Nr. 87. Vlänumelationepreis: Im «lomplolr ganzj. fl. 11, halbj. fi. 5 üo. ssllr die Zustellung «andesgcricht Wien als Prcssgericht hat auf 'n der l," l k. Etaatsllmuaüschast erkannt, dass der Inhalt des °er Cck,.f>'°"lch"l Druckschrift „Schuhmachcr-Fachblatt. Organ ^82 '"Macher Oesterreich-Ungarns" Nr. 7 vom 7. April bung" N ^"l Artikels mit der Aufschrift „Arot und Nil-'^ F49^ Ergehen nach Z 302 St. G. begründe, und hat ^ruckschris. ^ ^- bas Verbot der Weiterverbreitung dieser --V--^^usaesprochen. Nichtamtlicher Theil. surte,^)' Majestät derKaiser haben, wie die «Klagen« zum an aus dem Leben einer großen Stadt. Von Wilh. Hartwig. (20. Fortsetzung.) 10. Capitel. ^t^'"utenlang verharrte der alte Mann in seiner ^verh"' vorgebeugten, knieenden Stellung, die Augen Da^ ""! den Erdboden gerichtet. Aschen N plötzlich fuhr er jäh empor. Mit einer , Dazys 2ung entfernte er Hut und Brille. M . " AMih eines Mannes in den besten Jahren ^erer M ^schein — der alte Herr war kein an-^ Niek, s ch"ld Iottrat, der junge Detectiv, der um der Uuf^chellling seiner Ehre sein ferneres Leben k ihm sn^ ^widmet hatte, jene nächtliche Tragödie, lÜc enlbün ^°"saln zum Verhängnis geworden war, Men ^"/N und den geheimnisvollen Schleier zu vedeche "e dunkle That jener Mitternachtsstunde ^lassen^" " das Haus der Madame Lancaster ""d. na'ckx"" ihn sein erster Weg in seine Wohnung ?^3t. na^N! er die Tracht, die er jetzt trug, an-n?l ädernd " Polizeipräfectur geführt, wo er sich li^l'dent' L?^ "Hl geringen Ueberraschung dem "Hleit war. denjenigen vorstellte, der er in Wirk- 3"ngen"m5^l der Geheimpolizei hatte seine Eroff-N^'sstück,^'" treffe angehört und die neuen «b" betrett,'^" " 'W brachte, den anderen diese " " hatte der m-?"b'"e" beigefügt. Seit dem Mor--Präsident noch keine Gelegenheit gehabt, den Detectiv, den er mit der Mission der Auslund-schaftung des Planes, den Richard entworfen, beauf-tragen wollte, herbeizubeordern. So billigte der hohe Beamte denn mit Freudigkeit Richards Idee. dass dieser selbst auf die Suche gehe, und derselbe halte, nachdem er sich für alle Fälle einen Verhaftsbefehl halte ausstellen lassen, sich auf die Reise gemacht. Am nächsten Tage erreichte er Guilford, von wo aus er nach Moorfield fuhr und durch Erzählung an einen Einwohner des Ortes, den er in dem Vasthof traf, in dem er abgestiegen war, jenes Gerücht verbreitete, welches bereits am nächsten Tage überall über ihn im Umlauf war. Richard hatte nämlich sogleich entdeckt, dass sein Zuhörer ebenso neugierig als ge^ sprächig sei und deshalb ihm Mittheilungen, wie sie ihm geeignet erschienen, gemacht, um sich vor allen weiteren Fragen zu schützen. Nachdem jedoch der nächste Morgen gekommen, konnte er seine Ungeduld nicht länger zügeln. Er hatte sich deshalb, wie wir gesehen, auf den Weg nach dem Friedhofe gemacht und alle seine Muthmaßungen bestätigt gefunden. Unzweifelhaft! Alles glich in der That jenem Plane, den ihm ein gütiges Schicksal in die Hände gespielt hatte, auf ein Haar. Die auadratförmige Kirche in dem einen Winkel, die Pyramide, die Marmorsäule, die drei Bäume und endlich das frische Grab, alles war vorhanden! Das frische Grab! Ja, wenngleich es auf den ersten Blick den Anschein hatte, als ob die Blätter, seitdem der Schnee darauf geschmolzen, nicht berührt worden seien, so war das doch eine bloße Täuschung. Die Blätter waren offenbar erst vor kurzem durcheinander gewühlt, aber so kunstvoll wieder geordnet worden, dass die Absicht einer Täuschung hier unverkennbar zutage trat. Und nachdem er diese Ueberzeugung gewonnen und die Blätter um desto hastiger zur Seite geschoben halte, da war sein äußerster Verbacht zur Wahrheit geworden. Die Erde war ohne Zweifel aufgewühlt. Ein hellerer Boden lag unter den Blättern, was der sorg. fältig abgehobene und ebenso sorgfältig wieder an die alle Stelle gebrachte Rasen doch nicht gänzlich verbergen konnte. Es war kein Erdhügel, keine noch so geringe Erhöhung zu bemerken, aber der entschiedene Umriss eines frisch gemachten Grabes lag klar zutage. Richard trocknete sich den Schweiß von der Stirn. Es war kein Zweifel mehr möglich. Er stand auf dem Grabe desjenigen, dessen Ende ein so geheimnis» volles Dunkel umgab. Verborgen vor aller Welt, vielleicht im Schatten der Nacht, war der Todte auf diesem Dorfkirchhof bestattet worden. Richard bedürfte einen Augenblick, um sich zu fassen. Mit der größten Sorgfalt ordnete er dann die Blätter, möglichst wie sie vorher gelegen, so dass nichts verrathen konnte, das jemand das Grab unter-sucht habe. Dieser weiche Boden, die sorgfältig wieder pla» eierten Blätter, das Fortschaffen der Erde — alles erzählte die Geschichte eines Geheimnisfes, welches den Verdacht eines Verbrechens im vollsten Maße rechtfertigte. „Ich muss Näheres über die Familie Lancaster erfahren," murmelte Richard vor sich hin, indem er. das Benehmen eines Spazieraängers wieder aufnehmend, den Platz verließ und schritt wieder die Straße hinab. Er war noch nicht weit gegangen, als er wieder dem freundlichen Herrn begegnete, mit dem er sich be- reits am Tage zuvor so angelegentlich unterhaltn, hatte. Derselbe begrüßte ihn äußerst zuvorkommend. (Fortsetzung solgt.) Laibachcr Zeitung Nr. 87 734 17. April 1883.___. einiger dem Ministerium des Innern durch das Finanzgesetz des Jahres 1881 und das Gesetz vom 0. Juni 1882 im Titel „Straßenbau" bewilligten außerordentlichen Credite verlängert wird. Se. Excellenz der Herr Ackerbauminister Graf Faltenhayn theilt in einer Zuschrift mit, dass der Gesetzentwurf, betreffend einen Kostenbeitrag fill die Regulierung der Etsch-St recke von Gmundbis Masetto, die Allerhöchste Sanction erhalten habe. Se. Excellenz der Herr Lanoesvertheidigungs' Minister FML. Graf WelserSheimb übersendet einen Gesetzentwurf, betreffend einen Nachtragscredit von 40000 fl. zum Budget für 1883 zum Zwecke der Erhöhung des Standes der Gendarmerie in Galizien und Böhmen. Abg. Freiherr v. Gudenus legt sein Mandat nieder. Es sind 313 Petitionen gegen die Schulgesetz« Novelle eingelaufen. Die Vorlage über die böhmisch-mährische Transversalbahn wird in dritter Lesung fast einstimmig angenommen. Der Gesetzentwurf, betreffend die Negelung des Gaugewerbes, wird in erster Lesung dem Gewerbe-ausschusse zugewiesen. Es folgt die zweite Lesung der Schulgesetz. Novelle (Berichterstatter Abg. Lien bach er). Abg. Beer motiviert als Berichterstatter der Minorität den Antrag auf Uebergang zur Tagesordnung; erörtert den Ursprung und die Vorgeschichte der Novelle, wirft der Regierung Wandelbarkeit der Anschauungen in Schulsachen vor. die Novelle enthalte Rückschrittsbestrebungen. Ein Recht der Gemeinden, wie es die Novelle normiere, bestehe in keinem Staate. Die Novelle biete keine Ersparnis, sondern nur eine Verschlechterung der Schule. Auch heute handle es sich wieder um den Jahrhunderte alten Kampf zwischen Staat und Kirche. Die Novelle solle Gesetz werden, nicht blos gegen die Ueberzeugung der Linken, sondern auch gegen die Ueberzeugung der Majorität. Aber auch durch die Annahme der Novelle wird der Kampf nicht für immer aus der Welt geschafft werden können. Die Linke wird mit allen gesetzlichen Mitteln gegen die Novelle kämpfen. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen links und auf der Gallerie.) Präsident droht mit Räumung der Gallerte. Abg. Dr. Hall wich bezeichnet die Motivierung des Nusschussantrages als unzulänglich; die darin angerufenen Erfahrungen mit dem Schulgesetz als unrichtig und unvollständig. Letzteres habe während seiner zwölfjährigen Wirksamkeit schon erfreuliche Früchte gebracht, wie die Steigerung der Schillerzahl mid die Schulresultate zeigen. Die Freunde der Novelle wollen eigentlich die confessionelle Schule. Redner erinnert an die Siege de« preußischen Schulmeisters und d^ran, dass die Geistlichkeit der theresianischen und josefinischen Zeit die damaligen Neuerungen im Schulwesen zu fördern beflissen gewesen sei. Er ist dagegen, dass den Kindern die Moral auf Grund einer besonderen Confession gelehrt werde. Die confessionelle Schule und Moral führe zur confessionellen Unduldsamkeit. Redner erklärt schließlich, dass er gegen die Novelle, dieser Carricatur eines Neichsschulgesetzes, aus vollem Herzeu stimmen werde. (Lebhafter Beifall links.) Abg. Graf Richard Clam gibt zuerst den staatsrechtlichen Bedenken der Rechten gegen das Volksschulgesetz Ausdruck, welches im Widersprüche mit dem Staatsgrundgesrtze weit über die allgemeinen Grundsätze des Volksunterrichtes hinausgegangen sei; den Verschiedenheiten bezüglich der Confessionen, Nationalitäten, Sprachen, Erwerbs- und Lebensverhältnisse nicht entsprechend Rücksicht trage. Gerade der Schulzwang mache die Rücksichtnahme auf religiöse Ueberzeugungen und nationale Empfindungen nur noch gebieterischer; das Schulgesetz vom Jahre 1869 kenne aber diese Rücksicht nicht. Redner führt fodann die Gründe an, welche für die Herabfetzung der Schulpflicht sprechen, und erklärt dann, dass die Novelle nicht alles enthalte, was sie seinem Wunsche nach ent-halten sollte, aber jedenfalls einen Fortschritt bedeute, dass sie die Nothweudigkeil der Reform der Schulgesetzgebung anerkenne und zugleich die Richtung angebe, in welcher diese Reform erfolgen soll. Ueberdics gewähre die beigefügte Resolution eine schätzbare Abhilfe. Die Rechte werde sich durch autonomistisch scheinende Abänderungsaniläge nicht irreführen lassen und, wie bisher, ihren Gegnern durch ehrlich gewolltes und kräftiges Zusammenstehen imponieren. (Lebhafter Bei< fall rechts.) Abg. Tilser verwahrt sich dagegen, dass man ihn deshalb, weil er für seine Ueberzeuguug ungescheut und offen eintritt, als Ueberläufer brandmarkt; er ist überzeugt, dass seiue Worte in den Herzen von Hunderttausenden von Slaven ein Echo finden werden, und dass diese ihn nicht verurtheileu werden. Er bespricht sodann die einzelnen Bestimmungen der Novelle und kann in denselben keinen Fortschritt erblicken, und deshalb wolle er nicht die Hand zu einem Rückschritte bieten und die Cultur der fortgeschrittenen Bevölkerung gegen ihren Willen auf ein tieferes Niveau herab» drücken. Als guter Patriot werde er gegen die Novelle stimmen. (Beifall links.) Abg. Dr. Rieger erklärt, dass die Opposition eine künstlich durch die Opposition und deren Presse hervorgerufene fei. Große Männer, die tiefer blicken, werden sich durch die mit Pathos gehaltenen Reden nicht irre machen lassen. Er seinerseits müsse sagen, dass er solche Reden lieber im Burgtheater anhöre. (Widerspruch, die Linke verlässt den Saal.) Reder kennzeichnet seinen Standpunkt in der Schulfrage dahin, dass im Reichsvolköschulgesche nur Grundsätze enthalten seien, die Detailausführungen aber den Landtagen überlassen bleiben sollen. Im vorliegenden Gesetze seien sogar das Violin- und Clavierspiel aufgenommen unter Frage, was solle den Landtagen noch bleiben, vielleicht etwa das Flötensftiel. (Große Heiterkeit.) Er rechtfertigt sodann die einzelnen Bestimmungen der Novelle, bezeichnet die Vorwürfe gegen dieselben als unbegründet und betont die Rücksicht auf die Parteigenossen aus den Nlpenländern, bei denen die slavische Bevölkerung ein loyales Entgegenkommen gefunden hat, und schließt mit dem Worte: „m uL0L8«mii8 uuüäs." (Großer Beifall rechts.) Nächste Sitzung Montag. Aus Budapest wird unterm 14. d. M. gemeldet: In der heutige" Sitzung des Abgeordnetenhauses beantwortete voi Schluss Se. Excellenz der Herr Ministerpräsident voi> Tisza die Interpellation Helfys in BeM auf die Trip el-Allianz folgendermaßen: Geehrtes Haus! Es kann, glaube ich, heute niemand mehr im Zweifel darüber sein, dass die Enunciation des italienischen Herrn Ministers des AelljM Mancini zu vielen willkürlichen Auslegungen Ania!» geboten hat, welche über deren wahren Sinn hinauf gehen. Ueber den letzteren aber kann niemand im un klaren sein, der die jüngst im italienischen Sen^ gehaltene Rede Mancinis der Beachtung wiirdl^ Ich knüpfe hieran die Bemerkung, dass auf GlUN" einzelner Zeitungsnachrichten sozusagen die gesa.inM Presse Europas uud gewissermaßen auch dessen pol'^A Kreise in Bewegung gesetzt wurden und dass wa immer etwas braucht, um Emotionen hervorzuru^' So bildete unlängst das Drei-Kaiser. Bündnis jen» Thema, über welches man so viel zu sprechen und i schreiben wusste. Nun handelt es sich um eineTrlpel Allianz zwischen Oesterreich-Ungarn, Deutschland un Italien, und zwar als eines Schutz- und TrutzbM nisses, dessen Spitze gegen Frankreich gerichtet se». ,^ manche wollen sogar wissen, dass sich Oesterrel^ Ungarn und Italien ihr Territorium gegenseitig gal^ timen. Bei solchen Nachrichten pflegt die Widerleg» wenn man nur ein wenig Geduld hat, nicht auszu bleiben; sie stellte sich auch diesmal ein, und zu", von competentester Seite, nämlich von eben oemje" gen, dessen irrthümlich ausgelegte Rede zu diesen <«?. rüchten Anlass gab. Dessenungeachtet erachte auch '^ mich infolge der an mich gestellten Interpellate zur Aeußerung verpflichtet. > Hier kann meines Trachtens nicht das maßgeve" sein, was einzelne Zeitungsnachrichten, sei es a" Missverständnis, sei es von ihrem Parteistandpu'^ aus, besagen, sondern nur das, was der italielN!^ Minister des Aeußern selbst gesagt hat. Dieser Y" aber weder von einem Schutz- und Trutzbündnlii' noch von einer gegen Frankreich gerichteten, wie innn gearteten Entente, Allianz oder Gebietsgarantie 9 sprochen, und ich kann meinerseits noch hinzusug^ dass es wirklich gar keinen Sinn hätte, wenn "> uns in Oesterreich-Ungarn zu Combinationen he^ ziehen ließen, welche einem feindlichen Gefühle M. Frankreich entspringen würden, ge^en jenes FH reich, mit welchem wir auf freundschaftlichem F"^ stehen und bleiben wollen. (Lebhafte ZustimM« Uebrigens ist es auch unrichtig, dass Ungarn ^, überhaupt die Völker der Monarchie die erste 3l"A richt von dem Bestände dieses Einverständnisses "" dem Munde des Ministers des Aeußern eines l"" den Staates empfangen hätten, obgleich nicht zU^A nen ist, dass solches zuweilen geschieht, da der "la' der Sache nach der Staatsmann des einen oder ^ anderen Staates zuerst in die Lage kommt, sich.^ scinem Parlamente über eine derartige AngelegeH. auszusprechen. Doch war dies dermalen nicht der l5" ^ denn die Aeußerung des italienischen Ministers Vom Trousseau der Comtesse Marie Larisch, deren Vermählung mit dem Orafen Hoyos - Sprinzenstein vor kurzem stattfand, fchreibt man: Die Lingerie, durch-Wegs aus gediegenen Stoffen feinster Sorte angefertigt, weist fowohl im Schnitte als in den geschmackvollen Verzierungen durch schöne Stickereien und kostbare Valencienner Spitzen das Neueste dieses Genres auf. Recht zweckentsprechend ist namentlich der sinnreich erdachte Schnitt der nach Männerart hochreichen-den, mit ein klein wenig vatermörderischem Stehkragen und glatten Herrenmanschetten versehenen „Reithemden", welche geeignet sind, sich dem knappen Reitcostüme passend anzuschmiegen. Auf alle Details der Lingerie mit ihrer luxuriösen Auswahl einzugehen, ist hier nicht der Ort. In einem Mode-Fachblatte müsslen die vielen färbigen Seidenstrümpfe von schleierartiger Feinheit, die mannigfachen Corsets und Nigliges eine ganz enthusiastische Darstellung erfahren. Wenden wir uns daher sofort den glänzenden Roben zu; es sind die meisten Toiletten fast ausfchließlich aus kostbaren Seidengeweben zusammengestellt. Echt frühlingsfrische Zusammenstellungen bilden in der fraglichen Toiletten-Collection die aus glacierten und changierten Taffetas componierten Toiletten. Sie sind mit Laize (einem verschiedenen Spitzenarten nachgebildeten crömefarbigen Gewebe) und mit flatternden Bandschleifen anmuthig geschmückt. Jene aus leichter japanischer Seide (Corah) arrangierten Roben zeigen eine Drapierung, wie sie so graziös nur aus solch' weichem, schmiegsamem Stoffe möglich ist. Zusammenstellungen von glattem Stoffe und Panier aus Taffetas Changi, mit allerliebsten kleinen Würfeln von Sammt gemustert, wechfeln mit originellen Toiletten aus braunem Velours Epiugli uus bia^m chimerten Grunde (ein ganz neuer Stoff). 3v.?.. ^!."" Reize ist ferner eine Robe, ganz mit vrenen Ep!h°,wolam» bedeckt, unter welchen die far- bigen Blumen des gleichfalls chinierten Seidenstoffes nur leise hindurchschimmern, sowie eine Vlass-rosa« Dinerloilette, das Tablier mit mehreren Cascaden von Spitzen bedeckt und mit einer Reihe überaus kunstreich verschlungener seidener Knoten vorneherab besetzt, mit Schleppe aus großgeblumtem Brocat Louis' XV. Erwähnen wir endlich eine reizvolle cremefarbene Prachtrobe mit draperienartig aufgezogenen Spitzen-Volants, zwischen welchen graziöse kleine Sträußchen und Guirlanden, gebildet aus ganz schmalen Atlas«-bändchen, geschmackvoll angebracht sind, so gienge unsere Aufzählung m intmitum, doch können wir hier nur mehr der Vrautrobe Erwähnung thun, die aus blendend weißem schweren Atlas mit glatter Schleppe hergestellt ist. Das die schlanke Gestalt auf das vor-theilhafleste hervorhebende Corsage ist mit Spitzen und Myrten geschmückt, während die auf dem Tablier drapierten kostbaren breiten Spitzenvolants, bogen-förmlg aufgezogen, oberhalb jeder Bogenspitze einen Atlasknoten zeigen, m welchem ein Myrtcnsträuhchen befestigt ist. Der gesammte Trousseau ist aus einem ersten Wiener Hause bezogen worden. Steiermärkische Geschichtsblätter. Herausgegeben von Dr. I. v. Zahn, Landesarchivs-director. Dritter Jahrgang. Viertes Heft. Graz. Druck und Verlag von Leykam-Iosefsthal. Mit diesem Hefte schließt der dritte Jahrgang der „Steiermärtischen Geschichtsblätter" ab, und so lässt sich bereits ein zusammenfassettdes Gesammt-urtheil über dieses wlssenschaftliche. in feiner Art fast ganz neue Unternehmen fällen. Wenn dieses dahin geht, dass dasselbe die Versprechungen des Prospectes nicht nur gehalten, sondern wirklich übertroffen hat, dass es eine reiche Fundgrube ist und wird für die innere, für die Rechts- und Verwaltungsgeschichte der Steiermark, dafs es durchwegs interessante und bisher ganz unbekannte Beiträge hiezu, aber auch uicht ^ ^ Beachtenswürdige, was über die Grenzen der S»e ^ mark hinausreicht, gebracht hat, so ist dies ein ^,?^. dem fremde kritische Stimmen vollinhaltlich beipW ^, So spricht sich Sybels historische Zeitschrift, ,,. kanntlich das namhafteste deutsche geschichtliche ^Hß, das in seinen Recensionen einen sehr strengenH^, stab anlegt, über die „Steiermärkischen ^eschl^, blatter" in folgender Weife aus: «Mit der Beg z dung diefer Zeitschrift hat sich v. Zahn ein '" Verdienst um die Geschichte Steiermarks "w" ^ Nachdem er die steiermärkischen Urkunden b -cHe" Mitte des 13. Jahrhunderts in dem vom Hisl?N' Vereine für Steiermark herausgegebenen ^ ,, buche in mustergiltiger Weise zusammengestellt, " ^, nimmt er es hier, das massenhafte Material v" ^ genannten kleinen Geschichtsquellen der folgenden ^,, bis ins 19. Jahrhundert ohne zwingendes SW^e« vierteljährig erscheinenden Heften zu veröffew ^-und so einerseits die in den Archiven verborgen ^, genden Schätze allgemein zugänglich zu machen, ^, dererseits einer späteren systematischen AlfaM"' ^„. lung derselben eine wertvolle Vorarbeit zu '^„en Wir erhalten mithin nicht wie in den Publ'"" .^, des Historischen Vereins Abhandlungen über ' ^ märkische Begebenheiten oder Geschichtsquellen, 1" ^ die letzteren selbst, und zwar für eine Aelt, ^ noch in gar manchen Beziehungen der AufheM «. h„ darf." „Alle diese Publicationen stammen von ^Z selbst und sind mit der bekannten SorgM ^.^ Forschers gearbeitet." «Jedes Heft enthält 1""^^ artistische Beilage." „Alle diese Abbildungen ^Z nicht zu wünschen übrig." — Wer unbefangen A^fs Arbeiten studiert, wird dieses Urtheil sowohl m.^s-des Urkundeubuches als der „Steiermärlischen we,^ blatter" unbedingt unterschreiben. ^Macher Zeitung Nr. 87 735 17. April 1883. AAw lst im wesentlichen identisch mit derjenigen, ""He der Minister des Aeußern, Graf Külnoky, schon Monaten in den Delegationen abgegeben hat. Velde Minister constatierten, dass das Königreich )!lllllen sich der conservative» auswärtigen Politik der "^europäischen Großmächte Deutschland und Oester. "^'Ungarn anschloss, deren Zweck es ist, den Frieden ^,> alle mögliche Weise zu erhalten und zu sichern. ^>e conftatierten, dass, indem Italien sich dieser con-k/a^ - " und, wie ich andeutete, auf die Erhaltung "e» Medens gerichteten Politik anschloss und in diesem Li^ c^"" mitwirkte, sich die Freundschaft und das ^"Verständnis im Interesse dieses friedlichen Zieles >?" "chr befestigte und vollständiger gestaltete. Da " >e Enunciation der Minister des Aeußern der Wahr. A vollkommen entspricht, so kann selbe, wie ich der w ^^ aufrichtige Freund des inneren Friedens c> Kation und deren friedlicher Entwicklung nur mit u euden begrüßen, da hierin überhaupt eine nicht hoch d ^ anzuschlagende Garantie der Erhaltung des Frie-tann "bM werden kann. (Lebhafter Beifall.) Ich tille ?>l ^.'^ "^ hinzufügen, dass sich die auswär-«H, s^lhältnisse seit der erwähnten Enunciation des ba^ ^^ Aeußern in keiner Beziehung geändert a?' ?^ bin der Meinung, und damit schließe ich Eim, ?.."" ?iede, dass das freundschaftliche, innige n^Mndms von drei europäischen Mächten zu dem s/^.der Aufrechthaltung des Friedens, zumal wenn aeri^?^- ^^ Einverständnisses gegen niemanden kann. ^ '^' ledermann nur zur Beruhigung dienen lvelck " beunruhigen könnte dies nur eine Macht, sy,^ entschlossen wäre, den Frieden zu stören: eine nill? ^""cht gibt es aber meines Wissens in Europa ^- (Lebhafter, allgemeiner Beifall.) der iw'^^ constatiert mit Befriedigung, dass es auch ^ "tlnister für absurd erklärt, dass die Spitze dieser H5w".z gegen Frankreich gerichtet sein könnte. Redner dllliil,! ^ mehr Aufklärungen erwartet, namentlich bersi" >.' ^^" den Angriff welcher Macht das Ein-der and"^ ^^-^^^ ^z Mancini betonte, dass einer darin l?önieck dieser neuen politischen Gruppierung kUt^"?^e. die Ordnung und den Fortschritt der glH"'chen*Civilisation zu sichern. Er könne nicht Nelw, "' ^!^ unsere Monarchie die Solidarität über-nu^.. ^ürde, wenn unter dcm Ausdrucke „Ord. stehen ^ Hasten, Anarchisten, Irredentisten zu ver-"ähere A ^' ^" dieser Beziehung wäre auch eine Antwort >?^""9 erwünscht. Er nimmt übrigens die zur ez-f/ ?.^ Ministers, namentlich drn etsten Theil, diesem ^n Kenntnis. Er hofft, dass die Negierung Mn n, ?"' Bündnisse gegenüber ihre Schuldigkeit der 2V! doch habe die Legislativ,: der Entwicklung Der w^ jedenfalls mit regcr Wachsamkeit zu folgen, her,; ^Nisterpräsident möge die Worte Mancinis be-Wie ^"' Welcher den Senat darauf aufmerksam machte, tun Züchtig es sei, dass das Parlament auf die Lei- slus« auswärtigen Angelegenheiten je größeren Ein-'« ausübe. v. Tisza widetspricht der Aus-ez s°j"'dass aus seinen Worten gefolgert werden könnte, ZUtn M 'rgend einer Sei'e ein Angriff beabsichtigt, lener «s/welsf, dass die Enunciation Kälnokys mit s'dent - ""nis übereinstimmt, citiert der Ministerprä-deiselli, ^ ^elle aus der Nede Mancinis, in welcher ^lnolria'^' ^^ .^ "'^^ seine Absicht sei, die Worte lichtn ^ ^ ^l)dificieren, sondern lediglich, die öffent-bestij^ ^kclarationen seines österreichischen Collegen zu ^^llllia ^ ^"^ Mancini unter der friedlichen Ent-stuichen ^ allgemeinen europäischen Civilisation vernicht w-s^br, könne der Ministerpräsident natürlich der, t>as! (H^terkeit,) Der einfache Sinn sei aber "en ^ji',,^ zur friedlichen Entwicklung der allgemei-doher sli '^'"n jedenfalls des Friedens bedarf. Wer "n Im" « e Erhaltung desselben einsteht, wirkt auch Hebhafl"'!eder friedlichen Entwicklung der Civilisation. in'-I Beifall.) ^N dez «.?"kr kurzen Duplil Helfys wird die Ant-b^t -""nisterpräsidenten vom Hause uud dem Iu-"^-^!^'zur Kenntnis genommen. ^ Vom Ausland. ^«t sii^i^utsche Bundesrath hat den Reichs-^uz c»lle In ^^ °h"e Anstand genehmigt, zumal da-^eichz^ Mitionen weggeblieben sind, welche der M fe^,^ bis jetzt bekämpft hat. Der Vundesra'h N c NeichzVlossen, hie Eingaben über Einführung ^ufrechz^pust-Wertzeichen im ganzen Reiche unter ihen ^""ung des betreffenden bairifch-württembergi-^ Neue, Zl^ M verwerfen. — Zu dem Entwürfe welchen das Reichs« ^ "we npM^"beitet hat, werden gegenwärtig die ^'ttunaen ^ '^' ^b der Entwurf zuerst an die Re. ,°ch unbestin."^""^ a" den Vundesrath gelangt, ist "ezfulls """l- ^em Reichstage wird der Entwnrf ,. ilLolff« /,°^ "ächsten Session zugehen. 3'N: ..Die , "^phisches A""«« meldet aus Aer-s^ ^3 aus s?"""' Zeitungs'Combinationen. dass ein l.V^llrfe! ?achtigung zur Abfassung eines Ge-ens//^uber^F.^gebung des Messe-gelegen bäi3 ^ ^amentespendens dem Kaiser ^«ue und dass Berathungen des StaatS- ministeriums über den Grundgedanken einer solchen Vorlage gepflogen worden, sind auch heute noch, wie die früheren Combinationen, im wesentlichen unrichtig. Dem „Moniteur de Rome" zufolge wurde die Antwort des Vati cans auf die letzte Note der preußifchen Regierung dem preußischen Gesandten Dr. V. Schlözer übergeben. Aus Paris, 12. d. M., wird gemeldet: Heute vormittags fand unter dem Vorsitze des Herrn I. Ferry ein Ca bi netsrath statt. Zmiächst wurden die Ernennungen einiger hohen richterlichen Beamten vollzogen. Die entsprechenden Verordnungen sind im Laufe des Nachmittags dem Präsidenten Grevy zur Unterschrift vorgelegt worden. Der Conseil billigt!' außerdem die Gesetzentwürfe zur Verhütung aufrührerischer Ausrufe und Placate, dann betreffend die Errichtung billiger Wohnungen. Tagesneuigkeiten. — (Hofnach richt.) Außer Sr. Majestät dem Kaiser ist nach einer der „Pol. Torr." zugehenden Mittheilung das Großkreuz des weihen Adler »Ordens von Sr. Majestät dem Könige Milan von Serbien auch Sr. l. und l. Hoheit dem durchlauchtigsten Kronprinzen Erzherzog Rudolf verliehen worden. — (Kalser-Franz,Iosef.Stiftung für Versorgung k. und k. Officierswitwen und .Waisen.) Mit Ende März 1883 blieben in Kraft 1108 Versicherungen auf eine Gesammtrente von 406 250 fl.; den Kindern von 53 verwitweten Mit« gliedern sind 21 100 st. Renten vorbehalten. Im Rentengenusse stehen 123 Witwen mit 40 634 si. 80 kr. (darunter 300 st. Kriegsfallsrente und 34 fl. 80 kr. reducierte Rente) und 8 Waisenfamilien mit 2800 st. Pra'miend auS Dr. Ritter v. Schreiner. Landesausschuss-Mitglied; Handels« kanlmervräsidcnt Kranz. Gemeinderath Purgleituer. Dr. v. Labitschburg. Obmann des steirischen Sängerbundes, und Redacteur Stradner, Obmann des Vereins zur Förderung des Fremdenverkehrs in Steiermark." — (Gemeinderathswahlen.) Bei der gestern vorgenommenen Ersatzwahl des dritten WahlkörperS erschienen von 287 m die Wählerliste eingetragenen Wiihlern 147. und wurden der bisherige Gemeinderath Herr Dr. Josef Dero mit 145, der Handelskannnerrath und Präsident des krainischen VewerbeverclnK. Buch-dluckereibcsitzer Herr Anton Klein, mit 144 Stimmen in den Gemcmderath gewählt. >x> Laibacher Zeitung Nr. 87 73« N.'April 1883. — (Vom Local-Ausschusse des Ersten allgemeinen Be amtenvcreines der österrei» chisch-ungarischen Monarchie.) Am 8. d. M. fand im Glassalon der hiesigen Casinorestauration die diesjährige ordentliche Localversammlung der krainischen Mitgliedergruppe des Ersten allgemeinen Beamtenver« eines der österreichisch-ungarischen Monarchie unter dem Vorsitze des Obmannes des Localausschusfes, Herrn k. k. Landesschulinspector Raimund Pirker, und unter zahl. reicher Betheiligung von Seite der Mitglieder statt. Es waren hiezu 41 Mitglieder erschienen. Aus den Mit« theilungen des Herrn Vorsitzenden und aus dem von der Versammlung genehmigten Rechenschaftsberichte für daß abgelaufene Jahr 1882 ist zu entnehmen, dass die Anzahl der zur Laibacher Beamten-Vereinsfiliale zählenden Mitglieder mit Schluss desselben Jahres 314 betrug, von denen auf die Lebensoersicherungs-Abthei« lung 2W und auf das Spar- und Volschnssconsortium 105 entfielen. Nur 3 Mitglieder participierten bei lciner dieser Abtheilungen. Hingegen waren nebst den angefilhr« ten 105 Mitgliedern bei dem Spar- und Vorschuss-consortium noch weitere 76 Mitglieder betheiligt, welche jedoch in der eben ausgewiesenen Anzahl der Mitglieder der Lebensversicherungs-Abtheilung schon begriffen sind. Das Spar« und Vorschussconsortium zählte daher mit Schluss des Jahres 1882 eigentlich 181 Consorten. Im Hinblick auf den mit Schluss deS Jahres 1881 verbliebenen Stand der Mitglieder in der Gesammt-zahl per 283 Vermehtte sich die Anzahl im Jahre 1882 um netto 31, da während des letzteren Jahres 10 abgefallen, hingegen 41 neu eingetreten sind. Dieser nam» hafte Zuwachs liefert den erfreulichen Beweis der Prosperität des Vereines. Durch den Tod verlor die Filiale im Jahre 1882 3 Mitglieder. Ein weiteres Mitglied, welches besondere Verdienste um das Wohl des Be-amtenvereines gesammelt, wurde der Filiale Anfangs des laufenden Jahres durch den Tod entrissen. Cs ist dies der k. k, Obergeometer Johann Götz, welcher am 30sten Jänner 1883 nach langen qualvollen Leiden in Wien verschieden ist. Güh war eines der ältesten Mitglieder des Beamtenvereines und seit dem Jahre 1867 bis zu seinem Todestage im Localausschusse der krainischen Mit-gliebergruppe unermüdlich thätig. Der Herr Vorsitzende widmete demselben einen warmen Nachruf, und die Ver> fammlung ehrte das Andenken desselben in dankbarer Anerkennung seiner Verdienste durch das Erheben von den Sitzen. Was nun die Localversicherungs-Abtheilung anbelangt, so standen mit Cnde des Jahres 1882 283 Verträge mit dem versicherten Capitale per 287 646 st, und 337 fl. 40 kr. jährliche Rente in Vormerkung, Der Stand des versicherten Capitales vermehrte sich während dieses Jahres um netto 27150 st, und 250 st jährliche Rente. An die Angehörigen oer im Jahre 1882 ver< storbenen oben gedachten Mitglieder wurden 4200 st. ausbezahlt, hingegen an eincassierten LebensversichernngS-Prämien nnd anderen Gebüren der Centralleitung in Wien 8453 fl. 84 kr. verrechnet. An hilfsbedürftige Vereinsmitglieder und Standesgenossen wurden Lehr« nlittelbeiträge und Unterstützungen im Belaufe von 140 st. erfolgt und bei der Centralleitung iu Wien an Cautionsdarlehen 900 st. Notenrente vermittelt, Zum Schlüsse der Versammlung wurde die Crgän-zungswahl an Stelle der im Jahre 1883 statutenmäßig austreteuden Mitglieder und Ersatzmänner des Localausschusses vorgenommen. Gewählt wurden als Mitglieder die Herren: Jakob Smolej. k. k. Landes-schulinspector; Blasius Hrovath, Dlrector an der k.l. Lehrer.Bildungsanstalt; Dr. Josef Nejedli, l, k, Oytimasilllprofessor, und Lorenz Haubitz, k. l, Rechnungs-revident; dann als Ersatzmänner die Herren: Anton Lenarschih, k. l. Haufttsteuereinnehmer a. D,; Franz Kreminger, k. l. Nealschulprofessor, und Johann Lisez. Expeditor der Südbahn. Endlich wurde dem Obmanne des Localausschusses, Herrn t. l. Landesschulinspector Raimund Pirler. für die umsichtige Leitung des Local, ausschusses und für dessen opferwilliges, uneigennütziges Wirken für da3 Wohl des Vereins von der Versammlung einstimmig der gebürende Dank votiert. — (Die Beseda in derTltalnica) am 15. d. M. war sehr gut besucht und bildete in allen Theilen einen würdigen Abschluss der Vereinsconcerte und Unterhaltungen der Saison. Die beiden Chöre „2v62(1^" und „^rilOssorei" unter Leitung des Herrn V. Valenta, vom Citalnica.Sängerchore gut studiert und vorgetragen, fanden lebhaften Beifall. Insbesondere gefiel »2v62(1a", als neue Composition des Herrn Fr. Vilhar, mit dem von Herrn Meden vorzüglich gesungenen Solo. Mit ganz besonderem Interesse begrüßte das Publicmn die Fräulein Amalie und Anna Vicic, und mit Vergnügen constatieren wir, dass das anfänglich den Debu» tantinnen gebrachte Interesse durch den Vortrag der beiden Programmpiöcen: „Sonate" von Vrunner und „Militär-Fanfare" von Ascher, vortheilhaft erhalten blieb, ungetheilter Applaus folgte dem Spiele der beiden Fräulein. Den Lüwenantheil am Erfolge hat aber das kaum nrun Jahre alte Fränlcin Anna Vicic, Weiter vetheiligt ist nebst Frl. Amalie Viilic Frau Karmger als Lehrerin, und wir gratulieren zu dem günstigen Erfolge luwohl den direct «,ls auch indirect Betheiligten. Die gemachten Quartette: „V86 mine« und »Odi^i«, vorgetragen von Ir»nl. Bvhm (Sopran). Fräul. Namre (Alt), Herrn Nazinger (Tenor) nnd Herrn Valenta (Aass), von Dr. B. Ipavic, sind liebliche Compositionen, welche, mit Rücksicht auf den Concertabend, den einzigen Fehler hatten, zu kurz gewesen zu sein. Die beiden Liedchen wurden von den genannten Damen und Herren so stimmungsvoll gesungen, dass das allgemeine Bedauern über den so knapp bemessenen Genuss wohl gerechtfertigt war, gleichwie der Wunfch. diese Kräfte gemeinsam recht bald und öfter wirken zu hären. Dem Vocalquartette folgte das Instrumentalquartetti 0p. 26, „H-Iw^ro eout'uoeo", meisterhaft concertiert von den Herren Klein (Violine). Burgarell (Viola), Parma (Cello) und Majcr (Piano). Auch diese Programmnummer wnrde, Wie die vorhergegangenen, lebhaft applaudiert, und wohl nur die Rücksicht auf das dem Concerte folgende Tanz-kränzchen war die Ursache, dafs die einzelnen Piöcen, trotz deutlicher Einladung feitens der Gesellschaft, nicht zur Wiederholung gelangten, zum Nachtheile der Nicht-Tanzenden. Das Tanzkränzchen entwickelte sich äußerst lebhaft, und es wurde mit außerordentlichem Animo bis 1 Uhr nach Mitternacht Terpsichoren gehuldigt. —n-k. — (Gemeindewahl,) Bei der in der Ortsgemeinde Selzach, Bezirk Krainburg, vorgenommenen Gemeindeneuwahl sind der Nealitätenbesitzer, Krämer und Wirt Franz Schliber aus Selzach zum Gemeindevorsteher und nachbenannte Grundbesitzer zu Gemeinderäthen gewählt worden, als: Mathias Hmid aus Selzach, Johann Verhunc aus Selzach, Johann Dolenz aus Luscha und Georg Fajfar aus EeZeuca. — (Die Menagerie von Entreß). welche seit einigen Tagen in der Latermannsallee aufgestellt ist, übt auf das Publicum eine ganz besondere Anziehungskraft aus. Sie verdient aber auch das Interesse, das ihr entgegengebracht wird, denn man sieht in dieser Sammlung nur durchwegs schöne und zumeist junge Exemplare. Hervorragend schön sind der Löwe, der Tiger, die Seidenkuh vom Himalaya, die Panther, die Hyänen u. s. w, u. f. w. Sehr bemerkeuswert ist es, dass eine junge Löwin eine Hündin bei sich im Käfige hat uud mit aller Zartheit behandelt, von der sie aufgefäugt worden. Die Thiere dieser Menagerie (welche auch vorzüglich schöne Papageien, Affen, Schlan' gen u. s. w. besitzt) sind alle in bestconserviertem Zustande, und es ist die Dressur, wie sie der Besitzer Herr Entreß in exacter Weise vornimmt, eine geradezu vollendete zu nennen. Diese Menagerie wird sich. wie wir hören, nur mehr wenige Tage hier aufhalten uno sieht daher in denselben noch weiterem, recht lebhaftem Znsprnche sicher entgegen. — 08. — (Das Trie st er Dampf-Tramway. Project) ist um einen Schritt seiner Verwirklichung näher gekommen. Se. Exc, der Herr Handelsminister Freiherr v. Pino hat, wie das „Triester Tagbl." schreibt, dem Herrn L. PH. Schmidt die „Vorconcession für eine als schmalspnrige Straßen-Dampftramway auszuführende Localbahn von Trieft über Miramare, Dnino, Monfal-cone, Nonchi (Cervignano), Gradiska, Gürz nach Haiden-schaft und Wippach" im Sinne der gesetzlichen Bestimmungen bereits ertheilt. — (Literarisches.) Von dem bestbckannten Grazer Dichter Wilhelm Fischer, dem Verfasser der „Atlantis" und der „Sommernachtserzählungen", ist soeben ein neues Werk „Anakreon", ein Frühlingsidyll in drei Gesängen, erschienen. Wir kommen auf die Dichtung noch in einem ausführlicheren Referate zurück. — (Der neue Hafen von Trieft.) Aus Graz fchreibt man der „Wiener Zeitung" unterm 8. d, M.: Einer Einladung folgend, hielt in der gestrigen zahlreich besuchten Wochenversammlung des polytechnischen Clubs der Oberinspector der Südbahn, Herr Fried. Bö inch es, einen Vortrag über den Ban und Betrieb des neuen Hafens von Trieft. Die außerordentlichen Schwierig« leiten betonend, welche durch die ungünstigen Bodenverhältnisse der Nhrde geschaffen werden, gedenkt der Sprecher des großen Dienstes, welchen die hohe Staatsverwaltung mit der Wahl und Durchführung des für den Hafenbau gewählten Systemes der Wissenschaft geleistet habe. und freut sich, die verdiente Anerkennung constatieren zn können, welchen dieser Dienst im In-und Auslande gefunden habe, indem die technifchen Vereine und Lehranstalten von Wien, Graz, Prag. Bnda-pest. Brunn u. a, sowie von London, Paris, Rom. Padua. Newyork, Philadelphia u. a. dem der schwierigen Her-stellung wegen berühmt gewordenen Seebaue ein bcson« dereS Interesse geschenkt hätten. Auf die allgrmeine An> läge und das Gansystem übergehend, wurden die durch die Umstände gebotenen Modiftcationen deS letzteren und dann die chronologische Entwicklung der einzelnen Bau« objects erklärt, um mit der Ausrüstung des Hafens be-züglich der Verankerung der Fahrzeuge und der Mani-pulation der Waren zu schließen. So viel über den Bau. Bei dem Betriebe wurde auf die großen Vortheile der neuen Anlage hingewiesen, welche in der Erhöhung der Leistungsfähigkeit und Verminderung der Ladcspesen gipfeln und daher fremde wie einheimische Fahrzenge bestimmen, in dem neuen Hafen vorzugsweise ihre Verankerung zu suchen. Des fortwährend steigenden Importes von Petroleum wurde zedacht und der dadurch hervorgerufenen Nothwendigkeit, ein specielles, abseits gelegenes Bassin für die Bergung dieses und anderer feuergefährlicher Artikel zu errichten. Zum Schlüsse wurde des aus den statistischen Aufschreibungen g^ schöpften Schiffsverlehres des Triester Hafens " 27 Jahren (1856 bis 1882) gedacht und der gege«' wärtige Stand der durch die soeben tagende ministerieu Commission in Trieft ventilierten Freihafenfrage en>' wickelt. Der fehr beifällig aufgenommene Vortrag W" zu einer eingehenden Discussion über die maritml^ commerciellen und baulichen Verhältnisse des neue« Hafens im Gegenfatze zur alten Rhede, welche t>M die feitens der Clubmitglieder gestellten Fragen v^ anlasst wurde. Der durch Zeichnungen im großen Vlaß' stabe und ein Album mit Text und Photographien »"^ stricrte Vortrag wird in extenso in den „Mitthellu" gen des polytechnischen Clubs" veröffentlicht werdei»^ Neueste Post. Original-Telegramm der „Laib. Zeituliß» Lemberg, 17. April. In Iavorow widersetzte st^ die Bevölkerung den behördlichen Vorbereitungen i", Cultivierung der Flugsandgründe und griff die herve gezogenen Uhlanen mit Stangen und Pfählen "., Das Militär wendete nur die flache Klinge an. Z^ Personen wurden verwundet, die Rädelsführer ^ haftet. __________ Wien, 10. April. Im Abgeordnetenha^ wurde heute die Generaldebatte über die SchulgM Novelle fortgefetzt. Es fprachen drei Redner für "^ zwei gegen die Annahme der Novelle. Morgen lvn die Discussion fortgesetzt und übermorgen die Genera debatte höchst wahrscheinlich zum Abschlüsse gebr^ werden. , Schwerin, 16. April. Laut einer BelaN". machnng des Staatsministenums beauftragte der ve storbene Großherzog in seinen letzten Lebeiisstiu^ den Staatsminister Vaßwitz, dem Lande seinen ^^ für die Liebe und Treue auszusprechen, die das!" ihm während seiner 41jährigen Regierung bewies- Berlin, 16. April. Se. Majestät der Kaiser"' infolge des Ablebens des Großherzogs von Mew^ bürg heute früh nach Schwerin abgereist nnd ley Abends wieder zurück. Die Abreise des Kaisers """ Wiesbaden ist aufgeschoben. . ., Brüssel, 16. April. Der König leidet ane", heftigen Grippe und hat den Aefuch der Garten^ Ausstellung in Vent aufgegeben. .<, Pari«, 16. April. Die legitimistischen Iour^ „Union" und „Gazette de France" dementieren ^ beunruhigenden Gerüchte über den Gesundheitszus^ des Grafen von Chambord. ,^ London, 16. April. Dem ..Hofjournal" z"!U sind in der Knieverstauchung der Königin zwar e>l>H Anzeichen der Besserung bemerkbar, die Heilung sH^H aber mir langsam vorwärts. Die Königin wird " eine Zeillang sich des Gehens enthalten müssen- g, Dublin, 16. April. Ueber eine neue Vers^ rung zum Morde in der Grafschaft Clare mach" ^ Zwangsarbeitssträfling Namens Tubrify Enthüll""^ Infolge dessen wurden mehrere Personen verhaftet- M Phönixpark-Processe ist der Verhaftete James ^" zum Angeber geworden. Angekommene Fremde. Am 15. April. - ^ Hotel Stadt Wie«. Kaltcncggcr. Ritter v.. RadmaM'sdo'^,, Maanan, Iufauteric-Officier, La Nochelle, — Neu. "^ie" Lyon. — Haas, Löwy, Wiutcrholler und Engel, MusiA l, l Hotel Elefant. Gras Attems. Gottschce. — Palowsl''' „„S' Militär-Iiltendaiit, Trieft. — u. Ialsich. t. k. b<"pl....I"' Waise, Kaal bei Raunach. ^ Puchcrna, k. l. Ml" . ^ acnieur, Pola. — dc Dottori, Großgrundbesitzer, "UA. ^ Globolschuiga., Krainburg. — Schneider, Kausm-, ^ Lcngyel, Kfm,, Kanischa. Verstorbene. .g 5 Den 13. April. Frnnz Ianmil, Postillon, Wienerstraße Nr, 7, Luuaentubcrculosc. , ^ M>" Den 14. April. Johann Lasnil, Arbeiterssohn, » Triesterstraßc Nr. 24. Luugcnphthisis. ,. it/, 3" Den 16. April. Josef Gril, SteindruckcrSsoY" Kralauergasse Nr, 5, Lungenlähmung. Meteorologische Beobachtungen in^MH^ ° «Z We t « ^z^ 7U.Mg. 736.^5 ^. 0.1 windstill Nebel ^ 1«. 2 ., N. 735.34 ^15.6 SW. z. star! . bewoltt 0 „ Ab. 736.76 ^. 9.3 W. schwnch z'eml- l)"l" ^cht^ Reif, Morgeuncbel, tagsüber ziemlich heiter. ""0«^ M Mondschein. Das Tagesmittel der Temperatur -^ 1,0« unter dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: P. v. R a^c^^ Ginaesenvct. ,,,r^^ Schwarzseideue Surah, 8atm '"" ^lt-loux, ^UW1.iixm', Atlasse, Damaste, ^^.^ ripse und Taffcte st. 1,05 per M^ ^,^ (in circa 120 vcrsch. Qllal) versendet iu emzelu"' ^ik Vricfc losten 10 lr. Porto nach der Schweiz- ^ 737 ÄmlMall zm Laibacher Zeiluna Nr. 87. Dienstag, den 17.Wril1883. ^M^ stu^entenftlftunll. Nr. 5790. Ctudisin! ^'"^ zweiten Semester des lailfelldcn Vn^"'V"s wird das zweite Johann Baptist ^fl?'M St. F. Stipendium jährlicher « Das? "s erledigt ausgeschrieben, ^agistrn? unterliegt der Präseiüatiou des einem K^k, der Stadt Laibach und tanil von »asinlclM " ^" s'ebcnten oder achten Gym> "n ^.',e, "id während der Universitälsstudieu, Auossen jedoch ^^ länger als durch sechs Jahre, ^°n des^'c^"^ biezn vor allem Descendenten v'Men ^"s Vetter Franz Wagner bis zum 'chließlich v. ,' dann Laibacher Vürgcrssöhne, , Äewr!. '""' überhaupt. j""'Mt all>>,,"«>"" dieses Stipendium haben ihre ^'ifschrin^. >> Uagen stempelfreien, mit dem 8""Ü über di. ?' Impsscheine oder der Bcstäti. > natürlichen Blattern, >'estral,ri,?,O'^^'ug"isse. den letzten zwei "Ctaa<- ^'ssw »der mit den Colloauien-°Uf zij^, '/''pNlfiingszeugnissen, endlich, wenn sich Mlen ^"dlschast berusell wird, mit einem gliche ^laniindanme oder Nachweise belegten Mbln '^^^chc auch die Angabe zu enthalten ^feiM«? d" Eltern des Gesuchstellers ihren ""es s i. °" baben und ob der Bittsteller oder bereits im Gennsse eiues ' "buna ^. "der einer anderweitigen Unter-« W) befinden, bei^ längstens 30. April d. I. «, 3lm"?^^" Stndicnbehördc einzureichen, '"che kn °"'ll vorschristsüläßig instruierte Graz "°", berücksichtigt werden. °z °ni 1. ^,^ 1883. Der l. l. Statthalter: "^------_____Kübeck^p^ . ^ > ^unämackun«. Nr. 2353, >"a«s i^?«. April" I., ^"s"Nd 'i ""' ^"b" die slhen su"'lz'!lste Verlosung der kraini- "" hiesi /"ndcutlastungs-Obligationen Laih^^'U'^ebäude statt. ^v!."""lquartier, "n Procenteiv «,Ue„, " die ^."träges uud der Anspruch auf ^lzulan^slon nicht einrechenbare Qnin-Icnt,« ^cib" " ^ per 199 ^ verbunden ist. ^ ^ksuche,""' di^se Stelle wollen ihre be-Ct?^. rve>, ""' Nachweisuug ihres Alters, <"" und"'"« Anzahl der Kinder, ihrer EpL' der hj'l)rer etwaigen speciellen Befähi-^V"lntn «7".^n Dienstleistnng nnd ihrer "rde "He ^l Wege ihrer vorgesetzten "'bach ". ^ndcsausschusse überreichen. ttraini!«. ' ^pril 1883. -^^Ner 9?" iiandesausfchuss. ttz^^^haMmann: Thurn m. p. >N n, ^etivf^ »»> Nr. 4054. ^?F'f"^ss-W«ndarztenftosten l'°lat1" ^°sten ^. ^dcu. Bewerber um den ?ie N„. per 2^ v)" dem sine Iahresremu« ''l' 2" des V.s 3"s der Vczirlscassc auf ""ter ^" ihre V^s derselben verbunden 'prach""chwcisll/"^"g docnmentiertcn Gesuche "ien ug der Kenntnis beider Landes- ''^2^^rz1^. ^auptmann-Weigleinm.,, (1591—1) Toneul»nu»s«üreibuny. Nr, 854. Bei dem t. l. Bezirksgerichte Nasscnfich ist die Äezirksrichtcrsstcllc mit den Bezügen der achten Nangsclasse in Erledigung gekommen. Die Bewerber um diese, eventuell bei eiuem anderen Bezirksgerichte in Erledigung kommende Bezirlsrichtersstelle haben die gehörig docu» mentierten Gesuche, in welchen auch die Kennt^ nis der deutschen und slovenischen Sprache in Wort und Schrift nachzuweifeu ist, im vor« fchriftsmähigeu Wege bis 2. Mai 1883 hieramts einzubringen. Rudolfswcrt aui 13. April 188!!, Vom t. l. Meisgerichts-Präsidium. (Kill—1) N2!gl28 8t«v. 2168. in-iösi« 8« dodu 1. äail m«^ H 1683 ob 8. uri äopoludllü ^irsd tull^'ön^'o 8ocllii^c>, ii littturiiu nm^'u ^)rit,i uno »undo, Iclltorim ^6 12 I)ru,vui!i laäov m»r, ä», 80 z)oi2VLäo jio803t,no lilxluorg; onäü nluo^o z)0V0ä«,t,i to, kar^o pri» Z)lllvl!0 23, po^»«nul^o in Vlllavlu^'u li^ill I)llivio. <ü. lcr. olir^ua, 80lluiju, v li>»i^i, ciuö 10. aiirila 1883. Iil??^2) iiünHmlllflUNl, Nr, 2051. Die Erhebungen znm Zwecke der Ergän' zung des Grundbllches durch die Eiutraguug der dem Josef Benedit von St. Iodoci gehö» rigcn, in der Catastralgemeinde Obcrfctzniz gelegenen Wälder Parcelle Nr. 378/19«/a und 378/198/c finden am 20. April 1883, vormittags 9 Uhr, in der Amtskanzlei statt. Hiezn können alle jene Personen, welche au der Ermittlung der Besihverhältuisse ein rechtliches Interesse habe», erscheinen und alles zur Auftläruug sowie zur Wahrung ihrer Rechte Geeignete vorbringen. K. t. Bezirksgericht Krainburg, am b. April 1883. ________________________^^ (158V-2) Kunämlllüuny. Nr. 3272. Von dem k. t, Bezirksgerichte Stein wird hiemit bekannt gemacht, dass die Erhebungen zur Anlegung eines neuen Grundbuches fiir die Catastralgemeindc Klanc am 23. 25, 26,, 30. April und 1.. 2., 7 und 6. Mai l. I. nud im Bedarfsfälle an den darauf folgenden Tagen jedesmal vormittags um 8 Uhr iu der dicSgerichtlichcn Amtskanzlci stattfinden werden, wozu alle Personen, welche an der Ermittlung der Besihvcrhciltnisse ein rechtliches Interesse haben, erscheinen und alles zur Aufklärung sowie zur Wahrung ihrer Nccht« Geeignete vorbringen können, K. k. Bezirksgericht Stein, am 13. April 1883.____________________________^^^ (1612-1) Hunämuchunu Nr. 2706. Vom k. l. Bezirksgerichte Nassenfuß wird bekannt gemacht, dass zum Zwecke der Anlegung eines ncncn Grundbuches für die Catastralgcmcindc Starawas die Erhebungen im Sinne des Gesetzes vom 25. März 1874 auf den 28. April l. I., vormittags um 9 Uhr und die folgenden Tage, in der Gcrichtskanzlci mit dem Beifügen an» geordnet werden, dass bei denselben alle Personen, welche an der Ermittlung der Vcsitzverhällnisse ein rechtliches Interesse haben, erscheinen und alles zur Auslläruug sowie zur Wahrung ihrer Rechte Geeignete vorbringen löunm. K. l. Bezirksgericht MsMsuh. am 15teu April 1883. (1590-1) Hleknnnlmnllmnll. Nr. 3271. Von dem gefertigten l. l. Bezirksgerichte wird bekannt gemacht, dass, falls gegen die Richtigkeit der zur Anlegung eines ucncn Grundbuches für die Eatastralgcmcindc Nassowitsch verfassten Besitzbogen, welche nebst den bericht tigien Verzeichnissen der Liegenschaften, der Eopie der Mappe und den über dle Erhebuugen ausgenommenen Protokollen Hiergerichts zur allgemeiuen Einsicht aufliegen, Einwendungen erhoben werden sollten, weitere Erhebungen am 30. April 1883 hicrgerichts werden eingeleitet werden. Zugleich wird den Interessenten bekannt gemacht, dass die Uebertragung der nach 8 118 a. G. G. amortisierbaren Privatsorderuugcn in die neuen Grundbuchseinlagen unterbleiben lann, wenn der Verpflichtete binnen vierzehn Tagen nach Kuttdmachuua, dieses Ediclcs darum ausucht, K. t. Bezirksgericht Stein, am 14. April (1411—3) KunämaHung. Nr. 5215 In den Waggons der Eiscnbcihnlinie Stein» brück'Adelsbcrg sind in der Zeit vom 1 Jänner bis 31. März l. I, folgende Gegenstände ge» funden worden: 1 Portemonnaie mit Barschaft und einer Fahrtarte Wicn»Graz, 1 brauner wollener Regenschirm, 1 schwarzer Damcnmuff, 1 alter seidener Regenschirm, 1 brauue Pelztappe, 1 grauer lleiucr Handkoffer. hierorts wurden iu der gedachten Zeit fol-gende Gegenstände gesunden: 1 Paar Kinderschuhe, 1 Serviette, 17 Psund Flachs, Eine Barschaft von Einem Gulden, 1 Cigarrenspitze im Etui, ^ 1 Band „Bibliothek der Unterhaltung nnd des Wissens", 1 silberner Uhrschlüsscl mit einem Thaler als Anhängsel. Eigeuthumsansprüche sind in Jahresfrist hierorts geltend zu machen, widrigcns nach Ablauf der Frist nach den Bestimmungen des a. b. G. B. über die gefundene»! Gegenstände verfügt werden wird. Stadtmagiftrat Laibach, am 31. März 1883. (1607—2i ckunämacknnll Nr. 18884, Dienstag, den 24. d. M, nachmittags 3 Uhr'werden die städtischen Grundstücke iu Skofclca nächst geweihtem Brunn, nnd zwar die knapp neben der Untcrlraiucrstraße gelegene Waldung uud die in der Nähe der» selben gelegenen Wiesen im öffentlichen üicita« tionswcgc verkauft, und werden die Kauflustigen hiezu mit dem Beisätze eingeladen, dass zur bestimmten Stunde am Orte der Realitäten mit Veräußerung des Waldes begonnen und sodann mit dem Vcrkanfe der Wiesen fortgesetzt wird. Stadtmagistrat Laibach, am «.April 1883. Für den Bürgermeister: Perona m. z>. (lb«0-1) Kundmachung. «r. 4824. Vom l. k. Oberlandcsgerichte für Steiermarl, Kärutcn uud Kram in Graz werden über erfolgten Ablauf der Edictalfrist znr Anmeldung der Bclastungsrcchte auf die in dem neuen Vrundbuchc für die nachbezeichneten äatastralgemeinden enthaltenen Liegenschaften alle diejenigen, welche sich durch dcu Bestand oder die büchcrliche Rangordnung einer Eintragung in ihren Rechten verletzt erachten, ausgefordert, ihren Widerspruch längstens bis letzten Oktober 1883 bei dem betreffenden l. l. Gerichte, wo auch das neue Grundbuch eingesehen werden kann, zu erheben, widrigenfalls die Eintragungen die Wirtuug grundbücherlicher Eintragungen erlangen. Eine Wiedereinsetzung gegen das Versäumen der Edictalfrist findet nicht statt; auch ist eine Verlängerung der letzteren für einzelne Parteien unzulässig._______________ ! G ^ Eatastralgemeinde Vczirleaerichi Rathsbeschluss 5^j _______ l__________________ 1 Osttoschnik Nassenfuß 7. März 1883, Z. 2031. 2 Trebelno „ 7. „ 1863, Z. 3032. 3 Dovslo Egg 7. „ 1863, Z. 3169. ! 4 Zaplaua Oberlaibach l. , 1883, Z. 324«. 5 Sadlog Idria 14. „ 1883, Z, 3316, 6 Dole „ 14. , 1883. Z. 3317. 7 Grafcuacker Laas 14. „ 1883, Z. 3316. 8 Draga Lack 14, „ 1883, Z. 3476. 9 Drnovo Gurlfeld 14. „ 1883. g. 3495. 10 Grohpudlog „ 14. „ 1883. g. 3496. ! 11 Obergurk Sittich 14. . 1883, Z. 3598. 12 Gartscharcuz Loitsch 21. „ 1883, Z. 3628. 13 Petlouz „ ?1. " 1883. Z. 3629. 14 Grohpölland Neifniz 29. „ 1883. Z. 4165. 15 ssaier Neumarktl 2Ä. , 1883. Z, 4310, Graz am II, April 1883.