MM . pssOlS l>>IH 1'SV iWfHssAßMG «len »»oktm« (mN ^u«n»km« 0«f (,«>. k^k. 2S70». V«fW»«tung u. guck6ruv»l«k«t (7»l. I^k. Z0S4» »H«kido»» UxeStSsU» u!io? « ^snuskeip»« nlokt «w»ni«st. ^ k^Yotrp»»w d»tt«g«n. ?ßr. 2VG ^ßO« GovOmkOr WST In«Ot«t«n> u. n, : UmÄtOV» u». 4 » mon»tl. 2S via, iö» 6»» /^I»I»6 momiMol» W vin. i so unä 2 l)in. «W />»" Bröckelt die Roosevelt-Front? In USA stnbeil die Eiiizelstaaten ihre ^Itt'pwientant^ilhüuscr neu gewählt. Das war eiNc Machiprobe für die beiden Pintnen. die umso m<'hr Beachtunq fiilder, nis ilicin ^iwubt, kius ihr Schlüsse ziehen zu tölint/il. auf die Stimmlx'rk'ilml'i bei der lläsiisljMuis;(!u Präsidentenwahl. Sie be-k'l'iitt't dicsuml uiehr als den häufig gauun der einen wie der anderen Partei isieich zuwiderlaufen. Vs ist desl)alb gar-1,'icht gesagt, dasi etwa die jeht bei den Re« präscntanteuhanswahlen der Cinzelstaaten sik- die Demokraten gezählten Stimmen :chli'lsse darauf zulassen, auf welche Wähler !>!^'osevelt inl nächsten Jahrx rechnen kann. Aber etwas anderes scheint' das jetzige Z^lahlcrgebms zu erweisen. Im Staate New-l ork z. B., der lW2 eine demokratische Mehr» hcit batte, ist diesmal eine republikanische herausgekouunen Republikaner und s»v Demokraten). Newyork ist der Sitz der die anierikanls6)e Wirtschaft beherrschenden großen Aanten und einer sehr bedeutenden In-duslrie. Ebenso ist ein großer Teil des ame-l!lauiscl)>en ^^ahlen erkennen lassen, die De« iiiotraten al^'die Partei Roosevelts. in einigen vorwiegend landunrlschaftlichen Staa» icn wie !j<'rginin und Mississippi, siegreich dehauplet. Das würde bestätigen, daß die 7^arnler, olnoohl auch sie uicl^ entfernt alle illre Bi'lnsclie erfiillt jehen, doch mit der l^runk>ricl)l»ug der Rooseveltschen Wirt« 'chaftspoiitit nieln' zufrieden sind. Wenn diese Schlusjfolgerungen durch.die il''it<'r?n Wahlergebnisse bekräftigt werden ivllten, dann würde der nächste Präsidenten« >i'ns,lkanipf fich in? wesentlichen zwischen iw?. Fronten abspielen: dem Großkapital > Banfen, der Industrie und des Handel? ciilerieito. den landniirtschailsichen und klein» l rlicheu >treis<» nns ter anderen Seite. N'ii'd dabl'i nnnesiiiu'n können, dasj k"'' i'dn'ii'elle ')I'l'eilerschlifi »sch '» der '^'lüptjache auf diese letztere selslägt. Makale vor dem Fall Nach Dkslchten au< dem ttoltmlschen HmiptauaiMr / VrinteM Awri att lAnful^rerln der obeVwtj^ SntMrkr / Swittert» / Makoie u«t«r ttanmtfchitm ArMttltftuer R o m, 8. November.» Heute tr«s aus b>« italie»!- schm Haaptquartl« t« «»,tr«> tzk ««ch. richt ein, bali i«m d«» AM» m» «wkale stündlich zu enuarten hate. Ve italienischen Truppen kamen sa Mit an die Stadt heran, datz e» «i»ßllich »«r, sie unter A,tU,»tßftmr zu nehmen. Die „»ch in der Stadt »eftndli. chen «b-sfinier «urden unter der Virtung der artileristtschen Veaedeitnnß ßlllsttßt, Malaie zu verlassen und fich zuriiitMiehm. «s erste »ßrden die eingedaeenOn As-taris in Vlntal» eindringen. In der Wichen Diitanz »erden ihnen dann erst die »tje» italienischen Truppen salDen. Ä« Ilo« P man iiberzengt, dasj die Trikalsre schon lernte über Vlakale »i^n »trd. L o n d o n. 8. November, «est j«P A«rde in «chchrnnß »idrocht, dns^ dir Msinischm Kreisch»»leM»wn, die me iimiiUisHen Gruppen IVH H^WVMG lenn' ruhigen, van der adessimschen Prinzessin AsOri angestihrt werden, die seschivorrn Hut, nicht »her »u ruhen, bis der Gegner rest los au» dem Lande verjagt sein werdo ht?-stern ßrifsßn ihre Vanden eine starte jtalieni sche vjarsch^aemation an und e» entspann sich ein »Stendrr Kamps v. Mann zuMann wobei di« Italiener Tote zn beklagen l;at, ten. Äe ltömpse dauerten einige Stunden, di» sich schließlich die irregniiiren abrssini-schen Angreifer zurititzol«»al» lerie haben mit Unterftütznnß mßl^erer «Ombengesch«»ader die Vßsensive an der srant eritssnet. Sie stießen kilometMtWeU in die Anssa-Sbene im Westen »nr. Vtther wurde ihnen kein nennen»«erter Widerstund geleistet, «or den Italienern liegt nun ganz oeeii^tes, von den Abessiniern freimilig geränmtes Wiistengediet. Z^iir die gestern ausgenammene Vsfensive on der Ostfront haben die Ataliener seit dem ersten Tag des Krieges bodentende t«^ Nische Borarbeiten geleistet. Von Asiab ans sind nach dem Mussa Ali Etappensteaßen für die ^ranfchaffutig von Mnnition, riant nnd Bren«^ gchnut werden, «ro. ße Vorritte stnd in eMW stark defestigten Lager ans dem Bwffa Vi aufgestapelt w»r. den ans denen d^ vorgehenden Truppen 'neefarat werden. Italienisches Hauptquartier an SolMalifro n t, 8. Nov. Bei ausgedehnten Srkuudmtgsfiiigßn iide? vgaden haben die italienifcheu li«ftstreit-kr^ umfangreiche Vefestiguugluitittin dsr «hefiinier nardMch von Ual-lwl Hei GD^ ftbaish fsftgsftOt. Alem Anschein »nch eich, ten stch die Adefsinier «»d der «a» «gjiw dutt auf einen nachhniltigen Viderstimd gegen a?n weiteren italienischen Vormarsch an der SomaliftaM sin. Ns «mden dort auch adeßinisthe «aedetrnppsn, die 0lite der abesiinis«^n Armee festgefielt. Italien hat dei dem Vormarsch nach de« Anebmesten nnnmehr ein «ebw erreicht, von dem ans die Verdindnng mit Kranzilstfch- und Vrl-tifch-Gomaiiland bedroht werden könnte. Die englischen MnnitiouSlieferungen kommen hauptfSchkich iider Vritifch-Somaliland herein; die benurstehenden ßttMPfe bei Sib» sibageh sind daher vor Wwtzrr Vedeutung fiir die AortfefMug des AViogrs. Der Polizeichef von Siom seines Postens ent« R o m, 8. N.'veiubcr. Ter bisberlg<' Polizeichef von Rom, 'I o c-c i, ist plöplich abberufen worden. Zu seinem Nachfolger wurde Palma ernannt. Die Absehuug Coccis steht mit den englandfeiud-licheu Deinonstrationen in Roul im Zusam-maiitiaug. Vezeichuend ist, daß die Absehüng einige Stuuden nach der Unterredung Mu.s-solini'Druniuiond erfolgte. Eine BetsöhnungSgeste Deutschland« gegen den Völkerbnnd? L o n d o n, 8. Novenlber. (TR.) Alle Blätter koiniuentlereu in großer Aufmachung, das; die deutsckie Regierung Mafzre-. geln gc'gen .^t^riegsj^eiviinier zii crgrcif^'n beabsichtigt, die aus Deutschland große Waren-ulengen an die beiden kriegsführenden Staaten zn verkaufen trachten. Dieser Beschlus; Deutschlands hätle eine weit über den italienischen Konflikt hinanSreichende Bedeutung. Man betrachtet einen derartigen Entschluß Deutschlands iu Genf als ein Unter-Pfand eines engeren Einverständnisses mit Frankreich und einer frenndlicheren Gesin» nnng gegen den Vi^lkerbund. Die Strukturveränderung des Völkerbundes. Loudo u, Novenil'er. lTR.) „D a i-! ii >> e ra l d". dessen Nachricht über die geplante Reforln des Bl^lkerlnindes von Sir Saninel Hoare so energisch dei»''iitlert worden ist, veröffeiltlicht eine Meldung aus (^enf über das vor einigen Tagen veröffentlichte Projekt und ineint, daß dieses selbst vor deni Staatssekretär des Aeußeren gehetm gehalten wurde. An deni Bßstehen eines derartigen Projektes kann aber nicht gezweifelt iverden. Man U'eif;, daß mehrere kleinere europäische Mächte darüber aufgebracht sind. Sie glauben, daß die britstche Regierung oder daS Auswärtige Amt wieder den Biermä ch-t e - Pakt erneuern wollen, den Maedo« nald nnd Mlissolini vor z^vei Iahren ins ^'eben zll rufeu trachteten. Diese Politik wird von den kleineren Müchten flir unheilvoll gehalten. AestnahMt eines Jnwelendiebes. G r a z, 8. November. Die Polizei ilahin gestern Ken jugoslawischen Staatsbürger Ivan ievon wurden auch die jugo« slawischi'n Polizeistellen sofort ,n Kenntnis geseht. Macdonald wird ausgepfiften. London, 8. November. (TR.) Atis denl Wahlbezirk Ramsaz MacdonaldS kom-nie:^ Nachrichteli, die besagen, daß er einen sehr schn'eren Stand hat. Er inird. so oft er sich in einer Einsammlung zeigt, niederge. brüllt nnd seine Versammlnngen n,evden ge. sprengt. So geschah es gestern in zwei Ber-sanliiilnnjst'n, wo Maedonald niit sozialisli-schon .^auipsliedern begrüßt wurde. Ais er sich vornehinlich machen konnte, sagte er nnt einer bei ihm ungewohnten Hefligkeit: „Die Leute, die so brüten, sind jener Menschen» typus, die überall in Europa die Demokrii-in den Kot gezerrt hat. Sie benehnieit sich wie Tiere in Bauerngchl>ften." Schvere Gzplofionskatastrophe. L h o u, 8. November. Eine schu'ere Plcfion hat das unweit d^'s B^ihnhi.se^'^ oou Ehesst, les MInes gelegene eiilsti.^ck>j,e des Bauunternehmer.? B.iladan vollständig? zerstört. Unter den Triinimern fcnd inan die furchtbar verstümmelten L.ichen d^'r Mutter ulld der Gattin de» >'('^ancbe>iI.V'^ö, lvährend Baladan selbst lebcn?gefälnliche Verletzungen erlitt. Die (5rpl^vsion ereil,nNe sich, als Baladon sich au seinem Auto sichaffen machte. Wahrscheinlich 'haben si1> die Dämpfe eines ?':'nzinb<'hältt'r.?. d'.'ii r in der H«nd hielt, an cin'r .'ter'i uf'.-anini.' ent',ündct. Baladan schleuderte den ter von sich und dieser n'el ans eine stelle, wo Borräte von Erploiil^stolfen l.'.gen. Da» jiingste Ehepaar Grosxbritanniens. L o n d o n„ 7. Noveinber. jüngste Brautpaar Gros;britauuicns IieilV! tetc dieser Tage aus dem Standesanu Wcdmouth. Der Bräutigam zöhlt 17 die Braut ist ll; Jahre alt. Brant un.i Bräutig^im sowie Trauz''.'ugen sind mit rädern zum Standesamt gefahren. Sin lZvjilhriger Z^aßbinder. M o sk a u, Noveuibor. 7ui dev scl^ast Sadovojc in« Bezirke Alemndrovvs feierte dieser Tiage der ^is^binder Tischtin seimn liit). (^bnrtstag. Der alte fichlt sich frisch und wohl nnd geizt >ioch ini mer seim'm Gewerbe nah. -ein Pater stlir'.' im Alter von 1-^7. die Mutter ini Aller vl" !17 fahren. Ynrchtbares Eifersuchtsdrama zwischen zwei Vriideru. Pa r i s, 8. November. (TN). Ein furcht bares lkifersuchtsdrama hat fi
  • c wird in maßgeblichen Kreist der abes-sinischen Hauptstl^t erklärt, daß augenblicklich nördlich und nordwesMch von Makale schwere Kämpfe im Gange sind. Die italienischen Truppen haben fünf Anhöhen beseht, die etwa 10 Kilometer wesÄch von Makale liegen. Die Italiener wurden sedoch im Laufe der Nacht durch abessinische ^gm angriffe zurückgeworfen. Nach e^m neuerlich Angriff der Italiener zogen sich die A^ssinier widerstandslos zurück. A s m a r a, 7. Novsmber. Ein Bataillon ASkaris, verstärkt mit Hilfsabteilungen auS dem Korps des RaS Gulsa, nahm den wichtigen KreuzungSpunkt der Karwanenstraßc bei Makale ein. Hier sell auch eine Verbindung zwischen den Da-tiakils und der Heeresgruppe General San-tinl hergestellt werden. Der KreuzungSPun?: wurde nach erbitterten Kämpfen eingenommen. Um !1.Z0 örtl^r Zeit besetzten die Italiener alle Höhenzüge, die Makale beherrschen. Die Italiener haben bisher 1M.Y00 Quadratkilometer abessinischen Bodens besetzt. Mit der Einnahme Makales werden die Italiener alle Gebiete nördlich der Flüß^' Takaze und Schewc beherrschen. A d d i s A b e b a, .7. November. Die heutigen Frontberichte melden schwere Niederlagen der Jtalieiler. Eine stärkere iatlicnische Abteiluilg besetzte einen Abschnitt des Hochplateaus der Wüste Danakil. Die zahlenmäßig überlegenen Abessinier schnitten diesc italienische Abteilung von ihrer Operationsbasis ab. Die nur mangelhaft und schlecht auSgeritsteten Abessinier gingen jedoch nicht zunl Angriff vor, sondern warteten ab, bis sich die durch Proviant- uno MunitionsmangÄ nlürbe geinachten Jta-liener durchzuschlagen versuchten. Die entkräfteten und von ungeheuttm Durst, geplag ten Italiener h-offten, sich durch die abessi^-scheit Reihen durchschlagen zu können. In den: Moment, als sie sich, ins Tal warfen, li^rf^n sich die Abessinier auf den Gegner. Fast ohne eigenen Verluste schlachteten die Abessinier die Mehrzahl der Italiener buch stäblich ab, nur wenigen Soldaten gelang lm allgemeinen Getümmel die Flucht nach Eryträa. A d u a, 7. November. Die italienischen Aerzte sind Tag und Nacht beschäftigt, da die Zahl der Kranken und Verwundeten immer mehr anschwillt: teils infolge der um sich greifenden tropischen Krankheiten, teils infolge der schweren! Verwundungen durch die Mannen Ras Gi Rache genommen Berichten dieses Blattes 40W Frauen, Grei se und Kinder auf ein Plateau mit und küpf-ten sie dort in grausamster Weise. Di« Abef-sinier wollen auch die Hütten dieses Stammes dem Erdbo^n gleichmachen, um auf dies« Weise die Schande deS Verrates zu til-gen. Auch zahlreiche gefangen genommene Askaris wurden unbarmherzig getötet. Rom,?. November. Aus Djibuti berichten die hiesigen Blätter. daß zwei italienisihe Luftestadrillen eine große abessinische Karawane, beladen mit Venzin und Munition, überfallen.hätten. Die Karawane tvar auf dem Weg? von Dschi. dfchiga nach Harrar. Sie wurde von etwa SM Soldaten und Kameltreibern begleitet. W» >..» > — . .l , i ' ^ ' I In der Karawane befanden sich auch zahlreiche Lastautos. Die Flug^ienge lvarfen aus niedriger Höh«!,. Bomben auf die Karawane, wobei grä^i^ Explosionen bewirkt wurden. Die Fwgzeuge beschossen die, Karawane «lch aus ihren Maschinengewehren und mäh ten bis auf einige wemge Mann alles nieder. Die UeberbUebenen brachten die Nachricht vom Miegevangriff nach .^rvar. R o m, 7. November. M« aus Bozen berichtet wird, hat sich der Herzog von P i st o j a, ein Verwalter des Wnigs von Italien, entschlossen, als Freiwilliger nach vstafrika zu gehen. Er wird in den Rei^n der 23. faschistischen Mi lizdivifion kämpfen. Mogadiseio. 7. Nov. Nach Mekdunglkn der Erkundungsflieger bereiten sich auf ^r Ogaden-Front die Abessinier mlter dem Befehl RaS NasibuS auf «inen entschlossenen Widerstand g^gen das italienische Bordringen vor. Den Italienern ist es gelungen, w ein Gebiet vorzudringen, von dem aus die Bahn DMuti—-Adis Abeba beherrscht werden kann. Me DolttabKIm-mung ln Sktechm lai»d LamStag, den 9. November 19S^ Vlizikugeln der Messinier. Viele Soldaten sind infolge Manss.'ls an Aerzten noch gar nichi behand-..'It worden und leiden furcht-lare Schmerzen. R o m, 7. November. Der „Popolo d'Italia" berichtet aus Adua das; die Ab^ssimor an den Angehörigen der Mit überwältigender Mehrheit sprach sich das griechische Volk in der Volksabstimmung für die Rückkehr des Königs Georg den Zwei ten aus. Auf unserem Bild steht man den Regenten General K o n d y l i s, bei der Abgabe seiner Stimme. (Icherl-Bilderdienst-M). HIlM gegen Benei Eine Attacke, die gegen die Sowjets gerichtet ist / Die Slo-waten für das katholische Polen / Die Kommunisten für Dr. Benes verteidigte indessen die Politik des Dr. Be-neS. In der Geschichte des Prager Parla-mentarismltz ist es Gas erste Mal gesche^, daß die Kommanisten, die ihre Weisungm aus Moskau erhalten, für die Regierung stimmten. Abg. Sidor erklärte, an dem getrübten BerhälwiS der Tschec^slowakei zu choslowakei zu Polen, zu Sowjetrußland und Polen sei die Außenpolitik des Dr. Bene8 zu Deutschland. .Hiebei fiel auf, daß sich schuld. Die Polensreundschaft der Slowaken der von Pater Hlinka in den R^'dekampf ge-, entspringe der slowakischen Volksseele. Die schickte Abg. Sidor (Slowak. Volksp«rtei) ^ Slowaken möchten nicht, daß daS tschechische P r a g, 7. November. Am Abgeordnetenhaus kam es in der Debatte über die Außenpolitik des Ministers Dr. B e n e ö zu turbulenten Szenen. Generalredner der Regierungskoalition wal der Sozialdemokrat Dr. H a m P e l. Haupt großkalibrigen I gegenständ war das Verhältnis der Tsche« mit größter Schärfe gegen die bolschewiken freundliche Politik des Ministers Dr. Benes wandte. Der Kommunist SlanSki Beoeiftette Bauem aber die Kvnigswadl Volk einer neuen Katastrophe, wie der nach der Schlacht am Weihen Berge, zutreibe und das slowakische Volk ins Unglück mitreihe. Deshalb warnen die Slowaken die Tschechen vor dem historischen Fehler, den Doktor BeneS dadurch begangen habe,, daß er sich zu sehr an die entfernte Sowjetunion angeschlossen habe. Die SloM»kische Volkspartei fordere daher die Aenderung der Außenpolitik. v... i'.t. ^ ^ hal iii s^'iicchcnland grosse Bcsscifterung ausgelöst. M^irend ir>ar t>ic " der alt'n oie dcü ^ölrigs tüPen. Neue Kriegsflagge Deutschlands Feierlicher MaGDenwechsel. __ Kommentare der deutsche« Presie. B e r l i n, 7. Novembe r. Heute um acht Uhr frühmorgens wurde lm ersten Male die neue Kriegs- und Ma-»eflagge gehißt, ivie sie durch den Führer 'd Kanzler des Reiches Adolf Hitler bc-iiuit wordeii ivar. BesoiiderS feierlich war ' Uebergabezeromonie vor dem Reichs-'iiinisteriuin, wo eine Koinpagiiie der ^erstaffel vc^n Richthofen aufgestellt war. ?:le „ G e r IN a n i a" kominentiert das :!eiflnis, indem sie erklärt, ein altes Ver-preckM, dic Flaggenfarbe Tchwarz-Weis^' Rot beizubehalten, sei eingelöst worden. Die alte Flagge gehe, sie werde aber weiterlÄen als stolze Erinnerung an die übermens6> liche Tat deS Nationalsozialismus. Die „Leipziger Neuesten R a ch r i ch t e n" meinen, in Hinkuni! würden Wehrmacht, Partei und Nation Lchulter an Schulter mit der Hakenkreuz flagge marschieren. Der Kampfgeist de? preußischen Äldaten seit mit dem Kampfgeist des Nationalsozialismus vermählt worden. B e r l i n, 7. November. Die Verordnung vom l. November betreffend das WapM deS Deutschen Reiches, ist außer Kraft gesetzt worden. Im neuen Wappen befindet sich auch das Ho^ heitSzeithen der NSDAP. Das SenatS- und «kuv-Wlinlwrafldluw be»m Stegent-jchafisrat Beograd, 7. November. Seine königliche Hoheit der P r i n z r e-gent und die königlichen Regenten Dok-tvrSiankoviü undDr. Peroviö empfingen heute mittags die Präsidien de' Senats und der Skupschtina in Audienz, in der auch, die Borstellung der Mtglieder deö Vorstanl^S der Volksvertretung erfolgte. «m dle Schachmifitrschaft A m st e r d a m, 7. November. In der 15. Partie um die Schachweltmeisterschaft mußte das Spiel nach dem Zug als unentschieden abgebrochen wer den. Dr. A l j e ch i n und Dr. E u w e haben demnach je fünf Siege zu buche,' während fünf Spiele remis verliefen. Äbn Saud« Horemsfnmm nvolntnn L o n d o n, 7. November. Im Kreise de? Frauen d«s Araberkönigs Jbn Saud ist ein wahrer Aufruhr «ntstaMn, weil der üü^äh-rige Herrscher sich aufs neue verehelicht« und für seine 105. Gattin nicht »veniger als Rinder mehrere Hundert Kamele bezahlt hat. Dies ist der höchste Preis, der in Arabien je für «ine Frau gezahlt wurde. König Ibii Saud gelang eS nur mit der Drohung, dei? Aufruhr zu unterdrücken, daß er di« unzu' friedenen Frauen ihren Eltern zurückschik-ken werde, was die größte Schmach im Le» ben eines mohammedanischen Eheivcibes bc. deutet. Es stellte sich jedoch bald heraus, das? di« Eifersucht der !^r«msfrauen eigentlich gonz unbegründet war. Denn die neue Gattin, di« Tochter des gewaltigen Scheichs Nuof, steht Kreits in ehrwürdigein Alter Man betrachtet die Ehe als ein politisches und nicht als ein Liebesbündnis. Di« Li«b lingsfrau des Königs bleibt auch weiterhin die arm« Schöne aus Damaskus, die er 1997 geheiratet hat und die in seinem Harein ltäi^ig durch eine verdoppelte Wac^ b'' schützen läßt. MerNoardlae Domchte de« mMchea Ktinig« Der englifche König besitzt nach den Buchstaben des l^setzes ganz sonderbare Verrechte. Die ZiviMste, die ihm vom Parlament bewilligt wird, ist eigentlich nur ein Schadenersatz dafür, daß er von den Rechten. die ihm zustehen, keinen Gebranch macht. Und tatsächlich, «s würde in Eng land ein großes Durcheinander herrschen, liehe sich der König eines Tages einfallen, all das zu tun, was »hm das Gesetz und die Ueberlieferung erlauben. Dem jeweiligen englischen König gehört zum Beispiel der Londoner .^depart und d«r Kensington-Garten. Und ex hätte dos Recht dazu, diese beiden ParkS zu parzellieren. Nach einem uralten Gesetz gehi)rt auch der Ertrag aller Gold- und Silbergruben, die sich im Mutterland«, in Irland, Schottland ilnd den Dominien befinden, dem englischen König. Ein j^der Besitzer de> sogenannten „knight'S f««" soll jährlich zwti Wochen lang für den König arbeiten. Die'c Verpslichtung konnte aber auch durch oder Warenlieferung abgelöst werden. mußte z. B. ein jedes Schiff, das für England Wein geladen hat. zn:ei Fässer l>icr-von dem königlichen Hof ablicf«rii. Diese Form der Steuerzahlung ist natiirlich lxule schon in Vergessenheit geraten. E^nigc Steuerartcn aber, die keinen nl^i teriellen. sondern nur stimbolischen Werl haben, sind noch iiniiier in Uebung. So er- SamStafl, den 9. November ^VWriGlikD? Hkiwng" Mft^r M?. halt der König von seinem Schneider Jahr für Jahr eine rote >>010 ussd- iiine /ilbüpile N/ihnadcl. Weiter von elniqen G'utSbe'sitzern je ein Pnar weiße Tauben und ein Pfund Der englische König hätte auch das Anrecht auf alle i^rlorenen und wiedergefun-d zU'ar tagsiiber, diesen nicht faßbaren Feind aufzuspüren, bisher aber ohne sonderliche^^ Erfolg. Es scheint, das; meisten dieser Anqriffe siidliÄ) und westliÄ? vom '^!us'»t Ali angeseht worden sind, und die ^sonimaudost'ellen. behaupten^ daß recht er-hl'bliche italienis6)e Berluste eingetreten sein sollen. Man will auch wissen, daß italienische ^nfanterieabteilungen gezwungen^ worden seien, tiefer in die Ndalwuste westlich uon Naghera einzudringen. Tie 7>laliener können entweder versuchen, die Tl-lnatilstänune zu vertreiben, oder aber sie müssen trockene Landstrecken ausfindig niachen, wo sie rhre inechanisierten Btvett--träft/einsehen können. Diese Zweck scheint eine ^tavallerieunternehmung zu dienen, slber die vor eiUigen Taget? bsvichtet'würbe. Die"^/alienn diesen wichtigen Stützpunkt slir de.l Porinarsch in das ^u'nere AbessinienS steht nnmittelbax bevor. Berzweislungsla«ps d«s Majors Toselli. Das kloine Bergn«st Makale mit seinem alterti'dmlichen Fort hat schon mehrfach ln der abessinischen Kriogsgesch^te ein< wichtige Rolle gespielt, da es an der Karawanen-straße liegt, die von Norden nach Süden' unmittelbar ln das Herz AethiopienS fühxt. Ohne den Besitz der von Bergen umgebenen Hochebene von Makale ist ein Einbrnch in das abessiNische Alpenland nicht möglich. Aus diesem (Grunde hatte sich vor nun-ttiehr gera^ 40 Iahren, Ende l8SK, der ita lienische l^eneral A r l -m 0 n d i nach woch selvollen ^kämpfen in Mä^le festgesekt. Die Italiener, rechneten damals wie hnzte mit l'er Treulo^igteit abeDinischer Ltammeßfür-slen nnd standen in Be^indung mit Ras M a k 0 n n e n, dem Bater des jehig<>n Koi sers, und mit RaS M i k a e l, dem Bater i»es danmligen, später abgesehtsn Thronfolgers Das sollt« ihnen zum VerhSngviS nvrden. . . Arimondi. der die Gefahr weiteren Vor-marfj romantische An-tato an deui gewaltigen Felsonmässiv der über Meter hvhen Amba Älodschi vorbei Nack» Atsala fuhrt. Dort Erschließt sich' der Blick auf eine »veite .^^ock)ftAche, die von den schneegekrönten ab''ssinischen Alpen grob artig umgeben ist. Mai'or Toselli kam auch bis znr Amba Aladschi, schlängelte sich durch die Paßstraße nnd breitete sich in^ der sÜd« lich vor ihm lagernden Hochkl^e von Atsala aus, als er Plötzlich abessinischen Vorhuten gegenüberstand, di.' ansgerechnet von den beiden RaS geführt wurden, mit denen der hohe Boryvsetzte in gltien-Beziehungen zu stehen glaubte. ' - ' ^ Die braunen Soldaten hingeil an den Felsönhängen der-einzi^n auf die Ebelie fKhren^n Paßstraße uitd schössen in die wthrlos dahin marschierende Kolonile. Born packten sie zu gleicher Zeit in der Ebene zu, und da der Nücknx^^g abgeschnitten war, »var die Lage der Italiener völlig aussichtslos. Toselli blies wie dereinst Roland iin Tal von Ronceval mit Macht in die Tr^^mpeke, dannt Arimondi ihm zu Hilfe kanl, doch niemand hörte ihn, und ),erzweifelt kehrte der tapfere Offizier sich dem Feind noch eiil mal entgegen. Cr starb wie ein Rönler. Nur einige Fl-üchtlinge brachten die Schreckens-kunlde von der Amba Aladschi — e« tvar der 7. Dezember 1895 ^ nach Mafale. VMta«o »irb abgesch«ltt»«. Die italienische Heeresleitung wollte damals auch Vtakal« aufgeben, doch General Arimondi setzte sich zur Wehr und ließ, sich selbst zurückziehend, den Major G a l l i a-n 0 in dem Stützpunkt Makale zurück. Auch diesem Offizier wäre eS dort beinahe nicht besser ergangen als Toselli. Er lag in dein Felseimeft und nxirtetc ab, während die l>er-^»lrilckenden Abesfinier anfingen, ihm gewaltig zuzusetzen. Ihre lvebirgsgeschütze hatten die unangenehme Eigenschaft, daß sie weittragender als die italienischen waren. Die Franzosen l^attell kie ihnen goliefert, und Gallaiano kam überhaupt nicht zum Schuß. Außerdem schössen die Keinde mit italienischen Geschützen, die sie Toselli abgenommen hatten. So kanl Galliano bald in große Schwierigkeiten. Die boiden einzigen Quellen deS Forts lagen in einer nur durch eine Ver-s^'hanznng gedeckten Schlucht, sodaß die Feinde ihn« das Wasser abschneiden konnten. Doch die Italiener hielten sich trotz furchtbarster Leiden tapfer, wenn auch ihr Schicksal nicht aufzuhalten »r>ar. Am Anfang des Jahres I89si erschien nach einem Marsch vvn zivei Monaten auf der großen Karawanenstraße vo,l Schoa her der Kaiser Menelik mit seiner .'(viuptmacht und breitete in der Ebene von Makale sein unlibersehbares Kriegslager um das rote ^lt. das Wichen seiner kaiserlichen Würde, aus. GallianoS Tchicksal war besiegelt. Er kapitulierte mit Zustimmung seines obersten Heerführers l^eneral B a r a t i e r i. Italiener als lebende Gchich»ehr. Menelik aber zog weiter nach Norden auf der Straße, ailf der nunmehr die Italiener nach Süden vordringen. Gallianv mit der Besatzung von Makale mußte in der rechten Mar^otonne der A^estmier marschieren, wo er mit seinen Soldaten eine auszeichnete lebende Decku?»g gegen etwaige Flai'-kenangviffc des italienisei-sinischen Marschfront eiilgegliedcrt. -0 üb.',.' flÜgelte der Negus die italienische stellung und machte sie nx'rtlos. Adua fiel ihm als reife Frucht ohne.^ainpf zu. Nach Erfüllung ihrer strategischcn gäbe schickt^' Menelik den Mi^koniien, den Bater .^?atle Selasii?s, persönlich der Kolonne l^alliano -um itali.n'sche'! Ok»<'rb?f?hsshab?r, nm sie sicher abznliefcnl. Gefangen m»d erschossen. l^all!ai!o wnrde ntil Iub?l ^.iipsaii-gen und auf der Zlelle wcge>i der ti^'wieseikeil Tapferkeit zuln Obersten besörd.'rt. Ti^' Itter nlachten, al-S sie die .stunde dieser seli-samen Ereignisse erhi.'lten (^allialto und den unglücklichen Tos'.'lli zu ilirell den. Leider tomite sich der Held vcin Malaie dieser Aunst nicht lange erfreuen, den» nige Wock)«n später kanl er aus d<'r grosse?! Schlacht ^i Adua nicht zurück. In Ronl er zählte man sich, er »väre verwundet ili die Mndc des Negus gefallen nnd erschossen worden, weil die .^Kapitulation von Makcil.' ihn verpflichtet hatte, nicht "lelir g.'gen Alu'i sillien zu kämpfen. Wie es wirk-lich war, wei'', niemand. i. General Bodi verläßt Zagreb. Der Di- visioil-är Uild Platzkoinnrandant von Zagreb. General Michael Bodi, der betani.» 61 nach Beograd transferiert wurde, lmt sich bereits von Zagreb offiziell verabschiedet nnd verläßt nach vierjähriger Tätigkeit Zagreb am koinmenden Sonntag, uni in Veograd seinen neuen Posten einzunehnien. i. EPidemie« m b« Herzegowina. Wie der „Jutarnii list" aus Sarajevo kicrichtet. wird das Gespenst der .Hungersnot .n der Herzegowina immer größer. In vielen Dor fern find Epidemien ausgebrochen, so in Tri-novac, Muhala, Brdo, n>o Paratnpbu' herrscht. Die Krankheit ist nach eilieni Bericht des Dr. Marinovi^ auf .^^nnger znriick-zufithrcn. i. Furchtbares U»glüS bei Rova Pazovo. Der AI-jährige Landwirt Milorad S t a-j i Bater von vier ^i^ndern, snhv init Solv, Kaffee. Hirse. Vieh und Butter! Italienische Borfreude auf die/ wirtschaftliche Entwicklung AbessinienS / Stark? Betonung der zivttisatorischen Zukunftsaufgaben Gemde iveil i>n ersten .Monat des tgt-sächlichen jkriegszustandes die Italiener »n Abessinien weit weniger schnell, vorwärts gelangt sind, als sie auf Grund ihrer umfassenden sorgsanlsten Aorbereitvl^en erli^ofst linben, sind sie doppelt bestrebt, an dem, was sie erreicht haben, sich selbst, der unterworfenen '.L^^Slkevung Und der zuschauenden Welt einen Ben>ciS Hrer z.ivillsatorsschen Pflichta.usfajjvng^'uud ihrer Leistungsfähig-teit zu erbringe»», -'Äicht imr die itali««^ schen Zeltungeis,-spndern auch viele ausländische Berichter^atter, die in den^ bisherigen (Eroberungen lind annektierten Teilen der Provinz Mre sich umgesehen haben, ge ben unllier nncder ihren Erstauneil und ihrer Anerkennung ülier das rasche und gute Arbeits! der italienischen Verwaltung, ihrer Behandlutlg der Eingeborenen und vor allen, der systematischen Schnelligkeit und Nnstigteit itnübertrefslichen Straßenbanten Ausdruck. Man inuß dabei berücksichtigen, daß außer den eigentli6)en Truppen zurzeit in Ostasrita an (ZN.sttw italienische Arbeiter am Werke siild, nnd sich erinnern, daß wäh-rend des ganzen letzten Iialben IahrhnndertS alle schwierigen Straßen- und Tutlnelbau, tcn saft immer von italienischen Arbeits- kräften ausgeführt worden sind, eiitfach, weil sie an Brauchbarkeit alle ani^ren übertrafen. Aber inan will nicht nur siö) und der Welt die eigene LetstungSlraft bezeugen, son dern will denl tapferen, opferwilligen, letzt natürlich i,» äußerster Cpannuyg die weitere Entwicklung verfolgenden eigjenen Volke einen inöglichst sinnfälligen Beweis erbringen. daß alle diese Opfer und Anstrengungen sich schon in absehbarer Zeit als lohnend erweisen werdeit. In dieser Absicht veröffentlichen die italienischen Blät'ter Ichon seit einer Woche Nachrichten über G 0 l d f u n-de und,bereits in Betri«^ gesetzte Goldwäschereien und -schürfmlgey innerhalb des besetzten Gebietes. Gleichzeitig wird hinzugefügt, daß goldhaltige Bäche und Schlamm-forMtionen innerl)alb der ganzen Provinzen Tigre und Godscham zu sinden seien, die die nächste Etappe auf dem italienischen Bormarsch bilden »verden. Bisher hatten wohl einzeln« europäische Rei,sende von größeren Goldschätzen in dem geheimnisvollen Land des Negus erzählt, zu lvelchenr Schlüsse sie besoliders durch großzü gjge Geschenke der verschiedeneil Kaiser und RaS gelangt warsn, die lmlner dabei be- tonte il, daß dieses wunderbare reine Gold aus a>bessinischem Boden gewonnen sei. Im ganzen aber bestand die Politik der regie-rendeil Schichten gerade darin, mißtrauisch das Geheimnis zu wahren, von dem die brei te Masse deS Volkes sowieso ausgeschlossen blieb. Wenn jetzt die Italiener aus jede Weise bemüht siUd, ein vertrauensvolles Verhältnis zu t^n Eiilwohnerll in ihrem Machtbereich herzustellen, so auch deswegen, um durch sie all den gemutmaßten Reichtü-merll des Landes besser auf die Spur zu lomnien. Diesem Ztveckeil dient nicht nur eine an und sür sich den italienisckM Sol-dateil lvillkommene Belebung des lokalen Kleinhandels, Eier, Fleisch usw., wobei st-reng darauf gehalten wird, daß die Offi-ziere und. Mannschaften angemessene Bezahlung leisten, son^rn auch die Verausgabung größerer Mengen von Maria-Theresia-Ta-ler, die ja jetzt direkt in italienischer Regie in Wien geprägt werden und die zweifellos eine sehr wirtsame Waffe für die fri^-liche Durcj^ringung des Landes darstellen. Fast täglich wird in verschiedenen formen auch in den Zeitungen auseinandergesetzt, daß bereits von italienischen Behörden alles in die Wege geleitet wurde, um in absehbarer Zukunft die vorhandenen Handelsmöglich« keiten der neuen Kolonie für alle Teile fruchtbar zu entwickeln. Man betont die vor zügliche Oualidät de^ Kaffees, von dem wegen der Verkehrsschwierigfeiten und des B«r kehrswiderstandes cknzelner lokaler Machthaber nur ganz kleine Mengen besonders nach dein Sudan hw ausgesührt werden konn ten. Dasselbe gilt für gewisse Gewürz- und Pfeffer gewächse, die int ganzen tropischen Afrika und Asie,i sehr begehrt sind, bisher nur in kleinen Mengen über das Meer^ nach Arabien ausgeführt wurden. Der Anbau von Korn und Äirrahirse, von denen schon bisher jährlich etwa 2ttf».00s> ^^entnev nach Erithräa gebracht iverden, könnte nach dem Urteil der Sachverstmchiger sehr erweitert werden. Noch wichtiger auch für das Mutterland, besonders Süditalien, dürfte aber eine rationelle Viehzucht werd<'n. ^nn: Beispiel bringen die erwähnten besetzten biete sehr viel Butter l>ervor, die aber fiiv Eßzwecke meist völlig unbrauchbar, n>eil ran zig oder sonst verschmutzt ist und zum 5chan der aller Europäer fast ganz als 5?ant- und Haarfettmittel verwandt wird. (?ine Snste-matisierung gerade der Butter- und waliv-scheinlich auch Käseherstellung würde in Neapel und Sizilien, wo Butter immer noch zn den Delikatessen, gehört, die aus den nördli chen Teilen des Landes herbeigebracht wird, sicherlich sehr begrüßt ivevden. Im Zusammenhang mit diesen bewus^r optimistischen. St^lderungen und Voraussagen wird natürlich auch in italienischen Giättern auf die Gewinne hingewiesen, die aus einem gewissen SpezialHandel, etiva nrit Elfenbein, Ölhäuten und ähnlichen Werten des tropischen Ändes gezogen werden können. Die „Gazzeta del Popolo" erwähnt schließlich noch die Möglichkeit eines systelna-tischen Tlnbaues von gewissen Oel,salatpflan-zen, die besonders in anderen Teilen Afrikas «inen großen Absatz finden würden, Mes in allem genommen sucht inan also der 4tb«ssinischen Unternehmung Italiens möglichst den Charakter des Willkürlichen oder Abenteuerlichen zu nehtnen und d^^für Äe sofort zivilisatorischen Leiswngen nicht nur zum Nutzen Italiens, soni«rn auch de^ii abessinischen Laiides selbst hervorzuheben. MaMorer Zettung" 3t»mmer Skb. LamStag, de» S. November lVSü seine,« Wagen, «uf dem er drei Mastschwe»- ne ausgeladen hatte, über die Bahnübersetzung. Im nächsten Moment brauste der Zagreber Personenzug aus der Richtunz Bataj-nlca heran und erfaßte den Aaz-^n. ZtaZiL, die Pferde und Schweine wurden zu einen? einzigen Fleischklumpen zerrissen. i Feierliche Sri>ffmmg der Pa«S«v«er Brücke. ?lm Samstag, den 9 d. wird die „»töniq Peter lI."-Brücke Mischen Beograd und Panö^'vo feierlich eröffnet werden. Zu i^lücher Zeit^ wird auch die neue Bahns^ecke, Äic über dies« Brücke führt, dem Verkehr iibcrst'ben. Äe Zeremonie des Durchschnei, d.'ns des symbolischen Bandes wird 2. kgl. 5^oheit Prinzregent Paul übernehmen. i. Nach 2V Jahren au» Rußland heimgekehrt. Im Jahre 1914 zog der Bauernsohn Michael B a r 8 ' e «als Infanterist des 53. Iiif.-Rts. Zagreb in den Krieg gegen Ruß-land, wo cr als Wjähriger Mann gefangen genonimen wurde. Er liest die Frau mit einem' W Monate alten KnMcin zurück. Nach einer langen, schrecklichen Odyssee kehrte der Mann dieser Tage zurück. Jnzwis:^n wurde er amtlich auch für tot erklärt. Seine ??rau lebt in Zagreb. MeswSka ul. 15. sein Sohn ist heute als Soldat auf Urlaub. Die ?^rau erkannte ihren Man nicht mehr, eben« lowenig die Brüder, nur der Vater ernannte den Sehn ... In Rußland, erklärte er fournalisten gegenüber, gel>e «'s nur Kommunisten gut. alle andev^'n l?ben in größtem Elend. lu. Todesfall. In Kamnik ist der dortige langjährige Gemeindesekretär Jofef Stele im ?Üter von 75 Jahren gestorben. lli. vhrenbtirger. Die vor einigen Tagen gebrachte Meldung, daß die Gemeinde TrZ'ö den früheren Vizebanus Dr. Pirkmajer imd der Bezirkshauptmann Dr. S u 8 zu Ehrenbürgern ernannt hat, ist dahin richtigzustellen, izaß es sich nicht um TrZiL, sondern um T r i s ö e bei Kr8ko handelt. in. ?»us dem Gerichtsdienst. Zu Richtern des Appellationsgerichtshofes w Lsnbliana n'urden die dortigen Kreis« bzw. BezirkS-gcrichtsrichter Dr. Jakob Peternel und Dr. Andreas D o l in ar ernannt. Ter-seht wlkrdcn die BezirkSgerZchtrichter Ignaz T ra tn I k von Grocka nach Radovljica nnd L?eoposd m a j d von Radovljictt zum .llslV'sgencht in Ljubljana. lu. Das Bahnhof-Postamt m Ljubljana lvurde in letzter Zeit vergrößert und moder« nisiert. Ab Montag wird.daS Postamt für das Publikum in den neuen Räumen zu- s!'.''Ntilich sein. lu. Sanierung der Straßenbahn. Die s5l>!trischt! StrasMbllbn in Ljubl't:«« weist für dn? vergangene Jahr einen Verlu't von rund Dinar aus. Die Unterneh» niung, in der die Stadtgemeinde gegenwär-! tig zwei Drittel und die ^irma Siemens! ein Drittel Aktien beisitzt, soll im Sinne et-ncs diesbezüglichen Beschlusses des Stadt-' ratin,sschusses in de? Weise saniert werden, daß die (^^emeinde die Remise um den Schcitz-ivert von 80tt.(XX) Dinar übernimmt. Die Jahresannuitäten für die Gemeinde im Be-trNiie von 1,171.l)M Dinar, die im städtischen Voranschlag ohnehin nicht enthalten sind, werden erlassen. Der Straßenbahn wird emc Vergütung von 'IW.VOY Dinar für ^>flasteiungen in der Stadt zucriannt. Tchliesjlich werden die Verbindlichkeiten der .^leintmhn gegenüber der Stadtgemeinde in der Höhe von 20 Millionen Dinar m ein Aktlcnkapiial umgewandelt. Die Firma Sie» inenS senkt den Zinsfuß für die ihr von der Nliternehmung geschuldeten 12 Millionen D'.nar von 10 auf 5 Prozent, wodurch ein« Ersparnis von KVV.VOV Dinar lährlich erzielt wi.d. Nach Durchführung dieses Sanie-rungs^rogrammH wird die Stadtgemeind« fast alleinige Besitzerin der Straßenbahn werden. b. Von l.»n«vn5elie!«lt's »ensllsk ^ontklv ^»«szeine« 2ur pklexe und fSr-ljerun»? ensliscker 3pract:kenntm88e ist Flieden c1a5 3. (t^civember-)tleft ersckie-i^en. ^ucii äer öieser l^ummer brinxt viele interessante 1'exte aus 5.' »71^9 S0?27 547S4 58394 58771 85IS5 Via 1000 SZ41 1314A 1.V?Y l71ti5 lftf.54 20S20 2ZK68 2Z781 2SS5Z ZZ775 Z5bk9 4Zlk7 54.?0? 68V46 72Z76 72^14 7292? 79451 V226Z. 2. I^a«. via 20l.00« 4050«' via 80.000 7S0SZ via 10.000 4«0 2S844 via «000 3104 1S452 55ZZS 65851 "^0235 via 3000 9777 1247S 37?9» 45599 53689 54703 li8I71 78125 83S43 97278 via 1000 1224S I245S 20020 4288.', 75851 81889 87051 98504 99v?l». (Odae QevSdr.) SevoNm>edt>«te Verle»ut»»t«!Ie cler Sisstl. i(1»»sen!otter!e S>alri»ied>lt kaiiiak. lv^arl-dor. tZo«i»o»Ila ZS. kdeaäort Xsut unä Vvrksuk von Vslutoa unä >Vertp»pleren l-o«-Kontrolle. l^omdsrälkesedSitV unä /^nnsbm» voa Linlseen »ui laukenäe I^ecdnun« de! V?s?!n^ttne eiür Sie uns aniahlicii üea sckuieren Zcliiekaalsscklaqes 2^^ ^ qekommerien z:aMl'e!cden Leu/eise uiarmep ^nteilriakme. souiie für üle überaus zalilreicke Leteittgung am l«eickeri-begängnisae Sankim tlefgeroiirt n- k^Omilien' Ziegel» k'uiok. Lnak t SamStaq, den 9. November lSSb » Der Fall Fuiljan Stellungnahme des Künstlerklubs Gestern fand der erste DiskussionSabend des Mariborer Künstlerklubs statt. Rudolf G o-l o uH hätte ilbcr die Krisenerscheinungen und Strömungen in der flowenisc^n Literatur spreche« sollen. Als moralisch kompetentes Forum befaßte sich aber der Klub unter dem Boiisitz des Schrlftstellers Ivo Sorlimit dem Tlvll F u r t j a n im hie-sigen Theater. An der bewegten, l«doch sachlichen D^kusptm ^hmen mehrere Mit« glioder reg>m >H»Hl.^ HMeßkch gelangte der Klub Ygchstehenl^n Entschlie- ßung: . „1. Der iliinstlervitd in Matibor verm« teilt die ^dlungSweise des Herrn M. F n-r i j a n, der ans Protest gegen die Vlbleh» nnng einer Gagenerhö^g am Sonntag, den 3. d. in der Anfsührnng des „Tartuffe" nicht mitwirkte, weshalb die «onfequmzen, die der Jnteitdant ^er Dr. Brenöiö zog, verstündlich find. 2. Die Oeffentlichkeit miige berücksichtige«, daft die kürzltchen Vorgänge im Theater ebenfalls mit der schweren materiellen Lage des Theaters zusammenhängen. Aus dies«« Grunde sind die d° stalten. Alle .^lturvereine, die der .,Pro-fve'na zveza" als MitgNcder angehören, begehen den ChristuS-König-Feiertag und den und Metl>odtag alS Boreinsfesttag. Die Bühnen am flachen Lande dürfen nur solche Stücke zur Austahrung bri^y, die auch in velig'öser und moralischer H'nsicht eriies.nischen Charakter besitzen. Mltgli^r der dem Verband angogliÄ»erten Vereins können nur präkt'ische Katholiken seln, die U'.ll: religiö'sen Pflichten genau erfüllen. Im weiteren Verlaufe der Generalver-sainmlung wurde dre neue Leitung gewThlt. Zum Präses wurde abermals der langsäh-rige verdienstvoll-.' Borsitzende Herr Doktor Ir>»es Hehnjec gewählt. Ausschußmitglieder sind die Herren Profefsor Dr. I e-r a j, Redakteur Jng. Muri, Direktor II ses Stabes, Katechet Dr. M e 8 ? o, Professor Dr. S u 8 n i k, Profefsor S e k o-lec, MaleiiL und G e r a t i L. Im Ansc^.luß an die Generalversammlung der „Prosvetnü zveqa^ hielt die Ler-tung der I n n g m ä n n e r a u s s ch ü s-s e eine Sitzung ab. Es wurde daS ArbeitS-prograinln ^l'stgelegt. das die Betätigung der Jünglinge in kultur-erzieherischer, religiöser, arganlsatorischer und sportlicher Mch-tun? vo^eht- Die Leitung bilden die Herren Profefsl-U^Dv/ J e r a Katechet Dok-tor M e 8 k o, NÄ»Äte»r Jng. M u r i. Professor T e k o l e e und Gerat iL. m. Todesßäll: Im hohen Alter von 76 Iahren ist heut« vormittags Frau Anna Gert geb. Merwein gestorben. Die Verblichene. die Mutter des bekannten Mariborer LebzelterS Ernst Gert, erfreute sich allgemeiner Wertschätzung. Friede ihrer Asche! Der schweraetrosfenen s^k^ilie unser innigstes Beileid! m. EvangelifcheS. Sonntag, den 10. d. um 10 Uhr vormittags wird in der Christus tirche ein Gemeindegottesdienst stattfinden. Anschließend daran um II Uhr sammelt sich die Schuljugend zum Kindergottesdienst. Um 14 Uhr predigt Senior Bnron in Kt. Ilj. Jeden Montag und Donnerstag abends um 8 Uhr sinden im evangcli.sch»:n Pfarrhaus, Trubarjeva ulica 1, Sprechstlinden sitr die WeihnachtSbescherung statt, zu welchen alle evang. Frauen, und erwachsene Mädchen herzlich eingeladen sind. m Rachruf fiir Frl. Maria Fontaua. Uird wieder läuten die Glocken_die Totenglocken unserer Stadt. Diesmal gelton si^: Dir, vielgeliebte einstige Lehrerin. Dir sage ich im Namen aller meiner einstigen Mit-s6>üll'rlnnen Dank für all Deine Mühe und Plage. Du Haft aus uns rechtschaffene Menschen gemacht. Wir legen Dir im Geiste einen Kranz lwn Liebe, Wchniut und Dank^ barkeit auf Dein<' Grabstätte und werden Dich in stetem Erinnern behalten. S. m. Unsere Harmonikaspieler nach der Tschechoflowakei und Wien. D«r wiederholt erfolggekrönte Chor der kleinen Harmonikaspieler der „.^annonija" wird in Mrze eins Konzerttournee durch die Tschcchosloivakel absolvieren und bei dieser (^legenheit auch einer Einladung filr einen Auftritt in Wien ^olge leisten. Die bisherigen schSne« Erfolge des Chores bürgen für eine würdige Repräsentation des jugoslawischen Volksliedes im Ausland. m. Gtromnnterbrechnng. Sonntag, den 10. d. wird das Kraftwerk Fala von 7 bis 8 Uhr die Belieferung der Stadt MlNibor und Umgebung mit elektrischem S:ron» unterbrechen. m. VolkSnniversität. Heute. Freitag, den 8. d. um 30 Uhr spricht Herr Dr. Arnold Kustos des Botanischen Gartens der Zagreber Universität, über die französischen Gärten. Die Ausführungen werden von Lichtbildern begleitet sein. ,n. Das Reisebüro „Putnik^^ veranstaltet bekanntlich anläßlich der Internationalen Kochkunstausstellung in Wien am 14. d. dort hin einen viertägigen Autocarausslug. Fahr preis pro Person samt Bisumbesk^ffung ??0 Dinar, — Die Reisenden nach Deutschland werden darauf aufmerksam gemacht, dak die Negistermark. deren Kurs yegenwSr tig 1 ci.IV Dinar betrat, schon vier bis fünf Tags vor Reiscantritt im Reiseböro „Put-nik" gegen Vorlage des Reisepasses und der ^teilerkestätigung beschafft werden können. Es dürfen höchstens 700 Rsgistermark mrt-yenommen merdm. m. Die traditionelle Marttniseier in d« „Mariborska koSa", die allWrlich nnsere Bergfrelmdc letzten Rendezvous vor dem Einzug des Ninters am Bachern vereinigt, findet morgen, SaknStvg ab^S statt Auch diesmal bereitet die Alpenveretnsfi-liale und seMverständlich auch die freur^^-liche Hüttenwirtin l'erschiedene UeKerraschun gen vvr, so daß mail in jeder Hinsicht angenehm überrascht sein wird. m. Ein jugendlicher Ausreisser remMig zurückgekehrt. Der kaum I5-jähnge GaSko S., der schon vor zwei Monaten spurlos verschwunden war, ist gesteni barfuß und init völlig zerfetzten Kleidern heimgekehrt. Erst als er sich anständig angegessen hatte, er^U)I- ln. Große Borteile bieicn die Monatskarten des Städtische?« Antobusuerkehrs. Der Preis derselben beträgt für alle Linien l00, für einzelne Linien 75 und für Schüler .'»O Dinar. Genaue Inforinationen erteilt die Leitung des Autobusnerkehrs am .^'^aupt-platz, Telephon 2275», wo auch die Monats« karten erhältlich sind. ni. Ein neuer Einbrecherschreck inacht in letzter Zeit Hab und Gut in der Umg'oiing von Koniite unsicher. Die -Gendarmerie glaub! .es mit dem erst kürzlich kntlasseii 'n Fraiiz is; inml ihn ins Spital liberfiihren mußte. Der ,^nnschenfall wird nun noch ein gerichtliches ?ka6>spiel haben. IsM fM Wll!l ii U «z »NM füM oil^ Sfiiitten ^ ein« ^»pifin-vor ^5k'IKIdl >«» » I«» «Ui -» >» V» l« Nationaitbealer i« Mar^bor Repertoire: Freitag, 8. November: Geschlossen. Samsti-g, Nouenibcr um 20 Uhr: „Polenblut". Zun, ersten Mal. Gastspiald darauf seinen schweren Verlehnngen. Er hinterläs^t außer der Witwe zwei unversorgte Kinder. m. Zwei Opfer unvorsichtiger Radfahrer. Am Kralja Petra trg wurde gestern die Friseurin Wilina Horvat von cinm Radfah rcr niedergestoßen, wobei sie empfindliche Verletzungen am rechten Unterschenkel erlitt. In der Pobre^ka cesta wurde die neunjährige Marie LovrenLiL von einem anderen Radfahrer nmgevannt. Das Mädchen trug hiebei Verletzungen an beiden Füßen davon. m. Fahrraddiedstal^. Dem Kaufmann An drsns Kalan kam gestern in der .Koro-i-ka cesta ein Fahrrad, Eoident.nnmmer 0005. abhanden. Es ^ndelt sich nm ein Puchrad im Werte von lü00 Dinar. m. Unfall. Dem in einer hiesigen Tertil-fabrik beschäftigten Eisendreher Vladimir Seifert prallte während der '.'lrbeit ein Stück Eisen ab und verletzte ihn schiver am Kopfe. Seifert wurde ins KrankeichauS über führt. IN. Beim Gläschen Wein beraubt. Der »iriegSinvalide ^raiiz D o m a n j k o aus Sv. Troiiea hatte gestern in der Stadt etwas zu besorgen, woraus er sich mit einer Frau in ein Gastlokal begab. Beim Abschied be--merkte der Mann, daß mit dem Mib auch seine ganze Barschaft in der Hi>he von 40V Dinar verschwunden war. m. Razzia auf Fahrraddiebe. AngGchts der immer mehr überhand nehmenden Fahr raddiebstäihle veranstaltete gestern die Polizei eine fj^ltche Razzia auf Fahrraddiebe. Jeder zweifelhafte Radfahrer wurde angehalten und mußte sich legitimieren. Hiebei »vurde auch jenen Radfahrern ein besonderes Augenmerk zugewandt, die auf Gehsteigen oder am Abend ohne Licht herangefahren kamen. Insgesamt nmrde ivegen solcher Uebertritte gegen 20 Radfahrer die Anzeige erstattet. m. Offene Stellen. Die Nationalbank ilimnit 10 Beamtenpraktikanten auf, wovon mindest^us 5 die Fakultätsprüfung auftvei-seii müssen. Die Interessenten dürf<'n das 30. L^'l'ensiahr nicht überstiegen haben und müs-scn sick) einer AufnahnicPrüsung unterziehen Die Gc''uch.' sind bi..-' lZ. Dezeiuber elN',uiei-ch'n. — Bei der l^>mcindc KrKko ist eine Veamtenstelse zu besetzen, bis d — Tie Genieindc .''i Uilterbeanlten- nnd zir>ci Dienerstcllen. fi'ir die als Vortnldung mindestens zwei ?)!'tlel-fchnlklassen bzw. die Volksschule nötig sind Gesuche bis 20. d. m. 2SV Krautköpse gestohlen. Di? k^aft ivirtin Marie L orbe r Mir g.'stcrn in In !i>enig überrascht, als sie die Änmmer. in d^'r sie erst kürzlich 2A) !>lrautföpf-.' -anfl'es'.apelt hatte, leer vorfand. Die Polizei hat 'osorl Erl)ebungen eingeleitet und damit iin Zn» sammenhang einen Mann fe>lgene!n:nel-.. m. Fälligkeit einiger Steuern. Am 17?. d läuft die ärszcrste Frist für die (^ntrl6>tun!^ der letzten Huarialsrate dcr fälligen Gebäude-, Erwerbs-, Umsatz-, Luru?-. Renten- u. Gesel!schaftssteuer sowie der Militärtare ab. D^e zweite Halbjahrsrate der Boden't-.'uev 'st bereits am I. d.' fällig geworden. Di.' Steuerpflichtigen werden eingeladen, d e fälligen Steuern unverzi'iglich zu erlegen, widrigenfalls dioselben im Erekutionswejic' eingetrieben werden. * Hotel „Orel". Iedeli Samstag. 5oiinla^i, u. Feiertag Konzert. Anerkannt gute Küche, Svezialmenns. heisch, und ^isä^'pezialitä ten, HausselchnTürste. (5rstttasftge Ieruz^Uz'-mer- und Dalmatiner-Weine. Im soal Schankpreife. lNsi; * Im Gasthaus Krempl in Radvanje Samstag und Sonntag Brat-. Lsber- und Blutivurstschmaus. 11 m. Wetterbericht vom 8. Novemb''r. 8 UIn' Felichtigfeitsmesser 8, Barometerstand 712. Teinperatur 8. Windrichtung S??. Bewölkung teilweise, Niederschlag — m. Wieder hinter Schloß und Riegel fe-steckt wurde gestern der erst kürzlich aus d^r Haft entlassene Franz P e 8 e c. Pe^ee, der schon mehrere Missetaten am Ge^vissen hal. verüVte gestern wieder einen Einbruch iii Studenci. wobei er dem Fleischhauer ?vranz Gobee einen Winterrock und einen Geld betrag von ISl) Dinar entn>endetc. * Einen Martiniabend veranstaltet der Sängerchor der „Drava" Samstag ini Gasi-haus Grmek in Studenei. * Sonntag, den 10. Nolvniber im Gasthaus Schlauer in Radvanje Martiniseier. .Heimische Brat- und Leberwürste. 11758 * Knnko, Radvanje. Samstag und Sonntag ^>.'el'erw.'.rstc. Äniitag 'Iiartiniganserl, Prima We.ne. ApotWmnachwienV Samstag: Maver und AilbaneZe. >F^riboker Zeriung" Nummer AK. Zamstvg, V. November 193^ Die WeltwarmmSr»«? Die Preisentwicklung auf jxn Weltivaren« inärkten unterlag k, der abgelaufenen Wo« er'kehren, doch verstimmt später wieder die enttau-Ichendc Expprtnachfrqge.. Die kontinentalen Märkte uut Liverpool an der Spitze schwäch ten sich iin Zusammenhang mit der etwas besseren Stimmung in Genf vor-übergehend ab, t»o traten gegen WochenMus; die Käufer wieder stärker auf den Plan. Ausgespro^n fest veranlagt war auch in der abgelaufenen Woche ägyptische Flocke, und zivar insbesondere Eakellgridis in Liverpool. G e t reid e: Die Unsicherheit der Mei--.;eupo1itik der neuen kanadischen Regierung lSste im B?rcine mit besseren Wttternach-richten aus Argentinien und ?lnstralien einen schärferen Preiörülkgaug auf den Weizenmärkten aus doch zeigten Handels-und KoinlinissionHäuser sowie Mi'chleii bei billigen Notizen vermehrtes Kausintevesse, da die Weltweizenstatistik als haussesreund-Uch bezeichnet wiri». Bei Wochenschlnsj lagen die Preise aber immer noch unter denen der Borwoche. ^ Einige Anregung bot die Schätzung ilber die C'rNte im Fernen Ostcn.^ Der Weizenertrag in China, Japan und Mandschiukuo wird auf 7!)9 Millionen Pu-shels gegen 91? Millionen im Vorjahre geschätzt;.den größten Ausfall erlitt Lhiiia nlit einer Ernte von 7S0 Millionen Busheis gegen 840 Millionen in» Borjahr. Z u ck e r: Auf den Zuckermärkten blieb das Angebot klein, während die Kauflust anhielt' die Folge war ein n>eiteres An« zie^n der Preise. Die günstige Emwlcklung der Weltzuckerstatistik macht weitere Fortschritte. Kaffee: Mangels nennenswerter Anregung aus Brasilien l>erkehrteu die Märkte in der abgelaufenen Woche in vorwiegend ruhiger Haltung. Käufe, die uian Europa zuschreibt, boten den Preisen eine Ätii'^e. Kautschuk: T>e Borhandlungen d«?r holländisch-indischen Ztegierun, über den Ankauf von Ausfuhrlizenzen fiir L0.V00 Tonnen jkautschuk sollen bereits erfolgreich abgeschlossen worden sein. Diese Nachricht, sowie die Tatsache, daß die Exporttaxen innerhalb eines Monats zum fitnften Male, und zwar auf 26 Cents Per Kilozramni er-höht wurden, ließen die Märkte in fester .Haltung verkehren. Ter außerordentlich gu-tc: Beschäftigungsgrad der amerikanischen Automobilindusttie fand ebenfalls Boach-wng. Metalle: Der Preisbesserungsprozeß auf dem Kupfermarkte machte Fortschritte; die gespannte Politische Lage in Europa, die in deu Rüstungsprogrammen verschiedemr Länder ihren WiderlM findet, der anhaltend gute Konsunl IN Amerika und die günstige Entwicklung der statistischen Lage wirk-ten auf die Kursgcstaltung. — Zinn lag ruhig; die Erhöhung .der Produkti^ittsguote von 70 auf 80 Prozent, rückwirkend vom 1. Oktober, läßt eine Erleichterung dcr durch die Vorräteverknappung geschaffenen Lage erwarten. — Blei tendierte etwas schwächer, da nach den umfangreichen Deckungen der letzten Wochen eine Pause in der Nachfrage eingetreten ist. — Zink verkehrte in färb-loser Tendenz. — Silber gab in London im Preise etwas nach, während die Notie-rung in Newyork seit Monaten unverändert 65 drei Achtel lautet. ErvWer Vervnemmlevr auf den Bahnen «in Einführung der neuen Tarife. der ersten .'i)älftc dieses Jahres beförderten die jugoslawischen Staatseiscnbah-nen I6,07tj.1!j7 Personen, gegenüber !4 Millionen 1W.92<>5 Personen in der ersten .'Hälfte des Jahres IW-i. Dies belv Per-.sone.u, l;,944.s)j>tt Personen, 1^4 9 Millionen vom 1. März bis zum :'0 Inn-, aber, a'sZt) seit Inkrafttri^ten dsS neuen Personentarifs, i2,0v7.W7 Personen, was einer Steigerung von l8 Prozent gleichkommt. Interessant ist auch ein Vergleich des Er-liises des Personenverkehrs. So beilegen die Einnahmen der Eisenbahnen ödn?^ Personenverkehr vom I. März bis Ende 1931 240 Millivilen Dinar, in derselben Zeitspanne 1932 179 MiNioiien, 1v.?3 17« Millionen, tM4 183 Millionen Dinar, 193t; aber nur 163 Wllionen Dinar. Die Einnahmen sind also trotz der erhöhten Frequenz ge^sunken, well die Steigerung des Verkehrs das Masz der Preisherabsetzung sdlirchschnittlich .W Prozent) nicht erreicht hat. Der durchschnittliche Preis einer Fahrkarte betrug 1931 !7.W Dinar,. 1932 17.80 Dinar, 19.'j3 18.S0 Dinar, 1934 19.20 Dinar, 1965 aber nur mehr 14.30 Dinar. Die geringen Einkünfte werden daraus zu-ri'lckgefiihrt, daß bei uus bei zahlreichen An» lassen ^hrpreisermäßiguiigen gewährt werden, sodaß es viele Reisende gibt, die nie den vollen Fahrpreis bezahlen und inlmer irgendivelche Ernn'chignngen anszunützen (^legenheit haben. Weiin uian alle gegenwärtig iiblichen Fahrpreisermäßigungen abschaffen wollte, sodaß jeder Reisend« eine volle Fahrkarte bezahlen müßte, könnte die Eisenbahn ihren Personentarif um weitere SO Prozent herabsetzen, ohne daß dadurch die Gesamteinkünfte der Eisenbahnen etwas leiden würden. Bvrfmherlchte L j u b l i a n a. 7. November. Devisen: 17ÜS.06 bis 1769.95, Zürich 1424^ bis 1431.29, London 214.91 bis 220.97, Newyork Scheck 4.^^.72 bis 4362.04, Paris 288.5Y bis 2SY.03, Prag 181.12 bis 182.2?, Triest 3ö4.67 bis 3k'>7.7ü; österr. Schilling 8.00 bis 8.70. si . Zagreb.?. November. EtaatSwerte: Kriegsschaden 351 bis 3üü, 7?S JnvestitionS anleihe 74 bis 76, 6?ö Begluk 50 bis K1.Ü0, 7?j^ Blair 08 bis 69.50. Blair 78 bis 79, 7?/, Stabilisationsanleihe 7v bis 78.72, Mrar^nk 227—0; KompeniattonSlire 296.07.- Hlmarfitzung der WlttstdaMkammer Unter dem Borsitz des Präsidenten I e-la ei n fand Donnerstag in Liubljana cine Plenarsitzung der dortigen Kummer für .Haiidel, Gewerbe und Industrie statt, in welcl^r eine Reihe vyn aktnellen Fragen erledigt wurde. Zunächst wurde der Boranschlag iiir das Jahr 1936 angenommen, dessen Ein nahmen 3,A16.000 und Ausgaben 3,2W.000 ausmachen. Die Bedeckung bleibt unverändert nnd beträgt 8°/v der Grnnderwerbs- n. 0»esellschaftssleucr. Kammerpräfident Ielaein erstattete sodaml einen ausführlichen Bericht iiber die W i r t s cha f t s l a ge S l o w e-niens im vergangenen Vierteljahr, wobei er insbesondere die Schwierigkeiten bei der Holzansfuhr hervorhob. Die Privat-wirtschast kavn sich schon deshalb nicht recht entwickeln, weil ihr seitens der staatlichen Untdrnehmungei» ein starker Konkurrent erwachsen' ist. vor allem im .Holz-, Montan, n. Hüttenfach. Ein weiterer Uebelstand ist die schtvierige Abwicklung des GlearingverkehrS. Die Bahnverwaltung übernimmt immer ge ringere .Eohlenmengen in Slowenien, wodurch hier die Arbeitslosigkeit ivächst. In der Frage der öffentttchen Arbeiten wurden versc^edene Schritte nnternommen, so vor allein hinsichtlich der Verbindung des Dran banatS mit der Adria. ES wird nötig sein, die Eisenbahnen in Slowenien herzurichten, den Wagenpark zu erneuern und zu vergrößern, die Bahnhi)fe zu vergrößern und die Fahrgeschwindigkeit der Züge zu erhöhen. Äe Wirtschaftskrise spiegelt sich im Rückgang der .<^ndelZ- und gewerblichen Betriebe wider, aber aucl> im Rückgaiig der bei diesen Betrieben lvschäftigteil Personen und in der i.'ohli- bzw. (^.haltöschrumpfnng. Redner befaßte sich dann init verschiedenen Steuerfragc^n ilnd sprach über den Schuh de? Banerirstandcs und der Goldinstitnte. Es folgten die Berichte einzelner Aus-schüsie, wobei eine Reihe von Minschen und Beschwerden vorgebracht wurse, die an zuständigen Stellen unterbreitet n>erden. Im Laufe der Tagung wurde der Borsitzende JelaiZin geehrt, der bereits zehn Jakjre die Stelle eines ^mmerpräsidenten zur vollsten Zufriedenheit der .Mmmerräte bekleidet. X Oeperrejchische Fettzollermnßigung. Die österreichische Negierung hat den Zoll auf Schweinefett nnd Speck von 30 anf 10 Goldkronen pro 100 kg gesenkt. X Deutsche Ochweinekäuse in Ungarn. Im Sinne der neuen Handelsabntachungen hat Ungarn die Verpflichtung nbernomnwi;, bis I. Februar Deutschland nieitere 4O.OOO Fleischschweine zu liefern. Außerdem n,erden grö^re Mengen Fett und Speck geliefert werden. X Wiener Schweinemarlt. Au' d<'n l-.ch ten Markt wurden in Wien.Sl. Marr 11..^73 Schweine zugeführt, davon 25»')8 anZ Jugoslawien. Es notierten Mastichnieinc' 1.54—1.60, englische gekreuzte 1.ö.'>—l.OO, rumänisckie Banater 1.55—1.65, Baueru-schweine 1.47-^1.02. alte gemästet.' 130.^ 1.35, Fleischschweine 1.5)0^-1,75 Schillini pro K'ilo Lebendgewicbt. Sa«sk»g, 9. Rovemb-r. Lsubljana12 Sckialliplatten. I''' Funkovchester. 18.40 Bortrag. 19 Nachrichten. 20 Bunter Abend. 22 Nachrichten .>2.1.'^! Funlkorchester. — Be 0 grad 1 !^nnlor-chester. 16.20 Funkorchester. 17 Volkslieder. 19 Berichte, S<^llplatten. 19.15 Nachrichten 30 Kompositionen von ?lenko. 22 Nachriäi t«n. 2L0 Konzert. — Wien 7.2.''> Turi?eu. 12 Schallplatten. 16.10 Änrzoperette. 17.2.'» Tanzmusik, 18.35 Weltgeschehen. 19 10 ?ion Strauß bis Lchar. 20.40 Wir sprechen über Film. 23.05 Militärkonzert. — Per 0-m ü il st e r 19.50 Schallplatten. .20 Dialekt lUtstspiel. — B r a t i s l a v a 20 Tic drei Musketiere. S^piel lnit Musik. — B il d a -p e st 20 .fiterer Mend. — D e u t > ch-landsendorS2 Beethoven. — Droit w i ch 21.30 Bunter Abend. — L 0 1» d 0 n Reg. ?1 Stegreif-Debatte. 21.4.') Schallvlai-ten. — M a i l a n d 21.30 Moderne sinfonisch« Mustk. — Paris sRadio Paris) 18.30 Mozart,Musik. 20 Nationale Tänzi'. ?1.45 Pieruee-Abend___Prag 2l) Die drei Musketiere. — Rom 20.50 Oper. — S t r a ß b n r g 21.40 Otroßer '.erlabend. --Toulouse 20.25 (blocken. 21 .Ha>!vai-Gitarren. ?l2 Qlierschnitt an? „Znln weißen Röhl". — W a r s ch a n 20 .^heitereres. 81..?s) VolkShumor. 2.'?.05 Mit ^?u>is quer diirch Europa. vettere keke Erziehung. .„Steck' nicht immer das ?'!?("'-ser in den Mund!" --- „Vater tut ancl)!" — „Ganz egal! Dn bist ein. Kind, nn.> >tind'.'r sollen anständig essen." Kreizeit. >,Was ist denn mit di>, ums stehst du so komisch herunl?" l'ib' Nlir einen Nagel in den Fns-, — „So zieh ihn doch heraus!" — „Was, jelU. in der Freizeit?" Verunglücktes Kompliment. „Find<11 Sie nicht, daß ich in der letzten Zeit surrZ>tlmr gealtert bin?" „Aber anch äußerlich." Kammerjungkeni und Stubenmädchen im Altm Wien 'Wie n, Anfang No'v<'Nlk>er. ^e lMr Anregung d<'s Lnftscfnitzblmd!) /»ehördNch angeordnete Dachbodenentri'mtpe-lnng brachte auf vielen Wiener Dachböden längst verschollene,' l'erstnubte lind vergilbte Bi'lcher und Schriften ans Tqgt!slicht, in denen zu blättern gaiiz interessant ist. Auch nrir fiel tei dieser (^legenheit ein solch altes Bnch in die >'^innde: Der v'ert? Band einer .im ^ahre 1787. also vor nahezu ren erschienenen.Büch<'rreil)<' „Skizze von Wien", deren Berfasscr I. P^ßl, ailch Pe^zl genannt, in 114 ^tapiteln das "-Zilien seiner ^^i.t recht anschaulich schildert. Zwei dieser .^iipitelil lx'sasjen sich mit den Kommeriunz-sern Die Aammerjungftr«. Ueber die ltammerjungfern schreibt Peßl u. a.: „Dcr Orden der Kammerjungfern ist in Wien von Wichtigkeit. Die l^!^itnnisie der gaiizcn schönen Well ge^n durch ihre Hände; und wer die Welt nur ein hißchen kennt, der weiß, welclx' unglaublichen Dinge dnrch die schöne Welt gewirt werden. Den Dialog mancher Dame mit ihrer Kammerjungfer morgens an vertraulichen Putztischen mit anhören zu können, iväre für den Philoso^chen oft ein interessanter Leckerbissen. eine Sache von Wichtigkeit, die Anf-schlüsie l'lber die größten Auftritte des Tages geben wiirde. In der Negel ist die >^anlmerjungfer stets die Pertraute iihrer Dame, besonders, wenn diese jung ist. Indessen gibt es auch welche, die von ihren Frauen gleicl?gültig bel^ndelt, auch wohl recht tenslisch von ihnen gepla,;! werd<'n, ^'sonders ivenil sich etiva Eifersncht einnieidgt. ^n diesem '^asle trennt man sich t^ald. Die Mensvi^n »kammerjunAsern sind Hegenm. Die Intimitäten ihrer Damen de^ sorgen und den Pn!) et)vas in Ordnung bringen helfen, die«; ist ihre ganze Beschäf-tiginig. Alle übrige Zeit bleibt ihnen, mit ihren Liebhabern zu tändeln und auf den ^nnlck ihres Geistes und K'örpors zu wanden. Auch gWt es einige unter ihnen, die Geschmack, Witz, Grazie^ Lektüre, Senkt-ments. sogar Philosolphie besitzen, die ihren Wieland und Blumauer aus dem Kopfe hersagen, ulch Voltaire, Petrarca und Poge in der Grundsprache lesen. Ueberhanpt haben sie gewöhnlich mehr Artigkeit und gut^^n Ton als die meisten jungen Fräuleins; iveil ihre freiere Lebensart ihnen erlaubt, mehr Aienschen und Verhältnisse kennen zu lernen und M inehr abzuschleifen. So lange sie noch sehr jllng und schöii siiid, ist ein äußerst kostbares, teures Möbel NN! «sie, »veil gewöhnlich reiche Kavaliere in der Nähe stehen, ivelche die Reize de.> »nutwilligen .^wdes in Pacht genominen l)aden, oft auch nur der '^se ivegcn in t'i^' M'selischlpt der gebietenden Jra», kommen. Wenn sie aber gegen die dreiszig hewnit"!-gen, dann werden sie geselliger nnd un immer eine ähnliche Gelegenheit." Die Stubenmädchen. Etlvas n>eniger gnt schneiden bei Pei;l die Stubenmädchen alv Er berichtet "an ihiien: „Wie sich in den großen .änsern die Danie von der U'alnnierjungser bedie len läßt, so läßt sich diese . wieder von den Stnbenmädcl)cn bedienen. Bei den "^l^eib'rn von minderer Bedentnng sind die Stul'en-mädct)en ous, was die >i »linetjuiigfern ui den Paläisteii vorstellen. Die Legion der GamKtaff, kien S. ?wvembtt 1VW IltarGv«« 2». öie ltts/Mßtset ^ Lsweee SolovkI. ^lost«,'unc« «»ttngni» / Unt«rl?«ti»vk« Ksmmvn, mit k»tt«nvlsg« / lolstols vorkskrsn In VvrdMiHnung / Das v^lgv DSpo^aNonsisg« Die Insel S o l o w k i hat den Ruf. eine zahlreiche Fürsten und Adliqe mußten auf Art Teufelsinjel zu sein. Sic dient, wie b-. Befehl einer Geheimjustiz die unfreiwilliae kannt sein dürfte, als Deportationsort für Reise nach der Wüsteninsel tm unfreundli-alle. die von der G. P. ll. als politisch ge- chen Wei^n Meer antreten. Die Zeit Pe. fahrlich erklärt iverden. Auch Schieber. Stra ^ ters d. Großen brach an. Der zukünftige Re-ßenmädchcn und Raus5>glfthllndler teilen. former des MoSkowiter-Reic^s kämpfte um die Gesellschaft der politischen Gefangenen. > seine Macht. Er räumte mit seinen ?^einden Die SvMetregierunq schließt sich in diesem arNndlich auf und verbannte unter anderen wie in vit'len anderen, einer uralten ^ zwei Bruder Tolstoi nach Solowki — es Tradition des zaristischen Rußlands an, das' waren die Ahnen des weltberühmten Dich-die weltfremde Insel im Weißen Meere seit i ters. Während der Regierung Katharinas Menschenc^edcnken in ein Deportationslager der Großen ging die Zahl der Verbannten «erwandc'lt hatte. allmählich zurück, um in den Niger Iahren Die Inselgruppe Solowki liegt am Ein« > des 19. !^hrhundertS wieder stark anzustei-gang zum Oneaabulen des Weisen Meeres, gen Di. Inseln sind mit Morast u. Gestrüpp be« deckt und nur zum Teil mit spärlichen Ae-fern und Birken bewack^en. Auf der Haupt-insel liegt das ehemals ehrwürdige Solowki. Kloster Es ist im Jahre qenründet und Mit Granitmauern umgeben. Das Kloster, das Zugleich als^ I^stung diente^ bot seinerzeit den Angrissen sowohl seitens der Tchiveden. als auch des Haniabundes Troß. In der zaristischen Zeit war das Kloster ein von zahl« reichen Pilgern aus allen T<'ilen des riest-gen Landes viel besuchter Wallfahrtsort. Seit vier Iabrhnnderten ist die Solowk!-.^anptinsel zugleich der Cchanplah unzahli' ger menschlicher Leiden? denn dieser einsame Ort schien den jeweiligen Machtbabern Rußlands als die geeignetste VerbannnngS-stätte zur Abrechnung mit AnderSdenken-den. Als erster landete auf Solowki der verkannte Abt des TroHki-Kli?sters bei MoS- Das despotische Regiment des Zaren Nikolaus t. gab Solowki immer neue Kolonisten, denen man bereits die Bezeichnung „Staatsverbrecher" verlieh. Diese Opfer der eigenmächtigen Justiz . wurden na^ch altbewährtem russischen Muster nicht einmal vor ein Gericht gestellt. Die Verhandlung gegen die Allgeklagten ging in ihrer Abwesenheit v^ sich. Diejenigen, die nicht zum Tode und nicht zu lebenslänglicher Verbannung nach Sibirien verurteilt wurden, konnten froh sein, mit der verhältnismäßig leichten ,.So« lowki-iStrafe" davo-nzukommen. Im Jänner l8k1 wurde ein Landpriester auS einem mit telrilssischen Gouvernement auf Befehl der heiligen Synode nach Solowki verbannt, 'veil er — so hieß es in der einigermaßen sonderbaren Urteilsbegründung — das Manifest des Zaren Alexander 2. über die Aufhebung der Leibeigenschaft in Rußland „höchst eigenwillig kommentierte". Die Zah! kau, ArtemiuS. Er wurde vom Kirchenkonzil i der Deportierten ging in den !)0iger Iahren im Jahre 157l). zur Zeit der Regierung IwanS des Schrecklichen, zum ^et^er erklärt. ArtemiuS war der erste einer lank^en Reihe von l^eistlichen, die von den obersten kirchlichen Behörden ,veaen Nnclehorlam nach der einsamen Insel im Weiften Meere ver-schickt wurden. Im Jahre 1605 sah das MostergesängniS den ersten politischen Gefangenen. Es war der ehemalige Tatarenfürst von Kasan. Ge-derich Machmed. Iwan der Schreckliche hatte vor einem halben Jahrhundert Kcsan. die leßte Zwingburg.des tatarischen Joches in Rttf^land. erobert und den Herrscher der santataren zum Gefangenen gemacht. Der tatarische k^Ürst ging in die Dienste seines Be-siegers über, ließ sich taufen, nahm den orthodoxen Mauben an und erbielt von Iw^n dem Schrecklichen sogar den Ehrentitel eines Zaren von Twer, wo er friedlich residierte. Der Anfang des 17. I^lirhunderts bedeutete eine Sch'cksalSPeriode di'r russischen Ge» schichte. Nach dem Tode des Zaren Boris Godunov bestieg der Nsurpator l^rischsa. tn der Weltgeschichte als der falsche Dimitri bekannt. den Thron der Moskauer Zaren. Der Usur^tor witterte in dem ehemaligen Ta-tarenhervcher von Kasan einen gefährlichen ?seind und Prätendenten au? den Moskau^'r Thron, weshalb er den greisen Tatarenfürsten nach Solow-ki verbannte. Besonders stark bevölkert war das A5o-stergefängniS gegen Ende des 18. Jahrhunderts. Sowohl einfache Soldaten als auch des vorigen Jahrhunderts bedeutend zurück, und um die Jahrhundertwende war daS Soloivki-s^efängnis beinahe vollständig leer. Das Strafregiment auf der Deportation?« insel ist ein Kapitel für sick). Die ersten geist« lichen Gefangenen des 16. Jahrhunderts wa ren in den Mönchs'ellen des Klosters un-tergebracht. s^reilich wurden sie von eincm Wächter so-wie von einem Mönch streng bewacht. Die Gefangenen dursten mit niemandem sprechen, und der Wächter, der ihnen allzu große Freiheit gewährte und vor allem mit den Gefangenen sprach, wurde von der Mosterverwaltung mit Prügeln bestraft. Als sich die Zahl der Verkannten vermehr te, wurden unterirdische Gefängniszellen gegraben. Nur besonders gefährliche Staatsverbrecher wurden in diesen unterirdischen Gewölben untergebracht. ES waren fürchterliche dunkle Löcher, in denen die unglücklichen Opfer in sch^veren Ketten schmachteten. Die Gefangenen konnten sich vor den An-griffen zahlreicher Ratten, einer „Spezialität" der Solowki-Hölle in der Zarenzeit, nicht retten. Oft geschah es. daß die Ratten den Eingekerkerten Nase und Ohren abnagten. Während des Gottesdienstes an Sonn« und Feiertagen mußten auch die Bewohner der unterirdischen Zellen in die Airche ge-bracht werden. Sie boten den Pilgern einen erschreckenden Anblick. Bleich, abgezehrt, mit blutenden Gesichtern, standen sie in Ketten wie eine dAtere MahnuTlg da. In der Mtte des 18. Jahrhunderts ent- schloß sich die Regierung dos gutmütigen Zaren Alexis, die grausame Strafmethode aufzuheben. Die Gefangenen wurden wieder in gewöhnlichen Einzclzellen untergebracht. Trotzdem blieb ihre Lage alles andere als leicht; denn sie mußten viel arbeiten und DM EchnIMzeichea. In England herrscht der Brauch, das; die ehemaligen Schüler einer Anzahl Ähulen auch nach ihrem Abgange vom ^stitm ein in den Farbm der Schule gehaltenes Abzeichen in Emaille und Silber in dem sonst zur Aufnahme einer Blume bestimmten Kwffif-loch ihres Jacketts tragen. An diesem zeichen erkennen dann die „Old BoyS", kc:ß sie dasselbe „Pennal" besucht haben. Unlängst kam nun ein Engländer in eine kleine Stadt nack) Frankreich und erbl^le im Knopfloch eines in dem gleichen Hotel nb gestiegenen Herrn das gleiche Abzeiclien. Sofort ging er auf diesen zu und begrusite Der keivste Lesiektspucker «RsrN Sl« H^V»K»KVIU VEtiHnien puäSk cOTV In »Ikef deliedken ^ u«nc« 0oek«ll In ißer zsnien W«It KSnnen Nllllsnvn von vDmen «lie d«on6ek« »« »»»»v«». v>» l)in .«tA'— is lr im Knopfloch trage. Darauf sagtc der Fre n de: „Ach. Sie meinen das Ding da? Ja, habe ich mir einmal in Buenos Aires qc" kauft!" ^iis 6er I^eclien5tllnäo. »Wenn ici, kii^r vier L!er kinlese.« Zaet 6er l.ekrer. »un6 äu leest nc)cli cirei 6a?u. wieviel I?jer 8in6 08 6ann?« — jViorit^cl^en ^uclct de-äauernä clie ^ck8el: »Ick kann niciit ^ier lexen. Nerr l^edrer.« Stubenmädchen ist zahlreich: ich glaube. dc?ß sie wenigstens aus viertausend köpfen be-steht. Es sind junge, hübsche, runde, muntere Dinger, voll Koketterie, Mutwillen. Neckerei und Buhlerei. Sie hüpken durch das Leben hindurch, ohne selbst recht zu wissen, wie ihnen dabei geschieht oder wozu sie eigentlich da sind. Kaffee und SchoklZ^de zu Massen, ein ?iemd zu wärmen, einen Tisch zu wichsen. das Bett zu machen, ein Halstuch zu glätten: Dies sind die Kiinste der Wienerischen Stubenmädchen. Sie halten sich in ihrem Anzug sehr reinlich, wisien ihn mit ^schmack zu wählen und bleiben meist bei der schon unter ihnen eingeführten Tracht, welche die böhmische Haube und das knappe Korsettchen vorziüglich niedlich machen. Da die ganze vornehme weibliche Welt sich in die abscheulichen Buffranten stürzte und mit einer steifen, lächerlichen Breite prahlt? hatten die Stubenmädchen allein Mutterwitz genug, ihre hübschen Figürchen nicht durch jenes abenteuerliche Gereife gleich Packeseln auf beiden Seiten M veruns^lten. Sie ver- standen ihren Vorteil besser und fütterten ihre .Hintern gut aus .. . „Warum soll man das Ding nicht auch deutsch nennen dürfen?" bemerkt Peßl in einer Fußnote zu diesem Ausdruck. JIHre IahresbesoÜdungen sind zwischen ZS und 40 Gulden: diese reic^n gerade hin. ihre Schuhe und ihren. Ho!arpuder zu bezahlen. Nichtsdestoweniger gehen sie Sonntags ganz in Seide gekleidet, mit goldenen Ohrgehängen und großen silbernen Schnallen in die Kirche, in den Prater und in die Komödie. Ratet, wo sie ihre Kapitalien liegen haben! Unter der im Punkte des sechsten Gebotes so strengen Regierung der Kathrin Maria Dherssia waren die Stubenmädchen bin Artikel von größerer Wichtigkeit. Es sind, wie man weiß, lauter honette Mädchen und wohnen in lauter honetten Häusern: Wenn also junge Herren zur Frau von.... zur Witwe von. . . usw. in die Gesellschaft gingen, so konnte doch die Polizei nicht so neugierig sein und nachschleiche, um M sehen, ob der junge Herr nicht etwa auS Irrtum an die Türe des Stubenmädchens gekommen sei; wohingegen man bei minder honetten Mädchen in ^inem Zimmer und zu keiner Stulpe sicher war. Seitdm aber die Regierung (Kaiser Joief der Zweite, der Verfasser) aus sehr weisen Gründen heimlichen Freuden nicht mehr so strenge nachspürt, ist der Wert der Stuben-mäd^n um vieles gefallen und, wenige Ausnahmen abgerechnet, sind sie jetzt wieder in dem Zirkel, wohin sie gehören: Sie machen die Mätresse der Jäger, Läufer, Lakaien, Leibhusaren und besonders der Kanf-mannsdiener in den Seiden- und Galanterieläden. Da sie die Putzmaterialien für ihre Frauen von dort zu holen haben, so fällt manche Elle, Zeug. Band. Spitzen usw. ne-benhin. Dafür darf der 5^denjunker Sonntags kommen, das gutwillige Ding 'm Maker auf das Land führen und ihr die Schuhschnalle festmachen. Herr Rauten^uch hat im Jahre l781 einen garstigen Prozeß gegen die Stuben- mädchen angefangen; aber die Dinge fanden ihre Advokaten. Das ganze galanie Wien nahm an der Fehde teil. Man schrieb zwanzig Broschüren für die gilten Mädcheir; und wenn diese papiernen Beweise ihrer guten Sache nicht überzeugen konnten, den hätten sie nötigenfalls gewiß in eigener Person von ihren Vorzügen bewiesen. Merk^ würdig ist. schließt Peßl seine Vetral^tun-gen ü^r das Wiener Stubenmädchen, daß gerade zur nämlichen Zeit, wo man in Wien für die Stubenmädchen die Federn stumpf schrieb, eben dies in Berlin für ein — liltes Gefangbuch geschalh. Was mag wohl, beim Lichte beseht, weniger närrisch sein, sich für ein paar tausend junge, artige Mädcl)en oder für eine Sammlung alter, sinnloser Kirchenlieder zu interessieren!" schildert, wie man sieht, das Wien seiner Zeit recht amüsant. In einem nächsten Aussatz soll wiedergegeben loerden. was er über Wiens vebedamen zu berichtm weiß, wo von einer ein ausführliches Kapitel seiner Broßchüre handelt. HansRols. „KariSorer Zeitung'' Nummer Ab. Samstag, den V. November 1O3ü 41 v«m^« O«»»« ««»v»». <»»»0KU „Euch wird nichts geschahen, ivenn ihr die Wahrheit sagt!" erklärt der Reporter. „Oh Massa .. . alles sagen!" ,Mcr ist noch hier außer euch?" „Nix Mann ... nix Frte das Ticken einer Uhr Er blickt sich uin. Mrgends ist eine Uhr zu sehen. Toin geht dem Ticken nach. Er öffnet den Schrank und wird totenblaß, als er einen Karton öffnet, aus deni daS Ticken dringt und die Teufel entdeckt. Die Verbrecher habe« eine Höllenmascht. ne zurückgelassen, die die Spuren vernichten und die armen Neger als unbequeme Mitwisser ins Jenseits befi^rdern soll! Er sieht an der Uhr. daß die Höllenmascht-ne in einer halben Stunde explodieren soll. Venrlil«!»« 8eliIskÄmmer, Lpeise^lmmsr. KijciiLneinrlcktuneen. Ltükle »!>er ^rton sofort ilekerbar mit dsrantie kauken Sie bei^ I^ov«ll. Votrilij>ks 7. Koro-«lc» S. I0Z66 Werter vei k'irm« I lZvelirte 0,men! ^IlerbiiliLst. «esctimsckvoll uiicl sollcl be-cijLnt vverövn Sie im vamen->u^on ^lelissliclrovu 19 (LlNjlanL vom Vorkaue). >Vir ditton „m sfirett IZesueli. claniit !>ie zict, «islbst über, /eueeii. Stultentikmeil «Lnie!;. — ituljcr sl> ^i-muklLullL. Die cit-liültl-r i-ociu^iert — ern^ei^ri^en !>ie Iliro ^useskon! II7'i9 tivute ubeiKl« kommt eilie »i-olZe ^U8>vaill Uvr ultorbv-'^ten Lorten friselier Lvetlsedv ^Vil^rlbor. ^urLiöeva 7. Dort» ?'0lk?;t kolcommt ma» tgjxliek ^evskLiLo-. ru^njicc-. ^ote-Il!tt8-t^l)8tdrutVlI. Ullvii LM l^ost Lviiraten. !5r8tlkla88ikv '^telrlsclie ilalmkitlnlseke VVeino. .^sie/iulltüt: zckvsr. xvr XVeitt von ie Mamille losgehen tömUe. „Ist hier ein Brunnen?" fragt Tom. „Ja, Massa! Fip wird Massa Brunnen zeigen." „Kommt alle beide mit! Ich will das Ding erst einmal unschädlich machen!" Sie ftlhren ihn zitternd zu einer alten Zisterne. Tom wirft die Höllenmaschine hinein. Die Gefahr ist l^seitigt! Die beiden Neger sind auher sich vor s^reu de. Sie tanzen wie Verrückte und überschütten Tom mit tausend zärtlichen Nmuen. Ftp kniet vor Tom nieder, beugt den Knpf bis zur Erde und sagt: „FiP gehören Massa mit ganze Leben! ?^ip ehrliche Mann . . . Fip Wchrheit sagen . . . ?^ip dankt Massa Leben!" Jetzt iveiß Tom. daß er in deil beiden B?r bündete hat. Das wüste Schimpfen des Wei Ke58ere8 ktSckoli»». auslkelern te Scdneiäerin. perfekt i» cler äeutseken kZprsctie. >vlr^ »u Klnclorn unck t^ltardeit im t1»u«v LLLuetit. /^tkiiLv unt. »8cknei«ier!n« an ä!e Verxv. lld7y bes gegen di^ Verbrecher, die sie auf diese Weise ums Leben bringen wollten, bestärkt ihn noch in dieser Ueberzeugung. „So. kommt jetzt! Wir wollen erst noch einmal alles untersuchen." Alle Mum«, die Küche, der große Schlas-räum und ein . . . Maschinensaal werden durchgesehen. Tom s^llt mit einem Blick fest da los ist. Man hat hier das einträgliche Geivcrbe der Banknotenfölschung betrieben! Er fil^det eine kleine, al>er nlit allen technischen Feinheiten eingerichtete Druckerei. Und entdeckt auch eine ziveitc Höllenma-schine. Ungleich stärker als die erste. Ihre Zeit ist fast abgelaufen, ilnd init Windeseile stürmt Tom zur Zisterne, nni auch diese Höllenmaschine unschädlich zu ma-chen. Die Neger aber vermag keine M Ltudvnmiiäekon init .Iill,re5-2eukni88LN wirll eesuetlt. — vies tisreo«. Vinkovei. 117S0 KolluVrla» l-vkrmiiävlivn virU sofort »likeenommen. l^vstau-rstion »I^ovi i»vst«. i^srlbor, ^urLILcva 7. 1I7Z7 KIv«ant mi>t»l. VINenrImm«!'. »onnl«, iin8ctillel!enä Ksö. in tjslinliofnülie ziu vormieten, ^är. Verv. 1171V llß vln. mon»tltol> »oparlerto j kleine VVolmunx. Kllelivnmü» Iiel'. vesedirrsbkauk kväin-SUN«. ?^lin8ks « tfrisourlo-Kai). l1S4Z prA«>»lii wirä auf Xost unll VVoknün« ^«vnommen. ^clr. l Verv. ll7bS K«utv 8p»rk»»8vadiielivr öxr i^ostna Nraniln. ül/i^rjdor. oaj I^ddl. Ammsr mit vinem o6. Oin. ?S.^ «eken > »owrtizo iivsi Svttsn, ö»«tez^immordo. varsaMun«. '^ntrüse unter.nüteune./Unter »Mlje« an ä. »1'akÄt. Möilo«. 1I76l I Vvr>v. 11768 sekdnL Vrelrtmmsrvodnun« j^aiZitrovs ul. 18 l mit 1. V«. ziember «xler 1. .länner ISZb Zill vermieten, ^nzlufras. de! klledZ. KoroZLevll 8. zl766 ^ tt vskitsile« 1 Z»?lmmwol,nuair Ltacitmit-te ab IS. ^ovemlier vor-«öden.- ^nfr 8ll)ven8ka ulic» «.I. II6SS frlseko Ller im vetailvcililuik 8tet» djlll«8t ?u dsiien Iiei Karl t^oktor. iVlaridor, Premier nnva 19. >Vieäerverkäiifer I^u datt. 117lt9 Izi »>«« Loelvnket d«l Krsnziatilüssn. Vvr?Iei ctieo uncj Slinlledea ^nISsbt.n cier ^ntltuderkulossnlies in ^«rldork Apensen tidtr nimmt Äucd ^ie »jV^gfid^^ser Suede mit msrMotinunU tm Zentrum. ?u sedrlften unter -»^fort« sn ^io Vorv. 117« llß vln. mon»tltol> »oparlerto j kleine VVolmunx. Kllelivnmü» Iiel'. vesedirrsbkauk kväin-SUN«. ?^lin8ks « tfrisourlo-Kai). l1S4Z prA«>»lii wirä auf Xost unll VVoknün« ^«vnommen. ^clr. ll7bS Wl »IWU K Mm Wis Letimerxersullt 5e!)en te, unvef^essltcl^e X^utter, !>e2v. Orokmutter un6 ?^snte, I^rsu k^r>r>ci Sert ^beruieln SM preit>5, 6en 8. Kovember 19Z5 um 9 Ukr vormlttsuss nsck kunem scilveren l^^en un6 verzetlen mit 6en l'röstunzen cler l)l. keliL^n, im 76. I-eI)en8ls!ire zotterzeben ver-» sekieäen ist. Ds8 I^eickenbezilnznis äer uaverFessliell I)»llin5e«ckie^oveml)er 1AZ5. Lmst uno ^nnie «WS»,'. l-I!l0e uns eüsar Lnkel. «lltkiZllii im öurjskeller! Kraorlnl. 0r«ae. Vsrdont. i^seäslloo. Vi«!vtto mit Po-Ient>. Stoclliiseti. Vorriiill-Lkv vslmatlovrvÄno vo« äer Insel VK und klltrlorter i'ils» ^vr ^08t (llbvr ltiv kllliKlvrl.__1175»^ ttettltecken ali5 VVntte. Wolle nllci xvvrdvil till-uneefertitkt iiei k'. l^ln-vulv.»<. 11725 0.^ Mr 6t« k«6.t.tloo lUa — vn.«!. .»!> rika-ik, U.K.N»»« i» Stietdo» ^ ?U» »«H u°ä övo Druck verintvorUicl" ktt»sil»iir ^nlrn — lA«i6« 1» II»»'!