Jgnaz Prki»strMardilrg. Ein Monat. . 4V K. Vierteljährig 1 fl. 20 „ Halbjährig 2 „ 4V „ Ganzjährig 4 „ 80 „ Ein Monat Vierteljährig 1 Halbjährig . 3 „ — „ Ganzjährig. V „ — „ ^ 1« Dp««e»stag de« SS. Mai Iiislrlis«5gebÄ>r: Die viermal gcs.'^il. tene Druckzeile wird l)«.i einmaliger Einschaltuilg mit ü, bei zweimaliger mit 8, bei dreimalikcr mit 10 Kreuzern berechnet. Erscheint jeden Sonntag und Donnerstag in je Einem halben Bogen > (die Beilagen unge-rechnet). ?s«s Abonnement kann am I« und 15. einOG jeden Monats erneuert werden. Die StraKustiz i« Steiermark im Ialire 1861. (Fortsetzung.) Gattungen der Verbrechen, wegen wel-cher die Versetzung in Anklagestand erfaßte: Majestätsbeleidigung 1!) Personen (Graz), Stö-rung der öffentlichen Ruhe 8 (Gr vollendet sein, womit zugleich eine lvirk-liche Verschönerung Klagenfurt's Platz greift. - Grazer Tchauspielerleben. (Schluß.) Am Theater-Neujahrstag da steht alles in Rosen. Da wird dem Direetor hofirt und alles, vom Regisseur bis zum Souffleur herab ist eine Variation von „lieber Schatz'^ und Engel und hauptsächlich die Herren Reeensenten sind äußerst gelehrte und affable Leute. Entweder man hat ein wohleingebogenes Billet „N. N. dramatischer Künstler" oder „Hof-Kammersängerin N. N." Zlvischen die Thüren ^steckt und damit ange-oeutet. daß man beim Debüt zwar gam Schlechtes leisten, aber demohngeachtet ein Genie sein kann. Oder aber, man hat den Redaeteur oder den Referenten höchstpersönlich zuhause getroffen. Hier gibt es nun keinen Dialog zu verratheu; es ist alles herrlich und kunstvoll gedrechselt und man drechselt eben wieder so gut es geht. - Nun dauert das Wohleinvernehmen so lang, als die Worte „liebenswürdig" „verdienstlich" „Beifall" reichlich genua angewendet vorkommen; Anden-wngen wie „hoffnnngsvoll" „demnächst künstleri-scher" u. w. machen schon mießliebig; völlige Todsünden werdm mit Worten wie „nicht ein-verstanden", „unrichtig anfgefaßt", überstürzt" und „falsch" beganaen. Von dieser Partie ab wird dann alles meistens „Unfinn", „Be^olg^" genannt. Die Zeit des Frühlings ist vorübet. Die Lifiten hören ans und die Komplimente auf der Strasse, vordem Zuckerrüben, werden sanre Rüben. Die Herren wenden sich wohl gar ab und phantasiren mit dem nächstbesten Diur-nisten über Künstlerloos. Hier ist dann gut, Partieulier sein. Einen Sänger zu sich in den Wagen laden, die naive Liebhaberin mit ^urum homöopathisch behandeln, ist jetzt der gegebene Zeitpunkt. Mariagrün. Mariatrost, Göstingthal und andere Zufluchtsorte der künstlerischen und nicht künstlerischen Welt von Graz werden dann in sol-chen Perioden besucht und die Fiaker haben ihre Freude daran. Das Partieenmachen zählt in je-dem Sinne zur Hauptpassion namentlich einer Sängerin. So hat ein Fiaker in der^ letzten Saisonwoche nicht weniger als 40 fl. für den Waaen von einer einzigen Theaternotabilität oder wenigstens wegen derselben eingenommen. - Wir wissen jetzt also beiläufig, welche Studien zu aller-häufigst für die Knust bettieben werden. Um Weihnachtm oder vielmehr vor Neujahr fangen die Beneficen an. Da heißt es wieder ein paar Zeilen in den^ öffentlichen Blättern in An-sprnch nehmen. Ein Billet, ein Stammblatt an diesen oder jenen Lyriker mag's thun. Nnr ein-«al hat eine sehr berühmte Tän^rin aus dem Unaarlande es auch mit einer Rolle Dnkaten versucht. Aber nächsten Tag konnte fie s wieder schwarz ans weiß lesen, daß der „vergessene Be-tta^ wenn er binnen drei Tagen nicht abgeholt wird, der Armeneasse verfällt." lin sehr berühm- ter Zauberer hat es sich einmal belieben lassen, mir in einen Brief eine Bantnote zu zaubern. Auch er wurde bei Zaubererehre aufgefordert, die rückgesendete Banknote öffentlich den Armen zu widmen; allein er zog es vor, selbe wieder für sich selber zu behalten und verschwand. Eine sehr berühmte Sängerin, die in einem Wiener Blatte gelobt sein wollte, weil man in Graz sie nur husten hörte - doch genug! Es sind mittlerweile der Carneval und die Bälle gekommen. In den Juristen- nnd Techniker-Balleomit^'s entbrennt zumeist eine offene Feld-schlacht wegen der Ballsähigkeit der sehr berühm-ten Künstler beider Branchen. Immer wird das Prineip der Noneonformisten angenommen; mei-stentheils jedoch eine ausnahmsweise Einladung erlassen. Es war ein junger Mann, dem's zu Herzen ging, daß den Comit^'s der Zopf so hin-ten hing und er schrieb den Juristen einen Brief aus seinem Herzblut voll Philanttopie und wies sogar auf die öffentliche Meinung hin. die sich für die Kunftansschliessnng rächen könne. Er erhielt einen donnernden Bescheid ii I» Roebuck -und mied in Folge dessen den prächtigen Juristen-ball. Es ist kein Zweifel, er hatte sich blamirt; und da ich es selber war und die „That gethan habe", ohne in einen Schauspieler oder gar (der Himmel sei vor) in eine Schauspielerin verliebt gewesen zu sein, so kann ich's en wissm und sagen - Auf den Elitebällen blüht nur das Wie ich in meinem letzten Schreiben meldete, hat der Gemeinderath bei den betreffenden Behörden um Leistung eines Beitrages zu den Kosten der Bahnhofstrafse aus den damals angeführten Grün-den angesucht. Diese Petition wurde aber sowohl von der Postdirection, als von dem Staatsmini-sterium abschlägig beschieden. Das Letztere ginA von der Aussicht aus, daß der hiesigen Bahnhof-strapc die Eigenschaft einer Aerarialdurchzugsstraße nicht zuerkannt werden könne, da dieselbe nicht zwei Reichsstrassen verbinde, weshalb man auf das Ansinnen des Gemeinderathes nicht einzugehen vermöge. - Nichts destoweniger glaubte dieser aber einige „In Anbetracht" geltend machen zu können, um nochnlals an das Staatsministerium die Bitte wenigstens um Bewilligung eines jährlichen Beitrages richten zu dürfen und zwar: Weil auch das Aerar diese Straße benützen wird, weil (als Präeedenzfall angeführt) von der Staatsverwaltung auch für die Benützung der übriigen. im Bereiche der Gemeinde liegenden Strassen eine Vergütung gezahlt wird - und weil das Aerar nach Eröffnung der Eisenbahn einen bedeutenden Betrag bei der Unterhaltung der Nlarburg-Kla-genfurter Poststraße ersparen wird. - Ich glaube, es ist mehr zu wünschen als zu hosfcn, daß sich die Staatsverwaltung in dieser Angelegenheit auf den Standpunct des Gemeinderathes stellen werde. Die Direction der f. k. kärntner Land-wirthschnftsgesellschaft hat beschlossen. Anfang Oktober dieses Jahres eine Ausstellung aller Produete der Aecker und Gärten, als: Feldsrüchte, Obst, Gemüse, Blumen, Producte der Seiden-und Bienenzucht u. s. w. und der dabei in Anwendung kommenden Maschinen, Geräthe und Werkzeuge zu veranlassen, wozu von dem Landes-auSschuße die landschaftliche lschießstätte als Aus-stellungslocal zugesagt worden ist. - Für die ein-zelnen Abtheilungen sind Prämien bestimmt und das detaiUirte Programm für die Ausstellung wird längstens im Monate Juli veröffentlicht werden. Wir können diesen Gedanken, welcher für die heimische Agri- und Hortieultur von dem erfreulichsten Erfolge sein wird, nur einen sehr glücklichen nennen. In der seit vorigem Herbste thätigen „Ma-schinenlehrwerkstätte", welche bis jetzt in Oesterreich einzig dastehende Speeialität unserer Realschule bildet, yeht eS recht lebendig her. Es arbeiten taglich je zwei Stunden und in vier Abtheilungen 40 Schüler (11 aus der Unterreal-schule nnd 29 aus den oberen Klassen) 32 lernen die Arbeiten am Schraubstocke, 4 sind mit Me-talldrehen und 4 mit Tischlerarbeiten beschäftigt. Andere, die sich noch zur Aufnahme gemeldet haben, konnten wegen Mangel an Raum zur Unterbringung einer größeren Zahl von Arbeits-tischen nur in Vormerkung genommen werden. -Diese Anstalt, ein schönes Denkzeichen des Gemein-sinnes Seitens ihrer Gründer, Gönner und Freunde, gereicht unserer Stadt zur liöchsten Zierde und verspricht bei der allgemeinen, ihr zugewendeten Theilnahnle eine sehr fruchtbare Zukunft. Schon jetzt zählt das Inventar der „Maschinen-Lehr-werkstätte'^ über 900 Nummern an Werkzeugen und Lehrartikeln, darunter neben der Schmiede und Tischlerei eine Bohrmaschine, eine Drehbank, eine .Hobelmaschine und Schraubenschneidezeuge aller Art. Das Prachtstück der Sammlung aber bildet ein, von einem Landsmanns - dem Herrn Melchior, Erpeditor der südlichen Staatseisenbahn in Bruck an der Mur - verfertigtes und der Anstalt geschenktes Loeomotiv-Modell. Die Maschine ist nach einem besonderen Systeme gekuppelter Loconlotive gebaut, enthält alle Montirungsbe-standtheile (so daß nlan sie heizen und zu Experi-menten auf geeigneten Schienen benützen kann) und besitzt eine Leistung von drei Pferdekräften. Eilli. I'.' 20. Mai. Das vaterländische Regiment Äinsky, welches für Marburg angesagt war, ist nun definitiv für Eilli bestimmt und werden beide Bataillone desselben am 24. d. M. sammt dem Regimentsstab hier einrücken. Der Mannschafts- auf, was die Kimstler und Künstlerinnen seit! Monaten gesäet haben. Da kommen auf Pro-menaden die Proteetrieen und Protektoren un-trüglich ans Tageslicht, nur die gescheidteren blei-ben ftrne. Und auf Maskenbällen? Da steigt^ die Dame der Loge, der es die Eonvenienz ver-^ bietet zu klatschen (dennocl) ist von einer solchen hochgebornen Loge das Zischen ausgegangen, als neulich eine und zwar eine bessere Eoloratursän-aerin debütirte), die Dame also steigt im schwarz-seidenen Domino zu ihren: sehr berühmten Bari-ton hernieder und legt ihm die seit Monaten aufgestapelten Zölle ihrer Bewunderung zu Füssen. Der naiven Liebhaberin nahen sich all die Backfische und alten Hechte, die da herumwandeln im süßen Meer der Liebe, Leute von der alten und jungen Garde, Doctoren, Deelamationsdichter und Lustspielpoeten, die um jeden Preis gerne in die Oeffentlichkeit kämen! Hinwieder erhalten die magenleidenden Reeensenten Stiche von Larven, die unverkennbar in der Theatergarderobe des Herrn Gruber (quovilam Lipp) gewachsen sind. Im Allgemeinen können sich alle liebenden Seelen auf solchen Festplätzen überzeugen, ob ihre Ge-schenke von ShawlS, Seidenstoffe, Broches und Ringe noch in häuslichen Ehren gehalten oder in das Abgeordnetenhaus in der Bürgergasse aeschickt worden sind. Nur einmal hat eine besonders naive, aber auch sehr berühmte Künstlerin einen Ring zu dem nämlichen Juwelier in der Spor-gasse geschickt, wo er Tags znvor gekaust worden war. Auf Hausbälle pflegen die Musenteu^ler nicht geladen zu werden und einen eigenen Künstlerball hat nur einmal ein sehr berühmter Tenorist anderthalb Jahre früher m petto gehabt, bevor er durchgebrannt ist. Seither soll er nicht eben einen Ball gegeben haben. In der Fastenzeit beeilt man sich, die Caba-len und Ehicanen, die man unter Jahr nicht aufgearbeitet hat, zum Abschluß zu bringen, bis die weiße Fahne aufgefteckt wird. Da gilt es das Engagement einer gefährlichen Nebenbuhlerin ^ zu hintertreiben, dort eine Kollegin zum baldigen Abgang zu bewegen und hiebei werden die goldenen Berge Amerikas versprochen. Die zukünftigen Bühnenmitglieder werden in vorhinein verketzert oder verhimmelt, wie man's eben braucht und wenn man selber unter dem abgehenden Persolml ist. so ist man per so ein verkanntes Genie, für das Graz viel zu kleinstädtisch und beschrankt ist, oder man ist ein Opfer der „perfiden Kritik" (die doch, nebenbei gesagt, nirgends lammfrommer als in Graz ist). So das Treiben unserer sehr berühmten Künstler und Künstlerinnen außerhalb des Zauberkreises der Coulissen. Zwischen diesen Medien einer idealen Welt aber sind die meisten der oben skizzirten Erscheinungen vorwiegend die Meister unserer Seelenstimmung, sie gewinnen uns reichlich oft Zeichen des aufrichtigsten Beifalles ab und wir erheben oft und oft daS Wort für sie und ihre Wertschätzung. Wir freuen unS, wenn sie Beifall finden durch daS Publicum und die Kritik und thun daS unsere, um beides zu befördern. Wir schwärmen kindisch für jede halbwegS über dem Niveau deS Gewöhnlichen stehende Leistung, aber mehr als einmal habe« wir unS ab-gestossen gefühlt, unseren Bühnengestalten inS kahle, schale, seelen- und meist auch charakterlose Leben hinein nachzufolgen. Der ehrenwerthen Ausnahmen sind sehr viele und die Besitzenden deS guten Be-wußtseinS lohnt - eben dieses. Im Allg^eine« ist a«ch hier die Ehe der Talisman des Befferen; stand wird erst hier bei den einzelnen Kompagnien auf den namhast redueirten FriedenSfufi herab-Mekt werden. DaS zweite Bataillon soll in Hohenegg untergebracht werden. Uebermorgen zieht das lbbl. Infanterie-Regiment „Hessen" von hier in die Garnison Graz. Pettauer Briefe. iil. f Ein wahrheitsgetreues Bild über Pettau'S sociale Zustände zu entrollen, ist wahrlich eine schwere Aufgabe für den Journalisten. ES geschieht dieß auf die Gefahr hin, von den „Altconserva-tiven" wieder als Weltverbesserer verketzert zu werden. Erwarten Sie von unS keine Schilderungen von glänzenden Fackelzügen und Festtafeln, von blumenreichen Wahl- und Tischreden, von Wahlagitationen und Theaterspeetakeln, von Sere-naden mit und ohne Musik oder Gesang; denn an all' solchen Festen nehmen wir keinen Antheil, sondern sind immer nur ein stiller entfernter Beobachter, weil wir den Borwurf der Wohldie-nerei niemals auf nnS laden »vollen, noch nnS durch momentane Effecte bestechen lassen, sondern während unserer vieljährigen publieistischen Laufbahn immer nur dem lvahren Verdienste die öffentliche Anerkennung zugedacht und allem Man-gelhasten unseren Tadel nicht vorenthalten haben. Letzterer hat uns allerditlgs niemals persönliche Freunde erworben; in den gebildeten und literari-schen Kreisen aber - wie wir nns bereits vielfach überzeugten - die öffentliche Achtung gesichert, die wir auch höher schätzen, als alle eitlen persönlichen Schmeicheleien, die selten mehr als leere Förmlichkeiten sind. Wenn wir sonach von Pettau'S socialen Verhältnissen nun unbefangen sprechen sollen, so ist es vor allem unser Drang, mit den Männern des Geistes zu beginnen und Jener zn gedenken, die sich bereits literarisch einen Ruf durch ihr Wirken gesichert haben. Hievon züW Pettau mit seiner Umgebung gegenwärtig vier die Ehelosigkeit, wie so häufig, der Borbote der Zügellosigkeit. Unter solchen Umständen ist eS nicht zu verwundern, daß daS alte Vornrtheil gegen die moralische Ansnahmsstellung der Komödianten in Graz noch tiefer wurzelt, als in Familien irgend einer anderen Stadt und wer sich, besonders in Specialitäten, zum öffentlichen Anwalt der Schauspieler macht, auf den können sie mit dem Finger zeigen und sagen: er ist durch Geld, Liebe oder Bier an die Eomödianten gefesselt. Das war vor hundert Jahren znr Zeit größerer Künstler anders und besser und daß eS so ist, ist einer der wundesten Flecken im öffent-lichen Leben von Graz. Ei« Beilchen. Der Frühling kam und Millionen wallen Mit duft'gen Kränzen, lauten Jubeltlängen. Den Tag zu feiem, daß sich zu verengen Das Weltall droht den ttebersel'gen allen. 3n meiner Seele fühl' ich'» wiederhallen Uno da» bewegte Herz will'» schier zersprengen. Wie tausend Knospen, die zum Vlulien drängen. Nie tausend wonnetrunk'ne Rachtigallen. Ich darf de» frohen Aeste» nicht genießen, Und all mein Sehnen, fruchtlo» großgezogen, Muß duldend ich in tiefster Brust verschließen! - Da blickt, durchbrechend de» Gewimmel» Wogen. Der Lenz mich an und läßt die» Lied erfprießen. Daß Seiner um sein Beilchen sei betrogen. »ildha«», 1862. B. Eantsri. u z den Dichter Käfer, den Compofiteur Rafael ' »emor, den Pharmaceuten Reithammer und den . slavischen Sprachforscher Aaff. Die Dicht- und Tonkunst, zwei der mächtigsten Factoren deS mo-dernen öffentlichen LebenS, wäre sonach hier reprä-sentirt und doch haben wier weder Lieder noch Musik. Man wird uns vielleicht erwidern, Pettau habe ja eine concessionirte Liedertafel; allerdings wahr, aber sie singt nie, weil ihr angeblich der erste Tenorist und Bassist fehlt, weshalb sie seit Jahren nur äe.jure aber nicht äe Laoto existirt und während dieser Zeit nur einmal, doch nicht in melodienreichen Versen, sondern nur in Prosa ein Lebenszeichen von sich gab, als sie sich zur Zeit der 1861er Psinastfahrt des Marburger Männergesangsvcreines Geltung verschaffen wollte. Wir müssen daher seit Iahren auf ein Herz und Gemllth belebendes Vergnügen verzichten, dessen sich fast jeder Marktflecken erfreut, was uns um so empfindlicher ist, als wir auch - keine Musik haben. Seit einigen Jahren durch die Kunstgenüsse von vier hier nacheinander garniso-nirenden Regimentskapellen verwöhnt, wurde nach deren Abgang Pettau plöplich seine eigene, ein Viertel Jahrhundert lange Vernachlässigung der Musik gewahr und raffte sich zu dem sehr lobenswerthen Entschluffe aus, einen Kapellnleister anzustelleu. um schnell eine Musikbande zu organisiren. Man wollte sich jedoch nicht begnügen, aus den hier ansässigen, musikalischen Elementen - deren Hier verbleiben gfiichert ist - suceesi^e eine bescheidene Kapelle zu schaffen, die für unsere Tanz- und Gartenfeste, dann daS Theater genügt, sondern hoffte eine Musikbande zu gründen, die den Anforderungen des Kunstkritikers entsprechen sollte » und aus den zu hoch gespannten Hoffnungen nnd Forderungen wurde bisher bei unverkennbar gutem Willen - nichts. Es fehlt uns sonach vor allen: Sang und Klaug, zwei Dinge, die selbst in den kleinsten Orten durch daS Lehrpersonal gehegt und geleitet werden, wenn dazu auch etwas Impuls von oben herab gegeben wird. Dies sind Factoren, die Geselligkeit, Frohsinn. Veredlung und Harmonie befördern, wornach sich Ihr Pettauer -r Korrespondent in Nr. 9 des (5. f. N. eben so sehr als wir alle sehnt; denn gegenwärtig sind Zwietracht und Uneinigkeit, Mißachtung nnd Gering-schätzung die regierenden Planeten am Firmamente der Pettauer Geselligkeit, !vas wir anl deutlichsten wahrnahmen, als >in hiesiger Bürger sich die Aufgabe stellte, nach dem Beispiele unserer Schwe-sterstadt Cilli ein Lasino zu gründen. Wir hatten alle Ursache, die Selbstverleugnung und moralische Aufopferung des Mannes, der sich an die Spitze des Unternehmens stellte, zu bewundern und hielten ihn seiner gesellschaftlichen Stellung und socialen Verhältnisse nach berufen, ein Zeichen von Gemeinsinn zur Förderung gemeinnütziger Zwecke an den Tag zu legen, doch er wurde seines Unternehmens wegen betächelt und der Annehmlichkeit und Nützlichkeit eines Casinos wiederspro-chen. Die Gründe hievon wollen wir nicht berühren. Wir sind auch der Ansicht, das; Pettau ein Casino auf der Basis eines gar zu hohen Miethzinses nicht gründen kann, doch welcher Gebildete wollte darum die Gründuug eines Casinos überhaupt, das nicht nur zur Erheiterung, sondern auch zur Bildung und Belehrung dient, das nach allen Seiten Eintracht und Geselligkeit fördert, für unnütz halten, - ein Institut, das jeder Stadt zur Zierde gereicht, indem darin der Eine von den geistigen und der Andere von den physischen Mühen seines Berufes ausruht und Erholung findet. Ein Kasino ist für Pettau weder überflüssig noch unrealisirbar, wenn man den eigentlichen Zweck der Anstalt unbefauHen vor Augen halten und principiel nicht gegen jede zeitgemäße Reue-rung OppMiou machen würde, um seineu Geg. «eru ein Schnippchen zu schlaaen und dadurch einen vermeintliche» Triumph (?) zu feiern. folgt.) -IV- Stainz, 16. Mai. Gestern Nachts entflohen aus dem Aneste deS hiesigen Untersu-chunasgerichteS zwei Diebstahls halber verhaftete Arrestanten. Sie hatten den Weg durch den Fußboden genommen und mußten hiebei eine gewölbte Decke durchbrechen, bevor sie zu einem leichteren Ausgange gelangten. -zz.* Wir find abermals in der Lage, dreier Schaden-feuer zu erwähnen, deren EntstehungSursache nur in Un« vorfichtigkeit zil suchen ist. Am 14. d. M. Bormittagö zwischen 10 nnd 11 Uhr brannte daö Wohn- und Preßhans des KeuschlerS Georg Griinsanger in GamS (Bezirk Stainz) liis zum Grunde herunter. Die HauSleute hatten in der Kiiche Schmalz gesotten. welches in Brand qerieth nnd die Verbreitunq deS Keuers veranlaßte. Der Beschädigte war nicht ^ ' Am 15. Mai kam nm 2 Uhr Rai^'" '5er Winzerei des Mathias Sparav^k K r"e?^be rg sBezirk Ober-RadkerSbur^^ Aulv5auS. »velcheS daS ganze Haus sammt Einrich^t.lM. und Kleidungsstücken nedst Lebensmitteln verzel)7^5i anch hier fehlte die Assecuranz nnd der Schaden ist für den Beslper sohin nm so empfindlicher. An der Entstehung soll ein fünfjähriger Knabe des Winzers Schnld sein, welcher mit Zündhölzchen spielte. Es ist constalirt, daß znerst daS Bett in der Wohnstube brannte. Anch im Markte Mureck kam an demselben Tage früh 4'/, Uhr beim Bürger Kranz FiichS ein Schadenfeuer in dessen Stallung auS. welches sich jedoch, Dank der guten Vorkehrungen und thätiger HilfeleistlUlg, auf den Berlnst des DachstnhleS und geringer Kutterooriüthe beschränkte. Marburg, W. Mai. Nach einem Erlasse des hohen k. k. Armee-Corps- und Landes (Yencral-Eomlnands s zu Wien vom 14. Mai d. Z. wird die Dislocation der beiden Brigaden Docteur und Härtung in der Weise stattfinden, daß von der Ersteren zwei Bataillone des Jnfanterie-Regimentes Prinz Hohen lohe Nr 17 mit dem Regimentsstabe nach Mar-bnrg;- zlvei Bataillone des Insanterie Regimentes Graf Anton KinSky Nr. 47 nach Cilli; - die Brigade Härtung mit zwei Battaillonen vom In-fanterie-Regimente Erzherzog Wilhelm nach Graz, zwei Bataillone vom Änfanterie-Regimente Groß' Herzog von Hessen Nr. 14 nack Bruck und Leoben und endlich das 9. Jägerbataillon nach Bruck dislocirt werden. Der Abmarsch in die betreffen-den Stationen dürfte in Kürze erfolgen. Die Kompagnien werden sälnmtlich auf 80 Mann redueirt. ?Ii.- Gestern fand die Wahl der Mitglieder des Theater-Berwaltungs-Comitv's für die Zeit von 18L2 bis 18L5 statt, bei welcher von 2W Wahlberechtigten 93 Stimmlisten eingebracht wurden. Gewählt wurde: Herr And. Tappeiner mit 86 Stimmen, Herr Josef Albensberg mit 85. Herr Alois Ed. von Kriebuber mit 77, Herr Roman Pachner mit 73, Herr Josef Wundsam mit 73, Herr Friedrich Leyrer mit 73, Herr Josef Ban-calari mit 71, Herr Johann Girstmayer mit 71, Herr Heinrich v. Gasteiger mit 64, Herr And. Nagl) mit 64, Herr Karl Gerdes mit 61, Herr Dr. Franz Duchatsch mit 55, Herr Ioh. Kartin mit 54, Herr Alois Ed. v. Feyrer mit 52, Herr Dr. Matth. Reiser mit 49 Stimmen. Nachdem die gewählten Mitglieder von der Wahl in Kennt-niß gesetzt und dieselbe anzunehmen sich erklärt haben werden, wird die Constituirung des Thea-ter Eomitö's in einer besonderen Sitzuug veranlaßt werden. Zum Director der hiesigen Bühne wnrde für die Theater-Saison 1862 bis 1865 Herr Johann Ed. v. Radler, gegenwärtig Direetor des Sommer Theaters zu Vöslau erwälilt. Am verflossenen Sonntage unternahmen die Turner unserer Stadt ihre zweite Turnerfahrt nach Feistri^ ober Lembach, in dm Garten der Pulvermühlvefitzerin Frau Stampfl. Obgleich der Ausflug nicht öffentlich angekündigt war, trafen daselbst doch mehrere Gäste ein, um sich an dem Anblicke der Leibesübungen und der Heiterkeit der 60 Turner zu erfreuen. ES ist dieß ein neuer Beweis, daß die hiesige Bevölkeruna immer allgemeiner zu der Ansicht komme, daß die gleich-mäßige Ausbildung von Kör^r und Seist nicht nur daS Herz der Jugend erfrische, sondern daß auch bei Erwachsenen der Tnrnerspruch: Frisch, fromm, froh, frei - seine volle gute Wirkung übe. Auch j)ie Eltern, denen man eS leider von einigen Seiten verargt, daß sie ihre Töchter an dem Turn-unterrichte theilnehmen lassen, werden eS gern bestätigen, daß ihre Kinder nicht nur mit Freuden an den Turnübungen theilnehmen, sondern, daß selbe frischer in Bezug auf ihre Gesundheit, daher froher bei ihren Arbeiten und Unterhaltungen, dabei nicht lveniger fromm in ihrer Andacht und keineswegs zu frei in ihrem Venehmen ge-tvorden seien. Am 17. Abends entleibte sich in der Ebene zwischen dem k. k. Eadeteninstitnte und St. Josef ein Corpora! des Regimentes Kinsky eines Liebesverhaltnissc? wegen mittels eines Pistolenschusses. Die Obduetion stellte heraus, daß das Gerücht, der Selbstmörder habe sich durch zwei Pistolenschüsse aus einer einläufigen Pistole getödtet. unbegründet sei. Die Besserung des von einer langwie-rigen Krankheit heimgesuchten Besitzers von Wildhaus, B. von Carneri, welcher als Dichter ebenso wie als Verfasser politischer Broschüren rül)mlich bekannt ist, schreitet zwar langsam, aber dennoch vortvärts. Während seiner Krankheit dietirte der aeist- und qenlüthvolle Dichter in schmerzensfreien Augenblicken nne Reihe sinniger Lieder, welche kürzlich unter dem Titel: „Pflug und Schwert" im Drucke erschienen. Anregungen ^ In einer diesjährigen Sitzuug des Marbur-ger Gemeindeausschupes stellte ein l)iesiger sehr geachteter Bürger und Handelsmann den praeti-schen Antrag auf Entfernung der bei einigen Häusern befindlichen vorspringenden Bänke. Es tvnrde in Folge dieses Antrages beschloffen, die BesiKer jener Häuser, die durch vortretende Holz-oder Steinbänke verunstaltet sind, zur Entfernung derselben auf giitlichem Wege zu vermögen. Es iitzt sich allerdings ^uzf den idyllischen Bänken vor den Häusern, besonders in lanen Sommernächten sehr bequem; nichts desto minder liessen sich einige Hausinhaber, welche Schönheits- nnd Gemeinsinn besitzen, „auf giltlichem Wege'' bewegen, diese patriarchalischen Ruhesitze abzubrechen. Äider sind einige derselben noch „in Gedanken stehen geblieben"; die ?. I'. Besitzer dieser Bänke lvill ich deshalb im Namen Aller, welche über sie (über die Bänke, nicht über die Besitzer) in dunklen Nächten bereits gestolpert sind soivie im Namen Aller, die über sie noch stolpern lverden u. z. im Interesse der g raden Füsse ihrer Mitmenschen auf das freund-lichste beschworen haben, mit diesen Ueberresten einer idyllisch-gemüthlichen Vergangenheit gefälligst entweder einheizen oder pflastern zu wollen. * Die Verantwortung für Aufsätze dieser Nulirik iiber-nimmt der Einsender. LandwirthschaftlicheS. k.- Die warme Witterung hat die ersten Wein-tranbenblüthen hervorgelocktnach dem Ausspruche eines genauen Beobachters sind die heurigen Blüthen denen des Jahres 1846, die bisher als die frühesten galten, um nahezu acht Tage voraus. Gebe der Himmel, daß uns kein nngünstiger Witterungseinfluß diese Blütl)enerstlinge und ilire Nachfolger verderbe. ((Dingesendet.) Eine B!arburger l^orrespoudenz der Tagespost vom 20. Mai erzählt, daß „eine zahlreiche Schaar hiesiger Turner - über die Draubrücke nach dem Felsenkeller bei Gams zog, wo fröhliche Lieder ertönten" u. s. w. Um eine nähere Beschreibnng dieser Draubrücke wird der Herr Berichterstatter höflichst ersucht. Die Redaction des C. f. U. erklärt zur Bek,ebung vor-gekommener Mißverständnisse der Wahrheit gemäß, daß der k. k. Notar, Herr Kranz Ratei oer Berfaffer des in Nr. 9 »useres Mattes gebrachtea Artikels.' „Nindisch-Aeifinß, 6. Mai- nicht fei. Geschaftöberichte Wie»», 21. Mai. (Aemtl. Depesche der Fruchtbörse.) Bis zmn Schlüsse der Börse wurde kein Kauf zu Protokoll gegeben. WienerDampfmiihle unverändert. Wien, 17. Mai. Spirit«». Der Verkehr bleibt ailf den effektiven Markt beschränkt. Die allseitige» Au», geböte ilben einen immerwährenden Druck auf die Preise aut. Wir notiren prompte Waare 54'/, — 54^/, kr. Ttuhlweißenburg, 17. Mai. (Originalbericht von 8. X. II.) Im Laufe dieser Woche war die Stimmung fiir Weizen am hiesigen Platze eine feste, die bereits stark gelichteten Vormtlje bestehen meist aus schweren Sorten und befinden sich in festen Händen, »velche sich zu den jetzigen Preisen schwer zli einem Verkaufe bequemen. Man notlrt: 84 — 85 Pfd. Waare fl. 4.45 — 4.60. 86 — 87 Pfd. fl. 5 — 5.10, Korn l^lieb unbeachtet 76 — 78 vfd. fl. 3.10 - 8.35, Gerste hatte an Lebhaftigkeit verloren und nur zun» Schlüsse der Woche einige hnndert Metzen 69—71 Pfd. ff. 2.25 — 2.45 begeben, Hafer geschäftslos 48 pfd. fl. 1.70. kukurutz in dieser Woche nur spärliche Aufträge eingelaufen, in Folge dessen sich die Preise abermal» drückten, fl. 8.75 notirt. G. Kanischa, 18. Mai. (Orwinalber. von L. R.) Obwohl bis nun kein bedeutender Negen unsere Saaten bedeckte, ist doch im Getreidegejchäfte keine wesentliche Ber-änderung eingetreten. Weizen wurde seit einigen Tagen zu guten Preisen circa 20000 Metzen für den Export au» dem Markte genommen, 80 — 83 pfd. st. 8.80 — 4.20, 84 — 86 pfd. fl. 4.40 — 4.65 notirt', Korn zu gedrück-ten Preisen einiger Begehr 76 — 78 pfd. fl. 2.90—3.05, Gerste fand nur in schwerer Waare für Bräner einigen Absatz 66 — 69 pfd. fl. 2.35, 70 — 72 pfd. fl. 2.70 — 2.90 notirt, Kuknrutz etwaS mehr Leben al» in der Vorwoche 83 — 85 Pfd. 8.50 — 3.70 erhältlich, Hafer unbeachtet 46 — 48 pfd. fl. 1.50 — 1.60 und Haiden fl. 3.20 — 3.30 abgesetzt. Rohleder und Kalbfelle noch immer als nominell zu betrachten, in Knoppern fehlen durchgehend» alle Aufträge, Weinstein fl. 32 — 33 pr. Ceutner. Klagenfurt. Marschner, Bau Assist, v. Wien. Kautschik. t. Scn«d. v. SlaKbach^ Schwarzen Adler. Die Herren: R. v. Pistor, GtSb. >. Gamlitz. v. Bojtor, k. k. Rgim.-Kaplan n. Consist. Rath . Wien. Steumann, Hdl»m. v. Olmütz. Kr. Kath. Trieb und Eäcilie Trieb, Priv. v. Graz. .Erzherzog Johann. Die Herren. Starz, k.k. Oberl. v. Cilli. Fischer, Kfm. v. Wien. Brunner, Agt. v. Wien. Grünaner. Priv. v. Wien. Rennschiitzl, Kfm. v. W. Neustadt. Remetz, Rltätb. v. Teiuahbeg. Gottscheber und Wißiak, Bau. unternehn^er v. St. Lorenzen. Wimmer, Gar^on v. Polt-schach. Webenau. Priv. v. Klagenfnrt. Simoniö, Bez. Wund« arzt v. Witschein. ' Stadt Wien. De Herren: v. Mohl, Großherzogl. Badisch. Offiz. o. Rastadt. Kratochwille, Realitätb. v. Feld-kirchen. Lak, Kfm. v. Triest. Leese, Kfm. v. Wien. ^Nll Perstorbeile >» Marburg. Vom 17. bi» 21. Mai 1862. Ä'ügekommene in Marburg. ^ Vom 17. bit 21. Mai. Andrca» Haat, Wi»ztt> 46 2. alt a. d. Lungtiieiitiünduiig. Stadt Meran. Die Herren: v. ScheduS, Dr. d. R. !Der Witwe Anna Schuba ihr Kind, Hermann, 2'/, M. alt v. Wien. Muschel, Kfm. v. Wien. v. Kautz, Priv. v. j an innerem Brand. «r. I» Herrn Med. Dr. Reifert. Es gereicht mir zum besonderen Vergniigen, Ihnen die angenehme Mittheilung macheu zu können, daß ich daS unter Ihrer Anleitung erzeugte, bisher unter der Firma A. E. Müücr üt Comp, verkaufte Malzextrakt in verschiedenen Krankhei». formen, liesonders aber in chronischen Brustaffectionen, Schwäche nach typhösen Krankheiten, Magenleiden, AbzehrungSkrankheiten der Kinder u. dgl. mit dem besten Grfolge angewendet habe. Um Ihnen nur unter mehreren Fällen einige besonders hervorzuheben, habe ich bei einer etwa 40 Jahre alten BeamtenSsrau mit tnberVuli^ser Infiltration in beiden Lnngen-spitzen, die eine ausgebreitete Luftröhren- nnd Lungenentzündung unter Lebensgefahr »iberstauden hatte und bei welcher eine ungemeine Schwäche und Abmageruug zunirkblieb, lu«tcr dem 8wbch?ntlichen Gebrauche JhreH Malz-Extraetes, so tvie des Malzpulverst, ihre Kräfte zuriickkehren und an Körper-fülle zunehmen sehen. Alich verlor sich der zuriitkgebliebene Husten gänzlich. Bei einem rhachitischen gänzlich ausgezehrte», 3'/, Jahre alten Kinde eines israelitischen Kleinhändlers war nach dem Gebrauche deS Malz-extraeteS, MalzpulverS und der Malzbäder schon nach V Woche« eine solche Befferung eu,getretteu, daß ich mich berechtigt halte, bei sortgesetz-em Gebraltche dieser Mittel die gänzliche Heilung deS zu einem Skelette abgemagerten Kindes zu erwarten Bei einem Fleischhauergesellen, der nach Äberstandenem T!yphus und hypostatischer Lungenentzündung sehr herabgekommen und abgemagert war, sah ich schon nach 14tägigem Gebrailche Jl)reS MalzextracteS eine auffallende Kräftignng eintreten. Ich könnte Ihnen noch mehrere Fälle anführen, in denen ich die wohlthätigsten Wirkungen von Ihren Malzextraeten erfahren habe, die ich mir aber aus eine spätere Zeit mitzutheilen anfbewahre. Wien, deu 3. März 1862. Hochachtungsvoll Ihr Med. je Ehir Dr. R«d. Weinberger, Mitglied der med. Farultät ic., Weißgärber Nr. 138. IBi« MßvÄvrIaK« von diesem Malz-Extrakte befindet sich 47) Marburg: bei I. Koltttnig. 'rsAiivK ««LksrnvA von kvi^tvIluiiKvn auf ijolelie«. V erltsuk von «inßi»8ottenen kraekten M«r Kattun^. z» jtdtr Stmte de» Tize» »d trr Nicht. ZI der AiichhMliiz tes Georg Tarmon ill Cilli zu haben: Wichtige NectPte str Havssraven. 8. nur 25 kr. öst. W. — Es sind dies Rccepte, welche in jeder Haushaltung nicht fehlen sollen. Soeben erschienen: Das Aaiser Fra«) Josefs »Aad bei Markt Eiisser in Untersteiermark. Beschrieben von Dr. Carl Friedrich Hene, Badearzt und Direetor dieser Heilanstalt. 8. brosch. Z6 kr. öst. W. Begleitet von historischen Notizen über die Entdeckung der warmen Quellen, bietet diese Brofchilre »»berdieh eine genaue Uebersicht der mit dem Gebrauche der Bäder verbundenen Bequemlichkeiten und ausfiihrlicher Kostenberechnung. (73 Das (71 mn E. Dsr»iWer ill Griyj Herrengasse Nr. 217. empfiehlt die schönste Auswahl aller Arten Nl)ren, unter Garantie und übernimmt alle Gattungen zur Reperatur mit der Zusicherung promptester Effeetuirnng. Auftrage für Marburg vermittelt Herr JalaS am Burgplap. kesIitStvn-VvrkvIlr unl! l^ommisijionjjAvijekMv des Johann Gnandefl in Marburg. Die gedruckten Berzetcbnisse über sämmtliche im obigen Comptoir zum Verkaufe vorgemerkte Realitäten, welche über 200 Ob-jeete, die meisten aus Untersteierniark, eine ziemliche Anzahl auch auS Obersteiermark, Kärnten und Krain enthalten, haben soeben die Presse verlassen und sind sowohl im Comptoir selbst, als auch zur größeren Bequemlichkeit der auswärtigen ?. I'. Kaufsliebhaber in den Expeditionen der „Presse" in Wien, der „TageSpoA" in Graz und der „Klagenfurter Zeitung" um den Vrels von 20 Nkr. pr. Exemplar zu haben. Verkäufliche Realitäten werden oaselbst unentgeltlich in Vormerkung genommen. Kitndmachititg. Mit Bewilligung der h. k. k. Statthalterei werden in Schleinitz, eine halbe Stunde von der Eisenbahnstation Kranichsfeld, zwei Jahr-und Biehmärkte, und zwar alljährlich am TS. Mni und am V. September abgehalten; sollte an diesen Tagen ein Sonn- oder Feier-tag sein, so wird der Markt am nächsten Tage stattfinden. Gemeinde-Borstehung Schleinitz am 10. Mai 1862. (g9 Ba«tifchler' Zimmer- ^HsUstreicherseselle« finden sogleiche Beschäftigung, gegen gute Bezahlung, bei der Eisenbahn- Station bei Herrn IRnÄvIt Vlpk. Anzufragen bei Earl Eisel, Tischlermeister in Marburg. (74 I'rlsvl»«« Itaxas-chZvdSvIl ist bei Krauz Gcherba«« a« Hanptplatz tSglich zwei Mal z» he?W««e«« Druck. Vertag nnd verant!vöst!??e1?e?act!ö?^^ in Marburg.