Uaverianiscye^Hhr-. und> ick—^ Dnaden-Wurg/ §)as ist ; 5Ä^«M^ss>^ K— l > Xaverianische Gnaden und^^. Guttharen/welche von dem sterbenden Dber-Burger Heiligen kKLxci^co X^VKN>O, Auß der GcMschaffc AsU, ^erIndianer,understen Japonier- Apostel, von i7Z2. bis 1734- erhal¬ ten worden. Zu Ehr dieses grossen Wunder- thaters, undTrost aller Naveriani- schen Clienten, mit neun-und zehen¬ tägiger Andacht Vermehrer, Von einem dieses grossen Heiligen ergebnesten Verehrer. -LZ83-LW--8ZN-W L8--L8L8---LZW--WN- Gedruckt zu Prag, in diesem Jahr I7Z4» . , , j Ice, <5: renumiace, c^usc vi^iNrs 6^ : (^rcci vi6cm, cläucjl smbul^nc, le^roii munöancur , türöi Luämnc ,morcui relurAunc« r^accd. II. v. 4. Sc z. Gebet din / und verkündiget ww herum / was ihr gesehen / und gehöret habt: die Blinden sei hm / und die Lahmen gehen/dü Außsayigen werden gereini- ger / die Tauben hören/ dii Tobten stehen auf. 1 f ! Ol-^rl'Vi.'-ckl bLn.e^I(7l (7VIV5 0i)L aO VIi^-1 veV-LÄn^sr-,«,-iE -rtV^»z-. Wav^ffLsK^^i^üng S^gNL^Ev^-b^6r^n^ ^^v, ^^>Lrr^LrL ki7^^L7^L^)^Lv:Lrri rvre un.§«d^ ^1A3. c)-LN 2^7. ^LcArcpkL <)^e^LrVA do^rr^i n-cn^en. -M s O ) IH»- Wunder-voller Anfang,und fer- nerer Fortgang der Xaverjanischen Andacht bey Oberburg. Erster Absatz. Stiffter derAndacht/ desHeilig- khum/ und Gnaden-Bilds 8.XLvcrü. Lle recht gute und vollkomene Güter kom¬ men zwar von oben Hers von demVattcr Verdich¬ ter; dieser aber pflegt ge¬ meiniglich dergleichen sei¬ ns Himmlische Gaaben durch Menschen / als von ihm darzu außer- wahlre Geschirr in die Welt üußzubretten; daß er also der erste Ursprung und Stiffter al¬ les Guten; beyneben aber jene Menschen/ de¬ ren er sich in Außbreitung seiner Gaaben ge¬ brauchet , zu dem hohen Ehren- Animt feiner Mithelffer erhebe? - dessen sich der Heil, Pau- A lus -m ) ° c rn- lus mit seinei, Mit-Brüdern erfreuet/ spre- chend Wir stynd Mithelffsr GOttes; nem- !rch in Beförderung seiner Ehr / und Heyl der Menschen; Das bequemlichste Mittel aber diese zu befördern/ ist abermal nach Lehr Pau« li die gottseelige Andacht/ als welche zu allem Guten nnH - und vcrhülfflich ist- Weilen dann alle Gnaden und Gutthaken/ so GQtt der Allmächtige bißhero zu Oberbnrg durch feinen Heil. Taverinm gewürcket/ ab¬ sonderlich/ und am allermehresten von dcrTa- verianischen Andacht ihren Anfang und Fort¬ gang haben/ so ist es billig/ daß auch von die¬ ser die Beschreibung ihren Anfang mache; a- ber vor allem von jenem/ den GOtt zu diesem Heiligen / und Trost-vollen Merck zu einem Michelster hat außerwahlt. Nachdem« derohalben der Wohl-Ehr« würdige, und Hochgelehrte Herr Achatius Sterschiner dermalen würcklicher Commis- sarius in Oberbnrg zu demAmmt eines Seel¬ sorgers bestellet/ wäre sein ersteSorg/aufwas Weis er ein so wichtig-undGefahr' vollesAmt zu verrichten / ein tauglichen Wcrckzeug kunce abgeben. Weilen ihm aber wohl bewust/ daß der H. Taverkus ein inbrünstiger Eyfferer der Ehr Gortes/ und desHeyls des Menschen seye/ als hatte er auch nachGOtt in diesem seinem Ammt aufTaverium ein grosses Vertrauen: damit 4N ) o c 84»- damiter aber des grossen BeystairdsLaverit sich würdig machte/ gebrauchte er sich der9. tägigenAndacht Eaverii dann weilen er schon von Jugend auf in dieser Andacht unterwiesen/ und durch dessen Gebrauch in feinem Thun undLaffcn jederzeit glücklichenIortgang erfah¬ ren / hoffte er nicht weniger in Beförderung Göttl. Ehr und desSeelen-Heyis dessen Bey- siand zu erwerben: absonderlich wann er auch seine anvertraute Seelen zu gleicher Andacht wurde anführcn können. Diesen Zweck zu erlangen / käme ihm eine Begierd an/ in Erkanntnuß zu kommen/ wo doch wahrhaffte Hciligthum des H. Tavcrii zu erfragen/ und zu bekommen; dann weilen aus vielfältiger Erfahrnuß bekannt/ daß der¬ gleichen Heiligthum denen Krancken viel Heylsames an Leib und Seel pflegen außzu- würcken / eben daruin wurde dieses ein sehr be¬ quemes Mittel seyn/ ein Verehrung und Au- dacht zu Taverio in deroGemmhern zu erwecke. Wahr ist es/ daß dergleichen Hciligthum/ die in der Wahrheit solche seyn / nicht leicht zu bekommen/ allein die Andacht des H Lavcrii wäre Herrn Commiffario ein so wohl bekannt- als krafftigesMittel/ auch diese Gnad zu er¬ halten. Nachdem er dann den 2 g. Augusti des «7 ll - Jahrs ZN diesem Ziel und End die neun- A r tägige 4HZ ) ° ( M- tägige Laverianifche Andacht zu Laybach an- gefangen/ und seineBcgierd einem Pacer der GesellschaffkIEsu offenbahret/ erreichte er schon dazumal sein erstes Ziel: dann er ver¬ stünde von eben diesem Pater/ daß er selber ein gantz sicher- und wahrhafftes Heiligthum La-' vcrü unter Händen habe: und zwar einen an- fehnlichenTheil von der stnigcnBaummoll/ in welcher der von seinem Leib 1654. zu 60» in Indien abgeftbnittenc rechte Arm eingewi- ekelt nacher Rom kommen; Und weilen die Wahrheit diefesHeiiigthum mic sichererZeng - nuß begleitet/und schon zuClagenfurt undLai)- bach mit wunderfamenHeylunge bekrafftiget worden/ als wurde Herr Conrmissarius nock- viel eyffriger angetrieben / um auch durch ein neue und änderte Laverianische Andacht den Heiligen dahin zu vermögen / daß/ gleichwie er ihme zuvor die Erfahrung/ alfo nun auch die Erhaltung wolle zu wegen bringen. Den ersten Tag dieser änderten Andacht käme Herr Commissarius / ohne Gedancken des Heiljgrhums zu gemeldkem Pater in einem gantz andern Vorhaben; findet aber/ was er dazumal nicht gesucht: dann der Pater aus eigenem Willen/ und ungebekhen eröffnet das Heiligthum/ undgiebtihme von diesem samt' gründlicher Zeugnuß einen gar scheinbaren Theil/ also daß Hm Commissarius gar bald versian- -tH? ) O ( W4- , verstanden/ Taverius müsse ohnfeblbahr den Pater darzu bavegt Haden ; wurde derohal- benauch mehr und mehr innerlich angekrieben/ diesen so werthen Schah nicht für sich allein verschlossen zu halten/ sondern durch öffentli¬ che Außsetzung und Verehrung mittlerZeik die Taverianische Andacht außzubreiken. Dieses aber desto füglicher / und alsbald in feinen Gang zu bringen / gedachte er auch ein herrliches Bild des Heil- Taverii mahlen zu lassen; und hatte die Abbildung des sterben¬ den Taverii vor andern den Vorzug/ aus Ur« fach; weilen bekannt/ daß der H-Taverius unter dieser Vorstellung schon viel Wunder gcwüreket; wie es dann der Aufgang Son- nen-klar bestattiget; indem? alle Strich und Zug dem Mahler dergestalten gelungen / daß die Bildnuß in dem ersten Anblick zwar einen heiligen Schrocken, nachmals aber ein unge¬ meine Lieblichkeit in den Ansehern erwecket/ aber zugleich so wunderbar/ daß der Meister sechsten/ nach vielen Versuchen/dergleichen in der Schönheit undGestalt nimmermehr nach- bildenkan; also daß man billigmuthmassek/ daß GQtt so wohl dessen/ der das Bild ange« geben/als der es gcmahlet/Hand undVerstand müsse geführct haben ; und wie dem Him¬ mel gefalle/ daß der kosibahrc Tod des H. Ta¬ vern aufErden verehret werde- absonderlich A ; aber 4Z>S ) o ( M- aber erscheinet auß diesem so Wunder-volle» Guaden-Bild/ daß ihmeXaverius Oberburg habe vor anderen außcrwählet für seine Burg oder Wohn-Sitz/ allwo er ein Wohlgefallen trage/ daß er allda verehret werde/ und hinge¬ gen seine Verehrer mit Gnaden und Gutkhm ten belohnen werde. Anderter Absatz. DieXaverianische Andacht/ Heilig- thum/ und Bild Xaver» werden inO- berbnrg erngcfühkt- MKGten mm bald nach crhaltenemHeilig- .EL'thttM und demWunder-würdigenBilv/ nicht ohne abermalige Schickung GOttes HerrCommisfarius die Seel-Sorg in Ober- bürg angetreten / so glaubte er auch gäntzlich: eben dieses seye ein Zeichen/ daß seinVcrlangen vonGOtt undXaverio erhört; und eben die¬ ser sri-e der senige Orth von GOtt und Lave- rio außerwahit/ daß er solle seyn/ nicht nur al¬ lein einEhrcn-Thron Xaverianifcher Andacht/ Heiliqthum und Bildnuß/ sondern auch ein Orth der Zuflucht aller Elend- undNoth-key- denden Menschen/ mit einem Wort ein Burg Xaverianischer Ehr und Gnaden: alleinig stunde er in der Wahl/ in welcher aus allen Kirchen desgantzenOberburgrschenCommis- sariats -rchz) ° (84» fariats er seinen Heil. Schah zu grossererEhre GOttes/ und Verehrung Laverii solteaußse- tzen; das glückseelige Loß aber fiele endlich auf dieKirchen der Heil. Junafrauen und Märty¬ rin Barbara aufdemBichel Straßhe; theils/ weilen diese gleichsam in der Mitte des ganhen Oberburgischen Umkreyß / theils auch/weilen beederHeiligen Fest-Tag/in der Kirchen-Ord- nung gleich eines nach dem anderen geseht/ und also in einer Reyen am besten wurden fort gepfianhct werden r und weilen ja auch der Mensch nicht soll voneinander scheiden/was der Heil.. Geist zusammen geseht hat. Aber die¬ se drey/ obschon garfügliche Ursachen/ wurden von einer vierten mehr dann Menschlichen denckwürdig unterstützet - dann aus dem Le¬ ben des Heil. Francisci ZLaverii ist bekannt/ daß er zu Pariß in Frankreich von der Welt- Eylelkeit durch seinen ersten geistlichen Lehr- Meister und Heil. Vatter Jgnatium zu einem frommen und besseren Leben angeführt; und zwar indem Collegio/ oder so genannten Ge- fellschaffts-Haus der Heil-Jungfrauen und Märtyrin Barbara; Weilen dann in dem Haus dieser Heil. Jungfrau Laverins das erste Talent oder Pfund seiner Heiligkeit em¬ pfangen / und mit diesem einen so grossen Werth der Verdienst in der Welt gewunnen/ daß dessen Schwere und Gewicht von keiner mensch- -M ) ° ( M- menschlich - sondern allein Göttlichen Waag kau abgewogen werden; so ist es ja billig zu glauben/ TaveriusHabe in seiner geistlichen Rückkehr nach seinem Tod in diese Welt durch sein Heiligchum / und sterbende Bild- nuß einen guten Theil seiner Verdienst adle- - gen/ und austheilen wollen in dem Haus der jenigen Heiligen/ in dero Behausung er z» einer so grossen Gewinn-reichen Handlung den Anfang bekommenMas halt soll styn/ das schickt sich gar fein. Dannenhero auch in dieser Kirchen zu Eh¬ ren des H- Taverii ein neuerAltar aufgerichket wurde/ aufwelchem so wohl dasHeiligthum/ als Bild des fterbendeiEaverii erhebt / und mit öffentlicher Andacht verehret solte werden. Eh und bevor aber derMar aufgericht/undas Bild undHeiligthuin aufOberburg kommen/ bat der H ^averius in einem herrlich- und an- fthnlichcnWunderwerckanssedeutet/ daß ihme alle bißhero zu seiner Ehr gemachte Anstalten m Oberburg sehr gefällig / und er in diesem Orth/ zu wohnen beschlossen habe. Das Wunder aber geschähe auf folgende Weis: Eben um dscfe Zeit da der Herr Commistarius die Kirchen der Heil. Barbara erwählet/ und allda, zu Ehren Laverii einen Altar aufzurich- ten alles veranstaltet/ schwebte vor Augen der gantzen Christenheit ein sehr übel außsebender T ürcki- 4KS ) o( TürckischerKrieg/welcher dem armcnWälsch- land schon ziemlich gefährlich / und schier gar über Hais und Kopfs kommen; dahero also- bald in dem 171s. Jahr ein Jubel-Ablaß ver« kündiget wurde: diesen dann auch zu gewin- neu/ käme den iz. Wintermonat in die Kir¬ chen der H. Barbara auf dem Bichl Straß- he Gertraud Straßhnitzin (dann diesen Zu¬ nahmen hatte sie von dem Bichel Straßhe/ in dessen Gegend sie gebohren / und auferzogen worden) und weilen sie vonJugend aufdem Augen-Wehe sehr unterworffen/ hat sie end¬ lich dasUnglück überfall-n/und sie das Augen« Licht völlig verlohren; dahero sie sich als ein Blinde zur Kirchen hat müssen führen lassen/ und zwar in den Beicht-Stuhl Herrn Com- missarii/ der sie also blinder ankommend ge¬ sehen. Jndeme sie nun unter andern auch ih¬ ren elenden Stand aeklagtchat Herr Commis- sariuö ihr gerathen/ sie solle 9. Tag nacheinan¬ der alle Tag 9. Vatter Unser/ und so viel Ge¬ grast seysi duMaria bethen zu Ehren des jeni- gen Heiligen/ deme er in dieser Kirchen einen Altar angefrömt hätte; nachdem sie nun den änderten Tag ihr Andacht verricht/ erscheint ihr der Heil.Laverius bei) nächtlicher Zeit iff dem Schlaff, redet sie also an : Wie gehts dir, und was thut dir absonderlich weh? die Augen wickechht dich/ die Augen rhun mir überaus weh. >«HZ ) o ( W»- weh. Sep guts Muths / sagt abermal der Heilige/ und fahre fort in deiner Andacht: ich bin derjenige Heilige/ dem du zu Ehren schon zwey Tag gedeihet hast: ich will dir das Au- geN'Licht zu wegen bringen/ aufdaß du dein tägliches Brot desto leichter gewinnen mö¬ gest; nimmt unterdessen ans einem Masel/ weiß nicht was/ und bestreichet darmit die Au¬ gen der Blinden/und spricht/ siehe aus; auf dieses erwacht sie voller Freuden/ anders nicht wünschend/ als daß ihr Traum wahr wäre: und weilen es schon anfienge zu tagen/ wendet sie sich gegen dem Fenster/ und stehet in der Wahrheit/ daß dieses etwas hell / die Mauer aber dunckel; hat endlich bey anbrechendem Tag mit vollkommenenLicht erfahren/ daß sie keinen laren/ sondern wahren Traum gehabt: Ist also der Herl. Laverius mit seiner Gnad / dem Bild und Heiligthnm zu Oberburg vor- komenMd hat dardurch anzeigen wollen/was ftin---tägige Andacht für ein krafftiges Mit¬ tel seye/ihn in seinerBildnuß und Hciligthum zu verehren/ seine Gnaden und Gutthaten zu erlangen. Unterdessen und zu End des Winkermo- »ats wäre der neue Altar des Heiligen ckaverii schon aufgericht/und das inLaybach mit seinem Bild von den Wohl-Ehrwürdigen Closier. Jungfrauen der Heil- Clara zierlich eingefast- und >r l) n t n / 's 't t r r e / - s F r r t t > -W? ( O ) Schw¬ und aufgeschmuckteHeiligthnmEaverii erhiel¬ te von hoher geistlicher Obrigkeit die gnädige Erlaubnuß /daß es der allgemein-und öffentli¬ chen Verehrung kunie anßgesetzt werden; ge« langte also von Laybach zu Oberburg an/ und wurde in der Kirchen der Heil- Barbara zu Straßhe auf den neuen Altar gesetzt/ eben den 2. Christ-Monat / und an selbigem Tag/ in welchem Laverius in Indien / in einem gantz verlassenen Orth/ in höchster Armuth/ ohne menschliche Hülff/ aus Lieb GOttes und des Neben-Menschen fein zeitliche^Leben vol¬ lendet; den änderten Tag darauf/ an demFest des H.Laverii hatte der Herr Commissarius das von der Gegend versammlet Volck mit einer eyffrigen Predig ;n dem ersten Anfang der Taverianischen Andacht aufgemuntert/ und wurden bey dem neuen Altar neben etlich gelesenen H. Messen / die andächtigeVerehrer des Heil. Taverii mit dem Brot der Enge! ge- speiset/und hierdurch der erste Stein der Ta- verianifchen Andacht gelegt/ so nachmalen in ein so hohes Gebau erwachsen. ^yiffpp MMN Der Xaverianische Altar wird mit ei¬ ner Capell umfangen / mit Wunder vermehrt. ^U. Hoch-gedachte Ihre Hoch-Fürstl. Gnaden haben gleich daraufan eben demOrth/ wo der Hoch-Altar / für das Bild und Heiligthum Ladern solke aufgerichtet werden/ das Heil. Meß-Opffer von der Allerheiligsten Drcyfal- tigkeit zum ersten vor allen anderen gelesen. Viel hundert tausend Heyden hatLavcrius im Nahmen der Allerheiligsten Dreyfaltigkeit getaufft/ S«ta gcm ner ligtl mit «bei tigl dac G< sch in! vei thc vo wc he fa n! h< m d, st c c h 4«)c> ( k«- getauffr / und also zu GOtt geheiligte Kirchen gemacht; dahero auch er auf der Welt in sei¬ ner B'ldnuß/ und absonderlich in jenem Hei- ligthum/ welches seinen H.Arm umgeben hat/ mit demAnfang einer so herrlichen Kirchen, eben an dem Fest der AllerheiligstenDreyfal- tigkeit verehret wird. Was halt soll seyn / das schickt sich gar fein. Dahero es auch kommen/ daß ein so grosses Gebäu mit lärer Hand/ und dannoch so ge¬ schwind/ und glücklich auferbaut ist worden; in dem der gütigste GOtt durch seinen H. La- verium so viel Wunder-Gnaden/ undGüt- thatcn den armen Leuthen erwiesen/ daß sie hie¬ von bewegt /alleNothwendigkeiten zumBau« werck ohne Lohn und einzige Vergeltung herzugetragen; also, daß so gar kein Wall¬ fahrter schier nacher Oberburg kommen/ der nicht zugleich einen Taglöhner und Arbeiter hätte abgeben wollen; die von fern ankom- mende haben so reichliches,Opffer abgeleget/ daß man hievon alle Unkosten hat auszahlen können. Verwunderlich wäre auch/ daß die aller- schweresteSteiner und Holtz-Last/in so grosser Menge/ durch rauhe und Hane Weeg/ über Berg und Bühel/ dannoch von dem armen Vieh ohne einzigen Anstand so ring und mu- high« rzu gebracht worden/daß man gar. leicht de» «kW ) o s 84». dm überall gegenwärtigen Bcystand Xavcrii hat erkennen müssen ; absonderlich da er das «rkranckte.Vieh i» grosser Anzahl gehcylet- Äiicht rveniger Wunder-würdig ist auch ncs/ daß m so vielen augenscheinlist en Gefall rcn Leibs und Lebens nur einer oder der ändert beschadiger; und objchon auch diese Beschw dignng lödtiich wäre ^wurden sie doch nach ZlnrnffuNg Laverii soeylfertig gesund/ daß sie gleich wiederum zur vorigen Arbeit m.t jeder, yranns Verwunderung gehen kamen. Die Gestalt dieser Kirchen ist ein Creuß- anzuzeigen; daß gleichwie L'cwerilw in seinem Leben und Tod sein einzige Ruh in dem Creutz CHristi gesucht und gesunden/ also sollen auch wir vonihme alleHüiff durch das Blut und denTodChristi begehren. DerHsch-Allar be- Meister in sich dasGnaden.'BildXavern/ dar« unter das eingefassteHciligthmn. Auf einer Seithen ist dieCapell^der H. Jungfrau und Märtyrin Barbarch Schuh-Heiligen desBi' chel Straßhe. Aufdcr andern ist die Capcli der 9. Chor der Heil. Engeln/wegen der 9. tä¬ gigen Xaverianischen Andacht. - Endlichen die Snffter dieses gantzen Ge- baues/nach GOtt und Xaverio/ mildem Urheber der Andacht: seynd läreHänd/ und Dieso wohl umliegende als von fern anlangen- He Wallfahrter; dero Freygebigkeit GOtt durch eri! )as al^ ^ere hä- ach sie er- liß/ c m '«H !lch ind ?e- rr- rcr nd Si- icl! tä- ^e- ein ud m- ^tt rch -^ ) O ( M- dmch denH Xaverium/durch alle guteWerck, so vou nun an und ins künfftig verrichtet wer¬ den/ zeitlich und ewig belohnen wolle. FünffterAdM. Von Wachsthum dieser Andacht. WWAnn dann die Bekehrung eines einzi- SW gen Sünders / nach Lehr unsers Er¬ lösers/ ein seinen Heiligen Englen sowohl ge¬ fälliges Merck ist/ daß sie ein grossere Freud darob empfinden / als an 99. Gerechten/ die der Buß nicht bedürfftig / so ist leicht zu schlüs- sen / wie groß und anfthlich die x^vcriamsche Andacht zu Oberburg vor GOtt und allen Heiligen seyn müsse / indeme die Anzahl der Büßenden jährlich sich auf r sovo, erstrecket; aus welchen vielseyn / denen der Heil.Xsve- riu8 selbsien erschienen / und sie zur Buß er¬ mahnet, und aufgemuntert hat: das Buch der Lebendigen wird es am Tag des allgemein neu Gerichts aufzeigen / was für ein Freud Xaverius zu Oberburg den allergrösten Sün¬ dern zeiget / und was für eine grosse Zahl die¬ ser feye. Und was hat der arme Mensch auf der -Welt aus allen krostreichers / als das aller¬ höchste Gut in dem Heiligen Mß-Opffer? und was ist aus allem G Ott und seinen Het- B ligen E ) o ( ligen wohlgefälliger? und dieses wird zu Ober, bürg in einem jeden Jahr zooo. mal bey so grosser Anzahl der andächtigen Zuhörer auf- geopffert/ daß neben r oo. Proceßionen/ die alle Jahr erscheinen / deren Kirchfahrtern von Jahr zu Jahr 50000. gezehlet werden. Dahero den Eyffer und Andacht dieses so frommen Volcks zu besördernHerr c^ommif- riu? gemeiniglich mit 6. und 8- Herren Cura- ten/ und geistlichen Mithelffern / und noch viel mehr bey grossem Anlauff/ früh und spat auf geistlicher Wacht stehen müssen / auf daß sie die ankommende Büsser anhören / unterwei¬ sen / trösten / und mit Freuden nacher Haus schicken. In Betrachtung dessen / und noch zu meh¬ rerer Beförderung gegenwärtiger Andacht habenJhreHoch-Fürstl.GnadenH.Bischoff zu Laybach / des Heil. Röm. Reichs Graf 8iAismun6u8 kelixvon Schrattenbach den 2 8- Weinmonat des -728. Jahrs am Fest der Heiligen Apostel Simo» und^ucla diex^vcn«. mische Kirchen geweyhet. Dao Fest der Kirch- weyhung aber aufden Sonntag vor der HH. pr!ML und kLiiciÄni-Fest ius künfftig für be¬ ständig zu halten geordnet. Zu dessen ewiger Gedachtnuß eine zweyfacheJahr-Schrifft in Marmel eingehauen/ in dem Chor derXsve- nimischm Kirchen zu lesen: eLLe! -sN ) O c UH. sdLe! XaVIer I^ls lVle kVnOsVIr. Zu leutsch: XrVerl ! VV hast Eh aVherl^hk. I^lc 5cI-IX L 8d!ltr3rcevl>LLIt prscLeI.8VrI.sb»- Lensls prscsVl. Lon5eLrsVIc. Zu teutsch: ss^IX 8LbrscrenbLLbFürsijV l.sbsdb ^sbvilr vie ^ephe. Damit aber auch die geistliche Seelcn-Klr- chen noch mehr geheiliget , und eingeweyht wurden/haben Ihre Pabftliche Heiligkeit ks- neui^ug der xi!l. «ine« vollkommenen Ablaß mikgetheilet / welchen ein jeder Wallfahrter das Jahr einmal gewinnen kan, wann er am selben Tag/ da er dieKirchen desHerligen Xs- verij besuchet / nach verrichter Beicht und Heil. Communion wird bethen für Fried und Einigkeit der Christlichen Potentaten, Ans- reutung der Ketzereysn, und Erhöhung der Heiligen Catholischen Kirchen. Der Pabst- liehe Ablaß-Briefflautetvon Wort zu Wort also: V)^necli6us XIII. univerki; Lbrilki bclelibus pr»lenre8 lirrera; iotpe6turis lrlucem, äc ^pollolicam ^enecli^ionem. ^6 guAsoclnrn bäelium reli^ionem 6c aaimzrum B r ^lli. ) O ( g$f> leftibus EcclefisThefauris pia charitate inten- ti,omnibus utriusque fexus Chriiti fidelibus ve¬ re poenitentibus & confeffis, ac facraCommu- nione refedlis,qui Ecclefiarn S. Francifci Xave- rii fitam iu Styria inferiori Labacenils Disecefe- os, ad quam ( ut afleritut) devotionis causa ma- gnus populi Chriiliani, & prafertim peregri • norum fit concurfus, in quocunq; annidie de¬ vete vifitavermt,& ibi proChrildianorumPrin- cipum concordia, harefura exftirpatione, & 5 . Matris Ecclefiae exaltatione pias ad Deum pre- ces eflfuderint, plenariam, femel rantum quoli- bet anno, per quemcunque Chrifti fi-delem In- crifaciendam omnium oeccatorum fuorum In- dulgentiam & remiiTionem mifeficorditer in Domino concedimus. Praafentibus ad fepten- nium rantum valituris. Volumus autem, ut fi pro impetrarione, praefentatione, admiffione, feu publicatione pr;efentium aJiquid vel mini¬ mum detur , aut fponte oblatuin recipiatur, prtefentes nulla: fint. Datum Romat fub annu- lo pifcatoris dieXXVI. Vlartii M DCC XXIX, Poatificatus noftri ann 6 quiato. Cardinalis Olivertus. Promulgetur, Ex Officio Epifcopali die i Apr. anni 1729. Gratispro DEO ,etiamScriptura. Sigismundu s Vtlix EpijcopUl Labacenfis. e» 2- e- 'e- r- i - e- u- 8. L' li- U- ^r- in i- a e, u- r» u- X. L. ^r. «1 ) o 5 ^4- Anmerckullg für den Xavcnäm- schen Verehrer. Was verlangest du vom Kimmel? wisse daß ich alda cervas vermöge / styc gclröst/hab Vertrauen, irz.c. r^.. in vira. W!8Lso pflegte dieser gutwilligste Heilige MD mündlich vomHimmei herab in vielfäl¬ tigen Begebenheiten zu trösten kvlarcellum klaürMum seinen vertrautesten Liebhaber/ und sonderbaren Eyferer seiner Ehr. Also und nicht anderst redet heünt der Obcrburger ster¬ bende Heilige XaverivL seinen in grosser An¬ zahl ankommenden Liebhabern zu / und fra¬ get einen jeden - was verlangest du vom Him¬ mel ?. wisse daß ich alda etwas vermöge / seye getrost / hab Vertrauen ; und sie erfahren täglich/ ja stündlich / was oben benannter Xr- verianische Liebhaber Marcellus ^Isürillus er¬ fahren hat/ daßsieniemalensungetröstcr von ibme abwcichen. / und bekennen müssen / daß Xaverins im Himmel etwas vermöge. Ich unterlasse alhier die vor erweichen Jahren zu Grah in Sttüermarck / und vor einem Jahr zu Prag inDruck von 1716. bis^nno 17z 2. außgangene Wunder/ und Gutthaten/in wel¬ chen Xsveriu; bewiesen/ wie hoch er in dem Himmel angesehen; will nur in der Kürtze die jüngsthin von 17^ r. bis 17; 4. beysetzen; mit B z die- 'M ) o ( M. diesen wirst du Xsverianischer Verehrer gleich/ sam mit einem Maassiab/ die Grösse der Hei' ligkeit / und kräfftiger Fürbitt Xaverst bey GOtt , abmessen / und bekennen müssen / daß bey dem Oberburger Xaveria die Blinden si? hen /die Lahmen gehen , die Außsatzigcn geresi niget werden / die Tauben hören/die Todteii aufstehen, und daß von ihme ein Krafft miss gehe / und alle heyie- Damit aber in Zlblgiürc> rio Sterschiner Oommisislio Lweriro, und der Kirchen Xüvcnj vircätor mit treüemGlau- ben/ und mit gewissen gründlichen Zeugnus- sen beschrieben, haben wir in Druck ausge¬ hen zulassen schon vormalen erlaubet: Nun aber zu grosserer Ehr dicfcsHeitigen / wie auch B 4 r» -rHS ) v ( 8G- zuVermehrung desVertrauens scinerVereh' rer zu eben demselben / thuen wir die von änno r/z r-bics i7Z4- durch dieses Heiligen M ruffnng und Verdienst zu Oberburg erhalte' ne und nach erwogenen Zlaiibwindigen/ unv zu beschweren anerbothenen Zeugnussen für gnugsam bckrasstiget befundene neüeGnadcn/ ^uckc>rirLre c>rclinsria, dasistvon unseren tM- gendenAmmtswegen bestaktigen/ unddes^ gleichen druckenzulassen erlauben. Aus den, Bsschofflichen Ammtzu Labach den 16. 8Lx>r. »754. so^nnes Iacobub 8cbilliri^ dlsaonicus <8c Vicarius Levers^ lis ^gbuceotis. Damit sich aber keiner verwundere / wie doch diese zu Oberburg durch Hülf des Hei-» ligenXavenj geschehene Gnaden/ zuPrager- siens eingedruckct werden» als ist zu wißen/ daß sie auf vieles Ersuchen eines des eben diesem Heiligen ergebenen Verehrers, von oben benannten Herrn LomniilUrio emc->nc> Oenersli von Labach mit einen gesigelt / und ^ogenhandig unter¬ schriebenen bekrafftiget/ hiehcr nach Prag abgeschicket worden. Xa- C me bei an nei ftl in in ei> ni al de Ni C 's u ei r< ri si l« si ( ! -S>8 c o ) Xovermmsche Gnaden/so von ^7^2. bis aufdasJahr 17^4. stynd erhalten worden. Leich wie die XrvcrlAvischs Liebhaber nickt unterlassen/täglich/ besonders zu Som- merszeit in grosser Anzahl denOberburger ster¬ benden XLvcrunu zu besuchen-also unterlasst auch zu heum nicht der freygebigeX vkru^st-j. nenGnaden-Schah ihnen zucröffuen/und die¬ selbe mit hausigenGiradeu zubereickerN' dann in den i -? z 2. 17;^ vorbei) gelassenen, auch in gegenwärtigem 1714. Jahre hat sich fast ein unzahlbare Menge so wohl von hohen als niedrigen Stands Personen eingefunden/ also zwar / daß dem andächtigen ankommen¬ den VE einGcnügcn zu leisten/ für höchst nothig zu seyn erachtet worden / in einer Stund von zweyen/ auch wohl von mehreren Priestern den Saamen das Works GOttcs unter dieselbe außzusircüen/welcher Gaamen cine so reiche Frucht gebracht / daß eben ande¬ re drei) in verschiedenen Oerthern den hunge- rigem Wallfahrtem das Brot derEngl auß« spende inüssen. Ich sehe aber in diesemWerck- lein nicht alle durch diese zwey Jahr von die¬ sem Wunderthätigen Heiligen mitgetheilte Gnaden / massen derer Zahl ohne Zahl ist / sondern nur etwelche / zwar die vornehmste / V 5 wcl- -KW ) o ( -HK- welche Zweifels ohne den Xsxerismschen Leb vergnügen werden. Xzvenanische Gnaden in dem r/zr Jahr. der A^Aß X2VLNU8 durch das Feuer der Göttli tod chcn Liebe entzündet/mehr durch diel'» >"< «erliche Hitz des Heiligen Geistes - als durä die natürliche Kranckheit abgczehret worden bezeugen alle diejenige / denen der grosse Eb ftr Xaverij bekannt wäre; doch ist cs gewiß/ daß diesem unermüdeten Seelen-Evferer de» "" Himmel ein hitzige Kranckheit eröffnet habe i nu dahero was ist es zu bewundern / daß viele i» diesem schweren Anliegen seine Hülff erfahr reu- Der erste / den X^verius von dem hitzi, gen Pfeil des Tods errettet / wäre der Wohl' Gcbohrenc Herr Joseph Strasperger vo» . Hohenek/ welcher die augenscheinliche Hüw Xavcrij mit vielen bei)sich habendenZeügen ge' rühmet. Dieser war von einem hitzigen Fie- der so hart angegriffen worden / daß er etweb che Wochen bettliegerich / endlich in die äuser- . sie Gefahr des Todes gefallen / auch mit allen ? heiligen^gcnLmeoten für den Weeg der Ewig- keit versehen worden; das Übel hatte ihn auch endlich bezwungen / drei) ganher Tag gantz 7, Sinnlos nut dem Tod zuringen. In dieser letzten und äuserstenGefahr wüste die betrübte Frau Is )ttlk ie lil m'ä deü rißj -dei? adel !e ii> fah^ b'tz^ ;ohl' vo» düljf i ge^ Fie- west iser- allen vig- auch zantz a'esek übte »ran -M c ° ) M- Frau mit ihren elendenKindern woHülff/doch bey X^verio zufuchen / welcher schon laugstin seiner Litaney ein Heyl der Krancken / und das Leben derTodten benahmsetwird. Fallet derowegen bey dem B-tt des nunmehr halb kodtcn Herrens ausihre Knie nieder / ruf- fec den sterbenden Oberburger Xgverium weh« müthigst an / gelobet nacher Obcrbnrg eine Wallfahrt / und stehe was x^verM-; in dem Himmel vermöge; kaum stehet die betrübte Frau von der Erden auf/ so fanget der nun- mehro halb todte Herr neu zulcben an ; kom¬ met zu den verlohrenen Sinnen, und wird in wenig Tagen völlig gesund. Lerne in dei¬ ner ausersten Gefahr nicht verzweiflen / son¬ dern zu Xsverio dein Vertrauen setzen/ dann er im Himmel viel vermag. Es wäre vor Zeiten der Schatten Perri den Krancken also heistsam / daß dieselbe in grosser Anzahl sich auf die öffentliche Gaffen tragen liessen t nur von demselben berühret zu werden. Ein kleiner Schatten des grossen Xkverij ist sein papirenes Bild / und dannoch dieser Schatten heylete ein iangwiriyeKranck- heit- Herr Johann Jacob Ottendorffer der Hcrrschafft Murek vorgestcllter Verwalter/ erschiene mit einem gtanbwürdigcnZcügen/dek ihn in seiner tangwürigen Kranckbeit gewar¬ tethat / achter zu Oberbnrg/ und nachdeme er -HHZ ) O ( Schw¬ er GOtt und dem grossen x^verio für die el' E ü haitene Gesundheit schuldigsten Danck abL wal" stattet / hat er die Wohlchat seines Heilig^ vie FürsprcchcrS folgender WeiSgerühmet. I/V Inge (fugte obenbenannter Herr) gantzer ste' bm Wochen kranck darnieder / ohne einigel HofimngelneS Aufkommens/die Jung wB sprachlos / der Lerb ohneKraften/ die Aug^ gebrochen. In dieser meiner letzten Gefahk ' hörte ich aus dem Oberburger Büchlein seist ' ' seltsame Wunder / die GOtt durch seinen X^ vc-ii-m mürckct/ ablesen / und weilen ich wt' gen stammlender Zunge mit lauterer StinB zum ebr/rdtkigen das dem Kuß Büchlein vorgesetzte B'ld nicht fordern kunte / gabt ich allein mit äuscriichen Zeichen mein Begeh' ren zu verstehen ; welches Bild da man mit . zu dem Mund reicheke / und ich dasselbe ehrer^ bietigst rüstete / siehe Wunder nnverweili wird die Zunge aufgclösct / die SchmerßeN stillen sich / der matte Leib käme zu Kräften r mit einem Work/ ich finge anzureden / GOtt und meinen Heiligen x^verium, der-die stume redend machct/zu preisen / stunde auf/ und sa> he mich selbst voll der Verwunderung gesunist ? , Eben dieses bewunderten/dieLeüth/welche aus verschiedenen Oerthern mich zu heilen beruffe» . worden/und musten >nik Erstaunung bekenen / rin einziges Bild Xaverst vermöge mehr/ als alle ) O c er« Äle angewcndete Artzney-Mittl- Da wurde chq,." wahr/ was von dem Heiligen Aposrl die Schnfft bezeuget / daß der Schatten ?ecr; die Krancke heilete / die Eildnus aberXsverlj r jie» gleich einem Schatten k«-rri so gar die halb § tödte erweckte. nart Dabey berührte die Krafft des X^ven^i. schen Schattens noch nicht / sondern würckte ,^!.s in eben dieser Mureker Herrschafft mehrere j wunder. Herrchobiax^cnlo ir«-lagegantzer vier Wochen gefährlich kranck / und muffe we« gen Grosse der Gefahr sich für den Weeg der jmtti Ewigkeit nut dem Brot der Engeln / und letz- . ,j„ ter Oelung versehen lassen, Da er nun ohne Hornung des zeitlichen Lebens / das Ewige ^lv augenblicklich erwartete/ ergreiffet er das letz, mit Mtttl / nehmlich die Zuflucht zu Xnenn, , und wird in seiner Hofnungnicht betrogen; er gelodete x»verio nebst derWallfahrt nach Oberburg em Opfer/und stehe! dessen Hin- ten- sihe^EN jedcrmanniglich erwartete/ schlafet indessen ganh ruhig ein/ruhet die ganhe Nacht ume sarsst den folgenden Tag aber erwachet i o- bl^s , und stehet vom Bett gantz ftisch und und. Seffmd auf. Wie dieses gantz sicher erzebler ailö die Ehrwürdige L»pucmer - die dem Krancken^obiD aufden Werg der Ewigkeit nen / begleitende Engel beystunden- Meße nun cmßdem Schatten XLverium - O! wie groß alle st* ) o ( M- jst, lstX^'cnii.; s O wie Viel mager wohl indes ^lso Himmel vermögen.' gung! Jenes Evangelische Weiblein / welche» ehe Er i r-Jahr den Blutgang gehabt/gedachte ns les alt denSaum deß KleidsChristi anzurühren/us uet un wurde durch den Glauben gesund- Solche» lobet / Glauben hatte an Christum / und den Obe? solche! burger XLvsrium .^iLrrbiss Schwenger laisl.zure seiner Tochter auß Sempach nahe bey Mak^nachd bürg; dieser littegefahrlich an demBlutgangi nebst und käme auß dieser Ursach in die Gesas bet ha des Tods; was aber sein Creütz und Krauch Sohi heit verdoppelte / wäre: daß sein Töchterle ns sehr b derErbarmnus-avürdigen hinfallendenSucs Gelü starck gcgualet wurde. Aber beydes Übel be^ durch berschte baidx^v^riu-:, dann nachdeme der ns lassen dcmBlutgang beängstigte Mann sich und ss augei ne Tochter wit grossem Vertrauen Xav-rie Word verlobet / und eine Wallfahrt nacher Obek^ gung bürg zu verrichten, sich verbunden/ wäre alsisi rius j, bald der elende Vatter von seinem Übel, is krancke Tochter aber von ihrer Sucht bestes Hau et- Siche / wie viel du durch ein einziges aust um h richtiges Vertrauen / bey x lche» lobet / aber was ihr gelobet , das erfüllet. Ein )ber'solcher sanmsceliger Verehrer Xsverij wäre salsl.surcm!U!> Vrashun auß Frantz / welcher Niasi nachdem er Xaverio ein heiliges Mecß-Opfer ;ang! nebst einer Wallfart nacher Oberburg gclo- efas bet hatte, sofern Xevenub seinen fünffjährigen auch Sohn von der Frais / mit welcher derselbe le mit sehr behaftet wäre/ erledigen wurde, hat dieses §ucht Gelübd Xaver, US für genehm angesehen / und »el be' durch diesen Magnet sich alsobald bewegen er ns lassen; denn das Kind nach gemachtemGelübd nd sei' augenblicklich von dem bösen Gast befreyer , verio worden. Allein der Vatter wäre in Vollbrin- Ober' gung seines Gelübds nicht so hurtig/als Xsve-. e aiso^ nus in Heilung seines Kinds / massen er ( wie 'l, die es öffters zugeschehen pfleget) wegen gewissen >efteu' Haußgeschafften, die er sich mehr als Xaveri- ß aus' um hatte angelegen seyn lassen/dasGelübd in ürckelt weitere Zeiten verschoben / muste aber mit sei¬ nem Hertzenleyd, und des Kinds neuen Scha- eichet den ersahren/daß dasselbe von neuen dieFrais iHim' angegriffen, auch nicht nachgelassen- bis daß as vo>> der Vatter den Verschub vercüet / sein Ge- ! Mittt jübS 4HS ) o ( M- lübd erneueret / und die Wallfahrt nacht? ss" Obcrbnrg verrichtet. Nach Vollbringung del' . ' ftn si das Kind adermal gesund worden. . Ea< gleiches erfülle ein anderer / deße> Nahmens albrer verschonet wird. Diess wurde zu Zeiten an dem Verstand verrucki' N von diesem Übel sich zubefreyen / gelobet er N . v^ri.> eine Steuer / welche er jährlich zu Obek bürg abzuführen verspräche / diese wäre abc-' ein heiliges Meß - Opster / und wurde durck dieses x .v-rio so angenehmes Opster gar bab' - zurecht gebracht. Indessen daXaverm; feiib Z ftcygebige Hand gegen ihn erzeiget / sperrt er die stinige gegen X-iverium , -und erfüllt nicht das ienige / was er gelobetaber Hoti was thuet X'veriusdernunmehro zumVe^ ,h, stand gebrachte Mensch wird abermal in sek nem Hirn verrückt; weilen aber zugeschehc" pfleget / daß auch dergleichen zu Zeiten einet Blicker einer reisten Vernunfft gemessen./ es rinneret sich derselbe seines gethanen GelübdÄ Hcrr'cht / was er gelobet / und wird zu recht g^ Zti bracht. Mercke es : Vovere, öc rLclflire.g? lobest du was Xz verhalte es/ wann du sorv sten nicht was widriges erfahren willst. re ter die vornehmste Geschäffte / weiche Xsveri' us in seinen Lebs-Zeiten sich angelegen sei)«' lassen/ kanwohl billig gerechnet werden db Sorg / die zwtstige Gemüthrr der Etss ieütl^ -M > o ( cP del iestl ckti abc- urb bab sein« err^ ulici !>or- Lei? >ehe« einet >-/ ek^ ibdsj )tg^ -'g^ isorv U'>' »veri' ftl)» M dii EP nicht' buchen in einen Friedens-Bund zubringen/ oder in demselben zu erhalten- DerEhstand ist ein Wehsrand / wo nicht die Liebe Einig¬ keit / sondern der Zwiipalt herschet. Diefts Wehe erführe nur gar znfehr jene Frau / welche von ihremEhe-Herrn sehr übel gehalten wurde/ nur dieser einigen Ursach kal¬ ber / daß sie kein Märzliche / wohl aber Weib¬ liche Erben zeiqete. Und weilen sie diesem Übel vorzubanen weder wüste / noch kunte / ge¬ dachte sie ihren Ehe-Herm zu verlassen / von ihme zu scheiden , und sich dieses so schweren Lasts zu entheben- Mein Xrverius wvlte nicht das jene voneinander scheiden laffen/was GOtt selbsten zusammen gefüget har / gäbe ihr durch einen innerlichen Antrieb ein, bcy ihme Hüls zu suchen / welches dasieunver« weilker tkut/ undXLvcno um Erhaltung ei¬ nes Männlichen Erbens eine Wallfahrt na- cher Oberburg gelobet / gebühret sie zu ge¬ rechter Zeit, mitunaußsprechlicher ihrer/ und ihres Manns Freud einen Männlichen Erben- Aber diese Freud danrete nicht lang / dan die¬ ses Knablein erkranckte mittler Zech / und war in Gefahr / durch drey Monatkliche schwe¬ re Kranckheit die Schuld der Natur zu be¬ zahlen. Wem wäre wohl schwerer um das Hertz / als der betrübten Frauen? das Levd- wesen ist leichter zugcdmcken/ als zubeschrei- C den / -«H?) v c «H. ben; das Creuh machte sich schon abermal hervor / aber auch dieses benähme Xaveriu?; dann da sie zn ihme ihr altes Vertrauen er¬ neuerte / und denselben mit Liebs'vollem Ver¬ trauen also anrcdeke: S.Xsveri, dir hast durch diesen uns von GOkt erbcthenen Erben in unseremEhestand ein gewünschten Frieden ge¬ stiftet / und jetzt beraubest du uns dieses utt- sern Trosts ! Ey bas kau ja dein mildreiches Hcrh nicht leyden; erhalte uns dann diesen Sohn, und mit ihme die liebe Einigkeit / ich gelobe dir mit diesem meinen Sohn ein Wall- fahrt zu deinem Gnaden Sitz nachcr Ober- bürg. Es wäre nichts mehr vonnöthen / x> verin; erhöret alsobald ihre Bitt / erhaltet das Kind bey Leben/die Eltern aber bry gewünsch¬ ter Lieb und Einigkeit. Ein Kind/ wann es nach Gebühr der Na¬ tur und Wohlgestalt gezeigt wird / ist deN Eltern ein ungemeiner Trost ; wann esabet ein Mißgeburt!) ist / verursachet dasselbe nichts als Klagen / und Jammer. Ein solches zeugte Maria Samihin voll Felckmarck ; Diese elende Mutter gebalch zwar ein gesundes/ aber ein haßlichesKind/ in- keine dieses eiii hartes Gewächs an bem AnA aufdie Welt mitbrachte. Die betrübte M«r ter beweinte ohneUnterlaß dieses unschuldigol Kinds Unglück/ und da sie kein Mittel ersinnck kMä kri ü' ser W« ser eir du sch sch M rig üb dal bit zu, ge, uni wa ein der gef ne ruf nm ren bit! Lal -WS ) o ( M- .a knnte/demselben zu helffcn/ ruffte sie Xaverium an, und empfände bald seineHülff/indeme die» ' ses sonst harte Gewächs allbereit anstenge cr- weichet zu werden- Dieses machte ihr ein gröft stres -Vertrauen zu ihrem Fürsprecher / stellet eine Wallfahrt nacher Oberburg um Abwen- düng dieses Unheyls an / stehet aber in ihrer Zuruckkunfft / daß Xaverius zu Dderburg sie E sthou erhöret habe; indeme das Gewächs schon verschwunden wäre/ noch das geringste . ich Mahlzeichen hinterlassen. Siehe wie willfäh- 's rig ist Xaverius. , Xaverius hcrrschete noch bey Lebens-Zeiten über alle Elementen/ was ist es zn bewundern/ daß er auch nach seinem Tod dcnenselben ge- bitte? dahero meldet von ihme gar schön die -ssch' zu seinen Ehren zusammen gesetzte Litaney/ sa- gend- deffenGewalt untcrthauig ist das Meer, undUngewitter. Diesen an sich verübten Ge- ' Walt rühmet der Herr IoLvn klLi-collu!- 8inAcr ' «in Mahler von Clagenfurth; dieser wurde von richt» x,em schädlichen Dampfs des Donners als» gefährlich angeblasen/ daß er dcßhalbcn in ei- t vo» ne schwereKranckheitstele. ZndkstmAustand bahr muffte er Xaverinm an/ gelobet eine Wallfahrt nacher Oberburg/ und muste alsobaid ersah» n Tod ringenden/ und aller Sinnen beraubten Menschen wurde einSeelen-Sorger berusst und da er ihn also Sinn-loß daher liegen salsti wäre fein erste Zuflucht zuTaverio; nalMl derowegen ein papirenes und zuObcrbm^ geweobtcs BildXaverii/ leget cs dem nnnmehc ro sterbenden Menschen an die Brust/ und sie' he wo.' jorgfalkig ;u dato um das Heyl dec Nächsten Xavcrius seye; der Sterbende kiM met alsvbald zn Simsen/ empfanget die letzte Heil-Sacramenken/ und nachdcme er mit Vic' sen auf den Weeg der Ewigkeit gestarcket tvol' den/ enksthlieff er sanffl in demHErrn. meynst du wol/ist nicht diestSeel unter drrZah dec jenigen/die Xaverius GOkt wieder geboh^ -E ) o ( W»- ren kat? O! daß ich in Beystand Laveri^ sterbe. ffv Ich schliesse dieses Jahr / doch dabey muß ich bekennen, daß ich billig zweifle/ ob Laven- )0» us dieses Jahr flch günst ger den Menschen / ag/ oder dem unvernünftigen Vieh erwiesen ha- >ell> he. Es ist x»> erij Güte also groß / daß die- oft' selbe sich nicht mit den Menschen befriedigen >er>' lasset / sondern erstrecket sich jo gar auf das pm unvernünftige Vieh / welches er in ungemei- 'fal' ner Zahl dieses Jahr von leydiger Sucht ge- lesti sund gemacht. Es kan von Xuverio in Wahr- >)ft>' heit jenes gesagt werden: »omines L- jumcn. dar ra salvsbis, du rettest die Menschen / und das dell' l dern Opfer-Tafeln bezeuget besonders eineX«- ffelll vg,jc> zugebrachte Tafel anß der Herrschafft Wl Groß Ostronutz in Tarnten / welche mit grö« ilchll stem Ruhm Xaveri, bezeuget / daß nachdeme m der gautzcn Gegend von der leydigen Sucht irev das Vieh weg gemacht wurde s die Jnwoh- d l>^ ner X«v^riu,i> für ihren Beschützer crwöluet / und erhallen haben / baß in dieser Herrschafft ko»'' das arme Vieh im geringsten nicht seye be- !tzt^ schädiget worden. Dessentwegen sie dann t d^ zu schuldigster Dancksagung Xsverio ein wor Opfer machen lassen, bcy welchem sie auch Wa täglich Lichter angeündet / dadurch ihren M dcothelfer zu verehren. -boh > - Ga- ? ... -«HL ) o ( Gnaden indem i7zzten Jahr. OS möchte einer wohl meynen / daß ecwann die Andacht im Zuwachs der Zähren in Oberburg abnehme / oder daß der freygebb ge GOtt seine Gnadenreiche Hand abkurtze^ allein / der also meynete/ der thäte sich woh> betrogen finden / indeme von Jahr zuZahr/ ja von Tag zu Tag die Menge der Wall, fahrter wachset / und der gütige GOtt seinen Xaverium mehr scheinbarer machet; daß es wahr wird / was das höchste Haubt derKir- chcn Qregorius der XV. in seinem von diesem grossen Apostel zusammen gesetzten Gebest) gesprochen : GOtt der du / die dich ehren / wiederum ehrest, und in deiner heiligen Lob gepriesen wirstrc.dann es erschienen nicht allein die andächtige Wallfahrter ans seinem ihm geliebten Carmen, Cran, Steücrmarck/ som bern auß Oesterreich / Ungarn : ja so gar in das Bvhmerland ist die Andacht dieses ster¬ benden Heiligen / wie wir sehen / überbracht worden- Und wegen viel andächtige Xave^ risnisthe Verehrer wegen entlegenem Orth nicht nacher Oberburg ankommen können/ ha¬ ben sie ihr Hertz / Seufzer / und silberne Op¬ fer daher überschicket / wie es dieses Jahr ge- than die Hoch-und Wohl-Gebohrne Fran¬ je krLuc.jlcL Herrin von Tallemberg / welche nach- 4-vr) Q (LHS- nachdeme sie durch Xsverium ein besondere Gnad von GOlt erhalten / in dieses entlcge« ne Orth ein silbernes Hertz hat abschickenwol¬ len. Andere/ welche zwar nicht so weit entle¬ gen / doch wegen ungcstümme des Weegs / oder Außgiessungen der Wasser seynd von der Wallfahrt abgchalten worden. Diesem dann allemvorzukomen/undden eyfrigenXiivenLi-ü- schen Verehrern ein Genügen zu leisten / hat der Hoch-und Wahl-Gebohrne Herr Herr Li^imuväns Graf von Magensperg / als des ganhen Steuermarcks würcklich vorgesetzter Lands-Haubtman gnädig angeordnct / daß die Weeg zu der x»veriLnischen Kirchen/zur Bequemlichkeit der Wallfahrter außgebcffect wurden; und weilen öfters wegen Ungestime deß Wetters auß dem Gebürg grosses Ge¬ wässer abgeflossen / dadurch die Weeg also überschwemet / daß den umligcnden und weit entlegenen Oerthern der Weeg dann und wann gar verschlossen wurde / als seynd auf den gefährlichsten Oerthern eben auß An¬ ordnung oben bemeldter Hoch-Gräflichen Lx. cellenr Brucken abgeschlagen worden/wel¬ che die eifrigeX-veri3llsschePfleg-Kinder ganh sicher nachcr Oberburg übertragen mochten, ^ahcro ist der Weeg also sicher und bequem / daß ein jeder ohne geringster Gefahr nachcr Oberburg ankommen km». Auf die Brücke C 4 hat -M ) ° ( hat einX-iveriLnischerVerehrer zu Ehren Ihr« Hoch-Gräflichen Lxceüsnr als besonder« X-'' vecisnischen Gönners diese Ubcrschrifft gesetzt älzlMVrMVr XV^gencherA Lz^IrzneVb ZiVLror. Das l'st : Der Urheber dieser Brucken ist 8igizmun- ciu5 Wagensperg deß gantzen Steuer- marcks vorgesetzter Lands- Haubtmann. Auf der Taverianischen Kirchen nächst sie^ hendcn Bruck aber / ist folgende Uber- schrifft zu lesen : XäV^er bVoL pro re kVnl)Lt kroVlnLla poore^I. Ns-Un aufBohmerland zukommen / auf west ches ich mich oben beruffen - kaum scynd die erste Gnaden zu Gratz in Cteuermarck i» Druck außgegangen/ als ein gewisses Laveriö ' gantz ergebenes Pfleg-Kind von Wien nacher Prag in die Haubt-Gtadt des gantzen Krst nigrcichs dasselbe überbrachte / welches Bü¬ chel mit solchem Epfcr gelesen worde / daß vie¬ le mit einer Uberlesung sich nicht ersäktigekan¬ ten / sondern mehr dergleichen kxemplÄriett von Wien nacher Prag begehrten ja man schickte nicht so viel von Wien/daß ihrer nicht mehr Mcl gen Ge ene gar Ku bnr Br Pr Wei wie viel kon eyfi He ver den dac we> Leb G, dac an Mii S-t nu ter dic lig -M ) ° ( W- Mchr und mehr begehrt wurden ; wesscntwe- gen dann man den eyftigen Verehrern ein . Genügen zu leisten/dteselbe zu Prag von neü- en eindrucken lassen welche man auch endlich so s gar in Schlesien und Mahren abschickete. Kund durch dieses wurde der sterbende Ober- burgcr Lavcrius / in Mähren » Schlesien / Böhmen/ und besonders in der Haubt-Stadt Prag sehr bekannt / wessentwegen dann nicht wenig der LaverianischenVerehrer getrachtet/ wie sie eine Copey von diesem nunmehr in so vielen Königreichen bekannten Heiligen »ber¬ ste kommen konten. Man verlangte cs endlich be» eyfrig von dem cmencirten annsch lebenden Herrn diommick^rio, Nl5 Vire-Iare der Zba« verianischen Kirchen /ück»ric) Srerskiver, als dem ersten Urheber dieser Tarerianischen 2ln- . dacht und Gnaden-Biids zu Oberburg; und g weilen annoch jener glückseelige Mahler bey Leben zu Labach sich befindet / welcher das no ^"ttden-Bilb »um ersten gcmahlet / als ge- Mer man für recht und billig zu feyn / den andächtigen Verehrern zu grössern Trost/ da« mit diese Copey von eben diesem'Mahler ab« gemablet wurde. Dieser liebe alte/ da ihme . ""v das Gnaden-Bild von dem Altar heruN- gesetzet wurde / legte den ersten Pcnsi an uan Copey / aber also unglücksee« nan acht ehr lige daß er keineSkrich demOnAw-l oderGna- C r den ) o ( M- I den-Bild nach/führcn krnite; entsetzet sich M San dieses sehe/ wurde aber von dein beywefendeS ^it> Herrn l )irs6kore bald getröstet / indcme er ih' sui ü me gerat hen/eS erforderte die Ehr dieses Her Des ltgen/er feite ein so heilsames Merck mit bt' den vorgchender Beicht / Commnnion/ und einelf (her Fasttag anfangen / nach Vollziehung dergsth , ls chcn heiligen Wercken wurde ungezweis^ öieserHeilige zu feinerMahlung mit dem Pe>^ ^Nit einflijscn. Es schiene als wann der Herr tDur re-tior auß einem Prophetischen'Geist redetd dach Den änderten Tag liefet der Herr vir-räko- Kirc aufdicseMeynung sechsten die Heilige Meß/ speisetdenMahler vordem Gnadcn-BildmÜ ^vn dem Brot der Engeln / und siehe den liebre^ ^st.' cherr tind gütigen Heiligen - der Mahler alss gestarcket/ergreiffel den Penst / und mahstl sher diese Copep also dem Gnaden-Bild ähnlich^ ' würcklich bedacht Ware/die ncuntagige An¬ geld dacht zu Ehren dieses Heiligen Apostels in der Kirchen des Heiligen Zrlvsroiis der Socicfat Meß/ einzuführcn/'mdwm de mit grosser Freud ^nii! von jedermanlich angesehen und verehrt- Der ebrei^ Tag in welchem diese anmüthigeBüdnus der v alst offcntlichenVerchrungin/üngst bemeldterKir- »ahle! rhen ist außgcsctzct worden / ist der änderte üichj Tag Decembris/als der Vorabend dieses schieS Heiligen Apostls gewesen; dahero die liebrei¬ ch^ che Gestalt dieses sterbenden Heiligens der- . rir.) Zestalt dieGcmüther derer Verehrern an sich regier Sezogen/ daß dieselbe ohne alles Vermuthen st da^ zahlreiche Opffcr zu getragen / und den Heili¬ gen/ stkn damit verehret haben. Es hat auch GOtt t ve» Ansehung dieses Heiligen vieler Gemülhek xjgcil bewogen / welche alsobald etwelche Stifkun- / dic^ §rn so wohl von silbernen Lampen , als auch B,lv anderen Schanckungeki angetragen; daß also diese anmuthige Bildnus/ durch das günsti- / / ZK -4N ) o ( zchtz. . . ge Gemuth vieler Wolthäter/ mit einer kost varen von sieben Ellen erhobener Ram >!' '''sst gezieret worben / und würcklich mit z. La»» ü'"ß^ put veleichket wirb. Das gantze Merck ab» ziehret das gefchlieffene Venetianische G>^ inner we.chem diese Bildnus zusehen ist. Dü» neu angefangencAndacht hatihrengewünsch' ^^lol len Fortgang alsvbald gehabt / in deine e>» si grojse Stenge so wohl von dem hohen Ade!' ben als allcriev Vcrehreren sich dabey einfindc» klng lastni / welche alle nut besonderer An dach ehre Lavermm verehret haben. Es hat aber auä der dieser wnnderbarliche Heilige zu Prag seines L Verehrern sich gnädig eingestellt / und beze»' gck/wie angenehin ihme diese neu angefall' gene Alldacht seye / indeme er alsobald durck - seine papircnc Bildnusscn den Presthafftt» grosse Gnaden erwiesen. Zu bewundern ff es/ baß diese papirenc Bilder an den Mu»' den eben jene Würckungen üben / welche mcst von den Pflastern erfahret / daher» «ml -6^ viele mit gutenr Gewissen außgesaget / ja ms 6)e einem Eydfchwur bekr asstigcn wollen/ daß ss ohne allen anderen angewendeten Mittln / a» lein durch düBildnusvon ihrenWunde feigst befteyworden. Andere haben ihre Hüll' , in Kopff-Schmerßen/andere in hitzigeKranch hetten / die gebührende Mütter ein leichte Est" hurt erfahren / die halb blinde aber das A»' .geff 4H8 ) o ( kofi' ^en--?!V.chk bekommen. Besonders aber hat ,ii ijl bjcker gütige Heilige gegen denen / die mit Aüß-Schmertzen behafftet/ sich gütig erwie. abjne!l k6tvz>ov OIVI XiiVerll Ober ezeli^ bVr^I benetlOl , Oviv« opL at) Vtiski rs- 'sN^ Vc>O«r« perton« rrl^InrL ^VarVor. Wahrbaffte Abbildung der Gnavenreichen M Bllbnns des sterbenden Laverij / wie dieselbe ij! im Jahr 17; t. denr 7. Augusti zu Oberburg copiret worden. GOtt seve darfür gedanckt/ ma» Naverio aber die Ehre- Bis daher die aus znc- Böhmen »ns zugeschickte Brief. Aber na- cher Oberburg wiederum zu kommen. So ß sii hat ZLaverius sich dahier dieses Jahr auch / ab .autig erwiesen. Mir wollen unr cttvelche/und besondere Wohlthaten beysehen. )üll! Gleichwie die Liebe Laverii bey seinen Le- uch bens-Zeiten gegen den Nächsten sich in keine M Schrancken einschlicffen lassen / sondern gantz A^ -Indien und Zaponien seine Hülff el-ahren / zerr' und -sv? o c Os- E'» und soft N! ihm- Lkina den Hinunel nicht ck (1^^ öffnet / cr durch die grosse Tartarey wieder LvropL zuruck gekehret wäre/ aus Ursachen c ss len seinen deächsten zu heissen. Also auch lai!^ sich mit seiner GüteLaverius gegen die Na^ sten nach demTod nichteinschräncken/sondck würckel durch seine sterbende Bildnuß zu berburg nicht allein in ganhStcner>MaM sondern auch in Ungarn grosse Gnaden. Herr CarlJoscphIhrerKayserl.Maj.L^st^ . von Neüsoll in den Königlichen Hungaff / scheu freyen Berg-Siadten / schreibet dahti nacherQbcrburgfolgendeWohlthat: Cci"i Fran Ehegattin wurde von starcker Freiß ei' < weiche Tag starck geplagct / also / daß bicselbi sich wegen insiehendcr Gefahr nut allen EK cramenten muffe versehen lassen/ samangal" ihr auch in B-vsenn eines Priesters ans bä Gesellschafft IEsti ein Licht in die Hand / erwartete augenblicklich das Hiascheiden; obwohlen stc nach einiger Zeit abermal zuSi"' neu kommen/ so ist sie dann och voll neuen voß der Freiß/ welche sich in den Kopfs gestl-c/ del' gestalt angegriffen worden/ baß der beyweft^ deLeib-Artzt kein Mittel mehr zu Adwendun? dieses Übels erdmckcn kunte. Da unterdes sen der betrübte Herr das Elend seiner Frane" belämmerte / fiele ihm ungefthr die Gn^ -ea-reiche Bildnuß des sterbenden Heil, ckav^ -M) o c M- riizn Oberburg ein / wcssentwegen ervolldes ji ^eurauens gelobet ic,.Heil. Messen zn Ober- >n al' ^6 lesen zu lassen/ jawohl ein mehreres/ so- . seru seine sterbende Frau zur vorigen Gesund- gereichen solle; aber sieheder Herr gelo- idell Laverius hülfft / dakeinHülffist/ die n ;) 8^au geneset / und danckt für die erhaltene arckl ^nadLaverio-Nnter den vornehmsten Mitteln ^>/1 von Taverio etwas zu erhalten, ist das Heilt- S.eMeß-Opffer;dann gleichwie GOtt Lave- ciarl' l)kwch das Heil-Meß-Opffer nichts abge- inhcl f^lagen/ais schlaget auchLaverius durch dast- - st'lbe keinem nichts ab/ wann man zu seinerEhr 5 GOtt das Lamm / welches hinnimt die Sün- den der Weit / aufopffert. Eben dergleichen Gnad erführe die Ehr- ,^'j würdige JungfrauJosephaFellberin aus dem berühmten Orden des Heiligen vominici auß ' Bichls-Städten in Cran. Diese dem Heil.Laverio von ihm blühenden Jugend an Ergebene Jungfrau hatte erfahre»/ wie viel "vo" !^Er den Tod Lavcrius zu gebiethen habe- Es hakte die Fraß dieser andächtigen Jungfrauen csi-li' dlso bemächtiget/ daß sie innerhalb eines uniI vier/ja wohl fünffmalgar hart von der- rder . SEplaget wurde; DiestnZusiand achte- au6l ber Leib-Arht nach allen angewendctenMit« hna' ^ln für nnheylbar/ wäre also nothig anstatt - Hes leiblichen/ eine geistlichenArht holen zu last ' rij ft"/ HHS o ( M- sen / welcher die Seel labete/ weilen die Ho^ »ung einiges Auffkommcus verschwunden wü' re. An diesem verzweifieten Zustand crsonnst die sorgfältige Schwestern ein anders/ uff heylsameres Mittel; sie nahmen die Reliquie dieses HeiligenApostels/ welche in diesem griff kchen Hans ehrerbiethig aufbehalten / uff Mar eben ein Theil von denjenigen/ welch zu Oberbarg verehret werden/ mrd legten r>6 krancken Schwester dieselbe auf die S tirni ohne/ daß dieKrancke wüste/ was man ib aufgeleget hat; aber stehe/wie dicKraffr vst Laverio außgehe/ und alle heyle; die Tod^ krancke schlaffet gantz ruhig ein/ und daff nach genommenen Schlaff erwachte / rede!' sie ihre umstehende Schwestern also an - Lic' beSchwesternl der Heil, kräncilcus x- vcrie' in Gestalt eines ^ittion^rii wäre bey nur/ ui^ har mich mit stiner Hand an meiner Stist berühret/ und gesagt Meinl/ebeTvchter/ d» wirst nicht sterben / dann du bist völlig gesund daß aber die Kranckheit verschwunden / dff ist zu beweisen/ will derobalben von dem aufstehen/ und ans dem Zimmer geben; wat' de aber weyen der starck anhaltenden Kaff durch den Gehorsam in dem Zimmer znvcs h!-"ben bezwungen- Welche augenscheinlich' Wahlthat / da die beywesende Schweflest mit Verwunderung ansahen/ lobten sie GLst! vil' il^ iie» !-t« vil -ni il'' ds' -l>' )cli ?ic' -ju- B jrll d« >cl' »k' l!k' et' ch- -rss ) ° ( 84H- lil^b in G Okt Taverium / welcher sich würdi- gen wollen / seine Wunder zu zeigen- Der Seelen- undLeib-Artzt aber erkannten das au- stcuscheinliche Wunder/ und musten bekennen/ woLaverius mit seiuerHülffgegen wattig ist/ da ist weder geistliches noch leibliches mehr nö- thig- Die Krancke aber wüste dieser so ur- plutzlicben Heylung kein andere Ursach zu ge- bcu/ als daß ste viel Jahr durch/ die X-vettL- uische Novena/ oder neuntägige Andacht zu Ehren dieses Heil. Apostls verrichtet habe. Ich sehe noch ein anders ; der Heilige wolte dadurch bezeigen / das; s» wohl diese / als die Dberburger Heil. Reliquien / dann sie beede von dem Ehrwürdigen k. s>n ( zHH- »rachBeyspiel deskapfern Zosue/ du«wider die Feind Christi tapfer stritte / die Sonne» gantze drei) Stund/ damit sie nicht untergim Ze / und den Christen den Sieg nicht ver¬ hinderte/ still zustehen anbefohlen. Auch wen, deteTaveriusvieiMühe an/umBekehrung der senigen Soldaten / die sich in allerlei) La¬ ster eingelassen / dal>erL kein Wunder / daß sich zu dato Laveriuö sich ihnen günstig erzeige- Der erste / der dieHülssXaverij erfahren hat¬ te : wäre ein Ossicirer / welcher nachdeme er weiß nicht ach was für einem Zufall von dem Pferde gestürmt / und durch den Falk sich unter dem Knie ein Ader gesprenget hat ; welcher Fall also gefährlich / daß auch die er- fahreneste Balbirer zu Wien / wohin er der Cur halber ankommen /Ihnfür unheylbar er¬ kennet / und dessentwegen ihne zu hei)lensich nicht getrauet haben / sondern den Fuß ab-- zusch neiden sich entschlossen, dadurch sein Leben zu erhalten» Den betrübten Herrn zu trö¬ sten käme ein Priester derGesellschafftLE- fu / und da er ihn also hülfflos sähe / rathet er ihmzuekaverioeine Wallfahrt nacher Ober¬ burg anzustellen / welchgda er diesem seinen Heiligen nunmehro erwählten Schutz-Pa¬ tron mir treuem Hertzen anverlobet / kommet er wider alles Vcriiiuthen äusser der Gefahr/ stellet seine Reis nacher Oberburg an/undzuis -Vvi- 4HS ) o ( 8H4- EgenDenckmchl seiner erhaltenen Molthat ducket ex- an das Laverianische Altar jene Äsen / mit welchen der Fuß eingeschränckct Ware / mit festem Vorsatz derselben sich nie- wermchrj zu gebrauchen* Da Christus das ungewitter an dem Meer Mlete / fragten die Juden : Wer ist dieser / daßihmesoga- die Wind und das Meer gehorsamen. Wer La- deriuVscye / daß ihmc nicht einmal / sondern ^zahlbar das Meer gehorsamen müsse/weiß Welt;n reden. Dahero sich nicht zu ver¬ wundern/daß er auch nach demToddemMeer Zebitte / dasselbe ihme aber gehorsame. Da ^r -Herr Frantz Hund ein Soldat en-Ossicir Wit seiner Frauen und Kindern den > 6. Mar- lij dieses lauffenden Jahrs aus Wälschland w Deutschland zuruck kehrte, und dasVe- wtianische Meer durchschiessen muste / ge- schabe es'ditßsichdrey widrigeSturm-Wmd ^wibe» / welche das Schiess schon allbereit w>t Wellen bedeckten/ und den Schiffen- M mit äusserster Gefahr droheten. Zu die- schlüge sich noch ein andere Gefahr;dann cas Schiff von der Unqestimme der Win- ''n an einen Felsen getrieben / solle zerschmet- Ä't werden/die Schiff-Knecht / derer in der ^nhl dreyzehen waren / laut jenem Sprich- ^Wtt , nstcir «r»rc,«sr insrc.stNgtN NN/ Litanei) von allen Heiligen anzustimmen/ D 2 r"d -4HS ) o ( 84S- rind zu bethem AberGOtl wolke nicht allen Heiligen ins gemein / sondern allein seinem verio die Ehr lassen/ dieses Ungewitter zu stss len ; der obenbenannke Herr gienge in die' ser Gefahr zu dem Verwalter des schon zel' schmetterenden Schisss / und rathet ihm die Andacht zu Laverio / mit Vermelden - Ich habe öfters in grossen meinen Anliegen eiss gewisse Hü iss durch den Oberburger Heiss gen Raverium erhalten / wessentwegcn wolle» wir uns zu ihme wenden/ und seine Hüls er' warten Er aber mit seiner Frauen/ und D Forcht zittereadcn Kindern / gelobet nachck Oberburg eine Wallfahrt/ nebst etwelche» Lichtern / heiligen Messen / und gcmalM Opfer-Tasse!. DcrVerwalter lasset sich dss scn Rath gefallen/ suchet Hüls bei) Taverisi und das Meer empfände augenblicklich de» Gewalt Raverij/ indeme die Wellen sich sel/ ten / dass Meer zu toben aufhoreke / vbscho» die UngeMltneWinde annoch zu blasen fts fuhren. In dieser Ruhe bliebe das sonst et' zürnete Meer so lang / bis sie von den Fel/ abgewichcn / zu dem gewünschten Ufer gluck' lich angelanget ssyn. Nach überstände/ Gefahr saben sie von dem Ufer/ wie das M/ abermal anfinge grausam zu wüten / und/ gete ihnen die Gefahr / in welcher sie Zweifel -«chL ) O c W- vhlie Untergängen wären /wann nichtLaverio ^W,nj) ,md r>as Meer gehorsamen müsie. Was das Wasser aufdemÄleer/das seynd fle überflüßige Feuchtigkeiten in den? mensch- uchen Leib/ und gleich wie senes den Schis» ttnden / also dieses den Krancken öffler 6 den Daraus machet. Aber auch über diese hat chaveriuszl'.gcbitten. Thomas pre-chviKvim Drasperg wurde von einem heffkigenOacl^rr, dcr ihn schon erstechen sollte / durch sieben Tag hart geplagt/ also zwar/ daß er schon allbercit die Sprach verlohren; weilen er aber die ur» plätzlichc Gefahr nicht vorgesehen / geschähe ks/ daß er seine Sünden zu beichten vernach- läßigct hat- Aber da maste abcrmal derO- berburgcr Taverius Helffen; er ergrciffet die Bildnuß des sterbenden chaverii/ und weilen er nicht rede kunte/erhebet er dieselbe/üd spricht in demHertzen zu Xavcrio: Heiliger Kaveri! ich bitte dich durch die scnige Creutz / die du in deinem äpoüulischen Leben so geduldig getra¬ gen/ und in allem Anliegen cinSch'uk-Patron »u seyn verdienet hast- hclffe mir doch in mei¬ ner Sprach / damit ich vor mcincmTod bcich- ten lohe / ich gelobe zu deinem Gnaden-Thron dacl er ^berbnrg eine Wallfahrt / und ein "ahmhafftes Stuck Wachs. Laverius erho¬ bt das Bitten/ stillet die Gefahr/ also/ daß der kančke noch diesem Tag aast dem Bett auf» 7 ° c M- gestanden / Speis undTranck zn sich genE men/ und in wenig Tagen völlig gesund wor- den. Ein gewissere Gefahr erweckte das ringe- stimme Wasser / in der Hoch - und Wohl-Ge* dohrnen Frauen Frauen Dtartha Christiinr Freyin von Kulmaniich diese geriethe durch die Wassersucht in die letzte Gefahr/ muste auch auf Einrathen dercrH.H. Leid-AertzkcN/ wei¬ len bey ihnen nunmehr» keine Hülff zu erwar¬ ten wäre /mit den Heiligen Sacramenten sich versehen iassen.Dasie nunendlich auch in die Tods - AcnMen geriethe / und allbcreik die Sprach zuveriichren anficnge/ Kate sie mit halb gebrochener Stimm/ allein diese zwey Wörter außgesprochen : Oderburg/ Ober- burg; und siehe wie gcwaktchälig allein das Mort Oberburg stye / in welchem X-venur feinen Sitz hat. .Das Wasser weichetchie oben benannte Freyin aber kommet wider alles Vermachen der keib-Aerhten zu ihrer vorigen Gesundheit/ und dancket zu Oderburg für die erwielene Wohlthak X.»vcrio, der über das Wusste/ und Meer zu gebitten hat. Die blühende Lugend ist gleich denen Pflantzlein / welche sofern sie wol abgewar¬ tet werden/ gewünschte Früchte versprechen. Ein solches Pflantzlein ist die liebe Jugend / welche alles Gutes verspricht/ wann dieselbe - in i> n h 8 b r> n 8 d r ri r l l i < i «HZ ) o c M- ü< ihrein Aufwachs nut Heylsamenkchren off. getrancket und unterstützet wird. Wie hoch aber dieselbe sich ch'averius' hat angele. Len seyn lasten / bezeuget / und redet gantz In- dien/ die er GOtt von.neuen Christo geboh« len-hat. Sein einziger Trost wäre/ die kleine Kinder zu unterrichten / dieer eiusmals zn ei¬ fer' Stützen der gautzen ZndiarMen Kirche gebrauchen konte- Es sagte/ und bezeigte öf¬ ters Taverius / was Christus von sich gere- vek-l Oelicise me« stmc ests cum 6Iij; bvmi- , mein Trost / und Freud ist zuseyn und iuwHhnen mit den Menjcheu-Kindern ; da- Mo er dieselbe stets um sich gehabt-dieselbe verwiesen / ia tttit Apostolischem Eyfer be- ^astnet/mit ihnen die Hvki überwunden/ den höllischen Feind aber zu Boden geschlagen. TKie sorgfältig vor Zeiten Aaverms um die ^be Jugend war/ so und nicht anderst ist er iu dato in Oberburg.^ Dieselbe erwartet Ee. 8inire psrvuloL venire gct me , lastet vü kleine Kinder zu mir kommen-/ und er- mhren jetzt einen Vatter - densiebey Lebens- Leiten a!L Lehrmeister angesehen haben. Un- tkr vielen andern Gnaden / dieTaverius den "einen Kindern mitgetheilet/ wollen wir nur k'n oder die andere beysetzen;- Ignatius Pro¬ mi Zimmer-Meister zu Cikli/ erzehlte nicht ohne Kranen > daß sein junges Töchterlein / mit ei- -M ) ° ( M- nem Gewächs/ welches einem Ganß -Ev i» der Grösse gleichere/ aufdie Welt käme. Die^ ses Gewächs verursachte durch drei) Vier!!' Jahr dem armen Kind unanßstn'echliche Schmertzen/ daß cs Tag und Nacht bitter weinete; und weilen es mit seinen unschuldig. gen Mündlein chaverlum anzuruffen nicht ge- lernet/ bewegte es allein mit seinen Thrane» die betrübte Eltern / daß sic Hüls bey chave^ rio zu suchen versprachen; sie geiobtenchaverio zwei) heilige Messen / und damit ckaverius sähe t wie eyfrig sie um die Gesundheit des Kinds anhielten/ schickten sie/ bevoraus als sie selbstcn abreisen kuntcn / mit dem Geld ein andächtige Matron nacher Oberburg. Da diese nun nach Anstalt der nachkommenden Eltern ihre Andacht zu Obcrburg verrichtet/ schwindet das Gewächs / und verlasset nichts als ein Denckmahl und Zeichen der verübte» Gnad- Diesem Töchterle wollen wir ein Cohn- lein zugesellen / und zwar der Urlul-e Haffner rin vonHöstein- Diese muste ihr liebesSobm lein krancker n. Täg ohne genommener Speis und Tranck wchmüthigst anfehen/ ja endlich das Srerb-Liecht/ als einen Vorbott des ewigen Liechts in die halb-todtc Händ- lein cinsteckeiu Das gröste/welches ihr mutter/ licheö Hertz verwundete / wäre / daß es die Mutt -M ) o ( Mültermik seinen nunmehrogebrochenenAlp- Len nicht ansehcn kunte- Aber der gütige La- Aerius / der die liebe Jugend sich an das Hertz Sachsin lassen / heulet bald das balb-todte ^üid; dann da die Ätutter eine Wallfahrt, ^nd cin heiliges Meß Opfer nachcr Oberburg Iverjo verspricht / siebet sie den andcrtenTag fas Kind die gebrochene Augen crvfnen / be anzulachen/und nachdem es n. gantzcrTäg Llssgehnngett / um Speis und Tranck z» ^>ssn / und anzuhalten. Aber wieX-verius Luch nach seinem Too der unschuldigen Ju- Zend günstig ist, also danckbar ist dieselbe Legen Xaverium , dalM ex ore inksocium öL ^kstenrium ^srlscitli lauclem , er sein gröstös «b und Glori hat / von der kleinen Jugend. Es jst zwar denrgrossenPaduanischen Wun« ^Mann/demHeiligen Antonio von Padua ^hgentlich die verlohreneSachen zuruck zustcl- ; aber gleichwie nach Zeügnus der vor hundert Jahren vonXsveno imDruck außge- Lungenen Litanei) t auß Göttlicher „Gütigkeit aller anderenHciligen Verdienste in ihme ^ttehtcn, also erfahren wir auch von Xaveria Lller Heiligen Hülff und Schuß; dahero nicht Lllcben Xaverivs gcncunet wird / ein allgemein Schutz-Patron in allen Anligen. Die chaduanische Macht inXave.no , hat eingros- Wohl-Etlgebvhrner Herr sattsam er- D 5 fahren/ 4N )o ( fahren / dessen Nahmen allhicr wir auß et' heblichen Ursachen außlajstn- Dieser fuhs auf der Poft »ach Grah / und führte mik M acht wohl angefüllteCacklein mit Geld/»««' gefthr von z 02. Floren ; durch das schnei Fahren chesPostilrons aber erschüttert der bl^ ten angebundene Kasten/ und fallet auß de^ selben der Boden heraus / welches doch de« gute Herr wegen dem Getos der Räder mäs wahr nähme / und verlubre alle acht Sä^ eines nachdem andern. Da er nun Abende in das Wirtshaus ankommen wäre / und dö» Kasten abbindcn wolte/findet er, denselben lä^ und ohne Boden. Wie erschrvcklick ihkiit der erste 'Anblick des verlohrenen Gelds arr käme / mag ein jedweder bey sich erachten! erhollet sich dennoch / und gelobet Xsveno »er er Oberburg eine Wallfahrt / mit eines« Opfer- nehmlicheinem silbernen Kelch/ ulst durch r o...Frel)tag zu feiner Ehre zu bM ten und zu commnnjciren/ sofern er das vek^ lvhrene Geld finden folte; lasset derohalbett mehrere Fackln anzünden/ und gehet in firi^ sterer Nacht mit seinen Gesellen / durch dif von ihme paffnte Strassen; da er nun zwi^ fchen Forcht undHoffnmrg das Verlohren^ zu suchen anfanget / sähe ep nicht ohne stürtzung / wie es in solchen Städten zu gesche/ hen pfleget / daß ihme hauffenweis die in di^ el' -M sikl> «ir reli- bili' Ser' del a^ ndr de" lati av' eri, na' ien> m- ich' >ek' bcir fin' vi« wi' elit ^e> he' vir ad^ 4H8 ) o ( Fch»- ^tadt ein«und außgehende Leuthe begegne« ^n / fasst auch in dieser Bestürtzu ng ein grvs- ^res Vertrauen gegen Taverium/ unvvn er kaum auß dem Stadk-Thorin die Vor-t-itt Selangte / sähe er alsobald ans ver vssentir.« chen S krassen den ersten Sack »»berühr« aus der Erden liegen / fastet den Muth/ Uod ein neues Vertrauen gegen Taveri«- , gehet weiter. / und findet bev der Pa- ^^r-Dtühle den änderten/ auch unbeschädig« ^' -nach kleiner Weil den dritten / welcher ob- ^olen er von dem darüber lauffenden Rad auf gute Hand breit zerrissen / fv ist dannocss ^kldemselbcn kein Kreutzer gefallen/ noch ge- ^anglr; endlich fände er den vierten / welcher O^schvN'er von weisser Leinwand wäre / lind der finstern Nacht, hakte müssen geseben werden- / so ist doch derselbe gantz «nberühr- gelegen- Mo fände er die vier andcre/ohne von ihnen ein Kreutzer oder Heller abgien- 8e. Wag aber die Verwunderung vergnst- ktt/ist : daß die andere in diesem Kassen einge« 'l'StecSachtu/ welche der ebenbenamiteHerr ^seinem Gebrauch nütführtc/ und aufwelche dae gemachte Gelübd nicht erstreckte/ dene vor bevgehende fcynd weder gefunden M weggenomen worden-Dicstk alles hat der chohl'Edl'Gebohrene Herr in Gegenwart denoch -4M ( o ) der .PaverianisthenPfarrherrn luitguteni wissen außgesagt / rini) zu grösserer Ver!» cherung/ diese Wohlkhat schrifftlich aufgelt" tzet / und fein eygeneö Pcttschasst beygc' drucket- Wo Xaverius wachet / iss alles ss wer. Ein weit grössere p-rcluanische Macht zeiss teXsverlus an einen! lodkenKnaben/ welche das Leben verlohren-aber durch Xsvcriuin wis der überkonnnen- ^rAZreebä Kreinerin a»/ Carnten in derChabassetzer Pfan/ hatte nhl zweyen mitgebrachten Zeugen/ die es mit ess nein Schwur zu bekrasstigen bereit gewest»- betbeuret/ und mit Umständen erzehlet/ wa/ gestalten vor zwey Zähren ihr drey'Zahrig^ Kind in das' Wasser gefallen/ darinn ei»/ Stund lang verlohren gewesen/ endlich in c» ncm Pfahl mit gebogenem Leib anhangenl» »ind todt gefunden worden. Als eö die bis trübte Mutter herziehen lassen / und von fuuss zehen gegenwartigey Personen durch ein ha» be Stund äusser denr Wasser betrachtet wot^ den: die Mutter aber mit grossem Vertraut» zu dem Heil x^veriogebethet/ und die Mass fahrt mit Bestellung eines Meß-Opffers geis bet/ die Umstehende auch ihr Gebeth inbrünO mit der Mutter ihrem vereiniget/ habe sie nss Verwunderung gesehen / daß der Bub Rührung desKoW zuseusszen / und wiedc^ -M ) o ( xchtz. zn leben angefangen/ der noch zn dato le« bend ist/ und die Nachtbarschafft preifil niit ^nit der Mutter dieWohlthat dieses grossen Heiligen Xsvcrius hat zwölffmal hundert tau« send Seelen denWeegzum ewigen Leben mit« sittheilek/ und sollte er auch das zeitliche nicht biiltheilcn können ? Der änderte/ welcher bey ^erio das zeitliche udewigeLeben gefunden/ ArreJohannisGary auß derPfarretey desH. Alts ober Labach Söhnlein; dieses hat dis butter nach dreytagigen Kinds-Nöthen tüd« ans die Welt gebracht. Zwei) Stunden ^ng haben unterschiedliche Werber versuchet/' ob sie an ihm ein Leben finden könten; nachde- 'be fie aber des Lebens kein Zeichen verspüren ^Nten/ haben sie endlich dasselbe für todt ge¬ halten. Dem benachbarten Gevatter fiele der H.Zsaverius von Oberburg ein / wthekedem ^'inds«Vatter/ daß er dahin eine Wallfahrt beloben sollte. Karim war das Gelübd ver« Achtel / machte das Kind die Augen ans/ und ^uge an zu weinen / bekam darauf, die Heil. Gauss'/ und lchet noch heuntigen Tags. , Gar wol und recht haben die heurige in der ^ühmten Univerlikät zu Gratz außgegangcne bi1vsyp)licX Ibelex den sterbenden Xzveriu!» Oberburg / mit diesen an vier Seithen bey« Mtzten Sinn - Bildern vorgcstellck - Dis -Llinde sehen / die Tauben hören / die Lahme - gehen/ 'M ) o c M- gehen/und die Todte stehen auf; dann Wiedas vorige/ also auch dieses Jahr hat Laverius be< kraffriget / er s-ye das Leben der Todten- - Ich schließ das drei) und dreyßigste Aalst/ M und rühme den besonderen Er-ffer des Geätzt dxg fchen Adels/ der auch Dom ersten Rang sich zu Oberburg einfinden lassen / ihre Opfer / und Geistliche Zugehörigkeiten zum heiligen Opfer dargebracht/undie versprocheneWa8" fahrt verrichtet^ mit einhelliger Außsage/ Daß weilen der HMge rkaverius'Dieses Jahr ihnr E mit so Vielen Wohlthaten beygesprimgen / sie sich auch gegen OiesenPakron sich haben danck- bar einfinden wollen. Einer von diesen Hoch-und Wohl-Gebohrnen Wallfahrter^ hat bekennet/daß er durch ganhe vierWoche" hA in immerwährender Gefahr deß Tods gewe^ fen seve / und von dieser Gefahr feye errettet h " worden; habe er nebftGOtt keinem als verio diese feine Genesung zuzuschreiben. Dek änderte rühmte die Xaverianische Wslthatl Daß er auch in Beystyn einer grossen Mengt der Seib-Aerhre hätte sterben müssen / wann ihn Xaverias bey Leben nicht erhalten hatte, f " Andere / haben andere Gnaden erzehlet / M ,j^ Taoerium gepriesen / alle feinen Gewalt / de" er an ihnen bewiesen / gelobet- Dahero gak wo! zum Schluß ein sinnreiche Feder / diese" Vers aufgesetzet. I 4HZ ) o c W- , pleb; 5^n / und Wolchaten / welche der ftey» es GOtt in diesem von Xaverio äußer¬ es -^^ten Orth so reichlich außgetheilet hat. Es >11 ^bur-allzuwohl bekam / wie glückselig in e- .?>em Iguffenden Jahr unser liebes Teütsch- et gewesen ftyc / daß man von dessen Jn- v ^ohnern in gerncin sagen kan: »troctu kru- ek » , vini , L- olei mulciplicsri töae, Don t/ f!,^k / Gttreyv/ Wein / und Qel seyndsie ge ^eich worden. ni E ' "cht minder ist von Oberburg zu geden- e. e EN; dann dasselbe ist jener glückseelige und Ij^^üre Acker / welchen der Herr so reich- es jH. gesegnet hat / daß man von heuriger La- sr h'^uischen Gnaden-Ernde / welche die an- es ^Ehtige Wallfahrter eingesammlet haben/ einwenden kan / Vs«!«nres »grem veni- lü» «ar -M ) o( enc cum Lxnlrgrlone, porr-inrc; rnznipulos k« o;, Sie scyn konruien/und gewißlich kommen/ und haben nut Frolocken ihre Garben getr'0' Zen. Ich null in diesem kurtzen Verfaß di^ ses Büchleins nicht alle Gnaden/und lhaten 3-averij beyschen/ dann dieses zuth^ achte ich für gar zuwciNauffig- Wann do« einer von heiligem Fürwih angetrieben / dit' selbe genauer erfragen weite / der befrag die in grosser Anzahl / von Oesterreich / Ist/ garn / Böhmen / Cran / Carnrhen, ga0° Ober-und Unter-Steücrmarck re. bey d^ ser Gnaden - Ernde geweste ZlaveriauiE Wallfahrter-und wird sencS vernehmen wF sen / was Christus den Jüngern Ioan^ zu sagen anbefshlen hat: SagekAoanni nch' ihr gesehen / die Blinde sehen / die Taube lsts ren/ die Laine gehen/ die Todten stehen den Armen wird das Evangelium gepst' diget. Siehe andächtiger Leser / das fe>)^ die Frücht deS Laverianischen von GOtt segneten Ackers / welche in demselben die!^ Jahr so reichlich gewachsen seynd/ daß zu Einsammlung derselben Böhmen / garn / und Oesterreich rc. brauchen müsteis Es gienge nnscrm lieben Steüermarck die^' Jahr nichr anderst, als Petro und fcüs, Mit-Aposteln bei) dem Fisch-Fang / w>E rrachdelne sie wegen der Menge der eingcA 8 h< 1>> gl rr g 8^ n n cl f d r c X I I l i l ) o ( rss- genen Fischen ihre Netz aus dem Meer nicht heraus ziehen können/»nnuLb3nc ürci^ , rüsten I'e ihre zuschauende Gesellen zur Huis. Eben Wso geschähe es zu Oberburg : E ceuer- warck war voll der Taverianischen Gn^/'en / allein weilen es dieselbe alle zu ertragen nicht öenug wäre /avnuebanr 5c>cijs, rufetees de¬ nen zuschauenden Ländern zu/damitsie zurGe- Messung der Laverianischen Gnaden zu Hülf kommen möchten. Nun wollen wir die rei¬ che Frücht von Oberburg hören /und den An¬ fang auß Böhmen nehmen- Der erste der von dem Lavertanischen Gnaden-Acker die ge¬ wünschte Frucht eingesammlet, war ein Ehrwürdiger Priester von der Gesellschaft FEsu aus Böhmen / und in demselben Kö¬ nigreich ein eyfriger kmalonsrius, auch des H. Laverij andächtiger Nachfolger; dieser hat Wit PriesterlichemGlauben zu uns nachOber- durg folgenden Brief überfchicket / welchen >ch von Worten zu Worten beysetze-Den gros¬ sen Wunderkhätigen Heiligen Eavenum/ welchen ich zwar allezeit verehret/habe eyfriger ^«verehren angefangen / da mir zu Händen kommen ist jenes wundervolle Büchl: La- verianische Ehr und Gnadenburg. Ich wur¬ de von meiner Obrigkeit aufeine Million nahe beySachsen verordnet im Sept. Kaum trak¬ te ich den Weeg an / als ich von einem schwä- E ren -»H« >6 c ZG. ren Brust-Catharr Han angegrieffen wurde/ welcher endlich sich mein schweres un überlast^ gesBrust-Stecken verändert hatchaß ich keine Augenblick schlaffen kunte. In einerNacht/ da ich nun ohne Schlaff in groffenSchmertzeu läge/ stunde ich von dem Bett auf/ und bathe mir gebogenen Knyen eyfrigft den H- ckave- rium von Oberburg/ damit er diesen Schmer-- tzen/ als ein augenscheinlicheVerhindernuß der instehenden Million von mir abwenden wollte. Kaum verfügte ich mich nach diesen andächtige Seufzern zuB'-'lt.daschliefe ich gcintz sanft ein/ ( und so viel als nur bewnst/ traumere mir von OberburgerH Laverio). Nach ganh gelindem Schweiß/ erwachte ich / und spürete an der Brust erstens eine Änderung/bald daraufdie völlige Gesundheit- Ich gelobere aber zu Nachts / so viel als mir erlaubet war / dem Heil. Xaverio/ daß sofern ich die gewünsch¬ te Gesundheit erhalten solte / die gantze Be¬ schaffenheit der Sach zur ElM dieses Hei¬ ligen nacher Oberburg übersenden wolre. Diesem Unheil stiesse ein grosser und unbe- beschreiblicherHaubt-Schmerhenchurch etwel- cheMonath zu/der mich auch vor der mir inste¬ henden Predig / die ich zu Ehren dieses Hei- ligenApostls zusagen gehabk/sehr hart gcquälet hat; und obwohlen ich von beeden Schäden alsobald befreyer worden/habe ich nichts de - stoweni- e/ i- le t/ n >e e e / i r r : r -M ) o ( 84S- Ser von Tiag z» Tag dicGnadzu offenbah- verschoben. Bis ich endlich den 9. Mertz ,'eses lauffenden i?Z4- Jahrs von neuen "0N unleydcntiichtn Kopff Schmer tzen bin SSgegriffcn worden da wüste ich meines Lcyds Eein andere Ursach / als daß ich meinem gerha- Versprechen nicht nachkomme/ und die "ur von diesem Heiligen erzeigte Gnaden na- Mr Oberburg nicht berichtet habe. Ver¬ öde mich also von neuen / daß so bald ich -U'scr werde befreyet werden / diese Gnad un- ^nvcilter vor allen anderen auch Geistlichen ^schafften nacher Oberburg überschicken ^'erde. Alsobald erhörte mich dieser Heili¬ ge /und wider mein alles Vcrmuthen bcfteye- U'er mich von diesen nnlepdentlichen Schmer« ^en / die Mich sonsten viel Tag durch bela« nigtm. Bis hiehcr der Ehrwürdige Pater: . Der änderte / der von dieser Ernde / auch handvoll Gnaden darvon trüge / wäre -'eorgms Mlashnik von Laytsch. Dieser ^Psse drey gantzer Tag das Blut gefährlich Miß. An einer Nacht erscheinet ihme Ta- »erins in eben sener Gestalt / in welcher un- '^'Gnaden-Bildznschen ist / und weilender arme V/ann / mit andern schwären Leibs- UndGenn!ths'-Beangstig>mg-n gcdrueketwa- tröstete ihn der Heilige gant; liebreiche Va er nun erwachet / fasset er das Veltral!- E r en -M ) o ( ZG. en zu Tavcrio / gelobet ihm eine Wallfahrt/ ei nach welchemGelübd sich das Übel stillet/ der d> Krancke aber wird gesund / und erscheinet k< gantz danckbar Lavcrio/ den dritten Tag zu g Oberburg. Herr Thomas Antonius Rever ein Kauff mann von Petau / hat gantz trculich/auch zu P schwären bereit / wann es die Noch forderte / v erzehlet / daß er durch innerliche Hitz / welche sechs Wochen seinen Leib abgezehret/in die le letzte Gefahr seines Lebens kommen se»e- b Mas das Übel aber vergrößerte / wäre / daß h er wegen bemeldter Hitze seines Verstands v beraubet worden. Dieses Übel dann zu be- h nehmen / haben die Leib-Aertzt für rathfam r gehalten / dieAder ihme eröffnen zulassen / west c! ches obschon ihme zum hcylsamen Mittl der u Gesundheit dienen solte/ so wäre doch die necff k ste Gelegenheit seines instehenden Tods / daN r er in dieser seiner Verwirrung des Verstands von neuen die Ader sich eröffnet / und Hauff- c ges Blut vergossen har / also daß ein Wohst c erfahrner Leib-Artzt gedacht/er wurde zwey l Stund nicht überleben Aber wann bey cha- j veriodieTodteauffstehen/ was ist cs wunder/ l daß auch die Sterbende gesund werden. in den Tod betrübte Mutter / da sic börete i ihren Sohn in der äussersten Gefahr zu feyist gelobet Laverio nebst einer Wallfahrt aucl- eine / k t > l / e e l -4H8 ) ° ( M- ^>!ie Opffer-Tafl / und sake sich bald erhöret / dann der Tods-krancke Sohn erhollcte sich/ käme zum Verstand endlich auch in 14. Ta¬ gen zu völliger Gesundheit- Das Wasser in dem Fluß Jordan / mit welcher der Naaman auß Befehl des Pro¬ pheten LlilH sich siebenmal abwaschen solte/ Aare ihm sehr hcyisam gewesen / wann sich Naaman dieses Mittls hätte gebrauchen wol« 'en. Aber das geweichte Wasser Laverij ist kiel heylsamer/ mdeme es sowohl dieKranck- heiten des Leibs / als der Seelen bcniehmt / A>e es zu Obcrburg die tägliche Erfahrnuß lehret. Maria Grabnerin von Frantz brachte ">it sich nacher Oberburg ihren Cohn/wel¬ ker lange Zeit an den Füssen conlraet Ware/ k>id desscnthalben vom Bett nicht auffstehen knnte. Sein Vatlercher ob dem Zustand sei, As Kinds höchst betrübt wäre / stellet ein Dalifahrt nacher Obcrburg zu dem Heiligen chavcrio nm Abwendung dieses Übels an; da er A'er seine Andacht verrichtet / stehet-indessen Krancke von seinem Bett auf/ und fan- At an / obwohien von einem Stecken unter, Achet/in dem Hans herum ilmzugehen. Der satter kehrt nacher Haus / und bringt ein AweihtesRaverianischesWasser/alseinheyl- AMcs Arhney-Mittl wider alle Kranckheit/ '''et aber seinen Sohn schondreyfüssig herum E z krie- -M ) o ( zn- kriechen / fasset cin neues und grösseres Ver^ trauen zuLaverio / waschet ihm etwelche Täg mit diesem heylsamen Wasser die noch uv- brauchbare Fuß / und kommet endlich durch dieses Wasser zur völligen Gesundheit. Margaretha Harberin aus Cärnthen hatte zu ihrem größten Leydwesen ein Kind auf die Welt gezeigel mit umgekehrten Fcr- sen; in diesem Übel wüchse dieser Knab bis in das drikkeIahr; dieMukter höret von denen Gnaden / welche Xaverws zu Oberburg wür- ckete/ fasset derowcgen daö Vcrnauen zuXr- verio. und weilen x»vei-ius durch die Wall- fahrt vielen die Gesundheit ersetzet / gelobet sie gleichfalls zu ihme eine Wallfahrt/ und ein H. Meß'Opffer. find nach erfülltem Gelübd lie¬ het sie ihren Sohn in kurtzerZm gerad daher gehen. Was ist Wunder/ daß zuObcrburg so viel Lahme gerad gehen / nachdemeX^eri- US pss clauclorurr,, ein Fuß und Stab der Lak/ inen benamset wird. Leicht gerad zu gehen ist jenen/welchen Xnverwszu einem Stab die¬ net. Die Zahl der Lahmcn/wclche diesesAahr zu Oberburg gerad zu gehen gelcrnet haben/ seynd in grosser Menge; wir haben selbst mit Augen gesehen / daß / die da nacher Oberbnrss lahm gekommen/ gerad nacherHaus zurück gekehret sepndz gewiß/ clsuäi 2Wbulgnc,dir Lahme gehen. Daß -M ) O c M- Daß GOTT vfftermalen verschiedene ^ibs-Schadcn den Menschen zn sch icke / al- ittn zu Vermehrung seiner Ehre / oder eines ändern Heiligens / ist gantz gewiß / und lehret Uns die Herl. Schrifft dieses ganß sitt/cr. Ic>- Mn.am 9. Lsp. brachten die Jünger einen Menschen zu JEsu/ welcher von dem Tag sei- Uer Geburt au blind wäre / und fragten JE- s"M: kc-bbi, wer hat gesündiget/ oderwerist msach/daß dieser Mensch blind gebohren wor¬ um? cr selbstcn? oder aber strafft denselben EDtt wegen den Sünden seiner Eltern? a- uer JEsus antwortete: Weder er/ noch seine Meni haben gesündiget/ sondern die Blind¬ heit ist ihme von GOtt zugeschicket worden, Mmit die Merck GOttes durch ihn offenbar wurden. Schicket uns also öffters GOtt ein Anliegen/ damit er durch uns seine Herrlich¬ keit offenbare. Ein solcher unschuldiger blin¬ der / welchem GOtt zu Vermehrung der La- Uerianischen Ehre die Blindheit zugeschicket hatte, wäre jener Knab, den Andreas Fen- , fr zur Vollbringung scines gemachten Ge- hsbds daher gebracht hatte. Dieser arme ^>ab / ha er kaum das erste Jahr erreichet hat / erblindet an einem Aug / den änderten e r s d -»tzS ) o c 8HS- und Verwunderung / daß die Gcschwul st ver¬ engen / die Fraiß verschwunden / das Liecht ver Augen zuruck gekommen/mit einem^Lort/ vaß das Kind frisch und gesund lebe; llanck« len derohalben ihrem Xsverio, und bekenne« ten / daß Xsverius ein Liecht der Blindun sei). , Unter andern denckwürdigenSachen/ wel- M die Jünger Iosnlir zu sagen in Befehl ge¬ habt haben / ist auch jenes gewesen / daß die Maube hören / tursti aucliunr. O wie viel hat Aerius dieses Jahr/ damit sie besser den >aamen des Wons GOttes in ihr Hertz ^drucken kömen/ hörend gemacht- Ich will von vielen crtheilten Gnaden / nur ein einzige/ Ovch sehr Trost-reiche Gnad bey bringen. Es chMe nacher Oberburg ein gewisses Weibs- vild/welches von vielen Jahren her taub wäre/ "Ud deßwegen vielen / auch einem auß den Herren Pfarr-Herren wol bekannt gelvesen» Hiese nun gienge auf eineZeit zu demselben in Och Beicht-Stuhl/ damit sie die Bürde ihres ^'wissens bey ihme ablegete- Der Beicht- matter/ weilen dieses Weibsbild / wie oben ov Meldet / wegen ihrer Taubheit ihme nur gar ch wol bekannt wäre / wolle sie in ein besonde- Orth führen / um nut ihr bequemer reden oU können; da er nun von dem Beichtstuhl OMehen wolle / schrcyt das vermcvnte taube- Mrcibshild dem Beiclll-Vatter nach > Ebr- E 5 wuc 4H8 ) o ( 8W- würdiger Herr Beicht-Vatter! esisturE thig ein besonderes Orth zu suchen / dann in aller Stille den redenden Beicht-Vatt^ wohl vernehmen kam Uber diese so scltsa^ Art zu reden verwundert sich derBeicht-V^' ter/ aber sie benähme ihm alsobald die wunderung/ indeme sie zu reden also fortfulsis Wisset Ehrwürdiger Herr / baß ich mit a»' deren obschon hörlvß in der setzt gehabten big erschienen seye; da ich nun den Epffcr dts Predigers / und rinnende Zäher der Zuh§' renden anschauete / hab ich mich meines M glucks errinneret / und dasselbe hcrhlich be< weinet / daß ich nicht den andern gleich das Wort GOTTes vernehmen tönte; be' weinte also bitterlich dieses mein Unglücks gienge also weinend zn demGnaden-Bild dcr Heil. Xsverij , fiele auf meine Knie nieder/ und redete mit herzbrechenden Wörtern alss Xavsrium an z Heiliger Xäveri ! du weB ja wohl / daß gleich wie ich ohne der tägl^ chen Nahrung / also ohne Wort GOttes/ welches eine Nahrung der Seelen ist/ nicht lri1l» rcturrcxir ä morruis, ^rvsirei-- virrures operanrur in jllo , b/!src. 6: Zoan- - / der Tausser stunde von Todten ans / und ö 'klue Wunderthaten würcken in ihme /das ist e/ Christo. Ach würde wohl nicht viel sagen / s- ^ann ich sagete / Christus in Taverio ß ünde r!' Au Todten auf / und dessentwegen würcken i> mne Wunderthaten / nemlich Christi in 3-a- / Mo. Nrin auf das dritte zukommen'/^!of- ^kurZnnr, so erwecket Xaverius zu dato die et ^odte zum Leben- Es ist bekannt / daßdie> Aposil bey feinen Lebens-Zctten r s. <1 ^vdte zum Leben erwecket, aber nach seinem § wachet er sich in diesem seinen Gnaden- blü herrlicher / indcme er von 1716. b gus z4. Todne »uw Leben er- ' we- -VL ( O ) 8HH. wecket/ wie diesig alles/ in dem schon vor est' chcn Jahre mit Gcnehmhaltung der Labachf Geistlichen hohen Obrigkeit gedruckten M chel zu sehen ist. Wir wollen für dieses Jals nur zweygewisse/und durch zwei) Pfarrherre» wohl cxzmmirte/dann zu einer hohenObritzkell nacherLabach zugeschickte / und von derselbe Sfprokirte Gnaden sehen / aus welchen lvll schliessen werden / daßbey Xaveriv die zumLeben aufstehen. MariaUngerin käme eher Oberburg mit dreyen vcrirachbartcnW^ Hern / als sichern Zeugen / welche ihr in de» Kinds-Schmcrhen treulich beystunden; di^ alle sagten mit ihrem guten Gewissen euch daß die oben benannte Maria drei) gantzel Tag lang an Geburt des Kinds sehr hart at' beitete / und deßhalben in die Gefahr des T»' des geriethe- Was diese beanWgke Muktel in ihren grossen Kinds^Nothen tröstete re allein dieses/ daß dieselbe ein Bild des siel' benden X-,velch vor sichhangcn hatte/welche^ sie beständig anschauete / und darauß ihre» Trost schopffte. Aber der gütige Laverius/ gleich wie er vor ttwelchen Jahren zu Potw mo mit einem unschuldigen Kind zu reden öl' ters ist gehöret worden / also redete er mit dü' sen bedrängten Weibsbild innerlich durch d^' Eingebungen des Heiligen Geists in dem He^ Hen / inassen ihr vorkommen / als tvannsie die^ se t te: die ^ol Aß thei keri Tl- ^llle den 'ich lieg >vie der! erh ' der Vel^ >ticl Ai ge> der A te». -r-r) ° c M- " trostreiche Wort von diesen Heiligen bore- Ich werde dich nicht verlassen. Altern O'e Gefahr wüchse von Stund zur Stund/ Wes hvchst-nvthig gewesen / das in Gefahr gehende Weib mit allen Sacramentenzu ver- K^ Ehr des grossen Xaverii bezeuget/ daß M Ehe-Frau ein lodtes Kind auf die Welt ge' bracht. Welches da nun todter der betrüb' . te Vatter eine längere Zeit betrachtete/ wak§ sein Hertz auf zweyerley Weis starck verwu^ det; zum ersten betanrete er den Verlust des ewigen/ zum andern des zeitlichen Lebens- Weilen ihme aber wol bewust Ware / wie h»tb Xavsi-ms in seinem Leben der Seelen-Hr>? achtete / gelobet er eine Wallfahrt zu Fuß n^ - eher Oberburg/ wann Xsveriu; so viel vl>s tzg GOtt erbitten werde/ daß das Kmd nur l"' lang lebe / daß es konte getauffet werden; u>^ ij/ stehe den gütigen x-rverwm, das Kind fancp an zir leben/ wird gemusst/ und zu Ehren seich' Heil. Schutz-Patrons kr-mciicuL x>>vern^ benahmset. Xrverius hat mit eygcner HaN" -wolffmal hundert tausend getauffet > und s^, sr jetzt einem die Gnad der Tanff absprech«-'^ -rin ist/ >et - cu0' itter das voli' cz"k ge- -üb- )ars urri^ des ens- hoc ii^ v0>c r s' nist nsci ,-ii'cs eri>^ B! he"- -4HS ) o ( M- , Dahero wolte ich gern die unendliche Nr- Me GOttes ergründen/ und erfahren / war- dann der gütige GOtk/ bep dem sterben- mXzverio/ so vielen kleinen Kindern, die ""veder kodier auf die Welt kommen, oder- ?er, ehender als daß sie getaufte! ftynö wor- das verlohrene Leben mittheile/ und sie auf so wundersame Weis, wiederum M dem , °en bringe.Mir fallet keine andereUrfach ein/ daßGOkt belohnen wolle seine unermü- Apostolische Arbeiten / die er so wol im Muffen / als Zucht der kleinen Kindern ange- ^b"det hat. Bekannt ift.es/ daßXavLrius, bey seinen Lebens-Zeiten von Haus zu gegangen / und die arme unmündige Dder/ von der ihnen annoch unbekannten schuld/ durch das heplsame Wasser der Heil. befreyet habe- Wir wollen zu dessen cgfftigung noch ein oder das andere ho- Catharina Hostnickin von Gonowih ""Ete x-verio, daß nachdeme ihr Kind zwei» Mtze Stund nach der Geburt kein einziges Men des Lebens von sich gäbe / habe sie end- >ieo?as schon gemeine Mittel wider den Tod/ ^svcrium, gebrauchet/ ihn angerufft/ berk bcheissung einer Wallfahrt nacher O- L^urg; das Kind / als wann es die Stimm Meril Home/ fienge alfobaldan zu leben/ v wurde getauffet. Ein ) o ( 844- Ein anderer Wallfahrter/ eben zu diesel Zeit/ hat in Gegenwart vieler andern W' 'Wallfahrtem öffentlich erzchlet/^rud Kind öffentlich/ als ein lebendige Zeügnuß/ dermsimniglich vorgewiesen / wie daß dasselbe ungej ehr vor drey Monathen / ohne allem chen des Lebens / auf die Welt gekommen also Leb-los bliebe es zwey gantzer Stund Zen / obwohlen die betrübte Mutter mit d^' Anwesenden alle mögliche Mittel angewclss» hat/das so vermeynte schwache Kind zu quicke n; und weilen man vermeynet hatte / d»' Kind durch die marine Bader zu recht zu bci>» Zen/ hak man es auch viermal gebadet / um^ Zeichen eines Lebens von demselben zn bcko»» men / aber alles umsonst; wessentwegen da» die beywesende Weiber/ der betrübten Mu^ ein gr össeres Leyd nicht zu verursachen / d»' Kind in eine Winckel als todter absöndertt»' Indessen senffzet in dem Herben der Vatte» büret Tavcriunr um das Leben des Kinds / vc» spricht mit dem Kind eine Wallfahrt naclf' Oberbnrg/ sofern esLaverius zum Lebe» wecken solle. Laverius fasset ein Belieben» dem gelhanen Gcliebd / bringt alsogleicl) M bey GOtt zuwegen / daß das Kind sich k rühren anftnge/ und endlich gemufft wurde- 4Ä (o Z M- " Zubewundern ist jenes welchesfolgtt. Dm O«, wie auch den Nahmen dessen, von wel¬ chem allhiee gehandlet wird, wollen wir unde- nennrer lasten, doch ist diese Begebenheit ganh sicher, als welche so wohl von dem Herrn Pfarrer des Orts/ als auch von uns öfters ist untersuchet worden. Es wutde in einem gewissen Ort ein Dieb aufgefangen, und seinem Verbrechen nach, in den Aresi gezo¬ gen; weilen aber, weiß nicht, ob aus Un¬ achtsamkeit des Wächters / oder Gelegenheit des Orts der Gefangene sich undergraben» Und aus dem Staub gemacht / hat der Rich¬ ter den guten Wächter in Eisen geschlossen, Und statt des entlassenen in Verhasst gezogen; der arme Tropf, da er sich nun ganher acht Nochen mit Eisen beladen sähe, und keine Erledigung zu gewarten hatte, deweinere Merlich sein Elend; doch in diesem Elend gedachte er seines ihm sonst geliebten Tavern, Und bcthete täglich ein gewisses Gebet!) zu dem Oberburger Heiligen Taverio, er wolle doch des Richters Hertz bewegen, und ihme seine Unschuld zuerkennen geben. Tavcrius hin-- Ugen verschöbe seine Gnad auf weitere Zeit. -Oer elende Mann sähe sich auch,wie er meyn- von Laverio verlassen, seuffzete wehe- Mig, und da er kein zeitlichen noch geistlichen ^rostMgewarten hatte, würde er des Elends F rmv -«HS ( o ( AH- und Lebens überdrüssig ; fischtet einen Strick aus dem zu seinem Gebrauch verbliebene» Stroh, weilen er nichts anders zu seinem i sich vorgenommenen Ziel zu Händen hatte/ ' bindet denselben um den Hals herum, und hencket sich an die Thür; da er nun anfiengt zu ersticken, erscheinet ihm Laverius in Ge^ statt eines Pilgrams, in einer Hand haltet ek > einen Pilgrams-Stab, mit der andern aber zerreisset ex den vom Stroh zusammen geflochtenen Strick , daß der elende zu Sek Höllen eilende Mensch aufdie Erde fiele, und in seiner Ohnmacht darnieder liegen bliebe; in dieser semerOhnmacht erscheinet ihmc(rB er es hernach selbst ausgesagt) von neuen M vcrius / tröstete ihn/ und redete den verzweisi lcren Menschen mit diesen Worten an : Mei» S ehn, du wärest unfehlbar ewig verlohre» gegangen, wann du nicht täglich den Hcil^ gen Xaverium angeruffk hättest, berhehinfü^ rofl-ssiger und ruffe täglich dieallerseM ste Mutter GOttes und den Heiligen Xaveck nm an dabey ftye qerröst du wirst bald erle^ digct werden. Kaum vollendete Laveri»§ seine Red , als der andere Wächter käme zu ftben, was sein Gefangener machte, redet denselben vor der Thür an, da erobertes Antwortvernjehmt befürchtete er ebenjenes Unglück - welches dem nunmchro glückseelige» 4« ( O ) M- Aenschen'begeqnet - sprenget derohalben die n Anfthung meiner vielen Sündern dieGnad mittheiltt / recht und wohl ihre Sünden zu bereuen; alldorten deichte, und bitte um die Nachlassung deines bishero übel geführten Lebens; doch underlasse nichts diese dir ge¬ sehene Offenbahrunganzuzeigen. Mehre¬ ns wäre nicht nvthig , dasverstockte Hertz zu gewinnen, der Mensch wacher auf, und sie¬ bet sich wider alles sein Vermuthcn aus einem grimmigen Löwen ein samftes Lämlejn zu seyn, gehet daraufnacher Oberburg, bereuet feine Bünden / und kehret nicht ohne süsse Zäher bacher Haus zurück. Ein anderer wäre durch ganße zc>. Jahr gho den fleischlichen Wollüsten ergeben / daß derselbe auf k eine Weis von denselben wegen g>l zu grosser Gewohnheit sich befreyen kunte; gleich xaverius erscheinet ihme zweymal in vem Schlaf. In der ersten Erscheinung er¬ mahnet er denfeiden'gantz liebreich - von die- so abscheulichen Laster abzustehen, welches ^Uch den unglückseeligen Menschen bewogen, °aß tt Buß thuen wolte, allein wie cs bey ber¬ eichen zu geschehen pfleget, die alte und ein- gkwurtzelte Gewohnheit machte es- daß:er ^ald Lavcrilvergässe, und in die altcGewodn- deit fiele; aber ckavcrius erscheinet ihm zum Werten mal, zeiget ihme einen engen und stach- 48 C o ) w* stachlichen Weeg.und redet ihn also an : /er ist der Weeg gen Himmel, und durch di^ ftn müssen die Sünder, besonders die in ner Übeln Gewohnheit leben / gehen, durch Ü" reumüthige Beicht und heylsamen FürD gleichsam durch die Dörner; und sofern denselben erreichen wilst, must du nothwe^ dlg die fleischliche Sinnlichkeit und eingewu^ Helte Gewohnheit verlassen. Diese Ermahn nung wäre also kräfftig, daß dieser Unglücks fteiigeMensch allobald nacherOberburg M versiegte, und unten Häuffigen Zähern seii^ Sünden beichtete. / ' - ö. . ;,;s Und dieß seynd die Früchte, welche die dachtiqe Verehrer des groffenZndianer Apk^ stels Taverii in der Gnaden Ernde auf deo> Oberburger Acker , den der Herr dieses IM übermal so reichlich geseegnet hüt, oingesanM let habe« , dahero sie auch veuieares vsriien- cum exulrrrione porrrnres M2>lljpulc>8, sie sev^ auf die Oberburaer Ernde gekommen, ghec mit Freud und Trosi Muck gekehret, ind^ me sie ihre Garben tragende ä kruLl» trumeo- «,vivi Lc o!ei mulriplicLN sunr , von Frucht des Gerrayds / Wein und Oels reich worden VonFrücht,dann sie habe äignos kruLlu; oireuri«, heylsame Frucht der Buß gewir^ cket. krumeuchda sie mitdem Brot derE^ geln gespeiftt worden; und obwohlcn diesem sei de Nt ni P de Le ff gc lt rv je C h> lil h it d k r s -s-8 s o ) 84»- Jahr über 70220. der Kirchfabrter mit die¬ sem allerheiligsten Brot seynd gestärcket wor¬ den so wäre dannoch dieses einige Brot ge¬ nug / so viel tausend / damit sie aufdemWeeg nicht verschmachteten / zuersättigenund zu er¬ quicken. vini , jndeme sie den Wenigen Wein verkostet/welcher I«ci6cLr cor b/minis, den ^eib und dieSeel starcket und erfrischet. Die- senhar der freygebige ekaverius reichlich aüf- Whet/und die andächtige Wallfahrter zu Fincken angesprochen : kibire vinum, guost Ivllcui vobü, trincket den Wein / den ich euch Zubereitet habe. Dieser Wein wäre eben der ibuige, welcher aus dem wahren Wemstock Christo geflossen, und nach welchem eine jed¬ wede Christliche Seel heftig dursten soll, nem- iich das allerheiligsteBlut Christi. Sie seynd uuch in dieser Gnaden-Ernde vomWein der Mer reich worden , dann djeZäher seynd ein Nein der Engeln GOtteS / wie Bernardus ^det: !-»cr^rn» ?«njrencium sulir ^inum ^nzeiorum. O! wie vieliarssend Zaber seynd ui ttberburg vergosten worden, welche Ta- ^rius aus den harten Felsen der verstockten Hertzen ausgedrucket hat. - Zch hab zwar nur zwey wunderbare Be¬ ehrungen bevgebracht/üder es seynd derselben ^solcheMenge / daß es nötbig wäre/ ein be-. ivuders Bucht zur Fassung derer zu beschrei¬ ben. -GS s -> ) m» den. O? wie viel wäre in diesem Jahr dieses trostbaren Weins zu Oberburg. Sie seynv endlich auch rerch worben von Oel. Oel ist einSinndild der Liebe: Lb-rrir^oieuis eü. O! wie schon Md rein haben eben dleftö Jahr die Hertzen mit der Liebe GOttesg^ brunnen. Mann weiß, welche gantz lau uliv kalt nacher Oberburg gekommen, daß steil» Anschauung desGnaden-Bildesvon demL^ verramschen Feuer entzündet, gantz feurig u^ brinnend nacher Haus gekehretschnd; dahe^ ro ist kein Wunder, daß sie cum t-xulr^ciu^ porrsmes luLmpulos suos, ihre Garben Ulli Frolocken getragen. ZLaverianischer Verehrer, du hast in die/ semKurhen Verfaß die Wohltharen des groß ftn Laverii gelesen, oder gehöret; so gehe dam»/ «liciceIosoni, ^u«viUilliz, c»ci viäeal, clsu^ smbulsar, turäi.»uUiunr, morcui returgvlitt breite aus die Laverianische heurige den-Ernde, rühme Laverium,ünd sage, was du gehöret hast, daß zu Oberburg die Blinde sehen, dieLahme gehen, die Taube hören, dstTodle zum Leben aufstehen. - s ö s § i! id e' a- lit II/ rc, e/ ( o ) 8 ben. DcrglcichcnGuttbaten dieses ^ei' ö ligcn erfahren viele Städte und Lan- v der Zinn bfrern / absonderlich wo Er in d seinen Bildnusscn/ Kirchen / und Lapeb u len durch die Dreitägliche Andacht in^ d brünstiger verehret wird; als da ßzurd »i seine Wunder-Bildnussen/ Kirchen und g Altar zu Xlalaca , Xlanaria, ^cäpel, t karma, hononicn/ Brügen / Ruremond/ Gray/ potan i»r Lalabricn/ l Glay Lrumau inBöhmcngmd bey der zN k unseren Zeiten/ nemlich /Vnno i/i6. neN aufgcrichteten Bildnuß zu Obcrburg lN c Greyrmarck / dessen wahrhafte Lope)' f in der Kirchen 8. Lalvätoris der 8ocie^ l tat ^8U zu Prag auf der Alr-Gtadk aufbehalten / und von dem andächtigen ? Volck in grosser Verehrung gehalten wird / und zu verschiedenen Zeiten viele Z viele Gnaden erhalten / wie zu End l des Büchleins zu sehen / und zu lesen ' seyn wird, welche Städte alle in ge' ' meinen/ und sonderbaren Anliegen sc^ ' ne Hüif erfahren. Der einzige Bischds zu Xlaläoa hat der Xaverianischcn wu/^ ' der^Gnaden in kuryer Zeit über acht Hun- E c o ) !M- Hundert gezehlet. Zu ?oram ist Xa- ^erius jo wunder-voll / daß allein in dem 1652. Jahr zwey Hundert zwei Und vierzig wahrhaft befundene Wuns derzcichen aufgemcrcket worden. Nicht "ünder geschieht zuheunr in dem schon genatttenVbcrburgchl welchcniXäVLi ius von 1716. bis ^nnö i/zz. ZZ. todtezum 5-ebcn gebracht / wie essclbstcndieHo- be Geistliche Obrigkeit deutlich er¬ kennet/ und in Druck ausgehen lasten. Da wird erzehlet/was allerhand krancke kr nut seiner kräftigen Fürbitt von ge, fährlichen Fieber / Rretz-2Lußatz/ Er¬ blindung/ Mondjucht / Geschwüren/ ^lut-Fluß/ und viel andern Üblen erle, digct habe: darunter viel von den ^eib-Arizten gang verlastcn/ schon vcr« leistet in letzten Zügen gelegen; neben Unbenannten noch mehreren Gnaden/ jo derwunderheilige denen Gcmüthern/ Und Seelen erwiesen. Nicht ungleicher Gutthärigkeit hat sich von diesem in ^Dunderwercken freigebigen Heiligen ^uch unstr Böhmerland / besonders die Hauk-Stadt Prag zugctrösten/ wann 2i2 sie -M c o) M- , sie gleicher Zuversicht und Vertrauens gegen Ihn werden beliessen sexn. Erster Theil. ! Don dcr Z bm Frcykägigcn ! veri-inifchen Andacht. i Erster Absatz. Unterricht von Ursprung der Zehett Freytägigen Andacht. z nicht neu angefangene, sondern von vielen Jahren her nur grossem Nn" tzen, durch Italien, Spanien, Pok' tugall, Franckreich/Ober-und Nieder-Teutsc^ land, von allerhand Stands-Persohnen gt- übte, und annoch inr Schwung gehende AN" dacht, har ihren Ursprung aus zweyen Stu¬ cken. Erstens so viel die Zahl angehet, wird die zehende beobachtet, weilen dieser Heilig Apostl zehen gantze Jahr in Bekehrung der Heiden, und barbarischen Völcker in Indien zugebracht hat: Darum dann die Taveria" nischePfieg-Kinder die Zahl der zehenTagck" wohlerhaben, an selbigen den H. LaveriuiN durch gewiste gute Merck , und Andachten juverehren,und also Ihm gleichfalls seine u>n Lottes und der Seeleti Herst Willen Zehen- 1 1 - - ) s k 1 I l r - - -s4? ( s ) Z44- Jährig ausgestandene Arbeit zu Gemüth zu¬ führen, dadurch seinen Beystand, und Für¬ sprechen bey GOTT desto kräftiger zube- Sehren, und ehender zuerhalken. Zweytens Wird der Freytag vor anderen Tagen ange¬ nommen aus dreyen Ursachen, i. Weilen Taverius ein sonderbarer Liebhaber gewe¬ sen des auf einem Freytag am Heiligen Creutz sterbenden JESU 2. Weilen ein von Holtz geschnitztes Crucifix - Bild in seinem Etammen-SchloßXaverio, wan ihme Zeit der mühsamen Jahren, ein sonderbare Ge¬ fahr oder Trübsal zugestossen, übernatürlicher Weis am Freytag Blursschwitzend gesehen Worden. Auch diesesBild hat im letzten Jahr des Lebens dieses wunderthätigen Heiligen Aposils alle Freytag bis zum Tag des steti¬ gen Absterbens reichlich vor Blur gestossen kel. conli p. ; I. z. Weilen Laverius nicht allein am Freytag den änderten Tag des Christmonats 1552. sondern auch um dieselbe Grund des Tags, in welcher Christus am Dreutz verschieden, in der Insul Sanciano Kantz verlassen, einCru.ifix-Bild in der Hand haltend, gestorben. Aus letzt gemeldten Ursa¬ chen chaben die liebhabende Seelen Laverii seine Fürbitr bey Christo dem Gecreutzigten, und Hülfleistung in allen sowohl des Leibs als der Seelen Anliegen sicherer zuerhalten, eine A z auf c o ) sz». auf zehen nacheinander folgende Freytag aus- getheilte Andacht angefangen, welche sie zu Laverio,in selbigen das bittere Leyden unv Sterben des Gecreutzigten JESU, so er ze¬ hen Jahr lang in Indien geprediget, zu vereh- ren gerichtet, und nicht ohne grosse Frucht verrichtet haben. Der änderte Absatz. Damit du völligen Bericht die¬ ser Andacht habest / und desto ordent¬ licher selbige verrichtest, niehin folgen- , de Stuck in Obacht. r. Verschaffe dir nach demExempl?.lVlar- ccllj d^äUrilli die Bildnuß Taverii, wieauch des gecreutzigten JESll, zu welchen du täg¬ lich deine tröstliche Zuflucht nehmen könnest- 2. Erwecke in dir ein grosses Vertraue!» zu diesem Schutz-Heiligen, als ein Kind zu seinem Vatter; ze lebhafter deine Zuversicht zu Ihm seyn wird, delto kräftiger wird dein Geberh dieWoleken durchdringen: Dann Et hat gemeiniglich in seinen Erscheinungen bei¬ den Nothleydenden, von ihnen Vertraue» verlanget. z. Obschon Zu wünschen, und insgemein zurathen seye, daß man an einein jeden ans diese» ( c, ) 8HS- diesen zehen Freykagen beichte, und commu- nicire, sich dadurch in einen besseren Stand Metzen, und des Göttlichen Seegens fähi¬ ger zu machen ; so wird dennoch solches nicht norhweudig erforderet, sondern man kau sich dieser -peil. Sacramenten zum wenigsten den ersten, und letzten Tag, oder durch einen Mischen selbigen,gebrauchen, und die andere Freytag mit Vollkommener Reu und Leyd anfangen. 4. Wann du vielleicht wegen deiner Hand- Arbeit, und anderer Geschaffte verhindertchen Tag durch nicht also abwarten ka st , wie du verlangest, unterlasse zum wenigsten nicht die Morgens-Andacht, und dich bey der Frühe, Meß einzufinden , zu welcher Zeit du auch Belegenheit haben wirst, dich der Beicht,und Commumon theilhaftig zu machen- Gedenr cke öfters den Tag durch, mit einem Liebs- Seifzer deines Tavcrii, opfere ihm deine Hand-Arbeit öfters, ja stündlich auf: Hei¬ liger Taveri bitt GOtt für mich. Oder: Heiliger Xaveri erbitte mir von Golt ein Hertz nach dem Hertzen Gottes. 5. Dieser Freykagen kan man sich ge¬ brauchen nicht nur in wehrenden, zu gewisser Zeit angestellten Freytägen ; sondern auch dasgantze Jahr hindurch, sonderlich zur Zeit eines grossen und schweren Geschäfts, als A4 da ist E ( « ) M- dä ist, einen Stand zu erwehlen, in schwärt Kranckheit» und Widerwärtigkeiten, und so weiter. Verzeichnuß der guten Wercken/ die man nach Belieben an den zehn Freykagen verrichten kau, Damir dic vorhabcndc Andacht und den» ^ciligen angenchmcr st')?c/ kan rill jcdcr nach fcinein L>cllcbcn aus folgenden gU< kcn wercken / mehr oder weniger sich erwehr len. wobc>> zu mcrckcn / je secygebiger dcv istgcnsch gegen GDrx ist/ desto freigebiger sich auch der grosse GGtt gegen den Mett* schen erzeiget. r. Den Heiligen für einen absonderlichen Patron erwoh!en,zu dem man nach GOrt und Maria seine Zuflucht nehmen, und sein gantzes Vertrauen setzen wolle- 2. Dessen Bild miß in ein üchtbarliches Orth imHaus vor,le!icn,mitKräntzen,AmplN/ Nacht Lichtern, oder andern Sachen zieren- z. Dessen Biidnuß an demHals, oder an der Brust auserlich tragen - dieselbe öfters den Tag durch küsstn und sprechen: H. La» veri bitt für mich. 4. In der e>Urchen vor des Heiligen verii Altar, oder zuhaus vor der Bildnuß des gerreutzigtcn zehen Varrer ltnser, und ze^ Heu -n? r ->) M- i hen Englische Gruß, samt dem Vers - Ehr sey > dem Vatter, und dem Sohu re. andächtig sprechen. , z Die heilige Meß bey sein-mAlkar, oder vor seiner Vildnuß zu seiner Ehr lesen lassen, oder täglich hören- 6. An jedem Freykag beichten und comu- piriren: oder zum wenigsten am ersten und ' sehren. 7. Eins oder mehrer aus beygesetzten leib- Deu Wercken alle Freykag vornehmen, CremplweisMlmosen nach seinem Vermögen Lehen, diekrancke, verlassene, oder arme in den Armen-Häusern ,^ oder Nachbarschaft ^suchen, ihnen einige Speis darreichen: eini« öes Gewand den nackenden und entblößen schencken , oder ein verwaystes und verlasse¬ ns Kind gänhlich kleiden, vdcr aus Liebe Chrim, und Laverii versorgen. 8- Sich üben in Geistlichen Wercken der Wunderthaten geschehen. Der» -«h? ( o ) zn- Verzeichnuß der Gnaden / so man durch Fürbttt des H. Nave- rii von GOLT begehren kan. Geistliche Gnaden. ^18. ggor allen anderen lnmst cm vcrnüns- kigcr Mensch sorgen für sein ewiges Scclcn- ^e) I/ ohne welchen alles anderes ihm;» nichks ^ttd helfen / als sein unendliches Elend ;u- scrmchrcn. Soll dann zmn allerersten das ^cichGDrrcs suchen / und von Gg)tr begeh- lcn, was ihine zu seiner Eccligkcir norhwen- std crspristich ist. Zu diesen» wird besonders verheissen der grosse Zkavcrius / als dessen ein- ?'Sc Sorg gewesen ist, das At)'l tzxs sechsten rubcfördcrn. I. Wahre Buß nndBesserung desLebens. 2- Verzeihung der begangenen Sünden. z- Bewahrung von böftn Gesellschaften, und Gelegenheiten, oder voll gewißen Sün- ^'N und Anfechtungen, den einer unterwarft scn ist. 4- Erhaltung wahrer Tagenden / beson¬ ders der wahren Liebe GOcces und des Rech¬ nens. 5- Bekehrung eines Sünders, oder ins- Nemem die Bekehrung der Ungläubigen, Ke¬ tzern / und aller Sünder- 6» Erlösung einerSeclen aus dcinFegfener, beson- ( o ) T4S» besonders welche Tavsrio bey Lebens-Zeitt« die Andächtigste gewesen / oder insgemein der Seelen, 7. Ein seeliges End, an welchem das meist«. Zelegen. Leibliche Gnaden, kleben dcn Gcrsilichcn Siiüdcn kan -uch eittige aris folgenden zeitlichen Gnadcö von GVrr begehren/ dochabcr Nlchtaiwcrst/ Lls nur so viel stc zuin erv-gen Scelern^e)?l bc- förderlichsten. 2ls ncinlrch r 1. Errettung oder Bewahrung von eine« Kranckheir, und Schmertzen, Armurh und Nvth / Unglück und Schaden : oder von Schänd und Spott. 2. Erhaltung derGefundheit,einesDiensts/ zulässigen Gewinns, verlohrner Sachen- oder eines andern zeitlichen Guts. Bepstand und Huifin wichtigen schäften, Protesten, langer Reis, oder air- deren zeitlichen Zusiänden. 4- Giuck in der Wirth.oder Handelschafh Fried, und Einigkeit im Haus, Verforgui'!) und gute Erziehung der Kinder. 5. Gesagte Gnaden kau man auch begeh, ren für andere: als für die Eikern, Bluts- Freund/Obern, Gurthäter, oder ander« Freund und Feind. E ( ° ) . ^eknebendsn Geistlichen eine aus diese» pichen Gnaden begehret, soll allezeit nut Wsn Christo dem Sohn GOttes hinzusehen: ?"cht mein sondern dein Will geschehe - also ^6 er die Gnad nicht begehre, wann sie et- wann (welches der Allexhöchste ain besten :) nicht zur Seeligkeit wäre. Zn wel- 5^>n Zali wäre es ihn) zu seinem ewigen Scha¬ an , wann er svlte erhöret werden. Soll ''ch demnach gantzlich dein Willen GOttes ein gehorsames Kind dem Willen seines senden Vatters überlassen. schöne Weis den Tag zu Ebren des heiligen Laverii heylsam, und andächtig zuzubringen. MEilen ein TaverianischeS Pfleg-Kind in allein Thun undLassen soll trachten dem gossen Taverio nachzufolgen / als kan ein »vermag ihmezu Ehren auf folgende Weis ^M-ichret werden. . Morgens den ersten Gedanckcn nach GOtt -? dem heiligen wenden, ihn anruffen, und sich M befehlen. 2. Alle seine Geschafft nach Ezempl des heiligen Laverii aus purer ."we gegen GOtt verrichten, g. Kvaftiglich ^Nehnien, alle Beschwernussen des TagS huldig zu übertragen, und in allem vorfal« enden Creutz/ und Widerwärtigkeiten aus Liebe -rss ( s ) KA- Liebe GOttes und des heiligen Xaverii st^ zu überwinden Darzu wird tauglich seyn,nach gckhancr guter Meinung zu sagen: Heilig Kaveri ich bitte dich durch die Liebe GOttes/ erbitte mir die Enad von GOtt, daß ich Heu! t in allen überwinde. 4- Die Sund/ besonders der einer zummeisten ergeben ist, meiden, und entgegen eine Tugend des heib gen zu üben. Unter Tags, i. Oesters an den heiligen drucken- 2 Ihme zuEhren, da es seyn kaN/ ein - oder mehr H- Messen hören / dabey pl Ehren dieses Apostls Geistlicher Weis cvmmuniciren: den Rosenkrantz, LitaneY/ Tagzeiten oM etwas anders bethen- Di^ tägliche Verrichtungen nachdem Exempldes heiligen 3caverii richten, als zum Cstempi' übest dich in schwerer Hand-Arbeit, setzet vor die Augen die unbeschreibliche Arbeit^ Xaverii in Bekehrung der wilden Heyde" und Indianer. Bedienest du deinen Näch^ sten inKranckheit oder anderen Umstanden/ betrachte Tavern unermüdete Liebe in dienung der krancken und presthafften den Spitälern. Erquickesiu deinen Leib/ mit Speis und Tranck / betrachte Tave? rium, der auch bey ?eno Velllo einem ee^ chen Herren öffters zu Gast gesessen, doch er den Leib, dabey auch die Seel mit hey'^ -M? ( o ) 2LS-! ^Nien Gespräch erquicket hat. Haltestu "ver dem Tisch die Mastigkeü in Speisen, Innere dich Laverii, weicher daun und acht / zehen/ ja vierzehcn Tag von Speisen sich enthalten. Gebrauchest!! dich ^iger Lustbarkeit, vergesse dabey nicht dei^ Laverii, welcher GOtt die Seelen zu ^Vinnen keine Kurtzweil abgeschlagen, da- ^urch den Necbsten zügewinnen- Bistu niit Mveren Geschäften, welche die Genieins chkresten beladen, bilde dir Laveriumein, b^cher den Last so vieler Königreichen, die er s-msty durch das Tauf-Wasser wieder ger Achten hat, getragen. Bey diesen, und al- anderen Begebenheiten des Tags kanstdu Osters an deinen Laverium gedencken und festen: Mein heiliger Laven, mein einzig Gßerwöhlter Patron,bitt bey GOtt für mich, ^init dieses Geschäft, diese Labung , oder Kurtzweil ziun Nutzen meiner Seelen M'iche. Wann die Uhr schlagt, nach ge- ^yehener kurtzer Erinnerung und Bereuung zu dieser Stund begangene Fehler, sprich: ^0"- Laveri bitt für mich, jetzt und in der b "'ud meines Absterbens. Besonders a- g.-ssefehle dich um die Mittag-Stund dem "P Laverio, welcher zu dieser Zeit, nach m achten seinen Apostolischen Lebens-Laufin 'mhung Christi des Gekreützigten, seins Ge- -HA ( * ) 8^- Gehenedeyke Seel in diese n Liebs-vollenW^ ren- Zn dich o Herr hab ich gchosser, ich wE nicht zu Schanden werden in Ewigkeit, aust ge> eben hat. Zn dieser Stund sprich tssl svudcrem Epfer: AuScrwehiter 55averi, ei" soiderbarer Patron der Sterbenden, bin bep GOrc für mich/ daß ich in ÜmfahubS Christi des Gekreutzigten, und in deiner Mnwart Gorrscelig Wein Leben Schlüsse. , ' Abends i. das Gewissen erforschen, kB man sich den Tag hindurch verhalten habe? besonders ob man denselben zu Ehren des grossen A'averii, also wie es vorgeschriebcb/ verrichtet habe - und ob man die Sündes und Mängel gemeldet habe oder nicht? Die Reu Und Lcyderwecken, mit einem ste's ftn Fürsatz den künsstigen Tag die erkannt Fehler, oder Nachlässigkeiten zu ersetz^ 8-Sich in den Schutz JEsu, Maria, des heiligen Laveri empfehlen, seineBildn^ andächtig küssen, an die Brust oder an die Lif ger-Statthencken- Seine gemeine An"'^ tungen erwecken : JEsu du Sohn Davids s erbarme dich meiner. Maria du ME Gottes, gedencke an mich , erzeige dick ne Mutter zu seyn. O Heiligste Dreyf^ rigkeir! JEsii du GOtt meines Hertze'^s Soltest du aber Key der Nacht erE chen, erinnere dich alsobald deines Ul''! «! rii dt Ä bi rn be lv^ iv! A f o ) 844- und deines Tavern, ergreifst dessen Mldnuß Und sprich : Mein JEsu! süsser JEsu, gü- Ugster JEsu. Mein heiliger Taveri, mein N'dsier Vatter, mein auserwöhlter Patton, vitr GOtt für mich, damit wann ich schlaffe Wem Hertz zu GOrr wache. Auf solche Weis wird der Tag wohl und Uerdienitlich angewendet, und mit grossemGe- w>nn, und Hertzens-Tkost allezeit vollendet werden. Neis zu Ehren des Heil. Xa- ^erii in Äranciheit, oder ande¬ ren schweren Nöthen ein Geliedd zu thun. Mölmachtiger ewiger GOtt/ ich W NN. wiewohl deines Göttli- Angesichts die unwürdigste Kreatur; jedoch von deiner Gütig¬ st, und unendlicher Barmhertzig- auch aus Begierd Dir zu die¬ sen, angetrieben, gelobe vor deral- buheiligsten Jungfrau Maria, mei- heiligeir Vater Taverio, und ?vr dem gantzen Himmlischen Heer, girier Göttlichen Majestät ( denen- gewisse Werck, und Zlndachten- - B Bitte 4-Z>8 ( d ) M- Bitte derohalben demüthigst deine ermessene Gütigkeit/ durch das Blul JEsu Ahristi/ und die Verdienst mer^ nes heiligen Vaters FrancisciZbave^ rii, du wollest dich würdigen das fer dieses Gekiebds, zu einem siM L)pfer aufzunehmen/ und selbiges Z» erfüllen überflüsiige Gnad mitthet' len, Amen. GebechldenDeil-FranciscumTa' verimu zum Patron zu erwählen. EMerliebster Vatter, und M würdigster Apostl der Indigi ner,H. Francisco Xaveri, ich dein würdiges / armes Kind/ von dein^ liebreichen Güte/ welche du alleil/ die dich anruffen/zeigest/gezogen/wech fe mich nieder vor jenem Sitz deiE Himmlischen Glon , welchen ein grosse Menge der Seelen / so du zu^ Himmel eingeführet / scheinbar wss chet, und erwähle dich heunt zu nem ewigenBeschützerundFürsprecl)^ bey meinem gekreutzigtenILsuchesebä dir nach JEsu und Maria mein b ä i l i L l r I I Seel / Nvth, und Anliegen, Daab und Guth, Leben und Lod. Atte dich derohalbkn, o mächtiger Schutz-Heiligerdessen Ehr ich nur vvrnchme bey mamnglich, insondcr- beit meinen untergebene bestmöglichst ^beförderen; nihme mich auf zu eis Uem ewigen Schirm-Kind/ beschütze^ versorge alles, was in mir, und mein E, stehe mir bey in allem Thun und ^ssttt, in Kreuh und Widerwärtig- und verlasse mich nicht in der ^6tund lneincs Absterbeus/Amen. .Würm du nun auf diese Weiß den Heil. Mverürm für einen Patron angenommen, mige die Andacht an mit folgendem Gederh» Aufopftrungs- Gebkch. ^Zlorwürdiger Francisee Naveri, Apostl der Indianer / russe ich an durch deine mildrei-- ^ffe Güte, die du allen zuerweisen Msgest, und durch jenen brennenden ^tsser / mit welchen du reden Jahr I^ablaflkch um das Heyl der Geeien ^urch hus gantze Indien dich abse- B » Lehret c o) W4- zchret hast , ich bitte dich gantz hu brünstig, du wollest bey GDLt kras- tiglich fürsprechen um Bekehrung der Ungläubigen Heyden, und aller Sün¬ der , um Erlösung der armen Seelen aus den Peinen des Fegfeuers, ulN wahreil Fried und Wohlstand der Schriftlichen Kirchen, um Vermeh¬ rung deiner andächtigen Diener, mss aller gegen dir eyfrig gesinnten Her- tzen: unter welchen, weil ich miet) den wenigst - und unwürdigsten be¬ kenne, hoffe ich durch deine Fürspre¬ ch ungvon dem gütigsten G-Ott diese Gnad und Wohlthat ( alE nenne was du begehrest) Mrbal¬ ten , welche ich durch die Liebe des Gs- kreutzigtenICsu,und die Beyhülfdel- ner Verdiensten mit hertzlichem Ver¬ trauen begehre, wann es anderst grösseren Ehr G-Ottes, zurAufneh" mung deiner Ehr, und Beförderung meines Heyls gedeyet. Grosser heiliger Mittler bey GOtt, seye mein Tröster, und Helffcr in diesem dir l^- wustenAnliegen-So liebreich und glw 4dS 1 o ) Gatig erweisest du dich allen, und wie M, oder kan ich ungetröster von dir Wen ? ach! ich klage dir diese meine ^oth undAnliegen. So erhöre mich van, tröste meinSeufzen, und Flehen iu dir, mit einer gnädigen Einwilli- Mng des Himels, L) gütigster Va- und Nothelsterder Beorangten, ^erjaffe mich nicht, Amen. ^eu und Leyd / an jedem Frey- tag zu erwecken. Vor der Andacht. ^KELn gütigster Heyland und Seeligmacher Shriste IEsu! bin ja freylich nicht würdig, ein Einige Gnad von dir zu erhalten, ^oem ich so muthwittig, undsoviel- jDich beleydiget hab. L) daß A meinen allerliebsten G-Ott, nnd Mistes Gut niemalenerzörnethat- D daß ich ehender tausendmal Worben wäre, als ich in einige Amd verwilliget! L) daß ich dich von ^'und meines Hertzens allezeit ge- B Ne- -ßHZ ( » ) L4S- liebet hätte! und aus Lieb gegen TM deine Gebott niemalens übertrettest« «O Eekreutzigter IEsu! ich lauste deine ausge?pannte Armen , umfahr zugleich dein Gnadenreiches KreM und lege mich in deine liebende Brust/ reue und beweine, aus gantzemHci^ Hen alle meine Sur d, weil ich dich n ein Höchstes Gutt,meinen und Herren, weinen Erbleichest^ Vater erzürnet, und beleydigethabe. rriderruffe alles, was ich ja bo^ fes gedacht, aeredet, und gethan ba¬ le , und verfluche cs über alles Uba der Welt! mache auch jetzt in dieses Augenblick einen festen, beständig^ Fürsatz, durch deine Gnad ttiemale/ eine TodttSünd zubegehen, auchss^ freywilligen lastlichenSünden mich^ Hütten. Ach liebster JEsus! vch zeihe mir armen Sünder! siehe icb klopffean der Thür deines verwund ten Hertzens, das für mich an de^ Kreutz erzitteret, und mit einemSpk^ durchstoche werde. Ach verschlisse c' mir nicht! sondern thue es w e»r osseb! -«HS ( o ) m- Und niehm mich armenSünder darin» 8n Gnaden auf. Ich versencke alle Keine Sund in den rochen Meer dei¬ nes Heyl-werthen Bluts! reinige Kein Seel mit dem Wasser und Blut, K aus Deiner heiligen Seiten geflös¬ st: Niehm zur Genugthuung aller- Aadigst dein bitteres Leyden und Sterben an (welches ich durch diese scheu Freytägige Naverianische Un¬ echt , demüthigft zuverehrm ent- lchlossen bin) und laß selbiges an nur Ulcht Verlohren sein. heiliger Xa- verj, erlange mir die wahre Liebe G-Ottes, und ein zerknirschtes Hertz, Kelches GOtt nicht verschmähet. Wie oben gemeldet,hat in dcmVäterlichen schloß Raveni .einhöltzernes Bild Christi ves Gekreitzigten durch gantzer zehen Jahr, so vst als der grosse ^averius in seinen Apo- Nvlischen Arbeiten aus Liebe Christi was litt- s? / iin letzten Jahr aber vor seinem heiligen Antritt an jeden Frentag Blut häuffigge- tchwitzet; so scheinet, Christus müsse Zkave- also geliebet haben, daß er nicht ge- r^eiflet habe, aus Liebe seines Zkaverii, auf "eue, und zu dato nicht erhörte Weis sein B 4 Ley- 4U ( ° ) M- keyden in einem höltzerne Bild zuerneuren/ und für ihn einiger massen allein Blut vergiessen. Nicht minder thake Raveriuv gegen seinen Christen, massen er desten Ley' den in sich auf das lebhafteste entworffen/ wie man bald sehen wird- Diese dann uw gemeine Liebe Christi gegen Raverium, und Zcaverii gegen Christum,auf das möglichste verehren, massen Christus der GekreutziM seinenr Raverio, und Raverius uns aus Lie¬ be Christi nichts abschlagen wird, wollen wie alle Frchtag eine aus den Geheuunusten Chri- sti andächtig verehren, Raveno aber in dein an sich entworffenen Leyden Christi auf das möglichste nachfolgen. Erster Freytag. §dnßi Gebech in demGarten. Daß Christi Leben ein immerwehrendes Gebeth gewesen seye, dieses bezeuget so wohl die heilige Schrifft, welche da meldet, Chri¬ stus wäre öfters diegantze Nacht in dem beth verharret, als auch die heilige Vater, welche einhelliglich bezeugen,Christus habe be¬ ständig für unser Herst, mit Mund oder Her- Herr gebethet. Doch besonders hak er den Epfer des heiligenGebekhs indemGarten I/ Li v g / n d li 'e e- ir i- n s s >l st >» 'e. - i -«H? ( o ) 8^- hm lassen, da er zumehrenmal auf sein hei; Mö Angesicht gefallen, ja drepiualen von vem Feuer des Geberhs eutziiuder Blut ge, Awitzet, und von dein selben auch bey der ^odes-Angst nicht abgelasten : der Huuniol ^r sein gantze Zuflucht, und Hoffnung. ^Me von Chnsto stets zubcthen, und deinen ,^'ost nicht anderstwo als in dem Gcberh zu suchen. Gebeth zu Christo um die Gaab des Gebettzs. W Gütigster Herr und Heyland MA^HristeICsit/ der du in dernGar-- einen hauffigenBludSchweis für arme Snnderr vergossen, und in Obigem für Deine, ja vielmehr für ''eine Nöthen ftandhaftig deinen ^immlifchenVatter gebethen, Nih- ffk an mit einem Madigen Augenblick Mnes Blut-triffenden Angesichts ge- Mwar-tige Andacht, mit welcherich ."n bitteres Leyden, und sonders Mn dein heiligstes und eyfrigstes pebeth mir vorgenomen zu verehren, MhAnruffung deines geliebten Die- B ners -M ( o ) M- ners Francisci Laverii/und NachM fernes eyfrigen Gebeths, damit M durch dessen mächtige Fürbitt / Mige Hülssauch in meinen Anliegen erlangen möge^ welcher ich weg^ Grösse meiner Sünden allerdings würdig bin, und durch ein heilige des-Ängft in meinem Lod wroer Feinde gestarckt werde. Nachfolg Cavern in dem Ey^ des Gebeths. Andacht, sagen des Heil. XavA Lebens^ Veschreiber, und stätte M meinschaft mit GOtr,habe ihm aus den^ gen hervor gesehen, dann seine Augenwl^ schwunge er ftäts gegen den Himmel: , beeden Händen creutzweis ober der unterdrückte er den innerlichen Gewalt SeuUer: wann diese hervor brachen, ersw ten sie Hie Augen mir anmüthigen Träh^ l der Mund war immerdar erfüllet mit wohnlichen Schuß-Gebethlein, O O JEfu du GOtt meines Herhens, also^ ihme die wilde Völcker, noch nicht bekehtss in dieser Weis zubethen wolten nachartelu chine die Deus.er nachgesprochen, noch", wis!^" lvi chi ih. A C d >r l)^ cr te ll v d 8 « r e ä c r Wend was sie bedeuten, allein weil sie soi- Hes so oft anhoren musien aus dem Nurnd ihres grofftn Katers, wie sie ihn nenneten, Aaubrensiein aller Unwissenheit, dergleichen ^vrt müssen nicht unm.tz noch ubei geyü. Dein gantzes Leben wäre ein inm.erwarendes Dtberh,weildasselbe ein unablchlicheGemutt- EchMmg zu GOtt wäre,und wann der Tag ^egen dem Seelen' Gewin zukurtz wl.rdc, Wie derselbe durch die Nacht ersetzet werden, ^ee Gchlaffselber war bei) ihm mehr ein Ru' he in GOtt, als Leibs > (krquiekung, dai>n ^-ch dazumal brache sein an GOtt gewöhn- Gemüt in andächtige Seufzer heraus : ^gütiger JEfu^o mein Schöpfer! omein Erlöser. Zu war seine Wohnung W Wasser Binsen eingefiochten; da war W leicht zu beobachten, was sein Thunbey ^chtlicher Weil seyö; da sahen viel aus HM- 2km Fürwih angetrieben, wie er gemeiniglich Watt des Schlasss die Nacht kniend voresi- ^nEu -ißx Bild zugebracht habe, und nicht Müder vom Gebeth abgesetzer, biß er auS ^nehmnng der Kräften, zu Boden gesum- "M Ohne Zahl seynd die jenige Wunder', iflit welchen GOrt sich belieben lassen sein hetz- üges Gebeth zubewehren; hier doch erwar» ^nsges zumelden von der wunderbarlichr" ^afft seines Gebets, so iß durch Erkcmnt-- nuß -M r ° z 84«- nuß der Zeugen für gewiß befunden worde»! Daß weder sein Nosenkrantz, noch Betybuch/ noch anderes so er zu berhe im Gebrauchhattt/ jemalenszu einem krancken, und presshaste» überkragen, oder von ihnen seye beruhter wo»' den, daß sie nicht alsobald, reinen ausgenoi»' men, Linderung empfunden. Der gütig» Himmel überfiele ihn offr mit so viel innert cher Vertröstung unter der Andacht, daß in Verkostung des Himmels Trosts sich kau»' fassen kunte. Offr müsse er sich unverfehe^ den Augen der Menschen entziehen, also de» Würckungen des Heil. Geists Statt, Platz zugeben. Daher liesse er zu Ooa B unverruckten Augen gegizn den Himmel i» demHauß-Garten herum,Funte^mir Athmö» kaum dis Brust vergnügen, risse das Kle^ nut beedsn Händen von der Brust hinweg und seufzte eines Seufzens jenes bekannt»' Genug ifts o Herr! es iss genug. Ich höre dich wünschen, andächtige Se^ daß dein Gebeth auch also mächtig, dein M dacht so versamlet wäre! aber befrage dei» Gewissen, wie vielZeit wendest du im Gebete an? ach die wenigste, und begehrest da"' noch von GOtt erhöret zu werden ? du betrü¬ gest dich / richte vorhero dein Andacht E ein wie Xaverius, hernach hoffe jene -HH? ( c» ) 844- ^sGebechs, die GOttvcrleyhet jenen, wel- "X ihn suchen von Hertzen. Mittl wohl und nützlich zu bethen. Versuche GOtt nicht, sondern zum s-lngang bereite deine Seel durch Vorstes Mg dec Gegenwart GOttes. ., 2. Bey dem Orth des Gebeths erneuere Meynung desselben, schaffe zugleich alle ^gereimte ausschweiffende Gedancken mit ^vnst von dir. r Weit seye von Gemeinschaft der jeni« A/ die aus dem Haus GOtteS einen schwätzrMarck machen. 4. Damir das Gebech wohl gefällig seye, schalte dein Gemüth in tieffester Demurh vor ^r Göttlichen Majestät, wie auch in sustein ^dencken seiner grundlosen Güte. . 5- Um dasHeyl deiner Seelen flehe, bitte, Me Was zeitlich und zerganglichstst wenig- ^ufzens werth. So Wundernnachtig dieser Heilige im Geberh, weil sein Ge-> allezeit aufdie Ehre GOttes, und Nu- der Seelen zielete. » 6. Den Zundel wahrer Andacht zu über» sauren, wäre mein Rach, du sollest öfters ^ andächtige Bildnuß des Ravern, seine s puckte Augen gen Himmel wendend, gott- anschauen; er wird hierdurch deinem btnürh einen sonderlichen Eysec eindrucken, und -«M ( s ) und jenen kusi ini Berhen geben , den du ve? langes. Bitt-Gedetb zu dem Heil. M vcrio um die Gab des Gedeihs» Andächtigster Xaverr, der WH mithochstemEy^er g ntze Näc>? Lm Gebetdr erharret, undu ter den'' selben mchrmalen empor gen mel erhoben woroen; der du Lm G^ sprach nur GOtt also versammle^ und mit heiligen Liebs-FlaMmen aln entzündet gewe en, daß du selbige erhalten, das Kleid von der hinweggerijsen, und nicht derjenige Sachen waargenommen, welche u'' di cd geschahen. Ach! lehre nn^ wohl, und inbrünstig bitten, riA großer Aunuercksansteit und Bewa^ r ungderanserlichen Kinnen miE rerb ettamen Leibs-Gebärden, 1 ober Demut. Entzünde mein lcE Cäemüt rnit Hi-sstuchenEyfer / ertd" h" selbes über alle vergängliche DiE bannt ich zur Zeit des Gebeths E KraU.r tu eirele Gedüncken, und^ fall tvil in »nä zeit tzer var beri ive! so ^ln Lt f-nr tcrcl rrnsi !'e,i schci lein dur ^4 ( v ) fallende Zerstreuurge straffmasiig ver- killige. Ach niehme dich meiner an M allen Gefahren, du im Debets) Mächtiger Xavcri, mache daß ich alle¬ zeit dergestalt mit Mund und Her¬ tze» im Geist, und Wahrheit bethe, damit ich der jenigenFrüchte undGaa- ben des Gebeths rheilhaftig werde, Welche GL)tt denen versprochen hat, lo ihn suchen von garrtzem Hertzen, Der änderte Freytag. Christi Entbldsung in dem Haus Pilati. die öffentliche Entblöstmg des aller- 7^ rsinesten Leibs Christi vor so vielen tau- '^dMenschen, welche den? grausamen Spec¬ kel der Geißlung Christi zusehen wollen, všečni Erlöser, eine aus den härtesten Pei- gewesen seye, und sein allerheiligstes Her¬ scharffmüsse verwundet haben, ist äusser al? Zweifel- Dieses zeiget Christus selbsten ^urch den Prophet fferem. apr <^p.an, beklaget sich bey demselben : Ich bin zu Schanden worden, und hab mich geschämt, dann 4SS ( o ) dann ich hab die Schmach getragen. Du^ diese aber höchst schändliche Entblösung wou der liebe Hepland, o Christliche Seel, dck's mannigfalrigeUnzucht, und öftere unjuläß"', che Entblöstmg abstrassen. Dieses eben krasstiget der Heil. Avostl Paulus zu I^eK. am 4. wegen der nackenden Kidt^ Adams, welche den Fluch angelegt wie ck ö^leid. Schämest du dich nicht/ o ChristlE Seel, dadu stehest, daß deine Unlauter^ in Christs so harr abgestraffer werde! leck° deinen ungezämren Leib besser bewahret entblöse dich nicht anderst/ als der Alt-Test^ mentische Jostph, aus Lieb die Neinigkeic/ erhalten, welcher mildem ö^leid das Last^ kveggeworffen. Gebeth zu dem Entblöstctt .Christo. I^Cntb! öfter JEsu, duallerrein^ fteLilien, die du ans demIM fräulichenStamm der allerkeusche^, Jungfrauen entsprossen, ach wie sch^ me ich mich, da ich sehe vor so viel M send Menschen, daß meine Unlaute^ kett an dir so hartabgeftraffet werd^ Ich bitte dich du allerkeuschefterBlss. Bräutigam meiner Seelen, verleist. r o) M- ^adiqlich, daß der ich heuntin der- Jungfräulichen Zbaverio deine '"schuldige EnLblösung andächtig zu- ^rchren begehre, durch dessen Für- die nothwendige Leibs - und See- - Reinigkeit samt der kräfftigen vüiss in meinen besonder» Anliegen laugen möge, Amen. ^achfolg Xaverii / deffen vor- treffliche NeinigkeitdeS Leibs und der Seelen. ^Urch dre Reinigkeit wird verstanden, , nicht allein die unbefleckte Unschuld des sondern auch das unbeschuldigte Ge¬ msen, und die standmästige Reinigkeit des ssöens. O wie wunderbarlich wäre Lave¬ ns in diesen beeden Tugend-Verstand, nicht Urfach wird er gemeiniglich m seinen ^ildnussen mit der Lilien in der Hand abge- , ^hlet, dieweil nemlich die Schnee-weisse Li- ^'s in ihme niemalens verwelcket. Jener fester zn Meliapvre, deme dieser unschul- heilige täglich zubeichcen pflegte, und pichen vor seiner Abreis seines gantzen Le- ens Gewissen, und Verbrechen entdecket ^t,hgt nach seinem Tod mit einem Eyd be- C krass: ( o ) xchH. krasstiget, und auSgesaget : Xaverius ha^ jene Jungfräu'iche Unschuld, und Reinig jeder Zeit erhalten, mit welcher er auf Welt kommen. Bilde dir nicht ein: 5k"' verio in seiner Jugend, und mgülichemAst^ seyndvielleicht die Nachuellungen, und fahren dieser Englischen Tugend abgegang^ Zkavcrius wurde noch im Väterlichen Ha"' in lauter Lustbarkeit nach Gewohnheit des' gleichen jungen Herren aufgezogen, und bk? be dannoch in der ersten Unschuld. Ein abgesagter Feind wäre er jederzeit jener sü^ haften Gelüstenwelche die Remigkcit dss Leibs oder Gemüts verletzen, daß er glc^ von Anfang seiner Bekehrung, vor ein^ unreinen Entwurfs, und Einbildung, anc? nur im Schlaff, sich dermassen entsetzet, d"p er nicht allein hauffigenAngst-Schweiß in g^ tzem Leib gelitten, sondern auch durch HE ges 28versetzen etliche Brust-Aderle in ih"' ftlbsten zerft'rengek, also häufstg stissen^ Blut aus Nasen, und Mund von sich geSs ben hat- Wie aber die Reinigkeit Xcwss' GOtt gefällig gewesen seye, hat dieser^ seiner Allmacht der ganhen Welt gezeug^ und zeuget es annoch durch ErhaltungdE ohne alleFäule unversehrt unverwesenen^' Ob'chon dieser gleich nach dem Tod mit"" gelöschten Kalch überschüttet worden, -m ( o ) 8S» Er doch durch etwelche Monarh mit samt der ^lepdung von der Schärffe deS Kalchs gantz ^berührt. Wo du immer, o unschuldige Seel ,in Gefahr deiner Reinigkeit bist,niem deine Zuflucht zu diesem Eyferer für alle rei¬ be Seelen. Und indcme du in seiner Bild¬ buß beobachtest/ wie anmüthig er die Lilien bL sein Hertz drucket, nihme hiraus ab, was Sorgen und Eyfer du für die standmastige ""schuld deiner Seel anzuwenden habest., Nachfolg des Heiligen in der NetnigkeiL. r. Wann dich dein Gewissen einer Unreis bigkeit beschuldigen thare, unterstehe dich nicht bvr den reinen Augen dieses heiligen mit ei- ber Birk zu erscheinen. 2. So du in Gefahr oder schwärerVersu- chstng der Reinigkeit bist, dieser zuentgeheu Laverium an. . r. Bewahre mit allem Fleiß die Porten der Sinen,Augen/Ohren,Zungen, Händ rc. ., 4. Nach bescheidener Cinrathung , übe in Abködrung, und Casteylmg deines "ibs. Die Lilien blühen nicht sicherer alS bnter dergleichen Dörnern. Befehle öfters und inbrünstig den» Schutz des Heiligen, jene weiche unbehut- L - sam >M k o ) M- sam seyn in Bewahrung ihrerUnschuld, od^ würcklich in dieser Gefahr leben. ,,, 6. Erneuere täglich dasVorhaben derR^ nigkeit vor der XaverianischenBildnuß,al!0' Heil. Xaveri! deinem Schutz vertraue ichd>° Lilien meiner Unschuld, die Reinigkeit mein^ Gewissens. Heil. Laveri! es ist mein ernst"' cher Willen/lieber zusterben, als unrein^ leben. Bitt-Gebeth. Keuschester Xaveri, der du iE Väterlichen Haus in allerhE Wollüsten erzogen, in der ersten HE deines adelichen Geblüts, Wohlg^ stakt, zwischen allerhand Gefahren/ und Gelegenheiten / der ausgelE nen Gesellen / wie auch im mamw, chen Alter / unter den verkehrten Sss' ten der unmenschlichen Henden / dn schneeweisse Lilien der keuschen E schuld unverletzt bewahret hast; urE derowegen im Leib ein wahrer ElE billig benamset wirst. Ach! sE mich mit deinen Engelreinen AlE an! schaue in was gefährliche» Gch^ genheiten, nnd Nachstellungen ich schwachen Fleisch leben muß; ! em" -»sr l o ) «-»- Klange mir von GOtt durch die un¬ befleckte Lmpfangnus deiner und mei¬ ner Jungfräulichen Mutter Maria, ich in solchen Gefahren, und An- 'kchtunge, die meinemStand/UndBe- gemajseKeufchheit erhalten möge, wirren. Der dritte Freytag. Die Geißlung §hristi. ^Die grausame Geißlung in dem Vorhof Pilati hat der Heil. Vatter und Kirchen¬ lehrer Hieronymus mit wenigen doch herß- ^echenden Worten beschrieben, wie folger - I^iehe da treten 6. Henckers-Hund herbey, ^ren zween mikdornechren schärften Ruthenr ^'dere zween mit knöpfigten Riemen, die ^'ige zween mit eisernen Ketten versehen ^rei,: die erste zween fangen an den HErm allem ihren Vermögen unsmniglich zu Klagen, die Striemen lausten auf, es kommt Wunde zu der andern/das Blutlauf- allenthalben herab: so bald die zween Aud waren, da lösen sie zwey andere ab, fachen aus den alren neue Wunden, und 'ne Wunde auf die andere gesetzt; diesen lvlget bald die dritte Partey, welche ihm C z mit -«H? r o wr- mit Spornen, und gespitzten Köttkein / Haut und Fleisch lammerlrch zerfetztten. Bis da- her Hieronymus- Siehst du Zärtling, UM erstaunest nicht an deinem BlutbräucigalU' Christus schwimmet in seinem Blut, uM wird ähnlicher einem Wurm als MensciM und du Kämest mir deinem Leib, lastest den¬ selben weder von einemWind anbiasen; Nie dich,und sage reumüthig zu Christo. ÄuE ick O Christe bin -um Geißlen, daß ist zUt Abrodtnng meiner sechsten bereu. Gkdcth zu dem Gcgcißleten Heyland. M Gegeißleter JESU,du BlB bräutigam meiner Seelen, des- ftn blutige Geißlung, und grausa- me Blutvergiessung ich anjetzo, Bl Vorstellung und möglicher NachfW der Abtödtung deines dir gantz erge¬ benen Xaver» andächtig zuverehreli mir vorgenommen, ich sehe dich ast/ in Mitten dieser deiner SchmerHM Wehetagen und Geißlung, in deines schmertzhaftigen Beschädigung uB Verletzung, da dir deine Glieder z-'s- rissen, deine Mästen geschwächt, del¬ ne Adern aufgerissen, dein Leib fieischk Ätscht und Blutrünstig geschlagen , Md bin dannoch nicht bedacht, wie ch hie aufErden meineLeib züchtige; Mgedencke nicht, wie ich mich gegen "'einer ftlbsten rühme,ich besinne mich Mt, wie ich mich abtödten soüe. § HErr JESU, du unser blutiger ^Mutigam, ich oitte,!chre ruich von ?eunt dre Äbtöoru rg n cmer lewst, ^hre mich, damit ich von heunt mei¬ nen Leib basse, und die Abtödtung ^8 Kreutzrs Lhristi allezeit an mei- "em Leib trage, Amen. Nachfolg Xavem in Abtödtunz und LeibsrZüchtigung des Heil. Franc. _ Laverii. Züchtigung und Abtödtung ist ein p. Zaum unsers Leibs, durch welchen der ,'b gezämet, unter das süsse Joch Christi Uracht wird. O mit was E-chärffe, und ^E'engheit züchtigte er östersmal seinen eines oder des andern Menschen Seel .Mwinnen. Zu Amboin, damit er dreyer vlbaken Lasterhafftes Leben bessern möch» /Nachdem sie seinen kräftigsten und lieb- 'Gesten Ermahnungen kein Gehör gegeben, C 4 hat 4-r ( ° ) M- hat er um ihrer Besserung Willen so u>^ menschlich seinen Leid casteyet, daß er der^ wegen mit gefährlicher Schwachheit des Lei^ überfallen wurde- Nicht ein, sondern öfters haben feine Geißlstreich und vermerckte fleischungen die verstockte Sünder zum leyden und Bereuung ihrer Laster heyls^ beweget. Jener Kaufmann kunte nicht lal^ ger dieser blutigen zuschauen, dern risse mit Gewalt das Zimmer auf/st^ le Xaverio zu Füssen, mit Versprechen, tE selbe Nacht das Feuer der unreinen Lieb dutH sein Blut zudampfen. Nihme aus dieses und mehr dergleichen ab, was für eineu er wider sich und seinen unschuldigen getragen. Aus der ersten Bekehrung verii ist dieses gantz klar abzunehmen, dak er alle verübte Gebrechen desWelrlebensav zubüsten,sich in ein abgelegenesHüttel weit Pndua verschlossen, allda lag er Nacht auf blosser Erden, lebte von niä)^ anders als Wasser und Brot, welches in der Gegend zusammen gebettlet. D, Versehung seiner imerwährendenReisen, re weder aufNothdurft nochBequemUch^!^ eingerichtet- Der Reiszeig bestünde ln s'' nem Bußsackl, in welchem er nebst der Pr>^ sterlichen Kleydung, ein raucheS härer^ Hemniet, zwey mit eisernen Spitzen bewE >«-8 c °) Sch* ^steKetten, stats vonBlutbefeuchtet eine von Spornen entsetzliche Geißl mit sich gesuh¬ lt. Sein Liegerstatt wäre zu Land öfters- ^al auf der Erden, und ein harter Stein bnter dem Haubt, zu Wasser aber die Schiesi- Seii und Ancker. Die heilige Charwochen pstegte er zur Gedachtnus seines sterbenden Heylands ohne leiblicher Erquickung zuzu¬ bringen. Und was sich höchst zuverwun- mn ist / daß ein Mann von so vielen Reisen Ege>narret,iedoch niemals von diesem Ey« >rr,und Gewohnheit der täglichen Zerfleisch« bpg seiner sechsten abgelassen, bis auf so im» verwahrende Abtödtung der Tod sechsten folget ist. Aber ich mercke,O Welk-Zärtling,du er- Mickest, daß Xaverius dieser treue Nach- wlger deS Gegeißleten JESU, aus Lieb und Ziehung seines blutigen Kampfs, einer so Mutigen Abtödtung bestiessen gewesen. Laß v'ch jedoch nicht abschrocken, sondern sage: .^ast du auch bishero einiger Sinnlichkeit dich M ernsthafter Abtödtung widersetzet? Wan dich nichts auf die blutige Casteyung des "ibs verstehen wilst, weil du gesündiget: Erstehe aufswenigst ohne Casteyung dem irisch und Blut, damit du nicht sündigst. WeiS bel Kind iirin «dry ( ° ) WttöundManicr in derAbtöd- tung seiner selbiien dem Heiligen Laverio^ nachzuleöen. r.Was unvernünftiges ist dieses,seinen Lstb gar zuviel zarclen, der doch alles Übels dir der einzige Ursprung ist- - r. Das Pferd so dich nut völligem LE in eine Gruben jtürtzen wolte, pflegst du Ziegl und Zaum einjuhaieen: und deiiu^ Leib, der dich indi Höllesturtzet, lassest du len Zaum ' . z. Durch gefliesten angenommene BE we ck bemühe dich genugzuthun für ne verbrechen, deren dich so oft und tre^ lich das Gewissen ermahnet. ., 4. ZLaveri Lebensfrist stunde in Abbruch was Christlichen Abbruch übest du täglich der wochenrlich? Seine nothwendige wäre hart und rauch? wann du mit solch^ Plag nicht ruhen kaust, wenigstens entM dir den Überfluß des Schlafs. s. Wann dir die Leids-Plagen lzu scW.,. fallen, thue wenigsten deinemGemüth so^ Gewalt an: zu gewissen Zeiten f besond^ an einem Freytag,an welchem du deinen^,' verium verehrest) entziehe dich allem M witz, enthalte dich etwan von einer äugens men Gesellschaft , übe dich fleissig in Ub^ lech 8rv ^ri heg Sd !ä»! d L" io pfii i" aus! mit litt" liü!' - je- re^ ich: ho^ luhe chec ^iehe wer viel )erS xa» fl¬ ieh' der-! oin- 4Z-Z ( « ) 84»- Endung deines Zorns, und also wirst» del- JESU und Laverio nachsoigen, dtp ^er und der Wett völlig abiierden. Gebeth zu St. Laverio. Liebster Laveri! der du auf W Anweisung des H.Ignatli den EMen Weeg zum Leben angetretenz ^ln Fleisch nach Meis und Erem- der AlLvätter auf das strengste Kalten, oft zwey, drey Tag keine Aeis.gekostet, und in der.Charwo. Mn ohne aller Speis fastend verblie- ^n,lehre mich dasFasten undBethen recht zusammen zufügen, meine zu Tröste Sinnlichkeit in Essen undTrin- eken übermeistern, damit ich nach dei- Exempel, aus Liebe GDLtes die Strengheit des Leydens Ahristi ohne unterlaß iu meinem Leib trage, auch Mn hie nicht verschone, auf daß 'N jenem Leben desto gewißer GHtt seiner Sünden verschone. Schrer- de in mein Hertz ein, den Verstand Ker Evangelischer Wahrheit A hn- m : Wer seine Seel (dem Stirn unö der f o ) 84» Der Begirltchkeit nach) in dieser M hasset, der bewahret sie in das ge Leben. Erbitte mir mein liebM Kaveri / damit ich vermög deih Anleitung erlange das ewige / wt' ches erfreuet/ und entgehe dem eh g n/welches schmertzet in alle EWA kett / Amen. Der vierte Freytag. Ahristi Ordnung. Es wäre nunmehro der König der h, ry mit der Purpur seines Bluts durch unmenschliche Geißlungschon bekleidet,^ Zienge nichts mehr ab, als die Cron und^ verächtliche Scepter, durch welchen derh nig aller Königen, dem Himel zu einer , wunderung, der Welt zu einem Spott te vorgestclletwerden. Dieses beschreibet drucklichder H. Johann der Evangelijih ly.c. Eine Cron von Dörnern gefiochh, seh'en sie auf sein Haubt, und thaten ihnh Purpurkleid an, und sie gaben ihm ein M in seine Hand, und bogen die Knie vor und verspotteten ihn, und sprachen: SM , grüstdu König der Juden; und sie spelh Alt IVI« itiel vel- !tVp M! Vie Kö- ^k! Kl III'/ e»' eyn. Gebeth zu dem Demüthigen Christo. .. AH Demüthigster J C S U / dessen M glorwürdiqesHaubt die spitzige stachle« der DörnernenKron dnrch- s^aben, zur Straffmeiner aufgebla- Wen Hoffart ; würdige dich, deine ^utfljessende Augen auf gegenwarti- Andacht barmhertziglich zuschla- in welcher ich durch Nachfol- gung gung deines demüthigen Xaver« ft blutige Krönung zuverehren gesw net bin. Drucke deine Kron in E sündiges eyteles Haubt, damit in Änschung derftlbigen der va > langten sonderbaren Gnaden-- theilhaftrg werde. Nachfolg Xaverri m der Muth Christi. A)Amit du die Demuth des H. bester fastest, so ist es vonnöthen, daß vorhero mistest, wer Zkaverius gewesen, was die Welt von ihme gehalten. D^'! den Mund Pauli des dritten, hat er . Key keben den Nuss eines Heiligen überko' men; Marcellus der änderte Römische schoss , aus Begird ihn zusehen, befähle, . solle ihn aus Indien nacher Rom berußss'' Joannes der dritte König in Portugal! M'. te ihn einen Engel GOttes zunennen, nähme alle blosse Zeichen seines Willens ss Befehl an. Der grosse König in Trav§ - cor benamseteihn seinen Bruder und sen Vatter. Der König von AmmE, wüste ihn in seiner Ankunft nicht genuE, zuverehren» Die Machometaner rußten w insgemein für einen grossen Propheten Die unc! sche! Unn bey der dne Eir le uni sich 'Ne ivv der Nn ser 'n hi dn le E, Ne sie Ne - ' 4H? f o ) Sw- ^>!e Heyden und Ungläubigen Hilten ihn M) ihrer Art zu reden für einen Irrdi- Hen, andere für einen eingesteischkenGOtk, Mer welchen ihm die Burger zu Colata noch M Leben zu Ehren ein Kirch erbauet haben. MereinZaponeser nähme ein beschwarlichr von 2QIo.Wälfche Meilen aufsich, nur Ursachen halber, damit er mir Xaverio M Geschasst feiner Seele abhandlen kunte. neubekehrter Christ unweit Goa schiff- , bis in Navarra zu dem Castell Xavier M legte also 15000. Wälsche Meilen nach nur allein, damit er möchte jenes Aim- "er verehren,in welchem Xaveriusgebvhren vvrden. So groß wäre der in der gantze Welt ^Uhmte Xaverius. Aberjemehr angenehiu angesehen er in fremden Augen gewe- desto geringer und vcrworffencrwar er ? f'lbst eygener Meynung; daß derohalben garwvhl jenes Lob das Römijche Bre- jugeeygnet: Ob ec schon so hoch berühm- grosse Ding zur Ehre GOttes ausgewür- war er jedoch so niederträchtig in eyge- a " Augen, daß er feinem geistlichen Vor- a!, 3gnario nicht anderst, als mit gebt)- ^nyeii auf der Erden zugeschrieben. ^.o>chvn sein Skauun von Königlichem Ge- lw/. doch jederzeit zu Land und Was- fein gewöhnliche Herbcrg in de» Spitä¬ lern 4HS l o ) Zch-r- lem und Siechhäusern . Da gade er' ein"" Krancken - Wärter der abscheulichst"" Krancken ab,niachte ihnen dasBett,säubert" ihre Geschirr, und Leinwant / kochte u^ richtete ihnen dieSpeisen an,reinigte ihreE"' schwär. Damir er nacher Macao konnn"" möchte, hat er sich einem Heyden zu ein"t» Sclaven auf die Reis verdinget, ließe il)»' mit einemRantzen auf demNueken nach, de» Spornstreich zufolgen hielte er sich an de» Schweiff des Pferdsan, machte also E bloss Füß,anSchroffen,undStein-Distel n»» Dörnern ,jamerlich blutrinstig. So gard»' Stell eines Stallknechts verträte er, gelte die Pferd, kehret den Unflat aus, P»^ te andern die Schuh. Aus allem diesen nie»' me ab,wie hoch iin Himmel müsse Taveri»" seyn, der sich also erniedriget hat ? Nichts hes bilde dir ein, wann du dich hier >E erniedrigest. Übung der Demurh nach Lehl? und Beyspil des H. Xaverii. 1. Wilstu (seynd die Wort des H- rii) daß in dir täglich die Gaaben des mels vermehret werden, so must du dich Tag zu Tag mehr lind mehr in der Tug"' der heiligen Demuth gründen. 2. Es muß nur seyn / ermahnet dich ver>" -«O c o ) M- ^rius, mit Beystand Göttlicher Gnad, ker- dich vollkommen zu durchsuchen, und zu Kennen; dann die Erkantnus seiner selbst 'll ein Mutter, und bewahrerin aller Tugend, ^sonders der Demmh. . 3- Niemanden verachte-wederNoch,we- ^r Fnll ist so weit von dir, daß nichts derglei- ^>en dein Glück oder Unschuld könne beforch- Mercke wohl: Du bist einMensch, was ^dere drucket, kan dich zu Boden werffen. , 4. Unterstehe dich nicht zuviel, nichts mehr als den Frewel und Hochmuth : he- ,?"tgegen muntere dich selbsien auf zu aller ^ung derDemuth, der Menschen Lob muß A gleich einem Creutz zuwider seyn- Soviel Iberias. So viel möglich, laß deine verborgene , ugend- Übungen keinem in das Gesicht kom- dann es ist genug/ daß sie demHimmel ckanr scyn. Gebeth zu dem heiligen Xa- verio. Demütigster Heil-ger ! Ich M traue mir heuut nicht in dein Wunder-Volles Angesicht zugehen, «>eiß auch nicht, ob ich begehren dmss. -m ( o ) M- Saß du dein Väterliches Aug gegen mir wendest/in Bedenckung / daß ichs nicht laugnen könne/ es stincke mir die Hoffart ausdemHerhen heraus- Was Höchen Sinn führe ich nicht in der leeren Einbildung von mir fein¬ sten ? Was hochtragende Art der Ei¬ telkeit führe ich nicht in Gebärden/ gegen den Mtt-Menschen. Ich weiß und glaube es : Der Weeg sei/ schmal/ die Thür eng und klein in den Himmel einzugehen / und dannocl) mache ich mich selbsten grösser/ als ich bin. H nihme dich doch / mein Heiliger / um diese meine verderb^ Seel an! vertilge die Blindheit miß meinem Hertzen/erhalte mir dasin^ nerliche heylsame Licht der liessen E^ kanntnus meiner selbsten. Wann mit unbedeckter der Unflat meiner Sün¬ den wird vor Augen liegen / werd ich jn Wahrheit kein Ursach haben mich zu übernehmen/ Amen» Der ll s k >1 -- / Z e r l e - - e - < E ( s ) SH». Der fünfte Freytag. Die schwere Lrcutztragung Khrist'. . Herrlicher hat sich der HErr nieuml her» ^tgethan , und sehen lassen, als in währen, seiner Creuhttagung. Höre doch mein hässliche Seel, mir was für wenig Wer- c" der H. Evangelist, so viel und grosse Ge- ^üwus andeuter - Und JEsus trug fein ^utz, und ging heraus zu dem Ort, das die Schädelstatt nennet. Mercke es: trug sein Creuh/ und bis zu der Schär d Mtt; so hat damr Christus, nachdeme ec ^Pilato auf einhelliges Begehren und ^Halten der Inden, zum Creuh verdam« worden, dasselbe von der Hand der L ^ckersbuben angenommen, und mit tiefe- ^^Demuth, unüberwindlicher Geduld auf d verwundre Schultern geladen, auch U'Ielbe nicht ehender bis auf dem Richt- M ubgekegct. Und wie hark, O Christ- )e Seel, komet dir der Last des Heil- Crem dein w'e bald schiebest du dasselbe von d "en Schultern, wie ungeduldig tragest dchk wenige. Aber höre den vortrefflichen "tzen der geduldigen Tragung des CrcntzeS D « Ehrsi -tzA ( s ) 8H4- Christi, und lerne es geduldiger hinfüb^ tragen- Dieses beschreibet der H- Val"' Oirzch 8erm. cle Lruc. öc lationelom- also: Das Ersatz, spricht er / ist ein Ursach a^ !er unserer Seeligkcic, das hak uns dieB'a^ heit alles unseres Jrrthums benonnuen, d^' ses hat uns aus den Finsiernusseu zuiu Lia? geholffen,dieses hat uns überwunde, die Fr^' heit, und Ruhe gebracht, dieß hat uns allv Feinden GOttes Freund , aus fremdlina^ Burger gemacht, dieß schneidet ab ali^ Streit, und Zwitrachk, ist ein Grund Friedens, ein reichliche Ertheilung aller ter Bis hie her Siehe nun was verwerffest, wann du das Creutz durchs Ungeduld von dir schiebest. Gebeth zu Christo um Erhal¬ tung der Geduld. M Geduldigster I CSU/der M den schweren Last des Kreutz^/ welchen dir unsere Sünden aiM bürdet, wie ein anderer Isaac nstl deinen Schultern, bis zum Lalvar^ Berg getragen,verschmähe nichts se meine geringe Andachts-Übungs in welcher ich heunt mit Simons h st b d d r li Y 8 d ö r r r l -V! (°) r«. vurch demüthigel Verehrung , dein H» Kreutz umfange ; sondern in An¬ schauung der Verdiensten deines ge¬ duldigen , und Kreutzleydenden Xa- verii, starčke mich durch das in die¬ ser Kreutztragung vergossene Heil. Blut! Damit ich all mein Kreuy Und Widerwärtigkeit mit dir gedul¬ dig , ja frölich bis in den Lod trage. Und zugleich der verlangten Hüls rn weinem Privat - Anliegen , als ei¬ ner Frucht deines H. Kreutzes, ge- uisten möge. Nachfolg Xaver» in der stand, hastigen Geduld. AUJe vor Zeiten Paulum, also wolte Gt)tt den grossen Xavrrium zur Ge. duld aufmuntern , da er ihm öfters das Hertz berühret mit jenem Spruch: Ein auß- rrwahltes Gefäß ist mir dieser, ich will ihm leigen, was er um meines Rahmens Wil¬ len wird müssen leyden. Aber hat sich viel¬ leicht von diesem Beruß' zum Creutz und Ley¬ den Xaverius abschröckeu lassen? Nichts weniger, sondern nur behertzter gierige er al' len Gelegenheiten des Leydens entgegen. L> z Kaum -m c o) SB- Kaum hat er sich Jgnatio zugeseklek, ka muste er schon Schmach und Unbillen der Mange ausstehen, abänderlich aufdet Reis durch das Ober-Teutschland nach nedig, alwo ihn die Ketzer gar zuermorden aufgesuchet. Da er einsmal zu Nam ruhM ricffe er in dem Schlaff mit angeftimnE Mund und Hertzen auf: Noch mehr HErr! noch mehr. Rodericio hernach^b^ kennete er vor seiner Abseeglung nacher dien: seye ihm dazumal in einem Ge¬ sicht hauffenweis vorgestellek worden, ab «I>!ag, Hunger, Durst, Ungeleqenheit in R"is, Verletzung der Glieder: durch Unbil Schlag, und harte Streich des Leibs, fahren des Ledens bis in den Tod: nach ded? Vermehrung er so inständig und hitzig seE zete, nochmehr ! Wer kan zu Gnügentv^ den, was UngesundhcLt er erfahren müffel in Erkeydunq des Eckels, und Uberwerffu^ des Magens durch so viel Schiffarcen. den Evropa durchwanderte erAsiam, eam, also daß er hin und wieder, über ha¬ dert taufend Walsche Meik Weegs nalv sich geleget; und in so vielen Veränderns gen des Luffrs bald zu Wasser, bald zu La^ viel ausstehen müssen. ZuMozambieo erlitte em so gefährliches Fieber,mit einer Frais menget, daß man ihm in gar wenig Ta- ! . - )L io >er Ze- en t/ en 0 e- n^ Il¬ er l / e- N/ ' IS !e- ii- N' ch n- >k> er r- r- n 4U ( ° ) 844- 8M siebenmal die Ader eröffnen müssen.' öu Amanguz ist er verspihen / verspottet, Md als ist einNärr von seinenMißgönnern im ^vkh herumgezogen worden. Unzählbar diel weit außgestrerkte Inseln durchsirieche er Viir Apostolischem Schweiß, unter welchen M einzige Insul Japon erlich und üo. Kö¬ nigreich in sich begreifft. O wahrhaftig ein Vundermann in der Geduld muß Xave- kius gewesen leyn. Wie bekannt,so hat er der Heyden übereylfmal hundert raujend mitey- Mer Hand gerausset, und folgendö alle riese / ehe und Mr der Tauff in den Ge- i)eiinnussen des Glaubens in ihren Sprachen Mterwiesen. O was Mühe und Geduld dich eS ihn gekostet haben. Letzrlichen er^ innere dich, mit was standhafftiger Geduld braverius die letzte tödliche Kranckheir auß» gestanden-Kein Wehklagen, kein Zeichen ci- lie» Widenviklens war in ihm zuvsrfpüren, vbschon die auserste Noch alle Todes-Angst öeschwärlicher macht. In Abgang der Leib- «lrtzten/ hat ihm einer in der Kunst unerr lahrner mit der Ader den Arm gefährlich verletzet, kein Labung noch Hertzstarckendes Mittel war an der Hand, äusser etwelcher Mandel-Kern, muste also sich in dem Tod Mt der Geduld trösten. Unterdessen wie Verhaltest du dich in deinen Kranckheitsn ? D 4 in ( o ) M- in widrigen Zufällen ? Lerne die Geduld mit deiner Beschuupsung vonLaverio, niemal beantworte die Plag nut überstiffigerKlag/ sondern wann dir der Unwillen im Harnish begegnet, dämpfe, und lösche bey dir da^ Feuer im Dach, dann Krieg und Feuer ve? mehren das Übel. Bewegliche Antrieb zur Nach- folg des heiligen Xaverii m der Geduld. 1. A'averius überhäuffet mit Lepden,w^ noch mehr geplaget und gedruckt seyn. hast du dann nichts noch von der Gedl^ Taverii, wann du alsobald genug im erste" Augenblick des Creuhes hast. 2. Wann dich GOtt in vielen Wid^ wartigkeitenübet, verfolget er dich nicht zu" verderben, sondern will dich zum HiM^ bewehrt machen; also versichert und getrost dich Xaverius. z. Hütte dich vor Ungeduld/unbillig" Murren wider GOtt; die Lasterreden den Himmel bleiben nicht ungerochen / u" olche Weis verdienest du mit neuem brechen neue Straff. , , 4- Taverio wäre es verdächtig / fürchtete die Ungnad GOttes, wann er ( ° ) M- ünmerdar mit Plag und Trübsaal überhäüf- «ec wäre. 5- Ohne Christo znleben,nach deme du M verkostet: Zhn verlassen aus Antrieb der sinnlichen Gelüsten, dicß ist ein Creutz Uber alle Creutz: seynb die Wort Xaverii- dieses Creutz entfliehe, andere Creutz um- Mge: Bitt-Gebeth. Geduldigster Xaveri/ welche^ nachdem dir in einem Gesicht ycurffenweis vorgestellet wurden/alle Plag / Hunger / Durst / und Ungele¬ genheit/ Schmach/ Unbill / Gefah¬ ren des Lebens / bis in den Tod/so vu in deinen Apostolischen Arbeiten Zuleyden haben würdest / jedoch dar- vb unerschrocken mit heroischer Ke- i^narion in diese Seuffzer ausgebro¬ chen : Nochmehr D HErr! noch wehr ! weilen du wüstest/ daß alle wese Kreutz von der Bäuerlichen Pand GLttes dir wurden aufgela- Wnwerden; Ich glaub wahrhafftig/ vaßKranckheit/LrübsaalVerfol¬ gung/ 'M ( o ) 844- gung/von dem gütigsten GOtt zuttl besten der Seele uns Menschen ZU- geschicket werden; darum erlang mir durch die Areutztragende SchM tern IEsu / deinen Geist der Geduld / mit welchem ich Arnmth und lassenheit von der gnädigen Harm meinesHimmlischen Vatters gutwil- !ig annehme, sie verehre und kM als Lheil und R.e!i^uien deß mit Blutgefarbten H. Lreutzes; damit sein allerheiligster Will in mir voll- kommentlrch^ederzeit erfüllet werde- Sechste Freytag. Die Lrcuyigung Christi. Die Creuhigung Christi, welche du heunt zubetrachten vorniehmst, ist ein öffentlicher Schau r Platz der Großmürhigkeit Christi - Es wäre Christo nicht genug das Creuß auf den Calvari - Berg zutragcn , sonders er legte sich sechsten auf dasselbe nieder, sireckce mir unerhörter Großinüthigkeit seine beede Hand zu der Creutzigung ans. Nun solche ausgestreckce Händ haben die Hen- ckers se/ lit B j»' rf ul- d/ -r- ud int /ec li- lß ril / ne nn 'M rS -E ( » ) 8H»- ckers-Knecht mit gewaltig grossen Nägeln durchgraben, und mit solcher wirtender Ra¬ serei) an das Creuß genaglt, datz man über den gantzen Calvari-Berg die Streich der Hammerschiag erschallen gehöret; in weichem erschröcklichen Merck die grausame Knecht der Bosheit eine halbe Stund zugebracht haben. Allhier wvlre ich dich, O Christliche Eeel, erinneret haben, damit du dich ge¬ wöhnest, aus Liebe deinesHeylands in schwe¬ ren und harten Sachen gleich wie ein ande¬ rer Abraham Gl)kt dich selbsten aufzuopft lern. Darmwird nützlich seyn, nicht nur ,ene fachen zuüben, zu denen du verbunden bist, Wadern zu allen, anch grossen Beschwär- Bussen nach dem Erempel Christi deine Arme ^lßznstrecken, nichts zusürchten / nichts zu- Herren, sondern mit Paulo alles in diesem °er dich stärcket zu überwinden- Gedeih zu Christo. Barmhertzigster ICsU/ der du den bitteren Tod mit unüber-e Endlicher Starčke für das mensch- Uche Geschlecht hast ansqestanden / ^leyhe mir durch die großmüthige Darreichung deiner heiligen Armen kvl 8cg Hi krc der ik>i ler Se^ l'ri he sie Ni! fo NI ÜI dm Nnh Een lieb, sche Leih schn der, cke V LN) esi 4^ ( o ) zchi- an das schwere Lreutz , welche ich mit tieffester Denmth küsse, uriv mit Nachfolgung des großmüchigktt Hertzens Zbaverti heunt zuverehrett Vorhabens bin, daß ich in deinen» göttlichen Dienst wider alle M schwarnussen starck und großmüth^ verharre, zugleich meinem gege^ wärtigenVerlangen nach/deinem he'^ ligsten Wohlgefallen willfahre. Nachfolg der Großmüthigkei' Xaverii. §H>An beobachtet Xaverium wie inanw^ le, es findet sich in seinem Gem^" nichts, dann fern aussehendes Verlangt / hoch und weit außgestreckce Grösse, mit uberwündlicher Stärcke. Dießfalls einPt»^ stuck der Nach Welt zugeben, hat er vo»' sich so viel erzwungen, daß er so gar MlE und Leffzen auf das faule Eyrer, und M fiat trissende Geschwür angedrucket, solcM mit ungläubiger Gewalt der Natur ab¬ gezogen ; dieß geschähe zu Venedig: Manapar aber begegnet ihm ein Geschw^ voller entsetzlicher Bettler, den.niema^ mehr ohne Grausen ansehen kunte^ da - - Vera"' ich lkid gett rett leitt Sc¬ hiß ett- »ei- li, ni' >b- l)ii , Iid .li¬ es s- >c- ,v i'i -«HS ( ° / Sch»- ^t'Uni der Ncilur einen Gewalt zuthun, M)me Taverius diesen erbärmlichen Kran- ,^n Ltbweegs nach sich, munterte ihn mit ^dreichesten Morren zur Geduld auf, wu- M hernach ihm alle grauslichenUnrarhvom Aib / säuberte mit eygenen Händen die Ge- Hwar; ergrieffe endlich das Geschirr mit Okln abgewaschenen Echter, und Unstat, trun- Ee es durstig und begierig aus, gleich einem Wn Zuckertranck. Und ob er schon diesen °^vang in aller Still sich angethan , kunre doch nicht verschwiegen bleiben, weil mit ?sser Überwindung zugleich der elende Betr- völlige Gesundheit wunderbarlich über- ^lnmeu hat. Entsetze dich nicht/dann so A viel entsetzliches verlanget von dir der Fimmel nicht, etwas jedoch, was Gewalt ^ucht in der verderbten Natur, das will Himmel, weilen allein die Gewaltigen h der Tugend. selben zu sich reissen. Wei- ers die Starckmüthigkeit Taverii zuerwe- ^n / wie standhafft war er in Beförde¬ rung derGlory GOktes? vierzig tausend Gö- - Bilder hak er in Stärcke seines Apo- noli-chen Arms zu Boden geworffen- Nicht weniger Ober-Gewalt hat er schier eben n^viel Kirchen dem wahren GOtt erbauet, .»ein in Travancor derer 20. in Piscaria 42. daß sich derohalben nicht zuver» wun- -M C o ) M- wundern , warum Xaverius emsmals un¬ ter wehrender Tauff der Saracenen von dermann gesehen worden in wunderlich hochter Grösse des Leibs, gleich einem geheuren Riesen: Es wolle nemlich GOu durch die ungewöhnliche Grösse des Leibs die Große seines Gemürhs hier zn einen' Wunder-Geschicht vorstellen. Zaghaftes Hertz: was Sinn und Gedancken führest d" in Ablesung dieses Apostolischen Helden muths Xaveeii. O was schlechte täglich/ Zufall,werffen dein Gemüth;u bodrn/eyl^ ergreiffe dann ein großmüthiges Hertz, msb lerne dich in jenem zu überwinden, was in dlc innerlich dein Gefatz und Willen wiederspensiig ist. Anmahnung des 5^. Novem zbk Großmüthlgkeit über sich selbften. 1. Was Taverius noch lebend imm^ dar im Hertzen bey sich,chn Mund gegen an' -ern geführek, das rnstter dir vom Hu"' mel herab zu : überwinde dich sechstem 2. Er will so viel sagen : überwinde in d>r was der Ehr, und Liebe GOttes wide^ strebet. g. Überwinde dich sechsten ; also daß dich unter die senige rechnest, welche vi-ü niu Lilliges von der Welt, vom Teuffel und -HN s o ) Seneni Fleisch erlitten haben. Überwinde' selbst, und wann sich schon Beschwerlich¬ sten werden erheben , laß dich von ange¬ legenem Vorsatz nicht abschrvcken,dann die erste und vornehmste Beschwernus ist mit dir lrlbst, seynd die Wort Xaverii. 4- Überwinde dich selbst, dann du glan- M es nicht, was glückseeliges vergnügtes ^ben es seye ihme selbsten abzusterben, seinett Willen und Neygung zubrechen , seynd die ^rork Xaverii- 5- Unablässlich sprach der H. Apostel sel¬ iti Indianern Zu : zerbrecht, vertilget die ^gökterey. Das laß auch dir gesagt seyn: Milge, und vernichte jene Götzen, Ney- ^>tg und LiebsrBilder, welche sich in deinem Hetzen den wahren GOtt zuwider befinden. Bitt-Gebeth. D HertzhafterXaveri/derdudas M natürliche Grausen zuüberwin- ^ü/in Spitaln die Bedienung jener Lancken dir Vorbehalten hast, so Abscheulicher und grauslicher waren, ^vftersmal mit nie erhörter Groß- ^üthtgkeit die Blutflieffcnde Eyter ^ßgesogen, der preßhafften Wun¬ den -kch>8 ( o ) M- den gereiniget, und geküsset. Ich entsetze mich ob dieser deiner Helden^ müthiger That, und werde zugleich Gamroth - dast ich so gleich den Muth fallen lasse, wann sich etwas meinet verderbten Natur zuwider ereygnet. Darum erlange mir diese norhwE dtge Grmd/L) liebster Kaveri, dall ich zum wenigsten meiner sündhaft^ Natur einrge Gewalt anchue,darust ich Ulster jene in der Tugend gewa^ thatlge möge gezehlet werden, so lein das gewaltlehdende Himelreich zu sich reissen. Der siebende FmMg- Lbristi Dürst an dcw Kreutz^ 8icio,mlch durstet, ist ein einziges/ Geheimnusvolies Morr. Ehender als ist) Fes dirO Christliche Seel vorsteile, erint re dich jenes Dursts , mit welchen der stre Samjvn.nach erlegtes tausend MW stäern zum Tod geplagt worden..Diese" w schreibet die Schrifft also : Es durstet sehr / und er rufftezuchemHErm,undww^ Du-hast durch die Hand deines 'ch 'M ich ich rer el. all int D g!' ich och iM ih» chl 4HZ f Q ) ke der grösten Peynen gewesen, die Clmstus dem Creutz gelitten. Diese Meynung schliesse ich aus der Schrifft, massen der lie- Heyland bald nach außgesprocheneni 5>lcio, ^ich durstet, seinen Geist aufgcgeben. Aber ivaß nreynst du Christliche Seel, was für ein ^urst war dieser? vielleicht des Tranckö ? §ch nein, Deiner Seele. 9eüch deiner See? Meie dürstete den lieben Hcyiand, diese ist peinige Ursach seines grossen Dursts. Sie? ^nun wie heftig deinen Erlöser nach deine» Seelen Heyl dürstet, dieses peynigek ihn bis demTod Schäme dich zugleich, daß dich ? Mensch nach deinen» eygenen Serlen-Heyl wenig durstet. L Bitt- biči Va mg anr lass bic Kin liiri, 8ich !eyd gegr tigsl «lik, i ^hr i'Uch Mm te er die^ 8en «uk Thei tur. ben, dqß Erkc die I siche FH»- ( o ) r^- Bltt-Gcdeth. Seelen-durstiger JESU, dest W.) sen gantzes Leben nichts anders als etn imerwUwenderSeelen-Durst gewesen. Tiefer Turst Q liebster JESU hat dich endlich an dasKreuß gehefftet, und deine gebcnedeyte Seel von dem Leib abgesondert, damit d" jenes verlohrene Schafflein findest/ nach welchem dich als einen getreue" Hieter so sehr gedurstet. Šibe weil' Gecreutzigter JEsu, meine Seel ist das ientge Schäfflern, es durste dich nach ihr, verlange ihrer, bessr" ders zu jener Zeit, da sie durch deine Fürslchtigkeit von ihrem Leib wich abgesondert werden. Ach mein damalens verlasse sie nicht, sonder" führe sie zu den wahren Brunnes Quallen der ewigen Glückseeligkeit / Amen. NachfolgLaverüSeelenDukst^ bestiessen der Eyftr dieses grE Heilkicn gegen -ederman gewesen, g'-^^ sein ganzer bebens-bauff,Zum ^>epl der V ( « ) ZHH- dianer wurde er ebe zujenerZert gebohren,als O.nma Indien erfunden, zum Hcpl lind Trost aber der übrigen Weir lebt er ^woch rin Himmel, aliwo er nicht unter¬ biet unnierfort sich gutthatig zu zeigen den ^bern, und den Seelen der Menschen, bie sich seiner Füroitt vertrauen. Mir den Kindern wüste er mit einsaitiger Unschuld 'Hzugchen, den Gelehrten mit hohem ^icht des Verstands zubegegnen; von Mit- '^)den zcrstoffe er gegen den Preßhafften, 8tgen den Nothleydcnden wäre er bejchaf- ^ger mit inständiger Sorg ihnen zuhelffen, Kleinem Wort allen alles, daniir er alle Aristo gewinnen mochte. lvlcÜLtuoi- kgun-^ jener Morgenlandische Prediger beo- ^chtere nrit alleni Fleiß Ravern Weis und sanier die Seelen zugewinnen, und schöpf- endlich dieffS Unheil von ihm: Es schiene ^Bekehrung der Sünder, und Unglaube Vökkn'N wnreke Raverms, nicht allein übernatürlicher Krafft, als auch großen icheils durch bewegliche Neygnng der Na^ Ja Raverius möge nicht anderst le- ?^,noch sich befriedigen s , als allein M er mit Liebs - Gewalt die Seelen zur ^kgimtnus und Liebe GOttcs ziehe. Wasi ..^Ungläubige die Lieblichkeit seines Lnge- ^rs vgr von weilen sehen karrten, waren E s s'i -rn c °) rm- sie fchpn ersattiget,und begucmlich M' Ch^ licher Unterweisung. Da er in Travon.^ angekommen , liessen ihm al,sobald b» sechs tausend Mann nach, also, daß er gen Menge des Vvlcks bezwungen auf ei ^eu Bauinzu steigen, und Wen vou dannen die Evangelische Lehr vorzutragen Zweissels ohne aussonderbarnemAnrribdt» Geists Gurtes, wann er im Sinn hatte abschechichste Sünder aus dem Sundes Kott heraus zuziehen, .muste .er meister^ die Unschuld seines Lebens in Reden,, Gebärden zuverstellen, also daß sie AnfE nicht vermerckenkunten, wie das Absehen e', ver Gemeinschaffr auf ihrer Seelen -M gerichtet sepe. Er besuchte sie gantz fährig in den Häusern, Hienge mit ilW zu Tisch, war lustig stn der Ansprach , fteni^ lich in Hand und Mund, also sie gegen zumVertraueuzuloFen;nachdem er abet^ dergleichen Weis die Gemüther eingen< men, da setzte er mit allem Eyfer auf Besserung der Sitten. Sein unersättli^. Durst die Seelen GOtt zugewinnen also groß, daß er eine Seel GOcl zuge^ nen, ;o. 40 bis ;o. Wälsche Meilen H Fuß geloffen. Im übrigen, so groß sein K- war die Sünder zubekehren, so inbrwW wäre auch seine Sorg die Unschuld zu j . -4-h« s ->) r-44- an allen Orthen sammleke er dir erste ^'ücht der Seelen von der Blühe der Ju- .- Mit einem Glöckel in der Hand pfleg- er diese von Aaus zu Haus zubcruffen , Graach umgeben mit der Menge der Kin» ^'/setzte er die übrige Apostolische Arbeit ^rc. Im Eingang eines jedlichen Hauses, !^r sejne erste Frag um die Kinder, mit Mn fing er die Unterweisung der übrigen Hagß-Oxnosten an. Unmöglich ist jene Arbei« N zu beschreiben, die er um das Heyldes - Wachsten verrichtet, doch ist gewiß daß er ! Mnal hundert tausend mit seiner Aposto- Mcn Hand getguffek und Christo gewum Och- O wie saumscclig ist unser Eyfcr in Ge- Wui cygencr und fremder Seelen. Wer der, der den Seelen Hand reichet ? Der Oer Seelen Untergang mit Sorg vermittelt ? ^llcicht ist man mehr! sorgfältig, daß sich , M der Hund auß dem Haus verliehrc, daß sich das Kind, oder der Dlustbokh übleGrsellschaffc nicht vergehe. Pfui der ^wand! das Heist nicht,Laverio im Gewinn Seelen Nachfolgen. ^Zürckltche Acbe / und Gutthä- tigkett gegen den Nächsten in Gewinn der Seelen. r. Die Seelen GOtt zugewiunen, iß nach E z Zrug- Eso) Zttignus Oion)'^ mehr kein Göttlich, uls Menschliches Merck. Dahero soll dein grof sies Geschah seyn, bevor deine, hernach nes Nächstens Seel GOtr zugewinnen. .. 2. Versorge nicht so vie! den s'cib alt do Seel der deiniacn : Mäst du nicht von »'/ uen beleydiaer ftyn, sogestatte noch wemch^ daß GOtt durch sie belcydigct werde, V^ hindere und versuche die Schliesswinckeldch Boßheir in deinem Haus^ Der Sund ke^ neu Äuftnrhalk geben, gehöret einem Ch^ sten zu. z. Wei! dir vielleicht deinVerufsdieSE der Seelen nicht aufbürdcr, so seye auch lügst günstig allen, welche diese edle Mu" für das Blut JEstr im Berufs führen; lst^ se dich, solche durch falsche Nachreden zuhel^ stigen; du schadest nicht ihnen, sondern dcu> gesuchten Seclen-Gewinn. ZssaveriuS ist b^^ lauffig vor zo. Jahren einem zu (-OL ersthi^ neu/der in Todsicher Kranckheit ihn lB Hülff angerussen, aber mit entsetzlicher sialt, und folgender Bedrohung - Wiests^ oder kau ich dir bei) GOtt etwas erhalle»? der du nicht längst die Mitc Glieder mein// Ordens, und Beruffs, so hart geplaget/^ ärgerlich gelästert halt! Zelge deinen len-Epser, wann dir nichts anders möglich? in der Kinder-Zucht. Gleich einer Bruüf . Heu^ ( o ) 844- Henn samlete Taverrus überall die Jugend iusammcn, dann er wüste gar wohl, was gefällig seye. Last dir mit äuserstem Fleiß der Jugend ewiges Glück mehr dann derjeiben "zeitliche Wohlfahrt , mehr der Teele als des Leibs Zierd angelegen seyn. 4- Von aller Aergernuö bewahre die lie- Unschuld: verwundere dich nicht, woher dein Kind seine so ungereimte Werckund Hebenden Herkommen ; Was hat derglei- Aen Jugend in jenen Zusammenkünften , Hesellschafften,und Genieinschafrenzu thun? welche dir in die Schoost deiner Bewahr ^ng von GOtt anvertrauet ist. Forchte, daß dir nicht das Anvertraute aust der ^chvoß durch den zeitlichen Tvd weggeraf- >ek wird. 6. Mit der bewahrten Unschuld der Jur jst viel kräftiges bey diesem Wunr ^rheil,g?n außzuwurcken Er kragt vom Hi.n- ^'l herab so hertzliches Wohlgefallen an den Mlerzogeneu Kindern, daß ich dir ver¬ zechen darf, du wirst alles leichter erhalr wann du seinem Alrar wirst ein solche ^sträfliche Seel, auch ohne Gebech, mit ?ustgehcbren unschuldigen Handlemvorstelr können. 7. Endlichen bethe nach dem ExempeI3ea- berü öfters für die Bekehrung der wilden E 4 Heyr d, de un lci dc lrr k 8 v v d k ; l -«chS ( » ) ' Heyden, Unglaubigeu,Krtzem, ver>ckH Juden, und Sünder/ also wrrsiu viel, Seelen gewinnen /und durch drin Keth vielen den Himmel erenuei',., ' Vitt - Gebeth zu dem heiligctt RavcrisH W Grosser Seelen ? Cyserör, he^ M liger Francssce Xaveri, dcrdU auf allerhand Weis das Hey! der' Seelen zubefördern gesucl)et, djeft!^ bige durch Predigen, Allmosen , Arl^ neyen, mir holdsecligstem Ange-r sicht und süssestem Worten zur Es? kanntnus Gattes gefnhret, ia Person eines B.dots - Knechts, Kaust Manns, Soldatens, Leib-Achtens/ Vatters, Bettlers / nach dem es drt Sach erfordert, angenommen, am daß du allen alles wurdest, undasso alle Khristo gewinnen tharest. lange mir solche Liebs-Flamm, durch welche ich angesimdet, erstens das Hey! Miner Seele bestmoglichst be? fördern, darnach auch mit inbrün^ stigem Lyfer, die Lieb und geistliche ( o 1 w»- Nohlfart des Neben - Menfchens irur angelegen seyrr lasse r alle, son- derlich'meine lbitergebene, mit Wort und Exempl zur Liebe GDttes am leite, damit ich einsmals die Schaar der Mßerwählten Gattes, die du >ntt deinem Apostolischen Eyfer dem Himmel gewonnen, zugeselless/mit drr GHtt liebe und lobe in Ewigkeit / Amen. E Der achte Freytag. Christus bcfthlct seine Mutter Joämii. Der Elngebohrne Sohn Gattes, als or dicht so wohl dem Tod als der Mutter gantz '^hend wäre, hak er seinem liehen jünger in Hand die Verlaine Mutter befehlen Zollen r Sohn frehe deine Mutter. T> nn- lienieine mit Schmerlen vermischte Liebe! e- wche Chprstiw nicht ehender von dieser Weir ^scheiden, ehe er seine verlaßene Muttor ^rsorgre. Uber dieses alles redet der O- chZac« wr August, gar schöir i. ri.^is.civ. Oct. Öligster JEsu , dli vergiessest deiner Mnkr wr auch nicht, nngcachr baß deine Schmer» groß, und deine Wunden sehr ries sepnd, 42? l o ) so gedenckcstdu ihrer dannoch in deinem letz' ten Kampf und Zügen; du neygest gegeii ihr dein Haubr, und befiehirji sie Johanni/ als einem Sohn seine Murrer. Bis hie Hel Aug- Ader niehme wahr, daß nicht m>r Joarmi, sondern uns alten von dem anrÄeuß sterbenden Hepland seye gesagt worden: !>' he deine Murrer / das ist , diese solst lieb haben wie deine Murrer, um diese so!^ sorgen / wie um deine Mutter Christi^ Seel, wie liebest du Mariani? wie sorg^ du für die Ehre Maria? bist du saumseeli^ in ihrer Ehrbeförderung/ so bistdu nicht a"b der Zahl der jeuigen, die ZEsus geliebet h^' Liebe Mariam, so wirst du ein Junger se!^ den ZEsus geliebet hat. Gedech zu Lhristo. M Gütigster ICSU, der duani Kreutz hangend,, mitten untek deinen Tods-Schmertzen deine ltgste Mutter uns allen in dem H' Joanne zu einer Mutter gegeben, und dessen Liebe anbefohlen: dich bitte ich durch die innerste Lieb, nm welcher dein allerheiligstes Hertz g^ gen derselben angeflamet gewesen/ Net- s O ) ?chH- mit dem Marianischm Nave¬ zo mein Hertz an Mariam, damit von der Lieb gegen sie gantz ent¬ zündet werde, und ich also durch ih¬ te mächtige Fürbittjetzt die tröstliche Hiüff in meinen Antigen desto siche¬ rer erhalte, nachmalens aber Maria als ein Sohn, mir aber N aria als ei'- rre Mutter, besonders zur Stund des Tods anbefohten werde, Amen. Nachfolg Xaverii in der Lieb gegen Mariam. Liebe Laverii gegen Mariam kanst du nicht besser, als von der Liebe Jo¬ hannis abnehmen; dann gleich wie derselbe sie fnr eine Mutter, also hatLaveriussie für die lsiniae ausge.ionimen. Er richtetö nichts oh» »e Maria, alle seine Wunsch und Begeh¬ ren rruge er GOtc vor durch Mariam. Da- >nirich leichter erhalte, was ich verlange , schreibt er zu eine n, hab ich mir zu einer Fürsprecherin die allerheiligste Jungftau er- wshler, als welche ein Himmels-Königin , was sie will, bald erbitrer. Dieses geschähe Zweijfels ohne, da er von Rom nacher Lore¬ to gezogen, Maria das groge Werck der -rn ( »') «4». Bekehrung der Völcker anzuvectrauen / chk er nachcr Indien zu See gegangen- Le auch klar, daß er Vic Mutter der scho>^ Liebe weit mehr achte,'als sein leibliche ter, die er von dannen zubesuchen, und beurlauben, obwöhteü es durch eine kE Reis leicht geschehet! konte, auf keine sich erbitten liesse.'Sein Zuversicht KgenM^ riam zuzetgen,stellte erden erstell'Einzug Christenheit zu dein König Bungi also Dreyssg Portugeser in kostbaresten KlE düngen, mir sünss Adelichen Knaben gi^ gen daher, er folgte, den diests Orths bekantenGlaichcn inHochschäHung zubring^ Niik einem Chor-Mock undPrkesterlicher St!? .len angerhan: vor seiner liesse Zkaveriuö^ überaus liebreiches Bild der Mutter . teS tragen , welches er auch also bald, ein Schield den Bonziet'n oder Pfaffen entgegen llellete- Die Marias sche Ehr in Indien einzupflantzeN, kE man ihm in Übersendung der RosenkM von Rom nacher Indien kein Genügen n^' chen- Er jelbst pflegte den Rosenkrantz dem Hals zu tragen. Welche Ehren-DA ihme zübelohnen, stellte sich guf eine A , Maria vor sein Angesicht mit ihrem JEst Kind in der Schooß, umgeben von de heiligen Engeln, und Apostl Thoma / 4HS ( ° ) H» lieblichem Anblick , und Versprechen : Sie wolle ihm in allen treu , und Mütterlich beysichen r Er hats auch erfahren; dann was er durch Marian, begehret, war ihm Htwrßi 'n)ldui^,iz nrE^ ln, Erwartest du von GOtt etwas, seye ver- stcherk, du erhaltest es durch Marian, ,dcmn Wie Christus durch Mariam derWelt geschen¬ kt worden, also ist es bejtimmet, der Welt die Waden durch Mariani mirzutheilLii. sste- de also Maxjam, und du hast alles btt) GOtt trhalkMmA üuur um Antrieb zur Verehrung Mana. 1. Maria ist ein Schliesse! zu der Gött¬ lichen Schah - Kammer, sicher karst du vom Himmel eine Gnad erwarten/.wann du dich dieses Schh'tssels gebrauchest. 2. Maria ist eine Mutter Christi; was nieynest du, wird wohl Christus 'seiner Mutt ter etwas absprechen können ? russe Ma¬ rian, an, und du wirst alles bey.Christo er¬ halten. Also machte es XaveriuZ zur Zeit, da von Seiten des grösser» Schieffs'das Nenschifflein nut samt de» Schiessenden vom Sturm deS Ungewitters auff die unge- siiim Hvhe des Meers weggerissen wurdezda hatXaveriusbe» dem Marianischen Hnaden> Bild zu Malaca drep Messen virsprvchen, und -WS e o ) und alfobald kehrete das Schiesslcin unver- letzt zuruck. z. In aller deinen Tru^saalflieye zu Ma¬ ria , und sie wird dich zur Zeit der Nelh nicht: verlassen: Besonders in deinen Ansech- tungen und Anliegen des Är-wJens/ dami sie ist ein Mutter der betrübten. 7. Bey deinen Untergebenen pflantze die Marianische Liebe ein: unterlass nicht tag- lich den Nvsenkrantz/ wo inchr ostenrlich^ jum wenigsten in Gehen» znbethen; dami dieses ist ein kraffkiges Nictel, das Feuer dec Liebe gegen Mariani zuerhalken. 5. Mit der ersten Milch stosse der klei¬ nen Jugend die Neygung gegen Marimli ein: stelle derselben als ein Mutter vor. Al¬ so rhate es kkaverius, welcher die Jugend mir Rosenkräntztn bewaffnete/und dardurch die Teuffel auskriebe. 6. Besonders niehme dkrvor,sie zurStund des Tods anzurusten. Darzulwird nutzli^ seyn / öfters mit dem sterbenden Xaverio zu widerhollen: Zeige dich eine Mutter zuseichU und gewiß wird sie sich eine Mutter zei¬ gen / wofern du dich einen Sohn zeig«" wirst. Bitt- ^Eiliger Frnnctsce Dweri , der W du imcistcnAiiL^ng nachZn- -s-r ( o ) Vitt-Gcdcth. t^u lil» l:t -ZU- vien zu Loreto das Stammen-Haus oer Mutter Gattes andächtig ver¬ tret hast, ihr gnädige Hülf in so Wichtigem Geschäft zuerlangen, deine Übliche Mutter aber, da du nicht ">eit von deinemVatterland die Rers Angenommen , nicht hast wollen be- M)en, mehr liebend die Mutter ^Ättechals die eygenc: dessen Ro- sNkrantz unzahlbare krancke, durch blosse Berührung gesund gemacht: Mautze in mem Hertz eine kindliche >.Eebe gegen Mariam, daß ich sie mehr Kbe, als jemaleu auch der beste .^ohn seine Mutter geliebet hat: daß mich keines Geschäfts unterfart- ? nichts würcke, nichts gedencke, mit ihrem Rath, Mitwürckung, k'w Cinsprechung. Erlange mir von . emer und meiner liebsten Mutter, ich in ihrer Lieb jederzeit Eyfrig beständig verharre, von ihrem .. treu- treuen Dienst mich kein Schrö- cken der bösen Geister, noch me,E licher Kcsix-ei abtr innig mache, M dem sie also liebe, das; ich nach die¬ sem Leben die Gaab der Marias schm Liebe, das ist die Kron de? ewigen Seeligkcit verdiene, Amen» Der neunte Freytag. Der Tod Christi. Das Geheimnuß, welches ich dir o Chri^ liche Seel, heunt mbekrachttn vorstelle^ das gröste und wichtigste, nemlich der 2s Christi. Christus nachdem« er alles vo» bracht, was ihme sein Himmlischer auferleget, lind nachdeme er den gantz, Acker der aufgehenden Kirchen durch , und dreyftg Jahr mit seinem allerheilbE Schweiß befeuchtet, hat er endlich das E sterstuek an den, Creuh gespielet, und dich^ Weis gelehret, heilig, und fromm den. Dieses beschreibet zwar kürhlich, nachdrucllich der H. Evangelist Matthäus Er sagte (nemuch Christus/ es ist alles »o» bracht; und nachdeme er das Haubtg^f get, gab« er feinen Geist auf. Wie viel r o > so viel Lehrstück heilig und fromm juster« ; ein heiliger Tod fordert einen heiligen >ebens-Wandel; wilsidu trostreich und hei- sterben , vollende Gottseeiig deinen Le- ^ns-Lauff, volibringe v'orhero alles,'was dir dtt so wohl in seinen , als in den Ge- ^vtten der Kirchen aüferleget hat, als dann HW du nut Christo trostreich sagen können, ist vollbracht, wirst deine Geist in die Händ ^Himmlischen Vatters anfgeben , mit -^aulo aber dich trösten: Ich hab einen guten Streit gejiritten, meinen Lauff vol« Wdek, im übrigen erwarte ich die Cron der Gerechtigkeit, welche mir zugeben verspror ")en hat der gerechte Richter. ÄLtt-Gcbeth zudem sterbenden . Shristo. ID HCrr IEsu Shriste r ich bitte M dich durch jene Bitterkeit, und grausame Lods Aengsten,weiche auß- Manden hat deine ailerheiligfteSeel, sie von deinem ailerheiligsten Leib ^bgefahrm, erbarme dich meiner Men Seelen, durch die mächtige Mrbitt deines sterbendm Naveris, Zeichen ich heunt um Erlangung -nr ( e ) rn- eines heiligen Tods zuverehren mir vorgenommen / wann sie von ihrem sündigen Leib abfahren wird. Der du lebest und regierest von Ewigkeit zu Ewigkeit, Amen. O HErr JCiu Lhriste/ derdli um die neunte Stund für die Er¬ lösung der Welt, den Galgen des Bereiches bestiegen, und dein kostba¬ res Blut, um unsers Heyls WillM reichlich vergossen hast. Wir bittet dich demüthigst, durch den kostba¬ ren Tod deines Dieners -baverii/ verleyhe uns gnädiglich, damit wir bey deinem Gericht hören mögen je¬ nen trostreichen Zuspruch: Kommet ihr Gebenedeyte, besitzet das Rem) meines Vatters. Nachfoig des kostbaren Tods Kaverii. ^ll^Ann ich kdes grossen Zbaverii glorreich^ Tod betrachte, fallet mir dieGlh^ nuS der Sonnen ein, welche nachdenie" ibren Umgezirck abgeloffen , endlich zu dem Niedergang eylet, doch also, daß sie glor¬ reicher aufgehe. Ebm also war der Toa W- ir it u s i- li e t ) zg e i ^averii beschaffen ; dann nachdem«' er mit ^'ermüdetem Fleiß, und Hitzigem Schweiß Acker der Kirchen GOttes besuchtet, mit seinemApostvlischenEyftr dreyTheil , Welt angefeuret worden, also zwar, da- M er als ein Licht in dem Firmament ge- Mc leichten möchte in alle Ewigkeit. Ich in einen Verfaß seine Apostolische Ar- .Men sehen, und mit seinem glorreichen Tod, heldenmüthige Thaten endigen. Er L'Ne 2.1541. den 6. April, eben in seinem Mnirthstag, nach viel ausgestandenen ^'angsalen, zu Goa in der Haubrstatt In» an; die Lander die er aldorten durchstri- M /die Anzahl der Ungläubigen die er zu Aristo bekehret, und die Menge derWun- ^so er gewürcket, lassen sich schwer incknen Ersatz bringen, ^oxamki^ue, tvlelinä.e, ^cytor.i,(I!oLlN,?isLLri^LLNLN0rchLl5erz, ^l»l)3i-len, 1r3Vän- 'öe Kirchen erbauet. Diesen gantzen Le- F z bens "-m c °) M- bens-Zirckl nachdenre die Apostolische Ssn" Zkaverius a bg e losten , ist er endlich an ei' nem Montag, als nemlich den 20. Noveinbr, in deine er die heilige Meß verrichten weite, von einer schädlichen Hitz angegriesten w»r< den, welche sich in an Seithenwehe verän^ ret; Er begehrte,man solite ihn in das SeM bringen, weiches den Krancken zu eim>" Spiral dienere, damit er also bey de" Armen, als ein Armer stürbe. Massen asst das Übel mehr und mehr zugenommen, auch daß das von den Wellen staks beunr^ higte Schieß seinem dazumal schwache" Kopff die Aussmercksämkeit aus die Göttis che Sachen benommen, hak er Ludovicro" " Land ihm das Fieber hefftig mit innerlich^ Hitze zusitzte / beynebens auch in jener gend ein sehr kalter mitteruächriger 2Li"d sich hervor gethan, und Georg Alvarez cl" Portuges Zkaverium ohne einzige Bed^ ckung auf der Erden liegen sähe, hat er st)"' eine vonVaumaste gestvchteneHütte an vielt" Seithen offen, und sehr schlecht verwahrest angerragen; allda ist ihm die Ader zwepm"' von eine,» sehr unerfahrneu eröffnet wordess Er litte grosse Verdrießlichkeiten, mit gäntz- liäM M ei« e/ >r< e' ki» 'k! :r rt l« s ki I > -D-r (») r«- bchcrEntäusserung alles norhwmdigen. Bis Er endlich den 28. Novembrin ein liebreiche- lies Gespräch außgebrochen, jetzt seine Augen Kegen den Himmel wendend, wohin er rei¬ fte, jetzt auf die Bildnus des gekreuzigten Heylands, so er in der Hand hielte, mit Ver¬ eisung süssester Thronen; worauf er bald wir Christo folgender Weis redete JEstt ou Sohn Davids erbarme dich meiner; bald zu Mana: Erzeige dich eine Mutter! ^sdarm hat er die Sprach verlohren, doch wlgends sie wieder bekommen, und seine vo- ^gekiebsSeüfzer öfters wiederholiet-Er blie- be zwey Tag ungegessen, ließe das Meß- Und Kirchen - Geräth , samt dein Buch, welches er von den Christlichen Geheimnusr ^ zusammen geschrieben, in das Schief über- ^agen; nächst folgenden Tag, als den ander¬ en Decembr l;/2. an einem-Freytag gegen E'a Uhr Mittags, sähe er den gekreutzigten Pyland erstens an, alsdann liesse er die ^Ügen, und das Angesicht sincken, und des Awke inik süssen Zähren zuzerschmeltzen, mit äMpcechung jenes Gesatzleins des heiligen Davids. In dich O HErr hab ich gehostet/ werd in Ewigkeit nicht zu Schanden Werden; und mithin gäbe er seinen Geist auf. Christliche Seel! wie gefallet dir derTvd Z des -IS? ( » ) M- des grossen Tavern? wilst du mit deni Tov dieses Gerechten sterben, so vollende atze deinen Lebens r Lauff, daß du würdig WM dest, mit Taverio voll der Hoffnung dein ben glücklich zuschliesten. Wie das Leben/ also der Tod. Vorbild eines glückseeligenTods in dem sterbenden H. cLaverio. 1. Glaublich muß Taverius sein Abl^ ben haben vorgesehen, den mehr als jenE meldet er viel in dein letzten Briefe aus Sa^ ciano von Wunsch des Himmels, und tzigen Begierden der Anschauung CDttff' Die Vorsichtigkeit des Tods ist allzeirrall) sam, Christlich und Gotkfeelig, aber daznn^ wann diswürckliche Vorbereitung zum To^ dessen Ankunfft allzeit, und überall erw^ ree. 2. Die Ursach und Gelegenheit seines glückten Tods war sein unersättliches langen, das verschloßene China Christo f eröffnen, und der allda verhoffte Sec'l^ Gewinn. Bitte, und seufze um die Gfflsss daß auch dir die Liebe GOttes oder desNa^ sten den Tod beybringe. Dann wie § derst könte wvhl dein Tod glückseliger le^' z. Dieser von aller Welt so wohl ve" die-w -WS o ) k-4- biente Mann stürbe aüserst verlassen in eine!« Lüsten Eyland ohne Menschen-Hülff und ^rost. Dem stehet gewiß der Himmel osten, welcher verlaßen von der Welt der» Untreu ^'fahret, und seine Hoffnung dort hinkeh. tek. 4. Neben dem Gestatt des bitteren Meers ^ige er in letzten Nöthen. Die heyssamste Vorbereitung zum Tod ist, in bitteren gesal- ^nen Bußzähern oft zerfliessen; dann auch der Gerechte muß nicht ohne Buß sterben sollen, sagt Augustinus- 5. In einem zerrissenen, offenen Hürtlein, ouf den harten Felsen wäre seine letzte Ru¬ hestatt. Wer bei) Lebens-Zeiten seinem "ib nicht zuwohl geschehen last, stehet leicht ter die Schmertzen der Tods-Angst aus. . 6. Unverrucktschwunger seine halb-todte Mgen empor gegen dem Himmel. Wann du mit deinem Leben dorthin zielest, so wird deiner Seel dermaleins der Weeg nicht un¬ bekannt seyn, welcher in Himmel führet. . 7- Mit beeden Häi'den lnnarmete, und druckte er die Bildnus des Gekreutzigren Heylands an sein Hertz. Da war der Tod das Leben, niemalens ohne Creutz, alle- ?eir mit JEsu. Wo du deinen Trost suchest "n Leben, da wirstu ihn finden in dem Tod; doste dazumal nicht zufinden jenes, was du jetzt -W f r> ) M- seht nicht suchest. 2l!so sterben die Gerech¬ ten/ deren Ruhe in GOtt ist. Folge, WM du dir ein gleiches wünschest. Gebeth zudem heiligen Francis, co -baverio, um einen glückseli¬ gen Lod. GAIL tausend Wunsch, und Sestft AW Zern begleite ich, von dieses unbeständigen Lebens r Meer zu destl ewigenGestatt derFreuden deine Hi^ fahrt, O seeliger Himmels-Pilgra^ H. FrancisEaverii. O daß meint sündhaffte Seel deiner Apostolisch^ Seel beygesellet Ware! wie glücklich wie sicher wurde mein Hinscheidest ftyn. Heunt erwähle ich dich zu ei¬ nem absonderlichenBeschützer in letz¬ ten Nöthen zu meinem GeleitsmaB in die Ewigkeit. Ach! fordere meint Seel nur bald von mir, und niehme sie in die Hand, wann du ist deinem GOtt vorsihest, daß ich ust- beständig meinen Vorsatz zu widck handlen/und in Sünden vielleicht einwilligen werde. Unterdessen ver- s » > -k»- schaffe mit deiner Fürbitt , daß ich ven Aengsten des Tods vorkomme in ernstlicher Besserung des noch übri¬ gen , und Beremmg des zugebrach¬ ten Lebens ; chaß- ich meine Sinn, Und Gedancken bey Zeiten nach dem ewigen kehre, und mein Hertz .nicht Zuviel mit Schaden der Seel in das Zeitliche verwickleiund verliesse, und ivann jener letzte Augenblick wird anbrechen , da seye mir zugegen D kyssrigster Seelen - Sorger, mich zu starcken mit denen Heiligen Sacra- Urenten. Würdige mich mit deiner Antz liebreichesten Gegenwart, trö- lle wein beängstigtes Gemüth, ver¬ reibe die Schröcken, und Nachstel- Mg des Teuffels von mir, entzünde 'U mir die Göttliche Lieb des Gekreu¬ zten IEsu. Deiner Sorg befehle meinen Tod, deinem Schutz Mn Leben, T> mein vertrautester heiliger, mein einzige Zuversicht, Nch GDtt mein einziger Trost D Kaveri! Amen. Der -N? ( « ) M- Der zchcnde Freytag- Christi Seiten wird mit der tzerr eröffnet. Christi Lieb gegen uns MenjPen» Den Schluß der Betrachtungen machet die unbeschreibliche Liebe Christi gegen Menschen, Christus hat zwar bis ans die seinige geliebet, doch solche Liebe mit dei" Leben nicht beschlossen, oder geendet; deW ein wahres Zeichen ist, daß er sein allerheE' sie Seiten hat wollen eröffnen lassen , mit zu derselben als zu der Archen die vt^ führte Tauben wiederkehrten. Deroweg^ öffnete einer aus den Kriegs-Knechten sc>^ Seiten mit einem Speer, und alsbald sM Blut undWasser heraus. Nihm wahr,ffe>^ Seiten wird ihm mit einem Speer geöff'^l und in eben der Seiten, mit welcher er gleichsam als seine Brüder vom ersten Aug^' blick seiner Empfängnus, mir unaujMeA kicher Liebe umfangen hat. Was kau nach diesem allen füglichers und nützliches hinzusetzen, als rvas Lvleblus LaUiLZnv liom. -r-r ( ° ) M- ^Lerth gegeben hat; massen dann dre Erlö¬ sung mit grossemWerth verrichtet wird, daß E6 das Ansehen hat, als gelte der Mensch säst so viel als GOtt. Darüber 8älvl3nu6 sich entsetzendem gar bequeme Frag thut, sprechend : Mein was will doch der Mensch seinen, HErrn würdiges wiedergelten / wel¬ cher den jenigen GOtt/ von welchem er er. löst ist, GOtt selbsten schuldig ist. Ich be¬ antworte diese Frag. Wilst du wissen O Christliche Seel, was du würdiges deinem ^Ott zuvergeltcn schuldig bist? dich sechsten. Erziehe dich GOtt,liebe GOtt,und duhast ^Ott alles vergolten. Gebeth zu Christo. W Liebwürdigster IEsu, der du W dein mildreiches Hertz zu einem Jcht zum wenigsten Lob gereichet jenes/ was die Römische Bulla der Heiligspre¬ chung von ihme außsaget: Nemlich/unter andern seinen Tugenden habe gleich de!" Morgenstern die Liebe Hervorgeleichter. Dir Inbrunst Göttlicher Liebe hat dermassen de" gantzen Taverium eingenommen/daß al" stine Gebärde«, sein Thun und Lasten vv" diesem heiligsten Feuer beweget wurden: I"' sonderheit hat diese Himmels.Flamm sei" Hertz so mächtig ergrieffen, daß er gezwunge" ward den Brand mit Wasser abzukühlen/ und auch sogar durchVersenckung desLeid^ in die frische Brunnen-Quall zulöschen. An^ Grund des Herhens brachen unablässa jene Feuers-Flammen hervor: O HeiligsteDE faltigkeit! In diesen und dergleichen Sem zen bestunden seine Reden, va er von einer hitzige" -ns ( o ) Mgen Kranckheik ergrieffeu, ihme selbst dre- nicht zugegen war Alle Work und Aden Tavern hatten gleichsam ihr Leben und ^eel von der innerlichen Lieb GOtres; W sichrere er zu seinen Ordens -Eenosten MeFeurigeWort im Mund: O nieine Brü» ! O meine Gesellen ! wie viel besser ist Uer GOtt, als wir uns cinfallen lasten. O M der grosse GOtt gelobt.' O daß er ge« ^dr wurde! und zwar mir solcher Jnnbrunst, D die umstehende heffkig angefturet wurs Nachmittag wurde er auf eine Zeit Ml Vice-König von dem Gebeth Hinweg- Muffen , in den Gedancken blieb er unter--' ^ssen also in GOtt verliesst, daß er auser- M ganb verlohren, etliche Stund bis gegen Achrs in der Stadr herumgegangen, und ??uuoch deß jenen Pallast nicht erreichet. gleicher Verzuckung gienge er dazumal 7! Goa' herum, als ein Elephant sich außge- ^ffen, ui,d grimmig über die Gasten gelof- Iederinann ruffte Laverio zu: Er MUe sich in Acht nehmen , er aber unver- f Achter Sach gienge allein mit GOtt be- Jaffkjget daher. Unter dem H. Meß-Op« zerschmolhe er vor Liebs Znnlwunst ,sou- h ^ch bey der Wandlung und Geniessung, ^ stossen die andächtige Thranen ihme aus " Augem, nicht anderst als sb er dis Ge¬ gen- K- >cb^ ^er ^z, k r- "?6e !> H si «HS ( o > M- gemvart des Herrns nicht so viel glaubte als mit Augen sehete. Was zwischen verio und den Gekreutzigren für eine Liebs- Gerneinschasst gewesen, erhellet aus dem Bul¬ ligen Schweiß in dem Stammen-Haus La¬ vier. Diesen Gekreuhigten Erlöser liebt, er über alles, dessen Biidnuß trüge er zeit am Hals, und auf der Brust. O')^ diesem Trost wolte er nicht leben : derow^ gen als eraufeineZeitzu Besamfftiguug ungestimmen Meers selbes in das verstricket, geschähe cs daß von dem Uug^ Witter ihm solches aus der Hand mit GE hingeriesten wurde. Aber siehe da er benO nach verlassenen 24. Stunden neben dem Ev statt des Meers daher gierige,stiege aus Tieffe des Meers ein Meer-Krebs her^u und dielte zugleich Taverio in seiner . das veriohrne Lrucissxvor; und kaum >st der heilige Mann Fußfallrnd solches iu Hand gefast, da verstrickte er der Krebs A wiederum in die Tieffe, von welcher s „ her diese Art der Krebsen für ein Wunder in Indien gehalten wird, weßA nen wunderlich dieGestalt eines Creutzes^ schen zwep Fähnlein eingedrucket ist- dem Stainmen des Gekreützigttn wäre S meiniglich seine Liegerstatt, da litte Xaveu^ seine Ohmnacht der heiligen Liebe. W 4- ubtt Xa- itbs» Llu- Zka- iebtt aller )hi'e -wer gdeö assec läge/ irall n'üdt r hak i Pie jieec- jl ihr ;zwl- De> eg^. en"' t v ) 544- ^OHErr, wie bekant. Nicht lebe ohne 'cl>rn,war sein gewohnlicheSSeuffzen.Christ- Mr Mensch wie liebst du GOtt ? wie liebst " den GekreutzigrcnLach wie schwach ist der- ^'Licb, wie lau ist dein Hertz gegen GOtt r Estelle dich entgegen Xavmo, flamme 7>n Hertz an, liebe GOtt mit Xaverianifcher Inbrunst, und sofern du Xaverii Liebe der Inbrunst nach, zu üben dir nicht getrauest, >o liebe zum wenigsten GOtt, nach deine» ^äfften, über alles. ^lkiß und DemübungGOttüber alles zulieben. Umsonst bemühest du dich,zugleich in die des Hertzens, Himmel und Erden, , und die Creaturen einzuschlieffen. k>m,and kan zweyen HErm dienen. Nichts liebe dann allein wegen GOtt, r ^lt mit selbem zudienen, GOtt durch sel« ^iüloben, GOttin selbem zuerkennen. d > Lege hinweg den Überfluß derSorgen, Sorg des Tags und statte Sorg .sLebens/soll seyn, wie du GOttüber alles lieben. Ist wohl was, das Ver lieb- ^Okt von dir nicht verdient ? 4> Durchsuche öfters deine Mepnung, ob L d» teg hin 8eg ?iiL d-Ik dici vu mitThun undLassen wie es seyn solle allein zugefallen begehrest? Taverius ist^ dach r-lNL cis Lscobsrvom Himmel gezeigetwol^ den mit von Gold reinglantzenden Füste^ > weil er nut seiner Mühe durch dieWelt nich'" dann GOtt gesuchet. xeste 5. Die Kunst Göttliche Liebe zuerlern^ suche aus Unterweisung in den Leben Ar mehr eyfrigen Heiligen, besonders des ligen Xaverii, dessen Sendschreiben als ° Ul der H. Philippus Nerius gelesen, wurd^ absonderlich in der Liebe GOttes entzünv^ Wie er selber bekennte. . »A 6. Unter Tags laß dir angelegen sep" 2,, Gebrauch der eyffrigst - und innbrünW'. ^el Schuß-Gebethlein, dann diese durchdr"'^ gantz heylsam das Gemüth, munterns ches auf, und lassen das Hertz in dev niemals erkalten. 7. Das Hochwürdigste Altars - nutz isteinangezündersrBrenn-und SchE^ Ofen der Göttlichen Liebe r nothwendig^ alda dein Hertz Feuer fangen, wann würdiger Andacht, und öfters dich wM dessen Genuß und Besuchung einfinpen-. 8. Weil Xaverius mit vollkommen^/ Antrieb GOtt allein wegen seiner Zew^ hat sein Hertz mit Seraphischem Feuer «inem Carfunckel brinnend gesehen W / s Lieb an - riedeN.Otk nicyr wegen deiner, ändern Mgen seiner; also wird deine Lied wo^ de ek i -»?(«) M- Süchte Marina^ So hoch spanne auch du Wie Lieb an - LisbeGOtk nicht wegen deinep Legen GOtt Laverianisch,lN völligen Brand Wecket feyn. ^ebeth zu dem H. Zkaverio / Um eirrenFuncken der wahren Liebe GOLtes. Seraphischer Liebs-Vatter H. M Francisce Xaveri! wie jener ^eraphin vom Himmel geflogen, und M einer glüenden Kohlen dre Leffzen jlLisc gereiniget; also ist mein Wunsch, M du Himmlischer Seraphin auch dich zu mir neigest,und mit einem ein¬ igen Funcken deiner Lieb meinHertz berührest! L) daß mir in dein Hertz OMeinzusehen erlaubet wäre! Was 8egen denHimmel abfliegende Flam, ^en, was Feuer und Znnbrunst zu Mtt würde ich sehen? von jenem Unen Überfluß, verleyhe mir ein Mncklein der wahren Lrebe GOt-- ^8. was Glück würde dieser sticken meinem Hertzen nicht brin- G 2 gen ? ( -> SH», gen? alles was übel, alles was un¬ rein / alles was irrdisch, würde augenblicklich in mir aufgezehret seyu« Diereineste Liebs- Flammen würden sich gegen GV>tL aus dem Hcrtzen erschwingen : alle meine NeygUW würde zum Himchmein einziges gnügen in G-Ott seyn. Ach erhöre mein Seüffzen und Bitten, liebre^ ehester Vatter! Ich gehe zwar nm dieser Vertröstung von dir/ laß doch mit Wunsch, uiid Verlangen mein Hertz bey dir, bis du in selbes würckest, was ich wünsche/Amen. Schluß und Aussopfferungs-O^ beth nach verrichter Andacht. tzKUn hab ick mein Hertz vor HI außgegojsen, H gnadenreich^ Herliger Franctsee Kaveri, und dich in deiner heiligen B'ildnuß suchet, geehret/ und meine Mdaa? verrichtet. So opffere ich dir dann auf/ dieß mein unwürdiges Gebeth/^ krafftig als ich immer kan / und ii- ia n: eil eil ilg r- .re kb lit ie- eil ill e- lir et >e- rrr so a- ist 'M ( o ) M- wit es dir destomehr gefalle, verer- Uige ich daffelbtge mit allen Gebe¬ thern , so du aufErden verrichtet hast, Und welche von dir jemalenseyndauf das vollkommeneste verrichtet wor¬ den. Diese alle tünche ich in die Berthen - Wund Khristi, in das lieb- brrnnende Hertz deines gekreutzigten ÄEm , und mit seiner göttlichen Lieb ! entzündet , wie auch mit seinem ro- stnfarbenBlut besprenget/ verehre ich sie dir mit schuldigster Ehrerbietung/ i Su sonderlicher Vermehrung deiner ! Ehren / und zu Erhaltung meines in- i ständigen Bittens. Niehmeesdamr ! H mein liebster Vatter, mit solcher Aeb an/ mit welcher ich dir dassel- i bige verehre, und laß dirs also ge¬ fallen / als waü es dir von dem aller- i frommsten / und dir ergcbenstenPsteg- ! Aind wäre austgeopffert worden / j ^lmen. Andächtiger Ruff um die Für- bitt des H. Laverii. AH Heiliger Indianer- Apostel ! ' NZ von Grund meines Hertzens / Mif 4SS s s ) M- mit Vertrauen des gantzen Gemüts ruffe ich zu drr r Heiliger Zkavert - Ich erinnere dich der sonderbaren Gnaden, mit welchen dich GDltrn aller Welt herrlich gemacht, da ec dich zum Hasser der Nothleyden- den, zum Trost der Bedrängten cE erkohren hat ; Ich bitte dich dej müthigst, L) grosser Wunderthater' du wollest um Adristr Lieb, und seh ues Heiligsten Nahmens - Willen / mit deiner Fürbittbeystehen, deinen Trost und HM allen ertheilen. Gutwilligster Heiliger höre me!n Russen und t^eusszen, siehe an nE Kindliches vertrauen zu dir, danin ich der durch dich empfangenen Gnaden halben, dieBarmherM keit meinesGOttesMdHErms benedeyen,loben, und prey« sen möge. -LU?- -LZA'- V -M ( o ) M- Nurtze weis Die Rovena,oderNeuntägi- ge Andacht zuEhren deöHeiligen X^VLKII anzustellen. groß seytt die Gnaden und Wohl- ÄW t haken, welche der Heilige Laverius bey vielen Menschen an Leib und Seel, vermittelst dieser durch Italien , Spanien, lind andere viele Länder mit gr östem Nu- ^n eingesührte Novenen-Andacht bisher Sewürcket hat / und annoch würcket, daß es don grossem Nutzen zu seyn erachtet wird, de- ro Ursprung / und die Weis solche mit An¬ dacht zu verrichten, in behaglicher Kürtze vor- iNtragen. Der Urheber und erste Anfänger ist g-tve- stn der Ehrwürdige k lrisrcelluz kvlastrillu;, än Priester derSocietät 3ESU,und grosser Verehrer dieses Heiligen / welche er auch von dem Heiligen selbsten erlernet / als er A-l6;4- iu Neapel ihm in seiner Todes-Angst erschie- Uen, jhn urplötzlich gesund gemacht / und zu der Marter-Cron in Zaponien zu verreisen ange- stischet hat- Wie k. Qersr^us Orsogel 5. /. solches beschttibet. Bey solcher Gelegenheit hat der Heilige ge- H dach- Lachten PaterMareellum versichert, daßaL Diejenige, so mit wahrer Andacht diese Mve^ na verrichten, durch seine Fürbitt grosse den, und alles dasjenige, welches ihrem !en Hepl ersprießlich ist, von GOttzu gewar ten haben werden. Und fürwar, wer wird dasjenige alles e^ zehlen können, was Zbaverius in allen Tiss'l Der Weit, seinen Verehrern zum besten Zewürcke^ AlleExempelzu geschweige» E srü) in Walschiand, Portugal!,Spanien, steprelch/vorhero schon zugetragen, willg^ seyil/wannman das einzige Oberburg, ein^ sonst schlechten, aber von Laverii Wu»k^ thacen höchst scheinbaren Orth anziehet / Laverius die Reichlhümer seiner Wohltha^ im Überfluß bis heutigen Tag ausjchüttet/^ nemlich von An-1716. ancha manseineE^ rms alldort zu verehren angefangen , eben selbiger Bildnus, deren einerichtige Ls pey in der Kirchen der Societät JLb '» der Königlichen Alten- Statt Prag ausgE zu sehen ist, z r. Todte zum leben erweck worden, 9. Blinde das Gesicht, i2. LE den graden Gang, 11. m gefährlichen Nöthen liegende ein glückselige EntbmdüE zz. in letzten Todes-Nöthen begriffene Genesung, 2. Taube das Gehör, Kopf Schmertzen behaffce, und 4, von? hinfallendm Kranckheit geplagte die N 4N ( o ) M- ^evung, ein Stummer die Sprach / 4. von der Raserey / und 6. mit der Fraiß gequälte den gesunden Ruhestand ,Unfruchtbare ein gesunde Leibesfrucht erhalten, eine von dec Wassersucht, 4- von hitzigen Fiebern, einer »on EteinschmertzeN/4. von der Feuersbrunst, r-von dem Buckels s. von dem Kropff/z. do» Gefahr des Ertcinckens in den Mastern,' bon Lahmigkeit der Hand einer / von Zahn- Ichmertzen einer / von der Gliedersucht einer, domFieber undKrebs auch einer erlöset ist wor¬ den. Eben dort hat sich Taverius n chc allein gegen die Menschen, sondern auch gegen das ^nvernünfftige Vieh gutthälig erzeiget, da er wlches auf seine von den Menschen beschehe- Anruffung , nicht allein von schädlichen ^tavckheiten befreyet, sondern auch wiederum Wendig gemacht. Das groste und verwun¬ derlichste aber ist, daß bey diesem Bild, die in Ländlichen Lastern vertieffte Sünder wahre ?^u und Buß, und hiemit wiederum die ver--> Arne Gnad GOttes gefunden; wie solches ^es in dem zu Prag nachgedruckteu Büchest ^verianische Ehr-und Gnaden^Burg ge- / außführlicher zu finden ist, ^erö^uuo Mamer^ dre Novena h nützlich anzustellen. sU^Jewird an verschiedenen Orthen, auch verschiedenen Zeiten gchalkm- L» H 2 Poe- -M ( O ) M- Portugall/ und in dem Königreich Val^ tia/ niehmet sieden Anfang am dritten -rM des Merhens. Zu Madrit / BarccllonaM Grätz in Stepermarck/ den 25, Novem^ ' Von nun an/vnd in zukünfftigenZeiten wirv zu Prag in Böhmen in der Kirchen 8-lv-ror Der Societät JESU in der Königlichen len-Statt/ am Tag dieses grossen JndraM Apostels ftlbsten / das ist den zren Decenn'' oder wann dieses Fest wegen einfallerst" Sonntags auf.den folgenden Montags schoben wird/ 6M4. Decembr. mit täglich^ Aussetzung desHochwürdjgsten Saeraweo des Altars/ mit einer gesungenen Meß / Nachmittag mit einer Liraney/ und chen Ertheilung des Seegens denAnfang men. Den ersten und letzten Tag arM, nommen/ wird frühem Böhmische/ mittag nach abgesungener Vesper einT^ fche Predig: am letzten Tag aber so gesagter Vesper ein Böhmische Predig halten / und darauf die Andacht mit gung des I_su^mu; und dem unter gewöhnlichen Seegen beschlossen den- Diese Andacht wird auf zwey Meynungen verrichtet. Nemlich: ;uC)^ des theuer-vergossenen Bluts unsers HEx, des JEsu Christi - und zugleich der unbem § 'm ( chen die tepö ^av Äer 'rnc 'ich. Em k>, bene irr. M- ^vn kla >>ch p MI. dexe lUei «q vexl lisn iUNi "es m' 'ag I!lV )er- >sie »rt; Al' >ek' br- )eo er' her erit S' eh, ye' ch' ,e' >li' a" ek' >t' -eir ck' el» ( o ) M- Empfangnus Maria seiner Jungsrauli-. Mutter. Der solche annimt/muß durch o>e Neuntagige Zeit sich im Gcbekh und gu-- M Wercken, zur Ehre GOrtes und desHeil. Raveni üben : ein steiffes Verträum,auf die Verdienste dieses grossen Apostels fassen, daß Er nemlich mittels deren dasjenige Zuversicht- H erhalten werde^ was er begehret / wann Es nur sonsten zu seiner Seelen Seeligkeit ist. Lu Mit - Bittern und Mit Fürsprechern las- iEU sich auch die 9. Chor der Engel nehmen, venen zu Ehren man alle Tag 6. Vater ttn- 'Er, und eben so viel Ave Maria berhet. ,Vird auch ersprießlich scyn, am ersten und Aten Tag zu beichten und zu communiciren. Mus solches den ersten Tag nicht geschehen, lvlasst sich der andere/oder dritte re. und end- M wiederum der letzte darzu gebrauchM/doch M man sich täglich in Erweckung der wahren ^eu über seine Sünden zu üben nicht verges- b». Ist auch gut/ ein jeden Tag eine beson- .Ere Tugend aus dem Leben dieses Heiligen K erwählen, und solcher nachzufolgen sich zu. Wissen, als da ist die Demuth, die Geduld, ^Seelen-Epser, die Lieb gegen den Nach- "N/ rc. Diese Lieb lasst sich, dem Nächsten Km besten, auswürckm durch Gebung ei- Allmosens, Besuchung der Kranckcn, Gefangenen, rc. durch Bethen für die H z arme -448 (o ) 844- arme Seelen im Fegfeuer, oder die in einer Todsünd sterbende Sünder. Man opfferc auch dem Heiligen eine Casteyung des Leids/ als Abbruch in Speisen / oderetwaS derM' chen auf. Man muß auch seine Sinnen re» Unordentlichkeit bewahren / als die Aug^/ LieOhren - dieZungre. sich auch für kleiA und geringen Sünden hüten / besonders i", denen, in die man am meisten zu fallen pfleget- täglich etwas aus dem Leben dieses Heiligett lesen; gleich wie im Anfang dieses Büchels a>t die Hand gegeben wird : auch andere zur 2lr^ dacht einer solchen Novena,oder sonst zu chrung dieses Heiligen anreitzen. Hat mau das Officium oder die Litanei) / oder andep Andachten zu diesem Heiligen an der HaM solche mit Ehrerbietigkeit bethen: auch Heil. Jgnatii von Loyola nicht vergesse«/ Lern ihn desgleichen mit etwas verehren / dieses dem Heil Eaverio shneZweifel sehr genehm ist/ sintemal er ihn auch bey Lebs-Z^ len stets als einen Lehrmeister geehret / und als «inen Vater geliebct hat. Und dieses ist die Weis und Manier dsr Taverianischen Novena/ welche, damit dir zur Erhaltung vieler Himmlischen Ven angrdeye, ich dir inniglich wünsche. wird aber ungezweiffelt dqrzu gedeycn / war>^ du sie mit groffemVertranen zu diesem NE ' helffer verrichten wirstz Ntt ett !?6/ er- N/ 'lik et: en x- IN re >/ !S il ö k e ' ! L -M c p > m- Vorgehende Meynung/undAuf- offeruttg der folgenden Andacht» Gebeth. Db Glorwürdrger/ Heil. Francisce Zöaveri l der Indianer-Apostel/ Und gewaltiger Fürsprecher bey G^tt/zu dir ntehme ich mein höchstes Vertrauen / und Zuflucht / L) mein außerwahlter Beschützer/ und Für¬ sprecher ; Und opffer dir aufdtese mein dorhabende geringe Andacht/ in Ver¬ einigung deiner Heiligsten Verdien¬ sten dey G-Ott/ und allen Himmli¬ schen Geistem/sammr aller jener Lieb/ Und Andacht/ mit welcher dich alle in deinem Lob / und Diensten eyffrigste Seelen durch die gantze Weit verehr key/ mit welchen du mich Unwürdig¬ sten gnädiglich ansehen / und aufneh- Aen wollest. Nun / L)metn Heilig¬ ster Xaveril wann es anderst zu Be¬ förderung der Göttlichen Glory ge¬ wichst / und zu Ausnehmung deiner Mre/ daß ich vermittels deiner bey, G-Ott höchstmögenden Verdienste»/ -HHS f o ) M- und Fürsprechung / dieser sonderba-' ren Gnad qewehret werde/ die ich so hoch verlange, und durch diese vorge- nommene Andacht zu erbitten suche/ so erhalte du mir dieselbe durch dein so Gnaden reiche Fürbitt/ -O großer Schützer / und Diener GOttes! sohe es aber zur Göttlichen Ehr / und dei¬ nes Lobs-Erhöhung/ auch meinet Seelen Heyl nicht beförderlich seyltt so wende dahin mein demüthiges Ge¬ bet!)/ und erwerbe mir von GL)tt das allein / was seinem Heiligsten Willen gleichförmig / und gefällig / zu erhalten: Auch zum Trost / und Heyl meiner Seelen / vollkommen^ lich demselben mich zuvereinigen/M' Tägliche Verehrung des bittern LeydmsAhristi/ der Unbefleckten Empfängnus Mariä, und der neun Chor der Engeln. Von dem Leyden Christi. ER trug unser Kranckheit, und nahm auf sich unsere Schmutzen - wir aber tM c s) 8«- ' ien ihn als einen Außsatzigen / und der von > ^Otl geichlagen , und gestrafft wäre; Ader - jst um unser Misstthat willen verwundet, lind um unserer Sünden wegen zerschlagen. > , Die Straff liegt auf ihn/ auf daß wir Frid » vütten. he. Und durch seine Wunden seynd wir gihevlet. Gebeth. W HERR IEsu ^hristeder du M? vom Himmel auß der Schoost seines Göttlichen Vatters aufErden herab gestiegen bist/ undzu Erlösung Unserer Sünden dein kostbares Blut vergossen hast; Ich bitte dich demü¬ tigst/ verleyhennr/ damit ich an je- NemTag des strengen Gerichts zu dei¬ ner rechten Hand Horen möge jene Arost-reiche Wort: Kommt her ihr Debenedeyte / rc. der du lebest und re¬ gierest in Ewigkeit/ Amen. Von der Unbefleckten Em- pfangnus. MEine Empfängnus, O Jungfrau, du GOttes Gedährmn, bat derganhen Welt c o ) Ü44- Welt Freud gebracht; Dannvondiriftauß^ gangen die Sonn der Gerechtigkeit- Chri¬ stus unser GOlt - welcher abgcwendet den Fluch - undben Seegen wiederbracht: Tod zu Schandengemach!: Und dasewi^ Leden uns gelchcncket hat. v. Heunt begehen wir die Empfängnus dek M-- befleckten Jungfrau. r^. Dero anfthenliches Leben erleuchtet die ga^ tze Kirchen, Gebeth. G^)tt! verleyhe deinen Dien^ MZ ren die Würckung der Himmle schen Gnad / auf daß uns / denen die gebenedeyte Frucht der AllerseeltgM Jungfrauen das Heyl gebracht hat/ auch die andächtige Verehrung dek^ Unbefleckten Empfangnus das AU^ nehmen des wahren Fridens erhalte' Durch JEsum Christum unM HErrn/Amen- Von den Heil. Engeln. -MObet den HErm alle seine Engel: bet den HErrn alle seine Heerschaaren- Vor dem Angesicht der Engel will ich dir Lov stngen, O mein GO"! . Hl. Ich will gnbethig vor deinem Heil. Tempe«- r< d r r s t r -4H8 ( o 1 M- Gebeth. KD GOtt! der du mit wunderbar¬ es licher Drdnung/ der Engel und Brenschen Dienst austheUest; Ver- ieyhe gnädiglich/dasdieIenige/ so dir im Himmel dienen / und statsvor dir stehen Auch allhier auf Erden Unser Leben beschützen. Durch un¬ fern HErrn JEsirm Lhristum/ der Urit dir lebet/und regieret von Ewig¬ keit zu Ewigkeit/Amen. Zu dem Heil. X^VMIO. du guter und getreuer Diener! weil du in wenig bist getreu gewest, will ich dich über diel sehen/ gehe ein in die Freud dei¬ nes HErrn. Den Gerechten hat GOtt durch richtig« Weeg Leführet. Und hat ihm gezeigt bas ReichGotteS. Gebeth. Mk GLITT! dcr du der Indianer Völcker durch die Lehr und Wunder--Zeichen des Heil. Francisa Eg- ' -HKZ ( v ) Saveril zu deiner Kirchen hast verein nigen wollen; Verleyhe gnädiglich / daß / die wir seine glorwürdtge Ge- dächtnus begehen / auch ftinem kN- gendlichen Wandel Nachfolgen. Durch unfern HErm ICsum Khri- stum/ Amen. Hrrnach beche täglich zu Ehren eines besondere* Cher der H. H. Engeln wie folgt. Den ersten Tag. Zu den Herl. Cngelm KDLlwächtiger G-Ott / ein Herr- rW scher der Engeln/ der du deine HimmlischeDienst-Geister so gnädig lich zu Benützung derMenschen ver¬ schaffest: Siehe an die Verdienst al¬ ler deren / und sonderlich deines ge¬ treuen Dieners Francisci Lavertt/ den billig seine gantz unberührteIung- frauliche Reinigkeit in die Zahl der Engeln zu setzen würdig machet; Und weilen er so viel tausend der Menschen beschützet / und aus unzahlbaren so wohl -»N ( o ) N». Wohl Seelen-als Lerbs-Gefahren er¬ rettet hat. Dich bitte ich demüthigstz verleyhe mir jene Englische Leibs und Seelen-Reinigkeitz mit welcher du diesen deinen Heil. Apostel geztkret hast: Auch benanntlich diese Gnad/ so ich zu deiner grossem Ehr in gegen¬ wärtigem Vorhaben zu erlangen in¬ ständig bitte/ Amen. Zu End des Gebeths sprich z. Vatter unser, und z- Ave Maria: Jedoch also, das vor jedem Val¬ ter unser du folgende Wort sagest: M?Hr fty dem Vatter- und dem Sohn, und dem Heil. Geist, welcher den Heil. Franciscum Laverium zu einen Indianer- Apostel erwählet hat: Als er war im Anfang, jetzt und allweg, und zu ewigen Zeiten, Amen, Den änderten Tag. Zu den H.H. Ertz-Engeln.- Gebeth. DU Ein GOtt / und HErr der Ertz- sM Engeln z denen du die wichtig¬ ste Verrichtungen anvertraueft/ so Wohl zu Erhöhung deiner Gkory/und Ehr/ -448 (o) M. Ehr / als zu Beförderung des Hey! der Menschen : Dir opssere ich auf die Verdienst der inbrüngstigen Liebs- Geistern/ und deines grossen Dieners Francisci Xaverir / den du einen sott- derbaren Beförderer deiner Glow auserwöhkethasti und erkiesen / das Hey! unzahlbarer Seelen zu wär« ckenr Und bitte L ich zugleich demütM lrch / verleyhe mir die Gnad / daß ich vollkoni mentltchmeinemBeruff nach¬ lebe/und alle Schuldigkeit meines Stands erfülle/ in welchem mich dein Göttlicher / und Heiliger Will gese¬ tzt hat; mache mich zugleich theilhE tig dieser Gnad / so rch durch die vor- genomene neun-tägige Andacht zu er« bitten mich unterfange / zu deines grössern Ehr und Glory/ Amen. Den dritten Tag. Zu den Himmlischen Fürsten- thumen. Gebeth. 5MEm GOLt / und HErr der Hi^ Mv ltschen Fürftenthümer/dievon dtp r § 9 f § c r 7 s «- tl r r r r r -M ( s ) SH*. dir Sorg tragen / durch die HH. En¬ gel/ und Ertz-Engel / das.Heylder Menschen mit erleuchten / unterwei¬ sen/ und gebieten / nach dem Wohl¬ gefallen / und Anordnung deines Göttlichen Willens zu befördern» Dieser eyssrigsten Geister Verdienst vpffere ich dir auf/ und zugleich die Verdienst des sonderbaren Seelen- EyffererNaVerli/als der nicht allein sechsten / sondern auch durch seine Zuhörer/ und Nachfolger/durch Er¬ wähnungen / Lehren / und Exempl/ Vie! Lander und Königreich / ja un- Zahlbare Seelen anf den Weeg der Seeltgkeit geleitet hat: Und bitte de- wüthigst/ entzünde auch in mir jenen Seelen-Eyffer dieses Heil. Apostels/ Und erhöre mein flehentliche Bitt/ die ich durch dieseTag zu dir ausgiesse /zu deiner grossem Ehr / und Glory / Amen. Den vierten Tag. 3u dem AHor der Himmlischen Ge- walten. Ge- ««<->) i» Gcbctb. -MEin GOLL / und Herrscher der Himlischen Gewalten/denendn ein absonderlicheStarcke/ und Macy^ gegeben hast/zu zahmen/undzu beher^ schm die verdammte Höllen-Geister» Dir opffere ich aufdie Verdienst jener Gewalt-tragenden Himmlischen Gei¬ stern- und deines grossen Dieners verii/ den du auch mit ionderbarciN Gewaltdieböse Geister aus Mensch¬ lichen Seelen/ und Werbern zu vertrei¬ ben begnadet hast: Uud bitte dm) gantz demüthig / verleyhe mir die Gnad / und Starčke / alle LeufflE Versuchungen zu überwinden / urm das zu erhalten / was ich in dieser vor^ genommenen AndachtzuüberkoninE verlange/ zu deiner grösser« Cht/E Glory / Amen. Den sünfften Tag. Zu den Himmlischen Krasstett» Gedeth. MACin GOTL / und HErr d^ Himmlischen Krafften/ dur^ welche l r t t r e 8 ti Z b t r -m ( o ) w» Welche du absonderlich deine Wun¬ der-Werck/ und deiner höchsten Alk- Wacht eigentliche Zeugnussen zu wür¬ den pflegst r Dieser wunderthätigen Geister Verdienst opffereichdtrauf/ Und deines grossen Dieners Xaver»/ den du auch zu einem Wunderthäkr Neuer/und seltsamer Zeichen erkiesen/ Und durch ihn die herrliche Wun- der-Werck der HetUAposteln erneuert hast/dieWarheit seinerEvangelischeu Predig - Lehr den Heyden / und neu¬ en Völckern/ hierdurch zu bekräffti- gen - Dich bitte ich / verleyhe mir die Wahre Demut/ mit welcher der Heil, rkavertus nicht sein/sonpern dein Ehr allem in allweg gesucht hat; Und gre¬ be gnädiglich/ was ich in dieser neune tägigen Andacht inständig suche / zu vetner Hrössern Ehr / und Glory/ Auren. Den sechsten Tag. Zu den HimmlischenHerrschafften. Gedeth. MACin G-Ott/ und Herrscher der Htnrlischen Herrfchafften/ wel- I che ft. F hc Ur kr ckr ut A, vcr be B ftc Urr sv! 8e -nr c « ) tt-r- che denen nachgesetzten Englischen Khören vorstehen / und als sonder¬ bare Mitwürcker deiner Göttlichen Fürsichtigkett / sich gäntzlich deinem Heiligsten Willen unterwerssen/ gantz willig / und behänd in allem deinen Befehl eylfertig zu vollziehen : Dik dpffere ich auf/ dieser fürtrefflichen Geister grosse Verdienst / und deines absonderlichen Dieners Xaverii! wel¬ cher/obschon vielen andern vorgesetzt/ sich allezeit seinen Obern durch eine vollkommenen Gehorsam unterwerft fen hat / auch in ihnen die Göttliche Majestät betrachtet/ und allen ihres Willen/ oder Verordnung gantz be¬ reitwilligst zu erfüllen/ vorkomnres ist: Ich bitte dich/ verleyhemir ein ss vollkommenen Gehorsam gegen alles weinen Obern/ und zugleich das/tv^ ich gantz inbrünstig bitte in dieser E Dacht zu deiner gröstern Ehr / urm Glory/ Amen. Den siebenden Tag- Zu dm Himmlischen Thrones k s l - r ) ! r - - -M ( °) m- Gebeth. DMEiu GL)tt/ und HErr der Him- tischen Thronen/ in welchen du gleich als in dem Sitz deiner Herrlich¬ keit/ und Majestatruhest: Dir opf- fere ich auf die Verdienst dieser höch¬ sten Geister / und deines Dieners Francifti Xaverii/ den du erwählet hast zu einem Thron Leiner Glory/ Und zu einem auserlesenen Gefäß/ zu kragen deinen Nahmen vor den Völ¬ kern-welcher sich selbst/ und die Welk Uiitallem ihren Anhang gantzltch ver¬ achtet / alle Irrdtsche Zergangiichteik aus seinem Hertzen verbannet / auf daß du allein / L) GDktl in demsel¬ ben woh netest: Verleyhe auch mir die ^nad/ daß in dir allein mein Hertz be¬ ständig ruhe: Ich auch mich erfreuen ^öge/jenes erlangt zu haben/was ich 'v hefftig wüntsche durch gegenwärti¬ ge Andacht zu erhalten / dir zu grösse¬ rer Ehr / und Glory/ Amen. Den achten Tag. Zu den H. H. Aherubinerr. I r Ge- 4KZ ( c>) A»- Gebeth. ZMEin GOtt / und HErr der Khe- rubtnen / die du mit ausbündt- ger Weisheit/und höchstem Verstand gezieret hast: Dieser allermeiststen Geister Verdienst opffereich dir aus/ und deines vortrefflichen Dieners Francisci Xaverii / welchen du auch mit auserlesener Weisheit begäbet/ und mit Offenbarung höchster Ge- heimnussen erleuchtet hast/ auf daß durch ihn so viel ungläubige Völcker in deinen Gesatzen unterrichtet wur¬ den : Und bitte dich / verlache wir/ daß ich erkenne dich recht zu förchten/ und dir allein zu gefallen- In welche" allein die wahre Weisheit bestehet» Auch andere durch mein Exempel/uN^ Lehr zu Haltung deiner Gebott a^ führen möge. Zugleich willige ein i" mein inständige Bitt / dero ich dw'w dieseAndacht gewärtig zu sehn verhs^ fe/ zu deiner grösser» Ehr/ und ry/ Amen. Den neunten Tag. Zu dm H,H. Seraphinew <.o ) s«- Gebeth. MAEin GDtt/ einHErr der H. H. Mv Seraphinen / welche dich un- nachlaßlich mit eyffrigster Inbrunst lrebenr Dir opffere ich auf alle Ver¬ dienst dieser Lieb- brinnenden Gei¬ ster / und deines geliebten Dieners Francifti Xaverii/ welcher gleich ei¬ nem eingefleischten Seraphin sich selb- sten aus Lieb gegen dir verzehrte; Der mit Übertragung unendlicher Mühe und Arbeit /, Lrübsaalen und Be- drangnußen/ Leib-und Lebens-Ge¬ fahren/allein dir zu gefallen suchte- Auch jene / die dich nicht recht erkenn¬ ten/ sondern mit schwaresten Sünden zu beleydigen/ nicht unterließen / zu deiner/ als des höchsten Guts wahrer Crkanntnus/ und eyffrigen Liebe an¬ zuführen; Und giebe mir ein solche Inbrunst des Hertzens/ durch welche ich dich allein meinen GOTT und DErrn / und höchstes Gut über alles uebe / und allezeit dahin strebe / alle Wrenschen zu gleicher Erkanntnus/ Aid Lieb/ gegen dir zu bewegen- Ver- I; leyhe ( s ) ?HH- leyhe mik auch/ L) GOtt/ was ich durch diese Andacht zu erlangen vet^ hoffe/ du deiner grossem Ehr/ und Glory/Amen. Nach gesprochenen einem aus diesen y. GebethekM und gesagten z. Vater' unser, und Ave ria, samtdem ^. Ehrsen dem Vater, retvit vor gejagt worden. Bethe alsdann wie folgt: M) Heiligster Vatter Francisce Laveri? desi sm Lob sonderlich aus dem Mund der Kinder , und lsnschuldigen erschallet: Dr^ Mildreicheste, und unerlöfchliche Lieh ruffe ilv inbrünstig an, durch das kostbare Blut su Christi, und die Unbefleckte Empfang»^ der Allerheiligsten Jungfrauen Mariä: bitte mir von der unendlichen Gute GOttes/ daß, wann sich der letzte Tag, und die StUi^ meines Absterbens beynahen wirb, mein Hertz in sich allem versammlet,von allen Ausschwm- fungen, und WelriiäM Gedancken befrei-' et / sich einzig aufhalte, und deschäfftige m» inbrünstiger Liebe GOttes / und eyffrigst^ Begierde der Himmlischen Ewigkeit: E daß mein Seel von allen jenen Sorgen una Gedancken befteyet, durch welche sie bis am diese Stund offt und viel unnütziich verhindert war / mit allem Fleiß allein dahin trachM und jenes lehre auch ntzthwendige erhalte; uns -AS c D) Zch»- rmd glückseÄigW sterben - in den Armen der allerwerthesten Mutter meines Heylands, in den süssesten Wunden ihres gebmedeytesten Sohns ZEsu Christi/ in dem liebreichesten Gnaden-Kußmeines HErrn /lind GOttes, in deinem Bepstand/ und Schuh/ o Heiligster Laven! durch dessen allwürchenöe Furbitk ich dieser höchste» Gnad theilhafftig zu werden verhoffe- Unterdessen aber/ so lang die höch¬ ste Anordnung der Göttlichen/Fürsichtigkeit die Frist dieses Lebens mir verlängert- bitte ich dich, mein Himmlischer Schutz-Herr, O mild-und liebreichester Vatter! erhalte mir von der Göttlichen Majestät die Hülff, also, und nit anderst zu leben, als einer der des Tods vergmissn gleichwie zur Zeit des Ab¬ sterbens mein höchster Wuntsch seyn wird. Laß ich wohl gelebt hättt., O daß ich möchte etlicher massen Nachfolgen deinem Heil. Tu¬ gend-Mandel- mit Erfüllung in allweg des Allerheiligften Willen GOttes! damit mir der zeitliche Tod den Eintriti mache in dis Ruhestat des ewigen Lebens» Ingleichen falle ich dir stehen tiich zu Füssen-- OHcil Lax veri! und, bitte dich, du wollest mir erhalten durch deine Verdienst und Fürsprechen - was ich in dieser neun-tägigenAndachtzu erlaugen wüntsche/wann. es anderst zu derEhr GOttes, WdHehlmeinex Seelen ersprießlich ist-Amen. -M c °) 8-z- Andacht und G/bether fük die so wohlZehen-Tägigc,als Neun-Tägige Andacht zu dem H. Francisco Xaverio. Erstes Gebekh. In Kriegs-Zeiten. (M Grosser und Welt - Berühmter Held/Heil. FrancisceLaveri' der du die Statt durch deine Fürbitt/wider allen Feindlichen An¬ fall der Barbaren / öffters beschützet/ vnd beschirmet; Durch ein geringes Haufflein der Ahrtsten/ diegeivalti- ge und abtrinmge Statt l'olo ohne Wehr und Waffen übergewältiget; Ja auch mit deinem ernsthafften AN' gesicht/ und Arucifix-Btld in der Hand / das gantze Kriegs-Heer der wilden Bada yen / in die Flucht geja- get. In diesen betrübten / armseeli- gen Kriegs Gefährlichkeiten nehmen wrr unsere Zuflucht zu dir / L) getreu¬ ester Vatter Zkaveri! stehe unsbeyin Len / uns auf dem Hals schweben¬ den c s) SH* den Gefahren ; Wende Anädigsk ab alles bevorstehende Unglück / erhalte diesen -Orth / samt dem lieben Vatter- larrd / und gantzem Römischen Reich/ von allem Feindlichen Überfall: Er¬ lange von ICsu dem Gecreutzigten Heyland uns diese höchst - erwünschte Gnad/ daß wir vor allem Feindlichen Anfall be reyet/ G-Ottdem HErrn / der ein Fürst des Friedens ist/ im Frie¬ den und Sicherheit allhier zeitlich mö¬ gen dienen / und nachmalen des ewi» gen Friedens theilhafftig werden/Aar. Zweytes Gebeth. Um Abwendung der Pest / undgiff- tiger Krauckheiten. ZULlmstchtiger / Barmherhiger GDtt l der du den Hell.Fran- ^scum Xaverium zu einem Apostel der Indianer erwöhlet / und durch seine Fürbit/grosse Volck-reicheStatt don der eingerisienen Pestilentz gnä¬ diglich errettet hast; Wir bitten dich demüthigst / mit bußfertigenHertzen/ du wollest durch die Verdiensten / und Für. -M Fürbittdeines grossen Dieners/ unse¬ re Statt / Vatterland/ dasgantze Römische Reick) / und absonderlich mich/ und dre Memtgs/ von allen grssrigen Seuchen / hitzigen Fiebern / und andern gefährlichen Kranckhen ten Vattsrltch behüten und bewah¬ ren: D Heiü Laveri/mächtiger Pa¬ tron allerNochleydenden; Trage dein gecreutzigten JEsu unsere BitLvor/ und erhalte von demselben Verzen hung der Sünden / dann auch Erle^ digungvon gegenwärtigen / und be¬ vorstehenden Übeln / Amen. Drittes Gebeth. An Arnmth/und Abgang täglich^ Nahrung, Ws Wunderbarlicher Navevi! dck AM du auf eine Zeit in Mangel des Gelds / deine Augen gen Himmel aust gehoben / GDtt angerussen/ darnach aus einem / sonst lärm Säckel / un¬ terschiedliches Geld genommen/ UM einem armen Menschen zugesteM- sprechend r Mhme hin dieses Geld - h rr / i- r- !l 2 k k h - d / / - -4H8 ( o ) LH4- Welches dirGDregeschickthat/und sage niemand erwas davon. Der du auch den armen Fischern / so m dem Meer fischeten / aber nichts fangen konten/ über derselben Fischgarn/ und Fangzeug den Seegen geben / und so viel erlangt hast/ daß sie gleich dar¬ nach / einen reichen Zug gethan ha¬ ben/ damit sie ihrer Nothdurfft Für- sehung thun möchten. Ich bitte dich/ barmhertziger Vatter / stehe auch mir bey in meiner Armuth/ welche mich hartplngt/und nach dem Willen Got¬ tes erhalte mir/ daß ich mit den Mei¬ nigen mit gebührender Nothdürsstig-- kett versehen ? also möge das zeitliche beben fortbringen / damit wir nicht etwann m Versuchung fallen/und das Ewige verliehm?/ Amen. Viertes Gcbeth. In schwären Verfolgungen. Heiliger und friedsamer Kaveri', als du auf eine Zeit von einem seiner Feinden was Widriges erlit¬ test; Bist du/ wiewohlgantz unschul¬ dig/ -tzHZ ( o > M- dig / demselben tn der Kirchen zu Füs¬ sen gefallen; Hast auch mitaufgehel» ten Händen / und weinenden MM solcherGestalt für ihn gedeihen: JEsu Chnste / du GDtt meines hertzens/ ich bitte dich durch alle deine bitter« ste Todes Schmertzen/ stehe an deine 'Munden / und Mundmalen/weiche du deinem himmlischen Dattcr/stätS für uns vorstellest ; lasse solche jenem armseeligen Menschen versöhnlich seyn/ auf daß er in sich selbst gehe/ und sich bekehre. Sansstmüthigstek Laven r ich bitte auch also für meine Feind; Niehme dieses mein GebetY an / ünd durch deine Verdienst / er^ halte zwischen uns einen beständigen Frieden/ und Christliche Lieb / atz' daß wir einsmal GDtt/ in EwigM miteinander lieben / und geniessen gen/Amen. Fünfftes Gebeth. Zu Erlösung der armen Seelen aus dem Fegftuer. MMebreichester Vatter Laveri sals dW du lebtest zu ^lälacL, giengeE - mit einem Glöcklern in der Statt her- 1 Um nach der Sonnen-Untergang/ und i ermahntest dre Einwohner / daß sre , für die abgestorbene / und im Fegfeur , leydende Seelen bethen solten. So b ist dir auch einsmal unter Der Heil. Meß / der Dod loznnl's 6e ) vom Himmel geoffenbaret worden/ , auf welches du zu dem Volck gespro- ) chen; Äethet für die Seel foZnnis / ^rausii, der gleich jetzt verschieden ist: » Diese deine Wort haben nach zwölff > Dagen/die Schreiben von zweyhun- , dert Stunden Weegs bestätiget / und - wahr erkläret. So hast du auch nach r einer jeden Meß / ein gewiß Gebeth s für die Seelen im Fegfeuer gebethet; : Und deine letzte Meß am zwanzig- , sten Wintermonats / für einen Ver¬ storbenen aufgeopfferD Ach ! so bitte dann / wann meine arme Seel den z Dodten wird zugestellet werden / für dieselbiqe/auch ietzund M alle/ ab- . sonderlich die N. N. abgelebte See^ ' len/ damit solche desto bälder/ vor das Angesicht Gattes kommen/ und > feine -4-h? < o ) M- seineGüteauf das vollkommenste lie» den mögen/ Amen. Sechstes Gebeth- Zu Bekehrung eines Sünders / ab- § sonderlich der Ungläubigen. ; (MAllereyffrigster Apostel Kaveri! der du mit Göttlicher Lieb gegen den Nächsten entzündt / viel hundert tausend Seelen in Jndia/zu Erkannt¬ nus des wahren Glaubens gebracht/ auch sonsten viel grosse/ schwäre / und fast verzweiffelteSünder zu rechtschaf¬ fener Buß geleitet; Wende deine gen aufdie verstockte Hertzen/ der um gläubigen Heyden / Juden / Lur¬ chen/ abtrinmgen Ketzer/ groben und unbußfertigen Sünder / insonderheit auch auf diesen N. N- Menschen/und durch die Lieb JCsu/ auch seine Heil* Wunden / bitt ich dich / du wollest dich derselben annehmen / und Zu dem Schaafstaü wahrer Kirchen i rechtet Buß / und Bekehrung ihres sündi¬ gen Lebens / Besserung ihrer bösen -M ( o,) M» Sitten / durch deine FürbitL bringen/ damit sie G-Ott in Ewigkeit toben Mögen. Du aber/ D barmherßigerGOM " ein Schöpffer aller Ding / gedencke / daß du auch die Deelen der Unglau- , bigen/und aller Sünder/ nach dei- ä Uem Ebenbild erschaffen haft: Siehe/ § Q HERR l mit eben diesen wird die Höll erfüllt. Gedencke / D GOtt/ / daß JCsus Christusdein iieberSohn > ske zu erlösen/ dem schmählichsten Tod sich nnterworffen / und lasse nicht zu/ - daß dein geliebter Sohn weiters von , diesenUnglaubigen/ oder andernSün- - Hern mehr beschimpfft werde; Son- > dern laß dich versöhnen / durch das i Debeth der Frommen / insonderheit > deines Herl. Xaverri r Seye inge- , denckdeinerVarmhertzigkeit/verges- i iE ihrer Fehler / und verleyhe Gnä- k dtglich/daß sie denjenigen erkennen/ / And sich zum selbigen bekehren / den - du geschickt hast / JEsum Fhnstum Äffern HCrm/Amen. Sie-. -wr ( °) m- Siebendes Gebtth. r Um Gnad im SLudiren zuzunehmett» MkHeiliger Francisce Xaveri! dett '< « die Göttliche Fürsehung / zu ei- j nem Lehrmeister / und Bekehrer der . irrenden Seelen / durch Erlernung der freyen Künsten / bereitet hat; Würdige dich / mich zn einem Lehr- Jünger aufzunehmen; Erlange mir ' einen solchen Verstand/ Gedächtnns/ , und Leichtsamkeit im Lernen / da- ! mit ich in meinem Studjren also zu- - nehme/ gleichwie du stehest / daß es ' zur Ehr GDttes / und Heyl meinet Seelen ersprießlich ist. Lasse nicht zu/daß ich an meiner Seithen/durch Trägheit / Müssiggang / Nachlässig' keit ermangele/ und mich also untaug- 1 lichmachezujenem Standund Anit/ in welchem mich die Fürsehung G-Ot- tes / zum Nutzen der Kirchen / urm r Beförderung seiner Ehren/ scheu wird. Lehre mich vor allem / solcher Gestalt dem Studiren obliegen / da- ' mit ich nicht weniger/ ja mehr Flem anwende/ die Christliche Tugenden zu -M ( o ) M- zu erlernen. Drucke treff in mein Hertz / und Verstand /jene Htmmli- 1 sche Lehr/ welche dich aus einem Lehr- - Jünger der Welt/ zu einem Schue- r lerLhrifti gemacht r Was hülffts den LNenschen/ wann er diegantze Welt . gewinnt (alle Wissenschafften ergrtef- - fen ) an feiner Seelen aber Schaden f leyde 7^ Bethe mit mir für die jenige/ / mrt / und von welchen ich unterwies - sen werde / damit wir alle beständige - Zuhörer, ftyn des grossen Lehrmei-- sters Mristi JCstr/ und von dem das goldene Ehren-KrantzleinVerewigen Glorh erlangen mögen/Amen. ! Achtes Gedeth. Um Erwöhlung eines glückseligen Stands. - > UsLiebhaber des Menschlichen Ge- r schlechts/^hriste JEsul derdü < alle durch den gemeinen Weeg deiner Göttlichen Gebotten zum Himmel be- l Bussen; Zugleich aber aufdiesem Weeg k Unterschiedliche Fußsteige/oder son^ k K der- -M c H ) ZH4- Lerbare Stand / und Aemmter arrge» ordnet hast / durch deren Etntretung zwar ein jeder kan/ aber mchtwrrd Zur Seettgkertgelangen/weilen vieledurch diesen Weeg zu Schande» gehen / s>> Durch einen andern wären seelig wo^ den; Ach bitte dich demüthig durch Hie Unbefleckte Empfangnus deiner Mutter Maria / und die Verdienstes des H.Xaverii/ftnde mir von oben dere Geist des Raths/daß ich den jenigest Weeg / und Lebens^'Lauff erwöhle/ jn welchem duvorsiehest/dasich frorst leben / und sterben werde. Mer" ^zertz ist bereit / O GDtt / bereit ist mein HErr/ was wilst du/ das ich thue 2 Rede/ O ^>Err/dann delst Nnecht höret. Es geschehe in nist/ Durch mich / und an allem was meist ist / dein allerheiligster Will. D Herl. Zkaverr / erlange mir vost Dem gecreutzigten ZEsu die Gnad des Lichts / durch welches ich erleuchtet/ rricht nach den Regelnder Welt / ukw Des Fleisches/ sondern des Geists/ukw ewiger Wahrheit / einen mich g ,r h h § st lk n / st ii it s n '/ n ir s / d d e -M ( o ) ZH4" Seeligkeit führenden Stand aussu- che. Bittemitmir/ undfnrmichden Himmlischen Lehr--Meister/ daß er mich lehre erkennen/ wöllen/ und voll¬ ziehen- was ihm gefällig / und mei¬ ner Seelen gedeylich ist./ Amen. Neuntes Gebeth. Um Befreynng von einer. Kranckheit. Ms Wunderthätiger ArtztderKran- «LZ rken / Heil. Francisce Kaveri! ich rüste dich an / und bitte deine Gü¬ tigkeit durch dieUnbefleckte Empfang¬ ens Mariä / erlange mir von dem barmhertzigenGQLt/ daß (wannes ihm gefällig/ mich durch diese Kranck- yeit von der Welt hinweg zu nehmen- tch alle meineGedancken aufdas wich¬ tigste Geschafft meinerSeeligkeit wen- ve/ und alles Irrdische/ so meinen Geistverwirret/ fayren laste» Vor Eem aber stche mir bey/mrt meinem Heil. Schutz Engel / und erlange mir die Gnad/ in den Armen meiner aller- Kr i lieb- 4-8 ( s ) ZH» liebffen Mutter Maria / in den Wun¬ den meines Bräutigams JEsu / in der Beschützung des Heil. Josephs / Schriftlich und heilig zu sterben. Wann aber die Göttliche Für- sichtigkett mich von gegenwärtiger Kranckheit erledigen will / so komme mein Beschützer mit deinem aufgeheb- ten starcken Arm r Nihm hinweg alle Schmertzen durch den grossen Ge¬ walt/ so dirG-Ott gegeben hat über allerhand Kranckhetten / damit man nicht zueygne meine Genesung deri Kräfften der Natur/ sondern allem deiner Fürsprechüg/ so du gethan hast für mich bey JESU und Maria Amen. Zehendes Gebeth. In allerhand kriva r- Nöthen Leib^ und der Seelen. (M Du in allerhand Anliegen wust^ derthatiger Nvthhelffer / He^' Francisce Xaveri! der du dich selbst^ öffters zu einem ^Patron/ und NE helsser anerbotten / und gewisse HE Leistung yersprocherr/in Kranckhest^ l l c f i r l l s b n h n d l-M k o ) 84»-' Betrübnus / Verfolgungen / und an¬ deren widerwärtigen Zufällen/ wann man dich mit einem festen Vertrau¬ en / und Kindlicher Zuversicht anruft fen wurde. Siehe dein guthertzrge Willfährigkeit den Bedrängten zu Helffen / treibt mich ingleichen an/ dir meine Noth zu klagen. Ach sie¬ he / O mitleydiger Tröster/ wie viel Trüb-und Drangsaalen mich je- tzundüberfallen. Erinnere dich doch jener unersättlichen Lteb/dre du fo vie¬ len unzahlbaren Nothleydenden er¬ zeigthast. Ach l verlasse mich nicht / der du bißhero niemand verlassen. Wieviel tausend Schritt bist du nicht geloffen / damit du eine irrende Seel GL)tt tviederum köntest gewinnen? Rnd wirst du mich in meinem Elend lassen stecken ? Dieses wird ja dein Milreiches Hertz nicht können überse¬ hen. So erhöre dann die SeuffZer Meines betrübten Hertzen/ pr^mire dieselbige GOTT dem Himmlischen Vater /. in Vereinigung des bitteren Hydens UNd Sterbens.IEsu/ deren -E c o ) ZH-z- Verdiensten Maria / und deiner ze« henjahrigen Mühe und Arbeit/ daß ick / wann es also zu meiner Seelen Seligkeit/ und grösseren Ehren Got¬ tes gedeyen solle / von dieser meiner Drangsaal endlich befteyet werde/ Amen. Cylffces Gedeth. Um ein glückseeliges Sterbstünd- lein. M^Allerfreygebrgster Xaveri/ und WZ sonderbarer Fürsprecher der Sterbenden/ auch ein Vater der Ar¬ men! der du?erro Vellejo einem Herrn/ dieweil er gegen die Arme sehr freyge- Lig / mildreich undbarmhertztgwar/ warhafftigvorgesagt hast/ daß eran zeitlichen Hingen / und NothdürffM keinen Mangel teyden werde/ und daß ihm GOtt bey Zeiten sein Sterb¬ stündlein werde andeuten lassen/wor^ auf er dann einen glückseligen Tod nehmen werde / welches auch alles or¬ dentlich erfolget ist; Dann er ntcG Allein in zeitlichen Gütern allzeitgross s c r e f z c r f e o r r L r i. ( r r- 8 -HH8 ( v ) -M- sen Seegen GL)ttes gehabt/ sondern auch thm der Lag fernes bevorstehen- den Abletbens aus dieser Weit zeitlich- augezeigt worden; Darum er ihm selb» > sten inerner Kirche einTodten-Bahr, zurüsten laffen/ darein er sich endlich vor allemVolck gelegt/un d unter weh» render HMeß seine Seel Gott seinem Erschaffer gottseelig anfgeben hat. Ich bitte demüthiglich / -O liebreich sterILater Xaveri / erlange mir auch ein seeliges / und heiliges End / damit auch durch mich deine Gwry vermeh¬ ret werde/ mrd auch ich arrner Sün¬ der möge aus der Zahl seyn / welche du Ahrtsto IEsu unserem Erlöser ge¬ wannen hast» O da Heil. Zkaveri i ich bitte dich nochmals um der Liebe- B-Ottes Willen/erlange mir ein rech¬ te wahre Lieb gegen GDtt/und daß ich mit widerhoiten Wercken der Lieb BOttes einfteliges End nehmen mö- Se/ Amen. Zwdlfftes Gebeth. Einer Schwangeren Fran um em Mckseelige Geburt. «OgE- -SHS ( v ) M- MS grosser Liebhaber der Bedräng- «M ten/L) glorwürdigerHeil. Apo« stelder JndianerLaveri: welcher da so offt bist zu Hülff kommen denen/ welche dich um ein glückseeltgeNider- kunfft/ und erfreuliche Geburt haben angeruffen. L) grosser Liebhaber der Seelen / der du bist so viel tausend und tausend Meilen gereiset/ damit du dem Allmächtigen GL)tt möchtest Geist¬ liche Kinder erzeugen/wie dudaS der¬ selben über zwölffmal hundert tausend in Mhrtsto gebohrenhast; Durch die¬ se deine Mühe und Arbeit / durch die Lieb / mit welcher du deine Geistliche Kinder so hertzlich geliebt/daß du auch bereit wärest/ dein Leben fürste zu las¬ sen/ auch durch das Blut Ahristi mei« nes gecreutztgten JEsu/ und dnrck) seine Heil. Geburt von der unbefleck¬ ten Jungfrauen Maria/ bitte ich dein armes Geistliches Kind / du wöllest/ -O Heil. Vater ! mich in gegenwärtig gem Stand mildiglich ansehen / und Lurch deine tröstliche Fürbit bey Gott mir Gnad erhalten/damit ich demftl- c t c i r i i» f 1 ! < 1 -«8 ( 0 ) Lch4- - ben Gott zu grösserer Ehre möge eine ' glückliche Ntderkunfft erhalten / und r die jenige Frucht / welche mir der gü- / tige G^>tt Vatterlich verliehen / also - auf die Welt bringen / damit dieselbe 1 das Leben des Leibs / und nachmals r das Leben der Seelen / nemlich die > heylmachende Gnad durch den Herl. k Tauff erhalte. L) Heil. Vater! trö-- - ste mich / und stehe mir bey in meinen Schmertzen; dir befehle ich all mein ) Anligen; die Lieb IEsu Ahri- stt meines gecreutzigtenHErrns / da¬ mit durch derselben Inbrunst ich mei¬ nen Leib / und dessen Glieder mit ei¬ nem Heiligen Neyn verfolge / und nichts anders mehr liebe / als IE- sum denGecreutzrgten/ und die Ab- Lödtung und desselben Willen / alle¬ zeit an meinem Leib trage. D Heil. Zkaveri/ ich widerspreche wor deiner Heil. Bildnus allen Fleischlichen Ge- dancken / Worten / und Wercken / und begiebemich mit dir unter das Kreutz-Fähnlein JEsu Christi. Ach stehe mir armen / schwachen Sünder bey/durch deine Fürbitt/ daß ich al¬ lezeit wider mich selbsten kampsse ^ mich und meine Rebellische Natur / und deren unordentliche Begierlich¬ keit überwinde/ damit die Lieb tes in allen meinen Streikte» das Feld erhalte und obsiege / gleichwie du durch dein gantzes Leben dich in allen Dingen zu überwinden im Brauch gehabt. Tag" -M (- 0 ) M- Mg -Weiten. Von dem Weiligen Unter kN.L>ILI8LO X^VMIO. Zur Metten. -AMsIe Lieb des Nahmen JSSU entzünde unsere Gemächer. HErr thue auf meine Leffzen, y,. Und mein Mund wirddein Lob verkündigen, O SOTT merck auf mein Hülss, HErr eyle mir zuhelffen. Ehr seye GOTT dem Vater, und dem Sohn, Md dem Heil. Geist. Als er war im Anfang, jetzt, und immerdar.'/ Md zurwigen Zeiten, Amen. M Neue Sonn von GOTTbestellt- Taverisey gegrüsset - Durch deine Müh die neue Welt, Den Tag des Henks geniesset. Zu dir o Vater schrcyen wir / Dem Gkrntz Whist uns mtttheilm / Daß 4N ( o ) M- Daß wir mit Inbrunst, und Begier, Dem letzten Ziel nacheylen. Ich bin allen alles worden, h:. Damit ich alle Christo gewinne. Gebeth. WsG-OTT! der du das Cvange- lium deines Reichs unter die barbarische Völcker/ und verborge¬ ne Länder / durch das Predigen/ und dteWnnder-Zeichen demesH Lave- rji ausgebreitet/ und / zu Bestatte gung seiner großen Heiligkeit/ feinest reinen Leichnam unversehrt erhal¬ ten hast. Wir bitten dich / verleyhe uns/ die wir seine Glorwürdtge Ge¬ dachtnußbegehen/ daß wlr auch ih- me in tugendltchen Wandel beständig Nachfolgen. Durch unfern HErrst ICsirm Ll-rtstum deinen Sohn/ det mit dir/und dem Herligen Geist / le¬ bet und regieret/ gleicher GL)tt ist alle Ewigkeit/ Amen. Zur Prim. Je Nb des NahmenZEsü emzündeu^ ftreGemüther. -- O GOtt Merck aufmein Hülff, HErr evle mir zu Helffen- dH -kB c o ) Ehr stye dem Vater- und demSohN/Uud dem Heiligen Geist. - Als er war im Anfang / jetzt, und immer¬ dar / uod za ewigen Zeiten/ Amen. WU Ausbund aller Heiligkeit,' Laverr! fty gegrrrsset, Dein hohe Tugend weit mld breit,' Ein süssen Gruch ergiesset, Dein Armut/ Ghocsam, Reinigkeit^ Ein süsses Opffer waren/ Ach bitt / daß wir auch jederzeit Nach deinem Fuß-Tritt fahren» Ich bin alten alles worden, y». Damit ich alle Christo gewinn«. Gedeih, wie oben: Q GOtU. Zur Terx. MZe Lieb, des Nahmcus IEsu entzünde rm- sere Gemüter. O GOtt merct auf mein Hülff^ ye. HEr» eyte Wir zwhelffen. Ehr seye dem Vater, und dem-Sohn Und dem Heiligen Geist, Als er war im Anfang / jetzt, und lmmeen dar, und M'wigen Zeiten/Ameu. nm^u8. M Starcker Held, im Krieg bewehrt- Äavcri.' fty gegrüsset, " L c v) wr- Mit Gristi Bantzer - Helm, und Schwer! Sehr stattlich ausgerüstet. Den kein Gefahr, kein Creutz, kein Ley d/ Kein Aebeit können biegen, Erlang uns Gnad - daß wir im Streit- Nicht etwann unterliegen. Ich bin allen alles worden, yr. Damit ich alle Christo gewinn«. Gedeih, wie oben:O GOtt- Zur Sept. HK Je Liebe des Nahmen JEsu entzünde un^ sere Gemächer. OTOtt merck aufmeinHülss, «r. HEn eyle mir j« helffen- Ehr ftye dem Vater - und dem Sohn- und dem Heiligen Geist, Als er war im Anfang, jetzt, und immer^ dar - und zu ewigen Zeiten, Amen. MH Grosser Fürst lu GOttes Reich, d Xaveri l sey gegrüsset, Der du in dir durch harte Streich Viel fremde Sund gebusset; Der du viel falsche Lehr entdeckt, Des Teuffels Reich zerstöhret- Viel Todte wiedrum aufferweckt- Und Christi Volck vermehret. Ich bin allen alles worden, V«. Damit ich alle Christo gewinn«. Gedeih-Wie ode»; -O GOtt- «z (« ) r» Zur Non. M Ze Liebe desNahmensJEsu entzünde uw- sere Gemuchcr.. D GOtt merck auf mein Hülss, re.'. HErreyle mir ;u Helffen. Ehr sepe dem Vater, und dem Sohn , und dem Heiligen Geist/ Als erwar im Anfang, jetzt,und immer¬ dar , und zu ewigen Zeiten^ Amen.. M) Mann dvrLiebganhunverzagt/ Zsaveri! seygegrüsset'/ In.ajl Gefahr hast dich gewagt, Der Krancken Gschwär geküsset, Durch deine Thränei', Blut , und Schweiß, Durch deinen Kampff , und Streiten Hülffuns durch dieft schwäre Reis, Zu gutem Ende leiten, Ich bin allen alles worden, ip. Damit ich alle Christo gewinne, Zur Vesper- DUe Lieb des RahmensIEfu entzünde un- setze Gcmüther- O GOtt merck auf mein Hülff, tze HErreylemir zuhelfffn Ehr scye dem Vater, und dem Sohn , und dem Heiligen Geist. Als er war im Anfang, jetzt, und immer» ^ar, und zu ewigen Zeiten, Amen» ' - - x 2 «M. -m o ) KSH- klarer Stern im Firmament , Tav eri! sey gegrüflet , Der du nunmehr ohn Ziel - und End, Der Secligkeit vergwisset. Ach leucht'.ach leucht! du schönes Liecht', Daß wir hie nach dir gehen, Und drrten GOttes Angesicht, Mit dir stets mögen ansehen.' z-. ^ich bin allen alles wordcn. Damit ich alle Christo gewinne.' Gebets wie oben O GOtt. Zum Komplet. WLEkehreuns, O HErr unser Heyland? und wende deinen Zorn von unß. O GOtt merek auf mein Hülff, -e- HErr eyle mir zu heissen Ehr jeye dem Bctter , und dem Sohn, E -em Heiligen Gelst. Als er war im Anfang , jetzt, und imm^ -ar/und zu ewigen Zeiten, Amen. W Nnfti-Hoffnung, Freudmnd Trost, Taveri! wir dich grüssen. Als du des Himmels Freud verkost! Genug! hast schreyen müssen, Erlang uns von dem Überfluß Ein Trspfflein zu geniessen. Daß wir zuletzt im Frieden-Kuß, - Des Lebens Lauffbcschliessen» -m ( a ) M- <^ch hin allen alles worden/ ye. Damit ich alle Christo gewinne. Aufopfferung. M Averi! d eses haben wir Zu dckner Ehr gesuugcn,' Und unser Hertz um Hulfl zu dir Mit Seufftzen aufgelchwungen.' Von Hertzeir wir vergönnen Vir, Den Lohn, den du empfangen, Doch denck , O Vater! das auch wir, Bey dir zu seyn verlangen. ^itaney Vött dem W. X^VWIO. eleison. Christe eleison. Kyrle eleison. Christe höre uns. Ehrlsie erhöre nn6- GOtt Vater vom Hirumel / erbarme dich unser. GOtt Sohn Erlöser der Welt > erbarme dich unser. GOtt Heiliger Geist, erbarme dich unser. Heilige Dreifaltigkeit ein einiger GOtt /er¬ barme dich nufer. L Z. Hel. 4HS ( « ) «H»- Heilige Maria , > Heil. GOttes Gebahrcrin, Heil. Jungfrau aller Jungfrauen, Heil. Vater Jgnati, Heil. Francisce Laveri - du allerwürdig-- und liebster Sohn Jgnatii, Heil. Franciste Laven, Apostel der In¬ dianer, Heil- Lavni, Bekehrer derHeydenschafft, Heil. Laveri, Verkündiger des Friedens, Du Auserwvhltes Gefäß des Nahmen JEsu, , ' Du überstuffendes Gefäß der Göttlichen Liebe, Du Grund fest der Kirchen, Du Verfechter des Glaubens, Du Bestreikter des Jrrthums, Du Prediger der Christlichen Machest, DuZerstohrerder Götzen-Bstder, Du Auserwvhlter Werck-Zeugzur Aus- breitlmg dcrGottlichen Giory Du getreuer Nachfolger, und Mit-Ge- fpan JEfu des HcylandsHer Welt, Du erschallende Posaune des Heiligen Geistes, Du Säulen der Kirchen GOttes, Du Liecht der Heyden, Du Lehrmeister der Gläubigen, Du Spiegel der wahren Andacht, Du Weegführer zur wahren Tugend,-! undVEommenheik/ -Du Mn für uM. -*H8. ( o ) Du lebendige Bildnus des Apostolischen Geists/ und Heiligkeit, Du Erleuchter der Blinden, . Du Fuß der Lahmen, Du Hclffee der Schiffbrüchigen, Du Hept der Krancken , Du Austreiber der bojen Geister, Du Leben derTodten, (gewitter, Du Gewalt-Trager über Meer und Nn- Du Beherrscher aller Elementen, Du Grosser Wunderthater, Du Zuflucht der Elenden, Du Freud der Betrübten , Du Glanh des Morgen-Lands, Du unverwesenerTabernaokel der Gna¬ den GOttes, Du Glory der Gesellschafft IEsu, Du ApostolischerAbgesandrer des Romi» scheu Stuhls- ! Allerarmester Laveri, Allcrkeuschrsker Laveri, Allergehorsamster Laven, Merdemulhigster Laven, O Laveri, du Begierer des CreuHes, und der Arbeit Christi/ Allerwachtsamster Laveri, nach dem Hepl deines Neben-Menschen, Allerliebreichster Laveri, Allerglorwürdigfter Laveri, Oin- Bitt für uns. iMv 4-8 s d O inbrünstiger Eyfferer der Seelen / und Ehre GOttes / JwLeben und Wandel ein Engel/ Jn'Lieb und Fleiß das Vvlck GOttes zu erhaltenem Patriarch^ In Gnaden / und Geist GOttes ein Prophet, In der Würdigkeit / und Verdiensten ein B Apostel / ! In vielfältiger Sprach / und Würckung!^ ein Lehrer der Heyden/ Zn stetem Lenden / und Begierd für Gott A zu sterben ein Märtyrer/ Zn volikommnefter Tugend, und Fron,-! keitdes Lebensein Beichtiger/ Durch Englische Reinigkeit desLeibs und derSeelen ein Jungfrau/ In weichem ^vir aus Göttlicher Gütigkeit vieler heiligen Verdienste verehren/ O du Lamm GOttes,-welch^du hinnimst die Sund der Welt,verschone unser O HErr- O du Lamm GOttes/ welches du hinnimst die Sünd der Welt/ erhöre uns, Q HErr. , OduLain GOttes/welches du hinnimst die Sünd der Welt/ erbarme dich unser OHE"» Christe höre-uns. Christe erhöre uns. Kyris eleison. Christe eleison. - Mtter Unser, 'M G 844- Und ffihre uns nicht n Nersuchirrrz,- yr. Sondern eriöseuns vom Ude!, Amekk, Bitt furuns O HciNFrancisce Lvverr! y!. Zu f-daß wir der Verheissungen Christi theil- hafftig werden. Gebeth. ^^GDtt/ der du dieJenige/ die dich ehren/ hingegen auch ehrest/ irnd glorwürdtg machest / und durch Verehrung deiner lieben Heiligen ge- ehret wirst/ verleyheuns gnädiglich/ daß wir alle / die deines Heil. Fran« cisci Xaverii glorwürdige Verdienst andachtiglich verehren/desselben kräf¬ tige Fürbitt empfinden/ und theilhaf- ttg werden. Durch IEsum §hri-- siüm deinen Sohn unftrn HEnn und Heyland/Amen. KurtzeWeis und Manier. Den Heiligen x/r v Kirill in Alle Monat zu verehren. wird zuträglich seyn, alle erste Frey- tag eines jeden Monats zur Heiligen Communion zu gehen , und eben sel' .den -HH8 c o ) M- den Tag zu Ehren des Heiligen Ravern einen Fasttag zu halten; solches Fasten aber auch für diejenige arme Seelen aufzuopssern, die bey ihren Lebzeiten dem Heil Raverio mit ab¬ sonderlicher Andacht seyn zugethan gewesen- Es wäre denn Sach- daß wegen Umstanden der Zeit, sö.che Comtnunion füglicher auf nechst fallenden Sonntag aufgeschoben wer¬ den müste. Kan auch wenigstens einmal im Monat der Rosenkrantz gebethet - und eine Meß gehöret werden - zur Meimung für Be¬ kehrung der Heyden und Sünder- die ihnr Mverius hat also angelegen seyn lassen - daß er seine Krafften- und sein Leben daran ge¬ wendet- Du magst auch zur Gedächtnis der Jah¬ re des Alters Raverii- dir einen Rosenkrantz von s. Zehnern machen - und solchen also betheil/daß du zu einem jeden kleinen Granei sagest: Heil. Francisce Raveri - ich bitte dich um die Liebe GOttes-erlange mir ein wahre Liebe GOttes- und bey eyfrigster Erweckung der Liebe GOttes- einen gluckseeiigcn Tos'» Zu den grossem Graneln aber kaust du dieses Gebeth bechen: OHErrJEsu Christechnrch jene fünffWunden- die dir am Creutz die Li^ be gegen uns verursachet hat, komme durch dieFürbitt des Heil- Raoeriimnr deinem Di^ ucr(deinerDienerin ) zuhülsf- den (die) mil delnem teueren Blut erlöset hast. 4-H8 ( o ) ^3NU3I-IU5. Den l. Januarji 1546. ist ervonMalaca M die Molukische Inseln abgesegelt. ). Januar. 16; ist zn Neapel das Wun- Herwerck Tavmnan p rn: Viaicello ^lalirillo geschehen. 12. Januar. Is44 hatEaveriuSder So- rietäk nacher Rom geschrieben / und ihr die himmchche Tröstungen, mit denen er unter feinen Arbeiten übergossen war, zu wissen gechan. i z. Januar. 1548- ist er von Malaca zu Eocin augelanger. 14 Januar. 1549. hat er kniend dem H. Jgnario einen Brieff von der vorhandenen 'rejch.jchen Seelen-Ernde geschrieben. 27. Januar- isi-s. schriebe er von Cocins nacher Rom, und thäte zu wissen, daß ec in Zeit einesMbkrars io 00.Heyden gerauffet. ^krunrius. Den ^.Febr. 1546. trakte er zu Schiff seine Rcysvon Malaca nacher Amboin an- iS. Febr. 1546 kam erzu Ambion an - wo dasgrosse Wunder mit dem Krebs geschähe, der ihm das in dem Sturm cingebüßte Cru- Mr Bildwiedcrbrachte. Dito,A iss;.wurde nach dem Tod stkn heiliger Leib in der Insul C ancian auSgegra- ^en, m Meynung daß er von denungelefch- ten -»N s ° ) M- . Vater unsicr, und Ave Maria bethen, und solche für diejenigen aufopffern, die ab¬ sonderlich dieses HeiligenEhrzu befördern sich an elegen seyn lassen. Du kgnst auch an einem solch en Tag eine Leibs-Casteyung annehmen, öder auch , wann cs die Zelt leidet-die Tag-- zeiren oder Litancy von ihm bethen. Tägliche Andachten. Dti Lle Tag kaust du mit inbrünstiger An- pgchs belhen und sagen : Bitte für un^ ä) Heiliger Francifce Taveri- damit wir theilhasstig werden der Verheissungen Chri¬ sti. Solches kan am füglichstcn geschehen früh wann du aufstehest; hernach zu Mittag, da Christus und der Heilige Laverius ver- - schie- -4HZ ( o ) schieden, nachdem du Ave gebechet hasi;drit- tens zu Abend, ehe du dich schlaffen legest» Kaust auch das Gebest) hinzufügen: O Gott/ der du die Indianische Volcker durch die Predigen Und Wunderwercke des Heiligen Francisci Laverii deiner Kirchen Haft zugesel-» len wollen; verleyhe gnädiglich , daß / die wir seine glorreiche Verdiensten verehren/ auch den Bespielen seiner Tugenden Nach¬ folgen. Du ch Christum unfern HErren. Zum Beschluß stund noch Wey Stuck üb¬ rig/ dich Laverianischer Pflichtstng de¬ ren zu erinnern: das erste daß du deinerSee- len Heul diesem unersättlichen Seelen Eyfe- rer aufs angelegenste empfchlcst; und ich zweiffle nicht, du werdest durch seine kräfftige Fürbikt ein glückseeliges End erlangen/ wann Lu dieses grosse Merck , als dein Seelen- Heyi ist / ihm mir inniglichsten Anmüthungen wirst anvertrauen. Das änderte ist, daß wann du mit solchen Laverjanischen Anmü- thnngen in deinemH rtzcn entbrinest / du auch etliche Funcken dawon auf deinen I^c-chsterr stiegen lassest/ damit erauch den grosse» Lave- rium zu lieben / dardurch angeftnert werde; und styc gewiß Laverius wird dir in deiner.' Todes-Angst mikstinem Beystand nicht ausblriben.