Folium officiale Dioecesis Lavantinae. Cerkveni zaiikaznik za Lavantinsko škofijo. Kirchliches Vcrordmmgs-Blatt für die Lavanter Diözese. Inhalt, v Hirtenschreibeu an Klerus und iiolf, betreffend die Weihe an das heiligste Herz Jes». — 2. Pastirski list duhovščini in vernikom o posvetitvi presvetemu srcu Jezusovemu. 3. Sacrae Congregationis Rituum decretum, quo adprobantur Lectiones pro Postis universalis Ecclesiae, quae alicubi commemoratione tantum gaudent. — 4. Dic Inanspruchnahme der f. f. Finanz-Prokuratur. — 5. Literatur. — G. Diözesan-Nachrichten. Hirteufchreiben an Klerus und Molk, betreffend die Weihe an das heiligste Herz Jesu. durch Gottes Gnade und Erbarmung Fürstbischof von Lavant, entbietet den hochwürdigen Seelsorgern und dem gläubigen Volke seiner Diözese Gruß, Segen und alles Gute im Namen des Herrn! Der Herr stößt und verwirft nicht von seinem Kerzen Menschenkinder. (Thren. 3, 33. Aus dem Introitus der Messe für das Kerz Iesu-Fest). Im Herrn geliebte Diözesanen! Außerordentliche Zeitübel erheischen außerordentliche Heilmittel. Als vor hundert Jahren mehrere verbündete Heere auf das kleine, nur auf Selbsthilfe angewiesene Tirol anslürmlen, um dieses seinem guten Kaiser Franz zu entreißen, siegten in wiederholten Kämpfen ungeübte Wirte und Bauern über sieggewohnte Feldherren. Das glaubensstarke Volk von Tirol hatte sich im Jahre 1796 durch seine hervorragendsten Vertreter aus Versammlungen und im Landtag von Bozen und Innsbruck in feierlichem Gelöbnis dem heilig st enHerzenIesu geweiht und der Heiland, dieser göttliche Bundesherr, zu dem die Tiroler in Not und Kriegsgefahr unentwegt hielten, verlieh ihnen opfermutige Treue gegen das Herrscherhaus, ausdauernde Liebe zum großen Vaterlande und auffallenden Gottessegen, der auf Kriegsplan und Waffen eines einfachen Volkes und seiner Führer wie Landstürmer ruhte. Meine Lieben! In unseren Tagen aber wurde nicht einem einzelnen Volke von Österreich, sondern dem gesamten teuren Vaterlande, seinem heißgeliebten Herrscher und Iubelmonarchen sowie allen seinen treuen Völkern von einem Weltbünde ein harter Krieg ausgedrungen, der es auf den Hort wahren Glaubens, dynastischen Rechtes und nationaler Freiheit sowie auf unser geliebtes Herrscherhaus abgesehen hat. Wohin sollen sich nun die glaubensinnigen und in der Liebe zum Vaterlande oft schon erprobten Völker Österreichs in den schweren Bedrängnissen der Gegenwart vertrauensvoll wenden? Im November 1914 kam mir vom hoch-würdigsten Herrn Kardinal-Fürsterzbischof von Wien ein Schreiben zu, in dem es unter anderem hieß: Ich glaube nur in hochdero Sinn zu sprechen, wenn auch wir Bischöfe, die das liebevolle Kerz unseres gölllichen wirken zu Kirten seiner àrde bestellt Hot, jeder in seiner Diözese im Nomen der uns onverlrouken Katholiken oller Völker einen Bund mit dem göttlichen Kerzen Jesu in dieser Zeit der Not und Kriegsgefahr in einem gemeinsamen Gebetsfeldzuge schließen. Das Kerz Jesu wollen wir bitten, daß es unseren erlauchten Kaiser und König, unsere tapferen Soldaten, Österreichs und Ungarns Nationen und uns alle, die wir uns ihm weihen, schützen und segnen möchte, daß es uns führen möchte zum glorreichen Sieg und dauernden Frieden. Dann wollen wir aber auch für alle künftigen Zeiten in unserem Vaterlande voll Dankbarkeit das Kerz Zesu-Fest in feierlicher Weise begehen mit steter Erneuerung des Bundes zwischen dem Kerzen des göttlichen Bundesherrn und den treuen katholischen Völkern unserer Monarchie. Das wäre der würdigste Abschluß des unvergeßlichen eucha-rislischen Weltkongresses vom Jahre 1912. Die soeben gehörten Worte waren mir aus dem Kerzen geschrieben. Mil Begeisterung teilte ich Seiner Eminenz mit dem Schreiben vom 22. November 1914 mit, daß ich dem angeregten Plane, in dieser Zeit der Not und Kriegsgefahr in einem gemeinsamen Gebelsseldzuge einen treuen Bund mit dem göttlichen Kerzen Jesu zu schließen, freudigst beistimme. Der beseligende Weihnachtsabend brachte mir nun vom hochwürdigsten Präsidium der bischöflichen Konferenzen aus Prag zwei gemeinsame Kirtenbriefe des österreichischen Episkopats, gerichtet an die ehrwürdige Geistlichkeit wie auch au das gläubige Volk, mit dem Bemerken, daß die Anregung, es möge anläßlich der schweren Bedrängnisse der Gegenwart der Weihebund des katholischen Volkes unserer Monarchie mit dem heiligsten Kerzen Jesu in einmütiger und gleichzeitiger Weise erneuert werden, bei den hochwürdigsten Ordinariaten lebhafte und ungeteilte Zustimmung gesunden hat. Nehmet nun, Teuerste, das gemeinsame Wort Eurer von Gott Euch gegebenen Oberhirten recht willig entgegen! I. Die llTz(n|cpf(’ imh Mschöf,' iJlim eicfjs an hm Ijmfitm'iihtgm 3(1 mis tljm* Diözesen! Erlöserliebe des G o t t m e n s ch e n vor Augen stellt! Dazu kommt der Krieg, der unser Kerz erbeben macht, von dem unser Keiliger Vater Benedikt XV. sagt: „Endlose Keerscharen ringen in Wut mit einander. Und inzwischen bedrückt Schmerz und Elend, als traurige Begleitschaft des Krieges, Gemeinden, Familienkreis wie den alleinstehenden Bürger. Ins Ungemessene vermehrt sich die Zahl der Witwen und Waisen. Die Verkehrswege sind abgeschnitten, und der Kandel liegt darnieder. Verlassen steht der Acker. Die Musen schweigen. Die Neichen sind in Sorgen, die Armen in Not, in Trauer aber alle." In dieser Zeit der Zwietracht und der Kümmernis muß unser Programm sein: M e h r L i e b e, mehr Liebe zu Gott und dann zu den Menschen! Und wo ist der Quell dieser Liebe? Im Kerzen 3esit in der Eucharistie! Wir danken Gott, daß eine wohlverstandene Geliebte Söhne und Mitarbeiter im Kerrn! 5 wird Euch nicht entgangen sein, warum wir gerade jetzt unser gläubiges Volk zum Kerzen unseres Kerrn undKeilan-des führen und Euch zu Kerolden der Kerz Iesu-Andacht ausrufen. In unserer Zeit hat sich die verbrecherische Selbstvergötterung der Menschen und deren Selbstliebe bis zum Kasse alles dessen gesteigert, was demselben vermeintlich entgegensteht. Was Wunder, daß sie sich von Jesus Ehristus abgekehrt, von dem der Apostel sagt: Christus non sibi placuit (Röm. 15, 3) d. H. Christus hat sich nicht selbst gesucht. Aber je mehr die Welt in kaltem Egoismus, der ihr Unglück ist, und in Gottvergessenheit sich von Christo dem Kerrn abwendet, desto mehr müssen w i r unser katholisches Volk zum Kerzen Jesu hinführen, das uns die u n e n d l i ch e Kerz Jesu-Andacht bereits in vielen Gemeinden unserer Diözesen Einzug gehalten hak. Dieses pro-videntielle Werk ist vom katholischen Volke überall mit freudigem Danke angenommen worden. Sein gesundes gläubiges Empfinden versteht sehr gut: Wer an den Gottmenschen und seine Erlöserliebe glaubt, der wird auch sein göttliches Kerz verehren. Taufende und Abertausende haben sich mit Freuden dem heiligsten Kerzen geweiht und sich unter seinen besonderen Schuh gestellt. Seine Majestät unser Kaiser hat seinen Völkern hierin ein weithin leuchtendes Beispiel gegeben. Wahrhaftig in den Anbetern des heiligsten Kerzens können wir erkennen die „große Schar, die niemand zählen konnte, aus allen Völkern und Stämmen und Nationen und Sprachen. Sie standen vor dem Throne und dem Lamme und riefen: „Keil und Lob unserem Gotte und dem Lamme!" (Offbg. 7, 9. 10). Allein, in gar manchen Gemeinden i st die K erz J e su - A n d achl noch nicht i)ie Lieblings-Andacht des Volkes geworden, obwohl es keine andere Andacht gibt, die in reicherem Maße die Schätze der Gnade den Menschen vermittelte. Unser Keiliger Vater Benedikt XV. bezeichnet es geradezu als das Programm und das eigentliche Ziel seines Pontifikats, mit aller Kraft dahin zu wirken, daß die L i e b e Z e s u C h r i st i wieder unter den Menschen herrsche: „ut Iesu Christi caritas rursus in hominibus dominetur. Hoc certe semper Nobis propositum habituri sumus velut proprium nostri Pontificatus opus.“ — Das ist nichts anderes, denn das Programm weiland Pius X., der uns zugerufen: Mehr Gottesliebe, darum zum Kerzen Jesu in der täglichen oder öfteren Kommunion! Aber noch hat das Wort des Keiligen Vaters nicht überall bereitwillige Kerzen gefunden! Wahrlich, wenn es nicht der Stellvertreter Christi so dringend empfohlen hätte — schon die Not der Zeit würde es fordern! Nein, es ist nicht zu früh, daß unsere Kinder öfter kommunizieren sollen, sobald sie unter guter katechetischer Leitung das allerheiligste Sakrament kennen gelernt haben! Nein, es ist nicht neu, daß unsere Erwachsenen, namentlich unsere Männer oft und jeden Monat kommunizieren sollen! Wem diese Übung aller glaubensstarken Zeiten neu erscheint, dem sagen wir: Es sind aber auch die Gefahren und Sorgen und Leiden unserer Zeit neu ! So neu, daß sie uns alle bisher nur erschreckt haben. Erfahrungsgemäß hat die Kerz Iesu-Andacht überall, wo ein seeleneifriger Priester, der selbst am heiligsten Kerzen sich gebildet, mit den vorgeschriebenen Gebeten jedesmal auch ein Wort der Erbauung verbindet, eine erhebliche Vermehrung des Sakramenten-E m -pfanges im Gefolge. Ganz besonders dann, wenn der gläubige Teil des Volkes für das Gebets-Apostolat gewonnen wird, dessen Obliegenheiten so einfach und doch so wirksam sind. Was gibt es Einfacheres und Leichteres, als daß wir täglich unsere Gebete, Arbeiten und Leiden Gott aufopfern, d. H. mit jenen Intentionen verrichten wollen, die das göttliche Kerz Jesu dabei erfüllen? Aber zu welcher unwiderstehlichen Gebetsmacht muß diese Kandlung der einfachen rückhaltlosen Kingabe an Gott an-wachsen, wenn darin Tausende und Abertausende von Gläubigen sich vereinen! Damit treten wir dem großen Problem der Männer-Se elf orge nahe. Verschiedene Verhältnisse werden verschiedene Wege weisen. Aber irgend eine Lösung dieses großen Problems muß in jeder Gemeinde versucht werden. Mit dem Män ner-Aposto lat in Verbindung mit der Kerz Iesu-An dacht wurden in größeren Seelsorgen und unter kundiger Leitung das Glaubensleben und der Sakramenten-Empfang seitens der Männer in ganz überraschender Weise gehoben. Da in vielen Orten der religiöse Kaltsinn der Männer noch immer dem heiligsten Kerzen Iesu die bittere Klage erpressen müßte, die wir aus dem Munde der sel. Margareta vernommen haben, so empfiehlt sich für solche Gemeinden das erprobte Mittel des Männer-Apostolats. Ohne jede organisatorische oder Gewissens-Bindung wird den Männern empfohlen: 1. Mannhaftes Eintreten für die Sache Christi und der heiligen Kirche. 2. Weihe der täglichen Gebete, Arbeiten und Leiden an das heiligste Kerz Jesu. 3. Eifrige Teilnahme an der Männerkommunion am Kerz Jesu-Sonntage (1. Monats-Sonntage). Kier erscheint die alte Praxis der Kirche im neuen Gewände: Die Männer werden angeleitet in apostolischer Art zu beten und zu arbeiten, und eine solche Betätigung gläubiger Gesinnung führt von selbst zur heiligen Kommunion — und darin wieder liegt das einzige Antidotum gegen Menschenfurcht und Pessimismus. „Alles prüfet; was gut ist, behaltet!" (1. Thess. 5, 21). Wir schließen ein Formular eines Aufrufes an, wie es mit Erfolg in vielen Pfarreien verwendet wird.' Die verständige Verehrung des heiligsten Kerze ns Jesu im Sinne der Kirche ist die reichste Gnadenquelle für Priester und Volk, für den Einzelnen wie für die Familien, Kirche und Staat — wohl vorerst in übernatürlicher Kinsichl, jedoch auch in den zeitlichen Anliegen, wie aus den Verheißungen des Kerrn, aber auch einer hundertfältigen Erfahrung hervorgeht. ' Katholische Männer! Ein Riesenkcunpf ist heute entbrannt, der Kampf des Unglaubens gegen Christus und seine Kirche. Seht die Apostel des Unglaubens! Wie zielbewußt und unermüdlich ist ihr Arbeiten, Werben und Ringen ! Wollt i h r d a in ü ß i g z u s e h e n? Wollt nicht auch ihr kämpfen und werben für Eure gute Sache? Es handelt sich um unsere heiligsten Güter, um Christus und seine Kirche! Niemand kann sich dem Kampfe entziehen. Wer nicht für Christus ist, ist gegen Christus. Christus hat heilige Rechte aus Euch! Christus will Euch Führer sein, und zugleich Kraft und Stärke. In Christus und seinem göttlichen Kerzen will Euch hinzuführen das Münner-A postola!! Seine Parole lautet : 1. Mannhaftes Eintreten für die Sache Christi, seiner heiligen Kirche und seines Stellvertreters; 2. Gebete, Arbeiten und Leiden dem heiligsten Kerzen Jesu weihen; 3. eifrige Teilnahme an der monatlichen Männerkommunion am Kerz-Iesu-Sonnlag, dem ersten Sonntag im Monate. Das Männer-Apostolat ist kein neuer Verein, hat keinen Vorstand und keine Beitrüge. Es ist vielmehr eine fromme Übung, in welcher sich alle Männer, ob sie Vereinen und Kongregationen angehören oder nicht, zusammensinden. Man übernimmt keine Verpflichtung unter Sünde. - Schon Möge die bevorstehende Schließung des Bundes mit dem heiligsten Kerzen Jesu dieser segensvollen Andacht durch Euren Eifer, geliebte Söhne» recht viele neue mit) begeisterte Mitglieder bringen! Zum Akte der feierlichen Weihe an das heiligste Kerz, wo tunlich am Neujahrfeste, der dem feierlichen Gottesdienste vorausgehen soll, wollen unter Kinweis auf den großen Ernst der Zeit und die Not des an allen Seiten von Feinden bedrängten Vaterlandes sowie aus das erhabene Beispiel unseres ehrwürdigen Kaisers am 8. Dezember in der Schloß-Kapelle zu Schönbrunn, die Vertreter der öffentlichen Behörden eingeladen werden. Wie diese in Nachahmung des erhabenen Beispieles Seiner Majestät den Triumphzug des eucharistischen Keilandes am Fronleichnamsfeste begleiten, so mögen sie auch dem feierlichen Akte des ewigen Bundes unseres katholischen Reiches mit dem heiligsten Kerzen Jesu anwohnen. Schließlich bringen wir Euch, ehrwürdige Brüder, die besondere Verheißung des Kerrn in Erinnerung, die den Priestern gilt, die sein göttliches Kerz verehren: „Mein göttlicher Erlöser mehr als 100.000 deutsche Männer haben sich innerhalb dreier Jahre im Männer-Apostolat um Christus geschart, knieu jeden Monat an der Kommunionbank und bilden einen mächtigen Schuhwall gegen den Unglauben. Wie freute sich unser Keiliger Vater Pius X., als er dies vernommen. Er schrieb: „Von ganzem Kerzen beglückwünschen wir die Förderer dieses so fruchtreichen Apostolates und alle, welche dasselbe treu üben. Wir beten zu Gott, das; er zu seiner Ehre und zum Keil der Seelen ihre Zahl von Monat zu Monat mehre. Als Unterpfand der himmlischen Gnade und zum Erweis unseres Wohlwollens erteilen wir ihnen allen in großer Liebe den Apostolischen Segen. Aus dem Vatikan, den 28. Juli 1913. Papst Pius X.“ - Was der Keilige Vater empfiehlt, was in anderen großen und kleinen Pfarreien möglich ist, daß mutz auch in dieser Pfarrei erreicht werden. Schließet drum die Reihen und scharet Euch um Christus! Kabel den Mut, mannhaft einzutrelen für die Sache Christi! Lernet arbeiten, beten, leiden für Christus und sein Reich! Aus Liebe zu Christus nehmt eifrig teil an der monatlichen Generalkommunion der Männer! Tretet bei dem Männer-Apostolat! Kein katholischer Mann darf Zurückbleiben! bat mir zu verstehen gegeben, daß diejenigen, die am Keile der Seelen arbeiten, die Kraft besitzen werden, die härtesten Kerzen zu rühren, sie werden mit großem Erfolge arbeiten, sofern sie selbst von einer innigen Andacht zu seinem göttlichen Kerzen beseelt sind." Zum Unterpfande dieser großen Gnade erteilen wir allen, die sich dem großen Werke mit Seeleneifer weihen, unseren Segen im Namen des f Vaters und des + Sohnes und des Kei-ligen t Geistes. Amen. Gegeben am Hl. Weihnachtsfest 1914. II. Dir in hrr Ctrfir El) ri Ili grrintrii ErMschösr imi! Ai schüfe iifirrrcichs rnfOirfrii allen iljvrn i]rmrimVn 4]ru|Z Geliebte im Kerrn ! |ls im Jahre 1796 das katholische Tirol von ’ Napoleons Truppen angegriffen wurde und ohne Kilfe gelassen werden mußte, da stellten sich die braven Tiroler unter den Schutz des heiligsten Kerze ns Jesu und trieben mit Gottes Kilfe den korsischen Eroberer aus ihrem Lande hinaus. Von da ab hat das ebenso tapfere als gläubige Volk Tirols die Weihe an das heiligste Kerz Jesu unablässig erneuert. Und erst wieder vor Ausbruch des gegenwärtigen welthistorischen Krieges hat die Landesvertretung mit dem gläubigen Volke Tirols beim feierlichen Akte der Weihe an das heiligste Kerz mit Begeisterung gerufen: „Drum geloben wir aufs neue, Jesu Kerz, dir ew'ge Treue." An der Wende unseres Jahrhunderts hat der erleuchtete Papst Leo XIII., da er die Macht des Bösen wachsen und große Ereignisse sich vorbereiten sah, nicht nur die katholische Kirche, sondern die gesamte Menschheit dem heilig st en Kerzen Jesu geweiht. In dem gedankentiefen Wettrundschreiben vom 25. Mai 1899 hat Leo XIII. diese Weihe an das heiligste Kerz Jesu begründet. Und was erhoffte der große Papst davon? Wenn diese Kingebung an das heiligste Kerz Jesu nach dem Grundgesetze der gemeinsamen Verpflichtung alter Menschen vor Gott von recht vielen und vom ganzen Kerzen geschehe, so werden die treuen Katholiken in ihrem Glauben und in ihrer Liebe befestigt werden, die Gleichgültigen werden ihre Liebe am göttlichen Kerzen entzünden, und denen, die den Kerrn in seiner Liebe noch nicht kennen, werde diese Erkenntnis durch das vereinte Gebet unii fSfflen unni Herrn! der Kirche erfleht werden. — Und der katholische Erdkreis hörte das Wort des Stellvertreters Ehristi. Wie erhebend wurde diese Weihe in unserer gesamten Monarchie begangen, allen voran in unserer Neichshaupt- und Residenzstadt Wien, wo Seine Majestät, unser ehrwürdiger Kaiser selbst, umgeben von den Würdenträgern seines Reiches, sich, sein Kaus und seine Völker dem Kerzen Jesu weihte! Geliebte im Kerrn! Die Wende des Jahres, an der wir eben stehen, ist für unser Vaterland imi) für uns alle von der h ö ch st e n B e d e u t u n g, weit die nächste Zeit für eine lange Zukunft über unser Geschick entscheiden wird! Noch lodert die Kriegsfachet mit all ihren Schrecken an den Grenzen unseres Reiches, das Vaterland blutet in seinen Söhnen an tausend Wunden, der Würgengel verwandelt manches Kaus in ein einziges großes Grab. Trauer, Not und Gefahr überall! Und des fürchterlichen Ringens scheint noch immer kein Ende! Wo, so fragen wir mit dem großen Papste Leo XIII., ist Kilfe in dieser Flut von Übeln? Wer kann dieser Keimsuchung ein Ende bereiten? Wer anders als Jesus Christus, der eingeborene Sohn Gottes. Denn „kein anderer Name unter dem Kimme! ist den Menschen gegeben, durch den wir gerettet werden können". (Apg. 4, 12). Darum soll heute, was wir vor 14 Jahren in der Weihe an das heiligste K e r z J e s u begonnen, i n u n s e r e m R e i ch e fortgesetzt, erweitert und vertieft werden! Unser allergnädigster Kaiser hat uns abermals das glänzendste Beispiel hierin gegeben, da er sich selbst, sein Kaus und seine Völker am Kochfeste der Mutter Gottes, am 8. Dezember, dem heiligsten Kerzen Jesu weihte. Die Liebe und Treue zum heiligsten Kerzen Jesu sott nicht mehr Privatandacht einiger begnadeter Seelen bleiben, sondern darin sott sich der Glaube und die Liebe unserer katholischen Völker ergießen — die Kerz Iesu-Andacht sott die Lieblingsandacht des katholischen Volkes werden! Denjenigen, die bisher diese gnadenvotle Andacht nicht geübt, seien einige Grundgedanken gewidmet. Ewig steht das Wort Jesu Christi, wie die Welt ein solches noch nie gehört: „Mir ist atte Gewalt gegeben im Kimme! und auf Erden." (Matth. 28, 18). Seitdem ist jedes Geschöpf der höchsten und absoluten Kerrschast Jesu Christi unterworfen, „auf das; im Namen Jesu sich jedes Knie beuge aller Wesen im Kimmet, auf Erden und unter der Erde". (Phil. 2, 10). Das ist das unvergängliche Recht Gottes. Freilich vermag der einzelne Mensch im Stotze Luzifers Christo dem Kerrn diese höchste Kuldigung hier auf Erden zu verweigern, aber damit ändert er an der Tatsache der absoluten Kerrschast Jesu Christi nichts. Dem Tode und dem Gerichte entgeht er nicht, und „das ganze Gericht hat der Vater dem Sohne übergeben". (Joh. 5, 22). Die Anbetung gebührt aber auch der heiligen ‘Menschheit Jesu Christi, seinem Leibe und seiner Seele infolge der ganz unaussprechlich innigen Vereinigung der göttlichen und menschlichen Natur in der zweiten Person der heiligsten Dreifaltigkeit. Darum sind anbetungswürdig seine heiligen Kände: wie oft streckten sie sich aus, um zu segnen und zu heilen, bis sie die Wunden der Nägel am Kreuze empfingen; anbetungswürdig seine Füße: wie oft ermüdeten sie im Dienste der Menschen, bis auch sie, von den Nägeln durchbohrt, am Kreuze hasteten; anbetungswürdig sein Mund: wie oft hat er Worte aus dem Kimmet, Worte der Ermunterung, des Trostes und unaussprechlicher Liebe gesprochen; anbetungswürdig sein heiliges Kanpt und seine Wunden und sein VI ut, durch das wir erlöst worden sind, anbetungswürdig auch sein heiligstes Kerz — altes immer in lebendiger Verbindung mit dem übrigen Leibe und der Seele und in der unzertrennlichen Vereinigung mit seiner göttlichen Person. Warum soll gerade sein heiligstes Kerz Gegenstand unserer besonderen Andacht sein? Das Kerz ist das Sinnbild der Liebe, so wahr im Sprachgebrauche aller Völker das Kerz die Liebe ausdrückt. „Er hat kein Kerz," das will besagen, er ist lieblos; „er hat ein gutes Kerz," das heißt, er ist voll Liebe und Güte; „schenk mir dein Kerz," das heißt, liebe mich. Im Sinnbilde des Kerzens erkennen wir die unermeßliche Liebe des Gottmenschen, die ihn vermochte zu anderer Rettung Knechtsgestatt anzunehmen, unzählige Wunder zu wirken, um das menschliche Elend zu heilen, die Kirche einzurichten, die Sakramente einzusehen, sich im heiligsten Altarssakramente eine neue Daseinsweise zu schaffen, inn stets unter uns bleiben zu können, uns den Keitigen Geist mit seinen Gnadengaben zu senden, kurz, die Liebe, die nicht müde wird, uns mit Wohltaten zu über-häufen. So umfaßt die Kerz Iesu-Andacht alle Geheimnisse unseres heiligen Glaubens, und ist darum die umfassendste alter Andachten. Darum sprach ja auch der Kerr zur seligen Margareta Alacoque, die er als Werkzeug zur Einführung der besonderen Verehrung seines heiligsten Kerzens in die Wett sich erwählt hatte : „Da siehst du mein Kerz! Dieses Kerz, so von Liebe zu den Menschen entzündet, daß es alle seine Kräfte erschöpfte, verzehrte und nichts unterließ, um ihnen diese unendliche Liebe durch die zuverlässigen Beweise zu bezeugen." Und was wollte der Kerr mit der Offenbarung seiner brennenden Liebe? Die Kerrschast über die Menschen Herzen will er haben, die ihm als dem Könige des Menschengeschlechtes aus dem Rechtstitel der Erschaffung und der Erlösung zukommt — Gegenliebe will er haben, um die Menschen durch diese Liebe zu heiligen, ihnen die „Macht zu geben, Kinder Gottes zu werden" (Joh. 1, 12), und sie dann zur Seligkeit in seiner Anschauung zu erheben — er will die Menschenherzen beruhigen, trösten, stärken. Darum klopft der jöerr mit unermüdlicher Beharrlichkeit an der Türe der Menschenherzen. Millionen antworten ihm: Dein sind wir und wollen es kleiden. Andere — und vielleicht die größere Zahl — widerstreben hartnäckig seiner Liebe und antworten mit den Juden: „Wir wollen nicht, daß dieser über uns herrsche." (Luk. 19, 14). Und doch bedarf keine Zeit so sehr wie die unsrige der Kraft und Gnade des heiligsten Kerzens. Drei Bilder von der unendlichen Liebe, welche das Kerz des Gottmenschen erfüllt, werden Euch dies verständlich machen. Vorerst das Bild der Erlöserliebe, wie es der Kerr die selige Margareta schauen ließ. Flammen schlagen aus dem Kerzen hervor. Sie bezeichnen die lohende Liebe desjenigen, der von sich gesagt hat: „Feuer auf die Erde zu werfen bin ich gekommen, und was will ich anders, als daß es brenne." (Luk. 12, 49). Doch siehe, aus den Flammen ragt ein Kreuz auf, und das göttliche Kerz ist durchbohrt und ergießt sein kostbares Blut in Tropfen, und dieses Kerz ist noch umschlungen von einem Dornenkranze. Gehört dieses Bild des göttlichen Kerze ns nicht gerade in unseren Tagen mitten in die leidende Menschheit hinein? Es ist Krieg. Der Todesenget hält grausige Ernte, die Blüte der Männer fällt unter seinen blutigen Streichen. Die Tränen der Witwen und Waisen fließen. Dabei geht der alte Erdenjammer nebenher: Armut, Not, Krankheit, Siechtum. Da richten wir unseren Blick auf das Kerz Jesu, unseres Keilandes, mit seinem Kreuze und Dornenkranze. Er, der in die Tiefen des Leidens nicht bloß hinabgeschaut, sondern hinabgestiegen ist, er hat alles Leid und alles Weh dieser Erde zusammengenommen und hat es wie eine Zentnerlast am Ölberge auf sein göttliches Kerz gelegt, und es als Dornenkrone sich ums Kaupt gewunden und dann als schwere Kreuzeslast sich auf die Schultern genommen, bis er an eben diesem Kreuze in schrecklicher Todesnot verblutete. — Daß er, der Einzige, der ohne Schuld gewesen, alles Leid uns vorangetragen, das gibt Mul und Kraft. Und wenn unser Kerz im Schmerz auch manchmal zusammenzuckt — an des Kei-landes großer Opferliebe erstarken wir und werden opferbereit. Wir können sein göttliches Wort nicht entbehren, aber mehr noch brauchte die Menschheit das göttliche Beispiel! Jesu Kerz mit dem ausragenden Kreuze und dem Dornenkranze ist die höchsteWohl-tat für die Menschheit! Ein anderes Bild des Gottesherzens. Was ist lieblicher als das göttliche Kind auf den Armen seiner Mutter? Allein wir empfinden dabei zu wenig von seiner Erlöserliebe. Jesus am Kreuze: hier erscheint seine Erlöserliebe, aber schauerlich und erschütternd! Unser Kerz sucht aber die milde und anziehende Erlöserliebe. Siehe, da zeichnet er selbst das Bild vom guten Kirten mit dem Schäftein auf der Schulter. Er hat das arme verirrte Schaf mit kundiger Kand aus den Dornen herausgeholt, es auf seine Schultern gelegt und mit Freuden nachhause getragen. Dieses Bild rührt unser Kerz; denn hier ist derKerr ganz Milde und Barmherzigkeit gegen die sündige Menschheit. Das war das Lieblingsbild der ersten Christen der Katakombenzeit, das sie bis zum Martertode begeisterte. Die freiwillige Sünde, die Todsünde, was ist sie? Gottes Sohn mußte am Kreuze sterben, um sie zu sühnen, und es bedarf der ganzen Allmacht der göttlichen Liebe, um den armen Sünder ins Vaterhaus zurückzuführen. Welcher Trost ist da das Bild des guten Kirten! Sein Kerz treibt ihn an, den Sünder-Seelen nachzugehen und ihnen immer wieder Verzeihung und Befreiung von der Gewissensnot anzubieten. Er macht es nicht wie die Welt. Die Welt hat kein Kerz für die, welche sich von ihr haben zugrunde richten lassen. Sie verführt wie Satan im Paradiese. Sie lockt zur Sünde, und wenn die Armen gefallen, beschuldigt ie die Gefallenen und verläßt sie. Als sie den verlorenen Sohn durch ihre Verführung ausgeplündert und entehrt hatte, hat sie ihm die Schweine zum Küten angewiesen. Als Judas bei seinen Verführern über seine Gewissensbisse weinte, antworteten diese: „Was kümmert das uns, da sieh du zu!" (Matth. 27, 4). Nicht so Jesus! Er aber geht dem Verlorenen unablässig nach, um ihn zur Reue und Rückkehr zu bewegen und ihn dann mit Erweisen zärtlicher Liebe auszunehmen. Der verlorene Sohn bedarf nur Sehnsucht zu erwecken nach der Erlösergnade und reumütig sich im Bußgerichte anzuklagen, um der Liebe des Gottesherzens sicher zu sein, die nicht den Tod des Sünders will, sondern daß er sich bekehre und lebe. (Ezech. 33, 11). Und noch ein Bild des Kerze ns Jesu. War da der Kerr einmal, wie so oft, umdrängt von den Armen und Kranken und Schwachen und Lahmen und Blinden. Sein heiligstes Kerz erbebte ob dieses Erdenjammers. Er sprach: „Mich erbarmt das Volk." (Matth. 15, 32). Und er heilte seine Krankheiten und gab ihm zu essen. Da breitet er seine Arme aus und ruft allen Kreuzträgern zu: Kommet alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid, und ich will euch erquicken. (Matth. 11, 28). Das heiligste Kerz hat der Erde noch mehr gebracht als Keiligkeit und Gerechtigkeit, es hat auch das heilige Feuer der christlichen Nächstenliebe in die Welt ein geführt. Bevor der Gottessohn auch Menschensohn geworden war, waren die Schwachen dem Starken als Sklaven unterworfen, die Leidenden und Armen hilflos und verlassen. Er aber hat die Armen zu seinen Brüdern gemacht. Darum ist er zur Welt gekommen wie sie, hat gelebt und ist gestorben wie sie. Und da er von der Erde scheiden wollte, hat er uns die Armen und Bedrängten als sein liebstes Vermächtnis hinterlassen. Wer ihn liebt, muß auch diejenigen lieben, welche er zu seinen Brüdern gemacht hat. So hat das göttliche Kerz die Armut und das Unglück wie mit einem Strahlenkränze umgeben, und hat sie für alle Zeiten geschützt lind gesegnet. „Was ihr dein Geringsten meiner Brüder getan, das habt ihr mir getan." (Matth. 25, 40). Wenn heute ganz besonders in dieser schwe- ren Zeit die Armut uni) das Unglück von den Engeln der Liebe in Menschengestalt bedient und geehrt wird — so ist das ein Strahl der unermeßlichen Liebe des göttlichen Kerzens! Nichts hat uns so gerührt als die Trostesworte, die von den Daheimgebliebenen unseren tapferen Soldaten im Felde nachgerufen wurden: „Kabt Vertrauen! Eure Kinder sind jetzt unsere Kinder, und Eure Familien sind unserer Sorge anvertraut!" Das ist ch r i st l i ch e r G e m e i n s i n n u n d chrisili ch e Liebe, wie sie nicht bloß die Not der Zeit geboren, sondern wie sie dem Gottesherzen entsprossen ist. Und wenn in der Übung dieser christlichen Menschenliebe alle Nationen unseres weiten Vaterlandes wetteifern, so haben sie schon die Grundlage ihrer Einheit und Stärke gefunden. Während sonst im Widerstreite des Lebens die Nationen unseres Vaterlandes so vieles trennt, sei und bleibe ihnen eines gemeinsam: der katholische Glaube und die Liebe zu Ze-s u s. Nur e i n Wettstreit möge unter ihnen herrschen, der in der Liebe zum heiligsten Kerzen und zur Kirche. Lebendiger Glaube wird Kerz und Gewissen jeder Nation erweitern und eine mag hierin von der anderen lernen. So steht Jesus mit seinem liebenden, dornenumschlungenen und geöffneten Kerzen mitten unter der Menschheit und ruft mit majestätischer Ruhe unter die einander bedrängenden und bedrückenden Menschen hinein: Nehmet mein Joch auf euck und lernet von mir; denn ich bin sanftmütig und demütigen Kerzens, so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist süß und meine Bürde leicht. (Matth. 11, 29.30). Und sollte man es denn glauben, daß gegen dieses Programm der Liebe eines Gottes die Welt ihr Wissen und ihre Macht in den Kamps gestellt? Daß die Cäsaren des römischen Weltreiches dagegen ihre Blutbefehle erlassen, die Philosophen ihre Feder in beißenden Spott getaucht, die Ken-ker zum Beile gegriffen lind verführte Volkshausen Kotz zu Scheiterhaufen herbeigeschleppl haben? Kat man seit zwei Jahrtausenden etwas unversucht gelassen, um Jesus Christus mit seinem liebeglühenden Kerzen von den Altären zu stürzen und seine Kerrschaft in den Menschenherzen zu vernichten? Aber alles vergeblich. Die Wahrheit, die das göttliche Kerz in die Welt gebracht, und das große Gesetz seiner Liebe sehen sich in der Welt durch und erglänzen auf den Gräbern ihrer Feinde umso herrlicher. Im vierten Jahrhundert hatte sich der römische Kaiser Julian der Abtrünnige vor den Gelehrten seines Kofes und den Würdenträgern verschworen, den christlichen Namen von der Erde zu vertilgen, sobald er den eben begonnenen Krieg mit den Persern beendigt haben würde. Siegreich schritt er an den Ufern des Euphrat voran und schickte prunkhafte Siegesberichte an seine Freunde. Damals begegnete Libanius, einer seiner Vertrauten, einem Christen in den Straßen von Antiochia und fragte ihn mit hochmütigem Lä- cheln: „Was macht euer Zimmermannssohn?" „Eben," versetzte der Christ, „arbeitet der Zimmermannssohn an einem Sarge." Es war der Sarg des vermessenen Apostaten, der besiegt, auf dem Schlachtfelde lag und das aus seinem von einem Wurfspieße durchbohrten Kerzen fließende Blut mit den Künden aufsing, gegen den Kimmel schleuderte und lästernd ausrief: „Du hast gesiegt, Galiläer!" — So ist's durch alle Jahrhunderte noch gewesen. Wir wissen zwar nicht, welchen Sarg Jesus Christus gerade jetzt in Arbeit hat; wohl aber wissen wir, daß er noch alle seine Feinde ins Grab steigen sah. Ja, Christus lebt, Christus siegt, Christus herrscht, wie auf dem Obelisken des St. Petersplatzes in Vom mit goldenen Buchstaben eingegraben steht. Die Guten werden den Sieg Christi in Lobliedern verkünden» die Bösen in ohnmächtigem Groll. Doch der Sieg Christi muß von uns unter den Menschen mit Kampf und Mühen vorbereitet und überdies — erdetet werden! Beide gehören zusammen, der K a m p f für d a s R e i ch Gottes und das Gebet. Wenn dieses Gesetz der göttlichen Weltregierung schon für die ruhigen Zeiten des bürgerlichen Lebens gilt, dann umso- mehr für die Zeit eines blutigen Krieges, wie wir sie jetzt erleben müssen. Unser Kampfes- und Siegeszeichen ist das heiligste Kerz Jesu! Wenn wir nun uns heute für immer dem heiligsten Kerzen Jesu weihen, so will dies bedeuten : a) Jesus, wir geloben dir, in Dankbarkeit für deine unendliche Liebe, unerschütterliche Treue im Bekenntnisse unseres Glaubens. b) Wir wollen täglich beten, arbeiten und leiden mit jenen Gesinnungen, mit denen du gebetet, gearbeitet und gelitten hast. c) Wir wollen so oft als möglich kommunizieren, um in wirklicher Vereinigung mit dir zu leben. So lasset uns auf die Knie sinken und mit Mund und Kerz beten: Süßester Jesus, Erlöser des Menschengeschlechtes, wir bekennen in lebendigem Glauben, daß du im allerheiligsten Altars-Sakrament als Gott und Mensch, also auch mit deinem heiligsten Kerzen, wahrhaft, wirklich und wesentlich gegenwärtig bist. In tiefster Ehrfurcht beten wir dich an. Dein sind wir durch die unverdiente Gnade des Glaubens, und dein wollen wir bleiben. Damit wir aber mit dir umso fester verbunden seien, weiht sich heute jeder von uns, und weihen wir unser Vaterland deinem heiligsten Kerzen. Guter Jesus, höre heute besonders auf unsere Bitten. Vergib denen unter uns, welche dich verachten und verhöhnen auch dann, wenn sie wissen, was sie tun. Bleibe bei uns, o Jesus» denn es will Abend werden und deine Wahrheit hat sehr abgenommen unter uns. Durchdringe mit der Macht deiner Liebe alle Kerzen', die dir widerstehen; rüttle auf mit Keimsuchungen, wenn es sein muß, die Gleichgültigen, die deiner vergessen. Diejenigen, die das Glück der Gesellschaft in endlosem Fortschritte ohne dich begründen wollen, laß erkennen, daß du allein der Weg, die Wahrheit und das Leben bist, und daß ohne dich Friede und Freiheit unter den Menschen schwinden. Göttlicher Tröster, trockne die Tränen derer, die da weinen; und wenn du einen Verzweifelten siehst, öffne ihm einen Zufluchtsort in deinem Kerzen und gib ihm die Koffnung auf Verzeihung und ewiges Leben. Liebreichster Jesus, siehe, ein blutiger Krieg hat jetzt schon Sorge, Schmerz und Trauer über uns gebracht. Erbarme dich unserer Väter, Gatten, Söhne und Brüder, die im Felde stehen. Gib ihnen Mut und Kraft, daß sie die Feinde besiegen. Führe sie glücklich zu uns zurück, oder wenn sie nicht mehr unter den Lebenden sind, gib ihnen zum Lohne für ihr Opfer das ewige Leben in deiner Anschauung. Segne unseren Kaiser, das kaiserliche Kaus und unser Vaterland, das dir ewige Glaubenstreue halten will. Kürze ab die Tage unserer Keimsuchung. Die Ehre eines Sieges gehöre dir und die Segnungen des Friedens wollen wir dankbar als ein Geschenk deiner Güte betrachten. Verleihe allen Völkern unseres Reiches Frieden und Ordnung, damit von einem Ende unseres Reiches bis zum ändern der eine Ruf erschalle: Kochgelobt sei das heiligste Kerz Jesu, durch das uns das Keil geworden, ihm sei Ruhm und Ehre in Ewigkeit! Amen. Gegeben am Hl. Weihnachtsfeste 1914. ,u * * * Im Kerrn Geliebtesle! ^^Uit innigstem Danke gegen Gott kann ich es SIRi sagen, daß sich unsere L a v a n t e r Di ö-zese, Priester und Laien, gar oft schon dem heiligsten Kerzen Jesu in feierlicher Weise geweiht hat. Am 16. und 20. Juni des Jahres 1875 weihten sich, wie ich Euch dies in meinem Fastenhirtenschreiben vom 19. Jänner 1902 über die Verehrung des heiligsten Kerzens Jesu auseinan-dergesetzt habe,' viele Diözesanen dem göttlichen Kerzen. Die Priester übergaben sich ihm eigens auf der zweiten Diözesansynode am 28. Oktober 1896. Und die ganze Diözese opferte sich ihm am 17. Juni 1898. Damals richtete ich ein Schreiben an Euch, in welchem ich sagte: „Möchten doch alle Lavantiner durch die innigste Andacht sich an dieses Kerz anschließen, dortselbst ihre Kilfe suchen! 1 Send- und Lehrschreiben. Marburg, 1911. Seile 625-660. So sich diese gnadenvolle Andacht erweitern und vertiefen wird, wird die Welt besser und glücklicher werden, die Kölle aber ärmer und ohn- mächtiger. Weniger Jammer und Elend, weniger Jwist und Entzweiung, Verzagtheit und Verzweiflung werden vorzusinden sein. Kingegen wird mehr Glück und Segen, Frieden und Eintracht, viel mehr Geduld im Leiden und Ausdauer im Guten uns begegnen, und ein seliger Tod der Anteil unzähliger Verirrten werden." 1 Wie sehr passen doch diese Worte auf die gegenwärtige Zeitlage! Und als der gefeierte Papst Leo XIII. mit dem ergreifenden Rundschreiben Annum sacrum vom 25. Mai 1899 die Christenheit, ja die ganze Menschheit, dem allerbarmenden Kerzen Jesu, dem Könige mit angeborenem und mit erworbenem Rechte auf das Menschengeschlecht, anvertraute, da weihte und schenkte sich abermals die ganze große Diözese Lavant am hohen Feste der Hl. Apostelfürsten Petrus und Paulus, den 29. Juni 1899, dem allmächtigen und allgütigen Kerzen, was sich nach vorausgegangener dreitägiger Andacht am Kerz Jesu-Feste, beziehungsweise an dem darauffolgenden Sonntage, des Jahres 1900 wiederholte, wie sich auch die Priester auf der dritten Diözesansynode, am 7. September desselben Jahres 1900, dem liebreichsten Kerzen neuerlich widmeten? Auch anläßlich der Weihe an das heiligste Kerz Jesu am 29. Juni 1899 richtete ich Worte der Aufmunterung an Euch, indem ich Euch zurief : „Bei der Liebe Jesu und bei der Liebe, die Ihr zu Euch selbst und zu den Euren heget, lade ich Euch freundlich ein und bitte ich Euch, daß Ihr mit Geist und Kerz an dieser erhabenen und heiligen Kandlung teilnehmet. Wer wollte sich nicht weihen und sich nicht immer wieder empfehlen dem Kerzen desjenigen, der einst unser Richter sein wird und uns jetzt liebevoll zu sich einladet und ruft: Kommet zu mir alle, die ihr milhseligundbetaden seid, und ich will euch erquicken!" (Matth. 11, 28)? 1 Idem, S. 368. — 2 Idem, S. 638. — 3 Idem, S. 460 und 461. Auf der Diözesansynode vom Jahre 1903 erlich ich eine besondere Bestimmung über die Verehrung des heiligsten Kerzens Jesu und des rein sten Kerzens Mariä, in der ich die Priester anwies, das gläubige Volk nicht nur zur inneren, sondern auch zur äußeren Verehrung des heiligsten Kerzens anzufeuern, indem sie alljährlich das Kerz Iesu-Fest mit der Weihe an dasselbe besonders feierlich begehen, jeden ersten Freitag und Sonntag des Monats wie überhaupt den ganzen Monat Juni diesem Kerzen weihen, die Kerz Jesu-Bilder mit inniger Andacht verehren, die gnadenreiche Kerz Jesu-Bruderschaft. die fast in allen Pfarren der Diözese bereits eingeführt ist, eifrig pflegen, dem Gebetsapostolatsverein angehören, mit Ablässen bereicherte Stoßgebetlein zum heiligsten Kerzen Jesu mit Vorliebe beten und die Anrufung ,,Keiligstes Kerz Jesu, erbarme dich unser" nach jeder stillen heiligen Messe mit frommem Sinne sprechen sollen.' Auch auf dieser Synode weihten sich die Prie ster mit mir am 28. August 1903 und huldigten dem heiligsten Kerzen Jesu, wie dies auch auf den letzten zwei Synoden, am 10. August 1906 und am 1. September 1911, geschehen ist, wobei ich noch erwähnen will, daß wir uns auf diesen zwei Synoden mit einer eigenen Weiheformel auch dem reinsten Kerzen Mariens geweiht und gewidmet haben, wie sich die ganze weite Diözese am 8. Dezember 1904 mit eigenem Gebete an die unbefleckte Empfängnis der jungfräulichen Muttergottes Maria geweiht hat? Am 22. August 1906 gab die heilige Kongregation für die Ablässe und heil. Reliquien für die ganze katholische Welt ein eigenes Dekret »Quo perennis“ über die alljährliche Weihe an das göttliche Kerz Jesu heraus, gemäß welchem ich wieder an die Diözesanpriester die angemessene Weisung erließ, vom Jahre 1907 angefangen alljährlich am Kerz Jesu-Feste in allen Pfarrkirchen 1 De cultu sacratissimi cordis lesu et purissimi cordis Mariae. (Ecclesiae Lavantinae Synodus dioece-sana anno 1903 coadunata. Marburgi, 1904. Cap. LXXIV. pagg. 539—551). 2 Send- und Lehrschreiben. Marburg, 1911.6.768 ff. wie auch in jenen Kirchen, in welchen obiges Fest feierlich begangen wird, vor dem allerheiligsten Gute die Weihe an das heiligste Kerz Jesu nach der vorgeschriebenen Formel mit dem gläubigen Volke zu erneuern.' Um die Andacht zum heiligsten Kerzen Jesu in meiner Diözese mächtig zu fördern, gab ich bereits auf der eriten Synode im Jahre 1896 allen Beichtvätern die Vollmacht, am Kerz Jesu-Feste und während der ganzen Festoktav die Gläubigen von den dem Bischöfe reservierten Sünden lossprechen zu dürfen? Jngleichen erwirkte ich im Jahre 1899 von Seiner Keiligkeit Papst Leo XIII. für die Lavanter Diözese die Erlaubnis, die Kerz Iesu-Litanei auch beim öffentlichen Gottesdienste beten zu dürfen.' Jur Verehrung und frommen Betrachtung des heiligsten Kerzens wurden in vielen Orten Kapellen erbaut, Altäre errichtet, Statuen und Bilder aufgestellt. So wurde im Kerzen der Diözese, in der Kathedralkirche zu Marburg, am 1. Dezember 1898 ein kostbarer Kerz Jesu-Altar aufgerichtet und am 26. Oktober 1899 von mir im Beisein aller Kerren Dechante der Diözese, der geehrten Kerren Vertreter löblicher Behörden und gar vieler Stadtbewohner konsekriert. Das zur Andacht stimmende Keiligtum ist dem frommen und freudigen Andenken an das sechzigjährige Priester- und zwanzigjährige Pontifikatsjubiläum Seiner Keiligkeit wie auch an das goldene Kerr-fcherjubiläum Seiner Majestät gewidmet? Außerdem konsekrierte ich während meiner 25 Bischofsjahre sechs Altäre zu Ehren des heiligsten Kerzens Jesu und weihte auf meinen Firmungsreisen eine überaus große Anzahl von Kapellen, Statuen und Bildern zu Ehren dieses göttlichen erbarmungsvollen Kerzens. 1 Kirchliches Verordnungs-Blatt für die Lavanter Diözese, Jahrgang 1907. Nummer III. Absatz 12. 6. 37 und 38. 2 Gesta et statuta Synodi dioecesanae anno 1896 constitutae. Marburgi, 1897. Cap. VIII. pag. 289. alin. 2. 3 Kirchliches Verordnungs-Blatt, 1907. 6. 38. 4 Send- und Lehrschreiben. Marburg, 1911. S. 638 und 639. In ber Stabtpfarre Rann mürbe im Jahre 1899 ein Kirchenbau-Verein gegriinbef, ber sich nach seinen geänberten Statuten ben hehren Zweck gesetzt hat, eine neue Herz Iesu-Kirche aufzubauen. Das Gesamtvermögen bes Vereines erreichte bisnun bie Summe von 26.846 K 40 h. Möge boch biefes geplante Werk, bas erste seiner Art in ber Diözese, mit Gottes Hilfe glücklich zu-ftanbe kommen! Von biefetn Heiligtume wirb wohl mehr gelten als vom Tempel zu Jerusalem bie trostvolle Verheißung: Dort werben weilen meine Augen unb mein Herz. (III. Reg. 9, 3). Meine Lieben! vollstem Rechte kann ich sagen: Die ! avant er Diözese ist eine Herz »esu-Diözese! Unb so werbet Ihr auch biesmal meiner Hirtenstimme freubigst folgen unb im Vereine mit mir unb Euren Seelsorgern Euch bem heiligsten Kerzen weihen. Das Hoch-würbigste Präsibium ber bischöflichen Konferenzen Hat für ben feierlichen Akt bes Weihebunbes soweit tunlich ben 1. Jänner 1915 in Aussicht genommen , jeboch bie näheren Anorbnungen, wie bie Verlegung ber Feier aus einen späteren Festtag, namentlich bort, wo bies wegen ber Kürze ber Zeit, wegen ber Übersetzung bes gemeinsamen Hirtenschreibens in verfchiebene Sprachen unb wegen anberer Rücksichten nofroenbig erscheint, bem Ermessen ber einzelnen hochwürbigslen Orbi-nartafe vollslänbig überlassen. Demgemäß orbne ich für bie Lavanler Diözese Rachslehenbes an: 1. Die Wethe an bas heiligste Herz Jesu soll in allen Pfarr- unb Klosterkirchen ber Diözese am ersten Sonntag nach ber Erscheinung bes Herrn ben 10. Jänner 1915 vorgenommen werben. 2. Am Feste ber Hl. Dreikönige ist ber feierliche Akt bes Weihebunbes bem gläubigen Volke mit einer entsprechenben Einlabung zu oetckünben. Anbei ftnb bie Gläubigen zum Empfange ber heiligen Sakramente ber Buße unb bes Altars zu ermuntern. 3. Am Sonntag ben 10. Jänner soll beim vormittägigen Gottesbienste ber gemeinsame Hirtenbrief bem Volke von ber Kanzel aus verlesen, unb barnach soll vor bem ausgesetzten hochwür-bigften Gute ber Weihebunb nach ber im Hirtenbriefe enthaltenen Formel feierlich geschlossen werben. Haltet Christum heilig in euren Herzen! (I. Petr. 3, 15). Denn bann wirb bergriebe Gottes eure Herzen schützen. (Philipp. 4. 7). Der Herr flöht unb verwirft ja nicht von seinem Herzen Mensch-k in ber! Amen. Marburg, am hohen Weihnachtsfesle, ben 25. Dezember 1914. f Michael, Fürstbischof. . . ; i. : ' Anmerkung. Das voranflehende Kirtenschreiben Könnte wegen der Kürze der vorfasttichen Zeit auch als Fastenhirtenschreiben sür das Jahr 1915 gelten. Das Fastenmandal wird zeitgerecht vertautbart werden. 2. Pastirski list duhovščini in vernikom o posvetitvi presvetemu srcu Jezusovemu. 1 po božji milosti in usmiljenosti knezoškof Lavantinski, sporoči častitim dušnim pastirjem in vernemu ljudstvu svoje škofije pozdrav in blagoslov ter želi vsem vse dobro v imenu Gospodovem! Gospod ne odvrača in ne zametuje od svojega srca človeških otrok. (Žal. pes. 3, 33. Iz vhoda svete maše za praznik srca Jezusovega). V Gospodu ljubljeni škofljani ! [enavadne nezgode časa terjajo nenavadne odpomočke. Ko se je pred sto leti več vojnih čet navalilo na malo, le lastni obrambi prepuščeno deželo Tirolsko , da bi jo iztrgale dobremu cesarju Francu, tedaj so v ponovnih bojih neizurjeni kmetje in gospodarji zmagali nad izurjenimi vojskovodji. Krepkoverno tirolsko ljudstvo se je bilo leta 1796 po svojih najimenitnejših zastopnikih na shodih in v deželnem zboru v Bocnu in v Inomostu s slovesno obljubo posvetilo presvetemu srcu Jezusovemu. In Vzveličar, božji ta zaveznik, ki so se ga Tirolci v sili in bojni stiski neomahljivo držali, jim je podelil požrtvovalno zvestobo do vladarske hiše, stanovitno ljubezen do širje domovine in izreden blagoslov božji, ki je počival na bojnem načrtu in na orožju preprostega ljudstva in njegovih voditeljev ter črno-vojnikov. Ljubi moji! V naših dnevih pa je bila ne le enemu narodu avstrijskemu, marveč vsej dragi domovini, njenemu preljubljenemu vladarju in cesarju-jubilarju ter vsem njenim ljudstvom od združenih nasprotnikov vsiljena trda vojska, ki velja varstvu prave vere, vladarskih pravic in narodne prostosti, kakor pred vsem naši presvetli cesarski hiši. Kam se naj pobožnoveini in v ljubezni do domovine že mnogekrati preizkušeni narodi avstrijski zaupno obrnejo v težkih stiskah sedanjih dni? i'jp.V novembru 1914 mi je došlo od prečastitega gospoda kardinala - nadškofa dunajskega prijazno pismo, v katerem je bilo med drugim to le brati: Upam, da govorim le v visokovašem zmislu, ako tudi mi škofje, ki nas je ljubezni polno srce našega božjega Pastirja postavilo za pastirje svoji čredi, vsak v svoji škofiji, v imenu nam izročenih katoličanov posameznih narodov v skupni duhovni vojski molitve sklenemo v tem času stiske in bojne nevarnosti zavezo z božjim srcem Jezusovim. Srce Jezusovo hočemo prositi, da naj varuje in blagoslovlja našega presvetlega cesarja in kralja, naše hrabre vojščake, av-strijsko-ogrske narode in nas vse, ki se mu bomo posvetili, in da bi nas vodilo do slavne zmage in do stalnega miru. Potem pa hočemo tudi za vse prihodnje čase v naši domovini polni hvaležnosti prav slovesno praznovati svetek srca Jezusovega z vsakoletno obnovitvijo zaveze med srcem božjega zaveznika in med zvestimi katoliškimi narodi naše monarhije. To bi bil najlepši sklep nepozabnega evharistiškegfl kongresa leta 1912. Navedene besede so mi bile iz srca pisane. Z navdušenjem sem Njih Eminenci v listu z dne 22. novembra 1914 naznanil, da z radostjo pozdravljam nameravani načrt, skleniti v tem času stiske in bojne nevarnosti v krepki duhovni vojski molitve zvesto zavezo z božjim srcem Jezusovim. Blaženi božični večer pa mi je prinesel od prečastitega prcdsedništva škofovskih zborovanj iz Prage dva skupna pastirska lista avstrijskih škofov, namenjena častiti duhovščini in pa vernemu ljudstvu, s pripombo, da so misel, naj bi se v težkih stiskah sedanjega časa zaveza katoliškega ljudstva v naši monarhiji s presvetim srcem Jezusovim obnovila skupno in ob istem času, odobrili vsi prečastiti škofijski ordinariati popolnoma in z veseljem. Sprejmite torej, predragi, z voljnim srcem skupno besedo svojih od Boga vam danih Nadpastirjev! V ljubezni Kristusovi zedinjeni nadškofje in škofje avstrijski sporočijo vsem svojim srenjam pozdrav in blagoslov od Gospoda! Preljubi v Gospodu! o je leta 1796 katoliška dežela Tirolska bila napadena od Napoleonovih čet in je morala ostati brez pomoči, tedaj so se vrli Tirolci postavili pod varstvo presvetega srca Jezusovega ter so z božjo pomočjo izgnali korziškega nasilneža iz svoje dežele. Od tiste dobe sem je hrabro in močnoverno ljudstvo tirolsko neprenehoma ponavljalo svojo posvetitev presvetemu srcu Jezusovemu. In prav pred izbruhom sedanje svetovnozgodovinske vojske je deželno zastopstvo obenem z vernim ljudstvom tirolskim pri slo-•vesni posvetitvi presvetemu srcu Jezusovemu z navdušenjem klicalo: „Zato prisego ponovimo, srcu Jezusa ’zročimo.“ Ko so ob nastopu našega stoletja razsvetljeni papež Leon XIII. videli, kako da narašča moč hudega in da se pripravljajo veliki dogodki, so posvetili ne le katoliško Cerkev, temveč vesoljni človeški rod presvetemu srcu Jezusovemu. V globokomiselni občni okrožnici z dne 25. maja 1899 so Leon XIII. utemeljili to posvetitev presvetemu srcu Jezusovemu. In kaj so si glasoviti papež obetali od nje? Ako bodo to izročitev presvetemu srcu Jezusovemu po načelu skupnosti vseh ljudi pred Bogom izvršili prav mnogi, in vsi iz vsega svojega srca, tedaj bo to zveste katoličane potrdilo v njihovi veri in ljubezni, malomarnim in mlačnim se bo ob srcu Jezusovem ljubezen vnela, in tistim, ki Gospoda v njegovi ljubezni še ne poznajo, bo to spoznanje izprosila skupna molitev Cerkve. — In katoliški svet je poslušal glas namestnika Kristusovega. Kako izpodbudno se je izvršila ta posvetitev po vsej naši državi, pred vsem v našem poglavitnem in prestolnem mestu Dunaju, kjer so Njih Veličanstvo naš častitljivi cesar sam, obkrožen od velikašev svojega cesarstva, posvetili sebe, svojo hišo in vse svoje narode srcu Jezusovemu! Preljubi v Gospodu! Novo leto, ki smo ga nastopili, je za našo domovino in za nas vse najvišjega pomena, ker bodo bližnji dnevi za dolgo prihodnost odločili našo srečo ali nesrečo. Še divja strašna vojska z vsemi svojimi grozotami ob mejah naše države, domovina krvavi v svojih sinovih iz tisoč ran, morivni angelj izpreminja zdaj to zdaj ono hišo v eno veliko grobišče: žalost, stiska in nevarnost vsepovsod! In grozni borbi še ni videti konca! Kje, tako vprašamo z imenitnim papežem Leonom XIII., je najti pomoči v tej povodnji zla? Kdo more storiti tej nadlogi konec? Kdo drugi kakor Jezus Kristus, e d i -norojeni Sin božji. Zakaj „nobeno drugo ime pod nebom ni dano ljudem, v katerem bi mi mogli vzveličani biti.“ (Dej. apost. 4, 12). Zatorej se naj to, kar smo pred 14 leti glede na posvetitev presve- temu srcu Jezusovemu začeli, danes v našem cesarstvu izpopolni, razširi in poglobi! Naš presvetli cesar so nam v tem zopet dali najlepši vzgled, ko so sebe, svojo hišo in svoja ljudstva na visoki praznik Matere božje, dne 8. decembra, posvetili najsvetejšemu srcu Jezusovemu. Ljubezen in zvestoba do presvetega srca Jezusovega se naj ne kažeta več samole v zasebni pobožnosti nekaterih bogoljubnih duš, marveč v njo se naj zlijeta vera in ljubezen naših katoliških narodov — češčenje srca Jezusovega postani najljubša pobožnost katoliškemu ljudstvu! Tistim, ki se doslej niso privadili tej milosti polni pobožnosti, naj bodo namenjene nekatere temeljne misli o tem predmetu. Na vekomaj velja beseda Jezusa Kristusa, kakršne svet še nikdar poprej ni slišal: Dana mi je vsa oblast v nebesih in na zemlji. (Mat. 28, 18). Od takrat je slednja stvar podložna najvišjemu in neomejenemu gospodstvu Jezusa Kristusa, „da se v imenu Jezusovem pripogiblje vsako koleno teh, ki so v nebesih, na zemlji in pod zemljo“. (Filiplj. 2, 10). To je neminljiva pravica božja. Seveda more posamezni človek v luciferjevem napuhu odreči Kristusu Gospodu to najvišje češčenje tukaj na zemlji, pa s tem ničesar ne izpremeni na resničnosti neomejenega gospodstva Jezusa Kristusa. Smrti in sodbi ne uide, in „vso sodbo je Oče izročil Sinu“. (Jan. 5, 22). M oljenj e ali najvišje češčenje gre pa Jezusu Kristusu tudi kot človeku, to je njegovemu telesu in njegovi duši vslcd neizrečno tesnega zedinjenja božje in človeške narave v drugi osebi presvete Trojice. Zato so mo-ljcnja vredne njegove svete roke: kolikokrat so se iztegnile, da so blagoslovljalc in bolnike ozdravljale, dokler niso bile predrte po žrebljih na križu. Moljcnja vredne so njegove noge: kolikokrat so pešale v službi v pri d ljudem, dokler niso bile tudi one z žreblji prebodene in na križ pribite. M oljenj a vredna so njegova usta : kolikokrat so govorila besede iz nebes, besede izpodbude, tolažbe in nedopovedne ljubezni ! Moljenjc zaslužijo njegova sveta glava in njegove rane in njegova kri, ki smo bili po njej odrešeni, moljenja vredno je tudi njegovo presveto srce — vse pa vselej v živi zvezi z ostalim telesom in z dušo in v neločljivem zedinjenju z njegovo božjo osebo. Zakaj bi naj bilo ravno njegovo presveto srce predmet našega posebnega češčenja ? Srce je znamenje in podoba ljubezni. kakor tudi v govorici vseh narodov srce izraža ljubezen. „On nima srca“, to hoče reči, on je brez ljubezni; „on ima dobro srce“, to se pravi, on je poln ljubezni in dobrote; „daruj mi svoje srce“, to pomeni, ljubi me! V podobi srca spoznavamo neizmerno ljubezen učlovečenega Sina božjega, ki ga je nagnila, da si je v odrešenje ljudi privzel podobo hlapca, da je v ozdravljenje človeških bolesti storil neštevilnc čudeže, da je ustanovil Cerkev, upostavil zakramente, da si je v naj svetejšem zakramentu altarja ustvaril novo vrsto pričujočnosti, ker je hotel zmeraj ostati med nami, da nam je poslal Svetega Duha z njegovimi sedmerimi darovi, kratkomalo v srcu Jezusovem gledamo ljubezen, ki nas neprenehoma in neutrudno z dobrotami obsipuje. Tako obsega češčenje srca Jezusovega vse skrivnosti naše svete vere in je torej naj-občnejša, najsplošnejša med vsemi pobožnostmi. Zato je Gospod tudi dejal blaženi Margareti Alakok (Alacoque), ki si jo je bil izvolil, da bi po njej vpeljal na svetu posebno češčenje svojega presvetega srca: „Tu glej moje srce! To srce, tako goreče od ljubezni do ljudi, da je za nje žrtvovalo vse moči, da se je použilo in da ničesar ni opustilo, da bi jim z zanesljivimi dokazi izpričalo to neskončno ljubezen.“ In kaj je hotel Gospod doseči z razodetjem svoje goreče ljubezni ? G o s p o d s t v o nad človeškimi srci hoče imeti, ki mu gre kot kralju človeškega rodu vsled pravice, pridobljene po ustvarjenju in odrešenju — našo ljubezen hoče imeti, da bi nas po tej ljubezni posvetil, nam dal oblast, postati otrokom božjim (Jan. 1, 12), ter nas povzdignil do vzveličanja v gledanju njegovega veličastva — človeška srca hoče pomiriti, tolažiti, krepčati. Zato Gospod z neutrudno stanovitnostjo trka na duri človeških src. Milijoni mu odgovarjajo: Tvoji smo in tvoji hočemo ostati. Drugi — in morebiti njih večje število — se trdovratno ustavljajo njegovi ljubezni in pravijo z judi: Nočemo, da bi ta kraljeval nad nami. (Luk. 19, 14). In vendar ni nobena doba tako zelo kakor naša potrebovala moči in milosti presvetega srca Jezusovega. Tri slike neskončne ljubezni, ki napolnjuje srce učlovečenega Sina božjega, vam bodo to prav dobro pojasnile. Najprej slika ljubezni Odrešc-nikove, kakor jo je Gospod dal zreti blaženi Margareti. Plameni švigajo vun iz Srca. Oni pomenijo gorečo ljubezen njega, ki je rekel o sebi: „Ogenj sem prišel prinest na zemljo in kaj hočem, kakor da se vname!“ (Luk. 12, 49). Toda glej, iz plamenov se vzdiguje križ, in božje Srce je prebodeno, iz njega tečejo kaplje dragocene krvi, in to srce je še ovito s trnjevim vencem. Ne spada li ta podoba božjega Srca prav v naših dnevih sredi med trpeči človeški rod? Vojska je. Smrtni angelj žanje grozno žetev, cvet naših mož pada pod njegovimi krvavimi mahljaji. Solze vdov in sirot teko v potokih. Poleg njih stopajo stare zemeljske nadloge: uboštvo, sila, bolezen, hiranje. Tu pa upiramo svoj pogled na srce Jezusa, našega Vzveličarja, s križem in s trnjevim vencem. On, ki ni le pogledal marveč je tudi stopil doli v globočino trpljenja, on je vse trpljenje in vse gorje tega sveta posnel in ga je kot neizmerno težko breme na Oljiski gori položil na svoje božje srce, si ga je kot trnjevi venec ovil okrog svoje glave in ga je potem kot težki križ zadel na svoje rame, dokler ni na ravno tistem križu izkrvavel v strašnem smrtnem boju. Da je on, edini, ki je bil brez vsake krivde, vse trpljenje nosil pred nami, to nam daje pogum in moč. In če se tudi naše srce tuintam v bolečini krči — ob požrtvovalni ljubezni Vzveličarjevi postanemo močni in sami požrtvovalni. Mi ne moremo biti brez njegove božje besede, pa še bolj potreben je človeškemu rodu njegov božji vzgled ! Jezusovo srce s povzdignjenim križem in s trnjevim vencem je naj večja dobrota za človeški rod ! Druga slika božjega Srca. Kaj je ljubeznivše ko božje Dete v naročju svoje Matere. Vendar pri tej sliki premalo občutimo ljubezen, ki nam jo je izkazal Jezus kot odrešenik. Jezus na križu: tu se kaže ljubezen Odrešenikova, pa v grozni in presunljivi podobi. Naše srce pa si želi mile in prikupljive ljubezni Odrcšenikove. In glej, tu naslika on sam podobo dobrega Pastirj a z ovčico na rami. On je ubogo izgubljeno ovco s spretno roko rešil iz trnja, jo je naložil na svoje rame ter z veseljem nesel na dom. Ta slika gane naše srce; tukaj namreč se Gospod kaže le v svoji milosrčnosti in usmiljenosti do grešnega človeštva. To je bila prvim kristjanom ob času katakomb naj ljubša podoba, ki jih je navduševala za mučeniško smrt. Prostovoljni greh, smrtni greh, kaj da je? Božji Sin je moral na križu umreti, da je zanj zadostil, in treba je cele vsemogočnosti božje ljubezni, da more ubogega grešnika pripeljati nazaj v hišo Očetovo. Kolika tolažba je tukaj v podobi dobrega Pastirja! Njegovo srce ga žene, da hiti za grešnimi dušami ter jim vedno zopet in zopet ponuja odpuščenje in rešenje iz stisk slabe vesti. On ne dela tako, kakor dela svet. Svet nima srca za tiste, ki so se mu dali spraviti v pogubo. Svet zapeljuje kakor satan v raju: on vabi v greh, in če so nesrečneži padli, tedaj jih obsodi in zapusti. Ko je prevarljivi svet izgubljenega sina oplenil in onečastil, ga je poslal k svinjam, naj jih pase. Ko sc je Judež vsled pekoče vesti obupno solzil pred svojimi zapeljivci, so mu oni odgovorili : „Kaj nam mar, ti glej!“ (Mat. 27, 4). Ne tako Jezus! On pa gre neutrudno za izgubljencem, da bi ga ganil h kesu in k vrnitvi ter ga potem sprejel z dokazi nežne in prisrčne ljubezni. Izgubljenemu sinu je treba le obuditi hrepenenje po milosti Odre-šenikovi in se skesano pri izpovedi obtožiti, in zagotovljen sme biti, da uživa zopet ljubezen božjega Srca, ki noče smrti grešnika, marveč da se izpreobrne in živi. fEceh. 33, 11). In še ena slika srca Jezusovega. Okrog Gospoda so se nekoč, kakor mnoge-krati, gnetli ubožci in bolniki in slabotni in kruljcvi in slepi. Njegovo presveto Srce je zatrepetalo vsled tolikega zemeljskega gorja. Rekel je: Množica se mi smili. (Mat. 15, 32). In ozdravil je ljudstvu bolnike ter je množicam dal jesti. Na tej sliki razprostira Vzveličar svoje roke in kliče vsem križenoscem : Pridite k meni vsi, ki se trudite in ste obteženi, in jaz vas bom poživil ! (Mat. 11, 28). Presveto Srce je prineslo svetu še več ko svetost in pravičnost, užgalo je na zemlji tudi sveti ogenj krščanske ljubezni do bližnjega. Preden je Sin božji postal Sin človekov, so bili slabejši kot sužnji podložni močnejšim, trpini in ubožci so bili brez pomoči in od vseh zapuščeni. On pa je naredil siromake za svoje brate. Zato je prišel na svet kakor oni, je živel in umrl kakor oni. In ko se je hotel ločiti od zemlje, nam je izročil ubožce in stiskane kot svojo naj dražjo zapuščino. Kdor njega ljubi, mora ljubiti tudi tiste, ki si jih je on izvolil za svoje brate. Tako je božje srce ovilo uboštvo in nesrečo kakor z žarnim vencem ter ju je za vse čase zavarovalo in blagoslovilo. Kar ste storili kateremu mojih najmanjših bratov, to ste storili meni. (Mat. 25, 40). Ako dandanes zlasti v tej težki dobi uboštvu in nesreči strežejo in čast izkazujejo an-gelji ljubezni v človeški podobi, tedaj je to žarek neizmerne ljubezni božjega Srca! Nič nas ni tako zelo ganilo kakor tolažilne besede, ki so jih domačini klicali za našimi junaškimi na bojišče odhajajočimi vojščaki: „Zaupajte! Vaši otroci so zdaj naši otroci, in vaše družine so izročene naši skrbi!“ To je krščanska vzajemnost in krščanska ljubezen, kakor je ni rodila le sila časa, marveč kakor je vznikla iz Srca božjega. In ako v izvrševanju krščanske ljubezni do bližnjega tekmujejo vsi narodi naše razsežne domovine, tedaj so že našli podlago edinosti in moči. Med tem ko v nasprotjih življenja marsikaj loči narode naše domovine, jim ena reč bodi in ostani skupna: katoliška vera in ljubezen do Jezusa. Le ena tekma ali skrb vladaj med njimi, tekma namreč v ljubezni do presvetega Srca in do Cerkve. Živa vera bo razširila srce in vest slehernemu narodu, in v tem se naj uči narod od naroda. Tako stoji Jezus s svojim ljubečim, s trnjem ovitim in odprtim srcem sredi med človeškim rodom ter z veličastnim mirom kliče tja v medseboj se stiskajoče in preganjajoče človeške otroke : Vzemite moj jarem nase in učite se od mene, ker jaz sem krotek in iz srca ponižen, in bo te našli mir svojim dušam. Moj jarem namreč je sladek, in moje breme je lahko. (Mat. 11, 29. 30). In je li mogoče verjeti, da je zoper ta načrt ljubezni božje svet poslal v boj svojo znanost in svojo moč? Da so zoper njega cesarji rimske države izdajali svoje krvne odloke, modrijani pomakali svoja peresa v zbadljivo sramotenje, biriči vihteli svoje sekire in premetene drhali vlačile gorivo h grmadam? Je li kaj, česar sovražniki dve tisočletji sem niso poizkušali, da bi Jezusa Kristusa z njegovim ljubezni ža- rečim srcem pregnali z altarjev in uničili njegovo kraljestvo v človeških srcih ? Toda vse zastonj. Resnica, ki jo je božje Srce prineslo na svet, in veliki zakon njegove ljubezni zmagujeta na svetu in odsevata na grobovih svojih nasprotnikov v tem lepši luči. V četrtem stoletju se je bil rimski cesar Julijan odpadnik pred učenjaki in veljaki svojega dvora zaklel, da bo zatrl krščansko ime na zemlji, brž ko bo dokončal pravkar začeto vojsko s Ferzi. Zmagonosno je prodiral ob obrežju Evfratovem in je pošiljal svojim prijateljem sijajna poročila o zmagah. Takrat je srečal Libanius, eden njegovih zaupnikov, nekega kristjana na ulicah Antijohijskih in ga je z ošabnim nasmehom vprašal: „Kaj pa dela vaš tesarjev Sin?“ „Prav zdaj,“ odgovori kristjan, „dela tesarjev Sin mrtvaško krsto“. Bila je to krsta predrznemu odpadniku, ki je premagan ležal na bojišču in lovil z rokami kri, ki mu je vrela iz prebodenega srca, jo lučal proti nebu ter bogokletno vpil: „Zmagal si, Galilejec!“ Tako je bilo še skozi vse veke. Ne vemo sicer, čigavo krsto Jezus Kristus prav zdaj ima v delu; pač pa vemo, da je on še vse svoje sovražnike videl v grob pasti. Da, Kristus živi, Kristus zmaguje, Kristus kraljuje, kakor je z zlatimi črkami vklesano na obelisku sredi trga sv. Petra v Rimu. Dobri in pravični bodo zmago Kristusovo oznanjevali v slavospevih, hudobni pa v onemoglem srdu! Vendar pa moramo zmago Kristusovo mi pripravljati med ljudmi in jo vrhu-tega z molitvami izprositi. Oboje spada skupaj, boj za kraljestvo božje in molitev. Ge velja ta zakon božje vlade nad svetom že v mirnih časih vsakdanjega življenja, potemtakem velja tembolj za dobo krvave vojske, kakor jo moramo zdaj doživeti. Naše znamenje boja in zmage je presveto srce Jezusovo! Ako se torej danes za vselej posvetimo presvetemu srcu Jezusovemu, tedaj to pomenja: a) O Jezus, v hvaležnosti za tvojo neskončno ljubezen ti obljubimo ncomahljivo zvestobo v spoznanju svoje vere. bj Vsak dan hočemo moliti, delati in trpeti s tistimi svetimi nameni, s katerimi si ti molil, delal in trpel. c) Kolikorkrat mogoče, hočemo prejemati sveto obhajilo, da bomo živeli v resničnem združenju s teboj. Zdaj pa padimo na kolena in molimo z usimi in s srcem: O naj slajši Jezus, Odrešenik človeškega rodu, spoznamo v živi veri, da si v najsvetejšem zakramentu altarja kot Bog in človek, torej tudi s svojim presvetim srcem, resnično, dejansko in bistveno pričujoč. V najglobokejšem spoštovanju te molimo. Tvoji smo po nezasluženi milosti vere, in tvoji hočemo ostati. Da pa bomo s teboj tem tesneje združeni, zato posveti danes sleherni med nami sebe, vsi pa posvetimo svojo domovino tvojemu presvetemu Srcu. Dobri Jezus, poslušaj danes posebej naše prošnje! Odpusti tistim med nami, ki te zaničujejo in sramotijo, tudi tedaj, če vedo, kaj delajo. Ostani pri nas, o Jezus, ker se mrači in tvoja resnica zelo pojema med nami. Prešini z močjo svoje ljubezni vsa srca, ki sc ti upirajo; vzdrami z nadlogami, če je potrebno, malomarne mlačneže, ki tebe pozabljajo. Tistim, ki hočejo osnovati srečo človeške družbe v vednem .napredku brez tebe, daj spoznati, da si edinole ti pot, resnica in življenje, in da brez tebe gineta mir in prostost med ljudmi. Božji tolažnik, obriši solze tistim, ki jokajo; in ako vidiš koga obupanega, odpri mu pribežališče v svojem srcu in vdihni mu upanje na odpuščenje in večno življenje! Preljubeznivi Jezus, glej, krvava vojska je nam že zdaj prinesla skrb, bolečine in žalost. Usmili se naših očetov, mož, sinov in bratov, ki se nahajajo na bojišču. Daj jim pogum in I moč, da bodo sovražnike premagali. Pripelji j jih srečno k nam nazaj, ali če niso več med živimi, daj jim v plačilo za njih žrtev večno življenje v gledanju tvojega veličastva. Blagoslovi našega cesarja, cesarsko hišo in našo domovino, ki ti hoče ostati večno zvesta v veri. Prikrajšaj dneve naše stiske. Slava naše zmage bodi tvoja, in dobrote miru hočemo hvaležno sprejeti kot darove tvoje milosti. Podeli vsem ljudstvom naše države mir in red, da se bo od konca do kraja našega cesarstva razlegal le en glas: Visoko hvaljeno bodi presveto srce Jezusovo, po katerem nam je došlo vzveličanje; njemu bodi čast in hvala na vekomaj! Amen. Dano na sveti božični praznik 1914. Preljubljeni v Gospodu! prisrčno zahvalo vsedobremu Bogu morem reči, da se je naša Lavantinska škofija z duhovniki in drugimi verniki prav pogostokrat že slovesno posvetila presvetemu srcu Jezusovemu. Dne 16. in 20. junija leta 1875 so se mnogoštevilni škofljani posvetili božjemu Srcu, kakor sem vam to razložil v svojem postnem pastirskem listu z dne 19. januarja 1902 o najsvetejšem srcu Jezusovem.1 Duhovniki so se mu izročili in poklonili posebej na drugem škofijskem zboru dne 2. oktobra 1896. Vsa škofija pa se mu je darovala dne 17. junija 1898. Takrat sem vam poslal list, v katerem sem dejal: „O da bi se vsi Lavantinci v goreči pobožnosti oklepali tega Srca, da bi pri njem iskali pomoči! Čimbolje se bo ta pobožnost širila in utrjevala, tem boljši in srečnejši bo postal svet, tembolje bo pojemala in slabela peklenska moč. Manje bo revščine in siromaštva, manj e prepira in razdvoja, ma-nje malosrčnosti in obupnosti. Nàsproti pa bo več sreče in blagoslova, več miru in složnosti, mnogo več potrpežljivosti v trpljenju in stanovitnosti v dobrem, in blažena smrt bo delež neštevilnim nesrečnežem, ki sc na- i Pastirski listi. V Mariboru, 1906. Str. 504—535. I bajajo v zmotah.“ 1 Kako primerne so vendar navedene besede položaju sedanjega časa! In ko so slavni papež Leon XIII. z genij ivo okrožnico Annum sacrum dne 25.maj-nika 1899 izročili krščanstvo in vse človeštvo prcusmiljenemu srcu Jezusovemu, kralju, ki ima prirojeno in pridobljeno pravico do človeškega rodu, tedaj se je zopet cela Lavantinska škofija posvetila vsemogočnemu in vsedobremu Srcu na vzvišeni praznik svetih apostolov Petra in Pavla, dne 29. junija 1899. Posvetitev se je obnovila po opravljeni tridnevni pobožnosti na god srca Jezusovega oziroma naslednjo nedeljo leta I960; kakor so se duhovniki tudi na tretjem škofijskem zboru, dne 7. septembra tistega leta 1900, in na četrtem, dne 10. avgusta 1906, vnovič posvetili in zaobljubili preljubeznivemu Srcu.- Tudi o priložnosti posvetitve presvetemu srcu Jezusovemu dne 29. junija 1899 sem vam pisal izpodbudne besede, ko sem vam zaklical: „Pri Jezusovi ljubezni in vaši ljubezni do samih sebe in do svojih vas prijazno vabim in prosim, da se z duhom in s srcem udeležite tega častitljivega in svetega dejanja. Kdo bi se pač ne hotel posvetiti, bi se ne hotel zopet in zopet izročiti Srcu njega, ki bo enkrat naš sodnik in ki nas zdaj k sebi ljubeznivo vabi in kliče: Pridite k meni vsi, ki se trudite in ste obteženi, in jaz vas bom poživil!“ (Mat. 11, 28).3 Na škofijski sinodi leta 1903 sem priobčil posebno določbo o češčenju presvetega srca Jezusovega in prečistega srca Marijinega, v kateri sem duhovnikom naročil, da naj iz-podbujajo verno ljudstvo ne le k notranjemu, marveč tudi k zunanjemu češčenju presvetega Srca s tem, da vsako leto prav svečano praznujejo god srca Jezusovega s posvetitvijo, da temu Srcu posvetijo vsak prvi petek in vsako prvo nedeljo v mesecu kakor sploh ves mesec junij, da s prisrčno pobožnostjo 1 Idem, str. 336. — - Idem, str. 515 in 516. — 3 Idem, str. 394. častijo podobe srca Jezusovega, da skrbno gojijo bratovščino srca Jezusovega, ki je skoraj že v vseh župnijah po škotiji vpeljana, da se vpisujejo v družbo apostolstva molitve, da radi pošiljajo z odpustki obdarovane vzdihljaje k srcu Jezusovemu in da po vsaki tihi sveti maši s pobožnim srcem molijo: O presveto srce Jezusovo, usmili se nas!1 Tudi na tej sinodi so se duhovniki z menoj vred dne 28. avgusta 1903 pobožno posvetili presvetemu srcu Jezusovemu, kakor sc je to zgodilo tudi na obeh poslednjih sinodah dne 10. avgusta 1906 in dne 1. septembra 1911. Pri tem še bodi omenjeno, da smo se na teh dveh škofijskih zborih s posebno posvetivno molitvijo darovali in izročili tudi prečistemu srcu Marijinemu, kakor se je vsa razsežna škofija dne 8. decembra 1904 z lastno molitvijo posvetila brezmadežnemu spočetju deviške matere Marije.'2 Dne 22. avgusta 1906 je rimska „kongregacija za odpustke in svete ostanke“ priobčila za ves katoliški svet poseben odlok Quo perennis o vsakoletni posvetitvi presvetemu srcu Jezusovemu, vsled čigar sem svojim duhovnikom naročil, da naj od leta 1907 naprej vsako leto na praznik srca Jezusovega v vseh župnijskih cerkvah, v katerih se ta god slovesno praznuje, pred izpostavljenim Najsvetejšim z vernim ljudstvom vred s predpisano molitvijo obnovijo posvetitev presvetemu srcu Jezusovemu.3 Da bi v svoji škofiji krepko pospešil pobožno češčenje presvetega srca Jezusovega, zato sem že na prvi sinodi leta 1896 vsem izpovednikom dal oblast, da smejo na praznik 1 De cultu sacratissimi cordis lesu et purissimi cordis Mariae. (Ecclesiae Lavantinae Synodus dioece-sana anno 1903 coadunata. Marburgi, 1904. Cap. LXXIV. pagg. 539—551). 2 Pastirski listi. Str. 607 in 608. 3 Cerkveni zaukaznik za Lavantinsko škofijo. Letnik 1907. Štev. 111. odst. 12. str. 37 in 38. srca Jezusovega in med celo osmino vernike odvezovati od škofu pridržanih grehov.1 Enako sem od svetega očeta papeža Leona XIII. leta 1899 za Lavantinsko škofijo izprosil dovoljenje, da se smejo litanije srca Jezusovega moliti tudi pri očitni službi božji.2 V počeščenje in pobožno premišljevanje najsvetejšega Srca so na mnogih krajih pozidali kapele, so postavili al ta rje, napravili kipe in slike. Tako je bil v srcu škofije, v stolni cerkvi v Mariboru, dne 1. decembra 1898 postavljen predragoceni aitar srca Jezusovega in dne 26. oktobra 1899 od mene posvečen v pri-čujočnosti mnogočastitih gospodov dekanov škofije, cenjenih gospodov zastopnikov slavnih uradov in prav mnogih vrlih meščanov. K pobožnosti budivno svetišče je posvečeno blagemu in veselemu spominu šestdesetletnega mašništva in dvajsetletnega papeštva Njih Svetosti papeža Leona XIII., kakor tudi spominu zlatega vladarskega jubileja Njih Veličanstva.3 Razentega sem v 25 letih svojega škofo-vanja posvetil šest altarjev v čast in hvalo presvetemu srcu Jezusovemu in sem na svojih birmskih potovanjih blagoslovil kaj lepo število kapel in podob v proslavo temu božjemu, usmiljenja polnemu Srcu. V mestni župniji v Brežicah je bila leta 1899 osnovana družba za zidanje cerkve, ki ima po izpremembi svojih pravil vzvišeni namen, postaviti novo cerkev srca Jezusovega. Vse družbeno premoženje je doslej doseglo vsoto 26.846 K 40 h. O da bi sc vendar to podjetje, prvo te vrste v škotiji, z božjo pomočjo srečno dovršilo! O tem svetišču bo pač veljala bolj kakor o jeruzalemskem tempelju tolažbe polna obljuba: Ondi bodo moje oči in bo moje srce vse dni. (III. Kralj. 9, 3). 1 Gesta et statuta Synodi dioccesanae anno 1896 constitutae. Marburgi, 1897. Cap. VIII. pag. 289. alin. 2. 8 Cerkveni zaukaznik za Lavantinsko škofijo. Letnik 1907. Str. 38. 3 Pastirski listi. Str. 516. V Gospodu ljubljeni škofljani 1 av po pravici morem reči: Lavantinska škofija j c škofij a srca Jezusovega. In zatorej se dote tudi sedaj prav radi ravnali po mojem pastirskem glasu ter se bote obenem z menoj in s svojimi dušnimi pastirji vred posvetili presvetemu Srcu. Prečastito predsedništvo škofovskih zborovanj je za svečano posvetitev in za sklenitev zaveze namenilo, kolikor bi bilo mogoče, 1. dan januarja 1915, vendar pa je natanje določbe, kakor preložitev slovesnosti na kakovšen poznejši praznik, zlasti tam, kjer bo to potrebno zavoljo tesnega časa, zavoljo prestave skupnega lista v razne jezike in zavoljo drugih važnih vzrokov, popolnoma prepustilo posameznim škofijam. Zatorej naročim za Lavantinsko škofijo to le: 1. Posvetitev presvetemu srcu Jezusovemu se naj izvrši v vseh župnijskih in samo- stanskih cerkvah škofije prvo nedeljo po raz-glašenju Gospodovem dne 10. januarja 1915. 2. Na praznik sv. Treh Kraljev se naj slovesnost posvetitve in zaveze s primernim povabilom oznani vernemu ljudstvu. Pri tem se naj verniki opomnijo, da naj prejmejo zakrament svete pokore in pristopijo k mizi Gospodovi. 3. V nedeljo dne 10. januarja 1915 se naj pri predpoldanski službi božji s pridižnice prebere vernemu ljudstvu skupni pastirski list avstrijskih škofov, in potem se naj pred izpostavljenim Najsvetejšim slovesno sklene po-svetivna zaveza, z molitvijo, ki se nahaja v pastirskem listu. Gospoda Kristusa pa posvečujte v svojih srcih ! (I. Petr. 3, 15). Tedaj bo namreč mir božji varoval vaša srca. (Filiplj. 4, 7). Saj Gospod ne odvrača in ne zametuje od svojega srca človeških otrok. Amen. V Mariboru, na sveti božični praznik, dne 25. decembra 1914. t Mihael, knezoškof. Opomba. Predstoječi list bi mogel veljati zavoljo kratkega pvedpostnega časa tudi za letošnji postni pastirski list. Postna postava se bo pravočasno razglasila. 3. Sacrae Congregationis Rituum decretum, quo adprobantur Lectiones pro Festis universalis Ecclesiae, quae alicubi commemoratione tantum gaudent. Quum Festa Ecclesiae universalis saepe saepius ob occurrentium sive perpetuam sive accidentalem cum 1 esto scu Officio nobiliori alicuius particularis ecclesiae ita maneant impedita, ut tantum Commemoratione atqne unica Lectione gaudeant, sacra Rituum Congregatio variis Ordinariorum petitionibus satisfactura, ad tramites decreti 25. Maii 1904 ad IV., de Festis seu Officiis enunciatis unicam Lectionem, ut plurimum ex tribus contractam, redigendam curavit, eamque revisam ac rite probatam, prout res postulabat, benigne concessit. Ex hisce singulis lectionibus praesens collectio exorta est, quam, de mandato Ssmi Dni nostri Pii Papae X., ipsa sacra Congregatio pro rei necessitate et opportunitate in vulgus edi statuit ac decrevit ; easdemque Lectiones iuxta Rubricas adhiberi posse ac debere declaravit. Praesens autem decretum approbationis et concessionis pro utroque clero aliisque, quatenus opus sit, sacra eadem Congregatio huic collectioni praefigi voluit ac iussit. Contrariis non obstantibus quibuscunque. Die 24. Iunii 1914 Fr. S. Card. Martinelli, Praefectus. L. »p 8. f Petrus La Fontaine, Ep. Charysticn., Secretali us.' 1 Acta Apostolicae Sedis, au. VI. vol. VI. die 9. Novembris 1914. Num. 17. pag. 553. Die Inanspruchnahme der k. k. Finnuj-Prokuralur. Es ist mitunter vorgekommen, daß Verwalter des Kirchen- und Pfründeiiverniogens Advokaten mit der Einbringung der Klage und der Führung des Rechtsstreites betraut haben, obschon nach der Min. Vdg vorn 9. März 1898, R. G. Bl. Nr. 41 die k. f. Fiuanz-Prokuratur zur obligatorische» gerichtlichen Betretung berufen war. Infolgedessen hat die k. k. steiermärkische Finanz-Pro-kuratur unterm 28. November 1914, Z ' m*ni anher bekannt gegeben, daß in Hinkunft die Pfarrämter bei allen Rechts- angelegenheiten, bei denen die Vertretung durch die Finanz-Prokuratur obligatorisch ist, sich an die Finanz-Prvknratur entweder direkt oder im Wege des F. B. Ordinariates und der k. k. Statthalterei zu wenden haben. Hievon wird den Verwalter» des Kirchen- und Pfründenvermögens unter Hinweis ans das Kirchliche Verordnung^ Blatt 1901, Nr. XII. Abs. 72. S. 148—152 zur Beneh-mungswissenschaft Mitteilung gemacht. o. Literatur. 1. Im Verlag der Buchdruckerei Spöttle in Stuttgart-Gaisburg sind erschienen und werden znm Bezüge empfohlen die Feldbriefe, die den Stadtpfarrer von St. Elisabeth in Stuttgart, August Fleck, zum Verfasser haben, und von welchen bisher drei zur Ausgabe gelangt sind: 1. Brief: Brief eines Seelsorgers ins Feld. 2. Brief: Brief eines Seelsorgers ins Lazarett 3. Brief: Für wunde Herzen. Brief ins Trauerhaus. Ein 4 Brief: „Weihnachten im Felde" wird in Bälde folgen. Preis per Stück 2 Pfg. 2. Über Ersuchen der Frau Gräfin Maria Theresia Ledöchovska, Generalleiterin der St. Petrus Claver-Sodalität für die afrikanischen Missionen in Rom, vom 10. November 1914 werden den hochwürdige» Herren Seelsorgspriestern zum Ankaufe und zur Weiterverbreituug unter dem katholischen Volke warm empfohlen: a) Clave r-Kalen der für das Jahr des Herrn 1915 Achter Jahrgang. Salzburg, 1914. 112 Seiten, Preis 50 ü. b) K in der-Mission skalen der für das Jahr des Herrn 1915. Siebenter Jahrgang. Salzburg, 1914. 64 Seite», Preis 25 h. Ersterer ist vorzüglich durch seinen Inhalt und vornehm in seiner Ausstattung. Letzterer ist ein gar lieber Freund der Jugend, die er durch seine schönen Erzählungen ans der Negerwelt erfreuen und veredeln will. Der Stoff bietet eine reiche Auswahl an ernsten und Heiteren Schilderungen, meist ans dem Leben der Neger -Under. 3. Dem hvchwürdigen Divzesanklerus werden Hiemit die in Salzburg erscheinenden „Kriegsflugblätter" zur Bestellung empfohlen. Sie sind durch den Verlag Georg Lorenz in Salzburg. Giselakai 11, zn beziehen und ihr Preis ist sehr niedrig: 1 Stück 4 Heller, 50 Stück 1 70 Kronen (und 20 Heller Porto), 100 Stück 3 Kronen (und 30 Heller Porto), 500 Stück 13 Kronen, 1000 Stück 22 Kronen. Von 500 Stück aufwärts portofrei. Unter 50 Stück können nicht verschickt werden. 6. Diitzesau-Nachrichten. Investiert wurde Herr Franz Špindler, Stadtpfarrkaplan in Rann, auf die Pfarre St. Georgen an der Pegniz. Wiederangestellt wurde Herr Anton Pučnik, Provisor zu St. Georgen an der Peßniz, als Kaplan in Neukirchen. Übersetzt wurde Herr Joses Pečnak, Kaplan in Neukirchen, als Stadtpfarrkaplan nach Rann. F. B. Lavanter Ordinariat zu Marburg, am I. Jänner 1915. t Fürstbischof. St. Cyrillu--Bu»druckerki, Marburg.