'k Geographisches Handbuch von dem östreichischm Staate. Wien, bcy Johann Paul Hrauß, am V!i»aeli«platz Dro. n8a. 1/90, A lt 4 l) i il - L - 7 2 j :- . - . , ' .'. <1 ' .7 7 ä , > ' 71» .v p ; IO^b'6-7)^- ^ie wenig das Studium der vaterländischen Geographie noch im letzten Fahrzehenk des iZken Jahrhunderts in lerra Aulkriaca ge¬ trieben wird, bezeugen die 860 Schriftsteller, welche seit rz Fahren in den vstreichischen Staa¬ ken (mit Ausnahme der Vvrlande und der Lom- bardic) gezählek werden. Unter dieser nicht un¬ beträchtlichen Schriftstcllerzahl, befinden fich nicht Mehr, als vier inländische Geographen, deren jeder nur ein einzelnes Land zum Gegenstände seiner Beschreibung gewählet hat, und die zu¬ gleich verdienen genannt zu werden. Ls find die Herren: win dl sch, n) Taube, b) Rindermann, c) und Rorabinskp Lin 2) Geographie von Ungarn. . b) Historische und geographische Beschreibung deS Königreichs. Sciavonien, und Herzogchums Syr- niien. c) Historischer und geographischer Abriß des Hcr- LogthumS Skrhermark. ä) Geographisch - historisches Produttenlexiko« von Ungarn. Lin inländischer Schriftsteller, welcher es auf sich genohmen hätte, eine östrcichische Erdbe¬ schreibung im Ganzen ;u liefern, ist mir nicht bekannt. Daher die Nothwendigkeik nach frem¬ den Geographen ^u forschen, in welcher man sich mit der Lage, den Grenzen, Gebirgen, Flüßen, Produckcn, der Handlung u. s. w. der östreichischeu Staaten bekannt machen kann, oder sich )u überzeugen, daß die Donau nach Dsten, nicht aber nach Süden -flieste. Disft Lrinnerung kränkte mich, ich "faßte »llher den kühnen Vorsatz zur Bearbeitung Siner. Hstncr- chtschcn LcdbcfchrcibunA Hand-anzukegen, neid zu versuchen, v b cs crncm gebvüruen Wiener nicht möglich werden sollte, ein Werk von diesor Art zu Stande -zu bringen. Ein Werk zu lie¬ fern , welches alle fremden Ged grapsten non Seite der vstreichrschen Staaken unbrauchbar machen, und für den Nationalisten nnentbehr- kich werden sollte — in wie fern dieser kühne Vorsatz bis jetzt gereist ist, soll gegenwärtiger erste Band entscheiden; auf Vollständigkeit macht derselbe noch keinen Anspruch, und ich muß offenherzig gestehen, daß ich mit Vorsatz diesen Band unvollständig ans Licht treten ließ. Wir leben in Zeilen, und ich habe es leider mit Aufopferung beträchtlicher Vortheile erfahren, wie gefährlich es fen, immer alles zu sagen, was man auf dem Herren hat. Meine Meine guten Freunde, welche etwa glau¬ ben möchten, daß ich in Rücksicht der geogra¬ phisch-topvqraphrsichen Beschreibung des Landes unter der Lns, einzig den ehrlichen Meiskern ausgeschrieben habe, bitte ich mit Gunst, meine Ärbeil, mit der Weiskernischenzu vergleichen, und man wird stnden, daß ich in der Bestim¬ mung des Laufs der Flüße genauer zu Merke gegangen, viele Drle angezeigl habe, die Meis¬ kern nicht hak, und daß ich das Verzeichnis der im Lande unter der Lns gelegenen Landgerich¬ te, in einer Vollständigkeit geliefert habe, in der dasselbe bis sieht noch nicht erschienen ist. Zugleich ließ ich mir vorzüglich angelegen seyn, die neuen Pfarren rind Localkapettaneyen einzu- schallen, -und bey jedem Arte auch den Districk, in welchem jeder liegt, beyzufügen. Für die Richtigkeit des bc» den untcrcnserischen Lan- desvierteln ausgesührten Lrlrag der Äeckcr, des Meinbaues, u. dergl. kann ich nicht ganz Bürge leisten. Zn Rücksicht der Beschreibung des Lander ob der Lns, glaube ich sagen zu können, daß ich allein Schöpfer bin. Dasjenige, was in dem Zweiten Teile ztultrine geogrnbüicis ckiliinatLs, von diesem Lande im Zähre 17S6 gesagt worden , ist für die jetzigen Zeiten wenig wehr anpassend. Äber auch das, was ich ge¬ genwärtig von diesem vorlege, ist bloß ein lehr sehr kurzer Auszug, etwa der stebenzkg- oderachk- zigste Theil, aus meinem größeren Merke, welches noch im Manuskript liegt. Vas topographische Merk, welches über das Innviertel im Jahre 1779 mit von Kurzbeckischen Schriften ans Licht getreten ist, wird sich, verglichen mit dem, was ich von diesem Landesviertel in gegenwärtigem Bande geliefert habe, in vielen Stücken berich¬ tigen lasten. Gegenwärtigem Theile folgen noch drey, und ein Register über alle im ganzen Merke an¬ geführten Srte schließt dasselbe. Gleich nach Vollendung dieses Handbuches werde ich zur Ausgabe eines allgemeinen östreichlschen geo¬ graphischen Lexikons schreiten, von wel¬ chen, ich mir Vorbehalte, dem Publikum ZU seiner Zeit nähere Nachricht zu geben. Geschrieben in Wien im Nvvemb. l78S. (le Zn- Inhalt des ersten Bandes. /L Seite. Einleitung in die Beschreibung des östreichischen Staats.-z—28 Generalcharte von sammtlichen k. k. Staaten, nach dem Zu¬ stande im Jahre 1781. Wor¬ auf man zugleich die Kreise des h. N. R. deutlich vorgestellet hat. Im gewöhnlichen Char- lenformate. Jlluminirr, und zu bekommen im ^tormalschulbü- cherverlagsgewölbe in der Jo- hannesgasse. Oestreichischer Kreis. — — Zl—z6 Der ölterreichilckie I^reig uacli tlen lVlefsunZen cles tlrn. ?. I^iesAariiA, anäern ultro- nomilcdeii LeobaclitunAen, ent^vorlen clurcti b". l^. l^üruberA, cleu liommunnilclien Lrden. 4o. -788- lVlit kt. ullsiAn. k>e^twit. Crzherzogthum Oestreich. — Z9— 4< Land unter der Ens. — — 48 —166 Land ob der Ens. — . — 169 — 264 Inneröstreich. — — — 267 Ein, Einleitung in die Beschreibung d e S Oestrrichischen Staates. Einleitung in dir Beschreibung deS Oestreichischerr Staates. Nähme Oestreich (Ostreich) bedeutet eia Kegen Osten belegenes Land. In einer Urkunde Kaisers Otto vom Jahr 996 kommt das Wort Oestreich unter dem Namen Oüiricki am ersten vor. Man nihnit dieß Wort in verschiedener Be¬ deutung- Einige verstehen darunter bloß das Land Unter der Ens,' andere verbinden damit das Land vb der Ens; im ausgedehntesten Verstände begreift Man darunter alle dem Hause Oestreich unterwor» A 2 fene fene Lander und in dieser Bedeutung wird es g', genwartig genommen. Obgleich dis östrelchischen Staaten einer sehe gemäßigten Luft im Manzen genießen; so empfindet man doch nach der verschiedenen Lage der Lander, in Ani-bmig der Kalte und Warme einen großen Vnrn schied. In den Gebirgen ist die Luft schar¬ fer, aber dabey reiner; sie gibt dauerhafte Ge» sundheit und langes Leben. In den ebenen Gegen, den ist die Luft milder; hier hat abermahl die La, ge der Lander wieder einen großen E'nstuß, Die» jemqen Gegenden, welche von vielen Wassern um» geben sind, sind mehr dem Regen Preis gegeben, vorzüglich, wenn sie von beträchtlichen Waldungen umschloßen sind. Das Erdreich ist im Ganzen sehr fruchtbar. In einigen südlich und westnordltch gelegenen Lan¬ dern gibt es noch manche Sümpfe, welche aber für den Staat nicht immer verloren sind, da nian in einigen dieser Gegenden ;. B. in Bannat, Nets mit gutem Erfolge bauet. Der Flächeninhalt des sämmtlichen ösireich!« scheu Staats beträgt 11,809 Quadratmeilen. Die gröste Lange von Feldkirch bis in die Moldau beläuft sicv auf r6i,und die Breite von Triest bis an die Grenze gegen Sachsen auf 120 Meilen. Der ästreichische Staat grenzt gegen Nor. den an Sachsen, Preußisch Schlesien, und einen Theil von Pohlen: gegen Nordost an Podolien, gegen Osten an die Moldau, gegen Ostsüd an die Wallachei und Servier ; gegen Süd an Bosnien, das adriatische und mittelländische Meer, geaen Südwest an ^»'indten, gegen Nordwest an die Nord¬ see, Westphalen und den oberrheinischen Kreis- 5 Es gibt in den östreichischen Staaten viele Berge, rind zumLheil auch große Gebirge. Zu den letzter» gehören der Sur tsch; Kahlenberg , die Rhätischen - und iulischen Alpen, der Schwarz¬ wald , und der Carpat. Die vorzüglichsten Höhlen kommen in den ungarischen tyrolischen und krai- nerischen Gebirgen vor. Oestreich ist reich an großen und kleinen Flü¬ ßen, deren einige in der Monarchie entspringen, andere aber außer den Erblanden ihre Quelle haben. Zu den letzteren gehören die Donau, der Rhein, Dniester rc. Zu den vorzüglichsten Flüssen, Welche ihren Ursprung in den Erblanden nehmen, gehören die Elbe, Save, Drave, Mtsch rc. Die Meere, welche Oestreich begrenzen, sind: das wut¬ sche Meer in Westnord, das adriatische und mit¬ telländische in Süd. Die bekanntesten Seen in den E blandei, sind der Traun - und Hallstädtersee, der kirknizersee, der la^o 6i 6uräL, lazo 6i csmo, und der Bodensee. Zu den bekanntesten schiffbaren Flüssen in den Erblanden werden die Elbe, Oder, Sawe und Drave gerechnet. Die östreichische Monarchie überhaupt ist mit allen Dingen, die zur Nothdurft und Bequemlich¬ keit des Lebens dienen, Weils reichlich, theils hin¬ länglich versehen. Das Pflanzenreich liefert alle Arten von Getreide; Hopfen, Flachs, Hanf, Saf¬ ran, Reis, Toback. Flachs und Hanf gerathen nach Verschiedenheit der Provinzen ungemein gut. Alle Arten von Obst werden hausig erzielt; der -Weinbau ist beträchtlich; Küchengewächs gewinnt man im Uebsrfluß. An edlen Früchten zeichnen ^e südlichen Länder vorzüglich aus. An Me- yi?"Eräutenn sind die rhätischen und mlis ken Alpen besonders reich. Waid - und Färberröthebau A Z gedeyt 6 gedeyt immer mehr. An Knoppern und Galläpfel ist kein Mangel. Die ungemein beträchtlichen Wal¬ dungen liefern Bau-und Brennholz in großer Men¬ ge. In Thierreich ist die Viehzucht ansehnlich und wichtig. An zabmen Vieh hat man Hüner, Lauben, Gänse und Enten überflüssig. Die Wild¬ bahn ist beträchtlich. Die vberensischen, tyro- lischen, und steyermarkischen Gebirge find der Auf¬ enthalt vieler Gemse», und Füchse. Wölss, Baren, Schweine sind vorzüglich in Slavomen, Unganyund Galirien zu Hause. Die vielen Flüße, Seen und Teichs sind reich an köstlichen Fnckwn, darunter der Hausen, Lachs, Hecht, die Forelle, der Kar¬ pfen rc. besonders bekannt sind. Krebsen ssndet man von besonderer Größe. Die Bienenzucht könn¬ te wichtiger seyn. Die Seidencultur ist ansehnlich in den südlichen Landern. Käse und Butter werden von ausgezeichneter Güte gewonnen. Das Mine« ralreick ist ungemein beträchtlich. Die verschiede¬ nen Gold - Silber »Eisen - Kupfer - Bley - Zinn- Quecksilber - Salz - und Alaunbergwerke sind sehr ergiebig. Von Steinarten zeichnen sich der man¬ nigfaltige einfarbige und gesprenckelte Marnior und Alabaster an Schönheit vorzüglich aus. Halbedel¬ steine giebt es von besonderem Werkhe. In der blas¬ se der brennbaren Körper kommen vorzüglich vor, ' Vergöl, Torf, Steinkohlen, Schwefel und nicht selten auch Wafferbley. Von glasartigen Stei¬ nen zeichnen sich aus, der Quarz , Saphir, Topas, Smaragd , und Turmalin. Von den Erdarten sind die mancherlei) starbenarten, die mannigfaltige Thon- und Porzellanerde zu erwähnen. An mineralischen Wässern sind die Erblande sehr reichhaltig, auch an Cemenrwaffer haben sie keinen Abgang. Nach der physischen Lags werden die Erb¬ lande am richtigsten eingerheilt, in das östliche, ' . süd- 7 südliche, westliche und nördliche Oestreich. Die Zegeg Osten gelegene Länder begr jfendie Bukowine, das Siebenbürgen, nördliche Ungarn, und das Land unter der Ens i»i sich, Oestreich in Süden enthalt dis m Inneröstreichgelegenen Lander, ferner Tyrol, Slavonien^Kroatieii, die Lombardi? und Toskana; in Westen liegen, das Land ob der Ens, die Vor¬ lande und die Niederlande; in Norden endlich kom¬ men Böhmen, Mahren, Schlesien und Galicien zu stehen. Die heutige angenohmene Eintheilung der östreickischen Staaten folgt hier mit einigen klei¬ nen Umänderungen. Der östreichische Staat besteht aus diesen Landern , als: !. Aus den Landern, welche in Teutschland lie¬ gen und H. Aus denjenigen, welche äusser demselben ih¬ re Lage haben Die Länder, welche in Tsutschland liegen, thei- len sich: I. in Kreislander II. in Lander die zu keinem Kreise des teutschen Reichs gehören. Die Reichskreise, in welchen östreichische Lan¬ der liegen sind: A) der östreichische Kreis V) der Burgundische E) der oberrheinische D) der schwäbische A 4 A) 8 A) Der östreichische Kreis. In diesem liegt: a) das Erzherzogtum Oestreich welches m sich begreift 1) das Land ob der Ens, 2) das Land unter der Ens. Da« Erzherzogtum Oestreich wird in der Kanzel« levsxrache Riederöstreich genannt. Diese Bencn« nung ist aber ganz irrig , da weder daS Lrzhcr« zvgthum im Ganzen", noch da« Land unter der En« für sich allein den Nahmen Riederöstreich in den älter» Zeiten irma^lcn geführt hat. Vor den Zeiten Maximilian I. ist !>a« Land unter der EnS das Fürstentum Oestreich genannt worden. Erst zu Anfänge des lyken Jahrhundert« kam der Nähme Riedei vstreich, zum Vorschein. Die Gelegen¬ heit hwrzu gab der Reichstag, welchen Maximilian zu Augsdurg halten ließ, und wozu ein Ausschuß Von den Ständen der fünf östreichischen Länder nähmlich Oestreich ob und unter der Ens, Gtcyrrn, Kärnlen und Krain abgeordnet worden. Diese fünf Länder zusammen waren unter dem Nahmen: Riederöstreich, begriffen und seit dieser Zeit hat sich in derÄanzelleyspcache dieses Wort in so weit erhalten, daß bloß das eigentliche Oestreich Heu* le noch den Nahmen Riederöstreich führt. b) Innerbstrelch. Dieses enthalt^ die Her- zogthümer Steysrmark Kärnlen und Krain c) r) das Friaul, welches enthält die Graf¬ schaften Gör; und Gradiška d) Istrien oder das deutsche Littorale. Dieses enthält 1) das Gebieth Triest 2) das Gebieth Aquilea r) Die gefürstete Grafschaft Tyrol in der Kanzelleysprache Obrröstreich In dieser liegen 1) die gefürstete Grafschaft Tyrol 2) das Bißthum Trient Z) das Vitzthum Brixen 4) die Balleyen des teutschen Ritterordens an der Etsch und im Gebirge 5) die Herrschaft Trasp. s) Die Vorlande, in der Kanzelleysprache Dor- deröstreich. Dazu gehören 1) das Land Breisgau 2) das östreichische Schwaben. Dieset begreift in sich: die Marggrafschast Burgau die Landgrafschaft Nellenburg die Landvogtey Altdorf und Ravensburg die Grafschaft Hohenberg die fünf Donan - Städte chas Oberamt Tettnang, und verschiedene zer¬ streut gelegene Stifts, Stadt, rc. die vorarlbergischen Herrschaften, Dazu gehören: Die lo Die Grafschaften -» Feldkirch, Bregenz, Sonneburg, und Bludenz. B. ) Der burgundische Kreis, in der Kanzellerey» spräche die Niederlande. In dieser liegen: 1) das Henoqthum Brabant, 2) das Herzogchum Limburg, Z) das Herzogchum Luxenburg, 4) das Herzogchum Geldern, I) die Grafschaft Flandern, 6) die Grafschaft Namur, 7) die Grafschaft Hsnnegau, 8) die Herrschaft Mechekn, 9) die Herrschaft Dovrnick. C. ) Der oberrheinische Kreis. In diesem liegt die Grafschaft Falkenstein. D>) Der schwäbische Kreis, in welchem liegt die Grafschaft Hohenembs. Die Lander, welche zu keinem ReichSkrsise gs- hören, sind: 1) Das Königreich Böhmen, 2) das Marggrafchum Mahren, Z) das Herzogchum Schlesien. Die Lander welche außer dem teutschen Rei¬ che liegen , und dem Hause Oestreich ge¬ hören, sind: ah In Ungarn 1) das eigentliche Königreich, vdn das nördliche Ungarn, 2) das Königreich Slavonien, 3> n Z) das Königreich Kroatien,, mit den See- Platzen, 4) das Großfürstenthum Siebenbürgen. i>) In Polen, in welchem liegen: 1) Galicien und Lodomirion, 2) die Bukowine. c) In Italien. In diesem liegen: 1) das Herzogthum Mayland, 2) das Herzogthum Äkantua, Z) das Grvßherzogkhum Toscana. Auster dieser allgemeinen Eintheilung der Län¬ der, hat jede Provinz eine politische, kirchliche, und Milizabtheilung. Die politische Eintheilung geschieht nach Kreisen, Bezirken, Gespanschasten und Dogteyen; die kirchliche nach Diöcesm, und die militärische nach Cantons oder Werbbezirken. Anmerk. Chronologische Uebersichk der, zur vstreichi« scheu Monarchie gehörigen Länder. n86 Markgraf Ottvrar überläßt Steyermark dem Herzog Leopold in Oestreich. Hyo Die im Lande ob der Enn« gelegene Stadt Wel« wird mitchrem Gebirthe durch Herzog Leopold Vom Bischof Heinrich von Würzburg erkauft. I2iz Dir in dem Lande ob der Ens gelegene Graf¬ schaft Machland kommt mit Freystadt und dessen Gebieth durch Kauf von Ulrich von Clam an Oestreich. 1282 Auf dem Reichstag zu Augsburg belehnt Rudolph von Habsburg seinen Sohn Albrecht mit Oestreich und Slryrmark. IZZ5 Rach Abgang Heinrich von Kärnthen be- lkhnt der K. Ludwig die Brüder Albrecht und Otto von Oestreich am r. May rzzZ mit Kärn- then und Tyrol. Durch den am 9ttn Oktober izz6 zu Tn« geschloffenen Frieden erhalt Margaretb Maultasch, al« rin« Tochter Heinrich« von Kärn¬ ten, Tyrol; Kärnten hingegen bleibt bcy Oestreich. rz6g Ueberläßt Margareth, die Tochter Heinrich« Herzogin Kärnten, die Maultasche genannt, Ty¬ rol dem Hause Oestreich. !Z64 Kömmt da« Herzvglhum Krain durch Erbver- mächtniß Albrecht« IV. Grafen von Görz, anZda« Han« Oestreich. izöZ Erkauft Herzog Leopold dir Grafschaft Feld- kirch oder Mvnfvrt von Rudolph, bem lcyren Grasen Wrrdenbrrgischen Stamm«, um z6,ooo si. 1367 Kausen beyde Brüder Albert und Leopold, Brei«gau, sammt den Städten Neuburg, Nil- lingrn undBreysach von dem Grafen von Fürsten- berg mit ZZ,ooo st. IzyS Leopold kauft die Grafschaft Bludenz von Albert Grafen von Werdenberg. iz8i Ebenderselbe kauft die Grafschaft Hohenberg, von Rudolph Grafen von Hohenberg um 66,oLofl rz87 Kömmt durch Kauf die Grafschaft Laufenburg von Grasen Johann dem jüngern von Habsburg für ir,ooo fl. an Oestreich. ,45« Elisabeth Gräfinn von Monfort und Bregenz, verkauft ihren halben Antheii an der Herrschaft, Burg und Stadt Brrgenz an Erzherzog Sigmund für ZS,M2 fl. 1156. *3 1456. Dir in Steyrmark gelegene Grafschaft Cillry fällt in Folge des K. Fridrichs Vertrag« vorn Jahr 144z an da« Hau« Oestreich. 1465 Erzherzog Sigmund kauft von Johann Gra¬ fen von Thengen dir Landgrasschaft Nrllertburz um 37,905 fl. »482. Durch den Tod Maria von Burgund, Ge¬ mahlin« Erzherzogs Maximilian von Oestreich, kämmt das Hcrzoglhum Burgund an die vstrri« chisch-spanische Linie. 1486. Erzherzog Gigmund von Oestreich läßt die Reichslandvogtri Altors und Ravcnburg von dem Truchseßen von Waldburg für iz.roc- fl. ein. 1500. Die Grafschaft Görz fällt in Folge der Ver¬ träge von iz6i, 1364 und 1486 «n da« HauS Oestreich. 1500. In Folge vorstehender Verträge wird bat sogenannte Pusterthal mit Tyrol vereinigt. i5»4 Maximilian erhält durch den Frieden mit Bayern das Schloß Ralenberg am Inn, dir Stadt und das Schloß Kufstein, die Stadt Kitz¬ bühl mit ihrem Tebielhe, Neuburg am Inn, Rannariedl an der Donau, die Grafschaft Kirch¬ berg, sammt dem Schloß Weißenhorn, die Vogte» und das Kloster Mondsee, die Wildbahn und völlige Both Mäßigkeit der Marggrafschaft Bur- gau. 1516. Maximilian erkält durch den Frieden mit Ve¬ nedig das Gebiekb Rovereit, Riva, die vier Vi¬ kariate , die Bergfrstung Peikelstein, Csvvlo, wie auch Ambezzo- ?L-L° iZrz. Erzherzog Ferdinand kauft vom GrafIohann von Monfork und Herrn zu Bregenz, die ander» Hälfte der Grafschaft Monfort für Lv,ooc> st. 1526. Ungarn, Böhmen und Mähren kommen an Oestreich. »528. Neuburg am Inn wird vollkommen mit dem Lande ob der EnS vereinigt. 1542. Karl V. bringt durch Kauf vom Grafen bo» Lhengen die Herrschaft gleiches Rahmens an.Oe¬ streich. 1549- Ferdinand I. bringt die Stadt Costanz oder Costnitz an da« Haus Oestreich, und 1559 wurde ihre Unterkhänigkeit auf dem Reichstage zu Augs¬ burg bestätiget. 1699. Kaiser Leopold bringt Siebenbürgen wie¬ der an Ungarn. 1708. Dar HauS Oestreich wird in dem Besitze det Herzogthum Mantua bestätiget. 1714. Dem Hause Oestreich werden seine heutige in den Niederlanden besitzende Herzoglhümer, Graf¬ schaften und Herrschaften durch den dadenschen Frieden vollkommen gesichert. 1714. Die östreichrsche tcutsche Linie kömmt bey Erlöschung des östreichischen spanischen Stammes in den Besitz des HerzvgthumS Mayland. 1717. Die von Ferdinand III. dem Fürsten Johann Anton von Eggenburg, und deßen MannSstamme verliehene Grafschaft Gradišča, gelangt wieder an daS Hau« Ostreich. !7Z7- Herzog von Modena verkauft einen Theil sei¬ ner in dem Ferraraischen Gebierhe gelegenen AUv- dialgüter an ba« Haus Oestreich, (den andern TheU Theil an den Feldmarschall Grafen von Palavi- eini) diese Güter verkauft Kaiser Joseph II. im Jahr 1785 um 1,Loo,000 fl. im östreichischer Münz an den Pabst, welcher diese Summe von Genua geborgt hak. *759 Wird von Kaiser Franz I. beym Abgänge de« hvhenembssscheii MannsstamiJie« die in dem schwä¬ bischen Kreise gelegene Grafschaft Hvhenemb« alt ein erössneres Reichslehn dem Hause Oestreich ver- liehen. 176;. Erhält Erzherzog Leopold und dessen männ¬ liche Erben von Kaiser Franz I. dem Naler, dat Großherzogthum Toscana. 1765 Kommt Kaiser Joseph 77. al« Erbprinz von Oest¬ reich in Besitz der in dem oberrheinischen Kreise gelegenen Grafschaft Falkenstein. Kaiser Franz 7. erhält diese Grafschaft 17z 1 vom Rcichshofralh als ein Lehn und Eigemhum. 1772 Erhält das Hau« Oestreich die dem Kvnigrei- che Ungarn entrissenen Königreiche Galicien und Lodomirien. 177z Erhält da« Haus Oestreich die Bukowine. 1779 wird ein am Jnnstusse gelegener bayerscher District wieder mit Oestreich vereinigt. 178°- Nihmt das Haus Oestreich bas Oberamt Tet- nang als einen Tbeil der Grafschaft Feldkirch in Besitz. Im Jahr 1779 hatte Oestreich diese« Oberamt an sich gekauft. 1785 Sind durch den Frieden mit Holland einige Barriereplähe wieder an die vstreichische Nieder¬ lande gekommen. Man sehe im ersten Bande de« politischen Codexs Seite roo in Besitznrhung. Die 16 Die östreichischsn Staaten werden von vieler- ley Nationen bewohnt; darunter machen die Sla¬ ven die gröste Zahl aus. Ibnen folgen die Teut- schen, Griechen, Ungarn, Walachen, Jtaliäner, und Flamänder. Nach der untrüglichsten Angabe belauft sich die Volksmenge, mir Ausnahme der Militz und der Fremden, in der ganzen Monar» chie auf 25,241,000 Seelen,- es'kommen daher «uf eine Quadratmeile 2,500 Seelen. Zu den verschiedenen Sprachen, welche in den Erblanden als herrschende zu betrachten sind, ge- hört die teutsche, slavische, italianischs, fia- mandische , ungarische und illirische Sprache. Man zahlt in der ganzen Monarchie iZ Festungen, 1064 Städte, 1664 Markte, und 61,080 Dör. fer, sehr viele einzelne Höf, die vorzüglich in den gebirgigen Ländern zu Hanse sind. Die Städte werden in landesfürstliche, Municipalstadre, Berg- stadte und Privatstadte (unterthanige) Städte abge- theilt. Von den vorstehenden Staaten ist, nach der bestehenden Earolinischen Erbfolgordnung der älteste Prinz aus dem Hause Oestreich Beherr¬ scher. Die Negierung ist im ganzen unumschränkt monarchisch, das Reich unkheilbar, und in männ¬ licher und weiblicher Linie erblich. Zu den östreichischen Reichsgrundgsfttzen ge-' hären a) der Fridericianische Freyheitbrief b) die Carvlinische Sanctiopragmatica Und Erbfolgordnung. Diesen Gesetzen sind noch beyzufügen einig- Friedensschlüsse, als: der Westphalische, Baden- sche, Nimargische, Münstersche u. a. m. Die vi len östreichischen Staaken hatten Vormahls sehe vcv- sch,?' z? Medene Rechte und Freyheiten;, allein schon Ma« ria Theresia noch niehr aber Joseph H- hat sich Unumschränkt gemacht. Es werden nun die sämmt- lich östreichischen Staaten (mit Ausnahme der Niederlande) sowohl in politischen als Justitzange» legenheiren qrösikenrheils nach eincrlcy Gesetzen be¬ herrscht. Die Gesetze theiien sich in die politische sind Jusiitzaesetze'. , Zur Besorgung der politischen und Iustitzan- gelegenheilen bestehen naci> Verschiedenheit der Pro¬ vinzen besondere Departement?. Die vereinigt? Hofstelle in Wien isi im politischen Fache die an- vrdnende Stelle für die teutschen und galicischen Ander; für die ungarischen und siebenbürgischen Angelegenheiten hingegen ist die anordnende Stelle, die ungarische siebenbürgische Hofkanzevey. Die¬ sen Hofgellen sind bepzusetzen: die HofrecbiMiig- kammer, und die Hostaintner im Münz - und Berg¬ wesen. Tie letztere isi theils der vereinigten Hof- steile , theils der ungarischen Hoftanzelieh unterge¬ ordnet. Das Revisorium kn Iustitzsachen siir die teutschen und galicischen Staaten ist ebenfalls ktt Wien, wo es Unter dem Nahmen: der Obersteiisustitz- stelle, besteht. Das Königreich Ungarn - die Nieder¬ lande, und die Ldmbardie haben ihre besonderen Zusiitzrevisoriem Das Jusiitzfoimm ist in zwey klassen gerheilr, Man^ hat ein adeliches Und ein sinadeliches Forum, und jedes macht für sich daS Gericht in der ersten Instanz. Die Gerichte in Zweyter Instanz bestehen unter dein Nahmen: Appel» latiostgericht, deren es mehrere gibt. Außer diesen Gerichten bestehen noch Berggerichtei Die Militzgerichte rheilen sich in dfn Hostriegsrath- ist das sUchiciuQi stoleguwtn mjljtsrtz nüxlüw, Gi« Ueraumdiwriat und Regimuusgerichtc: Der Hof kriegsrath hat sowohl össentlich polittschr G^en- Vcogr. s-rndh. I.-Ldl- B siaW !8 stände, pcchiico x>okiticu , alS Iustitzangelegenhek^ «n zu besorgen. In Politischen ist er die anord- nende Stelle und im Justi; fache jst derselbe daß Revisorium. Zur Handhabung der politischen Angelegenheiten, bestehen in den Provinzen rbeilt Gnbernien, theils Regierungen. Zu den ver¬ mischten Behörden, das ist: solchen, welcher? die Handhabung der politischen uird Iustitzia- chen zusaurmen obliegt, gehören di? Magistrat« und Grundobrigkeiten. Auch di? Kreisnmrer ge¬ hören gewisiermasien in diese Elaste. In den sammt- Uchen keutschen und galicischen bändern werden 6- Kreisämter gezählt. Di? Nuiversitat, und die Konsistorialgerichte sind erloschen. , Die Laudstande sind heute das nicht mehr, was sie vor 200 Jahren waren. Auf dem Land¬ tage , welcher jährlich von dmi Landesfürsten ausgeschrieben werd, werden bloß die sogenannten koltulata vorgetragen, auch und di? Stände noch im Besitze des lluris vc>llecUun Maaren. Zur Handlung hat die östreichische Monarchie eine gute Lage, da sie an die Nordsee, an das adriatische und mittelländische Meer grenzt, und von vielen schiffbaren Flüßen durchströmmt wird. Die Strassen sind gut angelegt, die Schiffarth in sehr gutem Stande, und die Landfuhren stehen in einem solchen Berhältmße, daß die Fracht auf ei¬ nen sehr mäßigen Preiß zu stehen kommt. Sol- chrrgestalt kann Oestreich sowohl dm Ueberfluß sei- B s enr -o n er Natur- und Kunstproducte gemächlich ausfüh- ren, als auch die fremden Maaren, deren es be¬ darf, leicht an sich ziehen. Zu Belebung der Na- livnalindustrie wurden alle jene fremde Maaren die in den Erblanden fabrictrt werden können, und deren man müßig gehen kann, außer Handel gesetzt. Seit dieser Zeit ist die Industrie ungemein gestie¬ gen, die bestandenen Manufakturen haben sich er¬ weitert und viele neue keimen auf.» Die Maaren, die noch aus fremden Landern cingeführt werden, belaufen sich aus iz Millionen. Die beträchtlich¬ sten Einfuhrartikel sind: Baumwolle, Schafwolle, rohe Seide, Wachs, Ho ig, Nets, Oel, Flachs Hanf, Kaffee, Thee, Zuker, Gewürz nebst an¬ dern Material - und Specereiwaaren. Die vor¬ züglichsten Ausfuhrartikel sind: Getreide, Lein¬ wand , Tuch, Spitze Seidenwaaren, rohes Ku¬ pfer, Glaswaaren, Spiegel, Porzellan, Stahl, Käse, Weine, Eisenwaaren, Vieh u. s. lv- Die vorzüglichsten Handelsplätze in der Mo¬ narchie sind: Ostende, Triest, Fiume, Wien, Botzen, Löven, Prag und Brodh. Zu den östrei- chischen Seehafen gehören: Harlobago, Ostende, Nieupoort, Triest, Fiume, Zeng, Portorne, Buc» eari und Antwerpen. Bey genauer Vergleichung der Ein-und Aus¬ fuhr zeigt sich, daß im Ganzen die Monarchie ge¬ gen Fremde in Rücksicht der Geldbillanz verliert, allein sie gewinnt gegen fremde Staaten die Bil» lanz des Vortheils , das ist, den Vorrheil der ver¬ mehrten Natjonalbeschaftigunq. Die herrschende Religion in den Erblanden ist die katholische. Die helvetische, evangelisch - lutherische und nicht unirt griechische genießen unter der jetzigen Regierung der öffentlichen Duldung. Die christliche Religio« bot in Oestreich schon im Zten Jahrhunderte Ein» gang gefunden, und im 9ten Jahrhundert Haber» die Grundsätze der Kirche in Rom schon ihre An» Hänger gehabt. Die Lehre Luthers hat sich im r6ten Jahrhundert im Lande ob der Ens am wet- testen verbreitet, und sich bis in die Zeiten der Jo» sephinischen Regierung in einigen Gegenden dieser Provinz in Geheim erhalten. Der katholische und griechische Clerus besteht aus n Erzbischöfen und 58 Bischöfen. Der protestantische Clerus hat 11 Su» perintendenten- Nach den Katholiken sind die nicht» Unirten Griechen die stärksten; ihre Anzahl steigt gegen e,900,000 Köpfe, Protestanten werden über 249,00s gezahlt, und der Juden gibt cs gegen 290,000. Der Bischof in Rom hat in weltlichen Sachen in .den Erblanden gar keine Stimme mehr. Alles was von Nom kömmt, unterliegt dem placito keZio. Zur zweckmäßiger Verbreitung des Religions¬ unterrichts , wurde unter der gegenwärtigen Regie» rung eine ganz neue Pfarreintheilunq veranlaßet, sehr viele neue Plärren und Lokalkapellaneyen gemacht, neue Bißthnmer errichtet, und die von den aufge¬ hobenen Klöstern cinqezogene Güter zum Religion- Vermögen geschlagen. Die von diesem Fund ab¬ fallenden Revenuen werden zur Bestellung der Seel¬ sorge und Unterhaltung der E xmönche und Nonnen verwendet. Zur Besorgung deS sämmtlichen Re- ligivnwesens besteht in Wien eine eigene geistliche Hoskommißion, welcher die Filialcommißionen iu Heu Provinzen untergeordnet sind. Zur Beförderung der Wissenschaften be stehen Universitäten nähmlich in Wien, Prag Pest, Lemberg, Löven, Pavia und Freyburg In jeder Hauptstadt, wo keine hohe Schule besteht, ist ein Lycäum. Auch ein Gymnasium ha b>e Hauptstadt. Zur Bildung tüchtiger Schul» B z leh» sr lehrerinnsn stiftete Joseph H. tu Wien ein Penfio- nar. Eine Milizacademie ist im Lande unter der Ens zu Neustadt, und eine in den Niederlanden. Eine Jngenieuracademie ist in Wien. Auch hat jedes Regiment zu Bildung 40 armer Soldaten Knaben sein eigenes Institut. Zur Verbreitung der Thierarzneykunde besteht in Wien, das in seiner Art einzig vorhandene Thierarznepinstitut. Nun wird die Lehre der Tbierarzneh bereits in den mei¬ sten östreichischen Provinzen öffentlich vorgerraqen- Zur Bildung tüchtiger Seelsorger wurden unter gegenwärtiger Negierung Generakseminarien er¬ richtet. Unter allen Zweigen der Wissenschaften, wird die Naturgeschichte am eifrigsten betrieben. Es sind nun io Jahre, daß an den Universitäten die allgemein? Geschichte öffentlich gelehrt wird. Die Wiedererneuerung dieser öffentlichen Lehre dankt man dem Freyherrnvon Martini. Die öffentlichen Vorlesungen an den Universitären und Lycäen, mit Ausnahme des geistlichen Rechts und der Theologie werben temsch gehalten. Auch die Pvstoraltheolo- gie wird tentsch gelehrt. Zur Verbreitung der vaterländischen Staatenkunde dient die vor einigen Jahren geschehene Veranlassung, daß jeder poli¬ tische Lehrer von dem Lande, wo er lehrt, die Sta¬ tistik vvrtragen soll, zugleich sind sie gehalten, über den Geschäftsstil zu lesen. Zur Vjldnng an- gehender Handlungsbediente und Wirthschastsbeam- ten wurde noch unter derTheresianischeu Negierung »ine Nealhandlunqschule in Wien errichtet: auch fallt in diese Negierung die Entstehung der Nor» walschulen und die Einführung einer verbesserten Lehrart in den sämMtlich teutschen Schulen. Den Grund hierzu legte der k.k. Schulcommissionrath Herr Joseph Meßmer. Er fand bep EmporbriN- guug dieses Instituts an dem seligen Freyherrn von Geister einen thätigeu Mitwtrker. In den Vor» mal- LZ »alschulsn erhalt die Jugend zugleich Anleitung zur'Zeichnung. Zur Unterstützung der bedürftigen Jugend bey ihrer Verwendung auf Wissenschaften und Künste besieht in den Erblanden ein beträcht¬ licher Stipendiarssnnd. Die adelichen Rilteraeade» Wien in Wien, Jnsbruck, Weitzen, und Lemberg sind erloschen, und in Pensionäre umgeandert worden. Die SMlinge erhalten das Stipendium auf die Hand; in einem besonder,! bestimmten Hause bekommen sie Unterricht in adelichen Ex« ercitien, und haben ihre bestimmte Korrepetitors, welche mit ihnen dis Hähern Wissenschaften wie¬ derholen. Die Handhabung des sammtlichen Stu« dien» Schul' Ceniurs und Stipendienwesens wird in Wien von einer besondern Hofconimißion be¬ sorgt. Eine landesfürstliche Academie der Wissen¬ schaften ist in Brüssel, und Mantua; in Wien befindet sich die ansehnliche msdicinisch chirurgische Academie, sie verehrt in Joseph H. ihren Stifter. Der wirkliche k. k. Hofrath-und Protochirurgut Herr von Brambilla gab ihr die Verfassung. Die Statuten dieses herrlichen Instituts können im ,crstl-n Bande des politischen Codex nachge, lesen werden. Die ökonomischen Gesellschaften erhalten unter der gegenwärtigen Negierung ei» neues Leben. Der Sitz der bildenden Künste ist in Wien, wo zur Verbreitung derselben eine eigene kandeS« fürstliche Academie besteht. Der Grund zu der» selben wurde unter Carl. VI. gelegt, MariaThe- resia erweiterte sie, und Joseph II. gab ihr den heurigen Glan;. Im Jahr 1786 wurde mit ihr die ^ommerzialkunstschule vereinigt. Kaunitz ist ihr Peetsctor. B 4 Der *4 Der 8streicksifÄ!<> ^rttgsstaat besteht ruFkiedms« zetten in 278,84» Mann, als: - 206,82s. Mann Infanterie ' 42,000 Mann Cavalieri« 8,240 Mann Artillerie 4,800 Mann Tschailisten, Ponto¬ niers , Mineurs, Sap¬ peurs , Pioniers, und In, genisurs, 2SDS Mann Uhlanen ',7202 Mann Fuhrwesencorps rc. Darunter find: "" Teuksche Infanterie Regimenter 42 Garnison ' Z Ungarisch? ir Niederländische, 4 Italienische r Grenzelruppeu 17 Artillerie H kavallerie, als: Carabiniers r CuirgffierS. Y Dragoner 7. ^hsvaurlegers, 6 Husaren 8, Grenubusarsn H Zur Besorgung des Kriegswesens ist ein eie. genes Departement in Wien, es har den Nahmen Hvfkriegsrath, hangt unmittelbar von dem Mo- narchen ab, und seine Geschäfte verbreiten sich, über die sammtlich öüreichischev Lander. Außer diesem sind, nach Verschiedenheit der Länder, in dm Provinzen Generalcommandan.te» aufgestellet. Diese sind Befehlshaber über alle in ihren Distrik¬ ten belegens Regimenter ngd zu den» Militzstab. gehörige Personen. Dergleichen Generaleomman- den werden <- gezählk. Garntsonartillerie ist in, Wien, As Wien, Prag, kemberg < Olmütz, Grätz, Temefch. Mar, Hermannstadt, Peterwardein, Carlstadt, Mecheln und Mantua. Im Jahr 1767 wurde ein Desertioncordon eingeführt. Jedes Infante¬ rieregiment hat ihren bestimmten Werbbezirk, de¬ ren ;edsr bey den Provinzen angezeigt ist. In Folge Verordnung vom aZten Octoder 1782 hat jedes Werbbezirkregiment, auch einen Werbbezirkan- theil in Galicien. Zu den heutigen ordentlichen Einkünften drtz vstreichischen Monarchie gehören: 1) die Staatsgüter 2) die Zölle und Accise Z) die Bergwerksgefalle 4) das Tobaks »und Siegelgefalk 5) das Lotto 6) das sogenannte Dominirale und Ruß« cale 7) das Postgefall. Der sammtliche Finanzfund wird in das Bancale, Kammerale, Staatsschuldenwesen, und in die sogenannten Supererogaten eingetheilt. Jeder dieser Funde hat wieder seine Unterthei, lungen- Die sämmtlich östreichischen Finanzen mit Ausnahme des NeligionS « Studien« und Stiftungsfunds betragen jährlich HZ Millionen Gulden. Alle höhere größere Münzsorten werden in den tentschen Laiidern, mit Ausnahme Tyrols, der Dorlande, Niederlande, und der Lombardie, nach dem 2v Guldenfuß ausgemünzt, das ist, den Gulden zu 60 Sreutzer. Die gangbaren Mün¬ zen stud , von Kupfer: Kreutzer, halbe Kreutzer und Pfennige, von Silber : Groschen, Siebener, Siebenzehner , Zehner , Zwanziger , dreyßiger Vier und tzreyßiger, Güldeu, Thaler; von Gold: B L, ' Som Couveralndyr ^qanze und halte- Dukaten. Da- HauptmünzaMt ist in Wien , weichem die Münz» ümter in Srag/ Gratz, Günzburg , Hall in Ty- roll, Kremnih, Na^ybanien in Ungarn und ßarlsburg in Siebenbürgen untergeordnet sind. Das Psstwesen hat in den sömmtlich Zst« reichischen Staaten die beste Verfassung. Das Oberhofpostmeisteramt in Ungarn, Böhmen, Mah» ren und ganz, Inneröstreich ,mit Ausnahme Ty» rolß, der Vorlands, Niedersande; und Lombar«, die, besitzt das Paarische Haus, als ein Lehen. Zur Versorgung der Armen sind die Erblande unge« mein reichhaltig an'ansehnlichen Stiftungen. In jeder Provinz besteht ein allgemeines Krankenhaus für alle heilbaren Krankheiten, ein Geburthaus, rin Narrenhaus , ein Findel--und Waisenhaus, ein Hans für Unheilbare und mehrere Siechenhau« ser. Diejenigen welche noch etwas arbeiten kön« neu, bekommen nach Umstanden eine bestimmte Summe Geldes wöchentlich in die Hand. Diese letztere Anstalt besteht unter dem Nahmen Armen- insiiknt, und har den Grafen von Buquoi zum Urheber. Den Glanz des östretchischen Hofes vermehr ren sein? Garden- Diese sind: die ungarische ade« siche Leibgarde, die galicische adeliche Leibgarde, dis erste Hatschierleibgarde, und die Leibgarde« ZU Fuß. Die Orden, die key dem Hause Oestreich sind, sind diese: i) der Orden des goldenen Vliesses r) der Stern - Kreutzordcn für Dame» 27 Z) das für verdiente Stabsofficiere gestif¬ tete Pensionkrentz 4) der theresianische Militzorden z) der St. Stephans Ritterorden. Der Hofstaat hat eben so viel Pracht als Ordnung. Die Menge der Hofbediente werden un» ter vier sogenannte oberste Stäbe verrheilt. 7) Der Obelsthofmeister hat unter seinem Sta¬ bes den Obersthofküchenmeister/ den Oberst- hofstabelmeister / den Obersthofsilberkämme- rer, Mundschenk, Vorschneider, Truchses¬ sen. die Hofkapelle, Hofbibliothek, Hofärz¬ te, Hofküchcn-und Tafelparthel rc. H. Der Obersthofkämmerer hat unter seinem Stabe: sämmtltch, Kämmerer, darunter z6 wirkliche Dienstkämmerer sind, Kabinerßse- cretäce, Leibärzte, Leibwundärzte, Hofkabi- nete, Kammerdiener, Schloßhauptleute rc. III. Der Obersihofmarschall hat unter fernem Stabe- den Hofquartiermeister die Hoffu¬ rier. IV. Der Oberststallmeister hat unter seinem Stabe.- die Edelknaben, das Hoffuteramt, Dir die Reitschule. Außer diesen Stäben find «och vorhanden: der Obersthof-und land- ! jagermeisier, welcher nun auch bas k. k. Waldamt unter sich hat, und der Obrrsthoft Menüleisten Dejkreichischer Kreis. Sestreichischer Kreis. Nahmen hat er bon dem Erzherzogthum Destreich, als dem vornehmsten Theil der Kreis» lander. Die Einrichtung dieses Kreises fällt in das Jahr 1512, da Marimtlian l. auf dem Reichs« tage zu Cöln die Neichskreise mit vier vermehrt hat, worunter der östreichjsche und burgundische Mitbegrjffen Ivar. Im Jahr 1521 ist zu Worms, «nd lZ22 auf einem abermaligen Reichstage zu Nürnberg die Bestätigung dieser Kreißcinthsilung erfolgt. Der sammkliche Kreis betragt-im Um» fange 256^ Ouadratmeilen, seine Lange von We¬ sten nach Norden belauft sich aus 77 und die Brei« te von Süden nach Norden auf 72 Meilen. Er grenzt gegen Norden an Mähren und Böhmen, gegen Osten an Ungarn , gegen Süden an Kroatien, das adriatische Meer und Venedig, gegen Westen an Bündten, gegen Westnord an Bayern. Die vorzüglichsten Gebirge in diesem Kreise sind die norischen, julischen und rhätischen Alpen, und der Kahlenberg. Der Kreis ist reich-, haltig an Flüssen Und Seen- Zu den vorzüglich¬ sten Flüßen, die ibn durchströmen, gehören: die Do» der Inn, der Rhein, die Salza, Ens , ^tsch, Save und Drave. Von den Seen sind die bekanntesten der Bodensee, krrknitzcrsee, der -«-rarm.Wd Hallstätterse, l«ßo cli Zurclu. Die Die Naturproducte sind fast eben dieselbe^) welche oben in der Einleitung aufgeführt worden. Der Kreis erzeugt vorrreflichen Weizen, hat tref- kiche natürliche und künstliche Miefen, eine große Menge von Obst, beträchtlichen WsinbLu, den besten Safran und Senf. Ansehnliche Waldun» gen, die reichhaltig an Bau-und Brennholz stud^ Im Thierreich ist die Federviehzucht beträchtliche Die Hornviehzucht könnte wichtiger seyn. Käse- Butter und Schmalz werden häuffig gewonnen; Wachs und Honig sind nicht im Ueberfluß Vorhalt Len, Seidenculkur ist in Tyrol Und Görz wichtig. Inr Mineralreich sind beträchtliche Eisen-Bley - Salz; Kupfer - und Alaunwerke vorhanden, auch wird etwas Gold gewonnen. An vortreflichen Marmor vnd Alabaster ist der Kreis gesegnet. Salpeter und Vitriol werden viel gewonnen; mannigfalti¬ ge Thon» und Porzellanerde kömmt ebenfalls vor, so wie Wasserbley. Der Kreis hat Cementwaffe« und ansehnliche Gesundbrunnen, auch kommen verschiedene Arten von Ocher vor. Die sämmtlich in diesem Kreise belegeue» Länder werden eingetheilt: a) in das Erzherzogthum Oestreich b) in InnerSstreich c) in das Friaul b) in das Liorale k) in Tyrok , K»> f) in die Vorlands Die Bewohner dieses Kreises bestehen aus Teurschen, Slaven und Italiener. Die ganze Volksmenge betragt 4,841,000 Seelen, eS kon^ men daher auf eine Quadrarmeile bey 1800 See¬ len. Die gewöhnlichen Sprachen t» diesem Krei¬ se sind , die teursche, slavi sehe lind italienische: Was i 3Z Was in Rücksicht -er Wohnungen gesagt worden, gilt auch von diesem Kreise, in welchem sich 2 Festungen, Z04 Städte, ZZZ Märkte und 267Z0 Dörfer befinden. Der kreisauSschreibende Fürst, Direktor, und Oberster ist der Erzherzog. Die Bischö¬ se von Trient und Brixen, der Temscheorden, wegen seiner Balleyen in Oestreich, wie auch an der Etsch, und am Gebirge, und der Fürst von Dielrichstein sind Landsaße« vom Hause Destreich. Die Stande dieses Kreises, sind das erzherzog¬ liche Haus, die Bischöfe zu Trient und Brixen, der Temscheorden kund der Fürst von Dietrichstein. Von den Landesgesetzen ist bereits oben in der allgemeinen Einleitung Erwähnung geschehe«. In Rücksicht der in diesen Staaken be¬ findlichen politischen und Iustitzdepartemente kömmt alles das hiernach zu lesen, was in der Einleitung über diese Gegenstände gesagt worden. Obschon das Haus Oestreich in Folge heg Fridericianischen Freyhettbriess von allen ordent¬ lichen und außerordentlichen ReichskreiSsteuren b«- freyet ist , so ist man doch von Seite Oest¬ reichs im Jahr 1714 der Aßociation beygetxetew And hat sich freywilllg angebothen, das associa- tionsmaßige Quantum zu entrichten. Der zu leistende Beytrag besteht in dem Zien Thejl von w-o-r. Kandb.I.Tdl. k dem 34 dem, was daS ganze Reich bewilliget, sowohl in Ansehung der Mannschaft, als des Geldes. Die vorzüglichsten Kunstprüduct« in dis« sem Kreise sind: Eisenwaaren von allen Gattun- gm, Leinwand, Kattune , Leder , Seidemvaa« ren,WoÜcnwaaren, Porzellan, Spiegel, Kupfer, Messing - und Bleywaaren, Stahlwaaren, Galan« tertkwaarrn, Hüte, Tuch, Zucker, Liqnrnr- und Uhren. Die Handlung ist in diesem Kreise von vie¬ lem Belange. Die vorzüglichsten Linfuhrsartikcl aus den crbiandifchen Provinzen sind: Getreide, Vieh, Holz, Glas, Tuch, Leinwand, Schmalz, Kattun, Zinn, Gesundbeitwässer, Honig, Wacht, Granaten, Flachs, Hanf, Spitzen, Hopfen, mnsicalische Instrumente; Vitriol , Pvtasche, Li- queurs, Papier, Leder rc. Aus fremden Län« dorn erhält dieser Kreis: Getreide, Kaffee, Specerei» und Materialwaaren, Seide, Flachs, Hanf, Holz, Wolle , Vanille, Farben, Zucker,c. Za den beträchtlichst en Ausfuhrartikel nach den Erb» landen gehören: Salz, Eisenwaaren, Stahl, und Gaianteriewaaren; Kupfer, Meßing, Bley, Queck« stiber, Zinnober, Porzellan, Spiegel, Uhren, Li» queurs, raffinirler Zucker, Handschuhe , Seiden» waaren, Bücher, Kupferstiche, Gemälde, elfen¬ beinerne Maaren, Stickerei rc. Alle vorstehenden Waaren werden auch nach fremden Lankern ge¬ führt. Im Ganzen hat der Kreis im Verhaltniß, der übrigen Erblande dir Bilanz nicht für sich, auch nicht im Verhaltniß mit fremden Staaten, zx srit dem Josephinische« Zollsystem aber behauptet der Kreis in Rücksicht der Letzteren die Bilanz des Vortheilrs. DaS Erkenntnis der christlichen Lehr« hak schon im Zten Jahrhunderte in diesem Kreise Ein« Sang gefunden, so wie die römischkatholische» Grundsätze schon im 9ten Säculo ihre Anhänger sanden. Die Waldenser, deren Anzahl in einige», in diesem Kreise gelegenen Ländern nicht unbeträcht¬ lich war , bar man im l4ten Jahrhundert «uszurotten gesucht. Der Kreis zählt nun r in¬ ländische Erzbischöfe, iZ inländische Bischöfe und Z Superiniendenren. In den westlichen und süd« westlichen Ländern dieses Kreises üben noch viele fremde Bischöfe die geistliche Jurisdiction aus, als da sind: der Bischof zu Trient, Brixen, Basel/ Chur, Chiemsee, Salzburg und Augsburg. Zur Beförderung der Geistescultur bestehm in diesem Kreise 2 Universitäten, die Josephinisch- Medicinisch-chirurgische Academie, 7 Lycäen,Zver- schieden? Gymnasien, mehrere Hauptschulen, und in jeder Pfarre wenigstens Eine Trivialschule, z Generalseminarien, und ein Taubstumm eninstttut. In Rücksicht der Unterstützung der bildenden Jüng¬ linge sind beträchtliche Sripendiatsfunde vorhanden» Der Stipendienfund im Lande ob der Ens alleiK hat ein Capital von wenigstens yoo, 000 fl. < Der Stand des Kriegsheers in diesem Kreise besteht in rz Jnfanrerieregimentern, Einem Artik- lerieregiment, Einem Fnhrwesenscorps, einem Inge« niems-Sappeurö-und Mineurscvrps/Und einem Jn- E - vatt« 2 Validencorps. In diesem Kreise liegt auch das Pontoniersbataillon. Außer dem, was in der Einleitung über den Lstretchtschen Finanzstand überhaupt gesagt worden, kömmt hier bloß anzumerken, daß die Einkünfte in diesem Kreise jährlich über 40,500,000 Gulden betragen. Erzherzogthum Sistreich. Erzherzogtum Oestreich. Our Uebersicht des Erzherzogtums dürste nach¬ stehende Charte einige Dienste leisten. Hier ist ihr Titel: Neu und accurates eröffnetes Kriegs- Thegtrum geographisch vorstellend: beyde Erzher- zogthümer Oesterreich ob und unter der Ens, satnmr einem großen Theil des Herzog - und Für« stentums Ober - und Niederbayern rc. Die Char¬ ten des Augustin Hirschvogels, Wolfgang Laztus, und Abraham Janson, verdienen kaum genannt zu werden, und sind für die jetzigen Zeiten ganz un-> brauchbar. Das Erzherzogtum wird, wie bereits ge¬ sagt worden, in das Land unter - und ob der Ens geteilt. In den Zeltender Römer gehörte ein Theil des Landes unter der Ens zu Panno¬ nien, und ein Theil ob der Ens zum Norico ripense , wozu auch der an der südlichen Seite der Donau gelegene Distriet bis zum Kahlenberg gehört hat. Als im Jahr 568 di« Langobarden Pannonien verließen, und nach Jta« lien zogen, traten sie solches an die Hunnen und Avaren ab. Wahrscheinlich ist es , daß sich die E 4 Gren« 4« Grenzen Pannoniens damahls bis an die Ens aus¬ gedehnt haben- Die Hunnen machten im Jahr 7yi mir dem bayerschen Herzog Tassilo ein Bindniß, und Überstelen die fränkisch«bayerschen Lander. Carl der Große, um seine Lander vor allen weiteren Einfällen der Hunnen sicher zu stel- len, zog mit seinem Kriegsheerc wider sie, be¬ siegte sie, brachte einen Theil Pannoniens unter seine Bothmäßigkeit, und erweiterte die Grenzen seines Reichs bis an die Raab. Diesem neuero¬ berten Theil, der Vormahls den Nahmen Oberpan- nonien gehabthat, gab er den Nahmen Avarien, und ließ das Land durch besondere Grenz » oder Markgrafen verwalren. Die bayersche Provinz , welche schon unter klodovao zur fränkischen Mo¬ narchie gehört hat, ließ er ebenfalls durch Gra« fen verwalten. Bis in die Zeiten Carls des Großen hatten die fränkisch. bayerschen Statthal¬ ter den Titel: Herzog. Im Anfänge deS zehnten Jahrhunderts, unter König Ludewig dem Kinde, wurde Avarien von den Ungarn adermahls rin- genormnen, und dem teutschen Reiche entzogen; allein un, das Jahr -55 bekriegte Kaiser Otto die Ungarn , vertrieb sie aus Avarien, und ver¬ band dieses Land abermahk mit dem teutschev Rei¬ che. In, Jahr 1156 gelang es endlich dem Kai¬ ser Friedrich den, ersten, auf dem zu Regensburg gehaltenen Reichstage, den Herzog Heinrich von Oestreich zu bewegen, daß dieser an Heinrich deu -Löwen die fränkisch-bayrische Provinz, mit Aus¬ nahme des Landes ob der Ens, gegen ansehnliche Dortheile abtrat. Diese U-bergab veranlaßte den bekannten Freyheitbrief, welchen Friedrich dem Herzog Heinrich und allen seinen Nachfolgern aus» gesteller hat. In Folge desselben wurde das Land ob und unter der Ens zusammen vereinigt, zu ri- «em Herzogthum erhoben, der Beherrscher diese« Lau- 37 Lander zu einem Erzherzog erklärt, und ihm noch andere wichtige Vorzüge zugestanden. Dieser Frey« heitbrief ist durch Friedrich II, Friedrich IH, Carl und Carl VI. bestätigt worden. Rudolph IV. hat sich des Titels Erzherzog am ersten in einer Urkunde vom Jahr 1359 bedient. Kaiser Friedrich H. macht den erzherzvglichen Titel für daS Hau- Oestreich kanzelleymaßig, und Maximilian I-chr» diente sich dieses Titels beständig. Der Flächenranm dieses ErzherzogthumS ent* halt 509? Meilen- Seine Länge vom Braunau bis hinter Hainburg betragt 46 Meilen, und die Breite vom Hallstatt bis an die Lheya 42 Meilen. DaS Erzherzogthum Oestreich grenzt gegen Norden an Böhmen und Mähren, gegen Osten an daS nördliche Ungarn, gegen Süden an Števec» mark und Salzburg , und gegen Weste» an Nieder» bayern Die beträchtlichsten Gebirge in diesem Lande sind , der Priel, und der Kahlenberg. Zu den schiffbaren Flüssen welche das Erzher» jogthum durchströmen, gehören: die Donau, die Ens, Traun, der Inn und die Steyr. Die bekanntesten Deen sind der Traun»Hallstätter« und Attersee. Die vorzüglichsten Naturprodukte diese- kan' des sind im Pflanzenreich: Korn, Waitzen, Hafer, Gerste; man baut viele Hülsenfrüchte; Obst von ver¬ schiedener Gattung geräth ungemein häufig; Flachs und Hanf werden in Menge in dem westlichen Theile C 3 de« 2 g ÄtÄÄSSLKiÄ des Landes gewonnen; an medicinifchön Krau¬ tern sind die Gebirge gegen Steyermark und Salz¬ burg reichhaltig. Die Wälder liefern Bauholz in grosser Menge, auch Brennholz / doch dieses nicht in Ueberfluß. Im Thierrerchc ist die Kälberzucht von Belange. An Ochsen und Schafen ist kein Ueberfluß vorhanden» Die Federviehzucht ist sehr beträchtlich. An Fischen ist das Land sehr gesegnet. Desto unbedeutender aber ist die Bienen - und Sei¬ denkultur. Das Beträchtlichste Naturprodukt im Mineralreich ist das Salz. Alaun, Vitriol, vorzüglich wird viel Salpeter erzeugt. Die Silber- erbeutung ist nicht beträchtlich , mehr wird Bley erzeugt. Man ssndet Porzellänthon, sehr schönen Marmor, Alabaster , vielen Gips, Perlen, Pech¬ stein, Quarz, Porphyr, Schneidestein, Mühl¬ stein, Bergöl und Steinkohlen. Auch hat das Land beträchtliche Gesundheilbrunnen. Das ganze Srzherzogtbum wird in zwey Theile abgetheilt. Der größte Theil heißt das Land unter der Ens und ist der östliche Theil des Lan¬ des, der kleinere das Land ob der Ens, und ist der westliche Theil. Das Land im Ganzen hat acht Kreise. Die Volksmenge betragt 1,870,000 Seelen. Die Eingeborne im Ganzen genommen, stammen von fränkisch -bayrischem Geblüte. Im ganzen Erzherzogthum zählt man Ein« Festung; 50 Städte; Z24 Markte; 41 Hvsmarckte und 10,482 Dörfer. Das Erzherzogthum hat r Hauptstädte, alS: Wien und Linz. Don ZS Von den Landesgefttzen kommt dasjenige nach« Dlesen, was über diesen Punct in der allgemeinen Einleitung aufgeführet worden. In dem Crzherzvgthum befinden sich zwey Landesregierungen, Ein Appellariongericht, zwey adeliche Gerichte (Landrechte) 28 landesfürstliche Dtadtmagisirgte, Ein Bevgamt, zwep Fiskalämter «in lluciicium militare mixtum und eine Bancal« gefallen - Administration. Auch ist in dem Erzher» Dgthum der Sitz sämtlicher teutschen und unga« tischen Hofstellen, des Hoftrlegsrachs und eines Dbersthofpostamts. Von der ständischen Vebfajsung kämmt zu dem, wäs in der allgemeinen Einleitung über diesen Ge» genstcmd bereit» gesägt worden, bloß noch anzufüqen, daß Vie Stande ans 4 klassen bestehen , nähmlich: dem geistlichen Stande, hierzu gehören die Bischö» fr,, Abbe-Kommaudateurs, Prälaren und PrLbste: dem Kerrenstande, dieser besteht aus Fürsten, Grafen, und Freiherren, dem Wttcrstand und den Städten, die durch Deputirte vertreten wer¬ den. Zu den vorzüglichsten Kunstproducten, mit wel. chen das Erzherzogrhum pranget, gehören: die Ti- senwaaren, Kattune, Messingwaaren, seidene uirb leinene Bänder, Seidenzeuge/Zwirn, seidene/ leine¬ ne und wollene Strümpfe, Bombasin, Manchester Molton, Tuch, Hüte, Spitze, Kreppen, Galonen, ktonische Maaren, Pike, Nankin, Batist, Pa-, ^er, Schießpulver, Tobak, Porzellän, Spiegel, Erdengeschirr, Liqueurs, Schnallen von allerlei) Gattungen, Pappiermasche . Dosen von verschir- e 4 de» 40 denen Arten , GlaS, Holzwaaren, Schminke, Per¬ len, Blumen, orientalische Maaren,Galanleriewaare« Stahlwaaren, Starke und Puder. Zu den beträchtlichsten Einfuhrartikeln a) auS den Erblanden gehören: Getreide, Leinwand, Tuch, Wolle, Honig, Wachs , Zinn, mustcali« sch e Instrumente, Gesuudheitwasser, Granaten, Flintensieine, Mühlsteine, Wein, Hornvieh, Schweine, Schmalz, Butter, Käß, rafflnirter Zucker, Strümpfe, Zwirn, Fajance, Liqueurs, Federvieh , Wild, Bramwein, Obst von allen Ar« ten, Zinnwaare, Kupfer, Eifen, Bley, Queck¬ silber , Stahl. Meßing, Stahlwaaren Hasenbäl« ge, Berggrün, Galmey, Zinnober, Fische, b) Aus fremden Staaten: Seide, Baumwolle, Schaf« wolle, Kaffee, Zucker, Thee, Gewürz, Jndig, feines Pappier, Wachs, Bücher, Salmiak rc. Die beträchtlichsten Ausfuhrartikeln sind: a) nach den Erblanden: Salz, Eisenwaaren, Galan« teriewaaren, Porzellän, Bleyweiß, Safran, Senf Leder, Handschuh, Stahlwaaren, Wollwaaren, Bücher, Lionischewaaren , Hüte, Seidenwaaren von allen Gattungen, leinene Bänder, und Wein: b) nach fremden Staaten: Porzellän, Spiegel Eisenwaaren, Seidenwaaren, Galanteriewaaren' Ortentalischewaaren, Safran, Senf, Bleyweiß, Hüte, Wein, Leder, Bücher, Kattun. Zu den vorzüglichsten Durchzngrvaaren gehören: Baum¬ wolle, Kupfer, Blech, Eisenwaaren, Leinwand, Häute, Seide, Kaffee, Thee, Gewürz, Liqueurt Zucker, Hornvieh, Getreide, Schweine, Wein, auch, Hüte, Strümpfe rc. Im Ganzen- genohm« MN hat das Erzherzogtum die Bilanz sowohl HI mir den Erblanden als mit den fremden Staaten wider sich. Was in Rücksicht der Straßen in der allge« Meinen Einleitung gesagt worden, gilt auch von den Straßen in dem Erzherzogthum. Das Straßen, gewerbe ist wegen der beträchtlichen Landfrachr sehr blühend. Auch die Waßerfrachr auf der Donau ist ungemein beträchtlich, und vergrößert den Wohl» stand der an der Donau gelegenen Orten sehr. Die Christliche Lehre hat schon km Zten Jahr» Hunderte in diesem Lande Eingang gesunden. Dek älteste Mönchorden in dem Erzherzogthum ist der Benedtctinervrden, welcher im 8ten ^Jahrhundert im Land« ob der Ens seinen ersten Wohnsitz auf- geschlagen hat. Das Land hat Einen Erzbischof Mit zwey Suffraganen, ferner seit Josephs Ne¬ gierung drry Superintendenten; nähmlich einen von der helvetischen und zwey von der evangelisch lutherischen Religion, davon einer die Suprrin« tendentenstelle von Jnnrröstreich , und der andere vom Lande ob der Ens hat. Zur Beförderung der Geisteskultur bestehe» Eine Universität, zwey Lycäen, zehn Gymna¬ sien, zwey Rormalschulen, mehrerer Haupt¬ schulen : so viel Pfarren , so viel Trivialschu¬ len; ferner eine Miltzacademlr , eine Ingenieur¬ schule, «ine Realhandlungsschule, ein Mädchen- Pensionat , «in Institut für OffijierSmädchen, ein vdelichrl Pensionat für Studtrend«. und ein In- stitut für Taubstumme. Dl« bekannte Academie der bildenden Künste hat ebenfalls in dem Erzher- logthum ihren Sitz. Im Lande ob und unter der Ens liegen *cht Jnsanterteregimenter , drey Grenadierbatail- Ions 4 s IvnS/ Ein Regiment Artillerie,- Ein Regiment ka« valleri», ein FuhrwesenkorpS, Ein BataillvnPone tyniers.- daS Ingenieur-Mineur und Sqppmrcprpt, ein Bombardiercorps und ein Invalidencvrpt. Das ganz« Land ist in acht Hauptwerbbezirke abgetheilt. Die sämmklichen Einkünfte belaufen sich ir» Ganzen a«f LZ,oiz,ooo Migionrtt-Guiden. Der geistliche und weltliche Stistungsfuud ist darunm nicht begriffe». Land unter der Ens Land unter der Enö. '^on dieser Provinz ist bis letzt noch immer die brcmchbm-esie Chartedes Mathaus Visches, der solche in 16 Tafeln im Jähr 1672 ans Licht gestellt hat; dami sind noch zu nennen die Chartchen, wel¬ che sich im ersten Theil ^uliriao lVlapx>l8 Zeo- ZrLpiiicis UillinstLe befinden. Nachsttche (nach gewöhnlicher Art) von der Vischerischen Charte ha¬ ben Homanu, Senter, und Weigel geliefert. Der Flachenraum dieser Provinz betragt 410 Quadrütmeilen. Die grösite Lange von Westeri nach Osten, das ist von der Ens bis hinter Altenburg beträgt Z2 Meilen, und die Breite von Süden nach Norden, das ist von Sämertng bis Nn die Theyä Zl Meilen. Die Grenzen des Landes sind gegen Nordest bie Theya , gegen Nordost die March / gegen Osten Ungarn, gegen Ostsüd die Leitha, gegen Süden der Sämering , gegen Südwest das Land vb der Ens, gegen Westen die Ens, und gegen Westnord die Theya und Zsper.' Die beträchtlichsten Gebirge in diesem Lande find: der Kahlenberg, der Sämering, Schnee¬ berg und der Oetscherberg; tzen letzteren hält man me den größten im Lande. Die beträchtlichstest Veogr. Handl», l Th!. D Gebirge in dieser Provinz liegen gegen Süden. Die größte Flache ist gegen Osten. Au den vor¬ züglichsten ebenen Theilen des Landes gehören: das Marchfeld, Minenfeld , Ipstrftld und Tulnerfeld. Die sogenannte Neustädterhaid ist heute unter dem Nahmen: Theresienftld, bekannt. Die Win» de sind im Lande sehr hansig, dis Luft ist mehr feucht als trocken, daran sind die vielen Wässer, welche das Land befeuchten, schuld, DaS Land hat einen einzigen schiffbaren Fluß, der ist , die Donau, die ihren Lauf van Westen nach Oste» hat. Bey Breitenstein theilt sie sich in zweh Arme, wovon sich einer südöstlich, und der andere nordöstlich wendet. Zu den vorzüg¬ lichsten Flüssen, welche sich in diesen, Lande mit der Donau vereinigen, gehören: die Ens, die Wien rc. Nicht bloß die Men, sondern überhaupt alle übrige Flüsse, alS: die Als, Trajen, Kamp rc. sind in sich unbedeutend, aber schauervoll sind ihre Verwüstungen, wenn sie die Grenzen ihres Bettes überschreiten, dieses geschieht gewöhnlich beyhäu» sigem Schnee, wenn er im frühen Herbste, da die Erdtheilchen noch nicht genug gefroren sind, dicht fallt, lange die Erde bedeckt,'die indessen immer mehr Wasser einsaugt, hierdurch die Oberfläche mehr erweicht, wodurch bey einfallendem Thau- wetter die Nasse noch mehr in die Erde dringt, kömmt in der Folge ein jäher oder anhaltender Sudwind hinzu, der nicht selten einen dichten Re¬ gen nach sich zieht, so gibt es die Natur, daß di« Unterirrdischen Wasssrguellen endlich mit Heftigkeit ausbrechen, und da der Fall dieser Vergwasser sehr hoch ist, so sind auch die Verwüstungen, welche sie stiften, schauervoll. Im gemeinen Leben werden dergleichen Wafferergiessungen einen, sogenannten Wolkenbruche zugeschriebm» Welch eine unge¬ heure beure Masse vom Wasser müßte nicht herabstür- stn, und von welcher Schwere müßte nicht solche styn, wenn dasselbe Baume auS der Wurzey Wissen, Hauser aus dem Grunde heben soll. Dee ^genannte Wolkenbruch (Schlagregen) öffnet die Bergwasserquellen , aber er macht für sich keine steberschwemmung, da es erwiesen ist, daß der hef- Eigste Schlagregen, ohne Zufluß eines Flußwas- str« / kaum die Höhe von zwey Schuh erreicht. Die Naturprodukte im Pflanzenreiche sind: Getreide (nicht im Ueberfluß) Hülsenfrüchte, Kü¬ chengewächse, (dis letzter» werden ungemein häuflz Um Wien erstell) Flachs > und Hanfbau ist unbe¬ deutend , wichtiger ist der Safranbau. Der unter« tnsische Safran ist seiner vorzüglichen Güte wegen allgemein geschätzt. Auch erzeugt das Land trefli- chcn Senf; Wein wird überflüßig gewonnen, so auch Obst- (Nach einem sehr mäßigen Anschlag betragt die Konsumtion deS Obst in Wien allein jährlich über i,ioc>,ovo Gulden)- Die Wal« Verträgen Eichen, Buchen, Erlen, Linden, Tan¬ nen. Hm Thiei-reiche zeichnet sich die Kühzucht, vorzüglich in der Gegend um Wien aus, wo auch vngemein viel Milch und Butter gewonnen uns «ach Wien zum Verkaufe gebracht werden. Au Dehsen ist Abgang, auch an Schweinen und Scha¬ ßen, obschon einige beträchtliche Schafhöfe in ei¬ nigen Gegenden zu ffnden sind. Die Pferdezucht könnte besser seyn. Bienenzucht liegt noch sehr danieder, und Seidenculkur kennt man noch wenig, sinter den Fischen zeichnen sich die Forellen aus, deren baS Laad sehr schmackhafte hat. Im Ml« veralreick) kommen vor: Gips, Marmor, Berg« °l, Salpeter, Steinkohlen, Ocher, Alaun, Mär- Al, Bley, etwas Silber, Kupfer, Eisen, Mar« vwr. Au den bekanntesten Gesundbrunnen gehöre D L tzle die in Baden (4 Meilen von Wien) gelegenen sunkbrunnen, dann der Gesundbrunnen zu Rodaun, Und Pierawart. DaS ganze Land wird in vier Viertel getheilt; sie nennen sich das Viertel ob dem Wienerwald, unter dein Wienerwald, ob dem Mannharköberg, und unter dem Mannharlsberg. Die ersternzwey liegen diesseit Und die andern zwey jensrit der Donau. Die zwey diesseit der Donau gelegenen Viertel machen den nördlichen Theil, und die jen- seit gelegenen den westlichen und ostsüdlichen Thetl deS Landes. Nach den 4 Vierteln ist das Land in vier Kreise und jeder derselben abermahl in drest Districte abgetheilt- Dle Volksmenge beläuft sich mit Inbegriff Wiens auf I,2ZO,O20 Seelen; die Miliz' und die Fremden sind nicht darunter begriffen. Die Ein- gebohrnen sind Deutsche« Wien hat fast alle Na¬ tionen. Die teutsche Sprache ist die herrschende. Unter dem hohen Adel ist in Wien noch die fran¬ zösische sehr im Schwung. Man spricht besser französisch als keuksch, seit etlichen Jahren legt man sich in Wien auch sehr auf die englische Sprache. Industrie behagt die Nation im Gan¬ zen noch nicht sehr, man wandelt noch so ziemlich auf dem Wege seiner Großväter fort. In Wien/ wo die Lebensbedürfnisse alle im hohen Preise ste¬ hen, und der Luxus, sein non plus nltrs hat, ist die Industrie, vielmehr Raffinerie, vorzüglich im Fache der Modewaaren, aufs höchste gespannt. Das Land zahlt Städte, darunter 19 lan- dessürstliche sind, dann 2ZÜ Märkte, darunter ir ' lau- s; landesfürstliche, ferner 4400 Dörfer , 6oo Schlösser Mrd !,6o Dominien. D'e Hauptstadt des Landes, und der sammtlichen östreichischen Provinzen ist Wien, sie ist zugleich der Sitz des teutschen Kai¬ sers und des Beherrschers der sammtlichen Staa¬ ten Oestreichs, Von den Landesgesetzen ist bereits in der Ein¬ leitung die Rede gewesen. Zur Verwaltung des Landes ist in Wien eine Regierung/ von welcher wtzt der Landesmarschall Chef ist. Derselben sind die Kreisämrer, Landge¬ richte , die Stadthaupnnannschaft, die Policeidi- rection, (womit die Policeidlrection in den Provin¬ zen vereinigt ist) die MildenstistungSoberdirection, Fabrickeninspeetion, die Magistrats und Orts, vbrigkeiten im politischen Fache untergeordnet» Im Iufiitzfache besteht ein Appellationsgericht, ein adeliches Gericht/ ein Mercantil - und Wech« selgericht. Die Skadtmagistrate und Ortsobrigkei. ten gehören in die Elaste her vermischten Behör¬ den. Die Kunstproducte deS Landes sind: Kattune, Eisen - Messing-Blech und Kupferwaaren , Hüte, Tuch/ seidene und leinene Tüchel, Wollenzeuge, Seidenzeuge , Seidenbander , seidene, leinene und wollene Strümpfe/ Stahl-und Galanteriewaaren, orientalische Maaren, Papier, PyrzeMn (vortrefli- ches) Spiegel, Perlen, Erdgeschirr , Evmpositions- waaren, Gold-Silber-und Eisendraht, Salmiak, Vitriol , Berlinerblau, Wundersalz - Frankfurter¬ schwarz, Blcyweiß, Blepstiften, Feld » Taschen¬ tuch Schubspiegel, Creuiortartari, Rrcanum DÜ« plicatum, Scheidewasser, Berggrün, Tapeten, Wachsleinwand, Weineßig, raffinirter Zucker/ Glas» DZ waa- 54 tvaaren, Fischbein/ Leber, Tobak, Tobakpfeif- fenkäpfe, Hemdbesatz rc. Die bctrachllichsien Ei»' fuhrariikel ans de» Erblanden sind: aus Ungarn: Getreide, Hafer, Heu, Hornvieh, Schweine, Pferde, Knoppern, Tobak, Wild, Federvieh, Küpser, Fische, Wach«, Honig, Wein, Potasche Alaun, Bley, Eisen, Strohdecken, Grünspann, Kobold, Obst, Schwefel, Braniwein , Vitriol, Liqueurs rc. Aus Böhmen: Leinwand, Zwirn, Wollenzeug, Tuch, Musselin, Glas, Hopsen, Mineralische Waffer, Tarlsbadener. Maaren, La, fenbälge, Strümpfe, Papier Spiegel, Feder¬ vieh, Wild, Fische, Blech, Musselin, Butter, Schmalz, Granaten, Zinn, musicaliscbe Instrumen- ke, Bücher rc. aus Mahren: Schmalz, Butter, Käs, Knoppern, Gallapfel, Wollenzeug, Tücher, Schwei¬ fe, Federvieh, Lsinwaaren, Steingeschirr, aus dem <.ande ob der Lus: Salz, Leinwand, Wollenzeuge, Zwirn, Bau-und Brennholz, Holzwaaren, Erd- gsschirr, Tisenwaaren, Fische, Mühl unhSchleif- sieine, Gchiesspulner, Obst, Manschester, Batist, Musselin rc. aus Tproi: Kupfer, rohe Seide, Hand¬ schuhe, Feuerstein^-, Castanien, Teppiche, Musselin, Käse, Wein, edle Früchte aus Srcrermark: rohe« Eisen, Stahl, Federvieh, vorzüglich Ka¬ paune:, Kattun, Musselin: aus Nannten; Gal¬ mei, Blsyweiss , Bleystisten, Tücher, Bley rc. aus Görz: Quecksilber - aus der ^nnbardic: Früch¬ te Käse, Seidemvaaren, rohe Seide rc. aus dnr Niederlanden: Tücher, Spitze, Leinwand, Zwine Menschenhaar, Käse rc. aus Galicien; Hornvieh, Potasche, Wachs, Honig, Pferde: aus Schle¬ sien: Leinwand, Zwirn, Batist, Musselin aus den Vorständen: Granaten, hölzerne Uhren, Genfer¬ uhren, Chrysialln aaren, re. aus Trieft: raf- ftnirter Zucker, Ligu-urs, Wachs, Limonien, Oel, Ceife, Piguetkarten, Wein. Die beträchtlichsten Ein- Einfuhrartikel aus fremden Staaten sind: rode Seide, Baumwolle , Schafwolle, Kaffee, Tbee, Zucker, Knvürz, Bücher, Borax, Salmiak, Oel, Apvthekerwaareu re. Der Haupthandel in dieser Provinz hat sei» nsn Sitz in Wien: er gründet sich aber größten- theils auf den Speditions - und Commisionshandel. Die Niederleaer, die unter Maximilian!. im r6ren Jahrhundert sich in Wien zu gründen, den Anfang gemacht haben, hatten Vormais den ganzen Handel, der blos pasiv getrieben worden, unter sich; nun sind ihrer noch 25; mehrer? werden nicht mehr zngelaffen. Das Großhandlergremium hat im Jahre 1774 seinen Anfang genommen. Wen« man die Einfuhr mit der Ausfuhr in Verhaltmß bringt, so zeigt sich ebenfalls, daß die Provinz in Rücksicht der Erblonde dis Bilanz des Vortheils wider sich hat, die sie aber bey fremden Staaten behauptet. Der stärkste Waareuzug geht nach dem Litorale und nach Norden. Die Hauptcommercial- straffen nehmen den Zug über Burkersdorf, nach Salz¬ burg,München re. überStammsrsdorsnachMahren, Schlesien, Pohlnnc. über Schwechat, nach Ungarn, Siebenbürgen, Slavonnnrc. über Lachsenburg, nach Ungarn, Kroatien, Moldau rc. über Neustadt, nach» Stcpermark,Triest rc. über Enzersdorf, nach Böhmen Sachsen. Auch die Fracht aufder Donau ist unge¬ mein beträchtlich mit jeder Woche kommen Schif¬ fe von Lauingen, Ulm, Regensburg und Passau an. Die herrschende Kirche ist die katholische. Ihr Oberhaupt ist der Erzbischof in Wien, der »wem Suffragane hat, wovon der eine zu St. Pölten (vormals Neustadt) und der andere z« Linz im Lande ob der Ens seinen Titz hat. Das ganze Land ist, wie bereits gesagt worden, in r D 4 Diöcesen §6 Diöcesen abgetbeilt. Zu der St. Pöltner« Diöces gehören die Viertel Oberwienerwald und Ober« mannhartsberg, und zu der Wiener - Diöces die Viertel Nnterwienerwald und llntermqnnharrsberg. Jede Diöces ist wieder in Decanate abgetheiit. Jeder Bischof hat sein eigenes Konsistorium, das Militär hat sein besonderes konsisiorium, wovon jetzt der Bischof zu St. Pölten das Präsidium hat. Zur Bildung angehender Seelsorger ist in Wien ejn Generalseminarium. Pfarren werden 879 gezahlt, darunter sind 175 Lokalkapellaneyen- Die protestantische Kirche hat in Wien zwey öf¬ fentliche Bethhäuser, deren eines auch die nichle unirten Griechen haben. Zur Bildung der Jugend in Wissenschaften ist in Wien eins Universität, die nun ein Alter pon 400 Jahren zählt; ferner die Josephinisch- medicinisch ' Chirurgische Academie; eine medi- cinisch - practische Lehrschule, eine Thierarzneyschu- le , ferner 6 Gymnasien , 1 Normalschn- le, und 900 Trivialschulen. Diesen Lehranstalten sind noch beyzusetzen: die in der Neustadt gelegene Milizacademie, ferner die in Wien befindliche Re¬ alhandlungsschule, Ingenieurschule , das Taub¬ stummeninstitut, Z Negimentsschulen. Die Nonnen der heil- Ursula in Wien halten Mädchenschulen, so wie die am Rennwege befindlichen Sa- lesianerinnen sich mit der Bildung des weiblichen Ge¬ schlechts gbgeben. Zur Bildung tüchtiger Lehre¬ rinnen für das weibliche Geschlecht hat Joseph II. ein Madchenpensiynat in Wien gestiftet. Der öf¬ fentlichen Bibliotheken gibt es zwey: als, dieHof- bibliothek, und die acadenusche Bibliothek. Dann dient auch zum öffentlichen Gebrauch das Hvfnatu- ralien-CMnet, das physische und mathematische 57 kabinet, und das Münzcabmet. Die in Wien vor dem Carnerkhor ini Belvedere gelegene Hofbile dergallerie steht angehenden Künstlern zum Gebrau¬ che offen. Im ganzen Lande Hegen: 5 Jnfanterisregi« Menter, Ein lCavallecieregiment, Ein Artilleriere- giment, g Grenadierbataillon , Ein Fnhrwesencorps, Ingenieur - und Sappeurcorps, und ein Pontoniers¬ bataillon. Die Fuselierreqimenter haben diese Werb- bezirke, als: Larl Toskana einen Theil des Ober« Mannhgrtsbergs, Acrdmand Toscana einen Thess des Viertels ttnternrqnnhartsberg, Preis das Vier¬ tel Untsrwienerwald, und die Freygründein Wien; Telktschmeiffer den westnordlichen Theil des Vier¬ tels Unterwiensrwald, sammt der Stadt und den Vorstädten Wiens; Pellegrini das Viertel Ober- wienerwald. Außer diesen z Regimentern haben auch die Regimenter Klebech und Langlois einige Werbbezirke in dieser Prosiuz, und zwar Lang- l§>is, den westlichen Theil des Viertels Obenvie- nerwald, und Rlebcck den südwestlichen Theil des ViertelObermannhartsberg. DasGeneralcvmmando sür das Land ob und unter der Ens, und für die Vorlande, wird seit dem Tode des Fürsten Carl von Lichtenstein, der zugleich Stadtkommen- dant von Wien war, indessen von dem Feldmar» schallieukenant Baron Terzi versehen. Die Monti- tungs, und Oeconomie-Hauptcommißion war vor. Mahls in Stockerau, rmn aber ist solche in Wie!, gm Nenuwege. Zur Versorgung der Armen, hat das Land: Mehrere Siechenhauser, dann Hauser für Unheilbare, bas! sogenannte Armeninstitut!, Findel - und Waisenhäuser. Für Kranke ist das in Wien gelege¬ ne allgemeineKranksnhauß geordnet, für Schwan? D 3 gere? gere das Geburtshaus, und für Wahnsinnige der Irrenthurm. Der Orden der barmherzigen Brü¬ der, und der Nonnen, der St, Elisabeth, haben die Verpflegung der Kranken, nach Verschiedenheit der Geschlechter, unter sich getheilt. Dis Weltpris- ster haben inWien ihr eigenes Spital, so wie dis Mi¬ liz, dessen herrliches Krankenhvspital in Wien, Vor dem Echottenchor gelegen, und ein stählerner Denkmal Joseph H. ist. Die Einkünfte dieser Provinz bestehen bis jetzt in der Dominiral - und Rustiralsieuer, Erbsteuer , Pferdesteuer-- in Mauchen, Accise - und Haus¬ steuer, Tvback-und Siegelgesäll. Die Gewerbe¬ steuer in Wien besteht auS 7 Elasten. In der ersten bezahlt man 70 , j» der aren 60 Jin der gten 50, in der 4ten Z5, in der Zten 2'5, ch der 6ten 15, und in der ?ten 10 fl. Hosdekretvom Zoren August 1784. Nun zu den vier Vierteln des Landes und den in jedem derselben gelegenen merkwürdigsten Flüsse, Berge, Städte, Markte, Pfarren re. Das Viertel unter dem Wienerwald grenzt gegen Osten an Ungarn ; gegen Süden aber« mahl an Steyermark; gegen Westen, an die CnS; ge¬ gen Westnord, an Böhmen und die Jsper; und gegen Norden an Mähren. Die Lage dieses Vier« nd u ist ostsüdlich, seine Länge betragt 74 Meilen telsdie Breite n Meilen. Der Kahlenberg ist das beträchtlichste Gebirg in diesem Kreise. Zit den schiffbaren Flüßen gehört die Donau, dieübri« gen Flüße sind die Ens, March, Wien, Fischa, Gchwachat, Leitha. In diesem Viertel ernährt sich ein großer Lheil der Einwohner vom Wein« bau, 59 bau, welcher vorzüglich gut in den gegen Süd ge¬ legenen Orren gerach. Der Feldbau wird am be¬ sten in der, gegen das Land ob der Ens gelegenen, Gegend getrieben. Der beste Safran wird zwischen Erlaf und Melk erzielt. Flachs wird bei Zwettel er¬ zielt. ImMienerwald wird vielBrennholz geschlagen, und nach Wien zum Verkaufe gebracht. Obst wird am häufigsten in den an der Donau grenzenden Gegenden erzielt , und Wirtels diese« Flußes nach Wien geliefert. Zn den bekanntesten Kunstproduc, ten dieses Viertels gehören: Kattuumanufakturen, eine Porzeüanfabrik, eine Spiegelfabrik , eine Feuergewelwfabrik, eine Sabel - und Küngenfa- hrik, Seidenwaarenmanufakturen. ac- (Man sehe den H. und Hl. Band der östreichifthen Staa- tcnkunde.) In diesem Viertel sind 6 Städte, 44 Mark¬ te, und Zi6 Dörfer , gelegen. Dasselbe wird in drey Bezirke abgetheilt- Diese sind: der Badner- Brucker - und Neustadtsrbezirk. Der Sitz des Kreisamtes ist in Traskirch. Hier folgen die Orte. Achuu, ein Pfarrdorf, int Badnerbezirk, im Landgerichte Neudorf. Altenbirrcs, im genieinen Leben Teuschalten- burg, ein Dorf mit einer laiidesfürstlichen Pfarre § Meilen von Wien an der Grenze gegen Ungarn. Aland, ein Pfarrdorf, im Landgerichte Bur¬ kersdorf. Allersdorf, ein Dorf - im Landgerichte MZrkenstein. Alsmannsdorf, eine Lokalcappellaney nach Atzgsrdyrf im Wiener Landgerichte. Bl' 60 Altenuiarkt , ein landsSfürstlicher Markt , mit einer Pfarre, südlich an der Grenze des Vier¬ tels ob dem Wienerwalde im Badncrdistricte, im Landgerichte Blirkersdorf. Arbesthal, eine Localkavellansy im Land« gerichte Trautmannsdorf im Dekanate Hainburg. Afpanct, ein landesfürstlicher Markt mit einer Pfarr, an der Grenze von Steyermark, im Neustadterdistricte, im Landgerichte Aspang. Angersdorf, ein Pfarrdorf - im Wiener < Landgericht. Au, ein Markt, wcstfndlich von Wien im Neustädter-Districte, im Landgerichte gleiches Rahmens. Auhof, eine landesfürstlichs Waldung mit einem Forstamte im Landgerichte Burkersdorf. Als-einFlufstämmtvonWestenans demDorn- bachcr Gebirg und fällt nördlich am Althanischen Grund in die Donau. Alfergasse, im gemeinen Leben Alstergasse, eine Vorstadt, im Burgfriden der Stadt Wien. Althanifchcr Grund , ein vor dem Schotten« thore in Wien am südlichen Ufer der Donau ge¬ legenes Dorf mit einem Bad. Baden, eine landesfürstliche Stadt mit ei¬ ner Pfarre und Dechantey, ; Meilen südlich von Wien, die hier gelegenen Gesundbrunnen, die häu¬ fig besucht werden, geben dem Orte den Nahmen. Hier ist ein Postwechsel und ein Forstamt. Der Ort zählt 254 Häuser und gehört in den Distrikt gleiches Rahmens. Baum Bauinssarten, ein Dorf mit einer Lokalkapek- laney, an der Strasse nach Burkersdorf, jm Landgerichte St- Veit. Belvedere, ein landesfürstlichee Sommer¬ palast mit einer ungemein seltnen Gemahldesamm- lung, in Wien am Nenmvege gelegen. Bertholdsdorf, ein landesfürstlicher Markt Mit einem Landgerichte, i Meile von Wien am Ge¬ birge, zwischen Nodaun und Brunn, im Badnerdi- strikte. In dieser Gegend sind viele Muller ansäßig. Bergt, ein Pfarrdorf, im Bruckerdistrict, im Hainburger Landgerichte. BöhmlschFartcrr, ein Dörfchen, im Land¬ gerichte Schwadorf. Arcirenfurth / eine Lokalkapellaney, nach Laab. Vrlchkcsütensteln, ein herrschaftliches Amt, im Landgerichte Gutenstein. Aricl, ein Dorf, L Meilen südlich von Wie«, im Gebirge, im Badnerdistrikteim Landge¬ richte Burgmedling, und Lichtenstein. Die Gegend ist eine der schönsten und reizendsten hey Wien. Die hier gelegene Lokalkapellaney gehört nach Med- ling. Brombcrg / em Pfarrdorf, im Landgerichte Stickelberg. Bruch an der Leitha , eine lanbesfurstliche Stadtmit einem Landgerichte. Die Stadt zahlt 290 Hauser und liegt östlich z Meilen von Wien- Brunn, ein Markt mit einer Pfarr, 1 Mei¬ le von Wien im Badnerdistrjtte, im Landgerichte Sich. 62 Fichtenstein. J« dreser Gegend wächst vortrefli- cher Wein, Brünnl, eins angenehme Gegend , westwärts von der Stadt Wien, in der Mse' gasse am Bache Als- Es befindet sich hier ein Badhaus. Burkersdorf, eine landesfürstliche Herr, schäft mit einem Landgerichte, 2 Meilen westlich von Wien. Hier ist der Siz des Waldamts; auch ist hier der erste Postwechsel von Wien in das Reich. In dieser Gegend ist em beträchtlicher Steinbruch; und im Orte selbst eine sehenswürdigs Baumwollspinnmaschine. Larinhbcrg, eine Herrschaft, im Landge* richte Aspang. Carlsdorf, ein Dorf, im Landgerichte Schwadorf. St. Corona , ei» Pfarrdorf im Dekanate Pottenstein. Danziger Mühl, Im Landgerichte Rohran. fDöbling:, ein Pfarrdorf drey Viertel Meile von Wien. Es wird in das obere und untere Gur abgetheilt. Das untere Gut ist ein Eigen- thum des Stifts Klosterneuburg. Zur Zeit der Weinlese ist der Ort sehr lebhaft. Es liegt im Badnerdistrikte. Dorbach, ein Dorf, im Landgerichte Rau« chenstein. Dörnbach, ein Fluß, dessen Lauf von We¬ sten nach Norden ist, bev dem Dorf HerrenalS nimmt erden Nahmen: Als, an. Dornbach, ein Pfarrdorf südwärts von Wien hinter Herrenals Iin Landgerichte Burkers¬ dorf, Das Dorf wird in das obere und untere 6z ^strt abgetheilt. Das letztere ist ein Eigsnthum des Stifts Gt. Peter in Salzburg, und das obere tzehsrt zu dem daselbst gelegenen Bergschloß Neu« Wald, welches em Eigenthmn des Feldmarschalls Grafen von Lacy ist. Der hier angelegte Gar« wn, ist als ein Meisterstück der Kuust, sehens- würdig. Dornb ach, bey heiligen Creuz, im Landge¬ richte Burkersdorf. Drevstarren, ein Pfarrdorf, lm Landgerich¬ te Fischau am Sreinfeld. Ebcnfurth, ein Städtchen mit einem Land bericht und Pfarr, im Bruckerdistrikt. Ebcrofastlncs, ein Dorf mlt einer Localkapel' laney, im Landgerichte Schwadorf. Hier ist die Von Trattnerische Papiermühle gelegen. Ebersdorf, ein Pfarrdorf. Die Herrschaft hat ihr eigenes Landgericht. Lbrcichsdorf, ein Pfarrdorf, westwärts am Kaltengang im Ncustädterdistricte im Landgerichte Seibersdorf. Hier ist eine ansehnliche Lattunmann- sackur. Edll'tz, ein Pfarrdorf im Landgericht Krum¬ bach. Lggendorf, ein Pfarrdorf, im Landgerichte Neustadt. Elenv, ein Pfarrdorf, in Landgericht Schwa¬ dorf Enzcrsdorf an der Fischa, ein Pfarrdorf. En- 64 Enzersdorf am Gebirge, ein Pfarrborfs im Landgericht Lichtenstein, südwärts von Wien. Enzcsfeld, ein Pfarrdorf im Landgerichte Raubenstein. Erdberxf, ein Pfarrdorf, innerhalb der M» nie von Wien. Fahrafeld, ein Kammergur, südwestwärts von Baden, an der Triesting, im Landgericht Mörkenstein- Feistritz/ eine Pfarr, im Landgerichte Äspangt Fcßelau, ein Schloß «nd Landgut des Gra» fen öoü Fries hinter Baden. In dieser Gegend wird viel Gyps gewonnen. Fischä, ein Fluß. Er wird in die große und kleine eingetheilt. Die große Fischa hat ihren Lauf von Süden nach Norden , wo sie ostwärts von Wien bestm Fischamend in die Donau fällt. Die kleine kömnst westwärts von Neustadt aus denk Gebirge und vereinigt sich mit der Leitha. Fischamend, rin fürstlich BathyanischerMarkt; 4 Meilen ostwärts von Wien. Hier ist ein Postwechsel, und die Straße nach Preßburg. Der Ort liegt im Bruckerdistricte / im Landgericht Schwadorf. Fischa», s- Vischaü. Furth, eine Pfarr, im Landgericht Märken» stein. Gaden, ein Psarrdorf rm Landgericht Rau» henstein. Ga- Gaden, ein Dorf, im Landgericht Fischau öm Steinfeld. , Gamfahren, ein Pfarrdorf, im Landgericht Möckenstein. Gallbrunn, ein Pfarrdorf, im Landgericht bchwadorf. Gersthof - eine Localkapellaney , im Landgericht Wiens. Ginseldorf, eine Localkapellaney, im Land¬ gericht Schönau. Gißbubel, eine Localkapellaney, im Land¬ gericht Burkersdorf. Glocknitz, ein Markt mit einer Probstsy, wo¬ von das Stift Vormbach im Besitz ist. Er liegt an der Poststrasse nach Gteyermark. südlich von Wien, im Landgericht Neunkirchen. Götzelbrunn, ein Pfarrdorf an der Strasse nach Fischamendim Landgericht Bruk an der Lei¬ tha. Grablcnnühl, auf dem Petersbach, im Landgericht Berrholdsdorf. Grillenberrr- einPfarrdorf, hinter Altenmarkt, tvestsüdlich von Wien im Badnerdistrikt im Land¬ gericht Mörkenstein. GrabenmancgI, im Landgericht Neuhaus. . GnnzmA, ein Pfarrdorf an der Strasse nach dem KaMenkerg bey Wien, im Bruckerdistrikl, i»i Landgencht Klosterneubürg, Der Wein gerath in dieser Gegend sehr gnt. Geogr.- Zandb. I. Thl. E Erün- 66 Grünbach, ein Pfarrdorf/ im Landgericht Kisckau am Sreinfeid. Gscheid, eine Lacalkapellaney, tm Landge- richt Aspang. Gumpendorf, eine Vorstadt in den Linien von Wien. Gnimpoldskirche / ein landesfiirstlicher Markt mit einem Landgericht südwärts von Wien an der Ponstrasse nach Neudorf im Baduerdistrikt. Die Wetngewächse in dieser Gegend gerochen sehr gut. Gunreramsdorf, ein Markt mit einem Land¬ gericht und einer iandesfürsilichen Pfarre südwärts von Wien anderPosistrasse nach Neudorf in Bad' nerdistcict. Gukcnsicm / ein Markt mit einem Landgericht, und Psarr. Gureuthal, im Landgericht Neubaus. Häbich, rin Dorf, im Landgericht Krum¬ bach. Hadersdorf, rin Dorf mit einem Schlosse, mit Weidling und Marienbrunn vereiniget , im Landgericht Burkersdorf. Besitzer der ganzen Herrschaft ist der Feldmarschall Baron Loudon- HafnerberF, eine Localkapellaney. Hamburgs eine landesfürstliche Stadt mit einem Landgerichte Wich von Wien an der Grenze gegen Ungarn im Bruckerdistrict Der Ort hat eine beträchtliche Tobakfabrik. Kallmannsdorf, im Landgericht Krumbach. Haß- 67 , Aaslau, ein Pfarrdorf, im Landgericht Aohrau. Haßbach, ein Pfarrdorf, in der Herrschatf Sehrsberg. Haitftl ssechS) außer der Marienhilferlinie / Landgericht Wiens. Heiligenkreuz, ein Pfarrdorf, mit einem an- «chnkichen Cistercienserstift, südwestwärts von Wien an der Poststraffe nach Traskirche». In dieser hegend ist ein Steinkohlenbruch, auch wird viel ^Yps, Kohlen, Pech rc. gewonnen. Heiligenstart, ein Pfarrdorf ' Meile , west« «ch von Dien hinter Döbling, im Landgericht Klo¬ sterneuburg. St. Helena ber, Baden, eine Localkapellaney« Hennersdorf, ein Pfarr, im Landgericht Leopolddorf. Herrenals, eiu Pfarrdorf, westlich von Wien im Bruckerdistrict, im Landgericht Wiens. Dieser Ort war vormahls, wegen des hier gelegenen Cak- varisberg , in der Fasten sehr besucht. Nun machen ihn das hier gelegene sehr ansehnliche Frauleinstift M>d verschiedene Fabriken, als eine Juchtenfabrikt, Bleywejßfabrik re. merkwürdig. Ketzendorf, ein landesfürstliches Landgut Mit einem Schlosse und Localkapellaney, südwärts von Wien, an dec Straffe nach Brunn am tsebjrge. . Hnnberct, ein landesfürstlicherMarkt, südwest- warts von Wie» an der Strasse »ach Lachsenburg m Landgericht Ebersdorf. Hier ist die Bnwardischk ^attunmcmnfactur. E 2 Hit« 68 Hitzing, im gemeinen LcbeU Mariakitzing - «In Kirchdorf Tine Mel!« von Wien ini Land» Gericht St. Veit. Der Src ist wegen des in dortiger Kirchs vorhandenen Marisnbilds, zu welchem vorzüglich in den Sonnnermonathen Wall¬ fahrten geschehen, bekannt. Hier ist eine Teppich- manufactur, dann dis Fabrick des Herrn PachS m Feld-Taschen, und Schubspiegel, wie auch Tobak- pfeifenköpfe, Hemdknöpfe. Höchneukirche, einPfüardorf, in Landgericht Krumbach. Hochwolkersdorf,ein Pfarrdorf, in derHerr- schäft Stickrlberg. Höskein, ein Pfarrdorf, ostwärts von Wim gn der Grenze gegen Ungarn, im Bruckcrdistrict im Landgericht Hainburg. Hollern, rin Psarrdorf, !m Landgericht Rohrau. Holletkamr, ein Markt mit einer Pfark, im in der Herrschaft Stückelberg. HönMraben, eine Gegend mit - Hausern rm Mienerwald, im Vruckerdistrict- Hornstein / ein Pfarrdvrf, ini Landgericht Mörkcnstein. Hnndsheim, ein Pfarrdorf, im Landgericht Hainburg. Hundschul'm, ein Landgut, mit einem Schlosse innerhalb der Linie von Wien vor dem Caruerthor. Hungelbrunn, ein Frepgrund, innerhalb der rinir von Wien, voli dem Carnerthor. Jasser- ILgergeil, sj« Frrygrund, gn der.Ostseite der Leopoldstadt. I-stll'tenmüh! außer Mooßbrunn, tmLand- -ericht Schwadorf. Inzersdot-f, ei» Pfarrdorf, im Landgericht Wiens. St. Johann, ein Pfarrdorf, südwärts von Neukirchen. IosephKberss, ein Zweig des Kahlenbergs, ivestnordwarts von Wien. Iofephstadt, ein Dorf, innerhalb der Linie von Wien vor dem Burgthore. RahlenbcrF, im gemeinen Leben, Kalkenbsrger- dsrfsl, ein Pfarrdorf, oberhalb Nußdorf am Fusse des Kahlenbergs , im Landgericht Klosterneuburg. Rshkenberxs, die bekannte Bergkette, die sich bis nach Kram gusdshnt. Das hier gelegene Kamaldulenkkoster haben Layen an sich gekauft, und in Sommerwohnungen umgeändert. Die hier ge« legens« Klosterkirche ist zu einer weltlichen Localkapel* laney erhoben worden, RMettleurgeben eine Lvcalkapellaney, ins Landgericht. Burkersdorf. Ralkfpnrg, eine Lvcalkapellaney, in Land» geeicht Mauer. Ralkshof, in der Herrschaft Starhemberg. Rasmacherhof, in der Herrschaft Götzendorf. Laltengang, ein Flüßchen, dessen Lauf westsüdfich ist; es vereinigt sich bey Schwachat mit »em Flusse gleiches NahmenS und kömmt mit ihm v»» ha in die Donau. E z Rayls« 7» Raizlsdorf, ein Pfarrdorf in Landgericht Burkersdorf. Rekkcnhof, die hiergelegene Graf Friesische Kattunmanufaetur, macht den Ort bekannt, wel» cher bey Schwuchat im Landgericht Ebersdorf liegt. Rirchau, ein Pfarrdorf, südwärts von Neun« kirchen. RirchbcrF, ein Markt mit einer Pfarr an der Wechsel, an dec Strasse nach Schotwien, im Neu» stadterdistrtckt. Att-chdühcl, ein Pfarrdorf, westwärts von Neustadt. Nirchschiag, ein Pfarrdorf, in, Landgericht Neustadt. , R!am, ein Pfarrdorf, im Landgericht Neun» kirchen. Lleinhaufci, im Landgericht Klosterneuburg. Mo sterneulmrst, eine landesfürstliche,i Stadt M't einemLandgerjcht, 2 Mesten, westlich von Wien im B-uckerdistrikt. Dec Orr ist merkwürdig wegen deS hier gelegenen ansehnlichen lakeranensischenChorber» ren- Itists, welches mit einer merkwürdigen Biblio¬ thek und ander Seltenheiten pranget. Unter den Chorherren befinden nch vicks aufgeklärte Männer. Der Ork har eineZucksrraffinerie, welche sich immer mehr ihrer Äoükommniheit nähert. Auch sind in dieser Gegend sehr gute Weingewächse. Die Stadt wird in die obere und untere abgetheilt, und jede hat ihre eigene Pfarre. Im Jahr 1785 hatte Kl strrirsuburq 45b Häuser und mit Inbegriff der Gei klich m 4026 Seelen gezählt. Hier liegt apch eiu Pontonier. Bataillon und am nördlichen Ufte d er Lyuau ist eiu btträchlltcher Schlffwevft. Rsttlngbr-mm / ein Pfarrdorf, im Land« gerichr'Nauhenstein. Rramchbcrcf, eine Localkapellaney, im kand« geeicht Neunkirchen. Reitzendorf, ein Pfarrdvrf, im Landgericht Klosterneuburg. Rrumbach, ein Markt, mit einem Landgericht Und Pfarr südlich von Wien am Hlnsse gleiches Nah« Wens an der Grenze gegen Stcyermark im Neustäd- kerdistrikt. Rührlinger Bach entspringt im nordwestliche« Gebirge des Wienerwaldes im so genannten Ziegel» Moos, und Windischhülten, und nimmt seine» kauf nach dem so genannten Dvctorbof, von da nach dem Dorfe Kahrling oder Kierling, kömmt durch ein enges Thal nach Klosterneuburg , wo er die obere Aadt von der unteren scheidet und sich in die Donau ergießt- Er erhält Zuflüsse von den Bä¬ chen Hagersftld, Hagenthal rc. Laab, «in Pfarrdorf mit einem Gesund» brunnen, südwestwärts von Wien an der jÄtraße nach Nadaun , km Badncrdistrikc, Each, ein Pfaardorf, in Landgericht Leopolds« dorf. Lachfenbnrcf, ein Markt mit einer landesfürst» liehen Pfan-, Eine Meile, südwestwärts von Wie« an der Postjlrasse nach Oedenburg im Brukerdi« strikt. Der Ort ist merkwürdig wegen des hier ge¬ legenen landssfürstlichen kustwaldes und Schloß. 'Hier ist der erste Postwechse! von Wien nach Oedeg« bürg und der Sitz dee.landesfürstlichenFalkurrey. Lainz, eine Localkapellanry, im Landgericht St. Veit. F 4' Liepm- Landstrasse , kine Vorstadt, inner der Linst von Wien vor dem Dtubenthvr. Lanzendorf, an der Grasse nachMedling, hat fest eine eigene Pfarre, welche das dort gelegene Franciscanerkiostkr zu versehen bat. Zu dieser Kirche wird wegen des darin befindlichen Marien« kildes so wohl von Wien, als auch avs andern Gegenden häufig gewallfahrtet und befördert daher in dieser Gegend den Umlauf des Geldes sehr. St. Laurenz, ein Pfarrdorf. Laurenzencsrund, innerhalb der Linie von Wien zwischen Matzeldorf und Hungelbrunn vor dem Eariierthor. Leitha, (die) ein Fluß. Er kämmt anS dem südlichen Gebirge, und bezieht sich bey Hol¬ lern in die Donau- Lembach, eine Localkpellaney, in Landgreicht Neustadt. Leopoldstadt, eine Berstadt an der Nordseite der Stadt Wien. Lerchcnfcld , (das alte ) ein Freygrund inner der Linie von Wien, im Landgericht Wiens. L'chtenech', ein Psarrdorf, in Landgericht Neuhaus- Lichtenstein, ein Bergschloß des Barn von Penkl-r, südwärts von Wien an der Strasse nach Et zerSdorf, im Badnerdistrickt. Der Ort hat fine Mußelinmanufaktur. Lichrenchal, ein Freygrund, inner der Linie hon Wien. Lichten» Lichrenwerd, ein Pfarrdorf osisndlich von Aren an der Grenze von Ungarn, im Landgericht Neustadt. Liesing ein Localkapellaney, im Landgericht Wiens. Lindaurifchcr Hof, Ley Kalkspurg/ im Land« Michi Berrholdsdorf. Loibersdorf, ein Psarrdorf, im Landgerichte Aspang. Magdalencngrund, ein Freygrnnd, innerhalb der Linie von Wien vor dem Carnerrhor. Mannersdorf, die hier gelegner Schwarz- leithncrische Lionische Waarenfabrik macht jezt dm Orr bekannt. Mannsrverd, ein Pfarrdorf, in Landgericht Ebersdorf. Margarethen an Mooß, einPfarrdorfin Land' gut mit einem Landgericht Margarethen an derWien einFreygrund,mit einem Schloß und BrauhtmS inner der Linie von Wien vordem Carnerrhor. Marienbrunn, eine Pfarr an der Strasse stach Burkersdorf. Marinschurz an Samering, ein Pfarrdorf. Mariencell, ein Pfarrdorf. Matzcldorf, ein Pfarrdorf, innerhalb der Linie von Wien vor dem Carnerrhor. Marzendorf, ein Pfarrdorf. E S 78^ nach St. Pulten übersetzt, und die Dvmkircne ja eine Probstcy umgeandert, wel' cher als erster Probst Ildepbvns Schmidbauer vormabligsr Prälat des lateranenstschen Cher' tzerrenstiftßzu St, Pölten, vorsteht. In Neustadt befindet stch noch ein Pramonftralenserstift, und ei» ue Rttterkoinmendr. Die Stadt hat zwcy Pfarc« kirche, die eine zu. u. L. Frau, und die andere zur H. Dreyeinigkeil genannt. Die letztere wird vo» dem da gelegenen Pramvnstratenserstjft versehen- Der Ort zahlt üNr Zzo Häuser. Ncristädtcrhaid, stehe Therestenftld. Nenstift, ein Freygrund, innerhalb der Linie Wiens, Neustifr, ein Pfarrdorf, nordwestwärts VoN Wien, in Landgericht Klosterneuburg. NeuwalSeck, ein sehenswürdiges Bergschloß des Feldmarschalls Grafen von Lacy, westwärts von Wien im Gebirge, in Landgericht Burkers« dorf. Niclosdorf, ein Dorf, innerhalb der Linit von Wien vor dem Carnerthor. Nußdorf, ein Pfarrdorf westlich von Wie» an der Donau , in Landgericht Klosterneuburg« Vberrvaltersdorf, ein Landgut mit eine!» Landgericht, und Pfacr an der Piesting. McnuFdorf, ein Landgericht Aspang. Vmann« Gmarmi'schc M'-hl, 'Im Landgricht Schwa» °vrf. 'E Vtragcing, ein Flüßchen , welches seiness' ^uf ans dem westlichen Gebirge nimmt, nach "erchenleld stck) begibt, wo es sich hinter dem so» Scannten Getreidemarkt mir der Wien vereinigt. Gttagrmg, ein Pfarrdorf in Landgericht Wiens Z Meile westlich von Wien an Kahlen- berg. Die Gegend hat gute Aeingswächse. Payerbach, (Bayerbach) eiu Pfarrdorf an ^r Schwarza. Penzing, ein Pfarrdorf lf Meile südwärts Wim an der Strasse nach Burkersdorf im Badnerdistrikt, in Landgericht St. Veit. Hier m eine beträchtliche Seidenbandmanufactur. pcrnitz - ein Pfarrdorf südwestlich von Wien, im Badnerdistrikt im Landgereicht Mör» kensteim In dieser Gegend werden viele Kohlest Sebrannt, und Bretter geschnitten Petrone!, ein Markt mit einem Landgericht Und Pfarr, 8 Meilen ostwärts von Wien an der Grenze nach Ungarn. St. Peter im Neuwald, «ine.Locakapellaney. Pfafstattcn, ein Pfarrdorf, an der Stras¬ se nach Baden- inr Landgericht Truman. Peefting, ein Fluß, der aus dem westlichen Gebirge von Wien hinter Gutenstein kommt, Und seinen Lauf nördlich nach Loibersdorf nimmt, vber dehi Markte Th-.stenan theilr er sich in zwey lPme, davon einer sich westnordlich dehnt und "u Nahmen Kaltengang anMmmt; von hier ist "u Lauf nach Himberg, wo sich die Trinums 'Ut ihm vereinigt, bey Schwächst verbindet er 78 er sich mir dem Flusse gleiches Rahmens. Dee andere Arm dehnt sich ostnordlich, und vereinigt sich bey Gramatneuiiedri mit der Fischa. Piesting, ein Pfarrdorf. piscbeldorf ( Büscheldorf ) ein Dorf, im Landgericht Schwadorf. porcndorf, ein Markt mit einem Landge- gericht, südwestwärts von Wien gegen Ebersurth im Brnckerdistrikt. Porenstein, (Bodensiein) ein Markt süd< tvärts von Baden im Distrikt gleiches Rahmens im Landgericht Mörkenstein. Hier ist eine ansehn- liche Klingenfabrik. In dieser Gegend sind sehr viele Kohlenbrenner angesessen. Pottschach, ein Pfarrdorf, im Landgerichte Neunkirchen. pönelsdorf, eine Localkapellaney hinter Weinhaus. Prater ( der ) eine beträchtliche Donauinsel; liegt nordöstlich hinter der Leopoldstadt »nd macht einen Theil der Iagerzeil aus. prein, ein Pfarrdorf. Preßbaum, ein Pfarrdorf, hinter Bur¬ kersdorf. Piigles, eia Pfarrdorf. Puchbcrg, ein Pfarrdorf. Putten, ein Pfarrdvrf, im Landgerichte Neu¬ stadt. ^»tt, ein Pfarrdorf westwärts vonGlocklntz- Ra- 79 RoVarrir, ein Dorf mit einem Schloß wo. b»n Graf Fuchs Besitzer ist, i Meile westsüdlich von Wien am Gebirge, zwischen Berthvlsdorf und ^Esprrrg am Badnerdistrikt im Landgereicht Ber- choldsdorf. Der Ort hat einen Gesundbrunnen ^r hünsiq besucht wird: seit kurzen ist eine Sal« "stakfabrik daselbst angelegt worden. In dem da Telegenen Gebirge findet man Marmor. Rauhcnsiem, ein Landgut mir einem Schloß Und Landgericht, dicht an der Stadt Baden im Distrikte gleiches Rahmens. Der Besitzer dieser Herrschaft ist Baron von Doblhoff. In dieser Gegend bricht schönen Marmor. Ralthcnrvart, «in Pfarrdvrf im Landge¬ richt Schwaborf. Rcgelsbrunn, eine Localkapellaney , im Ogndgerich Haindurg. Rcindöifel, ein gräflich Maraviglisches Dorf mit einer Pfarr Meile ostsüdlich von Nien. Die Einivohner leben größten theils bon der Viehzucht und dem Grrtengrund. Rciftnbcrg, ein Pfarrdorf im Landgericht Reibersdorf. Reismarkr, ein Lvcalkapellaneh südwärts Baden. Rennwcg, eine Vorstadt innerhalb der Li. "i- von Wien. , Rlcvct bcrg, hinter Burkersdorf und Gab- 24 Meile westlich von Wien. Dieser Berg die Grenze zwischen den Vierteln unter und ob ^kti, Wicnerwaid an der westlichen Seite von Wien. Rohr, ein Pfarrdorf, im Landgericht Gu« "ustrin. 8S Rohrau, ein Markt mit einem Landgericht lind einer Pfarr, östlich von Wien oberhalb Bruk an der Leitha im Brukerdisiril. Die Herrschaft hat den Titel einer Baronie und ist ein Majorat« gut des gräflichen Hauses Harrach. Roßau ein Dorf, innerhalb der Linie vou Wien. Rochchof, innerhalb der Linie von Wien vor dem Burglhor. Salcnau, ein Markt mit einer Pfarr an der Posistraffe nach Neustadt, im Distrikte gleiches Rahmens. Sarasborf, eine Localkapellaney, hinter Stücksneusidel, an der Leitha. Schafflcrhof, im Landgericht Leopoldsdorf- Schaflerhof, im Landgericht Tribenweikel. Echarndorf, ein Pfarrdorf, in der Herr« schäft Nohrau. Echanzensiein, im Landgericht Neuhaus. Schciblingkirchc, ein Pfarrfdorf, im Land¬ gericht Aspang. Scherrcndorf, im Landgericht Häinburg. Scheuhenstem, ein Pfarrdorf, im Landge¬ richt Fifchau. Schneeberg, ein hohes steiles Gcbirg, west¬ südlich von Wien ander Straffe nach dem Sämering im Neustadterdistrikt. Er macht die Gtenze des Viertels unter dem Wienerwalde gegen Steyer- mark,Dieses Gebirg ist reichhaltig an aroma¬ tischen Kräutern. Schäffern, ein Psarrdorf. Echönsu, ein P farrdorf und Landgericht. . Schönbniiiin, ein landesknrstliches Lust« m)Iof , F Meile» südwestwärts von Wien. Der hier herrlich angelegte Lustwaid, der Thier« bürten, die Menagerie und das Glorien, sind Ichenswnrdige Dinge. . Schäncshrün»/ ein Dorf, iin Landgericht Hainburg. Schottwicn, (auch Z-chaidwien,) ei» Mar^t W einer Pfarr ani Fusse des ATne'-ings, ic» teilen von Wien, ini Neunädterdstirikt im Land¬ gericht Neunkirchen. Hier ist der legre unterense« Zische Postwechsel an der Ztrasse nach Freyer« idark. In dieser Gegend u ird hau^'q Gnps ge« (^nnen, auch sind schöne Marmorbrüche vorhant den, . Schwachs, ein Flnk , welcher seinen Ür^ wrung im westssidlichen tUebirgs non Wien hat' Er nihmk seinen Lauf nach Naukenstein und Ba^ den ,von hier wendet er sich ostavrdlich nach Lach^ senbnrg, vermischt sich oberhalb Langeudors ini^ dem Kaltengang. tbeilt sich zwischen Ebersdorf U»d ZwLlfa ing in zween Ärmb und begibt sich °ch MannswerV in di? Donau. Schwächst, ein Markt mit einer Pfarr- ^ilich^a Meilen von Wien an der Ttrasse nach ch>gan> mit einem Postwechstl, im Brukerdijirikt '»r Landgerichte Ebersdotf. Man lebe Thurnimühl. Schwaders, ( Schwanndoch) ein Pfarrdorf, ludonwLcts von Wien. Die Herrschaft hat iHv ^gnes Landgericht. , Schwarza, ein Pfarrdorf, im Landgericht "Utknstxjn. Schwsrzstt, ein Markt mit einer Pfarr, ^estsndiich von Wien, dicht an der Grenze deS Geogr. Ksn dH. l. Lhi. F Vier> Lr Mertels ob dem Wienerwald Im Landgericht Neu» siadt. Schwarzenbach, ein Markt mit einem Landgericht und Pfarr, ostsüdlich von Wien «N der Grenze gegen Ungarn. SainermA, ein sehr hohes und steiles Ger birg, die bekannte Scheidewand zwischen dem kam de unter der Ens und Steyermark. Die hier gelegene Strasse hat Kaiser Karl VI. im Jahr 1728 mit beträchtlichen Kosten Herstellen lassen- Scheustem, eine Localkapellaney, hinterNett» stadt an der Trafen. Die Herrschaft , ein Eigen» thum des Herrn Grafen von Pergen, hat ihr ei' genes Landgericht. Seibersdorf, ein Pfarrdorf. Die Herr» schäft hat ihr eigenes Landgericht. Sicbenbrunnenwicsc, innerhalb der Linie voll Wien vor dem Carnerthor. Srcbcnhi'rten, eine Localkapeklaney hinter dem Wienerberg, an der Poststrasse nach Traiskirchen- Gicchenals, eine Gegend innerhalb der Lststr von Wien gegen die Wahringerlinie. SimonniF, im gemeinen Leben Simering, ei» Pfarrdorf, östlich r M"ile von Wien an der Post' straffe nach Schwächst. Hier ist eine BierbrcM' erey. Siverinff, ein Pfarrdorf, wird in das ober? und untere, abgecheilt- Seine Lage von Wien ist nordöstlich am Gebirge, im Landgericht Kloster' Neuburg. Sirrendorf, (Siegendorf) eineLocalkapellaneh, im Landgericht Rauhensteiu. Sooß / Sooß, eine Localkapellaney, im Landgericht Ba» SprtalberA, ein Freygrund, innerhalb dev «nie von Wien vor dem Burglhor. Stein am Brücke!, eine Localkapellaney, im ^andgerichr^Rauhenstein. Strxneusicdel, rin Pfarrdorf, im Landgericht -Lrautmannsdorf. . Sulz, eine Localkapellaney, im Landgericht Burkersdorf Sumarem, am Leithaberg, e'ne Marktpfarr, dieser Gegend ist ein beträchtlicher Steinbruch, StrozifcherAruttd innerhalb der Linie von Wien vor dem Vurgthor. Talling, ein Hof mit 6. Häusern, im Land¬ gericht, Gumpoldskirchen. Tattendorf, (Tetendorf) ein Pfarrdorf hin» ter^Traiskirchen. Thercsienfeld, ein landesfürstlicher Markt mit einer Pfarre, südlich von Wien an der Poststrasse nach Neustadt, zwischen Salenau und Neustadtim Neustadterdistrikt. Im Jahre 176z wurde die Gegend, die vormahls den Nahmen Neustadterhaid hatte und ganz unculiivirt war, auf Veranlassung der höchstseligen Monarchinn Maria Theresia einee Kolonie aus Tyrol zur Eultur eingeraumt. Hier ist eine Waid » Plantage. Thcrnberg, (Dörnberg) ein Pfarrdorf HIM Neunkirchen. Teutfchbrobcrd orf, ein Pfarrdorf. Tratükirche, auch Draßkirchen , ein Markt, Landgericht, und Pf-"r , 2 Meilen süd» Worts von Wien. Hier ist der Sitz des Kreisamt» F 2 des «4 des Mettels unter den Wienerwald, und auch der Postwechsel zwischen Wien und Neustadt- Dcr Furft von Auersperg unterhalt hier eine ansehnliche Sei- denflormanufaktur. Tdurininühlc , ein Mülststech, bey dem Markt Schwachat, im Bruckerdistriete. Dieser Ort macht die bereits in das Loste Icchx stier gelegene beträchtliche Kattunmanufaclur merkwürdig; mau nennt sie im gemeinen Leben die Schwachatafabrik- Trautmannsdorf, ein Markt, und Pfarr, Z Meilen ostsüdwärts von Wien, an der Posistrasse nach Ungarn im Brucknerdistrikt. Die Herrschaft, ein Eigenlstum des Fürsten Bathyauy, hat ihr ei¬ genes Landgericht. Tncbenwinkel, (Trübeswinkel) ein Pfarr¬ dorf , mit einem Schloß und Landgericht, west¬ wärts der Posistrasse Lravkirchen. Tricstmkt, ein Fluß, welcher seinen Ursprung westlich von Wien bey Kaumberq im Gebirge au der Grenze des Viertels ob dem Wienerwalde hat; sein Lauf ist nördlich nach Podenstejn , Loi¬ bersdorf, Fesselau, und vermischt sich bey dem Markte Himberg mit dem Kaltengang. Trumann, ein Schloß Pfarr und Landgericht, ostwärts der Posistrasse hinter TraSkirchen. St. U'rlch ober« und untern Gutes, ein Frey« -gründ innerhalb der Linie von Wie». Unrerrvaldcrsdorf, ein Markt mit einer Pfarre im Landgericht Seibersdorf. Die Herr¬ schaft .hat den Lite! einer Baronie, St St. Valentin, ein Pfarrdorf'au der Posi- strasse nach Neunkirchen. Et. Veit, ein Pfarrdorf mit einem ansehn¬ lichen Bergschloß und Landgericht an der Mim hinter Hitzing- St, Veit an der Triesting, ein Pfarrdorf. vischau. (Fischau) ein Pfarrdorf. Die Herr- fchcift hat ihr eigenes Landgericht. vöfendorf. ein Pfarrdorf im Landgericht Mens. Waring, ein Pfarrdorf nut Zoo Haufern festlich von Wien, dieEinwohnsr leben '.meistens vom' Weinbau. Hier ist eine Wachsfabrik. Der Ort hat ansehnliche Hauser und wird im Sommersehe häufig besucht. w armgergasse, eine Vorstadt innerhalb her Linie von Wien vor dem Schvltenthor. Waldeck, ein Pfarrdorf, westwärts des The« resienfeldes. Waldhütte , mit 228 Hausern, in Wiener- ^ald, im Landgericht Burkersdorf- . walpcrsbach, eine Localkapellaney, hinter Neustadt. . wampcrsdorf, eine Localkapellaney, im Landgericht Potenstein. , - , Weidling, einPfarrdorf, wovon das'Ehor« ^rrensiift Klosterneuburg Besitzer 'st. Weidmannsdsrf, ein Pfarrdorf. F,3 weid- 86 wttdlingerbach, dieser hat seine Queör rückwärts des Kahlenbergs , am Gebirge, wo er zwischen dem K. Hirschbergen und sogenannten M' rath Bosnischen Gebiethe bervorkömmt. Er strömer an der sogenannten Zackelbrücke vorüber, und nacb' dem er zween Meilen jurückgelegt hat, kömmt er in das DorfWeidling. Hier nimmt erden sogenann' ten Rothgräbernbach , der von der Kührlingerseite kömmt, auf,strömmt von da nach Klosterneuburg vnd fallt bey dem hier gelegenen Zimmerwerfte die Donau. weigelsdorf, ein Pfarrdorf, hinter Mir' kendorf. weikersdorf, ein Pfarrdorf, im Landgericht Fischau. Weinberg, in der Herrschaft Froßdorf, b" kandgerichr Neustadt. weißssärber, eine Vorstadt , innerhalb Linie von Wien yor dem Theresienrhor, Wieden eine Vorstadt, innerhalb der Linie Wien vor dem Carnerthor. Wien, der Fluß. Er kömmt aus dem Wien westsüdlich gelegenen Wienerwald, wo er " Gebirge seine Quellen hat. Der südliche Lauf dv ses Flußes geht nach dem Dorfe Preßbaum durch ein rauhes Thal nach Burkersdorf; der wei liche Lauf dieses Flußes ist nach Gablitz und o da nach Burkersdorf. Hier vereinigen sich aj, beyden Wasser in eines, dessen Lanf in krummer nie nach Wien gerichtet ist, wo sich der Fluß der ss genannten Weißgarberbrücke in ge aber u in die Donau ergießt. Die Orte, weiche er r Burkersdorf bis Wien bestreicht, sind der AmM Hak« »7 Haking, St» Veit, Lainz, Hitzing, Schänbrun» nen, Meidling, Hundsthurm, Margarethen, Rein¬ prechtsdorf , die Wieden an der westlichen Seite Meidling, Maricnbrunnen, Hütteldorf, Penzing, Reindörfel, Gumlendorf Magdalenengrund, und der am westlichen Ufer dieses Flußes gelegene Grund der so wie an der Ostseite mit ihr gleichen Nahmen hat. Die Flüsse, die sich mit ihr vereinigen sind, bey Marienbrunnen der Mauerbach, bey Hütteldorf der Halterbach, und bey Wien der Ottagringerbach. Im Jahr :74t am 6te Juny wurden die Zuflüße welche die Wien aus den Bergwässern erhält ge- sperret. IVien, ein Grund innerhalb der Linie von Wien. Dvicn, die Stadt liegt im Viertel unter dem Wisnerwald in dem gemässigten Himmelsstriche, nämlich unter dem 48 Grad 22 Min. nördlicher Breite , und dem 40 grad der Lange, wenn man den ersten Meridian in die Insel Palma setzt. Sie ist Madrid zcH, Paris 198, von konstanrinopel, 27z, von London 27, Nom i2i, Amsterdam 142, St. Petersburg 244, Floren; 14^, Neapel 22z, Ganover isz , Berlin 80, Dresden üs, München 54, Venedig 99, und Mannheim 94 Postmeilen ent¬ fernt. Eine umständliche Nachricht von Wien in Ganzen und allen seinen Theilen gibt das Werk, wel¬ ches in Jahr 1787 unter dem Titsi: Wiens gegen¬ wärtiger Zustand — aus Licht trat. V^icncrhci bergt, ein Pfarrdorf östlich Vos Wien an der Fiscba im Bruckerdistrikt im Land¬ gericht Schwadorf. wienerroald (der). Er nimmt nordwärts von Wien hinter dem Kahlenberg seinen Anfang, dehnt sich nach Klosterneuburg, Weidling, Kuhr« bg ling, Dornback , wendet sich von hier westlich nach Sf. Andra, Lulnerbach, Abstättenvon hier ist sein? Ausdehnung g'gen Ssiden bis hinter ^aum« berg, und von da snd'.vesthch bis hinter Linienfeld, st-'N "Zuffersdotf ist seine Ausdehnung westsüdiick bis hinter dem S6,neeberg. Der Waid ist an Rrsnn« hok; sehr reichhaltig. Der größere Theil des Waldes ist land-Mrstiich Die Waidbauern, im gem?'-?!' L bea Waldhüi'ster, leben von der Vieh« zrrchr , Ho'zhauen , Bretrschneid-n , Kohlen « nrd Kal-st' en e r. A;>s diesem Walde werden jährlich 20,7"-r> Kkftf!- Brennhoi; auf die Äaiserstatle nach Wien geliefert. eine Vorstadt innerhalb der Linie Wiens vor dem Burgtbore. PViesni-rr, ein Pfarrdors, im Landgerichte Neustadt. Mvjfsr'ial, Tckloß , Landgericht, und Pfarrdvrf, an der Poststraffe nach Preßburg. V)'ffcrsd'mf, eine Lokaieapellaney/im Land« gerechte Merkmstrtn, w^osin-d, eins Lokalcapellauey, im Land« gerichre Mffkenstein. w ' Dlcmsdorf, ein Pfarrdorf, im Land¬ gericht Trauttnaniisdvrf. wüt-flach, eine Lokalcapellaney, im Land« gerichr ^ischau. Zülingdorf, ei« Markt, mit einem Landge« richle, und einer Pfarre. Zißhof, in der Herrschaft Gieissenfeld im L«ndgericht APang. Zö- 89 ZZbern, (Schar) ein Psarrdorf, im Land» Gerichte Asbach. Zcvc^erdorf, im Landgericht Fischau. Zwbssaxinss, eine Lokalkapellan ey, im Land» Stricht Ebersdorf. Ob dem Wienerwald. Dieses Viertel grenzt gegen Norden: am Obermann« Hartsberg, ost ich: am Unterwienerwald, südlich: Al Steyermark, und westlich: an das ^and ob der Ens. Die vonüqlichsien Gebirge, in diesem Vier- te! sind: qegm Stryermark: der Oetscher, das Eesthgjd, A waberg Iosephsberg rc. Zu den Flüsse.!- welche es durchströmmen, gehören: die Do« »au Trafen, Ens, Ips, Erlas, rc. Die Ein» idohner leben g'ößtentheils vom Feldbau, und der Viehzucht. Der Weinbau wird in der Gegend lim Greifenstein, Königstatten, Tulbing, Baum« Zarten rc. getrieben. Die besten Weingewächse in diesem Viertel, sind um Tulbing, Greisenstein, Und Köniqstalten. Die Ertragnis; des Weinbaues idird auf i6z,Zoi st. geschätzt. In der so genann- itn Eisenwurzen werden viele Eisenwaaren fabri- fitt, daS rohe Eisen kömmt aus Steyermark, Die beträchtlichsten Waldungen in diesem Viertel "nd bey Kaumberg, Lilienfeld, Gaming rc. sie ^halten Buchen, Fichten, Erlen, Linden, Tan« !^n rc. Man schätzt ihren Ertrag auf 145,619 fl. Der Feldbau ist in diesem Viertel beträchtlicher, m unter Wienerwald, da der Ertrag desselben u dem letzteren Viertel auf 1,^22,694 st. hingegen dem ersteren auf 1,786^72 fl. angeschlagen wird, ch' diesem Viertel ist eine Kattmimanufactur und E'Ne Erdgeschirrfabrik. Der Städte sind, 6 Märk» 62, Dörfer 2iZl. Die dreh Districre, in F 5 welche welche das Viertel getheilt ist, sind der Tulnerdi' strikt, St. Pöltnerdistrikt, und Ipserdistrikt. Irr Sitz deS Kreisamtes ist zu St. Pölten. Hier fol' §en die Orte: Abbrantirmhl, unter dem Verwaltearmt St- Leonard am Forst. Aggsbacb, eine Localkapellaney, westwärts von Wien, am östlichen Ufer der Donau Alhartsbcrg, ein Pfarrdorf, im Landgt« richt Gleiß. Alrenlcngbach, ein Pfarrdorf. Zlmbach, ein Dvrfim Landgericht Trasmauet. 2kbstarren, ein Pfarrdorf, westnordlich vo» Wien, an der Straffe nach St. Pölten, im Land' gericht Neulengbach. ?cmstatten, ein Markt in der Eisenwurzen- z.6 Meilen, westnordlich von Wien, an der Stral' ss nach Linz, im Tulner 'Distrikt, im Landgericht Seissenek. Hier ist der Postwechsel zwischen K?' Melbach und dem Strengbcrg. Sr. 2lndrä, ein erloschenes lateranensiMs Ehorherrenstift St. Augustins, 8 Meilen west' warts von Wim. Sr. Andrä , an der Trafen, ein Pfarrdorf St. Audra, im Hagenthal, ein Markt einer Pfarr, westnordlich von Wien. AnnaberF, ein hoher Berg , Mest^ wesisndhch von Wien, hinter Linienfeld und uitz, an der Poststraffe nach Marienzell , im Pöltner Distrikt, im Landgericht Lilienfeld. tL-r Stugde von hier ist das bekannte Silberbergwen > welches im Jahr 1754 durch den Wirth a» Anna« sr Annaberg entdeckt worden Ist. In dieser Gegend fin» det sich auch schwarzgrauer Marmor, Galmey rr. Hier ist der Postwechsel zwischen Dürrnitz und Marienzell. St. Anron, in der Iaßnitz, eine Lokalcapel» «aney. Anzbach, ein Pfarrdors, am Wasser glei» khes Rahmens, im Landgericht Neulengbach. Ardacker, eine Probstey, Inder Eisenwurzen, westnordlich von Wien, im Tulnerdistrikt, im Land» gerichte Seiffeneck. 2lrdackcr, ein Markt, mit einer Localkapel- laney. 2lrnsdorf, ein Pfarrdorf, die Herrschaft hat ihr eigenes Landgericht. Aßbacb , ein Markt mit einer Pfarr in der Eisenwurzen, westuordlich von Wien, südlich von Amstalten , diesseit der Ips , im Ipserdistrikt, im Landgericht Gleiß. Aspcrhofcn, ein Pfarrdorf, im Landgericht Neulengbach. Außer Fahrafcld, neun Hauser, im Land¬ gericht Lilienfeld. Bärschlmss, ein Fluß, welcher von Laab westsndlich nach Norden seinen Lauf in die Dona» nimmt- Barschliirrt, ein Dorf mit einem Postwech- fel an der Swasse nach Slghartskirche, im Landge¬ richt Pottcnbrunn." Le. sr Behamberg (Böheimberg.) ein Pfarrdorf, knnter Seitensiätten, an der Grenze des Landes ob der Ens. Bielach, ekn Fluß, welcher beymAnnaberg ent» springt, von Süden gegen Norden den Lauf nihmt, und sich zwischen Melk und Schönbühel in die Do» nau begibt, ini Landgericht Melk. Biberbach, ein Pfarrdorf, bey Seitenstatten Blankenstein, eine Locallapellaney, Schloß Und Landgericht, zwischen der Mänk und Melk. BischofstLttcn, ein Pfarrdorf imLandgericht Rabenstein, hinter Frieda». BImdenmarkt, ein Markt, mit einer Pfarr, nordwestlich an der Strasse nach Amstatten, im Ipserdistrikt, im Landgericht Carlsbach. Böheimkirche , ein Markt, südwärts Von Barschling im St. Pölnerdistrikt» Bodensee, eins Localkapellaney, an der Do» nau, unterhalb des Ausflusses der Trafen. Brant, ein Pfarrdorf, am Ursprung der Bürschling. Brunnkirchc, eine Localkapellaney, beyGött« weyh. Burgstall, ein Markt, mit einer Pfarr in derEisenwurzen am westlichenUfer derErlach, südlich von Kemelbach im Landgericht Neulengbach. Burgthor, ein Dorf, in der Herrschaft Grünbühel. Chor- 5>r Chorherren , eine Loealkapellaney , an der prasse nach St. Pötten, im Landgericht Neuleng¬ bach. St. Christoph, ein Pfarrdorf. Dürrcngtt , ein Dorf, unter der Herrschaft ^chalabrrrg. Därrnitz, eine Pfarr am Flusse gleiches Nah* blens, 14 Meilen, lvesisndlich von Wien, im Land« Srrjcht Lilienfeld, hier ist der Postwechsel zwischen bemAnnaberg und Linienfeld. St. Egidi, ein Pfarrdorf. Erlass/ ein Fluß , welcher in den großen und 'zsinen abgetheilt. wird. Der grosse hat seine Quelle an der südlichen Seite des Oetscherbergs, blhmr den Lauf nördlich nach Scheids, und fallt bey der Stadt Pschlarn in die Donau. An ihn Arenzen links Gaming, Burgstall und rechtsSchsibs »nd Rottenhaus. Die kleine Erlaf entspringt südwestlich im Gebirge bey Windhag, hat seinen ^>uf nördlich und vermischt sich ob dem Dorf Weinzierl mit der grosse» Erlaf. An diesem Musse ist eine beträchtliche Holzschwemms zur Flös- mng des Holzes von der Oekscher Waldung angelegt. . Erlass, eine Localkapsllaney, an Flusse glei- Aks Nahmsnö, zwischen Melk und Kemmelbach. Mi der hier gelegenen Gegend wächst guter Safran. . Ernsthofen, ein Pfarrdorf, in Landgericht M'edau. Eschenau, ein Pfarrdorf, im Landgericht Nienfeld. . Euratssscld, ein Pfarrdorf. Kassching rahcn, im Landgericht Seitenstätten- Kers- 94 Fersmtz , ein Pfarrdorf, im Landgericht Freydeck. Slacheberg, im Landgericht Zeillern. Arankcnfrls, an Natterbach, ein Pfarre darf, im Landgericht Kirchberg. Freydeck', eine ansehnliche Starhembergiscb« Herrschaft mit einemSchlosse undLandgericht am oste liehen Ufer der Jps. Im i6ten Jahrhundert waf der bekannte Baron von Strein von dieser H rrschast Besitzer. Freydorf, ein Pfarrdors, hinter Nied. Frieda» , ein Schloß mit einem Landgericht, 9 Meilen von Wien, südlich von St. Pölten E vMchen Ufer der Bielach. Den Ort macht die Hirt gelegene bekannte Baron Grechtlerische Kattun manufactur merkwürdig. Furth, ein Pfarrdorf, im Landgericht Göt^ weih. Gaming, ein Markt im Landgericht west¬ wärts von Wien, südwestwärts von Melk, geg^ die Grenze von Steyermark im St. Pöltnerdisirstt- Die hier gelegene ansehnliche Karthaus ist im Ja^ 1782 in einem Alter von 432 Jahren erlosch^ Aus dieser Gegend wird viel Holz auf der ErA nach Wien geflöffet. Bey Gaming ist eine OE von einem sehr ergiebigen flüßigen Bergöl. Iw ) genannten Gamingerdistrikt werden 276 HäUl^ gezahlt. Gansbach, ein Pfarrdorf im Landger'^ Wolfstein. St. Georg am Jpsfeld, ein Pfarrdorf. St. Georg in der Klausen, ein Pfarrdorf- At St. Georg im Neuth, ein Pfarrborf. St. Georg amSkeinfeld, eineLocalkapellaney. Gcrarsdorf, ein Pfarrdorf, zwischen St. Pölten und Prinzersdorf, im Landgericht Salaberg, Gerolding, ein Pfarrdorf, unterhalb Melk Landgericht Schönbühel. Gößlmg, ein Pfarrdorf, im Landgericht Waidhofen an der Jps. Göttrvcih, stehe Gottwik. Gottwik. (Göttweih) ein ansehnliches Berg« schloß mit einem sehenswürdigen Benedictinerstift, lo Meilen westwärts von Wien- gegen Mauter» im Tulnerdistrikt. Drey Meilen von Gottwick ge¬ gen Gerhof findet man Granatstein und Quarz. Das Stift hat ihr eigenes Landgericht. St. Gotthart, ein Localkapellaney, hinter der Bielach. Gottlosberg, ein: Dorf, im Landgericht Neulengbach. Götzersdorf, ein Pfarrdvrf, im Landgericht Walpersdorf. Grafendorf, ein Markt mit einer Pfarr west¬ lich von Wien, südwestwärts von St Pölten im Distrikte gleiches Rahmens, im Landgericht Frieda». Gresten, ein Pfarrdorf, im Landgericht Hauseck. Grofipcchlarn, ein Städtchen mit einer Pfarr, an der Erlös oberhalb Melk. Großer Eichberg, im Landgericht Frida». Grün- 96 Grkman , ein Pfarrdorf, hinter Frieda»- Gntcnbrunncn, ein Markt, Landgericht / »nb Pfarr, nordwärts über der Bärschling. Haag, ein Markt mit einer Pfarr in der Ei« senwurzen, südlich am Skrengberg, im Jpserdi- strikte, im Landgericht Salaberg. Haagen, ein Pfarrdorf, bey Kogel. Hadershofcn, ein Pfarrdorf, hinter Haag/ an der Ens. Hafnerbüch, ein Markt mit einer Pfarr nord¬ westlich von St. Pölten, im Distrikte gleiches Nab' mens. Hier werden viels Töpfergeschirre verfertigt. Kam, ein Pfarrdvrf, nordwärts St. Pölten« Kamfeld, ein Markt mit einer Pfarr west¬ lich von Wien an der Grenze des llnterwienerwaldv im St. Pvltnerdistrikt, im Landgericht Lilienfeld. Haimoldstein, ein Pfarrdorf, unter der Herr' schäft Hoheneck. Keilicfenciche, ein Pfarrdorf, nordwärts über der Bärschling. HerZogbrwcs, ein Maekt , Landgericht, und Pfarr am westlichen Ufer der Traum, im Sch Pöltnsrdistrikt. Hier ist ein bekanntes lateranenst« sches Chorherrensilst, welches am gegenwärtigen Orte schon über 521 Jahr steht. Ja dieser Gc- gend ist der Getreidebau sehr beträchtlich. Hohen,bcrchein Pfarrdorf, Die Herrschaft hat ihr eigenes Landgericht. Holen- K? Kolenburg, ein Markt mit einer Plärr - gegen das nördliche Mer der Donau unweit Mau» tern im Tulnerdistrikt, im Landgericht Nußdorf. Kolcnstein , ein Pfarrdorf - im Landgericht Daidhofen an der IM Kürmb (Hirni) ein Pfarrdorf zwischen der Vielach und Mänk» Jaitcndorf, ein Pfarrdorf, südwärts der Dostsirasse nach Sk. Pölten, im Landgericht Pötten« brunn. Die Pfarre wird von dem hier gelegnes bervittnkloster versehen. Jnzcrsdorf, ein Pfarrdorf/ über der Bie» lach bey Losborf. St. Johann zu Engstatten, ein Pfarrdorf> südwärts von Strrngberg. Johanncsbcrxf, eine Localkapellaney, süb» tvarts von Sieghartskirche - imLandgericht Neuleng» öachj . Joscphsberss, ein hohes Gebirg mit iZ Hau¬ ser« , und einer Localkapevanep im Landgericht Li» "eufeld, an der Strasse nach Marienzell. Jps , ein Fluß, welcher aus dem Lunzerses Al Fusse des Oetscherbergs kömmt, seinen Lauf südwestwärts nach Waidhofen, und Seitenstätlen ^mmt, und sich da nördlich bey Sausenstein in die ^vnau begibt« ° Ips, eine landesfürstliche Stadt mit einem Mdgericht in der Eisenwurzen, am Flusse gleiches ^admens, gegen das südliche Ufer der DonatU Aer t>i ein Siechenhaus, in welchem Arme voij «men ihre Verpflegung erhalten. Teogr« äandb.I. Thl. G Jps-- -S Ivsbackerlmrek-amt mik zr Häusern st» Landgericht Hauseck. Ipsfcld (das), eine große Ebene am west- lichen"ufer der Ips; es dehnt sich südwärts «» der Poststrasse nach Amstätten Ipsiz, ein Markt mit einer Pfarr, in der §!' stNwurzen am Ufer der kleinen Ivs , hinter Ga' ming, imIpserdistrikte, im Landgericht Seitenstqtten- Ipsin, ein Amt Mit 58 Häusern, im Land' Michl Hauseck. Iudenau, eine Localkapellaney, an derTuln/ mit einem Schlosse und Landgericht. Rapellcn, ein Pfarrdorf, zwischen St. Päl' ten und Barschling, im Landgericht Pottsnbrunn> Rarlssattcn, ein Pfarrdorf, hinter Herzog' bürg, im Landgericht Walpersdorf. Rassen, ein Pfarrdorf, südwärts der Post' straffe nach Barschling. Laumbcrg, ein Markt, mit einer Pfarre» an der Straffe nach Marienzell. Rcmmelbach, ein Dorf, am Flusse gleiches Namens, 14 Meilen westwärts von Wien. Hick ist der Postwechsel zwischsnMelk und Amstätten it» Landgericht Ips. Rilb, ein Markt mit einer Pfaar, am wesist' chen Ufer, der Erlaf, ostsüdlich von Melk. RirchberS, an der Bielach, ein Markt nstt einem Schloß, Landgericht und Pfarr. Rirnberss, ein Pfarrdorf, über der Bst' lach, Himer Äilb, R!en>- 99 Rleinzell, ein Pfarrdorf, über der Bielach/ Vinter Mb, im Landgericht Lilienfeld. Rönifsstaltett , ein Markt mit einer Pfarr, Nordwestlich von Wien, an der Grenze des Unter« ü'ienenvaldes, südwärts von St. Andra. Die Herrschaft/ hat ein eigenes Landgericht» Rocfl, ein Pfarrdorf, im Landgericht Zellkern« Lollinitzbcrcf, ein Berg an der Donau Ülit einer Pfarr» RonraVsheim, eilte Localkapellaney« Ml-nibcrA- eine Localkapellaney. Lakenhof, eine Localkapellaney , im Lankin bericht Frieda». LanFeck, ein Pfarrdorf, im Landgericht Arnsdorf. Die Pfarr wird von dem hier gelege« »en Servitenkloster versehen. Langleber«, ein Pfärrdorf, än der Äonalt bch Tuln, im Landgericht Königstatten. Langenrohr/ ein Pfarrdorf, im Landgericht tuln. Lehennorte, eine Lokalkapellaney- Lencsbach, s. Neulengbach. St. Leonard im Forst, eiti Markt, mit üer Pfarr und Herrenhof. St. Leonard, im Wald, ein Pfarrdorft , Lilienfeld, ein Markt, mit einer Pfarr, am Mchen Ufer der Lraftu, r» Meilen westsüdlich G s von xoo Yon Wien. Hier ist der Pvstwechsel zwischen St. Pölten und Dürrnitz. Die Adlet; des hier gelegenen ansehnlichen Eisterzienserstifts ist in eine AbbekoM- Mendarie umgeanderl worden- Die Herrschaft Hal ihr eigenes Landgericht. Die Waldungen sind in dieser Gegend ungemein beträchtlich, und lie» fern jährlich viele tausend Klafter Brennholz. Loih, eine Lokalkapellaney, im DecanatLos« dorf. Lvsdvrf, ein Markt, mit einer Pfarr an der Poststrasse nach Melk, im St. Pöltnerdistrikt, im Landgericht Salaberg. Dieser Ort ist durch das protestantische Gymnasium merkwürdig, west ches der k. k. Arcierhauptmann Christoph Herr von Losenstein auf Schalaburg und Weißenburg, tm idten Jahrhundert gestiftet hat , von dessen Sohn aber im Jahr 1524 im Gange gebracht Worden ist. Die Schule hatte 5 Classen. Lucamühl, im Landgericht Frieda». Lrmz, ein Pfarrdors, zwischen dem Oetschet berg, und St. Georg im Rent , im Landgericht Hauseck. Lunzersee (der), an der Nordseite des Oest scherbergs gegen Steyermark, aus ihm kömmt die Ips. Dieser See führt sehr schmackhafte Säst verling. Mank, ein Flüßchen hinter der Bielacht sein Lauf ist nördlich, und vereinigt sich unterhalb St. Leonard im Forst mit der Melk. Mänk, ein Markt mit einer Pfarr aM Flusse gleiches Rahmens südlich von Melk. St. Marssaretk), an der Sering, einPfa^' dokfl/ über der Bielach. Mar- Markersdorf, eine Lokakkapellaney , hinter 'Heiligenkreuz im Landgericht Reulengbach. St- Martin bey Jps, ein Pfarrdorf. Matzclsdorf, eine Lokalkapellaney au der Strasse nach Kemmelbach. Maur, ein Pfarrdorf, bey Melk. Maurern, eine Stadt, mit einem Landge¬ richt am nordwestlichen Ufer der Donau im Tul- nerdistrkkte. Melk, ein Flust , welcher seinen Ursprung südlich am Dachsberg hat, sein Lauf ist nördlich nimmt beym Zwengbach die Man! auf, und fallt Westwärts vom Markte Melk in die Donau. Melk, ein Markt, am Flusse gleiches Rahmens, n Meilen westwärts von Wien, mit einem Pvstwechsel zwischen St. Pölten und Kem- mclbach im St. Pältnerdistrikt. Den Ort macht das hier gelegene Benediktinerstift merkwürdig; es zählt bereits ein Älter von 699 Ighren. Die Äbtey wurde in ein Abbe. commendarie umgeändert. Das Stift liegt auf einem hohen Felsen am südli¬ chen Ufer der Donau. Die Herrschaft hat iHv eigenes Landgericht. Mendlinss, an der Lasmg, ein Lokalkapella« ney. St. Ml'chäk, am Bruckbach, ein Pfarrdorf bey Seitenstätten. Michelbach, ein Markt mit einer Pfarr am Bache gleiches Rahmens, südlich von Hainfeld. G Z Michel- Michelhavsey, ein Pfgrrdorf, hinter Sieg, Hartskirche. Murstätten, ein Pfarrdorf, unter der Herr» schäft Zwentendorf» NeidltnA, eine Lvkalkapellaney. Neuhaus, eine Lvkalkapellaney. Neuhofen, ein Markt mit einer Psarr gs« gen das vstsüdliche Ufer der Jps, im Ulmerfeld, Nculcngbach, ein Markt mit einem Schloß/ Landgericht und Pfarr, hinter Heil! fenkreuz. Neumarkt, ein Markt mit einer Pfarr, hinter Kemmelbach am westlichen Ufer der Jps, im Distrikte gleiches Mahmens, im Landgericht Carlsbach, Neustadt, ein Pfarrdorf, nordwärts der Strasse nach Amstatten, im Landgericht Carlsbach. Nußdorf, ob der Trafen, ein Schloß, Land» gericht und Pfarr. Oberndorf, ein Markt mit einer Pfarr, am westlichen Ufex der Melk südlich von dem Mark' ts Melk. Oberrvälbling, ein Pfardorf, Gbrnberg, ein Pfarrdorf, hinter Herzog' bürg, im Landgericht Walpersdorf. Med, ein Markt mit einer Pfarr, 174 Mei' len von Wien, zwischen Amstatten und Strengberg/ sm Landgericht Niederwalsee. Oehlincf, eine Lvkalkapellaney, südwärts der Poststraffe nach Strengberg, im Landgericht Nit' derwalser. n Ort- Gctscher, ein hohes Gebira an der Grenz« den Steyermark südlich von Gaming. Der west« Midlichs Thei! dieses Gebirges gehöre nach Gamin« Und der südöstliche an der Trafen nach Lilienfeld. Ollern , eine Lvkalkapellaney, hinter Maner» bach, im Landgericht Neulengbach. Ollershach, ein Pßarrdorß im Landgerich t Heulengbach. Oppvnit, ein Pfarrdorf, südwärts Hinte 7 Waidhofen, an der Jps im Landgericht Gleiß. St. Pantaleon, einPfarrdorf, am Ausfluß» st der Erlaß in die Donau. pechlarn, eine Stadt mit einem Schloß und Landgericht am östlichen Ufer der Erlaß, westlich bon Melk. Pccblcrwakd, ein beträchtlicher Forst bey Jpsitz südlich von Gaming- im Ipferdistrtkt. Die E IpsiS gelegenen Eisenwerks, erhalten von diesem vvrsts die ihnen nöthigen Kohlen. St. Peter in der Zlu , ein Pßarrdorß, hin» Sritenstatten. Peyenkirche, ein Pßarrdorß, am westlichen llfer der krlgf, zwischen Melk und Kemmelbach dnrer der Herrschaft Sauseneck. St. Pölten, eine kandesfürstliche Stadt, aut Östlichen Ufer der Trafen, 8 Meilen von Wien. Hier stand vormahls ein ansehnliches ßateranensi- lches Ehorherrenstift, welches im Jahr 1784 in sei¬ nem Laoten Lebensjahr erloschen ist. Seit dieser ^sit ist hier der Sitz eines Bischofs, der vormahls istne Residenz in Neustadt gehabt hat. Der Bi« G 4 schoß ;04 schof ist Suffragan von dem Erzbischof in Wien; zu seiner Diöces gehören, das Viertel ob dem Wienerwald und das Viertel ob dem Mannharts¬ berg. Die Stadt wirbln zwey Pfarren abqetheilt, Hier ist der Sitz deö Kreisamts und des Stabs von dem Pellegrinischsn Infanterieregiments , der Ort hat ein Gymnasium und eine Hauptschule, auch ist hier der Postwechsel zwischen Bärschling und Melk. Die Stadt hat viele ansehnliche Häu¬ ser, und die hier gelegene Poststraffe macht sie sehr lebhaft. Das hier gelegene Fräulsinstift wur¬ de unter der Josephinistbcn Negierung nachHer- renals verlegt. Die übrigen hier gelegenen Non¬ nenklöster , und vaS Carmeliterkkoster sind einge- gangen, so wie die Plansten nach Crems Übersee tzet worden sind. Vottenbrunn ( Bodenbrunnen ) eiu Pfarr¬ dorf, Schloß, und Landgericht am östlichen Ufte der Trafen 7 Meilen von Wien, zwischen Bärsch- ling und Et. Pölten. Hier ist ein beträchtlich^ Schaihof. Pühra, ein Pfarrdors. Rubenstein, ein Markt mit einer Psarr, eie n«m Schloß und Landgericht am östlichen Ufer der Bielach, im Landgerichte Friedau. Ramsan, eins Lokalkappellaney, hinter Hain' seid, im Landgerichte Lilienfeld. Randcck, ein Marktmit einer Psarrsüdwärts hinter Stein an Kirchen, im Landgerichte Ulmerftld. Reinsberg, ein Pfarrdorf, im Landgericht Burgstall. Remlinff, ein Pfarrdorf, bey Heiligenreich, Ried. Aicd, eine Lokalkappellaney und Grsnzvrt des Dherwie,ierwaldes gegen Osten, im Landgerichte Aeulengbach. Aobrbach, eine Lokalkappsllaney, über der -Ws, südwärts Hintex Strenqberq, im Landge¬ richte Lilienfeld. Aossitz, eig Pfarrdorf, an der Donau. - )TrrprechtSbsfcn, ein Pfarrdorf, hinter Melk, unter der Herrschaft Scheibs. , Hust, am Bach gleiches Namens, eins Lokal- Mvellaney, am Tulnerftld, im Landgerichte Neu- Mgdach, Säuscnstcin, ein Cistercienserstift, am west« Nördlichen Ufer der Lyuau. Schadneramr, mit 6 z Häusern, im Land- stchte Neulengbach. Scheibs, ein landesfnrstlicher Markt mit ei- l>em Landgericht, Pfarre und Schloß, in der Eft nnwurzen, am östlichen Ufer der Erlas, südlich Vvn Gaming, im St. Pöltnerdistrikt. . Schcibscrdlstrikt mit 202 Hausern , im ^ndgericht Scheibs. , Schönbkhcl, ein Markt, mit einem Landqe« ^cht und Pfarr, gegen das nördliche Ufer der Do« ^u, südlich von der Biclach, ini Tulnerdistrikt. Schwarzenbach, eine Localkapellaney. Schwarzenbach an der Gelsen, ein Pfarr« . Secdaran, mit IZ Hausern, im Landgericht w'-?nseld. G Sc.s- jv A Seisscnstcin, s. Sausenstein, Scirenssatten , ein Venedictinerstift, en» «vest» lieben Ufer der Ips, westlich gegen Stey'r im Ipserdistrikt. In diesem Stift ist eine sehenswüre dige Bibliothek. Das Stift zahlt bereits ei» Alier, von 67z Jahren» Sreghardtskirche, im gemeinen Leben Sitzers- kirchen, ein Markt mit einer Pfarre, 4 Meilen westwärts von Wien, mit einem Postwechsel zwi» sehen Burckersdorf und Barschling,im Landgericht Neulengbach. Smdelbnrg (Cnndelburg) ein Pfarrdorf» an der Poststrasse nach Strengberg , hinter Oed. Sonntasssbcrss, ein Pfarrdorf nstt einet« bekannten Wallfahrtsort, gegen das östliche Ufte der Ips. Die Kirche ist sehenswürdig, da die¬ selbe Gran gewählt hat. Das hier gelegene Amt gehört zur Herrschaft Seitenstarten. Statzendorf, eine LocEapellaney, im Land' gericht Walpersdorf. Stern am Kirchen, ein Markt mit einet Pfarr, am Ufer der kleinen Erlass westlich vonNeM Hofen , im Landgericht Burgstall, Stein am POcg, oder St. Blasius, eint Localkapellancy , im Landgericht Göttweyh. Stephanshart, ein Pfarrdyrf, über bet Ips bey Zeillern. Sissing, ein Pfarrdorf, an der VärsckMs' Stollhofcn, ein Pfqrrdorf, über derVarst^ ling,.im Landgericht Trasmcmer. Streng Io? Strencfbcr^, ein Markt mit einer Pfarr, ^9 Meilen von Wien , an einem hohen Berge, welchem der Ort den Nahmen hat, im Ip« ^rdjstricr, im Landgericht Niederwalsee, zwischen Mlstakten und dem Flusse Ens. Hier ist der ^vstwechsel zwischen Anstalten und Ens. In die» nr Gegend ist viel Marge!, so wie der Feldbau ?vr in Flor ist, die hier gelegene Waldungen Balten Tannen > Bilchen, Eichen, rc. Strengchcrgerpfarr, im Landgericht Ens. . Terz, ein hoher Berg, der das Viertel ob M Wienerwalde von seiner südlichen Seite von "teyermqrkt scheidet, Tcrzbach, ein Fluß. Er hak seinen Laus liil der Grenze des Oberwienerwaldes an dem Or» I wo der Samering ihn von dem Unterwiener, '^alde theilet, sein Lauf ist sndnordlich, und lauft dem Gebirge Terz nach der Steyermark, wo in die Salza fällt. Der Fluß Terzbach schnsi- ebenfalls das Viertel ob dem Wienerwald von mner südlichen Seite von Steyermarkt ab- Taxinss, ei» Pfarrdorf, im Landgericht ^ankenstein. Thalern, ein Dorf, gegen das nördliche Ufer Donau, östlich von Mautern im Tulnerdi« im Landgericht Göttweih. Hier ist die be» n^^Steinkohlengrube. Man ündet auch vle« Märgel, vortreflichen Thoiimargsl, Bergpech weiß gediegenen Vitriol. h ^oyenbach, eine Localkapellaney, südwärts " Barschijng, im Landgericht Neulengbach. ^^sen, ein Fluß , welcher seine Quelle in v-, "^estiudlich gelegenen Gebirge in dem Gescheid "Mt, ha;. Hein Lauf ist von hier südnordlich nach «ach Lilienfeld, von da nördlich nach Trasmairer' wo er bevm Bodensee in die Donau fällt. Orte, welche an diesen Fluß grenzen, sind »E lich: Dürrnitz, Wilhelmsburg u»d Wagran; an östlichen Seite: Schwarzenbach, Poktenbrunn, Andrä. Dieser Fluß führt sehr schmackhafte rellen, mit welchen ein beträchtlicher Verkehr naK Wien gemacht wird. 2>ascu (an der mit Zi Hausern, inr Landgeri^ Lilienfeld, Trasmsncr, ein Markt mit einem Schloß Landgericht und Pfarr, am östlichen Ufer der M' Len gegen die Donau im Tulnerdistrikte, im Land' gericht Königstätten. T«!brnck,ein Markt mit einer Pfarre, nordwest- sich von Wien, östlich von Tuln, Tuln , eine landesfürstliche Stadt mit eine»' Landgericht, 4 Meilen westlich von Wien am Flnin gleiches Namens - am südlichen Ufer der Dona»' Hier ist eine Wollenbandmanufactur. Das hi^ gelegene Nonnenstift ist im Jahr 1782. im 902^ Lebensalter den Weg des Fleisches gegangen. Tu lncrfeld, eine sehr große fruchtbare Eben^ bei) der Stadl gleiches Rahmens , auf welcher viel Getreide gebauer wird, auch wird in dieser gend viel Wein erzielt, Ulmerfeld , ein Markt, Landgericht und Pfarr, am östlichen Ufer der ^ps, südlich vo'N Amstatten im St, PZltnerdistrict. Nnrcchttrascn, ein Amt mit 18 Häuser'" in der Herrschaft Hohenberg. Unterb erlern, eine Localkapellaney, im Land¬ gericht Mautern. LO9 Et. Valentin, ein Pfarrdorf, südwärts der prasse nach Srrengberg, tm Landgericht Burg St. Veit an der Gelsen, ein Pfarrdorf, Landgericht Lilienfeld. . Viehdorf, eine Localkapellaney, bey Sau- >Mek. Waidhofen an der Jps, eine landesfürstliche Atadt in der Eisenwurzen, am westlichen Ufer der -apö, an der Grenze vonSteyer im Ipserdistrict. Wallfcc (Nicderwalsee) ein Markt, Landge¬ richt und Pfarr, westnvrdlich von Amstatten, im >ipserdistricte. In dieser Gegend ist ein Mühl- "einbruch. Wcinbcrss bey der Bielach, ein Pfarrdorf, Landgericht Neulengbach. Weissenkirche, ein Pfarrdorf, im Landge- tlcht Pottenbrunn. Wciftrach, über der Jps, ein Pfarrdors, Landgericht Bürgens. wicsclburss ein Pfarr am Zusammenflüsse "er großen und kleinen Erlaf. Wiiheimsbin ss, ein Markt mit einer Pfarr, am westlichen Ufer der Trafen, südlich von St. Polte», io Meilen westlich von Wien , zwischen St. Pölten und Lilienfeld , an welchen letztem Ort der Markt gehört. „ Windhass, ein Pfarrdorf, im Landgericht Artstätten/ ein Markt mit einer Pfarr.nord« Westlich von Marientgferl im Kremserdistrikt, im Landgericht Nogendvrs im Bökstalfi Bernek. UL Bernek, eine Marktpfarr. Das hier geleas' ne im I. gestiste Pramonstratenserstift erloschen. Der Ork liegt im Hornerdistrikt. 5" dem 2 Meilen von hier gelegenen Gebirg st'nvet Man Schneidesteim Lt. Bcriiard,eine Localkapellaney, im Land' gericht Wilbbcrg. Bluniau, ein Markt-Landgericht undPfarb tvestlich von Horn im Hornerdistrikt. St. Blur, bey Mannersdorf, eine Localka' pellaney. Brand, ein Pfarrdorf, im Landgericht Hel' denreichstein, im Decanat Waihofen an derTheyc- Brandt imHeidenreichsieinerwald, ein Psatt' dorf. Brunn im Feld, ein Pfarrdorf, im Deca' nat Krems. Buch, ein Pfarrdorf, im Landgericht Carle stein. Buchbach, über der deutschen Theya, eine Localkapellaney, im Landgericht Waidhofen ,im canat Waidhofen an der Theya. Burg, ein Pfarrdorf, unter der Herrscht Braudhvf Ebie Reriston; im Decanat St. Oswald- Burgschiemuz, ein Pfarrdorf/ in der Her«!' schäft gleiches NahMens. Bulka, ein Fluß, welcher seine Quelle bey Nonnersdorf gegen die Grenze des Untermannbarts' bergs hat, ober Egenburg verlaßt er den Obet' mannhartsberg, und bezieht sich gegen Norden i« die Theya. Dice- UK Dictmanns, eineLokalcapellaney,im Decanat Waidhofen a» der Thcya. Dictmaynsdorf, hinter Horn, eine Local« ^pekiaiiey nach St. Marein, im Landgericht Wild, ^rg, im Decanat Naps. Dobersber cf, ein Markt, Landgericht Unh Narr, ani westlichen Uber der Theya, an der Gren» gegen Böhmen im Hornerdistrikt. Dollcishciin, ein Pfarrdorf, unter des Herrschaft Ottenstein. . Dcwfstätten ein Pfarrdorf, hinter dem UP serih al, im Landgericht Rohrck. Dt-cycichen , ein Pfarrdorf, südwestlich vo» Egenburg. Droftndorf, ein Stadt, mit einem Landge« dicht und Pfarr. Droß, ein Pfarrdorf, bey Laugenlois. Dürrcnstcin, eine Stadt, Landgericht, am Nördlichen Ufer der Donau, westwärts von Stein im Hornerdistrikt. Das in dem sogenannten Schwär« iNiberg gelegene Bleywerk ist bekannt. Westwärts von Dürrenstcin gegen Weißkirche kommen vor, der Mühlstein, Wetz - und Felftnstein, Qucvj und Granit. Ebersdorf, ein Pfarrdorf, in Landgericht Weidenek. Edelbach, ein Pfarrdors, im Landgericht Hraßpoppen. Ecsenburxf , eine landsSfürstliche Stabt, westnordlich an^der Grenze des Untermannhart»« bergs im Hornerdistrikt. deoFr. Kandb. Uübl. H EF« EFelfte, ein Pfarrdorf, Im Decayat Krems" Egern , eine Localkapellaney unter der Herrschaft Leiben, im Decanat Waidhofen. Eibenstein, ein Pfarrdorf, hinter Kirch' berg am Wald. Eiscfarn, eine landesfürstliche Probfley, nord' westlich an der Grenze gegen Böhmen, östlich von Waidhofen an der Lheya im Hwettlerdistrikt, um ter der Herrschaft Leiben. Der Probst hat bey dem unterenferischen Landtage Sitz und Stimme- Els, ein Markt mit einer Pfarr, am west¬ lichen Ufer der Krems, östlich von Dürrenstein im Kremserdistricte, Emmersdorf, ein Markt, Landgericht und Pfarr, am linken Ufer der Donau, im Kremserdt- strikt. Etzen, eine Localkapellaney nach Marbach. Excnbach, ein Pfarrdorf, im Landgericht Altensteig. Helling, ein Pfarrdorf, hinter Dürrenstein über die Krems. Fides, ein Markt mit einer Pfarr, südlich von Waidhosen an der?heya,im Zwettlerdistrikt/ im Landgericht Schwarzenau. Fladnitz, ein Paftrdvrf. Die Herrschaft hat ihr eigenes Landgericht. Franzen, ein Pfarrdorf über die Kamp bey Großpvppen. FreifchlinF, ein Pfarrdorf, im Landgericht Horn. Arie- riL . Fkiedersbach, ein Markt mit einer Pfarre «M Zwettlerdistrikt im Landgericht Rastenberg. Gars, ein landesfürstlichec Markt, Landge* Ucht und Pfarr, am westlichen Ufer der Kamp, südlich von Horn, an der Grenze des Untermann» Hambergs im Hornerdistrikt. Güstern - ein Pfarrdrrs , im Landgericht Waidhofen. (tzcras, ein Markt mit einer Pfarr, an der Grenze gegen Mahren im Hornerdistrikt, im Land» geeicht Drosendom Das hier gelegene Prämon- stratenserstift ist erloschen. Gcruncss, ein Markt mit einer Pfarrdecä» nat, im Zwettlerdistrikt, im Landgericht Napoten» stein. Gefall, ein Markt, Landgericht Und Pfarr- Nördlich von Stein, jenseit der KremS im Krem» serdistrikt. Gcfallcrwald, ein beträchtlicher Forst, wes* cher sich von dem Markte gleiches Rahmens ost» nördlich bis an den Kampfluß ausdehnt, Gemünd - eine Stadt mir einem Landgericht Und Pfarr, am Schwarzenbach, westnordlich art der Grenze gegen Böhmen , im Zwettlerdistrikt» Gobeloburg/ ein Markt, Landgericht unh Pfarr, Nordwestlich von Krems, am Kampflüste ün der Grenze des UNtermannhartsberg im Krem* serdistrikt. Göpfriz, eine Lokalkapellaney, nach Kirchberg am Laib. Görrfriz (Göffriz)« ein Pfarrdork, zwischen Horn unr Schwarzenau, Z Meilen westlich von dem erster« Orte tm Hornerdistrikt. Von hier

im Landgericht Gars, Grüinbrmi», ein Pfarrdorf. Gräfciischl,rgein Pfarrdorf,hinter Alte»» steig, im Landgericht Schwarzenau. Grainbrrinn, ein Pfarrdorf, im Decanat St. Oswald. Grisbach, ein Pfarrdorf, im Decanat Ge- rung. Großau,eine Lolalkapellaney nach Raps' im Decanat gleiches Rahmens. Großbcrtholds, ein Pfarrdorf, im Land¬ gericht Weitra G'rosspoppcn, ein Pfarrdorf im Landgericht Altcntsteig. Großschönau, ein Pfarrdorf, neben der Zwei¬ te! , im Landgericht Weitra. Haarinannschfatt, eine Lccalkapellaney nach St. Marrin, im Landgericht Weitra. Aarbach, ein Pfarrdorf, irn Landgericht Wei¬ tra. Aardek, eine Stadt mit einer Pfarr, nord¬ östlich an der grossen Theya an der Grenze ge¬ gen Mahren. Aart , ein Localkapeüaney nach Berneck iN> Landgericht Drcsendorl. Aascihach/ Haselbach/ ein Pfarrdorf, an der teutschen ^heya, im Landgericht Schwarzenau. Haugschlag, eine LocalkapcllaM) im Laud- ßerichr Liischau» Hehcnber^, einPfarrdorfim DecanatWeitra Heidcureichstcin , ein Markt , Landgericht Und Pfarr, nördlich von Waidhofen, und westlich Von Eisgarn im Zwettlerdistrikt. Hcmreichs, eine Localkapellaney von der Pfarr U. L. Fran, im Landgericht Weitra und Decanat Gerung. H'rschbach,ein Pkarrdorf, nördlich von Zivetel gegen die teutsche Teya im Zwettlerdistrikt. Die Herrschaft hat ihr eigenes Landgericht. Hohcncich, ein Pfarrdorf bey Gemünd, im Landgericht Kirchberg am Wald , tm Decanat Aöeitra. Horn, eins Stadt mit einem Landgericht, n Meilen von Wien gegen die Grenze des Mann« hartsbsrgs.Hier ist der Postwechsel zwischen Weiß- au und Göttfritz nach Böhmen. Horner-wald, ein Forst amt mit 44 Hausern m Landgericht Horn. Iahrings, eins Loealkapestanev nach No¬ šena» im Decanat Gerung,im Landgericht Rosenau. Iapons, ein Pfarrdorf. Idolsbcrg, ein Pfarrdorf, hinter dem G^ allerwald im LandgerichtsKrumau. Jmbach, ein Pfarrdorf, im Landgericht Sanftenberg. H 3 St» St. Johann, bey Heinrichschlag, ein Pfarr- horf. Ispcr ein Flüßchen, Hessen Lauf von Norden nach Süden ist, und das Land ob Und unter der Sns von einander theiler. Ispern, am Flusse gleiches Rahmens, ein Markt mit einer Pfarr, im Zwettlerdistrikt, im Landgericht Nohreck. Ramp, (die) ein Fluß, der sich in die große «nd kleine Kamp theilet. Die erstere hat ihren Ur- sp-uiig g-gen Westen gegen die Grenze des Landes ob Der Ens, thr Lauf ist westnordlich, vereinigt sich bei Rapotenjtein mit der kleinen Kamp und bey Zwettel mit dem Flusse gleiches Rahmens. Von Zwettel ist der Lauf nordöstlich. Bey Narsch wen¬ det er sich ostfüdlich, macht in dieser Gegend die Scheidemauer zwischen dem Ober-und Untermann« hqrtsberg, und fällt zwischen G.rundyrs und Gra- fenwerd in die Donau, Me kleine Kamp hat ihre Quelle in dem Weinspergerwald , sildwarts an her Grenze des Landes ob der Ens. Der Lauf ist südöstlich, und vermischt sich, wie schon gesagt worden, bey Rapotenstein mit der großen Kamp. Rarlstifr, ein Pfarrdorf, im Dekanat Gerung. Rarlstcm, ein Markt, Landgericht und Pfarr, westnordlich von Horn am südlichen Ufer der teut» scheu Theya int Hornerdistrikt. Ranrzen, ein Markt niit einer Pfarr, west« nördlich oon Horn an der Grenze gegen Böhnlen in Hornerdistrikte im Landgericht Dobersberg. Rirchbach, ein Pfarrdorf, im Landgericht Uosenau. ^irch» US , Rirchberxf am Wald/ ein Markt, Landge» Mt und Pfarr, nördlich von Zwettel, östlich gegen temsche Thcya, tm Zwektlerdistrikt. Die Herr? 'Haft hat ihr eigenes Landricht. > . Rirchbercf an der Wild, ein Pfarrdorf, über die Kamp hinter Horn. Rirchschlarf, ein Pfarrdvrf, unter der Herrschaft Martinsberg. - Rleinpechlarn, ein Parrdorf, an der Donau, oberhalb Marbach - Llobmtz, (Globnitz) ein Pfarrdorf, hinter «wettel. Rottau, ein Pfarrdorf, im Landgericht Dro» iendorf. Rottis, ein Markt mit einer Pfarr, westsudlich bon Spitz an der nördlichen Seite der Rana tm Eremserdistrikt, im Landgericht Vkanthof. Rrcms, ein Flüßchen. Sie theilt sich in die Troße und kleine Krems; die erstere hat ihre Quel¬ le an der Grenze des Landes ob der Ens, läuft von besten nordöstlich, vereinigt sich bey Albrechtsberg Ait der kleinen Krems,nimmr von hier nach der ^adt gleiches Rahmens den Lauf, und fällt be^ Kvrndorf in die Donau. Die kleine Krems kömmt vvn Ottenschlag und laust ebenfalls nordostwärts. Rrems, eins landesfürstliche Stadt mit 4Z8 Hausern am nördlichen Ufer der DonaU, io Meilen ^on Wien. An dieser Stadt ist der Sitz des Kreis- Mts , von dem Viertel ob dem Mannhartsberge; ^uch liegt hier der Stab des Infanterieregiments Erzherzogs Ferdinand von Toscana. An dieser legend ist der Weinbau sehr beträchtlich/der Wein gber selbst gehört zur Mittlern Gattung. Hier wird H 4 lehr lro sthr gäteS Bkeyweiß beredet , welches Unter dem Nahmen Kremsekweiß allgemein bekannt ist. Auch macht den Ort der Safranmarkt, der jährlich a« Simon- und Iudastag hier gehalten wird, men' würdig/ von diesem Produkt.geht jährlich eine groš' se Menge sowohl in die übrigen inländischen ProvtU' zzen , als ins Ausland. Zu den vorzüglichsten Pro' Lunkten dieser Gegend gehört auch der Senft, derrM» ter dem Nahmen, derKremsersenft, sehr gc sucht wird- Die hier gelegene feine Stahlwaarensabrtk hc^ In Wien ein eigenes Waarenlager. Bet) der so^' nannten Silberqrube ist ein Alannwerk. Is Krems ist der berühmte akademische Mahler Mar« tin Schmidt angesessen, er besitzt eine sehens' würdige Sammlung von seltnen Gemählden. Mit Krems ist auch die Stadt Stein vereinigt; beydk Städte haben zusammen einen gemeinschaftliche!» nach dem Josevhinischen System regulirten Ma' -istrat. Ferner ist hier der Postwechsel nach Närschling und St. Pölten. Die Piaristen Hal' len hierein Gymnasium, dann besteht hier auch eiU englisches Frauleinstift.. Zur Zeit der WeinlO ist der Orr sehr lebhaft. Rrumau, ein Markt, Landgericht und Psarr aM nördlichen Ufer der Kamp, westlich von Zwettl M Aemserdistkrit. Mnenng, (Kuenring ) ein Psarrdorf, ilst Landgericht Egenburg. Laach, am Iauerling, ein Markt mit einer Pfarr-gegen das nördliche Uftr der Donau tM Kremserdistrikt; im Landgericht Spitz. Langau, ein Psarrdorf, im LandgerichtDr»' stndors. rr- Langeck, rin Pfarrdorf, im Landgericht kitschau. Langenfeld, ein Markt mit einer Pfarr, "Eich von Langenlois im Kremserbistrict. Langenlois, ein landesfürMcher Markt Meilen-nordwärts von Krems. In dieser Ge¬ bend wird viel Wein gebauet, der ebenfalls zur Mittlern Gattung gehört; auch wird in dieser Ge¬ gend viel Obst auf der Donau jährlich nach Wien geführt Ms dem soqsnanren Loiserberg findet man braunen Mangel, Schiefer, schwarze Hornblende, grünen und rochen Gestellstein, wie auch weißen flimmer. Der Markt liegt im Kremserdistrikt, im Landgericht Krems. Langschlag, ein Pfarrdorf, im Langericht Weitra. Lci'mbach, inIsperthale, einPfarrdorf, im Landgericht Weissenberg. St. Leonard im Hornerwald, einPfarrdorf. Llchecnau, eine Pfarrdorf, im Decanat Krems. Litfchau, eine Stadt mit einem Landgericht und Pfarr, über der Launitz, an der böhmischen Grenze. Lochen, ein Pfarrdorf, im Landgericht Dür« renstein. Lochen (Loiwein ), eine Localkapellaney. Ludrveiß, einPfarrdorf, nordwestlich von Horn, nördlich von Raps im Hornerdistrikt, im Landgericht Wildberg. Mar-- 1L' Marbach, ein Marktmit einer Pfarr am nord' k chen Nfer der Donau, am Fusse des Marienkäfer!« .^ras, westlich von Stein im Kremserdistrikt, it" Landgericht Weissenberg. Hier wird viel Wein ge« b,.uet. Marbach am Wald, ein Pfarrdorf, zwi« schen der Kamp, und der grossen Krems. St. Marem, ein Pfarrdorf, über der Kampf, im Landgericht Greulensiein. Marientaftrl, in, gemeinen Leben Maria« taferl, ein auf einem hohen Berge hinter Mak« bach gelegener sehr bekannter Wallfahrtsort, der vorzüglich in den Sommermonaten sowohl von den Böhmen und Mahren als Ob - und Untercnftr» häufig besucht wird. Der Orr liegt im Kremstr« distrikt. St. Martin/ ein Pfarrdorf, über der Zwet« tel im Landgericht Weitra. Martmsbercf, ein Markt mit einer Pfarr nördlich von der kleinen Kamp und westlich gegen die Grenze deS Landes ob der Ens, im Zwettler« distrikt. Meictcn, (Maigen) keiu Pfarrdorfwestwarts von Horn und nördlich gegen die böhmische Theya im Hornerdistrikt. ..McißlmF, ein Pfarrdorf in der Herrschast Gefall. Messern« ein Pfarrdorf, in der Herrschast Wildberg, Mittelberg, ein Pfarrdorf, über der Kamp« Mrxiirz, ein Lokalcapellaney, hinter Vnlka»/ unter der Herrschaft Hardeck. Möd- MödrinA, ein Pfarrdyrf im Landgericht Münchenrem, ein Pfarrdorf, beyBöckstall "»ter der Herrschaft Branhlhofen, Münchcnreur, eine Lokalkapellaney. . ^eukirchc, ein Pfarrdyrf, hinter Hvrn an Wild. . Ncukirche, eine Lokalkapellaney von Mün» ^»reut bey Böcksiall. Ncupölla, ein Markt mit einer Plärr, südwärts von Krumau im Kremserdisirikt, im ^»dgericht Krumau. . Nicderofrünbach, ein Pfarrdorf, in der "vrschast Raftnberg. . Niedernonndorf, ein Pfarrdorf, diesstitder Zoster Zweitels. ... Mcderrana, ein Pfarrdorf, in der Herr. Mft Branthof. Ntklasberg, ein Pfarrdorf. ^NtzchlmA, im Jpserthal, in der Herrschaft Nonndorf, bey Raan, eine Lokalkapellaney Gbergrunbach, ein Pfarrdorf. lvberhöflem, ein Psärrdorf. r» ^^berkirche. ein Pfarrdorf, in der Herr» Weitra, » Vberndorf, ein Pfarrdors , zwischen der ^ip und der teutschen Theya. tvbern- *24 Obern snndorf, bey der Kamp, eine Local- -apellaney, in der Herrschaft Rastenberg. Oberstralbach, ein Psarrdorf im Landge¬ richt Zwettel. St. Oswald, ein Pfarrdecanat, in dec Herrschaft Nohreck- Ottcnfchlacs, ein Pfarrdorf im Kremserdi- jlrikt, in der Herrschaft gleiches Rahmens. perfenbnrcs, ein Markt mit einer Pfarr, am nördlichen Ufer der Donau im Kremserdistrikt, pfaffenscklag-, ein Pfarrdorf, in der Saß an der tentschen Theya, im Landgericht Heidenrsich- fiein. pischinss, eine LokalkapeÜaney. Plank (Blank) eine Localkapellaney in der Herrschaft Buchberg. pleising (Bleising), ein Pfarrdorf, im Land¬ gericht Hardek. yöbrmcs (Böbring) hinter Wachau, eine kokalkapellaney. Ranna (Klvsterranna) am Flüßchen gleiches Rahmens, welches sich bey Spitz in die 'DonaU ergießt, im Kremserdistrikt. Pas hier gelegene St. Paulsersmitenkloster ist erloschen. Rabcsrcut, eine Lokakkapellaney neben der großen Theya. > W - eine Lokalkapellaney, vo» Raporcnstcin, ein Markt mit einer Pfarr, «n der kleinen Kamp im Zwettlerdistrikt. Raps 125 Kaps, rin Markt mit einem Pfarrdekanat östlichen Ufer der Lheya im Hornerdistrikt.! Aasibacb / ein Pfarrdorf, bey Berneck. Aastcnfcld, ein Markt und Pfarr, westwärts Hegen die teutsche Lheya im Zwettlerdistrikt. Rayclsdorf, ein Pfarrdorf, im Landgericht Pottenbrunn. Rcrbcrs, eine Lokalkapellaney. . Rcmgers, ein Pfarrdorf in der Herrschaft tschau. Rembrechrs, ein Pfarrdorf. Rcmbrcchtspölla, ein Pfarrdorf, in dee 'Herrschaft Egenburg. RicAcrs, ein Pfarrdorf, über der Kamp. Aogcndorf, eine LocalkapellaneyRm Hornev- ^strikt, im Landgericht Egenburg. Röhrenbach, ein Pfarrdorf, über der Äamp, Landgericht Greulenstein. Rohrndorf, ein Pfarrdorf. Rosenau, ein Pfarrdvrf. Di« Herrschaft dat ihr eignes Landgericht. Rorhcnschachen (Rodenschachen) im Land» bericht Heidenrcichstein. Galingbcrg, ein Pfarrdorf, im Landgericht «efaL. Sallavukka (Salapulka) ein Pfarrdorf. Kchertcldorf, eine Lvcalkapellaney, im Land« bericht Schwarzenau. Schule 126 Schildern , ein Markt, Landgericht, wid Pfarr, am Kampfluß, südlich gegen Langenlois il" Kremserdistrikr. Schönbach, ein Pfarrdorf, an der Kamp/ im Landgericht Rapotensiein. Schönberg, ein Markt mit einer Pfarr, a>i der Grenze des Mannbartsberg, im Kremserdistrikr in der Herrschaft Grafeneck. Schreins, ein Markt, Landgericht, M'd Marr / westlich von Wien gegen die Grenze vo» Böhmen im Awettlerdistnikt. Hier ist der Post* wechsel zwischen Schwarzenau und Schwarzbach Schwarza, eine Localkapellaney, im Land¬ gericht Schreins. Schwarzenau, iz Meilen westwärts voti Dien am südöstlichen User der teutschenTheya Hiet ist dec Postwechsel zwischen Görtfritz unvSchrenis- Schwcigers , ein Markt mit einer Pfarr/ zwischen Zweitel und Weitra geqen die teutsch Theya im Zwettlerdistrikt, im Landgericht Weitra« Seifrid, eine Localkapellaney, im Landgericht Weitra« Scilmgstatt (Salingstadt) eine Localkapel¬ laney, über der teuischen Theya. Senftenberg (Sanftenberg) eine Marktpfact« Die Herrschaft hat ihr eigenes Landgericht. Sicbcnlmden, ein Pfarrdorf, im Landgt« richt Weitra. Eicbenwirthin, in der Herrschaft Äastenberg« Sicgbarss, ein Markt mit 68 Hausern/ Landgericht, und Pfarr nördlich von Leaps/ tvest« 127 Östlich Waidhofen an der'Thsya,^ im Horner- Distrikt. In dieser Gegend ist die leinene Band- Macherej sehr beträchtlich, die sogenannten Bäudel- kramer sind hier zu Hause. Speisendorf, eine Localkapellaney , im Land» bericht Weinern. Spiral, ein Pfarrdorf, im Landgericht Weikra. Spitz , ein Markt mit 178 Häusern/ Land, bericht kund Pfarr am nördlichen Mer Her Donau im Kremserdistrikt. Hier ist ein Siechenhaus , in welchem ein Theil der Armen von Wien ihre Ver¬ pflegung erhalten. In dieser Gegend findet man Glimmer, mit einer Art weißgrauen marmorirren beifenstein vermischt, Markstein, braunes Kup» ferpecherzt, Hornblende, leberrothen Bolus. Dir hier gelegene Kupfervitriol»Siederei wird nun wie¬ der betrieben. Stein, eine landesfürstliche Stadt mit 182 Häusern am nördlichen Ufer der Donau, oberhalb Krems- Die vielen Schiffe, die hier gewöhnlich an- länden, machen den Ort sehr lebhaft, vorzüglich zue Zeit der Weinlese, um welche Zett sich viele Wirthe, vorzüglich vom Lande ob der Ens zum Einkauf den Weins einfinden. Die sogenannte Linzer Or« dinart halt hier gewöhnlich Nachtquartier. Die hiesigen Weingewächse gehören zur mtttern Gattung, halten sich aber lang. Die Stadt ist mit Krems vereint. Stwftrn, ein Pfarrdorf, im Landgericht GarS. Stokern, ein Pfarrdorf, im Landgericht Egenburg. SträtzlnF, ein Marktpkarr, zwischen der «remS und der Kamp im Kremseidistrikre. Etra« z, F Strogen , Hn Pfarrdorf , i« Landgericht Horn. Süstcnbach , rine Localkapellaneyt Tattendorf, ein Pfarrdvrf. Theiß, ein s Pfarrdvrf , in der Herrschaft Grafenek. Thepa, ein Fluß, der eine zweyfache Quelle hat, deren eine die böhmische und die andere die reutsche Theya genennt wird. Die böhmische Theya entspringt an der Grenze Böhmens, ihr Lauf ist nördlich, und macht von dieser Seite die Grenze zwischen Böhmen und dem Lande unter der Ens. Bey Raps vereinigt sie sich mit der teutschenTheya, Von hier ist der Lauf nordöstlich nach Mähren und macht hier die Grenze zwischen dem Lande unteb der Ens und Mähren. Die teutsche Theya kömmt aus den Waldern von Engelstein, und nimmt ihren Lauf westnordwarts. Theya, ein Markt mit einer Pfarr, am Ufer der temschen Theya im Zwettlerdiftrstt, im Land, Gericht Waidhofen. Trabcnreut, ein Pfarrdorf, im Landgericht Drosendvrf. Trandorf, eine Localkapellaney - im Landge« richt Branthof. Traunstein, eine Marktpfarr unter derHerr« schäft Ottenschlag. Unser Krau am Sand, s. Unterweitra. Unterrana, eine Localkapellaney. Unterweitra , oder unser Frau an Sand / rin Pfarrdvrf, im Landgericht Weitra, vjkcs , s. Fides. Waid l2K waidbof, im gemeinen Lebe» hämisch Waid- ^vsen, eine landesfürstliche Stadt, Landgericht und Pfarr an der teutschen Ttxya, im Zwettlerdistrikt. Waldhansen, eineLocalkapellaney, im Land¬ gericht Rosenau. Walkenstein, s. Wolkenstein. waldrirchc, ein Pfarrdorf, im Landgericht Drvsendorf. waldreiche, am Wald, eineLocalkapellaney- Weiden, ein Flüßchen, har seinen Lauf von Norden nach Süden, wo es sich südwärts von Emmersdorf in die Donau verliert. Weidener*, ein Schloß, Landgericht, Markt Und Pfarr am Flusse gleiches Rahmens, im Krem» strdistrikt. weikardschlaxf, ein Markt und Pfarr, am kestllchen Mer derLheya, an der Grenje vonBöh« Men, im Hornerdtstrikt. Weinzierl, eine Loealkapellaney, ostwart- bon Krems. Weisscnkirche, ein Ma'kt und Pfarr am Nördlichen Ufer der Donau, hinter Dmrenstein, lnr Kremserdistrikl, im Landgericht Dürrenstein. Weiten , ein Pfarrdorf, im Landgericht Mvllenburg. weircrsfcld, auch Weitrafeld, ei« Pfarr» dorf, in der Herrschaft Hardeck. Wcitra, eine Stadt und Pfarr, an der Grem gegen Bödmen, westnordwarks am nördliche« Ufer oer Zwettl, östlich von Kirchberg, im Awettlrr- distrikt. Eeogr. Kandb. I, Thl, I Win» IZ0 wrndlschenstcig/^ ein Markt mit 56 Häu¬ sern, bey Kirchberg, im Zwettlerdisirikt. St. Wolfgang, auch Pfaffenschlag ein Pfart» dorf, in der Herrschaft Engelsiein. wolkcnsicln, ein Pfarrdorf, hinter Egen¬ burg. IDöfendorf (Wesendorf), ein Markt mit ei¬ ner Pfarr, an der Donau, unterhalb Spitz, ini Landgericht Dürrensrein. wurmbrandr, ein Pfarrdors, anderZwet- tel, im Landgericht Weinberg. Zlssersdor-f, kine Lokalkapellanei), im Land¬ gericht Drosendorf. Zobinss, ei» Markt und Pfarr, hinter Lan- genlois rm Kremserdistrikt, im Landgericht Sänf- renberg. Zugers, ein Pfarrdorf, hinter Gemünd. Zrvetrel, ein Flnß. Er hat seine Quelle itt dem Reichenauerforst an der Grenze gegen Böh¬ men; sem Laufist nordwestlich und vereinigt sich bey der Stadt gleiches Rahmens mit dec Kamp. Zwettel, eine kandesfürstliche Stadt mit ei¬ nem Landgericht und Pfarr, am Flusse gleiches Rahmens westwärts von Wien, westnordwarts ge¬ gen die Grenze von Böhmen und westwärts gegen das Land ob der Ens. Zrvettcl, eine Stistspfaar, am Flusse gleiches Rahmens. Die hier gelegene Abtei) ist in eine Abbecommandarie umgeandert worden. Das rzk Das Viertel unter dem Mannhartsberg grenzt gegen Norden an die Theya, gegen Osten §'< llnqarn, gegen Süden an die Donau-, und Ngen Westen an das Viertel ob dem Mannhgrts« berge. Dis vorzüglichsten Flüsse in diesem Viertel Md. Die Donau, Lheya , Zeya , Rußbach, Bulka und March. Dieses Viertel jählt.12 Stad» te, 64 Markte,485Dörfer. 'Der Weinbau wird in diesem Viertel ungemein yäusig getrieben, die besten Weingewächse sind bey Notz, Holenburg Bjsamberg, Lichtenwerd, Enzersdorf re. Mair schlagt daö Ertragmsi des Weinbaues auf 1,142,527 n> an. In'deeGegend, welche gegen Wien grenzt ist die Federviehzucht sehr beträchtlich. Der Ge» ireidebau steht vorzüglich im Marchfeld auf einem Men Fuße. Der Ertrag, der in diesem Vier» tel gelegenen Aeckek wird auf Z,zi9/343 st- be» stimmt. Es sind auch in diesem Viertel beträchtli¬ che Waldungen deren Erträgnisse auf 1^6,934 fl. ge¬ schätzt wird. Zu Pierawarth ist ein bekannter Ge¬ sundbrunnen. Die Distrikte, in welche dieses Vier¬ tel getheilet wird, sind der Korneuburger - Rötzer« und Zisserödorferdistrict. Hier folgt die Anzeige der Orte, als: Alchambrunu, rin Pfarrdorf, im Landgericht Zistersdorf. Aleenrverd, ein Pfarrborf, an der Donau.' Alttnroarr, ein Pfarrdorf. Altraupersdorf, ein Pfarrdorf, im Landge¬ richt Poysbrunn. Ameis, ein Vicartat, über der Zeya, im "andgericht Statz. I 2 Am IZL Andern , eine LokassapeNaney. Die Herr¬ schaft hat ihr eigenes Landgericht. Aspern , an der Donan, ein Pfarrdorf. Der liier gelegene Wildbann ist landesfürsllich. Aspern , an der Zeyg,ein Markt mit einer Plärr, westwärts an der Poststrasse nach Poysdorf im Zissersdorferdistrtkt. Die Herrschaft hat ihr eigenes Landgericht. Aspcrsdorf , ein Pfarrdorf, im Landgericht Guntersdvrf. Aucrsthal, ein Pfarrdorf, an Marchfeld. Berssau, eine Lvcalkapellaney, im Landgericht Göllersdorf. Bernardschal, ein'Pfarrdorf,im Landgericht Rabensburg. Birnbaum, ein P^arrdorf. Bisamberg, Schlsk »n^ndgericht, Pfarr» darf, yvifthm ffvrnneubnrg und En-erSdorf im Kornnmbnrgerdistrift. Die Weingewächse gehören in dieser legend in dis Elasse der besten. Bochslnss, eeld, im Landgericht Ort. Breitenwcida, ein Pfarrdorf. Bulka , ein Fluß , welcher, wie schon gesagt wurde, im Viertel ob dem Mannbartsberge ent¬ springt, von Westen nach Osten stießt, und beym Markte Buckau seinen Lauf nördlich nach der Theya nimmt, in welche er bey Kadolz fällt. Blilkau, ein Markt, Landgericht, und Pfarv am westlichen Ufer gleiches NahmenS, im Rötzerdi« strikt. Demzendorf, eine Localkapellaney , an der Bulka. Dobermansdorf, ein Pfarrdorf, über der 3eya, im Landgericht Nabensburg. DrosinA, ein Markt mit einer Pfarr, nord« östlich am Marchfluß, an der ungarischen Grenze, 'M Zissersdorferdistrikt. Dnrrenkrut, ein Markt mit einer Pfarr, "vrdostlich am Marchfluß, im Zissersdorferdistrikt. Die Herrschaft har ihr eigenes Landgericht. Ebenchal, ein. Pfarrdorf, im Landgericht Dnrrenkrut. Ebersdorf, ein Vicariat, hinter StamerS« ^rf, im Landgericht Ulrichskirche. I z Lcharrs« -34 L-ckartsau, ein Markt mit einer Pfarr, Mi» schen der Donau und dem Rußbach, im Kornneu» burgerdistrikt. Die Herrschaft har ihr eigenes Landgericht. Ecscndorf, im langen Thal, ein Pfarrdorf, im Landgericht Weyerburg. EMendorf, an der Wagram, ein Pfarr- dorf oberhalb Stockerau. Erbesrhal, eine Marktpfarr, westwärts der Poststraffe nach Poysdorf, im Landgericht Wül- fersdorf. Llsarn, eins Lokalkapellaney. Engcnbrrinn, ein Vicariat. Enctelstarren, ein Pfarrdorf, unter derHerr- schäft Schloßhof. Enzersderf, im gemeinen Leben, Langenzers¬ dorf, ein Pfarrdorf, 2 Meilen nordwärts von Wien im Kornneuburaerdistrikte. Hier ist der erste Post- rvechsel nach Böhmen. Enzcrsdorf, im Langenthal, eine Loralkapel- laney. Enzersdorf, ein Städtchen mit einem Land¬ gericht und Pfarr, gegen die Donau im Kornneu- bnrgerdistrikt. Lnzersfeld, ein Pfarrdorf, westwärts der Poststrasse nach Wollersdorf, im Landgericht M« samberg. Lrdberss, ein Pfarrdorf, ostwärts der Post¬ strasse nach Poysdörf, jm Landgericht Wülfersdorf- Ernftbrunn, (Ehrensbrunn) ein Marktpfart- Die -Herrschaft hat ihr eigenes Landgericht. Ess- Eßlrusf, eineLoealkapellaney, gegen das Stadt - chen Enzersdorf. Erzdvrf, ein Markt mit einer Plarr w-siiich bon deni Mannhartsberg im Kornireuburgerdstirikir. Fahlbach , ein Pfarrdorf , im Landgericht der Burg Laa. Fabndorf? eine Löcalkapellaney, im Landge¬ richt Egenburg. Falkcnffcin, em Markt mit einer Pfgrr südlich von Pvysdorf und nordwärts gegen Niklas- bürg in Mähren, im Assersdorftrdistrikt, im Land¬ gericht Poysbrunn. F Id- berre, eine Stadt, Landgericht, undPfarr, nordwärts an der Grenze gegenMäh"en, im Arsiers- dorferdistrikt. In dieser Gegend findet sich Mär- gel, welchen der östreichüche Qeconom Wieqand entdeckt hat. Auch har diese Gegend gute Weinge- rvachse, und ist mit beträchtlichen Waldungen um¬ geben- Nahe bei Feldsberg harre der sel. Wiegand sein Landgütchen, womit er vom Fürsten Wenzel von Lichtenstein beschenkt worden ist. Nach dem Tode dieses unvergeßlichen Fürstens bezog Wiegand mit seiner Familie das Landhaus, und gieng hier im Jahre 1779 zu seinen Vatern. Feuersbrunu, ein Psarrdorfch im Landge¬ richt Grafeneck. Hellabrunn, (Dberfellabrunn) ein Psarrdorf, unter der Herrschaft Schönborn, im Äornneu- burgerdjstrikt. Gauwirsch, ein Pfarrdvrf, unter der Herr¬ schaft Aspern an der Zeya. Gauncrsdorf, ein Markt, Landgericht und Pfarr, 6 Meilen nortnväcts von Wien, im Aiffers» I 4 dorser- rz6 borferdistrikt. Hier ist der Postwechsel zwischen Iöolkersdorf und Wülfersdorf. (Perasdorf, ein Pfarrdorf, rechts an der Poststrasse nach Wölkersdorf, im Landgericht Säst senbrunn. Gnadendorf/ riu Pfarrdorf, im Landgericht Ernstdrunn. Göllersdorf, ein Markt, Landgericht , und Pfarr an der Poststraffe nach Bödmen zwischen Stockerau und ober Hvlabrunn, im Rötzerdjstrikt. Gösincs, ein Pfarrdorf , im Landgericht Grafeneck. Gön>orf, ein Psarrdorf, unter der Herr¬ schaft Meisau. Götzcndorf, ein Pfarrdorf, unter der Herr¬ schaft Klosterneuburg, hinter dem Marchfeld. Grafensul; , ein Vicariat , im Landgericht Aspern an der Zeya. Grafenrverd, ein Markt mit einer Pfarr, gegen die Grenze des Mannstartsberq an der Kamp, wo sie sich mit der Donau vereinigt, im Kornneu« Kurgerdistrikt, im Landgericht Grafeneck. GroMrwm, ein Piarrdorf. Grossi, ein Pf-rrdorf, westwärts von Ober- Hollabrunn. Großentzersdorf, ein Pfarrhovf, an der Donau. Grossneiseldsrf, ein Pfarrdorf, im Land¬ gericht Guntersdorf. Großmugel, ein Pfarrdorf, Groß- rg7 fskrobnoundorf, ein Pfarrdorf, im Landge¬ richt Kumeredorf. Großridenthall, ein Pfam'dorf. (^rossrußbück) , ein Pfarrdorf, im Landge¬ richt Karnabrunn (Earnabrunner) Großsiölzcndorf, ein Pfarrdorf, Großwctzdorf, eins Locaikapellaney. Grinrersdorf, ein Markt, Landgericht und Pfarr, im Rvtzerdistriktc. Hadersdorf, ein Markt und Piarr an der Grenze des Mannharksbergs gegen das weMche klfer der Kamp, im Kornneuburgerdijirikl, im Land¬ gericht Walterskirche. Sadersdorf, eine Localkapellanei), im Land¬ gericht Waiterskirchr, Haders, ein Pchrrdorf, unter der Herrschaft Kadolz, an der Bulka. Hagenbcrg, ein Pfarrdorf, über der Zeya. H-itzendorf, ein Pfarrdorf, im Landgericht Grafcneck. Hamfrhal, eine Locaikapellaney, HarinLsice, ein Pfarrdorf, unter der Herr- ichaft Eckartsau. Hannaunsdorf (Herrmannsdorf) ein Psarv« "»rf, hinter Kornneuburg. Harres , ein Pfarrdorf, unter der Herrschaft Hardok. Hauxfsdorf, ein Markt, Landgericht, und vlarr, an der Bulka. I - A-uS" iz8 Hausbrunn , emP^arrdorf, hinter derZeya, im Landgericht Nabensburg. Kauski'rche , ein Pfarrdorf, im Landgericht Poysbrnnn, Kauslcuren, ein Pfarr mit einer Dechantei), westwärts hinter Stockerau. Kerrenbaumgarten, ein Pfarrdorf, nvrdost» wäkts an der Poststrasse, hinter Poysdorf. Kerrcnbeiß, ein Pfarrdorf, unter der Herr, schast Aspern an der Zcya. Kerzogbirnbaum , ein Pfarrdorf, im Land» Hericht Ernstbrunn. Kirschstatten, eine ScLloskapelle. Kobersbrunn, eine Localkapellaney. Kobcrsdorf, eine Localkapellaney. Kochcnau, ein Markt, mit einer Pfarr, am Marcdflust gegen das nördliche Ufer der Zeya, im Zistersdorferdistrikt. Kohcnrupersdorf, ein Markt, Landgericht und Pfarr westwärts der Strasse nachGauncrsdorf. Kohcnrvart, ein Pfarrdorf, gegen die Grenze an Obermannhartsberg. Kolabrunn (Oberhvlabrunn,) ein Markt mit einer Pfarr, 8 Meilen nordwärts von Wien , km Rötzerdistrikt. Hier ist der Pvstwechsel zwischen Mallebern und Jetzelsdorf an der Strasse nach Znaym in Mähren. Kolabrunn (Nnterholabrunn) ein Markt, mit einer Pfarr, nordwärts von Kornneuburg im Rötzer» Körsrs KZrarsdor-f, ein Pfarrdorf, unter der Herr« schäft Staats. Aüttcndorf , eine Localkapellaney, au der Zeya. Jatcusboi'Aen, ein Markt, Landgericht und Pfarr am Marchfiuß , nordwärts von Dürrenkrut >M Zistersdorferdistrikt. Jerzclsdorf, ein Pfarrdorf, westnordwärts bo» Wien im R§tz--rdistr!kt. Hier ist der Post« Wechsel zwischen Holabrunn und Znaim in Mähren« Jettclsce, eine Localkapellaney, an der Donau. Inzcrsdorf, eine Localkapellaney, ostwärts Von GaunerSdorf. . Ragran, (Gagaran) ein Pfarrdorf , unter der Herrschaft Klosterneuburg, Rammersdorf, ein Pfarrdorf. Rarnabrlrnn, (Carnabnmnen) ein Pfarrdorf. Die Herrschaft hat ihr eigenes Landgericht. Ratzelsdorf, (Kätzelsdorf) ein Pfarrdorf, Unter der Herrschaft Wülfersdorf. Rcttclsbrunn, ein Pfarrdorf. RlelncZersdo.-f, ein Pfarrdorf < im Land¬ gericht Bisamberg. Rlcmhöflcm, eine Localkapellaney, unter der Herrschaft RZtz. Ronigsbrunn, ein Pfarrdorf, links der Poststraffe nach Wölkersdorf. RirchbcrA, am Wagram, ein Markt mit einer Pfarr zwischen Städteldorf und Hqdersdorf Kornnsuburgerdistrikt. > Rpni- 140 Aoruneuburg, eine landesfürstliche Stadt mit einer Pfarr, am nordischen Ufer der Donau, an der Postfiraffe nach Stockerau. Hier ist der Sitz des Kreisamts von dem Viertel unter deni Mann» Hartsberg; auch ist hier seit 1788 eine Hauptschule. Aremberg, eine Localkapellaney, unter der Herrschaft Ulriechskirche. Rümmerleinsdorf, (Kümmersdorf) ein Pfarrdorf, hinter Stadtel Enzersdvrf. Laaeine landessürstliche Stadt mit r/o Häusern, 8 Meilen nordwärts von Wien, an der Grenze von Mahren am Flusse Vulkan, !m Zisters» dorferdistrikt. Ladcndorf, ein Schloß, Landgericht uud Pfarr, an der Zeya. Langenzersdorf, Enzersdvrf. Lassen, ein Pfarrdorf, am Marchfelde. Leitzersdorf, ein Markt , mit 105 Hausern, und Pfarr, im Landgericht Ernstbrunn, im Rötzer» distrikt. Leobcndorf, ein Pfarrdorf, unter der Herr¬ schaft Krenzenstein. Leopoldau im gemeinen Leben, Eipeldau, ein Pfarrdorf südlich von Kornnenburg am nörd¬ lichen Ufer der Donau, im Kornncuburgerdistrikt. Von dieser Gegend kömmt wöchentlich sehr viel Federvieh, als: Gänse, Enten rc nach Wien zum Verkaufe. Leopoldodorf, ein Pfarrdorf. Loidcsthal, eine Localkapellaney. Losdorf, eine Lvcalkapellaney. Mail» MalberA, ein Markt, Landgericht, und Pfarr. MaxebicrbLlim , ein Pfarrdorf, unter dir Herrschaft Ernstbrunn. Mailebern., ein Dorf sechs Meilen , west, uordlich von Wien an der Straffe nach Holabrnnn i>N Nötzerdistrikt. Hier ist der Postwcchsel zwischen Etockerau und Holabrnnn. Mannhartsbercs, ein hohes Gebirg zwischen der Donau und derTheya, von ihm hat der gegen Norden gelegene Theil des Landes unter der EnS seinen Nahmen , welches er in zween Theile abson» vert. Der Theil des Landes, der gegen der west, iichsn Seite dieses Berges grenzt, Hal den Nahmen ^bermannhartsberg, und derjenige, welcher an der Ostseite dieses Berges liegt, wird der Unter. Wannbartsberg genannt. Der obere Theil hat eine sehr rauhe Luft wegen der häuffgen Winde, dis aus Böhmen in diese Gegend kommen, von der Süd» seite haben die Winde aus Steyermark ihren Zu¬ gang. Sie sind in dieser Gegend ungemein heftig, Und selbst in den Sommermonaten darf sich der weisende, besonders des Morgens und Abends, vor ^alte wohl vorsehen. Hierin dürste auch die Nr» mch liegen , daß die WeingewZchse oberhalb deS Mannhartsberg nicht so gut gedeihen, als in ri¬ ngen unterhalb dieses Berges gelegene Gegenden. Aus dem Viertel ob dem Mannbarksberg,der sehr ^ichhalrig an Waldungen ist, wird vieles Brenn« dvlz „ach Wien gef.öfet, auch werden einige Millionen Weinsiecken jährlich dah-n gebracht. Mannbartsbrunn, eine Localkcchpellaney,uii-° ter der Herrschaft Ulrichvkirche. , March (die) , ein sslus, welcher aus Mahren wninit, und das Land unter der Ens vo» der nord. r4r nördlichen Seite sowohl von Mähren als Ungar» scheidet. Sie vereinigt sich bey der Stadt Laa mit der Thcya, nimmt bey Sirndorf die Zeya , und unterhalb Engelstatten den Rußbach zu sich, und fällt unterhalb Witzelsdorf in die Donau. Marchfeld, eine weite ebene Strecke., am Flusse gleiches Nahniens. Diese Gegend macht den südöstlichen Theil dieses Viertels, und ist ihrer be» sondern Fruchtbarkeit wegen allgemein bekannt. Man bestimmt ihre Lange auf fünf, und die Brei« le auf drey Meilen. In dieser Gegend wächst auch das bekannte Neygras. Marcheck, ein Städtchen, Landgericht und Pfarr, nordwärts von Schloßhof am Marchfluß tm Kornueuburgerdistrikt. Markgrafneusiedcl/ ein Pfarrdorfim March' selb. Markthof, eine Localkapellaney. Markersdorf (Obermarkersdorf), ein Markt Mit einer Pfarr, zwischen dem Markte BulkaN und der Stadt Rätz an der Grenze des Ober» maunhartsberg im Nötzerdistrikt. Martmsdorf (Markelsdorf) ein Pfarrdorf Mayen, ein Markt, Landgericht, und Pfarr im Marchfeld, im Zistersdorferdistrikt. Mannsrrank, ein Pfarrdorf, über der Zeya. Meißau, ein Städtchen mit einer Pfarr, an» Fusse des Mannhartsberg, nordwärts gegen Vul¬ kan, im Kornneuburgerdistrktt. Mlchelstatken, ein Pfarrdorf, nordwärts hinter Ernstbrunn. Mi- 14z Miffclbach, ein Markt mit einer Pfarr, an dec Zeya an ker Strasse nach Poysdorf, im Zisters- dvrferdistrikt. Mittergrabcrn, eine Lokalkappellaneh. Mittcrrötzbach, eine Lvkalkappellaney. Mühlbach, ein Pfarrdorf, an der Grenze des Obermcmnhar«Lbergs. ^Iappcrsdor>', ein Pfarrdorf, ostnordwarts von Oberhollabrunn. Ncu-orf, ein Markt mit einer Pfarr, zwi¬ schen Poysdorf und Niclasburg, östlich von Laa, Em Zistersdorftrdistrikt« Neueigen, ein Pfarrdorf an der Donau. Aeusicdel, rin Pfarrdorf. iMcdcrabrsdorf, ein Pfarrdorfan berZeya. Niederkrelizstatten, ein Pfarrdorf. Niederleiß, ein Pfarrdorf. Niederrußbach, ein Pfarrdorf, an der Straffe nach Horn. Niedei-slü;, ein Pfarrdorf gleiches Namens. Oberabrsdorf, ein Pfarrdorf, hinter Sto¬ ckerau. Oberfcllabrunn, ein Pfarrdorf / Unter der Herrschaft SchZnborn. GbcrgLirfcrndorf, eins Lvkalkappellaney. Sto^berhattizcmhal, ein Pfarrdorf, hinter Vberleiß, ein Pfarrdorf, Ober-» 144 GberinaUebern, s. Mallebern. Gbcrnälb , ein Pfarrdorf, über der Bulka. (Dbcrrötzbach, eine Lokalkappellaney, ander mährische Grenze. Mborsicbcnbttinn, ein Pfarrdorf, am Marchfelde. Vbcrsiilz, s. Sulz. Mcrtern, eine Lokalkappellaney. Vberweiden, ein Plarrdorfk, unter der Herrschaft Obersiebenbrunn. Mintz, eine Lokalkappellaney, unter der Herrschaft Kadolz. Gller-sdorf, ein Pfarrdsrf. Ort, ein Markt, Landgericht undPfarr, am nordöstlichen llfer der Donau bey Erkurdsau, im Kornneuburgerbistrikr. In dieser Gegend stnd beträchtliche Waldungen , welche zu dem landes¬ fürstlichen Forstamt in Wölkersdorf gehören. Mrenrhal, ein Pfarrvorf, an der mährischen Grenze. Pasdorf, ein Pfarrdorf, an der Grenze des Obermannhartsbergs. palrcrndorf, ein Pfarrdorf, an der Zeya- Patzinannsdorf, ein Psarrdorf, unter der Herrschaft Aspern an der Zeya. Pallcndorf, ein Pfarrdorf. Pfaffcndorf, ein Pfacrdorf, an der Bulka- pilltchsdorf, ein Pfarrdorf, über dem Rsßhache. Pler- Pirarrart, ein Pfarrdorf, ostwärts der Pvststrassenach Gaunersdorf, in Zistersdorferdistrtk(. Her hier gelegene Gesundbrunnen ist bekannt. plätt, eine Lokalkappellaney. Potrcnhof, eme LokalkappManey, unter bev Herrschaft Poysbrunn. Pos'sbrunn, ein Schloß, Landgericht und Psarr, hinter Poysdorf. pöttendorf, ein Markt mit 70 Hausern, rind einer Pfarr, westwärts von Stockerau, inr Zistcrdorferdistrikt. poxsdorf, ein Markt mit einer Pfarr , io Meilen nördlich von Wien, im Zistcrsdo''ferdi» strikt. Hier ist der Postwechsel zwischen Wülfers» dorf und Niclasburg. prinzcndorf, ein Pfarrdorf, an der Zeya. probftdovf, eine landesfürstliche Pfarre, «m Marchfelde, hinter Stadt! - Enzersdorf. Protrcs, eine Lvcappellaney. Pürach, (Pirach) ein Pfarrdorf. Aaosdorf, ein Pfarrdorf, in Marchfeld. RabcnsburF, ein Bergfchlost, Landgericht, undPfarr, ander Thcya, wo dje,elbe sich mit ver March vereint. Psadclbrunn , ein Markt mit einer Plärr, Nordwärts gegen Mechau und die westostliche Seite des MannhartSbergs im ?stlötzerdistrikt. 'R.agxscndorf , ein Markt mit einer Pfarr, NM Marchfelde, nördlich von Matzen, im Zisters« dorferdistrtkt. Tecinchal, ein Pfarrdorf, hinter der Zeya. D- Braunsdorf, hinter Oberhvlabrunn. ll. M. B. Bruck an der Leitha, gegen die ungeris^ Grenze. U. W. W- Nulkau, gnk Flusse gleiches Rahmens. M. B. § Lu'-ctens, im Land ob der Ens, am Fluist gleiches Rahmens- Burgstall, an der großen Erlaß. O-W-^' Burkersdorf, zwey Meilen, westwärts vo» Wien. U. W. W- Llarlsbach, über der Ips , rechts der Post' straffe nach Kemelimch. O« W. W° Larlstcin, hinter Horn, an der teutscht" Theya. O. M- B. Dobcrsbcrg, hinter der Wild, an der test' scheu Teya, O- M. B- Drosendorf, q.i der großen Theya, gegen men O. M. B. Drossicdel, hinter der Saß, O- M. B. Dörrenbach, s. Wildendürrenbach. Dürrcnkrut, an der March, und StrsE nach Lolicsch. U. M. B. Dörrenstcrn, an der Donau, oberhalb S. M. B- Ebendorf, -» der Zeya. U-, M. B- Ebe»» Ebenfurt, ostwärts von Neustadt.U- W.W. Ebersdorf, ostwärts von Wien, an der Donau, D, W. , Egenburg (Schloß) am Flusse des Mann- ^Mbergs, hinter Röschütz. O. M. B. Egenburg, (Stadt) O. M. B. Ech'rrdsau, zwischen dem Rußbach , und der ^onau. U- M. B. Els, über der kleinen Krems, O- M. B. Emincrsdor f, an der Donau. O. M. B, Enzcrshorf, gegen die Donan, bey Aspern. » Ernstbrunn (Ehrensbrunn), nordwärts von ^vrnneuburg. U. M. B. Aeldsbcrg, hinter Poysdorf, gegen die Frische Grenze. U- M. B. fsifchau (Vischau) am Steinfeld < westwärts dn Neustadt, an der kleinen Fischau. U. W. W. Flgdnly, gegen die mährische Grenze. O< Frevderk, hinter Kemelbach, gegen das Mche Mr der Ips. O. W. W. Frieda», hinter St."Pölten, an der Bie, O. W. W. am westlichen User der Kamp. O, Dr zwischen der Krems und Kamp. O. ' Gr- Gemeinlebern, oberhalb Tuln- O. W. W. Gemünd, hinter Kirchberg am Wald- Gleiß, am östlichen Ufer der Ips. O. W- 2? Gobelsburg, an der Kamp. O. M- B- Goldeck, nordwestwärts hinter St. Pölten- -S. W. W. Göllersdorf, hinter Stockerau. U- M- B- * Göttwcih (Gottwik) westwärts von Wieiu über der Trafen. O. W W. Gräfenberg, hinter Röschütz. O- M. B' Grafeneck, bey der Kamp- U. M- B- Greulenstein, über der Kamp. O. M- B> Großpopen, s. Popen. Grünbühel, über der Bielach, hinter bau. O. W. W. GumpolVskirchc, südwärts von Wien, b^' ter Neudorf am Gebirge. U- W- W. Gunrersdorf, an der Poststrasse nach dvrf.U. M. B- Guntramsdorf, südwärts von Wien, der Strasse nach Neudorf. U. W. W. Gurrhof, über der Trafen, hinter Herzog' bürg. O. W. W. Gutenbrimn ^nordwärts über der Bärs^' Ung- U. W. M. Gutenstcin, zwischen dem Geyer,'und Sch>^' berg. U. W. W. AM' . Haagberg, westwärts hinter Steka am Archen O- W- W- Hadersdorf/ an der Kamp. n. M. B. Hamburg (Schloß) an der Poststrasse nach Preßburq, 11. W. W. Hamburg (Stadt) U. W. W. Hamdorf, an dec Kamp. O- M. B. <^Haugsdorf, über der Bulka, rechts der ^Wrasse nach Jetzelsdorf. U. M- B- o- Daufenbach (Hausbach) nordwärts hinter Pölten. O. W. W- ^^Zau^irchc, über der Zeya, hinter Zisters- . Heidenrerckstcin, hinter Waidhofen an der ^ya. -O.M. B. Herzogburg am westlichen Ufer der Trafen- <>- W. ÄS. Htppcrsdorf, oberhalb Stockerau. U. M. B-. Hirfchbach, hinter Zwettel. O- M. B- Hof, an der March. U- M. B- , Hoheneck', über der Trafen, hinter St. Pök- ''N- O. W. W. Hohcnrupcrsdorf, westwärts der Strasse >ach Gaunersdorf. U. M. B- Horn (Schloß) zwischen der Kamp und V'ld. O. M- B. Iaitcnsbolgen, »hhalb Dürrrnkrut.U.M. B . N8 Ictcldsdorf, an der Posirasse nach Wollers¬ dorf. U.M. B. . Ilmair / an der böhmischen Grenze D. M. 2'- Iohaimsstein, nächst Sparbach inWienerw^^ U. W. W. Ips( Stadt)am Flusse gleiches Nähmet O. W. W.^ Ipsitz, hinter Gamiitg , an der kleinen 2^' L. W. W. f^Nd.cnau und Bnchsendorf, rechts der straffe hinter Sieghartskirche. O. W. W. Ranmbrtinn( Carnabrunnen) nordwärts^' ter Kornneuburg. U. M. B. RirchberF an der Bielach. O. W. W. RirchberA/ am Wald, hinter Zweitel. W.W. . Rre!iis( Stadt) am Flusse gleiches NahtN^ Nordwärts von Wien O. M. B. Llosterneuburg ( Stift), zwey Meilen tvt^ nordwärts von Wien an der Donau. U. W. W. Nönigstattcrt, bey Tulbinq. O. W. W- Rornneuburg, ander Donau, zwey non Dien. U. M. B. Rrcuzenstättcn, hinter Ulrichskirche. W. B. Rrcuzcnstein, an der Poststrasse nach ckerau. U. M> B. Aruinau, am nördlichen Ufer der Kamp- M. B. . Ui umbach, südwärts hinter Neustadt 159 Rühbach, an der großen Kamp.O.'M. B. n ( Burg ) gegen chis mährische Grenze. M. H. Laa, (Sadt)U. M. B. Ladcndorf, an derZaya. N. M. B. Läitsscnfeld/ überderKamp.O.M. V. » Reiben/ oberhalb der Wachau, am Weiden« "O O. M. B« Lengbach, hinter Hciligenkreuz. O. W. W. L^opolvsau', im gemeinen Leben Eipeltau, am ^»rchfelde. U. M. B. Leopolvsdorf, hinter Nothnsusiedel, an der Trasse nach Oedenburg. U. W. W. Lichtenstein, s. Medling ( Burg ) Lilienfeld, südwestwärts hinter Heiligenkreuz der Straffe nach Marienzel. O. W. W- Litfchau, gegen die Grenze von Böhmen. O- . Lstalberg, offwäts der Poststraffe nach Gan- '^dvrf. U. M. B. > Lttiknnersdorf, ostsüdwärts von Wien, hin» der Schwechat, tt. W. W. LNarcheck, an der March. U. M. B. r, ^iargarechen am Moos vstsüdlich von Wien »Mer der Schwechat. U. W. W° st. , am nördlichen Ende des MarchfeldeL Mauee l6o Mauer, hinter Hetzendorf am Gebirge- W. W. Maurern, an der Donau, der Sadt St^' gegenüber O. W. W. Mayers, beyder teutschenThha. O- M. Mcdlinff (Burg) südwärts von Wiciu techts der Strasse nach TraSkirchen. U. W. W- Medlins ( Markt ) U. W. W. MernburA, südwärts von Frieda». W. W. Melk, drsy Meilen von St. Pölten. O. W-^' Merkcnsteiv, südwärts hinter Vaden. W- W. Mollenburff, oberhalb Leiben. O. M. Murstärren, südtvärts dec Postsirasse «rack BarMinst. O. W. W- Ncudcck, oberhalb Stockerau. N. M. Neudorf, südwärts von Wien, an der straffe nach Baden. U. W- W. Neuhaus, südwestwärts von Baden, am^' birge. U. W. W. Neunkirchen, am Steinfelde, südwärts Neustadt, an der Schwarza. U. W. W. Nculengbach, s. Lengbach. Neustadt (ehemaligesBißthnm) sechst len südwärts von Wien. U. W. W. Neustadt (Stadt), U W. W. Nie- E Arederhauseck, a» der kleinen Erlas. O. «, !Piederfulz / ostwärts der Poststrasse nach «aun.ersdorst U. M° B. Niederwalfee, s. Walsee Nußdorf, ob der Trafen. O. W. W. Oberndorf, an der Melk. O. W. W. Obcrsicbenbrunn, am Marchfelde. UM.B° Oberrvaltersdorf, an der Triesting, links Poststrasse von Traskirche. U. W. W. Ort, an der Donau. U- M, B. Osterburg, an der Bielach. O. W. W. Otrenfchlag, hinter dem Ursprungs der Krems, 'i M. B. Ottenstein, am nördlichen Ufer der Kam» V. M. B. Paödorf, Ley der Zeya. U. M. V. Pechlarn, an der grossen Erlass. O. W. W« Perfenburg, jm gemeinen Leben Pössnburg, nördlichen Ufer der Donau Ü. M. B. n Petronell/ an der Straffe nach Pressburg. A;. W. Plankenstein, zwischen der Mänk und Melk.» W. W. Er. PZlr^r', acht Meilen, westrvarts voii u. W. W. ^^pen, über die Kamp. D. M- B° ^«ogr. Zsndb. I.THI L Pot>- Pottenbrunn, am östlichen User der TrasM zwischen BLrschling und St. Pölten, tt. W. Porrendorf, südostwärts von Wien. U. 28-^' poysbrunn, hinter Poysdorf. U. M. V. Peinzcndorf, anderZeya. U. M. B. prUtzcndorf, bey Bullau. O. M. B. Rabcnsdurg, an der Tb-ya- U. M. B' Rabenstein, ander Bielach. O. W. W. Rapotcnstem, an der kleinen Kamp. O. M- Raps, am Zusammenflüsse der teutschen böhmischen Lheyar Rastenberg - zwischen der Krems, Rastl/ O' M. B. Raubenstein, hinter Baden, im Thal' zwischen der Kamp und dem Gefäl- 'irwald. O. M. B. Schönau, an dec Triestig, hinter Traskircherk SchZnbühel, an der Donau, unterhalb Melk. W. W. Schönkirchc, im Marchflldr, an der Grenze »ach Holtcsch. U. M. B. Schreins, über teutschen Theya. O. M. B. Schraeenchal, über der Bulka, gegen Mtz. M. B. Schwadorf, südostwärts von Wien U. W. W- Schwarza», an der Schwarza. U. W. W. . Schwarzenau, am westliche Ufer der teut« sch-n Lheya. O. M. B. ,, Schwarzenbach, an der Gcenre von Ungern U. W. W. Schweinwart, hinter Bockstüß^ U. M. B- j? Sebcnstem, hinter Neustadt, im Gebirge. W. W. L s See- 164 Seefeld , an der Bulka. U. M. B. Seibersdorf, zwischen dem Reisenbach und der Leitha U. W. W. Sieghard, hinter Harn. O. M. B. Sicrendorf, bey Stockerau. U. W. B. Sitzendorf, an der Schmieds, westwärts ober Holabrvnn. U. M. B. Sitzcnthal, an ter Dielach. O. W- W- Sonnbcrg, an der Poststrasse nach Oberho' labrunn. tl. M- B. Spitz, (Schloß) an der Donau O-M. B. Staats, über der Zeya, hinter Aspern. U. M. B. Stadela», an der Donau- U. M. B. Star Hemberg -Piesting , westwärts von Neustadt im Gebirge. U. W. W. , Srransdorf, Key der Stadt Laa. U. M. B Stratzing, zwischen Langenlois und Sanften« berg. O. M- B. Stützenhofcn, gegen die mährische Grenze U. M. B. Süstenbrunn, im Marchfelde, hinter Leo« poldau. U. M. B. Traskircbc, zwey Meilen, südwärts von Wien. U. W. W. Trafmauer, am östlichen Ufer der Trafen- O- W. W. Trautmannsdorf, ostsudwans von Wien« hinter der Schwächar. u. W. W. Triee 195 TriebenTvinkel, (Trübeswinkel) an der Schwache,, westwärts von Traskirche. U. W- W. Trumau, ostwärts der Poststrasse, hinter traskirche U. W- W. Titln, am Flusse gleiches Rahmens 6 Met« ikn westwärts von Wien. O- W. W- Uimcrfeld, an der Jps O. W. W. Uirichskirche, westwärts bey Wölkersdorf. U- M. B. St. Veit, an der Wien, an der Strasse nach Schönbrunn. N. W- W. Waidhofen, an der Ips, unterhalb Ipsitz. v. W. W. Waidhofen (Schloß) an der Theya, an der Grenze von Böhmen- O. M. B. - Waidhofen (Stadt) au der Thsya. O« D?. B. Wald, südwärts von Bärschling. O. W. W. walfce, an der Donau. O. W. W. Walpersdorf, an der Strasse von Bärsch« "ng O. W- W. walterskirche, über die Zeya, hinter Wül< lersdorf U. M- B- . Wcidcneck, am nördlichen Ufer der Donau O. M. B. . Weinern, hinter der Saß, gegen die.^ reut- 'che Theya. O. M. B. Weinzirl, ostwärts von Krems O. M. B. Weissenberg, hinter MarientaferlO.W. B. , Weissenburg , südwärts hinter Friedau, ''N Gebirge O. W. W. L z Wei» weitt-a, hinter Zwettel. O. M- B. wererburg, westwarrs von OberholabrM U. M. D, "wildberg, hinter Horn, an der Wild M-B. wildendörrenbach, an der mährischen -r U. M. B. w-ci-mz, (Würnitz). wölbling, über di? Trafen. O. W. W- U)olfsrhal, an der Poststrasse, nach Pc^' bürg U. W. W. - U)olkersdorf, drcy Meilen nordwärts vo§ Wien an der Strasse nach Mahren. U. M. D- POülfcrsdorf, an der Zeya, sechs Mei^ Vpn Wien U. M. B. würniz, nordwärts hinter Kornneuburg. M. B. Zacking, unterhalb St. Pölten. O- W- Zersing, am Ianerling O. M. B. _Zcdelmaringen, (gehört zuni Stifte O- W. W. M ostwärts von Gaunersdorf. Zwentendorf, zwischen der Bärschling Trafen. U- W. W. Zellern, an der Poststrasse'nach Strengt jtvischen Amstärten und Oed. O. W. W. Zckklng, am Bache gleiches Rahmens / tvartS von Melk. O- W. W. Zwettel, am Flusse gleiches Rahmens- M. B» Land ob der Enr. «^)er besannt? L/-;ius bat in seinem Werke: Up! ckoroAraphici krovinc. ^uliiiae, ^ne Cbarte von dem Lande ob der En» geliefert. Dieselbe leister zum KenMniss der Lage diejes Lan¬ des in der Zeit, als die Charte verfertiget wor» de» ist, Genüge. Ferne sind von diesem Lande poch diese Chanen vorhanden; als: ^rclnnica cle/criptio, tacta anno 1667. — kro? ^nciam Hanc pera^ravit, clelineavit, mon» er valle8, civitate8, monastsria et arces vivum/ Quantum proportio, permilit, in Unc rnoclum eoneinnavit 6sa^Z-r«^ ^rolensts e ^Venn8, tune temporis karo- "Us in li-eouüssin, ^uÜriae Iu^eriori8. Mel¬ chior 170 chior /sü/söö Cecit. ^dug. Vinclel. l66y. in k? List, rnü clem Lsnclesvnpsn. Diese CharC ist von den öffentlich bekarnten dieses Landes bi^ jetzt die Königinn. Judesien fehlt cs derselbe» auch nicht an wesentlichen Mangeln; z. B. dH) Pleckenffein sollte ein Grenzpnukt stehen, da dielet Ort das Land von Böhmen scheidet. Diese Chat» te ist heut zu Tage ungemein selten. Im Jahre 1-62. gab (5. A. Schanz die Vischerjiche Charte in vier Blattern unter dem Titel: 2Lic:hickucutni» ^dultrise tzeogru^lücu ckelcri^tio, ans Licht- 'Cadula »nstriaa lupru Eversum fftse. Von dleinr. ^l7a>tr/r gestochen. ( sjm 2ten Theil ^uüriua n'sppis gevZrnxlücis stiltinctse.) ^rcffiZucmtu8 ^ullrine 5u^eriori8 in lusS ^nnclrunte8 ckitione8 exvcte ckivisi, accurs- tisstma Dsbula, etc. — — ckeluink» et exliibits L stounn. Lg^>r. ^öo/nanero. Aort' der^se. Isovn ^rcliielucatub ^uffriae fst' xerior>8, Oitiones in lun8 <^tlsstrsnte8 clividss, --juxts recentillimä8 ohlervutiooe8, uä' ornutu. ltuciiv — Dvb. Lonr. .Die Homannische und Lvtterische Charte ganz verdorbene Nachstiche von der Vischerische» Charte, daher dieselben gar keine Empfehlung ve^ dienen. Die Ort? sind gröstentheilS unrichtig i" den Vierteln angezeigt. Z. B. Gmunden, TraMl kirche, re. sieden im Hausruckviertel, da solcv in Traunviertel gelegen. Gleiche Beschaffend^ hat es mit denWeigelischen, Dalknischen und Ss^ terischen Charten. Das oben angeführte tinsche Chärtchen wäre den Schulen jum Gebra" che vorzüglich zu empfehlen. Es bssinden sich bey die,em Charkchen auch noch insbesondere von je¬ dem Viertel eine- Der Stich ist rein: die Vische- rische wurde dabey zum Grunde geleget. Das Land ob der Ens wird in der Kanzelley» spräche Oberösierreich (Mbcrossreich ) genannt. In den alteren Zeiten hat man dasselbe immer das Land ob der Ens genannt, da dasselbe oberhalb des Flusses, von welchem es den Nahmen hat, ge¬ legen ist. Die geographische Lage dieses Landes hat der bekannte Astronom zu Kremsmünster, Herr Pla¬ cidus Fixlmüllcr, am richtigsten bestimmt, da dieselbe bis jetzt öffentlich nicht bekannt worden; so theile ich sie °mik, wir ich solche erhalten habe. Die geographische Lage Oestreichs, schreibt Herr Fixlmüller an einen seiner Freunde, ist bisher in de» Landcharten sehr fehlerhaft angegeben wor¬ den; ja die Fehler erstrecken sich in einigen wohl bis 2 Grade und noch darüber.-- Wenn man den ersten Mittagskrsis durch die Insel Ferra also annihmt, wie es bey den berühmtesten fran¬ zösischen Geographen gewöhnlich ist, nähmlich: 20 Grad westlich von Paris entfernt; so liegt das Land ob der Ens, mit Inbegriff des Innviertels, zwischen gc>Gr. 12 Min. und g2 Gr. g tur sehr zu statten kömmt, ist, daß die Grundstü¬ cke sich gewöhnlich bey dem Hause ihres Bearbei¬ ters finden. Der Wntzenbau wird häufig getrie¬ ben ; der beste Getreidebau ist um St. Florian und im Innviertel. In dem jenseit der Donall gelegenen Viertel entspricht der Boden der Getrei¬ dekultur nicht, daher man sich mehr der Flachs¬ und Hanferzielnng widmet. Der Bauer hat sei¬ ne eigene Sprache, er spricht froisen für kalt, a joda für neu,, rc. Die Aussprache der Einwob-, fier im Gan; n fällt, vorzüglich bey dem Fraires Volk- seh« ins Singende. Ein gewöhnlicher Au^ druck 175 öruck ist diesem Lande ist: i MLA nie, für: ich kann nicht. Das weibliche Geschlecht, vorzüglich von der Elasts des Landbauers, hat ihre besonde¬ re Kleidung; die schwarze Farbe ist die Liebliugs- sarbe > dis Röcke werden kurz und rund getragen. Dis Mädchen im Donaurhal trugen sie so kurz, daß diese Tracht durch ein Gesetz mußte verkochen werden. Die Mädchen auf dem Lande sind sehr ÄM gebaut, die Natur gibt ihnen ein roch und weiß gefärbtes rundes Gesicht - mit einem gesun¬ den vollen Busen. Auf dem öffnest Lande tragt das Frauenvolk gewöhnlich Hüte- die ungettiein gut bilden. Di? Sensenschmiede haben ihre eige» ue Tracht, dieselbe besteht bey Männern in einem langen bis an die Wade reichenden Nock, vom vlivenfarben, oder schwarzen Tuch - mit buntfar¬ bigem Kattun gefüttert, mit Hästeln (jetzt ge¬ wöhnlich mit Silberknö^fen ) besetzt; darunter Wird ein Leibchen mit Silber - oder Goldtressen besetztt getragen, die Halssierde ist ein Seidsnflor; den mitteren Theil des Körpers bedeckt eine Z bis 6 Zoll breite lederne und mit weissen Stäften dicht bezetzte Gürtel; die Beinkleider sind von Leder- Und ein runder Hut, um bessert Kapps sich eine Gold - oder Silbertreffe schlängelt, deckt den Kopf. Im Uebrigsn ist die Kleidungsark nach den Vierteln sehr verschieden. Die sogenannten Stie- kellsten, welche bis an die Wade reichen, und vvrne zu schnüren sind, werden allgemein getra¬ gen. Auf eins Quadratmsile kommen 2,102 See- len. Diese Summe verglichen mir jener im Lan¬ de unter der Ens, zeigt sich, daß diese Provinz luit Inbegriff Wiens um viel geringer bevölkert ist, *!s üjx oberenserische. Zm 176 Im ggnzeit Lande beschden sich 14 Städte 88 Markte, 41 Hofmärkte, 6177 Dörfer und einzelne Höfe. Zur Besorgung der politische» Angelegenheit ten besteht in Linz eine Landesregierung, desse» Chef zugleich das Oberhaupt von den Skändell ist. Der Landesregierung sind die. Kreisamker, das in Gmunden gelegene Salzvberamt, die Land» Berichte, Magistrate und Ortsobrigkeiten untepqe» ordnet. In Lin; hat auch das Pvlieeiamt, als ein Filial von der Polieeidirektion in Wien, ihren Sitz. Das vormahls in Linz gelegene Mautobee- amt ist in ein Inspektorat umgeandert worden. Zur Handhabung der adelichen Iustirzangelegenhei» ten besteht in Linz ein adeliches Gericht, simer dem Titel: Landrecht, dessen Geschäfte aber, von kei» neni besonderen Umiange sind. Die Appellation! geht in allen Justitzsachen dieses Landes, an Vas in Wien gelegene Äppellationgericht. Die in del! Stadt Steyer gelegene Eissnobmannschaft ist er» loschen, und an dessen Stelle ein Berggerichk er* richtet worden. Dis Verfassung der Landstänbe ist iezt mit jener in Wien vollkommen gleich. Die Stände be» stehen aus dem Klero, Herrenstand, Ritterstand, und den Deputieren der landesfürstlichen Städte. Der Klerus begreift den 'ifchsf in rinz, die Pr4- lareu und Abbekoinmendatenrs in sich. Der dänv» tasszvtrd gewöhnlich im Oktober gehalten. hinter den Kunstproduk^eii dieses Landes sie» Heu Vie Eisenarbeiten theils wegen ihres hobssi Alters, theils wegen des grossen Geldzustusss/ welchen solche dem Lande verschaffen, obenan; daN» svlgr die Leinemveberey, die zivar nicht mehr voll dem -77 dem Belange ist, als dieselbe mar. Indessen stak Aan im Jahre 1782 im ganzen Lande 46,257 o'lachs - und Hanfspienner, und 7Z Leinwandbänd- !er gezählt. Die Wollenzeugweberey ist ebenfalls ein beträchtlicher Nabrungszweig in diesem Lande. Die in Linz gelegene landesfürstliche Wollenzeugma» dufaktur bedarf keiner weitern Erwähnung, da dieselbe heute allgemein bekannt ist. Aus er dieser Manufaktur hat das Land viele einzelne Zeugweber. Endlich ist noch das schwarze Erdgeschirr, tvelches in der Gegend um Engelszell, Perg (Berg) re. häustg fabricirt, und auf den Markten iu Wien ab« besetzet wird, anzuführen. Zu den übrigen im Lande gelegenen Manufakturen gehören: die Beutelmanu- fakruren, eine Wollenstrümpfmanufakrur, Musse« «n-und Batistmanufaktur; Holzwaarenfabrikarur; Berlinerblaufabrikatur, und Berggrnnfabrikatur. bchteßpulver wird im Lande vortrefflich erzeugt, Tuchweberei wird vorzüglich getrieben , und in den Gegenden um Freystadt ein guter Zwirn er« Zeugt. Unter den Eisenarbeitern sind die Hacken¬ UndHammerschmiede, Nagelschmiede, Messer -Klin« Sen. und Gabelschmiede, und Sensenschmtede die beträchtlichsten. Ein genauer Vergleich, der Ein « und AuS- mhrartikel, gibt die Ueberzeugung, das das Land Bilanz des Vortheils nicht gant für sich bat. Die Provinz erhalt von Böhme«: Getreide, (in beträchtlicher Menge) Hopfen, Wildbret, Feder« dich, Gesundheitwaffer, Zinn, Glas, Hasenbalge, Fische, feine Leinwand, Zwirn, Tuch (in betracht« «cher Menge), Blechwaaren, Carlsbaderwaaren M von dem Lande unrcr der Ens: Safran, ^enf, Wein (in sehr beträchtlicher Menge) To- (in jzroser Menge), Porzellan, Spiegel, Rietst,jften, Bleyweis, Eienküchengeschirr, Lionk« Exogr. Aandb. l. Thl. M sch? 179 schewaaren, Seidenwaaren von ollen Gattungen in beträchtlicher Menge, Äallmi in grosser Menge, Hüte, Galanteriewaaren, MessiMvaaren, Leder, Bücher; von Ungarn: Luch, Wein, Ochsen, Schweine, Getreide, Knoppern, Kupfer, Pot¬ asche, Weins, Wolle (in beträchtlicher Mengs') von Triest: Liqueurs; von Srcycrmark rohes Eisen (in beträchtlicher Menge) Federvieh, vor¬ züglich Kapaune, Hornvieh rc. von Larntcn'. Blehweis; von Rrain: Quecksilber; von Tse r.o!: rohe Seide, Kupfer, Käse , Teppich, baunw wollenewaaren rc. von den Niederlanden: feines Tuch, Spitze, Zwirn feine Leinwandrc. Aus frem¬ den bändern: Getreide, Brennholz, Flachs, Hanf, Kaffee, Gewürz, Zucker, Thse, andere südliche Früchte und Apothekerwaare. Zu den vorzüglich' sten Ausfuhrartikeln gehören: Salz- (nach Böhmen und dem Lande unter der Ens) Bau- und Brenn¬ holz (mehr von der ersteren Gattung) Eisenarbeiten, Leinwand, Wollenzeuge, Zwirn, Musselin, Ba¬ tist , Mdgeschirr (in grosser Menge ) wollens Strümpfe, Beut.iiuch rc. Den größten Handel unterhält- die -Provinz mit dem Lands unter der Ens, vorzüglich mit Wien. Es ist äusser allem Aweifel, daß von Seite dieser Provinz' die Bilanz «uf der Seite des Landes ob der Ens ist. Die Waarendurchsuhr ist vorzüglich nach Salz¬ burg , und München, beträchtlich. Von Ei^ geht die Eommercialstrasse durch Ebersbcrg, Wels, Lambach nach Salzburg, München rc. Rach dem teurschen Reich führt die Straffe von Ens über Linz, Efferding , Bayrbach rc. nach Böhmen führt die Kommercialstrasse durch Frepftatk rc. und nach Eteyermark von Linz über Ens, Stepr, KasteA rc Die Donaufarth ist ebenfalls von vielen Be¬ lange, wöchentlich fahren von Linz zwcy sogenaull- 1« Ordinari nach Wien. Zahrlich hält Linz zwe>) Haupt- 179 Hauptjahrmarkte/ den ersten nach der Osterwoche, und den zweyten nach Marienhimmelfahrt. Beyde- Markte werden größtentheis von den Wiener « Kauf« ^uten, und Böhmern besucht, die letzten, machen beträchtlichen Absatz mit Tuck, die ersteren hinge¬ gen mit Seidenwaaren, Galanteriewaaren, feinen ^uch rc. Beyde Markte ziehen jährlich eine be¬ trächtliche Geldsumme außer Land. Das Chnstenthum fand schon im dritten Jahr» hundert in diesem Lande Eingang. St- Laurenz, Und Florian werden als erste Apostel angegeben» Das Land hatte auch schon im Jahr 250 einen Bischof, er nannte sichGerardus, dessen Sitz war in Lorch, welchen Ort man irrig für das heutige Ens angibt. Lorch liegt am Flüßchen gleiches Rahmens, von dem heutigen Ens nordwärts eine Viertelmeile gelegen , dasselbe besteht aus iz Häu¬ sern. Die hier gelegene St. Laureiizkircbe halt man für die bischöfliche Kirche; so viel ist gewiß, daß dieselbe noch im Jahr i.M, den Pfarrgottesdienst besorgt hat. Das Bissthum Lorch hat sich durch das ganze nördliche und südliche Noricum bis inS unter Panonien ausgedehnt. In Folge des Brie¬ fes , welchen Pabst Eugen an die avarischen und mährischen Bischöfe geschrieben hat, hat der Bischof von Lorch sieben Suffragane unter sich ge¬ habt. Der Bischof Theodor, ein strenger Bestreik ier des Arianismus war lunter den Lvrchischen Bi¬ schöfen der erste, welcher das Pallium von dem Bischof in Nom erhalten hat. Er starb im Jahr Z24. Den beständigen Einfällen der Hunnen in das Noricum ripense zu entgehen, hat sich der Bi¬ schof Vtvilo i», Jahre -^7 nach Paßau begeben, diesen Ort zur ordentlichen bischöflichen Residenz Lewählet , welcher poch im Jahr 1784 die Diöce« > anrechre über bas Land ob der Ens, und de» M 2 zröß» 180 — yrößten Theil des Landes unter der Ens ausgenbet hat. Joseph H- errichtete im Jahre 1785 in Linz ein eigenes Bißthum für das Land ob der Ens, erklärte es unabhängig von dem Bißthum inPaßaU, und den oberenserischen Bischof, als Suffragan von dem Erzbischof in Wien. Der erste Bischof, welcher der oberensecischen Kirche vorzustehen kam, war Ernest Graf von Herberstein ; er starb im Jahre 1789, es ist von ihm bloß sein Nähme am die Nachwelt gekommen. Der Bischof in Lin; hat wie jeder anderer sein eigenes Konsistorium, seinen Generalvicar, Domprobst, Dvmdechant, DoM- scbolasticus, und dreh Dommherren. Auf Ver¬ anlassung des Dechant und Stadtpfarrers zu Ens, Herrn Alexander Grafen von Engi zu Wagrain (jetzt Bischof zu Leoben) wurde im Jahre 1762 der Grund zu einen, bischöflichen Seminar in Ens gelegt. Im Jahre 1766 hat die Höchfisel. Monarchin Maria Theresia bewilliget, daß von allen NN oberenserischen Kirchsprengel gelegenen Gotteshäu¬ sern durch vier Jahre der reine Neberschuß des Vermögens der angeführten Gotteshäuser an das genannte Seminar überlassen werde. Dieses gräf¬ liche Englische Institut wurde nebst den dazu gehörigen^Kapitalien, wie auch mit den für an¬ gehende Theologen, gewidmeten Stiftungen dem Gesreralseminarium im Jahr 1788 in Wien znge- thellt; das theologische Studium ist daher in Linz eingegangen. Die sämmtlichen, für angehende Theologen im Lande ob der Ens gestifteten Ka¬ pitalien betragen eine Summe von 94, 277^ rz kr. Von den im Lande gelegenen i? Stiften be¬ stehen jetzt sieben, als: zwei) Benediktinerstiste ;U Kremsmunster und Lambach, zwep Cisterctenscr- stsste, nähmlich zu Wilhering und Schlierbach; Ein lateranensischsj Chorherrenstift St. Augustin, zu St. Florian; Em Prämonstrnlenserstistzu Schlögl, und 181 Und ein westliches Kollegiatstist zu Spital am Pirn. Der Benediktinerorden, hat sich im achten Jahr- mindert in diesem Lande sefhast gemacht- Die Wonnen der h. Elisabeth haben rn Linz für ihr Ge¬ schlecht ein Krankenspital; auch die Barmherzigen Brüder haben eines für ihr Geschlecht; zu Frey, statt haben die Piaristen ein Kioster. Das Pfarr, festen ist im diesem Lande ebenfalls nach dem Io« stphinischcn System regulirt. Im r6tenIahrhunoert bat die Lehre Luthers in dieser Provinz Grund gefastet, und sich in Geheim, bis auf unsere Zei« ten erhalten. Die zwey oberen politischen Land¬ stände , haben sich noch zum Anfang des i7ten Jahrhunderts zur Lehre Luthers bekannt, und Unter den landcSfürstlichen Städten, hatte diestLeh« ke in der Stadt Steyer die meisten Anhänger. Nach den Iosepbinifchen Duldunggesetzsn geniessen die Protestanten auch in dieser Provinz der Gewissens» freyheit, und da die evangelisch - lutherische Ge¬ meine bereits sehr stark an der Zahl ist z so erhielt dieselbe ihren eigenen Superintendenten, dessen Kirchsprengel sich auch über Tyrol verbreitet. Die Waldenser, welche ihren Sitz in und um Tteyr gehabt haben, sind schon im ?4ten Jahr¬ hundert mit Stock, und Feuer vertilgt worden. Zur Verbreitung der Wissenschaften bestehen 'n Linz ein Lycäum, und Gymnasium. Der Ursprung des ersteren fallt in das sechszebnre Jahr¬ hundert. Seine Stifter waren, dir der augspur- Echen Konfession damahls zugethanenen zwey ubere politischen Herrenstände; sie haben sowohl §ur Unterhaltung dieser Schule, welche in dem ^andhanse in Linz lag, als auch zur Unterstützung Jugend die Herrschaft Ortenshelm erkauft, und die davon jährlich abgefallenen Einkunft sur Schul - und Stipendialscasse bestimmt. Kapital derselben macht eine Summe von M Z 3^8, ;8r 318,778 Gulden. Nach Unterdrückung des Bro» testantismus haben die Jesuiten ein Gymnasium in Linz gegründet, zu dessen Erholung sie jährlich aus der Schul - und Stipendiatscasse 2000 Gulden (jetzt werden nur 1800 Gulden abgeführet) bekamen, zugleich wurde ihnen die Herrschaft OttensheiM eingeraumt, worüber aber die Landstande das Wie» derlösunasrecht sich Vorbehalten haben. Kaiser Leopold hat dem Gymnasio das Recht zur Verleihung der phi¬ losophischen Doctorswürde ertheilt. An dem Ly>^ cäum , kaum ein Schatten seiner alteren Schwe¬ ster, lehrt man jetzt Logik, Metaphysik, und praktische Philosophie, Physik, und Mathematik. Auch sind zwey ProfefforeS der Rechte , und ein Le hrer der politischen Wissenschaften vorhanden. Für das me- dicinisch-chirurgische Studium sind ebenfalls zwey Lehrer bestellt. Das erste Gymnasium hat das Bene- dietmerstift zu Mondsee zu Anfänge des sechzehn¬ ten Jahrhunders gegründet; seine Existenz aber war von kurzer Dauer. In dem eben angeführ¬ ten Jahrhunderts wurde ein Gymnasium in dem Markte Kremsmünster von dem da gelegenen Br« nedictinerstiste errichtet; dieses Gymnasium be¬ steht jetzt noch. Die in eben diesem Markte im Jahre 1744 von dem Stifte errichtete adeliche Ritteracademie ist erloschen. Wie eS das, dersel¬ ben ertheilte, kaiserliche Privilegium, ausweiset, so war man bloß berechtigt in derselben alles das die Eleven lehren, waS in öffentlichen Schulen, nach dem Beispiele, anderer Ritteracademienvorge- tragen worden. Die Plansten zu Freystatt unter¬ halten ebenfalls ein Gymnasium. Das Lycaum in Linz hal ikre eigene Bibliothek, wovon ein Bene- dlctiner von Kremsmünster Vorsteher ist, und auch ein physikalisches Kabinet. Die Zahl der Stu¬ dierenden in Linz, vorzüglich am Lycao, ist sehr unbe- ttträciftlich; und wird immer kleiner, da bemit¬ telte Aeltem anfangen ihre Sohne nach Wien,zuM Stu- Studier?» zu senden. Diesem Veysoiele folgen such die Jünglinge,, welche im Genüsse eines dem Un- terhalt entsprechenden Stipendiums stehen. Zur Be¬ förderung der Literatur hat der an d-.m .GyiMlasto, und in der Folge an dem Lycäo in Linz gestandene Lehrer Herr Wenzel Heinze, Exjesuir, sehr tha- thigmitgewirket, und die Musen haben ihn zur Be¬ lohnung seines Diersteistees zu einem Dorfpfarrcr in Altenfeld, im Mühlviertel gelegen, befördert, Die Verbesserung des wutschen Schulwesens macht durch die thätige Bemühung des Oberarsssehers des¬ selben , Herrn Joseph Mayerhoftr, sehr schnelle Fortschritte. Die in Kremsmünster gelegene astro ' uomische Sternwarte, welche dasV Stift auS dem Grunde auf eigne Kosten hat aufbauen lassen, macht demselben ungemeine Ehre; und gehört unsiretig zu . den ansehnlichsten Sternwar¬ ten Teutschlandes. Der Vorsteher desselben, und welcher zugleich ihr die heutige Einrichtung gab, ist Herr Placidus Fixlmüller, ein allgemein im Fache der Astronomie geschätzter Mann. Zur Ver¬ breitung , einer geläuterten Philosophie sowohl zu Äremsmünster, also an dem Lycäo in Ljnz Halder Dechant und Pfarrer zuTbalheim, wie auch Di¬ rektor deS philosophischen Studium in Linz, Herr Cölestin Schisrman, alles geleistet. Auf seine Veranlassung mußten die kapuciner in Wek-, un¬ geachtet ihres heftigen Widerstrebens, dieMachematlk nach Wolf, in ihrer Älosterschule, lehren- Dis Nonnen der h. Ursula halten in Folge ihres Insti¬ tuts in Linz eine Mädchenschule. Der Milizstand besteht in diesem Lande aus dreh Regimentern, deren Werbbezirke diese sind: im HauSrukviertek, und Jnviertel liegt Stein, dessen St«b zu Linz ist , im Mühlviertel Klebeck, Stab desselben in Linz , und im Tramwiertel Lang, ^bssen Stab in Ens- Ferner ist in Linz ein Milizcommando, Untergeordnet dem General. Miltzkommaado in Wien; ein Feldkriegs - Commis, 184 sariat, ein Festungscsmmandant zu Braunau; rin Milizverpflegamt,- ein Deserrioncordon, und ein Ar¬ tillerie > und Zeughaus. Zu Breyer befindet sich eine Feuergewehrfabrik, welcher ein Hauptmann vor» steht. Jedes Regiment hat, nach dem Beyspiele anderer Lander, seines eigene Regimentsschule für 40 Knaben. Das Stiftung « Und Armenwessn hat in die¬ sem Lande mir den übrigen Provinzen gleiche Ver¬ fassung. Der Stiftungsfond ist für den kleinen Raum dieses Landes ungemein beträchtlich. Man hat von mir über das östreichischc StiftunF» rvescn, wie ich es schon anderweitig gesagt habe, (Man sehe die Vorrede zum zweyten Ban« de d-r östreichjschen Staatenknnde) ein interes¬ santes Werk zu erwarten; in welchem vor« züqlich der Stand des oberensertschen Stiftung» wesens in den älteren, und jetzigen Zeiten, umständ¬ lich behandelt ist. Keine Stiftung wird aukge« führt deren reele Existenz sich nicht autunumstösliche Urkunden gründet. Das Werk ist chronologisch geordnet, und vyn 1779 bis zum Schluffe des i?87sten Jahres habe ich das Tagebuch selbst geführt. Das in Lin; gelegene nordische Stift ist in seinem Issten Lebensalter erloschen. , Zur Unterhaltung des öffentlichen Staatsauf« wandes hat das Lande bis jetzt 2,520,000 Gul« den beygetragen. Hier Folgen, die im Lande gelegenen merk« Würdigsten Orte, also: inr Hausruckbiertel, dasselbe gränzt gegen Norden an das Mühl¬ viertel, gegen Osten und Süden an das Traun¬ viertel viertel; gegen Südwest an Salzburg, und Men Dessen an das Innviertel. Die GrenzflnsssMie- sss Viertels sind die Donau, hier macht die Grenz - sebeidung von der westnordlichen Seite der dem Markte Enqelszell gegenüber, in der Donau Ker. vorragendeJochmstein, genannt; dessen eine Seite das üstreichjsche, und die andere das paßanische Dapen führt; von der ostsüdlichen, und westsüdlichen Seite macht die Traun die Grenze. Der Flä¬ chenraum dieses Viertels enthält 8Z eine halbe geometrische Quadrat-Meile. Seine Länge von der sogenannten Galgenleithen bis «n die Traun betragt iS Postmeilen, und die Brette von Brunn bis an die Donau io Postmeilen. Zu den klei¬ den Flüssen dieses Viertels gehören der Inn, die Rettel, die Nögl, Ager, Ascha, rc. Die vor¬ züglichste Seen sind der Attersee, und Mondsee. In diesem Viertel sind 6 LUadte (darunter g lan- desfürstltche , 25 Märkte, und 234g Dörfer ge¬ legen. Der Getreidebau wird sehr haussa getrie¬ ben ; etwas Wein wird in der Gegend um Aschau gebauet, der aber nichts taugt; bey Engels- zell sind schone Marmorbrüche, rc. Zu den vor- iüglichsten Kunstprodukten dieses Viertels gehören, bie außer Linz, am südlichen Ufer der Donau ge¬ legene Wollenzeugmanufactur , die Mußelin - und Batistmanufactur j« Schwanenstatt; die Erd- keschjrrfabricatur in der Gegend um Engels- Ass, und Berg und die Holzwaarensabricatur in der Gegend um Vöglbruck- Nun zu den in diesem -Viertel gelegenen vorzüglichsten Orten : Absdorf, ein Pfarrdorf, im Decavat Scharf- ''"g, und unter der Vogtey Kogl. ^lga, oder Ager, ein Fluß, dessen Lauf von >^uden nach Norden ist , ober Schöndorf vereinigt sich mit der Vögl. Die sogenannte Dürr - Ager M 5 kömW i86 kömmt bon St. Georg und vermischt sich oberhalb Stöpsting ebenfalls mit der Dögl. St. Actatha, ein Filial/ imDecanatWeizem kirche / unter der Vogtey Weidenholz. Aiftersheim, eine Marktpfarr, im Decanat Gaspoltshofen, unter der Vogtey der Herrschaft Aistersheim. Altkoveu, eine Marktpfarr, im Decanat Welzenkirche, unten der Vogtey St. NiclasstilkS. Altenhof, eine Lscalkapellaney, im Decanat Schwanenstatt, unter der Vogtey Köppach. AmpfelwanA, einPfarr, imDecanatSchwa- nenstatt, unter der Vogtey Wolsseck. Asthgch, ein Fluß, dessen Laus von Westen nordöstlich ist, und bey Hartkirche in dieDonau fällt. Aschack», eineMarktpfarr, am Flusse gleiches Rahmens, am südliche» Ufer der Donau, im De> canat Weizenkirche, unter der Vogtey der Herr¬ schaft Aschach. Attecfee, ein in der Herrschaftkammer ge- legener beträchtlicherSee, reichhaltig an schinack- haften Fischen. Aus diesem See kömmt die Ager- Attcrfee, eine Expvsitur, im Decanat Schärf¬ ling unter der Vogtey Kogel. AttwanF, ein Pfarrdorf, im Decanat Schm«' nenstatt, unter der Vogtey der Pfarr Vöglbru»' Atzbach, ein Pfarrdorf, im Decanat Schw^ nenstatt, unter der Vogtey Köppach. Aurach, ein Fluß, dessen Lauf, von Sude" nach Norden ist. A»' 187 Aurach, eine Expositur, im Decanat Schärf, '^g, unter der Vogtey Kammer. Das Präsenta« E'vnrecht besitzt ein zeitlicher Pfarr zu Schärfling. BachmamnA, eine Localkapellaney, im Deca« 'M Gaspbltshofen, unter landesfurstlicher Vogtey. Baierbach , eine Marktpfarr , Im Decanat ^eizenkirche, unter der Vogtey der Herrschaft Bayerbach, Das Präsentationrecht hat das Hoch- Aft Paßau. Hier ist der Postrvechsek zwischen Ef« Erding, und Sigharding. Brrchhciin, eine Schloßkapelle, im Decanat Achwanenstatt, unter der Vogtey der Herrschaft Buchheim. Buchkirche, eine Localkapellaney, im Decanat Frankenmarkt. Buchkirchc, ein Pfarrdorf, im Decanat Wels, unter der Vogtey der Herrschaft Buchberg. Dcssclbrunn, eine Localkapellaney, im De« canar Schwanenstatt, unter der Vogrey Buchheim. Dorf, ein Pfarrdorf, im Decanat Gaspolts» Vosen, unter der Vogtey Erlach. Dürrenbach, ein Vtcariat, im' Decanat Werzenkirche, unter der Vogtey Engelszekl. EfcrdinA, eine privat Stadt, ein Landgericht, "kd Pfarr, im so genannten Donauthal, im Deca« Mt Weizenkirche, unter der Vogtey der Herrschaft Eferding. St. Egidi, ein Vicariat, «m Decanat Wei- Enkirchs, unter der Vogtey Engelszell. Eich. r88 — Eichkirche, cine Localkapellanch, im Deca- uat Schwanenstatt , unter der Vvgtey des Stifts Lambach. Encfclszell, auch Engelhartszell, eine Markl- psarr, !m Decanat Weizmkirche, unter der Vog' tcy der Herrschaft Engelszell. Hier befindet sich für die Wasserfahrt ein Äommercialgrenzollamt' DaS fier gelegene Cisiercienserstift ist zctzt mit deni zu Mlhering vereint. Fornach, ein Pfarrdorf, im Deccmak Fram kenmarkt. Frankcubm-g, «j» Markt, Landgericht , und Pfarr, in Decanat Franlenmarkt, unter der Pogtey der Herrschaft Frankenburg. Frankenmarkt, ein Markt mit einer Pfarr, im Decanat gleiches Rahmens. Hier ist der Post' wechsel zwischen Vkglbruck, und Neumarkt in Salz' burgischen. Das Prasentationrecht gebührt dem Stifte Mansie. Gallsimch, eine Marktpfarr, im Decanat Gafpolrshofen , unter der Vogteh der Herrschaft Gallspath. Gainpcrn, ein Pfarrdorf, im Decanat Schärfling, unter derVogtey der Herrschaft Buch- heim. Gaspolrshofen, ein Pfarrdorf, im Decanat gleiches Rahmens, unter der Vogtey der Herrschaft Starhemberg, wovon das Hochstift Paßsu Besi¬ tzer ist. Geboltskirchr , ein Dicariat im Decanat Schwanenstatt, unter der Herrschaft Starhemberg- tlicr» 18- Gepersbcrrf, eins Localkapellaney , imDeca- natGafpoltshoftN/ unrer drv Herrschaft Starhem. berg. St. Gc^rg am Attersee, eine Marktpfarr, im Deeanar Zrankenmarkt, unter der Vogtey Kogl. Das Presemaüonrecht gebührr dem Grafen Kheven» Hüller. St. Georg, bey Tollet, ein Pfarrdorf, tm DecanatGaspoltshofen, unter derHerrschaftTollet. Grieskirche, eine privat Stadt mit einem Vicariat , jm Decanat Gaspoltshofen. Die Pfarr fleht unter der Vogtey des Stifts St. Niclas in Pasau. Grmskirchc , eine Pfarre, im Decanat Wels, Unter der Vogtey des Stift St. Niclas zu Paßau- Kaag, ein Vicariat, im Decanat GaspoltS- hofen, unrer der Vogrey der Herrschaft Starhem- berg. Das Präsentationrecht gebührt einem zeit¬ lichen Pfarrer zu Rothenbach. Kaibach, ein Pfarrdorf, im Decanat Wei« jenkirche, unter der Vogtey Aschach. Karlfrrche, ein Pfarrdorf, tm DecanatWei- imkirche, unter der Vogtey Aschach. Kofkklchc, ein Pfarrdorf, an der Tratt, im Decanat Gastpoltshofen. Präsentationsrecht Hvchstist Paßau. Keiligenberg, ein Pfarrdorf, im Decanat Weizenkirche, unter der Vogtey Weidenholz. Holzhausen, ein Pfarrdvrf im Ddcanat -Wrls, unter der Vogtey Freyling. Kor, 190 KörfchmF, eine Pfarre, im Decanat Wels/ Unter der Vogtey Kloster Erlach. Inn (der kleine), kömmt westlich von Ober» gavspach, und fällt nordostwärts ober Straß in die Donau. Rallham, ein Pfarrdorf, im Deeanat Ga' poltshvfen unter der Vogtey Erlach, Nemaren, eine Expositur, im Decanat Ga- poltshvfen. Aemaring, eine) Expositur, im Decanat Schärfling. Virchberg, ein Vicariat, im DecanatWest rnkirche unter der Vogtey Engelszell. Rkeinmünchcn, ein Pfarrdorf, im Decanat Wels. Hier ist eine Filialpost, von dem in Linz gelegenen Hauptpostamt. Man fahrt von hiet nach Ens, und nach Wels. Lrcnglbach, ein Pfarrborf, im Decanat Wels. : St. Laurenz, ein Pfarrdorf, im Decanat Frankenmarkt. Leondinxs, ein Pfarrdorf, im Decanat Wels Unter der Vogtey Ebe sberg. Lambach, e«ne Marktpfarr, im Dekanat Gaspvltsyofen, unter der Vogtey des da gelegene" Benedictinerstifts. Hier ist der Postwechsel ;wi^ fchen Wels, und Vöglbruck, auch geht von lM die Poststraffe nach Gmunden. Dav hier gelegene BkNkbictiuerstift.ist im uren Jahrhundert entstanden- Linz. rr-r Linz, die Hauptstadt des Landes ob der Ens, »iit einem ansehnlichen Schlosse, am südlichen Ufer dec Dorian, weiche den Ort in den Sommermo- daihen sehr lebhaft macht. Lin; wird in die Stadt, und in drey Vorstädte abgetheilt. Die sogenannte Altstadt besteht in einer einzigen Gasse, doi, welcher man über den sogenannten Tummelplatz »ach dem Schlosse fährt , dasselbe liegt sehr hoh, »nd biethet dem Auge die herrlichste Aussicht dar. Jeze dient dasselbe zu einer Milizkassrn. Die Stadt dar einen einzigen großen Platz, in Lessen Mitte sich eine Dreyeinigkeit - Säule, von Marmor auf» geführt, befindet Zubeyden Seiten stehen Spring¬ brunnen. Die sieben Seitengassen, welche die Stadt i» sich faßt, führen alle nach dem Hauptplatz, wo gegen die Wasserfest« die Hauptwache gelegen, auf welche täglich eine Halbs Kompagnie mit einem Dberlieutenant auf die Wache zieht. Jett zahlt die Stadt drey Kirchen als: die alte Pfarrkirche, die Domkirche, vormahls Iesuitenkirche, und die Minoriten Kirche, das hier gelegene Minoriten- klvster ist erloschen. Der alten Pfarrkirche gegen¬ über , steht das Schulgebäude, welches zwey Ab» ^Heilungen hat. Der Theil gegen die Kirche ist für die höheren Schulen gewidmet, jener aber, welcher die Aussicht nach der untern Pfarrgaffe Üat, faßt die fünf unteren Classen in sich. DaS Gebäude ist sehr unansehnlich. Vormahls war dasselbe ein Eigenthum des erloschenen Benedie- binerstiur zu Garsten. Die Normalschule, ist auf so genannten Hosoerg, der nach dem Schlosse mhrt, gelegen. Zu den ansehnlichsten Gebäuden °er Stadt gehört das Landhaus, in der Altstadt gelegen. In diesem Gebäude befinden sich jetzt die wndesfürstlichsn und ständischen Kanzelleym. Einen Awßen Lheil dieses, Gebäudes hat jetzt der Landes- syes zur Wohnung. DaS ehemalige Jesustsrkvl« stgium ist eine Casern, welche für ssechtz Kompag¬ nie r-r nie Nauni hat. Dieselbe liegt dickt an der DoM- kircke. Die ganze Stadt wird von fünf Thoren eingeschlossen, diese und : das Schmiedthor , das Landhauslhor, daö untere Wasserthor, das obere Wasserthor, und das Pfarrthor. Das Oberpost« amt ist auf dem Hauptplatz gelegen, und ist obnr Erdgeschoss« drey Geschosse hoch. Im Jahre »^84 »varen in der Stadl »8Z Hauser, Z190 Seelen, und folgende Gewerbe: 4 Specereygewölbcr eine Nürnb-rgerwaarenhandlung, zwey Handelsleute mit Seidenzeug - und Tüchern; 5 Handelsleute mit Seidenzeug, Batist, Kattun rc. Z Buchhändler, s Eisenhandler, 4 Glaserer, 2 Kürschner, Z Pe« rügueurS, 4 Barbierstuben, »Z Gastwirthe, dar« unter 6 die Ausspannungen hielten, 4 Buchbinder, 4 Buchdrucker, 2 Zinngiesser, 4 Bäcker, 4 Schnei« der, 7 Schuster, 5 Tischler, 2 Waqenmacher, » Sattler, 3 Riemer, 2 Seidenstrumpfwirker, ein Böttcher, » Pfefferküchler, »Zuckerbäcker, Z Apo« theker , und Z Kaffeehäuser. Die Vorstädte theilen sich in die obere, und untere, und in die so genannte Calvanewand. Im Jahre »784 halte die erstere 490, die untere 28V, und die Calva« rienwand mithin alle drey Vorstädte zusammen 8»Z Hauser, welche von »2,8»o Seelen bewohnt waren. Hierzu die Volksmenge der Stadt gereck« »et, hat Linz un Jahr »784 ohne Miliz und Fremden »t>oOo Eingebohrne gehabt. Mit der Militz belauft sich die Volksmenge gegen 20 000 Seelen. Die Caivariewand welche ihren Nahmen von dem eine halbe Stunde »on der Stadt gele¬ gene Ealvariberg Hal; liegt dickt am südlichen Ufer der Donau, von hier führt die Strasse in das Reich- Hier ist auch das pulv« magazin dicht aM Schloßberg gelegen , seine Entfernung von dem unteren Wasserthor , betragt in die Lange Zoo Klafter, und die Breite enthält 28 r Schuhe. Die Wollenzeugmanukaktur lügt an 19Z «n dem südlichen Ufer der Dona», nordostwärts bon der Stadt eine Viertelmeile entfernt. Die Stadt, und die Hauptstrassen der Vorstädte sind in der Nacht beleuchtet. Nach der neuenPfarrreguli» rung wird Linz in drey Pfarrdistrickte abgetheilt. Die Hauptpfarrkirche ist die Domkirche, dieser fol¬ gen die Pfarre zu St. Joseph, an der Strasse nach Wien, und die Pfarre im Weingarten, in ge¬ meinen Leben bey den Kapuzinern genannt. Di« bischöfliche Residenz ist in der Herrengasse, in der vbern Vorstadt gelegen. Das Gebäude war vor» Mahls ein Eigenthum des Benediktinerstifts z« Krenismünster, welches dasselbe für ein academischet Haus bestimmt hat. Die Barmherzigen Brüder, und die Nonnen der h. Elisabeth, haben für ihre Geschlechter Krankenhäuser. Die Lage dieser Hey¬ den Krankenhäuser , ist ihrer Bestimmung so ent¬ sprechend, daß es schwer halten dürste, zu einem Krankenhause in Linz eine bessere Lage zu sinken. Die Carmelitsrinnen hatten in der Herrengasse ein Kloster, welches eingezogen ist. Für ein Kloster hatte es nicht die beste Lage, da die daran stossenden Hauser den freyen Zugang der Luft hem¬ men. Das Priesteralumnat ist in das der Dom» urche gegen über gelegene Semtnariumgebäude übertragen worden. Das Rathhaus ist ein ansehn» uches Gebäude, auf dem Hauptplatz in der Stadt Mgen. Der Magistrat besteht jetzt aus einem Bürgermeister, mit einem jährlichen Gehalt von Gulden, sechs Räthm, wovon die drey er» uern jeder 6oc>, und von den übrigen jeder 50» dulden jährlich an Besoldung genießt, ferner aus imey Secrctaren, jeder mit 450 fl., einem Negi» ln'aror mit 450 fl., einem Registranten, der zu« Ueich Expeditor ist, mir ZZo fl., drey Rechnungs- Mcianten, ieder mit ZZv fl., und drey Gerichts» "nern, ieder mit 150 fl. Linz ist von Wien 24, "vn Grätz Zi, von Prag Z2, von Salzburg I/, bcogr. Zandh. 1.THI. N von L94 von Insbruck Z8, bon München Zi, bon Paßau 12, non Regensburg zo, und von Nürnberg 4Z Postmeilen entfernt. H?arcktrcnk, ein Pfarrdorf, im Dečana! Weis, n; ter der Vogtey Steyreck. Mal'icnkrrcbc, ein Pfarrdorf, im Decanat Weizenkirche, unter der Vogtey des Stifts zu St. Florian. Mavctenhvfen, ein Pfarrdorf, im Decanat p'aspvitsbofen, unter der Vogtey des Stifts ztt St. Florian. tDrcbalbacb , ein Pkarrdorf, im Decanat Meizeukirche, unter der Dogkey Bayrbach. Mondsee, ein Markt und Pfarr, im De» eanat Frankenmarkt, unter der Vogtey der Herr» schatt Mondsee. DaS hier gelegene Benediktiner» srift ist erloschen. Natrcrnbach, ein Pfarrdorf/ im Decanat Wrizenkirche. ' Ük-ekiktl-cche, ein Dicariay im Decanat Fran» kenmarkt unter der Vogtey Frankenburg. Nclrkl'rcbe , ein Vicavkak, im Decanat Schwaneustatt / unter der Vogtey des Stifts z§ Lambach. Nenkirche am Wa'd, ein Markt mit eines Localkapellanev, im Decanat Weizenkirche, unter Ler Vogtey Marsbach. Nchsd-irf, ein Pfarrdors, im Decanat Schars» Ung, unter der iandesfursllicl en Vogtey. ^icdcr-tk'alhenn, ein Vicariat, im Decanat Schwanenstalt. Ober- Gbci Hansen , ein Pfarrdorf, im Decanat Frankenmarkt. Vberwang, einVicariat, im DecanatScharf- ling , unter der Vogtey der Herrschaft Mondsee. Mbemhalheiin, ein Vicariat, im Decanat Cchwanenstatt. (pffcnhanscn, ein Markt Mit einem Dicä« diat, im Decanat Easpoltshofein Oftcnn^/ ein Erpositur, im Dekanat Weis» GttermA, ein Vicariat, im Decanat Schwä» iienstalt, unter der Vogtey Kepbach» Pfaffing, s. Vögsmärkti Pcncwanof - ein Vicariat, im Decanat Gt» spvltshofen , unter der Herrschaft Penewang. Pichl, oder Bühel/ ein Pfarrdorf/ im De» tanat Wels. . pollham, ein Vicariat/ int Decanat Gä» spvltshofen. . PZndorf, eine Expositur, im Decanat Fratt» 'enmarkt. PöttrnA, ein Vicariat, im Decanat ZHeiM» "rche, unter der Vogte-, Erlach. - Pram- ein Vicariat, im Decanat Easpolts«. tivftn, unter der Vogtey Erlach. Prambachkftche, ein Piarrdorf, (vortnaW eine ExpMur) >m Vecanat Löeizenkirche, Untek ^r Vogtey Weidenholj. Rega», «in Vicariat, im Dedanüt Hchwä« Anstatt. N ü RiedüU/ Niedau, eine Marktpfarr, im Decanat Ga- spoltshvsen- Aörrel, oder Rettel, ein Fluß, welcher sich in den vorder« und Hintern theilt; der erstere hak bey dem sogenannten Jägerhaus in der Pfarr Fran¬ kenmarkt seine Quelle, und vermischt sich bey der Ramsau mit der untern Rättel, welche ihren Ur¬ sprung im Gebirge hat- Die Röttel vermischt lieh bey Weisimähl mit der Wgl. Aorrenbach, ein Pfarrdorf, im Decanat Ga'pvltshofen, unter dec Voqtey Starhemberg. Busdorf, eine Lokalkapellaney, im Decanat Schwanenstatt. Scharfimxs, eine Marktpfarr, im Decanat gleiches Rahmens/ Unter der Vogtey der Herrschaft Kanimer. Scharren, ein Pfarrdorf, im Decanat Wei¬ zenkirche , unter der Vogtey des Maltheserordens. Hier ist der Sitz des Superintendenten der oberen- serischeu und tnrolischen evangelisch - lutherischen WMsburgeris. Konfeffionkverwandten. Im Jahre 1784 batte die oberenserische Gemeine: Gestorbe¬ ne von 1 bis 14 Jahren 109, vom izten Jahr bis in daS spatere Alter üy; Getaufte Z58, dar¬ unter waren 8 Unehlige; Getraute 79, und Kom¬ munikanten 2l,c>ZZ. Der Gemeinden waren neun, als: die Gemeinde in der Scharten, Wels, Nuzen- mvos , Wallern, Efferdinq, Thening, Goisern, Gosa und Kemmaten. Die Goisern - Gemeinde war die stärkest?; sie hatte 6,6e>Z Kommunikanten- Schönau, ein Pfarrdorf, im Decanat Wei» zeukirche, unter der Vogtey deS Hochstifts PaßaN- Schönermg, ein Pfarrdorf, im Deranat Wcizenkirchr. EchwS' 197 tzchrvanenstatt , eine Privatstadk mit einer ^farr, welche im Decanate gleiches Nahniens § Unter der Vogtey Buchhetm gelegen- Sccwalchcn, ein Vicariak, im Decanat Schärfling. Srcm an Rirchc, eine Marktfparr, im De¬ kanat Gaspoltühofen. Steinbach, ein Pfarrdorf , im Decanat Schärfling, unter der Vogrey Kogl- Strohham, ein Pfarrdorf, im Decanat Wei- jenkircke. Taufkirche, ein Vicariat, im Decanat Ga- fpvltsyofen, unter der Vogtey Erlach. Thomas (Sr.), eine Exposituv von Bayr¬ isch , im Decanat Weizenkirche. Traun, eine Localkapellqney, im Decanat Wels. UnAenach, ein Vicariat.im Decanat Schwa- nenstart, unter der Vogtey Kepbach. Unrcrach, ein Pfarrdorf, im Decanat Schärf¬ ling, unter der Vogtey Kogl. Vögl, ein Fluß, welcher südwestlich ent¬ springt, nordwärts den Lauf nihmt, und bey Schön¬ dorf sich mit der Ager vereint-, Vooflbruck, eine landesfärstliche Stadt, mit einer Pfarr, am Flusse gleiches NahmenS, im De¬ kanat Wels. Hier ist der Postwechsel zwischen Lambach und Haag. Vöglmarkt, eine Marktpfarr, im Decanat «rankenmarkt, unter der Vogtey der Herrschaft Kammer. Dl)aldk,rche, ein Pfarrdorf, im Decanat ^chenkirche, unter der Vogtey Marsbach. N z Wal- Wällen, ein Pfarrdorf im Decanat Wels/ puter der Vogtey des Stills' zu St. Florian. wcrbcri!:. eine Expositur, im Decanat Ga« spoltshofen, unter der landesfürstlichsn Vogtey. wciffenkü che, ein Vicariat, im Decanat Frankxymarkt, unter d?v Vogtey Kogl. DOeltzenkirchc, ein Pfarrdorf, im Decanat gleiches Rahmens, unter der Vogtey Weidenhol;. Wels, eine landeSsürstliche Stadt an der Traun, sie wird in zwey Pfarren abgetheist, in die Stadt- und Vorstadtpfgrrs. Die Stadtpfarr ist mit dem, Decanat verbunden. Hier ist der Postwechsel zwischen Neubau'und Zambach. weifcrhcid, eine bekannte gross Ebene; sie fangt, sich an,- an der Straffe von Ebersberg nach Linz, wo die zwei). Kmffe sieben. Und be- trägt-chls r^eubau in der Länge Ü/Meilen./ Dis- selbe gehört nicht mehr zu den verödeten Strecken, da sie nun, Mt Klee, Hsrss, re. bebauet wird. Von fNär'chlreuk bis Wels..betragt die Heids eine Weste. , Diese Strecke wird noch größtenteils der Ratur'-Werlasssn. ' ' N)eyere und Hallstättersee. Gegen Steyr« Mark und Salzburg befinden sich sehr hohe Ge» birge, wie bereits gesagt worden ist- Der Feld¬ bau wird vorzüglich in der Gegend um St. Florian sehr ämßig getrieben- In dieser Gegend gibt es Landbauern, welche zu 20,000 Gulden am Ver¬ wögen besitzen. An schmackhaften Fischen ist dieses Viertel besonders gesegnet, darunter sind die gesucbe- sten: die Forelle, Salveling, und Neinoncken- Die Waldungen enthalten Eichen, Buchen, Erlen , Tannen, Pappeln re-Auch die Wildbahn ist nicht Unbeträchtlich. In den Gebirgen gegen Steyer« Mark und Salzburg kommen viele Gemsen vor. Auch wird in einigen Gegenden dieses Viertels d'e Dienen zuckt mit sehr gutem Erfolge getrieben. In diesem Viertel sind 2 landesfürstliche Städte, iz Markte, und 70z Dörfer gelegen. Zu den vor- Züqljchstm Kunstprvducten gehören die Eisemvaaren, welche jährlich in großer Menge von allen Gattun¬ gen fabricirt werden, und womit nickt nur in den ^rblcmden, sondern auch in Auslanden beträcht¬ licher Absatz gemacht wird. Nach einem «lästiges R 4 Anschlag 200 Anschlag belauft sich die Zahl der Elfen arbiter ge« gen 8c>oo KSpfe. Darunter sind die Messerklin¬ genmacher , Nagelschmiede, und Hammerschmiede die beträchtlichsten. Bey den in diesem Viertel gelege¬ nen Eisenarbeitern ist zu bemerken; daß jeder der¬ selben seine bestimmte Arbeit hat, z. B. einer fa- »rici-t bloß Maultromel, ein anderer einzig Schere, ein Dritter nur Schermesser re. Jetzt zu den vor- züqlichsten in diesem Viertel gelegene Orte. Diese sind: Adelwanss , ein Pfarrdorf , im Decanat Steyer, unter der Vogtey des Stifts zu Kremsmnn- strr- , ?lllhaininss, eine Localkapellaney, im De» panat Ens. Aschach, ein Psarrdorf - im DecanatSteyer. Alrmunster, ein Psarrdorf, im Decanat Gmunden , unter der Vogtey Ort. Altsd^rf, eine Exvosttur, im Decanat ,und unter der Vogtey Gniunden- Asten, eine Localkapellaney,!m Decanat Evs.. Amsfcld, ein Psarrdorf, im Decanat Ens. Baura, ein Vicariat, im Decanat Thal¬ heim. Christkindel, «ine Cxpositur, im Decanat Steyer. St. Conrad, eine Cxpositur, im Decanat Thalhrim. Dicdach, ein Pfarrdorf,im Decanat Ens. Lbersberss, ein Markt mit 58 Hausern, und einer Pfarr, im Decanat Ens. Der Markt ist rin Cigenthu.n des Hvchstists,Paßau. Eben- roi Ebenste, s. Salzkammergut. Eberstallzell, einPfarrdork, im DeeanatTbal» heim, unter der Vogte»; des Stifts Kremsmünster Egendorf, eine Localkap-llaney, im Decanah Ens. Ens, ein Fluß, er kömmt aus dem salzbum gischen Gebirge, rühmt sein»» Lauf durch Ober, steyermark, wo er bet; Alrenmarkt das Herzog, chum verlaßt, sich in das Land ob der Ens begibt, und sich bey der Stadt Sleyer mit dem Flusse gleiches Rahmens vereinigt; von hier ist der Lauf Uvrdwarts , und fallt bey dem Schlosse Enseck in die Donau. Die Flüsse, welche sich mit ihm vereinigen, bnd die Reifling, Raming, derPättcnbach, Trat, ienbach, Garstenbach rc. Er wird mit Flössen befahren. Die EnS macht von der Ostseire die Grenze zwischen dem Lande ob, und unter derEns; von der südlichen Seiten scheidet er Obersteyermark bvn dem Land ob derEns , und eben dieses Land von der südwestlichen Seite von Salzburg. Ens, eine landesfürstliche Stadt, am Flusse Deiches Nabmens auf einem hohen Berg gelegen- Die hier befindliche Kirche zu Marienschnee wurde U im Jahr iZ5Z zu einer Pfarrkirche erhoben. Mit der Pfarr ist die Dechanter; beständig verbun- de«. J,, Stadt, welch? ansehnliche Hauser dut , lchgt der Stab des langlvisschen Infanterie, 'fisiinentS. Wenn schon dieser Ort im Jahre 90c» !^"e Stadt gewesen seyn soll; so ist eS doek gewiß, derselbe um das Jahr 1212 für nicht Gehr, M rin Markt gehalten worden ist. Die« ^"igen, welche glauben, daß das heutige Ens, u. alte Lorch war, irren sich, es liegt der ley- Oft von dem ersteren , wie schon gesagt wurde, N § Ein? 222 ein? Merrffmells.entfernt. Non EnS fuhrt die Poststraffe westMrts nach Lin;. südwestwärts über Kleinmünchen nach Wels, und südwärts nach Sliyer. St. Zlorian, ein Wankt mit 100 Häusern? und Pfarr im Decanat EnS. Das hier gelegene ansehnliche latcranensische CH»)kerrenjrift. deö St. Augustin,welches über dieGrabstalte des Tt. Florians gebaut ist , entstand aus den Beträgen und Opfern ker Christen damahllger Zeit, welche da , als in einen» von Lorch etwas entfernteren Orte, ihre Katakomben hakten; auch dieser Ort war'M der Folge von den Hunnen zerstört. Herzog Taffelo, sstiste das Haus wiederher, rmddotirte es; K. Ludwig, das Kind, schenkte die Stadt Ens an dasselbe;' K. Heinrich der Heilige, und dessen Gemahlinn übergaben an das Haus ihrer Hube an Ip,hach. Die eigentliche Restaurationzeit dieses Stifts geschah in dem Iädr r07l durch Bischof Altmann zu Pasau. Das hier gelegene unterirdische Bethhans der ersten Chri' sten in dseft« Gegend, ist noch heute zu sehen- Das Stistgebandz hat eine ungemeine reizende Lage, pranget mit einer ansehnlichen Biblio'bek , welche reichhaltig an Büchern neuerer Zeiten ist, auch das Münz - und Kunsteabinet nach mordernem GeschliiacE angelegt, ist sehenswürdig. Dis Gegend ist ungeniciu fruchtbar, der Landbauer sehr thcftlg, und wir schon gesagt wurde, sehr wohlhaben- Das Stift be¬ sitzt viele aufgeklärte Männer. Die Orgel in dec Stiftpfarre gehört zu den seltenen in Deutschland/ sie ist ein Inbegriff aller blasenden Instrumente/ und wird nur an Hauptsesttagen gespielt. «ffi'tUwnfkeln, ein Pfsrrdorf, im Degauat Gmunden, unter der Vvgtey des erloscheiien Bene' tziestnsrsiisks zu Garsten. GafflcnZ roz Gafflcnz, ein Markt mit Z4 Häusern, und Pfarr, im Decanat Sleyer, unter der Vogtey des erloschnen Benedictinersttfts zu Garsten. Hier stnd viele Etsenarbeiter- GaiUcn, einHostnarkt mit 50 Hausern,und Pfarr im Decanat Swyer. Das hier gelegene Be» bedicruerststt ist erloschen. G.'cmk, eine Plärr, im Decanat Ens. Da¬ hier gelegene Bcuedictinersilst ist erloschen. Gmunden, eine landessurstlche Stadt, dicht Traunsee, an der Grenze des Salzkammerguts, mdwestwarts y Meilen von Linz. Sowohl fremde ^Is inländische Geographen geben diese Stadt , als einen Zweig desSal.zkammergMs an. DieseAngabe ist U'rig, der Ürt lag niemahls in dem gsschiolMn Bezirk ^s Kammergukes, mich wurde hier nie Saiz bereitet. Die Stadt hat mit dem Salzkammergut nichts an¬ ders gemein, als daß in derselben das Salzoberanst , Dbersalzversilberamt, Grofikuffetchandelamt, Hos- '"stenamt, Hofbauamt , und die Salzaufschütt ge- isgen ist. GmUnden geschieht bloß dis sogenannte ^inparkicrung desSalzes, um dann dasselbe auf den "-raunfluß nach Enshagen zu bringen, Von hier ^'std einTheil ans der Donau nach Wien, ein Dhcil Mittels der Naufahrt nach Hinz, und ein Theik ^s>ch Mauthausen ciiigeschifft. von welchem Orte >e iveitereTransportirungdurch Budwees nach Bäh- geschieht. In dem Kuffenhandelamt wird das ^Pjin sogenannte Küsten einparkirt, und dieAuf- iwutt dient zur Aufbewahrung des sogenannten Fu» ^Ilalzes. Die hier gelegene Plärr steht unter der der Stadt Gmunden, das Präseutationrecht «wuhrr dem Stifte Niedernburg zu Pafau. Gosa, 204 Goss, ein Fluss, gegen Süden am Salzkamcr- gut gelegen, und verliert sich in dem Gosasee. Goss, am See gleiches Rahmens, im soge¬ nannten Gosathal, einPfarrdorf, in Salzkammergut, in Decanat Gmunden. « Golfern, ein Markt mit einer Pfarr, an dK Ischl, wo sich mit ihr der Steinbach vermischt, im Salzkammergut, im Decanat Gmunden. Großrammg, ein Pfarrdorf, im Decanat Steyer Grünau, ein Dorf mit ia6 Lausern, und einer Pfarr, im Decanat Lhalheim, unter der Vogtey Scharnstein. Grünburg, ein Pfarrdors, im Decanat Steyer, unter der Vogtey der Herrschaft Steyer. Gschrvend, ein Dorf mit iza Häusern, vormahiS ein Filial von der Pfarr dakirche, jezt eigene Pfarr, im Decanat Thalhetm. Kall, ein Markt mit 114 Häusern, eine Expositur, in Decanat Steyer. Das hier gelegene Galzwasser soll die Kröpfe heilen. Hallstatt, eine Marktpfarr , im Salzkammer¬ gut gelegen, im Decanat Gmunden. S. Salzkammer¬ gut. Hallstättersee, ein beträchtlicher, ostsüb- wärts in Salzkammergut gelegener See, welche Zuflüsse von der Ischel, der Gosa, und dem IU- derbgch erhält. Er führt sehr schmackhafte Fische- Sur- 20s Harkelsberct , ein Pfarrdorf, im Decanat Cns unter der Vogtey des Stiftes St. Florian. Hcilichciikrcuz, Key Kirchdorf,-ein Pfarrdorf, im Deranat Ens. Aoffirchc, ein Pfarrdorf, in Decanat Ens Unter der Vogtey des Stiftes zu St-Florian. Inner - Stoder , s. Stoder. Ischl, ein Fluß, im Salzkammergut, wel¬ cher südwärts das Kammergut von Salzburg scheidet und ostsüdwärts sich mit dem Hallstättersee verbindet. Ischl, ein Markt, und Pfarr in Salzkam¬ mergut gelegen. Ischlbercf, ein westwärts im Salzkammer¬ gut gelegener Salzberg, welcher mit deminSkey- Mark gelegenen Salzberg Sandling in Verbindung zu stehen scheint. Lemmatcn, ein Pfarrdorf, im Decanat Ens, unter derVogtey desBenedictinerstistsKremsmünster. Kirchham, einVicariat, im Decanat Thal¬ heim. Kirchdorf, ein Markt, mit iZ7 Hausern, Und Pfarr in Decanat Spiral am Pirn , Und unter der Voqtey des Cistercienserstists Schlier, buch gelegen. Dieser Ort ist wegen seines beträcht- lichen Eisenwarenhandels bekannt. Rlaus, ein Pfarrdorf, im Decanat Spital am Pirn, unter der Vogtey der Herrschaft Klaus. Rronsdorf, eine Filialkirche von der Pfarr )u Ens, im Decanat Ens, Rrems, 2^6 2vrems, «In Fluß, dessen Lauf von Westen gegen Nordost ist, und sich bey Ebersberg mit der Traun vermischt; oberhalb Hall vereiniget sich mit ihm der Salzbach. Lrcmsrnünsscr, am westlichen User dek Krems , ein Markt , und Vicariat, im Decanat Thalheim. Das hier prachtvoll gelegene Bcnedi- tinerstift wurde im 8ten Jahrhundert errichtet, und die Abtey im Jahr 1789 in eine AbbccommanLarie verändert. Hier ist ein Gymasium, Lpcäum / und eine Hauptschule; die hier gelegene adelicheRit- teracadenie ist erloschen. Das Stiftgebäude hat eine angenehme Lage, ist von sehr großem Umfange , und schön menblirt. Die Bibliothek, das Naturä- lten -UndÄunstkabinet sind sehenswürdigeGrgenstände, vorzüglich die Sternwarte, von welcher bereits Meldung geschah. Der Markt, der gegen 10c) Häuser hat- pranget mit herrlichen Gebäuden, die Einwohner leben vom Feldbau, und von den hier befindlichen Studierenden. Das Stift gehörte Unter die, in den deutschen Erblonden gelegenes Stiften unstreitig zu den reichesten; da sein Ver- mögen an Geld-stnd Geldeswerth sich auf vier Millionen beläuft. Im Jahr 178z haben zu dem Stifte 17 Pfarren- welche 157 Dörfer in sich be¬ griffen haben, gehört. Man Muk dem Stifte di< Gerechtigkeit geben, daß in demselben die Wissen¬ schaft--« sehr ämsiq betrieben worden; dasselbe hatte noch iM gegenwärtigen Iahrszehent - unter den M den fämmtlich in den teutschen Erblonden besi'ndlicheu Stistgeistlichen die meisten Schriftsteller, darunter Ftxmüler, Graser und Schirman auch im Auslands mit Ruhm bekannt sind. La^h (Marienlach) eins Cxpositur, im ?Mt Ens- Laa» 207 Laiche , ein Vicariat, im Decanat Thal- heim , unter der Vogtei; der Pfarr Gmunden. Lambach, ein Fluß, kommt ivon sndwest, Und verliert sich in den Trannsee- Lambark, ein Pfarrdorf, im Salssammer- 8'>t, an dem Trannsee, und des Flusses Lambachs. Dle Fahrt dahin isi über den Trannsee. Lambachfcc, ein See, dessen Lage ostsüd* lich ist. Laufen, eine Marktplarr, in Decanat Gmun« den, unter iandesiürstlicher Vogtey. S. Salzkam¬ mergut. Lindach / ein Pfarrdorf, iu Decanat Thal-, heim. Lermsscm, ein Pfarrdorf, IM Decanat Stey^r, unter der Dogtey Losensiein. L'senstcrn, ein Pfarrdorf, im Decanat btesier unter der Vogte») des erloschenen Benedikti- n^rstists zu Garsten. In dieser Pfarr belaufen sich die Eisenarbeiter über 1200 Köpfe. LNagdalenenbcrFi ein Pfarrdorf, imDecanat Spital am Pirn. St. Marrm, ein Pfarr, im Decanat Ens, Unter der Vogler) der Herrschaft Edersberg. Manenlach, s. Laa. a )Tdoll--, kill Pfarrdorf, im Decanat Spitak M Piru, um r der Vogtey des erloschenen Bene- "w-imistb zu Garsten. - e.chc-fi-n, ein ^Varkt mit 74 Hanseln, und Decanat Ens, unter der Vozley des enedsitinerstsirs zu Kremsmünster. Nc», 208 Neuküche , In der VischtaU (Viehau) ein« Exposttnr / im Dekanat Gmunden. Ncnsklfr, ein Pfarrdorf, Im Dekanat Steyr/ Unter der Vogtey des erloschenen Benediklinerstists zu Garsten. LncdcrncMrchc , ein Pfarrdvrf, im D«« kanat Ens. Nicdcrrohr, eine Expositur, im Decanat Gmunden. N"ußbach, ein Pfarrdorf, im Decanat des Stifts Spital am Pirn, unter der Vogtey des Stiftes zu Schlierbach. Ork, eine Lokalkapeklaney, im Decanat des Stifts Spital an Pirn. St. Pankraz, eine Lokalkapellaney im De* ranat des Stiftes Spital am Pirn- payrbach, s. Bayrbach. perrenbach, oder Bethenbach, ein Vicariat im Decanat Thalheim, unter der Vogtey des Stif' trs zu Kremsmünster- Pfarrktt-chc, ein, Pfarrdorf, im Dekanat Steyr, unter der Vogtey des Stiftes zu Krems» Münster. Pmsdoif, eine Expositur, im Decanat Gmunden, unter landesfürstlicher Vogtey. pttcklng-, ein Pfarrdvrf, im Decanat E»s/ Unter der Vogtey Edersberg. Vred, ein Pfarrdorf, im Decanat ThaldeiM/ Puter der Vogtey des Stiftes zu Kremsmünster- Rott» 20A Roitham, ein Vicarlat, im Dekanat Thal» heim- unter der Vogteh Steyr» Salzkammergut, ein mit Gebirgen und Seen ganz umschlossener Ort, in welchem die all« gemein bekannten oberenserischen, an Salz trächtigen- Berge gelegen. . Dieses Salzgebieth grenzt gegen Norden an das Hausruckviertel, gegen Nordost an den Traunsee, gegen Qstsüd, und Süden an Dbersteyrmark, gegen Südwest an Salzburg, und gegen Westen übermalst an das Hausruckvierkel» Die Salzberqe sind bey Ischl und Hallstarr gele¬ sen. Die Ischlersalzwerke - nahmen im zwölften Jahrhundert ihren Anfang, und im Jahre r^n wurden zu Hallstatt neue Salzsüden gebauet. Die ^age der Salzberge bey Ischl ist mehr nordöstlich, hingegen sind die Salzberge bey Hallstatt ganz Segen Süden gelegen. Das ganze Gebieth besteht aus den Märkten Ischl, Hallstatt, und Laufen, dann aus den Dörfern Ebenste, Langwies - Gosa, Golfern, Ebenste, und Lamßath. In Ebenses sind beträchtliche Salzpfannen. Die Gegend bon diesem Orte, bis nach Ischl betragt 9066 Klafter. Zu den Flüssen, welche unmittelbar 'n diesem Gebiethe ihren Lauf haben, gehörest: °ie Traun, Ischl, die Gosa, Und von den Seeti und der Hallstatterste, und Gvsafte zu nennen» Die Grafschaft Ort, Herrschaft Traunkirche Und Aildenstein sind mit dem Salzkammergut vereint» Die letztere Herrschaft liegt unmittelbar im Kam« Argut nordöstlich von dem Flusse Ischl, und süd« !ssh von dem Berget die Kathrin, genannt. Von ^lnunden kommt man über den Traünste nach Ebenste, als: den ersten Ort in diesem Gebieth vom Obersteyermark,> kömmt man zu Lands ^er die so genannte Pötschen in das Kammergut. schätzt die in diesem Gebiethe befindlichen Mem Handl). I Thl. S schest 2 iS ' schen auf 2s,c>22 Seelen. Zn den vorzüglichsten Naturprodukten dieses Ortes gehören , aufcr des. Salzß, der Marmor, Md Alabaster. Im dritten' Bande der Abhandlung, einer Privatgesellschaft tu Böhmen, kömmt eine Beschreibung von den / in dem Äammergute befindlichen Mineralien vor; sie hat den bekannten Herrn Hofrath von Born zum Verfasser. Im dritten Bande der - ösireichi« scheu Staatenkundr habe ich Seite 194 die Bäume vnd Sträuche angezeigt, welche in diesem Gebieche Vorkommen. Das etrride erhalt der Ort größ« trntheils aus Ungarn. Das in Gmunden gelegene Salzvberamt besorgt die Policeisachen und das Kammerale des Salzka mmergutes. Der Chef die« fer Behörde führt den Tire!: Salzoberamtmarm- Das Amt hak seine eigene Kauzelley, Buchkalte« rey, Casse, rc. In Hallstatt ist. ein Hofschreiber- amt, dasselbe besteht aus einem Oberbergmeister / Bergverweser, Sudhüttenmsister, Waldmeister/- kassier, Kontrolor, Bergmeister, Oberschsffen, Unteroergmeister, Berggeschivornen, Amtszusehern / Pfannmeister, Amtsschmied, Bahn« und Aufsatz- meister, Wagmeister , Streunmeister und Amtsförr per; ähnliches Personal steht bey dem Verweser¬ amt in Ischl, wozu noch gehören ein Oberpfamn» meister und Wehrmeister; zu dem in Ebenste ge« legenm Verweseramt gehören: ein Verweser, Ober« Waldmeister, Sudhüttenmeister, Waldmeister ini Attergey, C asst er, Kontrolor, Waldasaarförster/ Amtszuseher, Pstmnmeister, Amtsschmied, Mag- meister, Oberdörrer, Fudekbehalteraufseher, Zini- mermeister, Maurermeister, Streumeister, Amrs- förster und Wehrmeister. Im ganzen Lande ob der EnS sind rz Salzversilberer aufgestellt. Is diesem Geblethe befinden sich drry Sudhäuser mit fünf Pfannen, als: zwey zu Ebenste, zwey M Ischel, und eine zu Halistatt. Man schätzt di» i«-"' sir jährliche Erzeugung des Salzes gegen 660,00« Ceutner. Das Salz in Stöcken hat den Nahmen Fudersalz, das in Dassel» wird Küfelsalj genannt. Zum Kenntniß der älteren Verfassung des oberiu. serischen Salzwesens dienen: 3- das Werk, welches den Titel fuhrt: NeforMirte Amtsordnung deS Salzwesens zu Gmunden und Hallstatt, 1524: (außerordentlich selten) ,- t>- das Werk mit dem Titel: Refoxmirte Ordnung des Salzwesens zu Gmunden und Hallstatt, aufgerichtst im iZÜr. Jahr. Gedruckt zu Wien in Oesterreich durch Michael Zimmermann, den Za. Nov, in Folie», (auch sehr selten); und c)reformirteOrdnungdeS EalzwesenS zu Gmunden, Hallstatt, Dschl und Ebenste. Angefangeu ^nno ißzz und geendet im Jahr »666. Gedruckt zu Wien in Oesterreich bey Matthäo Costmerover — In Hol. Den In« halt dieses Werkes habe ich in dem ersten Theile her oberenstrischen Landeskunde Seite iZZ näher beleuchtet. Schlrrßheim, rin Pfarrdorf, im Äecanat Ent Unter der Dogtey der Herrschaft Dtedach, Schlierbach, ein Pfarrdorf, im D-canat Spital an Pirn- Das hier gelegene Cistereienstrstjft «m die Mitte deS vierzehnten Jahrhunderts fun- dirt, versteht die Pfarr. Die Kirche war vor« Wahls etn Filia! von der Pfarre zu Kirchdorf. Sicrninss, ein Vicariat, im Decanat Steyr, vnd unter der Dogtey der Herrschaft Steyr. Sipachzell (Siebachzell) e.iu >Bkariat , im Decanat Thalheim, unter der Kozrey des SckstB ju Kremsmünster. - ,, 1,, SpielberF, ein Bergschloß au der D»nM/ »«weit der Zirlau, wo die Trau« i» diePdlE H , - d» sir fallt. Die Wasserfahrl ist hier gar nicht gefähr¬ lich. Die Geographen verwechsel« diesen Ort mit dem sogenannten Strudel und Wirbel im untere» Mühlviertel gelegen. Spital an Pirn, (Birn) einPfarrborf,an der 'Grenze von Obersteyermark, im Decanat gleiches Rahmens. Das hier gelegene weltliche Kollegial' stift, war in seiner ersten Entstehung im »2ten Jahr» hundert ein Hospital für Pilgrime, und wurde im Jahre 1418 zu einem Kollegiatstift erhoben. DaS Stift hat eine ansehnliche Bibliothek, auch bricht man in dieser Gegend schönen Marmor. Zu dem Stifte gehören die Herrschaft Feyereck, und der Markt Windischgarsten. Stein an Kirche, ein VlcMat, itn De« ' canat Thalheim,- unter der Dogtey des Stiftes Aremsmünster., Steinbach amZiberg, ein Pfarrdörf, imDe- «anät Spiral an Pirn. Steinbach, ein Pfarrdorf, in Decanat Steyr, unter dec Vogtey des erloschenen Benedictiuer« - stifts zu Garsten. Hier sind viele Mkbeiter in Eisen angesessen. Die so genannten Steinbach«»' Messer sind bekannt. Steinhaus, in Vicariat, ein Decgnat Thal- Heim. . Stover, am Ursprung des Flusses Sveyr, die Gegend theilt sich in den vorderen, inneren, und Hinteren Stvdsr. Der vordere Stover hat Z4 Häu¬ ser, und eine Pfarr, welche im Decanat Spital an. Pirn gelegen, der innere Stöber enthalt Z2 Hauser, und eine Pfarr, welche im eben genau»' Decanat gelegen. Der Hintere Grober zählt 4- Häu- 2IA 42 Häuser. In vorderen Stode» sind einige Ei- senarbeiter angesessen. Die Pfarren werden von dem Kollegiarstift zu Spital an Pirn versehen. Steyr, ein Fluß, hat seine Quelle in dem Segen Steyermark südwärts gelegenen Gebirge, fließt durch das rauhe Thal,Stoder genannt, strämmt don hier nordwärts nach her Veste Klaus,Leonstein, Viehau, Siernighofen, und fällt unterhalb deS bchloffes Steyer an der Spitze der Stadt gleiches ^ahmens in die Ens. Er wird mit Flössen be¬ fahren. Steyr, eine kandesfärstliche Stadt, sie liegt jtvischen den Flüssen Ens und Steyr. Die Eisen» Arbeiter gaben der Stadt ihre Entstehung, auch ^ar in den alteren Zeiten der Holzhandel hier sehr beträchtlich. Um die Mitte des loten Jahrhun¬ derts war Steyr eine Grafschaft, welche von ei¬ genen Grafen beherrschet worden ; in diesem Zu¬ stande blieb dieses Gebieth bis in das Jahr n86, in welchem Steyer mit dem Lande ob der Ens ver¬ einigt worden ist. Adalbert soll im Jahr 98» °as Schloß und die Stadt Steyer erbauet haben. Von dem Schlosse ist jetzt daS fürstlich« Eanibergische Haus Besitzer. Die im Lande Steyer Angesessenen Grafen waren: Adalbert, Ottocar !. UM Jahr iozo) Ottocar II. (1*73) und Leopold "422.) welcher seinen Sitz von dem Schlosse Steyr hach Steyermark verleget hat. Ihm folgte Ottocar HI. (n28) Ottocar IV. (1165) von Welchem im Jahr n86 das Herzvgthum Steyer- r'ark an Herzog Leopold zu Oestreich kam; in die» Jahr erfolgte die Absonderung der Grafschaft ^ieyer von Steyermark. Steyer wird in die ^tadt, und die Vorstädte abgethsklt- der letzteren es eigentlich nur zwey, nähmlich: das EnS- und Steyerdorf. Die richtigsteEinthetlung ist O Z jetzt ?!4 j«tt nach den Pfarren , deren Steher Metz hat , yähntlich die Stadtpfcirr, und die Pfarr in der Dorstadt Steyerdorf. Die in Steher befindlichen Arbeiter in Stahl und Eisen sind bekannt. Zu den vorMltchen an diesem Orte, befindlichen Arbeitern in Eisen, gehören: die Messerer, Messerklingen/ und Gabelschmiede, Pollterer,Pfannenschmiede, Na- Helschmiede, Rohrschmiede, Scherschmiede, Sporer, Schrottschmiede, Schwertschmide, Letschlisser, und Ählenschmiede. Außer diesen Arbeitern ist in diesem Orte auch eine Buchdrucker^, eine Buchhand, lung, eine Apotheke , ein Kaffeehaus, dann hat Hier dir Swickerey in Wolle ihren Sitz; dieselbe rpird ungemein häufig getrieben. Der Ort ist sehe lebhaft, und obschon seine Lage sehr niedrig ist; so genießt man doch einer sehr reinen Lust. Die Ein¬ wohner sind wohlhabend. Der hier befindliche Magistrat ist ebenfalls nach dem Iossphinischeu System regulirt. Das hier gelegene GümnastuM ist erloschen, und an dessen Stelle eine teutscheHaUpt* schule errichtet worden. Auch das hier gelegen' Dominicaner - und Kapucinerlloster ist eingegaugeN- Hier ist der Sitz des Kreisamts des Traunviertels / und der Postwechsel zwischen EnS und Kasten. Die Poststrasse »ach Ens fuhrt nordöstlich nach demLande pnter der Ens, nordwestwärts nach Linz; die Post* straffe nach Kasten führt nach Steyermark. Sreyr, «in Schloß, >vvrmablS eine e!ge"t Grafschaft, jetzt Herrschaft, wovon Inhaber Fürst pon Lamberg. TannMren, ein Pfarrdorf, Ulm Dečana* Steyr. Thalheim; ein Pfarrdorf, senseik der Tran" auf einem hohen Berg, von welchem man die h^ lichste Aussicht hat,Dgelegen; (die; Pfarr liegt ris ^'?auat gseicheß Nahmen-, und ist kin Etqenthum des Benedictinerstifts zu Kremsmünster. Der setzti- >e Pfarrer Herr Cöllestin Schirm mn, aus dein Vrten des H. Benedict zu Kremsmünster, ist ein sshr aufgeklärter Mann, und hat eine ausqrwablte Bibliothek, die man im manchen Stifte nicht ssn» bet. Sie ist reichhaltig an neueren Büchern. Der Herr Pfarrer ist zugleich Konsistorialratk , Präses Und Direktor des philosophischen Studium an dem kycäo in Linz. TernberF, ein Pfarrdorf im DeeqnatSteyr- Unter der Vogtey des erloschenen Benedictiuee- stistS z« Gärst««. Traun, ein Fluß, entspringt in der Steyr- Mark, hinter dem Markte Aussee (Aussee) nihmt von hier nach dem, im Lande ob der EnS gelegenen Salzkammergut, den Lauf, wo er sich mit dem Hallstättersee vermischt, aus diesem bey Trauneck hervorquillt, den Lauf nach Aussee und den Markt Jschel fortsetzt, wo sich mit ihm die Jschel und etwas oberhalb der Nettenbach vereint, von hier geht der Lauf nordwärts nach Miesnbach, bey wel¬ chem Orre etwas oberhalb er den Frauenweiffen-- bach zu sich nihmt, und den Lauf nach Ebenser vihntt, wo derseibe in den Traunfee fällt, bey dem Markte Weyer wieder hervorquillt; bey Lam- bachkvermlscht sich mit derselben die Wgl, und bey Waschenberg der Albeufiuß, von hier den -auf nach Wels, Kleinmünchen, und Ebersberg fort, und fällt bey Zizlau m die Donau. Die übrj. Ken Flüsse, welche sich mit der Traun noch verei¬ digen, sind : die Krems, der Aiterbach, Stebach, Leuterbach rc. Die Traun wird mit Flössen besah¬ en, das Salz hingegen auf eigenen gemachten schmalen und langen Schiffen nach den bestimmten Vrten gebracht. 'M Fahrt auf diesem Flusse LlS Ley dem sogenannten Fall mit Gefahr verknüpft, hier müssen die Schiffe über einen sehr hohen Wehr, mit äußerster Geschwindigkeit herabrollen; Key dem sogenannten Stadel wird das Salz umgeschtffet, ynd von hier weiter nach dem bestimmten Orte g" hracht. Die Fahrt über den Fall bis zum Stadel betragt in der Länge 14.5 Klafter. Jetzt ist die Ge¬ fahr über den Fall um vieles vermindert. Die Ein¬ schiffung^ des Salzes geschieht zu Gmunden. Die Traun führt sehr schmackhafte Forellen, Aesche, Karpfen rc. und Krebsen von besonderer Grösse. Die Traun theilt' sich in die obere Und untere; der Tbetl des Wasstrs ober dem Fall- das ist , von deii Stadt Gmunden bis zum Stadel, hat den Rah« inen die obere Trau»; von dem sogenannten Sta¬ he! anchfs zum Ausflusse der Traun in M Ens wird sie die untere genannt. Trauncck, ein jenseit der Traun, auf einem hohen.Berg in der Pfärr Thalheim gelegenes Schfoß. Nach der Vischerischen Charte liegt auch ?in Dorf gleiches Rahmens am Hallstattersee, aus welchem die Traun, wie schon gesagt wurde, her- vorqmllt, und ihren Lauf weiter nihmt- Traunkirche, im Jahre tZ6z war hier ein Nonnenklosterdes h. Benedict; bey dervorgenohme« zicn Deformation fand man darin fünf Schwestern ysttzwey Kindern. In derFolge bekamen die Je¬ suiten den Dift, und legten hier eine Residenz an. Jetzt ist der Ort ein Eigenthum des Salz« kammergutes. Die hier befindliche Pfarrkirche gehört in das Decanqt Gmunden. Traunstein, ein Hobes Gebirg , wie bereits gemeldet worden. Am Fusse desselben befinden sich 45 Häuser , welche der Pfarx Altmünster zu ge' -heilt sind. Sr. Al- St. Nir eich, ein Pfarrdorf, im Decanat Tteyr. Vicchtwairss (Viehwang) ein Vicariat, im Decanat Thalheim, unter der Vogtey des Bene- dictinersiists zu Kremsmünster, vorchdorf, ein Vicariat, im Decanak Thal« heim, unter der Vogtey des Stiftes zu Krems- Münster. waldiicukiickc, an der Steyer, ein Pfarr« borf, im Decanat Steyer, unter dec Vogtey deS Markts Hall. TVartberss, ein Pfarrdorf, im Decanat bpitak am Pirn, unter der Vogtey des Eister* cienserstlfts zu Schlierbach. Vleißkn-che, ein Pfqrrdorf, im Decanak "ns, unter der Vogtey des Stiftes zu KremS» binnster. VScyer, ein ansehnlicher Markt, Mit 14s Däusern, und einer Pfarre, ander Traun. Die Mrre ist im Decanak Steyer gelegen. Der Markt ist wegen der vielen hier befindlichen Arbri' "r in Stahl und Eifen bekannt. Gimsbach, ein Markt und Pfarr, im De« ^«at Tbalheinr, unter der Vogtey Yes St, Ni« kvlaus Stifts zu Pasau. Tvindischgärsten, eine Marktpfarr, im ^canat Steyer, unter der Vogtey des Collegia!« iFts z» Spital am Pirn. Hier waren vormahli ^Mden angesessen^ Golfern, ein Pfarrdorf, im Decanat Eris- Mer der Vogrey der Herrschaft Steyr. Inn- LI8 rm Jttndiertel, dasselbe bereift einen ?heil von ober Boyer« i« sich, welcher zwischen der Donau, dem Inn, und der Salza gelegen. Die Zutheilung dieses Distrikts dem Lande ob der Ens ist in Folge des zu Teschen am lZtenMäy '774MttClmrpfalz geschlossenenFrie' densschluß geschehen. Borstehender Distrikt ist schon zum Anfang des gegenwärtigen Jahrhunderts mit dem Lande ob der Ens vereinigt worden. Die Ge' legenhett hierzu gab der Churfürst Maximilian Ema' nuel von Bayern, welche mit seinen Bruder Jot feph Clemens, Eburfürsten zu Ekln gegen den Kai» ser und das Reich die Waffen ergriffen hat, und verschiedene Einfalle in das Land ob der Ens, und in die gefürstete Grafschaft Tyrol gewagt hat- Hierdurch wurden beyde Churfürsten am 26 April 17^6 in die Reicbsacht erklärt, und dem Kaiser Joseph I. zum Ersätze des erlittenen Schadens dec zwischen Salzburg und Pasau diesseir des Jnri» gelegene Amtsdistrickt des oberbayerischen ReuraM' tes Burghausen eingeräumt, und mit dem Land? ob der Ens verbunden. Als aber durch den zu Rast' statt und Vaden, im Jahr 1714 geschlossene ri' den der Churfürst von Bayern zu allem seinem De' sttzungen wieder gelanget ist; so fand sich auch dP Kaiser Joseph bereit den eben genannten TP strickt am Bayern wieder abzutreten. Der Lehr¬ brief, welchen das Erjhaus Oestreich besitzt, vlP mäg welchem Kaiser Siegmund den Herzog Albec vonSestreichund seineErbenmitdemStraubingischP Antheil von Niederbayern im Jahr 142Y bebP net hat, und dann die zwischen dem genannten KP ser, und Herzog in dem eben angeführten IP) geschlossenen Tbeidigung, in welcher die Erbfols des Herzogs Alberts und seiner Erben, in diesem' für rin rröfnetes Retchslehen rrklänr Lemd v" . Bayer! Lip Aayern festgesetzet worden ist, bewogen Se. chur« Mst. Durchlaucht von der Pfalz, mit dem kais« konigl. Hofe für sich und seine Erben den aufge- Ehrten Straubingischen Amheil an daS Erzbau- im Janer 1778 abzutrrten. Al» aber hier¬ durch ein Krieg angejpvnnen worden; so gab de» ^streichische Hof ein abermahlig-s Beyspiel seine« ?wssen Nachgiebigkeit; da derselbe sich einig mit lenem bayrischen LandeLdistrite begnügte, wel» cher jetzt mit dem Lande ob der Ens vereint ist. Zum näheren Kenntniß der geographischen La¬ be dieses Districts, welcher mit dem Lande ob de« Ens, unter dem Nahmen: Vas Innviertel, blinden ist, dienen diese Charten als: s)DerTheil dvn Oberbayern, welcher dem Erzherzogthume Oe¬ sterreich ob der Ens nach dem Teschner Frieden ist einverleibet worden. Die Charte ist illuminier dem topographtschenWerke beygelegt, welchen über diesen Disirtct vonHofarkb vonLchrstter mit vonKurzböcki- scheu Schriften im Jahr 1779 in 4to ans Licht getret- len ist b) Ostürte von 6em Innviertel iu6era LlrrherroZtkum Oelterreich oh 6er Lus. lh-inr in 6er lr. k. Luckkan6lunZ. O. Lclianr 5ec. l^incii. c) 6as Innviertel in 6em Lrr- stsrroßtkum Oesterreich ob 6er Lnr. Im Ver- lobias Lonr. lotter in^In^sburA. Illumin. Die zwey letzteren Charten sind wörtlich der erste¬ ren nachgestochen» Aber alle dreh taugen wenig. Die Originalcharte, auch mit den nachgestochenen, erhalt bloß Zu Orte,- da doch das ganze Viertel in sich begreift, mithin blieben auf der Char- ft,.2rz8 unangezeigt. Auf derOriginalcharte sind bie Grenzen der bestehenden Land - und Psteggerich- Ee am richtigsten angezeigt. Die Grenzen dieses Viertels sind gegen Norden die Dona», gegenNoi^- ost und Osten das Hausruckviertel, gegen Süden voS Lrzstist Salzburg, gegen sudwest die Salza, 2 20 gegen Wetzen Md Westnord der Inn. Gegen Aee sten , und Westnord ist die Gegend gebirgig, eben hingegen gegen Salzburg. Zu den Grenzflüssen ge» hören die Donau, der Inn, und die Salza. Dee Flachenraum dieses Mertels betragt nach Fixums ler 4* Ein Drittel Quad. Meile» Dieser District hat einen vortreflichen Feldbau, ist reich an Wal^ düngen, welche in der Gegend um Braunau, Ho" henkuchel, Henhart, Wildshut, Uttendvrf, Mat» ttqhofen, Schärding und Ried gelegen. Schwarz' Hölzer kommen darin am häufigsten vor. DiesesVier» rel hatte im Jahre 1779 2 landesfürstliche Stad« te, d Märkte, darunter4landesfürstliche, <>4Hof' markte, und eben so viel Schlösser, 6 einzelne gelegene Schlösser, 137 adeltche und Edelsitze, 2224 Dörfer, und einzelne Höfe , ö landesfürstlick)« Pfleg «und Landgerichte; Eine Probstey, drey Ehvrherrensttfte deS h. Augustins, z6 Pfarren, dar» unter 4 Dechanteyen, 12 Vicariate, 45 Filialen 7 Stiftpfarren, 5 Stistfilialen, Zi Benefitien, darunter bürgerliche Stiftungen verstanden werden, 3 KapuzinerflSster, 7 Spitäler, 2 Wüllfahrtorte > drey Gesundbrunnen, zoGattungen Kommercialpro' fessionisten^ 22 Gattungen Policeiprofessionisten, 200^2 Häuser, 25,101 Familien , und n6,ooch Seelen- Zu den vorzüglichsten Kunstproducten dieses Viertels gehören: die Eisenarbeiten, die Lei» nenweberey. Tuchweberey, Papierfabricatur, Pul- lermühle, und Farberey, welche sich in die Schön» Schwarz - Fell » und Baumwollfärberey thxilet. Der Sitz des Kreisamtes in diesem Viertel ist in dem Markte Ried. Ein Hofmarkt ist ein adelt' ches Landgut, welches mit der niederen Gerichts¬ barkeit begabt und der Landcsmatrikul einnerleibet ist. Adeliche freye Sitz:, im gemeinen Leben, Edel' Höfe sind jene, deren Jurisdiction, ohne besondere Begünstigung, sich nicht über die Dachtropfen aus* dehnet. ' 24 t Dehnet. In Folge Hokdecretß von i4ten Deceni» r^Zz werden alle adeltche Personen dieses Vier» IW, welche mit den erforderlichen Eigenschaften Ersehen sind, der Landmanuschaft und Einverleibung uu ständischen Collegio, mitNachsehrmg aller Taxe erkennt. Man sehe im politischen Coder das -ivort: Landstand 1785. Dezember- Hier folgen die 'N diesem Viertel gelegene Pfleg - und Landgerichte» lind andere merkwürdige Orte. Diese find Airheim, ein landesfürstlicher Markt mit Häusern, im Land - und Pfleggericht Mauer« Ache. Hier ist der Postwechsel zwischen. Nied und Braunau. Andorf , rin Dorf mit F2 Hausern , und Pfarr im Land-und Psieggtricht Schärding. Aurolrsiliünfier, ein Markt und Schloß, blit itz Häusern,,im Gerichte Ried. . In einiger Cntferung von diesem Orte ist eine Pulverstampfe. Andresen, ein westnordwärts, im Land«und Meggericht Nied gelegener Fluß. Derselbe fällt 'eh Süben in den Inn. Audieftnhofen , rin Dorf mit zz Hauser» Und Pfarr, im Gerichte Schärding. Asbach, ein Hofmarkt, mit ^8'Hausern , Flüschen gleiches Rahmens, eine Pfarre im Land.« Und Pfloggericht Mauerktrche. . Auerbach, eine Pfarre, im Land - und Pfleg- Mcht Braunau. Das-Präsentationrecht ist zwi- ,7/n deni' LandesfüLstrn und dem Hochstist Paßvu *«heilt. Ar»u« -rr Äräunau, rine landesfurstliche Smdt, ubd Festung an dem Inn und der Salza hat r88 Ha»' ser, und ihr eigenes Land - und Pfleggericht, welcher i Stadt, Z Hofmärkte, 21 adeltchs Si?' und Zi2 Dörfer gehören» Hier befanden sich i'k Jahr 1782. 40 Luchmachermeister/ welche 4, Stühle in Gang hatten» Hier ist der PostwecW zwischen Altheim, und Marktl. Der letztere ist in Bayern gelegen, und geht von hier die StrK se nach München. S. Forstern. Büscheldorf, ein Dorf mit zs Hausern N^ Pfarr im Gericht« Braunau. Das Präsentatio^ recht ist zwischen dem Landesfürsten und dem Ho«' stift Paßau gerhetlt. BürrenwanK, oder Birkenwang, ein markt, mit »8 Hausern und einer Mühle, an Donau im Gerichte Schärding. LbersrvanF, rin HofMarkt Mit z6 Häusel im Gerichte Ried. Lchenach, ein Fluß, st Ranshofen. LMlsberg, ein Dorf mit 14 Häusern, kandesfurstliche Pfarr, iM Landgericht Braust LllrichmA, einHvsmarkt, mit 21 Häusel im Gericht« Ried. Erb/ oder in Erb , ein Dorf, welches bas obere, und untere abgetheilt wird, und aus Häusern besteht, in Gerichte Friedburg, am gelegen. Estenberg, eine Pfarr, im Gerichte Scb^ ding. DaS Dorf wird in das »bere, Mittlers/ " Mm abgetheilt, und besteht aus 20 Häusern. Btt» LLZ . Lttena-k, ein Sitz, mit Zl Häusern, in der MrrOstermiething, in Gericht Wildshut. Fcldkirche, ein Dorf, mir 9 Hausern, und einer Pfarr, im Gericht Braunau. - Das Präsen- tarianrechk für die Pfarr ist zwischen dem Landes- ersten, und dem Hochstifte Paßau getheilu Forstern , ein Hofmarkt, mit 9 Hausern , im Gerichte Mauerkirche. Besitzer dieses Hofmarkts ist die Stadt Braunau. Friedblirg , ein Schloß mit 6» Häusern . Und eigenem Land - und Pfleggericht, in welchem Z Edelsitze, und 54 Dörfer gelegen. Das Gericht grenzt gegenOsten an dasHauSruckviertel, und gegen Süden an Salzburg und gegen Westen an das Gericht Mattighofrn. GereesbcrF» ein Pfarrborf, im Gerichte Braunau. Das Präfentationkecht ist zwischen dem Landesfürsten und dem Hochstist Paßau getheilt, Geretsdorf, ein adelicher Sitz, mit 55 Häu¬ sern, an dem Flusse Mattig, im Gericht Mauer¬ kirche. Grampelstein, ein Bergschloß, an der Do, «au, mit 4 Häusern, im Gerichte Schärding; zu diesem Sitze gehören auch Dinzenborf, Kirchhof, "derhvf, Pirchet, und Schachen. Grütiau / ein adeltcher Sitz , und Schloß t Mt 7 Häusern, in Landgericht Schärding. Gi oßfchörgarn, «in adeltcher Sitz, mit eine». Schlosse, und so Häusern, im Gerichte Schärding. Giii rcn, ein Hofmarkt, mit »Z Häuser» '«» Gericht Ried. 424 Hachenbuch / ein Hofmarkt, mit eineck Schlosse, und 29 Häusern, inr Landgericht Schar' Linz. AaFenair, stn Hofmarkt, mit eiiuu Schlosst und 29 Hauser»-, gegen den Innflnß, im Gericht Mauerkirche. Aamihart, oder Henhart, ein adelicher Sitz' mit 40 Häusern, und einer Pfarr im Gericht MaU' erkirche. Haunhart, oder Honhart ein beträchtlicher landesfürstlicher Wald, im Gerichte Frievburg ge' legen. Diese Waldung enthalt in Umfange bey 2 trutsche Meilen. Herbstheim, ein adelicher Sitz, mit 28 Häu¬ sern im Gerichte Mauerkirche. Hohenzell, eM Dorf, mit 22 Hausern ick Gerichte Nied. Das Prasentarionrecht für die Pfarr ist zwischen dem Landesfürsten, und dem Hoch' stifte Paßau gethcilt. JegmA, ein Dorf, mit 14 Hausern, und Pfarr, im Gerichte Braunau« Imolkam, ein adelicher Sitz, mir eineck Schlosse und 28 Hausern, im Gericht Mauer' kirche. Kirchdorf, ein adelicher Sitz, mit 2g Halt' fern, und einer Pfarr im Gerichte MaUerkircht- Die hier gelegene Probstey ist 1685 errichtet, und zwar an der Stelle des im Jahre 14^2 hiererrich' teren Chorherrenstists St. Augustis. Lopsinss, ein Dorf mit 14 Häusern, und Pfarr im Gerichte Schärding« Das Präsentation' rechtster die Pfarr hat Has Domcapitul in Paßack L>, Las Präsenrationrecht. Ncuburg am Inn, eine Grafschaft, im ba'L rische, Gebietbe, gelegen. Dieselbe hatte vormals ihre eigene Reichsgrafen, aber nach dem Tode de§ letzter» wurde es ein Eigenthum des Bertholds vo» Histerreich; im Jahre 12Z2 kam dieselbe durch kaiftk' l ebe Schenkung an Bayern; im Jahre 1459 erhielt solche wieder das Haus Oestreich"; Kaiser Friedrich IV verkaufte sie im Jahre 146z an das Ha^ Rohrbach für ZG 000 Gulden , bekam sie aber i» Jabr 147z wieder zurück. Im Jahre 152810»?' de dieselbe mit dem Lande ob der Ens vereinigt. der Folge wurde davon Graf von Sinzcndorf, da»" Graf Hamilton, und endlich Graf Lamberg D?' sitzer, von dem letzteren kam sie im Jahre 17H <7 das Hochstift Paffau. Zu dieser Grafschaft gea^ ren die Schlösser Neuburg:, Frauenhaus, Neuft'^ und Wöhrstein. Neuhaus , ein Hofmarkt, mit einem Scb^ ft, und LZ Häusern, im Gerichte Mauerkirck?' Neu> LI? Nenktrchc, ein Hofmarkt, mit einem Schlos« A, Z6 Häusern, und einer Pfarr, im Gerichte Braunau. Ncmidlrnss, cinHofmarkt, mit 25 Häusern im Landgericht Mauerkirche. Mbcrnbcrss, ein Markt und Pfarr, west, Erdwärts gegen den Inn, im Gerichte Schär« ^ng gelegen. Das Prasentationrecht zu diesen Pfarr besitzt das Hochsiift Pasau. Gbcr frankmg, ein Hosmarkt , mit 4 Häusern, im Gerichte Wildshut. Gffcnwang, ein adelicher Sitz, welchen bvrniahls zur Herrschaft Wald in Bayern gehört u»t. Nun sind zwey Bauern davon Inhaber. Derart ist im Gerichte Wildshut gelegen, Vrr, ein Hofmarkt mit einem Schlosse, ZZ, Hausern, und einer Pfarr, am Andicsenfluffe, int Gerichte Scharding, gelegen- (pstei mierhmg, ein Dorf, mit 64 Hausern, Und einer Pfarr, wovon der Erzbischofvon Salz« °urg das Prasentationrecht besitzt, im Gerichte Wildshut gelegen. ipercisfirche, ein Dorf mit rr Hausern, Asd einer Pfarr, wovon dem Grafen von der Wahl das Prasentationrecht gebührt, im Gerichte "Ued, gelegen. . Vfaffstartcn, ein adelicher Sitz Mit 8e Hau« ^rn, m, Gerichte VraUnau. Pramb, oder Dromb- ein Flns, We'cheit un der Grenze des Hausruckviertels entspringt, und «wischen diesem und dem Innviertel di- Natürliche «wenze macht. Er fallt oberhalb Scharding bey Allerheiligen in den Inn. P » Pr«^ 228 Prumhal, oder Brmmenthal, 'ein adrlictzet Sitz, mit ^2Z Häusern/ im Gerichte Mauerkirche- Naab, «In Hofmarkt, mit 123 Häusern/ und einer Pfarr, im Gerichte Schärding gelegen. Rambuch, ein adelicher Kitz, mit r6 Häu- eern / am Flüßchen gleiches Rahmens, welches sich unterhalb Schwend mit der Pramb vereinigt/ im Gerichte Schärding. RantertinA ein adelicher Sitz, mir lZ Hast- jern, im Gerichte Mauerkirche Rsnshofen, oder Nantersdorf, ein Hof' Markt, mit yZl Hausern, und einer Psarr, ge- gen den Inn , im Gerichte Mauerkirche- Der Fluß Eckenach, dessen Lauf südwestwärts gerichtet ist , und den Ort durchfließt, vermischt mit deM Inn. Das hier auf einer Anhöhe ge' segene lateranensische Chorherrenstift des Et. M gustins, Mim Jahre USA von Heinrich VIII, Hes' ^vgen in Bayern, mit Mitwirkung des Erzbischofs Conrads von Salzburg aus einer .Pfarrkirche/ welche 1042 unter Kaiser Heinrich HI. erriclB worden ist, in ein lateranensisches ChorherrenM «mg ändert, zugleich auch ein Nonnenkloster errim' M worden. Im Jahre ibk>8 hat Franz Ada"f vonAmbsham die Stiftung Mit rs khorherft" vermehrt. Das Klostergebäude war 1628 aicht' fangen und vollendet, es betragt in der La" Ze .M, in der Bkeile 41 und in der Ho Schuh. Durch den hier gelegenen baumwald geht ein izoo Werkschutz langer GaE Dieses Stift ist in seinem kosten. Lebensalter'e" loschen. Zu dem Stifte haben die Höfmärkte Ra" Hosen und Neukirche gehört. Reich- 2L9 . Reichersberg , ein Hofmarkt mit 87 Hau. ^n, und einer Pfarr, im Gerichte Schärding. Dieselbe grenzt gegen Westen an den Inn- Das Mer gelegene lateranensische Chorherrenstift St- Au- ^ustins ist in dem Jahre 1084 entstanden und in keinem 701 ten Lebensalter erloschen. Zu dem Stifts haben die Hofmarkte Ort und Reichersberg gehört. Ried, ein landsSiurstlicher Markt, mit ei' "em Schloss-', 824 Hausern, und einer Pfarr. Derselbe wird in 2 Vormarkte abgetheilt, durch welche die Obsrach, und Rreirach stiessen, bey mternrisd vereinigen sie sich, und vermischen sich Key dem Hvfnarkt Osiernach in Gerichte Scharding mit dem Andlesenstüsse. Der Markt hat kein eignes Land - und Pfleggericht. Dasselbe enthält Einen lan- desfurstlichen und Einen Priratmarkt, l6 Hofmarkte l adeltchen, Sitz Ein Dogteyamr, und zag Dörfer. Das Pflegge« i tt Nied, mit Inbegriff Mauer« kirche, da beyde Gerichte zusammen einen Pfleger ha¬ ben , enthält zwey landesfürstliche Markte, einen Privatmarkt, Zy Hofmarkte , 12 adeiiche Sitze, und 845 Dörfer. Hier ist der Sitz des Kreis armes , und der Postwechsel zwischen Haag Und Altheim. Zu den vorzüglichsten Kunstprodukten, des Marktes gehört die Leinemveberey; auch wird vieles Tuch verfertigt. Eine Buchdrucker«) befindet sich hier ebenfalls. Das hier gelegene Kapu» cinerkloster ist erloschen, Roßbach, ein Hostnarkt, mit ec> Hausern, Und einer Pfarr, un Gerichte Mauerkirche. Schärding, eine landesfürstliche Stadt, mit 28Z Häusern , und einer Pfarre, dicht an dem Inn. Von Norden und Osten ist dieselbe mit Ber« SZV Bergen und Waldungen umgeben. Die Stadt hat ihr eigenes ^and - und Pfleggericht, in welches Eine Stadt, 22 Hofmärkte, 12 adeliche Sitze, 2 Schl- u. g/g Dörfer gelegen. Kaiser Rudolph har am Michaelstag 1^64 den Markt Schärding zu einer Stadt erhoben. Der Ort, warin irten Jahrhunderte eine Grafschaft, wovon die Grafe" von Putten Besitzer waren, welche zugleich Ne"' bürg am Inn, Ried re. innen gehabt haben- Nach der Mitte des i2ten Jahrhundert fiel die Grafschaft dem Markgrafen Ottocar V, zu, M>d durch dessen Sohn Ottocar VI. kam.i ol»P um das Jahr ti86 an Oestrich. In dem Kriege des Herzogs Friedrich von Oestreich mir dein Herzog von Bayern, bemächtigtet sich das letztere dsrHerrschast ten Schärding, Neuburg am Inn tc., und behielt solche. In der Folge urde Scharding an O?ff reich mit allem Zngehär verpfände; in dei" jni Jahr geschloffenen Frieden gberwurde die Pfandschaft nachgelassen, und der Ort an Bayer" überlassen. Das hier gelegene Kapucinerkloster ff erloschen. In der Festung hak jetzt ein Plakmajot seinen Sitz, der dem Festungscommandanten Braunau untergeordnet ist. Hier ist der PostweclM zwischen Siegharding und Pasan. Echrvcnd, ein Hofmqrkt, mit einem Schlofft' lind 8 Häusern, im Gerichte Schärding. Sieghard-nF, ein Hofmarkt, mit eins"> Schloss?--und h'j Häusern, im Gerichte Scha^ ding. Hier ist der Postwechsel zwischen Bayrbaff und Schärding. Subcn, ein Hofmarkt mit g4 Häusern, b" G richte Scharding. Das hier gelegenen lateransnsncvt khocherrenstist St, Augustin, ist im Uten Ialff" Hun? 2 Z 1 ^M'derr gestiftet worden, und in seinem Dostes ^öensalker erlofchen. Tanfrirchc, ein Dorf, mit 20 Häusern, und kinsr Pfarr, im Gerichte Schärding. Teiskll-cke, ein Dorfmit45 Häusern, und einer vstrrr, im Gerichte Schärding. Das Prüfen- tationrecht der Pfarr ist zwischen dem Landesfür- sttti und dein Hochstift Paßau getheilk. Utkcndorf, ein Dorf, mit 102 Häusern, Und einer Pfarr, an der Mattig , im Gerichet Mattighofe». Ilttendorf wird nicht selten, als ein ^sonders Land-und Pfleggericht, angegeben. Nach Wenings Topographie war der Ort in dem bay- ^chen Pfleqaerichte Trostburq gelegen; jetzt aber 'st derselbe dem angeführten Gerichte Mattig, dvfen zngetheilt. Uczenach,oder ttnzsnach, ein Hostnarkt M g4 Häusern, und einer Pfarr, im Gerichte, Schärding. waldzell ein Dorf, mit 40 Häusern , und einer Pfarr, iin Gerichte Mied. "Wcnistem , ein Dorf m it einer Pfarr 'M Gerechte Schärding. Dlcilbach , ein Dorf, mit r Häusern, und kiner Pfarr, im Gerichte Nied. wcilhart, eine landesfürsilicheD-aldnng, 'M Gerichte Braunau- 'Mildshut, ein landesfnrstliches Schloß, mit Häusern in der P^arr Ostermiething gelegen, ?^"r Hrt hat sei» eignes Land * und Pfleggericht ^welchem L Hofmarkte und 70 Dörfer gelegen- Die La- 2Z- Lage dieses Gerichts ist südwestlich, und wird vosi der Salza und dem Gediehe des Erzstists Salzburg »mchlossen Zell, ein Hofmarkt, mit einem Schlosse, izo. Hausern, und Marr, an der Pramb lw Landgerichte Scharding. Das Prasentatiomecht die» ler Pfarr hat das erloschene Chorherrenstift zu Guben ausgeübt. im Mühlviertel, auch Mihelviertel, genannt. Dasselbe hat seiittU Nahmen von dem Flusse Mühl (Mühle), welche« §8 in zweyTheile absondert, nähmlich in den ober«, als den westlichen / und in den unteren, als den ost' lichenLheil. Der ostlicheTheil hatte bis zum Jahr« 1779 den Nahmen Machland, da, wegen Ve» einigung des am östlichen Ufer des JnnS gelegenen bayrischen Distrjcts mit dem Lande ob der Ens, das Mühl-und Machlandviertel zusammen unter dem Nahmen: Mühlviertel, vereint worhen iss Dieses Viertel ist von seiner südlichen Seite durch die Donau von den übrigen Landesvierteln ganz ab« gesondert. Es macht dasselbe den nördlichen, nnd nordöstlichen Theis des Landes. Der östliche Theil war im r-rien Jahrhundert eine eigene Grafschaft- Nach der jetzig"n L.age des Mühlviertels beträgt dasselbe im ganzen Umfang 76, Eine halbe Üuadrat Mxile. Seine Grestzen sind gegen Norden Böbs men, gegen Nordost das unterenserische Vierte« Obermanuhartsberg , und der Fluß Isper, gegesi Osten die Donau >. gegen Süden und Südwest dir Donau , gegen Westen, und Westnord Pasa"» Zu den Greiizstüssen dieses Diertelö gehären die Donau , der Gegenbach, die Nana, das'Osterman ser, und Zinsterwasser. Die übrigen in diesess ''.- " Vier- 'E ^2? 2ZZ Viertel befindlichen Flüsse sind, der Pescnbach, die Aist, Narn, Nottel, Sarblinq, und Pöllersbach. In dem unteren Theil dieses Viertels befinden sich der berufene Strudel, und Wirbel. Gegen Böh¬ men ist das Viertel sehr gebirgig, vorzüglich gegen Nordwest, wo sich der sogenannte Pleckenstein bc- sonders austetchnet. Dieses Gebirg scheidete vor- Mahls das Land ob der Ens nordwärts von Böh¬ men, nun fängt sich auf diesem Gebirge die Grenze Zwischen Oestreich und Pasau, in dem sogenannten Heundel, gerade an dem Orte an, wo vormshls rückwärts Böhmen, rechts das Amt Jandelsbrunn, Und links Has Stift Schlögel zusammen gegrenzt sind. Hier ist nun ein dreyeckiger Markstein mit der Jahrszahl i"65 , und mit dem Nucken gegen Böhmen gestellt. Auf der rechten Seite dieses Steins zeigt sich das paßquische, auf der linken Seite das Lstreichische Wapen; von hier geht die Grenze nach dem gezogenen Graben , bis zum Ur¬ sprung des GegenbacheS; von hier bis zu seinem Einfluß in die Mühl, welche die weitere Grenze macht. Da die Fischerey auf diesen Flüssen zwi¬ schen Oestreich und Püßau getheilt ist; so sind die¬ se natürliche Grenzlinien mit Marksteinen besetzt. Die Anzeige des östreichischen Antheils ist, mit^^ä, Und der paßauische mit ?I? ausgedrückt. Der Getreidebau? ist in diesem Viertel, wie schon ge¬ sagt worden, von keinen Belange; indessen wird chel Flachs, und Hanf erzielt. Die Schwämme kommen in diesem Viertel häufig vor, d/irun. fsr die bekanntesten sind, die Maurachen, Taub- k"ug , sshampignion, oder Dörndling , Nagel- schwamm rc. An Waldungen ist dieß Viertel reich- kultig, und wird . aus denselben viel Brennholz Nach geflössek z wohin auch , aus. den. gegen ^as Landeuvter der Ens in dem untern Mühlvicr- gelegenen Waldungen jährlich bey einer Million Wein Weinstecken geliefert wird. In der unteren Mühl bei) dem Markt Berg an der sogenannten Hande- rerstraffe ist ein beträchtlicher Steinbruch, m welchem jährlich eine große Menge Mühlsteine gebrochen wird, und wovon nach Wien viels gebracht werden. Im Markte Berg ist eine eigenen Innunglade , welche den Nahmen, bürgerliche Mühlsteindurch- schlsger, führt. In diesemViertel find zwepGes-md- brunnen, die hausiq besuchet werden, als Mühl¬ lacken, und Kirchschlag. In verschiedenen im oberen Mühlviertel gelegnen Flüssen, als in der Rana, Pssenbach re werden gme Perlen gefunden, die an Schönheit den orientalischen sehr nahe kommen; in der Rottel kommen sehr große, und schmackhafte Krebsen vor. Au den vorzüglichsten Kunstproduck» ten dieses Viertels gehört die Leinenweberey , die vorzüglich um Neufelden zu Hause ist; in verschie¬ denen, im unteren Mühlviertel gelegenen, Orten, als: Freystatt, Leopoldschlag, St. Oswald rc. wird Zwirn, von verschiedener Gattung, häustg verfer¬ tiget. Zn den in diesemViertel gelsgeuenMaunfaktur« gehören die in Poneken gelegenen wollen Stumpf- inanukactur und die Beuteltuchmaunfactur in Lan- genbols. Auch hat dieß Viertel mehrere Glas¬ hütten. Das ganz? Viertel enthält A Städte, dar¬ unter Eine landesfnrstliche ist, ferner 4z Markte, und 1059 Dörfer. Im Jahr 1780 wurden Z2zs4 Familien gezählet, der eigentlichen Landbauer wa¬ ren 11004, an Zug - und Mastochsen befanden sich 28,206 Stück, an Pferden hingegen nur 4208 Stück. Das untere Mühlviertel ist um vieles kul- tirter; in diesem Distrikte waren in dem genannten Jahre 17614 Familien, 7174 Land'-muer, 16,^69 StückOchsen, und aliiLPfsrde. DieGeistlichkeit be¬ trug im ganz-n Viertel 846 Köpfe. Die Grenzen deS unternMühlviertels sind noch sehr unbestimmt- Nack meiner Meynung macht die große Müh! die eigent¬ liche liche Grenze zwischen dem westlichen , und östlichen Ehest dieses Viertels. Alle Orte, die jenseit dieses Flusses liegen, gehören in das östliche Mühl-vor- Mahls Machlandviertel. Och bin daher dem Flusse bey Bestimmung der Lage- der in diesem Viertel gegen Nordost gelegenen Orte gefolger. Der Sitz des_Kreisamtes ist in Zreystatt. Hier folgen dis in diesem Viertel gelegenen vorzügliche Orte, als : im oberen Mühlviertel: Aigen , eine Marktpfarr, unter der Vogtey des Pramonstratenserstists zu Schlägel, welche zu¬ gleich das Präsentativnrecht der Pfarre hat. Altenfeld, ein Pfarrdvrs, unter der Vog- tey der Herrschaft Marsbach. Epping, ein Dorf, mit einer Erpositnr, nordwärts gegen Schlüge! , und südwärts gegen die kleine Mühl, unter der Vogtey deS Stiftes zu Schlüget. Feldkirche, ein Psarrdorf. unter der Vog. ter; der Herrschaft Eschelberg. Das Präsentation- recht besitzt das Stift zu St. Florian. Finsterbach, ein Grenzfluß geqen Paßau, fein Lauf ist nordwestwärts , und vereinigtsich Eins halbe Meile oberhalb des Dorfes Klasser mit der großen Mühl. Bey dem Ausflüsse dieses WafferS stehen zweyMarksieine mit derNummer 9 bezeichnet. Gegcnbach, ein Grenzfluß, welcher sich in dm böhmischen und bayrischen theilt, der erstere kommt von Norden, und hat seine Quelle in dem Pleckensteinerwald, der bayrische Gegenbach fließt dem ersteren entgegen, kämmt aus der zwischen ^piesbrunn und Riendlhänsel, in der Herrschaft Nanarid gelegenen Waldung, und vermischt sich W der großen Mühl. Der böhmische Geqenbach macht 2Z6 nnicht eigentlich die Grenze -wischen Oestreich und Passau. Bey seinem Ursprung Peht ein Markstein mit 8?r. 2, und bey besten Vermtschnng mir der Mühl befinden sich zwey Marksteine mit der Num¬ mer z bezeichnet. St. Gottkart, ein Pfarrdors, unter der Vogtey Eschelberg. Die Präsentation der Pfark hat das Stift zu St. Florian, Grammatstätten, s. im unteren Mühlviertel. Kaslach, eine Marktpfarr, am Zusaniir.sn- fluste der grossen und unterm Mühl gelegen, unter der Vogtey deS Prämonstratcnserstistes zu Schlägel. Heisenberg, eine Dorfpfarr, an der kleinen Mühl, unter der Vogtey der Herrschaft Pirnstein. Hofkircke, eine Marktpfarr, an der Rana unter der Vogtey der Herrschaft Altenhof. Die Präsentation des Pfarrers gebührt einem zeitlichen Pfarrer zu Pfarrkirche- St. Johann, ein Pfarrdorf, am Weinberg, unter der Vogrey der Herrschaft Pirnstein. Die Präsentation des Pfarrers gebührt dem Hochstistt Passau. Airchberg, eine Dorfpfarr, unter der Vog¬ tey der Herrschaft Pirnsteiu. Die Präsentation deS Pfarrers gebührt dem Hochstifte Passau. NIeinzrll, ein Pfarrdorf, unter der Vogtey des Stiftes zu St. Florian, welches den .Pfarrer prasentirt. Langenhols, im gemeinen Lanqhalsen , ein Schloss, am rechten Ufer der grossen Mühl, ü' der Psarr Neufelden gelegen, hier ist eine Beurel- tnchmanufactur, in welcher im Jahre 1782. Meister, 5 Gesellen und io Gehülfe gearbeitet b vereinigt ; bey Marksdorf erhält der Fluß den Nahmen Waldaist, fließt von hier nach Branteck, Reichen¬ stein, und vermischt sich unterhalb Gresienberg mit der Feldaist, welche zwischen Mauthausen und deut Dorf Narn in die Donau fallt» AlrcnherA, eine Eppositur, unter der Herne schäft Wildberg. Die Präsentarlon des Pfarrers gebührt einem zeitlichen Pfarrer zu Gallneukirche. AftenburF, bin Pfarrdorf, unter der Vög¬ ten der Herrschaft Mldberg (Jetzt Klostergüter- «dministration.) AllcrhcüiMi - eine Erpvsitur, unter der Vogtey der Herrschaft Schrberibedg. Die Präsen¬ tation des Pfarrers gebührt eineln zeitlichen Pfar¬ ber zu Tragein. ArblNsf, ein Pfarrdorf, unter der Voatey des erloschenen Chorherrenstifts St. Augustins zu Waldhausen. BaurnMrtenbcrcs (Baumgarten am Berg). Das hier gclcg.eike'Cistercienserstift war von Otto, Grafen von Mailand um das Jahr 1140 gestiftet. Auf dein Berg, w» jetzt die Kapel' Gwgr. ^andb. l. THI. Q le 24-r ke zum St. Ulrich steht, und in gemeinen Lebe» der Ulrichsberg genennrwird, stund vormahls west« wartS das Schloß der Grafen von Machland. Nach Vischers Charte hat dieser Berg den Nah¬ men : Mitterberg, gehabt. Das Stift ist erlo¬ schen , und das Klostergebau.de zu einem Zuchthause gewidmet worden. Der jetzige Verwalter desselben Herr Kraus, ein warmer Freund der Literatu» , besitzt eine mit vielem Geschmack-' gewählte Bücher¬ sammlung. Bcrcf, s. Perg. Tlam, vormahls «Ine Grafschaft, jetzt ein Schloß und Markt, -.eine Meile von Greinburg Hitfernt. Von den Grafen vonMachland kam es an die Grasen von Hardeck, und von diesen 1524 an die Herren Perger, welche in der Folge sich Frey» Herren von klam schrieben- Dimbach, eine Marktpfarr, unter der Vog«- rey der Herrschaft LLaldhauftn. Scldaist, s. Aist. Arcystütt, eine landesfürstliche Stadt, mit einer Pfarrdechantey. Dieselbe war im iZten Jahrhundert mit der Grafschaft Machland vereint. Kaiser Nndolph ertheilte ihr 1277 das Stappelrechl, sie trieb einen ansehnlichen Handel. Die Verfer¬ tigung desAwirns macht noch einen wichtiger» Han¬ delszweig in dieser Gegend aus, welcher auch die hier gelegene Kommerzialsirasse, die nach Böhmen führt, für das Strastengewerbe, sehr Vortheilhast wird. Die hier gelegene Burg mit der dazu ge¬ hörigen Herrschaft wurde von Kaiser Leopold 1700. dem gräflichen Hause Harrach erblich überlasten. Hier ist der Sitz des Kreisamtes für das Mühl¬ viertel. Das hier gelegene Kapuzinerkloster ist er¬ loschen. -4Z loschen. Hier ist der Postwechsel zwischen Neu- Markt, und Gablitz. Gallnetrkirchc , eine Marktpfarr , Unteridee Dogkey der Herrschaft Niedek. Hier ist der Post¬ wechsel zwischen Linz und Neumarkt. St. Gcorss anderGusen, eine Marktpfarr Unter landesfürsilicher Vogtey. St. GeorA am Wald, ein Pfarrdorf, un¬ ter der Vogtey der Herrschaft Waldhausen. Grammakstattcn, eine Marktpfarr, am ost« liehen Ufer der großen Rottel, unter der Vogtey des ctstercienserstifts zu Wilhering, welches den Pfarrer zu präsentiren hat. Grein, eine Privatstadt, mit einer Pfarr, Unter der Vogtey der Stadt gleiches NahmenS- Die Präsentation des PfarreS gebührt dem zeitli¬ chen Besitzer der Herrschaft Greinburg. Das hier gelegene Franjiskanerkloster ist erloschen. Grrinblirct, ein Schloß, wovon das gräf¬ lich? Rudolph Salaburgtsche Hauö Besitzer ist. Der Markt Struden, und die Herrschaft Werfenstein gehören zu dieser Herrschaft. Grünbach, ein Pfarrdorf, unter der Vog- Efh der Herrschaft Hreystatt- - Grira», eine Marktpfarr, unter der Vogtey der Herrschaft Hans. — äellrnannsöd, eine Marktpfarr , unter der -vogtey der Herrschaft Wiidberg. Dis Präsen? ution des Pfarrers gebührt dem Hocbstifle Paßau. . ä'rschbach, ein Pfarrdvrf, unter der Dog- ch der Herrschaft Haus. Q r Kof. 244 Aofkü-ckc, ein Plarrdorf, bey Sachsen, UN« ter der Vogrey der Herrschaft Clam. Rafermarkr, eine Marktpsarr, unter de« Vogtey der Herrschaft Weinberg. Die Prasenta« tion des Pfarrers gebührt der eben genannten Herr« schüft. Rirchschlacf, ein Dorf, mit einem allgemein bekannten Gesundbrunnen, westwärts gegen die große Rottel, auf einem hohen Berg gelegen. RöniFwiescn, ein Pfarrdorf, östlich von der untern Narn unter der Vogtey des erloschenen Stifts zu Waldhausen. Rreutzen, mit zwey Schlössern, östlich von Greindurg, und westlich vonMünzbach. Im Iah» re izoo erhielt Graf Meggau die Grafschaft Dee jetzige Besitzer ist der Generalfeldwachmeister W» doloh Graf von Zalaburg. Der hier gelegene Markt hat seine eigene Pfarr. Lasbercs, eine Marktpsarr, unter der Dog' tey des Stifts zu St. Florian, welches den Pfarrer zu präsentsten hat. Leopoldsichlag, eine Marktpsarr, nordost' warrs gegen Böhmen an dem Malshingfluß, unter der Vogtey der Herrschaft Freystatt gelegen. Licbenau, ein Pfarrdorf, dicht an der Grem zen von Böhmen, und des unterenserischen Viertels Obermannhartsbergs, unter der Vogtey der Herr« schalt Runenstein, welche den Pfarrer zu praselG' rrn hat. Hier ist eine Glashütte. St. Leonard, eine Marktpsarr, gegen das westliche Ufer der Waldaist, unter der HerNchast Brstenthal. Mach' 245 Machland, seit dem Jahr 1779 unter de« Nahmen: unter Mühlviertel/ bekannt, war, wie bereits gesagt worden, in den alteren Zeiten eine eigene Grafschaft, von welcher Otto der letzte Be¬ sitzer war. Er starb im Jahr ^148- Das Ge¬ schlecht der Grasen von Machland ist also nicht im Jahre 1186, wie man allgemein dafür halt; son¬ dern im vorstehenden Jahr 1148 erloschen. DaS eigentliche Jahr, in welchem die Grafschaft niit dem Lande ob der Ens vollkommen vereint worden ist, habe ich bis jetzt nicht aufgefnnden; vielmehr muß ich die, Seite 11, Zeile 24 ausgeführle, Stelle, welche ich buchstäblich aus dem Preuenhuber, abge- schrieben habe, alS unrichtig erklären. Bey selbst eigener Prüfung fand ich, daß das Geschlecht der Grasen von Clam im i^ten Jahrhundert noch nicht existirt hat, dessen Dascyn fällt in das Jahr 1524 (S- Clam) So viel ist wahrscheinlich, daß Kaiser Nudolph l. die Grafschaft Machland sei¬ ner Tochter Hedwig, bey ihrer Ehelichung deS Markgrafens Otto von Brandenburg, als ein Hei- rathgut gegeben hat. Von derselben kam die Graf¬ schaft (vcrmuthlich im Jahr, !Zc>8 da Hedwig das Zeitliche verlassen hat) wieder an das Haus Oestreich. Die Grenzen dieses östlichen Theils .des Mühlviertels sind gegen Böhmen der Malshirg- flnß, gegen Nordost das Flüßchen Jsper, gegen Süden die Donau und grgen Westen der große Nottelsiuß- Die vorzüglichsten Natur - und Kunst- Produkte dieses Landsdistricts sind : Obst- (Die Obstbaumzucht ist im ganzen Lande ungemein be¬ trächtlich , da au» Mangel dkS Weines Most in großer Menge? geschenkt wird, selbst in Linz bat Man eigene Mostschänke) Brennholz, Weinsiccken, Glas, Töpfergeschirr, Zwirn, und Wollenfirüm¬ pfe; zu Spital an Pirn wird ei» sehr köstlicher Kä¬ mst aromatischen Kräutern vermischt, bereitet. Er Q z fände 246 fände beträchtlichen Absatz, wenn mm Von dieser Gattung Käse mehr verfertige« wollte- Das Straf» sengewerbe nach Böhmen ist blühend, und die Schis» fahrt macht in und um Greiu einen beträchtliche» Nahrungszwelg. St. Massdülcn, ein Pfarrdorf, im so ge» nannten Haselgraben (ein langes Thal an der Strasse nach Kirchschlag) unter der Vogtey der Herrschaft Wildberg. Mauthhansen, eine Marktpfarr, am nord» liehen Ufer der Donau, unter der Vogte») des ge» nannten Markts. Die Präsentation des Pfarrers gebührt dem Stift zu St. Florian. Hier ist eine Salzversilberung für das nach Bödmen bestimm» te Salz ausgestellt. Um dis Verbreitung des teul« schen Schulwesens, und Beförderung der Indu» strialanstalten hat sich der jetzige Herr Pfarrer Pfüsterer, Chorherr des Stiftes zu St. Florian, um seine Pfarre sehr verdient gemacht. Von hier geht eine Kommercialstrasse nordwärts nach Getcs- fl. i) zur Unterhaltung einer privat Schule für die Jugend seiner Religiongenoft sen im Markte, 2) zu Stipendien für mittellose Jugend, Witwen und Waisen, b- Zoo fl. zu Stipendien für vier angehende Theologen von der Religion des Stifters , c) 100 fl. für ^Hanvarme und cl> ioo für den Superintendenten der Stift fung. Vorstehende Schule hat ihr Daseyn bis in das Jahr 1625 gehabt, in welchem dieselbe, wegen Unterdrückung des Protestantismus erloschen ist- Im Jahre 1641 traten die Schüttsrifchen Erben'an Joachim Ensmüller, welcher in der Fol- Ze wegen der an sich gekauften Grafschaft Wind- vnag, sich Graf von Windhaag geschrieben hat, ab. Er hat sich in einer an die Schütterischen Erbe« ausgestellten Urkunde verbindlich gemacht: die oben «rwä! nten 600 Gulden ganz nach dem Willen ih' res Stifters (äaivu kellZione ssntkolica) ZU Verwenden. Allein dep Graf stiftete im Jahr 167^ in dem Markte Dominicaner, übergab ihnen die vorstehenden 600 Gulden sammt dem bestandenen Schulgebäude , mir dieser Verbindlichkeit, sechs Knaben von seiner Herrschaft in den Humanioren undMusik stets zu unterrichten. Zugleich erklärte er dteseAlumnen fähig, nach vollendeten Humanitäsclaft sen, zur Fortsetzung der höheren Schulen in die beträchtliche von ihm in Wien gemachte Stiftung treten zu können. Das Alumnat ist nun erloschen , und bekömmt jeder Stipendist jährlich ioo st. auf die Hand. Nurn, ein Fluß, der sich in den oberen und pnteren theilet. Der erste kömmt aus dein nordöstlich gelegenen Greinburgerwald, fiiest süd' wärts nach Weissenbach, Zellhof, Berg, Baum- gartenberg, und fällt bey Eitzendorf in die D§' nau. ZUe untere Varn nibmt ihren Lauf a» den gegen das unterneserische Viertel ob dem Mann» ha-tsberg gränzenden Königswald, ihr Lauf ist vstwestwärts , und vermischt sich dem Aellhof gegen über mit der obern Narrn. Bey Baumgarten- berg theilt sich dieser Fluß in zwey Anns, nahm' lieb in den östlichen und westlichem Der erstes beai°bt, sichMiikerhalb Eitzendorf in die DonaU- und der andere fliest nach Mirtenkircbe und vet' mischt sich bey Eitzendorf mit dem östlich^ Arm. An diesem Flusse wurde 1755 kitte Haft' schwemme angelegt, auf welcher das Brennholz au» dm Rrttmsteiner . Kreuzer - und Grejnlmt' gerwaldungeu, welche alle ein Eigenthum de Grafen Rudolph Salaburg sind, «ach der Do» uau geflLsser. Narn, ein Pfarrdorf, am Flusse gleichet Rahmens, unter der Vogtey der Herrschaft Sreyer« eck. Neumarkt, eine Marktpfarr, unter der Vogtey der Herrschaft Haus, Ein zeitliche Dechant zuFreystatt hat den Pfarrer zu prasenkicen. Sr. Nicolaus, eine Marktvfarr, unterhalb Struden unter der Vogteycher Herrschaft Wald- Hausen, Mtenhcim, ein Markt, mit einem Schlos¬ se , uU Psarr, gegen die Donau gelegen. Die Pfarr sieht unter der Vogtey des Stiftes Wiche- ring, welche auch den Pfarrer zu prasenkiren hat. Diese Herrschaft haben gegen das Ende des ,6ren Jahrhunderts die zwei) oberenserischen Herrenstän¬ de an sich gekauft, und die Einkünfte znr Unter« Haltung des in dem Landhaus? zu Linz errichteten evangelischen Lycaum, und zu Stipendien für ftimg- linge, deren Zahl im Jahre t6oo aus 12 bestimmt worden, gewidmet. In derFblge wurdechie Herr¬ schaft den Jesuiten in Linz in so weit eingeraun», als dieselben sich mir Unterricht der studierenden Jugend abgahen. In dem ersten Jahrzchend des '*7ten Jahrhunderts hat Heinrich Horssauer, ober - knserischer Landschaft. Wundarzt, und Bürget zu Dttenheim, in Folge seiner letzten Willsnsmeinung datirt Oltenheim am zehnten Jauner 1608 eine bürgerliche Schule in dem Markte für dis Jugend evangelisch lutherischer Religion, zu welcher sich Hsrstauer bekannt hat,.gestiftet. Außer dieser Schule hat er zur besseren Unterhaltung eines Predigers seiner SÄÄÄLSÄS, Ls0 feiner Religion, in der im Markte gelegene Dpi« talkirche, jährlich fünf und zwanzig Gulden mit dem Beysatze bestimmt, daß, im Falle kein Predi« ger bey dieser Kirche gehalten werden sollte; die vorstehende Summe einem andern evangelische" Prediger in Ottenheim zu widmen waren; er hat ferner fünf und zwanzig Gulden zur Austhei« lung auf die Hand für die, in diesem Spital (Lazareth) befindlichen armen Kranken, dann ihhr» lich fünf und zwanzig Gulden zur Ausheilung für Hausarme, oder durch andere Zufälle verarmte Personen, und zur Erhaltung des Spitalqrbäudes jährlich zehen Gulden angeordnsr. Zur Besoldung eines tüchtigen evangelischen Schulmeisters für die vorstehende bürgerliche Schule har er 20c» fl. jährlich bestimmt. Im Falle,daß die Herrschaft Ottenheim an Jemand gelangen sollte, welcher die evangelische lutherische Religion nicht dulden sollte, soll die für den Prediger, und den Schulmeister jährlich bestimmte Geldsumme; sowie daS ganze Horstau« rische Dermägen (daS Almossngrld für Hausarme, und die Siechen im Lazareth ausgenohmen) zu Str« pendien für Studierende auf evangelisch lutherische" Schulen Verwender werden. Zur Festhaltung seines letzten Willens har er diezwey oberen politische» Herreustaude, als Universalerben eingesetzt. Nach dem von mir eingesehenen Inventartum über das sammtliche Horstaurische Vermögen; blieben am rei- neu Dermägen als ein Stifrcapital 4v8ar Gulden- Dasselbe ist bey dem obecenserischen L«ndsta"d anliegend. Gr. Oswald, eineMarktpfarr, nordwärts, «n der Feistritz unter der Vogtey des Stiftes St. Florjan. Pab« Ls! lpadneukirche, eine Marktpfarr, oberhalb ^er Grafschaf Kreuze» , unter landesfürstlicher Vogkey. perft, (Berg) eine Marktpfarr, unter der Dogtey der Herrschaft Haus. Hier wird in gros¬ ser Menge glasurtes Erdengeschirr verfertigt, und auf deu Wienermarkteii häufig abgesetzt. perAkircbc, (Bsrgkirche), ein Pfarrdorf Unter der Vvgkey der Herrschaft Baumgartenberg. Pöstltngdcr-Lf, eine nordwärts von Dorf, Ufer gelegene WallfartSkirche . auf einem hohen ^erg, unter der Herrschaft Wildberg. Picrbach, ein Pfarrdvrs, unter der Dogtey »er Herrschaft Nntenstein. ^)vvechcn, ein Dorf, oberhalb von Maut¬ hausen. Hier ist eine Manufaktur, in welcher wollene Strumpfe nach Hamburgerart verfer¬ tigt werden. Dieselbe war vor 24 Jahren von Norbert Graf Salaburg angeleget; der fetzige Besi¬ tzer ist der Großhändler Herr Augustin Glück. Rcchberg, ein Pfarrdorf, unter der Dog« tey der Herrschaft Windhaag, Reichenau, ein Markt, Schloß, und Pfarv, tvestnochivarts an der Grenze des vbernf Mühl« Viertels, unter der Dogtey der Herrschaft gleiches Nahmens. Hier ist eine Glashütte- Reichcnrhal , ein Pfarrdorf, unter der Dog« "h der Herrschaft Waldenfels, welche den Pfar- ^tr präsentirr. Ried < 2 sr Ried, ein Pfarrdvrf, nordwärts von Maut' Hausen unter der Vogtey des Stiftes zu St. rian, welche den Pfarrer zu präsentiren hat. Nobrbach, ein Pfarrdorf/ unter der Vog* tey"des Stiftes zu Schlägel, welches den M' rer zu prasentiren hat. Sachsen, ein Pfarrdorf, am Flusse Nat« dsy Eitzendorf, unter der Vogtey der Herrscht Waldhausen, welche den Pfarrer präsentirt. Sandl, ein Pfarrdorf, nordostwärts vo» Freistatt gegen den Reichensteinerwald, untek der Vogtey der Herrschaft Freystatt, welche de^ Pfarrer präsentirt. Sarblmss, ein Fluß, dessen Lauf von No"' den nach Süden ist, und bey Sarblingstein in Donau fallt. Schenssenfeid, eine Marktpfarr, unter dek Vogtey der Herrschaft Freystatt. Ein zeitlich^ Dechant in Freystatt präsentirt den Pfarrer . Schönau, ein Pfarrdörf, unter der Vogt^ der Herrschaft Nutensteiu. Schöiicbcn, eine Glashütte, nordostwärts^ gen den Reichensteinerwald, in der Pfarr Lieben^' SchrrertbcrF, ein Schloß, Markt, Pfarr am Flusse Aist. Von dieser Herrschaft u Graf Eundakar Tbierheim Besitzer. Stcpercck , eine Privatstadt , mit einer Pl^ gegen die Donau. Die Pfarr ist landesfürMvs und von der Herrschaft ist daS Gräfliche Weiß^ wölfische Haus Besitzer. Str»- -5Z Strudel, (Ström) Die Donau, bon der Stadt Grein abwärts, ist zwischen rauhen felssgteu bergen eingeschlossen, und fließt bis zum genann- ten Rubenstein im Lande unteb der Ens gelegen in einer Rinnsale. DaS nordwärts gelegene Ufer gehört zum Lande ob, und das südliche zuck Lande unter der EnS. Bey deck Rabensteck theilt sich der Strom in zwey Seitenarme. Dersenige, welcher sich links dehnt, führt den Nähme» Strudel, und der andere wird der Hößgang genannt. Die Insel, welche zwischen dem Stru- del, und dem Hößgang gelegen, hat den Nah¬ men Wörth ( Werder ) «bre Länge wird gegen vierhundert und die Breite gegen zweyhunderk Wienerklafrer berechnet. Etwas dem Strudel abwärts kömmt das auf einem steilen Felsen gelegene alte Schloß Werfe,istein entgegen ; an Füße die¬ ses Felsen, langst der Donau , ist der Markt Strudel gelegen. Unterhalb des Hößgangs anr südlichen Ufer, zeigt sich auf einem Felsen , Haus¬ stein genannt, ein alter Thurm, der noch setzt Mit einer klasterdicken Mauer umgeben ist. Die¬ sen, Thurm, liegt jenseit der Donau über, auf dem Felsen Langenstch,, ein ähnlicher Thurm. Im Jahre 177b sind einige Mauern von dem Thurm Hausstein, und im Jahr 178» einige von dem Thurm Werfenstein abgetragen Worden. Der Werder, das ist, die Insel, wel¬ che zwischeti dem Strudel, sind dem Hößgang seine Lage hat, besteht an der südlichen Seite aus einen, Sandhaufen, gegen Norden zeigen sich Ur. Keheure Steinklippen, südlich aut einem hohen Felsen das so genannte Wörttschloß und ein steinernes Kreuz. Die mittere Anhöhe dieser Jiisel hat trag¬ bare Aecher und Wiesen, wobey sich ein Bauerii- vof besindet. Der Strudel nihmt fast gleich da, 'bo sich die Donau theilt, seine» Anfang, und be¬ steht, »54 steht, nicht in einzelnen schmalen Felsen, sonder« durchaus in einem felsigten Bette"; Key klare»! Wasser erscheinen diese Felsenspiyen kugelförmig- Die Felsenstücke, welche der Schiffahrt besohl ers gefährlich wurden, waren: die Moißenkugel/ Markkugel, Woltzkugel. Ueber die Maißenkugel/ welche in der Mitte des Strudels liegt, müße» alle Schiffe , die abwärts den Lauf nehme»/ und über die. Molfskugel , welche nordwärts von der Maißenkuqel iftre liage hat, fahren die Schiffe/ die aufwärts den Weg nehmen. Zur Zeit da das Wasser sta/rk anläuft., können die Schiffe dem Strudel an sweichen, da damähls die Fahrt durch den Hößgang geschieht. .Doch diese» Weg nehmen nur die kleinen, nicht schwer bei' ladenen Schiffe. Für die Schisse gegen den StroM geht der Pferds teig, wenn das Wasser hoch steht , bey Ms angeftmgen, ununterbrochen, biS zu der, der Stadt Grein, gegen über gelegenen Wiese- Bey kleinerem Wasser aber müssen die Zugpferde drey Mahl über die Donau geführt werden- Der erste Uebergang ist bey dem Hcmrstein, wo sich der Hufschlag von Langenstein nach der» Markt Strudel zieht, hier ist der 2ken Uebergang nachdem Werder, von da zieht sich der Hufschlag südlich, und hier ist über den Hößgang der dritte Uebergang, nach dem Rabenstein, wo sich der Hufschlag nach der Wieie dehnt. Man theift den Strudel in drey Rinnsale, die erstere strömt an bas nördliche Ufer und wi-d das WaldwaM genannt, dieser gegen über gelegenen Niesal hat den Nahmen: Strudel, und die miktere, wird Wildriß genannt. Beym großenWasser geben die von oben kommenden Schiffe schnell über den Strom fort; hey kleinerem hingegen hat man für die Fahrt -55 Ae aus den drei) verstehenden Nlnnsalen ZU wähfen. Die gewöhnliche Fahrtstrasse ist der Strudel. Nach Verschiedenheit der Höhe des Wassers betragt die Brette der Fahrt hier sieben bis fünf Klafter. So fürchterlich diese Fahrt anschcint, so hat diefelbe doch viel reizendes; und ich habe immer mit un- ^Meinem Vergnügen diese Fahrt gemacht. Das Jahr 1777 hat sich an vielen verunglücken Schis» lch auf dieser Fahrt besonders ausgezeichnet, Ka¬ der die höchstselige Monarchen 'Maria ekheresia lkn Oktober des eben genannten Jahrs derNaviga- livndirekrion den Befehl gab, die Fahrt des Stru¬ bls,mit Zuziehung der in dieser Gegend beßndlichen Echjffmeistern, und des Salzsbeförderers in Eng- Men , zu untersuchen, und Mittel zur Abhil¬ fe in Vorschlag zu bringen. Mir dem ersten No- vemder 1777 nahm die Untersuchung den Anfang, «nd der Schluß fiel einsteimmig auf die Sprengung lener Felsen , welche die Fahrt am gefährlichsten gemacht haben. Im Monath December des ehe» genannten Jahrs 1777 sing die Arbeit an; am er¬ sten wurde die Wolfskugel, dann die Maißkugel, und jwar jede um zwey Schuh niedriger gemacht. Dir Hebung der übrigen Felsen, darunter einige, alS ^e Marktkugel, Dreyspitze rc. ganz gesprengt ^vrden sind, wurde nach Zeit und Umstanden fort» segeseyt, und die ganze Arbeit ist im Jahre 178t sollender worden. Die Strudelfelsen sind hart, ^förmig, und brechen in grossen Stücken, wel« A bet) zo bis 70 Zentner an Gewicht halten. Felsenstücke werden zum Geschlechte des GranirS ^rechnet. Nähere Nachricht von den, auf "kN Strudel in den Jahren 1777 bis mit c8r von der k. k. Naviaationdirecrion vorgenoh- Arbeiten , gibt das Werk , welches im Iabr 781 mit von Kurzbeckischen Schntten ans dicht qo, "enist. Außer diesem Werke hatrnan noch sechs 2s6 Kupferp'atten, welch? theils die Lage des Stru¬ dels und Wirbels, rheils die Felsen, welche ganz gesprenget, und welche niedriger gemacht worben sind, vorstellen. Die erste Platte hat Hr. LaN' derer, und die übrigen fünfe Hr. Mannsfeld ge* stochen. St. Thomas, eine Marktpfarr, nordwärts von Elam, unter der Dogtey der Herrschaft Wald¬ hausen. Traoser'n, eine Marktpfarr, nordwärts von Schwerkberg unter dec Dogtey der Herrschast Schwerkberg, welche den Pfarrer zu prasentireu hat- Ufer, im gemeinen Leben Urfahr, ein jenftst von Linz über der Donau gelegenes Pfarrdorf/ unter der Dogtey der Herrschaft Wildberg. Hi^ ist über die Donau eine gross lange drücke geschla¬ gen , welche die Komiuunieatiov zwischen Linz und den? Mühlviertel unterhalt. Von hier geht die Kommercia'strasse durch das DvrfNftr nach Gallup kirche, Neumarkt , Freystatt, und von da naw Böhmens Die ganze Lange der Strasse von llsts bis an dis Grenze Bödmens betragt 29,076 Klast^' und ihre Breite 18 Schuh und 4 bis 6 Zoll. Diegaiss Strasse ist mit Schober, und Bruchsteinen einsst- schlügen. Man hat auf dieser Strasse 12 Drückt zu passiven; daru'nftr sind fünf gemauerte; die übc>- gen sind von, Holze. Dis längste ist dis Gallig kirchen hölzerne Brücke- sie halt in der Lange * Klafter, und in Ler Breite 3 Klafter 2 Schuhe. Waldaist , s. Aist. Dvcudbanscn , eine Marktpfarr, an Sarbling, nordwärts von St. Nicolaus unter dc Dogtey gleiches Nahniens. Das hier gclegcns- und im Jahr H44 gestiftete lateranensische Ess " herrenstist St.^ Augustins ist mit den. Stifte z-u ' Florian vereinigt- Wamberg, ein Pfarrdorf, unter der Vogtey der Herrschaft Haus. weidcnfeld, eins Marktpfarr, an derGald- bist, gegen das unterenserische Viertel ob demMann- ' Hartsberg grenzend, unter der Vogtey der Herr' ichaft Brixenthal. WcmberA, ein Schloss, und Herrschaft, att derFkjstritz. Von der Zelkingischen Familie kam die Herrschaft an die Gräfliche Thierheimische Familie Im Schlosse befindet sich ein ansehnliches Archiv, in welchem für die vaterländische Geschichte merkwür¬ dige Schriften verwahrt werden. Der jetzige Be¬ sitzer dieser Herrschaft Herr Christoph Graf von Thierheim , ist als ein Beförderer der Literatur und des Nützlichen bekannt. wcissenbach, eine Marktpfarr, gegen den Anigwiesenwald, unter der Vogtey der Herrschaft «rutenstein gelegm. ? Wildberss, ein auf einem rauhen Felsen Zwi¬ lchen Kirchschlag, und dem Haselgraben, nordwärts Telegenes Schloss , wovon das Gräfliche Starhem« °erghcbe Haus Besitzer ist. Die hier gelegene be» Nächtliche Waldung ist einAufenthalt des Schwarz« wildes in grosser Menge. Windhaacf, ein Schloss, Markt, und s larr, bey Mnnzbach, unter der Vogtey dev ^krrschgfl Freystatt. Das hier gelegene Nonnenklo' ner, des h. Dominik ist erloschen, Und in dem eh^ Ecogr. Handb. I- Thl. N malt- ,2§8. mahligen ÄlostsrgebÄide wohnen mehrere Sxnonnen zusammen unter einem Dache und Heerd. U)irbcl ist die zweyte merkwürdige Gegend/ welche die Donaufabrt im Lande ob der Ens gefahr» lich niachtl Der Wirbel liegt unterhalb des Mark» tes Srruden, gerade zwischen Langenstein und Haus- stein. Den Gegenschwall von dem Wirbel, welcher sich von dem Hasenohr (Eck deS Markts Struden) ' biS zum Langenstein erstreckt, nennt man de» Freudhof. Wenn die Donau groß ist, kann man, mittels des Luegs, auch dem Wirbel ausweichem Der Luegkana! ist unter dem Hößgang am HaussteiU gelegen. Graste und schwer beladene Schiffe köm nen, auch bey großem Wasser den Luegkanal nie paffiren, ohne sich der Gefahr auszusetzen, an de» Hausstein zu scheitern, weil der Strom gewaltig dahin zieht. Zell, eines Marktpfarr, oberhalb Schwert» berg, unter der Vogkey der Herrschaft Brantew Anzeige der Besitzer der im Innviertel gel.kgmM Städte, Märkte, und HvfAüMe, im Jahre 177 9- Lsndcsfkrst. Derselbe besitzt die Stavk* - Braunau und Schärding; die Matssee: AlkheM Matkigbofen, Mauerkirche, Wed, und den Ho>» markt Eitenau. Aharn, ( GrafIosepü Gustach) die Hosniört» te Geinberq, und NeuhauS, beyde im Gericht Maurrkirche gelegen. ' ' 2fr- -59 Annannsberg , (Freyherr Joseph, von, ) Hofmarkt Bceitenried, im Gerichte Schär, ding / Und den adelichen Sitz Grünau im Gerichte Manerkirche. Bauern, ( zwey) vormahlS unter dem Ge. tichte Wald in Bayern gelegen; den Edelsttz: Offenwang / im Gerichte Wildshut. Braunau, (Stadt) den Hofmarkt: Forstern, im Gerichte Mauerkirche. Decorsictnc, (Freyherr Joseph Thadäus von ) den adelichen Sitz: Radlern / im Gerichte Schärding. Kränkln^, ( Graf Joseph von ) die Hof¬ markte: Hagenau, im Geeichte Manerkirche; Hai- tzung, im Gerichte Scharding; Reukirche, Reud- ling, und Stern im Gerichte Mauerkirche; Ober¬ fränking, und Unterfranking im Gerichte Wildshut; ferner die adelichen Sitze: Hub, im Gericht Mauer- kirche und Schweigersreith, ini Gerichte Friedburg. Gau ( Heinrich) ein Bauer, den Edelsltz: Berg, oder am Berg, in: Gerichte Braunau. Hackled (Freyherr von) den adelichen Sitz: Hackled, im Gerichte Scharding Hackled (Carl Edler von) den adelichen Sitz: Tffchstätt, im Gerichte Friedburg. R - 2^0 Hgchlcd (Johann Carl Edler von) die a'ce- kichen Sitze: Brnnnenthal und L imhub/ in: Ge¬ richte Mauerkirche. Has!an§ (Graf Siegmund Frau;) die Hof markte: Akbaek, Pirat!), Polling, Rvfdach!/ und Wasen, dann die adelichen Sitz«: Echächa, Und Ursprung, im Gerichte Mauerkirche gelegen. Heinrich (Thomas) ein Bauer, den sweytev Edelsitz: Landriching, oder Landerting im Gerichte Braunau. Huber (Freyherr Wilhelm Adam) den Hof markt: Bogenhofen, im Gerichte Mauerkirche. RkostargnterverrvaltunA, s. Ranshoftn, Reichersberg und Süden- Landrechinchcr (Andreas) ein Bauer; deU Edelsitz Ottenhausen, im Gerichte Braunau. Bcrchen^Id f Freyinn Maria Anna) die Hof!M".'kte: Gimzing, Mayring und Niegarting/ tm Gerichte Ried.« LvnclburF (Freyherr Adam Ferdinand) den Hysmarkt Sunchig, und die adelichen Sitze Imok' kau,, und Ramerting, im Gerichte Mauerkirche- Mattittbofen (Probstey) den Höfmarkt: siernach, im Gerichte Schärding. Mi- 261 Mlchclbayrn (Stift im Salzburgischen) den adelichen Sitz: Perwang, im Gerichte Braunau. NcublirA (Freyherr von) denHofmarkr: ^euffenbach, rm Gerichte Schärding. St. Nicvlastift, im paßauischen Gebiethe : den Hofmarkt Schlldhpf, im Gerichte Scharding. paßari (DomcapituI) den Hofmarkt: Pra» nieth, im Gerichte Ried. paßau (Hochstift,) die Grafschaft Reuburg am In»; die Hofmärkte: Bürrewang, und körampelstein im Gerichte Schardiiig; Mörschwang im Gerichte Ried ; Neuraling im Gerichte Mauer, kirche; ferner den dehensitz Henharr ( Erbrechker davon Caspar Grub er), und den Markt Oden» ierg/ im Gerichte Scharding. Paumgarren (Maximilian) Graf) die freye Herrschaft Arauensrein, im Gerichte Braunau. pcrchüin (Carl Graf) den adelichen Sitz Dkundenham, im Gerichte Braunau. Vflachiicr (Herr von) den adeliche Sitz: Groß, ^örqarn mir einem Schlosse, und Hackeubuch im ^erjchtk Schärding. . Prcvsin^ (Gral von) den adelichen Sitze; «'^Ing, im Gerichte Braunau. prie- 26r Prielmapr (Franz Ferdinand) dieadelichen Eitze: Ach und, Wangenhausen, im Gerichte Braiu nau- Ranshofcn (Stift, jetzt Klofiergütsrverwal- tung) die Hofmarkte: Ncukirche, im Gerichts Braun? nau, und Ranshofen, iin Gerichte Mauerkirche. Reichersberg (Stift, jetzt Klostergüterver« waltung- dis Hofmarkte: Ort und Reichersberg, im Gerichte Scharding. Rrcsenfcls (Philipp Freyherr von) die Hof« markte Kalling und Schwend, im Gerichte Schär« ding. Rosenbrrsch (Freyinn) den Hofmarkt Spb tzenberg, und den adeiicheu Sitz Geretsdorf, in> Gerichte Mauerkirche. Schönbrunn (Maximilian Fkkyherv von) daS Schloß Martau, im Gerichte Schärding. Schinnagel (Andreas) ein Bauer , den Hal« ben Edelsitz Mundeuham, im Gerichte Braunau. Schort (Felix von) den Edelsitz Masbach/ im.Gerichte Schärding. Stadler (Joseph) den Edelsitz Otterfang e im Gerichte Braunau. Stadler (Eva) den ?ten Edelsitz Obertveiß« au, im Gerichte Friedberg. S'v-Nngcr (Jacob) ein Bauer, denkdeW Lanoerting, jm Gerichte Braunau. 6«* 26) Gubcn Trist) jetzt Klostergnterverwaltung: den Hofmarkt Suben, jm Gerichte Schärding. Tättenbach zu Sr. Martin (Jos. Ferd. Graf bon) die Hofmärkte Eberschwang, St- Martin, Mayrhof, Mnrtng , VoitShofen, und Obereitzing im Gerichte Ried; Münzkirche, Sieghardinq, Un- tereiztng, Uszenach, und Zell, im Gerichte Schar- ding; dann die Veste Finburg, im Gerichte Nied; den adelichen Sitz Wippenkam > und Präckenberg im Gerichte Schärding; Murall, Riedlhub, im Gerichte Schärding, und in eben diesem Gerichte die Schlosser, ob und unter Rab; und im Gerichte Nied das verödete Schloß Weegleiten. Taufkirchen (Maximilian Graf von) Idas Schloß Katzenberg, im Gerichte Mauerkirche. Taufkirchen (Gräst'nn von) den Hofmarkt Dmb, und den adelichen Sitz Pfaffstatten, im Ge¬ richte Braunau. Taufkirchen ( Graf Joseph) die Hofmarkte Aham, Katzenberg und Kirchdorf, im Gerichte Mau¬ erkirche ; Ellreching und Gurten im Gerichte Ried. Taxis und Thunn (Mar- Graf von>und Baron Imsland zusammen den Hofmarkt Wildenau, "ud den adelichen Sitz Weissendorf, im Gerichte Mauerkirche. Törrinch (GrafGronsfelb August Jos.) den Hofmarkt Mamling, im Gerichte Mauerkirche, Hnd den'adelichen Sitz Erb in Gemeinschaft mit Grafen Preysing, im Gerichte Friedburg. Trvt. 264 Trotti (Marquis von) dm Hofmarkt Mühl¬ ham, im Gerichte'Mauerkirche. viych-am (Jos. und Georg, dann Caspar Schär!) Mey Bauer, einen kheil des Edelsitzes Oberweißau, im Gerichts Friedburg. Wahl (Franz Graf von) die Hofmarkts: Aurolzmuiister, Fvrchtenau und Peterskirche im Ge- richre Ried; Hauzing, Lansenbach, Neinbach, und Rai'idinq, im Gerichte Schärding; das Schloß Herbudam, im Gerichte Mauerkirche, das Vögten" amt Pätiigbcim , im Gerichte Nied und deff Gdelsttz Lieksässing, im Gerichte Wildshut, Jnneröstreich. (^eistliclis Oiarte über 6ie äarmalip.eDio- css LintbeilunA iin I^anüs Irineroster- reicb. lacob ^.leekl clelin. ttsraus ge^sbea Und 2u ünüen bs^ I. l8. 8tokl IllunlibÜncl- iern in Mien, IIIum. Innerkstreich, oder der ostsüdliche Tbeil des östreichischen Kreises enthielt vormahls nebst den Herzoqthümern Steyermark,Krain,und Kärnten; auch das Friaul undIstreich; nach der jetzigen po> litjschen Abtheilung aber bestehl dieser Landesbe- jirk bloß aus den drey Herzogthümern, als aus dein Herzogthum Steyermark, Herzogthnm Krain, Herzogthnm Kärnten. Der Flächeninhalt sämmtlicher drey Herzogthümer beträgt 8oz Quadratineilen. Jnneröstreich hat mehr Gebirge, als Ebene; sie höchsten Gebirge sind gegen Norden; südwest¬ lich sind die Iulischen Alpen gelegen. Die Ge¬ bend gegen Osten bat die meist? Ebene. Die Berge liefern sehr gutes Eisen , sind reich an Waldungen, "ud trächtig an Brennholz; sie gbben ergiebige Eeids für das Vieh; und sind an aromatischen Kräutern gesegnet. . Die Luft ist nach der Lage der Gegend verschie- ^n,iu einigen Orten rauh, meistens aber gemässiget, und 2^8 und der Gesundheit entsprechend. Die Winde sind heftig, und die Südwinde sieden, wie gewöhnlich, nicht selten Wolkenbrüche (Schlaqregen) nach sich,' sie öffnen dis unterirdischen Wasserquellen, wodurch schaudervolle Verwüstungen entstehen. Dieser Landesbezirk grenzt gegen Norden an das Land ob der Ens, gegen Nordost an das Land unter der Ens , gegen Osten an Ungarn, gegen Ostsüden an Kroatien, gegen Süden an das un- garische Litorale, gegen südwest an das Friaul, g?g"n Westen an Lyrol, und gegen Westnord a« Salzburg. An Wässern ist dieser Landesbezirk gesegnet/ darunter die vorzüglichsten sind die Ens, Mur, Dra¬ ve, Save, Lausnitz, Gurk, und die Knlpa- Nntev den Seen ist der Cirknitzsrsee der bekannteste. Die meisten Flüsse sind schiffbar. Die Eris, Drave, Sa¬ ve, und Kulpa sind als Grenzflüsse bekannt. Die Naturprodukte, vorzüglich an minerali¬ schen, ist das Land reichhaltig. DerKornbau ist sehr ergiebig in der gegen Norden gelegenen Gegend; derWeitzenban hingegen wird am hausigstrn gegenSü- den, und Westen getrieben; Hafer wird am stär- kesten gegen Süden gebauet; so wieder türkische Weitzen; der Hirsebau ist vorzüglich in der rvest- nvrdwarts gelegenen Gegend zu. Hause; die Obst- daumzncht ist ungemein beträchtlich; die südlichen Gegenden liefern Mandeln , Feigen , Oliven rc. In dem vstsüdlichen Theile von Innerüstreich hat der Weinbau seinen vorzüglichen Sitz. Obst wird auch aus der Ursache hauüg getrieben, da auS dem¬ selben viel Most, und Essig bereitet wird. Die Tannen - und Fichtenwaldnngen kommen hausigvor; Flachs wird vorzüglich, in der südlichen Ge- 269 Lend gebaut, wo zugleich der meiste Häuf erzielt trird, auch Tobak wird ist dieser Gegend am mei« li/n gewonnen. Zu den Sträuchern gehören vor¬ züglich der Speik, Enzian, die Wa« holder-und bchworzbeer, alle diese drey Gattungen komnien bvrzüglich in der gegen Norden , und Nordest Lesegenen Gegend vor. Gakran ist nur in der süd» lichen Gegend, in geringer Menge zu finden. Die Manzung der Küchengewachse ist sehr beträchtlich. Bo« de» Forstproductensind zu nennen: Pech ^Ter¬ pentin , Harz, und Wagenschmier. Im Thierreich 'st die Hornviehzucht von einigem Belange, man hat üu Iahr 1779. 187,886 Stuck Ochsen gezahlt; dis Schafzucht liegt noch danieder, bester wird di« Kälberzucht getrieben ; Gemse kommen häufig in den Gebirgen vor: die Pferdezucht ist von keinem besonderen Belange, man hat ihrer im Jahre 177c-. nur 96,8^2 Stuck gezahlt; siewer» ben gröstentheils im Gebirge erzogen, daher sie gute Bergsteiger sind. An Nanbrhieren kommen Füchse, Dkarder, Iltisse, und Dachse vor; Wölfe und Bären sind seltner, und Wildschweine fangen eben¬ falls an seltner zu werden. In Vögelgeschlecht ist die zahme Hühnerzucht sehr beträchtlich, die sieyr- Iärkischen Kapaune sind bekannt. Unter dem wil¬ len Federvieh sind vorzüglich das Rephuhn, der Auerhahn, Birkhahn rc. zu nennen. An Fi» uhen ist der Landsbezirk gesegnet: die Forelle, der ^alveling, und der Huchen werden am meisten Lbsuchet. Im Insectenreich ist die Ssidencultur "°ch in der'Miche, und die Bienenzucht hat größ« Shells in der südlichen Gegend ihren Sitz. Das Mineralreich ist beträchtlich. Dasselbe enthalt Salz- vergmerke(doch wirdSalznicht im Uebersiusse gewon- Tissnbergwerke (ungemein ergiebige ) Ku- plerbergwerke haben ihren Sitz in der nördlichen, "bd westlichen Gegend, Bleibergwerks (ungemein trächtige, trächtige ) vorzüglich wird IN der westlichen Gegelt vortreflichesBley erbeutet;Gold/ und Silber wer¬ den etwas gewonnen. Zu den übrigen minerali' schenProduetcn, welche mehr und weniger vorkomme» gehören der Kalk (häufig) Marmor (sehr schöner) Margel (bis jetzt selten) Gyps (größtentheils gegen Westnord/ Granaten, Calcsdon, Jaspis, Galmei) (in großer Menge) Vitriol; Alaun (nicht häufig) Steinkohle (von einigem Belange). An Gesundbrn«' nen ist kein Abgang, auch gibt es darunter einige» deren Gebrauch sehr empfohlen wirdc Die Einwohner theilen sich in Slaven mff Teutsche, deren ersteren Zahl die stärkest?, u«" vorzüglich in der südwestlichen, und westlichen Ge¬ gend angesessen ist,doch versteht sich dieses nur von de»' gemeinen Mann ; dann der Adel ist größtentheiff von teutschen Ursprung. Die ganze Volksmenge belauft sich auf t, 5Zy,ooo Seelen; es kommen dahe" auf eine Quad. Meile i,yoo Seele». Die Sterb' lichkeit in diesem Landesbezirk hat eine Grösse oh»' Beyspiel; binnen vier Jahren war der achte Kop' eine Leiche da nach dem natürlichen Laufe das St^' ben nur den aZstm Kopf (wenigstens) hatte treffe" sollen. Am häufigsten traf das Sterben das Ast^ von der Geburt bis mir dem siebenten Jahr. Ich b»' be schon an einem anderen Orte des häufigen Sterbe" der Kinder vorzüglich von der Geburt bis zu dcMf^ sten Jahre erwähnt. In Wien nehmen die K>"' der unter den sämmtlichen Gestorbenen immer de" größten Platz ein. Woher kömmt dieß häuiE Sterben? Liegt dasselbe in der Mutter ? Jnd'' Wartung? Wichtige fragen, die allerdings eE höheren Untersuchung würdig wären. — WaS " kostbarer, als das Leben des Menschen, "" wie wenig wird für seine Erhaltung gesorgt.— Kal" daß der Säugling in die Sonne sieht» kehrt ' schon 271 schon'wieder in den Mond zurück. Hier folgen Kirchenlisten von Inneröstreich, ssie mögen besta« ssgen , was ich eben über Las häufige Sterben gesagt habe: Gebohrns — Gestorbene — Getrauete 1784. 52,961 — 46,908 — 12,387 Paar. ^785. L2,9ZZ — 45.675 — 10,517 — 1786. 49,75 z — 41,196 — 11,267 — 1787. 48,685 — 55,793 — 11 ,024 — Sume- L«4,ZZ2 — 199,572 — 45,195. bringt man vorstehende Tobten mit den Gebohrnen in Vergleich; so zeigt sich zwar an Gebohrnen ein lleberschuß von 4, 760 Köpfen, wenn man aber Untersucht, den wie vielten Kopf das Sterben ge¬ troffen hak; so wird man überzeugt, daß von acht bebenden Einer gestorben ist. In den Jahren 1786 Und 1787 gaben die Geburten 7, 547 uneheliche Kinder; protestantische Kinder wurden erzeugt i, 242, und 270 Eben geschloffen, darunter waren 6i von der herrschenden und protestantische» Religion. Unter der vorstehenden Volksmenge , und den Kir¬ chenlisten ist die Miliz nicht mitbcgriffeu. Der Milizstand belief sich über 4000 Seelen- Die tent- sche Sprache ist die herrschende, doch aufdem offe- Uen Lande mehr die slavische Sprache, wenigstens ist dieselbe da, wo noch ein großer Lheil der Slaven angesessen ist, im Schwünge. In dem ganzen Landesbezirke sind 51 Städte. 157 Markte, 10, Zoo Dörfer, und 870 Schlös¬ ser vorhanden. - Innerösireich wird in zehen Kreise, und 2"h^8 o Ha u p t ive rbbezir k e und 800 Kirchspiele ein« Zur Handhabung der politische« Angelegenhei' te« ist in Grätz ein Landesgubernium, dessen Chef, den Titel: Gouverneur , führt; er ist zugleich das überhaupt von den dreyfachen Landständen dieses LmdesbezirkeS. Der Landessielie sind untergeordnet die Kreisamter, deren lüvvrhanden sind; zwey Ban? kalgesallenadministrationen welche seil dem Jahrs 1785 bestehen? -'ine hat ihren Sitz zu Gray, und die andere m Laybach, hierzu gehören Z Haupt» zollämter, 8Bm kalgefälleninspektorate, 5 Haupt' legstakte, gLegstatte, i<-Komniercia!grenzzollamter, und 28 GrenzzoLamter, ferner sind der Landesstel' le untergeordnet drey Tobak - und StämpeigefälleN' adnnnisiraiionen, das Salzoberanit zu Aussee; das Mnnzamt, zwey Piandamker, zwey LvttokaM« wer. linier dem Landeschef steht unmittelbar die Pvliceioberdirekrion. Zur Handhabung der Justiß hat Jnneröstrsich sein eigenes Appellationgericht, zwey Landrechte, Eine adelicheJustitzadininistratioN/ Z landesfürstliche -Bamigerlchte, z Berggerichte und 4 Bergerichtsubstitutionen. Unter den Bergerichten isi auch jenes in Jdria gelegen, begriffe«. Zu den vermischten Behörden gehören dis Magistratsge' richte, de:en2v8, darunter 5 r städtisch? sind, gS' zählt werden, und Grundgerichte. Der Oberpost' amtßverwaltungen sind Z; für ganz Jnneröstreicb besteht ein Fiscalamt, und eineStaatsgüteradnünb sirativu. Die geistlichen Angelegenheiten werden von einer besonderen Kommission, unter dem Bor' sitze des Landeschcfs geleitet. Im Jahre 1788 lE ren in ganz Jnneröstreich 68 beeidete Advocate«» dann 28 landständische Leibärzte, draunter drey Pro' tomedici waren. Was von den Landsffnden in der allgemein^ Einleitung zur geographischen Beschreibung der öst' reichischen Staaten gesagt worden, das passet aM aus auf Jnnsröstreicss Die Landstande der drey Her« zogthümer begreife» den Geistlichen,Herren-undNir- tcrstand, und dieDeputirten landesfürsilicher Städ¬ te und Märkte in ssch. Zn dem geistlichen Stande werden der Erzbischof in Salzburg und Laybach, dann die in ganz Jnneröstreich befindlichen Bischö¬ fe, Peöbste, Pälaten, Abbecommdeäbte, der teut- sche - und Malthsserorden, zu dem Herrenstand, die Fürsten, Grafen und Freyberren; zu dem Nitterstande, die Reichsritter gezählt. Vormahls bat feder Landstand seinen eigenen Chef, unter dem Nahmen: Landeshauptmann, gehabt; jetzt aber steht den sammtlichen Landständen ein einziger Chef, wie schon gesagt wurde, vor; doch hält ,eder Landstand für sich jährlich seinen eigenen Landtag. Die sammtlichen ständischen Buchhaltereyeu, find, wie in allen übrigen Provinzen, mit derlandesiurstil- chen Buchhalters) vereinigt. Unter den Kunstprobncten dieses Landesbezir- kss nehmen die Arbeiten in Eisen den erste« Platz ein, da dieselben eine große Menge von Menschen beschäftigt, und jährlich mehr als eine Million dulden in Umlauf bringt. Es werden über cos Eisenhammer gezählt. Außer dem Stangensisen, werden in großer Menge Nägel, Sensen, Sichel, Messer, Bleche, Draht, Gewehre, rc. verfer¬ tiget, wozu noch die Erzeugung des sogenannte» BrescianstahlS zu rechnen ist, ferner sind zu nennen: zwey Messinglabriken, die Verfertigung der Ku« sferwaaren, als, Glocken, Küchenqeschirre, Tisch- achter , Bügeleisen, rc. eine Blsywsißfabrik, ^dbokfabrik, Salpeterplantagen, dieFabricirun^, der ^vpferqeschlrre, darunter sich die Steingeschirre dormglich auszeichnen, eineGlaswaarenfabrik; der Glashütten meinesWissens werden 6 gezählt, die Pul- bermühlen, so wie die Papiermühlen haben größten- S theilk 274 theils ihren Sitz in dem nordöstlichen Jnneröstreich; ferner kommen zu nennen :die Brantweinbrennerey, und die beträchtliche Bereitung des Most. In» Thierreich zeichnet sich die Lederbereitung, vorzüg¬ lich in dem südlichen Lheil dieses Landesbezirks auS, dann dis ansehnliche Tnchmanufactur inKlagen» furth; disKattnnmanufakturinGrätz. JmPflanzen- reich sind die Leinwaarenmanufactur, und die Holz' lvaarenfabricatur am bekanntesten; beydebeträchtlicht Nahrungsztveige sind vorzüglich in dein südlichenThei' t? dieses Laudssbezirkeö angesessen. Dis Vergleichung der Naturprodukte mit den Kunstprodncten Innsrösireichs führen uns aus die Einfuhr - und Ausfuhrartickel dieses Landese bezirkeS, zu den Einfuhrartickel gehören diese Produkts ; als: Getreide, Wolle, Hornvieh, Kupfer, Wein, (diese Artikel kommen größtem theilS auS Ungarn) Salz, (ans Bayern) Glass Spiegel, Leinwand, Tuch, Musselin, Kattune/ Wollenzeuge, Seidemvaaren, Spitze, Galanterie' rvaaren, Wollenstrümpfe, Hüte, alle diese Artikel in großer Menge, größtentheilS aus dem Lande ob und unter der Ens, und Tyrol. Zu den südliches Früchten, deren Einfuhr nicht minder beträchtlich ist, gehören: Oel, Gewürz, Wachs, Honig» Seide, Kaffes, Zucker, Limsnien, Mandeln/ Reis , Apvthekerwaaren, rr. Unter dm Ausfuhr^ artikel» stehen die Eisenwaaren oben an, dann fov gen Bleywsiß, Tuch, Leinwaaren, Holzwaarcn' Töpfergeichirre, Glaswaaren, Kattun, Hornvieh (einige Ochsen nach Wien) Kapaune, Vitriol/ Alaun, Galmey, Kupfer, Leder, Schmalz, ter, und Käse, Wachs, Skrohhüte. Nur ei» oberflächlicher Vergleich vorstehender Einfuhrwess' ren mit den AuSfuhrwaaren, zeigt Hrnreicbeuh' daß Jnnsröstreich im Ganzen so wohl dieBilarz d^ Geldes L7? Geldes , als des DortheileS gegen die übrigen Erb« lande wider sich hüt. In Rücksicht der fremden Staaten verliert es die Geldbielanz, behauptet aber dieBielanz deSVorkheils. Der ostsüdliche und süd- licheTheildiesesLandeSbezirkS behauptet in derHand» lung noch den größten Gewinn. In Rücksicht der Fremden steht Inncröstreich vorzüglich mit Italien, Türke»), Rußland, und Frankreich in Verkehr. Un» ter den Erblanden hat dasselbe den größten Verkehr niit Ungarn, dem Lande unter und ob der EnS, und mit Lprol. Bs») Ungarn hat Inneröstreich den . Acttvhandel für sich. Der Waarendurckzug ist beträchtlich, und kömmt den Straffengewerben sehr SUt zu siattsn- Der Strassenbau istim guten Stande, Inner-- östreich hat eigentlich dre») Hauptkommerciaffiraffen, die eine dehnt sich von Norden nach Süden, und be» 'tragt Inder Lange 229,000 Klafter, die andere von Rordost nach Osten, enthalt an der Lange 138,000 Klafter, und die dritte von Norden nach Westen ist t 6z 020 Klafter lang. In ganz Inneröstreich werden 64 Postämter gezahlt. Don den einzelnen Hauptstrassen, und ihrer Beschaffenheit,wird« bey Üdem Lande insbefonder? gehandelt. Der stärke- ste Warrenzug, vorzüglich in Rücksicht der Durchfuhrwaarcn ist auf der Strasse von Süden Nach Norden. , Die christliche Lehr« nahm in diesem Landes- ^strkeimsiebentenIahrhundert ihren Anfang. Ganz .tnn<>i.zst„ich bekennt sich zur römischen katholische« Kirche z dieLehre Luther« fand im i6ten Jahrhun¬ dert Eingang , und etwas mehr, als der 70te Tbeil bkr Einwohner bekennt sich zur protestantischen Ktr« S s chr, »76 che, die vorzüglich im westnordlichen Thsisi von In« neröstreich seinen Sitz hat. Der Superintendent ^selben ist, wie gesagt worden, in Wien anzc« sess«n. In Rücksicht der römisch katholischen Kir¬ ch, hat I-zneröstrei h zwey Erzbischöfe, nahmlich «inen inländischen, welch-r in dem südlichen Eheste des Lande- rssidirt , und einen fremden in der Per' .son eines zeitlichen Erzbisichofes zu Salzburg zder er« stere hat Einen, und der andere drey Suffraga» ne unter sich. Der Kwchsprenqel deS letztere« fängt westwärts an der Grenze von Tyrol an, pnd begreift den ganzen nordlich-m, und östlichen 5h»il in sich, kurz die erzbischöfliche salzburgische Diöces enthalt g Thesie von Inneröstreich in sich. D«r vierte, das ist der südliche Theil dieses Landes« bezirkss hat s-inen eigenen inländischen Erzbischof. Die Nonnenklöster, bis auf jene, welche sich deut Unterrichte der Jugend, und Krankenpflege wid« men, sind alle erloschen. In ganz Inneröstceich hat der teutsche Ritterorden sechs Kommsnthureyen. Zum Unterrichte der Jugend bestehen drey?y« caen, und so viel Gymnasien , drey Normalschil« len, drey öffentliche Bibliotheken. Bey jeder Pfgrr steht sine Trivialschule- Für ganz Inneröß' rich ist ein Generalseminarium vorhanden. Und der -Orden der Rönnen zu St. Ursula halt Mädchen' schulen. Zur Unterstützung der bedürftigen Jugend sind einige Stipendiatsstift,mqen, doch nicht von be' sonderen. Belange, vorhanden. In Jahrs 1779 h^ Inneröstrich Zo eingebohrne Schiefsteller gezählet. Zur Handhabung der Milizangeleqenheitktt besteht ein Generalmilizkommando, dessen GeftM^ 277 sich auch über Friaul, Istreich, und Tyrol "ver¬ breiten. Demselben sind untergeordnet: das Artil- leriezeuaamt, daS Oberkriegsrommissariat; und das Verpflegamt, welchein 9 Filialämter zugetheilt sind. DasOberkriegscommiffariat besieht auöEinemOber- kriegscommiffär, Feldkricqscommiffär, 2 Commis- sariatofficiern, und Praktikanten. Zur Handha¬ bung der Milizjustitzsachen besteht daS luckicium Militärs mixtum, und Das Stabauditoriatamt, Welchem lezt-rcu ein Generalauditorlieutenant vor¬ gesetzt ist. In ganz Jnneröstreich stegen 6' Regi¬ menter, sie nennen sich: Baden«Durlach, Thurn, Lakterman, Tercy , und D'Altou daun ein Grenadierbatallion. Die Besorgung des Stiftung - und Armen- wesens^ geschieht nach dem für alleErblande bestehen¬ den System. Im December 1784 nabm das Gräfliche Bugoutschc Armeninstttul im InnerSst- rich seinen Anfang. Von Beschaffenheit dieses In¬ stituts und seinemForkganq in den Erblanden können im politischen Codex die Artickel: Armenfond, und Armeninsiitut nachgelesen werden. Di- landesfürstlichen Einkünfte betrugen bis¬ her io,^64,000 Gulden, darunter daS Kontributio- nale eine Summe von 4,077,000 Gulden, und die Berggefalle 2,148,000 Gulden gemacht haben. r r-. ..... „ Wien, gedruckt in der k. k. Taubffummeninstiluks- Vuchdruckerey. Berichtigung Veite. 8 n iS 58 4S Ak 3» 3^ 3« 8a '»76 isr IS6 ISS 202 S04 208 »iS Zeile. 14 lies 16 für 17. 2z siede Seite 245 Zeile n. '2 von unten lies Nimwegische für Nimargischc. 24 lies Porlöre für Por« Portorne. z — Errichtung für Einrichtung. 27 — Litorale für Livrale. 2v — größere für größte. z — von unten lies 64 für 41, dan" 22 — 10,629 für 10,482. 9 — von unken lies gegen Westnvrd an die Donau, für an Böhme" rc., dann gegen Norden an die Donau für an Mahren. 6 — von unten lies 4 für z. 8 — Waldbaner für Waldbauern. r — 64 für 41 i dann 6,zry für 6,177. 2 — von unten lieS Wasserthurin für unteren Wasserchor, und 1 — 18 für 28 ifr. 2i — nach ÄonsefftonSvermandten lies der eigentliche Sitz deS Superin¬ tendenten iss im Dorfe Oed. 2 —' von unten lies im Auslände, für in Ausländen. 17 — ihre für ihrer, dann 18 — Restauration -sirr Äestauration- »eit. i — un für am. 17 — Payrbach soll Seite 195 nach Qftering stehen, t iA — den Wang nach Laufen, 1" den Lauf nach Aussee. 15 -- Hofrath für Hofarth. Bey Johann Paul Krauß, am Michae- lerplatz in Wien, dem Verleger dieses Handbuchs sind auch nachstehende neue Verlagöbücher zu haben: Oestreichischer Staatskalen¬ der für das Jahr 1790. Mit einem Titelkupfer, im gewöhnlichen Ta¬ schenformate. ^Gegenwärtiger Kalender ist in feiner Art für die Erblande der erste. Hier ist sein Inhalt: Äusser der Genealogie des durchlauchtigsten Erzhauscs Oestreich, und dem gewöhnlichen Kalender kom¬ men diese Gegenstände vor: 1) Inländische Vor¬ fälle im Jähre 1788. (Unter dieser Aufschrift werden in möglicher Kürze alle Vorfälle , wie sich solche von Monat zn Monat in den Erblanden ereignet haben, auseinander gesetzt.) 2) Tadellarst sthc Ucbcrstchr des östreichifche» Staats. Mit dieser Uebersicht ist zugleich die Anzeige des jetzi¬ gen Standes des in den teutschen und, galicischen Landen gelegenen Kreisamler Bezirkskonimiffaria» te, und Vogteysn in den Vorlanden, verbunden. 3) Volksmenge der östrcichischen Monar¬ chie im Jahre 1789. (nach den Ländern ange¬ steben.) 4) Kaiser!. auch Kaiser!. Ronisil. Drcnsskammercr. Z) Hofstaat der kmrchlauch. au §rau Elisabeth B. Prinzestinn und> Erz- verzocsinn in Oestreich rc. (enthält die Ouwes ch, kal3l8 mit Anzeige des Geburtsjahrs jeder dieser Damen, und welche Gebohrne jede ist.) 6) sochadelich Savopsches Damenstifk in Wien. 7) Erbamrcr in den teutschen und galicischen Landern. 8) Landcrstouvcrncurc, 9) Rom- Umndircndc Generale bep der R. K. Armee. r«) Hohe ' Geistlichkeit in der ,ösireichisckett Monarch ic^, (erscheint mit mZglichster Vollstän- digkeit.) n) Nmrirproduktc Sicbcnbürstcus (im Mineralreiche , mit Anzeige, wo jedes Pro¬ dukt zu Hause ist.) 12) Ratscri. auch Lach Römgi. Ronsulö «md Viccconsirls (sind voll¬ ständiger noch nie ans Licht getreten.) iZ) Sammt-- liche Vostamtc-^dcr Monarchie (nach den vsr- sclsiedenen Routen angezeigt.) 14) >) IZ) Rünftpl-odukre. Ocstt-cichs, (Anzeige der sammtlichsn in der östreichjschen Monarchie bssmdlichen Fabriken und Mänufak- turen nach der Buchstabenfolge.) l6) Zent le¬ bende daher L L. Legümcmcr nach der Zeitfolgc. 17) Bev der R. R. Tlrmee äuge- stellte Generale. Vorstehende Gegenstands werden ohne Kalender unter dem Lite!: Gestrcichischcr Sraarsalma- nach, verkaufet. Dis Preise des Kalenders sind: Zn Marokcm gebunden mit einem Schuber nach englischer. Art i fl. Zo kr.; in Seide mit ver¬ goldetem Schnitte, und einem Schuber nach jetzi- gem Geschmack ist. 2vkr; in gepreßtem Leder nach altenglischer Art mit einem Schuber 1 fl. r in Taffetpapier mit einem Schuber Zt kr. Schilderungen aus Urschriften unserer VoralterU gr. 8 1789 ........ 4z kr. Ln^elkerti Klüpkel, 1b. voct. atciuö Lrok. publ. l?rib. Inüitutiolie« IbooIoZi^ ckoZmutica? in ullum uuclitoruna, It. lorni, 8 rnusi 1789. Z fl- 4Z kr. Karminati (B.) theraperrische Abhandlungen aus dem Lat. Ner Band, gr. 8. 17,89. rfl. gkr- KyhrmiS (desZwil. Bisch, in Karthago) Werke von neuem übersetzt, ir. Band , gr. 8- 1-789' bl.icipiet orßitoArapbia curuiolwu, mit Ku¬ pfern, Karten, und Vignette«, 4Theile, gr. 4- 1778 — 1789. n fl. Prandau (Freyhcrr von) Geschichte WienS, Theil, gr. 3, 4^ kr» Ignaz I. u c», königl. Rath, und Professors, Geographisches von dem Oestreich« scheu Staate. Zweiter Band. , Enthaltend im öftreichischen Kreise gelegenen Länder. Wien, Key Johann Paul Krauß. >790- - Vorrede. ^ch lege nun auch den zweyren Band von meinem geographischen Handbuch vor den Richterstuhl des unpartheyi- s»en Publieums nieder. In soweit Zeit, Umstande und der Raum dieser Blatter es zuließen, hielt ich's für Pflicht, dem Werke die möglichste Vollständigkeit zu geben, inwiefern ich solche erreichet habe, mögen andere entscheiden. Die d handelten Gegenstände sind nicht er¬ schöpft, vorzüglich bedürfen die Natur- und Kunstproducte, welche ich bey ie- der Provinz aufgeführet habe, beträcht¬ liche Vermehrungen. Man wird mir das Mangelhafte zu Gute halten, wenn luan sich erinnert, daß selbst da, wo X 2 man man es nicht vermuthen sollte, Tabel¬ len von dieser Art oft ganz vermißt, meistens aber sehr unvollständig gefun¬ den werden. Als Privatschriftsteller, heißt es, fettms lenxs— Mehrere Auf« la^en können allein, Werken von dieftk Art, Lollstandigkeit geben. Dey ieder Provinz habe ich bloß jene Schnften aufgeführet, welche ich theils bey dieser Arbeit zu Rathe ge¬ zogen, thetts benützet habe. Jene Schrif¬ ten hingeattr, welche entweder die fawört¬ lich en öftreichchchen Staaten, oder meh¬ rere Theile derselben behandeln, stthcrr in der zweyten Auflage des ersten Ban¬ des meines geographischen Handbuches anqemcrket. . Ich wünschte , daß Je¬ mand sich die Mühe nähme, meine Ar¬ beit mit d n angeführten Schriften M vergleichen, um zu urthcilen, ob ich / - mehr wehx Kopist, oder Selbstschaffer ge- weftn bi». Mich mit fremden Federn zu schmücken , war nie meine Sache. Den bey einigen Provinzen beygefügtcn Finanzstand habe ich, mit Grunde, aus Büschmgs Erdbeschreibung entlehnt. Zu einer andern Zett werde ich eigene Angaben vorlegcn. Von dem ersten Bande meines geo¬ graphisch - statistischen Handbuches er¬ scheint eine neue Auflage. Sie ist bereits Unter der Presse, und ist ganz aus den Fuß, wie gegenwärtiger Band, bear¬ beitet. Der dritte Band ist ebenfalls Unter der Presse. Derselbe enthält Böh¬ men , Mähren, Schlesien, und Gali¬ cien. Die Druckfchl.r, woran es auch E« dem gegenwärtigen Bande nicht man- ZAn dürfte, wird man mirH nachsehen. stad menschliche Verirrungen, deren der der Autor, wenn er zugleich selbst Cor- rector seines Werkes ist, sich leiä-t schuldig macht. Am Ende des vierter Bandes folgen Zusätze und Berichtigun¬ gen zu dem ganzen Werke, also bis dahin Nachsicht — Geschrieben in Wien am vrten Hornung r/yo. ZN- Inhalt des zweyten Bandes. Dir Inhalt- Geo- Geographisches Handbuch Oestreichs. Zweiter Band. - « » A-rr j Steyermark. Das Herzogtum Steyermark- nach Liesganigs Wahrnehmungen, auch sonst merklich verbessert. Zu finden bei Ioh. Veit Rauperz k. k. Kupfer¬ stecher in Gräz. Beschreibung des Herzogthums Steyer¬ mark von Aquilin Zulius Casar, regu¬ lieren Chorherrn aus dem Stifte Vorau, und Pfarrherrn zu Friedberg. 8. n. Thle. Graz 1773. Historischer und geographischer Abriß des Herzogthums Steyermark von Jos. Karl Rindermann. Dritte ganz umgearbeitete Auflage, gr. 8- Graz, 1787. bei J. G. Weingand, und Fr. Ferstl. '^ie Landschaft,, welche letzt Steyermark ge- Nennt wird, gehörte bis in das rote Jahrhun¬ dert theils zu Oberpannonien, theiis zudem mit- relländischrn Nordga». Diese Landschaft führt» As bis Lis am Ende des raten Jahrhunderts de»Rt>- men Grafschaft, deren Besitzer in dem südliche» Lhcile des Landes ob der Ens angesessen waren. Sie stammen von den Tanriszern ab, welche Anwohner des im Lande ob der Ens, im so¬ genannten Stober gelegenen Flusses waren, und Ser von ihnen den Namen Steyer erhalten hat. Kaiser Friedrich 1. ertheiltc im Jahr iiZo. dem Markgrafen Ottokar VI. die herzogliche Würde; und von dieser Zeit an ward dieGraf- schaft das Herzogthum Steyer genannt. Ebe» dieser Ottokar überließ sein Herzogthum mit Bewilligung der Stände im September izgch an Herzog Leopold zu Oestreich; der dicserwe- gen qusgefcrtlgte Schenkungsbrief kann in Pre« venhubers Alt-- Steycrmarl S- Z99. nachgelesen werden. Durch diese Schenkung wurde die Grafschaft Steyermark in zwecn Thcile zcrstü- Äet; der südwärts gelegene Theil ward in eine Herrschaft umgeformek, und der nordöstliche behielt den Nahmen Herzogthum. In welchem Jahr dasselbe den Nahmen Steyermark erhal¬ ten hat, kann mit Gewishcit nicht bestimmt werden. Mehr, als wahrscheinlich ist eS? daß bei dieser Theilnng der Fluß Sk yer zur Grenz¬ linie n ag angenommen, und das Wort: Mark (Grcnzznchen) hinzugefügt worden seyn. Das Herzogrhuir: blieb nicht immer bei dem Hause Oestreich. Im Jahre 125, bemächtigte sich Przmyßel, Ottokar il, König von Böhmen der östreicyischen Länder. Die Steyermärker, wel¬ che zu ihm keine Neigung fühlten, stimmten für Heinrichs Sohn, Herzog Otto zu Bayern; indessen buröchkigke st«) Bela, König von Un¬ garn, der Etchrtwark, der aber 1260. von den» König Oicokcr um den Besitz dieseöHerzogkhums wieder gebracht worden ist. Als dieftr mkt T»d- > c» .ÄW-ü-t) 5 Lede abgieng, belehnte Kaiser Rudolph auf dem Reichstage zu Augsburg, im Jahre 1282, sei¬ nen Sohn Albert 1. mit der Steyermark; und von dieser Zeit an, blieb dieselbe beständig bei dem Erzhause Oestreich. Das Wapen dieses Herzogthums ist ein silbernes feuerspcyenbes Panterthier. Seine Hörner stud vom Stier, und die Pfoten vom Greifen entlehnt. Die Steyermark grenzt gegen Norden an das vberenserische Traunviertcl; ( eigentlich an die Traun) gegen Nordost an bas untercnscri- sche Viertel ttnterwienerwald, gegen Osten an Ungarn, gegeii' Ostsüden an Kroazren, gegen Süden an Mittel - und Jnnerkrain, gegen Süd- west an Oberkrai«, und Kärnten, gegen Westen a» Salzburg, und gegen Westnord an das ober¬ enserische Salzkammergut. Au der trockenen natürlichen Grenze dieses Landes gehört die Bergkette, welche" sich von Westen, bis gegen Nordost dehnt. Die bekanntesten Grenzflüße in diesem Lande sind: die Mur, Drave, Save, Traun und Ens. Die Länge dieses Landes wird von Westen Nach Oste« auf 25, und seine Breite, von Sün¬ den nach Norden auf 26 Meilen bestimmt. Die größte Länge ist unstreitig von Nordwest vis nach Südost, baS ist: von dem Salzbcrge Sändling, bis dahin, wo die Save die Steyrr- wark verläßt. Sie beträgt gegen sechs und öreißg Meilen, Ä z Oer. Der größere Theil des Landes ist gebürgig« Dasselbe ist von Westen nach Norden ganz von Gebirgen «»geschlossen. Noch ist es nicht bestimmt, welches Gehirg eigentlich zu den höchsten im Lande gehört. Mir schien es,, daß die höchste Bergkette sich von Westen nach Westnsrb dehne. Der östliche und ostsüdliche Theil des Landes hat die meisten Ebene. Die westnordwärts gelegenen Gebirge find trächtig an Salz; so wie die nord - und nord* ostwärts gelegenen Berge reichhaltig an Eisen find.. Die Gebirge find größtcntheils talkartig, und geben dem Lande Abdachung fast nach allen Seiten, wovon die vielen Flüsse, welche das Fand bewässeren, zeugen«. Die Wässer, welche Seyermark benezen,, theilen sich in flößende, und Seen. Der Flüße gibt es zweifache. Einige kommen von Außen; andere haben im Lande ihre Quellen. Zu den ersteren gehören die Ens, Mur, Drave und Save; die Flüße, die im Lande ihren Ursprung haben, sind: die Traun, Raab, Lavant, Mürz, Laufniz und Sau. Au den schifbaren Flüßen find zu rechnen: die Mur, Drave, Ens und Save. Auch an Seen ist das Land sehr reich¬ haltig. Man zählt 12 beträchtliche, darunter der Aussee, Grundelsee rc. am bekanntesten find. Unter den Naturprodukten Steyermarks zeichnen sich die Produkte des Mineralreichs vorzüglich aus. Nachstehende Tabelle gibt Nähere Aufschlüsse. 7 s. Mineralreich^ E»-? A 4 8 Ks- 9 Mineralreich. re> Mineralreich. n A. Mineralreich. Die Eisenberg« sind' größtcntheils norbr warts gelegen, darunter der sogenannte EE berg der älteste und bekannteste ist. Er zäh" bereits ein Alter vsn Ivoo Jahren. Dicstl Erzberg theilet sich in den Jnnernbcrg (EiD' örz) und Vordernberg. Er grenzt gegen No^ r? Radmeister, Hammermeistcr, und die Verlegch Die Radmeisier bearbeiten den Berghsu. Dß ganze Personale desselben besteht aus 2 Obeß Hütter, 7 Bergzimmcrn ; dann folgen die StE Hammer, Gedinghämmer, Wegmacher, Anresch^' E -zfasser, Erzkclter, Erzknappen, Lxjmknappt^ S-ckzieher.^ungtroger, Provisionen - und BE schmirbc. Dies Personal bestand im I. 17-i"' aus 2 I Köpfen. Die Bergarbtit fängt tE i iich des Morgens um 7. an, und endet um ii Uhr Vormittags Um 12 Uhr MttE wird wieder angcfangcn, und um 4 UhrN«^ Wittag geendet. Der Bergmann bekömmt a»> 4 Stunden eine Kerze, deren acht auf ein M' gehen. Die Oberhütler, oder Geschwornen verbunden, täglich in den Berg cinzufahtt^ find der Arbeit nachzuschen. Dem Oderberg Tichker liegt ob, jährlich einmal eine Hanp-, fahrt zu machen, den Stand der Gruben ß beschreiben, was etwa zu verbessern wäre, zumtrken, und über die ganze UntersuchungD7 Are Behörde einen ordentlichen Bericht zu Avn den Erzhalten 'wird das Erz mittels der ^scrde nach den Blechhäusern geführt. Die beginnt um 6 Uhr des Morgens, endet V um n uhr; beginnt abermal um 12 Uhr Mittags, und endet sich um 4 Uhr Nachmittag. Cr; wird nach den Blechhäusern in die genannte Grämelle zum Dörren gebracht. ?-Ui Kübel gedörrtes Erz enthält dem Mittel 4 Zentner Z4 Pf.; die Lara aber zu 5- °^,66 Pf.; wenn man nun 12 Biechhäuftr ^riinmit, so werden durch 48 Wochen jährlich ^7.485 Zentner , 44 P> Erz verschmelzet, ^vn dergleichen Kubel werden dem Mittel ach bei einem Blechhaus bN 24 Zentner: als ^dis 17 Zent. Rauhmäscisen, 5 bis 6 Zent. A^zlach, und 2 bis z Wischwerk aufgebracht. ,-"ß ist ein gross.'s it> bis 17 Zentner schweres lt'scustück, welches sich in der Schmelzung zu- '^^nn-nsezt. Es wird glühender aus dem Ofen ^Nvmmcu, in den Müllern mit eisernen Hanen schrottet, nach vollkommener Auskühlung wird .abgewischet, und in zwei Theile gesprengt, ^aglach nennt man jenes Eisen, welches wäh-- des Schmelzens, oder meistens bei dem a?den sich häuft, und da man vom Ofen fährt, pstegk. Das Wischwerk ist jenes nie Eisen, welches sich unter dem Sinter lischt, dann klein gepuchet wird, das Rin- wird vou dem Wasser wcggespielet, das schwächere aus den Pucherridln ausgehoben, -teiZ des Siebes geläutert, und in die Wisch- h/^ammer gebracht. Das Rauheiscn wird es in oder außer dem Blechhause, wie Witterung zuläßr, gewogen. Die Wage »ru> ," NamenFdohnwage. Nach der Abwä» S hak der Raucheisenbeförber»r das Eisen der Ham- Q'üü^^'Q 14 HaAMStverAhaftsstelle zu versprtchen, und rvt^ tcrs «ach Laimbach, und Reifling zu befördert Bas Blechhaus--Personal bestand im I» r74"' «ns einem Schmelzmeister, Müller mit einciK Adjunkten, Kohlmcsftr, Erzschläger, Eisenabkür^ zer , Kohkschreiber, u. f. f. Im Jahre 174"' hat man bei dem innerbcrgischen Eisestwem i,62i,8vO östreichische Metzen Kohlen verbraucht Der Distrikt, in welchem das Eisenerz gelegeiv pranget mit prächtigen Waldungen; auch briE am Fuße des Berges em weißer und grau^' Leim. Der erstere wird in 2 Stollen gebaut Zu leichterer Beförderung des Holzes hat Rechen angelegen Ein Rechen (Holzfang) be¬ steht an dem Ensfluß bei Hilflau, und wuM im Jahr 1565. durch Johann Gasteigcr «ui landesfürstliche Kosten erbauet. Der grE Rechen ist samt der Durchfahrt 188, der tere zwischen beiden Zügen 15, der kleine ab^ 4Z Klafter lang. Der große hat /ammt Durchfaht i6r, der mittere rz, und kleine H Hanptstcckcn. Man schazt die Auffühiung die¬ ses Waffergebäudes auf 150,000 Gulden; den^ bei der großen Wassercrgießung im Jahr hat die Reparirung dieses Rechens allein 50,0^ Gulden gekostet. Der zweite Hauptrcchen zu Reifling. Derselbe wurde im Jahre r5^' Lurch den genannten Gasteiger gebaut. SE erste Erbauung soll gegen 202000 Gulden stet haben. Er hat 350 Hauptstechen. SeU? Lange wird auf Z50 Klafter bestimmt. viel Hämnzer bei den vier stcyrischen und retchischen Hammerverwaltungen im I. im Gange waren, wie viel man an Flow' (Raucheisen) und Graglach ausgearbeitet, ur was hierzu verbraucht worben, zeigt nachm' heMx tabellarischer Ausweis' Ham- .Der Bau der EiftnbeM irr der TurracS hak r66o aagefüKgsrr. Man schätzt die jährliche Erzeugung des Roheisens irr der ganzen Eisen¬ erz auf 260,200 Zentner, welche an die in Step- ernmrk, kW Lande ob der Ens, und in der so- genannten unterenftrschen Eisenwurzen gelegt nen Hämmer vertheilet '.'»erden, Jsder^Hant- mer erhält eine bestimmte Fcntnerzahl. I« Wchßchr der irr Sreyer,r,ark gelegene» .Blei-- bergwerkc kümml anzmrrerken, daß sie alle sil- berhältig sind. Der Ursprung oes Salzwefens in diesem Lande fällt in das zwölfte 'Jahrtzu«" dert. Die Berge find wcstnordwärts dicht aK das r-brrcnsrrische Calzkammergu.t geicge»' Der Eaizberg, eine Merle von dem Markte Arrsfte er-tftrnk, hat den Nansen Säudlingf ! sg«cn, welcher an das oberevserifche- Salz- j kaDnrerZut nmnittelbar grenzt, nennt man des Borderj'ävdiirrg. Das Salz wird auf die n«M^ lichr Art, wie im Lande ob der Ens gesotten- Vo» diesen Bergen wird die Sülze durch Röhret (Stremen) nach den Pfannhäusern geleitet,' deren eine in Anssee, und die andere in der' Nairrifch ist. Diese zwei PfannlMser erzeuge!« jährlich gegen 145,000 Zentner Salz, womit Ekeyermark» und ein Lheil von Kärnten verft^ he» wird, d.) Das pflaurenreich ist nach der Verschiedenheit der Lage des Landes von un" gleichem Belange. In Odersteyer ist der be^s Wcizcnbau im Mürzthal ; Roggen (Korn) g78i — *787. 31,210 — 25,210 — 6,233 — 1788. 22,441 — 19,139 — 5,026 — Eustre 104,032 99,702 2Z,785 — B 2 A»L Aus vorstehenden Listen erhcstet, daß bitt" «en vier Jahren um 4,550 mehr gestorben, alS gebohren worden sind. Sie geben zugleich die krau«ge Uibcrzsugung, daß fast der siebente Mensch eine Leiche war. Es gibt im cigentlü» chcu Verstände in der Stcyermark zwo herr¬ schende Sprachen. Diese sind die teutsche, und die winbische; welche letztere vorzüglich im Tiilierkreise zu Hause ist. Nach der Konftription waren im Jahre 1776. der Städte 20, der Märkte 97, und der Dörfer 3,464. Diese Zahl der Wohnplätze ist h->ut noch die nämliche. Im Jahre 1776. wa¬ ren in ganz Stcyermark 155,514 Häuser. Sreyermark hat eine natürliche und eine poli¬ tische! Eintheiiung. Nach der Natur theilt der Murfluß dieselbe in zwei Lheile, nähmlich in den nördlichen und südlichen Theil. Der nörd¬ liche Thril ist unter dem Naw.cn : Obcrsteyer, und der südliche unter dein Namen : Untersteyer, bekannt. Nach der politisches Verfassung hat Stcyermark eine dreifache Abteilung; nähmlich sine Civi! -- kirchliche, und eine Milizabtheilung- Jg Rücksicht der ersteren ist das ganze Land sezk in fünf Kreise (vormals in 5 Vierteln, «ls : Judenburg, Ens, Thal, Vorau und Cilli) abgetheilet. Dieselben sind.- der Judenburger, Erucker, Gräzer, Marburger und Cillier. Die zwei! ersteren machen die Obcrsteyermark aus, uud dehnen sich von Wesinord, bis Nordost- Hier folgt eine Uibersicht der sämmtlichen in jedem Kreise gelegenen Visthümer, Landgerichte Städte Zti. . . . Nah- »r ÄZr Nach der kirchlichen Verfassung wirb bas Herzogthum in drei Diözese, und von Seite Der Miliz in drei Hauptbezirke abgethcilet, von diesen beiden Eintheiluugen folgt das Wei¬ tere am gehörigen Orte. Es ist bereits gesagt worden, daß zur Handhabung der politischen Angelegenheiten ein Gubernium zu Gräz für ganz Jnneröstreich besteht. Die demselben untergeordneten steyer- märkischen Behörden, und Äcmter sind : die KreisämtAz, die in Gräz gelegene Bankalgefäl- lenadministrarion für Steyermark und Kärnten, welchen untergeordnet sind: das Hauptzollamt in Gräz und fünf Bankalgefälleninspcktorate, g Hauptl'egstätke, als Gräz, Zilli, und Leoben ; g Kommerzialzvllgrcnzämtcr, welche sind; Mand- ling, Seebach, Predliz, Fürstenftld, Burgau, Polsterau, Sauritsch, Radkcrspurg und Rann; 28 Wegzollämter und 7 Grenzzollämter; ferner stehen unter dem Gubernio die Oberpostamts¬ verwaltung, wozu Z4 Fiiialpostämter gehören; -as Hallvberamt zu Aussec, die Toback - und Siegelgrfällenadministrazion, die kottokammer, und das Pfandamt in Gräz. Die Bankalge- fälleninspektorate sind : Radkcrspurg, Marburg, und Judenburg. In Rücksicht der Justizange- kegenheiteu ist das Nähere im ersten Bande Seite 272 bereits gesagt worden. Zu den ver¬ mischten Behörden gehören die Landgerichte, und Magistrate. Der ersteren sind 127, und der letzteren 107. In Rücksicht der Landge¬ richte kömmt allgemein zu bemerken, daß dem¬ selben nebst den Krimrnalgeschäften auch die Handhabung vieler Polizeygegenstände obliegt« Mau sehe im politischen Kodex das Wortt Landgericht. Di? 2 IZ Die Landstände des Herzsqthums bestehe« wie gewöhnlich aus dem Geistlichen » Herren And Ritterstande, und den Deputaten landes- försilicher Städte und Märkte. Zum geistlichen Stande gehören die Erzbischöfe von Salzburg, und von Laibach (vormals Görz) die Bischöfe von Seckau, Freysingen, Lavant, Gurk, und Leoben; dann der teutsche Ritterorden, dis Noch vorhandenen Aebte und Abbeekommenda- keurs.- Zum Hcrrenstande werden die Fürsten, Grafen und Freyherren gerechnet. Die.älte sten steyermärkischen Familien find: die Khe- venhüller, Leslie, Sauer, Saurau, Schratten-- bach, Stubcnberg, Trautmannsdorf, Wilden- fiein, Wiudischgräz, Dietrichsiein, Mschenbcck, Hardegg, Perlas, Waidmannsborf, Stadl, Die- nersperg, Wurmbrand, nnd-Welsersheim. Der Landtag wird in Gräz gehalten. Der Gouver¬ neur von Jnneröstreich ist jetzt zugleich Chef Ävn den Ständen. Zur Leitung der ständischen Geschäfte gehört der Ausschußrath. Die Stän¬ de haben ein Gencraleinnebmcramt, welchem ein Generalsteuercinnehmer vorsteht. Demsel¬ ben sind untergeordnet ein Hauptkassier, und die Kreiskassiere. Die Stände haben ihr eige¬ nes Bauamt; Eperziermeister für den junge« Adel, und unterhalten auch ein öffentliches Theater. Die in der Steyermark befindlichen Erbämtcr firch : Erblandhofmcister, Erbland- kämmerer, Erblandmarschall, Erblandstallmeister, Ttchlandjägcrmeistcr, Erblandstabelmeister, Erb- landmundschenk, Erblandtruchfts, Erbsandsilber- kämmcrer, Erblandvorschncider, Erblandküchen- Weister, und Erblandfalkenmeister. Von dem sogenannten steyrischerr Landhandfest kömmt es ?rute «rh. Unter L4 Unter den Kunstprodukten der Gtcyermark stehen die Eisenarbeiten oben an, da ihre Äus- fuhr jährlich bei zwei Millionen Gulden zurück- hringt; dann folgt die Messtngfabrik, Toback; fabrik, die Erzeugung der Kupfergcschirre, die Glasblasercyen, die Fabrikatur der Töpserge- schirre, die Pulverfabrikakur, die Kottunmanu- faktur rc. Nachstehende Kunstprobuktentabelle mag zu einiger Uiberficht des steyermarkischen Kunstfleißes bienen. Ei- »5 e G-> M- o— L?' Srn- sK Alls . Aus vorstehender Tabelle kömmt zu ers-r vM, daß das Mineralreich den Hauptstoss zur Beschäftigung der Steyermärke'r gibt, und daß Arbeiten in Eisen ihren vorzüglichen Siz in Obersteyermark haben. Hierinn liegt auch Ursache, daß in diesem Lheile des Landes ^tniöglichsien Einwohner sich befinden, sehen zrzgleich, daß die Arbeiten in Lei- in Wolle, und in Seide ganz danieder ^egen, mithin wie wenig die Flachs-und Han- l^zielung, die Schafzucht, und die Seidenkul- .getrieben wird. Am meisten wird noch erzielt, vorzüglich im Marburger-und ^mierkreise; so wie die Flachserzielung im ^tazer-und Brukerkreise Statt findet. Im ^hre 177z hat man den Ertrag der sämtli- Komerzialerzeugniße auf 3,557,257 fl. ^/2 kr. bestimmt. Der Absaz der Maaren i« s^nde wurde auf 1,700,139 fl. und im Aus- «nde «us 1,217,429 st. 47 kr. geschäzt. Die ^verbereitung gehört auch noch in jene Klasse ^^Nahrungsweege, welche ümsig betrieben ^7 Da meines Wissens von der CteyermarL sc^ kein Kommerzialschema öffentlich er- ^«nen ist; so theile solches vom Jahre 1769 , in welchen sich "befanden. Meister—Gesellen—Jungen— 4 4 1 7 2 t» — 1 — - . — g — 4 . und 6 Eehülfen — 10 — 4 - — IZ — I - Q — 6 Dratt- 4 r ! 2Z 93 2VI 24 22 6 . Nahwmacher Ringklschmiebe 53 9 3 6 8 iZ 13 18 L I 1Z2 9 12 1 7 1 8 9 12 1 10 157 19 114 8 4a 7 r io 4 59 1 2 60 6 i z 5 2 8 2 2 2 29 4 90 3 2 8 106 23 ' 88 15 8 . i 1OY — 75 Gehülscn - 15 — 18 — 182 Stühl« '-unyen^ lü 4 , S-i- 8 75 4 Per^amentmacher r Pvsamcntirer Meisser—(k eselle»; Drahtzieher . Fellcnfürber . Heilenhauer Galanteriearbeiter. Gei,qenmachrr . Gclbgreßer . . Gürtler . . . Glashütten Glasschleifer . Glockengiesser . Goldschlägrr . Goldschmiede . Hacken schmiede. Handschuhmacher Hrrtmacher . Kammacher . Kappenmacher Karkevmahler Kirschner . . Klempner . . Kotzenwacher . Kreutzclmackcr Kupferschmieden Lederer . . Leimsieder . Leinwanddrucker Messerschmiede Matrazctzmacher Nadler . . Nagelschmiede Papiermühlen >02-^8^"^ ZT Iah. r78r Waren in ganz Stcyer- Kow- Z» Kommerz talmeister . . . , 2.;^- - - Gesellen . , . . i/87 - - Jungen .... 2Ü2 - Gehülfen .... Summe . . . 48/z Färbereyen. rr-- Bleichen. . g Stühle. . . 2564 Wenn man vorstehende Kimfiprobäckte nut den Naturprodukten in Vergleich bringt; zeigt sichs offenbar, daß die Steyermark i» Rücksicht seiner Bedürfniße noch sehr von an¬ dern Ländern abhängt. Sie hat Mangel Leinen, an Wolle, »nd an Seide; daher das Land die Leinwand, die Wollcnzeuge, die Sei- denzeuge, kurz, alle Maaren in Wolle, Leine»/ und Seide von den Erblanden zu erhalten ha/- In Rücksicht der Kattune allein, seit dem der, Münjgrabrnvorstadt zu Gräz die Weigls sche Kattunmanufacktnr besteht, bedarf Land von diesem Produkte weniger. Der winnst also, welcher von dem Eisen dem La»^ zufließt, geht ihm dreyfach durch das Geld verloren, welches für Leinwaaren, Wollen,«^ ge, Hüte, und Eeidenwaarcn in die üb>E Erdlande kömmt. Auch an Holzwaarcn hat Land noch Mangel; so wie für iste Galanten^ bedürfniße' der Geldansfluß nicht minder »e-' trächtlich ist« Außer dem Eisen führt Ste-ck mark theils ins Auslände, theils nach l>e Erblanden: Hornvieh, wovon viel nach lirn kömmt, Leder, Wein, Vitriol, Spe'I Enzian , Klee, Federvieh , Sensen , Sichel r - gehen häufig nach Ungarn, Polen, Ruslans Roheisen nach dem Lande ob der Ens, " ' an- ZI unter der Ens, Salzburg rc. Die Skahlaus- fuhr hat siH vermindert; vielleicht wäre cs vvrrh.'ilhafeer gewesen, wenn das Ausland denselben nie erhalten, und man sich bestrebt Hütte-, geschickte Arbeiter in diesem Fache ins "nd zu ziehen. Dcrmahlen hak also die Stcy- tnnark die Bilanz des Vvrrheils in Rücksicht der Erblande im Ganzen nicht für sich. An ungarn bezahlt Steyermark für verschiedene Produckte jährlich im Durchschnitte eine Mil- non Gulden. Zu den Ausfuhrwaaren nach dem Auslände gehört auch der Rohitscher Gauer- dt'Unnen. Um ein noch wesentlicheres Bild von der Abhängigkeit der Steyermark von den Übrigem Erblandeu zu geben , folgt hier eine °urze Anzeige der Waarcn, welche Steyermark do« folgenden Ländern erhält, als: K.) von Un¬ garn: Ochsen, Schweine, Wild> Wolle, Ge- ^ide, Knoppern, Weine, Fische, Farbenerde, Hobeck rc. d ) vom Lande unter der Ens r Safran, Wein, Tuch, Majolikageschirr, Por- itiain , Spiegel, ScidenwaarenGalantcrie- waaren, Hüte, Bänder, Bücher, Mujjelin rc. von Uarnteu: Bleyweiß, Tuch, rc. ä.) von' ^rain: Töpfergcschirr, Holzwaarcn, LeinwaN- ^n, Leder, Strohüte rc. «.) von 6)örz : Queck- nlbcr, Seide, Oel, cdleFruchte, u. s. >v. f) ^?n Tirol): Obst, Handschuhe, Seide, Wein, Eppich«., Kas ; Z.) vom Lande ob -er Lns : Hwllenzeuge, Leinwand, Zwirn, b ) vonÄöh- : Gläser, Hopfen , musikalilche Instru- furute , Bücher, Tuch, Leinwand, Zwirn, H von Triest: Ligueurs, Fajance, Zucker, Oel- rr, k.) von den' Niederlanden: feines < Hh, Spitzen, Zwirn, rc. von fremden Lan- : Kaffee, Thee, Mandeln, Limonien, "ttZeu, Baumwolle, Seide, Flachs u. s. w. C Lin I4 Ein wichtrger Handlungszweig für die Steyt^ mark ist unstreitig die beträchtliche Maaren- durchfuhr, welche vorzüglich häufig zwischen Triest, und dem Lande unter der Ens statt findet. Zum Transport der Maaren dienen die Flüsse, und die Landstrassen. Die Mur bietet die Gelegenheit an, mit wohlfeiler Fracht die Maare nach Ungarn zu befördern; so wie die Save die Fracht nach Kroazien sehr erleichtert Zu den Hauptkommerziakstraffcn gehört die Strasse, welche von Wien durch die Steyerr »nark nach Triest führt; daun die Straffe, welche ebenfalls von Wien durch die Steyer« mark nach Tirol, und von da weiter nach Italien führt; weiters die Straffe, welche nach Kroazien sich dehnt; und endlich jene, welche von Linz nach Gräz führt. Vielleicht ist es manchen nicht unangenehm, eine nähert Zergliederung von den vorstehenden Strasse" zu erhalten; wie nähmlich dieselben eigentlich ihren Lauf haben« Hier folgen also die auf jeder Strasse gelegenen Stazionen; und zwar? g. K o m merzialstraffe nach Trie st- KrikS- s. Konterzia lstrasse nach Triest. Meilen 45 C 2 Dorr As ' o-ü-W-rc- Nrik- Z? e. Strasse »on Ens nach Gräj. C z e. Kom- ys s. Kommerzialstrasse nach Klagenfurt. r) über Iu dcnburg. (Mur,) 3d e. - . . 2.) über Marburg. Meilen 2o Die Erraffen sind alle im guten Stande-, sind mit Schober, und Bruchsteinen ein- geschlagen; und ihre Breite beträgt gewöhn- «ch etwas mehr, als drey Klafter. Mit den zwcy Postrouken, welche nach Maricnzcll, und 'M den 2 Routen, welche nach Eisenburg ins C 4 Um 4O o-W^'o Ungarn führen, hat Steycrmark, wie schon gesagt worden, Z4 Postämter. Die christliche Religion nahm im siebenten Jahrhundert ihren Anfang, und hat sich auch immer als die herrschende erhalten. Auch die Lehre Luthers hat in diesem Lande viele Vereh¬ rer gehabt; dermahlcn aber bestehen nicht mehr, als zwcy lutherische Bethhäuser; näm¬ lich zu Schladming, und in der Ramsau im In- Lendurgerkreise. Der Erzbischof von Salzburg sieht der römisch katholisch en Kirche in der Steycrmark, als Oberhirt vor. Das ganze Land ist jezr in drei) Diözese (vormals in zwcy) ckbgcthcilct. Diese find: die Sekauer, die Le- obner, und die Lavanter. Die ersteren zwcy sind im Lande gelegen; von der dritten hinge¬ gen »ist der Bischof zu Lavant in Karnthen Bcsizer. Zu dxr leobner Diöccs gehören: der Jubenburger-und Bruckerkreis; das ist: Ober- steyermark. Dem Bischof in Sekan ist der' Gräzer - und Marburgerkrcis , das ist: die südliche Hälfte der Untcrsicycrmark; und der Cillicrkreis dem Bischof zu Lavant zugetheilet. Das Dißthmu zu Sekan ist 121g von dem da¬ maligen Erzbischof zu Salzburg errichtet wor¬ den. Jezt hat der zeitliche Bischof zu Seckau, der sich des heil. N. R. Fürst schreibt, seinen Siz in Gräz. Zu diesem Bißkhum gehören die Herrschaften: Krottcnhof, Waffcrberg, und Seckaubcrg, dann die Märkte: Leibniz, und St. Ruprecht an der Raab. Das Bißthunr in Leoben wurde von Kaiser Joseph H. im Jahre r?86 errichtet. Jeder Bischof hat sein eigenes Konsistorium, welches aus dem Gene- ralvrkar, Domprobsten, Domkustos, Domscho- lastikus,sund z Domherren bestehet-. Ganz e 5 VT-üM^V 4! ^keyermark zählt izt: 4 Archidiakonate, 40 Dekanate ^8; Pfarren, und 140 Loka'kapel- tancycn. Im Jahre 1776 waren 276 Pfarren vorhanden. Marienzcll ist wegen der häufigen Wallfahrten, die noch dahin gemacht werden, aelannt. Jeder Bischof hat sein Priesieralumnat, und jn Gräz befindet sich das Generalsemina- ^',"ur füx ganz Jnncröstreicl), welchem die Ein¬ künfte des da gelegen Pricsterhauses sind zuge- thcilct worden/Dasselbe wurde vom Stadtpfar- ker in Graz, Herrn Aloys Bertholdi 1742 ge- lksttek. Der deutsche Ritterorden besitzt die schäften: Großfonntag, Lech, und Mere- ^cn. Dieser Orden wurde im Jahre 12^7 urch Herzog Friedrich in die Kirche zu St. Kunigunde am Leeh cingeführt. Großfonntag st'ar die erste Kommcnthur, die dieser Orden n der Steycrmark erhalten hat. Der Orden ^ak auch ein Haus in Gräz. Au den Kom- 'Ucnthureyen des Maltheserordcns gehören die Herrschaften: Furstcnfcld, und Meiling. Hier k°>gt die Uibersicht von hen zu jedem Kirch, prcngel gehörigen, Dekanaten, Pfarren, "° s. w. 4r ««-M--« 4S , Zum Unterrichte der Jugend dient die in ^az gelegene Universitär, welche im I. 1586. errichtet worden. Dieselbe erkennt im Erzher- Karl von Oestreich ihren Stifter. Schon Jahre 1^77. gab Kaiser Rudolph den teut- lchen Ordensrittern zu Kunigunde am Lech Ae Erlaubniß, Schulen in Gräz zu unterhalten. Dieselben stunden fürJedermann offen DerOr- konnte die Lehrer aufnehmen, und wieder entlassen. Diese Schule erhielt das kaiserliche -Privilegium, vermög welchem jeder Schüler, Welcher sich eines Verbrechens schuldig gemacht h", von dem Oberhaupte des teutschen Or¬ dens in die Untersuchung, und Bestrafung ge¬ kommen werden konnte. Im Jahre 157z. er- hielten die Jesuiten diese Schule, in welcher Affänglich nur drey Klaffen statt fanden; As «her im Jahre 1580. die protestantisch e Schule in Gräj ei'ngieng, nahmen die Jesuiten "uch die kehre der freyen Künste, und der Got- kesgelahrlheit über sich. Ei» zeitlicher Fürst¬ bischof von Seckau ist Kanzler der Universität, Welche im Jahre 1784. in ein kyzäum umge- lchmolzen worden ist. An demselben stehen nun ier Profeffores der Theologie, welche unter die Lehre der Dogmatik, Hermenevtik, der rientalischen Sprachen, der Moraltheylvgie, Patristik, Polemik und Pastoraltheologie thci» dann sind drey Lehrer der Rechte vorhan- *tn, welche unter sich die kehre des Natur-- iid Staatsrecht, des bürgerlichen und pcinli- Rechts (angewandt auf das vaterländische yn.At) des Kirchenrechts, und der politischen ^'ffenschaften theilen. Für das medizinisch- «'s^^Zische Studium, und die Hebanrnrenkundc rbenfalis zwern Lehrer ausgestellt; zu wel¬ chem 44 chem noch gehört der Lehrer der ThlerarzrttP- künde. Für die philosophischen Wissenschaften find übermal drey Lehrer angestellet. Das Ly- zäum ist berechtiget, sich jährlich einen Rektor aus den Lehrern zu wählen; auch findet die Eintheilung in sogenannte Fakultäten statt- Das Lyzäum hat eine Sternwarte. physikalst sches Musäum, und eine öffentliche Bibliochck- Nebst dem Lyzäum besteht auch ein Gymnasiurm eine Normalschule, mehrere Hauptschulen, »n» bey jeder Pfarre eine Trivialschule. Im Jahtt 1778 hat Steyermark eilf eingebohrne Schrift- steller gezählt, darunter die bekanntesten waren- LieSganig, Metzburg und Julius Cäsar. Ztk den bekanntesten gestorbenen stcyermärkischck Schriftstellern gehören: Erasmus Frölich, Si¬ gismund Pusch, Royko, und Popowitsch. N den eingebohrnen Künstlern in der Steyermark sind zu rechnen: Kauperz, Kupferstecher, neck, Maler, Kä Niger, Bildhauer. Das ehewa- Z« in Gräz für Studirendc bestandene weltliche Geniinarium ist erloschen; und die Stiftung erhalten das Stipettdiengeld auf die Hand. Die¬ ses Seminarium bestand im I. ^775. bis seiner Auflösung aus drey einzelnen Hauptstist tungen. Diese waren s): das FerdinandärM^ vom Erzherzog Karl 1574. für arme Studen¬ ten gestiftet, h) das Konvikt 1576. gestiftet« Die Absicht dieser Stiftungen war, tüchtig Kirchendiener zu bilden, und c) das Jost" phinum- Das 45 Daß in Gräz ein Generalmilitzkommando (ietzk wegen des Krieges in Trieft) für ganj Inneröstreich gelegen, ist bereits im ersten Ban- gesagt worden, wo Sette 276. auch die dem¬ selben untergeordneten Behörden angezeigt wor- sind. Gegenwärtig liegen in der Steyermark ^rey Regimenter, und ein Grenadierbatallion- Die Regimenter nennen sich: ^aderr - Durlach -° — Stab -- zn Gcäz. Eakkermann - - — — zu Leoben. >berzi —- —» zu Gräz. Das Grenadicrbataillon besteht aus sechs "onrpagnicn von ben vorstehenden Regimentern, l'Nd jst in Gräz gelegen. Rach den Regimen- ist Steyermark in drcy Hauptwerbbrzirke ^getheilt, welche sich in ss viele Unterbezirke Men, als jedes Regiment Kompagnien hat. ^>e viel Dominien, Städte, Markte u° s. w. s ledem RegimcntSbezirke gehören, zeigt nach- 'tehende Tabelle. Re. irool 851431391 47 Das Armen - und Stiftungswesen wird uuch in Steyermark nach dem für alle Erblande bestimmten Josephtnischen System handgehabet. Zum öffentlichen Etaatsaufwand hat das Herzogchum bis jczk jährlich 5,889,200 Gulden beigerragen; darunter betrugen die Eisenwerk- gefall- 2,100,000 Gulden, und das Koutribu- Zonale 2,080,000 Gulden die übrigen Gefälle ^aren: Das Tobak - und Siegekgcfäll, Lotto, die Domainen, die Zölle, verschiedene Aufschläge: Bieraufschlag, Musickimpost u. s. w. Nun folgen die in jedem Kreise gelegenem Merkwürdigsten Orte, als: im Zudenburgerkreise : Derselbe grenzt gegen Norden, an das UN- ^renserische Viertel Oberwienerwald, gegen Nvrdvst, und Osten an den Bruckcrkreis, gegen Lüden abermahl an den Bruckerkreis, gegen festen an Kärnten, und gegen Westnord an Salzburg, und das oberensersche Traunviertel, dieser westnördliche Theil des Landes ist der bergigste. Die Flüsse, di- ihn bewäKn, sind - Ae Traun, Ens, Balte, Nötsch, Ränken, und Mls. Die Traun und Ens machen die natur- Uche Grenzen dieses Bezirkes von seiner west- erblichen Seite. Er ist reich an Waldungen» An Rücksicht der übrigen Produkte, und der Werter, welche er überhaupt in sich enthält, und vorstehende Tabellen nachzufthen. Nutt den, in diesem Kreise gelegenen Orte: Ä»- 48 o^-Wü^O Aörnont, ein Markt zwischen der Ens, ruft, Balke. Das hier gelegene Benediktiner- stift ist im cilften Jahrhunderte gestiftet worden- Hier befindet sich eine Hauptschule, und erN' Wegaufschlagamt^ Aussee, ein Markt, westnordwä'rts an der Traun 24 Meilen von Gräz, und 49 von Wien gelegen. Der Ort ist seiner Salzsudcn wegen bekannt. Hier ist der Siz des Salzoberamtes, welches aus einem Direktor, vier Assessoren, einem Protokollisten, und Amtsschreiber besteht- Anter diesem steht das Bergamt mit einen! Vergverwalttr, Bergmeister, Oberschaffer, Uu- terschaffcr, drcy Geschwornen, und einem BÜ- chclschreiber; dann bas Hauptkassieramt mst einem Kassier, Kontrolor, und Schreiber, ftr- uer das Pflegamt mit einem Pfleger, Rent- schreibcr und Amtsschreiber ; weiters die Pfanst- Hausverwaltung, bei welcher stehen.- ein Ver¬ walter, Oberpfannmcister, zwei) Zuscher; das Dörrungspersonale, ein Icngverwahrer, Mass meister, Fudernummerirer; das Waldamt einem Oberwaldmeister, Unterwaldmeister, zwe- en Waldvorstchern, zwecn Waldamtsschreibern, Oberamtsfvrster, sechs Förstern; hierzu kommet das Phyfikat; die Apotheke, und ein Wundarzt? ferner das Salzabgeberamt, die Hofkasten- Materiaiverwaltung, mit einem Bauinfp.kcor, Bau - und Zimmermeister , Maurermeistrl- Schmiedmeister, Sulzstrenumcister, Lorfineister, Strasscninspektor; und endlich das Forstanss Mit einem Oberjager, und r8 RcvicrpigerU-, die ihren Sitz zu Irduing, am Bühel, Mittet" dorf, Läfigdorf, Ocblerg, Eich, Licze», auf de Pürg, und zu Wörschach haben. Zu dem A»s- seersalzkammcrgut gehören die Herrschaften GeM Heck, Hinterberg, und PflinvSberg. 49 Aussee, ein See, nordwärts vom Markte Wusste, und westwärts gegen den Berg Sänd- uiig. d Balte, ein Flüßchen, dessen Lauf ostnvrd- ^arts ist. Bcym Abmoutergedir« fällt dasselbe die Ens. G Ens, ein Fluß, welcher aus Salzburg kow.nrt, unterhalb Schlädming die Gteyermark stritt, zvestnorbwärts de» Lauf fortsezt, bep Wlkcnmarkr das Herzogthum verlaßt, und den ^stuf nach den« Lande ob der Ens nimmt. Die Flüsse, die sich mit der Ens vereinigen, sind: die Balte, und Salza, Bey dem Schloß Gestad "»Weit dem Markte Gröbmiug wird sie befah¬ len, und bei Hilsian befindet sich der obcnau- Zefsthrte Rechen. An sein südliches Ufer gren- icu Schlädming, Haus, und an das nördliche, Rauling, Oberhaus rc. So wie diestr-FIuß westwärts die Steyermark von Salzburg trennt, eben so scheidet er westnorowärrö die Steyer- Urark vom Lande ob der Ens, und von der Ost¬ rite macht er die natürliche Grenze zwischen bei» Judenburger - und Bruckerkreise. ein Hobes Gcöirg. Man hält ^ g'wöhniich für das höchste im Lande. Es 'legt nordwärts von der Ens. ' TrLbmlny, ein erzbischöfli ch Salzb'irgischer "arkk, zwischen Steinberg, und der Ens an l. - salzburgitchcu Grenze. Das hier gelegene E>enzo!la nr ist de n Bankalgefälleninspektorat in Auoeuburg zugetheilt. D HaL.s, s-!> Haus, ein erzbischöflich Salzburgischer Markt am südlichen Ufer der Ens, ostwärts vos Echlädming. Irdlny ein gräflich Saurauischer Markt an» östlichen Ufer der Ens. Judenburg (Istunum) eine landesfürstliche Stadt, nordwärts gegen die Mur, und ostsüd- wärts gegeil den Grazcrkreis. In der hier ge- legcnen Burg hat ehemals eine Nebenlinie des Erzkauses gewohnt. Hier ist der Sij des Krcisamtcs, und einer Hauptschule; ferner ein Postamt, ein Franziskancrkloster, und ein Kreis- physikat'. Der Jesuiterorden hatte hier im i6rr ein Probierhaus für seine Novizen er¬ richtet. Judenburg war seines Handels wegen schon im zwölften Jahrhunderte bekannt. Dem hier gelegenen Bankalgefällerrinspckto- rate sind untergeordnet, die Legstättc in Leo¬ ben, die Kommcrzialgrcnzzollämter Seebach, Maudling, Predli;, die Zollämter Prcber, Nams- «u, das Hauptwegamr in Bruck, die Wegauf- schlägämter Marienzell, Kirchberg, und Preis, die Wegzölle Mühlrhal, Wasen, Neumarkt/ Kindberg, Mürzzuschlag, Vordcrnberg, Rotten» mann, Aussee, Pühren, Altcnmarkt, Mittern¬ dorf, Gröbming, Trieben, und Admont, dös Salzamt in Leoben und Murau. St, Lambrecht (St. Lambert,) ein Markt, nordwärts gegen die Mur, südwärts von der Grenze Kä'rnchens, und westwärts gegen ktt Grenze von Salzburg. Das hier gelegene is» zwölften Jahrhundert gestiftete Benediktiner «oster war Besitzer dieses Markts, der nun Zl kin Eigenthum des Religionfondes ist. Das Stift jst tn seinem 7i4kcn Lebcusalecr erloschen, su diesem Stifte hadeii die Schlösser Lind und Etein, dann die Märkte Maricnzell , und As¬ ien; gehört. , , Mandliny, Kommerzialzollgrenzamt an der sa>zburgjschen Grenze. Dasselbe ist dem Bankal- Scfällcninspcktorat in Judenburg untergeordnet. . Nur, man sehe dieß Wort im Brücker- kreise. . Murau, eiste fürstlich Schwarzenbergische Stadt am südlichen Ufer der Mur. Das hiev gelegene Salzamt gehört zu dem Bankalgcfäl- ieninspektoraramt in Judenburg. In dieser Ge¬ gend ist der Flachsbau sehr beträchtlich. Neumarkt, ein landesfürstlicher Markt an der Olkza gegen die Grenze von Kärnten. Das hier gelegene Zollamt ist dem Bankalge- sälleninspektorat in Judenburg zugetheilt. Hier m der Postwechsel zwischen Unzmarkt und KahlL- dorf. Vbebach, ein landesfürstlicher Markt an Grenze von Kärnten. Dieser Ort ist we- ge» seiner Fabrikatur in Tvpfergefchirren br- tannt. Dbcrzexrmy, ein landesfürstlicher Markt »wischen der Pols und der Mur. Peter, am Kammersberg, ein bischöf- ^^Frcysingjscher Markt, nordwärts von der PSW B 2 Z L ein Flüßchen, welches westuordwärts nach Süden den Lauf nimmt, und dcmAuthal gegen über sich in die Mur begiebt. DieRä'nten, ein Flüßchen gegen.Salzburg, vermischt sich der Stadt Murau gegenüber mit der Mur. Rottenmaun, eine lanbesfürstliche Stadt M der Balte. Das hier gelegene Bankalgefäi- leninspekkorat ist eingegangen, und befindet sich jetzt hier blos cin Wcgzollamt. Das hier-gele¬ gene, und 1454 gestiftete latcranensische Chor-' Herrenstift Gk. Augustin's ist erloschen. Oberwölb, eine bischöflich Freysiugeriscift Stadt am Flüßchen Wöls, nordwärts gegen Pusterwald. SchläPmiiiU, ein gräflich Saucrauischct Markt an der Grenze von Salzburg- Derselbe war bis im Jahre 152^ eine Bergstadt. Hier ist eine Bcrggcrichtssubstitution gelegen; auch hat hier die evangelisch-lutherische Gemeinde ein Bethhaus. Seekau, kirr Markt am Geilstuß südwärts gegen Knittclftld- Das hier gelegene, und Jahr t igy gestiftete latcranensische Chorherren' stift ist erloschen. In dieser Kirche rubeu dis Gebeine des Herzog 'Karls, fünf seiner Kinder ünd drei) seiner Enkel. Im Jähre 1218 wurde dier von dem damahiigen Erzbischöfe in Salz¬ burg ein Bißthum errichtet; der Bischof hatte «her gewöhnlich seinen Giz auf dem Bergsckflofe Seckau bcy Leipniß; nun aber hat derselbe seinen Sitz in Gräj, und die hier gelegene DoM-- 5Z Domprobstey ist eingegangen.Das Bißthum zählt bis jetzt 44 Bischöfe. "Der Markt ist nun ein Eigenthum des Rcligionfunds^ Tnrrach, ein Dorf dret) 1/2 Meile von Wurau« Hier befinden siä) die fürstlichen Schwarzenberrffschsn Eisenhammer. Johann Adolph Graf von Schwarzenberg ließ hier r66o den Bergban auf Eisen eröffnen, ^iese Eisenberge liegen zwischen Unrmarlt und Lur-^ rach, in dem letzten, werden jährlich 12 biv 15000 Zentner Erz verschmelzt, und bey 5000 Zentner Flossen (Roheisen) davon erzeugt^ Bey vier.Weilen von Türrach stehen zwei) Stahl- hätten, in jeder Hütte sind dreyFlisch - und ein Streckfeuer. Hisr erzeugt man den besten Brescianstahl in Europa, welcher guten Ab¬ satz in England und Holland hat. In Lurrach ist auch die Eisen - Stahl--Drahts und Feilen-- fabrik gelegen, deren Niederlag intWreu, jetzt itz derJohannesgasse Nro. 1004, ist. Unzmarkt, ein fürstlich Gchwarzcnbergi- 'cher Markt zwischen der Mur und Judendur- Seralpe. Hier ist der Pvstwechsel zwischen Ju¬ denburg, und Neumarkt. werskirche , ein landesfürstlicher Markt wischen Judenburg, und Knittclfeld. Bruckerkceis. Derselbe grenzt nordwärts an das untere^ ttÄsche Viert?! ob dem W-cnerwald, nor.ofl ^rkS au das kand u. K..Ens S^eu Osten au , d'M Gräzerkreis/ gegen Sr^-n an d-e Mur , «nv 24 gegen Westen an den Judenburgerkrcrs. Die Flösse, welche denselben bewässern, sind: die Mur, Mürz, Salza, der Seebach. Erzbach; dann folgen der Erlaphsce,Leopoldstcinsrsce. D-eser Kreis macht eigentlich den nordöstlichen Tl^il der Steyermark aus. Nun folgen einige d.r in diesem Kreise gelegenen merkwürdigen Orte'° , Ast Zell. Maurern, ein gräflich Breunerischer Markt an de.r Lissing. In dieser Gegend bricht Frau¬ en ei». Lisslny, ein Fluß, westwärts gegen des Judenburgerkreis. Er fallt bey St. Michael in die Mür. Mur, ein Fluß , welcher aus dem salzbur-, gischen Gtbicte kömmt, westnordwärts den Lauf nimmt, und ostsüdwärts unterhalb Radkersburg die Steyermark verläßt, und nach Ungarn sich Legiebt. Gegen Westen macht er die natürliche Grenze zwischen Salzburg, und Steyermark, so wie ostsüdwärts zwischen dieser und dein nördlichen Ungarn- Er macht auch durch sei¬ nen wcstnordlichen Lauf die natürliche Grenze zwischen Ober - und Unterstcycr z und ist zu¬ gleich die Grenze zwischen dem östlichen Theil LeS Gräzer - und westlichen Theil des Mar- burgerkrcifts. Die Flüsse, welche sich mit der Mur vereinigen , sind : im Judcnburgerkreisc- die Rauten, Kätsch, Wöls, Pols, und JngerinS- im Bruckcrkreife, die Lisstng, und Mürz: i>u Grazcrkrcift, die Schwarza, und Kainach, im Marburgerkrelse, die Sulm. Die Mur führt Karpfen, Hechten, Forellen, Huchen, »nö Dtter. Mürz, 0-ÜM---0 Z/ Mürz, ein Fluß, welcher von Nordost nach ^udcn den Lauf nimmt, und sich bey dcrStadt -oruck mit der Mur ve rmischt. Mürzryal, ein sehr trächtiger Boden, an °" Mürz b?y sechs Meilen in der Länge. In "eser Gegend ist die Hornviehzucht sehr beträ'cht- Dieser Bezirk hatte im uten Jahrhun- jhx- cjgene Grafen, welche sich Mürzthaler "iinnten. Von diesem Geschlechte regierten Herzoge in Kärnten: roir Adalbert, ein ^vhn Marquqrts, ic7g Marquart ein Sohn Adalbero; 1077 Luitold ein Sohn Marquarrs loyv Heinrich der zweyte Sohn Marquarts, diesem ist das Geschlecht der Mürzthaltr erlöschen. Mürzzuschchay, ein landesfürstlicher Markt AN Fusse des Sckmerings, an der Mürz, iz Meilen von Gräz, und iz von'Wirrt. Hier der Pystwechscl zwischen Schottwein,-und ^Ncglach. Das hier gelegene Wegrollamt ist Bankalgefälieninspektorat m'Judenburg sUgethcilt. Trafayach, ein landesfürstlicher Markt an °er Lissing, südwärts gegen Leoben. vordernbery, ein landesfürstlicher Markt, "vrdwärts gegen Eisenerz an der Strasse nach eur Lande ob der Ens; 15 Meilen von Stcycr, von Gra^, 2 Son Leoben, und Lg.von Wien. im gemeinen Leben , Marienzell, ein Vormahls ein Eigcnthum des Benedik- ^'"svsiiftes zu St. Lambrecht (Lambert) jctz " >-'iSenthum Yes Religionfonds, an der Grentze ' N 5 des Z8 des Landes unter der Ens, an der Salza, i4 Meilen von Gräz. Die Wallfahrtskirche wird ,un bereits in das vierte Jahrhundert besucht, Die vorhandene Schatzkammer ist schenswür» big. Marie Theresic, Kaiserin» Königin«, hat im Jahre 1769 die Kirche mit einem sil' bernen Scirnblatt am Altäre beschenkt. Di^ selbe wiegt ^05 Mark, ist 4 Fuß breit, und r hoch. Man sieht an demselben von halb erhs- Lener Arbeit einen Stammbaum, und auf dem¬ selben auf vergoldeten Medaillen die Dildnisit Kaisers Franz I., seiner Gemahlin«, und ihrer gem.inscbal>lichen 16 Kinder mit der Inschrift >' 1)1 VD Virgin i. marri Maria 'Iboresia ^ugnst^ xrrato sidi, et esriss. conjugl krsneisoi l« idom. Imper. in redus gävsrstZ omnibuü xer' sugio, servariL sxziius iulcepra kreejuents lo^ Hols lrae llema famili-e grati onimi sacravit« V 8ext N.D.0 6. UXlX. Das Bcncdik- kinerstsst von St. Lambrecht hatte hier bis zn^ Jahre 1787 eine Residenz gehabt. Das h>^ gelegene Wegaufschlagamt ist dem Bankalgcfäl^ keninspcktorat ir? Judenburg zugethcilt. N Zell ist auch ein Postamt gelegen. Nun zu Arten im Grazeckreise. Derselbe grenzt nordwärts an die nordostwärts an den Bruckerkreis, ostwärts Ungarn, ostsüdwärts an die Mur, südwär an den Warburgerkreis, und westwärts an^de Judenburgerkreis. Die Flüsse, die diesen K^e bnvässern sind: die Mur, Save, Raab, La«i uitz. Feistritz, Ritschein, Lungwitz, Schwär)^ und Kainach. Dio höchsten Berge sind: ° Wechsel, und Gchöckel. Hier folgen die in d ' stm Kreise gelegenerr merkwürdigen Orte^ Antzsr, ein gräflich Kbevenhüllischer Markt an der Feistritz. Burtzau, ein gräflich Bathyanischer Markt an der Cave, an der Grenze von Ungarn, 7 feilen von Gräz, und ^.2 von Wien. Hier uE ein Kommerzialzollgränzamt gelegen, welches bem in Radkersburg gelegenem Bankalgefällen» inšpektorat untergeordnet ist. Zehriny, ein landesfärstlicher Markt an de» Raab, wo dieselbe die Skeyermark verläßt. Hier ist ein Zollamt, das dem Bankalgefällen» '"spektorat in Radkersburg zugekheilt ist. -Feistritz an der Mur, ein gräflich Dietrich» steinischcr Markt. Feldbach, ein landesfärstlicher Markt an der Raab, südwärts gegen Fehrrng. Das hier gelegene im ryten Jahrhundert errichtete Fran- L'skancrkloster ist erloschen. Fricdbertz, eine landcsfürstliche Stadt am Fusse des Wechsels an der Grenze des Landes unter der Ens. Fronleiken, ein kandesfürstlicher Markt a» °er Mur. Die Servitcn haben hier ein Kla¬ rer ftik dem Jahre 1687. Auch ist hier ein ^egzollamt gelegen. Fürftenfeld, eine Lanbesfürstliche Stadt an ^er Fejstriz, 7 Meilen von Gräz, ?o von Ofen, und von Wien. Hier ist ein Kpnrmenthurhaus ^esMalkhescrordens,einKommerzialgrenzzollaint und einSalzamt,welche beydeAemter demBanfal- grfällen-- 6. fälleninspektsrak in Radkersburg rmtergeordissk sind; auch ist hier die Aerarialtobakfabrik legen, an welches ein Verwalter, Kontrolor Kassier, und Magazinverwaiter, ein Waagm"- fier, ein Beizmcisicrfabrikant, and zwey Obet^ chinner stehen- St. Gesry an her Gtiismtz; ein frE herrlich Eckischcr Markt, nordwärts gegen KrK psisüdwärts gegen die Mur gelegen Gleisdorf , ein gräflich Kolonitschisclssk Markt an der Raab, südwärts gegen den benboden. Hier haben die Plansten seit ein Kollegium, und eine Hauptschule. Gvä'ß, ein gräflich TrautmannsdorsisM Markt bey Feldbach. Gratwem, ein Stift Relmscher Markt ai^ westlichen Ufer der Mur» 6r»i!z, die Hauptstadt im Hcrzogtbum Stcyew mark, liegt an der MurH Ihre EntfernuUS von Wim beträgt 26 Meilen; von Ofen 27 l/^ von Carlstadt zo 1/2 ; von Laybach 25, von Lriest g/; von Klagenfurt 27; von Salzburg 62; von Linz gr, und abcrmal von Wss" (von der Nordseite) Zg 1/2. Dieselbe wird nach der charolinifchen Jeuerläschordnung dem Jahre 1722 in die Stadt, und in vier Vorstädte abgethcilt. Die Stadt war bis zust Jahre 1752 in die Klasse der Festungen gereut nek. Daß die Festung älter als die Stadt se^ daran wird nicht gezweifelt; aber die eigeM' liche Zeit der Entstehung der ersieresi ist «ow Mcutschiedcn, Die Festung ist auf einem H0' Heu 6r yrr> Felsen nordwärts gelegen. Dieselbe erhielt Jahre 1576 ihre jetzige Gestalt. Sie be- Ersteht aus zehn Bastionen, mehreren- Ravelin- und einer auf einem hohen Berge gelege- -"n Citabclle (Thurm) welche zum Gefäng- für Staats-und andere Verbrecher bient. E^ie Stadt hat fünf Thore, als - das Murthor, neue Thor, das Eisenthor, das Pauluskhor, Ard das Gart khor. Nach der angeführten Feuer- ^schordnung wird die Stadt in sieden O.cwr- ^>ere abgethcilet. Diese sind : die Sporrergasse, Bürgergasse. die Hrrrengafi«, die Stämpftr- 8affe, die Schmiedgasse, Murgasse u.Sack. Man Jchnek die Länge der Stabt von dem Eisenthor, zumSackthor auf 5 ro, und die Breite von Murthor bis zum Pauiusrhor auf 420 klafter. Am Jahre 1770 hat man 404 Häuser Kezählet; jetzt wird ihre Anzahl auf4ia bcstiMÄtt Äm Jahre 1786 am 27 November ist die hier Telegene Hofkirche zu einer Domkirche erhoben, ^nd die Stadt in drey Pfarren abgerheilek Horden, welche sind: die Dompfarr zu St« Aegidi, Pfarr znm heiligen Blut, und zur ^arienhimmelfahrt. Der ersteren wurden na Häuser, und 2sl7 Seelen; der zwcytcn i6Z Mauser, und 2« 86 Seelen, und der dritten 17^ '^-user, und 2^2,4 Seelen zugethcilct. Nach ^ser ächten Kircheneintheilung hat die Stadt f^az im eben genanntem Jahre 418 Häuser, schd 4^7 Seelen gezählet; mithin kommen ein Haus 2g Personen zu wohnen. Am z6 November 7736 nahm der Bischof zu Serkan "n der neu errichteten Domkirche öffentlich y fitz. Daß für ganz Jnneröstreich die Land ch- ^fsie unter dem Titel: Landesguber.niuR ihren gua, i" haben, ist schon gesagt worden, M die derselben untergeordnete» Behörden find s- find angezeigt worden. In Graj wurde voM Kaiser Joseph II. ein adeiiches Damcnstift iin Jahre r/8'4 gestiftet, und am akenJaner t/85 geschah die seyerliche Ervsnung. Das Stift besteht Mit Jnbegrif der Vorsteherin!! ans r- Fräulein vom östreichischcn Herren - und Rit" tcrstande. Ein zeitlicher Gouverneur in Grätz bekleidet das Ctiftsprotektorat. Das Ordens Zeichen besteht in einer emaillirten Medaille; auf deren einer Seite das Bild des heilige" Josephs mit dem Jesukinde, und auf der an^ bern der verzogene Name Sr. Majestät des Kaisers Unter dem Kaiserthron im blauen Felde sich zeigt. Das Band ist ponsoroth, und läuft Von der linken Schulter gegen die rechte vor, vnd rückwärts. Vorne ist das Ordenszeichetl mit einer Schleife befestiget. Dir Stiftsda^ men bei) Eröffnung dieses Stiftes waren- i. Fräulein Antonia Gräfin» von Haller, Stiftvorstcherinn. 2.-Josepha, Gräfin» von Vreuner. Z.-Rosalia von Geispach. 4. — —. Cajetana Freyinn von Moschkon- 5. — — Theresia Gräfin» von Wurmbranv' 6. — Rosalia Gräfin» von Saurau. 7. — — Cecilia Gräfinn vou Skürkgh. . z.-Maximilian« Gräfinn von Stärkgh' y. — — Josepha von Talton. to. ——- Henrika Gräfin» von Galler. n.-Antonia Grafinn von Trautmanns- doif. ro. — — Franziska von Pichel. — — Franziska Herrinn von Stubenberg »4.-Eleonora Hcrrinn von Stubcnberg' rž. — — Lecilia Herrinn von Skubenberg- r6 Ftäulein Marianna Antonia, Gräsinn von Wurmbrand. — — Eleonora Freyinn von Weidmann^- dorf. »8. — Elisabeth Gräfin» von Wurmbrand. ^9. — —. Barbara Gräfinn von Wehersberg. . Nach der angeführten Feuerlöschordnung Gräz in drey Vorstädte abgetheilek, Biese : die Murvorstadt, die Gcyvorstadt, die «evnardivorstadt, und der Münzgraben. Die ,'Utvorstadt liegt der Stadt Gräj westwärts, und unterhält mit derselben die Kommunikation nitttebs der über die Mur geschlagenen Brücke, »iach der angeführten Fcuerlöschordnung hat Vorstadt zwey Quartiere' Das erste deh- sich von der Murbrücke nach dem Prsn- ^rhvf > und das andere fängt sich links bey dem Murthor an, und erstreckt sich bis in den ^genannten Grieß. Der Häuser in dieser Aor- uadt werden 1082 gezählt. Hier haben die Wonnen der heiligen Elisabeth ein Krankenspi- Die Entstehung dieses Klosters fällt ins ^ahr 1649. Auch halten hier die barmher- Brüder sxjt yeur Jahre 1516 ein Kran¬ baus. Nach der angeführten Feucrlöschord- ^^"8 wird der Graben und das Gevborf in . ^"uartier zusammengezogen. und fangt sich mer dem Sackthor bey" dem Glockenhaus . » dehnt sich um den Schloßberg von hier an den Graben fort, und schließt auch die tzjH"grlgaffe in sich. Der Münzgraben, uni» -,f..kronardivorstadt machen nach der an- e" Feuerlöschordnung eine einzige „ Das Viertel Leonardigaffe, ,.t.'» Vcrordnuug, fängt bey dem sozenann- " l.eonardisteig an, erstreckt sich beydersetts „bis b4 „bis an die Leonardikirche., und enthält „völlige Schörglgasse, den Münzgraben, und den Gräzbach in sich." Kindermann bestimmt Liese drey Vorstädte als: die Murvorstadt, die" Leonardivorstadt, und den Münzglabem Zu der Leonardivorstadt, weiche ;z-o Häusts zählt, rechnet er den Graben, das Gey ort- die Kerblergasse u. s». w. In dieser Vorstadt ist die alte Komthurkirche des teukschen Ordens an demLech gelegen. Das hier gelegene KaE zincrklostcr ist erloschen. Der Münzgraben >r vor dem Eisen--und Neuchor, und zählt 4^ Häuser. Zwischen dieser Vorstadt, und det Stadt wurde ein neuer Platz der Josiphspbst genannt, angelegt. Im ganzen Gräzerbezirkt zählt man ein Dekanat, 7 Pfarren, 2 Lokalla* pellaneyen,; mithin io Kirci-spiele, 2448 Hä"^ ser, 40 Glockenthürme', und d y ?,0,000 E<"' wohner. Von der Stadt Gräz kämmt noäl anzuführ'en, daß in derselben der Stab, von d^ Regimentern: Baden - Duriach, und Terzi g^ legen. Seit 1686 halten die Nonnen der he"' Ursula eine Mädchenschule. Friedrich der lv' hat die Stadt am ersten mit Mauern umgebe«' Gräz hält jährlich zwei) Jahrmärkte, als in der Mitfasten, und an St. A,giditag' Jeder dauert durch drey Wochen. ' Dieselbe" werden von Wiener-Handelsleuten stark be^ sucht. Sie liefern dahry : Tücher, Gerdes waaren, Gläser, musikalische Jniirumente, G" lanteriewaarcn u. s. w. In Gräz ist auch de Sitz des Kreisamtes des Gräzerkceifts- rzarcbery, eine Fürst Daarische Stadt bcp -dem Flusse Lungwitz. Hier sind zwey Komv"^ rücn von Baden -- Durlach, ein Physikat, u" All Zollamt gelegen, Daö Zollamt.»st Ban- - 6A BankalgefälleniNspektorat in Radkersburg ge¬ legen. Il;, ein Graf Wildensteinscher Markt ö^ifchei, Forste,,fn, wo er sich mit der Raab vermischt. Mik der Laufniz vereinigen sich die Safe, Fei- striz, und Rrtschein. r Ligist, ein Graf Saurauschcr MarktM'est- ^ärts an der Kainach. Mooskirche , ein Graf Eallerscher Markt «il der Kainach. - E Mu- O--W-7O SL Mureök, cin von Skubcnbergischer Markt au cher Mur, ostwärts gegen Radkersburg- Hier ist ein Weyzollamt, untergeordnet dem Bankalgesälleninchektorat m'Radkersburg; auch Ist hier der Postwcchftl zwischen Ehrenhäusett/ und Radkersburg. passail, ein von Stubenbergscher Markt an der Raab. Zn dieser Gegend ist gute Horn¬ viehzucht. Pechau, ein Stift Vorauischer Markt am östlichen Ufer der Mur, 2 Meilen von Gräz, und 4 von Bruck. Hier ist der Postwechßel zwischen Röchelstein, und Gräz. pirkfeld ( Birkenfeld ) ein Graf Traut-' mannsdorstscher Markt an der Feistriz. Pischelsdorf, (Buscheldorf) ein Graf Her- bersteinifcher Markt am westsüdlichen Ufer der Fcistriz. pöllau, ein Markt, nordwärts von Doras gegen den Ursprung oer Safe, wovon das hier gelegene, und im rften Jahchundert gestiftete lateranensische Chorhcrreiistist St. Augustin» Besitzer! war,jetzt ei>; Eigeuchum des Religion- funds. Das Stift ist r/85' erloschen. prsbmy, ein Markt zwischen der Lasnih und Kainach, gehört dem Religionfund. Raab, ein Fluß, welcher nordostwärts an der Grenze des Bruckerkrcises entspringt, ost- südwärts den Lauf nimmt, und bcy Rittengra» sich nach Ungern begiebr. Sie macht an bit' ist Seite die natürliche Grenze mit Ungern, ^cgen das ostsübliche Ufer dieses Flußes grenzen/ Friedberg, Eich, Anger, Unterfladniz, St. Ruprecht, Gleisdorf, Mühlhausen, Feldbach und Nittcngrab; westsüdwärts grenzen an den- selben: Passail, Stubeck, der Berg Schecke!/ Guttenberg, Frcybcrg, Kirchberg unb Fehring. 'Kadkerftbury, eine lanbesfürstlich; arkt am ostsüdlichen Ufer der Raab zwischen v'schelsdorf, und Gleisdorf. ' E » Schö- Sch Schemel, ein zwischen Peckau, und Gräj gelegener hoher Berg. Genrriach, ein Graf Dietrichsteinscher Marke zwischen dem Berge iZcheekel, und Gräz. Gteinz, ein Markt an der Grenze des Marburgerkrcises ostwärts gegen Kainach- -)as hier gelegene, und im r-^ten Jahrhundert gestiftete laterancnstsche Chorhcrreustist ist er¬ loschen. Der Markt ist nun ein Eigenthum des Religionfunds. Geraß, ein Graf Leslscher Markt zwischen der Mur und Schwarza, südwärts gegen Mureck. Schwarza, ein Fluß, er hat seine Quelle Ley Kirchbach, und vermischt sich bey Rädkers' Lurg mit der Mur. Vebelbach, ein Graf Dietrichsteinscher Markt wcsinordwärts an ter Grenze des Zu- Lenburgerkreiscs. Voitsberg, eine landesfürstliche Atadk a» der Kainach. Das hier gelegcW Kloster der Karnwliten war 1401 entstanden. Hier ist ein Wegzoöamt gelegen. Vorau, ein Markt und Eigenthum des hier gelegenen, und 1162 gestifteten iateranensische^ Chorhcrrcnstiftes St. Augustins. Der Ort grenzk nordwärts gegen Friedberg, ostwärts gegen die Lausnitz, südwärts gegen Harcberg, und west¬ wärts gegen die Feistrtz» Hier ist eine Haupts 6y Lveiz, ein von Stubenbergscher Markt iwischen Anger und Gleisdorf, Hier sind Ar¬ beiter in Eisenwaarcn angesessen. wildon, ein landesfürstlicher Markt, liegt südwärts. Hier tritt die Kainach in die Mur. Wechsel, ein hoher B-rg, nordostwärts an ^er Grenze des Landes unter der Ens. Maröurgerkreis, der mrttere Thsil der Untersteiermark. Derselbe grenzt nordostwärts an den Grä- jrrkrcis, und Ungern, südwärts an den Cillier- kreis, und südwestwärts an Kärnten. Zu den eigentlichen Flüssen dieses Kreises gehören : die Drave, die Sulm, Lasniz, Pesniz, Drän, und Pulsgau. Der Weinbau ist beträchtlich, und die besten Weingewächse sind in Lutkenberg, den Wiudischen Büheln u. f. f. Nun zu den diesem Kreise gelegenen vorzüglichen Orten: , . Arnsels, ein Graf Schönborn scher Markt fischen »ex Sulm. und obcrn Pesniz Die , rgend ist wegen ihres rothcn Weiugewächses bekannt. Dravo, ein Fluß, welcher aus Kärnten MMt, nordostwärts den Lauf nimmt, und f'"^r Frieda» den Weg nach Kroatien fort- ' ch. Derselbe macht daher südwestwärts die Grenze zwischen Kärnten, und der Steyermark,' Eg und und ostwärts zwischen derselben und Kroatien, Die Flüsse, welche in die Drave ihren Lauf nehmen, sind in diesem Kreise: die beydsy Pesniz, Pnlsgau,und Drän, An das nördliche Ufer dieses Flusses grenzen : Mährenberg, St, Oswald, Wildhaus, Marburg, Wurmberg, Petau, undFricdau; ans südliche Ufer grenjeni St. Laurenz, L.mbach, und Ankenstcin, Ehrerhaus, ein Graf Leslischer lMarkt zwischen Lebering, und Marburg, an der Mur. Hier ist ein Postamt, und eine Sakzlrgstätte, welche letztere dem Bankalgcfällcninspckkorat in Marburg zugctheilet ist, Eibeswasd, ein Graf Hcrhersteiuischrr Markt, westwärts gegen die Grenze voll Kärnten. Gt. Florian ein bischöflich Lavantischcr Markt, nordwärts an dem Gräzcrkrcis, und südwärts an der Lasniz. Zrauenrhal, ein Schloß, nordwärts g^ gen den Grätzerkreis, am südlichen Ufer der Lasnitz. Hier ist eine ärarial Mcffingfabr» gelegen, deren Oherfactorcy sich in Gräj ht- findet Kri'edau, eine Graf KZnigsachersche Stadt, an der Drave, wo dieselbe Eteyermark verläßt, und ihren Lauf nach Kroatien nimmt. Da« in Frieda» 1495 gestiftete Franziskancrklostcr ist erloschen, und das hier gelegene Zoll- und Saizanit ist dem Bankalgefgllinsxektorat i» Marburg zugetheilt» 7- Hohenmaut, ein landcsfürstlicher Markt, dicht an der Grenze von Kärnten, am nürd- k'chen Ufer der Drave. Das hier gelegene "bländische Zollamt ist dem Bankalgefällenin- specktorat in Marburg zugetheilct. Lanbsberg, ein erzbischöflich Salzburgischer Markt an der kasniz nordwärts gegen den Judenburgerkreis. Lasniz, ein Fluß, welcher Westwärts an der Grenze von Kärnten, in dem Iudenbur- gerkreise seine Quelle hat. Von hier geht kauf nordostwärts nach Grottenhof, ws das Flüßchen in die Sulm tritt. Se. Laurenz, ein Mark nordwärts ge¬ gen die Drave. Der Ort ist ein Eigenthum des Benedictinerstifts St. Paul in Kärnten. Leibniz , ein bischöflich Sekauischer Markt «n der Sulm. Das hier gelegene Kapuziner- kiostcr ist 6Zy entstanden. Sr. Leonard, in den windischen Büheln, ein Graf Hfrversteinischer Markt an der un¬ teren Pcsniz, zwischen Nadkersburg, und Pett- au. Zwischen St. Leonard, und Nadkersburg und eigentlich die besten Weingewächse, welche unter dem Namen : Radkerßburger, bekannt sind. Leutschach, ein Graf Schöubornischcr Markt nordwärts gegen Arnfels. Luttenbery, ein Markt , wovon Graf C»- vi'oipo Besitzer ist, an der Steinz, gegen die E 4 Grrn- /L Grenze von Ungern, wo sich dieser Fluß mit der Mur vereint. Die W'eingcwächse in dieser Gegend gehören zu den besten und geistigsten im Lande, darunter sich die Altenberger, und Lhctenhcngstcr vorzüglich auszeichnen. ..Das hier gelegene Zollamt ist den Baukalgefällenin- spectorat in Radkersburg zugetheilt. Die Ent¬ fernung dieses Markts von Graz beträgt r4 Meilen. Mahrenbery, ein Markt dicht an Hohen- waut. Das hier 1251 gestiftete.Nonnenkloster St. Dominik ist in seinem Elsten Alter erlo¬ schen. Der Markt ist nun cin Eigenthum bes' Rcligionfunds. Marburg, eine landesfürstliche Stadt zwischen der Mur, und Drave. Dieselbe liegt von Gräz y, und von Wien gz Meilen ent¬ fernt. Die hier gelegene Burg wird Obcrmar- burg genannt, wovon Graf Brauvis Bcsizer ist. Die Stadt wird in zwcy Vorstädte abge- thcilct, näbmlich in die'Gräzcr- und Kärntner- Vorstadt. Mau schäzt die Zahl ihrer Einwoh¬ ner auf 5,000 Seelen. Die Lage dicfcs Orts gibt den Einwohnern gute Gelegenheit zu ei¬ nem beträchtlichen Getreide- und Weinhandel, das hier gelegene Minoritenklöster wurde 1284 gestiftet. Hier ist eine Filialmilizökonomie- kommijsion , ein Milizproviantmagazin, und ein Bankalqefälleninspecktorat, welchem zu- getheilt sind : die Kommerzialgrenzzollämlek Sauriksch, und Ränn , die Lcgstätte in Cilli , die Zollämter: Kollarie, Landsberg/ Kerschdorf, Ct. Peter, Dobowa, Aeichen- burg, Lichtenwald, Fränz, Oberburg, Leutsch Hohen-F e> 7Z E>°benma»t, die Wegzovämter : Sä> brücke, ^^llniz, Landschachbrücke , die Salzämter: Eh- d' »baust, Windischfeistriz, Gonowtz, und Win dischgräz. Neustift, ein Graf Sauerfcher Markt, Westwärts gegen den Cillicrkrcis zwischen den Flüßen Pnibgau, und Drän. pesviz ein Fluß, welcher sich in den "deren, und unteren theilt Die obere Pcs- hak bey Leutschach chre Ou.lle. Von da laust sic ostwärts, erhält Uuter St. Leonard b'N Namen: die untere Pesniz, und vermischt >'ch bey Frieda» mit der Drave. petau: (?etvvinm) eine lanbesfürstlicht ^tadt am östlicr,en Ufer der Drave, n Mei¬ len von Gräz, und ?? von Wien. Dieselbe wird für die älteste Stadt in Steyermark an¬ gegeben. Im Jahre 17^'8 wurde die Stadt iu einer HauptUgstätte erklärt. Im Jahre im Dezember wurden denjenigen verschie¬ dene Begünstigungen zugestqnden, welche hier, oder j» Cill» eine Tuchmanufaktur anlegen würden , da zwischen diesen Orten die Schaf- iucht gut getrieben wird. Diese Gegend treibt ?swe Handlung mit Kroatien. Alle Waarcn, o'e über Gräz nach Kroatien kommen, und je- «c, welche von dem lezteren Lande nach Steyer- w»rk gehen, nchmen den Weg durch Petau, wendisch Ptuja. Das hier gelegene Minoriten- 'wstcr wurde im Jahre 12 y errichtet, hinge- gen ist das hwr gcltgene, und 120g errichte- .0 Dominikanerkloster, so wie das Kapuziner- vster, welches lürg seinDaseyn erhalten hat, E 5 eelo- 74 erloschen. Hier ist der Poßwechsel zwischen Marburg, und Sauritsch. petsuerscld, ein trächtiger Boden mit einer angenehmen Aussicht zwischen der Dr^ ve, und untern Pesniz. plätsch , ein hohor Berg , zwischen Ehrens Hausen, und Marburg Polsters«, ein Graf Königsakerischer Markt an der Grenze von Kroatien. Hier ist eint Komerzialgränzzolllegstäkte. Dieselbe ist zug^ thcitt dem Bankalgefälleninspectorat in Rad' kersburg. Sauritsch, em Pfarrdorf bey Neustifte südwärts von Pctau. Das hier gelegeM Kommerzialgrenzollaint ist dem Bankalgefällei« rnfp ctorat in Marburg zugetheilt. Hier in der Poftwechftl zwischen Petan , und Warasä^ bin in Kroatien. Die Entfernung SauritO von Marburg beträgt-;., von Grätz iz, »nd 7 Meilen von Carlstadt. Gchwambery, ein Graf Saurauischsl Markt gegen die Grenze an Kärnten am Flußt Salm." Das hier gelegene Kapuzincrklostet wurde 1706 errichtet. Gulin, ein Flnst, welcher seine Quells gegen die Grenze von Kärnten hat, nordwärts den Lauf nimmt, und bey Ehrenhaus in ore Mur fällt. wernfee, rin Graf-Kazianerschcr am südlichen Ufer der Mur gegen die Greap Von Ungern. M Cillierkreis. Derselbe ist eigentlich der südliche Theil ^MUnterstcyermark, mithin auch von ganz Srey- ^Mqrk; Seine Gre nzen sind r gegen Norden die A^ave, und der Marburgerkreis , gegen Osten -Aoazien gegen Süden die Save, und gegen festen, Unterkärnten. Der merkwürdigste Berg jn diesem Kreise ist der Bacher, und von ^en Flüßen die Save. Das Oberburgergebirg Meidet eigentlich die Steyermark von Ober- 'sain. Alnn zu den merkwürdigsten Orten ist °üsem Kreist, Diese sind z Pacher, ein hohes Gebirg, und die nord¬ ische Scheidewand zwischen dem Marburger- Md Cillierkreise. Sein Umfang ivitd auf 15 Kutsche Meilen bestimmt. Tilly, eine landrsfürstliche Stadt, grenzt Mrdostwärts qn den Köttingfluß, und west- mdwörts an die Sän. Ihre Entfernung von ^räz beträgt lü, von Marburg 7, von Layb- ach io, und von Wien 42 Meilen. Hier ist ^er Stz des Krcisamtes, eines Kreisphysikats, Md Bannrichkers, Das hier gelegene Mmo- ^tenkloster wurde 1^72 errichtet. Das hier gestiftete Äapuzinerklostcx ist cingcgan- Das außer der Stadt gelegene Bcxg- Mioß wird Oder-Cilly genannt. In Cilli be- Mdet sich auch eine Hauplegstätte, und ein Megzollcnnt, welches dem Bankalgefästcninspech- °rar in Marburg untergeordnet ist. Hier ist (S Vostwechstl zwischen Gonowiz, und Fränz. ^Uch war im 14. Inhrhuiidert die Hauptstadt der rastchaft gleiches Namens. Friedrichen von -anneck, oder Sonncch hält man für den er¬ sten 76 sten Grafen von Cisti. Kaiser Karl der IV- erklärte die Mischen Grafen zu Reichsgrafen, und Kaiser Sigismund 1436 zu Reichsfürsten - vom Kaiser Friedrich folgte hierüber 1443 die Bestätigung mit dem Bedingniß,, daß nach dcM Tode der Mischen Reichsfürsten die Grafschaft an das Haus Oestreich fallen sollte. Jin Iah" re 1457 kam es zur Erfolge, und Cilli wur¬ de mit Steyermark vereinigt. Die Einwohner des Cillibezirkes sind Wenden. Die Reihe der Grafen von Cilly ist fol" gende: IZ04 Ulrich Freyherr von Sanneck iZ2O Leopold Freyherr von Sanneck. iz.zü Friedrich, ein Sohn Leopolds wird von K. Ludwig zum ersten Grafen von Cill- erklärt f 1359 1359 Ulrich, Friedrichs H Sohn p 1368 ig6z Hermann, ein Sohn Friedrichs f 1Z-5 !ZS5 Hermann, Ulrich II. Sohn f 1432 1432 Ludwig, ein Sohn Hermanns II. 1454 Friedrich, ein Sohn Hermanns II. er¬ hält die fürstliche Würde f 1454 1454 Ulrich HI. ein Sohn Friedrichs s 1456 Dran, ein Flüßchen, welches am Bacher seine OueLe hat, nordostwärts den Lauf nimmt, und im Marburgerkrctfe bey .Ankenstein sieh mit der Drave vermischt. Frafilau, ein Freyherr Curtischer Markt zwischen dem Obcrburgergebirg , und dem Fluß San. Franz, ein Dorf an der Grenze von Kram, wohin sich die Kommerzialstrasse zieht? 10, 77 Merlen von Marburg, Z von CM, 19 von Gräz, 7 von Laybach und 45 von Wien Das hier gelegene Wegzollamt gehört nach Warburg. Hier ist der Postwechsel zwischen ^Uly und Sk. Oswald (in Kram:) Gt. Georg, ein Gadollascher Markt west¬ wärts gegen Cilly, urrd ostwärts gegen den Hvtlastuß. Geyrach, bcy Tüffer. Hier befand sich wa iz. Jahrhundert eine Karthause In der Holge erhielten die Herrschaft die Jesuiten zu oinem Konvict für Studirende, und nun ge- värt dieselbe dein Stipendienfonb. Gonowiz, ein Markt zwischen Cilly und Warburg, an der Kommerzialstrasse nach Layb- «ch, rz Meilen von Gräz , 4 von Marburg, w»b iz von Laybach. Der Markt war vormahls sm Eigcnthum der erloschenen Karthaus zu ^eiz. Run gehört derselbe dem. Neligions- Das hier gelegene Wcgzollayit. ist dc»^ ^ankalgefaüeninsperrtorat in Marburg zuge- u>nlt. Hier ist der Postwechsel zwischen Aer-- >"'z, und Cilly, und geht die Poststrasse zwi-- w)'n Hoheneck, und Gonowiz über den Berg i-nli dieser Gegend wird ergiebiger "cher Wein gewonnen, SEM'kreuz, ein.Dorf an der Sotla, die Ll-elie des unter den Rainen Ro- Sauerbrunnen befindet Die stell Johann von N^pomnck vor- , welche bey dem Brunnen steht, gibt »Nun, Dernmthung, daß bas Apothekcrgro» t rin Wien im Lü. Jahrhundert mit dem Brun« 78 o^W^-o Brunnen einen ausschliessenden Handel gehabt hat. Hier ist die Inschrift dieser Gtamc: LauMo loanns 8«gtV-a ä Dolleglo pharU»- «eVttc« »VstrlnLo Vlennonü 8trVOla- ^aheneck, ein landesfürsilicher Markt zwi¬ schen Cilly, und.Ganowiz» ^örberF, ein Baron von Apfalternschek Markt, gegen die Grenze von Kroaten. Laufen, ein bischöflich Üaybachischer Markt gegen Kärnten beym Ursprünge der San. Lemberg, ein Graf Thkrnischer Markt an der Köttuig, südwärts gegen Ciöy- Lichtenwal-, ein GrafSernlagyfcher Markt westwärts gegen die Säa, und südwärts as die Save, ' Maxau, ein Graf Attemsischer Markt, der Drän , wo dieser Fluß den Cillyerkrcw verläßt ' Montpreis (Planina) ein Prothasischer Markt westwärts gegen die Sän> und süd¬ wärts an den Berg Wacher. Mötnig, ein kandesfürstlicher Markt, westwärts gegen das Obcrburgergebirg. Dberburtz, ein bischöflich Laybachisck^» Markt, an der Grenze von Kärnten. Diw hier gelegene, und im i;. Jahrhundert gel-rft rate Benedikkinersiift ist erloschen. Pass, 72 " paE, ein Flüßchen. Sein Lauf ist nord¬ westwärts, und vermischt sich unter Schönstein Mit der Sän. pfeilenstcin, ein Bürvn Wintervhssifcher Markt gegen sie Grenze von Kroatien« Vrä'sberF, ein Baron von Curtifcher Markt Westwärts gegen die Sän. pulsyau, ein Fluß, welcher bey Windisch- Wistriz seinen Ursprung hat, und im Marbur- Zerkreise unterhalb St. Barbara in die Drav« fällt. .. Reichenburs, ein GrafAttemsifcher Markt ludtvärks gegen die Save. Riet«, ein bischöflicher Laybachischer Markt Vm Oberburgerg edirg am westlichen Ufer der Sän. Rohitfch, ein landesfürstlicher Markt aü Grenze Kroatiens. Das hier gelegene Grenzzollamt ist dem Bankalgefälleninspeetorat Marburg zugetheilt, S. ^Peiligenkreuz, Sachfenfeld, ein tandesfütstlrcher Markt »egen die Grenze vgn KraiN, an der Save. ^„Säldenhof, ein landesfüksiiicher Markt Ostwärts gegen Karaten, und wxstnordwärts «^gen die Brave. ein Fluß, welcher an ber Grenze Kärnten seine« Ursprung hat, von de west- 8s westsüdwärts den Lauf nimmt, und südwärts beym Stein am Bruck in die Save fällt Schönstem, ein Graf Thurnischer Markt an der Pack. Seift, zwischen Gonowiz, und Hoheneck/ ein einsames Thal, wo ri;i vom Markgraf?" Orto V. eine ^arthause gestiftet worden, dis 1782 erloschen ist. Derselben gehörte dck Markt Gonowiz, und die Herrschaft Opplo st' Gorka , ein Flnst, welcher bey Nohtki seine Quelle haft, ostsüdwärks den Lauf ninM^ uno unter Dobowa in die Save fällt. Dui^ Fiust macht hier die Grenze zw'ischen der Step?^ mark? und dem Kroazien. Studenn- ein Markt am südlichen Uftr bck Drän öey MaM. Gehört den Religionftrnd- Trackenburg, ein Baron Winkershoft"- scher Markt gegen die Grenze Kroatiens. !NV Tüffer, ein landesfürstlichcr Markt östlichen Ufer der Sän nordwärts gegen CW' Das hier 126z gestiftete Nonnenkloster St. Minik ist 1782 erloschen. weirenstein, ein Graf Attemsischer Mark^ nordwärts gegen den Berg Bacher. Geil ist hier eine Giaswaarenfavrik, in welcher v? schiedcne Gattungen von Glaser, wie auch O' schirre von Bcinglas verfertiget werben. wm-ischfeistriz, eine landcsfürstliche St"^ jwischen Gonowiz, und dem Fluße Dra ! Das hier 1629 gestiftete Minofttenkloster Fr Loschen, ist der Postwechfel zwischen Marburg, und Gonowiz. Wmöischtzra;, eine landesfürstliche Stadt Westwärts gegen den Bacher, und ostwärts Segen Windischfeistriz. Von diesem Städtchen w"ren 1187, und die Markgrafen von Meran , und Andechs Besijer. Im Jahr ^251 kam der Ort durch Schenkung an die Kirche zu Aquilcja. Wm-ischlandaberg ein Graf Attemsch er ^lllrkt an der Sorla, südwärts gegen Peilen- Min. » Wölan, ein Graf Sauerscher Markt an dek Pack. Wacher, ein an Waldungen trächtiges '"ebkrg westwärts gegen die Sä'n, und ost¬ wärts gegen die Grenze von Kroatien. Nach Hacguet besteht das ganze Gebirg aus weiß Sl'auen derben Kaitsiein, und ist nordwärts Fuße mit Thonschiefer, und Sedimentstein ^iege Ta^ ^^Wüü-0 LZ Anzeige lener Herrschaften , Gäter Ächloffer re. welche in -er Greyermark -em Jahre 1782 dem Religisnsfund zu fallen find. Dieselben sind: im Iudenburgerkreis: Haurzenbühel, Dirrberg (Dürrberg) ?a^ brecht. Lind bey Neumarkr, Prane, Stein bey Unzmarkt. rM Bruckerkreise . Afieuz, Fahrengraben, Göß, Marienze»/ Neuberg bey Mürzzuschlag, Schachenstem Tragöß, und Veitsch. M E-ratzerkreis: Biber, St. Gotthart, Herbersdorf, HoB- eck, St. Joseph, Kilbcl, Köflach, Lgf kowitz, Leonrod, Pöllau, Prödnig, SteiM und Welsdorf. kM Marburgerkreis: Fpeysburg, Turnisch, und Witschein. im LMkreis. , Gonowitz, Oplonitz, Seitz, ScitzMft Etudenitz, und Lrübeneck. TakMrische Mersicht der in GteyeMürk gelegenen, und in Freyherrn von Cranz östreichischen Gesundbrunnen, beschriebenen mineralischen Wässer. Leik- Herzogthm Kram. Z9 D^srnioia, Larstia, klistria, et ^Vinäsrnm predig clelineaka, errseens eciitaper loannem ^eicjiarönm Valvalor. I,. U. ^VagensberU ^-nrniol. Im ersten llieil Valvalors üerrvx. tdum Xrsill. . üucLkus OgnuoÜD Dsbnla clioroxraMicZ» ZUuu, stimpwgus inel^rorum xrovineiL 8ts- kuum j-eomsrrics eAlstbüa per ivauem ^orisusLliitscd cie Orienkslcl, ?2r6cd. constst. OEeii 8itticie»st8, er per ^brn- "3wum Rairrckmistr Lii inerst». I>alrLci 12, N. Eine litholog. Charte von Kra, ? im ersten '-hetle Hacguets Or^ccogrspliia carnic-llcs. . Astspp« Irriio -k^-iirozrgpbioa nstionis Iln- ^tcs M oeciäenrem st>lem lirs im dritten Thci- der vorstehenden Or^LtvFru^hiz eE-o//-,-» Die Ehre des Herzoa.thums Crain- Joh. wrichard Valvasor, Freyherrn, einer ^vchlvh!. Landschaft in Crain, Hauptmann im unterp, Bicrtcl, und der königi. englischen So-" ^ctüt jx, England Mitglied, aber in reines putsch gebracht, auch auf Begehren mit man- ^ien deyfügigcn Erklärungen , Änmerk -und Er- »chlung e» erweitert durch Erasmurn Krancis- des Hochgräfl. Hauses Hohenlvh, und Rath. 4 Theile, in gr. Fol. Laibach -p OezrckvAl-gMis osrnrolica, oder physikalische ^.^sefch-cibung des Herzogkhums Krain , lind jum Theile der benachbarten niik 4 Theile. Leipzig 1778 1789 s.r. ^'elen Kupfertafeln. Der Verfasser dieses Brnf.a-^reffanten Werkes ist der bekannte Herr s^ilor Haequet (jczt in Lemberg.) F 3 Der - - dS Name Kraln . er¬ laubte dem Herzog Friedrich, seine Herrschaft Krqin als einHcrzogthum zn besitzen. Nach des¬ sen Tod zog König Rudolphi. Krain als cis Rcichslehcn ein, und belehnte 1282 mit diesers Lande seinen Sohn Albert. Den größten The» von Krain besaß noch Graf Meinhard von Tyrol, theils als ein Stück von Kärntem sheils als Güter, welche ihm der Kaiser ver¬ pfändet hatte. Nach Abgang der Grafen V^N Tyrol IZ85, und da Albert IV. Graf von GokZ durch ein Vermäcbtniß seine Landschaft, darun¬ ter auch einige Lheile Krams begriffen wäre"/ im Jahr 1764 den Herzogen vv« Oestreich ver¬ schrieb, wurde Krain mit hem letzter» gas» vereinigt« Das Wapen des Herzogthums besteht einem gekrönten Adler, auf dessen Brust, U" ausgebreiteten Flügeln ein weiß, und roch HM Mond zu sehen ist. Kaiser Fried¬ lich I v. ggh demselben 146z. die jetzige Gestalt. Der Umfang des ganzen Herzogthums Asain wird auf 214 LI Meilen bestimmt, «eine Ausdehnung von Westen nach Osten be« za, und seine Breite von Norden nach «uden teutsche Meilen. » Die Grenzen des Landes sind gegen Nor- Oberkarnten , gegen Nordosi der Cillykrcis «n der Steyermark, gegen Osten die Save, ^Sen Ostsüd die Kulp, gegen Süden Jstreich, ""d ein kleiner Lhcil des adriatischcn Meers, «^8cn Südwest Friaul, und die karmischen Al- und gegen Westnord der Berg Wurzen, «"d Fluß Wulzbach. Wenn man Jstreich zu ^ain rechnet, so grenzt das Land von seiner ^Üblichen Seite auch an das kroatische Litton l«le. du den natürlichen Grenzen dieses Lan- gehören die karnischen und julischen Alpen, Berg Wurzen, und Loibl. Die Grenzflüsse Und die Save, und Kulp. .. Äas Land ist im Ganzen mehr gebirgig als ' en. beträchtlichsten Gebirgen dieses anvesgehören die karnischen und julischen Al- ^n, welche ihre größte Ausdehnung von Nor- ^it nach Süden haben. In Unterkrain hält aan den Kum für das höchste Gebirg, und "wittere Theil dcsLanbes ist gleichsam eine ttte an einander reihender Hügel, welche In der julischen Alpen sind. Die Gebirge vberkrain tragen fast beständig Schnee. in 1. frischen Gebirge gehören größtcntheils Lan> ver kalkartigen, Sie sind für das sebv " immer verloren, lüber einige sintz 6'-tt gebahnte Straffen angelegt. Man . "kk hier nnd da grasrcichc Wiesen, viele §4 ssnd HS find kköchesg q». Holz und skkemn WürtzkK? und enthalten für das Mineralreich ssrmDch^ Schätze. Zu dm Unkerscherdrmgcherchsnl der krains" rischen Gebirge von Gebirgen in andern Län¬ dern, gehören auch die merkwürdigen Grotte»/ die man in diesen Gebirgen ankrist, als: die Höhle amAdelsbcrg, in welcher ein Gang vo» zwey Meilen ist; r/4 Meile von Ldelsberg -st die Höhle St. Magdalen gelegen. Die Höhls bey Lueg (Loch) hält in der Länge eineMcile- darin die Tropfsteine verschiedene Verzierunge» bilden. Drc.Thäler in Krain haben das Un- terscheidendc, daß'sie mehr geschloffen, als offerr sind. Der obere Lheil von Krain ist mit Wäs¬ sern vorzüglich gesegnet;, aber auch den übri¬ gen Tycilen des Landes fehlt es nicht ganz art Fiüffn. Oie bekanntesten sind : die Savs,^ die Laybach, die Gurk, und die Kulp. Dis ersteren dreh haben im Laude ihren Ursprung- Die übrigen Flüße, welche hier noch häu¬ fig zu finden sind, werden an den gehörige;! Orten augezeigt. Das Land hat auch viele Seen, darunter die bekanntesten sind: dcrZirk- mzersee , der Fcldcffcrfte, und der Wocheinerfts« Die Lage Krains läßt auf c-ine ergiebige na- kürliche Fruchtbarkeit des Bodens im Ganzen kei¬ nen Anspruch machen, da die Ebene selbst manch¬ mal zu steinig, oder zu sandig, oder zu sum¬ pfig ist. Die meiste Fläche in diesem Lande hak der sogenannte Morast bey Laybach, das Zey- erftld im oberen Theile des Landes, und dem unteren Theile desselben das S. Barths- rsmäftlh» Dis 9Z . Die Naturprodukte dieses Landes sind nicht Mmer von gleichem Belange. Ich beginne mit Pe« Pflanzenreiche. Der beste Getrcidbodcn ist w der Gegend an der Save gegen Stepermark» ^!gn baue mehr Weizen, als Roggen, (Korn). Mufig wird Buchweizen, Hirse, und Hafer Dwauet. Der Mais- oder türkischer Weizepbapl feinen vorzüglichen Siz um Wipach. Der derstenban wird nicht besonders getrieben, am Listen noch im oberen Thcile des Landes; «Uch der Weinbau ist im Ganzen nicht von be- Oberem Belange. Die besten Weingewächse UM Servolo und Wipach. Hingegen iß E vbsibaumzucht desto beträchtlicher. AuK ^rnen,^ und Acpfel wird Most häufig (wie in Ländern, wo Wein und Bier mangeln) /leitet. An Kastanien, und Nüssen ist liibcr- ^8 ; so wie die Oliven, Limonicn, Mandeln, siegen, Pfirschcn, und Zwetschen sehr häufig Althen. In Rücksicht der brennbaren Holz- Mn hat das Land eben keinen Uiberfluß. /''E Wälder bestehen mehr aus Laubhölzern, Kiefern. Das Kohlholz wird in stehenden 'kilern verkohlt; eine Derkohlungsart, die ei- ^nde, wo kein Uibcrfluß an Holz ist, chk entspricht. In Rücksicht der Handlungsr wird Flachs in sehr großer Menge ifl > Ikgen erzielt; hingegen wird der Hanfbau ^Nrgex getrieben. Tsbakbau findet nicht Plaz; .^lchhaltig aber Krain an heilsamen Pflan- rvo^ davon zeigt Scopoli Üora c^rnioUcg, )ween Bände im Pubuko sind. DaK -gg///"^ch besonders reichhaltig, wie atz- gehender Tabelle zu ersehen ist. 94 GliE ?6 «--M--» Mar- 97 9Z Quarr n IMThierreichc kommen anr ersten SiePftt- de zu nennen. Man hat deren im Jahre 177" in ganz Krain 16,27,2 Stück gezahlt. Darun¬ ter waren rg6g Hengsten, 577? Stuten, und 9096 Walachen. Sehr gute Pferdezucht findet man im witteren Krain zu Laß, Pölant, und Sonneck. Ich den zwey len tern Orken hält man Stntercyen. Auch in Obcrkrain im Bi- schosiack wird die Pfcrdszuchr gut getrieben» In diesem Lande werden vorzüglich tüchtige Saumrosse, nähmlich Packpftrdc, gezogen. Dic- selben verstehen sich auf das Bergsteigen vor- treflich. Dergleichen Fuhrleute, die man Säu¬ mer nennt, sind vorzüglich im inneren Krallt angesessen. Diese Pferde tragen Wein, Oel, und andere Produkte, theils nach Friaul, theiis auch nach den nördlichen Ländern. Derglei¬ chen Fuhrleute findet man auch in der Gegend um Cirkniz im Oberkrain. Hier aber tragen die Pferde gewöhnlich nur Meersalz, daher die Fuhrleute Snlzsaumer genannt werden. Die Hornviehzucht ist in Vcrhültniß gegen andere .Länder nicht unbeträchtlich. Im Jahre 1/7" hat man 47,846 Stück Ochsen gezählet. "Et¬ was beträchtlicher ist die Viehzucht im witteren Krain, wo sehr grasreicher Boden um Mött- ling, Oblock, Seiet« zu finden ist. An Wild hur Krain keinen Mangel; häufig kommen voll die Billiche, Füchse, wilde Tauben , Luchse"- Steinadler, Gemsen, Wachteln, und Lerchen ,666 hat Man bey einem Wachtelfang von die¬ sen Vögeln 2259 gefangen. In der Gegend Gurkfcld sind die Rephüner sehr häufig. Un¬ ter den Fischen dieses Landes sind die bekann¬ testen, die Aesche, Forellen, Hechten, Karpfe?- auch hat das Land sehr schmackhafte Krebse» Anter den im östreichischen^, Kreise gelegene" lor Ländern zeichnet sich hier die Bienenzucht aus¬ nehmend aus, wovon die Menge von Honig, und Wachs, welche Kram hervorbringt, zeugen; Seidenkultur hingegen ist wenig bekannt. End- "ch sind noch die Schnecken anzuführen, an welche!» das Land keinen Mangel hat. Die verschiedenen Einwohner, deren Kram w sich fußt, werden meiner Meinung nach, am sichtigste,! in zwei) Klaffen abgetheilt; nämlich m Franken und Wenden. Die Wenden, oder Slaven machen die größte Zahl. Im Jahre > hat das Herzogthum 577,670 Seelen gc- zählet; darunter belief sich das weibliche Ge¬ flecht auf 172,2g i Köpfe. Unter dem mann- "chen Geschlechte befanden sich von i bis mit sf Jahren 84,038 Köpfe, von 18 bis mit 4-0 Jahren 45,599; und von 41 bis über hundert Jahre 75,802. Im I. 178Y wurden 440,000 Seelen gezählet; mithin kamen auf eine Nkeile 1,-zoo Seelen. Im Verhältnis; mit an¬ dern Crblanden hatKrain unstreitig eine große Bevölkerung. Die Franken kamen in; achten Jahrhundert in dieses Land. Die Wenden festen sich ebenfalls in dem ebcngenannten Aahrhuuderstc, jedoch um 20 Jahre früher nie- Zudem fränkischen Stamme gehört der ^del, und zu den Slaven der gemeine Mann- Aus dieser Verschiedenheit der Einwohner zeigt Uch auch die Verschiedenheit der Sprachen, welche sich j» die slavifchc, und teutsche Spra¬ che theilet. Die Gottscheer haben ihren eige¬ nen Dialcct. In landesfürsilichen Kanzelleysa- wsn ist die teutsche Sprache die herrschende. Sitten, Kleidung und Lebensart sind nach je- vem Landesvierte! verschieden. Abbildungen ''vn den verschiedenen Klcidnngsartcn findet G z man 162 man auf der lithologischen Karte, welche dem dritten Theile der Hacquetischen Oryctograplusi heygefüget ist. Zur Beleuchtung der Zunahme oder Abnahme der Volksmenge in Krain dürste nachstehende Kirchenlistcn einige Dienste leistem Gebohrne. Gestorbene. Geerauete. 1784—17,131 — 14/449 — 3,9^6 Paar -785—15/950 — iZ/889 — 2,82z »787—15/104 — 15,1-96 — Z,c>84 48,185 — 48/534 — 9/SiZ- Aus vorstehenden Listen zeigt sich binnen drey Jahren au Geburten e-n Überschuß von 4,651 Köpfen, zugleich erhellet, daß der rott Mensch gcstorbeu ist. Unter den vorstehenden Kirchenlisten ist die Miliz nicht nntbegriffcN' Im ganzen Herzogthum werden r6 Städtt, 24 Märkte, und 3,307 Dörfer gezählt. Im I' 1776 waren der Häuser 70,996, und Pfarren 2Z8. Nach den alten und neuern Geograph^ wird Krain in fünf Theile abgesondert. Die¬ selben sind.- a) daö obere Krain, b) das un¬ tere Krain, c) das miktere Krain, ä) das in¬ nere Krain, und e) das Jstreich. Jetzt wird das Land in drey Kreise cingetheilt, als in den kaybacher Neustadler, und Lldelsberger. Der roz Der Neustadlerkreis enthält »das untere, ^nd.mittere Krain, und der Adelsbcrger den rnnern Landesbezirk, und Hisircich. Ich habe °em letztern eine besondere Abtheilung gewid¬ met ; dieselbe folgt nach der Beschreibung Friaul, auch Krain hat seine kirchliche und Milijab- Heilung. Die vormahls in kaybach, unter dem Na- : Landcshauptmannschaft, für ganz Krain bestandene kandcsstelle ist eingegangen, und ist, wie bereits gesagt worden, zur Handhabung der politischen Angelegenheiten für ganz In- neröstreich ein Landesguberniurn inGräz. Die politischen Behörden, die jetzt in Krain beste¬ hen, und dem angeführten Landesgubernio un¬ tergeordnet sind , waren 1789: die drey Kreis- ämtcr, eine Bankalcfällenavministration ( die wMmtliche Bankalgefällenadministrationen sie¬ den in Gcfäll-sachen unmittelbar unter der ^nnkalgefällendirektion Wien ) in Laybach, Welcher das Bankalgefäncninspektorat in Neu- nadtl untergeordnet ist;^ dann das in Laybach gelegene Hauptzollamt, ^nd die Hauptlcgstätt«; t?encr zwey Kommerjial^renzzollämtcr, als: zu Moktling und Asling; eine Tobak- und Sie- stelgefällenadminisiration, und eine Lottokam- "wr jn La'ybach. Dem vorstehenden Bankalge- u>lleninspcktorat ist noch untergeordnetdaS Zollamt zu Neustadl, Freyenthurm : Grüble, Aeiniz, Pölant, Brod, OV-rgraß, und Waben- teld; ferner die Wcinimpostämter, Gurkfeld, ^atschach, Möttniq, Sager, Lschemscheneg, ^impl, Weichselburg, Einöd, Obergurk, Eris- Unburg, keutsch, Franz, Lichtenwald, Reichen- ."rg.. Ran, und Ncssclthak. Das in Gökz ge- «gene Inspektorat, das Hauptzollamt in Triest, G 4 das ID4 bas Hauptzoll - und' Salzverschlcißamt in me, dann das Eal^amt zu Triest sind ebcn- falls der Bankaigefallenadministration in Layb ach zugetheilt. In Laybach ist auch der Sitz eines Oberpostamts, zu welchem 17 Fili¬ alpostämter gehören. Zu den Justizdepartemen- ten, in Krain gehören: das vereinigte kärn- ner, und krainerische Landrecht in Laybackt dann das da befindliche landesfürstliche Bann¬ richteramt , und die Berggcrichtssubstitution Im Jahre 178« waren in Krain 24 beeidete Advokaten. Zu den vermischten Gerichten gf- hören die Magistrate, und die Grundgcrichtt' Der ersteren werden 40 gezählet. Die in Krain befindlichen Landstände ha- ben mit den übrigen Erblanden gleiche Be¬ schaffenheit, wovon bereits in der Einleitung zur Beschreibung des östrcichischen Staats Mel¬ dung geschah. Noch in diesem Jahrhundert be¬ stand Vie krainerische Landschaft aus diesen In- dividuen, welche waren: die Erbamtcr, der Lan¬ deshauptmann, Landsverweser, Landesvcrwal- ter, Landesvicedom, die Verordneten, und der Gencfaleinnchmer. Der Landeshauptmann war der Chef der Landcsstelle. Der Landes- vcrwescr hatte bloß bey Abwesenheit, des Lan¬ deshauptmanns dessen Stelle in Gerichtssacht^ zu verwetten, und der Landesvcrwalter versah die Stelle des Landeshauptmanns, wenn die¬ ser nicht an dem gewöhnlichen Ort residitt hat. Das Geschäft des LandesvizcdomS be¬ stand in der Aufsicht über die Kamnieralgüttt/ und hatte seinen besondern Gerichtszwang über die landesfürstiichen Städte, und Märkte, und Bauer. DesLandessizedoms Beysitzer wurden ZtMdr äthr genannt. Die Verordneten, oder d«s bas verordnete Kollegium hatte das Oekono-- Wicimi zu besorgen. Dieses Kollegium bestand aus dem Geistlichen - Herren - und Nitterstande. Aas Amt eines Verordneten dauerte durch Z ^ahre, und der erste Verordnete von dem Her- ^ustande führte den Titel Präsident. DerGe- ueraleinnchmer hatte die ständische Kasse un- seiner Obsovgc. Der Landeshauptmann, Landcsverwalter, Landesverweser, und Landes- b'zedom wurden unmittelbar vom Landesfür- sten ernannt. So war cs vormals, jetzt hat ^uz Jnnervstreich einen Landeshauptmann, und l^be Provinz ihren Ansschußrakh, welcher die Stande präsentt-rt, die an dieselben um Gut¬ achten rcmitirten Materien erörtert, dieBiian- , Summarirechuungen u. d. gl. durchgeht, an die Stände weiter referirt. Hierzu sommt noch das Gubcrnialeinnehmcramt. Auch bas ju8 collskkanäi hat zu erlöschen, sobald die neue Joftphinische Cteuerrcgulirung im öoll- lommenen Gange seyn wird. Hier folgen die ssaincrischcn Landeshauptleute nach der Zkit- '^gc.- bis zum r6tcnJahrhundert. Diese waren: Rudeünus von Pierbaum. Er schrieb sich Kastellauns von dem Kastell in Laybach, als dem damahUgen Sitze der Landes¬ hauptleute. "7o. Ulrich von Dürrenholz. '^7?,- Ulrich Schenk von Habsbach , oder Hauchsbach. Sein Titel war: OapimnkM Earniolise, Narollise, etin WstnäitcllArll?. ^77- Mcinhardns Graf von Görz. ^.^'lch lMaf von Hainburg, j Graf von Ortenburg, Stephan von Modrusch. Konrad von Kreyg. lo6 r-^85. Hugo vou Tybein. rg8y. Graf Wilhelm von Zilly (Cisty). izyo. Graf Herrmann von Cilly, dessen TockM ' hat den König Sigismund, welcher römischer Kaiser wurde, geheurathek' Vermög einem 1290 am Ocülitag vonk Herzog Albrecht in Oestreich erlassenen Aatent, durfte das Mcersalz an der Ober- straffe nur über den ?sibel, an der n^t' teren iu die Kapel , und an der unteren bis in die Feisiriz geführet werden: ss wie das Saiz von.Äussee nur bis merk den Weg nehmen durfte. 1292. Graf Herrmann von Cilly. Z4Oo. Hans Neudacher. 1405. Seyfried von Gastenberg. 1407. Jacob von Stnbenbcrg. 1412. Wilhelm von Rubenstein. . 1414. Ulrich Schenk von Osterwiz. 1422. Graf Heinrich von Görz. 1425. Georg voiz Aursberg« 142g. Ulrich Schenk von Osterwiz. 1429. Joseph Schenk von Osterwiz. 14-7'- Stephan, Graf von Frangepan, rrn^ Modrnsch. 1442. Ulrich von Schaumburg. 1444. Trajan Graf von Frangepan. 1449. Georg von Tscherneml. 1451. Graf Ulrich von Schaumburg. 145g. Graf Frangepan, und Modrnsch. 1458. Graf Ulrich von Schaumburg., ^464. Sigmund von Scbriach. 1467. Andreas von Hschenwarch. *472. Sigismund von SebrUM. 1282. -Wilhelm van Aursbcrg. > 1527. Veit von Lhurn. °!52y., Christoph Räuber, Bischof in Laybach^ »5Z2, Hans Kazianer, Frevherr»»« Katzenfe'!'-. IM ID/ K? Im Jahre 15^7. hat König Ferdinand zur Linporbringung der Universität in Wien eine» Aufschlag auf die Stifte und Kirchen in Kram gelegt. DieErbämter in Krain sind folgende, als: '^rbiandmarfchaU, seit 1450 die Fürsten und Grafen von Aursberg. Der erste von den Grafen von Aursberg, welcher dieses Amt bekleidet hat, war Johann von Aursberg, Gchönbcrgischer Linie. Der Landmarschall wählt mit Einwilligung der Stände neue Laudesmitglieder, beruft zu den Landtagen, trägt die sogenannten landesfürstlichen ?vlnUAt» vor. Alles, was auf dem Land¬ tage vorzutragen ist, ist ihm vorhinein mit- zurhcilen rc. Diese Beschaffenheit hatte es mit diesem Amte in vorigen Zeiten. Erblanökä'mrnerer. Die Fürsten und Grafen von Aursberg. Im Jahre 1466. bekleidete dieses Amt Engelhardt von Äursberg. ErblmidhofsneLster, seit 1577 die Grafe» von Thurn. 'Erdlündstallmeister, seit 1566 die Fürsten und Grafe» von Lamberg. ^'blandjägermeister, seit Igza versahen bieß -«nk die Herren von Altenburg; 1552 die ^>.eaftn von Diekrichstcin ; 1592 die Grafe» Kihsl, jezt die Grafen von Gallenberg. , im I7trn Jahrhundert ^rcyherrn von Egk. jezt unbesezt. Erb- 108 Evblandmundschcn?, 1518 die Herren von Lschcrncml; dann die Fürsten von Eg' gcnbcrg, jezt die Grafen von Cobenzl. Erblandtruchses, 129-, Conrad von Kreyg, 146z Kaspar von Tschcrneml; jezt die Gra¬ fen von Hohenwart. Erblandsabkenmeister,, i6gi Octav von Pani- zelli, Freyherr von Altenburg ; jezt die Grafen von Lanthieri. Lrblandss'therkcrmmerer, seit 1672 die Grafen von Kazianer. Erblauövorschweidsr, schon seit ioo Jahre» die Grafen von Sauer, ErblanLküchenmeister, die Freiherren von Wolkenspcrg. Zum nähern Kenntniß der Vorrechte, welche die »Stände in Krain vorhin gehabt haben, dienen das Landhandfest des Herzog- rhnmö Krain 1637; dann die Landgerichts- ordnung dieses Landes 1728; und seine Land- schrannenordnung 1717. Unter den Kunstprodukken Krains nehm^" die Arbeiten in Eisen den ersten Plaz ein. Erzeugung der Eifcnwaaren beträgt im Dur»U schnitet jährlich über zovoo Ccutncr, darunter machen die Nägel die größte Zahl. Die Ort»', avo Arbeiten in Eisen vorzüglich im Gang find , werden bey jedem Kreise, in welchem gelegen, angczcigt, und sind daher diese O^r» aufzusuchen, als: Althammer, Fcistriz, Gu", Jaucrburg, Kamelk, Steinbühel, Krop - Neu- ^eumarktl, und Cave, eine Glashütte ist zu ^rlowitz; Kupferschmiede in Wipach; Erden beschierr wirb ungemein häufig im Lande fa- ^«cirt; vorzüglich in Reifniz, Groß - Gallcm- ,Erg, St. Peter; beträchtliche Salpeterhütten ' und um Laybach. Diese wären also die vorzüglichsten Kunsiprobukte, wozu den Stoff 5"^ Mineralreich liefert. Die Arbeiten in r einen sind von besonderem Belange, daher die ^pinnercy in diesem Lande ungemein betracht- . "ch ist. Wan hat unter dem gemeinen Mann ^gene Nockenzusammenkünftc, das ist; man töiiinit zusammen , nm zu spinnen, wvbey ar- .ige Lieder gesungen; auch Histörchen von Ge- wensiern, Hexen, re. erzählet werden; nicht GHn wird auch mit unter getanzt. Außer der ^uuvand werden Spize, und Borten in der -wdge gewirkt. Man zählt im ganze Lande ^'er gooWebcrstühlc; auch einen beträchtlichen "ahryugszweig macht die Fabrikatur in Holz- ^aaren, oder sogenannten gemeinen Berch- ^dsgadnerwaaren. Die Fabrikatur dieser paaren ist vorzüglich in Reifniz, Gottschee i>'> ^ngtsessen ; ferner folgt die Fabrikatur " Strohhüren, die im Lande sehr stark getra- m'V. auch außer Land verführet werden; t Äleiniz ist eine Tobakfabrick; und zu Layb- eine Tuchmanufaktur. Der Landbauer ver¬ fugt sich seine Soppe selbst. Beträchtliche DMolanmanufaktu-i, und Wollcnstrümpfstrieker > w in Weichseidurg; auch Siebe von Roß- mar werben häufig verfertigt, vorzüglich in ,?b, und zu Feuchting. Die Manufarktur d ^^r, dix Roth - und Weißgcrberey wer- l)auvS getrieben. Die erstere hat ihren °,",'"Asliug , Laybach, Ncumarktl, und chieiburg; die leztcre vorzüglich in Laybach» Uiber- Uiberficht der vorzüglichsten Krrnsiprvdncte in Krain Die Verferti¬ gung der Lern- Masse- rrr Ern genauer Vergleich vorstehender Natur und Kunstprodukte zeigt uns sowohl den Man¬ gel der Naturprodukte, als den Abgang an Kunstprodukken, und führen uns zu den Ein- und Ausfuhrartikeln dieses Landes. Dasselbe erhält Getreide, Wein, Hornvieh, Schweine, Fische aus iingern; Safran, Luch, Seiden- waaren, Kattun, Galantcriewaaren, Spiegel, Porzelain', aus dem Lande unter der Ens; Hilas, musikalische Instrumente, Zwirn, Lein¬ wand, re. aus Böhmen; Messing, Teppich/ Wein, re. aus Tyrol; Bley, Galmey, Tuch :c. aus Kärnten. Zu den Ausfuhrartikeln Krains gehören.' Eisenwaaren, Wachs, Ho¬ nig, Ctroyüke, Holzwaren, Obst , Kastanien, Hel, Oliven, Lorberblätter, Töpfergeschirr, Butter, Schmalz, Käs. Die Einfuhr-nnd Ausfuhrartikeln gegeneinander gehalten , so zeigt sich, daß im Ganzen das Land die Bilanz des Vvrtheils nicht behauptet. Die Erblande, Mit welchen Krain »orzüglich im Verkehr sieht, sind. O--W-LS riS sind , die Skeyermark, Kärnten, Ungern, Kroatien, Triest, und Görz° Die Fracht zu Wasser wird ungemein durch die zwey Flüße, nähmlich die Save, und Kulp befördert. Die erstere erleichtert die Maaren- fracht nach Steycrmark, Ungern, und Kroa¬ tien ungemein« Die Landstrassen sind im gu¬ ten Stande. Der gröste Wäarenzug ist nach Triest, und von da wieder nach Laybach, Gräj, und Wien zurück. Der Hauptstrassen gibt eS eigentlich 8, und sind diese: itens von Laybach nach Wien, 2tens nach Triest, di'ese Strasse bis an die Grenze des Litorale beträgt,^4,c>oa Klafter, ztens die Strasse von Laybach nach Fiume ; 4tens die Strasse nach Gräz; ^tens nach Klagenfurt, 6kens nach Sreyermark (ei¬ ne Kommcrzialstrasse) 7tens nach Karlstadt in Kroatien und 8tcns nach Salzburg. Summe 4 Wü?e- d) Strasse nach Triest. 114 Summe »s : 4t- riL e) Straffe von Laybach nach Klagenfurt. H s Ste. rr6 st) Strasse nach Salzburg. Wenn ?!emvna wirklich das heutige Laybach i'oar, so fällt der Anfang des Christcnthum in diesem Lande in das dritte Jahrhundert. Ei¬ nige Bischöfe, weiche dieser Kirche Vorstän¬ den , sind nach der Zeilfoige gegenwärtig auf- geführck. Die Lehre Luthers fand im I. r;Zl in diesem Lande Eingang, in weichem Jahr zu Laybach der Domherr Primus Trüber zur Be¬ förderung dieser Religion in der Domkirche verschiedene Predigten hielt. Im Jahre 1547 traten die laybachischcn Domherren Paul Wien- ner, und Leonard Mertlitz als Verthcidiger Lieser Religion auf; da aber Trüber der stär¬ kste Anhänger war, so wurde er gefänglich «ingezogen, entkam, verließ Krairl', urd kehrte 1561 nach erhaltenem Rufe wieder zürnet. Die ständischen Verordneten gaben ihm «m I- a;6z in der Person des Sebastian Crcllius ei¬ nen Gchülsen. Trüber wurde vbermahl des Landes verwiesen. Indessen hat sich die Lehre Luthers immcrmehr im Lande verbreitet. 1572 waren Prediger in Ratmannsdorf, Rübolphs- werder, Ncumarktl, Möttling, und Gurkfeld. Der erste Superintendent war in Laybach. Er nannte "7 nannte sich Sebastian Crellius. Nach dessen Tode kam der Magister Christoph Spindler an dessen Stelle. A?an hat in diesem Jahre im Lande 5-4 evangelisch lutherische Prediger gezahlt. Im Jahre 15^ stiftete Magister Mi¬ chael Tifernus, ei» gehohrner Krainer, ein Stipendium an der Universität zu Tübingen für zwei) aus Kram gebürtigen Jünglinge, wel¬ che die Theologie stubircn. 1^76 war Nicodem Frischlinus, der Geschichte und Dichtkunst öf¬ fentlicher Lehrer in Tübingen, Schulrector in Eaybach. Er starb auf dem Schloß zu Wür- remberg 15x4. 157z Haden die lutherischen Stände von Steyer, Kärnten, Krain, und Görz einen Synodum in Gräz ungeordnet, in welchem für diese Länder eine allgemeine Kir¬ chen - und Schulordnung entworfen worden ist. In Graz befand stchdamahls der Generalsuper- intendenk von der lutherischen Kirche der eben genannten Länder. 1584 mußten diejenigen, welche in Wipach znr Lehre Luthers sich bekannt haben, das Land verlassen. 1585 wurde auf Veranlassung der Stande, zu Kazian ein lsithe- rischer Prediger in der Person" des Georgs Dalmatinus angestellt; in dem ebengenannten Jahre mußten die evangelischen Prediger Mött- ling verlassen. 1587 wurde Peter Kuplernik, Vormahls ein.römisch katholischer Geistlicher, als er von dem 'Besuch eines Kranken nach Hause kehrete, in der Herrschaft Lack gefangen, ge¬ bunden, und in der Nacht am 27 Juny über Görz dem aglarischen Vicar in Weiden zugeschikt. 1591 kamen an den Platz des gestorbenen Su¬ perintendenten Christoph Spindlers zwcen Pre¬ diger aus Karlstadt mit Nahmen.- Bartholomäus Kräftl, und Bartholomäus Simplicius. Der hinterlassene spindlcrische Sohn erhielt das ti- H 3 ftr- Uk fernische Stipendium. 1595 ließen die Herr«« Stände die Hauspostill, welche Primus Trüber aus dem Leutschen ins Windische überftzt hat, in Würtemberg drucken, und die Exemplare durch Hieronymus Megiser, damahligen Schul- -rcctor in Klagenfurt ins Land bringen. Die Ankosten sollen 2000 fl. betragen haben. Die Pfarr Töpliz in Unterkrain gaben die Brüder Herward und Weikhard Freyherren von Aurs- berg dem evangelischen Prediger Andreas Schweiger- 1589 wurde den evangelischen Predigern in Laybüch das erzherzogliche Decret mitgetheilet, vermög welchem sie verhalten wurden, noch an dem Tage des erhaltenen De- creks bey Lebensstrafe vor Sonnenuntergang Laybach, und binnen drey Tagen das ganze Land zu verlassen. Auf die Befolgung dieses Befehles wurde streng gesehen. Merkwürdig Hur die evangelisch lutherische Kirche ist, daß in Krain ihre vorzüglichsten Aertheidiger Dom¬ herren, und andere Priester von der Kirche in Laybach waren. Sie nannten sich Primus Tru- Zer , Paul Wiener, Leonard Mrrtliz, Mat¬ thäus Klobncr, Adam Prengel, N. Farrest, und Johann Cancili. In demjenigen Theile des Lan¬ des, wo die Dalachen angesessen sind, findet die nicht unirt griechische Religion statt; mit¬ hin sind in Krain eigentlich dre» Religionen, nähmlich die römisch katholische, die evangelisch. . lutherische, und die nicht unirt griechische. Man behauptet, daß Krain schon im dritten Jahrhundert ein Bißthnm in der Stadt Ac- mona (Laybach) gehabt hat. Einige von den Bischöfen , welche demselben vorgesianden,. sind nach b;r Lngabe des de Rubels diese: Md, Z8l. Maximus. 579, Patricius. 78i. Mauritius. 9Z2. FirminuS. 965. Joannes. 1015. Azza. roz9. Joannes." " NicolauS. Alexander. Andrea-. H8o. Joannes. 1249. BonacursiuS. 1282. EgidiuS. iZZ9. NataliS. 1421. Gibertus. 1596. Antonius. Vorstehende Bischöfe waren Guffragane von dem Patriarch in Aquileja. Im A. 1461c am St. Niclastag ließ Kaiser Friedrich IV. ei¬ nen Brief zu Errichtung eines neuen Vißthums in Laybach ausfcrtigen, wozu Aeneas Silvius, Secretär des Kaisers, und nachmahliger Pabst unter dem Namen P-us II. vielen Vertrag ge- H 4 tti- r»o> leistet haben soll. 1462 wurde dieses Bißthum von der Jurisdiction des Patriarchen in Aqui? la, und des Erzbischofs von Salzburg losge¬ sprochen ; mithin einzig dem Pabsten in geist¬ lichen Dingen untergeordnet- Die Bestätigung dieser Ausnahme ist unter dem Pabst Paul II. 1468 erfolget. In Folge eines päbstlichen Breve vom Jahre 146z hat der Pabst das Recht, den Bischof" von Laybach zu präsentiren, dem Landesfürsten abgetrctten. Die Jnvesttrung Her Domherren hat der Bischof. 147g'wurde das Benediktinerstift in Qberburg aufgehoben, und dessen sämmtliche Pfarren, und übrige Gü- Ler dem neuen Bißthum zugetheilet. In eben dem Jahre, in welchem bas Bißthum in kayb- ach errichtet worden ist, wurde auch die dabeß gelegene ProLstey gestiftet , und derselben diL Pfarr zu Ratmannsborf, in Oberkrain gelegen) And wovon der Landesfürst das Patronatsrecht Hat, zugetheilet. Im Jahre 1708 wurde ein bischöfliches Seminarium erbauet, und dariy zwanzig Alumnen gestiftet. Die Stifter waren Schellenburg, Thalbcrg, Preschern, und Schif¬ fer. Auch in Oberburg befanden sich stets 6 Alumnen. Diese theologischen Stiftungen sind nun dem krainerischen Stipendienfund zugetheilt worden. 1787 wurde dieß Bißthum von Sr. Majestät dem Kaiser Joseph II. in ein Erzbiß- thum umgeändert, und dasErzbißthum in Görj aufgehoben. Zum ersten Erzbischof ernannten Se. Majestät den Bischof zu Dips, Grafen INichael von Brigido, Freyherrn von Mähren¬ fels. Im Juny 1788 nahm derselbe den fey- erltchen Besitz von dem neuen Erzbißthum. Die Suffragane von dem hiesigen Erzbischof sind: der Bischof zu Gradišča '(vormahls in Triest) zu Zeng in Kroatien, zu Trient in Ty- r?l, nnb zu Toms in der Lombardier Der Kirch- sprenge! zu Ambczzo in Tyrol ist ebenfalls dem Erchißthum zu Laybach zugetheilt. Der letzte Bifti of in Laybach war Carl Graf von Her¬ berstein. Er starb am 7ken Oktober 1787 im 6^sten Lebensalter. Er hat sich durch seinen 1782 ans Licht getretenen und der Religion Ehre machenden Hirtenbrief merkwürdig ge¬ macht/wodurch er den römischen Hof sehr wider sich aufgebracht hat. Der wutsche Ritterorden hat drey Korymenthuren in Krain, als in Mött- ling, Lscherneml, und Lsybach, Der Ursprung der ersteren fällt in das erste Jahrzehcnd des i4ten Jahrhunderts; die Kommende in Tscher- neml ist mit jener in Möttling vereinigt. Die Entstehung der Kommende in Laybach fallt ebenfalls in das 14t« Jahrhundert- Im Jahre !2y; war Landeskommenthur Ottilia von Her¬ renberg. Im Jahre 1789 war Rathsgeb, und Kommenthur zu Laybach: Karl Reichsgraf, und Herr von Dinzendorf, und Pettendorf, k. k. wirklicher Kämmerer, geheimer Rath, und Präsident der Hofrechnungskammer. In Ober- krain zu St. Peter ist auch eine K»mmende des Malteserordens gelegen- ILL Tabellarische Uibersicht der 'sammtlrchttl in Krain gelegenen Bißthümer, Stifte, Klöster, u. s. w. Herr- s --—-— rsz 124 N»nr 125 Don den ersten Schulen, die in Kram öffentlich bestanden, gibt Thalberg in seiner Lxiwms einigen Aufschluß : ^.nno 1418 Lrns- Ku8 ^rckiäux ^uttrire ?rivilexium xro ttn- chosa ftuvsnluto all öastlieam 8. Nicolai sebo. la« xublicÄL erlALuäi 8eoami Oabaeenst rribuir. IZÜZ eröffnete Leonard Budina in seinem Hause eine öffentliche Schule für die evaugelischlu- therische Jugend. Der Lehrer wurde von den Ständen besoldet, und Adam Bochoritz stand dieser Schule als Rektor vor. Diese Schule hatte noch im August 1588 ihr Dascyn. In d" Folge bekamen die Jesuiten das Haus des Bu- r»6 , Budina, welche dasselbe in ein Seminarirusi umgesta'ket haben; zugleich wurde damit eine Kapelle vereint, welche dem Ct. Nogalian und Donatign gewidmet worden ist. Dieses Haus erhielt in der Folge verschiedene Stiftungen- 1609 stiftete der Bischof in Laybach 2 Alum¬ nen , und i6gr ebenfalls 2 der Gcneralvicar und Domherr Adam Santner. Die erste Be- stimmung des Hauses Budina hat sich noch heute erhalten, da die Gasse, in welcher dich Haus gelegen, noch jetzt strwa soliola, die alte Schule, oder die alteSchulgasse gerannt wird. 1774 ist das Scmenarium mit sammt dem Kol- legiv abgebrannt. 1536 kamen auf Veranlas¬ sung des Laybachers Bischofs Joannes die Jesuiten nach Laybach, wo ihnen das Fran- ziscanerklosier zur ersten Wohnung bestimmt wurde; in der Folge nammen sie Besitz von dem kaiserlichen Hofspital; endlich baueren sie sich selbst ein eigenes Kollegium. Zur Erbauung des¬ selben, wie auch der Kirche hat die krainerifche Landschaft namhafte Beyträge gemacht- Iftbcn der Kirche wurde das Gymnasium, und ein Se- minarium für Jünglinge hergcsiellt. Das Gym¬ nasium hat jetzt mit den übrigen in den Erb- landen gleiche Einrichtung. Außer dem Gym¬ nasium ist hier auch ein Lycäum, und eine Normalschule; die Nonnen der heil. Ursula halten eine Mädchenschule. 1557 wurde die Buchdruckerey in Laybach durch Joh.Manlium gegründet. Die ersten Werke, welche gedruckt worden sind, war Joh. Ealiceti Rede wider die Türken; und felus 8irsch, sli nc-Aove lku- durch svannes» NaräelTM IVI XXV. Das erste Buch, welches in der krau erischcn Sprache hjcr erschien- rk>87 wurde in Laybach auf Verlangen des Schönlcbens eine ständische Buch- Buchdrnckerey errichtet. Der Düchdnrcker kam bon Salzburg, und nannte sich Joh. Baptrfi Mayer, Er brachte Sezer und Drucker mit sich, Das erste Werk, weiches aus dreser Presse kam, war eine Lobrede auf die Mutter Gottes 1678 am 25 November. Im Jahre «69g blühte itt Laybach eine gelehrte Gesellschaft unter dem Titel: ^caäsmia operoiorum Isbacenliuw. Johann Baptist Preschern, Domherr in Layb» ach, wird für den Stifter derselben angege¬ ben , wozu Thaft rg, bekannt durch ein Lpi- roma, thätig mitgewirkct hak. Hier folgen die Statuten dieser Academie: 8icur omni« ^cilckemjre bnis elk, rei litterariL exercirano, «r ilmremeinnm; lie knius labaeenfis, gu« -chpium Aaussr fgrmbolo, prsüipuus , er iingu- lAris erir, inlkar npium äiverbos »'urkoruiu ckores bclibiue, er in unuin velur nlvear« cout'errs. N. iiberuin »nrem erir omnibus, er fmxulis kam pmrioris, czuam exrerjx, litte- rarum sisu kumsniornm , tbu glriorvm cul- toribus, kuic rVcastemise fese üM'e^are. HI. <,)ui porro nomen luum buic inliiruro äa- re voluerir, ^.enäemire ^rrestcli, vel aliis ex ^csciemieis selläerium fuum perlbribet, er lr in communionem receprur fnerir, fgnnbolum »ligunä stbi leliAir gci a^es alluäenr, nomen- <;ne slignori aearisinicum «llumer, quo vel fo- lv, vel eo§nomini yroxrio eonjnnÄo, li guis r^pis vulKsverir, urerur. kV. lit vero labor Vnvrrrns linZnIorum in bonum publicum ceäar vniverforum, omnium /rcriäemicoram curn mir, pro xsnio, vsl profeüione fua noraru Ziznior» in libris eompererint, anno- tare, er Noras Inas 6n§ulis aimis ^cacismiN «xkibere,, guL notL seinäe ab uno ex ^ea- stewieis in oräinsm iscirEs! prrrlo lrrbzicisrtz trw r28 tur eum titulo: Lruäitionss opervlarum -aoS- esnkum tksoloAicT, juriäicL, meäicD, politic» Le. V. I§s gutem in kis colleölationibus or- «jo ckronoioZicus turoetnr, kuäekunt, primo »lino eg tukmiccers, n»t äs rskur aä ^esäemism Ipeo- t»r- 's- rstz «smibus, et eie Nigrerin in publico äein eov- Venru perrrgdsnäs. Oonvenrvs sukem Kia puklicus seme! in anno instituetur, gst c^uenr invirgbuntnr proeeres, er iVobilikgg xrovinciL, siii - - 2. ^nt. krieäer- g lisad, in ksveukginib. osrniol lskgc. zuä xrad- gü'ollor, et eg- xir OarNiol. 8ecrer. DiÄus - - Keciru-. z. O»r. Henricns Zckw'eiAsrcarn. !gb. juä. xrLt ^ll'eüor ----- larrMr»«/, 4. (^sr. ^otepk. Itkgppns äe ?icke!stein, (Isr- niol. 8teinj>idiionfi8 8ecrot. Vioeäomin« > Z. krsneifc. Lr».im ab ffockenxvgrt, Larniol- Oerlsoksteinenst.'!, inöi^r Ono-'t, Dspiter ksereältgr. et just, prset. ^tl'ell'or- «. k,3NL. ^Vilkel. g ^erxollern, Osrniol. Ig- kae.i t'iovino. l^gruiol. - - arar. 6eorZ. ^nclregg OlgäiseK , k'Ium j- II. 1)r. Lslksär. ttedef. Igdsc. egnoü. ^vrEL, I IZS 8. Oeorz ^närs88 u. 8. g Osilensels, Uariiiol. Isbsc. 8s, 1ksolc>§. Ur. ^rrki- äisc. Llix. U»r»inl. 6-ürur. 9. 6eorg 8igi§m. ?o8»txckni§, Ugrviol. Igdgc. ^Isci. Ur. - - 10. ^ogv. ^närs88 äs Ooxpini, Usrniol Ubas, krvvins. Uarnioi - , - - - - ^äu/rrn. 12. Ioan. ^nt. I'dalnitslisr äs'IUbsrz, Usr- nioi lsb. 8r. Hisol. Ur. Usrksär. 8sc1e. Ii« Isbs<-. Ueennus er Visar. Asosral. Leäu/»/. n. ^ogn. LspM. äs M'erlossknjZ, 8t^r. ^rgz^srZsns. Neä. kd^s 8iäsn. in Lav. ^oecu»üill/. lZ. ^«gn üertolä nb IloeKer, Usrniol. lAdss. zuä. xLt. ^Ilslior. - - - - Uni«/. 14. ^osv Usspgr. Uorn6, Usrninl. Igb. Ä4eä. Uadgc. - - - -- - ^cumr'iro/ur. kZ. losn. Uau. krberg Ugrninl. Oottssksv. juä. xrTl. AL'eilor, er i'uxrem.'8ecrsrsr. F'rä»/. r6. ^oav. 6srg. Ootfeke Usrn. Knäolxkr- xvertsn, U. Ur. et Urirn. can. ^nä. Lavck'äüF »7. )orm. 6rex. 1'kglvikssder äs lligllrerz, Ugrn. Ub. I. U. Ur. er vetuttWm. ^Vs»- äem. Lselgtvr Lvnoni» ^csäemicu«. 18. rzL IZ. Josn. /sc. ZebilinF, Dsrn. Isb. 8r. I'lieo» 1v§. Dr. ?sroch. Divit. Drsinb. sestat«/. l9> /vnn. Ruck. Dorsäuri, D. K. sb lkslder- Keiv Dnrn. lnd jncl. pršel, Bfiettor. 6e»sra/«r. Lc>. /vnu. 8ropd. I^lvrisnscliirr «te Orieostelck, Dsrn. lsk. /. D. D ind^r. Ducsr Dsrn. näv., er 1'upr. Lecrersr. aäsandn!, sr. Nsrcns lrerberius, Dnrnioi. Litticeust. Neä- ?kzrst. k,sb. er Imper. Deopvlst Bcsst. t>isr. curiosyr. Acsstemicus. — /»tevtüi» 82. Nsrcns /vtepli s ?erirliof; Onrn. Isbsc. B.rdrrv. ind^r. Duc. OarnNrLst. /»stiere»/. 2z. Nnx. Deop. ttslp. Osrn. tveopolil. 8§. 'IkeokvAire Dr. er ksrvcbus civir D^ro- polis, g ----- - Die mitgetheilten Nachrichten von der vor-: Aehenden Acabemie gehen bis zum Jahre 1701. Ihr Daseyn war kurz. Sie hatte ihre Neider. Man fand sic für die Religion gefährlich, und es kam so weit, daß die Glieder der Academie ßch nicht mehr getraucten, ihre akademischen Namen öffentlich anzuführen. Nach einem Zwischenräume von 80 Jahren fing man an^ auf die Wieberauflebung der erloschenen Aka¬ demie zu denken. Der eigentliche Urheber dec Wiederherstellung derselben wurde der damali¬ ge k. k. Schulkommisstonsrath, und Normal¬ schuldirektor, Herr Blasius Kummerdey. An den Herrn Grafen von Edling, welcher sich um die Aufnabmezdes.teutschen Schulwesens, und I 2 meh- -ZL mehrere Verbreitung der Bienenzucht in'Kra-u sehr verdient gemacht hat, fand Herr Ku:n- rnerdey den thatigsten Mitwirkcr. Im Jahre ,?8l am 5ten May wurde die erste Verssmm- lung gehalten, in welcher Freyherr von Gus- jl6), damaliger Präsibentchcs ständischen ver¬ ordneten Kollegium zum Vorsteher der Acade- mie, Johann Ncpomuck Graf von Edling zum Direktor, und als Sekretär Georg Jap-- pel ernannt wurde. Als Mitglieder erschienen der eben genannte Herr Kummerdei), und Lin- Hard. Die Versammlung begann mit einer dem Gegenstände angemessenen lateinischen Re¬ de. Freyherr von Gussich, ein Mann, der in Staatsgeschäftcn, und im Umgänge mit Mu¬ sen grau geworben, dankte in den rührendsten Ausdrücken für die einstimmige Wahl des Prä¬ sidium; dann zergliederte H. Graf Edling die Absicht der Versammlung in treffenden Zügen / und mit einer Rede in deutscher Sprache wur¬ de die Feyerlichkeit geschlossen. Die Akademie hat das Motto gewählt: Mehr Schritte, we¬ niger Worte. Am i^. May des eben genann¬ ten Jahres wurde die zweyte akademische Ver- samlung gehalten, in welcher neue -Mitglieder gewählt, und durch besondere Namen nach Ge¬ wohnheit derselben unterschieden wurden. Es waren folgende Staatsrath Freyherr von Gebier erhielt den Namen lnzemns; Herr Rath le Bret den Namen: Lxgmsnus,- Herr, Professor Karpe' in Brunn (jezt in Wwn) den Namen: kncl^tuL; Herr Professor Jellenz zu JnSbruck (gezt in Freyburg) den Namen ka- rrinr. Die Hersteller der Academie erhielten diese Nahmen: nahmlich der Freyherr von Gussich den Namen: kelolunm; Herr Graf von Edling den Namen: Vivax ; Herr Jappek de« '3Z den Namen 5ecrsmr; Herr Kummerdey dm Namen: Instelellur ; und Herr Linhard den Na¬ men: ^ßilis. In dieser Versammlung wurden die oben aufgeführten akademischen Geseze be¬ stätigt; das acadcmische Wapen , Diplom, u. d. gs. in Uiberlegung genommen. So viel von der Acadcmte. In Kram hat sich auch Merkwürdig gemacht die in Laybach befindliche ökonomische Gesellschaft, von welcher der be¬ kannte Herr Professor Hacquet, Secretär war. Die im Druck erschienenen Schriften dieser Gesellschaft sind schäzbar, und zeugen einstim¬ mig von der grossen Thätigkeit ihrer Verfasser. Unter den älteren Schriftstellern Krams sind Schönleben , Thalberg , Prejchern und Valva¬ sor die bekanntesten. Die jczt lebenden einge- bohrnen Schriftsteller sind: Ambschell, Apfal- tcrer, Christa« Gruber , Jappel, Zellenz , Karpe, Kummerdey, Linatz, Linhard und Mucha, In Krain liegt des Regiment Thurn, wovon der Stab in Laybach gelegen ist. Dem¬ selben ist Ober-und Unterkrain zum Werbbe¬ zirke zugethcilt. Diese zwey Hauptwerbbezirke sind abermahl in i6 besondere Bezirke abge- theilt, denen jedem eine besondere Zahl von Orten zugethcilt sind. Zum öffentlichen ordentlichen Staatsauf- wand hat Krain bis jezt 2,089,010 Gnlden beygetragen; darunter belief sich das Bankale auf auf 1,07z,010 Gulden, und das Kontri- hmionale auf 77z,000 Gulden. Z z Nun rZ4 Nun zu den in jedem Laudesvierccl gele- . genrn Städten, Märkten, und anderer; merk- würdigen Orten; als: in Vberkrain ( Görenffa Stran ) Dasselbe grenzt an Oberkärnken, Steyer- mark, Unterkrain, und Jnnerkrain, Zu den höchsten Gebirgen in diesem Kreise gehö¬ ren die karnischen Alpen , in welchen der bekannte Terglou gelegen; ferner kommen zu bemerken, der Berg Loibl, und der Kalen¬ berg. Außer diesen Bergen sind noch folgende anzuführen, als der Krainberg, Eisenberg, Ltltenberg, Neuthaleralpen, Trojanerberg, und Wurzen. Die zwey letzteren sind Grenz- gebirge; der erstere macht die Grenz gegen Steyermark, und ber andere gegen Kärnten, Au den merkwürdigsten Thälern sind zu zäh¬ len : das Kankerthal, Feistrizerthal, Kolo¬ braterthal , und das Wocheinerthal, Der Kreis ist gesegnet an Flüßen, darunter die Bekanntesten sind» Vic Save, Kanker, Fei- istriz, Laybach re. Die vorzüglichsten Fische, Die diese Flüße führen, sind Forellen, Hech¬ ten , Barven, Aeschc, Huchen, und Stein¬ krebsen. In den Wäldern kommen vor: En-- 'eben, Lerchen, Tauen, Fichten, Eichen, und Haselstauden. Sie sind der Aufenthalt vieler Gemsen, Hirsche, Rehen, und Füchse. Man findet auch Luchsen, Dächsin, Haselhühner u. a. Die Einwohner sind größkencheils Sla¬ ven. Gegen Kärnten giebt cs einige Teutsche. Anter den Nahrungszweigen in diesem Kreise ist die Maffelanwirkerey sehr beträchtlich. Hier¬ zu kommen die Arbeiten im Eisen , die Derfer- figuug der Sirbböden, Bereitung des Lcders »r. oüvMürs rzz rc. Unter der Viehzucht ist die Pferdezucht nicht Unbeträchtlich; auch die Schaf-und Ziegenzucht wird stark getrieben. Unter den Fuhrleuten stud die Säumer die bekanntesten. Auch Han- d :!n viele in diesem Kreise mit Leinwand, Pfer¬ den , Wolle , Käse ec. Der Haupthandel geht nach Italien. Nach Laydach und von. da wei¬ ter wird vorzüglich Stahl, und Eisen geführt. Hie Rückfracht besteht nicht selten in Getrei¬ de. Jezt zu den merkwürdigsten in,diesem Kreise gelegenen Orten; G Akthammer (Nastarmkladne) zwischen dem Schncegebirg bcym Wocheinersee, Meilen von Laybach. Im Jahrs 1777. wurden hier 024 Centncr Nägel 2Z4 Ceutner Zaine, und Schirren, und Z85 Centner Draht gewonnen. Asling (Jeffenize) ein Markt an der Strasse nach Kärnten, gegen die Save, 8 Meilen von Laybach- In dieser Gegend ist der Eschbaum nicht selten. S. Bleyofen, und Save. Bleyofen (Naplaushe) im Schnergebir- ge nordwärts von Asling. Hier wird viel Eisen, und Stahl, verarbeitet. Das Eisen kömmt von Save. Drayeml, ein Dorf an der Poststrassc nach Popetsch. Hier find viele Säumer ange¬ sessen. Eisnern, auch Aisnem ( Geleniko ) zwi¬ schen hoher. Gebirgen, oberhalb Bischoflack. I 4 Hier Hier ist ein landesfürstliches Eisengewerk, des¬ sen Ursprung in bas 141c Jahrhundert gesezet wird. Dasselbe war anfänglich einEigenthum des Stiftis Frcyfing; im 16 Jahrhundert aber -am es an das Erchaus. Hier stehen 2 Wolf- öfen, und ZF Nagelschmiedfener, welche ^4 Gewerken zugchören- Die jährliche Erzeugung Heläuft sich auf 4,400 Zentner Zeineisxn, und 2,202 Zentner Nägel. Der Fluß Zcyer durch¬ fließt bas Dorf, und theilt dasselbe in zwey Theile. Hier befinden sich viele Mühlen. Leistri;, eiN Dorf in der Wochein. Die Einwohner ernähren sich größtenteils von den in dieser Gegend gelegenen Eisenwerken. Leistri;, (Bisterza) ein landesfürstlicher Wald. Derselbe enthalt Euchen, Lerchen, Tannen, und Fichten, und ist der Aufenthalt einiger Hirschen, Rehe, Füchse , Dachsen^ und Wildkazen- - Leistri;, ein Thal, dasselbe nimmt bey Stein seinen Anfang, und, dehnt sich tief in das Gchneegebirg. Feistri;, ein hohes Schneegebirg, welches die Grenze zwischen Kärnten , und Kram macht, und oberhalb der Stadt Stein gele¬ gen, hat nach Valvasors Angabe eine Höhe «on 12274 Werkschuh. Leistri;, ein Fluß welcher sich in die Neu- markler-und Steinerfeistriz theilet. Die er¬ stere entspringt 1/2 Meile oberhalb Nenmarkl, wo sich der Moschenickbach mit ihr vereiniget. Von hier ist der Lauf südwärts, und fällt dem ' '' ' ' ' Dorf !L7 Dorf Polschitza gegen über in die Cave. Die Steinerfeistriz entspringt im hohem Gebirge Nordwärts von Ctein. Zwischen diesem Or¬ te,. und Oberfeld nimmt sie die Ncyll auf, läuft südwärts , und begiebt sich unterhalb kustrhal in die Eckve. Die Feistriz führt Fo¬ rellen , Aesche, und Huchen. Feldes, (Bled) Ein Dorf dicht am Fel¬ dessersee. .Hier verfertigt man Geschirre von Holz. Feldessersce, heum Dorfe Feldes. Seine Länge wird auf eine Meile, und die Breite auf r/2 Meile bestimmt. Mitten im See ragt eine Anhöhe hervor, wo sich vormahls eine Einsiedelei) befand. Am Fusse dieses Hügels guillt ein sehr kaltes Wasser hervor. Feuchtiny, (Pitina) ein großes Dorf zwi¬ schen Krainburg, und Lack. Hier sind viele Siebmacher angesessen ; auch werben viele Pfer¬ de gezogen, und nach Italien verkauft Flednick, (Stare Borst) ein Wald hinter St. Peter. In demselben kommen Eichen, und Fichten vor; und unter den Thieren Füch¬ se , küchse, Hasen. Manchmal lassen sich auch Wölfe sehen. Jauchen, (Jehavve) ein Dorf in der Steinfeistriz bey Kreutberg. Die Einwohner sind gröstentheils Strohwanrenverfertiger und Dethenmacher, und handeln mit Paternoster Mf deNj Kirchweyfesten im Lande. Jan- 3 5 rZS Iauerimry, (Iauerniza) ein Dorf 2 Mei-' len oberhalb Radmannsdorf am Fusse -eines hohen Schneegeblrges. , HierZ wird treflicher Stahl bereitet. St. Jorgen, ein grosses Aorf. Hier werden viele "Kozen verfertigt. Rühlenvsrg, der bekannte Nous cetius, welcher am südlichen Ufer der Donau im Lan¬ de unter der Ens seinen Anfang nimmt, von da sich südwärts nach der Leitha, und Bruck an der Mur dehnt; von hier ist die Richtung in gerader Linie nach dem Fluße Drave. Von hier zieht er sich an der Save unterhalb Cilli, und von hier dehnt sich die Kette nach Laybach. Mittels dieses Gcbirgs werden das Land un¬ ter dxr Ens, die Steyermark, und Krain zu¬ sammen geschlossen. Der Kallenberg hat ver¬ schiedene Thcile, welche von der Gegend, da¬ hin sich die Bergkette zieht, den Namen erhal¬ ten; so z. B. sind der Wiencrwald, Kaunberg, die Geschcid, dec Schneeberg , Gartberg, und Trojanerberg Theile des Kahlenbergs. Der An¬ fang , und das Ende dieses Gebirges wird Kahlenberg genannt. Der Kahlenberg nimmt eigentlich unter den Nammen: St. Leopolds.- berg bey Wien seinen Anfang. Ramelk, ein Hammerwerk, unweit der Steinalpen. Nach Professor Hacquet schmelzt der Inhaber dieses Gewerkes dreyerley Arten von Erz: als, Blukstein, Sumpferz, undBohn- «rz. Das erstere wird von Bresky, in linterkrain, das andere von Weichselburg, und bas dritte von Duchain an der Grenze von Steyermark genommen. Diese Gewerke haben aber s i zy «öer auch Grrrben zu Eapsste in der teutschen Kommende St» Peter. Die Erzeugniße 1771 von diesem Werke waren: 1.160 Zentner zu rov Pf» Davon wurden 250 Zentner 'Stangenersen Zentner Zeineisen, und 76a Zentner Nägel gewonnen, wovon die Helfte nach Italien kam. Ranker, ein Fluß, hat in Seeland an der Grenze KärnteW seinen Ursprung , nimmt den Lauf durch das Gebirg, und vermischt sich bey Kramburg mit der Save. Die Bäche, welche sich mit, diesem Fluße vereinigen , sind: Kotschna, Vousk, und Kokerza. Nach Flatsch- Nik liegt Seeland in Kärnten; Valvasor hin¬ gegen rechnet es zu Knrin. Rolobrat, (Kvlvrar, Spinnrad) ein Schloß 4 Meilen von Laybach. Rslobraterbach, hat seine Quelle oberhalb Kolobrak zwischen hohen Gebirgen, und ver¬ einigt sich bey Weisch mit dem Galneckerbach. Er führt Forellen. RsUobrarerthal, bey dem Schlosse Kolob- rat zwischen hohen Gebirgen. Hier findet man häufig die Haselnußstaude; auch wächst hier viel ^Buchweizen, und der Adlerstein kömmt ebenfalls vor. Rrainbuvy, eine landesfürstliche Stadt, wo sich die Kanker mit der Save vereinigt, 4 Meilen von Laybach, zwey von Stein , und eben so viel von Lack. In der Stadt ist das Schloß Kieselstein gelegen, welches 1262 von Heinrich II. Grafen von Ortenburg erbauet r4-) worben ist» Der Ort war noch zw Anfang des lgten Jahrhunderts eine MarkgrafLchaft. Auch hier fand die Lehre Luthers Eingang, 1579 aber mußte der evangelische Prediger Bartholomäus Knäfel Ärainburg verlassen. Rrovp, ein Fluß, entspringt beym Dorfe Kropp in einem Felsen. Unterhalb des genann¬ ten Dorfes vermischt er sich mit der Lcipniz. Rropp, ein Dorf am Fluße gleiches Na¬ mens, welcher dasselbe in das obere, und untere theilt. Hier stehen zwey Wolföfen, und bey sedem ein grosser Hammer , und Zern- feuer; ferner 5 Zainhämmer, welche verschie¬ denen Personen gehören. Der Nagelschmied¬ feuer sind 55, wo bey einem Feuer z dis 4 Paar Nagelschmiede arbeiten. Im Durch¬ schnitte werden jährlich bey 2000 Zentner Nä¬ gel erzeugt. La^, auch Bischoflack eine bischöflich Frey- singerische Stadt zwischen den Wässern Pälant, undZeyer, z Meilen von Laybach, und 2 von Krainburg. Die Herren von Lack lebten im raten Jahrhunderte, und im Jahre 1260 hat Bertholds von Lack Tochter mit Namen Adel¬ heid Friedrichen Grälen von Ortenburg geehe- lichet. Mit dem Minoriten Guardian ist das laktsche Geschlecht im Jahre 1446 erloschen. Zu dieser Herrschaft gehören 200 Dörfer. Der Fürstbischof von Freysing läßt die Herrschaft durch einen Hauptmann verwalten. Hier wird viel Leinwand, und Zwirn verfertiget; auch rvird mit Pferden gehandelt- Lap- L4« Laybach, (Lublanza) ein Fluß welcher sich in den grossen, und kleinen theilet. Der erstere entspringt bey Obcrlaybach im Inner- krain; stießt von hier nordwärts nach der Hauptstadt gleiches Namens, und fällt in ei¬ ner Entfernung derselben von l 1/2 Meile, ober¬ halb Osterderg in die Save. Dieser Fluß ist schifbar, undlträgt eine Ladung von zov, und Mehr Zentner. Man kann denselben auch in der Nacht befahren. An bcyden Ufern bcsFlü- ßes sind Bäume gepflanzt. Das Wasser ist der Gesundheit nicht entsprechend; indessen führt rs Aalten, Forellen, Huchen, Hechten, Bar¬ ben , und Rotten. Die kleine Laydach ( Mal- lalablaneza) ist eigentlich der Fluß Gradaschiza, welcher drey Meilen westwärts von Laybach wesinordwärrs bey Billichgräz entspringt. Bey Kosarie vermisa^t sich mit ihm der Dobrova- bach und bey dem Dorfe Naitsch erhält der Fluß den Namen: Klein Laybach, und vermischt sich bey Tirnau mit der grossen Layb¬ ach. Das Wasser führt Rutren, Hechten, Krebsen rc. An diesem Fluße sind Getreide- Und Sagemühlen gelegen. Laybach , die Hauptstadt des Herzog¬ tums Krain, am Fluße gleiches Namens, 52 Meilen von Wie», 25 von Gräz, 44 von Salzburg, n von Klagenfurt, 16 von Carl- flavt, und i2 von Triests Ihre Lage ist eben , und wird von den Italienern Lubiana, von den Slaven Lublana, und von den Lateinern l.abapum genannt. Unter Carl dem Grossen kamen die Franken in das durch die Hunnen, und Avaren zerstörte Aemona, und erbauten eine neue Stadt, welcher sie den Namen Layb- gaben. Im Jahre 120s wurde der söge- nann- 142 ' nanu« Äeumarkt Hinzugefügk z 1416 wutb^ der "Ort mit Mauern umgeben, und in det Folge immermehv befestigt. Der Ort wird in die Stadt, und Vorstädte abgerheilt. Die Stadt hat sechs Thöre, als: bas Karlstädker- thor gegen Osten (Hier geht die Strasse nach Kroatien) Las Wasserchor am Fluße Laydach, das teutfche Thor, 1525 gebaut, hak von dem nahe gelegenen teutscheu Hause seinen Namen, bas*Vicedomthor , zwischen der Laybach und dem teutschcn Hause gelegen, bas Bürgcrsp e- talrhor über der Brücke, und das Kiosierkhoc im gemeinen Leben Frariziscanerkhor. Der Vorstädte werben 4 gezählt, als: die Gr. Meter - Polanker -- Burgstaller - und Karlstädter- vorsiadt. Zn Laydach wird am Mittwoche, und Sonnabend Wochenmarkt gehalten. Dec Jahrmärkte sind fünf, als: am St. Pau? Be- kehruugstag , St. Philip, und Jakob . Peter - und Paul, Kreuzerhöhung, und Elisabeth. Die Stadt treibt einen nicht unbeträchtlichen Spedition - und Kommissionshandel. Von hier kommen Eisen, Wolle, Getreide, Vieh nach Italien; von da zurück: Salz, Gewürz, w.; nach Kroatien werben Rauhfutter, Vieh, Honig rc. geliefert; nach Oberteutschland Ho- nig, Kastanien, Fwetschen, Oliven, Nüße re« Eben dergleichen Maaren kommen durch Steyer- mark nach Wie». Von iZ4i bis mit 150z wurde die Stadt von einem zeitlichen Stadt- richter beherrsch^ 1504 kamen die Bürgermei¬ ster. Jezt hat der Magistrat in Laybach mit den übrigen Magistraten in den Provinzen eine gleiche Verfassung. Die Stadt hat ansehnliche Häuser, die gewöhnlich 2 bis g Geschosse hoch find. Das RathhauS ist am alten Markt ge¬ legen, e legen, und wurde 1484 neu gebaut. Die Mahlerey in diesem Häuft ist von dem bekann¬ ten Mahler Anton Geriči. Im Jahre 1764 waren in Laybach iz öffentliche Kirchen, als: die Domkirche zu St. Nikolaus. Ihre Erbauer waren Fischer; die »Kirche zu St. Jakob (vor¬ mals Jesuitenkirche) die. Kirche "zu. U. L. Frauen im teutschen Hause; die Kirche zu Ma- rienhimmelfarth (Franziscanerkirche) die Spi- talkirche zu St. Elisabeth; Bt. Laurenzkirche «M Rein; die lirsulmerrirche; St. Florian am Alkcumarkt, und die Schloßkirche zu St. Ge¬ orgi; St. .Maria Loretto s Augustiner kirche) Sr. Josephkirchr (Discalceatenkirche) Er. Johann Evangelist (Kapuzinerkirche ) St. Michaelikirche; von dieser Kirche waren die Klarisserinnen Bcstzer; deren Orden aber 1782 in den sämtlichen Erblanden erloschen ist. (Der Stifter dieses Klosters war Mathias Heller, . der Sohn eines Buchbinders , und nachher Franziscanerprovinzial. Das' gestiftete Ver¬ mögen betrug 60,200 Gulden: ) die Pfarr¬ kirche zu St. Peter und die Kirche der Barm¬ herzigen Brüder, welche im Jahr 1787 von Triest hieher versetzt worden sind. Die 9 erste¬ ren Kirchen waren in her Stadt gelegen. Im Jahre 1041 hat Peter Verlach, ein Handels- Mann in Laybach, sein ganzes Vermögen zur Stiftung eines Waisenhauses bestimmt. Im Jahre rzoo mußten die Tempelherren Laybach verlassen. 121g bauten die Juden zu Laydach ei¬ ne neue Synagoge. Sic.machten beträchtliche Handlungsgeschäfte mit den Venctiancrn, und Ungarn- rsgi am rzten Oktober starb in Layb¬ ach, der durch seine Schriften bekannte Schön¬ leben, und liegt in der Jesuitenkirche begra¬ ben. Zu Lapbach werden auch die Dörfer Kra- L 44 Krakast, Tirnau, oder Turnau und Uthmech gerechnet. Nach Valvasor hat man 1690 in Laydach bey Zv Gassen, und Strassen gezahlt, über 522 Hauser, und bey 17,002 Einwohner. Die Zahl der letzteren steht jetzt zwischen 19, sind 20,000. Das Stadtwapen stellt einen wei¬ ßen Thurm vor, auf welchem ein grüner Lin¬ denwurm sizt. Die Erbauung des auf «nein Felsen oberhalb der Stabt gelegenen Schlosses wird in das eilfte Jahrhundert gcsezt. Der da befindliche Wall wurde 1579, und isM aufgeführet. Der auf dem Schlosse befindliche Lhurm wird der Pfeifsrthurm genannt. Lspbachrr Morast nimmt seinen Anfang hey Oöcrlaybach, und zieht sich nach Norden hin. Die Breite dehnt sich, auf Mostall bis über den. Jggfluß- Der ganze Fläci enrauist wrrd auf g sJ Meilen bestimmt. Dieser Morast ist sowohl von der östlichen und südlichen, als von dem weüvvrdlichen Seite mit Gebirgen Umgeben. Das Dascyn dieses Morastes kömmt von den Flüßen Laybach, und Jgg. Der erstere durchschncidct gerade die Mitte dieses Morlan¬ des. Diese beyden Flüße haben keinen freyett Ablauf; und da sie jährlich durch drei- dis vier Monate diese Gegend überschwemmt halten; so liegt eö offenbar, wo-her diese Morfläch« kömmte In Valvasors z. Theils Xlten Buche S. 675 werden die Vorschläge, die man zur Austrocknung dieses Morastes im verschiedenen Zeiten gemacht hat, aüfgesührt. Im Jahre 177g har sH aber- mahl eine Person angebothen, durch Ziehung ei¬ nes Grabens das Wasser abzuleiten, und loderte zu diesem Unternehmen 72,000 Gulden. Meist zum Unglücke, sagt Herr Professor Hacquet rur aten Lheile seiner Oryktographie S- 9t' -46 f«r das Land war der Unternehmer mit der natürlichen Beschaffenheit des Bodens so we¬ nig bekannt, daß er nicht allein die verlangte Dansumme, sondern noch überdicß 100,000 st. nilfwandte, ohne diesen kurzen Graben von wi; Lachtern zu vollenden. Lilienberg, (Limbcrska Gora) nordöstlich von Laybach, oberhalb Moralisch. Hier soll Agatstcin brechen. Moisterna , rin Eiscngewerk gegen die Grenze von Kärnten, gegen das südliche Ufer der Save; 1780 war der Ausbeute, als man die Frohn zum ersten Mahl cinführte, i ^goo Zentner rohes Eisen. Von diesen hat man 5,200 Zentner Stahl verarbeitet. Moraitsch, (Morautsche) ein Dorf am Fuße des Lilienbcrgs brey Meilen von Layb¬ ach. Hier ist gutes Ackerfeld; auch sind hier viele Säumer angesessen. Moscheniy, ein Dorfan der Save, un¬ terhalb Ponamz. Hier findet man häufig bett Tufstein. MiNkendorf^ oder Mönchendorf ein Markt am östlichen Ufer der Steinfcistnz. Das hier gelegene, und tzoo gestiftete Klariffernonnen- kloster ist erloschen. Neumarkrl, (Tersezh) ein Markt 5 Mei¬ len von Laybach, und 6 von Klagenfurt. Hier wird Korduan bereitet; auch fabricirt man diel Eisen und Kupfergeschirr. Die hier ge¬ legenen Wälder tragen Tannen, und Lerchen; K eben »46 eben so wird viel Messalan gewirkt. Der Markt wird in den ober», und untern abge- theilet, wovon der untere Lheil nach Allgurcn- berg gehört. Durch das hiesige Thal geht die Strasse nach Klagenfurt. Hier ist der Post¬ wechsel zwischen Krainburg und Kirschentheuer. St. Peter, eine Comnrende des Malthe- serordens, g Merten von Laydach, und 2 von Krainburg. In dieser Gegend werden viel Löpftrgeschirre verfertigt. Penina, ein Dorf zwischen Krainburg, und Lack. Hier werden viele Siebe von Ro߬ haare verfertigt; auch dre Pferdezucht wird stark getrieben , da mau mit Pferden nach Ita¬ lien handelt. ponavirsch (Ponovizhe) ein Schloß 4 Meilen von Krainburg. In dieser Gegend soll sich Bleyerz finden. Potpetsch.- ein Postamt am Flusse Radol- na, 5 Meilen von der Grenze Steyermark, und Z von Laybach. Radolna, ein Fluß, hat seine Quelle am Fluße des Lrosancrbergö, und vermischt sich mit der Feistriz. Ratmannsdorf, (Radovelza) eine landes- färstliche Stadt, 6 Meilen von Laybach, und 2 von Krainburg. Nach dem Abgänge der Grafen von Ortenburg kam die Stadt an den Erzherzog von Oestreich. - Ru- -4? Rudolphseck, ein Schloß im Moraitscher Thal, z Meilen von Laybach. In der hier ge¬ legenen evangelischen Schloßcapelle liegen viele Evangelischlmherische begraben. Gagur, ein Dorf 1/2 Meile von Gallen- berg gegen die Save. Hier ist gute Viehzucht. SajeleineE, ein Wald bey Billichgräz. Derselbe ist reichhaltig an großen Haselstarr- ben. Tuve , (Save) ein Fluß, hat seine Quel¬ le unterhalb Ratschach unweit des Berges Planina; von hier ist der Lauf nordöstlich, und begiebt sich unterhalb Mokriz nach Kroa¬ tien. Dieser Fluß ist einer der vorzüglichsten Grenzflüße in den Erblonden, und macht die natürliche Grenze zwischen Stcyermark, und> Krain; dann zwischen dem lezteren Lande, und dem Königreiche Kroatien. Der Fluß ist schif- bar. Die Orte, welche an diesem Fluße lie¬ gen, sind: am nördlichen Ufer Wurzen, Rüt¬ te, Moijrerna, Asling, Save, Steinbrücke, Dratmannsdorf, Krainburg, Flcdnick, Ruzich, Tscherncmksche, Klckschen, Waldhof, St. Ni¬ cola rc- am südlichen Ufer grenzen: der Berg Planina , Schrortenlburm, Bischoflack, Oster- berg, Ratschach, und Mokriz. Der Fluß hat ungemein viele Zuflüsse von Bächen , und Flüßen. Man will gegenwärtig nur einige von den Wässern anführcn, die sich mit der Dave vermischen. Diese ynd: Pischenza, Fei- strjz, Fcstniz, Radolna, Wochein, Kanker, Eteinfeistriz, Jgg, die Sän (aus Steyer» Mark') und Bregana. Die Have gehört in die K s Claf- !48 Elasse der roßenden Flüße. Der Flttß führl Huchen, Schaiden, rc. Save, (Save) ein Dorf putschen Asling, und Jaucrburg. Hier steht ein Hochofen, wel¬ cher nachHacquet, etwas über 19 Schuh hoch ist. Die Schmelzung ist mit jener in Iauernik gleich. Mit einem Aufwande von 464 Mezen Kohlen werden 97 Zentner Erz verschmolzen, von welchen inan zo Zentner rohes Eifen er¬ hält. Selzoch , (Seuze) ein Dorf zwischen Lack, und Eisnern. -Hier werden viele Geschirre in Holz verfertigt, Stern, (Kameck, l-ico-pol») eine landest fürstliche Stadt an der Stcinfeistriz, g Mei¬ len von kaybach. Der Ort wird in die Stadt, und dren Vorstädte abgetheilet. Die Stadt hat vier Thore, als: das Schüttthsr, Schergen- thor, Fräuenthor, und Erüctcnthor. Die Vorstädte nennen sich: die Schütt, gegen Layb¬ ach gelegen, der Graben gegen Mnkendorf, gelegen , und der Ncumarkt jenftit der Stein- feistriz. Das Wapen der Stadt stellt eine Jungfrau mit einem Schlangcnschwrif, zwi¬ schen einem Thore, vor. Sternbühel, ( Kamenagoriza ) am Fluße kcrpniz bs- Ratmansdorf. Hier stehen io Ei» sengewerke , welche zusammen einen Wolfofen haben; dann ein Zern, zwey Zain - und ga Nagelschmiedfeucr. Man verfertigt jährlich Ley 7sv Zentner Nägel. Sk»r» tz-eMs-L t4<- Gterstsche, ei» Dorf zwischen Kmirrburg/ und Lack. Hier ist gute Pferdezucht. Strahrna, ein Dorf unwert Krainbmg. Hier find viele Weber angesessen, Ternlou, der höchste Berg in den Earni- fche» Alpen. Vach Floriantschitsch ist derselbe r?>9c> Pariser Lachter über die Fläche der Stadt Zaybach erhoben. Dieser Berg besteht aus Kalk- stein, und eiscnfichükigrr Thonerde'. Terfie, ein Dorf bey kaybach. Hier wer¬ den viele Paternoster, und Fischnetze verfer¬ tigt. Crojanerberss , zwischen Krain , unk Gteyermark gelegen. Die Poststraffe führt über diesen Berg, wo sich mehrere Dörfer, gutes Akcrland, und Wiesen befinden. Upetschach, ein Dorf im Morattschcrthal. derr von Valvasor hat hier weifen Agatficin entdeckt, watsch , (Vasche) ein Markt 4 Meilen von Zaybach. Hier ist ein Streinbruch. wcissenbach, ein Flüßchen zwischen Weis¬ senfels , und Tarvis. Es scheidet KAiin von Kärnten, und führt Forellen. Weissenfels, ein Markt mit einem Schlos¬ se dicht au dem Flüßchen Wcissenbach, welches hier Krain von Kärnten scheidet. In dieser hier gelegenen Gegend wird tcutsch gesprochen. Auch sind hier Stahlbämmer und Nägelschmie- K?! de : Zs de. Das auf einem Felsen gelegene Schloß wur¬ de i4Zl gebauet. Wochemerchal, Dasselbe ist ganz von Schneegebirge umschlossen. Gegen 'Westnord umgeben cs die karnischen Alpen. Das Thal, dessen Länge auf z c/2 und die Breite auf Ei¬ ne halbe Meile bestimmt wird, wird in das »bere, und untere eingekhcilet. Der gegen Westen gelegene Thcil hat keinen Eingang, da hier die Felscnwand das non xlns nlkra ist; von der Morgenseite ist der einzige Ein¬ gang durch einen engen Graben. Man kau bloß zu Fuß, oder zu Pferde denselben passi- rerr. Der hier gegen Abend gelegene See ist eine Meile lang- Dieses Seewasscr hat süd¬ westlich in dem Berg Kamena seine Quelle, wo es aus einem Felsen hcrausströmt. Man nennt dieses Wasser auch die Wocheincrsave; mithin hätte die Save gleichsam einen zwcy- fachitn Ursprung, »rühmlich gegen Wcsinord und gegen Eüdwest. Daher die Eintheilung der Save in die obere und untere. Die übrigen Flüße, welche dieses Thai bcnezen, sind: der Bach Mosteniza, Ribenza, Recka , und die Feistriz, welche von Süden nach Norden fließt, und bcy dem Dorfe Feistriz sich mit der Wo- cheincrsave vereinigt. Die hier gelegenen Ei¬ sengewerke, wovon Frei-Herr von Zois Besitzer ist, machen dieses Thal merkwürdig. Die Einwohner bestehen aus Bergknappen, Draht¬ ziehern, Nägelschmiedcn, und andern Arbei¬ tern in Eisen. Nach Hacquet sind in dem hier gelegenen Gebirgen 14 Gruben, oder so¬ genannte Schachte, als: 5 im Mittelgebirge gegen Osten, 4 gegen Norden, g in dem Ge¬ birge Krasize, und '2 in einiger Entfernung vcm dem o— »Zr dem genannte Gebirge. Die hier gelegenen Werke verbrauchen jährlich 12,000 Krippen Kohlen. Eine Krippe halt g 1/2 Wiener Me¬ ze. Die Erze werden im Winter in bedecktem Behältnißen auf Schlitten in die Schmelzhütte gebracht. Der Fnhrlshn wird nach dem Zent¬ ner bezahlt. Wurzen, ein Dorf, zwischen Weissen¬ fels , und Kronau am Fuße des Berges -Wur¬ zen, worüber die Straffe nach Karmen führt. veper, (8orre>) ein Fluß, oberhalb Eis¬ nern , vermischt sich mit der Save, und führt Forellen. virkla, ein Dorf ostwärts gegen Stern. Hier ist eine Stuterey, von welcher die Pfer¬ de nach Italien kommen. Unterkram (Darenska Stran) Dasselbe grenzt nordwärts au Oberkrain, und Stcyermark; ost-und ostsüdwärts a» Kroatien , und westwärts an Mitterkrain. Zn den vorzüglichsten in diesem Kreise gelegenen Bergen gehören: der Kumberg, Osierberg, Sikrariauz, nnd der Flezberg. Die Wälder tragen vorzüglich Buchen, und Erchen. Auch kömmt der Kastanienbanm sehr häufig vor. Die vorzüglichsten in diesem Kreise gelegenen Flüße sind: die Feistriz, Gurk, Neyriug, der Eopod und die Töpliz. Unter den Getreidar- ten kömmt die Buchweizen am häufigsten vor; auch Flachs gerät!) sehr gut. Von den Wein¬ gärten sind die Vorzüglichsten am Gertschberg, Weinberg, Miljberg rc. In diesem Kreise ist K § heson- rKs besonders die Bienenzucht fthr beträchtlich; auch die Viehzucht ist von Belange. Man zählt in diesem Kreise 5 Städte, 5 Märkte, 92 bewohnte Schlößer. Der Siz des Kreis- amtes ist in Rudolphswerder, oder Neustadt!, Nun zu den vorzüglichsten in diesem Kreise ge¬ legenen Orte. Dieselbe sind: ' Llrch , (Raka) ein Schloß mit einem Dor¬ fe, Eine Meile von Gurkfeld, und io von Laybach. Das Schloß zählt bereits ein Alter von 540 Jahren. Der Ort ist trächtig an Wiesen, Obst und Kastanien. St. Bartholom«, an der Gurk, dem Kro- kauwald gegen über. Hier ist guter Feldbau, . Dobux, ein beträchtlicher Bergwald bcy Schwarzenbach gegen die Grenze von Steyer- mark. In demselben kommen Eichen, und Buchen vor, und unter den Thiere» Rehe, Dachsen, und Haselhühner, Dobrouina, ein Dorf, Eine Meile ostwärts von Laybach. Dasselbe wird in das obere, und untere Dorf abgethcilt. Hier befinden sich viele Wäscher, und Bleicher, Die Ebene wird mit Getreide gcbauet. Einöd, (Soteska) ein Schloß an der Gurk, 7 Meilen von Laybach. Hier wurde 1686 ein prachtvoller Pferdstal! gebauet, in welchem die sogenannten Krippen ganz vou Steinen aufgeführt sind. Valvasor hat auf -em hier gelegenem Berge Agatstein entdeckt. Lei- rZZ Zeistriz, sBisterza) ein Fluß, derselbe Entspringt wesinordwarrs im Gebirge - läuft Nordostwärts, und fällt oberhalb Nukenstein in die Save. Unterhalb Wcizenberg vermischt stch mit ihm die Neyring, Gertschbery, (.Gerrevie) ein Weingebirg Nordwärts von Neustädte, und ostwärts gegen Ue Gurk. Hier wächst rother, und weißer Wein. Gurkfeld, eine landcsfürstliche Stadt au dem Fuße eines Berges, rr Meilen unterhalb Laybach an der Save. Das hier gelegene Bergschloß w,ar schon im izten Jahrhunderte bekannt. Gegen Westen ist der Boden sehr tbeu; auch Has der Ort einige Weingewächse. Gurk, (Kerka) ein Fluß, entspringt bey Obergurk. Von hier ist der Lauf bis unter¬ halb Eeissenburg nordsübllch. Bey Alteiuöd im inneren Krain wendet sich derselbe nord¬ wärts nach Neustadt! gegen den Krakauwald, wo bey Gutenwerk die Nadolna in denselben stießt. Von hier ist der Lauf südostwärts, und fällt bey Fhatefch in die Save. Der Fluß führt ForcÜcn, Gchaiden, und Krebsen von besonderer Länge. An der Gurk eine Meile von Eeissenburg ist ein Eiseugewerke unter dem slawischen Namen Kerka gelegen. Hrastintz, ejn beträchtlicher Kastanieuwalb bey Wagensperg, oder Wagensperr , 4 Meilen unter kaybach. Iavorie, ein Dorf auf einem Berge bey Schwarzenbach. Hier bricht Lufstcm. K 5 St. :Z4 - Ge. ILrge» , (St. Georg)"? ejn Dorf, nordwärts gegen die Save. Diese Gegend ist wegen Erzeugung ihres vortreflichen Flachses bekannt. Rrakanwald, (Krakauo) ein beträchtli¬ cher Forst zwischen dem Gurkfluß, und der Save. Der Forst liegt ganz eben, und trägk größtentheils Eichen; daher in dieser Gegend viele Schweine? gehalten werden; auch wird jährlich viel Vvgellcim gewonnen. Rresnky, (Kresnize) ein Dorf unterhalb Laybach an der Save. Hier wohnen mehrere Roßhändler. Rum, der höchste Berg in diesem Kreise unterhalb Zaybach , nordostwärts gegen die Save, gegen welchen Fluß er seine Abdachung hat. Dieses Gcbirg hat viele Fläche, und ist daher ziemlich bewohnt. Seine Bewohner ge¬ ben sich vorzüglich mit der Hornvichzucht ab. Landsiraß, ( Kostainavcza ) eine landcs- furstliche Stadt mit einem Schloße, auf einer Insel in der Gurk gelegen. Der Name dieser Stadt kömmt von dem da gelegenen Kastanien¬ walde , da es bekannt ist, daß Kastain in der krainer Sprache Kastanien heißt. Im Jahre !268'hat das Schloß Herzog Ulrich in Kärn¬ ten, der damahls Ober-und Untcrkrain innen gehabt hat, besessen. Im Jahre hat Graf Meinhard von Görz dem Herzog von Oestreich die Herrschaft verpfändet. Im Iah- re IZZ6 haben diesen Ort die Grafen von Cilli bekommen ; nach Abgänge aber dieses Stammes erhielt diese Stadt, und die Herrschaft das - !ZZ das Haus Oestreich. Die Stsdr blieb immer landesfürstlich, aber die Herrschaft, und das Schloß erhielten verschiedene Besizer. Der lezke Defizcr dieser Herrschaft wurde das Cisterzien- sierherreustift Fraurnbrnnnen, auch Land- straß genannt, welches 1248 vom Herzog Bernard in Kärnten gestiftet worden ist. Die Herrschaft liegt von der Stadt eine Viertel Meile entfernt. Dieß Herrenstift ist erlvv schen, mithin gehört die Herrschaft nun zum Religionsfund. Lrthep, (Litja) ein Schloß mit einem Markt, ro Meilen ostwärts gegen Laybach, Nordwärts gegen die Save. Hier wird viel Flachs gewonnen, und Hirs gebaut. Sr. Mckrten, «in Dorf 4 Meilen unter¬ halb Laybach gegen die Save. Die Einwoh¬ ner sind tberls'Saumer, theils Lederer, welche vorzüglich viel schwarzes Leder bereiten. Nassenfust, (Mokro Nog) ein Markt, z Meilen unterhalb Laybach. Dsterdery, (Osterverch) nordwärts gegen Sän, westwärts gegen die Save, und süd¬ wärts gegen Fcisiriz. Dieses Gebirg ist merk¬ würdig da sich an dessen Fuße drey Flüße jusamMcn vereinigen. Ratschach, (Radezhe) ein Schloß, nnb Markt, 7 Meilen unter Laybach an der Save. Hier sind viele Weingärten gelegen; auch wird Obst erzielt. rZS Ru-slphswerth, (Novs Mesto) nssAS' riium, Neustadt, eine landesfürstliche Stadl auf einem Hügel, an der Gurk, 8 Meilen von Laybach, und eben soviel von Carlstadt. Die Stadt hat ihren Namen vom Erzherzog N»' boloh, welcher fie an dem Orte, wo der Hof Gräz genannt, gelegen war, 1^65 erbauen Ließ, und privilegirt hat. Der Name: Werth (Werder) wurde 'vermög ihrer Lage , die eint Halbinsel formirck, beygcfügt. Ihr eigentli¬ cher Name ist also : Rudolphswrrder, im ge¬ meinen Leben Rudolphswcrth. Der Hof Gräj genannt , war ein Eigenthum des Klosters Sittich, wofür das Kloster andere Huben vs» Rudolph IV erhalten fM. Die Kirche zu St« Nicolaus ober dem Berg der Stadt gelegen, wurde 1494 vom Pabst Alexander VI zu einem Collegiatsiift erhoben» Maximilian I soll das¬ selbe fundirt haben. Anfänglich bestand das Stift aus Einem Proösten , Dechant, und ii Domherren. In der Folge wurden die letH teren auf 4 reduzirt« 1510 war Probst Jacob Aursberg, und seit 1666 trägt ein zeitlicher Probst stets die Insul. Zu dieser Kirche gehör ren 4 in der Stadt gelegene Filialkirchen, r4 Pfarren iu Krain, und 5 in der Steyermark. Das Hochaltar, den St. Nicolaus vorstettcnd, hak Tintoret gewählt. Elisabeth von Tscher- neml hat 1462 die in der Stadt gelegene Franziscancrkirche gestiftet, und 1660 wurde der Bau des in der Vorstadt gelegenen Kapu- zinerklosterS angefangen. 1567 befand sich hier ein evangelisch lutherischer Prediger mit Na¬ men : Gregor. Der hier gelegene Boden kragt Getreide, und Weinqewächsc. Hier ist der Bostwechsel zwischey Bösendorf, und Möttling; wie auch der Sij bes Kreisamtes» «r-Mü-S I G?yarfenbrry, (Svivven) ei» Schloß, ^ud Markt zwischen Laybach, unb Ratschach, Meilen von dem ersteren Orte, und Eint von dem letzteren. Das alte Schloß ist auf *Men ungemein hohen, spizigen Felsen gelegen. Selficnbertz , s Susenberk ein Schloß, l"id Markt 6 Meilen unterhalb Laybach, und 2. von Rudolphswerder an der Gurk gelegen. Hier ist eine Papiermühle. Sittich, (Sitizenä, Litldium) rkr Cister- l^nserklvsicr , zwischen Lapbach , und Ru- "vlphswcrber, von beyden Orten 4 Meilers ^Ufernti. Dieses Kloster wurde von Peregri- '>us, Patriarch in Aglar 1125. gestiftet. Das '»er gelegene Stift wurde r/84 in eine De- chantcy und Pfarre umgeändert. Der hier ge¬ legene Wald, in gemeinen Leben Sittiske Borst Senannt, trägt Eichen, Und Buchen. Lref- Slnpnize, ein Dorf zwischen Osterberg, und Litey. Der hier gelegene Wald ist reich- Gültig an Kastanien. g. Gopold , ein Fluß hinter Bilichberg. Derselbe führt Forellen, Barben, Krebsen re, Ratfchach fällt er in die Save. . Temeniz, (Temenza) ein Dorf gegen Seis- 'knberg, und Treffen gelegen. H-tr wird viel ^Uchwejzcn gebaut; und auch die Hornvieh.- Mt stark getrieben. Der Ort HM Mangel an Nasser, iLs Treffen, (Treben) ein Schloß, und Herr¬ schaft zwischen Laybach, und Nudolphswcrder, -on dem ersteren ä, und von dem letzteren zwcy Meilen gelegen an dem Fuße eines Ber¬ ges Key dem Fluße Temeniz- Treffen , ein Dorf an der Temenitz. Hier ist eirr guter Getreideboden, und trefflicher Wiesewacys. Der hier gelegene Wald trägt' vorzüglich Buchen. Stz. Veit, ein großes Dorf bcy Sittich. Der Ork hat gutes Baufeld, auch wird die Viehzucht ämfig getrieben. wüMnspery, (Bogenspcrk) ein Schloß, und Herrschaft 4 Meilen unter Laybach gele- Zen. Däs Schloß lregt auf einem hohen Ber¬ ge , und «st ganz mir Waldungen umgeben. In demselben har Herr von Valvasor 1678 eine Kupftrbrukerey (die erste in Krain) auf eigene Kosten errichtet, und unterhalten. Zu L» ange des i7tcu Jahrhunderts wurde hier Geld ge- inünzet. Bis in das Jahr 16)0 Haben dieß Schloß sammt Herrschaft die Herren Wagen besessen. Im Jahre 1672 kam in Best; dessel¬ ben Herr vnn Valvasor. Der in dem Schloße befindliche Brunnen hat eine Tiefe von ra Klaf¬ ter. In dieser Gegend bricht schwarzer , und gelber Marmor. weichselberg, (Vischna Gora) eine lan¬ desfürstliche Stadt bey Weichselburg. 157^ wur¬ de den Einwohnern dieser Stadt verkochen, evangelische Prediger zu halten. Die Gegend hat wenig Ebene. Die hier gelegene kleine Waldung trägt Buchen. weich- tVerchsebburg , ein Schloß, undl Herrschaft »wischen Laybach , und Rudolphswerder auf nnem sehr hohen Berge gelegen. Die Here- 'chafl har ihr eigenes Landgericht. Zm Jahr. war Albrecht von Weichselberg Belize: ^wser Herrschaft; 1581 ist dieß Geschlecht mit T^tl, und Friedrich von Weichselberg erlo§ 'chen. Hier befindet sich eine Stahlfabrier. , ^eroui-.a, ein Dorf bey Wagensperg Hier i»ld viele Schmiede in Eisen angesessen. Mieter Rrain (metlishe Krai) Dasselbe grenzt nordwärts an Unterkram, »stwörts an die Kulp, südwärts an Libprnt- und westwärts an Inncrkrain. Dieser ^-heil des Landes ist ganz Gebirg. Man rech¬ et zu seinen vorzüglichsten Bergen: den rftiedrichstein, Lozberg, Mokriz, St. Pet-ers- °ikg, Schneeberg, und den Oskokcnbcrg. Auch Waldungen ist dieser Landcsdisirict sehr ge- Nnet, darunter die bekanntesten sind: der ^«nLder -- Friedrichsteiner - Jauarnig - Kessel- Eichinger-, Mokrizer-, Neifnizer-, Schlei- ^»er-, und Uskokerwald. Au den vorzüglich¬ en Flüssen werden die Kulp , Gurk, Igg, Laybach gerechnet. Die Weingewächse nud von keinem Belange. Die besten sind 7°ch um Möttltng. In diesem Landesbezirke B der allgemein bekannte Cirknizerfte gelegen« Waldungen tragen Fichten, Tannen, und suchen. In diesem Landesviertel sind eigent- ich viererley Gattungen von Einwohnern, Krainer , Goltscheer, Walachen; uni» Kroaten. Jede dieser Natron unterscheidet sich »st.,einander in der Sprache, Kleidung, Sit¬ ten, r6» ten, und Hanbthierung. Ihre vorzüglichste? Nahrungsgewerbe sind die Verfertigung der Töpfergeschirre, Holzwaarcn, nnd das Kalk¬ brennen ; andere handeln mit Honig, und Billichhäuten; auch gibt ös unter ihnen viele sogenannte Säumer. In diesem Landestheilt sind 4 Städte, 6 Märkte, 4-; bewohnte und 12 verödete Schlößer. Die hier gelegenen, vot- züglichsten Orte find: Aktkirche, in der Gottschee. Hier wer* den viele Holzwaaren vecfcrligt, und damit in, und außer Land gehandelt- Auerspery, (richtiger Aursberg, t^ura- xinM)'ein Schloß, uyd Markt zwischen Layb- ach, und Neifniz gelegen; 1067 hat Conrad von Aursberg den Schloßbau anfangen lassen. Das neue Schloß liegt auf einem sehr hohen Felsen, Und ist sehr solid gebauet- Von dem Schloße, und der Herrschaft ist die älteste, Und Hauptlinie der fürstlichen, und gräflichen Aursbergischeu Familie seit 722 Jahren Be- fizer. Bruirnenöorf, ein Dorf am Flüßchen Igg, Die Einwohner dieser Gegend ernähren sich meistens durch Handel mit Holz, Kalk, rc. welche Produkte sie mittels des genannten Flußes nach Laybach bringen. Der hier gelegene Morast macht die Gegend etwas ungesund. Bukauza, ein Dorf bey Reifniz. Seine Einwohner ernähren sich mit Verfertigung verschiedener Holzwaarcn, als: Schachtel», Boding, Teller, Schstßein rc» Lar- Larlovsly, hey Cirknttz; hier steht eine Glashütte, in weicher verschiedene Gattungen ^on Gläsern, als Trinkgläser, Uhrgläser rc. sehr weiß, und rein verfertiget werden. Der Eigenkhümer dieser Glasbkrserey ist ein Bauer aus Cirknrtz. Lirkniz, (Zirkniza) ein Markt am See gleiches Namens, und dem Fluße Vrohitza, 5 Meilen südwerts von Laybach. Hier wird ein nicht unbeträchtlicher Handel mit Meersalj getrieben, welches wöchentlich die Karster hier¬ her bringen, von welchen es die krainerschc« Säumer abnchmen, und weiter damit nach Laybach, und anderen Gegenden handeln. (Lirknizersee, lacus lugsuL, liegt 6 Mei¬ len südwerts von Laybach, und ist von Ge¬ birgen umschlossen. Seine Länge wird auf r Und die Breite auf 1/2 Meile bestimmt. Der Umkreis des ganzen Thales, in welchem dieser Cee gelegen, soll 8-9 Meilen betragen. Sei¬ ne Liefe beträgt nahe gegen das Ufer z bis 4 Klafter; da aber, wo Gruben sind, steigt die TiefeHtothwcndig höher. Der See erhält auS den ihn umgebenen Gebirgen, die reichhälttK an Wasserbehältern sind, seine Zuflüße, mehr, ober weniger, nachdem die Jahrszeit, der Re¬ gen die Behälter mit Wasser erfüllt; daher kömmt cs, daß, wenn in einem Jahre der Regen sehr häufig ist, oder wenn der Regen durch mehrere Jahre anhält, auch der See nicht ablänst, vielmehr das Bett überschrei¬ tet. Hierzu kommen die Wasserzuflüße, wel¬ che dieser See durch seine unterirrdischen Wasser¬ behälter erhält. Hierdurch wird es einleuchtend, L daß Laß dieser Ger, wie gewöhnlich die-Lage geht, jährlich nicht immer ganz ablänft; mithin ist auch die Behauptung unrichtig, daß man jähr¬ lich aus dieser ganzen Seefläche ernten, fischen, und jagen könne. . Gegen Norden hat man Ebenen, welche zum Getrcid-und Wiesenbau dienen. Der Dörfer werden neun, der Kirchen 20 und der Schlösser 2 gezählt, welche um den Hee gelegew. Die Dörfer nennen sich: Laste, Obcrftedorf (Verchjcstro) Unkerdorf (Dolj- rravas) Lipse; Martmsbach (Martini Potok/ Hersve^za, Grehovo, und Ottock, welches Mitten in der See auf der Insel Vornek west- werrrl gelegen. Zu den bekannten Quellen, welche den See bilden, gehören: die Sitarza, Lresscnz, Malla - Ponlkua; Rcitiza , Reine, Kateriazh, Slatavrz, Zenizhe, Eersnschiza, Wartinsbach, Cirknizerbach, Oberg, und Lip- sinziza. Das Eebirg , welches von diesem See südwestwestwärts gelegen, wird Jaöornick ge¬ kannt, gegen Norden liegt der Berg Elivenza. Die Inseln, welche in diesem See gelegen, sind: Vornek, auf welcher das Aörf Ortok mit einer Kirche gelegen; Velka Goriza, und Mala Gvriza. Die letzteren zwey Inseln sind kleine Lustwäldchen. Mt der Insel Horstek ist mittels eines Kanals die Halbinsel Dorvv- schcz verbunden, gegen Sübwest des Sees sind zwey große Locher, welche Urama jamma und Sekalduce 2 --o.t werden, etwas höher, als der See Lgb über eine Klafter hoch und drei' n: Ärrs demselben stürzt, wenn es doune; ne Menge von Wasser mit be¬ sonderem Uugestsimm bey g bis 4 Klafter breit, überhaupt brechen die Wässer bey einem Don¬ ner- Z-6Z »erwekker sehr heftig und häufig aus ihre« köchern. *) Dolnepnaves, ein Dorf, bey Neifniz. Hier 6nd viele Töpfer angesessen. Dürres Rram, (sonahu crain») nennt inan jenen Erdstrich, welcher von Laybach süd- werts, und nordwerts gegen die Gurk gele¬ gen. Seine Länge wird auf 5 Meilen be¬ stimmt. Den Ngmen erhält die Gegend von dem Mangel des Wassers, woran es leidet. Dieselbe hat eigentlich keine Brunnenqurchen; sondern bey anhaltendem Regen kömmt an ei¬ nigen Orken Wasser hervor. Die Bewohner dieser Gegend sind daher bemüßiget, das ihnen nöthige Wasser von der Gurk zu nehmen. Einöd, (Alteinöderwald, Stateiske Borst) gegen die Gurk, 7 Meilen von Laybach gele¬ gen. Die Waldung hak Buchen , Fichten, und Tannen. Von Thieren kommen vor Hirschen, Rehe, Schweine , Füchse , manchmal)! auch Wölfe, und Bären. Zrepenthurm, (Podbreische) ein Schloß, Und Markt an dem Kulp , /2 Meilen von Layb¬ ach, und 2 von Mottling. In den älteren Zeiten hat man die hier gelegene Gegend die L 2 win- Don diesem See geben mehrere Nachrichten: Dalvasors Iter Tbeil IV B. Seite üz<- dann deS k. Kammerraths Anton von Steinbergs gründliche Nachricht von dein Cirknizersee im inneren Äraiw Dieselbe erschien im Druck zu Laybach -7SL mit zz Äupferbl. und HacquetS l Theik «r^e- «Assr. crrn. L. ns-140. r6,4 windische Mark genannt. Hier herrscht größ- tentheils die kroatische Sprache, Zriedrichsiein , ein* oberhalb der Stadt Gottschee gelegener Berg, der größtentheils Buchen trägt. Gottschee, (Chvtzschevie) eine Stabt mit einem Schloße, 8 Meilen von Laybach an dem Fluße Rerfniz. südwerts gegen den Kulp. Im Jahre 162z ha! die Herrschaft Gottschee den TiM einer Grafschaft erhalten, womit die Herrschaften Reifnlz, und Pöllant vereiniget worden sind. Von der Grafschaft Gottsched ist das fürstliche Aursbcrgische Haus Besizer. Außer der Pfarr in der Stadt Gottschee sind m dieser Grafschaft noch 6 Pfarren gelegen, als: Altlack, Muffel, Nesselthal, Lschcrmosch- nrz , und Ossiuniz. Dann liegen auch da-- rin die Dörfer: Altkirche, Graflindcn, Ha- senfell, Hinterbach, Klemlack, Oberloschin, Mälzern, Riet, Schalkendorf, Smuck, Weift sensiein, Zcrmoschniz, Moswald, Kcrndorf, Unterioschrn, und Kofflern. Don dem Namen Gottschce hat man verschiedene Meynungcn» Einige leiten ihn chon den Gothen her, an¬ dere von Golt, und einige von Gut. Die Einwohner, im gemeinen Leben Chottschcvari genannt, haben ihren bcsonoren Dialect, ihre eigene Kleidung, welche aber selbst unter ihnen verschieden ist ; z. B. einige tragen Hü¬ te, andere schwarze Kappen; einige kleiden sich lang, andere kurz. Statt der gewöhnlichen Hosen tragen einige sogenannte Schlafhosen von Leinwand , weiche bis zum Schuhe reichen» Der Kopf ist gewöhnlich geschoren; nur oben der Stirne haben sie ein kurzes Zöpfchen- Vie- r6z "Vrele tragen einen Bart. Ihr Seitengewehr besieht in einer kleinen Hacke. Die Frauen tragen kurze Röcke, lange, Oberröckc ohne Aermel. Ihr moralischer Characktcr ist der beste; im Uibrigcn sind sie sehr abergläubig. Sie glauben an Hexen, Zauberer), ans Schn- hcwerfen rc- Ihre Haudthierung besieht in Verfertigung der Leinwand, verschiedener Holz- waaren rc. Ein großer Theil von ihnen macht Hausircr und mit welchen Maaren sie von Laude zu Lande herum wandern, sagt uns das Gesez vom 14. April 1785, vermög welchem deu Gokrscheern erlaubt wird, mit folgenden Waaren zu handeln, als da sind: gemeines Daums!, italienische Früchte, Pomeranzen, Limonini , Zitronen, Granatäpfel, Margariten Kastanien, Datteln, Bockshörnel, Haselnüße, Feigen, Zibebcu, Weinbeeren, Kapern, Reis , Sardellen, Schildkröte, .Calamari, Lorber- blättcr, Austern, Tragwein, und Muscheln. Mit diesen Waaren dürfen sie in Oestreich, und Ungern nur zu den Jahrmarktszeiten han¬ deln , und müssen-zugleich mit obrigkeitlichen Pässen, welche nur ein Jahr gelten, versehen seyn; eben so haben sie sich mit jenen Maa¬ ren , welche aus Ungern, und den Seehäfen kommen, mittels der Zollbollcten zu versehen. In der Gottschee baut man vorzüglich Buch weizen, Mais, Hirs, und Hafer. Unter dem Federwild sind die Wachteln im dieser Gegend sehr häufig. Gutenfekd, (Dobrepolo) ein Dorf im so- Zttiaunten dürren Krain gelegen. Hier sind viele Salzhändlcr angesessen. Sie sezen.das Salz cheils gegen baares Geld, therls auch Segen Getreide um. L Z Iarr- r66 O JauermE, (Javornick) ein sudwerks vom Cirknizersee gelegenes hohes Gebirg, welches Tannen, Buchen, und Fichten tragt. Dieser Berg ist ein Theil von dem bekannten Birn- baumwald. In dieser Bergkette sind die Vi¬ per» sehr häufig. IM, ein ebener Boden an dem Fluße Laybach und Jgg. Der untere Theil ist Mor¬ land , mithin" ungesund. Auf dieser Ebene bauet man Erbsen, Bohnen, Linsen, Wicken rc. Auch sind die Wiese» fruchtbar an Heu« Die zween Flüße Laybach, und Jgg geben den Anwohnern am leztcreu Fluße viele Gelegen¬ heit- mit Holz, Kalk, rc. nach Laybach zu handeln. IM, ein Fluß, dessen Lauf von Süden nach Norden ist, und sich südwerks tzonLayb- ach mit dem Flusse gleiches Namens verei¬ nigt, Oberhalb Lack fällt in den Jggfluß der Aischbach und oberhalb Turnick der Seleincr- bach. Dis Orte, welche ltier gelegen, sind: das Dorf Jgg. Unter demselben liegen: Tuv- nick, Hammerstill, Selimble. Reffelwalö, dicht bey Aursberg. Er trägt Fichten, und Tannen. Rossel, ein Markt mit einem Schloße, auf einem hohen Felsen, an dessen Fuß der Kulp vorüber fließt, io Meilen von Laybach, und 2 von Gottschee. Das Schloß, welches ober dem Markt liegt, hat den Namen: Gra¬ fenwart. Hier trägt man sich, und spricht ge¬ wöhnlich kroatisch. Rulo, 167 LuLp , ein Fluß, entspringt in Kroatien w dem gegen Süden gelegene» Gebirg, Se- Aina, genannt. Sein Lauf ist nordwerts, wo sich bey Osiuni; der Zudranfluß mit ihm ^reiniget. Von hier ?st der Lauf nordwerts. Aey Rakowiz verläßt er Kraiu, und sczt den "auf nach Kroatien zu der Save fort. Die Otte, welche an das nordöstliche Ufer des Kulp grenzen, sind: Grinbowitz, St Anna, Kostel , Radovinza , Dalmaniva , Ottock, Wolfsdvrf, Weiniz, Syll, Freythurm, Tri- bntschc, Grible, Krasinize, Vainovitsch, Ober¬ rod, Unterbrod, Bssnakowiz; etwas von die¬ sem Dorf oberhalb bey Rakovitz vermischt sich Mit dem Kulp der Camniza Bach. Das ganze südliche Ufer dieses Flusses macht die Grenze zwischen Krain, und^Kroatieu. rc. Won de» Flüßen, welche sich mit dem Kulp vereinigen , sind vorzüglich zu nenne« r die Lachina/und Kropp. Laß, (koosch, lssckium) eine landesfüest- liche Stadt mit einem Schlosse am Fluße glei¬ ches Namens. Der Ort wurde 1477 aus ei- *>e.n Markte zu einer Stadt erhoben. Die Einwohner dieses Ortes sind größtentheiis Lederer; auch wird die Pferdezucht -getrieben. Auf den Wochenmärkten wird siel mir Salz, Getreide gehandelt. Laschin, ein Wald in der Gottschee ge- legxn. Er trägt vorzüglich Buchen; hat viel Wildbret, auch lassen sich manchmal Wäre» sehen. r 4 m,- r6« Mokrih, ein hoher Berg, unterhalb Igg gelegen. Er trägt Tannen, Buchen, und Fichyn. Mottl-rnF, (Metlika, Nctstullum ) ein« ländesfürstliche Stadt an der Poststrasse nach Kroatien, 7 Meilen von Laybach, und 6 von Karlstadt. Der Postwechsel ist zwischen Rn- dolphswerdcr, und Novogrod in Kroatien ge¬ legen. Die hiesige Gegend hat gute Weingc- rvächse. Im Jahre 149z hak hier Andreas von Hohenwart ein Spital gestiftet. Die hier gelegene Pfarr hat den Titel einer Probstey; auch ist hier ein teuksches Haus gelegen. S. Windische Mark. pergoriza, ein Dorf bcy Reifniz. Hier wohnen viele Töpfer. Reifniz, (Ribenza) ein Markt mit einem Schloße am Fluße gleiches Namens / südwerts gegen Gottschee. Markt, und Schloß liegen eben, und werden von Gebirgen umschlossen; nur gegen Gvttschee ist die meiste Oefnung. Das Flüßchen Reifniz führt schmakhafte Forellen. Hier sind viele Töpfer, und Holzwaarenfabri- kgnten angesessen; auch wird mit Bilichhäuken gehandelt. In Folge des Gesezes vom iten Dezember 1785. §. 15 wird de» Unterthanes der Herrschaft Reifniz das Hausiren in den säinmtlichen Erblonden mit diesen Maaren ge¬ stattet, als: mit Topfcrgeschirren, Schachteln, Sieben, anderen Holzwaaren, Bilichfellen, und Bauernpclzen. In Rücksicht der italieni¬ schen Früchte genießen sie mit den Gottschee- «rn gleiche Vorzüge. Der Rclfnizer Wald ttägt Buchen, und Fichten; und ist der Auf¬ ruf Enthalt v»n vielen Hirschen, Rehen Wilö- fchweinen re. Schneeberg, (Snesnick) ein sehr hohes Gebirg, dcffcn größte Ausdehnung von Süden "ach Norden ist. Am nördlichen Fuße dieses Berges ist ein Schloß gleiches Namens gele¬ gen. Dieses Gcbirg hängt südwestlich mit den lulischen Alpen zusammen, und dehnt sich ost- südwerts gegen Kroatien. Smuch, ein in der Gottschee gelegenes -Dorf, jn welchem viele Schindeln gemacht "werden. Tschernernl, ( Tschernombl) ein kleiner landcsfürstlichcr Markt am Lachinafluß, nord¬ wärts gegen Möttling, und ostwärts gegen den Kulp. Hier sind gute Weingewächse, und trächtige Wiesen gelegen. Jn der Stadt ist ein Schloß, und eine Kvmmenthurey des teut- schcn Ritterordens, welche der Laybachischcn Kvmmenthurey zugcrheUt ist. 1467 haben Ge- °tg, und Kaspar Tscherneml, oberste Mund¬ schenken in Krain das hier gelegene Fcanzis- tancrkloster gestiftet. Uvkokenbery, ein hohes Gebirge zwischen »er Gurk, und dem Kulp gelegen. Di« Ein¬ wohner, welche hier zerstreut wohnen, nennt Wan. Walachen. Sie bekennen sich zu der nicht Wirken Kirche. Die Viehzucht wird stark ge¬ trieben. Die hier gelegenen Wälder tragen *chle Kastanienbäume. Die Einwohner reden walachjsch, und kleiden sich auch nach dieser Nation. j 5 Ver- 7. yershnevi; , ein iwrdwcrts von dem Ur¬ sprünge des Kulps gelegenes Gcöirg. Die hier befindliche Waldung gehört theils dem i» Kroatien gelegenen Eisenwerk in Ahubcr, theils nach Gottschee. In diesem Walde ist eine an Steinkohlen sehr trächtige Gegend. Der Berg Beschneviz besteht aus weißem Kalkstein. wein«;, fViniza) ein Markt mit einem Schloße in der wmdischrn Mark, 2 Meilen von Lscherneml. Hier wird ein schmackhafter Wern bereitet. wmdisthe Mark, (Vlnckornm Nnrclüs) Derjenige Erdstrich, welcher zwischen der Gurk, und Kulp gelegen, hat den Namen: die wiu- bische Mark; und enthält diese Orte, als- Mvttkkng, Elscherneml, Weiniz, Tributsche, Gradez, und Freythurm. Diese Mark kam 1^64 von dem Grafen Albert von Görz erb¬ lich an den Herzog Albert, und Leopold von Oestreich; und im Jahre 1^74 wurde die Mark sammt Istreich mit Krain vereint. Inner Rrain. Darunter begreift man den am Karst, und Poick gelegenen krainerschen Erdstrich. Derselbe grenzt gegen Norden an Unterkrain, gegen Osten an die Gottschee, gegen Süden an Istrien, gegen Westen an Friaul, und gegen Westnord an Oberkrain. Zu den vorzüglichste» Bergen dieses Landesbezirkes gehören die kor¬ nischen Alpen, der Berg Nanas, und der Berg Tfchernekal. Won den in diesem Kreist gelegenen Wäldern sind die bekanntesten der iKirnbaumwald, und Lossawald. Der ssge- nann- Kannte Wipscher - Boden ist seiner guten Mttngewächse wegen bekannt. Von den Flüs- / welche das innere Kram bewässern, sind ük nennen: die Feistriz, der Fluß Timävo und djx Wjpach. Dieser Landcsbezirk ist be- anders seiner Berghählen wegen bekannt^ zu Welche« gehören die Grotte am Adelsberg, die "rotte im Walde Loitsch, die Grotte beyNußdorf, ^ud jene beySerf. Auch in diesem Landesbezirke und djr Einwohner von viererlei) Gattung. theilen sich in die Karsier, Wipacher, ^lchitscher, und Krainer. Jede dieser Gattung Menschen hat, so zu sagen, ihre eigene Spra- Ar, und unterscheidet sich in Sitten, und Kleidung von einander. In diesem Kreise sind 9 Märkte, gy bewohnte, und y verödete Schlößer. Hier folgen die merkwürdigsten in diesem Kreise gelegenen Orte. Dieselbe,? sind: Adelsbery, ein Markt mit einem Schlos¬ se an der Kommerzialstrasse nach Triest, 6 feilen von Laybach, 6 von Triest, und 7 Fiume. Hier ist gute Pferdezucht. Das ^er gelegene Gebirg, an dessen Fuße der ^.arkt Adelsberg gelegen, macht die hier be- undliche Grotte merkwürdig. Von hier geht Poststrasse über die julischen Alpen durch ^n Birnbaumwald nach «Vrewald, wo sich die Dosistra^ rheilet. In Adelsberg ist der Post- wechsel zwischen Laß, und Hagurie; wie auch Siz des Kreisamtes. Alben, (Planina) ein Markt, eine Meile wni Adelsberg. Die hier gelegene Kemmer- swlstrassx kömmt den Einwohnern gut :u stak¬ en, »ad befördert in dieser Wgend die Vieh- iNcht 172 Virnbaumwald , (Kruscheza) ein in dc:r fulischen Alpen gelegener beträchtlicher Wald/ welcher in den älteren Zeiten Vyrn, oder Bynr (Birg ) genannt worden. Mau kennt dieses Gcbirg unter dem Namen , die julischcn Alpen, welche eigentlich den ostsüdlrchen Thest der kaniischen Alpen ausmachcn, und sich bis nach Kroatien hinzn-hcn. Da, wo diese Berg¬ kette am schmälesten ist, beträgt ihre Breite doch drey Meilen. Von den Holzarten dieses Gebirges sind die Fichten , Buchen > und Tan¬ nen die bekanntesten. > Rrenr, ein Markt mit einem Schloßt «nf einem Berge, an dessen Fuße sich die Ne¬ ka dahinschlättgeit. ^Lünöel, (Stubenz) ein Dorf bry Nu߬ dorf. Hier ist guter Weizboden. St. Johann, ein Markt am Timävo. Die Gegend ist ihrer Oelbäume, und guten Weine wegen bekannt. Freudenthal, (Bistra) eine Karthaus zwischen dem Berge Loitsch, und dem Fluße Laybach gelegen. Der erste Grund zur Stif¬ tung dieser Karkhause wurde vom Herzog Ber¬ nard in Kärnten 12^5 gelegct. Der Besitzer von Hasberg hat sein Fjschrechk auf dem Eirk- uitzersee dieser Karthause überlassen. Man fischt in diesem See Ruten, Schleien und Hechte- Da Luthers Lehre in Kram Eingang fand, folgten derselben viele Mönche in dieser Kar¬ rhause ; daher es schon daran war, sie aufzu¬ heben. Ihre Erlöschung aber wurde dem Jahr 1782 Vorbehalte». Rar- 17z Rarnisci/e ?ilpkn , westnordwc'rts gele- Un. Diese Alpru werden in die sogenanw- ^n larnischen, und julischen abgerhciiet. Die Äderen find westnordwcrts gelegen. Ihr An- ^ng jfi oberhalb des Ursprunges der Save; biefiiben dehnen sich bis zu dem sogenannten Wnbaumwald, als dem Anfang der julischen Wen. Der bekannte Berg Terglou ist in den Wnischen Alpen gelegen, und macht eii^n Wil derselben. Rarst, (Nakrassol nennt man jene Ge- Kend , welche sich unterhalb Wipach nach Se- Uescksch stber den Gabcrg bis an das adriati- lche Neer hinzieht. Ich eheste diese Gegend ju den oberen, das ist, nördlichen: und süd-, Wen, das ist, unteren Karst- Den oberen Wil nenne ich den krainerschen Karst. Dcr- silbe wird von der nordöstlichen Seite von dem Daberg, und dem Rcckafluß begrenzt. Jener Wil hingegen, welcher sich von hier bis ans ^drjatische Meer hinzieht, ist der größte; und m Mir unter dem Namen: der istrefthische ^arst, bekannt. Der Gabcrg ist zwischen Pre- Astd, und Cornial gelegen. Uiber diesen Berg. >uh" der Weg nach Triest. Dieser Berg liegt von Maybach z und von.Triest 4 Meilen entfernt» Ws diesem Berg macht der Wind, welcher in Dieser Gegend sehr wüthend ist, die Reise be¬ schwerlich. Es ist nichts seltenes, daß er die lchwerestcn Frachtwägcn danieder schleudert. Wn der eigentlichen Beschaffenheit des Kar- , seinen Einwohnern, und Produkten wird,, uey Jstreich Nachricht mitgethei'lt. Lshitsch, (Loqatesch) ein Schloß mit eis Markte an der Poststrasse nach Görz. .^>er find viele Säumer angesessen. Der hier uw- r 74 unter dem Namen: Lohitsch gelegene Berg'ist ein Zweig der julischen Alpen. Nanas', ein steiles Gebirg, an dessen Fu^ se der Markt Wipach, und Ex. Veit gelegen» Es ist ein Zweig der julischen Alpen. Nußdorf, wesiwcrts von Prewald. Der hier gelegene Boden bringt sehr guten Wetzen hekvor. Oberfeld, ein Dorf bey Wipach gelegen hat gute weiße, und rothe Weingewächse. Mberlaybach, ( Vehrnika ) rin Markt der Strasse nach Triest, 2 Meilen von Layb- «ch, und io von Triest. Etwas oberhalb Les Marktes entspringt derFliiß dieLaybach, genannt. Dieser Fluß kömmt dem Orte ungemein zu stat- ten; die hier befindlichen Handelsleute führet« «inen einträglichen Spedijionhandel. Diest Gegend ist auch merkwürdig, da hier die juli- schcn Alpen von der nordöstlichen Seite de» Anfang nehmen. In der Gegend um Ober- laybach find die eigentlichen Kramer angests' ftn. , . , prewald, (Prevale) ein Dorf am Fuße -es Berges Nanas, 2 Meilen von Adelsberg/ 4 von Laybach, 4 von Triest, und 6 von Gör;. Die Poststraffe theilt sich hier in zwee" Theile. Die westwerts gelegene Strasse führt über den Karst nach dem Friaul; und die süd- werts gelegene über den Gaberg nach Triest. Gcnofttsch, (Senosezhe) ein Schloß, und Markt auf dem Karst am Gaberg an der Strass »75 Krafft xiach Triest gelegen. Hier ist eine ^mzniederlage. Im Jahre" 1400 hat der Ort ven Herren von Wallsee gehört. Nach deren Abgang kam derselbe an Oestreich. Berf, (8ervvlo) ein Schloß, nnd Herr¬ schaft mit einem Landgerichte auf dem Karst Jegcn die Strasse nach Friaul. In dieser Ge- Mb wird viel Oe.l gepreßt, und vortrefiicher ^ss'in, welcher unter dem Namen, Lscher- stekali bekannt ist, gewonnen. Hier ist die Grotte merkwürdig, welche sich hinter dem Schloße St. Servolo befindet. Herr Profes- Hcwquet glaubt, daß dieselbe die tiefeste !E ganz Krain sey. Er hat sich mittels der stricke 50 Lachter tief hinabgelassen. Mau lchbet darin sehr geräumige Gewölber. Sie gud, wie gewöhnlich mit Tropfsteinen ang«- sulir, welche verschiedene Verzierungen machen, zwischen Serf, und Neuhaus sind Abkömm- ungx der Japydyer angesessen. Man nennt sie Kitschen (Ihtzche). Ihre Sprache ist slavisch; Htrnischt mit dem iüyrischen Dialekt. Ihr Hauptgeschäft besteht im Salzführen. Im Steinschleudern sind sie ungemein geübt. Sie haben ihre eigene Kleidungsart, wovon Hacquet st 'gten Theile seiner Oryctographie S. 44. t>ue Beschreibung giebt. . Timavus, ein Fluß der schon den Alten gekannt war. Uiber dessen Ursprung, und ^auf gibt es so viele Meinungen , als Schrift¬ steller von demselben geschrieben haben. Vir- Mus , und Mela geben 9 Quellen von diesem Hluße Strabo, und Cluver bestimmen sie- en. Der letztere läßt ihn bey der Kirche vts St. CanzMn in Krain entspringen, wo er o— 17-4 er sich bald in die Erde verlieren, und u^ einem Laufe von 14 Merlen zwischen St. bann, und Tybein wieder hervor kommen soll' Das Gewisseste, was man heute vvn dieses Fluße weis, ist dieses, daß derselbe zwischen Friaul, und Zstrcich bey Tybein aus sieben Orten hcrvorquillt, und sich ins adriatiscl)^ Meer verliert. Das Wasser ist ungemein kalt, und macht die Gegend sehr ungesund. Tybein, (lluiu, Ouincch ein Graf de la Torrisches Schloß auf einer Anhühe, am Fluße Limävo gelegen. In dieser Gegend blühen vic- le Olivenbänme, welche gutes Sei geben; auch werden die Weine, welche die hier gelegene Gegend erzeugt, sehr gesucht; so wie hier schwarzer Marmor bricht. Tomai, ein großes Dorf am Karst ost- wcrks gegen Prewaiö gelegen. Die hiesige Gegend ist an gutem Obst, und Wein ge¬ segnet. T scher ne kni, sieh Sersi- M.'pach, (Vipava) ein Fluß, welcher dem Berge Nanas entspringt, westwcrts deu kauf nimmt, oberhalb Rcntsche Krain verläßt und im Friaulischen bey Rubia in die Lisynzc) fallt. Bey deutsche macht er die natürlich^ Grenze zwischen Krain, und Friaul. Diese/ Fluß war den Alten unter dem Namen : ssri- Zistur. ünvins bekannt. Er führt Lachsförs. Mit dem Wipachcrfluß vereinigen sich die Ba" che Mozhiunicr, und Bella. wip- 177 Wipach, ein Markt am Fluße gleiches Samens, wird von der Nordosiseite von dem Berg Nanas umschlossen. Im vorigen Jahr¬ hundert stand hier nordwärts gegen den Fluß Hvbl ein Eisenhammer mit einer Schmelzhät- te; bcyde aber sind eingegangen. In Wipach Werden noch viele Kupfergeschirre verfertigt. Die gelegene Gegend ist ^vorzüglich ihrer gu* Weingewächse wegen bekannt. Man hak kochen, und weißen Wein. Der erstere wird Gerant, Marcewin, Pigcol, und Refoschk» 8Mannk» . Nachstehende Tabelle zeigt die Lage der be¬ schriebenen Gebirge, Flüße, Städte, Märkte, Und Dörfer nach den Kreisen: Adelsberg - Alben - Allein öderwald Alchammer - Altkirche - Arch -7 » - Asling - - Anrsbcrg - Barcholomä <- Villichgräj - Birnbaumwald Bleyofcn - Bösen - , Bren, - § Brände! - . Brnnnendorf ^Bukauza - >78 Ja»- L7- W s r8o rFi Z8L Da in vielen Schriften, auch in manchs geographischen Charte die Orte nicht selten naÄ dem krainerischcn Dialekt aufgeführet werde»; so dürfte nachstehendes Verzcichntß, weicht »sn jeder kraine^schen Ortbenennung auch gleich die teutsche anzcigk, hier am rechts Orte stehen. Per Sueti Alene, St. Helcnaboden» Bajsenfels, Weißenfels Bassenstein, Weißenstein Bistcrza, Feistritz. Bistra, Freudenthal Bitina, Fcuchting Bled , Feldes, auch Veldes Lohina, Wochsin. Bochniska Sava, Wochrinerftr Dogensperk, Wagcnsperg Choschevie, Gottschee Lesse, -sr d°lle, Glley ^irkensko Jesero, Cirknizersee ^lano, Klan ^reinskagooa, Krainberg. ^arenfta Stran, Unterkrai» Dobrepvle, Gutenfeld Dolejnanas, Unterdorf Dougart, Langeneck »uuin, 'Lybein b)allenberska Planina, Gallenbergische Alpen, Aürenska Stran, Oberkrain «°teska. Einöd Aainma, Lueg. -5aveuerniza, Jauerbnrg. Amhavv, Jauchen. ^essenize, Asling. Keza , Iga. Jstrianske, Zstreich- Kamnez, Stein. , ,,. , Eainenogoriza, Stembuhel. Kamenska Bisterza, Steitterfeistrij. Kerka, Gurk. Kersko, Gurkfeld. Kolovrath, Kollobrath. holten , Keffelwald. ^astainaveza, Landstraß, Arain, Krainburg. ^topa, Kropp, raschko, Tüffer. ^üzhna Gora, Lazhenberg ^'pnitza, Leibnitz, Atja, Lithey. ^vgatcz, Loitsch, ^osch. Laß. jablana, Laybach , Stadt, rnblanja, Laybach Fluß. M4 Kch- 184 kubno , Laufen. Matena, Höflein« Martini Potek, Martinsbach. Mekyne, Minkcndorf (Mönchendorf) Metlika, Mötling. Metlisyke Krain, Mitterkrain« Mokrize, Mokriz. Mokronog , NassenfuZ. Mvrautsch, Moreitsch. Mudia, Gallneckerbach Najesero, Scedorf. Naplaushe, Blcyofen. Naselciso, Eisenberg. Nastarmkladue, Althammer. Norm Hicha ) Neuhaus. Novigrod. ) ^^uyaus. Novo Mesto , Rudolphswerder» Nazirknom, Zirkna. Nakraffo, Karstboden. Osterverch, Osterberg. Penovzhe, Ponavitsch. Perkamneku, Steinerbode», Pcrterfizhe, Neumärktlerbodeu. Per Sertjanscho, St. Johann. Postvina, Adelsberg Piuck, Po»k. Planina, Alben Plerarje, Pletriach. Podpetzhit, Gallenstein. Podbreschie, Freyenthurm. Podorehek, Nutzdorf, Schloß. Polane , PZland. Postojna, Adelsberg. Porhargradez, Bilichgräj, Potstredo, HZrberg. Präsberg, Mostrte. Prevale, Prewald. Ptusa, ZZ6 dtuja, oder Tuy, Pettau. ^"dezhe, Ratschach Nadovelza, RatmannSdors. ^aka, Arch. Abenja, Reifniz. §°gatez, Rohrtsch. ^oschija, Ricts. Ast;«, Trackenburg. Sareiska, Alteneinöd. - ^ava, Save. schanz, Gachsenfeld. Ichkofialoka, Bischoflack. ^chumberg, Schönberg. Zeleniko , Elsnern. ^enosezshe, Senosetsch. Aitizena, Sittich, bloweni Grade;, Windischgrätz Sniak, Smuck. ^orra, Zeyer. Htare Borst, Flednikerwald Jucha Kraina, Dürres Krain. ^ushenberk, Seißenberg. Ivivven, Schärfenberg. ^ariach, Aursberg. Aersezh, oder Tershizh, Neumarktl. ^erschiska Wisterza, Neumarktlerfeistrij. ^rebno, Treffen. ^ojaine, Trojanerberg. ^schernpotock, Schwarzenbach. <»ren, Thurn. Upolanach, Pöl andthal. , Ueurach, Selza Herthal. Zatshe, Watsch. Aelesalo, Michelstätten. plesal , Michelstätten. Atthnina, Oberleybach. -«inagvrjtza, Weinbühel M 5 Vipae-' 186 Viniza, Wemiz. Vipacco, Wipach, oder Wibach. Vischnagora, Weichselburq. Vitaine, Weitensiem in Skeycrmark Wisterza, Feistriz. Werschne, Wernsee. St. Dur, Gt. Georg. Zepizhe, Zepitsch- Zhcrnomel, Tschernems. Zirkniza, CirkniL» Herzogthum Kärnten. e^erzogthum Kärnten, in Valvassrs loxs- Lrsxkjg /»rcdiöuLLtus LarintfliR. (^arintbiz Ducnlus stiüinäta in luperio- A inleriorem <^c. fer lobiuni tiourr- ^mn Notker. Xova, Appellaz. Offiz. 8. Cilli, und Wolfsberg verlegt, und zu finden in der. 8° I» Jankoischen Buchhandlung» 1785. Xaver Wulfens Abhandlung vom Kärntneri- schen Bleyspate. gr. 4. mit 21 Kupferpl. Wiek bey Aoh. Paul Kraus. 17^5» Als die Longobarden, sich inr 6ten Jahr¬ hundert der karnifchen Alpen bemächtigten,- wurden die hier gelegenen, und unter dem Na¬ men Carnier bekannten Völker gezwungen,' über die Drave zu ftzea , und ihre Wohnsize weiter im Nordgau zu nemen. Von diesen Völkern erhielt also Kärnten zuerst seine Be¬ nennung. Diese Ration welche bisher unter der Römer Herrschaft stand, kam um die Mit¬ te des ebeugenannten Jahrhunderts unter dir fränkisch bayersche Beherrschung. Zu Anfänge des siebenten Jahrhunderts drangen die Wen¬ den in das Nordgau, vertrieben die Bojer, und brachten die Cärner unter ihre Bothmä- ßkgkeit» Seit dieser Epoche wurde Kärntett von eigenen Fürsten regiert. Die Zeitfolgk hestimmt sie also: Gamoise Baruchus, bedient sich der Bojer Hälft gtgen die Hunnen. Lnraftus, des vorigen Sohn» Lhitomar, des vorigen Vetter» Unter ihm wurde der erste Grund zu dem Christen- ehum in Kärnten gelegt. Liese Epoche fällt in das 8te Jahrhundert» Wal- I9l rvalbunyus, des vorigen Sohn, und der itzte dieses Geschlechtes. , Theodo, kil. ein Sohn Herzogs Tassilo Bayern. Der Vater macht den Sohn ^?m Herzog von Kärnten; wird aber von ^arl dem Grossen entsezt. Karl nimmt Bayern und Kärnten in Besiz, »nd läßt jede dieser 'Provinzen durch Grafen regieren. x» ÄNFävus, ein Frank, von Karl dem gossen an die Stelle des Tassilo gesezt. Ec Aacht sich die Beförderung des Christen- chumes verdient. Dasselbe hatte unter dem Landvolk schon den größten Anhang; aber noch !-'cht ganz unter dem Adel. Daher JngävuS Am kärnerischcn Landvolke das Recht zur ^insezung eines Fürstens in dieser Provinz er¬ teilet hat. Dieses Recht der Einsezung wur- A für dm Bauer aus Plassendorf erblich. Avch haben die Bauxrn dieses Dorfs daS Erbrecht, daß stets einer derselben den Titel eines Herzogs von Kärnten hat. ImJahr 178z ^noß dieses Rechtes der Bauer Johann Ed- ^nger genannt, welchem der Freyheitsbrief 4ten Dezember 178t ausgefertigt worden Vermög desselben wurde er in dem Bc- einer Hube in Plassendorf bestätigt, von Mer Steuer, Dienst, Zinns, und Herrnfode- ftey gelassen , und ihm die zollfreye Ein¬ fuhr von Z bis 4 Fäßern italienischen Weines rugesianden. H'" erhalt die Geschichte von Kärnten «ine «ucke. Zuverläßig ist erst die folgend« Sleihe Herzoge in dieser Provinz. wer». lYL Y'rrWüü'S Grro, ein Sohn Konrads, Herzogs Lothringen, kömmt bey den Schriftstellern als Herzog der Karnier, und Graf der Veronese» vor. Ronrad, des Vorigen Sohn. 1° ivis. iai2. Adalbero, ein Sohn Marqua»ds, G»«- fen im Mürzthal, zum Herzog in Kürn^ ten iOi2 ernannt, 10^5 des HerzogthuM enrfezt, f rozy. IOZ6. Ronrad, des Vorigen Sohn s 1047. ^047. welphus, III. ein Sohn Wclphi II. letzte dieses Stammes, wird Herzog H Kärnten 1047. -f M56. Kärnten bcgm damals das, an der Etsch gelegene ran in sich, die Grafschaft Cilli, Gör! das Pusterthal in Tirol, und jenen u» der Mur gelegenen, und ;u Kärnten g^ hörigen Anthcil. Ottocar III MarkE in Steyer wird vom Kaiser Heinrich mir der ganzen Gegend über die Mut? welche damahls zu Kärnten gercchu^ war, wegen Verjagung der Ungern au» dieser Gegend, beschenkt. Seit dieser Zeit blieb dieser District bey Steher? jezt Steyermark. ,056. Ronrad > des vorigen Sohn kam zur Regierung von Kärnten, -h ro;8. ro6o. Verthold, Graf von Zähringen wird Herzog in Kärnten 1260. -j- 1077. NaM andern wurde er 127z des HerzogthlllUv Esezt. IV7Z' Vo» iUurgnard, ein Sohn Adalbero, Gra¬ fens in Mürzthal, wurde 1077 Herzoz in Kärnten, mußte aber an den angeführ¬ ten Ott»car III. den östlichen Theil v^» Kärnten abtreten. Marquard -f ro//. Im folgte sein Sohn ^77. Luitold, 109s. '^9v. Heinrich, der jwcyte Sohn Marquards, kam zur Regierung von Kärnten 1090. 1127. Dieser Heinrich war der lejtc von dem Stamme der Grafen von Mürzthal. Nach PrevenhuberAitsteyermark (S. 27) hat Otlocar vom Heinrich, durch Kauf folgende Orte an sich gebracht; als: Lanr genau, St. Stephan, Bruck, Semerich, , Gcstnick, das halbe Khavvley, Portenau, Nairn, Kübein, Spergenberg, und die Vogtey zu St. Lambert. ^28. Heinrich, vom Geschlechte der Grafen von Ortenburg übernimmt die Regierung ur Kärnten, f rizo. Ihm folgt sei» Bruder "Zv. Lnyelbert. Er entsagte ngZ der Regie-- , rung, wurde ein Mönch, f 1142, "35- Ulrich, I. übernimmt die Regierung von seinem Vater im Jahre uz; 1- H4Z. ^^43. Heinrich, VI. ein Bruder des vorigen. Er verlor auf seiner Reise nach Constans tinopel n6i bas Leben. Ihm folgte "«n Herrmann, der dritte Sohn Engelberts. 5 n8t. R , ri8t. *24 riZl. Mrich, II. ein Sohn des Hermanns folgte irZr in der Regierung. 1221. Vernarb, zweyter Sohn des Hermanns erhalt 1221 von seinem Bruder die Re- gicrung -j- 1256. LL56. Ulrich, III. ein Sohn Bernards folgte in der Regierung 1256. Da er, außer einem Bruder, mit Namen Philipp, der erst Erzbischof in Salzburg, dann Pa' triarch in Aqrrileja war, ohne Erbe» war , sezte er im Jahre 126g den böh- mischen König Ottöear, den Prüder sei¬ ner Mutter, zum Erben ein f 1269. L269. Philipp, ein Bruder Ulrich des III. folg¬ te in der Negierung des Herzogthuins Kärnten; da aber, wie eben gemeldet worden ist, das Hcrzogthum durch Ulrich III dem König Ottocar von Böhmen erblich zugesagt worden ist; so bemächtig¬ te fich Ottocar des Herzogthums, wur¬ de aber desselben voü: Kaiser Rudolph l entfezt. 12^6. Meinhard, III. Graf von Tyrol, wirb von dem Kaiser Rudolph I. dessen Sohn Albert mit Meinhards Tochter Elisabeth verlobt war, anfänglich als Statthalter " von Reichswegen in Kärnten, und Krain geschickt, 1286 aber mit Vorbehalt des Rückfalls an Albert, und dessen Nach' kommen damit belehnt, -j- im Jahre 1296. 22-6. Heinrich, Meinhards Sohn folgte 1296 m der Regierung, -f IZZV. Seine Tochter -dL Margarcth, Maultasch genannt , wollte sich bey dem Tode ihres Vaters des Her- zogthums bemächtigen ; allein Kaiser Lud¬ wig übergab dasselbe 1335 den *335. Gebrüdern Albert, und Otto vonOests reich, izz^ -j- Otto. dllö-rts ll. Gemahlinn war Johanna, eine Tochter Ulrichs, d«e lezten Grafen von Pfirt, ver¬ wählt h IZ5». Durch diese Gemahlin» brachte Albert die Grafschaft Pfirt an sei» Hau« ; und legte sich schon izao den Titel evmer kliuremrum bey. ^ZZy. Durch den Tod des Otto nahm die ge-l meinschaftlichc Regierung ein Ende, und» Albert wurde Alleinbeherrscher izzy« 1358. Er h nterließ vier Söhne, alsr Rudolph, Friedlich, Albert, und Leo-, pold. *aZ8. Rudolph, tritt 1358 die Negierung von. Kärnten an. f 1364. Albert, der crste- erhält Oestreich , und Leopold Kärnq ten, und Steyermark. ^64. Leopold, Albert H Sohn wird Her¬ zog in Kärnten, und Sttyermark. 1365 kaufte Leopold die Grafschaft Feldkirche von Rudolph, dem lezten Grafen Werq denbergischen Stammens für 36,000 1376 kaufte er die Grafschaft Bludenx von Albert Grafen von Werdenberg; »379 erhält er pfandweise von dem rö¬ mischen König Wenzel beyde Landvvgtep- «n in Ober-und Niederschwaben; 138» N s kauf» kaufte er die Grafschaft Hohenberg von Rudolph, Grafen von Hohenberg frw 66,000 Gulden, und am 9. July bleibt er in dec Schlacht mit den Schwei¬ zern bey Scmbach. Er hinterließ 4 Söhne, nämlich: Wilhelm , Friedrich IV, Leopold IV, und Ernest. IZ§6. Wilhelm, erhält IZ86 Steyermark/ und Kärnten , ch 1406. unbeerbt. 1406, Ernest, ei hält.1406 Steyermark, Kärn¬ ten, und Krain. 1° am uten Jnly 1424- Er hinterließ drey Söhne, und zwey Tochter. 4426. Friedrich, V. ein Sohn Ernest tritt 1426 unter der Vormundschaft seines Vaters Bruders, Graft» von Tirol die Regierung Kärntens an; 14^5 über¬ nimmt - r dieselbe selbst; 14^9 stirbt Frie- .drich IV. mit Hinterlassung eines Soh^ »es Siegmund, über welchen Friedrich V. Vormund wird; 1442 wird Friedrich zum römischen König erwählt; r44§ verpfändet er die seit 1415 aus den Uiberbleibseln der Grafschaft Altorf ent¬ standene Landvogtey in Schwaben an sei¬ nen Bruder Albert VI. der sich dieftr- wegen mit den Truchsessen von Waldburg vergleicht, welche dieselbe vom Karsts Siegmund Pfandweise erhalten haben; 1451 vermählte sich Friedrich mit der protugiesischen Prinzessin Eleonora ; stirbt Ladislaus, ein Sohn Albert V' welchen dessen EemahliNn Elisabeth ' als Witwe (1440) zur Welt gebracht hak- Durch Du«ich dlesen Tod erhält Friedrich das ErzherzvhchnN Oestreich, Albert Tyrol, , und Siegmund einen Thetl von Kärn¬ ten; i4;y geräth Friedrich der V. aber» »uahl in einen Zwist mit seinen Unter- thanen, und seinem Bruder Albert, welcher 146z unbeerbt die Welt verläßt. Durch diesen Tod fällt ganz Oesterreich an Friedrich. Am 19. August 149g stirbt Friedrich zu Linz au der Ruhr, und hin¬ terläßt Maximilian zum Nachfolger. Maximilian I. Friedrich des V. Sohn — Die Regierung Maximilians macht in der Geschichte der ösireichischen Beherr¬ scher eine ausgezeichnete Epoche. Er starb am raten Jäner r;ry. Zn diesem Jahre versammelten sich die fünf nieder- östreichischen Länder samt der Graf¬ schaft Tyrol zu Bruck an der Mur, und schloffen zusammen die bekannte Vereini¬ gung , ( ständischen Bund) damit' dem König Karl von Spanien, und Erzher¬ zoge Ferdinand die ihnen angehörigen Länder nicht entzogen werden. In dem eben genannten Jahre am 27. July er¬ nannte Karl V. für sich, und seinen Bruder Ferdinand, als natürliche Erb- Herren, einstweilen Statthalter, in ihrer Abwesenheit die Huldigung zu empfangen. Am 2:. April 1521 thcilen sich Karl, und Ferdinand zu Worms. Karl behielt Tyrol, und die Vorlande; und Ferdi¬ nand die Fürstenthümer Oestreich, Stey- er, Kärnten, und Krain; 1522 erhielt Ferdinand auch die Grafschaften, und Herrschaften: Görz, Gmünden, Ortm- N 3 bürg,. bürg, u. s, w.; 1522 am 7ten Hsrnung folgt die Hauptbeilung, vermög welcher Karl, nebst der spanischen Monarchie, such die burgundischen Niederlande für sich, und seine Nachkommen behielt; alle teutsche Länder des Hauses Oestreich hingegen kamen an Ferdinand. Nach dem Tode Ferdinands , welcher drey Söhne hinterließ, erhielt Maximilian II» Ungern, Böhmen, und Oesterreich, Fer¬ dinand Tirol, und die Vorlande, und 1564 Rarl, erhielt 1564 Steyermark, Kärn¬ ten. und Krain; 1571 vermählte er sich mit Albert V. von Bayern Tochter Ma¬ ria (f 1608) Er erzeugte mit ihr Kinder, und starb 1590. Er hinterließ 4 LOZ Unterkärnt. Oberkärnt. , Wrar Oberkärnt. Unterkärnt Oberkärnt. Oberkärnt. Unterkärnt. ^rcevo«. . ^lftnbergwerk Naturprotucktt Gegend. Landcslage. uMtcnderg. Döllach. . . Geisbsrg. . Gmünd. . . St.Gertraud Iadersdor f. Et. Leonar d Cremsgcbirg Hüttenberg. i bey Friesach Sittmoos. - Waldenstein Wimizgra- ben. . , . St. Ger- . traut . .'Unterkärnt. Eisenspat, bey 4c "orh silberreicher. . - - halb durch, sichtiger grau» 407 das den vorstehenden Mineralien nimmt den ersten Platz ein, da mit dem- Land sehr gesegnet ist. Das Vil- ist in Europa allgemein bekannt, «llei^cygrube aber ist nicht in Villach, auch nicht tz. ^ußcrdemselben, wie viele dafür halten, son- in,".dieselbe iiegt südwärts 4 Meilen von Villach q-.'^e^annten Bleyberge, dem Berg Dobratsch L nnber. Am Fuße des Dlepbergs fließt der Dach o— LOS. Bach Notsch. Bevor man .zu der Gl'«be kömmt , welche km Grrid, oder Gereit genannt, gelegen, ist ein kleiner etwas hoher Hügt-' Derselbe besteht aus Quarz, Thonschiefer, und Trapp. Der Bleyberg wird in den inner» und 'ußercn abgctheilt. Die Lage des crst^ ren ist westlich, des anderen östlich. Die g""' ze Länge des Erzgebirges bestimmt Hr. Pro¬ fessor Hacqiiek auf z Meilen; sein größter Durchschnitt enthält ein Drittel. Das ganss Erzgebirg hat acht Gänge, wovon der Haupt" gang in dein inneren, und die steben andere" in dem äußeren Berg gelegen sind. D't Schmelzung der Bleyerze geschieht in Flammo¬ fen. Dieselben stehen seit 1782 in dem Geil' thal. Der Ertrag an Bley vor 17 Jahre" belief sich auf 12,000 Zentner; jezt aber stE das Erzeugniß auf 22,000 Zentner. zwcyte beträchtliche' Bleybergwerk liegt sü^ wärts gegen die Grenze Krains westwärts ei-" ne halbe Meile von dem See Rabl. Erzgebirg wird der Königsberg genannt. Dss Bleygrnbe war Vormahls ein PrivateigenthunH im Jahre 1767 aber kam dieselbe an den H"st Das Gebirg besteht ganz aus Kalkstein. D>e Knappen arbeiten auf Geding, und werde" Aach dem ausgcschlagenen Schuh bezahl Die Schmelzung de» Erze geschieht hier eben-" falls in Flammöfen. Die Höhe eines bet" gleichen Ofens von dem Heerde bis zum 'wölbe beträgt Einen, und Schuh. M« bie Schmelzer arbeiten nach dem Geding. Erzeugung des Bleyes beträgt jährlich rov? Zentner. Zu Kaltwasser, nordwärts von K^ »igsberg, stehen die Flammöfen. Die in BlcY- öerg, und am Königsberg gelegenen Bleyes Hebirge sind die beträchtlichsten im Lande. 'E ngch einige kleinere , als : zu Selcnize. Auses Gcbirg liegt dicht an der Grenze Krains ludwerrs gegen den Berg Lvibl. Dieses Bley- zahlt ein Alter van üo Jahren. Dasselbe wird von 4 Eigenrhümcrn betrieben. welche 1.782 in allen 50 Arbeiter im Löhne harten» Endlich ist noch des Bleywerks am Berge Pct- welcher vom Berge Loibl nordwerts gcle- , zu erwähnen. Von dem Graben Schwar- ^Ubach bis zur Grube bestimmt man die Höhe 8/gen rov Klafter. Die Erzeugnisse der sämt- «chen in Kärnten gelegenen Bleyerze betrage« Ehrlich Z/,002 Zentner; diesen zu neun st. ge- ^chnet, beläuft sich der Ertrag des Bleyes ^.38, vos Gulden« Nach dem Bley nimmt Galmey unter den kärntnerischen Natur¬ produkten den ersten Plaz ein. Der oben er¬ mähnte Königsberg thcilt sich in Rücksicht der Mineralien, die er enthält, in zween Theile» gerier gegen Westen gelegene liefert Bley; und ^ber gegen Norden und Osten gibt Galmey. ^ie Gruben des lezceren haben mit den Llcy- Tkuben fast eine gleiche Höhe. Im Uibrigen u der Betrieb hier eben so, wie Key den Bley- Mnben. Des Galmeys, welcher hier bricht, »wt es drey Arten , nähmlich: 3) rochen, weiche der Thercsiastoste bricht, d) afch- . krsten. Diesen führt die Grube an der M'tte des Berges, und e) weißen. Diesen enthält Grube hinter dem Berge. Auch auf dem ^,"'g Jauken wird Galmey gebauet. Außer beträgt der Verschleiß Des in dieser gewonnenen GalineyS, KupftrS, Eisens, di? v.^hls lährlich l,2OZ,ooo Guld-n; hiezu s. °bige Summe von ZZg,oOO Gulden , f» das ganze Erträgniß der ungefähr- l Erze jährlich auf 1,541,000 Gulden. Bey O Groß- Krvßkirchheim wird etwas Gold und Slb^ Zcbauet. Die sämmtttchen in Kärnten gelc^ gcnen Gesundbrunnen theilen sich in Sauek-" hrunnen und Badbrunnen. Von der erstell Gattung sind zu Brebl, Gmünd, Kleining' graben, Linzmühle, Jrrbeh, P.ulitsch, Ra, bcrnig, Neuschutz, und Weißbach. Von tm Bädern sind die bekanntesten das St. BarbaNl' bad bey Friesach, das Bad zu Fragant, Leonard, Nicolas, Katterin bey Mühlsta^ Magdalen bey Feidkirche, das Bad zu Vill^ und Wangernitz. Das Pflanzenreich Kärnten- ist minder beträchtlich. Von den Getreides ten, die am meisten gebauet werden, find' Hafer, Buchweizen, Hirse, und Bohnen. Weizen wird stark in Untcrkärntcn gebam' wo auch der Roggen (Korn) gut geräkh. Ausnahme der nordwerts gelegenen Gegend^ wirb in Kärnten sehr viel Obst, vorzüglich Lavanthal, erzielt. Unter den Baunifrücht^ sind die Wallnüße sehr häufig. Auch inKärn- ten wird, wie in Krain, Most, und Essig °" großer Menge bereitet, und damit gehandelt Der wenige Wein, der in Unterkärnten an d" Grenze von Untcrstcyermark vorkömmt, dient kaum genannt zu werden. Das kan' muß daher allen Wein , dessen es bedarl? aus ben Erblanben nehmen; eben so das Diet/ La der Bau der Gerste nicht besonders getsit Herr wird. Uiberhaupt ist der Feldbau in Käch! »kN von keinem Belange; Und das Land H von dieser Seite noch weit zurück. Die grat* reichen Alpen, welche westnordwerts gelegen^ machen in diesen Gegenden die Viehzucht vo einigem Belange. Die Viehzucht ist vorzugu" -err'ächtlich im Lavanthal. In Rüc! sicht d Holzarten habe ich bereits, wo von den G birge» sir b,rgen gehandelt worden ist , das Näthige er¬ innert. Flachs wird sehr häufig in Obcrkärn- gehauet. Der beste Flachsbau ist in der Gegend um Sachsenburg. An seltnen Medici- i^Ipflanzcn hat Kärnten keinen Mangel. Der ^kannte Freyherr von Wulfen hat fist) um die Sammlung derselben schon viele Verdienste ge- tnachr. Man sehe ^sc^uinr klora. Auf das ^hierreich zu kommen. Im Jahre 1776 hat Kärnten 21,490 Stück Pferde gezählt. Darun¬ ter waren 2,728 Hengste, 12,641 Stuten, und 6,121 Walachen. Die Zahl der Ochsen be- «ef sich auf 44,098 Stück. Im Geilthal steht uie Pferdezucht auf gutem Fuße; eben so wird die Hornviehzucht in Oberkärnten, wo die Al¬ pen dem Wehe die beste Nahrung geben, sehr ZUt getrieben. Es kömmt viel Vieh von da Nach Italien. Die Schweinezucht findet größ- tcntheils in Unterkärnten statt, da hier viele Eichenwälder sind. Auch an Ziegen hat Kärn¬ ten keinen Abgang, und die Schafzucht ist eben dicht unbeträchtlich. Bey dem guten Stande «er Horvviehzucht ist die natürliche Folge, t>aß auch viel Käs, und Schmalz bereitet Werden, womit auch ins Ausland gehandelt wird« unter den wilden Thieren kommen am ersten Ae Gemsen zu nennen, die größkentheils im Gebirge von Oberkärnten Vorkommen- Hirsche, ^che, Hasen, und Schweine finden sich häufig U. Auch Füchse, und Marder kommen vor« tarnten hat fast alle die Fische, wie Steyer- Anrk. In dem Ossiachcrfte kömmt die Lachs- torre vor. Die Seidcnkultur erwartet noch die Auferstehung; und die Bienemucht wird hier und da getrieben. Os ' Dir Die Einwohner Kärntens stammen von Franken und Wenden ab. Die ieztern sind vorzüglich in dem westsüdlichen Theile von Oberkäruten angesessen. Im Jahre 17 6 be¬ lief sich die Volksmenge in diesem Lande aus 282,114 Köpfe. Darunter waren 142,88- weibliche Seelen. Von dem männlichen Ge¬ schlecht hak man von i bis, mit 17 Jahre» 52,404; von 18 bis mit 40 Jahren 49,220, und von 41 bis — Jahren 89,607 Köpfe ge¬ zahlt. Im Jahre 1789 belief sich die Volkes menge auf 295,000 Seelen; mithin kamen aus i ssi Meile 1,400 Seelen. Nachstehende Kir- chenlisicn zeugen von der mehreren, oder we¬ nigem Sterblichkeit in dieser Provinz. Gebohrne — Gestorbene — Getraute 1784 - - 8,5^2 — 8,ZoZ — 1,7^6. 1785 - - 8,948 — 7/55« — i,yiZ- 1787 - . 8,87r — 9'5yo — 1,707 . SurKa.. 25,851 — 25,448 — 5,856. Aus vorstehender Tabelle zeigt es sich ' baff in Kärnten binnen dreh Jahren um M mehr gebohren wurden, als gestorben sink 2 und daß der rite Kopf eine Leiche war. Dis Zahl der Landbauer ( im strengsten Verstände > steht zwischen 28 und sg.oco Köpfen. D>e Zahl der Abelichcn in dieser.Provinz ist nistst beträchtlich. Man zahlt ihrer gegen 400; und die Anzahl der Geistlichen steht zwischen 900 e und 1000 Köpfen. In dem ganzen Herzogthum Kärnten sver^ den ii Städte, 25 Märkte, und 2,801 Dörfer gezählt- ÄlI d^ahlk. Im Jahre 1776 waren im ganjen ^kide 48^;68 Häuser, und 266 Pfarren. In den Wrigen Jahrhunderten wardKärn- n rn vier Theile abgesondert. Dieselben wa- . "7 das untere Vierthel, Obcrvjerthel, La- ,-E^rhalervierthel, und das Gurkervierthel, ^ach der Lage des Landes hat dasselbe drey ^-veile. als g) Oberkärnten, h) Mitrerkärn- Ä, in welchem Klagenfurt die Hauptstadt Erntens gelegen ist , und e) Untcrkarnten Witter der Thercsianischen Negierung warKärn- m drei) Kreise abgetheilct, als: in den Klagenfurter - Villacher - und Bölkermarkter- reis. Gegenwärtig ist das Land in zweeir greift getheilet, als: in den Klagenfurter- ""b Villacherkreis. Der Klagenfurterkreis be- Z^ift Witter - und Unterkonten in sich. Auch diesem Lande findet die Miliz - und kirchliche ^Heilung Plaz. Die vormals in Klagenfurt gelegene Lan- Eshauptmannschast ist erloschen, und werden die politischen Angelegenheiten von dem .' Gräz befindlichen Enbcrnium besorgt. Die nnselben untergeordneten , und in Kärnten -l'iegcncn Aemter sind diese, als.- zwey Kreis- «Mter, nähmlich das Kreisamt in Klagenfurt, '"'d jenes in Villach; ferner zwey Bankalge- lulleninspektvrake, deren eines in Klagenfurt, "id pgs andere in Villach den Siz hat. Dem /^ren sisttz zugethcilt: die Legstätte in Vil¬ ich, das Konmrcrzialgrcnzzollamt in Pontafel, , derdravburg, und Crcinsb.ück, das Zollamt , "bau, Et. Blut, Tröppclach, Winklern, Wurzen, Mautern, Malniz, Fladniz, "d Muhlbach; das Wegjvüamt in Terl, und K z das Ll4 Las Hauptmautamt in Tabor. Dem Bankal« gefällcuinspektorat in Klagenfurt sind zugetheilt t die in dieser Hauptstadt gelegciM Haupkleg- stötte; das Zollamt im Loibl, Kappel, Kanker, Friesach, Hüttenberg, Breitencck, Baycrwie- sen, Reichenfels, Untcrdravburg, Mößbrücke, Gutenstein, und Schwarzenbach. Ferner sin^ Lem Gubenrio in Gräz zugetheilt die Kammeral- Tobak - und Ctcmpelgefällcnadministrazivn Klagenfurt. Das dcinselben zugetheilte Aul- sichtspersonale besteht a) in Mittelkärnten, in einem Gefallskommissär, Revisor, Amtsbe- schauer, und drey Aufsehern. Zu diesem Ge- sällskommiffariat, welches in Klagenfurt gele¬ gen, gehören: die Filialaufscher zu Ferlach, Desrienelend, Feldkirche, St. Veit, Friesach, und Mettniz. b) Das Aufsichtspersonale in Ilnterkarnten, dessen Siz in Völkermarkt ist. Hierzu gehören die Filialaufscher in Unter- Lravburg, Wolfsberg, Blcyburg, Schwarzen- bach, und Kappel; und c) das Aufsichtsper- senale in Oberkärnten, dessen Siz in VillaN ist. Seine Filialaufscher sind zu Spitak, Rei- chenau, Exnrachpr, Tarvis, TeutfchpaNtaftl, Kötschach, Lukau, Oberdravburg, Winklern, Döllach, Cremsbrück, Gmünd, und Obervel- lach. Das in Klagenfurt gelegene Pfandamt/ und das Oberpostamt mit seinen 12 Filialpost- ämtern sind ebenfalls dem Gubernio in Grat zugetheilt, D-e Justizbehörden in diesem Lan¬ de sind: bas Appcllatioi-s-cricht für ganz neröstreich, und Lprol. Dasselbe bestand '739 aus einem Präsidenten, und Vizepräsi¬ denten, 17/ Räthen, g Sekretären, und 3 Rathsprotokollisten. Hierzu kamen die Regi¬ stratur, das Ephibitcuprvtokoll, und das Ek'- peditamt. Diesem Obergcrichte sind unrerges ordnet: K-TW^Ü» 215 n) landesfürstliche Bannrichteramk ../"agenfurt, in Laybach, und z in Gräz, §.... für Oberstcyer , 'Untcrstcycr , und den ' Advokaten wurden in Kärnten 14 ^ühlt. b>) Das adeliche Landrecht für Steyer- mit dem conlelru in esulir rummi i^rin- , ut commilsorum durch ganz Inneröfter« _"ch« c) Die drey Landtafeln in Steyer, Kärn- /U, und Krain. s) Das vereinigte kärntner- x , und krainersche adeliche Landrecht in ^yvach. Dasselbe bestand aus einem Präsi¬ den , 6 Räthrn, einem Sekretär, Raths- .j °tokollisten; «) Die adeliche Justizadmimstra- für Kärnten in Klagenfurt, von welcher »"Zeitlicher Kreishauptmann des Klagenfurter- "ifts Präses ist. Ihm sind zugetheilt: 2 Ju- "Vommiffare, ein Acktuar, Protokollist, und , Terichtsdiener. k) Die in Jnneröstrcich, FrMul gelegenen Berggerichte. Diese i) iu Steyernrark: das Berggericht in ^vrdernberg, die Berggerichtssubstitution in ^chlädming, und bas?Frohnwagamtspersonale. Das Berggerrcht in Klagenfurt. Veh diesem "chen: ein B-rgrichter, 4 Assessoren; als der chudmünz-und Erzprobirer, kandesmarkschei- ", Aktuar, und Oberfrohnwäger, welcher «'gleich Liquidator ist. Hierzu kömmt noch Frohnamtspersonale, dessen Filialfrohn- r'uger in Friesach, Hüttenberg, und Gmünd Md. Z) Die Berggerichtssubstikutionin Blcy- 4) Die Berggcrichtssubstitution in St. 5) Die BcrggerichtSsubstitution in Hüt- enbe>-g und in Rabl. Die leztere besteht ans men; Bergkaffler, der zugleich Werkvorsteher r, einem Kontrolor, der zugleich Jeugschreiber /; einem Huttenschaffcr, Bergschreider, und Hutmännrrn. 6) das Bcrggericht in Idria. D 4 Die .si 6 Die kandstände babe» hier eben die Ai>- theilung , und Verfassung wie die übrigen Stände in den östrcichischen Kreisländerm Es gibt daher auch hier 4 Stände, welche find: der geistliche Stand, der Herrenstand, Ritkerstand, und die Deputieren der landest fürstlichen Städte und Märkte. Zu dem geist¬ lichen gehören der Erzbischof in Salzburg, der Wischof zu Gurk , Bischof zu St. Andree ? der Probst zu Gurk, St. Andree , Gurnitz., und die Prälaten. Der ständische Ausschuß rath bestand im Jahr 1789 aus iz Mitglie¬ dern. Der Generalcinnehmer erhebt im Na¬ men der Stände die Kontribution, und hat all? ständische Zahlungen unter seiner Obsorge- Anter ihm stehen das Generaleinnehmeramt/ die kiquidatur, und 5 Steuereinnehmer, als- in Drav-und Möllthal, Groskirchheim, Trcf- nerboden, Geilthal, Hcrzfeld, und Lavantha^ Dem ständischen Personale sind noch beyzufctzen" die Leibärzte, deren im Jahre 1789 mit In* begriff des Protomcdikus 9 waren. Der Lss"- desphysikatc waren 5 , als : zu Spital, Ml- kerwarkt, Villach, Wolfsberg, und St, Veit; ferner 2 Wundärzte, 2 Hebammen, 2 Apothe¬ ker , ein Ingenieur, und 4 Exerzizienmeistcr, eüs: Bereiter, Fechtmeister, Tanzmeistcr, und Sprachmeister in Klagenfurt. Die Landeserb- ämter sind folgende. ErblanLhofmeister, seit Len Zeiten K» Leopolds die Grafen von Rosen¬ berg; Erblandkckmmerer, seit tz-66 die Gra^ fen von Herberstein Lrblanbstallrueistcr, die Fürsten und Grafen von Khevenhüller; Erb- landmundschenk, die Fürsten und Grafen von Dietrichstein; Erblandstabelmeister, vormal» die Grafen von Wels, jezt unbesezt; Erbland- »ruchse», fest dem 16 Jahrhundert die Grafto vo» 217 *sn Herberstein; Erblandjayermeisier , die ^afen von Paradeiser; Erblan-vorschneider, vic Grafen von Ssürgkh; Lcdlandfalkenmei- die Freyherren von Hallerstein. Im Jahr i-7zc> hat das Amt el es landständischen Kapellans Eugen Alexander , Reichsfreyherr „nd zu Wezel und Karben, infulirter 'Xomnierrdeabt zu Maria auf der Wesen, Rit» , c des Ritterordens in Malta, k. k. Rath, Pfarrer in der Hauptpfarrkirche in Kla¬ genfurt , bekleidet. Daß ein zeitlicher Bauer *vn Plaflendorf vormahls den Herzog in Kärn- ,^^>ugesezt hat, ist bereitv gesagt morden, jähere Aufschlüße über die altere Vcrfassung Stande in Kärnten, und ihre Frcyheite» Zidt das Werk, welches den Titel führt: ^Ndhandfest des Erzherzoglhums Kärnten, darinnen Kaiserliche, Königliche, urid landes- fürstliche Freyhcitcn, statuta, Landcsgcbräu- , und andere Saz-unb Ordnungen begrjf- ^n, auf Befehl der Landschaft gedruckt 1610. Jahre 1759 hat das Bamdergische Brßthum in Kärnten gelegenen Herrschaften und ^uker an das Haus Oestreich verkauft, und Capital in der wiener Scadtbank auf Zin- angelegt. Die Kunstprodukte KärntenS sind bald ge- , Arbeiten in Eise», und Stahl ,1. darunter den ersten Platz ein. Man das sänumliche Eiscngewcrk in diesem HsUde j» Theile, als: 1) in die Raöge- ^,orke, diese sind diejenigen, welche an den zs/^p^iftnrvürzcnzuHürtcnberg, Mößniz, zir . /inen Antheil haben. Sie können fs lua ^'sen aufarbeiten, als sie wollen, den vcrschuß aber Haden sie an die in St. Veit O 5 ße- LIF gelegene Hauptniederlage in Eifen abzugeben. 2) In die waldeiscnFewerke, diese sind jene, welche das erzeugte Eisen bloß auf ihren Häm« meru aufzuarveitcn das Recht haben. Zu die« sein Gewerke gekoren' das bischöflich Gurkitchr Eisenwerke am Gcisberg, das MarburgiM Gewerk zu Döllach undJadersdorf, die lan- desfürstlichrn Gewerke zu St. Gertraud und St« Leonard, das Gmünderische , des gräflich Schönbornische zu Waldenstein. Das Gmün« Lckische Gewerk kann seinen ^Überschuß eben« falls veräußern. ?) In die Hammerwerke, v elche das von dem Radgewerke an die Haupt« eisenniedcrlage zu St. Veit abgegebene Eise» verarbeiten. Man zählt in ganz Kärnten i49 Drahtzüge, 82 Nagelschmicde, 20 Floßöfe»/ und 267 Hammer, darunter 8O Stahlhämmer, Erreckhä umer, 56 Wallischhammer, 49 Aeinhämmer , 17 Großwallischhämmer , 8 schwarz Blechhämmer, und i teutsch Hammer re. Die Maaren, welche man verfertigt, be« stehen in Ciscnstangen, Brescianstahl, Drath, Nägeln, Sicheln, Sensen, Messern, Schere rc., dann sind zu nennen: die Blcyweißfabrik, und Tysische Tuchmanufaktur in Klagenfurt. Die letztere zählt ein Alter von 40 Jahren« In derselben wird bloß feines Tuch verfertigt, und größtentheils in Wien abgesezt. Eine be« trächtliche Gewehrfabrik ist in Ferlach, oder Nörlach. In derselben arbeiten gegen 500 Per« sonen, deren Geschäft einzig in Verfertigu"^ des Schußgewthrcs für die Armee besteht. Mu« nufakturcn in Leinen hat man nicht. Der Landbauer verfertigt die Leinwand, die er für sich, und seine Familie braucht, selbst. D'e vielen Rehe, Hirsche, und Gemsen, welche hie kärnrnerschen Wälder haben, machen die L^ LIH -Erbereitung m diesem Lande beträchtlich. Hier ' 'M eine Mersicht vorzüglichsten Kunst- r>wdukte in diesem Lande. K, ?^bnn man die vorstehenden Natur-und !ei?f etwas genauer untersucht; so dcnd.» m S^oß der Mangel an diesen dkr^'' Edukten "» ^ande ist. In Rücksicht ka!> ^?^°E>ukte mangeln drm Lande das 'S, weiches aus Etegermark, und Salzburg gc-- LL» geliefert wird ; Kupfer, Alaun, Mo«, SHbe, Wolle, Steinkohlen, Korn, Weizm, Gcts rc. An Kunstprodukte» werden vermißt: LE wand, Zwirn, grobes und von Mitterer Gal kung Tuch, Hüte, wollene Strümpfe, Socken, Seidenwaaren von allen Arten, Hol-waareiH Porzellan , Glaswaaren , Papier , Töpfers^ schirr, Pelzwaaren, Baumwoilwaaren rc., fikalifche Instrumente , Ueffiugwaaren von ad len Arten, Schießpulver rc. Hieraus zeia^'. sich die Einfuhrsartikel. — Von fremden L»n' dern erhält Kärnten : Kaffe, Zucker, Oew Gewürze, und Apothekerwaaren. Die A'w- fuhrsartikel nach den Erbländern bestc^^ in: Breßcianstahl, Bley , Bleywciß , EE mey, Eifenwaaren, und Tuch, Diese cbe» genannte Maaren kommen auch ins Ausland, wozu noch gehören, Käse, Leber , Hornvieh Von Triest bekommt Kärnten, Ocl, Liqucuro, Seife , Fajance, Potasche, Sprop, Wt>" Zucker; von Krain : Töpfergcschirr, H/'i' waare, Leinwand, Marderfelle , Gtrohhuck-' und Weine; von Steyermark : Kapaurrt ' Klees«',nen, Salz, Alaun, Vitriol rc. D?, Land unter der EnS liefe,t Porzcllän, Sp'^ gcl, Galanteriewaaren; Böhmen giebt wand, Zwirn, Tuch, Gläser, Hopfen rc. A'-i Ungarn kommt: Getreide, Hornvieh, Pokasa?" Kupfer rc. Tyrol liefert Weiv, Kake, Kupl"t Messingwaaren, Teppiche rc. Wenn man n» die Ein - und Ausfuhrartikel zusammen * Vergleich bringt; so zeigt sich offenbar, iw» , was Kärnten bey seinen mineralischen Naw . «nd Kunstprodukten gewinnt, es auf der and" Seite durch den großen Bedarf doppelt wietch verliert. Das Land kann daher weder, die Ei tanz des Geldes, noch die Bilanz des Vort behaupkcrr. Fluß. rc). 4' Grenzgebirg 5« 2 2. S «itterk. 's)berk. Öberk. Fluß. Fluß. Drava Mittcrk. Mitterk. , Der Straßenbau hat mit jenem in be» Ewigen Erblandcn eine gleiche Beschaffenheit. folgt eine tabellarische Uibersicht, wie die S traßen von Klagenfurt nach den verschiedenen iandesgrerijen gelegen sind : Von Klagenfurt durch Steyermark nach Wien. > Noutc. tz.Veit.". ^lan . . . ^'es«ch. . . Lvn hier bis 'wb.sind. . nidvor,Leob. 'iö Wien . - ^umme.... 2. Von Klagenfurt nach Laybach. bumme...j y. g 3. Von Klagenfurt nach Salzburg. Melden. . - ^Ärave) . . Patern« Meilen. Kreis. ^Anmerkung I 2- 2. i6. -2 >2 L2Z Meilen. Kreis. Lnmerkung. . Route. 6- Von Klagenfurt durch Marburg nach Gräz. Dälkcrmark. 4 m Dravthal, Kelicrsberg, Rucbland, in ^öpliz. Außer diesen Missionären hatte noch einen Religionskonseß, welchem die Handhabung der Bekehrung oblag. Derselbe ^rand aus geistlichen und weltlichen Rächen z uch mar ein eigener Rcügionsfund vorbanoen, ^>s weichem die Unterh ttung der Missionäre, - Ehrer Wohngebäude besir'tven worden. Zavl de: in Kärnten ausgestellten Miffio- '«? e bU-cf sick über zo. Echo.r unter Kaiser >nari VI. wurden je-e, welche uch zur römisch 'itiislischei, Religion nicht bequemen wollten, Sirbenbsttgra gesandt. Dieser Anordnung auch der Therrsr^i.jsche Religionskonseß ämsig ; all,in wed-w Missionare, noch Reli- s.^bskouftß waren vermögend , die Lehre n chers zu unterdrücken. Dieselbe behielt im- geheimen Anhänger, die sich in der ?°/ge ganz still betrugen. Sie besuchten den - Äolische» Gsktesdienft - gieiigcn zuw Abend-- .'"hl, wohnten den öffentlichen Prozessionen /H; und harten hierdurch diejenigen, weiche "bekehren sollten, nur zum Besten. Das steuer loderte immer in der Stille; endlich J^hre i78i, als Joseph, der Erhabene, « b ReligiHusedikt publiziren, und die Mif» > näre in ihre Klöster zurück schicken ließ, K es auf. Es fanden sich sogleich viele ""Milien, welche sich öffentlich zur Lehre Lu- P thers Zr6 Hers bekannten; und im Jahre 178z waren im Lande schon folgende Bethhäuser vorhanden, als» zu Arriach , — Pastor Hagen, zugleich Senior der sämtlichen evangelischen Gemeinen ill Kärnten. Tt. Peter im Feld, — Prediger, Hr. Cnopf, , kam 1785 als ater Prediger zu dem Veth- Hause in Wien, und starb da 1789° Gnefa, und Simmelberg — Hr. Predigt Siegmund; als dieser starb, folgte W Herr Mag. Wucherer. Rabel , Nahrmy , und Trefling: — Hr. Prediger Draßler. Friesach, und Vuech: — Hr. Pr. Kurz« Slan : — Hr. Pr. Wallmuth. Wispriach, und weifienfee : — Hr. Pr. Gott¬ hard. Als dieser 1784 von dem HirttN- amte abgieng, folgte in demselben H^ Wilhelmie rpatfthig: — Hr. Pr. Renner. Treodorf: — Hr. Pr. Braun. Bleyberg: — Hr. Pr. Steinhäuser. Ossiach: — Hr. Pr. Sachs. Nahrmg: — Hr. Pr. Wachs. o-üHKü-Ä 227 tzahl der sämmtlichen evangelisch luthe» iu>en Gemeinen stand im Jahre 1784 zwischen iE?" ""d i^,Ooo Seelen. Jzt ist bereits der .^vpf hier ein Protestant. Im Jahre 178z lenk 3°harm Georg Fock, als Supcrin- in » t ^er evangelisch lutherischen Gemeine lj^TiNneröstreich 'N Folge eines laudesfürst- '"n Dekrets angestellet. Hr. Fock kam zu, Munster , einem Flecken im Herzogthum a,.N"",am iten November 1737 in die Welt, sen. le Kic^ unter Ehlers, und Velthu- i>s' ward er Rektor seiner Vaterstadt; d>«,. er als k. dänischer Eesandschaftspre- «nu Wien ' *783 erhielt er das Prediger¬ in " dem Bethhausc seiner Religionsgenessen «nn' und 1785 wurde er Consisiorialrakh, ^^Ysttzcr des evangelisch lutherischen Kon- 'Nvnumö in Wien. H Kärnten ist in Rücksicht der katholischen ^?9ivn eigentlich in 8 Diöcesen abgethcilt, we/^ die Gnrkische. und Lavantlsche, li l'eyde dem Erzbißthuni Salzburg sn geist- Sachen untergeordnet sind; und in die der nr 3" den ältern Zeiten hatte auch des ^.^'arch zu Aquileja einen großen Theil ^"chtnsprengcls 'N Kärnten unter sich. T^^ahr 8il wurde zwischen dem Patriarchen .""s in Aquileja, und dem Erzbischof daß Salzburg die Sache dahin verglichen, Ixt, der erstere den diesseit der Drave gele- seir^ Kirchsprengel, und der letztere den jen- dg^'^w.gtnen behielt. 1752, in welchem Jahr Und ^riarchat zu Aquileja ganz unterdrücket» krg. ?as Erzbißthum in Eörz errichtet ward, sch, letztere in die Aquilejanischen kärnrner- Dtöcesanrechte. Nun aber hat das Layr M a bqcher L28 bacher Erzbißthum dm diesseik der Drave gele¬ genen Kirchsprengel unter sich. Hierzu gey^ ren ndch die Erzpriesterey zu Villach und Ebern- dorf. Der Bischof zu St. Andree im Lavam- thal, ist Salzburgischer Generalvicar, und be¬ sorgt daher alle geistlichen Geschäfte im Name« seines Obcrhirtcn. Er hat drey Erzpriem unter sich, welche sich zu Gmünd, FciesaM und Teinnck befinden. Hier folgen nach b° Zcikfolge i) die in diesem Lande gelegene Bißthümer, 2) die Kommenthurcyen des rcm- schcn Ritterordens, die Probsteyen , 4) Stifte, 5) die Mönchklvfter, und 6) die N»"' nenklöstcr. i) Bißthümer: rc>7l. Anfang des Bißthums rn Gurk. Hard, Erzbischof in Salzburg, hat bE Kaiser Heinrich lV. die Aufhebung von der Markgräfinn zu Friesach undAeu schach mit Namen, Hemma 104s gestifteten avelichen Nonnen. und Ch^' Herrenstiftes, und die Widmung der E'"' fünfte desselben zu einem Bißkhum bewirb ' Der erste Bischof nannte sich: Gunthe^ Edler von Karpfcld; 145z wurde vo Kaiser Friedrich der Bischof Ulrichs ' von Sunnenberg mit allen seinen Nam folgern in den Reichsfürstenstand erhoben' 1226. Anfang desBißthums zu St. Andree Lavantkhal. Der Stifter war der Erz»-- fchof zu Salzburg Eberhard, aas vci adeliche« Hause von Truchsessen, weim zum ersten Bischof-. Ulrich, Pfarrer Hauß gemacht hat. Er starb 1250. SL» der Bischof zu St. Andree fährt den Ti¬ tel: des heil. röm. Reichs Fürst, so wie der Bischof in Gurk; beyde aber sind uicht unmittelbar Reichsfürsten. Aittercommenden: Kommrnthurey des teukschen Rittervr- ordens in Friesach, wozu auch die Kom- . niende zu St- Georg im Sandhofe ge¬ hört. 1684 war Kommenthur Johann Jacob GrafKazianer von Kazeustein; 1788 Christian, reg. Grafvon Erbach Schön¬ berg rc. Hoch-und Teutschmcister. geh. Rarh, und Statthalter in Mergen¬ theim rc. Kommenthurey des Malcheserritterordens ju Pulst mit der Kommende Rechberg. 2) pvobsteyen: ^5- jU Mariensaal im Zollfeld, in Mitterkärn- ten. H,cr soll das erste Bißthum gestan¬ den seyn. Oswald wird als lezter Bischof Angegeben, Von dieser Zett au hatte hier immer ein Probst den Siz. "47. zu Wieting , in Mitterkärnten, Die Ge¬ legenheit zur Stiftung dieser Probstey gab Gottfried, Freyherr von Wieling , welcher alle seine Güter in Kärnten dem Dcnediktinerstift zu St, Peter in Salz¬ burg mit dem Gebingniß vermachte, daß in Wiering ein? Klostcrgemttnde unter¬ halten werde. V Z -Z* ?2Z2 zu Dölkermarkt in Unterkärnten. §il, Bischof zu Salzburg , hat zu A' Nuprecht außer Völkermarkt ein Kom' giatstift errichtet. 1212 erhielt die Acyfürden Probsten eine Wohnung in Nölkermarkt, und 12^2 ließ Eberhardt'' Erzbischof von Salzburg, die Kirche Grunde aufbauen, übersezte das Kap>^ von St. Ruprecht dahin, und stiftele Kanoniker. rzzi zu St. NiclaS in Straßburg in M'kk^ körnten. Der Stifter dieser Probstei) /> und 6 weltlicher Chorherren, warGctvldr XVIH. Bischof in Gurk. Die Lch^ Herrschaft über die Probstey , und da» Kapitul gebührt einem zeitlichen Bischt, in Gurk. Der Probst zu St. Niclas Siz und Stimme auf den Landtagen Kärnten. tizoo zu Kreig in Mitterkärnten, Der Sti^ dieser Probstey war das frcyherrliche Ha^ von Kreig. Da die Herrschaft Kreig/'", landesfürstliches Lehengut ist, so häE auch das Temporale der Probstey bis» von der Landesbeste in Jnneröstrei"s ab. Der Probst hat Siz und Sti»!"' «uf de» Landtagen in Kärnten-, zu Gurniz in Mitterkärnten. Ein z"^'s chcr Probst hat Siz und Stimme am dem Landtage in Kärnten , 1789 Probst: Joseph Aichwalder, Beysitzerbcy dem ständischen Arrsschußrath in Klagem smt° -775 2ZL. ^^5 ju Ehernborf in Unterkärnten. Achaz, Graf von Arco überließ seine Güter zur Aufbauung einer Kirche, und eines Klo¬ sters an -enem Orte , wo sein Körper zur Ruhe gelegt werden wird. no6 brach¬ te den Willen des Stifters Ulrich , Pa¬ triarch in Aquilcsa, zum Vollzüge, und errichtete in Eberndorf ein lakeranensischcs Chorherrenstift St. Augustins. 1452 er¬ hielt die Probstcy die Jnful; 1604 erhiel¬ ten die Probstey die Jesuiten in Klagen¬ furt, da vecmuchlich-die Chorherren der Probstey größtentheils der Lehre LurherL gefolgt sind. 1775 wurde die Probstey als eine weltliche Stiftung erklärt , für den Probsten sein jährliches Einkommen bestimmt, und der Uiberschuß der Peob- steyrevenüen dem Schulfond zugetheilt. Die Probstcy ist landesfürstlich« 4. Mönchstifte.° ^8) Renediktlnerstift zuOssiach, in Oberkärm- ten. Det Stifter war Ossins, oder Oz- zius, Craf zu Tiffcn. Der vielen Wen¬ dischen, uno Hunnischen Kriege wegen blieb das Stift bey 40^ Jahre öd. 1784 wur¬ de dies Gtift mit dem zu St. Paul ver¬ eint. Benediktmerstift zu St. Paul in Un¬ terkärnten. Die Stifter waren: Graf Engelbert von Spanheim, dessen Bru¬ der Hartvick, Bischof in Magdeburg, und seine Gemahlinn Hedwig. Dieses Stift war bereits zu seiner vollkommenen Auflösung im Jahre 178z reif, sein Dar P 4 ftM LZZ seyn aber wurde am Lasten Oktober des eben genannten Jahrs wieder b tätigt. ;n6. Benediktmerstift zu Arnoldstein in Ober- kärnlen» Der Stifter war Otto, aus dem gräflichen Hause Andechs, BisäM in Bamberg. Valvasor setzt die Stiftungs- zeit in das Jahr H26. Das Stift , wel¬ ches schon 1782 für erloschen erklärt wor¬ ben ist, wurde 1784 mit dem zu St. Pam vereinigt. »147 Cisterzienserstist zu Victring in Mitter- kärnten. Den Grund zu diesem Stifte hat Meinhart von Mo'entein in/ ge- leget. Sein Schloß Naternburg bestimm¬ te er zum Klostergedäud e. I2ZZ. Prämonstrateuserstift zu Griefen in Un¬ terkärnten. Eckenbert , Bischof in Bam¬ berg, hat nach dem Tode seines Bruders Heinrichs, Markgrafen von Andechs , N" Einwilligung der Gräfinn von Heimburg, alle die an ihn gekommenen Güter dem Stifte in Griefen eigenthümlich überlassen, welches daher in ihm seinen wahren Stif¬ ter erkennt. L604. Jesuiten in Klagenfurt vom K. Ferdinand tt. gestiftet 7 177Z. 5. MvnchkloKer: 1242. Minorite» , oder das Kloster der min¬ deren Konvcntualbrüder zu WolfsbcrgrM Lavantchal ward 1242 mit Bewilligung Heinrichs von Schmiedfeld, Erzbischöfe» D-7-M-Ü-0 2ZZ D Bamberg, erbauet. Diese Ordensgeift- lichen wurden verpflichtet , hier die Jugend in den 4 Humanirätsctasftn zu unterrich¬ ten . wofür ihnen Heinrich jährlich: ein Faß Wein , vier Metzen Wcizen , 20 Klaf¬ ter Holz, und fünf Pfennige tegirt hak. Diese Stiftung erhielt in der Folge ver¬ schiedene andere gestiftete Zuflüße. t2;o: Minorite« , oder das Kloster der min¬ deren Konventualbrüder zu Villach, 125a vom Bischof Heinrich zu Bamberg ge¬ stiftet ; 1264 eröfneten diese Brüder . Schulen, s -r6s Augustinereremiken in Völkermarkt. 8617. Franciscaner in Klagenfurt. Die Er- laubniß zum Klosterbau ercheilte Ferdi¬ nand , Erzherzog von Oestreich am r. July,6n. ^626. Kapuziner zu Villach. Sie wurden von dem da residirenden bambergischen Vizdom berufen, um den katholischen Glauben zu verbreiten, und die Lehre Luthers zu unterdrücken; iäzz wurde die Klosterkir¬ che eingeweihet. 2635. Serviten ln Lukau, in Oberkärnten. 159» baute hier Johann Graf in Ortenburg ein Kloster , und besetzte dasselbe mit Franziskanern; 1591. wurke die hier ge¬ legene Fili lkirchr zu einer Pfarre erho¬ ben , und 162; den Franziskanern crn- g räumt. Sie verließ n 1627 den Ort, 26Z5 bekamen die Servilen v>a dem P 5 Grafen 2K4 Grafen Georg von Ortenburg das Kls- fier, und die Pfarre. L6z8- Kapuziner »n Wolfsberg stiftete Frantz Graf von Hazfelo, Bischof in Bamberg- 2649. Kapuziner in Klagenfurt kamen durch das Bestreben der karnrnerischen Landes¬ stände hierher, r/ro. Serviten zu Kötschach in Oberkärnte» stiftete 1170 im Juny mit i?,ooo fl. Frantz Walter von Herbstenburg, und Fran¬ keneck, fürstlich freysingerscher Rath z« Jnmchen in Tyrsl. L7ro. Hieronymitaner zu Ortenburg in Ober- kärnten stiftete Annibal Emanuel, Fürst von Porzra. Die Abficht dieser Stiftung war, die in dieser Gegend ausgebreitete Lehre Luthers zu ersticken. »736, Hieronymitaner zu Weißach in Oberkärn¬ ten stiftete Leopold Graf Ursin, und Ro¬ senberg. Die Abficht der Stiftung war der vorstehenden gleich, Im Jahre 17^8- rin Oktober wurde die hier gelegene Kir¬ che St. Nicolaus zu einer Pfarre erho¬ ben, und dieselbe den genannten Hierony- mitanern ««vertraut. L752. Augustiner , Barfüßerordens zu Ruebland in Kärnten. 1752. Karmeliter zu Zedlizdorf in der Gnesa« Beyde Hospitien sind auf Vevanlaffung des erwähnten Rcligionsconseffes errich¬ tet 23s tet wordes , um die wieder aufgeloderte kehre Luthers iu diesen Gegenden zu däm¬ pfen. 6. Nonnenklöster: *«)6. Nonnenstift des heil. Benedikt zu Arnold- stein zu St. Georg am Langsee. Stifter waren Herzog Ottwein Graf zu Gör; , und dessen Gemahlinn Wigburg. Zustif¬ tungen haben gemacht n84 Ulrich, und Bernard, Herzoge von Kärnten , und mehrere andere. Als erste Aebtissinnen werden angegeben die drey Töchter des Stifters, als: Hildegard, Hilburg, und Berchkigund. f 1782 rm 7/6sten Lebens¬ alter. 265, Nonnen des St. Dominik zu Maria Lo- retto im Lavantthal. Der Stifter dieses Klosters war Albert de Priamis XXVII. Bischof zu St. Andree. Das Kloster ist 1782 zu seinen Vätern gegangen. *670. Nonnen der heil. Ursula in Klagenfurt. Die Gelegenheit zur Gründung dieses Klosters gab Veit Balthasar von Grim - ming, Freyherr von Stall, welcher in sei¬ nem Testament verordnet hat, daß, wen« sein Vetter Karl Friedrich ebenfalls ohne Erben die Welt verlassen sollte, das bey den Landständen in Klagenfurt auf Zin¬ sen gelegene Kapital zu ro.ooo st. auf milde Stiftungen verwendet werden soll. Karl Friedrich von Grimmingen gieng ohne Erben aus der Welt ; daher der *amahlige Landeshauptmann in Kärnten -- Sieg- rzs Siegmund Hellfried, Reichsaraf von Dielrichsiein das grimmiugische Kapital zu Stiftung genannter Rönnen zu ver¬ wenden beschloß. Auch die Kaiserin», Königinn Elconvra ließ durch den damah- ligen Burggrafen Ursin, und Rosenberg tie Zusiandcbringung der Stiftung betrei¬ ben. Das Kloster wurde am ersten mit 5 Nonnen dieses Ordens aus Wie» besezt, ,716. Nonnen der St. Elisabeth in Klagenfurt. 1742. Tertiarien, oder Schwestern des dritten Ordens St. Franz zu Villach. Ein von Geburt adelicher Kapuziner bewog einige Bürgersmäbchen nach der Regel des St- Franciscus zu leben. Er brachte die Zahl auf ra , welche gemeinschaftlich in einem Hause wohnten, und nach dec ihnen gegebenen Vorschrift zu leben an» fiengen. Dieses Institut >mrrde von dec Kaiserin» Königinn Maria Theresia in so fern bestätigt, daß die Mädchen keine lebenslängliche Verbindlichkeit auf sich nehmen durften; und zugleich mußten sie sich verbinden , sich der Unterwei¬ sung der Jugend ihres Geschlechtes zn widmen. Ihre Kleidung besteht in einem braunen Zeug von Wolle ; und da sie keine Klausur haben, so können sie auch ausgehrn. Auch dieses Kloster ist säcu- larisirr. Die Minoriten waren in diesem Lande die ersten , welche öffentliche Schulen gehalten ha¬ ben. Ihre Entstehung fällt in das izke Jahr- ^uuvttt. LZ7 hundert. (Man sehe oben bey der Religion °,'e chronologische Reihe der Mönchklöster) Idnen folgten die Protestanten , welche an ver¬ schiedenen Orten Schulen hatten. An diese schloffen sich die Jesuiten an, welche in Kla- Jenfurr ein Kollegium und Geminarium, und iu Mühlstätt eine Residenz hatten. Im Jahr ^77? wurde in dem Benediktinerstift zu St. Paul ein Gymnasium eröffnet. Dasselbe be¬ fand i78l aus 5 Claffen. Au Klagenfurt be¬ uchen jetzt ein Lycäum, Gymnasium, und rineRor- ^lalschule. An demLycäo stunden 1789 drey ^chrer der Philosophie, eiU Prosektor, einLch- ^kr,der Chirurgie, und ein Lehrer der Thier- gt'rncykvndc. Das anatomische Lehramt war ^nbesezt. Das Gymnasium besteht, wie ge¬ wöhnlich, aus einem Präfekt, und 6 Lehrern, darunter einer die Lehre der griechischen Spra¬ che auf sich bat. Auch ist noch eine öffentliche §cademischeBibliothek vorhanden. Die Schrirk- skeller, die theils in Kärnten /geboren , und da noch leben, theils da im v« stoffenen Jahrzehent Zrlebet haben , sind: Freyhcrr von Wulfen, Abbe «on Herbert, AbbeStorchenau, von Edling, Prälat zu St. Paul , Kirchschlager,. ,-Radit- 'chajgg, HofraibRaab, Wenger, Wunder, Mayer, Juüani. In Klagenfurt besteht auch eine k. öeononüsche Societät. In ganz Kärnten liegt ein Regiment mit Nummer 26. Der jezige Jnnhaber ist der Mdieugmeister D' Alton. Der Stab liegt in ^mgenfurr. Dem Regimente ist ganz Kärn- zu seinem Werbbezirk angewiesen. In Kla- Zrnfurt befindet sich in Friedcnszeiken ein Felb- ^arschalllieutenant, und Fclbkriegskommissär «r.d LZ F «L-KK--P und ein Milizmagazin. In Klagenfurt ist auch ein Grenadierbataillvn gelegen. Die "Besorgung des Stiftung - und Ar- menwescns geschieht such hier nach dem für die Erblande allgemein angenommenen Josephi- Nischen System. Die landesfürsilichen Einkünfte betrugen bisher 2 386,000 fl. darunter belief sich das Kontributionale auf 1,264,000 fl, und das Ban- cale auf 623,000 Gulden. Nun folgen die in Kärnten gelegenen vor¬ züglichsten Gebirge, Flüsse, Seeen, Schlößer, Städte, und Märkte nach der jezt bestehenden Kreiseinthcilung, als: a. Im Klagenfurterkreise. In diesem liegen: Altenhof, ein Markt mit einem Schloße, dem Erzbißthum Salzburg angehörig, auf ei¬ nem Berge an der Metkniz. Ge. Andres , eine bischöfliche Salzburgs fche Stadt am Fluße Lavanr im Thale gleiches Namens. Hier ist der Siz eines Bischofs, und einer Probstey. Blepbury, eine landesfürstliche Stadt att der Feistriz zwischen Välkermarkt und Guten- stein. Das hier gelegene Schloß besitzen die Grafen von Thurn als einen Pfandschilling. I2Z9 war von dieser Herrschaft das Geschlecht der Grafen von Hamburg Besitzer. Von die¬ sem kam dieselbe att die Grafen von Pfannen- berg» Der hier gelesene Boden ist trächtig an diesen. Dravburg - auch Traburg, Draaburg , ^'ird j« das untere, und obere Dravburg ab« 2"heilt. Unterdravburg, ein Markt und Schloß «n def Drave im Lacantthal dicht an der Grcn- je des Maiburgcrkrciscs in Steyermark, 6 «teilen von Kdrgcnfurr. Die Herrschaft ist Eigenkhum des Benediktinerstifts ju St» Hi« ist ei» Zollamt , und der Post-- Achsel zwischen Lavamünd , und St. Oswald ASke-yrrmark. Dravburg hat mehr als wahr- 'chcinlich seinen Namen von dem Fluße Drave; ^"hcr es richtiger Dravburg, als Draaburg oder ^aburg geschrieben wiro. Eberndorf, eiue Probstey, südwärts von ^ölkermark. Die Chorherren dieser Probstey h»- ^'n größtentheiiü im i6ten Jahrhunderte die ^hre Luthers angenommen. S, oben den Stand Geistlichkeit m Probstey. , Friesach , auch Freisach , die älteste Stadt Kärnten an dem Flüßchen Mcttnitz 6 Mci- von Klagenfurt, gehört dem Erzbischof Salzburg. Hier ist eine Probstey , und Kom- Anthurey des reutschen Ritterordens gelegen. Stadt hüt drey Thore. Das hier gelegc- Ur Schloß hat Gebhard Erzbischof in Salzburg neu erbauet. H40 hat Conrad Erzbischof Salzburg hier ein Spital angelegt. Die reutschx Ordenscomnnnle ist außer der Stadt Liegen. Die in dieser Gegend gelegenen Ei¬ senwerke sind bekannt Hier ist ein Zollamt, > «vd der Postwechscl zwischen St. Veit , und ^eurnarkt in Steyermark. Friesach war im raten L4» i2ken Jahrhundert im Besitze des Rechts zu münzen. Gersbery bey Friesach, hier sind ergiebige Eisengruben gelegen , welch; theilsdem BißthuiU Gurk, theils anderen Gewerken gehören. Vor Jahren soll hier ein bcträchliches Silber^ bergwerk im Betrieb gewesen seyn. St. Gecwtz am Längste. Das hier gele¬ gene Nonnenstift ist erloschen , und sind die demselben zugehörigen Güter dem Religionssund zugcfallen. Der Ort liegt eine halbe Weilt nordwärts von St. Veit. St. Gertraud unterhalb St. Leonard a» der Lavant. Diese Gegend ist wegen ihre» hier befindlichen bis auf 40 Loch silberreichc» Eisenspats bekannt. Auch sind hier trächtige Eiftngriiben gelegen , wovon der Landesfürst Besitzer ist- Glan, ein Fluß , hat südwärts zwisckM dem Ossiacher und Werdersee seinen Ursprung? nimmt nordwärts den Lauf, wendet sich bey St. Veit nordostwärts , und fällt ostsüdwärto unweit St. Jacob in die Gurk. Ccwtschiz ,ein Fluß , hat oberhalb Hütte»' berg seinen Ursprung, läuft südwärts/und fällt unweit Osterwiz in die Gurk. Gurk, ein Fluß, entspringt westwärts zwischen dem Engerste, und Schwatzste, ninum den Lauf südwärts nach Lauren;, Reichenau? und klein Kirchheim; von hier ist der Laufnorv-? wärts nach Weitenfeld , Gurk , Straßburg / und 24k Und St. Magdalena, wo sich die Mekknkj mit °cmselden vermischt. Von hier ist der Lanffüd-- ^ürts nach Ostcrwiz; unterhalb drefes OrteS ^rmengt sich mit ihm der Fluß Gorkschiz ; von hier jst der «auf südostwärts und fällt zwischen Nicolaus und Stein in die Drave. Griffen, ein landesfürstlicher Markt mit sinem Schloße nordwärts von VölkimoM. Der war Vormahls ein Eigenthum des Bißchnms Aambera. Hier ist das razZ gestiftete Prämon- nratenserstift gelegen« Gurk, ein Markt am Fluße gleiches Na- Ulens, nordwärts von Klagenfurt zwischen ho¬ hen Gebirgen»' Hier wurde im riten Jahr¬ hunderte ein Bißkhum gestiftet ; die Residenz hts Bischofes aber ist in Straßburg. Das Doms ^apitul, und bas Konsistorium sind in Klagen¬ furt gelegen» Der Personalstand des ersteren ^ar l/Zy dieser: r Generalvicar, Dsmprobst, Domdcchank, Domcustos , Domscholast-cus , senior und 2 Domherren. Bey dem Konsi- usriunr führt da- Präsidium, der Generalvicar» ^ie übrigen Bey sitz er sind: der Dombechant , Domcapitularc, der Stadtpfarrcr zu St. ^fgidi; der Konsistorialdirector , der bischöfliche Notar, und der Skadtpfarrer zu St» Laurenz. 3u der Konsistorialkanzclley gehören: der Re- Gstcaror, und Kanzellist. Im Jahre 1779 'st °ieß Domstift von der Höchstsel. Monarchinn, -uchria Theresia mit einem Kapitulkreuz in Form sincs Petrorals beschenkt worden. Die eine l^nre enthält die. Stifterinn Hemma; die an- «ere aber die Namen beyder k. auch k. k. Ma- ^suäten. Die Geistlichkeit in dem Districk Mühlstätt ist dem Bißkhum Gurk zugecheilt. Q Wur- 242 Gurni; , cin Schloß und Probstey, zw>^ schon dem Fluß Glan, und dem Gebirge, süd¬ wärts von Klagenfurt gelegen. Gutenstem, ein landesfürstlicher Markt am Fluße Miß, dicht an der Grenze des Eil« liersreises in Etcyermark. Tutering, ein dem Erzbißthum Salzburg gehöriger Markt an der Oikza südwärts von Hüttenberg. Hüttenberg, ein salzburgischer Markt aK Fuße des hier gelegenen Erzbcrg an der Gort- schiz. Hier ist eine k. k.und fürsil. salzburg. Berg- gerichtssubsiitution; auch sind hier viele Ar¬ beiter in Eisen angesessen , welche das Eisen aus dem ober dem Markt gelegenen Erzberg erhalten. Der Betrieb des hiesigen Bergbaues soll ein Alter von 1020 Jahren zählen. Es wird hier an drey Seiten einzeln und ver-'int gebauer. Die Zahl der Arbeiter steiget gegen ZvO Köpfe, und jedes Gewerk hat seinen ei¬ genen Verweser. Vlagenfurt, (Llsuciü , (llaFeu^ turtum) die Hauptstadt in Kärnten. Sie iiegk fast in dem mitteren Theile des Landes gegen das südliche Ufer des Glanfiußcs gc> Meile» von Wien, 27 von Graz, n von Lapbach, und g; von Salzburg. Im Jahre 1518 anr 24. April hat Maximilan I. die Stadt de» kärntnerischen Lanoständcn geschenkt. Gegen das Ende des r6tcn Jahrhunderts wurde sie befestigt, und mit, einem tiefen Wassergraben umschlossen.' Der Bastionen werden 8 gezählt. Die Stadt hängt mit dem Werdersee, dessen ränge Ok-HA—S L4tz gärige auf 2 Milen bestimmt wird , Mittels Eines Kanals zusammen. Die Stadt bat vier A.ere, nämlich: das Villacher - St» Veiter- ^ölkimarkker und - Vickringerthor. Von dem alleren führt die Straste nach Salzburg, Ty- kol, und Italien, von dem zweiten durch ^tcyennark nach Wien, und von dem dritten nach Mratz. Auster der Stadt hak Klagtifurt ^icr Vorstädte. Diese sind: die Völklmarkrcr, die St. Veitcr - Villacher - und Victringcrvor- stabt. In der ersten ist die herzogliche Burg, A"d das Nonncnspital der h^ii- Elisabeth ge- ksgcn. In der St Veitervorsiadt ist die Ty- stlche Tuchmanufaktur ( 1764 erricdtet ) und Aie Bl.yweißfabrik schenswürdig. Von dem -"ictringtlkhor hat man eine angenehme Fahrt Aach dem Werdcrfte. Die Stadt wird in zwcy Pfarren abgetheilt, näbinlich: in die Pfarr tzrr ^t. L.gidi, und St. Laurenz. Unter den se- hcnswürdigen öffentlichen Drnkmählern kömmt Aui ersten zu sichen, die auf dem neuen Platz stehende kolossalische Statue von weichem Me¬ iste, das Bi.dniß der verewigten Maria The- kesia vorstehend; dann das Porttait Kaisers "opoid zu Pferde, von Marmor gemacht; fer- ^Er auf dem alten Plaz : die von Marmor auf- llEführte Säule, auf deren Epize bas Bild- "iß St. Johann von Nepomuk ruht, und die Auf dem Plaz bey dein Sc^ Veircrthore bc- südliche viereäichte Spizsäule von schwarzem Marmor. Sie ist dem St. Florian gewidmet, ^ud wurde 17L! ausgestellt» Am riten Novem- ' AEr 1600 kam Marrin, Bischof zu Seckau , kon 400 Kriegsleuten begleitet in Klagenfurt Au- ließ alle vorhandenen lutherischen Bücher öf- lEnkiich verbrennen , hob allen evangelischen Gottesdienst auf, und zog von da am 14km L z Novem- November wieder ab- Die politischen, und Iustizdepartemente, welche in Klagenfurt ge¬ legen sind, Hube ich bereits oben ausgcführk- An das hier 1764 errichtete Waisenhaus .hak die Kommerzialkasse im Jahr r/ü; eine Sum¬ me von 15,022 fl. abgeaeb-'N. Im May 178! kam die Erzherzogin« Maria Anna nach dieser Hauptstadt, nm da ihre Tage zu schließen Dir erzherz.ogiiche Residenz ist in der Völklmarkter- Vorstadt gelegen. Diese von allen geliebte Princessinn starb am iy. November 178«) in ihrem zr sten Lebensjahre an der Brustwaffer¬ sucht. Die Hvchsiselige batte im Fache der Naturgeschichte sehr weit verbreitete Kenütniße« Sic hatte ein Naturalkabinet unter der Jjnlei- lung des Herrn Hofraths von Born gesam¬ melt , und systematisch geordnet. Dieses aus¬ erlesene Kabinet hat die Universität in Pest 1789 um ao.ooo Gulden an sich gelösct; aber so tief ihre Kenntnisse im Fache der Mineralo¬ gie waren, eben so eine grosse Freundin war Sie auch von den bildenden Künsten. Die Selige geruhte am 5. März 17Ü7 der Academie der bildenden Künste in Wien eine Handzejch- nuna zuzustellcn, und ließ sich zum Mitglied erklären. Di- se Zeichnung besteht in einem mit Rothstein schroffirtev Frauenkopfe, auf dessen schönen Gesichtszügen ein lebhaftes Nachdenken herrscht. - Das Haar ist mit Perlen geschmückte und den Hintertherl des Hauptes bedeckt ein Schleyer, der in zierlich abwechselnden Falten- Lrüchcn über die Brust herab wallt. Das Bild rst i Schuh, 9 Zoll hock, und l Schuh 4 Zoll . breit. Man sehe den H. Heft der östreichischcn -gelehrten Anzeigen vom Jahr 1779. La- 24Z Lavant, ein Fluß, welcher in Stcyer- im Jndcnburgerkreise unterhalb Obedach Entspringt, südwärts de» Lauf nimmt, und Reichenfels Kärnten betritt, wo er den Hredlbach zu stch nimmt. Von hier ist der 4 Meilen von Kla- äcnfurt an der Poststrssse nach Marburg. Die- I" Ork war das Stammhaus der Herren Mkl, von welchen die Stadt den Namen er- mclt- Hwr ist eine Probstey gelegen. r>42- Ariden sich in dieser Gegend viele Heuschrecken Wcrdersed, eist westwärts von Klagenfurt ^legcncr See. Von der hier gelegen Probstey 1782 Besitzer Probst Ignaz Ant.Freyh. von ^zenbcrg zu Freyen und Jöchisrhurn, De- ">ank an der Cathedralkirche in Brixen. Er Erhielt die Probstey 1756^ ihm waren zugetbcilt ^Eapelläue. Von dem See kömmt nähere nachrichr bcy Klagenfurt vor. » ein Dorf, dem Erzbißthum Salz- A'rg angehörig, zwischen Höttenberg und Erstem gelegen. Von der hier gelegenen probstey ist bereits Meldung geschehen. . Wolfsbery, eine landesfürstliche Stadt mLavantrhal am Fluße Lavant gegen den Mar- Algcrkreis in Stencrmark. Der eben genannte Auß durchströmt die Stadt. 1206 hat Kaiser Winrich II. -je Grafschaft Lavantlhal , die Stabt LZ4 Stadt, ün'» bas Schloß Wolfsberg besu Biß- thmn in Bamberg geschenkt, welches die Ver¬ waltung einem zeitlichen Vizoom, der ans dem Schloß residirre, anvertrauek hat. In der hiesigen Gegend wird viel Getreide gebaut» Sie hat grasreiche Wiesen - viel Obst, auch wird hin und wieder Wein gcbauet» Zwischen« ä'ssern, s. Pschstein« Villachcrkreib. Zn diesem liegen e Arnyldstern, eiu Schloß zwischen Äillache tinb Tarvis» Von dem hier gelegenen Berre- diktinerstifte ist bereits Meldung geschehen. Bleybery, eine Bergstadt westsudwärts von Villach. Von dem hier gelegenen Bleyerz- gebirge ist bereits gehandelt worden. In Bley- berg befindet sich;jn Bergamt Mit einunBerg» Verwalter, Hüttcnfchaffer, und Zeugschreibcr» chrems, ein Fluß, entspringt nordwärts im Gebirg, nimmt den Lauf nordostwärts, und vereinigt' sich unterhalb Crcmsbrücke mit der Lieser- ' Cremsbrütko, eine Dorf, und Kammer- zialgrcnzzostamt an dem Flüßchen Crems , und der Lieser« Non hier geht bre Kommet-' zialsthasse von Italien in das teutsche Reich , und von dem leztern nach dem erstern. Hi^^ wird das in den im Cremsgcbirg gelegenen Eilert- gruben, und aus denselben erbeutete Eisi'^ auf die Schmelze gebracht» Lrenrs« L5Z - Cremsyebiry , an der Strasse nach Ealz- ?^'8- Hier sind ^Eiscngrubrn für bieSchmelz- ^Utteu in Crcmsbrücke gelegen- Dieerichstein, ein auf einem hohen Berge Uegenes neues Schloß unweit Feldkirche. -"'N dem alten Schloße, welches dem neuen gegenüber aelegen , hat der Dietrichsteinische ^tainm den Namen erhalten. igg4 eroberte ">e kriegsfchwangere Maultasche das Schloß, i Dobraesch, ein von Bleyberg ostwärts, von Villach nordwärts gelegener Berg. .. Drave, ein Fluß, dessen Quelle in Tyrol "tgt, hey Oberdravburg Kärnten betritt, und Am hier den Lauf nordwärts nimmt. Unter Villach wendet er sich nordostwärts, verläßt ostwärts bcy Unterdravburg Kärnten, und bc- 8ibr sich nach Steyermark. An sein nördliches Uer grenzen: Oberdravburg, Grciftnburg, Aachssnhnrg , Villach, St. Peter, Hollcnburg, ^safcnstetn , Völklmarkt, und LavaMÜNd. ssie gegen das südliche Ufer gelegenen Orte sind : L. Frau, Gcntborf, Ortenburg» Perlach, nd ^„terdravburg. Mit diesem Fluße ver- A'^)tn sich die Lieser, die Glan, die Gurk, ""d Lavant. Gt. Ermachor, ein Markt im Geilthal lael Flüßchen Gestring 6 Merlen von Vil^ Auf der von hier nicht weit gelegenen "lgcrnlpe wird Falkupfererz gegraben. Der ist ein Ligrnrhum des Fürsten Portia. bev ^bldkirche , ein landesfürsilicher Markt ? der» bekannten St- Mrichsberg, westwärts s§6 von Klagenfurt. Der Markt war Vormahls ein Eignehum der Herren von Auffcnstein; rzy6 aber kam derselbe an das Hochsijst Bam¬ berg. 8ellach, auch Vellach, ein lanbessiürstlichct Markt an der Moll. Der Ort ist wegen sei¬ ner Eisenhämmer bekannt. Man schäzt die jährliche Verarbeitung anf2 bis'4^00 Zcntncr- Der Ort wird in Ober-und Unterfellach ab- gethciit. Frayanr, zwischen Rauriscrtauern, unb dem Fluße Drave gelegen. Hier ist ein träch^ tiges Kupferbergwerk, wovon Graf Stampfet Besitzer ist, gelegen. Fragant wird in bas Obere und Untere abgetheilt. Das leztere liegt an dem nördlichen Ufer der Drave. Geil, ein Fluß, hat seinen Ursprung Tyrol , stießt nordwärts, und vermischt sich Et. Magdalena gegen über mit der Drave. Gerlchal , hat seinen Namen von dem Fluße Geil. Seine Lage ist südlich. In die¬ sem Thale liegen: Doberniz, Natendorf, Dro- piach, Mödernborf rc. Gmünd, eine Graf Lodronische Stadt der Liftr, n Meilen von Klagenfurt und -4 von Salzburg. Die hier gelegene Burg ist iM italienischen Gcschmacke gebaut. 1495 hat d^ Stadt, und Herrschaft Leonard von Keutschacbe Erzbischof in Salzburg von Maximilian I. »M Z0>^O st. als einen Pfandschilling erhalten. 1604 hat dieselbe Wolfgang Dietrich, Erzbi¬ schof in Salzburg, an seinen Bruder verkamt- i6W 257 gelangte dieselbe durch Kauf an Christo- pycu Grafen von Lodron. In dieser Gegend und eisenreiche Gruben gelegen. In Gmünd ist der Postwechsel zwischen Spital und Renn¬ weg. Mreifenburg, ein Schloß § und Markt an der Drave Meilen von Klagenfurt. Von der Herrschaft ist Graf Vincenz von Rosenberg Besitzer. Hier ist der Postwechsel zwischen Spi¬ tal und Oberdravburg. Grofikirchheim, eine Herrschaft in einem Villach westwärts gelegenem Thale, dessen Länge auf 2 Meilen bestimmt wirb- Die hie¬ sige Gegend hat Gold - und Silbergcuben. Simmelberg, bey Feldkirche. Hinter dem Mr gelegenen Schloße entspringt die Feistriz, Und verliert sich in den Offiachersee. Hier sind Eisenhämmer. Die Herrschaft ist ein Eigen- thum des Niclas Graf von Lodron. Königsberg, ein westwärts am Rablersee gelegenes ergiebiges Bley-und Galmcygebirg» Landskrem , ein Schloß > Und Herrschaft des Grafen von Dietrichstein, zwischen Villach Und Fcldkirche, gehört der gräflich khcvenhül- "'ischkir Familie. Unter dieser Herrschaft ist auch das verödete Schloß Sternberg, vprytahls kine Grafschaft, gelegen» Lieser, ein Fluß, entspringt nordwärts mcht ag d^ salzburgischcn Grenze im Schwarz- Horn, läuft südwärts , und fällt Ortenburg Kegen über in die Drave. R Mal- Malburyet, ein Markt zwischen klein Lat» vis un» Pont a Fella, im Kanal genannt § an der Kommerzialstrasse nach Venedigs iz6K haben hier die Venetianer einen Einfall ge^ macht, sind aber mit Verlust zurückgetrieben worden. I4ZZ haben sie abermahl einen Einfall gewagt, bey welchem 72 adeliche Venetianer, und 602 Gemeine geblieben sind. Von dem Markt ist Kranz Graf von Rosenberg Bestzer. Mauten, ein Markt an dem Fluße Geil. 'Hier führt die Strasse nach Italien. Der Markt gehört zur Grafschaft Ortenburg. Von her Herrschaft ist Fürst Portia Besitzer. Moll, ein Fluß, entspringt westwärs im Salzburgischen in Rauriser Tauern, von hier Sst der Lauf wesinordwärts nach Fragant, wen¬ det sich hier nordostwärts, und vermischt sich bey St. Magdalen mit der Drave» Mühlstarr, ein Markt, zwischen Villach rmd Spital an dem Mühlstättersee. 1140 ge§ hörte die Herrschaft dem hier vom Herzog Erb» Sn Kärnten gestifteten Benediktinerkloster. 146s har Friedrich IH. die Abtey aufgehoben, und Herr St. Georgenorden mit dem rothett Kreuze gestiftet. Der erste Hochmeister war IohanN Giebenhirt. 1598 erhielten die Herrschaft die Jesuiten. Nach deren Erlöschung wurde die^ selbe dem Studienfund zugetheilt. Oberdravburg, ein Markt , 15 Meilen von Klagenfurt, und 14 2/^ von Brixen, an der Drave , da wo dieser Fluß ans Tyrol in Kärnten tritt. Inhaber der Herrschaft ist Fürst von 254 Rn Porkia. Hier ist der Postwechfel zwischen ^reifenburg und Lienz in Tyrvl. S. Dravburg M Klagenfurterkreise. . Grtenbury, eine Grafschaft zwischen Spi« und der Möllbrücke gelegen» Gegen daL ^nde des io. Jahrhunderts wurden Ortenburg Rd Epital von dein «Grafen Friedrich von bpanhcim gebaut. Bey dieser Familie ist die Grafschaft über 400 Jahre geblieben. Dec "jte von der Familie war Friedrich Hl. D« ^eser aus Abgang eines Leibeserben Hermann LI. Grafen von Cilly an Kindesstakt annahm, kam die Grafschaft an die Cillyer. Nach dere« Abgang find Lavant und Ortenburg dem Hause Desireich heiingefalleN. Kaiser Ferdinand I- hat die Grafschaft Ortenburg seinem Kanzler Salamanca zum Lehen gegeben. Jetzt tstBefizep Reser Grafschaft das fürstliche Haus Portta. Ossiach , ein BeNebiktinersiift, dessen Stif¬ ter sich Ossiach genannt, von welchem der Ort Rn Namen hat. Das Stift ist erloschen, und bft Güter desselben find dem Neligionsfund zu« St. paternwn, rin Graf Widmannischen -blarkt an der Drave a Meilen von Villach. Oberhalb des Marktes ist das Schloß gelegen. Ker ist per Postwechfel zwischen Viüach und Apikal. ^psnr K 8ella, ein Fluß , welcher x-egrq Miesisüdess Kärnten von Italien trennte Pont « Zella, auch Pontafel, am Fluße Vvnt » Fella, rin landesfürstlicher Drenzmarkk R 2 Hier 2öO Hier ist über den Fluß eine Brücke geschlagen, und in der Mitre derselben ein Bogen ge¬ spannt, bey welchem sich die Grenze zwischen Oberkärnten und dem Venetianergebiete an- fängt. Hier ist die Kommerzialstraffe für die Waaren, welche aus Kärnten, Obersteyermark, und Salzburg nach Italien bestimmt sind, auch ist hier ein Kommcrzialgrcnzzvllamt gelegen« Der hier zu entrichtende Zoll wird der Pontaf- lcrzoll genannt. Derselbe ist zu entrichten von allen Waaren, welche über Pont a Fella auf den weitern Strassen nach Italien geführet wer¬ den ; inglcichen für Waaren, die in, aus, oder durch Kärnten passiven, wie auch von je¬ nen, welche aus, oder durch Kärnten über die Neudeißersirasse nach Italien, und im Ge- genrheile aus Italien dahin ziehen, ohne Un¬ terschied der W.aaren, und ohne darauf zu se¬ hen, woher , oder wohin eigentlich damit ge¬ handelt wird , und zwar bey Gewichtwaarc» - st. Grenzzoll, bey Getränken aber , in soweit diese von diesem Zolle nicht befreyt sind, voM Eimer 2 st- Von jenen Waaren, welche nach dem allgemeinen Zoll bey der Einfuhr zum Kon¬ sumo netto zu verzollen sind, ist auch der Pontaflergrenzzoll nach dem Nettogewicht ab- zuncbwen; in »en übrigen Fällen aber wird diese Gebühr nach demSpörkogcwicht erhoben. Von diesem Zolle sind befreyt', r) bey der Einfuhr alles, was in kleinem Verkehr unter einem Zentner vorkömmt, und die venetianische Schotte überhaupt/ 2) Bey der Ausfuhr das kärntne- rischc Eisen, und die kärntnerische Leinwand- Bey der Ein - und Ausfuhr: Getreide, Hanf, Flachs, Heu, Stroh, Mühlsteine, Srcin- mezarbeiten, gemeine WeiM, Thon oder Tä¬ ufer- r6r pfergefchirr, und Ziegel, von welchen Maaren nur die in dem allgemeinen Zolltarifs ausge- Messenen Zölle abzunehmen sind. Rabl, ein Dorf. Dieser Ort ist wegen der hier westwärts gelegenen Bley-und Gall- Wcygrubcn bekannt. Hier ist ein Zollamt ge¬ igen. S. Königsberg. Rosenbach, ein Dorf , z Meilen von Kirschentheuer. Hier befinden sich fehenswür- ^'ge Stahlhämmer, welche dem Grafen von Bosenberg gehören. Rosenberg, ein Schloß zwischen Ober- btavburg und Sachsenburg. Rosenecb, ein Schloß und eine Herrschaft Zwischen Villach und Hottenburg an der Drave. Rottenstein, ein Schloß und eine Herr¬ schaft an dem Fluße Drave zwischen Oberdrav- durg und Sachsenburg. ?ya war von dieser Herrschaft Besizer, Meinhard Hl. Graf von ^'orz. Jetzt ist dieselbe ein Eigenthum derGrs- sen von Rosenberg. Sachsenbury, ein erzbischöflich salzburgi- scher Markt an der Drave zwischen Oberdrav- ^urg und Spital. Die hier zwischen Sachsen- dstrg und Spital gelegene Messingfabrik, auf ber Möllbrücke genannt, ist zur Beförderung der Meffingwaarenfabrikatur zu Lienz in Tyrol ^gegangen. Spital, ein Markt zwischen Villach und Dberdravburg an der Lieser. Der Markige- iwrt zur Grafschaft Ortenburg. R Z Tar- LÜL Tarvis, ein landesfüestlicher Markt zwi^ fchen Villach und Pontafel im Kanal. Hier find Hammerwerke gelegen. Der Markt hat: vormahls dem Hochstift Bamberg gehört. vellach, s. Fellach. Villach, eine landesfürstliche Stadt ai« Aluße Dräve an der Kommerzialstrasse nach Italien, 4 Meilen von Klagenfurt, und zi von Salzburg. Hier ist rin Bankalgefällenin- Dpectorat, und eine landcsfürstliche Bley--und Ballmeyspedition. Durch diesen Ort gehen alle Waarcn, welche entweder in das teutsche Reich durch Salzburg, oder nach Italien über Pon- rafel, oder nach Tyrol durch Sachseuhurg der? Weg nehmen«, Kri- Friaul. R 4 o--SL--y 26Z , omitgmr Ooriti», Lc. 6elinegvit in col- 'slrerelisno 8 /. ktuclvlpkux come8 (7o- ^ninüx ^nno ddrist. Mink- so. Nonnments Äcclelr« Ayuilejenti! com- ^kntgrio dittovien - ckrono!oAico — cririco ii- 'u^triltL cum sxpenclice , in czua ^erv8t« "^nilejevKum t'Ltriarckrlrum, rerumque kc>- ^njuleni'rum chronica emcnclarorin czuLciam , nunc prim um in lucsm proäcunr. ^uc- ^ore sr. ^o»n. kr3nci8co öernsräo IVlrria 6e ^ndeiz, oräiuis ?rLäic»corum. hol, ^rzentrNL Nentamen xenesloxrco — chron vlogi cum Nl'vrnvvenäD seri ei com mm , er rerum O o- comicripmm 3 Kuäolpk K. k / comire cis (^uixcks I>. si a Oronberz xnri- ^ensi; in cc>tle^io rkgio vvbilium Hiercfmnc» I tti^torire. et ^uriL 8tuäic>so. Visniue ^nsrri» Anno 83luN8 IVlO(70t>lt 40. VisnnL ^k>i8 ^ogn. 1"k. srstmer (nune dobiti» äe "Sttner) vniveriicstis 1n>o§r3s>ki. Der Flächeninhalt dieses Landesbezirkes Heträgr n8 0 Meilen. Seine Länge wir» 9, und die Breite auf 15 tcutsche Meilen ^stimmt. Die Grenzen dieses Landesbezirkes k'nd: gegen Norden die karmischen Alpen; -e- N« Nordost die Wocheinersave (da wo solche R 5 eyr- 26L entspringt,) dir julischen Alpen, oder vielmehr der Birnbaumwald; gegen Osten der Berg Nanas, gegen Ostsud das Triestergebiet; 8-' ! gen Süden das innere Krain und Venediges gebiet, gegen Südwcst und Westen der Fluß Iudri, welcher die natürliche Grenze zwischen dem Venediger-und östreichifchen Friaul macht) gegen Westnord Oberkärnteu nnd der in Krain gelegene Mannhartsberg, als rin Theil dek karnischen Alpen, Auch Friaul hak mehr Gebirge als Ebe«^ Die stärkeste Bergkette zieht sich von Norde« nach Ostsüd. Die meiste Fläche ist gegen Sä- den und Südwest. Im Ganzen hat Friaul eine gesunde Luft; nur die südwestlich gelegene aglarifche Strecke ist des hier befindlichen Mo- rasteš wegen, vorzüglich in den Sommermo¬ naten, sehr ungesund. Ohne Zweifel dürfte dck Reisbau, wenn man denselben hier gründe« wollte, bald sehr schnell reifen. Die Gebirge find größtentheils kalkartig. Nordwärts vo« Eörz liegt der heil. Berg (woute rsutc») das jetzt erloschene Kloster der reformirten FraU* ciscaner stand. Die hier gelegene Kirche ist von Quadersteinen gebaut. Auf diesem Berge hat man sowohl von Westen als Osten die Herr* lichste Aussicht. Am Fuße des Berges fließt die Lifonzo vorüber. Die vorzüglichsten Flüße in diesem östrei¬ chischen Erdstriche sind: die Tulmein, Tribut* sche, der Kirchheimerbach, die Jdria, Hobl, V* fonzo, Torre , Iudri und Wipach. Zu den vorzüglichsten Naturprodukten die* fes LandeSbezirkes gehören im Pflanzenreichet 26/ ^r Wais, im gemeinen Leben, türkischer Wei- Buchweizen, Hafer und Obst, als: sehr «chMackhqfte Birnen, Aepftl, Pflaumen, Pfir- , Feigen, Datteln, Limonien, Oliven handeln, Kastanien und sogenannte wälscht -iuße. Unter den Bäumen kommen die Ka- uanien - und Maulbeerbäume am häufigsten vor; '° wie die Haselnußstaude. Noch ist derWein- Aere zu erwähnen , die hier vorzüglich zu ^ause jst. Der Weinbau gehört mit zu den ^täglichsten Handlungszwelgen dieser Pro- Der Wein theilt sich in rothen und wei- Im Tbierreiche ist die Seidencultur am enierkenswürdigsten. Tyrol und Friaul sind «7 ,iwey einzigen Provinzen im östreichischen wo dieses Handlungsproduct von gro- dem Belange ist. Noch ist cs mir nicht gelun- , die Zeit , in welcher die Seidencultur in ^veni östreichischen Friaul eigentlich entstanden, sie gegründet, wer sie fortgcpflanzct, wel- M Verbesserungen dabey vorgegangen sind , gfi aufzufindcn; ich hoffe aber in der Alge über diesen wichtigen Handlungszweig ühere Aufschlüße geben zu kennen; so wie ich mir schmeichle der erste zu scyn, der die ^tu-ichte des Seidenbaues in Tyrol ans Licht Amellet h^. Im Jahre 1776 hak man 2,788 Sterbe gezählt. Darunter waren 78 Hengste, 5*55 Stuten, und 1505 Walachen. DcrOch- «cn waren 12,146 Stück. Die Ziegenzucht ist vter von Belange. Im Mineralreiche ist das Wichtigste Produkt das Quecksilber, dessen Gru- «t in Jdria gelegen, und wovon die nähere Veleuchrung folgt. - Die Einwohner theilen sich in Teutschc und mven. Zu de« ersteren gehört größtenthcilS der 26K der Adel; und zu den letzteren der gemeittt Mann. Man hat im Jahre 1776 in Arial» ir4,Z87 Seelen gezählet. Darunter waren weiblichen Geschlechtes 56,0x7; von r bis mit 17 Jahren waren männlichen Geschlechtes 19068, von 18 bis mit 40, 24,462 ; und von 41 bis hinab 14654. Der Juden waren Z89 , darum ter 200 des weiblichen Geschlechts, Die Sum¬ me der Gebohrneu, Gestorbenen, und Getrau¬ ten war im Jahre 1787 folgende, als; Geborne , , . 4,956. Gestorbne . . . Z,45Z, Getrauete . ° ° 977. Unter den lHebornen waren weiblichen Ge¬ schlechtes 2,z84 , und eben von diesem Ge¬ schlechte sind i,656 gestorben. Im Jahre 178? wurden in diesem Bezirke 120,000 Seelen ge-- zählet. In diesem Landesbezifte find 4 Städte, * Markt, 280 Dörfer. Im Jahre 1779 hat mal> 19,240 Häuser gezählet. Ganz Friaul dürfte sich am füglichsten »K Liese Gebiete abtheilen lassen, welche sind: Die gefürstete Grafschaft Görz. b) Die gefürstete Grafschaft Gradišča^ e) Das aglarische Gebiet. st) Das Flitscher Gebiet, «) Die Hauptmannschaft Tolmeim E) Das Jdrraner Gebiet. Nach Ä 26y ^tüch der politischen Kreisabthrilung hat Friaul ein einziges Kreisamt, dessen Siz Görz ist. Mit demselben ist seit dem l. ^uly adelicheJustizadministration ver- "u. Non der kirchlichen und Milizabtheilung dlcser Provinz folgt am gehörigen Orte die Er¬ mahnung. Die politischen Angelegenheiten dieser Pro- Wz werden von dem Landesgubernio in Triest ksorgt; bas idrianische Bergwesen aber steht "ter dem Landesgubernio in Gräz. Die übri- in dieser Provinz gelegenen Behörden wer» <^a thejis bey Görz und Gradišča , theils bey "^^est aufgeführt. ' , Unter den Kunstprodukten dieses Landes- Birkes stehen sowohl die Erzielung der rohen ?-eide, als die Verfertigung verschiedener Sei- veiiwaarcn oben an; auch wird viel Leder, arziiglich Korduan bereitet, so wie eine Pa- p'errnstble besteht. »>. den rezensirten Natur - und Kunst- Takten zeigt sich offenbar der große Mangel . s de» wesentlichsten Natur, -- und Kunstpro- "kten dieses Landes. Es fehlen demselben: ''eri, Messing, Kupfer, Bley, Galmey, Bi¬ ms, Kochsalz (auch am Meersalz ist Mangel) , Weizen, Roggen, Gerstel, Honig ^nd Wachs. In Rücksicht der Kunstprodukte ^mißt man : Leinwand, Tuch , Porzellän , Spiegel , Maioiickgeschirr , Eisen,, Messing , tOiech.-r,nd Kupfergeschirr, Schießpulver, Ga- «Nteriewaaren u. s. w. Man schließe hieraus, ^re beträchtlich der Geldausfluß in dieser Pro¬ vinz vin; seyn mag', und wie wenig dieselbe auf dlt GeldbtlaNz, und die Bilanz des Vorkheils An¬ spruch machen könne. Der Strassenbau steht auch hier auf ebc«i dem Frrße, wie in den übrigen östreichisUM Erblanden. Der Hauptstrassen in dieser Pro¬ vinz ßnd eigentlich 4 , nähmlich r) von Göfli nach Wien; 2) von Gradišča nach Venedig, »n» z) von Görz nach Triest; 4) von Görz nach Gradišča. H»?! Die Strasse nach Jdria führt über den Uuß HM durch die Herrschaft Heidenschaft vo^ den Berg Dull. In Görz ist ein Ober- Mamt, j» der ganzen Provinz sind z -V"alpostämter, als Czernicza, H, Kreuz, und ^vgaredo. Auch in diesem Lande Hai die Christenlehre . cherr Eingang gefunden. St. Marcus soll b"/ den ersten Grund zu derselben gelcget ha- Beym de Rubeis findet man noch die .'Zigste Angabe der aglarischen Bischöfe. 314 ar Bischof Theodor; 369 kommt Valerian als A./'i Erzbischof; 557 Paulinus, als erster Patriarch vor. 711 erhält Serenus das Pal- von Rom. Die aglarische Kirche wirb die Aquilejensische und Garlrnsische abge» theilet. 27 > tbeilet. 141^ bemächtigten sich die Venetianeij der friaulischen Provinz , wovon ein Theil >" der Folge wieder an das Haus Oestreich zutü« kam. Durch diese vcnetranischc Besiznehmung wurde der Siz des Patriarchen von Agft^ leja nach Udine übersetzt. 1524 hielt Marti" Grimanus seinen Einzug in dieser Stadt. Republik brachte esbm) dem römischen Hofe da¬ hin , daß das Patriarchat mit keinem ander" Subject, als einem vcnetianischen besezt worden- Das östreichische Hans verbot!) daher in de" Jahren 1621 und 1641 dem Patriarchen, die Uorniahls seiner geistlichen Aufsicht untergeord^ nercn, und in den östreichischen Ländern gt- legencn Kirchen «zu besuchen. 1749 am 29- November bestellte die Höchstselige Kaiserin" Königiun Maria Thtresia den Carl Graf vo" Aursberg zum zeitlichen Generalvicsr dcd aglarischcn Kirchsprcngcls in den östreichische" Ländern, iwelchcr-auch von dem Pabste bestä¬ tigt worden. Endlich wurde zwischen dem Eos Hause und der Republik Venedig im Jahre 17^ ein Vergleich getroffen-, vermög welchem da§ sogenannte aquilcjcnstschs Patriarchat ganz a»^ gehoben , und zwcy Erzbißthümer gestift^ worden , nämlich : zu Udine im venetmmschcn Eck biete, und zu Görz im östreich. Friaul. Do"? letztcrn wurde de^vchemahlige Kirchspxeug'el vc" Patriarchen, soweit er sich durch die öst-ciE schen Länder erstreckt hat, zugctheilt. Haus Oestreich erwählt den zeitlichen Erjb^ schof, welchem die Bischöfe zu Trient, zu Co¬ mo in der Lombardih zu Trieft (jetzt Gradist"^ und zu Zeng in Kroatien als Suffragane zugck thcilt sind. Das Erzbißthum von Görz hat jckl seinen Sitz in Laybach,, wie bereits gemeldck worden ist. Das jetzige Domkapitul, deP" S>- 27- ebenfalls in Laybach ist , bestand »776 aus cin Gtneralvicar , Domdprobsten, Domde- «iant «ns r, Domherren. Am iz. July 1788 fand sich der neue Erj- ^'chof von Laybach ;u Görz ein, wo er den» °"jgen Bicar, und de» hier Dommherren die ""östliche Nulle, durch welche das Erzbißthum " Gör; aufgehoben worden, vorlesen ließ ; e» Kannte den eben erwähnten Provicar als mnen eigenen für den gärzischen District, dir 'führte die übrigen Domherren von ihren Kar ^tular-und Choralfunckionen , versicherte sie fortwährenden Genußes ihrer Pfründen, erklärte die Domkirche zu einer Pfarre. y. In Friaul liegt ein Regiment, welches die Kummer führt, und den Freyherrn von Reiski seinem Inhaber hat. Der Stab liegt in , wo sich auch ein Feldkriegskvmttiissär ^ud Berpflcgsoffizier befindet 'n Friaul gelegenen Klöster sind nach Zeitfolee diese: S) Mönchsklöster : ^^4- Jesuiten in Görz s 1773« ^26. Minoriten zu Görz. Den Grund z« diesem Kloster soll Anton von Padu« gelegt Hadem, welcher hier tS2g zu predi¬ gen anfieng- s >7^5. ^48r. Gerviten in Gradišča, Don Johan« Mozenigo, Doge von Venedig auf Ko- ße» der Republik errichtet. Im Jahre « r/GO §74 1769 wurden die Mönche dieses Klo¬ sters gekheilek Die Italiener kamen nach der Lombard« , und die Teutschcn blieben hier. »566, Reformirtc Franciscaner auf dem Mou- tesanko, im Görzischet« 1785- 1596. Capuciner zu Gör^ ch »785. - r ZI-:» !'- > - 1615^ Capuciner- M-Kormous, tm GKrzrsche"' ^2' !U7.> >,m 0. >- 7 i6r6. Barnchr^iKö^Gn^dvc in Görzi-. ' - l lE 1626. Minori/en zu Grigman. - ' U - ' 1654. Capuciner zu St. Kreuz, im GörzrschcN' 1646. Dominicaner zu Farra, im Görzischen 1785° 1648. Carmesiter Barfüßerordens zu Castagn<" - vid,- iM SöMchen-E k785- . . '!k' >i- - ' ' ' 1650. Capuciner zu Grcchisca. f 1785.7 1698- Dominicaner zu Agcllo , im AquilejicheH- 1 - , 'n.- 1722.. Dominicaner zu Kormons f 1785° 1747. Minoriten zu Castello Porpeto, im G^ zischen s -785» ' s- 1782. Piaristen in Görz. !>) Nonnenklöster: rooo.' Nonnen des St. BenedictS zu Aquilej«- Bep -75 Dry der 1782 erfolgten Auflösung die¬ ses Klosters begaben sich die Nonnen ins Venetianische. *6- Nonnen der St. Clara in Görz. 1782; *648. Institut für Bauermädchen zu Farra, im strengsten, Verstände Nonnen «des dritten Ordens; ihre Meldung ist weiß, mit eigener Arbeit ernähren sie sich, und jährlich legen sie dasGelübd der Keusch¬ heit ab, jedoch mit freyem Willen, da jeder ftey. steht, dem Institut zu ent¬ sagen, -j- 1785° *672. Ursulinerinnen zu G^rz. ^7:4. Barmherzige Schwestern zu EvmornS g7«2. . . -E i.Gvrz. Die Grafschaft Görz (comitatus OoritiL) var schon im siebenten Jahrhundert ein Thcil .°a Friaul; aber wer die ersten Grafen o?s- Mven waren, ist unbekannt. 895 stand Wal- dem Friaul vor; ihm folgte Grimaldus, Welche bcyde den Titel als Markgrafen gehabt haben. Im loten Jahrhundert erhielt die fri- . 5"''lche Provinz d?u Namen die vetonesische Kaiser Otto I. har rooi Werichcn, grafen in Friaul die Hälfte der Dörfer und Arabien zu Galcano und Görz geschenkct. 1077 Ichcnktc Kaiser Heinrich IV. dem Patriarch Sig-r ^rt, wo nicht die ganze Provinz Friaul, doch enigstens einige in derselben gelegene Orte, erhält auf Veranlassung Kaisers Heinrich S s IV. 276 c, ^48^ o IV. die Grafschaft Görz von Heinrich Eppe«-- Lein, Herzog in Kärnten, dir Familie der Gra¬ fen in Tyrol, mit welchen die Grafen von Görz verwandt waren. 1461 überläßt Meinhard Graf vvn Görz alle seine Länder dem Herzog von Oestreich, wenn er selbst ohne männliche Erben sterbe« sollte. 1.464 überläßt Albert , Graf von Görz und Tyrol, Pfalzgraf in Kärn¬ ten, Vogtherr der Kirchen zu Aquilcja , Trient und Vrftcn, den Herzogen Rudolph, Albert, und Leopold in Oestreich, und ihren Erben dir Grafschaft Görz z- Istrien; Mctlick; Lienz, Pusterrhal, die Pfalzgraffchaft Kärnten, und alle seine übrigen Länder, wenn Albert ohne Kinder sterben würbe; wenn aber Graf Mein- Hard, der Bruder des Alberts, unbeerbt stür¬ be, soll seine Länder Albert bis zu seinem Tode tn Besitz nehmen,, doch also, daß ohne Ein¬ willigung der Oestreicher (8ins conievlu ^»5- rrincorum) von diesen Ländern nichts hinweg komme. rgy4 haben die.Herzoge von Oest¬ reich, Albert und dessen Bruders Kinder rc» mit den Grafe« Heinrich, und Johann Mein¬ hard von Eörz Kas Bündniß getroffen, daß, wenn der männliche Stamm der östreichischen Herzoge vorhinein, erlöschen sollte, die Görzer Kärnten, Istrien und MöttUng ; hingegen, wenit dieß Loos die- Görzer am ersten treffen sollte, dann fielen den Herzogen von Oestreich das Fnrstenrhum Görz, die Pfalzgraffchaft Kärn¬ ten, und Lienz tn Tyrol zu. 14^6 erneuert Herzog Friedrich in Oestreich für sich »nd ^inen Bruder Albert mit Grafen Heinrich vsrr Görz den Vertrag, welchen mit eben genann¬ ten Grafen die Herzoge Rudolf und WUhel 1Z94 errichtet haben. 1502 am 12. April stirm zu Lienz in Tyrol Leonard der letzte der Grafb« sollen Görr; und Maximilian I. läßt di« Graf¬ schaft Gorz in seinem Namen von dem Grafen Nassau Zollern und Fürstenberg mit goa ^anrr Lavaleric in Besitz nehmen. Von die- Zeit ist diese Grafschaft ununterbrochen bey Hause,Oestreich verblieben, welches die- durch Landeshauptleute verwalte» ließ. Was den Titel von Gör; anbelangt, so kommt ^'r Beynahme Graf am ersten im rite» Jahr¬ hunderte vor. Der Titel'Fürst erscheint am Asten in dem TestamAr 'Heinrich des IV. Grafen von Gör; vom i4..Jänrr 145z. Ma- Kilian s. hat sich deii Titel'-/gefirrstetcr Gräf Götz ebenfalls bcngelegt, wie es das Di- pwn, bezeuget, welches er am ar. Oktober 1501 "em ssvllcgto der Dichter in Win, crthcilet hat. Der Titel beginnt also — strincsps, ot ichMez LtirxnNäis, stlanstri-e , ?zprolir, 60- Lc. Die Prafen von Gorz stammen ^'uhrschcinlich von den Franken ab. . Das Wapen der Grafschaft Görz ist rechtS ^tch)fch„rttxn. Im oberen himmelblauen Felde ei» goldener Löw mit einem gcthetlten schwänze zu sehen; das untere silberne Feld wird rheils durch zwey rotbe Binden gc- cheilt, oder es enthält drey silberne Binden zwcen untcrgcmischtcn rothcn. Die Grenzen der Grafschaft sind eigentlich 7'Ne , gcgrn Norden die karnischen Alpen, ^'aen Norbost der idrianifche District, gegen -^sten die julischcn Alpen , gegen Süden Istrien, ^gcn Westen Gradišča, und gegen Wcstnord "c Hanpkmannschaft Tulmein. - Zu den FWen, die diese Provinz benezen, "h iu zählen: der Fluß Lisonzo , Jdria , Wtp- S g ach. 278 sch, und Hoös. Die Berge, welche unmit¬ telbar in dieser Grafschaft gelegen, sind: der heilige Berg, und der Berg Tschaven. Die ganze Provinz Görz enthalt an nutzbarem Bo¬ den 415,702 Joch. I» dem Gebiete Gö^ wohnen Tcutsche und Slaven. Der Adel ist in Rücksicht der eben nicht beträchtlichen Streckt Landes ansehnlich. Ein Vcrzeichniß von ade- lichen Görzern hat Loroiini in dem oben au- geführten Werke mitgecheilet. Gorz , (Oorikl».; slav. Goriza) die Haupts siadt gleiches Namens, am Fluße Lisonzo 60 Meilen von Wien gelegen.' Dieselbe besteht aus zween Haupttheiien, nähmlich der obeten und un- t eren Stadt, Die erstere ist mit einem Schloßt auf einem Berge gelegen; hingegen die un¬ tere oder neue Stabt in der Ebene an der Lisonzo. Man therlet dicsen.Ort in 7 Districtc. Diese sind: r) Der Distrikt Tkaunick. 2) Der alte Markt (!awelcher in den adelicherr und bürgerlichen Hof ab- getheüer wird. z) Der Dlstrict Schönhaus. 4) Der Markt der Feilschaften (maesllum-) Denselben machen das hier gelegene Ho¬ spital und öffentliche Theater merkwürdig- s) Die Neubrücke. L) Der kleine Markt (la kla^ala) 7) Das Judenborf. W 27- In Gor; ist ein Kreisamt gelegen , wel-^ wes vem Landesguberuiv m Triest unkerge- ^rdirct ist. Die übrigen stier befindlichen Be- wedcn waren 1789: daS Bancalgcfälleninspee- kvrae, welchem zugecheilt sind: die Kommet- ^Grenzzollämter: Nogaredo, Cornwns, Vis- ^0, Aguileja und Cervigmano; dann die Zoll- Müler: Dobra, Chiopris, Crauglio, Vilessl, Ak. Nikolo- Eagrado » Terzo, Kärsteidt, ^t. Maurnsbrücke; ferner die Wein» und Weg- iollgmter e Hcidcnschaft, St. Daniel, Pror, Prew.rld , Podwerda, Arkna, Adelsberg , ^^nal, Isnizbrücke. Dem angeführten Jt:-- 'ipectorat "ist auch -zngechsibtu das in Görz geo ^gene Hauptzollan-t rmd-die Haupklcgstätte. vier ist aucl> der f die Art, wie in Klagenfurt, verbunden und ein adeliches Bannrichteramt.. Im ^ahre 1788 waren hier 20 beeidete Advocaten, einer in Gradišča. Die hier befindliche k^k. des Ackerbaues , Und den IUnste ist schon von dieser Seite merkwürdig, sowohl Cavaliere als selbst Dames daran 'Unheil nehmen. Im Jahre 178') waren 42 höheren Adels, und darunter 8 Dames, welche bei) den academischen Vcrsannniungen ^schienen sind. Ein zeitlicher Gouverneur zu Triest ist zn- gleich Protcctori Lieser Gesellschatt. Das Di- ^cckorinm bekleidete Johann Kalpar Graf von ^urhicrl a Paracio, r. k. Geheimerarst; Vizx- S 4 yiree* dirertor war Carl Graf bon Gtraßolbo , k. k. Kämmerer; und Kanzler AlphvnS Graf vott Portia, k« k. Kämmerer und Krciühanptinann« Im Jahre 1781 ist hier durch die Bemü¬ hung des Grafen von Cobenzl eine Geseift schäft der römischen Arcardier entstanden. Die¬ selbe nennt sich: cvllavra «»ncinc-n. Ihr Zweft ist, die Beförderung der Literatur , darunter vorzüglich djc Dichtkunst zum Augenmerk ge¬ nommen wird. Auch an dieser Gesellschaft nehmen Damen vom ersten Range Ancheil- Jch hoffe, von dieser Gesellschaft in der Folge nähere Aufschlüße gehen zu können. Die jetzt lebende« , «ich mir bekannte« sörzifchen Schrift- stftler sind : Rudolph Graf von Eoroninij Johann,Nep. Graf von Edling; Grandi; Mo» «lli von Schönfeld; Wd Schauer. Hier folgen einige her Mrige« in Kiefer Graflchaft gelegenen Qrto/welchr sind: . Canal, ein Markt am östlichen Ufer deü Lifonzo. Hier ist «in Wegzollamt. Lastdamc;« ,", Kastanienwald, zwischen Salcano und E^rj« , Das hier gelegene Kar« mettterkloster ist erloschen, ' Tervipnano, ein KommerzialgrenzzoNanft gegen den Fluß Judrft Lormono/«in Schloß und Markt zwi¬ schen den Flüßen Judri und Versa, an der Grenze vom Venediger Friaul. Hier ist ein Lommtrzialgrenzzollamr gelegen. t Lvoms ' SZ! Er»mbery, rin Graf Coronintschrs Schloß ludwestwärts von Castagnavicza. ^ Leidenschaft, eine Stadt am^luße Hob! »^'schen Zherniza und Wipach gelegen, Uiber Fluß Hobl, welcher die Grenze zwischen ^rain und Görz macht, haben die krainersche» ^tändx 1644 eine Brücke von Stein führe« 'assen. J« Heidenschaft ist ein Zsssamt ge¬ igen. e-r Rreuz, ein Dorf. Hier ist der Postwrch- iwischen Zherniza und Wipach. g. Liak, ein Fluß, welcher feine Quelle im Gebirge Tschaven hat, und bey Gradiscuts ''ch mit der Wipach vermischt. LLson^o, richtiger Sontius, ein beträcht- Fluß hat seinen Ursprung in dem von westnvrhwärtö gelegenen Mannhartsberg, . "d fülle km Vcnedigergebiete Monfacyine in adriatische Meer. Sein Lauf ist von Nord- g st nach Güven. Die Flüße, die er aufnimmt, dir Tulmein bey Villa, Jdria unweit . «auro , Wipach oder der sogenannte trigi- ^«uvius bey Rudia. Dieser Fluß erhält "rächtUchki, Zufluß aus dem Eisberg Tcrglou. Montesanto , ein nordwärts von Gvrz Za„/renex Berg. Das hier gelegene Francis- "erlöster ist «rloschen. «in Kammergut au der Wipach ' «yrts vyn Gärz. E 5 M.uisks .sschKch- V 283 Vursks , ein Schloß aeestn bss^ westliche Ufer der Versa. Salcai^, ein Maret am östlichen ufek der Asonzv zwischen Görz und dem Monte- fanto. Tschüven , ein Berg, zwischen der Haupts fiadt Görz, und dem Joriancrdistrict gelegen« "Zhernira, ein Dorf. Hier ist der Post* wechsel zwischen Görz und Kreuz. Von Zher- niza dehnt sich die Pokstrasse nach Kreuz, Ne- mizhof und Heidenschaft, (der letzte Ork vo» hier w Görzergebiett.) i! Grafschaft Gradišča. In derselben ist die Stadt gleiches Na¬ mens gelegen. Sie ist klein, aber sehr gut befestigt, weiche die Vsnetiamr gegen die Tür- ken i4!z angelegt Heiden^ r;ir kam die Graf¬ schaft an bas Hans Oestreich/ 1641 schenkte dieselbe Kaiser Ferdinand kH. dem fürstliche» Hause Eggcnberg» A?V. dasselbe 1717 ausstarb, trug Kaiser Carl Vi. dieselbe dem Grafen von Althan an, weicher sie aber geziemend ablehntc. Sie wurde daher von einem landesfÜrstlichc» Hauptmann verwaltet; nun ist die Verwaltung gleich Görz dem Gubcrnio in Triest zugethcilt. Gradišča ist 2 Meilen von Görz, 22 von Ve¬ nedig , und 68 von Wien gelegen. Hier ist der Postwechsel zwischen Görz und Nogarcdo- In Gradišča ist eine Hauptschule, an welcher ein Aufseher und 5 Lehrer stehen. 1788 wurde hierher das Bißthnm von Triest übersetzt. Jahr t78g den r. Irrly fieng die Prätur in Grs- »FZ gradišča an. Dieselbe besteht aus r Prätoe , -Nanzellisten und i Gcrichtsbothen. Eie ist -, dem Bezirk von Gradifta die erste Instanz ' allen Rechtssachen, und geht von derselben ^^eitcre Zug an das APpellatiousgericht in Hier folgen einige in dieser Grafschaft ^"gene Orte - als : c- Nc-Faredo, ein Kommerzialgrenzzollamt. . «er ist ver Postwechsel zwischen Gradišča und welcher letztere- Ort im Vcnetianische» »Ncgen. .^attvaLo, ein Dorf mit einem Zsllamte der LissnzobrMe. ' - Villese, ein Dorf niit einem Zollamke zwi- Lifonzo und dem Fluße Torre, wel- sich hier mit der Natiffo vereint. m. Das Slstuilejagebiet z. . grenzt gegen Norden an den Fluß Natiffo tu/- orre, ostsüdwärts an die Lifonzo, süd- o« a" das adriatische Meer, und westwärts Venedig. Im riten Jahrhundert hat das /!^r gelegene Patriarchat schon angefangen,, auch .'Weltliche Herrschaft über dieß Gebiet aus- s, ,^den. Jnr Jahre- 14 rz haben die Venediger desselben bemächtiget. Die bekanntesten diesem Gebiete gelegenen Orte sind: Aqui« Vicentina , Et. Martin, St. Be- .tzUa, St. Marco, Marsano rc. Die hier Worts gelegenen Moraste, welche die Gegend, Ivnders in dm Sommermonachen, sehr un¬ gesund Ld'4 gesund macheu, Hat man 1765 angefangen trs--' cken und urbar zu machen. Hierzu hat die Kommerziencaffe eimn Bey trag von 4,500 ß- Zeleistet; die Arbeit entsprach aber der Wartung nichts 'Nchurless , vormahls eine beträchtliche Stadt, lrcgr ,m Gebiete gleiches Nästwsts> und war durch eine Reihe von roc>o Ighrst) scr ununterbrochene Besitz der ag la rische« Pa- triarchen, Daß im uren Jahrhundert das heutige Aguileja schon eiviras »ureriü (öst¬ liche Stadt) ist genannL worden , bezeugt der Brief , welchem der Patriarch Vodälrich"n7j? ausgestellet, und in welchem den Bürgern inAaust leja das Recht, Ias-rmZrkte zu halten, bestätigt wird. Uibcr den Namen: cjvrtss suLtria, wie der¬ selbe dem Aqnileja beygeleget worden, ist nichts Bestimmtes bekannt. Dolherus hat auch beb Äquileja ein Hospital für Reisende gestiftet, welches von seinem Nachfolger Gerthvfd be¬ stätigt werden. Dieses Hospital war auch be¬ stimmt, den bcy den Saracenen gefangenen Christen Hülfe zu leisten. Daß Uquilcja aus einer Stadt in einen) Markt, oder wie andere wollest, in ein Dorf mrigeschmolzcn wordeu fcyn soll, davon habe ichbis jetzt einen diplonra- tischen Beweis nicht aufgefnnden. Aquileja ist heute moch eine Stadt, doch freylich dieselbe nicht mehr , welche sie vormahls war. Ed gibt einige, welche behaupten wollen , daß Aquileja eine bessere Lage zu einem Hafen Ha¬ se, als Trieft; es gibt andere , welche das Gegentheil behaupten. Wer aus diesen beydett Theilen das Recht behaupte, kann gegenwär¬ tig nicht untersucht werden. Jetzt ist in Aqub- 'v leja MZ ein Kommerzialgrcnrzollamt. Das hier gelegene Nonnenkloster ist erlosch?». Hier foic Zen einige in dem agiarischcn Gebiete gelegene Orte, als: Ayello, nach Wdern Ajsllo, ein Dorf am Nüße Lisonro und Lerre. Hier ist eine Lre- valschule. Torvignan , ein Dorf am Flüße Ansa» l Martin , ?in Dorf am Fluße Ansa. Mansano, ein Dorf südwärts am Lisonzo. Goadovacü, ein Dorf am Fluße Lisonzo-, . Villa vincenrma, ein Dorf südwärts von dein vorstehenden, am Fluße Lisönz». Tolmein u v. das Flitscher Gebiet grenzt gegen Norden an die karmischen Al- , gegen Nordost an das Wochetnerthal in ."ujn, gegen Osten an das Idrianergebrek, und gegen Wesinord an lden Manuhartsberg, men Thcil der karnischen Alpen. „ Zu den Flüßen, welche in diesem Gebiete sl, Lauf habe», gehören die Lissnzs , der p^uß Lulinein , der "Knesafluß , Krrchheimcr- um, und die Corizna- Die Einwohner sirr» ? vßtentheils Slaven ; daher diese Sprach? ^"chsam die herrschende ist. Es gibt ' Äkalteiier hier. Der Hauptnahrrrngs- Fuhrwesen und die Viehzucht^ I°nders werden viele Gänse gezogen. 286 Dieses ganze Gebiet thcut sich in Districte, nähmlich in den Flitscherboden, und in die Hauptmannschaft Lulmein. Der Flit^ scherboven macht den nördlichen Thci! dieses Gebietes aus. 8kitscherboden, ist ein Kammergnt,. und macht im strengsten Verstände genommen M sich ein eigenes Gebiet, welches über r 5 Dör¬ fer in sich begreift. Es wurde dasselbe vor- Mahls von einem eigenen Hauptmann gelei¬ tet , setzt aber steht dasselbe unter dem GE vernement in Triest. Diüftr Districkgrenzt gegen Norden aU die karnischen Alpen, gegen Osten an die Wochein / gegen Cüd'en an die Hauptmannschaft Lulmein, und gegen West^ an Oberkärnten. . ' Die Grenzen der Hauptmannfchaft Tul- mein sind: gegen Nordel! das Flitschergebiet / gegen Osten das Jdriäncrgebiet, gegen Süden das Görzergcbiet, und gegen Westen das ve- mctianisckc Friaul. Von tzcm Dorimbergjsches Stamm kam dieses Gebiet an die Grasen von Brcuner giüzerschen Linie. 1649 wurde dir Hauptmannfchaft aus einem Lehen ein Allods um , und kam an das gräflich Coroninisst^ Haus." Die vorzüglichsten in diesen beydett Gebieten gelegenen Flüße und Orte sind: Barsch«, ein Fluß, dessen Quelle in deNt nordostwärts gelegenen Gebirge ist. Sein Laut ist westwärts, wo er sich bey Trivurjche u»' der Jdria vereint. Thravorclo, ein Dorf an der Lissnzo. . Tsriznrr, ein Fluß , welcher bey Sirzeniza Filtschergebiete sich mit der Lisonzv vereint, . ZlltfchV oder Flitscherklausen, auf einem hshen Berge nordwärts gelegen, in welü)em Hauptleute dieses Gevirges ihren Sitz Hatten r Mrsch), ein. Dorf am Fluße Lisonzo. Hier ein?-Lriviulschttle. Rirchheim, ein Dorf am Fluße gleiches 'Samens, südwärts von dem Idrianerdtürict. . Ruefa, ein Fluß, welcher Nordwärts in karnischen Alpen entspringt, und sich mit Batscha vereinigt. Sit» Maurus, ein Dorf am Fluße kisonzo sich nnt ihm die Lulmcin vereint. An der gelegenen Drücke, Maurusbrücke genannt, ein Zollamt» . Schwcrrzenbery imFlitschergebieke. Hier ei" schwarzbrauner, derber , mit weißem A^HPat gemischter Braunstein. In einiger a, -Nung von diesem Berge, dem Terglou g ^/nüber, befindet sich in einer Kluft Berg- , welches von den Inwohnern des Dorfes ^anal im Venetianischcn, im Sommer gegra- "r > und nach Italien versendet wird. A (dridutsche, ein Dorf am Fluße Idria im '»orjergebiete. a. -.^ulmein, ein Schloß und Markt amFlN- Ms« dem Schloße hat die Haupt- ^"«schäft ihren Namen. Un- LKK Unrerprer, ein Dorf im Alitschergcbret. Das Zdrianergebiet- Eins Abbildung von der Bergstadt Idria kömmt in Valvasors gtcn Buche Seite gy7, unb im 2. Theil von Hacquets Oryctdgraphie.vor» Unter bett verschiedenenen Schriftstellern, welche von Idria geschrieben haben, sind Val¬ vasor und Hacquct die bemerkenswürdigsten- Der erstere gibt davon Nachricht im Hl. Bu¬ che S. Z66—426 seiner Eh»e des Erzherzog- thums Krain; und der letztere im zwcytcN Theile seiner Oryctographie S» gä — 157« Valvasor hat diplomatisch gearbeitet, und Hacquet war einige Jahre in Idria selbst« Ich bin daher bey der Beschrcibung^dieses Berg- Werksbezirkes diesen zwey angeführten Schrift steilem gcößttntheils gefölgek. Das Idriancrgebiet ist zwischen Krain. uliö Görz gelegen. Eü liegt in einem Thalc zwi¬ schen hohen Kalkbergcn. Sie sind auf Ton¬ schiefer aufgesetzt, von welchem stn dem Thalc ein sehr mächtiger Strich hervorragt. In die¬ sem Gchirfrr brechen die Q'wcksiibeterzc. Die Berge, welche das Gebiet umgeben, geben delb Thale eine runde Vertiefung, welche sich vstr der Grundfläche aus immer mehr verbreitet Der Erzbecg hat feinen Strich von Süden nach Norden, und seine Höhe beträgt bey 8^ Lachter. Ließ Gebiet grenzt gegen Norden an d«e Mischen Alpen, gegen Süden an Jnnerkrain, mrd gegen Westen an das Göpzrrgebiet. Der einzige bemerkmswürdiKe Fluß ist. hier sk e ?uch Jdriza genannt. Sein Lauf südostwärts, und verläßt am Fuße des Serges Cladnick Jdria. HLon hier ist der Lauf vrdwärts, wo er in dem Gebiete der HsfUpt- ^"Ufchaft Tulmcin den Kirchheimerbach auf- ^7" den Lauf nordrxestwärts uimmt; bey ^cheminskaqora vcrmkschk sich mit ihm der Batscha, beym Dorfe Tribukschc der Fluß Mches Namens, dessen'Lauf von Süden nach . evrden geht. Unweit der Maurusbrücle, noch " Tuiffieichssgebiete, pekmischt sich die Jdria. dcnr Lisoyzo. RM ist des Fluß Bolja ödes- zu erwähnen, dessen Lauf von Westsüden ^>ci) Osten ist. Er vermischt sich mit derJdria^. Bach Nikova stjfstt dürch das Bergstädk-, Dkrseche aber hält nur Wasser^ wenn eilr- - x. ..r ss '' ,! Äußer einigem Wein , der hier gebaute und den Fischen, die die Flüße mit^sich Prd^" - ist das Quecksilber das einzige Nature von einem Belange, und zwar von beträchtlichsten. Die Entstehung' dieses vl/"tUberbcrgwerks Mrd in das Jahr 1496 ch!>>> Erfinder wär ein Binders (Bstt- chkn welcher hier unter einem kleinem Flüßr zn, etliche Schäffer gefetzt hatte» Als er des fe» .geus wieder dahin kam, rpv er die Schäf- den Bach gelassen hat, fand er in ben- kake" Materie, die er n:cl)t kannte. Et Zien daher etwas in ein anderes Schaff, und bamit «ach Bifchoflack in Krain , zu einem- chg/'Awied, um von demselben zu erfahren, b'eß für rin« Materie ftp; hütete sich L - «der, 2« Bergbau ein Bergrichter in der Person de» Steffan Zerrer vorgesetzt. Er brachte den Berg^ bau in Ordnung, und wurde der Angeber der Gebäude. Diese Gesellschaft blieb im ruhigest , utze ihrer Unternehmung bis in bas Jahr 52a, da die Venetianer des Bergwerks sich "Nächtigt haben; allein sie wurden bald wie-- sk durch eine kleine Mannschaft, welche Mcw hierher gesandt hak, ihres Besitzes ent- > tzt, „„d die Gesellschaft setzte wieder den Ball: >°N. 1525 ereignete sich hier ein heftiges Erd- ^eveir , wodurch ein Thcil eines KalkbergcS Z4 Meile von Jdria in den hier gelegencch vlnß siürtzte, wodurch das Wasser so anger wachfti, ist, daß es bis zur Grube kam; al- "n dürch rastlosen Fleiß gelang es, einen Durchbruch zu bewirken, wodurch der Fluß leder seinen ordentlichen Lauf erhielt. Die Gesellschaft, welche einige neue Mitglieder-. »N Geburt Salzburger, erhielt, konnte nun "Uetzer in ihrem Baue fortfahren. 1527 ließ Gesellschaft das nordwärts gelegene Schloß landesfürstlicher Bewilligung befestigen^ vielt darin eigene Wächter, zugleich aber kam u dasselbe der Bergwerksverweser zu wohnen». . "n Gchalt betrug jährlich 800 fl.; inan gab auch einige Grundfläche und Wiesen zur h "vnießung hinzu, 157« sandle Herzog Carl N" Oestreich re. einen Abgeordneten in dec T^rson des Franz Khiesel hierher, welcher da» H,Uze Bergwerk im Namen des Landesfärflen "vernahm. Zur Zeit-, als diese Uibernahm er- ^igtc, bestand das Gewerk aus 72 Gliederns Khiesel verbesserte den Brennproceß, L« v Ralk hinrusctzte, welcher vormahis vermißt Horden. Der Grubenbau wurde von Tag zzr ^ag ordentlich getrieben, und eine neue Bergs ronung verfaßt. 1585 wurde das Werk einer ordentlichen Tagfart, unter dem N«- r Parbaraschacht, ver,mh»t. Erdicntabet L s jetzt LYL jetzt zum Einfahren der Bergleute nicht mehr. Unter Kaiser Leopold befanden sich bey dem Gewerke: ein Verweser, der über das Ganze die Aufsicht führte, ferner ein Gegenschreiber, welcher das Erz einzuwägen , und wieder auf Die Waage zu geben hatte; bann ein Bergge- richt, an welches mau zugleich in Bergstrittrg- feiten appelliren konnte; und ein Brückenschrei- ber, welcher das Eisen , UnschUtt, Oel, Leder, Hacken, Nägel, Stricke, Garn rc. in Ver¬ wahrung hatten 1591 fieng die Hauptschacht, Et. Barbara genannt, zu sinken an, und zu-- gleich brach heftig ein Wasser hervor. UM die Nachtheile zu verhüten , welche dasselbe »em Bergwerke zufügen könnte, hat man einen Wasserlciter angelegt, und denselben einem Kunstmeisier zur Aufsicht eingeräumet. Alle Fremde, weiche noch dis Gruben in Jdria be¬ fahren haben, bekennen einhellig, daß so schö¬ ne, sichere, und wohl eingerichtete Gruben , als die hier gelegene» , in Europa nicht zu se¬ hen sind. In den Jahren 1661 — 62 und 6g hat, nach Angabe Valvasors , das idriani- sche Bergwerk 695,^4 Pfund , mithin 695z Zent¬ ner Quecksilber geliefert, und zwar 1661 an gemeinem Quecksilber .198,481 Pf» Zuugfernquccksilber . . . 6,194 -224,675- 2662 au gemeinem Quecksilber . 225,066 Jungfernquecksilber . . > 9,612 --234,67« T66z an gemeinem Quecksilber . 244,119 Zungfernquecksilber . . « 11,862 —— 255.98 k Summe... 695,334« Hr. S-üHT-!!!!» -98 Hr. Professor Hacquet bestimmt im Jahre ^781 das Erzeugniß des Quecksilbers auf 2002 Zentner; allein bey den vorfindigen reichen An¬ suchen fügt er hinzu, kann man auch 3ocx> 8entyer erzeugen, ohne die Gruben zu schwä¬ ren. Man setzt nun die jährliche Erzeugung des Quecksilbers auf 12,000, und die Gewin¬ nung des Zinnobers auf 6 bis 7000 Zentner. Der reine Gewinnst beträgt zährlich 1,152,002 Bulben. Vor iz Jahren betrug der Gewinnst 276107 Gulden. Im Jahre 1687 stand bey ^esem Bergwerke folgendes Person al, als: ein Verweser; Gegenschreiber; Capellan ; Bcrgrich- A, zugleich Waldmeister; Gruben undBrand- uätkenschreiber; Oberbrcnnmcister; keuthutt- ^unn ; Unterbrennmeister , drey Hutleute, Wafferleiter, Kunstmeistcr, sammt neun Knech¬ ten, oder Zimmerleuten , und Gcwerkmeister n»it 6 Knechten ; Rechenmeister, sammt 6 Knech¬ ten ; Stallparthey, und Stader, an der Zahl vier ; Bergknappen, darunter 12 Bren¬ ner vier Anschlager , und Stärzer in der dt. Achazgrube; 18 HaVpler, Truhenlaufcr, Nnk Setzer; 6 Zimmerleute in den Gruben; s Pächter bey der Brennhütte, 2 Wächter bey der Scheidhütte; 41 Holjknechtmeister sammt Unechten; 5 Arbeiter bey der Ziegclhütte; 42 Holjklauber, und Hvlzsäger. Die Zahl der Ar¬ biter betrug . . . . 355 Köpfe hierzu die Offieiers . . , 10 klimme deS ganzen Personals . . 365 Köpfe Im Jahre 178Y stand Ley dem Bergwerke -es Prrshnal , als: ein Pergweftnsdircckor, T 3 und s.5>4 und Bergrichter mit dem Charakter eines k. ko Oberamts - und Berggerichtsassessors ; Buchha!« ter, zugleich Oberamtsasscffor; Bcrgverwalter<> zugleich Bergwerks, nspeetor; Oheramts - und Berggerichtsassessor; Oberbrennmcister; Pxobi- rer; Bergwerkseinnehmer ; Oberamtstaxator - Waldbereiter; Oberbrennmeisiersadjunct; Mark¬ scheider; Aeugschreiber; Oberamtskassekontrolor; Schichtmeister; Markschcidersadjunct; Kunst- meistex; Obcrlendhutmann ; Oberhutmann; Drry Grubenbutmänner; Scheiderhutmann; Schichtenschrciber; Materialverrechner ; Ka- skengegcnschreiber ; Unterbrennmeister; Buch- haltereyaccessrst; Oberamts-und Berggerichts- kar.zellist; Kasseamtsschreiber; Schichtenmei- stereschreibgehuif; 2 Kratzenfüller; Erzwagmei- ster; Hürtenschreiber; Practicanten; I Leibarzt; Wundarzt; Apothefenpryvisor; Dechant , und Stadtpfarrer; Meßner; Organist ; Weinin- spector; Wirthschaftskontrolor; Wachtmeister; Gchlosthorwarter; Silbenbinder; z Wald¬ hüter; r Postmeister; Wegmeister ; Mafch- werkauff-her; 1 Gctrcidebefördercr in Laybach; Getreidebeförderer in Oberlaybach. Das ganze Arbeitspersonal beläuft sich jetzt über 60a Köpke. Die Arbeiter haben ihren be¬ stimmten Gehalk. Die Hutlcute der Gruben er¬ halten jährlich 15a, bis 15* Gulden, Die Ar¬ beiter bekommen die Lebensmittel in, einem be¬ stimmten geringen Preise, und zwar nach den» Bedarf eines jeden. Die Arbeiter bey diesem Bergwerke haben das ihnen Eigene, daß sie zrr allen Arbeiten gebraucht werden können. Bey dem Waldtvesm stehen 60 Arbeiter. Zyr Hers bey- 2YZ beyschaffung des Holzes hat man in den entle¬ genen Orten, wo die Hauptschläge sind, -Was¬ serdämme, weiche man Klausen nennt, angelegt. Diese sind Schleichen, welche einen Teich bil¬ den , und den man nachWillkühr ablsffen kann. 1767 wurden dieselben von Steinen aufgeführt. Man hat deren zwey , eine an dem Fluß Jdria, und die andere an dem Bache Welza. Der Bau der lezteren ist jünger. Die Verkohlung geschieht mit ganzem Holze in liegenden Meilern. Die Herausschaffung der Erze aus den Gruben ge¬ schieht durch die Schächte mittels eines izo Lachter langen, und bey 5 Zoll dicken Seiles, welches gut verpacht ist. Der Stof der Vcrpi- chung besteht aus Pech, Unschlitt, Terpentin, Und Leinöl. Ein dergleichen Seil hält 2v, bis 25 Zentner an Gewicht. An dem Seil hängt ein runder Kasten, welcher Tonne genennt wird, und 4 bis 6 Zentner Erz in sich faßt. In den älteren Zeiten wurde hier auch Zinnober berei¬ tet; es kam aber in der Folge davon ab. Im Jahre 1788 wurde hier eine Zcnnoberfabrik an¬ gelegt, wie es nachstehende Nachricht, welche am 28. Juny 1788 dem Wrenerpublico vorge- leget worden, bestätiget. Hier ist ihr Inhalt: Da die in der k. k. Bergstadt Jdria im Hcrzvg- „ thum Kram , vor Kurzem neu errichtete Zin- ,, noberfabrik, nunmehr in solchem Stande ist, „ daß sie in hinlänglicher Quantität den Zinno- „ bcr sowohl in Stücken, als auch gewählt von der schönsten jede andere Fabrikation, wo nicht /, übertreffenden, doch gewiß derselben gleichkMN- ,/ Menden Qualität, und nebstbei ohne diemin- „ deste wie immer Namen habende Verfälschung , „ oder Bepmischung solcher Bestandkheile, sie bey e, dem Gebrauch des Zinnobers in der Medi- T 4 „rin „ zin der menschlichen Gesundheit schädlich seyv „ könnten, fabricirt; so wird dem handelnden „ Publikum hiermit bekannt gemacht, daß die- „ ses Produkt sowohl im Fabrikort zu Jdria, „ als auch in der Hanptniederlage der k. t.Berg- „ werksproduktenverschlcißdirektion in Wien, „ und bey der k« k. Bergwerksprvbuktenver- ,, schleißfaktorie in Triest an Jedermann gegen „ kontante Bezahlung, »edoch nicht weniger, als ein Lagel, oder Fäss-'l, welches zwey le- ,, dernc, mit dem k. k. Fabriksiegel signirte ,, Beutel, jeder zu 25 Wiener Pfund Nettoge- ,, wicht enthaltet, derzeit in nachstehenden Prejr sen, und in Wiener Kurrent verkaufet wirdr Die roer Pfund Wiener Nettogewicht Zinnober in 4 mal geinahlkex Stücken Zinnober, oder Dermille m Jdria . . . 1^5 fl, — iFofl. —. Wien . . . istofl. — 185 fl. — Triest ... 176 fl. — i8r fl. — „ Uiberdicß werden jenen Verkäufern, wel- „ cke eine größere Partie von wenigstens 5s ,, Fasse!, ober 25 Zentner auf einmal abneh- „ men, und zum auswärtigen Konsumo aus „ den k k. tcutschen , und ungarischen Erblan- „ den ausführen , an obigen Preisen zehn Per- ,, cent , als ein Ausführsprämium erlassen werden „ Nun folgt eine fune Nachricht von «> »97 von der Bergstadt Jdria selbst, von welcher das Gebiet den Namen hat, und welches bis an das Jahr 1527 ein Theil der Hauptmannschafk Tul- wein war; in dem eben genannten Jahre aber wurde es davon abgesondert, als ein eigenes Gebiet erklärt, und zu einem Kammergut gemacht. Jdria war also niemahls in Kram gelegen. Jdria, ( nach den älteren Urkunden Hn- drka ) die Bergstadt, liegt ostwärts am Fluße gleiches Namens, 6 Meilen von Laybach, gr von Gräz , und ^8 vyn Wien. Die Poststras¬ se geht von Laybach über Oberlaybach, und Litsch. Das Städtchen zählt gia Häuser, und gegen 4000 Seelen. Die Häuser sind nach alt¬ deutscher Gitte einzeln gebaut, und fast jedes Mit einem Garten umgeben. Die merkwürdigsten Gebäude sind dasSchloß.die Magazingebäude, die Pfarrkirche, das Schulhaus, und das Theater. Das Schloß liegt nordwärts auf einemBerge,und ist 2 Geschosse ( ohne das Erdgeschoß ) hoch, hat st Thürme, und ist ganz rund gebaut. Dav Ma¬ gazingebäude liegt mitten im Städtchen. Das¬ selbe ist nach neuem Geschmacke gebaut, und Ein Geschoß hoch. In demselben ist die Auf- lahrtstube, welche über 200 Mann faßt; bi-r Erhalten die Arbeiter das ihnen nöthige Oel. Zugleich verrichten sie hier ihr Gebeth; fer¬ ner werden hier die Unschlittkerzen , das Or! rc gewährt. Auch wohnen darin der Oelmcs- ttr, und Kerzenzieher. An der hier gelegenen Eeutschc», Schule standen 1789 vier Lehrer, da¬ runter drey Wcltpriester, ein Zcichenmcister, und Aue Lehrerinn für die Mädchen waren. In ^dria ist auch dcr Eiz des Bergoberamts , und ^ttggerjchts. Das Personale dieser Behörden LyS ist bereit- oben angezeigt worden. Im Jahre ijr82 belief sich die Anzahl der Schulkinder auf ,8c> Köpfe. Die Bergarbeiter sind in Kompag¬ nien abgetbeilt. Sie haben ihre Uniform; kurz, die Disciplin ist militärisch. Die Uniform der Beamten besteht in einem rothtuchenem Klei¬ de mit Klappen von schwarzem Sammet. Weste, und Beinkleid ist strohfarb, und das Seitenge^ wehr besteht in einem Säbel mit Porrd'epee. Nir» M l l ch.«mo i -rn-nnro» Ist- Jstreich, Jstrjanskt. Zar Zstreich» E^arunker verstehe ich jenen in dem östreichi- schm Kreise gelegenen Landcsbezirk Oestreichs, welcher seine Lage zwischen dem vcnetianrschen Istrien, und dem Königreiche Kroatien hat» Ueber die Grenzen des alten Istriens sind die Schriftsteller sehr unbestimmt» Einige rech¬ nen das Lriestergebiet zu Istrien, andere zn Carnien. Nach Strabo hätte sich Istrien bis jur Urquelle des Flußes Timävus ausgedehnt. >, kost limsevuM (schreibt er) Istrovum urqne t'vlirm tittus est, qriL Imli« näjaccc, iu inoäi* ^erGELl« c.a8leUmu esr, „ allein im Buche nennt er Triest wieder xazum csrmcum, ein karni» sches Dorf. Die Unbestimmtheit dieser Grcnzen» öesttmmung liegt unstreitig in der Verschieden¬ heit der Beherrscher dieser Gegend. Indessen geht meine Meynung dahtzn , daß das eigentliche Istrien von der Urquelle des Timävus an, bis *n Liburnien sich ausdehne, mithin, daß so¬ wohl der Fluß Timävus, als Tpbcin unmittel¬ bar Theils des Istriens sind. Jener Thcil von Istrien, welcher jetzt ei» nen Zweig des Herzogrhums Krain ausmacht, wurde IZ74, in Folge des Vertrags vom Jahre ^64, welcher oben bey Görz Nike aufgeführt worden, dem eben genannten Herzogthum voll" kommen einverleibt , und im Julius lZ/4 den Jstreichern von den Herzogen Albert, und Leo- dje Landesfteyheiten bestätigt. Man rech¬ net ZVL «et verschiedene Orte zu Jstreich, welche aber der Lage nach, zu Mumien gehören, als Ka- stua, Verschetzsch, Lourana, Vaprinez, Mesch» nize , und alle Orte welche am Meere gele¬ gen; daher in diesen Gegenden schon die ddl- matinische Sprache, mW Sitten herrschen. Die Grenzen dieses Bezirkes sind: von Sü¬ den bis Nordm Venedig, gegen NordöstJnner- krain, gegen Osten Kroatien , und gegen Ostsüö das kroatische Litorale. Dieser Landesbezirk ist mehr eben, alsge- Lirgig» Bey Mitterburg hat er einige Hü¬ gel. An Wässern ist grosser Mangel» Die be¬ kanntesten Flüße sind die Ansa, Boglionschitza, und die Rekna. Von Seen ist Nur der Jepit- schersee bekannt. An Getreide, und Wicsewachs ist bet District gesegnet. Die Gegenden um Bellejai, Berdo , Boglior, Paßberg , Galingnanu, und Zepitsch sind ihrer ergiebigen Getreidefelder und des trächügen Wiesenwachses wegen bekannt» In dem Gebiete Kastua bricht ein sehr weißer -Marmor» Die Hornviehzucht wird in den an- gezeigten Gegenden sehr gut getrieben. Im Ge¬ biete Kastua ist die Schafzucht sehr blühend, so wie die Bienenzucht. HauptwawuNgen hat Ist- reich nicht; Und unter den vorhandenen Bäu¬ men sind dit Kastanien - und Okivenbäume un¬ gemein häufig, so wie die Hascluußstaudcn sehr beträchtlich sind. Zu den hiesigen Hauptprvduc- ten gehören der Wein, und das Oel, und maN ksn von diesem Landcsbezirke sagen, er fließe von 3°3 bon Wein, und Oes. Die besten Weingrwächse sind bei Berschez, Biben, Castua , Depriniz, «nd Zepitsch. In Jstrcich befinden sich 7 Städte, is Märkte, bey Zo Dörfer, 12 bewohnte Schlös¬ ser; und 1781 hat man ein Bißthum,4 Klö¬ ster, und 2Q Pfarren gezählt. Der Haupthandel der Jstreichcr besieht iL Wein, Oel, Kastanien, und Nüßen. Eie ma¬ chen auch guten Absatz mit Wachs, Honig, und Lammfellen. Die herrschende Religion ist die katholische- Das Chrisienthum fand im 4. Jahrhunderte hier Eingang; und gegen das Ende des 6. Jahr¬ hunderts warb hier ein Bißkhum errichtet. Das¬ selbe nahm 579 seinen Anfang. Hier folgt die Reihe der Bischöfe, wie solche de Rubeis bis in das i6te Jahrhundert angibt. 579. Marcianus. 965. Fredebertus. 679. Urstnianus. IO!;. Stefan, rozr. Voldaricus. 1282. Wernardus. Peter. izio. Ödoricus. H86. Poppo» 1596. Georg. Der Bischof hat in Biben, in der Graf¬ schaft Mitterburg gelegen, seinen Sitz; das Biß- thum aber stand unmittelbar unter deniLandes- sudernio in Graz. An der Cathejdralkirche wa- ^n 4 Chor« und Kapitularherren. Die ganze Diöces bestand r784 aus 12 Pfarren, und 2 Kuratien; dann war darin ein Paulinerkloster, ^ozu auch das bey St. Peter, und Paul im Walde seit 1459 gehört. Im Jahr 1785 ist das Biß- ZO4 Vißthum erlosch«! und an dessen Platz kam eist Provte rrrat zu stehen- Die Diöces ist dem Erze bischof in Laybach untergeordnet. Der letzte Bischof in Bib«n war Aldrag Anton von Pic- cardi, i?6ü ward er zum Bischof erwählt, und 1767 am 22. Hornung consecrirt, 1785 kam er als Bischof n«ch Zeng, wo er 1789 im Herbst fiarb. Hier fotgr der Stand des Klerus in Zstreich »ach der Chronologie: 1255. Äbtey St. Peter, und Paul iy« Waldch welche 1459 vom Kaiser Friedrich der? PauUnenr an der See geschenkt wor- de» ist. 1266. Errichtuiig der Kirche zu St. Nikolaus in Mitterburg» Der Vorsteher dieser Kir- che fuhrt »en Titel: Probst. 1474. stiftete der Schukprobst zu Mitterburg zu dem Altar U. L. F»au in der St- Nikolai- kirche rin Benefizium, und lcgirte hier-» .7 zu das DorfGollogoriza mit allem, was zir demselben gehört« Der Kapellan jst verpflichtet, in der Woche Z Messen zü lesen. Das Präftntationsrechk gebührt dem Hauptmann in Mitterburg. ^96. Paulmer an der Ece. Die Stifter wa¬ ren Nicolaus , Und Herrmann , zwecst Söhne des Philipp Guteneggcrs vom Castell Wachsenstein-i ^400. Franziscamr in Mitterburg- Die noch im Jahr 1784 hier gelegenen Pfar¬ ren waren: Äerdö , die Präsentation des Pfarrers har zeitlicher Bestzer der Grafschaft Mitrcr- «urg. Verse;, die Pfarr gehörte Vormahls in die Diöccs des Bißthums Pola. Die Pfarrkirche ist dem St» Georg gewidmet, zu welcher folgende Filialen gehörten, als.- St» Magareth in der Vorstadt, St. Andreas zu Oggradia, St> Ma- ria Magdalena zu Stavaz, St» Stephan zu Go- riza, St. Dreyeinigkeit, St. Nikolaus zu Vos lvvich, Gt. Martin zu Suetivi, und St, He¬ lena. Die Präsentation des Pfarrers ist wiL l>ey Berdo» Biben, die Pfarrkirchelist der Mariaverkün- digUng gewidmet» Zu dieser Pfarre gehören die in der Stadt Äiben gelegenen Kirchen zu St. Johann, St. Stephan, und St. Helena. Lastua, die Pfarr gehörte vormahls in die DiöceS des BißthumS Pola. Bey dieser Pfarr standen 6 Kapirulares» Die hier gelegene Kir¬ che ist der St- Helena gewidmet. Zn dieser Kir¬ che gehörten cilf Filialen, als: St. Drepeinig- k'it, st. L. Frau--!!, St. Lucia , und Gk. Se¬ bastian. re» Die ersteren hrcy sind in der Stadt, Uno die ander«n in d r Vorstadt gelegen. Noch irr. gegenwärtigen Jahrhundert haben zu dic- skr Pfarre 1220 Familien, und 6,0-00 Seelerr Lehöret. Galrgnana, die Pfarrkirche ist dem Sts Veit, und Modestus gewidmet. Die Präsen¬ tation des Pfarrers gebührt einem zeitlichen stier der Grafschaft Mitterburg. U Ger- Zo6 Gerdosell, in der Grafschaft Mitterburg gelegen» Die Pfarr gehörte vormahls in die Diöces des Bißthums zu Parenzo, und ein zeitlicher Bestzer der Grafschaft Mitterburg hat den Pfarrer zu präftntircn. Revschan, in der Grafschaft Mitterburg-. Die Pfarrkirche ist dem St. Anton gewidmet» Rriey, in der Grafschaft Mitterburg ge¬ legen. Die Pfarrkirche ist St. Peter, und Paul gewidmet. Lindar, in der Grafschaft Mitterburg ge¬ legen. Lourana, in der Grafschaft Mitterburg gelegen. Die Pfarr , welche dem St. Georg gewidmet ist, gehörte vormahls in die Diöces des Bißthums Pola. Mahrenfels, die Pfarr zu St. Stephan gehörte vormahls in die Diöces des Bißthums Pola. Die Präsentation des Pfarrers gebührt dem freyherrlichcn Hause Brigido. Mitterburg, s. dieß Wort im nachstehen¬ den Ortverzeichniß. Neusäß, in der Grafschaft Mitterburg ge- legen. Oberlmrs, in der Grafschaft Mitterburg gelegen. Die Pfarr stand vormahls unter dek Diöces des Bißthums von Parenzo. Paß in -er Grafschaft Mitterburg gelegen« Sie Wie Pfarr stand vormahls unter derDtöteSdes Bißthums Pola. Samasfco, richtiger Zumaseo; von dem hier gelegenen Dorfe gehört ein Theil nach Oest¬ reich , der andere nach Venedig. In dem östreichtschcn Theile sind zwo Filialkirchen gele» Zen. Die Pfarrkirche, dem St. Michael gewid¬ met, steht auf venedischem Grunde. In die¬ sem Dorfe befinden sich zween Suppan ( Schult¬ heiß«), nähmltch ein ösiretchischer, und ein vene, tianischer. Swintz, in der Grafschaft Mitterburg ger «gen. Die Pfarr stand vormahls unter der Diöles des Btschum Parenzo, und hat drey Ka- «onicate. Tervist» in der Grafschaft Mitterburg ge» segen. vermo in der Grafschaft Mitterburg. Die Pfarr gehörte vormahls in die Diöceö des Biß» khums Parenzo. wachfenstein, in der GrafschaftMitterburg Kriegen. Die Pfarr stand vormahls unter der Diöces des Bißthums Pola. , Zepitsche, in der Grafschaft Mitterburg ges regen. Zumaeco, f. Samafco. Nun folgen die in Jstreich gelegenen Stäbs E* And Märkte: N - Anreo zS rlntisnana, rine Stadt an der Venediger Grenze, eine Meile von Mitterburg. Die Stadt gehört dem Besitzer der Grafschaft Mitterburg» In derStadt sind, nebst der Pfarrkirche,noch drcy andere Kirchen gelegen, und eine befindet sich in der Vorstadt. Im ganzen Orte ist eine ein-' žige Cisterne ; und man muß das Wasser von einem entfernten Orte vor der Stadt holen. In der hier gelegenen Gegend sind treftiche Weingewächsc, und sehr schmackhaftes Obst : als .Pfirschrn, Nüße, Acpfel rc. . Berschezh, eine Stabt am adriatischclt Meere, in der Grafschaft Mitterburg gelegen, 6 Meilen von Mitterburg. Ium Einlaufen der Schiffe ist hier ein kleiner Hafen befindlich. Der hiesige Wein wird seiner besonderen Güte wegen sehr gerühmt. Die Olivenbäume geben ergiebiges Oel; und die hier befindlichen Kasta¬ nien , die den Namen : Maron , haben, werden ihrer besonderen Größe, und Dicke wegen sehr gesucht. Biben, (?et«u») eine Stadt in der Graf¬ schaft Mitterburg gelegen. Hier hattder Bi¬ schof gleiches Namens seinen Siz. Die zeit¬ lichen Bischöfe von Biben waren vormahls Suf- frggane von dem Patriarchen in Aquileja, und in der Folge von dem Erzbischöfe in Görj. Die Sadt liegt auf einem hohen Berge, wel¬ cher an Weingewächsen, Olivenbäumen und Ha¬ selnüßen gesegnet ist. Votzlion, ein Markt, auf einem hohen Berge in der Grafschaft Mitterburg gelegen« Am Fuß des Berges stießt das Flüßchen Bdg- lion- 3^d ^enziga vorüber. Die Gegend ist mit Getrei¬ de, Wein, und Olivenbäumen gesegnet. Eastua , (Khästarr) eine Herrschaft am «driatischcn Meer gelegen. Man glaubt, daß dieses Gebiet seinen Namen von den häufigen Kastanien, die jährlich gesammelt werden, habe. Diese Herrschaft grenzt an den Meerbusen, ma- ro cli earnero, genannt, an das Venediger Ist- reich , und an die Grafschaft Mitcrburg. Ihr Umfang wird auf 8 teutsche Meilen bestimmt; m dieser Herrschaft sind der Hafen Vvlus- ka, der Markt Vepriniz, und Moschinize gelegen. §400 kam die Herrschaft an das Haus Oestreich, Und wurde demHerzogthum Krain zugctheilt, wie solches das krainersche ständische Gülkenbuch be¬ fugt , in welchem enthalten ist, daß unterm i r, Jänner 11585. die zwey Richter in dieser Herr¬ schaft den Befehl bekamen, die jährliche Steu¬ er rc. zu erheben, und an die ständische Kasse abzuführen. Im Jahre 1454. wurden die zwi¬ schen der Gemeinde St. Veit am Pflaume (Fiume ) und der Gemeinde Äastua wegen des Blumenbesuches entstandene Streitigkeiten bey- gelegt. Da derdieser Vergleichung wegen aus¬ gestellte Brief zugleich eine Uibersicht von den grenzen der Herrschaft Kastua gibt, so führe ich sbn nach feinem wörtlichen Inhalt aus Valva¬ sor hier auf — ,, Erstlich soll das easiauische Gebiet anhcben, im Bach Rezchina bey der Gerschoraz, oder Groburger Brücken von ei- nem ein gehauenen Kreuz , und Buchstabrr " ( A ) Don danen über sich nach dem Steige " des Grahovitz Maycrhofs, auf dem Berg? " kubria zum eingehauenen Kreuz m lit. Li. " vor sich hinaus auf das Eck auf einm, a>- ipiztcn Felsenkreu;, m lic. 0. und lir. Li, NZ „ nach 'AI0. ,, nach der Höhe, und Schärfe ( also nennt „ man da diesen Ort) dieses hohen Gebirges, „ und dann herab über die Landstrasse, welche „ von St. Veit gen kaybach, und Grabneck „ gehet, neben dem Weg auf Kästau auf ei« ,, Kreuz, und 1» k. ein wenig herum unter dem ,, Wege, abermahl zum Kreuz, und Irr k« ,, abwärts der Stadt St. Veit Accher aufet- „ ner Anhöhe, oder Kafclkreuz, und !ir. O. „ von dannen wiederum abwärts, ein Rig! „ gegen Unserer Frauen Kirchen schnurgrad „ auf ein Kreuz, und Ur. ti. von dannen ab- „ wärts auf gedachte Unsere Frauen Kirchen, ,, Scharnitza genannt, in deren von Kästau „ Gebiet, und Grenzen gelegen, von bannen „ über sich auf Naplasch bcy einem Tabor ein Stein im Kreuz, und !ir. I. von dannen ge- ,, gen den Kreuz, »nd der Landstrasse Elopotz „ auf der Seiten des Weges ein Kreuz, und „ lit. L Von hier zu Kirchen zum St. Kreuz, ,, welche durch die von Kästau mit Gottes- „ dienst versehen wird , oberhalb zu einer ,, tiefen Gruben, darneben ein Kreuz, und lir. „ D. ein wenig abwärts zu ernem Stein, und „ Orrs Zeroutza ein Kreuz lir. N. abwärts ,, nach einem engen steinernen Fußsteig des Fe- ,, rouizrhais zu einem fließenden süßen Wasser ,, in Felsen ein Kreuz ur lir. ,, Kaiser Fer¬ dinand der II. überlifß die Herrschaft dem Gra¬ fen Balthasar von Tannhausen. Die Gräfin« von Tannhausen schenkte solche den Jesuiten zu Judenburg. In Folge eines k. Diploms erhielten sie die Jesuiten in Fiume, welche da ein Kols leaium sammt einer Schule errichtet haben. Si( ließen die Herrschaft durch einen Hauptmann re¬ gieren. Bisin das Jahr r594sindchie Haupt¬ leute von drry Landesfürsteu, ringesezt wor¬ den. § Irr Ohne Zweifel machidte Herrschaft Kastua letzt einen Zweig des Studienfunds aus. Zu den Hauptnahrungszwcigen in diesem Gebiete gehören die Weingewächse, und die Bereitung des Oels. Die steilesten Felsen sieht man hier knie Weinreben bepflanzt. Es wird auch viel ^it Kastanien, Liinonien, Feigen, Mandeln rc. ge» handel.'. In Rücksicht der geistlichen Angele¬ genheiten war Kastua der Diöces desBißthums Dola zugetheilk. Zu Anfänge des gegenwärti¬ gen Jahrhunderts Hal man in der Pfarre Kä- Kau 1220 Familien, und bey 6000 Seelen, wie dereits gesagt worden ist, gezählet. Der hier gelegene Fluß Rezina, der an Fischen, vor- iuglich „n Forellen, sehr gesegnet ist, war vor» NiahlS ein Eig-'nthum des Peter Grafen von Jeri- di, dessen trauriges Schicksal bekannt ist, Castua eine Stadt auf einem hohen steilen Felsen im Gebiet gleiches Namens am adriati- ^chcn Meere gelegen. Die Stadt ist mit Thür- Ncn umschlossen, von welchen man mit Kano- ^kn das Meer bestreichen kann. GaMniana, ein in der Grafschaft Mitter- Alrg gelegenes Städtchen. Es' sind hier gute Getreidefelder. . Rerfchan ein Schloß, und Markt vier Mei- von Mittcrburg auf einer Anhöhe gelegen. ^vhann Weichhart, Fürst von Aursberg hat die ^r/fchafe an sich gekauft, und der Grafschaft 'ltkerburg einverleibt, oder Krick, ein Markt, welcher zur rafschaft Mitterburg gehört. Der Ort hat U 4 Mangel Mange! an Wasser, desto blühender aber sind die Weingewächse. Lindar, ein Markt mit der Grafschaft Mitrerburg vereint. Derselbe ist auf einem ho¬ hen Berge gelegen, welcher trächtig an Getrei¬ de , Wein , und Obst ist. Lourana, (Laura) eine Stadt in Liburni- len am adriatischen Meere unter dem Utschkoken- dcrg gelegen. Dieselbe gehörte rzo; den Gra¬ sten von Görz; j tzt aber zur Grafschaft Mitker- burg. Ihren Namen soll die Stadt von den Hier häufig vorhandenen Lorbcrbäumen haben. Der Ort hat einen kleinen Haven, um Schiffe «mfzunehmen, und ist mehr gebirgig, als eben. Wein, und Oel werden hicr^ häufig gewonnen; so wie der Handel mit Leinwand, und Kasta¬ nien , welche sehr groß, und dick sind, hier sehr Hark getrieben wird. MiererburA, eine Grafschaft, 17 Meilen von Laybach gelegen. Wer die ersten Bcsizer die¬ ser Grafschaft waren, ist bestimmt nicht be¬ kannt. iolr hat Kaiser Heinrich die Grafschaft den Patriarchen in Aquileja geschenkt; 1^70 hak sich dieser Grafschaft Leopold , Herzog in Oestreich bemächtiget, 197g war von dieser Graf¬ schaft Meinhard UI, Graf von Görz Herr, 1459 waren die Grafen von Görz noch Bcsizer davon« Nach deren Tod 1574 kam, in Folge des oben hey Görz aufgeführken Vertrags, die Grafschaft «n das Haus Oestreich. 1644 hat Kaiser Fer¬ dinand UI. diese Grafschaft den Herren Anton, und Hieronymus Grafen Flangint verpfändet, von weichen solche an Ferdinand, Fürsten von - Porkia kam. Diese Schenkung gass den Land- siändcn ZlZ ständen in Krain 1664 Anlaß, den Kaiser zu bewegen, daß Pie Grafschaft um 550,000 Gui- Ken dem fürstlichen Hause Porkia abgelöfet, und dem fürstlich Anrebcrgischen Hause mit Vorbe¬ halt aller von dem Lande abhangcnden Ho, heiten, Rechte , rc. überlassen woroen. Z)as fürstlich Aursbergische Haus aber bat diese Graf¬ schaft abermahl an Ferdinand HI. für Thengcn in Schwaben überlassen. Von da kam solche an den Marquis be Pric, und vondielun,767 an den Grafen Montecuccoli. In dieser Graf¬ schaft sind diese 6 Städte, als: Antignana, (mit einem Haven) Bcrschez, (mit einem klei¬ nen Haven) Biben , Gallignana , Lvurana ( mit einem kleinen Haven) und Mittcrburg; ferner y Märkte, als : Boglion, Kerschan , Krieg, Dindar , Paßkwrg, Schumberg , Swing, Ter: viso, und Vermo gelegen. Durch das fürstli¬ che Aursbergische Haus wurde die Grafschaft mit den Herrschaften Kcrschan, Wachsenstein , Zepttsch nebst dem da gelegenen See, aus wel¬ chem der Fluß Arsa kömmt, und der Herrschaft Paßberg durch Käufe erweitert, Vsn dem hier gelegenen Bißthum, Klöstern, und Pfarren ist bereits das Nöthige aufgcführt worden. Moschenize, ein Markt an dem adriati- schcn Meere in der Herrschaft Kastna in Li- burnien gelegen. Besizcr dieses Marktes wa¬ ten die Herren von Tybcin, von welchen der¬ selbe an die Grafen Walsee, von diesen an die bftaftn von Görz, und nach deren Abgang an das Haus Oestreich kam, In der Folge erhiel¬ ten den Ort die Grafen von Tanhausen, von welchen solcher mit Kastua an die Jesuiten kam. Hier bricht schöner weißer Marmor , womit rm guter Handel getrieben wird. Auch ist U 5 hier Z >4 hier die Bienen- und Hornviehzucht beträcht lich, besonders die erstere- An Gerreide iß Mangel, aber desto gesegneter ist die Gegend an Wein, Qci , und Kastanien. Rosmarin wächst hier häußg, so wie der Lorberbaum nicht selten ist. pastbery, ein Schloß und Markt, r5 Meilen vsn Laybach- Der Markt liegt auf ei¬ nem hohen Berge , noch höher aber ist das Schloß gelegen, Wein, und Oel , wie auch Obst sind die wesentlichsten Produkte dieser Ge¬ gend. Die Herrschaft gehörte vormahls den Gra¬ fen von Barbo, von welchem solche durch Kauf¬ an das fürstliche Aursbergische Haus kam- SchumberZ ( Schömberg ) ein Schloß, und Markt auf einem hohen Berge, 4 Meilen von Mitterburg gelegen. Von dem Schomber- gifchen Stamm kam die Herrschaft an die Gra¬ fe» von Gö«. Jetzt ist davon das freyherr- liche Haus Brigido Besitzer. In dieser Gegend zsi guter Weinwachs, und guter Getreideboden, Swmtz, ein Markt in der Grafschaft Mit» terburg gelegen- Die Gegend tragt Wein,. Obst, und hat einige Baugründe. Auch sind hier einige Lustwälder gelegen, Tervifo , ein Markt in der Grafschaft Mit- terbnrg, auf einem Hügel gelegen. Der Ort hat, wie der vyrstehende, Mangel an Wasser. vepri- Zrg Veprmiz, ein Markt am abrrasischen Mee- ke, in der Herrschaft Kastna gelegen. Dee Mund ist Stein und Felsen; ist aber trächtig An vortreflichem Wein , Oliven, Kastanien , korberbäumen, und Rosmarin. Die Einwoh¬ ner sind als gute Schützen bekannt. vermo, ein Markt in der Grafschaft Mik- Eerburg gelegen. Seine Produkte find Wein, And andere südliche Früchte. volsuska, ein Markt mit einem kleinen Haft», in der Herrschaft Kastua gelegen. Die Jesuiten haben hier zu Ende des l?ten Jahrhun¬ derts die Tonfischcrey angelegt. Dergleichen Asche, Tonnen, werden nach ihrem Fange in Mücken zerhaut, eingesalzen, und damit ge¬ handelt. Die übrigen Produkte dieser Gegend 6ad Wein, Oel, und Kastanien¬ wachsenstein, eine Herrschaft unter dem Uskokengebirg gelegen, und der Grafschaft Mit- Mburg gehörig. r^y6 waren von dieser Herr- Aaft Besitzer Nikolaus, und Hermann von Guteneck. 1422 haben dieselbe Johann, und Georg Wachftnsteiner in Besitz gehabt, von Welchen die Herrschaft an die Herren Nikolitsch kam. Ihnen folgten die Herren von Weichscl- vurg. brächte die Herrschaft Bernard Harbo mittels eines Schirmbriefs von Johans Weichselberg an" sich; und von diesen ex-, ^lt selbe Johann Weichart Fürst von Au:S- jy ?epitfch, ein Schloß, am See gleiches Laurens gelegen. Die- Herrschaft gehört der Graf-- Ak6 Grafschaft Mitterburg, wie bereits gemeldet worden ist. Der Ort hat trächtige Wiesen, und ist vorzüglich seiner kreflichen guten rothe» Weingewächse wegen bekannt. Das teutsche Litorale,' sdrr Triestergebiet. Ar? Briest , ('l'erzestvm ) ist aw Karste, SW udriatischen Meere, 12 Meilen von Laybach, und 64 von Wien gelegen. Seinen Namen soll es von dem Schilfrohre haben- Die eigentliche Arge Triests ist am Golfo di Triefte, einem Theile des adriatischen Meeres, und nach Herrn Professors Orlandini Berechnung unter dem 4;° 48^ 9^ nördlicher Breite, und zr» 17^ 0" Micher Länge von Ferro den Pariser Meri¬ dian zu I90 53/ 15" angenommen- Triest grenzt gegen Norden an Jnneekrain, Segen Osten an den'Flitfchcrboben, gegen Sü¬ den an das vcnetianische Istrien, und gegerr Westen an das adriatische Meer. Der Flächenraum dieses Gebietes wird auf 5 teutsche Quadratmeilcn bestimmt. Sei- Ue Länge beträgt bey 2 Meilen, und die Brei- " bey 4. Von der Landseite wird cs von eis Uem steinigten Gebirge dem soqeNannten Karst ^"geschlossen. Diese Gebirgskette dehnt sich , s gegen Ostsüd, Und von der westlichen Sei- wacht das adriatische Meer die natürliche Grenze. Im y. Jahrhundert kartt Triest durch eist ^schenk König Lothars an das itt det Stadt ^kiest gelegene Bißthum. In der Folge ver-» Alfte diesen Ort der Bischof Johann unt 500 cn die Grafen von Görz, von welche» 'H die Triestiner Bürgerschaft iür Zabre 940 wieder z LS wieder losgekaufet hat- 1002 kam das Gebiet unter die venetianische Bothmäßigkcit, kam itt Besitz desselben der Patriarch von Aqui- lech, und 1^82 nahm Leopold Herzog von Oest¬ reich von diesem Gebiete Besitz, seit welcher Zeit dieses Haus ununterbrochen dasselbe be¬ sitzt. Zwischen den krainerschcn und triesiinem kandsiänden gab es in vorigen Jahrhunderten stets Streitigkeiten. Die ersteren sahen das Trkestergebiet als einen Thei! von Krain an, und die anderen behaupteten das Gcgcnthcilr Der Karst hat ursprünglich mit Krain keinen Theil gemacht. Die Natur selbst hat diesen Berg zur Scheidewand zwischen dem adriatischenMeer und Krain gesetzt. Auch Florianschitsch nimmt einen Theil des Karstes zu Krain, und die an¬ dere Hälfte zu Triest. Int Jahre 1648 ha¬ ben die krainerschen Stande das Tricstergebiet nicht mehr für einen Zweig des Herzogkhums Krain angesehen. In einem an die I. Oe. Re¬ gierung und Hofkammer erstatteten Berichte vom 19. Aug. 1648 ließen die krainerschen Stände diese Worte cinfiieß-n. „ Die- „ sem allem nach, und weilen die 8uxplr- „ csnren schon vor vil Jahren diesem Hcrzog- „ thum Crain , deme sie doch sonsten Craft „ Gültbuchcs incor^oriret gewest, entzogen, ,, und wie wiffcnt, in khernec Sack demselben ,, unterworfen — sondern für cin srepe Oow- „ muniret gehalten seyn wollen, khönen wir ,, sie nicht anders, als Ausländer Lgrimrrei.. " Im Jahre i;t; haben die Stände in Stcyer- mark, Kärnten, und Krain den Kaiset Ma¬ ximilian gebeten , daß er Triest u. s. w. von dm I. Oe« Landen nicht möchte abgesondert las- zsr ^gesondert lassen- Die Bitte begann also r Item die Grafschaft Mitferburg, Triest und ganz Karst haben vor Alkers zu dem Haus der J. O. Landen gehört, daselbst hin ihr ,7 ^xpoUntiorr geführt — aber nun in kurz -> verfchincn Jaren ist das alles durch Kays. Maj. Regiment zu Unfprukh hindangezo- »' gen. ec. " Unter den Naturprvducten des Triesterge- Nietes sind diejenigen die vorzüglichsten, wel¬ che unter dem Namen: südi che Früchte, be¬ kannt sind, als.° Wein, an welchem nicht nur Uiberfluß vorhanden; er ist auch von vortrcfli- chen Geschmacke. Die hiesigen Weingewächse feilen sich in weiße, und rothe; dann folgen Oel, Limonien, Mandeln, Feigen, Pomeran» itn und Datteln. Die See liefert schmack¬ hafte Fische, so wie die Triestiner Austern sehr gesucht werden. Auf dem Karsts zu Lippiza, And Prestianick, sind landesfürstiiche Srntereyen» Die Pferde derselben, gewöhnlich von mittel¬ mäßiger Größe, sind sehr gute Bergsteiger „ fordern aber kundige Reiter. Auf dem Karst die Schafzucht von einigem Belange. Marr Macht mit den Lämmern guten Absatz nach Ika- uen. Die Waldungen tragen Buchen , Ei- Aey, und Linden, mitunter auch Fichten und Hannen. Kochsalz hat das Lano keines, son- "crn cs wird Meersalz bereitet, wovon die Sa¬ hnen zu Servola und Zaule sich befinden. 6u dieser Ealzbereitstng werden gewöhnlich die ^ommermonathe July und August gewidmet» daxj Triestgebiet Mangel an Holz hat, bedienen sich mehrere Fabriken bey der Feue- der Steinkohlen, wovon sich Gruben bey ^rnial befinden. Seit der Zeit, als die Sa- V ienW- A 22 linen , die man auch Salzgärten nennt, an den jetzigen Orten gelegen sind, genießt die Stadt Triest einer sehr gesunden Lust. Das Triestergebiet wird in die Stadt, Dörfer, Mandarien (einzelne Häuser) und den -Flitschcrboden abgethcilt. Der Dörfer werden io, rind der Mandarien 9 angegeben. Die Einwohner, deren Zahl im Jahre 1789 aus 22,000 Köpfe stieg, sind Italiener und Krai¬ ner ; daher auch hier die italienische und krai- nersche Sprache am gewöhnlichsten vorkömmt. Der gemeine Mann spricht Krainerisch; da aber Triest der Aufenthalt verschiedener Na¬ tionen ist, so hört man auch viel Leutsch, Französisch und Englisch sprechen. Aich eine kJ Meile kommen 4,400 Seelen. Im Jahre 1787 beli f sich in Triest die Zahl der Gebornen auf ivsg -- Gestorbenen. . 817 -- Getrauten «. 2Zt Unter den Gebornen befanden sich vom weib¬ lichen Geschlechte 494 , und Gestorbene. Einige wenige Bemerkungen will ich hier von den Karstncrn, welche dem Berge Karst, Len sie bewohnen, den Namen gaben, bey- fügen. Sie haben einen starken nervichten Kör¬ per, und sind sehr arbeitsam. Der Weinbau ist eines ihrer vorzüglichsten Gewerbe. Viele geben sich mit der Viehzucht ab. Andere be¬ reiten Oel, welches sie in Sacken von Wid¬ derhäuten nach anderen Orten bringen, und damit handeln. Ihre Sprache ist die krainer- sche, doch bemerkt man einen besondern Dia- lect- Zur 3 ^3 Zur Besorgung brr Landcsangelegenheiken besieht in der Hauptstadt Triest ein Guder- nium, welches auch, wie schon gesagt wor¬ ben , die politischen Geschäfte der Grafschaften Görz und Gradišča zu besorgen har, dann ist diese Hauptstadt auch der Sitz des Kreisamtes-- Der Gouverneur 'hat ein sehe ausgebreitekes Ansehen. Ihm sind alle k- k. Cvnsuls und Diceconsuls" im Ponente untergeordnet, nähme- sich: zu Agosta , Aigles, Alahieri (in Sar¬ dinien) Alicante, Altona, Amsterdam, Anco¬ da, Bgrcellona, Barletta, Bayonne , Benga¬ len , Bordeaux , Bremen, Cadix, Cagliari, Calais, Canton in China, Cartagena, Ccffa- lonia, Cerigo, Cctto, Cherson, Civita nuova, Civitavecchia, Corunna, Denia, Dünnkirchen , Faro, Fcrraio, Funchal, Gallipolis, Genua , Gibraltar, Hamburg, Havre de Grace, Isle de France, Kopenhagen und Elscnör, Korsi¬ ka, Lisabon, Livorno, London, Lübeck, Ma- derata^ Madera, Mahon, Majorka , Mala¬ bar, Malaga, Manfredoma, Marseille, Ma¬ garo, Messina, Morlaix, Nantes, Neapel, Aiza , Pesaro , St» Petersburg , Ragusa, Rochelle, Rouen. Salo, Sassari, Setuval, binigaglia, Toulon, Valenza, Venedig, Zante ^ud Zara. Die übrigen politischen und Justizbe- bördenkommen bey der Stadt Triest vor. In Rücksicht der Handhabung der Streitigkeiten auf der dient das bekannte Eünkolatv Zel ma- d« zum Entscheiden. In Folge Hofsecrets vom Sept, '782 dürfen bey dem in Gär; be- midlichen klonte ssietn keine Pupillen - Curakal- Stiftung - oder Ftdeicommißcapjkalien angelegk werden. L s Irr Z 24 s«HK--o Zu Leu eigenlüchen Kunstproductcn Triests Hchöre» die Erzeugung des Zuckers, Syrops, Vit.riols , präparieren Weinsteins, Grünspans, der*Potasche, Seife, u- s. w. Hier folgt eine Uibersicht von den in Triest vorhandenen Ma¬ nufakturen und Fabriken im Jahre 1787, als r BaumwollmzeugNanufacttrr ,dcs Augustin Co- chi und Compagnie, in welcher Parchent und Molton verfertiget werden. Fajancefabrik der Herrn Santinj:,und Com¬ pagnie. Färbercy in rothem türkischen Garn, d?r Ira- telli Placko. Kartcnfabrik. Flor-und Serdei?manufactur. Liqueursbrennerey. (;) Sie machen beträcht¬ lichen Debit. Lohgärbcrcy der Fratclli Luzzalo. Majolicksadrik des Peter Lorenzi. Oelseifensiederey. (5) Segeltuchingnufactur des Ambros von Stroh- lendorf. Seidcnspinncrey des Isaac Treues und Com¬ pagnie. Uuschlittkerzengießerey. <"2) Wachskerzcngießerey. (2) Wachsbleichen. (2) Juckerraffinerie des Ignaz Aerporten. Sie macht ansehnlichen Absatz. Der Handel von Triest cheilt sich in de« See - Land - und Niederlaghandel. Der Land¬ handel ist älter als der Sechandel. Der er¬ stere entstand im Jahre 2715, und der Sec¬ handel 1717. Es ist außer allem Zweifel, »aß, 3^5 , wenn man den Handlungsgewinnst bloß m Gelbe sucht, der Seehandel wichtiger, als der Landhsndcl ist; allein der Landhandel ist unstreitig wichtiger, da er die Nationalbeschäf- Ugung beträchtlich vermehrt, wenn man an¬ ders unter dem Landhandel, die Ausfuhr der Nationalnütur - und Kunstprodukte versteht. Zu den beträchtlichen Artikeln des Landhandcls gehören; die Leinwand, die Gkaswaaren , die Bergwerksproducte, Tobak, Vieh, Holzwaa- t'^n, Tuch, Dotasche, Getreide, rohe Wolle , w, Im Durchschnitte betragen jährlich diese Ausfuhrartikel bey 6 Millionen Gulden. Der verhandel, das ist, die Einfuhr fremder Mam¬ ke» ist unstreitig feit dem Joftphinischcn Zoll¬ system sehr heruntergekommen, da es bekannt ist , daß dieser Waarenhar.del einen großen ^heil des Speditionshandcls gemacht hat, Zn den beträchtlichen Maaren , welche noch den Ecehandcl beschäftigen, gehören: Gerde, Baum¬ wolle, spanische Wolle, Homg, Wachs, Weyh- sauch, Indigo, Getreide, Borax, Salmiack, ^affe, Zucker, Lhee, Flachs, Hanf, Chiua- ^»de, Pfeffer, Sel, Zimmct, Reis, Kreide, Krapp, Papier, Bücher, Vanille, Pelzwcrkrc. ^er Niedcrlagshandel darf nur im Großen geführt werden. Er ssesteht größtentheilö in Aansitowaaren, und wird immer blühender, ^an schätzt diesen Waarenhandcl jetzt auf z Millionen Gulden. Die Maaren , die von ser See, als Konsumo in die Erblande kom- ^cn, betrage» bey 7,000,000 Gulden. Von Triest gehen zwey Hauptstrassen, de- chy eine über Laybach nach Wien, und die an- e»e über Görz durch Kärnten, kheils nach E Z Salz-- Z26 Salzburg, und theils «ach Tyrol zieht, Dee Waarenzug über Layback) ist der beträcht¬ lichste. Nach Salzburg geht die Strasse burck) Kärnten über Villach , Spita! , Gmünd und Crcmöbrücke , an welchem letzteren Hrte ein Kommerzialgrcnzzovamt ist. Nach Tyrol führt Die Straffe abermahl über Görz durch Kärnten nach Villach, Spital, Sachsenburg und Ober- Lraoburg. In Tyrol geht, die Straffe durch Bozen nach Teutschland. Die Waaren, welche in Triest erzeugt werden, und in den Erblan- den der Zollbegünstigung genießen, sind : s) der weiße, geschnürte, geblümte, mußirte und so- genannte Piqucparchent; dann der Bett-und Futkerparchent; b) der baumwollene, weiße, geblümte, gestreifte und gefärbte Molton; c) überzogene Früchte und Samen, als: Aran- zini , Citronenschalen, Aneis und Fenchel; ck) eingesalzene Skawbri, eingcfalzene Tonini , Sardellen ;e) baumwollenes Garn; t) diflillirter Grünspan; g) Karten, als: Tarock - und Tra- pellierkarten, Piguetkarten , und Bauernkar- ten; ll) Leder; i) Nvsoglio, versüßter? Brant- wein, Rack, Rum, Kirschen - und Syrup- geist, Danzigerwaffer u, b. gl. k) Majolickge- schirr - und Fajance; I) Oelseife; m) weiße und gelbe Wachsterzen; n > Tricstinerwcin (mit Ma- gistratsattcst) o) weißer und brauner, wie auch raffinirter Zucker, und Zuckcrsyrup- Die crbländifchen Waaren, deren Ausfuhr nach Triest einer Begünstigung genießen, sind diese, als: Bock-und Zicgcnfclle, Gcmsfelle, Hirsch- Häute , Kalbfelle, Küh - und Terzhaute, Lamm- und Kizfelle, Ochsenhäute, Nehhäute, Ro߬ häute, Schaf - und Schopscnfeüe, Schwein- Häute roher Flachs, gehechelter Flachs, WetlK, Aächftucs ungebleichtes WebergarU, wcrgenes ung«- vT-üW-ü-o S-7 llngebleichtes Garn, Dachtgarn, ungebleichtes, ganz-und halbgebleichkes , dann Schafwolle ohne Unterschied, mithin auch die Flock: und und Scherwolle von Tpchschcrem und Weiß- gerbereym, ingleichcn Fadenwolle. Im Triestergfbiete ist ebenfalls die römisch katholische Religion die herrschende. UebngenS herrscht hier eine ganz uneingeschränkte Tole: ranz. Die nicht unirten Griechen, so wie die Protestanten und Juden haben insgesammt nach ihrer Weise freye Reiigionsnbung zu gemeßen. Die Christenlehre fand schon frühzeitig in die¬ ser Gegend Eingang; allein, wann dasBißkhum hier seinen Anfang namnr, kann mit Gewißheit nicht bestimmt werden. Ich setze die Reihe ber Triestiner Bischöfe hierher, wie solche de Rn- beis bis zum röten Jahrhundert angiebt. Es sind? Trugiferus. ngi« Bernardus, 579. Severus. H88« Liutsldus. 602. Firmius. 1217. Conradus- 679. Gaudentius. 1244. Volrieus. 965. Joannes. I2F2. Ulvinus. Nicholfus. igro. Rodulphug. ivZt. Adalgerus, 8- Pax- ^49, Wernardus. 1590. Joannes, Das Domkapitul in Triest bestand aus 12 Domherren, und dem Dechant, welcher den Ersten Rang hat, und seit 177z infulirt ist. Die Triester Domherren lebten in den vorigen Jahrhunderten, gleich den Ordmsgcistlichen, zu¬ sammen unter einem Dach, undHeerb, Unter Aischof Konrad in dem 2tsn Jahrzehnt des rJim Jahrhunderts erhielt bas Domkapitul auch ei- Au .Domscholasiicus, mithin ö.Uefsich bamahlH L 4 die AL8 die Zahl der Domherren auf 12 Köpft. I« Jahr 1788 ist das Bißchumvon Triest nach Gra- Lisca übersetzt worden. Die Bischöfe von Triest waren auch im Belize des Rechtes zu münzen. Von Bischof Konrad befindet sich bcym Jreuäd jm r. Buche, i2. Kapital der Abbruch einer Münze , deren eine Seite das Gildniß des Bi« schoss, und die andere die Stadt Triest vor- steüt. Hier folgen mach der Jeitfolge die i« Triest gelegenen Klöster, als: Ü229. Minoritenkloster in Triest, wozu 1229 Anton von Padua , der hierher als Pre¬ diger kam, den Grund gelegt haben soll. I2Z4 wurde die Kirche geweicht: 1617. Kapuziner in Triest. Ihre Kirche wur¬ de i6rz eiygcweyht. 1618. Jesuiten in Triest, s 177^. T624. Barmherzige Brüder in Triest , jetzt irr Laybach. L775. Prodstey, und Kloster der armenische« Mechicaristen in Triest, wohin sie von Venedig kamen. Diese Geistlichen be¬ sorgen die Seelsorge ihrer Glaubensge« uoßen, deren Zahl man in Triest geges 500 bestimmt. L278. Benedictinernonnenkloster in Triest. Z» seiner Entstehung gab ein Mädchen An¬ laß , welches noch andere ihres Ge¬ schlechtes fand, dir sich zusammen ent¬ schlossen haben, ein abgesondertes Lebe« zu führen. In der Folge erhielten sie et« - z »9 em eigenes Kloster, und nahmen die Re¬ geln des St. Benedict zu ihrer Lebens- Vorschrift an. f In Rücksicht der Milizangelegenheite« kömmt zu bemerken, daß ein zeitlicher Gouvcr- veur in Triest von der Stadt, und dem See¬ hafen gleiches Namens Milizkommandant ist. Diesem Milizkommando sind zugetheilet ein Plaz- Major, eine Garnisonartillcrie, welche aus ei¬ nem Zeugwarter, Munitionär, Kanonierkorpo- ral, und g Kanoniers besteht. Der jetzige Krieg Mit den Türken hat nsthwendig gemacht, das "r Gräz gelegene Generalmilizkommando hierher juverlegen. Nun zu einigen Nachrichten vo» der Stadt, und dem Seehafen Triest, und einigen in dem hiesigen Gebiete gelegenen Orten. Triest, die Hauptstadt in dem Gebiete gleiches Namens , ist ihres hier gelegenen See¬ hafens wegen allgemein bekannt. Man checkt bie Stadt in die alte, und neue. Die leztere ucnnt man auch die Theresienstadt , da diesel¬ be der Höchstseligen Monarchinn, Maria The¬ resia ihr heuriges Dascyn zu danken hat. Die Altstadt ist an dem Abhange eines Hügels ge¬ baut, aufdeffenSpizeeinbentsim r^ten Jahr¬ hundert erbautes, 1472 aber wieder hergestell- tes Castell steht. Die Theresienstadt nimmt bey» "ahe die ganze Ebene dis an das Seeufcr ein. Und hat schöne, grade, und breite Strassen« -Die Zahl der in beyden Theiien gelegenen Häuser steigt etwas über r,ooo, welche von r6,vOv Seelen bewohnt werden. Die Neu- «mdtzählt ein Alter von 40 Jahren. Triest W in z Quartierr abgechcilt, wovon jedes sei» T 5 nen Z Zs ' 0--W7-G nen Vorsteher hat, welche zusammen unter ei- nem Polizeydircctor stehen, welcher bermahlen derKreishauplmann ist, und welcher einen Kas¬ sier, Kanzellistcu, Plazkommissäree- zur Sei¬ te har. Der hier gelegene Hafen wurde unter Karl VI. im Jahre 1717 zu einem freyen See¬ hafen erklärt, und prtoilegirt. Diese Privile¬ gien wurden in den Jahren i/ty , 1729, und r7.^o bestätigt, ch re Zahl der in diesen Ha¬ fen r78c> emgelciuftucu Schiffe belief sich auf 5,800. Nun steigt die Zahl bereits auf 7,000° Im Jahre 1784 gierig daS erste Triester Schiff ls Da^rioiorN nach Nordamerika hin, und kam mit einer anfthmüchea Ladung von da zurück. Die ostmdische Handelsgesellschaft, weiche in der Holge falUrte, hatte die Erlaubnis durch 5 Jahre allein, Schiffe nach China auszurüsten. Der Obristlieutcnant Bolts führte das erste östreichische Schis nach China. An dem Falle dieser Gesellschaft waren eigentlich die Englän¬ der, und Holländer schuld, welche gerade zu der Zeit, wo 5 Schiffe bcr Socictät mit Thee ankanicn , denselben irm 25 Perccnt im Prei¬ se herunter setzten. Seit dem Jahre '1782 nimmt der hiesige Plaz auch Antheil an den levantischen Handel, woran das Haus Bel¬ leti , Zaccar., und Kompagni«, welches sich in dem eben genannten Jahre hier ^niedergelassen hat, Antheil hat. Triest hat unstreitig in Rück¬ sicht des Sechandels grosse Fortschritte vor Venedig gemacht; ob aber der Lriestiner Han¬ del auf d'.e Höhe steigen wird, auf welcher sich der venetianische im izteuJahrhunderte befand— kömmt zu wünschen. Der Lgr-co äi Hschcura- Lione, e cnmbi msrrriuü hat im Jahre 1786, da derselbe entstand, einen Fund von 400,00 Gul- gehabt. In Folge Hostecrets von 4. May 3Zr > haben die Actionairs der Compagnie dieser Bqnk nur vor dem Wechselgcrichte in Triest Red und Antwort zu geben; 2) ist der Fund der 400,^00 ff. von der Erbschaft. undJnte- ressensicuer frey , und Z) haben die Srcwechsel- tontracte dieser Compagnie die gesetzmässige Ei¬ genschaft förmlicher Wechselbriefe, und find al¬ so von der Nothwendigkeit der Unierfcrtigung zwcyer Ieugen hefrepet. Triest bat vier Märk¬ te, welche zu den vier Lsuatembern anfangen. Und jedesmahl 8 Tage dauern. Sie sind von wenigem Belange, da hier so zu sagen stets liesse ist. Bey der hier befindlichen Börse führen 6 Hanbelsdeputrrte das Direktorium, davon alle Monarh zwee» derselben Vorsitzen. Am Schlüße des Jahres gehen zween dieser Depurji fen durch das Loos ab, und au ihre Stelle werden zween andere durch die Mehrheit der Grimmen erwählt» Gewöhnlich halten hier die großen Handelshäuser Buch und Rechnung M Wienerturrentguldcn zu 6e Normafschule verbunden ist. Bey derselben standen l/88 ein Inspektor, Präftet, Dircc- Evr, und 8 Lehrer, nebst einem Feichenmeister. -^u der Altstadt war eine Trivialschule, und scheine in der Neustadt. Da der Hafen Mon- brachio , und der Kanal Portiga nicht fähig 'varen große Fahrzeuge aufzunehmen, so wurde ein zweytcr Kanal gegraben. Außer dem E^olo z»» slarlo hat man noch im Jahre 1752 vcn sogenannten Molo, oder Damm angelegt, «ar dadurch die Rhede, auf welcher nun 6a, Schiffe sicher liegen können, vor den Winde» öu schützen. Das neue Lazareth wurde 176- vollendet. Im Jahre 1765 hat die Kommerj« basse nach Triest bezahlt, an Bcsoldungsbeyträ-- gea L;,OO0 fl. ; an die Baukasse 12,000 fl. zir außerordentlichen Sanitätsanstalten Z,roo fl., ^Ur Seehandlung ts,ooo fl., und zur Ausrü« stu»K - 334 .stung jiveyet Fregatten r 6,000 fl. Im Jahte 1788 waren 15 fremde Consuls, nnd Agenten ni Tri¬ est gegenwärtig , als von Dänemark , Frank- ferch , Genna, Malta , Modena , Neapel, Pfalz? Portugal, Preußen, Ragusa, Rom , Rußland? Sardinien , Toscana, und Venedig. Im Jah¬ re 1786 war auch ein Cvnsul von England, Holland, und Schweden hier. Belvedev, ein Schloß, nordwärts von der Stadt Triest. Cornial, ein Dorf mit einem Postwechsek auf dem Karst gelegen- Fischerberg , ein Markt, ostsüdwärts vo» Triest« Flitscherbodeu, in Jstreich westwärts vott Triest. Das hier gelegene Verwalteramk sicht unter dem Gubernio von Triest. Hier sind der Markt Märenfrls, die Dörfer, St. Servolo, Prefchuschcnza re. und das verödete Schloß Carst- berg gelegen. Grignano, ein Schloß, oberhalb Belve- der gelegen. "L.lpprza, ein Schloß, und Dorf auf dem Karst. Hier ist die bekannte landcefürstliche Stuterey gelegen. St. Michael, ein Dorf, südwärts vott Frscherbcrg. Monrebello, ein Schloß zwischen der Stadt Triest, und dem Markt Fischerverg. prosecco, ein Dorf oberhalb Belveder. Dit hiesigen Weingewächse sind ihrer besonderen Vot- rkefllchkeit wegen allgemein bekannt. Rizinin« , ein Dorf oberhalb Fischer-berg« Rosandra, ein Bach, welcher seinen AuS- lduf in den Golfo di Trieste hat. St. Servolo, auch Servolo, ein Dorf» Ker Ort ist der Salzsalinen wegen bekannt. Die Die gefürstete Grafschaft Tyrol. Gr-W-» zz7 ist der allgemeinen Meynung, daß diese Grafschaft, welche in bek Kanzelleysprache Ober- fstrefch genennt wird, ihren Namen von dem 'N derselben gelegenen Schloße, welches Tyrol Seyennt wird, habe. Den Namen Oberöstrcich 'M man dieser Provinz aus dem Gründe bey, weil sie oberhalb des größeren Thciles der öst- ^ichischen Kreisländer gelegen ist; allein aus Diesem Grunde könnte man auch die Vorlande Eiberöstrejch nennen. Charte». . Ich habe in meinem ^tlsr Dirolenüs, wel¬ cher in dem von mir »782 erschienenen Jour- ^al der liter, und Statist, eingeschaltet wurde ,72 Charten von dieser Grafschaft Haufgeführt. Da dieses Journal bei) einer öffentlichenDisputation lsto I. , ^rcliist. ^U8lris! Onm. I^rosis — MajeZtgris su« D. O. siumilirer Nalsi. 6umxx> InZsn, L /crcditeK. K-74. Izrrnlis snb telici fteßimine Naris l'be^ reliL Kom. Imxer. ckorv^rsphics stell« nema a t'srro /^viod, L bikasto Nuder cokouie OberxerfuüaniZ, curonrs IZnglio^einsisrt, siro« kessor. Nordes, in Oviverlrrors oenipontsus» «ri iuciss s ^oan. Lro.N3vN5kslä Vienv« 17/4- Die Charte besteht aus s Lheilcn, nähmlich aus dem nördlichen und südlichen Theile des Lan¬ des. Jeder enthält'rs blätter , wozu ei» Schlü- 3^ Schlussel gehört, mithiu enthält dieser Atlas 25 Blätter- Diese Charte ist bis setzt die Kö¬ nigin aller erbläird-.schen Charter,, die im osfeut» lichen Druck bekannt worden sind. Die Zrkklicke Orgslckakt D^rol. fac. llkcit , Oenipvnti iü7L« comer » ^runkis äelineuvit. Ja Lralläis tyrolrsaie» Adlers Immer grünendes Ehren - Kräntzel. Dirvlis P278 meriäion. kpiscopamm Dri- steiuinum, viim clucalum L Nareku, m, kni- rimsLyus vnlles cvmplexs una cum limiribus ^ener. publ, auäkoritate iilultr- accnrure äe- Icrigim ab ^okepko 8perA8 a ^alenr L lieis- kic>r5 Oen p. ^nr. N^einlropk 8. c. N. cancet. inl, ^rckiv. B.. ?. leulpkt Viennse 17z) Äe 8pergs äetineavir. 4 Bi. Eine Charte von Tyrol ans einem halben Bogen in dem Merkchen, welches den T'tt l bat: lstoria äella principelca c»nte» äel 1i» ^vlv Lc. Insbr. »782. 8- Strassen - Post - und Kommerzialmappa Tyrol nach der Antchischen Charte genau verfasset durch den k. k. Ober- Weginspector 'n Tyrol, Johann Joseph Mor von Sonnegg, Mohrbcrg, und Johann Anton Pfaudlcr. der Registratur der Strassenbaudjreetion i" Jnsbruck. Schriften r ClolleLbsnea rerum memorabilinm tgm vL- tsrum, nusm rscenliorum in illuüri comitar« polenu contantsram per me N 2 t»«'- A4V oeniponmnum l^rolev- iem (cum eunstem comiturnm, clulcistimam- gue meum pgkrism možno lakors, lingulari- ^ueinäustria non kemel porlustravi) rr waltir Mtv.svniz summa stilißemia, paritve stuäio ( sparst m conguistt», stgus in Koc volnm.) xrcwt teinporiL seredar ocpgsto in mgnn» v«' neravt, conkuls, L gbsczue oräino int'cript* >»no Okiriüi. lVl. O. l^Vl. I'. H. in 4. Das Original ist in der acad. Bibliothek zuZnsbruck» Tyrolischer Adler , zugeeiguet dem Erzher¬ zog Leopold zu Oestreich, Bischöfen zu Stra߬ burg und Passau rc. so geschehen zü Jnsbruck den io. Mäkz i6ly. 1. XHt. in Regaltolio» Ein Manuskript. Das Original wird imHaus- archtv zu Jnsbruck verwahrt. Eine Abschrift von diesem ganzen Werke hatte das Cistercien- serstifr zu Stams in Lyrol. Außer dieser ist mir keine bekannt. Von dem historischen Theile hingegen, weicher gewöhnlich in 2 Bänden be¬ steht , gibt es mehrere Abschriften. Die aca- demische Bibliothek zu Jnsbruck besitzt zwey Exemplare. Ein Exemplar das geheime Hof- und Hausarchiv in Wien, 2 Exemplare die Hofbiblisthek in Wien, eines der Frcyherr von Spergcs, und eines der Freyherr von Pran- Sau. Der Verfasser dieses sehr interessan¬ ten Der Titel dieses Exemplars ist: tyrolische Cüro- nika, so mit Fleiß zusammen getragen worden, durch den Hochgel. Herrn Dvetor, Matthias Burgklechner (Burgklehner) zu — snno iS-o, Kran; Freyherr von Prandau besitzt eine aus" erlesene Sammlung von seltenen Buchern , wo¬ von seine vortreffiche Geschichte Wien« , vo» Welcher ,7rs der erste Theik m der Pgul Kr-mßu schen 44«. -e« Werkes war Matthias Burgklehner, chey- ^er Rechte Doctor, und oberöstr. Regiments¬ rath. Non der gefürsteten Grafschaft Tyrol, beschrieben von Maximilian Grafen von Tyrol, *E)t Thcile. Ein Manuscript. Das Original dieses inreressanten Werkes ist mir nicht ju Gesichte gekommen. Abschriften von diesem Werke gibt es mehrere. Sie sind aber nicht immer vollständig. Die vollständigste fand ich in der Hofbibliothek zu Wien , und in der Bibliothek des Reichsgrafcrr von Selb, der fttzt in Wien lebt. Lernarstini Nalsnoti , Raronis 6e Oal- 'iesiv snunienlis l'^rotensir! , Oonliliarii tü»- lsrsi — kisroria D^rolsnlis ab orixine usejue «ä Oarolum ^la^num par« I. opus ob im- nmturam «uKoräs mortem imporkeäkum. DaS Original dieses intereffantcn Werkes befindet Ah in der Bnchersammlung des Freyherrn von Sperges. 8imonis ftetri Lartkolomei /. O. perch- *Lnsir , - srin» äilsertationes sex aä eas vism xu- rnnt«8 , nääitusgue in öne stialeKuum , quo ^siini mnnwr, «smloeus. Das Originals die- Mannscriprs ist in der Bibliothek des Frey» Herrn von Sperges. Z) z Des schen Nuchbandiunq anS Licht getreten ist, K/Ygt. Der Werch dieser «nsehnlichen Büche»- ssmmlung strigi bereit« gegen rzc-oc, Gulden. Zs» Des tyrolischen Adlers immer grünendes Ehren - Kränze!, beschrieben durch Franz Adam Grafen von Brand's, wohl bcmcller fürsil. Grafschaft Tyrol Erb - Silber - Cammcrern 4- Botzen 1678- Kurze Beschreibung der fürstlichen Grafs schäft Tnrol, verfertiget von Antonio Rösch- mann. V. Q. der römisch, kais und königl. katho!. Majestät Oberöstr, Universitäts nvtaris 4. Jnöbruck i"49- Diese Beschreibung kömmt auch in der allgemeinen und neuesten Wcltbe- schreibung vor > d>e bcy. Bariholomä in UlV erschien. Geschichte der gefürsttten Graftchaft Tyrol, zum Gebrauche der studirenden Jugend in den k. k Staaten, 8- Wien 1778 von Kassian von Roschnrann, Offizial des geheimen Haus - und Hofarchiv in Wien. ^sroria stella principegsa contou clel role», ira^xortotL äal Ueäesoo, — cou uns nuovs 8- fmb. 1780. Ursprung und Merkwürdigkeiten der k. k> Erzherz. Haupt und Residenzstadt Ansbrugg im Tyrol 4. Unsbrugg, bey Mich. Anton 'Wagner. Beschreibung der kais. künigl. Stadt Ins- bruck , Hauptstadt der gefürsteten Graftchaft Tyroft Von Joseph Freyherrn Ceschi von H' Ereuz k. k. wirkt. Kämmerer O. oe. Guber- nmlratb im Jahre ^778. FVnltzauF kofsl ' 8ohgurxie1er p. D, acripsit, in grost Mol. i'' Theiic; jugerignet der Kaiserinn Känigfnn Mari« Z4A. ^berefia. Das Original dieses interessante» Rauufcrjpts verwahre die Hofbibliothek in ^bien. Jakob Andreas, Freyherrn von Brandis, beschichte der Landeshauptleute an der Etschnnd ^urggrafen in Lyrsl. Ein Manuscript in der ^ibjiothek des sel. Grafen von Coreth. In der Eeren Zeit ist Brandts größrentheils dem Avcn: "No gefolget. Diese Zeit ausgenommen, ist, wie Frcyherr von Sperges schreibt, diest Werk 'Me wahre pragmatische Geschichte, der tyroli- 'Men Landesverwaltung bis zum Jahre 1590, '°n welcher Zeit, da der Verfasser die Archive v" benützen können, er sehr richtig wird. Ty» hat nichts Besseres und Zuberläßigeres auf- iUjeigen,, Ludwig Markgrafs von Brandenburg Lan- °,^ordnung unter dem Titel: wissent 1^49. M Original im ständischen Archi» zu Ins- 'l'Uch. ° Ludwig Markgrafs von Brandenburg neue andesordnung izzz.^ - - ' - . Herzog Leopolds kandesordnung !4e>4- i.'k ^faz, Vnd ordnungen der Nnzichten Ma- e uz Rechten. Vnd anderer Händeln des Lan- !>-« Grancschgst- Tyroll, — Am Schlüße man: Diese ncwc ordnung VNb erfündung- Rechten der Graueschafft Tprpll. Hab ich ÄMnss pirljn duvä) Vergünnung der R. k. 7'- Regenten, vnd Stathaltere 8« Wien 177z bey von Kurzbrck. Joseph Müller — Nachricht von den in Eyrol entdeckten Turmalrnen — an Ignaz Ed- »ttt von Born. 4. Wien 1778» Johann Nepom. Edlen von kekchardinq, dvn Eichberg und von küzlgnad, tyrolischm Sandmannes Verzeichniß und Beschreibung der Lyroler Insekten. LI- Lheile 8- Zürich »78! — 1784. Versuch über d»e erste Gestalt und Bevslr ^rnng Tprols. I. Theil, eine physikalisch-hi- llorlsch - geographische Schrift, von Karl Mi- chüler — 8« Wien 1783. Abhandlung von den Mberschwemmungm Tyrol. Vom Franz Zallinger zu Lburm, Professor der Mathematik zu Jnsbruch. 8- Ins- druck-177Y. a. Ausgleichungstabellen über die rhevor i» fhrol zum Weinmaß gebrauchte Ähren, und ^en nunmehr eingeführten Wiener Eimer, wie V 5 auch Z4ä »uch über deren beydcrseitige Maaße. Verfas- sek von dem Priester Ignaz von Meinharts Fol- Znrbrnck 1781. blaMo äeür hibliothsca l'zrroleka, o sia votiere jxmricke äezli SoritrorL äella xrovin- oia äel 1'^rolo , 6i Oiscoxo'lartarotti tdvve* remno 8- liovsrsto 1732- 8sZßio stsila Likliotliscg l'^rolase , o »is ibkoriechs 6egl, 8crittvri äella krovia- o a litij- P^rojo äi Omcopo l'artLrorri — e 6a Dolinico d'rauces-:^ lockesckiui, stneta per- zjn-:n5e Lc. Lcanrigxrimg Z. /n Veveria 1777« Das gelehrte Oestreich, med. Octav. Wie» ?775 — 1778 hey Aierch in der Singerstrasse im teutschen Haus. In diesem Merke kom¬ men von den in Tyrol gebornen Schriftstel¬ lern, und Künstlern Nachrichten vor. kebtznsgeschichte des berühmten Mathema¬ tikers, und Künstlers Peter Anichs eines Tyf roler Bauer. Äerfassekvon einer patriotischen' Feder (Joseph von Gterzmgcr Vorsteher dec Bibliothek und des Kunstkabinets zu Paler¬ mo ) 4. München 1767. IrloFium I^ustici Igrroleull« ?etri ^nieie lornnrori« , Okaloograpkj MochavicriruM artium ^lagistri Lc. 8. ViennL 1768- Versuch einer academischen Gelehrtenge- sschichtc von der k. k. Leopoldinischen llnivcrsimt ü» Jusbruck 1782 in dem aufgeführten Jour¬ nal dec Literarur und Statistik. Kurze 3'47 Kurze Nachricht von dem k» k. Raritäten» "'binet (Kunstkabinct) zu Ombras in Tyrol, ^pin Johann Primisser, k..k. Rath und Schlos- ^uplmaun. Tyrol war irr den ältcrn Zeiten ein Theil Rhätien; mithin hatte cs mit demselben ^st gleiches SÄ)ichsal. Es stand um die Mitte tzten Jahrhunderts unter der fränkisch bo- ^kischcn Herrschaft. Gegen das 8le Jahrhun-- ^re breitete Carl der Große seine Herrschaft ?"ch in Tyrs! aus, und setzte in mehreren Be- Msn des Landes sogenannte Gaugrafen als ^'rivalrcr ein. Um die Mitte des raten Jahr- Miiderts erscheinen die Grafen von Tyrol, ^dechs und Görz. Die ersteren waren Besi-- oon dem Viusigau und Unterengadein. Die träfen von Andechs, nachmahlige Markgrafen Istrien, hatten ansehnliche Besitzungen im TN und Wipthal. Sie hakten Jnsbrnek und "°ch andere Güter im Gebirge, und an der ^sch , wo die Stadt Meran gelegen, inne, ^ach Abgang des Andechs. Meranischeu Stam- reicher mit Otto II. 1248 erfolgt ist, "y ftue Stücke Landes, welche im Gebirge Uegcn, an den Grafen Albert von Tyrol, . m dieser am 22. July 125g starb, und mit auch der Stamm der tyrolischen Grafen ^loschen ist, traten in den Besitz seiner Län- Meinhard III. Graf vvn Görz und Ged- vard Graf vsn Hirschberg, welche unter sich ^'ese Theilung machten: der erste übernahm -me a» der laditscher Brücke gelegene Länder, Welche mit Brftcn zerstreut an Eisach , und an Etsch lagen, nebst dem ganzen Nienstgau dem Theift von Obcriuthal bis Schrofen- ' 'm; Gebhard hmgegen erhielt das Jnthgl " - von Z 48 von Schrofenstem bey Lanbeck bis Jnsbruck/ und das Wipthal bis zur genannten Laditscherr Brücke. Meinhard starb im Schloße Tyr^ am 22. July 1258, und hinterließ zween ne, als Meinhardum und Albertum. beyden Brüder regierten gemeinschaftlich üb^ Tyrol und Görz bis in das Jahr 1271, welchem Jahre am 4. Mby sie Länder the>^ ten. Meinhard IV. behielt Tyrol, und AlbM H. übernahm die Grafschaft Görz und da» Pusterthal. Meinhard kaufte in der Folge v»" dem Grafen von Hirschberg den ganzen rheil, welchen er 1248 besaß , um 4,000 Silber an sich. Durch seine Herrath mit Eli¬ sabeth, der Witwe des Röm. Königs Conrad»/ kam er zum Besitze einiger in Ober - und Untt^ inthal gelegenen Länder. Er starb am TE der Allerheiligen 1294 zu Grciffenburg in ten, ernannte in seinem letzten Willen sei" drey Söhne, Otto, Ludwig und Heinrich Erben, und befahl dem Hochstifte in Trient/ dasjenige, was ihm abgenommen worden , der zurück zu stellen. Ludwig starb am September 1^05, und Otto am 25. May iZ^' Heinrich war nun allein Beherrscher. * starb am 4. April igz? an der Kolik im Schloß Tyrol, und hinterließ eine Tochter Margarets welche im September iz;o Johann Heinriä^ den zweyten Sohn des Johann, Königs ' , Böhmen , geehclichet hat. rz^g wußte sich gareth mit Hülfe Kaisers Ludwig von ihrem mahl Heinrich zu trennen, und verehe'iciu sich 1Z42 mit Ludwig Markgrafen von denburg, dem Sohn Kaisers Ludwig; r .->9 am 4' September stellte Margaret!) eine Schrift aus/ in welcher sie den Herzogen von Oestreich , "" shren Erben die Grafschaften Tyrol und Görz / wenn 34- ^et,u ihr «injiger, mit ihm erzeugter Sohn, yne Erben sterben sollte , vollkommen ver- ^ricb. r^6i am i8. September starb Lud? '9, Markgraf von Brandenburg. Sein hin» - ^'Afencr Sohn Meinhard kam aus Bayern, Monat October des eben genannten Jahrs/ i" seiner Mutter nach Tyrol. Meinhard Her? in Bayern und Graf zu Tyros starb zu .^erai, am rz. Jäner rg6Z, und in eben dte- Jahre im September trat Margareth an Merzog Rudoiph in Oestreich die Regierung °ex Tyrol ab, und begab sich nach Wien, - ? ste am October 1769 gestorben ist. Die dp^siche Bestätigung dieses östreichischen Lan- vbesitzrs ist zu Brünn in Mähren am 8. Hör? l.^3 tzs4 erfolgt. Aus dem vorstehenden er- ^ller hinlänglich, wie Tyrol an das ErzhauS Ostreich gekommen ist. Jene Länder, welche nördliche Tyrol in sich faßt, haben zur Dnkisch bayrischen Herrschaft gehört. Den Michen Thejl Tyrols hatten im 6ten Jahr- ^derte größtentheils die Longobardc« inne, iv» Jahr 57^ sielen die Franken in daS . «gvbardische Gebiet, und bemächtigten fiel» Sulz und Nonsberges. Die Franken j,a jn keinen festen Ort inne hatten, de» o " ihrem eigenen Nachtheile das Land o." Longobarden wieder ganz überlassen. Jnr ^"dr 724 hatte Graf Ursing das tridenkinischo k,j ^vgthum in seiner Verwaltung. »027 er- b'b" die Grafschaft bas Hochstift vom Kaiser °nrgh II. Geschenke. Das Hvchstitt Vri» E? Namm K. Ludwig schon 814 in seinen Schutze die Sab es in Tyrol noch mehrere Bezirke, «ini eigene Herren hatten. Ich will nur Hek ihnen anführen, von welchen dec vngme zugleich den Distrikt ihrer Herrschaft E- ' 350 nnzetgk. Diese wären: die Grafen von Esp"'- sste haben zu Hocheppan residirk^ die Graft" von Eschenl'oh, die Grafen von Täufers, chit Grafen von Hall im Jnchai re» Dom Elk¬ herzoge Rüdolph an ist Tyrol ununterbrorlic" beym Hause Oestreich verblieben; nur habch Manchmahl eigene Fürsten ans diesem Haust das Land beherrscht. Diese Fürsten waren: rz85. Leopold lV. Er trat 1406 die BeherrschuuS der Länder in Schwaden, Elsaß und der : Sci-weij an. 1406. Friedrich IV., im gemeinen Leben Frie^ mit der leeren Tasche, genannt, f 5"! 24. Juny 1459. Er hiruerliest große" Vermögen, und ließ den Erker der alre" herzoglichen. Residenz zu Insbruck Ki' vergoldeten Kupferplatcen decken. F446. Siegmund, ein Sohn Friedrich Von 1439 bis 1446 hak Kaiser Friedr»^ die Vormundschaft über Siegmund, iE die Verwaltung ü>'cr Tyrol besorgt- Siegmund war in seinem zwölften Le¬ bensalter, als er seinen Vater verlöre" Han Siegmund s 1496. r§2i. Erzherzog Ferdinand, nachmahls ronA scher König, und endlich Kaiser. E' hielt sich in Tyrol bis zum Jahre auf, in welchem Jahre er römisch^ König wurde. >1563. Erzherzog Ferdinand, ein Sohn Kaift^ Ferdinand I. Er wurde in Tyrol er¬ zogen, und 1563 von seinem Vater j Ins- 8Zr AnsbwK zum Landesfürsten von Tyrol und den Kvrlandeu ernannte 1582 vcr- lor Erzherzog Ferdinand seine Gemah» linn, die bekannte PHNppine, aus dem patryjischcn Geschlechte -der Welser. Er gierig am 14« May'i;8r ein neues Ehedündnjß mir Anna Catharina, Her¬ zogin» von Mantua ein. Ferdinand ch am 24. Aäner 1595. r«2J. Erzherzog Marimilian,übernimmt dieRe- gierusig der O. O. Länder, und zwar auf Veranlassung der Stände in Tyrol, indem Rudolph II. als eigentlicher Lan- desfürst versünlich im Lande nicht seyn konnte, ch 1618. I ^19. Erzherzog Leopold erhält von seinem Bru¬ der Ferdinand die Regierung über die O. und B, Länder, und läßt durch ihn'die Erbhuldigung einnehmen. 1626 am Hen May ließ er sich als wirklicher Lanbes- fürst huldigen. Leopold war seit 1607 Bischof zu Straßburg und Paßau, de¬ ren Leyden Bißthümern er aber entsag¬ te , und sich am i8> April 1625 mit Clau¬ dia Prinzessin» aus dem Hause Mcdices zu Florenz vermählte, P am lten Sep¬ tember 16^2, und hinterließ -> Kinder, als L Prinzen, und 8 Prinzeßinncn. Die Prinzen waren Ferdinand Carl, und Siegmund Franz. Die Prinzeßinncn nann¬ ten sich: Maria Eleonora, Isabella Cla» ra , und Maria Leopoldina. . ^2. Kaiser Ferdinand übergibt der Claudia, Witwe des Erzherzogs Leopold die Rr- > -te- s5» gjerung des Landes, Die Huldigung gieng am 4.. April i6AZ vor sich. Kai» serFerdinand übernansm Zugloch die Ober- Vormundschaft der Kinder des.Erzherzogs Leopold Erzherzogrnn Claudi», t 1648. ^646, Erzherzog Ferdinand Carl, ein Sohn des Erzherzogs Leopold, und der Claudia, übernimmt die Regierung, f 1662 Dej« go» und hinterläßt 2 Prtnzcßinnen , als: Claudia Felicitas (Gemahlinn Kaisers Leopolds) u,..b Mana Magdalena. r66Z. Erzherzog Stegmund Franz läßt sich als Landesfürst der O. und V, Länder hul¬ digen. Er war seit 164L Bischof in Augsburg. Er starb, -j- rrS;, da er eben im Begriffe war, sich mit Maria Hedwig von Pfalz Sulzbach zu vereheli¬ chen. Mit ihm erlosch die östreichisch ty- rolische Linie. In welchem Jahre eigentlich der Graf¬ schaft Tyrol dec Name: gefürstete, zum erste» Mahl beygelegt worden, läßr sich gewiß nicht bestimmen. Daß Kaiser Maximilian sich in sel' nen Urkunden gefürsteter Graf in Tyrol schrieb, liegt am Tage. Die folgenden Erzherzoge schrie¬ ben sich bald Fürsten, bald Grafen; von Cast Vt. an aber bediente man sich immer des Ti¬ tels : gefürstete Grafschaft Tyrol. Das Landeswapen ist ein einfacher rothtk Adler mit einer Krone auf dem Kopfe, und am - gesperrten Flügeln, in welchen znan Kleesteng^ o-^W^o Die Grafschaft grenzt gegen Norden an Aayenr, gegen Nordost an Salzburg, gege^ Osten an Kärnten, gegen Ostsüd, und Süden das Venediger Gebiet , gegen Westen an ^ündtcn, und gegen Westnorb an Schwaben. Das ganze Land beträgt in der Länge Z2, und w der Breite 44 Merlen- Vom Paße Strub ois Iusbtlick beläuft sich der Länge auf 9 teutr- sche Meilen. Den Flächeninhalt des ganzen Landes bestimmt man auf 4z; Ouadratmeilen. Die Menge der hohen Gebirge , welche das Land umgeben, und die vielen Flüße, welche ks durchströmen, machen Tyrvl, mit Ausnah¬ me einiger weniger Bezirke, zu einem der ge¬ sundesten Lander auf,Gottes Erdboden. Zu den gewöhnlichen Winden in diesem Lande gehört der Chiroccowind, welcher nicht jeder Natur behage. Erwacht den Körper ungemein matt, treibt das Geblüt nach dem Kopfe, zieht hefti¬ ges , und öfteres Erbreche» nach sich, und hat bft Mgrene, und Hypochondrie zu seinen Ge¬ ehrten. Dieser Wind wurde auch die einzige flache, daß ich 178g Jnsbruck verlassen muß- ss- Durch ein volles Jahr hatte ich fast an Idem dritten Tage das heftigste Erbrechen, ^ae angewandten Mittel waren ohne Wirkung, Und ich war gezwungen , ein Land zu verlassen, T'v alte wutsche Redlichkeit noch einen Werth Das Frühjahr, und der Sommer sind ^wLhnlich mehr feucht, als trocken. Die Ge- welche schon frühzeitig im Herbste mit Schnee bedeckt werden, und die ungemein vie- im Lande vorhandenen Flüße, und Bäche ^"Ursachen häufige Erddünste , die sich beson- im Frühjahre einfinden, und vielen Re? i» den Svmmermonathen zur Folge haben. A Da- 354 Daher in diesem Lande der Herbst die öesie Jah¬ reszeit ist. Man hat nicht selten bis zur Hals¬ te des Novembers schönes Wetter. Sturmwin¬ de finden sich öfters ein. Sie sind ungemein rvüthend; halten sio drey Tage an, so bringet sie gewöhnlich gutes Wetter. Mit Ausnahme Insbruck fand ich die Sterblichkeit in diesem Sande zwischen zz und 40. Tyrol hat wenig Fläche. Es ist größtem theils gebirgig. Die Alpen larifcn nicht in glei¬ cher Höhe fort. In einigen Oertern erniedri- Len sie sich , werden tiefer, und erheben sich a» andern» Orte desto größer. Nach Anrch ist die sogenannte Ortlesspize , welche westwärts a» Ler äußersten Grenze des Landes gelegen, dec höchste Berg im Lande. Walchcr in seine» Nachrichten von den tyrolischen Eisbergen be¬ hauptet, daß die höchsten Berge im Oezkhale gele¬ gen scyn. Einer anderen Gattung von Berge» dieses Landes ist noch zu erwähnen. Sie füh¬ ren den Namen: Mittcrberg, und sind jene, Äber welche.höheres Gebirg hervorragt, und i» der Mitte eine Oefnrzng haben , in welchen nicht selten Dörfer von einigen Meilen gelegen sind. Die sogenannten Eisberge, die man in Th- rol Ferner, in der Schweiz Glätscher, und i» Kärnten Knäß nennt, sind größtenkheils i>» Oezthale gelegen. Eigentlich sind die Eisberg? nichts anders, als ewige ungeheure Eisfelder, welche von den nächst gelegenen Oertern ihre» Namen haben. In Burgklehners Charte finoet man bcy dem Ferner diese Anmerkung.,. D?c „ große Ferner bat innerhalb 2 Jahren, als „ 1599 und 1600 sich daher gesezt, ist imSoM- „ mer ihsri,lang L25, breit 17-, tief 60 Klaft „ ter r, ter gewesen. Dieser Werl er fast klüftig, unS> „ brüchig, thut er allgemach abse-hen , zer¬ r' schmelzen , und ausrinnen. ,, Am besten - und richtigsten hat von den Fernern (Firn) ge¬ schrieben Hr» Abbe Waicher. Sein hierüber Adrucktcs Werk erschien 177; bey Joftph von ^Urzbcck unter dem TitelNachrichren von den Eisbergen in Tprol» Er behauptet, daß die Ferner dem Lande die Gefahr nicht drohen, ^ls sejne Wildbäche, die schon öfters schauder- dolle Verwüstungen gestiftet haben, und noch öfters stiften werden. Noch habe ich der kühne iu erwähnen. Dieselben sind nichts anders als «icke Schneeklumpen , welche von den Bergen derabstürzen. Man theilt sie in Schnee - Wind» Und Eteinlahne. Gchneelähne sind Klumpen, welche sich nach und nach auflösen, -w Herab- Zollen sich vergrößern, und nicht selten ganze Häuser bedecken» Windiähne sind Schneeklum» den,welche der Windlosrcißt, und welchegröße« res Verderben anstiften, da sie auch in Ge- 3(Nden kommen, wo die Schneelähnc nicht hin- kcichen. Stein, oder vielmehr Grundlähne sind wenigen, welche die Steine auf den Alpcrr hem Grunde reißen, und ins Thal stürzen», S'ese Gattung von kühnen ist die gefahrvolle- oe; aber auch die Schneelähne werden nicht sel» ken bag Grab Menschen. Die Anwoh- an dergleichen Bergen haben schon manch- AU auf Mittel gedacht, ihr kebett vor dem >?kurze dergleichen kühnen zu sichern; sie wäre» ?ber immer ohne Wirkung» Durch die Thäler, Ä weicht« man von den kühnen bedroht wird, Überschüttet zu werden , geht »'.an daher zchr lejsx, um nicht die mindeste Gelegenheit M Auflösung einer kühne zu geben» So sehr ^'ol E Gebirgen umschlössest ist; so sind dies A s selbe«! ZHiv --O selben doch für das Land kern verlornes Erd¬ reich. Sie fchüjrn vor dem auswärtigem Fein¬ de , da man von den Bergen bloß durch Hcr- abrollung großer Steine dem erndringendcn Feinde widerstehen ka»n ; sie erzeugen aber auch aus allen brep . Reichen der Natur die vortrep llchsten Produkte. Sie geben dem Viehe iw Sommer das ergiebigste Futter, und sind vor¬ züglich trächtig an Salz, Kupfer , Galwcy rc^ Hier kan man sehen , was der menschliche Fleiß zu bewirken im Staube ist. llm ein spannbrci- tcs Erdreich zu gewinnen, klettert der Bauer mit einem Korb voll Dung auf dem Kopfe bcr§ an, bedecket damit den Boden, und bearbeitet ihn, wie einen Gartcngrund, um sich aber vor dem Hcrabstärzm zu sichern, umwindet er seine Lenden mit einem Stricke, welcher an einem im Boden gesteckten Pfal befestigt wirbt An Flüßen , und Seen ist bas Land unge¬ mein reichhaltig. Sie theilen sich in inländst sehe und fremde. Zu den inländischen, nähM- lich jenen, die im Lande entspringen, gehörenr die Etsch, Eisach, Iser, Sill, Drave, Geil, Šar¬ ca , Brenta, und Piale. Die fremden Flüße sind der Inn, und der Lech. Als Grenzflüße find zu nennen: die Drave, Etsch, Jser, Geil, der Lech, und dec Inn. Die Ferner geben ei¬ ner Menge von Flüßen den Ursprung. Außck den augezeigten Flüßen gibt cs auch eine Mc«' ge von Geea im Lande, darunter die bekannte¬ sten sind: der Achncr - Caldonazer - Gab - Kalber - Piller - und Echlittersee. Hier fol¬ get eine nähere Beleuchtung der vorstehendes Flüße. j Brent« , s die) kömmt aus den zwecs Seeen Caldonaz und Levico stießt nach Telvan- »nd Borgo die Balsugana z von hier ist E!auf in das venetianische Gebiet. Drave s die) auch Trag, entspringt im Gerichte Welsberg unter Doblach zwischen Untcrbühel. und der Hofmark InmHen. Mohr läßt solche im Ge¬ richte Weisberg ober Innichen im Holze beym Hof Haspen entspringen. Dem Laufe nach, welchen dieser Fluß hat, dürfte seine Quelle Ä'ohr «m richtigsten bestimmt haben. Von dem Hof Haspen nimmt der Fluß den Lauf nach dem Markte Silliarr- Mittenwald, Lienz, wo sich die Jscl mit ihm vermischt, von hier ist der Lauf nach Kärnten- Dieser Fluß scheidet daher Ty- ^vl gn seiner östlichen Seite von Kärnten. D'Sach, EysachfÜisinonü, k^fncus , ltsrxns) ^8enn man die Quelle dieses Flußes mit fernem Rainen zusammen hält; so wird es mehr als Wahrscheinlich, daß wir den Ursprung dieses Äußes bis jetzt Nichtwissen. Das Wort Eisach f nach andern Elvsack) ist aus Eis, und Ach , welches lottere -Wort ein Fluß heisst, zusam¬ mengesetzt. Als ein Eisfluß müßte oder sollte nothwendig r,ne Eisquclle zu seinem Ursprung haben; allein, da man die Eisach allgemein auf Brenner unterhalb der Kapelle des St. cha!e,-.rii; westwärts von dem Ursprung der Sill ^llf einer hohen Alpe, wo keine Eisguellebe- ^"nttst, entspringen läßt; so wird wahrschcin- daß dieser Fluß den Alten unter einem 3anz andern Namen bekannt war. Es ist wci- A bekannt, daß da , wo dir Eisach ,. oder "il»scu8 und die Sill entspringen, die Lrlones °ber Lrienj ihren Siz hatten. Dem Namen des ^ußes »ach hätten hier vielmehr die Histwi ih- haben sollen, da es bekannt ist , daß die Flüße , und auch andere Gegenden ge¬ wöhnlich ron ihren Bewohnern den Na- erhalten haben. Etsch ( die ) B ibelix , nach Bnrgklehner beym Dorsche« IZ8 Reschen ; nach Dgl kömmt sie ans dem Ge§ batschferncr, und nach Anich aus dem Re« schersee. Gump, und Brandts geben für die Quelle dieses Flußes ebenfalls den Ferner an« Meiner Meynung nach ist die eigentliche Quel¬ le der Etsch der Langltaufererbach , der unmit¬ telbar aus dem EiSwc kömmt. Von der Quel¬ le aus nimmt die Etsch den Lauf nach Castel- bell , Meran, Stein unter kebenberg, Neuhaus Botzen, Welschmctz , und Trient. Don hier ist Der Lauf nach Rovereit, Ala re. Unweit Borgt Hetto verläßt er Tyrol , und begibt sich in das neronesrche Gebiet. Die Etsch scheidet südwärts Tyrol von Verona. Die Flüße, welche sich Mit ihr vereinigen, sind: der Bach Plana bcy Dem Dorf Latsch, die Paßeyer bcy Meran, die Eisach bey Sicgmundskron, die Neis (sieent¬ springt auf dem Berge Donal) bcy Metz, der Fleinsbach bcy Neuvis, die Persen unterhalb Trient, und der Leinerbach bey Rovereit. Die Etsch wird bcy Bronzoll Meile unter Bot¬ zen schiffbar, Geil, (die) ?Qvir, entspringt km Pusterthal im Gerichte Heimfels auf den Alpen bcy St. Leonard, nimmt den Lauf nach Lannwiesen, und Tilliach, wo sie Tyrol verläßt/ und sich nach Kärnten begibt. Inn, (der) OennS/ entspringt beym Julierberg im Gokteshausbuud/ nimmt seinen Lauf durch Unterengedein, und betritt bcy der Martinsbrückc den tyrolischrN Boden. Von hier ist der Lauf nach Finster- münz , betritt bcy Jnsbruck das Unterinnthal/ setzt den kauf fort nach Schwa;, Rattenberg/ und Kufstein, und tritt bcy Eichelwang , Bayern. Bcy Tclss iw Obcrinnthal wird dis- s r Fluß am ersten schiffbar; da aber hier stsN ^auf noch zu schnell iss, so wird er bloß nur Zlößer» 26^ flößen befahren; zu Hall aber geschieht die Fahrt auf Schiffen. Der Flüße, welche sich in Tyrol mit dem Inn verbinden , sind viele. Unweit der Finffermünz tritt der Schallbach,, welcher aus dem Thale Sammaun in Un- teringedein kömmt, ein, bey Prutz nimmt die Vacca zu sich , welche ihren Ursprung in dein Gcbatschfcrner hat« Unweit dem Dorfe Ärzt jrn Gerichte Laudeck treten viele Bäche ->n, die ihre Zuflüße unmittelbar aus dem Rofnerfernrr holen, und aufFarhach im Gerich-- Petersberg kömmt die Achen , oder der söge-- Kirnte Oetzthalerbach aus dem Oetzchalerfcrnev hinzu. Im Unterinnthal bey Reichenau verei¬ nigt sich mit ihm die Siel, uud oberhalb Schlitt ^rs bey Straß kömmt derZillcrbach hinzu. Dev -gnn macht westwärts die natürliche Grenze zwischen Bündtcn, und nordwärts scheidet er Tyrol von Bayern. Isev , ( dreh Isars» ^"springt im Gerichte Hc rtcnberg oberhalb dem Hallerbcrg im Gebirge auf dem Heisenkopf Zerrannt. Ihr Lauf ist westwärts nach Schare "ij, wo sie'Tyrol verläßt, und sich «ach Bayer» begibt. Die Bäche, welche sich mit ihrvcr- I'ien, sind: der Birkkorbach, Odkorbach, Hin- -ersdbach, Habersbach, Zierlbach, und Gies-- ienbach. Die Jscr machtwesinords die nattlr- ache Grenze Zwischen Tyrol, und Bayern. Ist, s die ) Iisisila , entspringt im Gericht Virge« Bustcrrhai auf der Jftlalpen, nimmt den ^og- Atnbach bey der Stcinbrückcalpe zu sich, begibt üch nachPrcgartcn,durchstreicht Windischmatrcy, Empfängt ober Gt. Johann den Diebsbach, stießt nach Weyerburg , und fällt bey Lienz in °" Drave. Lech, (.der) I^cur, entspriugt ^'cht, wie viele dafür halten, in Tyrol, son °"n in Vorarlberg im Bregenjschen unter dem Z 4 so-c- sogenannten HornspiyaufdemTannbcrg. Z)gi und Anich geben einen fast ähnlichenUrsprung die¬ ses Flußes an. In der Gegend der sogenannten Aechleiten betritt dieser FlnßTyrol, durchströmwt einen Theil des Gerichts Ehrenberg, kömmt von da nach Oberweißenbach , ins Gericht Aschau; von hier ist der Lauf nach Rcitti, und Vils, iws sich mit ihm der Vilsbach vereint. Von k-)-er ist der Lauf nach Füßen, woer die na¬ türliche Tränze zwischen Lyrol, und Schwa¬ ben macht. Bey rem Nonnenkloster Schönwer- der fällt er in die Donau. Rienz, ( die ) Ilürr^ bu8, entspringt i:n Gerichte Welsberg im Pn- sterthal. Ihre Quelle ist der Dürrsee. Sie nimmt den Lauf nordwärts, wendet sich bey W elsberg nordwestwärts nach Brunecl en , em¬ pfängt bey Baumgarten, den Kanzfoserbach, und vermischt sich bey Brixen mit der Eisach- Garca, (die) — Den Ursprung dieses Flu¬ ßes hat Ambrosius Franco in seinem Bucht fls greenlls castri sunäationo am richtigsten be¬ stimmt. „ Nicht weit von Campüio ( schreibt ,, er) wo einstens ein Hospital für Reisende, „ und Kranke sich befand , heute aber ei« „ Wirthslaus ist , fließt aus dem See Nam- „ binus ein kleiner Bach, den die Anwohner „ an diesem Fluße die 8arcn cnmxiliensm „ nennen ,, Ihr Lauf ist dieser: Von St- Maria di Campilio fließt sie in gerader Linie nach Mavignola: Von hier zum Dorfe Care-, fol, wo sie den Bach, Šarca di Genova ge¬ nannt, zu sich nimmt , streicht die Orte St-L'tt «ia re vorüber, empfängt bcy Cadezzo den Di- Dellofluß, durchstreicht das Thai Randcna em¬ pfängt Key dem Dorfe Pelu co den Bach BcdU- Hinter dem Dorfe Vertsiue, tritt der Fluß Fi- hier wendet sie sich nach Steni-- Z6r , durchstrcicht die Grafschaft Arco, bey St. ^ucia , tritt der Tvblinersee ein , der aus dem ^ientinischcn kömmt, vermischt sich bey ^k. Katharina mit dem Gardsee, laAO äi 8»räo, und kömmt bey Veschiera unter dem 'Manien: Mincio wieder vor, gehet nach Man- , und in den Po. Die Sarca fährt !,thr köstliche Fische, darunter die Capitoucn, Nvthbartc, ( mulli kardati) und Forellen die gesuchtesten sind. Die Sarca hat weder einen schnellen , noch reißenden Lauf. Sill ( die ) ^tius, entspringt im Wipthal etwas der Eis- ^ch gegenüber auf einem Joch , formirt sodann «'Nen Wildsee, fließt nordwärts nach Stein- Matrcy , und Wildau. Hier hat die Sill «chen prächtigen Fall. Man sieht zwischen zwey gtoßeu Fclsenstuckeu ein rauhes Thal, wor- ^us das Wasser ungemein schncu strömt, ss'-stgr-zt mit einem fchqudervollen Brausen ^er hohe Felsen herab, wird ganz kocken- ^r Schaum, und läuft in gerader Line bey der ^genannten Kammerau hinter dtzu Stifte ^-ldau vorüber , hält sich rechts um nach dem Herfe Peadl zu kommen, und verliert sich in sogenannten Reichenau, vormahls 8iglar genannt, in den Inn, Nach Strabo hütt-ndie ^'llund die Etsch einerlei) Ursprung. „ Da wo '-> sich die Wohnpläze^dcr Karner enden (schreibt " ^t)fangen die peninischen Alpen an, aufdcreu Apfel ein stehender See ist , durch welchen '> die.^sara fließt, wenn er zuvor den Ata- " gis (Etsch) einen andern Fluß zu sich ge- " uommcn hat, ins adriatische Meer stürzt. " Aus eben diesem Tee fließt noch ein anderer " Fluß Artesinuss Etsch) dann der Jster, der " ach nachher in so gewaltige Arme theilet, " «nkspringt auf diesem Gebirge,, — Mc lo- Z r eus Z6r mirifioe cvrrsptus exr <;ss3ä nvwisr Knft Wildau schon vor eBy Jahren einen Ka¬ nal anlegcn, und durch denselben das Sill- wasser leiten lassen. Die Ursache war, um die d? gelegenen Mühlen, in welchen die Jnbrus- "kr ihr Getreide mahlen liessen, im stäten Gan- 8° zu erhalten. Es bestand dieser Mahlmüh- w>r wegen, zwischen Jnsbruck, und dem Stifte ordentlicher Vertrag. Bey größerem An¬ wüchse der Volksmenge zu Jnsbruck wurde Mittels dieses Kanals das -Wasser nach dem ^r, genannten Orte geleitet, welches da zwee« fassen den Namen giebt. Sie nennen sich die ^bere, und untere Sillgaffe. 155z wurde un- ^r Kaiser Ferdinand I. eine besondere Eill- ^dnung ausgcfertigt, welche 1592 unter Erz- ^rzog Ferdinand erweitert, und verbessert Worden ist. Sill, mit dem Artikel das, bcdeu- -ft eine Wasserschlcuße, auch öfters die Für- , wodurch das Wasser von den Wiesen ab- wufk; Häher absielen, Wasser ablasscn — Viel- /'cht hat der Fluß, den ich eben beschrieben d^de, vo« der Furche, oder dem Rinnsal)!, wodurch er den Lauf nimmt, seinen Namen, «hl, wie bekannt ist, bedeutete Vormahls °'ncn Bach. Talfer (die) hat nach Gump, .""d Mohr im Gerichte Sarcnthcin ihre Quelle Dürrenholzsee. Sie vermischt sich unter Dorfe Sarnthal mit dem Auerbach, streicht ^yin Schloße Wangen vorüber, und verliert ch bey Bozen in die Eisach. Die Naturprodukte in diesem Lande sind "'")t immer von/gleichem Belange. Vorzüglich ^'chnen sich das Mineralreich, und Thierreich - / ' - an Z 64 «n wichtige n Produkten aus. Der Feldbau , einige Orte ausgenommen, wo durch die Mo* käste, manches Erdreich verloren geht, ist in diesem Lande iM besten Stande. Der Basser weiß jeden Feistngruud tragbar zu machen. stM Getreidebau hat seinen vorzüglichen Siz 'M Vmstgau, im Pusterthal, und im Skerzinger- dtstpikt. „Drr. türkische Weizenban , und del Pienkenbau werden ungemein häufig getrieben. Das sogenannte Tärkenmuß ist die gewöhnst^ Speise des gemeinen. Mannes. Dieses -Was wird von Wasser - und Waismebl zusammen gt' fezr, ei« dickes Koch daraus gemacht, und oben* her mit einer grossen Masse »on Schmalz über¬ gossen. Die Plenke ist eine kleine Wanze > wel¬ che in der .dkeyechigen Gestalt, und .-brcmne» Farbe deurEuchwe-zen gleicht. JhrSänicwir^ ausgcsäet, wenn bau Korn ringcerrttett ist. Alt dem Kreise an der Elsass) ist die Erzielung die* ser Getreibcart am häufigsten. Ans^dem Mrm dieser Keucht wird ebenfalls ein Muß ge¬ macht , und Plentenm.liß genannt. Plente lei¬ tet sich von dem italienischen Worte: kylentrd her. Der Wiesenbau ist in Tyroi sehr bekrässst- ltch. Man weiß hier aber nichts von künstli¬ chen Wiesen, daher der Kleebau sehr unbedeu¬ tend ist, hingegen ßnd die natürlichen Wiests die von unichmeiner Strecke sind, von solche Beschaffenheit, daß ihnen die besten künstliche« Wesen nicht gleich kommen.- Die Natur brimss HM, die besten Kräuter in rhrer Art hervor- Alle Wiesen haben Wasserfurchen, um sie iM nöthigen Falle wässer» zu tonnen. Daß did Alpen dem Viehe die - ergiebigste Weide geben, ist eine bekannte Sache ; ich habe aber die Be¬ merkung gemacht, daß das Vieh mit einer des m Gestalt nach den Alpen kömmt, als solches Solche nach Hause bringt. — D^e Weien wer- den alle stark gedüngt. Der Margeldusg aber ist hirr nicht bekannt. Zu den Hanblungskräu» lern, welchie in Tyrol vorzüglich gevflanjt wer, i'en, gehören der Flachs, und Hans. Der er¬ stere hat seinen vorzüglichen Stz im Oberinn» lhal, und Pusteiryal; die Gerichte aber , wo diesen Ban besonders schrieben wird, sindr das Bericht Petersberg, W«tzcn,Aram, Rattenberg, Kützbühcl, Ehrenberg, Hertenberg, Heimftts, Täufers , Sarcnthcin re. Der beste Flachs wird >n dem AxaWerbezirk erzielt. Der Hanfbau ist »war nicht von dem Belange, wie her Flachst bau, doch wird viel Hanf im Oberinnchgl, und an den wälschen Kpnsinen erzielt. Das Er- -eugniß mag sich jährlich auf 6s bis 70,000 Pf, und die Flachserzielung auf 4 bis 500,000 Pf. belaufen. Der Tabakbau hat seinen Siz an den wälschen Konfinen vorzüglich um Sacv, Azzano, Rovercit rc. Im Lrientinifchen wird ebenfalls viel Tobak erzielt. Ein Hauptprodukt in diesem Lande ist der Weinbau, der vorzüg¬ lich im Etschthal, und an den wälschen Kon- sinen ,u Hause ist. Die gesuchtesten Weine sind: der Küchclberger, bey Meran, der Altpfeiffer, Key ^ana, und der Lettacher bez-Bozen. DerObst- dau ist in diesem Lande ebenfalls von großem Belange, da mit dem Obst, so wie mit Wein ein beträchtlicher Ausfuhrhandel getrieben wird, vorzüglich werden die Paradiesäpfel, Granat- üpfe!, und Marschemzger stark gesucht. Auch ^ie Limonien, Feigeu , Piguolen, Quitten,Po- cherauzen, Mandeln, und die Kastamen finden Auslande guten Msaz, An Waldungen hat Land keinen Mangel; allein die wenige Kul¬ tur , welche man in vorigen Zeiten ihnen ge¬ widmet hat, mußte Holzmanger nach sich zie« hen. M Heu. Die Eiche, Buche , Fichte , Lerche , La'-i- ne, und der Cerrnbaum kommen häufig vor. Das tragbare Erdreich dürfte in ganz: Tyrol sich ans 8, bis 900,000 Joch belaufen, daru»- rek der Wiesewachs den größten Raum ei»' nimmtt' Im Thierreiche kommen vor: Genift^ (in großer Menge) Steinböcke , Hirsche, he, Marder, Murmeltiere , rt. Die Hor»^ Viehzucht wird vorzüglich im Pusterthal sehr stark getrieben. Im Jahre 177S wurden in ganz T>^ rol 54i3?4 Stück Ochsen, Und 170,000 Stüu Kühe gezählt. Die Ziegenzucht ist beträchtliche da'die Häute dieser Lhiere den Urstof zu de» bekannten Lyroler Handschuhen geben. Dir Wolle, welche gewonnen wird, verbraucht der Zandmann selbst, da cr sich seine Jovpe selbst verfertigt. Die Schafzucht wird besonders ii» Burggrafenamk, Binstgau, und Pustcrchat gt- trieben. Dis Zahl der Pferde belief sich 17?" auf 14, ZZ4 Stück s und die Zahl der Esel auf 3,640 Stück. Diele Stuten werden au» diesem Lande nach Italien geliefert. Die Pferds sind von gutem Bäu, und treflich im Zuge. Das Hornvieh ist dem sieyermärkjschen sehr ähnlich- Diese einzige Bemerkung habe ich beyzufügen, baß die Säuberung des Hornviehes hier mäst allgemein sittlich ist. Wie sich der Koth an dis Hauk des Viehes ansetzt, so läßt man es auch dabey bewenden. Die Kühe melken hier die Knechte. Bey der beträchtlichen Menge des Hornviehes läßt sich leicht auf eine ansehnliche Gewinnung an Käse , Butter, und Schmalz schließen. Die Kanarienzucht, welche , so z» sagen, in Tyrvl zu-Hause ist, verdient besott' ders erwähnt zu werden. Man zieht auch i» den übrigen Erblanden Oestreichs viele Ka»a- sien, aber kein Land ist mir, außer Tyrol, in det Monat- ZH-7 ^vriärchie bekannt:, wo der Kanarienvogel eine Handlungöspekuiatton macht. Der Tyrolerhan- mit den Kanarienvögeln bis in die Türkei, auch weiter noch. Er sezt (sie theils um baa- Geld ab, »der macht damit mlt andern Waa- *en Tauschhandel. Die Äanarienzucht hat chren Siz im Oderinuthal in der Gegend um ^Mst. Die Brut wird in Schwaben angckauft. stehen mehrere zusammen in Gesellschaft, ^Vvon einige Las Geld vorschießen, und die an» mit den Vögeln nach fremdem Staaten ges 'len. Nach vollendetem Handelsgeschäfte ,begibt Kan sich nach Hause, und läßt den übrigen den der Ankunft'wissen. Kommen die Händler , so begeben sie sich in das vorhinein be- Amnite Wirthshaus, wo sie von den übrigen Interessenten erwartet werben. Das mitge- vrachte Geld wird auf dem Tische ausgelegt , *!.Kch den bestimmten Theilen vertheilt, und an ^Ne weitere Rechnungslegung denkt Niemand. Mch vollbrachter Theilung begibt man sich in ch^Kirche, und von da in das WirthshauS Wieder zurück , w» ein einfaches zubereitetes --^ahl die ganze Handlung beschließt. Ungcach» der vielen Wässer, welche das Land bene¬ tz , hae eH doch Mangel an Fischen. Indes- kommen doch einige sehr gute vor, darun- vorzüglich gehören: Die Capitonen, Sal- k „ ^3, Huchen, Rukten, Aesche, Renken, Fs- ^»en, und Förchen. Die Bienenzucht ist in „iesem Lande nicht unbekannt. Viele aus de» ,andbauern halten sich Bienenstöcke; allein Ho» l!'g, und Wachs machen noch keine Hanblungs» Spekulation. Sehr wichtig ist in diesem Lande Seidenkultur, die ihren vorzüglichen Siz an wälschen Konfinen im Gebiete Rovereit hat. wem eigentlich in diesem Lande der erste Grund z 68 . Grund zur Gerdenkultur gelegt worden , konnte ich bis jetzt nicht erforschen. - So Viel ist gewiße daß schon im iHcn Jahrhundert ein Filakori- UM, wovon man den Graft» Castelbarco al» Erfinder angibt, vorhanden war« 1582 ka>» Hierickchmüs Gavioli ein 'Handelsmann von Venedig näch Roversit, und ertichtcte da eint Seidcnhandlung. I» der Folge kamen zwee» Brüder Jshaun , und Paul , aus Nürnberg , und haichÄten hier sowohl mit zubereiteter, als gefärbterSskde.' Diese zwcc» Brüder habe» r;8o ein Filatvrinni, welches durchWaffer getkie^ den ward,- errichtet. 1615 errichteten hierrwee» Nürnberger , Volkammer undGnlder eine ne»k Seidenhandlung. 1670 fieng man an, fti»k Gerde zu verfertigen, welche noch heut der Hauptgegensiapb des Handels ist. Man schreibk diese Erfindung einem Manne zu, der vo» Tassanv nach Rovercit kam. 1679 liest M ein neuer Seid enhandlcr in Rovereir nieder¬ er kam aus Nürnberg , und nannte sich Frieds rieh Sdahark. Zu Ende des 17WN Jahrhundert» befanden sich bereits acht ordentliche Seide»' Händler zu NoÄereit, deren Anzahl sich l7^ über 26 erstreckt hak. 1740 wurden in Rove^ reit uz Filatorien mit 29 Bäumen, und Ä? Gängen gezählt. 1782 waren hier 26 FiA torien mit 66 Bäumen, und 692 Gängen. E Stockwerke sind von gleicher Größe. Jedes h»k ioz Spulen die aufrecht, und 128 die senkrecht stehen. Die Näder, welche die Filatorien'" Bewegung sezen, treiben bey den meisten Z»^ zkeich^bie Spulwerke, wo die Seide von einer gewissen Gattung Haspel, die man Corli nrn»k, auf die Spicken gewickelt wird. 1782 wäre» dergleichen Spulen 220, und der Corli warf" 27,500. Auch in Privathäusern wirdviele S"' Z6Y ersielt. Die Kinder - wenn sie sechs Jahre ^it swd, verwendet man zur Epulsrey. 1.782 deiief sich die Zahl der Frauen , und Kinder welche ihren Unterhalt mit Epulerey verdient haben, über 4 ovo Köpsi'« 178^ waren zu -ioverelt drei) Seidenfärberepen. Man ist hier wilder Kunst, den Farben den'lebhaftesten ^lanz «i; geben, besser bekannt / als inVeue- big. Die Roveretaner Seide fand anfänglich bur auf den Märkten in Botzen Absatz ; seit 56 Zähren aber wirb viele znbereikeke Seide un- Mittelbar von Rovereit nach den Erblanven, bnd fremden Staaten, als: Sachsen, Polsrr Schweiz rce debikirt. 1782 belief sich in der dräkür Rovereit die erzielte Seide auf 2,002' Zentner, wovon 500 nach den Erblauden, ^Ud r;oo Centner in fremde Staaten kamen, Außer der Prärür Rovereit wird auch viel Seide ktzielt zu Lelvan , Ivan, Gncsta , im Erschtna? le, Botzen; im Gerichte Petersberg rc. Die Mützer der Prätur Rovereit jährlich erzielte Sei- be beträgt im Bu chschnitte 2,002 Centner. Has Mineralreich M Tyrol ist von besonderen; gelange EL liefert Gold, Silber, Kupfer, ^ley, Ersin, üueckstlder, Salz, Alaun, Sül- ^tcr, GalMey, Vitriol, Marmor, Alabaster, Steinkohlen, Ocher, und Gelsindbrunncn. Ue- ^r das Altertbum, und die Beschaffenheit d s Bergbaues, seiner Rechte , u. s. w, verdient die vortrefliche Vergwerksgeschicht« welche Freye Here vor, Sperges von seinem Baterlanoc 176; Ljche gcstellet hat, nachgelese» zu werdens ^>ch begruige mich, hier nur so viel anzumer- , daß Lnrol an Kupfer, und Eisen sehr Erzhaltig ich Di^Bleyerze sind an einigen Or« Z. P. Naßereit, am Gattbcrg, bep ^chlauderö, u, s. w° ebenfalls silberha'ttg.' A a Die Der Bau des Goldbergwerkes im Aillcrthal ist zwischen Oestreich und Salzburg gctheilt, so wie von dem trientinischen Bergwerke die Hälfte den tyroiischen Landcsfürsten gehört. Die Silbererze brechen in Tyrol mit Kupfer, und Bley, und um Falrcnstein sind sie eisen- schüßig. Der tyrolische Galmey ist seiner be¬ sonderen Güte wegen bekannt Der Salzbau Key Hall zalt ein Alter von bcyläufig 700 Jah¬ ren und wirb fast auf gleiche Art, wie iB Lande ob der Ens getrieben. In Hall sind 4 Salzpfannen , die aber kleiner, ais die Ober- enserschcn sind. Der Mangel des Holzes hat hier die Steinkohlen zur Feuerung nothwcn- Lig gemacht. An Salpeter hat das Land kei¬ nen Mangel. Tyrol hat Marmor nach allea Abänderungen ilbersiüßig. Endlich ist noch bemerken, daß der Bergbau in diesem Lande sehr abgenommen hat. Freyherr von Spergel sezt die Ursache seiner Abnahme: i) in die in¬ nere Beschaffenheit der Erzgebirge selbst, Ä in den großen Mangel an Holz, z) in den un¬ ordentlichen Bauder Alten, 4) daß dieNatui unmittelbar aus dem ersten Ursiof, und nach Len Bestandthetlen kein Erz mehr erzeugt/ und 5) in die Theurung des Bau-und Brenn¬ holzes, der Eßwaaren rc Hier folgt eine tabel¬ larische Uiberstcht der vorzüglichsten in Tpr»- befindlichen Mineralien. Pr»- und 373 Z74 Kupfer- 375 s76 Der Gefundbrnunen , welche in Tyrol vorhanden sind , werden in Freyherrn von Cranz östreichischen Gesundbrunnen sechzig aufgeführk Ich führe gegenwärtig von einigen bloß die Ortean-wosie gelegen. Dieselben sind: Apfal- ter, Aubad, Baumkirche, Brax, Brenner ^Brutz/ Cast> orupt, Egerdach, Fockberg^ Großhof, Jnni- chen, Jünkelbrun, Jungbrun, Kitzbühel, . LaU-: deck, Maystätre, Rätters, RacherOberper- fiuß, Offenloch, Pey , Rabbi . Rohrbühcl, ' Heiligkreuz, Eellrcch , Sarnthal, Seiten, Sterzing, Trasp , Volkers, Ultiner> - „ In „ diesem Lande sind zwar keine Warmbäder; „ (schreibt Freyherr von Cranz) im Gegentheilt ,, aber sind daselbst viele vortrcfliche Sauer- ,, brunnen, die durch ihren angenehmen Salz- „ rcitz, oder heißenden Geist die matten Ein' „ gcweide zu ihrer Thätigkeit wieder zurück „ ruken, und durch ihre starrenden Eisen- „ bestandtheile denselben Kraft geben. — Es ,, gibt auch mehrere Spaawässcr, auch viele /eüjum Baden , und diese sind sehr kräftig, und ' „an 377 ", an Eisen reicht Nähere Aufschlüße über ^>e Naturvroducre Tyrols zu gtben, setze ich Scgenwärtig die Naturprodukte an , welche 1779 in diesem Lande als Konsum» ein -.und ausge- '"hrt worden sind. n) Einfuhr. Z78 Holz, gelbes Hopfen Hühner Indigo . ÄastMÜen . . Knoblauch . . . Knoppern . Kupfer, rohes . Malvasier, Muskat Marmor Mühlstein . . Stück r Oliven, eingemachte . Arch, Wagrnschmier . Derüqrrenhaar ... Pfeffer . * . Pftrds . . Stück 676 Reis ...» Ssfran . . . -. Schmalz, Butter, Unschlitt Schwefel . « . . Epreerey . LmtÜffel . . Baniglia . , . Dreh (Hornvieh) . - - kleines - . Weinstein . . , Wein, Burgunder . - - Florentiner - - erbländifcher . Wetz-und Schleifstein - Feuerstein Wolle, rohe Schinken, Speck Zucker . . . Zwetschgen 1,440. ZZ,;6Z- 76,870- 8,-85' 6,54!' 52,149' 114,825- YOr 27,85"' 6250. 6oo- 7,iZ8- 9,554- 1ZY7- 509,414- 255. 88,281- 8,1.74- 15,523' 582. » 124. Stück 7,z2z . . . . 9,225, . . . . . 4.820. . . 14,535- . . 584- . . 20,144- i. « 25,0^? r, l6i, . 6z,Z12. , . 20,499- . 844-218- . ch 90,365- i») 379 p) Ausfuhr. ^is, Fenchel ^pvthkkerwaare . Ibättme - . Esseir, Stahl, rshes Eisenstaub . Erdfarbe . . Mrbe «ische, Tingeftrlzenr 'frische . Z'schschmalj . Früchte, trockene Sporcogewrchk. Wiener Pfund. . . 3. . . 297. » - 4,945- . . 141,679. . . 924,869. . . Z/22O. . 297.591. ' - r 5,907. . . 17- ° . 7,465- 292. . . 8,66O> "-frische . ... 21,739. " - qcmeine . ° - 284,522. ^almcy ' . . ... 104,257. Getreide (Metzen) . . 16,135 berste, gemeine . . 1,039. gckrentelte . » - 1,825. -Haar, Flachs . . - .3,922. Hirschhorn . 25. gelbes . . - 17,346. Kopsen.-- , . . 2,195. Uhhn, Federvieh, Wildprär Stuck. 254 . . . 494,393. 239,774. 15. 120,759» 460. L72. 86,920, 4,a6H r,447,8 58. Schinte« ^«stanien . . - Knoblauch , §Upftr, rohes . « Marmor ^i'vei, , eingemachte . Fech, Wagenschmier . Ucrde . . Stuck zu Pulver, Schießpulver <> ZS« Schenke, Speck , Schmalz, Butter, Unschlitt . rz.254» Schwefel . . . . 225. Tartüfeln . . . 889- Vieh, Hornvieh. . Stück - 22,^09 . - « - - kleines . < ° 19,831 - - ? Wern . . Eimer » 32,083 - - - Wernstein . . . . 5,950. Wetz-und Schleifsteine . Stück . 410 . . - Wolle, rohe ° . . 4,472° Zwetschgen . ° . 581. Die Grafschaft Tyrol wirb von vielen Geo¬ graphen in 5 Theile abgesondert , als: a.) das eigentliche östreichische Tyrol, b.) in das Brixner Gebiet, c)' in das Tricntiner Gebiet < d) in das Gebiet des teutschen Ordens, und e) in die fürstlich Dictrichsicinische Herrschaft Trasp«. Diese Abtheiluirg gründet sich waht- fchejnlich auf die Verfassung des östreichischeN Kreises) von welchem Brixen, Trient, der teut- sche Orden, und der Besizer der Herrschaft Trasp Stände sind; allein diese Absonderung hält iMiWesentlichenz niemals Sti ch: da vorfte-' hende Gebiete sowohl nach ihrer Lage, als po¬ litischen Verfassung unmittelbare Theile der Graf¬ schaft Tyrol sind, wie ich's in der Folge och jedem Gebiete darkhun werde. Die Anichftäft Charte theilt Tyrol in den nördlichen , »rrd südlichen District. Der nördliche Theil fan.ch westwärts an der Grenze von slntcrengedein an , dehnt sich von hier -nordwärts , uov schließt ostwärts mit der Grenze an Kärnten? Der südliche Theil des nördlichen Distriktes enthält: Lienz, Ombras, Welsberg, Rasen , Michälsönrg, das BriMer Hofgexicht, Salurn, Sa- . Z8t ^arcrrthem - Castelbcll > Marienberg n. w. Da, wo! sich der nördliche Districk ludet , fängt der südliche Theil des Landes an. Erstehende Abkheilung ist der Lage des Lan^ ganz angemessen- Die politische Abkheilung ^yrvls war nicht immer gleich. In den ältern Heiken war das Land nach der ständischen Ver- >6stung in IQ Bezirke abgethcilt. Diese waren! /») das Trientinsr Gebiet, 2.) das Viertl an Crsch, 4.) das Viertl am Eisach, 5.) das Eurggrafenamk, 6 ) das Oberinthal, 7.) das chtterinklwl , 8 ) das Binsigau, y) das Wip- chal, and io.) das Pusterrhal. Nach anderen wird das Land in diese Distrikte abgesondert, Milche sind: 1.) das Unteriurhal,2.) Oberin- 'v«l, -?.) das Land an der Etsch, 4.) das Durg- Lkafenamt, 5.) das Dinstgau 6.) das Wipchal das Pnsterkhai 8.) das Land an Eisach« 9-) der Bezirk Valsugana .und aufdem NvnS an die wälschen Confinien n.) das Brix-- Uer Gebiet, und 12 das Lnentiner Gebiet, -^n Folge Hofdekrets vom l» Juny 1755 wurde ;»rol mit Ausschlüße Bripcn ,und Trient in 6 Arejse abgetheileto Diese waren: 1.) Oberin- Aa l, 2. Unrerin - und Wipthal, z.) an der Isach und an der Etsch, 4t) Vinstgau, und Achygrafenamt ;.)Pusterthcil, und ch) diewäl- lche Confiniem Im Jahr k784 wurde das ^Nd j» fünf Kreise eingechcr-t, und diese sind i^ch: 1.) der Kreis »Unterin thal, und Wip- ^al 2.) der Kreis Oberinkhal, g-) der Kreis L"sterthal und Eisach, 4.) der Kreis an der ^sch Burggrafcnamt und Vinstgau rind- 5.) der «eis an den wälschen Csnsinien. Jeder Kreis b wieder in Landgerichte, und diese in Ge- abgetheilet. Von der kirchlichen , und ^"iiiabcheilung.folgt «m gehörigen Orte die Aus- z8» Auseinanberfttmig. Hier kömmt noch anzuM-et- keu, daß die Vorarlbergischen Herrschaften nur? übermalst mit Tyrol ein Euoernium haben, und daß im Jahr 1786 zu Bregenz für diese Herr¬ schaften ein Kreisamt errichtet worden ist» Auf der Buraklehnexschen Charte kömmt gegen Osten eine, tyrylische Laydkaftl vor- Di^ selbe eo.'hätt 142 Herrschaften , Gerichts,-- und Hofmöi ire , 2 hohe Stifte, n Märkte , 5Deut¬ sche LantksmmenthrtrcyLn , 48 Klöster,, .22/ Pfarren, 1220 Kirchen, ^55 Schlößer , u>«d Rnsize, 854 Dörfer , , 15 Flüße, und 29 bewohn¬ te Thäler. Aus welcher Landtafel Burgkleh- «er diese Angabe entlehnt hat', weiß ich nicht- Ich hatte Gelegenheit/ sehr viele Landtafeln vo« Tyrol von verschiedenen Jahren ctyzusehen / deren keine der Burgklehnsrfchcn Angabe ent¬ spricht. Mohr, in seiner Beschreibung Tyrolsr zieht an : 125 Landgerichte, Herrschaften , Ge¬ richte , und Hofmärkte, 2 hohe Bißlhümerr 8 fremde Bißthümer,, deren JunMtcrion sim in das Land erstrecket,,x teutscher LandeskoM- menthur, und 4 teutsche Häuser, 59 Manns- und Nonncnsiifte, und ,Klöster, 200 Pfarren / 1107 Kirchen, rmd gcweyhte Gotteshäuser M>t Ausschluß der Hauskapellen, 17,Städte, Märkte, gyz Schlößer, mit Jnbegris der be- freyten Häuser , und 1141 Dörfer,und Wer¬ ler mit Ausschlüße der Einöden, (einzeln? Höfe). sr . Die Einwohner sind Deutsch. , Slaven/ und Italiener. Die Zahl der ersteren ist die stärkest«-. Im Jahre 1776 hat man in g«n§ Tyrol 558,421 Seelen gezählt. Darunter wa¬ ren weiblichen Geschlechts 286,524 Seeftn- habe bereits der geringen Sterblichkeit m ^esem Lande erwähnt. Sie giebt überzeugen¬ de Beweise von der gesunden Luft in diesem -ande, und von dem frugalen, und häusli- u)en Leben der Nation. Ihr moralischer Cha- kacter ist der beste. Offenherziges, und auf¬ richtiges Betragen gegen Jedermann ist ein Wesentlicher Charakter der Nation. Gegen Mcrnde ist man sehr leutselig. Man findet in Kfn Wirthshäsern in diesem Lande gute , und Erliche Bedienung. Ein Bcyspiel von einem ^^gezeichneten redlichen Betragen dieser Na- "vn kann ich hier nicht mit Stillschweigen über? Achen. Cs war zu metnvr Zeit- -in Jnsbruck ^ch die Sitte, daß, wenn jemand einen HanS- 'chlüßel, oder Chatulschlüßel verlor; man we- Sen des Wiederfunds desselben unbesorgt seyn durfte. Es brauchte weiter nichts , als sich ü" der ^Franciscaner-Kirchthüre zu verfügen, man ihn aufgehängt fand. Sv redlich der Minder den Schiüßel an die Thüre Hieng; se redlich steß jeder vorübergehende denselben han- ?rn. Die durch die Verfeinerung der Sitten 'U den meisten Ländern zum Bedürfniß gewor- ^kne Lustseuche war selbst in Jnsbruk noch vor §4 Jahren nicht cinmahl dem Namen nach be- ^Nnt. Die erste Epoche der in etwas vcr- ?inerten Sitten in dieser Hauptstadt sezt man A die Zeiten des siebenjährigen preußischen Kriegs.' So sittlich gut der Charakter der ^yroler ist; eben so. auszeichnend ist der Geist Arfer Nation in Wissenschaften, und Künsten, ""eyspiele folgen gegenwärtig in dem Para¬ Graph , di,e Anstalten enthält , welche bis zur Bildung der Jugend , und Erweiterung rr Wissenschaften bestehen. Eine nicht unbe "«chtltche Menge von den Einwohnern Ty. r»l<> Z 84 rols begiebk sich jährlich in fremd? Länder , ivd si? sich durch einige Monarhe mit Arbeiten be¬ schäftigt, oder mit Mauren ihres Landes Han- firt. Daß Mangel der Nahrung die Ursache dieser jährlichen Auswanderung seyn soll, ha¬ be ich mich bis jetzt nicht überzeugen kärinerr« Arbeitsamkeit ist ein Wesentliches dieser Na¬ tron. Auch fehlt es nicht an Mitteln zur Ver¬ mehrung dec Nationalbeschäfkigung. Wie viele Naturprodukte gehen nicht aus dem Lande! Und wie viele Menschen wurden sie nicht Unterhalt geben, wenn man diese Producte inKunstpro- Lucke zu Hause umstaltete! — Es ist aber auch gewiß, daß ein großer Theil der Lyrolcr , wel¬ che sich jährlich in fremde Länder begeben , auch wieder im Winker zuruclkchren, und mit ihre« AngthZngen das Erworbene verzehren. Der¬ gleichen Familien wohnen nicht selten, wie B. in Grsdenkhal, auf einem Zimmer zusam¬ men, Jede Familie hat ihren mit eener Kohle angezeichneten Plaz im Zimmer- Jede hat ei¬ nen Tisch, und eine Bank. Ober dem iTischd hängt nicht selten die Wiege für das unmündige Kind« Die Landessprache in Lyrol ist nach Ver¬ schiedenheit der Lage der Gegenden sehr ver¬ schieden- An den wälschen Cousinen ist so sagen, die italienische Sprache die Herrschende- Nähere Aufschlüße über die Sprache in diesem Laude findet mau im stten Hefte meiner Staats¬ anzeigen. S° 580 — 598° Wenn schon in Tyrol die Geftze der teut- sehen östreichischen Länder gräßtcnrheils ange¬ nommen sind, so wird doch das Kenntniß des Eprzialgeftze dieses Landes jedem / der hier des , eine« 385 kmcr Behörde , od.er in einem Amte sicht , noth- ^cndig, da diese Gcsezc im Ganzen nicht er¬ loschen sind. Zu den Spczialgcsezen dieses Lan, ^es gehören die Landesordnung , die Bayrisch- buchsag (doch diese gilt nur für Kufstein, Ra- tenberg, nnd Kizbühcl) dkc Statuten der Botz- ^er Märkte. (Man fihe, Botzncr -Märkte — inr politischen Codex ) die Ltaniui Drillenrina rc» Ebsn so hak Lyrol seine eigene Aollvrdnung. Die neueste ist vom Jahre 1786. Die Kon- scriptioll wurde 1775 in diesem Lande eiugeführt, ju Anfang des i79vsten Jahrs aber wieder auf¬ gehoben. Zur Handhabung der politischen Angele¬ genheiten besteht in Jnsbruck ein Landesguber- Nium, unter dessen Leitung auch Vorarlberg sieht. Ferner find demselben untergeordnet , die 6 im Lande vorhandenen Kreisämter. Die¬ se find: das.Kreisamt zu Schwa; für dasUn« terinthal; zu Imst für das Obcrinthal, und Binstgau; zu Sr. Laureyz für das Pusterthal; zu Doyen sür dao Land an der Etsch und Eisach; in Rovereit für die wälschen Consinien; und in Bregenz für den Vorarlberg. Die übrige» im Lande gelegenen und dem Landesgubernium Untergeordneten Behörden, und Acmter find: die in Land - und Waldkultursachen angeorbnete Hofcommission , das Salzamtsdirectorat zu Hast, Münzamt zu Hall, das ober - nnd v. oest. Aergwesensdirectorat , das Obcrstbcrq - und Hchmclzwerksfacloramt zu Schwaz, das Obcrstjä- gcrmcistcramt, das Ganitätspersonale, der Hvf- ^Urgpfleger, der Schloßhauptmann in Ombras, Guberntalbauamt, die Gtrassenbaudirection, Umgeldamt, das Dbersthofvostamt, und di« Bö Zoll- Z 86 Zollämter« Im Jahre 1786 waren in ganz rol7 Hauplzollämtcc. Diese waren: das Haupt- zvllamt zu Jnsbruk , Hall, Reitti, Botzen, Jrinichcu, Lienz, und Rovcreik. Der übrigen Zollämter waren 82- Zu Besorgung der Justiz angelegenheicen steht eben die Verfassung , welche in den üb» rigen Erblandcn ist ; es sind nähmlich 2 Justizbehörden in erster Instanz, als eine ade- liche, und eine bürgerliche Eine adelrche Ju¬ stizbehörde besteht unter dem Namen: Landrecht, zu Jnsbruk , und eine adcliche Justizadmini- strazion zu Botzen. Das UniversitätSgericht, und das^ JustizrevisoriumZsinb? auch in dieser Pro¬ vinz erloschen, so wie die Prätur in Rovcreik 1784 aufgehoben, und anderen Stelle ein nach dem bestehendem Justizsysicm regulirtcr Magi¬ strat eingcsctzek worden ist. Der zu Botzen be¬ stehende Mercantilmagistrat wurde ebenfalls re¬ gulier. Nähere Aufschlüße hierüber gibt der politische Codex in dem Leikworte r Botzner Märk¬ te — In Rücksicht der BurgfriebensobrigkeiteN wurde in Folge Hofdecrets vom 27. Septem¬ ber 1782 nur jenen Burgfriedensobrigkerken dir Untersuchung , und Bestrafung kleiner Ver¬ brechen zugestanden, welche die Ausübung ih¬ rer Jurisdiction mit lanvesfürstlichen Privile qien, oder landcsfürstlichen Urbarien bestätiget können, die Einmengungin Criminalsachenaber wird ihnen nicht, sondern bloß den Criminal- geeichten zugelassen. In Folge Hofdecrets voM g. April 178Z wurde zu Schwaz für ganz Ty- rol - und den Vorarlberg ein Bcrggericht aufgt- stellet, und demselben die Berggerichtssubstitu¬ tionen zu Bmlegg , Kizbühel, Ähren, Lienz, Klau- 3^ Klausen, Hergine, Windischmatrey , Imst , Goß- stnsaß, und Slerzing zugetheilet. Das Hof- decret vom iz. Dezember"1784 verordnet, daß dey den sogenannten Dynastien in Tyrol dem ^erjchrspersonaie eine bestimmte Besoldung aus den eingehenden Dynastialtaxen ausgemessen Und von dem Gerichtsherrn Niemand zum dichter, Vicaris, oder Gerichtöschreiber aus¬ genommen werde, der nicht von dem Landrech¬ te in Insbruck, oder der abclichrn Justizad- Uiinistracion zu Botzen geprüft, und wahlfähig befunden worden ist. In Rücksicht der Berg- gerichcssubstitution zu Pergine wurde in Folge Hofdecrets vom 21. Hornung 1785 nachgetra¬ gen, daß, da dieselbe in Folge Verträge für den chemischen. uns trioentimschen Antheil bestimmt ist, dieselbe nur in Bergrechtssachen des dies¬ seitigen Bcrgwerksbezirkes von dem Berggerich- te in Schwaz abzuhängen habe. Als das Land¬ recht zu Jnsbsuck gegründet wurde , wurde durch das Hofdecret vom r Jänner 1784 das Personale des Landrechts also bestimmt, «ähnl¬ ich auf: 5 Räche, 1 Sekretär, l RathSpro- tvkollisten, r Adjunct, i Raitoffizianten, und 2 Gerichtsdicncr. Auch wurden 2 Auscultan- ten zugelasscn. Die in Insbruck bestandene Regierung wird (Hofdrcret vom 18. April 178 Aufgehoben, und hie Appellation in Justi, fa¬ chen für Tyrol und Vorarlberg an das in Kla¬ genfurt aufgestellte Appellationsacricht ange¬ wiesen. Von den vor 202 Jahren m Tyrol destandcrxn Oberbehördcn, werde ich an einem ludern Orte eine Beleuchtung geben. Mit den Landständen hak es nicht ganz die Beschaffenheit / wie in den übrigen in dem öst- B b 2 rerchi-- A88 - G reichischen Kreise gelegenen Ländern, da in Ty' rol d» Bauern den vierten Landsiand macke»- Das landschaftliche Collegium besieht aus den? Landeshauptmann, jetzt zugleich,Landesgonver- neue, aus den Verordneten von den Städte» Meran, Botzen, Jnsbruck, Hall, Skerzing- und aus den abgeorbnetm Vertretern des Bauernstandes, aus den Gerichten nach den Landesvierteln , an der Etsch, Eisach, Oberin- tha!, llnterinthal, Vinstgau, und Pnsterthal- Die Hofßifte Trient, und Brixen, und ihre Domcapitul senden M den Landtagen.Deputire und sind mit der Landschaft vereint. Zu dellt ständischen Personale gehören: das Gcncralei»- nehmeramt, 2 Lanbschaftssecretäre , ein Sy»' dicus, ein Steuersccretär, und 8 Seuereinneh^ mcr, deren einer die Steuer im Unterinthau der andere im Oberin - und Wipthal, der Akt» an der Eisach , derete im Pnsterthal, der 5" an der untern Etsch, der 6te im Burggrafen amt und Vinstgau, der 7-te in den oberen, u»» der 8te in den unteren wälschen Confinicn zu er¬ heben hat. Die Landtage werden von dem La»^ desfürsten ungeordnet, und die Berathschlagu»§ geschieht über die landesfürsiiiche Propositio»/ uud Postulaten. In den ältern Zeiten hatte e» mit den Laubständen in Tyrol eine ganz andere Beschaffenheit. Der Landesherr konnte oh^ der Stünde Bewilligung keine neue Auflage aus- schreiben, noch fodcrn re. DirBischöfe inTrieak/ und Brixen wohnten den" Landtagen nicht selC» in Person bcy. Aufdem Landtage, welchen zog Otto von Meran 12^4, in Jnsbruck geh»^ tcnhat, ersännen Gebhard l. Bischof Trient, und Heinrich IV. Bischof in Brise»- Nach der lyroii,schcn Landesvrdnung ist cigc»l- „ lich o-HN-!-» 389 l'ch kein gewisser Ort zur Haltung derkandta- 8^ bestimmt. „ Die Landtage wollen wir, sagt " der Fürst , in unserem Abwescn un- " terschicdlich halten lassen , nähmlich in " Land an der Etsch zu Meran, oder Botzen, "in Phnthai zu Junsprugg, oder Hall, oder "sonsten zu Eterzingen, oder Brixen „ — ^eure wird der Lanotag in Ins brach gehalten. Als noch das Land in 5. Viertel abgct heilt '^ar , sind nach der Ordnung dicH ständischen Mitglieder, wie sie nach den Vierteln gewohnt baden, erschienen. Die oberen 4 Stände, aus Welchen die tprolische Landschaft zusammengelezk *st, sind: der geistliche Stand, der Ritrer^and, bie Verordneten vo» den Städten, und das Landvolk. Der geistliche Stand enthält die Di- lchöfe zu Trient, uudBripen, die Domkapitul deyder Bisthümer , den Laiidescommenthur des keukschen Ordens, die Prälaten und Abbeeom- wendateurs. Zu dem Rrtterstande gehören jene, Welche der tyrolischcn Landtafel einverieibt sind. Ae folgen in dieser Ordnung : a.) Grafen, b.) 8reyherren, c.) Ritter, und d.) -Adel. Der Bauernstand hat bestimmte Vertreter, welche s'oi, den Gerichten gewählct werden. Nack ver¬ schiedenen von mir eingefehenen tyrolifchen Land- chfelu haben die Bischöfe zu Trient, undBrixcn ^derzeit die erste Stelle behauptet; mit den Ca- b'tuln dieser sbochstifte aber wurde es nicht inr- ^er gleich qehaiten. Auch mit dem Sitze der ^"'älaten war es nicht immer gleich. In Landkafel vom Jahre tu/r erscheinen Aebte in dieser Ordnung: Probst zu, St. ZUchäl, Probst zu Grieß, Probst zu Neustift, l?bt auf St. Marienberg rc. r^r hielt man diese Ordnung: Abt auf St. Marienberg, Abt auf B !' L St. Et Georgenberg rc. Der Lanbescommenthur folgte gewöhnlich nach nein Landcsbauvtwanne ou der Etsch. A -f dem am 4. April i6gZ ZU Unehrlich gehaltenen Landtage wurde die Land-' taf-l abgelesrn, und korrrgirt Die Aebtissmaen zu Sonnebvrg , undMeran erscheinen ebenfalls sowohl in dieser, als in den älteren Landta¬ feln. Noch kommt zu bemerken, daß bcy den Ständen in Ty»ol auch ein Ausschuß besteht- wel¬ cher in l en älteren Zeiten in den großen - und kleinen abgecheilet wordey ist. Die Glieder des Ausschußes sind 7 ans dem geistlichen Stande/ vier ans dem Rit-crftand-' , dann die 5 städti¬ schen Verordnete, und 6 Vertreter des Bauern- fianded-. Die Erbamter, welche in Tyrol heute roch lhcstehen,sirid : der Erblandhosmeister. igyo hat dieses Amt Heinrich von Rotenburg zu Lehe» empfangen, 14-5 Ulrich von Wcißpriach, 14A2 Andreas von Wcißpriach; 147s Jakob Trapp! jetzt bekleidet dieses Amt Caspar Ignaz, Reichs- graf von Trapp, Freyherr zu Btsein , und Kal' ponatz, Herr zu Churburg, Gamp, und Schwannburg, k. k, wirklicher Kämerer. Erd- Landk/mMerer. Seit 1525 die von Clöß; jetzt Joseph Freyherr von Clöß. Erblandmarschav-- 1452 Trautson. 1758 Fürst Johann W'lh-lnt Trautson. Dieses Amt haben die von Traut¬ son also erhalten , daß, wenn sie weder Söhnte noch Töchter hinterlassen, der Genuß des Am¬ tes sammt der V'ste Sprcchenstein, und ande¬ ren Lehen auf die lebenden Schwestern fallt- Jn Rücksicht dieses Marschallamts ist jetzt Lehens träger Carl Graf von Aursberg k. k. wirk^ Kämmerer und Obrister unter Baden Durlack W Z§r w Namen seiner fürstlichen Frau Mutter gebor¬ en Trautson. Das Amt verwaltet Leopold ^tichSgraf von Kinigl rc. Vormahls war cs fftlich, das; jeder, welcher der Landtafel einvcr- ^'l't wurde , schuldig war, sich mit dem -^errn kchlandmattchall der Regalien wegen zu 'ver¬ wichen. Erblandstallmeister 1568 Christoph o^Yhcrr zu Wälschburg, und Primär; jetzt Io- Reichsgraf zu Wolkenstein, und Trostburg- ^fdLandmunöschenk. 1450 Georg von Epaur, Eitk-x ; jetzt Felix Johann Ncpomuck Reichs-" 'staf pon Spaur, Pflaum, und Valör, k. k: Kämmerer, Geheimerath , und Präses der Halbrechte uiJnsbruch. ErdlanLrruchses. 1627 Wit Kinigl, Freyherr zu Ehrenburg, und ^arth; jetzt Leopold Franz Reichsgraf von Kinigl, Freyherr zu Ehrenburg, und Warth, Wer zu Campan, Pfandsinhaber der Herrschaft ^chäiineck, und Michälsburg, des k. Stephans tobens Ritter, k. k. wirft. Kämmerer, iwd Ge- ^i-nerach« Erblanüjagermristtr« 1528 das rit- ?ttljche Geschlecht Schurffeu; :6. - Dsminft ^taf Fieger; jetzt Sigmund Reichsgrafvon Fid- zu Hirschberg, Pfandesinhaber der Herr-' Schaft Rettenberg, und Friedberg. Erbland- w^erkammerer« 1626 die Herren von Brandls, H'eyherren zu Leonbrrrg , und Vorst, jetzt Hcin- 'rch Reichsgraf von Brandts, Freyherr zu Le- ichburg, des ft St. Stephan Ordens-Ritter, 7 k. wttkl, Kämmerer, und Geheimerrath. Erb- wchküchenmeister. Jetzt Philipp Rcichsgraf zu Kftsbcrg - Reitcnau, und Primär k. k. wirkt. Kammerer, und Geheimerath. Erbland »sr- pchacider. r^6F die Freyhcrren von Wolkenstein, Joseph, Rcichsgraf zu Wolkenstein , und '^ostdupu. Erblsndstabelmeister: jetzt Philipp B'b 4 ' Reichs- 292 Reichsgraf zu Welsberg - Reitenau, wie oben« Ervkani>fabkermreister.r6.. Raymund Graf.VdN Coialto; 17..Franz Graf von Sonnberg ; jczt Carl Engelbert Reichsgraf von Eonnberg/ und Zrcyhrrr von Hcinbl- Erbis-ihpostmel-, fier; letzt Joseph Sebastian Maria, Reichsgraf von Thuru, Vale Saxina, und Taxis, Frey- Herr auf Neuhaus., k. k. wirkl. Kämmerer, heimcrrath und Obersthof-und Goneralerbpostme^ fier..in den ober--und V. oesi. Landen. Unter den Kunstproducten Tyrols nimmt die Seidenculrur , deren Fortgang , und Ertrag bereits auseinaudergesetzek worden find, des ersten Plaz ein. Au den übrigen bettöchtlichen Manufakturen, und Fabriken in diesem Lande ge¬ bären, die Messingfabriken zu Achenrein, und Lienz, die Leinwebern), die Fabrikatur in Hand¬ schuhen , Teppichen, rc. Zur näheren Ueberfiöst der Kunstproducte in diesem Lande dürfte nach¬ stehende Tabelle einige Dftnste leisten, Kunst- ZW Bb 5 Hand- 324 Lein-" Q'TSW-ÜO Zy6 397 Sam- .ZdÄ -)99' Weiß- 4SÄ ^unstproducte Gegend. Weißgätber» . Jnsbruck« ' - . . Kizbühel. - - . . . Ratenberg. ^inngießer. . Insbrück. ' - . . . Botzen. . - - . » . Glurns. . - - . . . Meran, Landeslage. Unterinthal. Unterinthal. Unterinthal. Unterinthal. . Etschthal. . Vinstgau. . Burggrafen- Zu den vorstehenden Manufakturen, Fa¬ briken und Kommerzialgewerben kommen noch die Arbeiten in Baumwolle zu Schwatz hinzu iU setzen. In diesem Orte werden in beträcht¬ licher Menge die sogenannten Zoddelmützen , Nämlich Hauben von Wolle, verfertigt. Diese Hauben werden in ganz Tyrol, vorzüglich im stntrrinthal, von dem gemeinen Fraucnvolk sehr häufig, auch imSommer, getragen. Maa trägt dieselben gewöhnlich weiß. Man nennt diese Hauben im gemeinen Leben, Schwatzhau¬ ben. Die Manufaktur in Leppichen hat ihren vorzüglichen Stz im Pusterthai. Mik dieser Waare treiben die Tyroler einen beträchtli¬ chen Hausirhandel in den Erblanden, und sremden Ländern. Verschiedene Fabrrkaturen in Waaren, welche vormahls beträchtlichen Debit sanden, sind heut kaum mehr dem Namen nach bekannt, als da sind ; der Handel mit Messing, knd Degenklingen in Sterzing; die Harnisch¬ schmiede zu Mielau bey Jnsbxuck; die Stück- Iießerey zu Insbruck, rc. Hier folgt eine Kebersicht der sämmtlichen Kunstproducte, wel¬ che 1779 in Tyrol ausgeführt, und durchs eführff C e worden 4-2 worden sind. Dieselbe dürfte hier am rechts Orte stehen: ») 2lusfuhr: Sporcegewicht Pfund, Armaturen ... 40« Baumwolle, gestrickte Maaren . 14,913- g, sponnene . 307- - - Geiß, und Schafpelz. 2,911* Pulver, Schießpulver . . 4,068. Sam- 40Z 4i>4 40Z k) Durchfuhr« Spsrcoflevmcht Pfund Prkz, . . - . 3,6^5- - Geiß , und Schafpelz . 214. Vsrcelain, feines , ' . 3,218- Aosogüo .... IZ,77». Sammet in Kisten . . 62Z4. Seide, venetianische in Ballen . 1,701. ° - aus andern Ländern in Ballen 7824. - - aus Vicenza in Kisten , 75. ' aus andern Ländern in Kisten 1,904. 7, - rohe in Kisten Seidenflor . « 7, - von Bologna Seidenwatte in Ballen . Tridenwaare halbe in Kisten - - - - in Ballen - Floretseidc in Fäßchen Scidcnstsf - . Seife' . Spanisches Rohr . Spitzen, feine ° Zemerne . ^p-eqel -vbak: , Rauchtobar , spanischer Schnupftabak in Blättern' Rappee benetzter Trientiner in Säcken ^hee ^öpftrgcfchirr ^uch-nnd Wollwaare, feine L« - - - gemeine ^artüftl !28j. 1,714« 536. IO- 2,27O. 21Z. 222. ' 752. 163,828. 407- 1,5514- * 78. 2,605. 287,186. 5- 296,369. 19,816. 137,098. 3,709. 4,956. 274. 29,835- 60,4224. 266,866. <4^6 S°°üWü!7G Aus der vorstehenden Uebersicht her Eilp Hahr der Natur.-und Ausfuhr der Kunstpro- ducke zeigt sich zur Genüge, daß das Land im Ganzen die Bilanz weder von Serke des Geldes, noch des Bortheils für sich hat. Dek Hauotgewinnst der ryiolischcn Handlung bestand vonnahis, und besteht noch größtentheils fr dem Zwischenhandel, der aher nur dem Straf- fcngewerbe, emrgen Handelsleuten , und an¬ deren Privatpersonen beträchtlichen Nutzen bringe- Auf die Vermehrung der National heschäftigung hat eine Handlung von dieser Art wenig Einfluß. Has vor 24 Jahren ange¬ nommen« Zollsystem, vermög welchem die Ein¬ fuhr einer Menge von Waaren, die nicht tM Lande verfertiget wurden , verhothen , und ah^ Lcre, die man nicht entbehren konnte , wir HohlM Zolle belegt worden sind , hat auch dem Spebitionshanbei einen starken Stoß gegeben- Drel- «-THMr-S 407 Vielleicht hat man hierdurch mehr die Häfen »u Triest, und Fiume zu begünstigen gesucht, kls daß, wie viele dafür halten, die Absicht die- Zollsystems, die Nationalinbustrie zu bele- denjwar. Im Jahre r7?6 erhielt Tyrol einen ^uenZolltariff. In Folge dessen wurde dervor- ^'tgegangene aufgehoben; und was man von dcm- -rlben beyzubehalren nothwendig fand , wurde Aem gegenwärtigen einverleibt. Durch dieses Iystem erhielt der Spcditionhandei wieder eine Begünstigung. Für lalle Waaren , welche Ulittcl--oder unmittelbar durch Tyrol gehen , Aunn die nach Botzen zum Speculationshaudel bestimmten Waaren , wie auch alle Gattung Aon Leinwand, Tuch, Baumwollen-und anderen Waaren, wird bcy dec Ankunft an der Grenze der Durchfuhrzoll bezahlt. Zur Beför¬ derung des tyrolifchen Waarenzugs, wie auch den -Waarenzug auf der mit Triest, und Fiu- Me verbundenen Strasse zu vergrößern, be¬ zahlen die von Kirnten über Lienz herein, oder hinaus gehenden Waaren nur die Hälfte des Durchfuhrzolles. Dieser Begünstigung genie¬ sten auch alle Waaren, welche aus den teut- scheu Erblanden durch Tyrol mit der vorge- schricbenen zollämtlichen Sicherheit geführt wer- den. Auch steht jedermann, welcher zu Wasser , oder zu Lande von Italien nach Teurschisnd durch Tyrol Waaren "sendet , frey ,^sich der Spedition zu bedienen, oder nicht. Die Waa- reir, deren Einfuhr in Tyrol der Aolltariff ver¬ bietet, sind diese: Bley, und die daraus ver- ftrtigten Waaren, mit Ausnahme der Kinder» lpielssgchcn ,L8fty - und Hafuerglätte, Bleycrze, ^iftn, fremdes, rohes in Gänsen und Flößen, Ait der im Tarifft bemerlicu Ausnahme des ^tescianischeu, und Brucheiftus; Kupfer, rs- E c 4 des- 428 hes, und kupferneFabrikate, Messing, rohes, und messingene, auch tompackene Gußwaarcn» mit Ausnahme der Quinquall-riewaaren , wel¬ che unter dem Artikel Krämerwaren volkom- men, der Uhrglöckchen, und des Kinderspiel- Werkes; Salz, mit Ausnahme desjenigen, wel¬ ches für die trientinifchea Unterthanen in die Thäler kedro , und Bono im bestimmten Be¬ darfeinzufuhren erlaubr ist; Salperer Schie߬ pulver, Zinn und daraus verfertigte Waaren; Weine , gemeine , wälsche, Wcinlager, und Brantwcine; Wein - Bier - und Obstessig. Die Maaren , d.ren Ausfuhr aus Tyrol verbo¬ ten ist, sind,: Asche, g meine , auch Ka- pell--und Zunderasche ; Cisenstaub mit Paß i Eisep , rohes in Gänsen , und Flößen; Hader¬ lumpen ; Hstsenbälge, pngcarbettete Häute, und Felle, rohe; Potasche mit Paß; Salpeter; Schießpulver mit Paß; Bruch» und rohes Sil¬ ber, und Gold; dann ausgebranntes, und ausgezupftes Fodensilber, und Gold; wie auch Mutterpferde ; deren Ausfuhr aber jetzt wie¬ der erlaubt ist. Ans dem Brcscianifchen iß Eisen in Gänsen, und Flößen, wie auch al¬ tes Brecheisen nach Tyrol über Pönale in das Val di Ledro e Sole auf die dortigen Eisen¬ hämmer einzuführcn erlaubt, auch werden bey der Einfuhr tnur 2 Pfennige vom Zentner an Zoll bezahlt. Zn wie fern Tylol mit den Erb¬ londen im Verkehr stehe, kann nachstehende Ta¬ belle einiges Licht geben. Dieselbe zeigt die erbländischen Maaren, welche 1779 in Tyrv» eingrführt worden-sind. Diese wai en : Anis- Sporcoyervicht: Pfund. . 3,250- , 280. . 43 1' > 34. . Zv,4--7, . 2,288. . 1,699. . 8,691. . 12, 157. . 1,H3. . 415-20'. - 14 748. . 5,957' , '2r,li7- * 5,875- 439- - 2. -,337' 7' 257. . 1Z.666. - 634. - 4vL. , IO, 49,349- . t 33. . 1,020. 136,963. 9-552- . 7,4-7- , 29,30. . 1,126. 7-87- Äüse AniS, Fenchel . Apothckecwaare . . Armatur . - ^aumwoLe, gesponnene L"y, -Schrott , ^vmbasrn, feiner ^-nfect . ' Arctcn Alsenwexk, gestahltesrc. , ^iseu, Stahl, roher , ^tscnwaare, Sensen ^-senfeilen . . . ^dern , Bettfedern fische, eingesgljene F-/, .stische . 6'sckbern Früchte, trockene 'frische 7«rn , feines . gemeines - . ^treibe ^Id, und Silber , ^^anterrewaare Z>«s - - ^rste , gekrentlete gemeine ?aar, Flachs , °' Perüquenhaar H°"ig . Apfen ^'ihner, Federvieh Stück 267. ^Ute, feine . - '' gemeine C c 5 4!0 Sporc-gervichi Pfund Die tyrolischen Maaren, deren Einfuhr in Erblande begünstigt ist , sind im Wiener oblttariff vom Jahre 1788 aufgeführt. „ Die Strassen sind, ungeachtet des viele» Einigten , und gebirgigen Bodens, in gutem Stande. Da, wo reißende Flüße cintretcn, >>nd trcflicbe Wasserdämme angeleget. Ma» N/Nilt diese Dämme Achen, und denjenigen, wel¬ ker die Aufsicht darüber führt, Achcninspeklor. Scr stärkcste Waarcnzug ist durch Kärnten nach Die katholische Religion ist auch in diesem ^nde die herrschende. Die kehre Luthers fand Abzüglich im In - und Wipthal, Anhänger. Einige Mönche, die das Kloster verließen- ga- sich vwlc Mühe, unter den Bergarbeitern Hall die Lehre Luthers zu verbreiten. Der Anhang zu dieser Lehr« hat sich bis zum AnS- gang hxA Jahrhunderts erhalten. Der händischen Bischöfe, wie schon gesagt worden sindtnTyroiL, und der fremden Diöcesanen Hier folgt der Kirchsprengel von jedem Bischöfe, als: Der 4i« Der Kirchsprengel des Erzbischofs von bürg verbreitet sich über Ratenberg, Kufst",^ und jenen Theil , der diesseit des Inns liegt, mn einem große» Theil von Lienz. Ueber den strick Kitzbühel übet das Bißthum Chiewst^ die Diöcesanrechte aus. Der Kirchsprengel l'tk Bißthums Augsburg erstreckt sich bloß über 4 A Oberinthal im Gerichte Ehrenberg gelegt Pfarren- Das Bißthuin Freysing hat den zcn jenftiligen District am Inn in Besitz, li»' ^er dem Kirchsprengel desBischofsvon Verona sA hen Aviv, und Drentonico an den wällchen Consta nie». Der Bischof zu Feltre bestzt das Valsaguna' die Herrschaften Primör, Borgo, und Perft"' Der Erzbischof in Laybach hat unter' sich Ambesi zo. Der trientinifche Kirchfprengel verbreit^ sich über das Etschthal, und jenen Theil anb^ wälfchen Consinien, weiche seinen fremden DA cesan erkennen- Die Bripuer Dröces erstrech sich durch das ganze Obermthal, mitAnsnah^ der augsbuegischen Diöcesaurechte; über Wipthal, durch das ganze Unkerinthal, mit A"^ nähme der Salzburgischen, Chiemsceschen, Freysingischen Diö^esanrechte, über den Dist",, an Eisach, und das Pusterthal, mik AusnE yre Lienz. Um den Umfang der bripnerischen, unr tricntlnischen Diccäsen noch mehr zu beleuchten/ folgt hier eine speciele Uibersichtvon der bischo^' che'n Brixncr Diöces vom Jahre 1781. In dicsi sind gelegen: 2 Eollegialkirchen, r Komm'cnd, Les teutscheu Ordens zu Sterzing , 2 Präpostt», reu, als: zu Trazberg, und Ehrcuburg, Dechanteyen. Diese sind: Brixnerdistrickt, Bra»s- eck, Fiaurlwa, Fügen, Laycn, Ennebcrg ' Matrey, Innsbruck, Gillian, Sterzing,"'- '^ams. ga Collegicn, Klöster, und Hospit!t ' 65 Pfarren, und Vicariake. 140 Curatien, u> Erpostkuren, 218 Benefizien, Capellaneyc«' iS?? ^^93 Geistliche, darunter ^048 vom Regularor- de«. . Gegenwärtig folgt eine chronologische Ue^ .^cht sämmtlicher in Tyrol (mit Ausnahme grient, L'öVrftcn) gelegenen Cvllegiatirifte,Pr»bstenen» . stifte, und Klöster. s) Collegiatstiftc ^0. Collegiatstisi zu Jnnicheu vom Herzog Taft sil» III in Bayern gestiftet, s 1785. ^0. Collegiatsiift zu Arco ( Arch ) ^776. Collegtatsttft in Botzen- f 1725» b.) Stifte. Bcnediktinerstift zu Georgenberg, auch Dicht ( Ficht)genannt,bcy Schwaz. ^'20. Prämonstratenftr in Wildau. ^42. Regulirte Chorherren des St. Augustins zu Neusitft. ^45- Regulirte Chorherren des St.Au-nstinB zu Welschmichäl. , ^4xo. Genedicttner zu Marienberg. Dieß Be- nebtckinerstift ward 1090 vom Grafen Ulrich von Trasp zu Schulz gestiftet, und n?s nach Matrtrnberg übersezt. f 1785. nL» 4! 4 ri6o. Regulirte Chorherren des St. Äugusti^ zu Grieß bcy Botzen« fr 785. !27Z. Crstcrcienftr in Stams« f 1788« lZ2§. Carthäuser in Schnals« f. 1782 1562. Jesuiten in Jnsbruck f 177z im st< ten Lebensalter. r;68. Jesuiten in Hall. s. 1771; 1765. Dameostiftzu'Jnsbruch, von der stl. Monarchiun Maria Theresia gestiftet' Die Gelegenheit zu dieser Stiftung g^ der Tod Kaisers Franz 1. Das Zimmer«' im welchem der Monarch selig in dc>s Herrn entschlief, wurde in eine Capers umqeändert , in welcher täglich Mm gelesen wird, und die erwähnten Da* men ihr Gedeih zu verrichten Hadem Die Zahl der Ctiftdamcn wurde aufs^ bestimme, deren jede ihre Ahnen nach dem Bcyspicie des Jvhannirerordens z» erweisen har. Das Stift hat zur Voc- stthtk-stN cine Dcchautinn , und Unter- vechantinn. Die Deci antinn hat den Nav§ n!s wirkliche Gcheimerathsfrau. D't übrigen n Dames sind bev öffentlichen Fcycrlichkeiten unterdie wirklichen Ka>^ merherrmfrauen gctheilk. Diese Dams' sind im schwarzen Mol' gekleidet. tragen ein der linken Seite m einem wett- sen, und schwarzen Bändchen eine von Gold gcschmolrcne Medaille, deren Vor¬ derseite ein Crucifix mit einem Todtt köpf zu beyden Seiten zeigt. Der ttr- vers enthält die Buchstaben 4lZ darüber ist eine Krone; unter den Buchstaben sieht man einen Lorber , und unter diesem die Jahrzabl NOLUXV. Die Uiberschrift lautet: Äst. k koresin!wZ. in memor. 8pon6. opt, cnxit. ftmä. Die Dames sind verbunden, drey Mah! sm Tage den Chor ju besuchen, und das römische Brevier zu bcthen. Das Stiftgebäude ist dicht an der Hof- Lurg gelegen, und hat seine Aussicht gegem die ehemahlige Franziskanerkirche. Im Jahre 1781 am 20- May wurde die Durchlauchtigste Frau Elisabeth , kö¬ nigliche Prinzessinn, und Erzherzogin!? zu Oestreich , als Aebtiffinn dieses adeii- chen Stiftes feyerlich singefttzt. E-u zeitlicher kandesgouverneur ist beständi¬ ger k. k. Commissajr, und Protektor dieses k. auch k. k. Damensstiftes. e) Nonnenfrauenstifte^: ^8. Benedictinernonnrn zu Sonneburg im Pusterthal. f 1785. ^3kv. Clarisserinnen zu Meran, si 1785. ^62, Königliches Frauenstift zu Hall. Dies« Frauen haben sich eigentlich zu dem Or¬ den der Jesuiten bekannt, s 1784. 6) Monchklöster e " s. Capucinerhospitium zu Skerzittg. Minoriten, in Botzen, an deren Platz kamen 416 kome« 1514 reformirte Francisca^ dahin. 1274. Dominikaner in Botzen. 1- 1785. IZ48» Carmeliter, beschuhte zu Lienz, -f 17°^ IZ86. Augustincrercmiten zu Ratenberg. 140z. Carmeliter, beschuhte zu Rvverett. 1507. Reformirte Francisraner in Schwaz. ^514. sirhe 1270- 156z. Reformirte Franciscaner zu Jnsbruck- 1784« 1575. Capuciner zu Novereit. 1785- !585» Capuctner zu Ares. r6oo. Reformirte Franciscaner zu Borgs. rso4. Augustinereremikett zu Seefeld, f i7^ 1614. Serviten in Jnsbruck. f 178z. r6:6. Capuciner zu Meran. 1620° Serviten zu Volkers, f 1785« 1621. Serviten zu Waldrast, s 1785« x6»8. Franciscaner zu Reitti. r6zr. Franciscaner zu Ro bereit. 17857 . l6Z»° ^Z8. Capuciner zu Eppan. f 1785» ^540. Franciscaner zu Kaltern. f 1785» ^644. Capuciner zu Schlanders. ^655. Dominikaner zu Kijbühel. ^664. Reformirle Franciscaner zu Kampi *664. Capuciner in Lana, f 1785° ^679. Capuciner zu Imst. ^8r. Augusiinereremrten zu Kufstein» 16z?. Hieronymikaner auf dem IofephsbcrA bey Meran. 1° 1785 *Eyz. Capucinerhoöpitinm zu Ried» 1781 leb¬ ten hier ein Superior mit 5 Priestern, und einem Layenbruder. s 1785» *697» Capucinerhvspitium zu Malß. f 1785. ^97° Capucinerkloster zu Kizbühel. 1-1785. ^°4» Franciscanerhospitium zu Teifs. 178! lebten hier ein Superior mit 9 Priestern, und einem Layenbruder. ^7» Cvpucinerhospitium zu Trasp. ^7i8» Serviten zu Weißenstein, s 1785» ^7Zz, Capucincrhospitium in Engedrin. Dd I7Z4. 418 ^7S4- Capueincrhospitium zu Münster. NonnmMsteS ; L24o. Nonnenkloster des S". Dominick Lienz, -j- 1241. Nonnenkloster deS St. Dominick zu Steinach- 1' 1267. Nonnenkloster des St- Dominick zu Marienthal im Unterinthal. L522. Augustinerinnen in Schwaz. Dieß Klo¬ ster war rz47 im Hallthale. f r6v7. Nonnek des dritten Ordens zu InS- drnck. 5607° Servrtinnen zu Jnsbruck. f 1646. Salesianrrinnen in Rovcreit« 1648. Augustinerinnen zu Saco. f 1655. Carmelitinnen zu Lizzans. 1672. Clarisserinnen zu Borgo. 1689. Servittnnen bey Arco. 1' 1695. Cölestinerinnen zu Grieß tm Dschkhal.^ 1700» Ursulinerinnen zu Insbruck. >72Z, Clarisserinnen zu Hall, ir «7gs, o-^K-7-O 4t- Nonnen des dritten Ordens zu Kals tern, s t7z6. Augustinerinnen zu Saco. 1* Zu den vorstehenden aufgehobenen Stiftest knd Klöstern gehören noch die Minoritenklöster Zu Brankolin!, und in Rcifniy; die Waldbrü- der; und das Benedictinernonuensiift in Mun¬ ster und Geben. Das k. Nonnenstift in HaT ist in ein Fräulcinstift umgcändert worden, die Zahl dieser Fräulein wurde auf bestimmt, deren jede jährlich 400 fl. genieße. Jede kann ihr Geld wo immer, jedoch in den Crblanben, verzehren» Die Probstey zu Neusiift ist in eins Abbecommende umgeändert worben. Wo, und in welchem Jahre ln Tyrol die ersten öffentlichen Schulen entstanden sind, konnte ich bis jetzt nicht auffinden; so viel ist gewiß, daß im i;ten Jahrhundert eine öffcnt^ liche Schule in Jnsbruck war. kanrbecius im 2ten Buche cowrnerir. Lidl. Vinäol). führt ei¬ nen gewissen Conrad auf, der sich 1411 tltz- istorem 8chvlsrum in Jnsbruck, nannte» Ma^ rimilian t. Gesinnung war, an dem Platze, wo das Franciftanerkloster in Jnsbruck stand, ein Canonicat zu stiften, dessen Bestiminung der Unterricht der Jugend in höheren Wissenschaften hätte werden sollen- Ferdinand t. war anfänglich Sencigt, den Willen Maximilians zu vollzie¬ hen; (Man sehe Ferdinands Testament im 5te« Bande von Schrötters Abhandlung aus dem östrejchischen Staatsrechte S. Z64.) er änderte aber den Entschluß, und stiftete Frantiscaner. ^562 eröffneten die Jesuiten öffentliche Schu¬ rn in Jnsbruck. l6v6 warb da das Gymna- D d 2 sium- 420 siumgebäude angelegt , und 1669 lehrten ste schon die Physik, Metaphysik, und einige Th ei¬ le der Theologie. 1568 begann das Jcsuitcr- gymnasium zu Hall. ' 1679 'ward die Universi¬ tät in Jnsbruck vom Kaiser Leopold gestiftet. Dieselbe bestand anfänglich aus drcy Fucultä- Mi; nähmlich der theologischen, juridischen, und philosophischen. 1675 kam die mcdieimsche hinzu. Bis zum Jahre 1677 waren die Jesui¬ ten die einzigen Lehrer in der Theologie; irr diesem Jahr aber erhielt das Lehramt der heil. Schrift ein Weltpriestcr. Im folgen¬ den Jahre bekam die Polemik ebenfalls ein Wellpriester zu lehren. Diese 2 Lehrämter blieben auch in der Folge bey dem Weltprie¬ sterstande. Bis zum Jahr 1770 befand. sich die Lehre des geistlichen Rechtes bey den Je¬ suiten ; in diesem Jahr aber wurde hier der bekannte kackics Lehrer des geistlichen Rechtes« Auch dieses Lehramt wurde in der Folge stets von einemLayen versehen. Bis zum Jahre 1677 waren die Lchrgegenstäsde, in der philosophi¬ schen Facultät: Logik, Metaphysik, und Phy¬ sik. Nun kam auch die Mathematik Hinz«; i7z; die allgemeine Weltgeschichte, 175z die philosophische Beredsamkeit, und die Lehre der orientalischen Sprachen; 1769 ward das Lehramt der politischen Wissenschaften errich¬ tet. 1089 wurde die Lehre der Anatomie äuge- fangen. 17ZZ sieng die Lehre der Chirurgie öffentlich, an; und 1777 wurde das chemisch Laboratorium unter dem Professor Schwere» ( jetzt in Lemberg) angelegt. Mit diesem wür¬ digen Manne begann in Jnsbruck die Lehre der Chymie. Zur Unterhaltung dieser hohen Schu¬ le hat der erhabene Stifter die Salzwerke zU HM bestimmt. Hier sind die Wort« des k. k° Di- 42 L Diploms: — „ vominnmus, K: 6sclAramu3, '> osmine liberE, ae perpotuo sturgturo 60- »» rs, munisice stonamu« funäum il'i stota/em slstguances 'I^roienlos «vf/rar Staaten eine gleiche Berfas" sung° S^Müü'« 4«3 ^>rg. Aur Unterstützung der Jugend lnr Stu¬ reren wurde, in Rücksicht des Adels, 1765 in Insbruck zur Errichtung eines adelichen Co!- "giums der Grund gelegt. 1775 kam dasselbe Sftnz zu Stande, und ward hiezu ein Theil Jesuiteucollegiums gewidmet. Auch dieses Kollegium ist erloschen. Die Eleven bekommen das Geld auf die Hand, kurz, dieß Collegium ^urde fast ganz auf den Fuß gefegt, auf wel- Amr bas Therestanische Academiehäus in Wien besieht. Auch das Seminarium St. Nicola ist ^loschen, und hie Eleven erhalten ebenfalls Geld auf die Hand. Dieß Haus hatte inr Jahre 1782 ein. Gtiftnngscapital von 18,450 dulden« Der erste Grund zu diesem Hause 'Hrrde durch den Jesuit Nicolaus Lonojns ge-- ^gel. r;75 bewilligte Erzherzog Ferdinand ^ür za arme Schüler, jedem täglich Eine« Kreuzer Brod und einige Speisen aus der Hofkäche zu geben. 1598 befahl Rudolph kür diese go arme Schuler jährlich z6o fi, ^us der Hoftammer dem Hause zu bezahlen. ^615 stiftete Erzherzog Maximilian einen Jähr¬ ig in der Pfarrkirche zu. Jnsbruck, welchem 32 arme Schüler aus diesem Hause heyzuwoh- hatten, wofür dasselbe 120 fl. erhielt. r6o^ giftete Erzherzog Maximilian für 15 arme Stu- irrende jährlich 250 fl.; und Erzherzog Sieg¬ elnd 1621 für 15 andere arme Studierende jährlich iZO. Die akademische Congregation -^tte jährlich an den Universitätsrector 124 fl» »Ur Vertheilung unter arme Studierende abzu- ll^ben. Unter meinem Rectorat im Jahne 1787 '^urde durch die eifervolle Verwendung des ';)errn Grafen von Kinigl, damahligen Di> ^prästd^^ hey dem Landesgubernio aus dem Vermögen des erloschenen Re- D d 4 grl- 424 ' gelhaufes M Stipendium für 12 Studierend^ gestiftet, wovon jeder jährlich 52 fl. auf dir Hand erhält. Das Nonnciiklostek gab, von der Zeit seines Daseyns bis zu seiner Auflösung, «rmen Studierenden täglich das Essen. Das «den angeführte Gemmarium zu St. Nicolaus hat noch jährlich von der Hofkanvner in Na¬ tur erhalten, 26 Stär Weizen , xc>4 Stär Rog¬ gen , und 40 Fuder Holz; dann wurden für Krämien und Austhcilung verschiedener Ge- schenke an die Studierenden 200 fl. verabfolgk- Wenn man aste diese Gelder zu Capital reck)- riet, so beläuft sich das Stipcndiencapital inst den aufgeführcen 18,452 Gulden , auf 58,650 Gulden. Der Betrag der abgeliefertcn Natu¬ ralien zu Äeld gerechnet, ist darunter nicht begriffen. Im Jahre 4750 ward zu Roveredv die noch bestehende Academie der Wissenschaften errichtet. Joseph Valerian Vanetti war ihr Stifter. Dessen Leben erschien im Jahr 1766 in italienischer Sprache stm Druck. In eben dieser Sprache erschienen 175z-die Statuten dieser Acadcmie, und, die Namen ihrer Mit¬ glieder. 1767 wgrde zu Jnsbruck eine pa> rriorische Gesellschaft des Ackerbaues und der Künste nach dem Beyspiele anderer Erbiande errichtet. Die Gesellschaft erhielt jährlich ?oo aus dem Kommercienfund. Von der Universitär und den damit verbundenen gelehrten.An¬ stalten hab ich ein eigenes Werk unter der« Titel; Versuch einer akademischen Gelehrten- geschichte von der k. k. Leopoldinischen Univer¬ sität zu Jnsbruck, geliefert, und bisse Geschichte dem in Jnsbruck 1782 erschienenem Journal, der Literatur-und Statistik cinverlcibt. darf mir schmeicheln, daß diese academiittst Geschichte die einzige (so anstößig dieß Work klingelt 0-üWü-O 42 Z gingen mag) in ihrer Art in den Crblanden Tyrol hat zu allen Zeiten sowohl im wissen- '^'afrlichen als im Kunstfache große Männer M)abt. Einen Theil dieser Männer, die sich in Wissenschaften ausgezeichnet haben, findet j» Tartarotti tyro.ischcn Bibliothek, Hier ein Verzeichgiß von einigen tyrolischen ^chiftstellern, die tycils noch leben', .Heils vor k'nigen Jahren gestorben sind. (Ten denjenigen, "ren Hcamen sich gegenwärtig im Druche ans- ^ckucii, findet man Nachrichten im Gelehrten Ostreich.) Diese sind: Albertini ,> Bonelli, äaber , Gaster , Graser, Jäger, Roller, ^charting, Martini, Menyhin, Michaler, .J'stazzi,'Molinari, Mumclter , Oberrauch, Waki, Platner , Primisser, Resch , Ricci , Acyyer', Roschnrann, Seopoli , Sperfles, ^tcrdlcr, Staffier, Sattler, Steidele, Ster, !'nger , (Pfarrer) Skcrzinger (Vibliothecär Palermo) Sterzinger, Tvdeskini , Unter«? Achter, weinhart, Weitenauer, ^ZaRinyer, aaUinyer, Im Kunstfache haben sich die Ty- ^!cr von jeher ungemein ausgezeichnet, und Land kann in jeder sslasse Muster zeigen, 'uch'r felgt bis jetzt ein blosses Namenregister vorzüglichsten Künstler, welches Tyrol als 'dr Vaterland erkennen. Diese sind: s) 7lr^ chlteeten : Schor, Gabriel de Gabrieli und Mist, h) Bildhauer: Auer , Donner, Hn? ^r, Joh.Bap kcchleitncr, Linz, Mola, Moll, Nadini, Pozzo, Laurenz, Reinhart, Prauu "nd Strubel, c) Elfenbeinarbeiter: Puchs r -avhann, ä) Glasschneider: Pickler, e) Ru ^lersiecher: Zoljcr; f) Mahler: Alberti, Am- Barons, Dcnedcti, Berger, Bnedingcr, s^pello, Degler, Eder, Feistenberger, Ga- "i' (Minigturmahler) Gfall (Hisiorienmahlcr) D d 5 Gland- HS 6 rv-üHN--» Eüandschniag , Graß , Graßmayer, Heftrl, Holzer, Kiniger , Landsknecht, Mühldorfer, Mühldorferin» (Mimaturmahlerinn) Pozzo An¬ dreas, Planer, Renzi, Schlotterer, Scartt- zini (Landschaftmahler) Troyer, Unterberger, Vaterberger, Vinatzer, Waldmann, Zächcrl- und Zauner, x) Metallgießer : Löffler ; b) Gternschncider.° Püchler- -— Auf die Ver¬ fassung des teutschen Schulwesens in diesen? Lande zu kommen, so kömmt vorzüglich j" bemerken, daß ma» hier früher zur Verbess" rung der teutschen Schulen geschritten ist, als in Wien. Der erste Grund hierzu wurde in Jnsbruck im November 1767 gclegct. Gelegenheit hierzu gab der Weltpriestcr Carl Agsthofer, welcher, als er um die Erbauung eines Schulhauses in Stubai bey dem Landes« gubernio in Jnsbruck das Ansuchen machte, von dem Laudeschef Herrn Cassian Grafen von, Enzcnberg de» Auftrag bekam, mit der Bet« Lcsserung des Schulwesens in Jnsbruck den An« fang zu machen. Man theilte ihm im Jahre 1.767 , zur besseren Zustandebringuug dieses erhabenen Werk.s, zwcen Gchülfen in der Person des Phi« kipp Tangi und Georg Demoftr zu» Beyde waren Weltpriestcr. Diese drey Männer arbeiteten durch volle zwcy Jahre mit verein¬ ter Kraft au diesem patriotischen Gebäude- Die Saganische Schulverfassung wurde zun? Grunde gelegec, auch darnach ein Hand¬ buch für Lehrmeister entworfen, und in Druck .gegeben. Die Schule in Jnsbruck nahm an Kindern sehr zu. Agsthofer begab sich auf das offene Land, um da den Anfang zu besseren Schuten zu machen, und Vas Ordinariat zn Wrjz-en gab dem Tangl und Demoser den Welt« Priester Winkler zum Gehülfem Um die Eckm--' per- 427 Ley der Quelle lkcvnen zu lernen, Laven sich d;e Schulpriesier auf eigene Kostest üsn kleinen von der Landesstelle erhalte- y.^Heytrag, zur Bestreitung der Reisekosten, Brestlau. Sic traten die Reise am 5^ 7772 an, und da stc sowohl von dem j„ Brisen, als der Landessielle zu a Svruck Empfehlungsschreiben erhielten , so ^»rden sie in dem Echulscminar zu Breßlau <. 8>'Mein gut ausgenommen. Der bekannt* Probst von Felbiger kam selbst dahin, s' diese Dieberschulmänner zu sprechen, und ^d sich bereit, ihnen über die Saganische n-ulverfaffung die umständlichste Auskunft zu ^,/u. Nach einem Aufenthalt von fünf Wo- ^^en sie die Rückreise über Wie» an, eben sich der tyrolische Landeschef Herr H^f von Enzenbcrg befand. Auf dessen Dor- blieb Tangl in Wien; denn man war damahls beschäftigt , den Westmerischen ^Ndstein zur Verbesserung des teiitschen Schuft .ssens zu legen. Die übrigen dreh Priester .gäbe« sich durch Kärnten in ih,r Vaterland ss'"ck , wo sic am ü. December eingetroffer, 1772 wurde in Jnobruck eine eigene ss^Uldircction aufgesteller, und die Zcichnungs durch den neuen Zcichenmeister Peter vollkommen hergestellet. In eben die- ans am 2g. Juni) starb Agsthofer, und a- l/. September gicng der Laaveschcf Herr >>n """ Enzenbcrg zu seinen 'Vätern. 1774 k s^ärz kam Langt mit dem Character eines N r. Schulcommissiousraths zurück, und über. b»i pje Leitung des hiesigen tcutschen Schul-- d/s 2lu Folge Hofdecrcts vom^ 16. Jnly sg ^vengenannten Jahres wurde die Muster- mie ch Jnsbruck zu einer Normalschule erho¬ ben. 4»S 0-üWü^c- Hen, mit einem Director, z geistlichen und 4 weltlichen Lehrern, 2 Geholfen, und einen> Aei-Henmeistsr versehen. In eben dieses Jährt 'wurde von dem neuen Landeschef Herrn Grases von Heister unter dem Vorsitze des Herrn AloY» von Sarenthein eine Schulconlmistwn niederE setzt. In Rovcredo wurde eine NormaiscbA mir einem Director, in der Person des We>" Priesters Johann Marchetti, 4 Lehrern und eu ncm Schulbedienten astfgesteüt. Im DecemA wurde die Einleitung zurGrstndung einer HauA schule in Hall getroffen, welche mit Ansas^ des r77;ten Jahres eröfnet worden ist. dem eben genannten Jahre im Jänner wurdet in Jnsbruck 2 Trivialschulcn errichtet , l>er^ eine ru - St. Nicolaus unter der Jnbrüek^ und die andere auf der Kohlstatt zu , den Heiligen zu stehen kam. Noch am Ende A i775cen Jahres wurde im Markt Rcitti eül -Hauptschule errichtet. 1777 im December w'E dc die Hauptschule in Meran eröfnet, bey cher ein Lirector und zween weltliche LehA sngcstellet wurden. 1780 am rytcn SeptcivA starb im 48ten Lebensalter der k» k. Gchulco^'' miffronsrach , Herr Philipp Jakob Tangl, dem er durch cilf Jahre als Director der teA schon Schulen in Tyrol, und durch g Dl)', als Catrchet an der Normalschule in Wien A Beyfall gestanden war. In Folge HofdecrA vom i-t November des eben genannten JA res wurde der Lehrer und Catechet Georg Dem)','.» als Oberaufseher lund Direktor an den NA des verstorbenen Tangl gesetzt. In Folge HA dccrcts vorn 2^. September 1730 churde bciA len, daß aus allen Kassernen und ticren im ganzen Lande alle schulfähige 6»') Münder in Sie ihnen nächst gelegenen 42H !">ulen in den bestimmten Schulstunden gc- u>ndt Wersen sollen. Die Normalschule in ^nsbruck erhielt an diesen Kindern im folgen- Znhre einen Zuwachs von 78 Köpfen, Drunter 22 weiblichen Geschlechtes waren. M die Verbreitung der Zeichnung in Jnsbrntk vat sich Herr Graf von Enzenberg (jetzt Vize¬ präsident bey dem Appellationegcricht inKärn- frn) unvergeslich gemacht. Er ließ durch ro "vlle Jahre jenen, welche sich in der Zeich- A>ng besonders hervor getharr haben, nach pvllendetem Evmmercurse Preise austhcilen, "Nd beschenkte die Schule mit vielen vorcrcfli- ">en Zeichnvngsstückcn. Hier folgt eine sum¬ erische Uebersicht des Standes des teutschett Schulwesens im ganzen Lande vom Jahre 1781» 2 Normalfchulen, als: Jnsbruck undRovc- reir. 4 Hauptschulett, Uotzen, Hall, Meran und Schwatz. tz Musterschulen, nähmlich: 7 in Unterisi- und Wipthal, und 6 im Pusterkhal. 478 Erivialschulen, als: rg7 im Unteriü - und Wipthal; 227 im Oberinthal , 62 im Pu- sicrrhal, iZZ an der Etsch und Cisach, und 62 im Vinstgau und VurggrafenaMt. 4 Mädchenschulen'^ als: zu Jnsbruck bey den Ursulinerinnen, zu Meran bey den englischen Fränlen , zu Bstzsn bey den Schwestern des Ztrn Ordens, und zu Kai- tern bey den dasigen Nonnen. Außer den Nonnenschulen «ab es in denr Lärche viele 4Zo Schule» , bey welchen sich eure Lehtrn^ sic nun bcfnuo, deren Bestimmung war, die Mädchen in den Arbeiten ihres schlecl^tes zu unterrichten. Musterschu^ waren im Untcrin - und Wipthal , "Gterz-uz , Trins, Volders , ZMbach' Ratenberg, Kizbühel, und Kufstcm. isi' g-ryzen Lande wurden rhells schulfähig Kinder, kheils solche, welchr wirklich g die Schule giengen , gezählt 51,957 , .u^ zwar: Schulkinder — Schulfähig im Untcrin , Ukd Wipthal. . . . . 8,7äZ — 6,872. im Oberinihal . . . 5,901 — 5,526. im Pusterthai . . . . 4,915 . — 55,428. am Eisach, und Etsch . 4.8 -3 — 5,099. im BurggrafenüMk. " und^Wnstgau . > -or»i — ^,5yy. Sunima . 29,71z — 22,224» Schulen nach degalkcn KehrarL waken zK. 3g Gerichte Breitenbüch wurde» alle Schulz"^ mer auf Kosten der Gemeinde hergestelsil' Welche AKstalten zu Handhabüng der »nnt ren vorzüglich aber der äußeren Sicherheit v> regierenden Landesfürsien in Tyrol getroffen' zeigt vorzüglich das eilfMrige Banblibell. O «e neue Landesvertheidigungsorduung ließ Erz Herzog Maximilian 1604 verfertig?«?, und i>e Lamrt machen. Außer einem Felbobersten har man auch Viertelhauptleute. Der älteste bekannte Feldoberste ist Dom Jahr 1497, Hg» Beit von Wolkenstein. Im Jahre 1745 c«ne Grsf Ep a ur. GiUp- Ginccre. Marquierc Migazzi. ^ns eigene regulirte Landmillz ausgcstellet- Die -uhaber dieses Regiments waren nach der Zett- ! lolge: -745- r/48- r7Al. 1751» 1764. > -786. Keyherr von Neugebauer. Die Uni- >urm dieses Regiments , welches die Regiments- Kummer 46 führt, ist weiß mit dunkelbraune« Aufschlägen, und die Knöpfe stirb von gelbe«? Metalle. Der Stab liegt in Insbrrrck." Zum Äerbbezirke hat dieß Regiment das Land, irr es gelegen, uüd den Vorarlberg. Bis zum Äahre 1782 waren im Lande 6 Festungen ge- 'rgen, als: Kufstein, Ehrenberg, Kofel, Ra-- ienberg, Rovcreit, und Schärniz: jetzt besteht ^ue noch , die fünf lezteren sind eingegangen, /o>6 zum Jahre 1786 hatte Has Land ein eige- Ueg Generalmilizkommando, dem noch die Be» !Mung der Milizangelegenheiten in den Vor- senden zugetheilt war. Dieses Generalkomman- wurde in dem eben genannten Jahre nach T^äz jn Steyermark verftzt. Das Regiment j„ Jnsbruck sein eigenes Institut für 46 «oldatenkinder, und ein Milizspital. Außer die- ikm Regimente besteht noch in diesem Lande die ^kannte Scharfschützenkompagnie. Die Zeit ihrer Men eigentlichen Errichtung ist mir bis jezt bekannt. Die Uniform ist hechtgrau mit M«« Kragen, Westen, und Aufschlägen. Die MijierS tragen gvünsWesten mir gdllrentki Ttkf- . ter 43 2 srn bcsezt. Welche trcfliche Schützen die Ty^'' ier sind , und wie selten sie den Mann verftlb leN, nach dem sie zielen, ist heut nichts u»^' kannres. Das Stiftungs-und Armenwescn wird au^ in diesem Lünde nach dem Jose pH misch en stcm gebandhabek. Unter den tenkschen Erblaß den dürfte Tyroi das einzige Land seyn, ch^s dit wenigsten Spitäler zählt. Nach eiN^ von der Lanoesduchhalterey in Jnsbruck lb'' machten Auswurfe waren im Jahre 1780 . ganzen Lande, mit Ausnahme Trient, lind B/rf xcn , 46 Spitäler, und 5 Siechenhäuscr. Di^ sämtlichen Häuter hakten an angelegten Kapital en 527,2^9 si. 22 kr. Diese gaben Zinsen 20,97t e' 11 kr. Die übrigen Einkünfte betrugen 43,1/7 ff. ry kr. Eie bestanden in Grundzinsen, 2D standzinsen , Beyträgen vom Acrario, DcP^>' taten, anderen Zuflüßen , und Realitäten, D , Grundzinsen betrugen 8,703 ff. 4s kr. ; die 2D standzinftu 5,785 st. Ztr.; die Schäftrey fl. 20 kr.; der Beytrag vom Aerari» i,ooo an Deputaten /ftgg ff. :i' kr.; von bearbei¬ ten Realitäten 18,775 ff» 44 kr, Die Auss^ den betrugen, 264,583 ff. t^^kr. Hiervon'w"-' den erhalten : 49 Verwalter, 121 Pfrundler? 2:1 Pfründlcrinnen, zo Knaben; 15 Madchs^ rrnd 42 Personen zur Bedienung sämtlchu Psründler. Die Unterhaltung der Verwalt betrüg z,69a fl. Za kr; der Dienstbothcn 1,51/7/ 44 kr. ,der sämtlichen Psründler 15,554 st- ki., ihre Kleidung 1,948 fl. 52 kr. Die au wärtige Krankcnverpflcgung kam auf io,o^^ 24 kr. zu stehen. Die Besorgung der Realka ten »betrug; 15,307 ff« 57« kr. an' Almosen a»k, V 432 Aen Spitälern 4,5^4 st- 54 kr. für Holz, und ^>cht für die Pfründler gir fl. ;r kr. ErgLn- i"ngcn zu diesen Angaben hoffe ich bey einer an- veren Gclegbnheit geben zu können- In Trient wurde das Münzrechc am ersten ansgeübet. r iZ2 ga» Kaiser Friedrich dem Bi- 'chof in Trient die Erlaubniß, eine Münzord- ^ung,mrt Ausschluß des dortigen Burgermei- sters, zu machen. Im i4ten Achthundert war vine Münzstätte in Meran. Eine Mcranische Münzordnung vom Jahre lgi2 wird in dem rrzhcrzoglichen Hausarchiv zu Jnsbruck auf- bewahrt. In dieser Münzstätte wurden die so Zenannten Erschlreuzer g'emünzet. Um die Mit- te des i^tcn Jahrhunderts wurde die Münzstätte in Hall für die^so. genannte -grobe Münze an¬ gelegt. Man rühmt' an Erzherzog Siegmund, daß er unter allen deutschen Fürste» seiner Zeit bas beste Geld gemünzet habe. Der Münzfuß in Tyrol ist von dem gewöhnlichen in den teut- schtn Erblandcn nm s vom Hundert unterschie¬ den. Ein Zwanzigerstück gilt daher in diesem Lande s4 Kreuzer. Das, Maß , und Gewicht stnd mit dem untcrenserischen auf gleichem Fuß. Nur in Rücksicht der Benennung ist einiger Un¬ terschied , z. Bst was man im Lande unter der Ens eine Metze nennt, hat in Tyrol den Na¬ chen : Star , von dem italienischen Wort strra. Ein Star hält eine halbe Wiener Metze. In einige» Gegenden rechnet man nach Muth. Man rechnet auch nach Vierlingen. Man sehe Aus- tzlctchungstabellrn über die chcvor in Tyrol zum VLeinmaaß gebrauchten Urn , und den nunmehr vingeführten Wiener - Eimer , wie auch über veren beyderseitize Maße. Verfasset vou dem E e Nrie- 43-l Priester Ignaz von Weinhart — gr. Fok. In^ bruck 173 l. Nun zu den in den verschiedenen Landesvicr- teln gelegenen Gerichten, Crädten , Märkten I. Inrhal. Dasselbe fängt bey der Fänstermünz ane und dehnt sich bis zum Dürfe Ekchelwang, rv» sich der Inn nach Bayern begibt. Dietz Viertel' welches in bas obere und untere abgetheilet wird , grenzt westwärts an das Vinsigau, nord¬ wärts an den Inn , nordostwärts an Saizburg- und südwärts an das Wipthal. Die Länge die¬ ses Viertels beträgt 26 teulfche Meilen. I>r diesem Thale sind gelegen: Achensee, ein bekannter See im Gerichte Rothenburg im Untercnthal. Der See führt Ränken, Aesche rc. Achenrern , eine Meffingfabrik am Bran- benbergerachcnbach, im Landgericht Ratenberg iK Unterinkhal. Achenchal , ein großes Pfarrdorf am M chensee im Gerichte Rothenburg. Man zählt hier bey 1202 Seelen. Aschau , «in Gerichtwovon der Markt Neitti Bcsizer ist, im Oberinkhal. In dieselS Gerichte sind gelegen: 14 Berge, -r Bäche, t5 Alpen, 2 große Dörfer, z kleine Dörfer, 8 Weiler, i verödetes Schloß. Es grenzt akk die Borlandc , Ehrenberg, und Vils. A-mrnch ,, § cin Gericht, wovon dasNonnen- Mer zu Chiemsee Inhaber ist, unterhalb Ins- j,-« Unterinthal. In diesem Gerichte sind -Dörfer, darunter 2 großrerstreute und über ^0 Häuser gelegen. Der Seelen werden über gezählt. In diesem Gerichte ist auch er^rain, jn welchem das bekannte Frauenbad gelegen. Im Gerichte Axam ist der siest« Biachsdau in ganz Tyrol. Bripleck, ein kleines Dorfam Inn im Land- ^richte Ratenbcrg Key der Stadt gleiches Na- »ens. In diesen Dorfe befindet sich ein Haupt- '"»Mcljhürtenamt, bcy welchem ein Oberhütren- ^Walker, Hürtenanitscaffier, der zugleich Pro- ^nkverwalter ist, einHütrenschretber, ein Ober-^ Kodierer, und S«lberbrenner, und ei« Gegen- Probierer stehen. Ehrenberg, ein Gericht an der Grenze von Schwaben im Oberinkhal. In diesem Gerich- wovon die Gemeinde Ehrenberg Inhaber " - sind: ? Markt, i grcß zerstreutes Dorf, 3 große Dörfer, ig kleine Dörfer, ;/ Weiler, einzelne Höfe, 57 Äipen, 127 Berge, r ^ergevcrk, 4 Grenzpäße, 5 Pfarren, 6 Kir- n, Wallfahrtsorte, n Thäler, , Fluß, ferner, 4 Seen, 52 Bäche, r Schmelzhsttte, Waldzmgen, i Gesundbrunnen, 2 Postrou- /u, 4,zzo Häuser, und 22,900 Seelen. Die ^Mden Grenzen dieses Gerichts sind Schwaden, "d Bayern; die Landgrenzen hingegen die Te- ^'chte Mls, Pctersberg, Imst, und Aschau. dieses Gericht erstrecket sich die Augsburgi- Diöces. Die Dörfer Lermoos, Biberbier, drwalb, und Berwang gehören in die Brip-- Diöces, und enthalten z,goc> Seelen. Die E e 2 Gegend 4F6 Gegend in diesem Gerichte ist sehr rauh, «nb trächtig an Waldungen. Vorzüglich sind dit Thäler Erwald, und Nmerwald reich an Holz. In dem leztcren Walde entspringt die Amer , und fließt nordwärts nach Bayern. Falkerflein, ein berühmtes Bergwerk bcy Schwaz im Gerichte gleiches Namens. Mot setzt die Auffindung dieses Bergwerkes in das Jahr 1420, und 1429 soll der erste Aufschlag ge' schehen seyn. Freundsbery, ein verödetes Schloß ober, halb Schwaz mit einem Landgerichte. Uncer der Regierung Erzherzogs Siegmund wurden das Schloß, und die Herrschaft, mittels eines Tau¬ sches , landesfürstlich. Die von Freundsberg er' hielten dafür das Stadt-und Landgericht Ster- jing im Wipthal und das Gericht St. Peters- berg im Oberjnthal zu Mannslehen. In die¬ sem Landgerichte ist 1 Burgfrieden, nähmlicll Trazberg,mit einem einzelnen Hofe, i Alpe, und 1 Pfarr; ferner sind in "diesem Landgerich¬ te gelegen : i groß zerstreutes Dorf, z große Dörfer , 1 kleines Dorf ; iz Weiler - r Schloß , x Ebclsitze, 2 einzelne Höfe, 28 Al¬ pen , 48 Berge, zo Bäche, i See, 4 Bergwer¬ ke , 5 Waldungen , 9 besondere Gegenden, und Thäler, 1 Kloster, 2 Pfarren, 2 Wall^chrts- vrte, i Postrvntc, 1512 Häuser, und Seelen. Die Gerichtsgrenzcn sind Roten¬ burg, Trazberg, Fiegcn, Kropfsberg, Rctett- berg, und Tauer. GcorFenbery, auch Vicht ( Ficht) genannt, ein Benebi tinerstift am Jun , im Landgerichte Freunds berg in der Brizmcr Diöces. Ilm da» Jahr fügte es sich, baß ein Prister, mit Namen Manien Ratoldus, von Aibling aus Oberbayern, ' die hier gelegene Gegend kam, um nach Arc Einsredler zu ie:>cn; allein die Luft wollte nicht behagen; er begab sich daher in sein ^teriand zurück, kam aber wieder , und , "hite zu seiner Eremitage einen Ort , auf Berg, bey dem Kloster Stams auf der Pürg ^Uannt. Hier ließ er für sich eine Wohnung. ,^ucn; allein er stand während des Baues da- ab, n id ließ gerade an dem Orte, wo das ^gebrannte Kloster sieht , die Wohnung, mit ei- Capelle Herstellen. Er b>kam in der Fol- vn den Rittern von Schüttres , Freundsberg, Md Sachen Gesellschafter, deren jeder für sich eigene Wohnung bauen ließ. Der Bischof ^gibertns rn Brixcn ließ diese Eremitage anfäng- "ch Mit einer Mauer umgeben, und 11^6 über¬ eile Mr die Benedictincr aus Wildau hierher, ftzte Eberhard von Aibling als Äbten ein. brannte das Klosiergebäude durch ein in dem ^«hc gelegenen Walde entstandenes Feuer,vollkoni- ab. Die Stiftgeisilichen erhielten daher landesfürstliche Erlaubniß, am Fuße des Äichtsbergs ein neues Klosiergebäude aufzufüh- Der Name Georgenberg kömmt wahr- lcheinjjch v„n der Capelle, zum St. Georg ge- n Stifte kam , z Speisen , 2 Leib Brod , und ei« Becher Wein abgereicht. 1782 haben hier , nebst dem Prälaten, und einem Prior, 26 Priester, rrnd 4 Layenbrüder gelebt. lieber den Ursprung dieses Stiftes findet man eine nähere Beleuch- tung in dem Löchelchen , welches den Tic«! führt: Ein Täftl des Ansa.ms, des würdigen Closier , und Äprie aufsantGörgenberg (Vicht) im Innthal, und Brixner Bistum gko ,48^ Die Reihe der Aebte bis zum Jahre r6,.. is Drandis — Ehrenkränji. ^«ll, eine landesfärstliche Stadt, am Inn» mit dem Weiler Heiligenkreuj, im Unterinchal, Dieselbe grenzt an das Gericht Tauer, und Land- gericht Sonnenburg, underhielti og vom Her- zog Otto in Kärnten verschiedene Privilegien- 1^42 wurde bas hier gelegene Spital zum'heil' Geist gcbauet. Seine Capitalien beliefen sich tm Jahre :78a auf r?,8oo fl. die Grund-und Bestandzinsev betrugen igrifl. 27 kr. an ver¬ schiedenen Zuflüßen 1664 fi. 2) kr. , an Reali- tätenerlrägniß 5,468 fl. 14 kr. Summe sämt¬ licher Einkünfte 8996 fl. 24» kr. Die Ausgabe«? beliefen sich auf ic>,6< 8 fi. ?c> kr. Davon wur¬ den unterhalten, ein Spitalverwalter, 8Pftünd- «er, z Pfründnerincn, und z wcib'iche Dienst' bothcn rum Dienste der Pfründner, wur¬ de die Salzpfanne von Tauer hierher gesetzft- IZ52 wurde der Grund zu der hier befindlich^ Pfarrkirche St. Nicolaus geleget. 1567 b"' Erzherzog Ferdinand de» Grundstein zu den» k. 4ZY E. trud jez? erloschenen Stift gelegt. Dasselbe in ein adeliches weltliches Fräuleinstikr umge- «adert worben. 1567 wurde die Münzstätte. Welche vormahls da, wo dos Stift stand, in die Furg Hascck übersetzt. Das Stadtwapen be stchk in einem rothen Felde, im welchem man «ine weisse Galzkuffe mit gelben Reissen sieht Kaiser Maximilian hat dem Waven 2 gekrönte ^e!be Löwen, welche den Küssen in ihren Klauen kalken, beygelegek. Die Jesuiten hakten hrer wie schon gesagt worden, ein Collegium, und «in Gymnasium. Oberhalb der Stadt in der '-aureralpe liegt der bekannte Salzberg. In Hall ist das Salzamtsdirectorat , und das Münz- ElUt gelegen. Bey dem ersteren stehen ein Salz- ^irector,-welcher zugleich die Dircction über das Münzamt führt; ferner ein Hauptcassier «in Salzberg - und Bauamtsinsxector, ein Pfannhaus - und Salzabgebcramtsinspector, Und ein Oberwaldmeister. Diese 4 Beamten sind »Ugleich Ealzamtsräthe; weiter das Actuariat, Mio die Registratur, Buchhaltere y, Hauptcasse, Dbersalzfactorey, Ealzvcrfilberamt, Danver- ^alkrramt, Getreide-und Schmalzverlegcramt ^crgmeisterschaft, Waldmeisteramtspersonale. Dasselbe besteht aus einem Oberwaldmeister. Und 7 Unterwaldmeistern. Das Hol; wird aus Waldungen im Oberin-und Unterinthal, bey Hmst, Laudeck, Pfunds, Naudersberg, Telfs, Ahrenberg, und den Waldungen im Stanzer.- ^d Paznauerthal, mittels des Innflußes nach Hast geflößet. Salzfactore find zu Botzen , und reiftrs, Zirl, Telfs, Naffereit, Lermoos, Reit- ^i. Vils, Nesselwangle, Simmerberg, Bregenz, Und Trient. In Bbtzen ist die Hauptspeditions ^ctvrcy gelegen. Salzmagazine sind zu St. ^urenz, Lienz, Kastengsiatt, Brixleck, Jenbach, E e 4 Neu- Neumarkt, und Borgo di Valsugana. Bey der« Münzamt stehen ein Münzmeister, ein Mü»i- warben» , der zugleich »789 Münzmeister- amtsprovisor, und Caffcverwalter war, eM Castier , und Zeugschaffer , ein Obermünzqraveur-' Zu den Münzarbcitern gehören: ein Werkmei¬ ster, Schmiedmeiiier , Schlöß rmeister , Schmelzer rc: Von hier fährt wöchentlich die sogenannte Wasserordinäri nach Wien. Hal» zählt bey 400 Häuser, und über 4000 Seelcn- Die hier gelegenen Nonnenklöster sind alle er¬ loschen. Bey der hiesigen Pfannhcmsverwal- Lung sind verschiedene Stiftcapitalien auf Zinse angcleget; so B- hatte das in Jnsbruck ge¬ legene sogenannte Regelhaus hier 158,802 st- anliegend; die Jesuiten in Hall 28,500 fl. die Augustinerin Seefeld 12,288 st. dask. Nonnen- stift in Hall 54,802 fl. w. Auch hatte die Pfann- Verwaltung für verschiedene von dem Erzhause gemachte Stiftungen an Kirchen, Klöster , Spi¬ täler rc jährlich Z,668fl. 41 kr. zu bezahlen. ^ertenbery, ein gräflich fliegerisches Ge¬ richt, grenzt nordwärts an die bayersche Hof- mark Wcrderfels , ostwärts an das Gericht Tau¬ er , und Landgericht Sonnenburg, südwär/ö an das Gericht Wildau , westwärts an das Ge- , richt Srams, und Petersberg. Das Gericht Hertenberg enthält den Burgfrieden Fragen- stein, mit einem verödeten Schloße, 2 zer¬ streute Dörfer, 9 große Dörfer, 4 kleine Dör¬ fer, ZZ Weiler, 4 Schlößer, darunter 2 ver¬ ödete, i Edelsiy , 2 einzelne Höfe, 2 Klöster- Seefeld , und Telfts, 2 Wallfahrtsorte , ? Pfarren, 7 Kirchen, 25 Alpen , 45 Berge, 5 Seen , 2 Flüße , 17 Bäche, 2 Postroutcn- ro Thäler, und besondere Gegenden, 6 Wal¬ dung esi 44r Zungen, 7 Wiesen, 2 Gränzpässe , H75 Däuser-, und 8,500 Seelen. Die z in diesem ^richte gelegenen Pfarren, welche bey 5,92a ^celen zählen, gehören in die Bripucr Diöces, wachs wird in diesem Gerichte mehr erzielt, As Hanf; und die Zahl der hier befindlichen Weder in Leinen beläuft sich auf 90 Köpfe, .--.4, Imst, ein gräflich Ferrarisches Landgericht "U Oberntthal. Die Gerichtsgrenren sindEH- renhprg , Petersberg , der Burgfrieden Rofen , Ac Gerichte Laudeck, und Laudeck. In diesem Gerichte sind gelegen: i Markt, 4großeDör- , 8 kleine Dörfer, 45 Weiler, 4 Schlößer, 2 verödete Schlößer, 2 Edelsitze , 12 einzelne vöfc, zg Alpen, 6a Berge, 5 Vleybergrverke, As: Fcjgcnstcin , Fernstcin , Dirschentritt, Sk¬ očit, und Reisenschuh, z Ferner, 2 Flöße, 4 Eeen, 41 Bäche, 1 Postroute, 12 Thäler, §2 Pfarren, 2 Kirche» , und r Wallfahrtsort , Arao Häuser, und 8,a8o Seelen. Im Markte wnst ist eine Kaktunmanufactur gelegen. In diesem Gerichte sind bey 452 Weber in Leinen, Und iv Sensenschmicde angesessen. Außer ei- !?er Mustcrschule waren im Jahre 1781 in die- lein Gerichte 17 Trivialschulen vorhanden. Die Herrschaft sammt dem Schloß Imst hat Erz- '^"zog Ferdinand 1189 «in 41,784 st- rr kr. 3 Vierer an Georg Fieger von Hirschberg ver¬ duft. Im Markte Imst ist das Kreisamt des ^ertels^Obcrinthal gelegen. iZkZ unter Kat- ur Ferdinand wurde die hier gelegene Land- 'Aasse, welche bey Siegmundsburg über den al- Ferner mit vieler Beschwerde, und Gefahr Aihrte, in dec Ebene angeleget , und dehnt uch nni, von Siegmundsburg am Fuße dcsFer- nach Hintersam, und Lack ( Hier fängt E e 5 sich- sich bas Gericht Ehrenberg an) von hier na^ -em Blindste, Achen, ( Hier ist eine Schwelst Hütte) Biberbier, Lermoos, ( Hier ist ein Polst wechsel) Büheibach, Heiterwang ( Hier ist ew Postwechftl ) Ehrenbergschanz , Brcttenwang^ s^Hter theilt sich die Straffe, nordwärts fulst ste durch Reitti nach Füssen , und westwärts -ehnt sie sich über den Lech nach Vils;) Dos -er Nordsttre ist St. Ulrich und an der Strast se nach Vils, Vilseck der letzte Ort in Tyrost Insbru-k (Oeoixons) eine landesfürstlichst und die Hauptstadt der Grafschaft Tyrol. Sst liegt am Fluße Inn im unteren Inthal, Meile von Wien, 44 von Mantua , 41 vv« Klagenfurt, ?8 von Verona , 32 von Ryvereit, z>8 von Trient, 26 von Bregenz , sr von S» Insbruck. 145z wurde dieselbe zu einer Pfa" erho^ 44?. Avben ; und nach verschiedenen zwischen dem zu Wildau , und der Stadt Insbruck ^herrschten Streitigkeiten kam es endlich dahin, '-atz die Kirche zu St. Jacob 1^42 zu einer ^deutlichen Pfarre, ganz abgesondert von Wil- , erklärt worden ist. ,Die Stadt selbst ist von kleinem Umfange. Die merkwürdigsten Mauser, welche sie in sich fastt , sind : s.) ein ^h"l brr Hofburg, deren Aussicht in die Hof» -^sse ist , d.) bas Haus zum goldenen Dach, dva Friedrich mit der leeren Tasche gebaute l Der Erker dieses Gebäudes -ist mit iw Feuer ^tgoldeten Kupfer,platten gedeckt) und c.) das ^akhhans- Einige Häuter ruhen auf Schmid-- ^gen, darunter man dey feuchtem Wetter chckcri gehen kann. Jetzt sind in Insbruck ^>ey Pfarren gelegen ; nämlich in der Atadt zu St. Jacob, die Hauprpfarr, und "'e Pfarr zu' St. Kreuz in der ssgcnann- ^n Neustadt. Maxmilian I. welcher im -ö^hre 1494 sein zweytes Ehebündmß mit Blan- , Herzoginn zu Mayland in Insbruck be- ^ng , erbaute' zu seiner Residenz den fogenann- Neuenhof mit dem Wapenlhurm: Dieser ?^ue Hof ist ,jetzt unter dem Namen:k. k. Vur§ 'kkaynt. Dieselbe besteht aus 2 Geschossen , Addon das erstere ein zeitlicher kandeschef von ?vrol bewohnt. Im zwryten Gescl>offe sind Wohnzimmer der Durchlauchtigsten Frau L^au, Elisabeth , königlichen Princcffinn, und ^tzherzoginn zu Destrcich, und Acbrissian des *?elichen Damesstifts. Die Hofzimmer haben Aussicht auf den Rennplatz. Sehmswür-r ist in diesem Geschosse der prachtvoste Saal, Locher zu den erzherzvglich n Zimmern führt. Arfr Plafond desselben ist von dem bekannten '^aulpertsch gewählt. Dec Angeber der dar¬ auf 444 auf befindlichen allegorischen Stucke ist bet Freyherr von Eperges. An di- Hofzr:..M-t reiht sich das Cabinct, in welchem Kaiser Franl I. zu seinen Vätern gicng. Dasselbe wurde, wie bereits gesagt worden . in eine Cap lle und geformt. Die älteste landcsfürstliche Burg ist hier das Gebäude, weiches sich rechts , wens man beim Sladkthore hinaus geht, befindet- S- in Erbauer war Herzog Otto. In dem vor^ mahligm Wapcnlhmm i-i f-tzc das erzherzsg' liche Archiv. Ein großer Theil der Urkunden, we-che hier verwahrt worden sind , wurde 17I das geheime Hausarcuiv nach Wi. n überbracht« In der Hofkirche ( vormahls Fr<-nciseo.uerkitt che) ist bas Denkmahl fthenswürdig, welche Ferdinand I. dem Mnxmiiia» im Jahre er achtet har. Dasselbe stellt in erhabener Ar¬ beit dieThatendes Maximilians vor. DieT'U fein sind alle von Marmor , und eben so alle Figuren mit ungemeiner Kunst 'N -Marmor g-arbeitet. Oben auf dem DenkmE ist Maximilian kniend vorgestellct. Die Person ist in Metall ausgearbeiter- Die ersten 4 Mach morblattcr haben die 2 Brüder Abele bearbei¬ tet. Die übrigen Blätter wurden vom Alexan¬ der Collin, aus Mecheln gebürtig, verfertigt- 1561 am 28. April wurde mir den Ahelen der Vertrag wegen Errichtung dieses Kunststücke geschlossen, und für jede Tafel 242 ff. zum Ar¬ beitslohn bestimmt. 156? waren 4 Tafeln vol^ lendet Gleich bcym Eingänge in die Kirck^ kömmt man rechts über eine Treype in die fch genannte silberne Capelle, deren Namen vcr- muchlich von dem da befindlichen Altar hrch rührt, auf welchem in der Mitte das Manch- bildniß in Silber gegossen, und zu beydcn Set- Len mit silbernen Platten umgeben, zu sclM Düs Merkwürdigste in dieser Capelle ist . 6 Grabmahl des Erzherzogs Ferdinand und ,Gemahlinn , hxx Philippine Weiferin. s.N öier gelegene Franciscanerkloster ist er-- D llnter den Vorstädten zeichnet sich die "ustirdt vorzüglich aus. Sie hat eine rei- ^"ke x<,ge , und enthält viele sehcnswür- ^'3e Gebäude , darunter vorzüglich sich das Sudhaus , das Kiniglische Welübergi- , und Sürenthcinischc Haus auszeich- Diese Dorstadt hat vormahls der hier ^'kgene Kirchhof zum h. Kreuz merkwürdig ^.Aücht, wegen der vielen kunstvollen Grab- l>i? er, womit er geprangt hat. Auch ruhen f die G'beine manches im Fache der Wis- ^."Ichaftcn und Künste bekannten Mannes. bekannte Mathematiker Georg Tanustetter b Nd hjt-r seine Ruhestätte, so wie Alexander >°llin, der sein Denkmahl selbst in Marmor künstlich bearbeitet hat. Die Neustadt j""8t sich bey der Altstadt an, und dehnt sich "gerader Linie bis zu der steinernen Triumph- E/te, welche hier 1765 bey dem Beylager v Großherzoqs von Toscana. Peter Leopold, .'t der spanischett Infantin« Maria Louise er- worden ist. Diese Pforte wurde auf x fische Kosten erbauet; später aber ließ der Hof dieselbe umändern, und ihr die je- Gestalt geben. Auf der südliche« Seite d.,^ bers großherzogliche Beylager, und auf v nördlichen der Todesfall Kaiser Franz I. ^Dsteüek. Mitten durch diesen Ort , und N!a^ die Altstadt fließt die Sill in, einem ge- Di Kanal in gerader Linie in den Inn. Hj,e. Pkustadt ziert eine Marmorsäule mit dem Dioeder unbefleckten Empfängniß Maria. estlbe wurde 170z zum Andenken der glück¬ lichen 446 o-7!W^c- lrchen D e frei) mig von dem bayrischen und feE zö fische n Einfall errichtet. Der Verfertiget dlsfts Kunststückes war Genedettt von Mort irr Tyrol geoüciig. Das- Landhaus wurde hier 1725 gebauer. Das Rarhezimmer in diesem Gebäude zieren die Bildnige der tyrolischen Landeshauptleute vom Jahrs izg, aagefangcN- r-zoo wurde das oven sug. führte goldene Dachl erneuert. Die auf dem äutzcren Theil des Les Ganges m Stein eing-hauten Figuren und Wapen stellen Maximilian I . feine 2 Gemah¬ linnen, und seinen Sohu Philipp vor. Noch sind 6 Wapen sichtbar, näh.niich: 1) oas ojs- reichische, 2-das bö^M^ch« :ir der Umschrift» Kunig Lasie (nicht Kunix Karle, wie in Her- gotts 1. l'om NouuM. zu -lesen) g) das kalserl. Aeichowapen-, 4) das köm-, königl- Wapen, 5 ) das Wapen Herzog Philipps, und 6) das Mayländrschk» Erzherzog Siegmund war der letzre-, welcher dieses Haus bewohnt hat. In der Folg« wurde es der Sitz der Hof¬ kammer; und jetzt ist dasselbe eine Infanterie Kaisern. Der oben aufgefühstr WapenthurM. wurde 14^6 erbauet. Derselbe enthielt. 66 Wapen, und seine Hohe betrug ioo Schuhe, Der obere Theil wurde von Holz aufgcfährt. Der Mahler war Georg Whldner. 1604 wur¬ de das Gemählde durch Christoph Dax erneu¬ ert. Eine Abbildung von diesem Thurm fin-' der man in den Aücnrum. des Herrgotts« Auf dem sogenannten Rennplätze stnd das Hofthea- ter, der Rcdoutensaal, der Hofgarten, und die Reitschule gelegen. Das Hofthcater wurde unter Erzherzog Ferdinand Carl crbauct- ,654 wurde die Reitschule aufgeführt , und un¬ ter der Regierung Erzherzogs Leopold ward de«? Hofgürken angelegt, in vrlchem die metallen^ Bild- ^ildsäiüe, den Erzherzog zsi Pferde vorsiellend, fehenswürdig ist. Die Pfarrkirche zu St. Jacob wurde 1717 neu gebauet. Am 12. May 1754 ward das Gebäude vollendet. Dasselbe ist u«ch korinchischer Ordnung angelegt, und das Gewölbe von Aßam auS München gewählt. ^>ie beyden Seitengängc des Hochaltars ver¬ ewigen sich dadurch, baß sie Uiberblcibsel von h"u künstlichen Grabmahl zeigen , welches Ma¬ ximilian dem Teutschmeister errichtet worben Die Hofkirche zu St. Kreuz genannt, in ')er Sillgasse gelegen, ruht auf io hohen von Mehreren Stücken zusammen gesetzten Marnwr- Mlen. iz6z wurde das Gebäude vollendet. Aer erste Baumeister desselben war Nicolaus ^Uring; als dieser starb überrüchm die Vollen^ düng der Baumeister Ma/imilian della Bolla. In der Sillgasie, erwaS abwärts, waren 2 Non¬ nenklöster , nähwlich das sogenannte Regel- daris, und das Kloster der Servitinven. In her sogenannten Kohistatt (Kohlensiättc) lieget» Zeughaus, eine Artilleriekassern, und die ^genannten z Capellen unter der Aufsicht des hier gelegenen Capucincrklosters. Im Jahre ^78i hak man in dem Bezirk Jnsbruct iz Got- -eshäuscr, z Mönchklöster, 2 Nonnenklöster , adeliche Ansitze, 574 Häuser, 26^ Geistliche,' darunter 124 säcularisirte waren, ris Nonnen, Kommerzialprofesslonisten, und 10,000 See- , ohne Miliz und Fremd« gezählet. Die Hospitäler, die inJnsbruck gelegen, sind: das -wfhospttaj, bas Stadtspitas, und das Bru. Erhans. Die Capitalien dieser drey Häuser Men sich auf 89,158 ft. »9 kr. belaufen. Die ^tund - und Bestandztnse betragen i,o^g ft kr. , an Aerarialbeytrag »ooo si., an De- Skaten 584 ft. r8 kr.; an verschiedenen Zu- ^ußen r,7zg ft, 47 kr., an Realirsitenerträg- nlß 448 ü'^W^"o niß 4,022 fl. 48 kr. Summ« sättitlicher Ein- künfte 8379 fl- 19 kr.; die Ausgaben betrugen 12,444 fl. kr. Hiervon wurden untcrhal- ten 4 Verwalter, 5 Dicnstbothcn zur Bedie¬ nung der Pfründner, und z6 Pfründner, dar¬ unter 14 Männer, 1 Knabe, und 4 Mädchen sich befanden. Zur Kenntuiß der Sterblichkeit in Ins bruck mögen nachstehende Angaben ei¬ niges dicht geben. Gcborne. Gestorbene. Getraute -731- .. . Z22 . . Z67 . 80. . 1782. . . , . » 378 - - 65. -78Z. .. . 325 . . 539 » - 58. Summe. . 977 . . 1284 » - 20z Es sind also binnen z Jahren um zo? Personen mehr gestorben , als geboren worden- Anter der vorstehenden Kirchenliste sind auch die Pfarr Wildau, die Pfarr Hötting, und das Dorf Pradl mitbegriffen. Die Zahl dck Gestorbenen enthält auch hie von derMtbä Gestorbenen. Unter der vorstehenden Zahl dct Gestorbeneu befinden sich 32z Männer, g/8 Frauen, 421 Knaben , und 357 Mädchen. 3'^ Jahre 1^77 wurden in Jnsbruck, mit Ausnahme der Geistlichkeit, 5,030 Seelen gezählet. Ajtzbühel, ein gräflich Lambergisches Land^ geeicht im Unterinthal. Zn demselben sind legen, die Stadt K-tzbühcl, g groß zerstreute Dörfer, 4 große Dörfer , 7 kleine Dörfer, ioi Weiler, 1 verödetes Schloß, g Edclsitzke 5 einzelne Höfe, r einzelnes Wirchshaus, 89 Alpen, 67 Berge, z Flüße, 42 Bäche, 5 Seen, 5 Bergwerke, 4 Echmclzhütten, 21 Thälete und bciondere Gegeyden, i Waldung, 3 ren, z Kirchen, r Wallfahrtsort, .! Einstede- ' ley, 2 Postrvuten , 2579 Häuser , und 15,40" Seelen, 44H Hcelen > an Hornvieh bey 15,000 Stück; die Erzeugung des Flachses bclief sich (1780) ge¬ gen 24,000 Pf 1781 war in Kitzbühel eine Dusierschule, und im ganzen Gerichte 14 Tri- dicrlschulen. Das Gericht grenzt an Salzburg, Bayern, an die Hofmark PiUersee, und an das Landgericht Kufstein. Die in diesem Ge¬ richte gelegenen 5 Bergwerke sind am Rähr- bühei, am Kogl, am Schulzberg, Taxerthal, Und Scerhal gelegen- Sie geben Silberund Kupfer. Man gibt noch/diese Bergwerke an, die in diesem Gerichte vormahls sich befanden, als in« Grein thal , Taxerthal , Lugeck , Oberhausberg, Hasensiatti, am Streiteck, an der Schneealpe, im Weißeneckerthal, im Kä- ßerkhal, an der Bachseitc, im Haugler, auf der Grub, in der Wrißach, am Horn, Tratt- alpe, Wildalpe re. Das Gericht Kitzbühel ist Unstreitig das größte in Tyrol; denn seine Län¬ ge erstreckt sich auf 7 tcutsche Meilen. Man cheilt es gewöhnlick) in 5 Viertel, als ;) in bas Jochberger, welches südwärts gelegen, 2) in das Reilvierrei , liegt westnordwärts , ?) in das nordwärts gelegene Viertel Kvßerr, 4) in das ostwärts gelegene Viertel Kirchdorf, und in das zwischen Kirchdorf und Jockberg ge¬ legene Viertel koickenthal. Mvr rechnet zum ^ten Viertel die Hofmark P-llcrsec» Dieselbe wacht aber für sich ein besonderes Gericht, Die im Gerichte Kitzbühel gelegenen PfarrcN gehören in die Diöces Chiemsee. In diesem Bericht« wird gurcr Käs bereitet. Unter den Müßen, welche in diesem Gerichte ihren Lauf ^aben, ist vorzüglich der Achenbach zu bemerk ren. Er entspringt im Viertel Iochbcrg, in ^er südwärts gelegenen Moosalpe. Von hiev m fein Lauf nordwärts, verläßt bey Ranchndi F f Lprol, Tyrol, uud degibtSsich ms Bayer». Dieser Fluß hat eigentlich eine dreyfache Quelle. Die erste liegt im Tiefenbacher Thal im Salzburgs scheu, die zwcyte, wie schon gesagt worden est, im Vierte! Jochberg ,- und die dritte ist rM Schledcrgraben. Man nennt sie die Schwarz- ach, sie vereinigt sich mit der großen Ach, beym Dorfe St. Johann; die Salzburger AÄ betritt unterhalb Minich Tyrol, und vereinigt sich mit der großen Ach bey Taxa. Aufstein, eine landcsfürstliche befestigte Stadt mit einem Burgfrieden am Inn an der Grenze Bayerns im Unterinthal. In diesem Burgfrieden sind gelegen, z Berge, z Se-rn , 2 Bäche , i Dorf, Kifersfeld, 6 Wetter, l einzelner Hof, i Einsicdeley zu Loretto. Die Grenzen des Burgfriedens sind der Inn, das Landgericht Kufstein, und Ratenberg. Russtein, ein landesfürstliches Landgericht im Unterinthal. In demselben sind gelegen! z groß zerstreute Dörfer, zvon mittlerer Gat¬ tung zerstreute Dörfer , große Dörfer, 5 kleine Dörfer, 95 Weiler, 1 Schloß , z verö¬ dete Schlößer, i Edelsitz, n einzelne Höfe, 56 Alpen, za Berge, 2 Bergwerke, 2 Flüße, 27 Bäche, 8 Seen, l Schmelzhükke, ^Block¬ häuser , g Thäler, g Waldungen, 5 Pfarren, 9 Kirchen, l Wallfahrtsort, r Einsiedeley, 4,622 Häuser, 28,565 Sc-len, 24,800 Stück Hornvieh. r?8i befand sich in Kufstein eint Musterschule, und im ganzen Landgerichte Trivialschulcn. Das Landgericht wird gewöhn¬ lich in 2 Schrannen abgetheilet. Dieselben find: Evas, Kirchbühel, und Langkompscr- Die Grenzen dieses Gerichts sind das Gebiet Salz- 45 r Salzburg, die Gerichte Kitzbühel, Natenberg, Und Marienstein. -.Lan-eck, ein gräflich Spaurifches Gericht mi Obcrinkbal. Dasselbe grenzt an die Gerich¬ te Naudersberg, Imst, Ehrenberg, und kau- dccl. In diesem Gerichte sind gelegen : 71, Berge , i See, 5 Bäche, 5 Burgfrieden; r groß zerstreutes Dorf, 6 große Dörfer, r Mitteres Dorf; rz kleine Dörfer, 80 Weiler, r Schloß, 6 einzelne Höfe, 52 Alpen, 12 Thäler, 2 Waldungen, z Kirchen, 2 Wall¬ fahrtsorte, 128z Häufcr, und 12 122 Seelen. r?8r waren hier 2z Trivialschulen. Lauöech, ein landesfürsiliches Gericht im Obcrinthal Dasselbe grenzt an Imst, Lan- dcck, Pfunds und Naudersberg. In diesem Gerichte sind gelegen: Z8 Berge, i Bergwerk, 2 Flüße, 2 Seen, 14 Bäche, i Ferner, der Burgfrieden Kaltenbrunn; i groß zerstreutes Dorf, 4 große Dörfer , 4 kleine Dörfer, zz Weiler, r Schloß, r verödetes Schloß, 8 einzelne Höfe, 29 Alpen, 2 Pfarren, 5 Kir- chcn, i Wallfahrtsort, 2 Einsiedelcyen , x Thäler, l Sauerbrunnen ; 574 Häuser, und 5.^17 Seelen. 17Z1 waren in diesem Gerichte n Trivialschulen. Der Leinweber werden in diesem Gerichte über 90 gezählet. Die Pfar¬ ren in diesem Gerichte gehören in die Brixner Diöccs. Lcchtbal (vriUis licatia ) im Gerichte Eh¬ renberg. Dasselbe nimmt seinen Anfang da, wo der Lechflnß T»rol betritt, von welchem das Thal den Namen hat. Seine Länge wird auf Ff 2 3 o-üM-ün 46» 7 Meilen bestimmt, und ist ein Eigenlhum bet hier gelegenen Bauerngemeinde. Marieustejn, eine Hofmark am Inn, zwi¬ schen Rakenberg, und Kufstein gelegen. Von dem hier gelegenen Schloße waren die Herren von Frcundsberg Besitzer. In dreier Hofmarr sind r8 Häuser gelegen. Der Seelen werden bey roo gewählt. Mäzen, eine Hofmark im Landgericht Ra» tenberg, im Unterinthal. In dieser Herrschaft sind go Häuser gelegen, und werden darin bey 400 Seelen gezählt. Der Flachsbau wird hier besonders getrieben. Die Erzeugung dieses Products steht jährlich zwischen 40, und 50,000 Pfund. Münster, «ine Hofmark im Gerichte Ro¬ thenburg gelegen. In dieser Herrschaft sind gelegen r Schloß, i großes Dorf, r Pfarr, i Kirche. Vmras, auch Ambras, ein landesfürstli- chcs Perqschloß, r Merle von Ausdruck, UN Unterinthal gelegen. Don diesem merkwürdi¬ gen Schloße hat Herr Schloßhauptmann Cas- stau Primisser im Jahre 1777 ein besonderes Werkchen in Druck gegeben. Dasselbe hat den Lirei: Kurze Nachricht von dem Raritäkcnca- binet ( Kunstcabinct) zu Ambras. Gmras, ein landesfürstliches Gericht zwi¬ schen dun Gerichte Wildau, Burgfrieden Jttsbruck, Landgericht Eouncnburg, und Ge¬ richte Stubai, und Steinach gelegen. Das Gericht Dmras begreift in sich 7 Berge, 6 Al¬ pen, 45r pen, r Miß , 7 Bache, r Schloß , 2 große Dörfer, 2 klein? Dörfer, 9 Weiler, 2 einzelne Höfe, i Badhaus, i Pfarre, 2 Kirchen, 217 Häuser, und über -900 Seelen, Getzthal, inr Gerichte St« Petersberg, ein Ungemein rauhes Thal, weiches der hier gele¬ gene große Ferner merkwürdig macht. Die Länge dieses Thals wird auf 20 Meilen be¬ stimmt, Der südwestwärts gelegene Thcil die¬ ses Thales hat den Namen Nofenthai, in wel¬ chem der sogenannte Rofensee 1678, 1679 und rstza ausgebrochen, und 1771 sich wieder ge¬ sammelt hat. St« Petersberg-, ein Gericht im Oberin- khal zwischen dem Bulgfrreden Rosen, den Ge¬ eichten Hcrtcnberg, Stams, Wildau, Sru- bai, Paßeyr, Castclbcll, Imst, und Ehren- bcrg gelegen. Das Gericht St. Petersberg enthält ioo Berge, g hohe Berggipfel, 8-Fer¬ ner, 2 Flüße, 62 Bäche, 10 Seen, 6g Alpen, 2 zerstreute große Dörfer , io große Dörfer, 9 kleine Dörfer, 84 Weiler, g Schlößer , r verödetes Schloß, 5 einzelne Höfe, 2 Pfar- ^en, 4 Kirchen, l Einsiedelei-^ mr Thäler, 5 Waldungen, 4 Bergwerke, r ^chmelzhüttc, r Postroute, 1866 Häuser, und I2,6vo Seelen. r?8i befanden sich in diesem Gerichte 2^ Tri, ^ialfchulen, und r Musterschulc. Der Flachs¬ bau wird in diesem Gerichte vorzüglich getrie¬ ben. Das Ehrliche Erzcuqniß dieses Products steigt hier gegen 2002 Ccntner. Der Lein¬ weber werden über aoogezählet, und der Sen¬ sen sch miede bey 15. Vhsrinrhal, ein Landesviertel, welches Tfz eigcnt- 454 c>—W— eigentlich den westnördlichen Theil des Landes wacht. Da, wo der Lechflnß Tyrol betritt , nimmt es seinen Anfang, und dehnt sich west- nordwärts bis dahin, wo sich die Jser in Bayern bcgjebt. Dieß Viertel grenzt an Vor¬ arlberg, an Schwaben und Bayern, an die Gerichte Rochenburg, Freundsberg, Tauer, Sonncnburg und Wildau. Das Erzcugniß des -Flachses steigt in diesem Viertel jährlich auf 2,400 Zentner. An Hanf erzielt man bey 20,000 Pfund, und 60,000 Pfund Schafwolle. Die Zahl der Kommcrcialprofessionisten beläuft sich auf iver, Meister. Die Weberei) in Leinen, und das sogenannte Spitzknöppen sind ein Hauptnahrungszweig in diesem Viertel. Auch ist hier eine Karrunmanufactur gelegen. Die in diesem Viertel gelegene Gerichte sind: das Landgericht Imst'; dann die Gerichte Aschau, Ehrenberg , Hcrtenbcrg , Landcck, Laudeck- Petersberg, Pfunds, Schloßberg, Stamsunb Dils. Pfunds, ein gräflich Spaurschcs Gericht im Oberinthal. Dieses Gericht ist zwischen de» Gerichten Naudersberg, Laudeck, und Burg¬ frieden Rosen gelegen. In diesem Gerichte sind- i8 Berge, y Bäche, 8 Alpen, g Thäler, * Waldung, 2 große Dörfer, y Weiler , r ein¬ zelner Hof, i Pfarr, r Einsiedelei) , r Paß beiM Schallbach , und r Kirche befindlich. Der Häu¬ ser werden rgo und der Seelen rf-oo gczählet- Die Pfarr ist in der Bripner Diöces gelegen- piltcrsec, eine Hofmark, wodon das Be¬ nediktiner Stift zu Roth in Bayern Bcsizcr ist' Diese Hofmark, welche von dem hier gelegenen See den Namen har, ist im Landgerichte K'j' bühel 455 bühel an der Grenze von Salzburg im Unter. rnthal gelegen. Die Hofmark kam mit den Gerichten Ratenberg, Kizbühel, und Kufstein zu Anfänge des i6ten Jahrhunderts von Bay- ern an Tyrol. Die dem Stifte Roth wegen des Besitzes dieser Hofmark verliehenen kaiser¬ lichen Privilegien hat Joseph II. am 22. De¬ cember 178Z bestätigt. In diesem Gerichtsbe¬ zirke sind gelegen, 20 Berge, i Bergwerk, 25 Alpen, rg-Thäler, i Moos , g Seen, ^Däche, z zerstreute große Dörfer, l kleines Dorf, 20 Weiler, 1 Edelfiz, i einzelner Hof, i Priorat seit r 51; l Pfarr, 4 Filialkirche , i Schmelz, Hütte,"r Pulvermühle, i Wachthaus, und 1 Blockhaus. Der Häuser werden Z74, und der Seelen 2500 gezählt. Das hier westwärts in Ochsenkoreth gelegene Eisenbergwerk zählt be¬ reits ein Alter von 58Z Jahren. Nordwärts von diesem am Moos liegt die Schmelzhükte. Das Erz wird hier auf die nämiche Arc, wie de» dem Eisenbergwcrke in Krain ge¬ wöhnlich ist, ins Thal gebracht. Das Erz wird, wie Mor c der Bcrghandel zu Fiorizo im TrientMischen ; das Schmelz - und Kupferhammenverk zu Küssen; die Einschmelz- und Hammerwerksverwcsung in Pillersee ; die Eisenberg-undHammerwerksverwesung zu Zie¬ gen ; das Eiftnhammerwcrk zu Kastengstätt ; das Eisenschmelz - und Hammerwerk zu Jen* bach; die k. k. und mitwerkschaftliche Messing- wcrksverwaltung in Achenrcin; die Messing- Werksverwesung zu Lienz ; die Erz - und Ge- traidekastcnverwaltung zu Hall; die Eisen- werksvcrwcsung zu Schüttenbobl in der Herr¬ schaft Hohcnek ; das Eisenwerk am Bämle, das k. k. und Sai;burgische Gvldbergwcrk im Zillcrthal; die Holz-und'Kohl'ulend an der Brankenberger Achen; und das Lriftmeistcramt s" Brantenberg. Dieses sämmtüche Berg- -ocrkspersonale belref-sich im Jahre 1739 auf ioz IO8 Personen. Die in Schwaz gelegene Fran« eiscaner Kirche gehört ebenfalls zu den sehens« würdigen Gebäuden. Tas Mittclgewölb ruht auf hohen Säule» von rochen Marmor. Das zu Sr. Mar cm Ley Schwaz gelegene August«- nercreMiten -Nonnen Kloster ist k782 erlösche»' Der Schwestern wa^en damahls z.; vorhan« der. Schwaz ist auch bekannt weg-m seiner be« trächtlichen Wostenspinnercy , wovon bereits Meldung geschehen ist. Das hier gelegene Spi- tai hat ein Capital von 19,929 fl. — Der Grund« und Bestarwzmß betrug 646 fl. 5 kr.; an vek« fchiedcnen Zuflüßen 42g fl. 4 kr. z d,e sammtli« chcn Einkünfte betrugen ig66 fl. ig fx. Dis Ausgaben beliefen sich auf r,z-xo fl, 59 ft. D«« von wurden unterhalten; r Verwalter, t? Pfründner, darunter 7 männlichen Geschlechts waren, und i weiblicher Dicnsibothe. Sonnenbury, ein landcsfürstliches Land« gericht im Unterinrhal. Die Lage desselben ist zwischen Jnsbruck, Stubai, Hinras, Wil« tau, Lxam, Rettenberg, und Tauer. Diefts Gericht hat seinen Namen von dem Schloßt Sonnenburg, welches jenftit des Berges Jftr i Meile ven Jnsbruck gelegen ist. Das Land¬ gericht Sonnenburg begreift in sich, y Berge, 8 Alpen, Z Tbäler, 2 Seen, 8 Bäche , de» Burgfrieden Jnsbruck , die Gerichte AzmiN? Omras, Stubai, und Wildau ; den Burgfrieden Thiergarten, 6 große Dörfer, 8 kleine; »4 Wei¬ ler, 1 Schloß. 4 verödeten Schlößer, 2 Edel« sitze, 8 einzelne Höfe, 1 einzelnes Wirthshaus; 4 Pfarren,<> Kirchen, 2 Waüfahrlsorke, i Pulv-r« wühle , re04 Häuser, und 6,400 Seelen, 178! warcu.hier L2 Tftviaifchulcn gelegen. Das Ek° fjrug« 46! pugniß des Flachses steigt in diesem Gerichte jährlich^ über 20,020 Pf. Grams ; ein Gericht, im Gerichte Sk. Petersberg mi Oberinrhal. Dies Gericht, von Welchem Vormahls das hier gelegene, und nun erloschene Cistercienserstift Besitzer war, ist letzt ein Eigenthum vcs Religionsfunds Dieses Gericht grenzt an Herkenbcrg, au Petersberg, Und Wildau, In diesem Gerichte stud gelegen : Berge, 2 Alpen, i Fluß, 2 Bäche, 4 Wei¬ ler, r einzelner Hof, r Pfarr und 500 See¬ len. Der erste Grund zu dem hier gelegenen Cistercienserstift hat Elisabeth, geborne Psalz- gräfinn am Rein, und Herzogin« in Bayern', geleget, da sie 127g das im Gerichte Peters¬ berg gelegene Dorf Stams mit allen dazu ge¬ hörigen Gerechtigkeiten an sich gekauft , und k'ne Wohnung von Holz für 12 Mouche aus beirr Kloster Kaisersheim, hat auffühlen lassen. Die hinzu gebaute Capelle wurde dem St. Jo¬ hann Baptist gewidmet. In der Folge ließ Graf Meinhard in Tyrol , zweier G«m-Hl der angeführten Criste, inu, das Klostergedäudr bon Stein aufführcn; und 1284 am St. Ma- i^chias Tage ist die Einweyhung erfolgt. Graf Reinhard, der am gl. Oktober 1295 zu seinen Antern gieng, scheykte dem Stifte das ganze Dorf Stams, die Pfarren Eilz , und Maivi Herkwürvig für die hier gelegene Stifckirche daß darin 41 herzogliche , und fürstliche Personen ihre Ruhestätte haben. Unter den verschiede»«, Stiftungen, weiche dem Kloster gemacht worben sind, ist jene vom Jahre 1409 die merkwürdigste. In Folge derselben wur- ver, Stifte jährlich roo Ducatcn von dem ^nnhause zu Hail, und ivo Dukaten von dem 46 r Lem Zollamte zu kueg gegen dem zr,gesichert, baß alle Freykage ein Dukaten , und alle Sonn¬ abende ein halber bey Strafe, und Fluch - unter die Armen verthcilet werden solle. Erz¬ herzog Friedrich war der Stifter dieses öffent¬ lichen Almosens. Das Pfannhaus har die ihm zur Bezahlung angewiesenen roo Duka¬ ten mit jährlichen Zoo fl. in 2 Fristen, als aitk St. Georg - und Lhomascag abgeführt. Vor¬ stehende Summe zu zco fl. hat auch das Zoll¬ amt in Lucg an das Stift jährlich abgegeben- Da nun das Stift in Stams erloschen ist, so wird vermuthlich dicß gestiftete Almosen deM Armeninstitute im Gerichte Stams jetzt zu Gu¬ te kommen. Auch hat bas Stift jährlich aM St. Eylvcstertag eineSpcnt, welche ebenfalls gestiftet worden ist, gegeben. Stum eine gräflich Spaurische Hofmark, unterhalb Rakenbcrg im Salzburgischen Ge¬ biete gelegen In diesem Gerichte sind 8 Berge / 8 Alpen, i See, 4 Bäche, ein zerstreut gro¬ ßes Dorf, 9 Weiler, 189 Häuser, und r;c>^ Seelen befindlich. Thauer , ein freyherrlich Sternbachisch^ Gericht im Unterinthal, grenzt an Rettenberg, Freundsberg , Omras und Hertenberg. I" diesem Gerichte sind gelegen: Z4 Berge, r? Alpe», 2 Bergwerke, t4Thäler, i Fluß, l? Bäche, 2 Burgfrieden, y große Dörfer, kleines, Z Weiler, 4 Schlößer - darunter Z verödete, 8 Edelsitze. 4 Pfarren, 5 Kirche"/ s Wallfahrtsorte, z Einsiedeleyen, i Badha'-o- und 8i7 Häuser. Der Seelen werden ,7^ gezählet. 1781 befanden sich in diesem Gert"l- re 9 Lrivialschulcn. Dieses Gericht war in des 0-üW^O 46Z älteren Zeiten eine Grafschaft, von welcher sich die Besitzer die Grafen von Tauer geschrieben haben. Thierbery, eine Millauische Hofmark, zwi¬ schen Kufstein, und Marienstein im Untcrin- chc-l gelegen. Zn diesem Gerichte, dessen Lan¬ deshoheit in das Landgericht Kufstein gehört, sind gelegen: r See, 2 Bäche, 2 große Dör¬ fer, i Schloß, und 26 Häuser. Der Seelen werden r6o gezählet. Unterimhal, ein Landesviertel, grenzt Nordwärts an Bayern, nordostwärts, ostwärts Nnd südostwärts an Salzburg, südwärts an das Wipthal, und westwärts an das Oberin¬ thal. In diesem Mertelsind , r Messingfabrik, 1 Kattunmanufactur, eme Draht-und Näh- Nadclfabrik , Und r Seidenwaarenmanufactur vorhanden. Das Erzeugniß des Flachses steigt auf 140,000 Pfund. Zu den beträchtlichsten Aus¬ fuhrartikeln gehören das Salz, Silber, Kupfer, Dteffing, Eisen , und Wollenwaaren. Das Krejsamt für dieses Viertel ist in Schwaz ge¬ legen. vils, eine landesfürstliche Stadt, und Ge- "cht im Oberinthal , grenzt nordwärts an Schwaben, ost--süd-unb westwärts an daS Gericht'-Ehrenberg. In diesem Gerichte bcfin- ven sich: 6 Berge, 8 Alpen, r Thal, i Fluß, 4 Bäche, r Stadt, r Weiler, i einzelner Hof, Blockhaus, i Kirche, 1^2 Häuser, und 600 Seelen. Der Fluß Vils kömmt von Westnor» den, und fällt nordostwärts in die Jser. V?ildau, rin Prämonstratenserstift, im Ge¬ richt» 4s 464 richte gleiches Namens im Umerili thal, nückl andern im Wipthal , l/^ Meile von Inöbruck» Das Stift ward bis in das Jahr riz6 Benebictinera bevölkert, welchcin diesem Iah' re von dem Bischof Reginbert nach St.Geor¬ genberg übersetzt worden. An den Platz der BenebikUner fetzte der genannte Bischof Prä-' monsirakenser ein. In benr Stifte wird die Geschichte desselben im Manuscript arifdehalte»' D 'r Titel dieses Werkes ist: ^nnales canvni^ xviltbinensi8, vräinm l'rLMonttratenliL ab ZN" no -1 g nsgue aek annum 1470. — a 1^. ^äsl' herco 'I sabavekler aanon. . ZiAerehal, ein bey 6 Meilen langes Tha» ganz im Salzburgischen Gebiete gelegen. Die¬ ses Thal hängt von seiner Ostseite ganz mit Salzburg zusammen, gegen Süden hingegen grenzt dasselbe an das tyrolische Gericht Täu¬ fers , gegen Südwest an das Gericht Sterzing Z gegen Westen «n Steinach; gegen Westnorv an 467 Rettenberg, und Freundsberg; gegen Nor- HU an Ratenberg ; und gegen Nordost an die Hofmark Pille, sie. Die ryrolischen Gerichte, welche IN diesem Thale gelegen - stab: west¬ wärts die Hofmark Dux, nordwärts einige im Gerichte Fingen gelegene Orte, und ostfüdwärts oie Hofmgrk Stum, nebst einigen im Gerichte Hothenburg gcl.gcnen Orken. Die Jiller ent- wringt in diesem Thale südwärts im Gerichte Kropfsberg, läuft nordwärts, und vermischt stü) bey Straß im tyiolischen Gebiete mit dem >inn Di. Ziller theilet das Thal in zween -i-heile, in das östliche und westliche. Die in ocn, letzteren Theile gelegenen Pfarren und Kirchen gehören in die Brixner Diöces- Das oey Zill gelegene bekannte Goldbergwerk, des¬ sen Bau zwischen Oestreich und Salzburg ge- kheilet ist, wurde ,62g entdeckt, und 1^8 wurde wegen des Bau^s dieses Berges zwischen Oestreich und Salzburg ein ordentlicher Ver¬ trag gemacht. Der Tau geschieht in den zween beycinandcr gelegenen Bergen , Roh'- und Hein- isnbcrg auf 2 Stollen. Man schätzt die jähr¬ liche Ausbeute aufgo Mark Gold. Der Schicht¬ meister wohnt in dem salzburqiichen Dorfe Zill. GerichteFiegen ist das östreichische Eisen¬ werk am St. Pongrazbcrg gelegen. Der Verweser desselben hat seine Wohnung in dem lalzburgischen Dorfe Fiegen ; die hier gelegene Dfarr aber gehört ins Lyrol. Fiegen und Zill und j. teutsche Meile von einander entfernt. Die Orte, welche i.n diesem Thale gelegen, und dem tyrolischen Gerichte Rothenburg gehv- tsn, sind: dcr Rtedberg, die Bodenangeralpe , l'ie Hochalpe, der Ricderbach, das DorfRied, Und Uderns. Vey Kapfing im Gerichte Fiegen eine Eisenschmelze. G g 2 wip- 468 ki. wipthal, ein Landcsoierkel , Hessen Lage von Jnsbru^ südwärts ist. Es grenzt nordwärts an das Ünterinthal, ostwärts an das Zillerthal, südr wärts an das Viertel am Eisüch, und Etsch, und westwärts an Vinstgau. Das Erzeug» nist des Flachses beläuft sich in diesem Vier» lel jährlich auf ^Ovv Pfund, r/z i waren in diesem Viertel g; Tciviaischulen, und i Mu» sterschule. Die Zahl der Kinder, welche tu die Schule gierigen, belief sich auf 1752 Köp» fe, und jener des Schulenbesuches fähigen auf 2668. J:n strengsten Verstände fängt das WiP-' thal da an, wo die Sill entspringt, und en» dek sich dort , wo dieser Fluß in den Inn fällt- Alle Orte also , welche an die Sill grenzen, gehörten in das Wipthal, oder richtiger zu sa» gen, in basCill'ha! In diesem Viertel, we!» ches nach der politischen Landesabkheilung mit dem Unterinthal ein Landcsviertel macht, find folgende Gerichte gelegen , als : Matney , eine fürstlich TrautscchNische Herrschaft, mit einen Markt an der Sill iut Landgerichte Steinach gelegen. Zu dieser Herr¬ schaft gehören: g Berge, 1 Bergwerk , 4 Al¬ pen , r Fluß, i See, 2 Bäche , r zerstreutes großes Dorf, r Weiler, r Schloß, i Pfarr und 54 Häuser. Die hier gelegene Pfarr zählt 252s Seelen. Steinach, ein fürstlich TrautsohnischesLand- geeicht, grenzt an die Gerichte Sonnenburg , Rettenberg , Omras, Stnbai, und das Ziller» thal. In dieiem Gerichte sind gelegen: 48 Berge, i Ferner, g > Alpen , 12 Lhälcr, s Flüße, k>-7!M77-S 469 8lüße, F Seen, Al Bäche, r Markt, 2 grotz Zerstreute Dörfer, große Dörfer, 6 kleine, ?2 Weiler, 3 Schlößer,! Edelsitz, einzelne Häuser i einzelnes Wirthshaus, i Bergwerk, l Pfarr, z Kirchen, und 262 Hauser. Der Seelen werden 6500 gezählt. Dieses Landge¬ richt nimmt seinen Anfaaa am Schönberg , und dehnt sich von hier südwärts bis an den Dr rn- fee auf rs,002 Klafter in die Länge- Der Markt Steinach liegt am östlichen Ufer der Sill, zwi¬ schen Matrey, und dem Brenncrbsrg, von dx,r» ersten 1 , und von dem lcztercu 2 Meilen ent¬ fernt. Sterztny, eine freyherrliel' Sternbachische Stadt am westlichen Ufer der Eisach, 8 Meilen von Ausdruck, 4 von BrrIen, und 69 wir Wien. Zum Baue der hier gelegenen Pfarr- . kirche, zu welcher gvoo Seelen gehören, wurde der Grundstein am neu Hornung 1494 gelegt. Das hier befindliche Capucinerkioster wurde ;dz6gebauet. Im Jahre 1780 haben in die¬ sem Kloster 17 Priester, 1 Kleriker, und 5 Laycnbrüder gelebcr. Von der hier gelegenen kommende des teutschen Ritterordens ist bereits Erwähnung geschehen. In Hterzing ist ein Posihaus gelegen. SKerziny, ein freyherrltches Sternbachisches Landgericht. Dasselbe nimmt seinen Anfang am Berge Brenner, und dehnt sich südwärts auf .s2,OovKlafter in die Länge bis an das Dorf Ei¬ cha , wo sich die Landstrasse in das Brirner Ge¬ bier hinzieht. Die Grenzen dieses Gerichts sind; Nordwärts der Brenner, ostwärts bas Zillerrhal, Und das Gericht Täufers , ostsüdwärts bas Brirner Hofgcricht , südwärts die Ge- G g z rrchts chfS 0 . 'M!"' O richte Salern, und Sarenthal , wesnoärts bas Gericht St. Petersberg, uub nestnordwärw das Gericht Stubai. In diesen. Berich" sind gelegen: 26 Berge, 4 Ferner, 7 Berg/ werke, darunter das Silberber^.ierkbey Soi-' sensaß das bekannteste ist. in A ;.en, rr Tha¬ ler , l« Waldungen ( südwestwärts von Sark-- zing oberhalb dem Dorfe Ratschaigs ist aufdeM Stein genannt, ein weißer Marnorbruch) Flüße, 4 Seen, 22 Bäche, 4 Burgiriedeu, r Stadt, 4 zerstreute große Dörfer, 6 große Dörfer , 4 kleine, 40 Weiler, r einzelner Hof, A Edelsitze , / Schlößer, darunter 2 verödete, I einzelnes Wirchshaus, Pfarren, 6 Kirche», l Kloster , 1 Commende des teurichcn Ritteror- Leus, 2 Badhäuser-, z Postrouten , und rc>>4 Häuser. Der Seelen werden Häoo gezähler. Atubey , ein Gericht, - grenzt nordwärts an das Landgericht Sonnenburg, ostwärts an bas Landgericht Steinach, südwärts an das Landgericht Sterzing, westwärts au das richt St Petersberg, und wcstnordwärts an das Gericht Wildau. In diesem Gericht sind gelegen: zz Berge, 2 Ferner, 25 Alpen, * Thal, und 2 besondere Wiesen, 2 Waldungen r Flüße, 2 Seen, 2 Bäche, r zerstreutes gro- ses Dorf, z kleine Dörfer, 19 Weiler, r vcr- ödctes Schloß, 2 einzelne Höfe, 1 Pfarr, z Kirchen, und 519 Häuser. Der Seelen wer¬ den S/^oo gezählt. Hl. An der Eisach und Etsch, ein Kreisvicrtek, weiches sich in 2 Lhcstb absondert, nähmlich in den Bezirk an der Eis-' ach, und in bnr Bezirk an der Etsch. Dieses Kreis- 47 l Kreisvicrtel grenzt nordwärts an bas Wipthal, eigentlich an das Landgericht Stcrzing, ost¬ wärts an das Pusterthal, südwärts an die wälschen Confiucn, und westwärts an daß Burggrafenamt. Dieses Kreisviertel läßt sich am richtigsten in den nördlichen und südlichen Thcil absondern. Der nordwärts gelegene, be¬ greift den Bezirk am Eisach, und der südliche den Bezirk an der Etsch in sich. Auch wird der Seidenbau in dem ganzen Krcisbezirke sehr eifrig getrieben. Man schätzt die jährlich ge-> wonnene Seide im Durchschnitte auf 80,020 Pfund. Der südliche Thcil dieses Krcisvier- tcls wird eigentlich das Etschthal, nach andern das Etschland genannt. In dem Viertel an der Eisach sind diese Gerichte gelegen, als: Bellfort, Castellrut, Gramais, Gufidauu, Jcncsicn, Mölten, Ritten, Villanbers, Vö!s, Wälscherofen , Carneit/Wangen und Wolken* stein. Im Viertel an der Etsch sind gelegen die GerichteAltenburg Castell in Fleims, Cronmätsch , Curtafch , Enn und Caldiff, Fläß, Hocheppan, Kaltern, Königsberg, Neu¬ haus , Neusiift, Salurn , Sarenihal , und Zimmers. Hier folgt nun eine nähere Be¬ schreibung von den oben genannten'Gerichten: Altenburg, ein gräflich Thunisches Gc§ richt im V. Ersch, grenzt an Neuhaus, Kal¬ lern, und Ronsberg. Iw diesem Gerichte.sind gelegen: r Fluß, 2 Seen > 2 große Dörfer, ^4 Schlößer, darunter 5 verödete, r einzelner Hof, 1 Pfarr, i Kirche , und 296 Häuser. Der Seelen werden 2,700 gezahlt. Castell in Fleims, ein Gericht, wovon Frcnherr von A-nobio Besitzer ist , an der G g 4 Etsch. 472° Etsch, Die Grenzen dieses Gerichtes sind: bas Gericht Salern, und die wälschen Confinicn, In diesem Gerichte sind gelegen: r Bergwerk, 22, Alpen, i Fluß, i2 Bäche, e .Markt, 4 große Dörfer, io kleine, 14 Weiler; r ein¬ zelner Hof, 2 einzelne Wirthshäuscr, i ver¬ ödetes Schloß, r Glashürke, i Hulverinühle, 1 Pfarr, 4 Kirchen , i Kloster,, und roZ Häuser-- Der Seelen werden 800 gezählet. Last ll-ut , ein Gericht än der Eisach, wovon F.cpherr vyn Zcbeni Besitzer ist- Die Grenzen dieses Gerichtes sirib t Gufidaun , Eves, Tiers , V'ls, und Stein.auf dem Rit¬ ten. In diesem Gerichte sind gelegen k 4 Ber¬ ge , 2 Thaler , loMäche, 2 Burgfrieden, i großes Dorf, 7 kleine Dörfer, 7 Weiler, s verödete Schlößer, 1 einzelner Hof, I Pfarre, 2 Kirchen , und ^4 Häuser. Der Seele» wer¬ den ZZ,o gezählt. Ean und Lalölf, ein Gericht, in? V- Etsch, grenzt an Fleims , Salern , Trgmiii, und Coltern- Es enthält i Berg , 2 Alpen, 2 Thäier, i Fluß, z Bäche, i Markt r Dorf von Mitterer Größe, 7 kleine Dörfer, 6 Wei- l r, Schlößer , darunter z verödetes, 6-12. 'Bauernhöfe, -56 Häuser,. z Pfarren , z Kir¬ chen , i Einsiedelcy, 2 Postrouten, und 520s Seelen, Norzerr, italienisch Botzano, eine Stadt an der Etsch, 7>Z Meilen von Wie», 6 von Bripen , und 18 von Insdruck- rv28 erhielt von Kaiser Conrad bas Bißthum Trient die Graf¬ schaft Vinstgau und Botzen. 1462 trat der Pischof von Trient seine Rechte auf das Stadt¬ gericht o-ü-W-ü's 473 gerecht in Botzen auf immer ab. / unk-r Kaiser Ferdinand, erhielt das Bißthum in Tri¬ ent die Herrschaft Perser, als eine Ausgleichung wegen des geleisteten Verzichts auf Botzen. Botzen ist als eine ansehnliche Handelsstadt schon in den älkern Zeiten sehr benlhmt gewe¬ sen. Cie hält nvch lährlich 4 beträchtliche Messen, welche mit kaiserlichen Frcyheireu scho» in den vorigen Zeiten begnadiget worden find. Kaiser Joseph II. hak dieselben bestätigt, Ueber die Beschaffenheit dieser Märkte findet man um¬ ständliche Nachricht in dem politischen Codcxk, wovon z Bände bis fetzt im Drucke sind, un¬ ter dem Leitworte: Botzner Märkte. — Hier ist auch der Sitz des Kreisamtcs, und einen adelichcn Justizadministration. Das hier ge' lcgene Eyllegiatstift , und Dominicanerkloster sind erloschen. ' Die Franciscancr halten hier ein Gymnasium , wie bereits erwähnt worden ist: Oberhalb Botzen. im Wcgcnsteiu , oder » Weg am Stein ist das teutsche Ordensritter- Haus gelegen. Die adelichen Hotrechte, .die bk-rmahl im Jahre in Botzen gehalten wurden, sind erloschen- Hier ist auch ein Postamt ge¬ legen. Botzen und Grieß, ein Landgericht, nimmt seinen Anfang oberhalb Raft«stein, und dehnt sich biS an den Ncnzbach Die Grenzen dieses Berichtes sind: Stein aufm Ritten, Wangen, Jenesien, Altenburg, Teutschcnofcn, und Car- l>eid. Das Botzuer Landgericht wird von drey Aäßcn umschlossen, als:, westnordwärrs vom ^«lfcrbach, ostsudwärts von der Eisach, und Westwärts von der Etsch, In diesem Gerichte find gelegen : 2 Berge, z Flöße, r Bach, r ^tadt, 2 große Dörfer, 5 Weiler, 534 Bau- G g z ern- 4/4 «rnhöfe, 7 Schlößer, darunter 4 verödete, r Edelsitz, ? einzelne Höft, i teutsches Haus, i Collcgiatstift, rAbtey, 4 Klöster, r Pfarre, K Landhaus, und 484 Häuser. Der Seelen werden 800c. gezählet. Z^aß, «in Gericht, im N. Etsch, zwischen Mölken und Wangen gelegen. Es enthält ein großes, und l kleines Dorf, i Weiler, 2 ein¬ zelne Höfe, Bauernhöfe, 12 Häuser, 2 Kirchen, und zoo Seelen. Grarneist, ein Gericht im Flcimsthal, in D. Etsch. Es enthält i kleines Dorf, mit l Kirche, 5 Weiler, 60 Bauernhöfe, 5 Häuftr.- und 620 Seelen. Dreß Gericht ist rin trientl- nischcs Lehen. Grieß, ein Eollegiatstift, im V. Eisach, westwärts außerhalb Botzen gelegen, -f 1775. Gusidaun, rin gräflich Wvlkensteinisch^ Gericht im V. Eisach, grenzt anj Rorheneck e Thurm am Gader, Wolkenstein, Castclrutt? Dlüanders, und Dellthurms. In diesem Gt' richte sind gelegen: 4 Berge, Alpen , 2TH«^ ler, i Stadt , 2 zerstreute große Dörfer, 7 große Dörfer, 5 kleine, :r Weiler, 8öi Ba»' erühöft, 5 Schlößer, darunter 2 verödete, Evelsitze, r einzelner Hof, 2 einzelne Wirths Häuser, r Fluß, / Bäche, iBadyauS, r Pft'^ > z Kirchen , und '90 Häuser. Der Seelen ZZY2 gezählt. Die in diesem Gerichte geleg^ nen 2 Tyäter sino: das Affcrerthal und scrthal. Von der westnvrdlichen Seite dieß Gericht von der Elsach, und südwär^ von dem Grödgerbach umschlossen. Das ft:?' nannl'' 475 nanute Grödnertha! wird von veu Geographen irrig in dieß Gericht gesetzt. Dasselbe ist in dem Gerichte Castellrut gelegen. Das in die¬ sem Gerichte gelegene Städtchen hat den Na¬ men: Klausen s. Brftuer Gebiet. HocheppM', ein gräflich Khunisches Ge¬ richt, im Gerichte Altenburg an der Etsch ge¬ legen. ES enthält; i Dorf, 26 Bauernhöfe r verödetes Schloß , 8 Hävftr, und 182 See¬ len. Don »cm Schloße waren die Grafen Ep pan die ersten Besitzer, 1-92 erhieltn es die Grafen EschrnIoch , 1364 die von Scherrer; 1402 die von Starkenberg; 1494 die von Fuchs; 1550 die Träursohn, 16:4 die Grafen FuchF. Jenesren , ein gräflich WolkensteinischeL Gericht an der Eisach. Es grenzt an Flaß, Dchirgen , Landgericht. Botzen , , Nerrhavö und Mollen» In diesen! Gerichte sind gelegen : i Fluß, 2 Büche, 2 große Dörfer, 1 kleines, s Weiler, 152 Bauernhöfe, 2 einzelne Höft. t einzelnes Wirchshaus, und87 Häuser. Der Seelen werden rzvo gezählt, Raltern, ein gräflich Giovancllisches Ge¬ richt im V. Etsch, grenzt an Altenburg, an das Landgericht Botzen, an das Gericht Tra¬ win, und a» den Ronsberg. Iu diesem Ge¬ richts sind gelegen: i Berg, r Fluß, r See, t Markt, r großes Dorf, 7 kleine Dörfer, Bauernhöft, 4 Schlößer, darunter 2 ver¬ ödete , i Pfarr, t Einsiedeler), 1 Eadhaus, Uyd 80 Häuser. Der Seelen werben 2^00 ge¬ zählt. Durch dieses Gericht geht die Landstrasse Nach Trient. Bönigs- v-üMü-Ä Rönlysdery, ein Gericht im V. an der Etsch; von welchem Frcyherr von Zenobio Besitzer ist. Dieses Gericht grenzt an SalerN, Gramciß, Segonzano, das Triestergebiet, an die Etsch, und Kronmetz. In diesem Gerichte sind gelegen: g Berge, 2 Flüße, i See, 2 Märkte, 2 große Dörfer, n kleine, 9 Weiler, 724 Bauernhöfe, 2 Schlößer, n einzelne Höfe, t einzelnes Wirthshaus , 2 Sauerbrunnen , Z Pfarren, 2 Kirchen, r Abtey und Kloster, r Postroute, und r6g Häuser- Der Seelen wer¬ den z.^oo gezählt. Dieß Gericht war in den älrern Seiten eine Grafschaft, welche die von Eppan als ein trienrinisches dehcu besessen haben. Rwnmekf, ein grästich Firmianisches Ge¬ richt im V. Etsch, grenzt an Kurtatsch, au die Etsch, und Wälschmetz, Man theilet die¬ ses Gericht in 2 Theile, als: in das Kronmetz fmeelium corvNL) und in daSTcutschmetz (mer» teäexco.) In oicsem Gerichte sind gelegen: l großes Dorf, 2 kleine Dörfer, 6 Weiler, .2 Flüße, 5 Kirchen, und 156 Häuser. Der Seelen werden 1000 gezählt. Die Veste Kron war ein Eigenthum des Geschlechtes von Metz, wovon das Gericht den Namen hak. 129^ hak Albert Metz das Schloß an Graf Meinhart von Tyrol verkauft. Die Firmian haben das Gericht, von Erzherzog Siegmund, für das ab¬ getretene Schloß Siegnnmdskrvn, welches vormahls Firmian genannt war, erhalten. Rureatsch, ein landesfürstliches Gericht, im V. Etsch, grenzt an das Gericht Tramin, an Königsberg , und Kronmetz. In diesem Ge¬ pichte sind gelegen: 3 Dörfer, 4 kleine Dörfer, 3 477 A Weiler . slSchlößer, r Edelsitz, r einzelner Hof, 64 Bauernhöfe, r Pfarr, und 45 Häu¬ ser« Der Seelen werben zvo gezählt. Mölken > ein Graf Wolkenstcintsches Ge- richt, im V» Eisach, grenzt an Schena, Sa» rcnthcin, Jenesien , Neuhaus und Tiefens. In diesem Gerichte sind gelegen: 1 Alpe, i See, t Bach, r großes Dorf, r kleines, r Weiler, r. verödetes Schloß, 5 einzelne Höfe, r Pfarr, sind iz8 Häuser- Der Seelen sind 950. Neuhaus, ein gräflich Tannenbergischcs Gericht, im V. Eisach, grenzt an Mölken, Jenesien, an das Landgericht Botzen, und Tie¬ fens. In diesem Gerichte sind gelegen ; 1 Fluß, 2 große Dörfer, r kleines Dorf, 2 Weiler , 8 Schlößer, darunter 5 verödete, i Edelsitz, r einzelner Hof, t84 Bauernhöfe, 1 einzelnes Wirrhshaus, i Pfarr, r Wallfahrtsort, und 7r Häuser. Der Seelen werden 1600 gezählt. Neuftift, auch Neuzell , ein regulirtes Chorherrenstist des heil. Augustins an der Eis- ach, ri42 von Rembert Ritter von Geben, sind dessen Gemahiinn gestiftet. SSeyde Stifter flnd selbst in den Orden getreten, und.', nach demselben vollbrachten 12 Jahren , gestorben. Diesem Stifte steht jetzt ein Commendeabt vor« Kaiser Heinrich hat dem Stifte 24 Fuder Salz (ju 5 fl. !2 kr.) und 2o Mark Perner (52 fl.) ftgirt. Zu dem Stifte gehört auch das Gericht, dessen Grenzen nordwärts das Vrixuer Hoss, geeicht und Rovereit, ostwärts die N'enz, sstd-, ^ärts Brisen , und westwärts Salern sind. Diefts Gericht, welches im Brftner Distrsite -^klegen ist, enthält: r Berg, 2 Flüße, L großes 4/8 O-"W^c- großes Dorff 4 kleine Dörfer, r Pfarr, r Commendeabtty, ;c» Häuftr, und ^90 Seelen- Im Jahre 1782 haben in dem Stifte mit Aus¬ nahme des Akten, Dechant, Vicedechant und Senior , 48 Chorherren , und 4 Novizen gelcbet. Am Grein anfm Bitten, ein Graf Tro- fensches Gericht, im V. Eisach grenzt an Vil- landers, Eastelrutt , Vels, Carncid , Landge¬ richt Botzen, und Gericht Wangen. Von dec «stsüdlichcn Seite wird es von der Eisach um¬ schlossen. Disscü Gericht enHält: 2 Berge, r A!pe, l Fluß, 4 Bäci e4 2 große Dörfer, 5 kl-ine, 4 Weiler-, 2 verödete Schlößer, ; cm- zelne Höfe , 481 . V-nicrnhöfe, 1 Pfarr, 129 Häuser, und 8,622 Seelen. Gaiern, ein Graf Zenobiosches Gericht au der Etsch, grenzt an dsss Landgericht Sterzing,. an das Gericht Neustift ? Vellchurms , kazfons, und Sareutheln. In diesem Gerichte sind ge¬ legen: 5 Berge , 2 Alpen, i Fluß, i Bach , r zerstreutes großes Dorf, 1 großes Dorf, 4 Weiler, y8 Bauernhöfe , 1 verödetes Schloß, 2 Edclsitz e, r einzelner Hof? i einzelnes Wirths- haus, 1 Waldung, r Blockhaus, i Pfarr, und i2i Häuser. Der Seelen werden iicO ge- jählt. . > Sarnthein, ein gräflich Sarentheinisches Bericht- an der Eisach , grenzt an düs'Landge¬ richt Sterzing, an das Gericht Salern, Laz- fons , Villandcrs, Wangen , Jenesten, MöS Len, Schena, und Paßeyer. In diesem Ge¬ richte sind gelegen : 16 Berge , 22 Alpen, 4 Thäler, 5 Seen,'22 Bäche-»6 Waldungen, 2 große Dörfer, 6 kleine, 429 Bauernhöfe, r Edel- 479' Ebclfitz, z einzelne Höfe , -Pfarren, r Kirche, Babhaus , und 256 Häuser. Der Oeelrn werden 4,zcc> gezählt. Tcurfch Nofen , ober Teutschofen , ein Frey- herrlich Sternbachisches Gericht, im D- Etsch, grenzt an Botzen, Gericht Carneid, Flcims- thal , Enn , und Caldiff. In diesem Gerichte sind gelegen: z Berge', g Alpen, 5 Thäler, 2 große Dörfer, 2 zerstreute Dörfer von Mitte¬ rer Gattung, ie> Weiler, 519 Bauernhöfe; 10 einzelne Höfe, r Pfarr, z Kirchen, l Wall- sahrtsort, r Kloster, z Bäche, und 68 Häu¬ ser, Der Serien werden 2352 gezählt. Vels, ein Gericht, im D. Eisach. Von demselben ist Freyherr von Dölß Bestzcr. Das¬ selbe grenzt an Castellrut, Tiers, Carneid, an die Eisach. Dieses Gericht enthalt: 2 Berge, r Fluß, 1 See, z Bäche, r zerstreutes Dorf von Mitterer Gattung, i großes Dorf, 4 Wei¬ ler, 242 Bauernhöfe , 2 Schlößer , darunter r verödetes, i Edelsttz, i einzelner Hof, ^.ein¬ zelnes Wirthshaus, i Pfarr, 5 Kirchen, 56 Häuser, und 1700 Seelen. In diesem Gerich¬ te wird gegen Carneid, und die Eisach viel Wein erzielt. villanders, ein gräflich Wolkensieinisches Bericht im V. Eisach, grenzt an Lazfons, an die Eisach, am Stein ausm Ritten, und Sa- tenthcin. Dieses Gericht enthält: 3 Berge, z Hstpen, i Bergwerk Key Rothlohn, 2 Dörfer von mitterer Gattung, 2 kleine Dörfer, 391 Bauernhöfe, r Schloß, r Pfarr, z Kirchen, Häuser, und zooo Seelen. Wan- 480 wahrten , ein FreyherrliK Gandalasches Gericht im D. Eisach, grenzt an Sarenkhein , am Stein auftn Ritten, an das Landgericht Batzen , Ienefien , und Mölken, diesem Ge¬ richte sind gelegen : i Berg, l Ache, l Fluß, 1 Bach, t Burgfrieden. , 2 Dörfer, t Weiler, 5 einzelne Höfe, 102 Bauernhöfe, i Pfarr, 2 Kirchen, und l/ Häuser. Der Seelen wen Len 7zo gezählt. welsch Nofen, f. Carncid. Wolkenstein, ein gräflich Wolkensteinlsches Gericht im V. Eisach , grenzt an Thurm aiv Gadern, Enuenberg, Buchenstcin, Eves, Gu- fidaun, und Rothcneck. Dieses Gericht cntt hält: t. Berge, g Alpen, i Thal, i zerstrcu' tes großes Dorf, 4 Weiler, r einzelner Hol, 99 Bauernhöfe, 2 verödete Schlößer, 4 Bä¬ che, Z4 Häuser, und 1202 Seelen. Zimmers, ein Gericht im V. Etsch, grenzt an das Gericht Königsberg, an das Fleimsthai/ Tricutiner Gebiet, und Gramciß. IV. Vas viertel pusserthal grenzk nordwärts an das Zillerthal, Nordost-' wärts an Winbischmatrey, im salzburgischcn Ge- blete gelegen , ostwärts au Kärnten, südwärts an das Venediger Gebiet, und das Erschthal, südwestwärts an das Viertel Eis-'ch, westwärts an das Wiptbal, und wcstnordwärts LN das U»- terinthal. Gegen Norden nimmt dieses Vier¬ tel seinen Anfang im Gerichte Virgen am L"- senspitzberg, Und dehnt sich hie in das Gericht AlmbeW, zu Lei» Markstein Ambczzo. Die ga"' 48 r «e Länge von Norden nach Süden dürfte bcy 14 Meilen betragen» Von der Westseite nimmt das Thal seinen Anfang im Gerichte Rotheneck, und dehnt ßch auf ra Meilen bis zur Lienzer Klausen , wo die Drave Tyrol von Kannen scheidet. Das Pufferthal, vsllis kuLirilsa (ita¬ lienisch, !a ?ustorjs) kam nach Abgänge der Grafen von Görz iZvo an das östreichische Haus, und wurde rZli mit Tyrol vereint. In die¬ sem Viertel zählt man bei- 800 Kommerzialpro- fessioniffcn. darunter die Leinweber, und die Spizknöpperinnen die beträchtlichsten sind. An Flachs erzielt man jährlich Key igoo Centner» In diesem'Viertel sind gelegen: ^ttrpszzo, oder Haiden, ein landesfstrst- liches Gericht- grenzt an Welsberg , an das Vene'tiancr Gebiet, an Buchenstem, und Enncn- berg. Dieses Gericht enthält : 14 Berge, z Alpen, 7 Thäler, l Find', 4 Bäche, i zer¬ streutes großes Dorf, 4 grosse Dörfer, 9 Wei¬ ler, 251-Bauernhöfe, g6ü Häuser , und 2002 Seelen. Altrasen, ein gräflich Welsbcrgischcs Ge¬ richt, grenzt an Antholz, Welsberg, und En- Uenberg. In diesem Gerichte sind gelegen: 6 Berge, 5 Bäche, r großes Dorf, 5 kleine Dör¬ fer 2 Weiler, i E.delsitz , 2cj7 Bauernhöfe, r einzelnes Wirthshausr Pfarr, r Kirche, 2 verödete Schlößer, und 151 Häuser. Oer See¬ len werden zr->O gezählt. DesereFZen, ein Gericht, von welches das erloschene königliche Stift zu Haff Besizcr war ; jetzt ist dasselbe cm Eigenthum des Religionsfunds. Dieses Gericht grenzt an das H h Saiz- 482 . s Galzburgclgebiet , Windischmatrey , Heim- fels , Welsberg , und Tauftis. I«! diesem Ge- richte sind gelegen: 40 Berge, z Ferner, 24 Alpen, 6 Thaler, rz Waldungen , 2 Seen, zo Bache; r zerstreutes großes Dorf, 4.große Dör¬ fer, 2 kleine Dörfer, y Weiler, i einzelner Hof, 74; iZmuervhöfe, r Pfarre, und 57 Häuser. , Der Seelen werben Z,g2>O gezählt. Enncnbery, ein Gericht, wovon das er¬ loschene Stift zu Sonncnburg Besitzer war.K Jetzt ist dasselbe ein Eigcnthum des Religions- funoö. Dieses Gericht grenzt an Altrasen/ Wels¬ berg, Ampezzo, Wolkenstein, und Thurm am Gader. Es enthält: ir Berge, 4 Alpen, 4 Thäler, i Fluß, i Bach, l See, 2 große Dör¬ fer von Mitterer Gattung, 6 kleine Dörfer, 9 Weiler, Z Edelsize, 2 einzelne Höfe, 757 Bau¬ ernhöfe, t einzelnes Wirthshaus, i Psarr, z Kirchen, und iz; Häuser« Der Seelen werden 4>-o gezählt. geimfels, ein Gericht, von welchem das erloschene königliche Stift zu Hall Besitzer war, Nun ist davon der Religionsfund Eigenthümcr. Dasselbe grenzt an Defereggen, Omras, Jn- nichcn, und Weisberg. Dieses Gericht ent¬ hält: Berge, 26 Alpen , ig Thäier, ro Seen, ; Bähe, i Markt/ 1 erstreures gro¬ ßes Dorf, 8 große Dörfer, -- kleine, 10 Wei¬ ler, i Ebelsitz, z einzelne Höft , 6;7Baucrn- pöfc, 2 Ptarren , 5 Kirchen, z Badhäuser, r einzelnes Wirrbshaus, o Maidungen, r Post¬ route, 2io Häuser, und 9,0 0 Seelen. Jnnichev , eine Hofmark, wovon das Hoch- irift zu Frei-singen Besitzer ist. Dieselbe grenzt an 48L uu Heimfels und Weisberg. Sie enthält r Markt, r Edelsitz, 7- Bauernhöfe, r Pfarr^ lr Kirchen, 49 Häuser , und tooo Seelen» Das hier gelegene Collegiatstift ist erloschen» r?8k bestand dasselbe aus r Probsten^, und 2l Chorherren (canonieir ). Rats, ein Gericht, von welchem das er¬ loschene königliche Stift zu Hall Besitzer war. Jetzt ist der Religionsfuno Eigenrhümer des¬ selben. Es grenzt an Salzburg, Kärnten, Lienz , und Windischmatrey. In demselben sind gelegen: z6 Berge, 4 Ferner, 6 Alpen, Z Thäler, r Fluß, 20 Bäche, i See, r Wöl¬ bung, i großes Dorf, io Weiler, 141 Bau¬ ernhöfe, i Pfarr, i einzelnes Wirthshaus , I Schmelzhsttte, und 9 Häuser. Der Seelen sind 6oov. St Laurenz, ein Markt mit einer Pfarr, im Gerichte Michälsburg. Dieselbe enthält Sdyo Seelen. In diesem Orte ist setzt der Sitz bei Kreisamtes su'r das Viertel Pusterthal. Lien; , Lontium oder Lentinm, eine Stadt erdravburg. Die in Lienz gelegenen Non¬ nenklöster sind erloschen. Die hier befindliche^be- Eeächtlich- Mcssinafabrik ist bekannt. Jenseit °" Ist liegt bas große Dorf Oberlienz. Lienz, H h 2 die 484 die Stadt, enthält 218 Häuser , und 1500 Seelen. Lienzer Rlausen, ein Paßort am Fluße Jsei, an der Grenze von Kärnten, Zu diesem Orte gelDren: 5 Dörfer, r einzelner Hof, 6o Bauernhöfe, 23 Häuser, und izzo See¬ len. Lienz, ein Landgericht, grenzt an Kärn¬ ten , an die Drave ,, welche hier Tyrol von Kärn¬ ten scheidet , an das Gericht Omras, Win- dischmatrey , und Kals. In diesem Gerichte sind gelegen : 43 Berge, 1 Ferner, 21 Alpen, 7 Thäler, 2 Flüße, z See» , 21 Bäche, r Stadt, ! Klausen, Z Gerichte , als : Kals , Virgen und Dcfereggen, 2 zerstreute Dörfer, iz großeDörfer, 14kleine, yWerler, 2 Edel¬ sitze , 5 einzelne Höfe, 628 Bauernhöfe, 5 Schlößer, darunter 4 verödete, 2 Pfarren, 8 Kirchen, r Wallfahrtsort, 4 Eiusieteieyen, r Echmelzhütte , r Badhaus, 1 Posiroute , und 78 Häuser. Der Seelen sind 6020. Von der Stadt Lienz, ver Lienzer Klausen , und dem Landgerichte Lienz was das in Hall ge¬ legene königlich« Nvmrenstift Besitzer. Jetzt ist davon Eigcuthumcr der Reiigionssund. 8t. Michalsbury, ein Graf Kiniglischcs Gericht, grenzt an Gais, AUrasen, Ennen- berg und Liscu. In diesem Gerichte sind ge¬ legen : 4 Berge , 8 Bäche , - Burgfrieden mit einem Edelsitz und kleinem Dorf, r Markt, 2 große Dörf:r , 6 kleine, 6 Weiler, 5 Edel- sitzc , 2 einzelne Höfe , 244 Bauernhöfe , verödete chjößex, r Pfarr, i Kirche , un^ L49 Häuser. Der Seelen find z,02v. Rochen- 485-, Rorhenetk, ein GrafWolkcnsteinisches Ge¬ picht, grenzt an St. Petersberg, Pfundcrsthal, Lisen, Gufidann, Stadt Grixen, Salern, und an das Drixncr Hofaerichr. Dieses Gericht enthält: rg. Berge/4 A pen , iThal, l Fluß, r See, r Bach, r Markt, 2 zerstreute große Dörfer, 4 große Dörfer, 2 Dörfer von Mitterer Größe, 9 tieine Dorfe«, 14 Weiler, 9 Edel¬ sitze , Bauernhöfe, z Schlößer , 4 Pfarren, 4 Kirchen. 1 Wallfahrtsort, 297 Häuser, und 4,600 Seelen. Gchönech, ein Graf Kiniglisches Gericht, grenzt an das Gericht Täufers, Utterheim , Et. Michälsburg, Nskheneck, und Pfunderss khal. In diesem Gerichte find gelegen: 5 Ber¬ ge, 7 Alpen , 7 Bäche, z große Dörfer , 5 kleine, 5 Weiler, 276 Bauernhöfe, 2 Schlö¬ ßer /darunter r verödetes, z Edcisitze, i ein¬ zelner Hof, ! Pfarr, 2 Einsiedclcyen , 2A4 Häuser. Der Seelen sind 4,000-, Ssnnenbury, ein Nonnenstift, und Klo¬ ster des heil. Benedikt, im Gerichte St. Mi¬ chälsburg an der Eisach gelegen, ward 1018 von Volcoldus, ältesten Sohn des Grafens Okwein von Görz gestiftet, 14^7 lcgirten die Erzherzoge Ernst, und Friedrich 20 Fuder Salz. ( 104 fl.) Eine zeitliche Aebtissinn dieses Stiftes hatte Sitz, und Stimme auf den ty¬ pischen Landtagen. Dieß Stift ist erloschen- Das Gericht, wovon das Stift Besitzer war, ist vyn sehr kleinem Umsanse, und enthalt blos * großes Dorf, i Waldung, Bauernhöfe, 37 Häuser, und 600 Seelen. Täufers, ein Gericht, wovon Graf Fer- H h 3 rars 486 O-üEW^s rara Besitzer ist, grenzt an das Zillerthak, Virgen, Defereggcn, Antholz,Uttcnhcim, Sä)ö- neck und abermahl Zillerthall. In diesem Ge¬ richte sind gelegen: i6 Berge . 6 Ferner , r Bergwerk, 21 Alpen , 8 Thäler , 5 Seen ? Z7 Bäche, 6 zerstreute große Dörfer , 6 große Dörfer, 2 kleine Dörfer, 5 Weiler, 1 Eoelsitz - 609 Bauernhöfe, z Schlößer, darunter i ver¬ ödetes, 2 Pfarren, Kirchen, i Einsiedeley, 1 Gesundbrunnen, r Schmelzhütte, und 462 Häu¬ ser. Der Seelen sind 9,602, Urrenheinr, oder Gais , ein Graf Troj'e- eisches Gericht, grenzt an Täufers, Antholz, Altrasen, Michälsburg, und Schöneck. Dieses Gericht enthält: i Bach , 2 große Dörfer 2kleine, 2 Weiler, 1 Edelsitz, 72 Bauernhöfe/ 2 Schlößer, r Pfarr, 22 Häuser, und 800 Seelen. weksberg, ein GrafKiniglisches Gericht/ grenzt an Dcferegcn, Windikchmatrey, Heim¬ fels , Doblach , Ämpezzo, Enncnberg , Aitra- sen, und Antholz. In diesem Gerichte sind gelesen: za Beige, 16 Alpen, Thäler , r Fluß, g Seen, ryBäche, r Markt, 1 zerstreu¬ tes groß s Dorf z große Dörfer , 5 kleine 9 Weiler, g Edelsitze, 2 einzelne Höfe , 6;7 Bauernhöfe, 4 Schlößer, daruurcr 2 verödete, 2 Pfarren , r Wallfahrtsort, 2 Gesundbrunnen, und Häuser. Der Seelen sind 6200. virnen, ein Gericht ar-nzt an das Ziller- tbal, Heimfels, und Täufers. Von diesem Ge¬ richte. welches vormahls ein Eigenthum des . Nonnenstiktes in Hall war, ist nun der Re- ligionsfnnh Besitzer. Es enthält 40 Berge / 487 z Ferner, 24 Alpen, 6 Thäler, i zerstreutes großes Dorf, 4 große Dörfer, 2 kleine Dör- ser, y Weiler, i einzelnen Hof, 249 Bauern¬ höfe , i verödetes Schloß , 14 Waldungen, nebst der in Windifch Matrey gelegenen k. k. Walbiwg, 2 Seen, zo Bäche, Z2 Häuser, und 2500 Seelen. An den watschen Lonfinien. Mit dem Namen: wälsche Confinien, be¬ legt man jene Landesstrecke, welche eigentlich den südlichen Theil vonTyrol macht, und fast ganz an der Grenze Italiens gelegen ist. Diese Lan- desstrecke grenzt nordwärts an das Pusterthal , säd - und südwestwärts an das Venediger Ge¬ biet, und westwärts an das Vinstgau. Die Länge dieser Landesstrecke, das ist von Norden nach Süden beträgt 12 Meilen. Die vorzüg¬ lichsten Natur-und Kunstproducke sind hier der Wein, Seide, und Tobak. In dieser Lan- desstrecke sind gelegen: Arco , eine Grafschaft mit einer Stadt, und Bergschloß am Fluße Sarca gelegen. Im Jahre hat K. Siegmund die Grafschaft, von welcher die Grafen gleiches NamcnS Be¬ sitzer sind, gestiftet. Die Gnnzen dieser Graf¬ schaft sind : I idiciaricn , vas sti csvecljne , la- Ao äi garäs, und Riva. In derselben sind gc- ltg.n: 2 käerge, 2 Thäler, r Flnß, i Stadt, 7 große Dörfer, 6 kleine, 5 Weiler , g ver¬ ödete Schlößer, 4 Edelsitzs , 796 Bauernhöfe, r Pfarr, 4 Kirchen, und Häuser. Der Seelen werden 2700, dann 2000 Stück Horn¬ vieh , und über rao Maulthiere gezähir. H h 4 Ve«- 488 «s-^N^ü-s Bellfort, sder Altspauer, ein gräflich S>^ racimsches Gericht, grenzt an Sporo, Walsc!)- metz, Zambana, und Iudiciarien. Dieß Ge- richt enthält:- I Berg, r See, 2 kleine Dör¬ fer , i Weüer, 8« Häuser, und §50 Seelen. Taste!«", eine gräflich Jodronische Herr¬ schaft, grenzt an die Etsch, und an Castel- nove. In diesem Gerichte sind gelegen : g Berge, 2 Alpen, r Fluß, 1 Bach, 2 Dörfer von Mitterer Größe, 2 große Dörfer, ?! kleine rc> Weiler , 2 Schlößer, darunter ein veröde¬ tes , I einzelner Hof, r Pfarr, 1 Einfiedeley und r Pulvermühle. Tastelcorn, crrstrnm cornu, ein gräflich Zichtensteimschcs Gericht, grenzt an Castclnovo, an die Etsch, und Arco. In diesem Gerichte sind gelegen ; , r Fluß , r Dorf von mirtcrcr Größe, 7 kleine Dörfer, t Weiler, g Schlö¬ ßer, darunter 2 verödete, und l Kirche. Bey Isera und Predaglia wächst guter Wein. Tastelnovo, ein gräflich kodronisches Ge¬ richt, grenzt an Castelon, an die Etsch, Ca- sieleorn, und Arco. In diesem Gerichte sind gelegen: r Fluß, r Dorf von Mitterer Größe, z kleine Dörfer, i Weiler, L Kirche, und r Schloß. Taste! Pfund, auch Castelfond , siehe: Ronsberg im trientiuifchen Gebiet. Folyaria, oder Vilgreit, kulZkMa, ein landesfärstliches Gericht, grenzt an Ealbonaz, Val Sugana, ans venekianische Gebiet, au hie Prätur Rovercit, und an Besano, In die¬ sem 489 stm Gerichte find gelegen: i Berg, 2 Alpen, !? Thäier, r zerstreutes großes Dorf, 2 Dör¬ fer von mitkerer Größe, i kleines Dorf, iz Weiler, r einzelner Hof, r Pforr, und 2 Kirchen. Cresta, ein gräflich Castelbarkifches Ge- r'rcht, grenzt an Casteluovo, CaüelcvrN, an die 4 Dicariaten, an lazo 6r Asräa, und an Arco. Dieses Gericht enthält: Berge/ 1 mittercs Dorf, z kleine Dörfer, 2 Weiler, tga Bauernhöfe, i Pfarr, Kirchen, 2 ver¬ ödete Schlößer, Häuser, rzoo Seelen, und !2oo Stück Hornvieh. Ivan, ein gräflich Wolkensteinisches Ge-- riflit, grenzt an das Fleimsthal, ans V^netia- ncr Gebiet, an Val Sugana, und Eastelalto. In diesem Gerichte sind gelegen: 2; Berge, 28 Alpen, 2Z Thälcr , 2 große Dörfer, 2 Dör¬ fer von mitterer Größe, 8 klcin« Dörfer, 8 Weiler, r Edelsitz, r einzelner Hof, 884 Dau- eruhöfe, 4 Schlößer, darunter z verödete, r Fluß, 2 Seen, g Bäche, i Pfarr, 4 Kirchen, i einzelnes Wirthshaus, 207 Häuser, 840 » G Seelen, 14 Stück Hornvieh, und zzo Maul- thiere» Lagerthal, Val laF-rrina, vallir IsWrink. Woher dasselbe seinen Namen hat, ist nicht entschieden. Einige leiten denselben von dem hier gelegenen Dorfe Lagar ab; andere behaupten, daß hier die Stadt Lagaris gele¬ gen , von welcher das Thal den Namen erhal¬ ten hat. Mir schien es am wahrscheinlichsten, daß der dp s'm Thale westwärts gelegene See, I»Lc> üi 8»räo, demselben den Namen gegeben H h 5 hat. G-r-Wrr-A hat. Die Grafen von Cahelbark haben dieses Thal vor einigen Jahren als ein krientinischcs Lehen besessen. Im .ssahre 1440 bemächtigten sich dieses Thales die Venetianer, welchen es aber 1501) wieder genommen worden ist. Ja diesem Thale sind gelegen: Gresta , die 4 Vi¬ kariaten , Castelan , Castclcoru , Castelnovo, Nomi, die Prätur Rovereit, und Piscin. LaZs di Garda, ein bekannter See zwi¬ schen dem Thale Ledro, und dem Lagerthale gelegen. Bey Covel Caldar macht der See die natürliche Grenze zwischen Tyrol , und dem venetianischei! Gebiete. Loörcm, eine.Grafschaft, wovon das gräf¬ liche Haus Lodrou Besitzer ist, grenzt an Ju- d-ciarirn, an das Tbal Ledro, an den Lago d" Jbro, und an das Brescianische Gebitt. J>t dieser Gi ass »mst sind gelegen: 16 Berge, ro Achen, 6 Thäler, 2 Flüße, 2 Bäche, 9 kleine Dörfer, 4 Weiler, 2 einzelner Hof . 407 Bau¬ ernhöfe, 2 verödete Schlößer, 2 Kirchen, t Wallfahrtsort, eine Einsiedelei), und z8 Häu¬ ser. D r Seelen werden 902 gezählt. Das hier gelegene Schloß wird cgscrnm 8. genannt; dann sind hier auch das castoUum^ rvmanum ^die römische) und cartellmu jocironma (die lodronische Veste) gelegen. Nomi, ein Gericht, wovon Freiherr Fe- drigazzi Besitzer ist, zwischen Castellan, und Besano gelegen. Dieses Gericht enthält 2 Dör¬ fer, nc/Bauernhäuser, >5 Häuser, 1270 See¬ len, und 400 Stück Ochsen. pflaum - pflaum , 6avon, lat. fiavanium, s. Nons^ berg im trienrinischen Gebiet. primor, primiero, la ?revs 6i?ri'mor, ein gräflich Welsbergilches Gericht, grenzt a» das Fleimsthal, an das Venctianer Gebiet, Und Ivan. In diesem Gerichte sind gelegen: 27 Berge, gi Alpen, 20 Thälcr, 2 Flüße, r See, g Bäche, l Markt, 2 zerstreute große Dörfer, 4 von mitterer Größe, 4 kleine, n Weiler, i Cdelsiz, i einzelner Hof, 544 Bau¬ ernhöfe, iPfarr, 4 Kirchen, 1 Schmelzhütte, t Paß, 1 einzelnes Wirkhsbaus, und 146 Häuser. Der Seelen werden ZZOQ gezählt. Rovereit, Iloborotum, eine Prätur im Lagerthale gelegen, grenzt an Besano, Folgq- ria, ans Denetianer Gebiet, an die vier Vi- cariaten , und an die Etsch , welche dieses Ge¬ biet von oen Gerichten Castellan, Castcllcorn rc, absondert. Die Prätur enthält vom Stein, c>§- tkllo äsU kiatru, bis an Seravalle keutsche Meile. Die Breite von der Etsch bis ans De¬ netianer Gebiet beläuft sich auf 2 deutsche Mei¬ len. In diesem Gebiete sind gelegen: rg Ber¬ ge, io Alpen, 14 Thäler, r Fluß, i Stadt, 2 zerstreute große Dörfer, 2 von mitterer Grö¬ ße , 2 große Dörfer, Z mitterer Größe, 4 klei¬ ne, 64 Weiler, z Edelsitze, i verödetes Schloß, Z einzelne Höfe, ydg Bauernhöfe, 4 Pfarren, 3 Kirchen, i Kloster, r Einsiedeley, und gGz Häufcr. Der Seelen sind 16000, darunter bei 4000 ihre Nahrung bey dem Seihcnbaue finden. Die Zahl des Hornviehes beläuft sich auf 5ns Stücke. Daß in diesem Bezirke der Seidenbau seinen vorzüglichen Siz habe, ist bereits ge¬ sagt worden. Rove- 4d2 Rovereit, eine landesfürstsiche Stadt west¬ wärts von der Etsch an der Landstrasse nach Italien gelegen. Ihre Entfernung von Wie» beträgt 91 Meilen, 8 von Verona, 14 von Manma, 4 von Trient, 14 von Botzen, 18 von Brisen, und zo von Jasbruck. Hier ist der Sitz des Kreisamt.s, womit zugleich das k. Commissiriat vereint ist. Ferner befindet sich hier ein Hauptzollamt , und eine Normal- fchule. Das hier gelegene Clarisser Nonnen¬ kloster ist erloschen. Es befinden sich hier noch ein Kloster der beschuhten Carmcltter, der re- formirtcn Fcanciscaner, und ein Nonnenkloster des St. Franz Salesius. Saco, rin Dorf in der Prätuv Rovereit e an der Etsch gelegen, enthält 46 Bauernhöfe, L45 Häuser, und 1,50-0 Seelen. Gpaur, 8x010, s. NonGerg'im trientini- schen Gebiete. Telvan, ein Graf Ioanellisches 'Gericht im Thale Val Sugana gelegen. Dieses Ge¬ richt enthält.- 1 Markt, 9 Dörfer, Z92 Bau¬ ernhöfe, -85 Häuser, Zoos Personen , und bei r;oo Stück Hornvieh. Val SnMna, vMis aufiigii, auch vsili« «uZanea genannt. Durch dasselbe zieht sich die Landstrasse nach Italien. Zwcp Flüße, nähm'rch Vie Etsch und Brenta, rheilen dieses Thal in zween Thcile. In diesem Thale sind daS Gericht Telvan, Ivan, Primär, und der Paß Kofel, Covelo, olg»strum (7udali gelegen- Die hier im Gerichte Primör auf einem 52 Klafter hohen Felsen gelegene Beste verdient , erwähnt 4YZ erwähnt zu werden, da zu derselben'von der Landstrasse kein Weg führt. Diejenigen, wei¬ che von dieser Beste ins Thal kommen wollen. Müssen mit Stricken hinabgelassen werden, und werden, mittels derselben, auch wieder hinaufge- zogen. Der unterhalb der Veste gelegene Weg har so viel Breite, daß gerade 2 Wägen auf demselben neben einander fahren können. Da, Wo sich der Weg in das Venctianische öffnet, befindet sich rin sogenanntes Bollwerk mit ei¬ ner Mannschaft. Von dem Ronsberg öffnet sich ebenfalls ein Weg nach dieser Veste. Nord¬ wärts von derselben liegt das kleine Dorf Primolarr mit,einem Postwechsel. Das BurgFrafenamt, und Vinstgau , oder der westnordliche Landesbezirk Ty- rols grenzt nordwärts an das Obcrinthal, ostwärts an das Viertel Eisach, ostsüdwärts an das Etschthal, südwärts an die wälfchen Coufinieu, westwärts an Bündten, und west- uordwärts an Untereugadern. In diesem Lan¬ desviertel sind gelegen? Burystall, ein Graf Spaunsches Gericht, grenzt an Meran, Mölken, Gargazon, und an Lana. Dieses Gericht enthält: i kleines Dorf, 1 Weiler, 26 Bauernhöfe, 6 Häuser , und 262 Seelen- In diesem Gerichte fängt eigentlich der Weinbau an. chastellbelk, csKrum bellum, ein Graf Hend- Irsches Gericht an der Etsch. In dewselbe« Nnd gelegen: 41 Berge, 17 Ferner, 2 Alpen, Thälcr, 4 Fluße, 24 Bäche, r zerstreuck-ö, Dorf von mitterrr Größe, Z große Dörfer, 3 4Y4 kleine Dörfer, 15 Weiler, 26 einzelne Höfe, gt6 Bauernhöfe, z Schlößer, darunter 2 verö¬ dete , 2 Pfarren, 2 Kirchen, i Wallfahrtsort, i einzelnes Wirthshaus, und 62 Häufen Der Seelen sind 7,100. Dieses Gericht grenzt an Schnals , Meran , Forst, und Schlanders» Das Gericht ist im Mustgau gelegen. Zorft, oder Vorst, ein Graf Brandisrhes Gericht, grenzt an Meran, Stein VNterm Le¬ bendere; , und Schlanders. Es enthält 1 gro¬ ßes Dorf, 1 kleines, 9 Weiler , i Schloß , 20 Bauernhöfe , g Häuser , und 200 Seelen- iryI waren von dem hier gelegenen Schloße Besitzer die Grafen von Brandts. 1721 ward damit Albert von Vorst belehnt. Nach dem Abgänge des Vorstischen Stammes trat 1321 -Adolph von Ems in Besitz. In der Folge kam es an die von Starkenberg, und 1477 an die Brandts. Garyazcm, ein landesfürstliches Gericht, grenzt an Burgstall, Mölken, Neuhaus, und Lana. In diesem Gerichte sind gelegen : i kleines Dorf, 18 Bauernhöfe, 6 Häuser, und »75 Seelen. Hier sind viele Weingcwächfe. Glurns, und Mals, ein GrafLrappisches Gericht , grenzt an Naudersberg, Nofen , Matsch, Schlanders, und Bündten. D'cfes Gericht enthält: zo Berge, z Ferner, 2 B - g- werke, 19 Alpen, y«Tbäler, 8 Flüße, 18.Bä¬ che, l Stadt, ro große Dörfer, 21 Weiler, 6 einzelne Höfe, 822 Bauernhöfe, 8 Pfarren, io Kirchen , 7 Wallfahrtsorte, z Einsiedeleycn, r Wachthaus, l Blokhaus, r Schmcizhürre, und za» Häufcr. Der Seelen sind 7550. Ma- o— 494 Marienberg , ein Vcncdietinerstift, im Gerichte gleiches Namens , ur-d wovon das Seist Besitzer ist. Dies Gericht grenzt an Un- tcrengadein, Naudcrsberg, und Glurns. Es enthält: ; Berge, g Alpen, sThälcr, r Bach, - großer Dorf, z Weiler, 77 Bauernhöfe, i Abtey, i Kirche, 2 verödete Schlößer, ry Häu¬ ser, und 240 Seelen. In Dem Lhale Enge-dein befanden sich im n. Jahrhunderte viele adelw che Familien, darunter ein Ritter mit Namen Eberhard von Montfort war. Als dieser sich ohne Erben sah, entschloß er sich in dem z Meilen von Nauvcrs entlegenen Dorfe Schulz ein Kloster aufzubauen , und besetzte das¬ selbe mit Benedickiuermönchen aus Ottobay- "n. Zur Herstellung dieses Klostergebändes hat sein Bruder Ulrich , Bischof von Chur kha- kig mitgcwirket. Bald nach dem Tode des Stifters brannte das ganze Gebäude ab; es wurde aber wieder hergestcll.k, und ngr vom Bischof Conrad zu Chur eingcwcyhct. In die¬ ser Gegend wohnte der Ritter von Trasp, ein lehr bemittelter Mann , und dessen Vermögen vorzüglich in einer sehr großen Menge von Schafen bestand. Das seiner Wohnung nahe Lclcgcne Kloster gab dem Ritter Gelegenheit, öfters in dasselbe zu kommen. Die Mönche wüsten ihn zu gewinnen, und es gelang ihnen , den Ritter zu bewegen, daß er als Klostervogt dem Kloster einen Löten versetzte. Der Bru¬ der dieses Ritters beschloß , eine Reift Nach Jerusalem zu machen, bevor er aber die¬ selbe antrat, machte er sein Testament, und "nannte das Kloster zum Universalerben. Der Pilger starb auf der Reift, und das Kloster tHrt in die Erbschaft. Da die Einwohner in Schulz nicht immer mit Anstand den Mönchen begeg-- 496 öegegneken, und nicht selten viele Unbilden von ihnen anszustehep hakten ; so lug ab sich Ulrich 1146 nach Rom, und bewirkte bep dem damals ligen Pabsten Eugen die Erlaubuiß, das Klo¬ ster an einen andern Ort zu verlegen. Hierzu wurde Burgeis gewählt, wo das Moster noch sicht, Es fügt; sich, daß während bcs neues Klosteroaucs der Hauptmann, und Jnnhabck des Schloßes Fürstenberg, den Ritter Uirich, die¬ ses Gebäudes wegen, sehr zum Besten hatte. Hierdurch wurde der letztere gcgen den ersteren so erbittert, daß Ulrich bey einer Gelegenheit, da eben der Hauptmann ihm entgegen geritten kam, diesen angriff, und mittels der Diener, die er bey sich hatte, ihn erstechen ließ. Ec zog dem enlselten Körper die Kleider ab, klei¬ dete sich damit, und begab sich in das, Fürsten- bergische Schloß, woraus er die Gemahlinn des Umgebrachteu samt dem Gesinde vcrkri'b, und alles rein ausplünderte. Nach dieser voll¬ brachten ritterlichen That, gieng er als Pilger in das h. Land, kam reuevoll zurück, und ver¬ ließ auf Eiurathen seiner Gemahlinn die Welt - wurde ein Mönch , und starb als solcher iM Jahre 1177. Auch der Sohn ist dem Vater gls Mönch nachgefolgk. Nach Mor hak der Sohn das Mönchleben vor dem Vater gewählt, nach andern aber wäre dem Sohne der Vater gefolgt. Nach Mor har die Klostcrvogtey der Sohn Ulrich im Jahre 1192 seinem Vetter Egno von Mäksch übergeben. r?,/8 wurden dem Klo¬ ster 12 Fuder Salz legiert, und 1785 ist das hier gelegene Srifk»erloschcn. Marsch, eine gräflich Trappischc ^Herr¬ schaft , grenzt an Naudersberg , Giurnö, Sctstan- Hers, und Castellbell. In diesem Gerichte sind gele- 4yy gelegen: ? Berge, 2 Ferner, 4 Alpen, 2Thä- ler, 4 Bäche , 1 großes Dorf, 4 Weiler, 64 Bauernhöfe, 2 verödete Schlößer, 2 Kirchen, lind 7 Häuser. Der Seelen sind 550. Merstn, eine Stadt mit einem Landge¬ richte, grenzt an das Gericht Passeyer , Sche¬ ma, und Stein unterm Lebenberg. Dieses Ge¬ richt , weiches eigentlich im Burggrafenamt ge¬ legen ist, enthält; 6 Berge, r Ferner, 6 Al¬ pen , i Thal, 2 Flüße, 6 Seen, ; Bäche, r Stadt, 4 große Dörfer, 7 von Mitterer Gat¬ tung, 6 kleine, 20 Weiler, 15 Schlößer, dar¬ unter , verödetes, r einzelner Hof, 672 Bau¬ ernhöfe , 4 Pfarren , 2 Klöster r Wallfahrtsort, g Einsiedeleyen , -176 Häuser, 12,000 Einwoh¬ ner , darunter 600 Kommercialprofeffiomsten. Meran wat im raten Jahrhundert der vornehm¬ ste Ort in Tyrol. Seine Besitzer schrieben sich Herzoge von Meran. (Nach anderer Mey- nung wäre Meran, von welchem sich die Be¬ sitzer Herzoge schrieben , in Friaul gelegen» Diese Meinung hak viele Wahrscheinlichkeit») Die Stadt hat auch heut noch auf den tyrv- isichen Landtagen den Vorrang vor Insbruck, wenigstens bestätigen diesen die älteren Land- tafeln Tprols. Im 14. Jahrhundert 'wurde hier gemünzer. 1418 wurde die Stadt durch den Austritt des oberhalb derselben gelegenen Sees ungemein verwüstet. Das hier gelegene Nonnenkloster ist erloschen. Hingegen besieht noch das Knpuzinerklostcr. Bey Meran be¬ findet sich die Anhöhe,^Mayß genannt , wel¬ che in die obere , und untere Mayß abgethei- ket wird. Hier war der Grenzort zwischen bett Bayern, und Longobarden. Ä i Mons Monrani, ein gräflich Mvhrisches Gericht, grenzt an bas Gericht Schlandcrs, Ulten, Rabbi, und Gufidaun. Dieses Gericht enthält 8 Berge, r Ferner, 2 Alpen, n Ahäler, i Fluß, ro Bäche, i Dorfvon mitrerer Größe, 8 Wei- ier , ro/ Bauernhöfe, 2 einzelne Höfe, r Kir¬ che, r Badhaus, zi Häuser, und 1,320 See¬ len. NaudersberF, ein von Eggerisches Gericht, grenzt an das Gericht Pfunds, Rosen, Glurns, und Mals, Marienberg, und Unterengadein. In diesem Gerichte sind gelegen: 53 Berge, 2 Ferner, z Bergwerke, g8 Alpen, 22 Thälcr, L Fluß, 10 Seen, go Bache, r zerstreutes gro¬ ßes Dorf, 6 große Dörfer, g kleine Dörfer, Z2 Weiler, i Ebelsitz, ic> einzelne Höfe, Zg2 Bauernhöfen Pfarren, n Kirchen, g Block» Hauser, i Boiusgrube, i Schloß , und 134 Häuser. Der Seelen werden 5,000 gezählt» In diesem Gerichte ist der bekannte Paß Fin- jrcrmünz gelegen. Man zählt in diesem Gcrich» ke gegen 4002 Stück Hornvieh. Das DorfNair- ders enthält 1^7 Bauernhöfe^, 33 Häuser, r,ioo Einwohner, und über 6oo Stück Hornvieh. Im Jahre 178! befanden sich im diesem Gerichte 5 Trivialschulen. Niederlana, eine Gericht, wovon Frey- Herr von Hausnrann Besitzerist. Dicß Gericht grenzt an Meran, Burgstalls Tisens, und Stein, unterm Lebenbcrg. In demselben sind gelegen: 2große Dörfer, i kleines, l Weiler, r Fluß, 2 verödete Schlößer, gp Bauernhöfe, r Pfarr, r Wallfahrtsort, i Kloster, und n Hauser. Der Seelen sind 520. Rosen, o-üMüü-c» 499 Rosen, auch Burgrofen, ein Gericht, grenzt Än das Gericht St. Petersberg, Casiellbcll, Mals, Murns, und Naudersberg. Dieses Ge¬ richt enthält: 6 Berge, 6 Ferner, i Thal, r Fluß, i See g Bäche, r Weiler, Der hier ge¬ legene See ist. wie schon gesagt worden, 1678, 1679, und 168» ganz ausgcbrochen, und hat flch 1771 wieder gesammelt. Pasieper, ein Gericht, wovon Freyherr von Baltaglia Besitzer ist. Dasselbe grenzt an- das Gericht St. Petersberg, Sterzing, und an Meran. In diesem Gerichte sind gelegen: 2« Berge, 4 Ferner 2 Bergwerke, 15 Alpen, 13 Thäler, 1 Fluß, g Seen, »6 Bäche, 4 große Dörfer , 4 kleine, 19 Weiler, io SchUdhöfe, 6 einzelne Höfe, 562 Bauernhöfe, 2 Pfarren , 5 Kirchen, 2 Schlößer, »Waldung, r einzel¬ nes Wirthshaus, und 19 Häuser. Der See¬ len sind 6,200. Schena, ein Graf Brandisches Gericht, grenzt an Meran, Sarenthein, und Stein un¬ ter Lebenberg. Dieses Gericht enthält: 2 Ber¬ ge, » Alpe,x» Fluß, 2 Bäche, » Dorf von Mitterer Größe, 4 Weiler, 5 einzelne Höfe , »87 Bauernhöfe, ZZ Häuser und »8oo Seelen. Gchlandero, ein GrafTrappisches Gericht, grenzt an Castellbcll, Ulten, Montani, Glurns, und Mals. In diesem Gerichte sind gelegen r 24 Berge, »3 Alpen, 3 Thäler»Fluß, » See 4 Bäche , 8 große Dörfer, kleine, 17 Wei¬ ler, 5^2 Bauernhöfe, 5 Schlößer, darunter r verödetes, z Pfarren, »c> Kirchen, » Badhaus, und »84 Häuser. Der Seelen werden 6,oosr gezählt., Ii 2 m- xenäio ab incerro 8criptore condnnatum » priwv eccleÜL IriäeminL exoräio uxque aä srmum Al I). Xlv. LidljorkeeL aug. 1 kerelisnL losepbus 8perAe6u8 L. ü. I). AI. O. LL. I.. IV. in 4W. Ein Manuskript. Alonnmenta ecclebse Iriä. volum ni; ter^ tii par; altera, in qua cuntinetur triäevtinornm anttsrirum series univerla commenrario kisro- rico— äjplvmarico illustraka. ^cceäum cat»- lozi äecanorum, csnonieorum, prLpoiitorum, sc sullraZaneorum ejusäem ecdei'iX, nec non piLpasirorum üeßnl. 8^ Mcbaelis aä ^tkeü» etc. ?. II. I'riäenti AI. I). I O. I.XV. Der Vcrfasscr dieses Werkes ist Benevict Bonellr aus dem Franciftanerkloster in Trient. Kaisers Conrad II. Diplom vom Jahre ro27 , vermög welchem er die Grafschaft Dient dem Hochstift gefchenket. Lünigs Spicil. ecd. a. Thi. S. 913. Des Cardinal, und Bischof Ludwigs ju Trient Verschreibung, baß er allen Verschrdi- burgen seiner Vorfahrer gegen die Grafschaft Tyrol in aücn Stücken Nachkommen wolle. 1578, Zünig covr. III. 8xrc. «cd. S. 12Z9. I i 4 Bischofs Z04 Bischofs Carl , rind Domcapituls zu Trient Berschrcibung , daß sic den inserirten Verschrei- bungen der Bischöfe Georg, und Johannes zu Trient , wegen der Grafschaft Tyrol in den Jahren !4?4, und 1464 in allein, nachkommen wollen, Lünigs iil. 8piei1. eccle5. E. 1285» ! Betrag zwischen dem R. König Ferdinand !., als Grafen in Tyrol, und Bischof Bernard zu Trient wegen der Castelbarkischen Lehen , und einiger Vicariaten. 15^2. Lünigs com. Lpic. eccjef. S, iszO. Ein ähnlicher Vergleich vom Jahre I2Z2. Kaisers Leopolds kchenbrief für Bischof Johann in Trient 1698. Lünigs. 8xicü. eccles. S. 920. körngräu« epizcopur IriAovtinus Iftiäsntr Lol. 1^14. Entyält die Statuten für Trient. Privilegium für dos Hochstift Trient, die Gold - Silber - und Kupferbergwerke betreffend. Das weltliche Gebiet, welches ein zeitli¬ cher Bischof von Trient besitzt, ist bloß durch eine freye Schenkung Kaisers Conrad II. an das da gelegene Bißthnm gekommen. Daher kam es auch, daß die Bischöfe in den vorigen Decken nicht immer im ruhigen Besitze dieses Gebietes geblieben sind. Erzherzog Rudolph übergab das , vom Markgrafen Ludwig von Bran'enburg dem Stifte entzogene Gebiet aus freyem Willen demselben wieder zurück. In dem Briefe vom Jahre iZ<>Z, welchen Bischof Alb.-echt, mit Rach, und Bewilligung des Ca- Muls, de» Herzogen Albert, und Leopold ausa gestellt 5o§ gestellt hak, darin er sich, und sein ganzes Stift auf ewig mit dem Lande Tyroi vereinigt, Hstlf, nnd Dienstleistung versprach, und nebst Oeffaung aller stiftischen Drädee, und Vcst.n verordnet hat, daß die Hauptleute, und Pfleger, beym Antritte ihres Amtes, diese Verichreivung jedes- mahl beschwören sollen — in diesem Briefe tom- ntcn im Eingänge diese Wo-re vo : „ Wir Al- „ brecht — Bischof zu Trient — thun khur.d „ öffentlich mit diesem Brief, man nach er- „ kanntnuß , und' Ordnung des letzten Geschäf- ,,, kes des Weyl. Hochgeb. Fürst Unser lieber „ Herr Herzog Rudolph sei. Gedächtuiß — „ gethan hat zu Mayland an seinen letzten ,, Zeiten die Hochgeb. Fürsten seine Brüder ,, Unser lieben Herren Herzoge Albrecht, und „ Leopold, Herzoge, und Herren obgenannten „ Landen, Uns, und dem obgenannten Gottes- „ Haus zu Trient wieder gegeben haben, frcy- „ sich, lediglich, und gänzlich durch die Treu, „ Freundschaft, m d L'cbe, die sie Uns —mö- „ gen haben, Unser Starr, und Burg zu Tri- „ ent, und all andere Burg , Stärr , und „ Märckcht Dörfer ,, u. s w. Es werden da¬ her die Bischöfe zu Trient, und Brixen, als Landsaffrn von Seite Oestreichs, wir schon ge¬ sagt worden, angesehen. Das weltliche Gebiet dieses Bißehvms grenzt nordwärts an dir in Tyroi gcicgtne Di- öccs Chur » gegen Osten an das Gebiet Feltrcs, gegen Süden an das ve-onestschc Gebiet, u:,d gegen Westen an den Bripuer District. Man bestimmt die Länge dieses Gebietes auf 20 Mei¬ len, und die Breite aus r6., Don den in diesem Gebiete gelegenen Tet- Äi 5 gen 6c>6 gen sind der Ronsberg, und Sulzberg die kanntestcn; und von den Thälern find dar« Fleimsthal, und das Leberthal vorzüglich zu nennen. Nähere acachrichten von diesen Ber¬ gen, und Thälern kommen in folgender topo- graphischen Beschreibung vor. Die bekanntesten Flüße in diesem Gebiete find: die Etsch, Brenka, Sarca , Nons, und Avis, und von den Seen der Gardsec, und Caldonazer See. Zu den vorzüglichsten Natur, und Kunst-- Produkten in diesem Gebiete gehören der Wein, die Seide, und der Tobak. Die zwey erste¬ ren Produkte sind von besonderem Belange, lieber den hier gelegenen Bergbau gibt Frey- Herr von EPerges die treulichsten Aufschlüße in seiner tyrolischen Bergwerksgeschichte. Bcy Arkzcnach, richtiger Erzach, Persen,Orsina und auf dem Sulz, sind Eisengrubcn. Es ist be¬ reits angemerket worden, daß von den triden- tinischen Bergwerken die Hälfte des Bergwer¬ kes dem tyrolischen Landesfürsten gehöre. Di¬ ent hatte schon im r2teu Jahrhundert eine Berg¬ werksordnung. Jene von i2Ojj bezieht sich auf eine ältere. Trient kann daher die älteste Bergwerksordnung aufzeigen. Der Bischof von Dient erhielt schon im Jahre 1182 das Recht zu münzen. Man sehe Petrus Barrbolomäi Abhandlung ste monoris tristem, s- Nernw 174?. Die Einwohner find theils Italiener, theils T-utsche. Man zählt in dem Trienter- Gebiete über 145,000 Seelen. Zur S°7 Nur Handhabung der politischen Angele¬ genheiten besteht ein Hofrath , in welchem Geist¬ liche und Weltliche sitzen. Zur Besorgung der geistlichen Angelegenheiten ist in der Stadt eia Generalvicariat' Bey dem Domcapitul stehen eg Canonici. Nach der Anordnung Kaisers Friedrich IV. sollen zween Theile der Domher¬ ren im tcutschen Reiche, den östreichischcn Staa¬ ten, oder in dem Trientiner Gebiete gebohrcn seyn Auch soll Niemand zu einer Domherren¬ würde gelassen werden, der nicht von Vater und Mutter adelich, oder wenigstens aus der Zahl der Gelehrten sei). Das Domcapitul hat auf den Landtagen Sitz und Stimme. Den Gtadthauptmann in Trient setzet das Haus Oestreich. Die Erbämter, welche sich bey diesem Hochstifte befinden, sind diese :a)Das ^ofmar- schallamt, welches die Grafen, und Herren zu Firmian bekleiden, ls) Das Räw.mereramt, so die Grafen von Arz versehen, c)DasMund- schenkamr, bekleiden die Grafen von Thun, und ä) das Truchßenamt, die Freyherren von Prato. In Trient besteht ein bischöfliches Semi¬ nar, und ein Gymnasium, welches mit den in den Erblanden gelegenen Gymnasien fast eine gleiche Beschaffenheit hat. Stifte und Klöster in Trient. n) MannoMster : r6. . Jesuiten in Trient s 1773. 1729« Z»s oT-iM-ü-O 1709. Die Congregation der Väter des Oratse rium Er« Philipp Nerii. iZ24. Augustinerrremiken in Trient. 1440. Reformirte Priester in Trient« 1452. Minoritcn in Trient. 1584, Reformirte Franciscaner in Trient»? 1620. Reformirte Franciscaner zu Borgo« i'n. Hieronymitaner zu Reif. 1207. Reformirte Franciscaner zu Pergine. 1625° Reformirte Franciscaner zu Cles am Ronsberg, 1642. Unbeschuhte Carmcliter in Trient. 1662. Reformirte Franciscaner zu Cavales« 1664. Reformirte Franciscaner zu Welsch-Mez« t>) Nonnenkloster: r22y. Clarissermnen zu Trient in der Vorstadt« t5?Z« Clarisserinnen in der Stadt Trient» Zur Besetzung dieses Klosters kam dir erste Colonne aus Verona. »722. Ursulinerinnen zu Trient. Nun folgen dir in diesem Gebiete gelegt nes ZI9 n« Gerichte, und andere merkwürdige Orte, als r Ala - ein zerstreutes großes Dorf an der Etsch in den 4 Vicariaten, unter der östreichj- schen Landeshoheit gelegen. Dieser Ort besteht aus z Dörfern, 4 Z Bauernhöfen, Z r Häu¬ ser , und 4,200 Seelen« Hier hak die Sammet- weberey ihren vorzüglichen Sitz. Lisein, Beseno, an der Etsch, ein gräflich Trappisches Gericht, grenzt an Trient, Folga- ria, und Etsch. Dieses Gericht enthält: r Berg, 2 Alpen, r Fluß, 1 Bach, i Markt (Caliano) l großes Dorf, g Weiler, 2 Schlös¬ ser, darunter r verödetes, 1 einzelnen Hof, 162 Bauernhöfe, r Pfarr, z8 Häuser, und 1,700' Seelen. 8!eimschal, Vgl sij fleme, am Fluße Avis, grenzt an Teurschofen , Eves, Primör, Gru- mes, En und Calbif. In. diesem Thale sind gelegen: der Markt Eavalesv, ro Dörfer und Weiler, und r Pfarrkirche. Der Fluß Av»s fließt mitten durch das Thal. Dieser Fluß gibt den Einwohnern Gelegenheit zu einem nicht unbeträchtlichen Hande! mit, Holz. Die Aviso eukspringk im Gericht Eves im Thal Fasse, läuft südwärs. Bey dem Markte Avis vereinigt sich mit ihm die Reims, und süd¬ wärts von der Sarca verliert er sich in die Ctsch. Grumes, oder Grameis, ein Gericht, Unter östreichischer Landeshoheit zwischen Königsberg, und dein Fleimsthal gelegen« Dieses Zlo Dieses Gericht enthält i kleines Dorf, und .Z Weiler, Iuöieiarien, 6iuciic.iriz , eine Landschaft an der Sarca , grenzt an den Ronsberg, Bell» fort, Trient, Arco, Tenno , Ledcrkhal, Vene¬ dig, und den Sulzberg. Diese Landschaft ent¬ hält: -7 Berge, z Ferner, z6 Alpen, ;/Thä- ler, und besondere Gegenden, r Fluß, 5 Seen, !8 Bäche, i Markt (Storo) 4 große Dörfer, z Dörfer von Mitterer Größe, n kleine Dör° fer, 17 Weiler, 7 Schlößer, darunter 2 verö¬ dete, 4 einzelne Höfe,, 1654 Bauernhöfe, 7 Pfarren, 27 Kirchen, r Wallfahrtsort, 1 Ein¬ siedelei) , i Schmelzhütte, i Pulvermühle, 16,400 Einwohner) und 10,020 Stück Horn¬ vieh. Das bemerkcnSwürdigste in dieser Land¬ schaft gelegene Thal, ist das Thal Randena» Seine Lage ist westwärts an der Sarca. Man schätzt die Länge dieses Thales auf 14 teutschc Meile. Cs sind hier 2 Pfarren , als: zu Ra- dena, und Tion- Raldr-naz , cnröonLL2r., ein^gräflich Traps, pisches Gericht. Dessen Grenzen sind Trient, Beseno, Levico , lind' Folgana. Dieses Ge¬ richt enthält: 5 Berge, 1 Alpe, 2 Thäier, r See, 2 Bäche, z zerstrente Dörfer von Mitte¬ rer Größe, 2 große Dörftr, r Dorf, n Wei¬ ler, i verödetes Schloß, 2 Pfarren, i Kirche, I Einsiedc.cy , 618 Bauernhöfe , 66 Häuser, und 4,OOO Seelen. Ledertbal, val äi I,e 5 Alpen , r Bergwerk, l Markt, 1 kleines Dorf, r Schloß, 219 Bauernhöfe, r Fluß, i See, 2 Pfarren, r Einsiedelei-, 44 Häuser, 2,020 Einwohner, und 8oc> Stück Hornvieh. Mori , Nurium, ein Markt in den 4 Vi-^ rariaten gelegen. Zu diesem Orfe gehören: 5 Dörfer , 24^ Bauernhöfe , 206 Häuser, und 2700 Seelen. An Hornvieh zahlt man roo» Stück. Nonsberg, Vick äi Issons, ^nania, ein be¬ kanntes Gebirg, grenzt an das Sulzthal, Ti- sens, Neuhaus, Altenberg, und Iudiciaricn. Dieses Gebirg hat seinen Namen von dem Flu¬ ße Nons, welcher gegen Bündten am Gebirge 11 coruo üi rre 8ixnori entspringt, fließt durch das Sulzthal, nnd fällt im Gerichte Kronwetz bey Lana in die Etsch. Das Gebirg liegt sehr hoch, zahlt 2O Pfarren, und über 2100s See¬ len. Dieser Berg hat folgende Hauptpäße. Sie sind r itens, der Paß Rochetta , stens, der Paß Calteri im hohen Gebirge, der Mandel genanni, und ztens, der Paß auf dem sogenan rten Zwin¬ genberg, Der Ronsberg ist trächtig an Ge¬ treide , und gesegnet an Waldungen, die gu¬ tes Bau-und Brennholz liefern, und zugleich zum Aufenthalt vieler Hirsche, Rehe, Schwei¬ ne, und Füchse dienen. Bey der am Schloße Melasi gelegenen Waldung kömmt der Crmbaun, vor. ZlL vor. Die Waldungen bey Traß sind reich art Lcrchcnholz. Im Thale Rumo ist ein schöner Marmorbruch. An der Wiese , Cresin genannt, sind viele Hammerschmieden. In dem Gerich- re Bellfork, indem bey dem Weiler Andal gele- gcnen See, werden schmackhafte Salvcling> ge- fijcht. Folgende Gerichte, die eigentlich zu dcrrt Etschthal gehören, sind aus dem Ronsberg ge¬ legen : i) das Gericht Bellfork, oder Alkspau» er. Es gehört dem gräflich Garacintschen Hau¬ se. o) Das Schloß , und Gericht Spor, in welchem die Dörfer, Groß Svor (Sporo maz- Kivrs) und Kleinspor (Sporo minors) gelegen» 2) Oie Grafschaft Flavoa, ein Eigeukhum. dek Grafen von Spane. .-) Das Gericht Castel» pfund wo^'d^ Grat Thun Besitzer ist, und das Gericht val äi Ita-ift Außer diesen Gcrichtett sind noch folgende auf dem Nonsberge gelege¬ ne Orte zu bemerken, als das Schloß, nnd der Markt Cleß das Schloß Arz,uNd Thun. Auf dem Ronsberg sind viele Gesundbrunnen gelegen, auck wurde kirr der bekannte Verfas¬ ser der ltiiorwu 6' lt-ckig, Herr Carl von Pi¬ lati am L8. L. cenid.r ipgg gekvhren. Mas zahlt auf dem Ronsberg 2 Märkte, reo Dör¬ fer, 2,687 Bauernhöfe, 5^3 Häuser, und 21200 Seelen. Versen , kerzis, ein Gericht, mit einem Markt gleiches Namens grenzt an Königsberg , ba¬ stel St. Pietro, Teldau, Levico , und Calro- nar. Dieses Gericht enthält: s Berge, Al¬ pen , 7 Tbalcr, r See . 2 Bäche, i Markt, i>' zerstreute Dörfer von Mitterer Größe, 19 klei¬ ne Dörfer, la Weiler, 2 Schlößer, darunter r verödetes, i einzeiuer Hof, 976 Bauernd^ Z! Z fr, 264 Häuser, 7,422 Einwohner, und 5,220 Stück Hornvieh. Rabbi, ein Thal grenzt an bas Sulzthal-, und ist Ij. Meile lang; es gehört dem Grafest Thun, dtM auch das hier gelegene Schloß Cal- des gehört. Reif, ital. Rivst, lat. Rips, eine bischöf¬ lich trientinische Stadt, und Gericht an dem Gardsee, stiZsräo. Dieses E^ichtgrenzt an Arco, Gresta , lszo sti xsröo, vsl 6i I.eärü- und Teno. Es cnthäie : ü Berge, 2 Bäche, 1 Stadt, i zerstreutes Dorfvon Mitterer Größe- b Wttler, i verödetes Schloß, 2 einzelne Hö¬ fe, 26^1 Bauernhöfe, z Pfarren , 4 Kirchen- 2 Klöster. 2 Einsicdelcyen, 927 Häuser , 22,222 Einwdlt'-r, und 12,220 Stück Hornvieh« Reif kam als ein Geschenk Kaisers Carl des Gros¬ sen an das Bißtbum Zu der Podestarie (Land- gerich') von Reif 5 hören: das Lebtrihal, die Haup,Mannschaft Thenn, dw 4 Vicariatcn, das Gericht Bilc'n , die Landschaft Judiciarien »Le¬ vico , das Fleimsthal, das Gericht Mgunzan, Grumes, der Ronsberg, Sulzberg, bas Ge¬ richt Pergen, und Caldonaz.- Geyunzan , Zetzonssns, ein dem freyherrli- chen Geschlechte P^aro gehöriges Gericht, grenzt an Königsberg , und Grumes. Dieses Gericht enthält: i Fluß , 6 Dörfer, i Schloß , 74 Bau¬ ernhöfe, und 1,202 Seelen. Sulzthal, Val du Sol, vsili« solir grenzt an den Ronsberg, an das Venediger G,bi r, und an Bündten. Die Länge dieses Thals wich auf 4 keutsche Meilen bestimmt- Die Merkwürdig- K k sten Kl 4 sicn Orte juid hier °. Orfaua, Mezana, Plan, Martekine, Caldes rc. Tenn, eine Hauptmannschaft, grenzt aii Arco., Riva, Lederkhal, und Iudiciarien. Sie enthält: i Dorf von mitterer Größe, 5, kleine Dörfer, 1 Weiler, 1 Schloß, r Pfarr, und L Einsiedelcy. Trumm, ein trientinisches Gericht, grenzt an Kalter», an die Eisach, Kurtatsch, ur» Ronsberg. Dieses Gericht enthält - t Berg, r Moos, » Fluß, i Bach, r Markt, 64 Bauern¬ höfe, i einzelnen Hof , 45 Hauser, und 600 Seelen. In diesem Gerichte wächst vortreflicher Wein. Im Nebligen aber ist hier Nicht gesund zu wohnen, woran wahrscheinlich die hier ge¬ legene beträchtliche Moosstrecke Schuld trägt' Trient, ital. Trento, lat. Trickemum, die Hauptstadt im Gebiete gleiches Namens, im Etschthaie gelegen. Hier hat der Fürstbischof dieses Gebietes seinen Siz. Von dem Namen, Trient sind die Meynungcn verschieden. Eini¬ ge leiten ihn ab von den z Bächen, die aus Sem Gebirge kommen, und in Trient zusammen fließen, andere von den Beraspizen, zwischen welchen die Stadt gelegen. Der Umfang von Tnent wird auf eine italienische Meile bestimmt. Gie liegt von Wien 865 Meilen , 45 von Kla¬ genfurt , 28 von Jnsbrnck, r6 von Brixen, rc> von Botzen, und 4 von Rovereit entfernt. Die Stadt hat4Thore, als: das St. Martin- Laurenz - St Kreuz - und Adlerthor. Au den ansehnlichen hier gelegenen Gebäuden gehört die Domkirche dem St. Vigil gewidmet, und die Marienkirche. In dieser Kirche ist eine sehend würdige §rz würdige Orgel, die aus 24 Registern bestehe. Eie ist von weißen, und rochen Marmor ge¬ baut. In dieser Kirche wurde bas bekannte geistliche Concilium gehalten, welches 1545 fei¬ nen Anfang nahm , und 156? das Ende erreich¬ te. Die S. Petcrskrche. Hier ist das Monu¬ ment zu sehen, welches dem tapferen Georg von Freundöderg, der in der Schlacht bey Pa¬ via 1525 geblieben ist,errichtet worden. Unter de» weltlichen Gebäuden zeichnen sich die Gebäude der Fugger, und Mabruzen vorzüglich aus. Das bi¬ schöfliche Schloß, jetzt Brx boni genannt, prangt mit Marmor und Frescogemählden. Die Klö¬ ster, welche sowohl in der Stadt, als in dm Vorstädten gelegen, sind bereits angczeigr wor¬ den. Die Einwohner sind theiks Leutsche, theils Italiener. Die Zahl der lezteren ist stärker. Die Seidencultur ist hier von Belange. Nicht minder beträchtlich sind der Weinhandel, und die Tobakfqbrikata. Trient theilt sich in daS Stadtgericht, und in die Podestarie. Zu den» ersteren rechnet stian: r Markt, 15 Dörfer, 717 Bauernhöfe, r/8 Häuser, und 5,602 See¬ len Vier vicariaten., qustro vicariati, im La^erthale gelegen. Dieselben grenzen an das Gebiet Rovereit, an den Gardsee, Venedig, an das Gericht Gresta , und Castellnovo. Die¬ se 4 Vikariate bestehen aus 4 Märkten , wel¬ che sind: Ala, Aviv, Brentonico, und Morst Die Zahl der Einwohner steigt hier auf2i2OO Seelen. Von den 4 Vicariaten waren die Grafen von Castellbark Besitzer, welchen sie aber im rz-Jahrhundert abgenoiumen worden sind. 150-1 hat Kaiser Maximilian dieselbe wieder gn Tyrol gebracht, und 1532 gab solche Kai» K k s ftr Z!L ser Ferdinand dem Hochstifte, mit Vorbchaft Ker Landeshoheit zurück. Das weltliche Gebiet des Bißthums Brixen. Mik diesem Gebiete hat es eben die Be¬ schaffenheit, welche Seite 502 beschrieben wor¬ den ist. Die Grenzen, und der Umfang dieses Gebietes lassen sich nicht bestimmen, da die Gerichte, und Orte, welche zu diesem Gebiete gehören, in dem tyrolifchen Gebiete sehr zcr» streut liegen. Das Brixner Gebiet wird in rg Gerichte abgcthcilet. Gegenwärtig folgert die Schriften s welche unmittelbar das Brixner Gebiet betreffen. Diese sind: OatgloAu8 schiScoxorum Zrixinenstum us- ^ne scl bLL nostra lenipora omnium, xrout sx vetusnssimis steripus collißere licuit; erst »stmoäuw rnstvstilo constsnr, nikil tarnen im- mncsnänm äuximns, yuoä lrm^.lex lulju8 mo¬ rij oisto nonmmgnam stäelius inoorruptre gu-> riguiksris verirglem exprimers vjsteatur. ^ro. LrixinL a Oonaro b'erio, eeclestie OolloFmtL LeatX Nsrisr iu ^mbitii , Oanonico, eolieetus» st in luLLm eclitns. ^nno Dm N. D. OXXXtl. Mrt dem Leben Cassians fängt die Lebensge- schichte der Brixner Bischöfe an, und sschlicßr mit Johann Thomas aus dein freyherrlichen ( jetzt gräflichen ) Hanse Spaur, und Nalör. Er hak die RegierunK im Jahre r;ü8 am Z. AnAUst ap.getrcrcn. Beschreibung des fürstlichen Hochstifts, und Bißthuws Brixen, dessen Ursprung, bisan-- hero gewesenen Tischöfen nebst dazu gehörigen kaiserlichen DiKlomaribuL , und Llittrms §^n»» Äali- Zl7 In Lünigs conr. 8picil eecles. S. 987- Conjscturs pro ssi-erenäo Lxiscopstu 8s - ^onienü Lgncti Onkiiini, iVIsrt —sm. ?o8ck- rnsnnur — 4ko. .KnxillL gpuä los. Os8. Xrspk, r?43. Ilisron^mi l'grrsrvtti Uis^uiütio äs epis- aop. 8abionenL 8. <7»l8isni iVIsrk^r. äec^us 8. lnAsnuino ejus urblL iipizc. ^to. kllmre 1751. 8erier, er contivusr.» Luccsllio eplLLvp. fsdivnensium doäie Lrixinenlium uns cum kis- tori» ej»8äem ecLleliA cstkeärslis — »l> ^08. Re5sk— Lrixinre spuä <7. Xrspk. ^784 4to. ^Vnvale8 eccietire 8akionen1i8 nunc Lri'xi- nenli8, ^uo8 e tsnebn8 in lucem eäiäir ^oz. K. e8Lkius 1'. I. ^uz. Vincielic. 17ZZ. kol. H. U. 1767. ^cmumynlrr vekeri8 ecciesiT Lrrxineiikis, in lucsm eäiärk sv8. kiesckiu« — Lol. LrixisX ^o. 6x8. Rrgpf. 1765. 8vpp)smentnm sä rnonnmsnt« Nrixrnsn- 6g, uns cum epimpkiis, sr inxeriprionibus in ecclelnn t.ontermini8, et vsllig L'ucriLsie, s ^08. Iiü8ckio — LrixinT 1776. (73tLloAn8 ?sr8ongrum scclei!K8NL3rnm , et lorornm äi« esi8 8rixinsnli8- Zrb snno IVl. L. (7(l. I-XXXL 8vo. örixrnL, 'sxp Hro. ^eger, sulico —)ipi5copsli8 l^pnZrspd. Dieser Katalog erscheint mie jevcm vricren ^ahre-^ K. k z Heilig,- Zl8 Hetligmüßiger Lebenswandel des sel. Hart¬ manns , und Bischöfen zu Brisen — Nebst Nachrichten von allen Pröbsten im Kloster Neu- siift vom Philipp Rerio Puell, Chorherren des St. Augustin zu Neustift 4. Brixen, gcdrukt Ley I. Casp. Krapf 1765. Diploms f 8r4 ) , vermög dessen der R. K. Ludwig — das Hochstifr Brixen in seinen, und des h- R. R. Schuzes nimmt. In Lünigs Oonri«. spicil. «oclsf. G. y87- Gründlicher Bericht über des Bißkhum Brixens Ins territoriale, Wneranim, rind Sten- ^rweftst. In Lünigs aont k fpicil secies. Königs Friedrichs IU. Lchenbricf für Bi¬ schof Johann V! zu Brixen über seines Hoch¬ stifts Lehen, und Regalien. 1448. In Lünigs ' spieil. eccleft eont. ill. Bischof Christophs Andre Decretn 8zrno- clslis, wie solche cuf dem 8^nosto zu Brixen Publicirt, und auf Angeben Bischof Paulinus daftlbst corrigirt, und im Jahre l6"y wieder aufgelegt worden sind. In Lünigs 8picil. eü- dss. S. looz. Vertrag zwischen Erzherzog Maximilian zu Oestreich, als Regenten von Tyro! an einem, dann dem Stifte Brixen am andern Thei'e, der geistlichen Gerichtsbarkeit wegen. Hermanni» Iu« Lrgtutar. ^rol. S - 99. kitt. Zoll - Mühlen -- Markt - und Münzordnung für das Hochst'kt und die Stadt-Brixen 1179 In Lünigs Ipicil. eecles. 2«Thl> S. rovo. krivi- 5'd strivilegium für das Hochstift Driren' in Rücksicht seiner Silber -- Metall-und Salzberg¬ werke. 1258. Gründlicher Bericht über des fürstl. Höch- stift Brixen /ns terrirorsla, et lVlinersi um , und Gteüerwefens. Ein MaNuscript in der Bibliothek Sr. des Paris Grafen von WoG kcnsteiii Ercestenz. Jnsbruck. Die Naturproducke, welche das Brixner Gebiet hervorbcingt, find mit jenen fast gleichem Verhältniße, welche die Kreise hervor¬ bringen, in welchen Bripnerische Orte gele¬ gen sind. Gleiche Beschaffenheit hat es mit den Kunstproducten. Die Silbergkubcn z» Gerenstein im Gerichte Lazfons, und Verdins werben jetzt nicht mehr beleget; eben sy auch die Kupfer-und Eisengruben im Thalc Livinal longo, zu Pescul, Borca, Söldo, ^iüzinige Picolein, Valparola , und Caprit. Im Jahre 1489 kam es wegen der im Brftnerischen Ge- bicthe gelegenen Bergwerke zwischen dem Erz¬ herzog Siegmund, und dem Brizmer Bischof Melchior von Meggau zu einem Vergleiche, vermög welchen die Bergwerke zu Gerenstcin, und im Gerichte Buchenstem , durch die näch¬ sten 5 Jahre, von beyden Theilen in Ge¬ meinschaft genoßen werden sollen — Spcr- gcs tyr. Dergwcrksgeschichte, S. 60,— u. 8t. ,, D" jetzige Bischof nennt sich Joseph Phi¬ lipp -Franz de Paula, aus dem Rcichsgräfli- chen Haufe von Spaur. Er ward geboren zu Jnsbruck 1718 am 22ken September , wurde Bischof zu Seccau 1768 am r8« Octcber, und im eben diesem Jahre am 21. December gewey- , K k 4 het. 5 LV STÜ-W-'G het. 1779 am 2Z May erhielt er de» Ruf als Fürstbischof in Br^en, und wurde 1782 am 20. März in dieser Würde bestätig'. Das Dom- «aptrul besteht aus einem Domprobst, Domde¬ chant, Domcustos, Domschylasticus, und 16 Domherren. Ern zeitlicher Bischof in Brisen ist Suffragan von dem Erzbischof in Salzburg- Zur Besorgung der weltlichen Angelegen¬ heiten sind der Hofrath, und die Hoikam- mer bestimmt. Die geistlichen Angelegenheiten besorgt das Consistorium unter dem Vorsitze des Domprobsten , welcher 14 wirklich geistliche Rä- rhe zu Gehülfcn hat. -. In Rücksicht der Erbämtcr dieses Hoch- siiftes besitzen das Erbmarschallamt die Grafe» zu Welsberg, und Primär; das Erbkämmerer- amt die Freyherren Colonna zu Vels , und Gchenkcnberg; das Erbschenkenamt Vie Grafe» von Thun, und das Erbtruchseffenamt die Gra¬ fen von Wolkenstein , und Rotherreck. Der Landesfürst in Tyrol ist des Stiftes . Erbvogt, und besetzt als solcher von demselben «sch viele Lehen. In Brixen besteht ein Gymnasium , wel¬ ches fast gleiche Beschaffenheit mit den übrigen östcreichischen Gymnasien hat. Die hier gele¬ gene Buchdruckerey ist im 16. Jahrhunderte entstanden. Die im Brixner Gehiete gelegenen Stifte, «nd Klöster folgen gegenwärtig in chronologi¬ scher Ordnung. Z2L L) Toklegiatstift: L3i8. Collegiatkirche v. V. NariD in gmdiw in Brisen» An derseiben st.hen ein Probst, und 6 Capitularherrcn. b) Frauenstifte: L2Z5. Clarjsserinnen in Brften. Im Jahre i/8v befanden sich in diesem Stifte i Priorin« , 42 Conventuaifraucn , II Schwestern, und l Novizin». L685» Nonnen des St. Benedicts zu Seben bey Sr. Kreuz, gestiftet von dem Capi- tularherrN, und Pfarrer zu Klausen , Herrn Mathias Jenner. In diesem Stifte befanden sich i/go, ^rit Jnbe- grif der Aebtiffiuu unbzPriorinn, 37 Chorftauen, und 14 Schwestern. . !7zy. Englisches Fräuleinstift in Brixen. Im Jahre 1780 hab-n in demselben gelebt - 14 Dvmiccllaren mit Jnbegrif der Obe- rinn, 6 Jungfrauen/ und8 Schwestern» c) Mönchkloster: »622. Capuciner zu Brunesen. rSzo. Reformirte Franziskaner in Brixen. ^699. Capuciner zu Klausen» Z) Nonnenklöster: »741. Ursulinerinnen zu St. Nicolaus in Vnm? K k 5 necken. g2L essen. In diesem Kloster Haden kW Jahre !78o gelebet; r Oberinn, r Prä- sestiirn, iF Convcirtualfrauen, 6 Schwe¬ feln , und 2 Rovizinnen- Paulinus Mayr, der 84te Bischof in Bchi- Zerr, hat in seinen Testament ein Legat zur Gründung eilies Jesuiten Collegiums , oder Re- ssdcnz gemacht. Allein ungeachtet seine Nach¬ folger sich alle Mühe gaben, diese Stiftung zu Stande zu bringen, so waren doch alle Bemü¬ hungen vergeblich. Im Jahre 1724 datirt Wien am ra. April, ist folgende kaiserliche Entschlie¬ ßung erfolget. Hier istihk Inhalt: „Uns ist dek „ allerunterkhZnigste Vortrag gemacht worden, „ was maßen der Bischof zu Brixen ungebin- „ dert Unsers dagegen gefaßten Schluffes sich „ noch immer in denen Gedanken aufhalte ,, die ikttroänetiün deren, ff- ff. 8. L. in sclbi- „ ger Stadt'zum Stand zu bringen , wann „ selbiger jüngsthin in seinem allhier ftyn stch „ neuerlich hat vernehmen lassen, ob wäre er „ denen weltl. Priestern die unteren Schulen „ Nach weiters zu lassen, und allein ffvostm, „ und KkatoricstN nebst der fflleoiozia morali „ mit der Oirection des 8emin3rii deren'? ff. „ 8. I. in der Anzahl von mehreren nicht , als „ etwa zehen Geistlichen zu übergeben gesin- „ net, welches, wie derselbe vermeint oitr» ,, ullum ^rLjullieinM des cieri xXcuIari8 ge- „ schehen könnte-Gleich wie aber all An» „ gebrachtes keineswegs von solcher Beschaffcn- „ heit, daß andurch dasjenige , welches Uns „ zu der in Sachen gefaßten kesolmion be- „ wogen hat, im mindesten aus dem Weg ge- „ räumet, und gehoben werden könnte. Als „ habt ihr gedachten Bischöfen deutlich anzm ,e zeigen, „zeigen, das die rla'ioneS Mhl. , viefleichk ?, wohl auch das, reibst eigene Interesse.seiner „ Kirche die Vermehrung deren Schulen, und „ Collegisn in Tyrol nicht gestattet , ihme „ Bischöfen aber gleichwohlen üellchurms, ein Gericht zwischen Lazfons, und PftfferSberg gelegen. Dieses Gericht ent¬ hält: i Berg, t Alpe, i Fluß, i See, »Bach, N Dörfer, darunter r von Mitterer Gtöße, r Edclsitz tu einzelne Bauernhöfe, r Pfarr, 42 Häuser, und 106«» Seelen» Die Dalleyen des teurschen Mrdens. i Von dem Dasepn des teutschen Ritteror¬ dens an der Etsch, und an dem Gebirge in Tyrol, wejs man nur so viel , daß derselbe rar; ein Haus zu Botzen gehabt chat. DieLan- bes- Z «h descsmmenkhur hatte anfänglich seinen Sitz jen- seit der Eisach an dem Orte, wo jetzt das Siechen¬ haus gelegen, allein die liebe!schwur inungcn , welken der Ort äfters ausgesetzet war, haben den Anlaß gegeben, daß der Landescommenthur das Schloß Wcgenstcin, oder Weg äm Stein, bey Botzen gelegen , zu seiner Residenz gewählt har. Dieselbe ist cs noch. Oer Orden hat dreß Schloß 1402 von denen von GrcisfcnstciN als ein Ge¬ schenk erhalten» Man schäzt die Revenuen die» fes Hauses jährlich auf 4,000 Gulden» Das zwehte tcutsche Hans war bei) St. Elisabeth zu Trient gelegen. Dasselbe war vor- mahls ein Kloster Augustmerordcns, und wur¬ de 1225 von Jnnocentius IV. dem wutschest Orden g'schcnket. Dieses Haus aber ist in der Folge erloschen» Um den Abgang dieser Com- Mcnde zu ersetzen, hat sich 1781 der damahlige Landescommenrhur , Frcyhcrr von Kavanagh entschlossen, zum Besten des Adels eine Com- mcnde zu Lana zu stiften , allein er konnte hier¬ zu die landesfürstliche Entschließung nicht er¬ halten. Das dritte deutsche Halis liegt alif t>eni Ritten zu Lengmoos. Die Entstehung dessel¬ ben sczt man in dasikc Jahrhundert, und man gibt Bernard von Lengmoos als Stifter an. Das vierte tcutsche Haris ist zu Schlau- Kers im Vinstgau gelegen, und gehört hierzu die Psarr bey unserer lieben Frauen an Nein in Schlandcrs. Kaiser Friedrich II. hat 12Z5 diese Psarr dem Ritterorden gcschenlet. L l Das 5A2 ' -) Das fünfte teutsche Haus, in Stcrzing, ha¬ ben Hugo, Graf von Täufers, und dessen Ge¬ mahlin« Lldeihert rssg gestiftet. Papst Urhan hat diese Stiftung bestätigt, und Bischof Bruno zu Vrften hat darzu die Pfarr in Sterzinggc- schenket. Der Landes,eommeuthur zu Wegenstein sind setzt untergeordnet: die Connncndc irr Lcngmov»f, SchlandcrS, und Srerzmg. Die Pfarren, und Güter, welche dem knitschen Ritterorden in Tyrol gehören, sind diese, als: die Pfarr am Rein in Schlandcrs, zu Lana, Sarentyai,Paß- ryer , Lengmoos, Laß , im Gerichte Schlan- Vers; Unt-ryhn im Gerichte Ritten; Wangen, Ma reit, und Ettrzing; dann die Curatie'n in Gargazon, Gosscnsaß, Moos, Ried, und Vol¬ lem; ferner bas Curatbencsicium an der Kirche in Wegenstein , Lengstein Obcrinn , Päsig!, Wange», und Walten m Paßeyer; das Benc- ficium an der Pfarrkirche in Botzen; das Eene-- ficiat bcy der Commenbe in Sterzing, die Früh¬ messe in Lengmoos , Unkerin , und Wangen. 1470 wurde der Burgfrieden Reifcnstein vom Erzherzog Siegmund an den teutschen Orden überlassen, wofür für eben den erwähnten Erz¬ herzog ein Iahrtag zu halten ist. 1657 sind verschiedene Grundstücke von dem bamahligeu Zanbescommcnthur Mittler angckaufct worden. 1670 ist von dem Landescommenkhur Grafen von Thun bas sogenannte bayrische Urbarium erkauft worden; hingegen mußte die Conimende in Trient verkauft werden. 17,. hat der Lan- deseominenthur Freyherr von Kaganagh für 6 arme Männer eine Stiftung gemacht, und die- ftlbe der Landescommende in Weg am Stein ju» Hkr 53- gethcilt. 1777 brachte der Landescommenthur, ReichSfreyherr von Ulm, das Zinsurbarium in Botzen, und k/78 das Gericht zum Stein aufnr Ritten, im Viertel Eisach gelegen, zu der Lan» descommende. Die fürstlich Oietrichsieinische Herrschaft Trasp. Dieselbe ist in Unterengadein gelegen, grenzt nordwärts an den Inn, ostwärts an Marien¬ berg , und westwärts an Bündten. Im raten Jahrhundert wohnte in Unterengadein zu Fek- tan, jetzt ein großes Dorf an der Landstrasse, der Ritter Ulrich , welcher jenseit des Flu¬ ßes Inn , dem Dorfe Fettan gegen über, das Schloß Trasp erbauet hat. i2?z wurde dasselbe von Sweigher Reichcnberg an den Gra¬ fen Meinhard zu Tyrol verkauft. i686 schenkte Kaiser Leopold dasselbe dem Fürsten Ferdinand Joseph von Dietrichstem mit aller Landesho¬ heit, wodurch-der Fürst Sitz und Stimme auf dem Reichstage bekam. Fürst Ferdinand erbot sich zu einem beständigen Matricularanschlag von 76 st. An Kammerzielern ist ein zeitlicher Besitzer dieser Herrschaft zu jedem Ziel auf 49 Rchsthlr , 72 kr. angcsetzt. D«ls fürstlich Dictrichsteinische Haus wird in Ansehung der Retchsanlagen von vem Erzherzog in Oestreich, als gefürsteten Grafen zu Tprol, vertreten. Die Herrschaft steht unter der östrcichischen Oberbothmäßigkcit. In dieser Herrschaft sind gelegen: 8 Berge, 2 Alpen, das Schloß Trasp, das große Dorf Fontana; die Weiler Florins, L l r Sina, ZA« Gina, Gparfels, Gebosch, Gischians, Gulpe- ra, Asera, und Walarsch, r Eauerbrunne» am Inn gelegen, drey Lhäler, als das Thal Della, Scuers, und Mlaska- Die Die Vorlande. KA5 Dis Vorlande, in des Kanzleysprache Vorberöstrelch ge¬ nannt, sind jene östreichischen Länder, welche im schwäbischen Kreise gelegen, und Theile des östreichischen Kreises sind. Woher der Name Vorlande, oder Vorderöstreich sich leite, wüste ich keinen richtigen Grund anzugebeu. Wenn man diese Lander aus dem Grunde die Dorlan¬ de nennen wollte , weil dieselben, gegen Westen vor allen übrigen östreichischen Ländern liegens so dachte ich, daß die Niederlande eben so gut die Voriande könnten gencnnct werden. Die Länder, welche jetzt unter dem Namen Vorlaube, dem Erzhause Oestreich zugehören, sind von Wien , als der Hauptstadt in der östreichischen Msnarchie, westwärts gelegen. Von dem eigentlichen nördlichen Oestreich sind diese Länder ganz abgesondert, nur von der südwestlichen Seite hängen sie mit den östreichi- sehen Ländern zusammen. Diese Ankettung er- öfnet sich bey Vorarlberg, und dehnt sich durch Ti-rol, und Kärnten. Hier thcilt sich die Ket¬ te nordwärts, und südwärts. Gegen Norden zieht sich die Kette durch Steyermark nach Wien; und von da abcrmahl nordwärts nach Mähren, und Böhmen, und ostwärts nach Ungarn; ge¬ gen Süden dehnt sich die Kette durch Kärnten, und Krain in das südliche Ungarn, das ist, nach Kroatien, Slavonren, n. s. w- Der Umfang dieser sämmtlichcn Lander be¬ trägt rgx Meilen. Diese Länder, mit Aus¬ nahme der Vorarlbergischcn Herrschaften, wer¬ den nicht selten durch fremdes Gebiete abge- 'chn'.Hcu; daher ihre Länge, und Breite zu bc- k I 4 siun- sZ6' stimmen , zu den geographischen Hirnaespirmsten gehört, Ans eben diesem Grunde hält es schwer: mir Gcnanhctt die Grenzen der Vorlande an- zugeben. Diei Hauptgrenzen derselben sind : nordwärts Schwabennordostwärts Bayern, ostwärts Tyrol, vstsüdwärts die Schweiz, unk» westwärts Elsaß. Gegen Osten, und Ostsüben ist bas Land sehr gebirgig ; hingegen gegen Westen , und Norden mehr eben. Au den vorzüglichsten Ge¬ birgen der Dorlande gehören : der Vorarlberg, der Schwarzwald re. Von oen Thälcrn sind das Rhcinchal, Frikkhal, Bregenzerthal , re. die bekanntesten, Oie Berge sind trächtig an Wal¬ dungen , die gutes Dau - und Brennholz liefern. Sie traaen Eisen, und Bley; und sind frucht- h. x an Wern. Unter den Flüßen , welche die Vorlande benetzen , kömmt am ersten zu nennen: der Rhein. Er kommt ausBündten, stießt nordwärts, und fällt in der Grafschaft Hohenems bey Rhcin- holz in den Dodcrzsce, kömmt bey Schafhauscn, wieder hervor, läuft von da südwärts nach den 4 Waldstädtcn , und setzt von hier den Lauf nach dem Elsaß fort. Die T?onau, ein Grenz¬ fluß, welcher nordwärts, Burgau von Bayern scheidet. Der Lech. Er kömmt aus Tyrol, macht die Grenze zwischen diesem Lande, und scheidet das Burgauische an der nordöstlichen Seite von Bayern. Die Ist. Dieselbe ent¬ springt im Vorarlberg, im Thal Montafon, Licht an der Grenze von Engadein, im soge¬ nannten Ochfcnthal. Von hier ist ihr kauf west- nordwärts, und sie vermischt sich beym Weiler Bergle irr der Herrschaft Feldürche mit dem Rhein, S 37 Rhein. Außer diesen Flüßen gibt es viele Bä¬ che, von welchen in der Folge Erwähnung ge¬ schehen soll. Unter den Seen ist der Bodensee der bekannteste- Seine Lage ist westwärts zwi¬ schen Bregenz, und Costan-. Die Naturprodukte dieser Provinz, sind we¬ nigstens bis jetzt, von keinem Haupkbelange. Der Getreidebau wird khätig betrieben, vor¬ züglich der Weizenbau. Obst wird häufig erzielt; und die besten Weingewächse sind: im Obcr- rheinvrertcl, in der Grafschaft Nellenburg, in der Landschaft Ortenau; in der Gegend am Bodensee; um Hachenberg, Hohenembs, und nm Hartheim in der Reichsgrafschafr Falken- stcin. Der Flachs-und Hanfbau findet Statt; aher weder Flachs, noch Hanf machen eine Handlungsfpccnlation. An Waldungen sind die Vorstände gesegnet. Sie kragen Tannen, Fichten, Lerchen, Eichen rc. Der kleine An- thcil von Weckern, welchen der Landbaucr hier besitzt, befördert den Feldbau etwas. Der Wie¬ senbau ist in sehr gutem Stande, und nach ?y- roi dürften die Vorstände auf eine gute Wicsen- rultur den ersten Anspruch haben; daher auch die Hornviehzncht in sehr gutem Stande ist. Im Jahre 1776 hat man ^0,781 Stück Ochsen gezahlt; der Pferde waren ^2,589 Glück, da¬ runter Hengste , Stuten 16 z;6 - und Walachen !4,8W- Die Naturprodukte im Mineralreich sind bald gcnennt. Man findet Eisenaruben zu Albruck in der Grafschaft Hau- ensteiu; Blcygrubcn bey Hofsgrund, r Glashürcc zu Schwabensaz aufdem Scharzwald, uuo Kup¬ fergruben bey Sk° Rupert- Jn den sämmtlichen Vvrlar.den sivb .--a. L t z Städte, §38 Städte, Z4 Märkte, und ivoo Dörfer mit In- begrif der Weiler. Im Jahre 1776 wurde« 59,200 Häuser gezählt; und die Volksmenge Seln'f fi t, auf 352,6:7 Köpfe. Darunter be¬ fanden kck männlichen Geschlechtes von i bis L7 Jahren 66,470 Köpfe. Von 18 bis 40 waren 58,507 Seelen, und von 41 Jahren bis hinab 54,869. Der Juden waren 1368 Köpfe; darunter sich 678 vsm weiblichen Ge¬ schlechte befanden. Die Volksmenge in den Dvrlande» beträgt jetzt, mit Jnbegrif der vor* arlbergischea Herrschaften, 360,000 Seelen. Im Jahre 4787 waren in den Verlanden mit Aus? nähme des Vorarlbergs. Gebohme - - . 14,777 Gestorbne«, . . 10,979. Getraute . . . 2,968 Paar. Der Überschuß an Gcbohmen betrug M98- Unter den Gebohrnen befanden sich 7594 mäny- lichen, und 678Z weiblichen Geschlechtes; und unter den Gestorbenen waren männlichen Ge¬ schlechtes 5600 , und weiblichen Geschlechtes 5Z79- Die Vorlande werden gewöhnlich in drey Haupttheile abgesondert. Es sind diese: I. baS Dreißgau; ll das eigentliche schwäbische Oest¬ reich ; und iH. die vorarlbergischen Herrschaf¬ ten. Da aber diese letzteren abcrmahl dem Lan¬ de Tyrol zugetheilt sind Wso besteht jetzt Vor- deröstreich nur aus den zween vorstehenden Haupttheilcn. Die Vorlande wirken nach des tenkschen Schulverfassung in vier Kreise abge¬ sondert, als 39 in das untere Land Breißgau , b) mdas obere Rheinviertel c)m Ober - und Rieder- ZZY Ntcderhohenbera, und in dre Landgrafschaft Rellenburg, ä) in die Markgrafenschaft Bur¬ gau, und die Landvogtey in Ober-und Nieder- fchwaben- Dre Verwaltung der Vorlande war noch zu Anfänge des gegenwänigen Jahrhunderts mit der Landesverrvaltung in Tvrol vereint ; und die Landesstelle für diese beydcn Länder be¬ fand sich in Jusbruck. Die Landcsregentcn harten zugleich die Regierung der Vorlande , wie Seite Z50 zu lesen ist, über sich. Im Jah¬ re 1752 war für die Vorlande eine Repräsen¬ tation, und Kammer zu Costanz medergesctzet *759 «m July aber ward diese nach Freyburg unter dem Titel: k. k. Negierung, und Kam¬ mer in den vorderöstrcichischen Fürstenthümern, und Landen, übersetzt, wo dieselbe noch be¬ sieht. Der Chefdieser kandcsstclle (jetzt Johann Adam Freyherr von Bosch) führt den Titel: Präsident der vurderöstreichischen Regierung , und Kammer, kchenprobsi, und Präses des breisgauisch landsiändischen Conseß. Außer der Landesstelle bestehen noch : i.) eine Oeco- uomatscommission, 2.) eine Milizcommission, und z.) die Hauptmannschaft der Stadt Co- sianz. Von den zwey Commissionen führt der Landeschef das Präsidium. Der Landes- stelle sind ferner untergeordnet : ») das Fis¬ kalamt, bey welchem r Fiscal, mit 2 Adjunc- ten steht; b) die Landes baudirection mit einem Director, und Unterarchitecten; 0) das Sie, gelamt mit einem Cassler, und controlircndcn Signatar; ei) die Eisenschmelz-und Hammer- werksverwcsung in Bärenthal in der Herrschaft Hohenberg; e) die Eisenwerksverwcsung zu Zizenhausen in der Landgrafschaft Nellenburg;. Z4c> dis Bergwerksverwaltung zu Wimmweiler iS der Reichsgrafschaft Falkenstein; x) das Münz¬ amt zu Günzburg; li) die PrüfungscommissivU für die Forstcanditaren (dieselbe besteht aus ei¬ nem Präses, 4 Assessoren, und 2 Acmaricn ) i- das Oberforstamt in Freyburg ; k) oas Salz- verschieißobcramt zu Freyburg , bey welchem stehen: 1 Oberamtmann, i Controlor , und 7 Ealzfactore ; ! ) das Salzverschleißoberaint zu Ehingen mit r Oberamtmann , 1 Einnehmer, 1 Controlor, und 9 Salzfactoren ; m > das Oberpostamt; u) die Universität, die Gymna¬ sien, und die teutschen Schulen; 0) die Land- vogteyen mit den dazu gehörigen Aemtern; x) die Kammeralgäter in Breißgau, als: das -Waldvogtcyamk zu Waldshut in der Graf¬ schaft Hauenstcin , und Herrschaft Laufenburg; die Herrschaft Rheinfeld; das Obervogteyamk zu Tryberg; das Obervogteyamk der Herrschaft Kastel - Und Schwarzenberg; bas Obeevogtey- amt der Herrschaft Kürnbcrg; cz) die Oberzoll- ämker. deren 5 gezählt werden. Diese sind r bas Oberzollamt zu Günzburg , Al torf, Gebraz- hoftn, Stockach, und Herholzheim. In der Markgrafschaft Burgau befinden sich: r Land- zollcr, r Donauzoller, 14 Hochzoller, 4 Weg- und Brürkzoller, Beyzollcr, und 2 Houpt- zollauffeher, Zu dem Oberzollamt in der Land- bogtey Schwaben zu Altorf gehören: I Ober¬ zoller, 1 GegenschrMer, und;2 Zoller. Bey dem Oberzollamk in dch Landvogtey Schwaben zu E-brazhofen stehen : i Oberzoller, r Controlor, 17 Zoll r, 2 Holzzolleinzieher, und 1 Schrane Anwärter; ftrner das Zollamt in Niederhohen- berg mit r Oberzoller, 17 Zollern, und 1 Luft scher. Dem Rentamte in Oberhohenberg sind gr Zoller subordinirt» Bey dem Zollamte in Horb steht i Verwalter, dem ro Zoller zuge-- rheilr 64 r kheikt find. Dem Zollamte zu Oberndorf sind 2, und dem Schultheißenamte zu Schöneberg io Zoller zngetheilt. Zu Besorgung der Iustiz- angelcgcnhcitcn bestand Vormahls in Freyburg rin Appellattonsgerichk; dasselbe ist aber 178? erloschen, und geht jetzt die Appellation von den Vorlanden an das in Wien gelegene Ap- pellakionsgencht. Durch ein Hofdekcer vom i. July 1782 wurde in Freyburg zur Handhabung der adelichcn Iustizangelegcnheiten ein adelichrs Gericht unter dem Lite!: Landrecht, nrederge- sctzt. Das Personal desselben besteht aus l Präsidenten, 4 Rächen, i Secrekär , und r Rathsprotvkollisten Die Kauzclleygeschäfte werden gemeinschaftlich mit der Regierungs - und Kammerkanzellcy besorgt- Wenn bey der Etimmengebung die Zahl von 4 Stimmen man¬ gelt, kann in Folge des angeführten Dcrrets zur Ergänzung der Stimmcngeber ein Nach von der Landesstelle beygezogen werden. Die übrigen Grundsätze sind eben jene, welche bey den übrigen Lanbrkchten bestehen- In -Folge Hofdeerets vom !. August 178z ward zu Frey¬ burg eine Landtase! für den Breißgaucr Bezirk errichtet, und dieselbe der Aufsicht des B, Oe. (jetzt unterenserischcn ) Appellationsgcrichks un¬ tergeordnet. In diese kandtafel werden nur die im Breißgaucr Landesbezirke befindlichen ständischen unbeweglichen Güter, und Gülten eingetragen. Die Eintragung geschieht mittels bloßer Benennung der ständischen Realität. Je¬ de derselben, die für sich allein , und beson¬ ders einliegt, erhält in der Landtafel ihre be¬ sondere Rubrik, darunter alles kür begriff--,, Zu halten ist , was unter solcher Rubrik in dein ständischen Catastro als ein frey ständisches Gut einlkgt. Die Realitäten, welche sich bey einem , in Z >2 j» der Landtafel einliegenden ständischen Gut bt- ßnden, mitgenoffen werden , und einer Obrigkeit L.ttrworfcu sind, werden als kein freyes Gut ange¬ sehen ; mithin können dieselben unter der Eintra¬ gung bey der Landtafel auch nicht begriffen feyn. Für die Schätzung, Abmessung , oder anderweitige Bestimmung des Wertstes eines der Landtafel einzuverleibenden Gutes hat dec Theiinehmer selbst zu jorgen. Im Falle von einem ständischen Gute ein Thcil abgeschricbcn werden soll, haben die Stände dieß Geschäft zu besorgen, sie haben sich aber vorhinein mit der Landrafcl, und den Landrechten einzuver- siehe!?. Als Eigcnthümer eines bey der Laad- täfel vorgrmerkten Capikals ist nur derjenige anzusehen , auf dessen Namen das Capital bey der Landtuftl vorgemerkek ist; oder welcher sich über das erhaltene Ergenthum rechtmäßig aus¬ weisen kann. In Folge Hofdecrets vom 12. September 1782 wird der Appellationszng an die Oberämccr gestattet, >venn angesessene Reichsklöster, Ncichsritter rc. in erster.Instanz erkannt haben; nicht aber , wenn östr. Bogtey- en , oder andere subordinirte östr. Gerichts¬ behörden in erster Instanz eiugeschritten sind. Von den Insirssengcrichten kann auch der Rechtszug an die Oberämter gelangen. Das Hvfdecret vom 7. July 1784 schreibt vor, daß den Betroffenen, welche von dem Insaffenge- richte an das Oberamt appellircn, die gesetz¬ mäßige Frist von 14 Tagen zu bestimmen sey, wenn sie dem Oberamte die bey dem Insassen» gerächte ordentlich gepflogene Verhandlung ver¬ legen; wo aber diese mangelt , oder nicht or¬ dentlich ausgenommen worden, ist die Frist nach der Gerichtsordnung also ewzulciten, wie in derselben wegen der Verhandlung in erster In¬ stanz 54Z siauz vorgeschricbeti ist. Bey der 178Z erffolg- tm Regulirung der Bcrggerichte wurde für sie Vorlaube ein Berggericht zu Freyburg ausge¬ stellt. Dasselbe besieht aus i Bergrichter > und ?, Assessoren. Demselben find untergeordnet: die Bcrggerichtssnbstüution n> der ReichSgrafschaft Falkcnstein, und zu Staufen. Außer diesem Gerichte siud in den Vorlanden auch 2 Land¬ gerichte vorhanden; als .- 2) das kais. freye Landgericht in Ober -- und Nicderschwadcn auf der Lcutkirchcr Heide, und in der Gepürs. Das¬ selbe besieht aus i Landrichter, und 4 Lank- gerichtsstabhaltern; nähmlich in der Mahlstadt Altdorf; bey demselben stehen l Stabhalter, l Syndicus, i2 Asscssores, und z Procuratcres; in der Mahlstadt Ravensburg: r Etabhairer , r Kanzelleyverwalter, 12 Asscssores, und r Pro¬ kurator; inder MahlstedtW angen : r Bürger¬ meister , der zugleich Syndicus und Stabhalter ist, i Ralhsconsukent, 12 Assessoren, und 2 Procuratoren; und in der Mahlsiadr Ißny: L Stabhalter, i Rathsconsulent, 12 Asscssores ,, und 2 Procuratores- Bey dem kais. fteyeu Landgericht d) in Hegau in der Landgrafschast Nellenburg stehen: r Landrichter, i Gerichts¬ schreiber, i Erabhaltsr, 4 Bcysitzer von der Stadt, 6 vom offenen Lande, r Fiscal, und 4 Procuratores. Der Advokaten werden 25 ge¬ zählt. Vorstehende Angabe der Behörden , und des dazu gehörigen Personals ist vorn Jahre r'89. Die Oberämter haben sowohl politische, als Ctvilangelegenheiren zu besorgen. Die ständische Verfassung weicht in vielen von der in den östreichjschen Erblanden ge¬ wöhnlichen ab. Eigentlich werden die Land- Kände in Vorderöstreich in den breißgauischen Con- 544 a^tzN-7-o Conseß, und in das schwäbisch-- östreichisch - siäi!« bische Directorium, und in den Landesausschuß eingcthcilt. Bey dem brcißgauischeu Conseß führt der Landeschef den Vorsitz; ferner besieht derselbe ans 2 Assessoren, vom Prälatensiande, 2 vom Nittersiande, und 2 vom dritten Stan¬ de. Zum Prälütensiande gehören: der Fürst und Abt zu St» Blast , der Großprior des Zo- hanniter Özdens zu Hciteröheim, die Aebke von Echuttern , St. Trutpert, St. Peter; von Ettenhcimmünsier, die tcutsche Ordcnecommcn- thur zu Keuggen; die Collegiatsiiste in Wald- kirchc, und Seckinnen, und der Abt Tennen¬ bach. Der Ritterstand wird in die Reqlisien, and Pcrsonalisten abgetheilt. Zu den ersterctt gehören jene, welche zu dem Nittcrsiande con- tribu'rende Güter besitzen; in die Classe dec Personalisten überkommen jene zu stehen, wei¬ che zum dritten Staude contribuircnde Gütet besitzen. Der dritte Stand besieht aus rg Städten, und 6 Kammeralherrschaften. DiS Städte sind: Freyburg, Brcißach, Diltingcn, Breuiiliugcn, Neuenburg, Kenzingen, Ensin¬ gen , Burkheim, Und Waldkirchc; hierzu kom¬ men die 4 Waldstätte: Laufenburg, Rhcinfcld , Gecktng, und Waldshut. Zu den Kammeral- herrschaften werden gerechnet: Kasteiberg, Nürnberg , Tryberg ; die Grafschaft Houen- stuu; die Herrschaft Nheinfeid, Und die Herr¬ schaft Laufenburg- Der Breißgauische Laich- stand hat seine eigene Kanzellcy, bey welcher 1 Cyndicus, t Gecrekär, Registrator 2 Kan¬ zellisten , und 1 Accessist sichen» Ferner folgt die Buchhalter«) , und das Einnehmeramt. Das schwäbisch - östreichjsch - ständische Directo- riirm zu Ehingen, an der Donau, besieht aus einem Obcrdirector, und aus Abgeordneten welche §45 welche sind: der Syndikus von der, ersten Di- rectorialstadt in Ehingen; der Syndikus von der 2ten Directorialstadt zu Rothenburg anr Neckar; der Syndikus von der atm Dirccto- rialstabt zu Radolphszell am Unternfee; der Syu- dicus der Hcn Direcrorialstadt zu Munderkin¬ gen ; der Oheramcmann zu Warthausen; ded Syndikus der Stadt Günzburg; der Oberamt¬ mann der Herrschaft Wärenwag. und Kallenberg» Und der Obcramtmann des adelichcn Gottes¬ hauses zu Urspringen. Bey der ständischen Directorialkanzellcy stehen i i Syndicus , t Registrator , 2 Protocollisten und 2 Kanzellisten ; dann hat dieß Direktorium seine eigene Buch- halterey mit i Buchhalter., und 2 Calcnlato- ren, r Ingrossisten, und 1 Accessistcn; ferner i Einnehnieramt mir einem Einnehmer, Kon- trolyr, und Kanzellistcn. Bey der Regierung und Kammer in Freyburg hat i ständischer De- putirter Sitz. Die Kunstprolticke der Vorlaube sind bald genannt. Am ersten kommen zu nennen die Eisen--und Hammerwerke am Harras, in der Herrschaft Hohenberg, zu Aizenhaufen in der Landgrafschaft Nellenbnra- Aus Holz und Me¬ tall werden viele Woaren verfertigt. Unter de» Hvlzwaaren stehen die hölzernen Uhren oben an- Sie werben am Schwarzwalde in, und um Furtwang häufig verfertigt. Diefilbeu finden sowohl im Auslände, als in den Erb- landen beträchtlichen Absatz. Die Genfer Uh- rcnfabricatur in der Stadt Costanz lyacht be¬ trächtliche Absätze- Sie entstand im Jahre 1785, da sich in der eben genannten t^kabt einige Uh- renfabricannren von Genf niedergelassen Haber» In dem eben genannten Jahre unterm zo July M m wurden 546 > wurden dreser Colonie verschiedene Vegünsti? Zungen zugcsianben, und ein Instrument dar¬ über an die Herren Roman und Milly, als Direckores der Uhren und Juwelenfabrik, und Repräsentanten genannter Colonie ausgefertigt. Auf zwanzig Jahre genießt diese Colonie die Freyhcit von allen persönlichen Anlagen. Ihre Equipage, Fabrikwerkzeuge und Maaren sind von allen Eingangsabgaben, sowohl in Con- stanz, als in den Vorlauben frey; ihre Arbei¬ ter und übrige Einwohner bleiben vom Kriegs- Dienste , und Milizquariicr frey. In Rücksicht jener Artikel, die zu der Uhren - und Juwelen- fabrtk gehören, und in den Erblandcn nicht fabricirt werden, genießen sie eben jener Rech¬ te, wie die Niederlande, und andere abgeson¬ derte Staaten. Die Colonisten unterliegen bin- Mn 22 Jahren keinem Abzüge von ihrem Ver¬ mögen, wenn dasselbe an auswärtige Erben zurüüfällt; oder wenn sie wieder in fremde Staaten überwandern. Nach diesem Zeiträume sollen nur fünf Percent vom Verkaufe der lie¬ genden Güter bezahlt werden. Roch ist der Granaten - und Crystallfabriken zu erwähnen , die ihren Sitz in Freyburg, Waldkirche, und Rheinfelden haben. In diesen Fabriken wer¬ den Granaten und Krystall gebohrt und geschlif¬ fen. Die Krystall - und Achatschleiferey hat hier früher augefangen als das Bohren und und Schleifen der Granaten. Die Granaten kommen aus Böhmen. Dieselben werden, so¬ bald sie ankommen, nach dem Gewichte gewo¬ gen , und ihr Werth darnach bestimmt. Von Liesen Granaten, deren zoa aufs Loth gehen, gilt das Pfund 2 fl. Reichsgeld; gehen nur 250 Stück darauf, so gilt das Pfund gz fl. In dem Fall , daß sie so beicht wären, daß " - 400 Z47 HSü aufs Loch gehen, gilt das Pfund nut Zo kr. , höchstens r Gulden. Wenn tausend gesc!-iffenc und gebohrte Granaten i Pfund wiegen, hält man sie für die besten. Sind die rohen Granaten gewogen und gezählt, so wer¬ den sie tausendweise an die Meister abgegeben-. Bevor die Granaten geschliffen werden, wer¬ den sie gebohrt. Die Anbohrnng geschieht mit¬ tels eines Diamanten. Die Granate wild umgekehrt, und auf bcyben Seiten angcbohrt. Jede wird einzeln vorgenvmmen, und in eine kleine Maschine , welche auf einem Tische be-> festigt ist," eingezwängt. Die Maschine ist ss beschaffen> dast die Granate unter dem Drucke nicht weichen kann. Die Anbohrnng geschieht durch eine starke Mannsperson. , Dao völlige Durchbohren übernimmt meistens ein Mädchen, welches einen Stift, in welchem zwey' kaum sichtbare Diamantstütke eingesetzt sind, in der Hand hat, ihn in die festgemachte Granate , da wo sie angebohrt ist, einsetzc, und nun diesen Stift , mittels eines kleinen Bogens, oder anderer geringen Maschine , so lang herum- rreibt, bis die Granate von oben herab ganz durchgebvhrct ist. Tausend, auch 1200 Grana¬ ten von Mitterer Größe können in einem Tags^ angebohrt werden. Durchbohrt können nur 4 bis 500 Stück in solcher Zeit werden, je nach¬ dem die Stücke groß oder klein sind. Der Ka¬ rat vom Diamanten, dessen man zum Bohren bedarf, gilt 2 Guidcn. Ist der Diamant von guter Art, so dauert er in den Händen eines geschielten Arbeiters Ein Jahr. Die gebohrten Granaten werden geschliffen, damit sie den ih¬ nen wöchigen Spiegel und Glanz bekommen. Man hat eigene an einem Wasser gelegene Schleifmühlen. Diese Mühle besteht in einem M m 2 Wasser- Zs8 o Wasserrade mit -Schaufeln , uid wird von deni Waffe.- getriebin. Das Aad treibt eine Daum- welie. Andern Baum sind 4 große rothc Sand¬ steine befestigt. T'iit der Daitmwelle müssen auch diese herum laufen. Bor den Sandstei¬ nen liegt der Arbeiter mit der Trust erhoben, auf einer Art von hohl ausgeschnitten ein Stuhl. Indem der Stein herumgetriebcn wird, läuft aus einem Canal immer etwas Wasser auf den Stein. Der Arbeiter hält einen hölzernen Stiel in der Hand, der etwas länger ist , als «ine Spanne, hinten dicker zum AnfaMn, und vorne zugespitzt. Dieser hölzerne «Ariel, der nöthrg ist, weil die Granate zu klein ist, als daß man sie mit der Hand fassen, und schlcif.- fen könnte, ist hohl. Der Arbeiter steckt durch diesen hölzernen Canal einen Stift von Eisen- drahc, etwas dicker als eine Stecknadel. Auf die außen hervvrsichende Spitze des Eisens steckt er eine Granate; damit sie wieder herabfalle, drückt er die in ihrer gebohrten Höhlung auf- gefttckte Granate in einem Stück gelben Leders bas er neben sich lieg"!? hat, fest, legt sich auf den Stuhl, und schleift. Ein Sandstein kömmt auf 24. bis 26 Gulden zu stehen. Es geschieht Oanchmahl, daß die Steine irr der Mitte un¬ versehens entjweyspririgen. Das Schleifen ist überhaupt eine gefährliche und undankbare Ar¬ beit. Der Arbeiter ist nicht selten in seinen; 40. oocr Zoten Jahre blind, und kann alsdann von Hause zu Hause betteln. Beym Schleifen kömmr's hauptsächlich darauf an , daß der Arbeiter die Granaten in Rauten abthcile. Die.- sc Adkheilung muß er aber im Kopfe ma¬ chen. Ein geschickter Arbeiter schleift in einem Tage iOOO Granaten; dafür ist sein Lagiobn r8 Kreuzer. Wenn dir Granaten' geschlnfftn sind, Z 49 sind , werden sie 'gleich von Weibspersonen in der Mühle mit Trippel auf einer runden Schein be poiirt, wodurch sie ihren herrlichen Glanz erhalten. Die Meister der Schleifer fassen sie auf, und reihen solche an Fäden von türkischem Garn , 50 Stück in jeder Reihe, und 20 Schnü¬ re zusammen. Von der kleinen Gattung wird das Tausend für 5 fl. oder 1 Ducaten verkauft; irregulär geschllff ne werden für 2 bis rz Gul¬ den, oder Ducaten g lassen« Es gibt deren auch , wo oasTaustno 6 fl. kostet. Diese Gra- natfabriken sind das nicht mehr, was sie wa¬ ren , seitdem in Böhmen diese Schleiferei) eben¬ falls getrieben wird, und der Granatenschmuck Nicht mehr so in der Mode ist. Der Bergkry- stall, welcher in den vorstehenden Orken ver¬ arbeitet wird, wird auf eben die Arr, wie die Granaten geschlissen. Man macht davon Klei¬ berknöpfe, Stoctknöpfe, Kronleuchter, Trian- gcl, Kirchcnlampen rc- 1 Die wenigen Productc, welche die Vor¬ laube erzeugen, lassen in der Handlung keinen beträchtlichen Gewinn erwartt-n. Die Ein¬ fuhr ist um vieles beträchtlicher, als die Aus¬ fuhr. Die beträchtlichsten Einfuhrartickel be¬ stehen in Leinwand, Zwirn, Zwirnspitzen, Tuch, Wollenzeugen, und anderen Wollcuwaaren, Sei- denwaaren, Zinnwaaren, Glas, Porzeilain, und Gaianteriewaaren, Unter den Naturpro¬ bucken ist die Einfuhr an roher Seide, Wol¬ le, Flachs, Hanf, Wachs, >ohenKupfer, Ei¬ sen, Galmey w. besonders beträchtlich. Hier¬ zu kommen noch der Kaffee, Zucker, Thee, alle Arten von Gewürz rc. Zu den Ausfuhrar- tickeln gehören Hornvieh, Pferde, Leder, höl¬ zerne Uhren ( sehr häufig) Genfer Uhren, Wein, SS« Grnaken, Krystallwaarcn, Holz, Holzwaarerr rc. Die Granaten, und Krystallwaaren kom¬ men vorzüglich nach Italien, nach der türki¬ schen Levante, in die Schweiz, Elsaß rc. Die Lage per Vorlande macht für dieselben den Amischen- handel beträchtlich. Derselbe kömmt vorzüg¬ lich dem Strasscngewerbe sehr zu statten. Die Fracht theilt sich in die Wasser - und Landflucht. Der Rhein. die Donau, und der Bodensee tragen zur Beförderung des Handels sehr bcy. Die Landfracht ist in gutem Stande. Die Strassen sind gut angelegt, und für ihre Erhaltung ist gesorgt. Die in dickem Lande gelegenen Strassen theilen sich in kV Hanptstrgs- sen ; als I. in die Straffe nach Wien. Sie führt durch München, und beträgt von Freyburg ZZO,OLo Klafter in der Länge. Die Ute führt durch Schwaben, und Elsaß über Straßburg nach Frankreich. Man rechnet von Günzburg bis Paris 146 Meilen. Die Ulte geht' durch die Schweiz nach Italien, und die IVte über den Vorarlberg nach Tyco!» Auch in den Verlanden ist die katholische R-lizion dn hc rschend., Der Bischof in Co- staaz ist der einzige inländische Bischof. Er ist ein schwäbischer Reichsstand, und hat sei¬ nen Sitz in Mersbnrg; das Domcapi tul aber ist in Costanz. Man ist der Meynung, das hiesige Bißthum scy um das Jahr 570 von Win- disch , 6 Meilen von Costanz in Helvetien, im Gebiete der Stadt Bern , hierher vcrlegetwor- dcn. Die Grenzen dieses Bißthums, welche in der Bulle Kaisers Friedrich I. bestimmt werden, sind gegen Norden das Bißthum Würzburg, sind Speyer, gegen Osten macht der Fluß IÜ ° ö—AZL hie natürliche Scheidewand zwischen der Augs¬ burger, und Costanzer Diöces. Gegen Westen dehnt sich die CostanzerDiöces über den Schwarz¬ wald , und das Vreißgau bis an die Dleichq- cha, wo abermahl die Grenze des Tißthums Straßburg eintritt. Vom genannten Fluße zieht sich die Grenze bis dahin, wo derselbe in den Rhein fällt. Hier ist die Grenze des Basler Bistthums. Von hier zieht sie sich am biessciü- gen Rheinufer zwischen dem Schwarzwalde bis zum Lhurmsee, von hier bis zu den Alpen , und über dieselben südwärts bis gegen Chur in Bündten. Im Jahre 1779 befayden sich in der Coftanzer Diöces 2g Collcgiakkirchen, i6g Carw- nicate, 121 Capellaneyen, 52 Ruraldechantey- en, g; Separatpfarren, 7 Commende» des Maltheftr Ordens, 5 fürstliche männliche Ab- tepen , z fürstliche weibliche Abkeyen, 34 unge¬ fürstete Abteyen mit Prioraten vom männlichen Geschlechte, 41 vom weiblichen Geschlechte, 24g Klöster von beydcn Geschlechtern. Dir Volksmenge in der ganzen Diöces belief sich auf 897,624 Köpfe. Darunter waren 6268 Regu- lärgeistiiche mit Jnbegrif der Nonrzen. Den 52 Ruraldcchanteyen waren zugetheili 1192 Pfarren, und 774 Capellaneyen. Zn den sepa¬ rieren Pfarren gehörten 27 Capellaneyen ; Mit¬ hin waren 1244 Pfarren, und 918 Capellaneyen. Der Nichtbeneficiatcn waren 464, und der Ein¬ siedler 180. Der ganze Cierus-betrug 8,902 Köpfe. Darunter waren 2834 Wcltgeistliche. Die Zahl der getrauten Paare beli.f sich auf 7,627, der Gehohrnen auf 35,959 Köpfe , und der Gestorbenen auf 27,741 ; mithin war ei« Ucberschuß an Gebohrnen von 6,218; das Ster¬ ben traf also den zaten Kopf. Die fremden Pi sch pH , deren Diöcesaurcchtr sich in die M m 4 Nor- ZZ2 Vorlande erstrecken - stad die Bischöfe z>» Strastbnrg , Augsburg , Chur , und Basel: Ja Freyburg befindet sich das Genera lsemina- rium, welches mit den übrigen Generalseminari- en in den Crblauden eine gleiche Verfassung hat. An diesem Seminario stehen i Rector, 2 Vice- directores , 4 Studienpräfecte, und r Rech¬ nungsführer. Hier folgen nach der Zeitfolge die in den Vorlanden gelegenen Stifte, und Klöster. s) Ritterorden. Teutscher Ritterorden: Eommende zu Freyburg. zu Beuggen, In der Tostanzer Diöees, Maltheserorden : r; , Obristmeisterthum zu Heidersheim, Commrnde zu Villingen seit 1227. In der Eostanzer Dlöces, Dieser Orden wird iw Ansehung seiner irr Len Dorlanden gelegenen Güter als ein östreichischer Landsaß betrachtet, b) Stifte. s) Tosseyiatstsfte: X228- Collcegiarstift bey St. Martin in Rhein¬ feld. Stifter mar der Bischof zu Basel, Heinrich Graf von Thun. In der C- D. LZ87- Costeg-atstist zu Horb am Neckar in der Grafschaft Hohenberg. Rudolph Graf von Hobenb-'rg hat dieses Collegiat auf §2 Chorherren gestiftet. In der C. D. o-E^-o Z53 3) Tollegiatstifte: ?47.4. Collegiaksiift zu St. Margareth in Wald¬ kirchs. Im ivken Jahrhundert befand sich hier ein Nonnenkloster des St. Doininik- Ju der C. D° d) Lhorherrenstifte t ro . Chorherrenstift zu St. Stephan, und Niclas in Coffanz. In der C. D. nZi, Reguliere Chorherren des St, Augustin zu Waldfee in der Grafschaft Waldbnrg. In der C. D. ivyZ. Regulirte Chorherren des St. Augustin zu St- Margen im Schwarzwaide. In der C. D. 1276° Chorherrenstift des St. Johann Baptist in Costanz. Anfänglich war es ein welt¬ liches CoUcgiatstift. !Z2L. Chorherren des St. Maunz, und Re¬ migius zu Ehingen am Neckar. c) Benedictmerstifte r so:;. Benedictiner zu Schuttern am Fluße gleiches Namens. Vor Alters wurde der Ork Offenzell genannt, 858. Bcnedictinerstift zu St. Blast, an der Alb, auf dem Schwarzwald. 1747 wurde das Stift in den RtiÄsfürstenstand, mit Ew- thcilung der 4 Erbämrcr, erhoben. Wegen der Reichsgrafschaft Bondorf, welche r i Abt Martin L. gekauft hat, fuhrt rin z-zr- sicher Abt zu St. Blast Sitz «nd ^Sriau--r auf dem Reichstage, Die GrafH-ft si sin schwäbischen Kreise gelegen. Die dr.« M nz 5 Stift- 554 s-^W-s-s o) Benedietinerstlfte (St. Blast) Stifte St. Blasien gehörigen Herrschaften und Güler werden in Reichsherrschaften,» in inländische Herrschaften, und Schwer- zcrgüccr abgeiheilt. In dem Reichsgebiete sind gelegen: die Grafschaft Bouborf- Dreft begreift in sich die Herrschaften Grafen¬ hausen , Bürte! darf , und Bettmaringen- Ferncr liegen im Reichsgebiete die Obervog- rey Zutmarrng, uno Gutenburg. In dem östreichilchen Gebiete sind gelegen : die zur Ob rvogtey und Putenbruna gehöri¬ gen Rcrchsvogteyen, Gutwcil, Weilheim, Dürdorf, und Ncggesmeiler. Ferner ge¬ hören zur östreichischen Landeshsheit das Oberamt Staufen, wozu nebst der Stadt auch tzie Herrschaften Staüfcn und Kirchhof ge¬ rechnet werden die Obcrvogtey Zwing und Bahn- Man sehe Gchlötzcrs Briefwechsel S"» ImZirchergcbicthechnd gelegen: Urdorf, Dkrnrennsdorf, Stallikon, und Gelben- büren, Diese 4 Orte machen zusammen ein Amt; ferner die Gerichtsschreiberey Mmgenau mit ihren Vogteym. In dein Diplom, weiches Kaiser Otto dem Stifte St, Blast n ausgesteüet hat, werden die Grenzen dieses Stiftes bestimmet, die aber nut jenen , welche die Copie dieses Diploms rm Vcen Tom der Oallis ckristisn-» ent¬ halt, nicht zusammen kommen. Du- Uw > künde schließt also: ,, Oara nonis ftuni >,, anno OaminicD inearnarionis ,, ftXlsl Legni vero Oktouis XXVH ,, 'm^ergr ankem ll. — „ Hur ot- w chr tm IL- L'. I. seiner genealvA Dom, SNA, Z 55 c) Veuedierinerstift-e' ( Ek. Blasi ) 2g§. die Bemerkung , daß für das Jahr 96z zu lesen sey 98g, da durch ein Ueber- sehen des Schreibers 96z gesetzt worden; allein wenn man weis, baß Otto II. 967 als Kaiser gekrönet wurde, lind 98Z ge¬ storben ist . wie sollte man glauben kön¬ nen , daß Otto diese Urkunde in dem Uten Jahre seines Kcriserthums habe ausftrti- gen lassen - da er», wie er starb, im i6tcrr Jahre, nicht im zwcpren, wie die Urkunde sagt, Kaiser war.- Man sehe den Uten Heft der östr. Staatsanzeigcn S. 166^ Zu dem Stifte St. Blästen gehört auch das im Oberried aiifm Schwarzwald gele¬ genen Priorat. Anfänglich' wohnten hier Nonnen, welche nachher sich imGünkers- thal niederließen. An ihren Platz kämm Wilhelmitcn, von welchen es an die der- mahligen Besitzer kam. 90a Bmedictinerstift zu St. Trutpert. lOZa. Benediktiner zu Willingen. Dieß Stift ward von Jürgen (Georg) auf dem Schwarzwald hierher verlegt. lOyZ, Benedictiner zu St. Peter auf dem Schwarzwald- Das Stift befand sich an¬ fänglich zu Weilheim in der Neckarau. 1099. Benedictiner zu Wiblingen an der Iller in der Markgrafschaft Burgau. r6n. Bencdictinerpriorak zu St. Johann zu Feldkirche im Vorarlberg. ä) Tistercienfer: kl6t. Cistercicnser zu Thenneubach im Brciß- gauischcn. SZ6 s) Larthsus. IZ46. Carthäuser auf dem Johann Eaptijttn- bcrg außer Freyburg, f 1782. 5) prckmonstratcnftr: l!26. Prämonstrakcnser zu Roggenburg in der Markgrafschaft Burgau; Augsburger Diö- ces. IZ2Z. Prämonstratenscr Priorat zu Wühlen bey Rheinfelden ; in der Costunzer Dräccs« wurde hier eine Prämonstearenferab- tey gestiftet. In Folge Revers vom Jahre i^6Z «fr der Abt derselben verbunden, für die Erzherzoge Leopold und Albrecht jähr¬ lich eine Vigil zu halten-, und drep'Uessen an dein Tage des Absterbens dieser Fürsten zu lesen; wegen einer von denselben dem Kloster leqircen Wiese, Holzes, und Brun¬ nen, i;2> wurde dres Prämonstratcnser- siift der Abtcy zu Bellekey rin Basler Ge¬ biete zug- rheilt, und m Wülcu das Prio¬ rat errichtet. x) 7ftstttten?. i6za. Jesuiten in Freyburg. Düs hier gele¬ gene , mW im Jahre 177g erloschene Col¬ legium hat Erzherzog Leopold gestiftet, und demselben die Probsiey, und das Kloster L. L. Frauen zu Ollenburg zugerhcilt. Ferner erhielten sie die Pevbstey St. Ul¬ rich . und zur Herstellung der Wohnung 12,ovo Gulden in verschiedenen Fristen; daher jeder Priest-r in diesem Collegio für den Gtrfter 6 Mess?» zu lesen, und jeder -LnyeK-» o s57 F) Jesuiten. Laycnbruder 6 Rosenkränze zu dechen Har¬ ke. Zu diesen Andachtsübungen waren sie vermög des Stifrbriefcs nicht verbunden. Das Collegium besaß auch die Herrschaft Merzhausen im Breißgauischen. t649<> Jesuiten zu Rotenburg am Neckar. Die- selben wurden i6Sr vom Erzherzog Fer¬ dinand Carl aus beständig gegründet, und die Residenz in ein Collegium um- geändert. Das Funbat-snscapital be¬ trug tZmxo,Gulden, ferner wurde ih¬ nen angewiesene «) jährlich ein Fuder Wein » und 12 Sacke Korn bevm crz- herzoglrchcst Anrt Rotenburg, b) Das Einkommen, und Gcfüll der Capellaney zu Dierdshcim. c) Das Bencsicium der Kirche zu Srlchen bey Rotenburg sammk den Gefällen der Kirche bey Unkerhtrschau, Z) statt des Gefälles in der Herrschaft Echramdcrg die derselben gehörigen Ca¬ pitalien , als bey der Kirche Ämthaus 2Ooo fl., bey der Kirche St. Georg auf dem Vchwarzwald 1020 fl., bcyder Stabt Rottweil 8co fl-, bey dem erzhcrzogli- . chen Amt in Stockach oooo fl.. ferner, die Kirche, Wagenthal. genannt , bey Rotenburg; dann noch jährlich 600 fl., wegen des"bey dem erzsürstl. Amt Ro¬ tenburg cedirten Hausiscuen Legats; wei¬ ter jährlich ovo Klafter Brennholz. ES wurde dem Collegio auch bewilliget, den Wein, welcher auf den Gütern des Col¬ legiums erzeugt, oder an Bezahlungüstake Übernommen warb, gegen Vergütung des Um- ' 658 8) Jesuiten- Ilmgelbes , und des Maspfennigs, auS- zuschenkcn , ober auch auf der 'Achse zu verkaufen. Das Collegium erhielt in der Folge vom Kaiser Leopold noch ein ka¬ pital von 14200 Gulden nebst den 2 Dör¬ fern Roßwang, und Dotcnhausen, oder Todtenhaus. Diese zwccn Orte wurden dM Collegio von dem Landesfürsten um Lchvoo Gulden mit Vorbehalt des Ter¬ ritorialrechts , und Landgerichts überlas» sen. Oer Fundcuionsbrief wurde im Jah¬ re 1670 ausgescrsjgt. Die Kirche, und das Gymnasium haben in der Folge noch verschiedene andere Stifter erhal¬ ten , als benHrcyherrn von Hohenberg - Len Johann Melchior Schorer rc. d) piavlstent k75d. Piaristencollegium in Günzburg. Air er¬ öffneten die Schulen am 7 December 1750. Zur Erhaltung dieser Priester wur» de, nebst anderen Zuflüßen, der Fund der ehemahitgen daselbst, gelegenen Hofcapclle gewidmet. Bey derselbe» standen 2 Hof- eapcüäne - einigeSänger, und übrige Mu¬ siker. Der erste Capellau genoß an jähr¬ licher Besoldung 2sc> fl. ,.der ote r88 st. z6 kr. Zur Bestreitung der übrigen Aus¬ gaben für die-Capelle waren jährlich 250 fl. bestimmt f 6oo für die Musik, und 40 fl. erhielt der Religionsagent, mithin öetrug der ganze Aufwand jährlich 1298 fi¬ tz) M- S 59 c) RIoster: : AugustinerereMitem t:6z. Augüstiyererenütett zu Costaaz. 1270. Augustinereremiten in Brcysach. 1278« Augustinereremiten in Freyburg. 1517. Augustinereremiten zu Oberndorf am Neckar. Tarmelirer ,r Lrgr. Carmeliter beschuhte in der Stabt No- kenburg. Barbara von Hohenberg Hal dem Kloster ioc>a fl. legirt. Graf Al¬ bert von Hohenburg hat ihnen 1276 in der Stadt Notenburg einen Plaz zum Bauen des Klosters, und der Kirche eim- geräumet. > Dominicaner: !2Z5. Dominicaner zu Costanz. r2z6. Dominicaner zu Freyburg in der Costan» zer Diöces. Franciscaner: »24s. Franctscaner in Frehburg. / 1624. Franciseaner zu Hödingen in Sigmar ringen. lSZ2. Z 62 r6zc>. Franciscaner zu Ehingen an der Donaü. 1665 wurde ihnen der Opferwein (zu 52 fl.) jährlich legirt. r644> Franciscaner zu Horb am Neckar r66; ward ihnen jährlich r Fuder Wein be¬ willigt- 1646. Franciscaner zu Sulgau im Nellcnbur- gischen. 1649. Franciscaner bey Maricnhilf zu Wald¬ see» 4658» Franciscaner zu Kenzing an der Elz im Breisgamschcn., 17Z5. Franciscanerhospitrum zu Seelbach im unteren Breißgau. Rapuciner t 11594. Kapuciner zu Rheinfelden» 1602. Kapuciner in Freyburg. r6ai. Kapuciner zu Fcldkirche» 1'62?. Kapuciner zu Costanz. rü:6. Kapuciner zu Feidkirche» 1622. Kapuciner zu Ratholsszell am Zeilcrfes NI Nellenlnrrgischen. 1622. Kapuciner zu Rotenburg. 1624. o--W^o Z6r ^624. Kapuciner zu Altbreisach. IÜZ5. Kapuciner zu Bregenz. 1645. Kapuciner zu Niedling an der Donau. 1645. Kapuciner zu Bludenz. 1654. Kapuciner zu Laufenburg. »655. Kapuciner zu Bezau im Bregenzerwald» 1659. Kapuciner zu Waldshut. rü62. Kapuciner zu Weißenhorn. 168?» Kapuciner zu Staufen. r/ry. Kapuciner zu Stockach im Nellenhun- gischen. 1729. Kapucinerhospitium zu Burgau» Minorite» : 1250. Minorite» zu Villingen. 1255. Minorite» ;u kostauz. rzo2. Minorite» zu Altbreisack). 1040 fienge» sie an, die Jugend in der lateinische» Sprache zufunterrrchken, und in einem besonderen Seminario dieselbe iu der Musik zu üben. i6i4. Minorite» in Villingen« N n Pau- §62 O^W^O paulmer. !Z4Z. Panliner zu Rohrhald in der Grafschaft Hohenberg. xsZ". Eremiten Layenbrader des St. Franz zir Bcrrnstein im Hvhenbergischen. Es be¬ stand dieses Haus aus lauter Layenbrst- Lern, welche sich grvßtentheils durch die Handarbeit ernährt haben. 150g nah¬ men sic die Regel des sogenannten drit¬ ten Ordens St. Franzens an. Ihr Obe¬ rer hatte, nach dem Beyspirle der Ein¬ siedler, den Namen: Aitvater. Ließ Bru¬ derhaus ist 178? erloschen. Nvnnenfrauen stifte r 49c?. Adelichrs Frauenstift zu Seckingen anr Rhein. Cs besteht dasselbe aus einer ge¬ fürsteten Bebtissinn, acht Domfraucn, und Freden adelichen Frauen. Die Capitulda- wen müßen vorr siiftmäßigem Adel seyn. Dann steht bcy diesem Stifte auch ein Ca- p'ku'cauLNicus. Die Atbkissinn ist ein breißgauischer Landstand. Im Jahre 1^07 erhielt die Aebtissian, Freisinn von Bus- roana,für sich, und ihre Nachfolgerinnin Lrn Titel einer Farstiun des h. R. Reichs« In d-m Berichte, welchen die Lebriff-nn dieses Stifts am 9. May itchy an die standesstelle mJnsbruck erstattet hak, wird Fridolin als Stifter dieser adelichen Ab¬ rey angegeben. Durch Beyhüife verschiede' ncr gutRilOiger Personen harre das Stisk das Z6Z Las Land Glarus mit allen feinen Gä¬ tern , und Rechten erhalten; allein' in der Folge kamen die Guter au die Grafen von Habsburg, und von diesen an das Haus Oestreich. Wegen der über die Ab- tcy genommenen Vogtey sind der adelt- chen Familie von Schönau verschiedene Güter gegen Verwaltung des Meycramtes zu Lehen gegeben worden. Das Land Gla¬ rus vereinte sich iz;r mit der schweizeri¬ schen Eidsgenoffer-schaft. rscro. Cistercienser Nonnenstift am Wald im Nellenburgischen Gvbicthe in der Costarm zer Diöccs. Ü2.._ Cistercienser Nonnenstift zu Ohlsberg im Brcißgauischen. Die ersten Nonnen die¬ ses Stiftes folgten der Regel des St. Venedicts- K2O4- Cistercienser Nonnenstift in Heiligenkrcuz- thal. i2Z gel der h, Elisabeth mit jener der h. Clara, si Dominicanerinnen: n.75. Nonnen des h. Dominick zu Bludenz, f .-2. ..'Nonnen des h-Dominick zu Bknsdorf in der Grafschaft Hohenberg. Sic war ren eigentlich unter den Namen, Begrü¬ nen, zum Dienste der Kranken bestimmt. Begumen sind jetzt ungefähr das, was unsere heutige Exnonncnvc sammlungs- Häuser sind, wovon im 4tea Bande der östreichischen Staatenkunde mehr zu le- ftu ist. s L2?4. Nonnen des h. Dominick zu Adelhauseu außerhalb Freyburg. Nach dem am May 1699 von der Drrorinn dieses Klo¬ sters , Frau Maria Francisca von Nru- av an das V- O. Wesen in Znsbruck erstatteten Bericht, hat sich in dieß Klo¬ ster die Kunigunde, eine Schwester Kai- ser Rudolphs, begeben , und ihr Vermö¬ gen demselben abgetreten. Dicß Klo¬ ster ist drey Mahl abgebrannt. Nach die¬ sem Berichte haben die 4 Nonnenklöster, als : das "Kloster St. Maria, St. Ca¬ tharina, St. Agnes, und St. Magda¬ lena damahls ein Gebäude gemacht, s raz?. Nonnen des h. Dominick zu Kirchberg im Rvnuburgischcn. rszz. N n g Z66 ,'2§Z. Nonnen des St. Dominick zu Ee- stanz, f. !2§6. Nonnen des St. Dominick in Löwenthak an der Ach in der Zandvogtey Altors. -f- 12x9. Nonnen des St. Dominick zu Hab- siav. f ZL^r. Nonnen des St- Dominick zu St. Mi¬ chael in Oberndorf, -j- 1282. Nonnen des St» Dominick zu Horb am Neckar, s !Z58. Nonnen des St. Dominick zu HicrlinA i im Rotenburgischen. f !4io. Nennendes St. Dominick zu Freyburg, f 1422. Nonnen des St» Dominick zy Hirschthal an der Bregenz, f 1450- Nonneu Les St. Dominick zu Riegel im Breisgauischcn. r6oo. Nv'.men des St. Dominick zu Altstatk bey Irldkirche. Nonnen des dritten Ordens; Z266. Tertiarien zu Mors, f «29z Tertiarien zu Horb am Neckar, f rzcz. Tertiarien zu Laitz. f rZ^> 567 1ZZ6. Tertiarien zu Thalbach bey Bregenz. ;Z4i. Tertiarien zu Seckingcn. -s ,Z47. Tertiarien zu Gorheim. rZüo, Tertiarien zu Moosheim im Nellenburgi- scheu, s rz8o. Tertiarien zu Warthausen zwischen Ehin- gen, und Bieberach, f IZ8I, Tertiarien in der oberen Klausen bey Ro¬ tenburg am Neckar. 7 zzy;. Tertiarien zu Ehingen an der Donau, in der Vorstadt Gtoggcnkhal. 's lzy;. Tertiarien zu Sulgan. 14g; hatten sie ein förmliches Kloster, f ,400. Tertiarien zu Reute in der Landvogtey Altors, -f 1400. Tretiarjen zu Munderkingen unter der Landvogtey Altdorf, s 1402. Tertiarien zu Maria Lorctio am Wald¬ see. f ,414. Tertiarien zu Unlingen an der Donau bcy Riedltng. 's L420. Tertiarien zu Niedling, f ^4zz. Tertiarien zu Günzburg, f N n 4 1.570» §68 1570. Terrarien zu Weiden. Diese RonneN kamen von Weilern bey Blaubayern hier¬ her. s ,604. Lertiarien in Bregenz. 1705. Tertiarien zu Ehingen an der Donau- f Diese haben sich einzig dem Unter¬ richte der Jugend ihres Geschlechtes ge¬ widmet. Alle Nonnenklöster, wo bas f sieht , sind erloschen. Die öffentliche Bildung der Mädchen begann kn den Vorlauben früher, als jene der Kna¬ ben. Im inten Jahrhunvert waren die Be.- nedictinernonnen zu Urspring schon mit der Bil¬ dung derJugend ihres Geschlechtes beschäftiget- Im i^ten Jahrhundert wurde in Eostanz bereits die Theologie gelehrt. Jetzt ist hier ein Lycäum, welches ans 2 Faeultäken besteht; nähmlich der theologischen, und philosophischen. Im Jahr 1789 lehrten in der ersteren 2 Pro- ftssores, und z in der letzteren , und an dem Gymuasio standen 5 Lehrer, und i Präftct. Es ist hier auch eine «endemische Bibliotheck vorhanden. Im Jahre 1456 hat Erzherzog Al¬ bert die hohe Schule in Freyburg gestiftet. Die Stiftung ward vom Kaiser Friedrich iH. bestätiget. In dem Berichr, welchen der Rec¬ tor dieser hohen Schule am 22. May i6ye> an das V- O. Wesen erstattet hat, wurden die akademischen Auslagen auf Gulden an¬ gegeben. DaS Gerreidebcputat für die Profts- sores wurde auf261 Muth bestimmt. Der Uni¬ versität gehören die Probstcyen zu St. Ulrich Z6y im oberen Elsaß , und di- zu Oehlenberg ; auch gehören derselben die Güter Bieberach, Wald¬ see, die Herrschaft Merzhausen rc. Im Jahre r?8y haben in der theologischen Facultät 5 Professores gelehret. Eie haben unter srchge- kheilt die Lehre der Kirchengeschichte, Patro¬ logie, theologischen Litcrargeschichte , Dogma¬ tik, Polemik, Pastoraitheologie, theologische Encyclopädie, orientalischen sprachen, der h. Schrift, und theologischen Moral. In der juridischen Facultät waren der Lehrer 6, un¬ ter welchen die Lehre des Naturrechts , all¬ gemeinen Staatsrechts, Völkerrechts, Kirchen¬ rechts, des bürgerlichen Rechts, dec Neichsge- schtchte , Statistik , des peinlichen Rechts, der politischen Wissenschaften , und des Ge¬ schäftsstils getheilet waren. In der mcdicini- sche» Facultät wurde von 7 Professoren geleh- ret: die Specialnaturgeschichte, die Oekonomie, die Anatomie, Physiologie, die Chirurgie, Ge- burtshülfe, die medicinische Praxis in zwo Ab- theilungen; als a) gemeinschaftlich für Aerzte, und Schüler der höheren Chirurgie; und b) für Civil- und Lanbwundärzte; die Chymie , Botanik , Vieharzneykunde , die Pathologre , und materi« medica. Dann standen bey dieser Facultät noch ein außerordentlicher Lehrer für theoretisch medicinischen Unterricht für Civil - und Lanbwundärzte, ein Prosector, und ein Gchülf des Prof, der Chirurgie. In der phi¬ losophischen Facultät waren der Lehrer 6. S,'e lehrten Physik, allgemeine Weltgeschichte, rei¬ ne Mathematik, Logik, Metaphysik , prakti¬ sche Philosophie, schöne Wissenschaften, und an¬ gewandte Mathematik. Dann waren noch 2 außerordentliche Lehrer, deren einer Diploma¬ tik, Heraldik, Numismatik, und Alterthums- N n 5 künde, 270 künde, und der andere Naturgeschichte, uyb Technologie lehrte. Außer ochsen standen an der Universität: ein italienischer Sprachmeister , ein französischer Sprachmeister, ein Tanzmeister, und ein Fechtmeister. Der Lehrer des Kirchen- rechts in der juridischen Facultat sichte auch die juridische Praxis auseinander. Pas Gymna¬ sium in Freyburg begann mit den Jesuiten- Jetzt stehen an demselben 6 Lehrer , nebst einem Präfeck. Hier ist auch eine Normalschule mit 6 Lehrern , und r Geholfen. An dem Gymna¬ sium zu Günzburg, welches nut den Piaristen begann, stehen 2 Lehrer mit einem Präfcctcn , hingegen z au der Normalschule. Die Nor¬ malschule in Rotenburg am Neckar hak 2 Ab- theilungen. Bey der Knabenschule sind 4 Leh¬ rer, und i Gehülf; und hey der Mädchenschule g Lehrerinnen. Jede Schule hat ihren eigenen K'arccheten. Von dem Unterrichte, welchen die Minoriken zu Altbreisach gaben , ist bereits Meldung geschehen- Der Raum dieser Blätter läßt es dermahlcn nicht zu , in eine nähere literarische Zergsiederung der Aufklärungsan¬ stalten in den Vorlanden sich einzulassen- Nur bemerke ich noch, daß der Herr Gubernialrath, von Riegger , der im Jahre 1764 als Professor des bürgerlichen, und peinlichen Rechts dahin kam, sich »m die hiesige Universitär durch thä- tige Mitwirkung bey Emporbringung dieser ho¬ hen Schule unvergeßlich gemacht hat. Unter den noch lebenden Professoren, welche sich an dieser hohen Schule auch im Auslande rühm¬ lich bekannt gemacht haben, sind vorzüglich zu nennen: Bob, Klüpftl, Mederer und Sauter- In den Vorlanden sind eben die Münzen gangbar, welchem den übrigen östreichischew Lrh- Z7» Erblonden im Cours sind. Ihr Werth wird nach dem 24 Guldcnfuß bestimmt; z° B. Der Ducatcn gilt hier fünf Gruden. Hier folgen die in Brekßgau, und dem schwäbischen Oestreich gelegenen merkwürdiger? Orte 1 In Lreifigau. Dasselbe macht den südwestlichen Theis der Borlande aus, und wird von dem Kanton Basel, Baden Durlach, dem fürstenbcrgischen Gebier, und schwäbisch Oestreich begrenzt. Der Um- fang dieses Landecbczirks beträgt 5? 0 Mei- wn. Seine größte Breite steht zwischen und 14 Meilen. Unter den Gebirgen ist der Schwarz¬ wald das bekannteste. Von Flüßen kämmt der Rhein am ersten zu nennen. Er läuft mitten durch den oberen Theil des Breißgau , und macht westwärts die natürliche Grenze Son Elsaß. Ganz Breißgau wird in das untere Land, und in das obere Rstctnviertel gbgc- theilct. Das erste liegt westlich» und das an¬ dere südlich. Das unt re Land wird auch das Waldviertel genannt. Die Volksm nge in dem ganzen Breißgauer Bezirk beträgt etwas mehr,, als die Hälfte der Seelen, welche in den Ver¬ landen leben. Zu den vorzüglichen Naturpro¬ dukten Breißgaus gehören : das Eisen, Bley, und der Wein , der vorzüglich im oberen Rh ein- viertel gut gerätst. Die Wiesen sind sehr r äch- kig an Heu. Obst wird häufig erzielt, und oie Kälberzuchr zeichnet sich besonders aus. Auch an Holz ist, wegen der vielen vorhandenen Wal¬ dungen, kein Äbgana. Die blkanntesten Wal¬ dungen sind der Haagwgld, und Zlkpwald in 572 der Herrschaft kauftnburg. Die Waldungen m der Herrschaft Rheinfelden sind um Oberfrick, und Zeiningen, iw Frickthal re. 'gelegen. Hierzu kömmt noch der Sreincckbergerwald, der Ehe- walb rc. Ja ganz Breißgau zählt man 17 Städte, welche zum dritten Landstande gehören, 4 Märkte, und über 500 Dörfer. Nun folgen die merkwürdigsten Orre, welche in diesem vor- Leröstreichischen Landesbezirke gelegen find, als: Altbreisach , im Gegensätze der jen- feit des Rheins gelegenen französischen Festung Nenbreisach, eine Stadt am Rhein auf einem Berge. Das Castell wurde 1210 von dem letz¬ ten Grafen von Zähringen erbauet. Bis zum Jahr iggi war sie eine Reichsstadt; in die¬ sem Jahre aber ward her Ort an das Haus Oestreich verpfändet. Karl IV. bestätigte die Verpfändung im Jahre 1^48. JmlJahr 1688 warb die Festung von den Franzosen erobert ; kam aber im ryswikischc.n Frieden 1697 an das Haus Oestreich wieder zurück, i/vz kam die Festung, durch Verschulden des Kommandanten,, Grafen von Arco, wieder an Frankreich ^allein der Rastädrer Friede gab dteftibige 1714 dem Hause Oestreich wieder zurück. Maria There- fia ließ 1741 die Werke dieser Festung schleifen. St. Diast, eine gefürstete Benedictiner- «btey auf dem, Schwarzwalde, an dem Fluß- chest Alb. Von der hier gelegenen Abrey ist de-- reits Meldung geschehen. Veuygen, oder Bücken, in dem oberen Rheinvterle! bey Wil^shut und Seckingen ge¬ legen. Vs» der h>er gelegenen Cvmwenthurey des Z7Z Zes leukschen Ritterordens ist ebenfalls schon Er¬ wähnung gesehen» Rreunliny , ein Städtchen, im oberen Breißgau, eine Meile von Viüingen gelegen. Vrisirch , Lrisacnm, mc>y8 driliscus s. Altbreisach. Furchheim, ein Städtchen nm Rhein im oberen Breißgau. Lastellberg, und Schwarzenberg, zwo Kam- meralhcrschafttn im oberen Breißgau gelegen. Hier ist ein Obervogteyamt. Die Herrschaft Gckwarzenberg contribuitt zum Rttterstande, und Castellberg zum dritten Stande. Au der erste¬ ren Herrschaft gehört die Vogtey Httrwühler, Ohrensbach, Oberglokterkhal, Sackenthal , Sicgeian und Sicnsbach. Ander lezkeren gehört die Vogtey in Bleibach, Grttnch, Kollnau, Ober- winden, und Simonswald. Ehrmgen, ein« dem Stifte St. Gallen ge¬ hörige Herrschaft. Llzbgch, ein Städtchen mit einer Herrschaft. Endmy , ein Stäbchen cm oberen Breiß- gau gelegen. Etttenheim, eine Stadt im oberen Brei߬ gau gelegen. Dieselbe ist ein Eigenthum deS Bißthums Straßburg. Hier ist das Benedic- tiner Stift Ettenheimmänster gelegen, dessen Abt ein Mitglied des breißgaurschen Landstan» des ist. Lriek- O KriAchak, im oberen Rheinbiertel zelegen. Es dehnt sich von dem Dorfe Angst zwischen dem Rheirr, und dxr Schweiz bis an den Döy- berg. Dieses Thal witd nordwärts vom Rhein, ostwärts von der Herrschaft Kieggau, und der Grafschaft Baden , fud - und westwärts von dem Kanton Basel umschlossen. Die hier gelegene Schafnerey gehört zur Herrschaft Rhcinfeid» Der Schafnerhat in Frick seinen Sitz. In die¬ sem Thale sind beträchtliche Waldungen vorhan¬ den« Freiburg, kriburgum, die Hauptstadt der sämtlichen Vorlande, am Fluße Treisam 94 Mei¬ len von Wien gelegen. Die Stadt ist im Jah¬ re m8 von Herzog Berthold von Zähringen angeieget worden. Beym Abgänge des männ¬ lichen Stammes der Zähringen trat dessen äl¬ tere Schwester, eine Gemahlinn des Grafen Es gons von Fürstenberg in den Besitz der Länder, Welche ihr Bruder, in Schwaben.- Lireißgau- unv auf dem Schwarzwald besessen hat. Graf Egon hinterließ zween Söhne, als den Egon, und Ci- mon, Der erstere erbte den Schwarzwald, uüd der andere wurde der Skammherr der Grafe« von Freyvurg, und Breißgan. 1^67 wurde Freyburg mit dem Grafen Egon in Krieg vcrwittel« Ere kstufte sich 1^86 mit 20, vas Mark Silbers los, und da diese Summe das Haus Oestreich bezahlt hatte, unterwarf sich die Stadt dusem Hause, Zum Gebiete dV'r Stadt gehören auch dre z DöG fer Kirchpart, Lehen, und Mezhauscn, Man zählt in Freyburg gegen 1202 Häuser , welche von 9,220 Seelen bewohnet werden. Zu den sehenswürbigen Gebäuden gehört hier bas Mün¬ ster mir seinem ansehnlichen Tburm , dessen Hö¬ he auf 500 Schuh bestimmteird; dann das Rath¬ haus, V— A7Z Haus, das Ctipendiatcnhaus, die .'niversitatrc Von der hier vorhin gediühtcn Granaten - und Krystallschleiferey ist bereits Erwähnung gesche« Heu. Güntersthal, nordwärts gegen den Fluß Treisam gelegen. Das hier gelegene abelichr Cistevcienftr Nonnensiist ist erloschen» Gutenberg, eine Herrschaft am Fluß Schwarzach, weicher hier die Grenze zwischen dem unteren Lande Breisgau, und dem Stüh- Nngenschen Gebiete macht» Hartenstein , eine Grafschaft, liegt zerstreut, theils inr unteren Lande, theils im oberen Rhein- Viertel. Cie nimmt ihren Anfang im unterem Lande, und ersircftt sich vem dem Fluße Alb dis Freyburg, über 5 Meilen; von da aber bis nach Rheinfelden über 4 Meilen. Das Städt¬ chen mir dem Berqschloße Hauenstcin, vou welchem die Grafschaft den Namen hat, liegt nm Albfluße zwischen Laufenburg, und Walds¬ hut. Die Gegend ist sehr gebirgig. Die ganze Grafschaft wirb in 8 Gemeinen, welche Ein¬ ungen genannt werden, abgctheilet, als : in die Einung zu Bierendorf, oder Bierdorf, Wolpadingen, Doger, Hechei,schwand, Gor- wil, Nikenbvch, Hochsaal, und Murg. Jede Einung hat außer ihrem' Einungmcister (Vor¬ steher) auch einen herrschaftlichen Vogt. Die Einungen zu Wolpadingen, und Hechrnschwand haben einen Vogt zusammen. An der Albbrüche, gegen den Rhein, ist das bekannte Eisenberg« werk gelegen. Hauenstcin ist eine Kammern!-, Herrschaft, und hat mir der Herrschaft kaufen-- hurg einen gemeinschaftlichen Waidvogt, wei¬ cher 576 cher zugleich Schultheiß ist, und in Waldshut seinen Sitz hat. Diese Grafschaft kam mit Freyburg von dem Hause Zähringen an das Haus Oestreich. Renzinyen, kine Stadt am Fluße Elz , 6 Meilen von Freyburg mit einem Franciscaner- klostcr. Hier hat der Obervogt der Herrschaft Kürnbcrg seinen Sitz. Kirchhofen, eine der fürstlichen AbteySt. Dlafl gehörige Herrschaft. Dieselbe contribui- ret zum Ritterstanbe. Lürnherx, eine Kammeralherrschaft mit einem Obcrvogteyamt, welchem untergeordnet sind: der Schultheiß zu Herbolzheim, bann der Vogt zu Oberhausen, Niederhausen, und Bombach. Laufenbnry, eine von den 4 Waldstäd- ken , und die Hauptstadt einer ehemahligen Grafschaft im Oberrheinvicrtel. Die Stadt ist zwischen Seckiagen, und Waldshut gegen den Rhein gelegen. Der Fluß Rhein sondert die Stadt in zween Theile, welche durch eine höl¬ zerne Brücke zusammen hangen. Die Stadt ist ein Lehen des Stiftes Scctingcn, welches die Grafen von Habsburg, Laufenburgischer Linie, inne gehabt haben. Nach Abgänge derselben 1409 kamen beyde Grafschaften, nähmlich Lau¬ fenburg, und Seckingen an bas Haus Oest¬ reich. 1A87 hat Herzog Leopold die ganze Graf¬ schaft Lauftnburgvom Grafen Johann, dem Jün¬ gern, von Habsburg, nm 12000 Gulden erkauft. Es ist irrig, wenn einiae Geographen behaup¬ ten , daß hier der merkwürdige Fall im Rhein 57^ fey. Dieser Fall ist eigentlich bey dem Schloße Laufen, unweit Schafhausen, welches Schloß aber jetzt zu dem Kauko» Zürch gehört. Die Herrschaft Laufenburg gehört zu den Kammeral- Herrschaften. Siehe Rheinfelden. Laufenburg , eine Kammeralherrschaft, bey der Stadt gleiches Namens gelegen., Mair theilet sie in 8 Vogteyen, als: in Vie Bogtey Kcisten, Sulz, Metta», Gensingen, Jtten- thal, in der Reßlcn, Gchwatterlvch und Leibq statt. St. Morgen, oder Margen, ein regulir- des Chorherreustift St. Augustins, auf dem Schwarzwald, ostwärts gegen Fürstckberg Stüh¬ lingen. Merzhausen, «ine Herrschaft, von wel¬ cher vormahls die Jesuiten i?es'tz'r waren; nun aber ist dieselbe ein Eigentum des Stu- luenfunds. Diese Herrschaft ist im unt ren Lan¬ de Breißgau gelegen-, Mö'hlrnbäch, eine Herrsch 'ft bei) ö!hem- frld. Sie hat einen Obervogcei-ver.valter, der in dem Dorfe Möhlin seinen S tz hat« Ihm find untergeordnet : 6 Stabhalker , als : der Srabhalter zu Augst , Mägden > Möhlin, Mumpf, Zriningen, und Zuzgen. In Möhlin hat auch der Landschaftssäckelmeistcr seinen Sitz. Möh¬ lin, und die übrigen Orte dieser Herrschaft find im Frickthaal gelegen. Neuenburg, eine Stadt am Rhein, z Meilen von Altbrcisach. Dieselbe war ehe- wahls eine Reichsstadt, und hatte ihre eigenen Grafen. Im lHen Jahrhundert kam dieselbe O » an 578 an das Haus Oestreich. Der Ort ist iminrte- rem Lande gelegen. In Neuenburg ist ein Zoll- amt, welchem das Filialzoüamt in Bamlach, Lieh!, Rheinweiler, und Böllingen untergeord¬ net ist. Oberried, ein Weiler, auf dem Schwarz¬ wald- Hier ist das Bcncdictiuer Priorat, wel¬ ches nach St. Blast gehört, gelegen. St. perer, eine Benediktiner Abtey auf dem Schwarzwalde» Rheinfelden, (Rheinfeld) eine von den vier Waldsiäbten. Sie liegt nordwärts am Rhein. Rheinfelden war Vormahls eine Graf¬ schaft, welche ihre eigene Herren hatte. Nach Abgang derselben kam sie an die von Zährin¬ gen, und da auch diese erloschen, fiel dieselbe dem Reiche nach Haus. i<>gi kam die¬ selbe , nebst anderen Städten, an die Erzherzo¬ ge Albert, und Otto für 20,000 Mark Sil¬ bers Cvstanzcr Gewichts. Das hier gelegene Schloß ist auf einem, aus dem Rhein hervor¬ ragenden Felsen gebauet, welcher der Stein zu Rheinfelden genannt wird. Unter diesem Felsen hat der Rhein einen starken Fall. Man nennt ihn den Hellhacken. Er reicht bis an die Rheinfelder Brücke. Mit tüchtigen Schif¬ fern von Seckingcn kann man mit beladenen Schiffen durchfahren. Die Länge der Brücke wird auf Y4 Ruthen angegeben. Die Stadt ist mit Mauern, und Graben umgeben Die¬ selbe hat 2 Thore; näbmlich bas Rheinthor und Seckinqerthor. Rheinfelden ist eine Kammeral- herrschaft, zu welcher gehört: das Frickkbal, die Herrschaft Möhlinbach, und das Rheim thai. thal. In Rheinfelden ist auch ein Oberzoll, amt, welchem 16 Filialzoilämter zugetheilt sind. Diese sind: der Zoll zu Aöclhauftn, Frick. Herznach, Kaiscraugst, Laufenburg , Mägden, Winseln, Schaffnersau, Schwertstätten, Weg» stäkten, Wölflingswohl, Wiehlen, Wehr, Zei- ningen, Zell im Niescnlhat, und der Zoll an der Rheinbrücke. Rheinthal , eine Kammeralherrschaft , dehnt sich von Süden nach Norden, und liegt zwischen dem Rhein, und dem Schwarzwalde. Westwärts wird dasselbe von dem Gebiete Ba¬ den Durlach begrenzt. Die landschaftliche Obcr- vogteyverwaltung ist zu Degerfcid. Derselben sind 6 Stabhalter untergeordner, als.' der Etabhalter in Degerfelden, Eichsel, Herthen, Winseln, NoLingen , und Wehlen. Zu Warm¬ bach hat der Laudschaftssäckelmeister seinen Sitz. Schwarzwald, eine beträchtliche Waldung, von Süden nach Norden. Dieselbe ist unter verschiedene Herrschaften getfMet. Einen be¬ trächtlichen Theil desselben besitzt das Haus Oestreich. Dann haben TlM an dieser Wal¬ dung, oder vielmehr Landschaft, die Marlara- fcn von Baden , die Grafschaft Baar , Fürsten- berg -- Stühlingen rc. Der Antheil, welche» das Haus Oestreich an diesem Walde hat, wird von der Markgrafschaft Baden, dem Für- stcnberg Stühiingischen Gebiete, und dem Her- zogehum Würkenbcrg begrenzt. Der Wald trägt größtenthcils Lannen. Die Viehzucht wirb hier stark getrieben. Die merkwürdigsten Orte im Schwarzwalde sind: die Stifte St. Blasi, Et. Trutpert, St. Margen rc. Oss Geck in- S8v Sechwtzen , rine von den vier -Walbstäkten , rm unteren Lande Brcißgarr auf einer Jnsc! des Rheins zwischen Rheinfelden, und Laufen¬ burg gelegen. Wie diese Stadt an das HaUs Oestreich kam , ist bereits angemerk.t wor¬ den. Das Wappen dir Stadt besteht in einem geschlossenen Sack mit einrm blauen Bande. Staufen, eine Herrschaft an der Grenze der Markgrafschaft Daber, Durlach. Die Herr¬ schaft ist ein Eigenthum der fürstlichen Bene- Licriner Abtey Sr. Blast am Schwarzwald. St. Trutperr, eine Benedictmerabtep auf dem Schwarzwald, an der Grenze der Mark¬ grafschaft Baden Durlach. TrpberA, eine Kammeralherrschaft im un¬ teren Lande, auf dem Schwarzwalde, gegen die Grenze des Herzogthrnns Würtenberg gelegen. In dem Städtchen gleiches Namens hat der Obervogt seinen Sitz. Die ganze Herrschaft wird in 5 Vogkeycn, und 5 Stabhalter abge- theilt. Die Vogkeycn sind: Furtwangen, Gü¬ tenbach, Neutirche , Rohrbach, und Schön¬ wald. Ein Stabhaltcr ist in Gremclsbach, Niederwasser , Nußbach, Rohrhardöberg, und Schönach. 1 Villiuyerr, eins Stadt an der Bi'icge im unteren Lande zwischen Donaueschingen, und Schiltach, ry Meilen von Freyburg gelegen. Der Ort war ein Eigenthum der Herzoge von Zähringcn. Von diesen kam er an den Gra¬ fen von Fürstenberg; und von diesem an das Haus Oestreich. Die Berge, welche die Stadt umgeben, dienen ihr zur Echuzwehre gegen aus- Z8r auswärtige Feinde. Hier ist ein landesfürst- iickcs Zollamt, zu welchem io Filialzollämter Schären. In Villingen hat die bereits erwähnte Comuenthurey des Malkheserordens ihren G»tz. Dann befinden sich hier die Benediktiner Abtty zu St. Georg, und ein Minoritenkloster. Zwcy hier gelegene Nonnenklöster sind erloschen; so wie bas Capucinerklostcr. Waldshut, eine von den vier Waldstätten , KN der nördlichen Seite des Rheins, an der Grenze der Landgrafschaft Klcggau im oberen Rhcinviertel gelegen. Die Erbauer dieser Stadt waren die Grafen von Habsburg, In dieser Stadt hat der Waldvogt der Grafschaft Hau? rnstcin, und Herrschaft Laufenburg, wie be¬ reits gesagt worden ist, seinen Sitz. Er ist jngleich Schultheiß der Stadt Waldshut. Hier ist auch ein Oberzollamt mit 9 Zilialzollämtern. waldkircHe, eine kleine Stadt, oberhalb Freyburg , an der Grenze der Markgrafschaft Baden Durlach, am Fluße Els gelegen. Die Stadt kam 1648 von Frankreich an das Haus Oestreich. Hier ward im isten Jahrhundert ( s. Seite 557. ) ein Collegialstift errichtet, Erzherzog Siegmund verlieh dem Stifte die gegen Rothweil gelegene Pfarr Schönberg , wo¬ für dasselbe auf die Lehenschaft über Castell- berg, und Waldkicche Verzicht that. Waldkir- chc war in den vorigen Zeiten einzig berühmt, wegen der vortreflichen Granaten - und Cry- siallschleiferey, deren Seite 546» Erwähnung geschehen ist. Im Jahre 1782 wurden hier 28 Gchleifmühlen s uud über hundert drcyßig Mei¬ ster gezählt, welche bei) der Gtanatenfabrika- Wr ihren Unterhalt'fanden. In der Stadt O 0 z Wald- S8L o-rM-v Waldkirche hat der Obervogt der Kammern!-- Herrschaften Castell-und Schwarzenberg seinen Sitz, Er ist zugleich Schultheiß dieser Stadt. Dem Vogteyamrc ist untergeordnet das Zoll¬ amt in Waldkirche, Pleybach, Srmvnswald, im Glotterthal, und Hauwühler. Zä'hrinyen, ein Dors, mit einem verödeten Schloß, z Meile oberhalb Freyburg gelegen. Die Besitzer dieser Herrschaft gleiches Namens waren aus dem Geschlechte der Grafen Ber¬ thold im Breißgau. Berthold l, war Herzog in Kärnten, 107-, aber wieder abgefetzt. Con¬ rad nahm sm ersten um das Jahr nzo den Titel eines Herzogs von Zähringen an. Mit Berthold V. ist 1218 der zähringische Stamm erloschen. L. Schwäbisch Vestreich / oder der westnordliche Theil der im schwä¬ bischen Kreise gelegenen ösireichischen Ländern, Dicft Länder werden von Elsaß, dem Herzog» thum Wart'ttberg, Bayern, Vorarlberg, und der Schweiz begrenzt. Der ganze Flächenraum dieses Lar.deobezirkes wird über 59 Meilen be¬ stimmt. In so fern es möglich ist, die Länge, und Breite eines Lanhcsbezirkes , der »on so Vielen einzelnen fremden Gebicthen durchschnit¬ ten wird zu bestimmen, dürfte die Länge des Schwäbisch Oestreich etwa go Meilen, und die Breite bey 2s betragen. Die vorzüglichsten Flüße , welche diesen Landesbezirk durchsiromcn, sind die Donau, der Neckar, die Günz, Stock- ach, und Güizjing, Die Zahl der Seelen, welche i» dem östreichisch.'n Schwaben leb.n, macht den dritten Theil der sämmtlichen Ein¬ wohner Z8A wohner in de» Vorlanden aus. Die teutschc Sprache mit dem schwäbischen Dialect ist hier die herrschende. In dem ganzen Landesbezirke werden gezählt 2Z Städte, 18 Märkte, und gegen 600 Dörfer, und Weiler. Das schwä¬ bische Oestreich wird in sieben Theile abgeson¬ dert. Diese sind : 1) die Markgrafschaft Burg¬ au ; 2) die Landgraftchaft Nellenburg; z) die > Landvogtey Schwaben; 4) die Grafschaft Ho¬ henberg , 5) die V Donaustädke, welche sind: Mengen,'Munderkingen, Waldsee, Sulgau, und Riedlingen; 6) 4 Stifte, io Landschaften, und 5 Städte: Zu den Stiften gehören Bux¬ heim, Heiligenkreuzthal, Urspring, und Wiblin¬ gen. Zu den Landschaften gehören die Graf¬ schaften Kirchberg , und Weitzenhorn , die Gras¬ schaft Siegmaringen, Herrschaft Erbach, Berg, Kuß, Gutenstein, Hausen, Worthausen, Kal¬ lenberg , und das Gericht Reuthen. Die Stäb- re sind: Costanz, Ehingen, Schelklingen, Stock¬ horn , und Voringen. 7) die Landvogtey Or- renan. Die sämtlichen schwäbisch östreichische» Länder sind thcils als Erbgüter, thcils durch Kauf rc. an das Haus Oestreich gekommen. Kaiser Maximilian I. hat zuerst den Titel eines Fürsten von Schwaben angenommen. Nun folgt eine nähere Beschreibung der vorstehenden Grafschaften, Lmrdvogtcycn, Herrschaften, Städte rc. Aach, ein Städtchen, am Fluße gleiches Namens, in der Grafschaft Nellenburg, auf ei¬ nem Berge gelegen. Argen, eine Herrschaft mit einem Ober- twgteyamt in der Grafschaft Tettnang. Der Obcrvogt hat in Argen seinen Sitz. v 0 4 Altorf, v"°"W^o Zk?4 Altorf, eine kaist, und Reichslandvogtey im sogenannten Aigow. Dieselbe Hat ihrc^ Arsprung von der chmahligen guelphischeu Graf- sci aft Altorf. Sie kam mit den übrigen guel- Phischcn Ländern vom Haufe Hohenstaufen fl. überlassen. Zu dieser Grafschaft gehören das Schloß Oberkirchberg an dez Iller, der Markt Oberkirchberg, das Stäbchen Weis¬ senborn sammt Schloß am Rothsiuß; die Herr¬ schaft Mauerstätten mit einem Schloße , und die Herrschaften Adelshofen , Pfaffenhofen , und Wülenstatten. Rrumbach, eine Herrschaft, mit einem Schloße, und Markt in der Markgrafschaft Burgau. Leutkirche, eine Stadt in der Landvog- tey Altdorf. Dieselbe >vird von einer Wiese umgeben, welche den Namen : Leutkirchenheid führt, und bey 92 Morgen beträgt. Die zu dieser Heide gehörigen Dörfer, Weiler , Höfe, Md Güter betrage» Z Meilen in der Länge , und Z8d und r iu der Breite. Hier jsi das kaif. frche Landgericht in Ober-und Nicderschwaben ge¬ legen. Demselben sieht ein Landrichter, mit dem Charactcr eines vvrdcröstreichischen Regierungs¬ raths, vor; dann gehören hierher die 4 Mahl- siätte , als: Alkdvrf, Ravensburg, Wangen, und Jsnr). Jede Mahlstart hat ihren Skabhal- ter, Kanzellcy Verwalter, und eine bestimmte Dahl von Assessoren. Maurstä'tten, s. Kirchberg» Mengen, eine von den 5 Donaustädtcn bey Ehingen. NellenburF, eine Landschaft. Sie begreift einen Theil von Hegau in sich , und wurde 146; von Erzherzog Siegmund, mittels Kaufes um ^7,905 Rhein. Gulden, von Johann Grafen von Thengen an das Haus Oestreich gebracht. r->42 hat K. Carl V. vom Graf Christ, von Thengen auch die Herrschaft gleiches Namens UM 8-io fl. gekauft. Damahls bestand die ganze Landgrafschaft aus den Acmkern Aach - Etochach , und Thengen . wozu zo Orte gehör¬ ten; nun aber maciw Thengen für sich eine be¬ sondere gefürstete Grafschaft ans. In Stocka ch ist der Sitz des Landvogtes der Landgrafschafr Nel- lcnbnrg- Das Obcramt besie ht ans t Land- Vogte, z Oberamtsräthen, Und drin erforder¬ lichen Kanzcilcypersouale. Ferner gehört hie- her das Forstamt mit t Unterforstmelster, und 6 Jägern. Die Landgrafschaft wirb in 2 Thcile gesondert , näbmlich in 9 Kammeralvvqteyäniter übgetheilet. Dieje sind das Vogteyamt Ma» dach, Hindelwangen, Wiuterspühren, Sipplin¬ gen , kiptingen, Hendorf, Nenzingcn , Reit» ZYL- haßlach, und Mahlspilhren; und in 4 Amts- vogtcyen, als : in die Amtsvogtey Randeck, Sernalingen, Msckingen, und Gailingen. Oberndorf, eine Stadt am Neckar im Schwarzwald, in der oberen Grafschaft Ho? henberg. Hier ist der Sitz eines Schulrheißes. Offenburg. Hier ist der Sitz des Oberamts der Landvogtey Ortenau. Ortenau, eine Landvogtey, Ihr Flächen¬ raum wird auf 7 Meilen bestimmt. Diesel¬ be wird in 7 Gerieyie abgetheilet, als : in das Gerichte Ortenburg ; in das Gericht Grießheim; in das Aftergericht Schutterwald-« ; in das Gericht Appenweyer, und in das Aftcrgericht Ottersweyer. Man bestimmt die Länge der Land¬ vogtey auf 4, und bie Breite auf 7 Meilen. Sie enthält r Markt, 45 Dörfer, und Z5 Weft Ler, und Höfe. Riedlingen, eine von den 5 Donaustäbten, zwischen Ehingen, und Mengen. Rothenburg, eine Stadt am Neckar, in her niederen Grafschaft Hohenberg. Vormahls wurde sie Landfurt genannt. rr,2 ward sie von einem Erdbeben eingcäschert ; 1271 aber von den Grafen von Hohenberg wieder aufge- bauer. Das Wapen der Stadt besteht in ei¬ ner rochen Burg mit Thürmcn , im silb.rne» Felde. Hier ist ein Spital gelegen , welchem daS Gut Schadenweiler gehört. Hier ist der Sitz der Landvogtey Niederhoch »berg. Ferner ist hier eine Normalschule, und ernOberzollamk Mit l7 Filialjoliämkern. Schön- 59 r. Schönberg, eine Stadt am Fluße Schlichen, 'in Oberhohcnberg. Schrvambery, ein Markt, mit einem Schlos¬ se , im Oberhohcnberg am Fluße Schiltach 17 Meilen von Freyburg gelegen. Glymarinyen, eine Hohenzollerische Graf¬ schaft unter ösireichischer Landeshoheit. Hier ist ein k. k. Oberzollinspector , der zugleich hoch¬ fürstlich Sigmarischer Geheimrath ist. Zu die¬ sem Amte gehören 14 Filialzollämter. Speichmgen, ein Markt sm Fluß Prim, in der oberen Grafschaft Hohenberg. Hier habß das Obervogkeyamt für Oberhohenberg seinen Sitz. Zu demselben gehören, i Obervogt , r Rentmeister, r Amksbothe, 4 herrschaftliche Kastcnvögte. Dem Rentamke sind zi Fillal- zollämter untergeordnet. Greckh orn, oder Ratolfzell, eine Stadt am Zellerfee. SroEach, eine Stadt in der Landgrafschgft Nellenburg. Sulyau, Saulqau, eine von den 5 Do¬ naustädten an der Schwarzach. Dieselbe hatte vormahls ihre eigenen Grafen. Thengen, s> Nellenburg. Thettnany, eine Reichsgrafschaft an dec nördlichen Seide des Bodensees. Sie kam durch Kauf an das Hans Oestreich. Als am 22. Au¬ gust 1782 der Lettnanzischc Stamm erloschen ist, Z9» ist, trat Oestreich in den vollkommenen Besitz dieser Grafschaft. Dieselbe besteht aus deil Herrschaften Wasserburg , und Langenargen, und den Aemtern NeNrirche, Hömiakoftn , Ober¬ dorf, Nonnenbach, Langenau, nnd Echomburg. In Tectnang ist ein OberanitmaiiN , der 2 Oberamtsräthe zur Seite hat. Dem Oberam^e srno nrneig-ordnet, die Wirrhschaftsbeamten, das Forstamt, bn> welchem steheN 1 Forstmeister , uno Oberchger mit 8 Jägern. Der Flächen- taum dieser Grafschaft beträgt g 0 Meilen ; und wird von dem Lmdaruschen Gebiete , dem Bodensee, und dem Wangenschen Gebiete be¬ grenzt. Die Grafschaft enthält 4 Herrschaf¬ ten 1 Sradt,'1,0 Dörfer, und Weiler - und 96 Höft. Vorigen , eine Stadt auf der, Als, am Pluß Lauch-rt. Nach Abgang der Grafen von Weidenberg kam der Ort an Oestreich. Vöringen, ein Dorf, wovon das Haus Hohenzottern Siegmaringen Besitzer ist. Die Landeshoheit hat Oestreich. Waldsee, eine von den 5 Donaustädten im Umfange der Grafschaft Wildling. Wasserburg, eine Herrschaft mit einem zerstreuten großen Dorfe, am Bodensee, in der Grafschaft Tettnang. Im Dorfe Wasser¬ burg hat der Obervogt seinen Sitz. Weißenhorn, ft Kirchberg« wipkinyen, eine Benedictinerabtey an der Iller, Dieselbe wurde 170s von der Graf¬ schaft ' c> 59S schäft Kirchberg , von welcher sie ein Th'.il worb, abgesondert, und zu einer eigenen Herr¬ schaft erklärt. Vsrarlbevgifche Herrschaften. ftrovincia Hrlbergica, seyuenres eomitn- lus, nlio5oue Oominaius au8lrig, Uriganrinum vempe, klodene^irsnlem, Velclkirckanfcm, LIu- Ucncknum , L donncnbergeüsem in 86 com- xless^ns, »na cum inre-rmixri« pro pur:e cum reu-Io uuLtriocis rerrirorn8 imxerislibu8 ^Vlko — ^mi6en6, er I^uirngvienli, item Llumen- ecksnst , uc 8suK Oeroläenli , fecunäum clisr- tum s ölulin ffuber, coloro obei^erkuliano cborograxkics conseädam, uccuratifsims cleli- uesra xer )vanuem ^nron ?faunstter 1783. LIrer. 2. Die vorarlbergtschcn Herrschaften haben ihren Nanirn von dem Arlberg, ^ruls ^än- la, welcher ein Thcil des alten NhütienS war, und diese Herrschaften von Tyrol absondert. Dieselben haben fast immer mit den Vorlanren ein gleiches Schicksal gehabt. Unter der gegen¬ wärtigen Regierung wurde die Verwaltung derselben hem Landesgubernium in Tyrol zu- getheilet. Die Grenzen dieser Herrschaften sind: nord¬ wärts das Trauchburgische Gebiet , nordost¬ wärts Kempten, ostwärts Augsburg, ostsüd: wärts Tyrol, südwärts Bündtcn, südwestwärts der Rhein, westwärts der Bodensee, und west- nordwärts die Grafschaft Tettnang, nnd das Gebiet Eglof. Der Flächeninhalt der vorarlbcrgischen Herrschaften beträgt g8 s) Meilen. Die Län¬ ge erstreckt sich auf n Meilen, und die Breite auf 15« V P Z« 594 Zu den vorzügsichsien Flüßen dieses bretes gehören: der Rhein, die Jll, Argen, Ach, Bregenz re. Unter den Seen ist der Bö« dcnsee, auch Isens hrixmnrinus, Bregenzer Sec genannt, der bekanUtepe« Die Zahl der Einwohner in diesen Herr¬ schaften belauft sich auf ydoao Seelen» Die sämmtiichen Vorürlbcrgischcn Herr- schäften werden in 5 Thcile abgesondert, als: a) in die Grafschaft Bregenz, b) in die Graf¬ schaft Hoheneck, a) in die Grafschaft Sonnen berg, ä) in die Grafsclfaft Bludenz, und 0) Feldkirchc. In den äitcrn Zeiten wurde Vor¬ arlberg in den oberen und unteren Bezirk ab- gelheilet. Zu dem ersteren wurden Feldkirchc, Bludenz und Sonnenberg gerechnet,, zu dem letz¬ teren Bregenz und Hohenberg. In diesen Herrschaften sind gelegen : Z Städte, 4 Märkte, 8 zerstreute große Dörfer, 20O Dörfer, und Weiler. In Bregenz ist, wie bereits bey Tyrol ge¬ weidet worden, der Sitz des Kreisamkes, und Ler Laudvogrcy, deren Vogt zugleich Director der vorarlbergischcn Stände ist. Ihm sind 4 Lberamtsrärhe, ein Krcisschulencommissär, i Se¬ cret« r , und das erforderliche Kanzclleyperso- nale zugcthciler. Das Krcisamt wurde in Folge Hofdecictö vom l6te» März 1736 errichtet« Nach der Landesverwaltung sind die vvraklber- gischen Herrschaften in die Grafschaft Hohen¬ ems, in bas Vogteyamr Feldkirchc , und Vog» tcyamt Bludenz, Sonneberg, und Montakön «dgetheilek- Der Zollämter werden z6 gezählt, darunter sich 5 Hoiiptzollämter definde«. Das ständische Diecctocium besteht, außer dem Prä¬ ses, aus io Koufcrcnzbeputirten. Bey allge¬ meinen Länge-Versammlungen werden folgende Gerichte, als, Stände bcygczogen, uähmlich: in der o-^K^-cr SdZ der Herrschaft Bregenz die Gerichte Altenburg, Sulzberg, Lingenau, Simmerbcrg, Grünnen- bach, Alberschwendc, Mittelberg, Thannberg, und Köllhof; in der Herrschaft Feldkirchc die Gerichte: Neuburg, Iagdherg, Höchst, Fust- ach, und Damüls. Das Direotorinm hat sein eigenes Einnehmeranrk, und Bnchhaltercy. Zu Rankwci!, in Müsiaen ist ein kajs. freyesLand¬ gericht, bcy wclck-em ein Landrichter mit 8 Bey- sitzern steht. Nun folgen die in den vorarlbergischen Herrschaften gelegenen vorzüglichsten Orte, als: Begau , ein großes Dorf, im Bregenzer¬ wald . Den Ort macht die hier gelegene Ma-- nufactur in Cartun und Muselin bekannt: In derselben werden glatte, gestreifte, auch ge¬ strickte Indicnnen, Museline, und Tüchel von der feinsten Gattung verfertiget. Dieser Manufak¬ tur wurden in Folge Hofdecrcrs vom Wonach Oktober 1788 verschiedene Begünstigungen zu- gestanden, Bregen; , eine Grafschaft , comitacns gsntiun«, liegt westwärts am Bodensee, und dehnt sich von hier südostwärts. Man nenyt diese Strecke das Vrcgenzerthal, auch den Bre- genzerwald. Die ganze Länge dieses Bezirkes beträgt Z Meilen, und die Breit: 8 Meilen- Biese Waldung ist trächtig an Holz, weiches den Bre¬ genzern Gelegenheit gibt , verschiedene Holz- waaren zu verfertigen, und damit zu handeln. Die Grafschaft war im uten Jahrhundert rin Rcichsl-chen, wurde aber in der Folge al- lodial, und erblich. Von den Grafen von Chur kam die Grafschaft an die Herren vom Istrien, dann an die Grafen von Pfullendorf, von diesen an die Grafen von Tübingen, und Son ihnen an die Grafen von Montfort. 14;^ P p 2, ver- 596 verkaufte Elisabeth, Gräfin» von Montfort und Bregenz, mit Bewilligung Königs Fried- ricr-, ihren Antheil an der Herrschaft, Burg, U"d Stadt, sammt der Herrschaft, und Veste Hoheneck, an Erzherzog Siegmund um ^,592 Guloen; die andere Hälfte verkaufte GrafHaug von OAontfort i;2g um 50,000 fi. an Erzher¬ zog Ferdinand. Die Grafschaft begreift die Herrschaft Hoheneck, das Gericht Dornbirn, und Hofsteig, die Stadt Bregenz, und den so¬ genannten Bregenzerwald in sich. Ferner sind in dieser Grafschaft gelegen: i Bencdictiner- abtey, unk- 2 Capuzinerklöster. Die drey in dieser Grafschaft gelegenen Nonnenklöster, als das Kloster der Schwestern des dritten Or¬ dens in der Vorstadt Bregenz, der Tcrtiarien zu Thalbach, und das Kloster der Schwestern des St. Doiyinik sind erloschen, Lreyenz , ein Fluß, entspringt im Wal¬ de gleiches Namens, läuft von Süden nach Westen , und fällt zwischen dem verödeten Schlof¬ ft Weyenburg , und dem Benedictinerstifte Mererau in den Bodensee. Mit diesem Fluße Vereinigen sich die Rothach, Wcißach, der Seu- bcrsbach. Bregenz, eine Stadt am Bodensee mit ei¬ nem südwärts gelegenen Schloße, Pfannenberg genannt. Es sind hier einige Eisenhütten gele» gen. Bregenzer Wald, dessen Lage südöstlich ist, und im welchem viele Orte gelegen, darunter die vorzüglichsten sind: Reite , ein großes Dorf mit einem Gesundbrunnen, das Pfar/oorf Be» zau, das zerstreute große Dorf Au rc5 Bludenz, eine Grafschaft« Dieselbe wird von Feldkirche, und derHersevaft Sonnebergbe¬ grenzt. Sic kam 13-76 vom Graft» Albrecht von Werdenberg an Erzherzog Leopold von Oest¬ reich. o— 597 reich. In dieser liegen die Stadt Bludenz , Vas Dominikanerkloster St Peter (f) der Ge¬ sundbrunnen bey Geyenhofen, wo Wein gebaut wird, die Weiler Brunmnfcld, Büngs, St. Leo¬ nard rc. Bludenz, eine Stadt mit einem Schlöße am Jllfluß, worüber eine Brücke gespannt ist. Bey dem Dorfe Brunnenfeld vereint sich mir der III der Bach Aflcnz, welcher am Arlberg ent¬ springt. Feldkirche, eine Grafschaft, wird von den Grafschaften Bregenz, und der Herrschaft Son¬ nenberg begrenzt. 1365 ist dieselbe wen Rudolph Grafen von Werdenberg dem Erzherzog Leopold um Z6,ooo fl. verkauft worden. In derselben find gelegen die Stadt Feldkirche, das Landge¬ richt Jagdberg, die großen Dörfer Schrusm, Barthlmesberg, das Dorf Frastenz, in dessen Gegend viel Wein gcbauet wird ; das Domiui- canrrkloster Altsiatk ( jetzt erloschen); der Wald Valduna , in welchem das erloschene Clarisser- kloster gelegen, der Wctorsberg bey Montfort, wo das Minoritcnkioster gelegen ist rc. Am Barthlmesberg ist ein Bergwerk. Feldkirche, eine Stadt an der Ist, in der Grafschaft gleiches Namens. Hier ist das Vog- tcyamt mit einem Verwalter, Landschreibcr, Rentmeister?e. Auch ist hier ei» Obcrzoüqmt gelegen, welchem 12 Filialzollämter zugekheiler sind. Frastenz, ein Dorf südwärts von der Stadt Feldkirche, Hoheneck, eine Herrschaft, grenzt word- wärts an das Trauchburgische Gebiet, nordoste wälts an Kempten, und bas Königseckische Ge¬ biet, und südwestwärts an die Grafschaft Bregenz. In dieser Herrschaft find zu bemerken: das ver¬ ödete Schloß Hoheneck, westwärts gegen Sim- mer- ZY8 me- berg gelegen; dann das zerstreute große Darf Weicenast, durch welches die Straffe nach Kemp¬ ten fuhrt, das Dorf Ebratshofen rc. Zu Schütteudobl ist eine Eifrnwerksverwcsung Hohenems, eine Grafschaft, deren Lage südwestwärts ist. Nordostwärts wird sie dorr dem Bregenzer Wald, südwärts von der Graf¬ schaft Feidkirche, und westwärts von dem Rheiu begrenzt. In dieser Grafschaft stich zn bemcr- kca: das alte Schloß Ems, das neue Schloß Ems, der Markt Hohenems, das zerstreut^ große Dorf Lustnau am Rhein gelegen, das Do>f Ebrnt rc. Die Administration über die- s Grafschaft, und über Lustnau, u eine Grafschaft. N-ubnru , ein Gericht mit einem veröde¬ ten Schloße in der Grafschaft Feldkirche. Rünkweil, ein Neichsmarkt mit einem frei¬ en Landgerichte in 'der Grafschaft Feidkirche. Hier sind zu bemerken: die Dörfer-Meiningen Utes-" 599 Altensta"- (In disftr Gegend wirb viel Wein Zebauct.) Valduna , Leberlachsen w. Schr«m6 , ein zersti-.ul.o groß.s Dorf irr der Grafschaft Bludenz. Sonnenberg , eine Grafschaft an der Gren- ze von Tyrol an der Aflenz gelegen. Diese Grafschaft hak r^äz Ebcrhach von Waldburg von dem Grafen von Wcrhenbcrg gftaufr , von welchem sie an das Haus Oestreich kam. In diesem Gebiete nimmt der Arlberg seinen An¬ fang ; auch hak hier die Afienz ihren Ursprung. In dieser Grafschaft sind gelegen: die großen Dörfer Bratz, Tales; ferner die Dörfer Nen- zingen, Burseberg, Bürs rcH Sulzberg, ein Gericht in der Grafschaft Bregenz- Es grenzt an Neuburg, Hohenems, und Fcldkirche. Darin liegen : das große Dorf Laterns, die 2 verödeten Schlößet Montfort, der Vickdrsberg w. Tann berg, ein Gericht in der Grafschaft Bregenz an der Grenze von Tyroi« Durch die¬ ses Gericht fließt der Lech nach Tyrol, und Macht hier zwischen diesem , und dem Vora.si- kttg die natürliche Grenze. In diesem Gericht te sind zu bemerkens die Dö ' fer Schrökm, und Kruiubach. In diesem Gerichte südwärrs, ge» gen die Herrschaft Sonnenberg, entspringt der Lech. Ghcrchei« isehLt Rreie» flalkeufleiir, eine Reichsgrafschaft im ober- rheinijchcn Kreise am Fuße des Tannenbergs gelegen. Wie diese Grafschaft an das Haus Oestreich gekommen , ist bereits im ersten Bande Seite 15 gesagt worben. Der Flä¬ cheninhalt derselben wird auf r-z 0 Meilen bestimmt. Eisen, und Wein sind dr-. vorzüg¬ lichsten' 6oo lichsien Naturproducte in dieser Grafschaft» Die Waldungen tragen Tannen, Eichen, Bu¬ chen, Lerchen re. Die Volksmenge wird in die¬ ser Grafschaft auf 42,Oco Seelen bestimmt. Hier sind zu bemerken: der Markt Falkenstcin, die Stadt Winnweiler, wo das Oberamt sei¬ nen Sitz hat. Bey demselben stehen r Oberamt¬ mann , 2 Oberamtsräthe, ein Secrctär. Fer¬ ner gehören hieher der Kreisconringentshaupt- mann , das Landfchaftsvhysicat / und das Forsiamt mit einem Unterforstmeisicr, 6 Jä¬ gern, und 2 Wolfskrcisern. Das OberamL ist der Landesregierung in Freyburg unterge¬ ordnet. Seite 19. Zeile 15. ließ: 780,-000 für: 8oo,e>oe> Seelen. Gei» »0. Zeile ließ: der zcste M nsch für:S»e ge¬ ben zugleich die traurige Ueberzeugung, daß der siebente Mensch eine Leiche war. Seite ic>-. Zeile iz. ließ: der g4sie für : der i^te Sette 5'6. Zeile >8. ließ : (juse ecü rucli gilmollum für: gase ecsi gllinocium ruilo. 2» der zweyten Auflage des ersten Ban¬ des dieses geographischen Handbuches ist iir dem Artikel Jnneröstretch die Volksmenge dieser östreichischen Landesstrecke nach den Jahren genau angegeben. X87I28I08 «»