Wker a>M Lsibsch Vie Lantle5iiaupt5iatlt Ser verroglum; I^raln. Serchiiiiett vsn ? von IlaSicr. Mil » Anrichtr-poMarttn In Lichlilruch- ütta Bircher, Such- nnU Muriirsiien-S-iniIIung, Laibach- Das Bankhaus J. G. Mayer in Laibach empfiehlt sich zur coulanten Ausfiihrung aller in das Bank- und Wechslergeschaft einschlagigen Auftrage, iusbesondere : Ein- und Verkauf aller Gattungen ln- nnd auslfindischer Staatspaplere, Aetien, Prior it&ten, Lose, Banknoten, Miinzen, Devisen ete. — Ineasso von Coupons, Treffern, Weehseln und Anweisungen fiir das In- und Ausland, Eseomptlerung gezogener Wertpaplere, Vornahme von Vincullerungen und Devlnculierungen. — Behebung neuer Couponsbogen und alle sonstigen finanziellen Transactionen. Borse-Auftrage fiir WIen und alle ausvvartlgen Borseplatze werden bestens besorgt. 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Die „Laibacher Ebene“, das fruchtreiche Milieu einer entziickend schonen Landschaft, bildet, berg- umrahmt, einen Abschnitt des nordkrainischeu Beckens, welcher von den Auslaufern der Steiner (oder Sann- thaler, auch Sulzbacher) Alpen im Norden und Osten und vom Laibacher Moor im Siiden eingeschlossen wird. Diese mit alleu Reizen der Natur ausgestattete Tlialebene stellt mit der im Norden und Nordwesten angren/.enden Steiner- und Krainburger Ebene eine der grossten Thalflachen innerhalb des Gesamtgebietes der osterreichischen Alpenlande dar. Hier treffen Ober- Unter- und Innerkrain mit ihrer so grundverschiedenen Bodencharakteristik der majestatischen Hohenziige der julischen und karnischen Alpen, den vorwiegend laubholzbestandenen Vorbergen und Vorhugeln der uuterkrainischen Berge und dem in das saatendurch- wogte prahistorische vSeebecken von Laibach, das schon zum grossten Theile cultivirte Laibacher Moor mit dem dominirenden, 1,106 m hohenKrim heraufragenden Karstgebilde zusammen. Hier liegt an den beiden Ufern des bei Oberlaibach entspringenden Laibachflusses, der Eortsetzung der in der Hohlenvvelt des Karstes (der altberiihmten ,,Adels- berger Grotten' 1 ') verschwindenden und dann wieder zu Tage tretenden Karstfiiisse Poik und Unz, und iiber- ragt von dem 364 tn hohen, in seinem nordwestlichen Abhange noch dicht bewaldeten, zur Zeit der Herbst- arbeit auf seinem Plateau zeitweilig die schonsten dem Brockengespenst ahnlichen Luftspiegelungen bieteuden von einem altersgrauen Castell gekronten Schloss- berge die Stadt Laibach (slovenisch: Ljubljana; eine der altesten Stadte der osterreichisch-ungarischen Monarchie. Die Stadt Laibach, einst eine Romerstadt und gegen- wartig die Landesbauptstadt des Herzogthums Krain liegt unterm 4602' n. Br. und dem 32 u 26' 15° 6 . L-, 294 m iiber dem adriatischen Meere, bildet den Knoten- punkt von vier Bahnstrecken: Der „Siidbahnlinie“ Wien — Tricst, der Staatsbahnlinie nach Oberkrain (Laibach—Tarvis)undUnterkrain (Laibach—G rosslupp- Rudolfwerth und Laibach.Grosslupp — Gottschee) und der Steinerbahn (Laibach — Stein) und zahlt gegen- wartig 36 547 Einwohner, davon Civilbevolkerung 33955 und an Garnison 2592 Militars; die iiberwiegende Mehr- zahl der Bevolkerung ist romisch-katholisch (36 159), daneben besteht seit 52 Jahren wieder eine evangel. Gemeinde Augsburger- (159) und Helvetischer Con- fession (77), in unserer Stadt, eine kleine Anzahl Israeliten (95) und Andersglaubige( griech.-orient. 34, griech.-kath. 12, armen.-kath. 1, anglik. 1, altkath. 1), confessionslos 8. Der Nationalitat nach theilt sich die Bewohnerschaft in 29 737 Slovenen, 5418 Deutsche, 208 Czechen, 150 Italiener, 63 Kroaten und Serben, 20 Polen, 2 Ruthenen und je 1 Magyare und Rumane. (Als Basis die bei der letzten Volkszahlung behordlich angegebene Umgangssprache). Die Stadt sammt Vororten erscheint in 6 Bezirken eingetheilt: 1) Schulviertel, 2) Jacobsviertel, 3) Burg- viertel, 4) Bahnliofviertel, 5) und 6) im ganzen 8 Vor- orte, von denen der den sechsten Bezirk bildende, seit 1896 der Stadt incorporirte Vorort Udmat, das ,,Sani- tatsviertel“ darstellt und ob der eminenten Einrich- tungen der hier in den letzten Jahren aufgefiihrten i Sanitatsanstalten des Staates, des Landes Krain und der Stadt Laibach die bestverdiente hervorragende Aufmerksamkeit von Fachmannern und Laien erregt. (llariiber an zugehoriger Stelle des Naheren.) Die Stadt zahlt mit ihren Vororten an Hausern 1596, davon 1577 bewohnt, 79 unbewobnt, noch im Bau begrilfen, an Platzen und Strassen, Gassen und Steigen im Ganzen 180, deren Benennungen theils alt- hergebrachte Namen weisen, theils in der jiingsten Zeit durch neue Namen ersetzt beziehungsweise in Folge der grossen Bauthatigkeit der letzten Jahre erganzt wurden. Erinnern die Bezeichnungen: Emona- und Romerstra8se und ,,an der Romermauer“ an die alteste Periode, sowie die Deutsche (Ordens) Gasse, Burg- platz, Judengasse und Judensteig an das Mittelalter, der Congressplatz an die glanzenden Feste des Lai- bacher Congresses von 1821, halten die Benennungen: Maria Theresia-Strasse, Kaiser Josefplatz und Franz Josef - Strasse, die dankerfiillte Erinnerung an die drei grossten Wohlthater fur Stadt und kand aus dem erlauchten habsbuigischen Herrscherliause, die grosse Kaiserin Maria Tlieresia, Kaiser Josef II. und Kaiser Franz Josef I. dauernd fest, so wird der Wanderer in unsern Strassen und 'Gassen an eine Reihe von Mannern deutschen und slavisclien Namens gemahnt, die aus Krain entsprossen oder aber zur heimatlichen Bevolkerung in nationaler und cuitureller Wechsel- beziehung stehend, Hervorragendes in Kunst und Wissen, im kirchlichen und staatlichen Leben geleistet liaben. Wir erwabnen hier nur die Namen: Auers¬ perg (den beriihmten Freihritssanger und ausgezeich- neten Parlamentarier Anton Alexander Grafen Auers¬ perg (Anastasius Griin) zugleich mit seinen als Helden in den Tiirkenkriegen leuchtenden Vorfahren, Hanns, Herbard und Weickhard von Auersperg (in diese Er- innerung einbeziehend) Beethoven, Amos Comenius fKomensky), Hilscher, Kuhn, Radetzky, Ressel, Val¬ vasor, Vega, Zois, dann Bohorič und Cop (slovenische Linguisten) „der krainische Luther 11 Truber und Dal- matin (Uebersetzer evang. Schriften, bezw. der luth. Bibel), Kopitar und Miklošič (sloveli. Grammatiker) Preširen (der erste slov. Kunstdichter. Lehrer und Freund Anastasius Griin’s) und Vodnik (Liederdichter und Lokalhistroiker), die Bischofe Chron, Pogačar, Ravnikar Slomšek und Wolf (um Kirche und Volks- tum liochverdient), Bleiweiss undToman (hervorragende Vertreter der nationalsloveniscben Politik der Gegen- wart), Šubic (der leider zu friih dahingeschiedene hochbegabte Schiiler Munkacsy’s) u. a. m. Die klimatischen Verhaltnisse von Laibach be- trefiend weisen die 30jahrigen Beobachtungen vom Jahre 1851- 1880 eine mittlere Temperatur von 9° C. und in normalen Wintern nur 76 Tage unter dem Nullpunkte, wahrend in der oberkrainischen Bergwelt 4 Monate, in Čemerni in Unterkrain 31 Tage hiefiir notirt werden. In der Beobachtungszeit von ‘28Jabren (1864—1891) gab es in Laibach 345 Regentage, also jahrlich 12,3 solcher Tage; am haufigsten treten sie in den Monaten Oktober bis Dezember auf, am sel- tensten im Sommer; und es hebt sich der Marž durch eine vermehrte Anzahl der Tage mit extrem lange anhaltendem Niederschlag ab. Der s. Z. vielver- schriene „Laibaclier Nebel", uber dessen Einfluss auf den Gesundheitszustand der Bewolmer schon vor Jahr- hunderten die Aerzte hin- und widerstritten und der sich im grossen Ganzen als nicht schadlich darstellt, fallt am haufigsten im Herbste ein ; die Beobachtungs¬ zeit von 30 Jahren weist fiir Laibach im Jahre 88,4 Nebel- tage (mittel), die »meisten Nebeltage verzeichneten die Jahre 1873 (110), 1880 (109) und 1886 (114). Doch gonnt der Morgens und Abends dicht lagernde Herbst- nebel Mittags dem herrlichsten Himmelsblau stunden- lang wohlthuend Raum, wie denn der IPerbst in der Regel in Laibach die schonste Jahreszeit. Die Sanitatsuerhaltnisse der Stadt haben sich in den jiingsten Jahren namentlich seit der Neuanlage der Wasserleitung wesentlich gebessert und man kann Laibach im Hinblick darauf, sowie auf die mannig- 6 faltigen auf dem moderneti Standpunkte steheuden sanitaren Vorkehrnngen des Staates, des Landes und der Stadt mit Fug und Recht heule als eine die Ge- sundheit seiner Bewohner und seiner Besucher keines- wegs schadigende bezeichnen! Aus der Geschichte der Stadt. tVahrend an der Stelle der Pfahlbau-Niederlassung auf dem Laibacher Moore bei dein Dorfe Igg-Brunn- dorf (die ansehnlichen Funde dieser Statte im Landes- tuuseum „Rudolfinum“) sich die vorromische und uachher romische Stadt Emona erhob, befand sich, nach den Ausfiihrungen des Musealcustos Professor Alphons Miillner in seinem Buche iiber Emona, an der Stelle des heutigen Laibach nrspriinglich ein romisches Milltarlager , aus dem sich spater eine Handelsstadt mit eigenem Namen : Aquilina und selbst- staudiger Bevolkerung entwickelte, welche im Laufe der Zeit der alten Stadt Emona den Rang ablief und ihre Bedeutung beliielt, als Emona lange schon aus der Geschichte verschwunden war. Aus der romischen Handelsstadt Aquilina ging dann der Marktplatz der Slovenen hervor, der schlechtweg Terg-Marktort ge- nannt wurde und als dieser Handelsplatz grosser geworden, vom rechten Eaibachufer auf das linke heriibergriff, da wurde die letztere Seite im Gegen- satz zu dem „alten Markte“ der „neue Markt“ ge- nannt: wahrend die Bezeichnung „alter Markt“ noch heute fiir den altesten Stadttheil bestelit, wurde der r neue Markt“ im 19. Jahrhundert „ Auersperg-Platz“ benamt. Der Name Laibach (slovenisch Ljubljana) entstand zum Zwecke der Einheitsbezeichnung der Stadt fiir die Handelsfreunde aus Nord und Siid, die Franken und Italiener in den friihesten Tagen des Mittelalters und wurde vom Plusse Lubia, Lnblanca hergenommen. Die altesten Urkunden, in denen wir dem Namen Laybach begegnen, sind von 1144 (Odalricus de Lay- bach frater ducis — Ulrich Graf von Sponheim, Bruder des Herzogs Heinrich von Karaten) und von 1163 (Plebani Petry de Laibach — Peter, Pfarrer von St. Peter in Laibach). Die Karntner Herzoge, damals die Herren Krains, hatten hier schon im 13. Jahrhundert eine Miinzstatte (Laibacher Silbermiinzen) und es war damals Laibach schon ziemlich volkreich, Handel und Gewerbe bliihten, die Juden hatten eine eigene Synagoge, die sie 1213 von Grund auf neu bauten. Die landesfiirstlichen Beamten, die katholische Geistlichkeit und die Edel- leute aus der Nachbarschaft behaupteten den ersten Rang unter den Bewohnern. Die Biirger waren theils Kaufleufe, theils Wirthe („Speiser“), theils Handwerker (Schreiner, Schneider, Schuster, Fischer, Gartner), welche ihre Ackergriinde in der Nachbarschaft hatten, Auf dem Laibachflusse fanden Volksfeste (Schiffrennen) statt; auf dem alten Markte tanzte man um eine grosse Linde herum. Nachdem Krain und dessen Hauptstadt unter die Herrschaft des Hauses Habsburg gekommen (1283) hielt im Jahre 1360 (in der Osterzeit) Herzog Rudolf IV. von Oesterreich „der Stifter" in Laibach einen „Con- gress“ ab zur Ordnung der italienischen Angelegen- heiten. Im Jahre 1418 bewilligte Herzog Ernst der Eiserne die Wiedererrichtung einer Schule bei St. Niclas (heutige Dompfarre), welche „wegen Lassigkeit und Unordnung der Vorderen“ zu Grunde gegangen war; es scheint diese neue Pfarrschule der Beginn des spateren Gymnasiums zu sein. Im Streite Kaiser Friedrich III. mit seinem Bruder Albrecht und den Cillier Grafen ward Laibach 1441 von den Truppen der Gegner Friedrichs belagert, aber von dem krai- nischen Adeligen Georg Apfaltrer tapfer vertheidigt, wofiir Letztgenanntem sein fester „Thurm“ vor der Stadt auf der bewaldeten Anhohe ober dem heutigen stadtischen Schlosse Unterthure-Tivoli niedergebrannt 8 wurde. Das Jahr 1451 brachte den beriihmten Barfussermonch Johann Kapistran nach Laibach, der auch hier mehrmals zum Zuge gegen die Tiirken predigte. Diesen „Erbfeind der Christenheit 11 sah unsere Stadt wiederholt heranschwarmen, so rasch nacheinander 1469, 1471 und 1472; in letztgenanntem Jahre verbrannte er die St. Peterskirche (damals Stadt- pfarrkirche). Im Gefoige der Osmanen fanden sich Heuschrecken, Hnnger und Pest hier ein, auch betraf 1511 ein „grausames Erdbeben“ die hartgepriifte Stadt. Die Biirgerschaft, welche vom „letzten Ritter“ Kaiser Maximilian I. (1504) das Recht erhalten hatte, sich ihren Biirgermeister selbst zu wahlen, folgte von 1530 an zum grossen Theile der neuen evangelischen Lehre, die Canonicus Primus Truber, der Begriinder der slovenischen Schriftsprache, der erste hier zu ver- kiinden begonnen, der von dem Bischofe des 1461 gegriindeten Laibacher Bisthums wiederholt zum Ab- zuge aus Laibach genothigt worden und inDerendingen (in Wiirttemberg) sein Leben beschloss. Im Laufe des 16. Jahrhunderts gescliah, da die Turkengefahr eine stets drohende blieb, mehr und uiehr fij r <-]ie Befestigung" der Stadt, dank der Eiir- sorge der Landesfiirsten und thatigen Mithilfe der Landschaft und der Burger selbst. Diese wurden in den Waffen geiibt und zum Wachtdienst als Biirger- corps organisirt: auch finden wir um diese Zeit schon emen Laibacher Schiessstand, auf dem 1562 ein grosses Pestschiessen stattfand und es gab drei Zeughauser, der landschaftliche Pulverthurm explodirte im 17. Jahr- hundert durch Blitzschlag. Im Jahre 1641 (28. Mai) wurde zu Laibach auf dem siten Markte Haus No. 4 Krains beriihmtester P'orscher und Schriftsteller, der fiir seine Forschungen und Arbeiten sein gauzes Vermogen geopfert, Johann Weikhard Freiherr von Valvasor geboren, dessen Haupt- werk „Die Ehre des Herzogthums Krain“ 1689 in Niirnberg gedruckt wurde, und der auf seinem Schlosse Wagensberg in Unterkrain ein eigenes Kupferstich- » Atelier unterlialten. Er starb im Jahre 1693 (19. Sept.) in Gurkfeld in Unterkrain, nachdem ihn wenige Jahre vorher die Konigl. Englische Gesellschaft zu London — die heutige „Royal-Society“ — 1687 zu ihrem Mitgliede ernannt hatte. Grossartige Feste feierte Laibach bei der Erb- huldigung (1660), die Kaiser Leopold I. von den Standen des Herzogthums liier entgegennahm, Fleisch und Wein wurden unter das Volk vertheilt — der Wein floss aus eigens errichteten Brunnen — und Geld wurde unter die Menge geworfen; der Monarch schritt als Gast der Auersperge in deren Garten — vor ihrem „Fiirstenhofe“ — iiber purpurne Tiicher, wie bei den Kaiserkronungen, welche Tiicher dann der Bevolkerung preisgegeben von dieser als „Andenken“ in Stiicke zerrissen vvurden; Bankette, Theatervor- stellungen (bei den Jesuiten und im F'iirstenhofe der Auersperge), Festschiessen, Wasserfahrten reihten sich aneinander. Ende des 17. Jahrliunderts ward hier nach dem Muster der italienischen gelehrten Gesellschaften eine „Academia Operosorum 1 ' (der Thatigen, mit einem Bienenstocke als Symbol) gegriindet, aus welcher bald eine philharmonische Gesellschaft abzweigte, die noch heute besteht und im Mai 1902 die Erinnerung an ihre 200jahrige Griindung in wiirdigster Weise beging, (als ihr hervorragendstes Ehrenmitglied nennt sie L- van Beethoven). Im Jahre 1784 begliickte der „Schatzer derMenschen 11 Kaiser Josef II. Laibach mit seinem ersten Besuche, wobei er auch eine Reihe fiir das Wohl der Bewohner bedeutende Verfiignngen in humanitarer und cultureller Richtung (Unterbringung von Schulen,Spitalern u. s. w.) traf. Ani 1. April 1797 erschien, nachdem die Tage zuvor General Bernadotte mit seinen Tmppen hier einge- zogen war, der „kleine Corse“ Napoleon Bonaparte in unserer Stadt und ein zweites Mal kam der Franz- mann nach Krain und hielt dann von 1809 bis 1814 10 bekanntlich das Land und die Hauptstadt als einen Theil der „Provinces Ill 3 'riennes“ occupirt. Die Segnung des Priedens nach der Volkerschlacht von Leipzig und der Reoccupation Krains durch Oesterreich liess 1820 in Laibach ein Institut erstehen, das itn Laufe der Zeit zu einetn Hauptfactor im socialen Leben von Stadt und Land gevvorden, das Institut der krainischen Sparkasse, nach der Wiener Sparkasse (gegriindet 1819) die alteste in Oesterreich) auf deren hochfor dersames Wirken in volksvvirthschaftlicher und cultureller Beziehung wir an Stelle der Schil- derung ihres stilvollen Heims des Naheren zu sprechen kommen. Wie im Jahre 1360 fand in den Mauern Laibachs 1821 ein Fiirsten - Congress statt, zu welchem sich diesmal die Kaiser von Oesterreich und Russland, der Konig von Neapel, der Herzog von Modena mit ihren und den Ministern der iibrigen verbiindeten Machte (des Papstes, Preussens, Bnglands, Prankreichs u. a. m.) zusammengefunden hatten. Der kunstsinnige Fiirst Metternich benutzte die von den anstrengenden diplo- matischen Arbeiten eriibrigte Mnse zu haufigem Be- suclie der reichen natunvissenschaftlichen u. a. Samm- lungen des krainischen Macens Siegmund Baron Zois und erwirkte bei seinem leutseligen, culturfreundlichen Monarchen KaiserPranz I. dieGriindungs-Genehmigung des krainischen Landesmuseums, zu dessen ersten Hauptbestanden spater die Zois’schen Sammlungen zahlten. Auch die vom Kaiser angeordnete Pnquete zur Austrocknung des Laibacher Moores rvar eine direkte Folge der Anvvesenheit des Monarchen beim Congresse und es konnte sich derselbe bei seinem Wiederbesuche Laibachs im Jahre 1825 bereits an dem Anblicke einer trockengelegten Flache von4D-Meilen erfreuen. Unser glorreich regierender Kaiser und Herr Se. k. und k. Apost. Majestat Franz Josef I. geruhte im Laufe seiner 5-tjahrigen Regierung rviederholt, das erste Mal 1850 und dann an der Seite vveiland unserer 11 unvergesslichen erhabenen Kaiserin-Konigin Elisabeth 1856, sowie ferner noch ofters, das getreue Land Krain und dessen Hauptstadt mit dem Allerhochsten Besuche zu begliicken so u. a. im Juli 1883 anlasslich der den Zeitgenossen in unverganglicher Erinnerung haftenden glanzenden Eandesjubelfeier der 600jahrigen Ver- einigung Krains mit dem erlauchten Herrscherhause Habsburg und dann 1895 wenige Tage nach der ent- setzlichen Erdbebenkatastropbe in der Osternacht als „erster Helfer in der Noth“, wobei der vielgeliebte Herrscher seinem edlen Herzen folgend die ewig denkwiirdigen Worte sprach: »Ihnen inuss ausgiebige Hilfe zu Theil werden, sie verdienen es,“ nachdem der giitige Monarch gleich nach der ersten Kunde aus der ungUickliclien Stadt sich mit gewohnt ansehn- licher materieller Hilfe an die Spitze der Rettungs- action gestellt hatte, worauf bekanntlich die Stauts- hilfe erfolgte und von Nah und Pern die L,iebesgaben in reicher Fiille herbeistromten und so dem schonen Wahlspruche unseres Kaisers entsprechend „Vir'ibus unitis“ aus dem Schutte ein neues, das moderne Laibach erstehen konnte. Das Panorama von Laibach. Ueber das nordkrainischeBecken (Laibacher Becken) gewahrt der nahezu in der Mitte der Stadt am rechten Laibachufer ragende Schlossberg (becjuemster Aufgang iiber den Vodnikplatz durch die Studentengasse, '/ 4 Std.) vom Uhrthurme aus die beste Rundschau; bei heiterem Wetter lohnt er den Besucher mit einer entziickeuden Fernsicht, die man den schonsten Panoramas der Alpenlander namentlich dem Salzburger ruhig an die Seite stellen darf. *) #) Bine bis ins Detail gehende Bezeichnimg der eiuzeluen Punkte, die man von baibaeh aus iibersieht, bietet das von weil. Professor Siinony nach der Natur gezeichnete »Panorama dea nordkrainischen Beckens“. 12 S' e: s 53 I’ “ g» n po “O ° 3. - 1—n g- re oT-o 37 = ~ E. t» < erwahnen, verweisen wir auf das landschaftl. Museum „Rudolfinum“ (Museumplatz, III. Bezirk Burgviertel), ; die k. k. Oberrealschule (Vegagasse vis-d-vis der neuen landschaftl. Burg), die Tonhalle der philharmonisclien Gesellschaft (Congressplatz), das deutsche Casino j (ebenda), die k. k. Artilleriekaserne (Bežigrad - ver- langerte Wienerstrasse), die Arbeiterhauser (Spar- kassenstrasse, IV. Bezirk Bahnhofviertel) u. a. m. Zum ! 50jahrigen Regierungsjubilaum Se. Majestat begriindete I die krainische Sparkasse die Stiftung von ] /o Million Gulden zur Erbauung eines Hauses fiir mittellose un- heilbare Kranke, gleichvvie dieselbe schon durch , mehrere Jahre ein Deutsches Theater-Baufonds-Conto j mit einer jahrlichen Dotirung von 40.000 Kronen fiihrt. > Ihier werkthatigen Mithiilfe verdankt das Band auch das endliche Zustandekommen der volkswirthschaftlich so wichtigen Unterkrainer Bahnlinien, deren Finan- ; cirung sie s. Z. iibernahm. Der in vornehm-einfaclier Ausstattung vviirdig gehaltene Sitzungssaal umschliesst , heute schon ein sehenswerthes Museum von Werken heimathlicher Kunst, deren Jiinger ihre Fdrderutig dem Kunstsinne und der Humanitat der aus einem ; Prasidenten, Viceprasidenten, mehreren Curatoren und 30 p c: 5. o’ =3 g- rt *-K »1 S) rt o c on 5. S“ s * a 2. rt Direktoren bestehenden Direktion verdanken. Prasident Bankier Herr Josef Luckmann, Amtsdirektor Herr Dr. Anton Ritter von Schoeppl-Sonnvvalden. Das landschaftliche Museum „Rudolfinum“ am Museumplatz (III. Bez. Burgviertel), zu welchem Neu- bau Se. Majestat Kaiser Franz Josef I. im Juli 1883 deu Grundstein zu legen geruhte und das am 2. Dezem- ber 1888 eroffnet wurde, ist ein langliches Viereck, Vorder- und Riickfront je 60,2 m, die Seitenfronten je 53,55 m in der Lange, im Stile der italienischen Hochrenaissance mit zwei Fafaden (nach dem Mu¬ seumplatz Hauptfajade, nach der Bleiweisstrasse Ruckfafade, in esterer Haupteingang mit Treppen- aufgang). In der Attika die Allegorien der Carniola (Personification des Landes Kr.iin) und des Mutbes — beide mit den Wappen des Landes Krain, zu beiden Seiten vor dem dreigetheilten Hauptportale die Statuen der Arbeit, der Naturgeschichte, der Geschichte und des Kunstgewerbes, in dem Oberlichte der drei Thore in Knnstschmiedearbeit: krainischer Adler, Biene, das Wappen der an der Griindutig 'hervorragend betheiligten krain. Sparkasse und das Stadtwappen von Laibach mit dem Lindwurm; im Plafond des Vestibuls vom f heimatlichen Maler Johann Šubic die Oelgemalde: Huldigung der Carniola durch Kunst und Wissenschaft, an den Hohlkehlen der vier Waude vom f heimatlichen Maler Georg Šubic vier Portrats beriihmter Krainer: (dem Portal gegen- iiber) Johann Weikhard, Freiherr von Valvasor, Ver- fasser des monumentalen Werkes: „Ehre des Herzog- thums Krain 1689“, frechts) der erste slov. Lieder- dichter Valentin Vodnik, (links) der Mineralog Sig¬ mund Freiherr von Zois, fober dem Mittelthor) der Ethnograph Freiherr von Herberstein. Im Stiegen- hause: die von G. Šubic gemalten Allegorien: Natur¬ geschichte, Kunst, Geschichte und Alterthumskunde; massive Kandelaber aus Goldbronce (Geschenk des k n. k. Hof-Glockengiessers A. Samassa in Laibach). Die reichhaltigen, namentlich durch die Pfahlbauten- und prahistorischen Funde („Situla“ von Waatsch) weit iiber Krains Marketi beriihmten Saminlungen dieses Museums, um dessen Begriindung sich Franz Graf Hohenvvart die grossten Verdienste erworben, deren Vermehrung und Erhaltung aus dem Museal- fonde die krain. Landschaft unablassig fordert, denen der f Patriot Victor Smole (Oelportrat im Stifter- zimmer) seine eigenen Werthstiicke und ausserdem ein Legat von 100000 fl., nur den Fruchtgenuss seiner kunstsinnigen Schwester Frl. Balbine Smole vorbe- baltend, hinterliess und um deren Erforschung und Beschreibung sich f Custos Carl Deschmanti viel- seitig verdient gemacht (Marmorbiiste in der pra¬ historischen Abteilung) sind in nachstehender Weise untergebracht Parterre rechts: geologische, palaon- tologische und Mineralieusammhmg, links: Gemalde, Bibliothek (circa 25000 Bande und Hefte) Ausstellung von Archivalien und seltener heimatlicher Drucke, das Vicedom- und laudsch. Archiv, Urkunden und Acten aus privaten Archiven. X. Stock: Pfahlbau- funde aus dem Laibacher Moor, prahistorische, ro- mische und kulturhistorische Sammlungen Ethno- graphie und Hausindustrie, dann die zoologisch- botanische Sammlung. — Custos Herr Professor Alfons Miillner, welcher diese reichen Sammlungen der Reihe nach einer griindlichen Neuordnung unterzieht und durch seine Publication: „Typische Formen aus den archaologischen Sammlungen ... in photographischen Reproductlonen" in der Gelehrtenwelt Aufsehen er- regt und gerechte Anerkenuung gefunden hat. (Auch Herausgeber der vaterlandischen Zeitschrift „Argo“) Museal-Assistent H. Ferdinand Schulz, auch Prapa- rator. Besichtigung des Museums tagllch. Eintritt: 60 Heller; freler Eintritt Sonntag 10—12 Uhr, Donners- tag 2—4 Uhr. Beim Hausmeister und Portier Herrn Kobal Cataloge, Ansichten u. s. w. zum Verkauf. Das landschaftliche Theater fam Eingange der Lattermannsallee-Theatergasse), III. Bez. Burgviertel, nach dem Brande des friihern seit 1764 am Congress- 32 P) ^ —, g' ^ O ca t5 P? » rt ■o o S. o " 'J'-' X £. rt platze gestandenen standischen Theaters (wo sich jetzt die „Tonhalle“ der philharra. Gesellschaft erhebt, 1887 erbaut, in ital. Renaissance gehalten, stellt ein gruppirtes Bauwerk dar, bei welchetn das Biihnen- haus mit lyrengeschmiicktem, weitausgespanntem Giebel den Auditoriumstambour iiberragt, wahrend letzterer hinrvieder die Dacher und Attiken der Neben- raurae kront. Die Bekronungsgruppe des reich figu- rirten Giebels stellt von der Meisterband Gangl’s einen gefliigelten Genius dar, dessen Rechte eine lodernde Fackel hoch in die Liifte halt, wahrend er mit der Linken die sich aufschvvingenden Allegorien des Drama und der Musik mit Lorbeer bekranzt. Im Symbolenschmuck versinnlicben Putten und allego- rische weibliche Gestalten die Widmung durch die krainische Landschaft als Forderin der Kunst. Alle¬ gorien von: Schauspiel, Gesang, Posse und Drama; vier Medaillons auf Goldgrund versinnlichen Epos, Tragodie, Oper und Operette, in die Nischen zu beiden Seiten der Hauptfajade erscheinen die von Gangl gefertigten allegorischen Gestalten der Tragodie und Komodie hineingestellt. Ausserdem weissen auch die Innenraume reichen Schmuck an Marmor und farbenfrischer Malerei. Am reichsten kiinstlerisch ausgestattet ist das Foyer im ersten Rang, zugleich Biiffet (Marmorwaude, humorvolle Groteskmalerei, Balcon u. s. w.l. Der Plafond im Zuscliauerraum \veisst gleichfalls auf die theatral. Kunst beziigliche Allegorien die Dogen fiir den Hof — Landesprasi- denteti — und fiir den Bandeshauptmann sind durch charakteristische Architectur ausgezeichnet, der Haupt- vorhang stellt die Pluldigung des Landes Krain fiir die Kunst dar, die neuen Decorationen sind von den k. k. Hoftheatermalern Kautzky und Rottanara in Wien. Das Haus zahlt 45 Logen und im Ganzen an 600 gesperrte Sitz- und freie Stehplatze. Gespielt wird von October bis Ostern abwechselnd von emer deutschen und einer slovenischen Theatergesellschaft (von letzterer auch Opera); beide Theaterunternehm- X.aibach 33 2 ungen geuiessen Subventioneu. Fiir die deutschen and slovenischen Vorstellungen bestehen auch eigene, aus Theaterfreunden bestehende Theatervereine. Das k. k. Oberrealschulgebaude (in der Vegagasse, — nach dem beriihmten Krainer Mathematiker Vega so benannt — III. Bez Burgviertel wurde von der krainischen Sparkasse zur Feier ihres SOjahrigen Jubilaums im Jahre 1870 im romanischen Stil mit schoner Fagade und weithin sichtbarem Thurmauf- satze hergestellt nnd enthalt reiehe naturhistorische Sammlungen, eine Modellsamtnlung, physikalische, chemische, geographische, naturhistorische Cabinete, eine Bibliothek und Turnhalle — Im Anschlusse an diese Staatsanstalt, die jiingst erst das 50jahrige Ju- bilaum ihres Bestandes 1,1852 als k. k. Unterrealschule errichtet) in solenner Weise feierte*) und zwar in iliren Parterre- und Souterrainraumen, besteht seit dem Jahre 1896 eine Erdbebenvvarte. eine ganz spe- zielle Sehenswiirdigkeit von Laibach, welches wissenschaftliche Institut ausscbliesslich zum Studium der Erdbeben, von der krainischen Sparkasse ins Leben gerufen wurde. Im Parterre links befinden sich die mecbanisch registrirenden Instrumente und zwar ein Kle ! nwellenmesser von Vicentini (Vergrosserung 1:100) ein Wellenmesser (1:10). ein Stossmesser (1:100) und ein grosses Horizontal - Doppelpendel Im Keller- geschosse befinden sich in zwei eigens fiir die Unter- bringung der Erdbebenmesser geeignet adaptirten Raumen und zwar im ersten grosseren Raume ein tranportabler Horizontalpendel (Reiseinstrument), ein Bebenmesser nach Belar und ein Horizontalpendel nach Omori, im kleinen darauffolgenden Nebenraum ein dreifaches Horizontalpendel von Ehlert mit photo- graphischer Registrirung Ausserdem ist im Kuppel- anfbau des Gebaudes ein Winddruckmesser nach # ) Die Fe3tschrift von Prof Dr. J. J Binder „Geschichte der k. k. Staatsoberrealschule in Daibach®, I y aibach 1902, gr. 80 186, SS. 8 Vollbilder, 14 Textbilder. 34 Dines in bestandiger Thatigkeit. Mit der Warte ist eine vollstandigeTelegraphenstation verbunden, welche eine direkte telegraphische Zeitsignaigebung mit der Triester Sternwarte ermoglicht. Die Deitung der Warte hat der Herr Oberrealschul-Professor A. Belar, Herausgeber einer wissenschafllichen Monatsschrift „Die Erdbebenwarte“ mit einer Beilage: „Neueste IJrdbebennachrichten“, bei welchem Herrn Professor fiir die Einrichtung der Erdbebenstation naher und namentlich fachlich sich interessirende Besucher unserer Stadt um die Gestattung der Besichtigung der Warte zu wenden haben. Oie Tonhalle der philharmonischen Gesellschaft (am Congressplatze) mit einer von dem malerischen Hintergrunde der dichtbevvaldeten Schlossbergseite sich abhebenden wolstilisirten B'a -g o c sa. 5. S - S » *n cn rc • O » H *-K *s I. Bezirk Schulviertel) Broncestatue von dem heimath- lichen Bildhauer Gangl fiir den ersten und popularsten slovenischen Liederdichter Valentin Vodnik (* X 7 58 + 1819); auf der Riickseite des marmornen Postamen- tes Verse in slovenischer Sprache aus einem seiner Gedichte, worin er, der dem kath. Priesterstande an- gehorte, andeutete, dass er n ur in semen Gedichten fortleben werde ! B!eiweis-IVIarmor-Gedenktafe! (Dom- platz. Haus-No. 16 — Eigenthum des Hrn. Vicebiirger- meisters Med. Dr. Karl Bleiweis Ritter v. Trsteniski —) Erinnerung, dass in diesem Hanse „der Vorkampfer der slovenischen Nation“ der vieljahrige Secretar der krain. Eandwirtschaftsgesellschaft nnd Redacteur der „Novice“ gelebt mrd gestorben (1881). Briicken und Brunnen. Briicken. Oie Kaiser-Franz-Josef Jubilaumsbriicke, die den Eaibachfluss uberspannend aus der Kopitar- gasse (I. Bezirk, Schulviertel) zur Resselstrasse (IV. Bezirk, Bahnhofviertel) hiniiberfuhrt und deren Er- baunng 1888 zur Erinnerung an das 40jahr. Jubilaum der Regierung Sr. Majestat Kaiser P'ranz Josef I. vom Gemeinderathe der Stadt Laibach beschlossen wurde, ,.um nacheifernd die Nachwelt an die Monumental- Arbeiten dieses grossen Herrschers wiirdig zn ge- mahnen“. Dem gegenwartigen Biirgermeister Hr. Jvan Hribar gebiihrt das Verdienst, diesen Beschluss aus- gefiihrt und der Stadt eine der grossten Zierden ge- sichert zu haben. Die Brucke, eine Strassenbriicke ersten Ranges in Eisen- und Bettonfondirung nach dem Entvvurfe des Architekten Zavinovich unter der Leitung des stadt. Bauratbes Duffe und des Architekten Cyrill Koch von der Firma Pittel und Brausewetter (Wien) ausgefiihrt, erhebt sich in schon geschwungenem Bogen nahe an 300 m und zeigt reichen architectonischen Schmuck in moderner Mauier (Secession). Die Briis- 39 tung weist eine in edlen Dinieu gehaltene monumen- tale Ballustrade an deren Aussenfa5ade das Miitelstiick durcli die in Gold gehaltune Krone und die Initialen Kaiser Franz Josef I. von Eorbeerkranzen umrahmt gebildet ersclieint, wahrend die Ziffern 1848—1888 auf die vierzigjahrige Regierungszeit des Monarclien hin- weisen; die vier Eckpfeiler der Briicken sind mit in Kupfer getriebenen mit kiinstlicher Patina iiberzogenen Lindwurm - Gestalten (Bezug auf das Stadtwappen) geschmiickt. In gleicher Weise patinirte Kupfervotiv- tafeln an den Innenseiten der Briistung kunden (in slovenischer Sprache) einerseits die Widmung, ander- seits die Namen des dermaligen k. k. L,andesprasidenten Victor Baron Hein und des Biirgermeisters Jvan Hribor. Die Brucke, die vom Siidbahnhofe zum I. Bezirk die directe Verbindung unterhalt, wurde atu Namensfeste Sr. Majestat den 4. Oktober 1901 in feierliclier Weise dem Verkehre iibergeben. Die Franz-Karl-Briicke, die den Laibachfluss von der Spitalgasse (II. Bezirk, Ja- cobsviertel) nacli dem Marienplatz (III. Bezirk, Burg- viertell iibersetzt, grosse steinerne Briicke mit einem Hochpfeiler, darauf ist fiussaufwarts die Inschrift: Archiduci Francisco-Carolo MDCCCXDII zu lesen, be- nannt zu Ehren weiland Sr. k. und k. Hobeit, Erzherzog Franz Carl und von Ilochstdemselben am 25. September 1842 feierlich eroffnet. Eiserne Briicke (unter der Trantsche, II. Bezirk — Jurcicplatz, III. Bezirk) auch Hradetzkj-Briicke (zum Gedachtnis an den 1845 + hochverdienten Daibacher Biirgermeister Hradetzky); altester Slandort einer Brucke, die in alten Zeiten als Holzbriicke beiderseitig mit Verkaufsladen (Scliuh- waaren, dalier auch der ehem. Name Schusterbriicke) versehen war. Steinerne Brucke iiber den Gruber- kanal (Karlstatter Strasse) Ende des 18. Jahrli. erbaut. Ausserdem zahlt man hier noch zwei Holzbriicken iiber den Daibachfluss (St. Jacobsbriicke und Kasern- briicke), eine eiserne Briicke fiir die electrische Bahn (neben der Kasernbriicke) und eine eiserne Brucke der Unterkrainer Bahnlinie iiber den Gruberkanal. 40 Brunnen. Der Marmor-Obelisk mit Auslaufbrunnen (vor dem Rathhause) 1751 von dem italienischen Meister Francesco Robba; der Obelisk wie die alle- gorischen Figuren deuten auf eine nicht geringe Kiinstlerschaft des Meisters hin, der wie die Abtheilung: Kirchen unserer Schrift bezeugt, auch durch andere Arbeiteu sich in Laibach verewigt hat. Durch die Er- riehtung dieses Brunnens, der einen Kostenaufwand von 4S26 fl. der Stadt verursachte, erliielt aber diese eine ganz vorziigliche Zierde, die erst jetzt, nacli der in Folge der Regulirung der Stadt nach deni Erd- beben von 1895 stattgeliabten anselmliclien Ver- breiterung der Spitalgasse, in ihrem Prospekte zur eigentliclien dem Kunstwerke entspreclienden Geltung gelangen konnte. — Der Marmor-Auslaufbrunnen (an der St. Florianskirche), Lowenkopf wasserspeiend. — Der Hochstrahlbrunnen der stadt. Wasserleitung mit weitem Rundbecken (auf dem Kaiser Josef-Platz, I. Bez. Schulviertel). Bildungs- und Erziehungsstatten. Unser Laibach zeiclinet sich durch den Besitz einer grossen Anzahl von Bildungs- und Erziehungsstatten aus, was namentlich der Fiirsorge des Staates, des Landes und der Stadt zu danken ist und auch in der Zweisprachigkeit des Landes mit seine Ursache hat. Wir konnen hier nur die hoheren diesbeziiglichen An- stalten ins Auge fassen. Ausser einer theologischen (rom.-kath.) Lehranstalt am furstbischofl. Priester- seminar zahlt man: Das I. Staatsgymnasium (8 Klassen) — ein Neubau (1900) in der Tomangasse (IV. Bezirk Bahnhofviertel) neben Withalms von einem grossen schonen Parke umsaumten Coliseum (Miethsparthien), das zvveite Staatsgymnasium (Beethovengasse, III. Bez. Burgviertel), mit 7 Klassen und sloven. Unterrichts- sprache, die k. k. Oberrealschule — gegriindet als solche von der krain. Sparkasse, vorher (seit 1852) 41 Unterrealschule — (Vegagasse, III. Bez. Burgviertel), die k. k. Lehrer- und Lehrerinnen-Bildungsanstalt mit Uebungsschule undKindergarten (Resselstrasse, IV.Bez. Bahnhofsviertel), die k. k. kunstgevverbliche Fachschule (Jakobsplatz), Sitticherhof, mit I. einer Tagesschule fiir Hoizbearbeitung (Fachabtheilungen fiir a) Bau und Mobeltischlerei, b) Drechslerei, c) Schnitzerei, d) Bild- hauerei, e/ Korbflechterei), dann II. mit einer Tages- scliule fiir Kunststickerei und Spitzenarbeiten tFach- abtheilungen fiir a) Kunststickerei, b) Spitzennakerei und c)Spitzenkloppelei), III.mit einetn offenenZeichen- saal fiir Meister und Gehilfen und IV. einem offenen Zeichensaal fiir Madchen. — Die Tendenz der Anstalt ist vornehmlich „besser vorgebildetes Material fiir die spatere Gewerbsthatigkeit zu erziehen, insbesonders den noch auf ziemlich tiefer Stufe stehendeu Kunst- sinn zn wecken uud in technischer Richtung forderlich zu wirken.“— Die offentliche k. k. Studienbibliothek(.Beet- hovengasse 6) mit ihren 55,667 Bauden, 6966 Heften, 2414 Blattern, 420 Manuscripten, 243 Randkarten, 138 Kunstwerken iCustos Konrad Stefan) dient diesen Insti- tuten und dem Publikum, daneben bestehen an den ein- zelnen Anstalten separate Bibliotheken und Hilfsmittel- sammlungen(.Cabinete). Fiirden holieren Tochter-Unter- richt sorgen neben dem Pensionat der Ursulinen, das deutsche Institut Huth-Hans und die slovenische Kaiser Franz Josef Hohere Tbchterschule, zur Ausbildung in den Handelsvvissenschatten fiir junge Manner besteht seit den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts die weit iiber Oesterreichs Marken hinaus bestrenommirte Handelslehranstalt JVlahr auf dem Kaiser Josef-Platze. Zu den Bildungsstatten unserer Stadt zahlt aucli die von der krainischen Sparkasse 1898 ins Leben ge- rufene Kunstvvebeanstalt d la Scherebek, die, geleitet von einem eigens ad boe constituirten Vereine von Kiinstlern und Kunstfreunden, bereits die erfreulich- sten Resultate aufzuweisen hat, einer Reihe fleissiger und strebsamer rveiblichen Krafte neben dieser Facli- ausbildung Arbeit und Verdienst bietet und sich aucli 12 sclion mit dem stilvollen die Scherebeker Technik auf eine nie geahnte Hohe gebrachten Erzeugnissen auf diversen Ausstellungen (im Oesterr. Museum in Wien, in Pariš, London, Turin) Anerkennung und Ab- nabme verschafft hat. Fiir den Musikunterrlcht sorgen in unserer Stadt: die Musikschulen der philhar- monischen Gesellschaft und der (slovenischen) glas¬ bena Matica". Von den Heimstatten der Bildungs- und Erziehungsinstitute ragen dnrch Bau- und innere Einrichtung ausser den bereits oben (unter Profan- bauten) geschilderten k. k. Oberrealschule, das erste Staatsgymnasium, die Lehrer- und Lehrerinnen-Bil- dungsanstalt und die „Tonhalle“ hervor, nicht zu ge- schweigen des Neubaues der Ursulinen am Congress- platze. Aber auch fiir die niederen Schulen wurde beziiglich des Baues und der inneren Einrichtungen bei den in jiingster Zeit hierorts vorgenommenen Neu- bauten der den neuesten Anforderungen fiir Schul- bauten entsprechende Standpunkt innegehalten und sind diesbeziiglich besonders die Gebaude der 1. stadtischen 5klassigen slovenischen KnabenVolksschule (in der Komesskygasse, IV. Bez. Babnhofviertel) und der 8klassigen stadtischen slovenischen Madchenschule (am St. Jacobsplatze) — an der Fafade mit zahlreichen padagogischen Spriichen fiir Schule und Leben — hervorzuheben. WohIthatigkeits- und Sanitats- Anstalten. Dank dem scharf ausgepragten warmen Wohlthatig- keits- und humanitaren Sinne der krainischen Bevol- kerung und insbesoaders der Bewohner der Stadt Laibach zahlt man hier, hervorgerufen und erhalten durch die Opfervvilligkeit von Staat und Land und Stadt, sowie der immer wieder als munificente Wohl- thaterin erscheinenden Sparkasse, dann e nzelner her- 43 vorragender Stifter und Griinder und humanitarer Vereine eine anselinliche Reihe von IVohllhatigkeits- und Sanitatsanstalten, wie sie in solcher Menge kaum in einer zweiten Stadt von dem Umfange und der Be- volkerungszahl Eaibachs gefunden werden diirften. Es ist schon Eingangs angedeutet worden, dass nahezu ein ganzes Viertel von Eaibach, der der Stadt Laibach incorporirte Theil der Ortschaft Udmat als das Sanitatsviertel unserer Stadt bezeichnet werden kann. Hier findet man das grossartig angelegte im Pavillon- stil gehaltene 15 Objekte umfassende mustergiltige neue Landesspital ) mit Abtheilungen fiir allen und jeden medicinisch-chirurgiscben Bedarf**), gegeniiber erhebt sich das neue von der k. k. Landesregierung als Stiftungsbehorde aufgefiihrte Taubstummeninstitut, das nacb dem neuesten Standpunkte der einschlagigen Einrichtungs- und Eiihrungsmethode hergestellt er- scheint, weiter anschliessend betritt man das von dem Orden der barmherzigen Schwestern erbaute Leoninum, das Asylhaus fiir krankliche Schwestern, fiir alte dienst- unfahige Priester, aber auch fiir Privatpersonen, die sich hier schweren Operationen (Privatpraxis des Spitalprimarius, Chirurg Dr. Šlajmer) unterziehen konnen und ausgezeichneten Comfort geniessen; in diesem Gebaude sind auch die erkrankten Mitglieder des kaufmannischen Kranken- und Unterstiitzung s - vereins untergebracht. In einer Seitenstrasse, Bohorič- gasse ist das vortrefflich eingerichtete neue stadtische Jubilaums - Armenhaus (nach Elberfelder System) Das alte Landesspital stanci in der Wienerstrasse und wurde in der Erdbebenperiode in dem grossen tiefschattigen, nun von einem Hauserblocke (Neubauten in der Gerichtsgasse) eingetiom- menen Garten iiber Auregung des damaligen Spitaldirectors Regterungsrathes Dr. Aiois l.dler von Valen ta-Marchtburu ein Barakenspital vorziiglichsten Systems von der Gesellschaft des rothen Kreuzes in Wien beigestellt, das den arg bedrangten Kranken und ihren aufopternden Wiirterinnen der barmturrztgesL. Schwestern grosse Hilfe leistete. \' : - ;,y M) Iti Studenc ausser Laibach ist die neue Irrii untergebracht (Pavil!ousystem). 44 situirt (fiir 125 Personen Raum), an der Bahnkreuzung der Siidbahnlinie mit der Unterkramerbahn befindet sich die ebenso schone als praktische Anlage des neuen k. und k. Garnisonsspitals Nr. 8, bestehend aus acht Objekten im Pavillonsystem und nach dem neuesten Stande der Wissenschaft eingerichtet. Im I. Bezirk Schulviertel begegnen wir, an der f. b. Knabenerziehungsanstalt „Collegium Aloisianum“ voruberkommend, zunachst dem „Josefinum“, einem von Frau Josefefine Hotscbewar in Gurkfeld gegriin- deten und von dem Vereine der Frauen der christ- lichen Liebe (Prasidentin Ihre Exc. Frau Olga Baronin Hein, geb. Grafin Apraxin) geleiteten hervorragend wohlthatigen Institute, das zunachst als Asyl fiir weibl. Dienstboten dient, weiters sich ganz besonders durch gute Krankenpflegerinnen empfiehlt und ausserdem an 80 arme Familien der Stadt alle 14 Tage Victualien, Holz und Geld fiir Quartier zur Vertheilung bringt. Weiterhin trifft man (in der Elisabethstrasse) das Kalserin-Elisabeth-Kinderspital, das Madchen-VVaisen- haus, das Knabenvvaisenhaus „Marianum“ im An- schlusse die Haushaltungschule der krain. Landwirth- schafts-Gesellschaft. Aus der Polana-Strasse zuriick- kehrend, besichtigt man den imposanten Neubau des »Mestni Oom“ (Stadthauses — auf dem Kaiser-Josef- Platz — mit schonen zweckdienlichen Raumlichkeiten fiir die freiw. Feuerwehr, mit der Rettungsstation und Ordinations/.immer, mit einem geraumigen Versamm- lungssaale (im I. Stocke) und mit dem Centralbureau des stadt. Wasserleitungs- und Electricitatswerkes) wahrend das neuinstallirte stadt. Marktinspectorat, im Sinne der modernen Eebensmitteluntersuchung, (hauptsachlich Milch, Butter u. s. w.) mit allen nothigen Instrumenten ausgestattet im Rathhause (Annex No. 27, Parterre rechts) untergebracht erscheint (Eeiter Marktinspektor Janko Ritter von Bleiweis-Trsteniški), an welcher Stelle (Parterre links) sich gleichfalls das neu eingerichtete Stadtlsche Arbeits- und Dienst- vermittlung8amt befindet. Der landvvirt. chemischen 45 Versuchsstation haben wir bereits andern Orts Er- wannung gethan. Im selben I. Bezirke (Schiessstattegasse) ist in dem Gebaude der sog. alten Schiessstatte durch die Gross- muth der krain. Sparkasse seit dem Griindungsjahre (1877) die Laibacher Studenten- und Volkskiiche unter- gebracht, (Obmann des Vereins Hr. August Drelse, Kiichenvorsteherin Prau Josefine Kos), ein eminent segensreiches, humanitares Institut fiir die Armen and hauptsachlich fiir die arme, studirende Jugend (Be- speisung von ca. 200—300 Gasten). Zur Feier der 25jahr. Griindung (20. April 1902), (Festschrift von P. v. Radics) widmete die gefeierte deutsche Schrift- stellerin Frau Nataly von Eschstruth den Festprolog. Im IV. Bezirk (Bahnhofviertel, Radetzkystrasse) prasentirt sich der staatliche Bau des von dem Orden der barmherzigen Schwestern erbauten und geleiteten grossen Siechenhauses und seiner Annexe. Das neue Uolksbrausebad (IV. Bez., Banhofgasse) nach bewahrten MusternDeutschlands, mit Brausezellen und Wannenbadern, aus einer Abtheilung fiir Madchen und einer Abtheilung fiir Frauen bestehend. Den verarmten Biirgern und Biirgerinnen der Stadt fliessen Geldunterstiitzungen zu aus dem Biirgerspitals- fonde (Zinshaus, Monumentalbau am Eingange in die Spitalgasse links) und aus dem Grafin Stubenberg’schen Armenfonde(Zinshaus.sch6nerNeuban in der Gradišče). In der nachsten Umgebung (Karlstadterstrasse) befindet sich auf Schioss Kroissenek die von den Salesianern geleitete Anstalt zur Rettung verwahrloster Knaben. Aufenthalt. Die Stadt Laibacb, welche soviel des Schonen und Sehenswerthen, insbesonders an Neubauten und Neu- einrichtungen, bietet, die dem Auge durch Natur und Kunst soviel Anregung und Genuss verschafft, die 4IS C; a g w ■g S* <5 «■§ 55 " c w ra 3 ST < 5 * « 5 ♦-* C/) v. SL tV sich namentlich als eine Musikstadt par excellence darstellt, nimmt den Besucher vor allem durch die Nettigkeit in Strassen und Gassen fiir sich ein. Zu- meist wandeln wir auf wohlgehaltenen Trottoirs von Aspkalt, Granit, Porphir, Chamotte und nicht wenige der breiteren Strassen sind gut macadamisirt. Die stadtische Wasserleitung mit grossem Kostenaufwande liergestellt (Wasserwerk Grundwasserforderung an der Save bei Kleče — Wasserreservoir auf der Hohe des Tivoliberges (Aufstieg links) versorgt die Stadt seit einigen Jahren mit durchvvegs gesundem klaren frischen Wasser; das gleichfalls mit grossen Kosten installirte stadtische Elektrizitatsvverk (IV. Bez. Slomsekgasse 16) besorgt desgleichen erst seit einigen Jahren die Be- leuchtung der Stadt mit Bogenlampen und Gliihlichtern (nebenbei besteht noch die Gasanstalt (Privatgesell- schaft) mit schonem Auerlicht' und unterhalt den Betrieb der elektrischen Strassenbahn (Untemehmung Siemens u. Halske in Wien) mit der Hauptllnie: Siid- bahnhof - Unterkrainerbahnhof und der Seitenlinie: Rathhausplatz-Udmat; die Hauptlinie theilt sich in 4 Zonen: 1) Siidbahnhof-Post, 2) Pošt-Jacobsplatz, 3) Jacobsplatz - Villa Kosler, 4) Villa Kosler - Unter- krainerbahnhof •, die Nebenlinie in 3 Zonen: 1) Siid- bahn-Post, 2) Post - Ambrožplatz, 3) Ambrožplatz- Garnisonsspital. Bequem gelegene mit Comfort ausgestattete Hotels dienen den Fremden mit guter Unterkunft, gut ge- fiihrte Cafds und Friihstucksstut>en, Restaurationen, Bierhallen, Gastwirthschaften grosserer und kleinerer Art, Weinhallen und Weinstuben geben durchwegs gute Atzung mit Speis und Trank. Fiir Vergniigungen ist ausser durch die Theatervorstellungen und Balle durch Parkmusik (k. u. k. Infanterie-Regimentskapelle,) zahlreiche Uereinsunterhaltungen (fiir Deutsche und Slovenen) Concerte der philharmonischen Gesellschaft und der Glasbena matica, der deutschen Turner und der sloven. Citaleica, zu dcnen man Fremden entgegen- kommend gastlichen Eintritt gewahrt, durch Veran- 47 anstaltungen auswaitiger Kiinstler bestens gesorgt (Concertvermittelung Otto Fischer’s Buch-, Kunst- und Musikalienhandlung, Leihbibliotkek in der Tonhalle). Die Freunde der modernen Spiele finden in Laibach eiuen Sportverein, Tennisplatz und Fussballplatz (100 in lang, 60 m breit), deutsche und slovenische Bycicleklubs mit Tennisplatzen und Rennbahn (Latter- mannsallee sloveuisch), sowie tnehrere Privattennis- platze (geladene Gaste Zutritt). Ein Rundgang durch die innere Stadt oder iiber die breite anselmliclre Bleiweisstrasse in die Alleen lasst den Fremden ein gut Theil der Gesellschaft und der Bewohnerschaft iiberhaupt betracbten und bekannt ist ja die Laibacher Frauenschonheit. Die Geschaftslokalitaten in den Hauptstrassen und Verkehrscentren, namentlich auf dem Rathhausplatze und in der Spitalgasse, Sternallee, Judengasse, Wiener- strasse, wo sich im Herbste bei Wiederkehr der Sommerfriscliler ein lebhafter Abend-Corso entwickelt, weisen mit Chic arrangirte Auslagen sehoner und guter Waaren, wie sicb denn iiberhaupt der „Laibacher Platz“ in der Geschaftsveelt eines vorziiglichen Reumundes erfreut! Spaziergange, Ausfliige, Touren. Durch das reizvolle Villenviertel an der Franz- Josef-Strasse Erjavecgasse und Bleiweissstrasse, aus dem an der Ecke der letztgenannten und der Knafllgasse die Villa Wettach, vom Eigenthiimer Hr. acad. Maler Heinrich Wettach (einem gebiirtigen Wiener) selbst an den Fagaden mit wohlgelungenen Fresken verziert hervorragt, gelangt der Spazierganger zunachst nach Unterthurn-Tivoli , beziehungsweise zu dem hinter dem Schlosse gelegenen „SchweIzerhauBe“ (Cafe und Restauration), von dessen Parterre maneine entziickende Aussicht auf die Stadt geniesst, weiterhin durch den Waldpark nach Unter- und Oberrosenbach (Cafdwirthschaften) oder in der Kbene links, wieder an reizenden Villen voriiber nach Rosenbiihel und zum Gaibacher Hauptschiessstand (Cafdwirthschaften)— itn Saale des Scliiessstandes interessante alte Scheiben- bilder —; andere beliebte nahere Spaziergange in die Umgebung der Stadt sind in die Šiška (wo im Gast- hause „zum steinernen Tisch“ eine Gedenktafel an den in diesem Hause geborenen slovenischen Dicliter Vod¬ nik angebracht), anderseits etwas weiter nach Kaiten- brunn am Gaibacbflusse, Farbholzfabrik (beim Schlosse Kaltenbrunn, Eigenthum der Frauen Grafin Gina Wenk- heim und der Frau Consul Mary Baumgartner, tosende Cascaden, stimmungsvoller alter Park) und weiter nach Josefsthal, Papierfabrik (an beiden Orten gute Gast- wirtlischaften), vvieder anderseits in denStadtvvald (nach Gleinitz und VVaitsch)*) oder zur Save („Russischer Kaiser 11 ) oder in der Richtung gegen Unterkrain , zum griinen Berg“ (Gager des Gaibacher Brauhauses Auer). Nahere Ausfliige per Wagen oder per Bahn. Per Wagen nach Schloss Lustthal (jenseits der Save) — schoner Park, Monument zur Erinnerung der Anwesen- heit Kaiser Eranz I. beim Besitzer Baron Erberg, — Auf der Steiner Bahn —- Tavčerhof — (Wasserwerk Kleče), Domžale — Tiroler Strohliutfabrikanten ; Stadt Stein — Wasserheilanstalt und Bader der Frau Marie Kecel -— weiter dann in die Feistritz; auf der Ober- krainer Bahn**) nach Zwischenwassern, Papierfabrik (Gortschach bischofl, Sommerschloss — Papierfabrik); auf der Unterkrainerbahn nach Laverca (2. Station) altrenomirte Gastwirtschaft der Familie Genče. Weitere Ausfliige an der Oberkrainer Bahn : nach Bischoflack (ehemals freisinger’scher Besitz), Krain- burg (Hauptstadt der Krainer Markgrafen), Vel des #) Weiterhin nach dem Wallfahrtsort Dobrova. Von der ersten Station Vižmarje Aufstieg auf den Gross- kahlenberg (671 m) (Wallfahrtsort), — »ehr beliebter Ausflugs- ort der Daibacher (Gastwirthschaft). 49 (Luftkur- und Badeort, das alte Schloss einst Besitz der Brixener Bischofe, heute des Wiener Grossindustriellen Herra Adolf M u h r, das neue Schloss Seebach, Besitz Sr. Exc. des Fiirsten Ernst zu Windisch- Gratz, in der gelehrten Welt als Prahistoriker und Numismatiker hochgeschatzt), von da zum Roth* weiner Wasserfall, in die UVochein (Savica-Wasserfall) nach VUeisenfels (Weissenfelser Seen), auch Jauer- burg, Assling, grosse Industrieorte (Krain. Industrie- Gesellschaft) und Kronau, 60 wie Lengenfeld nnd Moi- strana (Wasserfall Pericnik) sind beliebte Ausflugs- orte, beziehungsweise Somtnerfrischen; an der Siid- bahn (Richtung gegen Wien): nach Littai (in der Nahe das einst. Valvasor’sche Schloss Wagensberg, heute Fiirst Hugo Wiudischgratz’scher Besitz), nach Sagor durch das Pyramidenthal nach Bad Gallenegg, der Familie Praschnicker (Schloss Gallenegg, einst Valva- sor’scher Besitz), (Richtung gegen Triest), von Station Rakek zum Zirknitzer-See, Adelsberg (beriihmte Adelsberger Grotten). Von Station St. Peter, Ab- zweigung nach Fiume zum Besuche von Abbazia, Oesterreichs Riviera, Griindung der Siidbahn-Gesell- schaft (nicht zu unterlassender Ausflug von Laibach); an der Oberlaibacher Bahn: Oberlaibach (Ursprung des Eaibachflusses — Lindwurmquelle — sehenswerth), an der Unterkrainerbahn : Grosslupp (Gastwirthschaft: Košak), Abzvveigung der Gottscheer- u. Rudolfswerther Linie, an letzterer Cistercienserstift Sittich besonders sehenswert, mittelalterliche Stiftung, Ende des 18. Jahr- hunderts aufgehoben, jiingst durch das Mutterhaus Mehrerau (Voralberg) wieder neu errichtet und stilvoll restaurirt. — Rudolfsvvert, Kirche vom gegenwartigen Probste Dr. Blbert mit hervorragendem Kunstsinne restauriert, Altarblatt von Tintoretto’s Meisterpinsel; in der Nahe Bad Toplitz (altrenomirt, mit schonem neuen Curhaus),Besitz des Fiirsten Carl Auersperg, Herzog von Gottschee; an der Gottscheer Bahnlinie bei Station Gutenfeld, Stammschloss Auersperg (Besitz des Hrn. Grafen Leo Auersperg) — die Kopfhaut des in der 50 Schlachtgegen die Turken 1575 gefallenenHerbardVHI. von Auersperg*^. — Gottschee, nun rasch aufbliihende, alte, merkwiirdige Stadt, Mittelpunkt des Gottscheer Landchens (eine altdeutsche Enclave) in der Nahe interessante Eisgrotten. Bergtouren : zur Golicahiitte in den Karawanken 1582 m. (Bahnstation Assling), zur Vosshiitte in den Julischen Alpen 1523 m. (Bahnstation Kronau) zur Zoishiitte in den Steineralpen 1800 m. Bahnstation Krainburg, zum Deschrrannhaus am Triglav 2323 m. (Bahnstation Eengenfeld) — Trlglavspitze 2864 m. — auf den Grlntovc 2559 m. auf den grossen Stou 2239 tn. (Valvasorhiitte) K umberg (Station Trifail) 1219 m. u. a. m. Empfohlene Hotels, Cafčs, Restaurationen u.s.w. Deiikatessenhandlungen mit Imbissstuben: „Stacul“, Schellenburggasse 4; „Buzzolini B , Spitalgasse 9; „Praun- seis“, Rathhausplatz 19; Murnik", Petersstrasse 33. Hotels: „ Stadt Wien“, Schellenburggasse; „Elefant“, \V ienerstrasse 2, auch Cafd; „Eloyd“, Petersstrasse 9; „Strukelj“, Dalmatingasse 15 ; „Siidbabnhof“, Bahnhof- gasse 43; „Bayrischer Hof“, Wienerstrasse 29; „Graj- zer", Wienerstrasse 32; haben alle Restaurationen. Čafčhauser: „Elefant“, Wienerstrasse 2; „Casino“, Congressplatz 1; „Europa“, Wienerstrasse 17; „Narodni dom“, Franz Josef - Strasse 14; „Narodna kavarna 1 „ Burgplatz 3; „Egia“, Auerspergplatz 6; „Kirbisch“, Congressplatz 8 ; „Austria", Resselstrasse 1; „Valvasor“, Petersstrasse 2; „Schweizerliaus“, im Tivolipark. Restaurationen: „Stadt Wien“, Schellenburggasse; „Elefant“, Wienerstrasse; „Casino“, Congressplatz 1; ^Fantini", Gradischa 2; „Hafner’s Bierhalle", Peters- ») Herbard VIII Kreiherr m Auersperg. Bin kraiuischer Hehl und Staatsmann. Von P. v. Radics. Wien 18GB, Hofbuch- handlung von Wilhelm BraumiiHer. 51 strasse 47; „Siidbahn“, im Stationsgebaude; „Siid- bahnhof 11 , Bahnhofgasse 43; ^Narodni dom“, Franz Josefstrasse 14; „Lloyd“, Petersstrasse 9; „Perles“, Preserengasse 9; „Sehweizerhaus“, im Tivolipark. Wein8tuben: „Lassnik“, Wolfgasse 1; „Jeglic“, Domplatz 1; „Fabian“, Kaiser Josefplatz 7. Zuckerbackerelen : „Kirbisch“, Congressplatz 8; „Voltmann“, Preserengasse 50; „Zalaznik“, Alter Markt 21. Empfohlene Geschafte fiir Fremde. (Es wird freundlicbst gebeten, diejlnserate zu beachten.) Apotheken: Eeustek, M., Resselstrasse 1; Mardet- schlager, M., Jurcicplatz 2; Mayr, Josef, Marienplatz 5; Piccoli, G-., Wienerstrasse 4; v. Trnkoczy, U„ Rath- hausplatz 4. Bader: „Elefant“, auch zu Heilzwecken, Franzis- kanergasse 3; „Stadtisclies Volksbad", Bahnhofgasse 4; n Colesia-Scbwimmanstalt“ (nur im Sommer), Colesia- gasse 30; „k. u. k. Militar-Schwimmanstalt“. Banken: „Eaibacher Credit-Bank“, Spitalgasse 2; Luckmann, J., Franz Josef-Strasse 9; Mayer, J. C., Spitalgasse 6. Buchhandlungen: Fischer, Otto, Congressplatz 9 (Tonhalle); Giontini, J., Rathhausplatz 17; Kathol. Buchhandlung, Domplatz 5; Kleinmayr, Jg. v. u. Ped. Bamberg, Congressplatz 2; Schwentner, E., Burgplatz 3. Friseure: Derganc A., Franz-Josefstrasse 1; Fettich O., Congressplatz 19; Gjud A., Congressplatz 3; Kostanjec St., Schellenburggasse 3. Hutgeschafte: Krejci Anton, Wolfgasse 5; Pok J., Alter Markt 8. Kleider-Konfektion : Gričar & Mejač, Praserengasse9 ; „Bnglisches Kleider-Magazin 11 , Resselstrasse 3. Leihbibllotheken : Fischer O., Congressplatz 9 (Ton¬ halle) v. Radics H., Erjavecstrasse 4. 52 Papierhandlungen : Bonač, J., Schellenburggasse 6; Gerber, M., Congressplatz 4; Giontini, J., Rathhaus- platz 17 : Bahovec, J., Petersstrasse 2; Till, K., Congress¬ platz 8. Photographie-Artikel : Kanc, Anton, Schellenburg- gasse 3. Schuhhandlungen : Szantner, Franz, Schellenburg- gasse 4. Speditionsgeschaft : Ranzinger, R., Wienerstrasse 19. SpecialitatenCigarren : Haupttrafik Rathhausplatz 18 53 Telephon No. 16. Krainische Telephon No. 16. Baugeseilschaft Bauunternehmung und Biireau fiir Architektur bautechnischeArbeiten Ringofen-Ziegelelen mitMaschinen- betrieb in Kosdz und Waitsch. 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