Lmimcher Leitung. Nr. 13. Prl,nu»:cr!,tlon«prci<: !1n, Lomptrir ganzj. ft. ^l, halbj. fi, n.5<». Filr di« ^«ftcllunn ins Hau« halbl.5)0lr. HtilbcrPost n«»z'. II. IN, hnlbi.fl.7.L0. Freitag, l 7. Jänner 3,>>eilt onsgebühr bis lO Zellen: imal «0 ll., lm. »0lr., »«. 1 si.; sonst pr.Zcill,' 1m. t! l»"., iem.klr., 3«!. lN lr. u. s. w. linscrtiouestcmpc! jcdc>^!». ü<» l». 1868. Nichtamtlicher Theil. «aibach, 10. Jänner. Vci allen Berechnungen, welche in Bezug cms die innere Politil Oesterreichs angestellt werden, ist der wichtigste Factor die Frage: Ob Krieg ob Frieden? Alle unsere Hoffnungen beruhen ans der Voraussetzung, daß Wir nicht mitten in deu Arbeiten dca Friedens durch Kanonendonner gestört werden. Man sucht nach Garantien dafür. Nicht die geringste ist es, anf welche die „Weser-Zcttnng" in einem trefflich geschriebenen Artikel anfmcrk. sam macht. Sie schreibt: Eine wirkliche Kriegsgefahr ist, wie heute die Dinge liegen, erst dann anzunehmen, wenn zwei Großmächte stch zu ciucni Angriff auf eine dritte verbinden. Diesen Satz darf man nie aus den Angen verlieren, wenn man die Drohungen blutdürstiger Ehmwius anf der einen, d "^ ^"Usp'cl'Mt und von solcher Gefährlichkeit -l.t 7.. !^?^"' ^"^ l'lbst der Viächtigslc, weuu ihu Ä ^s. . k. ° ^ Sclbsterhaltung zwingt, das Wage- stuck ohne Bundesgenosse« nicht nut^ehmeu lau». s.s,/7/.^V" ^"^" besitzt für sich alleiu einen solchen Uebcrschuß von Äiacht, daß er zn gleicher ^eit e.ucn Krieg ,„ groben, Maßstabe zn führen und außerdem die anderen ncntral gebliebenen Nationen, die jeden Augenblick sich in Feinde verwandeln können, in Schach zu haltcn vermöchte. Er muß daher, chc cr das Schwert z>cht, der Mitwirkung eines Freundes sich versichern, welcher^ ihm den Nückeu oder die Flanken deckte, oder durch Theilnahme am Angriffe die Kräfte des Gegners znMttcrt, dergestalt, daß dessen Ueberwältigung in' kur-zcr Frist, ehe interventiouslustige 'Nachbarn mit ihren "lüstungcu fertig sein köuncn, angenommen ivcrdcu darf. Die drei großcu Kriege, welche Exrofta in der zweiten Hälfte dieses IahrhnndcrtcS erlebt hat, bestätigen sämmtlich die Nichtigkeit dicses Satzes. Um Nnßlnnd zu bekämpfe», bedürfte cs nicht allein einer Allianz zwischen Frankreich und Großbritannien, denen anßcrdcm noch die Türlei und Picmont bcitraten, sondern auch der! Mitwirkung Oesterreichs, welches durch seine bewaffnete Neutralität Nußland schwächte und Frankreich der Sorge für seine Grenze gegen Deutschland überhob. Um Ocstcr. reich in Italien anzugreifen, verbündete Napoleon sich mit Victor Emannel, gab aber augenblicklich die AnS-nntznng seiner Erfolge anf, als Preußen nnd der deutsche Bnnd Miene machten, ans ihrer Zuschaucrrolle heraus« zutrcteu. Iu dem dcutschcu Kriege von 1806 erlebten wir da« Scitcnstnck zu dicscm Hergänge. Zuerst der gemcinschaslliche^Angriff PrcnßenS und Italiens auf Oesterreich, dann die Vcrzichtlcistuna, der Sieger anf weiteren Kampf, sobald die Einmischnng Frankreichs wahrscheinlich ward. Alk drei Kriege wür-den überhaupt nicht unternommen worden sein, wenn von vornherein im Jahre 185)4 Deutschland anf Sei' ten Nußlauds, wcuu cs 185!) anf Seiten Oesterreichs nnd weuu Frankreich vor zwei Jahren anf Seiten Ocstcr. rcichS offen Partei genommen hätte. Die Einsätze, welche bei derartigen Unternehmungen gewagt werden müsse», ^ sind zn colossal, als daß sie ohne hohe 'Wahrscheinlich, k'it des GcwinncS aufs Spiel gesetzt wcrdcu tönuc». Uud was im Jahre 18W wahr gewesen ist, das ist anch jetzt noch wahr und wird es vorläufig bleiben. Dadnrch wird denn die Gefahr eiueS Krieges zwar nicht beseitigt, aber sie wird doch so erheblich abgeschwächt, daß man schr wohl glanbcn kann, was nenlich berichtet wurde, Graf Bismarck habe bei einem fröhlichen Iagd-frühstückc — in ->'!,!.> v,,-,!^ — seinem Vertrauen anf die ungcslörte Fortdauer des Friedens einen emphatischen Ausdruck vcrlichcu. Der Bundeskanzler wird aber wahrscheinlich seine Zuversicht nicht so sehr auf die christlichen Gesinnungen Napoleons mid die Mäßigung der französischen Nation, als vielmehr auf dic Ueberzeugung begründen, daß ein Fricdcusbruch mit erklecklichen Schwierigkeiten verbunden sei, welche auch die lebhafteste Kriegs, lust, wenn solche vorhanden wäre, zu rcspeclireu nicht umhin könute. Ilnd dicsc Schwierigkeiten sind cl>e» kcinc anderen, als diejenigen einer Eonütiun gegen Deutschland. Hierin liegt cinc viel bessere Garantie für die Ruhe des WcltlhcilS, als iu der Idee ciurs Pariser Blattes, welchcö vor einigen Tagen meinte, alle Unruhe lind Spannung würde geheilt sein, wenn Frankreich nnr seine „natürlichen Grenzen" wieder erhielte. Die Spannung vielleicht, aber die Unruhe schwerlich. Der allgemeine Brand wäre vielmehr dann kaum mehr abzuwenden, da doch nicht anzunehmen ist, Deutschland werde eine solche Nevindicatio» sich ruhig gefallen lassen. Ein viel wirksameres calmircndcs Mittel wäre, wenn man an der Seine dem Heimweh nach dem Rhein ein- für allemal entsagte, und diese Entsagung wird gewiß wesentlich erleichtert dnrch die Betrachtung, daß Frankreich für sich allein nicht start genug ist, nns unsere Wcstprouinzcu zu entreißen, und daß andere Staaten wenig Neigung haben dürftcu, ihm dabei Hilfe zu leisten. Die Sache ist glücklicherweise nicht so einfach, wie sie in der Isolirnng eines Pariser NedactionszimmcrS sich ausnehmcu mag. Vom Eabinete des Kaisers ans betrachtet, wird sie allerlei fatale Hindernisse zeigen, hinter denen tiefe und breite Gräben vermuthet werden dürfen, uud die Politik ist lciuc Stccplc-Ehase. Selbst wenn Oesterreich geködert würde, was würde die nächste Folge cincS Nhcinfcldzna.es sein? Deutschland mit seinen vierzig Millionen zn einem Unabhängigkcitskampfe entflammt, Italien sich auf Nom stürzend, Rußland über die Donan marschircnd, England sich in Egyftten fest« fetzend. Selbst im Falle des schlicßlichcn Sieges wäre daS Ergebniß für Frankreich ein wenig erfrcnlichcS. Der Traum vou den „natürlichen Grenzen" ">nag in Erfnllnng gehen - so lange cS dauert — aber der andere, nicht minder thcnerc, nicht miuder französische Traum, ,,^> .^l''ll<>< !'l'!M<''<' 5<'>'i> m> I-x' l'i'üii«,:,!!-/' wie würde der zerstiebe» ? Die russische Flagge am Bosporus, die britische Flagge in Alexaudricn, dic^ilalienischc in Eivitavccchia! Und Dcutschlaud vor den Thoren deS Landes als unversöhnlicher Todfeind, unversöhnlich wie Polen, aber zehnmal furchtbarer, immer bereit, dcu Kampf wicdcr aufzunehmen, ein gcborner Bundesgenosse jcdcS FcindeS, der Frankreich bedroht! Das ist der güustigc Fall, von dem ungünstigen wollen wir nicht reden, weil cS uns nicht behagt, das Unglück eines Nachbarvolkes unS auszumalen. Nur Eines wollen wir doch bemcrleu. Wenn cinigc französische Wortführer, Hcrr Thiers nntcr anderen, so sprechen, als ob iu cincm Kriege zwischen Deutschland und Frankreich der Sieg ganz unzweifelhaft ocn Fahnen ihres Bandes folgen müfsc, fo betrachten wir oieS als ciü!.' HöflichkeitSphrasc gegen ihre Armee, an deren Anf. richtiglcit wenigstens kein urthcilsfähigcr Frauzosc glaubt. Herr Thiers hat Paris nicht auS ästhetischen Grüudeu Die Nähmaschine, ihr Nutzen nnd ihre Bedeutung. Von Clara woltcr. Dir Erfahnmg is! mic th.'iin'c l'l'hüiisislen» ; dcim wer rvsl diüch Schilden llug ,^'iiilicht wird, «'lmift sll> zu lh«,'!!?!'. Die Nähmaschinen. Indnstrie, so weit sie sich anf ^>c Fabrication der Nählüaschincn uud namentlich mif die ^cuntzung derselben zu häuslichen Zwcckeu bezicht, dicsc >U,dnstric, die iu Amerika im ^aufc der letzten 12 bis 15 >M)rc einen ga„z nngeheucrcu Aufschwuug gcuommcn, Nc hat bei uns in Deutschland erst iu jüugcrcr Zeit nngcsangcu, einige Bcdentuug zn gewinnen. Bis'vor kurzen, bestand.'» ziemlich allgemein noch cinc Mcnqc von Vorurtheileu uud ein ganz ungerechtfertigtes Miß-aucn gegcn dic,. so überaus praktische uud nützliche 1^1 auf ^''" 5'7""''?^ '" sic schon im Jahre 18>>1 auf der londoner Wcltindnstlienn^tcll»!,^ ^,,, Nr^;ereu Publicn.u iu Europa vo ^ ^w fcltc an ihrer Verwendbarkeit uud >?^'ichke sei e7 wcn uuyluugeue Versuche uud an schlnen gemachte bittere Erfahrungen von neuen Ver-suchen zurückschreckten, sei cs auch, weil überhaupt Ncuelilngcn bei uns iu Dcutschlaud immer nur laugscm, und allmälig Eingang finden. Während in Amerika schon seit Jahren die Nähmaschine ganz allgemein in den Familien heimisch ist nnd gleich jedem anderen Hans-gcräth uud Möbelstück zur Aneslallnug der jungen ssrau gehört, faudeu sie bei uus bis vor Knrzcm nnr schr vcniuzelt Zntritt in die Familien, nnd waren sie bisher in denselben mehr ein seltener Lnplsartifel, als ein nothwendiges Hansgcräth. Erst iu dcu letzten Jahren find die Hanssraueu anch i» Deutschland mehr nnd mehr anf diese vortrcff. liche Erfindung aufmerksam gewordcu nnd hat man auch bei uuS ihren Werth zu schätzcu angefangen. Aner. kcmntermaßen hat dazu namentlich ciu intcrcssautcr Aufsatz auS der Feder einer praktisch erfahrenen Fran Anregung gegeben, welcher zuerst im Inni 1803 vom „Bazar", dieser größten nnd weitverbreitetsten Modc. zcitung gebracht wurde und demnächst nuch j„ andere sclbst ausländische Zeitungen übergcgaugcn war. Dieser kleine Artikel hat seinerzeit viel, sehr viel in der Damcuwelt von sich reden gemacht; er halte die Sache so recht praktisch aufgefaßt, so recht verständlich dargestellt nnd gerade in seiner schlichten, uugcschiuinktcil Einfachheit durch die überzeugende Kraft seiner inneren Wahrheit für die Verbreitung der Nähmaschine» in Deutschland gewiß mchr gewirkt, als Tauseudc markt, schreicrischcr Annoncen jc vermocht halten. Auch mich hatte der Artikel zur Anschaffung einer Nähmaschine veranlaßt, und niit freudigem Herzen kann ich es auespl-echc», ich habc cS uicht einen Augenblick zu bereuen schabt, bin melmchr noch' hcutc der Vcrfas. scriu dafür daukbar, da ich, ohne d'icsc Anregung uo» ihrcr Seite, mir ciuc solche Maschine auzusch^fscu gewiß uoch lange Bedenken getragen haben würde. Was die Verfasserin in jenem Artikel sagt, ist so recht ans dein ^'bcn hcrauSgcgriffcu nnd bchiudelt zn< gleich cinc sociale Frage sa richtig und trcffeud, daß ich »>ir nicht versagen ka»», wenigstens einige Stellen dcS< selben nach cinc>» »lir gerade vorliegende», vou der „Tricstcr Zeitung" gebrachten Anszugc hier mitzn» theilen: „Des Weibes Bcstimmnng ist, in der HänSlichlcit zu wirken und zu schafft». Jede andere Thätigkeit i» der Knust nnd Vilcratur, wie i» der Industrie und im Gewerbe licgt mchr oder weniger außerhalb dcr ihm von dcr Natnr angewicscucu Sphäre und wird immcr nnr das Eigcnthum cinzclner hervorragender Fraucu seiu, die, d»rch außergewöhnliche Eigcnschaftcu des Geistes nnd des Eharaktcrs auSgczcichuet, auch hier!», gleich dci» Ma»»c, ei» Ziel erreiche», das dcr Mühe lohnt lind des StrebenS werth ist. „Der Manu mnß hinaus in« feindliche Leben, mnß wirken und strebe», mnß wellen uud wagen, das Glück zn erjagen." Doch „im Hanse waltet die züchtige Hansfran, die Mutter dcr Kinder, im hänSlichcn Kreise, und lehret die Mäd> chcu u»d regt ohn' Ende die fleißigen Hände; sie dreht um die schnnrrcndc Spindel den Faden nnd ruhet uimmcr." Drinnen im Hanse, im Kreise dcr Familie, da ist die Stelle, die das Geschick dcr Fran angewiesen, da ist ihr Vcr»f, ihre eigentliche Lcbc»ssphärc. Wenn sie da ihren Platz richtig ausfüllt, wird sie dem Manne daS sein, waS sie ihm sein soll, die liebende Gesährtin, die ihm das HcmS zur traulichen Stätte des Friedens macht, in die cr sich anS dcm bnütcn Gewühl deö nu» ruhigen Marktes und cinS dein tänlichc» Kampf um die Guter der Eldc flüchtet, um unter den Seinen sich glücklich uud wohl zu fühlen nnd Kraft nnd Mnth zu nencr Thätigkeit zn gewinnen. Dicfen Platz in ihrer Hänslichkcit auszufüllen, das ist das naturgemäße Ziel, welches zu erreichen des Mädchens ernsteste« Streben sein müßte. „Die Klage, daß die jetzige Erziehung diesem Ziele nicht immer nachstrebt, ist alltäglich nnd nicht ganz grnnd-los. Daß den jungen Mädchen so häufig dcr Sinn für eine gcrcgcltc, nützliche Thätigkeit in dcr Häuslichkeit fehlt, ist leider zu oft dcr Hanplgrnnd, weshalb jnnge Männer fich fo schwer entschließe,,, ciuc eheliche Verbindung einzugehen. Die jnngc» Mädchen werden nnr häufig zu Salon»Damen nnd für Vcrlmllnissc erzogen, die ihnen die Znknnft nicht bieten kann. und die juugc» Mäuner abgeschreckt, sich den eigenen Herd zu gründen, weil sie der Mädchen, die schöu sticken, Elavicr spielen, dichten nnd singen können, wohl vicle, doch nnr wcnigc finden, die später als Frauen dcr ncucu Wirthschaft tüchtig uor-zustchcn, cincn Haushalt zu führcu vermöge», die >'» dcr Häuslichkeit au ihrcr Wirthschaft wirklich Freude habe» und dcm Mannc ganz das siud, waS sic ihm als Haus« srau uud Mutter eben sein sollten. „Die Zcit, wo die hcrauwachscndm Mäochc» N«» den größte» Thci! ihrcr Nimeimüsstatttma, sclbst spa»nc», bleichte» und nähte», ist läügst vorüber. „Die Zeit ist 100 befestigen lassen, und die französische Regierung setzt mit der Annee-Reorgauisatiou nicht zur Kurzweil ihre Popularität aufs Gpicl. Die Befestigungen von Paris und dic Armee-Reorganisation sind ein beredtes Zeugniß dafür, daß mau in Frankreich sich dcr Furchtbarkeit des deutschen Schwertes sehr wohl bewußt ist. Uud sollte dies uns gemachte Compliment den Franzosen peinlich sein, so inögeu sie sich in dem Gedanken trösten, daß wir cS ihncn in vollem Maße erwidern. Uns dünkt, es licgt nichlS Beschämendes darin, sich die Möglichkeiten dc« wcchselvollcn KricgsglückeS klar zu machen, ehe eS zu spät ist, ehe die bittere Erfahrung den Unterricht übernimmt. (3s ware vielleicht besser, wenn die großen Redner der französischen Kammer ihre eigcue Einsicht von den Gefahren des Waffenspiels dem großen Publicum offen mittheilten und rücksichtslos anerkennten, daß es in der That möglich sei, selbst französische Truppen ;u schlagen. Höflichkeit ist eine schöne Sache, aber Wahrheit eine noch schönere, und sicherlich würde solche Aufrichtigkeit der Sache des Friedens besser dienen, als die Förderung deS Wahnes, daß Frankreich jedenfalls siegen müsse. Dic franMch-italienischen Verhandlungen. Florenz, 1>l. Jänner. Seit einiger Zeit begegnen wir in verschiedenen Blättern gewissen Anden« tungen über gchcimc und gchciiuuißvollc Untcrhaudluugen zwischen der französischen und italienischen Regierung oder, bcsscr gcsagt, zwischen dcm Könige Victor Emanlicl und dem Grafen Mcuabrca ciuerseits uud dem Kaiser der Franzosen andererseits, welche mit Ausschluß der übrigen Minister uud so zu sagcu hiuter deren Rücken geführt wcrdcu sollcu, deren Resultat der Abschluß eines Allianzvertragcs zwischen Frankreich und Italien sein soll, dessen Preis Rom sein würde. Mau will auch daS Verbleiben Menabrca's im Amte nnd die entschie« dene Weigerung dcS Königs Victor Emauuel, einen anderen Staatsmann an die Spitze der Regierung zu berufen. mit dicsen Untcrhnndluugcu in Verbindung bringen, und es würde hicdnrch der Conjecturalpolitit ein fruchtbares Feld eröffnet. Wie wir vernehmen, ist an dieser gchcimuißvollcn Geschichte auch kein wahres Wort. Daß schon seit mehreren Wochen zwischen der hie« sigen uud dcr französischen Regierung vertrauliche Unter« Handlungen stattfinden, welche Graf Mcnabrca leitet, ist dagegen volltommcn wahr, es werden aber dicse Verhandlungen dnrchaus nicht geheim oder gar hinter dem Nucken dcr übrigen Cabiuetsmitgliedcr geführt, da im Gegentheile die betreffenden Positionen stctS im vollen Mmistcrrathe behandelt werden, nnd zweitens beziehen sich dicse vertraulichen Verhandlungen durchaus nicht ans den Abschluß irgend cineS Bündnisses, sondern einzig und allein anf die Mittel, dcr französischen Occupation im Kirchenstaate sobald als möglich ein Ende zu macheu. Vml« !«<>!. Die erste Sorge des Grafen Menabrea nach Uebernahme dcr Rcgicruugsgewalt war auf die Erreichung dieses Zieles hiugcrichtet, uud waren die Verhandlungen im besten Zuge, als daS bekannte Par« lamcutsvotum und die in Folge desselben eingetretene Krise dieselben abermals verzögerten. Die bezüglichen Unterhandlungen wurden in den letzten Tagen wieder mit erneuertem Eifer aufgenommen, und sind die von dcr französischen Regierung gestellten Bedingungen durchaus nicht derart, um von dcr italic« nischen Regierung ohnewciterS zurückgewiesen werden zu müssen. Nach den uns gewordenen Mittheilungen wäre nämlich Frankreich gegen gewisse Garantien von Seite dcr italienischen Regierung durchaus nicht abgeneigt, in kurzer Zeit seine Truppeu aus dem Kirchcustaatc zurück« zuziehen. Doch hängt die Erfüllung dieser Bedingungen nicht allein von Italien, sondern thcilwcisc auch von der päpstlichen Regierung ab nnd dann sind mit dieser die bezüglichen vertraulichen Unterhandlungen im Zuge. Die Anwesenheit deS Deputirteu Massari, ciucS einflußreichen Mitgliedes der gemäßigt«liberalen Partei und ergebenen, in die früheren .Unterhandlungen mit der päpstlichen Curie vollständig eingeweihten FrcuudeS Me« nabrca's, in Rom, hängt mit den nächsten Unterhandlungen zusammen und kann für einen Vorlänfer weiterer officieller Verhandlungen gelten, wenn die päpstliche Cu« rie sich dazu entschließen kann, den mit so viel Hart« näckigkeit eingcnommeuen Standpunkt deS historischen m»n pa.^u>nu> zu verlassen, worauf mau freilich nicht allzu sanguiuischc Hoffnungen setzen darf. Vorläufig müssen wir uns mit diesen kurzen An« deutungen begnügen, hoffen aber, vielleicht schon in cinigcn Tagen weitere Daten mittheilen zu können. welche be« weisen werden, daß dcr offene und trockene Menabrea die Interessen und die Würde Italiens besser zu wahren verstand, als der „Pfiffige uud geschmeidige" Rattazzi. Ucbcrhaupt beginnt das Vertrauen auf die Politik deS Ministeriums Menabrca sich im Laudc immer mehr zn befestigen, uud wenn Mcnabrea sich nur einmal dazu entschließen würde, die oratorischc Vertheidigung der Re-gicruugspolitit einem Collcgen zu überlassen, dcr ciu besserer und glücklicherer Redner ist, als der Minister« Präsident, dessen negative Beredsamkeit nicht ohne Einfluß auf die Haltung dcr Kammer sein dürfte, so wird die Stellung des Ministeriums Menabrea auch der Kammer gegenüber sich bessern. (Pr.) Oesterreich. Pest, 15. Jänner. (Die Nationalitäten« commission) hat, da mehrere ihrer Mitglieder in die Delegation gewählt sind, ihre Berathungen bis nach Beendigung dcr Delcgatioussitzungcn vertagt. — Georg Bartal hat sein Mandat als Dclcgalionsmitglied niedergelegt. »Agram, 15. Jänner. (In dcr heutigen Landtagssitzung) beantragt Subotiö Namens der national'libcralcn Partei, drn Kaiser durch eine Reprä« sentatiou zu bitten, dcn gegcuwärtigcu Landtag aufzulösen und eiucu anderen auf Grundlage einen uichtoctroyirlen Wahlordnung einzuberufen. Zivtomc wciSt untcr dcm Beifall des Hauses das Uuzeitgemüße des Antrages nach, worauf die Partei der Natiunallibcralcn, mit AuSnahmc von Vulotinovic und Filiftovic, dcu Landtagssaal verläßt. Hierauf wurde die Präsidentenwahl vorgenommen. Es wurde dcr Finanz-Landcsdircctor Vatanovic znm Präsidenten, Zivlovic zum ersten, Maljevac zum zweiten Viccvräsidenten gewählt. Uuslaud. Florenz. (Im it alien isch c n Pa rlamen tc) wird demnächst die Finanzdcbatte beginnen. Dieselbe wird klares Licht über die Lage und Stimmung anf der Halbinsel verbreiten. Dcr Temps berechnet das Deficit des italienischen Budgets für den I. Januar 1809 auf 810 Millionen. „Angesichts einer so ernsten Situation", ruft der Correspondent dcr Florentiner Kammer zu, „sind die Redensarten überflüssig, die kleinen Eitelkeiten der Erfinder von Systemen schlecht am Platze und dcr Kampf um 27 TagcSordnuugcn und 5>3 persönliche Angelegenheiten nachgerade widerwärtig. Entschlossenes nud rasches Haudcln oder Bankerott; „zwischen diesen beiden Dingen hat man zu wählen." Rom, 8. Iänuer. (Decorirung. — Cardi> nal d'Andrea. — Hr. v. Sigmn n d. — Pa« c i n i.) Dcr Papst wollte, daß auch die Thcilnehmer an den während der lmrnhigcn Zeit gebildeten nächtlichen Bürgerpatrouillen mit dcm gleichen Ehrenzeichen, wie das übrige Militär, das gegen die Freischaarcn im Fener stand, decorirt würden. DaS Corps war anS W meist der römischen Aristokratie augchörigen Mitgliedern, auch einigen Fremden, zusammengesetzt. Die Perthcilung der Decoration erfolgte uorgestcru; eiu Kreuz mit der Inschrift: l<'l>ll,liü, an cincm weißblaueu Bande zu tragen. Das Tragband ist eine Combination dcr Mastai'schen uud dcr französi» scheu Farben. — DaS officielle Giorualc von gcslcrn Abend veröffentlicht die fünf Artikel des Widerrufs Cardinal d'Andrea'S; er erklärt: erstlich, „daß er wegen des Ungehorsam« um Verzeihung bittet, als er gegen daS Verbot des heiligen Vaters nach Neapel ging; zweitens, daß er das Aergerniß bcdaliert, das er dcn Gläubigen durch sein Betragen gegen die geweihte Person Sr. Heiligkeit, wie gegen die geistlichen Cougregationcn durch ^ seine Schriften und durch seine Beziehungen zum Florentiner „Esaminatore" gab, dessen Lehren er verwirft, da fie vom heiligen Vater für ketzerisch nnd schismatisch gehalten werdeu; drittens, er stimmt der Adresse des zn Rom im Juni 1807 versammelten EpiscoftatS völlig bei-viertens, er verwirft die von ihm trotz dcm Breve vom 12. Juni 1800 gemachten Proteste und anderen Acte; fünftens, er bittet den heiligen Vater demüthig nm Verzeihung, uud entschuldigt sich bci scincn Collegen und allen anderen die er irgendwie beleidigte." — Hr. v. Sig« muud wurde gestern von Seiner Heiligkeit dem Papst empfangen. Er überreichte seine Beglaubigungsschreiben, die ihn als außerordentlichen Gesandten nnd bevollmäch« tigtcu Miuistcr Sr. Majestät des Königs von Baicrn beim heiligen Stuhl bestellen. — Die letzte Arbeit Pa-cini's ist außerhalb Italiens wohl nnr hier und dort dem Namen nach bekannt gcwordcu, und nur hier auf« geführt. Er setzte eiu von FrauccSco Massi gedichtetes Melodrama in zwei Acten ll t.'i>><-< <-,t freilich wahr; man darf ans Plötzlich v.el renndllcheren Sprach,- welche die preu-ß lcheu Ml.n,ler>cllen Oesterreich gegenüber führen, nicht cy lcßen, daß Preußen aus eigenem Antrieb uud schou M cnnger Zeit sich Oesterreich gcnühert habe. Vielmehr konnte die Wiener Regierung noch vor beiläufig micr Woche constalircn, daß Prcußcu tciuc Micuc mache, a>'s der Grundlage des allgemeinen Friedens sich mit Oc,lcrrcich ,ns Vernehmen zu setzen. Vriissel, 14. Iäuucr. (D cp n t i rtc n ka m ,u c r.) H.er Ministerpräsident Frcre erklärt die Motive der Eabiuctskrisi«. Äiinislcr Nogicr uud Vaudcnsiccrcbomu gaben ihre Demission wcgcu dcr Frage, betreffs dcr Schnlcn für Erwachsene. GöthalS gab smic Demission, weil dic Kammcrscctioueu das Gesetz über die Heeres-reform abäudcrlcu. DaS ucuc Cabiuct wcrdc das Rcglc-went betreffs der Schulen für Erwachseuc abändern uud den Gemeinden das Recht dcr Hinzuziehung von Geist» lichen zum Unterrichte belassen; dasselbe wcrdc ferner die Vorlage wegen dcS BancS dcr Festung auf dem linken Schcldc-Ufcr anfrechthaltcu und die Frage wegen des Baues dcr Fcstuug im Norden nochmals prüfen. Die allgemeinen politischen Gesichtspunkte des Cabinets bleiben dieselben. — (Ucbcr die aby ssinische Exftcd it i on) sind über Malta und Alcxandrien folgende Nachrichten eingetroffen: Ans Aden vom 2!». December wird gemeldet : Die zweite Brigade, bcslchcud auS dem 4. europäischen, dem 3. uud 5. indischen Rcgimcntc sammt der Artillerie, hat Aden passirt. General Sir Robert Napier wird stündlich erwartet. Eine Depesche von Anncslcy vom 4. Januar besagt: Sir Robert Nafticr ist heute in der Auueslcy Bai gclnudct. Er wurde von Oberst Merewcthcr uud General Stavclcy cmpfaugcu. Sir Robert Napier hat fich sofort zur Front begeben. Eiuc Mariuc-Brigadc wird für dcu unmittelbaren Dienst der Expedition organisirt. Hagesnemgkeiten. — (Verhaftung eines Raubmörders.) Per Achcrhe>lsbeh0rdc ist es gelungen, den Thäter des an Maria Henke in vcr Adamigasse in Wien verübten Naub< moide« am 14. d. nach Mitternacht zu Klein Neusiedl in dcr Person des Georg R a l l a u flslzunehmen. — (Zu Grillparzer's G e b u r t « f e sl.) Seine EfceUenz der Herr Neichstanzkr Freiherr v. V e u sl hat alis Aülak des heuligen Geburtsfeste« unseres hochgcslieiten vaterländischen Dichtere,, de« Herrn Hosralhes Franz Grill» parzer, folgendes Aeglückwünschun^schieiben an denselben gerichtet: „Dem Manne, dessen Dichleliuhm dem gesammlc» Deutschland, desscn Herz unserem gtlieblcn Oesterreich cings-hürl, dcm verehrten Greise, dem leuchtenden Vorbilde „ach' llrrbcnder Tichtei, dem erprobten Palrioicn, dec Dynastie und Vaterland mit unzerlrennllcher Liebe umsaht, blingl dic aufnchligstin Glückwünsche zum lHeburlssesle treu und uer« ehrungsvoll dar der Neichelanzler." — (Der Vorstand des U n t e r sl ütz u n g s. Vereins der Buchdrucker und Schriflgießer Wiens) zeigt an, dah er miltelst Giemialschrciben uom I^j. Jänner davon verständiget wurde, daß endlich ein Decret dcr Stalthallerei, vom 26. December v.J. datirl, oie Landeshauptcasse anweist, dem Unletslühungövereine der Auckdruckcr und Schlistgieher Wiens das im Jahre 1852 l'onfivmte Vermögen, bestehlno aus Werlhpapielen im Ae> trage uon 0330 fl. und 2924 fl. 4 l',, Ir. in Va,cm, zusamm.ll 9254 fl. 4l'/, tr., herauszugeben. — ((iin Lebensretter.) Am 19. Dumber vo> rigen IahreS fuhr tin Vaflhau^besitzer von Toblach (Tirol) in Gesll!sch.ist v«ü zwei Pe>sonen nacb dem line halbe Slunds vo>! dcm Oit,' eülfclüte», an dem Toblacher See a/legtiitii Walte uiu Holz- dei See begin»! gewöhnlich schon im No> v^nber zlizusiieren »nd isl von Anfang December bis Ende Mürz mit einer starten Eiölrustc überzogen. Während dirser Zeit wird er in Eimanglung eines andenn geeigiuten Win» terwegsH alZ Straße benützt, um Holz udcrzujühicn. Al« das Gesäbrlk beinahe an die tiefste St,lie der Eee's lam, hrach das (5is untcr cincm fürchterlichen Gekrach uoler ihren Fühen. Das Pferd sank bis an den ssopf in da« Wasser, die drei Personen erhielten sich aber noch auf dem Eise unv lamcn glücklich aus ihrer lebensgefühslicken Situation heraus. Sie eilten nun zum näckslgelegenen Orte, um Hilfe für da« arme Pferd zu holen. Sogleich begaben sich auch fünf Mann mit Striken und anderen Neltungswerlzeugcn an den Ort des Unglücks. Nachdem das Pferd unler großer Anstren» gung au verschiedenen Stellen an die Stricke befestigt war, gelang es »ach großen Mühen, dasselbe wieder auf die Eisdecke zu bringen. Das Pferd brach jedoch abermals ein und mit ihm sanken alle sieben Personen in« Wasser bis an den Kopf. Ein Mann, der als tapferer Kaiserjäger dem Todc schon öfters ins Auge geschaut, behielt auch in dieser Lage seine Geistesgegenwart. Es gelang ihm, sich auf die Elilruste zu schwingen: hierauf reichte er sogleich einem an» deicn die Hand und zog ihn aus drM Grabe det See's. Alsdann nahmen die beiocn Geretteten alle uorsindliche Stricke uud warfen sie den anderen zu. Auf diese Weise wurde einer nach dem anderen au« dem Wasser gezogen. Der Netter aller aber war der 5laiserjHger Joseph Sanier. — (Die Eruption dcS Ve su v.) Unterm I2ten d. M, wird aus Neapel gemeldet: Die Lava strömt noch immer reichlich aus dem Krater des Verges. Die Hohe des Stromes betragt 7 bis 8 Meter, die Breite 50 bis 60 Meter. Llschüttciungen und Detonationen sind sehr hÄufig und man hüll ein baldige« Aushören det AuSblucheS nicht für wahrscheinlich. Locales. *5 (Verein s na ch rich t e n.) Das erste heunge S ch ü h e» t r ä n zche n findet nächsten Sonntag im „Hotel El»fant" statt und verspricht dem getroffenen Arrangement nach ein recht animiites z>< werde». — Morgen Samstag weldcn auch die regelmabia/n Kneipabende der Turner, Süogll und Schützen im Fischer'schln Saale wiederum beginnen. " * (Feuer.) Gestein Abends gegen 6 Uhr signa-lisirlen zwei Schüsse ein in der Polanavorstadt anSgebrocbenes Kaminseuer. Dasselbe wurde bald gelöscht, ohne weiteren Schaden anzurichten. — („D ie Weiber von V e l t> c 4") von L. Ger» monik tommen am 2(i. Jänner auf dem hiesigen land» schajtlichen Theater zur DaisteUung. Vci Einsludirung duse« dreiaeligen valciländischen Slück>'s unler der Regie unseres tüchtigen Negisseu'Z Herrn Krosset soll dem gesanglichen Theile, welcher dclannllich aus beliebten nationalen Liedern besteht, eine besondere Ausmcrtsaml«it gewidmet werden. Wir werden auch unsere Landestrachten bei diesem Anlasse nach langer Zeit wieder «inmal auf den Brettern erscheinen flhen und glauben somit bn der Neuheit des Gegenstandes dem Unlelnehmen einen guleu Erfolg in Au5sicht stellen zu löüncn. — (Für unsere Schütze».) Die zulchl ver» t„ Me,, schreibt: „Tie Aelhliligung an d>m Concurs für die Gebäude auf t>«m Feslplah ve>spricht sehr lebhast zu werben. Es sind bisher über 40 Annuloungen erfolgt, darunter je eine aus München, Bremen, Pss! und Vozen. Die Anmeldungen zum Flslbcsnckc wollen möglichst slübzeitig und so vul wie tbun» lich colporativ nach den Landes-, Vezilts» und Einzel-Schützen» ^l huhercu Stände, die mit dem Vater ihren einzigen ^unyrcr und Erhalter verloren nnd aus dem Schiff. "UM) cmcr besseren Zeit oft kaum einen Notharoschcu lMcttct hnl,cu, wie köuutcu sie, M alleinstehende Frauen »!d arme Waisen, auständigcr ihr gtitcs Brot verdienen, leichter eine Selbständigkeit nnd Unabhängigkeit gewin« >'tn, als durch Arbeiten anf cincr Nähmaschine, uon leren Ertrag sie bequem uud reichlich subsistircu können, -'"lig ,mn^^)in daö aufzuwendende Eapital ein ucrhült-n>!;mns;ig bedeutende sein, es ist gewiß anders nicht u^ser auziilcgeu, dem, cö trägt seine reichlichen Zinsen; ' .cs gil>l keine Arbeit, lein Geschäft, b^i dem ciue Nücluste^ndc Frau, ein junges Mädchen fo viel mit 'Yrcr ^nudcarbcit vcrdicucn lönule, als gerade mit dcr Mähmaschine. Und weiln sie auch deu lctzlcn Sparpfcn. mg dafnr huigcbcu müßten, sie mögen ihn freudig opseru, dcuu die Maschine bringt reichlichen Verdienst nnd macht 'ch schon in kurzer Zeit bezahlt. Eine gnte Näherin kann allem nnd ohne Hilfe täglich spielend w Sgr. bis S^, !>, ^'^ ^""''l"> m.ler Aiithilsc einer Mutter, loaar das Doppelte t.ud uoch mehl ^o audcis lmmlcn sic cine su lohncudc "lrbcit eine so cm,lcmd.ac Beschäftigung si»dcn" ' Man mnß cs nur gehaben, wic die ?!rbcit nuter m yanden fl.cgt, wie selbst zwei. "MM, tauut so viel hcfteu, kuiffen, a,ran,irm s! ^ammcnsetzcn nnd vorbereiten köoncu, alö mau alls dcr Äiaschinc fertig steppt, dcun in laum einer Bicrtclslimdc "aht sie zwölf und mchr Ellcu dcr schöustcu uud sauber, ftcu Steppnaht. Das Mhcu hört auf, ciuc angreifende wpcrlichc Anstrengung zu sein, eS wird zu einer nutcr-l)Mlcndcn nnd anregenden Arbeit, die mehr dcn Gcist ^ln tt^ k^'p"' beschäftigt nnd dnrch die überraschende m d , ? !"' "" der sie sichtlich unter deu Händeu rasch n,!,,I'l^ wächst, mehr auregt al.i abspauut, mehr fünf ^''^ ^^llemlichkcit lauu man iu einer Minute Stiche machen, bei gleichmäßiger ^^ und gcrndcu Nähtcu diese Zahl sogar auf tausend und zwcitanseud bringen, ohne sich besonders anzustrengen nnd zu ermüden. Man denke nur, wie viel mau bei solcher Schuclliglcit iu kurzer Zeit lcistcu kauu, wie mau mit leichter Mühe iu ciucr Stunde so viel schaff! , als mau auch bei der größten. Anstrengung in cincm gauze» Tac-,c mit dcr Hand nicht scrlig bringt, nnd dabei so sanbcr nnd schön, wie es tcinc Hand vermag, uud wie viel ciue Hausfrau dadurch au Zeit gewinnt, die sie viel bcfscr dcr Erzichuug ihrer Niuder, ihrcm Oatteu, ihrcr Familie, ihrem Hauswesen uud — ihrer Erholung wid-mcu kann. Wcuu ich sehe, was ich jetzt allcö in meiner Häuslichkeit näl/c uud fertig schaffe, dann ist cö mir oft uii' erklärlich, wie ich früher ohnc Nähumscm'üe nur habe scrlig werdcu können. Freilich habe ich sonst durch fremde Arbeiterinnen für schwcreS Ocld anscrtigcu laffeu müsscu, waö ich jetzt mit eigenen Händen mühelos uud spielend schaffe. AllcrdiugS taun man dies alles nur vou einer guteu Nnhcmaschiuc haben, die dcm Zwcckc voUkommeu" cut' spricht, dcm sie dienen soll; vou ciuer untauglichen Ma> schiuc wird man wenig Nutzen uud Vcrguügcu, wohl aber vicl Aergcr uud Verdruß habcu. Was mau dauiit näht, hält nicht; gerade wenn die Arbeit ftrcssirt, versagt dic Maschine den Dienst; wo man gern fördern und beschleunigen möchte, wird man durch kleine llnfälle aller Art gestört uud aufgehaltcu; je mchr mau sich cr> eifert, desto weniger gelingt c6, dic Fchlcr zu entdecken, dic .Hindernisse zu beseitigen uud die Maschiuc wieder iu ^rdunng zn briugcn; endlich wird inan nervös erregt, ärgcllich, gcrälh iu gelinde Verzweiflung nud wirft zuletzt Arbeit nnd Maschine in dcu Wiukcl, nm dann »nit Thräucu iu dcu Augcu und mit vor Aufregung zit-tcrudcu Hündcu wicdcr zur viadcl zn greifen und mit Aufopferung nllcr Kräflc allein uud ohuc die Hilfe dcr Maschiuc die dringende Arbeit zn vollenden.' Solche bittere, trübe (5rfahru»gcu köuucn Einem die Nähmaschinen wohl verleiden, — deshalb, nm sie nicht erst machen zu müsscu, sci man beim Aukauf derselben vorsichtig; man glaube nicht glaltcu Worten, sondern prüfe sorglich alle ciuschlagcndcu Verhältnisse uud wähle nnr eine solche Maschine, die ganz dcm vorliegenden Zwcckc eutspricht und für deren uutadclhaftc Arbeit ebenso dcr bewährte Ruf dcr Fabrik Garantie leistet, als dic praktische Erfahrung spricht. Allein, wer die Wahl hat, hat die Qual. Ich weiß recht gut und habe es ja an mir selbst erfahren, wie schwer ciuc Hausfrau zu dcm Entschluß kommt, ein erspartes Sümmchen, vielleicht den letzten Nothgroschcn der armen Witwe, für eine Nähmaschine hinzugeben, wenn sic zehn und zwanzig verschiedenen Annoncen vou Näh-nmschiucn'Fabriraiiten geacuübcrstcht, von dencn jede die eigenen Fabricate lobt und die dcr Eoncurrcnten wohl gar als völlig uutauglich verschreit. Deshalb prüfet alles und behaltet daS Beste; geht selbst hiu, scht Euch die verschiedenen Maschinen mit eigenen Augcu au, wägt Vorzüge uud Nachtheile der ciucn oocr der audcrcu gcgcn einander ab uud höret vor allem dcu Rath erfahrcucr Hausfrauen, die schon seit längerer Zeit im Besitz von Nähmaschinen sind und daher ans eigener Erfahrnng über deren Brauchbarkeit am bcstcu nrthcilen tönncn. Freilich habcn nicht alle HauSfraueu Gelegenheit, cinc solche Prüfung vorzuuchmcu, uud Betanutc, deren praktisch crfahrcucu Rath sic hörcu können; viele wol)« neu zu weit ab vou ciucr größere» Stadt, in dcr sie eine genügende Auswahl vou Nähmaschiucu finden, andere werden dnrch häuelichc Verhältnisse und durch pe-cuniärc Rücksichten verhindert, oder durch ihre Wirthschaft an's Haus gefesselt; sie sind also in dcr üblen ^age, daS Bcste nicht fiudcu und bchaltcu zu können, wcil cö ihncu au Gelegenheit fehli, alles zu prüfen und aus Ucbcrzeuguug zu wählen. Dicscn sollen uud wcrdcn die folgenden Zeilen, wic ich hoffe, wcuiastcus eincn kleinen Anhalt geben und einige nützliche Fmgcrzelgc sur die zu treffende Wahl bieten. (Schluß folgt.) 102 vereinen und durch Vermittlung der Vorstände derselben er» folgen, weil es nur bei einer solcben Einnchtung wöglich sein wird, die Euircnzhaltung der Festtheilnehmer auf das Genaueste durchzufühlen und für deren entsyltchende Unter» lunft, sowie für die Vcsiicdigung der Bedürfnisse derselben sichele Fürsorge zu trcffrn. Ta»selb< gilt auch bei den Au« ni.lrungen zum Eintritt in den deutschen Schükenbunb, wozu sich aus Oesterreich allein circa 1100 Schützen gemeldet haben." Zur Micnfricr Saiscr Mllnmilian'g von Mcrico. Laibach, am 17. Jänner. Der gestrige Abend versammelte eine ungeheuere Menschenmenge aller Stände ans dem in liberalster Weise geöffneten Perron des Bahnhofes. Der Trcnierzug mit den irdischen Resten 3r. Vlajcstät des Kaisers Maximilian l,nn ;ur bestimmten Stunde an nnd wurde von dem Geläute aller Glocken nnd den Klängen der durch die Musikkapelle des hier qarnisouirendeu NegimeutS Graf Hul)n ')tr. 79 cxecutirtcu Trauermusik empfangen. Auf dem Perron war eine Ehrcucompagnic dieses Regiments aufgestellt. Sämmtliche Civil- und Militärautoritäten, dann die Turner, Sänger nud Schützen mit ihren Van-nern hatten sich ,^nn, Empfange versammelt. Das Trauer-gefusge. Excellcn; ^dlnirc,! Tcgctthoff an der Spitze, degad sich in dc» Wartsaal erster Classe, wo sich anch sämmtliche anwcscudcn Repräsentanten der t. k. Landes» regiernug, dcr Herr Landespräsideut Conrad u. E y v c S-fcld an der Spitze, einsenden, um Sr. Excellenz dem Herrn Admiral Trgetthoff die Gefühle der Bevölkerung, in welcher der Traueract die tiefste Bewegung hervor gerufen hatte, auszudrücken. Bon Seite der Vereine hatte Herr Dr. Ritter v. Stöckl als Oberschulen, mcister die Ehre, Sr. Excellenz dem Admiral Tegett» Hof vorgestellt zn werden, um auch im Namen dieser Bcreiue die Gefühle tiefster Trauer und herzlichster Theilnahme an dem schweren Schicksalsschlage, der uu-sere kaiserliche Familie und mit ihr gan; Oesterreich getroffen, anzudrucken. In der Zwischenzeit sang der Münnerchor der philharmonischen Gesellschaft vor dem Lcichcnwaggou einen Choral: „Rasch tritt der Tod den Menschen au" mit Vollendung nnd jener Weihe, welche der Moment erforderte. Nach halbstündigem Anfenthalte vcr» abschicdete sich Se. Excellenz der Herr Admiral Te» getthofs von den anweseudcu Autoritäten und der Zug setzte sich unter den Trancrklängcu der Musik in Bewegung, geleitet von der gcfühlvolleu Theilnahme einer tief bewegten Bevölkerung, in welcher nur der heiße Wunsch lebt. es möge mit diesem, dein schwersten Echicksalöschlage die Reihe der Prüfungen abgeschlossen sein, welche Oester« reiche Haus lind sein treues Volk mit ihm getroffen, und unser schwergeprüfter Monarch emeu Trost in seinem schweren Leide' in der Liebe seines Volkes finden, welches in Ihm dcu großherzigen Spender der freisinnigsten Constitution, dcn Begründer der lichtvollsten Epoche unseres Staatölcbeus verehrt. Die Llichlllfmr in Tricst. Trieft, 16. Jänner. Es war gestern Abend« gegen A Uhr, als sich der Menschenmenge, die dichtgedrängt uuscre Molos füllte. die Lichter der Flotte zeigteu, die durch dcu Abcudncbcl anstauchcnd auf der Rhcdc sichtbar wurdcu. Boote ruderten hinaus uud umkreisten schweigsam die schwarzen Kolosse, die dcu todten Kaiser begleitet. Heute waren bereits in der frühesten Morgenstunde, vor 7 Uhr, die Strahcn der Stadt gefüllt, die Fenster und Balcone in dcn Straßen, dnrch die der Zug seiueu Weg zu nehmen hatte, mit Traucremblcmeu, die offcntl. Gebäude, Confulatc u. f. w. mit Trauerflaggen geschmückt. Die cigeuö für diesen Zweck errichteten Tribüucu füllten sich, die Kaufläden waren geschlossen. Dcr Molo S. Carlo, aus dessen Nähe bereits achern Abends die an dchen südlicher Seite ankernden Dampfschiffe entfernt wurdeu, war geräumt, durch cm Spalier abgeschlossen uud der Eiutritt auf denselben nur dcu bei dcr Feierlichkeit fuuctiouireudeu, so wie dcu mit Eintrittstarten Verseheuen Personen gestattet. Gegen 9 Uhr füllte sich allmülig der Molo, eine Division des l. t. Matrosencorps nahm ihre Aufstelluug mit der Frout gegen die eigens errichtete schwarz verhäugtc Landungs-treppe, und die Theilnehmer an der traurigen Feierlich» keit erschienen, um die hohen Leidtragenden, sowie die Leiche deS verblichenen Kaisers zu erwarten. Militärische Würdenträger aus Nah und Fern, sämmtliche in Tricst befindliche t. k. Staatsbeamte, die Handelskammer und der Lloyd, die hier rcsidirendcu Consulu aller Nationen, Deputationen aus verschicdeucn Theilen des Reiches, darunter die ungarischen und die drei croatischen (des Landtages mit Bischof Soic an der Spitze, der Statt-halterei uud der Stadt Agram) in ihrer kleidsamen Nationaltracht, die dicnslfreicu Officicre und Beamten unserer Marine sowie der Garuisou umstandcu dcn Landungsplatz, als sich die Hcrreu Erzherzoge Karl Ludwig, Ludwig Victor, Leopolo und Ernst ciufaudcu. Unterdesfen dröhnten seit 8 Uhr von den Schiffen, dcu Hafenbattcrien und dem Castcll die Traucrsalucu über die glänzende unbewegte See, sämmtliche KriegS-und Kauffartheischiffe hatten ihre Flaggen halbtopp gc» hißt uud der dichte Rauch der Salven zog sich wie eiu Gewölk zwischeu Schiffen und Flaggen uud Mensche» hin. Punkt halb 10 Uhr stieß die Galeggiaitte — das Trauerboot — von der „Nouara" ab, auf ihr der Sarg mit dein Leichnam, und bewegte sich, von eiuer Dampfbarcasfe geschleppt, in laugsam feierlichem Tempo gegcu dcu Molo S. Carlo. Sechszig Fuß laug uud vierzehn Fuß breit ist die Galcgaiantc, mit schwarzem Tuch völlig verhüllt, das au dcu Seiten uud rückwärts im Wasser nachschleppt. Unter dem Bug befindet sich eiu silberner Eugel in UebcrlcbeuSgröße, der trauerud zwei Kränze vor sich hiuhält. Ueber ihm ruht ein schlummernder Löwe. Rund um das Boot laufen Guirlanden vou schwarzen uud silbernen Blättern und au bcidcu Seilen knien schützend Engel neben dem Nameuszuge MarimiliauS. Eiu Baldachin von schwarzem Tuch mit Silbcrfrauscn geschmückt, hebt sich 35 Fuß hoch, mit der mexicanischen Kaiserkrone geschmückt, über dem Katafalke, auf dem der Sarg ruht. Der Sarg ist mit einem rothen Sammt< tuche bedeckt, mit Goldbordureu geschmückt, obenauf liegt ein Krauz, von der hohen Familie deS Vcrblichcucn gespendet. Er ist mit drei Bäudcru umwunden, „dem tapferen Helden" „dem unvergeßlichen Bruder" „dem cchteu Ehristeu" lauten die auf roth uud weißem Bande gestickten Iu-! schriftcu. Riugs um dcu Sarg liegen auf schwarzen silberbetreßten Sammtpolsteru die mezicanischc Kaiserkrone, der österreichische Erzhcrzogshut und die Fürsteukrone, dann der Orden des goldenen Vließes, daS Großkrcuz dcS St. Stephanordcus, der kaiserlich mcxicanischc Adler» und Guadaloupt'Orocu. Acht Secosficierc haltcu mit blankem Säbel die Ehrenwache. Noch 3 Kränze fchmücken die Bahre, — einer, dcn die Garnison von Qnerctaro ihrem gemordeten Kaiser gespendet, einer von dem Gouverneur der Festung Gibraltar uud eiuer von dcu Flottcn-officiereu in Pola. Geharnischte Ritter mit schwarzer Hclmzicr, Emblemen von Waffen und Fackeln umgeben das Ganze. Voraus der Galcggiantc fuhr iu eiucm schwarz« behangcueu Boote ein k. k. Sccstabeofficier, dcr den Con-duct anführte. Hierauf kam die Dampfbartassc mit dem Traucrbootc im Schlepptau. Diesem folgte ein sechs« rudrigc« Boot mit dem Frcuudc dcS Verstorbenen, dcr ihm durch Heimholen seines Leichnams dcn letzten Liebes« dienst erwiesen — mit dem Sicgcr von Lissa. Zahlreiche andere Boote der Kriegs» und Haudelsmariue umgaben den Traucrzug. Untcrofficierc dcr k. t. Kriegsmarine, sämmtlich glänzend mit österreichischen und fremden Ehreuzcichcu geschmückt, hoben dcn Sarg und ließen ihn auf dcu Schieucu, welche auf dcr Landuugsbrückc angebracht waren, hinabgleiten, um ihu dauu auf deu ftrachtuollcu Hoftrauer« wagcu zu hcbcu, der auf dem Molo bereit staud. Dcr Anblick war tief erareifcud uud iu den Augen .vieler Theiluchmcr an der Feier glänzten Thränen. Der hoch» würdige Herr Bischof von Trieft nahm unter zahlreicher Assistenz die Einsegnung vor, uud dcr Zug setzte sich in Bewegung. Uutcr Vortritt zweier Bataillone Infanterie mit der Musilbaude uud dem Vrigadecommando (G. M. Herzog vou Württemberg) an der Spitze, unter Kanonendonner und Glockengeläute, bewegte sich der Zug laugsam und feierlich durch die dichtgedrängten Straßen. Die wache-haltcudcn Mariueofficiere umgabeu dcn Traucrwagen, uebeu ihnen sechs Diener vom Schloßpcrsonal in Mi-ramar mit Fackeln in dcn Händen. Unmittelbar hinter dem Sarge, dem der Stadtrath mit dcr städtischen Fahne und der Clerus voranschrittcn, gewahrte man die vier Herren Erzherzoge, dann dcu Viceadmiral v. Tcgctthoff und dcu Statthalter Freiherrn v. Bach. Unter der großen Zahl von nachfolgenden Würdcnträgcru befanden sich auch der Stadt- uud Festungscommaudant vou Venedig, Gcncrallicutcnant Carlo Mczzacapo mit scincu Begleitern, unter denen wir nachträglich uoch dcu Oeucralstabs-oberst Coute ßaolo Oncieu dc la Batie erwähnen, Vice-admiral Baron WüllcrStorf, Graf Ios. Waldsteiu, k. k. Kämmerer und geh. Rath, der von seinem früheren läU' gcrcu Aufenthalte hier noch im besten Andenken steht, die Grafen Zichy und Haddik in prächtiger ungarischer Magnatentracht, nnd viele andere hervorragende cinhci-mische uud fremde Persönlichkeiten. Militär schloß dcu Zug. Vor dem Bahnhöfe angekommen, wurde dic Leiche auf das schwarze Traucrgcrüsle gchobcn, daS am Ein< gange zur Station errichtet war, und wo abermals die Geistlichkeit ein <>>' i'ml'mxü« austimmtc und eine zweite Einsegnung vornahm. Hieraus wurde dcr Sarg vou dcn Marine«Uuterofficicrcn gehoben, nntcr das zunächst dem Bahngelcisc errichtete Trauerzclt nnd dauu in dcn eigens für diesen Aulaß mit schwarzem Stoff uud weißem Atlas dccorirtcn Waggon übertragen. Zu dcn Füßen des Sarges ist im Waggou eiu breiter Belschcmcl augebracht; die Kronen, Krauze uud Ordcu schmücke» den Sarg, — rings herum brennen Lampen iu mattem Glase. Viccadmiral Tegetthoff, dcr hochwürdigc Mariuesupcrior, Msgr. Raicich, die Deftutatiou der Officiere uud zwei Compagnien dcr k. t. Kriegsmarine, sowie eine große Anzahl anderer Officicre und Hofbc-amte begleiteten dcn Train, der um 1 Uhr nach Wien abfuhr. (Tr. Ztg ) Neueste M. (Original'Telegramm der „Laibacher Zeitung.") Tvien, »«.Jänner -Abrndö. Dic ,,Wr. Äbendpost »»eldet: Ä»n «tt. d. findet eine Ver« san,»lllll„,^ der Delegationen behufs deren (5ol>« stituirun^ statt, am 2tt. abgesonderte Vorstel lunss beim Kaiser durch den rcspertiven Mini stcrprasesinGessenlvartdeo3leifl,sministeliu,«s. Wien, 10. Jänner. DaS ,.N. Nr. Tgbl." sogt, daß im Miuisterrath das ordentliche Armcebudgct mit 70 Millionen festgesetzt wurde, also mit cmcm gcriü< geren Betrage als jener, dcu dcr Reichsrath im Jahre ltt05 bewilligt. DaS außerordentliche Erfordcruiß von W Millionen für Ergänzung der Bewaffnung soll auf 1i Jahre vertheilt werden, niu ein RcichSdeficit zu vermeiden. Es wird versichert, daß dcr Bedarf für dcu nächsten Coupon bereits gedeckt ist. Telegraphische TUechselcourse. vom 16. Jänner. 5p'rc MctllslilMsk 56.55 — 5,perc. M'talliqmL unl Mai. und '/lovembei'-Ziüscl! 57.60. — l»v'rl'. Na» c»i?I '.'I»!!'!,,?!, 65.15. - «nill-cl"if,! 683. — 'll'stull'ctim 1>"5. - !>-!',«) i slaali'ail'i'l e > 83 !0. Silber 118,75.— i!oudon 120.55. — K. l, Dücalm 5.74'/,,. «-r,n!w»'ll«chsr 3teb. Jänner. Da« geringe Geschäft verlief m fester Haltung, ohne wesentliche EourSveränderungen zu erzielen. Geld flilsfig. Veftcntlicke Tchuld. /^. des Staates (fiir 100 fl) Geld Waare 3n », W. vl 5pCl. filr 100 fi. 53.80 53 40 In österr, Währung skucrsrci 56 95 57.10 ^, Slcurraiil. in ü. '>!,!. v. I. 1064 zu l»p6t. nlcl;llhlbar . 89,— 8N.25 '/, Steiu'iaulchcn i» üst. W. . <^b.50 ,^5.75 Slllxr-Aittchrn von 1^>>i . . 72.^- 73... GNbcranl. 1^65 (Frcs.) rücl^hlb. i» 37 Jahr. ,n 5> piit. 100 fl. 78 50 79.- Nat-Anl. nilt Jan, ^oup. zu 5"/« 65>.5,30 0^ 505<. Mit Verlos, v. 1.1«39 . . . 15ii,5" il.3.5" ,. ,.....1854 - . 73 - 73.>.°> „ „ l^«0zn5"0fl. 53.10 «3 20 ' „ „ 1660 ,. 1<»0„ 91,75 i'2,.. " ......1864 ,.100.. 7680 77,- m°'Ncntrnsch, zu 42 l.. uu8l. 18,— 19. - Tllnuüncl, 5perc in Silber 104.25 104.<>0 ü dcr «lonländcr (für 100 fl.) Or.-El!tl,-Oblig. Niederüstcrreich . jn 5'/. 89. - 89 5<) Gcld Waare vberüslerreich . zu 5*/. 87.50 38.— Salzburg .... „ 5 „ 86.50 87.50 Böhmen .... „ 5 „ 91.50 92.- Mähren .... „ 5 „ 5«,50 ^9.50 Schlesien .... „5 „ 87.-- ^8 — Steiermart ... „ 5 « 88.— 89.— Ungarn.....„ 5 « 69.25 70.— Tcmcscr-Bauat . . „5 „ 69.— 6Ü,.',0 Eraattcn und Slavonien „ 5 „ 69.— 69.50 Galizlen .... „ 5 „ 63.— 63.50 Siebenbürgen ... „ 5 « 63.- 63.5«» Bulovina .... „ 5 „ 53.— 63 50 Ung. m. d. V,-E, 1867 „ 5 „ 66.'.'5 66.75 Tcm.B.m.d.V.-<5. 1867« 5 „ 65,50 66.- Acticn (Pr. Stilcl), Nalionalbanl (ohne Dividende) 685.— 687.— K.Fcrd,-Nordb.zu 1000sl. ü. W. 16i',^.- 17(X^ — Krcdil-Austalt zu 200 fl, ö. W 1^4,70 184,90 N, ö Ei^ 181,- 183.- Wien.DllMpfm.-Nc ucrloöbar zu 5'/, 97 3u 97.50 c^. M. 1 National!,, aufü.W verloSb.5 „ 92.70 9^,85 Unss. Vnd.-Ereb.-Nust. zu 5'/, „ >F),?5 91,2:', Allg. öst Bode!l:Ercdit-'.>lustall verlosbar zu 5//, iu Silber 1"2.— 103 — Lose (pr. Stilct.) Ercd.-A.f.H,u,G.z. 100fl. ü.W. 126.75 12?.— Don.-Dmpssch.-G.z.100fl.:.^ Hamburc,. silr 100 Marl Vanlo 88 ^0 89.-^ London fiir 10 Pf. Sterling . 120 5-0 !2O.7ft Paris flir 100 ssrants . . . 47.W 47,!^ (^ours der ^cldsorten Gcld Waare K. Mnnz-Tncatcn 5 fl. 7-' lr. 5 fl. 73i^' ^l'apolcousd'or . . 9 „ 62 „ 9 ,. 62j " Rufs, Imperialt« . 9 „ 9 > „ 9 „ 93 " Vereiusthalcr . . 1 „ 77 „ , „ 7?i" -Silber . . 118 „ 25 „118 „ 5« " Krainische Orundeutlastungs - Obligat,one», V^ uatuollrulig: 87 Gcld, 9