frtdjblrttt fiir tficncwiidjt unb einer Veilage: Mflcmeiue ^itfljeifimflm itßer Jianb- ltub ÄMiusiuirtfcijaft, g)Ii(1- uub gartenliait. gridieint jraifdien 1. Bis 15. jeben ffllonat*. Jlrrie its Sahranuga mit Sranco-SSoft jufenbung ift: fiir (OlUrrrirli lliujnrn fl. 1.50, fiir Jlrutfdilanb SKm. 3.—, für ba« übrige europaifcftc Sluälaitb ivrc«. 4.— SorauSnablung. — Vereine erhalten bei birectem Se;üge oon minbeften« H Ufemblaren ba« Slatt junt lialbtn Jlrnfe iltjüglitf) be« geringen i'orto . ebenfo bie ®efthäft«fnnben ber Serlaggprma im lanfenben Satire be« bingungSmeife bei bem Se.jiige oon Sienen ober ©erätbeit. — Slbonnemetit« übernehmen: jlrrlng oon ,,3mhrr0 llnnbfthan" iu Ittcixtiburg, ferner alle Softämter, alle Sud), tjanblungen be« uub Slu-Maitbe*. unb im EommiffionSberlage bie Sudibaubluug oou imgo 34 o i g t in Ueipjig. — i-roicecte unb l'reiätiften ber Serlagsfirma toerben beigelegt; HJlanuferipte ni(f)t retourniert. Sen {tnftiiubiatmgru ijnferaten, Mnuoneen) beredineu für bie Seile ober bereu Mannt 10 «reujcr ö. ffi. ober 20 Pfennig ri") Gl?. 8orau«bejaWuug. Ifiue biennal gehaltene Seile enthält 5—« ©orte; 1 Zentimeter .{löhe l Seilen). Beilagen billigfi. Sei IJinfenbung ber «utünbigungen genügt bie IRittbeilmig be« ©ortlaute;., rein uub beutlidi gefdiriebeu, bann bie Mugabe, ob ein ober jtueiftwltig unb bie <>öhe ut Sentlmeter. -gnferate uub Seilagen übernehmen llerlaij umi .„Jmhrro tluublrtiau" in Weint, burn itt ftraiii ober bie Sudibaublung .tnigo So igt in i'eipjig, ferner i'a a f e u fteiü & Sogler iu ©ien. Serlin, Hamburg, ffranlfurt a. Ii)., Safel, ebenfo ilinbolf TOoffe in Berlin, ftraulfurt a. 9»., Wündieu, Seipjig, Sürid) unb alle ifluuoureu Bureau;. ■^lacßbrucft if! nur unfer »onTlänMrter tfhieffenanflatic: „^mftero pluntifefjuu" fleflattet. Itatur uitb $mfl. Von £. uott $titrijelljaul"eit in ©eltita, SejaS. 3'n ben Vieuenjeitungett after Sänber finbet man fjäitfig einzelne giuridjtuiigeii ober VeljaublungSarten babttrdj ungünftig beurteilt, iitbem man fagt, eS fei nidjt natürlich, na tur* gemäß; eS fei u n n atürli dj zc. Die betreffenbeit Slutorcit glauben {ebenfalls hieniit ein OeriiidjteubeS llrtljcil attSjit» fpredjen, uub loirflid) fjält aud; ein großer Sf)eif uidjt benfenber Scfer bie Sadje Ijiemit für abgetljau. Vei einigem Überlegen jebodj loirb fich ergeben, bafš, fo» balb mir ein Dljier iu mtfereit Dieitft ftelleu, um Stnfjeu oon ihm ju erjieten, fobalb mir eine pflauje anbauen, um Iju-'3 burd) einen ©rtrag jtt geminneit, mir uotljmenbig oou ber Statur, oou bem natürlichen Hergänge abweichen ntüffeu. Se größer bic Slnforbertingen finb, weldje mir fteilen, befto mehr miiffeit mir oou ber Statur abmeidjeu. Die Statur ift reich an Mitteln uub baljer audj oerfdjmeubcrifclj uadj unferer Slu» fidjt. Der ©ewintt, beu mir erjieten molten, ucraulafSt uuš, fparjamer ju fein alš bie Statur. SBentt mir eine neue (Sittricfjtiiiig ober Veljanblttug ber Vieneit planen, fo müffen mir allerbingš bie uatiirlidjeu ftiuete berfelbeu in Vetradjt jieljeu, ba cš uuš unmöglich ift, gegen bie Statur ju arbeiten. (SJtau beadjte biefen llnterfdjicb jmijdjcu m i b e r n a t ii r 1 i dj unb 11 n it a t it r 1 i dj.) SBir merbeu baljer uadj beut SJtaßftabe unferer Kenntnis ju beurtljeilcu fitdjeu, ob unfer fiinftlidjer (Siugriff auf bic Sienen giinftige ober liadjtljeilige folgen Ijaben mirb. Da aber iu mancher Vejicljung unfer SBiffeit liideitljaft ift, fo fönneu mir Ijiebei feljr leidjt irren, unb eš bleibt baljer nur eilte enbgiltigc (Sut» fdjeibung über bie praftifdje Vraudjbarfeit beš ©eplaitten übrig, uub bieš ift bie praftifdje (Srprobuitg. Dicš entfdjeibet für alfe gälte. @S ift gauj gleidjgiltig, ob eine ©adjc meljr ober weniger natürlich ober unnatürlich 'ft- mefeittlidj ift nur, ob mir burd) biefetbe einen Vortljeil errcidjen ober nicht. — ©oüte baš, maš mir planen, miberuatiirlidj fein, fo merben fich fofort iu ber Prajiš bie folgen jeigen, eš gilt baher audj in biefem galle ber ©afs, bafš nur bie praftifdje Srfaljruug eittfchcibeu fann. SBolltcn mir iu ber Vicneiijudjt allein baš Statiirlidje gelten laffen, fo miifsten mir biefetbe ganj aufgeben, uub menit mir Honig haben mollteit, jur alten Vienenjägerci juritdfcfjren. Shatfächlidj gibt eš audj Vienenjücfjter, mefdje auš gurdjt bor beut llitnatitrlicheit menigfteuš biš jum ©tabilbau juriid» gefdjritteu fiub unb babei bent Mobilbau uod) beu Vorwurf madjeit, bafš er bie VolfSbienenjiidjt fdjäbigc. (SS ift maljtlidj 3eit, ernftlidj bagegen ju proteftieren. SBenit man unter be foitberen Umftänben einen ©tod braucht, in meldjeiu fidj bic Viencn felbft iiberlaffen, menigfteuš nidjt fdjledjter befiubeu alš im alten ©tabilftod, fo ift eš bodj ficljer nidjt fdjmierig, bieš ju erreidjeu 1111b iljit jugleidj fo tjerjufteffen, bafš im galle ber Stoth ein griinblidjer Singriff mögltdj ift. Söeil burdj bie Stäljnicheii ber Vau ber Sienen auSeiitauber genommen merben f a 1111, fo fcheinen oiele ber Slufidjt ju fein, bafs er audj bei jeber ©efegenljeit auSeinaiiber genommen merbeu miiffe. ßeiber finb audj maitdje Sienenftöcfe uadj biefem princip eoitftruiert. Dodj Ijiebon uielleidjt eilt aiibermat. Sdj mtinfehe Ijier nur 0011 bent (Siiimaub ber Unuatiirlidjfeit ju fpredjen uub meine Stufidjt au einigen Seifpiefen jn erläutern. ®3 ift j. V. gauj gleidjgiltig, ob mir natürliche ©djmänue auffangen ober fiiuftlidje Ijerftellen. (SS frägt fidj nur, meldjes Verfahren ift fiir uuš oortfjeiffjafter V SJiadjeu mir gefjler bei ber füuftlidjcu Vermehrung, unb bei Mangel au tljeoretifdjeu Kenutiiiffcu uub praftifdjer CSrfatjruug merbeu foldje feljr leidjt gemacht, fo merbeu mir 001t berfelbeu Stadjtfjeile ftatt Vor» tljeile Ijaben. Vei genügenber Uinfidjt aber merben mir ben gemÜnfdjten Vortljeil moljl erreidjeu. S33ir fönnett barauS beu ©djlufs jieljeu, bafš befto lucljr Kcnntniffe uub (Srfaljruiigeit erforberlidj finb, je weiter mir oou bem natürlichen Vorgänge ber Dinge abmeidjen. SBaS ift unnatürlicher als baS Ht'ijeu für bie Vienen im SBinter? ß. SBetjganbt behauptet jmar, bafs int natiirfidjen guftanbe burdj bie ©äfte beš fjoljb'n VauineS beu Viencit ge» Ijeijt mürbe; allein bei genauer Uuterfudjung mirb fidj moljl fjerauSftellen, bafs bieS feljr problentatifdj ift. Vtber mit biefem Sinmanbe, bafs bie Heijnng unnatürlich fei, ift abfolut gar nidjtS für ober gegen beren praftifdje Vraucljbarfeit bemiefen. (£S frägt fidj gauj allein, ob mir Vorttjeile unb meldje babei erreichen fönueit, unb ob biefe Vortheile bic bamit oerbunbenen Stadjttjeile übermiegen. gu meldjeiu 3rrtl)iint eS führen fann, meint man biefeS Slrgument auf neue (Srfiiibuiigeu anmenbet, erfeljen mir redjt auffallenb baran, bafs Herrn 0. ©djulj ein Patent auf feine Kunftloaben feinerjeit bešhalb nerfagt mürbe, meil ein ©eleljrter ber Slufidjt mar, bafš bie Vieueit einen fo gemaltigen (Singriff fich rooljl nicht gefallen laffen mürben. SSie groß bagegen fjeute Seite Ii. ^infers IHuttbfdjau. 9er. 7. — 1891. ber Serbrattdj ber Kunftroabeit gemorben ift, brause idj rooht nic^t erft anjugeben. 3a bei otten, auch bfn midjtigfteu Srfinbungen in ber Sieiteujudjt lourbe biefer (Sinioaub gemacht. Stlš o. Serlepfd) unb Sangftrotlj faft gleichzeitig entbedten, bafš bie Sienen einen „ßnnfdjeiiraum uon etwa 1 \ $oll lueber mit Sau aušfiitteu noch mit Kitt uerftopfen (Sienenabftanb) unb auf biefe (Sntbeduug bie ßouflrtiction eines brauchbaren 9iähmehenš grönbeten, ljieß eš biešfeitš unb jeufeitš beš Cceattš, eš fei ganj unnatürlich, einen foldjen Smifdjeurauni ruub um baš Sidljmdjeu 311 taffen. •CD mau bie ©chleubermafdjine 1111b bie uun berielbeu ab» Ijäugige Sel)anb(itiig ber Sienen aud) fdjott unnatürlich genannt t)at, lueiß id) mid) gerabe uid)t ju erinnern, ich glaube aber faunt, bafš it)r biefer Sonuurf erfpart geblieben ift. ©s märe fomit bod) an ber bajs mau bei ber Se» urtheituug ober Sehanbtung einer ©ad)e bic grage, ob fie natürlich ober liuuatürlid) fei, ganj außeradjt ließe, meit ba» mit nichtš gefagt ift uub bod) maudjer Sienenjüdjter bamit irre geführt merben fann =Pic Üicncn int (6(nnlicit unti (Gcluaudj. löon $r. HI. fnnbuu. („9t. gr. ©refft.") I. Sotfšgfaube unb Solfšnaturgefdjichte IjaDcu fid) uielleidjt mit feinem Stjiere fouiel befdjäftigt, mie mit beu l)uuigberciteu= beu ffeiuen ©laSfliiglcrn. iSBol)er bie s^ferbe 1111b Od) fett, t>ie ,ber täglich burch» fdjnittlidj 2l 3 ftilogr. eintragen, alfo gemäß ber Scredjuiiugeu SBilfonS 13 SDiiffioiten Stuinenfetdje befudjeu. Ermöglicht jebe Sieite tagsüber 8 bis 10 SluSfliige unb befliegt beinuad) baS Solf, b. l)- bie 25.000 glugbieneu, auf jebent SluSfliige IV3 bis 1- 3 ober biirdjfdjnittlid) circa l'/a Millionen Slumett» feldje, fo mürbe bieS für jeben SlitSflug ber einjetnen Siene eine SluSnü^ung oou 55 bis 65 Slumenfeldjeit ergeben, beut» uad) tägtid) ein Slnflug oou 500 bis 600 S(iitenfetd)en. SÖabrfdjeinlid) ift bie 3al)l uod) größer uub macheu biefe Sluf» fteHuugett feinen Slnfprudj auf ©enauigfeit, weit bie Sntfer» itung ber Sliitenfetber, bie SBitteruug unb anbere Sorfomm» niffe baS Ergebnis oerfd)iebeit; fie folle 11 nur SluhaltSpuufte 511 Seobad)titngeit bieten. |lnö ihntucli kr Lienen. (Scfjlujei.) Ter Eiujdjlag oon Trol)nenbrut befunbet ftetS bie ©djioariu-gebauten beS SolfeS. ©oll eS ©djwärine geben, nun, fo rege man bie ©d)Warmluft beS SolfeS felbft baburch au, bafs man eine SSabe mit Trof)uenje((eit iuS Srutueft bringt. Sei einiger Sorfidjt hat man auf biefe SBeife iu ber Ha"b, bie Slujahl Trohueit, biefer linnü^en greffer, auf baS not()ioeubigfte SUiaß ju beid)räufen. Um ben Sebürfniffeit mandjer Königin ju eitt» fpredjen, ftellt man mitunter eine ganje Trotjnenmabe ins Srutueft 1111b entfernt biefelbe fofort uad) ihrer Seftiftnng. ©0 fann bie Königin Trol)ueueier abfegen, bie Sienen aber ()abeu mit beut Slufjieljen ber Trol)ueit uid)tS ju fd)affen. Erft bann, wenn ein Sienenoolf feinen Srutraum ooll» ftänbig ausgebaut uub mit Srut befe^t l)at uub iljit aud) ganj belagert, erft bann ift eS an ber $eit, beu ^»oitigrnum ju öffnen. Unter biefen Umftänbeit wirb er and) oou beu Sienen fofort mit Sefdjlag belegt, uub wenn bie Trad)t tjnlfjiucgS giiuftig auläfSt, werben iu betnfelben iu Kiirje bie gewiiitfdjteu Hottigoorräthe aufgeftapelt werben, ftene Sienenjüdjter, weld)e iu ihrer Uugebulb ober UufeuntniS lja't>eit Sölferu Hün'33 räume öffnen, werben immer eine Enttäufdhung erleben, ©ie hanbeln ihren Sieiteit gegenüber äl)utid), atS menu man ein junges Ehepaar, bem eS troti aller Wiilje uod) uidjt gelungen war, feine jetzige fleitte 2Bofjitiiug oollftäubig einjuridjten uub iu ©taub ju fe^en, jwingen wollte, fofort aud) nodj eine jweite SBoljnuitg mit EinridjtungSftiideu ju oerfehen! Seibe, bie äRenfdjeu wie bie Sienen, brächte ein fo unfluger Süioljl» tl)äter in neue arge Serlegenf)eit 1111b Sčotlj! Sit ben Reiten einer fpärlidjeu griihjafjrStrndjt wirb man iu beu fo bchaubetten Srutneftern wol)l wenig Honig fiubeit, weil bie Srut 311 il)rer Ernährnitg Unmaffen oerfd)lingt. ES mirb fogar fid) empfehlen uitb nöthig fein, bie Sietten ju füttern; wer mit gutter itid)t geijt, legt eiti Eapital an, baS ihm fpäter bunbertfadje .Sinfen bringt, er ruftet in griebenS» Seite 73. jeiten eine Strmce auS, bie beim SluSbrndje beS Kriege« mit wuchtigen ©d)lägen ben gewinnbriugenbeu ©ieg an feine gähnen heftet. U11D wie werben wir uns berjlidj freuen, wenn bie ©charen unferer Sienen mit fröhlichem ©efange iuS gelb jiehett! Slber uidjt in jeueS gelb, 100 ber Tob graufige Ernte hält, nein, unfere Sötfer jieljeu bort iuS gelb, wo bie gütige 9Jiutter Üiatnr iljre lieblichen Kinber in ben prädjtigfteu garheu erblühe 1, fie föftlidjeu Tuft auSathmen uub fiißeu 9feftar, bie ©peife ber ©ötter, fpenben läfst, wo fie ben emfigeu Honig» fammlern eine auSgiebige Trad)t bietet. Ta heißt cS: „Stile Hänbe jur Slrbeit!" Sejjt fiubet ber Sienenjüdjter Seranlaffuug, abermals iu baS Srutueft eiujugreifen. SBäljreub ber .Haupttracht, bie in unfereu ©egenbeit jumeift Enbe iDfai ober Slufaug Suni bauert, foil baS Srutgefdjäft eiugefdjränft werben; man Oer» meist bie Königin nur auf meuige SBabeu burd) fogeuanute Slbfperrgitter ober mau entfernt fie ganj: man eutmeifelt ben ©tod. Ob baS erftere ober festere Wittel jur Stnweubuug foutmen foil, baritber haben perfönlidje 3Biiufd)e ju entfdjeibeu. TaS Einfehränfeu ber ftönigin auf wenige SBabeu burd) ©itter ift mühelofer, aber aud) weniger ficfjer; baS Entweifelu ift fd)ioieriger, inSbefonbere baS SBieberbeweifelu, aber man er» reidjt oft größere Honigerträge 1111b oorjüglidj junge Königinnen! SBät)reub 1111b nach ber H'U'pttradjt wirb aller Honig iiberfdjufS entfernt, uub mau hat [jauptfädjlidj bafiir ju forgeu, bafS baS Srutgefdjäft wieber aufgenommen werbe 1111b bafs in bem Srutrauiue nodj rechtzeitig bie tiütt)igeu SBiutcroor rätlje augefammelt werben. Einiges fiuben bie Sieueu wäl)reub beS ©oinnierS uod) immer, iu oieleit ©egeiiben hoben wir eine reidj(id)e ©pättrad)t, oou weldjer häufig und) gute Erträge abfallen. 311111 SBiuter laffen wir ben Sienen ben lebten, frifdjeu Honig, ba er uidjt fo leidjt oerjudert, als ber oom griifj» jähre. 9iadj unb uad) nimmt baS Srnlgcfd)äft ab, bis wir jur Einwinterung baS Srutueft wieber möglidjft einfehränfeu. Wit oorfteljeitben Untriffen ift bie Sehaublung eines fdjou 00rl)anbenen SrutnefteS gejeidjnet, cS erübrigt uod) aitju» beuten, iu weldjer SBeife bei ber Einrichtung eines neuen Srut» lufteS, beim Einbringen ber ©djwärme, oorgegangeii werben foil. Sludj fjier gilt al^fRegel: Ter S rut ran in fei ber ©tärfe beS SolfeS angepafst! Sdj will für bie idj tigfeit biefeS ©a^eS eine alte Erfahrung anführen. Sit beu ©trol)förbeu bauen ©djwärme im allgemeinen oiel beffer als meifteiiS iu ben Kaften; erftere entfpredjeu infolge iljreS geringen StamninljalteS oiel mel)r bcr ©röße beS SolfeS, wogegen ber Srutraum bcr Käfteu, inSbefonbere ber SBieuer SereiuS» ftäuber, für einen ©chwarm oiel ju groß ift. Körbe geben leidjter, aber aud) tierljältuiSinäßig fdjwädjere ©djwärine, uub beiieu weist man ben ganjen fRiefenbrntraum au! 9J?au Oer» fieljt alle ffialjuidjeu — ctma 20 fjatbe au ber ßaljl — "lit fleinem Sorbau 1111b oerlangt, bafs ein ©d)warm 0011 \ 2 bis 1 Kilogr., atfo 4000 bis 8000 Sienen, erwärmen unb aus bauen folle. 92ciu, baS ift unmöglich, ©ewöhulid) bauen bie Sienen iu ben erften Tagen einige Ijer^fürnticje SBabenftiide iit beu oorberett Släljmdjen, au einigen auberen werben gauj fleiite Slttfäuge ausgeführt uub bamit ift bie Sautljätigfcit abge» fdjloffen. llnb nun fiub bie Kafteuftüde „nidjts wert!" Ter gel)ler liegt jebod) im .güdjter. Sft ber ©d)ioarm fd)wädjer, fo gebe mau ihm IjödjftenS 4 ©anjräljmdjeu ober 8 Hic ^enngeicljen. E. I!.. Sag ©ebenen beg SieuS unb feine gortpflanjung l)äugt, ioie befnunt, oon ber Königin ober bem SBcifel ab. SBurbe fie für biefe Scftinimuug oom Solfc aufgejogen, alfo jroeef* gemäß oom Ei an gebettet uub auSgeftattet (gefüttert), uub Ijat fie bie Sefrud)luug auf beut HodjjeitSaugfluge erlangt, fo ftel.it ber gefidjertett ^ufiittft beg SolfeS, oou ber Naljrungg» frage abgefcljcit, im nllgenteiueit uid)tg entgegen; man nennt bas Solf roeifelr id)t ig im ©egenfage ju jenem, beffett Königin burd) Sorfouiutniffe üerfdjiebciter 9lrt befeitigt unb beSljalb als me if elf og Bejeidjuet roirb. Sft bie Königin uit» bcfrudjtet geblieben, fo erfennt mau bag Solf alg roe i fei» fr auf, loci! cg oljne Hilfe beg gitdjterS beut Untergänge oerfallen miifste. 9(()itlid) mie bie unfruchtbaren verhalten fidj bie be» fruchtetcu Köuigiiiuen, menu fie aus SllterSfdjloädje untüchtig ober fran! geioorbcn, ober roenn eilte befonberS cntroidelte 9lrbeitcrbicue als fogenanuteS Srol)ueninütterd)en bie pflidjten ber fcljlenbeu Königin — leiber jloecfloS — übernommen uitb Eier in bie SlrbeitcrjeUcu abgelegt lj a t. Saraus ertoäd)St natiirlidj bie Sudelbrut, b. fj- Sroljueu utiitberer ©röße als bie normalen, uub ber Sien ift auch in biefent galle auS Waitgel au arbeitsfähigem Nadjloudjfc uidjt lebensfähig. SBohl feine Kraitfljeit beg SienS — oielteidjt bic Nuljr ausgenommen — forbert größere Opfer, als bie Serttadj» läffigung ber Dbforge fiir metfellofe unb roeifelfranfe Sölfer; nidjt einmal bie gaulbrut, meldje meift local aufjutreten pflegt, fdjäbigt iu gleichem Waße. Nidjt nur bic Slnfänger ftolpcrn bariiber, fonberu audj erfahrene Sienenjiicfjter, meldje bie äußeren i'lnjeidjen, bie burch manche @leid)artigfeit mit anberen Sorfotntnniffen alterbings unfichere finb, häufig nicht beachten, trogbem fie recht gut roiffen, bafš bas Serbaltni ber Sienen außerhalb bes Stodeg junächft bie erften 9lubeutuugeu über bag eingetretene Übel gibt, unb bafs au ber §anb jener nur eine genaue Unterfuchuiig beg Solfeš ini Sintern ber Seilte fidjerere 9lnhalte jur Seiirtheiluug ber Sachlage ge» tuähren fann. giir beu Wobilbau»Smfer ift biefer Sinblid itid)t fchmierig, anbers Oerhält es fidj beim Stabilbau, tueil bie liothmeitbigc Sidjerljeit iu ber Erfenituug bes Übels eine vieljäljrige Er» fahruug oorausfegt. Sie Kennjeidjen ber Sßeifellofigfeit ober ber SBeifel» franfheit finb folgenbe: I. Sie Qat){ ber ausfliegetibeu Sieuen ift eine Verhältnis» mäßig geringere; ber 9lb» unb Slnflug träge, bie furrenbeit fliigelnbcu Sienen am Eingänge feljlen. '2. Sie Pollenfammler verminbern fidj, bie Högdjeit finb häufig ungeroöljnlidj Stein. 8. 91 ttt SluSgang beg SBiuterg ober 9lnfang beg griitj» liugg erfdjeiuen junge flügge Sroljneit. 4. Sie Sroljuenfdjladjt unterbleibt jur ortSübtidjcit geit unb Viele Srohncn fliegen bis in ben §erbft hinein. 5. Sag Solf überführt Sroljiteii iu ben 2Sinter. 6. Näitber bringen ungehittbert in ben Stod — bie Ser» tljeibigung im Suueru unterbleibt. 7. Some auf bau glugbrett unb an ben Stodroätiben laufen Siciten oerciujelt unb aufgeregt hin unb her. 8. Watt fiubet bort fjevnušgeriffene Sroljneubnit; 9lr» beiterbrut babei beutet auf Hniigergnotlj- 9. Son Wat big 9liiguft finb junge Sienen vor bem glugloche uidjt fichtbar. SBäljrcub bie vorgenannten Keniijeidjeii juüörberft an» beuten, bafg im Sieu ein orbnunggioibriger, franfljafter 3U= ftanb obroaltet, treten bei ber Unterfuchuiig beg Solfeg felbft im Snneren ber Seilte beftimmte Werfmale heroor, bie er» femieii laffeit, ob SBeifellofigfeit ober eine untüchtige Wuttcr ber gortpflaitjung uub bamit ber meiteren Si'iftettj beg Solfeg im SBcge fteljt. Soldjc Reichen finb: 10. SläSt mau eilten nidjt ju ftarfen SHaudjftrom oon ber geöffneten Sljiire auS in bag Stodiiinere, fo Ijculen bie Sieitcu auf uub einige 3eit Ijiuburd) in gleichmäßiger Jon» höhe fort, roährenb bei ber SBeifelridjtigfeit bag rafdjc 9luf» braufeit balb loieber im abfaUcnbeit Sone aufhört. Sei älterer Sßeifellofigfeit mirb biefer Heulton oon fttrjcu Nuljepaiifeii iiiiterbrodjcu unb eg ift fdjmierigcr, fic ju erfenneu. II. Sie Sienen finb bösartig augriffgluftig. 12. 9luf beut Sobenbrette ficht man IjerauSgeriffeueSroljucn Brut. Überhaupt ift eS ein Seidjeit franfljafter Schroädje ober SBeifellofigfeit, roenn baS Solf feine lobten uidjt vor bas gluglodj fcljafft. 13. SBeifetlofe Sienen ocrfdjiiiäheu tjäufig bag angebotene gutter. 14. Wait fann bei ber fdjrittroeifeu Unterfuchuiig jeber einzelnen SBabe mcber eine bcfrndjtete, uodj unbefruchtete Königin finbeit. 15. Sie Sienen laufen unruhig auf ben SBabeit hin uub Ijer (im Seginue ber SBeifellofigfeit) ober figen baranf jer» ftreut uub mutljIoS friedjcnb (längerer rocifellofcr ,3uftanb). IG. 9luf ben SBabeit fehlen frifdje Eiftifte unb Srut ver» fd)icbener Stabieit: alfo ift entroeber feine Königin ober eine linbefrudhtetc vorhattben. «r. 7. — 1891. 3utfcrš iHimbfdjou. Seite 75. IT. {yetjfen frifdje Giftifte, offene ŠSrut uub befetjte SBeifel« wiegen, iit aber nod) bebecfelte 51rbeiterbrut oortianben, fo ift bas Solf ber SBeifellofigfeit oerbäcfjtig. (Ter gall faun eintreten bidjt uac§ Abgang bee ,3toeitfd)roarmš, wenn jufäflig alle jungen nnbefrud)teteu Königinnen im ©djwarmgetümmel ober in ber Aufregung abgebiffen würben. 18. SBaben mit ober oljne frifdje Gier, aber mit (be= becfelter) Sucfelbrut, beuten auf alteršfd)wadje ober unbefruchtete Königinnen ober auf ein Trofjnemnütterdjen. Sei Sölferu mit einer alteržfdjroadjen ober franfeu Königin finbet matt fpärlidj angefeßte, in bie SSabeujellen ungleich mäßig oertljeille Srut mit unb ol)ne Sudelbrut. Uubefrud)tcte Königinnen legen meiftenž feine ©er; bisweilen aber feften fie in Slrbeiterroaben ifjre unbefrud)teten Gier ab — immer natürlich Trotjuen^Siirfelbrut. ginben fid) aber in einer Slrbeiterjelle ein ober niedrere, j. S. 2, 3, 4, ja biš 10 Giftifte unb bariiber, ioeld)e nidjt im Gentrum ber gelle aufredjt ftefjeu, fonbern nbtueicfjenb bom äJiittelpunfte barin liegen, ift Surfelbrut oor^anben, fo jeigt bieš, bafš eine Stx6eitcr6iene, baš fogeuaunte ®ro[jiteitmittterdjeii, einen jroecflofen gortpflanjungsüerfudj übernommen fjat. Sucfelbrut ift alfo in allen brei gälten ein geidjett eines franfljaftcn ^uftanbeš, uub nur anwerft feiten fanit eš oor-fommen, bafš in einem Solfe mit roeifefridjtiger Königin fid) trophein Sucfelbrut befiubet, wenn nämlid) baš ©totfiunere üott mit Slrbeiterwaben befetjt ift, fo bafš fein 3tcuuu meljr oorljanben fiir ben Sau oou ©roljuenjetten. ©ie Königin fiil)lt fiel) ba geöruugcn (oor ber ©cfjwarmjeit), ®rofjueu=Gier in oorljanbenen Slrbeiterjetten abjufe£en — unb fo ift Sucfelbrut entftauben. 19. SBaben mit lieferten SBeifelroiegen jeigen uufcl)äblid)e SBeifellofigfeit, bereu Teilung baš Solf felbft erftrebt; jeigt fid) babei offene unb bebecfelte Srut in all e n Stufen, fo ift baš Solf weifelrid)tig (©rfjtoaniigebaiife). Sei ber Uuterfudjung erinnere man fid) beš bei ber fejjteit Üteöifion norgefunbeuett Solfšoerl)altenš u. f. iu. unb ttberfelje nicht, bie äußeren Grfdjeiniingen au etwa fiirjlicfj border ein» gefdjobetten Srutioaben frentber ©törfe mit iu 9iedjnuiig ju gietjen. Über bie Urfarf)en ber SBeifellofigfeit uub ber SBeife!» untüchtigfeit, über bie Sorbeuguugš* unb Wljilfeinittel folgt gortfeßung. |ton ber i)foljncnfrij(arljt. „Sefonberš aber lafš bir ratljen: fange, föpfe unb erfäufe nidjt juoiel ©roljneit auš beineu beften unb leiftungšfaljigfteu Sölferu, bamit beine junge Königin nidjt beit erften beften Sagabunben auf iljrer ijpodjjeitšreife iit bie .'pänbe falle unb nterfe bir nodj jum ©djlufš, waš ber alte Slriftoteleš bid) lel)rt, ber, wenn er eš and) nur biš gum ^anšleljrer Sflejranberž beš ©rofjen gebradjt fjat, bodj ein feljr geleljrter §err war. Gr fagt: ,3fn grofjer Spenge finb bie ®ro£)iten im ©torfe fdjablidj, in befdjeibener Slitjaljl bagegen feljr itii^lidj, ba fie bie Arbeiter ju erhöhter Tljätigfeit aufporiten'. Uub bamit Ijat er unzweifelhaft rerfjt; beim niemals finb alte Sungfertt, audj luenu fte felbft feine §eiratšgebanfen mehr he9C11- riiljriger unb gefcfjäftiger alš in ©efettfrfjaft fjeiratšfal)iger SJMnner." tiefer trefflidjen Seljre Pfarrer ©djönfelb'S in ber „Slttgem. b. Sjtg." fteljt teiber bie Jljatfadje gegenüber, bafš bie Sroljnenfalle einer ber gangbarften |)aubelšartifel ift. S)ie Üiebacfion oon „3. 9?." fjat feit einem Siertefjafjrfjuitbert nie bei bett oorljanbenen oielett Sölferu irgeub toelrfje Sorridjtung oerroenbet, um ben Sienen eine fogeuauute „§ilfe" jur Sefeitigung ber Troljnen ju bieten, felbft iu ben Sauernftörfen »irfjt- 3n 2)tobil6euten wirb fdjon im Slpril unb ÜDfai oor« geforgt, bafš jeber Stod luidjftenš eine Ijalbe Slntbc ©rofjuen brut jur Serfügung behält. Sitten ©roljneubau aber ju be= fettigen, ift fd)on auš beut ©ritnbe nidjt ratljfam, weil baš Sienenwefeu auf normalen, oou ber Statur oorgejeidjueten ©runblagen beruht unb nur baburdj ejiftenjfiilng ift. Gš fdjeiiu jebod) oielen Unterhaltung ju gewähren, jujufeljen, wie bie Prolinen abgefangen werben, unb bariit bie oielfadje Serroenbung ber fogenannten ®rofjnenfaugtridjtcr begriinbet ju fein. Jus alten 3citcu über jf)o»i«tl}iin. ii. E. E. @eb. fünfter befdjreibt iu feiner „GoSmograpfjia" 1544 baš Saub §t)rfaitia iu Slfien unb fagt über beu „.ftoitig« tljau" golgenbeš: „Gš feljnb audh oil welb (SBälber) im üanb oou etidjen (Gidjeit), tannen unb fiedjteubannten uub trieffeu bie et)djeit bletter §ouig itnitb baš itenitid) mit foldjer geftalt. So uub elje bie fouit anffgatlj am morgen, werben bie bletter an beu etjdjbaume benejjt mit fiiffem taro (Tfjau), ber nid)tš attberš ift bann fjonig, unb fo balb bie foitn mit irem glaft (®Iauj) barauff fompt, roerb biefer füfje ©äfft auštriicfnet. fiorliliifitcnmrijt in prß-^frilm. i'lu beu Ufern bež 9?egetf(ttffeš (uorbweftlidj oon Kamerun) faiib idj einen riefigen s$radjtbaum (Parinarium exceleum), oielleidjt 35—4.0 SKeter Ijodj, uub bem erfte mit Grftnunen, bafš an beit Sffteu viele Sienenförbe befeftigt roaren; fpäter tjatte id) oft ©elegenfjeit, au Taufeitben oon Säiiuien ©leidješ ju beobachten. T)iefe prädjtigeit ©täitttne fiub baš gaitje ftaljr Ijinburdj oon fleiiten roeiften Sliitentraubcit beberft, bereu SBoljlgerudj einen uiaffenl)afteit Sefudj ber Sienen beranlafst. «uf ben Šifteu fiub bie oerljältniSmäftig gut gearbeiteten uub mit .Stntjfotlj uerbidjteteu ©troljförbe augebradjt; ber Kuljfotfj foil gleichseitig baš Ginbringeu anberer Sitfeclen oerljiitbern. Salb fiebeln fidj SBalbbienett iu iljtten au uub füllen bie Körbe mit Sau unb $onig, wag bei ber reidjen, ualjeu Tradjt rafdj gefdjieljt. Ilm ben §onig ju geroinnen, flettert abenbš ber 9Jeger, oerfeljen mit eiiteni ©eile, auf ben Saum, oerftopft bie ging» lörfjer, limroinbet bann ben iU'rb feft mit beut ©eile uub lafšt iljn oorfirfjtig jum Grbbobeu ljina6g(eiten, wo ein frfjioarjer 3mfer=Gotlege il)ti in Gnipfang nimmt. Sft eine Sßartie Körbe tjerabgefomiueu, fo beginnt bie Gntleeruug. SJfau nimmt baitu jebeu einjelneu ©troljforb oor, tiibent man beu .Stuljfotlj anjiinbet, fo bafš ein bidjter, iu beu .Starb felbft eiubriitgenber »fand; erjeugt uub ber Abflug ber Sienen burdj bie oorljer geöffneten gluglörfjer erjwungen roirb. Gin geübterer Sieger fcfjneibet fdjliefjlidj, bei einem gener lagerub, bie ,f)ouigflabcu auš; ein anberer reinigt foldje unb übergibt fie einem großen, über ber ©litt fjängenbeit Keffel, roäljrenb ein britter baš geuer fdjitrt. SRafdj roirb burdj foldj üercinte Slrbeit ber :pottig geroonuen unb iu bie SBoljiutugen gebradjt, roäljrenb unterbeffeu anbere ©enoffeit bie geleerten Körbe wieber mit Kuljfotlj beftreidjen unb auf bem Saume befeftigeii. $ie oont 5Kaudj meift nur betäubten Sienen fiuben am folgenben borgen ihren befannten Äorb unb bauen ifjn aufš neue auš. (5rei nad) ^acoliot: „Sine flteife in tm&efanntc Siänber.") Die Amcifcnfäurc im fSicncnljatisljaltc. i. Bei Derftfjiebeiten Unterfudjungen beS §onigš «6er ben ®e£jalt an Sfiiteifenfänre fjat Korttbörfer im üftittel 0*14 % gefunben uub er oertritt iu ber „Biene" bie Aufißt, bafš eš irrig fei ju glauben, bie Ameifeufätire merbe oon beu Bienen auš bem ©runbe bem Honig jngefegt, um if)u haltbarer ju macfjeu. Er fjabe nie, felbft itt ber Bolltradjt, beu eingetragenen, „fofort utiterfucfjteit" SWeftar otjne irgettb weldjen gufaf} oou Ameifenfäure gefunben unb bieue teuere nur betu gioede, beu SMjrjuder in Sraubenjuder umjuwaubelii, refp. ju inoertiereu, u. jio. oljne ÜJJitljilfe ber Betbauungšorgane (!?). ES jei ganj gleicfjgiltig, ob man guder ober §onig füttere uub ob ber guder Hut' cber EaubiSjuder fei; felbft ein Ultramarinjufag ju elfterem fdjabe beu Bienen uirfjt. (?) Siefe Ie(jtere Behauptung Kornbörfer'S erfdjeiitt ber kebaction biefeš Btntteš fetjr geioagt; jroifcheu ."pouig= unb guderfütternng ift beim bod) ein Unterfd)ieb! sJiad) eigenen, ooiit 1. biš 30. äftärj tut geljcijteu SRaume, unter Berljinberuug jebeš Ausfluges gemachten Berfudjeu an einem nadten Bienen» oolf (auf H leereu Radjšioabeit unb 2 KuuftmabeuAnfängen beftinimteit ©ewidjteS, unter häufigen 2fteffuugeti, Rägungen :c.) bei reiner Jputjucferfiitterung [jaOeu mir it. a. feftgeftellt, bafš bic Königin biefeš Bolfeš am jweiten Sage woljt Brut aufefete, bafš aber foldje n i d) t j u r B e b e cf f u n g g el a it g t e, f ou b e r u a b ft a r b; bafš ferner trofe beš taglid) fortfdjmteuben uub nad) 30 Sagen iu ber galjl über >/i betragenbeit Bolfš» oertufteš baš ©ewidjt ber oerbliebeneit lebeuben Bienen um fef)r loenig (20©ramm) oou bem im Anfang beš BerfudjeS erhobenen Bieneugewidjte a 6 tu i cf), moraiiš folgt, bafš bie Bienen fid) beš aufgenommenen guder» futterš nidjt oollftänbig entlebigeu founten; bafš bie 6 leeren RadjStafelu jwar iu beu erften fiebeu Sagen um fo oiel an eingetragener guderlöfuug fernerer mürben (loeniger ca. 10%), alš täglicl) (300 ©ramm, % guder \'s Raffer) gefüttert unirbe; bafš bie Bienen aber am 15. Sage baš gebotene gutter nur ctiuaš iiteljr alš jur Hälfte (170 ©ramm) itafjnieit uub oon ba ab jebeš gutter biš AbfdjlufS beš Berfuclješ am 30. ÜJJärj gauj jiiriicfiuiefeu; bafš enblidj bie eine ber Kuuft» mabeii nur um ein l)öcf)ft uubebeuteubeš ©emidjtSmaß oermefjrt würbe u. f. iu. Kurj eš ergab ficlj eine grofje galjl oou golgeruugen, bie uubebiiigt nadjioiefeii, bafš bie guderfiitterung alš eine 9iotl)fütterung nnjitfefjcu fei, bie ben Hunig uidjt er» fe(je; bafš fie ein braudjbareš Riuterf utter uub Hilfšfutter im ©ummer neben Ausflügen uadj Rollen uub gültig fei, nie aber ber gort pf lau jung beSBienž bie uötljigeii Üßittel barbiete. (Auf unfere Berfudje fjoffett bei ©elegeuf)eit ausführlicher jurüdjufomiiieu.) SuSbefoiibere aber fteljt beu Aitftfjauuugeu Korttborfer'S über ben gweef ber Ameifenfäure bie loiffenfdjaftlidj begviiubete Scl)tc Sr. oou ^tauta'S entgegen, bafš bi e 21 m e i j e u f ä u r e ni i t b e r U m u» a lib l u u g b e š SJ{ o l) r j it cf e rž (3n0ertieriiug) ni d) 18 j it ti) u u Ijabe. ES enthatte ber frifd) eingetragene, fetjr nuifferige AVftar molji etroaš ÜHoljrjuder, fjauptfädjlidj aber fdjoit Qnoertjitcfer, näiutid) ben Sraubenjuder (Sejtrofe) uub ben grudjtjuder (Seoulofe), fei aber u o it Am e if en» fäiire uub ftiefftoffIjättigeu Bcftaubtfjcileu (Eiweiß» forpern) burdj auš frei. tgortfefjung folgt.) 3ic fabrication öcr £unftmabcit auf öcn ameri-hanifdjeit unö cnglifdjcn Itfalicnprcffcn. 1. Säuterung beš Radjfeš. — Um bei Kunft» roaben ben reinen gleichmäßigen garbenton fjerjuftelfeu, ift nothmeiibig, oorfjer baš Rad)S oou allen Unreinlidjfeiten, weldje bie oerfcfjiebene gärbuug oerurfad)t, ju befreien. Sieš gefd)iet)t, inbem man große Partien auf einmal fdjmeljt, moju ber äußere Keffel bient. Sftan gibt f)inein Raffer biš ca. 5 Etui, über ben uuterfteu Ablafšljaf)it biefeš ©djmetjfeffelS unb wirft, roenn bašfetbe erroärint ift, bie fleingeljadten Radjšftiide baju. 9iad) bem ©djmeljeu — nie barf baš Raffer „fod)en"! — gießt man baš Racfjš in fladje, beliebte ©efäße (Rafferfdjaffe, Bottidje, bie oben roeiter atš unten fiub), bebedt folcfjeS mit einem Hofjbedel unb läfet eš in einem fel)r roarmeit Dtaume oon 18—20° R. red)t langfam abfiiljleu, bamit bie Unrein» lidjfeiten ootte geit Ijabett, fief) am Boben beš Racfjšfudjenš nieberjufdjlagett. 9iad) ber Erftarruug (Erhärtung) beš RadjfeS roirb eš auš bem ©efäße IjeraitSgeftüfpt unb ber ©djitiu^anfatj oon beut RadjSbobeu mittelft eineš s£iiöfd)aberS abgefc^abt. C ft finb mehrere ©d)nteljuugeu nötljig, efje baš Racfjš bie geroünfdjte garbe erlangt, gum eigenen ©ebraudje fc^abet eš itbrigeuš uidjt, roenn bie gleichmäßige garbe fefjlt; fouberbarer» roeife nehmen bie Bienen fofcf)e Kuuftroabeu faft nodj lieber ait. 2. RadjSb lätter für Kunftroaben ju madjen. — §ieju gehört Übung uub große ©enauigfeit; baš Racfjš barf nicfjt angebrannt roerben. Um bieš ju üerfjüten, idjmetjt mau eš iit bem inneren Keffet, ber mit Raffer umgeben ift. Üftau ftellt nämlidj itt beti größereit beu fleiitereti Steffel unb füllt elfteren fo tjodj mit (jeißein Raffer an, bafš baSfelbe bett oberften äußeren AbfdjtufS, b. t). beu Bled)ring beS inneren ÄeffetS erreicht, iit roeldjcnt baš Rad)S bei mäßiger Unter» heijung fid) befiubet. (9JJan fann aud) ol)iie Soppelgefäß fchmetjen, roenn man in ben Kod)topf etroaS Raffer gießt, um ein Anbrennen ju oerl)üten.) Sie Saucfjbretter, oon beiten roeuigfteiiS jioei erforbertid) fiub, roerben auš .polj (biegten gidjteu, beffer Sinbeit ober ^appetfjotj) gemacht, bie auš gerabe laufeubcit gafer, gehörig troden unb gut gehobelt fein müffen. Sfjre Siefe beträgt 1-2 ©tu., bie Sänge unb Breite entfpridjt uadj beit aujitfertigenben Kunftioabeu. Saš RadjS ift manu ju halten, bamit eš nidjt ju rafd) erfattet; beginnt baSfelbe ant SRanbe beS ©efäßeS ju erftarren, fo ift ber paffenbe geit» piiuft eingetreten, baS Sattdjeit ju beginnen, roeil bie Racfjš» btätter riffig loerbeu, lueuu baš RadjS ju heiß ift ober baš Saudjbrett ju faft. Bor beut ©ebrauche müffen bie Saud)» bretter einige geit im roarmen Raffer gelegen unb fid) troll« gefogen haben. Saš Saud)cit mufS fo oft (brei» bis oier mal roeuigfteiiS) roieberljott roerben, bis bie Blätter bie ridjtige ©tärfe haben; bisweilen finb 5 ober 6 Saudjungen notl)» roeubig. groei ^erfoitett finb befd)äftigt, bie eine taud)t, bie anbere löst uuterbeffeu bie erhaltene Blatte ab uub präpariert burch Eintaudjen iu laues Raffer baš folgenbe Saudjbrett, um eS beut Saitdjer iu Auswechslung gegen baš luadjšiiber» jogeue ju übergeben. Sie fertigen platten legt man forgfältig übereiuanber. (Scfjtufs folgt.) Im |uü liliiljcntic Öicncititüljvpflnmcit. Stachys recta, aud) s t r i c t a ober p r o c u mb e n s (L ab i at a e), baš B tt S p e r f r a u t, ber gerabe g i e ft ober B e r u f S f r a u t, ift eine ber beften §onigpflanjen (Raitberweibe). Surd) gattj ÜJiitteteuropa oerbreitet, iiberjiefjt fie eiitjetne ©egenben ©übungarnS, Kroatiens unb ©laoonienS t>on Gube Sunt an bis October naef) bem ©etreibefdjnitte alle fonttigen gelber unfrautartig unb fjonigt felbft bei größter Trodeitfieit uub £odjfommer£)i&e minbeftenS fo reidjlidj, jebod) fixerer, mie ber Sudjioeijeit. — Sin bent fußhohen, oieredigett Stengel treiben roeißlicfje ober blafsgelbe, äljrenftänbige Slumen; bie lanzettförmig geferbten uitb fein&efjaarten Slätter roerben all lierba sideritides ftatt herba siterites hirsutae arjnei» mäßig oerioenbet. Gilt großer Tljeil ^ auf öeit fJfarft ge» brachten ungarifdjeit ^oitigš oou weißlicfj'fdjroefelgetber garbe uub aromatifdjeu @efd)iiiadeš fommt oom Sušperfraut. £>ie* fjer geljören als fdjroäcfjere .Vjonigquelleit sfcachys arvensis, annua, maritima foioie ambigua, lanata, palustris, sil-vatica. alpina, germanica, italica u. a. Die ftyrifetje Seibenpflaitje ober Sdjwalben* lo u r j (A s c 1 e p i a s s y r i a c a = A. C o r a n t i A s-clepiadeae) londjšt im Orient unb in Scorbanterifa roilb. Sluš ben friedjenben SBurjeln treiben biš 2 SReter fjolje, fingerbide, einfache Stengel mit eirunben Slättern, bereit obere gläcfje bunfel, bie untere aber filjig ift. Die Sliiten erfdjeinen oom Suli ab in eubfläubigen itugelbolben ju 30 bis 40 jufamnieit, fiub oou röttjlid)*blauer garbe unb riechen fefjr augenehm. Die grudjt ift eine läng» ticf>e platte, rauhe Äapfel, in weldjer bie flachen Samen, jwifchen langen roeißen gähnen eingebettet fiub. 9iadj ber 9ieife fpringeu bie ftapfeln auf, bie gaferu hängen mit bent Samen fjerauš unb merben leidjt oom SBiube entführt. Sie ge* beitjt in felbft geringem Soben unb bie SBurjeln finb gegen Stalte unempfinblid); nur in nafšfaltem fdjattigen Soben faulen bie gafenonrjelit gern, bie Sßflanje feljt roenig Slüten au unb Oer* flimmert. Die gaferu ber Samenfapfel roerben roie Scibc unter Saumroolle oerarbeitet, auš beu Stengeln geioinut man fpinu» bare gaferu unb auš bem fdjarfen, gegen Slftljma gebräudj» liehen ÜRild)fafte geioinut man ben Sitterftoff Asclepion, weldjer burdj bic 9Jorbamerifauer ber neueren ^Ijarmafologie befanut rourbe. Sllš fdjönc ^ierpflaujc, ebenfo bie earn osa, Doug lasi i uub speci os a, öerbient fie Don ben Sicnenjüdjtern cultioiert ju merben. Sie ift uidjt nur Ijouigreid), fonbern eš bauert bie Sliitejeit biš fpät in ben §erbft, looburdj fie boppelt loertooll ift. 1300 iliencnnnl)rj)flamcn nndj §liitc$citf Standort unb Jhobnrtiuitiit. (15. gortjejjiuig.) Euphorbia lathyris, freujbliitige fonnenroenbige SBolfšiuild), euphorb., 5—7, P, III. g. — micrantha, flciitc fonnenroenbige S33o(fsniild), euphorb., 6-8, H, p, III, g. — palustris, fumpffonneumenbige SBolfšmildj, euphorb., 5-6, P, III, fu. — platyphyllos, fadjblätlrige SBolfšniifd), euphorb., 6—8, H, p, III, @d)u, Fl. ■ — verrucosa, Warjige SSolfšmild), eupliorb., 5—6, P, III, f. Euphrasia limfolia. geftreift. Slugentroft, scroplmlarineae, 7, 8, H, I, ©. — lutea, gelber Slugentroft, scroph., 7—9, H, I. ©b. — officinalis, gebräuchlicher Slugentroft, scropli., 7—9, H, I, 311. — odontites, piirpurrotljer ^aljutroft, scroph., 6—8, H, I, f, SB. ]Himbfdjau. Weue (vrfinöuugeu für bicnrnwirtfdinftltrtjr ^wccfc. — 3nt Saufe ber roenigen 9Ronate bes neuen ^atjre« rourben bem Serlag oou „Smferš 9funbfcf>au" oielerlei Grfiubungen, fo beifpielšmetfe eine Sledjwabe, brei tierfdjiebene SJäljnidjeit* formen, jloei Stodformen, ein Sdjioarmfänger u. a. m., tljeilš jur empfehlenben Sefdjrcibung iu „Smferš Stunbfdjau" ein» gefenbet, tljeilš jum Slnfauf angeboten. Die SRebaction ljat bie Sefer mit foldjeu 2Rittbeilungen oerfdjout, roeil bie Prüfung beš ©ebotenen bei feiner biefer Grfinbungeu bic Grfiillung eines befonberen Sebiirfniffeš ober bic Sermenbbarfeit ju einem breiteren praftifdjen ©ebraudje, alfo bie Ijeroorragenbe 9?it() lidjfcit erfenneu ließ. Gš märe alfo jioedloš geioefcn, bie unt* ftänblicheit Ginjelnljeiten foldjer roenig ober gar uidjt erprobter 9?euigfeiten ben Sefent oorjulegen, umfomeljr, alš bie älteren uub erfahrenen Siencujiidjtcr, burdj mandjerlei Grfafjruugen unb burch biegolgen ber lejjtcn aueinauberfdjiießeubeu idjliiitmeu Saljre entmutljigt, allen Grfinbungeu fiilil uub ffeptifdj gegen« iiberftehen unb roenig Sutercffe entgegenbringen. Die Stnfäuger ju foftfpieligeu Serfudjcn ju oerleiten märe meljr alš tljöridjt unb ber golge roegeit bebauerlidj. Sind) bie 3mfer beljerjigeit mit 9Jcd)t bie alte 9M)iuing: „fjalte feft, maš bu Ijaft, uub bringe baš ©eroonuene uidjt inš Stollen!" Der .poitig als .öeilinittcl bei beu Sllten. — tenuš I. tljeil t einige Snfchriften mit, roeldje man in ben Šis fufaptempel ber Diberinfel (Šišfulap mar ber ©Ott ber §eil fuube) gefunben ljat. Gine foldje Snfdjrift beridjtet, bafš ein gemiffer Suliuš, ber am Slutfpeien litt, nadj „Scrorbuung beš Šišfulap" Slfdje oom Slltar mit §ouig tuifdjeii unb brei Sage baoou effen mufšte unb bann gcfiiub rourbe. Gine aubere Snfdjrift nielbet, bafš Saleriuš Slpcr, ein bliuber Solbat, auf Sefeljl Šišfulapš Slfdje oon einem roeißen £alju mit $onig gcmifdjt burdj brei Tage auf bie Slugeu ftridj uub roieber feljeub rourbe. Dem 9?l)elor Slriftibeš, loeldjcr au einer lang» roierigeit ftraufljeit laborierte, „orbinierte" Šišfulap jerriebeue Gidjclu mit §ouig gcmifdjt. („Ser fdjlef. jjmfer.") (Sitte feljr tfjeuvc ffißnrc. — Dem „Dcutfdjeu Sieuenfr." fdjrcibt mau : „Überbieg erlaube mir bie SHebaction aufmerffam ju machen, bafš es im igntereffe beutfdjer Sinfer geboten märe, oor beut Slufaufe beš fo billig annoncierten galiji fdjeu §ouigš ju roarnen, ba man ooit bort anftalt beš ju erroartenben £ioiiigš eine braune, ftinfeube Schmiere, füß roie .'pottig, er« hält. Diefe SÜare ift für beu inenfdjlidjen ©eiutfš ungenießbar. Die 9üeugierbe jioaug midj jur Serfdjreibung oou 5 Kilo fodjer Sdjmierc uub foftete biefe SRm. 5-10 biš .... Gine feljr tljeurc SBare. — Sludj in 9htmnter 5 beš „Sieueuonter" auš Sötjmen roirb eine ^robefenbuug auš ©alijien eine „übel« rtedjenbe Sdjiniere mit ftrünteljucfer" geiiauiit, bic nidjt ju genießen uub Ijochfteuš — uub ba nur itadj oorljerigem Slb-fodjcu — jur gütterung ber Sieneu ju oenoeubeii. yjndjbritrf oljite Cucllennngnbc. — Sdjou iu 9h\ 7 oon „Sniferš 9tunbfdjau" (1890) niufšte feiten« ber 9iebactiou bic Serliner „Tl)ierbörfe" gemahnt luerbcu, bei Gntnal)uic oon Slrlifelit auš unferem Slatte bic Ouelle ju nennen. Diefe Gr* loartung blieb frudjtloš, wie 9rir. 21 jener ^eitfdjrift jeigt, worin ber Driginal=Sliiffa£ auš 9Jr. 12 oou „^mferš fRunb» fchau" (1890,): „Die SBunber beš ©el)irnš ber Sieuen uub Slmeifen" ol)ue 9?amf)aftinachuug ber guubftätte Wörtlid) uad)» gebrudt ift. Übermäßig elegant ift baš uidjt, aber immerhin erfreulid), menu ber Serliner Gollege l)m unb roieber etroaš brauchen faint, um allfällige Stößen eigener Seiftungšf0f)igfeit biscret ju bebeden. Seite 78. ^mferš JHunbfdjau. 3ir. 7. — 1891. ^ ii r b e it 3 n f t r a t e n 11) t i l i ft bie )H e b a c t i o n n i d) t u e r a n no o r 11 i dj. UnserPreisverzeichnis und Wegweiser filir Irnker wird kostenlos abgegeben. Gravenhorst, Wilsnack, Preußen. I'htrillii tan., fiir geringen foben tiefte iBienemiäfirpflanje, lange #liite,jeit. »ante 1 R«. k Mm. 2. bei «tutssbefitjer Weber ju Reiben bei Xrebfeu, ®ej. Sieipjlg. Bienenwohnungenfabrik ttefanell in Buchsweiler,U.-Eis. oerfenbet ißrrislifte »trati« unb franco. Ablieferung pro 1890 — 17% Stürf. !tüer fauft ii« Ii Streber? Stbreffen a b. ©rpeb. b. 33t. Erstes und ältestes Zucht- und Exporthaus italienischer Bienen von G m<: ic E ic « ■ i- %. Bienenzüchter in Bellinzona, Tessin (Schweiz). Besitzer der Bienenstände des f Professor Mona. I. Preis auf der eidgenöss. Ausstellung Neuchätel 1887. Zeit tier Sendung Befruchtete Königin März und April 1 — 15. Mai . . . IH-Ul. „ . . . 1 —Ib. Juni . . . 16,—IJO. - . . . 1,—IC. ,Tmi . . . IH-at. „ . . . 1.—16. August . . 10,—Bl. 1,—15. September U.-Ü0. October. K gesandte Fr. 8,— „ 7.50 „ 7.50 „ 7— „ 6.50 !> Ö— , 5.50 v "■ — n Ö.— „ 4.50 . 4— „ 4— Schwärm von Schwärm von Kilo Kilo Fr. —— „ 15— , 14.- „ 18— „ 18— „ 11 — „ 10— „ 9.50 n — „ 8.50 , Kilo im Sept. 40 gr., im Cct. 35 gr., für 12 Scbroärnte oon 1., Kilo im Sept. 60 gr., im Cct. 50 gr., für 6 Scbroärme oou 1 Kilo im Sept. 50 gr., im Cct. 45 gr., für 12 Scbroärme oou 1 Kilo im Sept. 80 gr., int Cct. 70 gr. NB. 9(ud) doitig unb ffönd)S roirb geliefert unb jroar ju fjödjft billigen greifen. , Nachstehende Duplicate bekannter Bienenschriften gibt ab (zum halben Preise) gegen Nachnahme der Verlag von j.lmkerti Kmidsehau" zu Weixelbnrg: Forstboll m K., N. verb. Bienenzucht......Rm. —.90 (50 kr.) ist im eidgenössischen Handelsregister eingetragen. Wir bitten bei Bestellung um genaue Angabe der Adresse Gebrüder Cippä, einzige Nachfolger des Prof. Mona in Bellinzona, Tessin. Lotter, Katechismus der Bienenzucht......„ —.60 (36 „ ) Lahn Vf., Lehre der Honigverwertung.......„ 1.20 (70 „ ) I)r. W. Hess, Die Feinde der Biene.......„ 1,— (60 „ ) J. M. Lotter, Das alte Zeidelwesen.......„ —.60 (36 „ ) Meliclier, Die Biene in der Welt........„ 1.— (50 „ J J. Stern, Wie kann man eine Bienenzucht mit Nutzen betreiben?...............„ —.20 (10 „ ) Unübertroffen! ^rattifd)! (Patentiert in ßfterreiri)>Uiigarn. ^iciiciifd)ii|)fn^arnt für IHobilbnu jeber 9lrt uon jjfiflj. §d)iiftl)cif), gljtuncn a I>. iSBlirtteubcrg). 3'filiiiiifii ^efli'ttslliirfl ISS«, örn.s I8«0. 'jtrelt I) W. (5 fl.) faiiiint i»crpiufiii]g. SJerfnubt gegen Stadjnafjiue. ^rofpecte gratis unb franco. 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Serantroortlic^er Ütebacteur: gr. 9iof(^üö»8tot^f(^ü|. Verlag be» Krainer ^anbelšbienenftanb ju SSeijelburg. Sucbbrucferet ,@utenberg', ©raj. Mage p km Meueitü)irtf)id)aftltrf)cu gadjblöttc Imkers HiinHdjau. 2lUgememe Zllittbeilunacn über £anb= ltub fimisiuitllifriiiift, (Olill= uiiii iattnibnii. M 7. 15etsefl>utg, belt 1. ^uCi. 1891. ic äußere Pflege tier 9tu$tiere int Somuier. te Jjeifee ^a^resgeit hat fiir bie Tiere mottle Unbequem« fidjfeiten im ©efolgc, bie, menu fie nidjt »erbütet rocr= ben, baš SBoblbcftnbcn berfelbeu ftöreu unb bic Erträge nachteilig beeinftuffen. 3unädjft bebtirfen bie Tiere, roeldje im (Sommer im Stalle gehalten roerben, eine befonberš forgfältige SBartung unb Pflege. 3u große SBärme oermehrt bie Hauttljätigfeit unb bie Sdjrociß= abfonberung, fie macht bie Stiere fdjlaff unb oermiitbert bie grcß= luft. ©leidjjeitig toirb bann auch burdj eine ju tjofie Temperatur bie Stufeleiftung ber Tiere gefdjäbigt. Die Mildjergiebigfeit ber Kühe oerminbert fich, bic Strbeitšticre ermatten fdjuell unb bic 3«= nähme ber Mafttiere fdjreitet nidjt itt ber geTOiinfdjteit SBeife ooratt. „Steigt bic Temperatur über 18° C. (14° Ii.)", bemerft petcr= fett, „fo toirb man nachteilige ©inroirfungen auf ben Milchertrag balb nterfen." ©8 entfielen audj leidjt attertjaub ©uterentjünbungen, bic befanntlidj meiftenö mit beut Stamen ©infdjuß bejeidjuet tocr= ben, unb roeldje ben Mildjcrtrag häufig längere 3eit beeiuträdjtigcn. Die ©titrotrfung ber Hifee muß beStjalb fo roeit als mbglidj befdjränft loerben uub jioar fttdje man junädjft bie birefte ©in= roirhtng ber Sonnenftrahleu ju oerljütett. Sltterbings barf baS Sidjt nicht oottftänbig abgehalten unb ber Stall bindet gemacht roerben. Das Sidjt mirft belebenb auf ben tierifdjen Kör= per ein. Stur mit ©cjug auf bie Mafttiere roitt man bie Vc= obadjtung geutadjt lj^e"/ ein bunffer Stall bic gettbilbung begünftige. ^ebenfalls unterliegt e§ feinem 3roeif^/ tiaß gerabe für Mafttiere ju fjoljje Temperaturen redjt nachteilig roerben fönnen. ©ine ju holje StaHtcnipcratur oeranlaßt eine reidjlidje 3Öaffcrauf= nahntc. Sefctere aber fteigert ben Uinfa(} bes ©iroeißeö, befdjränft bentnadj ben Slitfafe beSfelben unb oerminbert bie Maftroirfung. Des roeiteren fudje man ju lj°he StaHteinperaturen burd) eine gute Ventilation ju befämpfen. 3m Sommer roirb eS häufig notroenbig roerben, alle Thiiren unb genfter ber Ställe ju öffnen unb felbft roährcnb ber Stadjt offen ju laffen. Daburdj roirb gleidjjeitig audj reine, gefunbc Suft in bie Ställe geführt. Ski ber Ventilation ber Stätte adjte man aber barauf, baß feine 3U3; luft, fein Durdjjug entfiele, ©ben bie ©uterfranfljeiten, roeldje unter bem Stamen „©infdjuß" befannt finb, fomnten am fjäufigften oor, roenn genfter unb VentilationSöffnungcn fo angelegt finb, baß ber Suftjug bie Kühe berührt. Von roopbätigem ©influffe ift e§ audj, roenn bie Milcfjtiere roährenb ber heißen ^ahrešjeit fich roenig* ftens einige Stunben täglich an einer fdjattigen Stelle im freien aufhalten, unb auch roährenb ber heißen D?äcf»te braußen bleiben fönnen. Selbftocrfiänbfidj muß int Sommer für ein rcinfidjcS Sa g er geforgt roerben. Vei ber großen Hi(K gcfjt bie 3erfct}ung ber tierifdjen Slušiourfftoffc fdjnellcr uor fidj als bei ber Kälte im SBinter, unb es roirb bcSfjalb bic Suft in beu Stätten infolge ber ©ntroidlung oon Kohfenfäure unb fliidjtigem Slntntoniaf gar leidjt verunreinigt. DcSfjafb macht fidj eine forgfältige Sfcinljaltuiig beö Stalles notroenbig. ©bcnfoioenig barf im Sommer bic Pflege ber Haut ocrnadjfaffigt roerben. Sorgfältiges Steinigen berfelbeu be= fonbers mit ber Viirfte, foroie Slbtoafdjttitgcn mit SBaffer ober Sdjroetnmeit ber Tiere iit flarcut, flicßenbciu SBaffer roirft belebeitb unb erfrifdjenb. Die SBeibcticrc Ijaben jroar bot Vorteil ber Vcioegttng itt frifcfjer, reiner Suft, fic haben aber audj ju Icibcit, namentlich in ber MittagSjcit, roenn fic fidj nidjt vor ber bireften ©intoirfung ber Sonncnftraljlen fdjiifecn fönnen. Dcsfjatb folltc rocnigftenS bei ftänbigcn SBeibcit burdj Stnpflanjung oou fdjattcngcbcubcn Vättmen ober Heden ben Tieren ein piafc geboten roerben, 100 fic roätjrcnb ber größten Hifce int Sdjattcn ruhen fönnen. Sclbftocrftänblidj bebürfcit bic SBeibcticrc ebenfo ber forgfältigen Hautpflege, roic bic= jenigen, roeldje im Statte gcfjalten roerben. @anj befonberš aber muß auf ben SBcibcn für reines Trinfroaffer geforgt roerben. ©3 ift biefeS ein Puuft, beut uodj fjin uub roieber nidjt bic genitgenbe Slufmerffamfeit ju teil roirb. SdjmufcigcS SBaffer, roic es fidj 311= weilen in ftehenben Tcidjen finbet, cntfjält gar häufig 3crfet5l|ngS= probufte tierifdjer Stoffe, roclcfjc beut ©cfuubbcitSjiiftanbc ber Tiere nachteilig roerben fönnen. SBcim bcnnoch foldje Tcidje junt Tränfcn ber Tiere benufet roerben fotteu, fo müffen fic häufig gereinigt unb bie 3erfe^iingSprobufte foroie ber Sdjtamni entfernt roerben. ©S mag uodj barau erinnert merben, baß bic SBeibcticrc nidjt gejagt roerben bürfeit. Stubige, fdjoncnbc Veljaubfung ber Tiere trägt nicht roenig jum ©ebeifjen bcrfclbcit bei. SöaS bejiigticfj ber Pflege tier Stufe t i ere int Sommer ge= fagt rourbe, bas gilt audj für bic Sir bei t S tier e. $m befonberu müffen bic Slrbcitštiere oor Itcberanftrcngung unb audj oor ber ©inroirfung ju großer Hifcc gcfdjttfet roerben. 3tt befonberš l;ofjcm Maße leibet baš Stinb burdj bicfelbc, roeniger baS Pfcrb. Vei fehr brängenber Strbcit ift eš cntfdjicbcn beffer, morgens eine Stttnbe früher anjufpannen unb abenbš oicttcicht eilte Stunbe länger ju arbeiten, afs bie Tiere ben brettnenben Strafjlcn ber Mittagsfonnc aušjufefeen. (gelb unb Siialb.) Jidicr- uttb ^tefenßau. Sur Dtcubcflcffung tocTfjagtlter gelber. Von ber Verftdjerung abgefehen liegt baS einzige Mittel, um öen erlittenen Schaben lins bem, in ber möglichft raffen SBieberbepftanjung ber betroffenen gelber. TaS £auptaugenmerf ift hierbei auf bie folgenben 3 fünfte ju ti<$s len: 1. sJJfan beeile fich mit ber Sornahme ber Sobenbearbeitung. Seber lag bebeutet ©eroinn. 2. 2Ftan forge fchon injroif ift ba« ^rocdntäfjigftc ba8 Sluffjängen toter Krähen in einer Entfernung oon je 60 6iS 100 Schritt. §ierbei ift aber ju beachten, baft man fie nidjt roodjen= ober gar monatelang ruhig hängen läßt. Tie Krähen finb nicht minber geifttg begabt, roie bie Sperlinge, roetche e8 befannttidj roo£)l fettig bringen, ihr Seft in ober auf bie ge* fteHte Sogelfcheudje ju bauen, roenn biefelbe längere ,geit unberührt hängen bleibt. Slm jrocdmäfsigften ift, biefelben Scheuchen nicht ju lange ju benutyen, fonbern häufig mit bcnfelben ju roedjfctn. — Sor. Tr. ftarl Suß toirb in ber Sanbro. Ticrjucht noch ferner empfohlen ba» SluSfpanncn alter jetriffener gifcijerne&e. Tiefelben ftnb haupt» fächliih bei Heineren Streifen ju hempen. Untrnut im Knrtoffelfelb. SBenn auch baS Schaden unb Se« bäufeln ttod) fo forgfältig ausgeführt roirb, fo treten bod) nach bem Schaufeln ber Kartoffeln immer roieber einjclne Unfrautpflanjen auf. gaU8 biefe jur Samenbilbung gelangen, roirb ber Slder oon neuem oerunfrautet, tooburd) ein roefcntlid)er $roed ber groifdjenatbeit, bie Steinigung bc8 gelbes, verloren geht. TcSljalb empfiehlt cS fich, balb nach beut Sehäufeln ben SlcTer noch einmal burchjugehen unb bic roie» ber emporgefchoffenen Schüblinge entroeber mit ber §ade ju entfernen ober, roenn nötig, mit ber §anb auszureißen. Tabei beachte man aber, baß bie Unfräuter nid^t auf bem Slder liegen bleiben bürfen, fonbern roeggetragen roerben muffen. anbern gatle mürben mand^e ber ijßflanjcn, befonberS bei eintretenber feuchter 2Bitterung, roieber anroachfen. Sei anberen aber roürbe ber Same nad)reifen unb alfo noch jum Stäben für bie 3iai^frucht in entroidlungSfäl)igem guftanbe im Söoben oerbleiben. J{tiirimnltflt8 £>ünfclu. ©S roirb hin unb roieber empfohlen, bie Kartoffeln jroeitnat unb jroar jebeömat nur fd^roach aitjuhäufeln. SorauSgefeht, baß biefe Slrbeit fid) tbatfächlid) but^ einen höheren Knoüenanfa® rentieren foHte, roirb fte bod) meift nidjt burd)fül)tbar fein. 3nt übrigen müßte aber auch ba§ jmeite 2lnl)äufeln fnrj nach bem erften erfolgen, roeil anbernfaHS bie ^flanjen in ihrem 2ßachö= tum ju roeit ooranfdjrcitcn, fo baß bie jroeite älrbeit otjue größeren Nachteil nicl)t mehr ausgeführt roerben fönnte. --aß Tränfmafjer für !j)fcrbe muß, um Erfüllungen oorju= beugen, etroaš überfchtagen fein; auch barf baS SBaffer nicht früher gereuet roerben, als btS bie Sßferbe ben Sdjtoeiß oerloren habeu> Sßegen Umgehung biefer einfachen unb fo eminent roicfjtigen Sorfichts* maßregeln ftnb fchon oiele S^ferbe ein Dpfer be§ TobeS geroorben, ober haben im günftigften gatle au Seiftungžfahtgfeit oerloren. öeförberung ber Jlathgeburt. SBenn bie Sachgeburt ju lange ausbleibt, fo ift baS Einpumpen oon Sßaffer bringenb ju empfehlen; eS ift ein mitbeS, aber oortrefftich roirfenbeS SJtittel. ©eroaltfames Riehen aber ift gefährlich, hat ©ebärmutteroorfäHe, töbtiche Slutungen ober hefti8e ©ebärmutterentjünbungen jur gotge. -- ^til^mirtf^aft. Sluf »either Seite bc§ SKelftierS foil man beim Steifen fi^en ? 3m „Sihroeij. ^entralbl. f. Sanbro." fcfjreibt ein Sanbroirt: 8r9enbroo taS ich hierüber fotgenbeS: „gaft aEgemein ift eS üblich, baß fich ber SJtetfer auf bie rechte Seite be§ SJtetftierS fe|t; oiel richtiger roäre e§, er fe^te fich auf bie Iinfe, benn eS fiele bann ber ftärferen rechten §anb ju, bie hinteren «Striche, bie ftetS (?) mehr Slrbeit oerurfadjen, unb ber fcfjroächeren linfen §anb bie leidster auSjumelfenben oorberen Striae ju melfen." SJtan roäre beinahe oerfud^t, anjunehmen, ber= jenige, roelcher obigen 3tat erteilt, hätte felber noch gemolfen, benn eä ließe fich fo oieleS, roenn nicht alles gegen feine Stnfidjt einroenben. Einmal ift eS ein ^rrtum, baß ftetS bie hinteren Striche bie jäheren feien; ich b?ft$e j. S. gegenwärtig eine Kuh, bei roelcher baS gerabe ©egenteit ber gaH ift, unb bei ben anberen Äühen ftnb alle oier Striche fo jiemtich gleich. UebrigenS melfen bie meiften, fooiel ich roeiß, je baS ootbere ober baS hintere $aar Striche jugleiih, fomit be= fommt jebe §anb einen oon ben übelberüd)tigten Strichen jur Searbei* tung. Tann ift eS oieHeicfjt bloß bie §älfte 2Jtenfic ÜJklfjeitcn. Tie grage, roie oftmals foHen bie 5?üf)e tag» Ii- (£>fift- imb §arfeitßau, ^fumcnpflcgc. Sehanblung haflclbrfihubigtcr Cbftbiinmr. ^agelbefchäbigtcn Säumen fmb oiele Slätter ent>ogen. Sluch roerben burdj ftagclfdjlag fleinere unb größere S'oeige unb grud^tfnofpen abgefdf)lagen, gebrochen unb oft bie Stinbe an Stamm unb Steffen aufgeriffen. Sie ^oljjcBen roerben bloßgelegt; toenn fte fich fclbfl überlaffen bleiben, roerben fte oon ber Sonne auSgetrodEnct unb eine Sernarbmtg unb Ueberroallung ift auf Sahre IjinauS nicht möglich- 3n erfier fiiitie finb nun alle ab« gebrochenen Seile ju entfernen, fei eS bis auf baS nädjfte gefunbe §olj ober Singe, fei eS bis auf ben Slftring. JBenu bic SBunbcn älterer SJättme fogleich mit Sauntfäge unb SJteffcr glatt gcfdjnitten unb fpäteftenS im Saufe ber nädjften ffioche mit Sauntfalbe (beftehenb auS 2ejjm unb Kuhflaben), ober noch beffer mit ^oljteer beftrid^en roerben, fo ift bie normale Saftjirfulation balb roieber hergefteßt. StnberS ift eS mit ben SBunben an jüngern Säumen, bereit glatte Stinbe ber ©eroalt beS ^agelS oiel roeniger ju roiberftehen oermoihte. £>icr müffen fofort Stamm unb befchäbigte Steige mit jener Salbe beftridjen roerben, roaö am beftett oon §aitb geflieht. Stach mehr» maligem Slnftreidjen bilbet fich c'nc längere Seit feudjt bleibenbe, fchü^enbe Seele, unter btr fidj nun Verhärtungen bilben, roeldjc raf^ ju einer Ueberbecfung beS bloßgelcgten .^oljeS führen. SieS erfolgt aber nur, roenn ber Stnftrich möglichft balb getnadjt roirb, unb aud^ bann nur bei lebcnSfräftigen, an thrcr Krone nicht alljuftatf bcfchäbig» ten Säumen. Sie £>auptoperation fann erft im Spätjahr oorgenom« men roerben, nämlidj ein fräftigeS ^arücffchncibcn ,bcr Slfttrone unb Seförberung ber UcbcrmaHung ber SBunbett burch .^oljteeranftrich. ©ute Sflege in ben 2 folgenbeu Sommern ooUcnbet bie ©eilung. Scrtilgung ber Staupen im Spaliernarten. 9Ber feine Spalier« obftbäunichen liebt, bem bleibt nichts anbetcS übrig, als balb nadj) ©rlebigung ber Slütc fanitlidje gruihtanfä^e burdjjugehen, um bie tierifdjen Schäblinge ju entfernen, ©eroöljnlich roerben biefelben ben Steft oertrodneter Slütenblätter benu^cn, um fich innerhalb beS grucht« büfdjelS ein recht behagliches Safein ju grünben. Oft aber auch fthen fte einfach jroifdjen jmei jufantmenftehenben grüßten, ober fte oerfteden fidj am SlnSgangSpunft ber Stiele. SaS fidj übenbe Sluge roirb balb bie Sdjlupfrointel erfenuen lernen unb bie überall burchgel)cnbc §anb roirb SlufflärungSbienfte thun. SJtan beachte aber auch, baß einige ber fich oerborgen ijaltcnben Staupenarten blifcfdjnell ju entfliehen fuchen, roenn fie fich oerfolgt feljen, unb namentlich bie glatten grünen, bic fidj, oljne an einem gaben ju hängen, auf bie @rbc fdjneUen, leicht bem Sucher entgehen. Slnbere ganj fleine, faft bem Sluge entgeljenbe fdjroarje Ääferchen freffen bie Slütcnftiele ber Slepfel unten ab. SaS« felbe beforgen auch bunfle behaarte Staupen, eigens baju an jebe Slüte gefegt. Serfdjiebene glatte Strien lieben eS roieber mehr, bie grucht felbft anzugreifen unb niften fich baju in einem banebenfitjenben Slatt, ober in bem Slütenabfall ein. Sludj jaljlreiche Stüffelfäfcr unterfchieb« lid^en Schlages unb jebcnfallS nicht harmlofer Statur roirb man bei biefen Unterfudfjungen in ben Slütenreften entbeden. SBenn man oor ber Slüte fchon bie unaufgefdjloffenen Slütenftänbe beim Slpfel unter» fuchen muß, um bie oeiberblidje Saroe beS StüffelfäferS (Jtairourm) IjerauSjuljoten, fo muß man jc^t nach berfelben roieber faft jebe einjcltte grudjt ben nachftcElenben geinben abjagen. Sur Vertilgung ber UWabcn in ben Kirfdjen. Siefe SJtabcn flammen oon ber Jtirtchfliege, roelche im legten Srittcl beS SJtonatS ÜJtai ihre ©ier in 'oie Kirfchen ju legen pflegt. Sie boljrt in ber Stähe beS Stieles mit ihrem Segefttel auf ber Sonnenfeite baS Soch. Sie Saroe frißt ftcij fchief nach innen ein unb erzeugt baburch eine roeidje Stelle an ber Jlirfdje. Sie ooUftänbig entroideite Saroe läßt ftdj auf ben Vobcn fallen, friedet ettoa 2,5 cm tief in bie (Srbe unb oerpuppi Hdj bafelbft. Sic ruht tjier bis jum grühjahr, bann oerläßt bie gliege ihre !]3uppenhülle unb fliegt umher. — lieber bie Sertilgung fagt Sireftor 6. St. Klee im Deftr. lanbro. Sßodjenblatt: 1. SJtan pflüde bie Kirfchen nicht ju fpät, fonbern fo früh wie möglich- Sollten bann in ben grüßten Waben geroefen fein, fo geht baburch ftcher biefe Vrut, bie für baS nächfte Sahr beftimmt roar, ju ©runbe. 2. SJtan grabe ben Voben unter ben Kirfdjbaumen oor SBinter ober früh im Sahre bis jur elften Waihälfte tief um, bamit bie flach liegenben Suppen tief in ben Soben ju liegen fommen. §ierburch roirb baS Ser oerljinbert, au2 bem Soben ju fommen unb muß fterben, ohne bie Eier für feine Naehfommenfcfjaft gefegt ju haben. 3. Z1» empfehlen ift eine Sthfoifiung oon Stßalnußblättern ober eine Ečjlorfalflofung fo heiß roie möglich nach ber Rirfdjenernte auf bie Saumfcheibe ju gießen ober auch oerbünnte Säure, Saljfäure, Salpeterfäure, Sdjroefelfäure. Sffiir fönnen uns hiermit nicht red^t befrewtben, benn heißes äßaffer wirb benfel&en Zmect erfüllen unb babei halten mir für beffer, bie Saumfeheibe mit einer bünnen Sage gelöfdjten KalfeS ju oerfeljen. Siefe tötet forooljl Wabe roie Puppe. — 2tlä fehr jro'dmäßig habet roir auch baS öftere flache Umharfen ber Saumfeheibe gefunben, benn infeftenfreffenbe Sögel unb UßitterungSoerhältmffe räumen bann ftarf auf. Sei oberflächlicher Näffe bürfte unter Umftänben auch baä Stuf» trei6en oon Schafen jroeefmäßig fein, roeldje bie puppen burch Z«r* treten cemiehten. (Seutfche lanbro. Nunbfch.) Slattläufe an ®eereno6fiJ>flan;en roerben burch llebexfpriijen mit Seifenroaffer ober bem fogen. Šnfeftengift getötet; bei fehr ftatfer Ausbreitung ber Slattläufe ift es jeboch am beften, bie befallenen Zroeige abjufchneiben unb ju oerbrennen. StHittel gegen (Srbflöfje. 2tuf bie gr«ge: „2BaS für ein pro6ateä Wittel giebt es gegen Erbflöhe?" finb bem „SlSttrtt. Wochenblatt für Sanbro." folgenbe ülntroorten jugegangen: 1. Son ©arteninfpeftor ,§elb, Hohenheim: (Sin rabifaleS SertilgungSmittel giebt eä überhaupt nicht. 9lm oorteilljaftefien beftreut man bie aufgegangenen Saaten jur Sertrei6ung ber Erbflöhe mit Naphtalin; roer bie Wittel baju hat, fann auch Sfnfeftenpuloer anroenben. Silliger, auch meiftenS oon Er» folg begleitet, ift baS Sertnifchcn oon feinem roeißem Sanbe mit Pe» troleum unb baS Seflreuen ber Pflänjdjen mit bemfel6en. SeftänbigeS geud)t« unb teilroeifeS Sehattighalten ber Saatbeete hält bie Etbflöhe ebenfalls fern, ebenfo nugt auch baS Stufftreuen oon puloeriftertem ©eflügelbünger, Sabafftaitb, Nuß unb Salz, baS Ucberbranfen mit ©üHc, Gl)lorfalfronffer, SBertnutabgüffen, baS ifiufftellen oon met Seer beftrid)enen Srettchen u. f. ro. SorbeugungSmittfel finb: SaS atnfeuehten ber Samen mit Petroleum unb baS ®ajroif^enpflanjen oon Knoblauch unb einzelnen Zmiebeln jroifdjen bie Kulturen, benn ber Erbflol) meibet fte beS ©erucheS halber* — 2. 21 n t ro ort: SaS befte unb billigfte Wittel, Erbflöhe oon Kulturpflanzen abzuhalten, ift .ftanffamenbrietS, b. h- ber beim Neinigen beS .fjanffamenS gearonnene Abfall. (Sinige Sage nach ber Saat auf baS ©runbftüct auSgcftreut, Ijält ber §anfgeruch beSfelben bie Erbphe Sänjlicf) baoon ab. Saß llßoffrr jum Pflanjengiefjeit. Sehr falteS unb falfhaltigeS Sßaffer ift meift nachteilig; man hält fich ba(jcr für Zimmerpflanzen oorteilhaft ftetS etroaS roeicheS Negenroaffer oorrätig, roeldjcS eben bie umgebenbe Zimmertemperatur angenommen ^at. gür greilanbpflanjen läßt fich baSfelbc leicht in einer ©rube ober Sonne anfammeln. -ort gelegen haben. Sei näherer 53efichtiguug jeigte es ftch, baß ber Kaubooget baburch (einen 2ob gefunben hatte, baß berfelbe beim ^erunterftürjen auf bie ®eute ftch einen längeren fpifeen ®ortt in ben ©djlimb gerannt hatte- ®ie Äralten roaren nicht »on bem Opfer ju entfernen. Sie blinbe SJÖitt, mit roeldjer biefe $Raubo3get unfere Sänger verfolgen, fo ba§ bte= fetben häufifl auf ber Serfolgung mit in§ SJBohnjimmer fliegen, h«t in biefem gälte bem Kattber ein rafdjeä Gnbe bereitet. Sflitfciibaitni. 33or einiger 3eit rourbe in ber ftabe beS meeftenburgis fchett ©tabtchenž spiau ein SBattmriefe oom ©türm niebergeroorftit, ber be» fonberer Grroabmmg oerbient. ®ie geroattige Gfche (Fraxinns excelsior) hatte am untern ©tammenbe einen Umfang Bon 24 gu§ bei einer Sänge oon ctroa 63 gufe. Ginjelne Stefte erreichten einen Umfang oon 12 gitfj. SJtan ijt gefonnen, bett mächtigen Saumflamm als (Seltenheit aufzubewahren, um ihn ber 9lad)roelt ju erhalten. -- ^ragclia^en. (3n imfcrem gragefaflen finben gragen aus bem Seferfreife b. SI. uuent« nettlidie Seantroortimg. 3eber Stnfrage mufj aber eine 10 ^fg.=2Jtarfe jut Seförberting beS Briefes beigelegt roerben. Anfragen ohne Unterfc^rift fönnen nicht beantwortet werben.) grage: 2Bie roerben Delbrudbilber unb Silbcrrabmen gereinigt? S. in ©. Slntroort: Delbrudbilber ju reinigen, nimmt man geroöhnlidje Seife, SBaßer unb Sd^roamm unb roafdje bamit bie Silber einigemal oorftchtig ab; herna^ thut man biefelben mit einem meinen Suche gut abfrottieren; oon funbiger geübter £>anb fann man bann mit einem befeuchteten Säppchen, roeicheS in Spiritus getaucht unb auS« gepreßt roorben ift, rafch bie glädje einmal überfahren laffen, baSfelbe tnuß aber fehr oorftdhtig unb geroanbt gefthehen. Qm übrigen ift baS ficherfte Wittel ber Silligfeit halber, folclje burch neue ju erfegen, ©olbraljmen fönnen mit 2 Seil ffiaffer unb 1 Seil Spiritus mit einem toeithen pinfei auSgeroafd)en unb hernath gut abgetroefnet roerben. W. Waler. Sie ©olbraljmcn fönnen auch "iit frifchcm Srot abgerieben roerben. Sie Neb.