45. Jahrgang Spedizione in abbonamento postale. Edizioni per l’Estero. Titelbild: Der Missionär unterwegs — In den Wäldern Colonibias. — Die Urwälder und Berge Columbias lassen vielfach den Verkehr mit Wagen nicht zu. So muß der „fitlero". eine Art Träger verwendet werden vor allem auch beim Personentransport. Auch unser Missionär aus dem Chocogebiet, Angehöriger der Gesellschaft der Söhne des Unbefleckten Herzens Mariä (Madrids, muß von diesem altmodischen Verkehrsmittel Gebrauch machen. Jnhall: Gsbelsmeinung, 6. 89. — Gottesbegriff bei dem afrikanischen Slamm der Wakikuju,. 6. 90. — Ihr Kleingläubigen!, S. 92. — Sillen und Gebräuche bei den Bapedi, S. 92. — Zur Zeillage, 6. 94. — Au? den Afrikanischen Missionen, S. 94. — Der Zar der blauen Berge. Abbildungen: „3uju“ in Westafrika, 6. 91. — Gerichtssitzung, 6. 93. — „Wenn muntre Tänze sie begleiten .. .“ 6. 95. Preis: ganzjährig Italien 8 Lire, Ungarn 2.50 Pengö, Schweiz 2.50 Franken. Versand durch Missionshaus Millan b. Bresfanone, Italia. Gebets-Erhörrmgen und -Empfehlungen. Durch die Fürbitte der Dienerin Golies Maria von Morl wurde Ordnung und Frieden in einer fchwerbedrohlen Ehe wisderhergeslelll — gerade am Schluß einer Novene. Veröffenl-lichung war versprochen. N. St. Innigen Dank für erlangte auffallende Kilfe aus die Fürbitte der Dienerin Golies Maria von Morl! Machte eine Novene und versprach es zu veröffentlichen. Möge ihre Fürbitte noch vielen andern Helsen! G. R. Zu Ehren des Dieners Gottes Josef Freinademetz und als Dank ein Missionsalmosen für die Taufe zweier Keidenkinder. Ungenannt. Bitte um Gebelseinschluß in einem schweren Anliegen! M. W. P, Nova Levante. Bille, nicht nachzulassen im Gebe! für einen, bei der Deutschen Wehrmacht besindlichen Soldaten, daß er s. z. wieder heil und gesund in die Arme seiner besorgten Ettern zurückkehren möge. Arme Seele, Brunico. Die Redaktion bittet die Leser um eifriges Gebe! für eine kranke Wohltäterin des Stern der Neger! Zur Beachtung! Gebelserhörungen werden nur dann veröffentlicht, wenn in der Mitteilung an uns der volle Name unterzeichnet ist. Kürzungen erfolgen durch die Schriftleitung! Wir bitten um das Gebet für die in den letzten Monaten verstorbenen Abonnenten, unter ihnen Hochw. Alois Holzer, Pfr., Bizze di fuori. Anna Ingarten S. W., Campo Tures. Anna Bachmann, Monguelfo. Pfr. Pietro Mifchi, La Balle. Dr. Hibler, Breffanone. Robert Romai, Pecs, Ungarn: Anna Meßner, Cores. Allen Freunden und Verehrern des Dieners Gottes P. gojcf $£emadetmf$ SVD, sowie allen, die lernen möchten, wie man eine „neuntägige Andacht" hält, sei das handliche Heftlein wärmstcns empföhle!:, das Dr. Johannes Baur bei der Berlagsanstalt Athesia Bolzano veröffentlicht hat: „N o v e n e, Anleitung zum fruchtreichen Halten von N o v e n e n, vor allem zum Diener Gottes P. Josef Freinademetz S. V. D. (Bietn bet Katholische Missions-Zeitschrift herausgegeben von der Kongregation: Missionäre Söhne bes heiligsten Kerzens Jesu Mit Empfehlung des Kochwürdigjten Fürstbischofes von Bressanone Nummer 12 April 1943' 45. Jahrgang Gebetsmeinung. Daß die katholische Jugend in den Missionsländern ihre heidnischen Altersgenossen zum (Stauben sühre. Es ist eine unbequeme Wahrheit — wie ja Wahrheiten des öfteren unbequem sind —, daß die Heiden ein eigentliches Recht daraus Jfaben, von uns Christen zur Kenntnis des wahren Glaubens geführt zu werden. Gott selbst hat ihnen dieses Recht, diesen Anspruch auf unsere Hilfe gegeben. „Gott will, daß ane Menschen selig werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen.“ (l Lim. 2, 4.) Deshalb yai er uns selbst unterrichtet, wie bas Leben eines rechtschaffenen Gottesknechles aussehen soll, und der Gottmensch hat uns so, ein Leben vorgelebt, hat all die Gnaden, die der Mensch dazu braucht, uns verdient und. bereitgestellt. Nachdem also Gott bas ©einige getan, liegt es am Menschen, auch etwas für fein eigenes einiges Glück zu tun. Gott yac bann aber auch all diese Schätze in die Hände der Menschen gelegt, sie den Nebenmenschen mitzuteilen. Gott wird nicht.zu jedem einzelnen Menschen unmittelbar sprechen, noch auch die Himmelsgeschenke, die Christus uns verdient hat, jedem persönlich überbringen. Menschen werden Das für Menschen tun und besorgen müssen. „Geht hinaus in alle Welt und lehret alle Volker und taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Hl. Geistes!" (Matth. 28, 19.) So lautet der klare Befehl des Erlösers. Der Reiche, der im Hebersluffc schwelgt und nebenan den notleidenden Bruder verhungern lässt, ist ein Verbrecher. Im Geistlichen sind mir Katholiken die Neichen und die Heiden sind die darbenden Brüder. Die Deutung des Gleichnisses ist leicht. Als Verwalter göttlicher Güter dürfen mir nicht bloß aus unsern eigenen Vorteil schauen, «sondern müssen vor allem Gottes Interessen im Auge behalten. Freilick gibt es „Seelsorger von Amtswegen", die von Gott in besonderer Weise berufen sind, auck.für andere zu sorgen. Es gibt Hirten, deren Lebensaufgabe (es ist, für die Schäs-lein Christi zu sorgen und auch „die andern Schafe" in die Hürde Christi, zu sammeln, daß ein Schasstall und ein Hirte werde. Es gibt Missionäre, die ihr Leben in den Dienst der Glaubensverbreitung stellen. Diese haben auch eine auserlesene Schar von Mitarbeitern in den Missionsbrüdern und -schivestern, den Katechisten und Lehrern. Aber sie alle zusammen, die an der Ausbreitung des Gottesreiches arbeiten, find doch nur «ein kleines Häuflein; deshalb bleibt auch der Erfolg immer noch weit hinter den Wünschen zurück. Das Richtige und Beste märe es, wenn jeder Freund Christi feinem göttlichen Meister neue Freunde zuführen mürbe. So haben es die ersten Freunde Jesu gemacht, ein Johannes der Täufer, ein Andreas usw., so sollten wir es alle .machen, sollten immer; neue Freunde für Christus werben. Solche Begeisterung 'für ihren göttlichen Meister, solchen Eifer wollen wir den Neuchristen in den Missionen erbeten, beim, wen» «diese nach dem Beispiel so mancher europäischer Christen gerade noch daraus schauten, mit den heidnischen und andersgläubigen Stammesgenossen friedlich, gemütlich auszukommen, wenn sie übest Religion möglichst roenia sprechen wollten, um nur ja nirgends anzustoßen, dann juürc das wahrhaftig zum Verzweifeln. Alle Werbearbeit den Missionären allein überlassen? Die Liebe zum Heiland muß auch bei dem gewöhnlichen Gläubigen lebcitfng sein; auch er darf den Kamps für die Kirche nicht fürchten und fliehen, der schlichteste und bescheidenste Jünger Christi. Wozu wäre er denn gesinnt worden? Der Glaube an /die llnüberroinbbarlmt der Kirche, an ihr Bestehen bis zum Ende der Zeiten, dieser Glaube an ihren Endsieg, darf dock nicht ein Ruhekissen werden für foule Schläfer und Feiglinge. Erflehen wir den jungen Neuchristen die Gnade, daß sie wahre Eiferer für das Haus Gottes werden, mutige Streiter Christi, des göttlichen Königs und einigen Herrn! P. H. I., F. S. C. Gottesbegriff bei dem ostafrikanischen Stamm der Wakikuju. 3m Osten des Viktoriasees im Herzen von Kenya breitet sich die vulkanische Plateaulandschaft Kiknju aus. Der ob seiner Fruchtbarkeit dichtbesiedelte Boden wird von dem Stamm der Wakikuju bewohnt. Neben den Mill Hill-Missio-nären, die die Hauptlast der Evangelisationsarbeit in Kenya tragen, sind es vereinzelte Confolatainissionäre, die in den Kaffeeplantagen die Seelsorge ausüben. Aus der Feder eines der letzteren stammt der folgende jetzt besonders aktuelle Bericht über den Gottesglauben der Akiknyn oder Wakikuju. Das Volk der Wakikuju, obwohl offenbar heidnisch und ohne Kultur und Geschichte, hat zutiefst den Glauben an einen Gott als höchstes unsterbliches Wesen, als einzigen Herrn aller Dinge bewahrt, einen Gott der alles lenkt, dem niemand widersprechen oder widerstehen kann. Besonders die Sprache der Wakikuju läßt diesen Glauben durch Ausdrücke lind Redensarten erkennen, die teilweise an das Evangelium erinnern und vollkommen mit christlichem Sprachgebrauch sich decken. Wir greifen aus den äußerst zahlreichen Redensarten nur einige heraus: „Uge wa Ngai ndugokagwo" =-■= Gottes Wort trügt nicht. „Mweoro wa ngoro ndokinyaga, no, wa Ngai okinyaga" — Der Mensch denkt, v vtt lenkt. „No Ngai ngoro" ---- Gott allein ist allmächtig. ,/^otire oe ta Ngai" = Gott läßt sich Zeit zum strafen, aber Er kommt. U den mehr Erwachsenen und älteren Leuten gibt es eine wohlvertraute Redeweise, die sie häufig und immer voll Achtung und Ueberzeugung aussprechen: „To, geraryo ne Mwene Hinya" -= Wenn Gott uns am Leben erhält, oder Ngai engyenda = Wenn es Gott gefällt oder gut erscheint. (Mail vergl. dazu den Apostelbricf Iac. 4, 15). Gott ist für sic jauch der Inbegriff der Schönheit, so daß sie immer, wenn sie. etwas Seltenes erblicken, spontan ausrufen: Ne kyega ta Ngai = Das ist.schön wie Gott. Man findet unter diesem Volke keinen Atheisten: alle glauben an Gott und furchten ihn. Niemand würde es wagen zu .fluchen oder den Namen Gottes zu verlachen. Darum heißt es bei ihnen: Ngai ndesekagerwo - Gott läßt seiner sticht spotten. Charakteristisch für die Wakikuyn ist auch die Tatsache, daß sie keine Fetische oder falsche Gottheiten haben. Die herkömmlichen Opfer sind Ausdruck des Glaubens. In Ermangelung von handgebanten Tempeln hat man besondere Haine und zwar immer ans den Spitzen kleiner Hügel ausgesucht. Dort zu Füßen eines riesenhaften eigentümlichen Baumes „moguro" genannt, bringen sie Opfer dar und erheben ihr Gebet zu Gott. Außer der Opferzeit darf sich niemand dem heiligen Baume nahen, noch weniger ihn berühren oder vernichten: der Zorn Gottes würde ihn treffen. Ja nicht einmal Holz darf im heiligen Hain gemacht, .noch darf dort Vieh geweidet werden. Schwere Strafen würden den Uebeltüter treffen. Die Opfer bestehen aus zwei Arten. Da ist zunächst das D a n k o p f e r. Qm Hinblick auf eine reiche (Brate versammeln sich die Aeltesten eines Bezirkes bei dem heiligen Baum und bringen den üblichen einfarbigen Schafbock mit. Der Stammesälteste, der der Gottheit als besonders genehm gilt, wird als Opferdiener ausersehen: er mutz dem Tier das Messer ins Herz stoßen, es töten und das Fleiscb wegnehmen, das auf Holzkohlen geröstet zum Teil von den Anwesenden stehend gegessen, znm Teil der Gottheit zu Ehren verbrannt wird. Was sich in ben Eingeweiden findet, wird gewissenhaft gesammelt und mit dem Blnt und Fett des Opfertieres gemischt; man besprengt damit die Felder, die Ernte und die Scheunen. Das Schaffell wird in kleine Stücke geschnitten und an alle Familien der Gegend verteilt; die Frauen machen sich zierliche Armbänder daraus. Wird das Land von Dürre, Krankheiten oder anderem schweren Unheil heimgesucht, findet ein ähnliches Opfer, ein S ü h n e o p f e r statt, das bestimmt ist die Gottheit zu versöhnen und den göttlichen Beistand anzurufen. Doch wird dieses Opfer mit viel mehr Heimlichkeit und Geheimnis umgeben. Außer den „Suju“ in Westafrika. — Der Riesenfctisch, „3uju" genannt, findet sich in der Nahe van Ögoja, einer Stadt, die nicht weit entfernt von Benin in Nigeria liegt. Man beachte die Süßkartoffel zu Fußen des Ungeheuers, ein Geschenk der Ammisten an die .Gottheit, um sie zu besänftigen. — Benin liegt im Apust. Vikariat West-Nigeria und wird von den Afrikanischen Missionen von Lyon betreut. Es sind vorwiegend irische Mitglieder dieser r Missionsgefellschaft, die sich um die 30.000 Katholiken und 8600 Katechumenc» annehmen. Bon 6er 1,2 Millionen betragenden Gesamtbevötkerung sind 800.000 .Animisten, 162.000 Mohammedaner. (Fides-Foto.) bevorzugen Aelieslen des Landes darf niemand teilnehmen. Das Opferlier wird fast gänzlich verbrannt, die Teilnehmer dürfen nur wie im Vorbeigehen flüchtia ein Stückchen Fleisch versuchen, dabei aber nicht den Knochen berühren, der ans das Feuer geworfen, verbrannt und in Asche verwandelt wird. Das c?c Fett wird zu Füßen des heiligen Baumes ausgegossen. Die religiöse >nic schließt mit einem merkwürdigen Bittgesang: Sa sasaya Ngap chp-, mbori sai, ngome sai, indo sai — Erbarmen Erbarmen, Gott, Erbarmen mit unsern Kindern, Erbarmen mit unsern Schafen, Erbarmen mit unserm Vieh, Erbarmen mit unserer Ernte! Man klagt allgemein unter den Alten des Landes, daß jetzt, nachdem ,die Europäer kamen, Gott nicht mehr wie einstmals die Gebete erhört, die sie bei diesen Opfern verrichten! die Gebete bleiben jetzt manchmal unerhört, ein Vorgang, der sich in vergangenen Zeiten, wie sie behaupten, nie ereignete. (Fides, Januar 43.) j n I Jt)r Kleingläubigen! 1 II I) I H j ----Und haft vor fingst geschwitzt, J J weil Gott dir viel Zu langsam deuchte, J J Und murrtest unbedacht. ß 1 <2s hat wohl längst geblitzt, 1 J Dann merkst du, daß es wetterleuchte, J j Und daun erst, daß es kracht! n | Sitten und Gebräuche bei den Bapedi. (P. M. R. F. S. C.) VI. Gerichtswesen. Dies Kapitel ist insoweit von größter Wichtigkeit, als man vom Rechtsprechen, sei cs in Straf- oder Zivilangelegeicheiten, ohne irrezugehen auf das richtige oder unrichtige Denken, auf die Moral — wenigstens auf das moralische Urteil eines Volkes schließen kann, zumal wie in unserem Falle, wenn keine gedruckten Gesetzbücher mit so und soviel tausend Paragraphen vorhanden sind, deren Aufstellung unter den heutigen Zeitumständen mitunter von der Willkür einer einzigen Person abhängt und dem rechtlichen Empfinden der Mehrheit eines Volkes nicht einmal entspricht. Nun zur Sache. Zuerst schauen wir uns einmal den G e r i ch t s s a a l näher an und seine Ausstattung, denn auch dieser übt mitunter einen Einfluß aus auf die armen Angeklagten, auf die mitunter schüchternen Zeugen, auf die Redegewandtheit und Schreilust der Advokaten, auf die Stimmung der Geschworenen. 3d) sage Gerichtssaal, denn Gerichtsgebäude gibt es bei den Negern keines Das sind unnütze Auslagen, für welche sie keinen Sinn haben. Sie brauchen ja keines! denn bei ihnen werden keine kilometerlangen Akten verfaßt, um zentnerschwer in unendlid)en Reihen in Kästen und Staffeleien nach Monat und Jahr geordnet, jahrhundertelang zum vergilben und verstauben aufbewahrt zu werden, damit nack hundert Fahren ein pfiffiger Verteidiger eines Diebes nach-« weisen kann, daß sä)on sein Ur-Urgroßvater mit Kleptomanie behaftet war, d. h. den böhmischen Zirkel gut zu gebrauchen wußte. Der Gerichtssaal der Bapedi ist der Häuptlingskraal, näher bestimmt, der Viehkraal des Häuptlings: also ganz genau ausgedrückt, der Düngerhaufen seiner Rinderherden. Und da diese oft an hundert Stüär umfassen und der Mist jahrelang liegen bleibt, so ist der Saal geräumig genug für eine zahlreiä)e Versammlung. Kann's was Praktischeres geben! Auch die Ratsversammlungen, nebenbei bemerkt, werden hier abgehalten. Da sitzen alle weich auf dem meter--hohen Teppich, den das liebe Hornvieh ausgebreitet. Nach ihrer Denkungsart könnten die Bapedi auch keinen besseren Platz zu einer Gerichts- oder Ratssitzung wählen, als den Friedhof. Das ist eben der Düngerhaufen, wie wir oben gesehen. > In ihrer animistischen Anschauung halten die Bapedi dafür, daß die Geister, d. h. die Seelen der unter dem Düngerhaufen Begrabenen nicht allein das Vieh vor Unglück und Krankheit bewahren, sondern auch dem hohen Rat und allerhöchsten Gerichtshof auf demselben schützend und erleuchtend beistehen. Recht verstanden, steckt hinter dieser Auffassung ein großer Gedanke. Schon dem altgriechischen Philosoph Zeno gab das damals weltberühmte Orakel von Delphi auf die Frage, welches der sicherste und kürzeste Weg zur Diese Gerichtssitzung des Bcipcdthäuptlings Mnpote ist in einigen Kleinigkeiten „modernisiert." Was sie dadurch gewonnen hätte, wird schwer zu erraten sein. Weisheit fei, die kurze Antwort: Befrage den Tod. Rat, den der hl. Augustin in die Mahnuna kleidet: Nimm dir den Tod als Ratgeber mit ins Leben. Viele Entscheidungen in unserm Leben würden weiser getroffen, wenn wir den Tod vor Augen hätten. Insofern also haben unsere Neger den richtigen Platz für den Gerichtssaal auserkoren. Es ist wohl nicht notwendig, zu bemerken, daß unsere schwarzen Herren bei Gericht sich nicht ohne weiters in die frische, warme Hinterlassenschaft der Wiederkäuer hineinsetzen. Die wird vorher fein säuberlich beseitigt. Die Hauptmasse aber ist trocken und bildet eine polsterige, gar nicht übelriechende Unterlage. Schranken und Tische oder auch Bänke gibt es nicht, noch weniger Verbrecherkäfige, nicht einmal Stühle. Nnr der Vorsitzende, d. h. der Häuptling, gebraucht ein derartiges Möbel, welches für gewöhnlich durch einen einfachen Holzklotz ersetzt wird. Er sitzt allein auf einer Seite gewöhnlich in der Nähe der Palisaden mit dem Staatsanwalt in nächster Nähe; dann kommen die Streithähne, .eventuell der Verbrecher samt Ankläger und Verteidiger; weiter rückwärts das übrige Personal — immer in fächerförmiger Anordnung, das Gesicht dem Häuptling zugewendet. Soweit vom Gerichtssaal. Was nun das Verfahren selbst angeht, so wird man ohne Bedenken zugeben müssen, daß es im Großen und Ganzen billig und gerecht ist, besonders wenn es sich um reine Streitigkeiten handelt; ja es kommt nicht selten vor, daß so ein Negerhäuptling geradezu salomonische Urteile fällt. Allerdings in Kriminalsachen, wenn es sich um Verbrechen handelt, stand der Häuptling früher stark unter dem bösen Einfluß des Zauberers, der aus Privatinteresse oder persönlicher Rachsucht auf dem üblichen Hokuspokus-wege mit seiner Tenfelsnase einen Verbrecher roch, wo in Wirklichkeit keiner war und so manchen Unschuldigen vor das Gericht und in den Tod brachte. Heute ist dieser schlimme Einfluß des Hexenmeisters durch den direkten und indirekten Einfluß der Missionäre zum großen Teil gebrochen. Zur Zeitinge, Lins ist not, die Hände falten! Kommt, da mußt auch ihr mithalten! Selig, sich die Hände reichen Und sich brüderlich vergleichen! Löblich isi's, die Uände rühren, Schwache an der Hand zu führen! Eine mag die andre waschen.... Drollig wirkt das Veifallklatfchen, wo man Hände schwingt Zn watschen, fäu|te ballt nach in den Taschen. Saßt mich meine Hände waschen - Oder glaubt ihr, ich kann singen, wenn die Leute Hände ringen? n Aus den Afrikanisch n Missionen. Aus Peramiho-Ostafrika. — Rom. — Das Dankschreiben, das vor kurzem S. Cxz. Mons. Gallus Steiger, der Abtbischof von Peramiho, an hen Kardinalpräfekten der Propaganda wegen Zuwendung aus der sog. Epiphaniekollekte richtete, beweist wieder einmal und spricht es auch aus: d:r Opfergeist ist unter den Katholiken trotz der Kriegsnöten ungebrochen. Dieser Geist befähigt die Gläubigen stets auch an die materiellen Bedürfnisse unserer Missionäre zu denken, damit die Ausbreitung des Reiches Gottes ununterbrochen vorangehen kann. Peramiho, die heutige Abtei nullius Peramiho, ist die.frühere Abtei Lindi, die im Dezember 1931 ihren Namen in Peramiho umgeändert hatte. Mit seinen 66.000 gkm Fläche entspricht Peramiho an Größe etwa Bayern um Schwaben vermindert. Die Mission lehnt sich im Westen an den Nordzipfel des Nyasfa-Sces, iin Süden an Mozambique, im Norden und Nordosten an Sfinga und Dar-es-Salaam und im Osten an Ndanda an. Von den rund 250.000 Bewohnern sind jetzt über 81.000 katholisch, gegen 7000 bereiten sich auf die Taufe vor. Die Missionäre — 58 .— gehören alle der Kongregation der Missionsbenediktiner von St. Ottilien an. 34 sind Deutsche, 23 — darunter der Abtbischof — sind Schweizer, einer ist Franzose. Bon den 77 Brüdern ist die überwältigende Mehrzahl, — 67 deutsch. Die 85 Missionsbenediktinerinnen aus der Tutzinger Kongregation setzen sich aus 79 Deutschen, 4 Schweizerinnen und einer Polin zusammen. Die ein-heimilchen St. Agnesschwestern — 39 an der Zahl - haben bereits 28 Pro-seßschwestern. Ein besonderes Gepräge geben der Mission, die ein großes und ein kleines Seminar mit 12 resp. 85 Almmnen besitzt, die große Zahl der Mithelfer aus Laienkreisen. So beträgt die Zahl der Katechisten oder Täufer 1198, zuzüglich 7 Katechistinneu. Als Lehrer arbeiten 153 Männer und 7 Frauen. (Fides.) Ans Franzöf. Westafrika. - R.mi. - Aus dem A post. Vikariat Franzos. Guinea (14.000 Katholiken) berichten die Heilig Geist-Missionäre, die dort „Wenn muntre Tänze sie begleiten..." So ist man versucht Schillers Worte umzuändern, lucim man unsere Neger aus 6cm Apost. Vikariat Bukvba im Tanganjikagebiet bei bcr Arbeit sieht, ihren Schmelzofen in Brand zu sehen. Sie Hüpfen im Tanz um den Ofen und setzen dabei mit ihren Stäben die Blasbälge ia Tätigkeit, die um lden Ofen gelagert sind. (Fides Foto.) (25 Patres) mit 5 Brüdern und 25 Schwestern (13 Franzosen, 12 Einheimischen) zusammenwirken, von der Entstehung zweier christlicher Dörfer. Beide Ortschaften gehören zur Waltogruvpe in der Landschaft Kissiens, die mehr an der Grenze Guineas verläuft. Das Dorf Saint Louis de France verdankt seine Entstehung einer schweren Lepraerkrankung des Königs Lassime, der in der Mission Brvuadou gepflegt und geheilt wurde. Aus Dankbarkeit erleichterte er die Arbeit der Missionäre. Christen und Katechumenen gab es in großer Zahl und die Folge waren christliche Eheschließungen. Die neuen christlichen Haushalte schlossen sich vor 15 Zähren zu einer Gemeinschaft zusammen und bauten sich ein Dorf, das sich glücklich entwickelte und auch heidnischen Dörfern als Vorbild dient. i Die Gründung von Saint Joseph de Tokobo ist jüngeren Datums und mit schweren Wehen verbunden. Vier junge Leute sind als Gründer anzu- sehen. Sie setzten sich durch trotz des Widerstandes der Alten. Heute kann die Siedlung als gesichert gelten. Beide Ortschaften haben ihre eigene Kapelle und selbstverständlich, wie manche Dörfer der Umgebung, christliche Oberhäupter. (Fides.) Aus Senegal. — Rom. — Wo Gesamtstatistiken fehlen, wie bei der neuerrichteten Apost. Präfektur Ziguinchor, geben auch Ausschnitte aus Teilgebieten einen Begriff von der Arbeit, die unsere Missionäre zu leisten haben. Der Bezirk Oussoupe bildet jenen Teil der Apost. Präfektur Ziguinchor, der sich westlich von der Hauptstadt gleichen Namens zum Meer hin erstreckt, also hauptsächlich an der Bay von Casamanco liegt. Er umfaßt 4 Kantone mit 75 Dörfern und 23.000 Bewohnern. 22 von diesen Ortschaften haben Missionsstationen I von diesen sind zwei mit einer Kirche, 20 mit Kapellen ausgestattet. 6 christliche Friedhöfe liegen über den Bezirk hin zerstreut. Die Zahl der getauften Katholiken beträgt 1150, die der Katechumenen 250 bei 1600 Mohammedanern und 20.000 Fetischisten. Zwei Missionäre versehen mit drei Ordensfrauen die ganze Arbeit. (Fides.) Letzte Statistik des Apost. Vikariates Bamako (Westafrika). — Rom. Vor uns liegt die letzte Statistik (1941 42) des Apost. Vikariates Bamako, das im Norden von Liberia und der Elfenbeinküste zu frauzöf. Westafrika gehört, den Weißen Vätern anvertraut ist, und rund 900.000 qkm umfaßt. Die Ge-samtbevölkeruna beläuft sich auf 1,8 Millionen. Bon ihr sind jetzt 9280 katholisch. Das bedeutet g e g e n ü b e r dem Fahre 1 9 3 9 ein Plus von 316 0 Seelen. Dazu kommen noch 1391 Katechumenen, das sind 600 weniger als im Fahre 1939. Immer noch stehen diesem Häuflein Katholiken eine Million Mohammedaner und rund 800.000 Fetischisten oder Animisten gegenüber. Die Zahl der Weißen Väter, die diese Herde betreuen, ist von 30 im Fahre 1939 auf 34 (darunter zwei Einheimische) im Fahre 1942 gestiegen. Auch die Zahl der Schwestern hat sich von 23 auf 30 gehoben. Darunter sind 29 Mis-sivnsschwestern U. L. Fr. von Afrika und eine einheimische Schwester aus der Kongregation der Sudanesischen Töchter Mariens. Das Große Seminar hat jetzt 3 Studenten, während im Kleinen Seminar die Zahl der Studenten sich in ansteigender Kurve von 16 im Jahre 1939 auf 31 im Fahre 1942 bewegt hat. \ Aus 10 Elementarschulen sind 14 geworden, die Gesamtschülerzahl stieg von 533 auf 629. Wenn die Katechistenschule von 6 mit 102 Aspiranten auf 4 mit 55 Zöglingen zurückgingen, so bleibt doch die tröstliche Tatsache, daß die einheimischen Katechisten und Lehrer beiderlei Geschlechtes seit 1939 von 168 auf 202 hinaufgingen. Apost. Vikariat Dakar. Auch in dem zur Zeit vielgenannten D a k a r, das kirchlich eine Abtretung von dem Apost. Vikariat Senegal an der westafrikani-schen Küste darstellt, kommen Nachrichten, die bis auf eine geradezu friedensmäßig klingen. So hat die Schule der Schwestern v. d. Unbefleckten Empfängnis (Castres) das Schuljahr 1941/42 mit gutem Er fog abgeschlossen. Von 18 Kandidatinnen erhielten 14 das Reifezeugnis. Das neue Schuljahr nimmt unter etwas anders gearteten Umständen seinen Anfang. Der Weisung der Regieruna entsprechend müssen Frauen und Kinder möglichst in das Innere des Landes verbracht werden: Das bedeutet, daß auch die Schwefternkvmmmn-täten mit ihren Schülerinnen großenteils ihren bisherigen Wirkungskreis verlassen müssen. Die älteren und kranken Schwestern werden nach der Heimat zurückbefördert. Am Platz bleiben nur die Freiwilligen, die als Krankenschwestern Verwendung finden. (Fides.) Der Zar der Blauen Berge. Erzählung von Max Locher. „Bitte, Kann ich die Anstalt besichtigen? Mein Name: Kofrat Professor Klug." Der Kerr, der so sprach, reichte zugleich seine Visitenkarte hin, worauf neben dem „Professor" und dem „Kofrat" noch manches andere stand, Ritter verschiedener Orden und Ehrenmitglied verschiedener wissenschaftlicher Vereine. Denn er war eine wissenschaftliche Größe, dieser Kofrat, eine Zelebrität in seinem Fache oder, um es deutsch herauszusagen, der berühmteste Irrenarzt im ganzen Reiche. Er mochte also wohl erwarten, daß der feine, blasse Mann, der ihm am Eingang entgegengekommen war, zusammenschauern würde vor der Größe des Besuchers. Aber der Mann tat das nicht, er begnügte sich mit einer stummen Verbeugung. Nur der scheue Blick seiner dunkeln Augen schien gewissermaßen Ehrfurcht zu verraten. „Ich stehe zu Diensten," sagte er dann leise. Also das war der Direktor der rühmlich bekannten Landesirrenanstalt. Ein junger Mann freilich, aber intelligent. Kofrat Professor Klug tat sich viel daraus zu gute, daß er die Fähigkeiten und den geistigen Zustand eines Menschen aus den ersten Blick erkennen und beurteilen könne. Die stille Bewunderung, die aus den Augen des jungen Direktors zu sprechen schien, hatte es ihm angetan. Etwas Eigenes hatte dieser junge Mann freilich, etwas Schrulliges, wenn man will, aber das haben Irrenärzte oft. Und so vertraute sich der Kosrat ruhig seiner Führung an. Was Kofrat Klug in der Anstatt sah, gefiel ihm; das Kaus war luftig, freundlich, praktisch eingerichtet. Da und dort stieß man auf Patienten, denen inan, weil sie ruhig und ungefährlich waren, mehr Freiheit gönnte. Einmal kam auch ein älterer Kerr des Weges und fragte den Kofrat um seinen Namen. Und als er diesen großen Namen gehört hatte, verneigte er sich und fragte weiter, ob er ihm als Führer dienen dürfe. Doch der Kofrat verabschiedete ihn mit hoheitsvoller Kandbewegung; was brauchte er einen andern Führer als den Direktor selbst? Die Arbeiissäle, die Erholungsräume, die Badezimmer, alles war schön und reinlich eingerichtet; im Garten arbeiteten einige Patienten. Der Kofrat billigte altes, was er sah und sprach von. seinen eigenen reichen Erfahrungen. Er sprach sehr viel, ja, fast unaufhörlich; erst, als inan die Krankensäle betrat, zog der junge Direktor das Gespräch an sich und erklärte dem Kofrat die verschiedenen Wahnideen, an denen die Unglücklichen litten. Zuerst kam die Frauenabteilung an die Reihe. Es war ein trauriger Anblick, der sich hier bot. Elende, abgezehrte Gestalten mit wirrem Blick und wirrem Kaar saßen und standen herum. In einer Ecke kauerte ein Weib und wiegte ein formloses Bündel in den Armen. „Der ist das einzige Kind ertrunken," erklärte der Direktor, „und nun meint sie, es gerettet zu haben und will es nicht mehr von sich lassen. Und diese hier" — er ergriff die Kand einer noch jugendlichen Person — „glaubt, sie sei die Jungfrau von Orleans; meist verhält sie sich still, doch wenn sie redet, dann ist es immer nur von Kampf und Sieg." „Unheilbar!" urteilte der Kofrat. „Sehr richtig!" erwiderte der junge Direktor und wieder heftete sich sein Blick auf den Kosrat wie in stiller Bewunderung. Sie gingen durch verschiedene Räume. Da war ein Mann, der sich für den Kerzkönig hielt, ein fideler Kerl, der den ganzen Tag lachte und pfiff. Ein anderer war fest überzeugt, daß er sich beständig die Künde reiben müsse, weil sonst die ganze Welt zugrunde gehe; der war wirklich ein geplagter Mann. Wieder ein anderer bildete sich ein, er habe ein Schwalbennest im Gehirn; der griff sich an den Kops und jammerte herzzerreißend. Plötzlich faßte der Direktor seinen berühmten Gast an der Kand und sagte, er werde ihm nun das Wunder der Anstalt zeigen, den Wahnsinnigsten aller Wahnsinnigen, der von der furchtbarsten aller Wahnideen befallen sei. lind er zog den Kofrat mit sich. Kosrat Klug war aufs Köchste gespannt. Sie traten in ein kleines, sonniges Zimmer. Dort saß ein alles Männlein und schaute, vergnügt schmunzelnd, vor sich hin. Sollte das dieser furchtbare Irre sein? Fester drückte der Direktor Kosral Klugs Kand. „Denken Sie nur... denken Sie nur..." Er flockte und wies auf den träumerischen Alten, „ja, denken Sie nur einmal, der Kerl da meint, er sei der Zar der Blauen Berge!" Kofral Klug stutzte. Wenn der kleine, schmunzelnde Alte irgendeinem in der Geschichte allerdings unbekannten Kaiser seine Kerrscherrechte streitig machte, so war das schließlich doch nicht schlimmer, als wenn man sich für die Jungfrau von Orleans hielt oder für den Kerzkönig." Der Direktor mochte bemerken, daß seine Eröffnung den Besucher kalt gelassen habe. „Kommen Sie, geh'n wir!" sagte er rauh und drängte den Kofrat hinaus. „Sie haben wohl nicht recht gehört," fing er draußen wieder an, „der Kerl da drinnen behauptet, er sei der Zar der Btauen Berge. Also verstanden? Der Zar der Blauen Berge!" „Gut, und was weiter?" tat der Kofrat betroffen. „Was weiter? Was weiter?" rief der andere entrüstet, „Ja, begreifen Sie noch immer nicht? Sie... Sie ... wie soll ich Sie denn nennen, wenn Sie gar nichts begreifen? Der Zar der Blauen Berge bin ja doch ich!" Blitze schossen aus seinen Augen. Kofrat Klug war starr. Ein Mann von seiner Bedeutung, ein Irrenarzt von seiner Berühmtheit sich so äffen zu lassen! Er hätte über sich selber lachen mögen, aber ein solches Lachen ist kein Spaß. Er suchte sich zu fassen, versicherte den vermeintlichen Direktor, daß er von seiner Zarenwürde fesi überzeugt sei und machte sich eiligst davon. Da kam ihm der richtige Direktor entgegen,, der alte Kerr, der sich ihm vorhin zum Begleiter angeboten hatte. Dem log er vor, es sei eine Schrulle von ihm, mit den Irren zu verkehren, als wären es vernünftige Leute. Aber sich selber konnte er nicht belügen und so schied er aus dem Kaufe in übelster Laune, denn es ist keine Kleinigkeit für einen berühmten Mann, von einem Narren genarrt worden zu sein. NB! Dem Machest, mit dem ein neuer Jahrgang beginnt, werden Erlagscheine beigelegt werden für die Leser im Inland, wir bitten, dieselben bald zu benutzen zur Bezahlung der Leitschrist oder auch Zur Einsendung von Missionsatmosen! Dank und Gruß! Herausgeber: Kongreg. d. Missionäre Söhne V. hlgst. Herzens Jesu, Millan-Bressanone. .Schriftleitung: Dr. theol. et phil. P. M. Rafseiner I. S. C., Millan-Bressanone. Druck: A. Weger's Buchdruckerei, Bressanone. Nulla osta. — R. Prefettura, Bolzano — Gab. No. 5087, 28 dicembre 1939—XVIII, Missions-Haus Millan-Bressanone, Italia.