Narodua In univerzitctna knjižnlca v LjubliAni !.^'^!> F^M^ ^ >^. K6956 Lehrgebäude der Slowenischen Sprache im Königreiche Illyrien und in den benachbarten Provinzen. Nach dcm Lehrgebäude der böhm. Sprache des Hrn. ^,d1i« Dobrowslp. V<>lM^^/ Von Franz Seraph. Metelko, k. k. Profrssov der Slowenische» Philologie am Lyceum ;» Laibach, Domlatechecen und wirtliche,, Mitgliede der k. k. Landwirlhschafts- Gcsellschaft m Krai». Laibach, 1L2 5. Gedruckt bey Leopold Eger, Gubcrni.ilbuchdmckcr. /^' ''^?^V5 Vorrede. ^'ic Wohnsitze der Slawen oder Slowancn, Slowenen (^!<^v^ü«, 8!uv«üL, im Singular Hlnviin, 8Iov«n) erstreckten sich schon um das Jahr 55o von der Stadt No-vidunuln am AuSstussc der Donau über dcn Dniester bis an die Weichsel- Iordcmcs, der dieß bezeuget, nennt sie nicht nur Slawincn l>nd Anten, wie der Grieche Prokop, sondern auch Winden (///«'l/^/vi/n /,«//^ /i,)/i,l/«.s«) , an andern Stellen Wcnctcn (/>/,<"//), weil sie zu seiner Zeit diejenigen Lander zwischen den Karpathen und der Osisec einnahmen / in welche Tacitus die (deutschen) Wenden versetzt hatte. So ging also der geographische Name des Wcndcn-landcs auf die Slowancn über, der noch heute auf den Wenden in der Lausil) und dcn Winden in Stevermark, Kram und Karnten haftet, wenn gleich die Slawen selbst in ihrer Sprache diese Benennung nicht kennen. Cben dieß gilt von dem zwcvtcn fremden Namen Anten, der dcn ösllichen Slawen an dcn Küsten dcs schwarzen Meeres von Prokop beygelegt wird, der sich aber schon im /ten Jahrhunderte wieder verloren hat. Man erlaube mir mit dcn Worten dcs Herrn Recensenten der Altslaw. Grammatik vom ^1,1,6 Dobrowsky (aus dcn Wiener-Jahrbüchern der Literatur sicbcnzehntcn Bandes 1822) fortzufahren- „ Wir dürfen als bekannt voraussehen , daß der sl a w i-sch c Volksstamm so altcuropaisch ist, wie z. B. der deutsche tV Vorrede. u. a.; daß dazu ,) die heutigen Nüssen, 2) Polen, 3) Wenden, /,) Böhmen mit ihren Nebenzwcigcn, den Mähren ui',d Slowaken, 5) die Windischen in Kernten, der Stcpcrmurk und den westlichen Komitatcn Ungarns (bis nah' an die Thore Wiens, dessen Wochcn-markte sie besuchen), die Kraine r (mit Einschluß von G örz und 2 riest), und die P r 0 v inz i a l - K r 0 a ten , t)) die Bulgaren , 7) die Istriancr , Dalmatiner , Nagusancr, Montenegriner, Hcrzcgowiner, Boßnicr, Serben, und die längs der österreichischen Südgranze und dem anliegenden Provin-ziale von Kroatien, Slowenien lc. angesiedelten sogenannten Illprier gehören ; daß alle diese zusammen über fünfzig Millionen Seelen ausmachen, die aber den verschiedensten Staats- und Rcligionsgesellschnften angehören. ( Sogar mohammedanische Slawen z. N. sind größtcntheils die Boßnicr). In der gegenwartigen Aufzahlung sind sie nach ihren Haupt-mundarlen numcrirt." " „Ihren Ckarakter, wie er sich aus der Geschichte ergibt, hat der geniale Herder (in seiner Philosophie der Geschichte der Menschheit) am wahrsten erkannt und gewürdigt; auf den wir daher in dieser Hinsicht verweisen." „ Wenn wir auch vor der Hand und bis auf weitere Belehrung, der neuesten Annahme folgen, daß die alten Pannonicr und Illyrier keine Slawen gewesen, sondern die eigentlich slawische Geschichte erst mit dein sechsten Jahrhunderte nach Christo beginnt ( als die Slawen, die Donau übersetzend, mit den Byzantinern in Berührung kamen), so sind doch nach dieser neuesten Kritik die k a r a n t a n i-schcn Slawen an der obern, und die bulgarischen an der untern Donau die ältesten Niederlassungen der Slawen im Süden (der Donau). Erst ein Paar hundert Jahre darauf folgten die Kolonien der Kroaten und Serben." „Das Christenthum, und in seinem befolge die Kultur, kam zu diesen Südslawc» zuerst über Aquilcja und Salzburg her." V c r r c d e. '^V „ Aber um das Jahr N<)I erschienen (nach einigen Chroniken, in Folge einer Gesandtschafc dreyer einheimischer Fürsten, R a st , sl a w , S w etopol k und Kozcl ('), an den Hof von K o n st a n t i n o p c l ), zwcy Griechen ans Thessalonich, die Gebrüder Konstantin und M e-thodius, in P a n n o n i e n , und gewannen des Volls besondere Zuneigung durch Einführung des Gottesdienstes in slawischer Sprache, zu deren Schreibung sie, mit echter Einsicht in's Wesen der Schrcibekunst , das griechische Alphabet mit einigen neuen Buchstaben, zur Be'cichnung der den Slawen eigenthümlichen Laute, vermehrten. < Bekanntlich wünschte Leibnitz cine ähnliche Vermehrung des lateinischen Alphabets, um alle Sprachen damit zu schreiben; wozu es früher oder spater wohl kommen wird und muß)-" - Die deutschen Bischöfe klagten in N o m qegen diese griechischen Eindringlinge und Neuerer: aber der Papst Johann Vlll. „belobte mit Nccht die slawischen Buchstaben ( ///<^«5 .s/«„/'«i't,'«5^'„./'e /«,il/a//,,l,s ) . u»d bestellte einen der beyden Brüder, Method, zum Erzbischof in P a n-n onien und M a h r e n. ( Der kränkliche oder alte K o >,-st ant in ging unter dem Namen Cprill in cin Kloster, wo er bald nachher starb)". „Method wirkte übcr vier und zwanzig Jahre als Erzbischof >n P a n n onie n und M a h r e il ( dieß ist aus Briefen der Papste und andern Oucllen erwiesen; wahrend C yril l's Bekehrung der Chasaren , und der B u l g a r e n in den Lege n d e n erst die Sichtung der Kritik erwartet)". ' ,. Bey dieser Gelegenheit können wir im Vorbeygehen die gewöhnliche Angabe, daß die slawische Bibelübersc- (") „Kozcl schici'dt ibn dcrSlmvc Ncstor, l^ic.fnuikischcn Chroniken Hc^ilo. '.'luch Kc'.zcl klingt nicht slawisch, und dürftc an'' Hezilo (Hriinich ) vcl^rrbcn styü, Konittc der deutsche Patron Ar nulpb scincm Sohn ciiicn sla^ischln Nanicn (^Sw c lo-poll) qcl'en lassen, li»i voie vicl nieyr der sknvlschc Schn^Iüig Privin», i>c,ü seinen cinci! dciltschcn." VI Vorrede. hung von Cyrill herrühre, dahin berichtigen, daß nicht das ganze 6^/)«5 /t/6//»/-«/?? für sich, sondern nur jene Stücke zu C prill's Zcit übersetzt worden, die daraus in die Kirchenbücher aufgenommen sind: die Evangelien, Apostelgeschichte und Briefe, dann der Psalter und einzelne Lektionen aus den übrigen Büchern des alten Testaments; und dieß nur als Bestandtheile der Kirchenbücher. Dieß Hst so wahr, daß, wenn z. B. ein Abschnitt aus dem Buche der Weisheit, Sprichwörter :c. an mehreren Stellen eines Kirchenbuchs vorkam, er jedesmal an seinem Orte von neuem (anders) übersetzt war. (S. Handschriften und alte Aus-gaben der Kirchenbücher)". „Der slawische Gottesdienst Method's hatte eine so natürliche Empfehlung in sich selbst, daß er nicht nur bey allen übrigen Slawen, die freye Wahl hatten, Eingang finden mußte, sondern daß sogar zwischen 1060—1222, als seit dem Schisma zwischen N 0 m und Konstantinopel, «n>ch der slawische Nitus, besonders in Dalmatien, als der Nom nächsten slawischen Provinz, als ein Sprößling des griechischen verfolgt wurde, und Method ein Ketzer hieß, — daß, sage ich, in dieser Bedrangniß patriotische Dalmatiner die lateinische Messe in Method's Sprache, aber mit einem ncucrfundmcn, ihrem vermeintlichen Landsman,: dem Kirchenvater Hicronpmus zugeschriebenen Alphabete umschrieben , und so Sprache und Schrift vom heiligen H i e-ronpmus her zu haben behaupteten. Papst In no« cenz IV. fand sich 1248-in seiner Weisheit bewogen, den Dalmatinern dicsc im Abendlande einzige Ausnahme gelten zu lassen; doch nur dort, wo es bisher so gehalten worden. Dieß sind die Glag 0 liten *) in Istrien ") »Wchcr der Name der Glagoliten? Die dalmatischen Gelehrten wissen darüber nichts Befriedigendes zu sagen, ^ch halte il)!l für cineö der mildem Scbriquetö. Glagol heisit ,'i^der Kir-clMisprache daü Wort, die Ncde, ist aber allen heutigen süd-slawischen Dialektci! durchailö fremd. Wenn daher dem Nachbar, in der a^olitischei! Kirche, bey jedem Evan^clio nach dem ihm verständlichen V'uua vi^uill öaö fremde gl^uiu Isu« (d. i. /« i//u V o r r c d r. VII und Dal!Natien; Katholiken /«//«/ ,'//«,?, aber out dcin Privilegium, statt lateinisch, das Breuier l>nd die Messe in altslawischer Sprache zu lesen. Sie schmelzen frey« lich immer mehr zusammen; das Privilegium scheint ihnen eher zu schaden, als zu nützen, da sie dabey kein Latein, lind was damit verbunden ist, und selbst das Altslawische nur empirisch zu treiben scheinen. Doch das ist ihre Schuld; sie sollten das eine thun, und das andere nichr unterlassen." „Um wieder auf Method zurück zu kommen, so erbaut sein Gottesdienst noch heut zu Tage an sechs und dreyßig Millionen Slawen in Rußland, Ostpol^cn, O st- und S ü d u n g a r n , der Bulgare»), in S c r-bicn, Boßnicn, Montenegro, zum Theil in D a lm a t icn, G ra nz k r o a t i c n, S la w on i en :c." „Nur in Method's eigenem Sprengel, be» den pannonischcn (oder, mit ein'm Ausdruck des Mittclaltcrs, den Karantancr-) Slawen ist er rein vergessen ! Kein Wunder daher, daß entfernte Sprache und Geschichtsforscher bey der Frage, welcher der heute noch lebenden slawischen Dialekte der gerade Descendent des von Method gebrauchten sey, die anderthalb Millionen nach sechs bis sieben Mittelpuncten (Ungarn, Kroatien, Stcycrmark , Ka rn t en , K ra i n, L ito r a l e, G o rz und G radis-ka ) zerstreuter, auch darum an Literatur armer Karanta-ncr-Slawen ganz übersahen." „ Denn daß im neunten Jahrhunderte die heutigen Dialekte, der Hauptsache nach, bereits bestanden, ist unter den Kennern des Gangs der Sprachen keine Frage. Daher auch Schlozer die Zumuchung, als ob d.,s heniige Russisch der Enkel des Altslawischen sey, mittelst der rlhti- /«,'«/)^i! H,r/'/ ,/t,',«/^ «lc.) ans Ohr schlua, so w!N''ä nanulich, da,! »l' smic ^üi^ülcutc, die beym Gme^iciN!,' sc> viel >^.,,'^!ir^ icii, alü dil,' (''i l aq c> ler bezeichnete. Äaö l.m'mische ^'/,l^/,/'it! ist »>ich !>rr A'ualoaic v^ii /^«ü///tll.', ^.<.<,//i/c/c,, ^i/^iiilo <.>ic, ge-b.ldct. " Vjll V o rre d e. y«n Erfahrung zurückweist, daß, ohne außerordentliche Begebenheiten / die er mit Recht selbst in Rußland, ungeachtet der zivcyhundert Jahre moiigolifther Dicnst^arkeit, nichc anerkennt, sich keine Sprache in einem halben Jahrtausend so ändere, wie nun Russisch vom Altslawischen verschieden sey. Nach Ausschließung dieses inin mächtigen Konkurrenten ( andere Nordslawen , Polen , Wenden / Böhmen , Mahren, Slowaken haben sich nie in Kompetenz gesetzt; ,mo Dobruwsky glaubt mit Recht, daß M etho d's Rival, der Neitracr Bischof W i ch in g , den slawischen Gottesdienst >n seinem Sprengel nie gestattete), bleiben die drep südslawischen Dialekte: Bulgarisch, Serbisch < I llprisch ) , und Slowenisch. Denn nur drey , von einander in Grammatik und Le/ikon hinlänglich verschiedene südslawische Dialekte gibt es, welche aber zu allgemeiner Zufriedenheit zu benennen, wegen der partiellen Nationalansprüche schwer ist. Der katholische Illuricr will kein Serbe heißen, der Kroat und Kramer kein Windlscher (Slowene) :c." , . ,, , „Wir wollen mit Niemand streiten, und sind bereit, treffendere Namen von jedem anzunehmen, der sie uns anzugeben weiß. " „ Illyrier z, B. würde wohl auch der Serbe sich gefallen lassen: aber der Name ist nicht genetisch, sondern nur geographisch, so lange die neue Kritik die alten Issy-ricr nicht für Slawen gelten laßt. Dcv '^rovinzial-Kroate aber, der zu diesem Dialekte gehört (nicht der Granzkroate, der Illyrier ist), bedenke, daß er nicht drep hundert Jahre lang , nur geographisch , so heißt, und bis dahin selbst geographisch zu den Windischen (Slowenen)' gerechnet ward, wohin er auch, der Sprache nach, i,inner gehört. Selbst Slawonicn, wiewohl je!)t meist mit illprischcn Flüchtlingen bevölkert, ist nur ein Theil des alten windischen Bandes , daher ihm auch der Name geblieben, " ,, Das wah - e Kroatien ist nach aller Geschichte Vorrede. , I^ inn' im Süden der Kiilp, unbestiinmt n'ie tief hinein in Voßnicn, Dalinaticn und Istricn zu suchen. Ilnd da in diesen Gegenden die Sprache >vcder in Grammatik »och i,n Le,rico s>ch bedeutend genug von der scrbi-sch.^n louerschcidct, so könnte man i» diesein Sinne für Serbisch auch sagen Kroatisch, wie es der Rcf^riiia-t»r Tnibcr und s^inc Zcilgcno^!, um löli'o wirklich thaten (denn die Sprache in Trubcrs kroatischen ^ciicn Tc-stamentc ?c. ist die naiüliche, wie in sciliexi serbischen; nur die Schrift >si in dem erstem glagolitisch, wahrend sie im serbischen cyrillisch ist)". „ Am Ende wird man, nach dem Beyspiel von Böhmisch , was auch nur ein geographischer, kein genetischer Na< me ist, das sonst üblich gewesene Illyrisch wieder aufnehmen müssen, wobey sich aus alter Gewohnheit der Serbe sowohl als der Kroate, Istriancr, Dalmatiner, Nagu-sancr :c. beruhigen dürfte". „ Immer noch aber wird man, mit Kaiser Konst an-tin's des Purpurgebornen Chrobaten und Serben in Verlegenheit bleiben, die so, nach unserer Erfahrung höchstens, als zwey sehr nahe Varietäten einer und derselben Species, nach Konstantin hingegen eher als zwey abgesonderte Species erscheinen. Oder sollen die Windischcn Konstantins Chrobaten seyn? — ". „ Dem scy indessen, wie ihm wolle, so wird der bul^ garische Dialekt, in Bulgarien und Macedonien, von etwa einer halben Million Slawen gesprochen. Er ist vielleicht unter allen sjawischcn Mundarten, in seinem Baue, also in seinem W e se n , am tiefsten angegriffen. Er hat z. B. cinen Artikel, den er gleich dcin Wallachen und dem Albancscr hinten anhangt; von den sieben slawischen Easi-bus hat er, ausier dem Nominativ und Vocativ, alle ein-gebüßt (und erscht sie, wie der Franzose, Italiener u. a. durch Präpositionen). Slawische Materie in albanesi-su'er (?) For,„ > Auß^- Dani e l's, auch in l^e.',1.^a<<,i!c5 wieder abgedrucktem ^V",',^'!o55un — griechi- X Vorrede. schem Comcnius, möchte man fast sagen — enthalten die literarischen Beylagen zu der in Wie n erscheinenden serbischen Zeitung, nebst der bulgarischen Uebersctzung der zweyhundert fünf und achtzig Worter des Petersburger vergleichenden Wörterbuchs aller Sprachen, auch Proben in Prosa und Versen, und grammatische Bemerkungen , gesammelt uom serbischen Lexikographen Wuk Stephanovit sch." „ Den serbischen oder illprischen Dialekt sprechen in Serbien, Boßnien, Montenegro/ R a-gusa, Dalmatien, Istrien, Granz k r o a tien, Slawonien und den serbischen Ansicolungen in S ü d-ungarn, vier bis fünf Millionen, von denen in allem etwa die Hälfte, ^«ec« ^//«5 ^ noch jetzt den Gottesdienst in slawischer Sprache halt. Dieser Umstand mag zu dem vom Herrn ^d« Dobrowskp in seinen frühern Schriften oft wicderhohlten , und seitdem auch von einigen Nüssen, z. B. Karamsin, angenommenen Ausspruch beygetragen haben: daß dic slawische Kirchcnsprache der serbische Dialekt scp, wie er im neunten Jahrhunderte gewesen." ,. Aber, wenn man andererseits bedenkt, daß 1) außer den Islyriern, im Süden der Donau und zwar inPan-nonien, dem eigentlichen Kirchensprengel Method's, der hier an die dreyßig Jahre im Weingarten des Herrn arbeitete, am südlichen und östlichen AbHange der norischen und jütischen Alpen, längs den Flüßen Saue, Dravc, Mur, Rab :c. zwischen der Kulp und der Donau, noch jctzt anderthalb Millionen der ältesten slawischen Mcta-nasten leben und weben, deren Sprache 2) der kirchcnsla-wischcn noch jetzt naher ist, als die illyrische (eine Wahrheit, von der sich selbst der unparteyischc Illyrier überzeugen wird, wenn er den nämlichen Satz z. B. zuerst ins sogenannte Kroatische oder ins Krainische, und dann in seine Mundart treu übersetzt, und beyde Ucbcrsttzungen mit cyrillischer Schrift und Orthographie geschrieben, gegen das Altslawischehalt)) bedenkt man Z), daß, nach den damaligen Sitze:- der ^üdslawcn, Ey rill und Method das Vorrede. XI Scrbcnland mit keinem Fuße berührten, sondern den' Chroniken zu Folge nur durch das Land der Bulgaren reisten; daß /,) die Chroniken und Legenden nur von Bc-kchrungcn der C h a s a r c n , Blilgarcn, Sl a w c n in Pa,. n on i en und Mahren, lind nie von Serben sprechen; daß also 5), da die Serben von dem Anspruch an M cthod, als ersten serbischen Schriftsteller lxunahe so gut, wiewohl aus andern Gründen, alisgeschlossen werden müssen , als die Chasarcn, nur die K u l g a r c n und die paimonischcn Slowenen als berechtigte Prätendenten übrig bleiben; aber endlich 6) außer der großcrn Sprachahnlich-kcit auch noch besonders Germanismen, wie ol^-n- (Altar), ^,''51, Christ, Il,l-'^!.i!,i christen (taufen), c<>i-!l.v Kirche, po^ 'vlhl zunächst vom oberdeutschen Pfoss (Pfaffe) , imnc:U Münch, ^o»!. Faste, ^onaxuu genesen, «wi Stuhl, l>v!>u hoffei^, ^cno^ Pfennig , z)!,>!'l,)'l- Pftastcr, ^'1',^ Pftug :c. Germanismen, die wohl in Pannonien, nicht aber in Mösien natürlich sind , entscheidend für Metho d's Dioccsancn sprechen : so laßt sich's nur alls der heutigen litcrarischcn und politischen Zerstückelung und Unbcdeutcndhcit derselben erklären, wie man sie, bey Lösung der Frage, in der Ferne so ganz vergessen konnte. Denn „der Historiker ist", wie schon Thun-m ann bemerkt, „ oft eben so ungerecht, wie der gemeine Mensch : er verachtet den , der nicht im Glücke ist. " „ So ware denn Metl) od's Sprengel zugleich auch die wahre Heimat der von ihm zuerst zur Schriftsprache erhobenen slowenischen Sprache ! Und die heutige Sprache der Nachkommen seiner Diöccsanen in streitigen und zweifelhaften Fallen mit Nutzen zu befragen ! " „ Denn kaum war diese Sprache durch Method zur Schrift und Kirchcnsprache geweiht worden, als sie nach seinem 3c>dc vor Wich ing u- a. Gegnern gleichsam lai-.i)-flüchiig werden mußte, und nur bey entfernten Verwanden Aufnahme, Schutz und Pflege fand. Kein Wunder, wenn sie in der Fremde manch Fremdes angenommen/ ja, daß XII V o t l e d e. 'dessen im Ganzen nicht viel mehr geworden, ist nur aus ihrer heiligen Bestimmung und ihrem von Method und seinen Gehülfen fest aufgefaßten Typus zu begreifen. M e-t l> o d's heilige Bücher wurden nämlich im ganzen mit frommer Gewissenhaftigkeit genauer abgeschrieben, als sonst bey profanen Gegenstanden von sprachverwandten Abschreibern zu geschehen pflegt; und nach dem Typus derselben die slowenische Literatur, mit Hintansetzung der Muttersprachen, selbst von gcbornen S erbe n, B ulg a r n, Wallachen, Russen :c. fortgesetzt, — bis, durch stufenweise allgemeinere Kultur, erst seit gestern und chegcstcrn, die Landessprachen ihr Recht geltend machten, auch Schriftsprachen zu seyn, hier früher, dort spater, nach Umständen: aber überall natürlich spater, als dort, wo (wie bey den Katholiken) die Nedesprache nicht erst eine heilige Kir-chensprachc zu beschwichtigen hatte. Man denke an die Literatur der Böhmen im dreyzehnten Jahrhunderte, Pohlen, Illprier /«/«>«' ^'/«^, Kramer, Kroaten :c., davon die jüngsten an dreyhundert Jahre zahlen; wahrend die Russen erst seit etwa hundert Jahren ihren Dialekt (und das nach Karamsin noch immer bunt genug) schreiben, und die Serben, die die herrlichste Volkspoesie besitzen, noch bis auf diese Stunde um die Rechte der Muttersprache streiten müssen, nicht sowohl gegen die alte Kirchensprache, als gegen einen M a k a ro n i s m us, der entstehet, wenn Leu- . te, die die Kirchensprache aus schlechten Grammatiken oder sonst schlecht gelernt haben, Altes und Neues durcheinander mengen, um sich doch von Unstudiertcn zu unterscheiden, und so Jeder seinen individuellen Makaronismus für Schriftserbisch verkauft. (In dem nämlichen Falle sind, aus der nämlichen Ursache, die Ncugriechen)". . . . . „ Ferner nicht allein die Bulgaren haben Neste des Nhine^mus, sondern auch die Karantancr, wie aus den unschätzbaren 9 Quartseiten des nordkarantanischcn Vade-mecum's eines Frcysinger Missionars erhellt, das sehr wahr« sdcinlich in erster Abfassung vorccyrillisch (im Jahr 769 ließ sich der Abt von Scharnitz in Tyrol die Gegend Vorrede. XIII um Innichcn von Herzog Tassilo schenken, namentlich um die Slawen zu christianisiren, und auch die andern Stiftungen nn Slawcnlandc erhielt Frey singen vordem Jahre luou), und in dem Münchner Code/ von einer Hand des zehnten Jahrhunderts abgeschrieben ist. Ncscrenr besitzt durch die Güte des Freyherr» W. v. Humboldt Erc. ein /-V,c .s//,///^ dieser c) Seiten / um sie, als das älteste Denkmal nicht nur der karantanischm Mundart, sondern als die ältesten slawischen Aufsatze überhaupt, seiner Zeit, mit den nöthigen historischen und sprachlichen Erläuterungen hcraul'zugcben, und kann sich nicht versagen, h>cr ') vorläufig wenigstens den kürzesten derselben, als eine kleine Gegenleistung südlicher b?Ia>visten für Herrn W list o k o w's nördlichen O st r o m i r, mitzutheilen." „ Es sind drey Aufsätze, geschrieben von zwen verschiedenen Missionaren, deren jeder seme eigene Orthographie, , e/ i-iiii(liiiiii . 1 ti-lx« liosi n\ho . clmku . Liti . izpoMicdcri . uzch . inoili grell . I vucrui» . da mi . ic . na zi'in zuclc Ix'iisi.iti so . na on ziicl . paki sc uzlaii . na zod ni dun . I nioti nii \t' . sivuot po zcni . 1 iiicti im ic . oi puzlic moih greclion . Bosc iiiiloziiuvi . pniMi moiv . izpovucd . nioili grcchou . Ese ") I» 5cn Wiener-Jahrbüchern der Literatur ssebenjehülc XIV Vorrede. iezem ztuoril zla . pot don pongese bih na 7,i zupt. vuurnken . i bill rrisken . Esc pomngu . ill no pnmngii . Hi vuolu . ili ne vuolu . Hi vuede . ili ne vnede . Hi u nepraud nei rote . ili ulsi . Ili tatbe . illi zavinzi.i . ili v uzrnnzi. Hi v zinistuc . ili ese mi ze tomu . chotelo . emuse mi l)i. nc doz talo . cltotcti . Ili v poglagolani . ili zpe . ili nezpe . Ili cse ii:zem ne zpazal nedcla . ni zueta vueccra . ni mega pozta . I inoga . mnogoga . fise proliu bog« . i protiu me- mu creztu . Ti odin bose . vuez . c;:co mi iega potre- ba vnelica . Bose gozpodi miloztivi . tebe ze mil t.uoriv . ou zih poslcnih greh . I od in eh mnozeh . I vunnsih . i rainsili . Esc iezem ztvoril . teh ze tebe mil tiionv . 1 zvetei n:arii . I uzem zvefim. I da bim na zem zvctn . f.acnga gredia pocazen vzel. acosn ti mi zadenes . iacose tua milozt . i tebs liubo, Bosn ti pride zc nebeze . vse ze da vmotu . za vuiz narod . Da bi ni . . . zlodciu otol . otini me vzuni zlo-rleiem . Miloztivui Lose . tebe poronso me telo . I mo dusn . I inoia zlovcza . i me delo . I mo vuoliu . I mo vucru . i moi sivuot . I da bim uzhssal na zodai den tuo milozt. vueliu . Z tcmi iese vzovues tvoi-mi vzti . Pridete otza mega . izuolieni . pri-mete vuecsno vupzcüe . i vuecsni sivuot. . Ese v iezt . ugof.oulicno iz uueka v uuck . amen. * Ein ebenfalls sprachftemdcr Missionar, dcr abcr nnstr Alphabet gebraucht hätte, würde dieß etwa so niedergeschrieben haben: GLAGOLITE PO NAS UGDRA SLOVESA. Boxe gospodi milosti\ s] , ot.ijc bosce , lebe isj)ovede :":) VBS. moj greh . I svetornu krest.u . I s\eta>xjt'jn . I svstemii pe-tru . I vsem selom ba>.iEJem . I vsšm mutjenikoni Ixoxjem. I vsšm veriiikoin btöKjern . I vsem d'^a:n pravdnem . I vsem pravdnem . I rebe, boxji rabe, hoiju beti ispoveden vsehnifflih greh . I veruja, da mi je, na sem svete bevuii, itixe na on ") 6in Schreibfehler deö unstawischcn Crncipicntcn oder Abschreibers, statt itpovädo, oder ispovedem? Wäre etwl! obcr <> der ">: Strich veiblichen'«' Vorrede. XV svet, paka xo \e3stati na sodnej
  • n . Inieil mi je wivot po sein . Iiiiäti mi je otpiislak mmih grehov . T3o>ce milosih ■■'j, priiiii ispoved tikdi'Ii p-chov . jcxo Jospin stvoril 31a, po ts dan po 7.icxc l>ah na sa svct iirmjtcn 1) , i bi'h krausen . jexe ])mm.in ili ne poini.iu . Ili vo.lu ili no volii . Hi vide ili ne vede . Ili va nepravd-nej role: , ili ve Ixi , ili talbe, i 3<-i\ isli, ili vs usmasi. ili vB ijinist VG 2). ili jexe mi se loinu Jiottflo, jeimix« mi La sc 110 dos-talo Jioluli.ili \;> ])o^higolanii , ili spe, ili ncspc . Ili jcocc jcsüm n(> spasal nrrl«.li« 3), ni svela vctjcra, ni inoga ])«)sla . I inos;a mnogoga, ji'xc. proliv /,.) liogn, i proliv Tiic-mu krastu . Ta cdiii Ijoko xgw 5), kako mi jn ga potr«-l>a vnlika . Boxe, gospodi milostivaj, t(;be se mil 1-vorjii, od sih pmslneh grčh, i od ineh mno3eh, i vemjih i menuiili, jo3co jessm st.voril; teli sc tebs mil t.vorji] , i s\al mokii 3a vas narod . Da l>a na . . . 3lodejn olel . Olmi nie vsčm 3I0-d«jem . Milostivej boxe, tebc poroni|0 G) me telo, i mo dmni, i lnroja slovosa, i me delo, i mo vo.lu. I mo veru , i moj 3fivot . I da bam usliwal na sodnaj dan t.vo milost voliju, sa timi, jexc va33oveui tvoj-mi usla : Pi-idsln otija mega iovo.loni, primes.« včijnn vescle, i verjnaj .xivot, jeacc v 7) jcst ugulovlcno i3 včka va vek. Amen. 1) Das w m rmjen I.iutct nock fttzt im Krainischcn zwischen " und a; di.la (der Nouiiuativ) ist auf jeden Fall verhört, oder verschrieben; ve,/ei-a, pmsia :c. beweisen die Nothwendigkeit deö Gemiivö auch bey »edu,Ia. ^) ^!>n zweyten Aufsähe heisit cö auch pratlv» bogn. 5) Oder soll man v«s lesen, weqen des cyrillischen v«s>? 6) In der zweyten Beichtformel hcistt eö: pnl«,, »hnc Nhincümuu, und -ru, nicht -rc». Dafür kommt aber dort der Nhincöimis 5>\l.<-.- ' DICITtf POST KOS RARA VKKÖA. '■'* "■'■ ■tie'üs , Domine niisericors , pater üeuj , tibi confiteor omne meum peccatutn . ßt sancto Christo , et S. Mariae, et S. Michaeli, et omnibus alitibu» (\ingelis alati« ) Dei .Et S. Pe-tro , et omnibus legatis (.ipostolis) Dei. fit omnibus martyiibuj Dei . Et omnibus coiitessoribus Dei . Bt omnibu« virginibus jimis . Kt omnibus Justis.. Et tibi, Dsi serve , volo ej»e confessus (Je) omnibus meij peccatis.Et credo,quod mihi est,in hoc mundo posfqunm fuerOjeundmn in ilium minium , donuoijue iurgeidum ad judicii die:n ; habende mihi est vita post h:inc , h.ibenda inihi est remissio meorum peccutorum Deus misericors! «uscipe meain cunfessionem ineoram jieccatoruni, quod lect mali ex eo die , qu.in !o fui in hunc muudu.n natus , et fui baptizatuj . Quod- memini aut non memini , Aut voluntate aut noluntate . Aut seien» , aut nescion« . Aut in injusto jurejurando . aut in memiario , autfurto, aut invidil, autiti intemperantta , aut in impudicitia ; aut »i mihi id collibuif, ijuad mihi non dec-coat collibere. Aut in loqucndo, aut dormiendo, aut non dormiendo r). Aut quod! non servavi diem doruinicam , nee sacrum vesperuin , nee meurn jejuniu .■ . Et .iliud mu'.tuni, quod contra Deum, er contra nie-um Christum »). Tu unus Deus scis , quantopere mihi illius neeewi-tas inagna . Üeui,'Oomine miieiicors , tibiime Huiui-lio de his contra jejur.ium 3) peccatis, et de aliij mult'u, et niajoribus et m'moribus , quac feci . De his me tibi humilio , et S. Mariae, ot omnibui Sanciis, Et ut in hoc murido tali« peccati punitionein arcipiam, Quam tu mihi impones, prout tua inisericordi 1, et tibi placitum. Deus, tu venisti de coelo, imo (e dedUti ii supplicium pro omni populo , ut nos malffaciori (diabolo) eriperes , Kripe me omnibus tnalefacturibui . Misericors Domine , tibi commendo meutn corpus , 8t meam animam , et mea verba, et.meum opu», et meam volunUtem, et meam fidem, et meam vitain . Kt ut exaudiam in judicii die tuam misericordum magnam, et cum illis quos vocabii tu-o ore! Venite patris mei electi, acci-pite aeternum gaudium , et aeternam vitam , quod Vobis est paratuin e seculo in leculum , Amen. t) I>n zweytcn Aufsätze steht für nan t/o?-mlsn?n, uut' nicht , «il, d. i. «i>!, !'K> für i»,i'!i!<» :e. schreiben), über das Alter der Formen 5ü, iliü, >e, über j>'.»! neoc» jl! :c. / deöglcichen daß in den zwey andern Aufsätzen ,^<)v«^ , incii^. 7. ,e, (luj). 9. ptiya. >l>. l!c>!>ill!)il. Ordnung ü. Äemi», ^emie. cpcnthetisches 6 : 8»^I!. pravicüu. inucllni 5«. pe^i, ninl^i. gv«H^2, lcvet. tcn. p<)^>el. p!u!c. XVIII Vorrede. :m ^,Es gibt nur zehn Sprachlehren von verschiedenen Mundarten. Untersucht Man sie nun nach den angegebenen Kennzeichen, so kommen gerade fünf Mundarten unter der ersten und eben so viele unter der zweyten Ordnung zu stehen. - '> ,,, Unter ä. 1. Das Russische. 2. Das Xllslawonische. 3. D.'ö Serbische (Illyrische). 4., Das Kroatische. Hi- Das Slowenische oder Win-^ bische in Krain, Steyer-mark, Kärnten. Unter V. z. Das Slowakische. 2. Das Böhmische. 2. Das Wendische in der Oberlausitz. 4. DaS Wendische in der Unter- lcNlsitz. Z. Das Polnische, mitdcrSchle« fischen Varietät. ' Die Russen scheinen, als Russen, d. i. ihrem Hausdialecte nach, ursprün^'ich ein Stamm der Ordnung II., aber durch den Einfluß des südlichen Kirchenslawisch auf ihr Schrift-Russisch, odcr auch nur auf die Orthographie desselben / sich in die Ordnung I. herübcrgcschobcn zu haben ; denn sie sagen in ihrer gemeinen Sprache lieber lo^ni,,, ve,!:U3, und neben pii^a schon vor Alters ^«t-I zu Tübingen im Herzogthume Würtemberg drucken. Im I. i555 erschien seine krainische Uebersehung des Evangeliums Matthai , im I. loo/ der erste Theil des neuen Testaments V c> r r r d r. NiUlX sd. i. die ^ Evangelien und die Apostelgeschichte >, und im I. i5l^(j der g: die Windischc Sprach zum ersten mal verdolmetschet/ vnd mit kurzen vcrstendigcn Argumenten vlw Scholicn erklart). Auf die windische Vorrede folgt die Unterschrift Piiiuo^i 'Iiü^er i« ^^.^i/in/e. — Das lctst Theil des ncwcn Testaments/ in welchem begriffen scind die Episteln des heiligen Apostels Pauli zim Hebrccrn/ Item Iacobi/ Pctri/ Iohannis, Iudc,sambt der Offenbarung / mit kurzen verstcndigcn Außlcgungen. Vlilnn^l ^.O.^XX.V1I. In der Vorrede sagt der Verfasser/ er sey zu I^l./.ln/.a i5u8 geboren worden / und habe i52o erstlich in der Grafschaft (^iii, nachmals im Lande Crein das Evangelium gcprcdiget. (Schnurrcr S. i2u). Die zweyte Auflage des ganzen neuen Testamentes ist vom I. l5Ü2. Ta celi novi icsiuniciit . . . skusi Primo-sLa Truberia Craiiua liaslzLizhcria. Primus Trüber , unser literari'schcr Columbus, wurde also im I. i5o8 in Untcrkrain zu linu^u (Tru-bcr schrieb zwar K.»^^^^») 3 Meilen von Laibach / von gemeinen Acltcrn geboren» — Da er als ein eifriger An-hangcr der neuen Lehre im lande nicht bleiben dürfte / so bestimmten ihm die Stande im I. i5l)H einen jährlichen Gehalt von 200 Thalern / den er bis an das Ende seines Lebens genoß/ und versahen ihn mit einer inständigen Empfehlung a>l den Herzog Christoph von Wür-tcmbcrg. Im I. i56o schickte er durch seinen Sohn Feli-lian /^'«/„/„/«'.f <7c>/,<7n/t//ae nach Krain/ welcher dann als evangelischer Prediger hier angestellt wurde; er erscheint in einem dem hicrortigcn Domkapitel gehörigen Copulations-buche sehr hausig mit seiner eigenhändigen Unterschrift bis zum I. i5g5. Nachher wmdc er Pfarrer zu Grünthal in Würtembcrg. Primus Trüber starb als Pfarrer von. Dercndingcn den 28. Juni i5L6. Ein Schreiben an die Verordneten in Kram vom I. i586 war von ihm eigen-handig folgender Maßen unterschrieben: Primus Trüber, gewesener / ordentlich bcruffen» prascntirt- und con^ d " M^ V o l t t d ,. sirmirter Thumhcrr zu kaybach , Pfarrer zu Lack bey Natschach, zu Tüffer, und in St. Bartholoma-Feld, Ca-plat! bey St. Maximilian zu Cillu, Windischcr Prediger zu Trieft, und, nach der ersten Verfolgung, Prediger zu Notcnlnn'g an der Tauber, Pfarrer zu Kcmpten und Aurach, nachmals Prediger der Ers. Löbl. kandschafft in Crain, und in der Grafschafft Görz zu Nubia; und, nach der andren Verfolgung, Pfarrer zu Lauffen; und jctzund zu De« rendingen, bey Tübingen. ( S- Valvasor's Ehre des Her-zogthums Krain Thl. II. Buch VII. Cap. g. S. ^7.) Georg Dalmatin übersetzte die ganze Bibel in dit krainische Sprache. Im I. iö-8 wurde der /^«/«ie«. e/i«^ zu Laibach gedruckt, davon sich aber kein bis jetzt bekanntes Exemplar im Lande befindet; eins besitzt in Wien die k. k. Hofbibliothck, und eins ist nach Dobrowsky's Nachrichten zu Gotha befindlich. Da lma tin's ganze Bibel wurde zu Wittenberg im I. »584 gedruckt; denn der Druck in Laibach ward vom Hofe verbothen. Von dieser ganzen Bibel befinden sich mehrere Exemplare in Krain , wie auch (aus der D. Zoisischcn) in der Lyceal - Bibliothek ein Bethbuch Dalmatin's, Windisch. Wittenberg i58/», 6vo. Im hiesigen Domkapitel'Archive ist voriges Jahr cm von Dalmatin und seinen Mitarbeitern eigenhändiges Vcrzcichmß der von ihnen Getauften vom I. l5/6—i5t)6, Vermahlten v. i5/8—l5g7, Communicirtcn v. i5?8—i5c)3, und Begrabenen v. i5/6—i58c) aufgefunden worden. Dieses Manuscript in Folio enthalt manche für die Geschichte nicht unwichtige Anmerkungen. Jede zweyte Seite ist paginirt bis S. Z27; ts fehlen aber gleich im Anfange die Blatter 2 / 3, /> und ü. S. 327 ist noch ziemlich deutlich zu lesen: „ Den letztcn Augusti (im I. 1569) ist vmb Mittag selig in Gott verschieden der Ehrwürdige vnd wolgelerte Herr M. 6. bey S. Peter ehuich ist zur erden bestattet worden, dem ich Ueneci. 1'vroter zuvor in der Spitalkirchen Vorrede. XXj die Leichprcdig gethan, «us Iv^m 56 (5/) «.-»pit. Wo der Prophet klagt, wie der Gerechte vmbkomc, vnd die ?euth ncmei, solches nicht Zuhcrz, vnd daraus fürnemlicl) diß g,'-handelt, wic es doch Gott meine vnd was er für vrsach habe, daß er seine Junge, getreue vnd solche Menner,,die Gott vnd seiner kirchcn hcttcn noch lang dienen mögen, vnd alters halber noch lcngcr vnd viel Jar leben, er sie durch den tod aus diesem leben, so bald wegraffe vnd sterben lasse". S. 22/» im Verzeichnisse der Vermählten heistt es: „ />o«i. ^)/,/,iüi." S. Iic» i/2 >/l,»,i,le^ t^. Dalmatins einziger Sohn bey s) Jahr gestorben 2ti. May i5iV,. S. Z21 1/2 des Georg Dalmatin 2 1/2 Jahr alter Sohn Marcus gestorben l6. Juli lüL/, Auch einige Tochter von ihm kommen unter den Getauften und Verstorbenen vor. Woher Dalmatin gebürtig sey , kommt hier nicht vor; aber in der hierorngen Lyceal-Bibliothek ist ein »,'///'«"«-,/«//< 6^«ec«/«///,«„i Vj,/.s<7e«'i' KI.O.I^XV. aufgefunden worden, worin auf der ersten Seite am Nande diese Worte mit eigenhändiger Schrift des Dalmatin aufgezeichnet sind: ^.'^7 /lö//^ tieo,'^/ ^>a//»«ii'/ll 6«/'H/eVt/ia-«l »566. Man stellt sich unter dem aus den Volkssagen bekannten Schimpfnamen 1»iL Kol»»!« gewöhnlich den Georg Dal< mann vor; allein Valvasor II. Th. S. ^3^. behauptet, daß dieser Schimpfname nicht ihn (G. D.), sondern einen ander» protestantischen Prediger Namens Georg Iereschitz treffe. Sebastian Krell, (der nach Valuasor i5«3 3ruber'n als der krainischcn Stande Pradicanten adjungirt ward, und i5l«) als .V,i/,^,'i>,/ starb), übnseyte Spa,,genpe>'g's Postille. Der erste Theil wurde gedruckt un I. 150/, davon man bis jetzt nur um Ein Ercmplar (im )iM'" V o r l e d e^^ t^er k. k. Hofbibliothek in Wien) weiß. Die ganze Postille' wurde 15/8 in Laibach aufgelegt; Ein Exemplar davon befindet sich (aus der k. Zoisischen) in der hiesigen Lyccal-Bibliothck. Luthers Hausvostille von Trüber, Tübingen i5l)5 in Folio / besitzen die Priestcrhaus- und Lpceal-Bibliochck. Trüber, Krell, Dalmatin und B oho ritsch gehörten zu einer Ncligionspartcy, die in diesen Landen dem kraftvollen Willen Ferdinands II. unterlag. Zelotismus hatte sie zu Krainischen Schriftstellern gemacht, und die Folge davon war, daß der Haß, der die protestantische Partey verfolgte, auch ihre Schriften mit traf. Der standische Bücheruorrath auf dem Landhause war den eben eingeführten Jesuiten überlassen: was diese nicht auf der Stelle den Flammen opfertcn, ging 1774 bey der großen Feuersbrunst sammt ihrem Eollegialgebaude im Rauch auf. ' Noch mehrere andere Bücher aus jener Zeitperiode sieh in Kop. Grammatik S. I89—457. und spätere Schriften S- 58. u. w. Krainische Sprachlehren. Des Adam Boho ritsch sirclicae harnlae snc-cisivae de JLalino - Carniolana Hleralnra ad Lati-nae linguae anologiam accommodata etc. TViiebergae U.V,I.XXXIlIl. 8va. Bohoritsch war Rector der ständischen Schule zu Laibach; im oben erwähnten Dalmatin's Taufbuche sind 6Kindcr desselben aufgezeichnet/ er soll Un-terkrainer gewesen scyn, aber woher? Wer weiß was Meh-veres von seinem Mitarbeiter Sebastian Krell? Des Eapuciners ?. Hipp 0 lytus (»' I^uvi^a Ne«t3, wie er sich in scmcr Uebcrsc^unq des Buchs T/toinae a Jiempls iwitctfchrej&t) Grämmaiica Lalino-Germanico-Siavonica. Ex pcrcelasio exemplari ad modernam in Vorrede. XXlil i« e/c,. ^,«/>«cl' 17»5. Lv«. Er lieferte eigentlich mir eine zweyte Auflage der Bohoritschischen Gra,nmatlk «nit W^ lassung einiger Capitel. Alu Paradigmen der Substaül^^ sind ihm, wie seinein Vornihren, u/li«, lui,!,, ^i^l^i (!), Der Instrumcntalcasus fehlt ganz, und indem er scinc n Ablativ die den Genitiv regierende Präposition n»I vorsetzt/ auch der Local. Im Gemt. dual, hat er >,il iulllii, dual, aber «/.Iie!,uiua^ ^»idin.-l (für jü«»»«»^). Des barfüßigen Augustinermönchs 'n m.'i'tlN , mn: Gi-ammatikcr, nur Ortlwqrn'bm waren sie ciwual nicht', und flchrt als Beysviel fehlerhafter Orlbogr,,p!»e ?)?>uch.,^ XVI. 2<>. unter andern auch Dalmarin'S Bibel an: l>!lu, lie 1,n, all.!, !>e n« vuln 5vc?jt ,ei, und ft'ht IM-zu : „ So schreibe ich (P. Marcus) , und kann mich für jeden Buchstaben rechtfertigen". /ll>um /«/?««'//-> Die hierortige?yceal-Bibliothe? besitzt zwey ungcdruckte krainischc Grammatiken von den bekannten Bibelübersetzcrn Blas Kumerdey und Georg Ja pel- Der erste verfaßte eine mit andern Dialetten vergleichende auf 2Z5 Boqcn halbbrüchig geschriebene Grammatik, aber ehe er sein Werk vollenden konnte / übereilte ihn der Tod ; der andere hinterlich eine vollendete und im I. 1807 mit l,«/,/-//7i«/«/> versehene Grammatik im Manuscript. Auch die Alumnats-Vibliothek besitzt eine vollendete krainische Grammatik von Johann Debcvz/ gewesenen Bencsiciaten und Katecheten an der Mädchenschule bey den Ursulincrinnen. Freylich sind diese drey Grammatiken noch bey weitem nicht das, was sie nach der Verfasser Plan seyn sollten. Ihr hauptsachlicher Fehler bestehet darin, daß sie sich, anstatt analytische, historische Berichte über die Sprache zu liefern, oft von Sy>-siemliebe irre leiten ließen. Johann Debevz hatte es auch im Jahre 1796 un« ternommcn , den angehenden Priestern Vorlesungen über die Grammatik der Sprache zu geben, die sie in ihrem Berufe alle Tage sprechen, und also auch grammatisch verstehen sollen. Leider wurde diese schöne Anstalt durch die feindliche Invasion 1797 gestört, und — bis zur von Sr. k.k. Majestät 1816 assergnadigst errichteten öffentlichen Lehrkanzel der Slowenischen Sprache, nicht wieder hergestellt. Des Herrn Barthelma Kopitar Grammatik der Slawischen Sprache in Krain, Karnten und Steyermark. laibach ,8c>6, 460 Seiten in 8vo, Einleitung XI^VIII. Gründliche Bemerkungen, voll gesunder Kritik und geläuterten Geschmacks. Niemand, der sich mit der slowenischen Literatur beschäftigt, soll dieses Werk ungelesen, die schönen V o r t c d ,. AXV, Vorschriften unbefolgt lassen. In einer Nachschrift S. 385 -4(i<^ wcrdcn nicht nur die ältern Erzeugnisse der krainischen Schrifnlcllcr, sondern auch die mit Glagolitischen lind Cyrillischen Buchstaben gedruckten kroatisch - illurischcn Bücher, die Trubcr gewöhnlich mit Vorreden versah, vollständig beschrieben , lder, wenn es schon Andere gethan haben, kurz angezeigt. Von diesem Werke schrieb der hochgelehrte Herr I. D o« brow sky in seiner Slowanka S. 233. „Allerdings wird diese Grammatik '" l>"' krainischen Literatur Epoche machen, und des P. Marcus willkürliche Neuerungen wer< den bald vergessen seyn". Wirklich hat sie Epoche gemacht, sie hat die theils auf Systcmlicbe, theils auf Vorurlheile gegründeten Irrthümer mit Kraft bekämpft; ihr haben wir es zu verdanken, daß sich nach und nach talentvolle Manner auf das Studium unserer Sprache verlegten, auf der darin leider nur zu kurz bezeichneten Bahn fortzuschreiten, und die darin nur kurz angegebenen Grundsayc zu erweitern suchten, und veranlaßte dadurch bald nach ihrem Einstehen nebst andern Schriften auch drey neue Grammatiken, als: a) des Valentin Vodnik in der krainischen Sprache lUii, 190 Seiten in Uvu. 1)) des Dr. Franul v. Weißenthurn in der l'ta< licnischcn Sprache Saggio grarnmalicale Ilaliana-Cragnolino cumposto da Kincenzo Frnnnl de JVeissenthurn, Dot tore dllegge. Trieste 1811, 355 @. in 8vo. Der theoretische Theil ist ganz nach K 0 pita r's Gram» matik bearbeitet. Im praktischen Theil ließ Franul i.' > » harts .VI :> < ! /. 1l i K abdrucken , worauf ei» Verzcich-niß der Wörter und Phrasen, die im genannten stücke vorkommen, nach der Hicihe der Auszüge folgt. , ^,,. >, XXVI V o r r e d e. «) Theoretisch - praktische Windische Sprachlehre, durch viele Uebungsstücke zum Ueberseyen erläutert, mit ei- ncr auserlesenen Sammlung von Gesprächen und einem " ' Radical-Wörtcrbuche versehen, herausgegeben von I o h. Leopold Schmigoz. Grätz 1812 , Zlgf ^ ' Seiten in 6vo. ,^ , ,,,,<'/ ^ - , ,,, Meines Erachtens hatte Herr PeterDaink 0 besser gethan, daß er sich in seinem Lehrbuche der Windischcn Sprache, Gratz 1824, 3^4 S. 8vo. in mancher Beziehung mehr an den Schmigoz gehalten hatte, allein—7«/- Die Winden oder Slowenen lieben ihre Sprache , und haben nicht Ursache sich ihrer zu schämen. Aber seit den Kinderjahren der Fortbildung derselben entrückt, sindcn es geb 0 rne Slowenen in den Jahren der Studien zu mühsam das Versäumte nachzlchohlcn, um sich fertig in ihrer Muttersprache auszudrücken, und gut geschriebene Bücher zu lesen. Wie viel verliert nicht dadurch der Beam-, te, der Nechtsfreund, der Geistliche, der Arzt, der Offizier, der Gutsherr? —Solchen nun das Studium dieser nothwendigen und an sich gewiß herrlichen Sprache auf cine auch den Verstand, nicht bloß das Gedächtniß beschäftigende und daher angenehme und gründliche Weise zu erleichtern, und vorzüglich auch meinen Schülern ein ihren Vorkenntnissen angemessenes Handbuch zu liefern, machte . ich mich an diese Arbeit. Der hochgelehrte Herr ^Kke Dob row sky hat, wie sich der oberwahnte Herr Recensent ausdrückt, „durch seine, man möchte sagen, grammatische Methode des Etymologisirens, diese Wissenschaft dadurch bedeutend gefördert, daß er nichts der ratheichen Phantasie überlassen, sondern strenge Rechenschaft von jedem einzelnen Buchstaben haben will. Was dem Worte, nach Ablösung alles Gram- , malischen (durch Bildung und Biegung hinzugekommen),' bleibt, das ist ihm dieses Wortes Wurzel, die er dann- Vorrede. XXVIH nicht weiter anatomirt oder analysirt". Dadurch wird nicht nur vielen grammatischen Irrthümern vorgebeugt/ sondern auch deutliche Eü^sicht in die ursprungliche Bedeutung der Wörter crzweckt. Wie viel Dank sind wir ihm nicht schon für die bloße Erfindung und Darstellung der sechs Formen an den Zeitwörtern schuldig / und so natürlich auch diese Formen im Baue unserer Sprache liegen / so war doch Niemand vor ihm so glücklich dieselben ergründet zu haben. Nach dieser Methode habe ich gegenwärtiges Lehrgebäude nach Thunlichkeit und mit dankbarlicher Zuziehung aller mir zu Gebothe gestandenen Schriften der hochgelehrten Herrn Dobrowsky und Kopitar, als der größten Philologen unserer Zeit, zu bearbeiten gesucht. Möchte doch das Werk dem Vorbilde nicht zu weit nachstehen! Nicht wenig wurde meine Arbeit durch die zwar von allen unsern Litcratorcn als wesentlich nothwendig erkannte, aber doch immer bis zu diesem Zeitpuncte unterbliebene Er-ganzung unserer Orthographie erschwert. Nie würde ich diese Unternehmung gewagt haben, hatten mir meine bic-dcrn Vorfahren nicht einen sichern Weg dazu gebahnt, und ncbenbcy glaubte ich durch wohlgcgründcte häufige Klagen, die alle unsere Litcratorcn über die Mangclhafrigkcit der bisherigen Orthographie einstimmig erhoben hatten, berechtiget zu seyn auf eine gute Aufnahme dieser nothwendigen Neuerung zu rechnen. Schon P.Markus versuchte es unserm orthographischen Mangel zum Theile abzuhelfen / aber — unglücklich! Eben so wenig ist dieß dem Herrn Peter Dainko ge ,n/e«H7 ^«^l'^/e ^s/ /'.,>/«. Worüber Schlözer in seinem Nestor /,. 3H. S. XXVIII. „Man kann und soll nach Vollkommenheit „ streben, und muß gleichwol, da die Natur feinen „ Sprung macht/ anfänglich mit halbvollkommner Arbeit „ zufrieden seyn. Zögert man damit, in der besten Mci-„ nung, das Gute recht gut zu machen, und will die un« „ vollkommne Arbeit nicht eher producircn, als bis alles „ vollkommen ist: so zieht sich die Unternehmung in die „ Länge, die Arbeiter erschlaffen, oder sterben gar darüber „ weg, und bleiben one Fortsetzcr." Laibach den 21. May 1626. Franz Metelkv. XXXI Inhalt. Einleitung. Seite Aussprache der krainischcn Buchstaben........ 2 Verwandtschaft der Buchstaben, Doppcllaute...... 9 Engere Grundlaute und ftüßigc Vocale....... 40 Ilcbcrgang der Vocale............. 41 Verwandlung der Consonantcn.......... 43 Buchstabcnzusatz............... 45 Elisionen................. 47 Ton der krainischen Wörter........... 43 Bildung der Wörter. Stammlaute und Stammsylbcn der ersten Classe .... 22 Stammsylbcn der zweyten Classe.......... 33 Stammsylbcn der dritten Classe.......... 29 Zweysylbige Wurzelw'ortcr............ 34 Wurzelwörtcr mit 4 und 5 Grundlauten....... 34 Biegungs- und Bildungslaute........... 35 Allgemeine Geschlcchtsbezeichnung......... 36 Bildung des Substantivs........... 37 Verkleinerungsformen.............. 60 Vcrgröstcrungsformcn.............. 62 ^V,. Bildung der Eigennamen der Alten........ 63 L. Volksnamen............... 64 sl. Feminine................ 66 Zusammengesetzte Substantive...........63 Bestimmung des «Geschlechtes der Substantive..... 7l Bestimmung des Geschlechtes der Plurale....... 74 Bildung der Adjective............ 7Z Neine Wurzelwörtcr.............. 76» Abgeleitete Beywörter............. 76 XXXII Inhalt. Seite Verkleinerungsformen der Vcywörter........8? Zusammengesetzte Beywörter...........UL Bildung des Comparativs und Superlativs......9N Bildung und Formen dcr Zahlwörter.......92 Zusamnicngcsctztc Zahlwörter...........93 Bildung und Formen des Fürwortes.......98 Nildung und Formen des Zeitwortes.......4U2 Vcrba der ersten Form.............102 Verba der zweyten Form............1U8 Verba der dritten Form ............409 Verba der vierten Form............412 Vcrba der fünfcen Form............416 Ableitung der Iccrativa.............448 Iterativ« nuf j-u?...............420 Verba der sechsten Form............423 Verba reflcxiva oder rcciproca...........427 Verba pcrfcctiva und imperfcctiva.........123 Bildung der Pcrfectiva.............133 Bildung des Futurums.............435 Bildung der vergangenen Zeit...........433 Bildung des Optativs.............43? Bildung des Gerundiums............437 Nildung des Imperativs............439 Bildung dcä Infinitivs, des Supinum...... - 441 Bildung des Passivum............ . 441 Verbalia oder Participial-Nennwörter........442 Formen derVorwörter............443 Bildung des Nebenw ortes ..........453 Gebildete Ncbcnwörtcr vermittelst eigener Laute.....455 Zusammengesetzte Nebenwörter..........457 Zusammensetzung derselben mit Vorwörtern......458 Ableitung derselben von Beywörtern.........460 Comparativ und Superlativ derselben........461 Conjunct! on en..............162 I ntc> jcciion c n..............467 Inhalt. XXXIII Biegung der Wörter. Seite Declination der Nennwörter.......... 459 Charactere der Declinationen...........170 Allgemeine Bemerkungen............473 Declination der Männlichen........... 475 Declination der Sachlichen...........184 Declination der Weiblichen............484 Das bewegliche L ............... 439 Das mildernde «............... 489 Declination der Eigennamen......... .'.439 Declination der Beywörter.. .........492 Declination dcö Comparativs......... . .495 Biegung der Zahlwörter...... . . . . . 195 Biegung der Fürwörter...........198 Conjugation der Zeitwörter..........205 Personen des Imperativs............203 Bezeichnung des Geschlechtes...........240 Conjugation des Zeitwortes «»in ..........244 Characterc der Conjugationen...........243 Alle drey Conjugationen.............245 Anmerkungen zu den drey Conjugationen...... . 220 Unregelmäßige Verba............ . 220 Fügung der Wörter. I. Regeln der Angemessenh eit. Welche Redcthcile sich nach dem Subjecte in Ansehung des Geschlechtes und dtr Zahl richten......223 Zwey Substantive im gleichen Verhältnisse......223 c XXXIV I » h " l t. Seite Mehrere Subjecte « *iti, slaiosli no |irijoin-iöiji, nikolijexc pei|aii no KjusHcni ail v<'r!)tun inlerprft.ilio. Si avus nostcr non jx'c-cassct, tiini in socula oi orat vivoro: sonorfiitoin non ra-piciili, iiiin<|uanujuc curam lia- *) Der gslshrtt >i»d hochvlldiliüc Hcrr ^joliasai'ik »emit mi! N,'chi dic «l!r» Dc ü s»i ä ll'r >, r i » > N » »a » s sch ö pfb arc » Äs!!»< licii für dr» slawische» Sprachforscher, sofern rr ei»e f>re ii»d gründlichere Veka»»!schafl mit dem Malerialr s>i»er Müt-lersprache bezweckt. Obgleich i,»» dir Oensüialcr dieser crste» Zeit erst iü Abschriflc» «üs dem XI. »»d XII. z»u> Theil a»ch n»s dem XIII. Iahrhunderlc auf ü»s gssommeü s>»d, so ssrbe» sie demwch «üch i» dieser, i» K!ei»igse>le» veränderte», wesentlich aber u»v!'s.-ä»derte» sscslall dem srilischen »»d »»befangenen Forscher ei» l'in >"»g!ichss Ze»gnis! über die »!sch,i!sl'N!>eit »nd de» Ba» der slawische» Sprache znr Z^i! (<»ril!s, Darans s>,»» »na» a»ch solger», welch rine Ernte die siinflig,» slawische» Eprachforscher crwa>!rl, fobald »uhr solcher »nschähbarer De»^»^^ so redlich nnd gelre» durch de» Druck , vsiöffenilich! wcrde». wie dieses bereits mit einige» arschshe» ist.« I«rd. slaw. Jahrb. 1^»8, S. «». ') Dirscs Drnkmal s.iin- Homili,', wird dem Haronlaner ^Vlx'aliain (der zwar einmal im Glagolita ^'ai'niol!^ >o»st aber inimer ^'aran- ä XXXVIII si irnaj. ni sle3na telese imü-»i, nii ve V«kej jemu he 10 aeiti. Ponexe 3avistijii he} neprija3iiinii vejgnan od sla-ve} boxije, potom na narod qlovewki? strasti i peifali pojdii., i nemoiji i hc3 qrci- 15 du smsrt. I pak«j, bratrija. pomnem se. da i sejnove boxii nareifem se. Potoinuj 80 exe stit dela sotonina: exe trebii tvorim, hratra oklc-vetain, e3«e tatva, exe 1713-1 ho}, exe plsti ugoiienije. e»e rotej. koihseene pascmj' mi ja prestiipam, cxe ne-25 nav'ist. Nils xe t«h <1«1 ini;r3ii«e pr«d boseima oi|i-111a, stloxete potomii; s«jn-rji; videti, i sami ra3iim«-30 ti, exe ben1« prevae ijlov«-rji ve liqa taqie. ako»e i inej jesmi?, tere neprija3ni-na vs3nenavid«ujej a bo-35 aciju va3lubime; da potoinu nejn« va qrekvah ih kla-nam se, i modlim se im, i ijesti ih pijem^ i obeli 11a-u;e im nesenij 0 spasenije teles nauih i duu/ nawih. 40 Tijexe inoxem i mej cu'te bejti, eije taje dela nai{nem 45 delati, ja*e oni delauie. Oni bo laqna natrovehü; acejna napojah»; brosa ohiijalui; naga odaahii; malomogiiiia \s ime boaeic possifalni: 50 mrB3na segrsahüj stranna beiiti, nee lacrimabile corpus habenti, sed in secula ei erat vivere. Postea«{iiam invidia suit diaboN expnlsus a gloria divi-na_, tune in germs huinanuin passiones et curae innibtiere, et morbi et sine ordine mors. Et iteruin, fratres, recorde-mur; ut et silii Dei Aocemnr. Ideo abstineanius his abomi-nabilibiis operibns. quae siint opera satanae: quodsi (neinpe) sacriliciiim saciinus. fratrem ca-Ininniamur, itemquc lurtiim, item latrocinium, item carnis extinmlatio. item jurajuranda . quae 11011 observainiis;' sed ilia tninsgredimur, item invidia. JVil(|iie Ins operibns abomina-bilius ante oculos Oei. Poteslis ig'itur, lilioli; perspicere et ipsi intelligcre. quod snore priini homines de faciebus tales qua-les et nos sumiis, et diaboli (quae suns) oderunt et divina dilexerunt. Ut ita«jue mine in ecclesiis eorum geiiullectamus, et preecmiir eis, et honorcs (honoriV) eorum bibamus et ohlationes nostras illis ieramus pro salute coi])orum nosfrorum et aiiimariiiu nostrarum. Tales possumus et nos adhuc eva-dere, si cadem opera coepc-rimus siicere, quae illi sacie-bant. Illi enim esiirientem ci-babant, siticntem potionabant, midipcdein calccabant, nuduui vestiebant^ aegrotum in Dei tanii» sssi'aintt ivild), Fscisi,,gs>- Nisckofc row I. »57 tis 9»4, ans ttifligcu Oriindc» zngrngiu-t. l!,iftr III. Deükmol ist »och nlttr. Nach dicsen unsern Sprochdcüfmä^rn ist das ättcstc Dciism.il dcr Rnffc» das Ostromir'schc Evangelium v. I. 1057, i>»d das dcr BöHmc» ci» kleines 2l1 Wörter enchalttutss Aruchstück ciües Diploms ». 1.1058. XXXIX pod krovcj svoje veved«-l-iii; VH (yinnii];ili i ve *e-|«3ii«li viixHi vfkläpeiH'h pos«i|alni. i vaiins bowie ta 55 iilaui.'iHii. T«mi. teini (i s« (Jičli ho»1!! priblixatre. Tako (U) si'jniji. i mini s« moduli qesarstvo svoje. exe jest ugolovleno ijko-iii dokoni ijvolenikom bo- (55 )cieii). I jesiiiH, bralria. pojvani i bfjeni. ego*e m: mo «em nikixe |jija ni ukiyjti, ni kakowc ub«(d bonima oi[ima sttiti, i sfjii prijii iin«ti, jiixe jesi'in povednl. N.'iu; 90 gospod sveti'j kristus, ixe jest balij tales lumih i spa-sitel duur nauiih. to naj poslediie balovanije po-sl«dne postavi\f ka3al je, 95 imxe se iiain dostoi od je-po 3av«i|ati, i jenui se oteti. Prajuie liau'i xcstoko stradahfi; nebo je tepshü 100 nietlanii, i pri ni'3n« ogni ])ei|alni, i inei|i U'luiHii, i Iio l«su vainahii. i 3fel«3nej iliii|i je n^drgahfi. A to pak ini'j lii'jne nauii prav-dnu v«ni i pravdmi ispo-! vedjii toje lnoxem storiti; nomine visitabant, srigeniem calesnciebant, pcregrinum sub tecta sua intiodiicebant. in car-| ceribus et ierreis compedibiis vinctos invisebant, c\ in Dei nomine eos consolabantiir. His, his 1II1 operibus Jjeo ai)pn)nin-({iiabant. Sic, liliolj. vt nobis (est) exorandns siipVeiniis i)ji-ter, Uoniinus, donee nos ibidem collocet in regno suo, ijiiod est paratum ab initio ad linem eleetis Dei. Et suinus, IVatres, vocati et excilnti, cu-jus I'aciem non jiossuinus nul-latenus occultaie, nee iillo modo essugere, sed est standum ante tlironiiin Dei cum adver-sario nostro, cum malesactore aiitiquo, et est ante oculos Dei iimciiique suo ore et suo ser-mone conutendiun, quod in hoc muiido quivis fecit, si\ e sit bo-1111111 sive liialum. Sic Imjus diei? lilioli, inementote, qua non usquam est declinare sed est ante Dei oculos standum et liaec actio habenda quam di-xi. Foster Dominus, sanctus Christus, qui est medicus cor-porum liostrorum et salvator aiiinitnum nostrarum, hanc 110-j bis ultimam medelam ultimo jproposuit et monstravit, qui-| bus ob ipsiuu conveniat nos renunciare et cui nos eripere. Alajores noslri graviter sunt l»assi 5 njim cos verberabant virgis et ad humilem ignem torrebant, et ^Ijitlii« decolla-I bant et ligno suspendebant et i'erreis uncis eos lacerabant. At hoc nos mine nostra just» fide et justa consessione idem possumus sacere, quod illi ilia magna jtassione fecerunt. Er- XI. eaee oni tii velikii strasti-1 110 jii stvoriuie. Da potomu, sejnqi, bostie rabej pi'i-3vavure tere im grshej va-we poqtste i im i3pov«dw? bod«te grehov vaurih. go, silioii, Dei servis advoca-tis et eis peccata vestra enumerate et eis bene praeparati confitemirii peccata vestra. Erklärung. Z. l. Nize für uüscr ize wenn, wie u-e für ewi>e, «e fiir »'ls etc. Vor dcn Optativ seht ma» doch licbcr Kn als lie: !lo b« st. i>« be etc. v« v«IrH»»drrtr, .jem» für im», b« ist das einfache Pi'äteriNüii der ii. Pcrsmi war, wo-vo» die 1. Person ball; xiti st. »ivätt' leben, pi^emlüiii ') ist der ') Nachdem dcr Grundtrrt Hirr swl'ini oiich ft»st »»s sclt,'») dr» Mit-tclllNtt zwischc» n mid,, durch <» d.nstrlll, >u,d „„ftrr Mn,,d,nl sich ga»z fii>' n eittschicdcii Hat, so ware in d>'r BczisH»»!, dicft Brzrich-lNlN!>s,itt dlirchqchends onzinirHMl',!. Obwül»! Hii'r das DrHining^zci-chc» ober dem n (d, i. il^ bersten, pn-izits ausruhe!! ; «tüpite treten, »lopit^ schmelzen; loipai'e das Baden, lloptl^e das Grabe» etc. No Hiinat auch in »iele» andere» Fällen die Bedeutung des Wortes »o« der Betonung des Vofals ab: issi'a das Spie!, iK,-« er spielt, d)lall der Kligelstein; dlijn sie geben, dnj<» sie pflegen zu gebe» ; ,imit« abrichten, mnitL abwaschcn; prüdate feil biete», prodät^ «ersaufe»; na po^üdo auf das Geschirr, na püzodo auf Borg etc. I» Mcksschf der Aussprache anderer Dialekte bezeichne ich übrigens den Miüellant zwischen « und >, durch ,',, Den Hier durch ,i dargcstellle» Laut l>at zwar Dobi'U^v«^ mil „ verwechselt, Hingegen aber Hr, D,-. Nililn^iell in seinen sehr empfehlnngswerthe» 2 Eckriftcn: ^.Iladiee» liliKiiae «wvenwae »nd 8. ^oanni« Obi-/8cl»!!^<»i'»»l) ,'««,»! Sorge, im^' ist das kurze Gerundium st. iili«. — Z. 5. lew«l; st. t«I««.l^ auf die Augmcute bei sächl. ^.enuwortrrn folgt bei den Alten <;. st. ». — Z. N». l'nuli»ll: nachdem, ^.-»vi^li.j,'! durch )ieid, ist der Instr. ohne Präposition, X i'i^n.ll! st. !H^»l!!! ausgetricben, VL^ oder VI st. ,Z ist i» Käru-ten iu einige» Fällen uoch üblich z. B. vi^,-^«! Frühling d. i. Aus-gang des Winters, Vl^ic»!»!. ü, n, Frühlings-; «!.lx^ Gcnit. st. «lilvl!, ,^t!ll!>l. beiden, Leidenschaft v. »ll'»j!'! oder >>«^l«>we sie fame» darüber, !>ci»!»!< ,^ira»kl,eit st. kole^'i',, !)»'^ st. Ixl'Z ol>nc. — Z. 15. Z st. in und, i>>'!!»6l wieder, Ixütlii.'l Bruder, wie tov.'li-wi^l, l»u>!!l!«i» !>« ist der Imperativ st. ^i>«»!»!!!i»<> >ll>. «^nnvl: ') ist der Rom. plnr. st. »inuv^o. n^lüüsin st. Ziliüxiuiu »(.>, mLr^!^«ll st. N!>lt!l!l, «3l0 d. i. .i^xo welche, das angchäüsstc »« zeiqt die Ve;ie!u>!!,q an; «ul oder «lit st. 8!>i. (li>>^ ist bei den Alten der Vocativ), >»!!>,!! <«»>») Faste >»wxl. .VIi>!!!',^il l)miul>l. ") — Z. 2s). ll«!)u oder ll«!»ü ist der Accus. von U«!ill Opfer, lvui'im für unser «luiLln«, »klcvlilüm d. i. n>»!!>vl>llnu, !ll^!,n> «tt'. j»ll tlltvm», pu l.<^!i<>> <.'!«'. >»Ii><> (>,<»!< i» der Bedeutung die Haut ist noch üblich) !iAl»,',.i» bc6 Fleisches Aufreizung, rol^i Eidschwüre, knilix!!l!ll für ,!!»z»!lk >il, ^!««lo>»llMU, l>!':!!»1cM0) »l.'»nvi8t st. «n- V!ll,». — Z. 25. ^lnxcw st. luorclC) «i>>!Uii st. 8>uIiL, villsli st. villütl». — Z. ^s». LXl; I)»w« st. <1^' «c» liiii) nknxtt ! mej ^e«ML st. !I<<1!'UM!' ,«!»w t>«1l> !»!. IU >»!l>l!Z»!N!l st. llmlilsl'V« ! X l'^^Il!)!« « st. i» !)<) (vo^n, !iX!!!!>l») 8« ,i!!'. — Z. 35. Ill'i»« st. Z«Il.l) K!.lN.!,!I !>« st. l>« !l!i!l!l!ln, ! ÜXXÜilN «« iin st. !l! jül >I(!«t!!»U) in MNlilim st. mulim ist das » st, «i»^ !»>> st, I»? oder l>i, «l^>m st, «'<«. ist m Oiaii! ira>'!,'i>ch z» bsstioimc» js>,ss dc6 u i,i i a!i« d>-6 bieilrstl» i» dc» cossstl» Vokal z. A. Nuinll Itlin, ^ncnnl» .1.'»- I.lllx'l! !!, ^stlil» ; d!!' 1U>!!,!-!!!'!>» odl's Nülhcüc» sagcn sogor ki>> für I«,»,, Pscid »»d »!,,>; fiir „l^u^ arm «t«. krilo, wotnvi^Ia st. inutovila etc. l^sti ill i,i^»8t p>i«n<>) i nbsti name im ne«om st. iu 8vwju odluli« («illli) ^im ne^eina (nn8?iiw). 8i»n«en'^ ') Erlösung. — Z. 4y. 'lij^^ Noxem i lN3^ ßwtl; beiti d. l!. ti8t« oder tlll<8 »wlouw tlilli Illi u>6 I,ite; elzc; nllllnkm d. h. >>l! Zlliilxiuw. — Z. ^Z. >,« den», Illiznll natl-avewi d. h. ialin^^ll «n (nliw'unuvul«) l,l>«ituv»j«, im Slouakischen beißt troviti zchvcn, im Scrb. ti-ov betäubender Fischköder u. im Kroat. ntrovilti vergiften oti'llv» '^) Gift, aiich ullti-nti ^) nähre» kommt im Altslaw. vor, vergl. nuti'ii-o; ilujw-j»kii^ nbi^ilkü) «ll«lll2>i. z,n8«ii»ii>', ^) 83^r«.'lli>i etc. ist die einfache »erg. Zeit 3. Per. viclf. Z. d. h. lo un,>»>»I^ «buvnle, obill- ') Als einst der tcmhmte Tli'wist I1n1ii''r: „Wcil il)>, die Bibcl häufig mil drm Worte z»»8em bczcichint; s° heißt cs bci Izai^ 40, ^1. lillkor I>ll8lii' liu I1Ä8LI 8V^o Il«6o. Psal. 2, 2. ^IV» ll<°I)in jmui« me '^ oti'Nva (oti'nv) und ^»ä (^«ä) beides bcdeulct bci den alieu Tla« wen: Speise und Gift; etwa zur Erinnerung, daß jedc Speise durch Uiimäßigkcit zu Gift wird, wie auch im Gegeitthcilc jcdes Gift gehörig Vermindert heilsam wirkt. Nur an der Form und nicht am Stamme des Wortes liegt hier der Unterschied der Bedeutung: nlltroviti speisen, otrovllti vergiften. To eben finde ich mich veranlaßt zu bemerken, daß derjenige, d>r deu Unterschied zwischen dem «or- und nachklingende» i an dem hohen e (d. i. e und «), der an: »vet heilig und 8V«t die Nclt, I>«t fünf und z,«t gesungen, und unzählige» anderen Wörtern in ganz Unterfrain und zum Theile auch in Oberkrain (oh»e »on der übrige» großen Slawenwelt etwas zu sagen) Statt findet, nicht beachtet, auch nichi einsehe» wird, daß n»troveti,i iterativ ist, er wird nicht wissen, daß cs in der 2. u, 3. Pcr. nntrnvemo hat, er wird endlich sogar den Infinitiv davon nicht mit Sicherheit angeben können; denn er wird cs mit Z?r«!iü gleich und dahcr ganz unrichtig behandeln. So wird er weae» seiner Verschmcihung des Unterschiedes zwischen « und « in der Philologie, wen» er je ihr Feld betritt, oft im Finster» tappen. ^ Von truti ist trnvll Gras, (das natürlichste Nahrungsmittel) wie von 8luti 8l»Vil) 8itti 8nvn vtc. ^) P08«tit>) itelativ ^>N8«lj»ti s^«8«Mti) heißt besuchen auch noch im Russischen (vergl. wetllte). Wir sagen: ^olnik» oli!8kÄt^ der Kroat: Iiolnik» ^«kyliiti, der Serbe: bolnikil o!)I»3>ti. Wer dlückt sich richtiger aus? — So weichen wir von einander ab, wo wir de» alten Ausdruck verloren haben. >>il«. olii^kovlili'. xi>ss!-«vn1l> <>tl-. (Sehr kurz und deutlich drückten siel, dir eilten iu il,rer einsachen uerg. Zeit ans, die wir leider schon langst verlorl» haben.), !»«I«!>iii lieißt frank und arm, vortrefflich bezeichnend. — Z. 50. «ii'imiül z»oll kiox^ »vo^o v»v«-«iie pliln!») Vj>l;I«x'»!8, ^Uuilüll ist das ^eiwort von »lllui, nämlich «tl»n?n, 8t!'!lNi>») 8trlu»!<> fremd, (ital. «< > l» n ilü x«I«^n«1i vilxil» v?KIl>l»en?ll 1,0-,»,»»:n<; 8N n!„8ka-v.'ill,', !!l«u'l>Iü'! d. h. >!N wllixil«. — Z. 5,',. ^'u,!ii, läini d. t,. .<,? t«i»l'. !>« t«i»l> «I«!i> cine sehr gnt angebrachte Figur, weil die Aiisübniia, qnter Werke das Wesen der Reliliion ist, die zu Gott führt, !>n^„ sn-ililix«!,,«!, d. h. «c> «lix.lll?. — Z. ßs». »xxllitl' st. i»l»Ii> !'»c»,ii <><>i>i d. h. 33c»'»l?!!,ii o'l«t>^ llnxckl ') ll»> X >!('m V5«!?. «H»l: .jL8t v^a->z»!llv,ll:nn u«l ZiUl«t-!<:l . i»n3x.«»i i <)l.j»?ni d, i. zxililiiilüle i» 1>l'j'c»l> Dder !»iiil!ii3 U. !>!!x<: n« «!«z«c:ill ni-lii^« Ii!i« »i «ki^jti, »i k.iknxl! ül)«>;.!ti d. h.'li^!»' ndliiljn (32 M!) kt«l'i! «I!M z>nlil!^<1!!l!) !!« »wromn Nl.'!^«!' l!« plüklit«^ ne kukmkni» u!)«x!>te^ oder !!<' mc>!«ma »L>:lli, 3« Zla«!^'in ^tlü-Lm hcistt: mit dem alten llrbelthatrr, 3I0«! komint her von Z>n übel und li ! «vaim ^liiKnioiu d. h. «i> «vnjime ') «<1n ist dir Elammsllbc dcs rc^Utclc» ^citworlls Zlllllti (auch »»-l)r,!d>' Wort I5 k«mi!X<1a (eine dcm lalei» »ische»: ^nivi!-!) !l Durst, liichcnslawisch und russisch: xnxclil oder xex,!?!: wril dirsc in jcm'» Aildinigc», in welche» wir das 'gsu, das x vor -M, 13.1» Rost, !?s. °) Von diescnl Kon ist Kamel) (!»dc, u»d durch Verwaudluug des u in m. akom: w» n« morom ve oknm i'iil« ich la»u il'in »icht zn Ende sommcu. Hiü^gc» f»,dc! bei deu Dalmaliurr» die umgelehr-!e Veiwaudlung des »> iu » 3lnl>: «lw st. «lUl^ N08M st. UN» kim, !)l»^m st. liu^ilu «le. XI.IV (s. 3> 60) «tvniil d. l>. klU' .jo na l«m 8V'Lt« Ko d. l^ »li liulle llnliio, «>e Iiu. lle ke t«mu <1n«vu, illo u« knmo «6 ukloniti d. i. VL !it«!-«in «e n« knin iimsknitü, — Z. 85. nü d. i. nmnnk, i 8?^,i z»>,<>'! im«ti d. !,. in tü füijü (8ti«k«) im«t», M»e je««», z>nv«äal d. l,. ktein 8«m zi0V«l1n!. — Z. uo. ixo^est lillllj ') tele» niluijti i 8^n8ito1 !^ d. l». kt«!L j« Zlilllv-nili tele« nii^8^ in c»nu nnuek; to n^ z>n«I«l1«o dn-lovnnije zi«8l«ll«e po«taviv Kii8ill je, d. !,. !08lL«>we Ntlu»i xe^toko ^) 8tl.i^llkü: d. h. «llwe z»reeke 8« Iiiitko t3!^«i3^ ne!)o ^« toz»«K,'i motlliini, d. b. I<«r «o ^il^ teplll 8L IFÜ1KM3) — Z. IW. l z»i niZr>« Nssni zieiin^i'l) i molji tenllin'« i z,o I«8ii v«u>lltiü, i »«1«^nL liliiisi ^» laZt^iFatu'i, d. h. in z»l» l»o!sl<8nem «K»e ^iekw^ j,i ^e m«iM> 8«kn>L snl) <;!«-vo <<«vnle) in zio I«8? uliäwnl^ in 33 »cle^uem!» ^imil? (kilve,!««) ^ik inZteigoVtljL, teiKnI^. — Z. 105. ^V to i'»k iu?^ n?jn« n»w,'i ziiÄVlini'« V«!Ü i prllVlinü >8ziov«<1>i'i to^'o moxein ^tuiiti) «Xt! oni tü vellliü 8t>il8ti^u »tariw«, d. l>. in to zi» mi Z<1ej 8» 8vw> llvo v«! 0 in j» llvo «novLcho pi av to morem« 8tn> it» (6o8«i<3), Kar 80 uni Z? volillem ter^enem 8tolil3. — Z. III». N» ^ioto-mu, 8eMii!, boxje ln!iL> ^rizx^vwk teio im 31 «K^ v.lwo ') j»oilt«to i im ispovellnL ^) l)oä«te ^rekov vau>i^^ d. h. lie z>o ') I).-lI!j h^ißt Arzt, auch Iil»l8tvo Arznciwcscn, Iinlovlmi.je Hciluxg, kommt vor, mid damit ist verwandt das Ecrbischc l)l^«ti zailbcrn, wic tliM? mit tnllt^ «to. 2) »e8tollo hcißt auch hitzig, und kommt her «on Zl^<>in («oui!)^ »tl?8tok, a^ n hitzig, stark, xe8t!n» Brand, ist in Ecrbicü, Dal-Mali!'!! !,!,d sclbst in Istrirn liblich. ^) Dcn richtige» Glbrauch drs zusignrndcn Fiirwoitss findct man hi>r nicht immcr, d>'» ma» inbst dsr richiigcn Schreibung manchcr Wör-lcr selbst in unsern Tagen häusig »ermisit, u»d zwar neben der Gram-matik, ohne welche doch schon i„ uralten Zeiten besonders jene S!a> wen, die sich der cyrillischen Orlhographie bediente», z»m Erstaune» richtig schrieben; ei» Veweis, daß ihre Aussprache sehr deutlich und die Orthographie derselben ganz angemessen war. ^) iZI>nv««li!L entspricht dem unter einige» Deutschen noch üblichen: brich tig. Es gehört uuter die vom leidenden Mittelwerte abgeleiteten Beiwörter, als: yliiten versprechig, ron «!)«<,»» versprochen impcrf,, s,08t>'««?i> bediensani v, ^o^tl'«««» bedient, ^zloxen einträchtig, bequem «, Zlux^i, zusammen gelegt «t«. XQV lain, sinke, ko sic sliixabnnke Ixdxjc preklii]ale, jim ui|«jte (nuodnite) svojc gr«He in se Jim nniv nremavleJie spove- ij!e. !!,!, l'lsscr ciiizns^'c», dasi !sp,»v«,l!>e !,od«»e „>cl,r sagl, als: ispnvajle odrr ispovednjle se (dciii! jriirs brzcichnct zugleich dir crfl'idl'rlicl'!' Eiqruschaft dcs Blichttudc»), dcukc ma» sich den Untl'rschil'd zwifchc» bode po8ti«xen »iid sti«3e. Nach unserer gegenwärtig übliche« Sprache. Ko I)h nau' ded nc hil grewil. U' imi je bilo \ šipio ^i'val'1: Nlaros(t> |);> m; ijntj 1. ni'Uoli' no inicl ski'rhi, nt' imcl .sol3iiB£u (clesa. (i>r um jc |)B]0 Vei|no 3f?v«(i'. l'o t«ni pa, ko je bil po ncvnu|.ljvost.;> h'u(k>n;a (diihä) i3Sii'i» « rod <;>rp.lei.ie, sksilii, I)o1«3iib in smart bre3 ycrsl«. In p!1? bratje. spoiniii'iuo sc, i|) danijcino. pa brala opiaxlaino, — pa (atvina, pa ra3bi>j. pa iiei|istost, pa pinsele, ke jih nc spolniijenio, ainpak prestopanio, pa nevou|.li\os(. (To so Iui-dii|e\c d«Iji, in) m<\\ ml li pprv» Jndje lud;' <;tJ]i**v;i liijji (take nalvore), kakoru'iii'^a snio mi. pa so hiido sovraxili- in bojxje liibilt1: 3al.11 se 3daj x'i1 ui'h i]«rk\'a>i uklaiiaino. jih i|astiino, jini \ü i|as( pijeino '). in jini svuije ohlube spolniijenio ve reuieiie svojjil-i teles in s\u)jih diiu;. Taki' niorcino 'tiidi? mi ipo bite, i[(- *J|ke dela 3ai|neino lUlaU*, kakorwnc so oni delah1. üni so nainn'i| laiiiu'^a naliranovala (nasilovah1), ««jiiBffa napajali1. brnsi-^a ohnvala. n^ga ob-lai|il;?, boliu'S-'» ve bnixjiin iiii«iii' ol)isko\al;'. iiiei*j|e^;i opr«-valü, |)(ujip;a pod svrojo straho jeinali", v;1 j«i|ali in vs xek'3-neh sponal'i oklaiieni'h obiskoval», in'vf bwxjim iinen» tola-xil;1. ,Še tein«, sh t«m e dele so se ti Bogn prabliwah1. Ta-ko, sinks, nam je inolil? 3gornpjra Gospoda oijeta, doklcr »as tarn ve svroje k'raiestvo ne vssle, ktaro je preprJiv^cno otl 3ai|«tku do kxjjm. In, bralje, (tista) nas ') Mendc so imels kako dnixbo ()3»ale. liidi pokoni|;i slralunte \eliko, de nar Iniji vmjska ne toleko! - T.-iko \elike hvale \ redno tlrnxbo ale' bralovujüiio (bralerno) lr«3iios|e so lane na Korou'kem ve i|ast s. Janmi o^nanile \e poseltneh prav l«püh bu-kvaiiah rekoi|: llujtc, xjujtc, kaj stgane d«Ia! XLVI kliife in budi, i|igar obliifja (se nikdar, kar nas je pokliqa-neh) nikakor no moremo lie prekrits '), no inn nbeseats, am-|)fik state nam je pred stalam bcuxjim 38 3opernekam miwsm, 32 3lodjem star'em, in vsakimu se je pred bcDJcjimH oijmi se symjime uste in se svrcjo besedo jjpovedate, kar je kdor na tčiii svete storiJ, bods se ills drobro ale hudo. Kb temu dnevu se mistete, sinks, de se 11« käm umeknite. amnak state je pred bmxjhm oumi, in imete stisko, ke sein jo povedal. Naw Gospod J. Kristus^ ke jc 3diavnik naueh tel<53 in 3velii[ar nameh duur. ko nam je to pöslsdne 3dravilo pösledneq po-stavel, je poka3al, kt'erem reqem se nam je trelm 3avo-l nega odpovsdate, in komu se otete. Name predneke so britko t?r-pele; se wibaim so jih teple. pre poijasnem ogi-is pekl«, 32 meqmi ob gflavo devale. ]>o lese obewnfe, in 3s aeel^neme klui|e (kavelne) tergal«.' In to pa mi 3daj se pravo vsro in pravo si)o\edjo 3amoreino dosei|s, kar so oni sa tolekem tsr-plenem dosegle. Po tem tedaj, sinke, ko ste bje prestope, in se jim prav prepravlene spov^diijte svrojiii greliov. Denkmal,11. 1 Ja3 se 3aglagohi 3I0-deju: i vsem jego delom: 5 i vsem jego ]epoi|am. To»e veruju ve bog vsemogui|i; i ve jega sejn: i ve svete j duh. Da ta tri imena edin bog gospod svetej. \xc stvo- 10 ri nebo i 3emlu. To»e iskii jega milosti. I svete marie, i svetsga mihaela, i sve- 15 tega petra, i vseh bo*ih se], i vseh bossih jniiqe-nik; i vseh boxih 3akon-nik, i vs«h svetejh devirj^ 20 i vseh boatih moijij; da mi raifite na poinotyi bejti, ks bogu moih grehov; da bejm qistii ispoved stvorilj i od- Ego abrcnuncio diabolo, et omnibus ejus operibus, et omnibus ejus pompis. Item credo in Deum omnipotentem, et in ejus filium, et in sanctum spirituin. Quod haec tria no-mina unus Deus sanctus, qui creavit coelum et terrain. Item qnaero ejus misericordiam. Et 8. Mariae; et S. Michaelis; et S. Petri; et omnium Dei apo-stolorum; et omnium Dei mar-tyrum: et omnium Dei iidelium; et omnium sanctarum virginuni, et omnium Dei virtutum; ut mi-hi dignemini auxilio esse ad Deum de me is peccatis; ut pu-rara confessionem saciam et J) De 32 malo besedams veliko pove, dene sedans nepo)koj vesti 32 ba>3tjo scodbo ve tenko 3VS3O. XI.VII ~5 pustek ot boga priel. Bos» v\seinogüi|emii ispoved« vse inoje grehe; i s\etcj nm- •iO rii: v.sel-i nepravdni'jli del i ncprav dn;-ga ponitfju'.iena : exe jcsfin ved« stvoril. ili neved«; niidmi ili .lubmi, spe ili b?de, yt> spitnyjh rotnJi; vn laxnsjh i«i|p'h; tfö vu tatbinah; ve'sniijistve: vs Jakninsiv«: m- Jiboje-denii; ye lihopitii; ye u-3in;ui(ve, i \e vsein liho-d«aiiii. Ease josi'in sl.voril proti\'ii b(t«n. od logo dene, poncxc kii-'u/cn bejh. daxe 40 do (l»Mi'u'i.iego dune. Togo vsego i.s|)(tv«(h'ii biidii bo-gu, i svGlej marii. i sve-temu ]iivreni]ii. gospodi, i vsem s\'8(HJm, i lobs. 1)0- 45 xij ralie. Kajii s« moib gr«-liov. i rad se hoi|u kajati, clikoxc SBinpjsIa imam. eA\e .r>0 m«, bo«e, poulediui. Daj mi. boxe gospodi. tvojii milost. da bcjin ni'sramsn. i ncslt'jdi'ii prod l\diiua oi|i- 55 ma slojal, igdaxo pridou' södit xivejm i mr?tv?jni. (»0 komuxdo po sa cm d«l«.Tc-b«, boxe milostivfj. ]»oni-t|ii vsa moja slovesa. i ino-ja d«la, i inojc poineju'lc-nic, i moje sradi]e. i'moje t«lo, i inoj xivot, i inojii f)5 duwii. Kriste. boxjj sejmi, ixe jcsi rat|il na st1 svel 70 priti, grsu-iR'ke i'3baviti ot To jlodejnc oblasti, uliraiii me ot yscga -jla, i spasi me vi? vsem I)la3«. Amen, amen. reiiiissionein a Deo accipiam. Deo omnipoh'nd" consiteor oin-nia mca pcccala. et S. Mariac; oiniiia iiiiqua opera el iiiitpias cogitatione.s: quod sciens I'eci, ant iiiscius. coactiis ant spon-(e. dormieiis auf vigilans; in graliiilis jnrainentis, in menda-cibus verbis. in fmlis. in curio-silate. in avarilia, inniiuis eden-do. in minis liibcinlo. in inteni-perantia etomni immoderationc. ijnod I'eci contraDenm ex eodie, posteatjuam fiii bapti/.alus. us— ({lie ad liodicrniim diem. Jloc oinne con/ileor Deo et »S. 31a-riae. et >S. Laurentio. Domi-ne. et omnibus 8anctis. et ti-bi. Dei ser\e. l'oenitet me ineorum peccatorum: ct liben-ler again poenitculiam. ({iiau-tuin habco mentis, .si milii Dens pejKirceris. Da milii Deus Do-mine tiiam gratiam, ut sine |»udore et rubore in judicii die ante tuos oculos stem, ({iiando ventmus es judicaluin vivos et mortiios. ((iiemlibet secundum siuim opus. Tibi Deus miseri-cors commendo omnia meaver-ba. et mea opera, et me.is fogitationes et ineum cor. et meiiin corpus et meam vitain, et meam animam. Christe. Dei fili. qui dignatus es in hunc niundum venire, peccatores li-berare a malefactoris potesla-te, custodi me ab omni nialo, et salva me in omni bono. Amen, amen. XI.VIII G r k l ii r u n g. Z. 1. ^t>3 und ^'3 ich, sprechen wir «och, abcr am häufigsten wit den, emphatischen t.j««t; glüKnInti reden, ist ganz veraltet, daher st. ^« 3»Ki»3«I'!, 8« mll-e>lem; st. ^»t:l Schönheit. — Z. 5. H'oxe vei-u^'i! ve !x>K V8em«3ii'li. die häufig augehängte Partikel -»o zeigt die Beziehung an, venial st. vei'i.jom, v« lx,^ st. v>> l»«3.'^ eben ans diesem dem Nomin. gleichen Accusativ bn^, 8i^'N) <<>lti erkennt man das hohe Alter dieser Sprache; ix»: »tvu-ri d. b. kter» .jl! ^lvlu-il, das Präsens wäre «lvoi'it. — Z- ^. 1'ox« wie oben st. in«!?. i8l«l st. i^cm. dieses Zeitwort fordert den Genitiv, daher inilusti. — Z. 15. lioxili 8^1 st. liwxM l»j>u8^1-uov^ «el ist die Stammsilbe von l»o-»Il>te. und ist iu der Bedeutung Eilbothe iu Unterkrain noch üblich; man sagt: Kr« Kot 88l> miNfenik Ä^artyrer, ^llliuniiili der sich an das Gesetz (Z.'llloii) Haltende st. Zve^t? l,l!i««t)»eli, — Z. 20. i-iiiM ") sich würdigen, genehmigen, geruheu, vor mm'li ^>«^!« wissentlich, ,wv«c») 8^»k schlafend, >i«lle ") wachend, v« ') I" lejwllll. melzom^ mllllf^il ete. sprechc» riingc Krailur noch Art drr Dalmatiner ei» gslmdcs ne Zusammensetzung nur „och das vrrgangrncMittslwost als Beiwort hin !>nl> wieder im Gebrauche z, B. ijiie kwi,,» (st, 8l»0ilite!<<»>.'!') lill,I«i tl:I<ü. Das veraltete !-«,«l,« schwach werden, ,«i1a!»ill' schwäche», molm-richtig gebraucht, XLIX spitnejh rotah b. f). va pra3nah, nepolr«bjiah parsagah. — 3. $!>'. ve sniijislve ') b. b. va radovednosle. va (jhojcdcnii b. Ik ve nejinarne j«da , lib. a o hies) it 11 c\ (c t cf>, fibers ric« 6cii, uiib ift sammt li'ivii bcr UBudjcr imb limiti berauben, ttcrattct; ve ujm.'nutv« '-) b. 1). va nepremagane, va lihodeanii (I. va pre-gnanosta, ober va gonoba, pmitixe kraujun bajh ft. Rar sam bil kraujeii, daxe do ft. iiotar do. — 3- 40. gospodi ift bcr ifocatiu, so and) rabe, »on rab Sicncr. — 3- 45. Kajii se ft. kesain se, eliko samajsla imam ft. kolakor se domislam (samajsal lnäuiil. licisn bcr ©inn; ift cö nod) bet into irfli'iibnto iiblidt?) ei|e ma ft. |[e mo, boxe iiocatiy won bog, poujt«diuii •') fl. pai^aneseu;. — 3- .r>0, iicsramaii i nuslajdan beißt brej srammte in radci|ii]'>) I), komurkola, kogiirkole,' svcin »er'furjt |T. s\oim. — 3. si(). Jioniifij vsji moja slovesa b. b. 3roi|im vsi; svroje beseele. — 3. <>!>■ boÄij si'jiiu ift bier bcr fcUcii yorfommeiibc SHociitiu auf u ft. sajne, i*te jesi b. kt«ra sa, rnifil ift fdjoit oben 3. ~0 Dcfpro* d)en, ua sa s\«t ft. na la sv«t, — 3- TO. ijbavita befreien, ot ft. od, 3lod«jno (1. 3lodjevc. — 3- 75. uluani m« ot vse-g;i 3la ft. v«raj'iiie \s;-g;i 3l«ga (hudiga), i spasi me ve vs«m l)laj« I), in me ohrana va vsam blagam (dtobram). Nach der gegenwärtig iil'liche» krninischen Sprache. J.13SC odpoväm hudii|u, in vsam i.iegad«liiiii. in vsamuega li'pfDlam. Tudi v«rajem \a Uoga vsagamogoijiiag», in va nega Naini, in va svefaga Duha. l)e so I« hi iinana edin Bog, sv«ta Gosjiod, ka jc stvaril nebo in 3CI1U0. Tuda injcni uc»a milosta. ') 8niili,«!i Her, !l»d dice's samiol «>!!>iav vl>>w!!/ig, vo» ,-mi!)!!, (dcr vorwi>)igc Vo^c!) die Mcist. Hinxi! ist <2. XV. 2, l'n'ichlig.'l: »iuiuitvn uiimillclbar v, «ini^a, «niiia. ") 3>nawtvn «on 3i»a^.l. wie «nawlvn vo» «na/fa, woher abcr das « i» »Maii'lv»? — Das ,1 ist Hier sixe p>i»',uivr Pi-äposilio, wie z. V, i» „liog all», das O>'ac!!!>'>il d>r Vrdn>!l>»g dcs Elammwor' l>s !>,»^, lbc„ so i» iiiliia («'ülamilas) u, s. w, dal,c>- n3i»ag» »»d !!Zi»au>> l'>>s»!!'srzi,i, aiich uil>d!'!-<)xjih 3vestsh slu-xabnakov. in vsah sveteh davirj, in vseh bmxjih moi(ij; (le ins hoijete na pomoq bits par Bogs 3avol mojih gv&hov.'de tjisto spovad storim, in odjuiujeiie od Boga prcjinem. Bogu vsega-ino°oi|neinu se ijpevem vsah svmjili grehov, in svete Marii, vseh krevii|nah del in hndeh missl, kterc sem storil vade ala neved«, parsUen als radovolno. spe ale uujs; v? nepotrebnah parssgah, va reuah 3laganah;'vs tatvinah? \s radovadnosti, ve lakomnosta. va ne3inerii8m jedene, va ncBineniem pitji, v;a. nepremagana in va \saka pregnano.st'a. Ktere sem storil prota Bogu od taga dn«, kar sain bil kraujen, notar do denauine-ga dne. Vsaga taga se i3pov«m Bogu, in'sveti Mariij in sve-tamu Lavrenrju, o Gospod, in vsam svetam, in Vam. na-mestnak bcDseji. Kasam se svrojih grshov, in rad se Ji-ti bom j)okoril, kolakor se jih domisl^in, de mi 1) o Bog, per3ane-seur. Daj ma, o gospod Bog, svwjo milost, de brČ3 srainfflte in redeifiqe stojim pred tvajiine oi|mi, kadar prideui sodit aei-ve in mertve, sleharnaga j>o negoveh deleh. Tebs, milostiva Bog, 3roi|im vsc svjo duujo. Kriste. o Sin limxji, ke sa se poni»al na ta sv«t prita, gr«-twnake'sprostita od hndii|eve oblasta, varaj me vsaga hudega, in ohrans me ve vsam dn>bram. Amen, amen. Ot Joana svetoe blagovsstvo-vanije. 1 Iskoni I)sme slovo, i slo-vo beure ka Bogu, i Bog 2 beiue slovo. Se be iskoni ka 3 Bogu. Vse t«m baj. i be* nego niqtO3fe ne baj, e*e 4 bsj. Va torn xivo't be, i xi- 5 vot b« sv«t ijelovekom. I svet va tame svatit, i tama ß jego ne posti*e. Bajst ije-1 Evangela svetaga Joana. Va 3aqetka je bila beseda, in beseda je bila prs Boga, in Bog je bil bes«da. Ta je bila va 3auetka pre Boga. Vse je po n« storjeno, in breae ne n« naif storjensga, kar je stor-jenaga. Va ne je bilo scivlene, in »ivlene je bilo luq Indem. In lui{ va tama svete, in tama J) Po i'3reka nauah sosedov (i|e tuda ne vseh) in tuda ne-kterah Kranqov ba raji pisal: mi, meni i. t. d.; ala na-meii tukaj po i3r«ka veuega dela naurah de3telanov pi-sata ma 3daj tega ne prapusti. Le va tern kakor tuda va staroslovanskam pravopise je mogoqe poka3ata; kako se ta ale una beseda ve vsakam kraji i3reqe. I.I rlovek poslan ot Hoga, ime 7 emu .loan. »Sa pride va sv«- ditelstvo. da sv«d«telstvu- jct o sv«t«. im« ep;ö. Ixe ne ot kravi, ni ot pöhoti pints— kie. ni ot ])dhoti imixeskie. 14 mi ot Hoga rodiiMsse. J slo-vo plat Ijt'jst. i \selis« ve | nyj. i vid«Honi sla\ ii vgu, slavii jiiko cdinorödiiii^'o ot Otrja, ispU'ii blagodati i is-tinej. | j« n« 3apopadln. Bil je iiln)v?k posl.'in od Uoga, kl«ivinu je bilo im« Joan. Ta je prairsl va prii|evaiie, de je priijeviil od liiijy. de be vss verovak" po i.u'in. On n« bil lni|. ampak de I);- primeval od lui|;'. liila je prava lui|. kt«ra niisvi'Ui vsa- i kwga i|lov«ka, k;> pride na ta sv«t. Na svsti1 je bil, in sv«t je po "em storjeii. in sv«t ga n« c:,)üinäl. A'a s\(ßje je pre- jmal. in i-Higovi? ga n«so spre-jfilf. Kolakor pa jil'i ga je spre- ■*j«lo. jim je dal «blast IxDxjiin otrnikiun biU' vcraj»'!1'"' va "er 1 gov« ime; ktera n«so 13 kravi. ne 13 vole mesa. no ii vole liioxä, ampak 13 H«)g» ntjena. In bessila se je vqlo\ ei|i'la. in je med naiiiL' prebivala. in vi-(k'la snio liano ijas(. kakor i)ast cdinomjunagii od Oi(«, st, k^> Itogn: >i Uoga (i) mi! dcm Genilio h>'ibt b»'i). dafiir im Lranqclio v, J. il4-l (Do-bi-o^vsk.v Institutimie« p. ?<>) ut vnga: bci audcrc» va Ü03«. 2. Stall se. welches in V>'zicl'»,!a a»f siovo licklig ist, habcn ft'äicrc Aüsiacn'» sej. war»!» luer mä»»I>ch? — n, St. v«e t«m bl'j fiüd>! üiai! auch: V8« t«m bajwa d. I. bajw«: st, bex i.iego babcii dir „cm'N'ü Aussalir» : beZ »0-go. So wic bri »»s; Dalmalin schrilb: !>rex nega. M nega ew. Dic Vollssprachr rclwa,!dc>l immcr 3 ror 1.1 in x. obcr dic bculinc SchriftN'sachs rcrüackläßiact dirs>; st. ba^ fiüdct ma,, o»ch häufig bajst. was glcichrirl ist; st- exe, hobc» simssc'e^e.aüdcrc jexe, doch mir Letztes ist dcr ?!»«> ft'rachc «„anmM». , <. Xivöt b« «v«t 'ielov«!iom d. l>. das M'c» war das 3'ch' dcr Mrüsche,,. <3o wic hicr gcbsauchc» auch ,o»st haüftg oil Slawe» dc» Dali» für de» Ociiitiv. 5. Sehr merfwmdlg ist I'ier vo» sv«t «vatit. weil man eie bei uns allgemein »och liblichc Ülerwandliing des « (abcr »>a,l des «) i» a schon i» dem Evangelio vom J. li44 st"' I.N del; ans dem « wird regelmäßig e nnd aus « im Falle der Vchärfung immer e. d«ber ka»» man z. B, ails dem Geinti«: svsta, sosäda^ qlovska etc. auf dr» Nominativ svet) 8U8eM» ndjnt setze» , das abcr sslllt. <2, 28. wieder in der Bedeutung kam vorkommt, verdient grmuic Nachforschn»«,, lmd scheint i» »tsKULin seine Ver-w«i,dlschaft zn haben. Eagt ma» nicht irgendwo ),i»tix«m odc» N!,«!tlXCM? — A um. ?, I),» v«i vsril iwlit im h. daß allc dnrch ih» glaube», st. iin hoben die spätere» Ausgabe» oiml, was offenbar unrichtig ist. Schade, daß die Vibrl N. V. Sl, Petersburg 1««?, die sich ihres schönen Druckes wegen sehr empfiehlt, auch hier dnrch oinn den Sinn verfälscht. «. U« »v«t !8tinn^' h. es war das wahre Licht; j«tinn^ ist das Veiwort von i^tin» Wahrheit; «v«t, das dei uus den Glanz und die Velt bcdcuict, heißt bei de» alten Slawen das Licht, »ud mir die Welt, davon scheiu! unser MH« z» stammen. 0 3 n .1 n i I o buksv, ke so ye t«m nauiBinii naraijju prt'inerjenein pravopise na prodaj prs gosp. Leopolde Kremxurji pod Trantjo hi- uiene lutBvilke lßB. 1. Kratko podiiqene ve nar potrsbnemsh keriyansksh rss-niqah, V8 tL'ida 3v«3b po 14 kr. Ve täh biikvaiiali je ves ksrufanske nauk prav lapo ra3loxen. 2. Dvanajst bukev Tomaxa Kempqäna, terdo 3ve-3ane po 24 kr. Kako xivo s. Duh 13 Tomaxa Kempqäna govori, je vsern 3nano i3 bukev, ke se jim prava: Hoja 3a Kristu-sam, in ke so st« veqkrat na kransko kakor tude ve vse • ilrnge je3ike prcstavlene. l'a ravno tako »ivo govori s. Duh tiids 13 t«h tukaj 03naneneli: Dvanajst bukev To in a x a Kempt[;ina, kt«re so pa malo 3naiie, ker pred täm me nobenkrat neso bei« na kransko prestavAene. Tilde se po 6 kr. we dobojo vs tr«h ra3d«Ikah, ke se imenujejo: Roäiis verteq, Hiuia ubo3sh in 3di-hovane skesane duu/e. Pa tude vue vei{ drii38h bukev ve t«m pravopise se dobi pre G. Kr «nmarj i. A a erf a B h SV D d T t T/ U u ž^a V V V V &?&:;&*>i-xSer*'f -sltt&u/i'•'. E inleitun g. Krainische und aus andern Alphabeten gleichbedeutende Schriftlichen: Neu-Krain.M-Krain. Kroatische, Deutsche, Französ. Italienische. A a a a a a a B b b b b b b D d d d & d d E e c e & c e aprrlo G « 6 — (?) C " , u, werden im Krainischen noch zwey andere 6 und a>, und der Halbvocal e in der Aussprache so unterschieden, wie z. B. 2 von c>. Das « nähert sich in der Aussprache dem i und lautet wie ein «erschmolzenes >ü oder je: n>«lllln, ich mahle; «telem, ich streue; 5vet, heilig; I«<1, das Eis; 5ule, sie salzen; vsra, der Glaube; pole^nen,, ich ziehe; «erii«, das Herz; nogs, die Füße, :c. In manchen Wörtern lassen wir dem 6 ein halbes i nach-lautcn, gleichsam ej: «re<^, die Mitte, vleii<:in, ich schleppe; «elv.im, ich hacke; tek, der Lauf; «m«!,, das Lachen; z«iu<5, der Same; «stva , die Saat, lc. In l>6mil!»iu, Nl:-)ozüm, 8m^em, das ei oder «i in «! ccntrahirt. Gutsmann schrieb meistens i« für unser gelindes ej: «i>»-^am, 5>>!lzp« , die Frauen. Dieses dem « nachklingende > haben Verschiedene verschieden be» zeichnet.- Trüber schrieb meistens ei: 8t, treu, :c. Talmaiiü vj: olie^liti, aufhäogen, :c. Kasselez i,l semem Nebesliki X^< ,(i8^, durch e: vexlinu , ewig; doch wir wollen ih» selbst darüber vernehmen: ^«lüitu« zravi« «upia e e»t, 2c »i «5«et ie, ut ^,<>, ^ic zi ^z^t ßri« (venit, vielmehr it) « cuin »ccentu 2luto «t, ue «i ««^ ei, ut ve-Iinu (lleternum). Dlt Aussprache der krainischen Buchstaben. H meisten Oberkrainer leimen den Unterschied des dcm « vor- oder nach-lautenden > nicht. Dieses « haben die Kroate» s wie die Neüqrische» d.,°! « ) i» » verändere: «litn für n, schön, i^I.» für i^Io, qai!^, ri!>'!<5,, Fluß, :c. Daö w nähert sicd dem ^> und ist eigentlich cin Mittcllaut zwischen c> und .-»: c»,o>!v2 des lindes, l;,«,!,!» oci' Kral'c^, !»w-l«> Xdcl, Hcnschaft , l«!»«^, Cchönln'it, >>^-!>!> traqc i>u / vi><»!!! !>cll?c du , I>l,x!<>!» ich ftcchc. ^Vtan sslaudc nicht, dast sich daS o» von « hinsichllich dc5 Toncö unlcrschcidc; dcr Tru k>uu> an bcydrn dcr nainlichc, iinl» doch dcr ^ntt bcydcr vcrschicdcn scyn. Dcn n.milichcn inid z>,var qcdchnll'ü Ton !)>i!,'!,'!i.- z;c,,^,«„In dcr Adcl und f;»,^,««!,', dcii Hcn n , i«!,lll'i!> ich stschc mid I>,«!,>!>> ich wcr^c scyn, om,^ ti^gc du und »«»8 cr tr>,qt, v«>)!> fiihrc dn und v«^ü cr sühn, :c. Dcr Fr.nizose winde wahrschcinlich ^li«^>o!<»>!>'«,, noili« fnr i,n>^l> schrcibc». Wcihrschciulich vcrtrat im Gncclnschcn das »< dcn nähmlichen ^'aüt, indcm nicmalü °° wohl abcr ", «', «" in „ contra-hirt wird. Dcr Halbvocal ^ hat mit dcm französischen « mue! oder mit dem dculschcn c in der Vater cincrlcy ^!aut: 5i»l>i't Tod, pi><-! Tischtuch, !«>!!, Fingcr, i^ü^in püiviü^! ich habe zugeworfen. Das ü wechselt hausiq in der nämlichen Stammsylbe mit «>, «, l und >» ab: s>«i7>i>>oluuliin>l>>, !8 berühren, <1<>!->!m, iiicuvuk der Mensch, (^. iilovuk», w!-i>>! die Nust, t^. sxälla, i>'^!< die Hungc, lis. i^^ilcn, ^cuiüiz die Halbe, <^. pc'Ii^il, K^l^ Brot, (^. !«>i1i», träli«!^ Bauch, Daä geschärfte n und das geschärfte und tonlose i> tritt immer in den Halbvocal ?: »ä hier, in der Zusammensetzung, >»!<<>j, lc?>, Haufen, na !o,z>8 , l!«nl Rauch , ^«ll Stier, (^. 6im2, dil^a ; NN5LI» ich trage, i'r<>«l>ln ich hi^c :c. Den Halbvocal ? spricht der Kramer gerne gleich »ach dein ersten Grundlautc auch in jenen Sylben, in denen der volle Vocal »ach zwey Consonant«,'» folgt: »l^i-vu für <1>ev« der Vaum, -, ^l-uuiil für ß'^uunl ich sündige, ßrell Sünde; glü-ml für ßismi es donuert, sss»m Donner. Der Halbvocal » kann durch daK «, wie im Deutschen und Französischen, im Krainischen nicht bezeichnet werden , wenn man viele Zweydeutigkeiten vermeiden will: Z><>xLi> bequem, zloA^i, zusammen gelegt, 5i>nxi>!> reinlich, »n»"^» gcreinigct, zti-»>Fl'n furchtbar, 5,si»w<'n geschreckt, i,»5ti-l> bediensam, und pu^tr«^ x'-n bedient, IivlUi»» löblich, »nd !>^>,I,'" gelobt, :c. Auch die Römer hallen cine» H.'tt'voca! odcr einen „mcüii,« l ^ 4 Au5sprachc der krainischen Buchstaben. ^„!,, < oder «versehe» mußre; daher schriebe» «inige os>!,!l,!»5, andere n^!,m»z, einiqe si,>,-!, andere Iiere, :c. D>is geschärfte oder tonlose a vor j nähert sich in der Xus« spräche dem « oder dem deutschen ä: lci^j, cklj, i^rüj, ll^Iaj glciyslM lo«j, <^, ^'"^' >l«l^; das gedehnte » hingegen lautet immer wie im Lat. oder in der deutschen Schriftsprache: liräja des Ortes, i^-äj,« spielet :c. I„ einige,, Ge>ie,".den von Unterkrain iiüd iü Stcyermarl wird das ,u wie rin fra»;osischez » (>i) oder ei» hochdeutsches ü ausgeftro« chen: ^>>>'e i« !i!, Georq hat Bror getauft; bini» Kür» hiß, n. Für das End» o an de,l sächlichen Haupt» und Beywörter» sore» che» viele Uncertrainer » oder anch ?.- t>«!,l viini, andere lis!» vins für bei«, v!i!<> weisier Wein. Eben so verändern sie das gedehnt ge» schloffen« « i» u: pllit für plüt Zaun / oti-ülc für oti-ük s(^on.) der Kinder, :c. Das s kommt in ursprünglich slawischen Wörtern nicht vor, und wird selbst in fremden Wörtern oft in v, l, oder p verwandelt: Firmung, l,ir,n<>: pnl;n>7^, weißes Brrt, It.il. sc,-«<^ia: Stcphansoocf (ein Ort bey Laibach) Mepaii^ v-,!,, fassen K,5lU3, Fackel I)»I, Frcythof Krituf, Gcvaterbu!«,-, Frist bsl-wt,, Pfingsten v,!,I^n ll-lnla die Schleuder, ist das l aus p entstanden, denn Altsl. ist prau/«, im tiefen Unterkrain pinl^l in l;o!Ll, ßulosa, g<,!l'»,ö betriegen, scheint das s aus v entstanden zu seyn, also aus z;<>!ev, j;c>Iva,e, in der /l,. Form gwUie, n^ütL. Die Kroaten sprechen sogar vulini, was bey uns u>>2l3 lautet. 1>'ant Bube (wofür man in Innerkrain auch <1ä^?l< spricht) tstdasItal. i! san^^ l!«!?i, hübsch, ist das Altdeutsche fläthig, daher Unflath. I» mehreren Gegenden Oberkrami hat auch das d am Ende Aussprache dcr krainischcn Buchslaben. H der Wortes, mid in dcr Mitte vor lc und ! den Lant dej <.- l für I> Eingeweide, l!>»«,! für !>!< Bohne, l,a>< ki> für I>n>> bohncnförniige Schnial^knchcn, :c. So wie die in <, z^hlt man auch nut Recht in die Kateqorie der Vollocorruptionen folgende Anösprache einiger Gegenden Overtrains : 1. 5 für ü<1 gern, lnl>; für I>„>! zs»i5 lür l;n5püll Herr, ,ne,^„!' bis Laibach; 2. 1» für dim», glnillio oder z;vi>til«, fur ^!al!Iv.i!nc> für s>!^!»<» ^eiinvand , >nl>->5>n Schmalz, V>!<^ l/ntas. Echo» 1'. Hip-polytils sagte in seiner (Ärannn, ,,»>>>u ,nu>l„i» <>!>>><>!!<.' >>x^ii. in',!»s v pru I"; ^. l für v vor l! und l> : l,„!c!? für Ixilcve Bnch, v» ^«i^I« fur >?<1«s!lvl! in der Kirche, il» ßv:,!l> fürn.» f,'!^>ve auf dem Kopfe ; Z. k fiir ss am Ende der Wörter: 5i>«!> für 5x^8 Schnee, ><>!» für roß Horn, ^ fiir clinl; Ailxscange. Anch viele Deutsche sprechen Zwcich für Zweig, B»rch für Burg, ewich für «wi< :c. Die Gebirgsbewohner i» Oberkrain und Karnte» sprechen anch am Anfange der Wörter wie die Bökme» ein !> stat» des «: Iiwi-a statt ß>av» statt <;>^va ,^opf, Haupt, :c. D>>ä >> stclllc bey drn Ni!>mcrn cincn Hauch vor, dcr aus dcr klinge unn!itlcll,'ar zum 3)!un!?c hirilni!,' qcstrsscn wur^c. Die« scn Laut habcn wir nur an cunqcü n'cuiqr» Wörlcrü : >>», >>2» lü>! !>i ! !><>! ! !>»>>,^!!.a! üiilia ncin; ciiiigc sprcche» Iiuizu»,, an« dtre ^'^in ich wi^l. Diese« !, habe,, die Franzosen in ihren teutonischen Wörtern e«ybehalc>'n, wie in !>^!>u Hacke, liaie Hecke, !>»'>>. hasse», l>l»Ke halte! >>ü><> Hast u. s. w, Daä !i bczcichnct zwar auch cincn Hauch, dcr abcr ehe an den Gmimcn und dic obern Zahne angestoßen wird, gerade daä ch der Deutscken: in»!» ^!rb, ^,»>l'i» ich gehe, ^s»>^'"> ich nch, mc in Vcrwahrunq, ,n!rl>!< weich. De,n Fran;of<» und Italiener fehlt unser ^ g.in^Iich. letzterer tennt nicht einmal das Alt» Nomische und Deutsche c>, Dic sudlichcr» Illyner ( ausier den, hentiaen Illyrien ) spreche» !>",ner !, für lT i !,»>!, ,i!,<>, in»!,», ^„Ii <'><:, Die Serben haben da3 I, und li, wie die Italiener, ganz verloren, s>e sprechen und schreiben: u»><,, ni»,i und n,uv», l»v, fiir unser >»>, wird in dc» meisten Gegenden KcainK in einigen k Aussprache der krainischen Buchstaben. Fällen als ein v ausgespro6)en, und zwar so, daß der davor ste» hende Vocal oft eine Mländerung leidet. Dieß geschieht:' I. Am Ende vieler Substantive und Adjective, uno vorzüg« lich des männlichen Particip!' Perfccti Activi: ») »I lautet ^), wenn es gedehnt ist ftl), wie äv; II»! der Keim, l>mM die Pfeife, räl daü Ackern, nl bis auf den Bode»; Kuvul geschmiedet, cliU gegeben, «f>äl geschlafen, di-äl gelesen, präl gewaschen (z. B. daö Hemd), nril! geackert, da! gefürchtet, sammt ihren Zusammensetzungen, proclul verkauft, 32. spül eingeschlafen, :c. 2) Wenn es tonlos oder geschärft ist, wie ein kurzes uv: pi-«-«l gesotten, brennend heiß, tei-pel gelitten, »6I«I gewünscht, «iv«! gelebt :c. ll) «I wie u: pLi-ji»!»! Freund, p die Holle (»arlÄluz), I«!iZ3l Ziegendock, l>8«l gäh, eilfertig ; nüiiöi getragen, t6p?I geschlagen, ulLl gegangen, :c. ^»perl zugemacht, uiner! gestorben, ist so viel alü Z!>pLr>>I, umsi-el, :c. «) ü: 4) das gedehnte il wie iv: ^nü faul, gefault, l»>! gewesen, pü getrunken, mc>!i! gestreckt, hingereicht, ><^il gclchret, u. s. w. 2) Das tonlose il wie uv oder u: vi!> verloren, Zl>6liil losgeworden, verriil zurückgekehrt, infill gebethet, lvuliil gekauft, i>2uli>I erlernt :c. Hie Dal»!»>li»er sprechen und schreiben vicüo, nau^Io , >l. d. gs. i) ol wie uv: vol Bier, <^>! Thal, pu! halb, l') ul wie »v: ^ul gewacht, ot»l,I angezogen (Hosen oder Stiefel), i^u! ausgezogen, menul verfloßcü, vergangen. II, In der Mitte der Wörter wird das I in ul, worauf ein Consonant fol^t, wie v, also ol wie »v ausgesprochen, dergleichen smd: KoUi!i Floh, ck'lz; lang, die!d, mit seinen Com-positis !x die Schnecke, p«!n voll, wl^em ich schlage, wl«t fett, i>ullT Villich, «»Ini)L die Sonne, >c>!li Wolf, vn!„>l die Wolle. So auch einige auf al wie ev, und ?! wie »: dal><,izt wcißlicht, jelui» (in Oberkrain auch o!u>a) die Erle, jsl-i<2 die Tanne, jnd?!Iio der Apfel. Die Kroaicn u,id Dalmatiner schreibe» Uüd spreche» für unser c>! ein u : äug, pun, «iinr^, u. s. w. Die üördlichen Slawe» hi„« gegen schreibe» dinchgche,,ds d>is I xiid spreche» es »ei» ans. 2>N Französischen ftodet man auch elwas Aehnlichei,. wo näm- Aussprache der krainischcn Buchstaben. 7 l!ch dai «1 »nd ni der ans fremden Sprach«»!, cntlchitten Wörter in »» »md n» (») ubera.inqen ist : ^»I>ii> ,,,,s ^!!»!»,!!,, l>.-,!!i»:>>li»5, ^Iiil'il,,,! a»s '1'!><'c>l>.'>Iatci». innl-Ii«), <-s>>> aus cnl (latci». c-xiüxm.) Den Fremden , die unsere Sprache lernen , wäre ;u rathen, daß sie die manchmal nur aus grammatikalischer Nü^I ficht ge-schricbencn I sammt dem davor stehenden Vocale immer >cm a„s-sprechen sollen, so weiden ihnen alle obige die Aussprache deS I betreffende Regeln entbehrlich, und sie habcn dadurch nebst vielen andern Slawen auch einige Unterkraincr auf ihrer Seite, als: die Bewohner um Ioannisthal, St. Veit, Sittich :c. die das ! in der Aussprache immer rein hören lassen. Das gemilderte oder jotirtc d. i. mit j in einen Laut verschmolzene l und « entspricht dem Francs, oder Italien, mouil-lirtcn l und n, dem Franzos. z. B. ', <,',!'>; ^.'»^ix'i', ,nc>n. <«l;!if;l!», >nc,!>!.i!;!i.'!, x'^n^ü», (?hen so unser vol.-, der Wille, ^.i! König, I,,!,?,,, ich liel'e, !<„><.!,!. der Raden, vl!5i,>>!,!!,in die Frage, l«"» das Pferd, n^L» ihn, poglw» er treibt allmah-lig weiter, :e. Im Gcnit. plur. der Neutra und Feminina am Ende spricht man meistens 4 für !: die Arbeit, llm-ii für «lui'il, von lilllüu Geschenk/ lcud!,!, für !«>i»!, von !<^l)N2 die Stuttc. Die slowenische Sprache hat alle drey Sausclaltte 3, «, 'i und alle drey Zischlaute A, ui, 1,1 der übrigen Europäischen Sprachen, nebst dem scharfem ui oder demDoppclzischcr «I- Diese entsprechen: 3 dem deutschen gelinden s in blasen, lesen: kcoZ» die Ziege, I«-3<>in ich krieche, ZnrZ!c> kalt, 3"l sauber, prächtig, ZLi-no Kcrn, Znani ich kann, Ziuußam ich überwältige ; 5 dem deutschen scharfen si oder ss in Näsic, messen: li»»-» Ccnsc, ll^üm hicher, 8»ll Frucht, 5«l,u sich, «a!c» Schmecr, 8«si>2 das Nch, »«»»cl Nachbar; 11 dem deutschen z in Zunft, Zank: i^«n« Preis, ii>'">" Ft' tzen, ii«>.>» Holzsclnlh, 8<«1i>^ Geiger, Ivw,,»^ Ende; x dem franzrs. j in j>->rl>r, jl,li, oder dem x der Ve« nctianer in e> <>>><', < >n? xe x«i-a d.i. c^ü <»> l'l'e »' x^a! ^'»-l»-, Frosch, x<>I«!H<> Eisen, Zcona Weib, »i^ Ader, lexem ich le-ssc mich; sLXüin ich schneide; ^. r, <-r u' dem deutschen sch schenken, schreiben: u'lu'Kll Gallapfel, '"i!,,-» Nuthc, »'«.»a Maske, wl,!!!,« scherzen, i,iu>c>in ich schreibe, >«u,<>n> ich beHaue. I» einige» Gegenden Oberkrainö unterscheidet man in der Aussprache von dem gewöhnlichen >i> ein schärferes ;» und zwar H Aussprache der krainischen Buchstaben. m scncn Fällen, in welchen der Unter- und Innerkraincr den Drppclzifcher mil spricht. Die,es schärfere durch Verschmelzung des u,lj entstandene w des Obcrkraincrs ist cm einfacher von dem grwohnlichen n unterschiedener taut, und fordert daher auch ein einzelnes Zeichen, dieses Zeichen sey uj. Alan lasic einen unbe-fanacncn Obcrkrainer die Wörter i^l>,n ich suche, und ^m,',» ich schreibe, »li^'" gcrcinigct, und r erlöset, ^«>,,>>i> gegrüßt, und üüu^'n getragen, U>,,,l,n ein elender Kerl, liümi^K Slückchen, udüu,^l?>< ein armer Hascher, (oder ul><>^^?lv (?) von >il>6«L^). So auch I^u^l^'ln, der Bewohner von I^5l)e, Lies schtschim, schtschapin L'schtsch^nn :c. Der Oberk«i»er spricht auch u^l^e, u>^i für «!, 8> », m, r^ verwandelt : «t rein, 7i»!!ü warten, 1 sagen :c. Von dem Z und Zc ist noch zu merken, daß sie am Ende der Wörter und vor harten Consenanten l', ^ , >< , ^>, ->>, w, »,, i^ und r/ scharf, wie » und n, lauten: nl>^'<^ Gesicht, iin-^z Kälte, vi!!>Z Held; mon Mann, »cu« Messer, i>»!x Schnecke. <^>'nit, l>I)iä^u, mrnZa, mcixä, nwxa, :c. igsl»!«!,» , l^ü>ii». Der Aussprache zu Folge würde man hier «I>l-55, im-ü«, nx'üF, n«u?, izk,^2, razp,!!^, ic. schreiben, und dadurch eine i!e-seregel ersparen. Allein wenn man von der andern Seile bedenkt, daß dieß die Wirtcrbildung und Wörterbiegung immer um etwas erschweret, daß z mit », » mit w wie am (5nde so auch in der. Mitte der Wörter häufig wechseln würde , z. B. iii^Ii nieder, nlzki», >,!5!> , und daß sich der Fremde leichter diese Regel, 3 uud x am Ende der Wotter und v^r scharfen Consonanten scharf wie z und ul zi, frechen, merken werde, als von ^1»-^ Gesicht, »xxi,!!!, Feuer-schlänge, nil)« Messer, !,«u!, ! !!,! cicseni Falle nach Gesetzen der Etymologic Zll schreibe,«. Verwandschaft dcr Buchstaben. Die »»biegsamen Nedctheilc tonnte ,nan allenfalls der Xus, spräche zu lieb ven dem (besetze dcr Ecymolcgie befieyen, uud ,l>lN>>l;in!>, razs»!«'!«, :e. sonst aber s«ZveA<'i,>, i-n^n^z^in, :c. «e lo->l!^>!!>, 5i! z>2!«^a mit dem Slccte; übrigens aber 3? ix,»«, mit dem ^»ste, Zl> >">«', mit der Hand u. schreiben. Wie wir auch ve» d,escr Lesercgel: „sprich das 3 und x am Ende dcr Wörter ft!a>f n'ic ,^, und w", eine Auöüahme machen müsscn - !)cün daü ^z und x lauten am Ende der Wörter nach einem qede'hnten Vocal qclind, und zwar l) im Geint. plui. z. V. lc>>Z der ^icqcn, ^^»«^ dcr Zuschnilie, zl»vc der Netze, !x der Häute, >>,»« der 'vlanucr, ^) im !)!l>m. sing. nur ^in ve^j Band, >!<>, p, in. III. ... !, 1 , (n, ^> IV. li, >. V. 3,^, VI. 8'll,Ii. Nach den Organen werden die Buchstaben in diese 6 Ordnungen eingetheilt, al6 : in Vocallanle, (die man füglich Luu» genlaule nenne» könnte), Lippenlante, Zungenlaute, Zahnlaute, Sauft- und Zischlaute, und Kehllaute. Doppellaute (Di^lnlianßl). Wenn ->j, s»j, l>j, „j, <^j, ?j, >>, Doppellaute sind, wie Herr Dobrowöty lehlt, so sind eü wenigstens in unserm Tialcctc auch : "V, » »a: herl, und Gul^uiann schrieb in diesem Falle u für ^. Das v nach einem ^ocal hat »ichl weniger Achulichtcit mic dem u, als das j mit dein i: «1 Vtlwandschaft der Buchstaben. »j: ^inäj, Wächter; n-ijciein, ich finde. «nj: dcoj, Schlacht; l-cvj, Schwärm; vwjsliÄ, das Heer. «j -. mnj, mein; !öj das Infchlitt; «tüj, stche. uj: l!:,r,,j, opfere; aZnanüj, verkündige. «?j: I>i-<>jI>?i Hieb. ej,- kej, Knüttel: !ej Gußschaff. ij: liu^^ij, dcr Kaufe; pa^si-iij der Zerstörungen. nv: i-,i!<«v, Ermel; ^zi^v, wessen; kerväv, blutig. «ov: poknnv, Deckel; rcov, Graben. nv: iöv, der Söhne; di-ätav, der Brüder. ,,v: moUluv, Gebeth; x«!uv, Aernte, oder molilLv.«. cv: 8>ri^«v, des Vetters; klapizev, des Knechtes. «V: potl^äxlev, bcdicnsam; pc>m>Lv, eingedenk. «v: liraläv, königlich; s«v, der Elenden; I^ev Röhren iv: 1u!^c!ZN!v, liebenswürdig; ZÄpeliv, verführerisch. Zwischen zwey Vocalen machen j und v nie einen Doppellaut aus, sondern sie werden, als Consonantcn, zum folgenden Vocale genommen: 3» j«>e schöpfen, «e-M?, säen, i-cn-jen geboren, uili-^-v» Vrciti, pl«-v2 Spreu / ni-va Acker «. Engere Grundlaute und fiüßige Vocale. Die engern Grundlaute j, (n, I), x, v, is, fordern oft für den breiter« Vocallaut 0, (») den engern Vocal « nach sich, und zwar: 4) in den ?ldjectiven des sächl. Geschl. nlrä^je, <^i^e, für oii-o^i« , :c. 2) im Instr. sing. und Dat. plur. vor in: Z8 Ioj«m, uiienem, !ira,I,!ii,, i-Lvexem , tavai-uiem, ine^em, für In^am :c. 3) im Gcnit. plur. und in den davon abgeleiteten Adjectiven vor v: i^uväjev, IcrH,I«v, revcixev, tc»v2i-u,l!v, me^ev, für ^uvajnv, :c. im Gcnit. auch ?iuväj?v, lilalev, :c. H) in den Zeitwörtern der 6. Form : d«i«vä!e , Iii-a,l«v»te, Zcler» Zcovät? , plllljüVÄie , :c. auch bo^vats , s>>ini8v<»!8 zc. Der Oberkraincr unterscheidet nur noch in den Adjectiven die engern Grundlaute, auf welche er im Eächl. immer e und nie o spricht; übrigens hat er diesen Unterschied, den der Unter-und Inncrkrainer mit den Altslawen gemein hat, schon beynahe ganz vcrlchrcn. Auch das ^ gehört zu den engern Grundlautcn, jedoch nur tm tiefen Untcrkrain , wo man noch immer kl^r^li,, und tilaMev spricht. Sowohl die Vocale als die Consonanten gehen in einigen Fällen und nach gewißcn Gesetzen in andere über. Die Ueber-gange dcr Censonanlen in andere und die Einschaltung des 1 auf Verwandschaft der Buchstaben. 54 die Lippenlaute werden durch die flüssigen d. i. durch die mit » verschmolzenen Vocale, als: ie, >:», i», bewirkt. Uebcrgang der Vocale. Das » wechselt oft in der nähmlichen Stammsylbe mit n ab: zlate, stehen, z!<>!ilü, I>a>? 5ü, fürchte», !i>iil>. So auch das n, » und <> mit > bey dcr Bildung der Itera-tiva auf »<«: v!i!^ii<>,n, v!?!o>i>l>, viikn»,, einstcctc», »>l,Hk»l!in, »n>ik»m, ai,swl,chs» , clürcm, ««liivüi!, schinde», pukl'icin, pu-diratü, aufklauben. Das s, übergeht in n, im Imperativ der 4. Form: v<»!em, vmsi?, führe; lovi,» , Iwv!?, fanqc, i»>>>^l!>, inco!« , belhc :c. so auch nn Partie, in«,!,!, v, oder nxniül, vaxll?!: hingea.cn aber incilll», mulül?, vl»!i>, vcxtül: :c. Im Ins. sogar beliebig, nw-«ete oder naxi!», v« oder vnclits. Eben so regelmäßig übergeht das n in 2 bey dcr Bildung der Iterativa auf .->>«: von i»,j»i!3, vIL, beugen, poin«^?, ^uliiä^lü, helfen, txixiüiii, Zliü-llal?, stcchcu. Bey jenen Zeitwörtern, in welchen das n aus dem „ entstanden ist, bleibt das » durä)aus unverändert: 5><,i>itl!, treten, slop;', sl(')[)ii , stopalg, molile se inen , mote, molil, poroqita berichten, pnrn^l! (doch auch pni-c!"!»), purü^il, pc,rc>ii»»L ic» Im Altsl. und in andern Dialcctcn: 5lupiti, Niuüli, polu^ill, Unser Dialect verändert in einigen Fällen das ,> in n, unl> «ach Verschiedenheit der Gegenden auch in vn, durch wclchcS letztere auch jcdc Zweydeutigkeit vermieden wird. Nltsl. l"'f Weg, «»!>» dicht, ><"5 Stück, !<»p,u lü baden, »lupiii trctcu, b>«p>!L verschmelzen. ^">".'! Kastrat. ,!p,l und ^ wechseln manchmal gleichsam beliebig M,t einander ab: ,>up«! und p.>,,«>, die Asche, ><>p!<, u»d 'oplo, warm, !«>,il.<., lo^ilcn a>,,!, lo.Iikn. k«!l»kc,, koiko, wieviel, tohko, tcliko auch tuliko, toleko , soviel. ^z Verwandschaft der Buchstaben. Und umgekehrt hat unsere Mundart das alte vo in n, a, l>der u verändert: Altslawisch. kvoj, >^<>j« Nuss. Tauget, z!j, sein, «looi-eii-, der Stahr, Krainisch. 5t0!'!!L, 8>I!I-It8. koja, Wcißtannt. ^nj' u,j > In der Volks« 5l,j, 5!ij ^ spräche. So auch daK alt? ve oder LV, ev in u: «^veli, Thüre, di-evnn, Balken, «llverniu,- entheiligen, dun?. bnino. skrunite, oskrunits, WetUttrCllttgClt. So auch: «Ul, Laus, zunej, draußen, für veu!, Zven!,'), oder veu!, gvLne^. Das e übergeht in 0 in der Bildung der Iterativ« und Factitiua auf it«, und in den davon abgeleiteten Hauptwörtern: v«lei,i, vnjv<»l1i», Heerführer, Herzog; (vl-znm) vnZite , führen, VOZ, Wagen, neznm, No5!l3 , tragen, nouia, das Tragen ; lexäle , liege», poloxite, legen, vläz» , Einlage; leidem, fließen , »o^iiL , schenken , gießen, c,t in n, m oder Z, wenn daö i oder v darauf folgen: püum, n^s>c>>!m, l>3s>ni, Trank; ßii'^m, 3»c»i>ti,>, znuj, Mist; kri^m, Krlvv, Deckel; uii^em, u'3v, Naht. Eben so wird das u vor v in 0 (oder vor einem darauf folgenden Vocale in ov) aufgelöst: 5>»ju5l,>ualL, hören, ll!i<>ln, >8 wenig athmen, <1»!i, Geist, Athem, davon <^>i^^!L , p<,clu!iÄl? , riechen, l!itl2!8, athmen, «liu-nt?, Geruch geben; tili still, pului-la Unter-schleif, ze pmulinem, ich werde still, mache mich gefühllos. Verwandlung der Consonantcn. i3 Verwandlung der Ccmsonanten. Sie werben vor den flüsiigen Vocalen verwandelt/ unl> zwar: ,1 in j: v!,, weifen. Z — x; il><>2!>>«, !>,nx!,n, schuiicrcn. » — w-. pi«»!?, ^,!ui»'i!,, schreiben. l) — II: NVI^», nvi^i, Gcl?af. 8 — 3l: , ?lnq, '.'lugen. »Ii — li^: izliiill? , iu^»'N! , slXhcil. In dcr Flexion (seltener in der Derivation) werden noch ferner verwandelt z; in Z und j, 1^ in », l< in i^: liru^g.-, unt> sl^liji^Ä von >ig!' der zweyte, sl"»?ka (aber viel häufiger glu-^u^«) von «l»<> taub, »mi-^a von <:»^ ein solcher. Bcy den von Vicnnwörtcrn abgeleiteten Adjectiven dcr Mehr« hcit auf 5>< übergehen »cbst « und Ii auch ss, !<, t, «>, ^ ^,„i> ^ sammt dem « vor <i, menschlich, von ,i!!<, dcr 3.>lcnsch, ln-nv.-»^, kroatisch, von lliov.^!, Kroat, i»»iu'!<, von lULiin, die Stadt; I^,»u!lc, von KCi«?^ ein Deutscher; iioliuck von i,«!eli, die Halbe. Das l! wird in diesem Fallc entweder elidirt oder in j verwandelt, ^«5,>a>«!<, !;ii>j!>!c, von ^,>^im,I< üblich, von »o:;,!»! Weingaiieii. Die nämliche (5rnsonantcn-Verwandlung, die in den Beywörtern auf »>< geschieht, findet auch in den abgeleiteten Haupt» Wörtern auf »>><> Statt: c1l.'viuv.->^, der Schmid, ^^!liv«,invn, Ncens^beit, von iz>k, dcr Mensch :c. In dem Infinitiv dcr Zeitwcttcr auf , und tc-m über« ssehen , in 5 vor i«: lo2,!«, stchlcn, i'a,II<>!I<>8! und !, !x,'!!!, »!i>,il>, schcercn, re^em, '^'!l>, sagen, I,',,, >!>,!<>i^, laufen. Im Imperativ hingegen gcht bcy dicscn innncr 8 in 3 / ^ in »i über: l<^l', .^li^l.', r^l^, iü^i>. ztz Verwandlung der Consonantcn. Der Anfangs-Consonant wird nicht verwandelt, aufier im Präsens x«»«»» vo» 8""^' treiben, >i<» ui1>i>, von ^o^I.it^, ft,,: cken, und wenn man noch i'u-^ljen», ich >uhe aus, mit i'u-l/u. jiie, beruhigen, und allenfalls auch das im Präsens ungebräuchliche (u-i^eln) uiel, gegangen, mit linkte, gehen, vergleichen will. Auch das ri vor t verwandelt man in u/- w,«,,? für ^»ü»?, zählen, wiil-L für ^lire, vier, vor einem Vocal kommt wieder il zum Vorschein: ^e'ei-t«, der vierte. Daher sprichc auch der Kroat ulci für das alte ^»o, was. So fordert auch ferner der Wohlklang die Verwandlung der Consonanten in andere des nämlichen Organs: das F und !< vor t oder !< in K,, als: noln, der Nagel, für nngt oder »«!;«! von no8», Fuß; I«l<ät, Ellenstab, mit einem darauffolgenden Biegungslaut lelili ,^j» lei^ij», leluäin, ^e I^umi, hört man all« acmcin anstatt des härtern lellli; I2I18K, lolielc, auch I^lek, leicht , la^Ic,-,, Ia>KIiÄ, I.^ikn u. s. w. ist allgemein gebräuchlich , und man wird höchstens in lagek oder le^k als etwas Seltenes das 8 für k noch hören; dcmungcachtct ist das ^ doch originel, und nur der leichtern Aussprache wegen (rücksichtlich des Kraincrs oder allenfalls auch des Deutschen, der auch inöchle für mögte spricht, rücksichtlich des Franzosen oder Italieners ist es freylich nicht so) vor !< in k Übergängen, welches deffcn Comparativ loxji oder lanji, auch luju,», leichter, I!«j. u,'2ll?, erleichtern, beweist; denn hier ist das 3 vor j> in Zc uni> vor U7L in j Übergängen, welches auch sonst mit 8 sehr oft, nie aber mit K geschieht. So auch mc-K^K, mükäli, weich, für ineliLk. In jlli>, Tochter, ist das K, aus ä entstanden, wie in 5l!lk^!si2"Süssigkeit. Es gibt Gegenden, wo man nur bi-avlin?^ für n,sl>v>in?^ oder inrav,!», die Ameise, dvamnr für ini-mnor, cine Art Insect (die Wcrre, ßi-^üll« ßivüutnlpa 1^.) di-amai-lca für mrümni-. I<», ein um sich fressendes Geschwür (iiliaxeci»«»») spricht, also den Lippcnlaut m in l, verändert. Der Uncertrainer spricht i» einigen Fallen gerne I< fi'ir t: kä-tien für l«c!Ln Woche, l<« für t«, hin, !2lc, für lnalo ein ^um Holzhacken besti»>mcel Platz/ v. Z»-t«lL, ^l>ii>«in. Das n übergeht vor b und p in m: bramb«, Schutz, Wehre, von bi-anil?, wehren, schirmen, I^rgnil,!», Behältniß, von lii-aiiilL, aufbewahren, I^Iimda, Gleißncrcy, Verstellung, t«on Klinile ze, sich verstellen, pi-«n«inli2 , Verwechselung, von pi-eineni!«, verwechseln. So auch in fremden Wörtern : uipam-pet, Bcttstätte, vom deutschen Spannbclt, 3tuxliiüdei-z, Sei-senberg. Hier hat man eine Uebersicht aller in unserm Dialecte gebräuchlichen Consonantcn-Ueberwandlungen, man schließe aber nicht zu voreilig aus einzelnen hier angeführten Beyspielen auf Buchstabenzusalz. 1? , die Kinder, «ku, das Aug, und uvji, die Augen , aber nicht leicht <>l>!^i?, sondern lieber, olil.i!^, die Welken, vo>, ndluli, ii. s. w. von I!«2>L, lecken, ist dcs Präsens Ilxum, aber von plllZ-ue, klettern, ist ^!«^,n, von siiZ»il>, sch«,bc,i i^ ^i-uiem, aber von ri^^ie, zeichnen, i-iznm u. s. w. Man lerne hier überhaupt, nur die Vcrwnndschaft der Consonants», u,i!> dieses wird die Wörtcrbildung begründen, wie auch die Declina» tioncn und Conjugationen um vieles erleichtern. Buchsiabcnzusatz (I'i-o5!.iic5i5.) Der euphonische oder bewegliche Halbvocal » wird sehr häufig des Wohlklangcs halber eingeschaltet: I>?>-, gut, kii^i-schnell , !ui'«I geschlagen; mit darauf folgendem Vocale fällt das e weg, «Iwlo» , Ii!>,^l, ti'pl-i, ic. So auch iin Genit. plur. , der Mägde, oken der Fenster, von !<>>«. Dergleichen Wörter und Sylben: Kert, Windspiel, 5mert Tod, püri Tischtuch, i>i>iü> Fingcr, ün'i^iu kalt, 1>?>?5l Halfter, i'I^us ^!a,ilel, Zal;^c>Zjl!>, ^2l;u^«v«s» Nnglaube, i!«v<>,>2 Unwille, hört man häufiger ix^vLi-H, nsijevu,!.-,. Ernst ist die Linschallung ocs >>> gar nicht gebräuchlich, man sagt allgemein: >><>>«l;I» die Nadel, jizku!» , auch je.^l<2!!> für iz^li«« suchen, voi-n!« für <>^Ul.> ackern, >»!< f»c u!c die Lehre, :c. Der Unlerkraincr spricht hmgegcn die Aufan.is-Vocale rein aus. Jene d>c das e als ein j«? aussprcchen, weroc« das > in i«Z., ^orn , j«x Igel, i«»> (daher «näm ) ich cffe, eben so nbcrflüfiig finden: allem jene, die das « als einen einfachcil Laut (als ein aus >,! oder >« verschmolzenes hohes «) sprechen, müssen das vorstehende j hier uncnbchrlich finden, und zwar ebe„ so unentbehrlich wie in j<>!><>n Esche, j<-Zl,>!< Zunge, j^ljni!.» Gcrste (in Unierkrain spricht man noch i,>5>>», ji>Zl.>!<, iini'!»'" , :c. So,l denn das « nie den ersten Platz des Wortes einnehmen? Richt leicht, einige Fremdlinge etwa nur ausgenommen, als: «i!»2>L erben, (i>, Oberkrain auch jÄts) er-l"'li« Plur. Hclberg, «^k Essig, Lv» Lwa> jg Buchstabcnzusatz. In der Wörterbildung werden zwey zusammcnttcffende Vocale mittelst des eingeschalteten j oder v mit einander verbunden-l^bljeiu, ,n3>>ij2m, uvn >^!»ll> anöemander schlagen, ,,UH,,^»,!., von P0ZNNI8 kennen, fur I^Z!,,<>I», I-Ü^NNÜI, z«,^!,iiN3, :c. in welchem Falle man j und v füglich Vocalleiter nennen kann Das i nimmt die Natur cincs Consonanten an, wenn es vor darauffolgenden Vocalen in j übergeht, nnd bey den persönlichen Fürwörtern wird es durch ein vorgesetztes n verschärft: i^.i, jl?,nu, jnj, jo, i>l^ j!m, i„, jima, verschärft dmch vvrgr^ fttztes » ' ^^32, i',emn, i?^j, ^0, laiti, ,,>,n!, i.iu, nirn», ^^ mancher Gegend wird n?^, nnmu , :c. gesprochen. Eben so "ist das n cpenthctisch in «„ic^nn ich komme zusammcn (cunvenio), nude»!»!» niemand, für ndt!», welches letztere eben so üblich ist; vielleicht auch in n3l, Gen. nite, der Faden, «nu^ die Hitze, beydes von imem, j«t« fassen, vnel? entzünden. Manchesmal wird durch das vorgesetzte n das j gar verdrängt: «l>än! ich esse auf, ( cnineclu) aus 5 und jan,; 5N2-in««,, ich nehme herab, ans « (von) und j«»^»!; na,^,-, u,^ terhals eines Ochsen, nädi^o Gchooß, aus ja.Iio, jr,!,o Segel, auch cine Art Vorhang. Für das alte «!i haben wir, 5ejin ans 5 und >m«in, und in Oberkrain durch Versetzung der Laute «m<^n auch z?n>en 3)!arkt. Dergleichen Versetzungen der Consonant«,'» finden auch Trott i» xürzg, einst Ixil^a Löffel, i^kela Piene, im Altsl, nnd anch i,l Obertrain ke^L>» von ds^ale, repctin^ll fnr p!l>,'i der Flügel, lio^rixa, in manchen Gegenden llvc>pivaBre»n-3>essel. Man hört auch «inin, für msxim, n^xa!« bliozen. Die Lippenlaute v, l,, p, >n, nehmen das epenthetlsche i an, wenn die fiüßigcn Vocale darauf folgen: «tavlen für 5>aven von 8>av>!3 setzen. f>c>Hl>l>,len für ^o^»I?en — ^>c>Z»!)it« vergessen. prl>8ls>s>,ll>n für i>i°««ts>pen—^irel!«p!l« übertreten. m»m,^,!i! für mumeu — mamitL betäuben. Dieses findet in dem leidenden Mittclwortc Statt, aber oft auch im Präsens und sonst in der Wotterbildung: t,^,I«in, für >!pm für Z!b«in von Z!dal3 wiegen, liil^la, für 1pjÄ von liÄpatL tropfen. ß!-l,l»,la, gs»l),le für ßrlidja, sssüdju beydes V0N 8!-!>d<>in, ^3i),te graben; Z«m,lÄ Erde, für Zemj»; po> 5»llv,l2tL von pu«t2v,!2 stellen, u. s. w. Cs ist merkwürdig, dafi wir den Beziehungswörtern für das altslawische »? daä r anhängen: «!!<^as („«kdexu), !clc>x«), lHl (Bohm. lcolikoxlci^l) , und IN moi-em für ^noxcm cdcn so das x in r verändern. In In- Elisionen. F? nerklain sagt man sogar ^»l»!,' für x>'n«?m ich treibe, und »r« fin ,!>»c schrn. Auch for !.»j^!!>, woraus l.!,^!>» die Strafe gebildet wurde, hat «Ian in Unlerkrain Icui^lö mit Worte» bestrafen. Elisionen. Sehr oft wird das <1 und t elidirt: jn ich esse, v«n> ich weist, für die ungebräuchlichen j«<^>>n und väiloi» ; t>s„„ ^j^ Stammsylbc ist j« für jä,!! ^er il > gegessen ; >>l»! für >>!ü!i>! von i>l>'>ll fallen; v<>!, >,r für >«'>! von ^ < führen; ^^! für »5l'<' andein gehörig , fremd, für ,!,!,!.«, wie man es iin tiefen Unlerkrain noch immer aufspricht, von 1»<> Volk; (!i>,i'!<: !i>w>«, I>>!>l;s>-Ki!>,v<> Reichthum für !»>!;^!^!vu von K'il^n reich ; l>>'<^^,> fnr !>>^z» Xbgiuiid, vou !"<^ und , wodurch es zugleich das GeschOcht veräußert, und mauulich wird; s><>^>!<> spat, für s>n^>!^>>i>!< Frycrl.'g, iür pr-lZ!^,,, ^>iüZ!<, wie ei oie nördlichen Clawe» hal'en. So auch 5?,,)« Her;, für >i>,!,)«, In der zweyten Form der Zettwöricr wcr,> n oll auch I>, p, Ic Elidirt: <>^ru,,^i-«Iii>l'in, von <>^rLl>:>!l> abschaufeln, f'süsKlX'm für jxn^epl!«», von zx^<:^:>!^ nieder hucten, liii«»««» für 8,!8><»!>ii,, von «!>5!<2!L zusammendrücken, :c. Sehr oft wird das v in den zusammengesetzten Wörtern nach l> elidirt: olxi^üin ich binde um, für <>!iv«o>,i! von <>!> und v«Zl»>« ; <»!>!«,^,'ill ich ziehe an, für <>^v!ll^l>in von »K und v!«-^»'n,: «I^!!>!< die Wolke, für ulnluk von nl, und >!«!< Zug; «!»>,>!>! die Gewalt, für »rivluzl von ut> und vll,5t; ol^är das Vcr» sprechen, für <>!<>äl von <>l> und dem veralteten v«t die Ncde, das sich nur noch in nd«!,, ulieiu!? und iu 8>?l, zvälvuie oder l,v«!<»2!e ralhen, aus « und vL!, wie auch in vouji!« wün» schcn, gratuliren, (denn das t, überging einst in u/) erhalten hat; (alt >«„/-!!,). Auch sonst wird oft das v v« l clidirt: ^ Haar, für vlnz; I2<« Flachs aus Hanf, für vlüloi«,; lazt Eigenthum, für vlnzt; s»^!äii<>i!, ich ziehe voneinander, für l-a^v iu^cin von raz und v!«^<>», ; j,»1i Italiener, für VIall (Wallach). Das r clidirt der Obcrtramcr, wenn daS x oder >i unmittelbar vorausgeht: A-?!,« Füllen, ii«l!» Heerdc, ^<-v<> Darm, 'l«>?l Stiefel, 'iLvna Kirsche, für «i^d«, ^,«>!-,, v,^v>'>!!>, AI«,« fressen. Nicht nur einzelne ^autc, sondern auch ganze Sylben wer» 48 Ton der krainischcn Wörter. den in manchen Wörtern clidirt : man sagt allgemein nn^i-aä Weingarten für v!»<,!^nn>n und z^ii^ vcrzäunen - «ni-11-t Wanze fnr ,.',',>,'^ von ."«^> Wand; !«^ Kanzel (Unierkr.) stiege (5cnl.^); I>^. Pftitzc (Krcat, l<2,»xa), von !<»!!!?. 3.'caü hört auch: '1"», ^<-u , ^,', ^. sem tel ^ für Iin«I«m, !>ol^u', Koii«, «eni ii^» Meise, für jesem, jezL, je^, jemu, !ezc'»nia (Hcrbstvogel). Da» i oder j wird auch elidirt in cNmnm, c>!«!3, retten, aus <>! lUld lnxn», ilnn!,l, I.»c-, l>,/^>.); vZlü'u'ln, ^ aufnehmen, ans v^ und jam^in, j<üi>, Auö eben dieser Würze! ist daä Unterkr. l»,nai<> ein Faß visiren, !i,ul,l> «« sich fassen, enthalten. So hört man auch 2! (einst jn,l^,) Kern. Wie im Kirchenslawischen: 2Z fi.'or der andern ausgesprochen, und dadurch gleichsam von den übrigen herausgehoben wird. Diese Erhebung ist aber von ,-weyfacher Art: gedehnt (der Grieche nannte dieß gewunden), wenn sie langer auf dem Vocal verweilet; oder geschärft, wenn die Sylbe zwar erhoben, aber schnell wieder verlassen wird. Im Deutschen wird der gedehnte Ton durch Einschaltung des h, der geschärfte aber durch Consouauten-Verdopplung an--ge-ciat. Wir befolgen aber die Methode der grieäMcheu Grammatiker, und bezeichnen, (wie es schon Bochoritsch einführte) den gedehnten Ton durch den Xcutus (/): >ät, <>u, Zc^n!>!!>, s>l>!'«« , xeläiL , Zllvii'ini! I den geschärften aber durch dfN Gravis (' ): brüt, polnp, u,'<2, 8MLi-t. Nur merken wir ncch an, daß das u, e und > nie geschärft lauten; denn mit dem geschafften ToNe wird das >2 und i immer wie das 3, und das « wie ?, ausgesprochen: icrili Gen. lviül^a, <1sin für i^m, Gen. cum» , ioiu^t Gen, lcmül», Zöt Gen. 3«».''. DaS rud: i,cl>>',!i!! ^ ZMLUinäva, !,übü!.iÄ. Wir geben ihm aber das Dehnungszeichen nur in dein Zslle, wenn es die Ucbe>länge oder ein nachlnutendcs haloes i hat, um jede Zweydeutigkeit, wie in der Aussprache so anch iy der Schuft, zu vermeiden: ucimür^m ich bin mit dem Ab- Ton der kraiuische» Wörter. ^9 werfen beschäftiget, von nd»'«!^, und »,>!!>»->i«,>m ich weise ab, von <»>!!,<'!»!.!', perfectiv, :c. Das cn >)c,l, sl> oft es in der letzten Sylbe, oder in einsnl-bigcn Wörtern vorkoinmt, den geschärften, muster dem aber immer den gedehnten Ton. (iben so regelmäsiig ohne 'Ausnahme ist das e am Cnde der Wörter immer gedehnt. Der Ton ändert manchmal die Bedeutung des Wortes: v-»5 das Dorf, v.'^ e»ch (x»!,). Auf die Vorwörter Z->, ,><>d, !>»d, die den Accus. nnd Inftr. regieren, sindlt irl der V. Dcclin. (>>) im Accus. ein tonloses, im Instr. aber ein gedehntes (5nd-u Statt: l»'>i<' Z,> 'i«>j>, er lauft hinter den Zaun, »,',,<> za »n'j« er läuft hinter dem Zaune; i>>'<1 «>^i>u unter die Wand, i><»! !;><'',<'> unter der Wand; r,^<1 Krinlci zwischen deit Bart, nu'l! I»ü»!>v<^ober den >Uopf, in«! f;>l»v<» ober dem Kopfe; i»'"! l>'5>r<'vor die Schwester, i».>!,,!> Vohnc, nllO'Ii Kind, l,l^<1 Umsicht, liolovo^ (Geleise, zi^Ios, SÜndflnth/ diüiogNildhöhle, »! Vcschlus:, IiU)1i;i , (ilni)ka, k()l(l\ Ö Jil 1 potnpii, skl(i]>a, ps»l!,>!,'>t ^usisohle, po^i^l» Bcgräbnist llvoi' Hcf, I»«!!!'!, Erdbeben, 1'»5,I Fasten, licux ^))ie!ser, 3»:! Eidatti, poilplala. , |)d!>'reL)a> (J\(Dra. poir«sa> prosla. ncDxa. 3ela. Das geschärfte imd auch tonlose ;> geht in der Declinätio« häufig in ein gedehntes », « oder » iiber: Nom. Genit. Nom. Genit. jl'6 End, w,!>!> Nüsi, t!l,!>!^l^ Mädchen, (>n"lia i l«v«l>>> Pelz, iz>wx>>!< der iViensch, j''Zl!>< Znnge, kortiha. ijlovška. JL-jika. Den Genitiv auf >'' liebe» meistens NM jene Einsylbigen, deren Vrcal im Nrm. gedehnt wird. Nom. l^r Gabe, 86'! Iahrstag, 6"s! Schlrß, r<«l Geschlecht, Genit. d:ini , godii , gradii , rodn . Nom. k>-l5 Aehre, !iin Lein, n>^5l Brncke, !ia) Der Vocal der Stamm sylbe in den VerbiZ der ersten und zweyten Form ist gedehnt, selten kurz: — bl,?, seyn, bü. berem , brate, lesen / bräl. pijpin , pit« , trinf'en , pil. ptDJt-m, pal», singen, pel. kradrai, kniste , stehlen, kradel, kri!. pnsem , paste, weiden , p;isel. koiem , kla»», spalten, kläl. Bey den meisten Zeitw. ist in dei I. Pers. plur. der Aus-gwa auf ein qcdelintcs <> für «ju üblich, welches 0 den übrigens an der Slamm/ylbe befindlichen Ton ,m sich zieht: bei-ci, pi^ü, pojl», pi^<>' für d^i-uju, p vor i, wenn ein Vocal darauf folgt: zteznil ausgestreckt, st^i^Ia, «»«'ßnila, «tl^nüs, 5tezi>l!e; ^kl«»>l eingespannt, >kl«nil», vklenilo :c. vl,(vlill ersoffen, vwnila, :c. veinil abgekehrt, vLi-ni!» :c. b) Die Stammsylbe der Zeitw. der dritten Form ist im Präsens immer tonlos, wie auch in andern Biegungen gewöhnlich kurz. Doch sagt man auch: nxiKi-UL schweigen, klü^ttL knien, »,'uML drücken :c. und wenn auf das ! kcin Ä^,cal folgt, gewöhnlich: ni6!^al geschwiegen, kle^al gekniet/ ««lel gewün-schcl, «ivel gelebt, ,?!-pc>I gelitten :c. c) Zeitwörter der vierten Form gibt es beynahe eben so viele mit langer als mit kurzer Stammsylbe: merem , m«ii»2 meliert/ mgnl; stöpern, stiVpila treten, slöpil ; nosem, rKDsits tracitut, nfflsil; suuim , suu'ita trocfncrt, suuiil; mairim , mau'it8 stopfen, inawi!; vülim, v»!>!3 wälzen, v-i!i>, :c. Im Falle der Zusammensetzung tritt der Ton auf die Stammsylbe, und das il wird, wenn kein Vocal darauf folgt, kurz: posü^il, Zgm». «!«>!,' von !<>!«>? fliegen; 5>sä,^!i> von 5,^>,,2 schießen; pn^uie, von p»,^,!.- lassen; I,«^.-,,!? ^„ I>Lx«,l> flieden; ngrüi^i,!! von siKi-cn^iiL auftragen; vl!>^'^!>> von vIoxNü einlegen. So auch i'c'ki-ivilil! von >>c>!i» bedecken ; unnvnie von »nijem waschen; ZÄs'iiu!» von za^mn zumachen :c. Zeitwörter der Verkleinerung oder Liebkosung auf ,1^,n, I:»>l? haben auf der Stammsybe nie, jene aber auf !<.-,»>, ku,» allezeit den gedehnten To» : z!v,-,!i,I,lm von »!<:>!<:»!» springen , ,<>)-I-l! schneiden, z>«'>j>Ii»in von s^ilL treten, «««^l»», von 8,'clülL sitzen, :c. In den Zeitwörtern auf nläte und <ü,^!? wird der Vocal der Stammsylbe ohne Ausnahme verkürzt: ropc,>^» Geräusch machen, ro^oi ln, und susi<>>i<'!>>; ^i-nl-lulii!? aus voller» Halse lachen, lo-ol^alän» und !>n>!^!N; !,^p«'!^tl? beben, !!<>s>>'l,>!!, und tl-c,'i>L^t!m; k>!'s>c>!ii!» klappern, <<>>'>" ^im und >'>>ssiss>itl !c. <>) In der fünften verlängerten uud in der sechsten Form ist die Stammsylbc durchaus kur;: „!ll!<'>^vl>!!?, i>inl^v^»i, i^»!<>>(,-väil>, l>ll!,,j!ün von « arbeiten; ^oiNin^.-ixlilL, sic'^Iois^ivam von !.->!l> graben ; <,^i>!>,,c,v^>ü, n^nülüij,»!!! von Züüniu» bekannt machen; und vLi-ovlUL oder Vlllüvn!?, verhüll! glauben; !>Llvl>!l>, Ii!»el» varn, und !« , l>v>n-vain , UNd zvlllt'v.ilL , 8VLt?i<'li> rathen; !,u8«civil!3, «c)»liclv»>i>, und L<>z«8lli<'i», !)lachbar ftyn. !) Im Imperativ dual, und plur. ist die Stammsylbe qe< wohnlich kurz: »liü^.^jxil, zlinlv^i!«», von «!«>!>», xerniinu , von v?r>>5>t>', von iia-5i<» tragen, :c. ?lbcr doch auch: «^l^jv«, llvi^nLva, «, :e. von , !«>,« oder ll'p« , lä>>? oder !>'!>>; im wcibl. Adject, bekommt das n nie den Ton, wohl aber im männl. Dual: !«p,i n'^x» oder l^p-'l ,noxä :c. Die Vocale der Präpositionen werden in Zusammensetzungen oft gedehnt, und zwar 1) vor Hauptwörtern: z<>>o'<">i" der (>)a gemischtes Getreide, 5,»!l>,^^ zusammengescharrics Ding, ^>p>n!.^Fleck, l»-«3l>n für !>r<^< ein schneidendes Werkzeug, «''p^^^^ ein Gcdachtnisttag, Z^cle^a Schlinge, i,,'l^!nv?,; eigensinniger Knabe; so auch in Ortsnamen: In einigen übergeht der Ton auf die Stammsylbc bey je» «2 Stammlautc und Stammsylben. der Verlängerung: !>,>'(„!, ^i-nä Geschlecht, Stamm, n^<,6 Schnupft» ('!>c?u»^,!«',».«), I!^za«^ Abtheilung, rä-^zar, auch l-ü^or die Halde, lc. iin Oenit. l!25c!»^ vor mich, pN'i»ü um mich, so auch Zä-t«», Zä-»« , ^^.,, H/,-!,!o, Z!l-i.i>?, :c. iDder »uiuu , ^än»<>, s>, ei!! und iml-n,: nii<>!r> ich fin-dc, i'!^ ich verqchc, ^idssln ich qehe irre, pu^in ich werde geheü; ,n»'jil>^»! ich empfange, Z!>j»!c>i!^ ich schöpfe, näjinc-in icl, nehme auf, :c. so auch ui>z;»«m ich neige, «ä<^