Nr. 17. Freitag, 22. Jänner 1909. 128. Jahrgang Zeitma Prsnn«er«nspleiS: Mit Poslveilsnb»»!,: gonzjährll, 30 ll, halbjal,,,« is> K Im Noittor: ssanzjähriss 22«, halbjühlin 11 «, ssür dir Zxslsllnnn !»« Hau« naiujählin L K. - InsrNionsssebühl: ssül ürlü«' Inlslalc bi« i^» 4 Heilm l>0l,, ssrößere prr ^rilr 12 l,; liel öslcrcn Wiebciholungrn prr Zsile 8 i,. Dir 'Laibachrr Zeitung» erlchsi»! »änl'ch. mil Vlueiiatiml dri Eonn- »nd ^sislwge. In' Ädminis «: I^H I'ken — ttvnovi»,, Iiri»issl>«l!n. (I^u, ^vnn^) 5 —W "1'ip, l!i >'. l^vrv»,v»nni 6ril,vo. krimH tl-ucloxioi!« it^Iiinin, äi I.ui«i Idr>, I^irvn/« llnmH. k'. ^orllntnln I'^iiwi-r, 1!><)7; »II I'rni'Iom», lloll», popnlH^inn«», 8«li»8t!^i>IIll, »lclu ,un. ^'ipo-ßi-llNu I^liwi-n Nr, 4 »llümnrin^icll^ 1^!><^». ' Nr. l .I.,'!» l,om 14, Iäimcr 1900. Nr. 2 'Nulnbnrncr Nachrichten» vom 14. Jänner 19l)9. Veilage der Nr 2 «I«o. vom 1^. Jänner 1909. , ---------------- Am '1. Jänner 1909 wurde das I. Stück des iianbesneseh-blatte« für das Herzogtum ttrain ausgegeben und versendet. Dasselbe enthält unter Nr. I Kundmachung des l, l. Obcrlandcsqerichtcs in Graz vom 30. Dezember 1908, Z. l'r, 15.9-^/5 d/8, womit die nach Einvernahme der politischen Laudesbehördcn aufgestcMe Liste der Sachvrrständi«lN, welche vou den Vezirl^gerichten dieses Obcrlcmdrsa.crichtssprena.rlS z» den im Jahre 1W9 voilommeuocn Entschädigunnsvcrliandlui'gcn aus Anlaß angeiprochcncr Enteignung zum Zwecke der Herstellung und des Betriebes von Eisenbahnen zugezogen weiden tonnen, bekanntgegeben wird. Von der Medallion des LandeSgefctzblattes für Krain. Laibach, am 22. Jänner 1909 Nichtamtlicher Geil'. Die Balkanpolitik. ^lus Paris geht der „Pol. Korr." folgende Mitteilung zu: Mit dein Abschlüsse des Einvernehmens zwischen Östcrrcich-UiMln und der Türtei alls der Grundlage finanzieller Zugeständnisse ist ein Wunsch in Erfüllung gegangen, der wn der französischen Diplomatie lebhaft gehegt und an den beteiligten Stellen wiederholt dargelegt worden ist. Nach dem damii erlangten Fortschritt auf dem Weg,? zur Wiederherstellung einer ruhigen Lage in Europa erscheine es nun geboten, die Vcmühungm zur Erzielung ciner Verständigung zwischen Bulgarien und der Türkei nach Möglichkeit zu fördern. Durch das Gelingen dieses Wertes würde das Gefühl der Beruhigung, das man allgemein aus dem Einvernehmen zwischen Wien und Konstantinopcl geschöpft hat, eine sehr wesentliche weitere Kräftigung erfahren. Die vollständige Klärung der Lage wird allerdings auch dann.noch nicht erreicht sein, da noch die Aufgabe erübrigen wird, die Politische Atmosphäre von den Spannungsmomcntcn, die in der serbisch-montenegrinischen Frage liegen, zu befreien, ^cach der von der gesamten europäischen Diplomatie geteilten Auffassung erscheint es als unerläßlich, auch in diesem Puntte vor dem Zu- sammentritt der Konferenz zu einem Ausweg zu gelangen. Die Aufrichtigkeit, mit welcher alle Mächte ohne ^lusnahme die friedliche Beilegung der Balkan-trise herbeiwünschen und zu erleichtern suchen, biete eine genügende Grundlage für die Erwartung, datz den Bemühungen der Kabinette der Erfolg bcschie-den sein wird, auch die Schwierigkeiten, die dieser Teil des jetzigen orientalischen Problems birgt, zu überwinden. Aus Petersburg wird geschrieben: ^'ln den hiesigen mas;gebenden Ttellcn findet die Auffassung, daft man dem ^iele der Fricoenserhaltung durch das zwischen Österreich-Ungarn zustandcgctommene Einvernehmen näher gerückt ist, rückhaltslosen Anschluß. Für die Herbeiführung dieses Erfolges gebühre dem Wiener Kabinett unstreitig die Anerkennung aller Friedensfreunde. Für die Haltung des Petersburger Kabinetts werde auch in dei jchigen Phase der Balkantrisc der Wunsch, die Ruhe Europas gewahrt zu sehen, richtunggebend bleiben. Die besonders schwierige Lage, in der sich Rußland gegenüber den schwebenden Fragen des Tüdostens aus nationalen Gründen befinde!, habe diese Macht dein Standpunkte nicht abwendig gemacht, daß die Erhallung des Friedens das oberste Ziel der russischen, wie der gesamten Diplomatie bleiben müsse. Die russische Negierung habe diesen Grundsatz durch ihre Stellungnahme im Rate der Mächte betätigl und in diesem Geiste gehandelt, wenn es galt, den hochgehenden Wellengang nationaler Erregung einzudämmen. Es sei nicht zu bezweifeln, daß die russische Regierung diesen Kurs auch weiterhin unver-rückt einhalten wird. Der „Figaro" nimmt, wie man aus Paris schreibt, England gegen die in einigen Wiener Blättern wegen dessen Haltung in der Baltankrise erhobenen Vorwürfe in Schutz. Es sei unrichtig, daß die öffentliche Meinung Englands die Verschlimmerung der genannten >trise gewünscht habe. Man sollte in Wien nicht die gemäßigten, friedlichen und gerechten Worte vergessen, die Sir Edward Grey Feuilleton. Der Wachöengel. Uns dem Ausfischen des Andrcjev vou Aeld scheu Kustikov. (Schluß.) Der Vater zog die Hand, mit der er das Engclchen hatte berühren wollen, schnell wieder zurück. Sein Auge strahlte die gleiche Glückseligkeit wieder wie das seines Sohnes. Ihm war es, als würde das kleine Ding größer und größer. Die Flügel schwangen lautlos durch die Lust'und machten all das Ärmliche und Häßliche umher verschwinden. Des alten verkommenen Man. nes Gedanken eilten zurück in jene Zeit, wo er noch einer anderen Welt, einer anderen Gesellschafts, klasse angehörte. Als er im statistischen Bureau der Landschaft beschäftigt war und Hauslehrerstunden gab. Bis er dann die Tochter seiner Zimmerwirtm heiraten mußte.--------Da war Marja für ihn verloren. --------Der Engel erinnerte ihn an die Geliebte jener Tage. Er brachte ihm einen Lichtblick in die Düsterheit des jetzigen Daseins. Das war es, was auch ihn den gleichen Zauber empfinden lien, der das Glück des Knaben auslöste. Für das Kind gab's noch keine Vergangenheit. Wenigstens noch leine solche, die das Leben abge-schlössen und ihm für immer den Stempel aufgedrückt hätte. Und all das Beängstigende der Gegenwart war weggewischt von dem Glanz, den das Engelchcn mitgebracht. Der Engel war dem Knaben alles. Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft. Kolja hatte noch keine Pläne für später; aber jetzt wogte all das Gute, das in jedes Menschen Herz schlummert, in großen Wellen in ihn, nuf. Eine Sehnsucht nach Licht und Glück flutete durch die mißhandelte Seele. Die beiden Träumer beachteten einander nicht. Jeder sann auf seine Art. Und beide fühlten sich unglücklich. Aus diesem gemeinsamen Gefühl her. aus schob sich die Hand des Alten auf tms Haupi des Knaben und dieser schmiegte sich an oic kranke Brust. „Gab sie es dir?" frug der Vater. „Natürlich doch," antwortete >tolja, ohne zu verraten, welche Bitten es ihn gekostet hatte. Der Vater lächelte befriedigt. , „Träumst du oft, Kolja?" fragte er nach einer Weile nachdenklich. Kolja schüttelte verneinend den Kopf. „Nein, nur sehr selten. Einmal träumte ich, ich siele vom Hausdach und fiel — fiel." „Allnächtlich träume ich," sagte der Vater. „Ein zweites Leben mit Leid und Freude wie das hier." Kolja fühlte, wie des Vaters abgezehrte Hand heftig erzitterte. Und dann auf einmal klang unterdrücktes Schluchzen durch den Raum. Der alte Mann weinte. Vorsichtig hob Kolja seinen Arm und wischte sich auch seine Augen. „Kolja, mein Junge. Wozu diese Erinnerungen?" Der Knabe ärgerte sich, daß er geweint hatte. „Was soll's? Was ist denn?" fragte er barsch. „Du hast recht. Was soll's? Wir wollen schlafen." Erst mußte aber das Engelchen untergebracht werden. Auf den Tisch oder gar aus den Boden mochte >iolja es nicht hinlegen. Deshalb band er es dann mit der Gummi schnür an den Griff der Luft-klappc des Ofens. Es hob sich vortrefflich von den weißen Kacheln ab, so daß beide es leicht von der Lagerstatt aus beobachten konnten. Kolja warf dann He Lumpen, nuf denen er zu schlafen Pflegte, zusammen und streckte sich schnell, ohne sich zu entkleiden darauf aus, um nur ja bald wieder den Anblick seines Engels zu genießen. Er wollte noch nicht einschlafen; aber kaum lag er, warfen sich schon die Schatten der Müdigkeit über ihn. In wenigen Sekunden schliefen Vater und Sohn. Dem Engclchcn ward cS ungemütlich an seinem Orte, die warmen Luftwellen, die der Ofen ausstrahlte, stießen es vorwärts, so daß es hin und her schwebte. Aber immer heißer wurde es. Und es dauerte nicht lange, da begann das Wachs zu schmelzen. An den rosigen Bcinchen liefen die Tropfen herab und fielen klatschend auf die Ofenbank. In den häßlichen Petrolcumgcruch der ausbrennen« den Lampe mengte sich der Dust des Wachses. — Noch einmal schaukelte das Engclchen, dann löste sich die Schnur, es fiel nieder auf die Bank. Eine Kellerassel umkreiste neugierig cinige-malc das weiche Häufchen. Dann kletterte sie auf einen der feinen, bläulichen Libellenflügel: aber enttäuscht betastete sie es mit den Fühlern und eilte wieder weiter. Schlafe, Kolja, schlafe! Laibacher Zeitunq Nr. 17. ^ 44 22. Jänner 1909. im Oktober u. I. über diese Angelegenheit gesprochen hat. Jetzt sei England über das Schicksal der freien Türkei schon mehr beruhigt; der Krieg mit Bulgarien ist vermieden, mit Österreich-Ungarn ist ein Ausgleich geschlossen, und damit sei die Hauptsorge Englands geschwunden. In einem Artikel der „Ind<'pendance Velge" wird gesagt, es sei offenbar, das; die Türlei die finanziellen Zugeständnisse seitens Österreich-Ungarns, dank der Unterstützung der Pforte, durch England erhalten hat. Tas Blatt hofft, daß die Polemik österreichischer Blätter gegen England die offiziellen Beziehungen zwischen Wien und London nicht allzusehr beeinflussen werde. Eine unheilbare Entzweiung mit England läge gewiß nicht im Interesse Österreich-Ungarns. Politische Uebersicht. Laib ach 21, Jänner. Die „Reichspost" kündigt eine Aktion der christlich-sozialen Partei des Abgeordnetenhauses gegell den Reichstriegsminister Freiherrn v. Echön-aich wegen dessen Haltung in der Armccfrage an. Es sei ein eminentes Interesse der österreichischen Regierung, in den Rcichsangelegenhcitcn keine Schlappe zu erleiden, deren Verantwortung sie selbst erdrücken könnte. Es gebe keine österreichische Partei, die sich der Pflicht entschlagen könnte, einen Sieg des KossutlMmus zu verhindern und deshalb sich der Abrechnung gegen einen Reichslriegsmini-ster anzuschließen, der die lebendige Promesse dieses Sieges in den Händen der Magyaren ist. ' Das „Fremdenblatt" erklärt, mit der Errichtung einer italienischen rechts- und staatswissenschaftlichen Fakultät in Wien sei den berechtigten Forderungen des italienischen Voltsstammes Genüge getan. Wien biete die meisten und sichersten Garantien dafür, daß der Unterricht sich frei von allen Störungen politischer Natur vollziehen kann und daß eine' Unterbrechung des Unterrichtes durch lärmende Zwischenfälle nicht befürchtet werden muß. Trieft sei keine rein italienische Stadt. Die Slove-nen besitzen dorr 120 Vereine, angesehene Geldinstitute, eine fleißige Intelligenz und eine national straff organisierte Arbeiterschaft. Bei den letzten Reichsratswahlen im Tricfter Gebiet standen den 8425 italienischen Stimmen 61^; slovenischc gegenüber. Unter solchen Umständen könnte nicht erwartet werden, daß die italienischen Studenten in ungestörtem Alleinbcsitz ihrer Fakultät geblieben wären. Dazu komme nocli, daß die Tricstcr Stadtverwaltung in politischer Beziehung durchaus nicht einwandfrei geblieben ist. Es ist daher zu erwarten, daß das Parlament dem Vorschlage der Regierung beipflichten und mit der Errichtung der Rechtsfakultät in Nicn den kulturellen Ansprüchen der österreichischen Italiener zugleich mit dein Staatsintcr-esse, das die Erhaltung der Ruhe fordert, entspre« chen wird. Das Ungarische Telcgraphen-Korrespondenz-bureau ist von kompetenter Seite ermächtigt gegen- über allen Meldungen und Gerüchten, welche eine Kabinettskrise prophezeien, zu erklären, daß diese Kombinationen auf vollständiger Unkenntnis der Situation beruhen. Im Schoße der Regierung herrscht vollkommene Solidarität und die Audienzen der ungarischen Minister bei Seiner Majestät, welche 'Audienzen eventuell noch eine Fortsetzung finden werden, sind der Ausfluß einhelligen Übereinkommens unter den Mitgliedern des Kabinetts. In maßgebenden Kreisen werden die künstlich erregten Stimmungen, die vielleicht nur persönlicher Natur sind, nicht für so bedeutend erachtet, daß sie gegenüber der Solidarität der Regierung zu weitergehenden Konsequenzen führen könnten. Die „Neue Freie Presse" betrachtet es als höchstwahrscheinlich, daß der neuerliche serbischmontenegrinische Kriegslärm nur der falschen Ansicht entspricht, daß dergleichen ein wirtsames Pressionsmittel sei. Die Darstellung, der türkische Minister des äußern habe den: montenegrinischen Geschäftsträger erklärt, daß die Pforte Österreich-Ungarn beim Abschlüsse des Einvernehmens die Bedingung gestellt habe, die Ansprüche Serbiens und Montenegros zu befriedigen, könne nicht richtig sein. Von einer solchen Bedingung sei bisher nichts bekannt geworden, und der türtische Minister könne dies unmöglich gesagt haben. Es wäre voll vornehercin ganz absurd gewesen, Östcrreich-Ungarn zuzumuten, daß es der Türtei für die Anerkennung der Annerion nicht nur weitgehende Zugeständnisse an sie selbst bewillige, sondern sich ihr gegenüber zugleich verpflichte, überdies die Wünsche Serbiens und Montenegros zu erfüllen. Aus dem Erftos^, das der Großwesir am 1A. d. dem Parlament unterbreitet hat, geht allerdings hervor, daß ^erbien und Montenegro Anschluß für den Kriegsfall suchten und daß er sie beruhigte. Er verwies sie jedoch nur auf die Konferenz. In einer Besprechung der kretischen Fraqc führt das „Echo de Paris" aus, daß die französische Regierung mit dem Petersburger und dem Londoner Kabinett bezüglich der Unterstützung der Interessen der Tiirtei in dieser Angelegenheit vollständig übereinstimme. Es sei übrigens keineswegs gewiß, daß die Pforte sich Griechenland gegenüber unbeugsam zeigen werde. In Konstantinopcl sei das Gerücht verbreitet, daß.die Pforie an die griechische Regierung die Frage zu stellen beabsichtige, welche finanzielle Entschädigung sie für die Angliedcrung Kretas zu bieten bereit wäre. Bewahrheite sich diese Nachricht, dann würde die kretische Frage keinerlei Schwierigkeiten bereiten. (Nach einer Meldung des „Ikoam" wurde das Ministerium des Äußern beauftragt, der griechischen Regierung in kategorischer Weise zur Kenntnis zu bringen zu lassen, es sei ausgeschlossen, daß die Türtei Kreta gegen Geld aufgebe.) Tagesncmgkciten. — lPins X. — König von Bosnien.) Man schreibt der „Frankfurter Zeitung" aus Rum- Professor Du-menico Onoli, der Chef der Nationalbililiolhel, machl ans ein historisch merkwürdiges Testament aufmerksam, das die in der Kirche Ara Coeli begrabene lehtc Koni» gin von Bosnien, Catarina, am Ä). Oktober 1476 zu» gnnsten des Papstes Sixtus IV. und dessen n>chtmäßi. gev Nachfolger verfaßte. Mitgeteilt von Leibniz in den „Annales (ieclcsiastici" Toni. XIX.). Die Königin, die nach der Eroberung Bosniens durch die Türken von Papst Paul II. im Palazzo Veuezia aufgenommen wor-den war und zwölf Jahre lang eine Pension von 1W Scndi erhallen hatte, bewies ihre Dantbarleit durch die» ses Testament, in dem sie den Papst und dessen Nach. folger zu Erben ihres Königreiches einfette, für den ^all, daß ihr Sohn nicht vom Mohammedanismns zum Christentum zurückkehrte. Da dieser nun Moslem blieb, so ist, wie (Anoli sagt, Pins X. rechtmäßiger .^önig von Bosnien. Diese historische Kuriosität wird natürlich nie-mals zu einem NeclManspvnch führen. — lDer Phonograph als Vertreter des Königs.j Bekanntlich ließ die preußische Negierung nach dem Feldzuge des Jahres 1866 in den neuerworbenen Ge> bielsteilen eine große Anzahl der sogenannten Neu» Nnppiiier Bilderbogen verbreiten, die geeignet erschic-nen, den neuen Landsk'iik'n prenßische Verhältnisse ver-traut zu machen. Ein wirksames Hilssmitlel für solche Zwecke scheint neuerdings der Phonograph zu bieten. Die letzte Proklamation, die König Eduard in seiner Eigenschaft als Kaiser von Indien an das indische Volk gerichtet Hal, ist in den Phonographen hineingcsprochcn, und die englische Regierung läßt die Platten in sehr großer Anzahl in ganz Indien verbreiten. Freilich wer» den die Inder nicht die Stimme des Königs selbst ver. nehmen; denn die Proklamation wird für die Angehü» vigen der verschiedenen Stämme in ihrer besonderen Sprache erklingen. Dazu war es nötig, daß eingeborene Dolmetscher die Worle des Königs übertrügen und ihrerseits in den Phonographen sprachen. Diese Sprrch-Maschinen sind in Indien bereils außerordentlich vei> breitet. Man findet sie nicht nur an den Höfen der vcr» schiedenen eingeborenen Fürsten, sondern auch in den Wohnnngen der besseren eingeborenen Familien. Der lHmir von Afghanistan ließ kürzlich in London zwei Maschinen ankaufen, und der Bey von Tunis bestellte sogar l4, für jede seiner Frauen eine. — lVernhard Thaw,j der kein Musikfreund isl, be-fand sich einmal auf einer Soiree im Hanse einer der vornehmsten Familien Londons. Ein Nünstlerorchester spielt. Die Dame des Hauses findet den beruhn,len Schriftsteller mürrisch und gelangweilt in einem Win» lel sitzend. „Spielt das Orchester nicht wundervoll?" fragte sie ihren shast, „allerdings spielen die Nünst» ler auch schon elf Jahre zusammen." — „Elf Jahre?" wiederholte Shaw, „sitzen wir wirklich noch nicht län-ger hier?" — lSchadencrslch siir einen Huud.j Der Londoner (Yrasschaftsrat ist in einer eigenartigen Angelegenheit ans Entschädignng verklagt worden. Der Besitzer eincs Terriers verlangt Schadenersatz, „lit der Behauptung, daß dieser Hund umgestanden sei, weil er in einem Part aus einem Teiche getvunlen habe, dessen Wasser vergiftet gewesen sei. Der Grasschastsral ist nach An» sichl des Klägers für den Znstand des Wassers ver-intworllich. Der Nat hat beschlossen, diesen ernsten Fall nötigenfalls bis zur höchsten Instanz durchzu» fechten. Die junge Exzellenz. Roman von Georg Hartwig. (62. Fortsetzung.) (Nachdruck ver!ii)!c»,, Zu der nämlichen Stunde saß Tante Betty neben ihrer Nichte unter der Hängelampe, während das Hausmädchen nebenan am Teetisch langsam für drei Personen deckte. Vorbcreitcnderwcise hatte Fräulein Vetty das für den heutigen Gebrauch bestimmte Gebäck in Herzform gehalten. Man muß schüchternen Gemütern durch Anspielung den Anfang erleichtern. Manchmal hilft's doch! Denn daß Professor Muschler nicht so ohne weiteres und schlankweg heute schon wieder zum Tee erscheinen wollte, lag auf der Hand. Zu Tante Vettys Entzücken. Aber nur ja nichts anmerken lassen, Lina gegenüber! Nur das nicht. Sonst stellte diese wieder die fatale Frage, ob denn für reine Seelen kein Freundschaftsbündnis zwifchen Mann und Weib denkbar fei? Aber Tante Vetty wußte, was sie wußte. Zum Beispiel folgendes: Daß wenige Damen aus den besten Dachauer Familien sich besonnen haben würden, Frau Professor Muschler zu werden. Daß dem Professor die elegantesten Salons allezeit offen standen und schöne Hände sich ihm überall bewillkommend entgegenstreckten. 'Null war es für jedermann doch sonnenklar, daß. wenn ein begehrter Mann freiwillig seine Abende so oft unter einer schlichten Hängelampe zubrachte, dies nicht bloß der schönen Wissenschaften halber geschehen konnte. „Mir war's, Tante Vetty", sagte Lina, von ihren, Hefte aufsehend, „als hätte jemand die Glocke gezogen." . „Nicht möglich, Kind! Muschlcr kommt nie vor acht Uhr." Lina lachte. „Erlaube doch nur, Tante Betty, daß auch noch andere Menschen Glocken ziehen als Professor Muschler! — Siehst du wohl? Wieder. — Vertha, sehen Sie nach!" Das Mädchen ging und kam hastig mit einem Schreiben zurück. „Na?" fragte Tante Vetty neugierig. „Was bringen Sie denn da?" „Ein herzoglicher Diener steht draußen", berichtete die ländliche Maid, völlig verwirrt. Er wartet auf Antwort, sagte er — der herzogliche Diener." „Wie denn?" rief Tante Vetty hoch aufspringend. „Bei uns? Und an dich, Kind? Ei, so lies doch gleich laut, Linchcn! Der Schreck fuhr mir ordentlich in die Glieder." Lina hatte die wenigen Zeilen rasch überflogen. „Gleich! Vertha, sagen Sie dem Voten, daß er einige Minuten wartet. Ich will ihm einen Brief mitgeben. — Also! Fräulein lion Witzbach übermittelt mir den Wunsch der Herzogin, mich morgen nachmittags fünf Uhr bei sich im Schlosse zu sehen, einige Szenen vorzutragen aus Dramen, die sie selbst auszusuchen gedenkt." Und sie stand auf, ihre Briefmappe herbeizuholen. Tante Vctty schlug die Hände zusammen. „Herzogin! Vorleserin! Schloß!" Tränen des Stolzes traten in ihre freundlichen Augen. Aber die Neugier wirkte ebenso heftig. „Was antwortest du nur, Kind?" „Daß ich mich Pünktlich einfinden werde." Und sie sehte scherzend hinzu: „Mit möglichst geschmeidiger Kehle." Sie schloß das Kuvert, ging hinaus, gab den Vrief ab, kam wieder herein und setzte, zum sprachlosen Erstaunen des alten Fräuleins, ihre Ausarbeitung weiter fort. „Aber Kind! Linchen! Wenn du es schlecht machtest!" „Das kann nicht vorkommen. Höchstens könnte ich es nicht gut genug machen. Aber wir haben noch so massenhaft Zeit, darüber zu sprechen." Tante Vctty schwieg notgedrungen. Aber in ihrem Kopfe ward's desto lebendiger. Kleider, Rüschen. Ketten, Broschen, alles, was ihre Nichte an Toiletten besaß, Präsentierte sich in fliegender Reihenfolge den Geistesaugen des heftig häkelnden Fräuleins. Im großen ganzen fand nichts Gnade vor ihr für dieses unerhörte Ereignis. Am wenigsten der vorjährige Hut. Großer Gott! Diese eidbrüchige Putzmacherin sollte den jüngst bestellten Hut schon lange lwgell> fert haben. Ihn um jeden Preis herbeizuschaffen, warf Fräulein Betty Nadel und Garn beiseite und sprang mit empörtem Herzen auf. (Forts, fol^t,) Laibacher Zeitung Nr. 17. ^5 ______________________22. Jänner 1909. Lokal- und Prouinzial-Nachllchtcu. itaibachcr Oemcindcrat. (Schluß.) Sodann wurde zur Tagesordnung geschritten. Na» »uns der vereinigten Rechts- und Finanzsektion be-richtete Genieinderat Dr. M ajaron über die Zu-schrift des Bürgermeisters, betreffend die Errichtung eines städtischen Psaiidalntes. Dic Krainische Sparlasse hat sich betaniillich entschlossen, das mit der genailnleli Sparlasse vereiiiigte Psandamt anfzulassen, wodnrch insbesondere die ärmere Bevölkerung Laidachs, die sich in Fällen der äußersten Geldnot dieses Institutes be> diente, empfindlich tangiert wird. Die (Errichtung eines ncuen öffentlichen Pfandanites sei daher dringend noi> U'ludig und hiezu sei die städtische Spartasse in Lai-dach oder die Stadtgemeinde in erster Linie berufen. Mit Rücksicht darauf, daß die städtische Sparlasse be» leits einen Kreditverein ins Leben gerufen hat, er» scheint es dem Bürgermeister angemessen, daß das Psandamt seitens der Stadlgemeinde errichtet, von der städtischen Sparlasse aber das zu diesem Zwecke erfor. derliche Kapital gegen mäßige Verzinsung zur Ver. fügung gestellt werde. Ein städtisches Pfandamt wäre lVin Novum; solche Psandämter bestehen bereits in mehreren Städten, n. a. anch in Graz. Der städtische Rechnnngsrevidelit Vule, der kürzlich einen längeren Krantenurlaub in Graz zugebracht hat, hatte die Aus. gäbe übernommen, die Einrichlung des dortigen Pfand» amtes zu studieren. Als Resnltat seiner Informationen unterbreitete er dem Stadtmagistrate die für das ge^ plante städtische Psandnmt erforderlichen Statuten, eine Geschäfts» und Versteigerungsurdnnng sowie eine Rentabilitätsrechnnng. Es unterliegt leinem Zweifel, daß das Psandaml nach einigen Jahren sich rentieren würde, wohingegen in den ersten Jahren ein unbedeu. tendes Defizit allerdings lanm vermeidlich wäre. Zll diesem Zwecke geeignete Amtslolaliläten seien in dem nunmehr der Sladtgemeinde gehörigen ehemals Schin> zelschen Hause iu der Quergasse vorhanden. Für den Anfang lünnte mit zwei Beamten, zwei Schatzmeistern nnd einem Diener, der gleichzeitig als Magazinenr zn fungieren hätte, das Auslangen gefunden werden. Refe» reut Dr. Majaron hol) in seinem Berichte hervor, daß auch das Pfnndaml der ukrainischen Spartasse altiv ge-Wesen sei und laut Rechnungsabschlnsses im Jahre 1907 einen ReingelMiin von 3387 !< abgeworfen ^habe. Doch sei ohne Rücksicht aus die Rentabilität die Errichtung eines unter öffentlicher Kontrolle stehenden Pfands amtes in Laibach im Interesse der ärmeren Bevöl-lerung unbedingt notwendig. Die projektierte Anstalt müsse einen humanitären Zweck haben und eventuelle Überschüsse sollen dem städtischen Armenfonds zuslie-ßen. Für eine solche Anstalt lönnlen auch Gebühren-erleichterungeil erwirkt werden, liber Antrag des Rese-renten wurde sodann die Errichtung eines städtischen Psandamtes einstimmig beschlossen und der Stadtmagi» strat beauftragt, die zur Errichtung eines Pfandamtes erforderliche Konzession zu erwirken. Im weiteren Verlaufe der Sitzung wurde der Be» richt des Gemeinderates M c g l i <" über die am 19. November 1908 vorgenommene unerwartete Slon-tiierung der Stadllasse genehmigend zur Kenntnis ge-nommen und über Antrag des Gemeinderates M i-lohnuja dem Vereine „Slovensla Filharmonija" für das Jahr 1909 eine ordentliche Subvention von 1^.000 l< nnd eine außerordentliche Subvention von 8000 l< belvilligl, das Ansuchen des genannten Vereines, der Gemeinderat möge drei Gemeinderatsmilglieder in den Vereinsausschuß entsenden, jedoch abschlägig be-schieden. Gemeinderat Mi loh no ja berichtete weiters über den Voranschlag des allgemeinen Stistungssonds, welcher ohne Debatte genehmigt wnrde, sowie weiters über den städtischen Poranschlag für das Jahr 1909. Mit Rücksicht aus den lnapp bemessenen Raum müssen wir von einer detaillierten Anführung der einzelnen Pudgetansätze absehen nnd »vollen nur die hanptsächllch. steu Momente der Verhandlung hervorheben. Der Vor-anschlag sür das lausende Jahr weist ein Defizit von 5l.l20l< anf. Der Referent glanbt trotzdem eine Er-höhunq der Genieindeumlage nicht in Antrag bringen zn sollen; das Defizit fei vielmehr dnrch allfällige Er-fparniffe sowie eventuell durch eine Kreditoperatwn zu bedecken. Sollte sich später eine Erhöhung der Ge-meindeumlage notwendig erweisen, so Ware sie erst nach Perfeltionierung des geplanten Hauszinssteuergesetzes vorzunehmen. Bei Kapitel I, „Verwaltung nn all-gemeinen", machte Gemeinderat L e n 5 e aus den Um-stand aufmerksam, daß 50 Wachleute zur ordnnngsmaß«. gen Versehiing des Sicherheitsdienstes n,cht mehr aus-reichen und daß daher wenigstens fechs nene Wach-mannstellen stistemisiert werden müßten. Bürgermeister Hribar erklärte, daß die Sicherhcilswache um 20 Mann werde vermehrt werden müssen, daß d,e>e ^er-mehrnng jedoch mit Rücksicht aus die derzeitige sman-zielte Lage der Stadlgemeinde erst im Jahre 1.N1 werde durchgeführt werden können. Gemeinderat ?> u -b i c regte die Erweiterung derSternallee auf emen Te,l des Vongreßplatzes szwischen der Noniieiikirche und der Tonhalle) an und stellte den Antrag, daß der stadt',che Gärtner beauftragt werde, einen diessalligen ^lan samt Kostenvuran'schlag auszuarbeiten. Der Antrag fand indes nicht die nötige Unterstützung, wohl ader wurde der städtische Gärtner Hejnie beanstragt, snr d,e Herstellung eines Partes auf der rechts von der Haupt, allee nach Tivoli gelegenen Wiese die nötigen Pläne ehestens auszuarbeiten. Die Kosten sür die Herstellung des Partes durften sich aus etwa 2500 X bclaufeu, da das fur dic Aulage von Wegen erforderliche Material bei der bevorstehenden Eztavierung des Laibachslnfses loslenlus gewonnen werdeil tonnte. Bei Verhandlnng des Kapitels 111 stellte Gemeinderat 8 u b i e, den An» trag, das Sladtbanaml werde beauftragt, die Frage zu studieren, ob es sich nicht empfehlen wurde, die proje» lierte städtische Markthalle, welche bekanntlich ans dem Platze des ehemaligen Lyzealgebaudes 9 wurde sodann aucy in dritter Lesung angenommen. Namens der Schulsellion berichtete Gemeinderal Dr. Triller über die Zuschrift deS Bürgermeisters in Angelegenheit der gewerblichen Fortbildungsschulen. Behufs Feststellung des Inventars dieser Schulen wurde eine ans Gewerbetreibenden bestehende Kommission ent» sendet; diese Kommission sei vom Schulleiter Herrn Landesregiernngsral Dr. Innowiez derart beleidigt worden, daß die erwähnten Kommissionsmitglieder ans ihr Mandat zu verzichten entschlossen seiend wenn sie nicht eine entjprechende Gennglnung erhallen. Der Ge-melnderal sprach nber Antrag des Referenten sein Be» danern über das Vorgehen des Herrn Dr. Junowiez aus und stellt das Verlangen, daß iu dieser Angelegen-heit eine objektive Untersuchung durchgeführt' werde. Auch soll die l. t. Landesregierung ersucht werden, mit dem Schulausschusse nur in slovenijcher Sprache zn korrespondieren. Vizebürgermeister Dr. Ritler von Blei w e i S berichtete über den Umbau der Kanäle im städtischen Schlachlhause und stellte den Antrag, daß zn diesem Zwecke ein Kredit von 3800 1< zur Versiiguug gestellt werde. Der Antrag wurde ohne Widerrede angenom-men. Der Voranschlag des städtischen Elettriziläts-wertes pro 1909 wnrdc ohne Debatte genehmigt nnd dem Hausbesitzer Emannel Z elinta an der Rosen-bachstraße von der für die Wasserleitungsrohrlegung in seine Villa berechneten Gebühr der Betrag von 75 I< abgeschrieben. Schließlich wnrde der Beschluß gefaßt, in, Sinne der Vertragsbestimmungen aus eine Revision des Fahr-tarises der elektrischen Straßenbahn noch im lansenden Jahre zu dringeil nnd den Gemeinderatsbeschluß, »vor-nach sämtliche Wagen der elektrischen Straßenbahn bis zum Untertrainer Bahnhofe vertehren sollen, ausrecht zu erhallen. Sodann wurde nach dreistündiger Daner die össent-liche Sitzung nm acht Uhr abends geschlossen. t fragte der Kaiser, ob er anch Mitglied deS Kramer Landtages sei. Der Kaiser: Der Landlag hat Bemerkenswertes geleistet. Vizepräsident Poga5nit: Da der Kampf um die Wahlreform so lange Zeit währte und andere wichtige Fragen verdrängte, müssen jetzt die Arbeiten in tnrzer Frist erledigt werden. Der Kaiser: Glauben Sie an einen rnhigen Verlanf der Weileren Tagung? Vizepräsident Pogaünil: Ich hoffe es, Majestät.' Der Kramer Landtag hat ja wichtige Ar-beilen durchzuführen. Der Kaiser: Ich hoffe, daß diefe zum Wohle deS Landes nnd der Bevölkerung gelöst werden. — sDer öffentliche Voitraq über das Erdbeben in Kalabrien,j den vorgestern abends in« großen Saale des „Mestni Dom" Herr Dr. Paul G ro^elj vor einem dichtgedrängten Anditorium hielt, erregte durch die Technil der Darstellung, die ins Gemüt gehende Sprache nnd die zahlreichen erläuternden stioplischen Bilder allseilig hohes Interesse nnd fand rauschenden Beifall. An den unabwendbaren Prozeß des ewigen Werdens nnd Vergehens antnnpsend, den Francesco Petrarca in seinem „Triunso della murtc" in so ergrei-sender Weise poetisch behandelt, entrollte der Vortra» gende ein farbenglühendes Bild jenes herrlichen Land. strichs, wo in den poetischen Konturen sanslansbeugen. der Buchten lichtumflossen die schlanke Pinie, der'Ol- banm und die Myrte stehen und ein ewig blauer Him» mel herniederlächelt aufs duntlc Laub der Goldorangen und die schattigen Zypressen . . . Dieses herrliche Ei. land mit seinen blühenden Kulturen, mit seinen auf die Granilslnsen des Strumboli- und Atnagebieles zau> berisch hingestreuten Dörfern, Märtlen und Stra-ßen! . . . Sie alle, darunter auch Messina, das Lieb» liche, sollten ein erschütterndes Dentzeichen des ewigen Werdens und Vergehens, ei» Opser des Todestrininphes werden - sollten in wenigen Sekunden in Ruinen, in krümmer, lind Leichenselder, ill Stätten erschütternder Greuel nnd maßloser Verwüstung verwandelt sein! Eine Reihe trefflich ausgeführter, uach Naluraufnah» men an Ort nnd Stelle angefertigter Stioptitonbilder, die zerstörten Straßenzüge, die zu Schutt und Staub zeisallenen Menschenwohnungen, die mit den notdürf-ligslen Hnbseligleiten sich flüchtenden Bewohner darftel» lend, verschaffte einigen Einblick in diese unsäglich trau-rigen Verhältnisse. Der Vortragende besprach anch den Grnnd der Erdbebenerscheinungen nnd stützte sich hie« bei aus die Ergebnisse der modernen Erdbebenforschung, derzufolge die eigentliche Ursache der Erdbeben in der tetlonischen, d. i. gebirgsbildenden Tätigkeit unserer einst fenrigslüssigen, seit Iahrmillionen in steter Um-bildnng begriffenen Mntter Erde und dem hiemit zu. sammenhängenden Abbrechen und Abrutschen kleinerer oder größerer Erdschichten zu snchen ist. Inter, essant sür unsere lokalen Verhältnisse ist hiebei der Um-stand, daß das „Nruchgebiet" des Laibacher Saveseldes, zwischeu Laibach und Vodiee gelegen, den Hanptherd nnserer hiesigen Erdbebenerscheinungen bildet. Trotz dieser wenig erfreulichen Nachbarschaft braucht uns in» des nicht bange zu sein; denn eS ist anderseits tonsta» tiert, daß es in diesem Vrnchgebiete nie zu Zusammen, brüchen besonders bedenklicher 3lrt, nie zu wahren „Katastrophen" gekommen ist nnd menschlicher Berech» nung nach auch nicht kommen wird, weil sich die Kon» vulsionen unseres Erdinnern hier sozusagen entgegen ausgleichen und in verhältnismäßig wenig gefährlichen Eischütternngen ihre Lösung finden. So hallen wir im verflossenen Iahrhunderl nur drei Beben von größerer Intensität zu verzeichnen, nnd zwar im Jahre 1845, das Ostererdbeben von 1895 uud jenes vom 15. Juli 1697. Nicht uninteressant ist es, hieran die Beobachtung zu tnüpfen, in welch abnehmender Häufigkeit sich bei uns die Erdstöße nach einem größeren Beben zu wie» derholen pflegen. So ergab das Neben von 1895 im ganzen 355 Erdstöße, im Jahre 1897 verzeichnete mm» 1^, das Jahr 1898 brachte nnr noch 19«, das Jahr 1899 nur 95 — das Jahr 1903 noch 50! Natürlich handelt es sich hier um Nebenaufzeichnungen, die menschlichen Fühlapparaten meist gänzlich nnwahrnehm-bar gewesen und nur von den spezifischen seismogra» phi scheu Instrumenten aufgezeichnet wurden sind. Der Vortragende besprach auch die Erdbebeumehinstrumente, die Seismometer und demonstrierte praktisch die Wir» tung, die ein Fernbcben, und diejenige, die ein am Orte des Meßinslrumeules selbst sich äußerndes Beben aus den Apparat ausübt, wobei er namentlich hervor-hub, wie bei einein Fernbeben notjvendigerweise eine in lleineren Wellenzeichnungen Ausdruck sindende Vorphase und dann erst die Hauptphase des Bebens tenntüch wird, während bei einem lotalen Beben so-sort die Hauplphase einsetzt. Dies wurde auch an einem auf Leipziger Apparaten am Tage der talabrischen Katastrophe verzeichneten Bebenbilde oder Seismo. gramme gezeigt, das mittelst des Slioplikons aufs Pro-jeltionstableau dirigiert wurde, wobei besonders die Vor- undHauptphase deutlich unterschieden werde» lonn-ten. Der Vortragende erörterte noch den Einfluß der Sonnenslecken auf Vorgänge in unserem Erdinnern lind zeigte sodann in Wort nnd Bild diejenigen in Japan, dem Erdbebenland, längst gangbaren Häuser-typen, die ihre Bewohner gegen die tückische Machl des zerstörenden Elementes am besten schützen. — Nach Schluß des Vurtrages ergriff noch Herr Marktinspeltor Ribnilar namens der nationalen Arbeiterorgani. sation, die den öffentlichen Nortrag veranftallet hatte, das Wort und dankte in herzlicher Weife dem Herrn Vortragenden sür die übernommene und trefflich ge> löste Ausgabe sowie dem Publikum für den überaus zahlreichen Bestich. — iVortrag in der Lcogcsellschast.) Vorgestern um 6 Uhr abends hielt, wie bereits erwähnt, Herr Pros. Dr. Grnden im Bibliothetssaale der „K'atoliäla Tiskarna" vor einem zahlreich erschienen».n Publikum einen Vortrag über das Thema: „Die Einheit der von den Slovenen bewohnten Länder und das Napulco-nische Illyrien". Der Gegenstand ist interessant nicht nur wea/n des mit dem heurigen Jahre angehenden hunderlinhrigen Gedenktages, der durch ein Machtwort des gewaltigen Usurpators vollzogeuen Einigung süd» slavischer Länderloniplexe zu einem sclbständigiN Staatengebilde „Illyrien", er ist geradezn hochaktuell geworden durch die jüngsten Ereignisse am Balkan, so daß man ja in der Tagespreffe nnd im Tagesgespräch, in der Laiides-, ja selbst in der Reichsvertretung gar häusigen Diskussionen über die EinigungsbesNebimgen der von den Südslaven bewohnten Ländergruppen be-glgnet. Der Vortragende verstand es, in knappen, doch markanten Umrissen ein historisch getreues Bild lener Geschehnisse vor Augen zu sühren, welche sur d'e mn-wicklu,ig.gesch>chte und heutige der speziell von Slovene., ausschlaggebend waren, und stützte «"'^' h st"'^ Grundlagen seine Untersuchung, ob und mw.eferm ElN- Laibachcr Zeimng Nr. 17. 146 22. Jänner 1909. hensbestrebuuge» in diesen Landern scholl vor der Napoleonische» Umgestaltung vorhanden waren nnd zu welchen positiven Erfolgen sir jeweils geführt haben. Ausgehend von den Zeiten des granen Mittelallers, wo im 7. und 8. Jahrhunderte in dell „l>^l-t,il>n« l>I^vorntn" südslavische Stämuie vom Toblacher Feld bis zum Baltischen Sec und der Donan und vom Wiener Nald nnd der Enns bis znr Adria und der Savemündung unter ihren öupauen Wuhnen, sich mitunter meist wühl bei drohender Feindesgefahr in ein Stammesfürstentum einigend (Beispiel Samos bleich, das seineil Begründer lamn überdanertej — entrollte der Vortragende ein Bild der Zustände, die sich im Zeichen der römisch» christlichen Kultur unter dem Kaiserszepter Karls des Großen in den in Frage kommenden Ländern — nun Karanlanien und seinen Marlen entwickelten. Hier tre» ten uns schon Einigungstendenzen entgegen. Sie der» folgen Schutzzwecte zugunsten der römisch.christlichen Kulturgebiete gegenüber dein drohenden Ansturm sei» tens ungarischer und anderer heidnischer Nachbar» stamme. Aber auch nach Wegfall dieser Gefahr insolge Christianisierung der Nachbarvölker im II. Iahrhun» dert und nach dem Selbständiglverden der ebenerwähn» ten Marten lebt die Idee der früheren Einheit noch lange fort und äußert sich in einer gewissen Oberhoheit der kärntnischen Herzoge über die genannten Marlen — die bis 1335, dem Jahre ihres Erbanfalles an die Habsburgische Monarchie erhallen bleibt. — Obwohl die nun folgende Ära in den fraglichen Gebieten als durchwegs dezentralisatorisch bezeichnet werden muß und Teilungen auf Teilungen zum Gefolge hat, sehen wir anderseits im Aguilejischen Kirchenstaate ein festgefügtes, geeinies Territorium erstehen, das unter anderem einen großen Teil von Krain umfaßte, und als politisch' strategisches Slaatsgsbilde an den Toren Italiens eine historisch hochwichtige Nolle spielte. Aus den Bruch» teilen späterer Teilnngen sehen wir in der zweiten Hälfte des Mittelalters einen großen, sogar Kroatien und einen Teil Bosniens in sich schließenden Einheits-wmplex erstehen — das Gebiet der Eillier Grasen, namentlich unter Hermann ll., der die überwiegende Zahl der von Slovenen bewohnten Länder unter seiner Herrschast vereinte. Die Einheitstendenzen waren im hohen Grade dnrch die Türlengefahr dilliert. Tie zen' tralistischen Bestrebungen in den südslavischen Terri-torien hatten wohl ihren Höhepuntt unter dem letzten Spiossen des Cillier Geschlechtes und mit dessen ge» waltsamem Tode in Belgrad im Jahre 1456 auch ihr Ende erreicht. In den folgenden drei Jahrhunderten finden wir wieder die Habsburgische Dynastie als die unbehinderte Herrin in diesen Gebieten, die im ganzen uud großen dezentralistisch verwallet werden, bis auf das Kramer Gebiet, das bis ins 18. Jahrhundert ge> wisse zentralistische Momente aufweist, indem es na» menllich territorial bedeutend größer wurde als in der karantanischen Periode, indem es anßer Obertrain, der Windischen Mart, Mottling, dem Puit- nnd Karst-qibiet auch Istrien und eine Zeitlang sogar Trieft und Finme unifaßte — eine Einheit, die einen gemeinsamen Landeshauptmann und einen gemeinsamen Landlag be-saß. — Allerdings war dieser einheitliche Länderlom» plex schon lange nicht mehr vorhanden, als Napoleon durch sein Machtwort eine neue südslavische Einheit — Illyrien — schuf. Die sogenannten „illyrischen Provin» zen" nmfaßlen den Lienzer Bezirl in Tirol, denVillacher Bezirk in Kärnlen, ganz Krain, Görz und Istrien, Kroatien samt der Militärgrenze und Dalmatien. Von den von Slovenen, bezw. Kroaten bewohnten Gebieten waren alfo nur Untersteiermark nnd das am linken Saveufer gelegene Kroatien nicht inbegriffen. Der Vor» tragende belenchtete die gegen Englands Machtstellung gerichteten handelspolitischen Tendenzen Napoleons, die ihn bewogen hatten, gerade diese Länder von Österreichs Besitztum loszureißen, um mit ihnen auch die Herrschaft über den von Österreich beherrschten Teil des Adria» tischen Meeres zu gewinnen. Eine bezeichnende Illnstra' tion zn diesem wirtschaftlichen Buykolt bildet beispiels» weise die von Napoleon angeordnete feierliche Verbren» nung der englischen Waren, die am Laibacher und Triester Platze Absatz fanden. Napoleon verfolgte auch eine zielbewußte Orientpolitik und ihm, dessen Losung lautete: „In den Orient komme ich, wenn nicht zu Wasser, so zu Lande", sollten unsere Länder die Tore zum angestrebten Ziel erschließen. Die „illyrischen Pro» vinzen" hatten für Napoleon die Bedeutung einer Militärgrenze — bezeichnend sind seine Worte zu Mar. schall Marmont: „Illyrien ist meine Mart nnd Sie sind mein Markgraf". Ein schwunghafter Tranfitohandel entwickelte sich in der napoleonischen Ära in unseren Ländern und brachte dem Volke in wirtschaftlicher Hin» ficht manchen Nutzen. Auch das kulturelle Wohl er-fleute sich lebhafter Förderung und die heimische Sprache werde in der Volks», Mittel» nnd Hochschule eingeführt. Auch die Bauernbefreiung wurde durch Ab» schaffung der Robutdiensle eingeleitet. Trotz all dem konnte sich die Bevölkerung für die napoleonischen Ver» waltungsinstitutiunen nicht erwärmen nnd war aufrich» tig froh, als nach der Leipziger Schlacht die österrei» chischc Regierung wieder in ihre alten Rechte trat. Schwere Kriegskontribntioncn und drückende Steuern lasteten in der franzöfischen Interimsperiode auf unse» ren Vorfahren nnd unangenehme Erinnerungen an jene Zeiten haben sich bezeichnenderweise in Wörtern wie ).5rlin!ci" — „Steuern" im Volksmunde bis auf den heutigen Tag erhalten. Die angestellten Betrachtungen zeigen, daß' unsere Ländergruppen kein festgefügtes, lein unveränderliches Ganzes bilden — namentlich dann nicht, wenn sie Mittel zum Zwecte sein sollen, Mittel znr Verwirklichung und Ausgestallnng höherer Slaatsideen. — Das Publikum zollte dem Vortragen» den reichen Beifall. — ^Volkstümliche Vortrage des .Kasinoocrcincs.) Wie schon berichtet, findet der Vortrag des Herrn Vaseo Tagliapictra hcnte abends um 7^ Uhr in der Kasinoglashalle statt. — lVin Mahnruf in letzter Stunde.) Mit der nach» sten Woche länft der Meldelermin sür Mililärtarpslich» tige ab, worauf wir nochmals die interessierten Kreise aufmerksam machen. Die Meldnng hat bei der Aufenl» Hallsgemeinde zu geschehen und jede Unterlassung dieser Pflicht wird nach den bestehenden Vorschriften mit empfindlichen Strafen geahndet werden. In Laibach ist die Meldung im städtischen Militärdepartement, „Mestni Dom", 1. Stock, Tür Nr. 1, zu erstatten. — Visher ist kaum ein Drittel der Militärtazpflichtigen dieser Pflicht nachgekommen. k<:—. — llkhrung eines braven Mannes.) Vorgestern beging Herr Karl P o g a <> n i t sen., Hradetztydors 24, in gebührlicher Weise das seltene Jubiläum seiner 4 gegenüberstehe»; das gemeinschaftliche Vereinsvermögen beläuft sich aus 2345 l< 98 l>. — Vei der hieraus erfolgten Wahl wur» den in den Vereinsausschuß folgende Herren entsendet: Ianko Sajovic, Obmann; Ivan R a u sch , dessen Stellvertreter; Juri Depoli, Schriftführer; Ivau Pirc, Kassier; .Karl Depuli, Anton Drular nnd Franz 5 pen tu, Führer. ^ Über Antrag des Obmannes wurde Herr Franz Er 5 en , der schon lange Jahre als Vereinstrompeter fungiert und sich durch seine» Fleiß und seine Ausdauer namhafte Verdienste »>n den Verein erworben halte, zum Ehrenmitgliede ernannt. Mit einem dreimalige» Slava»Ruse auf Seme Majestät de» Kais e r wurde die Versammlung ge» schlösse». -,?.' — , !i. Stock, ein mit Mohnblumen geflickter silbrr-grauer Seidenpolster gebrach!. Drr ^igrnliimer wolle sich beiln städtischen Polizeidcpartemrnt mrldrn. Telegramme des k. k. Telegraphen-Korrespondenz-Bureaus. Rcichsvat. Si^ung des Abgcordnetcnhllnscs. Wien, 21. Jänner. Bei der Verhandlung des Drmg-lichleitsantrages des Abg. K a I i n a, betreffend die Versorgung der Witwen und Waisen nach d u iln kriege gefallenen Soldaten, weift ^andesvrrtridigungsminisler ssML. v. Georgi die vom Abg. Malit gegen die MililärveNvallnng erhobenen Vorwürfe entschiedenst znrnct und protestiert insbesondere gegen die Behaup-tling, daß man die Soldaten beim Militär ausraube. Was die Angelegenheit der fünf Zöglinge der Wiener-Nenslädler Mililäralademie betrifft, so werde er ans die Interpellation eine volle und llare Antwort recht-zeitig geben nnd das Haus werde einsehen, daß fich d,e Sache ganz anders verhält nnd daß der Mililärverwal. tnng unrecht geschehe, wenn man fie der Proselyten-macherei beschuldige. Beim Militär sei es ganz glenh-gültig, welcher Konsession ein Soldat angehört, wenn cr nur ein braver Soldat ist. (Beifall.) Drr Munster habe während seiner ganzen Dienstzeit nie von religio-sen Streitigkeiten nnler den Ossizieren gehört. ^)as wäre anch das allerletzte, was bei uns möglich »st. Was den Driuglichseitsantrag selbst betrifft, legt der Mini-ster die bezüglichen gesetzlichen Nestimmnngen nber die Versorgung der Militär-Witwen und .Waisen dar, durch welche den, im Dringlichleilsantrage ausgesproche. neu Wunscl,e ^iechiinng getragen ift. — Sämtliche Redner sprechen sich sür den Dringlichleitsantrag ans, da er wahrer ^mnnnität entspringe. - Der Antrag, steller Kalina verweist darans, daß die Verw,rll,chnng eines Antrages zwar 9 bis 10 Millwnen lrone» kosten würde, daß sich dieser Betrag ledoch w.rtnhasll.ch produktiv rentieren wird. - Generalredner Hoger gibt der 5x'fsnnng Ansdrnct, daß sämtliche Parteien ,nr den in Verl andlnng flehenden Antrag stin,,»^ lverden nud daß die ^'egiernng drn Antrag anch znr^ Dnrch uh. rnng bringrn werde, ^s wärr rin grober yrhler, ,ag Redner, we.in drrrinsl im Mle oines Krieges n.cht schon für diejenigen hinreichend ge,org ware welche dieses Neich z!> verteidigen habe... - D.e Verhandli.ng wird hieranf abgebrochen und >iach Verlesung de.' Em-lanses die Sitznng nm halb 4 Uhr geschlafen. -Nächste Sitzung morgen 11. Uhr vormittags. DaS Erdbcdcn in Nntcritalicn. «VM 21 Jänner. General Mazza telegraphiert an den Ministerpräsidenten Giolilli nnter dem geslr,. ssr.i! In den letzten Tagen sind alle Leichname aus die man gestoßen ist oder die man nur ober,lachllch zuge-declt halte beerdigt worden. Es geschieht alles Mögliche, nm den Bau von provisorischen Baracken für dir Nrvöl-trrnng zn brschlennigen. Die Baracken find derart fest gebaut, daß man sie als dauernde Wohnslällen geeiguel erachtet. Der Gesundheitszustand der Bevölkerung und der Truppen ist trotz des schlechten Wetters, das die Leiden »nr crhöhl, fortgesetzt gut. Messina, 21. Jänner. Im Lause der Nacht und am Morgen wurden einige leichte Erdstöße verspürt. Das Weller ist andauernd schlecht. Es regnet und schneit. Im Marktflecken Gazzi wnrden hente zwei Ealeinmhydratfabrilen wieder eröffnet, was die Wie-deranfnahme der ^itrunenindustrie zeigt. Vormittags wnrden an die Überlebenden zahlreiche Kleidungsstücke vlrleilt. Dcr Bürgermeister von Monte Albano hat die Bürgermeister der Provinzgemeinden zn einer Ver-sammlnng geladen, nm über die Förderung des Wieder, aufbanes von Messina zu beraten. Nom, 2l. Jänner. General Darditi telegraphiert an den Ministerpräsidenten Giolitti ans Palmi unter dem gestrigen^ Aus drm Spalte eines beim Meere gelegenen Felsens stiegen dichter Nanch mit Schwefel» gas ans. Infolge der Hitze sind die brnachbartrn Bänmr verdorrt. Die Untersuchung dieser Erscheinnng ist ange» ordnet. Uonstantinopcl, 21. Iäuner. „Schnvni llmmel" polemisiert in einem Leitartikel gegen jene Urteile drr Wiener und Berliner Blätter, worin die Entente zwi-schen Österreich-Ungarn nnd der Türkei als ein poli-tischer Erfolg für die Ottomanen bezeichnet worden ifl, und fagl, die Türkei habe nachgegeben, nm einen Krieg zu verhindern. ttonstantinopcl, 21. Jänner. Die türkischen Blätter melden, der Minister des Innern habe gestern abends eine Deprschr erhalten, wonach in Pholia 679 Häufer durch das Erdbeben zerstört wnrden nnd Hilfe ver-lcingl wird. Der Minister habe 2<»<» Pfund gefchictl. Im Salzbergwerk der Dette publigue feien acht Mann getötet worden. Petersburg, 2l. Jänner. Ein Utaz deS ^nrrn an drn Finanz», i'nistrr grnehmigl dir Emission drr ^'^prozrnligrn Aulrihe im Nominalbeträge von 2525 Millionen Rnbel. ^__________^ Deželno gledališèe v Ljubljani. St. 62. » rar. V petek, dne 22. Januar Ja 1909: Zailnjiè: Madame Butterfly (Ooapa mettüjöek.) Tragedi ja Ja ponkc v troh dojanjili. Bcsedilo spisala L. Illica iu G. ^iacosa. Provcl E. Kristan. Uglasbil G. Puccini. Zaèetok ob '/»8. Konec po 10. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtcl. Verstorbene. Am 17. Jänner, Äimcs Hocwar, Private. 3 Mon., Siomsrlcillfse 4, 1'elt>i8»i«, ^loi-l.iili. — Iotiaim Nnralt. <«rlict,löadi»ntt i, R,, li)z I.. Copgasse 10, <^lmu 1llr)u^l». - Anrelia Tomuic, Äcamteiisgattili, 8^ I, Metcllo^aijr '<, ^pnpioxiu, corcliri. A»l ^0, Jänner. Josrf Rchter, Schlächter. 38 I,. Poljanastrnstc. Grhirn,chlass. Julie Knans, Private, 28 I.. l^ckMsje l. Pleuritis. - Milan Znjc, Inssenieurssohn, 2 I,, ztarlstädtrrstrasje Ä), 1^mpl>«?), (Ort: (^ebände der t, t. Staatsuna nm Ili. d. M. unter anderem auch die Krciinische Sparlassc zum Gegenstände seiner Ausführun-lien gemacht, welche die genügend betnnnten Unwahrheiten, Verdrehungen und Entstellungen, mit welchen „Slovcnsli Nnrod" seit Monaten gegen uns cigitiert, wiederholen. Der ^wccl dieser Ncde ist gleichlvie jener der Artitel des flc-nannten Blattes kein anderer, als unsere Einleger uns abwendig zu machen. Wir lehnen es ab, uns mit allen Einzelheiten dcr Nedr des Herrn Lnndingsabgeordneicn zu befassen, und werden nur die hauptsächlichsten Punlte einer turzcn Erörterung unterziehen, damit jene, welchen unsere Verhält« nissc nicht genau betannt sind, sich über seine Kritil, die er an unserer Geschäftsgrbarnng übt, ein richtiges Urteil bilden lönncn. Unsere Sparlasse ift eine sugenannte Vercinsspar» lasse, gegründet im Jahre 182(1 und dermalen eingerichtet »ach dem Regulativ vom Jahre 1844. Ebenso sind organi» sicrt die Erste österreichische Sparlassc, die Böhmische Spartasse, die Steiermärtischc Sparkasse und noch viele andere Spnrlnsscn Österreichs, die zu den ältesten und größten Instituten zählen. Diese Sparlassen, die auf eine lange Vergangenheit zurückblicken, haben finanzielle Krisen, innere Unruhen, feindliche Invasionen und Erdbebenlata-strophcn zu überstehen gehabt, allein leine einzige ift in ihrem Bestände erschüttert wurden und noch nie hat ein Einleger bei diesen Sparlassen auch nur einen Heller ver« loren. Die Sicherheit dieser Institute aus dem Grunde an» MMcifeln, weil sie Vcremssparlassen sind, ist bisher noch niemandem eingefallen uud es blieb erst jenen Agitatoren, »»eiche seit September borigen Jahres die Hetze gegen uns schüren, vorbehalten, die Entdeckung zu machen, datz die alten Vcreinsspartassen leine Sicherheit gewähren, sondern einzig und allein die Vorschnftlasscn und die Gcmeinde-sparlasscn, hinter denen zumeist Gemeinden stehen, die tief verschuldet sind und mit steten finanziellen Kalamitäten zu kämpfen haben. Jene Institute also, die für Generationen von Einlegern gut waren, denen die Negicruna Pupillarsicherhcil zuerlanntr mid die unter staatlicher Aufsicht sichrli, sollen nun plötzlich schlecht geworden fein? Eine solche Behauptung hat bisher noch lein vernünftiger Mensch aufzustellen gewagt und wir sind auch fest überzeugt, das; unsere Gegner selbst nicht daran glauben. So wie bei allen Vereinsspnrlassen, welche viele Millionen Einlagen verwalten, und ebenso auch bei der 5lrai-nischrn Sparlassc haften für die Sicherheit dcr Einlagen die Ällivcn des Spartassefonds, d. i. die Wertpapiere, Hypothclcn und andere Forderungen uud überdies auch noch die Reservefonds. Diese Reservefonds sind dcr Allgemeine Reservefunds und die soneiisüüi^'ii Tv(V',inlreserve' funds. Unser Alla,l'M!,'i!!cr RescrvefuniX' ^illi^l M^nluimu! 7,!M).N?l1 X. Er ist seit Jahren im Steigen begriffen und hat seit dem Jahre 1K(>8 noch niemals einen Rückgang erfahren. Die Spezialrcscrvefunds sind gewidmet zur Deckung allfälligrr bestimmt bezeichneter Verluste. Der wichtigste dieser Spczialrcscrvefonds ist jener für Kursverluste, der zur Ausgleichung allfnlliger Verluste dient, die sich, sei es rcch/!ungsmns;ig, sei es bei dem Verlaufe von Wertpapieren, ergeben. Da die 5ri «nsrrcm Institute ein so nilnftincs, wic cs l>ei tcincr nndcrcn Ipnrlnssc in Öfterreich ist, indem die Reserven den (sinlaacn eine Merdeckuna von 17-4 "/» ncwährcn. Schließlich töuncn wir feststellen, daß sich jene Kreise, welche für die eben so gewissenlose als plumpe Agitation unserer Gegner zugänglich sind. allmählich erschöpfen. Im laufenden Monate ist in den Einlagcnbehcbungen. ungeachtet dessen, daß viclc Einleger zu Beginn dcs Jahres dic Zinsen ihrer bei uns angelegten Kapitalien beheben, ei,', erheblicher Rückgang eingetreten, uud cs ist die Erwar. tuug gcrcGfcrtigt, daß binnen wenigen Monaten das Gleichgewicht zwischen Behebungen uud Einlagen wieder hergestellt werden wird. zumal auch zahlreiche behobene Einlagen wieder den Weg zu uns finden. Laibach, 20. Jänner 1909. Direktion der Krainischen Sparkasse. Ein angenehmes, freundliches Monatzimmer wird gesucht. Genutide Lage, Bedienung, eventuell Verpflegung erwünscht. Anträge mit Preisangabe unter ,,Nr. 236" an die Administration dieser Zeitung erbeten. 23G] 2—1 gesucht. I'rois l)is 100 Kronon. Anträge unter „A. D. 15" an die Admini-(2371 strati on ilieser Zeitung erbeten. 2 — 1 Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Kursblättc) vom 2l. Jänner 1009. Dir notierte» Kurse versteh'» sich in llioneliwährmig. Tie Nolicrimg sämtlicher «Mir« ,md der «Himrjen Lose. verfiel,! sich V« Slüct. Geld Wo« Allgemeine Staatsschuld. 0« .. 100 sl, 4»/„ 2,»'- !2!4 18^4-r ., 1(10 fl. . . 2»4 75^0« 7b I«S4er „ 50 !l. . , 2«4 7 !?6«'?5 Dom. Pfanbbr, 5 l«0 fl. 5"/„ HW 25 29l 25 Staatsschuld der im Neichölate vertretenen Königreiche uud Länder. Oesterr. Goldrente steuerfr,, Gold per Kasse , , . . 4"/„ H4 8" tlb — Oslerr. Rente in Kronenwäh.. ftsucrsrei. p>r Kasse, 4"/n 9430 94'50 detiu per Ultimo , , 4"/» 94 »o «45« Oest, Investitioüs-Rente, stcuer- srei. Kr, per Kasse 3'/,°.» 82 9b »4 1L » Eisenbahn» ktaatöschuldvtrslyreioungen. «lisabell, ' ahn i, G,, steuerfrei. zu 10,000 fl, , , . 4"/« —'— —' — ssranz Ioseph-Bahn, in Lillxr ,div, 6!,' . , , 5'/<"/„ 118 1« lll) lU Valizische Karl Ludwig-Bahn «oiv. Et.) «runen , 4"« 9b'— 8«'-Rudolf Bahn, in Kronenwähr. Neuerfrel. sdiv. >-t) , 4"/„ 95'- - 9S — Vorarlberg« Vahn, steuerfrei, 400 und 2U00 Kronen 4"/„ 3b' 9« - Zu Staatsschulnoesschltl. bnngc» abgestempelte Eisen» bahn-Ällicn. ElisabethVahn. 200 fl, KM, b^o/n vm, 400 Kronen . 452 50 4bb bt detlo Linz-Budwcis 200 fl. 0. W. in Sicher. b'//7„ . i2S — 42» ^ detto »alzbur« lira! ^00 fl. ö, W, in Hilbrc, 5"/« . . .21 — 422 -Kremsa! Bah» 200 >>nb 2000 i Kronen, 4"/„.....192—193- Grid Ware Vom Eiaatc zur Zahlung Übernommene Eisenbahn» Pi iosiiäts Qblinationcn. Böhm, Wes!lilll,ii <öm, l«!>5. 400, ^U0> II, l» 00« Kronen 4"/« 95 b Un<,,-Äaliz,Nah„20N fl,S, !>"'„ 1 » - l»4'- dclto ^00 II, 500" X !l'/?"/l> ljü'30 «S'8(! Vorarlberaer '^ahn <0'55 4°/« detlo per Ultimo N0 25 ,N> 45> 4"/, ung, Mentc in Kroneüwähr., steueifrei, per Nasse . . 9110 9! 30 4'/,. detto pei Ultimo 9> 10 !,i »» 3'/,"/, dello per Kasse . »u 75 8" V5 Ung, Prämienanleihe 5 100 ll. >»9- 193 - deüo K 50 fl, >8!.-— üül. Thcin.-Ren,-Loie 4"/„. . . .14250 14» 50 4"/n ung. Grund 'll-Oblig, . »2 ü0 9» 5<' 4°/„ lroal. u, >Io Grundentl, Obligationen .... 9350 94b0 Andere öffcntl. Anlchen. «o«n. Landesanlchen 4°/„ 90 SV 9l!!0 Vosn. - licrceg. enb. - Landeö- Änlehin sdiu,, 4>,,^/„ , . U7'4« 9«'41' 102- detto 0 belto )..... 936« «4 K" dello (Gas, v. I, 18N8 . 95 0 96 4« belto (VIeltr. v. H. 1 ^00 N5 35 "« !>u detto sI»v. A. v. I,lü0^ 9,4^ 9«'4u delto v, I. «»08 . . . ! 5 40 Ü6 1L Vürsenbau Änl,'!,!,! verlosb. 4"„ ^5«, W >«i Nxssijche SlacilsanI, r>. I. ,WS f. ,00 X per »asse . b"/„ 96 20 9e'75! detto per Ulinn« 5"/„ 9<10 »ronen, . 4>/2'7„ 8«'90 «7 9U Pfandbriefe ufw. Äodenlrrbit, allg, österr., in 50 Ial,le„ verlosbar . 4"» 94'— !»5 — V«l,m. Hyputhsleüb,. verl. 4"/„ U«'4b 97'4b Zentral,.^od,..Nred..Bl.,üs!err„ 45 Ial,rc verl, . 4'/,,"/» >0it— —- etto 85 I. urrl. . . 4"/« 9« ü<> U7 50 Nred.-I!>l!,,lls!err,,s.«erl.-Unl. n. üfsent!. Ärli, «at, ^ 4'V„ 84 25 Uü'25 Lanbesb, d. «önigr, c^alizic» 11. Ludom.. 57 ^ ^ I, lückz, l" n 9»'^5 !»4'25 Mahr. Hnpochslenl,., vc,l. 4"/» Ui>'9<1 !»k'!ü, N, österr,^llnbsK-h»,p, Änst,4"/„ !'«'5V 97 5« dclloinll. ^"/„Vr. !ier!.3>,"/„ 8«' «!» — dellol»,.3chuldsch,ucrl. »>/,"/„ «8' 89 — dello veil.....4"/„ ue-2l, 9? N> Oestcrr. ung. Nanl, 50 Jahre Verl., ><"/„ ö. W . . 07 «l> 9«s>5 deüu 4"/„ ttroneü-W, - »«"?b »'' ^' Spar!.. Erste üst,..!»Iluerl,4°/„ U«- ,00 Eisenbahn-Prioritäts-Oblissationen. Oesterr, Nordwestbali» 200 fl. 3- 1032b ,04 25 Llaatsbal)!! 50« ssr..... !»90- 897' Lildbal,,, il !j"/„ Jänner Juli 5N„ ssr, sper 2,.) . . . 262- 2N4 - Tüdbahn u 5"/„ 20» fl. S, o.V, Il8'7b H9 7b Diverse Lose. 'Per Stück.) Verzinsliche Lose. I°/„ Nobenliedit Luje '.»» «5 Nnuerzlnülichr Vüst. H'udap. «asilila (Dombau) b sl. 20'«N 2»'8<> Nrediüose W f>...... 4bb— 475 — Ciaru !52 — llfener Lose 40 l>..... li2b — - - Palstn Lose 40 s,,ss -M. . . >U3 — 20!»' - «°t>n Kreuz, üs«. «,s. v.. 10 fl. b2'2'> 5i'2b Ruleu Nrenz. >,ng Wes, „., 5 fl. 2740^ l?!,'4U «udul! Lose 10 fl...... 66'-> 70" Ealm-^ose 40 si « -M . . ^5>>— 2«»» — Tuil. L-B, N„!,.Präm,-Oblin. 4«u Fr, per Nasse . . . 1«» ü<» ,«4'5« d«^ 50 1«ül>0 «eld Ware Weuer Komm-liosc ». I, 1874 4«2>- 4!,2-Gew. Nch b. 3"/„Präm. S0 73 5< Alticn. Trailsportnnternchmnngen. Nujsig-Tepliher (tuen". 500 sl. üW0- 23,0^ Böhmische «urdbahi, >l>0 fl. . 40 - 404^ Bl!!ch»chradsrb.!,«0f!.K..M. ^««0 — ?«4<, .. detio >,t. ll, '^00!!. per U!t, 1050—luuo. Donau LlMiPiscln'whrtsG«'!.!., l. l. priv., 500 ,l, K, M, , !'!!3'— <,»?_. Duz Uwdenbacher Viienl). ll)ü.4»'— 55^. Ferdinanlxl Nurdb. 10«0s!,UM, üNI« — 5o US....... 857- 35U- Lein!,, Eiern,-IasW - Eis, „bahn- «e!lllic!,nj!, 200 ». S. . 552- 5,5.« - Llulib, üsleri,',, 4l>0 Nrunen . . 4,8 — 42l — Oeslerr.Äiordwes!l,ah»,^N0i!.V 44750 44,5« d.t'o ,!,!,^)^0«fI.S.P. Ult. 44«-',!! 4.U50 PragTure, Eisrnb. !U0f!.aI>nsl 2,7— 2,«' ^laalö.'issol'. ^00 fl. L, ft.s Uü. «73 50 N?4'5,l> Lüdblll»! 2N0f>, S, ser Ullimo >0l 50 ,02 50 Lildiwsddc»! che Veibindiina^b 200 f,. K..W. . , . 88«... ^,,,^ Tlanipurln/srlllchaft. intcrnat N.«. 200 Krön,!, . ' 110— 120 — Ungar. Westdnh» 0 Vanlcn. AngloOeslerr, ^a»l, ,l>l, ,l 293'b0 «8 'b<) «ia»ii>!'rei». Wiener, per «fasse -'— - — >.^". «. Vcr U,!im° 5,.".'4« 514 40 Bobcntr.Änst.allg ös,„3<)s,tti w!4- wbn - Ze„ts. Bud. Krebbl..ös!,,20Ufl b26- 5^7-Kredüanslalt ssir Ha„be, ,,„d W'W., 3ü0«r,. prr ttasse . «24 50 625 50 deüu p^ u,!imo '"b 2.) « «5. urebüba,!,. ung, allg,. 20« Nr. 72b' 7ü«'- > Depusitenba,,» alia, 200 "„ ^83'- 2». , 52 > !>« 5lll 5>, U„!o!chanl. böhmüche, ,W sl. . ^4.,^ ^4«- Verlehrc-banl, allg., !4<> f>. . »2»'- 34n- Mid Ware Indusliilunternehmunacn. Vaugrielüchast, allgeni, üslerr.. . WO ll........ ,.,,:,'._ ,__ 708 — Else>,l,al,,'v!'rlckr«-«nst.,«s<'raurrei U>0 fl. , , LA»- - <>«Lb0 >Echlög!'ImüI,l',Pavir:!..^0Usl, 302 - 300 — «Echudnica., A, «, für P.'trol. Induslri,'. l>0> K,un!»n . 446 - 450'— 'L>er>re>mi!l>!», Papierinbril u, Ve,IllN«s>l!sN>st,al! , . . 430- 41b — Trisailer «uhlenw, Grs, 70 sl. 2/b— ^77bO Tüll, labalrrgiegcl, 2< n Fr. per «asse....... —- — — dMo per Ultimo .122 - 3^3'bv Waffen!, «es., «slerr.. 100 sl. . en. K0« — Wirner «!augf!tN!chaft, 100 4S— «4» — Wienerurrger Zi,gtls.«lt.<»e!. «n0 - e^0 - Devisen. lturze Tichit» und VchtckS. Ämslerdam....... l!'8 «' >!<8 80 Dexische il'anlpizhe . . . , >17 - 117 2« Italienische BanlplHhe , , . ,,5 05 85 llb London........ 23>'72 '^40 Paris......... »5 ,2 ! 5.4b St. Petersburg...... 250 87 ?b> 8? Zürich und Basel..... 8.» 27 üü 40 Valuten. Dxlaten........ ll »7 ,1-30 ^0 ^>a„l,n Elullc..... 18 08 1« li ^NWarl Süicl!'...... 22,44 23 5« Leütlch,- Reichslmnlnolen . . !!7 l«? 20 ,i!aiieni!l!,e «lwnlnuten , . . 9i5 ül. 25 »iul'tl ^uie»....... ^ l>«> ^ f>. Ein- und Verkauf von Renten, Pfandbriefen, Prioritäten, Aktien, Losen etc., Devisen und Valuten. Los-Versicherung. Ban't- und "Woclisl«^r1jsc»»eh.ft.ft Privat-Depots (Safe-Deposits) unter eigenem Verschluß der Partei. Ver7lfl'ttfl(i von BurHnlxp«« In. Kontit-Knrreni ini luf filn-Ktit*. »^¦¦¦B^B^BVB-BlBMBVBMMMBBHBBSBBBBBBBBBH