Wezugspreile ^nr Gsterreich-Uugarn ganzjährig K 5 — halbjährig K 2 50 jür Amerika: ganzjährig D. 2' — jnr das übrige Ausland ganzjährig K 6 50 Erscheint niü einer illustrierten Beilage „Wandermappe' eines jeden Monates. am 4. und 19. ©riefe ohne Unterschrift werden nichtberückstchtigt, Manuskripte nicht zurück-gesendet. Bestellungen itbemmmit die Werwattnng des Hottscheer Woten in Gvttschee SJir. 121. Berichte und zu senden an die Schriftleitmift des Hottscheer Boten in Gottschee. Anzeigen (Inferate) werden nach Taris berechnet und von der Verwaltung des Blattes übernommen. Die „Wandermappe" ist nur als Beilage des Gott» scheer Boten erhältlich. Postsparkaffen-Konto Nr. 842.285. Nr. 24. Kottschee, am 19. Dezemöer 1916. Jahrgang XIII. An die verehrten Abnehmer. Wieder hat der „Bote" ein Jahr seiner Wanderschaft vollendet, mit der nächsten Nummer beginnt er ein neues Wanderjahr. Zwar ist bei der bereits angekündigten Verteuerung des Druckpapieres eine nicht unerhebliche Steigerung der Herstellungskosten unvermeidlich, dessenungeachtet will et den Bezugspreis nicht erhöhen, sondern beim alten belassen in der Erwartung, daß ihm seine bisherigen Abnehmer treu bleiben, ihre etwaigen Rückstände demnächst begleichen und tunlichst neue Besteller zuführen werden. Der Bezugspreis beträgt also, wie bisher, für das Inland 5 K, für Amerika 2 Dollar, für das übrige Ausland K 6 50. Der heutigen Nummer ist ein Posterlagschein beigelegt, dessen sich die geehrten Abnehmer bei Einzahlung des Bezugspreises gefälligst bedienen wollen. Die Verwaltung. Heil Kaiser Karl! Heil Kaiserin Zita! Kaiser Franz Joses ist in das Reich der Toten hinabgestiegen. Seinem müden, von Sorgen gebeugten Haupte entsank die irdische Krone, er hat sie mit der Krone der ewigen Gerechtigkeit vertauscht. Der beste Vater ist von uns gegangen, aber er lebt fort in seinen Werken. Die verblendeten Feinde wähnten, der Tod des Kaisers bedeute auch den Untergang der Monarchie; sie hätten es am liebsten gesehen, wenn auch über Österreich-Ungarn sich der Sarg geschlossen hätte. Sie haben sich getäuscht. Sowie der größte Sturm, den die Weltgeschichte erlebt, unseren Staat nicht zerschmettern konnte, so zeigte sich die Festigkeit des Habsburgerreiches auch beim Tode des verewigten Kaisers Franz Josef. Nie hat sich ein Thronwechsel glatter vollzogen. Der Erwartung des großen Verblichenen freudig entsprechend, übertrugen die Völker Österreich-Ungarns ihre Siebe und Treue auf Kaiser Karl, den erlauchten Nachfolger auf dem altehrwürdigen Habsburgerthron, auf den neuen Herrscher, dessen jugendliche Stirne schon der Sorbeer verdienten Kriegsruhmes schmückt. Inniger und geschlossener denn je scharten sich alle Volksstämme des weiten Reiches in der großen Schicksalsstunde um den Thron ihres jungen Kaisers und Königs und schwuren ihm unverbrüchliche Treue und Ergebenheit zu. Es war das ein begeisterter Schwur, den der österreichische Dichter Franz Sichert in folgende Worte kleidete: Kaiser Karl, wir schwören Dir Österreichertreue, Kaiser, wir gehören Dir Jeden Tag aufs neue! In des Krieges Blut’ger Not Stehn wir zu den Fahnen Schwarz und gelb und schwarz-weiß-rot — Treu wie unsre Ahnen! In der Faust die blanke Wehr, Sieh in Wetterschauern Deine Völker um Dich her, Wie des Ahnherrn Mauern! Habsburg hoch und Öst'reich stark — Bis ans Weltenende — Diesen Spruch mit Mut und Mark, Karl, zur Wahrheit wende! Laß den Flamberg blitzesgleich Auf die Feinde wettern, Kaiser Karl, Dein Österreich Laß Dir nicht zerschmettern! Kaiser Karl, das neue Reich Wächst aus Blut „und Schmerzen. Kaiser Karl, Alt-Osterreich Lebt in Deinem Herzen! Kaiser, höre unfern Schwur, Hört ihn, sel'ge Ahnen: Leben, streiten, sterben nur Unter Habsburgs Fahnen! „vuifer Karl I. steht vor den Toren seines Schicksals, vor der Pforte der Zukunft des Vaterlandes in furchtbar ernster, gewaltiger Zeit! Der Schützengraben war eine gute Schule für den jungen Herrscher, der schon als Thronfolger durch fein sonniges Wesen, durch feine Leutseligkeit und Menschenfreundlichkeit aller Herzen gewonnen Seine hervorragende Teilnahme am Weltkriege, insbe-ouders seine ruhmvollen Siege über den tückischen welschen Feind an der tirolifchen Front und sein erfolgreiches, die Krisis des Weltkrieges bannendes Eingreifen als Feldherr im Kampfe gegen mußland haben dem neuen Herrscher bereits früher eine hohe Volkstümlichkeit erworben. . r , Die Worte, die Kaiser Karl beim Regierungsantritt an ferne üBölfer richtete, fanden wegen ihres mit Krastbewußtsein gepaarten liebevollen, warmherzigen Tones begeisterten Widerhall, das Manifest be<§ tunaen Kaisers wurde überall als eine glüäverheiHende Kund-qebung ausgenommen. Heil Kaiser Karl I.! Ihn umschwebt der Schutzgeist seines verewigten großen Vorgängers, dessen Flehen dort oben in den lichten Höhen des Himmels Österreich zum Stege führen und den heißersehnten Frieden bringen möge Mit sicherer, fester Hand hat Kaiser Karl die Zugel der Regierung ergriffen, ein frischer, herzerfreuender Zug kennzeichnet den Beginn des Wirkens des jungen Kaisers des sich verjüngenden Reiches. Aber wie gewaltig ist nicht die Saft, die Kaiser Karl aus seine Schultern genommen! Fragen weltgeschichtlicher Art sind es, die an ihn herantreten. Vor allem die Durchsetzung des Friedens oder die Erringung des Endsieges in dem furchtbaren, schon so lange dauernden Westkriege. In stolzer Zuversicht, durchdrungen von dem Glauben an die unvernichtbare Kraft Österreich-Ungarns, blickt Kaiser Karl, falls das Friedensanerbieten von den Feinden abgelehnt wird, dem siegreichen Abschlüsse des Völkerringens entgegen. Die jüngsten herrlichen Waffenerfolge in Rumänien, die Einnahme von Bukarest sind neue wichtige Etappen auf dem Wege zum Endsiege. Mit der Durchsetzung des Friedens, bezw. der Gewinnung des Endsieges hängt eine ganze Reihe weltgeschichtlicher Fragen zusammen, die der Kaiser lösen oder an deren Lösung er entscheidend Mitwirken wird: die polnische Frage, die bereits in der Lösung begriffen ist, die serbisch-montenegrinische und die albanische Frage, die rumänische Frage, die orientalische Frage überhaupt, die ukrainische Frage, die Auseinandersetzung mit Italien und die Erhöhung der Seegeltung der Monarchie. Dann die Frage Mitteleuropas, die Schaffung eines festen, unlöslichen Bundes zwischen Österreich-Ungarn und dem Deutschen Reiche, die Herstellung eines näheren, engeren Verhältnisses zu unseren Bundesgenossen auf dem Balkan. Alle diese Fragen, die Europa erschütterten, sie gehen nun, eine nach der ändern, ihrer Lösung entgegen; Kaiser Franz Josef hat ihre Lösung vorbereitet, Kaiser Karl wird sie beenden. Und dann die großen Probleme im Innern der Reiches: die Festigung des Verhältnisses der beiden Reichshälften zueinander, die politische, wirtschaftliche und soziale Erneuerung der Monarchie nach dem Weltkriege! Eine neue Zeit bricht an. Schon unter der Regierung Franz Josef I. begann ein Hauch der Erneuerung durch Österreich-Ungarn zu gehen. Auf allen Gebieten des geistigen und materiellen Lebens wurden neue Kräfte wirksam. Ein hoffnungsvoller Aufschwung trat ein. Will ja doch unsere Monarchie nicht nur im satten Besitze alter, edelster Kultur sich behagen, sie will vielmehr immer höher und höher streben. Österreich-Ungarn fühlt sich imstande und besitzt die Kraft, nach den höchsten Zielen aufzublicken, aus seiner Politik, aus seiner Kultur das Höchste zu machen. Unser junger Kaiser wird sein kraftvoller Führer sein im Ringen nach dem Größten, Besten, Glücklichsten. Seinen Völkern will der neue Kaiser ein gerechter und liebevoller Fürst sein, ihre verfassungsmäßigen Freiheiten und sonstigen Gerechtsame Hochhalten, ihr sittliches und geistiges Wohl fördern, Freiheit und Ordnung beschirmen und allen erwerbstätigen Mitgliedern der Gesellschaft die Früchte redlicher Arbeit sichern. Dieses Staatsprogramm, dieses Regierungsprogramm eines modernen Fürsten, das christlichen Regentengeist atmet, haben die Völker Österreichs als frohe kaiserliche Botschaft ehrfurchtsvollst und dankbarst entgegengenommen, begeistert haben sie gelobt, in treuer Liebe zu ihrem neuen Kaiser zu stehen, der als Inbegriff ihrer Hoffnungen in blühender Jugend die Bürde des schweren Herrscheramtes auf sich genommen. _ Heiß und inbrünstig flehen sie zu Gott, der Allmächtige möge Österreich segnen und dem neuen geliebten Herrscher die Kraft verleihen, den Pflichten seines hohen und schweren Herrscheramtes gerecht zu werden. Und sowie unser junger Herrscher bereits als kaiserlicher Prinz Schätze der hingebungsvollen Liebe, der tiefsten Verehrung, der felsenfesten Treue erworben hat sowohl im Schützengraben, als auch an den Stätten des Schmerzes, die er besuchte, und beim Volke daheim, sowie sein warmherziges Wesen, seine lebensfrohe, ritterliche Art ihm schon früher aller Herzen erobert hat, so hat auch unsere jugendliche, vom Reize der Anmut umflossene Kaiserin Zita schon längst unser aller Herzen gewonnen und an sich gefesselt. Wer kennte nicht das gute Herz unserer neuen allverehrten Landesmutter, ihren tiefreligiösen Sinn, ihre Hilfsbereitschaft gegenüber jedermann, ihren Wohltätigkeitssinn gegen die Armen, ihre Fürsorge für Kranke und Bedrängte, den hohen Ernst ihrer Lebensauffassung, ihre warme Begeisterung für edle Kunst und für die Schönheiten der Natur! Wer wüßte nichts von dem idealen Familienleben, von dem innigen, zärtlichen Verhältnisse zwischen dem Kaiser und der Kaiserin! Gekrönt wird dieses Familienglück durch vier reizende Kinder. Deren ältestes, der jetzige Kronprinz Erzherzog Franz Josef Otto, ist ein blondgelockter Knabe von wunderbarer Schönheit und Lebhaftigkeit. Österreich-Ungarn, das seit dem Jahre 1898 gewissermaßen mütterlicherseits verwaist war, hat tun wieder eine Landesfürstin. Aller Herzen jubeln der neuen Kaiserin begeistert zu, die Gottes Fügung zur Höhe des ältesten Thrones Europas emporführle. * In dem Armee- und Flottenbefehl vom 12. Dezember sagt Kaiser Karl zu den Soldaten der Armee und der Flotte: „In dem Bestreben, den in schwerer Zeit mannhaft ausharreuden Völkern die Segnungen des Friedens wieder zu geben, haben Ich und Meine erlauchten Bundesgenossen einen Versuch zurHerbeiführung eines ehrenvollen Friedens unternommen. Ich bete zum Allmächtigen, er möge diesen Schritt mit seinem Segen begleiten. Ich bin aber auch sicher, Ihr werdet mit gleichem Heldenmut weiter« kämpfen, bis der Friede geschlossen ist oder bis Ihr den Feind entscheidend geschlagen habt." — Schöner konnte die Regierung Kaiser Karls nicht eingeleitet werden als mit diesem Ausdrucke des Wunsches, daß endlich Friede werde. Wir vereinigen unser heißes Flehen zu Gott mit den Gebeten des Kaisers, und sollte der Trotz unserer Feinde die Fortsetzung des Krieges erfordern, so sind wir entschlossen, auszuharren und auch das Schwerste auf uns zu nehmen. Möge Gott unseren jungen Herrscher und unsere junge Herrscherin segnen und begnaden jetzt und immerdar! Möge es dem erlauchten, geliebten Kaiserpaare beschieden sein, die Monarchie einer neuen, glücklichen Zukunft entgegenzusühreu! Heil Kaiser Karl 1.1 Heil Kaiserin Zita! Das Friedensangebot des Vierbundes. Auf der Sonnenhöhe ihrer Waffenerfolge haben Österreich-Ungarn, das Deutsche Reich, die Türkei und Bulgarien sich bereit erklärt, die Hand zu bieten zu einem Friedensschlüsse. Ohne Haß, ohne Rachegefühl und ohne Ausnützung der glänzenden militärischen Lage zu größeren Ländererwerbungen ist der Vierbund geneigt und bereit zu einem dauerhaften, ehrenvollen und in jedem Sinne billigen Frieden. Falls die feindlichen Mächte auf Friedensverhandlungen eingehen, werden die Vierbundmächte zu diesen Verhandlungen Vorschläge mitbringen, die nach der Überzeugung der Kabinette des Vierbundes die geeignete Grundlage für die Herstellung eines annehmbaren Friedens bieten werden. Es handelt sich zunächst noch nicht um einen Vorschlag von bereits genau umschriebenen Friedensbedingungen, sondern um die Einladung, grundsätzlich zuzustimmen, daß Verhandlungen begonnen werden, die dann zum Frieden führen sollen. Das werktätige Interesse des Papstes für dieses Friedens« anbot ist erbeten worden. Der Heilige Vater, der Friedenspapst, wird dieses große Werk ganz sicher auf das kräftigste fördern. Nicht nur unsere und die neutralen Staaten, auch die Völker, die uns feindlich gegenüberstehen, haben alle Ursache, den versöhnlichen Schritt der Bierbundmächte mit größter Freude zu begrüßen. Nun haben unsere Gegner das Wort. Wenn sie auf den Friedensvorschlag eingehen, könnten Weihnachten oder Neujahr bereits einen Waffenstillstand bringen. Oder werden sie die zum Frieden ausgestrcckte Hand zurückstvßen? Werden sie dadurch den Fluch von Millionen Menschen auf sich laden wollen, den Fluch von Millionen Müttern, Gattinnen und Kindern, das Verdammungsurteil der Geschichte? Die Stimmen, die gleich in den ersten Tagen im Bierverbauds-lager gegenüber dem Friedensangebot der Mittelmächte laut wurden, waren allerdings vorwiegend ablehnend, insbesonders war die Sprache der englischen Presse eine sehr unfreundliche, ja beleidigend schroffe, vor allem die Auslassungen der Northcliff-Presse und der französischen Matin-Gruppe, dieser Hauptträger des Völker- Hasses. „Nieuwes van dem Dag" warnten aber davor, sich durch die Lektüre solcher Blätterstimmen über das Friedensangebot in einen zu großen Pessimismus Hineintreiben zu lassen. Das sei eben nur die Sprache der Besessenen. Am 15. Dezember wurde aus Paris nach Zürich gemeldet, daß die Vertreter der Vierverbandregierungen zusammentreten werden, um gegenüber dem Fricdensanbot der Mittelmächte einen gemeinsamen Beschluß zu fassen. Die ganze englische Presse ist, wie unter dem 14. Dezember gemeldet wurde, allerdings eines Sinnes, daß die Rede des deutschen Reichskanzlers keine Grundlage für Verhandlungen biete, da der Kanzler nicht zugibt, daß die Mittelmächte besiegt (II) seien, sondern im Gegenteile behauptet, daß sie gesiegt haben. Einige englische Blätter meinten, die Verbandstaaten müßten auf das deutsche Angebot mit der Bekanntgabe der eigenen Friedens« Bedingungen antworten. Doch selbst „Daily News" meinten, daß ein offenes Nein nicht die weiseste Politik wäre, da Deutschland die Verantwortung für die Fortsetzung des Kampfes auf die Verband« staalen abschieben würde, wodurch diesen ein großer Schaden zugefügt würde. Im übrigen kann man sich gegenwärtig in England in gemeinen Beschimpfungen, Verhöhnugen und Verspottungen der Deutschen nicht genug tun, die Londoner Öffentlichkeit zumal ist ganz und gar von der Kriegsstimmung beherrscht. Wer es wagt, öffentlich als Friedens-Befürworter aufzutrelen, läuft Gefahr, körperlich mißhandelt zu werden. Doch fehlt es im Lande nicht an einer sriedensfreundlichen Unterströmung, die langsam wächst. Der besonnenere Teil der Presse weist darauf hin, daß es nicht angehe, sich grundsätzlich gegen jeden Gedankenaustausch mit den Mittelmächten ablehnend zu verhalten, da der Vierverband sich hiedurch in den Augen der Neutralen, auf deren Gewinnung es die Initiative des Vierbundes abgesehen habe, ins Unrecht setzen würde. Die englischen Minister werden erst in ein paar Tagen sprechen. Was Frankreich anbelangt, ist Briand gegen das Friedensangebot, in dem er nur eine plumpe Falle und ein Manöver sieht, um die Stimmung im Vierverbande zu beunruhigen und die Verbündeten zu entzweien. Es heißt übrigens, daß die französische Regierung das Fciedensanbot der Kammer und dem Senate zur Entscheidung vorlegen werde. Briand will wenigstens Nachdenken, ein Beweis dafür, daß, trotz des jüngsten Vorteiles bei Verdun, die Siegeszuversicht verraucht ist und mau den Friedensgedanken, der in Frankreich allmählich immer weitere Kreise zieht, nicht von vorneherein als eine Lächerlichkeit ablehnt. Vor ein paar Monaten noch wäre in der französischen Kammer sogar jedes Nachdenken über Friedensanlräge noch als Schande und Böswilligkeit gebrandmarkt worden. In Italien ist die Aufnahme der Friedensvorschläge unsicher und mißtrauisch. Es wird der Preis eines Mindestprogrammes gefordert. Sonninos Rede klang gemäßigt, aber Baron Sonnino wird sein graues Sünderhaupt sicher vor Englands Befehlen unterwürfig neigen und Premierminister Lloyd George gibt das Schlagwort aus, daß die Entente in voller Einigkeit antworten müsse. - Die russischen Regierungsblätter äußern sich bisher sehr zurückhaltend und schreiben, die Friedensnote, gleichgültig, welche ihre Beweggründe seien, müsse als diplomatisches Schriftstück angesehen und als solches durch die Regierung in diplomatischer Form beantwortet werden. Die Note biete jedenfalls die Grundlage zu einem diplomatischen Schriftenwechsel. In Japan wird der Meinung Ausdruck gegeben, daß die Verbandstaaten es ablehnen, irgend einen Vorschlag in Erwägung zu ziehen, der Deutschland in seiner Stellung vor dem Kriege oder in einer dieser nahekommenden Stellung zulassen würde. Was die neutralen Staaten anbetrifft, so interessiert uns da vor allem Amerika. „Daily News" Berichten aus Washington, wenn der englische Ministerpräsident Lloyd George am 19. Dezember die Worte des französischen Ministerpräsidenten Briand bestätige, so werde Präsident Wilson es ablehnen, sich irgendwie mit dem deutschen Friedensanbote einverstanden zu erklären. Die amerika- nische Presse steht im allgemeinen auf Seite des Vierverbandes und zeigt wenig Befriedigung über den Friedensvorschlag. Nach anderen Meldungen aus Washington wird angedeutet, daß Präsident Wilson aufs gründlichste erwäge, in welcher Form er den Staaten des Vierverbandes den Friedensvorschlag der Mittelmächte darbieten könne. Im Washingtoner Kabinett sei man bisher (15. Dezember) noch zu keiner eigenen Auffassung gelangt. In den übrigen neutralen Staaten haben die Friedens-Vorschläge einen tiefen Eindruck gemacht. Man hat dort das Gefühl, daß es jetzt Pflicht der Neutralen, die durch den Krieg so arg zu leiden haben, sei, sich laut und vernehmlich zum Worte zu melden und für den Frieden einzutreten. Was die Haltung des Heiligen Stuhles anbetrifft, so steht im Anschlüsse an das Friedensangebot der Mittelmächte eine Note des Papstes an alle kriegführenden Mächte unmittelbar bevor. * So standen die Dinge bis gestern. Heute, am 17. Dezember, brachten die Blätter die Nachricht über die schroffe Ablehnung Rußlands. Sie überraschte insofern, als früher immer wieder von Sonderfriedensneigungen Rußlands die Rede gewesen war. Vielleicht ist die Ablehnung gerade deshalb so schroff, damit der Verdacht solcher Bestrebungen mit einem jähen Ruck abgeschüttelt werde. Der Minister des Äußern Pokcowsky erklärte u. a., das Ziel sei die Vernichtung des Feindes! Die russische Regierung weise schon den Gedanken, jetzt den Kampf zu unterbrechen und dadurch Deutschland zu erlauben, die letzte Möglichkeit, die sich ihm bietet, Europa seiner Vorherrschaft zu unterwerfen, auszunützen, mit Entrüstung ab. Rußland befinde sich hiebei in voller Übereinstimmung mit seinen Verbündeten, die sich durch kein Manöver abbringen lassen würden, den Krieg bis zum siegreichen Ende zu führen. Die Duma nahm einen Antrag an, in dem erklärt wird, sie schließe sich einstimmig der kategorischen Ablehnung der verbündeten Regierungen an, unter den jetzigen Verhältnissen sich in irgendwelche Friedensverhandlungen einzulassen, und sprach die Anschauung aus, daß der deutsche Vorschlag ein neuer Beweis für die Schwächung des Feindes und nur ein heuchlerischer Akt sei, durch den versucht werde, die Verantwortung für den Beginn des Krieges und dessen Fortsetzung auf andere abzuwälzen, um sich selbst in den Augen der öffentlichen Meinung Deutschlands von der Schuld zu befreien. Ein übereilter Friede würde nicht nur keine Ruhe, sondern auch die Gefahr eines neuen blutigen Krieges mit sich bringen. Ein dauernder Friede sei nur möglich nach einem vollständigen Siege über die Militärmacht des Feindes. Damit wäre also, wenn nicht eine neue Wendung eintritt, der Friedensgedanke vorderhand so gut wie begraben. Es sei schließlich noch betont, daß der Vierbund nicht um Frieden bittet, sondern zum Frieden rät. Wird sein Rat von den Gegnern in den Wind geschlagen, so werden die Mittelmächte mit Gottes Hilfe einen ehrenvollen, günstigen Frieden sich zu erkämpfen wissen. Erringt der Vierbund, wie wir zuversichtlich hoffen, den Endsieg, so wird es dann keinen Kompromißfrieden geben, sondern mau wird den Feinden den Frieden diktieren. Aus Stabt und Land. Gottschee. (Aus Anlaß derThronBesteigung) Seiner Majestät Kaiser Karls fand Sonntag den 10. Dezember in der hiesigen Stadlpfarrkirche um 10 Uhr vormittags ein feierliches Hochamt mit Tedeum statt, das Hochwürden Herr Dechant und Stadtpfarrer F. Erker unter zahlreicher geistlicher Assistenz zelebrierte. Die dem Hochamte vorangehende Festpredigt hielt Hochwürden Herr Professor Franz Watzl. Die von warmem patriotischen Empfinden getragene Kanzelrede klang aus in ein Treuegelöbnis zu Kaiser und Reich. Dem Festgottesdienste wohnten die Beamten, das Offizierskorps, die Stadtgemeindevertretung, die Lehrkörper der Schulan-stalteu, das Militär, das Marienheim usw. und sehr viele Andäch- tige bei. In das feierliche Tedenm klang festlich hinein das Läuten aller Glocken und das Dröhnen von Salutschüssen. Am Schlüsse wurde begeistert die österr. Volkshymne gesungen. — (Der Kaiser an unser heimisches Regiment.) Beim Feldregiment Nr. 17 ist folgende Depesche eingelangt: „Wien, Hosburg 1543, 30. November, 5 Uhr 30 Min. An IR 17. Der Kaiser an Oberst Ventonr, Kommandant des IR 17, Feldpost 369. Der dem Kronprinzen, Meinem lieben Sohne, aus dem Felde gesendete Gruß der heldenmütigen Siebzehner hat Mich herzlich gefreut. Ich weiß, Kronprinzinfanterie wird getreu seiner sast zweieinhalbhundertjährigen Tradition dem Namen neue Ehre machen. Ich, Majestät die Kaiserin und der junge Inhaber senden Euch von Herzen kommende Grüße und erbitten Gottes reichen Segen für das brave Regiment. Ich genehmige, daß das brave Regiment Kronprinzinfanterie das von der Stadtgemeinde Laibach gewidmete silberne Signalhorn führen dürfe. Karl." — Zum erstenmal in diesem Kriege hat ein Regiment die hohe Auszeichnung erhalten, ein diesem verliehenes Signalhorn auch schon führen zu dürfen. — (V o m M ittelschnld i enste.) Der Minister für Kultus und Unterricht hat den Professor an der Staatsrealschule in Triest Herrn Johann Siegel auf sein Ansuchen bis auf weiteres dem Staatsgymnasium in Gottschee zur Dienstleistung zugewiesen. — (Beförderung.) Der Minister für Kultus und Unterricht hat den Professor am Staatsgymnasium in Gottschee Herrn Edmund Kolbe mit der Rechlswirksamkeit vom 1. Dezember 1916 in die 8. Rangsklasse befördert. — (Vom 33oIkSschuldtenste.) Der k. k. Landesschulrat hat die Bestellung der mit dem Reifezeugnis versehenen Lehrerin Fräulein Margarete Ranzinger als Hilfslehrerin an der Privatvolksschule des Laibacher Schulkuratoriums in Ünter-Schischka genehmigend zur Kenntnis genommen. — (Vom Justizdienste.) Der Justizminister hat den Bezirksrichter Herrn Ernst Stöckl in Laibach zum Staatsanwaltstellvertreter in Laibach ernannt. — (Verlobung im fürstlichen Hanfe Auersperg.) Der Laudesprästdent der Bukowina Graf Rudolf Meran hat sich mit Prinzessin Johanna Auersperg, Tochter Sr. Durchlaucht des Fürsten Karl Auersperg und Ihrer Durchlaucht der Fürstin Eleonore Auersperg geb. Gräfin Brenner, verlobt. Die Trauung findet im Jänner 1917 statt. — (Kriegsauszeichnungen.) Dem Regimentsarzt i. d. Evid. der Landwehr Herrn Dr. Georg Röthel, beim Feldspitale 8/3, wurde neuerlich die allerhöchste belobende Anerkennung bekanntgegeben; dem Oberleutnant i. d. Res. Herrn Robert Sicht), IR 47, wurde die allerhöchste belobende Anerkennung bekanntgegeben. (Von uns bereits gemeldet.) — (Offiziers»erluste.) In der amtlichen Verlustliste werden angeführt: Hauptmann Alois Eisenzopf, IR 17, Gottschee, verwundet; Kadettaspirant Alois Hutter, IR 17, Gottschee, verwundet. — (Kriegstrauung.) Herr Josef Tramposch, Notariatskandidat und Leutnant i. d. Res., hat sich mit Fräulein Mitzl Celoti vermählt. — (Kriegsauszeichnungen.) Dem Rechnnngsunterosfi-zier 1. Klasse Josef Hönigmann, IR 17, wurde das Eiserne Verdienstkreuz mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille verliehen, dem Korporal, Titnlarzugsführer Karl Stampfe!, IR 17, das Eiserne Berdienstkrenz am Bande der Tapferkeitsmedaille. Dem Feldwebel Alois Handler (Rechnungshilfsarbeiter), LJR 5, aus Gottschee wurde das Silberne Berdienstkreuz mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille verliehen, dem Landsturmgefreiten Johann Montel, LdstBezKmdo 27, die Silberne Tapferkeitsmedaille 2. Klasse. — (Kriegsauszeichnung eines Feldpiloten.) Von privater Seite wird uns milgeteilt, daß dem Feldpiloten Zugsführer Johann Ramor die Silberne Tapferkeitsmedaille 1. Klasse verliehen wurde. Herr Ramor teilte unter dem 4. Dezember mit, daß an seinem Standorte drei italienische Großkampsflugzeuge („Ca-proni") von unfern Fliegern abgeschossen wurden. — (Kaiser Karl über die Krainer Landesschütz en und über das IR 17.) Beim Empfange des Präsidiums des Abgeordnetenhauses beim Kaiser und der Kaiserin am 1. Dezember gab der Kaiser der Hoffnung Ausdruck, daß bald ein ehrenvoller Friede werde erreicht werden, und äußerte sich dem Vizepräsidenten Pogačnik gegenüber, der in seiner Feldadjustierung als Schützenoberst erschienen war, daß er die allergünstigsten Berichte über das schneidige Verhalten der Krainer Landesschützen erhalten habe, und fügte hinzu, daß sich Krain in diesem Kriege als sehr patriotisch erwiesen habe. Es habe ihn deshalb sehr gefreut, das tapfere krainische Infanterie-Regiment durch Verleihung der Jnhaberwürde an den Kronprinzen auszeichnen zu können. — (Militärisches.) Regimentsarzt Herr Dr. Wolfgang Wolfegger ist dem Sanitätschef der 4. Armee direkt zugeteilt worden. — (Todesfall.) Am 14. Dezember ist Herr Georg Henigman n, Haus- und Realitätenbesitzer in Gottschee, Mitglied des Gemeinderates, nach langem, schwerem Leiden, versehen mit den heil. Sterbesakramenten, im 63. Lebensjahre gestorben. Der Verblichene erfreute sich der allgemeinen Achtung und Wertschätzung. Er ruhe in Frieden! — (Ach tun gl) Nochmals sei darauf aufmerksam gemacht, daß mit 31. Dezember 1916 die Gültigkeit der Zwanzighellerslücke aus Nickel ebenso erlischt wie die Gültigkeit der alten Postwertzeichen (Briefmarken). — (Gedenket der Witwen und Waisen unserer Helden!) Das Kriegswaisenkomitee in Laibach sammelt auch heiter wieder für eine Weihnachtsbescherung an die Kriegswitwen und Waisen. Laßt uns nach Möglichkeit ihr Leid und Weh mildern! Da heuer ganz besonders der Mangel an Beschuhung schwer empfunden wird, will man den armen Witwen und Waisen die notwendige Beschuhung, sonst aber zum Weihnachtsfeste ein anderes angemessenes Geschenk zuwenden. Die Not ist groß! Spende daher jeder nach Kräften! — (Zinsenzahlung.) Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß im Laufe des Dezember die halbjährigen Darlehenszinsen bei der Raiffeisenkasse in Gottschee einzuzahlen sind. — (Der Voranschlag) der Handels- und Gewerbekammer für Krain für das Jahr 1917 weist ein Erfordernis von 126.491 Kronen und eine Bedeckung von 55.330 K auf. Der Abgang von 71.161 K sowie die Kassareserve sollen durch Einhebung einer 8%igen Kammerumlage gedeckt werden. — (Die Remuneration) für den landwirtschaftlichen Unterricht im Schuljahre 1915/16 für die Volksschullehrerschaft wurde vom Landesausschuß einheitlich für das ganze Land mit K 1 20 pro Stunde festgesetzt. — (338etnsperre in Tirol.) In Tirol ist nunmehr nicht nur in den politischen Bezirken Meran und Bozen, sondern innerhalb des ganzen Landes der Verkehr mit Wein gesperrt worden. — (Fünfte Kriegsanleihe.) Das k. k. Bezirksgericht in Gottschee hat für Pflegebefohlene Personen ans bereit Pflegschasts-geldern auf die 5. Kriegsanleihe 121.000 K gezeichnet. Auf die früheren Kriegsanleihen hat es 412.950 K gezeichnet, zusammen daher 533.950 K. — (Aus den Verl u st listen.) Aus der Verlustliste Nr. 453: Joh. Bartolz, LJR 27, Gottschee, Bez., kriegsges. in Aschabad; ErsRes. Franz Baucic, LJR 27, MGA. 1/27, Gottschee, Bez., kriegsges. in Tschistopol; Gesr. Alois Brdavs, LJR 27, Gottschee, Bez., kriegsges. in Rußland; Gefr. Miroslaw Gorše, LJR 27, Gottschee, Bez., kriegsges. in Tschistopol; Josef Hnter, LJR 27, Rudolfswert, Bez., kriegsges. in Spaßk; Anton J lc, LJR 27, Gottschee, Bez., kriegsges. in Rußland; Johann Novak, LJR 27, Gottschee, Bez., kriegsges. in Orlow, Wjatka; Joses Obrstar, LJR 27, Gottschee, Bez., kriegsges. in Rußland; LdstGesr. I. Sobetz, LJR 27, Gottschee, kriegsgef. in Charkow. Aus der Verlustliste Nr. 491: LostJnf. Franz Hud oklin, IR 17, 7. Komp., verm.; Gefr. Markus Jonke, IR 17, 8. Komp., verw. — (Kriegsmatura.) In den letztvergangenen Tagen haben die Einjährig-Freiwilligen Herren Alexander Raimondi degli Astolfi, Rudolf Stöckl und Franz Zherne am hiesigen Staatsgymnasium die Reifeprüfung mit gutem Erfolge bestanden. — (Kranzablösung.) Herr Ingenieur Johann Richter aus Triest und dessen Gattin Frau Anna Richter haben anläßlich des Ablebens der Frau Therese Ranzinger in Gottschee als Kranzablösung für die Witwen und Waisen nach gefallenen Kriegern aus dem Gerichtsbezirke Gottschee den Betrag von 50 Kronen gewidmet. Aus dem gleichen Anlaß spendeten die Familien Josef und Johann Verderber in Gottschee für den genannten wohltätigen Zweck als Kranzablösung den Betrag von 30 Kronen. — (Todesfall.) Am 2. Dezember starb nach langwieriger Krankheit an Auszehrung in Birkfeld (Steiermark) der Kaminfegermeister und Beteranenobmann Herr Eduard Röthel. Der dortige Bezirk ist nun rauchfangkehrerlos geworden, da Röthel der einzige dieses Gewerbes war. — (Patriotische Spenden.) Aus dem 32. Verzeichnisse der bis 31. Oktober 1916 beim k. k. Landespräsidium eingelaufenen Spenden: das Pfarramt Ricg, Sammlung 50 X zu Gunsten des Roten Kreuzes; Sammelbüchsenerträgnis des Steueramtes Gottschee K 1124-23. f J — (Gruß aus Sibirien.) Herr Adolf Fornbacher, der als Kriegsgefangener in Petropawlovsk (23.181, 15. Rotte) weilt, hat unter dem 1. November eine Feldpostkarte an die Schrift-ieitung unseres Blattes geschrieben, die am 30. November hier einlangte. Herr Feuerwerker Fornbacher wünscht allen frohe Weihnachten und ein zukünftiges glückliches Neujahr und entbietet allen Freunden und Bekannten herzliche Grüße. — (Maßnahmen zur Einschränkung des Kohlenverbrauches.) Behufs Einschränkung des Kohlenverbrauches ist durch eine kürzlich erflossene Ministerialverordnung in den Geschäftsräumlichkeiten mit Ausnahme des Lebensmittelhandels die Sieben-u h r-L a d e n s p e r r e angeordnet worden. Unbeschadet einer allfälligen früheren Polizeistunde dürfen ferner bis auf weiteres Gast- und Schanklokalitäten über 11 Uhr und Kaff e e h ä user über 12 Uhr nachts nicht offengehalten werden. Die Schaufensterbeleuchtung ist auf ein Drittel des bisherigen Ausmaßes eingeschränkt, die Geschäfts-Reklamebeleuchtung ist gänzlich verboten. — (Kranzablösung.) Anstatt .eines Kranzes für den verstorbenen Gemeinderat Herrn Georg Hönigmann spendete die Stadtgemeinde Gottschee den Betrag von 30 K und der hiesige Feuerwehr-Gauverband ebenfalls 30 K für den Witwen- und Waisenfond für im Kriege gefallene Soldaten. — (Zeichnungen) auf die 5. österr. Kriegsanleihe bei militärischen Stellen in Gottschee. Wie bei der 4. Kriegsanleihe hatten über Befehl des k. u. k. Militärkommandos Graz die hiesige k. k. Landsturmarbeiterabteilung sowie der k. u. k. Jnspeklioasofsizier des hiesigen Rekonvaleszentenhauses auch für die 6. Kriegsanleihe Zeichenstellen errichtet. Bei der elfteren Abteilung wurden von sechs Parteien Nominale 26.000 K und bei der letzteren Abteilung von 20 Parteien Nominale 20.200 K gezeichnet. — (Ehrung.) Herr Josef Sch aut a, Forstmeister in Hammerstiel, wurde von seinem Dienstgeber, Herrn Herward Grafen Auersperg, k. u. k. Kämmerer und Rittmeister im Dragonerregiment Nr. 5, anläßlich der Übernahme der Majoratsherrschaft Auersperg dadurch geehrt, daß er ihn zu seinem Forstrat ernannte. Wir beglückwünschen den über die Grenzen Krains hinaus bestbekannten Herrn Forstrat, der sich auch in Gottschee der allgemeinen Hochachtung und Wertschätzung erfreut, recht herzlich zu der auszeichnenden Titelverleihung. — (Die heurigen Weihnachtsferien) beginnen ausnahmsweise schon Freitag, den 22. Dezember. — (Stadtgemeindevertretung.) Am 9. Dezember fand um 5 Uhr abends im Sitzungssaale eine Sitzung der Stadtgemeindevertretung statt. Zunächst wurde der Voranschlag für das Jahr 1917 vorgelegt und genehmigt. Der Voranschlag weist auf: an Erfordernis K 34.036 77, an Bedeckung K H.919‘24; demnach ergibt sich ein Abgang von K 22.117'53. Zur Deckung dieses Abganges werden Umlagen in der gleichen Höhe eingehoben wie im Jahre 1916. Einem neuerlichen Ansuchen der Gemeindebediensteten um eine erhöhte Teuerungszulage wurde entsprochen. Dem Stadtamtssekretär wurde für größere außerordentliche Arbeitsleistungen eine besondere Entschädigung zugesprochen. Auf die 5. Kriegsanleihe werden 100.000 K gezeichnet werden. In den Gemeindeverband wurden ausgenommen: Alois Kresse in Gottschee Nr. 268, Johann Sterbenz in Mooswald Nr. 24, Maria Koprivec in Movswald Nr. 40 und Josef Beljan in Gottschee Nr. 236. Lein Turnlehrer Ecnst Pohle in Laibach wird zur Erlangung der österr. Staatsbürgerschaft die Aufnahme in den Gemeindeverband zugesichert. Dem Gastwirte Georg Hönigmann wird die Erweiterung der Wirtskonzession bewilligt. Dem Ansuchen der k. k. Fachschule für Holzbearbeitung in Gottschee, die Stadtgemeinde möge auch einen Teil der Kosten für die maschinelle Einrichtung der Maschinenwerkstätte übernehmen, wird grundsätzlich zugestimmt. Das Ansuchen des Juristen Ferdinand Siegmund aus Mitterdorf um ein Stampflsches Stipendium wurde abgelehnt und dem Josef Händler in Gottschee 63 eine Armenunterstützung zugesprochen. — (Rumänisches Getreide für Österreich.^ Der Präsident des deutschen Kriegsernährungsamtes v. Batocki, der kürzlich in Wien weilte, verwies auf die große Beute an Getreide in Rumänien und gab der Hoffnung Ausdruck, daß es mit Hilfe dieser Vorräte möglich sein werde, auch Österreich-Ungarn unter die Arme zu greifen. — (P. Pechazek — Feldkurat.) Der in Gottschee best-bekannte Redemptoristenordenspriester Herr P. Eduard Pechazek des Kollegiums in Leoben, in der Evidenz der Ersatzreserve beim Landesschützen-Ergänzungsbezirkskommando Brixen, ist zum Feldkurat ernannt worden. — (Vermählung.) Herr Dr. Erich Ditz, k. u. k. Oberarzt i. d. Res., Sohn des Herrn Ditz, Sekretärs der Handelskammer in Esseg, hat sich mit Fräulein Lydia Locher aus Esseg vermählt. — (Zeichnungen auf die 5. Kriegsanleihe.) Auf die 5. österr. Kriegsanleihe wurden von der Sparkasse der Stadt Gottschee 500.000 K, von Parteien durch die genannte Sparkasse 334.360 K, beim hiesigen Postamte gegen 40.000 K, von der hiesigen Raiffeisenkasse 4000 K, von Parteien der Raiffeisenkasse 3000 K gezeichnet, bei der hiesigen militärischen Sammelstelle 46.200 K, zusammen rund 927.000 K. Hiebei sind die uns nicht bekannten Zeichnungen beim hiesigen Steueraml und die Zeichnungen Privater bei auswärtigen Banken und Geldinstituten nicht eingerechnet In Mitterdorf wurden von der Raiffeisenkasse und von 72 Parteien derselben zusammen 90.550 K gezeichnet. In Nessel-lal durch die Raiffeisenkasse und das dortige Postamt zusammen 112.000 K. Es belaufen sich sonach die bisher hier bekannt gewordenen Zeichnungen aus mehr als eine Million. Hiebei sind die uns bisher noch nicht bekanntgegebenen Zeichnungen in den übrigen 22 Gottscheer Gemeinden und den anderen Gottscheer Raiffeisenkassen sowie die der auswärtigen Gottscheer nicht eingerechnet. Es war also auch im Gottscheer Gebiete die Zeichnung auf die 5. Kriegsanleihe eine Huldigungszeichnung und es hat sich der Patriotismus der Gottscheer neuerdings glänzend bewährt. — (Die Legate Kaiser Franz Josefs.) Die „Münchener Neuesten Nachrichten" melden, daß Kaiser Franz Josef in seinem Testament die Kriegsfürsorge in erster Lime bedacht hat, der er 50 Millionen zugewendet hat. Die beiden Töchter sowie die Enkelin Fürstin Windischgrätz erhielten je 20 Millionen, 10 Millionen werden für verschiedene Legate verwendet. — (Die Ablieferung der Kupferzylinder von Badeöfen) Die „Wiener Zeitung" veröffentlicht eine Verordnung des Ministeriums für Landesverteidigung im Einvernehmen mit den beteiligten Ministerien und im Einverständnis mit dem Kriegsministerium vom 6. Dezember betreffend die Inanspruchnahme und Ablieferung der Kupferzylinder von Badeöfen. — (Der Reichs rat) wird in der zweiten Hälfte des Jänners 1917 einberufen werden. Es wird nunmehr gellen, zu zeigen, daß wir nach den welterjchütternden Ereignissen des Krieges nicht wieder in den alten österreichischen Parlamentsjammer zurückfallen, sondern daß ein neues Österreich sich verfassungsmäßig aufrichte niid daß der Reichsral den ihm obliegenden Ausgaben gerecht zu werden vermag. — (Schirokkosturm.) Seit dem 17. Oktober hatten wir hier nahezu ausnahmslos schlechtes oder trübes, nebeliges Wetter, nur vereinzelnte Sonnenblicke. Am 12. Dezember begann ein heftiger Schirokko zu wehen, der sich in der Folge zum Sturme steigerte. Am ärgsten war es in der Nacht vom 13. aus den 14. Dezember. Es war sehr unheimlich. Der Orkan riß Ziegel von den Dächern, die Fenster klirrten, dem Sturme stärker ansge'setzte Häuser zitterten, in Gärten wurden einzelne Bäume entwurzelt, von den Lichtmasten der elektrischen Leitung wurden zwei geknickt, die Drähte der Leitung schlugen fortwährend aneinander, so daß es Kurzschlüsse gab, da und dort wurden die Leitnngsdrähie zu Boden geschleudert und ineinander verwirrt. Der an manchen Dachungen, insbesondere an der Süd- und Südostseite der Stadt, angerichtete Schaden war beträchtlich. Erst nach Mitternacht gegen die Morgenstunden hin legte sich der Orkan, der mit einem Gewitter endete. In Oberitalien richtete ein außerordentlicher Zyklon am 14. Dezember schwere Schäden an. Der Sturm bei uns war offenbar ein Ausläufer dieses Zyklons. Am 15. Dezember gab's in den Abendstunden wieder ein Dezembergewitter mit heftigem Regengüsse. Die Rinseniede-rnngen standen infolge des beständigen Regens unter Wasser. Am 16. Dezember heiterte sich endlich der Himmel auf. — (Fallen der Schweinepreise.) In Kroatien und Slawonien beginnen die Schweinepreise zu fallen. Man bekommt dort lebende Schweine bereits mit K 3 20 bis K 3 60 für das Kilo. — (Sammelt die Knochen!) In einem Erlasst beklagt das Ackerbauministerium, daß an manchen Orten noch immer Knochen verbrannt oder weggeworfen werden. Das Ackerbauministerium ersucht neuerlich, mit allen Mitteln das Sammeln der Knochen zu fördern und die Bevölkerung darüber aufzuklären, daß kein Knochen, wenn irgend möglich, nnverwertet bleiben darf, da jeder Knochen, der zu Kunstdünger verarbeitet wird, einen Mehrertrag der Feldfrucht bedeutet. Für die gesammelten Knochen werden seitens der Knochenzentrale in Wien, bezw. von deren Agenten oder den Sammlern bis zu 15 K für 100 kg gezahlt. Sollte an einem Orte kein Sammler sein, so möge man sich an die Knochenzentrale in Wien, I., Fischhof Nr. 3, um Auskunft wenden. — (Einstellung des Verkaufes von Zigarren und Zigaretten in den Gast- und Kaffeehäusern.) Das Finanzministerium hat den Verkauf von Tabakerzeugnissen in den Gast- und Kaffeehäusern, die nicht mit einer öffentlichen Trafiklizenz beteilt sind, bis auf weiteres vollständig gesperrt. — (Die heurige Weinernte in Krain) war mittelgut. Sie wird auf 16.000 bis 17.000 Hektoliter geschätzt. Die Mostpreise im Wippachtale, das der Front am nächsten liegt, hielten sich zwischen K 1 60 und K 2'40 pro Liter. Käufer gab es genug, so daß die ganze heutige Ernte nahezu verkauft sein dürfte. — (Das Ausbleiben der italienischen „Kammer"-Offensive.) Vor der Tagung ihrer Kammer pflegten die Italiener in der Regel eine Offensive in Szene zu fetzen, um mit irgendeinem kleinen, unbedeutenden Erfolge Staat zu machen. Diesmal ist diese „Kammer"-Offensive ausgeblieben. Hingegen brachte die „Stampa" am 6. Dezember einen Bericht, demzufolge außer im Trentino auch auf der Jsonzofront auf österreichisch-ungarischer Seite durch Heranführung ausgeruhter Truppen, durch Herbeiführung vieler Geschütze, Maschinengewehre, neugebauter Minenwerfer und außergewöhnlich großer Munitionsmengen sowie durch Befestigungsarbeiten von Plava bis zum Meere neuerdings viel getan worden sei. — Dieser Bericht soll offenbar das diesmalige Ausbleiben der zu den Kammertagungen üblichen italienischen Offensive rechtfertigen. — (Bukarest gefallen.) Ein Freudenruf, wie er seit Warschau, Lemberg und Belgrad nicht mehr vernommen, brauste am 6. Dezember dnrch die weiten Lande, überall begeisterten Jubel erweckend: Bukarest ist gefallen, die Hauptstadt des treubrüchigen Feindes ist genommen! Das Strafgericht hat sich an Rumänien vollzogen, an jenem treulosen Lande, das uns tückisch den Todesstoß versetzen wollte, dem nun aber verdientermaßen selbst der Todesstoß ins Herz fuhr. Der elende Verrat ist gestraft, die Leiden Siebenbürgens sind gerächt I Dank, heißer Dank den ausgezeichneten Feldherren und den tapferen heldenmütigen Kriegern, die mit Gottes Hilfe so Großes zustande gebracht! Bereits die vierte feindliche Hauptstadt ist nunmehr in den Händen der verbündeten Truppen — ein Beweis für ihre unbeugsame Kraft. Für Rumänien und den Vierverband aber, insbesondere für Rußland, dessen Ohnmacht bei der von ihm versuchten unzulänglichen Hilfe in beschämender Weise zu Tage trat, bedeutet der Verlust von Bukarest eine katastrophale Niederlage. — In Gottschee wurde der Fall von Bukarest, der am 7. Dezember morgens bekannt wurde, durch Siegesgeläute und -Salutschüsse gefeiert. Die Stadt legte Flaggenschmuck an. Beim Abendgottesdienste wurde das Tedeum gesungen. Am 8. Dezember (Freitag) wurde von 12 bis 1 Uhr mittags mit allen Glocken geläutet und der 9. Dezember war aus Anlaß des großen Sieges schulfrei. — (Generalstabsches Feld marschall Konrad von Hötzendors) äußerte sich kürzlich: „Kein Krieg vergangener Zeiten war gleich dem jetzigen ein Ringen um den Bestand der IMS allen teuren Heimat, in der allein alle Völker unserer Monarchie die Wahrung ihrer Eigenart zn finden vermögen. Kein früherer Krieg hat ihnen aber auch in höherem Maße als dieser das Bewußtsein der innigen Zusammengehörigkeit erbracht. Aus innerer Notwendigkeit heraus führen sie den gemeinsamen Kampf, tragen sie die gemeinsamen Leiden — in diesem Geiste darf und wird ihnen kein Opfer zu groß sein bis zum siegreichen Ausgang dieses Ringens." ■—■ (Trauergeläute und Requiem für unsere tnt Kriege gefallenen Soldaten.) Nach einer Zuschrift der k. und k. Militärbauaufsicht in Laibach vom 27. November l. I. wird mit der Abnahme der Kirchenglocken der hiesigen Stadtpfarrkirche und den Filialkirchen demnächst begonnen werden. Bevor unsere Glocken abgenommen werden, wollte die Pfarre noch aller ihrer Toten, insbesondere aber aller unserer bisher im jetzigen Kriege gefallenen Helden gedenken. Daher läuteten Montag, den 4. Dezember, von 8 bis halb 9 Uhr vormittags auch in allen Filialkirchen alle Glocken, um der Trauer Ausdruck zu geben. In der Stadtpfarrkirche wurde um halb 9 Uhr vormittags ein feierliches Requiem für alle im Kriege gefallenen Soldaten aus der Pfarre Gottschee abgehalten, dem die Spitzen der Behörden, eine Abordnung der Gemeindevertretung, des Offizierskorps, die Schulen unter Leitung der Lehrkörper und eine große Menge Andächtiger beiwohnten. Der Tag war schulfrei. Witterdorf. (In Gefangenschaft geraten.) Friedrich Povsche aus Mitterdorf, der von einigen als verwundet, von anderen als tot gemeldet wurde, schreibt aus Italien, wohin er in Gefangenschaft geraten ist, daß er gesund sei. — (Erkrankt.) Die hiesige Lehrerin Frl. Anna G r a d i 8 a r hat sich, da sie an brandiger Bräune erkrankt ist, in Spitalspflege begeben. Sie befindet sich aber bereits auf dem Wege der Besserung. — (Geburten- und totenfreier Monat.) Im abgelaufenen Monate November ereignete sich hier kein einziger Matriken-fall. Der schon lange bestehenden Leere im Trauungsbuche schließt sich jetzt die gleiche im Taus- und Sterbebuche an. ■— (Auf die 5. Kriegsanleihe) sind bei unserer Raiff-etfenkaffe 91.550 K, beim Postamte und der städtischen Sparkasse 53.000 K, im ganzen 144.000 K gezeichnet worden. Die Loschiner 1 Dörfer haben sich auch diesmal besonders hervorgetan. So hat Oberloschin mit seinen 30 Nummern 32.000 K, Unterloschin mit 16 Nummern 16.000 K gezeichnet. — (Gefallen.) Amtlich wird mitgeteilt, daß der 24 jährige Josef Perz aus Malgern 6 durch einen Kopfschuß am 28. Oktob. I. I. eine so schwere Verletzung erlitt, daß sein Tod schon Tags darauf erfolgte. Auf dem Militärfriedhofe zu Jvanigrad wurde er zur letzten Ruhe gebettet. — (A l s W e i h n a ch t s g e s ch e n k) für unsere Soldaten wurden hier 279 K gesammelt und abgesandt. — (Herabsetzung des Zinsfußes.) Den Zeitverhältnissen Rechnung tragend, hat der Vorstand des Spar- und Darlehenskassenvereines in Mitterdorf für das kommende Jahr die Herabsetzung des Zinsfußes bei Spareinlagen auf 4% beschlossen. — (Trauung.) In der Allerheiligenkirche in Brooklyn wurde am 8. Oktober Franz Wuchte aus der Pfarre Altlag mit Josefa Turk aus Neuloschiu 11 getraut. Uölkandl. (Der Spar- und Darlehenskassenverein) hat in der Vorstandssitzung vom 3. Dezember 1916 beschlossen, die Einlagen vom 1. Jänner 1917 an mit 4% zu verzinsen. — (Für die Soldaten) im Felde wurde an Weihnachtsspenden der Betrag von 80 K gesammelt. Höttenitz. (Kriegsanleihe.) Auf die fünfte Kriegsanleihe wurden aus hiesiger Gemeinde gegen 25.000 K gezeichnet, u. zw. bei der Sparkasse der Stadt Gotische, beim Postamte in Rieg und anderwärts. — (Für Weihnachtsgaben) zu Gunsten der Soldaten aus Krain wurden hier K 6163 gesammelt und abgesandt. Wieg. (Kriegsanleihe.) Soweit es uns bekannt ist, wurden in hiesiger Gegend auf die 5. österreichische Kriegsanleihe 125.000 K gezeichnet. —- (Kaiser-Trauerfeier.) Am 28. November fand in der Pfarrkirche ein Seelenamt mit Libera für unseren verstorbenen Kaiser statt. Die Gemeindevertretungen von Rieg, Hinterberg und Kotschen waren vollzählig erschienen. Ebenso die Schuljugend und sonstige Andächtige zahlreich wie am Sonntage. Von der Kirche und sonstigen öffentlichen und vielen privaten Gebäuden wehten Trauerfahnen. — (In letzter Zeit gefallene oder gestorbene Krieger aus der Pfarre Rieg.) Johann Perz aus Stalzern, Handelsangestellter bei Herren Gebr. Weber, Wien, gestorben am 21. Oktober 1916 im Festungsspitale Nr. 1 in Pola. Adolf Ostermanu, geboren in Böhm.-Leipa, zuständig nach Unterwetzenbach, gefallen am 3. Juli 1916 in Galizien. Johann Raker aus Händlern, gestorben am 18. August 1916 im Kriegsspitale 1 in Wien. Alois Putre aus Hinterberg, gestorben an Verwundung am 15. Juli 1916 im Festungsspitale Nr. 2 in Trient. Ferdinand Sir ge aus Kölschen, gefallen am 16. Juli 1916 in Italien. Georg Schneider aus Moos, gestorben am 14. Februar 1916 im Reservespitale 3 in Laibach. Johann Kump aus-Mrauen. gestorben am 1. August 1916 im Reservespitale in Brunneck, Tirol. Anton Texter aus Mcauen, gestorben am 25. Oktober 1916 im Reservespitale 4 in Laibach. — (Eheschließungen in Brooklyn.) Am 29. Jänner 1916 Georg Plesche aus Stalzern und Maria Turk aus Mitterdorf. Am 29. Juli 1916 Johann Mtchitfch aus Rieg 30 und Maria Kump aus Nesseltal. Am 12. August 1916 Georg Händler aus Hinterberg und Gertrud A g n i t s ch aus Hinterberg. Hrafenfekd. (Bor dem Feinde gefallen.) Nunmehr ist auch die amtliche Verständigung herabgelangt, daß Alois Ieschel-nik, Zugsführer und Titularfeldwebel, LJR 27, gebürtig von Obergras (1892), ansässig in Grafenfeld Nr. 38, am 13. August 1916 bei Starunia in Galizien vor dem Feinde gefallen ist. Der gefallene Held war Besitzer der Goldenen Tapferkeitsmedaille. Ehre seinem Andenken I Kbentak. (Tod in Kriegsgefangenschaft.) In russischer Kriegsgefangenschaft starb am 29. September 1915 Gefr., Tit.-Korp. Richard Högler des 17. Jnf.-Reg., Besttzerssohn aus Kukendorf Nr. 1, an Malaria und am 17. Jänner 1916 Inf. Josef S i g> m u n d, Gastwirt in Ebental Nr. 6, an Flecktyphus. Bisher sind in hiesiger Pfarre 5 Vaterlandsverteidiger dem Kriege zum Opfer gefallen. Außer den beiden erwähnten Kriegsgefangenen starb in Serbien Franz S i a m u n d aus Ebental Nr. 3, Inf. Johann Eppich aus Kukendorf Nr. 9 am 20. Dezember 1914 in Laibach an Typhus und Adolf Herbst aus Setsch Nr. 14 als Freiwilliger Schütze am 21. September 1915 in Laibach. Sie ruhen in Frieden! Wiedertiefenöach. (Kriegswaisenspende.) Der Regimentsarzt d. Res. Dr. Georg Röthel hat anläßlich seiner dritten Kriegsauszeichnung (silbernes Signum laudis) den Betrag von 25 K für die Kriegswaisen der Gemeinde Tiefenbach, deren Ehrenbürger er ist, gespendet. Besten Dank! Wessektal. (Kriegsauszeichnungen.) Dem Korporal Matthias Stonitsch, LJR 27, der seinerzeit bei Herrn Matth. Wüchse Nr. 36 als Knecht bediensiet war, wurde die Silberne Tapferkeitsmedaille 2. Klasse verliehen. Dem Zugsführer des Feldhaubitzregimentes Nr. 28 Alois Schneller von Haus Nr. 7 zum zweitenmale die Bronzene Tapferkeitsmedaille. — (Sammelbüchsenergebnis.) Die Sammelbüchse „für unsere Krieger aus der Gemeinde" im Gasthause Lackner wurde vor kurzem entleert. Ergebnis: K 35 36, die dem hiesigen Lokalhilfs-koniitee übermittelt wurden. — (Mit der Abnahme der Glocken) der Pfarrkirche und der Filialkirchen wird demnächst begonnen werden. — (EtwasfürunsereAbstinenten.) Die Pfarrgemeinde Nesseltal zählte in Friedenszeiten 20 Gasthäuser, dermalen betreiben nur noch ein Gastwirt und eine Gastwirtin das Gastgewerbe. — (Trauung.) Am 12. November ist in der hiesigen Pfarrkirche der Witwer Matthias Nick von Schäflein Nr. 11 mit Frl. Josefa Matzele von Ribnik, Pfarre Tschermoschnitz, getraut worden. — (Kundmachung.) Infolge der auf dem Geldmärkte herrschenden Zustände sieht sich der Spar- und Darlehenskassenverein in Nesseltal gezwungen, den Zinsfuß für die Einlagen auf 33A% herabzusetzen. Die Hypothekardarlehen werden wie bisher mit 5%, die Bürgschaftsdarlehen mit 51U % verzinst. Der Vorstand. — (Kriegsanleihe.) In unserer Pfarrgemeinde sind auf die 5. Kriegsanleihe 112.000 K gezeichnet worden. Beim hiesigen Postamte wurden 80.000 K, bei der Raiffeisenkasse 32.000 K gezeichnet. Die Zeichnungen auf alle fünf Kriegsanleihen betragen hier insgesamt eine halbe Million Kronen. Höergras. (Fünfte Kriegsanleihe.) Die Gemeinde Obergras hat bei der Krainischen Landesbank auf die 5. Österreich. Kriegsanleihe 4000 K gezeichnet. Laibach. (Todesfälle.) Am 2. Dezember ist hier der Landesschulinspektor i. R. Hofrat Herr Franz Levec nach langem, schmerzlichem Leiden im 71. Lebensjahre gestorben. Der Verblichene war Ritter der Eisernen Krone und Ehrenbürger der Landeshauptstadt Laibach und war als bestverdienter Schulmann, gründlicher Kenner der slowenischen Literatur und gediegener Historiker allgemein geschätzt. Am 3. Dezember ist, seinem Freunde Levec in die Ewigkeit folgend, der Landesschulinspektor i. R. Hofrat Herr Franz Hubad nach längerer Krankheit im 69. Lebensjahre verschieben. Er war eine durchaus konziliante Natur und war als Landesschulinspektor stets auf das Wohl der Lehrerschaft und auf die gedeihliche Entwicklung des seiner Aufsicht anvertrauten Mittelschulwesens in Krain bedacht. Die allerhöchste Anerkennung seiner Verdienste fand 1908 in der Verleihung des Ordens der Eisernen Krone ihren Ausdruck. Früher war er auch schriftstellerisch tätig gewesen. Ein tragisches Zusammentreffen ist es, daß Hofrat Hubad fast gleichzeitig mit Hofral Levec ins Jenseits abbernfen wurde, mit dem ihn innige Freundschaft verband. Sie ruhen in Frieden! Bei einmaliger Einschaltung feilet die Viergespanne __ . Anzeigengebichr ist bei einmaliger Linschalwn, KlelnbrntfitUe ober even Raum 10 q-ller, bei mehrmaliger IZ M /%s>°-ch de, Bestellung, bei mehrmaliger °°r der zweite,, Lin. kinschaltung 8 Heller. Nei Einschaltungen durch ein halbes Sb «1 K SbIhi El schaltung zu erlegen. - Es wird höflichst ersucht, bei Befiel, •tabr wird eine zehnxrozer «ige, bei solchen durch das ganze >br J i IIöVIMVIM lungen Do »benin unserem Blatte «„gezeigten Ernten stch Sei. eine zwanzigprozentige Ermäßigung gewährt. auf ^en „Gottscheer Boten zu beziehen. Don tiefem Schmerze ergriffen geben wir hiemit die Trauerkunde von dem Hinscheiden unseres innigstgeliebten Gatten und guten Vaters, beziehungsweise Großvaters, Schwiegervaters, Bruders und Onkels, des Herrn Georg Wigmann Kaus- und Weakitätenöefther, Mitglied des Kemeinderates usw. welcher am M. Dezember um halb 8 Uhr abends nach langem, schwerem Leiden, versehen mit den Tröstungen der heil. Religion, in seinem 63. Lebensjahre in die ewige Heimat abberusen wurde. Die irdische £)üHe des teuren Verblichenen wird Samstag den J6. Dezember um 3 Uhr nachmittags aus dem hiesigen Hriedhose zur letzten Ruhe bestattet werden. Das heil. Seelenamt wird Dienstag den y. Dezember um 8 Uhr früh in der hiesigen Stadtpfarrkirche gelesen. Kottschee, am '^5. Dezember M6. Die tiestrauernden Hinterbliedenen. verein der Deutschen a. öottsebee ——= in Wien. = Ätz: 1„, Himmelpfortgasse Nr. 3 wohin alle Zuschriften zu richten sind und Landsleute ihren Seitritt aumelden können. 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