2023 Amtsblatt zur Kaibacher Zeitung Nr. 289. Mittwoch den l7. Dezember 1873. (543-1) Nr. 8718. Studentenstistungen. Mit Beginn des Schuljahres 1873/74 kommen solgcnde Studentenstijtungen zur Wiederdesetzung: 1. Die Primus Debelat'sche Sludeulenslijlung jährlicher 43 fl. 96 tr., wclche für Sludicrende aus des Sllflels Verwandschast bestimmt ist, und auch in der Theologie gcnosfen werden lann. Das Prüsentalions-Uchl steht den Alivcrwaüdten des StlfltlS zu. 2. Bei der Iuhanu DlMlh'schcn Stiftung, deren Genug auf die Gylnuusialschulen bejchlänlt »st, der erste Platz jährlicher 50 fl. 20 lr., zu dessen Genußc 2. Stu« blercnoc aus des SlislelSverwandschaft, !). Sludierendc uus dem Dvlfc Podgier und c. Studierende aus der wannsburger Pfarre verufen sind. Das Prüsental>ons-lechl üdl der Schiffrcr'schc KanonlluS gemeinschastlich mit dem Pfarrer m MannSburg auS; 3. Dlc KaSper Glavallc'sche Stiftung jährlicher 47 fl. 40 tr. Das PräsciitaliouSrechl zu dieser auS-ichließlich filr die von den Blüdcrn oder Schwestern bes StifttlS abstammenden Studierenden bestimmten Stlstulig steht dcu, ältesten dir Familie Glavatli zu. 4. Dle erste Josef Globocnll'sche Studentenslif. lung jährlicher 42 fl. 54 t«., auf welche nur Studie-'ende aus der Al^^iwandschaft dci> SlislcrS von der zweiten zilasfe einer Vulle>chule b,s zur Bollendung ber achlen Gymnasialllassc Anspruch haben. Das Prä- !">tallonsrcchl wild vom Pfarrer in Zirtlach aus-gciibt. . l>. Der dritte Platz der auf leine Studicnablhei-U"8 bcschränltcn Georg Gollmoy^'schen Sliftullg jähr-' llcyer 8i fi. 2tz fr., auf welche alinc wohlgesittete Slu-c»crende aus Obcllrain Anspruch haben. Das Prüfen-tationerecht steht dem filrstbischös'llichen Ordinariate zu. 6. Bcl der Andreas Chlön',chen Stiftung der zweite und dritte Platz je jährliche 74 fi. 52 lr. auf deren Genuß ^ühuc armer Bürger von «oibach, Krain-m .?..^ ^^""^/^zu^we.fe aber aus der Per-wandlfchaft des öfters vom Obcl gymnasium ange. m'gen b,S in die Theologie Anfpruch haven. DaS Plas^nlatlonSrccht steht dem fülstlilschoslichcn Oidina. tlule zu. 7. Bei der Thomas Ehrö»'schen Sliflinia der zweite und vierte Platz je jährlicher 40 fi. «0 tr., auf welche arme Studierende aus Kram, illebesondlrc aus ^al< bach, sowie Studierende ouS Obcrburg, uorzugsweife "us des StlflelS Vewandlfchafi den Al>sp,uch haben. Die Slifllinge sind verbunden, sich auf Musil zu vcr. ^»en und der Sl>stungtcimarl und aus der Pfarre Laufcn altcrnaiiv und '" deren Ermanglung Sludierelide aus Stein den A»-spruch. Der Sllftungegcnuß ist auf die untern sechs ^mnasialllassen bcschlüntt. Das PiiisclitationSrccht ^'ld bezüglich dcS eisten StiflplatzcS tie'M Sladlpfarrer 'n Ste,n, bezüglich de« zweiten Platzes aber alternativ v°" den Pfar,ern in Frußlau und kaufen ausgeübt, Und steht diesmal dem ktzlcrcn zu. 9. Der zweite Platz der Lorcnz Lallier'schcn Slu-^ntensl.flung jährllcher 43 ft. 86 lr., welche für arme Sluonreüde >n ^albach Ubci Haupt bestimmt ist. W. Bei der Musitionostlfiuiig der zweite und drille Platz jc jähllichcr 53 ft. 92 lr., zu dcrcn Genusse °lmc Sludlelende übclhuupl berufcn sind, wclche der ^usil lundig sind und ihre musilal'fchln ztenntniss, ^ilrr vcroolllolumnen. Der SllfiungSgenuß ist vom ^hmnasiulll angefangen u"bcschläl,tt. 11. Die auf leine Slud,enablhcilung beschränkte ^i'chuel Pelntner'jche Sludclttenftiflulig jährlicher 82 ft. A tr. zu deren Genusfc Sludicrcnve aus der nächsten ^efrcundschufl des Stifters, und in deren Ermanglung Kubierende aus dem Malllftlllen Innichln in Tirol ^lufen find. Das PlÜs.nlalionSrecht steht dem nächsten "erwaudlen deS SliflciS zu. l'osfen werden. Pläfcntator ist der Fürstbischof von ^!aivach. 15. Die zweite Anton Naad'fchc Stiftung jähr« lichcr 200 sl. 4 tr. Dttsclbe ist blos für Studiere,,de auS des Stifters oder dessen Gcmalin Verwandtschaft bestimmt und lunn so lange genossen werden, bis der Stifllilig Wcllpriester wirb, oder in eincn Olden ein» tritt. DaS Präscnlationsrecht wird vom lalbacher Stadt-magistrate ausgeübt. 16. Bli der Domimt Ncpitsch'schen Sliftung der zweite Platz jährlicher 26 ft. 3(i lr., welche für arme Studierende auf die Dauer der Gymnasialstudien bestimmt ist, und wobei dem jeweiligen HcrrschuslSbesitzcr in Wippach gemeinschaftlich mit oem dortigen Pfarler stiftSgemäß das PiäsenlationSrecht zusteht. 17. Bri der Franz vivlz'scheo Stiftung der erste Platz jührl. 111 fl. 32 lr. und der zweite Platz jahll. 43 ft. ttO lr., auf deren Genuß vorzugsweise Studierende aus der Anvcrwaiidlschafl ocs SlljtcrS und bei Abgang solcher jene, die u> der Pfarre Deuischrulh im görzcr Gedielc gebürtig silld, den Anspruch haben. Der StiflungSgcnuß ist auf leine Smoienablhellung be« jchränlt und das Präsentalionsrecht gebührt dem Pfarrer in Deulfchrulh. 18. Bei dcr Adam Franz Schagal'schen Sliftung der erste und zweite Platz je jähll. 3i) ft. 58 lr. Auf ditje Stiftung habcn: tl. Verwandte dlS Stifters, b. atmc BürgelSsöhiie aus dcr Stadt Stein Anspruch uno es lann solche nach absolviertem Gymnasium nur in der Theologie genossen werden. I!). Bei der Adam Schuppeschen Stiftung dcr erste Platz jährlicher 20 fi. 24 lr., welcher für Studie« rendc uus der Al.ocrwal,dljchaft des Stifteis, in der Hlman^lung derselben aber für Stlldlciendc auS dcr Stadt Stein vom OyuinaMm angefangen bestimmt ist. Das Prasel>lllll0l,Sllcht übt der Vorstand der Stadt« gcmcilldc Slcill auS. 20. Die Ällt,,eaS Schurbl'sche Stiftung jährlicher 27 fi. 70 lr., welche blue für Studiere»»!» aus den drei hiczll berufenen Familien b^st,mml ist, deren Repläjcn. lumen und i ächilc ^nvelwaodtc des SoflelS «lioreas Schulbi, Mathias Sluga uno Iutob Vavpelic im be» standclicn Bczulc Munlelidotf si»o. Dcr SliflungS« gcnuß ist unbtschräl'll. 21. Bei dcr Mathias Sevcr'schen Stiftung der erste Platz jähilichcr 83 fl. 84 tr., welcher für verwandte Sludicrendl und sodann für Studierende aus der Gemeinde Koz'icc, aus der Gemeinde St. Veit bei Wippach und aus der Pfarre Wippach bestimmt ist. Das Plä» stntalionsrccht zu dieslr auf leine Sludienabtheilung beschranllcn Stiftung steht der Gemeindcoorstchlmg von ^ozice zu. 22. Dcr eiste Platz der Friedrich Stelpin'schen Sludenlcl'stlflung jählllcher 48 ft. 36 tr., welcher am laidachcr Gymnasium durch 6 Iahlt von für die Studien geeigneten Ilinglingen auS dcr Family Slerpin und in Ermanglung folchcr von Sludlerenden aus der Stadt Sllin genosfm wcidln lan». 23. Aci der itlistos Stofiy'schen Stiftung dcr zweite Platz jährlichcr 56 si. 36 lr., welche für arme Sludierende überhaupt bestimmt ist und nach absol-merttm Gymnasium nur noch in der Theologie genossen wcrocn lmm. Prafcntalor ist dcr Herr Fülslvlschof von Laibach. 24. Bei der vom Gymnasium auf leine Studien« ablhcilung blschlünllc«! Mathias Sluga'jchen Sllilung dcr vierte Platz jährlicher 62 ft. 14 lr. Zum Genusse sind berufen Sludlersndc aus der Sluga'fchcn väterlichen und Krol'scheu mütterlichen BUllsverwundschafl uus dml Dorfe Zauchcn im locker Bez«rle ober auch sol.st her, wonach deren Absterben sonstige Verwandle, in dcrcn Ermanglung Studierende aus dem Doife Zauchen uno in dcrcn Abgang aus Krain überhaupt. Das Prä» scnlationSlkchl steht den Velwandten des Stillere zu. 25. Dcr erste Platz dcr Dr. Josef Slroy'chen Studenlensliflung jährlicher 120 ft. 24 lr., auf dcrcn Genuß Studierende Anspruch habcn, welche mit dem Stifter verwandt und sodann die zu Birlendorf, dem Geburtsorte des StifleiS geboien sind. DaS Präsen-talionerecht übt das hiesige fürslbischöstiche Oldinarial aus. 26. Die auf die vier untern Gymnosialllassen beschlünltc Martin Slruppi'sche Sludlnlenstiflung jähllicher 30 fi. 44 lr, welche für Sludierende oore,st aus der mäl>nl>chcn, dann aus der weiblichen Nach, lommel'schaft dcS Stifters und bei Abgang solcher für ten besten lrainburger Schüler der 1. bis IV. Gymna» sialllasse bestimmt ist. Das Ernennungsrcchl hat der jeweilige Dechant in tkrainburg. 27. Bei der von Anlou Thalnilscher von Th^l-bcrg angeordneten Sllstung dcr fünfte mit» sechsie Pl^tz je jährlicher 103 fl. 66 lr. Hiezu sind ooizugSweisc Studierende berufen, welche von de» Schilirstcrn d^s Stifters abstammen, sodann aber urrne gur glsilltle und gut studierende Jünglinge, welche Neigung und Beruf zum geiilllchcn Stande haven, lnSbtsonocrc H0^, linge des AlolsiunumS. - D«e Sllftung, bei welche«, das hiesige Domlapilel daS Pläsentallolielechl ausübt, tann nach znrüclgelcgtem Gymnasium nur in der Theo-logic forlgenossen werden. 28. Bei der Georg Tlittingec'schen Stiftung der fünfte Platz jählllcher 5U fl. 90 lr., auf dessen G.nuß Studleiende aus den Pfarren Ooerlalbach, BiUich^ruz, Hoijul und Vcldes den Anspruch huben. Das Plafcl,-lationSrecht zu dieser vom Gymnasium lm auf lrine Studienllblhellung dcschrälitlen Stiftung steht dem Pfarrer von Hvljlll, als Benlficlanten von Schonolunn zu 29. Der erste Platz der ersten Sliflung „Unbc-tannt" jährlicher 54 fl. 60 lr. Der Genuß l>l aus leine Siudienabtheilung, wohl aber auf die Dauernder Studien in Laibach dcschräult. 30. Das für einen armen und gut studierenden Schüler der VI. Gymnasialllusse bestimmte Frieorich Wcilelch llei'fche Slipendlum jährlicher 41 fl. 9^ li., wolüt'er das PräsmlalionSrecht oer beovUmachllgle Weilenhillelsche PalronatSrepräsenlaul Herr Vinzenz Seunig in Lalbach ausübt. 31. Der dritte Platz der auf leine Studleilaothei» lung dcfchränltcn AnoreuS Luscher'grfal>gen nur in der Theologie und zwar >o lange gen^ffcll werden, als dem Sl,fllln^e nicht ein SemlnnlSplatz ditjer Stiftung zugewendet wird. 34. Bei der Johann Kalistel'schen Stiftung der erste, sünsle und achte Platz je jähilicher 240 ft. — Auf den Oenich dieser Stiftung, welcher mit der Mittelschule beginnl, haven aus dt.m adclsberger polllifchen Blzirlc, wie solcher im >jahre 1864 dlsland, ge>.Ü!lg der zweite Platz jährlicher 94 fl. 10 lr. Dclfclbe >u nun fur solche Studiciendc, wclchc in geraHer Linie von dcn Gefchwii.lcln deS Stifters alS: MalhiuS, Ialob, Ägü^s, Illiullu uno Anna DuUcr abslummm, von dci Vollejaiuleuli b^limmt. DuS PläsenlativliSrechl steht dem älltflru ma»lullchcn Abslänlilllll'ge aus der Familie des SlisleS zu. 36. Bcl der Maria Soetlnu'ichen Sludrlilenstlflung der erste Platz jähillchcr 50 ft., auf disirn Genuß Studierende aus dcr Anverwundlschaft der Stiflerm und in deren Ermanglung zunächst je»c aus der Sluol-pfarre Bifchoftacl und aus der Volstadtpfarre Mail« Verlündigung in Vmbach, jedoch nur il.solungc «l,spruch huben, bio sich ein geeiul>cler Velwunllcr meidet, wachem sie mit Schluß drs Schuljahres das Slipclidiuin u0xu-lrclcn haben. — Der Sliflung?gtl'uß ist auf b >s Gymnasium und die Rculschulc befchläilll und das Pra,ri!-talionsrecht steht dem hiesigen furstbischöftichen Qlb.na. liate zu. 37. Die vom D.ficienlenpriesler Mathias ltodela lllichteleu zwei Stiflplühe jc jährllcher 54 fl. 60 lr., wclche bloS für Schiller uus der A»vcrwul,dlichufl oes Stifters in Duple, im Bezirke W,ppach Hs Nr l9 und 20 bestimmt, und auf leine Sludl«naolhe Der Ankaufspreis dieses Buches, welches alle ^ Cariol-, Reit-, Botenfahr-, Reitboten- und Fußbotenposten, dann Messagerien und Omnibusfahr-ten enthält, wurde auf zwei Gulden festgesetzt. Die Bestellung dieses Buches kann entweder bei der k. k. Postdirection oder bei jedem andern Postamte im Küstenlande und Krain gemacht werden. ' Trieft, am 8. Dezember 1873. K. k. Pojldicection. (559—1) Nr. 364. l Lehrerstellen. ' Im Schulbezirke Tschernembl sind erlediget nachstehende Lehrerstellen: 1. An der vierklassigen Volksschule in Tschernembl die Stelle des dritten Lehrers mit dem Iahresgehalte von 500 fl. und des vierten Lehrers mit dem Iahresgehalte von 400 fl. sammt den gesetzlichen Nebenbezügen. 2. An der jetzt noch zweiklassigen Volksschule in Mottling die Stelle des zweiten Lehrers mit dem Gehalte von 500 fl. und den gesetzliche« Nebenbezügen. 3. An der zweiklassigcn Volksschule in Se-mitsch die Stelle des zweiten Lehrers mit dem Iahresgehalte von 400 fl. und freier Wohnung. 4. An der Mädchenschule in Mottling die Stelle einer Lehrerin mit dem Iahresgehalte von 400 fl. und dcn gesetzlichen Nebenbezügen. Wegen Besetzung dieser Stellen wird der Concurs ausgeschrieben und Bewerber eingeladen, ihre diesfälligen Gesuche unter Nachweisung der Befähigung und Sprachkenntnissc bis Ende Dezember l. I. im Wege der vorgesetzten Behörde beim betreffenden Ortsschulrathe zu überreichen. Vom Vorsitzenden des k. K.De.;irksschulslilhe<5 in Tschernembl. (554) Nr. 5129. Kundmachung. Zur Reparatur der Telegraphenleitung in Unterkrain werden 3«« Taulen benöthigt. Dieselben müssen aus Stamm-(Wurzel-) Holz, von Weißeichen, Nothlärchen, Kiefern oder Fichten vom Winterschlage, 8 Meter lang, am Zopsende 15 Centimeter stark, gerade gewachsen, adgeästet, entrindet und vollkommen ausgetrocknet sein. Das ^ Stammende ist gerade, das Zopfende aber Dach' , förmig zuzuschneiden und letzters mit weißer Oel- färbe doppelt anzustreichen. Die Säulen sind mit Ende Februar k. I« an nachbezeichneten Lagerplätzen einzuliefern, und zwar: ! Lasie ... 20 Stück, Auersperg . . 40 „ Gottschee . . 20 „ Warnberg . . 60 „ Maierle . . . 20 „ Tschernembl . . 20 „ Mottling , . 40 „ Rudolfswerth . . 40 „ Hof ... 20 „ Seisenberg . . 20 „ zusammen . 300 Stück. Hierauf Reflectierende haben ihre schriftlichen, die ganze oder theilweise Lieferung betreffenden und klassenmäßig gestempelten Offerte, in welchen , der Einheitspreis mit Buchstaben ausgeschrieben sein muß, bis 10. Jänner 1874 bei der k. k. Telegraphendirection in Trieft cin< zubringen. Nach diesem Termine einlangende Öfters bleiben unberücksichtiget. l Das Offert ist mit keinerlei Vadium zu be- legen, jedoch ist der Offercnt, welchem eine Liese' rung zuerkannt wird, zum sofortigen Erläge einer Caution von 10 Perzent des Lieferungsverdiens^ , betrages verpflichtet. ! Trieft, am 12. Dezember 1873.