Zbornik gozdarstva in lesarstva, Ljubljana, 27, 1986, s. 107-128 Oxf. 945.4:946.3 Izvleček: BARNER,J.: POGLED NA 30 LET SODELOVANJA S SLOVENSKIM INŠTITUTOM ZA GOZDNO IN LESNO GOSPODARSTVO Objavljamo predavanje, ki ga je imel avtor 30. septembra 1985 na Inštitutu za gozdno in lesno gospodarstvo v Ljubljani, s katerim je avtor, ugledni gozdarski raziskovalec iz Zvezne repu- blike Nemčije, v zadnjih 30 letih sodeloval. V predavanju avtor podaja obširnejši pregled tega sodelovanja in njegovih rezultatov ter svoje spomine na zaslužne delavce Inštituta, s katerim je tesno sodeloval in ki so medtem umrli. Posebej se je spomnil prezgodaj umrlega dr. Milana Ciglarja. Abstract: BARNER,J.: EIN ROCKBLICK AUF 30 JAHRE ZUSAMMENARBEIT MIT DEM SLOWENISCHEN INSTITUT FOR FORST- UND HOLZWIRTSCHAFT Der am 30. September 1985 gehal tener Vortrag am Institut fi.ir Forst- und Holzwirtschaft in Ljubljana, mit dem der Author, ein angesehener Forstwissenschaftler aus BR Deutschland, seinen Rilckblick auf seine 30-jahrige Zusammenarbeit mit diesem Institut gibt, wird hier ver- offentlicht. Ausfi.ihrlich werden Forsehungsergebnisse dieser langjahriger Zusammenarbeit besprochen. Inzwischen bereits verstorbene Mitarbeiter des Instituts, die zu diesen Ergebnis- sen beigetragen haben, werden gewirdigt. Besonders wird der verstorbene Dr. Milan Ciglar er- wahnt. 107 Prof.dr.Jorg BARNER Forschungsstelle fur experimentelle Landschaftsokologie der Universitat Freiburg D-7800 FREIBURG i Br., Belforstr. 18-20 Slovenski prevod tega prispevka je objavljen v Gozdarskem vestniku 44,1986,2, str.70 - 75. 1~ Auf Grund Ihrer freundlichen Einladung konnen wir heute auf das 30-jahrige Bestehen unserer Zusammenarbeit zurUckblicken. Dies ist eine lange Zeit, bei meinen 67 Lebensjahren fast die Halfte meines Lebens. Einige von !hren Kollegen, die mich in dieser Zeit unterstUtzten und mir halfen, leben heute nicht mehr: Es sind dies die Herren Professor Dr.Stanko Sotošek, Direktor Bogdan Zagar, Forstingenieur Jože Miklavčič, Forst- ingenieur Branko Jurhar und Dr.Milan Ciglar. Auch im Gedenken an diese meine ehemalihen Helfer und Mit- arbeiter ist es sicherlich angebracht, einen kurzen Rilckblick auf diese Zusammenarbeit zu werfen. Bei dem Umfang der dabei geleisteten Arbeit k5nnen deren Er- gebnisse nur in einer kleinen Auswahl und hochstens auch nur andeutungsweise skizziert werden. Es sind dies zunachst 6 Doktorarbeiten: 3 von Doktoranden Ihres Institutes Dr.Zupančič Dr.Božič und Dr.Ciglar), 3 Doktoranden meines Institutes (Dr.Sittler, Dr.Al-Kawaz und Dr.Hassan), die sich mit der Auswertung von slowenischen Holzartenprovenienzen, Versuchs- flachenproblemen, sowie speziellen Gebietsproblemen befassten. Bei der FUlle der hierbei erzielten Ergebnisse kann es mir hauptsachlich nur darauf ankommen, weniger Uber die Ergeb- nisse selbst, als vielmehr Uber ihre Auswirkungen zu berichten die sie spater auf die forstwissenschaftliche Forschung aus- geUbt haben. Mein erster Kontakt mit Ihnen fiel in das Jahr 1953.In diesem Jahr fand der Internationale Pappelkongress in Baden-Baden statt. Auf ihm wurden die Ergebnisse meiner damals gerade fertig gewordenen Doktorarbeit liber "Waldbauliche und forst- botanische Grundlagen zur Frage des Pappelanbaus auf grund- wassergeschadigten Standorten" bekannt gegeben. 1~ Wabrend einer Exkursion und wabrend des Mi ttagessens ,das die Exkursionsteilnebmer in einem Dorfgastbaus einnabmen,kam icb per Zufall an einen Tiscb zu sitzen, an dem aucb Herr Profes- sor Sotošek aus Ljubljana Platz genommen bat te. Wir kamen mit- einander scbnell ins Gespracb und er sagte mir, dass in Slowe- nien die gleicben Pappelprobleme existierten, ,wie icb sie in Deutscbland bearbeitet babe. Er wolle meine Einladung nacb Ljubljana in die Wege leiten, die dann aucb im Jabre 1956zu~ stande kam, nacbdem micb zuvor (im Jabre 1955) Herr Forstin- genieur Miklavžič in Freiburg besucbte und sicb an Ort und Stelle liber unsere Probleme des Pappelanbaus informiert batte. Herr Forstingenieur Miklavžič bat micb, dass icb in Slowenien eine Inventur der dortigen Pappelvorkommen durcb eingebendere 5kologiscbe und biologiscbe Untersucbungen durcbfubren solle. Wir bespracben aucb die bierfur notwendige Ausrustung und einigten uns darauf, dass icb wabrend der Inventurreise mit Hilfe eines Zuwacbsbobrers Bobrspane den Pappeln entnebmen sollte, um spater von ibnen Mikrotom-Scbnitte und bisto~ Praparate der Jabrringgewebe anzufertigen, um diese dann zu einem nocb spateren Zeitpunkt einer grundlicben Untersucbung zu unterzieben. Diese im Jabre 1955 gefubrten Besprecbungen und Planungen waren somit Anfang unserer 30-jabrigen 2'il- sat:1menarbeit. Das Ergebnis der ein Jabr spater, also im Jabre 1956 durcb- gefubrten Inventurreise bestand aus 2 Arbei ten: Ein Bericbt von mir liber "5kologiscbe und biologiscbe Untersucbungen an 39 sloweniscben Pappel vorkommen" (2)und die Doktorarbei t von Herrn Dr.Zupančič (3)der im Jabre 1963 die Mikrotomscbnitte jener Bobrspane untersucbte; die 1956 von den 39 Pappelvorkommen entnommen worden sind. Die Doktorarbeit bat in erster Linie einen metbodiscben Wert. Herr Dr.Zupančič bat die Zellstrukturen der Pappel- 11 O jahrringe mit einer eigens von ihm entwickelten Methode aus- gemessen, indem er liber das Jahrringgewebe zunlchst eine Schablone legte, die das Gewebe in gleichgrosse Sektionen von 0,6 mm Breite einteilte. Ausserdem legte er liber das Gewebe eine Planimeterharfe, mit deren Hilfe er flir jede Sektion eine Reihe von histometrischen Gr6ssen best~mmte. Mit Hilfe der rechnerischen Verarbeitung dieser Gr6ssen llsst sich die sogenannte histometrische Kennzahl als Kri- terium flir die Vitalitlt und Reaktion von Blumen gegenOber den verschiedensten 6kologischen Einwirkungen ableiten (4). Sie gibt exakte Auskunft liber das Ausmass der Homogenitlt oder Inhomogenitlt der Jahrringbildung und somit auf die 6kologische Belastung und Entlastung des betreffenden Bau- mes, was besonders gut bei einem Baum in der N.lhe von Izola studiert werden konnte. Dieser Baum; der nur 25 m von der Meereskliste entfernt stand, in dessen Wurzelsystem periodisch Salzwasser vom Meer her eindrang, liess auf Grund dieser re- gelmlssig auf ihn einwirkenden 6kologischen Belastungen eine typische Inhomogenitlt seines Jahrringgewebes und somit auch entsprechend eine niedrigere histometrische Kennzahl ver- gleichsweise zu einem landeinwlrts stehenden Baum erkennen. Das Kriterium der histometrischen Kennzahl hat genau 20 Jahre splter, also im Jahre 1983 eine grosse Bedeutung im Zuge der Forschung liber das Waldsterben in der Bundesrepu- blik Deutschland erlangt. Dort konnte gefunden werden, dass bereits allerfrliheste Schadigungen an einem Baum in deutli- chen Jahrr.inginhomogenitaten zu erkennen sind und zwar zu einer Zeit, als der Baum noch.verhaltnismassig vital aussieht und nahezu gleichgrosse Jahrringstarken bildet, aber dennoch schon als immissionsgeschadigt betrachtet werden kann. Diese Inhomogenitat des Jahrringgewebes lasst sich aber nur mit der Methode Zupančič (3) genau messen und zahlenma- 111 ssig exakt festlegen,nicht aber mit einer Jahrringmessmaschi- ne, die nur die Jahrringstarke messen kann. Sie lasst sich jedoch mit einem inzwischen neu entwickelten Gerat mit der Abklirzungsbezeichnung IBAS (Interaktives Bildsystem) messen und festlegen (5), das in der Lage ist, elektronenoptische Messungen zur Teilchengrossenanalyse beliebiger biologischer Objekte, so auch solcher in einem Jahrringgewebe durchzuflih- ren. Es sind auch flir dieses Gerat Schablonen mit beliebiger Grosseneinstellung von Sektionen entwickelt worden, so wie sie auch Herr Dr.Zupančič verwendet hatte. Die Zellen wer- den elektronenoptisch erfasst,gemessen und berechnet. Das Gerat ist mit einem Computer ausgestattet, der die histome- trischen Kennzahlen ausrechnen und auszudrucken imstande ist. Was Herr Dr.Zupančič vor mehr als 20 Jahren in zeit- raubender Muhe in vielen Monaten mit Hilfe des Lichtmikros- kopes gemessen und ausgerechnet hatte, liefert dieses Gerat in Sekundenschnelle. Es ist also vorzliglich zur Massenana- lyse geeignet, die bei der Bearbeitung eines umfangreichen Untersuchungsmaterials anfallt, so, wie dies heute bei der umfassenden Untersuchung des Waldsterbens in der Bundesrepu- blik DeUtschland notwendig geworden ist. Zusammenfassend lasst sich also sagen: Vor mehr als 20 Jahren wurde in einer Dokt0rarbeit (3) eine Methode entwik- kelt, die so gut wie unberlicksichtigt blieb. Erst nach der Entwicklung eines elektronenoptischen Messgerats (5), das diese Methode vollautomatisch und in klirzester Zeit anwen- det, hat diese alte Methode bei der Bearbeitung der heutigen Probleme des Waldsterbens eine aktuelle Bedeutung erlangt. Ahnlich sind auch die wissenschaftlichen Auswirkungen der Doktorarbeit des Herrn Dr.Božič (6) zu werten, deren Ergeb- nisse es ermoglicht, jeden Pappelbaum aus der Sektion Leuce mit ihren drei Weisspappelarten (Zitterpappel=Populus tre- mula, Graupappel = Populus caesia und Weisspappel = Populus alba) dahingehend zu bestimmen, inwieweit er mit diesen 112 drei Arten verwandt ist, weil diese drei Arten bei gegensei- tiger freier Bestaubung sich beliebig kreuzen lassen und entsprechend beliebige Art-Bastarde hervorbringen konnen. Dies war damals (im Jahre 1966) von grosser Bedeutung, weil man hauptsachlich nur mit Alba-Pappeln mit Hilfe von Steck- lingen vegetative Vermehrungen druchftihren konnte. Steck- lingsvermehrungen mit Glauca- oder Tremula-Pappeln gelangen damals nur sehr schwer oder tiberhaupt nicht. Doch die damalige Situation war auch die, dass selbst die mit Alba-Pappeln mogliche Stecklingsvermehrung wegen zu zahl- reicher Ausfalle zu unbefriedigenden Ergebnissen ftihrte, so- dass man almahlich aufhorte, Leuce-Pappeln mit Stecklingen zu vermehren. Dies brachte es infolgedessen mit sich, dass man dann auch der Doktorarbeit Božič kein weiteres Interesse mehr entgegengebracht hatte. Die Situation veranderte sich aber auch hier schlagartig,weil man mit der heutigen, inzwischen technisch ausgereiften Ge- webezlichtung beliebig viele Klone von allen drei Leuce-Pap- pelarten ohne jegliche Schwierigkeiten herstellen kann (7). Mit dieser Errungenschaft ist es aber auch gleichzeitig wich- tig geworden zu wissen, welchen Verwandtschaftsgrad die aus der Gewebeztichtung entstandenen Klone zu den drei Leuce-Pap- pelarten haben. Mit Hilfe der von Herrn Dr.Božič (6) entwickelten Identifi- kationsdiagramme kann man heute an Hand einer Reihe von Bllitenmerkmalen sehr leicht festellen, inwieweit die in grossen Mengen neu geztichteten Leuce-Pappelklone mit den 3 Leuce-Arten verwandt sind. Darliber hinaus entwickelte Herr Dr.Božič eine originelle pflanzenmorphometrische Methode, mit deren Hilfe die Leuce- 113 Pappeln auch auf Grund ihrer Blattgestalt identifiziert wer- den konnen. Wenn also die mit Hilfe der Gewebezilchtung ent- standenen Klone sich noch nicht in einem blilhreifen Zustand befinden, sie also mit den Identifikationsdiagrammen nicht bestimmt werden konnen, ist ihre Identifikation auch im ve- getativen Zustand mit Hilfe der blattmorphometrischen Metho- de moglich. Diese beiden Moglichkeiten der Identifikation bieten heu~e hauptsachlich 2 Hilfen: Die erste Hilfe besteht darin, dass die neu gezilchteten Klone sinnvoll bezeichnet werden konnen, wobei aus der Bezeichnung klar hervorgehen kann, mit welchem Prozentanteil sie mit den drei Leucepappel-Arten verwandt sind. Die zweite Hilfe besteht darin, dass man mit der genauen Kenntnis dieses Prozentanteils recht genau jene Standorte aussuchen kann, wo die anzubauenden Klone am besten gedeihen, denn von jeder der drei Leuce-Pappelarten ist deren optima- les Standortvorkommen genau bekannt. Diese Kenntnis ermog- licht ausserdem, in standortlicher Hinsicht gezielte Ver- suchsflachen anzulegen, was filr das Versuchswesen eine be- trachtliche versuchstechnische Erleichterung darstellt. Die Aktualitat filr die beiden soeben besprochenen Disser- tationen trat also sofort mit dem Erreichen eines technichen Fortschrittes (bei der Dissertation Zupančič (3)) mit der Ent- wicklung des IBAS-Gerates (5) und bei der Dissertation Božič (6) mit der Entwicklung der Gewebezilchtung (7) ein. Die Aktualitat gewann im Falle der Dissertation Božič eine zusatzliche Bedeutung, weil heute Leuce-Pappeln zu den sel- tenen Baumarten zahlen, die bemerkenswert immissionsresistent sind: Wenn ein Waldgebiet in Deutschland durch besonders heftige Immissionen stark geschadigt ist, ist vielfach der 114 Zustand zu beobachten, dass Leucepappeln dann noch mit ihren gesund gebliebenen Wurzeln und Organen den Waldboden bede- cken und zusammenhalten konnen, und zwar noch zu einem Zeit~ punkt, wenn die meisten anderen Baumarten bereits vollstan- dig abgestorben šind. Aber zur Bekampfung des Waldsterbens ist nicht nur die Arten- selektion, sondern auch die Selektion von Provenienzen ein- und derselben Baumart von grosser Bedeutung, insbesondere bei den extrem immissionsempfindlichen Baumarten,wie zumBei- spiel der Tanne (Abies alba). Die Tanne wilrde bei uns in Deutschland ganz aus dem Wald verschwinden, wenn nicht ge- eignete immissionsresistente Provenienzen von ihr selektio- niert werden konnen, weil der Tannenanteil am bundesrepubli- kanischen Waldbestand noch nicht einmal 3% betragt. Aber mit Hilfe der Selektion lassen sich geeignete immis- sionsresistente Tannenprovenienzen finden, und zwar auch von Provenienzen aus Slowenien, so, wie dies in meinem Institut mit der Selektion der Provenienz Rogatica gelungen ist (8): Ich erhielt aus Ihrer Landespflanzschule in Mengeš im Jahre 1977 Saatgut der Tannenprovenienzen Rogatica (Ratak),Delnice und Olovo (Donja Krivaja).Mit Abstand erwies sich die Pro- venienz Rogatica als am immissionsresistentesten, wie bereits erste orientierende Begasungsversuche in der Begasungsanlage der Eidgenossischen Anstalt flir das forstliche Versuchswesen in ZUrich ergeben hatten. Aber auch durch spatere Anbauten auf meine~ Freifeldprlifanlage bei Freiburg mit ihren 5ko- logisch verschieden ausgestalteten PrUffeldern konnte dies unter Beweis gestellt werden, wo zum Vergleich Rogatica, Delnice,Olovo und eine vitale Schwarzwaldkontrollprovenienz angebaut worden sind. Der Vergleich zwischen Rogatica mit der Schwarzwaldkontrollprovenienz ist besonders instrukti~ weil die Uberlegenheit von Rogatica sehr deutlich an nadel- analytischen und morphometrischen Befunden nachgewiesen 11 5 werden kann. Die eindeutige Uberlegenheit b~zieht sich zunachst auf den Nekroseanteil der Nadeln vergleichsweise zu den gesund ge- bliebenen Nadeln, aber auch auf das Gesamtnadelgewicht, das Tausendnadelgewicht, sowie auf das mittlere Nadelgewicht be - zogen auf die 10 cm-Aststrecke. Die Uberlegenheit bezieht sich ausserdem auf das Gesamt- trockengewicht der Pflanze, das Sprossgewicht, das Astlagen- summengewicht, das Gesamtwurzelgewicht, wobei die Uberlegen- heit beim Feinwurzelgewicht ganz besonders stark hervor- tritt. Aber die Selektionsnotwendigkeit von Baumartenprovenienzen zur Behebung des Waldsterbens darf sich nicht allein auf Provenienzen von Nadelholzarten,wie die der Tanne erstrecken. Sie muss sich auch auf Provenienzen der Laubholzarten in- folge der Immissionseinwirkung auch die Buche schon gross- flachig ausgefallen ist. Infolgedessen untersuchte mein Mitarbeiter Dr.Sittler dies- bezliglich 15 slowenische Buchenprovenienzen in seiner Dis- sertation Uber "Experimentell okologische Untersuchungen an 15 slowenischen Buchenprovenienzen zur Beurteilung ihrer An- baufahigkeit in der Bundesrepublik Deutschland" (9). Er ging in der gleichen Weise vor, wie bei der Tannenprovenienzunter- suchung von Rogatica,Delnice,Olovo und der Schwarzwaldkon- trollprovenienz. Die 15 aus der Landespflanzschule in Mengeš gelieferten Buchenprovenienzen wurden mit einer vitalen ein- heimischen Buchenkontrollprovenienz verglichen. Alle Prove- nienzen wurden auch auf samtlichen Prliffeldern der Frei- feldprlifanlage bei Freiburg angebaut, und weil es auch um die Erforschung ihrer Kalteresistenz ging, die bei uns in Deutschland eine grosse Bedeutung besitzt, wurden sie zusatz- \ich in einem Kaltluftsee im Bereich eines Immissionsprall- 116 hanges in einer dolinenartigen Mulde des Schauinslandmassivs in 1000 m Meereshohe in der Nahe von Freiburg mitangebaut. Am 4.Mai 1979 brach in das ganze Untersuchungsgebiet (Kalt- luftsee und Freifeldprilfanlage) ein Spatfrost ein, der einen ~rossen Spatfrostschaden unabhangig von den ohnehin vorhande- nen Immissionsschaden anrichtete. Es wurde zunachst protoko- lliert, wieviel Prozent der Pflanzen jeder Provenienz bis zum Beginn des Spatfrosteinbruches ausgetrieben hatten und wieviel Prozent der Pflanzen jeder Provenienz nach Beendi- gung des Spatfrostes eingegangen sind. Die Auswertungen ergaben enorme Unterschiede: Zu Beginn des Spatfrostes hatte die vitalste slowenische Provenienz L 38 (Idrija II, Mrzla rupa) ilberhaupt noch nicht ausgetrieben und nach Beendigung des Spatfrostes war nur 1% ihrer Pflan- zen frost- und immissionsgeschldigt. Die am geringsten vitale slowenische Provenienz L 29 (Novo mesto, Soteska) war hinge- gen schon ausgetrieben und zu 91% ihrer Pflanzen frost- und immissionsgeschadigt. Die Buchenkontroll-Provenienz war von allen Provenienzen schon am langsten ausgetrieben (vergleichs- weise war sie also zu allen slowenischen Buchenprovenienzen ein ausgepragter Frlihtreiber) und zu 42% ihrer Pflanzen ~ frost- und immissionsgeschadigt. Der Frost- und Immissionsschaden trat auch ganz ahnlich,wie bei den untersuchten Tannenprovenienzen deutlich im Blatt- gewicht zu Tage: Das mittlere Blatttrockengewicht der am meisten frost- und immissionsresistenten slowenischen Pro- venienz L 38 betrug 3,25 Gramm. Das entsprechende Trocken- gewicht der am wenigsten frost- und immissionsresistenten slowenischen Provenienz L 29 betrug 0,51 Gramm und das mitt- lere Blatt-Trockengewicht bei der bundesrepublikanischen Buchenkontrollprovenienz betrug 1,68 Gramm. 117 Wenn es auch gelingt, das forstliche Bestandesmaterial durch ,Selektion besonders vitaler Arten (zum Beispiel im Bereich der Leuce-Pappelarten) und Provenienzen (zum Beispiel der Tannen- und Buchenprovenienzen) von okologischen Belastungen und Immissionsschadigungen zu schtitzen ·und damit auch zu er- reichen, dass die Walder nicht so schnell absterben,sondern am Leben erhalten bleiben, so mtissen aus waldbaulicher Sicht noch zusatzliche Massnahmen getroffen werden, und zwar in Form eines gezielten Mischanbaus von Hauptholzarten mit vi- talisierenden Mischholzarten zwecks Immissionsresistenz- erhohung besonders der immissionsgefahrdeten Bestandes - glieder. Auf die zusatzliche Vitalisierung von Baumen durch mykorr- hizenbildende, Stickstoff liefernde Nachbarbaume hat bereits der Waldbauklassiker Karl Geyer (10) in seinem Buch "Der ge- mischte Wald" in dem Sinne hingewiesen, dass die Vitalitat der Hauptholzarten durch geeignete Mischung mit Hilfsholz- arten wesentlich gesteigert werden konnte und dass diese Hauptholzarten weniger wtichsig aufwachsen wtirden, wenn sie nicht mit solchen vitalisierenden Hilfsholzarten gemischt waren. Nach der Zeit von Geyer erschien das grundlegende Werk von Molisch (11) liber "Die Einfluss einer Pflanze auf die andere- Allelopathie", womit die vitalisierende Wirkung seither auch mit dem Austruck "allelopathische Wirkung" bezeichnet worden ist. Molisch sprach davon, dass unter den vielen Baum- und Strauch- arten sich an den Wurzeln Pilze bis zu Apfelgrosse bilden konnen, die es z.B.der Erle, aber auch verschiedenen Weiden- arten ermoglichen mit Hilfe eben dieser Pilze, (den soge- nannten Mykorrhizen) freien Stickstoff zu binden und diesen an die Wurzeln der Nachbarpflanzen abzugeben und somit eine vitalisierende (dtingende) Wirkung auszutiben. 118 Im Zuge von systematischen Versuchen hier in Ihrem Institut in Ljubljana (12), die 1962 zunachst damit anfingen, in kleinsten Kastenversuchen Mischanbauten von Fichten· und Er- len anzupflanzen, dann in kleineren Parzellenversuchen in Škofja Loka, spater in grosseren Parzellenversuchen in Zado- brava und zuletzt in praxisreifen Grossversuchen in Bela Krajina hatte ich ein flir mein Gedachtnics unausloschliches Erlebnis: Als in Zadobrava die Sava liber ihre Ufer getreten war und das benachbarte Versuchsgelande von Zadobrava Uber- schwemmt hatte und als dann spater das Hochwasser und die Uberschwemmung zurlickging, bot sich meinen Augen folgendes beeindruckendes Bild: Alle Fichtenparzellen im Reinbestand waren vollkommen abgestorben und alle Mischparzellen (Fichten mit Erle gemischt) waren vollkommen lebend und gesund ge- blieben. Die vitalisierende Wirkung der Erle erzielte somit einen eindrucksvollen Unterschied: Die Stickstoffbelieferung von den den Erlenwurzelsystemen anhaftenden Mykorrhizen hatte zur Folge, dass trotz der enormen Uberflutungsbelastung durch die Sava die Fichten und die Erlen am Leben blieben, dass aber die alleinstehenden Fichten ohne Mischung mit Erlen vollstandig abgestorben sind. Dies flir mich so eindrucksvolle Erlebnis veranlasste mich, in meinem Institut hierliber nahere Einzelheiten durch 2 Dok- toranden (Dr.Sabah Al-Kawaz (13) und Dr.Sadik Hasan (14)) auf meiner Freifeldprlifanlage untersuchen zu lassen. Im Prinzip gingen die beiden Doktoranden auch so vor, wie in Škofja Loka: Sie legten Erlen-Fichten-Mischparzellen an und umgaben sie mit Kasten, die aus 10 cm breten liber- einanderliegenden Falzbrettern bestanden. Die Kasten waren so in 10 cm - Tiefenstufen unterteilt und sowohl die Kasten, als auch die Wurzeln der Fichten und Erlen konnten 10-zenti- meterweise von oben nach unten abgetragen werden. Jedes Mal , 119 wenn das Ganze mit einer 10 cm-Falzbrettumrandung abgetragen worden war, ermoglichte dies das Studium des jeweils veran- derten Wurzelbildes. So konnten die Veranderungen mehrerer Wurzelkriterien fest- gestellt werden, wobei mit zunehmender Bodentiefe ein in- struktives Wechselspiel im Hinblick auf Zahl, Durchmesse~ Volumen, Dichte, Mykorrhizengewicht und gegenseitige Uber- kreuzungshaufigkeit der Wurzeln festzustellen war: Es konn- te eine klare Beziehung in der\~eise gefunden werden, dass mit zunehmender edaphischer Belastung der PrOffelder bei gleichzeitiger Einwirkung von Immissionsbelastung der Pflan- zen aus der Atmosphare die Wurzeln der Erlen vergleichsweise zur Fichte immer langer und starker wurden und sich zuneh- mend auf die untergrundnahen Bodentiefen verlagerten, wah- rend hingegen die Wurzeln der Fichten vergleichsweise zur Erle immer ktirzer und schmaler wurden und sich zunehmend auf die bodenoberflachennahen Schichten konzentrierten. Mit zu- nehmender okologischer Belastung schob sich also im Boden die sich verstarkende Erlenwurzel unter die sich abschwa- chende Fichtenwurzel und versorgte sie zunehmend mit Stick- stoff. Dies konnte einaml an den Hohen- und Starkenunter- schieden der oberirdischen Sprossachsensysteme und zum ande- ren an den Stickstoffgehaltsunterschieden der Fichtennadeln bei den Fichten/Erlen- Mischparzellen vergleichsweise zu den Fichten-Reinparzellen nachgewiesen werden. Zusammenfsssend kann also gesagt werden: Der Waldbau hat es mit seinen Moglichkeiten in der Hand, ohne irgendwelche zusatzliche spektakulare Massnahrnen allein durch Selektion von vitalen immissionsresistenten Provenienzen und allein durch gezielten Mischanbau mit stickstoffliefernden Baum- und Straucharten vor allem die besonders immissionsbedrohten Holzarten (wie zum Beispiel die Tannen und Fichten) ver- starkt vor Immissionscheden zu schutzen und damit die Scha- digungen an den Baume zu verkleinern. 120 Unsere lanjahrige Zusammenarbeit war immer dadurch gekenn- zeichnet, dass der wissenschaftliche Erfolg immerwieder durch gegenseitige Hilfe zustande kam. Dies war besonders deutlich bei den umfangreichen experimen- tell okologischen Untersuchungen auf der Karstaufforstungs- versuchsflache von Petrinje vom Jahre 1959 zu sehen, bei denen Sie die Versuchsflache zur Verfilgung stellten und samtliche organisatotischen Voraussetzungen ftr den Durch- filhrung der Forschungsarbeit sicherstellten und bei denen ich meinen Mitarbeiter Dr.Vieweg und das okologische Instru- mentar aus Deutschland mitbrachte, wobei noch Sie zusatzlich zur Bewaltigung des Arbeitsprogramms den leider auch inzwi- schen verstorbenen Forstingenieur Branko Juchert nach Pe- trinje abordneten, der mit uns ganz ausgezeichnet zusammen- gearbeitet hatte. In Petrinje konnte erstmals unter Beweis gestellt werden, dass auf Odlandaufforstungsflachen Forschungsmethoden die jeweils geeignetste Aufforstungstechnik herausgefunden wer- den kann, die die Aufforstungspflanze in eine filr sie opti- male okologische Lage bringt, um mit oder erforderlichen Vi- talitat den okologischen Belastungen der atmospharischen Hitze, Bodentrockenheit und extremen Windangriffen zu wi- derstehen. Im speziellen Fall der Karstaufforstung kommt es hierbei auf die Erzielung eines optimalen Verdunstungs- schutzes filr die Aufforstungspflanze an. In spateren von meinen Schillern und ehemaligen Doktoranden untersuchten Fallen der Steppen- und Wilstenaufforstung im Irak und in Tunis kam es neben dem optimalen Verdunstungs- schutz auch auf den Schutz der Wurzeln vor Bodenversalzung und auf den Schutz von anderen okologischen Belastungen an, die filr aride Gebiete typisch sind. 121 Sowohl die ersten experimentellen Forschungen in Petrinje als auch die auf ihnen aufbauenden splteren Forschungen (in meinen beiden BUchern liber "Experimentelle 6kologie des Kulturpflanzeanbaus" (15) und "Rekultivierung zerst5rter Landschaften" (16) beschrieben) habe Wege gewiesen, wie aus 6ctlandb6den Ackerboden gewonnen werden kann. Und hier- bei darf beim Rlickblick auf unsere 30-jlhrige Zusammenarbeit nicht vergessen werden, dass der Ausgangspunkt flir diese For- schung und die aus ihr hervorgegangene Rekultivierungsbewe- gung, die weit liber die Grenzen von Jugoslawien und Deutsch- land hinausgig, in Petrinje lag. Es bleibt noch zuletzt der Dissertation meines letzten slo- wenischen Doktoranden zu gedenken, namlich derjenigen von Herrn Dr.Ciglar. Die Themengebung zu dieser Dissertation ging auf eine Text- stelle in meinem Buch liber "Einflihrung in die Raumforschung und Landesplanung" (17) zurlick, wo steht: "Der achte Raun- ordnungsgrundsatz unseres Bundesraumordnungsgesetzes weist auf die landsmannschaftliche Verbundenheit, sowie auf die geschichtlichen und kulturellen Zusammenhange hin, die bei der Landesplanung zu berlicksichtigen sind". Hierzu bemerkt~ icht "Mit diesem Grundsatz ist nichts anderes gesagt, als dass nicht quasi vom Zeitpunkt null an geplant werden kann. Planungsgegenstand ist vielmehr stets etwas historisch Ge- wordenes und auf die heutige Zeit Zugekommenes, wobei es diesen historischen Moment auch bei noch so grundlegenden geplanten Verlnderungen zu berUcksichtigen gilt". Herr Dr.Ciglar bot mir zur Fundierung dieser These als Unter- suchungsbeispiel den sehr interessanten Forschungsgegenstand der Landschavt von Kočevje an, den er in seiner Dissertation liber "Untersuchungen liber die Folgen der EntvHlkerung einer waldreichen Kulturlandschaft, dargestellt am Besispiel des 122 Gottscheer Landes (ein Beitrag zur Quantifizierung einer Kulturlandschaft als Grundlage fUr die Raum und Landschafts- planung)" (18) bearbeitete. Er war eine ungemein vielseitige Personlichkeit: Einmal sehr stark an historischen Fragen interessiert, zum anderen wis- senschaftlich hochbegabt und ein exzellenter Mathematiker. Er war somit die geeignete Personlichkeit dafUr, um eine grundlegende LUcke in den Methoden der Raumplanung zu schlie- ssen, indem er durch seine Dissertation der Begrilnder der historischen Raumplanungsmethode geworden ist: Auf Grund seines systematischen Vergleichs der historischen Daten auf okologischem und soziookonomischem Gebiet aus dem 19,Jahr- hundert, die von Kočevje noch vollstlndig erhalten geblieben sind, und auf Grund der gleichen Daten aus heutiger Zeit konnte er einen mathematisch fassbaren Trend finden, der ihm eindeutige Hinweise daraf gab, wie das Land filr die Zukunft zu planen und entsprechend zu entwickeln 1st. Ein viertel Jahr vor seinem Tod besuchte er mich in Freiburg ein letztes Mal und erzlhlte mir freudestrahlend, er habe inzwischen ausprobiert, ob seine zahlenmlssig exakte Erhe- bungsmethode durch eine reine Schltzmethode ersetzt werden konne, die ja kilnftig die Arbeit sehr erleichtern wtirde und dass er schon zu erfolgversprechenden Ergebnissen gekommen sei. Er hatte also noch vor seinem Tod fUr den wissenschaft- lichen Ausbau seiner eigenen Methode selbst gesor~t. Er sagte mir bei den vielen Gespr~chen, die ich mit ihm fUhrte,einmal: "Meine Dissertation soll nicht nur ein Bei- trag fUr die Wissenschaft und Praxis sein, sie soll auch ein Beitrag zur Volkerverstlndigung und den Frieden sein". Wie er dies meinte, hatte er im Vorwort zu seiner Disser- tation (18) geschrieben: "Das Beispiel von Kočevje ist ein Aufgabenbeispiel, wie sinnlose geschichtliche und politische Vorgange wieder in Ordnung zu bringen sind und wie kilnftig darauf zu achten ist, dass diese Vorgange, wie sie sich in Kočevje abgespielt haben, sich klinftig nicht mehr wiederho- len. Die Behandlung dieses Problems stellt eine typische Aufgabe unserer heutigen modernen Zeit dar, die nicht nur eine Kooperation innerhalb ein- und desselben Landes, son- dern auch eine solche von mehreren benachbarten Landern er- forderlich macht". Hierzu kann nur noch hinzugefilgt werden, dass wir: Sie, meine Mitarbeiter und ich, unmittelbar nach dem zweiten Weltkrieg bis zum heutigen Tag Kooperation, V5lkerverstan- digung und Frieden jedenfalls filr uns zur Realitat gemacht haben. Aber Frieden braucht keineswegs nur durch Kooperation allein realisiert zu werden. Vielfach genlint acuh ganz ein- fach dazu unsere ohnehin alltlglich zu verrichtende forst- liche Arbeit: Sie beginnt in vielen Landern mit der Auffor- stung von ~dlandboden und seiner Umwandlung in Ackerboden und endet mit der Schaffung einer Nahrungsdecke filr die Be-- v5lkerung, so wie dies in einem Karstland, wie Jugoslawien schon vor mehr als hundert Jahren in mustergilltiger Weise praktiziert worden ist. LITERATUR (1) Barner, J.: (2) Baner, J.: (3) Zupančič, M.: (4) Baner, J.: Waldbauliche und for~tbotanische Grundlagen zur Frage des Pappelan- baus auf grundwassergeschadigten Standorten. Berichte der Naturfor- schenden Gesellschaft zu Freiburg (Breisgau), Band 42, Heft 1, 1953 Okologische und biologische Unter- suchungen an 39 slowenischen Pappel- vorkommen. Bericht des Slowenischen Instituts fUr Forst- und Holzwirt- schaft in Ljubljana, 1958 Histometrische Untersuchungen an Jahrringquersohnitten von slo- wenischen Pappeln. (Ein Beitrag zur Holzanatomie und okologie der Wald- baume) Dissertation der Natur~ wissenschaftlich-mathematischen Fakultet der Universitat Freiburg i.Br,,1963 Jahrringhistometrische Ergebnisse als Kriterien filr die Vitalitat und Reaktion von Baumen gegenUber okolo- gischen Einwirkungen, Allgemeine Forst- und Jagdzeitung, Heft 12,1963 (5) Zeiss-Information: Mikroskopie und Bildanalyse, Band 27, Heft 94, 1982 125 ( 6) Božič, J. : Ebenso veroffent- licht in.: (7) Weisgerber, H.: (8) Barner, J.: (9) Sittler, B.: ( 1 O) Geyer, K. : (11) Molisch, H.: Ein Beitrag zur Erfassung von Pappel- mutterbaumen der Sektion Leuce in Slowenien. Dissertation, der Natur- wissenschaftlich-Mathematischen Fa- kultat der Universitat Freiburg i.Br., 1966 Zbornik,Ljubljana,Band 5, 1967 Forstpflanzenzilchtung - Aufgaben, Ergebnisse und Ziele von Zilchtungs- arbeiten mit Waldbaumen in Hessen. Mitteilungen der Hessischen Landes- forstverwaltung, Band 19, 1983 Der Beitrag des Waldbaus zur Wald- schadensforschung (im Druck), Allgemeine Forstzeitschrift, 1986 Experimentell okologische Untersuch- ungen an 15 slowenischen Buchenpro- venienzen zur Beurteilung ihrer An- baufahigkeit in der Bundesrepublik Deutschland. Dissertation der Forst- wissenschaftlichen Fakultat der Uni- versitat Freiburg i.Br., 1981 Der gemischte Wald, Paul Perey-Ver- lag, Berlin 1886 Der Einfluss einer Pflanze auf die andere - Allelopathie, Gustav-Fischer- Verlag, Jena, 1937 126 (12) Barner, J., und Miklavžič, J.: (13) Al-Kawaz, S.: ( 14) Hassan, S. : ( 15) Barner, J. : ( 16) Barner, J.: ( 17) Barner, J. : ( 18) Ciglar, M.: Grundlagenforschung flir den Aufbau von Holzplantagen in Slowenien, Allgemeine Forst- un·d Jagdzei tung, 139. Jahrgang, Herft 6, 1968 Morphometrische Wurzeluntersuchun- gen in Fichtenreinbestanden und in Mischbestanden von Fichte und Erle. Dissertation der Forstwissenschaft- lichen Fakultat der Universitat Freiburg, 1978 Untersuchungen liber die Organunter - schiede von Fichtenpflanzen im Reinbestand und im Mischbestand mit Erle. Dissertation der Forstwissen- schaftlichen Fakultat der Univer- sitat Freiburg i.Br., 1976 Experimentelle Okologie des Kultur- pflanzenanbaus, Verlag Paul Paray, Hamburg 1965 Rekultivierung zerstorter Landschaf- ten. Enke Verlag, Stuttgart 1978 Einflihrung in die Raumforschung und Landesplanung. Enke Verlag, Stuttgart 1975 Untersuchungen liber die Folgen der Entvolkerung einer waldreichen Kul- turlandschaft, dargestellt am Bei- spiel des Gottscheer Landes (Ein 127 Beitrag zur Quantifizierung einer Kulturlandschaft als Grundlage ftir die Raum- und Landschaftsplanung). Dissertation der Forstwissen- schaftlichen Fakultat der Univer- sitat Freiburg i.Br., 1980 128 Oxf. 0--011.1 slovenska gozdarska terminologija, zgodovinski pregled, terminološka zbirka KRAIGHER, Hojka, YU, 61000 Ljubljana, Večna pot 2 Inštitut za gozdno in lesno gospodarstvo SLOVENSKA GOZDARSKA TERMINOLOGIJA Zbornik gozdarstva in lesarstva, Ljubljana, 27, 1986, 5-36 slov, angl, 35 ref, 3 pri!. V članku so prikazani pomen, način dela ter rezultati dela terminoloških komisij. Slovenska gozdarska terminologija se razvija od začetka 19. stoletja, prvi razlagalni gozdarski slovar pa je izšel leta 1970. Sedanje delo temelji na sestavljanju zbirke ter- minov, katere osnovo tvori gradivo iz Gozdarskega slovarja M. Brinarja. Dopolnju- je se z gradivom, izpisanim iz gozdarskih publikacij, ki so izšle po letu 1970 in s pri- spevki strokovnjakov. Prenos zbirke na računalnik bi omogočil vključitev v širšo mrežo - banko terminov. Avtorjev izvleček Oxf. 156.5:945.4 (497.12 Jelendol) mladje, objedenost, parkljasta divjad, škoda zaradi divjadi, zeliščni sloj ACCETTO, Marko, YU, 61000 Ljubljana, Večna pot 2 Inštitut za gozdno in lesno gospodarstvo VPLIV RASTLINOJEDE DIVJADI NA JELENDOLSKE GOZDOVE V KARAVANKAH Zbornik gozdarstva in lesarstva, Ljubljana, 27, 1986, 37-88 slov, nem, 22 ref, 5 graf, 7 si, 5 tab. Analiza objedenosti gozdnega rastlinstva na trajnih raziskovalnih ploskvah je poka- zala: najmočneje je objedeno mladje bukve (860Jo). Nad kritično vrednostjo (30-350Jo) je objedeno gozdno mladje javora in smreke na rastišču združbe Carici albae-Fagetum t.j. na toplih legah do 1000 m n. v. ter mladje jelke na rastiščih Picee- tumov in v hladnih legah od 1000 do 1300 m n. v. Zeliščna plast je najmočneje obje- dena v višinskem pasu od 1000 - 1300 m n.v. Avtorjev izvleček Oxf. 187(497.12 Bohor) rastlinske združbe, vegetacijski tipi, Slovenija ACCETTO, Marko, YU, 61000 Ljubljana, Večna pot 2 Inštitut za gozdno in lesno gospodarstvo NOVA GEOGRAFSKA VARIANTA ZDRUŽBE JELKE IN OKROGLOLISTNE LAKOTE NA BOHORJU (Galio-Abietetum M.WRAB, 59 var. geogr. nova Dentaria polyphyllos) Zbornik gozdarstva in lesarstva, Ljubljana, 27, 1986, 89-105 slov, nem, 22 ref, 1 tab V vzhodnem območju Slovenije, na Bohorju, je bila opisana nova geografska va- rianta združbe Galio-Abietetum M.WRAB.59, ki je razčlenjena na dve subasociaci- ji: asaretosum europaei in luzuletosum albidae. Značilnici geografske variante sta Dentaria polyphyllos ter Acer platanoides. Združba je uvrščena v podzvezo Abio- Piceion Br.-Bl.39. Avtorjev izvleček Oxf. 945.4:946.3 visokošolsko izobraževanje, raziskovanje, mednarodno sodelovanje, ZR Nemčija, Jugoslavija BARNER, Jorg, D-7800 Freiburg i Br., Belforstr. 18-20 Forschungsstelle fiir experimentelle Landschaftsčikologie der Universitat Freiburg POGLED NA 30 LET SODELOVANJA S SLOVENSKIM INŠTITUTOM ZA GOZDNO IN LESNO GOSPODARSTVO Zbornik gozdarstva in lesarstva, Ljubljana, 27, 1986, 107-128 nem, 18 ref Objavljamo predavanje, ki ga je imel avtor 30. septembra 1985 na Inštitutu za goz- dno in lesno gospodarstvo v Ljubljani, s katerim je avtor, ugledni gozdarski razisko- valec iz Zv.ezne republike Nemčije, v zadnjih 30 letih sodeloval. V predavanju avtor podaja obširnejši pregled tega sodelovanja in njegovih rezultatov ter svoje spomine na zaslužne delavce inštituta, s katerimi je tesno sodeloval in ki so medtem umrli. Posebej se je spomnil prezgodaj umrlega dr. Milana Ciglarja. Avtorjev izvleček Oxf. 187(497.12 Bohor) forest sociology, vegetation types, Slovenia ACCETTO, Marko, YU, 61000 Ljubljana, Večna pot 2 Inštitut za gozdno in lesno gospodarstvo NEW GEOGRAPHIC VARIETY OF THE GALIO-ABIETETUM M.WRAB 59 PLANT ASSOCIATION ON THE BOHOR MOUNTAIN (Galio-Abietetum M.WRAB. 59 var. geogr. nova Dentaria polyphyllos) Zbornik gozdarstva in lesarstva, Ljubljana, 27, 1986, 89-105 sn,de, 22 ref, 1 tab In the territory of Eastern Slovenia (on the Bohor mountain) a new geografic variety of Galio-Abietetum plant association has been described, with two subassocia- tions: asaretosum europaei and Iuzuletosum albidae. The character species are Den- taria polyphyllos and Acer platanoides. It is classified into the suballiance Abio-Piceion Br.-Bl.39. Author's abstract Oxf. 945.4:946.3 higher education, research, international collaboration, Federal German Republic, Yugoslavia BARNER, Jorg, D-7800 Freiburg i Br., Belforstr. 18-20 Forschungsstelle fiir experimentelle Landschaftsokologie der Universitat Freiburg EIN RUCKBLICK AUF 30 JAHR ZUSAMMENARBEIT MIT DEM SLOWENISCHEN INSTITUT FUR FORST - UND HOLZWIRTSCHAFT Zbornik gozdarstva in lesarstva, Ljubljana, 27,1986, 107-128 de, 18 ref Der am 30. September 1985 gehaltener Vortrag am Institut fiir Forst- und Holzwirt- schaft in Ljubljana, mit dem der Author, ein angesehener Forstwissenschaftler aus BR Deutschland, seinen Riickblick auf seine 30-jahrige Zusammenarbeit mit diesem Institut gibt, wird hier veroffentlicht. Ausfiihrlich werden Forsehungsergebnisse die- ser Iangjahriger Zusammenarbeit besprochen. Inzwischen bereits verstorbene Mitar- beiter des Instituts, die zu diesen Ergebnissen beigetragen haben, werden gewirdigt. Besonders wird der verstorbene Dr. Milan Ciglar erwahnt. Author's abstract Oxf. 0--011.t Slovene forest terminology, historical review, terminological