Waesbote M Anterßeiermark PränumerationDp«»« für Mart>rs^ — fi. 7« kr. «terteljahrig Zustellung m»natlich — „ >5 „ Einzeln« Nummern 4 kr. torga« de» ttveeate« Psetet. Erscheint tSglich mit Hvsnahme der Ssn«- »nd Feiertage. Mamtseripte werden nicht zurück gesendet. DlDUMMWtlOUDd^iTtD .....» NliMltFHMß ..... O .....t» ^««»»«GetGH» « kr. »». AM«. RS». (IS.) Marburg, Montag tV. September tSVV. Jahrgang. At die Enichtmg eiatt Mtmalschult Die fk Marbkrg vottheUhaster als jnt ti«tr VürgttschÄt? l. (A Die Errichtung einer Oberrealschule in Marburg aewährt unS da» so seltene Schauspiel des emmüthigeu gusammenwirteus d-r ^ meinde. des Landes, der Regierung, sie ist eine vollendete Thatsache zu nennen; denn fehlt bis »«» auch das Gebäude, in dem sie ihre Heimat« liche Stätte zum Wohle der Stadt und ihrer Jugend finden soll, für den Anfang ist gesorgt; die bewährte Opserwilligteit aller Biuger Mar burgs, aller Korporatiouen, die solche in ihrer Mitte, au ihrer Spitze zählt, ist uns Bürge, daß iu dem neuen Gebäude für die Stadt eine Zierde, fkr die Austalt selbst ein Daheim erstehen dürfte, welches ihr ermöglichen wird, ihrem erhabenen Berufe in vollstem Maße zu genügen; obgleich wir audererseits gestehen muffen, daß eben nur jene Opserwilligteit dieses ersprießliche Resultat ermöglichen wird und kann. Es ist uns wohl bekannt, daß nicht in alle Schichten der hiesigen Bevölkerung die Ueberjevgung gedrungen ist. daß die Oberrealschule Ersatz bieten werde für ein durch ihre Errichtung zu Grabe getragenes Projekt, wir meinen jenes einer Bürgerschule iiz hiesiger Stadt. Es ist begreiflich und bei unparteiischer Betrachtung verzeihlich, daß so wie der Einzelne vou einer liebgewonnenen Äee sich schwer los reißt, auch eine Gesammthrit Pläne reiflich durch-dacht, mit Vorliebe besprochen und vorbereitet, der Ausführung nahe gebracht und ztvar mit dem Bewußtsein nahe gebracht, die Berlvirklichung werde eine zweckentsprechende sür das Allgemeine, eine nützliche sein, nur mit schwerem Herzen über Bord wirft, daß die Wahl in einem solchen Falle sehr schwer fällt. Wir wollen daher den Beweis m führen suchen, daß in zwei Richtungen die dberrealschule Marburg und dessen Bürgern größere Bortheile bietet, als die Bürgerschule; die gegenwärtige Frage läßt sich nämlich von zwei Gestchtspnnkten betrachten, vom finanziellen und vom wiffenschaftlicheu. Betrachten wir nuumehr die Sache vom Standpunkte der trockenen, doch so beredten Ziffern. Die Errichtung der Bürgerschule ist nicht ein Projekt von heute; schon längere Zeit wurde der Gegenstand in Komite und Ausjchußsitzun-gen der hiefi^n Gemeinderepräsentanz ventilirt; es wurden Verhandlungen lnit der Regierung, dem Lande gepflogen. Die Kommune erklärte sich bereit eni Gebäude mit dem Kostcnaufwande von 60.000 fi. für die Bürgerschule herzustellen, wel ches 12 Lokalitäten zu UnterrichtSzwecken. die Wohnung des Direktors und die übrigen nöthi gen Räumlichkeiten enthalten sollte, für die ili-nere Einrichtung, physikalisches und natur histori sches Kabinet, Bibliothek u. den Aufwand mit 24.060 sl. zn bestreiten und jährlich zur Instand Haltung dieser Objekte 2000 fi. zu widmen; die Behebung und Beleuchtung der Lokalitäten serner aus Eigenem zu leisten. Durch die Besoldungen des Lehrpersonales bestehend in einem Direktor und Vier Lehrern, wäre der Säckel der Gemeinde abgesehen von den Ruhegehalten und Dezennal Anlagen mit mindestens 4.200 fi. belastet worden (Fortsetzung folgt.) und laudwirthschastliche ausfteüllug m Nl. k. Graz 16. September. Den heutigen Tag einem Rundgange durch » . . bestimmt zu selu scheint, wenigstens liest man den ^NoUptte»^ Namen eines Sandmannes sammt deffen Eheweibe auf derselben. Bom Netchsrathe. widmete ich einem Rundgange durch den Aus-i Die feierliche Eröffnung des Reichsrathes stellungsraum, welcher außerhalb des eigentlichen Samstag unter dem üblichen Gepränge durch AusstellungSgebäudes theils tu eigenen Pavillons. iSe. Majestät dem Kaiser statt. :^!!!! «7.» k»!?« M- Th.-n..d. ws.mch - M.a«m »°n Mihn... St«»d.n in «k«sp.«» Währmd ein !?««»..«.mpf üb-r.».it.«-- mmmn ,j.,.I biete de« Weltthiik» skia« verhttnadea Wirkung«» I.«»». » «?«. ? « ? I breitet, erfreutIch diese« Keich der Tegaungm de« ^adet die äußere Ruhe, w iche iin« be« » »>!» ^ geblieben, s»ll vor Allem dazu dienen, dea TmächtMi^ erhttlt sowohl da« Antstellnagt-I^^^^^^ngsmäßigen Einiichtungen de« Staate« gebande,m «anjen. wie aiich einjelne «««ft.llnng«. - ° a»aenstä»d« und Truppen aufjnnehmen. I ^ Recht, vom Eingang, ist eine «»«traft. . <»'»'« «"de der vorigen Sellion hat der maschin. von Otto und Lang, in «Sln, »um A''««»'«' »-« «.tri.b. de« U»iv..,alw.Ij.nw..kmod.ll.^ 'h,, «iig.ordnet.n^aus.« S Srung.n ..litten Um die.e. t k »eraratke« Waaner Ii« begegnen, und zugleich allen The>Ieu die «n ?.°r .wke?Ä!!e^ sich weiter, ein -'g»"«. erneute« «.«»ruck «°«sch. Pavillon mil Srjengniff.n de, Aaufmaane« Jos'fliu bi.t.n, Ich e« für mcht «aiscr (D-ck.n, dgl.) sodann da« mit s«,h.« nkanut. neue Wahlen aniuordn.n. und blaugrauen Schiefern gedeckte Haus von! Mit besondrer Befriedigung sehe Ich Sie Karl Schwab aus Wien, hierauf Gartenmöbel nun um mich versammelt und hei^Sie herzlich und Gartenhäu»chen aus Eisen und Holzstäbchenlwillkommen. Sie, Meine Herren Mitglieder des von Reicherd ^ Komp. in Wien. IHerrenhauses, lvelche vor Allem berufen find, den In dem nun folgenden Gebäude erregteuldie Wohlfahrt und Machtstellung des Reiches allgemeine Bewunderung die Wägen von Johann! fördernden Gedanken Ausdruck zugeben, und Sie. Meitzer äc. Kompvon denen hauptsächlich ein Meine Herren vom Hause der Abgeordneten, mit blauem Seidenstoffe und ein grün tapezirterl welche aus den Königreichen und Ländern ent-viele Schaulustige anziehen. ! sendet, die Wiinsche deS Theitcs dem Bedürfntffe Sodann enthält dieser Trakt die Erzeugniffeldes Ganzen eimufügen bestrebt sein werde» — der bedeutendsten Hammergewerke; den ReigenlSie Beide -7-^ weiß es beseelt ien^ wahr-derselben eröffnet in würdigster Weise die steirischel haft patrioMe G^uhl und österreichilche Bewußt-Eisknindustriegesellsch.^ft in Zeltweg. am auffallend sein, das Meine Völker um den Thron meiner ien sind von ihren Ausstellungsgegenständen einelAhnen vereint, um die höchsten Aufgaben des »roße geschmiedete Schiffsivelle zirka 100 Zent.I Staates zu erfülle^ chiver und über S Klafter lang, ein großer ge I ^lcht einem Mangel diejer Gefühle will Äch chmiedeter Hammerbär zirka 120 Zent. schwer es zuschrelben daß Ich die Vertreter Memes und eine Panzerplatte mit den Eindrücken der!Königreichs Böhmen heute noch in Ähren Reihen Kugeln bei der Geschützprobe; an sie schließt fich vermisse. Aber Ich muß es um so tiefer b-Na-das Geiverk Gtore. welche ebenfalls eine erprodtelge«.. wenn 3ch die schlveren und solgenreichen Er. Panzerplatte, ferner Gegenstände aus Beffemer l Kniffe ^eser Zeit, die unäbli^ligel, Bemuhunge« tahl und geschmiedetem Eisen ausstellt Meiner Reaierung. um die Widerstrebenden ans Die Le°bu.r«.w..kschast Carl von Ma»., d" und ebenso die Zudenbnlg.r G.wertsch<>ft Tranjl^'" ^ ^ ' ^,»«1«,,»^ x.« von Mayer lieferten Blechsorlen, darunter vont^^t-tt m« Aug« fa>se, d,e bedeutendcr Länge nnd Dicke, während Dr. Wan l^'"^^ Ä«???. !>! >?Ä L! den befinden sich die verschiedenartigsten Waaenl von I. Schreiner in Graz und daneben Anker. Aufgabe. Meine Herren, wird es sein. ALen u. s. tv. aus I. A. Serivadios El!enwertel^^^^^^^ Geiste der Mäßigung und Ge- rn Deutschseistritz Irechtigkeit die Maßregeln zu berathen, welche ge- Die Gewerkschaft von Hrastnik lieferte Slein IxiAnet sein werden, in der Berfaffung den Boden kohlen, darunter einen sehr bedeutenden Block, einl»u sichern, auf welchem den Einzelnbedürfaiffen gleicher ist an der Ecke des AuSstellungSgebäudesNedes Landes und BolkSftammes die mit der von der Köflacher Geiverkschasi ausgestellt. Neben! Macht der Monarchie vereinbare Befriedignng letzterem sind Dr. Portugall'S Ziegel und an sie! gewährt werden soll. anschließend eine riesige Steinplatte auS Stainz.1 Unter den Aufgaben, welche Sie in der be-Der Pavillon der Gewerkschaft EibiSwald wai^Ivorstehenden Session erwarten, steht zunächst jene noch nicht fertig. Ider Entsendung von Abgeordneten in die Dele Kehren ivir nun wieder zum Platze vor demigation. AuSst^llungSgebäude zurück, so sehen wir zunächst! Sie iverden diese Wahl treffen zum gedeih-Pumpen und Spritzen von W. und V. Douglasilichen Zilsammenwirken mit den Abgeordneten aus Konektikut in Nordamerika iind eben solche!der Länder der ungarischen Krone sür die Be-von Franz Kernreuter in Wien. I Handlung von Angelegenheiten, welche unter deu Auffallend ist die über 80 Zentner schwere! gegenwärtigen Berl^ältnissen mit iiesonderer Wich-Glocke von Feltl in Graz, welche für Jahringltigkeit an Sie herantreten. Ein anderer Gegenstand, welcher Ihre Auf-merksomkeit in erhöhtem Maße in Anspruch nehmen wird, ist die Ordnung einer Reihe von Verhältnissen zwischen der katholischen Kirche und der Staatsgewalt, welche durch die Lösung der mit dem heiligen Stuhle bestandenen Konvention noth-weadlg geworden ist. Meine Rej^ierung wird Jlinen darüber die entsprechenden Vorlagen machen. Ich gebe Mich der sicheren Erwartun., hin, daß es Ihren Bemühungen gelingen werde, die M Langem schwebenden Arbeiten zum Zwecke einer neuen Gesehgebung auf dem Gebiete de^ Zivil'ProzefseS. dcS materiellen StrafrechteS und des Strafprozesses ^um Abschlüsse zu bringen. Die glückliche Lösung dieser Aufgabe wird ein neuer bedeutungsvoller Schritt sein auf dem Wege der Entwicklung unseres Baterlandes. Als ein mehr und mehr fühlbares Bedürs-niß hat sich eine dem gegenwärtigen Stande der Wissenschaften und deS öffentlichen Unterrichtes entsprechende Reform der Einrichtungen der Uni versttäten herausgestellt. Meine Regierung wird Ihnen den Entwurf eines auf dieses Ziel gerichteten Gesetzes vorl^en. Sie werden, Meine Herren, die StaatSvor-anschläae für daS kommende Jahr Ihrer sorgfäl. tigen Prüfung unterziehen und auf Grunv der Vorlagen M.iner Regierung der Lösung Volts-wirthschaftlicher Fragen jene eingehende Würdi gnng zuwenden, wrlche in ihr die Bürgschaft steten Aufschwunges aus dem Gebiete materiellen Wohlstandes erkennt. Endlich werden Ihnen zur verfassungsmäßigen Behandlung jene Verfügungen vorgelegt, welche her der Dringlichkeit des Grgenftandes auf dem Wege der Verordnung getroffen werden mußten Gott möge Ihre Bemühungen sei^nenl Bertraucnövoll. wie Ich Meinen Ruf aa Sie ergehen ließ, sehe Ich Sie zum Beginne Ihrer Thätigkeit Ichreiten. Ihr, Worte werden ein weit hin vernehmbares geuaniß von Treue und Vater-landsliebe sein und Ihre friedlichen ThUen -Ich bin dessen gewiß, für deS Reiches innere Wohlfahrt, wie für sein Ansehen und seine Macht sleUn^ reiche Früchte bringen. Möge jene Macht und Krast. welche die Eintracht verleiht, aus Ihrer Mitte auf alle Völker Oesterreichs sich verbreiten und segenSvoll fte führen auf jenen Bahnen, auf denen wahre Freiheit, Wohlfahrt und Ehre jedem Einzelne«, jedem Stamme und Lande uud dem gesammten Reicht erblühen. — Der spärliche Beifall, welcher einige Stellen der Rede begleitete, ging meist von den ziemlich zahlreich erschienenen Mitgliedern des Herrenhauses aus, unter welchen mun einige Herrn bemerktr. die stch seit Iahren vom politischen Leben ferne hielte«, wie z. B. die Grafen Harrach die seit der lhurN'Salmischen Session nicht mehr erschie-nen waren. Sollten sich schon die Sturmvögel zeigen? Die Abgeordneten, tvelche in nicht groiicr Zahl erschienen waren, begrüßten nur jene Stelle mit Beifall, in welcher von der Anwendung aller gesetzlichen Mittel, um die Vertretung Böhmens zu sichern, gesprochen wird. Das „Vaterland" gießt die Lauge sei' ues Spottes über die Dezembristen aus, welche aus Rückficht für die in Böhmen noch nicht vor-genommenen Wahlen in den Reichsrath dessen Legalität beftreiten. Nach seiner Ansicht sei dermalen der gleiche Fall, tvie im Iatire 1861 ge geben, in weichem J.»hr, der RtickSrl^th >n ein r Adresse entwickelte, daß die Nichtbeschickung durä, den ungarischen liandtag ihn nicht hindern könne, die dringendsten Reichsangelegenheiten zu erledi gen. Das „Saterland" macht hierauf Dr. G>S tra persönlich verantwortlich sür dos Verhalten der VerfassnngSpartei, welches dem Organe der Feudalen und Nationalen ein gewaltij^er Dorn IM Ange zu sein scheint. Der Leitartikel rndei mit einer Aufforderung an die Parteigenossin zu einmüthigem Wirken. Dte „Politik" führt einen Ausspruch des seligen Freiherrn von Hormayer an. doß untei dem Hauche der österreichischen HauSpolitik die Völterfreiheit ntcht grdeihen könne, daß wenn im Laufe der geit ein konftitutiontlles Gespenst nach Wien zitirt werden sollte, dieses unter neucr Schminke den alten Absolutismus fortsetzen werde. Zum Beweise für diefe Brhauptung wird die Thätigkeit deS ReichsratheS in den bisherigen Sessionen lekapitulirt und die Behauptung aufgestellt, daß die ctNtralistische Phalanx gebrochen sei, ihre Rolle habe eine konglomcrlrte söderali-stische Pnrtei überenommen. die sich im l^esten-wärtigen Reichsrothe in der entschiedenen Majo« rität befinde. Eine Regiertingepaltci. lvie solche sonst in parlamentarischen Versnmmlungen vor-Händen zu sein pflegt, gebe eS dermalen nicht, denn svivohl die Centralisten als Föderalisten stehtN gegenüber der heutigen Regierung in Op-Position, nicht einmal auf die Polen, seine Lands-lente. könne Potocki mit Sicherheit rechnen. Es sei somit der unerliörte Fall eingetreten, daß ein sogenanntlS parlamentarisches Ministerium im Parl.mente über keine Majorität verfügt, und daß BöhMtN nicht einmal durch eine Mino« rität in demselben vertreten. Bon ihrem Standpunkte hätte die „Politik" gej^en diese Verhält' "isse nichts einzuwenden, lvenn dieses Rumpfparlament nur seine eigeneli. nicht auch die Angele-zenheiten Böhmens und Mährens verhandeln ivoUte. Die Frage. waS die R'^nerung eigentlich mit dils'M abnormen BertretuNt^skörper oufangen wolle, beanlivoltet die Politik iM Sinne deS ol»-zitirten Hormayeifchrn AnSspiucheS dahin, daß dieselbe eben eine Aktion um ihrer selbil willen ausrecht erhalten wolle. Sie beaiisichtige sich En« >opa gegenüber in ein liberales Scheingew.^ndzn Hullen, um von den freiwillitten und vorbeh^iltli-chen ReichSrätljen Geld uird die Delegationen, durch diese hierauf wieder Geld zu erlangen, die alle Maschine solle eben ihre Wirkung thun, sonst nichts. Die „Presse'^ erklärt die Sendung Thiers an die verschiedenen Kabinete für hoffnungslos, nachdem diese schiorrlich Lust haben werden, Frankreich durch eine Liga vor GcbirtSabtrttun t;en zu retten, eine Liga, die nur durch Waffen-gewalt gegenüber Deuischlanv sich Geltung oer-schaffen könnte; eiir einziger Vortlieil könne für Krankreich daiauS entstehen, nämlich der. daß dieses enttäuscht, im Beivußtscin von dcn Steu-tial'N keine Hilfe zu erlangen, sür den Friedensschluß sich entscheiden werde; ob.,leich die „Presse" bezweifelt, daß in Frankreich die Ernüchterung schon solche Fortlchritle glmackt habe, um dieses Resultat zu elmöglichen. Die Einnahme ooii Paris all-in könne dirse Wirkung hervorbringen, Bon anderer Seite «vird behauptet, daß die Sendung Thiers nicht bloß politische Zwecke Verfoltje, sondern mit der Erschöpfung der französljchen Bank zusammenhänge, deren SiatuS nur auf Fiktionen beruhe; er sei bcauftragt, ein Anlehen zu vermitteln und die Fmanzkräfte l^uropa's für Frankreichs Schicksal zu interessireu. (ES dürste diese Annahme die richtige sein. Anmerkung der Redaktion) Die ,N. Fr. Presse" erärtert die Prager LandtagSverhandlungen. in ivelchen sich die Gegensätze Nicht gemildert, sondern verschärft haben; die seit Jahren ztvischen d u Deklaranten und dc^ Verfassungspartei bestehende Kluft sei nunmehr erweitert worden, eS gebe kein Mittel diese zu überbrücken; beide Theile haben ihre Schiffe verbrannt. Die Frage. lvaS jetzt zu geschehen, beantwortet die „N. F. P." dahin, daß allerdings im Sinne d r Verfassung in AöhmkN direkte Wahlen ausgeschrieben tvr«den. sei bei dem elvi-gtN Schlvanken.in hohen und höchsten Regionen nicht mit Gewißheit zu behaupten. Möglich sei. daß man stch von dem Grundsätze leiten werde lassen, daß nachdem sich die Dcklaranten nicht der Versassung stesügt, diese sich jenen süssen müsse; daß der AuSj^leich erst jetzt ernstlich betrieben werde. So lange eine Adresse von der Krone ntges^kngenommen »Verden kan», deren Kern der Staatsstreich ist, hält die „N. F Pr." Alles für möglich. Der „Wanderer" kann und will an die Rehabllililung Napoleons durch die preußische Regierung nicht tilauben. Jene Partei, welche sich hiefür begeistert, werde sich dcn Eingebungen der gesunden Vernunft, die in Preußen stets ge siegt, nicht verschließen; man werde sich hüten, durch diesen Fanstjchlag ins Gesicht Alte jene, w'lche IN DtUtschland Si»n für Freiheit und "echt haben, aus daS Aeußerste zu verletzen. Das „N. W. Tagblatt" zweifelt au dem baldigen Abschlüsse des Friedens, tvenngleich derselbe ihm schr wünschenSwerth erscheint. Während sich die Pariser einerseits mit den unsinnigsten VertheidigLUNgSplänen tragen, stelle BiSmark jetzt schon Forderungen, deren Annahme erst nach der Einnahme von Paris di'nkbar sei. Daher mögen die Neutralen in ihrer Passivität beharren, einen Natb den d.iS „N. W. T." speziell noch an die Adresse unseres auswärtigen Amtes richtet. Politische Ueberficht. Vom kriegt. Die Bahnen, die Paris mit dem Norden, mit dem Osten, dem Süden und dem Südivcsten verbinden, sind abgeschnitten, nur nach Westen hin kommnnizirt die Hauptstadt Frankreichs noch mit dem eigenen Lande. Die Franzosen haben das Fort VineenneS geräumt, dasselbe liegt östlich der Stadt und ist das größte der Paris umgebenden FortS, da eS aber auch daS schwächste ist, so erklärt dieser Umstand das Aufgeben desselben. Die Beschießung von Paris tvird durch den Obersten von Rieff. bisherigen Chef der Artillerie-Abth ilung im prenhische-r KriegSministerium. geleitet iverden. Uel'er die BefehlSvcrhältNisse vor Metz ver. lautet, daß daS Oberkommando über alle vor dieser Festung vereinigten deutschen Streitkräfte dem Piinzen Friedrich Karl zunächst nur für die Dauer der Belagerung drrselben übertragen worden sei. und daß die fernere Gefammt- oder Londkrverwendnng der zwei aktiven Armeen uud einer Neserve-Arinee. ivetche stch uuter diesem Oberkommando gegentvättig vereinigt befinden, rion der noch d«r Beivaltigung von Metz noch ausstehenden Auf^labe abhängig angesehen werde. Eine ähnliche Konzentrirung der Befehls« Verhältnisse wird auch sür die vor Strußburg und i»ii oberen Elsaß verwendeten deutschen Äreit-kräfte beabsichtigt, und zwar werden für das Oberkommando der dort auS diesen Truppenkörpern UN"» einem noch ertvarteten süddeutschen Reser-vlkorpS zu formirenden fünften aktiven deutfchen Ärmee nnerfeitS der General Vogel von Falken-stnn und andererseits derGenercil von Manteuffet als designirt bezeichne». Die dortigen V. fehlsvcrhällnifse müssen in der That zur Zeit als durchaus abnorm betrachtet 'Verden, indem sich thatsächtich vier bis fünf Divisionen dem Befehl eines der jüngsten General-LieutenantS und KorpSbefehlShaberS^ unterstellt finden. Vielleicht, daß für die Eriiennug deS Generals Vog l v. Falkenstein zu diesem Oberkommando der Umstand eiuivirkcn möchte, daß dessen bisherige Stellung als Oberbefehlshaber der deut-schen Küsten durch die Rückberufung der französischen Flotte ke ne entsprechende Aufgabe mehr bietet. Hoffentlich würde die Uebertragung der Befehlsführung in eine Haud und an eine so bedeutende militärische Kraft, wie den letztgenan-ten General auch für die Beschleunigung des BelagerungSwerklS von Straßburg und die end-iiche Besitzergreifung deS oberen Elsaß die günstigste Rückwirkung äußern. Die italienischen Truppen und vor den Thoren Roms, ans dessen Widerstand man gefaßt ist. Civitaveechia hat sich ergeben. Um Blutvergießen zu vermeiden, hat General l^adorna eine Mittheilung an Geneial Karrzler gerichtet, worin er für jeiile Tinppen freien Einmarsch in Rom unter der gleichzeitigen Zusicherung fordert, die Tiber nicht zu überschreiten. General Kanzler l)at diesen Vorschlag unter der Erklärung abgelehnt, Widerstand leiste» zu wollen; man hofft indeß. daß letzterer sich nur als verstärkter Akt der Protestation darstellen II'erde. General l^adorna tvird einen höheren Offizier nach Rom schicke», um seinen Vorschlag zu erneuern. Marburger- und Provinzial-Nachrichten (Zur Graz er AuS stell iing) wird von dcr Südbohngesellschaft am 21. d. MtS. ein Se-paratzug von Trieft abgehen, zu welchemKar- ten mit halbem Fahrpreise auch hier ausgegeben wenden. (Der Stadschulrath in Marburg) beschloß in skiner Sitzung vom 15. eine Deputation nach Graz, bestehend auS den Herren Stampfl, Efsl und Dr. Duchatsch zu senden, um dem Lan» desschultlithe, dem LandeShauptmanne und den Landesausschüssen den Dank für die Ober-realschnle und die Bitte um fernere Unterstützung auszudrücken; die hiesige Gemeinderepräsentanz, sowie die Direktion der Sparkasse werden ersucht, für die Beschaffung der Geldmittel zu deren Er-richtung mitzuwirken. An dcn LandeSschulrath wurde das Ansuchen gestellt, die Herren Habia-nitsch und Krainz. wegen GeschästSüberbürdung von der Stelle eineS BezirkSschulinspektorS zu ent-heben. DtM hohen Landtag wird ein Promc-moria überftndet, worin für Abschaffung deS Schulgeldes plaidirt wird. An einige Lehrer wer-den Remunerationen bewilliget und in der Schule der Grazervorftadl Reparaturen genehmigt. Neber d«n Protest 0eS Herrn Habianitsch gegen die Ausfordelung zum Besuche der Fort-vildungSschule wird an den Landesschulrath berichtet. Utber Antrag deS Herrn Inspektor Essl wird beschlossen, daß zur Vermeidung von An' ständen in Zukunft die L,l,rer nicht bei einer bestimmten^ Schule in Marburg angestellt wer. den und sich sonach aushilfsweise im ganzen Sc^l gebiete Marburg verwenden lassen müssen. Die Herren Janschek und Aersch werden mit 1. Okt. definitiv angestellt; Herr Hönig zum gcichenlehrer an der Kommunal Volksschule bestimmt. (In Rothwtin) wurde durch die Energie der Gemeinderepräsentanz eine selbstständige Volksschule ins Leben gerufen; diese Errichtung begrü ßen wir mit Areuden. Nlichdem dadurch virlen Eltern möglich wird, ihren Kindern Schulunter-richt angedeihtn zn lassen, welche wegen der großen Entfernung der Schule (IV« Stunden) dies bisher unterlassen mußten. (Ueber die Ankunft deS Kaisers) erfahren wir. daß derselbe am 21. d. Mt^. um 7 Uhr in Graz eintreffen undZ am 22. um 10 Uhr wieder Graz verlassen wird. (Durchgegan gene Pferd e.) Am 16 d. MtS. tväre Herr Med. Dr. Streinz fast ein Opser seines Berufes geworden. Bon einem ärztlichen^ Besuche von St. Peter heimkehrent» scheuten die Pferde in der Nähe der Schlapfen und gingen durch. Der Kutscher wurde ziemlich stark verletzt, während Herr Dr. Streinz und deffen Geführte mit einigen Kontusionen davon kam. Von den Pferden wurde eineS durch den Sturz gebrauchSunfähig gemacht. Nachdem jene Stelle zu einer der gefährlichsten in unserer Um« aebung gezählt werden kann, dürfen sämmtliche Beschädigte noch von Glück reden, daß sie mit dem Leben davon gekommen sind. Gertchtshalle (Sum Prozesse Helsert.) Wie man aus Prag berichtet, wurde Johanna Schramm, welche gegen den Unterstaatssekretär a. D. AleL. Frh. von Helfert als Erben seines VaterS Dr. Zosef Helfert eine Klage auf Anerkennung der Vaterschaft zu ihrer Tochter Jolianni und Z'h lung eineS zugesicherten Betrages per 14700 fl. beim LandeSgerichte Wien angestrengt Hütte, über die vom Krh. V. Helfert erstattete Strc^f.inzeige vom Landesgerichte Prag wej^en Fälschung von Urkunden zu zwei Jahren schweren Kerker ver-urtheilt. (Wien bei der Nacht.) Nach der Sperrstunde um 10 Uhr Abends beginnt in Wien ein eiaenthümlicheS Leben, obskure Wirthshäuser, Kaffeeschenken, welche den Tag über leer standen, beginnen sich zu füllen mit Gaunern. ProstitN' irten ze. und Personen, die mit diesen in Verbindung stehen. Auch die Falschspieler haben da-selbst ihr Hauptquartier ausgeschlagen. Wie eine kürzlich in Wien abgefichrte Strasverhandlung zeigte, haben eS die Besucher derlei Lokale licson-derS auf Fremde abgeselzcn. dehhalb Besucher Wiens, welche nicht vollkommen lokalkundig sind, von dem Besuche unbekannter manchtnal recht elegant ausgestatteter Lokale getvarnt tverden. Vom Küchtttifche. Elne Kriegsgeschichte von 1870. In A. Hartllben'S Verlag in Wien ist soeben erlchienen* Heft 1 einer Jllustrirten Geschichte des deutsch franMschen Krieges von 1870, für daS Volk be-arbeitet von Alexander Gigl (wird in 16 reich illustliiten Heften «. 30 kr. aufgeboten). Wir begrüssen dieses Unternehmen mit aufrichtiger Freude, da es entgegen den bisherigen, in Deutsch-land verlegten Werten jener Art. welche an auS-^sprochrnster Ueberschwänglichkeit leiden nnd ihre Spalten mit nichtssagenden Jnvektiven füllen, eine ftreNj^ historische, würdige, objektive Tendenz verfolgt. Die Verlagsbuchhandlung sa-t im Prospekte: Wir unlteruehmen eS hiermit eine populäre Darstellung jeneS großen Kampfes zu geben, der »ich vor unseren Augen, vor unserem bangenden Herzen, vor unserer, von der Auseinanderfolge blutiger Szenen erhitzten Phantasie abspielte und dessen Folgen nnS jetzt noch beinahe unberechenbar erscheinen. Roch haben wir viele Faden dieses »velterschüt-ternden Ereignisses gar nicht in der Hand, die Tagesprefse ist eS, die unsere Neugierde befriedigt uno doch fühlen wir, daß dle Geschichte allein das Recht hat, Glauben von unS zu sordern. und daß der Darsteller jener Begebenheiten nur eine Pflicht hat, nämlich die: die Geschichte der-selben zu schreiben. Um dieses so viel als nur möglich zu können, waren wir bestrebt, einzig und allein Thatsachen zu erfassen und vor allem jene Färbung zu vermeiden, welche die Leidenschaft der Partei zu sehr in den Vordergrund treten läßt. Obwohl nach diesem Grundsatze der Leser unserer ..Jllustrirten Gejchichte deS deutsch-franzö-sischen Krieges 1870" nicht zu befürchten hat, eine Zusammenstellung von Journalartikeln in die Hand zu bekommen, so darf er doch nicht erwarte.», daß ihmketn^ der malerischen Szenen vorenthalten bleiben wird, die eine so thatenreiche »veltgeschichtliche Epoche naturgemäß ausschmücken. Wenn wir die Piiase dieses mörderischen Kampfeö übersehen, sehen tvir eine so zahlreiche Fülle inlereffanten MaterialeS vor unS. daß tvir mit Sicherheit da-rauf rechnen können, ein williges und dankbäreS Lesepublikum zu finden. Die Ursachen drS Krie-tjes. die leitenden Persönlichkeiten, die Schachzüge der Diplomatie, die blutigen Aktionen und Schlach. teubilder, die tausend illustrirenden Etnzelnheiten. der NimbuS endlich, der den Kamps als neuen Befreiungskampf deS deutschrn Volkes umgibt und dem wir uns trotz aller historischen Enthaltsam-keit nicht verschließen können, alleS daS wird seinen Platz und seinen RefleL in diesem Werke finden, das lvir somit ruhig dem Wohlwollen der Leserwelt und der Geschichtsfreunde übergeben können, nochmals versichernd, daß unser Unternehmen, dessen als Geschichtsforscher geschätzte Autor tiefe historische Kenntniß mit gefälligem feuilletonisti-schen Style verbindet, sich nicht als auf Muthmahun-gm begründete TageSchronik darbieten wird, sondern als ein gediegenes Werk, welches, über den Parteien stehend, in objektivster leidenschaftsloser Weise und in keiner Richtung gefärbt, den Theil-uchmern der jüngsten Ereignisse ein dauerndes Denkmal setzen soll. Ist auch in Herr» F. Leyrer» Bnchhandlung hier vorräthig. Geschäfts (S taa t Snoten). Nach einer Anordnung des Finanzministeriums sind die VerivechslungS-kassen angewiesen, die eingehenden Stl^atSnoten zu prüfen und nur zerschnittene nicht beschmutzte als unbrauchbar zu klasifiziren. Die „Börsen-Zeitung" empfiehlt daher schmierige Noten zu zerschneiden, nm sie loszuiverden. (S al inen sche ine). Wie aus dem letzten AuStveise der Nationalbank tlieiliveise erstchtlich stlömen ditse ein Zeichen deS allgemeinen Mist-traucns massenhaft in die Staatskasse zurück. Bis nun sind um 25 Millionen Hypothekarscheine aus dem Verkehr getreten und StaatSnoten in gleichem Betrage in Zirkulation gesezt. Wann clie l'tzicn Salinen auß dem Verkehr verschwinden werden ist lediglich eine Frage der Zeit. P est. 16. Sept. (G e t rei de beri ch t.) Weizen gefragter. Korn ruhig, Gerste gefragt nnd fest; Hafer um 8 ki. höher, Mais ohne Geschäst. W^ien, 17. Sept. (Getreideber i cht.) Bei schleppendem Geschäftsgänge erhalten fich die letzten Preise nur schwer; eS wäre eher ein Rückgang in den meisten Gattunssen zu verzeichnen. Wien, 17. Sept. (Cou rSber icht )^ Die Börse verlief bei beschränktem Umsätze in fester Haltung. Der Effektenmarkt hat jedoch keinc be-merkenSwerthen Veränderungen zu verzeichnen. Dasselbe gilt auch von fremden Wechefeln und Komptanten. (Berichtigung). In der Resolution Nr. 131 des „T. f. U." der D. N. in Marburg haben sich folgende Druckfehler eingeschlichen. 16 Zeile von unten ist daS Wort „Interessen" ausgeblieben, in der nächsten Zeile muß eS anstatt „demselben" „denselben" heißen. Hrigwat-Telegramme. Wien, 19. Septeml>er. In der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses leisteten die neu eingetretenen Mitglieder, darunter die Abgeordneten aus Tirol, die Angelobung. Abg. Rechbauer beantragt eiye Vertagung der Wahl deS Päsidi»ms, und motivirt diesen Antrag mit den schuldigen parlamentarischen Rücksichten gegenüber den Ab^ geordneten aus Böhmen, und mit der Loyalität gka»kfutt am Main . . . Laicharden...... TeeditLoofe...... Sandon ....... Silder........ Rapoleavd'orß..... K. k. Münz-Dukaten......... Stimmung: feft. Wiener Fruchtbörsen-Eomse vom 17. September. Fnich^attung u. Sevicht ConWat.- Neizen. vanater bS Pf. Marotcher 86 Pf. Neißenburger S4>/, Viefelburger 8S Pf. Slovattscher SS Pf. Raaber S6'/, Pf. Korn. Uagaeif^ß 7K Pf. Slovakische 71 Pf. HannaMche 7S Pf. Hafer. Ungarischer 45—4S teanstto. fl. tr. b7 10 as so 9Z — IIS — 702 — 25S 7S 2SS -SS» — 206 — 1S7 - 161 so 104 -1S4 — ISO — 124 so 122 SS S 91 S SS Ort Lanzeudotf Wien Wien Wieselburg Salantha Raab Wien Wien Wim Wien Preis S.70 pr. Sollzt. S.so pr. SS Pf. S.40 pr. Sollzt. K.SS S.S0 pr. Aollzt. S.40 „ ».70 PL. S0 Pf. ».4S—L.S0 pr. Mtz. S.SA-S.S0 „ 1.92-2.04 « ßR«rb»ra, 17. Sept. . Kuturntz fl. 8.70, Heiden fl. 2.60, Erdäpfel st. 1.—, Hnsedrein fl. 0.1S pr. Maß. lkindfteisch 26, Kalbfleisch 2S, Schwe»nsteich jung 2v tr. pr. Psd. Holz 86- hart fl. 11.—, weich fl.S.— pr. Klafter. Holzk^ihleu Hart so, weich 70 kr. pr. Metzen. Heu st. 2.—, Stroh »Oger. fl. 1.80, Streu, fl. 0.90 pr. ventner. Basserstand dt» Drauflußt< a« 19.Septe«bee Morgens: 2 guß II" über dem Rullpunkte. Stadt-Theater in Marburg. Dienstag, 20. September: Sum2. Wale: Komische Oper in 4 Atten von Mailhae und Halevv, deutsch »on Julius Hopp. Mustt von S. Offenbach. (Hshs Preife. Dutzend, und Abounemeutskarten ungiltig.) Xllau k'rvuQä«» uv6 VÄruQutau Wir uoaarvQ dsr»Iivd>t«Q uuä tivtsatüdltost«» Davir kür üLs >o »alurviodo ös- AlsituvDt 6v» varitordaovu karru »ur lstitsv kudo. 669 vis tr»u«n»äO «t. I. (S5S Atalgymiajillm z« Ptttau. Die Schüleraufnahme in die erste und zweite Klaffe findet am S9. und 30. September statt. Die Direktion. Hglls-Verkaaf i» Mllrbvrg. Das ebenerdige Haus in der Mellinger-Straße Nr. 97, bestehend aus 8 größern Zim-mem und einem kleinern, mit Verkaufs-Gewvlbe, drei schönen Kellern, einem großen Hofraume mit Pumpbrunnen, einem Magazine, Wasch-küche, Pferdestallung, Holzlegen und einem großen Garten mit edlen Rebensorten bepflanzt, ist unter billigen Bedingniffen zu verkaufen. Nähere Auskunft bei Herrn Dr. Radey in Marburg. (668 K. k. MV. Mdbah«-Gtstlljthast. Kundtnachung Wittwsch den 2!. September l. I. wird von Trieft nach Graz ein Geparatzug verkehren, zu welchem Fahrkarten um den Halve« Uahrtzreiv ausgegeben werden. Die Abfahrt von Marburg wird durch Vnschlagzettet« bekannt gegeben. Der StationS-Chef: Franz. „Wandmr". Dieses Blatt erscheint täglich zweimal, Morgens und Abends. Die Romanbeilaae wird täglich mit dem Abendblatte ausgegeben. Mt freier Postversendung kostet: Das Morgenblatt allein vierteljährig . . fl. S SS kr. Das Morgen- und Abendblatt zusammen . si. A — kr. Das Morgen, und Abendblatt separat versendet vierteliährig . . . . . . . fl. 6 20 kr. Kit Admiai^atio« dt« „Wandtm" 671 Wie», Wollzetle Str HZ. In der GrazervorstM zu Marburg in der Nähe des Bahnhofes wird ein einstöckiges Haus sammt Gartet? und großem Keller aus fteier Hand unter sehr günstigen Bedingungen verkaust. (660 Näheres im Comptoir dieses Blattes. Aus steier Hand kommen mehrere Zinshäuser in der Stadt Marburg und ein schönes arrondirtes Gut in der Näbe von Marburg unter günstigen Zahlungsbedingungen zu enaufen. Nähere Auskünste ettheilt Herr Jgnaz Sollak, Haus-Nr. S08 in Marburg._ _ (6S7 6S9 Ein Kostknabe. Bei einer anständigen Familie in Gra > wird ein gesitteter Anave au» gutem Hause in sorgfältige Verpflegung und Aufficht genommen, »nzuftagen unter der Adresse: L. 0. JahnMe Rr. S, 1. Stock, neben der Turnhalle in Graz. e o s »i s ^ SS As ö«»»« ^ « L . ^ a«« 'S M»«a- H K » z», 'S x » L s .-'S Q ^ ^ SK s ^ s -s a Ein Lehrjnnge im reiferen Alter, der deutsche» und slo-venischen Sprache mächtig, findet allso-gleiche Ausnahme in ^«57 E. Toehar s Buehhandl«»« i« «tlli. Nr. 4S47. («S4 Konkurs-Ausschreibung. Bei dem Stadtamte in Marburg ist durch den Uebertritt des bisherigen Amtsvorstandes in den Staatsdienst die Stelle eines politischen Amtsleiters in Erledigung gekommen. Zur Besetzung dieser Stelle, mit «elcher ein jährl. Gehatt von 1000 st., ein Quarttergeld jährl. S00ff. und eine dreimal^e Quinqennal-zulage pr. S00 fl. nebst der Penstonsfähigkeit u. zw. beim Uebertritte aus dem Staatsdienste mit Einrechnung der in demselben zurückaeleaten Dienstjahre verbunden ist, wird der Konims mit dem Beifügen ausgeschrieben, daß Bewerber hierum ihre mit den Beweisen ihrer Besähiaung zum politischetl Verwalwngsdienste und ihrer bisherigen Dienstleistung belegten Gesuche bis längstens 30. September d. I. bei dem aesertigten Stadtamte zu Überreichen oder portofrei anher einzusenden haben. Stadtamt Marburg am S. Sept. 1870. Der Vürgermeister-Etellvertreter: F. Stampfl. llsrrkMkiÄsr un6 »MI« in »«I»' zu flauneni» bMgen Vreisen SZS d«i Selieik!. Weingarten - Lizitation. Mt Bewilligung des löbl. k. k. BgirkS-gerichtes Marburg wird die unbehauste Wein-gartrealität Urb. Nr. 608 aä Straß, bestehend aus der Rebengrundparzelle Nr. 87 im Flächenmaße von 15L1 Qklst. und im Schätzwerthe pr. 762 fl., in der Steuergememde Podigraz, am Vlatsch, nächst dem Posaunerhof an der ehemaligen Reichsstraße, Bahnstation Ghrenhausen, bei einer einzigen Lizitation a« 3. Oktster d. I. Vormittags 10 Uhr an Ort und Stelle der Realttät gerichtlich feilgeboten und nur um oder Über den Schätzwerth sammt der hß«ge«he« Aechsung an den Meistbieter hintangegeben. Die Lizitationsbedingnisse können beim löbl. k. k. Bezirksgerichte Marburg, bei Herrn Dr. Job. Kotzmuth in Marburg, bei Herrn Anton Scheiblein in Ehrenhaüsen und bei Herrn Dr. Franz Dissauer il» Graz, Sporgasse Nr. S2 eingesehen werden. j^660 Neravtwoetliche Redaktion, Druck und Verlag von Eduard Zanschiß in »tarburß. Eisenbahn-Fahrordnung. Marburg. Verson-nzüge. Von Wien nach Trieft: Ankunst 8 U. SM. Früh und 3 U. 4^ M. Abends. Abfahrt S U. 20 M. Früh und 8 U. 56 «. Abends. Von Trieft nach Wien: Ankunst 6 U. 19 M. Krüh und v tt. 55. M. Abends. Abfahrt 6 U. 31 M. Früh und 7 U. 7 M. Abends. «ilzage. Von Wien nach Trieft: Ankunst 1 Uhr SV Min. Xachmittag. Abfahrt 2 Uhr 2 Min. Nachmittag. Bon Trieft nach Wien: Ankunft 2 Uhr S7 Min. Rachmittag. ___ Abfahrt 2 Uhr 4«) Min. Nachmittag. 2. St. «.