Nr. 33s,. Montag, 17. Oktober 1887. IM. Jahrgang. MitllllherMZeitmg. ^N'jiil!?!^?^??^»??. ^'^ Poftvcsscndung: ss,,n,lählig fl, Ib, halbliihrig sl. 7.50. Im «omptoii: ^ Die „i,'aibacher Zriwna" «scheint lägllch mit Nu«nal,me der Sonn- uiib yfierlagc, llcine ',. i«.'/^v"^'a ll- "M, ff«r die Zufteüun,, >n« Hau« ganzjählig sl. i. — Inser«o»«neb»r: Für V Die «l»m»»»fts»t<°n befinde, sich Vl»I,mhofni "^ ""thwendig dargethan wnrde. Der Mi« ">ie ^..K !^^ ""f den Ehrgeiz durch Neuerungen in H"t"Uoll EMrimentcn auszusehen, welche doch lolcher Ms"'^ ^""^ Wurzel geschlagen hat und zu A'ifa^ lM"l,t ist. Er erblickte dagegen seine station .'." "ner vollständigen Anschmiegung' der In. ^eMs?.'l « "' ^"^" ""d in der Fixierung ihres Grund ''^ ^>r staatlichen Thätigkeit. Sind dies die '"esse? I^' so wird nian mit großem In-h°n^,«5 ^^lt^en. detaillierten Ausführungen des "tt 2r7""^"^^ ^' verschiedenen Modifikationen »'rfoX 5" ^"'^Ulngen des Postsparcassenwesens' ^' W. da dlesclben e,nen überraschenden Einblick ^llgleick d m "r" ^'^'" mächtigen Einrichtung llnd ^währen, dass d.e neuen Ein-hehr ^ "'cht beeinträchtigen, diel- et fördern können"' ^"^ '" """^'^^kr Hin- lehr >m^ >?^^" ^"^ ber Rede gal< dem Checkuer. tuna >..,la ?'^^"""ll. dieser merkwürdigen Ausgestal, bleses 9 «^V^^^ftarcassenwesens. Für die Benützung t'°"sae^ ^""^""kehres soll fortan eine Maniftula-'"'rzunksn. ^" ^'' Kreuzern für jede an dem Conto ^V^ f'rm.'r eine Promsion ^izq^lmalbetrage von '/, ,^o mi5l« von der Contort,'oi«^^^'^''^^'" ""den. D>r Minister bewies ^vers^'^!^Ä ^^er Zweifachheit der Gebür im ^ben m 3 s. " Gerechtigkeit und /Nothwendigkeit derails ?^ /'"kr Reihe von Nachweisen, welche das ^le ^f,f ?"b^ Aufmerkfamkeit: vernahm. Die colos->^M vou Amtshandlunaen/ welche von einzelnen Instituten oft gegen ein Zinsenguthabcn von einigen Gulden und Kreuzern gefordert wnrde, erweckte mitunter lebhafte Heiterkeit. Diese riesige Arbeitslast der Beamten und den großen Entgang an Portogebüren lediglich durch die Unverzinsbarkeit der Einlagen decken zu wollen, hieße jedoch nach den Darlegungen des Ministers viele Einleger gänzlich und thcilwetse verscheuchen. Der Minister beleuchtete noch alle anderen belangvollen Punkte der Vorlage, mit welchen das Pu-blicnm bereits früher bekannt gemacht wurde, und bemerkte, es könne im Lanfe der Zeit und nach gemachten Erfahrungen noch manche Anregung berücksichtigt werden. Das Haus gewann aus der Rede des Ministers die Ueberzeugung, dass die Postsuarcasse, welche so rasch zn einem so wichtigen Factor des Verkehrslebens und dem Geschäftsleben bereits unentbehrlich geworden, auf eine verständnisvolle Pflege seitens des Ressortministers nnd auf eine stete Beachtung aller Umstände rechnen kann. die auf ihr Gedeihen von Einfluss sein können. Die Befürchtung, Fiscalismns, Sucht nach Gewinn oder Engherzigkeit könnten den Aufschwung dieser so populären Institution gefährden, erscheint nunmehr ausgeschlossen. Die Rede Sr. Excellenz hat folgenden Wortlaut: Der in Berathung befindliche Gesehentwurf hat neben einigen Abänderungen ber Aestimmuugeu des Gesetzes vom 28. Mai 1««2, welche sich aus praktischen Bedürfnissen bei der Handhabung dieses Gesetzes ergeben, die Regelung des bei dem Postjparcassen - Institute bestehenden Check- und Clearingverkehres zum Gegenstände. Die Einbeziehung des Verkehres in den Rahmen dirses Institutes wurde von der Geschäftswelt sympathisch begrüßt, auch die Fachliteratur, welche sich vielfach mit der Discussion dieser Frage beschäftigte, erklärte sich damit einverstanden, dass sich das Post" sparcassenamt solchen höheren Aufgaben zuwende. be° zügllch welcher wir in Oesterreich 'sagen können, dass wir zuerst diesen Weg betreten haben. Die Sache selbst erheischt aber auch große Vorsicht und Zurückhaltung, um die Gefährdung andere, hochwichtiger Interessen hlutanznhalten. Die Vermittlung des Geld- und Wertverkehres bildet seit langer Zeit eine der Aufgaben der Post. anstalt. D,e Mlttel, deren sich die Postaustalt zu diesem Zwecke bedient, sind von dem Maße der culturellen Entwicklung und dem Stande des Verkehrswesens ab' hängig, die in, gegebenen Falle nnd Zeitpunkte zur Verfügung stehen. Die ersten Anfänge einer gewissermaßen bankmäßigen Organisation sind bei der Post-anstalt in dem Momente wahrnchmbar, als an die Stelle des physischen Transportes von Geld- und Wertzeichen der Postanweisungs» und der Nachnahmevrrlehr treten und in immer weiterem Umfange vom Publicum benüßt werden. Und nun tritt in fortschreitender organischer Entwicklung an das Postsparcassenamt das wxh« tige Problem heran, sich die höchste Vollzugsform des kaufmännischen Zahlnngsprocesses, die gegenseitige Ueber, tragung und Ausgleichung der Forderungen' mittels des Check- und Cleariugwesens eigen zu machen und die hiezu erforderlichen Einrichtungen fachmännisch correct in die Organisation des Institutes einzngliedern. Gelingt es, hiefür die richtige Form zu gewinnen, ini-bcsouder. auch jene Cautelen zu schaffen, welche weitere finanzielle Opfer zn verhindern geeignet sind, dann wird dem Postsparcassenamte der Erfolg gesichert bleiben, anf bedeutungsvollem Gebiete bahnbrechend gewirkt zu haben. Ich glaube es nun wohl nach diesen einleitenden Bemerkungen als eine Aufgabe ansehen zu sollen, die Principien, auf denen die Vorlage beruht, in Kürze zu erörtern, insbesondere jene, welche im Laufe der bisherigen Debatte nicht ohne Anfechtung geblieben sind. Ehe ich jedoch an meine Aufgabe gehe, habe ich dem Herrn Abgeordneten der Brünner Handelskammer meinen verbindlichsten Dank zu sagen für die freundliche Anerkennung, welche er der Geschäftsleitung des Postsparcassenamtes zu spenden die Güte hatte, wie überhaupt das sympathische Eingehen der bisherigen Herren Redner auf die sachlichen Momente der Vorlage nur wohlthuend berühren kann. Da nun bei solchen geschäftlichen Dingen der Geldpunkl immer die erste Rolle spielt, beginne ich mit der Frage der Oebüren. Es dürfte die Richtigkeit des Grundsatzes wohl nicht angefochten werden, dass diejenigen, welche die Anstalt für ihre geschäftlichen Zwecke gebrauchen, die Kosten tragen sollen. Es kann nicht als die Aufgabe der Allgemeinheit angesehen werden, diese Anstalt Einzelnen für ihre Zwecke kostenlos, d. i. also in diesem Falle aus Kosten der Gesammtheit, dienstbar zu machen. (Richtig.) Es wäre vielleicht nahegelegen, die Anstalt mit einem Ueberschusse administrieren zu wollen. Wenn aber auch dieses nicht beabsichtigt wird. so können wir doch von dem Gru»dsahe. dass wir, kurz gesagt, auf unsere Kosten kommen müssen, nicht abgehen (Richtig!) Die Erreichung dieses Zieles jedoch erscheint durch die Veränderung in der Voranlagung, durch welche die Actiozinseu verringert werden, in Frage gestellt. Während nun also über diesen Grundsatz so ziemlich Meinungscinheit herrscht, gehen die Ansichten weit JeuMon. Ders. ^ N eil a me. blick. Er ^- . Gott hatte einmal einen bösen Allgen-^li'er twä ^ es sei nicht' länger mehr möglich, den ^s GMs.. 2 Rufen, die Semfzer und Verwünschungen, »sllen, im .' ?"b Geheul, welches von der bedauerns-! "N ^ s« " ^"W schwebenden Weltkugel herauf Achtel, ^ "a,ch yroßer f)errenart. einfach nicht zu ^iroH "«, bis jetzt 'gethan; er schien ihm, dass Mans U c Hl" des' in der Hölle festgeleltcten ^ es I parser tla,c,g, als es eigentlich sollte, ^"e eiqe, ?z ?.^ Mn Eharkasmus steigere und als !? Ehur K""l'che. fast Magner'sche Disharmonie in " hinriß- 'wacher 'Harfen nnd David'scher Cym^ Aber Ue. ' ?""deten ^ '"^ zu t^,,? Diese Töne von nuten ^">leuanp„ Wa'^heit - es war nnmöglich, 'eb>ch d? V^ sie abzuschaffen; er konnte den freien WMen zu?"l die Tönl ^ ei„ Gedanken. . . . Inzwischen ^elt >eist,„^" v°n, nnten zu einem Gewitter an, ki'I "ber H X" ^"sbrüchn über die Noth der ^ eK" VeH,'6-> Ziellosigkeit und Nichtigte.t ^llla Mädel aus?s' ^" Pessimismus erhob semen ^n^len dk's..«'^?''Ia"'nerqeheul, und aus den man d^..„ Lärm übertreiben würde? Gut, versuchen wir's. Und die himmlischen Harfen und Cymbcln verstärkten ihre Töne bis zur Macht des Donners. Umsonst! Die Dissonanz hörte nicht auf. denn das große Lamento hatte zu gleicher Zeit feinen Höhen-puukt erreicht. Es musste etwas auderes, Wirksameres ersonnen werden. Uud bald auch geschah Folgendes: Mit lautem Dröhucu öffucte sich das Thor des Himmels. Eine Schar von Engeln verbreitete sich in dem Weltraum, Sie trugen große, gegen die Sterne, gegen die Erde, gegen alle Enden der Welt gckchrtc Posaunen, aus denen sie ganze Wasserfalle und Gewitlerstürme von Jubel herausschmelterten. Hinter ihnen rollte ein großer Wagen. Seine Riesenräder funkelten von Gold und Edelsteinen lind auf dem Wagen, unter dem Baldachill einer großm Fächcrpalme. stand ein dem Anscheine nach schönes Wesen, welches halb einem menschlichen Weibe glich, während die andere Hälfte von apokalyu« tischer Seltsamkeit war. Um sie herum tummelte sich ein Heer eigenthümlicher Wesen- ein jedes hatte eine Feder in der Hand oder hinter dem Ohre. sie stritten miteinander, sie machten beständig Anmerkungen in große, ringsum ausgebreitete Bögen und fochten mit den Armen herum, wie wenn sie einander gegenseitig von etwas überzeugen wollten. Hinter dem Wagen kam ein Haufen anderer Geister, welche aus Börsen eine Menge von Gold aller Formen und Farben, von Orden. Abzeichen und Bändchen unter die nach solchem Gaukel krankende Menschheit verstreuten — eine Krank-heit, von der die Menschen nicht so bald genesen werden! Und dieser merkwürdige Aufzug fuhr von einem Planeten zum andern, die Engel posaunten, das neue Wesen lächelte verführerifch, schickte Kuszhiinde und verstohlene Winke nnter die Menge, und der eigenthümliche Knäuel ihrer Beamten und Diener um sie herum war iu strter Thätigkeit, schrieb, stritt, schimpfte, nnd der Chor der Engel hinter dem Wagen beglückte die Welt mit Titeln, Orden. Privilegien und Geld. Mit einemmale hörte das Jammern auf, und durch das Weltall erklang die Stimme d«r sonderbaren Göttin: «Diese Welt ist die allerbeste, ein Meisterwerk, unvergleichlich, einzig, großartig, rein, menschenfreundlich! Und wer auf Bildung Anspruch machen will, muss dies unbedingt glauben, es ist unbestritten, denn ich sage es, und die Masse meiner Sclaven verbraucht täglich die Kiele aller Gänse des Weltalls und die ge-sammten Stahlfedern aller Fabriken, um es tausend-uild millionenmal zu wiederholen. Was hier ist, ist das Beste, was hier der Menschheit geboten wird, ist die Krone von allem. Wer mir glaubt, besitzt das Glück! Wer sich meinem Arme vertraut, foll nicht betrogen werden. Etwas muss er freilich hergeben, aber m,t welch reichen Zinsen wird es ihm zurückerstattet! In meinem Gefolge schreitet die Ehre. bis jetzt nur ein leerer Begriff im idealen Kopfe eines Philosophen; der Ruhm, einige welke Kränze und Sträuße zu den Füßen einer Sängerin. Aemter und Orden, wa3 schon etwas mehr Wert hat. und Gewinn und Geld, was entscheidet. Und all dies gebe ich um geringen Sold um einige Pfennige, für die ihr euer sreie» Urtheil' Mdacher Fcitung Nr. 236. 1940 17. Oktober 188?. auseinander über die Mittel und Wege. die anzuwenden sind, nm dieses Ziel zu erreichen. Die Regierung hat die Einführung von Gebüren in Aussicht genommen, nnd der Ausschuss hat in Würdigung der Verhältnisse diesen Standpunkt accefttiert. Dagegen ist in der Geschäftswelt insbesondere auch durch die Handelskammern und auch hier im hohen Hause, allerdings bisher nicht im Verlaufe dieser Debatte, wohl aber bei der Berathung des betreffenden Budgettitels, die Ansicht vertreten worden, dass die gänzliche Unvcrzinslichkeit der Einlagen im Checkverkehre an die Stelle der Gebüreu zu treten habe. Durch das Erträgnis der Einlagen im Chcckverkchr,'. welches sohin dem Amte verbliebe, würde dasselbe Ersatz finden für den Entgang drr Gebürrn, die von der Regierung in Aussicht genommen sind. Ich werde mir gleich erlauben den Nachweis zu erbringen, und zwar an der Hand der Daten, die das Amt selbst bietet, dass dieser Ersah dem Amte nicht gewährt werden würde. Fassen wir die Theilnehmer am Checkuerkehrc näher ins Auge. so können wir ganz leicht zwei Hauptgruppen unterscheiden: in die erste Hauptgruppe wären jene einzutheilen, die ursprünglich dem Sparverkehre angehörten, aber infolge der bekannten Aufforderung des Amtes, ihr den Maximalbetrag von 1009 fl. übersteigende Guthaben zu reducieren, in den Checkoerkehr übertrateu, wobei sie jedoch vou dem Anweisungsrechte nur sehr geringen Gebrauch machten. Man könnte sie die verscheuchten Sparer nenuru (Heiterkeit), denn sie sind thatsächlich aus dem Sparver-kehre, dem sie angehörten, in den Checkuerkehr hinüber-gescheucht worden, als man begann, die betreffende ge» schliche Bestimmung wirklich zu handhaben. In dieselbe Gruppe können auch diejenigen ein< getheilt werden, die von allem Anfange an nur das Contocorrentgeschäft im Auge hatten. Für den Eintritt in die Anstalt war ihnen die Verzinsung maßgebend und die Sicherheit der Anlage in einer Staatsanstalt. welche Vortheile bei freistehender a vi8l,a-Zahlung einer beliebigen Summe des Guthabens eine Privatgesellschaft nicht gewährt. Dieser Gruppe gehören die Versicherungsanstalten nnd Sparcassen an. Die Summe, welche diese Gruppe repräsentiert, beläuft sich auf ungefähr 6 Millionen Gulden. In die zweite Hauptgruppe der Theilnehmer sind einzutheilen diejenigen, die von dem Checkverkehre nach dessen zulässigen Benützungsformen einen mehr oder minder, zum Theile sehr umfassenden Gebrauch machen. Welcher Effect würde nun eintreten, wenn die gänzliche Unverzinslichkeit der Einlagen im Checkuerkehre sofort ausgesprochen werden würde. Die Theilnehmer, welche ich in die erste Hauptgruppe eingetheilt habe. würden ausscheiden, sie hat die Verzinsung in die Anstalt geführt und in der Anstalt festgehalten; wenn die gänzliche Unocrzinslichkeit sofort ausgesprochen wird, würden sie der Anstalt einfach den Rücken kehren, der Anstalt, in deren Verband zu bleiben ihnen geschäftlich nicht convenieren könnte. Nicht so mit der zweiten Gruppe. Allein dieser zweiten Hauptgruppe gehören Industrielle an, Geschäftsleute, welche bekanntlich ihre Gelder unfruchtbar nicht liegen zu lassen pflegen. Sie würden nun nicht ausscheiden aus dem Verkehre, aber sie würden ihre Einlagen auf deu ihrem voraussichtlichen Geschäftsumsatze entsprechenden Betrag reducieren. Hiemit wäre aber das Object zum großen Theile verflüchtigt, durch dessen fruchtbringende Anlage wir den Ersatz für die Gebüren finden sollten, die uns entgehen (Sehr richtig! links.) Die Regierung hat sich daher entschlossen, die Einführung von Gebürcu in Aussicht zu nehmen, nnd hat für dieselbe sich zwei Grundsätze vor Augeu gehalten: zunächst, dass die Gebüren mäßig seien, nnd dann, dass ihre Eiuhebung in einer Art und Weise erfolgt, dass dadurch der Verkehr und das Pulilicum nicht belästigt würden. Der Herr Abgeordnete für die Brüuner Handelskammer hat gemeint, dass die Provisionsgi'bür eine exorbitant hohe sei. Das kaun ich nicht zugeben, und ich erlaube mir mich da auf eine Fachautorität zu berufen, auf jenen bekannten Schriftsteller, der durch einen Anfangs des vorigen Jahres erschienenen, in Schmollers Jahrbuche veröffentlichten Artikel, der damals sehr viel Aufsehen erregte, zur fachliche» Erörterung der Frage den ersten Anstoß gab und der eine Provisiousgebür von ^/,„ pro Mille vorschlägt. Die Bcrechuuug, die der Herr Abgeordnete für die Stadt Iägerudorf aufgestellt hat. habe ich nicht recht verstauben. Ich glaube, der Herr Abgeordnete muss sich geirrt haben. Bei 50 fl. kommen zu zahlen der Erlagschein mit 1 kr., der Check mit 2 kr., die Ma-nipulations-Mbiir mit 2 kr.. '^ pro Mille Provision I'/, kr., macht zusammen 6'/. kr., wählend, wenu ich nicht irre, sofern ich ihn recht verstanden habe, der Herr Abgeordnete anf 18 kr. gekommen ist. Ich erlaube mir abcr, nm weitere Argumente für die Anschauung der Regierung zu erbringen, noch näher auf die Formen einzugehen, in welchen von dem Check-verkehre kein Gebrauch gemacht wird. Neben dem eigentlich kaufmännischen Verkehre, welcher darin besteht, dass der Kaufmann seine Forderungen seinen Conti zuweisen lässt und über sein Guthaben zur Begleichung seiner Verpflichtungen mittels Check verfügt, welcher Ausgleich sick ideal im Clearing abwickelt, hat sich in den letzten Jahren eine andere Form des Checkuerkchrs ausgebildet. Versicherungsgesellschaften. Zeitungsuuteruehmungen, Ratenbriefa/schäfte pflegen ihre Prämieu, Abonnements' gelder, Raten in den kleinsten Beträgen eiuzuzichen, so wie aber das Guthaben eine nennenswerte Erhöhung erreicht hat, dasselbe mittels Check zu beheben. Das ist nichts anderes als ein nnentgeltlicher Postanweisungsverkehr, welcher aber so bedeutende Dimensionen angenommen hat, dass dem Amte große Kosten und ein bedeutender Zeitaufwand verursacht wird, ohne dass im geringsten Ersatz hiefür geboten würde. Einige Beispiele werden das sofort klarthun. Es kommt nun häufiger vor, dass für eine einzige Gesellschaft über 10 000 Amtshandlungen im Jahre stattfindeu, ja bei einer Gesellschaft — das Geschäftsgeheimnis legt mir selbstverständlich die Pflicht auf, ke?ne Namen zu nennen; ich werde alfo keine Namen nennen, ab'° die Ziusenguthaben, die stehen allerdings in keinem 3>el' Hältnisse zu dem Porto, das dem Postgefälle eulM znr Arbeit, die dem Amte verursacht wird, sie su'v nicht einmal ausreichend, um den einen Kreuzer z" decken, der den Postbediensteten für die Einlage zu« kommt. Erlanben Sie mir, dass ich einige Beispiele der Benützung des CheckuerkehnS nach der Höhe des UlN' satzcs anführe. Sie beziehen sich auf die Zeit des laufenden Jahres bis Ultimo September, also auf ne»" Monate. Eine Firma hatte in diesen nenn Monat" einen Verkehr uon 920000 fl. — ich werde nur rM Zahlen anführen — die Zius.u bis Ultimo Septenib" waren 12 fl, 19 kr. (Heiterkeit); eine zweite F'""° hatte einen Umsatz von 1800 000 fl. mit 6 fl. 23 ". Zinsen; eine dritte von 2 299 000 fl. — die Z'N "' waren 39 fl. 4 kr. — und eine vierte einen Umsa? von mehr als 7 Millionen — die Zinfen mache" 18 fl. 13 kr. (Hört!) Die Zinscnguthaben würden "N0 nuu alleldixgs ganz zukommen, wenn die UlwerM' lichkeit d'r Einlagen im Checkoerkehre ansgesproch^ werden würde, aber ich glaube, meine Besorgnis ist.9/ rechtfertigt. dass wir damit die Administration nM bestreiten werden. (Heiterkeit.) .» Es ist die Behanptung aufgestellt worden, da!» durch die Gebür, wie sie von der Regierung in An»' ficht genommen wird. der kleine Einleger ungleichmaW stärker vclastet würde als der große Einleger. Dem >> nicht so. Zunächst nnd vor allem muss man sich "^ rüber klcn werdeu, was unter einem großen Einleger z verstehen sei. Die Größe des Einlegers hängt mewe Trachtens nicht von der Größe der einzelnen EmW ab. Ein Gcschäft z. B., für welches ganz nnnlM^ Beträge eingelegt werden, aber in ungeheurer Z^ kann mau ja tliuen kleinen Einleger nennen, und "l^ gekehrt ist derjenige, der einen verhältnismäßig h^^ Betrag, aber nur ein- oder zweimal im Jahre s" Umsätze bringt, noch nicht deshalb ein großer 6'". A^ Die Größe des Einlegers hängt nicht bloß von dtt>r Factor, sondern von dem Gesammtumsatze inner!) einer bestimmten Zeit ab und von der Zahl der An' Handlungen und der Geschäftsfälle. Die sinzuführeno Gebüren stehen im Verhältnisse zn dnscu Factor"' Die Provisionsgebür ist eine Perceutualgebür von v Betrage, und die Manipulationsgebür oder. besser 9 sagt, die Summe der V.'auipulations-Gebüren stehl Verhältnisse zur Summe der Geschäfte, die dem ^n^. eure Geistesfreiheit hingebet! Und dann saget uoch, dass diese Welt nicht die beste ist. uud dass man in ihr uicht in Ueberfluss. Reichthum. Ehre, Ruhm und Gottesfurcht lebeu könne!» Die Menschheit lauschte und verwunderte sich. Die Fanfaren ertönten, und die Menge drängte sich znm Wagen des merkwürdigen Wesens, welches um ein nichts Wunderdinge verschenkte, nnd die im Dienste der Göttin stehenden Menschen am Wagen konnten kaum fertig werden mit ihrer geisttödlenden, dem Wohle der Menschheit geweihten Arbeit. Und es wurde Abend, und die Göttin und ihr Gefolge mussten irgendwo über» nachten. Es traf sich ganz zufällig, dass in dem Flecken, wo sie ihr Lager aufschlugen, zwei Söhne des großen Stammes Israel wohnten. Einer von ihnen handelte mit Hadern, der andere mit Därmen. Kam ihnen aber auch mal etwas Besseres in den Wurf. ließen sie sich's sicher nicht entgehen. Voller Verwunderung blickten sie auf diesen ungewöhnlichen Triumphzug, aber das dem Stamme innewohnende Misstrauen war stärker, als die Bewunderung, die sie erfasste. Sie schüttelten die Köpfe, so dass ihnen die langen Peijes munter um die blassen Gesichter tanzten, znckten mit den Achseln und sprachen wie aus Einem Munde: «Nun, wir werden sehen, wir werden sehen!» In der Nacht schlich eine gebeugte Gestalt unter den Schupfen des Wirtshauses, iu dem der eigenthümliche Zug übernachtete. Ihr Schattenriss hob sich in Gestalt eines groheu Ziegenkopfes scharf von der gegen» überliegmden Wand ab. Es war der Jude Lilienblüt, der, welcher den Handel mit Därmen betrieb. Die Wächter des Wagens waren eingeschlafen, und Lilien« blut betrachtete mit Kennerblicken ihre gold'ncu Posaunen. Iu demselbeu Augenblicke erschien ihm gegenüber der Schatten eines zweiten großen Ziegenkopfes. Es war der Jude Mandelzweig, der. welcher mit Hadern handelte. Er neigte sich unter den Wagen der neuen großen Göttin und befühlte mit geübter Hand die Räder, Achsen, das Riemenzeug, die Sitze und den Baldachin. Wie zufällig begegnete»! sie einander nach einer Weile auf dem Dorfplatze, und beim Gefuukel der Sterne unterhielten sie sich in nachstehender Weise: «Ts . . . das ist etwas; was glaubst du. Nachau. dass die Posaunen seien aus Gold? Pappe, nichts, als mit Rauschgold überklebte Pappe, ohue jeden Wert, man könnte sich schämen zu sprechen darüber!» — «Und du deukst doch nicht. Isaak. die Räder wären von Krystall? Das ist nur so aufs Auge. und die Edelsteine darauf sind ans farbigem Glase, und die Palme oben ist. so wahr ich lebe, aus Blech uud lackiert! Und so riu Gethue damit! Der ganze Karren ist aus weichem Holz, um zehn Gulden kaufe ich den ganzen Plunder!» «Aber es ist gut, Nathan, gut ist's und bringt was ein!» — «Aber. es ist nichts Neues, Isaak. das war auch schon im alten Testament; dabei ist nur Eines neu — und das gefällt mir.» — .Ja, ja. die. welche die Zeitungen schreiben und sie in der Welt herumwerfen, das ist elwas.» unterbrach ihn Nathan. «Ich habe einen Plan. Weit werden sie damit nicht kommen, gehen wir hinter ihnen und bis sie's haben satt, kaufen wir's von ihnen — wir bringen's weiter da« mit, das gelobte Land wird sich vor uns daM't , schließen — einer von uns kann meinethalben he'l , das Frauenzimmer ....»-- «Sie ist wohl schon ä ^ lich bei Jahren----------aber ..... — «Was "^ daran, die Pforten des gelobten Landes werden ^ nns erschließen, wir werden die Welt beherrsche", „ schaffen der Menschheit, die nichts mehr glaubt, e neuen Gott, und wir werden sein die Apostel Gottes.» - ««'illüll «Ja.» sagte Nathan, '«die öffentliche M"^ wird dieser Gott sein nnd wir werdeu ihn nm >v^ dieses hier (er zeigte auf den Schupfen) verkaufen- ^ Enqelchen senden wir zurück i^n deu Himmel, !' ^e schon aus der Mode, ans den? Wagen taun siO ^,t Rebekka machen eine Wiege für die Kinder, bie p ^, dem, mit falschen Edelsteinen verzierten Niemze"^> len können. Wir behalten nur -das FrauenziM'in ^ nnd die, welche die Zeitungen l-nachen, uud we» ^d die Welt erobern, nnd dann packen wir zusamn> , ziehen sn'grn Jerusalem und da>!m, uud dann.^'^a- W,r wissen nicht, was Isa.ak Lilieublüt "N" ^e thau MandelM'ig weiter sprachcm. aber heute ln, ^ ganze Welt vor dem strahlend en Triumphwaa/' ^ Reclame auf den Kuieu und ist glücklich. "" ^es einziger Strahl von dem Tand uud Mllschg"^ M Heilig-'uscheiuls die Werte der Pl)ilosophm und 5" streifet. . .,^^„„ 6^ Isaak und Nathan erfassten denH" >a , danken, diese Welt als die beste' und vollkommen, verkünden, und fo entstand die ^ '^"/"^, l i c k Y> I'aroslau Alm »acher Feituna Nl. 836. 1941 17. Oktober 1««?. M^.7 /..^" ledem einzelnen Falle ist allerdings die ll i. ^ ^^^'bür. ob nun der Betrag groß oder Mnn! 's .^'^^; das ist auch qanz natürlich.' denn die A? P"law..s-Gchiir ist vor allem ein Ersatz für den "MMa>lswa,,d des Amtes, und die Arbeit des Amtes "i ganz dieselbe in jedem einzelnen Falle, ob nun d" Betrag groß oder klein war. a»nn 5 c! ^^achtung verdient allerdings die Anre-OÄ' ^'^ der Clearing-Verkehr nicht mit denselben ic , .^" ^I. ?^^^n sei. wie der Checwrkehr. Es ist Arli /^'. '6 beim Clearing da« Amt nicht denselben liat, es ist ferner richtig, dass das "u wegfallt, welches mit der Geldsendung, die beim üM 3 '"'^ stattfindet, velbnndeu ist. und es ist nim/ ' 6' ""b 'ch befinde mich da in Uebereiustim-^'Z "ut dem Herrn Abgeordneten für die Brünner dr,'^s !'"""' dass es im Interesse des Amtes liegt. di«c,, ^'"'g-Verkrhr zu fördern. Dass sich das Amt Tb. 7"'""osatz bisher vor Augen hielt, geht aus der halt 's' ^'"^' b"^ der Clearing - Verkehr im Ver-C< '"c zum Chrckvertchre immer mehr zunimmt. Der ^"'ll'Verkehr war im Jahre 18«4 A.7 pCt.. im ^"lM I8«5 15) M., im Jahre 1«8tt 21 M. und ^ 'alisenden Jahre bisher bereits 25 pCt. des vom «mdp /« ^'^ ^""no August 776 Millionen betra-aus "^^ammtmnsatzes. Allein es erscheint mir durch-Alislm? ^onnöthen und auch nicht entsprechend, eine wird?'^ diesfalls im Gesetze selbst festzusetzen. Es 'nachts ^ ^^^ ^" Regierung nur eiue Er-t>er n. V Weben, den Verkehr mit Gebüren bis zu und rä ^^^ festgestellten Maximalhöhe zu belegen, flibr,... ^° ^en Sache der Negierung bei der Durch-zieb ^ ^.^ Petzes sein. die Frage in Erwägung zu den Cleanug-Verkehr, ^^cht Ck>/sf. ?.'"^ ""e oder die andere Äenützuugsform des dtt^5?"s' mäßigere Gebüreu als für deu Check-^Muberhaupt einzuführeu seieu. Politische Aeverftcht. wr ^^5^eordnetenhause) des Reichsrathes l'er«^ !"U """"lls das Subcomil<< für die Vor« lamm^^ 7 ^""^'^ ""s Errichtuug von Arbeiter, ei" S ,m?^f"^' ^Budget Ausschuss hält heute nmas.!?^' "." «"!! ^gesordnung sich die Regie-und MÄ ' ^""^?^ bie Forterhebung der Steuern ^/bgabeu '" ersten Quartale 1888. sowie ciuiae Nm^'"?"V^e ^° ^'l befinden. Auch "gltnnatlonsau2 chuss tritt heute zusammen, um die ^?"^ der emgelaufeuen Geschäftsstücke owie d "j°hl von Referenten für dic Prüfung der Wahlen "u ach neugewählten Abgeordneten vorzunehmen. T)" "achste Plenarsitzuug findet morgen statt. (Parlamentarisches.) Abgeordneter Professor «"zl hat kaum sein Mandat niedergelegt, und schon ^udle Iungczechen ihre Hand anf dasselbe. Als ihr -andldat wird der Eigenthümer der «Narudni Listy». r.^nllus Gre^gr, welcher währcud kurzer Zeit im "Me 1879 dem Abgeurduetenhause schon angehört ^le. genannt. In czcchischen Abgeordnetenkreisen wird ;. «oll Dr. Kaizl unternommene Schritt nicht gebil-lww.^'/^e '"^ wohl zunächst im Hinblicke auf die Kutt ?''^" Agitationen in dem Bezirke 6aslau. ^es"z ?' selche sich auch gegen den bisherigen Ver-I„ ^"eser Städtegrupfte geweudet hatten, erfolgt sein. regillären Verhandluugsgegen. ^atshnf, ^"! bm Bericht der Generaldirectwii' der ^se>'blll, " ^b" bie Durchfiihrllug der Wünsche des ,d ^räll^, m stellung der Sommer-Fahrordnung be« bisher kein omn' ^'" Autisemitcn Ursinn die engere Wahl ^"'tsck ^.'""beu. Aci derselbe» entfielen auf Dr. ^'lnen. ' "^ deu Antisemiten Ursinn 1259 lhloss^ böhmische Laudesschulrath) be< ?^" die vip/'^" ""^rst erregten Debatte mit allen !!.^"meri, - ^""""' der deutschen Laudcsschulräthe, !' ' '"ehr äl^!^ ^^'sche Voltsschule zu errichten, da czechischc Kmder genieldet haben. ^?^^schulra ^?/^"' Unterricht ertheilt werdeil. bis " der ^.^'tfcheidung über den rcchtsgiltigen Ve-"")>'le erflossen sein wird. ( Steiermark.) Bei der canonischen Wahl in der Aenedictiner-Abtei St. Lambrecht wurde der bisherige Administrator, Dr. Robert Zechner, zum Stiftsable gewählt. (Frankreich.) Es mehren sich die Anzeichen, dass die französische Regierung sich auch politisch mit der Affaire Caffarel zn befassen haben werde. Ge-ueral Boulangcr ist durch zwingende Gewalt der Um^ stände in eine Lage versetzt worden, die ihm vielleicht selbst unerwartet gekommen ist. Da sick Kriegsminister Ferron durch eine answeicheudc Antwort nicht hinhalten ließ. mnsste der unbotmäßige Commandant von Cler-munt erst zugeben, dass er die ihm von deu Zeitungen in deu Muud gelegten ungehörigen Worte wirklich gesprochen habe. und sich dann A0 Tage strengen Arrests dictieren lassen. Im Hintergrnnde der Ereignisse steht übrigens noch die Möglichkeit, dass Voulauger überhaupt seines Commandos durch den Ministerrath enthoben werde. Selbstverständlich werden die Radicalen sofort in der Kammer gegen das Cabinet Ronvier Sturm laufen. Aber die Conservativm aller Schattiern,,» gen werden sich umso enger um das Cabinet scharen, das in der nenesten Boulauger - Frage eiue ganz uu-gewöhuliche Euergic bekundet hat. (Zur Lage.) Der Besuch Crispi's in Fried-ricksruhc hat, wie der Petersburger Correspondent der ^Kölnischen Zeitung» mittheilt, die Folge gehabt, dass jetzt die russische Presse uud die öffentliche Meiuung ausgesprochener als früher auf ein festes Bündnis mit Frankreich hindrängen. (Die niederländischen Kammern) hatten sich bekanntlich in der letzten Sommersaison mit der Revision der Verfassung zu beschäftigen und haben cinc Rcihe von Abäuderungen an derselben beschlossen, welche nun von den neugewählten Kammern mit einer Mehrheit von zwei Dritteln der Stimmeu anzunehmen sind, wenn sie Verfassungsgesetz werden sollen. Die zweite Kammer hat vorgestern mit der zweiten Lesung der abgeänderten Verfassung begonnen nnd wird. wie man allgemein glaubt, die vorgeschlagenen Abänderuu» gen annehmen. Nicht so sicher ist man der ersten Kammer, in welcher sich die nöthige Zweidrittel-Mehrheit kaum ergeben dürfte. (Bulgarien.) Der bulgarische Metropolit Clement suchte um eiue Audicuz beim Fürsten Ferdinand nach. nm seiner loyalen Gesinnung gegenüber dem Throne Ausdruck zu geben; diese Kundgebung erregt in Sofia nngehenre Sensation nnd gilt als erster Schritt auf dem Wege der Annäherung der Can-kovistcn. Tagesneuigleiten. Se. Majestät der Kaiser haben, wie das «Präger Abendblatt, meldet, dem Feuerwehrvcreine in ^sell. den freiwilligen Fenerwehrcn in Wittiugreith. «urau uud Kamenitz. dann den Gemeinden Dlaschko Witz und Prochomuth zur Anschaffung von Löschrequi-!. !l^/'^ ^' ferner, wie die «Troppauer Zeitung» denchet. der Gemeinde Ianowitz zum Kirchenbaue 500 fl. zu spenden geruht. ^ (Neise um die Welt) Nach einem soeben eingetroffenen Telegramm des Grafen Baroi ist derselbe nach cmer sehr günstigen Fahrt von 17 Tagen von Suez in Padaug auf der Südwestliche der Insel Sumatra unter 1 Grad südlicher Breite mit seiner Begleitung eingetroffen. Im Rothen Meere hatten die Herrschaften unter großer Hitze zu leiden. Die ganze Gesellschaft, Herren wie Damen, befindet sich im besten Wohlsein. — (Ein Liebeskuss im Vatican.) Unterm Krummstab ist noch immer gut wohnen. Vor einigen Tagen spielte sich. wie man aus Ron, schreibt, in den Privatgcmächcrn des Papstes im Vatican eine hübsche Scene ab. Gräfin Pecci, die Nichte des Papstes, weilte mit ihrem Bräutigam bei ihrem Oheim zu Gaste, und während des Besuches entfernte sich der Papst auf einen Momeut. Als er unvcrmuthet rasch zurückkehrte, kam er gerade recht, um das Brautpaar beim zärtlichen Schnäbeln zu überraschen. Das Brautpaar wollte natürlich auch den einen lurzen Moment des Alleinseins nicht unbenutzt vorübergehe» lasse«. Neuig küsste Contesse Pecci dem heiligen Vater die Hand, indem sie sich entschuldigte, dass sie sich in diesen heiligen Hallen so weit vergessen habe. Zärtlich fuhr die Hand des Papstes über die Stirne der Braut. «Es gibt leinen Raum — sag^ der heilige Vater — der so heilig wäre, dass ihn reine junge Liebe nicht noch veredeln, verschönern würde.» — (Das Klima am. Eongo) Wie die «Weser-Zeitung» mittheilt, ist vom Congo „ach Brüssel die überraschende Mittheilung gelangt, duss man dort Klagen über Kälte führt. Aus Lutugu vom 20. Juli berichtet Herr Lcjeune, der Befehlshaber der dortige,, bewaff-uelcu Macht, Folgeudes: I» Belgien muss es löstlich sein; hier, glaubeu Sie mir, zitleru wir vor Kälte, Ich übertreibe nicht. Wir lcgeu unsere Kleidungsstücke aus Europa an, ohne den Ueberzieher zu vergessen; wir sind in der trockenen Jahreszeit. Keine Sonne mehr, höchstens bisweilen nachmittags, und dann nur aus einige Sluudcu. Heule morgens waren das Thal und die Berge, welche es einschließen, mit einem dichten, ganz weißen Nebel bedeckt ; man hätte sagen können, ein Meer von Milch. Es war ein prächtiges Schauspiel, aber welche Kälte!» — (Ke«i Amazonen-Corps.) Italienische Blätter melden allen Ernstes, dem italienischen Kriegsminister sei von mehreren Vertreterinnen des zarten Geschlechts der Vorschlag gemacht worden, gegen die wilden Nbyssinier auch ein berittenes Mädchencorps ins Feld zu stellen. Der Kriegsminister wies jedoch dieses Ansinnen als zu romantisch entschieden zurück. — (Orcan.) Ein Orcan richtete an der Westküste von Mexico beträchtlichen Schaden an, Unter anderem wurde Quelite in der Provinz Cinaloa, gegen «000 Einwohner zählend, fast gänzlich zerstört. Viele Menschen sind umgekommen. — (Kindlicher Scharfblick.) Kunstfreund (das Töchterchen eines Malers treffend): 'Nun, wie geht's dem Papa?» — Töchterchen: «Ach, mit dem Papa ist's gar nicht mehr zum aushalten; kommen Sie doch 'mal wieder, 'n bisschen seine Bilder loben!» Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Audienz.) Die slovenische, von den Abgeord« neten Fürst Windisch-Grä'h und Dr. Pollular geführte Deputation in Angelegenheit der Erhaltung des durch den Mittelschul-Erlass zur successiven Auflassung bestimmten Untergymnasiums in Krainburg wurde verständigt, dass sie von Sr. Majestät dem Kaiser heute in Audienz empfangen werden wird. — (Stoff für factiöse Verdächtigungen.) Die «Deutsche Zeitung» findet es seltsam, dass wir uns jüngst gegen einige extreme Auslassungen des «Slovenski Narod» gewendet haben, und dass die «Laibacher Zeitung» «plötzlich Klage führe über das Umsichgreifen der Extremen, der Russenschwärmer unter den Slovenen». Wir müssen vor allem constatieren, dass der betreffende Gewährsmann der «Deutschen Zeitung» unseren Nrtilel entweder nicht zu Ende gelesen oder einfach nicht verstanden hat, oder vielleicht auch nicht verstehen wollte, denn von einem «Umsichgreifen» der radicalen Elemente unter den Slovenen war in unserem Artikel nirgends die Rede, wir haben im Gegentheile hervorgehoben, dass «die Russenschwärmerei, ohnehin nur ein Attribut einer winzigen Schar», immer mehr an Terrain zu verlieren und einer besseren Einsicht Platz zu machen beginne», und nur unser Bedauern darüber ausgesprochen, dass die abenteuerlichen Extravaganzen dieser verschwindenden Minorität geeignet sind. die slovenische Nation in den Augen derjenigen zu compromittieren, welche sich damit begnügen, ihre Kenntnis der lrainischen Verhältnisse nur aus gewissen Tagesblättern zu schöpfen. Ernst genommen zu werden und als Ausdruck der Gesinnungen des slovenischen Volkes zu gelten, darauf können die Auslassungen des «Slovensli Narod» doch wohl leinen Anspruch machen — wenigstens nicht bei jemandem, der über Kram etwas besser unterrichtet ist, als die «Deutsche Zeitung» und ihre verehrten Mitarbeiter, — allein wie richtig unsere Bemerkung war, dass solche Emanationen im allgemeinen nur geeignet sind, das slovenische Volk zu compromittieren und die Thätigkeit ernster und besonnener Politiker zu schädigen, b e -weisen eben am besten die Verdrehungen, in welchen sich das Organ des deutschen Clubs gefällt und durch welche es die Ausbreitung russophiler Tendenzen zu erweisen versucht — secunbiert von dem «Lai-bacher Wochenblatt», welches ebenfalls seinen Lesern von den russophilen Excursen der « Slovenen », von der «slovenischen Begeisterung für die höchsten russischen Cultursfthären» zu erzählen weiß und bei dieser Gelegenheit wieder einmal die alten, schon oft widerlegten Unwahrheiten über die «Bedrückung des Deutschlhums» u. s. w. auf« tischt. Wir können deshalb der «Deutschen Zeitung» und deren verfassungstreuem Laibacher Collegen eigentlich nur dankbar sein, weil sie durch ihre Verdächtigungen, für welche ihnen eben leider seitens der Inspiratoren des «Slovcnski Narod» der Stoss geboten wird, unsere Ansicht über das Verderbliche und Irreführende solcher Inspirationen nur vollends bestätigen. Versteigt sich ja doch die «Deutsche Zeitung» so weit, die Vertreter des slovenischen Volles im Reichsrathe mit den Inspiratoren des «Slovcnski Narod» geradezu zu identificieren — eine Behauptung, die ebenso sehr die crasse Unkenntnis der «Deutschen Zeitung» über die politischen Verhältnisse in Kram im hellsten Lichte zeigt, als auch das consequente Bestreben dieses ehrenwerten Blattes und gesinnungsverwandter Organe verräth, auS den Phan^ tasien des «Slovensli Narod» Capital zu schlagen gegen den guten Ruf unserer Bevölkerung, welche für die Extravaganzen des «Narod» wahrhaft in keiner Weise verantwortlich gemacht werben lann und darf. — (Ernst Faberf.) Freitag nachts ist im hiesigen Hotel Elefant» nach kurzem Leiden Herr Ernst Faber, herzoglicher Forstmeister des Fürsten Auersperg und seit drei Jahren Landtagsabgeordneter der StaU Gottschee, im Aller von 02 Jahren an Lungenentzündung gestorben. Ernst Faber befand sich seit mehr als dreißig ^Macher Zeitung Nr. 236. 1942 17. Oktober 188?.^ Jahren in fürstlich Auersperg'schen Diensten in Krain und seit nahezu 25 Jahren in Gottschee. Der Verstorbene war eine äußerst conciliante Persönlichkeit nnd in Goltschee sowie in den Nachbarbezirken sehr beliebt. Obwohl er seine deutsche Gesinnung niemals verleugnete, war Faber doch ein Freund des slovenischen Voltes; im Landtage verkehrte er stets in freundschaftlichster Weise mit den slovenischen Abgeordneten. In der Landesvertretung war Faber eine unermüdlich thätige Kraft; zahlreiche Referate, insbesondere in Straßenangelegenheiten und über Petitionen in landwirtschaftlichen Angelegenheiten wurden von ihm vorgetragen, so dass er fast in jeder Sitzung auf der Berichterstatter-Tribüne erschien. Auch in die Debatten des Landtages griff er häufig ein, doch waren es stets ökonomische Angelegenheiten, bei welchen er in fachmännifcher Weise das Wort ergriff und die Genugthuung hatte, zahlreichen seiner Anträge bezüglich Subventionen für Straßenbauten :c. die Majorität zu gewinnen. Sein Tod wird in den Kreisen seiner Land-tagscollegen sicherlich die wärmste Theilnahme erwecken, wie nicht minder allgemeine Trauer im Gottscheer Bezirke. An dem Leichenbegängnisse Fabers, welches gestern um halb 5 Uhr nachmittags stattfand, betheiligten sich u. a. Landespräsident Baron Winkler, Landeshauptmann Graf Thurn mit den Landesausschüssen kais. Rath Murnik und Deschmann, zahlreiche Abgeordnete des kramischen Landtages, Mitglieder des krainisch-lüstenländischen Forstvereins, viele Landesbeamte und sonst zahlreiche Freunde des Verstorbenen. Unter den zahlreichen Kranzspenden sind namentlich bemerkenswert jene des krainischen Landesausschusses, der deutschen Landtagsabgeordneten, des krainisch - küstenländischen Forstvereins, der herzoglich Auersperg'schen Forstbeamten :c. Der krai-nische Landesausschuss hat an die Witwe des Verstorbenen ein Äeileidsschreiben gerichtet. — (Sanctioniertes Landesgesetz,) Der vom krainischen Landtage beschlossene Gesetzentwurf, wodurch einige gesetzliche Bestimmungen über die Ausübung des Iagdrechtes abgeändert werden, hat die Allerhöchste Sanction erhalten. — (Glas be na Matica.) Die diesjährige Generalversammlung der «Glasbena Matica» fand vorgestern abends in den Vereinslocalitäten statt. Dem Rechenschaftsberichte entnehmen wir Folgendes: Die Ge-sammtemnahmen betrugen im Vereinsjahre 1886/87 4349 fl. 27 kr., die Auslagen 4028 st. 98 kr., fomit ergibt sich ein Cassarest von 320 fl. 29 kr. Das Budget für das nächste Jahr beziffert sich auf 3978 fl. 20 kr. Die neuentworfenen Statuten wurden geprüft und angenommen. Bei der hierauf stattgefundenen Wahl wurden in den Ausschuss gewählt die Herren: Dr. Ritter von Aleiweis, Drenik, Dr. Ferjancic, Gerbic, Dr. Gros, Ohm Ritter von Ianuschovsky, Iuvanec, Dr. Hudnik, Paternoster, Ravnikar (Präsident), Razinger, Stegnar, Svetek, Valenta, Vencajz, Fajgel, Gregorcic, Starec, Oustarsic und Serovnik. — (Hungernde Schulkinder.) Auf Grund officieller Erhebungen hat es sich herausgestellt, dafs in Wien zwischen 3- bis 4000 Schulkinder Hunger leiden müssen. In Prag ist man soeben daran, die gleichen Erhebungen zu pflegen. Es wird keine größere Stadt unserer Monarchie geben, wo diese traurige Thatsache nicht con-statiert werden könnte. Auch unser Laibach hat hungernde und aus Mangel der nothwendigen Kleidung frierende Schullinder. Das ist ein Feld, wo für edle Frauen der wahre Wirkungskreis liegt. Seid barmherzig, gute Damen, und bildet eine «Gruppe» von Wohlthäterinnen der darbenden Kindheit. — (Zum Grundbuchswesen.) Der Minister und Leiter des Justizministeriums, Dr. Freiherr von Prazät, hat an alle Gerichte, mit Ausnahme jener in Tirol und Vorarlberg, eine Verordnung erlassen, durch welche einige Bestimmungen zur Beseitigung wahrgenommener Uebelstände im Grundbuchswesen getroffen werden. Dieselben gipfeln darin, den Verkehr der Grundbuchsgerichte mit den Vermessungsbeamten rascher abzuwickeln, weil dadurch am sichersten die vom Gesetze geforderte stetige Uebereinstimmung des Grundsteuercatasters mit den neuen Grundbücher» zu erreichen ist. — (Entgleisung eines Lastenzuges.) Wie man uns meldet, ergab sich am 11. d, M. um 6 Uhr 40 Minuten nachmittags in der Station zu Vizmarje die Entgleisung zweier Waggons des zur Abfahrt nach Laibach bestimmt und bereits im Rollen gewesenen Lasten-zuges Nr. 1773. Da zur selben Zeit der Personenzug nach Zwischemvassern abgieng, war die größte Gefahr eines Zusammenstoßes gegeben, und es ist die Verhütung dieses Zusammenstoßes lediglich der Aufmerksamkeit uud Umsicht des Maschinführers Johann Goldstein zu verdanken, da es demselben gelang, noch rechtzeitig den Personenzug zum Stehen zu bringen. Infolge der obbespro-cheucn Entgleisung war der Verkehr in der Station Vizmarje bis zum 12. d. M. 3 Uhr nachts gestört, und mussten die Reisenden vor der beschädigten Stelle absteigen. — (Der dramatische Verein) hat den Beschluss yesasst, sür die im Lause der kommenden Winter-sa^on im Cüalmca-Saale stattfindenden slovenischen Vor< strNungrn nnch Abonnementskarten einzuführen. — (Wochenansweis der Ster befalle.) Dem soeben publicierten 40. Wochenausweis der Sterbefälle in den größeren österreichischen Städten entnehmen wir folgende Daten: ^. ^3 Arsammtzayl H ^-^? ^Z.2 der Z ^ ß-'^I Städte H Z> D Verstorben en 5 H «Z "H H3D ________________ U^ 333^ ^ ^ Iß- j m. , «. ^I^ ZM" «aibach . 27 480 ? 8 1b 7 28,3 Wien. . . 790 361 179 141 320 41 20,!1 Prag. . , 184 009 5« «2 120 22 33,8 Graz. . . 104 740 14 2? 41 8 20,2 Klagenfnrt 19 521 8 lO 18 9 47,8 Tuest . . 157 159 70 53 123 3 40.4 Görz. . . 22545 7 5 12 - 27,5 Pola. . . 26 823 9 5 14 2 27.0 gara. . . 12 326 1 1 ! 2 — 8,4 Von der Gesammtzahl der Verstorbenen sind in Laibach 60,0 Procent in Krankenanstalten gestorben. — (In der Eillier Citalnica) findet morgen abends zu Ehren des Herrn Josef Zictar, gewesenen Ttadtpfarrvicars in Cilli und künftigen Pfarrers in Weitenstein, anlässlich seiner Abreise von Cilli ein Abschiedsbankett statt. — (In Rudnit) nächst Laibach wird in der nächsten Woche das Jubiläum des 100jährigen Bestandes der dortigen Pfarre begangen werden. — (Aus Gottschee) telegraphiert man uns unterm Gestrigen: Seit gestern abends herrscht hier unaufhörlicher dichter Schneefall; der Schnee ist bereits fußhoch, die Commuuication stellenweise erschwert. Die Bäume sind noch belaubt und brechen unter der Schneelast zusammen. Der Schade ist bedeutend. — (Die Kohlen frage der Südbahn.) Wie man aus Graz meldet, steht die Südbahn im Begriffe, sich mit der Graz-Köflacher Gefellfchaft und anderen leistungsfähigen Gewerken im Köflacher Reviere über neue Lieferungsverträge zu verständigen, wobei sich für die Gefellfchaft einen Nachlass von etwa 1 fl. 50 kr. für je 10 Tonnen ergibt, was in Ansehung des ge-sammten Iahresbedarfes der Südbahn an steierischer Braunkohle einem Ersparnis von 60 000 bis 80 000 fl. gleichkommen dürfte. Neueste Post. Original-Telegramme der «Laibacher Ztg.» Miramnl, 16. Oktober. Ihre Majestät die Kai-serin ist heute morgens wohlbehalten hier eingetroffen. Prag, 16. Oktober. Im Priliram-Rokihaner Städtebezirke wurde der Candidat des czechischen Vertrauens-mämier-Eollegiums, Josef Stejskal, mit 1174 Stimmen zum Reichsrathsabgeordncten gewählt; der jimgczechi-sche Candidat. Professor Tilser, blieb mit 966 Stimmen in der Minorität. Prag, 16. Oktober. Nach dem Bekanntwerden des Wahlresultates in Piibram versammelte sich emr starke Menschenmenge vor dem Hause, in welchem sich die Redactionen der altczechischen Blätter «Politik und «Hlas Naroda» befinden nnd brachte Pereat-Rnfe auf Stejskal nnd auf das altczechische Journal-consortium aus. Es rückten mehr als 20 Sicherheitswachmänner aus. Das Gebäude wird polizeilich bewacht. Sarajevo, 16. Oktober. Der Kreisvorsteher von Mostar, Sauerwald, wurde zum administrativen Director der bosnischen Landesregierung ernannt. Die Negie-rungsräthe Horowitz und Müller erhielten das Com-thurkreuz des Franz-Ioseph-Ordens. Paris, 15. Oktober. Der Kriegsminister wird Donnerstag dem obersten Kriegsrathe drei Entwürfe unterbreiten, betreffend die Organisierung specieller Ge-birgs-Infanterie und Artillerie. Vermehrung der Artil« k'rie durch Creiernng zweier gemischter Regimenter für dm Dienst in Algier und Tunis, sowie die Creierung von Eisenbahn-Sappenren. Clermon -Fcrraud, 15. OkiM'r. General Bon-langer hat seinen Arrest angetreten. In der Umgebung dts Generals sagt man. dass derselbe die Incorrect-hcit seines Verhaltens uom Gesichtspunkte der Disciplin aus anerkenne, dass er aber der durch die heftig a/. führte Polemik der französischen und answärtigen Presse hervorgerufenen Bewegung der Erbitterung nach« gegeben habe. Der General werde sich streng nach der chm auferlegten Disciplinarstrafe halten. Haag, 16. Oktober. Die zweite Kammer beendete die zweite Lesung des Verfassungs-Rrvisionsentwnrses und nahm denselben unverändert an. Kovellhusscu, 16. Oktober. Ii, unterrichteten Kreisen verlautet, es sei nicht unwahrscheinlich, dass der Zar in tt oder 14 Tagen über Warnemimde abreisen nnd Kaiser Wilhelm besuchen werde. Volkswirtschaftliches. Laibllch, 15. Oktober. Auf dem heutigen Markte sind erschienen - 2 Wage» mit Getreide, 10Waa.cn und 1 Schiff mit holz. Durchschnitts-Preife. Mtl.- M„z,. Mll.« ^W^ n, ,ls, n,,l.^ fl, l lr. ^!^ Weizcu pr. Heltolit. 5!52 lMij Butter pr. Kilo .. --M—- Korn » 4 22 4^85 Eier pr. Stück . . — 3-^ Gerste » 3 25 4 45 Milch pr. Liter. . — 8 - - Hafer » 2,44 3 — Rindfleisch pr. Kilo — 64 - ^ Halbfrucht . —>— 510 Kalbfleisch » — 50------ Heiden » 4 22 4'»5 Schweinefleisch »-!60 — ^ Hirse . 3i)0 4,80 Schöpsenfleisch » -32--^ Kukuruz . 4 39 540 Handel pr. Slilck . — 50 - - Erdäpfel 100 Kilo 2 »2-------Tauben » —' 15 - ^ Linsen pr, Heltolit, 12-----------heu pr. Vi.-Ctr. . 2,41 -"" Erbsen » 13-----------Stroh . . . 1 W ^-" Fisolen » 11-----------Holz. hartes, pr. Rindsschmalz Kilu 1----------- Klafter 6 40—^ Schweineschmalz» —64------- —weiches, » 410^"^ Speck, frisch, . — 60-------Wein, roth., 100Lit.------' 2° ^ — geräuchert » —64-------— weißer, »-------3V-" Verstorbene. Den 13. Oktober. Elisabeth Wartol, Inwohnerin, 71 I„ Karlstädtcrstraße 5, Schlagfluss. Dcn 1 4. Oltober. Fabcr Ernst, Forstmeister und LaM" tagsabgeordueter, 62 I, Wienerstrahe 8, Lungenentziindung.-7 Merhar ssrauz, Arbeiterin-Sohn, 11 Mon., Hradchlydorf M 1/' Schwäche. ^ Gorup Johann, Aufsehers - Sohn, 11 Mo,'., ^ lanastraße 40, Variola. Im Spitale: Den 1 2. Okt 0 ber. Gustav Slobec, Arbeiters-Sohn, 2 Tage, Lcbensschwäche. Den 18. Oktober. Johanna Verhovc, Inwohner««, 63 I.. Hpnplkxia. Den 14. Olt 0 ber. Anton Narobc, Arbeiter. 3b I' Oedom» pulmonum. __ __________________________ Meteorologische BeuklMiMlM in ^aibach^^ k ! «^ L« 3§L « » ^» V.LH 7Ü.M1, 21,8 15.2 , vl. 725.88 5.0 O. schwach i bewölkt Men . '^'^l' 727,70 3.8 O. mähig ^ bewölkt ^.^^ ?U.Mg, 730^', 2,0 W. schwach Regen ^ 5.0 16. 2 . N. 733.58 4,0 W. schwach Regen M" 9 . Ab. 736.58 3,0 W. schwach bewöllt Den 15. Regen fast den ganzen Tag anhaltend, abe" kalter Wind, Den 16. Regen mit Unterbrechungen den gaM Tag anhaltend. D"s Tagcsmittcl der Närmc 4,5" und 3,0", " ziehunaMeife um 7.1" und 8,5" uutcr dem Normale. ^^. Verantwortlicher Redacteur: I. Naqlic. W ^lir die vielen Vcwrifc des innigsten Mitgefilhles M W während der Krankheit nnd anlässlich des Todes ihres M W nun in Gott ruhenden unvcrgcsslichcu Gatten, be- M W zichungsweisc Vaters, des Herrn W > Johann Llöre ! W landschaftl. Buchhaltung«.Officiates > M dann für die schönen Kranzspenden und für die zay>< »I W reiche Vetheilignüg am L'.'is!)c»l'egä!ignisse, endlich f»l W W den erhebe»^» Gesang in dem ssliedhofskirchleiu sageu M W die Gefertigten allen P, T. Aetheili^len hieiuit den « W tiefgefühlten Dans. M ^ Laibach am 15. Oltobrr 1887. > W Ioscfinc Flöic > W Gattin. W W Mazimilian ^wrc W W l. t. Cadet-Aspiraut W W Sohn. D> D Gott dem Allmächtigen hat es in stwem «""' > W sorschlichcn Ralhschlnfse gefalle», unseren uielgellc»" ^ W Vrudcr, respective Schwager und Onlel, Herrn « » Mathias Orel > W Handelsmann und Nüalitätcnbesi^er » W nach langem, qualvollem Leiden und Empfang ,^ W W heiligen Sterbesacramcnte im 47. Lebensjahre m ^ W besseres Icnsctts zu berufen. ^, R W Das Begräbnis findet Freitag nachm'ttags " ^ W 4 Uhr auf dem ssriedhufc zn St. Michael statt,«, « W wird in der Kirche daselbst am Samstag vorm'""» « D un! !) Uhr auch die heilige Seclcnmcsfc gclc,cn. « D Schönstein. 12. Oktober 1887. W W Kranz Orel. Vrnder Helene Har"""^ > W "b,vrel. Schwester. .^r«st Gpatzee,^^ie > W — Netiy Orcl geb Kronabethvogel, "' zf, » W Orel geb. Uuheneck, Schwägerinneu. .^^:,, 1943 Course an der Wiener Börse vom 15. Oktober 1887. n°ch dem 0^«, lo««^ ^ Gelb war, StaatsNnleheu. «»tentlnte Lillnicnle......."'!" «1 30 >8«c>o°/ «..' - - .... 8« «5 «2 et> >»«0n 5°, n^ß""^ »00 , 185 I« ,.,si'0l' '^" El" ../N'UU" I«, „ ,»7 50,88- !Mlt ^'""^c.,r . , 100 ^ ,«?5c!, ?^«Nte4°/« . , . . 99 30 99 5c. ' l-ki", " "- »i0 fl. 0. W. S. .49 bl. 150 - '-laott.^bi.^ng. Oftbahn) -.----------- ^, .« „ uom I. 187« . ,1« ^ 'K - ^!,',!« m '." '""l- l^ >«0sl, ö. W. 122 50>l<8'- ^ '«'»«el! ^esc 4°/» 100 sl. . . ,2» ioiz-3 00 ^ "nbentl.. Obligationen '°tl.M/........W50 — />w"w!che.......,08'°<>io<- ^lWW^ ^!! '^'^ «lld Ware 5"/» lemesn »ana» . . . . '04'-'l>^?!> b»/» unnarischt......103.7« 10«.«5 Nnbe« öfientl. «nlehen. Tonau»««g..z»ose 5°/« 100 fl. . 1,8 501,9 50 dlo. ««leihe >8?8, Neuersrei . I05<:oicben d, Etadlgemeinde Wien (SNbcr unt< Void) .... —'- —'" Pl«m,cn.?inI.d,c lc>dt»!:m,W!«„ 1l8 75,129'— Pfandbriefe ciui 100 fi.) Bc'dencr. allg.ilsterr, 4°/„««>lb. 12!,«>1«K8(, dlo, in 50 „ ^ 4'/, °/° W0 2« 100 Ul, dto, in 5>U « ^ 4°/„ . »7 10 »?'«« dto. PlämicN'Echuldvuschr.Io/, — — —'— c eft.HyprldelcnbonI i»j. b'/,«/„ 101—,02 — O,i!.»un», »'«,'» vell, 4'/,»/». . 101 50«.»!— dlr. . 4°/, . »»s,0I«<> — d!c>, ^ 4"/„ . . l»8'«c< 100 - - Un>;. alln, ll!ote!icl^bit«Nctienges. !„ '^csl i„ ^1, l^ü vnl, 5'/,°/° '-'— —'-" Prioritile»Obligationen »anbe»V!oibba^n i» Ellbei ioU'—iO0l,l sira»z»I>,'>>s'Bahl!.....—-^. ».-. ^alizijlls i<>ül»i'ub>r>^» Vahn E>», I8«i il(U s! 5. .<>,,"/„ . il»0'40 100'9t Oesl^lr, Äl>achelPlämien»«nleh,»ufi. «z — »l'5« Ofen« i/«!e 40 sl..... 4z 7b 43 75 Palssy.Losc 40 fi..... « - 47 — Molhen ifreuz, «st. Oes.v. w fi. 17 «0 1? 7 sl. ... —. — — — Wilidlschgräh ^'ose «0 fl. , . 4h Vl> 00 K0 Vanl.Nctie» —--------— Lrbl..«lnft, s. Hand. n.«. ,uo fl. zg, ?5 „«3 — Lredilbanl, «llg, Ung. z»ou fl, .2<>9.s>c,!239 7l> Dcpofitcnbanl, Nllg.2uu fl. .^i?? - !178 — Uscl>N!ple"^E. —— —'— t.'and«!'.. öst. iioo sl. G. ÜU"/« L. ,»7 bl»237 7b Oeftc>r..U»g, Bans . . . ,884—,885 - >>«!0!',!>anc 200 ü.....!zi3 25Ü13.50 V,ilc^>ib«»l. »ill.,. ,4„ fl. .^151—15150 Velb <0«, Ncti.^l von Transport. Un^rueh»»nge». weftbahn »c» fl. , . »>> «,„91 b« Vuschtiehrabn Lisb. 500 sl, «M,785 —?«5 — Mt«) «00 fl, «<).?522l?« Denau . Dampffchiffahrt« . »es Olfterr, 500 fl. 2M. . . ,381—3»l — Drau<«is. («at..Db..Z,)«»0sl.S. 1?».—173'- Dui-Vobenbllch« « fl. . —---------— ,Sl)b.,Tir.IIl.E. i»?»z»c»fI.V. — — —>— !felb!nand««3iotdd. 1000 fl, LVt, »582 >ü«? Kranz'Iosef.Bahu «x> sl, Silber —.---------<— ssünsnrcheN'«arcs««isb,»00fl,E —.----------— Vali,,Karl.t!udwig.lN,,<)0flüM «Ib 5» «15 ?i Gra,.Kl>sIa«er«..B zoo sl. ö.W, —.--------->- itablcnbclg.Eifcnbahll iou sl. . —.— — — llalchau'vbnb.sisenb. «oojl.« —------------- z.'embcr«.s»ernow!tz.I<,ssy »isen» bahN'Gcscllschasl ^00 sl. ö, w.zzz oc»2«z 7l i!loyb. bft.°ung,, Triestb0l»sl,. tl'l,«) «UU !l, Silber .^7,-00175 -Prag'Duier Viscxb, ,50 fl. Eilb. ,,_ ,l,— Rudolf. >>!!." »l>0 fl. Vllb« , 187>— i«7'9l Siebei ^»lz<.l ^.jenb. «00 fl. . — — — — Sl»«i>i>,< ,^ ^.liN /»0 fl. «i. W. ,»?bl»»8 — > Gelk llv«« G«bbahn «00 sl. Gilb« . . .! « bl» 87 — Süo«N«rob,.«erb..H.»(»0fI.rt»«e!ell Unl,.w«Nb.(«»»b.Vra,)»H0sl,V l«» bo isl bV InbnftrieUctie» sper Stübo «4 — Monlan'Vescllfch., tzft«rr.»»l» «42« «» ?s< Präger «lisen.Ind.Ves. «X, sl. .,214—»lb'— Salgo.Tarj, Eisenrafs. 100 fl , ,78 — !8l» — Irifail« sohlen»,»Ges. 70 sl. , — — ->-Ulassenl..«.. Oeft, ,l> W. lUl, sl, ««« — «4 — Devise». Dtulsche PUltze......«1 «. « « London.........i»l «»»««« P»ri« .........4,.«>«"» »al«te». Dlicaten........h ,< ^ «ü »O»ssr»nc».Vt« ,»4, Deulllbe »«eichlbanlnotfi' .Sl4». «><7» Italienische Vantnoten (10» Lire) 4» 0» 4» « Papin.Rubel per Ellick . . j i io, i io^,