinin wnrde au, 30. Juni um 4 Uhr abgehalten. Der-selben wohnte» der Herr Bürgermeister I. Ornig, ,£tfrr Volksschuldirector Jakob Ferk und mehrere Mitglieder des Lehrkörpers bei. Den ersten Preis, die silberne Medaille, bekam May Erwin; den zweiten Preis, ebenfalls die silberne Medaille, be-kam Tfchanet Hermann; den dritten Preis, einen vom Herrn Bürgermeister Josef Ornig gespendeten Dukaten, erhielt Ozmec Johann; Heber Anton bekam die vom Director. der diesen Freigegenstand lehrte, gespendeten Werke von Schiller in 4 Bän-den; Fekonja Max erhielt einen vom Director gespendeten zweibändigen historischen Roman. Den Freigegenstand hatte» alle 23 Schüler der 4. Classe beigewohnt, der Prüfung unterjogeu sich vbengenauute fünf Schüler. (Trupptudurchinarsch.) Am Samstag den 3. Juli d. I. rückte das Divisions-Artillerie-Regiment Nr. 8 auf dem Marsche zu den seid-mäßigen Schießübungen in Gurkfeld in der Stärke von 3 Batterie» mit den, Regimentsstabe, zu-sammt» 2 Stabs», 20 Oberoffizieren, 235 Mann »nd 148 Pferden in Pettau ein, hielt hier Rast und marschierte heute weiter. Von den drei Batterien war eine in der Ztadt. eine i» der Genteinde Rann und eine in dcr Gemeinde Haidin untergebracht. (Der Schutzengel.) Am letzten Feiertage beu 29. Juni b. ) Nachmittag badete» mehrere Kinder, darunter daS viereinhalbjährige Bübchen deS BahnwächterS namens Konrad Redl im Brun»wasser und zwar in der Nähe der Eisen-bflfjubrücfr Der kleine Junge lief den anderen davon und kletterte den Bahndamm hinan, offenbar um auf der Strecke rascher nachhause zu koinmen In diesem Augenblicke brauste der von Pragerliof kommende 3 Uhr-Schnellzug heran und wie durch ein Wunder wurde der auf der Strecke dahinlaufende kleine Bursche, der in dem Augen-blicke auf der Brücke war. als der Schnellzug darüber hinwegbranSte. vor den. Zermalmen be-wahrt. Mit ei »er seltenen Geistesgegenwart drückte sich das Bengelchen fest an das Brückengeländer und blieb unversehrt. Der Lokomotivführer, welcher das .Wind wahrscheinlich gesehen hatte und sicher überzeugt war, dass es von der Maschine bereits ,n Atome zerrissen sei. brachte den Zug jenseits der Brücke zum Stehen und war sehr erstaunt, keine Spuren von einem Unglücke zu entdcck-n, denn der Junge war mittlerweile davongelaufen. (Postamt tichtenegg.) Die Postexpedienten-st"lc in Lichtenegg wnrde dem Realitätenbesitzer und Äenieindesekretär Herr» Johann Sirovnik verliehen. (Schadenfeuer.) Am Donnerstag brach im Hause der Frau Lorger in der Gemeinde RagoS-uitz hinter der Brücke über den Bahneinschnitt ei» Schadenfeuer aus. welches Dank der raschen Alarmierung der Feuerwehr durch die elektrischen Alarmsignale und der mit einer lobenSwerthen Schnelligkeit und Präzision erfolgten AuSräckung defl LvschtrainS, auf das brennende Oliject loeali-siert wurde, obgleich eS wie gewöhnlich bei Land-.bränden an Wasser mangelte und die lieben Nach-bar» und sonstige Neugierige nicht zu belvege» waren, solches herbeizuschaffen oder an den Pumpen zu arbeiten. (Das erste Opfer.) Gestern um l Uhr Nach-»iittag ist der Schiller Karl Haithum in der Waitschach beim Baden in der Drau ertrunken. MU der seit einer Woche steigenden Temperatur l»at auch die „wilde Badesaison" begonnen, während welcher Unvorsichtigkeit und Leichtsinn alljährlich dem Traunix eine ganze Reihe von Menschen» [eben zum Opfer bringen, die sich bei einig-r Auf. ficht »nd etwas strammerer häuslichen Zucht ganz gut vermeiden liehe». i/rnerlierritschast der freiwilligen /ener-wehr) Für die laufende Woche hält der l. Zug und die ll. Rotte Feuerbereitschaft. ZugSführer Lorentschitsch. Rottsührer Prämiier und 8 Mann «>euermeld»ngcn sind aus der Centralstation in der SicherheitSwachstube im RathhauS zu machen. BereinSnachrichten. tMännercirsanl, Verein.) Die diesjährige Sviumerlicdertasel deS MännergesangvereineS findet zu Ende der kommende» Woche im Schweizer-lmtie bestimmt statt. Ein sehr gut gewähltes Programm, die Mitwirkung des DamenchoreS nnd »ich» in letzter Linie die Liebenswürdigkeit deS Herrn Ludwig Klerr, welcher seine Mitwirkung bereitwillig zusagte, sind Bürgen dafür, dass sich diese ^ Veranstaltung des Männergefangvereines würdig den vorangegangenen anschließen wird. n leder Hinsicht den neuesten Forderungen der Wissenschaft vollkommen entspricht. Der Verfasser war aber auch eifrigst bemüht, sein Wert ebenso reichhaltig alt anziehend zu aesta'ten. Daher vermißt man in oemselben kaum einen einschlägigen Gegenstand von einiger Bedeutuna a. ü'r.?" a,,< *r physikalischen «eographie, der Etattstik und Topographie eine außerordentliche Fülle in demselben vereinigt ift; ein vollständiges alphabetisches Namen- und Sachregister ermSglicht die Orientirun« und da« Auflinden m dem umfangreichen Buche in bequemster Weise. Anderseits ist die Darstellung so klar, fachemäß und in eine so leSbare Form gekleidet, daß man mit dem Buche in kürzester Frist sich befreundet. Besonder« müssen die vielen, dem abhandelnden Texte eingeflochtenen „Tha-rakterbilder" ansprechen, ivelche nach den hervor.'agendsten ge^rapbischen u.id touristischen Schrisstellern mit Geschick mid Geschmack bearbeitet sind. Der Verleger hat diese« Werk mit eine, großen Anzahl (17«) zumeist vorzüglicher Illustrativ«., ausgestaltet und demselben lü treffliche Karten be,gegeben, welche einen vollständigen physikalisch.politischen Atla« von Österreich-Ungarn repräsentieren E« kann daher Prof. UmlaustS „Osterreichisch-Ungarifche Monarchie" al« da« neueste und beste Werk über den großen Donaustaat auf da« eindrücklichste empfohlen werden. Nr. 168.-- Ausschreibung. Die Dienerstelle an der stöbt. Knabenschule in Pettau gelangt mit 1. Oktb. 1897 zur Neubesetzung. Bezügliche Gesuche sind längstens bis 1. September 1897 beim Stadtschulrathe Pettau, woselbst die näheren Bedingungen zu erholen sind, einzubringen. Stadtschnlralh pettau am I. Zuli 1897. Der Borsihende-Stellvertretec ?r von Fichten»«. Ein Häuschen, gemauert, für 2 Personen, mit 2 bis 3 Joch Grund, in Pettau oder dessen nächster Umgebung, wird zu kaufen gesucht. An-träge mit Angabe des Preises und Be-schreibung der Realität erbittet man unter „Schnell" Pettau postlagernd. Gegen In-seratenschein. K % mm PETTAU, WILHELM BLANKE, PETTAU RllPhhanftli.nfi N..,.. . . . . * *AUi Buchhandlung empfiehlt »ich zur Besorgung aller Journale, Zeitschriften, Lieferungs-werke. Bücher zu den Original-Ladenpreisen ohne jedwedan Aufschlag für Porto u. dg. 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B) Postzug C) Schnellzug D| Personenzug l'ostzug Gern, Zug ff» {Marburg an: 2" nachts 7" Früh 2" Nachmittag 7" abends 11" nachts 1" Nachmittag Pragerhof an: 3«* nachts 8" Früh 2** Nachmittag 7" abends 12« nachts 3" Nachmittag Cllll-Pragerhof. Pragerhof ab Cilli an #) Gem. Zug 3" Nachm. b" abends a) Schnellzug 2" Nachm. 3«> Nachm. Personenzug 7«« abends 9« abends Postzug 12» nachts 1« nachts Schnellzug 3» Früh 4" Früh Postzug 8" Früh 10« Vorm. Personenzug Schnellzug Poslzug Postzug Schnellzug Gem. Zug. Cilli ab Pragerhof an 7- Früh 8" Früh 1" Nachm. 2" Nachm. 6" abends 6" abends 3" Nachts 4« Früh | lw nachts 2- nachts 9" Vorm. 11" Vorm. J>ie mit kleinen Buchstaben bezeichneten Züge haben in der Richtung Pettau— Graz, die mit grossen Buchstaben bezeichneten Züge haben in der Richtung .__Graz—Pettau Anschluss. — Annoncen ___ J für alle in- und ausländischen Journale, Fachzeitschriften. 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Kilo K 44 34 60 60 Liter Kilo i» n » k Stk Kilo Liter Kilo 7 8 14 .. 16 17 8 10 — 15 10 12 28 12 28 16 28 20 28 6 8 — —; 16 10 -90 7 100 32 40 24 BO 16 90 >,t 64 60 60 von kr bis kr Zucker . . . Luppengrünes Erbsen neue . Käse .... Emmenthaler Getreide. Kilo Weizen . Korn . . Gerste . Hafer . . Kukurutz Hirse . . Haiden . Geflügel. Indian . . . Gänse . . . Enten.... Backhllhner . Brathühner . Kapaun . . . lOOKo. Obst. Apfel..... Birnen .... Nüsse .... Kastanien . . . Diverse. Holz, hart . . . a weich . . Holzkohle . . . Steinkohle . . . Kerzen, l'nschlitt „ Stearin „ Hohl . . Bier...... Wein...... Obstwein . . . . Brantwein . , , 36 10 6 100 700 -600 560 600 460 600 760 Stück — [120 Paar Stück Kilo Meter Hectol. lOOKo. Kilo '/, Kilo Liter 60 660 550 160 80 40 60 60 80 15 280 200 800 230 50 70 85 90 - 40 36 40 18 28 V Die Wirkung der Annonce ist nur bann von ®rfotg, wenn man in der Wohl der LlSiter, in «u». stauung und Kbfafjuns der Anzeige zweckmäßig vorgeht. 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Siertrfiitilg 3.—, Gesterreichische Forst-Zeitung. ■ ngemritie tanltrlrlr «cIiiihb für in» «»Iilsntet, - . < . . „ , Haliiuouftrle. 3««t un» 0ll!«>» »i« bieten _ 1. «II« Vortheil« »«wtlbelloMr Itdewamen, «eil «i« in Voll-, Halb-, SKj- und Kinder-Ukdern mit kaltem, l«u«m oder warmem W«m«r iu gebrauchen elnd; 2. die Möglichkeit, WlllllkllH In Zimmer 1« n»hm«it, wob«! der Wort doe durch die gleichzeitige Einwirkung vun Luft und Wasser erzielten Wellenschläge« nicht erat betont zu weraen braucht i 9. voMtUadlga Dampfbäder, welche fUr die Widerstaadst&hiikeit dea Kürpers gegen alle Erkaltung*- und Fieberkrankheiten und somit auch |C caen all« Epidemien vo> grosser Wichtigkeit alndl Die Triumph Wiegezibad i-chauke n «ind aber auch fttr Jed«n HeueHalt «I» •»(«-nfthmeUn Badn-Apparate, denn I. beanspruchen *io eehr wenig Waiser — 2 llatr genöQen eolkoa za einem S. ito eind kicht and handlich — *«lb«t «In» icdtwtolM PtrtM Um »I» spielend entleeren «nd treneportl«re«; I. nehmen e« la.t keinen Plat» ein — »ls »erd«« «lafkofe «■ die Wand enbeid-Schuukeln elnd von einer «uiierwUetllehan Do«i«rfc*fllpkllt - " ..... • III" Dl« Triumph^tvl«|mbeid-8cb denn d«rHumpt bt au» «Ineiei Stttck g«««!! ia97. »», «,r u»« FUMMar-ritHt- ■ am • flUOI | Aotlee-OiielleoKen. 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(«artibvuif »erboten.) ^^JÜalte de» Mund," schrie der Erleumüller, da» das Klapper» des Mühlrades übertönt wurde und schlug auf den Tisch, daß es dröhnte, .ich verkaufe die Mühle doch und ziehe t/t/ in die Stadt. Ich weiß bester als ihr Weibervolk, was nützlich und klug ist. Das wird mir nie mehr geboten und ich ik>,< nicht ein, weshalb ich mich mein Lebtag vlageu soll, statt in der 5ladt gemütlich und behaglich von meinem Gelde zn leben. .TaS wirst Du nicht thu», Franz." erwiderte die Müller», mit erhobener Stimme. .Die Erlenmiihle ist, wie Tu weißt, das (frtx meiner Elteni und meines gewesen; mit dem ganzen Herzen hänge ich an diesem Hanse und wa» dasselbe umgiebt und Du wirft mir den Kummer nicht bereiten, zu meinen Lebzeiten einen Mtz zu veräußern, der von den Tage» meiner Kindheit an bis auf diese Stunde unzertrennlich mit meinem Denken und Empfinden verbunden war." ' .TummeS Zeug,' entgegnete der Erlenmüller barsch uiid chntt Irbhait in der Stube ans und ab. .Ich habe fsir solche Gefühl», dnskleien kein Verständnis. Ich liebe das Praktische und wa« mir vraktisch erscheint, werde ich thun.' .Tu bist ein Egoist, der nur an sich und seine Beauemlichkeit denkt." versetzte die Hauefrau und wischte eine Thräne aus de» Augen. .D» hast aber auch Kinder, für die Du S» sorgen ver-Richtet bist. Was soll a»S unseren Söhnen werden? Das Geld airbt sich leicht au» und wer leistet Gewähr dasür, daß be, ihrer t'trvhjährigkeit noch etwa» von dem Erlös ans der Mühle vor-Handen ist? Grundbesitz uud ein gutes Geschäft erscheinen mir immer als etwas Zuverlässigeres denn baares Geld.' .Pah," lachte der Müller, .unsere Söhne sollen es machen wie ich es gemacht habe. Sie sollen sich plagen, um eS zu etwas zu bringen und hernach ein reiches Mädchen heiraten. Ich sehe nicht ein. daß die Eltern de» Kinder» ein bequeme» Leben auf dem Pra-itntierbrett bringen müssen! Nnr wer ernstlich gearbeitet hat, sollte ülnipruch auf behagliche Tage in vorgerückteren Jahren haben.' .Auch bei der ernstesten Arbeit wird es in unserer Zeit nicht immer gelingen, es zu etwas zu bringen. Dazu kommt, daß nicht jeder eine solche Gesundheit besitzt, um sich ein Menichenlebe» hindurch unausgesetzt plage» zu können. Arlhnr ist, wie Du weißt, von zarter Gesundheit und ich möchte ihn nicht gerne ans den eben von Dir angedeutete» Weg einzig und allein angewiesen lehen. .Ja, ja, Arthur!" brummte der Erlenmiiller. .Er ist Dein getreue» Ebenbild. Empsindlicher als ein Mädchen, klagt uud jammert er den lieben langen Tag. Bald fehlt ihm dies, bald und bei Dir findet er für seine eingebildeten Leiden nur zu willig Gehör. Er hat zu viel Zeit, an sich und sein Befinde» zu denke». Wenn er gleich Fritz stramm arbeite» müßte, wäre er wahrscheinlich viel gesünder." .Er ist schwächlich und bedars der sorgwmsten Pflege." erwi-derte lebhast die Müllerin. .Dasür. daß er nicht gesiind und nicht so kräftig wie Fritz ist. kann er doch nicht»; in seiner Art leistet rr genug, vielleicht mehr als unser Aeltester. Leider gleicht er in Seiner ganzen Körperkonstitution mir, statt, wie ich ueber sahe, seinem Bater. Daß ich keine Riesin war, wußtest Tu, als Du mich zum Weibe nahnist und es ist mehr als »»gerecht, daraus bei jeder Gelegenheit einen Vorwnrf fiir mich zu formen" .Laß das, Frau!" schrie der Müller «iid wandte sich zornig seiner Gattin zii, .das Thema ist ei» uiierqnicklichr» und führt »»r zu Streitereien, die wir uns ersparen könne». Was mich Ke»te interessiert, ist der Verkauf der Erlenmühle. für die mir so bild nicht wieder zweihuudcrtittnszi^tanscnd Mark geboten werden. Ich kann bei meinem Plan anch aus Deinen Schützling Arthur keine Rücksicht nehmen. In einer Stunde werde ich in die Stadt sahreu »nd den Handel abschließen." .Und ich verbiete Dir. das zu thun," rief leuchtenden Augeö die Miillerin und erhob sich von ihrem Play. »Die Erlenmiihle ist mein Eigentum uud wenn Du ruhige» und vernünftigen Bor-stellungen nicht zugänglich bist, so werde ich aus anderem Wege zu verhüte» suchen, daß Du mein väterliches Erbe veraunerst. Der Müller stampste niit dem Fuße uud blieb dicht vor seiner Fron stehen. Die Adern an den Schläfen schwollen vor Zorn dick an und sein Gesicht rötete sich merklich. .Weib, reize mich nicht !" knirschte er und ballte die kraust. »Was Dein ist, i)t auch mein, „nd ich würde eher das Aeußerste wage», als mich durch Dich au der Aussühruiig meine» Vorhaben» hindern lasien. Wage es nicht, mir Hindernisse oder gar Ungelegenheite» »» bereiten, sonst -" .Ich weiß, was mein Recht und was meine Pflicht ist." ver-setzte die LauSsrau in ruhigerem Toue. .Ich habe Dir bisher in allem nachgegeben, in diesem Falle thue ich e» uicht, und uur als Leiche werde ich dieses Haus verlassen. Ich werde zum Notar gehen und erklären, daß ich gegen den Verkauf protestiere, daß die Mühle mein Eingebrachte» ist, daß —" ..... .Und ich werde Dich hindern, da» zu thun." schrie der Müller »nd faßte sein Weib an beiden Händen. .Entweder Du versprichst hier feierlich. Deine Drohungen nicht ausführen zu wollen, oder ich weiß nicht, was ich noch thue." Dabei griff er nach einem in der Zimmerecke stehenden Stock und schwang ihn in der Luft. .Schlage nnr zu. Franz!" kam es mühsam von den Lippen de» am ganzen Leibe zitternden Weibes- »In diesem Falle wirst Dn mich unbeugsam finde», den» meinen Kindern will ich das Mütter liche Erbe retten und Dich vor einer Thorheit schützen. Und von der Einsicht nnd der Wohlanständigkeit des Käufers hoste lch, dan e freiwillig von einem Geschäst absieht, das —" Der Stock sauste durch die Lust. .Gott, o Gott!" rang e» sich von de» Lippen der Müllerin, dann sank sie zu Bodeu. Lautlose Stille herrschte in dem Zimmer. Mit der vollbrachten That kehrte bei dem Erlenmüller rasch Ruhe und Einsicht zurück. Händeringend kniete er neben seinem Weibe nieder nnd untersuchte ihren Kopf, ans den der wuchtige Hieb nirdergesahren war. .Gretcheu, Gretcheu!" flüsterte er uud streichelte der Gattin Wangen, .öffne die Augen, vergieb mir. was ich im Zorne ge- thai^habe^e fri„ Weib verstand ihn nicht. Langsam hob und senkte sich die Brust und zuweilen ging e» wie et« Zittern durch den schlanken Körper. .Gretchen. Gretcheu." wiederholte der heißblütige Mann uud legte seine Lippe» fast an da» Lhr seines ohnmächtigen Weibe». .Ich will alles thnn, was Du willst, ich will nie mehr daran denken, die Erlenniühle zu »erkaufen, nur öffue wieder Deine Augen nnd vergieb mir diese unselige That." Tie Müllerin regte sich nicht. .Grete. Grete. so höre mich doch," schrie nun der starke Mann, daß e» an den Wänden wiederhallte, und aus seine» Auge» stürzte» Thräne», .nnr dies einemal höre mich noch; nie, nie will ich mich wieder vom Zorne hinreißen laffen. Grete, willst Dn nicht mehr mein liebes treues Weib sein, kennst Du Deinen Franz nicht mehr ?" Ein leises Stöhnen entrang sich der Brust der Haussrau. Gott, o Gott!" stöhnte der Müller und stierte wie ge„tes° abwesend in daS bleiche Antlitz seines Weibes, .vergieb mir nnd erhalte mir mein Weib, die Mutter meiner Kinder." Zehn Minuten mochte der Erleumüller neben seinem Weibe ge-kniet haben, dann erhob rr sich langsam uud strich über seinen ftoöi, wie iiiii feine Gedanke» zu sammeln. Schnell schritt er der Thüre zu, ösinete sie so weit fliiiy, hob sein ohnmächtiges Weib auf seine Anne und trug es in den scheren Stock lus> Hauses, wo selbst sich die Schlafräume befanden. Dort bettete er es. so fnttft er vermochte, holte Wasser herbei nnd kühlte Kops und Ztlr» der Kranken. Aber auch dies brachte das entflohene Bewußtsei» nicht wieder zurück. .Wilhelm." rief der Müller aus dein Fenster in den Hof hluab leiuem Knechte zu, .satteln Sie sich den Braunen ohne Verzug uud reite« Sie iu scharfem Trabe zur Stadt zum Zaiiltiitsrat Wurm, und bitte» Sie ihn, so bald wie »lüglirf) herauszukommen, Die Müllen» fei fchJuerfraiif. Also höre» Sie. schnell!' .Sosort.' antwortete nun rasch der Knecht. Der Müller schloß das Fenster und uahiu wieder au dem Bette seines Weibes Platz * » Franz Birkmaier. genannt derErlenmül-ler. weil die Mühle an einem von Erlen dicht »msäiinite» Bache lag. war ein Mann von etwa zweiundfünfzig bisvierundfiinfzigJah-ren. Er war eine statt« liche Erscheinung von fast herknlischem Kör-verbau. Ein wallen-der schwarzer Vollban umrahmte daS wohl. genährte Gesicht, in welchem die stark ge-wölbte Rase nnd die leuchtende» großen branuen Augen auf sel-tene Thatkraft hindeuteten. Und in der That, Franz Birkmaier war eine überaus thatkräf-tige Natnr. Als Sohn nur wenig bemittelter Eltern zu frühzeitiger auf Erwerb hinzielen-der Arbeit gezwungen, hatte er lediglich durch eisernen Fleiß sich eine große Summe von Kenntnissen angeeig-uet. daß er seine Stan-desgenofle« in der nächsten und auch weiteren Umgebung vorteilhast überragte. Während er tagsüber in der Mühle seine Leibes-kraft erprobte, saß er nachts stundenlang über Bücher gebeugt. um sein Wisse» zn ver-mehren. Kein Wunder daher, daß er schon als blutjunger Mensch, der kaumdleZwanzigüber-schritten hatte, iu die Stelle eines Obermüllers einrückte, die zwar an seine geistige und körperliche Spannkraft erhöhte Anforderungen stellte, dafür aber auch eine gute Schule für ihn wurde ifiib ihm ein hübsches Einkommen sicherte. Franz Birkmaier» Ehrgeiz war aber mit Er-reichung dieser Stelle noch keineswegs befriedigt. Er wollte mehr sein als Obermüller, er wollte selbständig werden, sein eigener Herr sei». Allein dazu fehlte» ihm die Mittel. Roch hatte er die dreißig »icht erreicht, als ihn eine Müllerei-Aktiengesellschaft als technischen Leiter nnd Verwalter berief nnd ihm neben einem ansehnliche» feste» Eiiikonimen einen angemessenen Anteil am Reingewinn zusicherte. Birkmaier war unermüdlich, seine Kraft schien mit den an ihn gestellten Anfordcrnngen iörin-lich zu wachse«. Früh »nd spät war er zur Stelle, alles ordnete er an? kein Versuch war ihm zu viel, keine Mühe zn groß, wenn es galt, etwas zn erproben oder Verbesserungen einzuführen, kurz er waltete seines Amtes so, als ob er selbst der Herr des Ge- Ei» guter Brocken. «°>> « Mantemezzo. <»it Text,) schaktes sei. DaS Unternehmen gedieh, das Ansehen desiBcrncl i hob sich. Birkmaier wurde von de» Aktionare» geschäht, um er mich i» geistiger Hinsicht ein Man» war. der seinem Z>> alle Ehre machte, so wnrde er nicht selten zu Gescllschaitn laden, i» denen er die großen Miihlebesiher der Umgeb»»., manche andere Persönlichkeiten kennen lernte. In einer solchen Gesellschaft hatte er auch die Bekamum des reichen Erlenmüllers und dessen einzigen Töchterchens W einer zarte», schlanken Erscheinung gemacht- Wie sich so oil Leben dir Grgensäve anziehen, so auch bei Franz Birkmaier >,> Grete -iin. Dem herkulisch gebauten Verwalter gefiel das bli lauste Miillerstöchterchrn gar zu gut, und Grete faßte ,» Nnt stattliche», ebenso sicher wie elegant auftretende» Verwalter tieseReignng Die,, Tüchtigkeit söhnte v:t alte» Süß mit der P,', ntögenSlofigkeit y maier« au« »nd iv, ab er denn, wen» auch zögernd, nach Iahn-, frist die Einwilligilnq zur ehelichen verbind »ng seines einzige» Kindes mit dem ¥hi Walter. — Franz Birkmciier liebte sein junge« Weid innig und zärtlich ii»!> auch Grete hing nu dem Gatten mit ftcr ganzen Glut eine» Franenherzens (ksim, eine Heirat ans 9W guug Der junge Ifhr mannverblieb zunächst in seiner Stellung. Sie durch die Verbind»»,, mit der Familie de» ErlenmüllerSeine nurti angesehenere wurdr, und erst als seinem Schwiegervater dieLnü des Geschäfts zu viel wurde, legte er au> dessen Wunsch die Sttl lung nieder und übernahm die Leitung der Erlenmühle. Unter >ei »er kundigen und »i» sichtigen Führung wi» be auch hier maml-c Verbesieruug herbei,, < führt nnd die Bedcii tung nnd das Ansehen feines schwiegervätn liche» Befives wucli. vouJahr zu Jahr sich lich. Siißsahmitzusri denem Lächeln der Tl>,i tigkeit seine« Schnur gersohnes zu und als n sein Ende herannahe fühlte, übergab er dl?. nngeschmälerte Besitz tnm seinen Kindern mit dem Wunsche. dn<> Franz Birkmaier» tfi selbe auch ferner zn hege» und zu pflegen. floß in »»getrübtem Glücke dahin. Rur hin ti»d wieder warf d Jähzorn des geliebte» Mannes einen Schatten auf da« soitni helle Glück des junge» Paares, der aber durch die herzliche Abbii und die »ach jedem Zornesausbruch vermehrte Liebe des Gatt, allemal in eitel Sonnenschein verwandelt zu werden pflegte. „Franz,' sagte dann wohl nachher das zarte Frauchen in streichelte dem Galten zärtlich die Wangen. .Dein Jähzorn wi, Tich und mich noch einmal unglücklich machen. Sei doch ruhige geduldiger, mein Schab, lasse Dich nicht zn imbesonnene« Red und Handlungen hinreißen. Vergiß doch nicht die alte Wahrhci U'inflctliaii uiiti »achbedacht, Hit manch?in «ro&t* Leid gebracht! Sich selbst erkennen »iid seine Schwächen bemeistern, ist die grö,i. aber auch schönste Kunst." „Ja. ja. mein Lieb. Tu hast recht!' lachte Birkmaier alsd«! -+ 107 hob sein Frauchen zu sich empor. „Tu bist eine vortreffliche inristerin und ich ven'preche Dir, nach.tti-nfteii aus Deine» ^ vu hören.' , 06 aller guten Vorsätze verfiel der nunmehrige Erleninüller immer wieder in seine alte Leidenschaft >»>d schon manche .mehmlichkeit ivar im Laufe der Zeit aus derselben erwachse». i>nd, mehr al« dreijähriger Ehe wurde Franz Birkmaier ein » geboren, und mm schien sein eheliches Glück erst ein voll-uencs »U sein. Das Band zwischen den Gatte» war durch inngrn Weltbürger noch fester geschlungen worden und der umüller trug Mutter und Kind schier ans de» Hände». Allein r» in allen Ehen zu gehen vfiegt. so wurde auch bei ihnen der . .»Kling nicht selten der Aula« zu Meinungsverschiedenheiten, iich freilich vor Sonnenuntergang fast immer in Harmonie auf->>n. denn die verschiedene», manchmal mit Hartnäckigkeit ver-iritPit Ansichten waren bei Lichte besehen doch nichts weiter als Ausfluß der Liebe und Sorge fiir den Nachkommen. stellniigen gemacht, allein Frau Grete hatte seine Mahnungen alle-»ml mit liebevollen Worten, wie: „Aber, lieber Franz. wie kannst D» nur glauben, daß ich Friv weniger lieb hätte als Arthur?! Beide find doch meine Kinder, ich werde niemals das eine dem andern vorziehen. Ich srene mich über unsere« Erstgeborenen prächtiges Gedeihen nnd sorge mich hm Arthur, unser Treibhaus-vflänzcheu. Soll ich etwa nicht mehr besorgt sei» »in ein schwäch iiches Wind, als »m ein starkes? Meine größere Sorge um Ar thur entspringt nicht einer Bevorzugung desselben vor Fritz, so» dern meinem Pflichtgefühl, das mich heißt, dort meine Mnttrrpflicht auf« Ernstlichste zn erfülle», wo es am notwendigsten ist —' ginn-zend abzuschlagen gewußt. . Als die Knabe» heranwuchsen, verstand es die Müllerin, die Bruderliebe in de» kleinen Herze» aufs schönste zu entsalten. Sie erzählte ihnen von Kai» »nd Abel und schilderte in lebhaften Farbe» da« grausige Verbrechen des Brudermordes. Verflucht sei der. welcher die Hand gegen seinen schiSächeren Bruder erhebe. und -- 8 KjrfrjL Der neue ^»Pizv-Iast >« München. «ach einer Photographic ans dem «erläge von Ferd. zi»fterltn In München. ,«iii Irrt.» Der kleine Fritz war ein überaus starkes Kind, ivelche« des ^aterS getreues Ebenbild zu werden versprach. Kein Wunder, daß ihm« Birkmaier mit schwärmerischer Liebe an seinem Sohne hing und über besten Gedeihen mit Argnsaugen ivachte. Er sah in ihm den nachmaligen Erleumüller, den Erhalter »nd Förderer beste», was er in seinem arbeitSsamen Leben vor sich gebracht hatte, uud >n« blieb auch so. al« Frau Grete ihm nach ferneren vier Jahren abermals eine» Sohn schenkte, der eigentlich ein Mädchen hätte «ein sollen. Arthur war da« Gegenstück des Erstgeborene». von mädchenhafter Zartheit, ein Pfiänzchen. das nnr unter trenester mütterlicher Obhut zu gedeihen vermochte. Obwohl die Mutterliebe zwischen den beiden Kindern bewußt keinen Unterschied kannte, wandte die Müllerin doch ihrem Jüngst-eborenen erhöhte Sorgsalt zn. Das Mntterherz sagte ihr, daß irthnr vor allem der Pflege und Schonung bedürfe nnd nach diesem empfinden bandelte sie. Ihr Gatte hatte dies Verfahre» wieder •wlt mit Unwillen beobachtet und feiner Fran auch dieferhalb Vor- uustät werde er nach dem Ausspruche des himmlischen Vaters aus Erden wandern. Pflicht des Stärkeren fei es, den Schwächeren zn beschützen, nnd namentlich Brüder müßte» i» inniger Liebe ein-aiider zugethan sein und sich gegenseitig mit Rat uud That nnterstützen Ter Mutter Worte fielen ans fruchtbaren Boden Der stärkere Fritz ward nicht mir Arthurs Beschützer, sondern »ah», ihm auch, wo er irgend konnte, jede Last ab. Der Jiingstgeborene lohnte diese brüderliche Liebe wieder»», durch eine sast schwärmerische Verehrung: mit Stolz blickte rr zn seinen, Bruder auf. der ihm wie die markige Eiche erschien, an der der schwanke Ephen sich emporrankt. Jeden Wunsch suchte er ihm an den Augen abzulesen, »nd für Arthur gab es keine größere uud ungetrübtere Freude, als seinem Bruder einen Dienst erweisen zu können. Mit einem Wort, das Verhältnis der Brüder zu einander war von Jugend ans ein wahrhaft Herzerauickrudes I.icrtiffnnfl fotflM 108 MlIA Ein guter Brocken. Mit Liste und (Vtebulb hat man schon Unmögliche« ,4uflnnbr gebracht, unb bicfr beiben Tugenden haben oft Unglaubliche» flclelftcl. Ttr flcittr Li»beth hat sich der (MAncIciii mütterlich angenontmen. al» noch blc gelbe» Neslfedern an ihnen hasteten. Die besten Brocken werben skr bie kleinen Pfleglinge aufgehoben unb birst wlcberiim lohnen burch Auhängllchleit nnb Irene bie ihnen erwiesene Güte. Wie »In Hund. so lausen ber kleinen Vifbetl) ihre vier Gän«I»In nach, brnn ein Band inniger Freundschaft verbindet alle miteinanber. Da« gute Her, ber kleinen SUtwtlt ist im ganzen Dorf besonnt intb deshalb wirb sie auch geliebt von Al« unb Jung. Jt. St. Der neue ^»stizpalast in München. Die bayrische Residenz könnte man gegenwärtig anstatt .gsar-Rthen" auch „Stobt bei Neubauten" nennen Aller Orten und Ende» sieht man sowohl Kirchen- al» auch Piosaubaitien in ben berschiebensten Stilarten bem Boden entsteigen, eine immer geschmackvoller al« bie andere. Unter blese» Gebäuden nimmt ber neue, zwischen Karl«-platz. Elisen- unb Prielmaherstraße sich erhebend» Iustizpatast ben Ehrenplatz ein. Der viergeschossige Piachlbau von ebenso großartigen wie edein Ber-hältnisien. ein Bett de« Architekten unb kgl. Pro-festor» Friedrich Thiersch, reiht sich ben debentenb-sten britischen Bauten der Neuzeit, bem Reich«tag«< gebäude in Berlin unb dem Reich«gericht«gebäube in Leipzig, ebenbürtig an: er bildet ein Rechteck von 142 Meter Lange unb 82 Meter Breite unb bedeckt mit ben beiden Höfen ein Terrain von etwa 12,000 Quabratnieter. während z. B ba« Reich«-tagigebünbe in Berlin nur ll,l«!i Quadratmeter Fläche enthüll! im gefälligen Stil ber Spätrtnaif-sance iBarock) in reicher «lirderung aufgeführt. zählt ba« riesige Gebäude mit seinen leuchtenden Fronten zu ben klassischen Zierben München«. Den Mittelpunkt bildet eine mächtige, au« Gla« unb (iifen hergestellte Huppcl, die al* Lichtspender da» imposante, von Marmorsäulen gestützte Vestibül überwölbt, zu bem von Norden unb Süden Ein-gänge führen: ber erstere, bem botanischen »arten gegenüber sich öffnende, gilt al» Haupteingang, besten Porriku» von einer durch sech» t»«kanische Säulen getragenen Attika überragt wirb, auf beren Gesim» «ine Figurengruppe, .Milderung", „Be-wei«", .Macht" unb .Stärke" versinnlichenb, an. gebracht ist. währenb aus ben vorspringenden Sei-tenflügein link» vom Borbau .Anklage" unb .Berteidigung" unb recht» von demselben .Freier Wille" unb .Freie» Recht" thronen. Zwischen ben Säulen, hinter denen ber Schwurgericht»saal liegt, befinde« sich folgende Inschriften : ulloiMit« Tive", .N'etuinem lande* unb „Saum cuiqne tribue", banntet sind sech» allegorische Frauengestatten unb über ben fünf Singang»thore« all Em-bieme Fa»re». gekreuzte Schwerter. Wage u. s. ». sichtbar Dieser ganze ndrd-liche leit ist bem Strafverfahren eingeräumt nnb von ben übrigen Gebäude-teilen. bie bie llivilgerichte umfassen. völlig getrennt. Ueber bem süblichen Portiku» steigt ein Giebel mit Attika aus. dessen Stirn eine Figurengrupp«. .Gerechtigkeit", .Laster" und.Unschuld" symbolisch anbeutenb, zi«tt, ber sich nach recht« .Merkur" unb .Recht,schütz", nach link« .Krono»" unb .Recht«. Hilfe' anschließen: bie Figuren auf ben stlügelau«läusen bedeuten .Strafe" unb .Freisprechung", .Hinterlist" unb .Frömmigkeit". Unterhalb be» Giebel, selbe». besten Mittelpunkt ba« bayrische Wappen mit ben beiden Läwen al» Schilbhaltet einnimmt, ba» in gleicher «u»führung auch an ben übrigen brei Fanden prangt, ist die Front mit sech« sitzenden weiblichen Genien geschmückt, die lafelti mit den zehn Geboten und dem bedeut,tngivollen Wort .Ja*" um-geben. Die Eingänge von Westen und Osten führen in die Treppenhäuser und zu den verschiedenen Sitzunglsälen, Bureau» und Registraturen; der letztere ist ebensall« mit Attika nnd sech« Figuren: .Wahrheit", .Forschung", „Selbst-erkenntni»", .striebsertigkeit", .Schreibt»«!!" und .Redekunst" versehen: über der Pforte ist ein Medusenhoupt und zu besten Seiten zwei sitzende Figuren, „RechUversahren" unb .Strafvollzug" barstellenb, angebracht. Die Westseite ist ohne figurale Ausschmückung geblieben unb nur mit Attika versehen. Die innere Einrichtung de« kolostalen. bi» zur Krönung der Kuppellateine «4 Meter hohen Gebäude» übertrifft alle Erwartungen. Die weiten, lichten Hallen er-scheinen mit künstlerisch abgeführtem Skulpturenwerk. Malereien und Orna-menlen ausgeschmückt, und elektrische Beleuchtung. Auszug »nd Eentralheizung dürsten sowohl von den Beamten, wie auch vom Publikum al» Wohlthat em> Pfunden werden. Jedensall« macht der ichöne Bau. desten 4»0 Geschäst»räitme dem Staatlministerium ber Justiz, ba» Oberlande»gericht. dir Land, und Amt«, geeichte nebst Schwurgericht sowie die Itaat«anwalt!chast und eine Eenlral-druckerei für sämtliche Justizbehörden München« aufnehmen, einen üderwälti-genden Eindruck: er erinnert an den ernsten, würbevollen unb zugleich einfachen Stil der Alten: »In Hauch von vollendeter «uns! schwebt über dem Ganzen, der tief befriedigt »nd sofort den Meister erkennen läßt. M. it. v. B. tragen war. Er wurde dieser Täuschung müde und beschloß, diese» Biertelstütidihen täglich zu benutzen, und während de» Warten» auf die Suppe etwa» zu schreiben. Da« Resultat dieser Hauswirtschaft mit einem viertelitüitbchen war nach einige» Jahren ein Werk In vier großen Ouartbänden. ba« ber Kanzler ber Nachwelt hinterließ Er nannte e». ba e» juristischen Inhalt» war, scherzweise sein Opn» j'irit, lSuppenwerkl, da bekanntlich ..situ- Suppe unb Juristerei zugleich ticbcutc« unb bekanntlich alle Zwisterei in einer langen Brühe über kurze Brocken beste!!! Pariert. Förster: .Gratuliere, Herr Doktor — «üblich einmal einen Hasen getroffen!" — Sonntag»jäg»r: .Gratuliere, Herr Förster, — endlich einmal die Wahrheit gesprochen!" Beim Thetabtitd. Geheimrätin: .Wie. Sie wollen schon aufbrechen. Herr Astestor?" — Gehtimrat (leift): .Laß ihn doch, jetzt kriegt tr int Rr-ftaurant gerade noch etwa« Warme» zu esten!" Einem Trichter gleich. An der Universität W. lehrte ein Profestor, der wegen seiner Schärfe und Strenge bei den Studenten sehr unbeliebt war. Wo sich nur die Gelegenheit bot, ihm einen Schabernack zu spiele», waren bie jungen Musensühue dazu bereit. Eine» Tage» wird verabredet, da» nächste iiolleg durch fortwährende« kommen und Gehen zu stören: einer sollte immer dem andern die Thür in die Hand geben. E; geschieht auch wirklich in ber geplanten Wtiit, die Thür ist In steter Bewegung. Zum allgemein«» Erstaunen Huberte der Profestor sich ansang« nicht über die fortwährende Störung. Endlich, fast am Schluß seiner Borlesung sagte er mit größter Ge. müt«ruhe: .Finden Sie nicht auch, meint Herren daß da« heulige Kolleg einem Trichter gleicht? Ein Tropf kommt immer nach dem andern!" W» sind meint Tüchler? W kmkinnllyige» TW Benüynng der Zeit. Der berühmte Kanzler d'Aguesteau wurde von der Tifchglocke immer eine Viertelstunde früher zu Tische geladen, al« aitfge- Um den Mnulwurf von Gemüsebeeten fernzuhalten, empfiehlt e« sich, einen bleistiftdicken Strick in Theer einzutauchen und diesen in eine ea. 12 Eentimeter tiefe Furche, welch« man um da« Loch zieht, zu legen. U« Regenwürmer attc1 Blumentöpfen zn tnt< ferntn, läßt man bie Erb, eine« Blumentöpfe«, in bem man Regenwüemee vermutet, so wtit abtrock-ntn, baß tin Begießen notwendig ist. Run zerreibt man eine Roßkastanie aus einem Reibeisen, schüttet da« Gerieben« in einen kleinen Tastentops voll kalten Waster«, rührt da» «in dt»ch«n an und gießt ben ganzen Inhalt ber Taste aus btn be-treffenben Blumentopf Nach Verlauf von wtnig Minuten erscheinen sämtlich« Regenwürmer, groß nnb klein, an ber Oberfläch« der Erde be» Blumentöpfe», wa» ganz spaßhaft anzus«h«u ist. Ist ber Blumentopf «In ziemlich großer, so verwendet man zwei zerrieben« Roßkastanie» unb «in« Portion»tasie voll Wast«r zu bleiern Aufgust». Der Ausguß zieht nicht vollständig in die Erde de» Blumentöpfe» ein, s«nd«rn e« bleibt oben ein Satz zu-rück, den man am nächsten Tage beseitigt, damit sich nicht durch spätere» Begießen Schimmel bildet. Die Kastanien bleiben bi» zur nächsten Ernte bazn verwend. bar. auch noch länger, nur müsten sie bei der Aufbewahrung vor Rüste geschützt bleiben. Ob man die harte Schale mit zerreibt oder nicht, ist gleichgültig. Kompott von ttnrtiftu Ziacheibttrtn. Man nimmt bie B««r«n. wenn sie halb groß finb, wäscht sie unb fchneibet Stiel unb Blüte ab. Dann kocht man etwa» Wasser mit reichlich Zucker, thut «in«n T«il btr Bttrtn hinein unb läßt sie weich werben, nimmt sie mit bem Schaumlöffel heran» und kocht wi«der andere. Der Tast muß einkochen, ehe er übergeschütttt wird. Ditst» Kompott ist v«rhältni»mäßig wenig b«kannt, verdient aber wegen der geringen Kosten, die seine Herstellung verursacht, und seine» vorzüglichen Geschmacke», welcher den der meisten anderen Kompott« übertrifft, vollst« B«achlung. Scher,-Lo«»gr!»h. »!t I fcirflt t» gar köstlich- Aas), biet Vier, dort Blut der «ebrn; Löß! man sich ein in da» mit I. Mann'« btut'ge flflpfe geben. ürnil Root. Homonym. Ach bin an norVfchem Ttrand «t» Stadt Ivohl allbekannt. Ich bin dann auch an jedem Echtste, werd' oft zerstört durch Nellentisie. Iuliu» statk. Auslösung folgt In nititifter Kummer. Problem Nr. 140 Bon #. Baqer. Schwarz tluflifung. jecotsnma. B)utt