Mezngspreise jiir Vsterreich-Ungarn ganzjährig K 4 — halbjährig K 2- — ^ür Amerika: ganzjährig D. 1 *25 Zur das übrige Ausland ganzjährig K 5-20 Briefe ohne Unterschrift werden nicht berücksichtigt, Manuskripte nicht zurück-gesendet. Erscheint mit einer illustrierten Beilage „Wandermappö" am 4. und 19. eines jeden Monates. Bestellungen übernimmt die Werwattimg des (stottfdjecr Mete» in Gottschee Nr. 121. Berichte sind zu senden an die Schristteitung des Hottlcheer Moten in Gottschee. Anzeigen (Inserate) werden nach Tarif berechnet und von der Ver> waltnng des Blattes übernommen. Die „Wandermappe" ist nur als Beilage des Gott« scheer Boten erhältlich. Postsparkass en-Konto Nr. 842.285. Mr. 7. Kottschee, am 4. April 1913. Jahrgang X. Der Klassenkampf. Von E. B. (Schluß.) Je höher Zahl, Wohlstand, Bildung und politische Machtstellung der Arbeiterschaft steigen, desto schwerer wird sich auch die Klassenkampftheorie aufrecht erhalten* lassen, wie ja die Verelendungstheorie für schon gänzlich beseitigt und aufgegeben zu betrachten ist. Der Kampf zwischen Arbeitern und Unternehmern wird sich auf die Austragung von immer weniger Fragen, auf den Ausgleich eines immer mehr sich verengenden Kreises sich reibender Interessen reduzieren. Die politische Gleichberechtigung, die verkürzte Arbeitszeit, der Ausbau und die Vollendung der Arbeiterversicherung, die höheren Löhne, das verbesserte Wohnungswesen sowie andere soziale und kulturelle Fortschritte werden den Agitatoren eine Menge von bisher gern und mit Erfolg verwendeten Motiven nehmen. Wer die Arbeiterbewegung der letzten 25 Jahre aufmerksam verfolgte, weiß genau, wie die Temperatur der in den Versammlungen gehaltenen Reden von Grad zu Grad gesunken ist. Marx, Engels, Lassalle, Liebknecht, Bebel und Kautsky, Die ein vielfach tiefstehendes Proletariat vor sich hatten, dem sie, um mit ihren eigenen Worten zu reden, seinen Tiefstand erst beweisen mußten, weil es ihn nicht empfand, konnten leicht aus die Idee von einer ökonomisch, sozial, politisch, ja physisch und psychisch durch eine tiefe Kluft und fundamental verschiedene Interessen von der übrigen Bevölkerung geschiedene Arbeiterklasse verfallen, weil wirklich viele große Gegensätze vorhanden waren. Aber Wikolaus Wecher. (Schluß.) Nikolaus Reicher gehörte nicht zu denjenigen, welche jeden Erfolg, jeden Gewinn, all ihr erworbenes Vermögen nur sich selbst, ihren Bemühungen, ihren Spekulationen, ihrer Geschicklichkeit und Findigkeit zuschreiben; er gedachte auch desjenigen, der seine Mühen und Arbeiten gesegnet und ihm bei seinen Unternehmungen Glück gegeben hat. Daß er nur durch Gottes Hilfe es so weit gebracht hat und bringen konnte, davon war er so überzeugt, daß er das des östern ganz unverhohlen aussprach und dieser Überzeugung auch bei seinen Stiftungen und in seinem Testamente Ausdruck verlieh. Daher auch die mannigfaltigen Anordnungen, die er bezüglich seines Vermögens aus Dankbarkeit gegen Gott für wohltätige Zwecke getroffen hat. In der Stiftungsurkunde v. 22. Mai 1835. sagt er: „Aus innigster Dankbarkeit gegen Gott, den Geber alles Guten, für den mir seit Jahren in meinen Erwerbungen zu Theil gewordenen Segen, sohin zur Ehre desselben und zur immerwährenden Anerkennt- und Unvergeßlichkeit meiner Geburts- und Elternpfarr Mitterdorf im Dekanate Gottschee, habe ich Nikolaus Recher mich seit der Niederschrift des „Kapitals" haben sich die Verhältnisse gewaltig geändert und die wichtigsten Erwartungen der Marxisten Lügen gestraft. Sie hatten ja die Rolle, welche die Unternehmer als Leiter der Produktion und Distribution der Güter spielen, immer unterschätzt. Für sie war der Bourgeois nie etwas anderes als ein mächtiger, kurzsichtiger, rücksichtslos egoistischer Genußmensch. Sie wußten nichts davon, welcher Riesenaufwand von Umsicht, Scharfsinn, Arbeit und Energie erforderlich ist, um ein großes Unternehmen zu schaffen, zu organisieren, zu erhalten und zu fördern. Man kann beim Lesen ihrer Schriften, noch mehr beim Anhören ihrer Reden zur Auffassung gelangen, daß sich das alles ohne Umstände, Schwierigkeiten und Gefahren automatisch vollzieht. Man wird Großkaufmann und Großindustrieller, wie man einen Lotterie* treffet macht I Darum glaubten sie ouch,_ Kaufleute und Fabrikanten würden einmal nicht mehr in der Lage sein, die entfesselten ökonomischen Kräfte zu beherrschen, Nachfrage und Angebot, Produktion und Konsum in ein halbwegs harmonisches Verhältnis zu setzen; die Steuer der Weltwirtschaft würde deshalb ihren entnervten Händen entfallen und vom jugendkräftigen, weisheitsvollen Proletariat ergriffen werden. Nun sehen wir aber, wie die Kapitalisten die Weltwirtschaft mittels einer erdumspannenden Statistik aufmerksam prüfend verfolgen, um sich im Handel und Wandel den stets wechselnden Verhältnissen anzupassen, und vor allem, wie gewaltige Vereinigungen, Kartelle und Trusts die Regulierung der Produktion und des Handels mit Erfolg betreiben. Auch die internationalen Beziehungen werden reguliert. Die Entwickelung der Menschheit, welche ihre Bewegung noch bei Lebszeilen entschlossen — da es mir wohl bekannt ist, daß in obgedacht meiner Geburtspfarr die Pfarrinsassen-Hubgründe klein, und es daher von jeher schwer ist, einige Ackerstücke in Bestand oder Zins zu bekommen, ein Pfarrer mit Kaplan und nöthigen Dienstlemen aber ohne solchen allda nicht bestehen kann — nachstehende fromme Stiftung zu errichten, und zwar aus dieser meiner Wohlmeinung, damit meine Geburtsorts- und Pfarrinsassen nach dieser meiner Begünstigung bei Erledigung ihrer Pfarr immer leichter einen guten und ordentlichen Seelenhirten zu gewärtigen haben mögen." Es folgt nun die den pfarrhöflicheu Wieden betreffende Bestimmung: „Erstens widme ich die laut Kaufvertrag v. 17. April 1833 von Jakob Rauke! zu Mitterdorf erkaufte, dem Pfarrhofe anliegende, laut Gewährbricf v. 2. Juni 1833 auf meinen Namen umgeschriebeue Acker- und Gartenfläche (Wieden genannt) in der Art zu einer ewigen, unwiderruflichen Stiftung, daß der Fruchtgenuß dieser Stifiungsrealität dem jeweiligen Herrn Pfarrer zu Mitterdorf gegen die angeführt erscheinenden Obliegenheiten (Verrichtung jährlicher elf Stiftmeffen) zustehen soll." Hiemit wurde der pfarrhöfliche Wieden in Mitterdorf gestiftet. Im § 2 verfügt Recher: „Das baufällige Haus und die Stallung samt dem hintanliegenden Gartenzuteile bis an den bei zehn Schritten vom ohne Weg und ohne Steg begann, verläßt die holperigen Straßen, um auf gewalzten Bahnen, auf glatten Stahlgeleisen oder sanften Luftwellen vorwärts zu eilen und zu fliegen. Solche Tatsachen erzwingen ihre Anerkennung; die Arbeiterschaft wird mit ihnen rechnen, Theorie und Taktik nach ihnen entrichten müssen. Sie wird aufhören müssen, einen Klassenkampf zu fingieren, wo ebenso vorübergehende Jnteressenkämpfe vorhanden sind, wie sie überall, wie zwischen Unternehmern, so zwischen Arbeitern untereinander stattfinden, Jnteressenkämpfe, die nie aufhören werden, es sei denn in jenen paradiesischen Utopien, deren selige, über die Götter erhabene Bewohner frei sein werden von jeglichem Interesse. Zur Abwehr. Wir müssen uns wieder einmal mit den „Nachrichten" befassen. Gerne tun wir es wahrlich nicht, es ist das ein so undankbares Geschäft, wie wenn man tauben Ohren predigen müßte. Mehr als einmal haben wir im Laufe der letztvergangenen Monate den „Nachrichten" Lügen nachgewiesen. Das Blatt hat den Lügner ruhig eingesteckt und hinuntergeschluckt, ohne einen Versuch zu machen, sich zu verteidigen oder zu rechtfertigen, obne auch, wenigstens hinterher, der Wahrheit in gerechter, männlicher Weise die Ehre zu geben. Ein mehrfach überwiesener Lügner verliert im gesellschaftlichen Leben die Achtung seiner Mitmenschen. Gilt bei einem Zeitungsblatte eine andere Moral, eine andere Schätzung? Zu den verschiedenen Lügen gesellen sich in neuester Zeit auch noch Verdächtigungen ganz perfider Art. In der Nummer vom 23. v. M. behaupten die „Nachrichten", daß sich der „Bote" mit dem „Slovenec" sehr gut verstünde und daß der „Slovenec" für seine Berichte über Gottschee das Material indirekt von einem Gottscheer „Deutsch-Klerikalen" erhalte. Auf diese Weise sei auch eine von der Stadtgemeinde Gottschee ausgegangene vertrauliche Umfrage bei den Gottscheer Landgemeinden über den Stand der in slowenischen Besitz übergegangenen deutschen Liegenschaften zur Kenntnis des „Slovenec" gelangt. Wir weisen eine solche infame Verdächtigung mit Entrüstung zurück. Wir stehen dem „Slovenec" ganz ferne, wir haben weder direkte noch indirekte Beziehungen zu ihm. Im Gegenteile, wir mißbilligen die gegenwärtige Haltung dieses Blattes sowohl vom katholischen als auch vom patriotischen Standpunkte und wundern uns, daß von autoritativer Seite nicht auf besonnenes Maßhalten gedrungen wird. Ebenso verwahren wir uns mit allem Nachdruck dagegen, daß im „Slovenec" falschen Statistiken und unwahren Berichten über Gottschee bereitwillige Auf- nahme gegeben wird. Was die oben erwähnte Umfrage an die Gottscheer Gemeinden anbelangt, ist es ja von vorneherein einleuchtend, daß eine Sache, die an 25 Octsgemeinden geht, nicht leicht Geheimnis bleiben und daher ganz leicht irgendeinem Berichterstatter des „Slovenec" zu Ohren kommen konnte. Wir selbst haben von dieser Aktion, an der gewiß nichts ausgesetzt werden kann, erst nachträglich etwas erfahren, als sie nämlich im „Slovenec" bereits besprochen worden war. Während wir dem „Slovenec" gegenüber kühl bis ans Herz hinan stehen, scheinen die „Nachrichten"männer an diesem Blatte neuestens ein ganz merkwürdiges Gefallen zu finden. Mit breitem, schmunzelndem Behagen nehmen diese Herren vom „Slovenec" das Zeugnis entgegen, daß es in Gottschee noch immer Radikale gibt. Wie ein Kater in der Morgensonne sich vergnüglich streckt und reckt, so lassen sich die „Nachrichten"leute von den „Slvvenec"-Strahlen bescheinen, behaglich schnurrend. Wie bescheiden und anspruchslos sind unsere Herren Radikalen doch geworden, daß sie sich darauf etwas zugute tun, wenn ihre Existenz und „Wichtigkeit" vom „Slovenec" gnädigst bescheinigt wird! Der Gewährsmann des „Slovenec" muß übrigens ein gelungener Witzbold sein, da er die Radikalen in Gottschee mit der verblüffenden Behauptung narrt, sie seien nunmehr zur herrschenden Partei avanciert! Wer muß da nicht lachen! Andererseits scheint aber der Berichterstatter des „Slovenec" in politischer Beziehung noch ganz kindlich-naiver Natur zu sein. Ec überrascht nämlich durch die großartige „Enthüllung", der Verständigungsausschuß in Gottschee sei hauptsächlich zu dem Zwecke gegründet worden, um die Radikalen umzubringen. Welch profunde Weisheit! Und die „Nachrichten" bestaunen die im „Slovenec" orakelnde Pythia und finden ihre Aussprüche „sensationell"!! „Slovenec" und „Nachrichten" — sie haben sich verständnisinnig gefunden! „In den Armen liegen sich beide Und weinen vor Schmerz und vor Freude!" ; Der Verständigungsausschuß, der trotz der Todeserklärung der „Nachrichten" noch immer besteht, hegt durchaus keine schwarzen Umbringungsgedanken, er will keinen bethlehemitischen Kindermord im radikalen Lager veranstalten. Das Umbringen besorgen die Herren Radikalen schon selber; ihre eigene geniale Politik ist es, die sie mordet. Der Berständiguugsausschnß hat die Aufgabe, unter Ausschluß politischer Fragen die gemeinsamen wirtschaftlichen und nationalen Angelegenheiten womöglich einheitlich und im Einverständnisse und daher wirkungsvoll zu vertreten. Mit Politik, politischen Kompromissen und dergl. hat der Verständigungsausschuß nichts zu tun. Wenn der „Nachrichtcn"schreiber meint, nur das radikale Re- Hause gegen den Dreschboden1 stehenden Kirschbaum in geradem Abschnitte bis an die vorbeiführende Straße gegen Obrem will ich nebst den zwei unter dem Leonhard Erkerschen^ Garten anliegenden Halbäckern der Piarrgemeinde für eine Schule und Lehrerswohnung und Benützung überlassen, wofern sie dieses, wie ich glaube, wünschen und sich herbeilassen wollen, gedachtes Gebäude zu bedachen und zum Schulgebrauch herzustellen, sowie in Hinkunft es baulich erhalten zu wollen." Das ist die Recherfche Schulstiftung, wodurch die Mitterdorfer zu einer eigenen Schule gekommen sind. So ist also Nikolaus Recher der Stifter des pfarrhöflichen Wiedens und der Schule in Mitterdorf durch hochherzige Überlassung der betreffenden Acker- und Gartenparzellen, und dies, wie er selbst sagt, aus Dankbarkeit gegen Gott, der ihn mit irdischen Gütern so reichlich gesegnet hat. Die gleiche dankbare Gesinnung gegen Gott beseelte Recher auch bei der Abfassung seines Testamentes vom 24. Juli 1846 mit Kodizill vom 14. März 1851. Gleich im Eingänge desselben 1 Gemeint ist nicht die jetzige pfarrhöfliche Scheune am Wiedenwege, sondern der etwa zehn Schritte vom Gartenzaun der Schule entfernte, Heuer abgetragene Heustadel des Pfarrers. 2 Vulgo Lukelaisch. sagt er: „Testament, welches ich endesgefertigter Nikolaus Recher, bürgerlicher Handelsmann, über mein durch ununterbrochene Arbeit mit dem Segen des Allerhöchsten erworbenes Vermögen — um möglichen Streitigkeiten nach meinem Tode vorzubcugen, und jene, die mir im Leben lieb und teuer gewesen sind, für ihre Anhänglichkeit au mich oder die mir geleisteten Dienste zu belohnen und ihnen dadurch einen Beweis meiner verwandtschaftlichen Liebe oder meines Wohlwollens zu geben, jene aber, welche an mir ihre bisherige Stütze verlieren, vor drückendem Mangel zu bewahren — nachstehendermaßen errichtet habe." In seinen nun folgenden letzt-willigen Bestimmungen gedachte er vor allem seiner armen Anverwandten, denen er insgesamt 137.500 Gulden vermachte. Da er die Namen und die Zahl aller Verwandten nicht kannte, aber auch keinen derselben übergehen wollte, findet sich im Testamente etlichemal die Bemerkung: cs sollen von diesem Verwandten mehrere Kinder vorhanden sein; falls es so ist, vermache ich jedem dieser Kinder so und so viel. Die größten Legate in der Gesamtsumme von 58.000 Gulden fielen den in seinem Geschäft angestellten vier Verwandten Matthias, Andreas, Ignaz Seemann und Johann Regnard zu. Jedem zur Zeit seines Todes in seinem Dienste stehenden Dienstboten, nämlich der Köchin, dem Zimmermädchen, der Küchenmagd und dem Bedienten vermachte er den ganzjährigen, zept könne Gottschee wahrhaft beglücken, nur der Radikalismus weise den richtigen Weg, wenn er uns zumutet, wir sollten uns endlich doch auch von dieser „Wahrheit" überzeugen lassen, so bitten wir sehr um Entschuldigung, wenn wir diesen Gipfel politischer Weisheit nicht zu erklimmen vermögen, vielmehr der festen, unumstößlichen Überzeugung sind, daß der Radikalismus Gottschee und die Gottscheer nur auf den bösen Holzweg führen kann. Nicht nur daß der Radikalismus ganz außerstande ist, wirtschaftliche Vorteile für Gottschee zu erwerben, er gefährdet durch seine Los von Rom-Schwärmerei und sein Liebäugeln mit dem Protestantismus auch jene höchsten Güter unseres Volkes, die Ewigkeitswert besitzen. Was für ein Kreuzköpfl der von den „Nachrichten" so wohlgefällig zitierte Gewährsmann des „Slovenec" sein muß, ersieht man u. a. daraus, daß er den Verständigungsausschutz Kandidaten für den Bezirksschulrat ausstellen läßt. Du heilige Einfalt I Als ob der Verständigungsausschuß sich überhaupt mit politischen Dingen befaßte! Es ist eine reine Erdichtung, daß der Verständigungsausschuß solche Kandidaten ausgestellt hätte; er hat sich um die ganze Angelegenheit überhaupt nicht gekümmert, weil sie ihn nichts anging. Und da finden es die „Nachrichten" für passend, solch konfuses Zeug aus dem „Slovenec" lang und breit herauszuschreiben und als „sensationelle Enthüllung", als besonders leckere, den politischen Gaumen kitzelnde Kost ihren Lesern vorzusetzen! Wie genügsam ist doch ein Radikalismus geworden- der an solcher Kost Gefallen findet! Aus Stadt und Land. Gottschee. (Hofnachricht.) Seine k. und k. Hoheit der hochwürdigst-durchlauchligste Herr Hoch- und Deutschmeister Erzherzog Eugen kam am 26. v. M. vormittags in Begleitung seines Adjutanten, Freiherrn Georg von Skrbensky, und des Deutsch» Ordens-Kanzlers Herrn Gustav Bandian mittels Automobils nach Gottschee und fuhr nach kurzem Aufenthalte über Nesseltal nach Möttling, wo er gegen 3 Uhr nachmittags eintraf, die Kommende, die Propstei und die Pfarrkirche besichtigte und sodann nachmittags wieder die Reise nach Laibach antrat. dem Kutscher sogar den zweijährigen Lohn. Sogar des Priesters, der ihm die heil. Sterbesakramente spenden wird, vergaß er nicht, er vermachte ihm 100 Gulden mit der Verpflichtung, am achten Tage in der St. Florianskirche eine Seelenmesse für ihn zu lesen. Außerdem verfügte er, daß gleich nach seinem Ableben für das Heil seiner Seele in der Dom-, St. Jakobs- und Franziskanerkirche zusammen 150 heil. Messen gelesen werden. Überdies stiftete er „für ewige Weltzeiten" in der Domkirche ein feierliches Totenamt mit „gut besetzter Musik" für sein Seelenheil und widmete dazu die Interessen eines Kapitals von 1000 Gulden. Er legierte ferner „zur Bestreitung der dringendsten Kirchenbedürsnisse" der Kathedrale zum heil. Nikolaus 1000 Gulden, der St. Jakobs- und Franziskanerkirche je 300 Gulden, der St. Peter- und Klosterfrauenkirche je 200 Gulden, der Tirnauerkirche 100 Gulden. Endlich ordnete er an, daß aus seinem Nachlasse das Laibacher Armeninstitut 4000 Gulden, das Erziehungshaus des vaterländischen Regiments 150 Gulden, die Kleinkinderbewahranstalt in Laibach 500 Gutden erhalten und an seinem Begräbnistage am Friedhofe 200 Gulden unter die Armen verteilt werden sollen. Alles in allem erreicht die für Legate in Rechers Testamente ausgesetzte Summe rund 152.000 Gulden. Universalerben waren seine beiden Söhne Nikolaus und Johann. Das war Nikolaus Recher. Arbeitsam und fleißig bis an sein Ende, glücklich in seinen Unternehmungen, dafür dankbar gegen Gott und wohltätig gegen Menschen und ein durch und durch gläubiger Katholik. Er hatte allerdings auch seine Fehler und Schwächen — wer ist überhaupt fehlerlos unter den Menschen! — aber im großen und ganzen war er doch eine edle Seele. — (Vom SteVerd ienste.) Der Steueroffizial Herr Heinrich Kette wurde zum Steuerverwalter ernannt. Der Steueramtspraktikant Herr Andreas Hutter wurde von Jdria zum Steueramte in Rudolfswert versetzt. — (V o m P ost bienste.) Der Realschnlabiturient Herr Eduard Hofmann in Gottschee wurde zum Postamlspraktikanten in Triest ernannt. — (Die Konferenz) der S. Ss. C. J. findet am 9. April in Rieg um 10 Uhr vormittags statt. — (Abtweihe.) Am Sonntag den 6. April findet in Sittich die Benediktion des neuerwählten Abtes P. Bernhard Wid ma nn statt. — (Rentensteuerfreiheit der Erträgnisse aus ge-bände steuerfreien Gebäuden.) Das k. k. Finanzministerium hat mit einem jüngst erflossenen Erlasse verfügt, daß der Ertrag von Gebäuden, denen im Grunde des Gesetzes vom 28. Dezember 1911, R. G. Bl. Nr. 242, die gänzliche Befreiung von der Gebäudesteuer zukommt, in sinngemäßer Anwendung der Personalsteuer-Gesetzesvorschriften auch von der Rentensteuer freizulassen ist. — (Wahl der Delegierten des Landesausschusses in den Bezirksschulrat Gottschee.) In der Sitzung des Landesausschusses am 20. v. M. wurden vom Landesausschnsse in den Bezirksschulrat von Gottschee die Herren Hochw. Pfarrer Krumpestar und Besitzer Anton Lovšin delegiert. Der Antrag des Landesausschußmitgliedes Herrn Abg. Grafen Barbo, auch einen Deutschen in den Bezirksschulrat von Gottschee zu entsenden, wurde von sämtlichen übrigen Mitgliedern des Landesausschusses abgelehnt. Seit Jahrzehnten war es bekanntlich üblich gewesen, daß der Landesausschuß in den Bezirksschulrat von Gottschee, der nationalen Gerechtigkeit und Billigkeit Rechnung tragend, je einen deutschen und einen slowenischen Vertreter entsendete. Die slowenisch-liberale Partei hat an diesem Herkommen stets festgehalten. Umso unbegreiflicher und peinlicher ist nun die Tatsache, daß der jetzige, seiner Mehrheit nach slowenisch-christlichsoziale Landesausschuß rücksichtslos mit diesem Herkommen gebrochen hat. Wir legen hiemit entschiedenste Verwahrung dagegen ein, daß man die Tausende von Deutschen des Bezirkes Goltschee als eine nicht berücksichtigungswerte Volksgruppe betrachtet und sie gegen Recht und Billigkeit vergewaltigt. — (Frühjahrsstürme.) Man las in den Zeitungen viel von Stürmen und Orkanen, die im letzten Drittel des vergangenen Monates insbesonders in Amerika große Verheerungen anrichteten. Auch in Gottschee herrschten in der Karwoche starke Südweststürme. Da und dort wurden Bäume entwurzelt, Ziegel flogen von den Dächern und manche Fensterscheibe zerschellte. Ein größerer Schade wurde jedoch nicht angerichtet. Nach dem Wüten am 18. und 20. März ließ der Sturm am Karfreitag nach. Am Karsamstag herrschte ein so günstiges Weiter, daß die Aujerstehungspcvzession ungestört im Freien abgehalten werden konnte. Am Ostersonntag war prächtiges Osterwetter, am Ostermontag hingegen setzte wieder der Südwestwind ein, begleitet von kurzen Regengüssen, die die meist aus-getrocknete Erde durchnäßten. Seit den letzten Märzlagen ist die Feldarbeit überall im Gange. — (Rotes Kreuz.) Der Zweigverein Gotlschee des Landesund Frauen-HilfSvereines vom Roten Kreuze für Kram hielt am 18. v. M. seine Hauptversammlung ab. Aus dem erstatteten Rechenschaf (§= und Kassaberichte entnehmen wir, daß im Vereinsjahre 1912 die Empfänge 4283 K 43 h (Kassarest Ende 1911 4033 K 43 h, kapitalisierte Zinsen 162 K, Mitgliederbeiträge 88 K) ausmachten, die Ausgaben (50 % der Jahresbeiträge an den Slammverein in Laibach abgeführt, Verwaltungsauslagen) 57 K 68 h. Es verbleibt somit mit Ende des Jahres 1912 ein Vereinsvermögen von 4225 K 75 h. Der Verein zählt gegenwärtig 58 Mitglieder (38 Einzelmitglieder und 20Ortsgemeinden). Da die dreijährige Verwaltungszeit des Ausschusses beendet ist, wurde die Neuwahl des Ausschusses vorgcnommen. Es wurden einhellig gewählt: als Präsident Herr Ernst Freiherr von Schönberger, k. Bezirkshauptmann, als Vizepräsidentin Frau Elsa Loy, kaiserl. Rats- und Bürgermeistersgattin, als Vizepräsident Herr Ottokar Cern st ein, k. k. Landes- gerichtsrat und Bezirksgerichtsvorsteher, als Schriftführer Herr Eugen Marquis von Gozani, k. k. Bezirkskommissär, als Kassier Herr Alois Loy, kaiserl. Rat und Bürgermeister, und Herr Schulrat Josef Obergsöll. Als Zensoren zur Prüfung der Rechnungen wurden gewählt die Herren Eduard Schubitz, k. k. Steuerverwalter, und Matthias Pr im o sch, k. k. Bezirksschulinspektor; als Ersatzmänner die Herren Josef Friedl, k. k. Bezirkskommissär, und Josef Novak, k. k. Bezirksschulinspektor. Auf Antrag des Herrn Vereinspräsidenten wurde dem früheren langjährigen, verdienten Präsidenten des Zweigvereines Gottschee, Herrn Regierungs-rat Peter Wols e g ger, der mittlerweile nach Klagenfurt über-siedelt ist, der wärmste Dank des Vereines für seine vieljährige, eifrige Tätigkeit für den Verein ausgesprochen. — (Verdorbener La Plata-Mais.) Vor den Osterfeiertagen traf über Fiume hier eine Waggonladung von 10.000 kg La Plata-Mnis ein, der sich als verdorben zeigte und vom Besteller zurückgewiesen wurde. Die Körner waren von einem Wurm, dem sogenannten Wipper, ausgehöhlt und zum Genüsse für Menschen unbrauchbar. Ein Versuch, die Ladung an Ort und Stelle als Pferde- und Hühnerfutter zu verkaufen, blieb erfolglos, weil die Eigentümer mit dem Anbot von 15 K für 100 kg nicht einverstanden waren und behaupteten, bei Spiritusbrennereien bessere Preise zu erzielen. Die ganze Sendung, die überdies die Gefahr in sich schloß, das schädliche Insekt auch hier zu verbreiten, ging wieder zurück. — (Das Bienenzuchtbüchlein von PsarrerGeorg Jonke.) PsarrerGeorg Jonke hat sich zur Franzosenzeit um die Stadt Gottschee verdient gemacht, indem auf seine Fürbitte hin im Jahre 1809 von derselben größeres Unheil (Jnbrandsteckung) fern gehalten wurde. Pfarrer Georg Jonke war auch ein hervorragender Bienenzüchter, der die Bienenzucht in seiner Pfarre Tfchermofchnitz nicht nur praktisch betrieb, sondern auch ein Büchlein darüber schrieb, das in beiden Landessprachen erschien und zwei Auflagen erlebte. In dem Erlasse des fürstbischöflichen Konsistoriums Laibach vom 26. September 1857, der auch an die Schuldistriktsaufsicht Gottschee gerichtet ist, lesen wir: „Über Anregung der Landwirtschaftsgesellschaft in Kram hat schon vor Jahren der emorilierte Pfarrer und bekannte praktische Bienenzüchter Georg Jonke ein Bienenbüchlein herausgegeben, welches, mit aller Rücksichtnahme auf die hierländigen Verhältnisse geschrieben, in leicht verständlicher Sprache kurz und bündig alles enthält, was ein rationeller Bienenzüchter wissen muß, um aus diesem landwirtschaftlichen Kulturzweige mit den geringsten Kosten den größtmöglichsten Nutzen zu ziehen. Im Jahre 1844 ist im Verlage des Ignaz Edlen v. Kleinmayr die zweite Auflage dieses Werkchens in beiden Landessprachen erschienen, und zwar unter den Titeln „Anleitung zur Bienenzucht von Georg Jvnke" und „Krajnski Zliebelarzhik“. Da Jonkes Bienenbüchlein als die beste Instruktion über die Art und Weise, wie die Schnllehrer in Krain zu ihrem eigenen Nutzen die Bienenzucht betreiben und sich überhaupt um die Hebung derselben verdient machen können, angesehen werden kann, so wird den Lehrern vor Allem die aufmerksame und eifrige Lesung dieses Büchleins zu empfehlen sein." In dem Erlasse heißt es weiter, daß sich die auf die Bienenzucht verwendete Sorgfalt und Mühe gewiß lohnen werde, weil die meisten Gegenden in Krain mit Ausnahme von einigen hochliegenden und starken Winden ausgesetzten Orten bei den milden klimatischen Verhältnissen nach der genauen Behandlung der im Jonkeschen Bienenbüchlein enthaltenen Anweisungen für eine einträgliche Bienenzucht ganz geeignet feien. Die Landesregierung werde den diesfälligen Bestrebungen der Volksschullehrer stets die gebührende Anerkennung zuwenden und besonders hervorragende Leistungen zur Kenntnis des hohen k. k. Ministeriums für Kultus und Unterricht bringen. — Dieser Eclaß gelangte am 14. Oktober 1857 an die Schul-distriktsavfsicht Gottschee: Mich. Wolf m. p., Schuldist.-Auss. Sodann gelangte er an sämtliche Schulen des Schuldistriktes Gottschee: Hauptschule Gottschee am 19. Oktober 1857 Ignaz Böhm m. p., Dürseld m. p., L. Kniftz m. p., Joh. Rosmann m. p., prov. Di- rektor; Mitterdorf: Josef Erker m. p., Lehrer; Götteniz: Jakob Golesch m. p., Lehrer, Peter Warthol m. p., Pro.; Suchen: Ant. Vertnik m. p.; Ossiunitz: Franz Masek m. p.; Morobitz: Johann Erker m. p.; Rieg: L. Božič m. p.; Altlag: Math. Frank m. p., Lehrer; Nesseltal: Anton Richter m. p.; Unterdeutschau: Matthäus Jnrmann m. p.; Unterlag: I. Supan m. p., Lehrer; Banjaloka: M. Schusterschizh m. p.; Mosel: Ant. Langhof m. p. — (Katholikentag für die Deutschen Österreichs.) Bekanntlich waren für den deutsch-österreichischen Katholikentag in Linz die Tage vom 6. bis 8. September d. I. in Aussicht genommen. Da sich nun aus örtlichen Ursachen diese Zeit als ungünstig erwies, beschloß das Linzer Lokalkomitee in seiner Sitzung am 15. Februar, mit Zustimmung der erschienenen Vertreter des vorbereitenden Komitees in Wien, den Katholikentag schon in den Tagen vom 15. bis 17. August d. I. abzuhalten. Man rechnet auf lebhafte Beteiligung der deutschen Katholiken von ganz Österreich. — (Wirtschaftlicher Niedergang in Krain.) Die gedrückte Lage des Wirtschaftslebens in Krain findet in nachstehenden Ziffern ihren Ausdruck: Im Amtsbereiche des Laibacher Landesgerichtes gab es im Jahre 1911 14.215, hievon in Laibach 5186 Exekutionen, im Jahre 1912 hingegen 16.021 und hievon in Laibach 5668. (Man denke an die Zusammenbrüche der Glavna und des Agro-MerknrI) Im Amtsbereiche des Kreisgerichtes Rudolfswert kamen im Jahre 1911 7271 Exekutionen vor, von denen auf Rudolfswert 349 entfielen; das Jahr 1912 brachte 8464 Exekutionen, hievon in Rudolfswert 224. Eine traurige Zeugenfchaft für die obwaltenden kritischen Verhältnisse bieten auch die in letzter Zeit in rascher Folge auftauchenden Konkurse. Beim Landesgerichte in Laibach wurden im Jahre 1911 13, im Jahre 1912 25 Konkurse eröffnet; das Kreisgericht Rudolfswert hatte im Jahre 1911 8, im Jahre 1912 5 Konkurseröffnungen zu verzeichnen. Die Industrie wies im Jahre 1912 eine äußerst flaue Konjunktur auf, die Bautätigkeit war die geringste seit dein Erdbebenjahre 1895. Die Landwirtschaft hatte im verflossenen Jahre in Krain eine schwach mittlere Ernte zu verzeichnen. An Weizen, Roggen, Gerste und Hafer wurde weniger als im Jahre 1911 heimgebracht, dagegen war die Maisernte besser als im Vorjahre und kann als mittelgut bezeichnet werden. Der Heiden geriet schlecht, Fisolen gab es weniger als im Jahre 1911, Kraut war mittelgut, Viehfutter, Heu und Klee hingegen weifen ein günstiges Erträgnis aus, ebenso Kartoffeln. Die Weinfechsung war schlecht, an eine so traurige Weinlese wie im vorigen Jahre erinnert man sich in Unterkrain seit der Neube-rebuug der durch die Reblaus vernichteten Weinkulturen nicht. Der Handel hatte teils flaue, teils schlechte Geschäfte zu verzeichnen. Der Warenumsatz war gering, die Leute konsumierten nur das Allernotwendigste uuü verlangten hiebei noch viel auf Kredit. Dem Kaufmanu erwächst hieraus eine ebenso schwierige wie peinliche Lage. In Warenbeständen hat er empfindlich hohe Beträge investiert, um teuren Kredit muß er in harter Arbeit kämpfen, die Regieauslagen wachsen (teure Mietzinse). Hiebei leiden die Engrossisten an Zahlungsrückständen, da der Detaillist in der Stadt wie ans dem Lande gezwungen ist, seinen Abnehmern, wenn ec sie als Kunden behalten will, langfristige Kredite zu gewähren. So kann er also auch seine eigenen Zahlungsverpflichtungen nur langsam einlösen. Vom kreditierten Gelbe geht ein beträchtlicher Teil verloren; der Detaillist verliert bei den Konsumenten, der E lgrossist beim Kleinkaufmann. — Wegen der Balkanereignisse, der steten Kriegsbefürchtungen und der anhaltenden Geldknappheit und Geldtenernng hat sich die wirtschaftliche Lage auch heuer noch nicht gebessert, sondern eher verschärft. — (Gesetzliche Gewährsfehler und Nachtschäden b eiin A n k a n s o o n H a n sti e re n.) Gewährsfehler oder Gewährsmängel sind gesetzlich bestimmte Fehler, die nicht leicht und auch nicht sofort zu erkennen sind. Für die folgenden Fehler muß der Verkäufer des Tieres auch ohne besondere Abmachungen haften: A. Beim Pferde, Esel, Maultier und Maulesel: 1. die verdächtige Drüse, 2. der Rotz. 3. der Dampf. Für diese drei Fehler gilt eine fünfzehntägige Gewährsfrist. Eine dreißigtägige Gewährs- ft# gilt bei: 1. Wurm, 2. Dummenkoller, 3. Stätigkeit (Stützigkeit), 4. schwarzer Star, 5. Mondblindheit. B. Beim Rind: Drüsenkrank-heit, Perlsucht (Tuberkulose), sogenannte Stiersucht sind mit dreißig-tägiger Gewährszeit. Selbstverständlich müssen diese Fehler durch ein tierärztliches Zeugnis nachgewiesen werden. Dann muß der Verkäufer in die Auflösung des Kaufvertrages einwilligen. Tut er es nicht, kann er durch gerichtliche Klage hiezu gezwungen werden. Laut § 933 des Bürgerlichen Gesetzbuches kann vom Verkäufer die Gewährleistung (Gutstehung) .durch volle sechs Monate nach Übergabe des Tieres gefordert werden. — Was sind Nachlschäden? „Nachtschäden" sind sowohl innerliche als auch äußerliche Erkrankungen, die innerhalb 24 Stunden nach der Übernahme des gekauften Tieres bemerkt werden. Der Verkäufer ist von der Gewährleistung (Gutstehung) nur dann befreit, wenn er dem Käufer die vorhandene Krankheit angibt oder wenn ausdrücklich bedungen wird, daß weder für die gesetzlichen Fehler noch für irgend welche andere Fehler gutgestauden wird. Wenn sich innerhalb 24 Stunden nach der Über-nähme zeigt, daß das gekaufte Tier krank ist, oder wenn während dieser Zeit das Tier umsteht, steht dem Käufer das Recht zu, die Auflösung des Kaufvertrages zu verlangen, falls ihn am Ver-enden des Tieres keine Schuld trifft. Es muß aber in solchen Fällen der Verkäufer sofort benachrichtigt werden. Falls dies nicht möglich ist, muß der gerichtliche Augenschein vorgenommen werdm. Sollte auch dies nicht möglich sein, dann lasse man durch einen Tierarzt die Untersuchung vornehmen und sich über beit Befund ein Zeugnis ausstellen. Weigert sich der Verkäufer nach der Verständigung oder selbst nach einer gerichtlichen oder tierärztlichen Feststellung, tu die Auflösung des Kaufvertrages einzuwilligen, dann kann der Käufer die Gewährsklage bei Gericht einbringen. Hiezu hat er sechs Monate Zeit. — Es ist ratsam, Viehkäufe nur in Gegenwart von zwei zuverlässigen Zeugen abzuschließen und bei wertvolleren Tieren den Tierarzt beizuziehen. Es hat schon manchen gereut, im Wirtshause bei der vollen Flasche Verträge abgeschlossen zu haben. Der schlaue Händler weiß, daß die paar Liter Wein, die er zahlt, in der Regel reichlich hereinkomincn. Witlerborf. (Rechnungsabschluß.) Am weißen Sonntag fand bei gutem Besuche die Jahreshauptversammlung der hiesigen Raiffeisenkasse statt. Mit Befriedigung wurde der Rechenschaftsbericht für das abgelaufene Jahr entgegengenommen, da daraus allen Mitgliedern ersichtlich ward, daß die Kasse weiteren Fortschritt gemacht habe. Die Mitgliederzahl ist auf 102 gestiegen; die neuen Spareinlagen beliefen sich mit Hinzurechnung der Zinsen ans K 51.185-05; die Behebungen auf K 45.289-32; der Gesamlstaud der Spareinlagen betrug am Ende des' Jahres K 194.087 57. An Darlehen wurden K 22.838'26 gegeben; K 11.041'88 sind rückgezahlt worden; am Schlüsse des Jahres betrag der Darlehensstand K 61.81190. Die Gesamteinnahmen des Jahres beliefen sich auf K 110.773 08; die Ausgaben auf K 109.390 49; der Umsatz K 220.163'57. Als Reingewinn wurden K 948'78 erzielt, wodurch der Reservefond auf K 3137 97 gestiegen ist, gewiß ein Erfolg mit dem sich die Kasse, die erst fünf Jahre besteht, zufrieden geben kann. Einstimmig wurde im weiteren Verlaufe der' Versammlung der bisherige Vorstand und Aufsichtsrat wiedergewählt; nur trat an Stelle eines ausgetretenen Mitgliedes Herr Josef Schober ans Obrem 7 in den Anfsichlsrat. — (Landwirtschaftlicher Kurs.) Der Landesausschuß veranstaltet am Sonntag den 6. und 13. April in Mitterdorf in den Schnllokalitäten einen l a n d w ir t s ch a s t li ch e n Kurs mit folgendem Programm: Am Sonntag den 6. April werden vortragen: Um 8 Uhr in der Früh nach der hl. Messe Landessanitätssekretär Dr. Franz Dolš.tČ über die Hygiene im bäuerlichen Hause; von halb 3 bis halb 4 Uhr nachm. nach dem Gottesdienste Landesveterinär Franz Lerne über die erste Hilfe bei Rindern; von halb 4 bis halb 5 Uhr nachm. Landestierzuchtinspektor Jakob Legwart über Viehzucht; am Sonntag den 13. April werden vortragen: Um 10 Uhr vorm. nach der hl. Messe Fachlehrer an der Ackerbauschule in Standen Rudolf Zdolšek über den Obstbau; um halb 3 Uhr nachm. nach dem Gottesdienste Landesgenossenschaftsassisteut Dr. Josef Podobnik über das landwirtschaftliche Genossenschaftswesen. Aehnliche Kurse finden an diesen Tagen auch in Altlag, Rieg und Banjaloka statt. — (G run d z erstückeluug.) Die verwitwete Besitzerin Maria Perz Nr. 28 hat ihr Anwesen am 2. März parzellenweise zerstückeln lassen. Die Anteil- uns Ackerparzellen wurden verkauft; das Haus selbst mit dein Garten wollte aber niemand kaufen. — (Trauung.) Am 81. März fand hier die Trauung des Wagnermeisters und Hausbesitzers Johann Mandelc aus Gottschee mit Maria Gr ei sch aus Kerndorf Nr. 27 statt. — (O b m a n nswahl.) Der Ortsschulrat wählte in der Sitzung vom 31. März den Besitzer Herrn Alois Tomitz zum Obmann; zugleich wurde betreffs Ernennung des Ortsschulaufsehers der gewünschte Ternovorschlag an den Bezirksschulrat erstattet. Walgern. (Erlöst.) Über ein Jahr lang lag der Besitzer Johann Hönigmann Nr. 5 an Gicht krank darnieder. Am 27. März hat ihn nun der Tod vom Leiden erlöst, das er stets mit großer Ergebenheit getragen hatte. Seinerzeit war er auch Gemeindevorsteher und durch lange Jahre Kirchenpropst. Seine Nachbarn konnten manches von ihm lernen; denn, ohne Hausierer und in Amerika gewesen zu sein, hat er durch Nüchternheit und unermüdliches Schaffen auf der ererbten Hube für sich und die ©einigen durch 51 Jahre das Auskommen gefunden und hat diesen Besitz gefestigt hintertaffen. Er hat ein Alter von 77 Jahren erreicht. Er ruhe in Frieden! Göttenitz. (Auswanderung.) Im vergangenen Monate griffen vier Personen zum Wanderstabe — nach Amerika, drei Burschen und ein Mann. — (Übertreibung.) Nach einer Notiz im slowenischen Blatte „Slovenec", betitelt, „Die Gottscheer Sprachinsel" sollen in der Gemeinde Göttenitz 138 Slowenen sein. Laut der letzten amtlichen Volkszählung sind es jedoch nur 14, meistens Arbeiter, bedienstet bei der Dampfsäge in Kaltenbrunn, wobei Frauen und Kinder bereits mitgezählt sind. — (Die gerichtliche Versteigerung) der Hausrealität Nr. 51 des Josef Stampfl findet am 25. April statt. Schätzwert 7565 K 23 h, geringstes Gebot 5043 K 48 h. HMandk. (Personalnachricht.) Herr Andreas Krische — ein gebürtiger Pöllandler —, k. k. Regierungskanzlist in Tscher-nembl, wurde zum k. k. Polizeikanzlisten bei der neu errichteten staatlichen Polizeidirektion in Laibach ernannt. — (Unsere Schule) Hat dieser Tage eine Zisterne erhalten. Die Anlage ist eine derart günstige, daß das Wasser gleich in die Küche geleitet wird. Da die Krainische Sparkasse in Laibach 200 K und der Deutsche Schnlverein auch 100 K dazu spendeten, braucht der hiesige Ortsschulrat nur 100 K beizusteueru. — (Todesfall.) Bor kurzem ist hier die Auszüglersgattin Margareta Spreitzer von Pöllandl 25 (Peaterfch) an Lungenentzündung gestorben. Sie war 67 Jahre alt. Steinwand. (Ortsschulrat.) Der Gemeindeausschuß von Pöllandl entsandte in den hiesigen Ortsschulrat die bisherigen Vertreter, nämlich: Johann Sainide, Landwirt in Po.,relz 4, Heinrich Grill, Gastwirt in Steinwand 7, und Johann Kraker, Landwirt in Steinwand 9. Zum Obmann wurde Johann Samide gewählt. Wooswald. (Zncht stier.) Die Mitglieder der Viehzucht genoffeuschaft werden Hiemil darauf aufmerksam gemach!, daß bei Herrn Zwickle in Mooswald von der Genossenschaft ein guter, fpruugfähiger Zuchtstier der Montafoner Rasse aufgestellt ist. Anter-Dentschau. (Volksschule.) Der Landesschulrat hat über Ansuchen des Ortsschulrates die Einführung des ungeteilten Vormittagsunterrichtes im Sinne des § 60 der definitiven Schul-und Unterrichtsordnung an der hiesigen einklassigen Volksschule vom 1. Mai bis zum Schluffe des Schuljahres 1912/13 bewilligt. Keintal. (schweres Unglück.) Das 4 Vs jährige Kind Maximilian Mnlz, Reintal Nr. 2, wurde am 2. d. M. plötzlich eine Leiche. Beim Nachbarhause Nr. 3 lag knapp an einer Grube ein altes hölzernes, ungestütztes Brnnnenrohr von der Reintalcr Wasserleitung. Wie angenommen werden muß, spielte das Kind dabei oder pflückte in der Grube die ersten Frühlingsblümlein, das Brunnen-rohr kam ins Rollen, ging über das Kind und drückte ihm die Brust ein. Die Eltern sind umso trauriger über den gewaltsamen Tod dieses Kindes, da ihnen innerhalb der letzten süns Jahre vier Kinder gestorben sind. Dazu wird dieses Unglück sür die Eltern Mulz und besonders sür den Nachbar Schager wegen Fahrlässigkeit noch Strafe einbringen. Schon die gesunde Vernunft muß es gebieten, runde Hölzer zu stützen und festigen, besonders wenn sie an einer Böschung oder Grube liegen, damit sie nicht durch etwaiges Rollen Schaden oder Unglück anrichten. Mental. (Ster befalle.) Am 15. März starb hier die Inwohnerin Maria Pelsche plötzlich an Herzschlag im 67. Lebensjahre und am 18. März nach mehrjährigem Gichtleiden die Gememdearme Gertrud Eppich im Alter von 64 Jahren. — (Spar- und Darlehenskasse.) Der Vorstand des hiesigen Spar- und Darlehenskassenvereines hat beschlossen, vom 1. März 1913 die Zinsen der Spareinlagen von 47t auf 4 V-2 % zu erhöhen, während der Zinsfug für Darlehen der bisherige bleibt. —- (Ort s s chulral.) In den Ortsschulrat wurden gewählt: Franz ©liebe aus Knckendors, Johann Högler aus Tiefental und Georg Högler aus Setfch; als Ersatzmänner: Anton Lobe und Johann Pelsche, beide aus Ebental, und Andreas Herbst aus Setsch. Wieg. (Kollekiur und anderes.) In revolverblattmäßiger Weise dm ich in letzter Zeit von einem „Nachrichten"schreibet verdächtigt und verleumdet worden. Wer dieses traurige Handwerk betreibt, muß auch tapfer darauf loslügen. So auch hier. Da wird behauptet, der Pfarrer hatte kein Recht auf die Kaplanskollektur. Kennt der Schreiber das Kongruagefetz vom Jahre 1898? Wahrscheinlich weiß er nicht einmal, was ein Kongruagefetz ist. Dort heißt es, daß der Pfarrer bei vakanter Kaplansstelle das Recht auf eine Entschädigung jährlicher 360 K hat. Diese Entschädigung ist in erster Linie aus einer bestehenden Kaplanskollektur zu nehmen. So sagt das Gesetz. Besteht mm in Rieg eine pflichtmäßige Kaplanskollektur ober nicht? Der „NachnchteiV'schreiber hat den Mut zu behaupten, nie hat sie bestanden und besteht auch heute nicht, sie war nur ein Geschenk; das hätten die verschiedenen Kapläne und Pfarrer stets anerkannt. Kann man dreister lügen? Die Kapläne haben ja nie einen Heller aus dem Steueramte bezogen, ihr Gehalt bestand nur in der Kollektur. Pfarrer Samide hat die Kol-tekmr einmal zwangsweise eingetrieben. Kann man jemanden zu einem Geschenke zwingen? Wozu war die Ablösungsverhandlung im Jahre 1903, wenn die Kvllekiur nur ein Geschenk war? Wann werden Geschenke abgelöst? Die k. k. Bezirkshauptmannschaft hat entschieden, daß die Kollektur geleistet werden muß; der „Nach-richten">chreiber korrigiert also auch die Herren bei der Hauptmann« ichast. Die Kollektur ist eine sassionsmäßige und die Fassten erliegt bei der k. k. Landesregierung. Weiß der „Nachrichten"schreiber, was eine Fassion ist? Geht aus all dem nicht klar hervor, daß die Kollektur eine pflichtmaßige und der Pfarrer zu deren Bezüge gesetzlich berechtigt ist? Wieviel Unverfrorenheit gehört dazu, altes dies in Abrede zu stellen und zu leugnen! Übrigens haben Männer, die durchaus nicht aus der Seite des Pfarrers stehen, den Antrag gestellt, ihm alljährlich den Betrag von 360 K aus der Gemeindekasse zu zahlen, wenn er dann von der Kollektur abstehe. Hätten sie das getan, wenn sie nicht gewußt hätten, daß die Kollektur eine pf lich tiiiäß ige ist. Wer diese Männer sind, kann im Psarramte erfragt werden. Der „Nachrichten"schreibet will dann untersuchen, ob ich auch den Dienst des Kaplans versehe. Ich lehne eine solche Kommission ab. Es ist leicht, aber auch häßlich genug, etwas zu behaupten, wofür man die Beweise nicht zu erbringen braucht. Oder hat der Schreiber vielleicht nicht genug Gelegenheit gehabt, dem Gottesdienste beizuwohnen und seiner Osterpflicht zu genügen? Vielleicht ruft er auch das ganze Hinterland zu Zeugen an, daß er öiejen Pflichten nicht nachgekommen ist. Auf die weiteren Verdächtigungen einzugehen, widersteht mir. Es gehört ein großes Maß von Roheit dazu, jemanden in den Kot zu zerren mit dem Bewußtsein, hiesür feine Rechenschaft ablegen zu mäffen. Ob sich nicht wieder das Sprichwort bewahrheitet: Wie der Schelm selbst ist, so denkt er von anderen. Joses Kraker, Pfarrer. Setsch. (Gasthauseröffnung.) Die Ortschaft Setfch befaß schon |tit längerer Zeit kein Gasthaus mehr. Mit Freuden vernahm man deshalb die Nachricht von der Bewilligung der Gasthauskonzession und die Eröffnung des neuen Gasthauses wurde festlich begangen. Die zahlreichen Gäste waren mit der Bewirtung vollkommen zufrieden und erst spät abends wurde der Marsch nach Hanse an-getreten. Das neue Gasthaus gehört dem Andreas Herbst Nr. 1 (wo ohnehin schon früher Gasthaus war), der ein durch und durch christlicher und wackerer Manu ist. Jedem, der nach Setsch kommt, wird dieses Gasthaus wärmstens auempfohlen, und wir wünschen nur ein glückliches Gedeihen. Mosel. (Schneller Tod.) Am 31. März starb nach kurzer Krankheit (Herzverfettung und Herzschlag) der vor mehreren Jahren zum Protestantismus abgefallene, aus Wien gebürtige Ernst Greifenegger im Alter von 40 Jahren und wurde am folgenden Tage vom protestantischen Pastor aus Laibach beerdigt. Am Leichenbegängnisse beteiligten sich neben seinen protestantischen Freunden aus Gottschee auch die Feuerwehren aus Mosel und Reintal, deren Mitglied der Verstorbene war, und viele Neugierige. Auch die Mösler Feuerwehrmusik begleitete ihn zum Grabe, wo der protestantische Pastor eine Leichenrede hielt. Da Leichenreden von Pastoren auf einem katholisch geweihten Friedhofe den Rechten der katholischen Kirche widersprechen und die Gestattung derselben auf konfessionellen Friedhöfen unter das Difziplittarrecht der katholischen Kirche gehört, so wäre es vom protestantischen Pastor taktvoll gewesen, wenn er seine Leichenrede auf dem Friedhofe unterlassen und dafür beim Sterbehause abgehalten hätte. Ähnliche Übergriffe in fremde Rechte würde sich ein katholischer Geistlicher nicht erlauben. MnterskriK. (Scharlach.) Danach Ostern viele Schulkinder an angeblich aus Kroatien eingeschlepptem Scharlach erkrankten, mußte der Schulunterricht auf unbestimmte Zeit eingestellt werden. Altlag. (Todesfall.) Am 26. März starb Herr Johann Eppich von Altlag Nr. 60 im 72. Lebensjahre. Herr Johann Eppich war ein grundehrlicher, arbeitssroher Mann. In jungen Jahren hat er in Graz das Schlofferhandwerk gelernt. Seine Lehr-und Gesellenjahre wußte er recht anschaulich zu schildern. Im unbegrenzten Maße genoß er das Vertrauen seiner Meister. Von seinen Meistern gesandt, kam er nach Marburg, Cilli, bis tief nach Ungarn. Überall fand er Freunde in der Schlosserzunft. Als der Suezkanal gebaut wurde, zog der reise- und arbeitslustige junge Geselle mit seiner Tante und Schwester nach Ägypten. Nachdem er sich einiges erworben hatte, kehrte er in die Heimat zurück, um von allen geachtet seinen Grund mustergültig zu bewirtschaften. Er ruhe in Frieden! Weffeltal. (An Spenden für die große Kirchenfahne) gingen von unseren Landsleuten in Amerika ein: Johann Ruegg 10 Doll.; Anton Stonitsch 7'50 Doll.; Helene Rabuse und Frau Andrus 5 Doll.; Jvses Mercher und Freut, Mathias Meditz je 3 Doll.; Matthias Meditz, Nesseltal Nr. 54, 150 Doll.; Andreas ©tonisch, Joses Brinskelle und Frau, Josefa Stonitsch, Johann Kump, Johann Stonitsch, August Richter, Wilhelm Roschitsch, Adolf @uppani|chit|ch, Frau Andolscheck, Aloisia Tscherne geb. Lackner, Maria Juran, Matthias Kump, Rudolf Meditz und Frau, Margaretha Meditz verwitwete Wolf, Sophie Rabuse, Franziska Stonitsch venv. Röthel je 1 Doll; Frau Meditz, I. Kasche, Sophie Meditz, Maria Lukan je 0 50 Doll.; Georg Rabuse, Josef Meditz, Michael Meditz, Georg Spieß, A. Dusek, Johann Schmuck je 0 25 Doll.; Josef Novak, F. Matzelle, Johann Kikel, Peter Hutter, C. Fink je 0"10 Doll. Zusammen 50 Doll. — K 24540. Allen Spendern recht innigen Dank! — (Krankenbewegung in Kandia.) In das Kaiser Franz Josef-Spilal der Barmherzigen Brüder sind im vergangenen Vierteljahre über 450 kranke Personen, darunter 30 Gottscheer aus- genommen worden. Die Summe der Verpflegstage für unsere Landsleute betrug 570, die durchschnittliche Verpflegsdauer für einen 19 Tage. Das Spital steht dermalen unter der Leitung des tatkräftigen und allgemein geachteten Priors P. Polykarp Vaupotič; Primarius ist Dr. Paulič, ein tüchtiger Chirurg und um die Kranken sehr besorgter Arzt. Der „Slovenski Narod" hat sich in letzterer Zeit diese gemeinnützige Anstalt wiederholt zur Zielscheibe seines Spottes und Hohnes auserkoren; die ehrwürdigen Brüder werden sich jedoch-über-das blöde Gekläffe dieses PreßköterK kaltblütig hinwegzusetzen wissen, eingedenk des tröstlichen Spruches: „Wer sich dem Wohle des Nächsten weiht, den ehrt der Guten, nicht der Schlechten Dankbarkeit." Wien. (Verein der Deutschen aus Gottschee.) Sonntag den 6. April findet um 6 Uhr abends in Franz Au fisch ers Saallokalitäten „Zur Glocke", VII., Neubaugasse 5, die diesjährige Hauptversammlung der Mitglieder des Vereines der Deutschen aus Gottschee statt. Tagesordnung: 1. Erstattung des Rechenschaftsberichtes durch den Obmann. 2. Bericht der Revisoren über die Jahresrechnung von 1912. 3. Allfällige Anträge und Anfragen. Anschließend an die Versammlung (7 Uhr abends) wird ein Unterhaltungsabend verbunden mit einem Tanzkränzchen abge-halten, zu welchem die Vereinsmitglieder und Gäste herzlichst eingeladen werden. Programm: 1. Grazer Schloßbergmarsch von Gustav Richter. 2. Liedervorträge des Vereinsmitgliedes Herrn Hans Schuster. 3. Evawalzer von Franz Lehur. 4. The Potfay, komischer Jongleurakt. 5. Alexander Twostep, aus „Parkettsitz Nr. 10". 6. Herr und Frau Longo. 7. Dorfkinderwalzer aus „Zigeuner- Primas" von Emmerich Kälmän. 8. Herr Fritz Walden, Humorist. 9. „Die schöne Galathe" von Franz v. Suppe. 10. Herren Brüder Marlit. Verwandlungs-Duettisten. 11. Barkarole aus „Hoffmanns Erzählungen" von Jacgues Offenbach. 12. Herrn Carlo Böhm. Mitglied des Johann Strauß-Theaters. 13. „Junge Mädchen tanzen gern" aus „Frauenfresser" von Eysler. Am Klavier: Herr Karl Weinstabl, Salonkapelle Zemanu. Hierauf Tanzkränzchen. In den Pausen Juxpost. Eintritt 1 Krone per Person. — Der Rechnungsausweis des Vereines der Deutschen aus Gottschee verzeichnet unter Einnahmen: Kassavortrag vom 31.-Dezember 1911 K 4010'65, Kapitalszinsen K 154'42, Erlös beim Unterhaltungsabend K 158'40, verkaufte Abzeichen usw. K 26 20, Mitgliederbeiträge K 520, zusammen K 4869 67. Ausgaben: an Unterstützungen K 517, an Spenden: Stud.-Uuterstützungsverein in Gottschee K 50, Corpus Christi-Kirche in Gottschee K 50, Pfarre Obermösel (Orgel) K 25, Kindergarten in Gottschee K 25, Feuerwehr in Wertschitz K 25,; Feuerwehr in Verdreng K 20, Kränze für drei verstorbene Mitglieder K 60, Spesen beim Unterhaltungsabend K 190 56, Abonnements, Drucksachen, Marken und kleine Auslagen K 149 93, Kassafürtrag K 375748. — Rechnungsausweis des Vereinskränzchens am 2. Februar 1913: Einnahmen: Eintrittskarten K 603, Erlös des Blumenverkaufes K 102'44, Spenden der Ehrengäste K 234, zusammen K 939'44. Ausgaben: Ballmusik K 130, Saalmiete K 30, Damenspenden K 128'82, Blumen K 56, Tanzmeister K 20, Lizenz K 11*60, Komite-Abzeichen K 16'80, Drucksachen K 69 50, kleine Ausgaben K 21'88. Es wurde demnach ein Reingewinn von K 454'84 erzielt. Bei Einmaliger Einschaltung kostet die oier^ sj ,, Nleindruckzeile oder trett Raum }0 öeller, bei me . Einschaltung 8 Heller. Bei Einschaltungen durch etn ■‘L )abr wird eine zehnprozer tige, bei solchen durch das ganze ~>avr eine zwanzigprozentige E äßigung gewährt. Anzeigen. Die Anzeigengebühr ist bei einmaliger Einschaltung gleich bei Bestellung, bei mehrmaliger vor der zweiten Ein« schaltung zu erlegen. — Es wird höflichst ersucht, bei Bestellungen von den in unserem Blatte angezeigten Zirmen sich stets auf den „Gottscheer Boten" zu beziehen. Sparkasse der Stadt Gottschee. Ausweis für den Monat März 1913. Einlagen: Eingelegt von 245 Parteien Behoben von 292 Parteien Stand Ende März . . . Lypothelrar-Darlehen: zugezählt . . rückbezahlt . . Stand Ende März . . . K 150.52511 108.35550 6,431.56427 88.000'— 6.73573 4,655.988-91 Wechsel-Darlehen: Stand Ende März ... „ 214.060,— Allgemeiner Meservefond: Stand Ende 1912 457.218.15 Zinsfuß: für Einlagen 472 % ohne Abzug der Rentensteuer, für Hypotheken im Bezirke Gottschee 5 Vs %, für Hypotheken in anderen Bezirken 5 % %, für Wechsel 672%. e, am 31. März 1913. Die Direktion. Gin Lehrling mit Volksschulbildung, stark entwickelt, wird unter sehr günstigen Lehrver-hältniffen sofort ausgenommen beim Herrn Schlossermeister KansAönigman« in Goltschee. (1—1) ßtitiftltoftcl aIzo! ?uter Posten, neben dem k. k. Steueramte UvuvUhIIhIUAhIi in Gottschee, Auerspergplatz, für jeden Geschäftsbetrieb geeignet, zu vermieten. I*3ht*S*Ollti1* au8. bestrenommierter Fabrik sowie die bekannt besten 1 flIII1 ut&vl Iteithofer ItadfahrpneumatiK, letztere zum Original» . Fabrikspreise. Fahrräder und Pneumatik Personen in sicherer Stellung auf bequeme Ratenzahlungen. 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