Jas Misthum und die Diözese Favant. l>. Theil. 1. Paa Msnsdlllllncr 5'list WerSurg. Mit dcr Ansicht Ql^^ssVvUl H. M. Vischc» anc, dcm 17. Jahrhunderte. 1877. Hm Sclbstlicilngt, — Diucl Vun I. M. Pajl in Marliiir«. l^ 13661/5 Das Benediktiner Stift Puü ^ avantcr Do n« l apilular. Mnrvurg 187«. Aas Aeuediktiner-Stift Gbervurg. Grülldllltg des Stiftes. Nur wcuigc dcr bisherigen christlichen Jahrhunderte sind im Staude so viele und so herrliche Beweise eines lebendigen und opferwilligen christlichen Glaubens anfznwei-scn, wie das mit Unrecht viel geschmährte 1^. Jahrhundert. Scine Geschichte erzählt uns ja nnler anderem von den vielen nnd großen Hcrrcsmassen christlicher Völker, welche sich damals in Enrofta, vonl hl. Eifer beseelt, crhubcn »nd nnllhili nach dein Orient zogen, mn dort die das Christenthum nnd seine hl. Stätten bedrohenden und nntcrdrnckcndcn Feinde in blutigen Schlachten zn bekämpfen; nennt nns aber mich so viele edle christliche Männer nud Franc», welche in jener Zeit mit Aufopferung ihrer Habe und ihrcs Onlcö so viele religiöse Institute zur Ehre Gottes uud zum Wohle ganzer Nationen uud Bänder grilndctru. Diesem christlichen Heroismus des 12. Iahrhnndertcs hatte auch dcr damals zur ^tarauthaucr Mart gehörige Sanugan (ttinim:;) die Grnndnng einer kirchlichen Anstalt, des Beuediktiucr - Stiftes O b c r l> u r g (l>orui ^1'il.ci), zu verdluitcu. Oegrüudet wurde dieses Stift in, Jahre l.140 l)vul edlen Dyebald Chagerc nnd seiner Ehefrau Truta uud vom Aglnyer Patriarchen I^oi-ossi-i u u8, einem taranthauischen Grafen von Geburt, welche Grniidnug im Marien-Dome zu Aglay nin ?. April !140 mit folgenden Worten beurkundet wurde.- 1* 4 „In nomine patris et iilii et, spiritus saneti Amen. Quoniam uniuersis, inaximo ecelesiariim prelatis inuinea domini constitute it;i temporalia seminare conuenit, qiiaicnus in die district) exa-minis celestia cum gaudio meteru increantur; Idcirco nos pcicgrinus, dei gratia Ranctc A<[tnl«'^iciisis ccelesie patriarciia, notura en.se uolumus omnibus Cliristnm colentibus, tam preseutibiis quam fiitnris, qualitcr D y e b a 1 d u s nobilis (juidatn d ee lia.^cr e et iix/M* eius Truta, pcrpendentes, rejrniun celo-runi tantum cuiquc ualere, (jnantum uoluerit, er höh eonsidoiawles piam ct dcuotam intcnci«>iicin nobilis uiri Dycbaldi decha^oro ct uxoris ipsius T r u 11 c de consilio et cousensu tociun capituli sauete A(|iiile^iensis ecelcsie eidetn mona-sterio dtias partes dcciirianiin cum noualil)us eultus sine inculfis plcbis de 0 b b e r e in b u r c li ct duas partes sirniliter decimarum cum noualibiH cultis sine inciiltis plcbis »Samite Marie d c f r a z I o y_ conliiliiniK perpetno possidc.udas, quaruin tarnen primam de(;iinaci(/iieni, scilicet plcbis de 0 I) t> c-r cm I) u reli, uobilis D y c b a I d u s de c bay ere a nobis et antcccssoribuy nostris iure feudali pus-, sidebat, snecessores nostros in doiinuo Ho^untes, ut quod causa deuoeionis fecimus, ratuin et iirinuin babeant et manu dcsensionis tencant. Dedimus etiam eisdem lcgalibus dccein inansosin beneficium, i n so r o iulij «itos in uilla H u driacb, ut salcm ct. oleum in paite ilia caruin liaberc po«siut. Ad cri^'cuda cdificia ipsius monastcrii. dictis monaclii.s ad iiiiimiK triginta Marcus j)crsoluinius. laudatuin et linniter coupromissmu est ab utraque parte .sub tidei innodaciouibus, tain uostra, (luam nobilis uiri Dyelialdi dc c b age re et uxoris ipsius Trutte, 6 ut ncquo nobis, ncque alicui suceessorum nostro-rum, nee ipsia uiuentibus uliquo temporc liceat quicquam de premissis superius, sicut sunt lucide cxprcBsa per ovdinem , monasterio 0 bbcrcinfo u ic li infringere, subripere uel inbcncficiarc, uel diripcre uel quolibct alio modo alienare. tarnen si quis successorum nostrorum. immemor salutis pro-prie, timorc diuino postposito, fecerit, irritum om-nino liabeant. Prcterca interdieimus, ne aliquis eiiiHdem eccle.sie res inuadere, ledere uel aliquo-modo molestare audeat; quod si quis facere pre-sumpserit, anathematis uineulo subiacere ct cum anania et saphyra deputatum Be esse cognoscat. Huius igitur donacionis testes Hunt: JJydmarus tcrgestinus. Genoicus concordiensis. Adam, emonen-sis, episcopi. Comes. Pernardus. MenJiardus aduo-catU8. Albertus da manzano ct filii eius. Jlcrman-nus. Wlschalcus de tcrcenlo. Menhalmus de cregn. Menhardus de Sivareemburch, Amelricus de liotcn-steyn, Amelbertus de cholmenz. Jlenricus de irimian. ludowicus de lauarian. Chonradus de niwemburch. Wcrnherus de fana. Amelricus de bugula et Wido filius. Johanes de fontana bona. Merboito de Salto. Wcrhenardus de helago. Hermannus de Pinsano. leonardus. Eberhardns. Woltrich. et alii multi, quorum copia interfuit, tain clericorum, quam laicorum. Ut autem hec donacio firm a ct inconuulsa perma-neat; rogatu supra dictorum iugalium liane cartam donacionis scribi et sigilli nostri inprcssionc insig-niri fecimus. Actum est hoc A qnil cgi c in cccle-sia Sancte Marie feliciter. Anno dominice incar-nacionis M. C. XL. Indictione III. septimo Idus Aprilis. Anno pontificatus nostri nono. llegnante domino Chonrado glorioso Komanorum Kcge. 7 Datum per manum pagiui notarii sancte Aquile-gieusis ecclesie.*) Dcr cdlc Dye bald (Theobald) l^hagcrc mid scinc Gcinahlin Trnta haben demnach alls Ermuntcrnng dcS Patriarchen nnd anf den ^iath viclcr verständiger ^entc ihr Allodialgnt Obbrcmbnrch (Obcrbnrg), so wic sic es selbst besessen haben, mit Aurg, Wald, Acckcrn, Weiden, Fischbann, Iagdbann, Zn- nnd AnSgängcn mit hörigen Manns- und Weibspersonen nnd all' ihrer Habe der hl. Aglaycr Kirche mit dem Rechte nnd in dieser Weise übergeben, daß die Vnrg nnd die bei dcr Anrg liegende Höft statt, 10 MansnS nnd 2 Snntmansnö (Hcuhubcn) mit ihren Antheilen, dcr Wald nnd dcr Forst mit einem am Waldc gelegenen Mansns, eine Miihlc mit ihrem Mansns nnd die Ministerialen beiderlei Geschlechtes, bei 100 an Zahl, welche Gesetz nnd Nccht dcr Aglancr Dicnstmanncn nnd ihre Äclchnnng mit allen ihren Besitzungen haben sollen^ anch allcö iibrigc bebanlc nnd nnbcbantc Land sanlint beinahe 500 anderen Hörigen mit deren Weibern nnd Kindern dem von ihm (dem Patriarchen) nnd von ihnen (Dycbald nnd Trnta von Chagcrc) fnr die Äencdik-tincr-Mönchc nen gegründeten Kloster Obbcrcmbnrch im ewigen Eigcnlhnmörcchtc dienen sollen. Anch soll diesci/ Mönchen, nicht aber ihnen, den Stiftern, oder irgend Jemand Anderem, sondern allein nnr den Mönchen gestattet sein, daselbst Mühlen zn errichten, vom Waldc oder Forste für sich nnd die Ihrigen, so vicl sie tonnen, nnsznrodcn und zn ihrer Pflege zn verwenden nnd ihre Grenzen dnrch Ausrodung und Ansiedelung von Aanlcntcn nach Vermögen zu erweitern. Diese Mönche allein sollen daö volle Nccht besitzen, allda Mühlen zn erbauen, zn fischen, zu jagen, die *) Alle hicril! mit rmcm Sterne bezeichneten Stellen sind Kopien obcr Auözilgc von Urtimdcn, welche der Vcr sasscr im Archive zu Obcrlmrg vorfand. Diese Urlunden sind seither i„ das landes-Archiu zur Aufbewahrnng gegeben worden. 8 Decken von Hirschen oder von andrem Wilde, wie mich Falken nnd Sperber iin Walde oder Forste ohne alle Wi-derredc zn nehmen. Ucberdics hat der Patriarch Peregrin anf den Nalh und in Uebrreinstinnnung mit dein gesnmmtcn Allayer Capitel dic-scm Kloster znni eioigen ^K'sil) gegeben zwei Theile der Zehcntcn mit allen Nenbrjichen der Pfarre Obbere m b n r ch ') nnd zwei Theile der Zehenten sammt den Ncubriichen der Pfarre St. Maria in Frazlun (Fraßlan, N,i^!s>vi!o). Anch gali der Patriarch den München zehn Mnnsns, gelegen in Frinnl zn Bndriach, zn Lehen, damit fie von dort her Salz nnd Oehl erhalten tünnen, nnd ZO Hiarkcn znm Anfbanc der ztlostcrgel'ändc. Weitere haben die drei Stifter einander anch niwer-I'n'ichlich zugesichert, das; es weder ihnen, noch ihren Nachfolgern je erlanbt sein solle, dem Kloster Ol> bcre m b nr ch von dem Obangesehten etwas zn brechen, zn entreißen, in Lehen hintanzngeben, zn ranben oder anf irgend eine Art zn veränßern. lind sollte einer ihrer Nachfolger, nncingedent seines Seclenhcileö nnd mit Hintansetznng der OottcSfnrcht, etwas solches lhnn, so sei es nnll nnd nichtig. Eildlich ver« »bietet der Patriarch, dieses Kirchengnt anzngrcifcn, zn schädigen oder anf irgend eine Weise zn belastigen. Und sollte sich Jemand dessen unterfangen, so wisse er, daß cr der Fessel des Äannflnchcs unterliegt nnd in die Reihe des Ananias nnd der Saphira gestellt sei. So wurde das Benediktiner Stift Obcrlinrss gegründet nnd dotirl. Woher die ersten Benediktiner nach Obcrbnrg gekommen seien, ist nicht bekannt. ') Dil! Picirrc Obovloirsi »üimsjlc damalö den nauzen dernlali'ieli Dl,'t!Nia abbato existente" all^l^'fcrligtr» Urknndc crfahrcn, in wclch^r dcr grnannte Patriarcli nochiiuilö bozcl'.gct, daß cr I^) ill Ilndriao (Älldrilich) sscll'gcnc Hubcn sma^-u'iliu«) smncv Tafel clttz»g!.'ii »lld sie drin Mostcr Ol'crbnrli, «zuoli (immu^ta-i-ilUli) uovit^i- fln>lli<,!'i «luwit,, übcv^cl.n'11 hcil'c, damit dic dl>rligl,'n Ordcnöbnidcr Salz und Öchl dahcv crhallcn künncn; wcbci jcdoch ln'diingrn wird, daß lcin Al't dicsc Hul'cn wcitcr in ^chl'il hintan gcbcn, verpfänden »der vcr-änsicrn diirfc. Sollte dice« al'er dennoch geschehen, so hätte alödann der Patriarch daö blecht, diese Hnbcn wieder zn seiner Tafel einzuziehen. Ueberdieö verl'ietct der Patriarch anch in dieser Nrknndc jeden Angriff, jede Schädil)ii»si nnd Belnstignng deö Oberbnrger ilirchengnle^, wie oben in dcr Stiftniilpnrt'nnde.") Ini Nrliinden - Verzeichnisse zn !i7>berbnrg findet sich cin ^leliest, lant »velchenl der Patriarch im Jahre I I lü die eben amicfnhrte Schentnn^ von 10 Aiassari;icn bei Ä u-driach dem Stifte Oberbnrg erneuerte, dazn aber dcmscl- ') Archiu siir dic 3. (^, .si'rami« N. 17. ") Urt. Msch, im ,^,'. Aich. 10 ben noch 5 bei I8jxk gelegene Massarizicn, auf denen es seine Schafe halten könne, nebst der Erlaubniß, in seinem, dcö Patriarchen, Walde in Obcrburg zu fischen, zn jagen und die Decken vom Nothwild zn nehmen, übergab. Bei diesem Ncgcstc steht im Verzeichnisse wohl die Bemerkung: ,,^,l1«8t. Oi-i^malc in moml). >)0l,ltt: «i-^illo Ol)oiiin>^", aber dieses Original ist in Obcrbnrg nicht mehr vorfindig. Mit allen diesen Schenkungen wird das Stift Obcrbnrg für seine ersten Bedürfnisse hinlänglich dutirt gewesen sein. Um aber nun dieser jungen kirchlichen Pflanzung, besonders in jenen Zeiten dcö Fanstrcchtes, cincn gesicherten Bestand zu verschaffen, bewarb man sich ohuc Zweifel von Seile dieses Klosters selbst um des römischen Königs Bestätigung und Schutz für diese Stiftnng. Solche wurden dein Kloster am 13. Febru.ir (Iclus 1^:dl'U2,!,'i) 1147 gewährt und zugesichert; den an diesem Tage erließ der römische König Konrad zu N^gensburg in feierlicher Fürstcnvcrsammlung in Gegenwart oer nachfolgenden Zeugen, uud zwar der Bischöfe: Heinrichs von Ncgcusbnrg, Ot tos vunFrcisin g e u. (i b c r-hardö von Ba m b c r g, N cginbcrts von P a s s a u, Ocbhardö von (5 ichstätt, Hartmai' nö von Br i-xen, Altlnanns von Tricnt uud Ausclms von Ha mclbcrg, dann Heinrichs Herzogs von Baicrn, Heinrichs Herzogs vonKärntc n, des ^ rafen Gcbhards, des Markgrafen Engilberls, Friedrichs des Vogtes von Ncgcusburg, des GrafcnPopo uud desfcu Bruders Bcrtholds. des Grafen ^ nitolds uud der G rafcuOtto uuo F r i e-drich, cincn königlichen Schutzbricf, woriu er die Snftnng des Klosters Oberburg bestätiget und das Kloster selbst in seinen königlichen Schuh nimmt. '^) 11 Auffallend ist es, warum sich der römische ilönig in dieser Urkunde Ominülis I). (^ Ii,<,m:l„l»>um liox 8o-ou n i,^, Ä ernhards v oil Bi l-stain e, F riedri ih ö von Slala ch, (^ lt nthc r s v o n Slilnx (Schlcliiiz), V a in l> >: r t o ^l)n ^>ra^ la il,», Tankrcds und and^n'r ztnpitcl-Briidcr; der ^aicii.-G c l> hardsvull So n n c c, ^ inpuld s v o >l H 0 lihc c, All> crtsv 0 n )t a s s n u 0 s l,', E b c r h n rd s v u n (5 h a-ze u sta i >l, W 0 lscal ^ ö l> 0 >i ^i^ i l c ii st 0 i ll n. n. ') Altt Eilciclbvccht soll schcm illlgcfähr 11,75 gestorben sein. «)- ! 209 iin Schloszc Stciu ül'crgi>.'l't H cinrl ch dcr Mart >iraf in I st ricn der hl. Maria uni) dcin hl. Hcr-nia^uras in ObcrbilVl^ zwi:i in I^noli«»-'') qcl^icnc Äian-si!<« mit dcr Äl.'dingimq, das^ dcr Al't nud dic Coiil^'iitbriidcr alldort jcdol Sonntag ani Hanfttnltarc cmc hl. Äicssc tio I'liuillUc öffentlich iin Convrnlc für scin Seelenheil nnd für alle, „ loco ilirlniwwm iicce^csiilit", l''sen sollen. Der Abt (^»lti-i'uinni« nnd der «icsanuntc Consent ^elol'cn, daß dieö fortwährend s>eschchen werde. Writers sollen nach seinein, deö Markgrafen, Tode noch 4 Mansns in ?n,«l)0!- der Ol,»er-linrger Kirche zufallen, wofiir alsdann cinc feierliche Ilo--« tc,n«du,lnl-, sanunt ihrcni Sohne Wilfing n»d ihrer Tochter Oerlrnd noergielil cr der Obcrbnrger Kirche. Als Zeugen sind in dieser Nr- ') l.'ai,d. Archiv, ^) Ärchiu fiir Kiiüdc öst^r, (>!>. Qllolll'!! Äd. XIX, Hft. II, :i37, ') ?!>0!-. Dolf ain siidl. Abhanqc dco <^>»,!. In einer ^iachschrift bcstimnu noch der Marlstraf, dasi die oben angeordnete Kcquiuin Äiessc jeden Montag yclcsen werden soll; anch soll für ihn, so lang er lebt, jeden Tag eine (^.>NL«lu in der hl. Messe genommen werden. >) Der Anfcrliger dieser UrlmidenAl'schrift diirfle den Namen dcö Al'lcö nnrichtig toftirt haben. Dies ist die einzige Urtnndc, in welcher dieser Abt genannt wird. ^13 erscheint 1' u >' t, <»! sn «, dc r P f a r r c r u o n O b c r n b n r ch, alö Zeiige i» der Nrtnnde, in welcher Herzog Veopold die von,' Thiemo von El^nitz der >iarlhansc Sciz gemachte Schentnng bestätiget. '-') > 2! li gibt ^ c r n h adv o n Flcdnit (8inloclnik) der Oberbnrger Kirche eine Hnbe, danüt inan seiner in der hl. Messe gedcnle.") 1-^20 bis 12^.^. In diese Zeit gehört, wie Dr. Karlmann Tangl in den Niitlheilnngcn des hist. Vereines fiir Steierlnart (Heft 10.) nachweiset, jene undatirtc Nr-tilndc, in welcher G cbhard von ^icngcnbn r ch (Vembcrg, Schloß zwischen ^lcnNrchen nnd Ncnhans), ein gcborncr Freie von Sovnctc (^<,vi>«k), in Gegenwart dcö Bischofes ') Uvl. Copic im ^aib. Domlapüc!-Archiv u. im st. L. Archive. ') ^Vim-ll Due. «I,,,-. II, 4«4. -") Odrrli, U,ü, Vrrz. 14 von Pctcna, Härtn ids des Arch idial uns ill Saui! ic n, H. (Heinrichs) des Pfarrcrs v » n Laibach, O. (Ottos) des Pfarrers von St. Pctc r, dann Alberts von A er no we, Vtndolfs, Friedrichs und Ebcrhardö von Sovun e kc u. a. m. bekennet, daß er dic ganze Vugtci, die cr iiber die Gütcr des Obcrburgcr Klosters in der Mark nnd in Oberbnrg hatte, dein Ober burger Abte für 12 Mark Pfennige nutcr folgenden Aedin gungen verpfändet habe: 1. daß cr, Gcbhard, nnd seine Leute niit diesen Stifts gittern nichts anderes zn schaffen haben werden, als dieselben unentgeltlich zn schirmen nnd zu vertheidigen ; 2. duß cr, (Hebhard, dieses Vogtcircchtcs ganz verlustig werden wird, sobald cr die von den Scinigcn an diesen Gütern etwa verübten Schäden nicht gntmacht, für welchen Fall fein Sohn diese Güter gegen ihn nnd dessen ^cnto schirmen soll; 3. daß sein Sohn nicht die Äcfngniß habe, bei seinen (Ocbhards) Lebzeiten diese Vogtci cinznloscn; nach Gcbharos Tode aber nicht mehr als 5i Mark an den Abtzn erlegen haben werde, nm dieses Vogtcirccht an sich zn bringen, nnd 4. daß Gcbhard, wenn cr selbst die Pogtei riicklöscn wollte, lii Mark dafür bezahlen müsse. Siegler dieser Urtnndc waren der Bischof von Pete na und Kour ad von Sovnekc, der Sohn Gebhards von ^ cngcnbnr ch. ^) Aus dieser Urtnudc erfahren wir also, daß die Freien von Sovnckc (Scn.nck), dcun Gcbhard war ein gcborner Sounckcr uud uauutc sich nnr nach, dem Schloße Lengen-bnrch oder Leinbcrg, welches cr von Gnrt zn Lehen hatte, von Lcngcnburch, zn dieser Zeit iin Besitze der Voglci Ober-bürg waren. Die bisher für das Stift Obcrbnrg erlangten Äe stätignngcn des Patriarchen nnd des ilaiscrö konnten dem 1b Obcrbnrgcr Convcntc in einer Zcit, in welcher die Papste auch über dic weltlichen Fürsten douiinirten, tcmm genügen; deßhalb dewarl, er sich anch n»i die päpstliche Bestätigung seiner Rechte und Privilegien. Eine solche Bcstätignng gab ihn, der Papst Gregor IX. iin Lateran Illn« Naltii, i'ontiiioatnZ »nno l>,ilnu, also ani 15. Mär,; 1228. In der darüber angestellten Bnllc') ninunt der Papst das Stift Obcrbnrg in seinen Schntz nnd toufirunt ihm alle Besitzungen, Renten nnd sonstigen filter. Das Obcrbnrgcr Urknnden-Per^cichniß versetzt diese Bnllc irrlhümlich in das Jahr 1220 nnd ist dieser Irrthum von d»rt iü Schmntzs-^crikon nnd in daö Archiv für dic Vandcsgcschichte deö H. Krain (Heft 2. 22.) übergegangen. Edens» nnrichlig ist anch folgendes Regest des Obcr-burgcr Urknildcn'Vcricichnisscö: 1175. 1(i. du! ^ixili«. Gregorius IX. priori dc vallc s. Joannis a), arclii-(Tiacono Sauniac ct plebano dc Malirburg 3) corn-mi ttit iiijuriantcs abbatem Obeiburgenaem super decimis S. Gcorgii et s. Viti citaro, audirc, judioare appcllationc rcmota ct conincllcrc per census. 15a Gregor IX, erst 1227 ans den päpstlichen Thron erhoben wnrdc. so nmsz in diesem Rcgcstc entweder das Datnm oder der Name des Papstes nnri'chtig angegeben sein. Und doch ist anch dieses Regest ohne alle '.Vcmcrlnng sowohl in Schmntz'ö ^cril'on, wie anch in daö vorerwähnte Archiv anf- ') Laib. Ord. Arch. ") Scizllostrr. ") Dcr hicr aligcführtc Sritzrr Prior, daun dcr Archidia» ton und dcr Pfarrer von Ätahrdurss sind sicherlich drri verschiedene Personen, während im Schmutz ^exiton nnd darnach anch in der Chronil „Da« Biothnm nnb die Diözese Lava»!, Scilc )'.> irr^ tl)iimlich dcr Prior, Archidiaton nnd Pfarrer als eine Person vorkommen. 16 ! "UUUN"N ""'den. Aber Mich bier muß das Negcft ll„ '^ ^^. ^'lresftn^- Urtnndc, nach cin s^nsti^er AnlialtF l "l! ans,q,s,mden werden tonittc. Zn wucricn wivd c. ^r no!,lwc>!dig scin, d«st u.ttcr dl.l in di^cm N^.;cst, ,>/ muicn^imiM St. Gco7-^ und St. Vci't dic'Pfavv ^^-^' ^'"^ '" Prastdcr^ ^lo^i.-jc) und di^ ^,./ ^'"'^ "!> dlv Molding Alpr (Oolte) gcl^'^'iic filial ^,^,"''^ 'ln^l'c wird ^n^siilirl.- 1. das; daö Sii< ^! -. ,^ "'^'" ^^"^'n Pvas;w-g und St. ^dc'guntv ^ ,^,um wirtlich l'cscsscü Hat, :>. ist co in d.r Gcg^l^ cl,'m ,^^^ ^^itioucll l'ctani't, daß oic dortige >iivch? d n'"^?^ "^l-^irchc gch^stcii hat, und 3. wird in .1... . ^"lM" Prowtullci! ') vicsc >iirchc ^iianut.' !6:;i '"a, w,'.d hi,>, anch imicr dcr iU^chc 8. (^e<„^ij lci»c an->^ alo dic ^>rade mucr Sl. Nadegund gcl^nr Pfarr-" '-c. ^X'm-g in Pvaj^i'g gciucint scii,. IbtAlbrrt. ^ ^imr Mi Hai, wic- dic-o dcr Aglaycr Plitiia-,^ ^ '/ l!, o i d mid sein Bruder Ott 0 d c ^' H c r.; 0 g v 0 „ -"^niicil am 29. Oiwk"' <^- ^>- l)^t<.'d.)' I2->8 ! I '"^"'' vmn Hcim-ich Propste der Kirche i>i Di,- >",V"'""^ ^- M!i Stefan^rgc2) gcirgcnc, der Dic^. 'Nch. gclM.gc Hnl'eü (i,un,5U5). dann 2 Hnl'cn ,;n 5?l^. N", mw i> ynben ;„ I„ci,^i mn ^-^ Viarteis^ctanft. Allcn ^>cn Gilden werden ^oin Patriarchen und von, Hei'^-.^^ ^llo im ^liwcrständnissc mil iyrcm Bruder, dein ^isä)ofc 17 Von Baml'erg, ihre alten Freiheiten liestätigct. Al,!< Zcii-gcn werden genannt.' Bcrlhold der Pfarrer I,on Graczc, Siliotto d e r P f a r r c r v on ^ owat, die i'lapläne P e t e r u n d Hcrlni ^, W l f i n g der Pfarrer von Harlanl, Chonrao der Drkan v on Sannien, V< a g i st cr Äcrc n ^ a r, N ykolans dcr Schulrr, Bernhard dcr Frcic yon Oil-hciin, Crifu von Stondc', Edcrharo c! o? o,- t^, Dietrich von Nnschc, Prisius von Rowino, Ottudcr Äc nndschen k, Heinrich n. Vcrcngnr von Graczc, Ortolfder S ch n l e r v o n (^ ra ez c und sein Ärndcr Friedrich, Heinrich ä 6 3. 51 ari :r."') Diesen Kmifbrief lieslätigten dic l^yorherren von Dicz 1228 mittelst einer eigenen Urkunde. ^) 1229. IV. Xllut,i ft. März) l'cnrlnndct H artnid >,> o n O rte, eö I^oe einer seiner ^lilter snnlos), Nmnenö Ilschalch ^on P rech ob-), mit seiner (des von Orte) nnd seines Sohnes Hannio des Iiingeren Ein-willignnli und dnrch ihre Hände, mit Zustimmung dessen Oemalilin nnd dessen Sohnes zwei Hnoen l>ei St. Ändrä ^) dem Stifte Obcrlmrg, allwo cr l'egral'e!i,zn u'crdcn wiinscht, ;n seinem, seines Solmco mid seiner Eltern Seelenheil gegel'cn. Zcngcn dieser Scheiünng sind.' Nnl'per der Pfarrer von Cilie, Hainrich von Hcl n stein (Hcilcnstcin, ?<>I/o!^), Wcrnhard von Owe (An), Otto der Richte r v o n H c l n st ein, M a r ch ward von (^hntciNiach, Johannes von Prcsingcn (?l6'/.in), Äaldwin u. a. m.^') 12^)1 am 18. September (14. L:U. Ootol).) hiclt der Patriarch Bert hold in Ricz ^iu oto liiex) ') Ult. im 3. Ärchiu. -) 1'!,?k<,p an dcr Strassc lintcr Flanz, iin Aintc Vu!o^. Eili I'roks)z)I, tomiul ad«' auch im AmleFraßlau, Obcrb llrbar, vor. ^) Ob H^ücustcin. 2 18 Ocrichc über (.'eonhard nnd Johann, ^"-^^ch'nächt-Voil»?. welche beschuldiget wnrdcn, ^"l' ^5 ,ss>,,ichcn licher Weile in da^ Kloster zn Obcrdnrg "I"^ ^^m dort die Vände durchgebrochen nnd ^>cld n^ i " ^ ilirchengnte gcstoblen hätten. Vor Gericht 6^^^^ die beiden Ingnisiten dac ihnen zur Last gclcgtc ^" ^^.^ niäu län^ncii nnd waren des;hall' naäi dcn ^""" ^ ^>,iatc se^en dcr Todesstrafe verfallen. Der ^"trmrM m^' -^ sie jedoäi anf die i>nrtntte Aldcrtö, dcoO l.' c r .. Al.tcs, nnd Anderer al'er nntcr der Äcdingu"^ ^^ dcidc iil'erö Äl'eer (d. i. nach dein Orieilt) Zl^u ^i ^^ anf innner dienen, vermnthlich «rieg0dic»!tc lci! c^^^ ^^^ Ferner hat der Patriarch alle ihre Giiccr, dn' fic ^ ^ ^ ihm ;n ^chen hatten, eingezogen nnd ""^,^."^:' ^ Oiiter, l'eftodlcne Kloster entschädiget werde. Da aocr l, i ^^ weil sie el'en ein Eigcnthnm de^ Pacri^rMN »^ ^.^^ Entschädigung dcö Klosters nicht hcrg^uoinnnn .^ tonnten, so hat der Patriarch dem Mostcr zu oe,, ^^ wciscr Schadloiihalinng diese Oiilcr gcgcu ^^ .'^^^. Nld ert gelcisleic Bezahlnng von l2 ^ ."', ,-^!,, Vcr-.Verliehen mit dem Beifügen, daß, obwobl dic ^'^^^ drecher alleö vehcnrechte<< Vcrlnstig gewm't>cn ?clc , ^^^^ iliren beiden Schwestern ihre Antheile, näiulim ^. ,^^^^.^ von derObcrl'nraer Kirche gegen Bc^al)lllilg"0tt .^ /2 -- ^ iil'erlassen werden sollen. Dieser Gerichtsverl)anonu>g ^^ beigewohnt die Bischöfe Haynrich von ^5? h^,. P 0 p 0 v 0 n P etcua, dann Hart" id ^>^'^„^^ Iossou8i8, Chnnrad der ^glaycr /^ ^,^' Ä c r ch th 01ddcr A rchidial 0 n v 0 n 2>' l l a ai, ^ ^ ^ pold nnd Wilhalmdic Vriidcr """ ^'vV ^ri-Chnnrad von Suvnctc, Bcrchthold a ^^ 0HU0, Nndolf nnd Wlrich dic ^^'"'^, : „ ^roi8 , Dnring, Livtolt', ? "^ "D i-N l r i ch von Pr 0 stpcrch (P"' "'^ ^ , ^ n 19 Viöcacren (^l-nZovi.so), Gebhard p o n I w a n (-Inv^o) n. a. m.^) Bezüglich der hicr oorkommcndcn Ortschaft VoloF ist zu bcmerlen, das; cs zwei Ortschaflcn dieses ?iamens gibt. Die cinc liegt iin Drictthalc an dcr Voio/.uie^ bci St. Martin, die andere abcr an dcr Südseite dcr I^ipa, cincsOebirgosattcls, iibcr wclchcu dcr Wcg aus dcm Drict-thalc nach Franz (Vi'^na^o) führt. Erstrrc liciN nähcr an il)l.ierdnrg und dürfte die in dcr Nrknndc genannte Ortschaft fein. Albert der Alu hattc nut Wcriand, Dckan in Sannicil (^anunl), cincn Streit wegen der Zchcnten dcr "Pfarre B i lstain sPcilcnstein), welcher dnrch die hiczn gclvalilten Zchied^richlcr.- Ulrich, Bi s ch of r^ 0 n O>iirk'), Hartnid, Archidiaton in Sannicn, Lliiftrand, Archidiak 0 n in >>i ä r n t li en, nnd V c rth 0 ld Pfarrcr von G r c; (Wind. Gra,;^, dahin entschieden wurde, dasi der Abt dcm Dctan Ncriand, jcnc ^0 Schaffe! (mnclm?) Spelte und Veivcn, die dieser ihm schuldete, nachzulassen und die Zclmi inn kling des Jahres, in niclchein dieses Schicdogericht stattfand, zn belassen habe. Dagegen InUic aber der Detau auf die eben streitig gewesenen zwei Zelienttheile zu verzichten und co soll weder ihm, noH seinen Nachfolgern erlaubt sein, (^eld statt dcö Oc^ tvcidcs anznnehmcn. wie dies däusig zn geschehen pstcgtc. Alö Zeugen dicscs Schiedsspruches erscheiin'n außer den l)bl,'cuan!lleu Schiedsrichtern noch: Ulrich von Libcn-pcrch, Heinrich von Scldcnpcrch-) nnd scin Bruder Otto, Iscmpert von Trad cvch, 6 nschalt V» 0 n L a s d e 0 b crch, O 0 tv 0 ll P >? n Bilslain u. a. m. ') Ulrich war Bischof in (^url 12^—1^53. '^ Wahrichcinlich Slildcüdcrch odcr ^alcilliurg (^!lmorli) in dcr Gemeinde l.olvo. Pf. Siißcnhcini. 2* 20 Diesen Schiedsspruch hat dcr Patriarch Grc-l, or aui 1. April 1267 ,;n Cimdalc l'estätigct und el'cn aus die,er ^miftrmalioiis-Urtnndc') hcUicn wir ihn kennen gc-lcrnt veidcr ist darin das Jahr nicht aufgellen, in wcl-chc.n dmeo Schiedsgericht gehalten wnrdc. ' Vl't ^"'""^ "'^">'t schmi 1213 als Pfarrer von osl,. ^!?' '" undclannt ist anch das Ial)^, in wclchcm dcr .'/ V >!"' ^ "'^' H'' ^'>'" g ^ copc> l 5 l'enrtnndet, dcin ^..- ,,!'."" ^'"'loliiz 100 Mark Aglaycr odcr ^iamtt- ^scniii^'. dcrcn cincr lZ Vcroncsrv Pfcnnigc ^ .'., - " ^'"- 3'ür dicscs Darlcycn vcrpfandclc dcr sti m n.!"'^''''.'^''' '"^ ^"'pcntc von Ol'^n^ nnt Zu-.'', ' ^^'^ ^"^ ^'"^ld nnd allcr scim'r (dcs Gono-^ l^ ^oyin,- dic BolUci Obcrl'iirq und zw.^r jcnc ^ogtci, ,1!^/','? ^ ^'"' ^i' ^M.'rdcc- Pat:-iürclicn. wic a»ch N^n^n'V.""- ^'^ "lostcro inncdatt.', mil allcn ihren ' , , ^'" ^"' '"' ^'«ä'folstN- dicsl' ^o.N'i niit ."' lhrcn Ncchk'n bio ;„ ihvcr' vöU'^'" :)üi^l0s>,ng ^. !M! d,r Abt l,ci dcr:)üicki^sun^ dieser '2>ogtoi ,00 iv.'art 3 iiat m^?'"''''^'"'"dc,al)lt'erhalten, und ">w .'nc.naudAndcrcr dao b/;iiqlich' Nücklosnnqc'N'cht. dicscr "'!m /'! '>""^ '""'' 'Up"lirt, dast bci dcr ^liiälösimg ^'^m '''"'"',' ''""'inen w!l den C^n ^wpolds >"'d e.> 5' ''""' ''"m Gutdiintcll zuni BolN zn mahlen, ^auaeue >',/.''' ^' udri^-n l'ci dieser '^ahl ndcr- ^'nehmend^v^«^^^ ') Url. im L. Alchiu. 21 Diese Urlnndc ist m Oixiu^i nicht mehr vorhanden, wohl aber ist sic Dem vo:n «aiser 3!ndolf I. am 1-4. Vcärz 1277 dem Stifte Oderbnrg ansgefertigten Eolifirmntionsschrcibcn jedoch undatirt inscvirt worden und so auf nns gelommcn. Vergleicht mm, diese Urlnndc, wclchc in dic Zcit dd bcniitzt werden, dc^^ ^u'i l.» , ^, ^^^ oder viel mehr auf deren Zehentc verzichte, ^ Prior diese '.Yiansus entweder lhcilwcisc odcr- g"»z ^i 4- ^^ oder von Banern Iiel'ant werden, müsse davon " '/ ^ ^ehent dem Abte nnd den, Pfarrer vcrMMgi '" ' Diese« Urtheil wnrde gefällt 1^36 im Acl,cui ocr Hcl g^ Heinrichs des Pfarrers von P""', ' 7« des ,l dc« Pfarrers von Ncnkirchcn "Ud pcic^ P f a r r e r ^^ haben, den, besagten Cnurad von Scwnckc nnd ^«ucn ^.^ da.> Patronatorccht über die Pfarre "^ /' „-.en Zustiminnng dc"' ats< rad oder deljcnige seiner Erben, welcher d^cs p"^ ^ recht besitzen wird. mit diesem Dienste begnügen, ' ' in Ansehung sowohl der Voglci als cnlcl' dcö p"l", ,^ rechtes inn 24 Neuern, jedoch nur cininal dcb >>" ^.^ eine mäßige Äcwirlhung vom Pfarrer vcr dcjagtcn ^> 23 erhalle und daß ihm jeder untcr seiner Vogtoi alldort stehende Viansns ein Viasscl Hafer, 2 Brode und 2 Hcundcl cn^richtc. Außerdem sollcu dicBancrn dieser seiner Vogtci blos; zweimal des Jahres zur Bebauung sciucr Fcldcr nach lusherigcr Gcpflogcuhcit erscheinen. Auch soll er das ^Bliilgcriäic nur über die Bauern der crwälmtcn Pfarre anönlien dürfen. Ucbcrschrittc er daS hier festgesetzte Maß und leistete er, vom Pfarrer crmalntt, iuncrhalb cincs Vionatcs nicht volle Oeuussthuug für die zn^cfüqtcu Schädcu und Nechlswidri^teitcil, so solle er dicjco Patrouatörechtes unwicderrnflich vcrlnstiq sein und dürfe dicscs Recht alsdann auch uicht anf seine Erdcu dcvolvirt werden. Fcrucr soll nur einer der Erben dco oftgcnanntcu Kourad Poat uud Patron sciu, damit die Kirchc nicht durä) mchrcrc bescheuert wcrdc. iL':tärbc der Pfarrer oder Pitär der gedachten Kirche niit oder ohnc Testament, so dürfte sich der Patron nichts von dessen Gütern aneignen und sind dieselben, wenn dcr Pfarrer ohnc Testament gestorben ift, für seinen Nachfolger ohne alle Schwierigkeit dem Ocsctzc ycmciß zn bewahren. Hierüber wurde die Urkunde zn Ciuidale am 29. September (3. (^n!. Oetod.) 1237 iu Gegenwart Vlricho des T r i cstcr Vischofcs, ? conhards desAbtcsvon Nosaz, Jakobs >lc»8^eou 8. oleoti <^dd:uitl), Qttos dcö Propstes von St. Blrich, Mag. Philipps Dott. äoorotorum, Bcrchtholds dcs Archidiakons von Villach, dcr Aglaycr Domherrn Heinrichs uud Vcrchtolds, Cun-r a d s dcs D 7 kancs vou (5 ivida 1 c, Mag. Vcrcn-garödcsViccdoms uud Cunrads dcsDctaues von Sanuicu uitd Pfarrers von Fras; l a u.') Diese Urkunde haben wir deßhalb hicr aufgenommen, damit man die seincrzcitigc Äcdcntung dcr Vogtci- und Paironalörcchlc daraus crschc und wcil dicsc hierin dcspru- ') leider villim. in Dbcrburg. 24 chcncn Ncchtc später, wic wir !M-cn w^'dcn, an da^ Ztift Ol'crbnrg ndcr^c^angn, sind. 1 238 wird 'A'd: A l d c r t v 0 u O b c r d u r a, in dcr s»r dao i>ra„r»stift 0.1i i ch c Istättc n (Volosu vo) in ^trcun att5g^riigtcn mindalionoiirtundc alö Zcil.^c gcnanut. ') U^'cr nicht „nr al^ Zc>M sundcri^ auch niit ,,'incr ,cyr'nimlimten ^än'ntiin^^'^ilüuc sich Albert an dcr Gründung dcs ^lm'tcr^ '.vl iäicl st äctc ". Wi^ nnr imm-lMi mio dmi zunähst Fol^'nd^n cvscwi wcrvcn, l)lU A^'t ^lN'crt mit päftstlichcr Di^pcni! W0 V^ark zur Dotalwn mc,co >tl0st.'rö ^'ilirtr^^'ü, isl ab>.'r, bcvor cr „och dicscn ^cmig ^nzlich ml^'^a!,lt l,attc waw'schciulich im Iahrc l-^0gc,wrl>cn. Z^in Nachfol^-r war.- Abt Heinrich I. ,'V .... ?"!! "'^"' ^^' ^''l ">r vcrzcichi'ct findci!, ist, daß . ' " ' ^^'^ l'^^ "" ''rwäll l tcr A^t dic von sci- c n >0rgm,.^'r Aldn-l dcr lie»c>, Pflanz.lug drr N>.n.ncu "l ^.mi^n!,,lc (cio va!,o .. ^l-ni^), d. i. zn V.'ichclstat. 'u 'l'^ram, g,mm1)l, Sch^ntmuz von 1(X> Äiart untcr !U'dcn Bcdi.ignngcn Wätiqt/: 1. daß, wenn das gc- , ,, ,^lo,tcr cin^'l,cn solltc oder dic dortigen Nmincn zn äc t .i!'^' '"'"' 'ich "ci^.l umrdcn, vie fur das gc- 1 !,'> ^ '""'ftcn o^r'iwch ;n erkaufenden Äcsihnn- ^ m >, ^''^'Ü" ^bnrcnidcnnbcn soMcn: 2. das; dic nach d. n n? ' ^' ''"liNcn Fcstc allcil, auogcnonlincn, d^li n^""un'm m.d nach dcr Bcspcr zn Gottcs „nd d .1?!^ ^ ^'"'l dic Antifon zu.n yl. Bcmditl ncbst Dicsc Urkunde ivm'dc vom .-vif ...^ '^^'^' ^"ß'dcr Patriarä) dicsc Schclilung vor- ^ ?"üd. Arch. ^ Eop'..' im L. Arch. 25i 1242 beurklludet Heinrich der erwählte und ton-fivinirte Abt von Oberburg, er uud sciu Üoiwcnt hatlen sich znv ^eendignng des z,visel,en ibm nnd dein Franenstiftc Vlichelslättcn bestandeneil Prozesses der Entscheidung eines Schiedsgerichtes uutcrworfcu. Die crwalbten Schiedsrichter <3 h o n rad d e r A r ch i d i a t o u von S'a vuic u, Bruder Vin; enz ü h o radi a n n s ^on L aioa ch und Brndcr D>^ Zurich der Sub prior von Pet an hotten sich in Andcirachi dessen, das; die Michelna'lter Nouncn 30 '.Vlark Pfennige nel'st den Pferden und Büchern gleich nach den» Akstcrbeu deö Abtes Albert rückqcstcllt haben und von dcin Rechtöstrcitc wc^cn jener 32 Marten, welche Abt Al-dci'i ron den versprochenen 1^)0 Marten nach eigenem Ge-sicrndnisse noch nicht erlegt hatte, abgestanden find, fiir obige vom Abte Heinrich am »i. Angnst 1241 aufgcstcllte Bcdin-gnugeu cnischiedcn. Anögesiellt wurde diese Urtnnde in Gcgcnwartder Schiedorichrcr, dann der PrieslerChnnrad, Q t t o, I o h auuc s und A l b c r t, deö G crlo ch von Stcin und Friedrichs von Sacwcnctc, dauu des Abtes und der Briidcr :)l udbc r t, B c r n h a r d, Hei n r i ch u. d. ü. des Conventcs von Obcrbnrg. ^) 1241 au> 18. Dczcinbcr (1:'>. ano!i, Il^verx uud t^ttwrut", dann aiicii auf da^ Voglcirecht über alles, wao die «apclleu St. G c l? r g. St. Vcil nnd St. N udbert iu nud außer der Proviuz ^loxil'i besitzen. Dabei bedingt sich jedoch der Graf anö, daß von den au diesen Beswuugeu angesessenen Ban- ') Ebcn dorl. 26 crn ein jedcr ihm jährlich 1 Massel gcmischteil Octrcidc<8^ 2 Massel Hafer nnd 2Hcnudel entrichten, ,yic auch scinch Ollltbannc^und Strafcrlennlnisse nntci'stchc-n solle. N?iird<> aber dcr <.^raf dies,: Bcsiyungcn dnrch wcitcrc Stciicrl^ Forderungen und Erpressungen selbst over dura) audcrc bc-drücken nnd die hicdurch zn^cfngtcn ^chädcii nach dreimaliger Mahnung nicht gutmachen, so soll er dcr vorbesagtcl, Ncchtc verlustig, daö Kloster aber berechtiget scm, sich cinc^ anderen ^ogt zu wählcil. Als Zcuycu dicscr Handlung waren zngcgcu: der G ^ a f P l r i ch von Stcrc n b c r ch^ Eberhard vcm Orison, Vlrich v»n Prostpcrch^ (Praßbcr^), W ulfi n a, v^n ^ i w ch, W inchc r vou P l i c^ dnrch, ^.i l tprand von Cili, Ä^arqu a rd l^u i> u iz u. a. m/*) Dieser Vertrag wllrdc also zu UM,-; geschlossen^ Dieses ^loliiri oder Klo^ii'i, richtig >loxil^Q, ist dcr slovc^ Nische Namiuc dcs Niarktc^ Praschcrg. ^ranoll wird von (3iuigcn für die Ortschaft Frcmz gehalten, was alicr unrichtig ist, wcil Frauz gcwieß uichh zur Provinz udcr Flini Anttc Praßbcrg gehört^-. Anch wurde dieser Ort Franz damalsVranzknachdem slowenischen Na^ men V,.^u8kn geschricl'cn. ^rauoll uiuß dcr cutstclltc odcv icht nicht mchr gcbränchlichc 9iammc cincr nächst PraßlierH gelegenen Ortschaft scin, vielleicht ^rna,vöo, wo das Stift Ol'ettnirg Nutcrthancn hatte. Ua^vet-ö ist t^ic aus 5 Hl^ l'cn besteheuoc Ortschaft Xavei-sL in dcr Gen^ciudc Schön-acker bei Praßl'crg. (^olarat ist dcr von ^vei'äo gcgcit dic Sann fortlaufende und abfallende Berg 1<(,Il)v,'at. Neber dic «apellcn St. Georg uud St. ^eit haben wir uns schon vornc bei dcrBullc GregorsIX. antzgcsftrochcn 'X Dic St. Nudlicrt oder Rupert Kapelle Wav die 185)8 abgctragcnc St. Oswald Kirche m ^ifai ^H I^ibi^j)') ') Scite li;. ') Icyl dic ncilc »Kirche Si. !)iilolauö in Lisai. 27 untcr Praßbcrg, dcun dicsc wird in ciucm Briefes des Praßdcrgcr Bttärs K o u ft antin 5i h o s a r e i ß ui a s s c r (v dolid voluritio, Heinrich vou Mcls, Iohaun vou Kucania, Blrich von Trcucu, Lcon hard, Wczclo u. a. ^) Original in bei Praßbcrger Pfairchroml S. 615'. 28 . Das "ltc Schluß Obcrdnrg, welches in dicscr Urkunde ""^csiihrt wird, stand auf dcm dcnnalcu ttl^ciiäu zicnanntcn «c am lintcn User dcr Driet, V,; Stnnde Wcgcs mitcv ocm ^.'carltc Obcrl'uvq. Dic Viancrn desselben sind bis ^-^o zu 8-wiIo am 19. Juni crncncrt und bestätigt dcr Patriarch Bcrihold auf dic Bittc des Abtes -«'cl in ich mid dcs Konventes von Oberlnirq dic Stiftnngs^ nr nndc vom 7. April'ii40 in Anwcscnhcit dcr ZcMN: ^co propsl,'il^^St. Ulrich Ottu 21^1-uiiio,M"^ ^^cnahcrs dcs Viccdomus, H c i:, r i ck) c« dcö ^ a^r c r ^ dun S ch c l a cb. All> crt s dcs P f a r r c r s "ndolfs vi^'^''^ Wilhnm. ä« leute d«uo, Ärt. c> ^ ^8toI1c>, Vlrichs MW dcsscn S ohncs vfo'an„ ^ Kn^uia, Heinrichs, 0Iiooi«8, ^ailcut^ nnd Ancntns dcr Brüd er v»n Mclö. ^. nnars 6e.Vtou., Hc i nrichs nnd War icutij ^.' m i'"''' '^'' p' rt s tw' 15 uäii 8, Fcdcri ch s nlid lcilu 5.. ? '!' ^^uo (Pcttau) iu viziUa d. ^lart'ui ver^ ll^artnld v»n Petnv dcm itlustcr Obcrwr^ Mi '"^^^-ivzpcrci) ^clcqcuc Hnbcn (uuda») und aal^ ) ^"l^'nu!) fnv sciiic Altern, wic anch als Ncbcö. ^c(P'-oa,^ dic v ^" "^ ^"^'' dcm Muster schirmen. Als Fen^M d or f ^ ^""^ >Ü!d genannt: ^ ulni n li von O u r isscn. s > -^ ^'" " " " ^'"' P ctuv, Ch u n r a d vun G " ri s^ t, '^'l' W^lncl und Hcrmaiiil vun Cl,azzcn. He r'i 1^'^ ^" Zccörlingcll u. dessen Brud^ 29 Das IM- erwähnte Chrivzpcrch ist vielleicht daS dci Obcrbnrg, an dcr Strasse gegcn St. X.iveri gelegene >?vcu5 (Ki iZK:^ ve3) dcs Amtco ^jsavßel:, allwo das itlu-si^:- z^vei Unterlhancn besaß. Daö Schloß Katzcnstein ^laökov ^iaci) stand ganz neben dcr Schonstcincr Filiallirchc St. Florian ob dcv von Schönstem nach Weihwasser siihrcndcn Strasse, ^.ini^c Hianerreste sind davon noch vörhanden. Dao Schloß wuvdc I4:'.<) von, Ciltier Feld^anplinannc Vitove« zerstört, l^inc lner nachfolgende Urtnnde (130,'>) wird zeigen, daß die ^a^cnslciner Vasallcn dcr Pellancr gewesen sind nnd diesen crspvicßlichc Dienste geleistet hadcn. 1246 yat al'crmalo zn Pcttau H artnid von Pcttan (IZettliviu) der Obcrblirgcr iiirchc al^. Seclgeräih für seine Vcvw'.ildtcn. wie auch alö ^iebeogakc (>>i-o :imc;) fnr sc-in>.'li ihenrcu Dicppold ve>n Ci) atzcn st c y n nnd znm ^cdächmiü an dessen ;n Obcrdnr^ beerdigten Soli» Oeb-N.Tv^ -^ Hnben ino «Figenthnm üoergeden. Vun diesen Hn-lien ist eine gelegen nntcr dcin Berge I^om, welche Dic-voic-ö Sohn Herman alö Vogt >n schirmen !M. Zwei davon sind gclegen l'eiin Berge Oi!5 (Kv^«), welche Herinann nnd Dicvold, deo obigen Dicpolds Sohne, mit vogtcilichcm Ncchl^c zn schlitzen haben, ohne dafiir ctwao mehr al<< 1 Mas-scl Hafer von jeder Hnbc nchincn zn dürfen. Und die 4. Hnl'c ist gelegen auf dein Gnte (viNu) Pal, welche anch dic cdcn genannten Brüder alo Vögte zn schirmen haben. Dcsscn sind Zeugen.- Vnlning nnd Chnnrad von G o v iss c ndorf, D y pold von S ch orlittgc ^) nnd scin Vvndcr ycynrich, Gottfried Kcltz, Lutold dcr Official, Friedrich von Haclcnstcin n. a. Das anhangende Tigcl ist herzfövnii^, hat im Wappenschildc cinrn Vindwnrm nnd die Uinsmvift.- 8i^illlnn lioi-tmäi 6c^ I^etov. ^) ') Vnminhlich ^koi-no. ölorl. l,i!i ^chönslcin. 30 Abt Hci u r i ch. II. 1347 hat Herman dcr Rittcr von Plu. m e n n st a i n den Zchcnt bei S t. L o v e n z c >l, ^) welche^ cr vom Stifte Obcrbur^ zu Lchcil yattc, zum Marien. Allare iu Oderl'nrg für ftin und scinci- Eltern Seelenheil durch den Ritter '.! eouold von A ndcr d ll v ch in OcWi-luart d^-ö Pfarre Vl atdiaS von N ic;, Si g nt a r ^ ^'on A n d o r d,i r ch, Wlzli ,i n V^ c itipach, C l) u n. rad.> von Mötni k u. v. a. frei rchqnirt. Dicsc Rch!i-nation l,at der Wianntc Lcovow von And^'burck statt doy Plnnu'ynstaiil in da^ «lostcv nacl, Ol'^-bnr^ iil».'rurachl nn^ dlcsclbc dort ain Vl'avicn.Altavc im Beisein dcs Abtc»z H c' nri ä, i< 11.^ ^ P ri c> r s ^ c » pard, dcr P v i c st c r : Iol,ann, Heinrich Wiilfing nnd Otto, dc^ ^laloncn.- Erhard'nnd Vlrich, dcs Acschlic, i;cr6 Bernhard; dann Bcrchtolds von Lowc^ (Vanscn), Herolds von Diclz»), Dietrichs ^ ^.ozzcn''), n.v. a. ausgesprochen. Die hicrwer ans. gc,tclltc Ncsignatwnsurlnildc haw, bcsigelt Chnnrah dcr Archidiaton von Sanl'icn: dann der Abt Md dcr Konvent von Obcrlmrg.^) Dcr Obcrbnr^cr Abt wird in dieser und anch ih IpatercnUrknndcu ^-namu I-Iovul-iouä soonntiuß, dcßhalk "cnncn wir ihn Abt Heinrich II. ^247 wurde auf Vcfchl des Patriarchen ciuc Tari, rung dcr Pralaturcn Prälicudcn und Pfarrcu vor^cnoin, nun und dadci das Kloster Ovcrdurg mit ^50 Marke^ ta^irt. ^) ^ . ') El, Lovcn«!i in ßo^!<:e, ciuc Filiale von Gt. Pai^ Ulitor Pragwald. '^ D^I^o ciuc Onscha'l im Driclihalc nuicr Obcrbur^^ ) I^imx. Dors im Dricliha^'. > Vcu. zur ^uiidc stcierin. ^- Qucllcu I^. 57. 31 1 ^47 am 12. Juli gal' der P a t r i a r ch Ber -tliold in dcr ilirchc scinch Glitch (villa) Nicz dcr i,t, art liau sc S ciz Zcheutc v.ou seinen Giitcrn Ragotte, V^rdowej, Natscha und ^tatscha, wie auch von seineu Ve-siynnlicn bci Kandigcn. Zcngcn dicscr Schcnlnng waren: ^tto . . . dcr Bischof vou Pctcua, Hcii^riäi dcr Abt von Obcrnbnrch, Conrad dcr Arch id i-akun von Saltnicn, Crafto dcr A glaycr Do m-hcrr und Pfarrer von Orccc, dann Heinrich, Vlrich von Vcztwc, Otto und Wiscn 1 o dic Vt i-nistcrialcn dcs Patriarchen in Orccc, Friedrich und Hcidcurich dic Ritter (milito.?) von Scnnctc, W nIfi n ^ vou L cnt 5') n. a. '^) 1248 C h n n zo gc n a n n t 1^ u s n 8 (I^javeo) ssiln für scin Sccleuhcil dcni Kl^stcr Obcrlmrc^ zwei Mansnö zu Edclingcn^) und cincu hallen Mansns zu Vro/i-d ao-l) mit zwcicn Hörigen uud allein andcrcn Zu^cyör, wclche Schenkung dcr Patriarch Bcrthold auf Bittcu dcs Adtcöi und dco Convcntcs von Odcrl'nrg zu Tolincin am ">0. August 1^48 bestätiget nnd zwar vor dcn Zcugcn: Vlrich^ dcs Bisch of cs vou Tricst, dcs Ablcö Gotcfricd von Landcstroß (?andftraß, I<,o«t^niL-viea), Mag. Lndwigs dcö P f a r r c r ö von i? aidach , Philipps dcs Kaplan cs dcs Patriarch cn, des Grafen V l r i ch s von S t c r n b e r ch, ChoIo,? von ^ acldcnl) o v c n, H c r m a n u s clo I'iil-tn. n. a.^) Dcr Abt wird in dicscr Urtnndc nicht nnt Namen angeführt, sondern uur nut dcm Wortc I^I^etns bezeichnet. ') Lculsch (I^'lli)o). wahrschcimichcv abcr I.otn^. wc>lchci> iin Ob. Uvliar von 1426 I^>^vt8o!l0 gonannl wird. 2) l'aiid. Arch. ') Edlin^. slou. Xago?!«, ci:«,- Hubc in dcr Pf. Sl. Äli-drä ob Hcilcnstcin, ^) Vermuthlich liroxjc. 32 1352. ?lbt Heinrich und seiu Convent vertauschen ihren nntcr dem Bcrgc 8lom (ob Schönstem)') gc-lcgenen Vlanslls gcgcn cincn am K^cnzbcrg gelegenen, dein y e rn, a n don Ch az ^ e n st a i n gehörigen MansnS. welchen Tansch dcr Patriarch -il T'.-'llucin 9. ciio iutraut^ I'^drnmio, 10. Iudietiam8 sals^ 125>2) bcstaiüict.") ^äln-end dai> Slift dnrch Schcnknugcn und cmdci'e ^rnn'rl'nngen seinen Wol,lstand zu dcbeu suchte, wurde e^ andererseits in seinen Nechien und Privilegien becinträcl^ l'gtt lind an seiuen Besitzungen deschädie,ct. Vorerst warcl^ ^ die Offieialen des Patriarchen, ,veläic c^ sich dcn vcr^ m-,eslen und mehrfach destätiqlen Privilegien dciü Kloster^ ;»wlder erlanl'ten. die «loslerwlildun^en zu roden, alldlN'; ncne Viiihlen zu dauen und ocin Kloster dao Jagen nnt> glichen zu verwehren. Darüber vrachlcn der Abt Heiin'ich N^ nnd sein Convent mit thränenden Auam ihre Beschwerde^ l'cmi Patriarchen vor nud daten nni Abhilfe. Der Patriarch Berlhold liestätilitc in Folge de,sen z^ Älengoolmrch (V.'on»dnrg ^loni^) 6io 12. jnli-iiut^ ^i>t0lnl>. ^>5o ^ ^^-^ Kloster Olierlmrg von seinc^ Unstern gewährten ^'echtc nnd Privilegien, besonders di^ m betreff der Rodung und Urbarmachung der Snftöwal^ dnngen uud des Mühienbanes- wogten cr aber rüchichtll^ dcr ^agd nnd ^isch^-ci die Bestinnunng traf, daß auch c^ ">w ,e,ne Offieialen berechtiget sein s^lcn, in Oberbnv^ 5" UM» und zn fischen. Schlief-liä, niißbilligtc der Palri, "rch alle bellagien ^'echtsverlenui'gcn seiner Officlalle^^ nnd vcrbat ihnen für die ^»tunf^allc Eingriffe ii^d^ hechle des >nflcs. M- ^icfc Bestätigung hat da^ ^Ns» o/'»l Patriarchen und der Kirche zn Aglay jene 2«0 Ä)?n dolf dic Käniincrcr n. a.'^) 1254 zu Udinc am 12. August beurkundet der erwählte Patriarch Gregor, cö habe Robert der Pfarrer von .3 l. Micii ac l in Pcilcnstcin diese seinc Pfarre in seine, des Patriarchen, Handc rcsiguirt. (5r-, l>cr Patriarch, verleihe nnn diese Pfarre mit allcn ilivcn fiavellen, Ncchtcn, Zugobörungcn, auch mit dcm Archi-dialonal'^rechlc dem Kloster ^bcrburli anf cwigc Zeiten i:nd zivciv in Audenachi der vielen Bcrlctzungon und Tchad en, wclchc daö stloslcr in dieser Zeit durch die (^ewaltthäligteit lidöwilliger Vcnte crlittcu hat. Fiir diese Berleihnug verpflichtet aber der Patriarch don Abt und Convent von Obcr-bui'g fiir ilm nnd seine Nachfolger;n beihcil und alljährlich cincn Ialniag feierlicli ;n b.'aebcu. ') Sicherlich wird bier der Patriarch besondcrö icnc G>.'w>,illlliäiisiteilen im Auge gehabl haben, nielchc damalö dic dcna^bar:cn Frcicn von Sannck au den Besitzungen dc^ Hl7berlmrgcr Stiftes veriibr hatten. Geb hard der Frcic von Sewcnckc l Tanneck, /.avnoic) hat nämlich dcn i^berbnrger Ttiflölierrn durch verschiedene an ihrcu '-> i'and. Ärch. 34 Vciiyungcn vcvnolc Ocwaltclnni^tcitcn nachwcislich cinm Zchadcn von 5'09 Alartcii zngcfiisit, nn^crcchiict jcucn Schadcn, dcr ihncn daraus crsl in dcr Folgc crwachscn ist auf iln'cn Bcsi^ungcn ;u Pirtc, wclchc (^cbhard arg vcr-nccrt uud vcrnmsicl !m, alUvo cv iljucn s^gar zmci Mcnschm tödlcil', ^,'inigl' an i>ns;cn anvcrc an ^hrcn vcrslüniincll und wicdl'v andcrcn vcrschicdc'nc anocrc Ncbcl angcclMi l)at. In Folgc dcr vmn Aln»,' Hc i n rich nnd scincni Convcnte I)icvnl'>?v ».'rlwbcnm Äcschwcvl>cn crschic-n OttodcrBisch »f von P^l^ua l,,^ ^,,'tt an: ^1. ivcdrllav 1'^5ö cinc H» riä'lövcvdandlnug in dn- Pfarrti^chc n. l. F. ^iiFraßlau G c d l, ardd c r S a u n c 5 c r gcstaiw lncr vor dcin Bisck'ofc, das: cr dc,n ^losltt'^bcr^ini gr0!>'n ^cliaocn zn, gcfiigt lnU'^ cntschuldiglc sich oa^nbcr nni wcui^cll Wortci^ nnd crl'ärtc sodann scinc Hcrcinvillilitcii, dicscn Schadc^ wicdcr i^iil zn in.ich,'n ,lnd s'ch "it d?m Adic und dcsscl^ CoiwciM'riüxrn freundschaftlich l,ino,;ulilcichcn. Durch Vennitllnnq ?cö Ä'schofco Ocl0 lain I,icratts folgl,':wcr Vcr^ich zwischen bciocu Parleicu zu^Ztaudc> Gtt'hard!iud scin<>Brni?l?r, dic Fvcicu von ^cwcncto. gcl'cu dcin jiloncr jciu' drci Bcsiynugl,'n wicdcr zurück, welche sic ihm culrics:,,'» luU'c-u. Auck gcl'cn sie dcn zwischcn idncl^ und dcm ^loficr wcgcn dco H^crgco Oodiuoi ^cfnyrtc^ Strcii gc^gen dcin auf, daß lünftiahiu dic Wassn'schcid^dicsc^ Bl'rgcs di>,' ^renz,,'zwischcn den ^bcrburgcr und ^aunctc^ Bcsiyungcil alldort l'ildcn sottc, so das; dic gc^ou Oli^rbnr^ gcwcndric Tcil,,' dcc< Bcrqc>3 d>,'N Obcrlmrgcrn, dic andci^ adcr dcn Tannclcrn gcliövcn sott'c. ^ Dic >3annctcr sind vcrpftiäncl, aUiäbrlich am ^tcrbc^ taqc ilnco Vatcrs, d. i. am Tagc dcr I,cil. Jungfrau (^ cilia, dcn ^bcvburgcr Convcntl.niidcru in Zcinncct^I Äici^c^ Wci^'n, 1 Tauin ^cincö und 1 ^'on dcn bcsscrcn ^chwcinc^ zil ^zcbcn, damn sich dic Klostcvvrüdcr daran crgötzcn un^ dcu Ialn-ca^ dcsco andaanil-zcr kcMn. Auch vcrsprcchcn dl^ 35 Sanucker bei der Theilung ihres Crdes dem .Kloster für ihrc verstorbene Mutter cin Scclengcräihc zn geben, siir sic die Begräbniskosten zu zahlen und l> Vcartcu Pfennige für ein seidenes Tuch zu geben. Cbcn so gclobeu sic ^die Sannetcr) »hue ^ug nnd Tnlg aus 3lücksicht ihrcci cigcncu Scclcnlicilco und jcncs ihrc^ Vatcrs, ibrcr Muttor und jcncr ihvcv Vor-clicrn, wclchc dort zn O^'rburg bc^rabcu siud, das ^l^stcr, dcii?ll't, dic -Bvudcr uud dic Lcutc dicscs Klostcrs zu ncdcu, il)rc Vc-siyllng^n ui dcr Viarch udcr iu ^aunion, uni sic dcrcu Vögte sind, nach ihrcn Kräften zu schirmen nud hicfiir nur so vicl und uichl luchr zu uchmcu, alo da^ v»n iln'^ni Vatcr, seli^cu Andcnkcus, fcstgrsctztc Vogtcirccht erlmU't. Hcrr Gcbhard verspricht u»ä'i dein ^losicr mu Nlichst-kommcnden Tt. V(ichaclomgc20?^nn'reu ueuor Pfcinn^c zn gcbcn, entsagt aufrichtig und mit Handschlag allein (Grolle, welchen cr hatte gegen dcu Abt, die Brüder und allc anderen Angehörigen de^ Klosters -. wogegen ader auck) der Abt und scinc Ärüder bereit warcu, de-m Hcrru ^cdhard die (N'fla-rung ttbzugcbcu und zu versichern, daß sic ihn wcdcr durch Wort, noch durch That jcmalö absichtlich beleidigen wollten, wn,s ihucn (^ebhard auch geruc glaubte. Der Abt nnd Convent versprachen für Hcrrn ftel^ l^ard und scinc Brüder besonders zn bethen, damit diese allcr ihrer gutcu Werte, als.- dor Nachtwachen, Messen, Gebethe, Fasten und anderer Gütcr theilhaftig wcrdeu. Solltcu der Abt und Üonvcut nud dcron Angehörige von dcu Leutcu der Sauuctcr jc wieder auf irgend eine Art ungebührlich beschwert werden, so versprechen die 2au-uclcr ernstlich, innerhalb i-ITagcu für allc Vcrlctznngeu und -Acschwerden volllommen Ersatz nnd Geuu^lhlnmg zn leisten. Sollte Herr Gcbl^ard uiit Hiniansctznug der Oottcs-furcht uud uueingcdcnk seines Scclcnhciles nud sriner Ehre dicjcö Uebcrciittouuncu in irgcnd cincm Pnntic lncht halceu, so solltcu der Abt uud Ccmvcnt nach alter Gepflogenheit das 3* 36 und d.r ^'witc Äcrn h ard; dann dcs H^^os^ öv a p ' n All'crt, Johann dcrVi^'pfarrcro on ^^^am. Hartwil dcr Kaplan (s.'^,>olln>'i"^ " ^ ",- ,^.j" st a i n, G c l' havddc r P r i c st c v. 9c ndolsae ^ " , ^ .> N ig a n d v o n H c l l c n stain, 60 n r " ^ ^^'^ lücnil'cv zn F r a 01 a n in dcr Hlaril'ntirchc 125^, l). ^^ou- ^^ ^ ^' d c r A l' t V) ci n r i ch, O c l> l, a rd nnd dcsscn ^ru^^. ^ Die Frmic, wclä,co Pivt, slovcncsäi . ""^' ' ' Sannclcr vcrwüsln liab.'n, läsn siä, U"hl "un mg^ . lm'il di. Od^-dnv^r m^'^Onsäiaflcn n"d ^ul'.n ^, ^ (Nos..w.,) ,M,st Pmßl.^ zu ^e^/u^n ^c^. Dud. cv,e ist daö övl'i^c. wttä^o siä, lnmcv .^.^ von I^l„ä gl,'l^cn Fran^ also von Rordcn ^^^'^^^^, .,^^ slv^ckr »ud dic westliche Wano dce cigc!ttllä,c,l ^'"^'' ^. bildtt. An cincm Bovspvnnq.' dc'osclbcn '^"^ d"0 ^a, ^ Smmct. Da dic Od^lnn-q^ am nn'ftlicln'N ^^Inn'^^ AcMi'Dud, uvi« im sMnannmi ^rai'lauci 11.,. ^ .'^ bcrsicr O<.I>n>vI lcin^x'silmn^'n l,alccl>, 10 n'li^ :» ^ , l Urliindc wol,I nnr dcr Bcr^ öl^:v gclncitN !0l.i^ '"' " jcnn' TI,cil d^^ I)(^i-ovl. wc^cr siäi ""' vcr l."^' " ' Filiallivchc St. Johann nnd Panl in sü5wcilllä"v '"im:u ^ l'io ;»r I.i>>:i ol> V<»I„ inn^'li H^'Ni vo.i ^a u^ so gewaltthätig g^cn daö S:ifi ^l'^din'g ann^att-ii, .l ') I.iboi- villim. in ^d. 37 die Convcnthcrrn oon Obcrlmrg auch vom Otto von ^du n g s perch (Königoberg, I, Xi'ai.juvi ^rnä), ail ihren ob Franz im Amte Voia^ gelegenen Vesitznngen zu >Vo1o^, (.'alko (Ivioliaäovc?) nnd i), aiif welche doch keiner seiner Vorfahren ein Nacht hattc, vielfach beschwert. Aber Abt Heinrich söhnte sich mich mit diesem seinem Gegner miö nnd schloß im ztwstcr zu Obcr-burg in Oegcnwart aller Convcntnalen 1257 mit ihm folgenden schriftlichen Vergleich: Der Abt sieht dem >iöuigsbcrc>cr allen an den bc-drfagccn Besitzungen angerichteten Schaden nach, wie anch icncn ans 5)0 Mart geschätzten Schaden, welchen er, Otto, dcn Oderbnrgern bei ^onigsbcrg in der Pfarre St. Peter zugefügt hat, gibt ihm, dem KiiniMiergcr, 13 Mark beim Atarl, welche er, Abt, bei ihr aus dem Testamente dcö Detancs I?., s^j^n Aildcnkens, zu fordern hat. Dieses Opfer l'rachtc der Abt in der Absicht, damit der ziöniaF, bcrger,künftighin ihm, dem Abte, und dessen jlwster desto ergebener wäre, wao dieser auch mwerbrnchlich zn chnn vorsprach. In Uebereinstimmung mit scincr Ehcsran, scincr Mnttcr, wie auch scincr Erben, die cr etwa bekommen sollte, entsagt dagegen Otto allem veratorischcn Nechtc über die ^Ddcrl.'urgcr Besitzungen zn >V<,Io^. Xulke und X»l. ausgc-nmmncn jedochjcucö^cecht, wclchc^gcmeiuhin das Btntgeld (ol'NLutN8 cieuai in.«) genannt, wird, das ihm der Abt auch gutwillig zugestand. Auch schenkt cr, Otto, dcm Kloster fnr das Scclcllhcil seines Vaters O. nnd seines Arudcrs H., wic anch zur Förderung scincs eigenen Scclcnheilcs dic Marken „Xodiliuäul, d. i. Äierchciuhal" (Mähren- rich-trgcr Ztntcnthal) nnd „^otoliuiicloliua, d, i.Hauucnlal", dann zwei Mansus l'cim Ontc (vill^) Purch°) und zwei ') Bnrgstall, ^«li^i^ä? 38 Mansnö bcim ^utc Oii^wux.') Dcin ^^cniibcr nimntt der Abt den «uniqoberger sainint dcfscn Ehefrau, den alizu-hoffenden «indern, dcr AlNtlcr uno allen mit ihm im Glanden nnd in dcr Andacht ^crcinigten in die ^emcin-fchaft dcr ^l^slcvfilucrnit^t auf, so, daß dn'sc cbcn ft^, ww jcdcr dcr Convcnl^'iidcv, mc'lchc funwährcu!) dic Hi^c nnd ^'ast dcci Ta^cö im Wciichcnic dec« Hcrrcn tra^'n, an dcn ^lachlwachcn, ^aslcn, Gcli^tlicu, )llinos>,'N n»0 übrigcll Mttödu'nsUichcn ^cvrichtnn^cn tlicilhaftig wcvdcn zn iln'cm zcitlichcn nnd cwilicll W>.>l)lc. Hcu^cii dicsco Ucdcrcintom-incno wav>)n.' Crisla n d c^ D c tan u on Ehll ini-spcrch, ^ngcsalch, Wlninl, von H c l c n b c r ch^ Guud a ch cr, Otto v. T l) u r tl, ^ luiilgD u n n ö <^?), Hermann, Wltcr dic Kastellane von Olicrn-l'urch, Dietrich der Schrc i licr von C l) n n g-> svcrcl, n. a.*) Dic ^öni^ö^crgcr inusiicn demnach zu dicscr Zcit^ in dcr ^clicnd oon Franz bcgincrt qcwescn srin. Besassen sie scholl damals dic Vcstc Hccfenbcrg, welche sie sammt Wollan ^l322 ucrtaufi Iial'cn?'-') Dic au Oberlnir^ al'^clretcncn Viartcn Xodiiui äol uud 1'^oliuov cl«I wcrdcn sicher au dcr >louiu:^Alpe zn smln'n scin. I^tolinck l,cisn dcriualcil die Gcl'iraoiMc gc-geuüdcr van 6r;nIiZe d. i. l>"u cl)cmaligc Schloße Ol'crl'iir^. 'Nachdem Adt Heinrich allc dicsc Sn-citigkcitcn dci, czele^c nnd sich scine "Gcqncr zn F^cnuden gcmacht liat. wurdc ilull noch dic besondere Freude zn tln'il, daß Ulrich der Herzog von jtärnthen daö Slift Ol'crbnr^ anfango Dezember 12.')7 nnt ciuem Besuche beehrte unk dabei das Kloster mit einer Stiftung bereicherte. Di> darüber im Kloster zn Obervnrg am 7. Dczemb. (7. Icius^ Doo.) 1257 luäiot. ^15 errichtete Stiftöurlnnde lautet > 39 Wir Ulri ch o o n (d). G. Hcrz o g 0 0u,^ a r nth 0 n und Hcrr von Krain gcbcn zu wissen, daß wir :nit glttcm Gewissen, freien Willen und mit Zuftimimmg nnfercr Ehefrau Agnes und nnscreö Sohnes Heinrich zlim Tcelcu-hcilc nnscrcr Porfordern nnd auch zu ni^screin. nm'ercr Ehefran und nuscrc^ Solmcs Seelcuheile, zur Förderung nnscrcs zeitlichen uud cwigcu Wohl^o dcni Klomr zu Ol'crburg gl'gebcu habcu « Älausu^. Vou dicscu sind gc-lcgcii drci am gcincinliin „s^islinis" gcnaumcn ^utc (villa), die iibrigcu fünf adcr iu Hlaroovem. ^) Wcitcrö frcict dcr Hcrzoli dicsc <8 Mansuö, s0 daß wcdcr lr, noch sciuc Richter, Annlcutc, Frohnlnitlicn und Jäger irgend ein Recht auf dieselben iu Zutünf: babcu sollcu, damit die Ciuliinfrc dieser Mansus dein Kl^ncr zur Decknini seines bisherigen Salzinangclö dienen werden. Ncncro bestimmt dcr herzog, daß die ^entc dieser Bc-sitzungcu mit ihrem Vieh Gemeinschaft habcn sollen an den Weiden, Niesen, Wässern, an den Cluo^ uud Zugangen. Dem entgegen geloben dcr Abt und Convent dem Herzoge, daß sie allwöchentlich zwei gesnugene hcil. Messen zur 6!n'e Vottcs nnd zum ^obe der Ootte^aebälncriu aufopfern wcrdcu, und zwar, ieden Donneromg dic do spirit« 8aiieto, nnd jedeu Samötag die Aicssc (lo Z. V. ^l:nia. Alö Zeugen dieser Stiftung fiud eingesckrieben: Heinrich d c s H erz 0 g ö K a p l a u n n d P f a r r c r v 0 n P n l fl, Christau der Pfarr er v0n Pc i lsicin, Hcinr ich d e r P f a r r c r v 0 n V 0 diz. E r m a nu dcr RiIrc r von Nameustcin, Herb or d dcr ^lilter von Ql'crspcrgk, Ortol^f von Gnvefcldc, (^crloch von Stain, Walthcr dcr Ungar, Hermann und Voller die stastellanc von O b cr burgk.-) '^) I^id vicliii!. in Od. 40 ^''ü? zu Cividalc am 31. Dezember verleiht der P atvi a r cl, O r c g o r dem.^I oscerzn Odcrdurg jcnco ^cheu, welches Ienta die Witwc Hermanns dcs Nit^ tcrö von dcr Vcstc Odrcniburch in seme Hände resignirte nnd da5 sic für sich lind fiir ihre öi'l.'cn von dcv Agwycv 5^irä,c zu l'csitzcn schien. ^) 1^60 l,lN H cr; o g Ulri ch u o n K civnrycn und it rain dcm ^l»sil'rO!>crl'llr^ cln Hans ncl'ft cinci' daran swsscndcn Vcidstnl'c zu Lail'ach acschcnkt.-) Dcn Text dcr dicob>.';ilglichcn Scln'nlnnaöiu'tuno!.' finden wir iin Confir-manm,oschrcibcn K. Nndolfs I. umn I. 1277. Auo dcm-ftU'en crfahrcn wir, Hcrzo^ Ulrich hab».' dein Kloster Ober-l'w'g gegel'en das Hau^ sanniit der Vadstill,'c nnt voller ^»innlnilät, so daß'das Klustcr bezüglich dics».-o Hansel frei sein,olle von der Enirichtling dcr Stcncrn, Maii^- nnd ^ollgediiyren, wie anch von den 'Nachtwachen anf den >3ladl^ mancrn: er hade weitero bcstiinnU, daß da^ 5Uoster dieses ^ano zn ^/aibach mic jener Freiheil innehadcn sollc, >nit we'cher ^> daö ihni von den Fürsten von Mcranicn vcr-llchciie Hanc^ in Ttein besil/t. Damit die Ordensbrüder ^u ^derbnrg desto eifriger fin' scin, seiner Freni nnd seines ^ohneö Hcil bethen möchten, gibt ihnen der Herzog noch b"i zu Hcl^) gcle.ienc Mansuo in immerwährenden Besitz nnd zwar mit allen jenen Rechten, mit welchen dic früher vom Herzoge erhaltenen s Manslio hörig sind. Dao Datum dieser Urkunde ist im t. Hcsiätignngö-i mrelbcn nicht angeeieben. Die zum SÜftc Oberlnirg incoruorirtc Pfarre St. Älichael in Peilenstein lag so lvcil abseiio von, Stifte, da,; eö dem Oderbnrgcr Conoentc schr erwünscht erscheinen mnine, diese Pfarre ^cgen eine dcm Stifte näher gelegene ^) Ong. Uli. i„ ^jl, <7rd. Ärch. ,/ -lrchiv. f. G. ^'0 Hcrz. Hraii: ä. Hcfi 31. ) >>>,'!» im Älinc 1'oic?dc!l' in Kram, 41 umzutauschen. Die Gelegenheit hiczu ergab sich schon im Jahre 1361. ^ Onlwlf, damals Pfarrer zu St. Georg in Schelach (5-katis, 5kn!o) im Schallachthalc (Schalllhlil, skullen 6nl:u^) war nämlich crböthig, diese seine Pfarre gegen die Pfarre Pcilcnstciu umzutauschen. Beide Theile verwendeten sich des:halb beim Patriarchen um seine Genchmigung zur Durchführnng'dicscs Pfriindcuwcchscls. Der Patriarch, welchem dieser Tausch als vortheilhaft für beide Theile geschildert mm'dc. ertheilte hierauf unterm 26. Juni (5. exouuto ^uio) 1261 von Udiue ans dem Leopold, Archidialon in Tüunicu, den schriftlichen Auftrag, beide Parteien vor sich Zu berufen und in seinem, des Patriarchen, Namen den Obcrburgcr Abt oder dessen Abgesandten in den Äesiy der Pfarre Stalls, den PfarrerOrtolf oder dessen Abgesandten aber in den Äcsiy der Pfarre Pcilenstcin einzuführen. Diesen Auftrag dollzog der Archidiakou 8. Iäu8 ^llllii 1261 und erstattete darüber am nämlichen Tage den Hcricht an den Patriarchen unt der Äittc, dieser wolle den voll;llgcncn Pfrüudeuwechscl urtnndlich bestätigen. Diesen -Bcrichc haben besiegelt dcr Archidiaton von Saunicn, der Al't und Lonvcnt von Obcrburg, Crafto dcr A r ch i-d a kc> >i v o u 5i ärntlic u und dcr Pfarrer Ortol f.') Die fo erbetene Confirinatious-Urluudc siclltc der Patriarch Gregor zu Cividalc am 1^>. Angnst 1261 aus, in wclchcr cr also dcn vom Archidiakon Leopold vollzogenen Pfarrpfründcnwochscl bestätigte, znglcich aber auch daö Archioiat»natsrccht iu der Pfarre Slalis uud iu den dieser Pfarre unmittelbar,- unterstehenden Kapellen dem Abte und Cmwcutc von Obcrbnrg verlieh.") Dic beiden im Nonzcnblattc. Jahrg. VIII. S. 485, von der kais. Akademie dcr Wissenschaften veröffentlichten, ') Auö dcr Consinu. Url. uon 1321. ') Ebm don. 42 die eben besprochene Einverleibung der Pfarre Ttaliö bc^ treffcndenUrtuudcucI(1t.12. inli'iiuto.Vnxu«ts^261 IntUct . ^2 qedören in daö Jahr 12<^!> nud warden an ihrer ^tell^ uachsolgcl^d gebracht werden. - 1262 am Freitage v^r dcm St. Georsi^festc <21^ April) war im Kloster ;u Oberbnvl-, cine Oesellschasl v»^ dl)chanscl)l,lichcn Hcrvn vn-smnmclt. Dirsc Hnrcn warcn > Hart nid von Ort d?r ^?arschall Wn Sccicrinark^ ^cntold von Stadckkc, Heinrich von Rosen-, dcrch. Rudolf von P launch cnstcin, El'erdar^ und Heinrich die Brüder von Nabenö per^ und Friedrich von Hclcnstcin. Der Zweck il,rc>> Hiehcrtllnft war folgender: Häutnid von Ort lm; hicr an>3 Liebe znr allcrl). Dreicini^tcit und auö besondere^ Vcrel)rnn!^ zur iungfräulichen ^ottcoM'ähreriu Älaria nni> zur <^l)Vl' aller Heilic.cn ^otte^ für dao^ Seeleicheil al!e>> seiner Borcllcru. wic auch fiir scin ci'icne.? Heil dein>tlosle^ und den Ordenol'rndern zn ^l'erdl'r^ 4 ^i'ansno ino Eilicn, chnl^ndergcl'cn. von welchen zwei in ?uka ^.Pat ' > nal)^ dei ^t. Hiartin, die andern zwei aber zu Ilotsollic^ (N«(!ielr-') ^cle^cn sind, vorl.'el,altt'l:d sich und seinen Erben, fallier solche ^ugcn wcrde, daö BolUcireeln, uainlich: 1, Massel Hafcr llnd 2 »^nndel von jedem dieser Mansnö. Auch will nnd ^esianel'er daß dicse Mansn5 ihre bi^lie^ üblich gewesene Gemcinschnft an Wnsseru, ^aldnu^en uui^ Feldern auf immer bcyaltcn solicn. RiMsichclich der ^"üler. Dlu^olvn genannt, welche das zill)sler ano der Schcntnn^ (^229)'cinii^-r seiner (dco von Ort) Veutc ci^einhümlich desist, beslininit er, das; er selbsl derselben ^>U sein iveroe. olii'e irgendwelche Bogieiqaben dafiir zn fordern. D^lie^el^ haben aber der Abt Heinrich und der Konvent von ') Wahrscheinlich PatdoN !<^ v.?«) in der Piano ^l. MlNiii, an dcr Pal „nd i>n Änuc Fraßlan. ^ ^»cio:l an d«- Pal „ol",'» P'Udon' 'N'd „ahl- ai, d^v Müüdling dcr Pal in die Sann. 43 Odcrlmrg dem von Ort mW allen, die niit ihm die Kirche von Obcrbnrg seinerzeit gctranli haben, allcn Schadcn nnd dic.^räntnugcn nachgcsebcnnnd vcrzichcn. Ucbcr alles dieses niurdc am odigcn Tage im Kloster zu Obcrbnrg cinc Ur-tilndc voin C h n n r a d vou Clli a ansgcfcvtigt, in mcläM dic odbcnnalttcll Vcglcilcr dcö Marschalls alö Zcngcn an-gcführl sind. ^) l3s n'ar dic lwchstc Zeit, das; sich dcr Marschall Hartnio vc>n Ort uüt 5cm Stiftc an^gcglichc'n nnd fnr scin Tcclcnlicil Vorsorge gctroffcn hat, denn iibcr Ial,r nnd Tag war cr nnd init ihin scin in Stcicrmark nnd Ocstrcich rcich brgutcrtc,? Ocschlccht iin W^nn^^stauünc abgcstorlicn. Scincr l>icr angcdcntcicn Fcindlichtcitcn gcgcn das Zlift ^dcrburg gcschicht anch iu cincv UrNindc von 1^6!) ür-Niahnimg, u'ic wir bald Yorcn wcrdcn. 1262 am 12. Mai l'cMtüstt'dcr Patriarch <"r c-gor in Folgc cincr Äcschwcrdc dci^ A b tc s H c i n r ich l^on "Obcrburg, dasi dic Offi^>,ilcn dcö Pcitriarchcn daö Kloster ^bcrlnn-g in dcr Ausrodung dcr Wäldcr, in dcr (5rriMimg von Vciihlcn, dann bcini Iagcn nnd Fischen 1,'cschwcrcu nnd lnndcrn, dic allcn Privilegien dc^l Stiftes. ^) Ein zwcilco Itcgest dcs Obcrbnrgcr Urknndcnvcr^ zcichnisscs incldct, dcr Patriarch Orcgor habc am 19. Inni 1262 die Stiftnngonrtnlidc von 1140 dcs Odcrbnrgcr Klostcro bestätiget. 1263. Nie schon dcmerlt wnrde, ist Hartni d von Ort bald nach seiner Anösöynnng inii dcn Sliftohcrrn vc>n Oderl'urg nüt Tod nbgcglUigcn. Damit lnm dic von dcr Ort'schcn Dynastie nach .Ovcrbnvg gcmachicn 3ä)cn-üingcn gesichert bliebcn, wendeten sich dcr A l't Hcinrich und dcr Konvent l'itllich zncrst an dcn Hcrzog Ulrich v o n ^ ä r n t y c n nm scinclt Schlly. ') Url. Ncgistcr in Ob. 44 Dieser stellte hierauf am 39. Juni 126Z in Stein einen Schuybricf aus, worin er nicht nur erklärt, das; das Stift Oberburg jcuc von den Ort'schcn (1229, 1262) bisher erhaltenen, in seinem, des Herzogs, Distrikte und Gebiete gelegenen (Mtcr friedlich lind ruhig besitzen solle, sondern znr Verzciyuug seiner Siindcn dem Stifte anch schon in Vorhiliein ullc jene Giitcr bestätiget, die dasselbe bei seinen Vcbzcitcn von dcn S aunckc r n, als den Lehens-Nachfolgern der von Ort, auf erlaubte nnd ehrbare Weise erwerben sollte. Dieses geschah in Gegenwart Vndwigk d c s v a i b a ch c r P f a v r e r s n n d Archidiato n s i n K r a i n, O c bl) arVs v » n Li li c n l> c r ch '), Walt h c r 8 und Gcrlochsvon Scldcnbc r ch, H c y n r i ch s 0 o n Hclfcnbcrch u, a. ^) Die Herren von Ort besassen also kärnthncrische Lchensgiitcr in der Gegend von St. Andrä ob Heilen, stein und jenseits ves Qodri5 ^Oehlberg) an der Pak, Hier bei St. Mdrä grenzten ihre Besitzungen an die seit 12. August l.261 dclll Stifte Oberdurg einverleibte Pfarre Skalis. Vielleicht, daß cdcn bei Gelegenheit, als das Stift diese Pfarre in Äcsil) genommen hat, Streitigkeiten mit denen von Ort entstanden, in welchen das Stist die oben (1262) angcdcnrctcn Äcschädigumiou erlitten hattc> Der Herzo ^ Ul r ich von iläruthcn begnügte sich nicht damit, daß er ocn obigen Schntzbricf den Obcrburgerll ansfertigic, sondern er vermochte anch den Albero von Vclocsncrch, cincn Better ^uuZodriuus) und vcr« muthlich auch Erbcn dcs verstorbenen Harlnid von ^r t, das; er, ?llbero, die um 21. April 1262 an die Ober-burger Benediktiner gemachte Schenkung dcS eben genannten Hartnid von Ort in Cylia 1263 am 12. September-(priciio I6l,8 soptenidrj«) in Gegenwart der Zeugen: Leopolds dcs Archiviakon in Saunicu, der ') Schloß bei Moriiulsch in Krai«. 45 Pfarrer: H c r t w i a s vonHocl n st cyn, Friedrichs d ou Oottcndurf, Hei ll r i ch s von Saz.' cnucldc; dann der ^aicn: Hei n richs v o n N oscnbc r ch, H c i n-richs v » n Helfe nb c r ch, Rcinbots v o n H o ch enck, ^rtolfö von Planchc«stcyn und dcsseil Vrndcrs 3rudolf, Wigands lind Fricdri ch s dcr Vriidcr von Hoclcnstcyn u. a. bestätigte. '") Nachdcin das Stift Obcrdnrg 1361 die Pfarre St. Gcorg ül Staliö in Acsitz gcnonnncn haitc, lag cs dem Ä l' l e Hcinri ch daran, in Erfahrung zu bringen, welche eigenthümlichen Rechte dic znr Pfarrkirche in S kalis gehörige und ihr znnächst benachbarte Kapelle St. Martin bci Schallet besitze und in welchem Verhältnisse diese zu jener, ihrer Mnttcrtirchc, stehe. In dieser Absicht versammelte dcr Abt am Sonntage nach (>oiphania 1264 (luäiet 7.) zn Stalio nm sich don Prior Jakob nud F. Heinrich, bcide au>l< dem Dmiiinitcmcr 5itoslcr zn Pcttau, Ludwig den Arän-d iaton in « r ain nnd in dc r 3)l' a r ch, H. dcn P farrcr von Vlcdnil und H ciurich den Bit a r von Crcmsn it, Kaplan dcr ')lonnen ;n Stn-dcniz. Ucbcrdieo berief der Abt zn dieser Verhandlung ai^lch noch die älteren nnd anschnlickcrcn Insassen dcr Pfarre stalls. I„ dieser Vcrsammlnna gab nnu dcr M'cnanmc Donu'nikancr?. Heinrich, gcwesencr Pfarrer ;n Sl. Gcorg in Stalis, seine Aciißernug über dcn fraqUäicn Ge-gciistand dalnn ab: 1. Ügelof v o n S ä) elct habc das Patronaiorcchr über dic Kapelle T t. M arrin vor S ch clcl nnd müs;e für dieselbe, so oft fic vakant ift, einen tanglichen Priester dcin Pfarrer in Skalio präseutircn, welcher ihn, fallö er füglich ist, '^il bestätigen hac: ^ 3. der Vilär oder Kaplan (oa^oillu'iu?) von S ». Vlartin vor 3ä,clet habo dt^m Pfarrer in Slalis alo seineln Pfarrer nnd Vorgesehen in aNeil geislNchen 46 Dingen zu gehorchen. So sei es Vorschrift gewesen vor 40 und vor mehr als 40 Jahren, zu Zeiten Friedrichs und Hartuids, dcr Pfarrer vou Skalis, seligen Andenkens. 3. Geschah es, das; dcr Slaliscr Pfarrer über Nl,f< trag dcr Legaten Kollekten geben mußte, oder daß cr den Patriarchen zu Gast hatte, da habe dcr Bikär oder ssaplatt von St. Martin dein Pfarrer in Stalis nach dessen Auftrag und Belieben Unterstützung und Aushilfe geleistet. 4. Wcnu dcr Kaplnu oder die Kapcttenlcutc dcr besagten Kapelle (l>1oli08aui oapoilo) iu lrgeud etwas cx-cedirtcu und der Pfarrer dic Kapelle deßhalb mit Interdikt belegte, oder dcn Kaplan vom Dienste suspcudirtc, so ge< horchte dieser dem Pfarrer als seinem Oberem. 5. Endlich sei der Kaplan verpflichtet, den Pfarrer von Stalis alljährlich zweimal auf desscu Vcrlaugeu zn bewirthen uud ihn: ciucu Theil des am St. Martiusfcste eingegangenen Opfers zu geben. Weitcrö dcponirtc noch dcr gewcscnc Pfarrer?. Heinrich, cö habe dcr Patriarch Vcrtholo, seligen Nndcutcus, cin Ez,-cmfttious - Prim'lcgium für diese St. Martin-Kapelle und zwar über Aulaugcu des Hcrru Egclof uud ohnc sein, Heinrichs des Pfarrers vou Stalis, Wissen ausgefertiget. Dagcgcu habe cr, Hciurich, beim Patriarchen Vor-stcllnngcn gcmacht uud den Patriarchcu bewogcu, daß cr das zum Nachtheile des Pfarrers und dcr Kirche in Skalis crflosscuc Privilegium schriftlich wicdcrricf, welches Wicocr-rufungs'Instrumcnt aber Herr Egelof, als es ihm bchän-oigct wurdc, in Stücke zerriß. Die Nichtigkeit aller dieser Aussagcu bestätigten der Priester Hcrmaun und dcr Diakou Ulrich, welche dieser Pfarre lange Zeit vorstaudcu, dann Otto und Heinrich die Brüder vou Thuru, dcr Bürger Gcbhard vou Wclu (Wöllau, Voisu^o), dcr Official Chuurad, Guudakcr vou Thür«, dcr Bürger Ncyuchcr vou Weln,Hcrmann vo« 4? ^cln, David, Gottfried, Heinrich, Albert, ""Nther und die ganze Pfarrsgcmcindc.") Hierüber wurde znSt. Georg inSchelach am Sonntage nach Epiphania, 7. Inäiot. cine Urtnndc ansge-Ncllt. Die Jahreszahl ist in dieser Urkunde nicht angegeben. Auf der Avcröscitc der Originalurkunde in Obcr-"N'g ist das Jahr 1249 angemerkt. Diese Angabo ist jcdcn-«alls unrichtig; denn wenn man einerseits die obbczcichnctc ^winerzinszahl 7 festhält, andererseits aber anf das Jahr ^61, in wclcheni die Pfarre Stalls dnrch den gemeldeten Umtausch an das Stift Obcrbnrg kam, nnd auf die ^icrnngszcit des Abtes Heinrich rcflcttirt, so taun diese Urkunde allein nnr in das Jahr 1204 versetzt werden. ^, Un: diese Zeit hatte AbtHcinrich an ch über einen streit zwischen dein Pfarrer H e inrich Von Schlciniz und zwischen dem Fr anen stifte Stndcniz wegen "Mgcr Zchcnte nnd Sanunlnngcn iin Auftrage des Patrl-"'"^>l zu entscheiden. Pfarrer Heinrich war auf den Ruf des Abtes nicht erschienen nnd wnrde von diesem am 13. ^nncr 1204 im Gerichte in der St. Nikolaikirchc zu ^nchscnfcld sachMig erklärt vor Johann dem " r l o r u n dHei n r i ch^ Briidcr des Dominikaner Con-vcntcs zu Pcttan, Leopold dem Archidiakon in '^'"innnd in der March, Hermann dem Pfar-^cr vouFlednik nndHcinrich demViccftfarrcr "'"Sachsenfcld.') i Daß die Kcchcnstciner, Sannckcr und die vou kro-^"p üu Auster zn Oberburg ihre Grabstätten hatten, haben "" bereits gehört. Nun erfahren wir, das; auch die Familie "lacler von Edelingen alls Krain hier in Oberburg ihre ^cgräbuißstättc wählte. ^) i,'aud. Arch. 48 1265 bcnrknndct Abt Heinrich II., Herr Ulrich Ritter von (5 dclingen, gcnannr dcrThaclcr, habe dcm Kloster Obcrbnrg beim Begräbnisse seines Sohucs Friedrich für dessen Seelenheil alle seine zu Edlingcn undVoditz') gelegenen Güter gegeben, dafür habe der Abt den genannten verstorbenen Sohn anf seine Kosten begraben nnd versprochen anch den besagten Herrn Ulrich sammt dessen Tochter Pcrchta nach deren Tode im .Kloster, zu Obcrburg nnd anf Kosten dieses Klosters zn beerdigen. Dieses wnrdc vor dcm Hochaltäre in der Stiftskirche zu Oberbnrg in Gegenwart aller, die beim Begräbnisse des erwähnten Friedrich anwesend waren, im Jahre 1265 bc-urtnndct. *) 1267 am 1. April hat der Patriarch Gregor eine Entscheidnng betreffend die Zchcntcn in der Pfarre Pcilcnftcin bestätiget. ^) 1267 am 15. April hat das Aglaycr Domkapitel den (,1261) vollzogenen Umtansch der Pfarre Pcilcn-stein gegen die Pfarre Stalis bestätiget.-') 1268 soll Abt Heinrich II. noch am Leben gc-wcj cn, dann aber nnch noch in diesem Jahre verschieden sein. Sein Nachfolger war Abt Johann. Schon gleich nach seiner Erwählnng mußte Abt I o h a n n dein Herzoge Ulri ch >.> o n il' ä r nthe n die Beschwerde vorgebracht haben, daß er, der Herzog, auf einigen Grcnzpunkten, namentlich „roti'opoi'wm" (^ ') Vdlincicil slou. I unbebaute Land, welches der Abt IohauncS "'weder selbst, oder dnrch seine, oder durch andere ehrbare ^eutc als Kloster-Eigenthum nachweisen wcrdc scumn, s Abtes, Kloster zuzuerkennen, so, daj; tnns m ^s Kloster alldort kein Unrecht niehr zn befahren haben ^ Diesem Auftrage entsprechend begaben s^ dic drel enmmtcn Schiedsrichter am St. Ulrichs Tagc (4 Iu ) ^8 an die bezeichneten Grenzmarken, wohm stc an d '^ Un T,g ,,^ ^^ <^^ I,l)a nn, alle nn Ob bur " Di'trckte sich befindlichen Mayer Mmstem« cn, w c a ch "'dcre ehrbare und inl guten 9tufc stchcnde Manner sowol '°n dcn Aglaycr- als anch von dcn Stiftslcntcn, 500 a» sah °der noch mchr, bernfen hatten. Ans duser Mcngc Kilten sie 21 wal r eitliebende und erprobte Manner nd ^"" aus diesen wieder 7 glaubwürdige Mänucr, nämlich ^'Qrdenspricster Eberhard, Chuurad uud ciro,.' ^ 2" vrlvlmi F2), Kastell l a n c d e r V e st eObe r b n r g. T iesc wnrdcn nun öffentlich beschworen, hier ganz unparteiisch die Wahrheit anszu, sagen, wie selche il,nen entweder selbst bekannt ist, odcr wi^> sie dieselbe aus glanlnviirdiger )^clati»n vcrnoinine^ yaben. Dann begann die Einveri'clnnuna. Zuerst l'czeugt^. eidesslang der Priester Eberhard. er dal'e ans dcn altc^ von dcn Stiftern dc? Klosters l^vriiln'e'.'.dcil Privilegien^ dmm an^ den Nclatiunen der altcn Acvtc und Mönche dc^ Ol'erdnrger Klosters, wie anch andcrcr l.'cjal)rtcr A.'ännc^ veriunmnen, daß sich die Marken dcs ^bcrlnir^cr Distrikte^ bis ans die Ochste:! Spiken der Alpen L oseNe nnd ^v^ law erstrecken nnd daß ans diesen, wic nnch lins allen cu^ deren diesen Distritt umgebenden nnd iyn g»gen itärnthe^ Kram, Sannien nnd gegen dic übrigen benachbarten Go^ Inele begrenzenden Acrgcn dic Ncgenw^sserschcidc di<. Grenze der Obcrbnrger Bcsiiznngcn l'ildc. Dann bczcna,^ dieser Priester noch, daß die Aqlaycr Kircbc und das Obev, lmrgcr Stift den Wald biö zn den cbcu bezeichnete^ Grenzen von alteroliev nnd bis jetzt eigenthümlich ohl^ allen Widerspruch besassen. Daö Gleiche bczcugtcn auch d^ übrigen z,nei Ordenspriester" nnd dcr Diakon. Herman^ der Kastellan von Obernbnrg sagte ails, cr Nabe von dc,^ ältern Rittern (winl!liu8) von Obcrnl'nrg, insbcsondcv^ aber von seinem Schwiegervater dcm Ätittcr During, sclj. gen Andelttens, welcher lange Iayrc dcs Pan'iarchen Osfi, eial in Oberbnvg gewesen ist, geHort, daß dic Patriarch^ nnd die jeweiligen Aebte de/Öbcrdnrgcr «losters scit dc^ Zeiten des Stifters Dictpold allc^ bcbaulc und nnliebau^. ^and bis auf die Spitzen der vorerwähnten Alpen Voscc^ und Erlaw friedlich nnd nchia, innegehabt havcn. Das ucnr^ liche bczengten eidlich auch die leiden andcrcn ^astcllan^^ Nachdem noch das ganze nbrigc amvcsclwc Volt anfgcfordc^^ 51 wurden war, sich zu crl'lärcn, ob es gcgcn dicsc Aussagen etwas einzuwenden habe, und dagegen nicht mir Niemand mien Emspvnch erhoben, sondern sich vielmehr Jedermann l'creit erklärt hatte, die Wahrheit dcr gemachten Aussagen ndlich zu bekräftigen, haben dic drei Schiedsrichter das ^cnchnmsrccht ans alles bebaute und uilbcbautc Land bis aus die Höhen der Alpen Losekc nnd Erlan dcni Abte Johann und icmcm Stifte zuerkannt, zugleich aber anchdenHcrzog Ulrich uiu die Bestätigung dieses Erkenntnisses gebeten, wcU cs sich ja ihm, der da mit großem Kostcnanfwandc nenc Mi)>ter zu Ehren Jesu Christi errichtet, gcwieß nicht gc-zlcnien wiirdc, den alten Klöstern irgend welche Gitter zu cMzichc». Dieses wurde bcnrklmdct ani St. Ulrichs Tage 1208.2) Diese Urkunde belehret uns ganz deutlich, das; die Patriarchen das Schloß Oberbnrg innehatten und dort 5la-Ilellauc und Ofsieiale unterhielten, dann daß sie im Ober-burgcr Distrikte anch Hörige mid anderes Eigcnthmn besassen. In Folge obiger Bitte bestätigte der H erzog U l-rich das vorstehende Erkcnutmß mit dem Bemerken, lcincr seiner Erben oder Nachfolger diirfc es wagen, das Ober-burger Stift wegen dieser nun festgesetzten Grenzen oder weiden des zmn betreffenden Wald (Sulzbach) gehörigen bebauten »der unbebauten Landes zu beunruhigen. Dirs ist geschehen auf dem Schloße zu Laibach am St. Alexius Tage (17- Inli)1268 in Gegenwart O tto s von La ndcstr o s t (Lmidstraß), Grif o s v o u 9t cute n b c r g "), V lrich s v o n H a l' s p a ch, O c b h a r dsvonLilie u d c r g, H c r-burdo von Owerspcrg, Prcdwors des Böhmen, Heinrichs, Januars, Hiltprauds des hcrzogli ch c n P r o t h o nota r s und anderer Hoflcitte.^) ') I.ilior vicliili. in Ob>.>vb. ^) Rcutcnkcrg, (^!vl!toii. in Untcr-Krain 4* 52 1269 zn Mine am 12. August beurkundet dcr Patriarch Gregor, daß cr dcm Stifte Obcrburg (iu^0tt6ll. dui ^^) in Erwäguug dcr vielen Bcrlcvnugcn und schaden, welche das Stift zu scincr, dcs Patriarchen, Zeit dnrch Gewaltthätigkeit böscr Mc'nschcn crlitrcn^hat, die Kirche S t. G e o rginSchal a ch (v ßliciliili, ^kaliö) nnt ihren Kapellen, Rechten, Pernncnzicn und mit dem Archidialo-natv) der k. Akademie der Wisscnscliaften als Inserate ;nr Cousirmatiunsurlnndc des Patriarchen Nitolaus, auc!^ gcfcrtigct für Obcrbnrg ;u Horpfenbcrch ain 9. März 1358, und zwar beide' mit dcm D"ln,n .,12. iutraut^ ^UFU8tl), :nmo Oamiui 1261, inäic.tio^L 12." Sowohl die citirtc Nümcrzin^ahl 12, wie anch dcx> im Consensschrcibcn genannte Altt Johannes zeigen, daß diese beiden Urlnndcn'nicht in da^ Jahr 1261, sondern n; das Jahr 126'.) gehören. Offenbar hat sich dcr Abt Johannes gleich nach scinc^ Erwähluug 1268 oder 1269 um cin Verleihnngofchrcibc^ in Betreff der 1261 gegen die Pfarre Peilcnstcin nmgc< lanschten Pfarre Skalis bcwordcn, welches schreiben ihn^ dann nntcrm 12. Augnst 1269 anc en?) zu Weingarten (Oknniun). dic er von ihncu al^ Personal-Lehen innc hatte, und eincn einfachen Maiisns z^ ^>vou ^uvaujo) für 5 Marten Silbers kölnischen Gewichtes. Dabei'wurde bednnqen, das; die (Zintiinfle die,e^ Mansnö bi^ Pfingsten 1274 nicht l'cliobcn werdcu sollet^ und würde cr(6raflo)da5Geld bis dl,iyin nicht rnckcrstatto^ haben, dann sollen die Oberbnrgcr dicsc Mansus bis zu^ erfolgten Schiildbezahlnug iuuchadon.''') !273 am 28. Dezember («in^rto exouutoveoomb.) beurkundet H artnid genannt v on G " tcnsta in, Laud^ richtcr iu Scuuien, es HM- I o li ann ? er -l b t von Ober, dnrg für sich, sciuen Convent und scin Kloster vor ihm n^ allgcmeiueu Gerichte tlar nnd iidcrzeugcnd nachgcwmcn. daß sowohl die allgemeine, als ancl, dic besondereOcrichts^ darkeit iu der ganzen Provinz Odcr'burg nnr ihm, dcn^ Abte, seinem Conveute und .>ilostcr, und kcincin anders nnbeschränlt und bisher unbehindert von altcrshcr ntt^ Recht zustehe. Dcßbalb und weil anch dcr edle Herr U lr,h von Habchspach, Hanpimann in Krain uud in dc^ March, uachdcm er ans gleiche ^»,'isc das Nccht dcs gc^ nalmten Abtes und Klosters eingesehen und erkannt hatte. i)i sich alldort jedes Eingriffes in die erwähnte Gcrichtsbarleit gebührend enthalten habe, massc auch cr sich keinerlei Gerichtsbarkeit daselbst an. >) Am 27. Oktober 1269 starb HcrzogUlri ch v o u Kärnt h c n u n d K r ain, der Landesherr und besondere Wohlthäter des Stiftes Oberburg. Ihm folgte in der Regierung des Hcrzogthnmcs Kärnthcu, zn welchem damals der Bezirk Oberbnrg sammt dem Scmnlhale noch gehörte, dcr böhmische Künig Ottokar. An diesen seinen ncncu Landcöfürstcn wcudctc sich nnn das Stift Obcrbnrg um Schutz. ' 1274 zn Oraz am 16. April (16. KI. Nni>) fertiget hierauf Ottokar, K o nig v o n Ä ö h m c u, Herzog >.'0ll Oesterreich, Stcicr, .slarnthcn, Markgraf von Mähren, Hirr v»u Kniin, in der March, zn Egcr und Portcuau, eine Urtundc aus, laut welcher er zuin Heile seiner Seele dao Bencdiktincrstift Obcrnburck, iu seinen besonderen Schu<> iiiinmt nno seinen Hanptlcutcil befielt, gegen jene, welche dieses Stift bedrücken sollten, mit cillcr Strenge zu verfahren und das Stift gegen alle seine Gegner zu schützen.") . > < -, 1275 am 28. Juni (tortio exeuuto , im ^imncn dcs «önigs Ottokar dem Stifte Obcrbnrg alle Rechte, Freiheiten nud Privilegien, die es in seinem ^)c-zirtc rncksichtlich der Gerichtsbarkeit, Vogtei, seiner Vc-sitzungcn, Leute, Acckcr u. s. w. bisher friedlich nnd rnhlg dcscsscn har. ^') 1275 gibt Otto von Thnru der zum Stifte Oberburg einverleibten Kirche in S ch allis (Skalis) einen zu Trezau") gelegenen Nlansus unter der Vcdingnng, ') l>id. vicl. ill Ob. '^) i'oZov» bei Franz im Amtc VoloF? .'>>> daß in Znlnnft alldort (in ^taliö) nie cin Lnbdi^ton od^> Diaton dic^'.ankcllpftcg!.' («ln^m iusninurulu) l'esorgc. >) Ain ^t. Nlargavcthen Ta^c 1275 verpflichten sich d^> Aln Johannes und der Convent voil Oocrbnrg, dics^ Bedin^nn^ zu crfiillcn. ^') In d»,'r Urkllndc von 1261 wuvdc gesagt, daß dc^ Diaton Ulricki dcr Psavr»: ^3kaliö vovgcstandrn sci. Eci is^ darano ersichtlich, daß auch Dialoncn al^ Srclsorgcr hic^ bestcllt wllvdci«. 121? dctcnntt t.^uutl,cr von Hckkcnbcrg^ daß cr dcui Odcrl'uvgci,' «l»stcr cillcn in H ilntsdo v f^) siclclicilm Mansils init^illcn ft-incv Fran nnd scinrr Erbc,^ ^cgcdcn nnd ;wliv in imn!crwal)-l.-cndcn ^csitz. Da^cgc^ liattcn abcr dcr A d t I o I) a n n c el nnd dcr CoiU'l'ilt z^ ^l'crl'nni ihm nn>> scmc^ Fran auf ihr ^cdclang zwei zi, Tcssov^) ^cl^.'nc ^lansll^ vcrttchcn, voil wclchell dc^ ciile nach s^incin ^Äniuycrö) Tode, dcr andcrc adcr N!ich sm,cö Ehewei!.'^ Zldstcrl"-'!! wieder an das Kloster liciinfallcl! s^ll. Diesen Vcvcrag hat geschrieben Bernhard dc^ P f a r r e r v c> >' P onikkl. *) A,n 21. ')lovclnl'cr l 276 tvat ..> Eteiernlark, Kärinhen und itrain a:i den roinisch^n jtoiii^ Niido lf I. lil'ilNd wendeten sich nnn die Coiivciituale^ von ^derbnrg an den röüüschen ^onia, mit der Bitte nlii ^släli^img cinii^'v ihrcr ^n'chtc niid Privilegien. Diese ^eslätilpiliii erf^l^ie zu Wien am 1^. Niärz ^-77 inmelst Urkunde, in welcher inseriri erscheinen dir - ^chentlin^snrklNlden Ulrichö 5eö Hcrzogs von ^ärnl hcll cl,(l0. ^. Dczcmber 12^?7 und I26l.>, wie anel, die ^onfirmationsurtlindc eoon diescs Her;ogeö von 1263. ') Laib. Donit. Arch. 6opic. ') Elicit dort. ') 1'^3>i vos, Dorf an dcr Strasse z,vir, H crbord v o vt Lengen b n r ch, Ebc r h a r d v u n Viscl, He r m a n n der Hakcnbcrger Amtmani:, Johann genannt Brumnit") n. a. 1278. Ioha n n d c r A b t und sämmtliche Convent-briidcr zn Obcrbnrg, nämlich die Priester Otto, Eberhard, Lonttwik, Otto, Heinrich, Chonrad, Hcynrich, Nndolf, Nlfing, Blrich nnd Aerch' tyuld, der Diaton Acrnbard nnd die Vriidcr Vo(. tcr nnd Ilsnng ^cben tlind, cs babc Hcrchtold weiland von E hut ten pack, ilnicil nnd ihrem jilostov einen Mansllö zn Orcdcn^ tesmincntlN'isch vermacht, mo. fiir die Conventl'riidcr alljährlich oincn Iahrta:^ ftir ihn zlt halten nnd am seiden Taiie eine T^^stniui (enuzalationoiu) an^i den Einkünften dieses ^^anfus zu l'ekommcn haben. Nnn al'cr l'cschliesten die genannten 6onventnalcn behufs ihrer nnd ihrer Nachfolger bequeinerci' Tröstung, diesen Mausig gegen den in ihrem Oebicte ain Ochsc,iberge (Va. Icvlok -') gelegenen Mansno. anf welchcin Johanns siljt. nmzntanschcn nnd zwar so, das; dicser Mansiis hinfort fiir die Al'lmltnng de^ oberwähnten Iahrmgcs diene und daß mit diesem Vl'ansnö weder der Ml, noch einer der Amt-lcnte, sondern allein nur der vom C^iwente hiczn bestellte Prokurator zn schaffen I,abe. Für- dcrinalcn aber werden diesen Mansns die Äcutter deö TriflcrS Hcrchthold, wenn sie will, oder sein zweiter Sohn nnd zwar, so lange sic leben, verwalten. *) 1279 stellen Ioliann der Abt nud der Convent von Oberbnrg eine Urlnndc iiber dcn oben bei 1277 be- ') An, d. i. dcr Hos in dcr An (I.nT) "Nt^r Ncullostcr. N'clcher in dcr Ellsliliig^ürliiüd,.' von Vioiltioslcr sscuamtt nnrd. ') Im Oberb,Ulwv von 1496 Vriimnil in ftowüZko. ') Im Äiinc 'I'ii-ovsok. 61 sprochcnen Austausch dcr Mansus zu Huntsdorf und Tessov aus. Gnnthc r s v on Hccchenbcrg Gattin wird in dieser Urknndc genannt Chuugundc.^) 1281 zn Glcmona am 27. September (4. exouuw set t.) stellt dcr Patria r ch !)t aimund dcm Obcrbnrgcr Abte Johannes cine Urwndc aus, worin es heißt, dcr Abt habe persönlich ihm, dem Patriarchen, die Beschwerde vorgetragen, daß die Kastellane und Amtleute (des Patriarchen) zu Olicrbnrg die dcm Kloster Obcrbnrg gehörigen Lcntc und Güter, besonders aber jene Leute des Klosters, die dort aus dcm Gcbictc dcr Aglaycr Kirche ansäßig sind, unaufhörlich beunruhigen, bedrücke» und belästigen. Dcr Patriarch habe darüber seinen Kaplan den Magister Peregrin, Archidiakon in Krain und in der March, welcher lange Zeit sein und seines Vorgängers, des Patriarchen Gregor, Prokurator in Obcrlmrg gewesen, berathen und von ihm erfahren, daß sich nach alter Gepflogenheit die in jenen Gegenden befindlichen Leute des Patriarchen anfdcn Ländcrcicn des Klosters niederlayen dürfen und daß es den erwähnten Kastellanen oder Oktalen nic erlaubt war, dicsc oder des Klosters Leute zu lr-gcnd wclchen Dienstleistungen zn zwingen. Der Patriarch verbietet deßhalb unter schwerer Vc-drohnug allen seinen Kastellanen, Amtleuten und Pflegern, übcr die erwähnten Leute und ihre Güter irgend welche Anordnungen zu treffen, nnd befielt ihnen, diese Lente nnd deren Habe zur Wahrung des Prwilcginms dcr kirchlichen Freiheit in seinem Namen zn schirmen.') 1282 am 5. September bestätiget dcr Patriarch Naimnud den Vertrag, lant welchem Hermann von Obcrbnrg dcr Obcrbnrgcr Kirche 4 Mansns am Acrgc Tayn verkaufte. ^) ') Lid. vili. in Ob. 2) Copic im Land. Arch. 62 Dieser Hermann wird wohl dc^ Castellan vonObcv-bnrg gewesen scin. Im Urbar von Oderbnvg kommen drci Tayn(^^jua) vor, da^ cine iui Amtc 8aviun, am Verge zwischen ^nvaujo nnd Olv^uina^ das andere ini Amrc Driet nnd da^ ^ittc in Itore, d. i. bci,n Markte ^Dbcrbnrg. 1284 am 29. April gibt zn w'sstn Amclrich, c,c. nannt dcr Sp li c t c, das; cr dic Vogtci in Obcrnburch scincin Vatcrö-Brndn- (p^ti no) ^ c c» P c» ld vouGono-ln^, ga^'l'cn nnd rcsiquirt bade. Siglcr: Nniclrich nnd H c r t w i t v 0 n M a n o p c rch. Z^ii^>,'»: W >: igand v o n Äl a c s s c n b c r ch, H c inri ch ? a«;- n u n 8, P c r ch told v o n N 0 ^ atni tz, H a inri ch v o u ^ iild c t. >) 12sl) a,n ^ichtnn'sna^ lvln Fran Gertrudi 5, gc-nannt von (1 l) ntt >.' n p a cli, dcm ö^nvcntc voll Obcrn -lmr^ cincil am Vcr^c Hongcntt") qcic^cncn Mansns ncdst 10 Marf Gcldcs, wclchcn sic vo,n >ilostcr innc'liat, imd ans wclchcn ci» gcwisscv Francho scßliaft ist, dc'in Conv>,'Nlc Obcrbnrq alö Sccl^-räih siir iln' Scclcnhcil nnd l>rdiil>)t dabci, das; mit dicscm Viansnö wcdn' dcr Abt, noch irgcud cincr von dcn Amtlcntcn, sondern allein nnr dcr vom Coil-vcntc hicfnr bestimmte Vermalter zn disponircn habe nnd da ß fiir sie ail ihrem Ialirta^e jeder der Convcntpriester einc I)l. Äl'esse singe, von den' übrigen Klcrilern nnd ))litqlie-dcrn deo Convcntcs aber jeder 5)0 Vatcr nnscr nnd !''0/Vv<3 Hlari^ dctbe. wofnr ihnen der Verwalter die Eintnnftc dos gestisteten V^ans»^ z» verabfolgen hab r.^) l26li in Cividalc am 11. Feln-nar (11. iutiauto ^odr.) bestätigt dcr Patriarch Nainuind dein KlosterOber-bnrg die diesem von der Gertrud und vom Äcrtold von Clint ten pach ans Iahrtage ^cgcbencn Manson ;li llouFonok (1285) nnd GrebcnzVl'^s.^) ') Cop. I«! i'aiid, Arch, 2) Im Amlc '1'!rnv8ok. ') Url. dci> Laib. Old. Arch. ll:,' 1236 im Schloße Trach en berk am 10. Jänner (4. Iclu8 .lau.) gibt OttovvnT r a chen b e r ch zn wissen, daß er vom I oh anncs o c m A b t c und dessen Äriidcrn zu Obcrnbnrch scnc zwci Mansus zu I'l'ovt, welche sein Vater, seligen Andenkens, diesem Kloster fiir sein, seiner Ehefrau und Eltern Seelenheil gegeben hat, nnd einen Weingarten in Wcintal erhalten habe unter der Bedingung, daß er ihnen alljährlich am St. Martinsteige eine halbe Mark kuvrenter Miinze entrichte. Die gleiche Z^hlnng wcrdcn nach seinem Tode anch seine Erden zu leisten haben und würden sie dies nicht thnn, dann solle» die besagten Mansns frei an das Voster heimfallen. Zengen die,es Vertrages sind: B c r n hard dc r P f a r rcr in E h n ll-s p e r ch «-dorfcr."') 1280 in der Burg Scnnek gibt knnd Marga^ rctha die Gräfin"), Witwe des Herrn Lcoftold von Scnncl, srommen Andenkens, daß sie ans Verew rung zum Gekreuzigten nnd zum Lode seiner jungfräulichen Mntter, wie anch siir ihr nnd ihres vorgenannten Mannes Seelenheil dem Abte Johann nnd dem üoveiue deo Oberburger Mosicrs das Patronatsrccht über die «n'chc St. Vlaria in dcr Pfarre Frazla n tz nn't jeglichem stechte, inil welchem es idr Geinahl nnd seine Vorcllcrn besessen liabcn, geschentt l,abc, ohne sich, ihren Nachkommen oder Erben irgend ein Recht auf diese Bogtci fiir die Znkunfc vorzubehalten. Dieses Geschenk hat sie, wie sie bekennt, nicht mn irgend eines zeitlichen Gewinnes wegen gemacht, ') I^-oiln bci Tilcheni. ") Goüörnc GrUfi» von Hcuuburg (Vovdre). 04 sondern allein nnr wcgcu Gott und für den cwigcu Lohn. Ucbcrdics entsaft sic ftdcm Rechte, welches ihr Mann zn haben behauptete auf den dem Obcrbnrgcr Gottcshausc gc-ljörigen Hof zn Na ctlach nnd stellt den ubgcnannten Herr» nnd ihrem Gotteshansc zurück den Zchcnt von einer Garbc, gelegen ob Seuuck, welchen seinerzeit Herr Gcbhard, der Vrn-der il)rcs Vlanucs, dem Kloster gegeben hat für die Schäden, die er, Gcbhard, mit seinen Brüdern den Herrn und dem Kloster von Oberbnrg zugefügt hatte, welchen Zchcnt aber ihr Alaun bisher uugcrcchicrwcisc zurückbchaltcu hat. Uebrigcns schenkt sie dem obcrwäynteu Gottcshausc auch die zweite Zeycutgarbc dort am näiulichen Bcrgc nnd neben demselben Zehcutc, den sie ihin rcstitnirt hat, nnd anch dies für die Scclc ihres Mannes, als Ersatz für die Schäden, welche er, ihr Mann, dem oft besagten Gottes-Hanse und den Herrn öfters zugefügt hat in ihrem Bezirke und an ihrem Hofe zu Nctlach dnrch Zurückbehaltnng ihrcs Zchemcs, wie auch auf ihren Vcsii.mugcu zu Wolog, wclchc ^chädcil eidlich auf 600 Mart geschätzt wordcu sind. Zcn-geu dieser Schcutung waren: Hartwig der Pfarrer vou Haclcnstain uud Dechant in Sannicn, die Pfarrer Aerchtold von Frazlancz, Hcr-m ann von Sa;: cnucld, Hugo uonGottcndo r f, Otto vunZilia und der Vikar Conrad u o n Vrensl (Franz); dann die Laien: Nikolas der N ittcr vonLc n g e >u b u r ch, Eber h a r d vou Se v-nck, Ortolf N o v m schnzzcl, Haincz u n d FricZ genannt die O w er, He r m a u C h r aina r, Ch » n-rad vonGallcmber ch n. a. Die Urknnde wnrdc von der Gräsin Margaretha bcsigelt.''') Dicsc Schcntnngsnrlnndc tonnte den Oberbnrgcrn nicht genügen, weil ja die verwitwete Gräfin Margarctha nicht berechtiget war, derlei Nechtc einseitig, d. i. ohnc Zn-sliinmung der nächsten Erben zu vergeben. Daraus erklärt sich, warum über diese vorerwähnte Schenkung im gleichen 65 ^? )rc (.1^66), aber vermuthlich an einem späteren Tage "c zweite, im Gegenstände mit der ersten gleichlautende Ur-mndc m der Burg Scnnck von der WitM Margarctha nud ,^,'u Ulrich von Lengenbnrch, gcbornen Freien von "imck nnd nächsten Erben der Scunctcr Güter, ausgcfcr-ugct wurdcn ist. Siglcr dieser Urknndc waren dicGräfin ^targürctha, Ulrich von Lengcnbllrch und die grasen von H cnuc n b n r g (Heunburg) nnd H c r m a n n on Pfanc n b crch. Dies ist geschehen in Anwesenheit der ^ldcn eben genannten Grafen, Vlr < ch ödcö F rcic n v o n ^^uacnbnrch, Acrchtolds dcs Pfarrers von ^azlans, des Priesters Al'artin nnd der Vrü« ^r Chonrad, Heinrich undVlfing vonObcrn-^lug; dann Eberhards von Altenbnrg (Verdo-,,??)' Chonrads genannt der Prenner, der ^V^rOrtolfs Novmschnzel, Heinrichs nnd "Ätzens der Brüder Owar, dcs Beschließers '«"r>na^ Brnmuikö n. a. m.*) ^^ Leopold der Freie von Sannck ,st ans dem .fV^uge gcgcn den König Ottokar von Böhmen glücklich ^ungctchrt, aber wahrscheinlich im Jahre 1286, wcnig-ucns nicht sMcr, kinderlos gestorben »nd wnrdc in der Munlicngrnft zu Obcrbnrg beigesetzt. , Der Umstand, daß bei der Ausfertigung dcr ersten ^gcn Lchclttungsnrknndc voni Jahre 1286 alle damaligen ^ an-cr dcs Sannthales im Schloße Sannek anwesend wa-", legt die Bcrmuthnng nahe, daß diese Urkunde znr Zeit "^ 'Un Tage dcs Begräbnisses des Leopold von Saunck 'MM nwrdcn sei. Vielleicht, daß von Seite des Klosters ^ci ^^ ^^ft Obcrbnrg hatte unn dnrch die Gräfin ^ argavctha einen genügenden Ersatz fnr alle ihm von ihrem ""''we zugefügten Gewaltthätigtcitc» nnd andere Ncchtö- 5 66 Verletzungen erhalten. Gewicß war hicbci dcr Einfluß des O r a f c u U l r i ch v o n H c u u b n r g, dcs Vatcrs dcr vcr-witweien Gräfin Ätargarelba, mchr oder weniger maßgc' ^ bend. Dies und nicht minder die Macht und das großc Ansehen des Grafen Ulrich von Heun bürg wird dcü Convent von Obcrbnrg bewogen haben, den genannten Gra-fcn Ulrich zum Vogt des Stiftes Obcrburg zn erwählen-Dicsbctrcffend cristiren 3 Urkunden ans dein Jahre l286-In dcr ersten Url'nnde erklären Graf Ulrich von H c n n b n r g n n d sei n e G e in a h t i n A g n c s (Witwc des Mrnthncr Herzogs Ulrich nnd Großnichte des letzten Äabcnbcrgcrs), daß sie für die ^icbc nnd Trcnc, welch«-' ihnen der Abt Johann nnd der Convent von Obcrbnrg durch die Wahl znni Vogt erwiesen haben, das Gotteshaus Oberl'nrg mit aller Macht schirmen, sich mit dem jährlichen Vogtcirechtc von 10 Mark Wiener Pfennigen begnügen und leine weitere Zieuev oder Abgabe von den Kloster-nnterllianen fordern wollen.') In der zwciteu Urtnndc clclo. Plcibnrg Cnde Inni (oxauuto ^inno) 1ö86, luäiot. 15") machen Ul' r ich dc r G r a fllnd N g n csdi e G räfi n v o n H c w n-b n rg, nachdem sie zn Vögten des Oberbnrger Gotteshauses oder Klosters erwählt worden sind, in Erwägung der treuen und eifrigen Dienste, welche ihnen dcr Abt Johann nnd dcr Convent v»u Obcrbnrg schon erwiesen haben nnd mit Zulassung Gottes auch noch in Zukunft erweisen werden, dem genannten Abte nnd seinem Conveutc, wie auch deren Nachfolgern das Gelöbnis;, daß sie für jeden Schaden und Verlust, deu der Abc und Convent an den Gütern ihres Gotteshauses von wein nnd wie immer während dcr Zeit, als sie, die Hennbnrgcr, dicsc Vogtei innehaben werden, n" leiden sollten, was nicht geschehen möge, ihnen und ihrcM Gotteshansc ohne allen Trug Ersatz zu leistcu verpflichtet -) Soll !vo!)! hcisi.'ii Inä. 14. 67 ^en, welchen Ersatz die Oberbnrgcr bei ihnen und bei allen '"Men dieser Vogtei snchen nnd haben sollen. Sollten cs ^cr lhrc Erbcn znm Nachtheile ihres Heiles unbesonnener ^w>c wagen wollen, was sie nicht glauben, diesem Gclob-U!jc entgegen zu handeln, so solle der Landesherr mit Vor-wcl,nng dieser Nrknnde gebethen werden, daß dieser die gc-uamucn Hcrrn nnd ihr Hans in ihrem Rechte schlitze nnd ""'thcidigc, wosür er vom höchsten Vergcltcr den gebühren-^" ^ohn erhalten möge. Auch erklären sie noch, daß sic win besagten Gottcshansc so lange keine Vogtcidicnstc for-oer» dürfen, auch nicht, wenn sie dies wollten, bis sic vol-lcn lind gebührenden Ersatz für alle diesem Gottcshansc zn-^fugten Schäden geleistet haben werden.') ^ Endlich in der 3. Urkunde ääo. Plcy b n r g 12db "llnrt der G r a f Ulri ch von H ö w cnbnrgk, er habe wcgcn der ergebenen nnd andanerndcn Trcnc und Vcrctt-"lUigkcit. die er jederzeit bei seinem Herrn und geliebten Mennde Johannes, dem Abte uon Obern bura ""d bei dem dortigen Eonvcnte, wo es galt seinen Borthell U"d sein Ansehen zn fördern, gefunden I,at, und uwbciou^ b"s' weil sic ihu zuul fortwähreudcn Vogt dcrObcrburger ^n-chc und aller wie immer Namen habenden Güter dieser ""chc mit wohlbedachtem Muthe erwählet l)abcn, icmcm ^'genannten Hrrrn dem Abte Johannes von Obernburg l'ud dem ganzen dortigen Couvcutc gelobt, daß, weuu er l'n dlcscr Bogtci blos? nach seiner Eh« mld seinem Vortheile, ^"' nur nach den Bogteigebülmn streben würde, er als-^"n allcs ohne Trug als^giltig und verbindlich !,alten nnd U)un werde, was zwei Herrn der Oberburgcr Kirche, danu ^ oftold der A rchidialo n von S a u u i e u und P f a r- St. Peter-) darüber ^»tümncn werden.") ') I.id. v,6. i:> Ob. ) Am Wullcr^bcrss bci Hcnnbuvg in ^ariühcn'.-' ) ^i!) vicl. in Ob. 5* 68 1286. Constittitio annivcrsarii pro Gertrude de Guttenpach fundati pro nno manso in Scu-nek et dccem Marcis pecuniae. £>icfc8 9?cqcft ift genommen ails dcm Obcrbnrgcr Urknndcn-Vcrzcichnissc.') 1286 starb John n n c s dcr A l, t lion Obcrbnrg. Ncngart meldet alls dcm Ebcrndorfcr Nekrolog, dicS wärc am 111. Illlli geschehen. Da aber noch die hier vorletzt besprochene Urknndc von Ende Inni 1286 an den Abt Johann gerichtet ist, so mnß dieser Todfall ans einen späteren Tag verlegt werden. Ibt Otto. Die Wahl dcö so reich bcMcrtcn nnd cinflnßrcichcn Hcnnbnrgcr Grafen znm Vogt des Stiftes Obcrbnrg hatte für dieses bald ihre gntcn Folgen. Schon sein bloßer Namc gcniigtc, nm die Gegner des Stiftes cinznschnchtcrn nnd mürbe zn lnachcn. Solche Gegner waren damals G nn da t er nnd Hart nid von Thnrn, Vasallen dcö Grafen von Hcnnbnra,, welche alsbald eine Anssöhnnnss mit dem Stifte zn bewerkstelligen snchtcn nnd anch zn Stande brachten. 1288 am 17. März (10. Kai. 1<'«dr.) entsagen iin Schloße zn Thurn ^) G n ndat' cr nnd H artllid vu» Thnrn dem ganzenBogtcircchte, welches sie an der Kirche und an den Äcsitznngcn dcr Pfarre St. Georg in Sa-lach (Stalls) hatten, mit Znstiininnng .^atharincns, Gnndakers Ehcfran, nnd ihrer Erben nnd schenlen das selbe dem Obcrbnrgcr Abte Otto nnd dcm ganzen dortigen Convcnte als ürsatz für die großen Schäden, welche sie dein Kloster Obcrbnrg nngcrcchtcrweisc zugefügt haben. Zeugen dicscs Altes sind: Wlfing, Otto dcr Pfarrer, die Priester Heinrich, Wolrich nnd Lud- ') Sichc 2278 mid I285. ') Aci Stalls. 69 wig; dann Friedrich von Podgur (kftägorjft?) und dessen Brüder Wlfing und Bernhard, Hermann bon T h n r n, Wolfing und S l) g hard von (5 hazcn-stcyu n, a. Besiegelt haben die Urtnndc der Graf N l-^ i ch von Hewc n b u r ch und Gnudaker von T h u r n.'^) 1288 ain Pfingsttagc nach dem Sonntage der allcrhl. Dreifaltigkeit zn Pettan bekennt Friedrich von P c t-^ au, daß er dem Grafen Nlri ch von H c n n bn r g gelobt ^)abc, der Vogtci von Obcrnbnrg zn Handen des Herzogs Albrecht zn entsagen, damit der besagte Graf nnd dessen Erben damit belehnt werden. ') Vor dem Hennburgcr war demnach der Pcttauer Vogt dcS Stifte« Obcrbnrg nnd machte dicfcr seit 128Ü Schwierigkeiten, die Vogtci an ersteren abzugeben. 1291 am 25. Juli gibt knnd Engclschalt von -^h nr n, es habe ihm, ä<»m««tiell, oxz)n^uatic)NL tlovioto, als er sowohl an Lcbcnsmittcln, wie anch an anderen Be-"iilfnisscn großen Mangel gelitten, Otto, der Abt von Dl'crbnrg, mit 13 Mart Pfennige ansgcholfcn. Dafnr habe er Engclschalk, nachdem anch alle jene anf 60 Mark Reunige nnd noch darüber geschätzten Schäden, Bcdrücknn-An, 5tränknngcn nnd Ungerechtigkeiten, die sein Vater ^undatcr von Thurn, frommen Andenkens, dem Dlicrburgcr Kloster nnd der Pfarre Schaelach (Skalis) ungerechter Weise zngcfiigt hat, nachgesehen wnrdcn, dem Kloster in Obcrbnrg das ihln voll seinen Voreltern znstch« c»dc Vogteirccht über die ttcnte, Güter und Besitzungen ^'Kirche nnd Pfarre Schaelach mit Gunst nnd (Einwilligung seiner Gemahlin nnd seiner Kinder geschenkt nnd 'wergcbcu. Der hierüber dem Kloster ansgcfcNigtc Gabe-^icf wnrdc voin Enge l s chalk selbst, dann von, Grafen ^lrlch von Hcnncnburk nnd vom Ebcrard von "ltcnburl bcsigclt. Als Zeugen waren dabei anwesend ') Äpostcln 8. 188. 70 die Pfarrer Volker von Vrazlautz, Ludwig von Prostpcrch und Vlrich von 8t yctz, dann H c r in a n n der 5traiucr nnd sein Sohn Hermann, Wlfing von Maynftach, Nikolaus von Nor'), Richter all-dort, u. a.*) ^2'.^ zu Got tend orf schenkt anch Gel'hard, der crstgcbornc Sohn C h o n r a d s von Sewncgk, frommen Andenkens, ans Vcrchrnug zn I. Christus nnd zu dcsfen jungfräulicher Mittler M. dem Kloster zn Obcr-burg frei nnd vollständig das Patrouatörccht der St. Maria-Kirche in der Pfarre Fräs laus, welches Nccht ihm von feinen Voreltern zustehet, für seine und seiner Voreltern Vergehen nnd znm ewigen Kohnc, vorzüglich aber wegen der vielen Schäden nnd Kräntnngcn, welche er dem genannten Kloster und dessen beuten ganz unrcchlmäszigcr Weise zugefügt hat, ohne dasselbe bisher entschädiget zu haben. Hicbci erklärt Gcbhard, dast er im Kloster zu Oberburg seine Äegräbnißstättc erwählt habe und dort dic allgclncinc Auferstehung zu erwartcu wünsche. Dies geschah vor den Zeugen.- dcu, Prior Heinrich vou O b erbn rg, Geb hard Hcichtvatcr, dem Priester I^r-Chonrad, Hngo, dem Kaplancder 5ta ftcllc von Gottendorf, u. a. ^) Gcbhard war schou hochbctagt, als er das vorerwähnte Patronatsrccht an Obcrbnrg ecdirte. Vielleicht geschah dies auf sciucm iN'anlcn- oder Sterbebette, da ja sein Äcichtvaler dabei zugegen war. Er halte seinen Wohnsitz bei oder zn Gutendorf ((^otovio), mnßtc also dort einen Hof besitzen. 129)! zn Obcrnburch vor den: Fraucnaltar hat sich Gnudacher von Thurn nlit dem Abte Otto und mit der dortigen Sammnug (Convent) wegen der Kriege ') lior« wird im Urbar der Warlt Obcrlmrg genannt. ^) I^id. vicl. in Ob. 71 Mid Schulden, die zwischen ihm mid den Oberlmrgcru bc-!laudcn haben, ausgeglichen und ,;war so, daß ihm dic Dbcrbnrgcr alle diese Schäden und Schulden nachgesehen ^lud ihn in ihre Bruderschaft anfgcnommcn haben, er ihnen aber mil Willen seines Bruders einen Zchcnd znSawodc^) gegeben hat. *) Schon 1292 trat der Bogt des Stiftes Obcrburg, ^af Ulrich von Heuubnrg, ilngliickscligcr Weise in ^ln Büudniß ^nit dein Herzoge von Baicrn, mit dem (3rz-"schofe von Salzburg nnd mit dcil» stcirischcu miswcrgnügtcn "del gcgeu Herzog Albrcchl und machte sich auch noch den ^crHUh Mciuhard i,ion .^iärnthen znm Feinde. Die Fulgc ^u-, daß er von beiden Herzogen betriebt nnd von sciucu ^crbiludctcu im Stiche gelassen in siruße Noch nnd Geld-^^lcgcuhciten geriet. Dies dürfte ihn bewogen haben, s^in Vogtcirccht a>l das itlostcr Oberbnrg nm 100 Aiark Silber Wicucr Gewichtes und um 100 Mark Mayer pf»-'ttnige zu verpfänden. Endlich aber mußte sich der Graf nach erlittenen schweren Verlusten dem Herzoge Albrecht "uf Gnade uud Uugnade ergeben uud zwei Jahre innerhalb bcr Maucru von Wiencr-^l'custadt als Intcrnirler zubringn, während welcher Zeit ihm seine edle Gemahlin Agnes ani 2. Jänner 12>.)5 starb. I295> wnrde der Graf Ulrich sUls seiner Haft entlassen uud kam im Sommer d. I. gc-Ul^cheu au .^raft, ini Ansehen nud an Vermögen tief hcr-^^csnuten nach jiarnlheu, wo er zuerst aus seiucm Schloße Draubnrg uud dann zu Bleiburg seinen Wuhnsitz aufschlng.") Inzwischen war auch Otto der Aüt von Ob erwürg unt Tod abgegangen. Ihm folgte Abt Wolfing I. l2!)5 am 2tt. Nl'ai bestätiget der Papst Zs>mt'u-^U8 V11I. die Rechte und Privilegien des Klosters Ober- ') ^^vo. Jänner sin collve-syllML «. lauli) in Traberch sDrnnbnrg) beschließen Abt Wlfing und GrafVlri ch von Höwc ln b n r ch ihren Streit wegen dcö Bogteirechtcs iiber die Gitter dec« Stiftes Oberburg, welches der Graf als ihln gehörig anspricht, der Abt aber als seinem iilostcr nm 100 Mark Silber Wiener Gcwich-tcs und 100 Mark Aglaycr versetzt znrncklM, dnrch Schiedsrichter anstragcn zn lassen, nnd wählen ;n diesem Zwecke zn Schiedsrichtern der Abt den Eberhard von Alte m b n r ch nnd den M a r q nard von Smielc n b urch, der Graf aber zwei Priester des Stiftes Obcrburg. Zcu-gen dieses Compromises waren: Dietrich der Pfarrer von Höwcmbnrch, Eberhard von Altcmbnrch, Marqnard, Härtn id, Walthcr von Gnttc listn in, Ch onra d genannt der Prenncr, Oczko der A m tman n oon P ranspc r ch ^Praßberg) u. a.") Die Ursache, warnm der Abt das Bogtcirecht dem Grafen rilckzngcbc» Anstand nahm, wird nicht angegeben, wohl aber ist anö der Wahl der Schiedsrichter — der Al" tcndnrgcr nnd der Smielenlmrgcr waren des Hcnnbnrgcrs Vasallen — zn erkenne», daß sich der Abt nnd der Graf in diesem Streite anf die schonendstc nnd zuvorkommendste Weise begegneten. Da wir später den Grafen wieder im Besitze dieser Bogtci finden, so wird das Compromiß zu seinen Gunsten ausgefallen sein. I2!)<) in C;irklach am 22. Mai sclo^ima ox«unts Nlt^o) lcgirt Wii 1 fing von G n renz mit Zustimmung und Willen feines Bruders Heinrich dem Benediktiner-Convcntc zu Obcrnburch die 3^argarctha, des Walctnnns Weib voin Stefansbcrge, sammt ihren Erben, die sie hat und gehabt hat.") ') l'aild. Avch, ") Coiifirüi. Url. von ^l<)2 in Ob. °) Land. Arch. 73 1296 nm nächsten Samstage nach St. Margarethen ^ag z„ Bleybnrg ans dem Hans bekennt Graf Ulrich ^on H^wcmbnrch, das; cr don dcm Abte Will sing ^on Obcrnmbnrg zwri Hengste nnt 20 Mart Aglaycr Pfennige gekauft nnd diesen Kanfschilling faßweise ans die Vogtei ;u Obcrbnrg angewiesen habe. Zellen dessen waren: W cra. ant der Pfa r r c r von Säldcnho v e n, Albrecht der Pfarrer von St. Michel, Niklas von Ncwcnhons, Chnnrnd der Pachcr, Otto bcr Peisscr, Chnnrad von dein Tor nnd Gelen (>?o1oli) owz dcnl walde n. a.') ^l)s> zu Wclcn^) am Sonntage nach Primi nnd ucliciam gibt Friedrich von Chnngcsftcrch anf ^ittc seine« Dieners Albrecht des Schydnik (/itnik) seinem Herrn dcm Abte Wnlfing von Obcrnbnrch 1V^ Ninrk Geldes zn M irinlot ^) im Dorfe mit allem Rechts >o wie solches der Schydnik nnd sein Brndcr Hermann der Schüler ansgcrcdct haben. Zcngcn dieser Schcnknng sind: Albrecht der Schydnit, Hermann d e rSchnlc r, Herm anndcrS ch rcibcr nnd sein Bruder W ii l n i nch, Albrecht des Schnlcrs Sohn, Hainrcich der Wc> ldcckcr, Hartin a nn dc r A m t in a n n. ^) 1297 zn Laibach am St. Ulrichötagc (4 Inli) erklärt ^tto von Moinpa reis (1'llluinu), daß er das Got-^kshails von Obcrcnbnrch am Zchcntc in der Gegend von Mmilpareiz filrbas; nicmrhr beengeil nnd leidigen werde, >°, dnß das Gotteshaus oder dessen Pfleger mit diesem Ahcntc von nnn nn schassen soll, wie cö ihm mißlich nnd 8Ut düntei'. wird. Siglcr nnd Zengcn sind: Hcinrcich ^Uan der Vihtnm zil Chrein vnd onfdcr ^larch, Wilhalm von Notcmftnhcl nnd Wlrich ^ chnlinaistcr dcr Pfarrcr von Goria ch. *) ') Aui« dcr Coüs, Urt, u, l..!02 in Ob. ") Volu^c!. Wollau, ') Uorinl:« bei Franz, 74 1298 zn Obcrmbnrch am St. Elsftclcn Tage (!9. November) geben die Brüder Ottcnnd Vluinch von Rcchpcrch^) ihrcln Hcrru dcm A lite Wills ing und dcm Guttcshansc zu Obercinburch zwei zn Due lach gcle-gcnc Hlibcu ihres Eigenthumes mW empfangen dieselben vom Abte und vom Kloster wieder als ^chcn für sich und ihre Erben — Sühne lind Töchter, — so wie co ihr Enn Ottc von Ncchftcrch bezüglich des Gntcs in Snlzbach mit dem Gotteshause von Ocberndorf gcinacht hat. Hiczu geloben sie diese zwei Hnbcn dem Kloster zn schirincn. Zcn-gen: Chnnrat der Pfarr er von Ncchpcrch, Ühnn-rat der Schill nie ist er von Ocbcrndorf, Lnde-N' cich der Pfa r rcr z ll P ransftcr ch, I o hanncö der Chnrhcr von Ocbcrndorf, Perchtuld von Plcybnr 6) der G csmcy der 9i cchpc r g c r nlld ihr Vetter Hermann von Rcchvcrch, Prodan ans der Chaftucl n. a."') Am gleichen Tage nnd eben dort gibt H e r m a n n von Nechftcrch dcm Abte nnd itlostcr von Obermblirch zwei Huben, eine zn Clanzcach (nu, kkvnoil!), die andere in Dolcnzccch nnd cmftfängt selbe wieder zn ^chcn. Zcngcn sind die gleichen, wie in der vorstehenden Nrlnndc mit Ausnahme des Hermann von Nechftcrcl,; statt dessen Ottel von R cchftc rch alö Zcnge genannt wird.''') !301 in Stein am 30. Angnst vcrlanft Friedrich von Aft ei), weiland Ulrichs des Dyenars Sohn, mit Willen seiner (5rbcn beiderlei Geschlechtes dem Oberbnrgcr Abte Wlfing sein Hans samntt Grund nnd Zilgehür, gc-legen in der Stadt Stein (Kiimnik) beim Thore, von dein man geradeaus zur Pfarrkirche geht, über dcm Hügel, Klaut/ gcuanut, alls der lintcu Seite, nin 25 Mark Aglaycr Pfcuiligc, dic ihm sogleich baar bezahlt wurden sind. Dabei gelobt der Verkäufer, daß, falls i.cmand gestützt ansein besseres Nccht dcm Abte nnd dessen Kloster ') liobor ober Kiomonio» iu Kärnthcil. 7b bm ruhigen Besitz dieses Hauses wie immer störcu sollte, kr, der Vcrlnufcr, verpflichtet sein wird, solche Störung zu beheben. Sollte er aber dieser Bcrpflichtuug nachkommen nicht wollen oder nicht sönnen, alsdann haben sich Wi l-^clm von Noicnpühcl, und die Steiner Bürger 2"ntzlin, Gregor und Bernhard, deren jeden er, so wie auch sich als Bürgen für 10 Marl Mayer dem Abte und Gottcs-Mlsc von Öbcrbnrg stellt, sammt seiner anf Verlangen des "litcs in ein Gasthaus sc»d8ta^lnm) in ^aibach zu begeben und sich nicht früher daraus zu cnlfcrucn, bis er, Aftctz, dem Mtc oder dessen Gottcshanse 50 Mart Aglaycr Pfennige Ul Stein wird bezahlt haben. Zeugen dieses Handels Waren.- Wcr u h erde r Ritt c r v o u Lot, Wilhelm bon Notcmftnhcl, Wsslin von Poscnit, Bcrch-tholdvun P i r ch und die Brüder Jakob nud Albert, ^l'irgcr und iltichtcr in Stein, wie auch Mcchliu, ^'cgor nnd Bernhard. Siglcr: dcr Ritter Wcrnhcr ^ ^ n ^ ut, Hcinrich ^ auan dcr Vizcdoin in K rain undin dcrMarch, Wilhelm von Notenlpnhcl "nd Apetz dcr Verkäufer.'") 1302 am 17. April iu oaLtro 8»,uoti ^ououi». ^ tto, Hciurich uud LudN' i g von Gottes G n a-"^ >l Herzoge von it ä r n t h c n, G rafcnvon Tirol u ud S ch i r ni Vögte dcr jt irchc n v o u ?l glay u n d ?^li).-cn, bestätigen nachstehende Privilegien undUrlnndcn des Obcrbnrger Klosters, welche ihnen dcr Abt Wü lfing von Obcrburg mit dcr Bitte nm deren Confirmation über-"^'nchl und ilbcrgcbcn hat, nämlich: n) dic Confirinalions-stünde des röulischcu Bönigs Rudolf 1. <1. 29. Scptcinbcr 123? betreffend dic Ucbcrgabc dcö Patronatsrcchtcs iibcr ^c Kirche in Fraß lau an Koiirad den Fvcieu von Saucck. *) 1305 zn Udinc am Festtage dcr Himmelfahrt Ma-Ncns. Dcr Patriarch OttobonuS wnnscht dnrch ^ iilfi u g, Alitcn zu Obermburch und Stellvertreter d c s ^ ^ H idiatons in Sannicn, gcnauc Kenntniß zu saugen übcr alle il,m, dcm Abtc, nnd dcin Klcrnö von ^nunicn auferlegten, schon cingchobcncn oder noch ciuznhc-bcildcii beiderlei Kollcttcn (dcö Patriarchen und des väust-uchcn Legaten), deßhalb befielt er ihm strenge, noch vor dcm Unchstcn St. Michaclöfcstc nut allen seinen, diese Kollekten "^reffenden Ncchuuugcn vor ihin, dcm Patriarchen, so friih-^uig zu erscheinen, das; fnr die Einbringung dcr auöstän-"lgcn 5lollcttcn noch vor dcm besagten Feste Vortchrnng ^troffen werden tonne, widrigenfalls er, dcr Abt, znm vollen Ersatzc dcr Kollcltcu, besonders jener dcr Legaten, ^rhaltcn werden wnrdc. llntcr anderem habe dcr Abt, ihm, ^cni Patriarchen, anch nachznwciscn, wic vicl cr von den "ullctten dcö Patriarchen dcm Grafen von Ortcnbnrg an-^wicscn habc, dauiit er, dcr Patriarch, wisscu wcrdc, wic l/ ."' ^ln Grafen au der Besoldung noch schulde. Die Mils cingchobcucn Kollcltcu soll cr innerhalb dcr besagten Mt dcr Kammer dcö Patriarchen abführen. Ucbcrdicö >^l cr jene namhaft machen, wclchc die Zahlung verweigern. 78 nnd ihnen bedentcn, daß man sie nach dein St. Michaels-feste ihrer Bcncficicn verlustig machen werde.') I305znPcttauam 12. November bcnrtnndet Haart-nid der Pcttaucr, es habe sein getreuer Dyctpold weiland von Ehatzeustain, frommen Andenkens, einen am Aychftcrch gelegenen Viansus mit allen Zuge-hörungcn und Rechten für sein nnd seiner Vorfahren Seelenheil der dem Obcrl.mra.cr Kloster gehörigen Pfarre in Schac-lech (v ^kulill) zur Beleuchtung des Ma.icnaltarcs lcgirt. Anch hal'c Herr Dyctpold das ihm von den Pcttaucrn zuge-standcnc Vogtcirecht über zwei zn St. M i ch a c l (Sä) ü n-st e i n) gelegene Vlansen zn Gunsten des Klosters Olierlmrg zur Vergebung seiner Sünden rcsignirt. In Erwagnng der vom Herrn Dyctftold ihni, dem Pcttancr, nnd seinen Vorfahren geleisteten treuen Dienste bestätiget der Pcttancr das obige Legat betreffend den Mansns, wie auch die Resignation auf das besagte Vogtcircchl, nnd zwar so, daß er diesbezüglich weder sich, noch seinen Erben irgend ein Recht vorbehält. Anch Dietftolts Erben sollen tiinftighin kein Nccht anf diese Vogtci nnd anf den Mansns haben, sondern allein nur das Kloster Obcrbnrg nnd die Psarrc Schaclcch sollen sich des Besitzes dieser Güter frcncn.*) Die Katzcnstcincr werden von den Pcttancrn, als den Besitzern der Pcste Wöllan, diese hier erwähnten Gitter zu Lehen gehabt haben, nnd wird deßhalb die vorstehende lehenshcrrlichc Acstätignng nothwendig gewesen sein. 1306 zn Stein am 2. Februar vcrt'anft Johann genannt der L n i tz, Bürger von Stein, mit Zustimmung seines Schwiegervaters Gregor nnd dessen Tochter Katharina, Lnitzens Eheweib, nnd mit Willen ihrer Erben zwei Mansns, gelegen zu Okrog beim St. Anton-Spitale sNcnthal, slov. .^Malii:, im Tnchcincr Thalc) dem Abte Nitlfittg für dessen Gotteshaus Obcrburg um 1? Mark ') ?. Ui.mclii. Eopic. 79 flayer Pfennige, die ihm schleich ausbezahlt worden sind. Dcv Verkäufer verpflichtet sich, den Besitz dieses Mansus ^cn Obcrbnrgcr» zn schirmen; falls aber jeinand im Besitze eines besseren oder stärkeren Rechtes ihnen diesen Mansns Zuziehen würde, dann sollen ans Verlangen des Abtes der ^'orbcsagtc Schwiegervater Gregor, Hermann, weiland Hcrbords von Stein Sohn, nnd er, der Verkäufer, in ein ^nslhans ,;u ^aibach eintreten nnd daraus nicht früher wunnen. bis sie dem Abte oder dessen Gottcshansc 24 Mart ^glayer Pfennige bezahlt haben werden. Zcngcn sind.-Ulrich der Pfarrer von Göriach, W>>rnhcr der Gitter von Lot, Wilhelm von R otcmpiihcl, u'^ltzl Dingar, ssri!)lvon Windisch grctz, Ja« k o b n nd Albcrt Söhnc dc ö Hclchc wciland v on Stein, Bernhard der Landrichter s.jullox pro-^woillij^ T h o inasvonObc r n b n r ch n. a. Sigler: ^c vorbcnannten Herrn Ulrich nnd Wcrnher, Wilhelm ^akob nnd Gregor.") 1306 anl 8. Februar in Stein verkauft der Stei-ucrBiirgc r O rcgo r uut Geuehmignng seines Ehewei '^s ^icbgard und seiner Sühne nnd Töchter dem Ober-"lirgcr Abte Wlfiug für dessen Kloster einen ebenfalls zu 0 k ro^, in ^r Nähe des St. Anton Hospitales gele-^ncn Mansns um 14 Mark Aglaycr Pfennige mit den pichen Cnntclcn, wie der Lni«^ oben. Als Bürgen stellt ^r VcMi,^. ^m Wilhelm von Notcmpiihcl nnd Ulrich den Sohn weiland des Jägers Conrad. Zengcn und Siglcr sind die nämlichen wie beim vorhergehenden icaiifc.") 130s; am ^0. April verkauft W c r n h e r der N i t-^'von Lol, Pnrchgravc dcz Oberen Hovs zc ^/ai,^ ,„^ Willen seiner Hausfrau Agnes dem Abte ^lfing „i,d ^m Kloster von Obercmburch z»uci Hnbcn "initiieren (lleincn) Hart nahe bei der Tcnnitz ^"M0u) uin ^ Mark Aglaycr Pfennige mit dem Gelob- 80 nissc, daß wenn jemand den Abt und das Kloster mit besserem Ncchtc, als es sie, die Verkäufer, auf diese Hnbcn haben, vom Besitze derselben vertreiben würde, cr, der Verkäufer, dem Käufer 15 Mark Allayer Pfennige zu zahlen haben werde. Hicfür erklären sich als Bürgen Wilhelm von Notcmftühcl, dessen Brudcrssohu 9!ytolaw von 9totcmftnhcl und Ger loch und zwar so, daß sie für den Fall der Nichterfüllung dieses Gelöbnisses auf verlangen des Abtes zn Laibach in ein Pythons (litus) ziehen uud dasselbe nicht früher vcrlasscu sollen, bis dem .Käufer die bcdnngcncn 15) Mark Aglaycr Pfennige ausbezahlt sein werden. Sollten aber die Bürgen dem nicht nachkommen, dann soll mau sich an ihrem Besitze schadlos halten. Zeugen -' Wlrcich der Pfarrer voll Oöriach, Fritz von Windischgractz, Fritz der Di enger, Perch told der Appctz'), Scifricd von Lilgcnbcrch, öiic-' l a w der S ch o v in r a k lind Bc r n h a r d der ^ andri ch^ tcr. Bcsigclt habeu dcil Vertrag der Pfarrer von G ii-riach, Wilhelm vou ^o t cmvü hcl und Fritz vott Wiudischgrctz.'") 1306 von Ndinc am )!0. Juni schreibt der Patriarch O t tob ou us an Wülfing, Abt von Obcrburg uud Bicc-Archidiatml ill Saunicn, er. Ottobouns, habe voM Cardiualdiakon lmd apostolischen Legaten )lcapolcon ein Schreiben erhalten, worin dieser seine Prolnratiou, d. i. die Vcrftfleguugsgcbiihr fiir seine iltciscn, fordert. Der Patriarch bedauert zwar den Abt wegen der ihn so hänfiss treffenden Plackereien, inüße ihm aber dennoch, weil es sich ziemt, dem Vorgesetzten zu gehorchen, unter Androhung der im Schreiben des ^egatcn angesetzten Strafen bcsehlcn, 5/i Niark neuer guter Venezianer Groschen nach billiger und gerechter Vcrthcilnng in seinem Archidiatonatssprcngcl cinzuheben uud solche bis 1. August I^Oli an Franz Nautti, ') ^i>uöu? 81 ^utar in Udinc, zu übermitteln. Dic Renitenten habe der ^bt dcm Patriarchen namhaft ;n machcn, damit man nölhi» Anfalls ihre Entsetzung von denBcncficicn einleiten werde.') 1W7 zn Stein am nächsten Freitage nach dein St. ^uzicntagc beurkunden die leiblichen Brüder Nikolaus und Wcrgand Pirso, genannt die O listet, Söhne ^ö Pirso von Rotcmpühcl frommen Audcntrnö, ^lß sie dem itlostcr zn Obcrburg zu Handen des Abtes ^ ü' lfiug alles Recht auf den in M ötui t ^') gelegenen -3chcnt, mit welchem sie und ihre Vurcltcrn vom Obcr^ burger Kloster belehnt waren, für sich und ihre Erbcu ilbcr-l^ben, nachdem sie hicfür 1^ Mart Aglaycr Pfennige vom Mannten Abte erhalten haben. Zcngcn: Vlrich der pfarrcr von Göriach und Schulm cistcr in Stein, ^ltolf von Mcingosftnrch (>lon^o8, MonSburg), Friedrich von Windi scharet), welche nebst Nitu-laus n»^ Notcmftühcl die Urkunde bcsigeltcu; dann uril^ von Aftctz, Erncft voil Uusclödorf, Wlli-^us genannt der Strobont; Hcrmauu, Albert und Blrich, die Richter vou Stciu, und die dortigcu Bür-ger Grcgo r uud Eras m u s.'") 1W7 cutbranntc nach König Wenzels III. Tode ^- August UM;) der böhniischc Erbfolgckricg zwischen Baiser Albrecht uud seiucm Sohne Friedrich einerseits, und bischen Herzog Heinrich voil ilärnthcu, Grafcu von Tirol und Görz, Pfaudinhabcr von 5traiu und von der Mark, undcrcrscitö. Vci diesem blutigcu iiricgc wurdcu auch der "bcrburgcr Abt Wülfing'nnd scinKlostcr ins Mitleid "^ogcn nnd zwar in folgender Weise: . , Um dem Herzoge Heinrich, welcher znr Uebernahme .^' lh>n von den l'öhmischen Ständen angetragenen ilönigS^ ^ue nach Böhmen geeilt war, alle Unterstützung abzn' ^) ^loUlik in Kram. « 82 schneiden, die ihm aus scinem Hcrzogthnmc und aus dcn ihm verpfändeten Provinzen beziehen konnte, wnrdcn diese Länder 1307 mit Krieg überzogen nnd cingcnomnten. Hngo von Tanfcrs, Herzug Heinrichs, Hauptmann in Sannicn ^im Sanngcbictc), vertheidigte dieses Gebiet gegen Ulrich dcn Freien von Sanneck, welcher es dem Kai-scrssohnc Herzog Friedrich nnterwcrfcn wollte. Graf Friedrich von Hennburg rückte aver schnell ins Sanngcbict vor, um sich mit seinem Schwager, Ulrich von Sanncck zn vereinigen nnd dann mit ihm vereinigt dieses Land in Vcsitz zn nehmen. Es war ihm nicht nur dieses gelungen, sondern, weil der Obcrbnrgcr Abt Wülfing zur Partei des Herzogs Heinrich hielt mW dcn Grafen Ulrich von Hcunbnrg der Vogtci des Stifles Obcrbnrg verlustig erklärte, überfiel Gras Friedrich von Hcnnbnrg das Kloster Obcrbnrg nnd führte dcn Abt Wülsing als Gefangenen nach Kärnthcn. ^) Gegen diese Gewaltthat scheint aber der Patriarch selbst eingeschritten zn sein, denn cs wurde nicht nnr das Kloster Obcrbnrg von dcn Vcntcn des Patriarchen bcscht, sondern auch der gefangene Abt wurde an dcn Patriarchen ausgeliefert. Endlich kam aber zwischen dem Abte nnd dem Grafen Friedrich von Hcnnbnrg ein AnSglcich in nachstch-cnder Weise nud unter folgenden Bedingungen zn Stande: 1308 am 13. Mai im Dominikaner-Hanse sm <1c,llio I'raoäioatoi-um) zu Älciburg beurkunden 3l b t Wnlfing uud Lcnpold der Syndikns und Protnrator des Kapitels nnd Konventes von Obcrburg, daß alle Streitigkeiten und Unbilden, welche zwischen ihrem Kloster nnd dem Gra-fcn Fr.icdrich von Hcnnbnrg dcr Vogtci nnd anderer Ursachen wcgcn bestanden haben und vorgefallen sind, dnrch die Schiedsrichter Johannes, Prop st c n von Ebern-dorf (^utioni«), nnd Ulrich Grafen von Hc nN' bürg zur Entscheidung nnd zn Ende gebracht fcicn. In ') Tangcl: die Grafen von Heunburg. 33 Folge dieser schiedsrichterlichen Entscheidung verspricht der ^t, daß cr ohnc Znstimmnng des Kapitels Niemanden in bcn Orden, anch tcinc weltliche Person, besonders solche, selche dem Stifle nnd den Mönchen Unbilden znfna.cn wiirdc, in das Kloster anfnehmen werde; daß cr den Sa-'ristan, den Kellermeister, den Spitals-Kämmercr (O^m-lUbiiui„8 iusniliÄlin«), wie auch die übrigen Officialcn ^s Stiftes inlmcr nnr iin Einverständnisse mit seinem Ka-^ltel ernennen werde; daß cr zn den Kirchen in „Schä-^ch" nnd „^ttvncn" (bansen) nicht Weltgeistlichc, son-"^'n nach alter Gepflogenheit immer nur Ordcnspricstcr "üb Zwar iin Einverständnisse nnt dem Kapitel bestellen ^crdc; dast cr ohne Einwilliaung des Capitels dic Stifts-3lltcr nicht vcrtallfcn, belasten nnl) lehnen, anch nicht Kirchen ^rlcihcii nicrdc; daß cr seinen Lebenswandel bessern, nilch-^rn nnd cnthalsam lcben und Gastfreundschaft iiben, auch '^'gcn werde, die Absolution von der Exkommnnitation zn klangen, in welche cr wegen Handanlegnng an Priester und wegen Nichtentrichlung der Kollekten an die Legaten ^rfallcn ist; daß cr das Konvcnts-Sigcl nicht allein, son-^ln „lit dent Conventc nntcr dreifacher Sperre in -Vcr? Ehrung haben werde; daß cr die Brüder nnd Schwestern "^ Klosters nicht infamircn nnd schelten, ihnen weder selbst, ^h dnrch Andere irgend welchen Schaden znfügcn nnd die ^onuclitsbrndcr in ihren bisherigen Aemtern belassen werde, ""llentlich den !<','. Nndolf als Pfarrer in Obcr-^^3, den I^s. Leopold samntt dem I?r. (ihnnrad ,^rnowcr in Schä lach und den I^i-. Naiiuher in .^ttcn; dann daß cr den Convent nnd die Nnlcrthaucn 'cht verlassen »uerdc, wcuu diese znr Erziclnng der Eintracht s'U'schcn ihm nnd den Grafen Friedrich von Hcnn-n.!^9 gerichtlich anfgcfordcrt werden. Wcitcrö erklärt der . "l, daß cr den Grafen Friedrich von Hcnnbnrg . cr dessen und dcr Schiedsrichter Ersnchcn, wie anch des-' " Helfer nnd Nathgcbcr bezüglich des dem Kloster 6* 84 Obcrburg zugefügten Schadens losspreche und dem Grafen auch die Summe Geldes nachsehe, um welche er die Pogtci an das Kloster verpfändet hatte, nnd wolle er darüber die Bestätigung des Patriarchen nnd des Aglaycr Domkapitels erwirken. Den Grafen Friedrich von Hcuu b u r g erkennt er als rechtmäßigen Vogt des Klosters Obcrburg an nud verspricht ihm nnd dessen Erben, von welchen immer der ältere Vogt sein soll, die üblichen Pogtcigcbührcu alljährlich zu entrichten, dessen anEbcrhar d von Altcuburg um .'l()0 Mart Aglaycr Pfennige verpfändete Güter noch vor dcn nächsten Pfingstfeicrtagen rnckzulösc», ihm anch dic Absolntion von der ExkoutNlunitation zn erwirken, und zwar alles diescS auf seine (ocS Abtes) Kosten. Als Zeugen erscheine» iu dieser AuSglcichSurkuude Hartuug der Chorherr von Ebcrndorf, Pcrc^ grin der Pfarrer von Hnlcnstcin, Johann der Chorherr von Voltcnmarchl, Nycolaus, mi-Ion äo ^ovo (^a8trc), Vlrcich Pcyzar, Philipp der Schüler und Dythcr der Richter von Pleyburch.') 1308 zu Älciburg am St. Dyonisen Tage gibt knnd der Abt Wülfing, der edle Graf Friedrich von Heunbürg habe ihn im Kloster zu Oberbnrg deßhalb gefangen genommen, weil er, der Abt, sich gegen dcssc» Vater, Grafen Ulrich von Hcnuburg, des KlostcrS Oberburg rechtmäßigen Bogt, uud gcgcu ihu, Friedrich, ohuc ihre Schuld vcrgcsseil und diesen bei den Herzogen von Kärulhcn uud wo lhunlich zu schadcu getrachtet habe. Dic' scS habe er bctauut nnd dcn Grafen Ulrich, Friedrich nnd Hcrmaun von Heunbnrg lantcrlich verziehen, als er ans ihrer Gewalt in die dcS Patriarchen gekommen ist. Auch habe er die Grafen nnd ihre Diener allcs Schadens ledig ') Urt. Cop. im ?a»d. Arch. 85 Klassen, welchen sic anläßlich seiner Ergreifung ihin nnd t>cm Goltcshnnsc Obcrbnrg geinacht haben, ihnen anch die Snmmc Silbers nachgesehen, welche er ihnen auf dicVogtci Dbcrbllrg geliehen hattet) Ans diesen hier vorgebrachten Urknndcn crschen wir, ^nß die Fehde zwischen dein Abte nnd den Hcnnbnrgcr ^l'afen eine sehr ernste und hihige war, welche dein Abte und seinem Kloster thcncr zn stehen knin. Aber anch mit mncin Konvente hatte der Abt bedcntendc Differenzen, wie bicb ans den obigen Ansglcichsbcdingnngcn erhellet. Der alte Graf Ulrich von Hcnnbnrg war, nachdem er als Schiedsrichter sein Hans mit dein Stifte Obcrbnrg ansgcsöhnt hatte, wahrscheinlich im Summer ?cü Jahres 1W8 gestorben. Er soll, wie ^azins berichtet, ^>l Cluster zn Obcrbnrg begraben worden sein. Fiir die "uchtigteit dieser Angabc liegen jedoch gar tcinc Äewcisc b°r ^vielmehr läßt der Umstand, daß die Grafen Friedrich Und Hcnnann von Hcnnbnrg des lHrchtagci< nach St. Ni^ ^anstagc ^l308 znr Stiftskirche in Griffen (^i'okou) cinc Sinnmc Geldes fiir die Scclcnrnhe ihres Aalers vcrspro-^cn haben"), Ucrmnthcn, Graf Ulrich habe im Stifte Kiffen seine Nnhestätte gcfnndcn. ^ 1308 zn diviciulo am 3. Dezember bcnrtnndct dcr Patriarch Ottobonns, daß der Oberbnrgcr Abt ^"Ulfiil^ f^i,.i^illig die Ablci Obcrbnrg rcsignirt habe, und genehmiget dcr Patriarch diese Resignation.") Mt ^ rl» poid von Ncncnbltrg. ^ . l^s ist leicht begreiflich, daß, so lange Wnlfing oem ^liftc Oberbnrg als Abt vorstand, zwischen diesem Stifte "w den Grafen von Hcunbnrg ein mehr odcr weniger ge- ') Url. Cop. im 5'lNld. Arch. ^) Tanciclb Grascu v. Hcnubnrg. ") Cop.' in! i,'. Arch. 86 rcitztcs Verhältnis; trotz dem vereinbarten Ausgleiche fortbestanden habe. Erst mit Willfings Abdantnng war das Haupthindernis; einer innigeren Aussöhnuug zwischen dem Stifte nnd den Hcunburgcrn entrückt. Hieraus nnd ans der ncncn Besetzung des abtcilichcn Stuhles von Obcrburg wird die abermalige, nachstehende Ausglcichövcrhaudlung zn erklären sein. 1309 zn PrauSpcrch mn St. Peters Tage, da cr auf den Stnhl war gesetzt (18. Jänner oder 22. Februar), vertragen sich Abt ^ cnftold und die Sammuug (Convent) von Obcrburg mit den Grafen Friedrich nnd H c r-lnann von Hcuuburg um alle Sachen, um die Vogtci, das Gericht, die Gült nnd den durch die Gefangenschaft des Abtes Wüt fing dem Kloster zugefügten Schaden in folgender Weise: 1. Die Obcrburgcr verzeihen dcu beiden Grafen nnd dem Eberhard von Altcnbnrg nnd verzichten auf alle ihre Ansprüche und Forderungen; >>. die Grafen geben dem Kloster Obcrbnrg 10 Mark Geldes, deren Vogt sie bleiben sollen, nämlich: 4 Huben zn Prcilcis (1'rolax?), 3 Huben zu Ponikl'), 3 Hnbeu zu I^roxlnv«"), 3 Huben zn (>'e1 ^), I Hubc zu Trasimir'') nnd 2 Hnben zu Huutstorff. ^) 3. Versprechen der Abt und der Convent, daß sie die Grafen fiir ihre rechten Vögte haben werden; sollten aber sie den Grafen die Vogtci entziehen, so hätte das Kloster dcu Grafen 500 Mark Agl. zn geben uud wilrdcn obige 10 Mark Geldes den Grafen wieder lcdig sein. ') Wahrscheinlich Ober-Pomlel (6orn.i ?unikv.i). ') 1l!0/.«vju und ') Oi! im Am ld von Obcrburg, dcs 3lrchid iatons Lcoftold don Sauuicn u. a., daß allc Seelsorger, denen nicht ber Studien halber eine Anönahmc gestattet wird, binnen 6 Monaten auf ihre itirchcnschc znrnckznkchrcn habend) 1310 zu Obcrbur^ am PfincMa^e vor dem St. Margarethen Tage (9. Inli) gelobt Fridcrich von ^ hungcsbcrch seinem Herrn, dein Able Lcupold zu ^bcrbnrq, und dessen Convcntc Treue, weil er ihres Gotteshauses Manu geworden ist, indem er mit dem Zehnte in dcr Gegend von Piscl, welchen weiland dcr Sacldcnbcrgcr'"') vom Gottcshausc Öbcrburg lchcuö-weise iuuchattc, belehnt worden ist. Zeugen: Chuurat bcr Peruowcr -, Hcr r N a y n h c r nnd Herr Jacob von Obcrnbnrch, Albrcch t dcr Stn d nich, Hei u-rich der Walde tcr, (Günther von Hcchcnbcrch und Dypolt von Lhnngöftc r ch. ^) 1310 zn Hcchcnbcrg (Hcckcnbcrg) au« Aschermittwoch") gelobt Friedrich von Chungcsftcrch die zwei Huben ') Ml, Cop. im ?. Arch. . ^1 Salenburg, ^umoill, in dcr Gsin. I.oko, Pf. Slls' ^ Eop. im L. Arch. s., ") Dcr Allilllg ist in dcr Urlunbe nicht mchr tttzbar, an dcr Aueroscite heißt es äio dinol-um. 88 zu Merilont'), welche Albrecht der Sending er (Žitnik) nud dessen Sohn Thomas von ihm zu Lehen besassen lind alö Scelgcrälh dcnl Oberbnrgcr Kloster gegeben halien sl2!,»l)), dem Gotteöhause zn Obcrbnrg zn schirmen. Zeugen: Hcinri ch der Waldcckcr, Nnd. . . von T e-sach C^«^,VÄ?)^ Gnnthcr von Hcchenbcrch, Dy-polt nnd Dythri ch von (5 hnngcsftcrch u. a. '^) l31l Ossiach am St. Urbani Taiic hiü'cn Mcrn' h c r der A l, t, (Hregor der Prior und der ganze Convent von Ossiach mit dem Ol'crl'lirgcr Konvente ein Fratcr-nitätöbnndniß geschlossen und den Obcrlmrgcrn vollen Antheil an allen ihren Meßopfern, Nachtwachen, Gebeten, Fasten nnd anderen guten Werten zugesichert.''') 1AI l im Palrinrchnl-Palastc zn Udinc ain 21. Juni s6«oim<» oxouuto ^.) benrtnndcl der Patriarch Dt-tol) onns, es habe ihm Leopold der A b t von Obrem-burch vorgebracht, daß Faslinuc! ^,on Sucncn stain einen in der Pfarre Inhclstain gelegenen Zehcut, Ag' layer Gehens, vom edlen Manne M etnich ar sHiöinitcr) gctanft habe. Der Abt habe znglcich nm Bclchnnng scincS Klosters mit diescin Zchcntc gebeten, welche Äclchnung alsdann ertheilt worden sei in Gegenwart Gontcrö des Abtcö von Ornc n st a y n, Lcnpol d i< dc<< Archidi-atonö von Sannicn, BlrichS dcö Schnlcrs von Stayn, Archidiatont< von K rain nnd in der M nrl, Gcrardö von Fclizian äe ?!a«, Carcöman von Ud ine u. n.^) Tagö daranf, am i^2. Inni (ns)Ul) oxonuto ^un.) beurkundet eben dort der Patriarch OttobonuS, es habe ihm der Abt Leopold von Obrcmbnrch berichtet, daß er durch die Entrichtung des dritten Theiles aller dem gesammten Klcrns dcs Archidialonateö Sannicn auferlegten Kollekten sehr belastet sei nnd das; er mit seiner hierüber ') .Vlei-inck bei Franz. «9 vorgcdrachtcn Klage beim Archidiaton und dem Archidialo^ ttats-,^lcrns nicht mir kein ^citleid finde, sondern, daß sic ihm und seinen: Kloster riiäsichslich der Einkiiuftc der nach Oberburg cinvcrlcil'tcn, iui Archidialonalc Sannicu gclc-lzenril Pfarre St. G corg in Sa la ch (Skalis, v slcüNl) sogar schon mehr als drn drittel« Theil bci dcr Äc-zahlllnss ^er .^ulltttcn ausl'iirdcn Mlülcn. Ucl'rr dicsc, Bcschwcrdc lind darülicr vm'gotra^ou' Biltc ».'ndictct dcr Patriarch bcm Archidiaton, dcui cluster zu Odcrburg riich'ichtlich ber Pfarre in Slalie lnchr als den dritten Theil der Kollekten anfznleqcn.") ^>11 am 14. Inli wnrdc i»i Friedensschlüsse zn Salzl'nrg das Sailngcl'ict (8aunilv) nnd dainit auch das Stift nnd die Herrschaft Ol'crl'nrss zu Stcicrinart geschlafen. N»12 zn Stein an deS guten St. Gregors Tage ^Nauft Nitlaw von O l» cr n d urch, Pernenslcins Vater, dem Abte Lcopolt und dem (holtcohausc vun ^bcriibnrch zwei Hul'eu, gelegen in der Tewn ih (^u^j-U'oa) zz, Stein, nin l 5 3)larl Aglayer Pfennige. Zeugen: „W lrei ch der Ercziagc n (Ärchidiaton) zn (^ h r a i n ^ ntonfdcr M ar ch", ?llhart der Pflegcr des Spieles und des St. IohanncsAltarcs in Stein, Gregor der P f a r r c r zu Bodiz n. a. Sigcl, das der Stadt Stein.") 1^1^ zu Stein an des guten St. Colmans Tage bcrtanft Herman Herb ores Sohn, Bürger von Stein, nut (hnnst und Willen seiner Mnttcr 5tnncgnnd, seiner Ariidcr Erasmus, Niklas nnd Wolflcins, seiner Schwestern Alhcit und Pcrchten und aller seiner Erben vcm Zll'tc Vcoftuld nnd dem Eoiwentc von Ol'crcnbnrch ^lc Hnlic, gelegen auf dem Wald (nu ^ojxdu ob Stein), ^n 8 Mark Aglaycr Pfennige. Zeugen: Nik law von Aotcnftühcl, Fritz der Diengaer von Avctz, ^ v „l a s der (5 zacndcl, W lrei ch der Landrichter, ""ekel Acll'leins Bruder, Ocrloch der Pir- 90 cher, Ott Picrzaph, Herman ^ewowicz bcr Stadtrichtcr in Stem, Wlrcich 5^nnzlcins Sohn u. a. Sigcl, das von Stein und Fritzlcins von Grac tz.^) 1313 am St. Agatha Tage verpflichtet sich Macrt der Nalch, Bürger von Stein, dcm Abte Leopold von Obcrcnburch von den ihm verliehenen drei in Okroß (im Tnchcincr Thalc) gelegenen Hnbcn alljährlich 2 Marl Aglaycr Pfennige am St. Michaclstagc oder innerhalb 14 Taqc darnach zu geben. Zcugcu: Iato b der Priester, des Älacscn Sohn von Stein, Wlrcich Racntcl sein Ärndcr, Ot Pirzaph der Richter zu Stein, ^ubc Wiltwacrchcr, Ortolf Alders Eiden, Äla-snt u. a.'^) 13l3 zu Älcilmrg des nächsten Freitages vor Johannes Bapt. „zu Snnnlicndcn" rcversirt Graf Friedrich von Hewn linrg t, dasi ihm der A lit ^co^^ld von Obcrnbnrgt und dessen Convent an Bogtcirccht20Mark „Scwncr" Pfennige'), von welchen er 1() Vtart am dcm-nüchstcn St. Martinstagc, 10 Mark alicr übers Jahr daranf zu bekommen hätte, gegeben haben. Siglcr: Hermann Graf von H c u n b n r g. Wahrscheinlich wird der Graf und Bogt dieses Geld zu seinem Zngc in die Horlandc Friedrichs von Oestreich dcnüthigct haben, wohin ihn nebst anderen dieser nach dem Tode des iiaiscrs Heinrich zum Schutze der besagten Läuocr geschickt hat. Auf diesem Zngc geriet der Graf bei Gamcls-dorf unweit Landshnt in die Gefangenschaft des Herzogs Ludwig von Äaicru, aus welcher er erst Ende April 1314 heimkehrte. ^) ') Die Scwmr (Saimcr) Pfcnnisse, welche bicriu von I31Ü bis Ilj.'jö liorlommen, waren uon gleichem Werthe, »uic die Grazer Pfciillige. Warilin sie Gcmncr Pfcnnissc heißen, ist noch nicht cntriithscll. '^) Tangcls Giafcii von Heunburg. 91 1313 Udinc am 3. August schreibt dcr Patriarch Dttobonns ocn 5varlhäuscrn, daß sic riicksichtlich des für den Krcuzzug auferlegten Zchcntcö und dcr für den päpstlichen Legat erforderten Anlage bei den Acbtcn von Sittich, Landcstrost nnd Obcrburg nnd bciin Comthur des deutschen Ordens Schutz suchen tonnen.') 1313 am St. Andreas Tage vor Weihnachten verlauft Friedrich von C h u n gspe r ch mit Nath nnd Willen seiner Hansfrau Dicmuct und aller seiner Kinder, die er schon hat oder noch gewinnen wird, dem AbtcLeopold und dem Convcntc von Obcrnburch seine vier zu Trcff-pachc (an dcr Save) gclcgcnm Hnbcn nm 40 Mark Scunner Pfennige anfWicdcrkanf. Zcngcn: Chnnrat bcr P c r n a ucr, ötudolf dcr Pfarre r ini K lostcr, Pabc von St. Lamprccht, Gotschalch, Ootschalch von St. Lamprccht, Fr id mann der Chntcnpa-chcr, Herman von Pod gor, Aldcrt von Chuug-> verch und P e r n l) a r t des Al'tcö Diener. ^) !314am Ä1littwoch vor Plncmostcrn (weißem Sonnig), am St. Ruperts Tage, verkauft Nil lab von Ddcrnl'nrch mit G,mst seiner Fran Sophie nnd aller seiner Kinder, die er hat und die er noch gewinnen soll, seinem Herrn dem AbtcLcoftold nnd dem Conventc zu ^bcruliurch fünf Hnbcn am Taynnc (na ^a.jni) um 13 Mark Aglaycr nnd uin 20 Mait Seuncr. Dagegen verspricht dcr Abt Leopold dem 5tillaö an dem Tage, an Welchem dieser ihm die fünf zu Trcffpach an dcr Save l" Kram gelegenen Huben, welche ihm vom Chungcspcrger iustchcn, ins (5igcnlhum übergibt, die Hubcn in 'I^jua ^chllgcbcn. Zeugen: R u cdolf dcr Prio r und P f'a r-^er des Gotteshauses in Obcrburg, Chunrat ^r Pcrnaucr, (5Hol, Jans dcr Chclncr und ^crnhart des Ablcö Diener.") ') Mitth. sllr dic Gesch. Drains 1«c.tz. 92 1315). Acschwcin, Ger loch und Nitlaw die Briidcr von Gcrloch fteiu (Xolavoo bci Stcin) treten alle ihre Rechtsansprüche anf das in Stcin gelegene Haus, welches Abt Leopold vom Pcrncnslcin crkanft Hai, zn Gunsten des genannten Abtes ab, nachdem ihnen dafiir 6 Mark Aglayer Pfennige bezahlt worden sind. Siglcr: Ae-schwcin, Chunrat von P c l ch c n m a r ch t nnd T h o-m as der Zacndclci n. Zcngen: W einher von ^ ok, Hainrcich der Lauan, Seifried von Gallen« berch, Gacstel von Notcmpühcl, Ja ekel von Stain, Niklaw von Obcrnl'nrch, Pcrncwscl, Wol Chclncrs Sohn u.a.") 1316 ungefähr stavi.» Ulrich 1., der Freie von Sänne ck. (5r war lns zn scincnc Lebensende gram dem Stifte Obcrburg, wahrscheinlich weil dieses »ach dem I. 1250 die Pogtci auf die Pcttancr und nicht auf die San-ucckcr übertragen hat. Er war der einzige vou seinen Brüdern, welcher das Patronatsrecht über die Pfarre Fraß lau den Obcrliurgcrn verweigerte und selbes sclst ansübtc. Auch wählte er sciuc Grabstätte nicht in Obcrburg, sondern in der Karthansc Sciz. 1316 dcö nächsten Montags vor der Auffahrt des Herrn zu Stem. Pcrenhart von Staiu, weiland Nitolanö Sohn von Obcrcnbnrch, dcö Richters, ecdirt zum Scclcnhcilc feiner Vorfordern dem Abte Leopold nnd dem Gottcshansc Obrcnburch alle Rechte, die er auf zwei Hnben inSalositz besaß, daun sein Vogtcirecht zu)iclisch (Noliso nntcr St. Xuvoii). welches er vom Grafen Ulrich von Hcwcnburch zn Lehen hatte, wie auch alle scinc Rechte in der Gegend zn Obcrcnburch. Sigler: Wcrnhcr dcr Rittcr vou Lok, Nito laus von ^1totcmpiihcl nnd FritzAvctz. Zeugen: R ndolf der Prior zn Obcr-burch, Chunrat der Pcrnawcr, Chunrat der Pfarrer zu Obcrubnrch, ?ciclaw von Obern-burch, Lew Macrtcns S ohn von Stain, Pcrcn- 93 hart der Richte r und A in t m a n n zu Ober n-burch. ^ 1316. am Allerheiligen Abend verlaufen Nicla ^ou Obern bnrch und scinc «Hrbcn ihrem gnädigen Hcrru l>cm Alitc Leopold von Obcrnbnrch vier Hnbcu, wovon gelegen sind cine zn Wcso w c z (Zoxnviu»,), die andere nn-term ^or, die dritte zu Weingarten (Okouinu,) nnd ^.c vierte zu Vifchcrn (ttl-nzovl.ic). allc 4 im Amte 8»-vwH. Bezüglich der Hnbc in Ncsowcz bemerkt er, daß er die cinc Halste derselben als Scclcngcräht gibt, fur die an-^crc Hälfte aber achl Viark Pfennige erhielt. Zengcn: die chrbarcii Herrn dcö Gotteshauses Obcrnbnrch Nndolf der ^ rior, (5 hnnrat der Pacrnawc r, C h n nrat der Pfarrer zn ^anvcn (I.jndul>), Volk der Chnster, I n s der (5 hälnc r, P c r n hart und P crchthold die Amtleute desselben Gotteshauses. *) 1310 oder 1317 starl' auch der GrafFricdrich von Heunliurg, t,^- illl)^ des Stiftes Ol'crlmrg. Lazius ^cwt, er wäre in Ol'crbnrg bcgral'cn worden. (?) Nnn 3icng die Vogtci anf seinen jüngeren Ärndcr, den Grafen Herman, iil'cr. 1317 zu Oberlnuch im Kloster au, St. Michaels ^agc Halm, Hacrtncid von P ranspcrch nnd G acntc, scillc Wirthin, mit Willen ihrer Kinder dein Gotteshause in Obcrnbnrch die Hndc in Ät i c l (Ml.jo, >lftliäo) als ^eclcngcräth fiir sich nnd ihre Vorderen gegeben. Doch ^"t der Abt Leopold die Gnade gethan, das; der Stifter Hacrtncid dicsc Hnbc bis zn seinem Tode bciu'lhcn diirfc. ^lglcr der Hacrtncid selbst. Zcngcn: ^tyclan der p>arrcr zu Pracnspcrch, Rudolf Ncriant von ^llscl (Gut I^L^jo am rechlcu Sannnfer, Pfarre Riez), Friedrich der Pölczcl u. a. "-) 1317 zu St. Gcorgcu iu Scharlach am St. Thomas 'llbend (21. Dezember) haben die Brüder Pocvcl nnd 94 Gebhart von Fnrchtcncche ^) die Vogtci iibcr zwei in Cirknicz s^iikovoo, in dcr Ps. Stalls) gelegene Huben zu Guustcu dcr Kirche St. Ocorgcu in Sch acla ch aufgelassen und haben dieser itirchc anch gegeben den Zchcnt in dem Forst zn Pocdgö r, der ehcvor dcm Friedrich gehörte. Endlich hat Popel anch noch den Zchcnt ans dem Wcrchor dcm guten St. Georg, von welchem Gottes' banse er ihn innehatte, lcdig gelassen. Siglcr: Pocftlcin. Zengcn: Jakob dcr Pfarre r zn St. G c o r g, P crch told dcr Priester, Thomas Nridman dcr Chn tcn-pach er, Guild ach er von Thnr n, En gc lscha l von Thnrn, Wluing von rindete (I^ipuiaki), Otto Gcbharts So h n voil Thnr n n. a. '^) 1317 am 15. Dezember. Adalftrct von C h n-canea bestellt zn seinen Gcwaltträgern seinen Sohn Warner, dann den Wargcnd von Attemö und den Magister Parisin, Notar in Ndinc, bchnfö AnSlragcö des Strcitcö, welchen er mit dem Stifte Obcrburg wcgeu dcr Hogtci über einige diesem Stifte gehörige, iu Budrio gelegene Mansns hatte. 2) 1318 zn Stein des nächsten Freitags nach St. Va-lcntcinS Tage oder vor Oii-oumllodurunt gibt Maecht-hilt von Stain mit Willen ihrer Erben dcm Abte Leopold nnd dessen Gottcshmisc zn Obcrnburch drei Huben anf dem Walde (ua ^oj/llu) zn ciucut ewigen Scclgcralhc filr sich und ihre fordern dergestalt, daß dieser Abt oder sein Nachfolger ihr die ^cibcönahrnng bis zu ihrem Tode gcbc und daß, wenn jemand Anspruch anf diese Hnbcn ma-chcn sollte, er sie lim den Betrag von 50 Marl Aglmicr Pfennige vom Abte nud dcm Gottcöhansc zn Obcrnburch abzulösen hätte. Siglcr.- die Stadt Stein, Wcruhcr ') Forchtencct, Schloß nordwestlich von Stalin, Pfarre Tchönftein. ') Li^nclii. Dooumonti. 95 der Rittcr von Lok, Niklas uon La iba ch dcr La nd< Schreiber in Krain und F r i c d r i ch dcr S t u p l c i n. ') Zeugen: Ccndcl dcrLand- nnd Stadtrichtcr, G c r-l ° ch sciu Gcscll, auch Stadtrichtcr, I actcl O t tc dcr Picrcznpf, Hermann ^^wawicz, Nlacrt dcr W a l ch und scin Sohn ^ ewi, I ans MacchthiItens ^idanl, l>. a. *) Frau Viächlild hnttc abcr außcr dcui cbcn genannten Iohmm noch einen zweiten (3idaiu, Namens Hartwig, welcher Mnchtildcnö Tuchter Hema zur Frau hatte. Diese >varcu mit dcr langen Widmung dcr drei Hukeu nicht cin-^rrstauden und erhoben dcöhnll' cincu Streit nnt Mächtild Und den Obcrdurgcrn. Sicherlich im'rd l,ü»igc (5lanscl wegen der Alilösnng dcr Huben anf diese beiden Uuzufricdcucu zu beziehen scin. Dieser Streit wnrdc jedoch bald beigelegt, wie aus dem Folgenden zu crseheu ist. IZ18 zu Öberburg dcc< Sonntage« nach St. Pougra-^n Tage bcnrkundeu H acrtN' ci ch, v r a,v n M acchthil-ten 3ll)dcm, uud Hcmnlac ihrc Tochter samiul ihreu "Mdcrn, daß sic von dcm .^ricgc ablassen und allc ihrc Rechte uud Ansprüche auf die drei Huben auf dem Walde, welche Frau Mächthilt dcm Gottcöhause zu Obcrnburch gc-widmet hat, zu Gunsten dieses Gotteshauses für immer aufgeben. Siglcr: Fridcrc ich dcr StiiPlci n ilnd I a e-^ lein der alte N ichtc r von Stain. Zcugcu: Frid' ^c i ch imd I a ch l, H e r iu a n des (5 ra S,n us Arndc r, Mncrt dcr Walch, Jans Macch thi ldcns Eidam, Jans dcr (5 haclncr zuObcrn b n r ch, N ich la v dcs "lteu Richters Sohn, Per uhart uud P crch told bcsGottcshausc s 3l,u tleutc.'") . l^ii!) zu Cividalc am St. Martins Tage hat Into weiland des Johannes Ottouclli do ^U8t,i a Oivib H ') Auf Stllplcini« Sigrl ist ;u lcsen: 8. I'Vuloriol D« 96 tats Sohn, sein in öividalc, nahe bei dem großen Marien« Kloster gelegenes Hans, welches früher sein Brnoer Qtto-nclli besaß nnd bewohnte, mit Leopold dem Alitc, ^)t n-dolf dein P r i o r, Co n r a d dem P f a rrcr, Nalthc r dcm CnstoS nnd mit dein ganzen Convcntc von Obern-bnrg vertauscht gegen das anch in Cividalc dem eben erwähnten Ottonclischcn Gcbändc gegenüber liegende Hans des Klosters Obcrbnrg. '") 1^19 zn Pranspcrch am Montage vor dcm St. Thomas Tage geben Hcrtncid von Pracnsperch nnd seine Hansfran Gcnte sainntt ihren Erden den dcm Goltcö-Hanse von Obcrnbnrch gehörigen Zchent in der Gegend zu Pranspcrch, welchen crHartncid von seinem Herrn weiland Grafen Friedrich (von Hcnnlmrg) für 1'^ Mart Sillier oder 20 Mark Aglayer Pfennige innehatte, ohnc alle Ä-snng, bloß nnr w^gcn Gott nnd fiir scinc (Hartneids) nnd seiner Bordcrn Seelen dein Obcrbnrgcr Gotteshansc anheim. Siglcr: Hcrtncid von Pransfterch. Zcngcn: dic Priester Fridrcich nnd sein Hrndcr Niclav, Nn-dolf von Pranspcrch, Fridrcich der Pölczel, Niclan der Lader nnd Ebcrli von Wractzlan. Oswalt der Schreiber, der den Vricf geschrieben hat.*) 1320 am Sonntage nach Iatobi (27. Inli) zn Fenstritz. H c r m a n n G r a f von H c n n b n r g verpfändet dcm Avte Leopold von Oberbnrg wegen Ablösnng von Pranspcrg nnd der darüber noch verbliebenen lOO Mart Aglaycr Pfennige 10 Mart Geltes ans seinem llrbar zn Rcchpcrg ans der Capelle, die weiland des S ch r a n ch-p a li m c r gewesen ist.') Am gleichen Tage vcrbilldct sich zn Fcnstritz Elisabeth G räfi n von H c n n b n r ch fiir ihren Wirth, Grafen H c r m a n n von H c n n b n r ch, gcgcniibcr dem Abte Leopold von Obcrbnrg mit 100 Aglayer zalbar inner ') Aposlolii VII. 88. 97 Jahresfrist vom nächsten St. MichaclStagc an gerechnet wldngcnfalls dc,n Abte 10 Mark Geldes ans dc,n Urbar des trafen Hermann cingcantwortct werden müßten. ^) Znn, Verständnisse rücksichtlick, dieser beiden Urtnl,' ocn diene, daß die Hcunbnrger dem Abte Leopold Praßbcrg ncrftfäiidct hallen. Znr Wicdcrcinlösnng Praßbcrgö ver-psandetc dann Gras Hermann dem Abte Leopold 1'', ' 13W zn Plcibnrch am 8. Taac nach St. Merten. la^. Graf H c r m a n n lwn H c n n b u r ch nnd scinc Wir- "' Gräfin Elöpct crllärcn, daß sie dem M«c Leopold ""d dein Gultcshansc von Oberbnrch für empfangene W -"art Nglayer Pfennige zwei Mart Geldes in der Chaftpcl, ^lcgm bci den ihnen schon früher angewiesenen 10 Marken, l"Mntw0rt Haben, welche sie mit gleichen Rechten nnd Ver- "Uldllchtcilcn, wie die anderen WMart innehaben sollen.'") ^1 zu Ndinc am 8. März bestätiget der Pa tri- rch Pag an no die lirtnndc vom 15. Angnst 1^01 des Patriarchen Gregor, betreffend den Umtansch der Pfarr- ^irundcn Pcilcnstein nnd Staliö. ") 1321 in der Änrg zu Mine am 11. März bestätiget "w erneuert der Patriarch I'axaun« das Privilc- ,Mm, ertheilt dem itlostcr Oberburg vom Patriarchen Pc- grin 1140. Zcngcn dieser Konfirmation sind die Acbtc: ^ o h a n n uon N osaz, Matthias von Äcll, nu nnd ^"yann von Arnuldstayn, dann Enscbinö der ' lHldiakon von ztärnthcn, Äerofin der Ag- ^ l)cr Domherr nnd Matern der Pfarrer von ^agnlsbnrch (Mmwbnrg), des Patriarchen iiaplänc; ') D'i)!. 8tir. II. 183. ''I Tangcl: Die Orafcn uon Hciniburg. 98 cudlich Johann der Arzt von A^ lay, dcr ?totar FranzinuS ^) Heißt am Sigcl ^.rnpnr. 99 Jedenfalls musitc der Graf in Geldverlegenheiten gewesen sein, das; er zn solchcn Verpfandllna.cn seine Zuflucht Uahnl. Rüstungen für die Sache Friedrichs von Oestreich bilrftcn dainit in Verbindung stehen. llcbrigcils ist dies die lchtc Nrtllndc, in welcher Graf Hermann noch lebend vor' kommt. In der nächstfolgcndcu Urtundc, gegeben zn Plci-burch 1.^22 dcö nächsten SamStagcs vur dein St. Mar-M'cthcn Tage, erklärt die Gräfin Elspct schon als Witbö voll H cvnc n b n r ch, daß sie den Abt Leopold bon Obcrnbnrch, sein Gotteshaus, ^entc nnd Gut in ihren Fried nnd Schirm gänzlich genommen habe, weil der Abt gelobt hat, zn ihr so trm zn halten, wie er es zu ihrem Aigcn Herrn nnd Wirth gehalten hat. Sollte sie, die ^läsin, aber überredet werden, ciucu Wirth zu nehmen, lvozn sic weder Willcu noch Muth hat, daun sollen der ^bt und sein Gotteshaus mit der Vogtci lcdig und bcrcch-^llet sein, einen Vogt nach eigenem Gntdiinkcn zu wählen. Hlcbci waren Zcngcn: Graf Vlrcich von Phann-"crch, Fridrich der Frey von Scvnckk, Fridrich ^0ll Gcsiczz, Gotschalch von Plcibnrch, Fri-^ ich dcr S m uchcr, Volchrat u. a. Vcsigclt hat den ^ricf die Gräfin allein. ") So war lluu auch Graf Hermann, der Vogt und der letzte männliche Sprosse der Hcuuburgcr, wahrscheinlich im Frühjahre Ui^2 gestorben. Wo er begraben wurde, ist nicht bekannt. Die Vogtci von Obcrburg ging ^lso nach scincm Tode anf seine Witwe, Gräfin Els-!^NH, Tochter Alberts III. Grafen von Gürz, ^'er, jedoch llnr auf kurze Zeit; denn, wozu sie am St. -Ucargaretheu Tage weder Willcu uoch Muth hatte, das "M sic schon iin Herbste (augcblich aln 20. November) des gleichen Jahres — sie vcrulähltc sich mit Wilhcl m G r a-l^n von Schaulnbcrg. Aber noch vor dieser ihrer Vcr-"lnhlnng gab sie die Vogtci von Obcrburg auf; dcun schon ?* 100 1322 dcs nächsten Samstags vor unser Franeutag, als sie geboren ward, gibt zu Oberburg Grane Vl reich von Phaunbcrg, Hauptmann dcs Gotteshauses von Babcnbcrg in Kärnthcn, kund, daß ihn Abt Leopold und dessen Convent zn Obcrnbnrg zu ihren Vogt erwählet haben, und gelobt er nun, sie nach Möglichkeit zn frieden und zn schirmen. Thäte er dies nicht, so solle er ihnen rathen uud helfen, einen Vogt zu suchen und zn nehmen, dcr sie schirmen wird. Weilers gelobt er, als Vogt alles treu zn beobachten, was sein seliger Oheim Graf Herman von Hcwncnbnrg verschrieben hat, nnd dein Got-tcshauscObcrbxrg alle Rechte so zu belassen, wie es dieselben unter seinen Vorgängern genossen hat. Zeugen: Herr Fridrcich dcr S ni u ch c r, Herr Hcrtncid von Prauspcrg und sein Bruder Herr Eber hart, Herr Diet her dcr Smcrgcwcl, Herr Wnlfing von Trcuscls, Rudolf von Prauspcra,, Vlrcich dcr Mcrtingcr nnd sein Bruder O t t dcr S ch u r-bran t.') 132", in Cividalc am 10. März crtlärt 5t our ad, Ncffc dcs O b crb urger Abtes Vcop old, in Gc-gcuwart I ohanns, dcs Abtcs von i)t osaz nnd Vikars des Patriarchen, das; cr aus Irrthum gcgcn den Abt und Convent von Obcrburg vorgegangen sci, und bctcmlt, daß allc gcgen den Abt nnd Couvcut von Obcrburg lautcuden Urtnndcn, Privilegien nnd Briefe übcr die Güter in liu-drio und iiber das Hans in Cividalc gefälscht, nichtig und, ungültig seien, cr daher gar kein Necht anf diese Güter habe. Er bittet darüber seinen Oheim (pati'unm) den Abi nnd dessen Convent nm Verzeihung nnd verspricht alle Urtundcn, Privilegien nnd Briefe dcs Stiftes Obcrbura, bis zum ersten Sonntag nach Ostern rnckznstellcn.") ') Lid. vi<1, in Ob. 101 1323 am Freitage vor Pfingsten v^kanfcn Macrt bcr Walch und sein Sohil Lew. bcidc Bürger vou Stain, Mit Genehmigung ihrer Hansfrancn Hilpnrchcn lind Ncycht-zcu dem Abte Leopold und dem Eonventc von Oberen-burch eine Hubc, gelegen in der wenigen Vcustritz (an der kleinen Fcistritz, na Iii»tlitti, im Amte I'oiod,-), und eine Mühle sammt den dazu gehörigen Acckcrn nm 21 Mark Aglaycr Pfennige. Die Verkäufer versprechen diese Gitter den Obcrburgcrn gegen allfnlligc Ansprüche Anderer zu schirmen und stellen hiefür als Bürgen den Nillaw bottl Rotcnlftnhcl nnd dessen Bruder Pirscn den ^ acstlcin. Zeugen waren: (ähunrat nnd Herr Iatob bic Priester von Stain, Gerloch der Richter, Acbcl uud Wlrcich von N a c n t c l die Brüder und I r i d c l. 4) 1323 an dcS guten St. Laml'rcchts Tage verkauft GcrlochderPirchcr mit Willen seines Sohnes Aartho-lomä nnd aller seiner Kinder und Erden dein Al'tc Leopold und dem Convcntc von H?licre!Ü'nrch eine znTrobel (^rndolno) ob Stain gelegene Hulic um 3V^ Mart alter «lglaycr Pfennige und gelobt diese den Obcrburgcrn zu schirmen, wofür sich als Bürgen erklären: Nycl aw von "0tcnlpnhcl nnd Wlrcich dcr Dingnacr vonApctz. ^ltgcn.- Herr Niclaw der Pfarrcr von A Y ch, Herr ^amprccht der Pfarrer von Morawtz, Pirö der Gacstcl, treust der Tann er, Wcrnhcr der Ding-^aer, Her m a n n voll Pilchgractz, 9t ielaw Wiscntz S°hu, Jäkel nnd Acbcl Wlrcich Nacntlcins Brüder und Macrt der Walch. *) ^l 324 zu Muuftarcis am St. Thomas Abend verlauft Hainrcich der Muntparciser mit Rath seiner Wir-^"', seiner Mnttcr, seines Bruders Ulrcich, seiner Schwester und aller seiner Erben dem AbtcLcovold nnd ^csscn Gottcöhausc zu Obcrburch zwei Huben zu Chranchs-lur an der Sau um 24 Mark Saeuncr Pfennige, die rr 102 dem Abtc und dessen Gottcöhausc an ihrem Zchcudc i» Munparcis schuldig ist, niit dein Rechte des Wicdcrkaufcs. Zeugen: Ott der N a r r c n ft n ch l c r, Frid. der Flöhet, Raftot dcr Schrawaz, Fritzcl der l^hroftfth, Ulrich ,von St. Walfturch u. a. *) 1325, zu Obcrburg am 1. Juli qnittirt A l»t Leopold von Obcrbnrg dem Pfarrer I o ha n n vou Braz-lanö den (ämft fang dcö uävstlichcn Zehcndcö. ^) 1325 am 15. Oktober bestätiget der Notar Peter Uoruno, daß dcr Abt 0on Obcrbnrg al^« aftostolischcr Ludcoücewr im Archidiakonatc Sannicn 80 Pfnud Geldes abgeführt habe. '^) N,25, hatte daij Stift Obcrbnrg eine Fehde mit sci< ncn Nachbarn den Alten bürgern (Voi-dlivuki), weil diese eine Beste, Namens Nn den stc in ^), gewaltsam (violentor, wic es anf dcr Nnckscitc dcr Obcrburgcr Ur-tnnde von 1326 heißt) crbant haben. Da dies im Ober-burger Gericht^bczirtc geschehen ist, so fühlten sich die Ober-burger über den unbefugten Bau einer ncncn Zwingburg in ihrem Gebiete beschwert. Um dieser Fchdc ein Elide zu machen und dem Stifte Nccht zu verschaffen, verband sich dcr Bogt Graf Ulrich von Pfaubcrg mit inchrcren Herrn vom Adel und stellte znr Bernhignng dcö Stiftes folgenden Revers aus: 132(i zu Plciburch dcö anderen Freitages nach Ostern gelobt Graf Vlrcich vou Pvhanbcr ch bei feiner Trcnc dem Abtc ^ coftold nnd dem Convcntc zu Obcrburg, daß er vor dem St. Philiftfti Tagc, dcr nun zunächst lolnmt, (I.Mai), die Beste Rndcnstain, welche die Altcn-bnrgcr gebaut haben, abbrechen nud zerstören werde. Hicfnr stellt er als Vürgcn nachbcnanntc edle und ehrbare ------------------:ll 5: ') Land. Arch. ') Url. Vcrzcich. in Ob. ') Nachmals Nudcnel llciiaiint, gclcgcn lici Ricz. 103 ^cutc, welche mit ihm geloben, daß die benannte Veste nicht siirlins; do. bleiben solle. Diese Bürgen sind: F ridrci ch, bcr Prcy vou S a e u u c t, Hacrtucid Von Wcizeuck, Wulfinch von (5 rnucl s, W ulfinch dcr Edliuch von Gutcnst ai n, Ebcrhart dcr O r ft o r, Dict,u a r dcr Mordax und Blrcich dcr Vi crtii: ^ cr von (5 t c n^ stain.') Dicsc crklnrcn in dcv Urümdc, das; sic willi^lich und mit gntcnl Mnthc Aiivgcn geworden sind fnr ihrcn gnädigen Herrn, den Grafen Blrcich von Pftfa n b c r ch gcgcn dcil Abt, Convent nnd das Oottc^hano von Oberbnrg, ^aß nämlich dcr Graf abbrechen nnd zerstören werde die Neste ^udcnslain vor dem nächsten St. Philivvi Tage ohne alle böse M. Geschähe daö nicht, so sollen sie gebnndcn scin ans Verlangen des Abtcö in ein von diesem ihnen an-ücwicscncö Laithanö sSchanthanö) in iiiärnthen cmzn-fahren nnd daraus nicht eher zu tommcn, biö die erwähnte ^cstc abgebrochen sein nnd dem Abtc nnd scincin Gottes^ l)aus^ 20 Mark Silber nnd voller Schadcücrslch gewährt sein werden. Sigler dcr Graf nnd die 7 Äiirgcn.") Daß dieses Vcrsftrcchcn des Pfanbcrgcrs nicht so schnell, wie gelobt, gclösct worden ist nnd einen langwieri-ßcn 5tricg znr Folge hatte, werden wir ans dcr nachfolgenden, vom Herzoge Albrecht 1345 in dieser Sache gemachten ^ntschcidnng ersehen. 1326 am 8. Aftril bevollmächtigendcrAbt Leopold und dcr Convent von Obcrbnrg ihren Sliflsbrndcr nnd Prior Walthcr, in Frianl ein Darlehen vou 200 Mark Soldi fiir das Stift und zwar gcgcn Vcrftfänduug ll)rcr Äcsitznngeil zn 1^ u »ix ^ im Tolmci-^'schcn und ihrcs Hauses in Cividalc zn tontrahlrcn, wcl-chcs 5laftital sic zur Bezahlung jener Auslagen bcnölhigcn, bu ihncu ihr vorjähriger Ulrica, mit den Altcuburgcru verursachte. ^) ') Eckriistcin, ttusic.-,, bei Wölla». 104 l 1327 zu Obcrbnrch in dem Kloster des nächsten Freitages nach dein St. Michaclstagc verkaufen Gnnczclvom Turn und .ttatrci Gnnclcins Wirthin sammt ihrcn bindern und N iclan Guu >. zlcins Brudcr dem Abtc.Vcopold und dcm (Konvente von Obcrbnrg das Gut Ccrau nm 8 Äiart Silber, wobei ihnen jedoch von Seite der Käufer das Nücktaufsrecht zugestanden wird.*) 1327 zu Obcrnbnrch im Kloster des nächsten Erch-taa.es vordem St. Nikolaus Tage verlaufen Dicpcld von Chabcn st a i n seine Wirthin Frau Traut l.nd ihre Kinder nnd Erben dcm Abte Leopold und dem Gottes-Hanse von Obcrburg fünf Huben, von welchen gelegen sind zwei in dem Dorfe an der P a k, cine in dcm Holze bei der Pak, eine am Chracntzpcrg und eine anf dem Z c ür-ling '), dann vier Weingärten an der Pak nm 5>5 Mark Sacnncr Pfennige, die ihnen baar bezahlt werden. Da" bei wird den Vcrkänfcrn das Recht zugestanden, diese Giiter liis Ocorgi 13N0 nm den Kaufpreis wieder riickzulösen. Thäteu sie dies nicht, dann sollen der Abt zwei seiner (5on-vcnthcrrn nnd die Katzcnstaincr auch zwei Mäuucr wählen und der Abt mit seinem Convcntc wird den von diesen 4 Männern zu bestimmenden Actrag für diese Güter den Katzcnstaincrn nachzuzahlen haben, worauf dann diese Güter ganz in das Eigenthum des Stiftes Qbcrbnrg übergehen sollen. Als Bürgen hicfür werden gestellt von den Vcr-länfcrn ihr gnädiger Herr Friedrich von Snennet und ihr besonderer Frennd Vlrcich der M aertingcr.') Beide Bürgen verpflichten sich für den Fall, daß diese Be-dingnugen dcn Obcrbnrgcrn nicht sollten zugehalten werden, je ciucn rittcrmäßigcn Knecht in ein Gasthaus zu Sachsen« ueldc cinznlcgcn und sollen sie aus diesem Gasthansc nicht ') ^l«»rl!<). slldn'cstlich von Schönstem, welche« vorne Seite 28 Zctörlingtll lind Seite ^!^ Schorlingcn genannt wird, ') Von Ectenftein. 105 eher kommen, als bis der Abt und sein Gottcshans zu ihrem Rechte gelaugt und gänzlich entschädiget sein werden. Siglcr Dicftclt von (5ha h c u st a i n uud die beiden Biirgcn. '^) IA28 zu Pcttaw des uächstcil Samstagcs nach dcm St. Veits Tage beurkundet Ncitdcgcn von Pcttaw, Marschalch in Slcyr, dnsi er sich init seinem lieben Hewn dcm Abte Leopold und mit der Sammnug zu Obcrn-^>rg verblichen habe nm die zu Hclchcubcrg von altershcr Lchörigc und dabei liebende Vogtci, welche sein Oheim uridrcich von Chnuspcrg nm 20 Mark Pfennige Zersetzt hatte. Diese Voatci hatten ihm mm die Obcrbnr-9er ohuc alle Lösuuss ausgcfolsst, jedoch mit der ausdriick-llchcu AcoiuWUtt, das; er von den Huben dieser Voiitei nicht lUchr als das altgcbräuchlichc Vogteirecht zn betonnucn und iu verlangen habe. Siglcr: 9tcitdcgc n von Pctta w."°) 1A^8 liio ljli^rta po«t I!. Vii-^inom. Wanizcl don Oräz. Acmes seine Hauofrau uud alle ihre linder bcrtaufcn dcm ObcrbuMr Couvcutc 7 Huben.') 1328 au des guten St. Dyoniscu Tage. Wlreich ^^n Fnrtnct (Forchleucck) gibt zwei in Plcsiwitz (?Issi-^o. nördlich ob Stalls) gelegene Huben, ciuc zur iNrchc St. Georgen (in Skalis), die audcrc aber dcm gutcu St. Nikolaus (Filialtirchc im 1'Io^ivco) fiirs ewige Licht den NNlaulitcu Heiligen zu Ehrcu, ihm uud seinen Vordcrn zum Scclcuhcilc. Hicbci sagt der Stifter, daß er das Vogtci« ^cht, den Blulftfcnnig und das Gericht rücksichtlich dieser Huben tciucm seiner Verwandten zuerkenne, sondern es loll lmr derjenige von seinem Geschlechte diese Hubcu als ^ogt schirmcu, welchen der Pfarrer hiczn erwählen wird. ^iglcr: der Fnrchtenc kcr selbst und sein Vetter G c b« hard von Turu. Zeugen: Herr Simou vou Turn, " ^ uder Heinrich von Obcrnburch der Pfarrer von S t. (^ c o r gen, W l s ch a l ch vou L ibcustain und ^ " ^ z der A m lu a n (Annmaun). *) ') Url. Verz. in Obcrburg. 106 1329 zu Obcrnbnrch im Kloster des Pfingsttagcs vor Ostern gibt On nth cr von Hcchcnbcrch dem Gottes' hause nnscrcr Frau zu Obcrbnrg, dem Abtc Leopold und dem Convcnte zwci Huben; die cinc zu PrccoP, dic cr vom Abtc und (5onucntc um 10 Mark Sacnncr Pfennige getauft hat, die andere zu Tcssau ('I'eäuva)) welche cr vom Gcyr läuflich an sich gebracht hat. Dafiil geloben ihm der Abt und Konvent, dasi sie nach sciuctN Tode einen ewigen Icchrlag mit Vigil, Messen nnd Ocbc^ then fur ihn feiern werden. Siglcr.' der Stifter selbst, Herman vou Chnngspcrch uud T h o in a s der Schiidui t von H c ch cube r ch. Zeugen: Vlrci ch der Vi crtingcr von Etcn st ain, G n nl^ cl von T u r n, Burggraf zu Pracnsftcrch, N ichla u von Ober n b u r ch, Pernhart der Richter nnd Amman, Pcrchtolt der A m m a n und O 6 walt der Schreibe r.'") , 132'.) zu Stain an dcö guten St. Ococgcu Tage geben kund Thomas der Zaendel vou Stain. Oe-drowt sein Hansfra n ilnd Ocori ihr Sohn, daß ihnen ihr gnädiger Herr der Abt Leopold nnd der (5o>^ Ucnt zu Obcrburg den Zchcild zn Äiötuit mit allen dazu gehörigen Rechten verliehen haben, wofür sie alljährlich aM St. Michaels Tage dem Stifte Obcrburg cine Mart An/ layer Pfennige zu entrichten haben werden. Siglcr: cr, der Zacndel, Niclanö von N o tcmpuhel und die Stadt Stain.") 132!) llio 6. Lxonuto ^unio (25. Juni) in ou«tro Vtlnon«! ilnw soil»,« ouiift ?3,uli« guittirt Io-h anncö, A b t von R osaz nnd Ocucral-Vilar dcö Patriarchen, dem iionrad, Ncffcn des Obcrbnrgcr AbtcS Vcoftold, den Emftfnng von 40 Äiarl Schillinge ftäftstlichcr Zchcndc, welche voin Obcrbnrgcr Kloster und vou der Kirche zu .^alach (Stalls) noch rückständig waren.^) ') Laud. Arch. 10? . 1330 zu Udinc am 13. März stand vor dem Pa-trla r ch c n 1^» g:; u u« dcr Obcrbnrgcr A b t Leopold Mlt dcm Priester Heinrich vor Gericht, zu welchem auch °lc Herrn Nikolaus N a ftotto nnd Odorich, Gebrüder uon ^iiälio, in der Zeit vom Mittag bis zur Vesper zu srschciucit bcrnfcn waren, um Rcdc und Antwort zu gclicn Udcr die Gewaltthntigleit, welche sie an den Obcrburgcr ^csitzuugcn zu Zuärio auögciibt habcu, uuo wcgcn dcr ^ogtci, die sie sich M'cr diese Äesitzungen anmaßten. Da al'cr diese Gebrüder vor Gericht nicht erschienen, wurden Nc ans Verlangen des Abtes in ^nntumaomiu vcrnrthcilt, t>tc dem Stifte Oberburg verursachten Unloslcn zn ersetzen, und wnrdc ihnen verbothen, die erwähnten StiflSgntcr wetter zu beschweren und sich dcr Vogtci iibcr dicsc Mitcr nuzmnasscn.') 1330 an des guten Sl. Michaels Tage verlaufen "lacrt dcr Walch, Bürger von Stain, Hilfturk elnc Hausfrau und deren (ürbcn dem A btcttcovold und dein Konvente von Obcrbnrg eine Hnbc, gelegen zu ^acgijritz, da Georg dcr Stanphcr sitzt, um 18'Mark Dlaycr Pfennige nnd geloben ihnen, dcn itänfcrn, dicsc ^lwc zu schirmen. Sollte ihnen jemand mit besserem Rcchtc ^se Hübe entziehen, so haben sie Nitlaw von Rotcm-^uycl niw Wllein dcr Diacngcr mit 24 Wart "glaycr Pfennige zn entschädigen. An'ch sollen dann dicsc Jürgen auf Verlangen dco Abtes in cin offenes Gasthans ss ?)"'" ^ihren nnd nicht eher darans kommen, bis dicsc ^ntschndi^,,,„ geleistet sein wird. Siglcr: dic Stadt Stein '"d dle beiden Mirgen. Zeugen: Hcrr Chunrat nnd ^n- Jacob die Priester von Stain, Gcrloch A'"'g,iN'af ^ Stain, Thomas dcr Hacndcl, "^lrcich von Stain, Wülfcl dcrWnyczin Sohn lud M a r ch wart G corenS o h n von Stai n.^) . 108 1331 dcs Sonntagcs nach dem St. Vcitstage (16. Inni) bekennt Blrcich dcr Mertingcr von <3 ckcnstcin, daß A b t ^ cupolt von Obcrnbnrch von ihm das Out, das ihm, dem Mcrtiugcr, zuPrauspcrch gestanden hat, nm 56 Mark SilbcrS gelöst habe, erklärt alle auf diesen Satz bezüglichen Äricfc fiir todt nnd nichtig und verpflichtet sich, diese Briefe dem Abte nnd Lonvcntt von Obcrbnrg bis zum nächsten St. Michaels Tag zu überantworten.') 1332 zn Obcrnbnrch im Kloster des Sonntaa.es nach Mittfastcn gibt Chnnrat von Altcnbnr ch dem Gottes' Hanse nnsercr Frau zn Oberbnrg, dcln Abte Leopold und dem Convente 4 Huben seines nnd seiner seligen Ehe-fran (ilspcten Eigenthums, die gelegen sind in Kraill im Dorfe Zapaum (Sccbach, Napo^c) nntcr Vlcd^ nil in der Pfarrc Wodicz, mit dcr Vcstinnnnng, daß alljährlich in den nächsten 8 Tagen vor Allerheiligen 2 Jahr-tage im Kloster zu Obcrburg mit mindestens 12 Priestern filr seine selige Fran, fitr ihn, seine Vurdcrn nnd alle Nachkommen gehalten werden sollen. An diesen Iahrtagen sollen von den Hinscn dcr 4 Huben die Hälfte die Chor-Herrn, ein Vierttheil der Abt und das andere Vicrtthcil die Schwestern oder Nonnen für die Mahlzeit bekommen. Die ZinSpfennigc sollen dcr Oblaycr (Stiftnngsvcrwaltcr) nnd der Kellner einnehmen und das Mahl bereiten. Die dabei erübrigten Pfennige sollcu unter die Convcntnalcn so vertheilt werden, daß jeder Laicubrndcr davon die Hälfte weniger bekommt, als ein Priester. Siglcr: (5H Unrat von Altenburch selbst. Zcngcn: Chnnrats drei Äril« der, nämlich Seifried dcr Ercziagcn in Krain, dcr sein Ncdncr gewesen ist, Niclan nnd Wilhelm, dann Ritter Niclan von Notenpuhel. Fricdrich, Gerloch, Perch told und Niclau von Ger loch' ') Land. Arch. 109 s^ein, Brüder von Chnnrats Wirthin, nnd Thomas der Z a c n d c l, Bürger nnd Richter von Stain. *) Diese Nrtnndc ist deßhalb von besonderem Belange, wttl wir ans ihr erfahren, daß cö in Obcrburg anch Non-"cn, also ein Bcncdiktincrincn-Klostcr gab. Wohl besteht noch die Sage, daß an der unlängst abgetragenen alten ^t. Magdalcna-Kirchc am Fricdhofc zu Oberburg cm -'wnncntlostcr bestanden habe. Darans diirftc sich vielleicht "uch die iln Obcrbnrgcr Urbar, Amt 'Iir<)V8ol(, vor-^lllmcndc Oicbigkcit von 3^.)0 Nunncnläscn erklären, sonderbar aber ist es, daß über diese Nonnen keine wci-crc„ Anfzeichnnngcn nnd Urknndcn vortommcn. Odcr ^lltcil etwa nntcr den obcrwähnlcn Nonnen die von Mi-^cl>lättcn odcr von Mintcndorf zn verstehen sein? Besonders crsrcnlich fiir das StiftObcrbnrg war die c»dllchc ^ösnng der schon lange schwebenden Streitfrage lwcr das Patronatörecht anf die Pfarre Fraßlan, welche '"!ung min in nachstehender Weise erfolgt war: . . 1ii3^zn Brazlan am St. Gcorgi Tage erklärt 6N cd rich der Freie von Sewn ck, der Patron der m? und Pfarrkirche von Brazlan (Fraßlan), daß er " Anbetracht dessen, weil daö Kloster St. Maria ^llQbcrnbnrch in früheren Jahren Vcschädignngcn w große Plackereien an seinen Gütern nnd Einkünften nuten hat, nnd weil er znr Fördcrnug dc^j Gottesdienstes ^.'u Kloster nnd dessen Personale eine UntcrstüMng an- ^ ocihcn lassen will, znr Ehre dcö göttlichen Namens nnd .^ Illngfraillichcn Mntter OotteS Maria, für sein nnd ^" Voreltern Seelenheil, welche in dicseni Kloster ihrc rabstntlc gewählt haben, wie anch für alle christglänbigcn ^len dem besagten Kloster dao Patronats- und' Präscn- uonsrccht anf die Pfarre Fraßlan, welches Recht ihm nnd i„ s " Voreltern von altcrsher zustehet nnd zngchanden ist, lcinem und seiner gegenwärtigen, wie anch lünfligcn lven Namen und mit ansdrücklicher Bcwillignng nnd Zu« no stimmnng deS Patriarchen Pagannö von Aglay — jedoch mit Vorbehalt des Vogteirechtcö dieser Pfarre für sich und seine Erben — unwiderruflich, aber nur als ein Almosen gebe nnd verleihe. Writers bemerkte er, das; cr von diesem Patronats- und Prnscntationsrcchtc sich nnd seinen Crbctt gar nichts rcscrvire nnd ansdriicklich einwillige, daß der Abt künftighin die Pfarre Fraßlau dnrch einen seiner Con-venthcrrn ftrovidiren lasse. Diese Schcnknugsurkundc hat Friedrich der Freie selbst bcsigclt. Zengcn: Vlrich von Walcsc, Haufttmanu in Stcycr, nnd sein Nrndcr Friedrich von Walcfc, Iohanu von Iüugli n g c N/ Chunraddcr Ritter von Hoinck nnd sein Bruder Ortolf, Martin der Ritter von Nohacz, Friedrich der Ritter von Attend n r ss nnd Rndolf von Scwnek. *) Eine zweite diesen Gegenstand betreffende Urkunde lautet also: 1A32 „zu Payrischarccz des nächsten snnntags nach sunmvcnten." Fridrich Vrcy von Sennek und D y c-mut von Walscc Vrcyu von Sennck und alle ihre Erben thnn knnd, daß sie angesehen haben den grostcn Schaden, der oft geschehen ist von ihren Vordcrn dem Abte Leopold zu Obcrbnrg nnd dem Convcntc, ihrem Gottes^ hause und ihren Vordcrn; daß dieser Schade, wie sie aus ihren (der Obcrburgcr) Bricfcu und Handfesten gesehen haben, wohl anf 600 Mark Senner Pfennige geschätzt und dem Gotteshaus«: zu Obcrburg dafür die Kirche zu Vraz-lau mit allen dazu gehörigen Rechten gegeben worden fei. Dieser Kirche wurdcu sie aber, nämlich der Abt, der Cou-vent und das Gotteshaus vou Obcrburg, vor lauger Zeit entwchrt sberaubt) und ist dieselbe in ihre (Friedrichs und Dycmuts) Gewalt uud Gewehr gekommen. Nun aber hätten sie, Friedrich und Dycmut, ihr Gewissen, dann die Schuld ihrer Vordcrn, wie anch das Recht des Gotteshauses u. F. zu Ob. augcschcn und haben mit Rath Ill lhrer Frcuudc die Kirche Prazlau sammt allcu dazu gc-Migcn Rcchtcu aufgcgcbeu, jedoch nut Vorbehalt der Vogtei und aller jener damit verbundenen Rechte, wie solche ihre Vordern iuucgchabt haben. Anch haben sie ihren gnädigen Hcrru, Pag au um dcu Patriarchen von Aglcy und sciuc Ehorhcrru z»l Aglcy gebethen um ihren Willen Mid ihre Gunst, uud diese hätten dem Abte, Eouvcnle und ^ottcshause zu Obcrburg dcu cwigcu Besitz der Kirche prazlau bestätiget. Endlich gelobt noch Fridrich der ^rcy von Seuucl bei sciucr Treue fiir sich uud sciuc ^'bcu, die Kirche Brazlan den Obcrburgcru ohne alle ^>e List vor aller Ausftrach zu schirmen und zu frieden, ^lglcr: Iriedri ch uud Dycinut von Scuuck, dann ^er Dycmut Brildcr Ulrcich uud Fridreich von ^"Nlsc, der Hauptmanu iu Strycr. Zcngen.- Jaus ^uIullgiug der Haupt mau u zu ^ouch, Ortolf ^>l H»rucl der Burg gras zu Hohcuet nud sein ^Nldcr Hcrr Ch., Scifrid vou Altcudurch der Pfarrer zu Tyuc r uud sciuc Brüder Frid-r ei ch „,,h (flicrhart vou Alte u b u rch, Bcz m a u Wn Seuuek, 3i i u g c l vou Trachcu b urch, ^schalch von Oztcrwicz uud W ulfiug der -""yzt.^ Bei Vcrgleichuug dieser beiden lctztgcbrachtcu Ur-Mttdeu ergibt sich folgende Wahruchmuug: Iu der ersten Urkunde gerirt sich der Freie vou Scuuck als rechtinäßiger ^^slher des Patronalörechtcö über die Pfarre Fraßlau, ^' üpwrirt gauz die uou sciucu Vorfordcru gemachte Schcn-^"g dieses Ncchtcö an Oberburg. Er weiß wohl, daß das ^llft Oberburg große Aeschädiguugcu uud Plackereien cr^ Uteu hs,^^ verschweigt aber, daß besonders auch seiuc ^rforderil solche dem Stifte zugefügt habcu. Er wälzt jede ^cstitutionspflicht vou sich ab uud will bloß nur die Rolle Mcg tirchcufreuudlicheu, frommeu Wohlthäters dein Stifte ukgenüber spiclcu, da er ja ausdrücklich bctout, daß er das 112 erwähnte Patronatsrecht nur zu frommen Zwecken und rcin nur als ein Almosen dein Stifte übergibt. Wie verändert präscntirt sich dagegen der Freie in der zweiten Urtuunc. Hier gesteht er bereits alle vouScitc seines Hanfes den Obcrdurgcrn zugefügten Unbilden, namentlich auch das dem Stifte durch hartnäckiges Vorenthalten des betreffenden Palronatsrcchtcs angclhancnc Unrecht und bekennt sich nun zur Restitution iu seinem Ge-wissen verpflichtet. Woher dieser Umschlag in seiner liebes zcugung nnd in seiner Gesinnung? Diesen haben, wie die Urkunde sagt, die Einsicht in die ihm vom Stifte vorgelegten Briefe nnd Handfesten und der Rath guter Freunde bewirkt. Es scheint also, daß sich die Obcrburgcr mit der erstauögcfcrtigtcu Scheuknngsurknude Friedrichs nicht zufrieden gaben, d. h. sie wolltcu diesbezüglich vou ihm kein Almosen, sondern ihr Recht erhalten. Deßhalb rückten sie mit ihren einschlägigen Dokumenten ans, welche alsdann vereint mit gntem Freundcsrathe den Freien von Sennct nnd seine Gemahlin vermochten, das; diese nicht nnr das besagte Patrouatsrccht herausgaben, sondern sich anch beim Patriarchen und beim Domkapitel vou Aglry um die Bestätigung dieses Rechtes für das Stift Obcrbnrg verwendeten. Zu diesem Zwecke sendete Friedrich der Sann-ckcrIohann, den Pfarrer von Fras; lan nnd A r-chidiaton in Sannicn, mit einem Schreiben lläo. Graz ^l>. Juni (ill äio njwsiwionim I'otii ot ?uull) an den Patriarchen, in welchem Schreiben cr diesem mil theilt, cr habe oftmals gehorl, nun aber anch ans einigen Urlimdcn nnd Privilegien seiner Borfordcrn, seligen Andenkens, ersehen, daß diese dem Kloster Obcrbnrg an seineu GiilcrN viele Beschädigungen nnd Plackereien angethan haben und daß sie als (ärsatz sür diese Schäden dem Kloster, in welchem sie, einige seiner Borfahren, auch ihre BegräbnMälie wählten, jene Rechte gaben, die sie über die Kirche Brazlall 113 ^sasscn. Ii, Anbetracht alles dessen rcsignirc cr znm Scc-lcnhcilc seiner Borfordcrn und znr Erlaugnng ciucr gliickli-chcn Stcrbstuude fiir sich und scinc Nachkommen die ilirchc ^razlau mit allen iitcchtcn, die cr innehat, ansgcnommcu das Vugtcirccht, in die Hände des Patriarchen in dcr Art, "aß der Patriarch alle diese Ncchtc den: Adtc nnd Convcnte von Ob. ucrlcihc. 1332 zu Udinc am 18. Juli stellt dcr Patriarch paganus cine Urtnndeaus, in welcher cr auf Anlangen Friedrichs uuu Sannct dcm A l> t c und Conventc ^n Qbcr b n r li alle Ncchtc, wclchc cr, dcr Sannetcr, iibcr ^lc Kirche Fraßlan licsas;, an^cnommcn dae Bogtcirccht, Nir imincr bestätiget. Ucbcrdicö schenkt dcr Patriarch dcm Alitc und Cmwcntc uun Ob., danut diese nicht nur lciiicn "langcl an den crsurdcrlichcn Mitteln leiden, sondern desto Wehr Gastsreundschaft und gutc Wcrlc üben werden, die Kirche oder Pfarre Vrazlan mit allen ihren Ncch-lku und Pcrtincnzicu ans immerwährende Zeiten; rcservirt ^och sich, seinen Nachfolgern nnd dein Archidiatun die ^orrcction dcö Pfarruorftchcrs, wie auch das Recht des Ärchidinkonatcö, des Kathcdratilums, dcr päpstlichen Zc-'^nte und dcr Kollcttcn. Wcitcrö crllärt cr, daß die Pfarre "ach Abgang »der Absterbcn des Pfarrers Johann '."it nllcn ihrcn 3tcchtcu dcul Abte und Cmwcntc alö cinc uircui Kloster mwcrlcibtc Pfarre zufallen solle uud sie ^csclbc alsdann frci administrircu tonnen. Endlich bestimmt ^r Patriarch noch, das; nach crfolgtcr Inkorporation dcr Wrrcr pun Fraßlan, wenn cr dcm Ordcnsstandc angehören 'uird, dcr Disziplinargewalt des Abtes, wenn cr nbrr Wclt-Auster sein wird, dcr Disziplinargewalt des Archidialons 3u unterstehen habe. Das Gleiche habc bezüglich dcr Bilärc in gcltcn. ^) 1'i32 am 20. Juli hat endlich auch das Aglaycr ^mntapitcl in Gegenwart der Dmnlapitnlaren.' Odol-^'lch ä<: sti-!d«<)1än des Bicedelanes, AmbrosiuS 114 u zugesichert wurde, in Gegenwart des Patriarchen, daß sich das Stift Obcrburg verpflichte, dem Archidialuu Io' haun von Planchcnstayu als Belohnung fiir seine dem Stifte geleisteten guten Dienste alljährlich, so lange, er leben werde, am St. Martinstagc 75 Marl Soldi zu 115 verabreichen nnd zwar so, daß er, falls sich das Stift hie-bci saumselig zeigen würde, berechtiget sein soll, diese Leibrente sammt dem ihm durch dic Saumseligkeit des Stiftes allenfalls erwachsenen Schäden ans den Stiftögüleru sich zahlhaft zn machen. Der Patriarch bedrohet überdies das Stift auch noch mit kirchlichen Strafen, falls es dieser von ihm bestätigten Verpflichtung nicht nachkommen sollte. ') 1334 am Sonntage nach dein Feste der Geburt Maria vcrkanfcn zn Obcrnburg auf dem Hanse (auf der Vestc) Nikolaus von Alten bur ch, Gcrdrant seine Wirthin und dcreu Erben dein Abte Leopold, dcm Eonvcnte uud Gottcshanse zu Ob. eine Hnbc zn Ey-wau (^suvllujo im Amte 8aviua) nm 10 Mart Aglaycr Pfennige derart, daß er, Nielau, berechtigt sei, diese Hübe bis zum Gcorgifestc des Jahres 1337 mit 10 Mark Agl. pf. wieder rückzukaufeu. Siglcr die Verkäufer Niclau und Gcrdrant. '") Gleichzeitig erklärt sich eben dort Wülfinch von ^nrnih (I>oäk,'ll(i8) urkundlich als Bürgen für seinen lieben Schwchcr Nielanö von Altcnbnrch und für seine liebe Swigcr Fran Gcrdrautcn in diesem Handel, und verpflichtet sich den Obcrburgcrn, falls sie widerrechtlich ^cscr erkauften Hnbc cnlwchrt werden sollten, zwei Huben Kincs Eigenthumes oder 20 Mark Agl. Pf. zn geben. Siglcr.-der Anrgc. ") 1334 zn Avignon 5. N. Sollten diese Huben bis dahin nicht riickgclösl werden, dann sollen die Obcrburgcr dcn Verkäufern noch so viel anfzahlcu, als es der Abt und Heinrich der Pfarrer von St. Jörgen (Skalis) fiir billig erachten werden, worauf die Huben ganz in das Eigenthum der Ob. übcrgchcu. Siglcr.- der Verkäufer Guuczlcin und Wnolrich der Mcrtiugcr. Zeugen: Herman von Podcgor, Fridrcich von dein Türen und Wuolrcich von Furtcue k."') 1335 zu Aglay ain 4. Februar bestätiget der Patriarch Vcrtrand die ihm durch dcu Abgeordneten und Mönch des Obcrburgcr Klosters, Arudcr Johannes, überbrachte Ucbcrtragnngsurlui'dc in Äctrcsf der Pfarre Fraß lau lläo. 20.'Juli 1332. ") 1335 am St. Jörgen Abend vcrtaufcu Gcbhart der Schcracr (Schcilrcr?) von dem Tzclsuy t ch und sciuc Wirthin uud Erben dein geistlichen Manne Hain-reichen Pfarrer zn St. Jörgen (Stalls) nnd dcuisclbcn Gottcshausc eine Hubc, auf dem Wirä, ^)ob lia/.llol bci St. öligen gelegen, nm I5i Marl Scunner Pfennige. Sigler: Fridcrcich von deul Turcu. Zeugen: Alhoch von Hclfcnbcrtch (8o-t68ki), Pcrhtolt der ^icbcnstainacr, Herman von Podcgcr, Vlrcich von der Awcn, Niipcl der Schrcibacr n. a. *) 1335 zn Ndinc am 25. April hat vor dem Patriarchen Acrtrand eine Verhandlung stattgefunden itbcr dcn Streit des Obcrbnrgcr Abtes gegen die Brndcr I o-hanucs itud Hciu r i ch, des Ingalurct v o n Cuc o-nca Söhne, wegen der Vogtci über die 4Obcrburger Vill obcr bcin li.^cloluek, Gem. 1'odlci^ (Uutercgg.) ^ 11? MansuS in Duärio (1317). Nachdem die beiden geklagten Vrildcr ein Instrument vorwiesen, laut welchem in dieser Angelegenheit bereits dahin entschieden worden war, daß, falls die Geklagten nachweisen, wie sie dann wirklich nachgewiesen haben, daß sie schon 10 Jahre im Besitze dieser Aogtci seien, der Abt den Prozeß, wenn er seine Sache weiter verfolgen wulltc, vor dem Civilgcrichtc zn führen Hütte, erklärt der Patriarch, der Abt habe diese Sache nach dem Landcögcbranchc nnr bei ihm anzubringen nnd er, der ^patriarch, werde eine bereits entschiedene Sache nicht wieder anhören. ') 1335 zu Udinc am 16. Mai bcnrtnndct der Patriarch Vcrtrand, Kollrad von ^lieubnrch ans Cividalc habe lhm neulich persönlich mitgetheilt, daß ihm, dem Kon-lad, der Abt Leopold von Ob. in Anbetracht der gntcn Dienste, welche er ihm, dem Abte, nnd dessen Klostec bisher geleistet hat nnd künftighin noch leisten dürfte, einige dem Kloster Ob. gehörige, im Frianlischcn gelegene Güter, nämlich: die Villa von l^oLixa und von Xrwxu., wie anch die Mansns zu Luärio nm einen alljährlich zn bezahlenden ^achtschilling von 10 Mark Soldi auf sein Lebelang verpachtet hätte, nnd habe ihn, den Patriarchen, gebethen, diesen Pachtvertrag zn bestätigen. Da mm der Patriarch diesen Vertrag vorthcilhaft für das Kloster Ob. findet, so ertheilt er diese angcsnchtc Bestätigung und befielt den sauern der verpachteten Güter, dem Pächter hinfort Gehorsam zn leisten. U',^7 im Kloster zn Obcrnburg am Pfingsttagc vor St. Vorenzcn Tage bewilligen Fridrcich der Brey ^on Scunck, Hauptmann in Krain nnd auf der Mark, Und scinc Wirthin Dycmnt nebst ihren Erben, daß ihr getreuer Diener Eberl von Pracnsftcrch nnd dessen "^rthin zwei Huben zu Hintcrpnch '). Sannckcr Lehen, ') Uiimolll. Aquil. Url. ') Xadukoviolv im Amte ^avina?. 118 dem Gottcshausc zu Obernburch in rechtes Eigenthum geben dürfen, und begcbcu sich jedes weiteren Anspruches auf dieselben. Siglcr: „Fridrcich vud Vrcy." "') 1337 am St. Lanrcnzi Abend. Abt Leopold nnd der Convent des Klosters Ob. bekennen, daß sie dein edlen Friedrich dem Freien von Sen net, Hauptmann in Kram, dieVogtci nnd das Gericht mit allen Rechten, wie sie dem Kloster versetzt gewesen waren, zn lösen gegeben haben. ') Gleichzeitig erklären der Abt und Convent, das; sie den edlen Herrn Friedrich den Freien von Sen-n c t und seine Erben zu ewigen Vögten erwählt haben. ^) Aus diesen beiden Ncgcstcn erfahren wir also, daß offenbar der 1322 zum Bogt vou Obcrbnrg erwählte GrafNlrich vouPfaubcrg die Vogtci au das Stift Oberburg vorerst versetzt und dann ganz aufgegeben hat, so daß die Obcrburgcr alsdann dcu Freien von Sännet uud sciuc Erben zn Vögtcu wählten nnd ihm, Friedrich den Freien, das versetzte Vogtcirccht cinznlöscu gestatteten. 1339 hatte das Obcrburgcr Stift abermals eine hitzige Fehde uud Ansianf mit seinen Nachbarcu den A l-tenburgcru, näuüich mit F ricdrich, K onrad, Ebc r-hard und Wilhcl m. Dicsinal handelte es sich nm den Hcsitz von nicht weniger als 90'/2 Huben, 9 Hofstätten, Weingärten, Wiesen und Aeckcrn. Wo diese Güter gelegen waren, wird nicht gesagt. Um nun diesen Kricgslänfcu ein Ende zu macheu, wählten beide streitenden Parteien Frio-reich den Brey von Scwnct nnd den Chnurat vou Horuet 2) zu Aprechcrn (Schiedsrichtern) uud er» tlärten, sich ihrem Schiedssprüche fügen zu wollen. Zu diesem Zwecke traten nun die vcidcu Schicds- ') Aposlrln VIII. ^i. ') Aposlcln VII. 8!>, ') Erscheint obcu 1232 initcr drn Zeugen alö Bruder Ortolfs des Burggrafen vou Hohcnct. 119 llchtcr nm Pfingsttagc vor dcm St. (^allcntagc i:i Sach-scucldc zusammen und fällten dort folgenden Spruch: »>) sollen beide streitenden Theile in Znkunft glilc Frcnndc sein; d) dic 90'/« Huben, 9 Hofstätten, Mühlen, Weingärten, Wiesmahd und Acckcr werden die Schiedsrichter selbst in zwei gleiche Theile theilen, wovon sie die cine Hälfte dcm Stifte, die andere aber als ^chcn des Stiftes Ob. den Altcnbnrgcrn und deren Erden zuweisen werden; und damit sollen sich beide Parteien zufrieden geben. Namentlich sollen die Allcuburgcr und ihre Erben tci-neu Anspruch anf die hicbci dcm Stifte zufallenden Güter oder auf nudcrc Äcsitzuugcn des Stiftes erheben und das Gotteshaus Ob. mit dessen Gütern in keiner Weise mehr schädigen oder gefährden; 0) die Fridrcich dein Breyen gehörigen uud in den bisher streitigen Antheilen gelegenen (Hüter sollen die Nltcnburgcr zu Vchcu haben, auSgcuommcu 8 Huben, welche dem Stifte zufallcu sollen nnd um welche siä) dieses mit den Scnnctcrn abzufinden haben wird; 6) soll jeder Theil den iu dieser Fehde durch sciucu Gegner erlittenen Schaden tragen ohne Anspruch auf irgend eincn Ersatz; b) ist Hilftrant vonAltcnbn r ch in diesem Sprnchc nicht mbcgrisfcn, uud 1) ist jener Theil, welcher diesem Auöspruchc zuwider haudclt, Fridrcich dcn, Vrcycn oder, falls dieser stürbe, seinem Schwager Vlrcich von Walsc mit 200 Mark Silber verfallen. Siglcr: die bcidcu Schiedsrichter nud die vier obbcnanutcu Altcnbnrgcr. Die Ausglcichsurtundc wurde ausgefertigt zn S a ch-scucldc am obigen Tage. *) 1!!40 Mittwoch nach dcm St. Michaels Tage verlauft Gcori der Mütnitcr mit seiner Erben und Brüder Willen dem Abte Leopold, dem Coiwcntc und 15>0 dcm Oottcshausc zu Ob. cinc Snfthubc, die in Belach ob dcr Vcstc z u Mötnik gclegcil ist, u,n 12 Marl Agl. Pfennige. Siglcr: der Vcrläufcr und sein Vruder Mcrle llcin. Zcngcu: die Viönche Herr With, nnd HerrWcrn., dann Rudolf dcr Vaist, Niclawel nnd Pern hart von Obcrnbnrch n. a. ^) 1340 zn Altcnbnrch am St. Nitlai« Tagc. Marg< rct Herrn Pcrtolts Witwc von Altcnburch thut tnnd, daf; sic mit ihrem Herrn Abte Vcuftold von Ob. zwei Hnbcn ausgewechselt HM, die gelegen sind zu Cha ftp el in dem Dorf (Kapelle in I<^karjo) l'ci dcr Drict, da Michel nnd Chnnrad der Hafner ') anf-sscsesscn sind, um audcrc zwei Hnl'cu zn Tnctcnneld (I'uljwzx'I.ie, Dors iin Drictthale), doch so, daß dieser Wechsel allein nnr die Hnl'cn und mcht die bellte betrifft. Auch hat die Witwe Maraarct sich nnd ihren Erben das Recht an Holz nnd Weide vorbehalten. Siglcr: Margarethens Sohn (Hberhart und ihr Ärndcr W i l-ha lin von Altcubnrch. '^) Mar^arctha mnß selbst eine gcbornc von Altcnbur^ gewesen sein, wenn Wilhelm von Altcnburch ihr Ärn' der war. 1340 wurde zwischcu den Klöstern Oberburg und Milstat cine Vcrbritderung eingcgan^cn. ^) 1341 au dcr heiligen Herrn Tag Tiburcii und Va-leriam (14. Aftril) bekennen Rndulf der Baist nnd seine Wirthin Geisel, daß sic nnd ihre Kinder, die sie schon mit einander haben oder noch gewinnen sollen, dcr Abt Leopold und sciu Convent zn Ob. mit dem Hofe zu Pur ch bei Breusch (Purgstal, 1>olIxrH<1, bei Franz), da weiland Persfc (1'oruo) anfgcscssen war, mit allcn dazugehörigen Rechten zu einem Veibgcding begnadigt haben, ') Dic Schwarzhafner bei lk.iri« schcilieu schon damals wie hcutjlitass bclannt gewesen zu srin. ") Beitr. zur Kunde steier. G. Quellen III. 121 Wofiir sic dcm Gotteshansc in Ob. alljährlich zu Weihnachten cine Mart Agl. Pfennige entrichten sollen. Thäten sie dies zwei Jahre nicht, so verlieren sie dadnrch alles Nccht auf diesen Hof. Siglcr: der edle Vrci Herr Fridrcich ^'on Sennes ') ^) 1341 am 7. August (7. iutiauto ^u^U8t«) waren zu Cividalc im Hanse it onrads v o n N c n b n r g versammelt die Obcrbnrgcr Ordenslcntc Fcdcrit von ^bbradraf und Nitolans von Neu bürg, dann Dycftold dcrRi 1 tcr von C h a z i u st a y n , Peter ^ eiland Lnfto ldS von Cividale Sohn, Sanda ^»n Cividalc, Nikolans luciland Cirnlinö von Cividalc Sohn, Nikolaus weiland Iohan-nis ?7n^nu8Ü lio I'lil^Iaug Sohn n. a. Sie sollten eine Schnldvcrschrcibnna, anö folgenden Inhaltes: Lcoftold der Abt von Olil' robnrg schnldet seinem Neffen (noputi) 5ionrad von Nculinrg 40 Mart thcilö fiir Vcrftflcgnna,, welche der Abt niit mehreren Personen nnd Pferden in Konradö Hanse zn Cividalc gc-"osscn, zhcils fiir das Tnch, welches Konrad fnr den 3ll,t nnd seine Dienerschaft gctanft hat zu Cividalc l'ci den Han-bclslcntcn Onbcrtin nnd Lott. Der Aüt öeovold gelobt nnn fiir sich nnd seine Nach-l^lgcr mit Znstinlmnng nnd Einwillignng seiner obbcnann-ten Ordensbrüder Friedrich nnd Nilolanö und nntcr Versandung aller beweglichen und unbeweglichen Güter seines ^lostcrö, daß er diese schuldigen 50 Mart Pfennige seinem lessen Konrad in Cividalc bis zum nächsttommcndcn ^t. Michaels Tag bei Strafe von 5 Mart Pfennige gewiß fahlen werde, widrigenfalls der (Gläubiger ilonrad bercch-llgct scin foll, so viel von den Gütern des Obcrburgcr "Eiters, wo er sie immer finden mag, zu veräußern, bis er Wlt seiner Forderung gedeckt scin wird. *) ') Am Gigel: 3, t>länoi I.ibo. vo sovnuk. 122 Unwillkürlich drängt sich hier dic Frage auf, ob denn das Stift Obcrburg fiuauziell so ticf hcrabgckommcn war, daß es gezwungen war wcgcn einer Schuld von 40 Marken allc scinc Güter zr verpfänden. Nuu dic finanzielle Lage des Stiftes war zu dieser Zeit allerdings cinc mehr mißliche. Aber mehr als dieser Mißstaud scheinen uclic eben in diesem Stifte zu Tage getretene Wirren nnd Verlegenheiten das Haus Ncucnburg zu einer solchen nngcwöhnlichcn Sichcrstcllnng ihrer verhält nißmäßig geringen Forderung bestimmt zu haben. 1'. Äiauchi theilt uns eine Urknndc des Patriarchen Ocrlrand vom 17. Oktober 1341 mit, welche uns eine traurige Einsicht in den damaligen Diszivlinarznsland des Stiftes Ob. eröffnet. Gegenden greisen Abt Leopold wnrdc nämlich cinc schwere Anklage beim Patriarchen angebracht. Er wnrdc beschuldigt, i. daß er aftostasirt habe, indem er ans dem Eremiten-Orden des hl. Angnstin nach abgelegter Pro' fcß ausgetreten war; 2. daß er als Abt seines Stiftcö Gitter und Rechte nicht trcn verwaltet, sondern dieselben wie ein Mietling verthan habe nud 3. daß er ein uncut-haltsamcs ^cbcu geführt habe. Der sehr gcwisscuhaftc Patriarch Bcrtrand mußte über diese so schweren Anklagen cinc Untersuchung pflegen. Er enthob deßhalb den Abt von der Verwaltung des Stiftsvcrmogcnö und citirtc ihn vor sich zur Verantwortung. Aber der greise Abt wagte es uicht, ciuc so wcitc und beschwerliche Ncisc zu unternehmen uud saudte deßhalb sciueu Couveutualcn swahrschciulich auch Verwand" tcn), ?< Nikolaus von Ncuburg, als seinen Sachwalter in dieser Angelegenheit zum Patriarchen. Am 17. August 1341 wurde endlich vom Patriarchen zu Udiuc folgendes Urtheil in dieser Augclcgcuheit über den AbtLcopold im Äciscin seines Sachwalters ?. N i-lolauS gefällt und beurkundet. Es wurde 1. iu Vctrcsf 123 der angeschuldigten Apostasic erklärt, daß der Alu schon früher vom Kardinal-Bischöfe und obersten päpstlichen Pö-nitcntiar Voionz?»r in Folge einer hierüber besonders abgehaltenen Commission dispcnsirt worden sei; 2. wurde in betreff der ihm znr Last gelegten Verschleuderung und schlechten Verwaltung der Stiftsgütcr, wobei ihm besonders der Verkauf eines dem Kloster gehörig gewesenen Hauses ln Stein zur Last gelegt wurde, erkannt, daß er, der Abt, ^ seiner Vcrwaltnngspcriodc die Güter und Renten sciucs Stiftes vermehrt habe, daß er wohl das Haus iu Stein, welches dem Stifte keinen Nutzen abwarf, verkauft, dafür abcr ein besseres Haus iu Cividnlc getauft habe. Deßhalb wurde er von dieser Anklage losgesprochen und wurde ihm die Verwaltung des Stistbvcrmögcns wieder übergebe» mit dcm Auftrage, dasselbe gewissenhaft zn admiuistrircn. Anlangend den 3. Klagcpuntt wurde er iu Folge sciucs Geständnisses als schuldig erkannt und wurde ihm, nachdem er durch seinen Sachwalter vollen Gehorsam nnd seine Untcr-^ilrsigkcit angelobt hatte, in Berücksichtigung seines hohen Alters und seines freiwilligen Geständnisses 2) aufgetragen, ln Zukunft ein cnthalsamcö Leben zu führen, d) wurde ihm inr Busse das Tragen lciucner Unterkleider für immer Verbothe» und 0) befohlen, sich fortwährend jeden Montag dom Gcnnffc der Fleischspeisen zu cuthaltcu, jcdcu Freitag ^bcr sich u„tcr Abbclhuug dcS Psalmes „Wgoreio moi "0U8" ^^ cmm, ehrbaren uud gottcsfürchtigen Vtönche zur Vcrgebuug der Siiudcu kasteien zu lassen. Ucbrigcns wurde dem Abte noch aufgetragen, den Stifts-^lor und die übrigen Convcutualcu wohlwollcud, väterlich ^id liebevoll zu bchaudelu; dagegen aber auch diesen, dem prior uud den Convcntnalcn, befohlen, dem Abte in De-'nuth zu gehorchen, ihn zu achten und ihn als ihren Abt und bls Verwalter des Stiftsvcrmögcns anzncrtcnncn. So War dieser leidige skandalöse Prozeß zu Ende geführt. Es steht zu vermuthen, daß cben dieser Prozeß, be- 124 sonders aber die dabei in Allssicht gestellte oder vielleicht schon erfolgte Enthcbnng des Abtes von der Vermögens« Verwaltung znr Ansfcrtignng der obgcbrachtcn Schnldvcr< schrcibuug (ääo. 7. August 1341) drängte. Ob diese Vcr-schrcibung aber als rcchtsgiltig erkannt wurde, ist wohl mehr als zu bezweifeln. Nicht lange überlebte Abt Leopold seinen Prozeß, der jedenfalls sein Gemüth und seine Gesundheit tief erschüttert haben wird. Er starb im Monate Mai 1342, nachdem er seit dem Jahre 1309 dem Stifte Obcrbnrg als Abt vorgestanden war. ES ist demnach nnrichtig, daß, wie im Obcrburgcr Urkunden-Verzeichnisse und im Schmutz'schen Lexikon angegeben ist, im Jahre 1311 ein Abt Nikolaus in Obcrbnrg cxistirt habe. Eine unrichtige Lesnng der an ihrer Stelle nachfolgenden Urkunde von 1411 verursachte diesen Irrthum. Abt Johannes II. 1342 am 21. Mai versammelten sich der Prior Nitolans und die übrigen Convcntnalen zu Obcrburss, nachdem sie den verstorbenen Abt Leopold znr Erde bestattet hatten, im Chore ihres Münsters zn einer Besprechung über die vorzunehmende Abtcnwahl und wurde hicbci diese Wahl auf dcu nächstfolgenden Tag, 22. Mai, anberaumt. AM Wahltage selbst, den 22. Mai, kämmen die Conv^utbrüder übercin, die Abtenwahl im Compromißwcgc durchzuführen und zwar derart, daß derjenige, welchen die drei von ihnen ernannten Compromissarc, uämlich: derPriorNilolaus, Johann der Pfarrer von Fraßlan nnd der Stifts-Proturator Wcriand, oder zwei von die-sen ihre Stimmen geben werden, als ihr rechtmäßig gewählter Abt zu gelten hade. Der Prior nnd Prokurator gaben nun ihre Stim-men dem Fraßlauer Pfarrer Johannes und verkündeten 125 die so vollzogene Wahl dem im Chore versammelten Con> deute, Clcrns und Volke, woranf der Convent, nachdem der Pfarrer Johannes ans Znrcdcn der Mönche die Wahl angeuoulmcu Hal, an dm Patriarchen die Bitte nm Bcstä-liguug dieser Wahl nnd nm die Bcncdiciruug des neuen Abtes stellte. Dieser Bitte cutsprach der Patriarch, nachdem gegen diese Wahl keinerlei Bedenken oder Hinderniß, zu deren Anmeldung Jedermann öffentlich in der Kirche auf' gefordert wurde, entdeckt und dicsctbc vom Guido, Bischof von ^«»ul'.oi-dik, dem Dclcgirtcn des Patriarchcu, als kanonisch ancrt'anut wordcu war. Bestätigt wurde diese Wahl vom Patriarchen Bcrtraud mittelst der zu Udiuc am 17. Juni 1342 ausgefertigten Urtuudc.') 1343 am Mittwoch vor dem St. Nicolaus Tage bcschcincu Chun rat von Altcnburch, seine Wirthin K athrci nnd beider Erben, daß sie ihr Hans am Glaucz (nu KIunc;ll) zn Stain dem Abte Ioha n n vonOl' c r n-blN'ch ilnd dem dortigen Convcutc uni !itt Mark Agl. Pf. verkauft haben. Siglcr: der Verkäufer. ^) 134,5 zu Wien am 21. April thut Herzog Al-l'rccht sciuc Cutschcidllug luud wcgcu dcö Krieges nnd Auflaufcs, so gewesen ist wegen dcö Banco von Nnocnct Wischen Ulrich von Walscc, Bischof Ulrich von Gurt, Ulrich Grafen von Pfanbcrg, dem Grasen von Cilli nnd dem Grafen v on Orten bnrg ^incrscitö nud zwischen H crdcgcn nnd Friedrich v o n ^cttau, ihren Frcuudcu nud Hclferu andererseits: 1. sollen sie alle, die diese Fehde geführt, nun gute ärcundc sein, ^. was Schadens jeglichem Theil von dem anderen ^lebci bcschchcn au Braud/Naub oder wie immer, soll gc-^uscitig nachgelassen sein; 3. die Gefangenen sollen bcidcrscit frei gegeben werden; ') Cop. im ^'. Arch. 126 4. die gegenseitig abgenommenen Burgen sollen sogleich rückgcgcbcn werden mit Ausnahme von Nndcnck, welches er, der Herzog, bis ans weiteres innehaben wird; 5. beide Theile sollen wegen des Änrgstallcs N»< denek 14 Tage nach Pfingsten vor den Herzog nach Wie" kommen nnd alle hicranf bezüglichen Urtnndcn bchilfs weiterer Entscheidung mitbringen. Der dahin nicht erscheinende Theil verliert allen Anspruch auf Nndenct. 6. des Herzogs Spruch, gethan zu Graz zwischen dem Grafen von Cilli nnd Hcrdcgen von Pcttan, bleibt aufrecht. ') Der 1326 begonnene Streit wegen der Erbauung des Schlosses Nndcustciu oder Nndcnct ist also in cincn blntigcn Krieg ausgeartet nnd hat sich derselbe bis znw Jahre 1345 sortgcsponncn. beider ist das Schlnßurthcil iibcr diesen Streit nicht bekannt. Im Thalc vor der jetzigen Ruine Nudenck, auf der sogenannten Nndcnckcr Wiese, steht ein Erdhiigcl, welcher der Sage nach bei einer Äcla-gcrung ^)tudcnclS aufgetragen worden ist. Im Jahre 1447 vermachte Hanns von Altcnbnrg dieVestcNudcnck dem Grafen von Eilli und am 20. April 1578 kaufte sie der Lai-bachcr Hischof Konrad. 1346 zu Udinc am 26. Inui befielt der Patriarch Gertraud dem Abte Johann von Ob. sciuc Bedrückungen gegen den Ritter Eberhard von Alten-bnrg nnd dessen Angehörige einzustellen oder sich dieser-wegen anf bestimmte Frist vor ihm, dem Patriarchen, z" vcrantwortcu, widrigenfalls wider ihn die Strafe der Exkommunikation verhängt werden wird. ^) 1346 zuUdinc am 19. Oktober bcurkuudct Patriarch Bcrtrand, er sei von: Wunsche beseelt dem M' nedittiucr Stifte Oberburg, da cS in Folge erlittener viel' ') Lop. nn i.'. Arch. "I Land. Arch. 127 fachcr Verluste in seinem Vermögcnsstandc tief hcrabgc-kvlnnicu ist, wieder aufzuhelfen. Deßhalb scheute cr diesen, Stifte die Pfarre St. Michael in P c l i n-stayn, welche cbcu Daniel von Eividalc innehat und welche schon sein Vorgänger Patriarch Gregor vor langer Zeit (1^54) dem Stifte Od. gegeben hatte, mit allen ihren Rechten nud Zugchöruugcn sanunt dem Archi-diatonalsrcchtc, aber auch mit allen daran haftenden basten, als: den päpstlichen Zchcntcn, den Provisionen nnd Kollct ten. Anßerdcui stellt aber der Patriarch noch folgende Ac-^ngnngcn: 1. daß das Stift die Scclsorgc in dieser Pfarre la nicht vcrnachläßige, deßhalb dahin einen tauglichen Pfar-^r stelle, dessen Bestätigung oder Verwerfung dem Patriarchen vorbehalten bleibt; 2. daß der Pfarrer von Peilen-stein znr Patriarchal-Synodc erscheine, nud 3. daß dnrch oiesc Schcntnng dem Pfarrer Daniel gar lein Eintrag gc-gliche, diese Schcutnng mithin erst nach dciu Austritte oder Absterben desselben zu recht erwachse. *) Bestätiget wurde diese Schcntuug vom Aglaycr Domkapitel am ^0. April 1347. Ein thatsächlicher Beleg fnr die finanzielle Vcrle-^cnhcit des Stiftcö Obcrbnrg nntcr Abt Johannes ist die Urkunde von 1347 „an unser Francntag der Schydung", laut welcher der Abt Johannes die Zchcntc zn Acrcndorf (Utzx,^^ Vi-Iipnl.ja), St. Johanns in dem Dorf nnd D Pobersach (?odl o^0) alles in der Pfarre Nicz) dem ^ berhart von Altcnburch, dcsscu Wirthiu nud Erben Wn 100 Marl alter Aglaycr Pfcunigc verpfändet hat. H'cbci wnrdc Folgendes stipnlirt: 1. soll der Zchcut von pobcrsach nach 4 Iahrcn ohne allc Lösung an das 5tlo-!)cr wicdcr heimfallcn; 2. soll der Abt dem Pfandbcsitzer 'Uttcrhalb dicscr ersten vier Iahrc cincn mit seines Con-cntcs Znstinnnnng und Insigcl versehenen Satzbricf a>lf "^ Zchcnte von Aercndorf und St. Johanns aus- 128 fertigen, dahin lautend, daß er, Eli erhärt, diese Zeh-cntc nach Verlanf der ersten 4 Jahre noch weitere 6 Jahre innehaben soll; nnd Z. wenn das Kloster nach Ablauf dieser Jahre die dargeliehenen 100 Mark rückbczahlt, dann sollen diese Zchcntc wieder ganz ledig sein. Zeugen: Niclan der Prior nnd die Convcntbrndcr von Obcrnbnrch (5 h r i-stan, Jans nnd Niclan. Siglcr: Eberhärt von Alten bnrch. Von diesem Pfandbriefe befindet sich in Obcrburg cinc unterm 25. Jänner 1476 vom Andreas Huhenwarte r, Hanfttmann auf Obcrcilli, nnd voiu Richter und Nath der Stadt ^5illi vidimirlc Abschrift. ES scheint also, daß diese Zchcntc bis dahin noch nicht ausgelöst waren. 1348 am St. Jörgen Tage vcrkanfcn C h n u gunt die Phofthoy^crin') uud ihr Sohn Hcuscl dcM Abte H a n s c n nnd dcm <5unvcntc zu Obcrburg ihr HanS mit 2 Kcllcrn uud ciuer Hofstatt, dic »vcilaud des H uncl-vcind gewesen und zu Pcilstaiu unter der Beste gelegen ist, mn 12 Mart alter Grazer Pfennige. Siglcr: Perch-told der ^ ü s n i tz c r von Pcilnstai n nnd Pcrchtold der Schenchc von L a n tz ft c r ch.''') 1Z48 zu Udiuc am 14. Angnst schreibt Äcrtrand der Patriarch an den Abt Johann von Obcrburg, cs hättcu die Priester K our ad von Qbrcinbnrg nnd 5l onrad der O csellc in Cl) lia dic Klage vorgebracht, daß er, der Abt, ihnen scinc Kirchen zn Moutftarcis ulld zu Lauöftcrch auf zwei Jahre vcrftachtct habc un> 60 Mark Pfcuuigc, die er vou ihnen empfangen hat, ohne das; cr ihnen diese Kirchen zugewiesen hätte, wodurch ihucn ciu großer Schade zugefügt wordcu sei. Der Patriarch ermähnt mm, der Abt solle binucu 14 Tagcu bei Strafe der Excommuuication den Pächtern für diesen Schaden g^ l) Ein Thomas Phophoilschcr war ^15? Pflcgcr a»l Obercilli. 129 "umthun oder vor ihm, dem Patriarchen, zur Verantwor< tunli erscheinen.') Das Stift Obcrburg mußte also damals bereits im Äcsihc dcr Pfarre Pcilcnstcin gewesen sein. 1348 am St. Äartholomä Tage verleihen Iohan-ucö dcr A lit und dcr Convent von Obcrburg cinc zu ^^cssctznitz (pi-o^oka) znnächs. bci Prauspcrch gelegene und vom Hilprand dem Altcuvurgcr lcdig licwurdcuc Hubc dem Stephan Walch, Bürger zu Pranspcrch. sciilcr Wirthin Chungundc und deren Sohnc Icnslciu gcgcu cincn jährlich am St. Martins-lnne zn entrichtenden Betrag von ^4 Grazer Pfennigen. ") *) 1348 am St. Martins Tage geben dic Ärlider "5 l'ilfing, Herman n und Dicftuld die Polän von ^atzcnstcin eine l'ci Dobcr beim Nossitz gelegene Hnbe "cm Huttcshansc St. Michael (zn Schönstcin, cinc Toch-tcrkirchc von Stalis), damit dafiir alldort ein Iahrtaq Nir ihren Vater Wolflcin den Polän von Katzcn-!^ein nnd ihre Mnttcr gehalten werde.") 13-^9 am St. Jürgen Tage verleihen Johannes ^'r A b t und scin Convent zn Obcrbnrg dem Icnslcin, ^lldlc ins Eidame zu Nor im Markte (Odcrlmra,), scincr Wirthin Pen dic teil und dcrcn Erben die Hnbc zu ^ hrolföctan dcm Wodcl (un Vlxlulak), wofür diese Mrlich cine halbe Mark Grazer Pfennige in die Oblay l" Zinsen haben wcrdcn. ^) 1349 am St. Elspclcn Tage bcurlundcu 9iyclaw von Obcrnburch und seine Erben, daß er, Nyclaw, sei-uen beim Markte zu Nor gelegenen Hof^) seinem Eidam Al.idlein und seiner Tochter Travtcn, Fridlcins 'irthin, anch deren Erben aufgegeben habe. Sigler: ') Land. Arch. .^,7.; ?,> ) Sichc i:i81, ') lilt. Verz. ,n Oberburq. ^) Wird wohl dcr nachmalige Iligerhof, jeht lvollmo, scili. 130 Abt Hanus von Oberburg, Fridreich uild W i l-l) a l in von Altcuburch und Rudolf dcr Pai st."') 134l) ain Montag nach St. Lucicnlagc vcrkanfcn Ebcrhart don Alten burg und scinc Wirthin ihren '/<, Antheil an dcr Beste Obcrburg dem Grafen Friedrich von Cilli.') 1^50 zn Obcrnburch am 16. Jänner beurkunden dcr Adt Johannes dcr Prior Nycolaus und dcr ganze Convent von Obcrburg, es habe ihr Stiftsftrofcß und Klosterbruder Wilhelm zur Zeit, als er dcr Pfarr-tirchc in Schaclach vorgestanden, ihrem vou großer )toth bedrohten 5tlostcr (i() Mark Grazer Pfcuuigc geliehen und treffe nuu iibcr dieselben für scin Seelenheil vorsorgend folgende Auordnnng: Eö solle von den 8 Mart (^intimsten, ,nämlich von dcn 2 MansuS zn Mcrinlok (Ztoiiuoo bei Franz), 2 Mansus iu Pak, 1 Mansns in il erscheinen nud seine Griiudc vorzulegen bei Vcriuciduug bcr Ezcommuuicatiou und dcö Interdiktes. ') 1350 zu Sacilc ain 12. April theilt dcr Patriarch Bcrtrand dem 5ilostcr Obcrburg den Befehl des Kardinallcgatcn Guido däo. 17. März 1350 mit, wonach das Kloster einen gewissen Äerthold bci Vermeidung ^er Excommunication und dcö Iutcrdittcs anszuuehuicu habe.") 1350 am Samstage nach dcm Auffahrtstagc taufte ^ra^ Friedrich vou Cilli noch die l'ciden übrigen -"riltheilc dcr Vcstc O l> crb u r g nnd ;uiar.- den 2. Drit-lhcil vom Friedrich von Altcnbnrg um 800 Mark grazer Pfcnuigc uud dcn 3. Antheil von den Brüdern ^'icdrich und Wilhel Ul von A ltcu l> u r g, welche mu Orafcn zugleich auch alle ihre ober Cilli gclcgcucn Witcr vcrtanftcu. 2) 1351 Aglay am 2i.'. Mai cmftficlt Patriarch Nikolaus dein Kloster Obcrburg, den Priester ,^on-^nd, weiland Acrtholdö von Qbcrnbnrg Sohn, Welcher sich entschlossen hat. iu den Bcucdiltiucr-Ordcn ^nziitrctcu, anfzunehulcn. ^) 135)2 dcö nächsten Sonntagen vor Fastnacht (19. Fc« ^'uar) bekennen dcr Abt Johann, der Prior uud Con-!^lt von Obcrburg, der G raf Fricdri ch von (5 illi, '" Herr uud Vogt, habe ihncu auf ihre Bitte daö Gericht 'lud die Vogtci, die er in dcr Ocgcud vou Obcrbnrg auf Mcn Giltcrn hat, so bcschcidculeich iibcrgcbcil, das; daS "lostcr Obcrliurg ihnt und seinen Erben alljährlich auf ') Laud^ Arch. '" '" " ' '" ^ " ") Ebe» dort, ') Äpostll» VIII. . ') i'nud. Arch. l:n Weihnachten l)() Vlark Agll'yer Pfennig davon diene und sollen sic, die Oberbnrgcr, dieses Gericht sammt der Vogtei innehaben mit allen bisherigen Ncchtcn, jedoch ohne um den Tod (ohne die Criminalfallc, anf welche die Todcs^ strafe gesetzt ist) und ohne nm die Taydingc. Sollten die 50 Mark den Grafen nicht rechtzeitig gereicht werden, dann soll der Graf berechtigt sein, diese 5>(» Mark sich selbst zu richten. Anch sollen der Graf nnd seine Nachkommen Vögte des Stiftes Obcrbnrg sein.') N!52 am Viittwoch vor St. Katharina verspricht der Obcrbnrgcr Convent scincni Abte nntcr der Bedingung, daß er die Abtei zu Handen der Commnnität rcsig-nirt, den anständigen Unterhalt in dein Masic zn verabreichen, wie es der Graf Friedrich von Cilli aus-sprcchcn wird.") Abt Johannes mnß jedenfalls anf diesen Antrag eingegangen sein, weil im nächsten Jahre bereits ein ncncr Abt von Oberbnrg vorkommt, nälnlich: Abt Ulrich. 1Z5>3 des Sonntages ,;n Mittfastcn gibt Elspct, des seligen Chnnrat von Alten bnrch Tochter, mit Rath nnd Gnnst ihrer Hriidcr nnd Frcnndc 2 Mart Gel' dcS ihres Erbtheilcö, nämlich: 2 Huben zu Ncls (Uelise unter Xabcri) und I Hubc zuTrcbs ('1'rodo-)< bei Laufen im Amte Havina) dem Gottcshansc von Obcrlmrg so bc< schcidlich auf, daß sie diese Huben als Lehen des Abtes und Convcntcs zn Obcrbnrg bis zn ihrem Tode behält, nach ihrem Absterben aber dieselben dem besagten Abte, (5on< ventc und Gottcshansc lcdig wcrdcn. Siglcr: Friore ich von Altenburch, Els'pctcns Better, und sein Sohn Wilhalm der Pfarrer von Tiucr. Zeugen: ') Eop. im Laud. Arch. ') Aposteln VII. 139 Hanö dcr Pfarrer zu Ponilcl, Chnnrat dcr Pfarrer zn dcr )c c u n chirchcn, (i b c r h a r l, Nilcl und P u rcharcht von Alte n b n r ch. ^) 135)3 „dcil nächsten (5ritagcö nach unscr Francn Tag dcr Schidnng." Oall von Gallcnbcrch verlauft dem 'l b tc Nlrcich und dcsscn Gottci«hansc von Obcrbnrg scincll Unterthan Märe in von Mar law (Mn-Kovo 'M Amte ?o,-obi-) sammt dcsscn Kindern, die seine, Gallö, Frcilcutc aMcscn sind, n,n den Betrag von 2 Mart Agl. ^f. Siqlcr: der Bcrtänfer. '^) 1355 am ^lchtmchlcM vcrtanfcn (öbl'cl dcr W a z^ i c r in a n n von P cylc n st ain, seine Wirthin nnd Erben ^m Abtc nnd Convcntc von Obcrlnirg ihr Hanö zn P c y-l c n st ain, znnächst l'ci der ji irchc gelegen. Siglcr.- Niu g-lcin von T r a ch cnl' c r ch nnd Hainczlcin drr S ii z-zcnhaymcr.*) 1355 an der heiligen Zniölsliolhcn Tag Philippi nnd Iacobi. Hainrcich von M ontftrcii< I.>cnrlnndct, dns; ll)n dcr Al't Blrcich nnd dcr Convent von Ol'crl'nrg ^cgnlldigct haben mit dem Zchcnt in dcr Pfarre M o n t-prciö, für welchen er alljährlich am St. Jörgen Tage ^ Ntark Grazer Pfennige nach Obcrlnirg zn zahlen hal'cn ^lrd, und soll dieser Zchcnt nach scincm Todc wieder an bus Gotteöhanö Obcrbnrg hcimfallcn. Siglcr: Graf 3' ridrcich von Culi nnd Abt Pet c r von Si) ti ch. *) 1355 zn Sacilc am I A. Scfttcmbcr. Nebcr die Klage des Obcrbnrgcr Abtcö INrich, daß dcr Propst von <^bcrndorf zchn dcm Kloslcr Obcrbnrg gehörige, zu "Snlcpa t" nntcr den „Erc la lbcn" (^olsovll, Ouäova) 9clcgci,c Huben widerrechtlich innehabe, beauftragt dcr -patriarch Nitolanö dcn Arch'diaton von Sannicn (dxiouio), dann dcn Sittichcr Abt nnd dcn Prior von -^auniy (ttarthansc Frcndnitz, Zi«tr». in Krain), mit bcr Untcrsnchnng und Austragung dicscö Slrcilci«.') ') Eop. im ^'and. Ärch. 134 1 356 bekennt Hcinrci ch von Montprcis, daß cr auf den Huf zu Ponpach ein Necht weder besessen habe noch besitz»,', sondern das; cr diesen Hof nur zum ^cibgcding bekommen habe uud deßhalb derselbe nach seinem Tode wieder dem Oottcshause von Obcrbnrg heimfallcn solle. Si' glcr: H cinr. v. Ai ontprcis. ^) N)5l) am Freitag nach dem St. Margarethen Tagc geben Ocrtcll u^u Grcizz (Greis, t),-ižo?), seine Wirthin nnd Erben lund, dasi sie dem Abte Ul reich nnd dem Conventc omi Obcrburg zwei zn „Z cylaw pcy sand Algen" ssilovs), oder ^ilovo? bei St. Egiden nntcr Schwarzenstein) gelegene Huben auf 6 Jahre um den Hc-trag von 20 Mark guter Zlgl. Pf. ucrsctzt haben. Siglcr.' Ocrt lcin von Greizz.''-') 1357 am 4. Mai sandten die Benediktiner voü St. Palll in Ka'rnthen ein Vcrbriidcrnngöschrcibcii au die Oberbnrgcr, worin sic diesen Gastfreundschaft gelobten und sich verpflichtete!', daß sie für die Obcrburgcr alljährlich einen Iahrtag begehen und jeder ihrer Stifts-briidcr für jeden mit Tode abgehenden Obcrbnrger Con-vcntbrndcr 3 hl. Messen lesen werden. ^) i:');')tt zn Sorphemberch ^vidou^ki gi-aä in Kraiu) ain !). März bestätiget der Patriarch Nikolans dic Urtnndc llclo. Udinc vom Ii^. August 1261, in welcher der Patriarch Gregor die Pfarre in Schalach (Slaliö) nebst dem Archidiatonatorechic dem Stifte Obcrbnrg über gab nnd einverleibte, macht jedoch hicbci die Bedingung, daß der Abt und Convent von Obcrbnrg auf ewige Zeiten vcrbnndcn sein sollen, für sein, seines Paters, Königs Iohan n von Ä ö h m c n, und seines Bruders des römischen Kaisers 5larl, Königs von Böhmen, Seelenheil zu bethen.") ') Ob. Urt. Verz, ') i.'and. Arch. 135 1353 zu Sovhumbcrg am 10. März übertrügt dcr Patriarch Nit »laus dcn Pfarrern zu Stayn und Aych die Schlichtung dcs Streites zwischen Ulrich dem Abte von Obcrburg und dcr Äbtissin von Miche l-stättcu in Betreff eines Geldes, welches weiland l^r. Weryaud, Profcß und Conventual des Klosters Obcrburg, der Prioriu und dem Convcntc von Michclstätlcu gegeben hatte.') 135)9 am 25. Jänner versprechen dcr Abt Ulrich, Nycla dcr Prior uud der gauze Convent von Obcrburg dem Ritter Rudolf von Chatzcustaiu nud allen dessen Nachkouuncn, dic Chatzcustain innehaben werden, täglich cinc Messe in dcr St. Mcrtcnö Kapelle im Müustcr zu Dbcrbnrg, wo Rudolfs Vater, Mutter uud alle Border» begraben liegen, zu lcscn, und verleihen ihm ihrcs Gottes^ Hauses Zchcnt zu St. Oylgcu i»u Schc lachthalc, wofiir sie vom Ritter Rudolf 70 Mart Grazer Pfennige "halten.") 1359 (?) am 9. Februar gibt das Aglaycr Domkapitel seine Zustimmung zum Austausche einer Hubc unterm 1^ olu gegen die vom Herman li vou Katze n st e i n rr^ halteuc Hubc am Krcuzbergc. ^) 13(iO am Lichtmcßtage verkaufen Michel, Frid^ reich und Vlreich die Briidcr von Altcuburch ihren« lieben Herrn dem Abte Blrcich und dem Convcntc von Obcrburg eine Hul»e zu Trcbs ('1'rodož bei kaufen), ba Nitlaö Oolctz cmfgcscsscu war, um 10 Vtarl guter Aglayer Pfennige. Siglcr: Nitelciu und Fridreich ^on Altcuburch und H anl, s dcr G.iittingc r. ^) 1360 dcs uächstcn Freitags nach Ostern bclcnncn ^ erl» ch Motnitcr und scinc Erben, daß sie innegehabt haben 2 Hubcu, wovon eine unterm Stein, dic andere aber ') Land. Arch. ') Mitth. dci> hist, V. für .'train 186!. ') Ob, Url. Verz. ^ 136 im Thal gelegen ist, dic ihre Bordcru geschafft habcu zur K irchc ill Mötuit und zwar, dic unterm Stein zu ciucm Satz um 10 Mart Schilling, dic andere aber so, das; dic-selbe niemand innehaben und nutzen soll, als ein Priester, dcr zu Mötuit mit Haus gesessen ist. Hiczu hat der Abt eingewilligt und erlaubt, daß, wer Pfarrer zu Frantzt') ist, dcr soll ciucu Priester setzen gcgcu Mötuich, dcr allwcg mit einem Haus gesessen sein wird. Darum gcbcu sic die Hudc wieder dcr Kirche zu Mölnit in dcr Weise, wie cö ihre Vordcrn geschaffen haben. Siglcr: GcrlochMüt-n i t c r. 2) 1360 am St. Vcitstagc thut tund dcr Abt Ulrich, daß des Klosters Diener ohne sein Wissen und Willen iu das Gericht dcr Grafen von Eilli eingefallen, und gelobt, daß er tiwftighiu keinerlei Eingriffe iu dieses Gericht thun odcr zulassen werde.") 1360 am St. Michaels Tage hat Abt Ulrich von Obcrburg dem Nudlein vou PohrsNohr?), eine Hnbc iu Sulz (8latiu» bei Obcrburg?) gcgebcu.') 1361 am 12. Juli haben der Abt Ulrcich von O b c r b n r g, Pcrchtold dcr Hcbcnstreit uud N u-dolf von Chazcnstcin den wegen dcr Beste Alte n-burg von Otto und Han us von Fc istritz au die Cillicr Grafcu ausgefertigten iltcvcrs bcsigclt."') 1361 zu Obcrburg am 2^. Oktober erklären Abt Ulrich, Prior 3i itolaus und dcr Convent von Ob. in Gegenwart des Herzogs Nndolf, daß dcr älteste Herzog Oestreichs jederzeit dcr rechte Erbvogt ihres Mosters sein solle uud uiemand anderer, mit dcm Beisätze, die früheren Schirmvögtc, die Grasen von Cilli, hätten die ') Mötnil gchörlc zur Pfarre Flanz. ") Url im ^,'aib Ord. Arch. ") Cop. im i!aud. Arch, ') Od, Urk. ^>cr;. ") Cop. im ^and. Ä:ch, 13? Vogtci nur durch Gewalt erlangt. Die Voglci wurde also bem H crz o n c N udolf übertragen.') Der Herzog hat demnach riicktchrcnd von seinem 9cgcn den Patriarchen von Aglay beendeten Fcldzugc im Kloster Obcrburg zugesprochen, mußte aber schon am 22. Oktober von da weiter nach Kürnthcn gereist sein, weil er am 23. Oktober schon zu St. Beit in ilärnlhcn eine Urkunde ausstellte. Hat es mit dieser hier erwähnten Vogtwahl scinc Dichtigkeit, dann muß zwischen den Cillicr Grafen und dcm Stifte Obcrburg zu dieser Zeit ein feindliches Verhältniß bestanden haben. Sonderbar ist es aber, daß dic sillier Grafen alsbald wieder als Vögte des Stiftes Ober-bürg auftreten. 1362 am Erchtagc vor St. Thomaslagc stellen die prüder Niklas und Fritz von Altcnburg den Grafen von Cilli den Revers aus, daß sic ihren dem Abte "lrich von Obcrbn r g, dann d c m O t t o und Hanns bon Fcustritz um 300 Mark Agl. Pf. mit Vorbehalt des WicdcrtanfcS vcrtanftc halbe Beste Altcnbnrg bei (3r-ll'lgung des Wicdcrlaufcö ihnen aufgeben und dann wieder ^ls ^chcu zurückcmpfaugeu oder das vorbchaltcnc Wieder-laufsrccht ihnen abtreten werden. ^) Nach Mnchnr haben die Cillicr Grafen die beiden Muslritzcr 1361 mit der Vcstc Altcnburg belehnt und haben dlcsc 13^2 die halbe Vcstc dem Stifte'Obcrburg versetzt. 1363 am St. Agnes Tage verpflichtet sich der A b t Ulrich von Ob., alles seinem Stifte entzogene Gut und ""en demselben zugefügten Schaden nach dem Erkenntnisse UN Ausspruchc der Grafen Ulrich und Hermann von ^llli rückzuerstatten und zu vcrgütcu, auch in Hutunft Me Rath und Willen dieser beiden Grafen kein Geschäft ') Nchnowoty IV. ') Aposteln VIII. , 138 und keinen Wandel mit scincm Gotteshause nnd Conventt zuhaben. Sigler: Bartholomäus, Bischof vo» Gaulach und Vikar des Patriarchen, Hanns der Pfarrer von Tnner und Heinrich der Pfarrer von Cilli.') 1365 hat anch Ulrich der A lit von Obcrburg die Grunduugsurkundc der Wiener Universität cläo. 12. März 1365 alö Zcngc mitgcfcrtigct. -) Dies ist die letzte Urkunde-, in welcher Ulrich als wirtlicher Abt des Stiftes Oberburg vorkommt. Gleich seinem Vorgänger mußte auch er nnd zwar im Jahre 1365 die abtciliche Wurde ablegen. Ursache dieser Resignation wird wohl die (1363) obangcdeutctc eigenmächtige Gcbah-rung und Mißwirthschaft Ulrichs gewesen sein. Diese Ab-danknng scheint jedoch nicht ganz freiwillig geschehen zu sein, oder hat Ulrich dieselbe gleich bereut und wicdcrrufcu, weil cr sich, wie wir später hören werden, nach derselben bald wieder als rechtmäßigen Abt betrachtet wissen wollte und dem Nachfolger seine Anerkennung versagte. Abt Nikolaus I. 135)5 am St. Ulrichs Tage versetzen Ortcl voN Prciß (heißt in der Urkunde von 1356Grcizz) und Gertran o seine Wirthin dem Abte Niklas von Ob. 2 Hubcu zu C il li (rente 8ilovo) bei St. Ilggen ulN 40 Mart Grazer Pfennige, welche Huben bis nächstkonn mcnden Ocorgifcst verfallen sein sollen, falls sic bis hi" nicht riickgclöst sein werden. '') 1365 am 26 Inli starb plötzlich in Mailand der erst 26 Jahre alte Herzog Rudolf, Vogt deS Stiftes Oberburg. ') chentaq, traft welcher sie dem Grafen Hermann von Cilli dic Pfarrkirche St. Iura.cn in dem Schälachtha lc mit allem, was immer dazlt achi>rtc nnd wie sic der Brndcr ^ ikla dcrVaizzt innegehabt hat, zn dem Zwecke iibcr-Ncbcn, daß er diese Kirche (Pfarre) dies Eincmal und nicht öfter einer dieser Pfarre wilrdigcn Person verleihe und Mar nntcr folgenden Bedingungen: 1. daß dieser so ge-lvnhllc Pfarrer weder dem Abte, noch dem Convcntc oder beni Oottcshansc von Obcrbnrg irgend einen Dienst oder Gehorsam zn leisten schuldig sein soll; 2. daß dieser Pfarrer ^n seiner Kirche in Stalis keinen Zins, anch keinen Zc< )"lt an den Papst nnd keinerlei Kollekten zu entrichten, sondern das; daö Stift Ol'. selbst alle diese die Kirche in ^kalis treffenden Al'gal'cn zu zahlen hal»cn wird, nnd 3. daß ^er Pfarrer diese seine Kirche mit nllcn ihren Nnt.'ungcn ledig „tld frei innchal'en soll l'iö zn scincin Tode oder l'is er Mit einer besseren (hottcSgabc bedacht sein wird, worauf die "uchü zu Skalis wieder'mit allen ihren Wilrdcn, Ehren und Rechten an das Stift Olicrbnrg znrilck fallen soll. Nachdem Graf Hermann diese Urkunde ausgc-lMigt erhielt, erklärte nnd bcnrlnndetc er, daß er in Ac-^icksichligllug der Freundschaft, welche Ulrich der alte Abt ^u Ob. zu ihm hat, die Kirche Skalis ihm, dem alten /lbte, mit allen vorbednngcucn Rechten verleihe nnd daß er ^ in diesen Rechten liegen jeden Eingriff schirmen werde, ^lgler: Graf Hermann von Cilli, Abt Niklas Und der Convent v o n O b. *) ^ Nnn, nachdem der Exabl Ulrich die Pfarre ^laliö verliehen erhalten hatte, fertigte er als Pfarrer °°n S t. Jürgen in dem Schalachthal einen Re-°ers aus und zwar anch 143 1369 zu (5illi am nächsten Mittwoch nach dein Ärc-chcn Taq. in welchem cr cidcsstätig crtlärt, das; cr, uu, all die Stoß, Krieg und Forderung, die cr einerseits und der Abt Nycla und der Convent von Olicrnfturch anderer-^ seits der Abtei wcgcn gehabt habcn, willig, gern, ungezwungen und ganz unter scinc gnädigen Herrn, Grafen Vlrcich und dcsscn Hrudcr G rafc n H c r m a u n, gegangen sei und gelobt habe, alles, was diese entscheiden und aussvrcchcu würden, als giltig zn crlcnueu nnd zu vollführen, dawider nieder nüt Worten noch mit Wcrtcu, weder heiinlich noch öffentlich je etwas ;u lhlin. Znu, Acwclsc dcsscn habc cr ihnen, den Grafcu, alle triefe, die cr iibcr die Zll'tcy gehabt, nl'crantnwrtct nnd vcrl)cisicn,was cr auch jetzt noch ci-dcöstätig verheißt, das; cr alle Ärlcfc ülicr die Al'lcl), welche cr noch hat oder erst finden sollte, mögen sie weltlich oder gcist, lich gegen Christen oder Juden sein, ol> sic dein Altte :1iycla und dcsscn zum Schadcu tonullcn möchten, niwcrziiglich l)crcr Kirche zu Vrazzlaw (Fraßlau), ihrem gnädigen Herrn dem "btc Nykla uud dessen Convcntc zu Ob. siir die hnlbc Mark Geldes, gelegen beim Hofc am niederen Hart, die sie, dfe Lieb cnstc ine, den, Marin Topftol, Amtmann ZU Vrazzlaw, mit der Bedingung verlauft haben, daß, >venn sie für diese halbe Mark Geldes eine audcrc halbe Marl Geldes dem Obcrbnrgcr Abte uud Couvcntc ankau- ') Laib. Ord. Arch. 144 fen, die verpfändeten 4 Aeckcr wieder los und ledig sein werden. Siglcr: Fr id. dcrPömcrecht und Eber-hart der Schür, Burggraf zu Sanckk. *) 1369 am St. Jakobs Tage verkaufen Abt Niklas und der Convent dem Perle in von Obcrnbura. und seiner Wirthin einen Hof zu Vosscu (ttuöna), da scin Eidam Fr id reich der Orpar aufgesessen war, um 20 Mark guter Grazer Pf. so bescheidlich, daß dieser Hof nach dem Tode Perleins und seiner Wirthin dem Convents in die Oblay dienen solle, wofür dann beider Iahrtna, mit Vigil und Messen zu halten sein wird. Sisslcr: der Abt und (5onvcnt. *) 1372 am Samstag vor St. Matthai. Der Abt und Convent von Ob. vrüseutircit dem Kaiser Karl IV. die Grafen Hermann und Wilhelm von Cilli als rechtmäßige Vögte und Schirmcr ihres Gotteshauses und bitten um deren Bestätigung und Bestellung. ') Dieser Bitte entsprechend bestätiget der Kaiser zu BrünnamSt.HicroninmstagcM. Sept.) dic Vogtci nicht nur den beiden genannten Grafen, sondern auch ihren Nachkommen mit dem Bemerken, daß sie das Stift Ob. durch ihre Sorgfalt uud Thätigkeit aus ilbcrgroßcr Schuldenlast erledigt haben. ^) 1374 Udine am 31. Mai citirt Gcorg, dcr Gen e-neralvikür von Aglcy, den Laibacher Schulmeister Johann, Sohn des weiland Dietmar Mila, iiber die Klage des Abtes Nikolaus vou Ob. dahin lautend, daß Johann Milla auf die Pfarre St. Georg im Schalln chthale Ansprüche mache. ^) Pfarrer Ulrich von Skalis, der frühere Abt, mußte also damals bereits gestorben scin. ') Äftostcln VII. W, ') St. Copialbuch I. 1045. ') Land. Arch. 145 w^ ^'^ "" ^lctnit am St. Iohanncstagc zu Sonn-"ruoctt rcvcrsirt Qett ly v on T urn, Bur ^ gr af zu do, ^! (^mloclnik in Kram), daß ihn Abt Nycla sÄ. n "^ ^"l Getrcidczchcnt zn Altcil we lein ^ll-Vollan, 8t^>^ vo«, bci Wöllati) sanlint de», dazn «"longei, Nntznngcn und 8lcchtcn nm all der dcm Gotlcs-nujc von Ob. ssclcistctcn nnd fürbaß zn lcistciidcn Dicnste "Ucn znm LcilMdma, begnadiget habe, so, daß dieser ^ycnt „ach scincin Tode dein gclianntcn Abtc nlid Gottcö-Ml,c wieder lcdig werde. Siglcr: Ottlyv ^ n T n r n. *) .> ^75 ain St. LambrcchtS Tage erklären ?l b t ' Ulas niid der Convent don Ob., daß sie nach dcm ^cl,fticlc ihrcr Vorfahren die Grafen Hermann nnd ^llhclni von Cilli nnd deren Erben zn Vögten ihres "ottcslMlscö erwählt haben. ') „, 1376 zn Cili am Pfingsttag nach dein Prcchen ^age ^l"p!laum) bewilligt G r a f H c r n: ann von Clll l, ^Ab t Nicla nnd dessen Convent ihre (zu I^lxm- gc- Zeuc) Hnbc mit Fridrcich dcm Fnrttencktcr üorchtcney gcgcn dessen an dcm Cholbinz (icwuo) ^c- lcgcilc Hnbc, Cillicr Lehens, auötanschcn dürfen und erklärt "esc letztere Hnbc fiir lehcnöfrei.'") 1>'^l) zn Obcrnbnrch au: St. Scholastita Tage (l.0. Nvrnar) geben Fridrcich dcr Fiirttnctcr, seiileWirthin Ann ly nnd deren Crben tnnd, da,; sie mit ^tycla b c m Abtc nnd mit dcm Convontc don Ob. ihre am Cholnicz ättclienc Hnbc mit Kcnt nnd Gnt ausgewechselt habe», gegen ^ic zu P odg or gelegene dcm Oottcshansc zn Ob. gehörige Hübe. Siglcr: Fr id. dcr Für tt net,er und Hciu-rcich der Onwer. ") 1376 zn Obcrnbllrch am St. Pongrazcn Tage vcr-lcihcn Nycla von G. G. Abi nnd dcr Convcnt ocm Nndlein, weiland Nndolfs des Vaizzcu ') Apostclü VII. 98. 10 146 Sohne, seiner ehelichen Wirthin, die ihm Gott geben wird, nnd ihren Kindern den am Podgrad (bei Franz) gelegenen Hof, auf welchen: Inry der Äntschc gesessen war, gegen dein, das; ihnen Nudle in nnd seine Erden zur Erkenntniß der Lchmschaft alljährlich zn Weihnachten cm malisches Pfnnd Pfeffer verabreichen. Siglcr: Abt und Convent. ''') 1377 am Eritagc nach Ncsnrrexi versetzen Nykcli der Natcl, seine Wirthin, gesessen im Niuchcl zu Vranczk, und dn-cn Söhne Hansel, Liebhart und Nykli ihre am Glancz sna XIanou bei Franz) gelegene Hudc dein Abte N y e l a nnd dein Convcute von Ob. flir 8 Niark guter OrazcrPf. mit Vorbehalt des Wicdcrkanfeö. Ziiglcr: Vcrchtold der Fliiming Vnrggraf zn Heck-chcnftcrg, und Edcrhart der Schurr, Burggraf zu Sannck. '*) Schon 1374, wie oben gesagt, hat der Laibachcr Schnlmcistcr Pr. Johannes von Myla, Mainzer Diözcsan, auf die Pfarre St. Ocorg in Sknlis nnd zwar in Folge cincs ihm vom Papste Gregor XI. ertheilten Onadcnbricfcs Anspruch gemacht, wogegen der Abt von Ob. an den Patriarch reknrrirtc. Der gauze Handel kam im weiteren Aftpcllatwnswcge bis zur päpstlichen Luric und es wurde vom Papste der Sittichcr Abt I akob als Nlch-ter und Executor in diesem Prozesse dclcgirt. 1378, (14. lutüet.) im 8. Jahre des Pontificates Gregors XI., am 12. April um 3 Uhr nachmittags wnrdc int neuen Speiscsalc des Klosters znSittich in dieser Angelegenheit eine Gerichtsverhandlung abgehalten. Dazn waren vor dem Abte Jakob erschienen der Priester Johannes v ou Myla in cigcuer Person uud der Salzburgcr Diü-zcsan Fridrich von Pnrchauscn als Vertreter des Abtes, Convcntcs und Gottcöhanses von Obcrnburch, und cs wurde hier nach Einvernehmung beider Parteien und nach Prüfung der beigebrachten einschlägigen Dokumente 147 folgendes cndgiltigcs Urtheil vom Al'tc Jakob gefällt und uemtimdet: Die Pfarrkirche St. Georg in Stalls Ncchtcii, Pcrtiucnzicn lind mit dem "rchidiakonatsrcchtc ist dem Stifte Obcrnbnrg einverleibt und des Priesters Johannes von Myla päpstlicher Mindcnbricf (W torma oommuui ^uupoluin) und alle daraus gefolgerten Ansprüche n. s. w. sind in Aczng anf die pfarre Skalis niu su ungerechter, ungeziemender nud ungil-ugcr, wcil diese Pfarre schon 117 Jahre und noch darüber von den Obcrbnrger Mönchen und nicht vom Säkulartlcrus pastorirt wird. Dieser Verhandlung haben beigewohnt die Sittichcr Klosterbrüder: Peter der Prior, Pctcr oerSubftrior, Johannes dcrPförtucr. Hei u-rich der 5lassicr nnd Vcrchtold d cr Schreiber. ^) Zu bcincrkcn wäre hier noch, daß diese Urkunde die Zahl i, nicht aber die Hahl 14 als Rümcrzinszchl filh-reu sollte. 1378 am St. Ulrichs Abende verkaufen H a inre ich ^ bon Lieben st ain, seine Wirthin A nu c l und dcrcu Erben dem Abte Nycla nnd dem Couvcntc von Obcrburg ihre eigene Hubc am G la ncz (Kl^uc;) um 17 Mark Orazcr Pfennige. Siglcr.- der Verkäufer.") 1378 am Mittwoch nach dem St. Galcn-Tagc haben Friore ich dcr Furtnckkcr, Aurggraf zu Sannek, seine Wirthin A n u e l und deren Erben ihre Hubc im Mrckownit (^Inikovuil:, Gem. Schüuackcr, Pf. Prasibcrg) mit <>cm Abte ?tycla und dem Convcntc dun Oberburg ansgctauscht gegen eine im Dvrfe Lötsch (I^ewZ?) gelegene Hnbc. Siglcr: der Furtnckker (Forchtcncckcr) nnd Hainrci ch von Cha st rcilncz (Ko-strcinitz, Xa8ti-ivuiolr). ^) 1378 am Samstag vor dem St. Simon nnd Indas Tage der Hl. zwelff pottcn verkaufen Nykcli der N n< ^ l, gesessen im W inchtc l zn Vranczk, seine Söhne Hansel, Licl'hart nnd Nykly sammt allen Erben dein Abte 10" ä48 Nycla lind dessen Convcntc eine Hnbc am Glancz um 16 Vtart Grazer Pf. Siglcr: Hainrcich von Ka-strcuncz nnd Fridreich der Fnrtnckcr, Burggraf zu mannet.") 1378 am 25. November verbrüderte sich das Chor. hcrrnstift Eberndurf in Kärnthcn mit dem 5Nostcr Obcrbnrg. ^) 1381 am St. Vlrcichs Tagc. Wilithcr, Pfar-rcr zn Präspcrg vertauscht mit Verlaub uud (Ännst dcs AbtcS Nycla uud des Haunscn Giitingcr uud dcsscu Erden die bcini Pettouit (I^otkovmk in Schlniackcr) gclegcuc Omelnik Hübe, welche H auns G u tiun e r und feine Vorderu der Uirchc uud dem Pfarrer zu Prafftcrg, dainit dieser ihrer Seelen ^cdcutc, ^ewidiuct haben, mit dem Prior und Coiwentc von Obcrbmg ^egcu eine zn Prcscezuit gclc^cue Hübe, die derzeit Wiilfiug an der Ü u f c y (Lifai-Bach, I^lii^) bebaut uud ehemals (1348) Stcfau der C h r a m c r, Aiirgcr zu Prasuerg, sclil^, in die Oblay nach Oberburq geschaffen hat. Sigler: Wiut-h c r nuo H a u u S der O ii t i u li e r. ") 1383 ain St. Pcrcheutagc (6. Immer) verkaufen Abt Niclas uud der Cuuvcut vou Oberlnirg den Hof zu Votschc n (lioiwa) dein Pcrlciu W a u <^ sen, Helena seinem Ehcweibc und dcrcu Erben. -) 1383 am St. Dorothea Tagc verleihen Nycla der Abt, He iurich der Prior nnd der Cunvcnt von Ol'crburg ihrem Diener H a n s e uWal ch c n von W alss c, Schreiber des Gotteshauses zn Obcrburg, scincr Wirthin nud deren Erbcn eine Hubc zu N icdcrWulog (VoIoF iln Amte Drict) nnd den Oclrcidczchcnt im Dorfe zn Nieder N o l o g, was alles früher H einrich voll ^ k t von, Oottcshailsc Obcrburg zn Lehen hatte., Sigler: der Abt nnd Coilvcnt.") ,: ') Hermanns Gesch. v. Kärülhcn 4. Hst, 487. 2) Ob. Urt. Vcrz. ^ ") Laib. Ord. Arch. 149 1384 zu Cilli am 3. Mai bestätigt dcr P atri ar ch Philipp dcm Grafen H c rill a n n von (5 illi das Vog-tcirccht üder das Stift Obcrbnrg.') Am gleichen Taac wnrdc Graf Hcruiaunvom Patriarchen in Gcgcuwart dcs Obcrluirqcr Abtes Nikolaus auch mit dcr Vcstc Obcrburg bclchut.") 1384 in Cividalc am 7. Sefttcmber gchattct dcr Patriarch Philift ft dcm Abte von Obcrl'nr^ allc dcui Qbcrbnrgcr 5tlostcr nntcrstchcndcn 0dcr cinvcrlcil'tcn Pfarren durch taugliche Wclt- udcr Ordcn^ftricftcr als zeitweilige Vikare regieren zn lasscn nnd diese, wie cö Gott nitd scmcm, dcs Al'tcö, Ocwisscn frummt, ein- und abzufetzen, wie dics l'ishcr Gebrauch war; mir dürfen die Pfarren durch dicsc Acfuguiß tcincu Ablnnch am Oottcödlen,te cr-leiden. ^) 1386 am St. Markus dcs Evangelisten Tagc, am 26. April («io), haben sich Andreas dcr Abt nnd dcr gauze Convent von Sittich mit dcn Obcrbnrger ^onvcn-tualeu verbriidert.'") . 1387 am 14. Mm befielt Ferdinand dcr Ag-laycr General Vikar im Anftragc dcs Paftsicö Urban Vl., einem gewissen Ulrich, dcs Friedrich s ^ o yn (^riüorioi), irgend ein iturat< oder einfaches Bcncficmm dcs Oberdur^cr Abtcs zu verleihen. ^) Iu dieser Hcit hawl dcr Abt Nikolaus und der Convent dcm Paftste Urban VI. eine Äittc untcrl'rcltet dcs Inhaltes: Dic Pfarrkirchen von Fraß lau, St. Georg m Stalis uud St. Michael iu Pcilcusteiu sammt allen dazn gcliörigcn 5laftellcu seien schou oor lauger Zeit ihrem Stifte einverleibt worden. Das Stift habe diese ') Aposteln 31. 2) Mitlh. des hist. V. f. St. VI. 269. 2) I.ili. vicl. tAlbcrt von Sittich im Sonnncr-Sftcisc-salc seines Musters, cr habe alle auf die drei Pfarren des 151 Klosters Obcrbnrg Bczng habenden Üinlicrlcibnngönrkundcll und die übrigen ihn, von den Obcvbnrgcrn ilbergcbcncu bezüglichen Dokumente geprüft nnd sic anthcnlisch befunden, wcßhalb er im 9tamcn des Papstes die Pfarren W r a s l a w, St. Georgen in Schalach nnd St. Michael in Pcylcnstciu sainint allen dazn gehörigen Kapellen dem Stifte Obcrbnrg ans immerwährende Zeiten einverleibt, den auf diesen Pfarren rcsidircndcn Vikaren alle ihre bisher genossenen und innegehabten Zinsnngcn, Zcheutc, Früchte, Einkünfte, Wiesen, Weiden, Acckcr, Wälder, Opfer und sonstigen Antheile für ihren Unterhalt nnd znr Bestreitung ihrer sonstigen Auslagcu zuweist, zugleich aber auch anordnet, daß alljährlich am St. Martmstagc ^der Vitär von Wraslaw 20 Mark, der Biknr von Vt. Georg in Schalach 24 Mark nnd der Vikar von nt. M i ch a c l in P cylenstein 26 Vtark Wiener Pfenmgc dem Abte nnd Convcntc von Obcrbnrg zum Zeichen lyrcr Abhängigkeit nnd Hnldignng zn entrichten haben Zeugen dieses Aktes waren die Sitticher Ordensbruder: Johann der Prior, Pctcr dcr Snbprior nnd y c l »l r l ch der Pfriiud cnm cistcr (ml^ißwi- ?^uo>L); d,citlcrllcr: Magister Heinrich von Czcrste ten'), Mcricbnrgcr Diözcsan, nnd Vi agistcr Thcodcrich von üzcr,t c t c n der öffentliche Notar, dann die Waffenträger (iuw^on) Leopold der Nanmschusscl, Leopold nnd Gcur-gclin gcnanut die Vaist, Nikolaus Furholczcr, Paul nnd Hcinri ch von Obcr n b u r g. u. a. ') Ueber alles dieses scheinen aber nachträglich nnd zwar alsbald dem Sittichcr Abte Albert einige Bedeuten anfge-sticacn zn sein, weil er in einer Urknndc 66o. 1388 zu Sittich aiu 30. Juni in Gegenwart des Johannes vonMila, Archidiakons in Krain nnd in dcr Mark, und des Georg Gall, Pfarrers ') Kerschsteilen. ^'.^icu. bei Krascu? 152 von Treff» n, dem Mag. und Vaee. Hcinri ch von Czcrstctten initthcilt, cr habe zwar nach genauer Prii-fnng alles richtig l'cfnndcn, was die Obcrblirgcr, Alit nnd Convent, beim Papste bcziiglich der ihrcin Kloster cm-verleibten Pfarren nnd bezüglich der übrigen Sachen vorge-bracht haben, doch beauftrage cr ihn, Mag. Heinrich, iwcr alles dieses, bcfoilders aber über die Ncchte nud Einkünfte der ineorporirlen drei Pfarren gcnanc(5rtnndi^nngcn cinznzichcn llnd das Ncsnltat derselben ihm, den: Alne, mitzntheilcn, damit cr desto vollständiger den päpstlichen Anftrag vollziehen tönnc. ^') Sollten diese Bedenken und Zweifel dcs Abtes etwa von Einflüsterungen des Archidiakonö I o h a n n e s Vtil a angeregt worden sein. der seinerzeit (U!?^) mit dem Stifte Ober bürg mn den Äesitz der Pfarre Skaliö ftroces-sirtc? Ueber das ytcsnltat dicfcr weiteren Untcrsnchnng licgt kein Dokmnent v»r. Ohne Zweifel ist eo bei der ersten Entscheidung geblieben. 1.'>8!) in Cividale am I I». Februar hat der Patriarch (Johannes) von Aglay die Grafen Hermann nnd W i l-l) c l m von Cilli nnd ihre Nachfolger als Vögte dcs Stiftes Obcrl'iirg bestätigt. ') 1389 zn Obcrnbnrg ain St. Jörgen Tag stiftet Lud ly von Nor, Schaffer sdcs Klosters) zn Ol'erbnrg sich nnd seinen Pordcrn znm Trost eine ewige Messe, welche der (5onvent alle Tage nnd ewiglich mit einer Colleetc von allen gläubigen Seelen am Allare der hl. Johannes Äapt. und Johannes Ev. im Gotteshanso zn Obcrnbnrg sprechen nnd verwesen soll. Znr Äedccknng dieser Stiftnng gibt cr dcni Conuentc zwei Hnbcn (im Amte 1i!'ov«oli), wovon eine im S ad own i k (^alwvuik, Obstgarten), die andere aber im Nodol (Vuänlo) gelegen ist, davon man jährlich ') Aposteln VII. 92 153 4 Mark Wiener Pf. dient, wclchc die Col,vcnthcrrn schon friihcr von ihin fiir zwci am cbcn genannten Altarc zn lcscudc ewige Messen hatten. Daunt sic adcr ewiglich nnd täglich die obgcncmntcn Mcsscn desto daß dollfnhrcn möchte», läßt or ihnen dm Zchcnt zn M ötni k lcdig, wclchcn cr von ihucn zu ^ehen'hat, wie anch cmc Hnbc zu Weingarten (0k<>liiu^), die cr mich vom Gottcshallsc zn Ol'. M Lchcn hnt. Weites liibt Lndly noch cine Hnbc zu Sulcz (8wtlun. im Nmtc ^irov^ok) nnd dcs Drach-sclö Hubc unterm St. Prcymsbern (Primns-odcr St. Florianibcr^ zn Oocrlmrg), wofiir dcr Convent ihm, seinen Erben nnd Vordem alljährlich am Montag nach dem St. Mwlanö Tage einen Iahrtng mit cincr gesungenen Vigil nnd Messe hallen sott. Siqlcr: M't N y-clas nnd '.< cnpolt dev N a n m schii 3 zcl von (Vchei n-n c k (Schöneck l'ci Hcilenstcm).*) (^lcichzeNig l'enrlimdct dcr A l't Nycla, daß er scittm, Schaffcr '^ndlcin von Nor zn eigen gegeben habe cinc Hnbe zn Weingarten, ans der Äcydly gcsc,!cn war nnd welche Lndlcin fnr die ewige Messe an, St. Io-haunco Altare geschaffen hat. Siglcr: dcr Abt.') 1389 zn'Obcrbnrg am St. Galen Tage bekennen Nndulff dcr Vaizz't, seine Wirthin Kathrci nnd dcren Erben, daß ihnen dcr Abt Nycla nnd dcr Convent "on Obcrbnrg den „in dcr Phlcg zn Vra nzl" gelegenen Zchciit nui 80 Niärt gnter Venedigcr oder „Friolcr" Schillinge versetzt habe. Siglcr: N nd o lf dcr Va iz,; t.*) 1300 in Rom am ^0. Mai (7. KI. ^uuii, ?0utiti-oatuu ,,«8ti'i ^Vunc liim«) hat Papst Bonifacins zwei Anllcn fnr das Stift Obervnrg ansgcfcrtigt. In dcr cincn bestätigt cr deni Stifte die ihm voit den römischen Päpsten ertheilten Rechte nnd Freiheiten, wic anch allc von Königen, Fiirstcn und anderen Olänbigcn erlangten Befreiungen von weltlichen Abgaben. ') Laib. Ord. Arch. 154 In der 2. Änllc nimmt der Papst die Convcntualen und das Kloster von Ob. sammt deren Gntcrn in scincn Schlitz und bestätigt ihnen noch besonders ihrcZehcntc, Gc-bändc^ Bcsitznngcu, Weingärten, Ländcrcicn, Nicseli, Wei-dcn nnd sonstigen Giiter. Da von diesen beiden Bullen das päpstliche Sigcl verloren gegangen ist und in den Bnllcn auch wcdcr cine Jahreszahl angegeben, noch gesagt wird, von welchem Papste Bonifacius sie ausgefertigt wären, so sragt es sich hier, in wclchc Zeit sie zn versetzen seien. Im Urknnden-Ncgister, wie anch an der Avcröseitc cincr dieser Äulleu wird 1389 alö das Ansstcllnngsjahr derselben angegeben. DicscS dcn-tct als» dahin, daß man diese Bullen dem Papst Bom-facins IX. zngcschricbcn habe, vielleicht ans Grund dcr damals noch vorhandenen Insigcl. Sind aber diese Billlcu vom Papste Bonifacins IX., dann können sie nnr i>: das Jahr 1390 gehören, weil dieser Papst erst am 2. November 1389 erwählt wnrdc. 1390 am 28. Inni haben die Acbtc von La ndstraß und Oberbnrg mit päpstlicher Vollmacht den Äischof Nikolaus von Kor ban von den Censuren absolvirt, in wclchc er wegen eines mit dem Abte dcs Maricntlostcrs zn Agram gehabten Zchcntstrcitcs verfallen war. ') 1391 zn Obcrbnrg am 15. März. Lcunh a r d dcr Bischof von Thes sal on it und Genera lvikar von Aglay schreibt an Nikolaus den Pfarrer von Ob er bürg, er, der Pfarrer, habe ihn ersucht, das Kirchweihfest der Kapelle St. Michael in Frat m a n s-dors si^aclmii^o) auf den St. Vcitötag zn nlicrtragcn, welches Fest ehcnlals durch den Aglaycr Gcncralvikär Franz (Lpisoo^nm Oittm.) mit allen zu dieser Kapelle verliehenen Gnaden nnd Privilegien vom St. Hicronimns Tage ans . . . übertragen worden war. Dieser Äitlc cntsprc- ') Ob. Urt. Vcrz. 155 chcnd, überträgt nun Bischof ^conhard das besagte Fcst auf dm St. Vcitstag. ') 1391 zu Obcrnburg ain St. Jörgen Tag. Jörg dcr Vaizzt, Äurggraf znObcrnbnrg, und sci»c Wirthin Dorothc bcnrtnndcn, es hätten ihnen der Abt Nycla nnd der Convent von Ob. dcn Nein- und Gc-trcidczchent, gelegen in der Pflege der Kirche zu Franczt, um 80 Pfnnd Wiener Pfennige so bcschcidlich verseht, daß fiir die Nutzung dieses Zehcntos alljährlich 10 Pfund von der Schnld per 80 Pfnnd abgerechnet werden sollen, der Sehcut mithin nach Vcrlanf von 8 Jahren dem Gottcs-hansc Ob. wieder ledig sein wird. Sigler: Iörglinns Waizzt (am Insigel) nnd Fridrich der Fnrtnck-tcr Bnrggraf zn Sänne k. '^) 1cj93 des Eritagcs in dcn hl. Ostcrfcicrtagcn verkaufen Hansel und Nylcl die Tanpctcn von Iranczk dem Abte Nycla nnd seinem Cmwcntc ihre zu Zcrtcucrawcn (boiwQoriivuv im Amte VuloF) gelegene Hubc um 40 Mark Wiener Pfennige. Siglcr: Fridrcich der Fii rtnc ktcr, Burggraf znSan-nck, und Fridreich der Pombrccz. ") 1393 am ZI. (!) April entschied H erzo g A lbrccht zwischen HaunSvon Lichtcnsteiu (Lichtcnbcrg?) nnd Grafen Hermann vonCilli. Dieser hatte die Vcste Walcm (Wöllau, Voloujo) jenem abgenommen, jener aber einen Pfarrer im Schallthalc eingekerkert.") Nach Schutz (Lexikon) wäre Graf Hermann zur Gcnngthnung verurthcit worden. Der hier erwähnte Pfarrer wird wahrscheinlich der von Stalls acwcfcn sein. 1394aniSt. GörgcnTag. Nciuprccht der Pfar-rcrzu St.Martin bei Krainburg,Fridcrich,Wil- ') Laib. Ord. Arch. -) Mlicharij Gesch. der St. VII. 47. Nach Schmutz wurdc diese l5ü t N iclas und dcr Convent von Ob. hätten ihncn die i'tirchc St. Jakob ob Su cssenhai m '), welche cin Obcrbnrgcr Lehen ist nlld vorinals zur Pfarrkirche Peylcnstcin filialswcise gehört hat, in it allcn pfarrlichcn 9lcchten mid niit dcn Zc-hentcn von dcn Gütern zn Sn csscn ck"), Snldcn-d c r ch"), Or ics ch^), D o b r i n'"') N unicz«), C h r a ft ^), Plcssuvicz^) niid Odcnpncch sammt aller Znge-hörnng, wie darüber dcr Aries lautet, bestätiget nnd gc-cignct, alsu l'cschcidlich, das; der 3lbt und Convent von Ob. jenen Priester, den sie die Sncsscnhciincr fiir die Mrche und Pfarre St. Jakob ob Siisscnhcim ihnen präscittiren lucrden, jcdcöinal ohne alles Verziehen bestätigen sollen. Als Gegengabe für diese pfarrlichen Rechte und Zehcntc geben sie, die Snssenhcimcr, dem Abte nud Coiwcnte ihres cigcncn Gntcs 5 Niark Wiener Pfennige jährlichen Dienstes und Nutzens, drei Hnbcn im Ornczthal") nnd zwar eine zit dem N ac z^) und 2 zn S t. V lrc i ,h.^) Siglcr: Ncinprccht, Fridrcich nnd W ilhalm die Süsscnhai m c r und ihre Frmndc Nielas von H lift f c n b a ch und Ebcrhart der Pucdlingc r.'^) 1394 am St. Jörgen Tag haben Ncinprecht nnd Fr id reich die Vriidcr von Süsscuhaim auch noch cinc zweite Urkunde ausgestellt, anö welcher wir erfahren, daß ihr Bruder Wilhelm dcr Süsscu-hcinicr bei obiger Verhandlung nicht zugegen war, auch nicht der Urknnde sein Sigcl angehängt habe; denn dic Brüder Neinftrccht uud Fridrcich verpflichten sich in ') Die dermaligc Filiallivchc St. Ialob in Dublin»,, selche bid^1791 Pfarrtirchc war. ") Occ,eiid !Vi!sscühcim. ^) Sa^ lcmlillvg, ^iuuoi-li, in dcr Gom. Iv«,»k^.' ^ Oi-eZj« in dcr Gem. Oudnnll. °) Dodriuil, °) Uavniou. ''I Ilrilg^u. ") I^Ionivso. ") ttracliso in dcr Pf. Peilenstcin. ,'°) 1'rnHubc? ") Filmltirchc St. Ulrich i» Lngiöno. 157 diesem zweiten dcm Abte nnd Convmtc von Ob. ausgefertigten Briefe, das; sic cincn Monat darnach, wenn ihr Ärudcr Wilhalm in das Land Stcycr schirist kommt, mit dessen eigenem Sigcl dic obige Urkunde bcsigclu werden. Und sollte, was Gott nicht wolle, ihr Ärudcr Wilhalm vor seiner Rückkehr nach Stcycr mit Tod abgehen, dann soll die obige Urkunde eben so volle ^raft haben, als ob sie wirklich auch vom Wilhalm, ihrem Ärudcr, bcsigclt wäre. Siglcr: DicBrüdcrRcinprccht ,md Fridrcich.*) 1395 zn Nom 10. April (MI. lüu« ^piili«) stellt Papst Äonifaeins IX. eine Äullc ans folgenden Inhaltes: Der Al't nnd Konvent von Ob. besorgt, es könnten, wie ehemals, auch künftighin in ihre Rechte bezüglich der chrem Stifte einverleibten Pfarren Fr aß lau, stalls und Pc ilenstcin Eingriffe gemacht werden, legten die ihnen vom SittichcrAbtc Albcrt 1388 Namcus des Papstes ertheilte Coufirmationsurknndc ihm, dem Pap,tc, mtt der Bitte um deren Bestätigung vor, welche Äcjtätlgnng ihnen der Papst ertheilt und bcnrknndct. *) 13<)tt des Freitages vor dcm St. Jörgen Tagc verkauft Hausc l dcr ^ eczto von Votschcn (lioöna) dem Wülfing, Prior des Oottcshanscs Ob., scmc zu Vüts ch e n ^ zunächst bi der Zicgclmcistcrs-Hnbc gelegene Hübe nm 34Mark Wiener Pfennige. Sigler: ^ent-ftold der Ranmschüsscl von Schcinnck und Nytlcin der Fnrho lczcr.'") 13!)7 zn Sophumbcrg (Scharfcnbcrg) am 21. Innt iibn-trägt der Patria r ch Auto n dcm Obcrbnrgcr A b t c Niko lans die Untersuchung und Ausführung der Aittc des Pfarrers Wyscu tinus von ^t. Paneraz in Wiudischgratz, Kaftlancs der Aglaycr Diözese und Archidiakons von Mrnthcn, betreff der Euwcrlcibnng der Iilialc St. Egidi in seine Pfarre ') ') Land. Arch.' 158 1308 9. Febriiarii. Copia investiturae papalis super Chötsch. Dieses Ncgcst ans dem Obcrbiu'gcr Urkundcn-Ber-zcichnissc deutet au. daß an diesem hier angegebenen Tagc dic Pfarre St. Georg in Kötsch (I^öo) dcm Stifte Ob. einverleibt und dasscbc mit dieser Pfründe invcstirt worden sei. Die Iuvcstitnrsbullc selbst ist iin Ob. Archive nicht mehr vorhanden, wie übcrhanftt anch alle anderen die Pfarre Kölsch betreffenden Urknnden im Ob. Archive fehlen. Am 15. Oktober 1580 crsnchtc Erzherzog Karl anläßlich eines Streites wegen der Vogtci von Kutsch den Laibachcr Bischof Johann nm Ucbcrscnduug der in Ober-bnr^ vorfindigcn, die Pfarre llötsch betreffenden Urkunden. Ohne Zweifel wnrdcn dainals diese Urknndcn an den Herzog abgegeben und sind dieselben vermuthlich nicht wieder nach Ob. znrück gelangt. 1398 in to8to 8. Oruois gibt Leopold S ch m u kh cmc Ocdhnbc in der Pillichgrnbc (im Amte St. Egy-dcn) für ein ewiges Licht znr Kapcllc St. M crt h cn. ^) Der Stifter Leopold Schmnkh dürfte identisch sein mit dein hier zmia'chst folgenden Siglcr Dybolt Snnikchcr. 1399 zn Wclin am Eritag in den hl. Ostcrfeierta-gcn bekennt Hermann der Turner, Burggraf ;u Wclin (Wüllan), cs habe ihm der Obcrburgcr Abt Nykla sammt Convent jenen Gctrcidczchcnt zll altem Wclin (8tar» vo»), unter Wclin nnd unter dcm Eck (Untcrcgg, ?uäki'^), den vormals Octtli von Turn, dem Gott gcnad, vom Ob. Gottcshausc zu Lehen hatte (1374) nnd der von altcröhcr zur Pfarre St. Jörgen im Schalachthal gehört, zum Lcibgcdina, verliehen so bcschcidlich, dasi, wenn er, Hermann, mit Tod abgegangen sein wird, das Gott lange spaarc, dieser Zchcnt den Obcrb. Herrn und dcr Pfarre St. Jörgen wieder ledig ') Ob. Urt, Vcrz. 159 sein soll. Siglcr: Dycbolt von Hcckchcnbcrg und Dc)cbolt dcr Smutch er.'") 1400 am 2. Februar hat Heinrich Zelßnnk') Burggraf zn Obcrburg, vom Abte Niklas den Gc-trcidczchent zn Ober- nnd Un tcr-Dndclsckh anf sein Lebelang gepachtet.") 1400 nln St. MathiaS-Tage zn Ol'crbnrg erklären dcr Abt nnd dcr Convent von Obcrlmrg, daß sie den Grafen H cr m a n n von Cilli von dcr Verbindlichkeit, welche er znr Bcfriedignng dcr vom G corg von Land st r as; fiir die Kirche zn Kölsch erhobenen Ansprüche anf Zahlimg jährlicher 40 ft. übernommen hatte, entbinden.') Georg von Landstraß wird Pfarrer in Kölsch gewesen sein imd sich bei dcr Einvcrlcibnng seiner Pfarre (1398) zmn Stifte Oberbnrg eine Pension ansbednngcn haben, fiir deren richtige Erfolgnna, dcr Cillicr Oraf als Bürge eingetreten zn sein scheint. 1402 am Doncrötag vor dem Großfrancntagc. „LcibMna, auf Andreas'Wcnzl seligen aydcn von AbbtNicola vinb cin Trcidt Zcchcnt zu lähötsch. ^ ) 140Z dcö Montages vor dem St. Vcits-Tügc bcnr-knttdct O st e r ui a n von Stain, Vitztnm in Kram, day er dem Herrn Nnlffi n g, „Prio l" (Prior) zu Obcrn-bnrcz nnd dem Conventc daselbst zwei Hndcn in dcr Stalncr Pfarrrc, dic eine zn Czcll bei Tnchcin^), die andere aber zn Mi tt erstorff")gclcgcn, nm 100Mark Frianlcr Schillinge nnd nm 3 Gulden verkauft habe. Sigler: ') Zelönil' hcißt ii, der Stiftlmgöurtitudc uou Ncutloster, 1453, dcr l)mtcr Ncuklostcr liegende Verg 8o1i:»!K ') Ob. Url.VerF. ') Aposteln VIl. 89. ") Ob. Url. Vcrz. °) 8o1o im Amte I'orolior. ") 8reäun vc8, im Amte ?orodor. 160 0 st c r m a n selbst und seine Oheime Peter von R a y n nnd Pirß von Aych.') 1404 am Montage nach demSt. Vcits-Tage bekennt L y cnhart der Vayzzt, daß ihm sein gnädiger Herr der Ad t Nyklas nud dcr Convent vun Obcrbnrg den Wcin-nnd Gctrcidczchcnt zn Hindcrftnch") anf seine (desVayzzt) Lebenszeit verliehen habe; daher nach seinem Tode weder seine Wirthin, noch seine Erben anf diesen Zehent einen Anspruch haben sollen."') 1404 des Freitages vor St. Andrea gibt Märn tsch die Lcytcbiu, des Iansco Marstaltcrs eheliche Wirthin, dem Ob. Eonvcntc jene zll Chrnsc-wicz^) in dcr Tnchcincr Pfarre gelegene Hnbc, welche ihr gnädiger Herr, dcr Abt Niclas, mit ihrem Golde vom Ostcrman vun Stein, Vitztnm zn ^aibach, gc-lailft hat lind jährlich 2 Mark Schilt, oder 3 Mark Wiener dienen. Dagegen sollen die üonvcntherrn alljährlich cincn Iahrtag, abends mit Bigil nnd morgens mit dem Seelen-mntc, halten und zwar bei ihren, der Stiftcrin, Lebczci-teu in dcr Quatcmbcrzcit nm St. Michaelis, nach ihrem Tode aber an ihrem Sterbetage. Dafür soll dcr Oblaycr von dem erwähnten Gelde den beim Iahrtag anwesenden und die Messe sprechenden Convcnthcrrn 2 Mart Wicner, 1 Mark aber dem Küster für das ewige Licht bezahlen, welches Tag und Nacht brennt zu St. Margarethen. Susier: Aelblcin von 3t ascnbc r g, Erhärt T u r-ncr, Anrggraf zn Pilchgrccz, nnd Licuhart dcr P a l) z t.'") 1404 den 13. Dezember im Schloße Fagana bestätiget der Patriarch Anton dem Kloster Ob. alle Rechte nnd Privilegien, welche seine Vorgänger, die Patriarchen Gregor, Vcrtrand, Nitulanö, Ludwig, Marquard, '^ Cop, im Ob. Ikwr v. I. 142«, Scitc 143. ") ^:li»»kicztuul in Kram, daß er seine Hübe zn Chruscwicz, in der Tncheincr Pfarre, dem Abte Niclas und dein Couvcutc von Obcrburg uin 56 Mark Schilt, verkauft habe. Siglcr: Lindlin der Igcr, Ostcrmanns Oheim, und Jörg lein der Maml-litsch, Richter in öaybach.*) 1405 des Pfingsttagcs vor luvooavit geben Fr id-reich Töllingcr^ Richter zn Schünstcin, und Kathr ei seine Wirthin dem Obcrbnrgcr Convcntc jene 5 Huben, welche Wiilfing der Prio r nnd der Convent wit seinem, dcS Töllina,cr, Gelde um 448 Gulden erkauft haben, und zwar 2 zn Tcwcz in der Steiner Pfarre gelegene Hnbcn vom Andreas von Stein, des Witken Sohne, nnd 3 Hnben, deren 2 zu Zcll bei Tuchcin ') und eine zu Mittcrndorf") iu der Stciucr Pfarre gelegen sind, vom Ost ermann von Stcin, Vitztnme in Krain. Diese Hul'cu wcrdeu dem Cmwcutc gegeben als Scclgcräth für des Töllingcr Vorfordcrn, Thomas Scidlcius Sohn vonSchöustciu, und sollen dafür die Coiwcuthcrrcu täglich am Fraucnaltarc im Chore ihres Gotteshauses eine Messe svrcchcu »der singen „mit einer Collcctcn der Ocdächtnns der l'bgenanntcn Seele zmn Trost und Heile". Wcitcrs soll der Öl'laycr dein Kiistcr alljähr« lich 2 Mark Wiener Pf. ausbezahlen für ciu ewiges Licht, welches am obcrwähntcn Francnaltarc Tag und Nacht zn brennen hat. Siglcr: Fr id. Tolling er, Lien hart der Bcil)zt und Hauns Iugelber der Richter zu Präsvcrg. '") 1405 an unser Frauen Tag der Kilndung in der ') 8ole nild °) 8rocln!l v«8 im Amid. vicl. in Ob. . 163 fing, dcuni der Prior und Convent von Obcrl'ilrg cinc zu Chreuczcn gelegene Hübe znm St. Acneditt-Altar ihres Münsters so bcschcidcnlich gestiftet, daß der Küster Von dicscni Gnte nnd vor diesem Altare alle Tage ein Licht brennen nnd alljährlich dnrch 30 auf einander fulgendc Sonntage cinc hl. Mcsse „von dem heiligen Hcrn sand Äc-ucdictcn sprechen lassen solle." Siglcr: der Abt nnd der Culwcnt. "') Dies ist die einzige bisher anfgcfnndcnc Urknndc, in welcher Abt Wnlfing II. genannt wird. Uin jcdcin etwaigen Zwcifcl oder Bedenken rncksichtlich der Datirnng dieser Urkunde zn begegnen, innß koi^statirt werden, daß dieselbe ganz verläßlich das obangcgebcnc Dntnm trägt, nild daß demnach im Jahre 1406 wirtlich cin Abt Wiilfing in Oberdnrg cxistirt hat. ') Äbt Nikolaus. II. 1409 zn Pisa ^«u. 0ot. (7. Oktober) beauftragt Papst Alexander über liittichcö Einschreiten dcs Peter Hilde brand, Pfarrers von Fraßlan, den Propst im Iamtthale, alle der Fraßlan er Kirche ungerechter Weise entfremdeten nnd entzogenen Giitcr wieder in den Bcsin dieser Kirche zn bringen nnd zwar erforderlichen Falles auch mit Berhängnng kirchlicher Strafen gegen Wi-dcrspänstigc."') 1409 am 14. November zn Pistoja bestätiget Paft>t Alxattdcr V. das ihm vom Abte Nikolaus nnd vom Cunventc zn Obcrbnrg iibcrrcichtc, voili Patriarchen Anton unterm i:;. Dezember 1404 fnr das Stift Oberbnrg ausgefertigte Privilegium. -) 1410 zil I^i'tll^i'^vii am 8. Inni bcnrtnndct der Patriarch Anton, es habe ihm Peter Hilde- " '^Bctaiüttlich cxistirlc auch 1308 ciu Abt Willfmg ill OberblN'ss. 2) I.il». vid. iu Ob. 11* 164 b 7 and vou Ascuach, vioari u « perp 6 tuu 8 der Pfarre St. Georg in Praß berg, persönlich vcr-gcbrncht, daß cr, dcr Patriarch, ihn anf Grund eines Prä-scutationsschrcibcns, welches der ncncrwähltc, nbcr die Ncchtc seines Stiftes nicht genügend informirt gewesene Obcrbnrgcr Abt ausgestellt hatte, als Vikar von Praßberg eingesetzt und bestätiget habe. Diese Institution und Confirmation hätten nachher den Abt und Convent von Obcr-durg sehr turbirt, weil alle Collation, Disposition und Provision rncksichtlich dcr Pfarrc Praßbcrg sammt dem dc-züglichcn Archidiakonats-Ncchtc schon länger als 290 Jahre ihrem Stifte zustehen, was aber fowohl dein Abte, wic cmch ihm, Hildcbrand, leicht unbekannt sein konnte. Der Vikar Peter habe writers die Bitte gcstcllt, cr, der Patriarch, wolle nun diese in Folge eines unterlaufenen Irrthumes angc-suchtc und vollzogene Institution nud Collation zur Wahrung dcr dem Stifte Ob. znstchcnden Rechte annulliren und kassircn. Auf das hin, wie auch auf die Fürbitte sciucs Freundes, des hochauschulichcu und mächtigen Grafen Her-inann von Cilli uud LaF0r.jo, Vogthcrrn des Stiftes Obcrburg, erklärt dcr Patriarch diese hicr in Rede stehende Präsentation, Institution uud Consirmation für imll uud nichtig. ^) Dcr Umstaud, daß dcr ueu erwählte Abt Nikolaus iibcr die Ncchtc seines Stiftes wenig nutcrrichtct war, wie es oben heißt, läßt vcrmnthcn, daß cr aus cincm anderen Kloster, also im Postnlationswcgc znr abtcilichcn Wiirde dcs Stiftes Ob. gelangt sei. 1411 am Psingsttagc vor ^uäica in dcr Fasten. Chnna dcS scligcu Hannscn Hüt lens eheliche Wirthin unterm Hof zn Obcrbnrg gibt kund, daß ihr dcr A bt Niklas 9 Mark guter Wiener Pf. dargeliehen habe ') I.il), vi6, in Ob. 165 auf ihre Erbschaft und Ansprüche nach ihrem seligen Wirth, welches Darlehen cmf dem den Erben gehörigen Hofe zunächst beim Iostlciu satzweise geschrieben ist. Siglcr: Der ehrw. Herr Niclas Pischolffs Yponcn nnd Licn-hart der Vaist. -*) 1412 am Sonntage (Hnayiwoäo ^ouiti. Stiftbricf über die Ntcßnerci der Kirche St. Nadcgund in der Stau, den, welche Ludwig Sax gestiftet hat. ') St. Nadcgund in der Staude wird die zur Pfarre St. Georg unter Tabor gehörige, im Dorfe Kapcl gelegene Filialkirchc St. Nadcgund genannt. 1412 Rom am 23. Juni werden der Abt Nikolaus und der Convent von Ob., dann Fridrcich Kreiß (Krois;, Naic?), vioaiiun porpotuun in Kötsch, vor das Päpstliche Tribunal citirt über Anlangen des Priesters Stcfau Strall in Angelegenheit der Pfarre Kötsch.") 1412 äis 19. 8optomdrl8. Iu8tl-uiu6uwlu iulli-bitioms oti. 1iti8 pLUlloutiHm 6o uou molostauäo H^bato st oonveutu Odsrbul^ousi. ") Auch dieses Ncgcst dürfte anf den obigen die Pfanc Kötsch betreffenden Streit Aczug habeu. Ibt Georg Wernberger. 1414 am 9. November ließ GrafHci in a u n von Cilli mit scincu Söhnen Friedrich, Hermann nnd Ludwig allc das Pcttrouatsrccht von St. Martin in Tiiffcr, St. Martin m Ponikl, St. Maria in Gurkfcld, St. Margarcth W Vodiz, hl. Kreuz bci Nohitsch und St. Nupcrt bei Nassen fuß bctrcffcudcn älterm Schcnkungs- und Confirmations-Urkunden der Aalayer Patriarchen und der Päpste neuerdings in beglaubigten. ') Rcc,cst. dcö Ob. Url. Verz. «) Urk. im Laib. Viöth. Arch. Lcsc 1420. ") Url. Vcrz. in Ob. 166 gerichtlich kollationirtcn und bewährten Abschriften sigilliren durch Philipp, Pfarrer zu Stcin, ocr Patriarchal-kirchc und der (5illicr Grafen .sicinnncrer, wobei in der Silbertammer ans der nntcrcn Änrg zn Cilli (iu castro inloiioii OilejiuL «,<; oamora, vagoium Hi^outcOlum 80u ^lioslluli^) als Zeugen zur Unterschrift anwesend waren die öffentlichen Notare: Peter Hildc brand von Ise nach, Mathiaö Kascl von St. Peter;u strainbnrg, 5?onrad Tcuffcnbachcr, Georg, Pfarrer zn Sc ldcnhoffcn, Nittcr Iodok Hcl-fcnbcrn cr, Friedrich Topft lach cr der Hofmcistcr der Cillicr Grafen, die Waffenträger Johann Eindecker und A ndrä von Graben) Georg der A b t und A r ch idiakon von St. M aria in Qbcrbnrg. G c« 0 r g ocr Prop st und Archidiakon des Chorhc r rn-ftiftcs iui Iannthalc, der Prio r UlrichLaknc r, der PfarrcrC h r istia n und Johann von Bellen (Wöllan?), StiftSftricstcr zn Obcrburg, Thcodorich von Zcrstedc in Franz, Vaccalanrcus dcrDckrctnlcn, Johann von N i c tz, Pfarrer^ Friedrich von Greife nbcrg, Erhard von Zlltcnbnrg, Iodok von Fürchtenck, Johann Haller, Konrad Go- 1 i e nz, Waffenträger, n. a.') ^1414 haben der Abt nnd Convent von Oberdurg unterm 19. November den Kaiser Sigisinnnd nnd unterm 21. November dcn Papst Johann nm Bestätigung des Grafen Hermann von Cilli als Vogt nnd Schirmherr« ihres Klosters gebethen. -) 1415 zn Konstanz am St. Antoni Tage s17. Jänner) bestätiget Ka is er Sigismund Ci-o^nulUm uo»t. 2uuc> Iluu^llriao 15.) dem Stifte Obcrburg alle Rechte, Privilegien, Freiheiten, Vergünstigungen, alten Gcwohn- ') Gub. Eopialbuch IV. 2) Aposteln VII. 98. 167 heilen, Gnaden, Wnrdcn und Urknndcn, welche es von den römischen Kaisern und anderen geistlichen oder weltlichen Fürsten erlangt hat, und bedroht Jedermann, der sich gegen diese Rechte n. s. w. zu handeln anmasscn würde, mit seiner königlichen Ungnade und mit einer Strafe von 30 Mart fcmcn Silbers.') Im Ob. Urk. Verzeichnisse werden zwei vom Kaiser Sigismund für das Stift Oberburg ausgefertigte Schntz-bricfc angeführt, der eine ääo. 7. Jänner 1'414 nnd der andere ä^o. 17. Jänner 1415). DaS Gleiche berichtet anch Valvasor (Ehre des H. Krain III. 277) mit der Angabe, daß beidc Bricfc in Konstanz ausgestellt worden seien, was wohl unrichtig sein wird, weil Kaiser Sigismund erst im Dezember 1414 nach Konstanz gekommen ist. 1415 zu Konstanz am 23. Jänner (10. 0al. I?o-bruarii) erließ Papst Johannes XXIII. (poutif. anno 5.) eine Vnllc folgenden Inhaltes: Der Abt Georg nnd der Ccmvcntuon St. Maria in Obcrlmra, hätten die Beschwerde vorgebracht, daß sie von einigen kirchlichen nnd weltlichen Personen in ihren Äcstt-zungen und Rechten beschwert nnd verkürzt werden, und hätten ihn mn eine bezügliche Abhilfe gebethen. Darüber stellt mm der Papst die Bischöfe von Lavaut und Gnrk und dcn Propst vom Iannthalc zn Äcschiitzern nnd Vollstreckern anf gegen alle, welche die Rechte nnd Güter des Obcrb. Klosters verkürzt und gcschädigct haben.") Diese Bulle erschciilt im Ob. Urk. Verzeichnisse unter dem Jahre 1410 rcgistrirt, wodurch Schmutz und Andere verleitet wnrdcn einen Georg als Äbten von Obcrburg in das Jahr 1410 zu versetzen. -, 1415 am Maria Himmclfahrttagc rcvcrsirt Abt Ge- / org von Obcrburg, daß Graf Friedrich von Cilli dem Stifte > Oberbnrg 3 Hnbcn, gelegen an dein oberen Hardt in der ') Lid. viä. in Obcrb. ') Urt. im Laib. Ord. Arch. 168 Herrschaft und im Urbar Montprcis, als frei eigen geschenkt und von seiner Gerichtsbarkeit mit AnSnahmc des Mordes ganzlich befreit habe, jedoch mit der Verpflichtung, daß das Stift Oberburg von dcu Einkünften dieser Hnben, per 3 Mark Pf., ein ewiges Licht bei unser lieben Frau in Sulzbach unterhalten soll. ^) 1416 am 9. Mai verpflichtet sich Pankraz Mörchlin Stitftl von Stain, vioarius pLipowu» inFranzkh, in Gegenwart des öffentlichen Notars alljährlich eine Pension von 12 Mark Wiener Pf. dem Ob Abte zn entrichten.") 1420 am 15. September appcllirt der Oberl'nrgcr Abt Georg gegen die päpstliche Vullc, mittelst welcher der Priester Stefan Strall erschlichener Weise (8ub> lsptitio) in den Besitz der Pfarrpfriindc St. Georg in Kölsch gekommen ist.") 1421 des Erichtagcs am St. Crasem-Tag (2. Juni) verkauft Els, Hensleins des Stupls von Stain Witwe, dem Stiftsprior Christan und dem Con-vcntc von Obcrburg zwei Huben, wovon eine zn 5iru-schewicz ^), die andere aber znPodgor ^) vor dcr Stadt Stein gelegen ist, um 94 V? Schillinge Friaulcr Münze. Siglcr: PyrsovonAych, Vlrcich dcr Lylig cnber-gcr und Jörg von Stain.'") 1421 des Mittwochs am St. LamprcckMagc verkaufen Hanns von St. Peter (in dcr Commenda?) und dessen Wirthin Gcrdrawdt ihre zn Pcyschat°) in Mnnacspurgcr (Maunöbnrg) Pfarre gelegene Hubc dem Ob. Stiftsprior Kristan und Convcnte um 37 Mark Schilt. Frianler Münze. Siglcr: der Äer- ') Gub. Eop. Buch, IV. ') Ob. Url. Vcrz. °) Eben dort. Siehe 1412. *) und "I in: Amte I^orodor. °) Sichc 1432. 169 käufer, Jörg von Stain und Niclas von Lakch, Richter in Stain.") 1421 am 27. November fällte und bcsigcltc Bischof Ernst von Gurk seinen Urtheilssvruch für Herzog Ernst wegen der Vogtei des Stiftes Oberbnra im Sann-thale.') Da der Gurkcr Bischof Ernst und der Oberb. Abt Georg um diese Zeit, wie wir uns aus einer Urkunde des Jahres 1431 überzeugen werden, in Wiener Ncnstadt waren, so dürfte dieses Urtheil eben dort gefällt worden scin. 1422 die 25. Apvilis. „Procuratorium abbatis Oberburgensis pro Joanne Gradze, perpetuo vicario in Cbötsch, ad publicandas litteras apo-ßtolicas ct percipiendi fructus." 2) Abt Oonrad. Dieser Abt wird zuerst genannt im Oberb. Urbar Vom Jahre 1426 nnd zwar in einer Anmcrknng „ääo. td-riä quint» post I^liois ^uul) 26" betreffend dic jährliche Smsung des Bürgers Bcncditt in der Priftrin zu Obcrburss. 1426 wurde der bisherige Pfarrer von Stcinkirchcn in Olicröstrcich, Johann Prunncs, welchen Rcin-bert v»lr Walscc nach dein Tode des Pfarrers Petrus zum Pfarrer von St. Gcorgcn inGouobitz ernannt hatte, lioin Obcrburgcr Abte über ftnftstlichcn Befehl feierlich eingesetzt. °) 1427 am 27. Mai halicn der Abt Konrad und der Convent von Obcrb. in Gegenwart des öffentlichen Notars Johannes I^eouaräi 6e li-axa gegen den Aglaycr Patriarchen Ludwig an den Papst ') Muchar. Gcsch. VII. 160. ") Urt. Vcrz. iu Obcrbing. ") Wuchar. Gesch. VII. 190. 170 Martin V. appcllirt und haben in ihrem vorgelegten Ae-rufllngsschrcibcu dargcthan, daß ihnen sowohl das Archi-diatonatsrccht, als anch das Ein- nnd Absctzungsrccht bc-zilglich aller auf den ihrem Stifte einverleibten Pfarren anzustellenden und angestellten Seelsorger zustehe.') 1427 zu Rom am 24. Juni (V11I. 0al. ^lilii) Hat Papst Martin V. eine Bnllc an die Bischöfe von Sc-kau und Agram und an den Abt dcö Stiftes St. Lambrccht folgenden Inhaltes erlassen: der Abt und Convent von Obcrburg hätten die Klage vorgebracht, daß einige Patriarchen, Erzbischöfc, Bischöfe, Prälaten, Kleriker nud kirchliche Personen deS Weltpriestcr- und Ordcnsstandcs; dann Herzoge, Markgrafen, Barone, Edelleute, Ritter, Laien, Communitätcn nnd einzelne Personen ihres Klosters Burgen, Ortschaften, Ländcrcicn, Häuser, Besitzungen, 3?cchtc, Gerichtsbarkeiten, Fcchsnugcn, Zinsen, Renten, auch andere bewegliche und uubewcglichc, geistliche nnd weltliche Güter an sich gerießcn, in ihrem Besitze halten, unrechtmäßigen Besitzern ihrer Mostcrgiiter Schutz uud Hilfe gewähren und ihrem Kloster viele Unannehmlichkeiten, Unbilden und Schäden verursachen. Darüber bitten die Kläger um Abhilfe und der Paftst ernennt in Erwägung, daß es zu um-ständlich und zu beschwerlich sei, in jedem ciuzclucn Falle an ihn zu appclliren, die obgcnanntcn Bischöfe und den Abt von St. Lambrccht zu Beschützern uud Richtern dcs Klosters Obcrburg mit dem Auftrage, dieses Kloster auf Verlangen gegen dessen Bedrücker zu schütze» und solche mit Anwcudnug kirchlicher Slrafcu nnd selbst auch durch Zu-hilfcuahmc dcs weltlichen Armes zu züchtigen. ^) 1428 am Freitag vor Pfingsten erlassen der Abt Nikolaus, der Prior Konrad nnd der Convent des SchottentlosterS zu Wicn ein Schreiben, in welchem ') Url, Verz. in Ob. ") Aus der nachfolgenden Urlnnde ääo. 29. Mai 143 l.» 171 sic den A b t K o n r a d , den Prior Peter n u d den 3 auzcn Convent don O b c r b n r g in ihrc Fraternität aufnchnicn.^) 1430 am 24. Februar zu Wien hnt Hermann dcr Graf von Cilli als Schinnvogt des Stiftes Oberb. bci den Fricdcnsverhandlnngcn, wcl6)e zur Vccudignug seiner mit dem Bischöfe von Bambcrg nnd nnt dem Herzoge Friedrich gehabten Fehde gepflogen wurden, die Klage vorgebracht, daß sich die Kramer Eingriffe in die Äcsitznn-gm des Obcrb. Klosters an der Tnchcincr Alpe (Mouiua) crlcuchcn. Die hicranf erfolgte Entscheidung lnntctc, es sollen l'cidc Parteien, das Kloster nnd die Herzoglichen, an ciuem bcstiinmtcu Tage ihrc Abgeordneten zur Begehung nnd Berichtigung der fraglichen Grenze senden. 1430 am Dienstage nach St. Gcorgi verkauft I o b st Perl dem Abte Konrad einen Hof zu Obcrbnrg hin-tcr dem Kloster. >) 1430 am St. Pantraz-Tagc verkauft Michael Sodmath „seine Gerechtigkeit" in Sulzbach in dcr Alpe, des ChaldcS Huben mit aller Zngchör, dem Obcrburger Abte Konrad. 2) 1430 am St. Michaelis Tage hat Abt Konrad die älteren Leute des Obcrburger Domininms, nämlich: den Präbcndar Augnstiu, den Sigismnnd, Johann Icsns (soil's von violoo?), Laurc nnd Vlrcich am Hard (Li-6o), Andre und Heinrich nnterm Cholm (poä dnmom), Ianko Mayer, dann Andre nnd Martin von Votschcn (Loöiia) iibcr die alten Nechtc des Stiftes Obcrburg einvernommen. Diese erklärten hicranf einstimmig Folgendes: 1. daß das Kloster Ob. seit der Feit seiner Griin- ') Ob. Urk. Vcrz. ') Eben dort. 172 dung, wie sic dies vmi ihren Voreltern nnd uon anderen chrbarcn Renten gehört und auch aus eigener Erfahrung keimen gelernt habcu, durch die ganze Oberlmrger Landschaft die Piincrkcn (Marken) uud Herrschaft so weit als das Ncgcn-wasser von dcu sie rings umschließenden höchsten Alpen und Bergen gegen eben diese Landschaft abfließt, also bis zur obersten Rcgcuwasscrschcidc dieser Alpen, unbestritten gehabt halic und uoch habe; 2. daß das Kloster auch besessen habe nnd noch besitze das Land- oder Gcmcmgcricht, wie auch das Spczialgericht in dieser ganzen vorbcsagtcn Landschaft, was durch authentische Urkunden schou öfters uachgcwicscu wordcu ist; 3. daß diese Hcrrschafts- und Laudcsgerichtsgrenzen gegen Sewnicn l)in beim Vächlcin unter der Linde in der Nähe des Schloßcs Altcnburg enden, au welchem Grenz-bächleiu die in der Landschaft Obcrburg aufgegriffenen Ucbclthätcr uach dreitägiger Gefangenschaft uud uachdcin sie zuvur im Kloster gerichtet nnd abgeurtheilt worden sind, geschlossen dein Richter von Praßbcrg übergeben werden, wogegen aber die Güter dieser Ucbelthätcr dem Kloster fällig seien; ^. daß alle Gewässer, die Scwnic (Saun) nnd Dricte, wie auch die anderen, welche da sind, bis zum Schloße Altcnburg hinab dem Kloster gehörig und bannig seien, so daß darin zu fischen uur das Kloster allem berechtiget sei; 5. daß uur der Abt oder der von ihm hiczn Beauftragte alle Sachcu seiner Leute zu hören habe; daß die Amtslrntc Niemanden höher als mu 60 Pfennige iu ihren Säckel strafen dürfen, so auch der Landrichter oder Prokurator des Klosters, ausgenommen iu Fällen der Blutschuld, in welchen dein letzteren 1 Pfund gebührt, doch auf Gnade. Uud wcnn Jemand cincnModschlag verübt, daß in einem solchen Falle dem Richter 1 Pfund und 1 Pfennig gebühren, während das ganze übrige Vermögen des Todschlägcrs 173 dem Kloster verfalle. Alle übrigen Strafgcbiihrcn gehören dem Abte. Ebenso habe der Abt selbst die Bnncrn wegen Vernachlässigung der dein Kloster schuldigen Dienste zn strafen und die hicbci eingegangenen Strafgcbiihrcn zu nehmen. 6. Alle Pflüge (m-ati-k) in den Aemtern Scwnic (äuvinÄ) nnd Drictc (Oi-ota) gehören dem Abte, während davon jedem Amtmanne (Owoiali) nicht mehr nls je 2 Pflüge zum Herbst- nnd Frühjahrs-Anbauc und jedem ihrer Amtsdicncr (pioco) nnr ein Pflug zn den besagten Zeiten gebühren. Anch alle Hülsenfrnchtc (lo^umiua), welche in der Qnadragcsimalzcit eingcsanunclt werden, gehören dem Kloster für die Familie des Hanfes; 7. Bei den Weinlesen haben alle Amtleute dem Kloster unentgeltlich zn dienen, wo man sie immer hinschickt, jedoch anf Kosten des Klosters, nnd sind alle Hauern der beiden Aemter Scwnic nnd Drictc bei Strafe, welche der Abt oder die Amtlcntc zn verhängen haben, verpflichtet, alle Zehcntwcinc nnd das Getreide von Peilcnstcm und dcsseu Umgegend, uon Montprcis, Fraßlan, Frnnttzk und St. Egidcn in das Kloster zn führen. ') 1431 anf Sckan bei Leibnitz am Montage vor dem St. Dorothea Tage hat der Sctnncr Bischof Ulrich cmcil langwierigen Streit, welchen das Stift Obcr-burg mit dcm G nrkcr Vischofc, E r n c st N ucr, nnd dessen Unterthanen zn V c l e z Abt Rudolf. 1438 am Freitag vor dem hl. Palmtagc verleihen Abt Nudolf, der Prior Johannes N e i ch c n b a ch, Valentin der Kellner und der ganze Convent von Ql,crburg dcm Johannes ?) ßinhauscn und Helena seiner Wirthin dic zn Obcrburg dein Gottcshausc gegenüber gelegene Klause mit einem Gärtlcin hinter der Klause, dann die Hofstatt, welche ehemals Pertzack inuchatte, einen Vamngartcn, cincn Acker nnd einen Stadl, wofiir sie alljährlich V2 Pf""d Wiener Pfennige nnd den Urbaria!-Zins von der Hofstatt mit 8 W. Pf. dein Kloster zahlen, auch die Klausen sammt Hugchöruug, ausgenommen jedoch die Kirche daselbst, baulich halten sollcu. Auch haben sie, der Abt u. f. w., ihnen auf ihre Lebczcit zur Vcniitzung gegeben den Acker gelegen auf der Prey ten bei St. Pauls, welchen ihnen schon Abt Konrad verliehen hatte. *) Johann Yscnhansen war Notar und kommt im Urbar v. I. 1426 S. 156 als ^ui-isw bezeichnet vor. Die Clause war laut Urbar gclcgcu in der 1'i-ipra.MH zu Ober-bürg. Nach dcm Wortlaute der Urkuudc gehörte ciuc Kirche znr Clause, jcdcufallö die frühere St. Magdalcua-Kirchc am Fricdhofc, nächst welcher der Sage nach ein Nonnenkloster gestanden ist. So ist auch unter St. Paul auf der Praytcn (Pripriu, ?ripi'a,Ma?) die St. Paulslavcllc, welche am Fricdhofc hinter St. Magdalcna stand, zu verstehen. 1438 am 24. Angnst. „Herr Conrad und Rudolf Abt zu Ob er bürg beguadeu den Iobstcn vonHelfenberg wegen seiner threu gethanen Diensten 180 mit einem — Zchcnt auf Lebelang doch dergestalt, daß nach seinen: Ablcibcn der gcmcltc Zehcnt vcrmüg diß Vricffs dcui Gottshanß wider anhaiinb fallen soll ohne alle hin-tcrnus." ') Wer sott dieser hier an erster Stelle genannte Herr Conrad sein? Wahrscheinlich der frühere Abt Konrad. Dann müßte er zwischen 1435 nnd 1438 — etwa in Folge der vom Vaster Concil;1435 angeordneten Visitation nnd'Reformation des Klosters Obcrbnrg — die Abtei rcsignirt haben. 1439 des Samstagcs nach dem St. Panlraz Tage bc, tcnncn Icrouimus Voytlander Burggraf zu Chaezenstain nnd R ich ter znSchon st aiu. Vt a-the der Richter in Tyffer, Pcrcnhartt Sap-pclsachcr der Richter zu Praschftcrg, Johannes der Amtmann zn Frasla, Christ of von Nyecz, Jörg von Frasla, dann die Bürger von Praschbcrg Hanns Miclabccz und Martin Pokchell, daß Martin Sybccz seine Hänser und Kanfrccht zn Ocdcnfcld sammt Zugchürung zum Got-tcshailsc Obcrl'nrg verschafft habe gcgcu dem, dnß dcr Abt und Convent seinem Weibe ihr ^cbtag ein Hänslcill zu Obcrliiirg geben sollen. Sigler: Icronimc Voytt-land er nnd Jörg von Frasla.'") Laut Urbar besaß Martin Sybccz der Haffucr zwei Huben zu rustopuho (Ocdenfeld) im Amte Drict. Die Schwarzhafucrei mußte schon damals im unteren Drictthalc betricbcu worden sein, wie hcntzutagc. Diese Hafner sind weit herum unter dem Namen die Hafner von iiok«,^e bekannt. Abt Rudolf hatte im Einverständnisse mit seinen Convcntualcn den Stiftsvogt, Grafen Friedrich von (5illy, ersucht, behilflich zu sein, daß auf die auf den Gründen des Stiftes Obcrburg bestehenden Weingärten ') Ob. Url. Vcrz. 181 ein Bergrecht geschlagen werde.') Diesem Ansuchen wurde in nachstehender Weise Folge gegeben.: 1430 am St. Vartholomüä Tage des Zwölfbothen. Iridrcich von gots gnaden Grane ze Cili zu Orten bürg vnd in dem Scgcr?) bekennt, er habe in Erwägnng, daß die Lcntc, welche ans den Griindcn des Gotteshanscs Obcrbnrg Weingärten haben, das landesübliche und gesetzliche Bergrecht von diesen Weingärten dem Stifte uicht geben, nnd in Bcsorgniß, diese Weingarten könnten durch Känfe nnd Pcrkänfc dem Stifte entfremdet und entzogen werden, seinen rechtsocrständigcn Rittern, Knechten und anderen Lcntcn die Frage zur (5-ntschcidnng vorgelegt, ob die Besitzer solcher Weingärten das Bergrecht dem Stifte zu geben schnldig seien. Da diese Frage allgemein hejahcnd beantwortet wnrdc, so befielt der Graf den beteffeuoen Leuten, das Bergrecht uon den erwähnten Weingärten an das Stift zn verabfolgen, bestätiget dem Stifte solches Bergrecht anf immerwährende Feiten nnd setzt es, das Stift, in dessen Nntzen nnd Gewähr. Ancl, gelobt der Graf, die allfälligen Ncnitcntcn znr Entrichtung dieses Bergrechtes, wie anch des Zchcntcs verhalten zn wollen nnd darol, zu seiu, daß diese ^cntc dem vom Abte bcstcllteu Bergnieistcr init Handel nnd Wandel, Setzen, Kanfcn nnd Verkaufen der Weingärten nnd mit allen anderen Nechten, wie solche das Land- nnd Bergrecht bestimmen, gehorsam sein werden. Die hierin gemeinten Weingärten, Griinde uud Thäler sind zu Nor, bei Obcrlinrg, zn Frat-Manusdorf (kalimirje nächst St. ^avcri), zn L a life u, von da hinab iibcr St. Johann ^) und Nieder-Ri cz (spodna kooion) bis anf den Zardonigerp crg/), ') Gab. Eopialbuch IV. 879. ") Xll^nrje in Kroalicu. ') Filiallirchc bci und zu Niez. ^) Unter 3ticz nächst 1'rüwva, wo die ^orclovnor Hübe gelegen ist. , 182 wo das Pymbcrg (dic Mark, Grenze) zwischen deS Gotteshauses und des Grafen Gebiet ist und wo alsdann des Grafen Gründe gegen Praßbcrg beginnen. So die Urkunde des Grafen. *) Dieser Anordnung des Vogtes widersetzten sich aber die betreffenden 3cutc uud der Graf hatte große Mühe, dieselben dahin zu bringen, daß sie das Bergrecht auf ihre Weingärten schreiben ließen. Zum Danke für alle diese Vorkehrungen verpflichtet sich das Stif Ob., alljährlich 200 Eimer Vcrgrecht-Wein in daS cillischc Amt Praßbcrg zu stellen. ') 1441 am St. Angustini Tage bezeugen Caspar Sulczcr, ewiger Vicari zu Früslaw, und Hanns Snaycr, Burggraf zn Scnckg, cs sei Ha uns Aslach von Fröslaw zn ihnen gekommen mit der Bitte, sie mochten den Abt Rudolf von Obcr-burg zu slch nehmen uud auf Grund des ihnen zugeschickten Gcwaltwcfcs seine, des Aslach, Angelegenheit beim GrascnFridreich von Cilli in Nichtigkeit bringen, indem er versprach, alles, was sie mit dem Grafen diesbezüglich ausmachen werden, als giltig anzuerkennen. Auch habe er gelobt, auf die ihm vom Gotteshaus«: Obcrlmrg gebührende Provision zu verzichten und den betreffenden Provilwnsbrief an das genannte Gotteshaus auszuliefern, wenn stc ihm seine Angelegenheit beim Grafen in Ordnung bringen und ihm einen Brief steter Hnld und Sicherheit erlangen, ncbstbci aber auch noch für seinen Sohn vom Grafen ein Schreiben an den Abt Rudolf erwirken mu eine GolteSgabc, die da gegen Obcrburg ledig werden wird. Auf dieses Taiding uud Gelöbuiß hätten sie, Snlczer und Snaycr, des Aslach Angelegenheit beim Grafen gcord. net, ihm auch die beiden erbetenen Schreiben erwirkt. Da abcr Aslach dcmnngcachtct den erwähnten Provisionsbricf ') Gub. Copialbuch B. VI. 818. 183 "och nicht rückgcstcllt hat und dic Provision noch fort beansprucht, so erklären sic, daß Aslach vcrmög scincti Gelöbnisses dor Provision verlustig geworden und der vorenthaltene Proviswnsbricf nunmehr ein todter und ungiltigcr Brief sei. Siglcr: Andre der Grayanttcr und Ieronimc Voytlandcr, B u r ^ g r n f v o n Furcht-nckg. -") 1443 Freitag vor dem Sonntage ^uclioa (7. April) richten der Prior und Couvcnt von Öbcrlinrg ein Schreiben an den Grafen vou Cilli, woriu sie ihm, ihrem Vogte, Gehorsam gelobn und ihu dringcndst bittcn, er möge ihnen wider ihre Gegenpartei, inöbcsondcrs aber wider ihren gewesenen Abt Rudolf, weil dieser die ihrem Gottcshausc gehörigen Gelder, Kleinodien und Urkunden nebst anderem Gute nächtlicher Weile ohuc Wissen und Willen des Convcntcö aus dem Kloster himveggeschafft und sich dadurch einer groben Ungerechtigkeit schuldig gemacht hat, bcistchcn und wolle nicht zugeben, das; Rudolf wieder als Abt aufgenommen werde, sondern möge er vielmehr dahin wirken, daß nach den Ordensregeln ein neuer Abt gewählt werde. ') Nun diesem nach vorstchcudcr Angabc heimlich davon gegangenen Abte Nndolf begegnen wir einen Monat später m Wicu. Dort stand er am 7. Mai 1443 vor dem Pas-sauer Bischöfe Lconhard und vor Johann, dcm -Bischöfe von Gurt und Gmcralvitär des ErzbiSlhumcs Salzburg, und Präscntirtc er ihnen 31 Urkuudcn scmcS Stiftes mit der Aittc, diese Urkunden wörtlich kuftiren zu lassen und alsdann die angefertigten Copicn zu lcgalisircn. Diese Bitte begründet der Abt mit dcm Vorgeben, daß er und sein Convent diese Urkunden in verschiedenen Ncltgcgcndcn be-nöthigcn nnd eben bcnothigcn werden, wohin man sic abcr nicht schaffen könne ohne Gefahr zu laufen, daß dieselben an ihrcn Sigilcn oder am Pergamente beschädiget wijrdc». ') Äpchcln VII, 99. 184 Auf das hm wnrdcn dicsc 31 Urkunden von Notare,, ko-pirt, dicCoftlen zltsamiucu geheftet und am 17. Mai 1443 m Wim Vidiniirt. Die Vidlmationsnrtnndc hal.,cn unterfertiget : Der Passancr A isch of Lco nharo ill seinem Hofe d.'i St. Maria am Ufer in Gegenwart des Magisters Dietmar Hindcrmpach, Dounnherrn von Passau und Doktors der Medizin, des Prothunotarö Alexander Losze, des Marschalls Georg Aichpcrgcr und Wcickhards von Polhaym, Nittcr uud des Bi-schofcö Hansgenossen (militibu« ot tamiliiii-ibng us)8tr,8) -dann dcr G nrkcr Aischof Ioha n n in scineni Wuhn-Hanse, welches neben dem Schottcnklostcr gelegen, früher daö Kürschner Priktclschc Haus hieß, int Äeisein des Johannes Turs, Pfarrers in Mcisscldcnk, des Kaplans Stefan Sawringer, des Klerikers Nik o-lanö Phcl'cl, Fridcrichs Sonrich, Kastellans in Wcytcnstaiu, des Martin Häuser von Maträn u. a. Coftiert wurden aber folgende hierin bereits besprochene Urknnden und zwar die von 1140. 7. Id. ^.n.. 1147 1268 in die s. Uldalrici —, 1268 Nos UItjcus ~, 1255 Nos Otto —, 1275 3. cxcunte Junio —, 1286 Nos Vlr. Com. de Ilowenburgk —, 1286 Nos V])1. Com. et Agnes —, 1313 Söir ®f. ftvib. Don m'f. r. r. —, 1439 Frid. Grane v. Cilli — und 1415 8ixi8m. Iic>m. Uox. ^) Weiter ist vom Abte Rudolf keine Ncde mehr. Er mußte also duch 1443 die abtciliche Wiirdc abgelebt haben oder gestorben sein. Äbt Gencdikt. 1444 am Freitage vor dcm Fasching bekennt Bernhard Sapclsachcr, Richter in Prcspcrg, daß ihm der 3lb t Bcncdikt, Wolfgang der Prior und dcr Convent von Oberbnrg eine Hnbc nn der Luffai (Lifai, I^bi^'a) verliehen haben, von welcher er ihnen jährlich 1 Pfd. 40 Pfennige Wiener zn dienen haben wird. Sigler: Jörg von Fräs lau.*) 1445 zn Noni am 8. Juni bestätiget Ludwig der Patriarch von Aglay dein Stifte Obcrbnrg den Besitz dcr Pfarren St. Maria in Fräs lau, St. Georg in Scalach, St. Michael in Pcylcnstain und St. Gcurg in Chotsch. *) 1447 „am Mittichcn in den Ostcrfciertagcn,,. Fridrcich von Gottes Gnaden Oranc zu Cilli, zu O r-tcm bürg vnd in dem Scgcr etc" thut kund, es habe ihm Bcneoikt dcr Abt von Obern bürg angebracht nnd zu erkennen geben, daß das Gotteshaus Obcrbnrg in manchen Sachen, nämlich vou wegen des Gerichtes und dcr Fischwcidc, welche diesem Gottcshausc im ganze:-. Overburgcr Gebiete gehören, von scincu, des Grafen, Richtern und Amtlentcn bedrängt und beschwert Werde. Der Graf verbietet deßhalb seinen Richtern und Amtleuten zu Praßbcrg und an anderen Enden jeden Eingriff in das Obcrbnrgcr Gericht, welches bei der neuen ') I.W. vic?. in Ob. 186 Vcstc Alten burg und bei den 2 Linden ob dcui Dorfe Vr eyhaw (klidova) anfängt, da dort nnr der Abt und Colwcnt oder dessen Anwalt zu richten haben, ausgenommen, was den Tod berührt, den nicht die Obcrburger, sondern sie, die Cillicr, zu richten haben. Writers bestätiget dcr Graf den Obcrburgern alle ihre Frciung uud Rechte auf die Fischwcioc in allen Wässern des Gerichtes imd der Herrschaft Obcrbnrg, so. daß künftighin weder er, der Graf, noch die Scinigen das Nccht haben sollen, ohnc des Abtes Gunst und Willen alldort zu fischen, und soll jeder dawider Handelnde mit 5 Mark Pf. dein Stifte und mit 5 Mark Pf. dem Grafen verfallen sein. Mehr noch freiet der Graf den Obcrbnrgern ihr Haus zu (5 ili nächst der Pfarrkirche von jederlei Zms, Steuer, Hofdicnst und Roboth, su, daß wcder sie noch ihre in diesem Hause wohnenden Leute, wenn sie nicht einen Handel oder ein Gewerbe betreiben, dem Grafen und scincu Erben eine solche Abgabe oder einen solchen Dienst zn leisten haben werden. Wer aber in diesem Hause einen Handel oder ein Gewerbe betreiben wird, der soll mit den übrigen Aürgcrn sowohl bezüglich der fasten, als auch bezüglich der Freiheiten gleich gehalten werden. Dagegen geloben der Abt und Convent 1. daß sie künftighin für das Seelenheil des Grafen, seiner Voreltern und Nachkommen täglich eine hl. Messe in der Frauen-kapclle, welche er, der Graf, und seine Vorfordcru gebaut und gestiftet haben, lesen und jcdcu Sonntag ein Amt von unserer l. Frau siugcn werden, und 2. daß sie alljährlich zu jeder Quatcmbcrzcit für alle Verstorbene aus dcm Hause der Grafen von Cllli in ihrem Gottcshause zn Odcr-burg abends eine gesungene Vigil, morgens aber ein gesungenes Amt halten werden, während welchem Amte alle damals im Kloster weilenden Convent- und Laiciiftricstcr die Messen lesen sollen. Bedungen wurde auch hicbei, daß das Stift, wenn es dieser übernommenen Verpflichtung uicht nachkommen sollte, alle obigen Rechte nnd Freiheiten 18? bezüglich des Gerichtes und dcr Fischwcidc verwirkt haben Wird. Siglcr: der Abt und Convent von Obcrbnrg. *) Von dieser Urknudc befindet sich in Oberbnrg anch cine am Dienstage nach dem St. Martins Tage 146? vom Konrad Holzl, Statthalter des Landcskomthnramtcs der Valch in Oestreich und Komthnr in Laibach, nnd vom Albrecht Mclz, Verweser in Krain, vidimirtc Abschrift. 1447 am 11. Oktober (5 Iäu8 0kwd.) beauftragt der Papst Nikolaus den Agramcr Bischof mit dcr Austragung des Plündcrungsstrcilcs zwischen dein geplünderten Oberburgcr Abte und dem Plünderer Caspar, Vikar von St. Veit ') in Kölsch. ^) 14-^9 am 3. Februar, Mittwoch nach Lichtmeß zu Cilli. Fridrcich G^af von Cilli etc. beurkundet, es sci vor ihn gekommen nnd habe ihn, zu crkeuucu gegeben Bcncdikt, dcr Abt von Obcrubnrg, daß er nnd sein Convent an den Kirchen und an dcr Pricstcrschaft, die Zum Gotteshausc Olicrburg gehören, von seinen, des Grafen, Hcniptlcutcu, Burggrafen, Pflegern, Richtern, Amts-lenten u. a. gegen altes Recht und Herkommen sehr bedrängt und beschwert werden, namentlich, daß sie, wenn einer dcr Pfarrer stirbt, in sein Haus eindringen ohne Wissen und Willen des Abtes, dessen Conventes oder Schaffers und sich seines Vermögens bemächtigen. Dcr Abt habe nun gebethen, dcr Graf wolle alle solche Eingriffe in oie Ncchtc des Stiftes Oberburg uutcrlasscu und seinen Leuten verbieten. Dicscr Vittc entsprechend verbietet dcr Graf den Seinigcn alle derlei Eingriffe und befielt ihnen, den Abt nnd Convent bei ihren alten Rechten nnd Gewohnheiten zn belassen. Dcr Abt und Convent geloben aber zum Dante für diese ihucu erwiesene Gnade und verpflichten sich, daß dcr jeweilige Abt und Convent von ') St. Vcit bci Pcttau, welche« ri„ Vitariat kcr Pfarre Kölsch war. -) Ob. Urt. Berz. 188 Oberburg sammt ihrer Pricstcrschaft alljährlich am nächsten Tage nach dem St. Dorothea Feste, also am 7. Februar 'n das Obcrbnrgcr Gotteshaus auf ihre eigene Kost und Zchrimg kommen, daselbst abends die Pigil, morgens aber zwei ttsgmLlu Aemter nebst so viclcu Messen, als Priester vorhanden sein werden, verrichten werden ewiglich zum Scelmtroste und Heile des Grafen, seiner Ahnen und Nachkommen. Sollte irgend einer von den Stiftsftfarrern aus wichtiger Ursache zu diesem Iahrtage selbst nicht kommen können, der soll an seiner Statt einen Kaplan dahin senden und sollte er dies zu thnn unterlassen, so ist er fiir jc-dcn solchen Fall dem Grafen nnd dessen Erben mit einer Strafe von 6 Pfund Wachs verfallen, welche der Abt und Convent von ihm abnehmen nnd znm Nntzcu dieses Jahr-tagcs zu verwenden haben wird. ^) Nach späteren Berichten wurde dieser Iahrtag am Tage nach St. Dorothea in Obcrbnra begangen und wurde alljährlich am St. Dorothea-Tage zugleich anch cine kirchliche Synode und zwar bis in das vorige Jahrhundert in Oberbnrg gehalten, welche sich besonders zur Zeit der kirchlichen Wirren des 16. nnd 17. Iahrhnndcrtcs fiir die Kirche sehr wohlthätig nnd heilsam erwiesen, indem man dabei theils durch Strutinien, theils dnrch andere Besprechungen auf viele sowohl bei Priestern, wie bei Laien cinlicrisscne Gebrechen nnd Ucbelständc kam nnd dieselben durch Berathungen, Ertnahmlllgcn und durch kirchliche Censuren zu beheben suchte. Auch lammen dabei schwierigere Ehcanaele-henhcitcll nnd Streitigkeiten zur Berathung nnd Entscheidung uud wurde dabei eine entsprechende, gleichförmige Got' tesdicnstordnuna angestrebt. Der Iahrtag selbst wurde vou den versammelten Priestern in der obangcordnetcn Weise fiir die Grafen von Cilli und nach ihrem Allssterben anch fiir die Habsbnrgische ') Urt. Cop. des Laib. Doml. Arch. 189 Dynastic abgehalten. Daß dieser Iahrtag gerade anf den Tag nach St. Dorothea, also anf eine Zeit, in welcher die auf dcn Stiftspfarrcn angestellten Pfarrer nnd Vikare des Winters wegen oft nnr mit großen Beschwerden, znwcilcn abcr auch gar nicht nach Oberbnrg gelangen konnten, mag leinen besonderen, nns nnbckanntcn Grund haben. 1449 an: Freitag vor dem St. Margarethen Tage verkaufen Bcncdikt'nno Elsbcth Wcrdcnekkcr ihren Zehcnt, Aglaycr Lehens, von 11 Hnben und 4 Höfen zuKrasnicz, 4 Hnbcn zu Pclan und 1 Hubc zn Gcl-nicz in der Pfarre St. Martin in dcr Lnttay (Litai, Lityu. in Kram) dem Abte Bcncdikt und dem Conumte von Obcrbnrg. Sigler: dcs Wcrdcnckkcrs Oheim der edle Jörg vonStain, Caspar Vaisst nnd Florian Pvcczncr, Stadtrichter zn Stain. ^) Abt Kaspar Pinter. 1453 am Sonntag nach Gottslcichnamstagc stiften zum Obcrburgcr Gottcshansc Vcncditt Bern ctg er und Elspct scin Ocmahcl ihren Hof zu Vöczsch (Luöua) '), auf welcher dcr Vdcl gesessen ist, nnd einen Zchcnt im Hangcnpcrg anf 14 Hichcn, nämlich: dcs Hcinigk, Hansc Wncdcl, Mikus, Garngal, Kanol, Knicwolt, Hngawitz, Mcrtel, Patriarch, dcr Kassitzschkin, deö Kassitzsch, Mi-kusch am Gnph nnd dcs Blrcich im Dürren-pcrg "), jedoch so, daß sie, die Stifter, dcn Hof und dcn Zehcnt ln's zu ihrem Absterben selbst nützen wcrdcn nnd dieselben erst nach ihrem Tode völlig an das Gotteshaus übergehen sollen. Hiefilr sollen dann dcr Abt Kaspar nnd sein Convent und anch deren Nachfolger für das Seelenheil dcr Stifter 1. alljährlich zn allen 4 Quatcmbcrzci- ') Amt Drict, *) Diese Huben sind gelegen im Amte ^iruvnok. 190 ten am Montag und Dienstag abends cine gesungene Vigil und morgens ein gcsnngcncs Seelcnamt nnd 4 hl. Messen am St. Bcncdikt-Altarc verrichten, 2.) sollen sie für die Stifter, sobald diese gestorben sein werden, anch cine Vigil und ein Üsquiom-Amt sammt 4 hl. Messen halten und Z. soll ein ewiges Licht anch vor dein St. Äencdikt Altare Tag und Nacht brennen. Siglcr: der edle Andre Gall von Nudolfsekch und Caspar Vay st der Schaffer des Gotteshauses. *) 1453 dcu 13. Juni verordnet Graf Fridreich von Cilli, daß das Stift Obcrbnrg 200 Eimer Bergrecht (mnthmaßlich jene, die es aus der Urknndc von 1439 in das cillischc Amt Praszbcrg zn stellen hatte) an das neu gestiftete Neutlostcr abzngcbcn hat. ^) 1453 am 7. September hat Fr. Martin von Obcrbnrg im Chore des Münsters zu Ob. in Gegenwart des Abtes Kaspar und des Convcntcs die Profeß abgelegt. ^) 1454 am St. Antoni Tage hat Fridrcich der Graf von Cilli jene 2 Huben zn ^axdiu^s und jene Mühle bei Praßbcrg gefreit, welche sein Kanzler Kaspar von Natmansdorf mit den: Obcrburgcr Abte Kaspar gegen andere Güter zn St. Lorcnzcu im Sann thale ") vertauscht hatte. ^) Die zwei Huben zu ^Ldiujo hiutcr Praßberg werden sein die dort nach Obcrburg dienstbar gewesenen Na> vodmk- und LodoiZitk-Hnben. 1454 bekennen Abt Kaspar und der Convent von Obcrburg, es habeAbt Rudolf, sciu (Kaspars) unmittelbarer rich von Cilli, ihren Vogtherrn, gebethen, ihnen behilflich zu ') Stift. Url. in Much. Gesch. ') Ob. Urt. Vcrz. ^ ') St. Lorcnzen v 8o»iL»k unter St. Paul. <) Ob. Urt. Verz. 191 scm, daß auf die Weingärten, welche cms den Gründen des Stiftes gelegen sind, ein Vcrgrccht geschlagen werde Dcr Graf habe nicht nnr dieser Bitte entsprochen, sondern auch die Besitzer dcr betreffenden Weingärten mit großer Miihc dnzu gebracht, daß sie ihre Widersetzlichkeit aufgegeben nnd das Bergrecht anf ihre Weingärten haben schreiben lassen. Aus Dankbarkeit dafür haben sich Abt Rudolf mit seinen: Konvente verbindlich gemacht, dein Grafen Friedrich nnd allen semen Nachkommen jährlich 200 Eimer vom Erträgnisse dieses Bergrechtes abzuliefern. Da aber Graf Friedrich erklärt hat, daß diese 200 Eimer blos ihm, so lange er lebt, zn verabreichen seien, so habe das Stift beschlossen, für dicse Gnnswezcngnng alljährlich am anderen oder am dritten Tage nach jedem n. l. Francntagc mit ViglUcn, Prozession/l.idorli mo Domino, gesungenen nnd gelesenen Messen mit allen Priestern nnd Brüdern, so viele deren nn Stifte sein werden, mit aufgesteckten Kerzen nnd jeglicher anderer Sicrung Gott für den Grafen Friedrich anflcyen ^^Dcr^rcisc Graf Friedrich von Cilli war am 9. Juni 1464 anf Sannck gestorben. An ,hm hat oas Stift Oberburg einen eben so mächtigen als eifrigen Schirmhcrrn, aber anch sonst einen seiner aMtcn Gönner und Wohlthäter verloren. , ^. , , , 1454 zu Obernburg am St. Ulrichs Tage verleihen Abt Kaspar, Jörg der Prior und dcr Convent dem Johannes Na gar in Anbetracht seiner ihrem Gottcshansc treu geleisteten nnd noch zu gcwärttgcndcn Dienste ihren Amthof zn Nakla -) sammt Zugchörnng, wogegen. Nagar ihnen jährlich ein halbes Pfund guter Wic-ner Pfennige zu dienen und den Hof baulich zu halten haben wird. ") 1455 am Samstage vor dein Feste . . . bestätigt ' ») Güb. Cop. Vuch IV. 879. 2) Der jchige Pcrenhos zu üaknvlo nächst Fraßlau. 192 A b t Kaspar das von seinen Abgeordneten gefällte Urtheil, vcnnög welchem der Unterthan der Niczcr Kirche, Georg an der Wid cm, von seiner Hübe, seinen Acckcrn, Weingärten und Wiesen dem Angnstin, Vikar in Niez, und dessen Nachfolgern jährlich am St. Martins Tage 1 Mark Wiener Pfennige, 4 Hcnndcl nnd 2 Urnen Weinmost zu entrichten schuldig sein soll. ') 1456 am St. Thcodori Tage, den 9. November, wurde Graf Ulrich von Cilli, der Wogt des Stiftes äDberburg, in Lol^i-aä gctödtct. Mit ihm erlosch die Dynastie der gefürstctcn Grafen Don Cilli nnd die Neihe der Obcrbnrger Vogthcrrn aus diesem erlauchten Hanse. Graf Ulrich hatte zu kurze Zeit nach dem Tode seines Vaters gelebt, daher auch bei seinen anderweitigen großartigen Unternehmungen keine Zeit nud Mussc gehabt, seine Gesinnung gegen das Stift Oberburg in hervorragender Weise zu bethätigen. Nach Ulrichs des Grafen Tode ging der Besitz der Grafschaft Cilli, aber anch die Vogtci Öbcrburg auf Kaiser Friedrich IV. über. 1458 Mittwoch am Tage der Krcuzauffiudung zu Neustadt iu Oestreich bestätiget und erneuert 5ka is er Friedrich IV. auf die Bitte des Abtes K a s ft ar nnd des Couventcs dem Stifte Ol'crbnrg alle dessen biShin er-Niurlicnc Besitzungen, Nechtc und Freiheiten und nimmt das Stift in seinen Schutz."') 1459 am Erichtage der hl. Drcikönige. Hermann Wcinrcb und dessen Wirthin Elsbcth, Tochter des setigen Johann von Nckla^), hatten au den Abt Kaspar und dessen Convent cine verbriefte Forderung von 32 fl. iu Gold und 22 Mark Wiener Pfcmngc. Diese ihre Schuldaugelegenheit wird nntcr Vermittlung des cdlcn Suawcr, Änrg grasen aufSaucgk, dahin - ') Ob. Url. Vcrz. «) Unkovlo. Siehe 1454. 193 geordnet, das; Abt Kaspar und der Convent ihren Hof zu Nekla, dann ihre Hnbc l>ci dein Wasser Tcrnabicz ^), dann cine Hnbe zu Neklach, früher dcs weiland Johannes von Nckla, nnd eine Hofstatt dabei den Eheleutcu Weinrcb und ihrct^ Lcibcöcrbcn verliehen haben. Die Ehclentc Weinrcb sollen von dem Hofe jährlich zu Martini '/, Pfund gntcr Wiener Pfennige nach Obcrburg entrichten, dein Abte nnd Convcntc, wenn diese nach Nckla kounncn, mit Geinach, Küche nnd Stall wirthlich gewärtig sein, den Huf baulich halten, sonst aber am Hofe, an der Hübe und Hofstatt steucr- und robothfrei sein. Hingegen sollen nach ihrem Tode ihre Leibcöcrbcn den gewöhnlichen Zinö von dicfcn Giitcrn nach Obcrburg dienen. Siglcr: der edle Hann s Kalicncz (Koloue) uud verweise Jörg von Frasla.*) 1459 zn Obcrbnrg am St. Mathias der Zwclffcn ftottcn Tag geben tnnd Kaspar v o n G. O. Abt, L c o n-hard dcr Prior, Anton Lngaster, Jakob Dole a tor is, Georgi Fnrftas nnd der ganze Convent "on Obcrbnrg, es sei nntcr ihren Vorfahren die gute Gepflogenheit gewesen, das; die Stiftsnntcrthancn nicht ans ihren Häusern »dcr anf ihren Hnbcn Ochsen, iliihc, Kastraunen, Frischlinge, Lämmer, Ocisc, Schmalz, Käse, Hintte, Felle oder irgend ein anderes Ding verkaufen dnrften, sondern nur ans freiem Markte zu Obcrburg oder zu kaufen. Da aber diese Gewohnheit neulich abgekommen ist uud die Leute in ihren Hänscrn nnd anf ihren Hnbcn Handel treiben nnd darnm uicht zu Markt kommen, wodurch sowohl dcr Convent, alö auch die armen Leute an Vieh uud anderen Nothdurftcn großeu Maugel lcidcu, so haben sic, dcr Abt, Prior n. s. w., beschlossen und lassen es in ihrer ganzen Herrschaft auörnfcu, daß t'nnftighin in ihrer Herrschaft Niemand ein Vieh oder irgend ein andcr Ding zn Hanse verkaufen dürfe, soudern das; alle Unterthanen ihr Bich und 13 194 genanntes Ding auf frcicu Markt gcgcu Obcrburg odcr Lanfcn zn bringn haben. Dicsc Verordnung hadcil dcr Schaffersilnd die stiftischcu Amtleute allcQuatcmbcr-Zcitcn in ihren Acintcrn verkünden zu lassen. Icdcr dawider handelnde Unterthan verfällt ohne Gnade mit dein gegen dieses Verboth verkauften Gnte nild mit 5 Mark Pfennige dem Gut-teöhansc Obcrbnrg, mit V2 Wtnd dem Schaffer mid mit 60 dl seinem Amtmanne. '^) 14l)9 am Soiuitaqe Oculi iil der Fasten verkauft Vlrcich M a k l, w i h, Änrger ,;n Laibach, alles Erl'c nnd Gnt, welches sein verstorbener Schwa>-,cr A ndrc Mcssitz, Bürger zn Rich, hinterlassen hat, es seien Hänscr, Hufstatt, Gärten, Wiesen, Acckcr, alles zu Nie!-, in und vor dem Martle gelegn, dem Abte Kaspar nnd dem Ccm-vcntc von Oberbnrg um 90 Mark guter Pfennige. Siglcr: Erhart Schnrstab, Stadtrichter zu Lnibach, undHcimann Edlinacr, Bnrgcr zuöaibach.'^) 1461 am Freitag nach dem St. Gcrtrudistaae stiftet Thomas Phasfoitscher mit Znstimmuug des Obcr-bnrger Abtes Kaspar cinc staplanci zum St. Floriani Altar im Churc der St. Lautian-Kirchc in Nictz und gibt derselben Z im oberen Winkel bei einander liegende Acckcr. Ueber diese Kaplanci hat der Stifter seiner Person das Präscutationsrccht, dem Abte von Oberbnrg aber das (5o!ifirmaliolisrccht vorbehalten.') Thomas Phaffoitschcr war zur Zeit des Attischen Erbstrcitcs, 1457, Pfleger anf Obcr-Villi nnd iibcrgab dicsc Vnrg dcm Kaiscr. Für alle sciuc Forderungen nach dem Grafen Ulrich Uou Cilli versprach ihm der 5laiscr ain 7. April 1457 das Schloß Altcnbnrg. Hat es mit diesem vorstchenden Ncgcstc seine Nichtigkeit, so wnntc Abt Kaspar nicht schon 1400 gestorbel^ sein, ') Ob. Urk.-Vcrz. 195 wie di^ vielfach behauptet wird, sondern mnßtc erst 2461 Mit Tod abgegangen sein. Bevor wir das weitere Schicksal des Stifte? Ober-l'm-g besprechen, mnß hier noch einer Begebenheit ans der Zeit nnd aus dem ^cbcn des Abtes Kaspar Pinter erwähnt werden. Diese Begebenheit entnehmen wir einer Votiotafcl der Nietzcr Filialkirche St. Maria in Xokaijo im Drictthalc ob M. Nazareth nnd ist selbe- dort mit folgenden Worten aufgezeichnet: „Hievcrmerkhtnnd geöffnet gcinaincklich Men frnm-„lncn Christen menschen vnd Liebhabern der allcrdiirchlanch^ „tigstcn Ewig gelobten himlischen Kayscrin Inngfrawcn „Maria die grosc wnndcrwcrtht vnd zaichcn die in mnettcr" „reiche Barmherzigkhcit mit warheit crzaigt hat vnd hcnt „von tag zn tag beweist vnd erzeigt bey dieser heylligen Ca» „Pellen siieslich genandt st otariach den Menschen die von „Gott vielleicht vmb irc snndt vnd nliiessetat schwärlich mit „ängsten mit iamcrlichcn Nöttcn mit tottlicher Khranthcit „vnd mit vnlncllschlichcr hiilff gestrafft sein worden. Der-„sclbigcn ir sendlich rncsf ir hcys waincn ir iamerlichc „Khlag die hochgezicrtc Aller siicscr Barmherzi^lheito barm-„hcrzitlich o gcncdigtlich o sncsigllich erhört vnd gcwcrdt „hcit. Alö ir anscrwcltcn Ootts in meinem schreiben her-„nach niit Namen mit zeit vnd weil wie vnd wo die Wnn-„derwerth vnd zaichcn der mnctter der barmhcrzigthcit bc-„schcchcn sein verlesen wirdt. Zn der Zait da Herr Casper „Pindtcr Abbt zn Obcrbnrg gcwcscil ist ein hafftigcr windter „gewesen nlit übrigen grossen Schnc vnd mit windiger „KhaltnnS das di vich gestorben dergleichen mcnechen anf „der Strafen uor frusst todt gcfnndcn sein worden Hat der „obgenandt Abbt anffottcn seinen ncchsten Pfarrn vnd Vicari „damit sie mit ihren pfarrlcntcn mit großer Andacht vnd „mit gcbctt vnd gesang khnillcn sein her zn dieser Capcllcn „f>hcn Kokariach vnd der obgcnandtc Abbt perschanlich mit 13' 196 „seinen ehrwürdigen Vättern vnd brncdcrn darkhunmlcn ist „mit Gottslaichnahm vnd andern hailthumb. Ncmbt all „wunder ir friimmcn Christen vnd licbhabcr dcrInngfrawu „Maria Ircr groscn barmhcrzigkheit. Alspalt die Wandlung „Oottsleichnams in dcr heiligen Mcs dcs obgcncmdtcn „Abbtcs bcschcchcn ist als ein siescr vnd warmer windt kü-„mcn vnd den Schnee zercndt vnd des ist bcschechen in des „hcilligcn Orccpri tag, item solichc vnd dergleichen Zaichcn „sidcr des sein bey discr ichirchcn mehr bcschcchcn dnd hat „die Mltcttcr dcr Parinhcrzigkheit ihr hnlff vnd gnad Villen „gcbrcchigcn so die thirchen dcr Mncltcr Gottes mit rcchtcr „Andacht geehrt vnd bcsnccht mildigthlich crzaigt vnd bc-„wisen." „Disc tafel ist nach dcr Bhraltcn tafcl vnd gcinäl „vcrncnert vnd rcfurnnrt worden znr zeit des hochmilrdigen „Herrn thumä Pischoncn zn Vaibach im monath Dcceinbcr „des 1599 jars." Das Andenken an dieses (Lreignis; feiert das glanbigc Volk noch hcntzntage dlirch einen großen Kontnrs, welcher alljährlich am QnatcinberFrcitage in der Fastenzeit bei der Kirche in Xolcai^'ü stattfindet. Gregor erwählter, nicht beMiM'r Il't. Ohne Zweifel werden die Conventbrndcr von Ober-dnrg das Absterben ihres Abtes Caspar dein Kaiser Friedrich, ihrem Bogte und Landesherr«!, inigesaümt znr itcnnt-niß gebracht und sich mit ihm in Betreff i>er mm vor^lmcl)^ uienden Abtenwahl ins Einvernehmen gesetzt haben. Doch wie groß mnßte ihre Ucberraschnng gewesen scin, als ihnen dcr Baiser zll wissen gab, daß er in Angelegenheit ihres Stiftes einen Abgesandten an den Papst geschickt habe und ihnen befehle, mit der Abtcnwahl so lange einzuhalten, bis anf seine ÄothschafteincNesolntion vom Papste erfolglosem wird. Dcr Abgesandte des Kaisers an den Papst war Hnr-t n n g von CapPcll, Doktor der Rechte nno des ltaisers Rath. 19? Dieser hatte dem Papste zu eröffnen, daß der Kaiser die Absicht habe, cin Visthum iuLaibach zu errichten und dasselbe aus den Ncvcuücu der Abtei Obcrburg zu dotircn. Der Papst möge denn dieses Vorhaben deö Kaisers genehmigen uud dcm Obcrburgcr Convcutc die Vornahme der Abteuwcchl vcrbicteu. Papst ?iu8 II., welcher früher des Kaisers Kanzler und auch Pfarrer zu St. Pankraz iu Altcumarkt gewesen, auch wahrscheinlich schon vorher mit dcin Kaiser wegen der Errichtung eines Bisthmucs Laibach konfcrirt haben wird, behielt sich in Folge dcr besagten kaiserlichen Hioth-schaft dic Abtei Obcrburg zu seiner Disposition, bis cr mit dcrselbcu nach dem Willen dcs Kaisers wird verfügt haben. Inzwischen waren aber dicConvcntbrüdcr von Obcrburg unbekümmert um das kaiserliche Verboth zur Wahl eines ncucu Abtes gcschrittcu und es ging als solcher aus der Uruc hervor ihr Stiftsprior, dcr einäugige Gregor H in ig von Treffen.') Aber auch der Kaiser schritt rasch zur Ausführung seines Vorhabens, nachdem dcr Papst dasselbe nnt dcr Bulle ado. riontiao 8. läug goptemdns (6. September) 1461 gutgeheißen hatte. Einverleibung dcr Abtei Oberburg zum Visthum Laiüach. Schon am 0. Dezember 1461 stellte dcr Kaiser zu Graz die Fundations-Urkuude für das Visthmu Laibach aus, in welcher rr dcni Bischöfe voil ^aibnch das ^chlo» Gortschach schenkt, ncbftbci aber anch seinem Willen Ausdruck gibt, es möchte dcr bischöflichen Tafel (mousao 6pi8-oopkli) vou Laibach die Abtei Obcrburg ciuvcrlcibt wcrdcu, jcdoch nnt dciu Vorbehalte, daß im Kloster zu Obcrburg fortan 10 odcr 12 rcformirte Mönche gehalten werdend) ^^ »V^ll^der Orig. Url. desGurlerVischofe« v. 18.März 1463. ') Url. Eop. in Oberb. 298 So standen nun die Sachen und der Papst, von allen diesen Vorgängen ill 5tcnntuiß gesetzt, erließ von rioutia aus 14. KI. Ootod. (18. September) 1462 cine Vnllc an den GnrkcrÄischofUlri ch. In dieser Bnllc werden vorerst die Schritte, welche der Kaiser in Actress des Klosters Obcrbnrg gethan, wie mich dic gegen das kaiserliche Verboth in Obcrburg vorgenommene Wahl des cinängigcn, für diese Würde minder geeigneten Bruders Gregor erzählt, woranf der Papst sagt, es sei sein Wmisch mit dem Kloster Obcrbnrg anö eigenem Antriebe nnd uuaufgcfordcrt eine heilsame Verfügung zu treffen. Deßhalb beauftrage er ihn, den Mschuf, er möge sich ohne allen ^nrin nnd nicht gcrichtSweisc über alle diese Vorgänge in Betreff des Oberburgc.- Klosters informircn nnd sollte er dabei die Ueberzeugung gcwnmcu, daß Härtung von CapPell wirklich im Auftrage des Kaisers in Nom erschienen sei und das; der Kaiser den Obcrburger Mönchen die Abtcnwahl, noch bevor dieselbe vorgenommen worden war, verbothen habe, so soll er im Namen des Papstes diese Wahl für null und nichtig erklären, dem IV Gregor nud allen dabei Intcrcssirtcn ein ewiges stillschweigen darüber auferlegen und nötigenfalls durch Anwendung von kirchlichen Strafen die Vorkehrung treffen, daß die auf Anlangen und nach dein Willen des Kaisers geschehene päpstliche Verfügung riicksichtlich dieses Klosters aufrecht erhalten bleibt. - In Folge dieses oder vielleicht ciucs wcitcrcu päpstlichen Auftrages citirtc der Bischof Ulrich von Gnrk dcn sogcuanntcn Abt Grcgo r von Obcrbnrg vor sich nach Wiener Neustadt. Dahin war Gregor am bestimmten Tage vor den Bischof uud vor dcu vou diesem hiezu berufenen Magist erHciuri ch, am Hofe des Kaisers Protouotarius, gekommen; aber statt hier mit Ncdc und Antwort auf die Sache ciuzugchcn, machte Gregor nur verschiedene Eiuwcn' duua.cn gcgcn dcu Bischof, dessen Vorgehen nnd Commission uud, nachdem alle diese seine Einwendungen als uugcrccht- 19!) fertiget zurückgewiesen wnrdcu, apftcllirtc cr an dcu Papst zugleich erklärend, vor den Bischof nicht mehr erscheinen zu wollen. Der Bischof erklärte aber, nachdem cr sich über diese ganze Angelegenheit genügend informirt glaubte, zn Wiener Neustadt in seiner gewöhnlichen iiccsidenz am Freitage den 18. März 1463 in Gegenwart deö Magisters Sigismnnd Drcrler, kaiserlichen Protonotarins, des Nikolaus Pech am, Kanonikers zn St. Stefan in Wien, nnd des Adam Lembsiezcr, Kanonikers von St. Nikolais in Straßbnrg, dnrch Kontiimazialbescheid 1. daß die von den Ol'crbnrger Möncheil l'orgenonnncnc Wahl, bei welcher ihr damaliger Prior Gregor znm Al't des Stiftes erwählt worden war, ga»z nugiltig nnd nichtig sci, und daß cr, Gregor, nnd die übrigen Mönche über diese Wahl „nd deren Folgen ewiges Stillschweigen zn beobachten haben, niid 2. daß die nach dem Willen des Kaisers geschehene Einverleibung des Stiftes Oberburg zur Tafel des Lai-bachcr Bischofes giltig imd rechtskräftig ist.') Dicsc Elttschcidnng bestätigte Papst ?iuß intter Zurückweisung jeder dagegen erhobenen Widerrede nnd angemeldeten Appellation am 11. Inni (3. läa« ^uuii) 1463 nnd beauftragte zugleich die Bischöfe von Gurt, ^ctan nnd Lavant, die Vorkchrnng zn treffen, daß diese Entscheidung anerkannt und befolgt werde. Diesem nach nnd über spezielles Ersuchen des Laibacher Bischofes schritt der LavantcrAis ch ofTYbold zur Erctntion obiger Entscheidung. Er subdclcgirtc zu diesem Behufe cigeue Bollzicher (oxeciitoseL) nnd fertigte diesen zu St. Andrä in savant am Saulstage den 13. Angnst 1403 in Gegenwart desLaiba ch erDeta u eöGallus Chlapitsch, Sigisinnnds Chnrcy dcöVitars v o n Plci b u r g nnd Lconhardsvon Salzburg ein ') Urk, in Ol'crb. 200 Schreiben cms mit dem Auftrage, das Geeignete zu veranlassen, damit der Laibachcr Bischof Sigismnnd zur realen Besitzergreifung rücksichtlich des Stiftes Ol'crbnrg gelange nnd dann im ungestörten Genusse dieses seines Mcnsalgntcs verbleibe.' Würden aber der Aruder Gregor nnd die übrigen Mönche nnd Nebelten zn Obcrbnrg sich diöscrAnordnnng widersetzen, so sollen sie, die Sub-dclegirtcn, itbcr dieselben an Sonn- nud Feiertagen in ihren Kirchen beim öffentlichen Gottesdienste die Exkommunikation verkünden nnd dem Volke jeden Perkehr mit dcn-Erkommnnizirten verbieten. Und wenn diese hierauf noch vollc 6 Tage in ihrer Widersetzlichkeit verharren würden, so haben sie, die Snbdclegirtcu, in ihren Kirchen an den Sunn- und Feiertagen während der hl. Messe die Vcr-Mndignng der Exkommunikation über den Bruder Gregor nud seinen Anhang zn wiederholen und zwar unter Glockcngcläut, bei angezündeten, dann ausgelöschten und zur Erde geschleuderten Nerzen, bei aufgerichtetem itrcuze, unter Bcsprcuguug mit dem Weihwasser znr Bertreibung der bösen Geister, welche sie, die Widerspänstigcn, in ihrer Gewalt haben, unter Gebeth, damit sie Gott'zur katholischen Religion rückführcn wolle, nnd nntcr Werfen von Steinen gegen die Wohnhänscr der Gebannten znmZeichen ihrer ewigen Verfluchung. Uud wcuu sich hierauf die so Gebannten binnen abermals 6 Tagen noch nicht bekehren sollten, so ist Jedermann bei Strafe der Exkommunikation verbothen, mit ihnen zu sprechen, zu csscn u. s. w. Hilft auch dies nicht, dann sind sie dem weltlichen Arm zn über-geben.') Anf obiges Erkenntniß vom 16. März 1463 antworteten aber inzwischen die Couvcutualcn von Oberburg mit einer förmlichen Plünderung ihres Stiftes, bei welcher allc Urkunden, Protokolle, Kleinodien, Gold, Silber, ') Laud. Arch. 201 Geld, Wäsche, Gcräthschaften, Vieh und Lebensrnittel des Stiftcö verschleppt und entfernt, ja selbst Mühlen, Gruud-»nicke, Zehcutc u. a. entfremdet wurden. Ohne Zweifel haken sich an dieser Plnuderung nicht blos dic Mouche, sondcril auch andere auswärtige ^cutc bctheiligct. ^' So ausgeplündert fand der 1463 zum ersten Laiba-chcr Hischof ernannte Sigism u n d von L a m b c r g das Stift Obcrbnrg, wcßhald er sich veranlaßt sah, dagegen die Hilfe dcs Papstes anzurufen. Uud wirklich hat hierauf Papst P i n s II. von Tivoli (I'inui o) ans uutcrm 5>. Juli (3. 1?s)ll. ^sulü) 1463 dic Äischüfe von Trieft und Lavant bcanftragt, alle Hehler und Acsitzer der dom Kloster Obcr-burg cntfrcmdctcu Giitcr uud Gegenstände öffcutlich in der Kirche anffordcru zu lassen, daß sie innerhalb eines zu bestimmenden Zeitraumes alle dem Stifte Obcrburg entzogenen Gegenstände zn Handen des Laibachcr Bischofes riick-zustcllcn haben. Sollteu die Actrcffendeu dieser Aufforderung nicht nachkommen, so soll ihnen eine zweite Ncsti-wtionöfrist gestellt werdeu, nud wcnu auch diese erfolglos verstreichen sollte, dann wäre über alle ungehorsame Hehler und Besitzer der dem besagten Stifte entwendeten Gntcr und Sachen die Strafe der Exkommunikation zu vcrhä'ugcn. Wcihrcud also diese Vorkehrungen getroffen wurden, um an das Stift Obcrburg die ihm cntfrcmdcicn Gegenstände zurück zn briugcu, hat der Kaiser zu Wiener-Neustadt, am Mittwoch vor dem St. Michaclstagc 1463, einen Ausgleich zwischen dein Laibacher Bischöfe Sigmund und zwischen dein Bruder Gregor, „der sich nennet Abbt zn Ol'crnl'urg," zustandcgcbraclit, wobci Folgendes bcdnn-gcn wurde: 1. soll ocr genannte VruocrGregor dein Bischöfe Sigiöm n n d das Kloster Obcrburg sammt allem Zilgchör abtreten und nach Inhalt der päpstlichen Älillc cinantwortcn; , 202 2. sollen dcr BischofSig m u n d nnd seine Nachfolger dem Grudcr Gregor, so lange dieser lebt, alljährlich eine Provision von 120 Gulden „Ungcr und Dntatcn" halb zn Weihnachten und halb zu St. Johannes in der Sonnenwende ansbczahlcu und sich ihm damit vcrschrcwcu; besonders aber soll ihm dcr Bischof sofort 150 Gulden behufs Anslösnng dcr von ihm verpfändeten Kleinodien des Clusters znr Hand erlegen; ->. soll diese Provisions'Vcrschrcibung beim Viecdoni in Cilli ooer bei einem anderen ehrbaren Manne, über dm man sich einigen wird, hinterlegt nnd dem Bruder Gregor nicht eher ausgefolgt werden, bis er alle Kleinodien von Gold nnd Silber, Perlen, Urbare, Register, Bücher, Stifte nnd andere Bricfe, dic cr ans dem Kloster cinfcrnt hat, riickgcstellt und dcm Bischöfe Sigismuud iibcrgebcn haben wird; 4. soll dcr Bischof alle sonstigen Schulden des Vrndcrö Gregor bezahlen nud sollen alle Amtleute uud Diener des Klosters in ihrer Condition bis znm Ablauf ihrer Dienstzeit verbleiben; 5. wird dcr Kaiser bei den beiden päpstlichen Commissärcu, den Bischöfen von Gurt nnd savant, dahin wirtcn, daß die über den Arudcr Gregor und dessen Helfershelfer angesprochene Erkommnnitation wicdcr aufgehoben wird; 6. soll dcr Bischof anch dcm Vater nnd der Mlittcr des Brndcrö Gregor cinc ehrbare Pfründe beim Kloster Obcrburg geben. ?. Sollte dcm Bruder Gregor vom Papste oder von: Kaiser oder von sonst Iemmidcm ciuc Niirde oder eine Gottcsgabe mit einem Iahrcscrtrngnissc von wenigstens 120 Oiildcu vcrlichcu, oder cinc ihm gefällige Gottcsgabc voni Bischöfe Sigismund gegeben 203 werden, so soll cr, Gregor, dann weiter lein Recht mehr haben anf obbcsagtc Provision. >) 1463 am Erichtag vor dein St. Culmani Tage (N. Ootok.) bcnrtnndct der „Brncdcr Gregor g'c-nallnt A bbtz w O li crn l> n r g t", daß cr dem edlen, vc-jtcn Christof von Mürspcrg, als dcm Stellvertreter des Kaisers, bei seiner Treue und Ehre an Eidesstatt gelobt und versprochen habe, dcr Taiding uud Abrede, »uelche in des Kaisers Guadcnbricfc nnd in der Vcrglcichsnrtundc ääo.Wicncr Neustadt am Mittwoch 0or dcm St.Michaclis Tage 1463 begriffen sind, scincöchcilö ganz und kollimn-mcii nachzugehen. Dieses Gelöbnis haben bcsigelt Christ o f von Vl ü rspc r g iliid C a s ft a r M clcz zn W e i cl,-sclbcrg. ^) Nach Valvasor soll der Brndcr Grcqor diese Erklärung im deutschen Hanse zu Lailmch abgegeben nnd dort gleichzeitig auch die Abtei Von Obcrburg rcfignirt haben in Gcgcnwart der Doiuherrn L c o n h n rd Sccp a ch c r und Georg K issclckcr und der Kriegsluänncr Heinrich Vogt'nnd Iudok Häuser.-) 1463 am Dienstag den 8. November haben endlich im Kloster zn Obcrbnrg und zwar in der großen Stube dcö Hochbaues neben der ucucn Kapelle die vor dein Aisch ofc Sigismuud vou Laib ach und vor dem öffentlichen Notar Johannes dcö Johannes Usen hausen Sohne vou Obcrburg, öaibachcr Kleriker, crschicucncu Dbcrburgcr Mönche: Georg ssio) von Treffen, Prior; Leullhard vou Staiu, Anton Lngistcr, Eras-Mus voil Salzburg, Pankraz Strcpold, T h o-M aS Carpcutarii (Wagucrssohu?), SimuuStiff-ter, Iohciuncö der Cautur und PctcrSachö die Einverleibung ihres Klosters zur Tnfcl des Laibachcr Ai- ') Inserat d^r Url. uom St, jtolulanstacic 14ttii. 204 schofcs freiwillig anerkannt und an Eidcsstatt gelobt, dieser Einvcrlcibuug und Verfügung Folge zu leisten. Auch habcn sie die Erklärung abgegeben, daß alle jene Urkunde!,, welche sie allenfalls gegen diese Einverleibung oder gegen die Rechte des Laibachcr Bischofes oder in irgend einer anderen Angelegenheit ausgefertiget haben oder ausfertigen werden, und solche mit dem Stiftssigcl, das sie zur Zeit des zmi-schcn ihnen und dem Bischöfe bestandenen Streites aus ihrem Kloster entfernt und beim edlen Engelhard Awcrsftcrgcr hinterlegt haben, bcsigcltcn oder befigcln werden, ganz uugiltig und nichtig seien, und daß Jeder, welcher gegen diese Bestimmungen in Zutuuft handeln werde, dadurch der Strafe der Ertommnnitation verfalle. Zeugen dieser Erklärnug waren der Laibachcr Domherr HcrmagoraS von Harlannd, dann Andreas Mindorffcr und Ioha nucs Gassclcr.'") Nachdem nun die vorgenannten Stiftöbrüdcr obige Erklärung abgegeben, die vorgenommene Abtcuwahl wiedcr-rufcn und die Rückstellung des Stiftssigiles zugesagt haben, wurden der Bruder Gregor von Treffen nnd seine Mitl'riidcr, die Mönche, ain 8. November 1463 von dcm voul GurkerAischofcUlrich hiczu subdclc^irten Domherrn Hcrmagoras von Harlannd von den iidcr sie verhängten kirchlichen Strascn absolvirt.') So war endlich dieser langwierige Streit beigelegt und im Kloster fiir den Augenblick wieder ein geordneter Zustand geschaffen. Aber noch hartnäckiger als mit dieser Ausgleichung ging cs mit der anbefohlenen Rückstellung der d<:m Kloster entwendeten und daraus verschleppten Gcgcuständc. Deßhalb befahl der Trie st er Bischof Anton über Ansuchen des Laibachcr Bischofes Sigismuud und zwar im Namen dcö Papstes mit Schreiben vom 14. Juni 1464 ') Ob. Urt. Acrz. 205 allen geistlichen Würdenträgern, Seelsorgern und Klerikern ocr Diözesen Aglay, Salzburg, Lavant, Üaibach u. a., wäh-Nnd des Gottesdienstes dein versammelten Volkc zu vcr-lnllden, daß Jeder, welcher irgend ein Gut dein Stifte ^bcrburg entwendet hat, oder ein solches entwendete Gut ^csitzt odcr birgt, dasselbe binnen 14 Tagen nach crfolgtcr Erkundigung bei Vermeidung der Strafe der Exkommunikation dem Laibachcr Bischöfe rückzustellcu oder, wo dics 'ncht möglich ist, zu vergüten habe."') Die mit so vieler Mühe wieder hergestellte Ordnung und Disziplin im Kloster zu Obcrbura, tountcn sich bei dcu dort ncn geschaffenen Zuständen nicht tonsolidircn. Nur zu bald traten Unzufriedenheit uud Unordnung uutcr dcu Con-vcntlmlcn wieder zu Tage. Daß es wirklich an neuerlichen Aergernissen hicr uicht fehlte, möge Nachstchcudcs als Beleg dicucn.- 1465 au: Douucrstag den 7. N^ärz stand im Kloster zu Obcrlmrg (iu Ltuda «upi'a »mditum) der Klosterbruder Simon Stifter, welcher sich, nachdem ihm schon ciü Vergehen gnädig nachgesehen worden war, in diesem I^hrc cill Pclzgcwaud heimlich zugeeignet uud ohuo Erlaubniß des Bischofes aus seiucm Kloster entfernt hatte, dann aber aufZnrcdcn des Bischofes von Oonooräiu, und anderer Lcute, von Gewissensbissen gefoltert, in das Kloster znriick gekehrt war, vor dem BischofcSi g ism u nd, welcher ihu iu Gegenwart des Valcutiu von Krainbnrg, Pfa-rcrs zn hl. Kreuz bei Nohitfch, des ^orcuz5)o-^'aut, Kaplancs der Oottcslcichnamö-'Bruderschaft zu Dbcrbnrg, beide Priester dcs Klosterö Obcrbnrg, des Waf-fcuträgcrs Audrcas Htiudorffcr und dcs Notars Iohanucs ?) sen hau sen über dessen Vergehen zur Nedc stellte uud ihm folgende Fragen zur Bcautwortung vorlegte: 1) ob er der Einverleibung dcs itlostcrö Oberburg zur Tafel dcs Laibachcr Bischofes und den vom apostolischen 206 Stuhle bezüglich dieses Stiftes gemachten Vcrfngllngcn mit den übrigen Klosterbrüdern beigepflichtet habe? 2) ob es wahr sei, daß er, der Bischof, ihn, den Bruder Simon, und andere Mönche aus dein Oberbnrgcr Kloster vertrieben habe, wic dies angeblich Jemand nach Rum znr Anzeige gebracht? Nachdem hiebci der Bruder Simon auf die erste Frage eine bejahende Antwort gegeben, bezüglich der zweiten Frage aber erwiedert hatte, es sei ihm ganz unbekannt, das; der Bischof etwas solches gethan hätte, wohl aber wisse er, daß der Bischof ihm nnd anderen Klosterbrüdern den angesnchtcn Übertritt in ein andere«? Benediktiner-Stift kanm erlaubt hatte, so wnrdc über ihn, Brnder Siuwn, zur Busse die Kerlerstrafc verhängt, welcher sich dieser auch willig unterzog. ") Aber auch andere von den Obcrbnrgcr Klosterbrüdern mußten ihre Widerspenstigkeit gegen den Laibachcr Bischof fortgesetzt haben, weil der päpstliche Commissar, A isch nf Nudolf von Lav ant, noch am Montag den 1. April 1465 in Gegenwart des Laibachcr Propstes Leon h a r d Iamnizcr, des Priesters Sigismund Wachscn-stcincr nnd des Magisters der freien Künste, L eonhardS Gabclhoucr, eine Urknndc ansfcrtigtc, worin cr dcn Convcutbrndcru von Oberbnrg verbietet, den Laibachcr Bischof im Genusse seiner Rechte bei Vermeidung der Erkom-mnnitations-Strafe zu behindern und zn beschweren. ^) Inzwischen war der Bischof Sigmnnd noch immer bemüht, dic seinem Vtiftc entwendeten, noch nicht rcstitnirtcn Gegenstände ausfindig zn machen nud riickzubc-kommen. Mit welcher Genauigkeit er dabei vorging, möge Folgendes darthun: 1467 am Mittwoch den 4. Augnst stand zn Cilli im Gasthansc des S tcfan Strassc r vor dem Bischöfe ') Land. Arch. 20? Sig i smnnd und vor dcm Notar IohanncsMcnhau-scn , Kleriker dcr Laibachcr Diözese, der Priester I o h a n-ncs Sulinampv. Hier ftroduciric der Bischof Sigis-muud cine alte, dcntschc Pcraamcntnrtnndc vum 4. Juli 129? bclreffcud den Zchcut zn Montprcis und tonsta-u'rtc, daß dcr anwesende Priester Suliunuip sic ihm üdcr-gcbcu habc, daß sic dcm Stiftc Obcrburg »ichörc, daß sic nicht cmc dcr gcriugstcil Stiftöilrtimdcn sci, daß sic aus dcr Ladc dcs Stiftcs gcuouimcu wordcu sci, woriu uoch Mehrere daraus cutwcndctc Urkuudcl, fchleu, uud daß sie langc Zcit abhaudcu gcwcscu sci. Wcitcrs crklartc cr, cs sci zu vcriuuthcu, daß Suliumuft, uachdcm cr dicsc llrkundc, obwohl slc vou ihiu vcrlanl)t wordcu war, l'iöhcr vcrläuguct hatte, auch um dic andercn uoch fchlcudcn Urtnudcii wisscn müs;c, uud daß cr, Bischof, dcschatt, gcgcu ihn in dicscr Angc^ lcgcuhcit wcitcr ftrozcssircu wcrdc.Dicscr Verhandlung halicn beigewohnt dcr Laibachcr Domherr Vt ichacl v ou Stcin, des Bischofs Kaplan Peter Eglospcrgcr von E b c u-feldcn und die Klcrikcr PctcrWalncr von Krai u-b u r g und S i:u o n K linger vou Frat m a u s d o r ff. ^) ' Adcr während dcr Bischof mit nllcr Sorgfalt dic Tcmporalicu dcs Sliftcs Obcrlmrg wieder zll ordnen und auf dm ehemaligen Stand zu briugcu suchtc, eilte dac« Kloster selbst mit Niescnschritlcu scincr völligen Auflösung entgegen. Die neue Ordiumg dcr Diugc, wonach der Bischof dic Ncvcniicu dcs Stiftes zu dczichcu und für die Eristcuz dcr Ordensbrüder zn sorgcu hattc, und wou«ch dcr Bischof dcu Prior, dcu cigcutlichen Klostervorstchcr, uach Willtillir >-'in- und absctzcn tonntc, wollte den Mönchen nicht behagen, wcßhalb sie sich einer nach dem andern ans dcm Klostcr verliefe». Darüber sah sich der Bischof zur Anfrcchtyaltnug dcs Stiftcö bcmnßigct, nus anderen Klöstern Vcnodittincr- l) Copic iu Obcvb. 208 Ordcnslcutc für scin Stift zu aquirircn, was sehr schwer ging. A6cr auch die neugcworbcucn Klosterbrüder singen alsbald au, sich hier unzufrieden zu fiihlcn, so daß cmch einzelne von dicscu vou da wicdcr fortzogen. Als abcr endlich auch noch die Eristcnzmittel in Folge der Türken-Einfälle zn schwinden bcganncu nud mau hier selbst ciucu Ncbcrfall dcr Türken zn bcsorgeu anfing, da waren die Mönche nicht mehr zurück zu haltcu; beinahe dcr gauze Co:wmt löste sich wicdcr auf. Silpprimmmg des Venediltilter-Stiftes. Der Bischof gab uun alle Hoffnung auf eine Wiederherstellung uud Erhaltung des Beucdittincr-Klostcrs in Obcrburg auf und entschloß sich, den Papst zu bitten, dieser möchte das Benediktiner-Kloster Obcrburg supprimiren und gestatten, daß allda die vom Bischöfe zu erhallenden 10 oder 12 Ordensbruder durch eben so diele vom Bischöfe ein- nnd abzusehende Wcltpriestcr behufs dcr Abhaltung des Gottesdienstes substituirt wiirdcu. Dicscr Äittc willfahrte dcr Papst Sirtus IV^ in dcr Vullc l'om 8. April 1473, deren Wortlaut folaeüder ist: „Sixtus IV. Scruus Seruoruiu Dei, ad futuram rei meraoriain. Prjucellens auctoritas Köinani Pon-tificis, prtedecessorum suorum gesta, pleraque nnitat, prout CatboJicorum Regum ac Impcrialis Maiesta-tis devotio cxposcit; rationabilcs causic suadent et id in Domino conspicit salubritcr expedire. Du-dum siqiiidcm felicis recordationis Pius Pontifex II., predecessor lioster, ad supplicationcm Charissimi in Christo filii uostri Fridcrici Komanoi'um Impe.-ratoris semper Angusti opidum Labacen^c in ■ Ciul-tatem et CapeJlam Sancti Nicolai sub vooabulo Sancttc Trinitatis in Ecclesiam Cathednileni dictie Civitatis Labaceusis de fratrum suoriim consilio 209 orcxissct, et Monasterium in Obernburg, ordiuis Sancti Benedicts Aquileiensis Diocoesis, time per obitum quondam Caspari, illius ultimi Abbatis, extra Romanam Curiam defuncti, uacans, mense Episcopal! Labacensi pro decentia Status et susten-tatiouc E])iscopi pro tempore existentis, reseruata tamen cougrua portione fructuum, reddituum et proueutuiun eiusdem Monasterii, ex qua Prior per ipsuin Episcopum instituendus et pro solo ejus uutu destituendus, ac decem ant diiodecim raouaolii dicti ordinis in eodem Monasterio sub regnlari obscruan-tia coramorari et perpetuo mauere seque decenter sustentare ualerent, perpetuo iniiuit, annexuit et incorporauit, ct alia fecit, piout in litteris desuper confectis, quarum tcuores prajseutibus babcri uolui-naus pro exprcsso plcnius coutiuetur; Et deinde cum dictarum litterarum uigore Venerabilis frater noster Sigismundus, Episcopus Labacensis; posscssionem dicti Monasterii fnissct assecutus, ac Monaclii et Prior, qui tune in dieto Monasterio erant sub re-gulari obseruantia iuxta diotarura litterarum teuo-i"em uiuercut: noimulli ck dictis Monachis nolentcs sub regulari obscruautia huiusmodi uiucrc, se a dicto Monasterio abscutanmt, et licet prsefatus Episcopus nonnullos alios eiusdem ordiuis ex aliis Monasteriis Monachos magua cum difficultate ac graui dispendio ad dictum Mdnastcrium, ut sub regulari. obseruantia uiuerent stepius usque ad dictum numerurn rednxerit, nibil ouiinus a paucis aunis prwteritis, pnesertiru postquam Cbristiani uo-miuis inimici periidi Turchi immanitate sua Laba-censem Diocoisim, ct alia ftnitima Doniinia Chri-stianorum incursibus suis turbanmt, eandeatnque Labacenseru Ecclesiam ac Monasterium supradic-tuni in magua parte suorum reddituum fVuctuura 14 210 et proueutiuini debachati fuerunt, atque uastarunt dicti Monaclii siue TReligiosi, qui in dicto Mona-sterio inorabant, dictonmi Turcorum mctu sine timore pertemti, aut alias forsitan quibus uescitur causis moti, in pnufato Monasterio habitare, permauere et residere reuueraut, et fcre onmes alter post alterum discesseniut: illique nee non alii dietje Religionis rursns ad inhabitanduni et nioraudum nequeunt inuitari, et illorum perpauei ia eodem Monasterio habitatores et morautes sen residentes in ijnuscntiariim reperiuntnr, quo fit ut Diuinus Cultus sicut iusiitutuni fuerat, cum debita iVequeutia ex veueratione, ut couijruit, ab eisdem regularibiis ibidem minime peragi et continuari possit; quare pvo parte dicti Imperatovis asserentis quod nisi celeii prouisioue desuper opportune consultum fuerit, ipsuin Diuiuum cultum inibi non solum neg-lio-i' ueruni etiam onmino pcriie breui fiiturum erit' quodque si nice et loco Religiosorum et Mona-ohoriiin priodictorum in dicto Moiu.stevio vihe lau-dabilis et lione.st,fe conuersationis pnesbiteri sf«cu-lares ad nutiim Episcopi Labaccusis pro tempore amouibiles per cessum aut decessum dictonuu Religiosorum ibidem liabitantium institucrentur et po-nercutur, et ordo ipse in eo extiugucretur, Diuinus cultus inibi celebrius coutinuari, et votiua rnag-is incrementa susciperet, Nobis suit lnimiliter supp-licatum, ut ordinem praidictum in pr:efato Moua-sterio per cessum et decessum prjudictoruni Mona-clionim in to tarn extinguere et supprimere, ae iure et loco eoriindeni Monacborum iuxta niimerum huius-modi alias ibidem iustitutum, totidem sncculiircs pr;esbitei"os lioucstii) conuersationis et vit;e lauda-bilis iüstitucre, aliasque in pra^missis opportnuc prouide de Benignitate Apostolica dignarcraur. Nos 211 qui Diuinuni cultum nostiis potissime temporibus ubique nigere et augeri suppremis affectibus desi-deramus, lmiusmodi supplicationibus iuclinati, or-dinem pwodictum in pnofato Monasterio per cessum uel decessum prasdictorum Monacliorura sine Reli-giosaruni personarum, qmu ibidem morautur ad nostrum et Sedis pnedictaj beueplacitum, auctoritate Apostolica tenore pnesentiurn extinguimus et auppri-minms, locoque et nice eo rim dem secnndum nume-rum Hcligiosorum lmiusniodi alias ibidem institutum, totidem sicculares prtcsbiteros liouestsc conuersatio-nis et vita) laudabilis ad nutum Episcopi Laba-ceasis pro teraporc existentis ainouibiles, et alios eorum uice institucndos, qui iu dicta Eeclesia mine Monasterio appellato, Matutiua, Primas, Tertias, Sextas, Nonas, Vesperas, Completoria et alia diuiua ofh'cia peragere et continuo celebrare teueautur, et secimdum uires facaltatum dict;o Ecclesi^o Oberu-burgensis seu Mouasterii ab eodem Episcopo, qui pro teinpore merit, cougrue et decenter susteutari, ac ibidem continue inhabitare et morari ualcant, auctoritate Apostolica teuore pnosentinni dicto du-rante beneplacito iiistituimus, ordiuamus, prouide-mus, non obstantibus litteris prajdictis ac coustitu-tiombus et ovdinationibus Apostolicis, nee non statutis et consuetudinibus Mouayterii et ordinis pn^dictorum iuramento confirmatione Apostolica uel qnauis alia firmitate roboraus, caiterisque contrariis quibuscunque. Nulli ergo oranino hominura liceat bane paginam nostr«3 extructionis (extinctiouis?) suppressionis, iastitutionis, ordiuationis et prouisio-nis infringere uel ei ausu temerario coutraire. Si quis autem hoc attentare pra)sumpserit, iudiguatio-nem Omaipotcutis Dei et Beatorum Petri et Pauli ApoRtolorum ejns se nouerit iucursunmi. Datum 34* 212 Romic apud Sanctum Petrum Anno lncarnationis Dominic«; Millesimo qiiadringentesimo Septuagesimo tertio, sexto Idus Aprilis; Pontificates nostri Anno Secundo." ') Hicunt war also das Äcncdiktincr-Stift Obcrburg, nachdem es vollc 33/; Jahre bestanden, snpprilnirt. Die wenigen znr Zeit dcr Snftftrcssion noch in Obcrbnrg zurück gebliebenen Ordensbrüder werden von da an in tnrzcr Zcit, die einen dnrch den Tod, die anderen etwa in Folge ihrer Ucbcrsiedlnng in andere Klöster ihres Ordens anö Olx'r-bnrg verschwnndcn sein. Nach dcr Snpprcssion des Benediktiner Klosters Obcrbnrg lebten also 10 bis 12 Wcltpricstcr in: Stifts^c-bälidc zn Oberlnirs,, wo sie die Tagczcitcn beteten, dic gottcsdicnstlichen Vcrrichtnngen hielten nnd dcr Scclsor^c oblagen. Diese Congregation wnrdc nachmals in das sogc-nannte (^oUo^iulll Nui'iu,num verwandelt fnr Pricsier dcr ^aibachcr Diözese, welche da Scelsorgedienstc verrichte,-ten nnd sich znr weiteren Beförderung befähiiitcn. Dieses OnIIog'win bestand in Oberbnrg bis i» dic feiten Baiser Josefs II. Hicr im Stiftsgcbände hielten die ^aibachcr Äichöfc zuweilen ihren Hof und regierten von hier ans ihre Diözese, welche ans den ehemals znm Stifte Obcrbnrg inkorporirteu Pfarren, mit Anönahmc dcr Pfarre Kötsch, nnd ans einigen Pfarren Drains nnd Kärnthens bestand. Hier im altci, Mnnstcr hatten sie, die Bischöfe, anch ihre Grabstätte und erst zur Zeit der Dwzcsanrcgnlirnng unter Kaiser Josef II. verlegten sie ihre Residenz ganz nach Laibach. Von den ehemaligen Stiftsgcbändcn wurden cilugc im ^anfe dcr Zcit abgetragen, andere nmbant. Aiu uicistcn thaten in dieser Hinsicht dic Bischöfe Christoph N a u-bcr (1493—1530) nnd Ernest Graf vou Alt cms ') Copic i»! Vaib. Old. Arch. ^I.^ (1743—1757). Ersterer umgab 1517'das Stift mit Mauern, Thürmen und mit einem Schanzgrabcn gegen die Türken, letzterer nmstaltctc abcr das alte KlostcrgMudc zu einem schönen Ncsideuzschloßc, ließ die alte Stiftskirche abbrechen nud an ihrer Stelle cincu herrlichen großen Dom, die jetzige Pfarrkirche, erbauen. Ans ein Paar von der alten Stiftskirche noch vorhandenen Säuleu ist zu entnehmen, daß diese alte Kirche im romanischen Style crbant war. Laut einer Beschreibung vom Jahre 16^1 war diese Stiftskirche dreischiffig, hatte zwei Arkaden von je 5) Säulen uud zwei Kapellen, rechts (an der Evangclicnscitc) L. V. Uai-ily aunuuti«,tlv und 8. Uastini, crbant vom Grafen Friedrich von Eilli und seinen Ahnen (siehe 1449), und links 8. ^.ulllelv. Writers hatte die Kirche noch 11 Altäre, nämlich den Haufttaltar L. V. Rark« nnd 10 Ncbcnaltärc, welche in folgender Weisc vertheilt waren. Ill der Mitte der Kirche vor den Chorstnfcn stand der Altar 8. 8. lüoi^ori« Nln-isti, zu welchem eine Bruderschaft nnd ein Äcncficium gehörten. Zu beiden Seiten des Einganges znr Maricukavcllc staudcn ans der unteren Seite der St. Peter- nud auf der oberen Seite der St. Anna-Altar. Dann waren angebracht an der rechtscitigcu Arkade die Altäre: oben an der 2. Säule 3. Nicolai, an der 3. Säule 88. ^riuitatis und an der 4. Säule 8. Oatilariuw; uud an der linkscitigcu Arkade: an der 2. Säule 8. ^UÄUui8 ZaptistlO, an der 3. Säule 8. Dni'otlioi« und uuteu au der 4. Säule 88. I?«,dnl,ui st 86dll.8tiaui. Im linken Seitenschiffe stand gegenüber dem vorerwähnten Altare 8. I'oti i der Altar 8. I^ouoäioti und zwar ucbcn der Thüre, durch welche der Eiugaug zur Kirche vom Kloster aus war. Au der 3. Säule rechts war die Kanzel angebracht. Der große, uicht hohe Glockcnthurm stand an der rechten Seite der Kirche, vom St. Peter-Altare abwärts. Zum Schlüsse möge noch als Vewcis, welch ein from- 214 . mcs und ehrendes Audcnkcu die bicdcrcu und streng lathu-lisch gesimttcn Bewohn« der Pfarre Obcrburg ihrein ehemaligen Bcncdiktiner-^liftc nnd dessen Convcntimlen durch allc Iahrhnndertc hindurch bis auf dcu heutigen Ta^ bewahrt haben. Folgendes hier aufgezeichnet werdcu: Nordwestlich Uou Obcrbnrg, in der Nichtuiig lic^on Lcutsch (^.juuo), ,tcht in ciucin ticf verborgnen, schuttigou Waldwintel, huch »ben untcr den Iclscnzackcn dcs koxa« (dcrGehörnte), ein uraltes, uuauschnlichcs, nut einer ciscrucn itcltc nmsftannk'i'! Kirchlcin, zum hl. Lcunhard gcnmuit Eimgc wenigen Banern haben in dieser Gebirgsgegend ihrc einschichtigen Gehöfte. Hichcr nach St. ^cojlhard nuirde dcr Sage^nack/ ein Ordcnsbrlidcr dcs Stiftes Oberbnrg vcr-bannt, sc,ll hier gestorben lind in diesem Kirchlcin begra^n worden fein. Und nun erscheint alljährlich seit mehr als 400 Jahren am Allerheiligen-Tage einer der dortigen Bauern bei seinem Herrn Pfarrer in Obcrburg mit dcr Gittc, es möchte ein Priester auf ihrc, der Bauer», iiostcn am ^. November zu ihrer Kirche St. ^couhard kommen mW dort dcu Iahrtag mit Vigil und hl. Messe für ihren dort vcr,torbellcu und ruhenden geistlichen Herrn haltcu. Und wcuu ciu Fremder in die Gegend dahin gelangt und die dortige Kirche besucht, da führen ihn die Lcntc in die Mitte dcs Archcuschiffcs uud sagcu.- „Hicr liegt begraben unser geistlicher Herr, der Klosterbruder von Oberburg. Gott gcbc ihm die ewige Nuhc!" 215> TJrbarium des Vcuediktilicr-Stiftcs Obcrbur^ vum Jahre 142,rdln^cr llvbars l^am »liv ciii Paar Iayrcil i,n stcicrin. Landc^Ä'.'chivc zuin Vorschein. Dcnl Anschcilic uach diirslc ce! der in Obcrlmrg «.ibgängi^ Thcil dci> Urliavi, uou 14^4 s^iu. 216 (<3ralliZo), also langst der Drict . 8llvmH, luohcr das AlNt den Namen hat. ^. Ot'üoium j)l0i)L I)i-j6tain, das Anit ait der Drict, welches sich oben bei (loplo an das Amt ^jrov8ok anschließt lind hinad bis gegen Altcndnrg reicht. Dazu schören also das ganze nulcrc Drictthal mit den in diese Strecke gehörigen Abhängen der Uomuu und der öreta, dann der Ilomee, die l^uiic:», „ud das rcchtscitigc Ufcrland der Sann von Uoliso bis gegen Altcnliurg. In diesem Amte liegen: !Iom, Owk, üloxi«, I^LZio sHas- tad)), Brdo, Dobrova, Breg, Osier* uiib Unter-Pobrezje, Trnovec, G-orica, Hrastovjo, Doblatina, Žlabor, Kokarje, Brdo an bev Greta, Lorn, Tajna, Potok, I^H«UU V68, I'ußtoziohe sOcdenfcld), Ober- Ulld Utttcr-Xrliso, Ober- nnd Unter-Voloz; mit St. Martin, Obcr-nnd Untcr-Kftvto, I^oaxoi'^', Doloo. Zoöna nnd Xrop. 4. OMoium in lnouto ^.aufou, das Amt , dcr .loisova (0v30VH), ciitch^ l'ci hl. Gcist, an dl.-r I^oiok-Alpc, iiu ^llltkov kut, unter dcr Xnöua, in, 1^03 (Lo^crthal), im Dorfe Sulzbach uud darob im Gebirge an, rcchtcu Saun-User, au dcr 15ela uud im Nadiuiov kc>t licgcudcu Hnbci,. 7. 0Moium I^'i^l^u mit lim Fraßlau, au dcr VoIMa daun im Snnnthalc hiual, u. w. zcrstrcut licgcndcu Untcrthancu, llämlich: zu hl.Krcuz, Schcschiz (803100), St. Lurcnzcu nutcr Pragwald, ail dcr VuIMa, Lakcudorf, Lerchcnfcls (?), (3omii8k0. ^«i.j^kov«) ^rnava, 61iu6, Ncü'oudurf (0l-l:i vo«), au dcr Slinu, ?l-e8^o, lia^oviy, ?Hn/.1o, Ober- und Untcr-ftoi'öo, ()liiuWio (Abrahams), I.btu3, Erlau (?), au dcr Pat, in Skoi'no, ^i'vkop (?), Ql'cr-Pouikcl, ^umpi-oo/. (?), Hart bci Eckenstcin, Drc-scheudorf und Plctrovitsch. 8. 0Noium Voiox. ,Zn dicscm Alute gchörcu V0I03, K^o, XI.jliu<:o, 1'««()v^ ^eöioL, Usi'inLL, 0l6li<)VL0, bopio/i'i-okop nud Opcndorf odcr?auänl-, allcs in dcr Pfarrc Frauz. 9. Ol'lioium iu Narollilt pzopo I^emdu»^, mit Unterthmicn zn Pirk (Ll-oT^o, iu dcr Pfarrc St. Gcurgcu bci Ncichcncssg); zu Ilotunjo nnd am .^lom in dcr Pfarrc Ponitl; zu Ober- und Uuter-I'l-eäol, zu 8lattu«, uud im Erlach (^6V8^jo) in dcr Pfarrc St. Marciu; und bci Hohe-nek ill dcr Pfarrc Trcnncubcrg. Dcn Naincn hat das Amt vom Viarttc Lemdcrg. 216 10. Officium s. Egidii, b. i. <&L ßgibcn bei ©cöiuaräcitftcin, mit Untertljaucu Dei ©t. 2(nbvä ob Jpctfcn* ftctti, im liakovnik, 31t Silovo, ant ©upf (ua vrhu) unb unterm Kožel (pod Kožlem) tu ber Pfarre @t. Grßibcn, unb ju (Scfcuftcin (Gorica), baun ju ©rfjnicröborf (Drož-mirje) bet ©cljöiiftcin unb 51t §ort (Dobrova) Oci (St. ^o= (jauu am SBciubergc. 11.^Officium Poreber, ingrain jeufeitö bev Meuina nnb bcö Cernilec, mit Untcvttjnucn 311 Gojzd, Poreber, Studenco, Markovo, Breznično, 8elo, Okrog, Tro-belno, ua Bistrici, ©tefnnöbevg, Zapoge (<&ccbadj), Tucna, Sredna ves, Hrušovoc, CS()roufuvt unb bei aKoräittfdj. 12. Officium Kozica uub 13. Officium Inkratcez, üeibe im $rtauttfd)cu qc* ©cv Slnfyam] cutljält: a.) Nota Ciues in lior et sedentes prope mona-sterium Obernburg, b. i. ein 5öcr"3ctd>uifj" ber bem ©ttftc bicuftDarcn Bürger, «jcsdjc in 9tor unb «örfjft bem stsoftcr ansäßtq luarcu. öicraitf fofaen : b) Nota censum ecclesiarum monastcrio incorpo-ratarum, bnmt c) Nota estimacioncs ecclesiarum in arcbidiaco-natu Sawnie secundum taxacionem decimic, mxb bann luicbcr ' d) Nota census ecclesiarum monasterio inoorpo- I'awi'UM) nnd endlich e) ein Verzeichnis; der Unterthanen, welche Fnhr- odcr Samnrobutcn zn lcistcu hatten. Ves o ll dcrc Acincrknngcn z n m U r b a r. In der Nandkulunnc des Urbare znr linken Hand dcs Lesers sind (im Original mit gothischen Zahlcnbuchstabcu) dic oon den Unterthanen jährlich zu entrichtenden Steuer- 219 betrage in Allayer Währung nach Soldi, Marken und Pfunden angesetzt, während in der 3taudkolonne znr rechten Hand die einzelnen Besitzungen in einigen Aemtern nut den Zahlen 1 oder 1 V., 2, 3, 4 bezeichnet, wahrscheinlich tlas-sifizirt erscheinen. Am Ende der Blattsciten sind zur linken Hand des Lesers in der Nandkolonnc die Stcncrbeträgc in Aglaycr Nährung, znr rechten Hand aber die bei den einzelnen Unterthanen neben den sUcinrechtcu gewöhnlich in Grazer Wäh-nmg angesetzten Ziusftfcnnigc smnmirt. Zu Ende eines jeden Amtes folgen die Hauptsiunincn der ans dein Amte zn beziehenden Steuern in Aglaycr und Grazer Währung der Zinspfcnnigc, Klcinrechtcn und anderer Giebigkcitcu. Die Berechnung nach Marken und Pfunden uud die Umrechnung vün einer Währung in die andere sind nach folgenden Zahlciwcrhältnisscn durchgeführt. 1 Aglaycr Soldi war gleich 1'/« Grazer Pfeuuige. Auf 1 Aglayer Mark rechnete man 160 Agl. Soldi' oder 240 Grazer Pfennige. Auf 1 Aglaycr Pfiiud gingen 240 Agl. Soldi oder 360 Grazer Pfennige. Auf 1 Mart Grazer Pfennige rechuctc man 160 Gra-zcr Pfennige oder 106"/,, Agl. Soldi nnd anf 1 Pfuud Grazer Pfennige gingen 240 Grazer Pfennige »der 160 Agl. Soldi. Außer den Steuern nud Ziuscn hatten die Unterthanen im Gelde iwch zn bezahlen die Anlcit oder Bcsitzantritts-Gebnhr, die Faschingmark, das Vogtcirccht uud die Oblay-odcr Stiftnugsgcbührcu. An Natnralgiebigtcitcn hatten die Unterthanen zu entrichten Wcitzcn, Spelte (mli^u), Haftr, Bohnen, Hirse (mNium), Heidctorn ^^^na), Zins- und Vcrgrcchtwcin, Butter, Herrn-, Nonnen-, Zins- Alben- nnd NechMse, Schweine und Schafe, als: St. Gcorgi-, St. Martini- 220 uud Ilcischfrischlinge; dann Zicgcuböckc (oäos, kooäog), Hcnudcl (pullo«), Eier, Pflanzen, Loden, öciuwaud, ^ei-ncn-Haarzehlingc, Wachs, Pfeffer, Salz, Brod, I^^Lo, Licht (Kcrzcu odcr ltuschlit?) und Sagcdiclcn. Maß und Gewicht. Gemessen wurde das Getreide nach Scheffel (msn-8uia) und Mctzen (woäw8, 3^ut?). Auf 1 Metzcn fingen 8 Scheffel. Im Amte St. Egidcu >uar ein eigenes, das sogeunuutc Egiducr Maß gebräuchlich, nach welchem 6 Scheffel auf 1 Mchcu gmgcu. Alich eines Sachscufeldcr Gctrei-dcmaßcs geschieht Erwähuuug in diesem Urbar. Der Wein wurde gcuicsscn nach Eimern (l^di-ia), Qnart odcr Vicrlingcn (liu^rtalia) uud nach Urucn. Vier Quart gaben 1 Urne. Die Butter nach Väria. Eine Väiia Butter wog 1« Pfnud. Das Wachs wurde gcwogcu uach Pfunden. Die ^cmwaud wurde geincsscu uach Ellcu (uluii) uud zwar nach «bcrburgcr und Tiiffrcr Ellen. Die Tiiffrcr Elle war gleich 2 Ol'crlmrgcr Ellen. Das Linncnhaar odcr die Haar-zchlingc wnrdcn nach Stiickcn oder Pfnuden berechnet. Ein Stiick war gleich 1 Pfunde. Alle anderen Naturalgaben sind nach Stiickcn berechnet. Abkiirzuugc u. Aql., Aquil = Aquilejensis. suit., st. = scr-vit. to». = tantum. t. = tenet. Ib., lib. = libra, gc., gr. = gi-icceu8i8 (denarius, pfennig obcr 9J?nrf) Mr., mr. = inarca. II.. Ilk., Hrnkes = Herrn-kajse. Nk. = Noanenkscsc. pull. = pullus. Silig. ^ siligo. trit. oUv tt. = triticum. Au., aue = Auena, auenio. mes., mens. = mcnBiira. On. S. G- = ovis sancti Georgii, ©t. ©covgi^rifc^nng. Ou. 221 earn. = ovis carninm, 2rscifri)fx"tfcf)ltng. S. = Summa, d. 3= denarius, ß = solidus. Mod., Mo.; mo. = taodius. yd. = ydria, bydria. vr., vrn. — uma. cas. = caseus. vl. == nlua. Aumcrlullss. Die ini Urbar vorkonlmclidcu cingcsch a l-tctcn Stellen sind spätcrc, imchträglichc Zusätze. Die in dcn Anmcrkimgcn vurtoulmcndcn Ilihrzahlcn dcutcn auf die einschlägigen Stellen vorne in der StiftSchronit. 222 Registmm Monasterii Obernbnrgonsis couscriptiim Sub Anno Millesiino Quadringciitcsimo vicesiino sexto. Pag. 1. In Officio Tyrolfseck.l) 20 30 20 10 30 30 30 Gregor Smid vbi suit Nicus kursner ser- uit libr. V2 gi'eceus Jansko am gries2) st. marcam 1 gi\'.ec. Mathe Sncyder in tier pressekk3*) st. marc. 1. Pang-racz an dcr Rogutsnicz'1) st. ca- seos 300 herrnkes, pullos 2, oua 20 Nicla im Erlacli5) st. de Swaiga vac- caria 300 herrnkes, pullos 2, oua 20 Nicla Sedmak, ain öd, st. Siliginis men-suras 2, Auene mens. 2, pullos 2, oua 20 Nicus an der Kepenn °) Selodecz vndenu poseg7) st. 50 graj- censes, ouem 1 S. G., ovem 1 ear- niuru, pull. 2. oua 20 Perko an der Repean8) st. herrnkes 300, pull. 2, oua 20, ydriam vnam butiri Juri an der Rcpcnn °) .st. marc. 2. grace, pull. 2, oua 20 s 4 3 4 -! 4 ') Nichtig: 'I'i,'0v«0k. ") I'^o<1nik nil i)iu^n, Gcincindc Stciii^riib. ") 1^'L8(!c:'liI<. ') iin^iiunilc an dclll vom Acrgc lio- ") )l^)«»sic:^ odrr ^n«!«^vic.'l fttatzliach) rin Vach, dcr zwischen dcui Volovlok- mid St. Lcoiihard^licl^c dcr Drk'l zilfticß<. 223 30 CiJstan au der Tratten1) st. hrnkes 300, pull. 2, oua 20 4 Sum. 1. marc. 40 ß Sum. 5. mi\ 10 d. Pag. -2. 10 40 40 40 20 30 30 20 20 Nicus am percholm2) suit. marc. I den., pull. 2, oua 20 Christan au der ley ten") st. 60 den., ovem vnam S. G., ovcm 1 earn. pull. 2, oua 20 Juri vnderm Rampht1) st. 60 d.; ovem 1 S. G. pull. 2, oua 20 Juri am Raswar st. mi\ x/:{ gr., ovem 1 S. G., ovcm 1 earn., pull. 2, oua 20 Matko ibidem st. tautum Jansek im dull*15) st. tm. Jansko drob cm am GupL0) st. 300 Nu- neukes, de Swayga ouina ouem 1 S. Gr., ouem 1 cam., pull. 2, oua 20 . Item de vno manso desolato tres vluas loden. Marko herg-ot Im weriascli 7) st. GO gr. Jansek im dul st. mr. Va ö'c- ouem 1 S. G., ouem 1 caru., pull. 2, oua 20 3 4 4 4 4 4 ' 3 4 Pag. :■]. In villa Set. Nicolai.8) 20 Nicla pettek st. cum censu ad Eccle-siam Sti. Nicolai. Sed ad Curiam st. 3 ''I knükriljüili. Allr bi^hcr gciiauntcn VcsihuiMU lio^ci! in d^r Gcnicindc Sk'iülp'üb und znun' aufwärts von Obcrlnivg, Folgl nun dic Gnucindc El. Nilolai. '') volnik. ") 8t,i'ii:,a ') Vyr-tilöilik. ^) Filiale au dcr Stwszo mitcr Nmstift. 224 20 20 20 20 w 20 30 10 30 00 ouem 1 S. G., ouem 1 cam., pull. 2, on a 20 Nicla ibidem suit. mr. 5/l< Sc-> on era 1 S. G., ouem 1 earn., pull. 2, oua 20 Paule ibidem st. mr. '/a Sc-> pull- 2, oua 20 Vlricb podmenino *) st. 300 hrnkes, pul. 2, oua 20 Michel st. mr. Va go., pull. 2, oua 20 Juri vndcrra Stain st. mr. 1 gc, pull. 2, oua 20 Ob k v la^ii. ") I'o^>i-,'!«ni1c. ") üc/^iv^o. dcr Vcrg, siidwcst. ov dcr Kirchc Ncustifl. ') ^'umilu. 225 Pag. 4. 20 30 30 40 20 20 20 10 Janes zabczowgy ') scruiuit olim GO gc, oucm 1 earn. Sed modo st. 300 Nun- ncukes, oucm 1 cam. Seruiet 41.-) totum prescriptum censum. Michel bczowgy st. 300 Nuunenk.es de Swaiga ouina, oucm 1 S. G. oucm 1 earn., pull. 2, oua 20 MiclicP) ibidem st. sicut. micliel Nicla pobresnik1) st. 300 Nunneukes, ouein 1 S. G., oucm 1 cam., pull. 2, oua 20 ydriam vnam butiri Ciistan V drityr>) st. meiiK. 2 sili^., Auc. mens. 3, ouem 1 »]. G., ouem 1 cam., pull. 2, oua 20 Juri Im tseheniiol<•///) st. 300 lifnkcs, ydriam vnam butiri, pull. 2, oua 20 Maiko vudevm Ocliscnper^7) st. licrnkes 300, ydriam vnam butiri, pull. 2, oua 20 VIrich Im drag8) st. GO go. 4 4 3 4 3 4 4 3 Pag. 5. In dem Ochsen borg.;|) 50 50 90 Vlrich planinsehak10) st. oOO caseos vac- cinos Michel frater suus st. iur. 2 Martin am guph vnderm ochsenberg11) st. silig. mens. 4, Aue. mod. 1, ouem 4 4 ') 1l, ll. °) ^Vnnu 1441. ") ^I.'ls!.i:v«. ') 1'<>!>r«/.ni1<. ^) vi-oti-niiv a» d^r Dricl, vi'Lkil. ") Oi>i!3«1c am ^>ni!<;«. ') Xllvoiovsok a»i ^bl)a,i>ic dcii Volovwk. ") Die Hude v Oi'^l ist nun mil dcr ?>:ln'nl««k- odcr Iio8L«'Hnl>c vcrcinissl. ")'Vs»-lovlek. nordwcst, vou M. Neustift. '") N<.5L«, ") XnvowvZok. 15 22U 10 10 10 W 20 20 1 S. G., ouem 1 earn., pull. 2, oua 20, Et «emit Gü caseos ccnsuales Item 00 gc. von der öd ISsicla Cladnik x) st. 80 gc. Stampher st. dc molendino mr. '/., ire. Item von dem Stamph 40 yc. In pbarenn Michel -) st. GO g-c. Est npo- stuta'1.) Sed quando eolonus ibidem rcfiidct tune st. Mr. 1 Cristan Im Tschertwcs l) at. Öili^. inens. 4, Aue. mod. 1, 00 bakes, pull. 2, oua 20, ydriam vnam butiri (Pro omnibus illis seruit iam lb- V» tantum.) Jansek Im iiyderm laz°) Strorigel seruit 300 linkes., pull. 2. oua 20 Matko hindcrm guph 10) st. 60 gc. ouem 1 S. G., ouera 1 earn., pull. 2, oua 20 3 4 3 ') Kladnik. j|) Grozdoj v pr.-iprcfu (hit ftamnfraiit.) 3) Pnstot.'i, Ocbc. '; Crtvožiiik." r>) Scdulnik v setllu. "^Po^ pečnik, pod \n:6ja. 7) Na pcči ob bcv Maekovicit. 8) Gornji Laznik. ()) Spodni Liiznik. 10) Zavoršnik, /a vrliom. 92 7 Reppemi.J) 10 30 20 10 10 Janez vuder (lev Mill2) babet 1 pasto- tam :;) seruit silig. mens. 3, Aue. mens. 4, ouem 1 S. G., ouem 1 earn., pull. 2, oua 20, Caseos 30 Matko ob der mill st. tantuni Panic mlilner ibidem st. mr. '/2 d. Swetccz Iu der Eben1) at. tautum sicut Janes Ibidem ain öd am schiilogiir>) st. GO d. Petck Nicla seruit tautum sic. Jaues per oninia Paul Im haslaeli") pt. unnneakes 300, ouem 1 S. Gr., ouem 1 cam., pull. "2, ona 20 3 3 3 3 3 Im Aczehi«ak.7) 40 40 30 Jauez8) servit lmkes. 300, pull. 2, oua 20. Pro omuibus illis seruit iaui lib. 1j.:, tautum Mako ibidem st tautum sic. Janes Im herbowec-0) Vlricb st. uuuneukes 300 4 4 3 Pag. 7. 40 90 Micla Im polchonik 10) seruit lmkes 300, pull. 23 oua 20 Janes Im durrenberg1 Jl) st. Silig. ineas. G, Aue mod. 1, ovem 1 S. Gr., pull. 2, oua 20, Caseos 60 ouem earn. 1 4 4 ichicfcvlngrr.) ") I^«8nik v I(i8.ji. ^) NncUccv kf>t, d. i. Mtzcn^ winkcl an dcr olicrcn 1i^p(in«jca. ^) ^^^i. ") V«,I)c>vönj>c v v «liliom viliu. S. I. 1453. 15" 22h 40 I ! 20 10 i 10 10 10 Primus am patriarchturu ') st. nunuen-kes 300, oucm 1 S'. G.; pull. 2, oua 20, oueni 1 earn. Mcrtl Im pach L>) st. silig. rnens. 3, A none niens. 4, Cascos 300, oucm 1 S. G., ouem 1 earn., j)ull. 2, oua 20 Nicla Saucrsnik r>) st. silig. nieus. /5, Auc. nicns 5, oucm 1 S. G., ouem 1 earn., pull. 2, oua 20, Caseos :-50 Jacob am ^arrcngalld) st. mr. 1 d.; pull. 2, oua 20 Jansck an der Frcnidcrliuben .>t. Silig'• lneius. 2, Aue, meus. 3, pull. 2, oua 20. vlnaH trcs loden Jansek Rosaucz ist abkonicu, also daz er Jcrlieh ^cben sol 24 d. zwischen sand Mertenstag' vnd wcyunacbteii. Martin an dcr pononicr^) st. Sili^. mon?. 2, Auc. incus. 3, ouem 1 S. G., ouem ] earn., pull. 2, oua 20. Caseos 30 4 3 3 3 3 3 8. 2 mr. V, lb. 10 ß S. 2 mr. 40 d. Pag. 8. 20 40 10 Gregor Im kanol c) seruit mr. '/2 gc, ouem 1 S. G., pull, oua 20 Herman knyebalt7) .seruit Silig-. mens. 2, Aue. rnens. 3, ouem 1 cam., oua 40 Herman In dcr Arlicz8) st. 50 gc. 3 ') ?ul1,^ö,nlc, war vcrmnthlich friihrr ciii Unthctthau dcö Pairiarchcii. I. ^45ll. ^) I'otounik /.-l polokom '') ^^v«>'Znik. -) (?s>,-».ji X,)«, I. l45>3. l') ^^ilö. ") ^iip-ln. ") I^unproönik. Dieser VoÜLls-llc v Voäu!«li. «) X:ll»:'k. ") I^ipi^inl. ciii Bach, dcv uon ßlumon koiiiülcüd zu Obcrbnni iil dir Dvicl fließt. 230 50 50 70 70 70 50 20 20 Maria am virstJ) st. raens. 4 silig., Aue. mod. 1, ouem 8. Gv ouem 1 earn., pull. 2, ona 20, Cas. 70 Marko wob er ibidem st tantum Vinczencz vnderm virst st. silig. mciis. 6, ouem 1 S. G., pull. 2, oua 20 Cristan am virst2) st. silig. mens. 4, Aue. mod. 1, ouem 1 S. G., pull. 2, oua 20 Nicla iratcr sutis ibidem (Item seruiuit 22 pro laborc). Peter in der Eben3) eeru.it mr. 1 d.; pull. 2. Et de vuo agro st. 45 gc. Jacob binder der Eben st. mr. 1 gc., pull. 2, oua 20 Michel Bergles4) 1m pach. st. 1b. 1/2 gc, pull. 2 4 4 4 4 4 3 3 3 S. 4 mr. 30 ß S. 8 mr. 87 d. l3ag. 10. 20 20 10 20 Thomas am Modrost st. silig. mens. 6, Auene mod. 1, ouem 1 S. G.; ouem 1 earn., pull. 2, oua 20 Nicus wslopriaky st. GO gc, pull. 2, 1st ain öd. Nicla w Plase bin derm oxeubcrg •') st. mens. 6 silig., mod. 1 Auciie, ouem 1 »S. G.,ouem 1 earn., pull. 2, oua 20 Zwetecz am poseg °) st. eensum custodi sed cum ceteris Juribus ad curiam 3 3 3 3 ') 8!omüü, dcr Bcrss, dcr sich uoii Obcrlmrg in cincr Nichtunq sseszcn dcn Iio^»ö, iü dcr aiidcrii abcr lirqcü St. dauert hinzieht'. ^) 8!omlinu«Ii. ") Rllviiöilli. ^) Ijm^Icx. ^) Xicvu- 231 2^ 80 30 Thomas au der lakcnvicz ]) st. Ib. 7s gc, pull. 2 Renpot am him 2) st. mr. 3/2 gc, pull. 2 Michel au der eben;)) st. mr. ]/> Sc- ouem 1 S. G., pull. 2 oua 20 4 4 4 Pag. 11. 40 30 30 Michel in der gruben -1) st. rar. Va Sc-; ouem 1 cam. Marin in der Öden gruben st. 40 gc. Vlricb ze Chrewczen r>) st. silig. mod. 1, Auene mod. I, pull. 2 Martin ibidem st. inr. 1 gc. 4 3 3 3 Ze Sulcz. c) Nicla st. silig. mod. 1, Auene mod. 1, pull. 2 Christan ibidem tantum seruit 3 3 S^l'/a mr. l"0 ß S. 3 mr. J/a Ib. 20 d. Summa Czinsphenig 32 mr. gc. 37 d. gc. sine conueiitualibus. (Item von dreyen odea, obevnlaz, Maczclak, Hyuink Ib. 1 d. 30.) Summa Stewr. 1(5 inr. minus 10 ß. facit 24 mr. minus 15 d. Summa ouium S. 6. 4G. Summa ouium earn. 43. S. pullorum 15(5. Cere ad Stum. lcon- bardum 7) Ib. Pag- 12. Summa Quorum 1440. *) V .iin»i in l>!on!ono. -'') Xii/kll v<;«, jtrl.'litzdors au dcr Straße vuii Ol'crbilrc, nach St. Xavn'i. I. 1243. '') 8l!Nm:<, (Bitter-wnsscr) untxr Krclllzdors mil 2 Hubcn. ^) Obcrbnrgrr Filialtirchc lütter!» 1l»^.^ö, 2o2 Scruient,es loden: Michel na J/Yanyo\vcm ), vlnas 3, Janko am puhel -) vlnas 1(). 8 u in in a .siliginis mod. 1(5. Summa Aucne Mod. 23. men*. 7. Scruicutes bntirum: Nichi an nmos am patriarchtum 300, II k. Janez im Aczelnak 300. Pag. 14. H. k. Matko ibidem ;') 300, H. Michel vnderm Ox en berg- 300, N. Vlrich Im Merbo^vcz 300, II. Miklaw |)oiclionik 300, II. Janes ßczowiry ober 300, N. Juri im Belcz 300, N. Martin Im Pogoriclcz 300, N. Janes Zabczowgy 300, H. Martin urn Stain 300, N. Nicus Kouopec 300. S u rn m a 11 r u k e s 0300. S u m m a N u n u e n k c s 3700. ') ^,,inil<. (^cm. St. Lcoich. ") «!>'!!!,d. (Äriü. St. Nicolai. ") ^ul'i-uznilc im Hollcrbcrg. ^) Druden. '') >^l(»^!. 233 Oasei censualcs. Martin vndcrm Oxenber^ (50, Cliristau Im Tschcrtwcs (U). Paul Im Sattel (>0, Jane« vndcrer Mm 30, Matko ob der MU1 30. Pag-. 15. Swetecz lu der Eben 30, Jaues I'm durrcn-bei-g- HO, Niela Zuwcrsnik 30, Cristan Im Schrot1) 30, Martin an dcr ponerncr 30, Snpj)an am Stain 60, Peter In» Larapieclitscliak 70, Nicas am Guph 60, Thomas In wentten 40, Jansko wndolnik 7O; Marin am Virst 70, Viuczeucz Im kail 70, Mertl In» pach 30. — S w m in a C z i n s k e s 820. Pag-. 1G. Dechnator an d«r llcppenii. Siumna Modiorum 40. 12 Modios tritiei. 12 Modios .«ilig. 10 Modios Auene. Oe anlayt mr. V2 secim-dum anti(nuin. llegist. Petias lini (40) PulloH 40 Edos ad placitum. | Pag. 17. Coloiii Conuentiialiuin in Ofiicio Tyroli'sek. Oblcy.3) Posarnik 3) sernit mr. 2 d.; Ira Slopniwerh 1J Decimator Itcberscliak. Snmma modiornm 16. 4 Modios tritiei. 4 Modios silig. 8 Modios Auene. De Anlayt mr. a/a Pecias lini 16 Pullos 16 Edos ad placitum. cdcu dorl. 234 nir. 2 (I.; Jacob et Janes Im Kcinpreclitseck *) mr. 2, 2; Im lmgowccz2) mr. 2; Martin vicinus suus3) mr. 2; Gertsnik Im wudol1) mr. 2; Item Junes5) ibidem tantuin ; Marko Im Asang zawerchom °) 2 mr. Infirm aria. Ze Lintperg Andre st. mr. 2. Obley. Micliel ze Sulcz7) st. mr. 1; In Tscbaplach8) Jantscbecz 20 d., mod. 1 Silig., mod. 1 Aue., pull. 2, oua 20; Item des Juri witib lb. 1 d.; Item ze Tyrolfsek Cotnik mr. 3 ad lumen Ste. Dorotbee °). Pag. 18. Zwctecz am poseg st. 1 mr. minus 10 d. Item ad stam. primum10) lib. Vs (^-i Item an der pouemer dc Cur. mr. 2, 00 d. (ad lumen 8. Crucis, 90 d. dimmissi sunt propter edificueionem et propter pre-dictum Mertl cliursner.). Item Im zadowgo11) mr. 2; Item ze CMircwczen Jancz mr. I1-); Peter 1 mv. 90. (Item clement zu clirauczn scruit Mr. 2 13). Item decima (ze pureber). (Item Matbe sneyder seruit 1 ilor. Idem de domo sua 7-2 mr. d.) (Item Maister Gregor Zymernian dient Jarleicli von der Sag 7A\ Tyrosekg 1 mr. d. oder 40 gagdilln. Actnm Jürii Anno Tricesimo septimo. u) C o n u e n t u a 1 i u m Summa colonornm ') X08 dcr olicrc mid iiiltcrc cbcn dorl. Silchc 1365. ') Ilssoväuk auch dort. Sichc vorne ^1285». ') O^wi'miln cbcn daselbst. ') tt«iönil< ebc» dorl. Sichl' 134!,^ 1^!». ^> 72 gc. pro porco, 4 gc. earn., pull. I, oua 20, Cas. 4 I 1 1 ') ^ldoloa. Gccz. hinter St.-X.lvon iu der Gem. 6avinil. ") I'i'dliläolc. ') ^«lovnili. ^) ^uxc>vZ«k. ") I'i':ltni!l,nus<1«rt', Iilu1l»i>'j>;, Dorf an dcr S'raszc ziinüchst bci St. X.^vori. °) Die Filiall. St. Michacl in Fralüiamtt'duls. 237 30 10 20 Luraprecht st. tt. mod. 1, Auene mod. 8 vel 16 vlnas linei panni, (57 gc. pro porco, 8 gc. cam., pull. 2, oua 20 Cas., 8 Janeseh vnd perehtold gereb1) khcfer st. tt. mens. 4, Auenc mod. 4 vcl octo vlnas linei panni, 33 '/s Sc- Pro porco, 4 gc. pro carne, pull. 1, oua 10. Cas. 4 Michel st. tt. mod .1, Auene mod. 4 vel vlnas octo linei panni, 20 gc. pro i porco, 8 d. can)., pull- 2, oua 20. ! Cas. 8 ! 2 1 2 J m\\ "70 ß. 8. mr. 34 (I. Pag. 2,1. 30 40 40 10 Pericz Sturm st. tt. mod. 1, vlnas panni linei (j pro porco et carne 43 gc. pull. 2, oua 20. Csis. 8 PrimoB st. tt. mod. 1, mr. 2 minus 20 go., pull. 2, oua 20. Cas. 8 Martin der Swarcü seruit von aincr miil (seruit Anno 4.1 "^ Et dcinde semper Mr. 1) Chuurad Kcliursner st. 140 gc. ct pall. 1 pro advocacia Perchtoldt st. Ecclie S. Michael'-) cum censu, sed cum cetciis Juribus ad Curiam. Et dc vno mauso desolato; quern emit, sernit 100 gc, pull. 1 Vlricli vidua ob dem wasser St. tt. mod. 1, auene mod. 2 vel linei pauni vluas 2 2 2 2 2 ') 3cn'oli. 2) Kk'chc iu Fratmann^dorf. 238 20 40 4, 20 go. pro porco, 8 go. earn., pull. 2, oua 20. Cas. 15 Junes Khefor scruit lj„ mr, gc., pull. 1 Vlrich pogorieltsnik st. it. mod. 1, Anene mod. 8 vcl 16 vlnas linei panni, pro porco 34 gc., pro earn. 8 gc, pull. 2, oua 20. Cas. 15 2 Pag. 25. 10 Nicusch Mautsclie st. tt. mens. 4, Auene mod. 4 vcl linci panui vlnas 8. 83 '/o gc. pro porco, 4 gc. cam., pull, l", oua 10. Cas. 4 . Nicla Lamprecht st. de qiiodara wioleu-dino Im pacli 32 d. (De illis «emit pmter de vno j)rato 1G d.) 1 Isti suut Coniicntuiilium. 20 nil'. 1 Micbcl Scurley scruit mr. 1, 20 gc. Jacob st. tantum Janscliecz Sneyder vndertn Rayn st. 40 gc. Lorencz I in tcruawcz x) st. lb. 1 minus 4 d. Trit. mod. 1, Aueue mod 1. Idem tenet ain öd et st. mr. 1, 20 d. (Item st. de vno moleudino 1 lb. cere.) Vlrich von pekkach2) st 20 gc, pull, j - 2, oua 20 Martin sacznik8) st. mr. !/2j pull. 1 | 1 1 1 1 ') I'l-NUVUL? in der Pfarre Praßbcrg? ") ^«tkuvu, Hiibc ob dcr Launier Vrilclc in der 8!läll,'«.'l. Spätcr ticsnl; dic scllic 1525 dcr Äiittüiaüii Ehristof Aichl'or^'r, dami Caspar Frcii« ciscn, Arii>>cr dco Rainer M'K'S C>>col^, 15»4 Christof 8koie ^.'^nicii n>ar früher ein Meicrhof der Eillier Gnisci,, lies,! bei Laufcn am rechten Saiiiiilfer. Bicllcicht ^atiunioll uon ^:lti»j<>? 239 nir. 11 Nicla wodolnyk 1 3 mr. 50 ß. 10 V8 n»r. «8J/s d. Pag. 26. 20 l0 10 Stliepban pfeyfer Im Laas 40 gc. pro censu, 20. pro one S. G., pull. 2, oua 20 Stlicpban marolt 45 gc, pull. 2, oua 20 Jacob ScocUi st. tt. mod. 1, Auene me us. 10, gc. 20 pro ■ porco, oucm 1 S. G., ouem 1 cam., caseos 16. pull. 2, oua 20 Jausck weber 1 1 1 1 In Zaiicli W suchc.1) «0 40 20 Jarne Sucyder2) seruit tantum sic. Scoda Junsko pücbenfurtcr st. 40 gc, pull. 2 Jaucz ze Nuspawm st. mr. Vs Sc-> P11^- ^ 2 2 Trebs wtrobuscliy.y) 20 20 40 | Nicla Kuiuer st. GO gc, pull. 1 Lstos GO gc tenet wulfiug Wulfing Sacznik ') st. mr. Ya &. Jansek ezerer st mr. 2 g-c, pull. 1 2 2 Pag. 27. 40! !i0 Cbunrat Dauonik st. mr. 1 ß Vlreicli Goltschiu st. mr. 1, 20 d., pull. 1, oua 10 1 1 ') 8<^!!>. a!!! N'chlcn S«!iuufcr, Psnrvc Laufen, gcsscnilbcr 240 Dobraw. Na dobrawye.J) '/. Id. Herman seruit solum stcwr., pull. 2, on a 20 Janes ibidem tau turn 2 2 Gomicntnalinm. Nicla st. mod. 1 silig., mod. 1 aueue, 20 d., oua 20, pull. 2 (No. quod rtns. Conradus Abbas climi- sit vnum mod. silig. annnatioi ]>ro '/» lb. d. actutii auuo 34.) Item Jansko penkker st. 90 gc. Michel Grtibnor st 12, Item Golinczin fit. 50 gc. de agro Hermendl .st. mod. 1 silig., mod. 1 aueue, 20 d., pull. 2, oua 20 Nicla Bokownik-) st. liir. I d. 2 2 2 ~3 mr. 40 ß~" 10 iii7. 17 d. Pag. 28. 30 Janes Wolkatsch 78 d. de molcndiiio Nicla am pogoriclcz st. silig. meiis. 4. Auene mod. 1, 20 gc. pro labore, ouein 8. G., ouem '/2 caru., pull. 2, oua 20. cas 8 2 'Fiimfpecliern.:^) 40 Nicla weber semis silig-, tnens 10, Auene I mens. 20, pro labore 40 gc, 011 era 2 ') Obcr dcm Marl'tc Lanscu bei «os'lw. "> 1l»lcovni!c. ") Die Gcgcnd an den 5 Bachern vou Lanscn Illnqst dcr ?ails>i>z geacl! St. 'Nikolaus in Uu/wlco, In die Lniifni; (j.j»lwn«a) fli'cs;cu von Ostcn dic Vachc 8!>,),»t. lind X:Uoi>iü. van Wcstcn Ilobllnö^ll. 1iLl)!<>, ^'^i> und 1'<» Sann crgicsit, ")' 1>jna, ein Acrgrlicten bei «luvn^c). ') ^ilZok am I'ir-Acrgc, ") 8^c»vni!l elicn dort. 1U* 244 40 Wulsing Ilozzec/, hinderm tor3) st. mr. 1 gc., pull. 2, oua 20 2 20 20 40 60 30 20 Jacob Ostcrschak2) st. 40 gc, ouem 1 5. G-., pull. 2, oua 20 Peter im Schremsnik11) st. tm. sieut Wul- fing. pull. 2, oua 20 Mykuscb in der Elraauicz1) fit. tt. me«. 6, Auc mod. 1, 10 gc. pro porco, 5 gc. pro cam., Cas. 8, pull. 3, oua 20 Lippe") tenet Nicuscli st. GO gc. pull. 1. Zun Woyngarten Wbokowynyc") JautRcbeez st. mr. J/s gC.; pull. 1 eccle- sie 8. Jacobi 7) Oswalt nicyker st. tt. mod. 1, auc mod. 8, vel dat mr. 1 d. minus 10 d., C7 gc. pro porco, 8 gc. pro earn., Cas. 8. pull. 2, oua 20 Janes (Jansccz sun) i 2 2 2 2 1 1 '6 mr. yg lb. 10 ß 6 mr. 70 lb. d, 40 d. Pag. 34. Andre Seberko st. mr. 3 (Item Clement zu JJeyugarten st. mr. 2, Augustino prcbendario datur ista pe-cunia ad tempus uite sue Ex eo, quod boc feodum Monasterio resi-gnauit.) 2 ') Aüvi'.'ttnilc. "> 0j8torsl)!c, ') öc)nn<>xni!<, dann *), .lurii'.'niönüc ünd ^) I.ipn'ilc in d>,'r (^ciii, ^u^ln^ Mltcrm I'll, Pf. Nio'i. ") 0I«»,iiil^, Dors an bcr Sttasjc frischen Nie; und .ta^cri. ') Filinllirchl,' in Olcoinn.-,, Pf. Sl, 5'cwrri. 245 20 10 20 10 Martin zawratnik st. mr. 1 minus 10 gc, tt. mes. 4, oua 10, pall. 1 Michel Jantschecz sun seruit tantum. Nicla wcber st. tin. Pcrnbart st. tm. Gregor mcyker st. tt. mod. 1, 20 ge. pro porco, 8 gc. pro earn, 15 cas. pull. 2, oua 20 Nicla Schuster Im Pachx) st. 40 gc. pull. V2 Janes iin pach st. 40 gc, pull. a/a 1 1 1 1 2 1 1 Conuentualium. | Janes Grewlicb2) st. mr. 3 | ! 2 10 Zu Vischern Wgrusolecli.3) Tbomko st. tt. mod. 1, Aue mod. I, 20 gc pro poi'co, 5 gc. pro earn., cas. 15, pull. 2, oua 20. j 2 Fag. 35. 10 10 10 10 Perchtold schustcr' seruit tm. Gregor seruit tm. Jansko Gornik seruit tm. Hauuse Filius suus st. tm. 2 2 2 2 Zu Sant Haus.4) 20 8 Nicla seruit tt. mes. 4, Aue mod. 2, 33 V2 Sc- Pro P°rco, 2 V2 gc pro cam., cas. 4, pull. 1, oua 10 Juri0) st. 40 d., non seruit annonam, quia est Iehen, pull. 1 1 1 ') ^.mp^oli in ()Ico'li«!l. ") Ki-ou! in Okdlnna. Siehe 1^98. '') (xi'iiuovHu, Dorf au der Straße unter 0lcuniu:i. ^) Filial-tirchc und Dorf au der Straße ob Nicz. ^) ?e»Är. 246 10 40 10 Juri Moztnik tenetur eeruire 20 d. pro vno agro Marko zetschen. seruit tt. mod. */i} Aue mes. 14, 20 gc. pro porco, 5 d. pro cam., cas. 15, pull. 2, oua 20 Jurko pod slcbom x) st. tt. mcs. 4, Aue mes. 14, pro porco et earn. 36. d., pull. 1, Cas. 4, oua 10 Suppan weber st. tt. mes. 4, Aue mes. 14, pro porco et earn. 36 d., pull. 1, Cas. 4, oua 10 1 1 1 1 mr. 38 ß 14 mr. 66 d. Pag. 36. 8 8 10 20 Jarney st. 40 gc. pull. 1 (Idein tenet des springer hubn et serait 40 gc, 72 mod. tt. et 14 mes. Aue, pull. 1, oua 10) Andre seruit 40 gc, tt. mes. 4, Aue raes. 14, pull. 1, oua 10, Cas. 4 Jannes Srepost st. tt. mod. 1, Aue mod. 1, pro porco et earn. 30. pull. 2, oua 20, Cas. 15 Nota isti qui sunt superius sciipti cum 14 mes. aue secundum antiqum regi- strum deberent seruire mod. 2 quili- bet. Sed ipsi solum fatentur rnes. 14. 1 1 1 2 10 ArendorJF Warpolewes. -') Peter Kasman st. tt. mes. 6, Aue mod. 1, pull. 2, Cas. 15, 20 oua, 20 gc. pro porco, 5 d. pro earn. 1 ') Sloliink. 'l) Vor1ipc»!^L oder Mpoyo, Dorf an der Straße ob Ric;. 247 10 10 Nicla Schetina st. tt. mod. 1, aue mod. | 1, 20 gc. pro porco, 5 d. pro cam., pull. 2, oua 20, Cas. 15 Marko Setczen st. tm. sic. peter Kasuian 2 1 Pag. 37. 20 10 10 10 10 10 20 301 I 10 Janes Srepost st. tt. mod. 1, Aue mod. 1, 20 gc. pro porco, 5 d. pro earn., pull. 2, oua 20, Cas. 15 Martin Toltscbay st. tt. mod. 1, Aue mod. 1, Cas. lf>, pull. 2, oua 20, pro porco 20 d., pro earn. 5 , pull. 2, oua 20, Cas. 15 (Jacob onitscb)2) seruit trn. Myksche an der lywey3) st. tt. mes. 4, Silig. rues. 2, Aue mes. 5, mr. lj» pro porco Scheybl zabucowiczo st. mr. 1 d null. 4, oua 20 ' l 2 2 I Z 2 2 ! 2 2 2 Pag. 39. Dycnstman Ternawtsch'1) st. 20 gc. 2 kchawpawner Ze winpezzel5) Martin Lelmer 50 gc. Schüler de Riecz 40 gc. Gonnciitualium. | Michel ze proythaw") rar. 1. 40 d. _Michel Petownik7) mr. 3. minus 10 d. 1 mr. 30 ß 8 mr. 40 d. *) Vajd mtb 2) Zonloviwir 6ci Prihova. 3) iMfaibad), Libija, niifcr *J>yafjbcrfl. ') Jjikau ht Trnuvco, VI ^'raßbcrg. D) Vinposle »ädjft dlki. u) Pnliova on bcv ©ivnsjc ltnrcv 9itc,3. 13Gb. 7) PtJtkovci-ApiiDc, Pu-tkoviiik, t»cni. &$ön--; acfcr, ^f. ^vo{j6crg. I3f!ö. 249 Summa tt. mod. 52. nies. 2. Summa Silig mod 10. nies 4. S. Aue. Mod. 77 vnd 6 mes. absque Fretmansdorf, qui seruiunt liueum pannum pro aue. (Cere Ib. 2 von dem krise.) Summa denariorum censnal. earn, et pro porcis cum colonis Conuentnalium et ciieq areis*) 44 in lawfen, quariim quelibet st. 12 d. Item In Rieez aree 22. quelibet earum st. 18 d. facit in toto S3 inr. 58 d. Item von winposl 5 mr. 40 d. Item 30 72 mr. 1 d.. (Item Mr. 1 de Molendiiio vnder Fretmanstorf.) Pag. 40. Summa Stewr. mr. 20. 54. ß. facit 30 mr. 81 d. Summa pullorum 190. Summa Ouorum Mille 589. Summa ouium S. Ge. 16. Summa oninm Carn. 10. Summa Caseorum 670. Item Albenkes (Item zinschas). In Kiccz sunt Aree 22 quelibet st. 18 d. facit 2 mr. 70 d. In Lawuen sunt Aree 44 quelibet earura seruit 12 d. facit. 2 Ib. 48 d. , Decimator in Frctmensdorf. Summa modiorum 50. 16 mod. tt. 17 mod. Silig-. 17 mod. Aue. Lini pecias 36. Pullos 36. Edos —. Linei panni 74 vlnas, Auleyt. mr.. 1 ß. vel poreura. Pag. 41. Decimator ze laufen. Summa Modiorum 50. 16 Tritici. 17 Silig. 17 Aue. Cetera sicut in fretmansdorf. ') Hofstätten. 25)0 Micbol des supaii sun seniit 1 markb d. Pulum 1. dcccm oua. vier tag Rabat vnd cine vart gen Peylenstain Gregor vnder dem Weingarten seruit tan turn Thomas da selben seruit tunturn Oswald daselbs seruit ein halb pliunt 10 oua Pulum 1 vnd cin vart gen Pey-lenstain Michel de.s supan sun tenet ein odt seruit tantum ein halb phunt. (Et debet edin'carc et filios ibidem collocare, vadet etiain pro illo gen peilstain semel tantum 41 ?, et deinceps semper). Thomas daselbs tenet ein odt seruit tantum sicut raichel usque ad refor-macionem 2 2 2 1 1 1 No. Die obgenanten Hueben haben Sechs Wingar-teu gepaut Die hat abbt Conrat verkaufst vnd hat auff die obgenanten hueben Rabat vnd czins gesiagen stir der Weingarten Rabat 4 tag ins clostor vnd ain vart gen peylnatain oder montpreis. Pag. 42. (Auswechssll vmb den Hof Odenfeld.x) (Vlrich Bersdakch seruit tt. 2 S. g. Aue nies. 4 pro porco 40 d. Stewr 20 d. fleyschfrisching V« oder 25 d. pull. 2. Oua 10. liar czcchlmg 1, Ambtmans Reclitt 12 d. fur rabat.) ') Diesen Hos zu Ocdcinctd i1'»«<.i,x>!j«i hat dcr Baiser am 1 Mai l^5»tt dem Bader Vrhard Haidilinev bchäli^ct, wic auch 7 lliil^rlhaiicn, wclchc (^ras Friedrich vun Oilli dcm Hai dingcr verliehen halle. Diese Oiill Oedcnfrld gehörte,;uni Slcin^ bachhofc (Stock) iu Oberdurss und laui endlich durch -il'ailf an die Zcchlciitc der Kirche St. .tavcri iu 8t,l'n2l>. 251 (Hanse zu Nelischl) 6eniit 2 Vs S. g. Aue mes. 3. pro porco 40 d. Stewr 20 d, pull. 2. oua 10. harcechling 1. Ambtmaus rcchtt 12 d.) (Floriu dicut l/2 Ib. d.) (Virich vnd Hause schulin allgewanlich rabatttuu.) Pag. 43. Officium prope Drietam. In villa Newndors. Otoky.2) Aquileg. 20 20 20 10 20 20 20 Marin wolay st. tt. mod. 1, Aue mod. 1, 20 gc. pro porco, Cas. 15, pull. 2, oua 20, pro cam. 5. Krancz seruit tm. Juri Krynownikn) st. tm. Nicla wiiodl st. tm. Mathe filius Virichs st. tm. Kolencz st. tm. Janes wolay seruit tm. 2 2 2 2 2 2 2 Fenaw.J) I Zwetecz seruit 40 aquilegien., pull. 1 et 5 gc. pro oue cam. 3 Stewr. 7-3 Ib. 10 ß " 1 V2 nw- Pag. 44. 3 60 Hainreich podolnikeh st. silig. mes. (3, Aue mod., pro porco 10 aquilegien., Cas. 15, pull. 2, oua 20, 5 pro oue caru. ') NoNZo bei St. X:lv,;n? oder bci Kra^!? ") Otok, Dorf am lintcn User dcr Drict (DiLta) Pf. Obcrb. ") Krvovnik. ^) Dieser Ortsname ist ulibctamit. Dilrflc darunter wohl die Gegend von Ilom und ilouwL zu verstehen scu,. 25 ^ 2, 2 20. 70 dO 20 20 Zwetccz seruit tin., pro porco 20 d., pro one earn. 5. Andre Clmlin st. (50 aquilegicn., pull. 1. Idem dat ccnsum ad inh'rmariam, cum eeteris Juribus seruit ad Curiam dat pull. 1. Marin am Cholnicz1) st. inr. ■l/2 gc P1'0 porco, Silig. mes. 5, Auenc mes. o*. Martin Sneydcr st. tt. nies. o, 20 gc. pro porco, pull. 2, oua 20, 5 d. pro earn. Martin ibidem st. tin. et 5 d. pro earn. Am Rain Na Brzehu.2) 2 | 10 ] Janes am Rayn st, 50 d. Pag. 45. 10 20' l0 10 20 ! 20 20 20 20! Lawrc in der awen. st. tt. mcs. 3, 20 gc., oua 10, pull. 1 pro aduocacia Michel Filius pyders st. mr. l/._, gc, pull. 1 pro aduocacia Nyka wobcr prcpadnikch st. 45 gc. Ober pobersacii Gorny poberzach. J) Juri prepadnikch mUlncr st. '/8 lb. 15 gc. Hanse lehnci1 .st. tt. mod. 1, Aue mes. 10, 20 gc. pro porco, 5 d. earn., cas. 15, pull. 2, oua 20 Vlrich baraher st. tm. Nicla haraber st. tin. Tbomas pinter st. tm. Primos st. tm. ^) 2 ! 2 2 2 2 2 ') Am Hum««? ') X.-l l)roi;u? ^) Obcr-1'odroxjo ain rechten Ilfl'r der Sann, Pf. Nirz, 253 10 10 Michel Sup pan st. tm. Scd tt. mod. 1; Auc mod. 2 etc. sic. alii Thomas Kvaincr st. tm. sic. Suppan 2 2 gtewrs. 2 inr. 100 ß. "Ccusiis 4 nil*. T/2"ib. 10 d. Pag. 46. 2 ' 2 2 2 2 10 , l 20 z 10 i 20 20 Zwctecz czymcrrnan st. tt. mod. 1, Aue mes. 10, 20 gc. pro porco, 5 pro ouo earn.. Gas. 15, pull. 2, oua 20 Niclaw nowakcb st. tm. st. tt. mod. X, auc mod. 2. Juri blekch st. 2 mod. aue, cetera sicut Zwctecz Jantschek falschak st. tm. Nicla zaplotnik tt. mod. I, Aue mod. 1, 20 gc. pro porco, 5 gc. pro one cara.? cas. 15, pull. 2, oua 20 Nider bobcrsacii «lolny pobresach.') 2 2 2 20 30 40 Swyr st. tt. mod. l,.Auc me«. 10, 20 gc. pro porco; 5 g-c. earn, cas. 15; pull. 2, oua 20. Andre scruit tt. mod. 1, Aue mod. 2; 20 gc. pro porco, pro one earn. 5 gc, cas. 15, pull. 2, oua 20. Martin zuppancK st. tt. mod. 1, Aue mes. 10. Pag. 47. 40 Marin wckeb st. tt. mod. 1, Auene 2 mod., 20 gc. pro porco, 5 pro earn., cas. 15, pull. 2, oua 20 ^> ^) Ui!lc^I,'aw'e5>L au dcr Snini, r'cchtccl Ufer, Pf. Nie;. 254 40 10 10 30 Friczl suit tt. mod. 1, Aue 2 mod., 20 gc. pro porco, b pro earn., Cas. 15, pull. 2, oua 20 Juri liuter suit tt. mod. 1, Aue mes. 10, 20 gc. pro porco, 5 pro earn., cas. 15, pull. 2, oua 20 Pangracz suit tt. mod. 1, Aue mod. 1, 20 gc. pro porco, 5 pro earn., cas. 15, pull. 2, oua 20 Primos turnefurtcr st. tt. mod. 1, Aue mod. 1, 20 gc. pro porco, 5 pro earn., cas. 15, pull. 2, oua 20 2 2 2 2 Am Aych Wchrasty.]) 20 10 Peter Schüler st. tt. mod. 1, Aue mod. 1, 20 gc. pro porco, f> pro earn., cas. 15, pull. 2, oua 20 G-nedicz Nicla turufurter st. tt. mod. 1. 2 2 Stewr. 2 mr. 10 0 Cens. 2 mr. 5 d. Pag. 48. Aue mod. 1, 20 gc. pro porco, 5 pro earn., cas. 15, pull. 2, oua 20. 2 2 2 20 40 30 Dolatyn.2) Nicla weber st. tt. mod. 1, Aue mod. 1, 20 gc. pro porco, 5 gc. pro earn., pnll. 2, oua 20 Janes Toppolt st. tin. Vlrich Bobuwecz st. 50 gc., pall. 1, oua 5. ') Ili-agtuvju zwischen Dudlatina, und St. Katharina Pu^- 1-Michel weber st. tt. mod." 1, Aue mod. 1, 20 aquileg. pro porco, pull. 2, oua 20 Juri pctelin st. tm. Janko weber st. tt. mes. 5, Aue mes. 5, pro porco 20 gc, 5 gc. pro oue earn., oua 10, pull. 2. Pag. 49. 10 20 Virich tolscha st. mr. V2 d- et 14 d. Marin poomolsn st. tt. rnes. 8, Aue mes. 3, pro porco 10 gc, pull. 2, oua 20. Janes weber st. 50 gc, pull. 1. 3 1 1 Am Nydern gerewt.2) 90 13 20 20 20 l 20 Porger am lums) st. Ib. 72 gc, pull. 1, Von einer öd 25 gc, pull. 1 Gregor ua goneze1) ain öd. ain talcz- huben st. 60 gc, pull. 1 Friczl am Stain5) st. GO gc, pull. 1. vnd in angulo tenet ein öd. 50 gc, pull. 1. Wolf vnderm pubelG) suit oensum ad scum. Vrbanum.7) Sed cum stewra ad Curiain. et pull. 1. 2 1 4 Stewr. 2 mr. 33 ß Census 4J/2 mr. 44 d. ') link/llju mit dcr Marieulirchc im Drictthale. ^) Am Abhänge dcö Osot-Belgeö. ") I^muok am I^>m. ') Itobornilc Da rodru. °) ?llöuilc. °) XlivorZnik li:^ vrlwiu. ^) Filial lirche St. Urban in vodrovw, frllher zn Fraßlcm. jeht zu M. Nazareth gehiirig. 256 Am Hard Nsi benlc.l) Pag. 50. 2 2 20 20 30 13 Andre an dcr teyn -) st. 50 gc., pull. 1 Et tenet ain öd vbi rcsidebat Vlrich •suit 60 gc., pull. 1 Nika drugaman st. mr. J/a gc, pull- 1 von aincr üd 25 gc. Laczemlors Lacznawess.3) 2 2 2 1 20 20 20 20 10 ! Marin wobonig st. tt. mod. 1, Auc mod. 1, cas. 15, pull. 2, oua 20, pro oue earn. 5 gc. Peter webers sun suit tm. Gnedccz Niclaw st. tt mod. 1, Aue mod. 1, 20 gc. pro poreo, cas. 15, 5 gc. pro oue cam., pull. 2, oua 20. Janes czoklcr suit tm. Fric/.l im pach4) st. 40 gc, pull. 1. Odenfeld. postopolc. Pj) 40 Martin Sywecz0) Hafner st. dc manso 05 gc. Pag. 51. 20 Martin Zywecz JIafner tenet suit Silig. mod. 1, Aue mod. 1, 20 gc. pro porco, 5. gc. pro oue earn., Cas. 15, pull. 2, oua 20. (No. Dns. Conradus Abbas remisit sibi quod pro silig. ct aue. dare debet 1 mr. 20 d. actum Georii Anno 27.) I 2 ') Lrcla auch im Ürot-Vcrc,^ Pf. Nic;. ") '1'ain««k na 'I'ajni. ') I.slönil VL3 au dcr Drier, Pf. Ri^;. ") ^owlc. ") 'i'ii3toz)(>Ijo, Ocdcnscld, Dorf im Drittthalc. ") Sichc 1^9 257 Nider Bresacli (Grescliak) dolny po.J) 20 30 20 20 20 50 60 76 Janes Nowakcli suit, silig. mod. 1, Aue mod. 1, pro porco 20 gc., 5 gc. pro one, Cas. 15, pull. 2, oua 20. Michel ehribecz st. tin. Janschccz podmczkc St. tni. Resko st. tm. Jnri Nowakcb suit. tin. Michel ihus2) suit. tm. Ober Krcsaeh Gorny Krascham.3) Symon*) suit rar. '/a &c-> P11^- 1-Hanse0) suit 34 d.. Silig. mod. 1, Aue mod. 1, Cas. 15, pull. 2, oua 20 2 2 2 2 2 2 Stewr. 3 rnr. 4'J ß." Census 5 mr. Vs mi"- mi^us 1 d. Pag. 52. 2 2 2 2 20 1,0 50 20 20 Janes Bresnikch suit 20 gc. pro porco, 5 gc. pro one earn., cetera sicut Oswald. An der dobraw.c) Friczl st. 40 gc, pull. 1. /JantscbecÄ wirtaeznikch7) st. 40 d., \ oua 10, pull. 1. f Martinliatersnus st.40 d., oua 10,pull. 1 Wol her Im praprotsch8) st. tt. mes. 4, Aue mes. 4, Cas 15, 20 gc. pro porco, pull. 2, oua 20, 5 pro oue cam. • Zwetecz st. tt. mes. 4; Aue mes. 4, ') Untcr-X,-:,!^ an dcr Drict. ") HcM iui Nef. Urbar «lo^o». ") Ober^liiilZu ail dl>r Drict. ') 2viz)I. ^) ^«vii. °) vodrovll, zwischen St. Katharina und lirün. ') Veitnönik v vurwölUl. ") I'i^pvcx, Farrcutraut. 17 258 Am hard.]) 2 2 20 20 Miclielin witwe am ha.d st silig1. mod. 1, Aue mod. 1, 20 gc. pro porco., cas. 15, pull. 2, oua 20, 5 d. pro oue cam. Ista huba liabet prope vnam perpetuam vaccam, qnam mieit primos rcmecz ibidem. Oswalt hammer suit tm. Pag. 53. 20 30 10 10 30 VIrich ibidem seruit 60 d. Laure Nowakclj st. iiir. .J/a gc., pull. 1 Nicusch llucholt st. mr. Czwiru st. 60 gc, pull. 1 Michel st. mr. '/a gc., pull. 3 2 2 2 2 2 Pycrk Nabrcze.2) 30 30 Marolt st. mr. V, gc, pull. 1. Matko Kumpost 40 go., pull. 1. Wosicz Juri am Raiu st. 40 gc. 2 2 Bey sant Mertem.3) 20 Micla haffner st. silig. mod. X, auc mod. 1, pro porco 20 gc, 5 gc. pro cam., cas. 15. pull. 2, oua 2U. 2 Nider wolog. dolny wologe. •) 20 Cristan .st. mr. '/a gc., pull. 1. 2 ') I5nlo, Dors zwischen St. Marli» »„d I'<>I>,^/>ci St^ Martin. 259 20 Jantscliecz seruit silig. mes. 6, Aue mes. 6, 20 gc. pro porco, 5 g-c. pro oue earn., Cas. 15, pull. 2, oua 2U. 2 _Stewr. 2 mr. '60 ß Census 5 mr. 70 d. Pag. 54. 2 2 2 1 2 2 2 40 20 20 10 30 > 20 10 20 Juri Suppaa suit silig. mod. 1, Aue mod. 1, 20 gc. pro porco, 5 gc. pro one earn., Cas. 15, pull. 2, oua 20. Paulc seruit 60 gc. ad sanctum Marti - num. ') Pangracz gros st. Silig. mes. G, aue 6, 20 gc. pro porco, Cas. 15, pull. 2, oua 20, pro oue cam. 5. (It. dns. Conradus abbas dimisit 6 mes. silig. vnd C aue pro lj» Ib. et 5 d. annuatim.) Nicla Bacca mulner st. 40 gc. de mo- lendino. Ober wolog. Gorny wologc.3) Jantschekch Cire suit 8ilig. mod. 1, Aue mod. 1, Cas. 15, 20 gc. pro porco, pull. 2, oua 20, 5 d. pro oue cam. Vlrich Leber") suit tm. Fridrich Fischer suit tm. Paule suit tm. Pag. 55. 30 20 Tbs engelschalk suit tm. Martin Sighart st. GO gc, 20 gc. pro porco, pull. 1, 5 pro oue. 2 2 ') Die Cur. Kirchc St. Martin. ^ Obcr^V»>k>ss. ^ ^^. vui- in Vnk>^. 1?^ 260 30 20 20 40 80 70 50 VIreich schu.ster st. Ib. :/2 gc. et 5 gc. de molend inr> et puil. 1 Podgory.*) Nykusch et Ja nie2) suiunt Silig. mod. Aue mod. 1, 20 gc. pro porco, C;is. 15, pull. 2, oua 20, 5 go. |>ro oue earn. Cristan3) suit tin. sieut isti duo. Wolosnicz.4) Michel suit GO gc, pull. 1, de uiolen- dino Michel ÖO et Paul 10 Item Faule suit GO go. Porko in der Eben5) st. 60 gc, pull. 1. Slopnikch5) st. 60 gc, pull. 2, oua 20. 2 2 2 2 2 Stewr. 4 mV 10 "ß Census ö'/2 uir. 60 d. Pag. 56. 2 2 2 2 70 60 30 60 Nykusch ze drag") suit 45 gc, oueni S. G., otiem Va earn.. Cas. 20, pull. 2, oua 20. Martin sei7) suit tm. Jacob suit 40 ^i\, ouem S. G., ouein '/c, earn., cas. 20, pull. 2, oua 20. Michel in ternnikch 8) suit silig. rnes- 2, Aue mes. 3, ouem 1 S. G., ouem Vs earn., eas. If), pull. 2, oua 20 ') I'<»<1^oic)i oil v»!s>^ a»! Fussc dcr ^luniuil. '^) 1'»^- hcrab in dir Drict flichl und dic ^rcn.;l! zwijchou dcr M«nin^ und dcr öiot-l bildcl. Di>,'se <^ccicud u«m ^iisse dcr ^l«nina biö hiliniif a» i)Iil>)>. 261 2 2 2 2 40 70 30 30 Juri im lazz ') suit 40 gc, pull. 1, oua 20 Michel am guph 2) suit silig. mes. )j, Aue mes. 5, ouem 1 S. 6., ouem 1/2 earn.. Cas. 20, pull. 2, oua 20, de vno agro 12 go. Niclaw Stradowuik3) st. Silig1. racs. 3, Aue mes. 5, ouem 1 sei. G., ouemVo earn., Cas. 20, pull. 2, oua 20, Et tenet aliam partem eciam. Jantscliek au linharts hnbea st. tt mes. 4, Aue mes. 4, ouem 1 S. G., 7a cam., Cas. 20, pull. 2, oua 20 Pag. 57. 30 30 40 60 50 50 Martiü Kernicz') st. tt. mod. 1, Aue mod. 1, ouem 1 S. Gr., ouem '/«> earn., Cas. 20, pull. 2, oua 20. Martin In guanovvic'Äs) st. 40 gc, pull. 1, Peter Im pachG) st. Silig. mes. 3, Aue mes. 5, jjouem 1 S. G-., 72 cam. et 40 gc, pull. .1. Nicla in Beczlowicz7) suit silig. mes. 2, Aue mes. o, ouem 1. S. Gr., 1/ci caru., 40 gc, pull. 1. Juri im drag8) suit tin. Nicuscli im Jaritscli °) suit tni. 2 2 2 2 2 2 Dyelcz. deelczeclu10) 201 Janes Cbraincz Ibusn) suit silig. raes. 2 sc!>>. '") voloo, Gcsscnd ober Vud>^ au dcr Dri^t. Dulou wird gewöhnlich ci» Anlhcil von ciucm vcrlhcUlcn Gcmcindogrilndc genannt. ") .7L/.0Ž. 262 6, Ane nies. 6, 20 gc pro porco, cas. 15, pull. 2, ona 20, pro ouc earn. 5 d. (Item von ainer wysen seruiunt zeleut zu ryecz 40.) Stewr. 4 mr. '60 ß Census 2 V» ror. 67 d. Pag. 58. 2 1 1 1 10 20 ' 10 10 Oswalt st. mr. '/2, pull. 1. Peter perko cniks suit mr. V«, Pu^* 1- Jantseliecz ])inter st. 40 gc.; pull. 1. Michel 8t. 40 gc, pull. 1. Votschen Botscliina,]) 2 1 1 1 1 2 30 20 10 10 40 Honscl Eryawecz2) suit silig. mod. 1, Aue mod. 1, 20 pro porco, Cas. 15, pull. 2, oua 20, 5 d. pro oue earn. Juri Schicke))3) suit 40 ge.t pull. 1. Mathe hayczer suit 40 g-c, pull. 1. Jausko suit 40 gc, pull. 1. Pyschul suit 40 ge., pull. 1. Maria Faber4) suit mr. y2 gc, dorfur geyt er pflanczcn gen boff. Pag-. 59. 10 30 20 10 Marin Kapuzr>) suit mr. '/2> Pu^- ^ Cristan suit mr. lj.,, pull. 2. Peter Kapuz de vno mauso desolato suit 27 gc, pull. 1 Jnri vberpruckcu °) suit mr. ]/2, pull. 1, Perschekch7) weber suit y2 rnr. gc., pull. 1. 2 2 1 2 2 ') 1j"«i!ll, Dorf nut ciiicr .stirchc St. Peter im Dricllhale, Pf. Oberb. ") lijlivo. '') 8uk. ') Xuvnö. ^ ^nl)». °) Hlo»tnllc. ') 1>n'ö!c. 263 20 20 10 20 Perko Sworczer suit 100 gc, pull. 1 Thomas ludweygs iilius suit 100 gc, pull. 1 Hanse bulikcli1) suit rar. 1j2 gc., pull. 1 Peter kapus «emit mr. 7 a &c-> pull« 1 Andre zabawuikch st. 40 gc., pull. 1 1 1 1 1 1 Stewr. 1 mr. 72 Ib. 2Ö"ß. Census 7 mr. '/a lb. 12 d. Pag. 60. 2> 10 Janko suit 40 gc., pull. 1. Oberfotselm.3) 2 2 2 2 30 30 40 10 30 60 Jacob in der Eben suit silig. ines. 53, Aue mes. 5, ouem 1 S. G., ouem I cam., Cas. 20, pull. 2, oua 20 Niclaw am pulicl suit ouera 1 S. G-., pull. 1. 60 gc. Michel Eryawecz. suit ad lumen Eccie. Sci. Petri3). Sed cum stewra ad Cu-. riam.4) Sneyderiu vidua. suit rar. 1 gc, pull. 1. Myke Krywowenyk5) st. 40 gc, ouem 1 S. G., pull/l. Miksehe de ob votsclien vel glabaczi Gregor Chramer vou presperg aiu buben in der awn st. I mr. ge. Stewj*. 1 mr. 50 ß. Census 2 mr. 72 lb. 20 d. Summa deuarioium censualium uir. 43. 87 d. Pag. 61. Summa Stewr. 24 mr. '/2 lb. 10 ß facit 37 mr. '38 d-Summa Caseormn Mille 25. Summa tritiei mod. ') Ln1Ib i;„i:nu. ^) Dlc Filialtirche in I3uön2. ^) Hof odcr Stift. ^) I^vvovuik. 264 42 rncs. 1. Summa Silig. mod. 26 mes. 7. Summa Aue mod. 79 mes. 1. Summa pullo-rum 217. Summa Ouornm Mille 565. Summa ouiuin S. G. 15. Summa caruiuin 7. Albeakes —. ltcchtkes —. Kcs von saut Jost. ') Pag. 62. Kes von Saut Linliart. -) Ze Newnhoffen Mayer. Grosso Kcs. Dccimator In Fotschn.3) Summa modiorum 50: 15 mod. tt., 17 V2 mod. Silig. 17 V» mo(1- Aue. Item de Aulait mr. 1. Item porcum vnum. Fabarum. Milei. Pull. Lini pec. Pag. 63. Decimator In Newnhoffen.') Summa mod. 50: 15 mod. Tritici. 17 y3 raod. Silig. 17 Vs m°d- Auc. Item de anlayt 1 mr. Item porcum vnum sccuudum antiquum Itsigistrum. Pagane —. Pull. 50. Lini pec. —. Edoium. Declinator In Bobresach.5) Summa secundum autiquum Registrnm mod. 40: 1G mod. tritici., 12 mod. Silig., 12 mod. Aue. Item de Anlait mr. 1 uel vnum porcum. Pag. 64. Edos Adplacitum. Lini pecias decimales. Pull. 50. ') St. Induk, Filiallirchc von St. Marti» am südliche» Mhaugc dcr (Iiittu, obcr dcr ^izin, ^) Oberburgcr Filiallirche unterm lio^llö. ') 13<^un:l. ') Owk. ^) ^^drc^o. 265 Coloni Conuentualium in Oi'ficio propc Drietam. Au der gropp ') vidua suit rar. 1 30 gc. Juri vnderm glaue/ st. Ib. 1 gc. Der miilncr zu Newodoif lb. 1 gc. Vrbau zu Fotsclm 40 gc. VIrich ibidem 20 gc. Lupsa 20 gc. Paul ibidem st. 1 lb. 2G d. Martin ibidem st. rar. 2 d. Potoczecz nir. 2 d. Haban 50 d. Pag. 65. Janes am Rayu2) 25 d., tt. mod. 1, Aue mod. 1. Peter in Gelownik3) mv. 1, 40 d. Nüöchak Pfeyffer 72 Ib. d. Summa 12 mr. 7, Ib., 11 d. Item tt. mod. 1, Aue mod. 1. (Pag. 66. vacat.) Pag. 67. Officium In Monte Laufen. 10 20 20 40 Janes Fladevnik4) am pacli st. 9 gc. on cm 1 S. G. Martin Sacznik8) am RieholtsinG) st. 22 gc. ouem 1 S. G., pull. 2, ona5, ist ain öd Jamie» Im Ossownicz7) aiu öd suit 58 gc. Oucm 1 S. G. pull. 2. oua 5 Michel Sneyder ob Sclirotirn Im gar- '/2 1 1 1 ') Die Miihlc in Krop ob Lnun^. Dicsc bcsasz 1601 Susaiia dce Caspar Taulschcr EhcU'cib, welche sriihcr mit dcin Dbcrbursser Riistnicistcr Nucp Mamjch vcrchclicht war nud anch ben Schützen!)»? zu Obcrlnn^ voin Bischöfe Thomaö zu Lchcu erhielt. -) 5^ n,.^u ") 30>»v«ok in XQ!i!u.iönioli, (/!tt!8nil::>?) hcißt dll<< dnn MarNc kaufen gegenüber liegende Ilscr nild Vcrq-land an der Sann, wie auch der ans den dortigen Bergen iu d>'ic Saun fließende Vach. °) li,!,»!^.^ cine Fclscuspitzc in der 8:»ö-Die» ob der Sann. ') Ogüliiüi. 266 60 30 70 tlien ') suit 22 gc. ouem 1 S. G. pull. 2. oua 8 Janes in der Sacznicz st. 49 gc. ouem 1 S. G. pull. 2. oua 10 Nicus am Smertnikowem2) st. 41 gc. ouem 1 S. G. pull. 2. oua 11 Nicla in dcr Sacznicz st. 45 gc. ouem 1 S. G. pull. 2 oua 11 2 1 2 Stewr. 1 V2 mr. 10 ß Census 1 Va mr- 6 d. Pag. 68. 70 20 50 10 60 40 30 Jannes8) ibidem st. 45 gc. ouem 1 S. G. pull. 2. oua 11 Martin am chribe'1) suit 22 gc, pro oue S. G. dat 15 gc. pull. 2. oua 5 Mathes) ibidem suit 4G gc. oocm 1 S. G. pull. 2. ona 11. Hcrtel plasnikcliG) am Stain suit 58 gc. ouem I S. G. pull. 2. oua 10 Zwetecz herly 7) suit 58 gc. ouem 1 S. G. pull. 2. oua 4 Perchtold Im winkchel8) st. 36 gc. oues 2 S. G. pull. 2. oua 5 Herleins öd st. 42 gc. ouem 1 S. G. pull. 2. oua 10 2 1 2 1 2 2 Pag. G9. 30 60 Hertcl plaznik Ira Tannach °) st. 42 gc. ouem 1 S. G. pull. 2. oua 10. Michel Kunatsem 10) st. 21 gc. ouem 1 S. G. pull. 2. oua 5. 1 1 J) Vrtnik. a) Sedmak. n) Zuloznik. *) llrilionuk, n;i liribu. r') Lipolt. °) Operčan. 7) Irl. «) Kotnik, v kotu. °) Hojnik Don hoja, hojka bic Sannc. 10) Glojok. 26? 60 50 60 60 60 Michel zwischen pechevn1) st. 21 gc. oiiem 1 i.i G. pull. 1. oun 5. Wulsing am poscg2) st. 6(3 e;c. oneni 1 S. G. pull. 2. oua 10 Nicus ibidem st. 66 gc. ouem 1 S. G. pull. 2. oua 10 Nicuscli am Stain3) na peezi suit 53 gc. ouem 1 S. G. pull. 2. oua 11 Owczitschcza'1) Im Cherspawm st. 34 gc. ouem 1 S. G. pull. 2. oua 11 1 1'/2 1V2 Stewr. 4 mr. 20 ß Census 3 mr. J/s M}. 25 d. Pag. 70. 30 40 30 110 50 Perchtold lnlllner Im llospach 5) suit 44 gc. oua 5 Mike in der presek") suit 102 go. Ouem 1 S. G. pull. 2 oua 20 Nicla marolt7) suit 28 gc. ouem 1 S. G. pull. 2. oua 6 Nicla murcz 8) Im Kannach suit 38 gc. ouera 1 S. G. pull. 2. oua 10 Jaunes Im harnolts!l) suit 38 gc. ouem 1 S. G. pull. 2. oua 10 Jaunes Slopnik10) suit 68 gc. ouem 1 S. G. pull. 2. oua 20 Nicla am fiaukehenlmben aiu öd suit 68 gc. ouem 1 S. G. pull. 2. oua 20 1 3 1 1 1 3 2 ') Hkrlid«!, anf cincm Niiclcu zwischcu z,vci Vächcrn. MWc na Xoujöoi (Noszbach) am linlcii Samnifcr, Pf. Lcntsch. Gcm. Primilt,bcrst: ") ttnxlnik. ') 'I,':luk:l'H!ll,c. «) 5Iu>-u, °) ^.liwll^, v ^.niolü-lli. ">) 8!:lpnilc in dor Lcntschcr Ps' 268 Pag. 71. 100 inr. 1 60 50 Markwart am perg]) suit 99 go. ouem 1 S. G. pull. .1. ona 15 Item von ainem viertaill suit 23 gc. ouem 1 S. G. pull. 1. oua 5 Jacob zu lindperg-) suit ad ecciara. in lawscii. Sod duo. ad Ciiriam suit ones 2. pull. 2 Lcnko3) ibidem st. 25 gc. ouem 1 S. G. pull. 2. oua 8 Martin Furgl4) ibidem suit 56 gc. ouem 1 S. G. pull. 2. oua 10 Jarne Im Satl3) st. lb. 72 12 d. ones 2 S. G. pull. 4, oua 20 Jacob lrn Kail") st. lb. 7„ d. ouem 1 ^•.- ^•_!2^J1OS (luos- Ol'a 20 4 1 2 3 2 btewi-. 5 mr. 70 |3 Census 5 inr. 41 d. Pag. 72. 60 Ml-.'/, 100 Nicla purkhard7) suit 35 gc. ouem 1 S. G. pull. 2. oua 7 Gregor delopust8) am Stain -suit 100 gc. ouem 1 H. G. pull. 2. oua 20 Thomas an der gruben») suit 88 gc. ones 2 S. G. pull. 2. oua 20 Michel am puhel10) suit 33 gc. ouein 1 8. G. pull. 2. oua 6 Peter Im Misslnakk11) suit 75 gc. ouem 1 a G. pull. 2. oua 15 1 2 3 2 2 ') Goraok, n;i gori. ") Žolna na lipnikii. !!) Lcnko. *) lrcrgl. s) Setltilsak, v scdhi. i;) Kalgak, v kaloli. 7) Pur-kart H) l)lopst, Vtbtilrjimg «on Delopust. °) Jamnik, v jamah. 10) Dežnilc. ") Dutinar. 269 30! 100 Jaunes Im Tannacli ) st. 25 gc. ouem 1 S. G. pull. 2. oua 5 Nicus am Cbrumpacb2) st. 46 gc. ouem 1 S. G. pull. 2. cMia la von der öd st. 20 gc. ouem S. G. 1 1 1 Pag. 73. 20 40 30 50 110 90 Primos Im Ilab3) st. 28 gc. oucra 1 S. G. pull. 2. oua 5 Marqward Nakraynik1) st. 22 gc. oucra 1 S. G. Primos Kuriakk st. 18 gc. ouem 1 S. G. Chunracl pod pljinynur>) vndcr der Alben st. 28 gc. oucm" 1 S. G. pull. 2. oua 10 Ghunrad Šcurnik aiu öd st. 38 gc. ouem 1. S. G. Martin vnd Michel am Marotls0) st. 60 gc. ones 2. pull. 2. oua 15 Primos in der mill7; st. 70 gc. ouem i S. G. pull. 2. oua 8 .Tannes an der Trattns) st. 28 gc. ouem 1 S. G. null. 2. oua 11 1 2 2 2 2 2 Stewr. 7 mr. 110 ß Census 4 mv. 74 d. Pag. 74. 40 30 Nicla(drobnik°) ibidem suit 28 gc. ouem 1 S. G. pull. 2. oua 11 Cunrad am weg10) st. 60 gc. ouem 1 S. G. pull. 2. oua 12 2 *) llojnik. ~) Krumpcj, je(jtv2 .ftaf&sju&cn am Jhuwbadje, iwfdjev fid) bei Raztoko mit bcin Zc|)-Söod;c bereinigt. a) Na llobu. A) Krajnik, Oebc Riir Dlopst-.^nk. — ©cm. Planina: b) Zadnik pod'planinoj. °) Marolt. 7) Mlinar. 8) Tratnik, na trati u) Dryovnik. 1") Potnik, n;i potih. 270 50 50 40 50 20 MI'.'/2 Jacob FurJand ') st. 58 gc. ouem 1 S. G. pull. 2. oua Vi Janes Rostek2) suit 28 gc. ouem 1 S. G. pull. 2. oua 10 Jannes am harnoltsch n) st. 22 gc. ouem 1 S. G. pull. 2. oua 5 Martin wek4) suit 58 gc. ouem 1 S. Gr. pull. 2. oua 9 Andre Schuster5) zwischen laAvfcn st. 58 gc. ouem 1 S. G. pull. 2. oua 10 Otto am Stain") st. 60 gc. ouem 1 S. G. pull. 2. oua 10 1 1 1 1 1 Pag. 75. 70 Id. '/2 100 Z0 Ik. '/2 1b. '/2 Virich Kasman7) Im Czagel st. 33 gc. ouem 1 S. G. pull. 2. oua 5 Thomas an der Replach8) st. 114 gc. oues 2 S. G. pull. 4. oua 30 Jantschck Im Chrumpach °) suit mr. 1 et 4 gc. ouem 1 S. G. pull. 2. oua 14 Peter ibidem10) st. 61 gc. ouem 1. S. G. pull. 2. oua 10 Virich loyen 1J) Im Chrunipach st. 56 gc. ouem 1 S. G. pull. 2. oua 10 Jacob wrowny12) st. 57 gc. oues 2 S. G. pull. 2. oua 22 Michel Cogelnik13) st. 28 gc. ouem 1 S. G. pull. 2. oua 6 1 3 2 1 2 3 2 Stewr. 6 mr. 90 ß Census 5V2 mr- ') Furlstiit. a) Raztounik, v Kastkah (Haatokali.) 1>ci bcv ftiCialtirdjc <5t. 9iifofai. :1) Kuinorsek. ') Koban. r") 35er-ko, Ürko. °) Kainuicnik. 7) Rmmnn-täxamu*. H) Kepclsck, v Jicplali. 1J) Krumpačnik, v Knunpaluj. 10) KoäoI. Jt)^o-jen. l2; liavnäak, v nivnali. );!) Kogclnik, im kogelnu. 271 Pag. 76. 20 40 Ib.'/,20 40 10 Martin Im öden Rigel]) suit 25 gc. ouem vnam S. G. Item von der öd 38 gc. ouem 1 S. G. tenet Jauschek Im Clirumpach Phillip Nedolkin2) Sun st. 22 gc. ouem 1 S. G. pull. 2. oua 4 Niclaw Iin Aczelnachk3) st. 66 gc. ouem 1 S. G. pull. 2. oua 10 Nicla Susnik1) st. 40 gc. ouem 1 S. G. pull. I Pernekch5) ibidem st. 11 gc. ouem 1 S. G. pull. 1. oua 5 Paul Im llakkuhubon G) st. 58 gc. ouem 1 S. G. pull. 2 2 1 1 4 1 1 2 Pag. 77. m>'. '/2 !d.'/220 NI'. 1 40 60 90 Michel am wissok7) s. 58 gc. ouem 1 S. G. Nicla wcladgyK) st. 58 gc. ouem 1 S. G. pull. 2. oua 11 Michel Im llabs9) st. 56 gc. oues 2. pull. 2. oua 5 Martin wkraym10) st. 11 gc. ouem 1 S. G. pull. 1. oua 6 Martin detelcm werchu ") st. 28. gc. ouem 1 S. G. pull. 2. oua 5 Pericz V2) ibidem st. 28 gc. ouein 1 S. G. pull. 2 oua 10 2 2 2 1 1 2 *) liigclnik. ") Vortnik. 3) Atclsok, Acolgek. ©cut. Tirberg1, @cfl. Merzli vrli: ') Susnik, na snliem. B) Pornik. c) Redko. 7) Visočnik. H) Kludnik, v Kladji. °) Kobitjuik, na robu. 10) Krajnc. ll) Detohiik. ri) Zerna. 272 20 40 Nicla am cbribe st. 28 ge. oueni 1 S.' G. pull. 1 oua 5 Otto Im Sawstal st. 12 gc. ouem 1 S. G. I 1 Stewr. 6 mr. ß Census 3 mr. 59 d. Pag. 78. 00 20 20 ,10 10 !M'. 1 40 Perutsch Im phann st. 43 ge. ouem 1 S. G. Conrad delopust In wcnten st. 37 go. ouem 1 S. G. pull. 2 oua 10 Martin ibidem st. 14 gc. ouem 1 S. G. pull. 2 oua 10 Janes Scrilowgy st. 16 trc ones 2 S. G. pull. 3 Chunrad Im Tyssowccz*) st. 12 gc. ouem 1 S. G. pull. 1 Vlrich in der Gcsernicz2) mr. 7-< &c- et 33 d. oucs 3 S. G. pull. 4. oua 12 Weydel an derleytenn) st 75 gc. ouem 1 S. G. pull. 2. oua 11. 2 1 1 1 3 1 Pag. 79. 40 40 10 50 Nicla raulner am Modrost suit 76 gc. ouem 1 S. G. pull. 2. oua 5. Jacob Ilosancz in der Eben1) suit 52 gc. ouem 1 S. G. pull. 2. oua 11 Jan.ssek mulner am lam st. 20 gc. ouem 1 S. G. Nicla wositczsdir<) st. 50 gc. ouem 1 S. G. pull. 2. oua 10 l) V Tisuli (im ©iDemvasb) out Tir. 3) Jozernik nut Tir. 3) Droii ittt tnrzli vrh. ?(m Tir: ') Vulovlck. 8) 33ožič. 273 50 90 50 Herman grubclnik1) st. 40 gc., ouem 1 S. G.7 pull. 2, oua 10 Martin Im Tcwscnpaclia) St. 110 gc. oucm 1 S. G. pull. 2, oua 20 Michel pod lessem ;>) st. 56 gc, ouem 1 S. G. pull. 2, oua JO _Stewr. 4 mr. 10 ß Census 4 mr. 74 d. Pag. 80. 10 20 30 30 ?.0 30 10 Marko Kychlm Sattl*) st. 102 gc, ouem 1 S. G. pull. 2. oua 15 Jacob Schuster Im Grosnck:') st. 112. ouem 1 S. G. pull. 2- oua 20 Michel liuprceht ibidem") st. 112 gc. ones 1 S. G. pull. 2. oua 20 Marko Im Ossclnik .st. 45 gc. ouem 1 S. G., pull. 2. oua 10 Michel wckch ibidem st. 00 gc. oucm 1 S. G. pull. 2. oua 10 Primos Toppolt st. GO gc oucm 1 S. G. pull. 2. oua 10 Idem st. mr. s suit Conucntus Martin polchonik ain (3d .st. i34 gc. ouam 1 S. G. pull. 2. oua Ü 2 2 2 1 1 1 1 Pag. 81. 100 30 20 Katria Im Tcrngrill7) st. 112 gc. ones 1 S. G. pull. 2. oua 20 Jakob Misselnak st. 4(.) gc. oucm 1 S. G. pull. 2. oua 10 Jansck Grosde8) st. 40 gc pull. 2. oua 10. ouem 1 S. G. 2 1 1 J) Jordan. s) Globocnik. :1) Todlcsiuk. 4j Ki.j v sedlti. r>) Kadiinc. c) TolstovurSnik. 7) Gri) luitcnn Tir. *) G-rozdcj. 18 274 '!0 VI rich Im Rospach st. 48 yc. ouein 1 S. O. pull. 2. oua 11 1 Stevvr. 2 mr. 80 ß Census G mr. 6ä d. Summa CV,insplienien;i) st. 42 gc., ouem 1 S. Ct., pull. 2, oua 20 Thomas Specli am Roga.cz 1) St. 10 gc, ouem 1 S. G., pull. 2, oua 10 Hansa vridorrn Rogacz st. tm. Juri zoclar st. 21 gc, alia Jura si cut Thomas Martin am drag5) st. 19 gc, ouem 1 S. G-, pull. 2, oua 10 Peter am puln-.l(:) st. tin. sic Martin Oswalt 1m Rah7) st, 88 gc, ouem 1 8. Gr., pull. 2, oua 10 3 2 2 2 2 2 2 Pag. «5. 70 50 rar. 1 20 inr.let50 Otto8) ibidem st. 41 gc, ouem 1 S. G., pull. 2, oua 10 Nicla Staml") ibidem st. 13 gc, oucm 1 S. G., pull. 2, oua 10 VJrich Metul10) st. .-58 gc, ouem 1 S. G., pull. 2, oua 10 Nicus Mayko n) st. tin. sic Metul 2 3 3 !) Molicnilc v Rog.-iču. ") Mlačnik. :|) V Ravnici. 4) Spei» na llotfaču. r';vDri«žnik na dragi. °) Ilribomik. 7) Ilobnik. ") Oi.it). °) Skanml. 10) Modil. ") Majko. 18* 276 100 mr. 1 30 ' Id. '/>. Vlrich am gerolts ') st. 19 gc, ouem 1 S. G., pull. 2, oua 10 Idem st. tm. dc a.lia partc mansi Janes ■llcnssc'-') st. 100 gc, ouem 1 S. j G., pull. 2, oua 20 Martin Jossekcr3) st. 19 gc, ouem IS. G., pull. 2} oua 10 (Idem dc orto quodam t. st lf> ß). Jauncs am pogoriclcz') st. 30 gc., ouem 1 S. G., pull. 2, oua 20 6 6 2 2 §ie^_?_ L"1^!1^ Ccus- % mr- 54 (1- lteul 22 ^2 d> Pag. 80. 100 30 70 30 10 50 30 Jansko Im Kali. st. 13 gc, ouera 1 S. G., pull. 2, oua 5 Michel Reicher5) st. 30 gc, ouem 1 S. G, pull. 2, oua 20 Greta ibidem Janucs g-rubuik0) st. i) gc, ouem 1 S. G., j)ull. 2, oua 5 Hanse Kozzccz7) st. lü gc, ouem J S. G., pull. 2, oua 12 Juri Repp8) suit 10 gc, ouem 1 S. G-., oua 8, pull. 2 Juri Chunigsperg0) st. l(.» gc, ouem 1 S. G., pull. 2, oua 10 Ths petck 10) st. 30 gc, ouem J S. G., pull. 2, oua 20 Jacob abezieher") suit tm. 6 3 3 3 3 3 ') ^oi-oliinik. ') lio»,»u. ") Dicsc B^sitzun^ ist in 2 Hubcil ^elhcilt, dcr obnc nnd dcr mil^rc ^o^k.'n-, -^lo dicsc '') 1^»^<)l'«!önili dcr olicro und der uiitcrc. ^) li^iai'. ") 6rLln!k. ') Rillllilik. «) liup. ") X,nl«l)(?!',nll. '°) ?otoll. ") 0!>c:ii-. 27? rass. 87. 30 20 50 30 mr. '/2 60 60 100 lur. 1 20 40 NicLis Rudel3) st. 19 gc, ouem 1 S. G., pull. 2, oua 11 NJcus am Ochsenberg2) Kt. tm. Marqwavd tawscs. tm. Jacob am Stciugoschir st. 12 gc., oucm 1 S. G., pull. 1, oua 5 Peter zelisnakch-3) et Jacob muluer suiunt 28 gc, ouem S. G., pull. 2, oua 20 Clumrad LalcoAvicxi1) st. 19 gc., ouem 1 S. G., pull. 2, oua 15 Jacob vnderm stain5) st. 7 ge.; ouem 1 S. G., pull. 2, oua 5 Ain öd velacl» °) st. stcwr. Peter an der Alben7) 20 gc, pull. 1, ouem 1 S. G. Marko lin dwol8) st. 7 gc, ouem 1 S. G.. null. 2. oua 5 2 3 2 2 6 3 3 6 Stewr. 7 mr. 20 ß Census 1 rar. '/2 Ib. ^^ ^* Pag. 88. 70 70 70 Nicus zamornik °) st. 19 gc, ouem 1 S. G., pull. 2, oua 11 Nicus prekch 10) st. 40 gc, ouem 1 S. G., pull. 2, oua 10 Item de Molendino Cyrey11) Vlrich 19 gc, ouem 1 S. G., pull. 2, oua 10 4 3 3 ") V wknvicil, in ber Au. ^ i'<.^^(.,Lnilc. «) liol^-Vach, kommt von dcr OjgUi«:,, u»d flicszt in die I^liöouc.'l. — Gcm. koü vci/^j: ^) i^l!mingl^. ") I)c>I,nik. ") Xiunoinik in dcr Gcm. ?aoro.j. 278 GO mr. »/a )b. Va 10 50 Michel am pnhd ') st. 13 gc., ouein 1 S. G., pull. 2, oua 5 Paule am Maikowcm2) st. ;35 gc, oueni 1 S. G., pull. 2, oua 10 Vlricli yczrnanik st. 40 gc, oucin 1 S. G., pull. 2, oua 20 Marin Cliadnik3) 19 gc., ouem 1 S. G., pull. 2, oua 5 3 4 2 Pag. 89. Ml'. '/« mr. 1 50 40 70 30 70 90 90 Juri Audrey viider der lawben4) st. ID gc, ouem 1 S. G., pull. 2, oua 10 Nicus paltscliitsch 5) 8t. tm. Juri Kraincz st. 19 gc, pull. 2, oua 10, ouem 1 8. G. llainczl modrost st. tm. Martin an der leiten s!.. 13 gc., ouem 1 S. G., pull. 2, oua 5 VJHch am Kukule'1) st. 19 gc, ouem 1 S. G., pull. 2, oua 5 Wulfing am gnppli st. 87 gc, ouem 1 S. G., pull. 2, oua 20 Wulfing am sattl7) st. ouera 1 S. G.; pull. 2, oua 5 3 3 Z 2 2 4 3 3 Stewr. 7 mr. 90 ß Census 2 mi-riO d. Pag. 90. 20 60 40 Michel Petschonatcm st. 8 gc, ouem 1 S. G., pull. 1, oua 5 Nicusch appuenik st. 6 gc. Janues pettschonattcm8) st. 10 gc., ouem 1 S. G.; pull. 2, oua 10 3 2 1) Ilribornik. *) Markovnik. 3) Kladnik. 4) Pod vežoj. 5) Talčič. °) Kokolo. ') Sedelgok. 8) Pečovnik. 279 00 30 60 Jansck appuenik st. 40 aquilegicn. Marqward in der Aweu ') suit der paye- riu 21 gc., ouem 1 S. G., pull. 1, oua 10 Nicus in der Eben suit 105 gc, ouem 1 S. G., pull. 2, oua 20 Michel zlapech2) suit 24 gc, ouem 1 S. G., pull. 2, oua f> Zwctczc ob der lewtscli3) st. 93 gc., ouem 1 S. G., pull. 2, oua 20 4 2 3 Paff. 9L 30 60 60 30 wr. I 50 90 90 VI rich'1) frater suua st. 49 gc, ouem 1 a G., pull. 2, oua 10 Jannes podwenik5) st. 76 gc, ouem 1 S. G., pull. 2, oua 10 Nicus dietmar0) st. 33 gc, ouem 1 S. G., j)ull. 2, oua 10 Janues Martek7) st. 46 gc, ouem 1 S. G., pull. 2, oua 10 Jansek vndcrrn tor8) st. 36 gc., ouem 1 S. G., pull. 2, oua 10 VIrich9) ibidem st. tin. Oswalt am gunthcrts st. 41 gc, ouem 1 S. G., pull. 2, oua 10 Nicla Modri10) st. tm._______________ 3 3 3 3 3 3 3 ^3 Stewr. 5 mr. 40 ß Census 4 mr. 51 d. Pag. 92. 601 Jansek dienstman l!) st. 61 gc, ouem 1 S. G, pull. 2, oua 10 3 ©cm. Pod Kadohoj: ') Logar v l) st. 27 gc, ouem 1 S. G., pull. 2, oua 10 Virich TVchclygogy'"1) st. 18 gc, ouem 1 S. G., pull. 1, oua 5 Item vbi suit olim vlreich tenet Auilre sekalcz et suit tin. sic. prius 3 3 3 6 2 3 Pag. 93. 60 100 100 70 10 «0 Id. '/, 20 .Tarne oboynik7) st. 27 gc, ouem 1 S. G., ])ull. 2, oua 10 Jacob Gabers8) st. 29 gc, ouem 1 S. G., pull. 2, oua 10 Nicla Joseph9) st. 19 gc, ouem 1 S. G., pull. 2, oua 10 Nicusch gertsnik st. 38 gc, ouern 1 S. G., pull. 2, oua 10 Gregor gertsnik tenet ain öd am Scri- lowgy st. 20 gc Jannes weher vndenn Kadoch 10) ßt. 16 gc, ouem 1 S. G.; pull. 2, oua 10 Martin Mofiitsch n) st. 8 gc, ouem 1 S. G., pull. 2, oua 5 3 3 2 3 2 2 2 f) Pernc.v-) Pnsstar. 3) Sinroßnik. ') Tolc. fl) Belc v lokovioi. ö) Coligoj, 7) Obojuik. 8) G.-ibrož. öJ Mikla-vec. 10) Kaclolšnik. '") Možič. 281 50 j Mi kusch tu! seh ak J) st. tin. 2 _Stewr. 6 mr. ]/, 1b. 10 ß Census 4 nir. 77 d. Pag. 94. «0 w,'. i 90 80 80 V« >d. 20 ,b. '/2 60 Nicla am Chlipawcz2) st. 23 go., ouem 1 S. G., pull. 2, ouii 5 Michel dertitsuik"') st. 77 gc., -oiiem 1 S. G., pull. 2, oua 5 Jannes vel Czerne lm Steimcz d) st. 55 gc, ouem 1 S. G-., pull. 2, oua 10 VIrich ibidem0) st. tin. Lienhart vndenn Steimc/ at. lb. Vs et 15 gc, ouem 1 S. G., pull. 2, oua 2Ü Idem von ainctn stamph GO d. Peter Stopar au der Swaicz0) st. 78 gc, ouem 1 S. G., pull. 2, oua 10 Nicla Gelen7) st. 13 gc, ouera 1 S. G, pull. 1, oua 5 Mositscb8) tenet ain öd am gries st. tm. 3 3 2 3 4 2 Pag. 95. 100 100 50 90 90 Symon lm Suchdol9) st. 27 gc, ouem 1 S. G., pull. 2, oua 5 Nicuacb am Greysak st. 40 gc, ouem 1 S. G., pull. 2, oua 20 Mositscb lm Kastok st. 19 gc, ouem 1 S. G., pull. 2, oua 10 Symon lm prepad 10) ain üd st. 9 gc., ouem 1 S. G-., pull. 2, oua 10 Nicusch am desman11) st. tm. 3 3 2 2 2 ') Tolsak. *) Hlipovcnik oin lllipovcc a) Drticnik. ©cm. Stnnski vrli: *) it. f>) Strnie«. °) Gi-iišek am (Jrna-93atf]c. — (Sent. Koujski vrh, 9iof]bcr^: 7) Julcn. s) ProUnik. 9) Sniiodolnik. ")'Prcpadnik. ") Di-žman. 282 rar. 1 yo OÜ 80 100 Vlrich an der gruben ') st. 08 gc, ouem 1 S. G. Matko zacliowcza) st. 22 gc, ouem 1 S. G., pull. 2, oua 5 Vlricli dienstmau st. 3G gc, ouem 1 S. Gr., pull. 2, ona 5 Thomas nazernowern st. 77 gc, ouem 1 S. G., pull. 2; oua 5 3 2 2 3 Stewr..lO mr. 70 ß Census 5 mr. 16 d. Pag. 96. (Jaues wraby seruiuit lj., mr. d., st. nuue pro 31 mr. et 100 8. chauss. quos teuebatur inona-stcrio diniisit dns. Couradus Abbas tali pacto, ut deinceps perpetuo seruiat iutoto 1 Ib. d. actum anno 62 in die Johannis ante portam latinain). 80 40 Pauli Kuchar3) tenet ain öd oliui olirn Kokccz et st. 21 gc., ouem 1 S. G., pull. 2, oua 5. Idem tenet vnum man-sum olirn Zwctccz et st. 77 gc, öuera 1 S. G., pull. 2, oua r> Marqwart Eryawccz Im vveczelnik ') ain öd. Et eciam tenet mansum im Ras-pacb. st. de wcczeluik 22 gc.; ouem 1 S. G., pull. 2, oua 5. Sed de Ros-pach st. 85 gc., ouem 1 S. G.; pull. 2, oua 10 Martin Cozmaczschß) st. mr. gc. et 20 ge., st. (ad lumen ecclesie). Nicla am »Stain st. 45 gc, ouem 1 S. G., pull. 2, oua 10 3 ! 3 17* *) Janmik. a) Cahovnik. 3) Kuhar. 4) Voclovnik. 6) Kosmae. 283 Pag. 97. 20 50 20 Vlrich vnderm Stain ') .st. tm. Marqwart Eryawecz2) tenet ain öd an der Slays st. 19 gc. (pro niolendiuo), Silig. mes. 2, aue rncs. 3, suit 32 gc.; oucni 1 S. G., pull. 2, oua 5 Marko zmcrtsnik at. lb. 72 gc., minus 3 gc. (Markwart eiyawecz tenet.) No. am wetselnik st. 53 gc, oueni 1 S. G., pull. 2, oua 5 No. Suppaus hof st. mr. 1 gc. Peter vuder dcr Mawcr3) emit sibi et suis heredibus vimm kaui'r. ■') sc. vnam (loraiim cum duobus agris siae ortis5) et debet dare annuatim pro censu 1'/« Stewr. 1 J/s mr. 30 ß Census mr. Ö, 6. Pag. 98. Marko meztier0) tenet septem pyuaug et debet se- ruire anuuatini 54 gc. (Chrisan gyryc st. von 1 gertl 10 d., ob das wer das das wasser liyn trwg so werd der Gins ab). Census 64 d. S u mm a deuariorum censual. et pro blado mr. 29 mr. 38 72 d. Summa Stewr. consuetc mr. 53. 30 ß, facit 79 mr. V2 lb. 5 d. Summa pulloriuu 209. Oua Mille 104. Ones S. G. 111. Silig. mes. 2. Aue mes. 3. l) 1^(li)oönil<. ^) liplvi«. '') Vernnithlich untcr der Kirchhofmcnicr in Lcutsch. ^) ^anfrccht. ^ ^^l-ti» «> ^luilnor im Dorfc Lcntlch. 284 Pag. 99. Declinator In Lowtsch. Summa modiorum Centum: 20 Mod. tritici, 20 Mod. silig., 60 mod. Aue. Item anlait 1 nir., Liui pecias —. Edoa 80. Pullos 80. Hie sein vormerkchct die vns schuldig pleiben die drey, die vmb öl gen walhen ailc Jar. Jer-licb geen schulln in der Lewtscli 3 lb. do Anno etc. 11. Dcr Erst an dor lozeckers huben J) der ander an der huben Im zee. Gezero2) Jomnyk5) als in der gruben der drit in officio prope drietam dictus Mart weitaczuik.1) (Pag. 100 vacat.) Pag. 101. Officium In Sulczoach. 40 20 40 50 110 110 90 Michel Belschak-1"1) st. 40 ß. Item de mo- Icndino 10 ß. Itcin von Claiicz 20 ß. Item pro honore 7 ß. Martinez am Stain0) st. 13 ß. Itein pro honore 7 ß. Chalde vnd ltaban in der welach7) st. 22 ß. It. ainbo pro honore 7 ß. Idem Chalde st. tm. pro stewr. Reban J/2 im. ß de vno manso. Oswald Im winkchl8) st. 14 ß. Pro honor 2 ß. Virich knes am guph s) st. 22 ß. Item pro honore 7. Michel zedmak vnd Martin Chalde10) sunt 30 ß. Pro honore 7 ß. TVs rar. 28 ß7 ') ^s»z>:lcar. ^) ^,./os. See. ") ^nnnilc. ''j Veitllönilc. v U-ldiNil'vom Koni. «) ilu Ucjl.'i-Vachc. ") Ii.nox. ") llalclo. Sichc ^430. 285 Pag. 102. 50 Vlreicb musiiik st. 33 ß. Item pro honore 5 ß. Item vou der öd 11 ß. pro honore 2. 90 Juri yczmanik1) st. 25 ß. pro liouore 5. 20 Nicla an der Slayff st 10 ß. pro honore 2. 30 Michel au dor Kchcr") st. 40 ß pro liouore 7 20 Jacob Im pliest'J) st. 20 ß pro honore 3 ß. 40 Faul am peruharts 10 ß pro honore 3 ß. 50 Idem Im lag1) 50 ß pro honore 7 ß. 50 Vlricb in der awen st. 30 ß pro honore 7. 100 Item am lieuharts0) 20 ß pro honore Ü'/a ß- Matko vudcrm Kchuocxcn") st. 80. pro ________lio^ a j/3.______________ V2 Ib. 2Ö"ß7 " 5T/7~mr7 37"ß. Pag. 103. inr, 1 inr. 72 rar. 1 Ib. 78 10 110 70 100 Nicla Kokecss7) st. 50, pro honorc 7. Martin hunprecht8) st. 30 ß pro houore 7. Hutsnik hanseu) Kawnak serninot 35 [i. pro honorc 7. Janucs Tissownik10) st. 106 ß pro honore 3 V8 ß-Andre an der Eben11) st- 105 ß pro lionore 3Va p. Nicus schumot12) st. nir. l/2 ß. Item pro honore 4. Jacob losckker1'1) st. mr. 1 ß ad ccoiam. pro honore 7 ad curiam. ) I.c>i;:n-, v 1uj?n d. i. in dcr An. ^ iioon^r, «) U-ttKov Ku5 uittcr dcr Xoena Alpe. ') I^orko. «) I.lNuploiiiu^. ) lillönik. '") '1'i8l>vni1?, sscwühiilich ^ovni^ (^sivmlc) qc-nannt. Dieser vlamc ist also nicht von <^>I abzulcilcu sondern vmi '1'is (dic Eibc.) ") />>^vt. ") Zinn^. ") I.u/,ul<:lr. 286 40 Pag. Ib. V. 30 70 50 100 90 rar. 1 40 GO rar, 1 20 70 90 Pag. 50 7» Ib. Thomas na pasterkowem') st. 105 ß, pro honore 4 ß. "8 mr. Vo lb.~3 ß. 104. Nick Clemenschak-) 8t. 70 ß. Item pvo honore 7. Nicla vndcrm chrencz-'1) st. 105. Item pro honore 4. Nicla lu.skat«eh am pogorielc'1) st. 60 ß. Item pro honore 7. Michel Goprecht st. 40, pro honore 3. Martin Im pachs) st. 20, pro honore 7. Jacob Im Erhnvc) st. 45 ß. 5 pro honore. Jacob Stifter7) st. Ib. >/2, pro honore 7. Michel zcisiil«) 40 ß, pro honore ;iJ/2. Nicusch liiudcrm lligel °) st. 40 ß. Item pro honore 3 1ji ß. Jarno Robnak1") st. 20 ß, pro honore 7. Virich vnderin Stain st. 40 pro honore 4. (Tenet der Amptman zu dem hoff.) Janko an der Eben st. 20, pro honore 3. 105. Jannes Ossoynik11) st. 100 ß. Item pro honore 3. Idem Im puchperg12) st. 30 ß. Peter Tolstowersnik13) st. 40 ß. Item pro honore 7. ') I'.'i«t!>^. ") KIomon«o1l. ") I'o,tt)>n il!>Z:>. sovä.l) die Vvlc, dahcr auch die dor-lii^c Alpe Oväciv.'l, richtig ,1c!>«<»v.-l. ') ^siü.'li' i<:l (Hitii.ji. wo auch die HI.'lj<,w«. mid ^Ilu^ino-Hiiblül sind. ") i^-iM'!. ") I^l-ucl-nilc. '") liuwnk. ") 0«()^iil<. '^) Uil!i(>vinl<. ") 'llilgw- 20 50 40 mr. 1 10 20 287 Item im lesche ') liabct plebnnus, st. 40. Michel suchodolnik2) st. 20 ß. Item pro lionorc 7. Michel Rcbernik3) st. 20 ß. Item pro ho- uore 7. Nicla vndcrm Radoch ') st. 25 ß. Item pro houorc 7. Item ibidem von ain öd 25 ß. Vlrich nm In er st. pro Stcvvr. (Ampman vorn haus vnd von der huebcii vnd von der Mul 4 mv. d.) 5 rar. 1 ß vnd 4 mr. d. Summa Stewr. mr. facit 57 mv. 69 d. (Scliintl.) (Pag. 1UG vaeat.) Pag. 107. Officium In Fraslaw. Lawre Clircll dcSancta Crucc*) st. mr. V2 aquileg., pull. 1, oua 20, pondus lini 1. Kartin ze peterwich0) st. 40 aquileg., pull. 1, oua 10. pondus lini 1. Niclaw ze Sesiczach7) st. mr. 1 gc. et 50 gc, pull. 2, oua 20, pondera lini 2. Karin affer ze sant Larenczen8) st. 100 aquileg., pull. 2, oua 20, pondera lini 2. Ruprecht ibidem st. mr. 72 aquileg., pull. 1, oua 10, pondus lini 1. Marin ibidem st. 50 aquileg., \n\\l 1, oua 10, ponduš lini 1. ') I.oujo, dcr pfarvftfrlilidlichc Grund. ") 8u1>n1nik. ") 1^ol)0i-nik. ^) ^i:ulo!«nik. ^') Hciligcu jtrcnz, Gcinciudc ain rcchtcn Smmuscr in der Pf. Grciicli') st. mr. 1 aquileg. et 40 aquileg., pull. 2, oua 20, pondera lini 2. Andre zu lakcndorf-') st. mr. */2 aquilcg., pull. 2, oua 20, poiuhis lini 1. Friczl ibidem st. lb. 1j, aquilcg., pull. 2, oua 20, pondus lini 1. Matko ibidem st. mr. 1 gc, pull. 2, oua 20, pondus lini 1. Marin Koscliec/ zu Arendors-") st. mr. '/o aquilcg.. pull. 2, oua 20, pondiis lini 1. Michel Sytor st. mr. 1 aquileg., pull. 4, oua 40, pondera lini 2 dc duobus mansis. Pag. 109. Jauko Stengel ze lcrclicnfels'1) st. mr. 1 aquilcg., pull. 2. oua 20, pondera lini 2. Janncs von Tcrnawr'j st. mr. 1 et 20 aquüeg., pull. 2, oua 20, pondera lini 2. Michel ibidem suit mr. 1 aquilcg., pull. 2, oua, 20, pondera lini 2. Gomylsckch.f;) Martin Brumuikch cum filio .st. mr. 1 '/2 aquilcg., pull. 4, oua ;)Q, pondera lini i3. ') V"!,j8l<.'l.Äach lici Pmgwald. ") Am Pra^watd. ") ^iialiciidors, 0,'!i>, V!». a» der Snüii, Pf, Fraßlan. ') Sim!if;c,iccl? ^) 'l'in^v.'l, Duiiian, Dorf in tn>r Pf. (^«»liiulio. ") ^^lnüsku, Piarrort ol> der Saimbn'll'll!. 239 Suppau Friczl ibidem st. 60 aquileg., pull. 2, oua 20, poiidus lini 1. Jacob ibidem st. lb. '/2 aquileg., pull. 2, oua 20, pondcm liui 2. Marin Nowakcli ibidem suit 100 aquileg., pull- 3, oua 20, pondeia liui 2._______ Summa 17 J/2 mr. d. Pag. 110. Juri ibidem suit 100 aquileg., pull. 2, oua 10, pondus lini 1. Krize verleicb ibidem suit mr. 1 et 50 gc, pull. 3, oua 20, poudera liui 2. (Joriakch.1) Mike suit 107 solid. Preoumeu st. tm. ib.idcni. Marin precameu ibidem st. tm. .Prcsiriacli.2) Jacob suit mr. yv aquileg., pull. 2, oua 10, poudus lini I. Jarue st. '/•„. mr. ge., pull. 2, oua 10, pondus liui 1. Herman Skoria an der Sen st. mr. 1 gc Jacob va\ parislach3) Rt. iur. Vs aquileg., pull 2, oua 10, poudus lini 1. Et de tribus agris st. 30 gc. Pag. 111. Marchil suit mr. Va aquileg., pull. 2, oua 20, poudus lini 1. Peter ibidem st. tm. Fiidricb ibidem st. trn. ') 6,>r>!>,kuvn, Ortschaft ob ttomüsk« au dcr üinidstraszc. ^) ?l'«»>;rio und ') I^unik, Ortschaflei, a»i Fraßlnucr Fcldc. :9 290 Ober Gorczah. l) Mikschc suit. 100 aqiiileg., pull. 2, oua 20, pon-dera 2 lini. (nyder kuorczach2) Herman Koss 3) st. 1/i mr. ß, pull. 2, oua 20; pondera 2 lini. Thomas Im Glin l) st. mr. ij,i go. Lewtsclie.5) Martin dietmar st. lb. lj2 aquileg., pull. 2, oua 20, pondera lini 2. Janus ibidem st. mr. 1 aquileg., pull. 2} oua 20, pondera lini 2. Hans ibidem suit mr. 72 gc. Jacob st. mr. 1/i aquileg., pull. 2, oua 20, pondus lini 1. Idem Jacob st. ibidem in Erlaw de vno manso desolato mr. 1 gc. Summa 17 mr. lb. ^TdTPTs Pag. 112. Peter zu Abrahams") suit mr. 1 gc., pull. 2, oua 20, pondera lini 2. Nicuscb am hard bei Ekkenstain 7) st. mr. J/'j »c-» pull. 2, oua 20, pondus lini 1 Bemhart von panikl8) suit mr. 1 aquileg minus 20, pull. 2. oua 20, pondus lini 1. Marin von Tamprecz st. mr. Vs &G-! 1)U^- ^ oua 10, pondus lini 1. Jarne Im prekoph °) st. mr. Va »c- ') mid ^) Ober- und Iliilcr^!,»-^! bri Fraszlaii. ") lio» in Unler-ttoi'öo. ') OImn bci (^<>!»i!^!io. ^) I>c?.!»>< an der Saiiu ob Fraszlail. «) Olulm,!,!, Orlschaft zwischcn l^mftlan u. I^otnZ. ') Cclenstcin. (^oiicil, bci Wöllcm. «) Ol'cr-Polillcl. «) Siehc 12^9. 291 Raklecb :) Marin officialis st. mr. l/s aquileg., pull. 2, oua 20, pondcru lini 2. Peter llakch suit tm. sic. officialis. Martin st. 7s N>« aquileg., pull. 2, oua 20, pondera lini 2. Pag. 113. Wulfing Mawrin st. mr. 1 gc, pull. 2, oua 20, pondcru liui 2, tenet official. Johannes. Johannes offilis. st. tt. mes. 3, Grew. mes. 2, Auc mes. 3, pull. 3, oua 20, poudera lini 2. (Conrad. Abbas dimisit fru'^1" pro 7a ^. (*- se(* a^'1 jura da-bit, actum matliei 34.) Item officialis st. 40 aquileg. do diraidio raanso desolato. Jacob Faber st. mr. 7ž aquileg., pull. 2, oua 20, pondera lini 2. Jacob Codra st. tin. Pulschinakcli st, tm. Heinrich Codra st. mr. 1 gc. ct 20 go., pull. 2. oua 20, pondera lini 2. Pang-recz st. 72 lb. aquileg., jiull. 2, oua 20, pondera liui 2. Martin wschalde st. mr. Ya aquileg., pull. 2, oim 20, pondera lini 2. s71irmr7Tf)7^/7dr2a Pag. 114. Summa Census 54 Mr. lb. Vu c^-> ^ Vs wen. Sum-ma piillonu» 98. Summa Oiiorum i)20. Summa . peciarum lini 70. ') Iiakuvli;, Orljchnft nächst Fraßlan init dcm ^llnkuvlo-, 292 Coloiii Coiiuciitiialium. ze Abrahams ]) Ratgeb at. '/2 lb. 20 gc. Petelinscbak '/._, rnr. gc. Ze (lrosscldors.2) Pangrecz st. rnr. 40 d. An der Pok 3) Jauczccz rnr. 1 gc. Item suit dc quadam vinca mr. 1 gc. pro anniuer- sario patris sui. (Item die öd am Skorling'1) st. d. 40 gc.) Summa ä J/" mr. 20 d. d.~4ÖT Sumraa total is mrk. GO d. 116 7q" Pag. 115. Decimator In Fraslaw. Sumrua Modiorum Centum. 34 Mod. tt. 34 Mod. Silig. 32 Mod. Aue. Mil ei —. Fabariira —. Pagane ~. Anlayt mr. 1 *qui- lcg. vel porcum vaiun. Pag. 116. No. decime suientes pccunias. Decima In Ostrowiczö) quam babet Martin de Baklach suit annuatim 8 mr. gc. (tenet Fricz- man zoru, von osterwicz.) Decime apud sanctum Laureucium et zu hinder pucb") non sunt Summate. Decima de liofsteten sub Castro Sanek st. mr. 2 gc. ') 0l),:un!« bci Fraßlan. ^) Dreschendorf, DroZin.i vo8. «uicr Sachscofcld? ") Bci St. Marliii au drr Pal, 1'nka. ^) 8>l<>l',!() üb der Pal. 1327. ") Osterui,;dorf, OMrislca vo», ncichst St. Gcor^cii mttcr ^ildur. ") ^ildiikovion bei Greis. 293 Decima in Monte dobrull ]) suit mr. 4 vel annouam tt. mod. Silig. mod. Aue mod. (Jam tenet her-nako sartor In Fraslaw pro Flor. )52 et an-nuatiru do dicta deciiua debet defalcar. mr. 4. vsqiic ad solucionem Amio incepit 20) Decima In Gomulsk -) vero de 8 mans, tenet offi-ciaüs et suit mr. 3 d. Decima In Motnikcli3) suit mr. 3. Ibidem deoima ex parte Coaucutus suit 8 mr. d, Pag. 117. Deciraa Iu plcbc Fraslaw in der lewtsehak1) de tritico et vino suit mr. 18 d. Vicarius in klnmigsperg 5) tenet vnam decimarn et st. Flor. 20. Decima In landsperg c>) proposita est Ecclie. et suit mr. 4. Decimam In peyleustain tenet loznicz (plebanus et iudex) et suit 55 gc. Decima in liinderpugclr T) st. mr. 6 ge. et tenet (laure chuuig.) Decima iu Fyrst8) locata est pro 0 mr. gc. Pag. 118. Item vicavius in prasperg suit de decima in Pres- porg 3 rur. d. que olim suiuit couuentualibus. Item decjtua conuentualium prope drietam tenet Niclas de Presperg et suit 1 Ib. d. vnd 2 chopawner. Decimator In Monpreys S. 150 Mod. Trit. mod. 50. Silig. mod. 50. Aue mod. 50. ') Vcdrovla, Gcbirss hinter Frasilau. 18«!!. ^) ttomil^ko. ^) 3l(itnik in strain. ') I.«l.,i8. ^) St. Pctcr bei K'öiiigvlicrss. °) Wind. Laudslierg. ') NildukovicH bci Grcii^, 1404. ") Ä^mon. 294 It. 6 tiller elen facit 12 clen der vnsern zc Obernburg. Item ad Natiuit. Chri. soluit 100 pull. Pag- 119. Officium in Wulog. *) 50 60 70 GO 60 CO 60 30 50 Martin Suppan st. tt. mod. 17 Aue nies. 5, pro oue S. G. 20 ß, pro oue S. Martini 20 ß, ouem 1 carn.; oua 20, pro aduo-cacia ])ull. 1, cas. panios 9, pauem 1. Item de tribus agris st. 60 d. wicu. Thornko ibidem st. tm. per onmia exceptis 60 d. de agr. Marin Mayclini pod orechem st. tm. Thomas Suppan st. tm. Idem von der gemain st. 24 d. Marinko webers sun st. tm. Nicla vnderra weg st. im. Juri ibidem st. tm. Marinko tenet ain üd. vbi olim suit paling s!.. tm. Vlricb st. tm. 3 mr. 94 d. Pag. 120. 70 20 40 Martin Im kalk2) suit tt. mod. 1, Aue nies. 5, pro oue S. G. 20 ß, pro oue S. Martini 20 fi, ouem 1 caru., oua- 20, pro aduocaeia pull. 1, caseos paruos 9, panem vnuni. Michel weber st. 100 gc, oua 20, pull. 3. Juri suit tm. sicut Martin Im Kalk. ') Voluss, Ortschaft iu der Pf. Franz. ') Xa K»>oli lici Franz. 295 40 20 50 20 7» Ib. Crisc weber suit tin. No. omnes isti suprascripti absque tt. ct Aue et alia, solunio. seruiunt pull. 1, cascos paruos 9, pan cm 1. Sorko Im gklancz1) suit nir. 1 d.; pull. 1, oua 20. Osc st. 60 d., pull. 1, oua 20. Susel ibidem st. mr. 1. 30 d. Janse de Eppenhoffeu. 2) st. 75 gc, pull. 1. Pag. 121. 40 40 45 40 40 Andre am kolk3) st. lb. 1/2 gc., pull. 1, oua 20. Janes golob st. tin. Peter Syrobotnik st. mr. l/2. 5 d. gc, pull. 1, oua 20. Juri Im Orechowecz4) st. 100 d. Idem tenet ain .öd vbi suit vidua. «t. mr. I V» £c-> pull. 1, oua 20. Curia zu podgor5) suit 3 mr. d. No. de vno agro suire debet ad sanctum Serua- cium ß 15 (ager situs in czeplerea.G) Summa census 14 mr. J/z ^. 19 d. exceptis 15 ß ad Sanctum Seruaciurn. Summa Stewr. G mr. 1/i lb. 5 ß. Goloni Conventualiuin. Jarne ze prekop7) st. mr. l/2. Jacob zu Teschaw8) mr. 1. 30 d. Jacob schullek tm. ') K>i.-l»o. 1377, 1378. 2) i^ngur an der Straße unter Franz. ') Na K:ll«1>. ^> Ui^llnvo« l>ci ^olc^. 1257. °) 1'cä. 3ra6 ober I'oFil'6 Purlstall. 1341. °) ^opu! uud ') I'liikoft, Dörfer an der Straße unter Franz. 1329. ") Kosovo bei Franz. 296 Seryaw trn. Miclicl llak tni. Item pawl tschcrtenerawnc ') st. mr, 2 '/a d. I5ag. 122. Marko pettscliyczcr2) st. mr. 1. Ze Mcrcmcz3) Zvvctko st. mr. 1, 30 d. Nicla tin. (Item official, tcuet ain öd gelegen bey Podgra et suit 2 Ib. cere ad s. .seniaciutn.) (Item idem official, suit. 21 faiscliangli mr.) S u ra in a c o 1 o ü u. C o n u e n t u a I i u in 11 mr. 20 gc. vud 2 11). cere. (Sn. total, dcs gunczen Ampt ze Bolog sacit mr. 30 wicn., vnd wiener 108. Daruu get ab amptreclit 1 Mr. wiener, vnd von dem liof puedgrad'1) 1 Mr. wiener. Item st. dc decima 1 Mr. ß.) Summa Caseorum 10S. Summa Panun] 13. Summa tt. mod. 12. Summa Auene mod. 7 Vs- ^ues cam. 12. Decimator Iu Frenczk oliui 70, pro mine S. 52 Mod. Trit. Mod. 20. Silig. Mod. 20. Aue Mod. 12 sed oliui 30. Pecias lini oi. Edos —. Pullos 52. An- leyt 1 mr. ß vel 1 porcum. Pag. 123. Officium In Marchia prope lemburg.5) Pyrkch.i;) Maly suit. tt. Mens. 2, Aue me« 2, oua 20; pull. 1, 2 zehel liar, d. 0. Ortschaften bci Fraii^. -) I. 1!i41. c,) Lrmbcrc,, Martt in dcr Pf. Siiszcubcrg. °) «10^.!. auch Ilnckl dr«/!«, ob 8!um. Psarrc St. Georgen nntcr 3teichenegli. 297 Jannea Snpan cum socru suit. mcs. 2 tt., Aue 2, liar 2 zclil, pull. 1, oua 20, d. 9. Andre frater suus st. mcs. tt. 1, Aue mes. 1, pull. 1, oua 10, liar 1 zelil, d. 3. Nicla ibidem st. trn. Mai tin «t. mes. 2 tt., Aue raes. 2, pull. 1, oua 20. 2 zehel liar, d. 0. Schuster. Tlios. suit. tt. mes. 2, Aue. nies. 2, pull 1, oua 20, zehel bar 2, d. G. VIrich suit tt. mes. 1, Aue mes. 1, pull. 1, oua 10, 1 Kehel liar, d. 3, ~s~W— Pag. 124. Tseherne an der Kattawu *) st. trn. sicut VI rieh. Am Slum.2) Sap. Cherna8) st. tt. mes. 1, Aue mes. 1, pull. 1, oua 10, 1 zehel liar, d. 3. Item de molcudino 40 d. Hanse schuster suit tin. j Philipp tra. i. absquo moleudino. Juri ibidem tru. ) Zu Oberm Prcdel.4) Per Supp. st. tt. mes. 2, Aue mes. 2, pull. 1, oua 20, 2 zehel har, d. 12. Lubey st. tt mes. 3, Aue mes. 3. oua 15, 1 xj2 zehel har, pull. 1, d. 9. Ain (3d Riittcty. st. tt. mes. 2, Aue mes. 2, oua 10, pull. 1, 1 zehel har, d. 6, suit nisi medium. ') Dic ?»^ok Hübe z,l Ilotuni«, in dcr Pf. Ponikcl. ") 8!ci Poiiilcl. ") 8!<,m«>'1i-H!ib>,', Gcbln^slllltc dc-s»v^o. bri Erlachstein (^uvZji Fi-.-lcl), Pf. St. Mareiü. ') If.l Vidmom bei Maria vobj« in der Pfarre Trciinciiberss. Sind dort derzeit nur 3 Hu» bcn, welche »ach Obcrlilirg uitterthiinig waren 299 Bartusclia st. GO gc. Laurencz st. 60 gc. Gregor st. 60 gc. -------TT7—. ir ° b mr. 1 V2, d. 16. oumroa denanorum mr. 3. 32 d. Summa pullorum 27. Ouorum 360. Hur czclicl 34. Summa tt. mes. 45. S. Aucne mes. 45. Saxcnfelder maz. Pag. 127. Nota das Pekreclit ze Pyrkcli. Dotnse ydiiam 1, Zorko ydr. 2, Vid.ua modricza yd. 3; Bratscliitschs yd. 3, Niclas yd. 1, Martin yd. 2, Vidua marguretlia yd. 2, Andre yd. 2, "Weber yd. 1, Marin yd. 2, Mayczen yd. 1. Lube yd. 1 J/o; Zorco yd. 1, Oswald yd\ 1. Pag. 128. Majzzcu yd. 1, Peter Supp. cum Socio am puhel yd. 3, Zayco yd. 2, Maly yd. 2, ßorsse yd. 2, lladowau yd. 2, Pauly am Zelcz yd. '/2, Mertel yd. 2, Marin yd. 3, Wagner mayczen yd. 3, Rattay yd. 2, Maly yd. 1, Herman yd. 1, Marin In gelsowicz yd. 1, Bratte yd. 1, Juri Im zlum yd. 1, Philipp yd. 1, Maychen yd- x- S. 53 yd. * Pag. 129. De Officio Sti. Egitlii. Census vini. Martin zu Bdling1 *) st. vini 2 vrnas. Perchtliold ibidem st. 2 vmas pro ceasu. ') 1(a8U»mk v X:l808i!» in der Pfarre St. AndrN ob Hcilrnstcin. I. 1229. 300 Virich von Glogotin1) suit 4 vrnas j)ro censu. Am wyden Primos st. 1 vrn. Mathe ibidem st. 1 vrn. Am Guph Jantschecz dc vno prato st. vrn. Im Rakownik.2) Wuln'ng de duobus mansis de quolibet st. 6 vrnas. Fricxl textor Im czagel st. 6 vrnas. Pag. 130. Mathe pod ko.slem 3), st. de vuo agro vrn. 1. Ths. Supp. ibid. st. de vno agro vrn, 1. Smntna 32 vrn. Offlcii Sancti Bgidii Coloni Censuales. Pernhart st. 90 d., Silig. mes. 3. Aue nies. 2, pull. 2, oua 15. Iteai de manso desolato 1/t) nir. Osbald st. 50 d., silig. mcs. 3, Aue mes. 2, pull. 2, oua 15. Jaunes ibidem st. 30 «1., silig. mes. 3, Aue mes. 2, pull. 'S, oua 15. Marin ze Czilow1) st. de. duobus raansis mr. 2 et 30 d.; pull. 3. oua 15. Pag. 131. Martin zu Edling (kazezeh) st. 40 d. et vrn. 2 vini pro censu. Item vrnam 7a pergrecht. pull. 2. Pcrchtold ibidem st. 50 d. vrn. 2 vini Et 1 pergr. pull. 2. ') I!!:»^)!iü««1c cl,ru dort, 122!). '^ Ilnkovnik heißt cine Eüc,c (8 H 302 Vidua Sell after st. 00 d., pull. y. oua 15. Item eadern st. Pag. 133. de vno orto 12 d. qui ortus pertinet ad vnum mansLim desolatum quein domiuus rctinet pro feno. Peter ibidem colit vuam vineam et st. 40 d.; pull. 3, oua 15 (De vinca .suit vr. 10, vt supra.) Item am Ruprechts dc vno inanso desolate st. 50. Summa denariorum tnr. 10'/2 rar. 7 d.—S. silig. mcs. i), Aue mes. 6. Summa pullornm 52. Summa Ouorum 225. No. ad custrifi. Nicla In dcr pylcbgrnbcii1) de manso desolate */s II). d. Miehl am yuph a) dc vinca GO d. (Sti. total, quo iam liabet de saucto Egidio facit tantum, M/. 11. d. 7. Cetera vt 8.) Pag. 134. <'»<{ vi. ■ ■ No. Pergrecht in Oflicio Sancti lügidii. Jantscbits am gupb vrn. Vs. Andre ibidem vroam Vs. Iliimincjrs qnartalia 3. Cor(»sseez a) vrn. V».' Miclielin 1m zel vrn. 7a. Nicla in dcr pilcb-gruben vr. 1. Vlrich in dcr Ulagotiu vrn. 1. Perehtold %u lulling tm. Martin ibidem vrn. '/2. Martin Urumsak vrn. Vs. Mallie bollaut vrn. Vu. Jansek zc Smcrsdorf *l) vrn. 1. Stcnnscbak vrnarn '/a. ^ ') I'«>!«»v»,>!<. Sichc' 1.',!)h. ") ^»IttHubc n^ Vlii'l in dcr Gcm. l^/.,», Pf. St, (3gidci, ") Dir'1>!,'iischc vul^o !(,»-n»«o^Ncalilä! lu'i Sl, <,5^dni. ^ Schincrödon, Ol-o^inolju, Dorf lil'i Schi)»s!cin. 303 Pag. 135. Ragulin vrn. V». Oswalt ze Sraersdorf vrn. V2. Wtraba pey sant Andre1) vrn. Vz. Summa Vrn. 10 minus vierteil. Decimatores apud Sanctum Egidium. Peter Summa Modioruni 20: 6 Mod. tt. C Mod. silig. 8 Mod. Aue. Bernhart Summa Modionim 20: 6 Mod. tt. 0 Mod. silig. 8 Mod. Aue. Pag. 13(3. Am hard.2) Summa modiorum 40 : 12 mod. tt. 12 mod. silig. 16 mod. Aue. Decimator in Sclionstaiii. Dat mes. S. Egidii. G mes. pro vno mod. coinpu- taudo. Sum ma Modiorum 28 pro mine scd olim 40. Tt. Mod. 6. Silig. Mod. 11. Aue Mod. 11. Decima in Alten welen ^) h. Hauus Wcrmburger pro tempore vite sue, eo decedente suiet. Mon. - Pag. 137. Nota Officium Pureber1) 50 Paul Suppau 1 mod. tt., 1 mod. Silig. uel 18 ß. Item 1 mod. aue. Item W ß pro porco, 12 ß pro one earn., Item pro one S. G-. 27 ß, pull. 2, ona 20. ') Pfarrkirche ob Heik'nstciii, v 8^1». -) Vodrovll l>ci Gntciihart (D^dl'ov.^) in dcr Pf, St, Iohliiiü am Wcinlicrgr, an dcr Slms^ .q^ von, Dorf vor dem Vtarttc Wüllan. ') I^rodor, Orlschaft (1209). 304 GO »0 3ü 30 60 50 50 % rar. 70 110 Paulycz st. tm. Janesch st. ti»i. Item ein öd t. paul official, st. tm. Oros st. tm. Na chribe. Matbia st. tm. Paul uachriby st. tm. Jaruc debelecz st. tm. Na gosde.f) Peter gorny st. tm. Peter dolny st. tm. Michel rack st. tm. Peter rack kuus st. 1 rar. ß, 2 pull. oua 20. 4'/2 mr. 6 mr. 47 ß. Pag. 138. Na StiidMiezecli.2) Martin st. 60, 2 pull., oua 20. Mertyoz st. 60, 2 pull., oua 20. Pernek st. sie, Paul suppan. 70 70 60 Na Markowen.n) 60 50 60 50 Gregor Filius Lamprecht st. sie. Paul sup- pan. Paul Markowen st. tm. (dabit pro tt. et ane 1 mr. ß 1.3 ß minus actura anno 34 per dorn. Conr. abbatem.) Paul Markowem st. tm. Mykusch Markowem st. tm. ') tt,,j/.ä mit ciiicr kolalic St, Anna am siidlichcn Ab-hanssc dei> ^iiul« in Aram. 1^2, 1318. ") 8t,,ij!i<1. ^) Sichc 1^57, 1!^. 305 ßrcznyczncm. 50 I Michel st. sic. Paul stippan. 40 j Jacob st. sie. Paul suppau. 0Ü| Gregor Dernyak tm. Na selech.') 30 Paul st. 4 nies. tt, 1 mod. aue, pro silig. 18 ß et alia sic. Paul sup pan. 40 Mathia frater suus St. . . nies. tt., 1 mod. | auc, pro silig. 12 ß. et alia sic. Paul sup pan. 30 Vlricli st. 4 incs. tt, pro silig. 12 fs, 1 mod. auc et alia sic. Paul suppan. Pag. 131). GO GO V* rnr. 30 40 40 In Okrosc.2) Vrban st 1 uir. ß minus 10 ß, 2 pull., oiia 20, Maria st. 1 mr. ß iniuus 10 ß. 2 pull-, ona 20. plebol st. 1 mr. ß, pull. %, ()ll!l 2t)- 'Priiiiorawczo. ') Martin remns st. 1 mr. ß, pull. 2, oua 20. Juri wrac/.e st. 1 mr. ß, 2 pull, oua 20. Juri dtolecz at. 110 ß; 2 pull., oua 20. Na dobrawye. 40|Ths. st. V» rnr. ,% pull. 2, oua 20. Za Ooriczo.1) Martin st. 1 rar. ß, pull. 2, oua 20. Janko socius suus. Laure ibidem st. tm. 1O0 100 ') öolc im Tnchcincr Thalc bei Mnl. ") 0krn^ l>ci ßftit^üö im Tuchmicr Thalc. Sirhc 130(>, )^13. '') Vci, Mo^ilisch? ^) I3W. 20 306 Nabystrziczi.1) Va mr. I Janes mulner st. 7a inr. ß, pull. 2, oua 20. Va mr. JMathia dyelawccz st. 100 ß, pull. 2, oua 20. Natrobewlem. -') ___30^| Juri_st._130_^, pull._2, oua 20. 8 mr. J 7, Ib." IQ" ß. .l^imrp/TfiTltfnr Pag. 140. Stheplians perg.3) Gregor st. 17a mr. 20 |3, pro lino ct ouc earn. 12 ß, pull. 1, 20 oua. Martin Oiionczuik st. tin. Pag. 141. Jacob martin bratt st. 1 mr. ß. It. GS ß. It. 12 ß pro oue et lino, pull. 1, 20 oua. Pernekk st, tm. Martin Filius vrban st. tm. Vrban 8t. tm. Mathe Tscherne st. 1 mr. 90 ß. It. pro oue ct Una 12 ß, pull. 1, 20 oua. Herman st. 1 l/a mr. ß, 12 ß pro lino et oue, pull. 1, oua 20. Laure st. 1 mr. 8 ß, 12 pro lino et oue, pull. 1, oua 20. Juri dyclavvecz st. 1 mr. 40 ß. Item pro lino et oue 12 ß, pull. 1, oua 20.____________ Summa 15 rar. 10 ß. Pag. 142. Chronfiirt.4) Jacob czawasko 1 mr. 8 ß, 1 pull., oua 20. ') An dcr Fcistriz bci Stew. ') I'rodolno am öornilao in Krain. ") Vci Zirllach in Krain. I. 1228. *) ^ ^cr Save. Siehe 1A24. 307 Gregor st. tm. Michel st. tm. sie. iacob. Juri snedeoz st. 1 mr. 8 minus |3, 1 pull, oua 20. Herman st. sie. Juri. Jame st. 1 mr. 4 minus ß et non dat ona nee pull. Summa (5 mr. 4 (3 et quilibet illorum 1 pull. 20 oua. Coloni Connentnalinin Oi'stcii Poreber. Ad oblayam In Zapo/.cch pey Flednykch.J) Jacob 1 mr. ß. Maria butan 1 mr. ß. Jacob tkadlecz 1 mr. ß. Pag. 143. Item ein öd 1 mr. ß. Jury otycz z podgor 1 Va mr. ß. 'J) Natusclien.r) Nicla 1 mr. !/2 Ib. Andre drolecz 1 mr. Va Ib. Wstrcdne wesse. *) Vidua 1 mr. 90 ß. Ze Clirusowycz.r<) Jan es eh 2 mr. 20 ß. Heini an cum Marko fralre 2 mr. ß. Peter Geleu 1 mr. V3 Ib. ß. Herman et Vlricb na sclech (!) 1 mr. Va Ib. "SüminarTs mr. 30 ß. ') /5:»,p"^. Sccl'ach, bei Flednit. 1332. ') knliF«,' bci Stciu, 14^!. '') 'I'lion.^ ob Stcin. ^) 8rcd mr. 1 ß no. Crismon mr. 1 ß. In Gliarhvisch. Martin ibm. st. mr. 1 ß. Suppän Martin mr. 1. ß-Tlioniccz mr. j/ü ß. Summa mr. 7 et IG uouorum d. aquileg. Ko. die vbertewerung an den 7 mr. newer ß vnd IG ß facit 1 mr. 48 ß. Pag. 145. Officium Inkratecz.2) Item herman Suppau st..1)3 ß. ;; Item Mawia suit mr. 1 ß 27. Item krise .st. mr. 1 ß 27. Item ir ygleiclicr geit dem Adam 1 friscliiug, 1 kehiez, 20 ß, (2 pullos) vnd zu der poyedeu 1 pagaezeu 1 cliaizz 1 liecht 1 scbuscliel 'schalcz ') X<,/.i<:.>, 1146. 2) ^.,'toe:l. 1M5. 30ü So geit, er yn hcnvider czway mall am abent vnd des morgens als da ist zu der pogedeu (vnd ycder czway liiincr). In gleicberweys die ezweii zu Gosicz die gebeut als vil , Gösicz. Item Gregor vbi suit Artuikcb st. mr. 1 27 ß. Item Crisman vbi suit Synicn mr. 1 27 ß. It die andern drey .sind öd habent sye peben 50 ß. Pag. 46, 47. Anno Domini 1430. In die Michaelis Donii-»ns Conradus Abbas Mouant. Obernbur-gensis ab antiquioribus Doininii Obernburgensis videlicet Augustiuo prebeudario, Siyis-inundo, Janes Ihus1) Lame am Hard, Vlrci ch ibidem, Audre vuderm ch o 1 m , U aiu-reicb ibidem, Janko may er Andre ze Votschu, Martin ibidem sub saciamento hivamenti De juribus Monasterii inquisivit, Qui onmos vnanimi voce affinnabant Quod Monasterium ;i tempore sue fuudacionis sicut a prioribus ipsonim et aliis antiquioribus ac eciam autiqui isti ab antiquioribus et prioribus ipsorum audierunt et per exfierieneiarn viderunt semper absque cujuscunquc impeticione habuit ct babet per to tarn proviuciam Obernbiir-gensem terrninum etDouiinium simin sicut ab alcio-vibus alpibus et montibus circumqnaque couexis decursus pluuialis versus ipsam proviuciam descends Et eciara habuit et habet iudicium provincialc sew gencrale ymo et iudicium specialc per totain pro- ') Wird vermuthlich ^<;3Ug liodentl!» und dnriinler ^ciio» der Bauer zu D^Ico im Amto Oriot gemeint sei». 310 I vinciam suam antedictam. Sicut sepius per auten- ■ ticas litcras cst probatnrn Terminus vero prefati Dorainii etjudicii provincial is usque S CAvni am iu | lliuulo Sub Tilia proj)c castnnn Alten burg «jx-pirat. Ad quern tcrminum prefati riuuli homines malefactores deprehensi prius iu Monasterio iudicati et sentcnciali post trium dicrum eaptiuitatcm iudici in Prsisperg sicut sub cingulo. sunt constricti prcsentantnr. Hona vero dictorum nialefactorum plcno jure ad Monasterinm debent dcuolui Afsir-mabant cciam prefati homines Quod omucs a quo Sewnie Driete et alie qualcscnnquc, sunt aque Monasterii bannatice vsque ad Castrum Alteu-burg Et nemo nisi soluni MonaRtcrium jus habet in eisdem piscandi Item affirmabaut Quod dns. Abbas onines causas suorum bominum per sc debct audiro vel oui iusserit ipse Et officiates nullum ultra 60 denarios ad bursam ipsoruin debent piuiire ' Judex autera provincialis sewe procurator Monasterii sibi ad bursam suam ultra 60 denarios uon debet punire nisi sit causa aanguinis vbi liabet libram imam Tamen ad gratiam. Bt si aliquis occidit tune habet in rebus suis Jibram imam cum uno denario Alia autera bona ipsius ad Monaste-rium deuoluuntur Quidcunque autem vJtra nrcdio-tas cmendas et totum pcrtinct ad Abbatem Et quidcunqiic in seruiciis Monasterii a rusticis ncgli-gitur ipse solus abbas habet punire et emeudas liujufc'inodi accipere Tamen ad gratiaro. Item affir-mabant quod ornuia aratra in officiis Scwuic ct Driete pertinent ad abbatem Ipsi auteui officiates j non plus de istis babent nisi eorum vnus iu Autum-pno duo aratra et duo in vere, tempore agriculture Et quilibet prcco ipsorum qualibet vice ara-trum vnuni babet Et cciam omnia legmnina que in i 311 40"J,a ') colliguntur .sunt Monasterii pro fainilia do-nuis Et oinncs osfioiales gratis dcbent in vimlemiis Monasteno scruirc quocunque diriguntur Sab Monasterii tameu expensis Item dc duobus oi'iiciis videlicet Sew nie et D riete omnes Rustici omnia vina Decimalia et blada De Pcylenstein et ibidem cii'enniquaque De inon preis, frasla ct friiutzk et de sancto Egidio ad Moiiastorimn addnccrc tencntur sub pena ab Abbate eis uel officialibuB infligenda. (Pag. 148. vacat.) Pag. 149. No. Cincs In Ror et scdentes prope Monasterinm Obern burg.2) Cristan lleyntalcr st. 32 d. It. de dorao faul bear. 0 d. Item de Glug sneyder G d. Conrade 2 liosstat 16 ds Item von dem haws pey dcm kchumier C>0 d., Item 3 akker 9, Item do agro cnins sneyderin )\ d. Item liinnik Schucetcr vuder den Stain st. d. 24. Item Michel dicner suit de area d. 24. Tscliesscliel der alt. 1 aream 8 d. etc. facit in toto 24. Item Mathi zimerman GO (3. Nicla mulner de area 8 d., Idem vou nicla Im pawgartou akker 3 d.; Von ainem stamph GO d., Der ander stamph .qtiem tenet Mathi euias scruit 35 d. 2 mr. 15. d. l) Hn.'i^ abcr auch dcn Ictzi' gen niitcrcu Marlt zn 1i,(,,io gezählt zn HM>n. 312 Pag. 150. Bosolnik') 2 areas Iß d.; (Sntor) Henedict hofstat 8 d.. Sybeo dc dnabus arcis 10 d., Item des alten Sybco area 8 d., It. Oswalts area 8 d., It. do area Schtuka 8 d., It. de area Jndicis 8 d., It, do agro 3 d., Schreyuer 2 liofstat It. ein öd 20 d., Item wempel '2 hofstct 16 d., It. dc vno agro ■', d., It. do vno agro V« Ik-cere; Item de vno agro wndenu purgstadl3) 30 d., It dc viio prato 30 d., Gregor Nowak de vna area 8 d., de vno agro 3 d., Item Schreyncr d. 8.? Itcin_Anderli Smid 1b. 1 cere. TnTiT^aTCerclF. 1 l/«. ' Pag-. 151. Item von 2 akkern etwen der Zwetcziu 6 d., Juri am graben 2 areas H) d., Item von drein akkorn \) d., Item von sums garten 15, Item von dor iiuben 10, Miela in dem nidorn paw-garten von 3 akkern 9, Tascliitsch pinter 8 ad corpus xti. ;)) Delowecz 1 arcani 8, Cuyas Schuster 2 areas ]G, Item drey akker \), Har-rant tcuet Gregor 1 aream 8,' It. 2 akker 6. "ŠuTlb. V2. Pag. 152. Nicla in der Cu**tray4) mr. 3 d. Meliel reseat die-ner 8 de vna area. Item area Ratgeb 8, Pirk de vna area 8, Mar.scha area 8, ttelicza 2 areas 16. tenet Elend. Item VJiV') sclmster 2 areas 16, Swantner pcllifex 1(5, Item 3 akker 9, Item de prato Swetcstiu 15. "Sü71n7.~3^/2. d. W ') Il'>iis>v,'.ik. ^) tti-uliü«'. ') Zur Vrudcrschaft Oorst"- 313 Pag. 153. Der Jung- Tscliessel area 8, It. ^_l^_p^peri^1)___ Sn. MrT2 d. 4L d. No. Hofknecht. Martin Im Teyn. *) Sakl, Kessetst, Knes, Scubanoz, Nicla Pfister, Petsclmik. (Su. total, de Ror facit Mr. 18 d. 64 d., piperis lb. 2, Cere lb. 4.) (Pag. 158 vacat.) Pag. 159. Nota CensninEccliarum Mon. uro. incofporatarum. Vicarius Iu Sulczpach soluit de ecclia mr. 3, et de decima ibm. mr. 12 d. Wicse in lio,^ au der obrrcii Seile der Straße vur dcin Marllc. ^) Ültvoii. ^) 'I'i^nll dic Ocsteud ober den« Fricdhofc. 316 Vicavius in Biecz soluit annuatim mr: 11. tnca- Martini ct mcd. Georii. Vicarius In Prospers soluit 20 mv. d. Isti duo te- nentnr contribucrc. Ecclia sci. Georii in Schcllacb. x) locanda cst cum Monachis semper ct soluit 20 rur. d. Ecclia See. Marie lu Fraslaw debct soluere 20 mr- d. scd pro nunc. Vicarius pcrpetuus a Sto. paulo2) st. mr. 6 Aqui- leg. Et tenetur contribuere iu decimis et pro- curatoribus. Vicarius perpctuus in Triuel"') seruire debct 24 mr. aquileg. et tenetur contribuere, (scd mo- dernus tm. 20 mr.) Item habet vnam hub am sibi cotnmissuni quam teneut percy et Jurali, et seruiuut ainbo sil. 1 mr. d. 40 d. Pag. 1G0. Vicarius perpetuus In Frenczk1) debet soluere mr. 16 aquileg. nunc st. tm. mr. 12 gc. Iste tres vicaiie proxiin. sujjerius per ordiueiu scripte pertinent ad plebem in Fraslaw. Ecclia in Peylcnsteiu suit mr. 20 in eo defal- cantur 5 mr. ex paite Zusseuheim/') et tcuctur contribuere. Vicarius perpetuus in Mompreys0) st. anuuatim mr. G aquileg. et tenetur contribuere in procura- cionibus et decimis papalibus. Vicarius perpctuus In Kchunigsperg7) teuetur eoluere annuatim mr. 24 gc. sed nunc suit mr. tm. 20 et tenetur contribucrc. ') Lkali«. ") Sl. Paul bci Praqwald. ") Trifail. <) Fran,;, '') Siißcuhcim. °) Moutprcis. ') St. Pctcr w Kouigobcvss, 317 Vioarius Iu Herberg1 soluit mi*. 3 et tenetur con-tribuore. Pag- 161.. "Vicarius In Landsperg soluit mr. 3 et similiter conti'ibuit. • Iste quatuor superius per ordinem scripte ecclie spectant ad plcbem in Peylenst. Ecclia in Cbotcz *) soluit pro mine tm. 14 rur. d. Ecclia in littore prope Marchpurgam -)■ suit ad ai-- bitrium Abbatis, sed modcruus vicarius st. flor. 12. Vicarius in Kclicudiug ■"') suit vicario in Chotcz pro obedientia lb. 1 gc. Vicarius in Treen1) st. rar. 2 gc eeclic in Cbotcz pro obedientia. Vicarius in Schiltern suit lb. 1 d. Ecclie in Chotcz pro obedientia. Pag. 1(32. Vicarius in Mousperg suit Ecclie in Chotcss tnr. 2 gc. Iste quiuque suprascriptc vicaric spoctant ad Eccliam ia Cotscb et tenentur contribuerc. Summa census Eccliarum Mou. nostro pro nunc solueuciiim 175 mr. J/g ^- 24- d. . Summa deciuie pecunial: Summa Stowr 219 inr. 79 ß facit 300 mr. 29. 30 d. Summa Ce-nsuum 461 rar. 77 d. Summa totalis omu. mr. 1091. 100 d. ct 3 flor. Pag 163. . . . Summa trit. cum censu et decimis Mod. 342. Summa ') Kutsch, Iloiiu. ") St. Magdalcnn, mm ciiic Borsmdt-pfavrc von Marburg. ") St. Martin ni Haibiii (11«!:li-. ^') Tilffcr. ') Kiilsch. °) Ncukir-chcn, °) Schlciintz bci Marburg. ') Scharfcuwni (Zvidon) in strain. ^) Bidcm. ") Slciubriictcn, ") St. Lorcnzm am Drau-fcldc. ") St. Martin bei Schallet. 319 Eccia S. Georii Sclialach non taxatm-, Eceia S. Marie in Fraslaw rar. 15, Eccia S. iu Peyllcnsteiu mr. 12. Pag. 166. Nota Census Eccliarum Monasterio incorporatarum. Primo In Sulczpach vicarius sohiit de j)rebenda et tie vna decima mi1. 10 aqtiil. Prespcrg vcro mr. 20 gcen. sed modcnius propter capellam S. Jodoci.l) Item in Riecz st. m. 11 gc. Iste tres ecclie seu capelle pertinent ad Obernburg* et tenciitur. contribuere. Ecclia S. Georgii hi Scballcclitall locauda est semper cum Monachis, ct idem plebauus tenetur soluere 20 rnr. ^cen. Capella S. Michael in Sclionstain soluit plobano apud S. Gcorgiutn annuatim mr. 1 gceu. cum obediencia et reaerencia condigna. Oappella S. Egidii propc Scliwarcastaiu soluit ple- bauo ad Š. Georium anuuatim f> mr. d. cum. obediencia et rcuerencia ccmdigna. Capella S. Joliaunis am liard2) soluit plebauo ad S. Georium anuuatim V> mr. d. cum obediencia et reucrencia condigna. Iste trcs ecclie pertinent ad eccliam S. Georii in Schellach. Pag. 167. In ecclia S. Marie In Fraslaw Mouacbus resideat et soluat annuatim mr. 20 gcen. Item vicarius apud S. Paulum st. mr. 6 Aquileg. ') Die jetzige Praßbevgcr Filialtlrs)c St. Maria in Lro^o (am Nosciibcrcie). ^) St. Johann am Weinberge. 320 pro ccnsu. Et tenctuv contribuerc iu dccimis ct procuracionibus, Item viearius pcrpctuus in Triucl ') dat pro ceusu mr. 24 aquileg'. ct t.cnetur contribucre iu de-eimis ct procuraeionibus scd modornus soluit tin. 20 mr. d. (Item liabct viuim hubain sibi conmiissain, quam tcucnt perey ct Jurali et suiunt arabo simul Mr. 1. GO d!) Item pcrpetuus vicarius in Frenczk soluit mr. Iß aquilcg., et tcnetur similiter coutribucrc ia decimis ct procuracionibus. lstc Ires ccclit pertinent ad eccliam in Fraslaw. Eccliam Sti. Micbael in Pcylunstuin consort Abbas ct Conucntus, et soluit pro een.su auniiatini mr. 2G gcen. et tcnetur contribuorc in decimis ct procurueionibus, scd inodmnis propter ca- " pcllain in Zusscnliaim soluit minus 5 mr. d. Vicarius pcrpctuus iu Montepreys st. anuitsitim mr. <.) aquilcg1. et tenctur coutribuere in decimis papalibus ct procuracionibus. . Pag. 1G8. Vicarius pnrpetuus in CJnmigsperg soluit mr. 24 gc. et tenctur contribuore. ,scd niodcrnus tm. 20 mr. d. Vicarius In Herbcrg soluit mr. a gc. Vicarius in Lantperg- soluit tm. et similiter con- tribuit. Iste quatuor ecclie pertinent ad eccliam iu Pey- leustain. llic sind vornicrkclit Avellio gen w.ilhcn vmb öl vnd vmb Spuczercy zu der viisten gen sullen.2) Item der loseker in der lawtscb get uyn vart vmb ') Trifail, 'I'l!>ov!.iv hicr solgcudcil Vormcr^ liiilgcii sind iiachlrä^lichü Aufzeichnung!!. 321 öl vud Spcczerey, oder geit da fur Mr. 1 Vs pro to to equo. item Symon pey dem see Nicla in der gruben dant viium equum. Item der jarne vnder dem clmelm get ayn vart vmb öl vnd Spcczerey mit aynem phärt, oder geit da fur Mr. 1 y„.' Item der taub zu saud Mcrten get ayn vart vmb ol vnd Speczcrey mit aynem phärt, oder geit da fur Mr. 1 ]/a. Item Pewkin zu vetschen geit ain vartt vmb ö"ll vad speezerey oder Mr. 1 7s d. Weihe vmb Salcz gent. Item der Araptman in der lawtsch geit ain pfärt zu pliinxten vmb Salcz, oder 1 Siim salcz. Item der e/eclmer iu der lawtsch geit, ain pfärt vmb Sale/,, oder geit da fur 1 Säm salcz. Item der pfarver zu lauffen ex parte decirne, quam tenet geit 1 pliart vmb Salcz, oder ayn säm Salcz da fur. Pag. 169. Item der Amptman ze lauffen geit 1 phärt pro sale. Item der ezeebner in pirg ze lauffen geit ayn pfart. Item der czechner ze fratmanstavf dat equum vnuni. Item der czechner ze weyngarten dat equam vuum. Item der Amptman pey der Sän dat equum vnum. Item der czechner ze pobersach flat equum vuum. Item der Amptman pey der driet dat equum vnum. Item der czechner ze newnhofen dat equum vnum. Item der czechner ze votschen dat equum vnum, Sed iam decima illa colligitur per Abbatem. Item daez Tirosck di c/Aven czeclmer geityedsleicher ayn phart vmb Salcz. 21 322 Item dcr Amptman ze Tirosek dat cquum vnuru. Item gen Payllstain vnd gen dyttinastarss vnd gen Sand Gylgen vud gen Franczg gebeut dy drey Ampt lewt. Item Im Sulzpacb 4 pbartt. Item In Lawtz 10 plrartt. Item In Monte 10 pbartt vel quilibot ipsorum pro quolibet cquo Va ^. d. (Pag. 170, 171 vacant.) l\ig. 172. Chanrecb in Sulpacb Anno dui 44. Item Gregor Stomnik (?) bat chaufft in bell a von peter ibidem. Item Reban Mathi bat chaufl' von berrea Niklasen pbarrer eyn buben in binkcll. Item Martin Kucbulcw sun bat cbaufft von der ebecbin aster cyn buben zo plcst. Summa peeiarum lini jjäö preter votschen vnd newendorff qui non sumati sunt scd seruire tenentur ut alii decimatores. Inhalt. «23 Seilc Grliiidl!»q dcs Stifte? (1140) . . . . 5 ,1. Abt Bertholt» (1115) . . . . ? 2. „ Engclbrecht (1178) . . . .11 3. „ Ouitiranu« (1209) .... 12 4. „ Albert (1228—1238) .... 1« 5. „ Heinrich I. (1241—1240) . . .24 6. „ Heinrich II. (1247—1208) . . . 30 7. „ Johannes I, (1208—1280) ... 48 8. „ Otto (1288—1295) .... «8 9. „ Wiilsinq I. (129-l».-d!!liw dc'ö Stiftes uom Jahre 1426 . . 215 OlAcium 'i'il'ovLulc ..... 222 «ilviii.lo . . . . . 235 „ pl<>s>n viiutilin .... 251 „ in inonto I^ulllon .... 205 in Lemsch . , . . .274 „ in Snlzbach ..... 284 i„ Frasilail . . . . .287 in Volox . . . . .294 „ in Ulucliiu z)lx>no I^mdm-g . . 290 g. Nxiaii . . ... 299 324 ©cite Ofsicium in Por'obcr • • • • • ?2q KO71C'/ . • ÖUÖ II JYUÄlOiS .... a-a „ lnkratecz . *f? Notae ...... ^d11 Druisfehler. Seite 70, I. 1291 ^ Gclihard A.'ichloalcr lese Gebhards Beichtvater. Seile I.W, statt 1355) (am St. Ulrichs Tagc) lcsc 1365, Das Dekanat Oberbura ttüt dcn Scclsorgstatiuncu Oberbmg, M. Ncustift, St.M'cri, St.Mnrtiu, Snlz- bach, Lcntsch, Lauftn, Nicz, Praßberg, St. Michncl und Ni. Nazarcth. Von Ignaz Graben, Lavnnlcr Donilap itular. Im Ecllistt'crlagc. — I. M. Pnil'K Auchdrmtcici. Jas Zekanat Oberburg. Me Pfarre St. Hermagoras und Forlunat in Odcrlmrg. Schon damals, als dic dcrmaligc südliche Stcicrmark Uslch dcr Christianisirnn^ dcr Sluvencn in Pfarrbczirkc eingetheilt nmrdc. wird zn Obcrbnrg als am Sitze dcri^rund-Herrschaft dic Pfarre errichtet nnd dahin dcr ganze dcrmaligc Obcrbnvgcr Dekanatssftreussel sannnt der 1833 daraus crcindirten Cnratic St. Andrä in Ncißmasser (v !)e1id v), also dcr c,anzc nach Westen vorspringende Theil dcr südlichen Steiermark cingcpfcirrt wurden sein. Dieser große Pfarrbczirk erscheint von drei Scitcn, nnd zwar.- ini Norden, Westen und Süden, von den Nach-wrlnndcrn ilärnthcn nnd 5lrain ein^cschlosscn und erstreckt sich nördlich an dcr Kärnthncr Grenze, in dcr Nichtnng von Welten nach Osten, von dcr Loschckcr Alpc über die ^6ll^!»v^ ^Oväovii), Illulolia, übcr den I'iavnil^ nnd 8ltN'okovoo, iiber die 1(r!l.lnolon. nnd den I'olsti vi^l bis Znn: 8lVm<3N8ki xavoä (Wald) vor dcr jetzt znr önratie St. Peter in 55kvnllno ^ehüri^cn Filialkirchc St. Veit in 15H5to!i'). Bon diesem Pnnktc an dcr Kärnthncr Grenze gcht dic Ostgrcnze dieses Pfarrbczirtcs am 8Iomeu«ki 7.l^vl»c1 hinab in den Graben nnd nach diesem fürt zwischen dcn beiden Felswänden Kumonoa und l^l-obou bis znr jetzigen ^lo.^til-li-Kenschc vor St. Florian am it'atzcnstcin, von dieser Keusche hinanf übcr dlc (^rmall^ bis rcchts untcr die 5kirchc St. Anton in 8lv0l-us> ^ dann nach dem ') 1i:^ts)k. dic Wasserscheide. 4 Rücken mid der Grenze der Gemeinde Schönackcr bis auf die Anhöhe »b (^s)i(?>i.jo uud vou da liukö an (^noi: vorbei hinab in dic 8ow^k^ zur Sann unter Praßbcrc). Hicr übersetzt dic Grenze den Sannflus; und steigt hinauf am Gcrge Ood, c,v!j<; bis znr ehemals Fras;lancr, jetzt Naza-rether Filialtirchc St. Urban nnd geht von da '.inter dieser Kirche auf den ^l'Ltil-Bera, und an diefcm rechts an den Frauzcr Tochtertirchcn St. Maria und St. iililhariim und lilüö an der früher Oberlmrger, jetzt St. Martiner Filiale St. Induk liorilbcr bi>?^hcrlib au die I^ipi,, ob Vol5uvut,«8ku. wie auch iu Dolx'ovlj« au die Pfarre Fras;lnn. Weiler berührte sie gegen Südustei: die Frauzer Pfarre lüugst der <>^ bio znr I^'nu nnd an der .^uvmvu biö zur ^rmner Grcuze hiuauf. In dicscni großen Pfarrbezirle wnrden aber schou iu dcu frühesten Zeilen uichrerc (lipositureu oder Vnarimc deni Sannftnsfe entlang errichtet, uanilich: iu Smzb-.ich, deutsch, Vaufl,'u, 8tiez uud Prnszberg, so, daß alsdann dic eigentliche Pfarre Obcrburg uur uachstehcudc Orlschoften uud Gegenden musaszle, als: Oberl'urg, die Gegend ^ii ov-tlok au der »bereu Driet ^)!(!w) uud niu öoi'iiile« uiit Slciugrnb, St. Nikolai, Maria Neuslifc. ^(!i-»il.^, dünn mit der südöstlichen Abdachung deö Vulovlok, init N-lükuv lIcmm:l-Alpc. 5 Nom, 8Iltt,inH und Krcnz (Kl'ikkÄ ^o«); ill! Drictthalc mttcr Oilläiso: bo,>1o, 0tok. Uiitei-Vulo^ mit St. Martin, Obcr-V0^; St. Iudok an dcr ^iot.>/, liavto mit i^ocMi'H, Ilup», ?Nc». 8«Io und ?<,tok; dann die Gegend Ol'cr-Luöuu und St. Primus- oi)rr St. Flminni-Bcrss. Endlich wnrdou in dicscr Psarrc in d>.'r i^. Hälfte dcs voric^'n IahrhnndrrtcS uuch crrichttt die Pfarrcn: Marin-Ncnstift und St. Xaucri, und dic Cnrntic St. Martin iui 5Orirtthalc, so, dliß uunnn-hr znr Pf^rrc Obcr-lmvg uur nichr iwch dcr Mm't't Ol'l'rl'nvg »lit 8«k<^tu., T^.jnu und 1lo,'c; >.'i» Tl,l'il dcr Gcinciudc Stän^rul', umulich dcr uittnstc Thcil dl.'r Gc-gcxd 'I'ii'ov^^k an dn-Drict; dic Gcinciudc St. ^'uuhard ,uit 8lomono, die Gcmcindc Loiw^ mit ^^i>Io, Otok, ^oöulr, Obcr-tt«,^ und Il-tur uud dcö Wahlstaudco in Ol'crbur^ und dosscn Umgc-l^llng Biclc^ l^cthau uud m dicsc ihrer Lagc wcgcu mchr cinsnuc uud stillc Gcgcnd ciu ucucs ^cbcn gebracht; wcsi-hall, auch die Aufhcl'uug dcö BcncdiNincrstiflcö sicherlich nicht ohuc uachthcilM Folgcu sür dicsc Pfarrc gcwcscu scitt wird. Eiu Glück sür Obcrl'nrg war cs, daß die Lai-bachcr Bischöfc, ln's zum vm-ia.cn Iahrhuudcrt gewöhnlich im Stiflögcdäudc hicr rcsidirtell nud dascllist ciucu an-schnlicheu Hofstaat hicltcu. Alö Beleg hicfiir uiögc Fulgcudc^ dicnrn: 6 Ein vom Bischöfe Nanbcr vorhandenes Verzcich-niß ans dcm Jahre 1504 gibt folgendes Hufpcrsunalc in Qberbnrg an: „Gcraysfi^vnd Thorschntzcn: Ambald, Oretzer, Gal-lenbcrg, Viaßhacllrcr mcin Chamer, Itcln mein Caplan jetzt Doctor, »nein Chamcrbncb jetzt phcbns, mein stall schmid, Flaming, ^icnhart, Pclrcrll, Padcr, H^atell, Piro, dcs Ambaldt tiü,-cht,Nogatz,,ncinthoch, Vc'lilitier,Sneider, Hanscll swab, 5irabat, Mathiasch, Brbai,. Itcni Zwen Anibtman. V^niberg nnd lncger die knaben. Smnma Sltmniarnin bringt bey l)<) Person." In dco SchasfcrS Lazarilö ?) scnhawsc n Nai-tung vom Jahre 1510 werden nicht bloß dic l'eiui bischöflichen Stifte Obcrbnrg Äcdiensteten vcrzcichl,ct. fuudern auch deren Iahressold angegeben nnd zwar wic solgt: „D ao H offgesindt: Anibaldt sold —, Schaffcrs suld —, Wolfgang Waldpergcr.- Jörgen l st., dcm stalle pncbcii geben I, lndcn rolh vnd Hossen." „H awönoltI): Hr. philipftns kclncr sein solo 6 fl., Hanns jchneider 8 fl., Andcrle pader U fl., Martin Crabat 0 fl.. Loren; Haydcr 6 fl., Mnklmi Äiäzll 0 fl., Beneditt tnrbart 4 fl., Achatz tnrbnrt —. Tagbcr ch ^ ewtt: Älasi schneller 5) nnirk!) N'., Valentin Zimermann 0 fl., Hoffschnestcr 6 ft., Petlcr pin-tcr li fl., Sagmcistcr 6 fl." „zthnchclnolkh: Wolfgang kucheliliaister (i fi.. Michel Schmaltz 6 fl., die (Ycsmdt thöchin 4 fl., öucia köchin —, Pctlcr lucheltnecht, Michel lwm prekopp knchcl-kliccht, Niichcl tilchclpneb ^ fl. 11 dl., Hanzitsch tnchcttnccht 3 fl., Offcnhaytzer 3 st., Lnzia gartucrin 1 fl., (infrasia Äeschin -! mart, der alm Fnerer, huener diern 40 kr., Katharina hncncr diern 40 kr., Hosfhaffucr 4 mnrkl)." „Pffistcrcr; Maister Hanns pfistcr i) fl., scmcr Dicril 4 fl., Ürhardt gnttich ftfistcrlnccht —, Halizitsch in der pfistcrcy Hultzknccht." 7 „ WildnervndI agcr: Mcrtl Jagcr 6 ft., kozcl wildncr 1 mark 10 dl., Juri Sinolnitar 1 mart 10 dl., Iuritsch wildncr —, Schlemar auff dcr Frcydhoff Äruthn 49 tr." „Hoff fncrcr; Thomas Smncr 4 fl. w., Leopold fucrcr —, Gregor fucrcr 2 fl. 0 tr., dc6 Bngnadcn fncrcr -^, Juri fucrcr —, Eseltreiber pangratz 4 fl., Richter 3 nwrkh." „ M ayrhof f.- Jacob Mayr 2 marly, Pail le ochsen ^ fuctrer —, Primni! klmchaltcr 4(^ kr., Oayshalccr 40 tr., Fridl Sawbaltcr 40 kr.,Schaffhaltcr 40 tr., Canal, schaf-haltcr —, Saw diern —, Mayr dicru Brsa 40 tr., Hclcim Mayr dicrn 40 tr., Ocrdrawt Mayr dicrli —, Stcffan hawdtmcui 4 fl. w." Dic StiftöhcrrschaftObcrburg dchicllcn dic ^ailiachcr Vischnfc in cigcncr Regie, bis dieselbe Bischof Xi'arl Graf von Herberstein am 1. Oktodcr l780 an M arimilian und K atharin a Pi l z verpachtete. Aber schon init I.Mai 1788, alsugleich nach erfolgter Diözesau. Ncgulirullg übernahm der stciermärtischc Rcligionöfond die Administration dicscö Dominunns. 1807 wurde die Herrschaft wieder dcm Bisthmne ^aibach übergeben, in des-sen ^csitz sie seither verblieben ist mit Anöimhuic der Zeit uon 1809 bis 1814, in welcher Krain unter der Herrschaft Frankreichs stand nnd das Domimum Obcrdurg abermals vom stcicrmärtischcn ^ccligionsfoiidc verwalkt wurdc. Beider 1854 dlirchgefiihrtcuGrundentlastung erhielt die Herrschaft Obcrbnrg (ohne Altcubnrg nud Vüldcncgg) fnr ihre abgelösten ^)iobotcn, Natural- und Gcldbczüge ein Ablösiiligsknpital von 209.483 fl. 55 kr. (5. M. Die durch Luther verursachte kirchliche Hcwcguug hat die damalige Pfarre Obcrlmrg kaum berührt; dcun, weil hier das Herrschaftsvcrsonale in Diensten des Bischofes stand, so gab es da Niemanden, der sich für diese Neligions-neuerung hätte intcrcssircn wollen oder tönneu nnd der die 8 Pfarriusasscu zuin Abfalle vou ihrem Glnubeu hätte zu vcrleitcu gesucht. Auch uulcr dem lileruö wird hier alö aiu Siye dcs Bischofes cine strammere Diözipliil eingehalten warden scill. Deßhalb schreibt nnch W olfS ch r a 11 z «ti den Lai-bachcr Ä i s ch 0 fPcte r (1558—^1570): O^'wchl sic, dic Koinniissärc, vom ,^'aiscr Ferdinand I. (155)6—1504) den Vcfcl)l hätte», Me Kirchen i» des ^aiscrö Erblandcn zu visilircii und zu rcfurinireu, mid sie deßhalb auch schmi i» pio^inotn itilloii« ,mch Oberburg newcscn wären, so halten sie doch besonders in Erwägung, das; Oberlmrg bcrcitö nüt keinem Religiösen besetzt und alö Residenz dcö Bischufcö nllrr b^seu Suspicion frei sci, vun c^er Bisiwtiun und Reformation dcr dortigen Pfmrc aligestandeu ulid selbe bloö anf eine knr'.e Simonie-Inquisition beschmnlt, zu welcher dle yerr» Z- ranz v 0 n Spr i nze n st c i n, D 0 in prop st von Trlent, nnd Dr. Anton 5thc lins, Pfarrer zn Ärnck, dahin abgeordnet seien. ') ^ben so wird auch in der daranf folgenden stürnn-Ich^u Zeit zur Bewahrung der ^laubeuoeiuigleit in dieser Pfarre der Uiustand beigetragen haben, das; damals (nm 1.')8I) der Fürstbischof Johann Taut s ch c r seiue Rejidcnz von ^aibach wegen der dort herrschenden großen ^ Lail>. Ord. Arch 1". 1«, Auf dicscö Atk-ustiitt hat Äi-Ichos ^hoinai' Folc,rndc<< boncrtt mid qcschriebli,.- I^il«8iw>l8 ^acsar I'eidiiianilus pur «no» Coimuiasariua Aulicos ct difficilem ot Hiiii)])Ui()3i.s.sim;ii)i Vifiitaliomiiu oinniuiu Provin-tiariim «t in iis inaigniorm» Eccler in Cill i. Die Anflchnnug war nichl nnr'-"' gcgcn die Sicneru, ^tobot!) uud gegeu daö bei dcr Ablieferung dcr Natnralgiebigteiten verwendete A<'aß, sondern anch gcgcn den Friedhof bei St. Magdnlena in Obcrbnr^ gerichtet. Es wurde nähmlich den Bancrn znvZcit dcr Infektion vcrbothcil, die deichen nnf dem Gottesacker bei der Stiftskirche zn begraben, und ihnen der Friedhof bei St. Magda-lcna als Begräbnißstlitte angewiesen. Dagegen protestirtcn aber die Bauern nnd dies nm so leidenschaftlicher, weil ihnen ihre genannten Anführer einredeten, dieser Fricdhof sei. gar nicht geweiht; denn. sagten sie, der Bischof tonne cincn Fried-Hof nnr dann gillig weihen, wenn dabei 1^ Kardinäle nnd 10 cm Patriarch anwesend sind.') Merkwürdig ist, daß in dicscni Prozesse dcr päpstliche Legat an der ^?citc der^rcni-tcntcn Unterthanen, dcr LandcSfürst hingegen an dcr Veite des DominininS, d. i. des Bischofes, stand. Zur endlichen Vcilcgiulg dieser Streitigkeiten erschien dcr päpstliche Nun-tiuS ,7o:niu«>; Ila^t, 8u!va^»8, 0l)i80s>p>,l8 Lurxun., am 20. September 1607 in Obcrburg nnd fällte allda am 23. September 1607 das Schlnßurlheil m dieser Streit-salhc. — Dennoch kmn es 1635 im Monalc Mai unter den hiesigen Unterthanen zur osfcncn Ncbcllioii und machten dieselben bercitö Miene, das Stiftögelmndc hier zil stiir-lncn und dasselbe anöznpliindern, wic dies damals die anf-rührcrischcn Uiiterthcnil.'ll mit den beiden bischöflichen Schlußern Nndcnek nnd Altcilbnrg gethan haden; wurden jedoch vun dicseiil ihrcni Aurhaben aligebracht. Ueber das Auftreten der Pcstscuchc in Obcrlmrg i>n 16. nud 17. Jahrhunderte filidcn sich in den Obcrburger Pfarrprotl,>tollcu keine Aufzeichnungen, wühl aber im bischöflichen Archive ciu bericht lI6o. 3. Niucnibcr l046 des Michael Mo fr in zum Schön buch el"), AuwalteS zu Oberbnrg, au deu Bieedom in Cilli. Darin schreibt dcr Anwalt: den 26. Oktober sci-n des Malers zu Obcr-burg Knecht uud zwei Dirucn erkrankt, der Knecht sei am Sonntage gestorben. Er, Mofrin, habe des Malers Hauö darauf versfterreil lassen nnd dahin cinc Wacho licstellt. Dann habe er deu Padcr, so dcr Malerin zur Ader ge^ lassen, sammt den Seinigen versperrt nnd auch dahin eine Wache gestellt. Als er iu das iilostcr (Stift) gctmnmen uud dort erfahren habe, daß dcö Hulzhackcro Seliwieger in dcr Nialerin Hanse gewesen fei, habe er den Hülzhackcr wie auch den Muller, dcr init sciucm Weibe iu des Holz- ') Mitthcil. dc«^.hist. V. f. Krai». >««2, S. 21. ') Ein Gut in äusioL iillter Pra^wald. 11 Hackers Hause gewesen ist, aus dcm Kloster geschaffen nnd bcidc sammt ihren Weibern llnd Kindern in des Holzhackcrö Haus einsperren nnd dort bewachen lassen. Eben so habe er mil ciucm anderen gethan, von dcni er erfahren, dai; er auch in dcr Äialcrin Hanse gewesen, nnd bei Nicderschießnng hcrans zu gehen verbothen. Der Malerin Knecht, zwei Dirnen nnd des Holzhackers Schwicgcr, so alle vom Sonntage bis Mittwoch gestorben sind, haben sie anf seinen Vcfchl m ihren Gärten tief begraben müßen. — Des Weines Leikhcwcr, wie anch die Mrchtage llnd die Stcgc werde er im ganzen Landgerichte abstellen. — Ein Verzeichnis? iibcr die NU6 «,, der Pest vcrswr-bcncn Oberbnrgcr Unterthanen nennt folgende hiesige Peter Steidlcr nnd Achaz Sinac; nnd im Amte ^ii-ovkLk: ^nkas I'o^o'oici-uik. Thuilmö n. l^oxovii, Jakob Nifcl, Sebastian nnd Mathias I'ocid!0/.u!l<, Mathias 0Li'in^ek. Primus /.n-vnlov^k, Valentin (iLl-tvü/.ui^, Simon 3wz;^ nnd Iun 6»2r6ni1v. Dic Stifts- und Pfarrkirchc. Das Bisitations-Prototoll ckw. 15. November 1631 enthält eine dctaillirlc Äcschrcibnng dieser Kirche. Darin f)eijjt c«: „Altare majus in chöro positiiin — lconem pulchcrimam habens coiisccratum et B. V. Mariae et 88. Hermagorac et, Fortunati dicatnm. — In choro a parte Evangclii post ultimam fcnestram statnam Episcopi primi a Lambcrg iu muro pofiitam iuvenit ex marmore nigro constnictain; Alterani vero slmilcm Dni. Episcopi Textoris a parte Epi-stolae sed supra ultimam foncstram positain. Paulo infcrius Hedcm Episcoj»alcm ex nucc confectam. Hinc inde in choro sedilia ex nuce pariter pulche-rima pro Clero et aliis dnmiuis. Ex dicta parte Epistolae organum elegaus quae omnia exstructa 12 sunt a pic defnncto Illustrissimo (Thoma episcopo). In mcilio cliori retro altare Ss. Corporis Christi chordas turris minoris j>endentes iuvenit —. In clioro ex parte Evangelii in rauro arcara Japideam invenit, in qua inclu.sa cst area lignea cum ossibus, ut dicitur, fundatorum. In medio ccclcsiae post gradus cliori altarc Ss. Corporis Christi, iconem habens parvam et rnensani Japideam, quod irupedi-raento est pojmlo io olevatione Ss. Sacramcnti cum in siiinmo altari celcbralur. Est, in eo cousrater-nitas Laicorum fundala jam a inultis annis ct ante errectionein Episcopatus, liabet luulta bona stabilia ut in Urbario, ex quibus nercipit quotannis 11 fl. 40 kr. A cornu Evangclii cst Capclla B. Virgini annunfiatae ac s. Martino dicata, in qua est altarc cousccratum, instaurata a pie IllnstrisKiino dcfiiucto, qui et bic 8ibi criptam posuit in caque sopultus est. Ex parte sinistra intrantis ad dietam Ca-pclhim est altare S. Petro dicatiim —, a parte dextera intrantin ad dictain Capcllam sub areo cst altarc D. Annac dieatum, conscci-atniu, iconem habens pulchram —. Sub ;ueu secuudac columnac invenit altare D. Nicolao dieatum, conseerat.imi, iconem babcus indecentem; — sub arcn tertiae columnac — altare Ss. Tinitatis — cniiKccratum, iconem habeas inconvenientem; ad 4. coluninaui altare s. Civtliarinae dieatum —; ad 5. coliimnain vas pro aqua benedicta ex parte Epistolae sub area — invenit altare SS. Fafoiano, Sebastian«) et Kociio dieatum — ; ad •]. columnam ex dicta parts, altare S. Doro-theac — ct supra i[)suin forniecm super 4 colum-nas lapideas; ad 2. columnam altare S. Joanuis Bapt. decollati — duniiper soruieatum ut supra. E diametro supradicti altari« ad murum ocelesiae 13 prnpe januain claustri altare S. Beuedicti conse-cratum iu stipite, sine mensa iconem haben«, ex petra desuper fornicatuni ct versus ad Capellam ex parte Epistolac —. Ex parte Epistolae Capella S. Andicae dicata, in qua altare consecratum —• In ipsa Capella est sepulclmini Episcopi sccundi, Rauberi, ex marmoro albo. Effigies Episcopi Ca-tianeri pariter ex mavmorc albo ac Epitaphia Joan-wis Tautsclicr, Balthasari Itadlitii et Cunradi Grlushizh, Epificoporum Labacensinni. In qua dici-tur ipsoM sepiiltos cshc. In parte Evangclii post altare S. Petri cst turns major, uou niultmn elc-vata. in ea sunt 5 Campanac et hurologium. Ex parte Evan-elii ad 3. columnam est Cathedra con-cionatoria valde simplex. Ecelcsia ipsa tola cst lastrioata petria quadns, «octis seu latcribiiB, capellae et chorus superior (.prcsbytcrium) ex inannore nig-ro et albo ; est ut-euiique obsciira, cum t'enestras sn peri ores in Eccle-sia ex parte Evan-c!ii liabeat clauaas et vitra illaruni in clioro sunt, depicta, quae causant talem «bscuritiiteai. — Tota practer cliorum majoreiu depicta deccnterquc oiuata. i!3ci bicfev Visitation nnivöc (nut atcid)cui ^votofoltc font SMicsjofc 9fainalb aiißcovöncs: amotioaem altarium esse faciendam, ut sibi invicem correspoudeaut. Maudavit oinnia amovcri (altaria) et ad ipsas colum-nas, nbi roperiuntur, aequalitcr adaptai-i. lllud vero Ss. Corporis Christi ad locum, ubi reperitur b. Auuae, transfcrri? altare s. Annae vero ex altera parte o dianietro ad colnmnam collouari. Baptisterium e modio Ecclesiae ]>ariter amoveri ct ad uhiniam columnam. Eeclesiac ex paite Evangclii adaptari vasquc aquae benedictae e diamctro ex altera parte poui. 14 Schun ail, 22. November !631 wurden dcr Oorpo-sin Olil-igti Altar, dcr Talifstciil nnd dcr Wcihbrllnstcin an die obbczcichncten Stellen verseht.') EinzwcitcoPisitations^ProtukollvomIO.Iuni 164I enthält fulacndcn Bericht iibcr diese Kirche: Eadem die (?30. Junii) Illtist. Rev. Princeps proccssionaliter ingresaua ecclesiam collcgiatam B. Mariae V. ct s. 8. Hermagorac et Fortunati — re-perit altare majus perpnlchrum ot ad foraicem usque errcctum, in cujns niedio taberuaculum de-foris demiratum, — desupcr foiuice lampade cum luinine pcrpctuo dcpendente ct ab utroque cornn alturis duo magna sculpta ct deaurata candelabra ad clevationem Sauctissimi in Missa lticentia. — Ad cornu Eviwi^elii Kitnm invenit vetus tabernacu-lnin c lapide (©aframcntöljnuödjcn), quod jussit de-moliri et sacros liquorcs ad amarium illtid, quod in cadem Evangclii parte iu rnuro excavatum cum ferrca crate rcperturn cst, recondi. Baptisterium e nigro marijiorc reperit firmitcr ad primam colum-nain penes majorem ecclesiac portam. -) Geschichtliche Datcn iibcr dic Stiftskirche m Obcrburg. I2c»9 stiftete Heinrich dcr Markgraf in Istricn eine allsonntüglichc Messe am Hanptaltarc.') 1247 stiftete Ritter Hermann von Plttmcyn-stain den Zehcnt bci St. Grenzen zmn Maricn-Altarc.^) 125i4 stiftete!, die F rcicn 0 on Sal, nck cincn Iahrtaq fiir ihren Vater.") lZ5)0 errichtete der it luster brud er Wilhelm cinc Iahrtagö- nnd^ichtstiftnng, letztere zum St. Katharina-Altar. ") ') Laib. Domlap. Ärchiu. ') Lbrudort. ") Stift Olirrb. S. ^12. <) Ebcndort S. ^0. ^') Ebcndort S. 34. °) Ebcndon S. 1«0. 15 Ul59 stiftete der Nittcr Rnd o lf v on Cha tz c n-stain ci»e tägliche Mcssc zur St. Mcrtcns Kapelle.') i:i89 stiftete Lndly von Nur eine ciuigc Mcssc auf dein St. Johannes Altare. -) 1A98 gab Lcopold Sch in n ckh eine Hnbc für ein ewiges Licht znr St. Mcrthcns-Kapcllc.") 1404 errichtete Marntsch Marstallcr, Lcytc-bin, cinc Iahrtagsstiftnng. ^) 1445 qclobtc daö Stift Obcrb. fiir das Seelenheil der Cillicr Grafen täglich cinc hl. Messe in der von den Cillicr Grafen crbantcn Francnkaftcllc zu lesen und 4 Iahrtagc zn halten."') 1449 verpflichtete sich das Stift Obcrb. alljährlich mn 7. Fcln-nar, d. i. am Tage nach St. Dorothea einen grossen Iahrtag für die Grafen von Cilli zn bcgchcn.") 1454 beschloß der Convent von Obcrb., nach jedem/ Frcmcntanc cinc Andacht fnr den Gra fcn Friedrich von Cilli zn haltend) „ Ain bcnclcl) an Herrn Jörgen Slakonia von wegen deö Silbers, so kayscr Fridrick gen Obern-l'nrg gcocdcnt, pildcr zn machen." (Bischof Nanbcrs Nc-gistrat. Verzeichnis; in Obcrb.) 1506 erhielt die.Arche cm neues Dach. 1517 wnrdc die Kirche sanunt dcm^tiftsgMndc mit Fortifikations-Mancrn, Thnrmon und mit einem Schanz-graben vom Bischöfe Christof Naubcr umgeben. Daran erinnert der im sndseitigm Fortifikationsthnrme eingcmancrtc Denkstein mit der Inschrift: ^(^inw^lM'^ äa,to,' ^, S. Uj5. '') Stist Ob. S. 152. -') StiN Ob. S. 15>«. ^) Stiit Ob. ^) Stift Ob. ") Stist Ob. ') Stifl Ob. Itt 1527. In der Außenwand der dcrmaligcu Pfarrkirche ist sndseilig eingei,innert cin Botiustcin init einem tunswoll verfertigten ^telicf, darstellend die Krenzigung Christi nnd die zlrcnzignng des hl. Aildreas. Darunter ist zu lesen: „^.lioiin»»« ^o (^!>>l«to ot d(3uliic,- l^suoom tulllu rollomi«ti luunäum. Oivo ^ixli ott« ) am Sonntage I^otm-o, den 31. März, hat der ^avantcr Bischof Philipp den Vaidnchcr V i-s ch o f F r a n z ii cl tz i a n c r in Obcrbnrg konsckrirt.') ^ 545) an, 17. September hat der M a u r c r in ci stc r Icrg Sncdetz angcfan^eil hier einen Mockcnthurm zu banen. -) 1554 hat Bischof Urban das ÄelMmif^ im Kloster zn Obcrb. „wegen der damals gewesenen Sterl'lciiff" zur Berhiithnng der Infeelimi abgestellt nnd angeordnet,- dic verstorbenen Unterthanen nnd Holden answer drm Kloster ;n beerdigen, dem sich aber die Unterthanen widersetzt haben. 1555 am 5. April bettaligle ^lönig Ferdinand diese Anordnung. ''') I58tt zn Oberbnrg am 15. Oktober bestätigte N i-codeluo W cisnian, Vi alle r nnd B n r l) c r z u Villa ch, daß er fiir das Gemälde im Chorc der Kirche zn Oberb. die Bezahlung erhallen Hai. ^) 16(^) wnrde eine neue große Glocke beigeschafst. Ihrc Aufschrift lantctc: Ii,«L<»i^ln<3 Oominn ^'u^lÄlnouti tui ^^äü? Qrdiil.-Ncg. ^) Schaffers Rech. ^ Ob, Urt. ') Obcrd. Arch. n sancti ct die Aiigelo pcrcuticuti, Hussicit nnnc, con-hnc manum tuam, ne dosolctur terra. Sancte Dcus, bauete Fortis, Sancte Immortalis miserere uobis. 7- Sub tuum praesidium consiigimuK sancta Dei ^enetrix, Virgo gloriosa et benedicta. — Jesu Christo jJei vivi filio et Mariae c.jus magnac tnatri Virgini, ratronac, Thomas Nouus Epu«. Labaccnsis dc liovo jecit et consecravit A ? IGOii. Laus Deo ! KliasSoni-orak Labacensis fecit. ]) 1606 zu Ol'crb. am 7. August ubligirtc sich dcr Bildschnitzer Pctcr Hoffcv dcin Äisch »f c T h o,n a ^ in Gegenwart dcs I u h. I ricdrichClc in cn t >,' n, Bil iir s zu Kra indllr g, ciil ganzes Jahr dem Siiftc O^n'l'ur^ fleißig, treu nnd nach möglichster jilinst ;n arl'eitcn, wogrgen ihm der Vischuf gebührliche 5lust bei der Pricsterlafel, Wohnillig mW allwücheullich 1 jtronc, d. i. I^i Schillinge oder 90 Krenzcr als ^uhli versprach.") 1608 Obcrb. den 9. September schrieb Bischof Thomas dem And. Tantschcr, Cumlnissar in Altenmarkt, dieser solle dem Meister.In.'in 1l:^,. .s:ni-^i! und dem Steinmetz Viän.!, welche sich von Oberb. dahin (auf den Nrsllla-Bcrg?) begeben haben, melden, das; sie alsbald kommen nnd das Pflaster nut Qnadcrstiickcn machen, damit dic itapcllc 8. ^li»,>tiui zur Consecration gebracht werde.') 1609 Mll'dc ein ncncr, der noch jetzt vorhandene Tanfstcin miqcfcrtigt. Derselbe hat die Inschrift: Hulvutni'i lotiu» muncli I)n<>. Rro. .lü«u X". fonti loci» ot «a-lnti« Hot«!u^-. Die Primizfcicr, welche BischufThnmaS auf seine Kosten veranstaltete, dauerte 3 Tage. Derselben ') Dc« Bisch. ThoiNaö Concept im Laib. Doml. ?lrch. I^gc «r. ??. ") Oberb. Arch. ') Obcib. Avch. 18 wohnte auch dcr Vrndcr des Primizianten, Adam sammt seiner Gcmaliu Margarctha, Pfleger in sAcinstättcn, lici.') 1611 am 22. April. „Mit M. M arxcn H ö bt-iicr Maltern die Capcllen 8. Hlaitini ot 6. Vir^iui^ ^.nn>,uti^w6, mo Nnscr (Thom. Chrön.) Grnfft ist, zu mallen dieser gestalltcn verdingt, daß cr die Farben, wir Imc vnd seinen gesellen die Eosst und Nuttnrft hergeben: init dcr Arbcyt meisterlich, bcucbcns wenn dieselb fertig, lcidcillich gegen Vnß verhalten, wir nbcr anch uit scincö schadcns bcgcrcn, sondern cin gebürliches davor bezalleii sollen do(Nm,i« wvicttm cloxto l^. — Mit Imc (Höbt-ncr) ini Dezember die ganze arbcyt abgcrayt, bringt 190 fi. besonders eine Ehrung." ") 10l2 am 18. November konsctrirtc VischofT h», mas den St. Martin. Altar in der Stiftskirche. (Qbcrd. Archiv.) 1013 den 1!». April. „Mit M. Mathescn Plawz Ntallcrn die 1^ Schwybögen vnnd Fenster in der großen Kirchen zu Obcrb. allhye in ^:^vi I^ec;Io«ilrc; dcr gcswlll verdingt vnd bedingt, das er Sanber vnd nicysterlich die 12 ^po«ts»I<»« anf ycdcn Schwipogcn aiucu Aianns odcr noch grösser hohe mit seinen Namen m'ticulo mi^i vnd Vcrzcich-nus dcr Provinzen leben lehr vnd Sterben eirtlich vnd vnsamnblich Nlallcn; die Fenster alle 12 fein und ttwnstlick cinfnsscn, die (^csymbs ;n Obrist nucli lustig nmlleu v»d Inner 10 Wochcu «icnl zx l,mi«it, verfertign solle, dagegen hat cr von vnsz dic Sftcyß vild Tranlh: <^ fl. für aiu Schwy< bogen Apostel vnd Fenster und das i^erisst." Dezember. „Bczatte Vceyster vnd Arbeyt dicscs 1,!1'). » Jahr«. M. Äi athe s P l a u u e z Erstlich die 12 Nftostcl >s vnd ^i<,vlin 1^l:«lLt>i.lu 10<1 si. Iwin dac< Orntoiillw , iutu« ot oxti'u. sambt den Porten sthraigstein vnd Fenstcr alles außer Spcyß vnd Trankh zu raytten 60 fl. ^eoiv 'I ls^Dtt! Bisch. Thomas Notizen. Mitth. des hift. 4v f. chain 1862, S. «7. ') Ebcndort. 19 harden K h e r n Bildschnitzern das cr dcn grossen Altar gemacht — Kill an Sckncyder Tischlern mid Schnizlcrn so Imc ncholffcn mld dic Capcllcn gcinalt. Mar t in Walthc r Tischler so das ander Tischelwerkhs zuscmil't den Porten gemalt." ') 16! 3 am 25). November tonsckrirtc dcr B i s cki o f Tho m a 5 dcn St. Katharina - Altar in der Stifts oder Collegiattirchc zu Obcrl'. ") 1617 am 11.Mär; ertheilte der Bisch of Thomaö bic hl. Wcihcn (><1ino5) in Ol^crl'. ^) 1017 cm, FrohnleichnamötcM', dcn 2i^. Mai, hielt Bischof Thoin as hicr die Prozession mit besonders großem Pompe. ') 16^5 wnrdc der Hochaltar ncn gcfastt. ^') 1627 am Fcstc der hl. Hcrmaqoras unl> Fortnnatn^, dcn 12. Juli. pontifizirtc der Bischof Thomas hier und ertheilte dcn Anftrag allen Vikaren des Commissariats Qbcrl'., alljährlich mit ihrcn Pfarrlcntcn in Prozession mit Fahnen mw Gcsang in ihre Vtnttcrtirchc hichcr znm Patro-zinilün^-Fcstl,' z:l komincn. °) 1671 baute Bischof Graf N a b a t a cincn Glockcntliuriil. Laut Stiftsnrbnr wn 1426 war sowohl ziun St. Dorothea-Altar, wie auch znm Krcnzaltar cin ewiges Lickit gestiftet. 5) Der Krcnzaltar wird im obcitirtcn Visitationt<-Prototollc von 163! nicht gcnannt, wohl abcr im Synodal-Protutollc vom 1620, in welchem der Pfarrer von Praßbcrg angewiesen wird, die hl. Mcssc am sclden St. Dorothca-Tacze cmi Altarc 8. ^.-uoi« ;n lesen. A riiftc nnd ^ e i ch e n st eine. Ausser dcn Stiftern (Kax<3,') dos Nlosters Obcr!.'. hnttcn in dieser Stifts kirchc, wie in der Geschichte de<< Stiftes Oberb. zu lesen ist, ' ') Ebriidurt. S. «8. '>0. ') Ol'. Avch. ^ Mitth. des hist. B, s, Krain 18s:2, S. 2». ^) Cdciidorl. >'> Od. Arch. ") Millh. dcö hist. V. f. ,«t'nnu 1^2, S. IW, ') Sül'l Ob. H^ 234. 20 ihrc Grabstätten : P lscha lch Uon I', okc» p (i 229), die Herren von Cliazzcustain (1243, 1246, 1359), die Frcienvo n Sannck (125)4, 1447) nämlich m dcr Fraucnkaftcllc, und die Tha lcr Nitter v o n (5 dlin gcli (l265.). Ohne Zweifel halten anch die Aebtc und dic nbrigcn Couvcittnalen des Stifts Oberb. ihrc eigcitc Gruft in dieser Kirche. Von Grabmonumcntcn ans jener Zeit ist dermalen mir noch ein an der itirchc südseitig cingemancrtes Bruchstück vorhan^ci^ nüt der Inschrift — ^.dd. acl muutom 0doi-ul)U! ^ —. Dic Steinplatte eines beim untern UonLuu in St. Johann bei Nictz ini Freien stehenden Tisches ist anch ein Sntck eines von Obcrb. dahin ^'brachten Grabsteines. Einige daran noch sichtbare Anchstabcn hauen den Typuö der verzerrten gothischen Majnölclschrift. Bon den ^aibacher Bischöfen wllrdcn nachbcininnte in dieser Sliftskirchc liegraben nnd haben dieselben l)icr ihrc Grabnionnnielltc: Sigislnnnd von Lamb erg. (1461—1488). Allf seinem schwarzmnrmornen Leichensteinc, welcher jetzt in der südsciligcn Anßcnwand der Kirche, in der pfarrhöflichen Spcisctannner cingemancrt ist, ist folgendes Epitaphium zu lesen: I. X™ 0. M. E. Q. M. M. M. V. S. R™° in Chro. P. D. Sigiemundo Lambergiana illustri ovto familia prime s. sedis epalis. Labacen. autistiti a Priderico III. Rom. Imp. etc. Pio II. Pont. Max. gloriosiss. fuudatorib. ad cam ob inerita sua. iuclita, Deo vocante, subvecto A? X1',1; 1461 Thomas Epus. Nonus ojua successor Fordinandi II. Rom. Imp. Consil. in excelso I. A. regirniue locurateuens ac pro s. religionc catholica rcformator memoriae et amoria ergo P. P. P. P. anno SST Jubilei 1625 hiijus saeculi primo. 21 ^ In dcrSt. Andrcasl-Kaftcllc, auch genannt sucollnm lt^udoi iaunm 8. ^nare^ hatten folgende 5 Bischöfe ihre Äcgräbnißstättcn: C hr i stop h N a u b cr (1493—1536), welcher sich m dcr von ihm restanrirtcn St. Andreas stapelte eine Ornft bauen und ein Epitaphium folgenden Inhaltes errichten ncß: ?08it. ^uul) Odi-isti ^527 vanoe iu oiu-no vicioum Franz Kaziancr (ernannt 1530, lc>i,sct. 1538, f 1544?). Ans seinem Gradstcinc ist zu lesen: Catiauerus Humo Franciscus Episcopus Atrae Succubat Et Corpus Vcrmiculae Laccraut Efficit Htfnc Magnum Sextus Trigesimus Aunus Septem Poet Annos Labatur Ad Niliilum. Sonrab Glusič (1571 —1578). ©eine ©raO* fdjvift lautet: J. f M. Patri Pio Opt: 11st1»0 Adamo Com-ado Glussizh VI. Epo. Labacen. a Pio V. Pont. Max. ad bane s. sedern confirmato sed vero ab Archiduce Carolo cujus filium Ferdinandum II. liom. liop. Aug. sacro lustravit fonte praesentato suo p>#aedeces6on utique meritiBS. Tbomas successor ejusjdeiu sacratiss. caesaris in excelso liarum pro- ') Nach anderen Berichten soll dieser Bischof in Selau begraben worden scin, was aber sehr z» bezweifeln ist. Auch wurde bisher berichtet, Bischof CI). Rauber sei 1508 zum Coadjutor des Selaucr Bischöfe« MalhiaS und nach dessen Tode N512) vom Papste Julius II. (15)03—1513) zum Bischof von Sela« ernannt worden, woranf Ch. Räuber daö Visthum Laibach resignirt habe. Aber Räuber, der 1517 auf deui uoruc an< lzcfiihrten Dcutsteinc 55Lecoviun8i» uub I^abnc^ngiij Dfti»oupU8 genannt wird, heißt iu einer Obcrb. Urkunde däc. „Mitwoch uach Visitationis maric 1521" Bischof zn Laibach nud Administrator bett ViSthiliucs Sckau, und er blieb Bischof vun Laibach bis zu seinen« Tode. Er konnte demnach niemals rechtmäßiger Vischof, sondern nur BivthnmS»Administrator von Sctau gc> wrscn scin. 22 vinciarum rcgimine locum teneus et consil. ad po-sterorum meiiioriam P. P. anno Salutis 1623. Äalthasar liaciliö (1579). Scin Epitaphium lautct: B. Balthazari liadlitio olim Decano Eccliae. ac E. Vicario Gcnerali Labaccn. Slavice Dicendi Pe-ritiss. ab Arcliiduce Carolo praeseutato et a Gregorio XIII. Confinnato Idib. Maij 1579 Vita functo pracdecessori opt. memoriae erg«) Thomas Nonus Eiius. Labac. F. F. 162^3. I oh a nil T a 11 t s ch c r (1580—1597), dcsscn Gralunonuincnt folqcnde Inschrift hat: J. 0. M. M. Q. E. Episcopo Labacen. Octavo Joanni Tautscher Ar. . . . Canonicoquc Vieneusi Parocho ct Arcliidiacono Gori. . . . Sereuissss. Ar-chidddd. Caroli atq. in intcrrcgno Ernesti et M. .. ac filii Ferdinandi Ooosiliario intirno nee nou pro-vintiarum Austr. . . inferioris locuuitcnenti meritiss. ab eod(iiij Carolo Kalcnd. Martii . . A0. 1580 ad epatum. beno, et predate diu gestmn evecto tnox a Grcfjorio XIII. S. II. E. Pont. Max. Kaleo. Jauii hujusdeiu anni confinnato vita deinum Gi-actii 24. Au^j. A!,' 1597 Luugao bonoruui omnium luctu pie functo Thomas Chröun ejus olim Canonicus eccltes. De-cauiitj Labaoen. ac tandem in Epatu. et locumte-neutis Ferdinandi Secandi jam tune Romaui Im-peratoritš oflicio successor memoriae et gratitudiuis ergo F. F. Anno Dni. 1622.') ') Das Lxpeusar deö And. Tantschcr für die Lichen» bcstattlilig scinc») Oljcimc^, dco Bischofcö Johann: „Dci: Palbie« rcrn uon walsimircn gcbcn ,'i5> fl, dem Todtcu^ralicr lir»> int,o»ti-ni^ »oimllis 1 ft. 10 lr., Vml, die lhnpfcrnc Sarg t^cbün 5,1 ft. 10 tr., Ill die Psarr sscbcn 111 fl., St. Pcnill 10 fl., dcli Fran» flauern 12 fl., St. Andrecn 10 fl., (Ittii^io^lrioin i5. spiritug 10 ft., d.'licn so i)«H!t«i-iil!u bey dcr lcich ciesuilssrn 14 ft., Infj Oschlusz Ulln dcr Füssen ^lockhcn 10 ft. Dm Müsncr bcl, d,'!i 23 Auch Vischof Urban ^oxtar (1544—1558), welcher zu Donauwörth in Folge eines Falles auf cincr bccistcn Stiege gestorben, wird hier begraben worden sein, wcil er allda seiu Grabnwniniicnt hat, dcssen Inschrift also lautet: M. D. 0. E. Q. M. M. V. G. Urbano Textori IV. Epo. Labac. Fcrdinaudi I Hangar Bocmiaeq. Regis et Infautis Hispaniae etc. cousilV clemosinar. ac confessario viro pio optimo perpetuoq. haereti-corura mallco ab eisdcm Tauawcrti per iusidias intereiopto Thomas in sede epali. successoi V. Fer-diuandi II. Rom. Imj>. in epotis. cousil. reforniator s. catholicac religiouis et in exceiso 1. A. provin-tiar. locnmtcues memoriae ergo P. P. A? Dui. 161S).1) pnti'idu» 4 fl., Den Priestern so die Leich getragen 14 fl., Den tag, 10 unr von Graz verreist vud bic« auf wildon shomon silrs lcitten, Priester vud Zcrnn^ l-'i ft,, Zll Ernhansen ? fl. c)0 lr., Zu Marchbürg: den Priestern und denen so die ganzc nacht figu< ralitcr psallirt c,l-ben 14 fl, Der lhirchen dajelbst 2 fl., Fiiri< c;c-leut 4 sl.. Zu Fcistri; 7 fl. 9 lr., Den Mesnern uou Marchbnrg biß ans Fcistriz 2 fl. 24 lr., Zu Oonobik: den Priestern 4 fl., dem Mesner 2 st., Denen so die Lcich getragen 2 fl., Zu Cilli Den f>-:ltrilm» oder München 4 fl,, Den Priestern 4 fl, Dem Mesner 2 fl., Denen si die Lcich getragen :j fl , Zu Sülcnfclb dcn Priestern 2 fl., dem Mesner 2? kr. Acy St, Malhcö (nächst Straußenccl, wclchcö oamali« !)>-. Jakob Strauß, ein Schwager dci> And. Tantschcr besessen), dein Mesner, denen so uder die 3iacht gewacht, anch siiro uacht° nnd srnenicill 12 fl., denen so vn? biß alls Obcrnbnrg in dein grossen Wasser connnittir« haben 2 fl. Alle Auslagen betrugen 4«2 fl. 38 lr." (Ob. Arch.', ') Johann Kobe nl)l, welcher die Leiche deö Bischofes abgehohlt, hat darlibcr folgendePartilular-Nechnnng gelegt: „Mein Zc'runn an ff Pragg: Cilli: Vcrtzert 2» kr., Seih: Pr. 9 Maf-sel Fnctter 18 lr,, Fiirö Essen 13 lr., Fcistritz: Vberall vertzert 50 lr., Marchbnrg: Oefrncstulht nnd gesnctevl 18 kr . Eruhansen: Vbcrall 48 lr , Willdan: Vberall 23 lr,. Gractz: Vbcrnll 1 fl U lr., Pelhau: Gcfrucstulht und gefüttert 24 lr,, Prngy: Vbernacht 39 lr., Krieglan: Znm Frnesiulh 35 lr., Mcrhncschlaa: Vbcr Nacht 1 fl. 10 lr., Glolhnitz: Vcrtzert 24 tr., ^cnstat: Vbcr 24 In der Kapelle L. V. U. und «. >lurtiui. welche, wie schon gesagt wnrde, Aischuf Tho in a 6 ucu erbaute oder rcstanrirtc. wnrdc cr, Bischof Thomas Chrön (1598—1630), beigesetzt. Darm errichtete cr sich 1609 ein Grabnwnnmcnt, anf welchem zu lesen war: II»o iu wmdH I^ou. I^^duo. 8. d ^l. cs)ll^ill^nli^! —. L^o »ntom bio ox«pooto l'o«url0otis>tl«in luoltnaium od vituni voutuij 8:lLci,Ii — 1609. Von diesem Monumente ist unr mehr der obere Theil vorhanden. 1742 am 15. Juni wurde hier in dcr Chrün'schcn Gruft bcgroben derBisch of Sigisui undSch ra ttc n-bach, geb. am 10. Jänner 1679, in den Studien zu Nom anöucliildet, dann ^u.n<»nicu« nnd Dekan in Salzburg und seit 5. September 1727 Aischuf von Laibach, gestorben am 12. Juni 1742 um '/,12 Uhr uachtö. (Okerb. Matrik.) 3lacht 52 lr., DmsMiirchc,,: Vcr^crt zum Fr»cstlill) ii? lr.. Wic»: Vcim qriciiwald c,clcsscn 5 lag nuff briesf beschaid wart und ver-tzert 7 sl, 10 tr, Aufs Pra^g verwert: H,, Holpruliu 4^ tr., Zll Zuamb 19 lr,, Zu Nißlhoxitz 31 lr. Z» Trcl'l!iii> !i3 lr.. Zu Eanicni^ ^5 lr., Z» Brod 15 tr.. Z» Thabcr 3.'l lr,, Zu Collu 22 lr.. Zu Zeßlaii .'!« lr., Prag« vmb dcn Schcthcn 25 tal» lcr -- 29 fl. 10 lr. Auff Fraulhf,irt: Zu Snltzpach umb den Praiiu 30 taller -- :i5 fl,, Item cin ucrzultc nubcl 4 fl., Dom Wirt Mt 4 fl., Meigethtim: Alda hall ich den Aonom (Nil. Voichomo, bischöfl. lttilstmeistcr) zur ^cruug gclicu 39 fl., Den, Wirt zallt 5 sl. 40 tr., Lch !5 lr., Nottcubur.q: Dcm Nat^dicuer !'o v„5 gcfchitht 1 fl. W tr. Verwert :l si. 20 tr.. Letz 10 tr. Tmllhpiichl: Vcrtzcrl 3 fl. ll; lr.. Letz 15 lr., Dcr wirli» Nachdem sh catolisch gcwest 1 tallcr — 1 st. 10 lr.. Denen pom Rait so vnnß grschilht 1 lallcr - 1 fl. 10 lr,, Thoumvcrdt: Dcn thnechtcn zur Zennia. am Land 30 fl., Iren Gn: Ein gestrilht hcmctcr vnd Slrli/ipff 1 fl. 30 lr. Auff dic Scpnltlir: Vmb bic Truhe», odcr Par 35 lr., Gräbern 2 fl,, TrimMlt >'N Eloster 3 fl. 30 tr,, Weibern So mein lieben Herrn eingcnait uiind ssc-waschen 1 fl. 10 lr., Drey Clag hilett 1 fl. 10 lr. Wir Drei bis ssecn wicn verwert 12 fl. Wien: Im Wirtßhau« 2 lhnccht mit Rossen ucrhert 5 fl. 53 lr,, Denen so haimb mit dem Wagen gchoa.cn G. von Thnrn war ein Halbbruder bcö Vifch. Christof. ^) Hannö Kcchiancr, oberster Fcldhauptmann des Baisers gegen dic Tilrtei,, wurde vom Grasen Nil. Ormi a>N Tische wegen ihm znr Last gelegter Vcrräthcrci erdolcht. Deßhalb er-» scheint hicr am Lcichcnstcinc in Relief dargestellt bic Fabel vom Fuchse, welcher den Kranich zu Gast lud, 'ihn erst täuschte, dann aber, während der Kranich sich labte, ihm den Halü abbiß. Nebenbei sind auch zwei Schlangen abgebildet, wovon die cine einen Tobtenschädcl durchdringt, während sich dic andere am Boden wmbtt. Beide Schlangen haben Mcnschcntöpfc, deren Gesichts-zilge an Oini erinnern. 26 Alle diese Monumente sind an der südsemgen Außenwand dcr Pfarrkirche zn finden. 1613 wurde 1ik^ u <: i- u 8 Wcycr, dcö Bischofes Diener und Sekretär, neben dem St. Katharina - Altare begraben. ') 1635 in, November wurde neben der Kanzel begraben der Kommissar Ada in ? io « ooni u 8. 1636 am 7. Mai wnrdc in der Familiengruft vor dem St. Bcncdikt-Msirc begraben Elias Andrian von Paten stein, gestorben anf Pakcnstcin. (Oberb. Matrik.) 1.636 am 6. Mai starb in Oberb. me Witwe Anna. eine von den 14 Töchtern des Herrn Juli u 6 von N a,- a, eine Schwester der Mutter des Bischofes Rainald, nnd wurde begraben vor dein Altare des Ouipoij» Oln-ittti-Altares. Sie stiftete cincn Iahrtag zur Bruderschaft ;. l^>tl,ulin:l Altar begraben morden, Diß aber sollen wir anch nit verhalte», daß besagter Lner Sohn li.-i/uolus Selia. ein feiner lyebcr Diener a.c,vcft wrlichen da er änderst wcytcr gclrbt, zu fllrucnlen uonu«n vud Diensten auch Lhrliche heuratt wir mit gnaden bcfilrdcrt hetlen/' (Oborb. Arch.) 27 Vold Uon Pcttazi, vollendet. Die jtirchc hat 7 Altäre, nämlich: den Hochaltar mit dem vom KraiulmrHer Alalcr Leopold Ücy^r angefertigten Altarl'lattc 8». Ilorma-KOl-HL Lt ^M'wuati, dann 6 Scitcualtarc, links (an der Epistclscitc) 1. die Gebnrt Christi, 2. die Allfcrstchnng Christi mid 3. St. Josef; rechts 4. das lckte Abendmal, 5. Christi Himmelfahrt nnd 6. Iniaoul Oftu^optioni« I!. V. U^l'jao. Errichtet wnrdcn die Altäre 1 nnd 4 im Jahre 1774, '2 und 5 im Jahre 1778, 6 im Jahre 1860 nnd 3 im Jahre 1805. Die Altarblätter der 1774 nnd 1778 errichteten 4 3citcualtärc sind Kunstgemäldc ans der Meisterhand des berühmten K r c m serSch in i d. Daö Pfarrarchiv zu Ol'crlinrc; l'cwahrt die vom damaligen Kunnnissar, Franz Iguaz M orantsche r, zusammen gestellte Rcchnnng ül'cr die diesen Mrchcnliau betrcffcudcn Empfänge nnd Ausgaben, ans welcher hier Folgendes mitgetheilt wird: Nachdem gleich anfangs Jänner 175)2 mit der Äc-reituug dcr erforderlichen Banmatcrialicu l'egoni,cn worden war, haben die Maurer (zum größeren Theile Kraincr, die übrigen.aber Deutsche aus Graz) am 1«. April 1752 ihre Arbeiten cmfgcnommcu. Als Baumeister wird genannt Kl at!lia 8 ? 6,- nk /. Die Profcssionisten nnd sonstigen Arbeiter dci diesem Aanc hatten folgende Tageslöhunngen, als: dcr Viaurcrpolir :!3 kr., später 36 tr.; ciu Maurer 30 kr., dcr Steimuch-Polir (I ohann Ncißcnbauc r aus Graz, Snbstitut sciues Ärnoers) 36 tr., dann 4^ kr.; ein Scinmctz 33 tr., 36 kr., dcr Zimmcrmoistcr 30 tr., ein Himmcrmann 14 tr., 17 kr., ein Tischlcrgoscllc 20 tr., die Stntatnrcr: An to n Stam ftfcl 25 kr., 40 kr., Josef Landes; für 1 Kapital iu dcr Knpcl 45 lr., ein Steinbrecher 10 kr., ein Tagwcrkcr 8 kr., 9 tr., und die Maltcr-trägerin 8 tr. Damalige Preise dcr Materialien und Werkzeuge: die Lattcu und ordinären Ladcu a pr. 1 kr. 2 dl., Doppel- 28 Laden a 5 kr., lärchcnc Laden das 100 — 1 fl. 30 tr., 1 Pfd. Pulfer (hackhcu lnilucr) 18 kr., 20 tr., 1 Krampe 17 kr., l eiserne Schaufel 21 kr. und 100 Pfd. Eisen 7 fl. 30 kr. Weilers wurde bezahlt für Stcinfnhrcn pr. Tag 30 kr., 34 tr. und fiir 1 Stcinfuhr von Ncukluster herauf 2 fl. Die Steine fiir die Stcinhancr-Arbcitcn wurden gebrochen l,ei Neutlostcr und bei Gutcndorf, die Steinplatten für das Kirchcnpflastcr aber hiittcr Praßbcrg bei St. Michael und zwar in ^uxbiu^ am oder neben dein I'istatmik Grnnde, weil der Gertrud ?l8wtuik 3 ft. als Vergütung fiir den ihr am Grunde beim Steinbruche verursachten Schaden ausbezahlt wurdm. Die an der Fayadc aufgestellten Statuen hat cm Bildhauer iu Marburg angefertiget. Vollendet habcu ihre Arbeitcu bei diesem Vauc: die Maurer am 28. Oktober 1759, die Stciuhaucr am 19. Jänner 1760 und die Stukaturcr Ende Oktober 1760. Die Gcsammtauslagcu für diesen großartigen Vau mit Ausnahme des Bauholzes und des zur Bereitung der Ziegel und des Kalke«? bcnöthigtcn Brcnmuatcrialcs betrugen 17.287 fl. 31 tr. und 1 dl. Gedeckt wurdcu die Ausgaben-summen durch Subsidien-Gelder und zwar mlö ^rain mit 10.004 fl. 27 tr., aus Stcicrmart mit 0511 fl., aus Käruthcu mit ^07 fl., dauu aus dcu Beiträgen der Herrschaft Obcrburg mit 1100 fl., aus dem Verlasse dcS verst. Kommissars Ioh. Lud. Um et mit 155 fl. 5 kr., ans einem Legate „der scl. Maria Dorothea ? 0ß a.« u i-kin Frcylle staincnbach"") mit 5 ft. und endlich aus dem für die Errichtung der Altäre eingesammelten Opfcr- *) Der Slcinliach' oder I'ntoIc.Hos, jetzt Stocl genannt, liegt im Marltc Obcrbilrg am rechte» User der Drict. Diesen Hof laufte der bischöfliche Obcr-Amlmcistcr Georg Hlillixiö am 31. März 1592 von den Isenhaiistu, nach dcm Tode dei« MInLiö (sststorben vor 1613) vellailftc aber die Witwe Martha ^liloiiö diesen Hof dcm bischöflichen Anwalt EliaS Andriau. 29 gelde im Betrage von 330 ft. 42 lr., zusammen 17.318 ft. 14 kr., so das; am Ende noch ciuc Kassabarschaft von 30 fl. ^2 kr. 3 ol. ausgcwicscu erscheint, 1772 am 21. Februar tcstirtc Fürstb is chof ? e o-ftold GrafPctazzi: „der Kirche zu Obcrburg vermache ich znr Errichtung des Altares 8t. ^loainii« ^lkpomucLM und des Altares ft. ^.poIinariL für jeden 500 fl., zusammen 1000 ft., desgleichen für zwei jährliche in fo8t« beider dieser Heiligen zn haltenden Novcnnen 2000 fl." Bischof Leopold hatte also wohl den Willen, die Kirche innerlich ans' zustattcu, hat aber die Ncalisiruug desselben seinem Nachfolger iwcrlasscn müßen. In dieser ncn crbantcn Kirche wurden anch zwei Grüfte hergestellt nnd wnrdcn in der Grnft uornc im Mittelschiffe die irdischen Nebcrrcste der in der alttuStiftskirche begradcu gewesenen Bischöfe ocigesctzt. Im Jahre 1837 wurde der Olockcnchnrm um 3^2 Klafter erhöht und mit einem neuen Dache versehen mu den Kostenbetrag von 1546 fl. 1847 erhielt die Kirche eine uenc Orgel mit 22 Registeru, welche der Tiroler Aloi s H ürbigcr in Cilli um dcu Betrag von 2600 fl. bantc. 1303 wurde der Chor der Kirche vom Iakou I? aut cini gemalt. Vie Filiallilchcu und Kapellen. 1. Dic St. <Äo ,- v u » i i u nd Sl. Dorothea Kapelle. In dieser Kapelle hat der Laib. Äischof S i-gismuud zwei von ihm ncli errichtete Altäre I). V. Uk-liae und 8. öllatllllriuno am 2(5. September 1479 hier in Olicrtmra, konsckrirt. (Obcrb. Arch.) Weiteres ist über diese Kapelle uichtS bekannt. 2. DicSt. Ursula Kapelle stand zunächst au der alten Stiftskirche. Am 18. Oktober 1614 rccouciliirte Bischof Thomas diese Kapelle, die er ucuut yaoylluw 8. IIl8lll20 tuuäktloui« tüomitum lliIIoj6l18iuN tltUto 30 tempore proplianatum, ltnb fonfcfrirtc bavin jtoci Slttstrc: 1. «. Mauritii ct 2. s. Acliatii. (Obcvl). 2lrrf).) 1641, 30. Jnnii Contiyna ecclcsiae majori Capella tituli s. Ursulac, in qua sunt tria altaria: 1. s. Ursulae •—, 2. in laterc Epistolae s. Achatii —, 3. in latere Evan^elii s. Mauritii —. Lampas aate aram maiorcin dcDcndet g sornice. rißtstt. "Erot.) 3. Die St. M a ^ arctha 5t a ftctlc a»! Fricd-hofc l>ci dcr Stift^tichc, iil'cr welche die Visitatwils-Prow-tollc ')lachstel,clidcs berichten: 1031, 15. ^ovomdrip. „Saccllnm s. Margaritae non consecratum habet tria altaria pulchra, ])iiinum in clioro s. Margaritae, altare in cornu Kvangelii Corpori Cliristi, a cornu Epistolae Nativitati J. Ch. dicata. 1041, 30. Junii. Ecclesiae s. Margarithae Virg. et M. in eodein ccclesiae coemitcrio bene aedificata cum V, pulchris novis altaribus, sed nee altaria, rice ecclosia consccrata. 4. Dic St. Th 0 in a ^ si a ftcllc in, oberen Hofe, über welche wir anö den Schriftcil dcS Bischofes Thomas :md ans den Visitationö-Pr^tutollen Folgendeö crfahrcn: 1604 am 22. Angnst tonsckrirtc er, dcr Bischof Thomaö, in der von ihni nen erbauten St. Thom^^-ltapellc 3 Altare, nämlich: 1. ^. 'i"!>l)m:l.o, , 2. K. V. ^lalino und 3. «. Hl. ^l:lss- '' ' *) Am 2. August 1l;01 ladcl dcr Bischof mehrte seiner Freunde, dnvliülev ,i,ich den ^Nasilniicl Viltir. Gcor^ Edciiftcr-sser, ;nr (lonsccrali^n dcr 2!, Thoma« .Nclpcllc l^ili, Diescin schreibt er auch: „Pud weilen wir mit Viclualieü, Copcuttcr. Khelber, Klirensson und attcrley ^.'audlobst elwao schlcchl versehen. Alsi u'cllet ^»s! dcr nwsslichait nach und sonderlich' n,it cplct lhrcussci! Ol'st und Äiolcnüie, wa? Ir beth^innei, niö^l. zum besten bcysftriu.icn. P»d zni unscrstaü deu Khonc«', nnc dann auch den Gariupc» der^laichen ,ni! ;» lhonuneu l'crücsfeil, vud daß Zie vnfz auch vnl>cschn>ardt Iedcr mit ein Parr Copeuncr ^nd sonderlich er Khniictz mit ein ^Ol) ^hrciissc» bchiilislich vnd lnitFubringeu bedacht seyen." (Oberb. Arch.» ,<)l^ua^. 31 1C31. Sacelluni s. Thomae Apostoli in eu-periori aula tvia habet altaria consecrata; iu niedio s- Thomae dicatura, rcliqua duo scilicet a Cornu Evangclii S. S. Catharinuc et Magdalenac, et a cornu ej>istolac S. Annac dicata — carent icoiiibus. Sacellum ipsum est totum picturis ornatum. 1641. In capclla s. Thomae omnia bene pro-visa praeter latcralia duo altaria, quae non ex ligno vcl tabula, sed in nndo solum paricte stias babent depositas iconcs. Vmldich-., 3 Kapellen besten tcinc mchr. Dic or,tcn ;wci wl,-ri)cn w>.>l)l mit dcr altcn Stiftskirchc zllglcich dcmo-lirt wordcu,V'ili; dic dritte diivftc man cbcr anch gclc^cnt-lich dcss Unibance« oc'ö Stiftslicbmldcs nntcnn Bischof Ürnft Grafc>> Attc m i« brs>,'iti^tt nnd an ihrer Statt die jchigc Schloßtapcllc erbaut haben. 5. Dic St. Magdalcna Kirche in Ol'cr-burg. Diese nraltc Kirche', bei wclchcr der Sagc nach ein Nonncül.il.-'stcr bestanden I,,it^), stand am nntercn Ende des ftfcirrlichen Fricdhofc^l in dcr Nichtlinq von Westen gegen Osten mid war 13 Klafter King. Der Chor hatte cm NiftftciMN'ttlbc nnd zn beiden Scitcn des Hochaltares ),c ciu hohcö gothisches Fenster. DciS Schiff trug cinc Diclcn-dccke nnd war dcmsclbcn ^cgcn Wcstcn eine hölzerne Halle uorgcbant. Anßcr dem Hanptaltarc 8. ^nFllillon.^o, an welchem das Wappen dcs Bischofes Thomaö Chron angebracht war, bcsaß die Kirche zn beiden Scitcn dcs Trinmpfliogcns je cincn Altar, rccht^ ^l^tri» 1)<>!on,^llo aus dein Iahrc 10l'>2 nnd linkct «. ^.nwnii I^i-omitao. In dcr Ätittc dcs ScWcs stand an dcr lwrdscitigcn Wand ein Altar 8. .Vnn:vo, wclchcin gcacniibcr dic im 17. Iahr-hiindcrcc angefertigte stanzet angebracht war. Bcnicrtcns-werth ist scillcrsonderbaren Conlposliion wegen ein Ocnuildc, ') Stift Obcrb. S. 109. 32 wclchcs sich am St. Anna-Altare an einer schinallci! Holzleiste, die dem Altarl'latte als Console diente, befand. Die Darstellung war folgende: St. Johann der Taufcr badete in einer Bottich das Lamm Gottes nnd wahrend der heil. ßorvaiili» ein Schaff Wasser, 8t. ^aendu« minor aber einen Korb Älnmen eilends herbei trngen, fiihrtm andere Heilige beim Bade eine lnstige Mnsik anf, wobei namentlich St. Simon die Geige strich, St. Johannes Ev. die Harpsc schlng, 8. ^ool>n8 inujor die Gnitarrc spielte, 8. ^Iluäkou« die Schalmayc blies nnd ^«»«osu« ^ustug die Tvonimcl rührte. Dies war die Illnstratimi zu dem da-rnntcr geschriebenen Verse.- I^vliciu. pnii ixnl^itis Ooo-legt!» ^<5uu^ nttij;it. Die Kirche hatte ober dem westlichen Portale cm hölzernes Thürmchen, worin sich zwei Gloct'cn l'efandcil. Dic größere von diesen Glocken lmttc die Anfschrift: „Nooo si^num fugite partcs adversae, vicit Leo de tribu Juda, radix David ex etirpe Jesse." „Hassan Bassa caesus in festo S.S. Achatii Soci. Mart. 16. 9V- Petrinja canta in festo s. Lau-rentii Mart. 1594 " Die kleinere Glocke führte aber folacndc Aufschrift: 0 Jcssu magister bone propitius esto populo tuo S.S.8. Lazarc M. Magdalcna et Martha orate pro nobis. Ad laudcm Jesu et Mariae Thomas IX. Epus. Lab. F. F. et Consec. Elias Somrakh civis Lab. fudit mc anno 1615. Innerhalb der Kirche hingen an den Wanden drei auf Holz gemalte Grabdenkmale nnd zwar neben dem St. Anna-Altare das des Marx Siebe na ich er, Naths-bnrgcrs, von 1643 nnd dem gcgeniihcr das dcs Urban Kr ö l ii von 1644. Das dritte hing ober dem Trmlnpfbogen. Vor der Lhorfllifc lag im Schiffe der Lcichcustein dcs 5^ommissärs nnd Pfarrers Ioh. Lndwig Umcl, gestorben ^l?52. 33 1757 am 5. Dezember starb in Wien der Laibachcr ^lschof Er n stAmadcns G r afAttc m s. Scin ^cich-nahm wurde über scinc lctztwilligc Anordnung am 9. Dezember vun Wien nachOberbnrg übcrbracht und hier in dcr oberm Gruft der M. Magdalcua>Kirchc beigesetzt. ') In diesem vorbcschriebcncn Znswndc bchmd sich die -Uc. Magdalcim-^ircbc in der letzten Zcil ihres Bestandes. <5crichtc über dieselbe aus früherer Zeit cuthntten die Visi-tatious-Protutullc. Dieselben lautcu: 1031. Sacellum s. M. Magdalenac extra au-lam episcopalem — in clioro altare s. M. Magd., a cornu Evangclii altare B. V. Mariac — a eornu Epistolae altare s. Joannis Bapt. 1041. Ecclesia filialis B. M. Magdalenae extra aulam episcopalem, ad quam est cocrniteriuni totius pavoehiae Obcrburgensis. Altaria habet decenter ornata tria. Tectum ecclesiae anticiuura est et fvactum in locis plnribus perstilans ac ma^no ae-dilicii detriniento. — Ecclesia tota muuda est, sed °b angustiam fenestiarurn tenebrosa, ideo judicatuin est inaiores faciendas. Diese alte Kirche, v»u welcher auch schon 1438 in der Geschichte des Stiftes Oberb. die Ncde war, wnrdc im Jahre 1869 ganz denwlirt. z In den Iahrcil 1807 bis 18<>!' wurde ani oberen Ende des pfarrlichcu Fricdhofcs die nunmchrige neue St. Ntagnc,lcua-,. Julii, quae ciat dominica 5. post octavam Pentccostest, consecravi Thomas cp. Lab. ecclcsiain et altare s. Pauli Apostoli extra muros Oberburgennes. I6.-J1. Saccllum s. Pauli Ap. in coemeterio s. M. Magdalcnac tria liabet altaria, in eboro unum s. Paulo dicatuin; reliqua dua a coriiu Evagelii et Kpistolfic omnibus spoliata, iion consecrata. Fratcvnitas ad s. Pauliun apud s. M. Magdaleuam vaccas habet 12. Conürmata suit ab ep. Thoma cum obligatione, quod teucantur neecssaria provi-dere omnia ad s. Pauli ccclesiam. Item celebrare facere singulis quatuor temporibus uuuui Sacrum pro fratiibus confraternitatis et in Dedicatioue, Pa-trociuio et Oonvcr.sionc S. Pauli. Iusupcr in festo Corporks Christi adosse procossioui. 1641. In eodem eeclesiae b. M. Magdalenae coemiterio adest eccle.siola s. Pauli ejusdeni tituli babens altare et hoc unicura, — ad quod est frater-uitas .... altare et ecclesiam totam solicite iu necosariis lnauuteuendo. Quae singulis angariis singulas missas pro defunctis fraternitatis facit per-agi et in festo conversions s. Pauli cautatum de Patrono, quo die dantur paroebo Obcib. 20 paeei. Alls dieser Kapelle winden 3 Grabsteine, zur Filialkirche St. Peter in Uoöua übertragen nnd dort als Plastcr-stcinc uerwendct. Ihre Inschriften lauten: 1. »Sinite parvuloa et nolite cos probibere ad me venire, talhuuest eiiim rcgnum coelorum. Mat. 19. 35 Andreas Wutaliz hujus Doininii oeconomi et Ursula1) uxor cjusMarga. fil. Quadrimulae moe. pos. e*. A. 91)! 2. D.p.D. Q. M. M. V. S. Magdalennlae nobilis viri iiliae Andriani Anbaldi ac Magdalcnae ejus conjugis iiliolac quadriumlac suaviss. postea-quam ex various animamcreatori buo reddidisset hie sitae parentcs rnoeisti P. P. l'esto s. Catba-rinae Vii-. Mart. A. JG21. 3. Am 6. Grabstnnc silw nur mohr die Wortc lcsl'av: ^livouo» ot vil^iuc« .... I^.^Im. 148. — I)c>-luii'ii O0L0UOM0—. Erscheint also auch der Familie /Wntllli/ nlizngchörcn. 7. St. L^uhard untcrm No^^c:. Untcr dcu Kirchen, welche von 1180 biö 1300 inümdlich genannt werden, sül)rt?)lllchar in seiner Gesch. d. Stmcr. (III. 181) auch cinc Kirche St. Lconhard bei Oberbur« anf. Daß dcmmtcr die hier zn besprechende Kirche zn verstehen sei, ist schr zn bezweifeln. Jedenfalls ist aber diese .Kirche sehr alt, denn sie wird schon im Obcrbnrgcr Urbar vm, 1426. -) genannt. Ueber den Znstand der Kirche im Jahre 103 l berichtet das Visitatiuns-Vrototoll Nachstehendes: Ecclesia s. Leonardi sub Rogatcc. Tria babet altaria, iu choro cidem Sancto dicatura et cousc-cratum, alterum in cornu evangelii sine mensa s. Jobi, in cornu Epistolae s.s. Joannis et Pauli ca-rent omnibus necossaviis. Habet vaccas 35, ovcs 91. Est etiam in ea confraternitas Laicorum, quae habet unum pratum, vaccas 25, oves 33 —. Anch dermalen hat die ilirchc 3 Altäre, welche den vorgenannten Heiligen geweiht sind. l) War ciuc Schwester des Bischofes Thomas. ') Stift Obcrb. S. 231. 3* 36 Dic Kirche ist 8 Klafter lang. Ihr Chor ist gewölbt, daS Schiff aber hat eine Diclendccke. Gepflastert, ist sie mit Ziegeln, auf welchen die Iahrzahl 1529 zn lesen ist. Mit gleichen Ziegeln ist auch gepflastert die St. Primus-Kirche nnd ein Stück der Stiftskirche. Ans der rcchtseitigcn Wand des Chores hängen 1 türkisches Hnfeiscn, ^ Paare Fnsi- nnd 1 Paar Handciscn, dann eine Kette mit einem Anhängeschloßc, vermuthlich Gegenstände, welche von ans der türkischen Gefangenschaft befreiten Christen hier znr Erinnernilg dcponirt wurden. Von ans;eu ist die Kirche mit einer eisernen Kette umspannt. Im Thnrme besindeil sich zwei Glocken, dic größere von 1705, dic kleine hat keine Inschrift, ist mehr länglicht geformt nnd daher sehr alt. Die ob dein Hanutlhorc angebrachte Iahrzahl 1749 wird anf eine damalige Nestanrirnng dcr Kirche erinnern. Dcs der Sage nach hier rnhcnden 'Klosterbruders wurde bereits in der Geschichte des Stiftes Oberlmrg (S. 214) gedacht. 8. Die Kirche St. Primus nnd Felizian oder, wie sie gewöhnlich genannt wird, St. Floriani steht an der Südseite deö Marktes an einem hohcn felsigen Borfprnngc dcr IVlunllUl-Alpc. Anch sie wird schon im Odcrb. Urbar von 14^0 (S. 1,^) genannt, u,o es hcißt: L>votoo2 in« pu«o^ st. 1 mr. millU8 10 Koj)lii, Hiii patris s. Joacliimi houorera ct ^loriatn ess, errechim sub M. Andrea Steidler ]-)arocho tune Oberburgense anno retuipcratae sa-lutis 1G40. Vl)n dcn ^j (^llickcil wurden l^'gosscn: t'ic iinttlcrc vum Znch. ^Italdt in ^aibach, dir tlciiic 1728 und die große 1750. i Uebcr die.-! hicr vorstlidigci, Grnbstt'iilc wnrdc schon vornc bci dcr St. Paul .^llipcllc gesprochcil. Bllldnschajtcu. ^''' 1. Dic G 0 tt ,3 lcichnaniö - Brudcrscha ft hcittc, wic schuil ^csnlst wurdc, rilU'il cigcitcll Allar im altcn Viiiilslcr mid vielleicht hat man el'«.',, ill it Rücksicht auf dieselbc den Wcudmal-AlUn- ill dcr nclicil Kirchc cr-richtct. Sic hnt Äcsitzuli^'ü, sagt dnö Bisit.-Pr^okoll Von 165)1, von wclchc» lvaft der l.'0,l dcn Aclucn »md Ulichinalö vui, dcii ^jischöflüi ertheilen Prwik'gicn l'loö nur dic(Vtcucr zu cntrichtm ist. llulx'.t üttur:^ itli niiuo 1404 «uj)or p<,'«««f,^i<»no illiil« lliiolmo, wo jcht d«'r Aüdrililnschc Stock gebaut ist. Itnlll lllü^ klaitmi opz««<'l'l I^otti-noil^i« al> mm<» 145»t,oi-> nitas Covpori.s Chr. produxit littoras fundatiouis Capellaniac de 1404, quihtift certa bona deputantur pro sustentationc nniun Capellani. Alias do 1399, de quibiisdarn bonifl cideni acccdoutibus. Littcras cpiscopi Sisisniundi, quibus conceditur erigendi altarc, capelhiniiin pracscntandi ac dotandi et quod episcopo Labaccnsi ununi jiratnm in Vexhcu (Bocna) cesscrint in rccognitionem et compcnsam, quod Z9 iterum in snstentationcm Capellani fraternitatis in Perpetuum douavit idem Episcopus 1405. Item alias littcras lion bcr tjneben in; bad) inttcv mn Erichtagc dcö l,l. Oilgentasscs b^n'tundcn Geurg llhißlckhcr, Domherr m wibach und Statthalter zu Obcrbura,, und dcr Anwalt Andreas Min-dorfcr, daß die'^cchlcntc dcr Ol'crb. Oott^lcichnahms Brudcrschaft cincn Ackcr an dcr Slraßc, s^ uian von ttrcnz gcgcli ^..illfon gcht. von dcr Cljuua dcs Hannscn T,chc,slcs Wittwe actanft hal'cn. (Ol'crb. Url'. S. ^8.) 1641 : Confraternitas ss. Corpony Chr., quae ad altare proprium in Collegiata Obcrbnr^cnsi (eocl.O errecta cst et 1032 arcliiconfratcrnitati Koiuaaae incorporate, cjnsdcra obtiuuit Iadulueutias. Habet ad iiltai-e proprium pro vivis consratribus et pro vivia turn defunctis bonefactoribns missas per aninim 8 et Biiigulis dominicis quatuor teinporum pro de-fnnctis fraternitatis missas cnin ofiicio defuuctorum cautatas. — Habuit innnn Mansum, quein Elia» Andrisui, Auwald us, in suara pvopi'ietatem attiaxit. (Visit.-Pro:.) ^ant Obcrb. StWnrliar oun 1426 hattc dicso Vru-dcrschaft wlqcndc Bcziiac: ,.(^iv«« iu I^or — ^K8kdit,8ok pinter 8 (denarios) ad corpus Christi. — Item ljensel vnder dem Stayu scmit dc cellario uostro prope Ecclesiam Mr. 2 lb. cere ad fraternitatem corporis Christi iucipiendo Anno dni. 1445." 40 Nach einem jüngsten Auc-wcisc bezog diese Bruderschaft an Zinsnngen uoii 8 Wiesen 6 fl. 20 kr., von 13Aeckern 13 fl. 21 kr. nnd bcsas; cm Capital von 200 fl. Von ihr aus wurden verrichte: täglich ^ l)l. Vicssc und jährlich 4 Exeqnieu. 1465) war H o r a n t L orcnz üaplan dieser Bruderschaft, 1519 Pongraz. 2. DicBr u d crschaft 8. Valontiui ^l ^ > t. Sic wnrdc 1734 crrichttt und hattc cin5rapital von 180 st. Fiir ihre Mitglieder wurden cbcn so die Mteödicilstlichen Verrichtungen gehalten, wie co bei der Bruderschaft (,'orp. Odr. ül'lich war. Beide Ärnderschaftcn werden nmcr 5iaiscr Ioscf II. aufgehoben worden sein. Stiftungen. Einige Mcsscnstiflungcn deö chelnaligcn Vcucdiktincr-Klostcrs Obcrb. werden wahrscheinlich an'die Bischöfe von Laibach übertragen worden sei». So lesen wir, daß am 19. November 1533 König Ferdinand dcn Bischof Christus von dcr Pcrsolvirung der Sonntagsmesseli nndQnatember-Iahrtage für die Grasen von Cilli in dercn 5iaftcllc für die Zeit seiner in Staatsangelegenheiten nothwendigen Abwesenheit diöftcnsirtc, jedoch mit der Verpflichtung diese Stif-tllugsvcrbindlichkcitcn nachträglich zn erfüllen. ') Von dcn später znr Pfarrkirche allhicr gemachten Stiftungen sind besonders erwähnenswert!).-1. die des 1772 verstorbenen Laib. Bischofes Leopold Orafcnvon Pctazzi, welche mit jenen 20(^0 fl. bedeckt ist, die er, wie schon vorne gesagt wurde, testamentarisch anf Haltung zweier Novcnnm 8. ^oannig Nop. und 8. ^poüuHi-jn lcgirt hat. Hicfilr sind jährlich 60 hl. Messen zu lesen. ') Obcrb. Url. Verz. 41 2. die Stiftung des 1859 verstorbenen Laib. Bischofes Ant. Aloi s W olf, wolchcr 1858 ,^ilr Anfl.'esscrnng der Pfarrcrs^Dotation allhicr ein Kapital uon 5000 fl. in Obligations! erlegte, wovon nun der Pfarrer die Interessen bezicht gegen Abhaltung eines Iahrtages. Die Pfarrer, Kommissäre und Dechantc. Von dcn ehemals hiesigen Benediktinern werden als Pfarrer genannt: kortalfun 1213, kuäolfug 1308, 1313; C h n urat 1316, 1319; Nikolaus 1395 -*) nnd C h r i-' stian 1414. Nach der Suftprimirnng des Benediktiner-Stiftes waren hier als Pfarrvorstcher bestellt: KraftHcr n, a gora s, Konunissar hier und ewiger Vikar Zli Montpreiö 1544, war 1553 bereits gestorben. 1529—1533 war cr Schaffcr zu Obcrbllrg. l'ilius Aartholumä, Kommissar 1559, wird 1563 genannt gewesener Koimnissar zu Obcrli., dann Kommissar zu Altcumarkt. Seine Mntter war eine Tochter des Michel, Hofschncidcrs des Bischofes Christus Nanber. Sie wird genannt I^iliuska und wird anf die I'ilei-Hnbc an der Laufniz, Pf. öanfcn, zngchciratct haben. (Obcrb. Url.) Franz, Pfarrer 1566. 1582 war ein Franz Pfarrer in Stein. Flescher Math es, Pfarrer ^569, 1570. Hauman Jalob, 1573, 1574. Erzherzog Karl cm« pfichlt ihn von Graz aus unterm 10. März 1572 als angehenden Kaplan dem Gurkcr Bischöfe zur Ordination uud stellt ihn, entweder ein Nencficium oder dcn Privattischtitcl in Aussicht. 1584 war er *) 3esc die Urlundc von 1395 bei dcr Beschreibung der Xavcriaucr Filiallirchc St. Michael. 42 Pfarrer zu St. Martin bei ssrainbnrg nnd wnrdc am 5). Mär,; I00l als bischöflicher ^lcfm-incltions-Kommissär nach Wcißcnfels geschickt. Stnrzcnstainer Andrc a s, 159«. I'll Jahre 1601 am 20. Jänner kam cr von ^aibach, wo er Prediger nnd Doinhcrr war, nach Obcrbnrg nnd wurde anl 15). März 1001 von da vom Bischöfe nach Graz in «iiu«a i-olicllilmix geschickt. Nntenucgö hub cr in Cilli den Ncbcllcn-Schriftstcllcr anf. Fcllman Andreas, Pfarrer hier bis .1601. Am 16. Fcbrnar 1001 wurde cr vom Bischöfe Thmnas in-vcslirt anf das «. <_!ittli:ninHo Äenefieimn der Kirche St. Kantian in .^raiülmrg. Am 11. Mai 1601 beförderte der Bischof ThomaS seinen gewesenen Pfarrer von Ol'erburg, Fcllnlan, auf das Vikariat St. Panl im Sannlhalc, verlieh ihin 1^04 die Pfarre Franz nnd ernannte ihn 1605 zum Kommissar des Distriktes Fraßlan. (5r wnrdc in Franz begraben am 10. März 1020. El, cnucrgcr M arti n, Pfarrer 1002, 1004. Anl 21. ^ ' März 1004 begab cr sich von hier anf die Pfarre Skaliö, anf welche ihn Bischof Thomas am 25. Juli 1005 installirtc nnd wo cr 1025 starb. A a l' nko^ Ioliann Andreas, Pfarrer 1008 ? Er war hier 100l I»äl!0ot,>i-. In einem Schreiben 6llo. Cilli .^1. QNober 161Z leistet er dem Bischof Thomas Abbitte, weil er sich ohne Meldnng von Ober-bnrg rutfcrnt halle, nnd bittet ihn seiner Snpvlil wegen des Windischgrazcr Bcncficilims 8.8. ^oauniZ ot ^i«<»I:»i das bischöfliche 1'Iacot beizusetzen. Er war 100«, 1014 Stadlpfarrer in Cilli. Dic Beiträge z>ir .^nnoc slcierm. Gesch. Quellen (!). S. 118) bringen ein Schreiben vom 3. Mai 1002, worin Erzherzog Ferdinand dem Patriarchen dankt, daß cr den Pr. And. AHjiooliki für die Pfarre Cilli liesta- 43 tigcn wollte. Sollte die Datirmiss dieses Schreibens ^ nicht richtig sein? Stai,ldlcrU r l, a n, Pfarrer Itt 12l:-i^ -« < ^olosVlcIi Vitu^, Pfarrer 15. September 1tt12, war U',00 Pfarrer in Lichtcnwald, 1<^21 Vilär zu St. Paul. Mag crlc Franz, Viagister, Pfarrer 1614, 1617. ör ""'"'wllrdc in, Vlai l^^7 zum Domherrn ernannt. Mngcrlc war auch musitalisch gebildet, denn er schrieb am 2. W'rimr 1l5l5 au den Vischof Thomas: Änrzcr Balthasa r, Pfarrer 1U19. War 1610 Dia - kon, 1617 Priester und 1618 Vioo-Pfarrcr. 8 toporJalo b, Pfarrer 1021, Konuuissar 1622, 1628. Cr war ein ftcborncr Pras;bcra,cr, wurdc 1620 znm Priester gewmht und l.iat nüctclst Schrciden 6äo. Franz ^/I»li 1620 don Bischof Thomas zu seiner in der Pfarrkirche zu Praßberg am Tage dcr hl. M-Magdalcna stattfindenden Primiz zil tonnncu. Die Erzherzogin Maria Magdalena, Herzogin l)on Florenz'), verwendete sich in zwei Brlefeu älw. Florenz 12. Scfttcnlder nnd 7. November l620 fiir Stopor , bciln Bisch»fc Thomas, nnd zwar im ersten, er möchte ihm cm ^ulnuiitat, in: zweiten, cr nwchtc ihn: ein Kcuwnit'at oder cinc von den linden Pfarren Krain-bürg oder Fraßlan verleihen. Allein Krainlnn'g war bereits neu besetzt worden, als daö Empfehlungsschreiben antam, erwiederte der Bischof Thomas, ', und Fraßlau sei nicht vakant. Für ein Kanonilat ^-.. sei adcr Ztopo,- nicht geeignet, weil cr dcö Choral-gcsangcö nicht tnndig ist. Er, der Vischof, wcrdc aber den ötoper in daö OoIIoz;ium ^lin-il»,uunl zn dessen ') Tochter .^arls II. von Stcicnn., Gemahlin Herzogs CotzMllb II. uon Floren;. 44 weiterer Ansbildnna, aufnehmen. 1621 am 16. Jänner bittet sto^oi-, der Bischof möchte ihn »d Uao vi!i ot HVU!H «0u6itinno Franz nach Obcrbnrg bcrnfcn, um durt der Vinsit obliegen zu können. 1622 am 22. Febrnar ersucht obbcnanntc Herzogin den Bischof abcrmal nm tztnpoi» Prouwuirnng. Er war 1026 Donchcrr nnd sftntcr Stadtpfarrcr in Lcnbach, w» cr a,n 12. Ianncr 1657 scin Testament machte. rI- o « ooliiu « (? lo 8 oönjk) Ada NI, Pfarrer Komulis-sar nild 3tcttor dc« Marianischen Cottcgimns, 1625 — 1635, war 10i.'Z Diakon. 1624 Priester. „1635. 11. Novembris mortuus cst ad".1 R(1"s et doc-tissimus Dn.s Mgr. Adainus Prcssekius — et sepultus est in ecclcsia majori S.S. Hermani(!) et Fortunati sub Cathcdiii, in qua deceuuio parochus fuerat ct concionator, cui Deus benedicat." (@tcr(»*2)iatrif.) lorpiu Philipp, Ij^ooal. I'liLo!^., Pfarrer von 1636 bis 1638. Geboren zil Sclzach, m'dmirt 1630, wnrdc cr 1631 als Cooperator nnch Pettau cicschickt, war 1633 im t^oNo^inm ^l. zn Ol'crburg, 1634 StMicrtrctcr dcö VikarS Gcur^ Skarlichi (in Krainbnrg?), dann Pfarrer hier. 1639 dis Mai 1643 war cr Pfarrer zu ilrainlnirg, daun Pfarrer und Kommissar in Fraßlan, 1655 Pfarrer zn St. Martin vor jlrainlmrn, znglcich anch nnter den Bischöfen Otto Gf. von Anchhcim nnd Josef Gf. von Nabatta Gcncraluitnr nnd starb 1684. I) olinur Marknö, I^, , 1662, Kommissar 166!, wav ordinirt nnf den Tisch-titcl des Klosters Studcniz. 5Ul'i^ Mathias, Lieentiat der Theol., Pfarrer uud Kommissar 1664—1666. Ocboron iu Nicz 1031, 46 ord. 16.'>6, Alumnus iül Colleg. M. durch 4 Iahrc, Pfarrer in Schönstcin 1662—1664. Pinter Into b, Pfarrer und .^onmnssar 1668 —1672. „7. Fcbruarii JG72 circa 5. pomcridianam dcsnnctus cst Adm. Kev. D. Jacobus Pinter Mgr. Pbilosopbiae, S.8. Tlieol. Huccalaureus, paroclms et (Jommissarius Oberbnrjrcnsis pro-visus Hs";,is poenitcntiae et extrcrnae unctionis sacrarnentis a me And. Navoduik , de ss™° Eucliar. sacramento iu missa, in qua laetba-liter tactus anonlexia cecidit, sibi providit. (Stcrbc-Mat.) I'alie Jakob, Pfarrer nnd Kmmnissar 1672—1678, war hicr Alltninns 1662, 1663, Pfarrer ,:nd Kommissar in Frcchlan 1680, 1681. Ern ft I o h a n n Ocorg, ^l,eo^. Nnco., Pfarrer und Konunissar 168^—1«i86, Pfarrer ill Altcnmarlt 1686—1701. ^ a v o ä n i k Andreas, Pfarrer nnd Kommissar 1686 —171/i. Er wnrde getanft in Oberl'. am 6. Jänner 1662, war Vilar in W.-^andsbcni 1668. 171^ wnrdc nach seinem Todc da^ Inucntariuni hicr anfgeiwnnncn, schcint also bis 1713 der hiesigen Pfarre vorgestanden zn sein. 8t07/.in(;,' Achaz, Pfarrer nnd Kommissar 1713— 1733. Gclwrcn zn Äischoflal, ord. zn Ndmc 1702, diente er als Seelsorger zn St. Anton in Ni'L/ovioa im Laib. Dekanate 4 Jahre, als Äcichwater dci den itlarissinen in Laib. 7 Jahre. Er ist der Erbauer der Tavcri-Kirchc nnd Gründer des dortigen Gnaden^ ortcs. Er rcsiguirtc 1733 auf dic Pfarrpfrimdc Obcrbnrss. um sich hinfort ganz dein OottcSdicnstc und der Scclsorgc zn St. .^'avcri widincn zn löimcn. 1741. ^lg.ii 17. ckutuluum ot auxiam in- 47 firmitatem tolcrans eamque summa curn pa-tientia superans miseram mortalitatein cum fe-lici, ut pic ac indubie oniinamur, immoitalitate commutavit Ad",;. 11. D. Acliatius Sterscbiner A A. LL. et riiliae. Mgro ct S. Thlgiae. auditor emeritus Viennae, quondam ob insignein sacrae Asceseos Spiritual Sancthnonialium S-Clarae Labaci Confessarius, dein multa segete Oberburgensis Faroelius ct Comiuissarius, quo in offieio summa lande gesto Auno 1715 die 3. Decembris prinuun deeantatae per utrnraque orbeni Xaverianae devotionis jecit fundamca-turn, ol) quam merito eideiu zelosissimo vivo Sacerdoti ecclesiasticac indefesso animarum venatori tot in coelo irnmarcessibilis gloriae nectuntur coronae, quot in Xaveriano loco nuracrantur aut numcrabuntur ad suum su-premum fincm aniruae convcrsae, liujus vene-randae exuviae e Monasterio Nazarethano, ubi ob dudum susceptum tertiui» S. P. Frau-cisci Ordinem infirmus delitescere et mori araabat, die 18. Maii ad Thaumaturgum locum adveetae et teste copioso clero et pö-pulo ad Cryptam S. V. et M. Barbarae se-pultae et reconditae aunt aotatis laboribus fractae et ideo non adeo raagnae utpote 66 annorum, sed virtutibus et meritis plenae. — (ODcrb. ©tcrb.^aJiat.) Stcr/inar tjat aurf) citt ffoücni[d)c« Öicbcrbnd) Ijcr* außcjcgcbcu unter ban Zitcl: „Gatholisli kerslian-skiga vuka peissme, katcre se per kerslian-skimu vuko, bosbyh potyh, per svetimu rais-sionu, ino slasti per svetimo Francisco Xa-verio na stranhe Gorniga Grad a fare nuzno poyo, pogmyraue iuo na svitlobo dane skusi 48 Ahaza Stcrshinerja. V nemshkim Gradcu per Widmanstadiaiiskih erbi/Jtal) 1729." Akvoroiiilc Oswald, Kommissar voil 1733 Ms zn seinem Tode 17-,i9; war hicrAllMinns 1709, 1710, Kaplan in Fraszlan 1719, Pfarrer in Franz 1720— 1732. Peer Karl, Dokt. dcr Thcol., Kommissar 1740,1741, dann Stadlftfarrcr in ^aibach; war N37 bischöflicher Huftapla», 1743 Pfarrcr nnd Domherr in Laidach, 1744, 17tttt, 1772 (NencralMär. UmokIohann ^!, dwil^, Dukt. dcr Thcol., i^-at^on. ^l,o«t., i'ioinniissar l742—175^. Oclwrcn in Pcilenstcin, ordinirl zn St. Andrn in Kärnthen am 20. Dezember 1727, (5ouftcrator in Franz 1730, 1731, Vitär in Prasibcrst 1737—1741. Er starb hier lant Sterbc-Äcatrik- 1752. 8. dajns (^nu- am) sepultus est praescius suae mortis et in acutissimo vchementissimoque morbo patien-tissimus A. R. Pracnobilis ac Clarissimus Do-minus Joannes Ludovicas Uuiek, Ss. Thcolo-giae Doctor, lVotljonotariu.s Aplicus., Claris-Kim i ac Revcrendissimi S. R. J. Principis D.D. Ordinarii Clemcntissimi decem annis zclosis-simus ct (iriniarius Commissariu« Oberbur-gen.sis. (Sv wnr&c in tier SOtaria UJion^ofciia Stircfjc bcßrabcii. ©du (h)xa.b im ,stivd)fiifd)tffc uov t»cr (El)or= stitfc fd)(o|l cine «Steinplatte mit bev 3u[c^'Lr Franz Ignaz, ^oiilniissar 175)2— 1701. Alnnmns hier 174^1, 1742, Coopcrator in Altcnniartt 174.'i, 17'l4, Pfarrer nnd Koinmissär 49 zn Fraßlan 1762 bis zu scincm Tode, 10. Jänner 1768. Unter ihm wurdc die dcrmaligc Obcrb. Pfarrkirche erbaut nnd war cr Ncchmlngöfiihrcr bei diesem Bane. Ccft ftcrvonNodcshcim Georg, Kommissar 1 762— 1767; war danu 1767 iin Novcuibor Pfarrer zu Jgg. ^tl Franz Xav. Ba l en tin, K'onmiissnr 1767—1772. Alnmnns dcs Collcg. M. 1754, 1755, Vikar zu St. Eqidcn bci Schwarzcilstcin 1763—1767, Pfarrcr in Schönstem seit 1772 imd dort gestorben 75 Jahre alt am 32. April 1800. "«vn-k Andreas, Kommissar 1774. Alumnus 1752— 1755 hier, Vikar zn St. Egidci! bei Sck. 1768. ^likoliö Josef, Kommissar 1775—1779, tommt 1786 als Gencralvitär in Lclibach vor. ^ ulmcycr Iosef, Kommissar 1779—1781. ^lomeuti ni Anton, Kommissar 1782, 1783. Almn-nns allda 1774, 1775. Tl-odkUl Johann, Kommissar; als solcher ernannt am 1. Mai 1783. Er wurde am 3. Jänner 1810 todt in Folge eincs SchlngflnsscS im Vcttc gchmdcn. Er war 1775), I77tt Cooperator in Franz. ^!iä Gcurg, Pfarrcr und Dechant vom 16. Mai 1811 bis 20. Iänncr 1816. Orboren ;n Polland in Oder-itrain am 23. April 17 79, ordinirt am «. Oltobcr 1805, Kaplan in Tnffcr 1805—1810, Pfarrprovisor hier scit 1. ^luvember 1810, Diözcsan-Schnlen-oberanfschcr zn St. Andrä 1816 — 1818, Pfarrcr und Dechant zn Pi^ein vom 23. April 1818— 11. Juni !8!5>, Hanptpfarrcr und Dechant in Tnffcr voiu 12. Juni 1845 bis zn scincm Tode, 24. Oktober 1845. Llllon Matthias. Pfarrer, Dechant und Schnldi' striktsanfschcr pmn 10. Inli !816 lns 2?. April 4 50 1825. Geboren zu 3t. Lorcnzcn in Kr^ua. (bei Wisel) (UN 26. Jänner 1783, ordinirt 13. Jänner 1807, Kaplau in Tiiffcr mW in Rann 1807, in Nohitsch 1807—1810, in Vidcm 1810—1814, dort Provisor bis 1816, Provisor in Obcrb. vom 6. Fcbrnar 1816 an. Hanptpfarrcr in Tiiffer seit 23. April 1825, dort gestorben 21. Augnst 1842. Usiuik Matthä n ö, Pfarrer, Dechant, Schuldistrikts-anfschcr vom 22. September 1825 l'iö 22. April 1833. Geb. zn Id,i» 4. Sept. 1786, «rdmirt 27. Anss. 1809, Kaplan in Xavo.i 1809, 1810, lici St. Egidcn n. T. 1810, 18! 1, in Franz 1611, 1812, in Monsbcrg 1812—1814, in Fraßlan 1815, m Wcitcnstcin 1^15—1819, Provisor in Saldcnhofcn 1810, 1820, zn hl. Geist in I^uöy 1820, Nlld in Xalok,io 1820, 1821, Pfarrer zn St. Xavcri 1821 bis 1825, Stadtpfarrcr nnd Dechant zn Aleiliurg von 1833 bis zn seinem Tode, 3. Jänner 185)5. NovakFranz, Pfarrer, Dechant, Schnldistricktsnusscher vom 3. Mai 1833 bis 25. Anglist 1843. Geboren zn O«l»o>-NÄ 7. Oktoli. 1803, vrdinirt 27. August 1820, Kaplan in Ncnkirchcn 1826, 1827, in Cilli 5taplan 1827—1830, Vikar bis 1833, Hanptpfarrcr nnd Dechant in St. Martin bei W. G. "on 1643 bis zn scincin Tode, 1. Fcbrnar 1872. Vrnnner Franz, Pfarrer, Dechant nnd Schuldistrikts-anfschcr vom 30. Jänner 1844 bis 25 Inli 1855. Geb. zn W.'Fcistritz mn 27. Fcbrnar 1,805, urdin. am 7. Sept. 1828, Kaplan in Wcitenstcin 1829, 1830, in Cilli Kaplan I830—1833, Vikar 1833 lns 1837, Pfarrer zn St. Egidrn d. Sch. 1837— 1844, Pfarrer nnd Dechant zn Altcnmark seit 1855. I'lorjanoioIuscf, Pfarrer, Dechant, Schuldistriktö-aufscher vom 23.Qltobcr 1855 bis 30. April 1374. Gebor, zn Glogovitz in Kram am 11. Oktoli. 1806, 51 ord. am 4. Aug. 1835, Kaplan zuLavanmud 1835, 1836, zu Schicfliug 1836, 1837, zu Aiaria am Scc 1837, 1838, iu Mcibura, 1838, 1839, Provisor in Schwarzcnbach 1840, 'Pfarrer zu St. Pctcr am Wallcrsbcrgc 1840—1855, lcbtc scit 1. Mai 1874 im Ruhestände zu St. .^avcri, wo cr am Z. Novcinbcr ^870 stark. ? ot 0 LuikLorenz, Pfarrer uud Dechant scit 25. September 1875. Oebor. zu Asp iu Kraiu a,n 8. Aun. 1827, »rd. am 25. Juli 1853, Kaplan iu Lcuts'ch 1853—1857, zu St. Pctcr l'. Köuiaöbcrg 1857 — 1861, in W.-Fcistriz 1861 — 1805, in Goiwl'iz 1865, als Provisor iu St. Peter b. Künigsbcrss 1857, in Weihwasser 1865, 1866, iu Wuchcrn 1866 und zn Maria in der Wiiste Provisor und dauu 5turat 1866 — 1874. Me Dotntio« dcr Pfnrrpfriinde. Papst 8>xw8 IV. hat iu seiner Bnllc voiu 8. April ^473 das Acncdiktiuerkloster Obcrb. suppriiuirt, dabei aber angeordnet, das; statt dcr biohiuia.cn Gcuediktincr-Mönche eine gleiche Ailzahl vc»n Wcltpricsteru in, Kloster daselbst zu unterhalten seien, welche die Tagczeitcu bethen, und deu Gottesdicust verrichten sollen ot 8ocuu iacultatum dictae ecclesiac Obernburgensis seu Monasterii ab eodem Episcopo (Labacensi) — con-grue et decenter sustentari ac ibidem continuo iüliabitare et morari valeant —. Dcr Pfarrer uud die übrigen hier im Kloster lebenden Priester hattcu demnach scit 1473 ihre volle Verpflegung vl)Nt jeweiligen Laibachcr Bischöfe ans den Stifts-Ncvcuuen hier zu beziehen. Damit war aber auch ein jährliches Salär, dann dcr Äczun. ciucr Nctturalicnsammlung und der Stoll-gebiihrcn verbunden. 4. 52 1519 erhielt lant Schafscrö Naittung der Chor-nlcistcr an Sold 8 Pfd. schwarzer Münz, dic übrigen Pricstcr jc 6 Pfd. Der Pfarrer selbst hatte keinen Sold, eben so nicht dcr Gottcölcichnams Kaplan. Letzterer hattc dcn Tisch ans Gnaden, mnßtc aber dafilr im Chorc mitsingen. Ain St. Dororhra Tage betain der Pfarrer 6 Pfd., lion dcn Ucbrigcn jeder 4 Pfd. 1652 bezog dcr Pfarrer die Stollgcbiihrcn und dic Hälfte dcr Käse-'und Haferlullcttnr in dcr Pfarre, die 2. Hälfte dieser Kollcttnr gehörte aber dcn übrigen Scclsorge-pricstcrn. Schon scit anfangs des 17. IahrhnndcrtcS und bis 1793 erscheint mit dcr hiesigen Pfarrpfründc vcrcini-gct das NLuolll-ium «.8. ^oilnili« ot I>lici<>lai dcr Kirche St. Elisabeth in Windischgraz, dessen Iahrcscrträguiß aber sehr gering war. 1766 hatte dcr Pfarrer (Kommissar) nebst dcr freien Natnralvcrftflegnna, noch folgende Einknnflc, alö.- an Siif-tnngij? fl. 17 tr., an ztirchcnrechmlng^gcoührcn 24 fl. 1 tr., an Stollcrlrägnisscn 47 fl., an Kollctturö-entschädignnc; von M. Ncnstift 100 fl., fiir Abhaltni^ dcr Iahrtngc ,,,<> funcwwiilin« 45 fl., dann in nuwra: 2 Startin Sotlcr Weines, ctwaö Hcn, 3 '/2 Mirling Hafer nnd Kerzen, endlich das Erträgnis; des Hcncfk'imnö 8. «. ^oauuiu et ^ioolm mit 21 fl. 42 tr. Als im Jahre 1780 am 1. Oktober die Herrschaft Obcrbnrg verpachtet wnrdc, wnrdc dcr Pächter dcrpflichtct, dem Kommissar alljährlich 1200 fl. im Oeldc auözuzahlcn nnd zwar für des.Kommissars, dcr beiden Knratglcistlichcn, dcö in St. Martin crponirtcn Kaplancö, dcö Mcßners, des Knechtes und dcr Köchin Unterhalt, wie anch als Hafcr-Nctuition. Ncbstbei hatte dcr Pachter noch zn gcbcn 120 Ecntner guten Heues für des Konnnissars nnd dcr nbrigcn Geistlichen Pferde, 2 Startin Söller Wcincö, lnczlich 2 Maß frischer Milch, jährlich einige Hasen für dcn geistlichen 53 Tisch, Wcitzen, Opfer-uud Koumnmikantcn-Wein nach Bedarf und das erforderliche Brennholz. Auch hatte der Pächter den, Kommissar dcn hicfiir ausgewiesenen Kraut-und Kiichcngartcn, wie anch die Hälfte dcö FischbchaltcrS zu üdcrlasseu. Endlich wurden vom Bischöfe 5?arlmitSchrei-bm vom 10. März 1786 dein Kommissar znr Vcuützmig zugewiesen: „Dic Knchel nahe bey dem großen Spcißgcwölb, bas kleine Zimmer darneben uud das Zimmer für die Sftciß, wo die Wrizl jcumls die Taubcu gehabt, anch dcn Kraut- nnd Nnbcnkcllcr Key dcr kleinen steinernen Stiegen neben dcr Apfel Preß. Die Hän Schupfen in dem Zwiu-gcr au dcr hintern Bruggcn." 179Z, als die Herrschaft Oberb. vom Ncligions-fonde administrirt wurde, lantctc die Erträgmß-Fassion des Pfarrers, wie folgt: Ans dem NcligionSfondc jährlich 492 fl.. Nclnition'uom Pfarrer von 3)i. Ncnstift für die dahin abgetretene Hafcr-Kollektnr (d0 rolnvuilc) 100fl., Stiftnngsbczügc von St. Xavcri 40 ft., StiftnngSbezüge von dcn heimischen Kirchen 136 fl. 15 kr. nnd Ertrag des Vcncficinm 88. ^oan. ot, ^ioulai 12 ft. 31 kr. Im Ganzen 785 st. 46 kr. Nebstbci wllrdc dem Pfarrer ein Stuck Terrain znr Alilcgnng ciucö Gartens belassen. Die jüngst gelegte (^inkommcn^Fassion dcs Pfarrers wurde nntcnn'7. Inni 1874 buchhalterisch adjnstirt und lautet: Von dcr Herrschaft Obcrluirg an Gehalt 208 fl. 74' kr., und als Kaplans-Erhaltuugö-Beitrag 135 fl. 33 V2 kr., vom M. Ncnstifter Pfarrer an Kollclturs-Rcluition 42 fl., an Pfründcnkaftitals-Iutercsfen 33 st. 39 kr., an Kollcktnr 15 fl., an Stollagcbührcn 18 fl. 3 kr., an Stiftnngscrträgnlsscn 118 si. 68 lv. Zllsammcu 571 si. 67 '/« kr. ' Ans diesem Einkommen sind anch die Kaplänc zn verpflegen. Zur Wohnung ist dem Pfarrer nud dcn Kapläncn dcr 1832 cigcus hiczu erbaute und adaptirtc, sildscitig an 54 die Kirchc austosscndc Trakt des Stifts uder Hcrrschafts-gcbäudes ana,cwicscn. Zur öea,ucmcrcu Äcquarticrung dcr beiden Kaftlänc hat Fiirstbischof Äartholl) m ä u s Viä-mur v»u ^aibach 1.^70 das iin ^. Stockwerke des Hcrr-schnftssscbälldcs an dcn Pfarrhof anstossclidc Zimmer fiir dcn 2. Kaplan überlassen. Volhmldcnc Pfarrulatlikcu: Gcl»,rtSbüchcr seit Dczcmdcr 1009, Taiiun^öbücher seit 17. Oktober 161A und die Stcrbcbüchcr sclt 14. Februar I6l7. Das Nollttssinm Mrianlim. An die Stelle des 147Z hier suftprimirtcn Bcncdik-tincr-Klostcr^ trar ein auö 10 l)iS 12 Wcltftricstcrn bcsteh-cndcö Collcssialstift. Eben dieses Collccpatstift scheint Bischof Thuinas Chrün 1605 rcformirt und deinscllieu dcn Rainen Oollc^ium >l^iianum gegeben zu hadcli. Das Statut dieses Colleginius hat Bischof Thomas eigenhändig nicdcraeschrieben und lautet dasselbe alw.- Fundatio Altimnatus Öberburgcnsis 1605. Voliintatc, consiüo et instinctu hand dubie Dei omnipotentis, a quo bona cuncta procedunt, sed et ope gloriosissinsae Virginia Mariae Patronae doiniis Oberburgensis primae, turn ex officio et ob-ligatione Ministern nostri Episcopalis fulti quoque Apostolica autljoritatc ad mnjoreui Dei Deique Ma-tria Virginis Jatidem et gloriam at quo totins Epis-copatuK nostri Labacensis utilitatcm Collegium isthoc Marianum 1G05 fundauiimis et ereximus eo fine eaque intentione, ut Clcrici ad illud suscepti Deo faDiulcntur ac scruiant in omni tiraore, obedientia, pictate ac deuotionc, et gratitudine ac debita Re-verenfia, in Ecclcsiasticisquo of/iciis exerceantur Bedule, ac tandem quipque pro suo tnerito ad Ee- 55 clesias et Beneficia majora nostrae dioecesis, cui adscribuntur et obligati'stint, proinoueantur. Regulas autem eisdcm propositas, Deo coope-rante, omnino seruare debcnt, pernoctationes extra Monasterium, leuitatca, commessationes, potitation.es et scandala publica, praesertim vero loea suspecta promts uitent, neque disccssum hiuc quaquauersum absque uoluntate, praescita ac licentia nostra, uel sine litteris testimonialibns moliri praesumaut, sub poena oxcomraunicatioms latae sententiae autbori-tate Apostolica fultae, ac jamdudum latae, quam hisee innouamus. Mandamus quoque ac district« praecipimus in Dei et Domini Nostri Jesu Christi ac B. Mariae V. nomine, qnietam, pacificam et tranquil]am in absentia nostra, illos agere uitam, insuper in charitate, pace, concovdia ct omni mo-de8tia obedire illis, quos loco nostro eisdem prae-fioimus, ut bonus odor Christi sint, et exempla bona praebeant in omni loco iis, qui foris sunt> sicut decet seruos Dei et alumnos filiosque veros hujus Mariani Collegii. Quicunqnc uero postposito Dei timore secus fecerit (quod tamen absit ab hoc Dei Deique Matris ouili ac Collcgio), non obedient, alios turbauerit uel foris peruoctare, aut bine clam discedero praesumpserit, ultra Oranipotentis Dei indignatioDcm et districtam nltionein, censuris jam latis Hubjaceat ita ut mine, prout ex time, et tnnc pront ex mine, eundeiu inobedientem, refractarium ac turbatorcm, et qnicunque tandem is fuerit, pro excoinmunicato et in perpetuum suspenso pronun-tiamus, geutentiamus et declaramus, quateuus ha-beatur idem ipae delinquens pro excommunicato et in perpetuum suspenso ab omnibus donee resipiscat et faciat poenitentiam condiguam, id quod jura praescribunt et sacri canones, non in destructionem, 56 sed aedificatiouem Mystici Corporis D. N. Jesu Christi, quod est Ecclesia ejus saucta. In nomine Patiis et Filii et Spiritus S. Ameu. I u s t r u c t i o AlumuoruDi 0 b e r b nr g e n si u m. 1. Inprirnis .studeat ct iuuigiict oiationibus sanctis, .scilicet suo Breviario attente, paulatim ac distincte in oinni deuotione recitaudo, nam ad illud horasque Canonic'as in conscientia et sub reatu peccati mortalis toties, quoties omittitur, obligating 2. Orationes praeterea extraordiuarias et qiiotidianuiu exercitium uulla ratione negligatur adeo ut mane surpens nil aliud incipiat prius quam orare. Vespere, autem decubiturus in lectulo prae-mittat sonino orationem, ut dies iucipiat ot claudat per ovationem. Deus ueuipe priucipium et finis est omnis actionis nostrae, quia est lux et dies nostra totius ueternitatis; alpha et omega omnium rerum, cujus bonitati inuicem gratiarum actionis merito haec fiunt. '6. Si erit celebrandum oratioues praepara-toriae in missali Kouiano dcscriptae, et fiuita missa gratiarum actiones nunquam intermittantur et fiaut flexis genibus. 4. Sacrainoutalis confessio singulis diebus festi.s solemnioribus atque etiam hebdoniadatim fiat sacerdoti alicui bouo et pio, examen autem cousci-eutiae etiam singulis diebus de omnibus cogitatio-nibus. uorbis, factis ucl omissionibus, deinde sub-jiciatur Conflteor Deo etc. et quod caput rei est propositum uitae emendationis et puritatis restitn-endae in sobrietate et sacerdotali modestia, ut sit Deo placitura ministerium tuum in onini actione. 5. Quando et concio facienda flexis genibus implo.a gratiam et assisteutiam D. N. Jesu Christi 57 ?t Spiritus ejus sancti, cum ipse Dominus dicit la Evangelio: „sine inc nibil potestis facere." „Ego autem dabo vobis os et sapientiam, cui non potent resistere omnes aduersarii vcstvi: Non euira estis uos, qui loquimini, scd Spiritus S. qur loquitur in uobis." Postea perlege Euaugelium et conare illud oene ct recte interpretaii et explauare Carniolice. -Puncta postea elige, quae Populo propouas, ct in omnibus concionibus ista quatuor attcndas: 1. ut videlicet Populo propouas uirtutes ad iminitauduin, 2. uitia ad uitandum et fugiendum, 8. poeuam eis-(lena damnatiouis aeternae propositam; 4 et glo-J'iam coelestem omnibus sanctis et Deo obtempe-i'antibuß dandaru atque promissam. 6« Concioncs omues siut breues atque delu-cidae, et aduerte, ut morose, distincte ac iutelligibi-liter loquaris, et uerba beue proferas: unde Popu-lus intelligat et aedificetnr. 7. Cautiones selauieas et orationes cum Cate-chismo paruo sclauico per nus facto, frequenter ac diligenter populus aedificetur, et doceatur, et fiant denote prout festiuitates incidentes, uel quodlibet tempus exigunt. : 8. Modus etiam recitandi Rosarium B. V. tradatur Populo, in quo fideliter doceatur et insti-tuatur, doctrina bujus sumatur ex Cantioue sclau-jca, quae est de Rosario B. V. iam uulgata. Eadem iu Processionibus et peregrinationibus cum aliis Canticis hie Oberburgi et alibi usitatis adhibeatur, ne siant garritus et fabulationes cum aliis uanitatibus, quibus fructus peregrination urn piarum destruitur. 9. Notabis et quantum diligenticssime utten-des, quibus potissimum peccatis aut uitiis populus maxime grauetur, et in ilia scelera et peccata Con-cioueni totam intendes ad destruendum ilia et in- 58 dueudum uirtutos illis contrarias, ut si inebrietas fornicatio ucl blasphemiae saeuiant, contra istas te accinge. 10. In administratione Sacramentorum se-quere usum et formara Ecclesiae Oberburgensia maxime in sacra communione, ut semper sclanica generali8 confessio praeraittatur publiee, quam etiam alii audiant et doceantur. Duo autem viri mappam seu linteamen semper liinc et iude tcne-ant, supponantur ori communicantis et luminaria accendantur extraordinaria pro Reuerentia tanti Sacramenti campanula parua sonante. 11. In Sacramento Poenitentiae et sacris confessionibus examinentur discrete ct in omni modestia confiteates secundum ordineni praecepto-rum distincte, numerus peccatorum etiam quoties aliquis ebrietatenj, blaspbemiam etc. reiterauerit etc., poeniteutia salutaris iniungatur pro modo cul-pae: Jeiuniuin, elemosynae, orationes. Forma ab-solutionis ex libello uel charta descripta legatur omnino paulatim, morose, distincte et intelligibiliter. Casus reseruatos, a quibus sacerdotes absoluere non possunt, sed eos debeut uel ad Arcbidiaconos, tiel ad nos remittere, semper habeas descriptos ante oculos tuos et memento, ne super iis audeas uel praesumas absoluere. Sunt autem casus reseruati 13 ordiueisti. Primo raptores uirginum, 2. incestuoei, 3, qui pa-rentes percutiunt, uel gravioribus contumeliis aiFe-cerint, 4. qui infantes expouunt, 5. abntentes S.S. Eucbaristia, sacro oleo aut sacris rebus ad magiam, 6. ueueficÜH, magicis et superstitionibus operam dautes, 7. mensuras, poudera, stateras raonetusque adulterantes uel iis adulteratis scienter utentes, 8. Coeuntes cum infidelibus aut brutis crimenque pes-simum molitiei committentes in seipsis. 9. Periuri, 59 JO. oppressores filiorum, 11. homicidae uoluntarii, 12. publice blasphcrai in D. N. Jesum Christum, ejusque intomeratam Virginem ct rcliquos Sanctos, 81 ter moniti non cessauerint aut curauerint, Vd. qui k quadragesima nnptias celebrant, tiipudiaut siue choreas dusiunt, uel carnibus uescuntur et libros haereticos detinent aut legunt. In his casibus pos-sunt sacerdotes tantum in articulo uel periculo mortis (sicut ab aliis omnibus et quibuscunque etiain Papalibus) secus autem uullo modo absol-uere, sod debeut poenitentes ad sedem Episcopalem remittere. 13. In difficultatibus et casibus occurentibus, in quibus -dubium aliquod grave subesset, semper ad uos perscribat et nostio consilio stabit et iuuabitur. 14. Totius Parochiae statimi, deeimas, ag-ros et proaentus diligenter inspiciet, interrogabit et in-quirct, describet et anuotabit, et ad nos referet siio tempore, item quomodo et qualiter sacerdos curatus agat, ct quorsum sua transfer at bona. Dcnique bonum pium, modestnm, cautnm et exemplarem se exhibebit, uti decet sacerdotem et filium Mariani hujus Collegii, ut honoretur per ipsum D. N. Jesus Christus, et Beata Virgo et omnes Sancti, Ecclesia rcstauretur et exornetur, populus autcm bonum exemplum uiuamque habeat doctrinam: Nos uero occasionem ilium uti filium amandi in Christo et prornouendi. Vale et haec ornnia et singula supra scripta diligenter facito et Deum pro nobis orato. ]) Die Mitglieder dieses Collcgiums, dcrcn Zahl auf 7 reducirt wnrdc, hat man forwn ^,Iumui OoIioFii U^l iaui ') Laib. Domk. Arch, ^30. 122 Nr. 9. 60 genannt uild bestanden dieselben theils aus jüugern Pric-stcrn, für welche dieses Oollo^ium eiuc Fortbildungsschule war, theils aus Pricstcrstands-Kandidatcn, welche hier für den Empfang der höheren Weihen vorbereitet und in dle praktische Scclsorgc eingeführt wurden. Sie allc standen unter der Leitung des jeweiligen Pfarrers von Odcrburg und wnrdcn besonders auch bci dcu Wallfahrtkirchcu zuM. Ncustift und zu St. Xavcri als Opeiluii verwendet. Dieses Oollo^ium, welches 1718 ein neues Statut erhielt ^), hat bis znr Dwzcsan- Ncgnlirnug unter Kaiser Josef II. hier fortbestanden. Im Jahre 1782 wnrdc die Dotation dieses Collc-giums auögcwicscu, wie folgt: Interessen von den Kapitalien pr. 6700 fl. 126 st. 28 kr. Stiftungscrlrägnisse: u) für 52 gestiftete Messen der Oorp. 0!ii-i«ti-Bruderschaft .... 17 „ 20 „ d) für eine tägliche pi-o tuiKÜillftiidun pir, lioliiao et aiumuatu« zu lesende Mcssc ........52 „ — „ Iahrcssold für dcu 8om0,- als Salristall 10 „ — „ 41 Mirliugc Hafer und 2 '/<> Mirliug Grciselwcrk —...."... 22 „ 30 „ Stollarcrträgnissc für jcdcu Alumnus 4 ft. — 28 , „ — „ 70 Pfnud Kerzen vom Stifte ^ 10 kr. . 11 „ 40 „ Für dic Exkurse und geistlichen (Mow . 50 „ 51 „ Zusammen . 320 fl. 49 kr. Anßcrdcm hatten die Alumucu von der Stiftöherr-schaft uoch zu bekommen die Kost, Bettwäsche nnd das Brennholz. Von den Mitgliedern des hiesigen Collcgiatstiftcs werden in dcn Obcrbnrger Protokollen Folgende genannt: Mathcö der Chormeistcr 1514—1519, Han'ns von Laibach ') Schmutz Lex. 61 ^514, Andre Turk 1514—1519, Kaspar I514, Gregor "14, Urban Strctta 1514—1519 (1520 Vikar inKiwias-umz); Kaspar von Stain 1514, Mnthcs Vrcsan 1514— "26, Kaspar Lampnsch 1519—1526, 1546, Andre Plc-uoschnik 1519, Hannö Kastncr 1519, Andre Schulmeister ^19, Jörg Storch, Chormcistcr, 1526—1532 (1519 0'l,)ol^mi8 oiipituli I.adao.); Andre Wuria 1526, Wolf-gang Naldpcrger 1526—1529, Andre Cibauit 1526, Jakob ^ciz 1526, Fraezlhnlin Michael 1529—1532, Cosmetz Hauus 1529—1533, Vcrsan Mathcs 1529—1546, Andre Kuchclmcistcr 1529, Ivanitsch Mcrth 1532, Kantschitsch Ni-klaö 1533, 3tafacl 1545, Urban 1545, 1546, Mathcs Chormcister 1546, Poschnawcr Lorcnz1546, WaUich Mathcs 1546, Lnbschc Peter 1546, Films Varthl 1559, Stcrnischa Christus 1559, FignlnS Hanns 1559, Snltenrcich Üazarns 1,559, Krabal Hanns 1559, Krabat rsoto Lnbcnjak 1559, (später bisch. Hostaplan dnrch 9 I.); Tonk Simon 1561 (Erzh. Karls Hufkaftlan 1570); 5traft Marx 1568 (1571 Vitar in Peilcnstein, gcwcs. Hoftaplan) ; Stninniitz Franz 1567 — 1569, (1571 Pf. in Stein); Zapfet Mathcs, Schulmeister, 1566—1569, Steiner Georg 1568, Gln-Ntsch Mathcs 1573, Eridms Jakob 1573.Scepachcr Peter 1573, 1574, Trcvisonns Michael 1:^73, Samnien Scbast. 1573, Marinns 1574, Staningcr Hannö 1574, Solcr Ai^d. 1574, Inrc Sigiöm. 1574. Kotschcncr Abrah. Schnl-mcister l574, Tnrt Ioh. 1579, Wntaliz I»h. 1579 (Neffe des Bisch. Thomas, 1599 Pf. in Morantsch); Vocs Watcher 1579, 1586, Nrnchar Jakob 1586, Winklcr Hanns 1566, Ianko Christoph 1586, Wnrzcr Thoinas, Schulmeistcr 1595, Widmaycr Panl 1611, Onnitsch Samuel 1612, 1615, Kmnar Georg. Diaton 1611, Priest. 1613; PofarclyJohann, )u6i m<>l!üi^t»i' 16li, Diaton 1614; TcxwrTobias 1612, Polingcr Adam 161.2, Pisith Michael 1612, c^n-arm« Thonias 1612, Oorvimi« Val. l613, Nuliuu» Tldam 1014 imd 1Iadliti>i8 Blas 1615. 62 Die Namen der späteren Alumnen des Oolloxilim ^lliii»-uum kommen vor in den Obcrburgcr Pfarrsmatriken. Die Oberburgcr Synoden. Dcr 1449 am 3. Februar errichtete» Stiftung ') gemäß erschienen alljährlich am St. Dorothea Tage, dcii 6. Februar, die Pfarrer nnd Vikare dcr dem Stifte Ober-bürg ciiwerlcibtcu Pfarren und Bikariate, später cmch die selbständigen Seelsorger des Windischgrazer nüd Blciburgcr Distriktes znr Abhaltung des fiir die Grafcn v on Ci ll, i angcorducteu großen Iahrtages. Aci dieser Gelegenheit wurde immer auch unter dcr Leitung des Vischofes oder dcö vom Bischöfe hiczu dclegirtcu Kommissärs eine kirchliche Synode gehalten. In welcher Weise und Ordnung alles dieses stattgcfnndcn habe, möge aus folgendem Gerichte dcö Obcrbnr-gcr Pfarrers Franz Mäaerlc ääo. ?. ,^-cbruar 1615 ericljcn werben: — „Tribus diebus ante festurn s. Dorotheae continuo ningebat, tandem iu vigilia circa meridiem alterata est aura. Cum vesperis usque ad 5. pomeridianam exspectavinius, quas percgit d. Pelmanus —, sub cerpusculo R. D. Ada-mus Aparnik, arcbidiaconus Paillstaiueusis, appulit, cui vesperarum defunctorum peractio imposita suit, illo vespere isti duo, praeterea nnllus, aderant. Sequenti mane adjunctis collegii Mariaui sacerdo-tibus plenum officium defunctorum more solito cum Sacro, quod praefatus d. Adamus habuit, cantatum est. His peractis duo vicavii ex Laiz et Riez ad-venerunt et summo Sacro interfuerunt, quod una cum concione fecit d. Andreas (Felman); his per-solutis et exequiis, in sacello Rauberiano (s. An-dreae) celebrata est Syuodus, praefatione quadatu praemi8sa instructio ac festorum, dierum anaotatio ') Bcncd. Stift Oberb. S. 187. 63 Jöcta suut et indietum est illis scrutinium post pran-dium.; et haec in templo usque ad medium priinae Pomeridianae acta fueruut. Post prandium vero exa-ttinati praesentes sunt —. Oinues absentee, qui se non excasarunt, cum mulcta (2 SJ3f, 5ÖJadf)ö) notati saut —. Et vere, meo judicio adhuc majore puui-tioue digni sunt, quod Fundatoruui legea audeant violare, III1»;1" suae Pateruitatis crebras ac pateraas adruonitioucs quasi speruere praesuniant, pro liac vice, si illis 111"1»8 Dominus coouivebit, fisi gratiae post annum penitus nullus veniet; ergo fenuni dum. candet ondendum." Für die Synode des Jahres 1620 wurde folgende Ordnung vorgeschrieben: Officium poraget defunctorum R. D. Stemper, vicarius in Peilenstein, unacum Missa decantata pro fuudatoribus ecclesiae adjuncta commemoratione pio Seimu° Joanne Carolo. Levitae: D. Pischorn, vic^ad s. Paul urn in valle Sav., et 11. D. Michael SticlPvic. ad s. Mart, in Sehallek. P. T. D. Andreas Tautsclier, paroch. etc. Slavigraecensis, in sacello s. Andreae celebrabit. Contionator: D. Martinus Ebenperger, parocli. et commiss. in Scalis, celebrabitque in sacello s. Andreae. D. Andreas Fclman, paroch. et commiss. in Frantz, in altari s. Dorotheae summum pcraget officium. Levitae: D. Georgius Comar, vie. in Trifail, et D. Georgius Mozhilnik, vie. in Rietz. D. Bertholdu8, paroch ac commiss. in Man-preiss, celebrabit in sacello s. Martini, D. G-eorgiua Aispergerus, vie. in. Prasspei-g, celeb, in altari 8. Crucis; D. Gregorius Pischorn, 64 vie. ad s. Paulum, celeb, in altari e. Petri; D. Georgius Comar, vie. in Trifail, celeb, in altari s. Annae; D. Mathaeus Laporscheg, vie. in Schoen-staiu, celeb, in alt. s. Nicolai; D. Michael Stich celeb, in alt. s. Joaunis Bapt.; D. Mathias Sliuar, vie. in Greis, celeb, in alt. s. Benedict!; D. Thomas Caprarius, vie. in Leutsch, celeb, in alt. s. Trini-tatis; D. Georgius Ebenperger, vie. in Frasslau, celeb, in alt. s. Sebastiaui, D. Georgius Mozhilnik, vie. in llictz, celeb, in alt. s. Catbarinae; D. Mathias Regulus, vie. in Sicssenheim, celeb, in sacello p. Ursulae; D. Grcgorius Kosmanus celeb, in sa-cello s. Tliomae; D. Joannes Rainerus, vie. in Landsporg, celeb, ad s. Magdalenam; D. Blasius Posheshnikh, vie. in Sulzpach, ad s. Paulum; D. Gregonus Wedal, vie. ad s. Petrum sub Khinigs-perg, in sacello s. Andreae; D. Georgius Beliu, vie. in Lausten, in summo altari; D. Georgiua Messerer, vie. in Herperg, ad s. Paulum. N. Quilibet antequam discedat Sacristano sex crucifcros sub poeua dupli tribuat." Mir die im Iahrc 1605 abgchallcuc Syinidc hat VischufTh o,ii a s uittcrni 22. Jänner d. I. zn bischöflichen Koninüssärcn crnannt dcn Johann Wolf, Pfar-rcr zn Vlcibnr^, dcn And. Tantschcr, Pfarrer zu W ind. Ora z (Altcnmarkt), nnd den A nd. Fcl ill a n n, P fa rr cr z n F r a n z. Die diesen lioniniissärcii hicfiir ertheilte Instrukti»» besteht nnö fullicndcn Mmktcn: 1. Ilelig-iosi uon liabeutcs liccotiam suoruni superiorum. 2. In Sacramento poenitcutiac sciaut formam. Super X Praecepta cxaminentur poeuiteu-tes. Nuinernm pcccatorum. Iujuugatur poeuiteu-tia: oratio, jejuniurn, elemosyna, peregriuatio. S. Baptismus: duo adbibeantur patrini. Inscriptio. Asfinitas. Olca sacra muude rctiueautur. 3. Ss. 65 Eucharistiae sub iitraque nulli detur. Confessio generalis Slavice, et alia. Duo supponautur ruappa. Praeferantur lumina, campanula ad iufirmos. Con-versi. 5. Extremae Unctionis Sacrauientum deduca-tui' in usuin. Oleum deforatur cum luraine absque campanula. 6. Qualiter administretur Matrimonium. ßenimtiantur. Confessio. 7. (vaeat). 8. Pulsus campauarum ad integram horatu ante mediani noc-tem, ab 11. usque ad 12m;\m, die Bacebaualiorum. 9. Catecbismus et orationes: Dominica, Salutatio angelica, Symbolum et Decalopus ante Evangelium ill omnibus concionibus recitanda ad instrnctionem populi. 10. Si quid occurat vicariis suggerendum nobi8 de Praedicautibus, haereticis libris eonim, casibus reservatis. liefer 3;uftntftioit fiitb bmut nod.) fosgeube ^imfte öcigcfiiQt: 1. Fiant Sacra ct Vigiliae more autiquo fun-dationig. 2. Examen quoque qualiter constitutiones nostrae observentur et pulsus cum orationibus contra Turcas. 3. Si aliquae difficultatcs quoad bae-reticos, pravos mores aut novos casus merito euien-dandos contigerint exquiratur. 4. Casus aliquot pro Curatis et juvandis solveudisque Animarum. nexibus, 3, 4, 5, 6 vel 10 prout expedire videbit, pro hoe anuo in medium ventilandi proponantur. Alio anuo plures alii. N1,! Maxime vero Parocbia-norum in Monpreyss, et rustici ©ommcr vocati ad s. Joannem de parvulo non baptizato casus dis-cutiantur. 5. Steurae et pensioncs omnes ab omnibus absque mora et tergiversatione solvantur. 6. Urbaria cujusque parochiac et ecclesiae vel autben-tica eorumve copiae cxbibeantur, üt dos ecclesiae Labacensis bic in arcbivio Oberburgensi asservari possit. 7. Provideatur, ut quilibet Vicarius de suis 5 66 decimis, quas pro annua pension« a nobis habet, imam vel altcram piperis libram praebeat et note-tur, vel Piperis massam quisque pro rata ..... solvat. 8. (vacat). 9. Oppressionem parvulnrum per negligentiam vel mcuriam parentum (quia ni-mis frequens sit neque curatur facile observata bactenus leviter poeuitendi ac satisfaciendi per accensam candelam consuetudo), ut hoc malum propere tollatur revocamus ad publicam feriae quartae Cinenim in Pontisicali descriptam poeui-teutiam. 10. Singulis annis post hac pridie Cine-rum, hoc cst: ultima Bachanaliorutn die, bora noc-tis uudecima detur pulsus cum majori campana ad horam usque duodecimam per omnes eeclesias, quo populus fidclis a Bacchicis vanitatibus, larvis, potationibus, comessationibus et maxime ab esu carnium ad salutaris poeuitentiac et s. jejunii qua-dragesimalis suinmam 'observationcm permonitus tanto facilius abstrahatur, sicut decet sauetos et obedientes Dei et ecclesiae filios 11. Si qui essent, qui ultra mediam noctem datumque pulsus signum tripudiarent et Bacchica agerent, aut caruibus, quod absit; vescercntur, per magistratus saeeularis brachium a curatis et ecclesiaruun rcctoribus, maxime veto ab archidiaconia et commissariis uostris mature imploratnm debitis modis compescaatar, vel ecclesiasticam habeant poenaui. 12. Sacerdotes ad Synodum cb'euntes et convivio Curiae uostrac non ex debito, sed paterna benevolentia excepti consuetum antiquitus morem non nihil de esculeutis, quibus ipsi reficientur, affere deinceps non ommittant. 13. Confeösarius certus pro nostris vicariis, curatis, co-operatoribus et clericis ruralibus ut dolig-atar volu-mus et mandamus." Vli dem Umstände, daß es der Geistlichkeit der 67 wuhcn Jahreszeit wegen immer beschwerlich, ja oft geradezu ulMMlich luar, zu dieser auf den St. Dorothea-Tag an-oeramntcu Synode zu erscheinen, wird man sich nicht wun-°cn,, daß die am 6. Februar 1621 in Obcrburg vcrsam-'ncltc Geistlichkeit sich mit folgcuder Supplit nm Verlegung °er Synode cms cine günstigere Jahreszeit an den Mschos sendete: „HactenuB moris suit et diuturna consuetudme comprobaturu et exinde quasi lex facta est, ut hac solemni die divae Dorotheae ex universa dioecesi Oberburgensi per modum Synodi alicujus pera-geadae parochi se hue conferant, quod quam ar-duum et difficile est „sua III'™ et R11^ Pateruitas ipsa .experientia fatebitur. Frigns eflim est ad-toodum acre, itinera longinqua, ubi etiana nnontes Jttterponuntar, nives satis pestiferae, ventoram flatus ?alde obnoxii, ita ut cum periculo magno boo tetnpore byemali Clerus hue Oberburgam proncis-catur: tacetur jam quomodo officium divinum torn longum in temj)lo peragatnr, profecto nou magna cum pietate. Quare nos omnes unanimi coosensu supplices accedentes, suam 111. ae R. Paternitatem rogamus et obsecrarous, ut bane Synodum m au-ud commodius tempus transforre dignctur: putamns autem opportunum esse, ubi pascbales fei-iae aD-solvuntur; pro arbitrio tamen suae 111. ac R- 1 ater" nitatis fiat. —« Daß diese Bitte unberücksichtigt geblieben und die betreffende,» Pfarworstchcr dennoch znlu Besuche der ^Y-uudc fortan strenge verhalten wordcu siud, wird wohl seinen gewichtigen Grund gehabt haben. Jedenfalls wird es der ausdrückliche Wille des Stifters, Friedrich des Grafen von Cilli, gewesen sein, daß dieses ^nmvel^lium und die Synode' gerade an: 6. und 7. Fcbnmr abgehalten werden. 5* 68 Pfarre Maria Neustift. Ueber die Entstehung des Wallfahrtorteö und der Kirche zu Maria Ncnstist iu der Gemeinde ^iiovsok nm Uotul-Hi'igel (Uotul8ki vrn) gilit Alifschlnß nachstehende um das Jahr 1561 an den römische» Stnhl gerichtete Sup-plik des ^aibachcr Bischofes Peter von Sccl> ach: Sanctissime in Christo Pater ac Domine Do-mine Clementissime! Post devota beatorum pedum osciila humillimaraquc ad Deum omnipotentem pre-cum mearum oblationem Christus Domiuus ac Sal-vator noster etsi propter hominum peccata nouuum-qua'm patitur lupos in gregem Ecclesiae vehementer saeviie, nunquam tameu eos, qui iu timore et tre-lnore ac simplioitate cordis ei jugiter serniunt, au-xilio f-uo ad sortiter resistcudnm destituit, sod varia pro captu hominum lemedia ac dona tribuit, quibus praedicti sui in recta et antiqua Catholica lleligioue constantes permaneant. Haec a Deo Optimo Maximo oblata quoniam ab ordine ecclesiastico prae-sertim n. tm. n. ininiinenda verum etiam priorum temporum locorunci, persouarum conditioue aliis praeterea spiritualibus remediis ac consciciitiaruni consolationibus adhibitis augenda sunt et propaganda, uon potui quin ad devotam oviurn mihi coinmissarum petitiouem Sauctitati Yestrae huniiliter signisicarem, jam ante trienuium vuria prodig-ia ac signa in colle Metulseki (qui locus iu moutibus Styriae ac Carnioliae ad medium mi Mare Germ™111 ab Oberburg meae Labacensis dioecesis distat) di-versis hominibus apparuisse divinisque iiumitis tandem aperte siguisicatum esse, ut in pracfato colle Metulseki templum B. V. Mariae couseerandutn ex-strueretur; ad quam rem cum ego loci Ordinarius metuens dicerem, eos phantasmate duci; et ne inalus 69 aliqnis spiritus, ne qna fraus dolusve subesset, an-uueie haesitarcm, me punivit Deus, Vil.° S1.! saucte affirmo, statim nocte snhsequenti pedes ac crura adeo mihi intumuisse ac dolere coepisse, ut per octiduurn recte incedere nequirem, donee scilicet in "igilia Pentecostes ob adventura peregrinoruin fre-queutissimum mei me coherent qaodamaiodo, ut asello impositus ad dictum collem vcherer, ubi de-cantatis vesperis e vestigio pmtinam imo etiani Äieliorem Sanitätern recuperavi. Hlud praeterca S'i Vtr«e celare non possum, quod cum succisis jam tune arboribus ad locum eum perlustranduni equi-tassem interrogaremque quis ille esset locus, in quo flatninae essent visae, illis unanirniter (aderat enim honiinum multitudo maxima) respondentibusque, cum esse locum, in quo equus meus consisteret, ^deo profunde statira equus ungula suffodit, lit ex equo descendere fuerim coactus designans scilicet locum, quern elegisset Dominus. Taceo Beatiesime Pater de flarnmis in dicto colle frequenter visis: praetereo de virgine quadam paralitica bujus rei voto mirabiliter liberata: de stella perlucida, quae duni sacrum legeretiir in eodem loco hota meridiei a multi« milibus liomiuum Capellae buic irominere ponspiciebatur: de duobus infantibus, quorum ex infirmitate alter (alter quod in aqua subniersus esset) obierat, vitae restitutis. Item de alia quadam puella ab infirmitate sanitati subito restituta: de aliisque quam plurimis (de quibus omnibus exami-patis sub jurejurando testibus certa est sidcvs) quae indies ad invocationem B. Mariae semper V. ibidem accidunt miracula. Uuum hoc praeterire nequeo, cum ad omnia propemodum festa, turn praesertira ad festa Paschatis Pentecostes Natiuitatis B. V. et Assumptions ejusdem tantam homiuum ex Styria, 70 Carinthia, Carniolia, Dalmatia, Croatia aliisque regionibus devotissime ad dictum collem undique convenire sacrificioque Missae, conciouibus ac Ves-pertiuis precibus interessc ut uonnunquam uno et eodeni tempore licoat nuuc decem nuuc viginti mine etiam triginta milia hominum, quorum cou-scientiae, ut majori amplioriquo spiritual! gratia reficiantur ad Dei Oinnipotentis cultum calaminosis hisce temporibus ad aiigendum iu honor: B. Mariae Bemper V. et ad auimarum multarum salutem et consolationein Sanctitati Vcstrae ego et naei sub-diti humiliter rogamus, Sauctitas Vestra Apostolicae autboritatis plenitudine hanc gratiam impertiri dig-netur, ut in supra nominatis fcstis Paschatis scilicet, Pentecostes, Nativitatis B. Mariae V. et Assumptions ejusdem omnes Christi fideles contriti ac rite con-fessi dictam novaui Ecclesiam B. V. in colle Me-tulscki devote visitantes indulgentiam plenariam obtineaut suorum peccatorum aliaque ampliori spi-rituali gratia pro singular] Vestrae Sanctitatis pru-dentia ac pietato concedcnda et temperanda refici-antur. Cui humillimae pctitioni, ut Sauctitas Vestra cleraenter anuuere dignetur per viscera niisericor-diae Dei Nostri J. Ch. rogamus Deum Omnipotentem pro felicissimo successu Vestrae Sanctitatis ejusque incolumitati assiduo oraturi. Ego interea me, meam Labacensem Ecclesiam grcgemque uiibi concreditam Sanctitati Vestrae quam humillioie com-mendo. Oberburgi —. Sanctitatis Vestrae bumil-linius. Capellanus Petrus Episcopus Labacensis.x) Laut diesem Vittschrcilicii und zweier hier in der Kirche vorhanden gewesener bildlichen Darstellungen huttcn sich also allda aus dem Notul-Hiigel im Jahre 1558 drei l) Copic zu M. Ncnstift. 71 Flammen gezeigt und sind ucbstdem daselbst auch noch andere wunderbare Zeichen zum Vorscheine gekommen, welche nichts anderes andeuteten, als daß an dieser Stelle eine Oirche der Mutter Gottes zn Ehren erbaut werden sollte. Der damals in Obcrbnrg residircndc Laibacher Bischof P c^ tcr von Sccl'ach (1558—1568) wollte anfangs solchem Gerede nicht trauen und zögerte er deßhalb seine Einwilligung zu dioscm Kirchcnbanc zn ertheilen, wnrde aber dafiir mit einer Geschwulst an den Füssen nnd mit einem heftigen Gliederreißen bestraft. Nun erst, nnd zwar am Vorabende Vor dem hl. Pfingstfcstc entschloß er sich über Zureden seiner Hoflcntc und wegen der großen Menge der herbei kommenden Wallfahrer den besagten Hügel zn besuchen. Dort angekommen fand er den Wald bereits ausgerodet und als anf seine Frage, wo denn die Flammen erschienen wären, das Volk ihm zurief, eben an der Stelle, wo er sich mit seinem Ncitthicre befinde, habe sogleich das Thier mit dem Hnfc die Erde so tief anfgcscharrt, daß er^dcr Bischof, gcnöchiget war, abzusteigen. Hier an dieser Vtcllc erlangte damals der Bischof nach Absingnng der Vesftcr seine Gesnndycit wieder und cbcn da wurde sodann wahrscheinlich in den Jahren l.558 nnd 1559 die Kirche crbant. welche alsbald unter dem Naincn .Maria Neu st ist in Steicrmart nnd in den benachbarten Landern bis nach Dalmaticn bekannt und besonders an größeren Festtagen su zahlreich besucht wurde, das; manchmal zehn- bis drcißigtausend Menschen zugleich allda versammelt waren. Wahrscheinlich im Jahre 1563 sah sich der Bischof Peter veranlaßt, mit obiger Snftplik in Nom um Ablaße und Privilegien für diese Kirche einzuschreiten. Aus dem cbcn hier Vorgebrachten nahmen die lutherisch gesinnten Landstände Krains Anlaß, in ihrem an den Landcsfnrstcn gerichteten Rcskrivtc vom Montage nach dem Lichtmcßtagt, 1566 den Bischof P ei er zu verdächtigen und ihn sammt der katholischen Kirche zu schmähen, indem 72 sie schrieben: „Auf daß auch Ihr filrstl. Durch l. hievor dcm jetzigen Herrn Bischöfen zn Laibach auferlegt bis auf Ihr fiirstl. Durchl. vorhabende christliche Reformation die Aegcr-nisse bei seiner Pricstcrschaft so viel möglich abzustellen und sonderlich die Kanzel mit tauglich geschickten ehrbaren Prc-dicanteu zu versehen darüber haben die Stand E. E. Landschaft uud das Bolk inl Land bisher wenig fruchtlmrlichcr Lehr und Exempel empfangen allein das ihnen der Herr Bischof bisher am meisten obgelegen sein lassen, daß er aus Nngc-bung uud Schwärmerei einer leichtfertigen Vcttl an einen fturgigcn Ort uit weit vuu Obcrburg gelegen ein Neustift aufgerichtet hat damit er sein Wein und Trcid den cinfälti-gcli Leuten die zu bcuauutcu Tagcu in großer Auznhl dahin kommen, dcstbaS versilbern nnd sein Portion von den darbrachten Opfern uud Gaben haben mag welches allen dcncn dic Gott und sein Zeugniß mehr als solcher aufgerichteten Abgötterei und erdichten Ablaßglanbcn ein schlecht Exempel uud Bescherung gibt." ^) Die vom Bischöfe Peter crbantc Kirche war 17 Klafter lang uud 8 Klafter breit, durch zwei Arkaden vou je 3 Säulen in 3 Schiffe getheilt, war im Chore gewölbt, im Schiffe aber mit ciucr hölzernen Fcldcrdccke versehen. Das Visitationö-ProtokoU von 1631 enthält folgende Beschreibung über diese Kirche: NLQlL8iH habet 11 altaria: 1. in cboro B. V. Mariae, con-secratum, 2. in mcdio ecclesiae S. Cruci dicatum, cui retro adliaeret Crucifixus inagnus; 3. s. Annae dicatum a cornu Evangclii; 4. s. Mauritio conse-cratum, 5. s. Helenae consccratura, 6. s. Nicolao coasecratum, 7. s. Oswaldi ad murum ecclesiae posituni prope fcnestram a parte Evaugelii, con-secratum, versus S. Annae constructum, 8. s. Ur-bani ad tertiam columnam ex parte Epistolae, ') Mitthl. d. h. V. f. Kmiii 186?, S. 55 73 9. S. Michaelis Arch, ad secundam columnam ex parte Epistolac, 10. s. Joannis Bapt. ad primam columnatn ex parte Epistolae, 1L s. Ursulae con-secratum a cornu Epistolae. In choro est taber-naculum lapideum ex parte Evangelii. Ecclesia non est strata tota coemeuto — est elegantis struc-turae. Ordinavit altare s. Crucis in medio ceele-sjae et illud s. Oswaldi destiui statiiu; pro alta-ribus s. Annae et s. Ursulae novas icones fieri. ®ic2l(tavcNr. 4, 5 imb6 lucrbcu au ben k ci hätten in seiner Gegenwart 100 fl. gegen den übcrsclMcn Schuldschein des Johann Wagcnring in Ncustift erhoben nnd selbe durch cincn Äothcn zngcscndct. Am Feste Klkn»o iiä nivo8 seien Wahlfahrcr aucz Michclstätten, Monsburg und Aich nach Nrllstift gekommen. Herr Vtcfthan habe sich als angrmaßtcr Pfarrer zu Ncnstift ärgerlich bcnonuucn und Christoph Treiber, welcher mit seiner Monsdurgifchcn Pfarre gekommen, habe zn Ncustift gcprcdigct. Ein ?. 8. besagt: „Der Maller ist wollulcissig m,d hat schon ^,iß auf die looa inloi naliu die Arbeit verricht." ^) Der Vlalcr hies; Nikodcmns Wcisman, Bilrger van Villach. Die vielen Freökogcmnldc, welche die Wände dieser Kirche zierten, werden demnach 1586 angefertiget worden scin. 2610 am 5. August kmisckrirte V isch of Thomas m der Kirche allhicr 3 Altäre, nämlich 8. 0«du1äi, 8. ^lioo! ui und 6. HoloiiÄo. ^) ') Obcrb. Arch. ^) El>cn dort. 74 1620 den 29. August schreibt dcr Bischof Thomas C h r ö n von Graz dem Skaliser Pfarrer M a rtin (šbenpcrgcr: Desiderabamus ad nativitatem B. M. V. adesse apud novuni Acdificium (^icitfiift), sed propter Locumtcnentiae officiura nonnisi 15. seqnen-tis mensis iter Oberburgum versus apparabimus. „Interim R";;0 Tuae commendamus , ut se ad idein fesstum ad praedictum novum Aedificium con-forat et sollicite in earn curam iucumbat, ut nihil adventantium peregriuorum devotioni ac pietati desit, officia divina sollicita diligentia ac solem-nitate peragantur et reliqua omuia prout nuper in festo assumptionis ejusdem V. praesteutnr. Pro-mulgari etiam curabit, Nos ad festum s. Michaelis in eodem loco adfuturos et, quia ad Nativitatis festum venire Caesareo officio sumus prohibiti, tune orania ilia, quae alias solemus, praestituros et quod jam neglexicius, nos couipensaturos pere-grinis intimabitur." ■—J) 16^6 am 16. September hllbcll dcr Ol'crliurger Pfarrer Adam? ro 8 okju 8 und die Zcchprüftstc S i m o n liit'oi und Hanttö 1i,ep6N8o^ 1000 st., bestehend aus ersparrtcu Kirchengeldern nnd ans einem Darlehen von Z00 fl. des Bischofes Thomas, kci dcr Landschaft in Kram für die Kirche in Neustift angelegt. , ,, Diese Kirche wurde am 23. Mai 1650 ein Raub dcr Flammen. Bei dcr Schnelligkeit nud Heftigkeit, mit welcher daselbst daö Feucr wüthete, kountcn nur sehr wenige Gegenstände aus dcr lnenucudeu Kirche gerettet wcrdcu. Eiu Zimmcrmann aus Obcrburg, welcher dabei mit Luschen im Thurme beschäftiget war, tountc uur durch eine» Sprung vom Thurme dem Fcuertode entgehen nnd rtttetc dadurch sein Leben. ') Obcrb. Arch. 75 Diese Kirche war auch in ihrer letzten Zeit nur im Chore gewölbt. Ihre Wände waren mit Fresko-Oemälden bedeckt lind hatte dieselbe wie ursprünglich 11 Altäre: den Hochaltar am Chore nnd 10 Altäre im Langhausc uud zwar: im rcchtscitia.cn Ncbcnschiffe (ox ft:^,to 1^vll,uz;olii) die Altnrc 8. ^Vnu^o und 8. I)>8u!uo, inl linkscitigcn Nebcn-sclnffe die Alläre «. ^08(isnud «. (^kaldi und 6 Altäre an den Arkadcupfcilcrn. Nachdem das aus dem Vrandc noch übrig gclilicbcnc Kirchcngcmäilcr bis in den Grund abgetragen war, wurden die Fundamclllc für das Schiff der nimmchrigcu ncucu Pfarrkirche auf der Araudstättc schon im Winter 1851 ausgemauert. Mitte März 1851 wurde aber dieser Van unterbrochen, weil die hier beschäftigten Maurer nachObcrlai-bach zur Fortsetzung und Vollenduun. des dorugeu Kirchcu< daucs abgehen unißtcn. Erst im Frühjahre 1852 wurde dcr Kirchcubau hier wieder iu Augrisf gcuommcu, der Grundstein den 2. Mai d. I., als am 3. Sonntage nach Ostern, vmn Oberbnrgcr Dcchante Franz Brnuucr feierlich geweiht uud die Kirche im darauf folgenden Jahre 1853 in so weit vollendet, auch mit dem Nothwendigsten eingerichtet, daß sie am 13. August 1853 vom Lcwantcr Fürstbischöfe Anton Martin 8!oingok tonselrirt werden konnte. Den hiesigen Kirchcnbau hat übernommen und ausgeführt dcr schlichte Maurer aus Oii-KIs iu Krain, Namens Matthäus ^loävoä vulgo I^iutor, welcher sich als gcuialcu Meister iu seinem Fache schon durch die Erbauung der Laibacher Domtuftpel erwiesen hatte. Die neue im romanischen Style erbaute nnd mit zwei Glockentliürmcn versehene Kirche ist nuu mit 5 Altären nnd mit allen sonstigen erforderlichen Oeräthschaflen und Einrichtnugsstückeu recht reichlich und geschmackvoll ausgestattet. 76 Die Pfarrkirche besitzt cincn Hochwald im Flächenmaße von 12 Joch 1367 H!I(. Am Hügel hinter dem Chore der Pfarrkirche stehen imicrhall» des Friedhofcs zwei Kapelle»', nämlich eine hl. Grabkapcllc nnd cinc hl. Noscnkranz-Kapcllc, Erstere bc-stcht aus 2 Abtheilungen nnd hat cincn konsckrirtcn Altar. Zu dicscr Kapelle führte eine hölzerne mit gemauerten Pa-rapctcl» versehene Stiege. Am obereren Ende der Stiege waren anf den Parapctcn zwei steinerne Statncn aufgestellt, nämlich eine Maricnstatnc und cinc angcblick den Äischof Peter von Sccbach darstellende Statnc. Diese Stiege wnrdc 1848 hinweg gcränmt nnd wurden die beiden Statuen bci der ncn erbauten Kirchhofsticgc aufgestellt. Die zweite anch mit einem Altare versehene Kapelle soll angeblich cinc Brudcrschaftslapcllc gewesen sein. Unter dcr Kirche an dem über den bnmloo führenden Fußwege steht cine Kavcllc odcr ein Fcldtreuz mit einer reinen Wasscrquellc. Das dort angebrachte Chronogram „I'lioUH« <ümöu bouevIXoilit iiliVa» I8w«" besagt, daß dcr Bischof Thomas diese Quelle 161? geweihthat. ,1,.^lM., ', Die Filinlkirchc» der Pfarre Ncllstijt. 1. Die St. Nikolauskirchc an der Straße unter Ncustift. Dicsc war die älteste Kirche in der Gemeinde I'ii-ovsok nnd besaß lant Obcrbnrger Stiftsurbarc von 1426 (p. 3.) cincn Unterthan Namens kotok, welcher ihr zn zinscn hatte. Äci dcr am 22. November 1631 hier stattgcfnndcncn Visitation wnrdc ssolacndcö aufgezeich- net: Ecclesia s. Nicolai in Tyrossek. Iu ista eccle-sia tria sunt altaria consecrata. Iu cboro dicto Sancto consecratura; in cornu Evaugelii altare s. Oswaldi et 3. altare in cornu Epistolae s. Cruci dicata. Haec duo destrui ordiuavit. — Habet unum pratum, vaccas 32, oves 24. 77 Vor 20 Jahren wurde bei einem Besuche dieser Kirche Nachstehendes über dieselbe uotirt: Das Kirchen-gcbältdc ist klein nnd unansehnlich. Der Chor hat ein Nippcugcwölbc, das Schiff aber eine Hulzdcckc. Die ursprünglich spitzbogigcn Fenster des Chores waren niedrig mW schmält. Von diesen sind ein Paar vermauert, die anderen erweitert. Die Sakristei mit ihrem gothischen Thore ist das Erdgeschoß des früheren, dcmolirten Thurmes. Der dcrmaligc vor dcm Hanptportale stehende Thurm wurde im Jahre 1717 erbaut. Vou den darin hängenden 3 Glocken ist die langgestreckte mittlere Glocke (ohne Aufschrift) die älteste. Die kleine Glocke ist vom Jahre 1728, die große aber vom I. 1801. Außer dem Hochaltare hat die Kirche noch zwei Nebcnaltärc.- «. Mainoi und 8. Vulentim. Diese alte Kirche wurde sammt dem Thurme im Jahre 1869 ganz niedergerissen nnd wurde die Grundsteinlegung zum nencn Kirchcnban alldort am 6. Iuui (3. Sonntag uach Pfingsten) 1869 vom Obcrburgcr Dcchante Io-srf I'^I o i'.j u,u öi L feierlich vorgenommen. Vollendet wurde dieser Äan im Jahre 1872 nnd wurde die neue Kirche dom heimischen Pfarrer, Kasftar Oorui 1c > am 28. Juli (10. Sonntag nach Pfingsten') desselben Jahres geweiht. Diese Kirche ist ciu Ccntralbau und hat einen Hochaltar 8. ^ioolui nud zwei Ncbcualtärc in den Scitcumschen. Sämmtliche Altäre sind neu nnd recht elegant. 2. Die Filialk irch cuuscrcr lieben Frau in Stcingrnbcn, an der Straße zwischen Obcrbnrg nnd Ncnstift. Da diese Kirche im Oberb. Urbare von 1426 gar nicht genannt wird, so hat sie damals wahrscheinlich noch nicht bestanden. In ihrem Style hatte diese Kirche viel Achnlichkcit mit der 1604 crbnntcn St. Michaclskirchc ob Praßbcrg, wcßhalb wir füglich annehmen tonnen, daß die ob dem Tri-nmpfbogcn stehende Iahrzahl 1618 das Jahr der Erbauung oiVscr Kirche bczcichuct. 78 Ueber den Zustand und zur Geschichte dicscr Kirche können nachstehende Notizen gebracht werden: 1631. Ecclesia B. V. Mariae in Stangruben habet 4 altaria: 1. in choro B. V. Mariae dicatum, 2. a cornu Evangelii s. Aegidio, 3. a cornu Epi~ stolae s. Annae et 4. in medio ecclesiae s. Cruci dicatum. Oidinavit quartum altare destrui. Habet vaccas 52, ores 57. CSJifit. SBrot.") 1856. Die Kirche in Stcingrub ist im Spitzliogcn-Stylc aebaut, nur sind die meisten Fenster schon verbaut. Der Chor ist gewölbt, das Schiff trägt alier cinc Diclen-dcckc. In der Kirche befinden sich 3 Altare, im Chorc ein alter Marien-Altar, im Schiffe rechts (Ev. S.) ein 1676 errichteter St. Antoni- uud liukö ein St. Helena-Altar. Im Thurme sind 3 Glocken. Die älteste derselben ist die kleine mit ihrer in gothischen Minuskeln ausgeführten Aufschrift: ,, und 19. Oktober 1774 fi'ir die Fnndirnng des Vikariatcs 2000 fl. eingesammelt, meistens von Iimglingcn und Mädchen, vou Knechten und Mägden, selbst von Inwohnern nnd audcrcn ärmeren Leuten, welche zn diesem Zwecke mit Freuden ihre Opfer brachten. Hiczn habe er anch noch aus sciuem Elgcuen einen Betrag von 5)00 fl. legirt, weshalb cr nun um dic Ausfertigung des Fuudationsbricfcs bittet. Dieser Stiftbricf wurde endlich am 27. Juli 1786 ausgefertiget. Dariu heißt es, es hätten zur Errichtnng des Cnrät-Vcncficiumö M. Ncuslift gestiftet: Priester Matthäus Justin 500 ft., dann der Kirchcuvrovst Valcntin Nifcl und viele andere Wohlthäter 6500 fl.; ferner habe zn dieser Stiftung PanlNadveiuik einen Küchcngarten gegeben und endlich seien dem Knratcn allda auch 100 ?o1ovuik Hafer zugewiesen, welche bisher der Obcrbnrgcr Pfarrer in der Gegend von Ncustift zn beuchen hatte. Dagegen sott aber der ^urat fnr feine Pfarr- ei Lau. Orb. Arch. ') Ebcndort. 80 gemeinde und für die Wohlthäter jeden Sunn- und Feiertag cinc hl. Mcssc und für dm Stifter Matthäus Justin jeden Freitag iu der Fastenzeit auch eine hl. Mcssc aftplizircn, ucbstbci auch noch alle Scelsorgcdicnstc in der Pfarre leisten. Dann soll der Knrat dem Pfarrer von Oberbnrg jährlich 100 fi. zahlen als Entschädigung für die diesem cntgangcnc Hafcrkollcttnr; für den Knchcngartcn aber jährlich cinc hl. Mcssc auf dcö ^aclvožuik Meinung lesen lmd cincn Stcncrbcitrag von 6 tr. entrichten. Die Pfarre selbst oder das Vitariat, wie dicsc Scel-sorgestation damals genannt wnrdc, ist schon am 1. November 1774 ins Leben getreten. Eingcftfarrt wnrden hiehcr der obere und grüs;crc Theil der Gcgcnd'lil-ovLek, d.^i. die der Drict zugewendeten AbdachnngendcrUoniuii, dcs öorniloo und des Volovlok, dann das obere Drietthal limn (loiuilac; bis znr ^lu^Luie». Arückc unterm NopLiisok und> dic Gegend IVlüökov knt^ d. i. die jetzigen Gemeinden Ncustift, St. Nikolai mit der dortigen Kirche und der obere Theil von Stcingrnbcn sammt der Marienkirche alldort. ^lli^M Pfarrsvorstchcr. ^ilstiu MattHans, Pfarrer voin 1. i>covcmber 1774 bis 20. Inni 178l. Er war 0po,luiu8 in Xiivoii 1756, (Mcisto,- in Okouinl», bis 1772, dann hicr in Ncnstift bis 1774 nnd ist Mitstiftcr des hiesigen Pfarr-Bencficimns. -<üli jii^'')^', Kl-int.^n Blas, Pfarrer 1783 bis zn sciucm Tode, ^6. Mai 17!)1. War Pfarrer in Lculfch l,is 178 l. Voi-oo Vi a t h i a s, Pfarrer vom Z. Jänner 17^)3 bis ^3. Fcbrnar 1807, dann Pfarrer zn St. Martin au der Pak, wo er am 18. Dezember 1811 als Ilibcl-priester starb. Er war ^.lumuiis im Collegium zn Obcrbnrg 1763—1765, Kaplan in Lcntsch I765 — 1768, zn Monlurcis 1768, in Praßbcrg 1773— 1775, Pfarrer zn Süssenhcim von 1?80 bis 1793. 81 Schutzmann Georg, Pfarrer vom 1. August 1807 bis 30. November 1808, war Kaplan in Schönstem 1782, 1783, in Trifail 1783 und 1789—1791, in Praßbcrg 1800, 1801, Kuratbcncfieiat in Schönstem vom 1. Dczcnibcr 1808 bis 1815 nnd starb in ^Franz an: 25. Novcnibcr 1819. D ras oik Ntatthäns, ein Frianlcr, Pfarrer vom 7. April 1809 bis Ende 1812. Er dientc in Karn-ten als 5taplan zn St. Jakob iin Nosenthalc, zu Ariwldstcin, St. Stefan bei Finücnstein, als Kurat zu St. Ulrich am Iohanuesbcrge und al^ Pfarrer am Dicx. Nach 1812 war er Pfarrer zu St. Andrn ob Hcilenstcin bis 23. April 1821 nnd starb im Ruhestände am 19. November 1821. ^ußctzIgnaz, als Pfarrer eingetreten am 1i). März 1813, ausgetreten am 23. April 1820. Geboren zu Wcichselbnrg in Krain am 26. Juli 1784, ordi-mrt am 27. Angnst 1809, diente er alö Kaplan zu Schönstem 1810—18l2, als Provisor zn Vt. An-drä ob Heilcnstcin 1812 und hier in Ncustift 1812, 1813, endlich als Pfarrer in Mötnik seit 1820, vou wo er 1826 anf die Lotalie St. Ulrich in 2^>iÄua bei Obcr-Laibach abgegangen ist. ^citz Martin, Pfarrer, installirt am 18. September 1820, gestorben hier am 26. Oktober 1s<)8. Geboren zu ^ass0l-8n, Dekanat Oirkun in dcr Görzcr Diözese, ordinirt am 13. November 1814, diente er als Kaplan zn St. Margarethen bei Völkermarkt 1815, zu Schwarzcubach 1815, 1816, zu Schwa-bcgg 1816, 1817, in I(!nda8mea 1817, zn Vlei,-burg 1817, in Ncifnik 1817, 1818 uud als 5wrat in Wnchcrn 1818—1820. loLtjvuilc Andreas, Pfarrer von: 23. Apvil 1839 bis 22. April 1,840. Geboren zu St. Daniel in Nnswald am 13. Oktober 1798, ordinirt aw 7. Al^ e 82 gmt 1831, pastorirtc cr als 5taplan in Obcrburg 1832, l833, in Nicz 1833, 1834, zu St. Paul bci Pragwald 1834—1839, cbcu dort nls Pfarrer von 1840 bis zu seiuciu aiu 18. Februar 1865 cr-folgten Todc. ?ovi<: Gregor, Pfarrer vom 16. September 1840 lns zn sciueiu Todc, 15. April 1844. Geborcu zu Alt-lak in Krain cun 25. Jänner 1803, ordinirt am 7. August 1831, diente cr als Kaplan zu St. Lo-rcnzcn in Xiaju^ 1832, 1833 nnd iu Guuolnz 1833—1840. Scin dcrnftrcncs Lcbcu ni^d Wirkcu ist beschrieben im Iahrbnchc Ol-odtiuoo 1847. vni-uik liaspar, Pfarrer seit 10. September 1844. Geboren zn Ober-Oöriach in Krain am 29. Dezember 1807, ordinirt am 4. Angnst 1835, dieutc cr ^ , in Kärnten als.Kaplan ain Töllerberg 1835, 1836, zu Eberndorf 1830, 1837, zn Maria am Scc 1838, 1839, als Provisor zn St. ttconhard in der Mtci 1837,1838, iu Nmtcnberg 1838, zn St. Jakob au der Miß 1838 nnd iu Outcustaiu 1839-— 1844. Er hat hier seit 1850 ganz nen aufgcbaut die Pfarrkirche nnd die Filiale St. Nikolaus, erweitert nnd rckonstnürt die Marien-Kirche in Stcmgrnli, den abgcbrantcn Pfarrhof sailunt Wirthschaftsgcdäudc wieder uud zwar sehr solid aufgebaut, cben so auch das Meßuerhans, welches cr zuletzt noch um so viel erweiterte, daß nnn ein Theil desselben für die Schnle vermietet werden tonnte. Nebstbei hat cr die Pfarrkirche nud die Filialeu nclt und reich aus« , gestattet. Iu Anbetracht allcr dieser seiner im Jahre 1875 zn Eudc gcbrachtcu Schöpfungen konnte mit Fna nud Necht acsaat werden: VenerablLls paroChVs CasparVs Dornlk noVa fcCIt oMnla. 83 Von 1780 bis 1809 war hier auch ein Anshilfs-Pricstcr als zweiter Seelsorger angestellt. Dotation dcr Pfarrpfninde. Der Pfarrer hier hat zwei kleine Gärten znr Bc-mitzimg, den cincn mit 232 lll^- hat, wie schon bemerkt, Panl ^aavožuil^ znr Pfründe gestiftet, der andere mit W l^zK. wnrdc aber ans cincr voin F r a u z ru8t0»I«m86^ um 10 fl. CMz. crlanftcn Huth-wcidc hergestellt. Ferner hat der Pfarrer zn beziehen : ll.) 20 Mctzcn Hafer nnd einige Käscgroschen, wofiir cr nbcr laltt Stiftbricf vom 1786 nnd nachmaliger k. k. Hofvcrordnnng voin 15. Oktober 1837 dein Pfarrer von Obcrbnrg jährlich 42 fl. östcrr. Währ. als Ent-schädignng zn zahlen hat; d) das erforderliche Ärcnnholz, nnd zwar, das harte anö dcr herrschaftlichen Waldnng, das weiche aber ans dem Mrchcnwaldc. Die Pfarrsgcmeindc ist vcrftfllch-tct, dicscö Holz nncntgcltlich znm Pfarrhof zn stellen, o) Die Stiftnngö- nnd Stollgcbnhrcn. Erstcrc betrugen im Jahre 1861 fl. 165 kr. 32. Dazn gibt dermalen dcr Ncligionsfond al6 Kon-grua-Ergänznng 104 fl. 36 kr. D e r P f a r r h o f. Urspriinglich wnrdc hier bei dcr Kirche ein hölzcncs Hans znr Untcrknnft der Priester cr-bant. 1772 wnrdc an einer anderen Stcllc cin Hans zu gleichem Zwecke anfgcmanert, wclcheö aber am 23. Mai 1850 sammt dcr Kirche niederbrannte nnd in den Jahren 1855 bis 185)8 sammt den Wirthschafsgcbändcn neu anfgcbmtt wnrdc. ^ Die PflM'slllattilc» werden hier geführt nnd sind vorhanden seit 1, November 1774. 6" 84 Pfarre Zt. Faven in 2t.r2.2S. Die St. Varlmratirchc in str^e. Auf dem auf dcr^tadlnannsdorfcrHuthmcide sich erhebenden Naseuhügel, genannt uu, »tra/iili'), stand chenials eine zur Pfarre Oberburg gehörige Filiallirchc 8. i; arlill,,-lln V. 6t N. Im Obcrburgcr Urdarc 0on 1426 wird diese Kirche nicht genannt, cö steht deniilach zu vermuthen, das; sie erst nach' 1426, etwa zur Zeit einer Pcstscnche sI447, 1474 oder 1543) der hl. Barbara, als der Schinzheiligen in Vtcrbcsnöthen uud gegen die Pcst, zu Ehren erbaut wurden ist. Ueber diese Kirche konnten nur nachstehende Datcn aufgefunden werden: 1569 den 16. Jänner berichten dic Zcchlcutc dcr St. Barbara-Kirche zu Fratmannödorf (I^aä. mil'jo), der selige F. Bischof Peter habe „zwei Fäßer Wein, zilsainincu „5)2 Einpcr pr. 4() kr." genonnncn, danin erst 9 fl. bezahlt wurden sind, nnd bitten^ es möchte hiefiir auil dcni bischöflichen Verlasse der Nest der armen Kirche ausgefolgt werden. (Oberb. Arch.) 1631, die 11. Novcmbrie. Ecclesia S. Bar-barae in Fratmansdorf na Strashah, iu qua tria sunt altaria. Uniun iü choro dictae Sauctae diea-turn. Alternm in cornu Evangelii S. Bartholoiuaeo dicaturn, tertium in cornn cj)istolae S. Paneratii, consecratum. Ordinavit fcuestras vitreas aceomo-dari, nt aperiri possint. Habet unara vineam, vac-cas 37, ovcH 13. (iüifit. Kvot.) 1663 an? 7. Juni ertheilte Papst Alexander VII. der Oberburger Filialtirchc St. Barbara nnd der bei dieser Kirche bestehenden St. Barbara-Brndcrschaft einen 60täa,i-gcn Ablasi. (Obcrb. Arch.) ') 8»,!"^«, die Wache. Vermuthlich wird zur Zcit der Tiirklüiciiiftillc odcr dcr Pest auf diesem Hligel ciii Wachpoftcli gc-wescii sein. 85 Diese Kirche hatte zwei, noch jetzt bestehende Konkurs-tagc, nämlich den sogenannten Schöusonntag (straslca uo-« a (lnik, später Pfarrer in Nicz, dem hl. Franzis-tus Xcwcrius zn Ehren einen Altar zu errichten und zn ihm, l>t. IVlmoi8ou8, die Znflnchl zn nchincn. Diesen 3lath befolgend bestellte Achaz 8 t >' i iuer, damalö Konunissar in Oderbnrg, nach eingehohltcr Ordinariatö-Vewillignng ein Vild dcs hl. FranMus, um dasselbe in der St. Barbara-Kirche na l>N-Äi:üi aufzustellen. Dicseö vom Michael Nainwald^) w Laibach gemalte Altarbild wurde am 2. Dezember 1715 in später Adcndstunde nach Obcrburg itbcrbmcht und von da noch m derselben Nacht in Vcglcl-N'ng dcs Kommissars Achaz 6t i-žiu oi- nnd dcr Priester Ioh. M. ^Höol-Hällilc nnd Io scf Lotv.j znr St. Barbara-Kirche übertragen und dort sogleich auf dein Seiten» altarc (in c;<»uu opwolao) aufgestellt, so, daß schon tags darauf, am 3. Dezember. duS Fest des hl. Franziskns X. allda gefeiert nnd an dem daranf folgenden St. Barbara-Tage das hier in großer Menge versammelte Volk auf das Lelien und die Wundcrthatcn des großen Indiancr-Apos'.clS nllfmcrksam gemacht uud auf seine Hilfe gcwicsen wurde. Dazn kam noch, daß anch cbcn damals eine hier in 8ti'^io heimische, gewöhnlich ktrnüka ^ora genannte Weibsperson ') Pfarwrchiu iu Xavcri. ") Neillwaldö, Ztor/inor's und drS Bischofct« Schratteubach Porträte befinden sich im Psarr» Hofe zu S>. Haucri. 86 öffentlich belauntc, sic sei durch die Fürbitte dcö hl. Franz vonT., auf wclchc sie von ihrem Beichtvater Achaz 8tl'2M6i-am 13. November 1715 gewiesen wurden war, von ihrcr langwierigen Angenblindhcil wunderbarer Weise geheilt morden. Hierübcr faßte daö Bulk cm großes Zutrauen zum hl. Frauz.^. und je weiter sich die Kunde hicvou verbreitete, desto zahlreicher kämmen die Gläubigen herbei nach Kt,l'a,io zur Verehrung dcö neuen Gnadcnbildc^. Auf dieses schnelle Ausblü'hcu dcs hiesigen Gnadcuurtcs wurde daiualö folgender Neiui gemacht: „Eiu Kirchel alt in« sti'aycil«, Waldt lavier crlvclt, Macht Knud der wclt Weil er besundcr ncuc Wuudcr dahier gemacht, Kirch fahr taufbracht." Dies veranlaßte den Kommissar 8 trxi u 6i-znerst schoil 1717 cinc ncuc Knftclle an die St. Barbara-Kirche, und zwar an dcr Epistelseitc anzubauen, wclchc vum Michael Naiuwald ausgemalt nud in wclchcr cin nencr Altar mit Kem Gnadenbildc deö hl. Franz aufgestellt wnrdc, cin Paar Jahre später aber allda eine Kirche dem hl. Franz von 5. zn Chrcn zn erbaucn. Die Gnadentirchc 8. ^llmoisci Xavoi'ii. Dcr Grnndstcili zum rcncn 5tirchban wurde vom Lnibacher F. Aischofc Wilhelm Grafcu Leslie am 8. Iuui 17^1 gelegt uud im Chorabschlusse ciugcinaucrt. Dic in diescni Grnudsteinc verwahrte K'uvfcrftlntte führt foigcnbe 3fiifif)rift: Anno 1721. S. Jauii Guillielmus S. K. I. Prineeps et Comes de Leslie, Episcopus Labacensis primum lapidem posuit ad honorem S. Francisci Xaverii Innocentio XIII. P. M. Oarolo VI. Rom Inn). Dieser Kirchcnbau wurde 1725 volleudct und wurde iu cbcn diesen: Jahre dic alte St. Barbara-Kirche, ül'cr wclchc sich dcr Neubau erhob, dcmolirt. Kouselrirr wurde 87 die neue Kirche von, F. V. Felix Grafen von S ch r o-tenbach am St. Simoni-Tagc 1728. Achaz 8tixiu6i-, welcher gleich beim Beginne dcr Wallfahrten zum hiesigen Gnadcinn'tc allhicr ein Paar Häuschen znr Acqnartirnng der Priester nnd Wallfahrer angckanft nnd adaptirt hatte, cstng nnn, nachdem die neue Kirche hergestellt war, daran, auch ein solideres nnd geränmi-gcrcs Hans znr Unterbringung der hier pastorirendcii Priester und distingnirtcrcr Wallfahrer allhier anfznbcincn. Der Ban dieses Hanfes, des dcrmaligen Pfarrhofes, wurde 1730 in Angriff genommen nnd 1733 zn (indc gcfiihrt. Dic Wohnung habeu in diesem Hanse, im oucrcn Stockwerke, zncrst bezogen der Direktor Ach. 8ti-xi uoi' nnd dic Knra-ten Thom. äimouöii:. Ant. Küßt, Nott Josef, Kran er P ank. nnd Trost Josef. Inzwischen war der Nnf dieses Gnaden or tes anch schon ülicr die Grenzen des Kaiserreiche,? gedrungen nnd sind kic Pilger in immer größeren Scharen znr Verehrnng des hl- Franz X. hiehcr gezogen. Die größten Kontnrsc warcil hier zn Ostern, am 1. Mai, zn Pfingsten, am St. Iatol,- lind St. Anna-Tage, am I?ui-tjuu«uIu.-Tage und am Festtage I). V. U^iiao aä uiv<28. Am Vorabende vor diesen Tagen kämmen vou 2 Nhr Nachiuittags bis in den späten Abend in nnnnterbrochcncn Prozessionen heran gezogen die Steirer von Cilli hcranf, die Kärntner iibcr Lanfen nnd die Krainer über Obcrbnrg. Die von 5tärntcn nach St. Xaveri führenden Wege waren besonders an dcn Gebinisnbergängcn dllrch Inschrift-tafeln bezeichnet. Eine solche Tafel ist noch vorftndig am lolkti vi-Ii ob Wcißwafscr mit der Aufschrift: Hier ist der Weg nocr Nach St. .^aver in Untcrstoicr Ueber den Foastcn Berg Dnrch den Ntartt Praßbcrg. 88 Eine zweite solche Tafel ist angebracht am Kirchhof- thorc zu St. Andrä iu Wcißwasscr, auf welcher unter dem Bilde des mit ciuem Stabc den Weg weisenden St. Xavc-rius zu lesen ist: Zu St. Andre wcisscnbach Die gncttc mainuug maä), 8. XilVLi-iu« mit dem stab Zeiget den wccg Tall ab. Es gab Pfarren, welche sich hier eigene Pilgcrhänscr bauten, so die Idriancr, deren Pilgcrhans erst vor einigen Jahren dcmolirt wordcu ist. Von hier aus verbreitete sich dcr 5kult des hl. Franz von Xaver nach allen Seiten Inncröstrcichs und anch in andere Provinzen undMldcr. Fast in allen größeren Kirchen wurden Kapellen und Altäre mit Copieu des hier in 3ti ^o verehrten Gnndenbildcs des hl. Franz X. errichtet. Daß dieser Gnadcnort in so knrzcr Zeit zu so großer Berühmtheit gelangt ist, haben vorzitglich beigetragen: I. Die vielen durch dic Fürbitte des hl. Frcmz X. erflehten wuudcrbarcu lirankenheilungen und anderen Gnaden, welche hier vrutokollirt und sodann im Drucke veröffentlicht wurden. So wurde im Jahre 1758 bei Josef Kurtzböckcn in Wien ein dem Erb- und Krouftriuzcn Erzherzog Josef gewidmetes Buch gedruckt uutcr dem Titel: „Fortsetzung Xadcrinnischcr Ehr- und Gnaden-Vurg, das ist: Gnaden und Gnt-thatcn, So auf dem Biichcl Strasse Bey Obcrliurg in nntcr Stcycrmark bey dem Gnaden-Bild des Sterbenden Hciligcu I'l-auLißoi Xavorii Aus der Gesellschaft Jesu, Von dem Jahre l 741 bis zum Ende 1757stcn Jahrs sich zugetragen". In der Vorrede zu diesem Buche heißt es: „E<5 scyud allbcrcit etliche Wcrtlcin uutcr dcm Titnl: Xavcriauische Ehr- und Guadcu-Aurg, an das Licht getrettcll. Und crstcus ist iu dem zu Grntz 1729, 89 nachmahlen in dem zu Wien gedruckten Büchlein von dein Ursprung und dein Fortgang dieser Au dacht gehandelt worden, in welchem letzteren auf alle diejenigen Gutthaten wiederholt wcrdcu, so von Aufrichtung dieses Tavcrianischen Gnadcn-Orthö, ncmlich von dem Jahre 171:",. bis 1737. in zweyen anderen Büchlein schon vorhin enthalten waren; nebst Bcysctznng derjenigen Gnaden, so viele von 1738. bis 1740. durch die Fürbitt des Heiligen Tavern vou Gott cmpfaugcn haben." 2- Die hier in 8ti-3.iL errichtete Bruderschaft 8. 1?i-an-oisoi X., welcher auch viele vmn Adel und selbst regierende Fürsten bcigctrctcu silw; und 3. insbcsuudcrs auch die Pricstc? der Gesellschaft Jesu, welche dic Aufmerksamkeit der Gläubigen selbst iu den höchstcu Kreisen auf diesen Guadcnort lcuktcu. Auch habeu hier die Icsuitcu ^.Bernhard <ü i r o u i, ?. Hcr,ncncgild Ada m, ?. Ioscf ^ p ai- ui k und k. Andreas Z a m b c r g c r in der neu erbauten Kirche zweimal Missionen gehalten, an welchen sich das Volk in nugchcncrcr Menge bechciligtc. Im Psarrarchiuc zn St. ^avcri befinden sich 3 Faszikel Originalbriefc aus dem 18. Inhrhnndcrtc. Um ersichtlich zu machen, in welch' großem Nufc dicscr Gnadcuort gestanden ist und welch' reiche Opfcrgabcn demselben zugewendet wordcu sind, soll hier Einiges ans diesen Briefen, wie auch aus dem obcitirtcn Vnchc „Xaverianischc Ehr-und Gnaden-Burg" mitgetheilt weiden. 1733 Graz 9. Juli. Juliana Gräfin von Athem bs, gcbornc Gräfin don U^ildenstain, sendet an A. 8t6i"/in<3l 1 ?1uviÄlo, 1 0H8uIu, und 2 Altarftölster. 1734 Prag am 2tt. März. V. 5k lcmcnsWiutcr 6. ^. schickt 6000 iu Prag angefertigte Aavcri-Vildcr uud ein silbcrucS Hcrz als Opfer vou ciuem hochadcligcu Fräulein; fragt, ob die Kirche etwas beisteuern werde für den Druck dcö Gnadcnbuchcs, welches or schreibt. 90 1734 Graz 14. Mai. ?. Georg ^ uiä . ^. erkundigt sich, ob ^. 8toi/iuoi- die vom ?. Lcm-getl O. ^. geschickte silberne Lamftc erhalten habe. 1735 Wien 3. Jänner. ?. Albert P n r g st a l l m, r. Ignaz Langcttl. ?. Andreas Kapler, Hof-kaplan in Lissabon habe lant Schreiben vom 18. Oktober 1734 von den erhaltenen Xaveri-Bildern jeder der durch-lanchtigstenjnngen Herrschaften eines gegeben, nachdein cr vun den früher ihin zugekommenen Bildern eines Ihrer Vtajc-stät verelirt, zwei aber nach Spanien an den Prinzen und an die Prinzessin gesandi hatte. Das königliche Hans sei dem hl. 5avcri sehr zugethan nnd sei das Aild gleich mit einem Knssc verehrt worden. Anch bei den hochndcligcn Frauenzimmern habe er eine große Ehre anfgehebt. — Diesem 1'. Andreas habe er, ?. Albert, hieranf geschrieben, er, r. Albert, nnd 1'. ^angetll seien anl tt. Otwbcr 1764 in St. .^avcri bei Oberbnrg angelangt nnd hätten hier tags daranf am Gnadcnältare eelcbrirt.' Der Gnadciwrt sei an den Altären noch sehr unvollkommen. Der geistliche Direktor nnd die übrigen sechs Priester, welche hier dienen, seien nicht gestiftet, sondern leben nnr von den Meßstlvendim. W gehe anch der Kirche noch viel ab. Wenn der portogicsi« schc Hof snr diesen Ort anch nur ein geringes Opfer bestimmen sollte, würde dieses sehr viel zur Hebung der Andacht beitragen. 1735, Oraz am 14. September, sendet 1'. Iguaz Langettl 12 Dukaten als Opfer für den Altar und für Z hl. Messen. Der nämliche überschütt 1736 ein Panr silberner Kannen (m-LLows-), welchen eine silberne Lampe bald nachfolgen soll, nnd berichtet mn 7. März 1737, daß er die vom verstorbenen Grafen Karl von S tnl» cn bcrg nach St. Xavcri zn Kirchcnzwcckcn lagirtcn 500 st. bereits in Empfang genommen habe. 91 1737 Franz am 15. Juli. Hnnibal Also us Uo il Marburg') schreibt, daß cr von Wicn angekommen und so glücklich gcwcscu von Ihrer Majestät 200 fl. fiir den hl. ^avcr zu Oberburg zu erwirken, dcrcn Anöbczahluug bald erfolgen wird. 1738 Graz am 25. Angust. ?. I g n azLaugcttl dankt für das Buch des Jg. Qncuk über die Verehrung des hl. Franz X. zn Oberburg nnd meldet die Bitte der Gräfin Aloisia von Sauran, ihr durch den hl. Franz A. die Genesung erflehen zu helfen. 1738 Graz am 1. Dczcmbcr. ^. Jg. L. an A. 8toi"žiuoi-. Der Rath ans dem sächsisch polnischen königlichen Kleide cm pricstcrlichcs Kleid zu verfertigen halie Beifall gcfuuden, uud werde dic Griifin Vreiner, 3e b. G r ä fin Starcn b crg, daö znr Uiustaltilng dieses Kleides erforderliche Geld durch Sammlung aufbringen. Die Kaiserin erwarte daö Maß für das ^utoiiomlium, damit sic dasscwc nun, nachdem sie das Nicßtteid bereits fertig hat, gleich in Arbeit nehmen könne. 1738 Gra,; am 25. Dezember. ?. Jg. L. au Ach. St. Apparatum sacrum a serenissiina Regina Pokmiae oblatum quod attinet, curabit Ell. DVComit. de Bvetinerin, D. Com. T ho mac Star en berg nl'H. Bonder Gräfin Heister, geb. (5)f. Glcis-bach, habe cr fnr St. Xaderi erhalten einen großen nnd 3 gewöhnliche Dukaten. 1739 Graz am 29. Jänner berichtet 1'. Jg. L. an Ach. 8t., die Oa^ulii nnd das ^.ntopauänim habe die Kaiserin nun verfertiget. Das für die Fassung der Reliquien erforderliche Silber sei in Wien angelangt. 1739 Wien am 13. Mai. 1'. Sylvester He-rcndlcr 3. . Silv. He-rcudlcr, Frau Schwarziu sammt ihrer Jungfrau Tochter ans Wien lucrdc nach Xavcri kommen; sie will ein silbernes ^unkiiluln dahin opfern, welches aber erst in 4 Wochen fertig sein wird. 1740 Graz ^9. Oktober. 1>. Jg. Laugctil sendet cin silbernes ^liiidulam und freut sich, das; die silberne Lampe (der Frau Schwarziu) angelangt. 1740 Wien 5. November. ?. Sy lv. Hcrcn d lcr schreibt, daß das Xaucriauischc Ouadeubnch zum Drilcke vorbereitet werde und er sich vorgenommen habe, dasselbe dcr Königin zu dcdicirm. Er bittet eine Andacht in Xaveri zu 93 halten pi-« piao^uauts lft^iuu, und theilt mit, daß der »erstürbenc Kaiser Karl VI. das Xavcrianische Oehl mit größter Andacht genommen habe. 1740 Laibach am 20. Dezember. ?. Gcorg Aui-6 Lr/i « schickt 300 fl. als Opfer einer verwitweten Gräfin aus Naab, damit die Neliqnicn des hl. Franz in Silber gefaßt werden. 1741 Wien am 22. Februar. 1', S y lv. Herc n d-lcr empfiehlt in das Gebet die kranke Fürstin von Sch Warzen b er g, welche sich nach Xavcri verlobt hat und hicr ihr Opfer bringen wird. 1741 Oraz am 8. April. ?. Iak ub Vogl 8. 5. schickt einige Mcßstipcndicn, damit nntcr anderem anch fiir das Wohl der Kaiserin nnd ihres Prinzen sogleich Messen ani ^avcri-Altarc gelesen werden. 1741 am 7. Juni werden von Wöllan 12 Dukaten als Opfer der Gräfin Saner zn An ten stein nach Xavcri geschickt. 1742 Wien 4. Jänner. ?. Jakob Vogl sendet 1^0 fl. als Opfer einer Innung und am 17. Jänner zwei von der G räfinVrc ü n c r gcupfcrtc schwarze Mcßtlcidcr ans gleichem Stoffe, wie die letzthin von der G räfi n Attcmbs gcoftfcrten. Ferners wnrden hiohcr geopfert: 1742 ein silberner Kelch aus Wien, 1743 zwei silberne Lampen, 1744 ein Mcßkleid, an welchem die 1743 am 1. Mai verstorbene Erzherzogin Magdalcna ^) durch zwei Jahre gearbeitet, aber es nicht vollendet hat; dann eiu Mcßtleid von der Gräfin Elisabeth vonWall-dorf geb. Gräfin von Sinzcndorf; 1745 von einer Grazer Fran ein rothsamtcncr Baldachin mit Gold-dordcn nud Goldqnastcn; von der Gräfin Heister 2 Casllln, 2 Alben nnd 1 Paar silberner Opfcrtanncn; von der Frcifran von Nodcins alls Mähren 1 Mcßklcid. ') Tochter Leopolds I. 94 1745) am 6. Dezember übergaben der Künic^ August III. uud die Königin vou Sachsen iu Töpliz, wohin sic sich vor dcn Preußen zurückgezogen, dem Grafen IofcfGeorg vou Wallcu st c i n 400 Stück Dukaten mit dcr Bcstimuulug, diesclbcu uach 8ti'n,/6 zur Erbauung ciucs uenen .^avcri-Altarcö znscndcn; empfahlen sich dcr Fürbitte des hl. Franz .^. uud vcrsprachcu, auch fernerhin des Guadcuortcs lücht zu vergcsscu. 1747 schickte die Kaiscriu Elisab cth a'), Witwe Karls IV., ciuc von dcr Erzherzogin Maria A Una"), Statthaltcriu iu dcu Nicdcrlaudcu (1' 16. Dez. 1744), tcstmucutarisch hichcr lcgirte mit Edelsteiuen besetzte, vergoldete silbcruc Moustrau;c. 1749 am 27. Mai schickt die Königin von Neapel") iu Folge ihrcö während der Krankheit des Prinzen uud Infautcu Philipp, ihres Sohucs, gemachten Gclöb-uisscö ciu anö reincui Gold verfertigtes Kind, 140 '/2 Loth schwer. 1750 am 2. Dezember kam ein von dcr Kaiserin Maria Thcrcsia gesticktes Mcßklcid. 1751 dcn 18. Mai sandte die Kaiserin Maria Theresia cincu goldcucn.Kelch. Im glcichcu Inhrc uftfcrte Joachim Antou Schräget, Dechant zu Freistädtl iu Obcr-Oestreich, einen vergoldeten silbcrucu Kelch. 1752 schickten Suttucr, H 0 fka m ni e r r a i h in Wien, ciucu silbernen Kelch, F r auz S ch wnr zlc itllcr, Haudclöinaun iu Wieu, ein goldenes Hcrz und'die Gemahlin dcs Dauphin, eine sächsische Prinzessin, ciue 2 Pfd. schwere silbcruc Tafel. 1753 opferten.- Maria Ioscfa Elisabeth, Köuigin von Polcu und Erzherzogin von Oestreichs), ') Tochter dcö Hcrzogö Ludwig vun Braunschweig. ") Tochtcr K'arli« VI. "» Aüialia, Priü;cssi>l uuii Sachjcu, Gemahlin Karlk IN., seit 17l'>!) Kü>iia.i< uaii Spanien. ') Tuchter Iuscfö I. nild Gc--lnahliü August III. Htüüigö uoii Polen. 95 cm sehr kostbares Meßkleid mit reicher Silberstickcrci, dic Gräfin W n r in b r a n d, geb. G räfi n 5tcvenhille r, cm goldcncö Herz, und die G r ä f i n C z a k i, geb. E b c r-gcni, 1 N^onstranzc, I Lampe und ein Nanchgcfäß snmlut Schiffet, alles ans Silber. 1755? schickte wieder die K aiscri n M a riaT h c-^'csia eine in Silber gcfas;te Reliquie des hl. Franz X. l757 sandte die Erzh c r zogi n M aria Elis a-bcth a cin von ihr gesticktes ?)c'eßtteid. 175W Wien den 30. September. Die Gräfin ä'Ogiluy (?) sendet ein Kleid von der verstorbenen 5l önigin M a r i a I o se f a von Polen, welches sie, dio Königin, als ein Legat nach Olierbnrg zmn hl. Franz .t. vermacht hat. 1703. Wien am 23. Inli. ?. Sylv. Hcrcndlc>7 gratuliert dem nencn Direktor Scb. Pohr zu scincm Amtsantritte nnd wilnscht, daß endlich ein ncner Altar s. ^»'Kuoittoi X. errichtet werde, sich wnndcrnd, daß dafür sc» lange her nichts geschehen ist. 1703 an, 16. November, r. Sylo. H. schreibt, cv habe ain 10. d. M. großen Verdrnß gehabt auf der Maut wegen des von ihrer königlichen Hoheit der Danphinin ') aus Paris angelangten Ornates, welchen er mittelst Dili-Mcc franw an den Postmeister in Franz geschickt hat. Dio ^'Mvfaiigsbcsta'tigimg nebst dcr Erttärinig, daß dieser Ornat n>n nächsten Franzisci Fcstc in Venvendnug kommen wcrdc, sci ihm zn übersenden. ?. Sylvester wünscht zn erfahren, ob dieser Ornat kostbarer sei als der von der seligen Königin von Polen, der Mnttcr dcrDanPhinin, oder der von bcr Kaiserin Maria Theresia Hieher geopferte; dann ob anch daö Wappen der Danphiiün in den Orimt gestickt sei. Die Transportkosten wird dic Danphinin bc- ^) Maria Anna Sophia von Sachsc», Tuchtcv dcö Königs August III, von Polen, Mutter der Köui^c Ludwig XVI.. Luv-wig XVII1,, älarl X. und dcr Prinzessin Elisabeth' 96 zahlen, will aber, „daß nicht vill lauthmalig sein soll." Er ist froh, daß der Verschlag in Wien nicht aufgemacht wurde, denn sonst hätte cr den Ornat der Kaiserin zeigen müssen, was die Danfthiuin nicht gerne gesehen hätte; wie sie anch übcl zufrieden war, daß inan der Kaiserin den goldenen Kelch gezeigt hat. 1764 Wien dcn 14. Jänner. ?. Sylv. Hcrendler animirt dcn Direktor, daö Geld für dm Altar zn verlangen, dainit derselbe künftiges Jahr, wo daö halbe 8^6-oulum gefeiert wird, errichtet werde. 1764 Wien am 21. Jänner. ?. Sylvester verlangt, es möchte, da die .Kaiserin ein Stück voin Danphi-nischcn Ornate sehen will, eine Oil«ula davon, znglcich aber anch daö Kelch-Vclum von dem mit Silber gestickten Goldstück-Ornate der Königin von Polen eingeschickt werden. 1704 Wien am 11. April berichtet ?. Sylvester H., die Kaiserin nnd der ganze Hos hätten dcn Ornat besichtiget nnd admirirt. Die 5taiseriu habe sich geäußert, daß ihr an der Zartigt'eit nnd Feine der von der polnischen Königin geopferte Ornat wcit mchr gefalle. Der ganze hohe Adel nnd die Prälaten wären auch den Ornat besichtigen gekommen. 1765 Wien am 28. Inni. ?. Sylvester H. verlangt wiedcrhohlt den Abriß des zn erbauenden Altares nnd berichtet, die Kaiserin habe intcntiomrt gehabt ans der Rückreise dcn Guadcuort St. Tavcri zn besuchen, habe abcr endlich wegen der Einkehr ihr Bedenken gehabt. 1707 am 17. Juli fragt ?. Sylvester H., ob der ncnc Nltar schon wachse und bald fertig werde. 1767 am 29. August schreibt 1'. Sylvester H., cr sei überzeugt, daß daö I^dernatinlnm theuer zn stehen kommen werde, nnd bednncrt, daß cr dcn neuen Altar noch nicht sehen und daß dnö Gnadcubild nicht schon cincn Sil^ bcrrahmen bekommen könne. Bischof Lcölic, der dcn Gruudstcin zur Kirche gelegt, hätte, wenn cr noch am Leben 97 wäre, alles in besten Stand gesetzt. F. Bischof Schrot-tcnbach habe ihm, ?. Sylvester, in Laibach versprochen, die Xavcri-Andacht zu fördern, habe auch zuletzt geseufzt, den Heiligen noch einmal zn schcn, ist aber nicht geschehen. F. Bischof AttcmbS habe anfangs viel versprochen, aber noch nichts gethan. 1767 am 2. März verlangt ?. Sylvester H. das Vrudcrschaftsbnch, damit es den hohcn Herrschaften und der Erzherzogin, als Brant des neapolitanischen Prinzen, vorgelegt werden könne. Anch wird er der Brant die Zeichnung ihres zukünftigen Schwagers dcö Erstgebornen '), so als Opfer von Gold nu dem Gnadcnortc ist, sehen lassen, damit ihm etwas mit der Zeit kann geredet werden. 1767 am 23. Mai l'erichtct ?. Sylvc st er H., die Dauphin in sei am 13. März d. I. gestorben, der hl. Franz X. wird ihr für ihr Opfer (der reiche Ornat) dankbar sein. Für die an Blattern erkrankte jnngc Kaiserin soll in Xavcri cinc Novcnnc gehalten werden; ebenso soll dort ein Mcmcnto geschehen für dic Erzherzogin Christina, Herzogin von Sachsen"). welcher die Prinzessin gleich nach der Gcbnrt gestorben ist. Anch für die künftige Königin von Neapel soll cinc Andacht stattfinden. 1767 am 23. September schickt ?. Sylv ester H-500 fl. alö Opfer eincö Wohlthäters für den ncnen Altar. Es möchte doch endlich mit dem ncncn Altare cm Ende gc-macht werden, da man sonst die Sachc bei der Kaiserin vordringen will. Bei der Abreise der neuen Königin, Er z-herzog in Maria Ioscfa"), nach Neapel soll cine Novenuc zu St. Tavcri gehalten werden. 1768 am 25. Inni. l. Sylvester H. hat aus den erhaltenen Briefen entnommen, daß der vmu Mar- l) Wird in der Geschichte alö blödsinnig bezeichnet. 2) Auch cinc Tochter der Kaiserin M. Theresia. ") Starb als Vrcntt am 15. Oltobcr 1767, Tochter der Kaiserin M. Theresia. 7 98 tini, Vnrgcr mid Nauchfangkehrcr, geopferte silberne Kclch nach ^'avcri Klangt ist. Daß mit der Anfertignng des Tabernakels so geeilt wnrdc, sei nnr znm Schaden. Das Silber wäre nicht angeflogen. Das erste Geld für den Altar habe Direktor ^ni^j 1 ans Polen empfangen und 1647 angelegt in Beträgen von 300 fl. nnd 2000 fl. Wie viele Interessen waren darans erwachsen. Alles tadelt, daß man den Tabernakel eher anfertigte, als den Altar. Beschwert sich, daß die Laibachcr Aischöfc so wenig für St. Xavcri thnn. 1769 am 31. März beklagt ?. Sylvester H., daß der Ornat (l Oll,8u1«., I I'IuviaiL nnd LDalmatilen), welchen die G r ä fin H e r berstci n 1739 in der Mcimmg dein hl. Franz ?:. geopfert hat, dieser möge dnrch scinc Fürbitte erwirken, daß ihr Sühn, der dcrmalige Aischof von Triest, den geistlichen Stand wählen möchte, nmi» Oberbnrg genommen worden ist. Er werde dies der Kaiserin andcnten. Beschwert sich wieder, daß es Utit dcr Herstellung des nenen Altares nicht uorwärtö geht. Cö könnte eine Untersuchung kommen, denn dns Gerede sci groß, w!.i denn das Geld hinkomme. Schon Direktor 1'ro^ »oi-n habe 90l) st. dafitr gehabt; er, ?. Sylvester, habe aber schon bei 7000 fl. fiir den Altar geschickt. 1769 am 11. Juni. ?. Sylvester freut sich, daß das Tavcri-Bild endlich einen Nahmen bekommen hat. Nnn werde der Altar wohl auch vollendet werden nnd wird man den so voreilig angefertigten Tabernakel mifstellcn können. Die Vrant, Er z h crzogi n A m alia'), schickt ein von ihr gesticktes (^idnrium-Voium nnd empfiehlt sich in das Gebet. Anch filr den vor etlichen Wochen verstorbene,! Martini, welcher 1768 einen kleinen silbernen Kelch geschickt hat, soll ein Memento gemacht werden. ') Tochter dcr ^aisniii Maria Theresia, vcnmihll 1769 an den,spanischen Infante» Ferdinand. 99 ^>o stand dicscr Gnadcuort noch fortan in großem Ansehen writ mid breit lici den Gläubigen und bcsnchtcn sie benselben noch immer besonders an den gewöhnlichen Kon-knrstagcn in großen Prozessionen. Da erschien die t. Hof-Verordnung vom 30. Angnst 1783, welche alle Wallfahrts-zügc, sic mögen mit oder ohne Verleitung des ordentlichen Seelsorgers geschehen, untersagte. Mit dicser Verordnnug >vird im Znsannucnhange gestanden sl.'in die Verfitgnug, durch welche die zur Befriedigung der geistlichen Vcdiirf-uisse der Wallfahrer hier stcttiomrtcn Knratftricstcr bis anf cincn oder zwei, welcbcu die vfarrlichc Seclsorgc anvertraut wurde, von da abbcrnfcu wurden. Damit konnte jedoch die Verehrung und das Vertrauen, welches das Volk für diesen und zn diesen: Gnadcu-ort hattc, »ncht nnterdrilckt werden; vielmehr tcun das Volk fortwährend besonders zu Pfmgstcu, am ersten Sonntage lM-usKn. n6äol,j^) nach dem St. Ulrichs Tage und an den Festen 8. I^uoisci X. uud 8. Lln-din-ao iu großer Menge heran gezogen. Sogar die Königin vun Ncapc l ), war wUlenö, wie der hiesige Pfarrer unterm 21. Dezember 1798 dem f. l,. Ordinariate anzeigte, hiehcr nach St. Xa-vcri zn kommen, nm ihr in der Krankheit gemachtes Gelübde zu lösen. Erst in ncncrcr Zeit hat der Vcsnch dieses Gua-deuortcs al'gcnommcn, nachdem inzwischen mehrere neue Wallfahrtsorte entstanden sind. Am 24. März 1786 wnrdcn sämmtliche Prctioscu, Kirchcngcfäße und Paramente der hiesigen siirchc inventirt und geschätzt. In diesem Inventar erscheinen verzeichnet: 1 großer goldener Kelch sammt Pntcnc von arabischem Golde, ^ »7^2 Loth schwer, i^ fl. 15 i462fl. 30 kr. ^ großn'goldcncrKclch samuttPatcne 63^/., Loth schwer........" 1111 ., l5 „ ') M. Clcmcntnm, Tochter Baisers Leopold II. 100 1 kleiner goldener Kelch sammt Pntcnc, 39 Loth schwer........585 ft. — tr. 1 goldenes Kindl im Gewichte 140 '/, Loth k 17 V, fl.......' 2'l63 „ — „ 1 sill'crncS Opfcrtafcl, 130 Loth schwer . 154 „ 18 „ 5 vergoldete silb. Herzen, 20 Loth schwer 20 „ — „ 161 verschiedene silberne Opferstiicke als Herzen, Füße:c., 280 Loth . . . 214 „ 30 „ I silb. Kelch sammt Patcnc 23 Loth schwer 23 „ — „ 1 „ „ „ „ 36 „ „ 43 „ 42 , 22 goldene Ningc, darnntcr einer nut Diamanten und einem Smaragd, Verschiedene silberne Opfcrstiickc, 8 '/2 Lotli im Gewichte, Eine Schnnr halstl)rallcn mit Goldpcrlcn, 1 sill'crnec« UuliciuiHrium ?. I'll V., 10 silberne gestiftete Lampen am Hochaltäre, 1 große silberne Monstranzc, 8 silberne Altarlcnchtcr, 3 Kanontafcln mit Silbcrrahmcn nnd dic verschiedenen Paramente. Vou diesen Gefäßen nnd Pretiosen mnßten am 7. Fe-brnar 1787 an daö Kanuncralamt abgeliefert werden der 63 '/2 Loth schwere goldene Kelch, das goldene Kindl'), dic Opfcrtafel, die 5 Herzen, dic 161 verschiedenen Oftfcrstiickc, dio 2 Silbcrkclche, die 22 Ninge, die 8 '/2 Loth schweren Ovfcrstnckc, die Korallen nnd das Koliliuiurium; später auch noch die silbernen Lampen nnd Lcnchtcr. Dic geistlichen Direktoren. stoi-iiinoi- Achaz, Kommissar zn Oberbnrg und Bc-grilildcr des hiesigen Onadcnortcs, leitete früher als Kommissar von Obcrbnrg die seclsorglichcn Verrich- ^) Dieses »vurde einmal gcraubt, aber wieder nichestellt. Von dicsciu ssoldeucn Prinzen ist m der Haveriancr Schatzlmnmcr noch tiorhlliib'cn das aus Goldstoff verfertigte Kopshäulichcn. 101 tungcu allhicr, resignirtc 1733 die Pfarrftfründe Obcrbnrg und diente hier als Direktor bis 1741. Er liegt begraben hier in der Barbara-Kaftcllc. ^Nyi: Johann ?ndwig, Kommissar in Obcrburg, Direktor hier 1742. ^ula.ji Thomas seit 1. Mai 1742 bit« 1746, dann Pfarrer in Praßbcrg. Er kam nach St. Xavcri von der Kaplanci Blciburg. krssyl- u Mathias 1758; nachher Pfarrcr in Franz. Lokus,- Thomas 1761. kot^l- Sebastian 1763, 1764, hierauf Pfarrer in Praßdcrg. Uik! uv 5 iö' Nikolaus, v»n 1765 bis zu feinem Absterben, 24. September 1769. HoNms/Ll Gartholomn, 1770. UlinO Nikolans, 1775, dann Pfarrer zn St. Paul 1780-)784. ülal-kiöPhilipP, 1780 bis 1782, dann Pfarrer allda. Die Hilfspricster. Als erste HilfSpricstcr haben 1716 nnd 1717 lant den Annalcil hier gedient. Tokor Hcrmagoras Fortnuatuö, ein Schün- stcincr, si'aplau in Trifail 1731, 1732. später Vikar zn St. Lorcnzcn in der Gurkcr Diözese. I' ordiZLIc Peter, ans Stein. Ua^ otiö Johann, anch aus Stein. Zn diesen gesellte sich der alte Priester klisian Th omas, cin Niczcr, welcher 1704 bis 1710 Kaplan in^cntsch war. Dieser zog sich vuu hier alterö- halbcr nach 9iicz znrnck, wo er anch starb. Loriuku Georg, ein Lcmfncr, starb als Kuvat zu Wind.-Graz. ^loZ Peter, geb. in der Pfarre St. Georg bei Kram- 102 burg, diente später als Kaplan im Litaier Archi- diatonatc. 2 diooka Johann, geb. zu 5lrakau in Laibach, dann Kaplan zu St. Nnprccht in Untcrkrain, wo er am Frcudenbcrgc die Xavcri-Andacht einführte. 2 do!- er Georg, ein ^aibachcr, welcher hernach an eine: Pfarre bei Stcinamaugcr unter dem Dumininm des Grafen I^utlinui lebte, dort viele Häretiker bekehrte uuo starb. Ziolioi-Ik Johann, von St. Martin bei Krainbnrg, war dann AlumnnS inObcrburg 1721 —1724, ging von da krank nach Kram nnd starb zu Bischoslack. Oabo, sok Georg, ein Fraßlancr, diente als Vikar iu Greis seit 1714, von wo er ganz verarmt 1716 in das (Üoilo^iilm Uur. anfgcnumnien würd».'. Er war ein gewandter Redner nnd tüchtiger Katechet, s,ip-Plirtc später in Oberburg den in ^'avcri ftastorirei^ den Kommissar und Pfarrer Ach. 8tor/iu6i- und starb in Obcrbnrg mn 1737. Nach Erbannng der ersten.^avcri-stapcllc allhier, also nach 1717 waren alo Hilföpriestcr allda angestellt: ? o ^ », LuiII Nikolanö, ein itrainburgcr, der auch ein Maler war und mehrere Kapellen um ^cweri malte. Später war er SubVikar in Motnik und dcnm Beneficial des 8g. Oolpoi-i« O^rinti ot «.liosÄrii-Altarcö inIrainburg. Sichl (2 « dI) Iohanu, geb. ans der Pfarre Niez, war ein beliebter Prediger uud Beichtvater, diente hier von 1717 bis 1722, war dann Alumnus in Ober-bnrg bis 1724, Kaplau in Lanfen 17^6—1728, in Altcnmarkt 1726, zuletzt Friihmcsscr in W.-Graz. Ho fr er Mathias, ans Vlciburg, kam zur Winterszeit über das Gebirge von Kärnthcn, diente hier ein Jahr, 1719, war dann Alumnus iu Obcrb. 1720—1722, 103 Kooperator zu St. Michael im Iauuthale llnd endlich Oau«nioii8 in Maria-Saal. Weiß Valentin, auö Äischoflack, kam von l)icr auf die si'aftlanci in Lentsch (1723—1725) und wurde dann SubVikar dcö Pfarrcrö von Poland. (!opi2.k Ferdinand, geb. in Obcrburg, ging von hier in das Alumnat nach Qbcrb. (1719—1720), als Kaplan nach Franz (1731 — 1733), wieder nach Obcrbnrg (1741—1743), war 1745Sakristau zn St. Peter in Laibach, 1746—1749 Kaplan in Fraßlau und starb zu Obcrburg am 4. März 1752. koxauar Sebastian, ttaecHi. 1?Iio0i., ans Obcr-train, korrepctirtc hier zur Winterszeit mit seinen Kollegen die Moralthcologic, ging von hi.cr als Kaplan nach Pcilcustcin ans 3 Jahre, daun nach Krain» durg als Koopcrator nnd Spiritual-Provisor, wa-r 1734 Vikar in Nadmannsdorf, wo er dic Kirche und dcn Thurm ansbantc, wnrdc später Pfarrer in Wo-chcin und endlich Pfarrer in Jgg. 8ilüouiö Johann Chrys., von Oil^i.js geb., ein gelehrter Theolog nnd ausgezeichneter Nediicr, welcher hier Prokurator der Wallfahrtsstation war. Er wurde 1722 auf das Vitariat W.-Landsberg promo-virt ulld starb vom Schlage getroffen zu Monnslmrg als Dinziliancr (?) Vcucficint. 8 iNoni 5 Thomas, ans Krainburg, 17^3, ein vorzüglicher Ncdncr, war hicr Knrat nnd Sakristau; ging von hier in gleicher Eigenschaft nach St. Iudok bei Kraiuburg und starb am 8. März 1738 in Kraindurg, wo cr ein Jahr als VÄetuäinal'ius lebte. V o 1 ov s ek Markus, geb. aus der Pfarre Obcrburg, ein gntcritatcchct, war hier nach Th> 8iw0niL Prokurator. Er stiftete das Bencficinm in Okouma. Oiißii! Johann, emNiczcr, starb hicr a lSKurat 1722. 104 VauIiöiöAudrcas, cm Wippacher, kam von hier auf die Koinmcnda Hcilcnstcin (lolxolu). Kößel Anton, cin strain burger, war früher Hofkaplan, pastorirtc einige Jahre als Knrat iin Archidiakonatc Landstraß, wurdc von dort nach Xavcri berufen, wo cr dcn abwesenden Direktor snpplirtc, auch hicr im Winter die Moral torrcftctirtc. Erschöpft vun dcn vielen anstrengenden Arbeiten ging cr 1738 als erster Äcncficiat des St. Andreas-Altares nach Wind.-Graz. «/säloiiuilc Kaspar, cin Schwarzcnbachcr, kam von hier auf die Kaplanci Schönstem (1728, 1729.). Schöpfer Anton, cm Tirulcr, ging von da als Kooftc-rator nach Wochcin, war !l7:)3 Pfarrer in Schwär-zcnoach. 1728 erscheint cr als Alumnus zu Obcrlmrg. I' 22 o 1 Naimnnd Franz, cin Laibachcr, war Koopc-rator 1728 nnd 1729 in Lcntsch, zuletzt in Schwar-zcnbach, wo cr starb. Impach Iuscf, auch cin Laibachcr, war imr wcm'ae Tage hicr iinrat, dann Sulwikar zu St. Georgen untcr Tabor, Kaplan in Schwarzcnbach und starb als . Kumt in 0k«nin!l 1738. ,. <-!i^ Mathias, ein Fraßlaner, dicntc später als Kaplan in Nicz, in Fraßlau 1732 und 1733, als Vikar zu St. Johann am W. und zuletzt zu St. Michael im Iannthale. 6 adQr 8 oK Iohaun, auch cm Fraßlaucr, ftarl, hier an der Hektik und wurdc cr der erste in der Krypta der St. Äarbara-Kapellc begraben. Schiller Mar t n s, cin Laibachcr, dientc früher im Sittichcr Archidiakonatc, kam von hicr nach Siißcn-hcim nnd starb als Pfarrer zn hl. Kreuz bei ^and- ^^ straß. ^i'ratuilc Paul, tliooIoxuF «peouIlUivus, cin Fraß- 105 lauer, war Kaplan zu St. Paul, dann 1726, 1727 und 1732—1734 in Trifail ^ oroviöIohaun, auS Nadmcmnsdorf, ging von hicr als Kaplan nach Alcibura. 8 tiplov 8 6 k Phllipp, aus W.-Landsbcrg, tdonlopl» 5poLuIa.tivu8, war Provisor in Prasibcrg I72l), Kaplan in Schönstem 1729 — 1731, in St. M" b. Königsberg 1732, später Vikar in W.-Landsbcrg. 2tobo Andreas, geb. in der Kommcnda St. Pctcr m Kram, kam von hicr als Kooftcrator nach Schnwrzcn-bach, dann nach St Michel im Iannthalc, nach Lcutsch (1741 — 1753) und nach Nicz 1753; war 3ub8illiii,iu8 in Trifail 1728, 1729. Winter Anton, aus Laibach, gmg von hier " das deutsche HanS nach Lail'ach, dann als Ko operator ncm) Zaycrn. L^ l- 611 iu 8 Michac l, tnoula^us 8-poouln.tivu« ot ma»-lditos., ans Lanfcn, kam von hicr nach Altcülüar", war dann Vikar in Trifail 1737—174^. ^aloktuik V artholomä., aus KrailMng. lcyric von hicr krankheitshalber zurück in die Hcimath, wo cr starb. , k! esoo Josef, aus Laibach, ging von da nach 5I'M. in das Alumnat (1728—1730), stard in Untcrttam untcr d.-r Propstei Ncuftadtl. ^aloLtuik Lnkaö, ans 5irainbnrg, tdoolox^ spe-culativu8, war danu Kaplau in Nicz, Snbvilar m Mötnik 1740, Pfarrer zu St. Egidcn bei 'I'urM und niachtc eine Mcssenstiftnng hier in ^avcri. (^ 1 avu. tiöMartin, aus Miituik, ging von hicr auf das Subvikariat Mütnik, nw cr nach ciugcnonnncncm Maitrnntc cincs plötzlichen Todcs starb. Neu 2 Iohauu Äap t., ans Kraiubnrg, kam von hicr als 8upol-uulnk,ul- uach Igg, ging von dort kranl nach Hause und starb daselbst. 106 Killer Urban, anch aus Krainbnrg, war spater Kaplan in St. Paul, in Lanfcu 1734 nnd 1735), in Schön-stein 1735—1739, in Fraßlan 1739 l'is 1742. Nott Josef, aus Laibach. Prokurator allhicr, dann Koo-pcrator iu Lcutsch 1735—1738, und in Riez. Krancr Pankraz, cin Schönstcincr, dann Kooperator in St. Egidcn bci ^ui^k und 1742 Koopcrator in Moutpreis. Trost Joscf, ans Wippach, 1744-1749 Vikar zn Hci-lcnftcin, 1750 Pfarrer in Nohitsch. I^2.ui'ouöiö Prinins, Laoo^i. T^iool., später Lx-oui'soi' zu Wiftftach, wurde dann Jesuit uud slovc-uischcr Prediger in Laidach. li. Voui3Simon 1.777 bis 1779; slivuik Stefan 1777 bis 1779; 6-arxoui Judo k 1777 nnd 1778; Laurili» Ignaz 1777; Nu-doveo Anton 1778; ic uu «t,6 Matli inö 1778 nnd 1779; kluknvoe Älaö 1778, 1779; Üoxiö Johann 1778 nnd 1779; 0 8tki'iu a u In kv b 1778 und 1779; 8i-iuor Josef 1779; DoiNau Philipp 1779 nnd kristHu Matthäus 1779. Errichtung der Pfarre St. Xavcri. Im Jahre 1782 hat der Lnibachcr F. Bischof KarlGraf von Hcrbcrstein eine Pfarre zu St. Xa-vcri errichtet. Dieser neuen Scclsorgcstation wnrden einverleibt ans der Pfarre Oberburg: Fratmannsdorf (Kaäwir^e) mit 8trg.x e>; Zroxjy, 11 nm nnd der an Xavcri näher gelegene Theil des 61swon; ans der Pfarre Laufen: ein Theil Non 8a,viua, ^uvau^v nnd dcr I'll--Berg mit I'a.iu», nnd 8i6M8^i vrli; dann aus der Pfarre Nicz: Iiniuoo, Kloliso, Okouiua mit der St. Iakobskirchc und RoßO^uica. Im Jahre 1824 am 10. Dezember verlangte das Gubcrmum in Graz ein Gutachtcil vom f. b. Lavanter Ordinariate, ob die Pfarre St. Xavcri fortbestehen solle oder aufzulassen märe. Sicherlich wird sich daö Ordinariat fiir 108 den Fortbestand dcr Pfarre anögcsftrochen haben, weil dnS Gnbcruiuin dieselbe nntcrm 28. Febrnnr 1825 bestätigte. Dic Pfarrkirche. Die znr Pfarrkirche erhobene Wallfahrtskirche 8. Pi-g.noi«oi Xilvolii ist eine geräumige und freundliche im sogenannten Iesuitcustyle crbantc krcuzförmigc 5iirchc, welcher an dcr Vorderseite dcr I860 mit Kupferblech neu eingedeckte Thnrin vorgcbanl ist. Ein Meisterstück der Bildhauerkunst ist die Mensa und dcr untere bis hinauf zu den Säulen reichende, ans verschiedenfarbigen Marnwrstiickcn koustrnirtc Theil des Hochaltarcs, dcsscu Säulen und Aufsatz aus Holz verfertiget sind. Wie schon vorne gemeldet worden ist. haben dcr König August III. Kon Polen und die Königin schon 1745 ein Opfer uon 400 Spczics-Dnkatcn für Errichtung eines ncncn HauptaltarcS in dieser Kirche eingesendet uud sind anch andere namhafte Gaben zmn nämlichen Zwecke hier ciugcflosscu. Indessen hat sich die Gcistclluug dieses Altares trotz allem Dräugen von Scitc des 1>. Sylvcstcr Hcrcndlcr, Prokurators des hie-sigeu Guadcuortcs iu Wien, so sehr verzögert, daß 1767 schon mit einer bei dcr Kaiserin darüber vorzubringenden Beschwerde gedroht wurde. Iu eben diesem Jahre, 1767, wurde für dcu hiefigcu Hochaltar dcr reich vergoldete ku-Pfcruc, mit Silbcr verzierte Tabernakel nud 1769 der Silbcrrahincn zu dein voin Michael Nainwald gemalten Gnadcnbildc des hl. Franz Xav. angefertiget. Wahrscheinlich wurde sodauu auch 1769 oder 1770dcrHochaltar aufgestellt. Ueber diescu Altar bcstchcu zwei Sagen im Volkömundc. Nach der einen wäre daö Schiff mit dcm oberen Theile dcs iu Venedig verfertigten Altares anf dcr Fahrt nach Trieft zu Grunde gegangen; nach dcr anderen hätten sich dic Bnucru, welche dcu unteren Theil dcs Altares von Tricst hichcr transuortirten, gcwcigcrt eine so weite und beschwerliche Fahrt znr Abhohlung des oberen Theiles 109 wieder zu machen, und so wäre man bcmnßigct gewesen, den Dlicrbau dcS Altares in Holz cmsznfnhrcn. Daß die sil-bernen Leuchter und Lanipen dieses Altares an das Kam-meralc abgeliefert werden mußten, wurde schon vorne gesagt. Die Kirche hat auch 4 Ncdcnaltärc, im Schiffe 2, nämlich: rechts (Eu. S.) Z. V. Ranko Imm^o. Oouospt. und links 8. ^,uu»o; dann iu der rcchlseitigen Kapelle einen Schntzcugcl-, in der gegenüber stehenden Kapelle aber einen St. Barbara-Altar. In dcr Krypta dieser St. Barbara-Kapelle liegen begraben Pr.Achaz Ito'/inor, ör-bancr dcr Kirche, und dcr Priester ftadoiZL^ Johann. Die Schatzkammer dieser Kirche bewahrt viclc kostbare mW interessante Kirchcngcfäßc und Paramcntc, darunter sind: ^ großer goldener si'elch sammt Patcnc laut Inventar vum französischen Hofe, wohl von dcr Danphi n c. Polnischen .stönigslochtcr, die laut vorne citirter Corrcspoudcnz tiou 17<>3 einen goldenen Kelch hichcr opferte; cin zweiter Kelch mit goldener Knpa nnd Patcne von dcr Kaiserin MariaThcrcsia(I 751), cin mit Edelsteinen besetztes silbernes O^eu^mium (Mo,lstranzc) als Vcrmächtniß dcr am 16. Dezember 1744 verstorbenen Erzherzogin Maria Anna, Statthaltcrin dcr Niederlande; cinc von dcr Kaiserin M. Th. eigenhändig verfertigte <Üu.8u!ü; cin von der am 13. Mai 1767 verstorbenen Danfth inc, einer Tochter Augusts 111., Königs von Polen uud Kurfürsten von Sachsen, und dessen Gemahlin dcr Erzherzogin MariaIoscfa Elisabeth, 1?63 geopferter kostbarer Goldornat; ein von dcr am 17.November 1755 in Dresden verstorbenen vorgenannten polnischen Königin, Erzherzogin Maria Iosefa Elisadcth, 1753 geopfertes prachtvolles Meßkleid mit reicher Silberstickcrci auf Goldgrnndc; cin aus einem Kleide dcr Königin von Polen 1739 verfertigter Ornat; ein Uon dcr 1750 verstorbenen Kaiserin Elisabeth a C h r i st i n a, Karls VI. Gcmalin, geopfertes Mcß- 110 klcid; dann Mcßklcidcr don dcn Erzherzoginen M a g-dalcna Ioscfa, Leopolds I. Tochter, f 1. Mai 1743, und Elisabeth«. Lant Vcrglcich^urkundc vom 9. Juni 1723 hat der damalige Kommissar Achaz 8 tor 5 iuor vom Frawiannö-dorfcr Gcmcindegrnndc, welcher die Kirche St. Taveri umgibt, 6 Joch und 690 IDK. inö Eigcilthmn dcr Kirche gebracht. Diesen Grundtheil hat die Gemeinde Frat-mannsdorf später oktnftirt nnd sich dcuselbcu lici dcr 5tatastral-Vcrmessung znschrcibcn lassen, wogegen aber die Bczirkchanvtmanuschaft Cilli mit Erlasse vou 28. Juli 1852 Nr. 1671 die Berichtigung des Katasters zu Gunsten dcr Kirche angeordnet hat. Stiftungen. Gestiftet haben zur hiesigen Kirche: 17.^4 Michael Pcuz, Pfarrer, 100 fi. auf 5 ewige Messen; 1738 Ioh. Chrys. 8 imouiö, Hilfspriestcr hier, 100 si. anf ewige 5) Messen; 1739 am 28. Inni dcr am 10.Inni 1754 in Lcnbach vc rstorbcnc (^cncralvikar Iatob Sch ill iug 25 ft. auf eine alljährliche Messe; 1747 am 10. Juli Frauz Freiherr Kon Miqlio. k. k. Hofkrigsrath, Inhaber von Brnmberg, 3000 ss. auf eincn ewigen Iahrtag nnd jährliche 52 Viesscn; 1747 am 5i. Angnst Johann Josef Graf Wnrmbrnud 600 fl. anf jährlich zn lesende 8 Mcssen nnd für ein cwigcö Licht; 1747 Maria Aloisia O räfi n vou S a n r a u, geb. Gräfin W a g c u s b e r g, 1000 fl. auf eine ewige Messe: 1751 am8.MaiFranzAntonMatl)lasUuan, I. Ocst. Ncgicrmlgsratl), 2000 fl. auf eine allwöchentliche Messe; Ill 1751 Ferdinand ?lloiSXrakn vfiki Graf don K c» l oVI- u. t 30 ft. auf cine cwigc Mcssc; 1756 am 1. Februar Maria No sin a Nc ichs-grnfin von Wn r in b r a n d, geb. Gräfin vo n Khcvcn-hiillcr, 4ö00 fl. auf wöchentlich zn lesende 8Mcfscn; 1758 am 12. Dezember Lukas ^a1u8tuik, Pfarrer zn St. Egidcn bci ^ui'j^k, früher Hilf^ftricstcr hier, 2000 fl. anf eine allwöchentliche Mcssc nnd znr Haltung cincs Hilfspricstcrs, nnd 1776 cinc huchadcligc Person in Graz 400 fl. nnf cin cwigcs ^icht bci dcr Statnc dc^ hl. Fmnz ^k. Änä, bcstcht hicr cine Stiftung, bedeckt init ciucln Kapitale von 2600 fl., für eincu Organisten nnd Mcßncr, wclchcr ncMci die Obliegenheit hat. in der Kirche zur Sicherheit dcr Schatzkammer zu übernachten. Dic Filialtuchc St. Michncl in Fratmnnnsdorf. Dicsc in Fratm annsdorf (liallmil-jo) auf cincm Hügel stehende iiirchc ist im spätgochischeu Style, alsc, nach 1375 crliant oder rekonstruirt wurden. Dafür sprcchcn dic Fischblasen- nnd anderen verschiedenen Formen des Fenster-maßwertcs nnd da>3 Hanptportal mit scincm >iielbogen. Dcr Cdor und dcr vordere Theil des Kirchenschiffes habcu 9tiftpcngcn'ölbc, dcr rückwärtige Theil des Schiffcö ist abcv glatt gewölbt. Im ^aibachcr Ordinariate-Archive cristirt cinc diese Kirche betreffende Urknndc folgenden Nortlantcö.- . „Leonhardus cpiscopus Tesolicensis, vicarius in poiitificalibus Aquilejcnsis, viro d. Nicolao ple-bauo in Oberburg salutem. — Cum per vos fui-rans reqnisiti, ut dcdicationem Capclle s. Mi-h a c 1 i s in F r atm a n s d o r f acl diem s. Viti transfer re- dig'naremur, que dedicatio olim per vcucra-bilcm dom. ct patrcm dom. frauciscura — episcopnm Citteu. time Vicariurn ecclcsic Aqnilej. gencralem 112 a die s. Jcronimi .... translata cum graciis et omnibus privilegiis ibidem concessis, ea propter pe-ticionis vestrae rationibus congruis per vos alle-gatis benigne anuentes non obstante translatione veneiabilis dm. et patris prescripti annivesarium dedications capelle prememorate ad dictum diem s Viti — statuimii8 celebrandum —. Datum in Obernburg 15. die mensis Marcii Anno dni. 1395. Indict. 3. J) Diesem nach wurde das Kirchwcihfcst dieser Kirche ursprünglich am St. Hicronimlls-Tagc (30. Sept.) gefeiert, dann aber auf einen anderen Tag und endlich 1391 cmf den St. Veit-Tag verlegt. Diese Urkuudc läßt fast vermuthen, daß die Kirche hier schon vur dem Jahre 1375 bestanden habe, demnach etwa im 15. Jahrhunderte umgebaut worden sei. Auch das Obcrburgcr Stiftsurbar von 1426 ncunt Seite ^4 bei der Ortschaft Fratmauusdorf diese Kirche, indem es augibt: ?ol obtoidt 8oi vit Noolosio 8. Uiokaoi 0UU1 C6U8U —." Endlich berichtet das Visitatiunsprotokoll von 1631 November 23.- Ecclesia S. Michaelis Archang. in Fratmauusdorf, in qua tria sunt altaria, unum in clioro eidem Sarcto dicatum, alteruni in cornu Evaug. S. Marco dicatum, tertfum in cornu Epist. S. Vito dicatum Habet duan vineas, vaccas 27, ovem 1. C«Qtb. 5Domf. Slrcfi. F. 27. 37.) Der schou 1631 hier uorgcfuudcuc Hochaltar 8. W-oUaoIl8 besteht uoch gegcuwärtig. dcuu auf seiner Niick-waud siud zu lesen die Worte: „Gcmalcn 1595. Ncnoüirt ') Diese Urkunde ist also nicht uont Bischof von Thes» salonit und nicht 1391. wie dies die Monographie „Das Ve» nediktincr Stift Qberburg" Seite 154 irrig angibt, ausgefertiget worden. 113 -^iiuo 1846". Dagegen hat die Kirche seitdem zwei neue Ncbcnaltärc bekommen, und zwar, rechts (Ev. S.) 8. I^o-riaui, lmks aber «. Ltof^ln. Der Kirchthurm, der oben aus dem Viereck in's Achteck nl'crgcht, hat 2 Glucken, von welchen dic größere ^lc Inschcift. . . mutoi- 6oi momouto moi m. coooo xxxx (1540) hat, auf der kleineren aber zu lesen ist: „Lorcnz Pcz in Clagcufllrt hac mich gössen ^nuu 1668/' Eine dieser Glockcu wurde 1876 gcgcu cinc ncnc vertauscht. Die Pfarrer. ^larkiß Philipp, Vuu 1780 bis 1799, daun Pfarrer zu St. Peter im Sauuthalc, wo er am 21. August 1812 starb. Er war gebürtig vou Pirtondorf in Kram, Alumnus in Oberliurg 1774 und 1775, hier in Xcwcri Hilftpricster 177l>, Direktor von 1778 bis zur Errichtung diescr Pfarre. Toäorman Anton, hier installirt aui ?. Juli 1799, gcstorbcu cuu 10. Juni 1801. Gebürtig uon Flüd-nik, war er biö 179!) Pfarrer iu Montftreis, wollte 1800 lnit Franz Zcisclstciuer. Pfnrrcr in Peilen-stein, ciucu Pfründent^iusch eingchcn. Ilcsscr Andreas, gebürtig aus ^aibach, uorcrst Pro-" vism-, dann hier al^ Pfarrer iustallirt am 2. Mai 1802, gestorben hier am 26. Jänner 1807. War 1782 Alumuuö iu Obcrburg. Her ma n n Iudok, augrtrclcn alö Pfarrer am 23. Juli 1807, ausgetreten am 16. November 1810. Geboren zu Laibach, war Pfarrer zu Fautsch, Pischatz und Kapellen, baute au allen diesen 3 Stationen die Pfarrkirchen uud an dcu zwei ersteren die Pfarr-höfc, giug daun iuö Kloster, trat später wieder in die Seelsorgc, war Provisor iu MmMcrg und seit 4. März 1807 iu Tavcri, Pfarrer iu Schleiniz im 8 114 Dck. Marciu scit 16. Novcuib. 1810 und starb als Schloßgcistlicher in Gairach am 3. Juni 1822. VorZuik Kaspar, installirt an: 28. April 1811, ausgetreten am 23. April 1821. Gcb. in Snlzbach am 5. Jänner 1775, ordinirt am 5. Mai 1806, war cr Kaplan in Cilli 1800 bis 1810, Provisor allda seit 4. November 1810, Pfarrer zu St. Georgen bei Ncichencgg scit 24. April 1821, dort aMurben am 23. April 1847. Uoinik M atthäns, vom 23. April 1821 bis 11. September 1825, dann Dechant in Obcrbura.. öamor Johann, Provisor seit 1. November 1825, Pfarrer vom 14. Dezember 1825 bis zu seinem Absterben, 3. Mai 1847. Geboren zn Trifail am 28. April 1783, ordinirt 18. September 1808, diente cr als Kaplan in Süßcnbcrg 1808—1610, in Pöltschach 1810, in Tnffcr 1810—1812, in Nohitsch 1812—1814, in Drachcnburg 1814— 1818, in Frasilan 1818 und in SachscnM als Kaplan und dann als Provisor 1823—1825. klagkau Michael, Pfarrer, geistl. Rath, Dechant und Schnldistvittö-Anfscher vom 12. Anglist 1847 bis zu seinem Tode, 7. August I861. Geboren zu Fraßlau am 22. September 1813, ordinirt 2. August 1837, pastorirtc er als Kaplau zu Hörbcra. 1838, 1830, iu Frauz 1839, 1840, in Cilli als Kaplan, Vikar, Admiuistrator nnd Provisor 18^0— 1847. Seine Äiografic brachte das Iahrbnch vi-od-tmoo 1864. Hlai-auzok Franz, Pfarrer vom 1. November 1361 bis zu scincm Absterben, 9. März 1865. Geboren hier in Xavcri »m 24. Mnrz 1803, ordinirt am 4. August 1833, diente cr als Kaplan in Trifail 1833—1836, in Maxau 1836—184l, als Pro-bisor iu Taiuach 1841, in roci^l-j« 1841, 1842, 115 dann in St. Michael ob Praßbcrg als Provisor und alö Kurat. l^loino Florian, Pfarrer vom 4. Juli 1865 bis l. Inli 1870. Geboren zu St. Peter iin Varen-thalc 12. April 1819, ordiuirt 2. Auqnst 1645, diente er als Kavlnn zu Gntendorf 18^l5—1847, in ^rtiö 1847 — 1849, in Hörbcvg 1849, in St. Marcin 1849—1851, zu Mousbcrc, 1851, in Kapellen bei Nann 1851—1852, in Maria am See 1852—1854, in Lavamiind 1854, alö itllrat in 8io1o 1855—1858, als Ncligionölchrcr ani Oyin-nasimn zu Heruiannstadt in Sieb. 1858—1805, und ist seit 1870 Pfarrer in Wiscl. kroner Johann, Pfarrer feit 18. September 1870. Geboren in Tnffer 11. Oktober 1828, ordinirt am 25. Inli 1653, pastorirte cr alsllaplan zu Ii»/dor im Dekanate Tiiffcr 1853, 1854, in Obcrbnrg 1854—1858, m UIimijo 1858, 1859, in hl. Krcnz b. S. 1859—1805, in Gmwbiz 18U5—1808, m Wisel 1868—1870 und als Provisor in Xavcri seit 1. Juli 1870. Dic Totation dcr Pftrrpfriiudc. l^) Die Pfarrftfrnndc nnd die Pfarrkn-chc' St. Nivcri besassen' gemeinschaftlich die znm Landcslatastcr uiit 8 Pfd. 27 '/^ ldl. bcansnlft gewesene Oiilt Ocdc n-'— fcld(?u5>t0p0l,jo)') nebst 7 Dominital-Untcrthanen, welche jährlich entrichteten: an steuern pro I^n^ti-nuli 10 fl. 50 kr., an Nobut-Nelnttion 25 fl. 57 dr., an 5ttcinrechten -; ft. 44 kr., an Hinögetreid.- 25 Metzcn NoMn nnd 44 "/^ Mchcn Hafer; an Landc-minm nnd Mortnar dnrchschnittliä) 4l fl. 52 kr., und an Dominitalstencr 10 fl. 4 kr. Alle diese Rechte '» Sichl' Vrucdittiiic^ Tli'l Ol'ovbnrg Scitc 25)0. U" 116 wurden abgelöst mit einem Kapitale lion 1870 fl., wovon der Pfarrpfründc 1646 fl., der Pfarrkirche al'cr 24 fl. zugeschrieben wurden. »)) Die Prüudeu-Oetouomic besteht ans 5 I. 834 lüK. Accker, 4 I. 1308 lUK. Wiesen, 15 I. 372 IDK. Wald und 0 I. 1201 lUK. Weide. Hieher gehört anch das Mitwcidcrccht anf der Fratmannsdorfcr Gcmeindc-Hnthwcidc. o) Kullcttnr.- 12 Fnhrcn Stalldünger in der Gemeinde ssratmauuödorf, dann die von Laufen Yichcr abgetretene Kollettur jährlicher 7 Metzen Wcitzcn, 7 ä)lctzc>! Roggen, 4 Mctzcn Hafer nnd 38 Stück Käse in den ans der Pfarre bansen hichcr creindirten Ortschaften. ä) Stiftm'gMczngc.- 251 fi. 78 kr. für gestiftete Messen nnd Jährt ago. 0) Interessen vom Stcllnng^-Invcnt.-Kaftitalc pr. 80 fl. — l fl. t)3 kr., und ans der vun der Gemeinde zur Mcliurirmlg der Pfarrer,3-Dotation gcinachtcn 3tif-tnng 74 st. '40 kr. Von der Kirche für Nntzentgang von einem verkauften ftfründlichcn Ackers fl. 82 kr. und 1) das Stollar-Erträgniß. DcrPfa r r h o f. Dieser ist das vom Nchaz 8 to r-5ino,' 17W bis 17:^3 crbantc Wohnhans. Zweckmäßige Umbanten haben an demselben vorgenonilmn der Pfarrer M i ch a e l ?! l».«I( un im oberen Stockwerke, besonders aber der Pfarrer Fr. U a ranZ o k in der mittleren Etage, Der alte Pfarrhof, das dem jetzigen Pfarrhofc znnächft stehende Wohngcbändc wurde verkauft nnd hat das Onbev-nimn in Graz nntcrm 7. Inli 1803 entschieden, daß dcr Schnldbrief iibcr den für dcu verkaufen alten Pfarrli^f sammt ;wcieu Acckcrn erzielten Betrag nicht dcr Kirche gc hörc, sondern auf Namen des Pfarrers zn lauten habe, weil crwieseucriliasscn uicht die Kirche, soudcru ein früherer Pfarrer das Ocbäudc uud die Aeckcr erkauft hat, nnd einev der beiden Aeckcr mit einer Messcnstiftuug belastet ist. n? Die Kllplanei. Das Einkonnncn dcs hiesigen KaplancS l'cstand frii-hcr liloS nur in den Erträgnissen gestifteter Mcssc». Dazn haben sich am 13. Jänner 1834 die OrM'dbcsitzcr von Fratnmnnsdorf, II<,m, I-Iomoo, Luviun, ^loli^i ^o^-uio», Okouinu,, ^ilv^n^s, 8loni«ki vili und ^n-Bcrg verpflichtet, dcü, Kaftlalie cinc jährliche .Nollcktnr von 28 Mctzcn Writzcn zu geben. Anch hat der jinpüul die freic Bcvtöstissnug ans der Pfarrpfrimdc zn l'cailsprnchr», wofür der Pfarrer ans der Stiftnng des Lutas ^ ^ In 8 tu11i cineu Vcitrcig von 23 fl. 45 kr. zu bekommen hat. Vorhandene Mnlritcublichcl. Tauf- nnd Gcbnr^biicher seit 23. Dezember N82, Stcrdcbiicher seit 11. Jänner 1783 nnd TrammgMchN scit 20 Jänner 1783. Dic Erpositur St. Jakob in Okuninn. Die Kirche St. I a tub. Anch diese bis nngcfahr 1787 znr Pfarre Niez gehörig gcwcscnc Tochterkn-chc wno schon iin Oberbnrgcr Stiftsurbcire voin I"b« 1^" genannt nud zwar S. 33, wo cö hciftt: „Zi'ü Wcyngartcn. ^ doko^v^n^o^^ntsodoLX 80,-vit mai o:lM '/2 3''"«^"' 8om, nnllnm 1 ocologio 8. ^^ccidi". Mchercs erfahren wir übcr diese'Kirche anöden Visitatimis-Protolollcn von 1631 und 1090. I" dlc,cn wird berichtet: Ecclosia s. Jacob i ia Okonmu. i"* habet aitaria; primuin s. Jacobi in choro, &• cornu Evaugelii s. Crucis, 3. a cornu bpistoia s. Antonii. Unurn altare habet ante fores. Oruina-vit (visitator) choruin ampliari et lucidiorcm nen, altarequc construi ad mensuram constitutioniun; altare ante fores destrui. Habet du as vineas, vao-cas 23. oves 4. N8 1690 imirbc notirt: Ecclesia s. Jacobi Apostoli possidct unam viucain et, consum quo-rumdam pcccorum et agrorum. Notaudum: Sindi-cus Joancs Herman tenetur octics dare saccrdoti-bus prandiimi loco Interesse sui debiti 300 fl. Die dermaligc Kirche in Olcnuinu. hat 3 Kuppeln, cinc iibcr dcin Chore niio jc cine nl'cr dcn bcidcn Scitcn-tapcllcn ^. ^c^uni« I^lo^. nn dcr ^iordscitc und 5. I^natii I^n^olu, nn dcr Siidscite. Erbaut winde» dic St. Ignaz-itapcllc 17^2, die St. Johannes-Klipelle 17^4 und das 1'ic«I.>iwi'ium mit seiner Kuppel 1730. Wahrscheinlich wird wenigstens die St. Ignazi-Kapclle dnvch besondere Verwendung deö Priester«? G e or g S ch wull e r, welcher 1719,1720 i>iuupcrator ill Nicz war, crdnnt worden sein, weil er der Sage nnch dcr Vc^viindeu und Beförderer dcr Wallfahrten zu dieser itapclle gewesen ist. Immerhin muß der Äesnch dieser Kirche ein sehr starker gewesen sein, weil man anch hier, wie in St. Xavcri einen eigenen geistlichen Direktor aufgestellt hat. Als erster Direktor allhirr wird eben dcr genannte Priester Georg Schw 0 llcr, alö zwcite'r aber der Priester M a rtuö Volovsok genannt. > .-^ , Dieser Pr. V 01ov » ok errichtete hier cincMcssenstif-tnng oder cinÄcnesteillln «. I^uatii mit einem Äedecklings^ kapitale uou 3750 fl. uno verpflichtete den jeweiligen Benc-fieiaten, für ihn hier in dcr Kirche zu Okouinu. allwöchentlich ^ hl. Messen und au seinem Sterbetage alljährlich einen Iahrtag zn verrichten. Diese Stiftnug ist ain 6. Dezember 17i)8 ins Leben getreten. Das bei dcr Landschaft in Laibach angc-lcglc Stiftnngötaftital pr 375>0 fl. ging ill Fulge dcr 1809 geschehenen Abtrctnng Krainö an Frantreich für das hiesige Bcucfieinin verloren, wnrdcn aber die Zinsen desselben nach Wiedcrcroberilng 5lrains fnr dasselbe abcrinal>3 fliißig gc- 119 stellt. Inzwischen wnrdc der hiesige Vcneficiat aus dem stcicrm. Religionsfondc sllbventionirt. 1766 ain 1. März kaufte die Kirche w Okonina von der Herrschaft Sannek einen in der Pfarre Prastbcrg gelegenen Octrcidczchcnt um den Betrag von 1000 fl. Von diesem Zehcntc gehörte ein Dritthcil dcr Pfarrftfrnndc Praßbcrg, die andern zwei Dritthcile abcr von da an der Kirche und dem Benefieinm in Olcomuu., welche fin- die 2 Dritthcilc von den Zehcntholden cincn ^lclnitionsbctragvon 40 fl. bezogen. Außerdcin hatten anch 0 Domimkal-UiNcrthancn einen Oclddicnst von 2fl. 30 kr. jährlich anhcrzn entrichten. Dicsc Ncchtc wnrdcn mit cincin Kapitale von 690 fl. abgelöst, wlwon der Kirche 24 fl. 30 tr., dein Äcncficinm al'cr 665 fl. 30 kr. (5. M. gehören. 1766 wnrdc ein itaftital von 2000 fl., bcstchcnd aus 1030 fl. Kirchengelder nnd anderen Beiträgen, an die Herrschaft Sännet ausgclichcn, wovou der Ortöpfarrcr jährlich 10 fl. fiir die Vcrrichtnngcn allda bezicht. 1774 bat der Beneficial John n n Gco r g ? o-3 «,Lui k , dcr F. Bischof möchte ihm, dcm Bcncficiatcu, ans den Opfern nnd Zinsnngcu der Kirche in Olvonma. cine Nctonlpensation zuerkennen nnd ihn darmif il>stallircn, nachdem die Kirchcn-Ncalitätcn, von denen der Äeneficiat allda lclitc, vcrtanft worden sind nnd die zuletzt hiehcr gestifteten 150 fl. znr Lcsnng von Viessen bcstinunt sind. Der Acschcid vom 9. April 1774 lantetc dnhin: „Wcnn die Eintiinfte der Kirche einmal gcprnft und der zwischen dem Pctcntcn und dein Priester Matthäus III st in schwebende Streit beglichen sein wird, dann wird iil dieser Sache nach Billigkeit entschieden werden. Die angcsuchtc Installation sci nicht znläßig, so lange daS Bcne-ficinin nicht formell entrichtet ist. 1787 am 19. Dezember berichtete der Kommissar und Pfarrer zn Oberbnrg, A ntun Ä robat h, cil^c Knratie 120 zn Oklmin», sci gerade nicht nothwendig, würde nber gute Dienste leisten, weil man dahin bei 500 Seelcn cin-pfarrcn könnte. Anch bestehe in Okouina schon seit ungc^ fähr 59 Jahren ein Äcncsicinm. Hierauf wnrdc lion der Ncgirnng nntcrm 10. September 1789 Okonma zwar zn einer Lukalic bestiunnt, doch dieselbe später wicdcr fiir nicht nothwendig erklärt und so hier nnr eine C'xpositnr belassen. 17!) 1 erteilte der Grundbesitzer ValcutinA m pach 200 ft. als Stifrnngskapital anf alljährliche 7 Messen. An Realitäten besitzt die Expositnr: einen Acker mit 864 HHK., zwei Wiesen, znsammcn 1385 UlK., einen Weingarten mit ^0<> lUK., einen Garten nül 32 HÜK., eine Weide mit 2«:-l HM., nnd einen Hochwald mit 7 Joch 362 lll(. Dazn gehurt noch ein gcränmigcö Wohnhaus. Die Tircktorcs und Bclicficiatcn. 8 od >voll or Ocorg, Direktor 1742. Geboren zu Obcrbing, Al»nn>ili< in Obcrb. 1710—1712, Ko-uftcratorinVenlsch 1712—1715), iuPraßbcrg1715— 171'», in Niez 1719—. Impach Iosef, ttnrat, gestorben hier 1738. Vol (iv 6 ck Markus, Direktor 170^—1768 und Stifter dcö Bcncfkiuins Oliouinu. Alumnus in Oberburg 1724, Kaplan in Schüustcin 17.'i1,17.'i2, in Vmifen 1732—l?Z4, in Trifail 1739—1742. ? o ^ u 5 ii i k I o h a u n O c o r g, Äcuesiciat 1772—1774. Alumnus in Obcrburg 1751—1753, Pfarrer iu Trifail 17»>'i—l772. 1^ a u , i u Johann, Äcncficiat 1776—1782, friiher Pfarrer in Nicz. ölivnik Stefan, Äenefkiat 1782 bis ,18. Dezember 1787. Er war Coupcrator in Trifail 177^—1777. 121 Wenig Simon, Bcncficiat seit 22. Dezember 1787, hicr gestorben am 26. Juli 1,800. Kouperator bei den Klustcrfraucu in Laibach 1772, Vikar iu Hör-bcrg 1783. I>i6ZivLui!c Bart hl., Beneficial von 1800 bis zu seinem Tode, am 29. Jänner 1 804. Er stiftete hicr 2 Iahrtagc nnd 8 alljährliche Nissen, war früher Pfarrer in Snlzliach. 2 Hbuli (i 3 ok Antun, Vcncficiat, angetreten aln 25. August 1804, rcsiguirt am 1. Fcbrnar 1811. Geboren in Cilli am 15. September 1743, war Karthäuscr in Scizklostcr, Schloßgeistlichcr in Schöncgg 178Z— 1794, Kaplan in Fraßlan diö 1804 und sturli im Ruhestände zn Cilli am 22. Dezember 1815. Uikvli 5 Iohann, Äcncficiat v»m 24. April 1811 bis 18^4. Er war Almnnns in Ol'crburg 1768, starli im Ruhestände zu Hürberg am ?. März 1827. Seit 1824 wnrdc dieses Vcucficinm nicht wieder besetzt und wird dasselbe seither vom Pfarrer in Xa-vcri administrirt. Die ^oluüie St. Martill im Drietchale. Diese Lotalic wurde im Jahre 1788 errichtet, aber erst 178!) besetzt. Sie besteht anö den Stcucrgcmcindcn S t. M artin, St. I n d D t »nd einem Thci lc der Stcucr-gemcindc ^loöna. Die Stciicrgemcindc St> Martin liegt größten theils in der Ebcuc am Gachc Drict (llretli) und heißen die Bewohner derselben allgemein ^udretäimi. Sie umfaßt folgende Ortschaften nnd Weiler, als: No«nly, Vi-llv) 5ntu<>^ <3«,'un^ni nnd ?oci^(»i!i. Die Gemeinde St. Iuduk liegt hingegen fast ganz im Gcl'irge, im großen nnd kleinen liovt, d. i. im Sattel 1^'2 zwischen der öl eta und der Numun, und an dcn Abhängen dieser beiden Gebirge. Zu dieser Gemeinde, dercn Äe^ wohner liuvwvoi genannt werden, rechnet inan nachstehende Ortschaften und Weiler, als: Xruöovo, !'n8wta> sti-a- dovo, Volog gorni, Podlipa, Rupe, Pika, Scle, Tmiiia, haze, Bračuuovo, Guilovcc, Seise, Potok, Beclovo, Drage, Jarse nub Vertacc. Die im Drictthal'e gelegene, an<< 4 Hiiilscril bestehende, hichcr eingcpfarrtc Ortschaft I)o!«o gehört zur Stcuer-geineinde Zoönn. Von diesen Ortschaften nnd Weilern ist das Dorf Obcr-Xi!^6 ans der Pfarre Nie;, alle übrigen alx-r sind ans dcr Pfarre Oberbnrg c^cindirt nnd hieycr zngctheilt worden. Die Kirchen. D ic Vota l i c - K i r ch e S t. M artin. Sie war bis 1788 eine Filiale dcr Pfarrkirche in Qbcrbnrg und geschieht auch ihrer bereits im Obcrburger StiftNirdaro ».wn 14^'Ü Erwäliniittg nnd zwar im Ainte Drict, wo gcsagt wird: „Bey sant Mcrlem: 1'aulo »oi'uit 60 ^!-uo«6N808 kä »iluutniu U.utinum." Damals wird hicr >uohl nnr eine kleine Kapelle bestanden haben, ans welcher durch Zubauten die jetzige lange, schinallc und niedere Kirche cut-standen ist. !603 am 10. Mai erhielt in Obcrbnrg der F. A i-sch o f Tho m a ö ein Äittschreibcn vom M i ch a elSi ch c l s^ulio!)') und Lnlaö ^ovž fulacnden Inhaltes.- Die Pctenlen hätten in ihrer itirche zn St. Mertten cineu neuen Altar dem hl. Achaz zn Ehren crbancn lassen, zu welcher und mehrerer Gcdächtnns anch Herr T h o m as Sichel, S. tais. Majestät iiricgsrath, ein Meßtleid habe machen lassen, bitten daher, dcr Bischof möge morgen diesen Altar ^,') Sein Haut« zu St, Martin filhrt imch dm VulM-na- 123 ^ ttrn-m kommen nnd bei Michael Sichel mit em '"""g Suppen und, wa. G^^l'cn wird, verlieb neyn.cn. "lc ^rlcdigilnl^ auf dieses Gesuch lautet.' .D.e,er Supplieanten christlöblichcö ^^""." , "".allein von Pus qcbillicktt sm deril soll dem,elben 'on ^'^a ttgtthm, word., V i^ ausdriickylichen eo.^non lick.^ N'ndatorm hicn.it vnd n cr.'sft dlseö Decrets I ^ uclicil das Mr^iumm also dcr 'ncistcn Hcylllg f'I!l, "cn hl. reliqnien in. .ltar qele, wer^n, zl.halten m.d 'lbcgcheu Gebunden scyn soll." ' ,..,,. ^o-,,Do0>otnm Obcruburg den 10. Ma« 1b03. 1c Sle." k I -Hofkrie^rath und .l^er M^nneistcr, "bcr ,cm ^ ge. onncnes G,,t. welches cr iu re.nden ^"dc>. ' ^ w cu uut maucher <^ßcr ans. estmn'ener Gc y. tt m n hat zur Verbmh.ma Mutiger Zw""^' m ) scl'lcin Ab,terbe.l zwischen wnem Är"dcr M.'chac ^ chcl^nQber^u^m^Geschwiesterneut^ ". Zm- jtirchc St. M^-teu, wo sc>". ^'^M-rn hatt lst, legirt er 15 si. Seiner zwei He ma nud Mariua zwei Söhne O"" >'".'^ , n der tM er, me.c er keine ei.^neu Lcibeserben l'f" " '' .^icn Hchnung, der Erzherz.« .vcrde diese Adopnon ^ ^„ la cn ,«,,,it diese zwei, Adoptivsohue ""/ Oder-l"d Wappen nhren n.ld sich die Sichclln vo '^ d urg') schreiben mö„cn.' S.iu Vermögen H ^u Kricgsdicuiteu und harter Mi'ihe nnd Wl'" i'l/^" " zu ^ud erspart und sich auf 40.(W si. ln'lanst, .,t angc I^V^erb, Arch. ^ Vla. Sichel besaß I^da« ^chsofz M005W.M, in, Grazcr Krcift. ^ .,,,-iö l^> dic Namc... v°>. Ob.rbm.^ „lach.,- m.tcr Oco')^ ^"''" inc Schuß- "'M,d^. au wclchov rr in 8i.ok starb. (V-^'-'«"r.) 124 legt bei der Landschaft, in Kärnthcn, mehr von der römischen knis. Majestät 4000 fl.Onadcngcld, so ihm bei dem Reichs-Pfeuingincistcr des sächsischen 5lreiscs Herrn Chri st u p h c u von ^oß mit tcus. Befehl angeschafft worden, mehr bei Lazarnö Henk hl von Donners murk h. Seinen Bruder nnd seillcr Schwestern Kinder bedenkt er mit Legaten nnd setzt seine beiden Adoptlvsöhne, die crschon einige Zeit studieren ließ, zn Universalerben ein.') Im Novcmlier 1ii.'»1 wnrdc diese Kirche visitirt und dabei über ihren Zlistand Folgendes prutokollirt: 1631. Ecclesia 8. Martini u Vologi, in qua 4 sunt altaria, unum in clioro dicto Sancto dicatum, aliud in cornu Evangelii S. Acbatio dica-tum, tertium in conni Epistolae S. Anmie dioatum, quarturo in mcdio ecclesiac ad in «rum ex parte Evan^elii non consccratum. Ordinavit quartum oiq-nino destrui, in sacristia altare lapideuin etiatu de-strui et loco illius racnsam pro paiamentis cxstrui. Habet vaccas J68, ovcs 1G)3. Est ctiam confrater-nitas laicoruin, quac habct vaccas 18, ovcs 17. Nach dem Jahre 1l>31 wurden an die Kirche angebaut die Kapelle 5. luilioi'j an der Evangelien Scitc, nnd 1802 die Kapelle ^ulli« Duloi-o^o. !728 am 28. Oktober wnrdc die Kirche vom F. Bischöfe Fclix Grafcn vun Schrott c n b a ch konsckrirt. 1838 nnd 1839 wurde did Kirche verlangen, die nordscilö gclcgciic alle Sakristei abgerissen nnd siidscitig eine neue erbaut. Nachdem im Jahre 1797 ein heftiger Orkan daS Dachgeriist vom Thurinc hcrabgeworfeu halle, luurdc der Kirchlhurm 179« um 9 Schuh crhöhl und dlnni ueu l-in-czedcckt. 1ns>'; erhielt der Thuriu ciu ueueü Ziuldach. Iin Thurme befinden sich 4 Glocken. Die lleine Glocke mit ' ') Obcrl'. Arch. 125 ihrer gothischen Inschrift: „n.uo n,n.,ui», Fskoia, jidona üoiuuo 3>om." (nie) diirftc ans dem ^15. Jahrhunderte seil,; die übrigen 3 Glocken wurden 1857 angeschafft und am Sonntage dcn 23. Juli feierlich aufgezogen. Zu dieser .Arche hat Thomas I^ovo,-, Hanptpfarvcr zu St. ^»rcnzcu iui Miirzthalc 200 fl. auf 3 ewige Messen gestiftet. Dieser Stifter war ohne Zweifel hier in Volox anf der I,ovor-Hnbc geboren. DaS Oderburger Taufbuch saat: „1699. Dccernbri8 15. baptizatus est Thomas filius leg1. Joannis Lever et Conjugis Poloniae; levantibus Antonio Schicbcl et Ajrnete Semlauka per me Jo- NnnLm Komp«.«." Er war Hanfttpfarrer zn St. Lurcnzcn von 1750 bis zll seinem Tode' am 12. Febrnar 1759. Die Filiallir ch c St. Iudok liegt am südlichen Al'hangc der (?!-ew, ob Pnrtstall (?c>Flac1), ganz an der Grenze deö Lotaliebezirles. Die Kirche ist sehr alt nnd wird unter „saut Iost", welches im Obcrbnrgcr Saalbuchc von 1426 Seite 61 im Amte Driet genannt wird, sicherlich diese Kirche zu vcr-stcheu sein. Ans dem Jahre 1631 erfahren wir illier diese Kirche ^osQcnbcß: EcclesiaS. Judo ei ia montc. Iu ea tria altaria, prirnuin in choro dicti Sancti, consecratiicn, 2. in (jornu Evangclii B. V. Mariae, uon conse-cratum, 3. s. Jucobi Apostoli, consecratum. In Sacristia est altarc S. Luciae, consecratum, quod destruatur. Iiabct vaccas 39, oves 64. Item vaccas in parochia l^rancensi 32, oves 33. Est etiani in ea confraternitas laicorum. habet vaccas G. oves 22. (Visit. Prot.) 1686 dcn Itt. April rcvcrsirtc zu Obcrbnrg der Pfarrer I o h. O corgEr u st, das; Anton ?«ii' ot 1'i-l)ta8ii an der öi-ow, nur '/,, Stnndc Wcgcö entfernt vun der Filial-kirchc St. Indut. Das Visitations-Protokoll von 1613 berichtet iibcr ötcfc Äapcffc gosijcubcö: Ecclcsia SS. Gervasii et Protasii unuin liabct alturc. Ordinatur fone-stras tarn in choro quam in Ecclesia ampliaii et vitris occludi. Nihil nossidet. Missae duae sunt scriptae. Die Kapelle ist mehr klein, hat eine Diclelidcckc, und ist dieselbe ein ganz ordinärer Äan. Unter Kaiser Josef wnrde die Kapelle geschlossen imd soll dann cinigc Zcic als Schafstall gedient halien, wnrdc aber später wieder rcstailrirt. Im Iahrc 185)8 hatte die Kapelle einen alien, schon schadhaften Fliigelaltar mit einem Oelgeinäldc «8. Ayr-v»8il ot 1'low6ii. Zn beiDen Seilen deö Hochaltarcs standen an der Wand zwci altarähnlichc Console«, auf welchen zwei in brcilc Nahmen gefaßte Altarbilder standen. 18()1 wnrdc diese Kapelle wegen Nianliel^ an erforderlicher Ausstattung wieder außer kirchlichen Gebrauch gesetzt. Dies bewog die nmlicgendc Gemeindc, die Kapelle wieder zu restcmrircn. E» wnrdc hierauf der Hochaltar ncn gefaßt, dic schon morschen Consule» an dcn Seiten- 12? wnndcu wnrdcn eiltfcrnt mit Anönahmc der dariibcr gestcll-ten Gemälde, welche auch cine ncuc Fassung erhielten. Dann wnrdc auch daö Kapcllcngcbändc ansgcbcssert, eine zweltc Glocke sammt einigen anderen Kircheugcrächschaftcn angeschafft nnd wurde der Altar am 19.' Inni 1863 uom Qbcrbnrgcr Dcchautc Iofcf ^ I <> i ^ » n ö i ö wieder beilcdicirt. Die Kmatcn und Provisoren. Aedasok Gregor, erster Kurat nllhicr, angetreten am 1. Oktober 1789, gestorben am 23. Mai 1822; war Nlnmnnö in Oberlmrg 1783. ^Nsil Mathias, Provisor vum 17. Inni 1822 bis 17. Fcbr. 1825. Geboren in Mötlmg am 26. Ium 1776, ord. cun 30. Aug. 180!). ^iraN Iuscf, Mrat vom 18. Fclnuar 1825 bis zu scincm am 20. Inli 1826 erfolgten Tode. G^'""" zu KIuu.io« iu Kroatien, ordinirt am 21. Juli 1d^, war Kaplan in Prasibcrg 1821 bis 1825. Die Malic blieb hieranf nnbcsctzt bi^ 1628. Bray er Vinzcuz, anö 5lrain, Provisor vom ^^-^, tober 1828 bis zu scincm Absterben 14. März Ido^l. Nach ihm blieb dic ^olalie wiodor nnbese!^biö 18oo- Panscher Angnstiu, Provisor vom 23. >^ept. 18>" bis 25. April 1838. Oeborcu zu Hochcncgg am 23. Aug. 1786, ord. ani 23. Scptb. 18N, «aplan zuOberbnrg 1817, 1818, m Oodov» 1619—l82^, iu Nann 1822—1825, in Tiiffcr 1825-182^, " voi 1827, 1828; Provisor zu St. Ioh. im Wcm-bcrge 1828, 1829. in Naöwald 1829—1830; Kaplau in Rätschach 1830 — 1832, in Stcrn,tc:tt 1832-1835, zuletzt Knra> zn Obcr-Pmiilel uon 1838, wo er am 21. April 1845 starb. Wcr l Johann Provisor vom 26. März bis 2. Oktober 1838. Geb. in CM am 17. Febr. 1800/ ord. "'" 123 24. Sept. 1825, Kaplan in Laufen 1825, 1826, in Franz 1826—1828, in Hochcncgg 1828, mWcitcn-stcin 1828—1832, m Kostrciniz 1832. 1633, in Libiku 1833—1830, in Ponitl 1830,1837, Provisor zu St. Egidcu b. Sch. 1837, in Ovcr-Pouikel 1837, 1838; endlich Kaplan in Altcumarkt mn 1838 bis zu seinem Tudc, am 20. Dczemli. > 839. 0 otin Ioh a n l,, Provisor vom 3. Oktob. 1 ?38 l'is 31. Ang. 1855. Ocb. zu vndov^ um 26. April 1796, ord. am 27. August 1820, Kaplan in Hor-bcrg 1820, 1827, in Lanfcn 1827, 1828, in Franz 1828,1829, in Neichcnbnr^ 1829—1835, Pruvisor in 8io1o 1835, 1830, Kaplan in Altcnmartt 1836 l'is 1838, starl, als Dcsicicnt in OkouinH am 31. März 1857. 0i-o5«n Valentin, sturat vom 1. Sept. 1855 bis 31.Inli 1872. Gcli. zn St. Georgen l,ci Ncichcnccig am 31. Jänner 1808, uro. am 4. Au>i. 1835, dicnte cr als Kaplan in Pischätz 1835, 1836, in Lanfcn 1830 — 1838, in Pöltschach 1838—1842, zn St. Marcin l>. E. 1842—1844, in Horbcrg 1844— 1840, in Pcilcnstein 1846, zn St. ?)iichacl bci , Wolfsbcrss in Kärnt. 1846—1852, als Provisor in 8iolo 1852—1855. (^r starl' als Deficient zu Okouina anl 4. Mai 1875. Er war ein gewandter, oriin'ueller z^anzclredner und ein belicbtcr slovcui-scher Dichter. Seine Frcnnoc und Verehrer habcu ihm ein Gralmwunmelit in St. .tavcri errichtet, wo er begraben liegt. kl-tn» Mathias, Knrat scit 24. November 1872. Geb. in dcr Pfarre Franz nm 7. Dczciuber 1832, ord. am 27. Inli 1850, Kaplan in Schnmrzeiwach 1857,1858, in lc^Iob^o 1858—1800, m Tiiffcr 1800—1862, zn St. Johann in R^lxn- 1862, ^9 1863, zu St. Peter in V. 1803—1366, in Pci« lcnstcin 1800, 1807, in Weitcnstciu 1807—1869 und iu Neulirchcu ,180!)—1872. Die Dotation dcr linrntial^ftiindc. . D"' '^"rat bezicht v^n dcr^ailiacherBisthnüis'Hrrr-Ichast Qbcrburg cineu Iahreögehalt von 94 fl. 5)0 kr. Auch yat sich die Unnuialgeineiude St. Martin am 5. September 1854 verpflichtet, ihrem Aura ten jährlich ciuc Gehalts-ausliesscrung von 108 fl. zn g^icn. Dazu kuilinn'n noch an StifNmMcbiilircn 12 ft. 7'/- tr. niid das Stolarc. Der Pfarrhof wnrdc 1859" mit cincm ncucn Dachc versehen und rcstanrirt. Mlitrilclllü'jchcr wcrdcn hier geführt und sind vorhanden seit 1789. Die Pfarre Maria Schuor ill Zulzlmch lZoioiM). Am St. Elisabetha Tage des Jahres 1365 wurdc zu Oberburg F riedri ch d c r K a plan dc r M aric n-tlrchc in Sulzbach (I^ii^iicn« ^iipollluiu« I^LLiosio «. Mili-io in 8n!^xi)uk«) iu die Fraternität des Obcr-bnrger Cmwcutes ciuf^euouiuicn uud wurde ihm die Al>-haltuug ciues ewizien Iahrtagcö gelobt.') Dieser Stiftbrief bringt uns die erste ittmdl.- von einer Kirche in Sulzbach und von cincin dort swtimn'rteit Priester, der abcr nicht Pfarrer oder Vikar, soukern 5laplau, d. h. Hemficiat, ohne Zweifel des vuil dcu Cillier Grafen hi<.-r gestifteten Altares, gewesen ist. Die E^'steuz eines Pfarrers odcr Attars iu ^ulzbnch läsit sich dcriual^u ui'tuudlich erst aus dcm Obcrdurgcr (Vtiftöurbare vmu Iahrc 1426uael)wciscn. ') Stift Obcrlnn,, Scitc 180. ,.,.... 9 130 £)ort l)ci|]t cč Seite 105 (Officium Iu Sulczpach): „Item im lcsche habet plcbanus", bann ©cite 159: „Vi-carius In Sulczpach soluit de ecclcHJa niv. 3, et dc decima ibidem mr. 12 d." unb ©cite 106: „In Sulczpacli vicarius soluit de j)iebenda et de vua äeoim^ m,-. 10 aquil." Sicherlich ader hat dnmals (1426) schun lanssc, vielleicht schon scit Jahrhunderten hicr ein Bikariat der Pfarre Obcrlnirg bestanden. Dic Pfarrc Slilzbach, welche sich an dcr Sann l'is hcral' an die sogenannte Nadel («li^Ia) erstreckt und cms dcn .stalastral-Geineiilden Slilzbach und hl. Geist besteht, grenzt östlich an die Pfarrc Leutsch (^juiw), südlich an cl'en diese Pfarrc und an Krain, westlich und nördlich aber an Kärntcn. Kirchen uild Kapellen. 1. Die Pfarrkirche k. V. U.'> am dcrmaligcn Mmigs-chon', Fluci lii.'!ic Nltnrc errichtet und sowohl dicsc, mc mlch die Kirch» vom Lciilnichcr Bischöfe Smismun!) loujclrirc. Sulzbacli, 1031 die 27. Novcrabris. Tabcr-uaculum lapidcum iu muro a parte Evang'clii. Bajitisterium in nicdio ecclesiae. Habut septeui altariii: 1. B. V. Marine in choro, iu eo Keliquia-rium — et confraternitas B. V. Marine; Ž. s. Joau-uis Bapt. a cornu Evangelii, o. s. Georgü a coruu E|)istolae, 4. s. Cathariuae a coruu Evaugclü versus cliorum. 5. s. Scbastiani a corn a Epistolae ad luurum versus cborum. la choro snperioi'i duo: 1. iu medio s. Valeutiui, 2. e diamefro ad wurum s. Petri. — Ordinavit (visitator) uovuin tabernaculum ex ligno fieri iu altari in choro collocaudum, tlcin destruatur lapideum; — Baptisterium ex medio ecclesiae ad partem Epistolae ad muruiu collo- ') Oberb. Urkunde, jc^l in, Pfavr-Archivc ;>t Sulzbach. 133 cari post altare s. Sebastiani. Altaria duo m cboro superiori omuiuo destruantur. — Ecclesia bane tres rusticos, 1 hortum , vaeeas 76, oves ° (SJifit. ^rotofoli.) it Sulzbach 2. Jalii 1G41. Baptisterinw rcpei'^ (visitatov) in medio ecclesiae, quod ad corn" W stolae altaris s. Sebastiani collocaudum fuisset, conceditur ut maneat. — Sacros liqnorcs re^ ui in veteri tabeniaculo, quod niaudatum est . ?-SJlC' cujus loco solum auiaviolum apaveat cinnii^cnl)ti0 ' Sacri liqaorcs. - Altaria 5. - Liber deitluC^ et copulatorum et status aniniarum conßcriO (Visit. Prot.) . . 1Ü62. Dcr in juin^stcr Zcit cittfcrntc St.^ai Mm Altar ilii Kirchcmchiffc hattc die Ilischrift: U<>o ">"> Catharinae factiim est tenipore R. D. ^oii]i.',r'nö V. in Suhpach smuptibus parocbianortiu) -10 "' , 1G9O. Ecclesia habet subditos 4, duo ^ olim douati et dant certum ecclesiac ceu?111"' t 1 fl., alter 1 V2 fl., duo snnt em])ti ab ecclcSfl 12, dant annualcm contributioneui Ecclcsiue, unus • ^ alter 17 fl.; vaccas ab autiquitus ecclcsiae ^1".' tas habet 37, oves 67, agros cam hortis bceiesw fundatos olim habet 5. (^5tut. sBi'üt.) 1710 wnrdc dcr Glock^thurm ncu "baut. ^^ einer Votwtafcl ist dalici cin Nrbcitcr von dcr YlM Thurmes hcrcibgefallcit, ol)uc sich zn bcschädigcn. _„,^ 1735 wltrdc die klcinc Thurmglockc gcgosse"- " '^ 3vsit6iudll8 9. clio. llac äi« ou,Wp«,uü« ul'vao p'!^ vio6 s)u!8Änt. (Stcrdcl'nch.) Dcnnuich crhiclt d'c ^nn dnmals nicht blos dic tlcilic Olockc, sondern mchrcre ^l0"" - 1801 wnrdm in Cilli zwci, die jctzigM mtttlnc. Glocken für dicsc itirchc ^e^üsscli. ., .. 1858 crhiclt die Kirchc dic gros;c ^245 Pfu»d I"'""' Glocke ans der Gießerei des Ant. ßama^a in ^cndach. 134 18«a!-, Bildhauer in Pras;bcrg, erbanl und am 21. Oktober d. I. vom Dcchcmtc Ios. I? ! o,^ u n i: i 5 bcncdicirt. !871 wurde die ganze Kirche stylgcrccht rcstaurirt. 1872 wnrdc der alte, schon schadhafte Seltennltar ». <^ntl>n,,inn,o beseitiget nnd an dessen Stelle eine Nische mit der St. Barbara-Statnc angebracht, so daß die Kirche min nnr mehr 3 Altäre hat. 187.3 hat Andreas (^o«lu- den ncncn gothischen Hochaltar erbaut nnd hat der Pfarrer Johann .Inuo diesen Altar am 13. Inli 1873 geweiht. Die hechle der .^irchmgnlt wnrdcn mit eincin iiaftitalc von 90 ft. (5Äi. abgelöst, ^ant Urbar von 1751 besaß die Pfarrkirche 4 Unterthanen, nämlich.- den Peter Päßtcrth (1'a«t,i,-1c) in Bcllach, Thomas.^toi'^Hi- in Snlzbach, dann Jakob Pic<)nigg (I^oöuik) nnd Lutae Wcitzmann in Schwar-zcnbach. 2. Dic St. Anna - Kapcl lc. Diese am Fried-Hofe an der Ostscitc der Pfarrkirche freistehende itapcllc soll der Sage nach älter sein als die Pfarrkirche selbst. Nngcfähr 15)84 ist diese.slaftcllc abgebrannt. 160') den 21. Inli berichten der Vikar Ja tobns Tcrkhl nnd die ^irchenprövstc ThoinaS ji h n c si. ^ n-taö Tolstoncrschn ikh nnd Thomas Prodnith dem Bischöfe Thoma s, die St. Anna^iaftcllc sei vor vielen Jahren abgebrannt, nun aber wieder anfcrbant worden, nnd bitten den Bischof, diese Kapelle nun, wenn thunlich am Sonntage vor St. Vonrcnzi (7. Angust) zn lonsc-trircn, zugleich aber auch die hl. Firmnng daselbst zn spenden, da schlm seit .30 Jahren keine Confirmation in Snlzbach stattgefunden hat. 135 1609 am 30. August schrcibcu dcr Vikar Georg IILi n «! I j il « uud dic Zcchvröpstc N uftrccht ^) lsch o u-uith uud Nuprcchl Äcczcsinith au dcu Bischof, dic hölzerne Cavcllc St. Auua iu Sulzl'ach wärc vor ungefähr ^5 Jahren durch Nachlässigkeit dcö Mcßucr^ abgclirannt und sci dauu armnlhshalbcr lauge Zcit ot>c gcslaudcn, uuu alicr ucu aufgcmaucrl uud eingerichtet worden. Dcr Bischof wird dcsihald gc'bcthcu, dicsc ,.'ll!.' aiu luichsNoiuiuciidcu ^4. SmlutlM uach t<«. ^iilziwti« zu wcihcu. 1»N0 au: l7. Juli kittcu wicdcr dic zwci vorgc-nauulcu jtirchcuprttpstc uud V u taö Tol st oucrsch „ ikh dcu Bischof T h o m a S, cr uiöchtc dic Auua->lnpcllc am Souittagc dcu 1. August tousctrircu. Dicscr Biltc cut-sprcchcud lousckiirtc dcr Bischof dic St. Auua^iapcllc am 1. Auaust 1610. (Ol'crb. Couscc. Urt.. icltt iu Sul,ü,ach.) 1031 die 27. Novcmbriw. la Cocnicterio cet Saccllujn 8. Annae, in quo uuicutn altare spoliatum icon« et reliquiis. — Dc icone ct reli(|iiiis j»ro-videatur. (3$i|it. ;]3rot.) Ihvn.-Alpc s^olZovn), odcr dcm .^ti«;!«'schcu Fclscu (,in:mi. Tic ill dcr Kirche ebenerdig bciin Hanfttthurc anfgestclltc Orgel wnrdc 1861 auS dcr Pfarrkirche hichcr iiln'rtragcit. Voll dcn .3 Thüriülilockcn hat dic klcilic Glocke folgende in cinfachcn golhischcn Majiiötcln auSgefiihrlc In-fchrift: „»^«.ncto Vito (?) « oiu, ^io nodi«", diirftc dcninach ano dc»l 14. Iahrhimdcrtc scin. Die bcidcil aildercn Glocken wurdcn l»ci Ballh. Schncidcr in Cilli <^c-gössen, dic ^roße 17Zi'>, die kleinere 17^!). Anch findet sich i'ci dieser itirchc ein kleiner gothisch geformter ilclch. Dic alten Visitationö'Prolotolle l'crichtcn über diese ftivdjc: 1631 die 27. Novcinbvis. Ecclesia S. Spiritus na S t r au '/. h o v i m 3 liabct altaria : in clioro « Spiritus, rcliqua ambo carcnt omnibus. — 14 essc missas scriptas hie. — liabct vaccas 21, oves 50. 1690. Filial is eccl. s. Spiritus vaccis caret, ovibus gaudct 30, alvcariis 10. '" ' Das Cillicr Bcncsicium. Ueber dicscö Vcncficiiun tonnen folgcndc Datcn mitgetheilt werde»: 1471 fciia 5. post r. Georgium. „Episcopus Lab ace n sis S i g i b in u n d u s rcmitit 100 florenos ipsi (lebitos a parochia B. M. Virginia in Salzbach vicario pcrpctuo ibidem Nicolao Stipl, ipse ccoutra duaH vineas prope Ijaufcn donat capel-lauiae perpetuac iniH.sae ibidem in »Sulzbach a coinitibus Cilliensibus ntit 5 d)laxt ^fciuuge aw bem Anttc Praßbcrg suuäutilo." (Obcrl'. Url. 3icgistcr.) 1518 die 1J. Januarii. Hex Maximilian us fatctar aFriderico coraite Cillicnsi ex ur- 137 limio I'l'llkszoi'sscünki 6odiwf; 10 Pfnnd Pfenig iil:nll!ut oo8lloll> von dcm ^>ieedon'.amlc jährlich zn reichen vi^oio <1li«upc)r l':ll:til0 snullaticini« sObcrb. Urt. l)teg.) 1524, Wicn am 16. ^iovembcr. (5rzh erzog Ferdinand befielt dcm Achazicn von Lintccg, Hailptmann ;n (>illi, die 10 Pfnnd PfciiM, wclchc die Grascn von (5illi ;nr Francnlirchl! in Snlzbach ans dcm Amtc Prasü'Nl, l^'stiflct habcn, dcr K aiscr Vi a 5 imilia n abcr an^ i)cn> ^iccdoi'.tlmmtc Cilli nn^rwi>.'scn hat, alljährlich anö dcin (5illicr Bicrdonü'anilc dcr ^cnannlcn itirchc zn brzahlc». (Obcrb. Urt. (5opic.) Wl^nn wir I)irr nuch daö schon vorne Gcsaqtc l'criick-sichtisscn, daß schon 1365 ein Kaplan ^iaineilö Friedrich in Snlzl,»ach rristirlc, nnd diesen alö Bcneficialcn dcr von den Cillicr (trafen hier gestifteten ewigen Hiesse annehmen, so ergibt sich darnnö, das; dieses Bcncfieinin in dcr Zeit von 1341, in welchen, Jahre F ricdrich dcr Freie von Sännet in den Orafcnstand erhoben worden ist, biö 1Z6:'> nnd zwar lant obigem Negestc von 1518 entweder von eben diesem Cillier <^rafcn Friedrich I. gestiftet worden ist, oder das; Friedrich II., (^raf von Cilli die Dotation dieser von einem oder von mehreren seiner Vorfahren, alo: den (trafen F r i c d r i ch 1., gestorben am 1 :>. Ang. 135l», Ulri ch 1., gest. den 20. Inli l^08, nndHcrman I., gest. 2!. Acärz 1385, fnndirtcn itaftlanci von 5 Pfnnd dl. auf 10 Pfnnd dl. anfgcbcsscrt hat. Im Bisitationöprotolollc vom 27. November 1631 l)ciftf ctf: In sacristia supcriori invcnit literas fun-dationis a Friedcrieo III. datas, quarunt teuor cst, ({uotannis vicaiiinu in Snlzpacl) praetcndcre a prae-i'ccto ])vovincia(i Cillcac 10fl.; qui Vicaiio debcutur, quani sundalioneiii Cdiiimitcs Cillicuses fcccrunt; confirmata cst a dicto linpcratorc. Baiser Friedrich III. scheint also dicsc Stiftung dcr Pfarrpfrnndc einverleibt zu habcu. 133 T>ic Pfarrsvorsteher. ttti,)I Nikolaus, Vikar 1471. ? utas, Vikar, Hal den ZinS pro 1497 und 1498 nach Obcrbnrg bezahlt, ßipkc Bcncditt, Vikar, 1533—1541 den ZinS bc- zahlt. „1550 im April in Sulzdach Herrn Wenc- ditten sali^cn 17 gaiß genommen darnon etliche vmb- gefallen."'(Obcrb. Raitliuch.) War 1528 Vitar in bansen. Leopold, Vikar 1545. Sebastian Ncnstättcr, Vikar 1550—1552; wird 1553 genannt gewesener Vikar. Albert, Vikar 1550, 1557. PolingcrAl b r c ch t, Vitar 1558, 1570. Finstcrlc AlaS, Vitar 1586, 1587. Er war 1585 Vitar in Schiwstcin. Am 12. Dezember 1587 mnßtc Augnslin 5lhncß I fl. Strafe bezahlen, „vmb das er den Herren Pfarrer daselbst an Ehre verletzt vnd mit Stain geworfen." ^aooliuu, Vitar 1597. Terkcl Jakob, Vikar 1005. Siehe oben den Äcricht wca.cn dcr Anna-itapcllc. lloiuolj u« (Hanncl) Gcor^, Vikar 1W9, amovirt 1610. ^auko Christof, Vikar 1011. 1614. ür war 1586 Alumnus im(>)IIo^iulll Ul»,rlll.nnn!, rcsignirtc 1011 die Pfarre Schwarzen bach nnd stellte am 18. Nuv. 1011 den '.Itevers filr Sulzbach ans. 1' <» / eXnik Vlaö, Vitar 1610, 1620. War 1614, 1615 Vitar in Niez, 1610 Alumnus in Obcrbnrg. McsscrcrGcor g, Vikar 1626,1628 ; war ,l 620 Vitar in Hürbcrg, l629 Vikar in Praßberg. 81i^ j) niI< )iitolaus, Vikar 1630, 1631. Nar Pric- stcr im doNo^ium 2l. 1626, dann wieder 1639— 139 k 0 5 ilsuik u r b a ,1, Vikar scit 1637, 1645. AlllMllus im (?l>l!of:lul!i ^lllli.^ilum 1635. Nachtissal Martin Or eg or, Vikar 1062,1665; ordinirt l6-i6, mar im ()olln^inm >l. als Priester 1656 bis 1661. Gcb. zn Nnklas. 1668 war die Pfarrusrnndc vakant. Nlnxuvuik Alas, Vikar, ainovirl 1672. In Obcr- bnr^ ^edicut 16l!2, 1672—1680. Hcl'. iu Obcrlmrg. >V oll Chr ist inn, Vikar, mstallirt am 27. März I672, al'gttrclcn am 17. Inli 167ž;. ^ort5Ä.j Jatub. Vikar, mstallirt 18. Juli 1673. War im Ol'crl'ura,cr Almmialc 1680—1684. Undue/ Gcorg. Vitar 1687—1600. Dic Ucbcrgadc dcs Pfarrftfrilildcn-Invclllaro au scmcn ?lachfulsscr wurdc am 24. April 16l)>1 gcftfluqcli, wcßhall' cr, II»line//., bis 1694 der hiesigen Pfarre vorgestanden scm wird. ^ » mnik iy c o r s>, Vitar, 16!14 dcn Nevcri« anssscfcrtisict, 1702 hicr anci^clrctcn. Er war 1780 Provisor in Trifail. 8 imt> n (^rcgor. Vikar scit 1702, 1707. I^uknuiö Andreas, Vikar 1707 —1717. Am3.I,»,i 17! 6 verboth der Bischof den Vikaren zn Snlzbach, Lcnlsch, Lanfen n»d Nicz Wein a'.iöznschänlen nnd Tanzmusik zn halten. I. ukn 5 i 5; M athiae, Vikar 1717 — l 724. War qcb. in 9üidmam,i 753. ?IoZivöuik Äarll) ol., Vikar von 177!) bis 2^. Ot. 1802. dann Knrat in 0!cn ist. ^!umini8 in Obcrb. 1773—1775. X a.j so / M athi a ü. alö Pfarrcr installirt 5. Inni 1803, nMorl'cn 78 Iahrc alt am 1. Oltober 1823. (3r diente als Kaplan in Nann.Tnsfcv, Pischntz. Nrcmllo, Prnsil'er^, Franz. St. Martin bei W. <^. nnd Allcn-martt. Er war anö Tüplitz in >irain gebürtig. Oot 6 ln I ato l,, Pfarrer vom 2iö 22. April 1838. Gcli. zu Wiornnlscl, am l. :Uovcml'cr i^lls., '1783, ord. am 5. 9tovcnü'cr 1809. war Kaplan in Leiflina, 1810. in Ederndurf 1810, 1811, in Dran-linr« 1811, 1812. in W.-sseistriz 1812. 1813, in Pöltschacl) 1813—1815. in Neifnil 18,15, 1816, in Altcnmarkt 1816—1819, in ssraßlan 1819— 1821, in I.0L0 1821 — 1823, zn St. Peter l'ci Äüni<^e!l>crci 1823, 1824, eben dort als Pfarrer vom 23. April 1838 bis zn seinem Tode. 30. Inni 1857. 8tol»jZuik Georg. Pfarrer vom 23. April 1838 bis 22. April 1847. dann Dechant in W.-Feistriz, Pfarrer zn Praßbeni, Hran; nnd St. Pctcr b. K. Erbauer deö neuen PfarrliofeS in Snlzbach. ^auo Johann, Pfarrer seit 23. April 1847. Geb. zu Ariinol in Kram am 11. November 1309, ord. am 141 4. Aug. 1837, Kaplan in Kapftcl in >t. iiu I'aib. !Donif. ?(rd)iDc Pasc. (56.) Dic jüngste Erlrägniß-Fassion dcr Pfarrpfriindc wcisct anö: '.,1. cinc (^itlt niit II .^cnschlcrn nnd l» Doininilalistcn, ^' dcrcn (5rlrägniß mit ciiicm .^apitalc von 360 ft. (5Mz. l! al'gclöst wnrdc; "2. cilic Octmwmic von 202 Joch 1470 lUK.; (Wiescn -'i7 10 I. 1245 lHl(., Wcidc ^l7 I. Z<)7 lDIi., Alpcn '" (8tl-n1,a!(;u) 30 I. 234 HN(., Hochwald 30 I. 142 220 lUK.. Acckcr 3I. 53!) IKK., anßcNlnltnr 75 I. 42!) lll<.); wuzn iwch 18 Joch Waldnng im 0>tri«a-Berge komincn, wclchc die Pfründe von dcr Herrschaft Obcrbnrg als ScrvitntSadlösnng erhielt fiir 15 itlaf-ter Brennholz, wclchc sic früher jährlich cms der Herr-schaftswaldnng zu bczichcu hatte. 3. cmc Kollettnr, und zwar: 13'/'. Mctzcn Weihen, 26 Mc!M Hafcr, 13^. Mctzcn Gcmischct, 88 Stt. Käsc, 44 ^itzc, 44 Hancliähnc, 44 Schultern, 88 Pfd. Sftinnhaar, U; Pfd. Älttcr, 22 (5cnl. Heu, 22 Mnß gcdürtc>lirfchcn und 1 .^all> lichen ^Iliick^abc dcrHcutt; 4. einen Sliftnnl^bctrnq von 52 '/2 tr. östcr. W. und 5. aus dcm 3lcli^iou^fundc cinc Kougrua-ErlMzung vuu 190 fl. 14 lr. üstcr. Währ^ Dcr Pfarrliof. Iin Jahre 1610 versprach dcr Vikar, mit dcm Pfarrhofliane am Montage »ach St. Anna zu licgiuncn. Dcr alte Pfarrhuf stand nnten und mitten im Dorfc Sulzbach, vou welchen: cine Stiege znr Kirche hinanf fiihrtc. Dicscr alte Pfarrhof wnrdc verlauft, nachdem im Iahrc !844 ciu ncncs Pfarrhail^ im pfarrftfründ-lichcu Ol'stgartcn crdant worden ist. Die Kaplauci. Der nm 1 757 verstorbene Georg Xown,n, Snb-Vikar zn 1^ ipf> ^ I « v in Unter-Kram, hat dcm Willen und dcr Disposition seines seligen Onkels Michael Xro-^ », r, VitarözuAich sOod im Dekanat Stein), dessen Erbe cr, koniAU, gewesen ist, entsprechend in seinem Testamente angeordnet, das; scin bci dcr Landschaft in iirain angelegtes kapital pr. 5000 fl. znr Stiftnng cincö Äcnc-ficinms oder cincs Kaplancs verwendet werde, welcher dic Verpflichtung hätte, Scelsorgcdicnstc zn verrichten nnd allwöchentlich 2 hl. Messen fiir Michael Ivro^ar nnd dessen Verwandtschaft zu lesen. Die Bestimmung, ob dieses Ac-ncfieium zu I^ipo^lav oder bei St. Peter ii Laibach oder 143 anderswo errichtet werden solle, überließ der Testa lor dem f. l>. ^aibacher Ordinariate. Dieses vcrwcndetc hierauf laut Stiftbricf vom 28. September 1758 obiges kapital zur Dotirnna, eines Enplanes in Sulzbach, welcher mm daraus 2^0 ft. Ziuscu alljährlich bezicht nud dafür allwöchentlich ciuc hl. Messe zu pcrsolviren hat. Volhaudenc Pfarrmatrilcn. Stcrbrcgistcr scit !!. Jänner 17W, Trauuugsbüchcr scit w. Iäuucr 1706 uud Taufbücher scit 2. August 1716. Pfarre St. Lorm? in Qntsch " (Meßner)') vor. Im gleichen Urbare heißt es s>:lf?. 9li auch, U:n-t,in O>xi!,:lcx«<^! — «oi-vit uä lumon o«olo«io." letztere Worte sind Mar nach-träglich, aber wahrscheinlich bald nach 14^(i in das Urbar eingeschaltet worden. Diese Stellen ans dem Urbare dürften znr Annahme berechtigen, daß schon I^2ii eine Kirche in Lcntsch bestanden habe. Das dcrmaligc Kirchcugcbaude in deutsch, welches im Inneren l 7 Klafter lang nnd 4'/^, Klafter breit ist, wird im ,17. IahrhitNdcrte crbant nnd soll 17»^>? bis 1781 ganz cingewölbt worden sein. Die Kirche hat zwei Seiten^ tapellen: siidscitig 1). V. ^lH,'i.io, nnd nordseilig ^. (^«»'-zx»ii8 (^n-ittti, letztere nüt eincni schönen Allarblattc, dcr Hochaltar wnrdc im vorigen Jahrhunderte in jtrainbnrg angefertigt; die beiden Seitenallnrc: «. l^Iori^ni an dcr Epistel-Seile nnd «. I^icollu an dcr Evangelien-Seite wurden abcr 18^0 anfgestcllt. Ans früheren Zeiten liegen folgende diese Pfarrkirche betreffende Bisilations-Äcrichte vor: 103J Novciiib. 20. Ecclcsia a. Laurcntii. Altare 1. iu choro s. Laurcutii consccratura, 2. iu cornu Evaugchi a. Nicolai consec., 5). in cornu Epistolae B. V. Mariac consec, 4. a cornu Evan-gclii ad muruin ss, Ursulac ct Barharac nou cou-Hcc. ct 5. ex partc Epistolao ad mimuu sh. Fabiaui et Scbastiani uoii consecratum. Ss. Sacranicntum conscrvatur in cboro ex parte Eeaii^olii in armario lapidco ad muruin upposito. Ordinavit tabcrnaculum ligueurn fieri super altari majori, lapideum autcru ') Das 0 crdlNll würdc» scin. 1 <)0^ liiu 4. Oktober schricbcn L a n r c (^ <;,- n ,^ «1c, ^l icl n il Vll » ll i i. S t r f 1 rnz !<. <>» li> il, 5: mi V i-schof Thomas, cr möchte, wcil cr biichin vcvhindcrt war, sckiu'lil Vcrsprcchcn i^'lnlis; dic Glockcn, dcn Thllrm, dm Tanfslcm nnd dlic< >tvcnz in ^cntsch zn wcihl.'!! nxd dmt zu fivliu'n, ain ScüültlU^, dim 13. Otto!,».':-, alö an ihrem KirchweihfiPl,' nach ^cntsch loinincn lind die zugesagten Funktionell vornehmen. (Ol>erl>. Arch.) 1^63 erhielt dic ilirchc 4 neue (Uockcn, welche hier nm :!l. ^l'ai d. I. vom Cillicr Al'tc V^athiaö Vociu-«oll gcwcilit wnrdcn. Zu dieser Kirche huben gestiftet.- G cvrg ^ » mu i k, ltnplan 1704, IZO ft. ans 4 ^xe^niou mit osliciuu» äo-luucwsuli» nnd l Messe; Panl 1^<>l5«öullc, Vitär 17l1 —1715), 40fl. ans einen ewigen Iahrtag, nnd Mat-thäns Oani«!, »aplan 1715 und 1716, 60 fi. ans alljährliche 8 Messen. 10 146 2. Die Filialkirchc St. Anton in lnä- vo 1 oviok. Diese Kirche hat ailßcr dem Hochaltäre ^. ^Vu-tonii ^lidati« noch zweiScitenaltärc: an dcr Eftistcl-Scitc L. V. Uzn-ikc nnd an dcr Evangel.-Seitc n. .Il»l). Äcidc diese Scitcnaltärc wnrdcn 1842 ncn errichtet. Dcr Glocken--thurul wnrdc im Iahrc 1830 vom Ornndc ani« nen crbcmt. 18tt1 dctam dic Kirche ein ncucö Dach. 186^ wurde die ganze Kirche, welche bis dahin nur eine bemalte Diclcndcckc hatlc, ncn cini^ewölbt, wobei anch ihre Fenster vergrößert wnrdcn. Äci dcr 1<"i'i l hier vorqcnonnncncn Visitation wnrdc gofgcitbctf notivt: Ecclcsia s. Antonii iu Vo-lovlek 27. Novembris'visitata. Altare in choro consecralum, :i partc Evangolii s. Crucis ct a partc Epistolac s. Joaunis Uapt. consccrata. Habet vac-ca8 55, oves 149. Missac obligatae 5. Tic Pfanvorstchcr. Niclaö, zahlte U>1l dic iZitäröstcncr in Obcrlmrg. Florian, Vikar 1517, 1552. Sigmnnd, Vitär 1559, 15«'»1. Ebcnftcrgcr Sigmnnd, Bitar 1571, 1591. Er tanftc 1578 voin ^1t cincrAbtc G e or q') dac< von dcsscn Vater V e o n h a r d X, nkoo oder ,v r cysc y -sen herrührende Hans im Dorfe ^enlsch, welches danll 'i)i atliiaö s) 8 lc <» d « u , dcr eine Ebcnpcrgcr ,l-:^ znm Weibe hatte> am 27. Febrnar lli2l an S t e^ ') Al>t Gcorss Frciöciscu vuii Ncin dürft: also ciü z,c born^r Lcolschcr sse>vr!eil scili. Er hat 1i)ft^ a»i I5>, Ätai in Obcrblirss die iV'iiicm „Mücml'lcin Iüi^fraucn ^!l!,>I. nu'ilandl tLaspcrn Frciseisc», Büvncrö yi Lailfcn, ünchucrlnssciicn Tochtcrlciu" an^csallcuc Hofstatt sammt Mühlr u»d Sil^c dci d^r E«!iülnückc in i'anfcu an Christoj ^!l0M»!is' sar ;u "!lo»iprcii<, verlaust. Silvester Frciseiseii war l:'>l4 An wall, 1.')5>3 R'eütmcistcr iü iDbcrbnrH. 15><>^ n>ar Äiarlin Freisei sen Richter ill hausen. (Olicrb. Arc!).) 14? fail X niiovar vcrlanfic. si'iiloclniium dc>? Vi' schofcs Thomas). ? o ll 1i >' il j n i k l^ corss, hat als Vikar 1 602 dcn Ncvcrs an^gestcllt. (5r machte sich am 20. Juni 1608 verbindlich den Johann ?,-s>6nik währcnd dcr Stndicn zn nntcrstntzcn, wofür dicscr vorspricht, daß cr nach cmpfana,cncr Pricstcrwcihc ihm ,^aftlans-dil'ustc lcistcn wcrdc. 0 ap,- arin « (Xl»/.:u-) T h u m a s, Vilar 16^13—1620; war 1612 im Collcgiuiil M. in Obcrburg. Voäcu Gcorli, Vikar 1020—1000. 10^8 am Dc>-ruthca Tagc hat cr an das Stift Obcrb. rnlrichtct „Kuchcllicht und V-> Pfd. Pftsftr". Im Visilati»nS-Prl)tolollc von 164! l>cis;t cs: (iool^in,'! ^Vodeu. paroclius amii.s 21 in liac paroehia. licdditus sunt ad 100 f> acftovbcit scut. 1654 kratuik Sebastian, iiaftlan in ^cntsch. Xr 033.1- Lnkas, Vilar 1057. Ordiuirt 1<;52, dicntc cr in Obn'bnrii 1653, 1654, zn St. Lorcnzcn in K,'uju:v(Wiscl) 1654, 165>5, cin Jahr; w»ri)e 1655 hichcr proniuvirt, war hicr 2 Iahrc ^oadjutl)r dcs trant'cn Ocorg Vollou. < < (^ 1ijav « « I a tod, Vitar 1660. 1668 wnrdc dcr Pr. Anton Sicchcl s/ol>c;l) lul ^ttpol-Iniiiunl I^mtt5eI>0N5«»i apftrobirt. li u d i <; A ndrc a ö , Bitär 166!.>, rcsignirtc dicsc Pfarre 1672. 1663 tmnmt cr al^ü Pfarrcr von Franz vor. ^ 10 ki> i k Vc artin, alö Bitär dcn ÄlcvcrS ans^cfcrtigct 1673. Gcborcn in Stcin, inl Alumnat zn Obcrd. 1664—16l>7, Vilär in Prasibcrg 1682—1686. 1^ g.u v i ö I 0 ha n n I g n a z, Doltor dcr Thcoloi^ic, ^>ilar 1690. Gcborcn in ^aibach, ordinirt 16i!3, dicntc 10 5 148 er zuerst 1 Jahr beim Propste And. von Stem-berg in Neustadt!, dann 1 '/2 I. beim Bischöfe in Trieft, 2 I. ill Pcilenstciu und alö Vilar in Franz 1609-1077. 1690 war Älas I^idiltin« allhicr 5laplan. X 0 llfti Danicl, Pikär 1697—1707 ; diente in Obcrb. 1685—1689, a!s Kaplan in Frasilan 169^, 1693. Sein 3ievcrc< für dic Pfarre ^enlsch wurde 1697 angestellt. ?o^r Daniel, Bitär 1707 —1710, dann Pfarrer in Skalis 1710—173^. 1' 0 ^ n,« nil< Panl, Vitär 1711, hier gestorben ani 27. September 1715. Er stiftete hier einen ewigen Iahr'aa, :nit einem kapitale von 40 ft. 6 » u (Iin ä 0 1^ i! i 0 n «l 0 iu 8 ndwig, Vikar 1715— 1728. Zn Prewaldt in der Pfarre Höflein 1687 geboren, ordinirt 1711^, war er Alnmnng in Obcrb. 2'/,. I., 1712—1714. ? ops >- 7.0,- I 0 hann Iat 0 l,, Pfarrer 1728—17^9; war dann Konunissar in Fraßlan von 1739 bis zu feinem Ableben, 20. März 1749. Er war Alumnus in Qberb. von 1724 an. ^opci-no,- Franz Andreas, Vilär 1739—1751; war 1728 Alumnus in Oberburg. vodlkvoc Iohanu Baftt., Pfarrer 1752—1756, früher Vitär iu Sulzbach, von 1757—1767 Pfarrer iu Niez. Xrui 0 I 0 hann Vcrnhard, Pfarrer 1756—1767, dann 1768 Pfarrer in Praßbcrg. krigtauÄlaS. Pfarrer 1767 — 1781, war Alumnus in Oberl». 1759—1761 und ist gestorben als Pfarrer iu Neuftift 1791. Unter ihm soll dic hiesige Pfarrkirche gewölbt worden sciu. Xonöuik'Valentin, Pfarrer 1781—1783, Alum« nuS 1778. 149 X 0 n «tant,iu Josef, Pfarrer 1783; ist am 25». Mai 1802 nils seine Geburtspfarrc Pillichgraz abgegaugeu. Er war Alnmnns ill Obcrb. 1775—.1777, Kaplan in Franz 1777. li 1»tnili Simon Thadäns, put. ^i»3imii-, Pfarrer, installirt ain 3. Viär; 1803, enlhoben am 2l>. Juni 1805, nnd ain 17. Inli 1805 ins ttl^stcr nnch (^raz abgegangen. Geboren in W.-Landsberg, ^rdinirt 1776, diente er als Kaplan zn CibiöwalD, El. Johann ini Sagnthale, St. Nilolant« in Sausa!, St. Peter ob Indcnl'nrg. zn 2'^. ^andöberg seit !786, als ^olallaplan zn St. Nikola»^ in ?Ic>,.^v(>^ seit 1787, als Kaplan zn Sl. Petcr im Bärenlhalc 1791, zn Praßbcrg 17')2 nnd als Provisor zn St. Andrä in Wcißwasscr seit 12. Dezember 179^. ?i-c8k-ii'i5 Georg, Pfarrer, invrstirt an» 2. Inni 1806, amlwirt am 2. Ollobcr 1820; war Provisor zn Sl. Nikolans ob Tiiffcr von: 26. Mär; 1827 bis zn seinem Absterben, 15. Jänner 18.-^4. Geboren zn Hörbcrg 1!>. März 17:'>8. ordinirt zn Agram am 20. Ang. 1790. diente er als Kaplan in der Agramer Diöz-sc bis 15. April 1800, dann zn Monsberg, Fra»; nnd Praßberg. (!,-«pi,l>i«ic Ja lob, Pfarrer, investirt an, !i. April 1827, in den Ruhestand getreten am />1. Mai 18L2. Geboren zn Koli^ko in der Pf. St. Martin i. N. 2!). Inni 1792,' ordinirt 23. September 1817, diente er als Kaplan in seiner Gebnrtspfarre 1818 — '820, zn Nentirchen 1820—1825, in Hohcncgg l 1 «25, 182«; nnd als Provisor in ^entsch ftil 3. Or-'! tobcr 1826. <ör starb im Ruhestände zn St, Äiartin i. N. am 17. Inni 1870 nnd lcgirtc sein eigenes Hans in St. Martin der dortigen 5laplanei. Während seines Hierseins wnrden ihm über seine Kompetenzen die Pfarrpfriinden St. Martin bei Schallet, Franz, 150 St. Xavcri mid Tüchern verliehen, die cr aber alle wieder resignirte, weil er cs am Endc nicht uberS Herz briugcn touutc, von hicr furtznzichcn. ^ odl Josef, Pfarrer vom 1. Inni 1802 bis 10. Juni 1871, seither Pfarrer zn Si. Peter ini Sannthalc. Geboren zu Obcrburg 11. Februar 1824, ordiuirt 6. Inli 18-18, N)ar Kaplan zn St. Stefan bci Ma-rcin 1849—! 851, in Ncifnit 1851, 1852, in St. Martin b. W. G. 1852—1850, in Nidikll 1850— 1858 nnd in Franz 1858 — 1862. 15mouc Franz, Pfarrer seit 1. Oktober 1871, geboren zn Lanfen 2. Jänner 182i), ordinirt 20. Inl'i 1855, Kaplan zn St. Johann in I^axdol- 185>5—1857, in Videm 1857 — 1801, in Lntttnbcrg 1801 — 1800, in Kcrschbach 180,;, 1807, in Tiiffcr 1807 — 1870 und in kutsch 1871, alö Provisor in Mahrcubcrg 1870, 1871. Dic Dotation. Im Jahre 1031 wnrde folgendes Eintommcn dcö Vikars ausgewiesen: l^oiiocUna, ox iutnnftc des Bitärs nnd des Kaplans lwnl Gencralvitar Filipp '1' L,- ^ in nnd vom Kommissar Jakob Pinter geregelt nnd notirt, wie folgt: 1. versprachen die Pfarrinsasscn, dcm Kaftlanc die .siollct-tur nach alter Gepflogenheit, nähmlich '/^ Schaf Weihen nnd 1 Schaf Hafer vun jeder Hnbc, zn verabreichen ; 2. ist der Bitar verpflichtet dcm 5laplanc den Tisch ohne Trunk zu gcbcu; 151 3. von jeder Hnlic hat dcr Bitär 2 Käse, 1 al'cr der Kaplan zn drzichcn; 4. von groszcrcn Hxcqnicn bctommt dcr Kaplan 20 kr., von kleineren 10 tr.; 5>. die Gebühren für die Ertnrsc nach St. Anton nnd zn dcn kranken hat dcr Exlnrrent ganz zn l'czichcn; 6. dic Matritcn- und Copulations - 2toll gehört dcm Pfarrcr anßcr dcnMeßstipcndicn l'ci Hoch'>citcn, wclchc dcni j>taulanc zn gebcn sind. Dic Tanf Stoll nnd dic Ostcrgroschcn gchörcn dcm Pfarrcr, dic Äcichtschillingc dcn Bcichlvnlcrll; 7. von dcn Opfcrgal'cn ^chörcn nach allcin ^cbranchc: vom Linncnhaar nnd von dcr Wollc zwci Thcilc der Kirchc nnd cin Thcil dcm Pfarrcr, da^Gcldoftscr adcr dcm itaplanc; 8. von dcn.Vlirchcn- nnd Ärndcrschafti«rcchnnngc!l gcbnhrt dcm Pfarrcr dic Sloll, dem Aavlanc abcr cin Honorar; l). dic wöchentlich am Donncröla^c fnr dic (?s'izx)i-i8 (^lii-. Arndcrfchaft zn pcrsolvircndc Mcssc hat dcr Kaftlan zn lcsen. Gegenwärtig bcstcht die Dotation dcr Pfarrpfrnnde: tl) ans cincm Ornndcntlaslnngö^lapitalc von ,^80 si. Conv. Mz. l)) anö dcr Pfrnndcn-Oekonoinic nnd zwar: ans Acckcrn (1 1.1124 lUK.), ans cincm Ol'slgartcn (l,»2(>ll!i<.), ans cincr Wicse (494 lüK.), anc< cincm Garten (274 lDK.) nnd an<< cincm Waldc (circa 3 Joch); o) anö cincr,siollcltnr von 8.l Mcl-cn Nci^cn, ^!4 Al'ctzcn Hafcr, 'NO Slnck .^täse nnd 5iO Ccntncrn Hrn; endlich ä) ans dcn Stiftnna.o- nnd Stollar-Erträgnisscn. Ätit obigcm wcrdcn al)< gelöst worden sein die in den älteren Erträqniß - Fassioncn der Pfarrftfriinde vorlomincndcn Klcinrcchlc als: 4 Kitz, 4 Hcnndcl, 8 Pfnnd Sftinnhaar, 136 Pfnnd Schmalz nnd 3^/5 Mctzen Haidcn; dann der Zchcnt von 4 HallchMcrn. 152 DicDotation dcr ^ a ft l a n c i. Dariibcr fin-dct sich iui Pisitaliou's-Prutl.it^llc von 1690 Folgcudci« alif-ssczcichnct: ?i's,ventu« ««sijiuintnri«: <^c»lll:(;tin'.'l, tiitioi 50 m«lli!»l<»l:!!l), «c^ll kin« Iialiktu. Die dcrumligc ^aplanötullcttnr, wclchc dic Bcvftflich' tctcii dcin jinplanc scll'st zu iil'crbrili^n habcn, bl,'stchl cuib 21 Mcl^n Wcil-cn, i^i Mc^'n Hafrr nnd IOl> St. 5inscn. Ncl'stbci ^'lnihrl denl ^aftlalic die frcic Mittags- und Al'cndkost ano dcr Pfarrpfrilndc. Vorha,dclie Matrikcn. Stcrbcbnchcr scit Uli)8, TansprDlDtollc frit 9. Mai 1701 und TrallttlllMichcr scit 1718. 5lic Psnnc St. Elisal'clh in ^auftn (^'adno). UrsftilNljlich crstrccktc sich dicsc Pfarrc lwni 1i«v8u-Bnchc, wrlchl-'r V0n drr lilxlnl,:; hnal' drr Tann zufließt, l'is zur Orniiilicil, die uuiu Äcvgc ^'ii- hcial' loniincnd l)b 01: Sann cra.icßc. In dicscr Auodchuunss gvcuztc die Psarrc iin ^iordcn an jiarntrn, iin Oslcu an dic Pfarrc P:as;l>cr^ sj>,'^t St. Andrä in Wl'isnvasscv) und an dic Pfarvc Nic;, iiu Siidcu au Oln'rbnv!i uud iin Wcstcu an ^cntsch. Au^ dicscin Pfarrbczirtc wurdcn an dic iui I. 1782 ncu crrichlclc Pfarrc St. Xcwcri cin Thcil dcr am rcchlcu Sannnfcr l^clcqcucn l^cnicind^ ^l^viilll, dann aiu linkcn Sannnfcr dic t^ci^cudcn.Invulijo nnd I^jiul, sanunt dcin darob liciicndcn Thcilc dcc< Bcrc^cS ^ir l'ii< znr 6l'ziii-nil::», adgctrctcn. Scithcr l'cstcht dic Pfarrc aus dcu (hcuicindcu: 1. 8avinll Nlit >5l>.uni«u. nnd .^ n I, ll, 2. Martt ^auf cn (I^jutins») nut Dobltivu, lio.^lilc:, an dcr Laufuiz (I^jul)c;lncll), und 1Z i- K r u in p a h, 4. F hi n i n a uiib 5. 'J1 i r mit M v/A i v ill. kaufen mird sichcvlich ciiu's dcr nltcstm Vilcirilitc dcr Pfarrc Obcrbnvg gcwrscn srin, imd nicht allein, das; ^'s mit sciiicr Äiuttcrftfanl.' dcin Bcncdiltiin'r^ Stifle Oberlnirg ciiN'crlcibt wurdc, war cö regclüuyng luir nut VlMichrit dieses Sti,'tei< beseht. Jin Iahrc NiW nil! I^ ^Vlai iinis;lc dcr danmligc A b tWiilfin ^ I. zn Obcrdnni in dr:n mit ihm NelM'ii, daß cr „M- ^irchc in Voonci," nicht W^'Mistlichc, sondcrn nach alter Oepfl^genheit immer nur ^rdenöpricstcr ai'slelleil werde. ') ?llich sl)nst scheint diese Pfarre nnter den nbrigcil Stift^pfarren einc crceptionclle Stcllnn^ cingenoimncn zu haben und zwar bii^ in dao 16. Iahrhnndcrl, da laut Stifts« nrbar von l4^l> nnd la:tt den jpateren SchafferamlsPro-tlüollcn vun Ol'crlnirg die Pfarrer von ^nifen die qrwöhn-lichc Bilaricn-Stcner nicht zahlten, (^rst I5>41 crfcheinl zum ersten Äiale cincZuIUnng drr^anfncr und dcr^enlschcr PikäroStcncr verbucht. '>lach dem Obcrl'. Nrhar von 1426 spa^. I^ft) halte der hänfner Pfarrer jährlich nnr fiir den iiliicqehablen Zrhent eine ^ahrt n:n Salz zn richten oder 1 Snnm Salz dcn> Kloster,;n geben. Am Hochaltare zn St. Michael ob Prajiberg befindet sich folgendes Chronogram : I^:l,Vsol!505 po^tlloro <>i»pIDo siioXIM :rl> l:>sL('lI<»uo pr:,<^^«i V:ttl ^iutlil« u^Vlit. Diefcm nach wnrdc also im Jahre 1682 der Markt hänfen von der Pest heimgesucht, mährend die dem Markte znnächst gelegenen Gemeinden von dicfcr Senche verschont blieben? Zur allgemeinen .^irchen-Bisilation 15)!^8 erschienen die hänfner nach Cilli am 28.Inni, worlibcr im Proiolollc bcmcrtt winde.- „Vnnffcn. Herr Benedict Schippo ') Stifl Obcvb. Srilc 88. 154 Vicar, Mathc 6 Stampp n r Stichler scinndt im Glauben wie dor Alters, haben tain Äeschwär vnnd dcll gcmni-,,cn Abschid" Die Pfnrrkirchc St. Elisabeth. Diese Kirche ist ein nrsprnnglich gothischer Ann, dessen Nippcngcwolbe angeblich gegen Ende des vorigen Iahrhnndcrtes in Folge eines Ärandcol beseitiget wurdc. Oder vielleicht ist dies beider 180!) wrqeiwmml'l'eii Nc-staiiririing der Kirche geschehen? Der ÄM ist dreiseitig abgeschlossen. Ein Paar Chorfenster sind ganz vcrinanert, an den übrigen sind die Äogenfelder verbanl, nnd ist nnr mehr das westliche Hanptportal nnocrsclirt in seiner gothischen Form erhalten. Unter dein Chore ist eine schon lange ucr-nachlaßigtc iirypta, die sonst bei gothischen .Archen nnge-wöhnlich ist. Im Jahre 1631 wnrdc über diese Mrchc gelegentlich der Visitation Folgendes prototollirl: N « o! o «i!t ->!. ^ Ii- s a b c t li a c 5 habet altaria : 1. majus s. Elisabctbae, 2. in parte Epittolac s. Nicolai, 3. a parte Evan-gelii 15. V. Mariae. Iu utroqne consraternitas laicornm. 4. in medio cccleniae ad primal» columuam s. Flor-jani. Et in eo consratcrnitas laicoruni. 5. a. Annae positum a partc Epistolae ad murtun versus cliorum. Ordinavit (visitator) pro ipso S3. Sacramento Ta-bernacnlum ligiicum fieri super altari tnajori collo-canduin, tabeniaculum lapideuni poKJtum a parte Evangclii in muro dcstrui. Habet trcs vincas, duas petias terrac et hortum, vaccas -50, oven 8. Ueber das Vermögen nnd die Eintünfle dieser Kirche im Jahre 1690 wird gesagt: iludot vl»,v«u« 38, ovo8 12, oon^um ex Iiorli« et zn uti« nunuum 2 ll. I5x viuoi« Illil)0t 30 Llicitol' Nl'Uil« VIUI. Dermalen befinden sich in der Kirche anßcr dem Hoch-altarc noch 2 Seiten^Altärc.- 8. Niooliu an der (5uang.- 155 Seite und 5. ^nnao an der Epistclscitc; dann aber in dcr nordscits angebauten Kapelle ein Altar «. <^i uoi^. Die itirchc besitzt ein schönes 158 Loth schweres silbernes gothisches Oktonnnl'ium, in deren Scheibe ciugeschlifscn sind die Iahrzahl 1'inin halten. Jin Visit. Protokolle von 1041 heißt es: Oll«ula m^in. nova, ot l!«!niiltio!l.o liuao äouutioui« »uut pl'»6» pokiti llo .^tioli. 1771 am Itt. Inli zn St. Martin bei Schallet hat der dortige Pfarrer Michael Xrol 1 iu « ') ein kapital von 5)00 fl. znr hiesigen Pfarrkirche gestiftet anf jährliche 6 hl. Messen nnd ans einen ewiglich am Tage nach dem St. Michaclfeslc zn haltenden Iahrtag. Im Jahre 14Al> bestand hier in bansen eine Bruder» schaft, welche lnnt Obcrb. Stiflönrbar (pu^. 157) eine Hubc iu Xoxlnk zu Oberburg besaß. ') Xi'^üin« wird ein licborncr Üansncr sscwcscn sein. Schon 1631 tommt ein Josef Ouüiii» alö Marllrichter in Laliscn vor. 156 In den lcktercu Jahren hat die Pfarrgcmcindc Laufcn große Opfer gebracht für die Verschönerung ihrer Pfarrkirche. Die Pfarrkirche hat jährlich bezogen an Schntzgcld von 1 Keusche (l)ioiio) in ^nvunjo N» kr., von 1 Garten s^ar^i) cb.'n dort 12 kr. und von cincr Wohnung des Knn-spcrg !)5 kr., dann vom Pfarrer für dic Äcnichung des Ackers nnd dcr Nicsmahd in ^<»kv 40 kr. nnd endlich von dcr ^ovuA-Hubcam Primnebcrgc eine Octrcidezchcnt-Rclllition von ^ si. 10 kr. Tic Filiallilchc». 1. Die Kir ch c z n r hl. M aria in 15 l» 8 »iI 6 stcht aufciilcin den Martt Vanfen überragenden frenndlichcn Hiigel. Ihr Alter ist nicht bekannt. Ueber ihren Znstand und ihr Vcriliüaen iin Jahre !<>!»! berichtet dad Visit.- ^vot.-So((]ciiöcö: Trin habet altaria: 1. in clioro B. V. Mariac dicutuni, 2. in cornu Evangclii s. Hic-ronimo dicatum, ;3. s. Jacobi. Altare ante fores cccleKJac (leatniendnni cst. llabet unam vincam, vaccas 3f), ovch 12. (Sin jiucitcr 23i[itntii)ii^=iücvirf)t Dom 1. 3;ii(i 1041 sagt: Euclcvia B. V. M. in Kassulic. Habentur in ea tria altaria doccntcr oniata. Altare, quod c«t ante ccclesiain demon's, dcinolituui non est, nt sue rat in prioribus Visitationibus ordinatiun. Gegenwärtig ist die Kirche 20 '/^ iilafter lang nnd hat außer dein Hochaltäre Maria Hiinmclfahrt noch einen St. Agncs'Allar an der Evnngclienscilc nnd den« gegenüber einen Altar.". ^icodi. An die iiirche sind angebaut zwei Kapellen, nähmlich «. .I<»8«li nordsciti« nnd ^. I^Ioi'mni siidscit^. Dieser Anbau musne schon vor 1083 ant in li, o » ulo gestiftet und darüber Äinchstehciidcs angeordnet hnt: I. der Weingarten soll von beiden Kirchcu gciucin-schaftlich bearbeitet und die Fcchsung cbcn so zn gleichen Theilen bezogen werden; 2. sollen dafnr jährlich anl 20. März zn M. i>icnstift am Alwrc «. lio^urii 0 hl. Mcsscn nnd ain 18. März in dcr St. Ic>scf Knpcllc auf 1i,l,«,i!o auch tt hl. Mcsscu samuit dcu> klciucu OMoinn» an bcidcu Ortcn fiir sic nnd ihrc Verwandten verrichtet werden. Weitcrö wnrdcn hirher noch zwei andere Stiftungen Wnacht, näinlich.- 1701 am 10. Scftlcmber ciab zu Wiudisch^ratz der dorlii^c Friihlnesscr, Ai, drea s >1 :rö 6 li, früher Bikär zu Schwarzrnbach. ein ^cborncr ^nufncr. lnnd, das; er zn der in der .Uirche z>: lio.^ul« ciiuirsehtcn Bruderschaft ». .Il,8eti eine ewi^c Stiftung macht, zn welchem Zwecke er den Iah-rcöziuö ftr 10 ztroncn nnd eine Ehrnngsgelnihr von 12 Kronen von den beiden Halbhudeu zu ?oll^<»,.jo außer Stein, die er von dcu Wnthalilsch'schcn Erben lant Ucl'er-gabvricf lllio. Franz im H^bcramlhause am 7. März 1687 an sich gebracht hat, der genannten St. Josef-Ärudcrschaft auf 4 Iahrtagc uud 2 hl. Vicssen vermacht. Am 22. Iuui 1770 lrgirtc Frall A u n a N olfin in Laufen einen Acker sammt Wicsmahd, Tenne nud Slal-lung an der Laufniz zur St. Floriaui-ilaucllc iu Iio»l,lo für Al'haltuug ciucr Audacht. Die Audacht wird vom Pfarrer, welcher dafür dao Stiftungsgut geuicsit, am Sonntage Huintzl.'nde, abcr dennoch schr dankl,'iiiij; dic Kirche 17l(i durch cii^cn Äli^schüu^ eingeäschert nnd 1781 durch den Meßncr Fclizian ^j^vyc nicdcrliel'ninnt worden ist; dann das; dic Kirche l787 ihrer ^roßcn Glocke l'craiil't, l7<)4 aber von den Zechpröpslcn mit Hilfe der twrligeil Insassen wieder aufgebaut worden ist. Die Kirche hat .") Glucken, die große von 1769, die mittlere von 17!)0 nnd die kleine von 17M). 1874 nild 1875 wnrdc der Chor der Kirche erhöht, dazn cinc neue Sakristei erbant nnd wurden ail dcr ganzen Kirche ncnc Fenster gemacht Auch erhielt die Kirche 1875 einen ncncn Hochaltar nnd eine ncne Orgel. 3. Die Kirche St. Nikolanö in Ka 8 tko (Ila?, oves 39.. Diese Kirche war 8 Vx Klafter lang und 3 '/2 Klafter breit, war im PrcslN)terium gcwdll't und hatte im Schiffe cine Holzdcckc. Niit Ansnahmc des gothischen Hculptpurtalcs war dic ganze Kirche ein roher, unansehnlicher Äau. üden so arm und primitiv waren auch ihre obcu l'czcichuclcn Altäre uud ihre soustige Ausstattung. Vou ihren zwei Glocken war dic kleinere von 1815, die größere adcr von 1835. ') I)I«p»t d. i. Olllupu»t. 161 Am 10. August 1790 hat das Landcsgnberninm bewilliget, daß in dicscr Kirche jährlich nclinmal Gottesdienst gehalten werden dürfe. An der Stelle dieser Kirche haben die dortigen Gemeinden I^kuina nnd Hterxli vrd im Jahre 1864 cinc neue Kirche crbant, welche am letzten Sonntage nn Oktober d. I. vom Obcrbnrgcr Dcchantc Josef ^ l Vcncdikt, Vikar 1528. Wird, wohl der nachmalige Vikar in Snlzbach Äcncdikt l)iz>Ii» sein; war 15i28 bei der allgemeinen Kirchen^Visitation. ^ ipk <» Vc oft o l d, Pfarrer, inslallirt 15)41, die Vikärs-Stencr 15i4I bezahlt. Michael, Vilär 15)47. ^ upi « (186; war 1563 bischöflicher Hofkaftlan und Vcrgmcistcr in Obcrbnrg. ^oün Georg, Vikar 1595, 16!ii. Er wnrdc ordinirt am Qnalembcrsnmstagc im September 1594. ^liliiinsok Georg, Vilär lli))!), 1645; war hier Hilf5priestn' bei seinem 1l>39 verstorbenen Vorgänger. T'ank Matthäns, Vilär 1645—1661. Olioi'dm--j<«l>«i«, -ncliulltu» na tituium (loilo^ii ^l^i'. l)l)«ll)., ^orvivit l)liu8 eooloßi^o Oduibln^eußi ') Da<< VmcdilliucrStist Obcrbm'g Scitc 83. 11 102 clcvando follcs ad orpanmn, deindc ad re-fectorium Haccidotum Collegii , postmoduni i'actus cubiculariiis cpincopi lluinuldi, cxindc saccrdoa in Collegio (IGSä—UüM), Conpcrator 3 annis in Skalis, vicariu.s in Vineti.s ((St. 3°'' l)auu), dcmuin liic vicariurn a^it anno 12. (Ü3i* sitatwn6'Pr»lot'ull vl)n 1^57). ^'ilnk wnroc gcborcn 1611, urdinirt 1035. r n^.-ri-ni k Gc orq, Vlkin' U;61—1700. War Alum-nns i»i (lollcg. M. 10«;0, 10ultu8 C5t ^c^m. 1l. ^<^l)ili« llc 1)og' «iniN8 O. ,I(!«^)INl8 ftcilLto^ 1'UlOclüI« I^lllll' feu«!» uotati« 8liao 54 «.uuunlUl. sStcrlonatr.) Er war AlnmnuS in Olicrbnrc; 1715, 1710, KaftlaN in ^anfcn 1710—1724 und Vitar in Sulzl'ach 1724—1730. Siebenaichcr Si^mnnd, Pfarrer 1740—1764; war Kaplan in'Franz 1731 — 1738, in Praßlicrg 1738 und in Fraßlau 1738—1740. 1764 wird cl genannt ^m'oodug omoritu« ill ^ausc». 163 Wulf Friedrich, Pfarrer 1764—l 750. 1737 Alnm-uns in Oberbnrg. 1740 — 1742 Kaplan in Pras;-bcrg, 1753 «ulivicuriu« ;n St. Georg unter 'la-dor, 17!>0 «xj>:ll-«»l;ll!!« in hänfen, wo cr 82 Jahre alt am 13. März 1792 gestorben ist. Er war l)icr in bansen geboren nnd wnrdc anf den Tischtitcl des Niarlle^ bansen ordinirl. >)t i c l' l c r I o l) a n n, Pforrcr 1780, gcstorl'cn am 29. Mär,; 1810. 177)i—1777 Kaplan in Schönstem. ^nxo<1n (^rc^or, Pfarrer vom 23. Olnwcr 1819 l'i^ 24. Oktober 1834. (Geboren zn U<»t,c 5la-plan zn Fraßlan 1817—1819 nnd znletzt alö ilnrat zn ftomilßko 1834, wo cr am 24. September 1839 starb. Eise n s ch m id ^ c o n h ard, als Pfarrer cinqctrctc» am 23. Oltober 1834, gestorben a,n 5x April 1840. '' Geboren zn iilagcnfnrt am 1 2. Inni 1800, ordinirt am 8. September 1824, diente cr als Kaplan zu ttavamünd 1824, 1825, in (honobiz 1825)—1827, in Wolföbera 1827 — 1829, alö >lanonitl:s in Völ-kermartt 1829—1831 und als Kurat in Tscherbcrg 1831 — 1834. 5> l- a m o 1 Johann Bapt., Pfarrer, ilwestirt am 30. Angnst 1840, in den Nnhestand getreten am 1. Mai 1873 nnd lebt seither zn St. Peter in Iloöu», Pf. Obcrbnrg. Geboren zn St. Marcin b. lö: am 20. Inni 1803, ordinirt 8. September 1829, diente er als Kaplan zu St. Martin an der Pat 1829, 11* 164 in Pansen 1829—1835, in Lak 1835, in Lichtcn-wald 1835—1839 und in Huhcnc^ 1839, 1840. 8tl-nn(I Mathias, Pfarrer, installirt am 1.Mai 1873. Gcborcn zn M. Ncnslift l'ci Obcrl'. am 13. Jänner 1835, znm Priester geweiht am 25). Juli I860, Kaplan in Nidcm 1861 — 1807, in Sachscnfcld K'aftlan nnd anch als Provisor ,1867 — 1873. Dotation dcr Pfarrpfründe. Hierüber enthalten die VisitationS-Protokollc von 1631 und 1690 folacndc Anncichnunacn, als: 1G31. Vicarius habet dims pctias terrae et collecturam, a qua percipit de tritico, avena et siligine 40 modios, et stollam cum una vinea. 1690. Vicarius liabct ex frunicnto 27 modios siliginis et 18 modios avenae, caseos 2. Ex vineis uruas 15. Die Pfarrpfriindc bcsitzt sscgcuwärtig6I. 1295 ÜHK. Ackcrgrnnd, 8 I. 1152 H1l(. Wiesen, 10 I. 1588 HIK. Hnthwcidcn, 46 I. 1101 IHK. Wald, 62 ^K. Gärten, 1069 ml<. Grund außerKnltnr nild einen gestifteten Garten mit 136 lUK. Der größere Theil dieses Gruudbcsitzes, wahrscheinlich der Mcicrhof in liiclo, inußlc als» nach dein Inhrc 1690 an die Pfründe gckuminen sein. Die am 27. Juni 1874 adjustirtc Erträgniß-Fassion dieser Pfründe weiset auö das ^'iuwnimcn: an Grnndcrtrag 108 fl. 4 tr., an .^ollettnr 255 fl. 60 kr., an Stullarc 18 fl. 97 tr. - , , und an Stiftnngsgcl'ilhrcn 63 fl. 5>6 kr. l 5» m V, znsaiunlcn . . . 446 fl. 17 kr. davon al'gcrcchnet die Slcnern mit 28 fl. 92 kr. , nndfiird. ziaftlansvcrpslcgnug 157 „ 50 „ zusammen . . . 186 „ 42 „ ergibt sich der Reinertrag mit . . . 259sl. 75lr. 165 Der Pfarrhof wird schon 1641 da, wo jetzt, qcstan< den sein, weil im Visilations-Prototollc von 1641 bemcrtt toivb: Rcperit donmm paroliialem in loco incora-Uiodo, ac al> ccclesia nimia dissitam, quare cum tempo ie de commodiori liabitationc parocho sacicnda provideudum judicuvit. SDcr ^favrljof »mirbc 1834 umbaut. Die Ka ftlanci besaß seinerzeit ein eigenes Wohnhaus nnd ciilcn Garten, die aber l'cide vermißerl worden sind; denn die Visit. Protokolle berichten darn'bcr FolaendcS: 1G31. Andreas Reich a 25 annis, cum esset syndieus ecclesiac, vcndidit domum spcctantem ad Capcllanum pro 28 fl. 1652. Vicarius Tank dicit, nilril csße aliena-tum praeter hortiim Reicliianum et Capellaniara cum suo hortii. Diese ilaplanci wird sicherlich jenes Äcncficinin sein, dun welchem daö Slraßburgcr ilopiallnich 1569 sagt, das; es ;nr Pfarrkirche in bansen sschi^rt, dessen Ooll^toio» die Äiir^er, lü^nsli-m^tli,- aber dcr Bischof sind. Eö war 1569 besetzt, nmß aber später cingeMMn sein. Deo KooperalorS Cinkoinnien bestand schon im Jahre 1690 anö dem Erträgnisse einer Nalnralicn-Samm-lung, denn dai< Visit. Protokoll von 1690 sagt: Olw^o,'»-tor: Huivin süliooliiauf», um I^uutlonßium ßulet «ul)> lni,n8t>!l,ro in (^<>1lc;otloil« piovoutidu« li»j)oll!nw Uu^m sjunrtixum «LU mo-<)vi.jc bis znm Sattel zwischen der GoldimMlpe (t^olto) nnd dem 'I'll- an die Pfarre Praßbcrg, nnd westlich an die Pfarren Obcrburg nnd bansen. Diese westliche Grenze lief von der Höhe der ()i'ew vor St. Indok lints an Obcr-Xi':rZ<;, 1j,^<>, liomoo nnd 2l«li8« vorbei iibcr die Sann zur (liaiiuio» und an diesem Bache hinanf an die Höhe des '1'jr. Zn diesem Pfarrsprcngcl gehörten: I. am rechten Sannufcr: 1. der nordscitige Abhang der (!>Lt^ nnt den Gegenden ^lkdoi-, Koklil.jo, I^«ll> nnd liiä<»; 2. der untere Theil deo Drietthales mit M. Nazareth, Altcilbnrg, Uol)l«tiuu, I^l^au«, v««, I^otok, 1^u«toln»!.io (Ocdcn-fcld), Unter- nnd Obcr-Xr^c; 3. der Waldriickcn zwischen dem Drict nnd Sannthale nm II<'u,«ho, (^oi-ioa, Voi'wöo, Voniu«o, >l«!^e, Nxlo n»d Home«, dann 4. das rcchtc Sannnfcr nnt Altcnburg, ^ruavoe, Unter- und Ober- 167 ?nl)l'o/^o, I^oZjo lllld iVloliso; II. am liutcu Saunufcr: k. das ^)liczcr- und Otoniucr-Thal mit I^üiov») Untcr«-3ticz. Martt 9tic; sammt dem Kii/nik, Aikk.'l, ^oljo, St. Johann, (^rli«<)vljo mid Oknuiu^; dann d. am Ali« hange und am Fuße des lir: D<>^, 8ul».i, (lol^o. Uur-8o5jo, Nndcncl, Vimj)»^!«) I^il.jlnia, nnd ^^o.jiliou. Von dicscn Ortschaften und Gegenden hat die Pfarre Nicz nachmals abgetreten: 1. an die Pfarre Sl. Tcweri: Ilomoc, ^loliöo, OkouinA, nnd ^L^Ojuica; 2. an die Knrazic St. Martin das Dorf Ober^l-asc, und 3. an die Malic M. Nazareth: Mcnlmrg, /lüdor, Oo^Iutiua. und jli'llstje. Am Felde nntcr dein von I^i'ilwvu nach Nicz fiihrcn-den Seitenwege finden sich Sftnrcn eines römischen (Gebäudes. Ein dort ansgcgrabcncr^cichenstcin mit der Inschrift: ^WII.0UI (>'("jl)'^IL(w) Xl^^unolum) ^VI'I'^ W^IU I^.(ili:l)'l^^ii(it) 0 01^I^l(<)) ^NO(jt) U'e 8!1il, ist in Unter-Niez Nr. 12 am Maiwn'schcn Hause eingemauert. Hier in Nicz hielt am 18. September 123l der Aglaycr Patriarch Vcrthold Gericht iibcr zwei Aau-cru vou Volo^, welche in das Kloster Obcrbnrg eingebrochen nnd dasselbe bcstuhlcn haben.') Bei der am 27. Juni 1528 mit dcn Niczern in Cilli abgehaltenen Visitation wnrdc Folgendes ftrotokollirt: „Niedtz. Herr Caspar Lampnsch Vimri, Herr M i' chacl ^)ta yff Caplan, Hauns Schmalz Zcchmcislcr sciuud im Glauben nit Irrig. Item Zcchmcistcr sagt, die Pfahrrlcnt habcun vcrpoltcnn, Er soll nit lomcn; haben wir vill pey Iun zn schaffen, werden woll zu in tomcn: Aber er sey dennoch kumcn, dem ich bciwllchcu die anderen Pfahrrlcut Neinblich den Richter auf Moutag zu komm haisfcn." Writers wurde uotirt, die Herrin anf Altcnburg ') Stift Obcrb. S. 17. 168 halte einen apostasirtcn Geistlichen mit seinem Weibe auf ihrem Oute „und hat ihren Bauern gcschaft, das; sie zu ihres Kaplans Predigt sollen gehen, aber (setzten die Lcnte hinzn) er predigt seltsam Dinge." Die Hansfran dcö Katziancrö zu Nictz hat ihren Bancrn verbothen, der Kirche Zins zu entrichten, zu opfern, oder Begängniß halten zn lassen. Ans dem Synodal < Protokolle von 1615 erfahren wir, daß es auch noch damals Häretiker in der hiesigen Pfarre gab, denn der damalige Vikar Blas ? oxo / uilc bekannte beim Strntininm: IiaLiotiol)« Iiaiioi'o ämniimm in Holtenburg (SUtcnbimj)') cjusque sartorcm, sab-bato carries vorantes, habentes libroa liaeieticos. Sfijcltcvfl sagte ber ilMfar ouö: Extremae uuctionis sa-crarneutum rarissirne csse in usu. Clansliek, Tau-zer, Frisian el Chrigell pro anno 1614 in Riez non suiit confcfisi. 2) In eben diesem Jahre, 1615, ist Melchior Nnöo-ruällilc, Schwiegervater des ^niio von 1'<>l»i'o/ju, „anf Aach") ins Nidcrlandt tirchfarlcn gezogen", wie Äischof Chrön in scincin ?>-aLllli.!luin sagt.^) Den sogenannten Tantschcrhof im Markte Nicz kaufte der Laibachcr Bischof Johann Tantschcr (158^—15!^7) vom H anns Georg H ur n n s; imd besaß denselben nachmals des Bischofes Vetter Caspar Taut-schcr. Dermalen ist dieser Hof im Besitze des letzten Sprößlings dieser Familie Tantschcr, nämlich der unverehelichten Ursnla Tants ch c r. Das Bisthnm Laibach besaß in dieser Pfarre die Schlößer N udcnck nnd Altcnbnr g (Vo, liovoc). 1. Nndcnek ^) tanftc der Bischof K o n r a d am 20. April 1578. Im Urknndcn - Register zu Obcrbnrg heißt es, Wolf Sia, innnd von Gai sz r u k h habe am ') Gcorn Allirccht Frcih, uon Dictrichsteiil? Siehe das Epitaf bci dcr ssilialc M. in lvnk.'lrjo. ^) ^aib. Domk, Arch. 2) Aachen. ") Obcrb. Arch. '') Leje 'Stift Obcrb. 132«, IA45. 169 20. April 1578 dem Vischofc Konrad dcu Kaufbrief iilicr Nudcnct ausgefertiget. Aischof Johann gab zu Olicrdnrg am St. Gcorgcn^Tagc 1595 scinem Vcttcr Caspar Tautschcr, Niistincistcr in Stcicrmarl, das Schloß Nudcnck mit allcr Zngchöriing vcruiög ciucs Urlmrö und Inventars nm jährliche 150 fl. anf 5 Jahre in Pacht. Dazn stellte dcrHischof anch noch folgende Bedingung: „Er (Caspar Tantscher) solle anch unsere gerüsteten Pferde hier in Stcycr auf dcn Alnsterplätzcu und in dcn Fcldzügcn ge» gen dcn Feind führen, dazn wir ihn mit Roß, Rusting und Knechten zn staffircn uud mit aller Nothdiirftcn zu vcrschcu, iusoildcrlicit anch ihm cm Pferd und Knecht ansznhaltcn und nl'cr sein ordinari Iahrcölicsoldung nämlich 50 fl. Ncinisch noch jcdcu Monat, wenn er zn Felde ist, 19 fl. Ncinisch zn bezahlen schuldig sein sollen —. ') ,!598 hat Caspar Tautschcr freiwillig diese Pachtung rüctgelcgt. Am 18. Oktolicr 1628 hat Bischof Thomas'die itapcllc ') kaut Inventar waren IKN.'i iin Schloße Rudcncl vor» Handen nnd wurden uom Pächter übernommen folgende Fährnisse: „Erstlich sind in Ihr F. G. Stuben der Tisch 2, der ssrcchcn Stilcl scind Z, der lhlain Stilel 2, Item in Ihr Fürst, 05. Stnben ain ncncr Sponpct, der Fcocrprl I. Fürst. Ci. I, der Pollster 2, Laylachcr Paar 2, Kollter 1, In der (5amer anß I. Fürst. G. Stuben Sftoiipclcr ^, Fcdcrpclh 2, Pollster 2, jthülllcr 2, Delhcn 2, Tischlnch l, Handtnrch l, 1 Tnzet Faccnctl/ Mcsstiis, Leichter I, Eisen Leichter 1, Alte Ziimcne Schissl 5, Ziüiienc Teller 7, Ziu> neue ^iindl ^l. In der Pfistcr Stnben 1 alte Mccltnich. In der Knchl 1 alte Almar, Ilcni 1 zcrprochcucr allcr Hlcssl, Itcin l Trisncsz. Itcin in dcl> Pfleger« S:nbcn Tisch 2. Itcin anf dem Kassteu 1 grosie Speis; Trnchcn, Item 1 Traid Schä'fsl mit eisen beschlaa.cn, 1 halb Schaffl nnbeschlassen, Item mehr 2 Traid Schauffl. Item im ^heller 1 Fast, 2 Kraut Pollina,, Item 1 Prcst. Vieh im Mayrhof: Fcldini, Zicchochscn 4, Mclhlhiie 15, Zway Iärige Kalbczcu 3, Iariqc ^albczcu 2. Heurige ^lal' bezen !, Zway Iarige und Zway halb Iarigr Schn'cin 4, Ac« schlasseue Wägen 2, Rhetten 2, Pslnca. 1, Scha'ffcl wai; 2, Nog-gen (l, Hirsch 2, Haidc» 10, Haber» w, Orbayssc» und Ponnen 2." Oberb. Arch. 170 sammt Altar im Schloße Nndcnck tonsctrirt. Diesen Akt hat Bischof Thomas notirt, wic folat: ^sso ^'ns)Mll8 ^o- nus Episcopus Labacensis ejusdem invictissimi ct glorio«. Ferdinandi II. consiliarius intimua, ct in corurnissione pro«, catholicae religionis refonnatione per Universum Carniolae ducatum diretor eoosecravi ccclcsiam et altare — in castro episcopali nostro Kudne^k dicto jam dudum proplianato ct devastato in die festivitatis s. Lucae Evang., hoc cst 18. Octobris 1628, quo (18. Octob.) Graecii a prae-dicto serenissimo Arcliiduce Fcrdinando II. anno 1597 in cpiscopum Labaccnscm ])lcne electns ac deelaratus; ab cjus vcro pieiitissima Domina Matro Maria, cujus mcmoria in saecula et in benedictione est, juxta factam milii afTcctuosam congratulatiouem ctiam opitulationis, auxilii ct omnimodae gratiae voce, ore et maims cxporectionc benignac rcprorais-sionis cxhilaratus sum.J) 1635 ist auch Nudcnck von den rcl'cllischcn Vaucnl ausgcftliiltdcrt worden. Dermalen ist Nudcnck cine dach-lose 3?ninc. Mit Nudcnck war vereinigt das Amt 8!<>lu (bei Ponikcl) nnd erhielt dicscö Dominium fur scine Geld- nnd Natural-^iudicnungciiciilAl'lösungskapital Vou 10.902 fl. 15) kr. CM. 2. Das Schloß Alten bürg kam 1450 nach dem Ausstcrbcn dcr Cillicr Grafen an K aiscrFriedri ch IV., 1l58 pfandweise anThoinaö Pfafu ilschcr. 1472 pflcgwcisc anÄcnto von L u stthal, dann 1^0.') und 1:')11 pfand- nnd pflegwcisc an T h u niaö Gradencke r. 1.'i30 zn Prag am 14. März wnrde Altenl'nrg dcinHannS Fr ei Herrn von Kaziancr verschrieben, 15^37 alicr während des gegen ihn oli der Nicocrlagc bei ttorjlln gc- ') Oberb. Arch. 171 führten Prozesses eingezogen, bis endlich dessen Tochter Skolastita, vermählt mit Ulrich Fre ih crrn vonE i tzi ng, mit dieser Beste wieder belehnt wurde. 1540 lebte auf diesem Schloße Elisabeth, des H a n n s F. v. ii atzia< ncr Witwe. '.'!7f,l:c^ Später besaß dieses Schloß Balthasar W a g c n, nach dessen Tode sein Sohn Hanns Sigin. Wagen Freiherr von Wagcnsbcrg am 1 6. April 1602 mit demselben belehnt winde. Dieser verlauste Altcnbnrg nm 14. Mai 1603 der stcicischcn Landschaft, von welcher cs der Bischof Thomas am 3. April 1ttI5 nm 4000 fl. fiir das Äisthnm Vaibach erstand, zn welchem Kanfc der Bischof von der5tarthansc Sciz 3l>00 st. auf 5i Jahre gegen Versatz des Obcrbnrgcr Uroarial^Anttcs Piirt (ItiL/^o bei St. Georgen unter Reichcncga,) entlehnte. In diesem Schloße errichtete der Bischof Thomas eine ncnc Kapelle, welche er am 31. Mai 1617 dcncdieirtc laut seiner folacuden iin Kalender vorlonnncndcu Notiz: 1G17. Maii 30. Profccti sumus ad Vespcram in Altenburg" ibique pernoctaviinus ct Sacellum Novum die inseqnenti paravinius et benediximup. Postca ad tljennas 8. Floriani (Topolšica) prope SchtJnstain couceösimus ibique ad octidiuun balneavimus pro levamine eulculi et nostraruin ijassionum. ') Damals wird wohl noch die alte Beste Altenonrg auf dem im jetzigen Schloßhofe stehenden nud das Schloßgeliändc überragenden Felscntcgcl bestanden haben. Auf einem Briefe .^l)!!>i!:ni, 4 bettor» 172 schreibt Andrian, cr wolle zu Allculmrg, sobald cr dahin komme» wird, dcm bischöflichen Befehle gemäß das Dnnl-opfcr der hl. Messe verrichten nnd das ganze Hans fleißig bcncdicircn lassen. Gott sei Dank, daß tcin Mensch Schaden glitten hat. Sobald der M. Pongraz. der das Dach indessen mit Brettern eingedeckt hat, wird arbeiten können, wird aller Schaden ausgebessert werden. — Demnach hat 1620 der Blitz das Kapellcndach eingeäschert. 1635 wnrdc das Schloß Altcnbnrg unter dcm Pächter I o h a n n P c t sch o ch c r von den eigenen Unterthanen ausgeplündert nnd zerstört, wornbcr folgender Protokolls -Auszng einigen Aufschluß gibt: „Vcrt,'aichnn<> der Icnigcn Äejckiwo'rnngcu, so dic Alien» burgerischcil Vndtcrthancu wider Hansen Pc:schocher epfiindcl, daß cr noch besondere znr Wirder-cihcbling des Allcnbnrsscr Gebändeo I Silbcrtrone habe bezahlen Nliisscn. Anch sei Pctschocher zn seiner Äehansnna. ssctominen nnd habe ihl», weil cr sich der Bezahlung ans Vcsehl S. Fürstlichen Gnaden all) seiner rechten Grnndobrigtcit widersetzt halte, gedroht, ihn niederzuschießen indem er ans ihn zwei Pistolen mit Überzognen Hahn gehalten hat. ^, l! nl as Ola scher hat dic Acschwcrdc, daß Petscho-chcr wegen dcö Rebellion Schaden« dem tais. Pardon zuwider ihm eine '5lnh gepfandel,- dic cr ihm gegen (irlegnng 2 fl nnd Vc« zahlnng einer Silbertronc zur Erhebung dee Gcbcindeo zurilcl ssegcbcn, sei anch zugleich „gescnthmlst" worden, weil cr sich über solche Bestrafung bei S. Fürstlichen Gnaden bctlagl hat bailnng dcö Gebäudet« 1 Silbcrlrone zahlen miisstn. 5i. Achaz Werlh sagt, er ware, weil er sich der Rebellion theilhaftig gemacht hat, vom Pcifchochcr um ? Silber^ kronen gestraft worden nnd alt« er nach Eilli geführt wurde, habe er flir die Zchrnng 3 i!ibcr bczahlcil müssen, zur Erhebung dcS Gebäude« aber uuch 1 Silberlronc geben müssen. Dal« Ofenblech, so er genommen, habe er wieder zmiicl gegeben. 0. Detl Ja lob Khauz Witwe beschwert sich, baß Pet« schochcr sie wcgcu deö Rebellion Schaden, so sie ihm mit Weg-nchmnng cinci» Schaf Hubert«, 1 Schaf Rilbcu, I Schaf ^raut nud etwa« wenig Arbeisi gethan und doch wieder zurück erstattet hat, nm 7 fl. Paargcld u»d für ii sl. Werth abgestraft, fürs Gc-bände aber noch I Silbcrlronc habe zahlen müssen. 7. Mathiasch jthalhor hat sonst leine Beschwerde, als das; er 1 Silbertrone zur Erhebung dcS Gebäudes Hal geben müssen, im Ucln'igcn hatte er au Pctfchochcr einen guten Hcrru. ^i, A uihoui zu Do ! l bringt vor, Petschocher habe ihm wegen der thcilhast gemachten Rebellion <^ Schaff WrilM, 8 Schaf Haber, 10 Schaf dürre Aicrucn, ll^Hrnncu, ^ Eijeulcltcn, 1 KU' mclgcschier, M alte nnd li jnugc Schweine, 1 Follcu 15 fl, werth, 4 (Äctreidsäcle, ^ Hacken und 1 Pfauc gcuommcu. Gegen Mor^ gen am Ostcrtagc sei Petschochcr znr Aehansnng dci« Anthoni gc-> lommen, habe ihn dort gcfä'nglich genommen, selbst gebunden nnd iuv Kchlosi geführt, ih» da nm ^'^ fl, bar gestraft, für die Ze!^ rung habe er Anlhoni l sl, 20 tr. nnd zur Erhebung dec« Gebäudes ^ sl. bezahlen müssen. Hernach habe der Petschochcr ihn iwchmalö vorgcfordcrl, die hätten zu Ric!) 4<> Viertel Wein ge-trnilteii, wofür er Anthoni 4 fl. gutgemacht habe. Er Anthoui habe zwar zur Zeit der Rcbelliou den Pclfchochers Ehefrau N'cgen eiucr früheren Geldstrafe uou 5 fl. angcstrcnll uud die habe ihm einen Silbcrgürlcl vom Leibe gegeben, anch habe er ein Rosz genommen. Tuch beides wieder rüttgcstcltt. l>. Beden ilh Hribcruilh bcfchuu'vt sich, Pctfchochcr habe ihm, weil er sich der Rebellion theilhaftig gemach!, ilÜUi am .^icchlmesttagc ^ Stuten weggenommen, weil er sich wcigerlc ^0 Silbcrlroncn ;u zahlen und füro Gebäude habe er l Silber-lrone bezahl!. Wa!!<; am Ostercrchtagc 1 Paar 174 Ochsen weggenommen und ihn auch ohne alle Ursache 2 Tage und 2 Nächlc in Eise» nud Banden „gcfculhunst". 11. i!anrc ^ondtfchlir nud 12. Thomas Ostcr schclh hätten jcdcr fürtj (^ebändc 1 Silbertronc zahlen müssen. 1!i. A ndre Hlalsch n n , Obcrbnrger Unterthan, habc, weil cr in der Rebellion den Wein im Schloße anötriulru gc holfcu, 1 ganzen Reale» uud 1 fl. zahlen mlisscn, nud Pctschochcr habe ihu nüt einer Pistole ungestrentt. 14. ^thozian P lahn titsch vermelde!, Petschochcr habc ihn, weil er sich der Rebellion lheilhail gcmachl, nicht n»r ge faugcu genommen, selbst gebnudcn, 14 Tage im verboth sschabt, in >oclchen er 1 Silberlronc verzehrt, <> itrouen nber siir die Strafe gegeben, sondern auch 1 Silberlronc zur Erhebung dcö Gebandcl, gutniacheu miisseu. 15). Älathia Wcllcy vermeldet, daß cr unschuldig 6 Tage vom Petschochcr gcseuthuust, dnun vuu ihm selbst gebunden nud nach Cilli vor die Commissiire geführt worden, nud obwohl cr dort ledig gezählt, habc cr für die Zchruug !j2 tr, ald Strafe 3 fl. uud sül» (^sbände eine Silbcrlronc zahlen miisseu, 111. Dcö Pctcr Schaf Haiden, 1 Aachen Spccl, ciuc volle Truhe Kleider und i'ciuge-wand, die sie solgcudö mit I fl. abgelöset uud doch dir Hälfte davon nicht znriictbelommcn hat, znm Gebäude habe sie eine Sil« berlrone zahlen müssen, so doch durch sie nnd dic Ihrigen lein Schaden geschehen, allein, daß ihr Manu etliche Truul Wem gethan. 17. (i na dei> K' h a b o l l c'Weib beschwert sich, daß obwohl ihr Manu iuö Wcilischland sei verschickt worden, ihr Pctschocher die ,!tnh weggenommen habe. 18. Christina dei> Vcrch o »ni t Witwc sagt, sie habc wenig Schaden gemacht und doch dem Petschochcr 8 fl. als Strafe uud 1 Silbcrlrone fürs Gebä'ndc geben müssen. Ihr Knecht habe zwar 1 Schaf Hirse nnd 1 Schaf Habcr genommen, waö aber wieder erstattet wnrdc. 19. Christoph Worscheschnilh sagt, er habe sich der Rebellion nicht theilhastig gemacht, sondern seine Söhne hätten zugesehen, ald man dc« Herrn Grasen Ccsauno sei» Schloß anö< geplündert habc, da habc ihn Pctschocher um 4 Rcichöthallcr ab» gestraft ilnb habe anch noch 18 fl. gutmachen mllsscn, damit man ihn nicht nach Cilli abgrsiihrt hat. 20. Jury Khrclniz habc dein Pctschochcr zur Strafe und Zehrung 1 Silbcrtrone nnd flirt« Gebllnbc 1 Silbcrlrone cr-lcgen mlisscn. 175 21. Jury Wntschc sagt, Pctschochcr habe ihn wcgcn dcr Rebellion gcbnndcn, daij Achältniß cro'ssnen mid darano in die 1l) Schaf Oe!rcid neben andcrcn Sachcn nchmc» lassen und er habc noch 1 Silberlroue zili Erhebung dcö Ocbändc« zahlen miisseu. 22. Icincy ^ hlabntschitsch sagt, Petschochcr hal,c ihn wcgcn dci' Rebellion Schadcnt« nni <> Dnlatcn i», <^olde nnd nm 20 Pjnnd Schnialz adqcstvast, odwohl er .^thlabntschioch d^<nit seinen ^tachliarn anderen „Pundtcrn" al^cjagt, znrilck' gestellt hat. iiA. Matthcnsch Url, sa, cr habe leinen Schaden gethan, sundern habe sich blos; nrbcn den Rebellen im Echlofte, bcfnndcn, nnd doch sei cr vom Pelschocher nm . Anthoui bcd Icufchuilh Inniohucr fagt, Pctfchochcr habc ihn um ocb Rcbcllinuo Schaden nm 3 Silber-troucn und zuu: (Gebäude um ciuc Silbcrtroxc absicslraft. 40. Mathia Schcrilh fci uom Pctfchocher, weil cr sich an dcr Ncbcllion theilhaftig gemacht, um ü Silbcr Croncu gestraft nwrdcn. 41. Cafftcr Cl cm cut sch i l sch hat gleiche BcfchN'erdc wie Scherith. . Altcnbnrg dcu 3. Tag Scptcmbriö ^l;37. , u?:^^; Ioh. Fried, vou Schraltcubach. H. von Gaißruelh.' (Original-Protokoll ;u Obcrburg) 177 17^0 am 19., 25. und 38. Juni erhielt zu Altculmrg der Priester ?. S y l v e st c r Hcrendl c r 8. .1. „die höheren Weihen vom F. Vischofc Wilhelm Gf. ^eslie." ') ^)iit Altenbnrg wurde später vereinigt die Praß-bcrger 58. Ooi'pciri« Oilii^ti Gült. Sämiütlichc Gcld- und Natiiral^indiruiiiigcll dcs Domiiiiiiin^ Allculmrg wnrdcil abgelöst init ciucin kapitale vml 17.458 fl. 40 kr. (5Mz. D a ^ Ä c r g s ch los; No ^ o.j ui o.i stan^ l) Jahren grnb ciu abentcncrlicher^^crgklmpftc einen Schacht dnrch dac< Fnnda-lncnt dieser Nninc in der eitlen Hoffnung, darin einen Geld-oder Weiustlmtz zu finden. Dic Ruine liegt dermalen in der Pfarre St. .^'avcri. I^oZ.jo, der H attach Hof, gelegen am rechten Saunufer nuler Hl«2iii5o. Zu dicscin Hofe gehörte eine Giilt don 4 Pfc>. I st. 1 dl., welche von der Herrschaft Men-bnrg dahin verkauft wurde. Diesen Hof besaß anfangs des 17. Iahrhnnderteö G corg Vi illos ch itsch, bischöflicher Obcr^i^eutmeister in Oberburg, nach dessen Tode die Witwe Martha Milloschitschin diesen an Sig-ninnd Frciherrn von Wagen um die Summe von ^100 fl. versetzten Hof den, Äalthasar Taut seh er, Pfarrer ;n Tiiffcr, und dessen Better Hannsen Tauts ch c r verkaufte. Da aber die gcnauute Nitwc nachher silll^) dem gcschlosscueu ztanfövcrlrage zuwider ^Unterthanen dieses Hofes dem Bischöfe T h o m aö (5 hrö n verhypothezirtc, welcher dieselben 1020 seinem Anwälte Eliaö Andrian zn cincr (5rgötzlichkcit schenkte, so cnt- ') Hcvcndtcl äc«), welcher die Gült I^osjo mit Wnr-zcncgg vereinigte. Die Pfarrkirche St. Cautills. Ueber die alte Pfarrkirche zn 9ticz fzebcn die Visit.-Prototolle uo» 1631, 1641 und 1651 ciuigc Aufschlnßc. Darin heißt eo.- 1631. Ecclcsia s. Cautiaui. In ipsa sunt 7 altaria: 1. in choro s. Cantiani, 2. a cornu Evan-gclii s. Stephani, 3. e diamctro, ex parte Epistolao s. Floriani, 4. :i cornu Evangclii a. Nicolai, 5. J3. V. Mariae c diamctro s. Nicolai, G. in medio ccclc-siae s. Sebastiani et 7. sub so mice a. Andreae. f'iauc-tissimuin conscvvatui1 in rnuro ex partc Evan^clii in clioro. Ordinavit fieri novum taljernaculum ex ligno Hupcr altare majus. Baptisteriuin, quod a muro distat, ad murum transferatur. Ecelcnia liabct duas vineas, cenaum ab aliquibus liortis etc. vac-cas 05, ovem 1. In Coenietcrio SacelJum 8. Michaelis Arcb.l) in quo unum li^neum altare, nulla intus feneutra. Ordinatum in co non celebrari oub poena fcuspen-sionis. 1G41 die 3. Julii. Sacroa liquores invenit ad cornu Epistolae in muro excavrio nrmariolo asservatos, hos coustituit tiÄUnferri in vetuu Taber- , naculuni. Altaria duo nou conoecrata reperta aunt, quae parocliiaDi petunt ab Illuatrisairao coiiüecrari, unum tamen illorum meuyaui lapidesun non habet ^) Vielleicht daü noch derzeit im Kirchhofe stehende llcim lapclle»artige Gcbnlidc. 179 intcgram. Altaria duo latoralia s. Stepliaui ct s. Floriani, quae ad supplioes preccs 111. Ruinaldo Episcopo a viciuitate faetas ex gratia no cjiccrcutur conccssa suut, ex gratia jtidem tolerantur. lledditus ccclesiac sunt ex duabus vineis. 1G51. Capella s. Micliaclis in Coemcterio profanata ruiuain exspectat: melius si oinuino diri-niendam praocipcrct Celsitndo. ^aiit Obnlnirgcr Stifts-Urbar vmi 1426 pn,F. 57 besassen die Zcchlclilc vun Nicz, d. i. dir 5livchc dnsrlbst, cinc Wicsc ill Oolco, V0>l wclchcr sic jährlich 4^dl. sk'ilcncn. !618 dcl, 24. Otlolirr hat K asparTa ,lts ch c r, bischöflicher Amtmann iil Sülzbach, seinen cMiilhnmlichcn, etwa vor Zeiten, nlö nlan den ^l. Theil der .^irchengiilcr tomzx'lo iu^i« 1^ol>'ic;I!i onntra I''»!-«:^ verlaufen ninßtc, v»m ^aibacher Domkapitel vcrkanflcn, zn 3tiez gelegenen Acker, den er vom Jakob Juri nm 2? fl. nnd 1 Dnlatc» (5hrnnii erlauft, ans Znsftrcchcn dcö Bischofes Thomaö znr Pfarrlirl1,e i>^ ^)liez mit dieser Condition gestiftet, daß dieser Acker lansrechllich anf die iHhclcilte Pergcr Adam ') nnd Indit, eine Tochter dc^! itaspar Tantschcr, jibcrschriebcn werde. -) Diese alte Pfarrkirche ist am N. April 17!)9 ab-^cbralint, wobei anch ihre Thnrnlglocken zerschmolzen sind. Noch i>i eben diesem Jahre, 17l)l», wnrdc die Kirche wieder anfgebant. Bei dicsein Balle scheint das Presbyterinm dcr Kirche verlängert und dabei der alte, sicherlich gothische Chorabschlnß beseitiget worden zn sein. Am 19. Juni N!04 wurde die itirchc sannnt zweien Allären vom ^av. F. Bisch o f c ^ c o p o l d tonsctrirt. 1 «26 wnrde znr itirche eine ncnc Sakristei angebaut. Unter dem Pfarrer Josef ^ip old erhielt dcr itirchthurm ein ncuei« Knpferdach nnd 18^l9 die Kirche ein ncncö Orgelwerk voni Nlcistcr Al. Hörbigcr. ') War Besitzer dcö Gutes Wiirzeiic^g. ') I^aLdai-iulu dri« AischofeS ThomaO. Il2* 180 Dermalen hat dic 5tirchc nicht mchr als 3 Altäre, nämlich dcn Hanfttaltar «. (v'nntiu.ni und in dcn zwci Sci-tcnkapcllcn dic hl. Hcrz Icsn- mid Hcrz Äiaria-Allärc, wclchc drei Altäre 1860 ncnerbanl wnrdci'. Die 3Thnrin-glockcn sind ans dcn Jahren 1799 und 1800. Jin Iahrc 18i^ wurde dcr derinaligc Fricdhus errichtet und dcr alte Fricdhof nni dic Pfarrkirche aufgelassen. 1870 am 3. Oktober ist bei einer in» Markte auö-gcbruchencn Fcucröbrnnst ein Theil des itirchdachcs ain Prcübytcrinm abgcbrailnt. Dic Filialkirchcn: 1. Dic K i r ch c unserer licbcu F r a u in X «-Iii».l^i^ gelcgcn ain rechten Ufer dcr Drict anf ciilcni Hngel nntcr dcr (^lotll. ^>iur einige Schritte hinter dicscr iiirchc und innerhalb ihrcö iiirch- udcr Fricdhufcö stand cinc 5iapclle 8. ^Vimuo, welche aber angeblich gegen Ende des vorigen Jahrhunderten ganz verfallen ist nnd wovon nur mehr cinigc Filiidaincnt-Mancrn bcmcrtbar sind. Dic Pisitatimlö-Pruwkollc von 1031, 1041, 105 l, 1608 nnd 1(>90 einhalten fulgcudc Berichte nber dcn da^ maligcn Znstaud dicscr Kirchc nud ihrer Ncbcnkaftellc: 1631. Eccl esia B. V, Marine in Kokarj c tria habet altaria: unum B. V. Mariae, 2. a coruu Evangelii s. Blanii, et 3. a cornu Epistolac s. Petti. In medio atrii est altare ligneum, quod destruen-dum est. llabet vineam, ceusuiu ab una vinea, vaccas 140 et 25 oves. Ex purgrai'fto (iüuvßfjvofcu* nmt) Gilliensi habet 1 11. 40 kr. Missae in liac ee-clesia suut siugulis dicbus Sabbathi. In coemeterio est Sacellum a. Auuae tria habens altaria: J. s. Annae in elioro, 2. s. Leo-nardi in eornu Evangelii, 3 s. Valentini in cormi Epistolae. 181 1G41. In Cokarje, ccclcsia B. V. Mari ac, obligatur (parochus) celebraro omni Sabbato, pro quo dantur illi ab ccclcsia G fl. 1G5J. Capel 1 a s. Ann ae in coemeteiio in Kokarjc raissas exigit 4, nempe die s. Annae, s. Valcntini, 6. Lconardi ct dedications doinhiica ante Nativitatcm B. V. Mariac. Ecelcsia (s. Annac) eKt lucida, Chorus habet fencstras ,-j, corpus eecle-siae unam. Chorus cst altus 10 cubit.os sieut et corpus eccle*iae, scd forniecm non habet corpus eclcsiac sicut chorus. Lonyitudo ct latifudo cor-poris ccclcsiac ct cliori cst fere; aequalis latitudini. 1GG8 Ecclesia in Kokerjc li. V. M. con-secrata est ab iimncinorabili tcnipore. Chorus fuu-ditus de novo erred us sine fornice, imperfectus. Navis ligueura habet laqucarc (J^csbcvbccfc). Coeini-tcrium Ionium ct latuin, quo includuntur ainbac ccclcsiac B. V. Mariac ct s. Annac. Sacristia fim-diliiH nova crrccta, sed nouduin jjeifccta. Capella s. Annac ab iinincinorabili consccrata. Choruiu habct cum fornice, navirn cum li^rnco la-qucari. Lainpadeni habct, in bulyro ardot in beb-doinade dicbus Martis, Jovis ct Sabbali. Canipanilo habet supra portam, intra ligncum tabtilatuui. Sa-cristiam non habet —. 1G90 Capella s. Annac non habet aliara iniportantiam nisi censum paucorum ])ccorum, qui hq cxteudit —. Dcrmnlcn hat die .^irchc in Xol<:»rj« nur cinen Scllcimltttr nnd zw«r «. ^nnit,o, wrlchcr aus dcr v^rcr-wähntcn St. Aima-zlaftlM hilhcr übcrlragcil wordc-n ist. Jin Obcrburgcr Slisl^nrbarl,' no» 1426 p^. -13 wird Xolcu^o einfach „tappele" ^cnanüt. Hichcr hat dcr Obcrl'nrgcr A b t .^ nspa r (1-45)3— 1^s)I) die große Prozession mn Adhilfe lWcn dcn lan^- 182 währenden und schuccrcichcu Winter geführt, welche Veranlassung gab zum seither alljährlich am Quatcmbcrsrcitagc in der Fastenzeit hier stattfindenden großen Konlurs. Zum Andenken an diese Begebenheit besteht in der Kirche hier eine Potiv- oder Gedenktafel, deren Inschrift in der Chronik des Stiftes Obcrbnrg Seite 195 abgedruckt ist. 1612 wnrdc am Fricdhofc hier begraben Fran Eva Sofia von Dictrichstcin, gcb. von Ga llcnstcin. Ihr Grabstein ist an der nordscitigcn Anßenwand der Kirche cingcinanert nnd lantct das (3pitaf also: „Hie rnhet die Wolgcboruc Frav Frav Eva Sovia Ditrichstcin gcbornc Gallin von Gallenstein welche den 28. February in 1612 zu Altcnbnrg in Gott vcrschidcn vnd allda begraben wurden. Der Almcchtigc welle Ihr ein frälichc Anfcrstchnng verleihen Amen. Solichcn Grabstein hat machen lasen Herr Ihcorg Albrecht Freyherr von Ditrichstcin Jr. Fir. Dnrchl. Crtz. Fcrdi. zu Oestreich Zal- vud Profautmastcr zu Pctrma seiner licwcn Gemal znr ewiger Gcdächtnns." Georg Freiherr von Dictrichstein hatte 1615 einen Satzftostcn von 10,000 fl. anf Altcnbnrg haften, scheint also znr Zeit (1603—1615), als die Landschaft das Schloß Altcnbnrg bcfcsscn hat, Pfandinhabcr dieses Schloßcö gewesen zn sein. ') 1622 8. ^lulii. I^uimu» in Koki'^nli ot oolo-di avim».^ widow, notirt Äischof Thomas Chrön in scinem Kalender. ^) 1668 wnrdcn der Chor und die Sakristei, wie oben bemerkt, ncn crbant. 1783 wurde die Errichtung einer Kurazic Ni. Xa-ilarjo beantragt nnd wnrdc dieser Antrag von der Regierung 1785) gcuchuliget, dann aber 1786 die Kurazic von hier nach M. Nazareth übertrage». ') Obcrb. Arch. ') Mitth filr Krain 1862 p. 103. 183 1838 am Montage den 9. Juli um I Uhr nachts hat der Blitz in den itirchthurm allda eillgcschlagcn, denselben eingeäschert und die darin befindlichen (blocken zerschmolzen. Hierauf wurocu dic zwei kleineren (flocken im Jahre 1838, die grosic Glocke aber 1840 bcigcschasft. 185>2 am 13. Febrimr hat dcr Obcrburgcr Dechant Franz Brnnncr hier daö erweiterte Prcsbylcrium, einen neuen Hochaltar und eine neue Kanzel geweiht. 1808 hat ein unbekannter Wohlthäter neue 5trcuz« wcgtafcln hichcr geopfert und wurde hier an Stelle dcr kleinen hölzernen Kircheukcuschc ein geräumiges ziirchcn-hcmö anfgcmanert. Die Kirche allda besitzt ein Grundstück von 2 Joch und 230 lüli. Laut Inventar von 1828 zahlte hiehcr die Herrschaft Ncnzilli jährlich au milden Vcrlobuugözinscn 1 fl. 40 kr., welche Zahlnug jetzt nicht mehr geleistet wird. Es ist dies die früher (1631) uom Cillicr Äurggrafeuauite zis leisten gewesene Gicbigkcit. 2. St. Katharina in 6nric:»,. Ueber diese am linken Ufer dcr Drict gelegene Tochtcrtirchc berichten die Visitations-Protokollc von 1031 uud 1008 Folgendes: 1(>31. Ecclesia s. Catharinae 11a Go-rizi tria habct altaria: 1. s. Oatharinac in clioro, 2. s. Laurentii a cor mi Evangclii et 3. a cornu Epistolac s. Barbarac et s. Ursulae. Habet vac-cas 69, oves '6. 1GG8. Navim habct lignco laqueavi cooper- wm. Dcr Thinm ist mitten anl iiirchcndachc angebracht. Sakristei ist keine vorhanden. Anch gegenwärtig ist nur dcr Chor dcr itirchc gewölbt, werden aber eben Vorbereitungen zur Einwölbung des Schiffes gemacht. Die dcrmaligcu 2 Seitcualtärc dieser itirche, 1. St, Barbara uud St. Nrsula au dcr Evangelicn^Scite '"' "3. St. I o h a ii n ain Felde ub Niez. Schon in dcrOberdnrgerStiftonrkiinde von, 1347 „annnserFrnncn-tag dcr Schydnn^" ifi die Nedc »on dcr Filialtirche „St. Johann»? in de'.n Dorf". Da^ Vifitalionö-Prolololl von 1631 enthält ^olgcnde^ iibcr dicsc Kirche: ^ccio^ju, ». 184 und 2. St. Lovcnz an dcv Eftistclscitc hal»cn die Aufschrift: «. I. tt. ^1). 1'. 'IV 1'. It. 175!1, d. l), 5. .I<.!lmio5 I?5<). - Dir 5iirchc hat jcl)t anch cincn ycmaxcrtcn Thurin, in welchen fich ^ l^l,)ckcn dcfiildcn, nnd ^ivar.' ciüc iv^ßc Glocke lwm Iahvc 1^^!1, cinc niittll'rc mit dcr iiothischcn Anfsshrift „mluili «. wlianno^ <;t piuiln« oi-uto >)i'N r,nl>i«", vcrninthlich lins dci» 15). IalMimdcrtc, n»l> cinc klcinc (^lc»ckc init dcr Anfschvif:.- ^«8>i ^In'i^w I'^ili I^«i vivi mi^Cl«!« ni«. ^'ll«»mu,« ^^i,« I^^I). i>l0 von-socrkvil. I^Ii!l!> tt.') I^üllit ^., 1014. Einc iin Obcrbnincr Archive gcfundnu' N>,uiz dahin lautcnd, daß dl>r Aischof T honing ani 4. ^«oocnilirr 1614 die .^aftcllc nnd dcn Attar «. ^lttiiuiiull« toli^'tvivt habc, diirftc wuhl anf dicsc Filialtirchc zu kczichcu scin. Dcr dicscr Kirchc cissciuhiiinlichc (^rund hat cin Flnchcninas; von 2 Joch nnd 1 ^ 39 ll!(. Joaunis Evang. tria habct altaria: 1. altare s. Joaunii Evan}:.,. 2. a cornu Evan&elii s. Floriani et 3. a cornu Epistolae s. Orucis. Altaic ante fores desfrui ordiuavit. llabct 2 vincas, vaccas 4b, oves 4. Missas 7 «criptas. Icht hat dic Kirch» anszcr dcm 1842 ncn crrichtctcn Hochaltarc St. Johann noch zwci Scitcnaltärc iin Schisse, nninlich 8. ^ultL alls der Evangelien- nnv «. ^polouiao ')• Sombrak, Žumrak. 185 an dcr Eftistclscitc. Die an die Kirche angebaute Kapelle bekam 1>>7^ einen neuen Altar «. I^Ioriiun. Ob dcm au^ dcr .Kirche in dcn Thnrm führenden Thore ist cin Denkstein eingemauert, auf welchem die Iahr-zahl 1017 nnd die Anchstaben 0. II. 'IV 1'. 1. zu lcscn find. 1843 wnrdc an dcr .^irchc cin Uinban vurgcnonnncn und wnrdcn dabci,;wci nnn ain Thnrinc cin^cnnincrtc rö» inischc Infchriftstcinc Iicim Grabcn dc(< Fnnc>anlcntct< anf-gcfnndcn. Dcr cinc davun ist ein Eichenstem, errichtet lwm anögedicnten Slaatsinannc Notilin« ^luxiillilN!« nnd dessen Ehegattin ^Vm'olin, Voill, dann vmn Diuimvi,- ^«ti-liu« X«li:uin8, I^icomuF 3it»l>1i«!ÄU!^, ^lütiliu,^ Vio-t<»l'il»,nn« nnd von dcr kuvLi-u, der Tochter D«oim:i. Dcr anderc Stcin ist cin Botwstcin, welcher dein unbesiegten Oottc Mithras ooni 8oxt„« Uu^olinn« gesetzt worden ist. Einc der hiesigen Thnringlocken hat folgende in vcr-zcrrten Majnöteln ansgefnhrtc Inschrift: ^l:Ui,«n«, I^no.1,8, ^lui-on«. .Ioll»uno8, nnd diirslc anö dein 14. Jahrhunderte scin. Die hiesige Kirche besitzt cinc klcinc Wciugart-Ncalität. '' Stiftillll^cu. : 1401 feria 5. post s. Gcrtrudcm. Thomas Pli aff oitsli cr fundavit cnm conscnsu abhatis Oberburgcnsis Caspari capcllaniam ad altarc a. Florjani in clioro ecclcsiac s. Canliani in Ricz ciquc dcdit 3 9(ccf()cr t'ci) ciiiaubcr in fcciu obcvntiilMnfljct reservata sibi'pracsentatione et abbati confirmatione absquc ullo parochi pracjudieio.]) Dicsc itaplanei (Benefieinul) cxistirt dermalen nicht nlchr, scheint aber 1tt51 noch bestanden zn haben, weil das damaligo Visilalioncl-Prototoll berichtet.- ^«ricik «:l,j>ol- ') Url. Vcrz. in Obcrli. Sichc Vcncdilt. Stift Obcrb. Scitc 1N4. 186 laniae habcnt Čnješ et Janežič, iiniis vocatur „v koti", qucni habet Cuje.š. Es wird dies das 1569 im Straßbnrgcr .Nopiallmchc erwähnte Bcncfieiliin sei», dcsscil O»,l!lvwl- die Bürgerschaft von ^liicz, (^<»l>snln:^<>r alicr dcr Ol(ljli:lriu» gewesen ist. Maria i5 unstantia Frc iin von Adclstcin, gcl>. Frcii» vuil Oabcltof c n, bcurknlidct ans Schwar-zcnstl'iil dcii 24. Fclir. 175'.), cö Hal'«' ihrc selige „Mämli" M aria 3l^!l naFrciin Dcllcin ^) ihren i'ci Nlldcnck gclcaeln'll, (!«!tv«7. genannten WciiuMtcii der Niczcr Pfarrkirche ans jährliche 4 Messen lcgirt. Dieser Weingarten wnrde später oerkanft nin 213 st., welcher Betrag mm das Stiftnngskaftilal anöinacht. Am 24. Fclirnar 1707 hat dcr Pfarrer Johann Vapt. Dolir«, vo« eine Viesscnstiftnng angeordnet, welche mit einem kapitale von 25W fl. l'cdcckt ist und am 2!). März 1815 als itaftlanöstiftnng tonfirmirt wnrdc. Spälcr wnrdcn noch einige kleinere Ntessenstiftungen hier errichtet. Die Pfarrsvorstcher. Mathias, Pfarrer 1247.'') ,,« ' Ulrich, Pfarrer 1291.') 'i,. > ^ Johann, Pfarrer 1414.') Angustin, Vitar 1^lü5.^) Jod st, Bitar, zahlte die Pension zum Stifte Olicrbnrg 149«, 1490. Hanns, Vikar 1514.°) .>'.,..... .'. ') Icrcmiaö Dcllca Freiherr uou küwenbinq, ucrlliählt mit Anna Marziaretha ^el>. uon Gclicltofeii, war uiil Ittl Allcndilr^ u»b Bcsi^cr dcr (^»üix!- nild Uu!u- jc^t Oüi^N'Hillicn nächst Praszbcrss. ") Äcucb. Slijl Obcrb, S. A(). ') Eben dort, S. 70. -) Eben bort S. 100. ^ ^^n bort, S. 1<^. ") Ob. Anwalts Rech. 187 I. ampu 3 Kasft ar, Vikar 1528—1541. War im Collc-gialstifte zn Oberbnrg 1519—1526 nnd dann wieder 15,46. Hannö, Vikar I544, 1545. Walich ttconhard, Vitar 1546, 1547. Inrcr Michael, Vikar 1559, 1574, 1580. Ni1,61i 5 Lnkas, Vikar von 1599 bw 1602; war 1606, 1609 Vikar in Windischgraz nod erhielt 1609 dic Pfarre Nintenbcrg in jinrntcn, wo er 1627 noch lebte. Sein Nachfolger in 'liicz war: StranßPri in n s, Vikar 160^, 1605. ? u / o /. uik Blasins, Vikar 1614, 16! 5; kommt var 1616 alö Priester im Oouo^iiim ^l-^iunnm zn Ol'crbnrg nno dann 1616—1<>20 alö Vikar in Sulzbach. (?0i viiil,« Valentin, als Vikar hier installirt im Dc< zcmbcr 1615, 1616. Er wnroc ordinirt 1613 nnd diente 1'/^ Jahr als Kaftlan i» Trifail. ^.ri Angn ft in, Vikar 1616, 1617. Sollten etwa dieser Arl oder Old Allgüstin nnd der Oorvinu« Valentin cine nnd die nähmliche Persönlichkeit sein? Möglich, daß man den Namen Ol-ol mit O,» vilin« iilicrsctzte nnd sich bezüglich dcS Tanfnamenö irrte. ^loöilnik Georg, Vikar 1617—16.",8 nnd wieder 1640, 1641—. Er komnn vor alci Priester im Oollokinm >l. zn Ol'crl'. I61l» nnd abermals 1638. Im Jahre 1641 am 3. Juli gab er dem Visitator juv Sluüuort: se 24 an «is fui«.sc hie (Kicz) pa-rochum, dcindc 2 annis in Cnlhj^io Mariano Oberbunn, et modo iterum 2 annis. FXm (Sli- nodal-Prototollc vom 16^0 wird über ihn bemerkt: lulonro ot in nldino «»:<, iioislcit. Sein Ärn-dcr Achaz ^loöilnik war 16 l i hier Kaplan. Ilsar MatthnnS, Vikar 1645; ftastorirtc als Priester im Noüoxiuln ^l. in Obcrb. 163!)—1642, 188 alö Vilär in Peilcnstcin 1053, 105>5 mid in Schön ^ stein 1072—1098. Lankc) MarkuS, Vikar 165)-). Im Iahvc 1001 «ab cr an, cr sci cill licborner Prasibcrgcr, 45) Iahrc alt, Priester seit 20 Jahren, ordinirt ans den Tisch-titcl dc5 ?)l'arianischcn (5olleliinni^, habe gedient m dicscin Collcginin 5) Iahrc si<)4Z—1047), ale« Bi-tär in Schluarzcnbach i') (1 Iahrc. Als siaftlänc dienten nntcr ihin: Johann Taut-scher 105>7, dannilö 57 Ialirc alt, 2(1 I. Priester. Er war 1027 — ^031 Pfarrer in Fran,;, dann Psar-rcr in Michelstätlcn bi^ znin Al'sterl'en dcr dortigen Äbtissin Talllschcr nnd seineö Bruders: iilicrnalinl dann die Administration der l^üler diese« seines verstorbenen Brndcrs in ^tiez nnd leistete hier zugleich anch zlaplauödicnsic,^worauf cr 105)8 als Vikar in Mütnik eintrat. ^lodir Adain, 5taplan ' 1054, 1001. ?<>tl)i:nik Nikolans, Vikar 10!)0. Cin Nikolais I'atOl^nik war Friihmcsscr in Schönstein I7IZ— 1721. Im Iahrc 1693 wurde ciu Vikar in Nicz iustallirt. 8top:ir Matthäus, Vikar 1700; war 1090 Ka-ftlan allhier. ^laiio, .illllik Michael, Vikar 1718, 1741. Von Pcilenstcin gcbnrtig diente cr alö Priester nnd znlctzt alt< Organist iin (^oilc^inln ^l. 7 Jahre (1711 — 1718). Schwollcr s^ corg, an(« Obcrbnrg, Kaftlau allda 1719, 1720. Ookrcvoo Johann Vapt., Vilär 175)7 —1707; war fnihcr Vitär in Snlzbach nnd in Valisen. Hier in Riez machte cr cillc Stistnng nnd ist hier gestorben. 189 Xruio Iohaiin Acr n h ard, Vikar 1707. Er di'cntc iiu (>l>Ilc^uiu! ^. 1734—1730; staplan in Pras^ bcr^ 1730—1738, in Franz 1738—174«, in Fraßlau 1741—1747,1710 ; Vikar zn St. Johann mi Weinberge 1751, in Lcntsch 1750—1707, in Praßbcrg 1708. I^auiin Johann, Bitär 1708—1770, hernach Ve-ncfieiat in Olioniu» ^ii« 1782. 1! uI) ni 1c P ctcr, Vitar 177«)—1780; soll ftiihcr Pi-tar in Schmarzcnl'ach gcwcscn scin nnd war endlich scit 1785) Dcchant in Fraßlail, wo cr 61 Jahre alt mn 0. April 1790 starb. I^ouai-tiö ^nkaS, Pfarrer 1780—1784; war seit 1777 Beichtvater der illarissinen in Laibach, wurde am 24. April 1784 zum Pfarrer nnd Kommissär von Peilenstcin ernannt, erhielt am 4. Dezember !7'.»5 die Pfarre Franz nnd starb anf der Ueber-siedclnng in Üilli 5)^ Jahre alt am 21. April 1790. Er war ein geborncr ^aibacher. X 0 « M a t h ias, Pfarrer von 1784 bis Ende 1709; ein Krainbnrgcr, war Alnmnnö des (.'ollo^iniu ^l. 1777, 1778,' Kaplan in Schöilstcin 1778—1780 nnd ist von Nicz nach Kram übersiedelt. I^liöko Franz, Pfarrer vom 24. April 1801 bis zn seinem Absterben, 20. Dezember 1808. Geboren zn Ncnstadtl 1746, ordinirt 1771, dicntc cr znerst als Kaplan zn Nohitsch 1772, wnrdc hierauf im Al'ai 1772 Pfarrer zn Hcilcnstcin (I'olxolll), welche Pfarre cr aber 1770 rcsignirtc; soll dann anf dem Ontc Älaicrbcrg (1'l-o.^uik) in der Pfarre St. Martin im Nosenthalc gelebt haben; pastorirtc alsdann zn ttcuuiluko als Provisor von 1792 bis 23. April 1801 nnd schließlich als Pfarrer in Nicz. Seine Viografic erschien im Iahrbnchc Orudtiucc 1849. 190 Hauöo Anton, als Pfarrer installirt am 5. Ottobcr 180!), gestorben hi«u- am 15. April 1811. Er war friihcr itnrat in Dolijo. Vil'k Georg, als Pfarrer hicr eingetreten am 30. Dcz. 18 li, gestorben an» 25. Jänner 1815. Er war ans Kram gebnrlig Ni'^onlunzitt, Dra^il?) llild tain hiehcr von Schiller», wo cr 1794—1811 alö Ka-plan diente. I^ iz) a 16 Ioscf, alö Pfarrer iiwcslirt ain 16. Juli 18I5, sscswrlicil ain 8, Iinlncr 1855. Gclwreu im Ätarttc Praßlicrg am 2l), Iaiuler 1786, ordiilirt am ii. Viiirz 1808, diciltc er alö Feldpatcr I80i) beim Cillicr Landwehr-Äatnillullc lind dailii alö itaplan zii Gmw-diz. (5r mar ein fehr beliebter Prediger lüld allbc-tamltcr Voltödichlci lind Sänger, welcher ganze Folianten von Gedichten hinterließ. 5uß Andreas, Pfarrer seit 23. April 1855. geboren in I)ol)jo am 19. ^lovcinbcr 1807, znm Priester geweiht (^, Anbist 1831, war cr von 1846 bis 1855 Pfarrer zn St. Veit bei Waldcgg. Früher diente cr alö Kaplan zn Obcrbnra, 1834, 1835, in 1)o!>m-i^ 1835—1837, in Vidom 1837—1839, in St. Georgen bei Reich. 1839—1842, zn Pcilcn-stcin 1812—1844, in Lat 1844, in Fraßlan 1844 m'ö 1846 nnd alö Provisor in Kumiinko 1846. Dotation l»cr Pfarrpfringe. Schon nrspriinglich luar dcr Pfarrpsründner allhicr znmeist ans den Ertrag dcr Feldwirtschaft angeiuiesen. Jeder Pfrilndncr mnßtc bei scii.cm Anötrittc die pflirrpfriindlichen Acckcr bclwnt nnd den Pfarrhof mit dc-u kothnclchissslcn Fährnissen versehen seinem i)iachfolgcr übergeben, worüber jederzeit cin schriftliches Invcntarinm anfgenommcn wnrdc. 191 Ein solches Inventarium findet sich im Obcrburqcr Urbare vom Jahre 1001. Dasselbe lanlct: „Invouwrium bey dcrPfarr Niczmmd^er^eichnnß. Was dcr (5rwirdig vnnd geistlich Herr Lucas; Michnlitsch gcwesstcr Vicary zu 9lic; In» seinem Abtritt dcr Pharr daselbst hi»lcr sein verlasse», vnnd solich verlas auch Hem Herrn Primoscn Stransscn Iczi^cn ^ieario al^a ei» v»d libcranlwortt worden. An bcsaclcö Pawfeldt: Erstlichen fnnss st»llh mit Wniz besäet Vl'aß (^oriz 2'.»,: ^Il^ckhen ij Stiickh, niit Grä-zcr ^l 11 Ocrsstcn 1 st»ckl>, schaff Z. Viech: Dcr Khirchcn Äl'clich iihnc si, I»»ge Kal-bizcn ^!. Variulß: Spanbcttcr Z, V»beschlagene Wal)e» 2, Thisch ^, Pfllieg mit aller Zncsschör»»^ 1, vannge Stiel sStnhlc) 3, Hnnncr ^ vnd I han», Traydlfasser )j, Traydt Truhen 1, lthrant Potin^ ^l, Iariges Schweindl l. Ä^cschehn ,'.» Obcrbiirii den 5N. Aftvillic< 1002. .^)crr ^neas Mihalitsch Hal besonder seine» Sneees-sori zu nachvolgnndcn gnctle», e^empl Inn Zeit seiner ^ier Iari^cn Administration vnd Inl>ab!l»g von >0 In» die 50 gulden Rheinisch zn dcr lhirchcn (Pfar.pfriinde) doniert vnnd daunt das alte Brbari gebessert. Thomas." 1()90 wird dnl< (5intmnmcn dcr hiesigen Pfarrpfriiudc iui Visitationö-Prolotollc also angegeben: Proventus parocliiae: Priinnin pcndunt duo aubditi et lYu dc quibusdam .i^ris ISO (1. 19 kr, ; dccitna de op])j(lMHormn carnpi« oOs«.; decima musti dc viEei» circa oppidtitn 20 circiter uruas musti; dcinde oeconomia ct »folia. Dic hicsigc Pfarrpfriinde besaß demnach cinc kleine Giilt, «elchc dcin, Landcilalaflcr mit 5 Pfo. 4 si 10 dl. Conlridnti^! licansagt war. Laut Fassiou von, Jahre 1821 halte dcr Pfarrer nus dieser Gült zu beziehen: 192 an Zinögcldcrn 3? ft. 14V. kr., in Fleisch' kreiizcrn 5 ft. —.....42 ft. 14V. kr. an Hcrrnfordernngcn, als.- in nnstcigcrlichcin Geldienste A ft. 25V. tr. nnd an Robot-Nclnition 2 l tr. — . . 3 „ 49V. „ an Bergrecht vom Unterthane A. Xu8m^5 jährlich 48 Alas; Nein i^ 8 kr. . 0 „ 24 „ an illcinrcchtcn von Ant. !i!ic;<) :»,ll 50 ,l!<>lli<>5, in 8ilif5l!io l^ Ii„0 u6 Dermalen erlinist die .^aftllin^folleiüir jährlich 30 Mchcn L^eihen, 7 Äiel^en NoMii, 10 fl. f>0 lr. alö Nc-lnition für Kollctlnriielrcidc, 5,5 (droschen nlc< .^äsrgeld und 100 Stk. Hanrzehlinqe. Dl>i>l tonnitt noch lmö Erlrlignis; der Johann O<»> l)lov«'schen ^aplan^flifl»»^ von jährlichen ?!» sl. 80 kr. Seine Wohnung hat ^cr Kaplan seil vielen Jahren in dem der Marlkieineindc Niez gehörigen n!w von ihr 1841 zn dicscin Zwecke mülianten Hansc ain Platze vor tnr Pfarrlirche. ,^„,v<..i^j Tic Pflurlichcil Mtrilcil. Alle alten dieöpfar^lichen Äiatrilen sind bei dem Vrandc von 17l)9 zngrilndc gegangen nnd sind dermalen nnr vorhanden die Traunngs Prolotolle seit 17,">^, dann dt'^ Gel'nrts- uuo Sterb-Prototolle seit 1784. Dic Pfarre St. Gcarg in Prajjbcr^. In dein am »veilesten gegen Osten vorgeschobenen Theile der allen Mutlerpfarrc Öberbnrg wnrde die Seel-sorgcstation St. l^corg in Praßbcrg (^so/il-jo) errichtet, Welche sich gegen Westen von der Höhe deö Bergcö D odro v- 13 194 ho, ob .Ia«1o, l»is in den zwischen dcln^'il- llnd dcrGolding-alftc (6t a b c g uiibjmt Planiiia, Srabočje, Segoj-nica'), Gostec, Sumečjto, Vcrbuč, Zagradišče, Globoko, Soteska, Žikovec, Truavče unb 4. <3 t. yüt i d) a c I za brecrom init Jasenica, Goltc, Grmada, Spodni koncc, Uxenica, Žlebsko, imb Pod stcnaini; 5. S143 c i fnu a f [ c v (Bclc vodc) mit ZaloeauH^ralicu, Bcrložnica, Gorni koncc, Srnov vrli, Oslov^ka gora, Ojstro, Zaverščc, Bačovje, Visočki vrb ltitb Pergovje; 6. ©djönarfcv (Lepa njiva) iuit Grrnada, Scdle, Mrakovjc, Jmkovlje, Lok(»vc, Prcseka, Korpc, Dolj, Bukovjc, Apače, K/iše, Zavcr.šče, Prcd-no; Vrb, Loka am Öifntbadjc, Pctkovca, Pod-vratmi unb Podpečmi ; 7. Üifcit (Libija) mit Kolovrat, Volovjc, Gncß, Prcscka ltnbSoteska; 8. L o k c unb DobrovJje mit Jasle. I Hicuon wnrdcn im uorigcn Iahrhnndcrtc crcindirt an die ncn errichteten ^nraticn: ^) 8c?8«1, der Klcc- odcr Vohnciiballm^ d^^ingu« Iiilülrinnn. 195 ») an St. Michael die Gemeinde St. Michael ganz, dann znm Theile die Gemeinden St. Nadcgnnd, liioxjo nnd Schönacker; d) an St. Andrä in Wcißwasscr die ganze Gemeinde Wcißwasscr, nnd o) an M aria 9i azarcth dcr am rechten Sannllfcr gelegene Theil dcr Pfarre Praßberg, d. i. ^0^0 nnd 1)<)l),ovljc; Nlit >Ia»Io. Einc iin Jahre 165? vorgcnuinmene, noch vorhandene Seclcnbcschrcibnng dieser Pfarre zeigt, daß damals dcr Marlt Prastber^ in scmcn l'^ Hänscrn cinc Bcvöltc-rmill von ^iiZ Seelen, die übrigen Oeincindcn dcr Pfarre adcr cinc Population von 1!)44 Seelen halten. Ans einer vom ?. lü. Ziu.uc:»i kopirten Aqlaycr Nrtnndc )0! ol>) dem Patriarchen B e rth 0 ld (121A—> 125)1) ins Eia,cntl)ll»i nlicrgclien habe — waö ungefähr 1247 geschehen sein dnrftc — ; das; dcr Patriarch damals dicsc Bcstc selbst bestiegen, den Eid der Trenc von Seite des Ulnin von i^oyz nnd der übrigen Mannschaft ^nlu,8-nat») entgegen genommen, dic Beste aber, nachdem cr sie zwei Jahre besessen, abbrechen ließ. Da jedoch dcr Pa tritt r ch Gregor im Jahre 1267 den G cbha r d, deö O c b-hard von Wrnöbcrch (wohl Praßbcrg) Sohn, mit dcm Schloße Wrnsbcrch belehnte, so scheint die vom Patriarchen Verthold zerstörte Bcstc doch wieder anfgcbant worden zn sein. Wo die Beste Praszberg gestanden, ist nn-bctannt. Biellcicht ob dcm Naxi,u>l:u-Bachc am K01 onov vi-l>, wo noch Sftnrcn cincö alten Schloßes zn finden sind. 1528 am 27. Inni erschienen nach Eilli die nachbc-nanntcn Praßbcrgcr znr iiirchcnvisitation^ - ilomnlission, wobei Folgcndcö ftrotokollirt wurde: „Herr Wilhal in, Pfarrer, Iörg Äl 0 rantschcr Kaplan, Valtcin Gcscllpristcr, Waltcscr in der Lcnci 196 (^ifai) Zechmcistcr, Grcgor Ncinih, Nichtcr, sind im Glanbcn wic vor altem, haben nnr dcö tanfgcldt halben zwischen Pfingsten und Ostern ein Irrsall, soll aiu thrcn-zer geben werden." (Seek. Ord. Arch.) 15)7 l am 5. Fcbrnar hielt anf scincr Ncisc nach Odcrbnrg der ncncrwähltc ^aib. F. B ischof K o n r a d (^! u«i6 mit einenl (befolge von mehr ali! 4(1 Personen sein Friihmal beim Wilhelin Hivoo in Praßberg nnd zahlte dafür eine Zeche von 12 fl. 30 tr. I5)>^() im September wnrdcn 90 ^criistclc Nanern, welche von Ol'erbnr^ znr Mnstcrnnn, nach <^illi nesnhrt wnrden, in Präsiden) init Brod nnd Wein nm 1 fl. 20 tr. dcwirlhet. 1642 zn Wien am I. Inli verlegte iiaiscr Ferdinand III. anf Äittc der Prascherger den ihnen vom Erzherzoge 5iarl fiir den Sonntag nach Maria ftebnrt be^ willigten >lirchtag anf den Sonntag zin^t, ^jiipliiiniilm. N^i^ wlithele die Pest im Marttc Praßl'erg, welcher desihalb mit einem fordone gegen Außen abgesperrt wnrde. Danmlö starb hier an der Pcstscnchc dcr hiesige schon im Ruhestände lebende Pfarrer Ali ton I.I8»»', welcher anf einem zwischen dein Markte nnd dem Dorfe ^l>ovn!k-Hnbc erbte. Dcr Sage nach wnrdc in dieser Zeit der pfarrlichc Gottesdienst nicht in dcr Pfarrlirchc, sondern im Freien anf dcr an den Iji uool-Verg gelehnten nordwestlich hinter dcr Pfarrkirche gelegenen Niese gehalten. - .. Die Pjarrtilche St. Georg. ' Die erste Erwähmmg cincr 5iirchc St. Georg in Praßbcrg geschieht in dcr zn Praßbcrg sasiull UoItill^ No- 197 üirj«) am 13. Dezember 1241 au^qcfcrli^tcu Urkunde, ill welcher Oraf W ilhcl m vun H c u l> b u r ^ ans da^ Bogtei-recht über snunutlichc Äcsitzuusscu der Kapellen St. Georg, St. Veit und St. Oberbnra, verzichtet.') ' jtaftellc wird dicsc Kirche St. G»?m'g wohl uiiv deß« hnlb ^cnannt, wl.'il. sie cinc Tochtcrlirche dcr ^bcrbuv^cr Pfarrkirche war. Ol> sich dicsc altc.virchc d»rch die fulgcn-> den Jahrhunderte fort erhalten hade, ist nicht Iiclannt; wic ader die lns zum vorigen Jahrhunderte hier bestandene Pfarrkirche beschaffen war, darüber geben folgende Anö-ziiae anö den Pisitations^-Prulotollen Aufschluß. 1631 die 4. Decembri«. Kcelcwiu p. Georgii. Sanct. Eueharistiae Sacranicutum servaitur iu anna-no quodarn lapideo a parte Evangelii In muro positum. — Baptistcrium iu rncdio ucelrsiae —, Altaria habet: 1. s. Georgii, 2. a eoruu Evanjr. s. Catlinriuae, 3. a cornu cpist. s. Pctii, 4. in mcdio ecclesiae B. V. Mariae, 5. a coruu Kvang. ad inu-rum Sh. Trinitatis — Duas habet Sacristia», nnam sub tarri a cornu Evang., iu qua Syndici custo-diunt ucccssaiia ecclesiae, altcrain a diamctra. •— Eccleaia ö habet foniestras parva» et inpro|ior-tiüuatas, propterea, ut 4 fiuut proportionate or<]i-öavit; — Ordinavit et tabornaculum novum cx.ligpo iieri in altari »umnio, (juo facto ilia luachina circa ta-bernaculum iu muro lapideuni desstruatur, — Bapti-sterium ad partcm Evang. nd uuirum applicari, —al-tare in mcdio ccclcaiao destrui. — Ecclesia liabet .vv-, Heatu, — ctiusum a vinea Una, ab agris, lioitis 'fit. douiunculis, — vaccan 22, ovcb ](j. 1641 die 8. Julii vi^itatunus Illustrissimus Parochiain S. G. in PrasBberg ritu soleninj auscepr. ') Da« Bcncdilt.'Stift Oberb. Scitc 25. 198 tus invenit in ca (ecclcsia) duo altaria non conse-crata, in quibus nnn celebretur sine portatili. — Tabemaculnm vetus tollant et si fieri potent, in for-mam amarioli pro servandis sacris liquoribua acco-modeut. — De redditibu« ecclesiae cxaminati syndici Jacobus Podsorsbtnik, civis etjudex oppidi, et Jarnej Piseborn, civia, piaeter ea, quae fuerunt in priori visitatione annotata, responderunt: Vine-am, quam babuit ccclcsia, cum licentia p. m. cpis-copi Ptainaldi fuisse 90 florenis venditam, quae pecnnia intumpta e«t in campanain mojorem, quae comparata ent. Onus tamen babet cmptor ex con-tractu, ut 8i quando ecclesia bane pecuniam acquisic-rit, vineam istam accepto isto pro iis iteiinn cccle-siae restituerc teuetur. — Catecbisnius habetur in quadra^esima. 1051. CboruR (^3rcetn)tcriuru) ecclesiae altus €Jst 12 Cubitus, latus 11, longus 15, tribus fenc-stris existente boc transparente altari commode illuminatur. Ad latua evangelii eat campanile babens deforis ascensum, aliurn ad borologium, quod est in turri, indiget horologio solari pro directione. Ad borologium Cives tenentur annuatim dare me-diam li bram olei, et Hi quid frangit, ad repara-tionem. Corpus ecclesiae quoad fencstraa adbuc provisum non eat, proindc duae supra Cliorum su-periorern ad occidentem sitae in quantitate adac-quandae nunt illi, qnae ad Catbedram nova est crrecta. — Vinea una, quam prius ecclesia pos-Bidebat, vendita est ad Campanae majoris renova-tionem, de qua nibilominus pORsessor ejus Georg Kaltscbitscb servit ecclcsiac unam libram cerae annuatim. 1657 Laibach ain 12. Innncr stiftete dcr hicr in Praßbcrg gclwrnc Laibacher Domherr und Stadtpfarrcr 199 Jakob 3tl> l>sr') in seinem Testamente zwei Weingärten zur Pfarrkirche allda. Die bezügliche Stelle des Testamentes lautet: „Inter caetera ultimac Voluntatis tncae lo-gata et dispositionem volo, ut vineae meae it» Po kiek supra Pakeustain iu Styria sitae, Parochiali Ecclesiae Tit. s. Geortfii Mart (iu qua baptizatus sum) ima-cum doruo ibidem per rae a fimrtamentis aedificata et quac ibi sunt iustrumenta pro ündem cxcolcudis mancant, applicentur et approprientur; atque pvo lefrigerio animae meae, parentum et cognatorum meorum Riugulis quatuor temporibus auiii, wen au-gariis; binae vel saltern una Missae fiant, et exe-quiae niinores perpetuis futuris temporibus per pa-rochum sen vicarium ibidem devote peragantur." (Laib. Doink. Arch.) Dicier Weingarten (2 Weingart-antheilc) wnrdc nni das Jahr 17;>1 vcrtanft nnd dessen Erlös znm Uinbanc der Psarrtirchc verwendet nnd ist dannt auch die Stiftung erloschen. Der Domherr Ja lob 8to. per hat scinein Vater ein dermalen an der Pfarrkirche in Praßbcrg neben dein Hanptportalc eingemauertes Grab-monnlncnt errichtet, dessen Epitaph also lautet: ,,^ln»mao parcnti hie sito amoris totiquc coNsangiiinitati memoriae ac pietatis ergo praesbytcr Jacobus Stopper Canonicus LabaccuMs P. F. P. Anno 162(3. 169Z am 31. Jänner wnrde in der Arnft der Pfarrkirche begraben Maria, des Bürgers O corg ^ evi Ehefrau. n ^!-u Diese Kirche und der «li? dieselbe liegende Fricdhof waren nut cincr Ringmauer umgeben und hatten gegen dic Martlstrnßc zu ein starkes geiuauertes Thor, über welchem die itaplauöniohnung angebracht war. Bcrmnthlich ^ollrde die Kirche iiu 16. Jahrhunderte gegen dicTürlcu befestiget. In der südlichen Ecke dcS Kirchhofes staud ciu runder Thurm, ') 1621 Pfarrer in Oberburg. 200 wahrscheinlich ein Oln-imrilim, denn eö wurde in demselben eine große Menge menschlicher Gebeine gefunden. » , i ^75^ am 10. September berichtet der Pfarrer Tho-llt'äs ^ur:lj1, cö habe vor ungefähr 100 Jahren der Laibachcr Stadtpfarrcr und Domherr Jakob 8tupor „znr Nuterhaltung der arnicil nnd fast zmn Znsammcn-fallen gerichteten" Pfarrkirche einen Weingarten in I^olilelc (Pfarre Pat) gestiftet, eben so habe Johann Jakob Riffel vor 10 Jahren seinen ob dcm Markte gelegenen Weingarten zur Kirche lcgirt. ''"'"" ' ,, 175i4 ungefähr wurde ein förmlicher Umbau an der alten Pfarrkirche vorgenommen. Während die altc Kirche von Westen gegen Osten gerichtet war, erhielt die ueuc Kirche die entgegengesetzte Richtung, so daß nun ihre Län-genachsc von Osten nach Westen läuft und ihr Hauvtvortal dort angebracht ist, wo früher der Hochaltar gestaudcn. Dadurch, daß zu beiden Seiten der neuen Kirche je eine Kapelle angebaut wurde, erhielt dieselbe eine Krcuzform. Zur Aufbringung der zn diesem Aauc erforderlichen Geldmittel wurde der vorerwähnte Weingarten in ?c,klok verkauft, wogegen aber der Pfarrer Thomas .lura,.)! seinen eigenthümlichen Weingarten in der Pak dcz- hiesigst, Pfarrkirche auf einen ewigen Iahrtag lcgirtc. >,^ss,..,,^» Die Pfarrkirche hat nun außer dem 1763 erbauten, urivilcgirtcu Hochaltäre noch zwei Scitcnaltnrc, rcchtö (tHv. S.) «. O-ttlilr, iuao nnd links «. i-'otri, dann in der nordsciligen Kapelle einen Altar 8«. Norfwns (üni^ti, in der gegenüber liegenden Kapelle aber einen Altar 13. V. UariüL. Die marmorne Kanzel wurde ans einer aufgelassenen ^aibachcr Klosterkirche, die schönen Krenzwegtafelll alier anS der Ochlbcrg-Kirche am vubriö erkauft. 1783 vermachte Aarthl. ^ oI 5 ni k sein Hans m Praßberg Ar. 31 zur Pfarrkirche als Vicßncrohaus, welches aber 1838 verkauft wurde., :» i^.?i^ i^'.'i. 201 1786 wurde der um 15,00 erbaute Glockenthurm erhöht »ttd mit einem neuen Vlcchdache vcrscheu. Durch diescu Thurm wurde 185>8 eine ucue Stiege zum Gcsaugs-chor erbaut. Im Thnrnle hängen außer dem Zügcuglöck-chen noch 3 Glocken, die kleine vom I. 1778, die mittlere, welche von der Filiale in lirexj« in Folge eines Tausches hichcr kam, und die grüße vom I. 1844. Die Rcprtiruhr wurde 1857 angeschafft. 1800 erhielt die Kirche ein vom Autou Scholz in CM verfertigtes gutes Orgelwerk. 1813 mußte die Kirche uichvcrc silberne Gcräthschaf-ten und Gefäße au das Acrar abliefern, als: ciuc Mon-strauzc, Griffe und Fiiße von 3 Kelchen und eine Tauf' Kanne. 1847 wnrdc die Kirche mit Steinplatten neu gepflastert uud 1852 wurden alle 5 Altäre uc:i gefaßt und vergoldet. .,^,'iüj. Tic Vcsihlllia.cn dcr Pfarrlirchc. Die Pfarrkirche besaß ciuc tlciuc Giilt, welcher laut Urbar von 1797 dienstbar waren 6 Acckcr, 2 Wiesen und 1 Nciugartcn mit jährlichen 3 fl. 38 kr. Das hicfnr angewiesene Ablösuugs-Kapilal beträgt 190 fl. Gegenwärtig besitzt die Kirche an Realitäten.- 1. den kleinen sogenannten Riffel'schcn Weingarten, gelegen ob der pfarrhöflichcn Getrcidcharvfc, welchen Jakob Riffel um 1742 auf zwei ewige Mcsfcn lcgirt habcu soll. Der Weingarten ist jedoch dermalen unbelastet und wird vom jeweiligen Pfarrer benutzt gegen Entrichtung jährlicher 63 tr. an die Pfarrkirche. 2. Den vom Pfarrer Thomaö ^ u i- n, j I auf einen ewigen Iahrtag ill seinem Testamente vom 21. April 1762 lcgirtcu, aus A Anthcilcu bcstchcudcu Wciu-gartcil. Diese Realität, mit ciucm Flächcumaßc von 5 Joch nud 5 lDlX., ist gelegen in ?olilel<, Pfarre 202 l St. Martin an der Pak. 1863 wnrdcn das Wcin-, garthans nnd da>3 Winzcrhaus dieser Realität, beide schon ganz verfallen, abgerissen und dafür ein neues, Winzcrhaus nut 2 Kellern und cincm Prcßhansc allda , anfgcmaucrt. Auch wnrdc den Winter vorher eine > ncnc Straße hicher crbant nnd im Herbste 1863 der <«- Weingarten erweitert. 3. das 1833 ncn crbantc Kaplauci- und Schnlhaus in Prafcherg. 1608 ani 20. April hat derLaib.F. BischofTho-m a s dem Pra>;bcrgcr Bürger Gregor Tollt, dessen Ehcfrcm Sofia ui'd dcrcn Sohne Adan: cincn dein Stifte Obcrburg zur Gcorgstirchc in Praßbcrg gehörigen, ciues-Tagbancö großen, an die ^i-nava und au dcu Markt an-raincudcn Acker kanfrcchtwcisc verliehen. sOb. Nrk.) 1699 am 24. Oktober verpflichtete sich Oraf Nn-dolf von Wagensberg, Inhaber von Sännet, der hiesigen Pfarrkirche jenen am Noscnbcrgc gelegenen Wein-gancn, den er ihr wegen Ncnitcnz gegen die Bergobrigkeit entzogen und um 35 fl. verkauft hatte, rückzugebcn oder, wenn dies nicht thunlich wäre, die jtirchc dafiir lmt 35 fl. zu entschädigen. (Ob. Urk.)/ !,. > i,, i , .? . . Die Filialllrchen, ,.^.^ .'./ 1. St. Nikolaus in Lifai (v^ibiji). Schon 1241 stand ln'cr an der Mündnng dcS Lifai-bachcs (I^il)ijit) in die Sann, unter dem Dorfe ^ifai, eine Kapelle ». ^uciliLsti in jirovinoiÄ 2toxili'), welche 1582 unter dem Namen 8. Nullliorli ot 8. Osbaläi, später aber als St. Oswaldkirchc vorkommt. Diese St. Oswald-Kirche stand in der Nichtnng von Westen gegen Osten. Ihr dreiseitig abgeschlossener Chor war gewölbt und hatte,4 schmallc spitzbogigc Feilster, wo- ') Das Vcnediltincr'Stift Obcrburg Scilc 25. 203 gegen ihr Schiff nur eine bemalte Holzdecke und ein Paar rechtwinkeliger Fenster hatte. Sie war 8"^ Klafter lang, im Chore I^ Klafter nnd im Schiffe 2'/2 Klafter breit und 2'/<> Klafter hoch. An der Nordscitc des Chores stand der nach 1668 crbnntc, vcrhnltnißinäßig zn hohe Olockcn-thnrin, dessen Erdgeschoß als Sakristei benutzt wnrdc. Die .Vrchc, welche einen Estrichboden hatte, lag so tief, daß man von Anßcn über ein Paar Stnfcn in dieselbe hinab steigen mußte. Beim Dcmuliren dieser 5tirchc zeigte es sich, daß sie ans 3 zn verschiedenen Zeiten ansgcfnhrtcli Aautcn bestand. Der älteste nnd solideste, znm Theile ans Quadersteinen ausgeführte Aa» war der Ehor. Ein späterer, auö schlechtem Matcrialc ausgeführter Ban war das bis zmn Sängcrchorc hinabreichcndc Schiff, welches letztlich noch einen 5 Schuh langen Znban erhielt, wahrscheinlich zur Anbringung des Gcsangschorcs, einer hölzernen Empore. Diese Kirche zählte N Altäre, nämlich: den Hochaltar«. 0«d^llli, dann zwei Ncbcnaltärc: rechts 8. ^iel»1u.i nnd links «. ^Vnu^o/ Zwischen dem St. Nikulans-Atarc nnd dem Scitcnthore war die 1725 erbantc Kanzel an der Kirchcnwand angebracht. l.241 am 18. Dezember in Praßbcrg hat Graf Wilhelm von Hcnnbnrg ans sein Voglcirccht über die Acsitznngcn der dainals hier bestandenen St. Nudbcrt-kapcllc zn Gunsten des Stiftes Obcrburg verzichtet. 1508 bis 1536 wurde der St. Anna-Altar vom Bischöfe Chri st of Na n b c r kunsckrirt. 1858 fand inan beim Abbrechen dieses Altares in der Mensa einen Mas-bcchcr mit Ncliqnicn nnd einem Insigcl, darauf zn lcfen war: „8.1).5l. (Ünistopl!. I^p. I^aid. et ^minikt. 8eo-oovion." Ch. 3ianbcr administrirtc Sckan 1508—1536. 15)82 befaß diese Kapelle 8. lluclbol'ti et, O^b^läi eine Hllbc am Oodiovljo-Bcrgc, iibcr deren Äcsitz damals ein Streit zwischen dieser Kapelle und dem Besitzer des Dominiums Schönstem, Alex M nschth 0 n, entstand. (Ob. Urk.) 204 163! wurde die Kirche St. Oswald in „I^lnja." kanonisch visitirt. Laut dabei gemachter ?iotiruug hatte sie damals 3 Altare nämlich: 1. einen Hochaltar n. Og-kallli, 2. einen «. Niculiii- «t ». Ii,ul»«iti-Altar an der Ed.-Seite nnd 3. einen St. Anna-Altar an der Epistel' Seite. Die beiden ersteren Altäre hatten nicht steinerne Mensen, deren Errichtung deßhalb angeordnet wurde. Auch wurde aufgetragen, den vor den: Kirchthurc stehenden Altar zu entfernen. Die Kirche besaß damals I Weingarten, 1 Acker nnd 16 Kühe. Alljährlich waren hier 8 Messen zn lesen. .....< 1664 bis 1683. In dieser Zeit hat der Laib. Bi«' schof Josef Graf Nabatta die beiden Altäre St. Oswald nnd St. Nikolaus konsekrirt laut Insigeln der in diesen Altären vorgefundenen Reliquien Kapseln. 1668 wnrdc die Kirche wieder visitirt nud dabei ftolgcubeö protofotlirt: „Ecclessia s. Osbaldi in Libiji: Saciistiam non habet — tectum lioviun, iu cujus medietatc turrim ligucam utcuruque declivera. In-terdictiun est, nc reficiatur in posternm sed sensiin desicieti8 tollatur et ad exticmitatom ccclcsiae jnxta tbeatrum, sive supra sacristiam nova eriiratur. N>!)1 wurde der St. Oswald Altar ucu errichtet, also auf der bcrnls kousckrirtcu Mensa. 1721 wurde die kleine Thnrmglocte in Üilli gegossen. 1749 erhielt die Kirche ein Ziegeldach. 1836 bekam die Kirche eine 400 Pfd. schwere m Laibach gegossene Glocke. 1839 am 1. Inni hat die Gemeinde ^ifai den ihr vom Andreas ^ankn, vul^o 8 top or, gegen ein Darlehen von 135 fl. CM,;, verpfändeten Acker für die Kirche allhicr derart iibcruummen, daß dcm jeweiligen Besitzer der 1>u«2 wnrdc der Ufergrnnd, anf dem die Kirche stand, dnrch Hochgewässcr dcr Sann so unlcrspilllt, das; cin Einsturz dcr Kirche bcfiirchtct unD dieselbe deßhalb von dcr t. k. Bczirk(> zu Ehren zu erbauen. Nachdem hiczn sowohl die tirch» lichc, als anch die politische Bewilligung cingehohlt wordcn war, wurdc am 31. Mai d. I. mit dcr Grundgrabnng snr den Ncuban begonnen, wobei mail anf dcr Nordscilc der alten Kirche nnf zwei mcnschttchc ^cichunmc gcstosscu ist, welche vielleicht in der Prstzeit, 1682, hier begraben wurden. Am 2. Iuui wurdc die letzte hl. Mcsse in dcr alten Kirche gelesen, nach deren Aecndignng die Kirche sogleich anö-gcränmt und daun bi^ znin 4. Juni ganz demolirt wnrdc. Vcrcitö ant 7. Iuui wurdc die Grnndstcinlegnng znm Kircheubauc vom Dcchantc M ichacl 1'! »,« k n n, Pfarrer in Tavcri, nutcr Assistenz von 9 Pricstcrn nnd in (Gegenwart einer zahlreichen Vollömcngc feierlich vorgenommen und wnrdc hieranf der Ban so rasch fortgeführt, daß die Neue Kirche am 29. September abends schon nntcr Dach stand. Im nächstfolgenden Jahre, 185'l), wnrdc die Kirche gewölbt nnd verpntzt, 1860 mit Steinplatcn gepflastert und wurden in dicscm Jahre anch allc Tischler-, Schloßcr-nnd Glascrarbciten am Kirchcl'gcbändc vollendet. 206 1861 bekam die Kirche einen vom And. Oosar erbauten ncucn Hochaltar mit cincr uom Hau us Gaßcr in Wien verfertigten St. Nikolaus - Statue, eine neue Kanzel, eine von der Kirche in lii oxj« erkaufte alte, rcfta-rirtc Orgel, neue Kirchcustühlc uud einen neuen Sakristei-tasten. So eingerichtet wurde die Kirche am 27. Iuui 1861 vom Lauantcr Fürstbischöfe Antun Martin 8!,u. DaS Chronogrmum: N00o Uldcsn^VI^V^l Vol l soll dcr Nachwelt das Jahr verkünden, in welchem diese Kirche dcr Hauptsache uach vollendet uud auch eingeweiht worden ijt. Für diesen vom ^»kas Nikok vu!^o (lo^au aus-gefiihrtcu Kirchcubau uud für sämmtliche obcu bczcichuctc innere Einrichlilng dcr Kirche wurdcu verausgabt im Gelde 4558 fl. 5)3 tr. Zur -Bezahlung dieses Kostenbetrages wnrdc dcr hicfnr iu Acrcitschaft gcwcscuc, aus 1200 fl. bcstaudcuc Äaufoud und ein Vegat ftr. 100 fl. dcs Aürgcrs Mathias s^oriöo!-, vul^o ^l^k^-o, vcrwcudct; allcs übrige wurde aber durch Äciträgc dcr Gcmeiudc Lifai uud dllrch Sammlungen iu dcr Pfarrc Praßbcrg und in dcu bcuach-barlcn Pfarrcll, wic auch durch audcrwciligc großmüthige Opfcrgabcn anfgcbracht. Anch das erforderliche Banholz wnrdc im Sammlnngswcgc zusauimcu gebracht und wurden die nolhwcudigeu Fuhrcu uucntgclllich geleistet. Die ncnc Kirche, 12 Klafter lang, ist im einfachen gothischen Style crbant und ist anch die Einrichtung derselben in diesem Style ausgeführt. Allc Arbeiten an und 207 in dieser Kirche wurden mil Ausnahme der Hciligcnstatncn von einheimischen Arbeitern und Künstlern verfertiget. Die Kirche steht am Xoienal^'schcn Grunde und hat Anton Ilwcwl!, der Besitzer der Xorenttli Hnbc, die znm ncncn 5iirchcuban erforderliche Area gegen dem hergegeben, das; fnr ihn und seine Verwandtschaft alljährlich eine hl. Messe hier anf Kosten der Kirche gelesen werde. I8(i1 wnrdc znr Kirche erlegt ein Kapital von 100 fl. anf eine ewige Messe für Martin Villovnik, vnlgu I^illu^, von 6nL^. 18(il> wurden zwei nenc gothische Scitcnaltärc, rechts 8. 0»dk1lli und links 8. ^uuko errichtet mn den Betrag von 560 fl. 1873 wnrde die iin Dorfe Lifai gelegene Grund-ftarzcllc pr. 62 lUll^., auf welcher chenialö das Mcßncr-hans gestanden ist, nm 15)0 fl. verkauft. In eben diesem Jahre wnrdc auch der Kirchthnrm erhöht, mit einem neuen Blechdachc vcrscheu und stilgerecht hergestellt, wofür über 1400 fl. im Gelde verausgabt wurden. Besitz der Kirche. Die Kirche besaß eine l'lcinc Gült, welche laut sudrc-pÄltitiou» Urbar vom 15. Juni 175)7 mit 1 st ^'/2 dl. bcansagt war. Znr selben waren dienstbar ein Acker bei Prasibcrg nnd der am Ooliiovho gelegene, znr Vl-uwik-Hnbe gehörige, sogenannte5toll»Iovl-!,t bestehend ails 2 Antheilen im Gcsammtflächcn-maßc von 1173 lUX. 2. Die Marien-Kirche a in Rosen berge oder in lirox.jo. Der Sage nach bestand hier ursprünglich eine St. Iudol-Kapelle nnd soll die dcrnmligc Kirche (vor 208 '1618) dnrch cmcn an der Kapelle au».'um Monasterio incorporataimn <&. l()GI)ci|lt: „Prcsperg1 vero mr. 20 graccen. «cd modernus (vicariius) prop-tor c a p e 11 a, rn s. J «> d o c i." Die dcrniali^c Kirche bcstcht auö dcm Chore, in welchem sich der Hochaltar ll. V. Nariu,« befindet, miö dcm Schiffe und miö zwei Seitciitnftcllcn, nähmlich: ostseitö » Ii<»<;llj und westscils «. .I,l6oOi. Der größte 5ioiitin'S l»ci dieser Kirche ist am St. ^loch»c<-Tagc, den 16, Ailliust. I^Ol^ wurdc dic mittlere Thlirumlockc dieser Kirche vom Eliao Sombrath in ^aibach gegossen nnd vom F. Äisch 0 fc Th 0 in a 0 geweiht. 1018 dcn 20. Oktober hat der Viirger Jakob Hl':l8un den ant „Schaidbachc" gelegenen nnd „Vo!j-njak" genannten Aäcr, „s onstcn vn scr lieben fra-w c n Ki r ch cn n 3. 1i r c;».j u 1> gc h ö ri g", pr. 40 fl. zn ucnen Kanfrecht empfangen. (Obcrb. Urb.) 1631 wnrdc bei der kanonischen Visitation Folaendcs cmfgcjcirfjnci: Ecelcsia B. Marine V. in Brcsijah lia-bet unum altare B. M. V. in clioro, 2. in cornu Evagelii s. Floriani, 3. in cornu ejjistolac s. Judoci. Mcnsa lignca ante fores destrui ot amplius H«b divo non celebiari ordinavit. Missas Hcriptas esse 34, pro quibiis accipit (vicarius) 4 fl. Ilubct 4 agroSj a quibus percipit 2 fl. 20 kr. a vinea 20 kr., vaccas 47, oves 30. 1641. Anö diesem Jahre ist die kleinere Mockc, welche folncndc Inschrift hat: Vox ol?« «um vitiio vuco V08 orarc vcnite aim > 1G51. 16(58. Ecclesia B. M. V. ua Bresijach cst consecrata. Navis ligueo laqucari coopcrta, in 209 rnedio tecti tnrriin habet, idöo mandatum ut ad s. Osbaldma (in Lifai). Ad oricntem habet imagincm s. Cliristophori. (ÜJifit. Sßrot.) 16DÜ. Ecclesia B. M. V. in Brcsjah nullam habet viueam. (5üi[it. ^3vot.) 1779 erhielt die Kirche die kleine Thllnnglockc. 1799 wurde von der Pfarrkirche die alle, vom Johann Iancschcgkh, Orgelbauer in Cilli, 17^4 rcparirtc Orgel hichcr übertrafen. 1<812 wurde die große Olockc in üilli gegossen. 1817 am 21. Mirz hat Gertrud I^auool.jllk, verwitwete ^li-uk ovnik, gestorben 78 Jahre alt in lirox^o am 22. März 1817, ihren Weingarten znr hiesigen Kirche auf eine ewige Messe lcgirt. 1854 wnrdc ein neuer St. Iudok-Altar angefertiget Und wurden auch dic anderen 2 Allare sammt der Kanzel "en gefaßt. 1857 wurde dic dermalige Sakristei erbaut. Biöher war die Sakristei im Erdgeschosse des nach l668 erbauten Thurmes. 1858 hat Johann Vullioi- von ^i-naviio »cue Kirchcnstiihlc hichcr verfertiget. I860 wurde vom M artin Zci ch c n, gebürtig von Trifail, ein neucö, aui< 10 Registern bestehendes Orgelwerk fiir diese Kirche erbaut um den Betrag u»n 1000 st. Die hiesige alte Orgel wurde au die Kirche in ^ifai verlauft. 1863 wurde hier eine Messcnstistung errichtet für die am 8. August !859 verstorbene Hubbcsitzcrs-Tochter M a c,-Catena Kcbc r, vulx« (! odlar, mit einem Äcdcckuugö« kapitale vou 120 st. iu Staatöpapicrcu. 1866 hlU die Kirchcnvorstchnng einen Weingarten am Noscnbcrgc, angrenzend an dcu von der Gert. k'l-ün-oeljak gestifteten Weingarten, mu 559 st. für dic hiesige Kirche erlauft. 14 210 1868 hat die Witwe Nosalia Keber, geb. P f c i-fer, gewesene Bcsitzcrill dcr (lodial'-Hubc, 109 fl. anf cine ewige Hiesse hichcr gestiftet. Die KirchcllMt. Zn dieser Gült, welche mit 1 fi. 19'/2 dl. bcausagt war, waren 5 Acckcr dienstbar und wurde ihr Gclddicust mit einem kapitale von 58 fl. 20 kr. abgelöst. 3. Die Marienkirche in Schön acker (na I^opi u^ivi). Die ältcstcll Nachrichten ilbcr diese Kirche bringen uns die Laibachcr Bisitations-Protokolle vuu 1631 und 1668. Dieselben lallten also: 1081. Ecclcsia 15. M. V. in Lepa Niva. Habct unura altare B. M. V. consccratum; 2. a cornu Evang. s. Annac consecratura, omnibus spoliatnm praetcr iconcin; 3. a cornu epistolae s. Elisabcthae, consccratum, omnibus spoliatum etiam icoue. Missas ease scriptas 7. Ilabet vaccas 81,.ovcs 59. 1668. Ecclesia in Scbb'nacker Sacristiam non habct, cjus loco cst arinarium in cornu epistolac cum cistulis pro conscrvaudis paramcntis. Sacristiam erigent suo tcmporc. Coemitcrium liactenus non babuit, «cd pro erigendo jam babent calcom paratam. Eccleaia consccrata suit tcrapore e])iscopi Kauber ab ejus suffragano episcopo Conoviensi, cujus litterae exstant iu ecclesia. Diese iiirchc wnrdc also znr Zeit des Laibachcr Ai-schofcs Christus Naubcr, d. i. 1493 bis 1536 konse-trirt, hatte 1668 noch keine Sakristei, auch keinen Fried-Hof, war aber damals dcr Kalk zur Einfriedung und Errichtung des Fried- und Kirchhofes schon bereit. Anch eine 211 noch vorhaudcnc Sakristei wurde nachher nördlich.an die Kirche angebaut. Als die dainaligc Filialkirchc St. Andrä in Weiß-Wasser (v Uoli^ v0slu,l>) 1L52 wegen ihrer ungenügenden Ansstattnng mit Interdikt belegt worden war, wnrdcn die dort üblich gewesenen gottcsdi'cnstlichcn Verrichtungen znr hiesigen Kirche verlegt nnd hier gehalten bis die Kirche St. Andrä 1l)59 restanrirt nnd kousclrirt N'orden ist. 1723 erhielt die Kirche eine damals in (5illi gegossene Glocke. 1770 soll das bis dahin mit einer Holzdecke versehene Kirchenschiff eiugcwölbt worden sein. 1820 wnrdcn die große nnd die tlcinc Glocke dieser Kirche in (Mi gegossen. 1834 wurde der Gluckcnthnrm erhöht nnd in it ciucm nencn Dache versehen. 184^ wnrdc eine zweite Sakristei erbaut an der Südseite der Kirche. 185)4 nud 1855) wurden ueu angefertiget zwei Sci-tcnaltärc ». .Inluims und «. Hr«ula,o, ein Tabernakel für den Hochaltar nud eine Kanzel; auch wurde der Hochaltar neu vergoldet. Diese Altäre hat der Obcrbnrger Dechant Franz Ärnnncr am 28. Mai 1855 denedil'irl. 1855 erlegte Simon 1'od vi-iNui k, vul^o Aklokuviiik, 100 fl. auf eine hier zn lesende ewige Nicssc. 1864 erhielt die Kirche Stühle nnd ein neues Stein-Pflaster. Anch wnrdc in diesem Jahre die Kirchhufmaucr rcstaurirt und mit Steinplatten gedeckt. 1872 wurden zwei ncnc Glocken, 1582 Pfd. »md 335 Pfd. im Gewichte, um den Betrag von 2422 fl. 85 kr. für dicsc Kirche in Laibach gegossen uud gegen zwei hiesige alte Glocken nmgctanscht. Darauf wurden noch 1971 fl.55tr. theils ans Kirchengelder», theils aus geopferten Beitragen Mahlt. ^litti^' 14* 212 Vesitz dcr Kirche. Die Kirche besitzt cincn Weingarten im Kolnvrat mit einem Flächenmaße don 1166 lHI(. und ein gcmanertcS, mit Ziegeln gedecktes Wohnhaus zunächst bei dcr Kirche scll'st. Vor 1788 gehörten zur Pfarre Praßbcrg auch die Kirchen St. Nadegnno, St. Michael und St. Andrä in Wcißwasser. 4. Dic Friedhofkapclle St. Stcfa n am 0 l^ u i k. Als im Jahre 1835 dcr Fricdhof von dcr Pfarrkirche auf den Ol.jnik verlegt wurde, fing man an in diesem neuen Fricdhofc eine ziemlich geräumige Kapelle zu Ehrcn des hl. Stephan deö Märtircrs, nnd zwar an dcr Stelle, wo schon früher ciu St. Stcphani^kreu; gestanden, zn cr-baucu. Diese Kapelle wurde, nachdem ihr Bau 1836 vollendet und 1837 in ihr ein Altar errichtet worden war, am 23. April 1837 vom Oberburgcr Dcchantc, Franz Sera f. ^livn,k, eingeweiht. Iu dein iibcr dcr Fayadc angebrachte» Thurme hatte die Kapelle zwei Glocken, die eine wurde von dcr Kirche St. Nadcgnud um 180 fl. erkauft, die andere aber von dcr Pfarrkirche hiehcr abgetreten. 1839 stiftete Anton ^anko, vul^o Nlopor, in Lifai zwei hl. Messen, wovon ciuc uacl> seincui Absterben in dcr hiesigen Kapelle gelesen werden soll. Siehe: Kirche in Lifai. 1840 stiftete dcr Bürger A n ton I) <- Lu 4 Qua-tembcr-Mcsscn zur Kapelle allda. Diese Kapelle hat durch eingetretene Erdabrulschungen an ihrem Gemäuer so sehr gelitten, daß sie 1862 mit Eiscn-schließcn gebunden werden mußte, bei welcher Gelegenheit sie auch im Inneren ganz rcstaurirt würde. "Nachträglich erfolgte Abrutschungcn haben aber die Kapelle so schr ruiuirt, daß sie gauz geräumt und außer Gebrauch gesetzt werden mnßle nnd nun ganz im Verfalle begriffen ist. 213 Bruderschaften: 1. Die St. Peter Bruderschaft, welche 1641 iu der Pfarrkirche zum Altar «. 1'otri errichtet wurde, bei welchem wöchentlich 2 Messen für die Bruderschaft ablesen wurden. Die Mitglieder hattcu diesen Messen beizuwohnen und jahrlich einen halben Groschen bciznstcncrn, auS welchen die Iahrtagc für die verstorbenen Mitglieder bczalt, der Nest aber in die Brudcrschaftökassc dcpouirt wurde. 1641 siud 100 Pcrsuncu dieser Bruderschaft bei-gctrctcu. sVisit. Prut. von 1041.) 2. Die Bruderschaft 0 oipn ris 0!»ri 8 ti, welche 1647 vom Pfarrer Johann 1'lovuill allhicr gegründet wnrdc. Diese Bruderschaft hatte ihren eigenen Altar in der Pfarrkirche und zwar den Altar 88. ^i'iniwti8 oder 68. Otti'lilx-,'8 Oki-isti, wie er nachmals genannt wurde. Christof Vi vocla lcgirte seinen in 8Ilttiuo bei Pak gelegenen Weingarten zur Pfarrkirche, vermuthlich zum doi-pony dln'i'8ti Altar, damit für ihu uud sciuc Brüder alljährlich 6 hl. Messen gegen Bezahlung ans der Ool-jiol-j« Olisinti-BrudcrfchaftS-Kassa gelesen würden. 17A5 wurde dieser Weingarten um den Betrag vun 94 fl. verkauft und wnrdcn aus dem Erlöse eine neue Moustrauzc und ein ncucö hl. Gral'angeschafft, die Anzahl der auf diesen Weingarten gestifteten Messen al»cr auf 4 rcduzirt. 1735) errichtete der Pfarrer IoscfUol-gNusok eine ncuc BrudcrschaftS-Matrit. Dauialö zählte diese Bruderschaft 200 Mitglieder, welche zusammeu einen Jahresbeitrag von 16 fl. 41 tr. 3 dl. zur Brudcrschaftskassa beisteuerten. Am 16. Juli 1735, als iu der Ottav des FrohulcichuamSfcstcs, wurden bei der Ncchnuugölegung in Anögabc gestellt.- Für die 4 Messen der Vivolia-Stif-tuug, dau» für audcrc 8 Messen und für daö große Olü-oium äofuuotoiulu 6 fl. uud pro pl^uäio Z ss. 214 1745 besaß diese Brüderschaft cinc kleine Gült, zu welcher jährlich einbleuten: Unlo Vukas (nachher Iloindar vul^o lioNöuik) von eincni Acker v luvuli 1 fl.; I)olo-pu«t Niatthnus (1'lovso) von einem Acker nnd einer Wics-mahd v lavllil 1 fl.; Xi iu'c: «lui'i von einem Hanse nnd einem Acker unter 1>!k/>L 1 fl.; I^llvoclliüc .?»ni, dann 3tuiöin!6 riugcführt, wobei dcr Franziötaucv I^. ^lak^b Xlikiijua die Predigt hielt. '4. Die St. Nikolaus-Bruderschaft in dcr St. Oswald-Kirche zu Wii. Diese Bruderschaft zählte im Jahre 1713 lant ihrer noch vorhandenen Matrit 4<^0 üliilglicder, deren jedes einen Jahresbeitrag von 1'/2 kr. beizusteuern hatte. Alljährlich wurde am St. Nikolaus-Tage ein Ol'Ncium clcsmietni-um für die verstorbenen Mitglieder gehalten und jede Qliatctnber-Wochc ciuc hl. Messe in der St. Oswald-Kirche gclescu. 215 Bcneficieil. 1. Das Bcncficinm «. ? ot >- i in der Pfarr-lirchc. Das Tlraßburger.^opialbnch berichtet 1569.- „In der Pl)arrthirchcn zn ^anfscn, dcs;glcichcn zn Allies; vnd Praspurg ist in Jeder ain Bcnefieinm mit der üollalion deil Bnrgern daselbst gehörig, darüber ain Bischonc zn Confirmicren.jn« hat, scin verlichen mid werden mit dcm Gl)ttcodll.'nst ucrschcn." Vcrnmthlich ist hierin dac« Vcnc-ficinin 8. ?otli in Praschcrg czcnicint, wclchcö spätcr, wie wir cnio dcn nachfollicildcli Äricfcn cntnchmcn wcrdcn, Adain Schrott, Äcsitzcr vun Sannck, eingezogen hat. iliOl Praßberg ain 9. Inli bcrichlct dcr Pfnrrcr Alab ^ ivic dcui F. Bischöfe T h o m a o , Ad a in Schrott habe vcrschicncn Anderen (2.) lageö Inlii seinen Zehcntschreil'cr nach Praßdcrg sscschictl, der hat, die Kaplanci 5j. I^otri besichtiget nnd ihin, dein Pfarrer, neben anderen zn verstehen gegeben, wie das; scin Herr soliche ein-" znzichen nnd sein Zchentgetreid darein zn fiiliren Vorhabens sei. Daranf er, der Pfarrer, dein Herrn Schrotten bei ihmc, schrciber, ainichcn Eintrag zn erweisen vcrpotcn. llngcacht dessen allen habe Herr Schrott die bcriicrt (5aplalM, init Gewalt nnd diesem Vermelden eingezogen, er sragc nach dcn Pfasscn nichts, das sei scin Gnct »no er wäre Herr darüber; habe auch scin Zchntgctrcid darein legen, führen nnd dnrch seinen Schergen das Gras abmühen nnd wegnehmen, anch andere nnziemlichc iipftigc Worte, die nicht zn schreiben, vernehmen nnd hören lassen : welcher die Caplanci will haben, dcr inn») ihn darnm bitten nnd diescbe von ihm empfangen. In Folge dieses Berichtes ermähnte Bischof Tho-Mas in einem Schreiben von Oberburg am I.Oktober 1601 dcn Ad a in Schrott zn Sannck, dieser solle die gewaltthätig oeenpirtc Kaplanei zn Praßbcvg sammt ihren Gütern herausgeben, scin Gctrcid nnd was er sonst an der Aaulanci hat, rä'nmcn nnd dcn Schaden, so die Scinigen 216 am Grund und am Hansel daselbst, an Fenstern, Dächern u. s. w. mnthwilligcr Weise gethan, gntmachcn. (Laib. Domk. Arch. 1-, selig 200 fl.; Maria tlr:;» 2, u, Vürgcrs-Witwc, 300 fl.; Margarctha 8 a. Foui öui ^, Witwe selig, 300^fl.; Äcncditt Xl>I o v, lNui k 140 fl.; Lorcnz ^ i m <> u 60 fl., endlich Mark n s (ro I i 6 ni k, Bnrgcc nnd landschaftlicher Frcisas;, mit Einwilligung seiner Ehegattin M a r g aret h a geb. >l » v 5 inko, lant Donations-Instrument vom 5.'November 1773 — 1000 ft.; zusammen also 4200 ft. p, o fuulio s,o> potuo dicscö Acncficii gegen dem dargeschosscn, das; gedachter Acucficiat oder zweiter Kaplan die Zinsen von diesem Kapitale zu genießen haben, dagcgcu aber auch für jcdcu der genannten Stifter und deren Ocfrcnndtcu Seelen jährlich fo viele Mcsfcn, als jedes Kapital Gnldcn au Interessen abwerfen wird, appli-zircn, auch die Scclsorge gleich dem erstell Kaplanc zn verrichten schuldig sein soll, voic welcher letzteren Schuldigkeit gleichwohl der jetzige Beneficial Florian ^? ovi, in so weit ihm solche sehr beschwerlich fallen sollte, wegen seiner schwachen Leibes-Constitution nnd seiner Blutsbcfrcund-schaft mit dcn Stiftern entbunden wird, wogegen er aber die Schnldiglcit hat, alle Sonn- nnd Feiertage die Frühmesse in der Pfarrkirche zn lesen, dann auch das Evangelium und die Ehristcnlchrc dem Volke vorzutragen. Ncbstbci hat Johann I'ovi in seinem obcrwähn-tcn Testamente für dcn Bcncficiaten auch zugcstiftct seinen 218 Weingarten in dec Pat auf jährlich zn lesende 10 hcil. Messen und hc>t auch Josef ^la,- öi n kn, seliger Nalh^-bnrgcr, filr dcn Bcnefieiaten seine Behansnng in Praftberg nebst dazu gehörigem Grnndstnckc lcgirt. Endlich haben anch der Richter uudNathvou Praßbcrg uut^rni 25. Sept. 1756 und 22. Oktober 1767 die ucbcu erwähnte Bchansnng sainnlt Garten und Grnnd von jeder Abgabe gefreit und sich verpflichtet, dem Bcneficiatcn mit jährlichen 20 ft. fiir die (in Folge der Fcucröbrnnst von 1l)60) altgcstiftctc hl. Messe bcihilflich zu sein. Diese Stiftung wurde vom Laibacher f. b. Ordinariate am 2. Mai 1775 konfirniirt. Aber schou unterm 18. Inui 1785) wnrdc dnrch eine Hofvcrordnnng angeordnet, diese Stiftung nach dem Tode des Bcncfieiatcn Florian ^ovž znr Dotirnng der Lutalic St. Michael ob Praßbcrg zu verwenden. Am 21. Inli 1786 starb der benannte Beneficial, woraus die Äeueficinmö Realität besteh-end ans einem Hciusc, Garten, (Cerent, Wiescnflecke nnd Schwarzwaldc am 12. Angust 1786 an den Freisassen I o h a un Lipold nm einen Betrag von 11? fl. 50 tr. veräußert uud das Bcncficinm suhiu uach St. Michael übertragen wurde. 3. FranzUa,-j asio, Inhaber des Gntcs Wur-zcucgg (liosllec), hat in seinem Testamente vom 15. März 1778 sciueu Weingarten in Pack und seinen V.-, Garben-zchcnt im Pater Dorfe zu einem ewigen Bcneficinm in Praßbcrg unter Ucbcrlassnug der wcitcreu Ordnnng dieser Stiftung an seinen Enkel, Dr. Franz .^'. Gmeincr, lcgirt. 1814 am l). September zu Graz gestattete der bc^ sagte F. X. Gmciner, Direktor der philosophischen Stu-dieu und Professor der itirchcugcschichtc in Graz, der Juliana Edelmann geb. Walth cr, des Fr. ^lar.j a-uie Enkelin, dcu lcgirtcu Wcingartcu sammt Garbenzchcitt ihrem Gute Wurzcucgg nach seinem Absterben mit der Verbindlichkeit einzuverleiben, daß ein jeweiliger Besitzer dcS 219 Gutes Wnrzencga, 40 hl. Messen in dcr Praf;bergcr Pfarrkirche fiir dcn Stiflcr nnd dessen ssamilic lesen lasse gegen Entrichtung von jährlichen 40 ft. W. W., welcher Sliftnngö-bctrag Nlit Urtnnde äto. Oamsenegg am 1.?l'ovenlbcr 1819 von dcr Fran Inliana Edelmann nbcr dcn Wnnsch dc^ Dr. Gmcincr anf 50 ft. W. W. erhöhet wnrde. So wurdc dieses Acuefieinm in cine genwhnlichc Messcnsliflnna, unlgcwandell. »^ n.»'1 Dr. F. ^. Gmcincr l)at endlich noch in scincm Testaincntc voin 1!,>. Dezember I82Z cine Obligation pr. 500 ft. znr hiesigen Pfarrkirche anf jährlich zn pcrsolvircnde 10 hl. Messen lcgirt. Die Vilärc und Pfarrer. I^ulio Vlcu 8, z^odttulls lio PI »dgtpsroll 1291.') Nyclan dcr Pfarrcrzn Pracusfterch 1317.2) 1319 konuncn in einer Prasibc.ra,cr Nrknndc als Zcngcn vor: die Priester Friedrich nnd scin Ärndcr Niclan. ^) Winthcr, Pfarrer 1381.^) 1392 c!io 10. ^lartii Martiuus dc Prasberg nobis (Gilberio cpis-copo de Cittauova) praesentatus per dominum W i n t c r u m plcbanum in Prespcrg ad titulura sue filialis ccclesie s. Marie in Prcsperc.n) Martin Ovntoo, wic cr nachinals bcliannt nurd, "l"l< wnrdc demnach am 30. März 1392 nnf den Tilcl dcr Prasiberger Filialkirchc 3. Uariao (in Ili'6'^o vdcr in Schiinackcr?) ordinirt. Peter Hildcbraud von I sen ach, ewiger Bikär .,^, .1410. °) Er war 1409 Bitar in Fraßlan. '^'^) Das Vcncd. Stist Obcvb. S. 70. ") <3bcu dort S. i)3. ") Edcn dorl S. i»i's» 1513 nach Obcrlmrg bezahlt, wird aber iin Jahre 1514 auch schon als todt gemeldet. Caspar, Vikar 1514. Lant Oberlmrgcr SchaffcrSrcch-nung erhielt „Herr Casftcr von Bräsftcrg 1514 cin Pfund dl. Pricstcrsuld; Itciu Herr Gregor, der cin kathcmcr (Quateml'cr) auff Hcrru Easftarn statt hie siu Obcruurg) gemessen ist, die wcyll der Herr Caspar zw prcsperg ist gewcsscu, hatt er empfangen 11 Pfd. schwarz." Caspar war demnach nnr '/22 ail dcn bischöft. Schaffcr nach Obcr-burg. 1526 hielten mit ihin Michael Pnllcr und Mathias Wallich eine Zehenlvcrrcchnnug. 1528 erschien er zur Kircheuvisitations-'Kommission „ach Cilli und kommt uoch l 550 als Vikar in Praßbcrg vor. Xo 8 ai- Konstantin, Vikar l 5.'>8, 15)80. Der?ai-bachcr Bischof Peter schrieb zu Obcrbnrg am 12. Dezember 1558 an Ruprecht K<»8Ä>- in St. Peter, er habe die 50 fl. erhalten, welche ihm er, Ruprecht Xl)«m-, verehrte, damit dcsscuSohuc Konstantin die Pfarrpfriiudc Praßbcrg verliehen werde. In Berücksichtigung der großen Schulden des Bisthnmcs habe er daö Geld augcuununcu und die Pfarre Praßbcrg um OottcS Willen dem Konstantin verliehen. ') 1582 hatte Konstantin Xs)^.^i' einen Streit mit dem Domiuinm Schonstcin wegen einer zur ilirchc Lifai gehörigen, am Oodlovl^o gelegenen Besitzung. Bei dcr Synode von 15^6 wurde ihm verhoben, daß er dcn Hnrnassischcn") Kommissären auf Ihr Verhalten cm ^uramoutul» oc>i p(»^!o, gleichwohl nur tllew peetoro fträslirt habe. 1586 wurden er und Mathias 6Iu»iö nach St. Michael in Schonstein zur Besichtigung dcr dortigen Kirchen- und Pfriinden-gcbäudc abgeordnet. Aiviö Blas, Vikar 1601, 1005. 1601 erstattete cr dcn schon vorne gebrachten Bericht an den Bischof in Betreff des St. Pctcr-Vcncficiumö. 1602 stellte cr nebst anderen die Bitte au dcn Bischof Thomas um Vornahme der Grundsteinlegung zur Kirche St. Michael. Aysverger Georg, Vikar 1014 bis 1627. Im Sy' nodal-Berichtc vom 6. Februar 1620 heißt cs: 1). " >)^aib. Doml. Alch 1'. 93. ?ü. ') Hinnaß war Pilchtcr in Älttnbnlg. 222 Georgius Aspevgar, Vicarius in Prafiberg ad 8. Georgium, exainiuatus lie siagulis oninia rite et ])lcuarie sua pevficit; yiid)t so fliiitftig fiel daö Scrntininm bci dcr Synodc 1627 für ihn alls und murdc cr vcrmnthlich deßhalb von hicr amo^ virt. (5r kommt dauu 10^7 nnd 1028 aw Pricstcr im (!()1lL^lnm ^liu'inunin in Obcrlmrg vor. Mcsscrcr Gcorg, Vitnr 1029, 165N. Er war 1620 Vikar in Horbcrg. 1624 am 12. Inli bittct dcr ssranzcr Pfarrer And. Fcllmann dcn Vifchof nm einen anten Priester nnd bemerkt dabei: Uoot uupol- venerat ad me 11. D. Gcorgius Mösserer vo-lens fieri meus coopcrator, scd parocliinni nollunt ilium acceptare variis de causis. 162G bis 1628 erscheint cr in Snlzbach als Bilar. Gloser Mathias, Vikar 10A7 bis 1643. Ein gcbor-ncr 5irainbnr^cr, wnrdc cr ordinirt 1632 anf dcn Titel dcs Marianischcn Collcssinms, diente dann als Kaplan zn St. U^artin bci .^rainbnrg 1633, in Fraßlan 1634—1636, alö Vikar in Praßbcrg 1637 bis 1643, in Trifail 16^13 — 1646 nnd dann in St. Panl, wo cr im Frühjahre 1655 starb. (Visit. Prot.) Sein Vrndcr Georg Gloscr war in Praßbcrg Kaplan dcö St. Pclcr Altares 1639, 1641. I'iovui k Johann, Vikar, installirt mn 25. Oktober 1643, gestorben am 10. November 1668. Sein oun'ieuwm viwo hat er selbst, wie folgt, anfgc-zcichnct: Joanne« Pleunigkh, Carniolus Litopolitanus, dioeccsis Aquilejensis, natus■-p^x Anno ■ .- 1G06 in Dienee Novemb: Sf-tvj'' Anno 1G15 die 15. Febr: susceptus fui a de-functo Episcopo et Princ: DD.. Thoma Crönn pro Discantista; -.vq, ;♦ 223 Auno 1G25 die 21. Aprilis missus fui Labacuin ad studia ad Seminariuui; „ 1G30 die 10. Fcbru: obiit 111. et Rdmus. D. D. Thomas, absolvi Khetoricam ct iinivi fitudia, succcssit 111. et Kd, D. D. Kai n aid us , apud quern finitis viademiis ,.,..-•;,.. jllo . anno .factus .fui Cellarius et Archi- Anno 1633 ad pnora officia oeconomiam suscepi; „ 1635 in Maio mensc subditi facti fuc-runt rcbcllcs, fui iu rnaximo periculo, volebant me occidere, si non mansiesem constans in Aula exspoliassent Aulam Oberburgcnscm, uti fecerunt arcibus Al-tenburg et Roduck; 1G36 die 3. Februarii Quatuor minores sus-cepi Obci'burgi per defunetum Episcopum D. D. Rainaldum; Eodern anno die 16. Febr. ordinatus fui ad ordinem Subdiaoonatus, die 8. vcro ad Diaconatum , die 22. Martii Sabbato Sancto ad ord. Prcsbytcratns Graecii per 111. et 11. Episcopum et Princ. Mar-cum Seecoviensem. Die 13. Aprilis, qua die suit Dedicatio Ober- burgi, habui primitias, deiudo easibus studui Oberburgi ßub R. D. Philippo Terpiu ,r.L,: et «üb R. D. Georgio Cosina, parocbis .«• ■ et cominissariis Oberburgi. Anno 1G37 penes ]>riora ossicia suscepi oeco-nomiam arcis Altcnburgensis; v;^' 1640 die 7. Decembris obiit p. rn. 111. -r ■:' et R. D. D. RainalduH, successit 111. et R. D. D. Otto Fridericus, apud quern 224 mansi in officiis usque ad mensem Mai urn fui depositus et privatus officiis Anno 1642. Anno 1642 die 14. Julii fui missus ad S. Pctrum sub Kinigsperg, ibi fui Administrator per 2 menses, rcvocatus mansi Oberburgi usque ad vindemias, rursum missus fui ad vindemias ad Sotlam pro occonomo, finitis viudemiis redii Obcr-burgurn. „ 1643 die 12. Maii susecpi parocliiam Praspergenseru, penes liabui curam ar-ciurn. Eodem anno die 25. Oetobris suit Dedicatio Ecclesiae in Prasberg, consecravit p. m. III. et R. D. D: Otto Frid. duo altaria S. S. Trinitatia et B. Virginia simul, et s. Catbarinae V. et M. Finita conse-cratione eclcbravit apud SS. Tiinitatem, fiüito sacio me Canonice installavit et R. D. defunctus Marcus Doliuer tune Vic. Gen. me parocbianis pracsentavit. Anno 1645 in mcn.se Maio fui dejjositus de arce Rodnek. „ 1647 etiam in mense Maio fui depositus de arce Alteuburg. n 1660 die 5. Maii oj)pidum Prasbergcnse suit combusturn item parocliialis domus, stabula et caetera omnia lignea aedisicia, consumpait mibi ignis ad fl. 350. In aediftcando exposui ad fl. 300 et ultra. Adhuc Hunt ad reparandnm multae res. A provincia bucusque nullam babeo re- * laxationem. 2^5 Anno 1062 die 17. Januarii Parocliium Sca-lcnscm in adiniuisiratioiicin susccpi ct tcnui usque ad 1. Maii lGM, ibi mansit super cxpcusas Tritici-7i> Mensurae Grae-ccnsis, tSiliginis vcro — 10"), pro mea fatif^atione niliil pcrcepi. „ IGG3 die 4. Maii a defuncto 111. ct 11. D. D. Ottonc Frid. Episcopo et Princ. consirmationein in sciiptis super paro-cliiam I'rasnt'.rirenscin ac(niisivi.') I'!(;vi»i>^ Johann slarl' liier mil U). ^!>,N'l,'Nll'cr 1668 liul ^ Uhr nach Äeill^rnacht nnlll) jii'llovin poi'i-oul<»,«<<) n>orl)o z)l;!ii!i!« iiü'x^otitut^. Il83,r Anton, ^ilär, Hal du' Pfarrpfriindc angctrctcn ,I6<>!>, r^'signirt 1<>7l) a:n ^°i, ^ll,>vriiil>n'; ift in dcn ^Ilnhc'stani) ^'lrrtrn ^^. April !<>^). Er war gc-lwrcn in Prasiln'rg. wnrd>.' ,;n i^bcrbnvg als dortiger Alninnn^ ;n!n Pvil'st^r l^'wridt 1l,!40, nnd dlcntc als Bilär zn St. Manin in Tnchcin Ni6I l>i>l< Endc 16lN wollte ihn dcr Bischof zn cincr Condition nach Praschn'g brvnfcn, wl>i< rr abor in cinclii an dcn Ol'M'ralvilär Philipp ^«>i>in licrich-tctcn Schrcibcn . St. Aliarlin in Tnchcin ain 11. Dczcindcr llllii dl'prl'zirl. indcin l'r sa>st.- „1'ro favore scriptac iuvifationis ad conditionem Prasbcrg habco infinitas ^ratias , cum sit jam mater inca uetcrnae quieti reposita et ego res meas ibidem divendidi ct inter affines distribiii, nou sum in priori tennino, irao asKuetus libcllis spiiilualibus mm cst booum manum retraliere ab hoc aratro et retro re-8piccrc ad negotia saccnlaria —. Obseero — ') Laib. Dc»nt. Arch. 15 226 persuadeat Illmo. Principi, me aniplius ad magna negotia idoncum non essc, postquam nupcrnarn litis tain manisestam injuriam passus sura, otio spiritual! me trudidi ct fugiam mundi ncgotia, (juautum potcrn, — mancbo in lignca ct agresti casula cum modico pro-ventu. —" ') 1668 dcn 19. Dezember bittet Anton Usiu' den Gcncrnlvitär PH. ^or^in inn Vcrlcihilng der vakanten Pfarrftfründc Praßl'crg, angebend, er sei im Marltc Praschcrg geboren nnd wünsche Seelsorger seiner Geburtspfarrc zu sein. Sollte er diese Pfarr-ftfrimdc erhalten, so ino'gc sie bis Ocorgi adininistrirl werden, daniit er daö ganze Jahr in Tnchcin verbleiben nnd daösclbc dann dcsto leichter verlassen könne. 2) Dem entgegen scheint das Ordinariat dem Ant. Hsu,»' cine Kondition in einem Francntloslcr zu Laibach angetragen zn haben, denn II«lU' schreibt am 22. Dezember 1668 an PH. ^oi'mu: „I^o :ul Sanctimonialcs hem, nisi ol) aiigustiain.pcc-toris et vocis ranccdincm impcdircr: ibi enim requiritur cantu«, ct magis Praspcrg quain Labacura mci ojjus habet.3) Sehr ehrend fiir Anton IInm- ist dae Schreiben ä(lo. 26. Dczcinbcr 1668 dcs Obcrbnrgcr 5^om-missärö Jakob Pinter an PH. 1'ormil. Darin heißt cö: Caetcrum ex toto corde gaudco «t in Domino Deo exulto, quod — Excel]. Prin-ceps — coni'erre vcllit parochiam Prasber-genscm adm. Jlcv. D. Antonio Usar, viro — secundum cor Dei, animabusquc Prasbergen- ') Laib. Doml. Arch. «) Eben dort, ^ Vlicii dort. 227 sibus «ua exemplar! vita ct essicaci eloqueu-tia pluriinum prosuturo —." ]) jDciö yic[ifjnntioit4f'@c(jrcUicit bcč SlntonUsar (antet: 1G79 Prasberg die 15. Novcmbris. Celsissime Princeps! Post niulias bene conside-ratas causas cum maxima gratiarum actioue pro collato bencficio resigno vicariam prasper-gcusem cum optima juris forma in vencra-biles mauu8 Celsissinii ac Kmi. Principis —, ut ad festum S. Georgii anui vcuturi J.G8O per eandem portam, per quam ingreseus sum, exire valcam. Eteiiim seuui et vires corporis dercliquerimt me et vix liabeo tem-p»s jivopriae saluti vacaudi; satis practicavi per deccnium. Marci G. nou est propb«ta sine honore, nisi in patria sua et in domo sua et iu cognatione sua; tandem ccdere volo importuuitati , ue saluti nicac jiruejudicet. Unurn pro omnibus in fabricam mclioramcn-tis obnixe rogo, ut mei ties agri (temporc meo) «int a decimis cxempti, cum liabeo jus sustentationis in re. —" 2) Nicht laiM gcnoß Allt. I)8ur die Nichc, dclln cr wurdc 1682 lwii dl,'r danialö in Praschcrg grassi-rcndcn Pcstscilchc hinwcggcrafft. Ucbcr scm Lcl'cliScildc wivd in Praßbcrg Nach-stchcndcö erzählt: Als sich U«!u- l,'un der Pcstlraut-hcit bcfallcu fiihltc, nahin cr scillc Paar Dusalcil, wickelte sie in Garn ein und gim) damit bis zu dem zwischen dem Markte nnd dem Dorfe Lifai aufgestellten Kordon. Dahin berief er seine in Lifai wohnende Schwester, meldete ihr seine Unpäßlichkeit, warf ihr die Dukaten iibcr die ins Dorf fnhrcndc ') i'aib. Doint. Arch. ") Ebm dort. 15* 228 (hcmcindcstrasic zu und nahiu seinen Niickwl^g auf dein ain Fuße de^ ^losenbergc^ iu den Martt fiih-renden Steigwege. Unterwego von Schwäche übcr-inai'nt, legte er sich ill den Schatten eiucö Baunics, hauchte dort seine Scelc auö uiw wurdc alldc>rt auch l'ccrdMl.') Dcr sciu (^rab dcckcndc Dciitstciu war 18!')5 brrcit^ so verwittert und zerklüftet, das; der damalige Orlöpfarrcr die Inschrift dcoselbeu taum uiehr culzisferu tonnte. Sie lantete: Jacco et clamo ad te Transesss ora pro nie Qni peste dccossi Anno 1082 Autoiiins Vssar Olim paroclius .u. Praspcr^ons: Jes. Mar. Jos. Ein Paar Schritte unter dem Grabe steht das gemauerte sogenannte Pesttrenz, anf wclchrln folgende Inschrift angebracht ist: „Slialostcn .spomin. Srouno to^a snamna so wisoke xhasti urcdni go.sjxxl duhouni Auto n Ussar pokopuiii, kir so u kushni bolesni 'U letu 1682mo smcrt storili." Valvüno,- Wulfgaug Bartholoulnus, Vikar 1080 und 108^1, ging 1082 anf die Pfarre Sach-scufeld. ^ IodniI< M artin, Bitar l 082 biö 1080. Ant 28. April 1082 stellte er alö ernannter Bitär den ilbli-chcn Ncvcrs aus uud verpflichtete sich 1686 zur Zahlung der Dusten für «a,ta toctld. Geboren in Stein, ordinirt 1004, Hilföpriestcr in Obcrburg 1600, 1007. ') Die ilbrisscil hier an der Pest Verstorbenen wnrden damals ain nntern (5nde dc« Marltc« bciui Millilgangc begraben. 229 ^ oVX Ioh a!l!^ nennt sich schon am 2-j. September 1686 vj«!U'M« ?!':^>)U!'^<;n«i,^, als solcher hiev gestorben 1702. Er diente als l>'ooperalor Ijier 167^ bis 1686, kommt aber als solcher inzwischen 1678 nlld 1679 anch in Obcrbnrg vor. Schnnih ncnitt ill snii!,'!!! ^cxiiun ^694 dcn Josh's WcrwMsch all? Pfarrcr in Prasjbcv^ dcv abcr wcdcv i» dl'N Matrilcnl'iichcrii, noch i,i iv^-nd nicl-chcr Nrtuude ^cflliidcn windc. Oolovo« Grcgur, Vikar von 170^ l'io Vlai 1716. Alumnus in Ol'crl'urg 1690-169^!. ^ouk I »scf, Viliir seit Aüii 171ci Köuiqödcrg vou 1857 bis zu sciucm Todc, 10. Mai 1802. () >' c> x <: n I g u a z, Pfarrcr V0»i 24. September ^ 854 bis 31. August 18l)5, dann Hauptpfarrer in hl. 5trcuz bei Sauerbruuu bis 2.'>. September 18l^7, seither La-vaxter Domherr in Marburg. XalinIuhan n, f. b. gcistl, ;)tath, Psarrcr scit 1. September I8s»5. Geb. zn ^audstras; am 7. Septclnbcr 160!), ord. am 4. Aug. 1833, pastorirtceralsitaplan in Böltcrmarkt 1833, 1834, in ^avamiind 1834, in St. Martin bei W.-G. 183^—1838 uud in Wcitensteiu 183!), 1840, als Prupisor zn St. Da-nicl in N. 1839, dort als Psarrer 1840—1848 nnd als Hailptpfarrcr in hl. itrcliz b. S. 1848 bis 1865. Dotation dcr Pfarrpfriinde. Jin Iahrc 1631 wnrdc das Einkommen des hiesigen Pfarrers also fatirt.' „I'lu-oelius — luidot 8 i'l,8tio08 proprios et 4 eccleHiae s. Osbaldi et s. Grcorgii, a quibus pcrcipit 11 fl. 40 cr. ccnsum, Robbotas GO dierum, pullos 1G, ova 150, et ab ipsis pro ateurjs 35 fl. 50 cr. Insupcr a 20 Ilusticis unum Cu-plenik tritici, 10 raaaipulos lini et unum pullum, et ab uno alio 2 Cuplenik tritici, 2 pullos et 20 233 inanipulos. Vincas liubct 2, agros JO cxiguo«, tertian» partcm rieciruae in vino et finnicnto j)cr totaiu pavocliiaiu, in (\nn sunt eoloni circitcr 208." (Bisit. Prot.) Die hierin erwähnte Gült, genannt die Pfarrhofs-giilt Praßbcrg, bildete ciucu Bestandtheil der Oberbnrgcr Hcrrschaflogiilt nnd war dahin deansa^t mit einem Rnsti-talc vl)n !)Pfd. 4 ^ 4 dl. Sie bestand anfangs (!^l)l) ans 9 Nnthcrthanen, nänilich: liic/uik in 1>i e/jo, (.'o!o eben d»rt, Xuicn nn, ^i'iväisön oder ni^ Koionovom viliu, l!n()/>lil< in dcr Stcncr^rmeindc I^io/jo^ Nillcic v I^oki sin dcr Schiwackerer An), li'ln ^n,>- nnd Xuicnnk in Vifai, ^lllko,' ini Aiarktc, Oimoo in I^okovo, V'll/ii' nnd abermals I^oniwk. Diese Unterthanen halten jährlich an den Pfarrer zu einrichten an nnsteigerlichcm Gclddienstc 9 fl. ^1 tr., an Dominikale I fl. 30 tr., an 5ilei>U'echtcn 13 Hcnndcl und 100 t^ier. Dann hatten die ursprünglichen 9 Unlherthancn zn bezahlen 8 fl. 3 tr. als Nelnitwn fiir 69 Nulwttage, außerdem aber jeder von ihnen auch 2 blaster Holz zu hacken und zn klaftern ü, 12 lr. und ,l Tag Zehcnt zn tlau' bcn i^ 10 tr. Voil allcu diesen spezifizirtcu Eindicuui'gen mußten den Untherlhancn 20 Percent eingelassen werden. Dcr jährliche Ertrag dcr Laudcmial- und der Mor< tuargcbnhreu, dann dcr Amtötaxen wurde iiu Durchschnitte bcrcchuct auf 12 fl. 16 tr. Da der Gelddicust au die Herrschaft Oberburg abgeführt wcrdeu mußte, su gab diese Gült dein Pfarrer einen reinen Iahrcöcrlrag von 19 fl. 54'^ kr. W. W., 10'/^ Hcuudcl und 80 Stück Eier- 234 Hiczn lain noch: 1. dcr Xoplovuil; ini Gclde mit 14 tr. 3 dl., in uatniu. mit 11 Vtctzcn Hirsc, 115 Haarzählingc und 23 Stt. Hcnndcl; 2. dcr Sackzchcnt mit 20V». Mctzcn Wcihcn, 27V.<,> Mchcn Noggcn, 7'/.l Mctzcn Gcrstc nnd 100'/, Nt. Hafcr; 3. dcr ^ämmcrzchcnt ntit 10Schwaig nnd 5)1 Lämmern, wovon dcr Herrschaft Sannct "/.„ dcm Pfarrer allda alicr '/3 gchörtc. Dicscr wurdc rclnirt nnd cntficlcn dauon anf dcn Pfarrcr 4 ft. 40 tr. W. W. 4. Dcr Octrcidczchcnt in dcr ganzcn Pfarrc Praschcrg, wic sic vor Ürrichtnng dcr ncncn .^nraticn bcstandcn; davon gcbiihrtcn von ill'i Hnbcn ^ nach Sannct nnd V,-, dcm Pfarrer allhicr, vom Ntarttc Praßl'crg abcr dcr ganzc Zchcnt dem Pfarrer. 5. Dcr Wcinzchcnt, wclchcn die Pfarrpfrnndc in dcr Pfarre Praßbcrg thcilö cinliännig, thcils zn V-i bcfaß, gab im Dnrchschnittc cin Iahrcöcrträgniß von 2 Startin nnd 10 Maß Wcin. Für allc dicsc Gcld- nnd Natnrallcistnn^cn dcr Unterthanen nnd Zchcntholdcn crhiclt dic Pfarrftfriinde cin Ablösnngskaftital von 5740 fl. C. M. Anßcr dcr Ncntc von dicscm Alilösnngstaftilalc hat dcr Pfarrer dermalen noch znm Ocnnssc: a) die pfarrpfrnndlichc Ockonoinic, d. i. 190 lüK Gar-tcngrnnd, tt 1.1316 lll(. Ackcrgrnnd,5 1.12l)7 llk. Wicscngrnnd, 431 ll!<. Weidcngrnnd, 1005 Ulk. Weingärten nnd 3I. 621 lllK. Waldung, znsammcn sammt dcr Vanarca 17 Joch 413ll!(. Dazn kommen noch dic dcr Pfrnndc zugefallenen Antheile von dcr mürktlichcn Hntwcidc nnd Waldnng, der Ncnbrnch am Oljuik nnd das Gcstrnppc in dcr IVZKa Fora. d) dic Stiftnngöbczüge jährlich mit 59 fl. 65 tr. nnd 0) dic Stollargcbnhren. 235 Die Pfarrpfriiudc besitzt auch ci» Stclluugs-Iiwcu-tarialtapital, bestehcud aus ciuer Staatsschuldobl. ftr. I00fl. Hieraus hat der Pfarrpfrüudner dclll Koopcrator die Mittag- und Abcudtost unentgeltlich zu geben. Ais znm Jahre 1848 hattc der Pfarrpfriinducr alljährlich zur Herrschaft Obcrburg 1 fl. Pfeffergcld als iUi- äudc ist ciu uraltes Gebäude, welches am l). Viai !tt^0 gauz abgcbrauut ist uud hierauf zum Theile vom Vitär Iohauu ?!ovuik, vollends aber uou dcsscu Nachfolger Autou Il^ur wieder hergestellt wurde. Später wurdeu llmbautcu darau vorgcumumcu 1808, 185!j uud 185!). Iu diesem lctztcu Jahre erhielt der Pfarrhof iu Folge Errichtung eines eigenen Sticgcuhaufcs cinc neue Einthciluug. Daö dazu gehörige große Wirtschaftsgebäude wurde 1829 neu erbaut. 3 856 aber ebenerdig neu cingcwölbt, oben neu gcbödnct uud mit neuen Zwischenwänden versehen. Das daran stosscudc tlciucrc Wirthschaftsgcbäudc wurde 1855 ucu erbaut. Die Kaplmici. Im Jahre 16.'N wurde das Eiuloumicu des hiesigen Koopcrators ciubckauut.wic folat.' ^x eotti)c;l!itui Ä Iludot 5 agros ab oppidanis, pro quibiis praetendunt 3 Missas in hebdomadc, mcdiam raensuram a quoli-bet rn8tico tritici ct avenae ct stolam. ®icfc 2lecfcr dilrftcn ehemals zum n. 1'otri - Acncsicium gehurt haben 236 und besitzt noch gegenwärtig dic Marktlommnne Praßbcrg sogenannte.^aplanei-Aeckcr. - Sftä'ler l'estand da^ l^intommen dev hiesigen itooftc-rators in einer ')iaturalsalnmlilng uiit einem Erträgnisse von 50 Mctzcn Wcitzcn, 50 Mchen Hafcr, 5)3 Pfund Spinnhaar nnd 5 fl. 18 tr. CM. lläsegeld. Iin Jahre 1854 verlor der Kaplan scinc altgestiftetc itollcltnr in den ans dcr Pfarre Praßbcrg creindirleil (^eincinden, wodurch gerade die Hälfte der vvrbezifferten Natm'alsammlnng in Abfall kani. Die ilaplanöwohnnng befand sich früher iiber dem ehemaligen Uirchhofth»rc. Dieses altc Gebäude würde 1833 dcinolirt nnd wnrdc daneben nnter der ^cilnng dcö damaligen iiaplanco Ialob Paltauf ein ncncö ^laftlanci-und Schnlhans crbant, in dessen zweiteni Stockwerke dcr Kaftlan fcithcr wohnt. Tic Mnttitctt. Von denselben reichen znriick daö Trannngs- nnd das Todtcnbnch bis 1657, das Tanfbuch aber bis 1664. Dic Lolmlie Zt. Michael ob pnG'crg. Tic Kirche Et. Michael 5a dre^om.^ö'w' An: 15. Anglist 159l) gaben dcr Richter nnd Rath dcr Stadt Cilli nber Ansuchen dcr Praszbcrgcr Pfarrmcngc dic znr (5r!>anung dcr St. Michael-Kirche sammt Fricdhof erforderliche Area anf dem Cillicr Spilal-Grnudc „Na-sabvo^'i", darauf llrban /^udi-o/iuli fein Älnnibcsnch gehabt, nnd zwar für die Kirche 14 Schritt lang, 8 Schritt breit; für den Fricdhof ringöhcrnm 15, zum Eingang nbcr 30 Schritte.') Hiczn gab zn Sannck am I.Oktobcr'i^OI ') Lciib. Toml. Arch. -l." <>>/!i.^I. .'^^ 237 Adam Schrot! zn stindberg, Saunet nnd Eiuod von Seite dcö Landgerichten die Bewillignng zur Crbannng der Kirche ^n^alxo^i gegen dein, daß cr n>ld seine Besitznachfolger bei >tonturscn zn St. Michael die Maut', Stand- nnd Lcitgcbgcldcr und andere gebrauch« lichc ^audcogcrichts - Gcrechtigteitcn zn bczichc» habrn wcrdcii.') A>n i.Älcii Ki')2 a,clmiM' lncvanf cin Schrcibcn an dcn ^ail'achcr ss. Bischof T l)0N!ac< init drr Bittc, cr, niöchlc dcn (^rnndstcin znr z^irchc un, /lvlxo/.ili «(»lonuntor lcgcn, lvclchc Kirchc dort auf dcin znin Spitalc i» Cilli nutcrlhaliil^n <^rulldc dcö Balcntin / a l» >-oilr-i-k» sclnul dic Bm'cllcrn zn crbancn willcn^ warcn. Dicscö Gcsnch l)adcn al<< Sliflcr dcr zu crdauciidcn ^lirchc nntcr-schrieben: Der Pfarrer Blnö ^livi«, Urban ^»w'özmk, Valentin Sannoltschnit sIl.!N'lN»Io5ui!i?), Vnta^^Ioduik, IatDdKoiu^anik, Achlizl'Io^iil^ .luii II,!l)«i«nk, linll^«» V«>-!m(-, Caspar sloKlnli, Älallliäuol I^npotnik, Lukas s!«r>!u»l, l^rr^or ^'lei^k!, Thc>-niaö ^:i«<»v,nli, Wilhelm /:^l-unao O.j^tor-3oli, Thmiiaö I^iniäll!!, Achaz Ii:»,i:<»vilik, Valentin I^oci-<>.i«w>8(;^, Caspar Iiu«p«lui!i) I^uvio ^^potnik^ ?ln-drca,? slivnik, Michael ttovinok. ^ntaö I'o^ivl^nik, Oswald l-)!'Nl>vo!^!iik, Prinnl^ Xo/miwl-ilik, .Illiinb 8tn.1i,ic;, Prinnl^ Ijnrložiilli, Veonliard VilÜioi-, ^lolno^ lioilo/nili, Prinnio Uudvcli, ^ntac< I'<»II>, .Iu,i I^oä^tc^ «6k, Ialc>l> U!», liloolovoil,, .1>lli ?<»l!vl:^>nk) Siiuun Vl'liovlnll, Siinon nnd ^cvnhard Konöilüi, Gregor Zi'ou-I I hat Äcncdikt lin, n 01 (iiiuik cincn Weingarten von dcr ilirchc St. Aiichacl getauft. 105li schreibt PaiilK!r m Z u, k an Nl' aximilia n Franz, Aischof 0un Pibcn, es Habe sein Vater .lui-j lii^mZak ein Stiick scincö Grnndcö dcr Kirche St. Michael abgetreten, damit daranf 2 seller nnd 1 Slnbc fiir die (Geistlichen, wie auch fnr die Mrchfahrcr crbant N'crdc, wofiir ihm die 5iirchc jährlich ^ Schaf oder ) fl. znr Hcrrenfordcrnng bciznstencrn hättc. Dicsc Gicbigkcit hätten die Zechftröpslc von l05() bis 165)5 geleistet, wollen aber dies pro 1656 nicht thnn. Dcr Bischof möge sie zur Prnslirung verhallen. 1 lli!'o»tii nnd an: 2.'>. Scptriubcr kom cbc» ^nanntrn Dcchlinlc c^cwciht. Dic iiirchc hat auch cin schmu'ö l^^lmit Ix'stt'hcnd a>l^ Z Glockcil, von wclch^n die llcmc 177!», dil.' inittln'c 1732, die gros;c alicr 1731 M^sscn wnrdc. Realitäten dcr jtirchc. Dic ^tirch^ b^'il.U außcr dcni Mcßncrhansc 1. die anqeblich vun dcn (^cnu'indcinsasscn cinqc-kanftc ^iUii'oznilv-Hnl'c init cmcm (^rnndtompll!xc von 47 Il)ch !)4i) m>I., gclciicn znnächsl dcr Kirche, mid 2. cincn Ncin^nrtcn inl Kl)Iuvi'!lt :nit cillcin Fla-chcnnmßc von 108l> ll^K. Tic Lolalic. Jin Iahrc 17.^8 wnrdc hicr bci St. Nlichacl cinc Lokalic crvichtct nnd wnrdci^ anö dcr Pfarrc Prc>s;bcrg hic? her zngcthcilt dic ganze Gcincindc St. Viichael, dcr obcrc Thcil dcr Gcincinde St. Nadchimd nnd cin Thcil dcr (^c-mcindc Schönackcr. Hichcr wnrdc anch anö der Pfarre Praschcrg abgetreten dic Filialkirchc St. Nadcsslllld i» dcr Golding Alpc (v (joltill). Anf dein neben dicscin Kirchlcin sich erhebenden Giebel stand vor Jahren ein dermalen jpnrloS verschwundenes Schloß nnd dabei eine St. Vcit -Kavc llc, nach welcher die ganze dortige Gegend nnd zwar noch im Jahre 1W3 den Namen Gcmcinde 2t. Veit führte. So wird in dcr Lchenönrknndc d Hnbc) cbcn in dcr damaligen St. Nadcgund - Gemeinde gelegen ist. Diese alte St. Veit - Kapelle ist sicherlich keine andere, als die dcrmaligc Filiale St. Nadcgnnd, welche, wie wir später nnö nbcrzcngcn werden, noch nn Jahre 1631 Ecclesia h. Viti sen s. Radcpiudis sub Goutmi, 1G68 Ecclesia 8. Viti et 8. Radcguudis, 1G9O alicv Ecclesia s. Radcguudi« rjcunnnt luurbc. Dlcsc !H t. 5)t adcgund - K irchc, cni klcinet« nn-anschnlichcö Gcbändc, hat einen 185i3 ncn crbantcn Hochaltar nnd zwei in letzterer Zeit ncn errichletc Nebenaltärc, nlunlich, Äiaria Hciinsnchnng ans dcr (5vaiMlicn-Scitc und «. U.-utmi ans dcr Epistel Seite. Die .Arche besaß 2 Glocken, wovon dic 16l>7 vom Nikolalüs Boset in Cilli gegossene 1845 znr Fricdhostapcllc n. 8tcfuui in Praßl'crg vcrtanft, die andere al'er ningosscn wnrdc. Die jclügcn z^uei Glocken dieser Kirche sind ans den Jahren 181(') nnd 184l>. An^ den frilhcren Zeiten tann iidcr dicseo 5iirchlcin noch Folaendc<< nutaclhcilt werden: 1631 die 4. Dccciribris. Ecelesia S. Viti sen S. K ad eg und is sub G-outmi. Habet unum altare in cboro S. Viti, consccratum, 2. 8. Rade-gundis et 3. s. Martini. — Cum invenerit ex parte Evangelii in muro quaudani arcularn lapidcam, iu qua alia ex nuce couscrvatur — curn ossibus, quac dicitur esse reliquias, clavesque ad lias penes VitricoB manere, raandavit illas penes Parocbum semper conservari. Cumquc Reliquiae sint incer-tae, illas non cxponi, scd inibi venerari. — Altare ligneura in Coemeterio destrui. — Habet vaccas 08, oves 102. Missus esse scriptas 6.J) l) Laib. Domlap. Arch. 16 ^42 105)5 lim 12. April bittet Johann 1'Ievuik, Viiar in Praßberg, den Gencralvilär Philipp ^ui^iu, dieser möchte cin lupfcrncs Kästchen fiir die Reliquien in St. Nadcgnud anfertigen lassen. ') Dieses bestellte Kästchen befindet sich noch dermalen in der oben erwähnten Mauernische der Kirche nnd sind darin Gebeine jedoch ohne irgend eine Anthcntit auf-bcwahrt. 16G8. E c c 1 e s i a s. V i t i c t It a d c g u n d i 8 consccrata cst ah immcmorabili tempore. Navis cum ligneo la<|ueari coopcrta. -) 1600. Ecclesia ,«. Kadcgundis habct unam vineam. Ilaec (ccclcsia) cum exusta fiierit, tectum cst novum factum.3) Bezüglich dieser hicr erwähnten FcncrSbrnnst wird erzählt, dasi cin Hirt in der Nähe dcr Kirche anfgehcizt nnd cin heftiger Windstoß das Fcncr uon dort anf daö^irchdach getragen habe. Iin Thnrmc sind noch einige Brandspnren zu finocn. Am St. ^)tadcgundis-Tage war bei dieser Kirche cin bedeutender Konturö, der aber seit einem Dezennium abgenommen hat. Ncalitäten dcr il i r ch c. 1. Ein Wohnhanö, in wclchenl der Mcßncr wohnt nnd einen Wcinauöschank für die Kirche betreibt. Das alte Mcßncrhanö stand näher bei der Kirche und nnter dein vom dcrmaligcn Wohnhanse zur 5iirchc führenden Wege. 2. Ein Weingarten in Dloxjo nächst Praßbcrg mit cincm Flächeninhalte don 82 abgebrannt nnd wurdc hierauf an dessen Stolle ciil neues Wirthschaflsgebände anf^cniancrt. Dic Mattitcu: Dieselben werden hier geführt seit 'oeni Jahre 17.89. Äas Knn^iokancrlilostcr und dic Lokalic zu Marin Unzaroll). Nachdem der ^aibachcr Fiirst-Äischof Thomas Chr on N)N") daS Schloß Altcnbnrg (Vrliov««) angekauft, beschloß er anf dem neben Allcnburg jenseits der Driet stehenden, (^iluli^« genannten Hügel clnc Kapelle zu ührcn der jnngfränlichcn Mnttcrgottes Maria zn crbancn nnd brachte ,;n dicscin Zwecke vorerst diesen Hügel in seinen Besitz. Laut Urbar der Herrschaft Sanncck von 16^!) trat der damalige Herrschaftöinhabcr I o hann Sigi ö in nn d W agcn vo n W a g c ni< berg diesen Hügel nebst einigen Aeckern an den B isch of T ho nia^ ab nnd schied anch denselben cmö scincnl ^andgcrichtc Anno 1024 die 2(5. Mensis Julii positus crat ac cm sec rat us lapis primarius sub invocatione ac titiilo ]>mae. Virginis Mariac in cubieiilo domus Nazaretbanae (in Palcstina) Natac coclitusquc per Gabriclcm Arcban&cluni Aunuutiatae in colic Castro Altenburgensi opposito, in quo dcliciarum.pro cap-tanda aura olim construi debucrat, priiis ab 111. Duo. Joanne Sigismundo Wa^cn Barone ac Domino in Sauegg ab cjundcni jurisdictione saugui-naria ibidem cum Obcrbur^ensi coiicurrcnte quous-quc scj)imcnta agri nostri versus Praspcr^atn op-pi dum cxtenduntur etiam ad Sanum Huviiun liberate ac libcrtatc donuto." '-) N)25 niuß dcr 5tc>pcllcnl'au so ziemlich zu Eudc gc fnhvt qcwcsrn scin und wurdc zur Eriuucrunsi an dicscu Ban cin Dcukstciu ob dcr Sciteuthürc dicscr ^apcllc au-gebracht, dcsscil Iuschrift also lautet: „»Saccllum Jioc Nazarctiiaiuun vcteri Laurc-tauo ut potuit consonnatuni Tliomas IX. E|)us. Labac. piao grat. ergo V. l\ Anno Jubilaci ](')25." 3:nt iuid)fifiUi)ciibcn ^(\i)xc untvbc an bev iimcvcu 2(u$ftatliiHf] bev ftslpcHc ltiiö an aubeven 'Oiclicubaulcii qc arbeitet, worüber 33tfrljof SUjoiuq? ^ü(i]cnbci? iiottrt Ijnt: ,,Anuo 1.020 bac aestate valide incubuiinus bnic fabricae Nazarctlianac prope nostrum Cast rum Mariaburguin sivc Altciiburgiim, scilicet ad turrim, muros per gyruin, Campanas, earum conscfratio-uem, tccta, januas, tabulata sivc laquearia Eccle- ') Nazareth ^lostcr-Chrouik. ") Ebm don. 248 siae, pictiiras, statuas, cancellos fcreos , seras ct claiiRuras, cum pavimentis intcriori et cxtcriori pariter ex lapide albo ct nigro ct alia, ita ut Deo Deiparacque propitiis vires coucedcntibus ad con-sccrationem propediem manus extondemus." ]) Ebcnfcills in das Jahr 16^6 udcr 1625 wird qc-hürcn nachstchcildc Notiz dcs Vischofcö Thunias: ,,^uuii 15. una cum praedicto Doctorc Medico Cillcj. D. Joanne Paulo de Apostolis ad Curam novam auramquac captandam in Altenburgura arccm nos contulimus Mcdicinas Phannacopaco Oillej. prae-bente ct raagnopac (?) in mclius proseoinms. Laus Deo! 2) JncubuimiiH per istud tempus in Nazarc-th.inuni novum Aedificinm, quasi ad (idem (fincm?) perficiendum. Fabiica SS. Nazarcthi no.stri faeli-citcr inccdit, surgit, finietur. In nomine Jesu et Mariae. Amen. 3j 1G27. rMartii 10. profectus suit (Rcynaldua Epus. Tergestinus, qui hue nos Oberburgum visita-tionis cliuritativac gratia tanquain debilem ct in-firmum acccssit), Maijenbuigum et in Nazareth conformem structuratn testatus est Lauretanac sanc-tae domui per omnia".'1) Am 1. Oktober ^1627 besichtigten Dr. I 0 haiinCa s-parvon Dornspcrg, Huftanzlcr, nnd dcr Biccdom Georg Ehrcnrcich Baron von Wa^cuobcrg, welche als kaiserliche Kommissäre in Angelegenheit des vom Äisch 0 fc Thomas beantragten Briickcnbancö über dic ') Naz. Klost. Chrunil. ^) In cincr uorhcrgchcudcu Notiz bcincrlt dcr Äischof, daß ihn dcr imcrsahrcllc Duttor in Laibach, And. Lnd, ^V^^i^Ii, bcmahc iiuio Lcdcn s>cl>racht hällc, und habe er scinc Zuflucht Lcnommcii zur Lorcl. und Naznrcth. Mutter Goitcö. ') Mitth. dcö hist. V. f. Kraiu 18«2, S. 10«. ") Eben dori S. 107. 249 Sann crschicncn waren, die Kapelle zu Vi. Nazareth und fanden dieselbe ganz ähnlich der Kapelle zu ^oretlo. ^) 16^9 aln N. September fertige Bischof ThomaS zu Altcuburg ein Schreiben aus, in wclchcni er die Erben des Andreas Tautschcr, gewesenen KomnussarS zn Altcmnarkt, verpflichtet, jährlich 12 fl. zur Kirche iu 3)i. Nazareth zu entrichten 60 dono, (juocl ad ocelo^iu I^a-xalet^^nu, omjit« moän >)08«ic1(;ut. -) Daö Gut, dessen hier erwähnt wird, ist der H a i n-schitzh 0 f ^) bei W.-^raz, welchen Jemand zn dieser iiirchc für das cwia,c ^icht ncstiftct hatte, und der au dic «icnanntcn ^rben verlauft wurde. Diesen H»f besassen 1(i46Nl'a r-lns ^Vl«j^ Ii«, 165)3 A ndrca 0 ^ atnc r. 1(i69 knin cr in den Besitz dc81 iuuchattc. Später wurde der H»f von dcr Landschaft seqncslrirt nnd endlich 1714 vom Aaron Kulml'r ca'tauft und dcr Herrschaft Nothcnthnrm ciuvcr-lcibt, welche fcithcr die Stiftunssc^Gebühr au Ätazareth bezahlt. 1631 fand hier eine kanonische Visitation statt nnd wurde dabei Folgcudcs prototollirt: I^clo«!«, II. U. V. in Nazareth seu na Gradini, constructa ad men-suram Lanieti in Italia a pic dcfuncto 1111"0, in qua unum cst altaro. Ante fores seu sub atrio uon eclebrctur nisi fenestris clausis. llabet tres vaccas, 16 oves.4) Eben um diese Zeit baten die dnrch das Vordringen dcr Türken ans dcr kroatischen Ordcnsprovinz vertriebenen Franziskancr-Ordcnsftricsler den Laibachcr Aisch 0 fNai- ' Eben dort S. 103. Bischof Thomaö lac, dnmalo lranl <» Oberburg. E5 handelte sich danmlo nm dic Hrn'tcllnii.q riucr Brüclc cntwcdcr lici Fratmamiddori odrr bci 1>ia;arclh. ") Na;, .ftlost. Archiv. ^) Il^nö!«« hinter Altcuuuntt. ^ Laib. Domlap. Archiv. 250 »alb mil Ucbcrlassnng dcrKirche zn M. Nazareth, damit sic sich hier cin .stlostcr errichten mid niederlassen töniucu. Dieser Bitte willfahrte dcr ^'»ischof mid schon am 25. Ott. 1632 wnrdc hicr cin Ucbcrgabs-Invcntar anfgcnoiumcn vom Uaximu « 1-t, i ^ o, a p o st o l. P r o t o u o t a r und bischöflichen Auditor, iiu Aciscin dcs Grc^or 9t o s m a il n, K u m inissarö znFra si l a u ulid D o m-h c r r ll, dcs ?. ^, oo U « ^ Iuvic I>, P rovinzials dcr bosnisch - kr o a t i sch - traincrischcn Ord cn S-pr ov i nz, dcs 1^. ^ li os> ä o r von Mantna, Dcfi n i-tors, und dcö Mag. Jakob Vi-«!)jö,Pricstcröl dct« ^olIoFlum Nai-j^uinli iii Obcrlmrg, wubci auch dic Uc^cr-<^abc dcr,^irchc uud dcö dazu ^chörigcn Hiigclö an dic gc-uamttc Provinz crfolgtc. In dicscm itirchcn-Inucntar erscheinen al>3 Pretiosen verzeichnet 3 goldene Fingerringe an dcr Maricnstatnc, wovon zwei mit je ciucm Nulnuslcine, der drille aber mit cincm andcrcn Edelsteine beseht waren; 1 zwei Ellen langer silberner Gürtel, 1 Paar silberner Angcn, 2 große Silbcr-uüinzcn, deren eine vom nngarischcn Könige Ludwig war, 1 tlciucr itops mit cinem Silbcrtetlchcn, 1 mit zwei Steinen besetztem silbern^ Herz nnd ^ Alabaslcr-.sironcn, deren eine mit goldenen und silbernen Knöpfen besetzt war. 1633 am 1. Jan. wnrdc die betreffende Schentnugs-urknndc kom A i sch ofc i)ta i n a ld der besagten Franziskaner Ordenö'Promnz in Obcrburg anögcfcrligcl, welche also lantct: N()3 Raynaldus Scarlicliius etc. Tenorc prc-sentium notnin facimus, quibus spectat, universis quod Pastornlis officii nostri r;itinnem exactius consi-dcrantcs oiiramquegrcgis nootri Dei gratia nobis com-missi aKHiimentes, et summi illius Pastoris ac Pa-trifamilias vestigiis debite, turn crrantcs reducendo oves, turn fidelis in vinea Domini claborandos col-locando opcraiios, inhaerere volentes, phirima menti 251 uostrac vcncrini meditauda. Optimo quidem nobis constat, divcrsaruin sacranim llcligionum opcrarios ct in vinea Domini et agros ecclesiae snae sanctae cxcolcndo a Patrc Faniiliaruni prudenlissime dcsti-natos esse, tarn in sublevanda et extollcnda imagine sua cjnsdcm salute 8tudio.se procuranda et promovenda in vita moruinque bonestatc debite insti-tuenda et plantauda iu reliquis non miuimos repe-vimus Fiatres Minores 8. Francisci (le observautia nnncupafos, tcstantur fructus nbcrrimi turn exem-plari vita, turn rclig'iosa obscrvautia, vcluti a fidelis-Bimis vineac Domini culturibvis promauati, (|Uod bucusque eordi nostro firmiter iuliacBci'imt, ex <|ui-bus Singularis oiga uuiverKain bane Serapbieam Religioucm proccssit et indies crevit aü'cctu.s, ut et ip8um iu ellectimi tani ])io no.sira, quain pro rac-morati Gre^is no.stri nobis eommissi salute mine bis eonati deducere suinus. Ad bonorem ergo et niajorem gloriam Dei Omnipotenti.s ct Ejus Gloriosis.simae V. Matris Marine et S. 1*. Franeisei Ecclesiam nostram in B. V. Nazaretbanae bonoreiu eonseeratam supra castrum nostvam Altenburgum Episcopatus Laba-censis cum fundo ct monte ad radices usque sine impediments tamen viae couimunis circuin circa dcrcliuqucndae, ]>ro construendo et demum ibidem crigcudo Monastcrio ])raedictis Fratribus Minoribus S. Franeisei do observautia Provinciae Bosnae, Cruatiae et Ctunioliae uua cum eerta provisione caleis ct lignorum turn pro fabriea persolvcnda, quani ]>ro aliis nccessitatibus perpetuis temporibus a nobis assignandis, ad baeo et ])iscationem in aquis nostris pracfixis tevminis conccdendae, jure ad Nos pcrtinente, plena autboritate ae libcra vo-luntate, Invictissimi Impcratoris nostri Ferdinandi 252 Secundi gratiosissimo habito conscnsu, contuiimus, cessimus et dedimus, uti ct bis praesentibus omui meliori modo etc. conserimus, ccdimus et daraus. Ut vero mcmoria tarn liujus nostrac libcrac voluntatis, collations et cessionis, quarn beucficii nostri ip.sis fratribus pracstiti pcrpetua liabeatur, cu])imii8 ac volumus, ut fratres in convcntu Naza-rethano constituti omnibus septimanis singulis sextis feriis pro vivis successive, singulis vero rnensibus pro pie defunctis Praedecessoribus et successor]bus futuris unani Missarn inviolabilitcr dicaut et celc-brent. Insuper nobis ac succcssoribus nostris Eccle-siae praedictae duntaxat liberum visitandi ingrea-sum orani renioto obice reservamus et ctiam desig-nationern Guardiani praefati Convcntus Nazaretbani tempore faturi Provincialis Capituli aut Cougrcga-tionis in memorata Provincia quaudocunque ccle-brandae, ita, ut dum duos aut ties pro Guardia-natu illo ad nostrum aibitiium proponimus, Supe-riores Majores vel illi, ad quos jure et legitime spectat, ex pracpositis dcligere ad praefatum Conventum unum pro Guardiano (salvis semper ordinis constitutionibus in aliis quibuscunque) desti-nare et determinare teneantur. Caeterum confidentes de Salvatoris promis-sione aeterna, quam liis; qui temporalia ob sui amorern praestaut bona, polticitus est in altera vita centuplum reddenda, reliqua »Superioribus Ordinis pro nobis fiend a ac facienda benigne rcmittimus ac concedimus rogantcs omnes Succcssores nostros, qui hanc nostram liberam voluntatcm, ccssionem et donationem consensu Caesaris factam vidcrint aut legerint, ut in illo conventu Fratres Minores S. Francisci de observantia degentcs orani favore, amore et gratia prosequantur, huic nostrae voluntati, 253 cessioni et donation! annuentcs, praemii aeterni una nobis paiticipcs rcddantur, in contrarium sc indi^nationem Omnipoteutis Dei, B. V. Mariae ct S. P. Francisci noverint inciirsuros. Data in uo-stra Episcopali ltesidcntia Obeibur^i die 1. Mensis Jauuarii, Aimi post pat-tmn Viipnis 103;). Rayualdus Eppus. Labacensis. Diese Schculiliigöiivtiindc l'cslätilitc 5iaiscr Ferdinand II. zn Wicn am 3. Mai 1('»35 und uahm dcr.^aiscr znsslcich auch daö so ncn ssclinindctc FranziCkancr-itluster ii» scincn SchllN. Dic Franzi^tailrr schritten su^lrich znm Bauc dcö erforderlichen illostergcbände>.> nnd liestritlen dic Baukosten znnlrist anö den bei der Kirche daselbst eingegangenen Opfern und anö den zn dicscin Zwecke hernm eingcsanunelten Al-Nlosen. Um das Jahr 1l>41 verinachtc Filipp Hörner ans Franz dem Kloster allhier 5 Unlhrrthancn nnd einen Freisassen. Da das Muster die ans Dieser Gült haftenden Stcncrrnckstände nicht bezahlen tonnte, wnrdc dieselbe vun dcr Landschaft verpfändet an Vl athiaöPlapar t, Pust» mcistcr in Franz. I(i6l erhandelte diese Gillt 5larl von Sam linrg') vom Kloster nm den Actrag von 700 si., Von welchem Uanfschillingc 350 fl. znr Anslösnng dcr Gnlt ans Plaparts Handen, dcr ^'est aber für Aantcn in Nazareth verwendet wnrde. Gerade damals wnrdc nämlich die jetzige Klosterkirche an die Lorctto-Kapellc angebaut nnd wnrdc diese neu erbaute gcränmigc itirchc sammt dem Hochaltar Omcop-twill» Ü. V. ^l^l-lilo, welcher sich vor nnd iibcr dcm Hanpt-thorc dcr Lorctto-^tapcllc erhebt, am Sonntage dcn 4. September vom Laibachcr F. Bischöfe Otto Grafen von l) Wird in. Franzer Taipbiichc genannt ^S803»or äuoa-tu» <üllr,no!i:l0. 254 V il ch h c i in konsckrirt. 3 Wochen später, ain i^5. September, wurde ill dieserKirche auch der St. Antoni-Altar vom nämlichen Bischöfe geweiht. Viit der Kirche zugleich oder alsbald darauf wird auch der vordere, au die Kirche sich anschließende Trakt deö Klostergcbändcs aufgebaut worden sein. 16li3 wlirde die Administration der Pfarre St. Pan-tra; in Altcnmartt dem Franziötaner-Convcntc von Nazareth übergeben, damit durch diese Administration einerseits die Steuerschuld der Pfarrpfrüude (1K5i4 fl.) getilgt, andererseits aber dem hiesigen Kloster mit dem Einkommen dieser Pfarrpfrüildc anfgeholfen werde. Zu diesem Äehnfc übergab der Bischof dem hiesigen (^nardian 1'. Uieiluol ^. u ^ o 1 u ^ I' u 5j A u.i li!< (l>0/ni»,1c) diese Pfarrpfrüude sammt einer Summe vou 1894 fl. 10 lr., um damit dic Pfründe auö der Sequestration zn befreien. Aei der Ucbcr-gabc wurde noch bedungen, das; der Administrator jährlich die diese Pfründe treffenden Steuern bezahle, das übliche Kathcdratikmn, die Pension etc. von derselben an ^,iS Rentamt zu Obcrbnrg abführe, zwei Scclsorgcpricstcr neben sich an der Pfarre erhalte, den Nest der Einkünfte aber für das .Kloster uud Kirchcugcba'ndc zu Nazareth verwende. Diese Administration mißglückte jcdoch gänzlich; denn der Administrator konnte nicht nur nichtS aus dcu Pfründen-Ncvenücn für scin Kloster erübrigen, sondern er hinterließ die Pfründe noch mit einer ucncu Schuldeulast vou 1300 fl., als er 1l)(14 von der Administration enthoben wurde. 1672 am I«. Mai stellte Kaiser Leopold daS Verlangen au den FranziSkancr-Ordcnsgcucrnl in Rom, die FranziSkaner-KWster zn Friedan nnd Nazareth, ersteres wegen darin vorgekommener Unordnung, der östrrcichischcil Provinz einzuverleiben. Die von der t. b. kraincrischcn Provinz dagegen gemachten Vorstellungen bewogen den Kaiser von seinem Verlangen rücksiclitlich dcS Klosters M. Nazareth abzustehen, verboth aber diesem Kloster das Sammeln in Kärntcn. (Lav. Ord. Arch.) 255 1759 bestand die hiesige Klostcrfamilic ans 15 Or> dcnspriestern, 5 Novizen und 10 Vaienbrndcrn. Unter dm lctztern war ein Bildhancr, ^iamcns 1<>. ^Ioxiu8liivalt^ aus Tirol, nnd ein Tischler, Nanicnsi^l-. <7,ouniuuljjtcrsch-banmcr anch ans Tirol, welche die dcrmaligc Kanzel, Altäre und andere Einrichtnngbstiicke fiir die Klosterkirche anfertigten. StiftlllMll. Gestiftet haben zn diesem Kloster: 1075 a,n 2. November K asfta r Vt ofri n 1000 fl. ans jährliche 120 Messen; 1097 am 12. September Johann Zcilcr, Gastwirth in Cilli, 1000 fl. auf 60 hl. Messen; 1712,am Z 1. A n g n st A n tonS ch w c i-gcr, Besitzer von Hofrain sl^i'movjo), 700 fl. ans ein ewiges ^nnivoi»uiinm nnd anf ewige 52 Messen, nnd I74s) am 16. Mai Otto Hcribcrt Freiherr von Knl-Nl er 200 fl. ans 8 Qnatcmbcr-Mcsscn. 1752 am tt. Jänner machte der Obcrbnrgcr 5loin-missar Ioha n n L nowi a I^ m c k folaendeö ^caat: .>,?>^ 1766 am 2. November hat Josef Möriz von Modcrshcim anf Pakcnstcin 500 fl. anf einen ewigen Iahrtag und auf alljährliche 12 Messen lcgirt. ,' 250 Endlich besteht aus dem 18. Jahrhunderte hier auch cinc mit ciucm kapitale von 5)00 fl. bedeckte Stiftung auf jährliche ^0 Messen fiir die verstorbene Polixcna At a-r i a Gräfin von Hochdruck. Dic Lokalie Maria Nazareth. Im Jahre 1783 wurde von Seite des f, b. Lai-bachcr Ordinariates uud des t. t. itrcisamtcs Cilli dic Errichtung einer neuen Lokalie bei der Niczcr Filialtirchc zur hl. Maria in Xokul-.j« fiir noth>uendi^ befnnden und wucdc der Antrag znr Errichtung dieser Lokalic von der t. t. Nc-gicruust am 18. Juni 1785 genehmiget. Al'cr schon uu-tcriu 20. Mai 1786 wurde dem früheren Beschlusse entgegen nnd ohne Einvernehmung dcö Ordinariates von der Regierung angeordnet, die neue ^otalic uicht in Kokarjs, sondern in M. Nazareth zu errichten, nnd wurde, obwohl mehrere Iusasscn der ucu zu errichtenden ^olalie gegen dicsc Auorduuug rcmonstrirten, der Lailiachcr F. Bischof am 12. März 1787 vou der Regierung beauftragt, ciu taugliches Individumu des Klosters M- Nazareth als Ku-ratcu alldort zu bestellen. Der Bischof cruanutc aber am 11. April 1787 interims dcu Priester Autou ^aöo-raclnik, Beucficiatcu zu Nicz, zum ^otalkurateu fiir die ucuc ^okalic, bis die noch immer schwebende Frage wegen des Sitzes der Lokalic cndgiltig erlediget sein wiirde. Am 3. Jänner 1788 bat der 5turat Antun Kla-Loraäuilc, man möchte ihm entweder die für dcu Ku-ratcu in Nazareth hergestellte Wohnnng cinränmen, oder aber ihn vou der itnrazic entheben, da ihm die Providiruug derselben von Riez ans bei seinem Alter von 5^) Jahren zu beschwerlich falle. 1788 am 29. April bestätigte endlich die l. k. Hufstelle die Ucberlraguug der Lotalie XokÄi^o nach Maria Nazareth und es wurde uuu uach Enthebung des bisherigen Kuraten, Anton UaLorHäuik, der Guardian zu 2b? M. Nazareth, ?. I) ouatun 8 am 1 on, am 2. Novcmb. 1789 definitiv zum it'nratcn allda bestellt. Dieser Lokalic wurden zngcwicscn aus der Pfarre Nicz: die Herrschaft Altcuburg (Vllxivoe), ^lador, volillltinu, uud IIi-u8tjo; aus der Pfarre Praßbcrg der am rechtcu Sauuufcr gelegene Theil der Pfarre, nämlich I^oko und das sogenannte Praßbergcr vodrovljo nut ^asle^ und endlich am 2). Dezember 1798 ans der Pfarre Fraßlan die an der westlichen Seite des vokrnvhe gelegenen 13 Häuser nebst der Filialkirchc St. Nrbau. 1795. U» i: ol'» äuiIi Anton, der gewesene erste Kurat der Lokalic Nazareth, hat in seinem Testamente vom 1. Ottobcx 1795 znr Dutirling des jeweiligen hiesigen Ku-ratcn zwei Obligationen, die eine ftr. 2000 fl., die andere aber ftr. 700 st., wie auch seinen bei Nudcucgg gelegenen eigenthümlichen Weingarten sammt Prcßhilttc nnd Fährnissen zur Lukalic-ltirchc Maria Nazareth lcgirt mit der Vcrbiudlichkcit, daß der jeweilige iiurat alljährlich für dcu Bezug der Stiftungsintcrcsscn ,108 Messen uud für den Gcuuß der Ncingart-Ncalität 4 Qnatcmbcr-Mcsscn auf des Stifters Meiuuug pcrsolvirc. 1807 am 2. November stellte dcr Ordcnö-Provinzlal ?. Anton ^a.unik.'lr das Ansuchen um Auflassuug der lokalic M. 9tazarcth uud zwar wcgcu Maugcls au für die Scclsorgc gcciguctcu Ordcnspricstcrn, welchem Ansnchcn aber leine Folge gegeben wurde. Die Filialkirchc St. Urban. Diese am westseitigcn Abhänge des Daln-ovho Gcr^ gcS gelegene tlciuc Kirche war ciuc Filiale der Fraßlaucr Pfarrkirche nud kam, wie schon bemerkt, 1798 an die Lotalie M. Nazareth; doch wnrdc die 9tcchnuug dieser Kirche fortan bis zum Jahre I860 vom Pfarrer in Fraßlau geführt uud gelegt, uud die Administration derselben 17 258 erst im besagten Jahre I860 förmlich an M. ?iazarclh abgetreten. Schon 1426 ninßtc hier cine Kirche bestanden haben, dcnn im Obcrbnrgcr Stift>?iirbare von 1-126 heißt eö Seile 49: „^Vols vluloilii zi»!>Ll') «onnt oou«»»« ll6 «ttUotUIll I1>I>»IN!lN." 1582 am 2. Juli berichttt von Fraßlan anö der bischöfliche Sekretär (Lhri st o f .^ I< <» li « seinem Bischöfe Iohnnu Tn nts ch c r, er habe dem erhaltenen Anftragc entsprecheild dad der Kirche St. Urban am Dodi-ovi.j« gc< hörige Hiibel dein Pongraz ^i«ovn>^ cingenntwortet. Nnn habe aber Vrawik, der vorige Äesil^er dieser Hnbe, dai< dort abgemähte Hen gestern, den l. Inli, mit Natl) nnd Vcfchl der Herrschaft Schönstem weggenommen. Da aber dieses Hnbcl nie nach Schönstein zinöbar gewesen, anch nicht znr Vi'-Uuili-Hnbe gehört hat, sondern fortan ein Eigcnthnm der Kirche St. Urban gewesen, so wird der Aischof gebeten, die Kirche in diesem ihren Rechte zn sclMcn."') 1G3J. Ecclesia s. Uibani in monte u Dobrovlili unicuni liabct aitave. Mensa ante fores dcHtruatur, fencstrae ampliantur. liabct vaccas 54, oves 02.!l) 1CÖ9. Ecclcsia s. Urbani, JIacc dcmolila suit propter iueptiludincm suain et nova ex sundamentis errecta est ullirno anno ante disccssum D. Vicarii Generalis. OoiiRcciata non cst. Ilabct unicuni altare. Chorus liabct forniccm muratam, navis l;ujuearc ligncum. In crrcctionc ccclcsiae dcbitiun contractum est ab ecclcsia J\. M. V. in Tschrci. Cocmitcrium liabct iiovo muro cinctum.-1) ^Dicfcm nacf) wuvbc n([o die dermalige Kirche St. Urban 1655 odcr 1656, d. i. ') Xirvorsniic au dcr t^i-.'ta. '^) Obrrliürssl'r Archiv. ') Visit. Prol. im Laib. Domtap, Avch. ^«l:. 5,l. ' <) Visil. Prot. im Laib. Domtap. Alch. 1'.,«c "m 20. Angnst 1785) die cirußc goldene Medaille fiir seine Mitwirkung bei Errichtung der Niezer Schnlc erhielt. Er starb zu Niez am 31. Dezember 1801. ?. Vl)ll»tu8 8aml«n, Guardian, Knvat scit 2. No, vembcr 1789. Seine Nachsola/r in« Gllardianate waren zugleich auch Vorsteher der ^olalic allhicr. 262 Inhalt. Obcrlillrn.: dan Dclanat mid dic Pfarre .l, die Psnrrlirche 11, die Filiallirchen nnd .Kapellen 2'^>: St. Ma^balena !l1, St. Primno »od Felicia» (St. Florian) :j!0^>, <>2. Maria 'lilcuslift l^,- Filiallirchlm: Si, ^üulal«« ?0, Hilf^pricstcr Il)I, Errich. til,l<1 drr Pfarre 107, Psarrlirchc IW, Sliflunssci, 110, St. Michael i» ^mtülaliii^dorf 111, die Psnrrcr N^j, Dollttio» I!;'», Exposiliir mid Kirche St. Ialuli i» Oknüi».^ 117, Dirctioreil mid Äeücsiciatc» liil. St. Marti» im Drirtthalc l^l, .Kirche St Marti» 1^, St. Indoc 125>, St. Gelvnsii 12», Seelsorger 127, Dolnlioil 12'.». Sulzliach !,':!», Pfarrkirche l.'U), St, ?l»»atapclle 151, Hl. (ycisl lirchc li;5>, Cillicr Beücfiei»», l:j<», Psarrt'Uorsleher I.'i«, Dotation 141, Aaplami 142. Ltutsch 14!l. Psarrtirche 14.'j, St. Anton in I'.xlvolovluk 1'l«!, Psarruorsleher 1-ili, Dotation 15><). Laufe« 15>2, Psarrlirche 15,4, St. Maria in I!,,>«ü!e 15«!, St. Priiülli« 15»«, St, Nitola»c< in Il.-^tlo: Ki<>, Pfarworsteher ^61, Dotation K'1. Ricz, Pfarre 166, Nndcnct 168, Allciibnrs, 170, Psarrlirche 17«, u. l. Frau und St. Anna in Kolcilrju ^89, St. Katharina in ^s'iic.'l 18^l, St Johann 184, Slislunc,e!l 185. Psarr(« uorstcher l86, Dotation 190. 263 Prastberss, Pfarre 193, Pfarrlirche 1W. Filiallirchen: Sl. Nilo la»i< in i'ifai 202, u, l. Fra» in I'>l>^in 20?, Äiarien til'chc in Schönacker 210, Sl. Slesan ain ()!jinli ^l2; Arnderschafil'ü 2!.'i, Bl'licsicicii 215), dir Psarrvoistch» ^l!>, Dolaliun ^j^!, dic ^laplanri 2.'l5. St. Michael oll Praftlicrn Htirchc '^«, Lolalir 2W, Kirche Sl. Nadlgniib 2-W, die Kliratc» 243, Dotalion 245. M. Nazarcth, dic Kapelle und da? Kloster 2-<<;, Süsliln^rn 255», die Rosalie 25a» 25»?, dir (^iiardia>,e 25!», dir Kuratel! 2K1. VerlchtlttUttttcn. Das Hcnedilllilicr-Klist Olirlburg. Seüe 151 stall l.'lül ;n Olierbur^ lese 1.'l^5 .;» Oderl'ilrq, „ „ „ Bischof von Tessalonil „ Bifchof von Tejolil. Das Drllnnat M>cll>ma: Seile 2!» stall 13l wurde der Ehor sseniall lese: >ttr»>all. „ 8^ „ ans der Rndmanni'dorfer Hillhn^eide lese: ans der Frmmaüni'dorser HnlhU'eidc. „ III» „ surmell rnlrichlcl lese: sorxirll errichlrl. „ 1 ll „ !l!<)N<.!8 «t, ülpililin „ luuolil)!!^ «.'<, !>,!j»il)i!». OBERBVRjG p OSREDNJfi KNJIŽNICfl LELJE 13G61 2 I Oi-li.'.- « 1 31300 13467/US